knock on wood!

mwkkoeln

knock on wood!

die Kölner tHeaterzeitung / aPril ‘09

2

Foto: ©MEYER ORIGINALS

INTERVIEWT

HeinricH PacHl über

Kultur und PolitiK

der neue Kölner

tHeater verlag

scHaefersPHiliPPen

über autoren in der

freien szene

GEMEINT

streit um KinsKi

BESUCHT

der gastKritiKer des monats

stefan Keim über aalst im

tHeater tiefrot

DIE INSZENIERUNG

DES MONATS

HalbscHatten im

freien WerKstatt

tHeater


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03 2 ApRIl ‘09

editorial / inHalt

Chefreadakteurin Dorothea Marcus

Foto: Wolfgang Weimer

HOCHBURG DES

NIEDERGANGS?

als „die Hochburg des niedergangs“ wurde die stadt

Köln vor wenigen tagen von der süddeutschen zeitung

bezeichnet, die traditionell nicht gut auf Köln zu sprechen

ist. immer wieder hat sie die Kulturpolitik der immerhin

viertgrößten stadt deutschlands böse gegeißelt.

zumindest die Kulturpolitik hat sich aber gebessert, findet

zumindest der Kölner Kabarettist und autor Heinrich

Pachl, der im interview – und in seinem neusten

Programmupdate „Köln ist Kasse“ – mit der lokalpolitik

scharf ins gericht geht. doch in der Kultur blinken die

Hoffnungsschimmer: das schauspiel unter intendantin

Karin beier entwickelt sich hervorragend, das festival

„globalize:cologne“ der freihandelszone hat aufregende

internationale theaterproduktionen eingeladen, die

„inszenierung des monats“ und uraufführung des freien

Werkstatt theaters „Halbschatten“ hat den gleichnamigen

roman von uwe timm in ein wunderbares licht

gerückt, findet die akt­autorin dina netz. gleichzeitig

schreitet der Kulturentwicklungsplan voran, die tanzhausplanungen

gedeihen (auch wenn sie noch schwer

unter verschluss gehalten werden) und eine „akademie

der Künste“ wurde gegründet. und nicht zuletzt wurde

von der stadt großzügig die gründung der neuen Kölner

theaterzeitung akt unterstützt, deren zweite ausgabe sie

gerade in den Händen halten. die Kölner Kulturpolitik

scheint also wieder auf einem guten Weg zu sein. Wenn

da nur nicht die Katastrophe mit dem stadtarchiv passiert

wäre. ganz abgesehen von den toten und dem fassungslos

machenden verlust an Kulturschätzen hat der

einsturz auch ein Kölner theater getroffen, nämlich die

comedia. da ihr notausgang verschüttet wurde, kann bis

auf weiteres nicht mehr in der löwengasse gespielt werden.

ein schwerer schlag für das freie theater, das zwar

schnell ausweichspielstätten gefunden hat – aber natürlich

lieber bei sich im Haus spielen würde. zum glück

war die akt­autorin Henriette Westphal schon einige

tage vorher mit den beiden theaterpädagoginnen unterwegs

und hat in zwei Kölner schulen einen spannenden

einblick gewonnen, wie Kinder und Jugendliche, die

noch nie etwas von theater gehört haben, für die bühne

begeistert werden können. auch sonst hoffen wir, dass

wir sie zu einer ausführlichen lektüre von akt.2 bewegen

können. bei der ersten ausgabe scheint das schon

einmal geklappt zu haben: wir haben viele begeisterte leserbriefe

und auch einige Protestnoten bekommen. aber

das wollten wir ja auch so – akt ist nur dann gut, wenn

die zeitung auch Kontroversen auslöst, ob nun über ihre

vermeintliche nähe zu einer Hamas­freundlichen terrorzelle,

schlechte rezensionen oder die Haltung von Karin

beier zu Kritikern. Wie die reaktionen auf die zeitung

waren und die geburtstagsparty von akt.1 verlaufen ist,

können sie auf seite 21 nachvollziehen.

noch mehr als leserbriefe wurden uns übrigens richtige

lösungsworte für das akt­theaterrätsel geschickt. es lautete,

passend zum geburtstag, „theaterzeitung“. die gewinner

der freikarten werden persönlich benachrichtigt

und in akt.3 veröffentlicht – in der zwischenzeit können

sie sich auf das nächste rätsel stürzen.

Wussten sie übrigens, dass in zeiten, in denen verlage

und galerien angeblich mit vorliebe nach berlin abwandern,

es in Köln einen ganz frisch gegründeten theaterverlag

gibt? die beiden jungen gründer von schaefersphilippen

finden dagegen nicht, dass man in berlin von

theaterautoren am meisten mitbekommt, auch wenn sie

sich in der Hauptstadt öfters mal gegenseitig auf dem

schoß sitzen. sie haben ihren verlag mit dem aufregenden

theaterprogramm, der auch formate von freien

gruppen wie rimini­Protokoll oder Hofmann & lindholm

vertritt, in einer Kölner industrielandschaft neben vielen

musikerstudios eröffnet.

in Köln gibt es also zum glück noch vieles, das sich energisch

gegen einen niedergang stemmt.

dorothea marcus

(chefredakteurin)

04 pRÄMIERT

die inszenierung des monats:

HalbscHatten

06 BESUCHT

der gastKritiKer des monats

stefan Keim über aalst

07 GEMEINT

zWiscHen coPyrigHt und KunstfreiHeit

– der KinsKi­Prozess

08 INTERVIEWT

HeinricH PacHl über

Kultur und PolitiK.

scHaefersPHiliPPen über autoren

in der freien szene

10 KRITISIERT

ms adenauer in der

Halle KalK

der letzte riesenalK im

scHausPielHaus Köln

Weisse rose in der KammeroPer Köln

die Weisse rose im

tHeater im Hof

goetHes faust oder die

HocHzeit zWiscHen Himmel und

Hölle in der büHne der Kulturen

romeo und Julia in

der comedia

zauberKlänge im

Kölner KünstlertHeater

semele im severins­burg­tHeater

räume räumen in der

orangerie

agnetHa im

atelier­tHeater

eisKind im HorizonttHeater

KasPar im HorizonttHeater

WHo is WHo in der büHne

der Kulturen

drei urauffüHrungen in der

WacHsfabriK

19 VORGESCHAUT

globalize:cologne

20 VERMITTElT

tHeaterPädagogiK in der comedia

21 EINGEBlICKT

die aKt­eröffnungsParty und

leserbriefe

22 pORTRÄTIERT

das däniscH­österreicHiscHe

KünstlerPaar signa

24 NOTIERT

neuigKeiten aus der tHeaterszene

24 VORGESTEllT

autoren der tHeaterzeitung

25 DATIERT

veranstaltungsKalender

32 VERRÄTSElT

tHeater­KreuzWorträtsel,

freiKarten zu geWinnen


2 ApRIl ‘09 04 Prämiert

eine liebesnacht, in der sich nur die Fingerspitzen berühren: Marga von etzdorf (alexandra sydow) und der aristokratische aufschneider Christian von Dahlem (torben krämer)

Fotos: ©MeYer OriGinals

lIEBESNACHT

DER

WORTE

dem freien WerKstatt tHeater

gelingt mit der dramatisierung

des romans „HalbscHatten“ von uWe timm

ein Kleines Wunder

2 ApRIl ‘09 05 Prämiert

die romanitis grassiert auf den deutschen bühnen: die

vorliebe dafür, kanonisierte oder zumindest sich gut verkaufende

romanstoffe zu dramatisieren. in Köln wurde

der „simplicissimus“ auf die bühne gezwungen, und in

düsseldorf hat man selbst vor thomas manns Josephsroman

nicht haltgemacht. Welche die beweggründe sind:

misstrauen in die aktuelle theaterstück­Produktion oder

bloßes schielen auf viele lesefaule besucher – darüber

lässt sich nur spekulieren. feststellen lässt sich allerdings

leider, dass die romane auf der bühne fast immer

verlieren, werden sie doch in der regel reduziert auf ihr

bloßes Handlungs­gerippe. fleisch, muskeln, sehnen

müssen für die verkürzung auf ein paar stunden sorgfältig

abgetrennt werden; dabei geht das, was die romane

ausmacht, meist gänzlich verloren.

und so ist das, was gerade am freien Werkstatt theater

geschieht, ein kleines Wunder zu nennen. Johannes

Kaetz ler und gerhard seidel haben eine theaterfassung

von uwe timms roman „Halbschatten“ erstellt, und das

ist geradezu tollkühn. „Halbschatten“ ist eine text­suada,

ein vielstimmiges raunen verschiedener stimmen,

die aus den gräbern auf dem berliner invalidenfriedhof

aufsteigen, sich ins Wort fallen, die deutungshoheit verlangen

und oft nicht ganz klar zuzuordnen sind. im zentrum

des romans: marga von etzdorf, eine junge frau, die

als eine der ersten deutschen eine fliegerinnenkarriere

machte. sie nahm sich 1933 unter nie ganz geklärten umständen

in aleppo das leben, bloß 25­jährig. uwe timm

verleiht ihr eine stimme, lässt aber auch erfundene und

tatsächliche Personen aus von etzdorfs umgebung über

sie, ihre leidenschaft fürs fliegen und ihren selbstmord

Desillusionierung einer jungen Frau (alexandra sydow, torben krämer)

Fotos: ©MeYer OriGinals

spekulieren. in die mutmaßungen über marga mischen

sich die stimmen der anderen auf dem berliner invalidenfriedhof

begrabenen: Heydrich, scharnhorst, aber auch

solche aus einem massengrab. in uwe timms roman entsteht

daraus Kakophonie, ein schwer verständliches stimmengewirr,

dem man nur mühsam folgen kann.

Johannes Kaetzler und gerhard seidel haben für ihre

bühnenversion klug die Kernszene von „Halbschatten“

ausgemacht: marga von etzdorf (alexandra sydow) verbringt

eine nacht in Hiroshima im zimmer des ehemaligen

Jagdfliegers christian von dahlem (torben Krämer),

keine liebesnacht, sondern eine nacht der Worte. doch

diese nacht wird zum Wendepunkt in ihrem leben, denn

sie verliert ihr Herz und ihre unbekümmerte entschlossenheit

an den falschen. geschickt werden im freien

Werkstatt theater für diese szene aus grabplatten im

Handumdrehen tatamis, japanische matten, gemacht.

anderes ist weniger geschickt gelöst, eher überdeutlich –

über der eingangsszene auf dem invalidenfriedhof liegen

Kunstnebel, Krähenkrächzen, Windgeräusche. das licht

ist gedämpft – achtung: Halbschatten! der aufschneider

und verräter dahlem trägt aristokratisch sandfarbenen

anzug, weißen schal und einstecktuch, das Haar streng

gegelt; der schauspieler miller tritt mit weißgeschminktem

gesicht auf. auch sprechen alle außer Peter liebaug

als anton miller und ingrid berzau fast durchgehend zu

laut, vielleicht um dem oft wiederholten satz gewicht zu

geben: „Wir leben in großen zeiten“.

dabei sind die leisen töne viel durchdringender, zum beispiel

als ingrid berzau in der rolle der lena ganz en passant

erzählt, wie sie vom schauspieler miller sitzengelas­

sen wird, ein Kind erwartet, ihn sucht und plötzlich vor

seiner ebenfalls schwangeren frau steht. tiefes atemholen.

aber die überlauten töne sind details, verglichen mit

dem verdienst, dass es dem freien Werkstatt theater

gelungen ist, einen etwas spröden roman von fast 300

seiten zu einem eineinhalbstündigen schlüssigen und

kunstvollen theaterabend zu verdichten. die figuren

werden systematisch, aber unaufdringlich eingeführt,

auch der Wechsel zwischen direkter und indirekter rede

passiert ganz beiläufig und natürlich. mehr als 20 romanfiguren

wurden zu fünf verdichtet, ohne dass man

viel vermisst.

Kaetzler und seidel haben den focus von „Halbschatten“

etwas verschoben: sie wollen im Jubiläumsjahr

der bundesrepublik eine politische geschichte erzählen

über vergangenheitsbewältigung und ­verdrängung,

über die stimmen der alten, die wir überhören wollen

und müssen, es aber auch nicht immer dürfen und können.

uwe timm erzählt in seinem roman darüber hinaus

aber auch von der desillusionierung einer jungen

frau, deren traum vom fliegen von bruchlandung zu

bruchlandung verblasst. und timms „Halbschatten“ ist

auch eine große spekulation über das schicksal. „Was

uns zustößt, ist nicht notwendiger als unsere geburt“, ist

einer der schlüsselsätze. aber man kann an einem theaterabend

eben immer nur eine geschichte erzählen.

Dina netz

terMine iM april: Freies Werkstatt-theater, 3., 4., 23., 24., 25.


2 ApRIl ‘09 06 besucHt

Gefangen in einer Fantasiewelt: Frau und herr B. (Fabienne hesse und Jürgen Clemens)

Foto: Wolfgang Weimer

DER TOD IST DAS BESTE

der gastKritiKer des monats stefan Keim (u. a.

mitglied der Jury des berliner tHeatertreffens)

über die deutscHsPracHige erstauffüHrung des

doKudramas „aalst“ von Pol Heyvaert und dimitri

verHulst im tHeater tiefrot

sie singen leise das lied von Hänsel und gretel, zweistimmig,

die richterin und frau b., die Kindsmörderin. bald

stimmt auch Herr b. mit ein. zart und traurig klingen die

verse von den geschwistern, die sich im finsteren, bitter

kalten Wald verirrt haben. und einen ganz kurzen moment

lang stellt sich so etwas wie sympathie ein für die

menschen, die völlig quer in der Welt stehen, ohne moralische

Werte, sich schlagen und umarmen, in Hassliebe

aneinander festkrallen. Weil sie nichts anderes haben.

sonst ist es ein nüchternes, karges, kaltes stück, das dokudrama

„aalst“ des theatermachers Pol Heyvaert und

des flämischen schriftstellers dimitri verhulst. „die beschissenheit

der dinge“ heißt einer seiner romane, verhulst

wurde in der Kleinstadt aalst geboren. „eine wahre

geschichte“ kündigen die autoren im untertitel an. ein

Paar hat in einem herunter gekommenen Hotelzimmer in

aalst seine beiden Kinder umgebracht. Herr und frau b.

hatten angst, das Jugendamt würde ihnen den sohn und

das baby weg nehmen. Weil die Wohnung völlig verwahrlost

war, die Kinder hungerten und geschlagen wurden.

„Was sollten wir tun?“ fragen die mördereltern. „Wir haben

unsere Kinder vernichtet. es soll keiner sagen, wir

wollten nicht das beste für sie.“

das theater hat in den letzten Jahren viele spielarten

des dokumentarischen entwickelt oder neu entdeckt.

„der Kick“, die vielstimmige recherche einer gewalttat

unter hoffnungslosen Jugendlichen in der uckermark,

erscheint auf vielen spielplänen. das Kollektiv rimini

Protokoll hat mit seinem Konzept, „experten des alltags“

auf die bühne zu bringen und ihre geschichten zu

kunstvollen abenden zu collagieren, eine menge nachahmer

gefunden. bürgerchöre donnern ihre Wut und

enttäuschung längst nicht nur in den inszenierungen

volker löschs über die rampe, ein lehrerchor findet sich

auch in schorsch Kameruns „m. s. adenauer“ am Kölner

schauspiel. der autor und regisseur nuran david calis

lebt mit Jugendlichen aus so genannten Pro blemvierteln

zusammen, entwickelt mit ihnen abende, die fern aller

soziokulturellen romantik träume und realität der underdogs

auf die bühne bringen. das theater sucht authentizität,

will sich mit aller Kraft den gesellschaftlichen

fragen stellen und kombiniert dieses anliegen mit auf­

und anregenden ästhetischen Konzepten. da wirkt es fast

rührend, dass im theater tiefrot noch das gute alte dokumentarische

Kammerspiel gepflegt wird, mit schauspielern,

die sich in rollen hinein arbeiten, mit drei stühlen

als bühnenbild und Packpapier auf dem boden und an

den Wänden.

regisseur günter overmann lässt allerdings niemals

betroffenheitstheater zu, sucht und findet brüche in allen

rollen. auch und vor allem in der richterin, die keinesfalls

neutrale fragenstellerin ist. oft reagiert sie mit

Häme und ironie, manchmal auch mit entsetzen. die

schauspielerin gabriele Kosack reflektiert die reaktionen

der gesellschaft auf die täter. bei ihr haben die beiden

von anfang an keine chance, sie ist weit weg vom

lebensalltag der b.s, bar aller fantasie, um sich in diese

kaputten seelen hineinzuversetzen. nicht weil das innenleben

der richterin so intakt wäre. im gegenteil, sie

ist sich ihrer selbst so unsicher, dass sie es nicht schafft,

ihre denkmuster in frage zu stellen. irgendwo genießt

sie es, sich besser zu fühlen als die mördereltern. sie hat

diesen billigen triumph nötig und ist damit – ohne es zu

merken – ganz nah bei den Konsumenten der boulevardmedien

und ihrer einfachen botschaften.

allerdings würden Herr und frau b. wohl auch einen

gefestigten charakter ins schleudern bringen. sie sind

große, böse Kinder, ganz auf sich selbst bezogen, ohne

auch die richterin stellt ihre Denkmuster nicht in Frage: Jürgen Clemens und

Gabrielle kosack, Foto: Wolfgang Weimer

alle maßstäbe. sie knibbelt an ihrem stuhl, er kippelt

mit seinem, eltern würden sie ständig ermahnen, sich

ordentlich zu benehmen. dass jemand arbeiten geht und

darüber schimpft, finden sie einfach lächerlich. das geld

kommt doch vom staat, das warme essen auch, und wenn

man etwas haben will, muss man es bloß beim versandhandel

bestellen. sie haben so viele stereoanlagen und

fernseher, dass sie im streit schon mal einen aus dem

fenster schmeißen. Jedes ordnungskonzept ist dem Paar

völlig fremd. sie verstehen es einfach nicht, wie die anderen

leben. sie spüren nur, dass sie nicht dazu gehören.

und reagieren panisch, wenn jemand in ihre fantasiewelt

hinein bricht, sie ins system zwingen will. sofort und völlig

selbstverständlich fassen sie den gedanken, sich und

andere umzubringen.

Jürgen clemens explodiert übergangslos, brutalität und

sanftmut liegen bei seinem Herrn b. ganz nah beieinander.

Während fabienne Hesse die maulige Kindfrau gibt,

liebesbedürftig, frustverängstigt – sie kann ohne mit der

Wimper zu zucken ihr baby ersticken. beide spielen mit

der richterin, wechseln die rollen, erzählen die morde

mit stimmen wie aus einem Horrorfilm, geben sich ganz

kalkuliert verrückt, um als schuldunfähig zu gelten. aber

auch das ist nur ein teil der Wahrheit, denn gemütskrank

sind sie mit sicherheit, auch wenn sie hinterlistig eben

darauf setzen, strafnachlass zu bekommen. „aalst“ ist

ein 70 minuten kurzer abend mit verstörenden momenten,

kein großes theater, aber effektiv, konzentriert, nah

dran am thema. und nebenbei schon eine leistung für

das kleine Kellertheater „tiefrot“, eine deutschsprachige

erstaufführung an land zu ziehen.

terMine iM april: theater tieFrOt, 1., 2., 3., 4.

steFan keiM

2 ApRIl ‘09 07 gemeint

ein kinski-klon zwischen Genie und selbst-Besessenheit: der schauspieler hanno Dinger

Fotos: holger karl

ZITIEREN VERBOTEN

Was darf die Kunst? Wie Weit geHt das recHt, auf der büHne aus

WerKen zu zitieren? monatelang Hat zWiscHen den erben des

scHausPielers Klaus KinsKi und dem neuen scHausPiel Köln ein

urHeberrecHtsstreit getobt. eine reflexion über die büHne

als KamPfPlatz von erben und tHeatermacHern.

Kinski ausgestorben – füttern verboten, steht auf dem

schild am gitter. dahinter sieht man eine Kloschüssel,

eine bettpfanne, unverputzte Wände. der schauspieler

Hanno dinger liegt auf einer Pritsche. Während sich applaus

um ihn erhebt, beginnt seine raserei: „geht raus ihr

schweine, ich hab euch nichts zu sagen! Kann das nicht

endlich aufhören“, wütet er mit weißgeschminktem gesicht

und schwarzen augenhöhlen und klammert sich an

das gitter. ist er Kinski oder nicht? allenfalls ein mann,

bei dem einem der schauspieler Klaus Kinski sofort einfallen

würde ­ zu charakteristisch ist die selbstbesessene raserei

zwischen genie und Wahn. auch Kinskis zuschauerbeschimpfung

ist belegt ­ aus einem seiner vorträge

„Jesus christus erlöser“, den er im Jahr 1971 in großen

Hallen hielt, bevor er abgesetzt wurde und der veranstalter

Konkurs ging. doch der wütende, sich in 45 minuten

immer weiter steigernde monolog „Kinski – wie ein tier

in einem zoo“ von Hagen Jablonski besteht aus vielen zitaten:

talkshow­auftritte, interviews, bücher und gedichte

von Kinski – aber auch gedichte von rilke oder françois

villon. Warum darf ein rilke heute auf einer bühne zitiert

werden und ein Kinski möglicherweise nicht? das neue

schauspiel Köln hat wegen Hanno dingers grandioser Kinski­imitation

nämlich viel ärger bekommen – ausgerechnet

vom Kinski­sohn nikolai, der selbst schauspieler ist

und doch eigentlich wissen müsste, dass theater meist aus

nachahmung von Wirklichkeit besteht.

denn, mal ganz einfach gesagt: das theater klaut. und das

muss es auch. Wenn die schauspielerin auf der bühne das

stück nicht gerade selbst geschrieben und inszeniert hat,

so ist sie auf die texte anderer angewiesen, die sie interpretiert.

dann gibt es da jemand drittes, der ihr dabei hilft,

nennen wir ihn mal den regisseur. aus der Kombination

von fremdem und eigenem wird dann im besten falle etwas,

das mehr ist als die summe seiner teile. vielleicht

sogar Kunst. so funktioniert theater bisweilen. und weil

die freiheit der Kunst im grundgesetz verankert ist, kann

jeder im theater interpretieren was und wie er will. richtig?

leider nein. so mancher will vorher gefragt werden.

das mussten eben auch die Kölner theatermacher stefan

Krause und Hanno dinger erfahren.

unter dem label „neues schauspiel Köln“ haben sie jenes

solostück über den 1991 verstorbenen schauspieler Klaus

Kinski in Köln produziert, das seit mittlerweile zwei Jahren

gespielt wird. Kommerziell gesehen eher ein geheimtipp,

schlug die inszenierung im letzten Jahr bundesweit

Wellen, als eine exfrau Kinskis, minhoi laonic, und der

gemeinsame sohn nikolai Kinski die Kölner auf unterlassung

verklagten. die begründung: das stück bestehe zu

einem drittel aus zitaten Kinskis und verletze damit die

urheberrechte, die bei den erben lägen. es ist reichhaltig

belegt, dass die unterschiedlichen interessen zwischen

schöpfer und nutzer künstlerischer Werke zu Konflikten

führen. erstaunlicherweise sind es oft die erben der urheber,

die das eigentum ihrer ahnen am stärksten gegen

eingriffe verteidigen. das ist verständlich, denn die verwaltung

der vergangenheit ist zwar innovationsfeindlich,

aber auch ein gutes geschäft. da der schutz der Werke mit

dem 71. todestag des urhebers unwiederbringlich erlischt,

muss diese zeitspanne gewinnbringend genutzt werden.

BreCht klaute Meist vOn Frauen

Prominenteste vertreter sind die nachkommen brechts.

deren versuch, das geistige erbe ihres berühmten vorfahren

zu schützen, führte zu einem Präzedenzfall vor dem

bundesverfassungsgericht zum verhältnis von Kunstfreiheit

und urheberrecht. der dramatiker Heiner müller

wurde 1998 – drei Jahre nach seinem tod – zunächst mit

erfolg verklagt, ohne genehmigung auszüge aus Werken

brechts in seinem stück „germania 3“ verwendet zu haben.

ganz davon abgesehen, dass brecht selbst kein Kind

von traurigkeit war und ebenfalls so manches material

aus fremden federn (meist von frauen!) benutzt haben

soll, hob das verfassungsgericht schließlich das verbot

des buches im Jahr 2000 auf. es erkannte an, dass die verwendung

von brecht­zitaten auch ohne zustimmung der

erben ein von der Kunstfreiheit gedecktes mittel zur kritischen

untersuchung des autors sei.

im Kinski­fall lief vor dem Kölner landgericht alles auf

zwei fragen hinaus: liegt überhaupt ein schützenswertes

Werk vor, aus dem unlauter und zu umfangreich zitiert

wurde, und wenn ja, haben die interessen der urheber

vorfahrt vor denen der interessierten öffentlichkeit und

damit der Kunstfreiheit?

das angebot, die erben in zukunft an eventuellen gewinnen

aus der Produktion zu beteiligen, schlugen die Kinskis

aus. offensichtlich ging es hier um die rigorose Wahrung

des Quellen­monopols – oder es lohnte sich eben

doch nicht so richtig, weil das stück durch eine geringe

zuschauernachfrage bislang ein minus von rund 5000

euro erwirtschaftet haben soll.

zwar ist die Wahrung des urheberrechts unabhängig von

gewinn oder verlust. für das urteil der Justiz scheint es

aber relevant, dass den Klägern soweit kein nachweisbarer

wirtschaftlicher nachteil entstanden ist. nikolai Kinski

hat texte seines vaters als Hörbücher aufgenommen

und verdient sein geld auch mit der live­darbietung dieser

Werke. sollte das theaterstück das interesse der Kölner an

Kinski senior erschöpfen, würde das Juniors einnahmen

schmälern. die sorge ist nachvollziehbar. ein derartiger

kommerzieller und kultureller einschlag einer freien theaterproduktion

in einer stadt mit über sechzig freien gruppen

ist aber unwahrscheinlich. interessant ist der einwand

der richter, das stück könne im gegenteil das interesse an

Kinski sogar ankurbeln. der daraufhin steigende absatz

von lizenzpflichtigen büchern oder tonträgern könnte,

zumindest theoretisch, die erbenkasse füllen. das ist natürlich

kein freibrief zum unbeschränkten raub geistigen

eigentums, sondern ebenfalls ein frommer Wunsch der

Kulturwirtschaft. ein Perspektivwechsel aber könnte die

sorge vor dem ruin relativieren. ist Hanno dinger nicht

ein würdiger Kinski­Werbeträger? das sah nikolai Kinski

offenbar anders.

trotzdem entschieden die landesrichter schließlich zugunsten

der Kunst und ihrer freiheit. zwar blieb offen,

ob zitate Kinskis aus fernsehshows und interviews als

künstlerische Werke einzuschätzen seien. Wie in der causa

brecht aber sah das gericht in der inszenierung, die laut

regisseur Krause sogar zu 70 Prozent aus zitaten bestehe,

eine „freie benutzung“ des materials. Wie sie für modernes

theater eben durchaus üblich ist. dadurch entstehe ein eigenständiges

Werk, für das kein okay der erben nötig sei.

FaustsChlaG ins auGe?

die empörung der Kinski­erben über das urteil war zu erwarten.

nikolai Kinski schrieb danach in einer wütenden

stellungnahme, es sei ein „faustschlag ins auge des urheberrechts“

und drohte, sich aus der aktiven nachlasspflege

zurückzuziehen, da er nun „alle verfügbaren mittel

im juristischen Kampf für die Kunstfreiheit meines vaters

verbrauchen“ müsse. so eine finanzielle aufopferung ist

natürlich sehr verdienstvoll, aber möglicherweise würde

sich auch der „kunstunfreie“ Klaus Kinski bei solchen

Worten im grabe herumdrehen? immerhin hat er selbst

gut davon gelebt, sich an zitaten aus der bibel oder bei

françois villon zu bedienen.

einen aspekt hatte nikolai Kinski zudem noch gar nicht

beachtet: denn das Kinski­stück wurde zwar von den Kölnern

inszeniert, die vorlage dazu stammte aber von einem

autor, der regulär von einem verlag vertreten wird.

damit ist der regisseur stefan Krause eigentlich gar

nicht der richtige adressat für eine urheberrechtsklage.

die zukunft wird zeigen, ob die sache nun ein fall für

das oberlandesgericht ist.

Kunstfreiheit oder copyright? eine interessante frage.

natürlich soll jedes Werk geschützt werden und jeder

schöpferische mensch angemessen von seiner arbeit leben

können. aber fallen darunter auch talkshow­zitate

Kinskis? und wo wäre die Kunst, wenn sie sich nicht an

der Wirklichkeit bedienen würde? das totale monopol auf

die Werke des vaters kann, wie die religionsgeschichte

zeigt, auch am Kreuz enden.

rOBert ChristOtt / DOrOthea MarCus

terMine iM april: ein vOrerst letztes Mal WirD „kinski – Wie ein

tier in eineM zOO“ aM 15. 4 iM raketenkluB GezeiGt.


2 ApRIl ‘09 08 intervieWt

OHNE

pROVOKATION

GEHT ES NICHT

intervieW mit HeinricH PacHl

heinriCh paChl ist einer Der sChärFsten pOlitisChen

kaBarettisten kölns. seine klünGel- unD kOrruptiOns-klaMOtte

„köln ist kasse“ ist ein DauerBrenner

in köln. neu auFGeMisCht hat sie nun WieDerauFnah-

Me. sChliessliCh Bieten Der kölner klünGel, sparkassen-aFFären,

BeraterverträGe unD niCht zuletzt

Der einsturz Des staDtarChivs stOFF GenuG, uM Der

lOkalpOlitik iM WahlJahr auF Den zahn zu Fühlen. ein

GespräCh Mit heinriCh paChl üBer kulturpOlitik unD

pOlitisChe kultur in köln.

akt: herr paChl, GiBt es in köln üBerhaupt BeDarF, pOlitisChes theater

zu MaChen – ODer reiCht Die aBsurDe WirkliChkeit, Die Wir Derzeit erle-

Ben, als realsatire aus?

PacHl: real­satire und satire über das reale, das kann sich wechselseitig nur befruchten.

Wobei die reale satire, das muss ihr der neid lassen, derzeit im rennen um die

Pointen ziemlich weit vorne liegt. und da besteht natürlich die gefahr, dass die theatermacher

sich auf die ewig gültigen Klassiker der Politklamotte, wie schiller und shakespeare,

zurückziehen, anstatt die günstige gelegenheit bei den Hornochsen zu packen.

die Klüngelkumpel bietmann und sparkassen­schröder – wie tünnes und schäl auf der

schiefen bahn als „frech“ und „gierig“. mein lieblingsheld ist allerdings schramma,

ein mann wie tchibos beste bohne – wie der derzeit die verantwortung als nichtverantwortung

des unverantwortlichen balanciert, das ist eine ganz große Witz­Jonglage.

akt: sie MaChen BeiDes, kaBarett unD theater. Was ist Besser GeeiGnet,

uM Den FinGer auF Die WunDen Der lOkalpOlitik zu leGen?

PacHl: Kabarett kommentiert eher und hat so ein thema nach fünf minuten abgehakt.

theater muss da mehr leisten, nämlich Handlungen schildern, charaktere schaffen,

tragik und Komik verbinden und den zuschauer zwischen tränen der trauer und des

Kaputtlachens hin­ und herschütteln, wie es die Wirklichkeit ja auch tut. beispielsweise

der einsturz des stadtarchivs: menschen sterben, werden obdachlos, zeitgleich tobt eine

dümmlichste groteske der noch­nie­verantwortlichen, die, das ist der superhammer,

das leid ihrer opfer auch noch benutzen, um Kritik an ihnen als unpassend abzumeiern

– real peinlich und degoutant, aber theatralisch doch großartig.

akt: Was läuFt GeraDe nOCh sO sChieF in köln, Dass Der nieDerGanG Der

staDt es sOGar auF Die seite 3 Der süDDeutsChen zeitunG sChaFFt?

PacHl: ich komme nochmal auf Herrn schramma zurück. ein getriebener, der sich

herauswurstelt. durchaus sympathisch, anderseits aber auch ein unverschämter Populist

und harter machtmensch bis zur gerissenheit, in dieser situation. man stelle sich

mal vor, Helmut schmidt hätte damals bei der Hamburger flutkatastrophe ein blatt mit

einem organigramm aus der tasche gezogen, um darzutun, wo seine verantwortung

nicht liegt, anstatt sie einfach anzunehmen und strikt und schnell zu handeln. schramma

bringt es zuwege, seine macht als verwaltungsspitze durch die verschachtelung der

städtischen unternehmen wegzufiltern bis zu dem Punkt, dass er ja per Handy immer

erreichbar sei und vertrauen wiedergewinnen will. mehr sei nicht drin, aber da würde

er sein bestes tun. also doch völlig überfordert und selbst schon grotesk­komisch. um

das adäquat darzustellen, muss man zum schwarzen Humor greifen, sonst würde man

ihm nicht gerecht. dann seine Hintermänner beim deal der sparkasse mit dem oppenheim­esch­fond,

die ihn skrupellos an durchaus betrügerischen machenschaften beteiligen,

die, wie jetzt ans licht kommt, die stadt hunderte millionen euro kosten, die im

Kulturellen und sozialen fehlen. oder bietmann, der mit beraterverträgen andere funktionäre

an seine interessen bindet und damit die demokratische Willensbildung in der

stadt aushebelt, mit der folge, dass er an seiner eigenen gier erstickt, indem er all seiner

Parteifunktionen verlustig geht – für das theater der tragikomische schuft. also eigentlich

doch betrug am laufenden meter, der aber, da kommt der nächste Hammer, von

der Kölner staatsanwaltschaft nicht verfolgt wird. im gegenteil lässt man, und das kann

nicht mehr dummheit sein, verjährungen eintreten und stellt verfahren ein. man kann

ins schwärmen kommen, wie skrupellosigkeit und trotteltum sich schwindelig tanzen.

und dann wird alles mit der verniedlichung „Klüngel“ leckerfetzig serviert.

akt: ist Das als pOlitisChes theater niCht zu lOkal BeGrenzt?

PacHl: die gefahr besteht natürlich, vor allem dann, wenn es beim schwank bleibt.

aber man soll die Potenz des exemplarischen, das in Köln geboten wird, nicht unterschätzen.

ich erfahre das, wenn ich in meinem Programm in münchen oder Hamburg

von hier berichte. am spiegelbild der Kölner machenschaften kann man auch kompliziertere

wirtschaftskriminelle aspekte der großen finanzkrise veranschaulichen.

akt: Muss pOlitisChes theater DarauF ausGeriChtet sein, FOlGen zu ha-

Ben? kann unD sOll es Die Welt veränDern?

PacHl: auf jeden fall! das ist ja ein doppelter anspruch. er wird vom Polit­theater an

sich selbst gestellt und von außen von ihm gefordert. aber direkte veränderung kann das

theater nie leisten, es kann auch nichts verhindern. aber trotzdem durchblick schaffen,

strukturen vermitteln. also spielregeln deutlich machen, nach denen im korrupten Kölner

Klüngel verfahren wird. es kann Personen und ihre konkreten untaten benennen.

Wobei das theater im unterschied zum Journalismus auch mit unterstellungen arbeiten

auch heinrich pachl liest akt., Foto: henriette Westphal

kann. zum beispiel eben, wie es die drei mafiösen Klüngel­brüder bei „Köln ist Kasse!“,

die nicht mit lebenden Personen übereinstimmen, aber ihnen klar ähneln, darstellen:

etwa, dass absichtlich bei der messe nie eine ausschreibung vorgesehen war, dass auch

schramma von dieser täuschung wusste und sich dann aktiv an ihr beteiligt hat. dass

man also betrug einfach so benennt und auch fröhlich zeigt, wie er verbrämt wird.

akt: kann Das niCht GeFährliCh WerDen, Wenn sie ansChliessenD Mit

verleuMDunGsprOzessen üBerzOGen WerDen?

PacHl: internet­zeitungen und bücher über Kölner machenschaften werden mit Prozessen

überzogen, Werner rügemer zum beispiel, verfasser von „colonia corrupta“ und

einem buch über die oppenheim­bank, das mittlerweile in gut fünf unterschiedlich geschwärzten

auflagen erschienen ist. oder der Journalist albrecht Kieser, der vom Kölner

großverleger im zusammenhang mit den grundstücksgeschäften seiner eltern im

faschismus angeklagt wurde. das ging bis zum hiesigen oberlandesgericht und ist jetzt

beim bundesverfassungsgericht anhängig. gleiche aussagen im theaterstück „Köln ist

Kasse“ erfreuen sich der freiheit der Kunst – leider, muss man manchmal sagen.

akt: ist pOlitisChes theater alsO eher BeDeutunGslOs?

PacHl: das theater hat die methodische freiheit des stammtischs, sich in spekulationen

zu ergehen. oder gerüchte aufzutischen, wie es im echten leben auch geschieht. diese

mittel muss es auch nutzen, denn wenn es nur das gesicherte darbieten würde, wäre

es nicht besser als die derzeitigen Pressekonferenzen der Kvb. dort wird so lange auf den

kommenden gutachter verwiesen, bis beim bürger verdruss hochkommt und er bald gar

nicht mehr wissen will, wer die schuldigen daran sind, dass eines der größten Kulturgüter

Kölns einfach in ein 28 meter tiefes loch stürzen konnte. ohne Provokation geht es

nicht. Wobei die Provokationen des Polit­theaters sanft sind im vergleich zum grad der

Provokation der schadenshöhe, die uns gerade zugemutet wird. immerhin kann politisches

theater spaß und interesse erzeugen. und die zuschauer darin bestärken, sich wieder

mit der Politik und ihren machenschaften zu beschäftigen. damit würde es der apathischen

Politikverdrossenheit entgegenwirken. das ist doch auch wichtig, oder?

akt: Wenn Die lOkalpOlitik in köln naCh Wie vOr hOFFnunGslOs ist, Wie

ist es in Der kulturpOlitik? GiBt es niCht anzeiChen Für verBesserunG,

etWa DurCh Das sChauspiel, pläne Für ein tanzhaus, Die neuGrünDunG

vOn akt etC.?

PacHl: das sehe ich auch so, allerdings mit einem blick zurück in großem zorn. dass

man schauspiel und oper jahrzehntelang baulich verkommen ließ, ist ein ungeheurer

skandal, der jetzt mit den neubauten entsprechend geld kostet. auch da war gesammelte

verantwortungslosigkeit am Werk, wie jetzt ja auch bei den skandalen beim u­bahnbau.

dasselbe trifft auf die tradition des Kölner tanztheaters zu. da hat man eine tolle

tradition mit dem tanzforum von Jochen ulrich und dem wunderbaren tanzhaus in

Köln­deutz den bach runtergehen lassen, um jetzt mit viel höherem Kraftaufwand neu

zu gründen. trotzdem gut, dass man es macht – auf den trümmern einer irrwitzigen

versammelten dämlichkeit von Politik und verwaltung damals.

akt: Was Fehlt DeM theater in köln, insBesOnDere DeM Freien theater?

PacHl: ein kommunal subventioniertes theater kann und muss sich aufwand, experimente

und flops leisten. das schafft ein kleines theater mit seinem mini­budget nur sehr

bedingt. deswegen sehen sich die theater der freien szene zu einem spielplan gezwungen,

der erst mal auf einnahme geht. lehrer müssen anbeißen, damit schulklassen die

Klassiker aufführungen besuchen. das engt ästhetisch ein, so dass das freie theater in Köln

kaum politische und ästhetische experimente riskiert, sondern meist in eine art mainstream­richtung

geht. neben den wirtschaftlichen zwängen fehlt aber auch die diskussion.

akt: Was Meinen sie DaMit?

PacHl: öffentlicher austausch der macher miteinander und mit dem Publikum in debatten,

die nicht nur theaterbezogen sind, sondern verbindung mit dem aufnehmen, was sich außerhalb

des theaters bewegt. also fetzige auseinandersetzungen über gesellschaftliche funktionen

und Wirkungen, über den einsatz technischer innovationen, video, roboter usw. oder

bestimmte tendenzen in der bildenden Kunst. das war eine ganze zeit lang in Köln nicht da,

auch nicht in der theaterkonferenz. vielleicht ist so eine diskussion in der neuen theaterzeitung

wieder möglich, indem sie schwerpunkte setzt und auch auf die sahne haut. allerdings

nur, wenn sie nicht durch die Kleinintendanten, die sie herausgeben, vereinnahmt wird.

terMine iM april: theater iM BauturM, 2., 3., 4., 20., 21.

DOrOthea MarCus

2 ApRIl ‘09 09 intervieWt

tobias philippen und Marc schäfers, Foto: ©MeYer OriGinals

BERlIN KANN JEDER

intervieW mit tobias PHiliPPen

und marc scHäfers

aM staDtranD vOn köln, in eineM inDustrieGeBiet unter

eineM kölsCh-sChilD hinDurCh. vOrBei an laDeraMpen, lkWs,

eurO-paletten – unD Die hinterste hOFtreppe hOCh. Da öFFnet

siCh auF einMal ein sChönes lOFt Mit MusikstuDiOs unD

DeutsChlanDs JünGsteM theaterverlaG sChaeFersphilippen.

ein GespräCh Mit Den GrünDern.

akt: WaruM haBen sie einen neuen

theaterverlaG GeGrünDet?

tobias PHiliPPen: nachdem wir lange Jahre als dramaturgen

und lektoren in einem anderen verlag gearbeitet

haben, war für uns der zeitpunkt gekommen, etwas

aufzubauen, das hundertprozentig unserer vorstellung

von einem modernen theaterverlag entspricht.

akt: unD Wie sieht Das aus?

PHiliPPen: unser Programm ist zeitgenössisch, das ist

uns sehr wichtig. es sind viele junge, aufstrebende oder

bereits sehr erfolgreiche autoren und Kollektive, die wir

vertreten. ein bereich sind leute, die vom „klassischen“

autorentheater kommen, wie etwa Juliane Kann, Paul

brodowsky oder sauter/studlar. und dann gibt es autoren,

die gerne auch projektartig arbeiten, wie etwa marcel

luxinger, oder björn bicker, der über Jahre sehr erfolgreich

stadtprojekte wie z. b. „bunnyhill“ an den münchner

Kammerspielen durchgeführt hat. schließlich vertreten

wir eine vielzahl freier gruppen, und das ist durchaus

ein novum in der theaterverlagswelt. überhaupt versuchen

wir, das Konzept „theaterstück“ sehr weit zu begreifen

und auf alles auszudehnen, was grundlage eines guten

theaterabends sein könnte. dies sind natürlich gute

szenisch­dialogische bühnentexte, aber auch etwa die formal

freieren arbeiten von Peterlicht, – „räume räumen“

zum beispiel, das derzeit an den münchner Kammerspielen

sowie in einer freien Produktion in Köln zu sehen ist,

(siehe seite 16) – und spannt den bogen bis zu gruppen

wie rimini­Protokoll, auftrag: lorey oder Hofmann &

lindholm, die jeweils eine ganz eigene Produktionsästhetik

und arbeitsweise haben. im grunde haben wir eine

ganz schlichte systematik: Wir machen, was uns gefällt.

unsere freude liegt darin, mit leuten zu arbeiten, die

ganz unterschiedlich schillernde interessen haben – und

mit denen wir dann ein sehr persönliches arbeitsverhältnis

aufbauen.

akt: Wie Genau arBeitet ein theaterverlaG?

marc scHäfers: ein theaterverlag ist zunächst dafür

verantwortlich, ein aus seiner sicht anregendes Programm

aufzubauen. das heißt, er begibt sich immer wieder

auf die suche nach interessanten autoren und steht

ihnen dabei zur seite, möglichst gute texte zu schreiben.

der andere wichtige Part der arbeit liegt dann darin, dass

diese texte auch auf die bühne kommen – also eine art

marketing.

uns interessiert daran vor allem die mittlerfunktion des

verlages, der traditionell eben die autoren mit theatern

zusammenbringt, nach unserem verständnis aber viel

umfassender ideen dazu liefern sollte, welche kreative

verbindung spannend sein könnte. so werden dann zum

beispiel theatertexte zu Prosawerken, filme zu theaterabenden

oder Performances zu Hörspielen.

akt: WaruM ist ihr verlaG in köln unD niCht in

Berlin, WO DOCh Die Meisten theaterautOren

sitzen? GiBt es in Der kölner szene üBerhaupt

GenuG theaterautOren?

scHäfers: stimmt, viele unserer autoren sind in berlin.

es ist aber nicht notwendig, direkt vor ort zu sein, da unsere

arbeit sehr unabhängig von ort und zeit stattfindet.

vielleicht ist es in berlin auch ein trugschluss zu glauben,

dass man dort alles mitbekommt. alle sind in berlin.

berlin kann jeder. Wir fahren nach Hamburg, münchen,

Wien, zürich etc. und bekommen so natürlich einen wirklich

umfassenden überblick. und darüber hinaus finden

wir es in Köln gut. es ist der richtige ort für konzentrierte

arbeit.

PHiliPPen: es ist ohnehin so, dass uns auch andere szenen

interessieren. Hier in Köln gibt es eine spannende

musikszene, mit der wir auch verbunden sind, wie etwa

mit Peterlicht. oder so etwas wie die co/pop. uns macht

es gerade spaß, keine ausgetretenen Wege zu gehen. Wir

stellen gerne Querverbindungen her: Was kann für die

bühne interessant sein? Wir wollen da zuerst mal nichts

ausschließen, ob das nun ein rapper ist oder jemand, der

Kurzfilme macht.

akt: Fehlen GeraDe sOlChe QuerverBinDunGen

in Der kölner szene niCht?

PHiliPPen: Karin beier hat sich bemüht, die anbindung

an verschiedene szenen zu schaffen. es ist aber natürlich

auch so, dass die theater nur einen limitierten blickwinkel

haben können, denn sie haben viel damit zu tun, ihren

spielplan so zu gestalten, damit sie weiter bestehen

können. da sehen wir es schon als unsere aufgabe an,

nach den neuigkeiten zu suchen und die theater mit ideen

zu versorgen.

akt: Was haBen sie Für kOntakte zu kölner

theatern?

scHäfers: Wir sind mit dem schauspiel Köln ebenso

in sehr gutem Kontakt wie mit einigen off­theatern wie

dem theaterKonnex, das jetzt die zweitaufführung von

Peterlicht gemacht hat. Wir hatten auch sehr enge Kontakte

zu drama Köln und waren beim festival Politik im

freien theater vertreten. immer wieder gibt es anknüpfungspunkte

mit den verschiedenen freien theatern der

stadt, wenn auch viele eine etwas konventionellere Programmausrichtung

haben, als wir sie vertreten. die studiobühne

mit Peterlichts „Wir werden siegen“ ist da eine

ausnahme. eine sehr, sehr schöne Produktion.

akt: ein GrunDprOBleM vOn verlaGen ist DOCh

siCher, Dass urauFFührunGen sehr GehYpt Wer-

Den, Die FeuilletOnMasChinerie hinreist – aBer

auCh sehr Gute stüCke DanaCh in Der versenkunG

versChWinDen, Weil theater nur Mit urauFFührunGen

auFMerksaMkeit erhalten?

scHäfers: ein riesiges Problem. Jeder will uraufführungen

machen, das entwertet sich schließlich selbst.

die autoren sind dazu gezwungen, laufend neue stücke

zu produzieren, und nach monaten arbeit bleibt es dann

meist bei der einen, ersten Produktion.

PHiliPPen: Komischerweise haben die großen öffentlich

geförderten institutionen die neigung, sich selber

einen selektionsdruck zu verordnen, wie er eigentlich

nur in der Privatwirtschaft herrscht. es ist natürlich

ein dilemma, weil die theater um aufmerksamkeit buhlen

müssen. auf der anderen seite muss man sich doch

überlegen: das theater wird ja gemacht für die leute,

die es besuchen – und nicht für das Hochfeuilleton. dem

zuschauer ist es nun wirklich völlig egal, ob das eine uraufführung

ist oder eine deutschsprachige erstaufführung

oder eine Wiesbadener erstaufführung oder was

es da für bizarre begriffe gibt. Wir versuchen in letzter

zeit eher, eine art solidargemeinschaft zu schmieden,

indem wir den theatern sagen: leute, ihr schaufelt euer

eigenes grab, wenn das so weitergeht. das Problem ist

teilweise ohne not entstanden. natürlich müssen kleine

theater mal Highlights mit uraufführungen setzen. aber

große bühnen könnten doch auch drittaufführungen

machen und das feuilleton­interesse wäre trotzdem da!

DOrOthea MarCus


2 ApRIl ‘09 10 Kritisiert

Familie Behrendt ohne patriarch: Maik solbach, Birgit Walter, Jennifer Frank

Foto: David Baltzer

VERMISSEN, WAS MAN

BEKÄMpfT HAT

am scHausPiel Köln trauert der ex­PunKer

scHorscH Kamerun in „m.s. adenauer“ um verlorene

feindbilder und entdecKt beWundernd autorität

und soziale marKtWirtscHaft.

eigentlich hatte er es gut, thomas sehl alias goldener­zitronen­sänger

schorsch Kamerun, dass er sich damals am

timmendorfer strand an seinem tyrannischen vater abarbeiten

konnte. an günther behrendt, der das autohaus behrendt

sein eigen nannte und unverblümt für disziplin, aufstieg

und harte bandagen eintrat.

Wo gibt es solche Wirtschaftswunderväter denn heute noch,

im abendländisch­christlichen dunstkreis, der doch vor

allem von der 68er­generation geprägt ist? väter, die man

sich nicht zum abendessen zu rufen traut, weil es ihnen

nicht schmecken könnte; die schützenkönig werden und

miese Witze zu lasten ihrer zitternden frau machen.

eine beeindruckende tischszene aus dem Horror der familienzelle

vor muffigen rüschgardinen ist der auftakt der

„ersten antiautoritären staatsoper“ namens „m.s. adenauer“

in der Kölner Halle Kalk, während der Kölner elektronikmusiker

Jörg follert im matrosenkostüm psychedelische

gläsermusik dazu dreht. sie ist wohl direkt aus schorsch

Kameruns Kindheitserlebnissen geschöpft, von denen der

Punkmusiker vorher freigebig in interviews erzählt hat.

der nachkriegsvater (Jens rachut) hat seine Privatherrschaft

aufgebaut, steigert sich in seine schiffsfantasie hinein

und der name seines boots „m.s. adenauer“ ist nur

die chiffre einer solide kapitalistischen bundesrepublik,

in der alles noch ordentlich funktionierte und alle an einem

strang zogen. damals gab es für die Kinder noch keinen

anderen Weg als den in die rebellion, und letztlich hat

der Kampf gegen den vater sein „gehirn stimuliert“, ihn

„wach und erfindungsreich“ gemacht, sagt Kamerun. auf

der bühne spielt Jennifer frank im unförmigen Wollpulli

eine essgestörte, sterilisierte und afrika­engagierte tochter;

maik solbach den latent homosexuellen sohn als (pseudo­)

überlegene Kinder, die zwar recht neurotisch sind, aber wenigstens

wissen, was sie nicht wollen. „unser vater, ein Konjunkturpaket­empfänger?“,

fragen die Kinder im chor und

bauen eine kleine, kabarettistische brücke zur gegenwart.

doch dann schlägt das Pendel der großen lebensuhr zurück,

das man auf der bühne von constanze Kümmel

überdimensional zwischen zwei schiffsschornsteinen sehen

kann. denn wer kann sich heute noch gegen etwas

auflehnen, wenn sich liberale und locker gekleidete lehrer

in wunderbaren chören namens „mondays“ und „liederlinge“

zusammentun – schorsch Kamerun hat sie aus

Kölner schulen rekrutiert – und keinerlei reibungsflächen

mehr bieten?

zwar zerfasert die konzentrierte tischszene des beginns

zunehmend in revuehafte, zusammenhanglose Häppchen,

aber das ist es ja gerade: Widerstand ist nicht mehr möglich,

wenn feindbilder nicht mehr klar erkennbar sind.

noch schlimmer: Heute unterwirft man sich wieder freiwillig.

zwei giraffengleiche topmodels schreien angstvoll:

„Habt ihr die Jurymitglieder gesehen?“, lassen ihre Körperteile

nach Punkten bewerten und flechten sich lieber

haustyrann: Jens rachut

Foto: David Baltzer

extensions aus chinesischen menschenhaaren ein, anstatt

chinesische sklavenarbeit zu bekämpfen. ein trauriges

bild der gegenwart.

surreal verschwimmen die zeitebenen von damals und heute

miteinander, und immer wieder kommt die finanzkrise

ins spiel: etwa, als das autohaus behrendt pleitegeht und

der vater jede staatshilfe ablehnt. das waren eben noch

zeiten: damals, als Konrad noch am ruder war und der

mensch noch nicht auf der Welt war, um glücklich zu sein,

sondern um seine Pflicht zu erfüllen.

zum schluss erschießt sich der vater der alten schule lieber,

als auf rettungspakete zu setzen. und so entdeckt ex­

Punk schorsch Kamerun seine bewunderung für die seiten

der autorität und der sozialen marktwirtschaft, zeigt aber

zugleich, dass die glaubenssätze von damals direkt ins heutige,

regellose und unpolitische desaster geführt haben. zuweilen

wirken die immer schneller aufeinanderfolgenden

revue­nummern und texte etwas zahnlos kabarettistisch.

aber letztlich verhandelt der abend, dass es heutzutage

eben kaum mehr ansätze zum wahren und pathetischen

Protest gibt, er sich, so dringend notwendig er auch sein

mag, zugleich oft lächerlich macht. letztlich bleibt nichts

übrig, als zusammenhänge aufzuzeigen. zumindest das ist

an diesem abend gelungen.

terMine iM april: halle kalk, 16., 17., 18., 19.

DOrOthea MarCus

2 ApRIl ‘09 11 Kritisiert

fEIER DES

NICHTS

am scHausPiel Köln

untersucHt anna

viebrocK in „der

letzte riesenalK“

ausgestorbene tierarten

und verscHrobene

ornitHologen

ein korpulenter mann mit Hornbrille stützt sich auf seinen

schreibtisch und starrt minutenlang ins mikroskop.

dann endlich bewegt er sich, kaut an seinen fingernägeln,

läuft vom arbeits­ ins esszimmer und zurück. dann

passiert wieder lange nichts.

so beginnt anna viebrocks und malte ubenaufs „der letzte

riesenalk“ am schauspiel Köln, das sie „diorama“ getauft

haben. schon der beginn signalisiert, dass es in den

folgenden langen zwei stunden um zeit und ihre ausdehnung

gehen wird. das hat anna viebrock vom regisseur

christoph marthaler übernommen, für den sie seit Jahren

die bühnenbilder baut – und dafür berühmt geworden ist.

allerdings ist beim ideen­transfer einiges verloren gegangen:

Wenn in marthalers inszenierungen nichts passiert,

die schauspieler auf der bühne stehen, herumsitzen, singen,

tänzeln, versponnen sinnieren oder einfach warten,

dann ist das ein ungeheuer dichtes nichts, eine art rasender

stillstand, aus dem heraus gemeinsam oder allein

alles denkbar ist. es kann aber auch alles einfach weitergehen

– marthalers nichts enthält alle möglichkeiten von

etwas.

in anna viebrocks „der letzte riesenalk“ dagegen passiert,

wenn nichts passiert, tatsächlich nichts, es ist ein

gänzlich leeres nichts.

viebrock hat einen diorama­gemäßen setzkasten mit drei

zimmer­fächern auf die bühne des schauspielhauses gebaut,

eingerichtet im 50er Jahre­biedermeier­stil. darin

lebt der ornithologe ludwig, entliehen von marcel beyers

roman­Protagonisten ludwig Kaltenburg, gespielt von Josef

ostendorf. „urformen der angst“ ist das thema einer

studie ludwigs, und viebrock parallelisiert seine lebensgeschichte

mit der des ausgestorbenen riesenalks. Wenn

die vögel nämlich keine angst mehr vor dem sterben haben,

dann ist es um die art geschehen, so die leicht einleuchtende

these ludwigs.

ludwig hat auch eigene erfahrungen mit der angst, doch

darüber will er eigentlich nicht sprechen, vergangenes

soll ruhen, deshalb ersetzt er das Wort „angst“ durch

„melancholie“. in seiner Wohnung klettern permanent

Forscher im herzen: Josef Ostendorf, Foto: David Baltzer

schweigende menschen aus schränken und Kommoden,

schattengleich tasten sie alles ab, er jedoch kann sie

nicht sehen. irgendwas schleppt er aus der vergangenheit

mit, man bedroht ihn, seine angst­studie solle er besser

nicht zu ende bringen. am schluss stellt sich als seine

schuld heraus, dass er acht tage im Krieg war.

doch hier wird keine geschichte erzählt, viebrock hat

vier bewegte bildfolgen hintereinander montiert und

lose assoziiert. eine davon zeigt ein naturkundemuseum

mit leeren sockeln, vor denen ein streng wissenschaftlichen

vortrag über die ausrottung des riesenalken gehalten

wird, voller namen, daten und schnabelfirstmaße.

ernst surberg hält ihn mit blasierter nonchalance,

ACHTUNG!

NUR WENIGE

VORSTELLUNGEN!

24.04. / 25.04. / 08.05. /

10.05. / 30.05.

während die museumsbesucher staunend um die abwesenden

exponate herumgehen. erst ganz zum schluss

traut sich einer zu sagen, dass der Kaiser nackt ist. dies

ist aber die einzige szene, in der sich Witz, tempo und

choreographie glücklich verbinden.

anna viebrock nimmt wenig rücksicht auf die gesetze

der bühne, sie lässt Josef ostendorf ludwigs großen

Kriegsmonolog sogar mit dem rücken zum Publikum halten.

als ludwig sagt, er fühle vor allem müdigkeit, kommt

aus dem saal zustimmendes brummen.

terMine iM april: sChauspielhaus, 5., 19.

Dina netz

DIE KONTRAKTE

DES KAUFMANNS

VON ELFRIEDE

JELINEK

EINE WIRTSCHAFTSKOMÖDIE

URAUFFÜHRUNG 16.04.09

EINE KOpRODUKTION DES THALIA THEATER

HAMbURG MIT SCHAUSpIEL KÖLN

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2 ApRIl ‘09 12 Kritisiert

fEIER DES WIDERSTANDS:

ZWEIMAl WEISSE ROSE IN KölN

die gescHicHte der gescHWister scHoll Hat

bis Heute nicHts von iHrer tragiscHen faszination

verloren. auf Kölner büHnen Wurde iHnen nun

zWeimal ein denKmal gesetzt.

auf der kippe zwischen leben und tod: Janina Burgmer als sophie scholl, Foto: Wolfgang Weimer

„Weisse rOse“ als zeitGenössisChe JuGenDOper vOn

uDO ziMMerMann in Der kaMMerOper köln

bevor uns in vermutlich nicht allzu ferner zeit die erste stauffenberg­oper droht, ist

udo zimmermanns „Weiße rose“ das bislang populärste zeugnis einer musiktheatralischen

auseinandersetzung mit dem deutschen Widerstand. zimmermanns bühnendebüt,

entstanden 1967/68 im auftrag der musikhochschule dresden, hat vor allem in der

neufassung für Kammerensemble von 1985 viele Häuser zur inszenierung gereizt: zum

pädagogischen mehrwert, der den besuch zahlreicher schulklassen vorprogrammiert,

gesellt sich eine aufführungsfreundlichkeit, die sich noch einmal toppen lässt, wenn

man, wie die „Junge Kammeroper Köln“, das eigentlich fünfzehnköpfige instrumentalensemble

durch ein Klavier (yin chiang) ersetzt.

das stück leidet nicht einmal sonderlich darunter, es gewinnt sogar an intimität. so

liegt der fokus ganz auf den beiden einzigen darstellern, den geschwistern Hans und

sophie scholl und ihren – vom librettisten Wolfgang Willaschek vermuteten – letzten

gedanken, gedanken, die das kurze eigene leben reflektieren und den nahen tod.

Wohl um einer fixierung auf das geschwisterpaar vorzubeugen, hat regisseurin enke

eisenberg mit roland freisler eine neue sprechrolle eingeführt. in der rodenkirchener

Heimstätte der Kammeroper poltert christopf Hemming als oberster ns­richter

mit gebotener bösartigkeit, spielt in roter robe den damals leider leibhaftigen teufel,

leckt, blutrünstig wie der echte freisler nun war, einmal sogar genüsslich den freigelegten

nacken sophies – und setzt sich, beziehungsweise die regie, der alten frage

aus, ob man wirklich alles nachspielen darf. bühnen­freisler ist ein übler schurke, das

theater kennt solche typen, ihre vergleichbarkeit mindert ihren schrecken. die fiktion

kann das nicht beirren, die realität sehr wohl.

dramaturgisch lässt sich die entscheidung dennoch leicht nachvollziehen: zimmermanns

zwei­Personen­stück ist nicht sonderlich reich an spannenden momenten,

und für die radikale innenschau, die sich äußerlicher Handlung völlig entledigen

könnte, fehlt es der musik schlichtweg an substanz und kompositorischer raffinesse.

zimmermanns reduktionismus hat kaum ästhetische schärfe, ist, selbst wenn

man ort und zeit der entstehung berücksichtigt, bieder: die einbindung von liedmodellen

und die beschränkung auf wenige, bald schon ausgereizte motive, die

einfachheit der duette, die entweder die stimmen blank verdoppeln oder in durchsichtiger

imitation führen – das wenige Pulver ist schnell verschossen. musikalisch

erschwerend kommt hinzu, dass zimmermann seine Protagonistin sophie scholl immer

wieder zu hohem ausdruck in höchster lage drängt, eine forderung, der Janina

burgmer nur mit mühen nachkommen kann. ansgar eimann fühlt sich in der rolle

ihres bruders Hans jedenfalls hörbar wohler.

in anbetracht der heiklen bedingungen ist diese „Weiße rose“ dennoch zweifellos an

vielen stellen gelungen. das liegt vor allem an der präzisen Personenführung, die nur

durch wenige turbulenzen (panisches Hin­ und Hergelaufe bei stroboskoplicht) getrübt

wird: mitten auf der sonst leeren bühne (ausstattung: christiane reinkober) dient eine

große, blutrote Wippe der trennung und verbindung der geschwister und auch als doppelgesichtige

metapher für inneren ausgleich wie äußeres schwanken. im szenischen

stärksten moment sitzen Hans und sophie an entfernten enden, während sich ihre

schatten auf der rückwand liebevoll berühren.

keine terMine iM april

raOul MörChen

keine superhelden: Carolin kur und Janosch roloff als sophie und hans scholl, Foto: nö-theater

„Die Weisse rOse – ein krieGsMärChen“ als

vielstiMMiGe COllaGe iM theater iM hOF

der anfang des stücks kommt dem zuschauer noch erstaunlich bekannt vor. es herrscht

schwermütige Kriegs­atmosphäre, gemischt mit leichter Weltuntergangsstimmung. traurige

violinenklänge von bach vermischen sich mit schreibmaschinenstakkato. die drei

todernsten darsteller in hellbraunen Kleidern starren böse ins Publikum, hinter ihnen

eine druckerpresse, und rufen „die zeit ist reif“, „Wir müssen handeln“ und „Wider die

tyrannei“. ganz klar, Hans und sophie scholl haben ein Weiße­rose­treffen.

der bruch, der folgt, löst das Klischee der biederen und spaßbefreiten Widerstandsgruppe

zum glück gleich wieder auf. also schnell raus aus den braunen Klamotten. verbeugungen

der darsteller und ein herausposauntes Presseecho („Was für ein film!“) spielen auf den

film „sophie scholl – die letzten tage“ von marc rothemund an, der 2005 auf der berlinale

mit zwei silbernen bären ausgezeichnet wurde. und der die Weiße rose recht einseitig

auf die geschwister scholl reduziert. bei Janosch roloff und lars zastrow, die bei „die

weiße rose – ein Kriegsmärchen“ autoren, regisseure und teilweise auch schauspieler

(roloff) sind, wird die geschichte der Weißen rose bewusst nicht zur legende stilisiert,

sondern zeigt sie als eine historische dokumentensammlung mit akteuren aus fleisch

und blut. Hans und sophie scholl sind keine superhelden im alleingang. inspiriert

wurden sie dabei von sönke zankel, der in seinem buch „die weiße rose war nur der

anfang, geschichte eines Widerstandskreises“ das Heldenimage der geschwister scholl

in frage stellt – und damit eine große debatte unter Historikern auslöste.

gleich zu beginn tritt eine reihe von Widerständlern auf, die meisten unbekannt, und

stellen sich mit ihren eckdaten vor: „geboren“ und „ermordet“. zu viele namen, um

sich alle zu merken. die schauspieler des nö­theaters aus Köln (carolin Kur, Philipp

gramlich, albert Klütsch, till Klein und Janosch roloff) reichen sich die rollen herum,

manchmal reicht ein lapidares „du bist nicht Hans“ für den figurenwechsel.

die ereignisse spielen im vorfeld der legendären flugblattaktion der Weißen rose. Hitler

ist allgegenwärtig und wird nicht ohne ironie imitiert, wenn sich Widerstandskämpfer

Hans (Janosch roloff) in einen niederknienden führer verwandelt. dazwischen werden

auszüge aus tagebüchern, texten und flugblättern der Weißen rose gesprochen.

dann folgt eine Kriegsszene: soldaten machen liegestütz, prügeln sich, ziehen ihre

schuhe aus und benutzen sie als bomben. skurril, aber immerhin keine naturalistische

darstellung von der front, die auf der kleinen bühne des theaters im Hof wohl scheitern

müsste. es folgt eine techno­version von „there are no german bombers in the

air“, heute ein schlachtgesang englischer fußballfans und doch passend, denn er hätte

auch von der Weißen rose gesungen werden können.

das stück zeigt, dass scheinbar eindeutige historische fakten höchst wandelbar sind,

je nachdem, wie man sie erzählt. verschiedene redner reklamieren die geschichtliche

Wahrheit für sich, unter anderem der ehemalige bundespräsident Johannes rau (albert

Klütsch). neben historischen stimmen, die den mythos der geschwister scholl heroisieren,

gibt es auch die, die ihn verharmlosen und kritisieren („nur 1/20 der bevölkerung hat

die flugblätter überhaupt verstanden“). das stück gibt vielen meinungen raum und dem

zuschauer zu denken. die Wortgewalt, mit der dies geschieht, ist jedoch enorm: das ist

zuweilen ermüdend und viel zu sprachlastig. trotzdem ist es zu einer interessanten Publikumsüberforderung

ohne moralischen zeigefinger geworden. behutsam wird hinter

die „Widerstandsfassade“ geblickt und die menschlichkeit der heroisierten superhelden

betont, wie etwa in der szene über die liebesbeziehung von sophie scholl und leutnant

fritz. ganz spielerisch und zärtlich beginnt sie, später fasst sich sophie vor lauter sehnsucht

zwischen die beine, carolin Kur sieht man die vielen gefühle und Wünsche an.

die regisseure zeigen die relativität von Wahrheit auf – und offenbaren dem zuschauer,

wie sehr die „Weiße rose“ von vielen Parteien vereinnahmt und bereits zur chiffre geworden

ist. am ende des abends ist man voll von historischen informationen und zitaten.

aber man hat auch das gefühl, etwas von der vieldimensionalen Wahrheit über den

deutschen Widerstand erfahren zu haben. zumindest mehr als in rothemunds Kinofilm.

terMine iM april: theater iM hOF, 1., 2.

henriette Westphal

2 ApRIl ‘09 13 Kritisiert

Faust, Mephisto und Gretchen in einer person: haydar zorlu, Fotos: Matthias haubner

fAUST IN 80 MINUTEN

in der büHne der Kulturen Hatte der einmann­faust

„die HocHzeit zWiscHen Himmel

und Hölle“ Premiere

WaruM sOllen iMMer JOurnalisten theater kritisieren, können niCht theaterleute

zuWeilen FunDierter üBer ihre kOlleGen urteilen? DeshalB sOllen in akt theaterleute

Die GeleGenheit zur kOlleGenkritik erhalten. Den anFanG MaCht steFan krause,

reGisseur unD sChauspieler.

„zufällig naht man sich, man fühlt, man bleibt / und

greift hinein ins volle menschenleben.“ (vorspiel auf dem

theater, faust i.) dieses zitat wird als entrée für das einmann­theaterstück

„goethes faust oder die Hochzeit zwischen

Himmel und Hölle“ von Klaus adam benutzt. der

in göttingen geborene und jetzt in Köln lebende autor

ist ein begnadeter geschichtenerzähler, der es versteht

die Quintessenz einer geschichte herauszuarbeiten und

uns auf eine fabulierende reise mitzunehmen. nun hat

8. Internationales Kulturfestival

4. bis 31. Mai 09

Konzert

Film- Tanz-Theater

Comedy-Kabarett

Lesung Austellung

präsentiert durch

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und an allen bekannten VVK-Stellen

sich der schauspieler Haydar zorlu der mammutaufgabe

gestellt, neben dem erzähler im Wechsel sowohl faust

und mephisto als auch gretchen zu spielen. in knapp 80

minuten soll hier der ganze faust gezeigt werden – reduziert

auf drei Hauptcharaktere. und reduziert ist nicht

nur das bühnenbild – ein roter stuhl vor schwarzer stellwand,

die auf der leeren bühne platziert ist – sondern offenbar

auch das verständnis von goethes meisterwerk.

es scheint so, als ob der schauspieler, aber vor allem die

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regisseurin, gar nicht versteht, worum es in faust geht

und was das faszinosum ist. die inszenierung von natalia

murariu reiht uninspiriert und monoton Klischees

aneinander, die Haydar zorlu dazu bringen, einerseits einen

humpelnd­grimassierenden und leider vollkommen

list­ und charmefreien teufel zu geben und andererseits

einen faust zu spielen, dessen gelangweiltheit noch von

seiner entwicklungslosigkeit übertroffen wird. der teufel

ist keine eindimensionale figur, die schlecht und

böse ist und deshalb als „schlecht“ und „böse“ zu spielen

ist. faust ist nicht nur ein verführter, sondern selbst

der verführer und sich sehr wohl seiner zwielichtigkeit

bewusst.

von anfang an merkt man, daß hier ein mann auf der bühne

steht, der sich unwohl fühlt. bei dem versuch, drei der

wichtigsten rollen der deutschen theatergeschichte zu

spielen, wurde der sympathische schauspieler im stich gelassen.

von einer regie, die unwissend, ohne fantasie und

elan mit goethes faust umgeht. Wie anders ist zu erklären,

dass nichts von fausts metamorphose gezeigt wird?

nichts davon, wie ein vereinsamter, alternder intellektueller,

der von der suche nach der ultimativen Wahrheit besessen

ist, sich in einen dionysischen Potenzprotz verwandelt,

dessen ignoranter Hedonismus nicht nur gretchen,

sondern auch ihn selbst in den untergang treibt? Warum

versprüht dieser mephisto nichts an raffinesse, sexappeal

und souveränität? und wie kann es sein, dass hier gretchen

zu einem dummchen degradiert wird, das faust im

vorübergehen deflorieren kann?

man erkennt kaum, wie eine figur in die andere übergeht,

weder stimme noch Haltung werden geändert und machen

es schwer, die einzelnen rollen auseinander zu halten. als

mephisto krächzt zorlu ein wenig, krümmt die Hand zur

Kralle und rollt die augen. als erzähler zeigt er einen privat

plaudernden schauspieler, als faust ist er so ähnlich,

und als gretchen guckt er apathisch in der gegend herum.

nichts spürt man von der angst, unsicherheit und verzweiflung,

in der sie steckt. nichts von der verliebtheit, die

sie sehnsuchtsvoll in die arme von faust treibt.

doch es reicht nicht aus, jeder der rollen eine minimal

andere Körperhaltung zu geben. Jede rolle hat eine eigene

gefühlswelt und entwickelt daraus ein verhalten

und eine Haltung. Wir wollen miterleben, wie sich der

text mit leben füllt. Wie sich das einzelne in ein großes

ganzes fügt. und wie wir ein teil davon werden. es ist die

seele, die dort spielt – und die habe ich schmerzlich vermisst.

man geht zu einem solchen abend mit großer erwartung.

in diesem fall wurde sie nicht erfüllt. zu wenig

leidenschaft, verzweiflung und sexuelle begierde. zu wenig

verführbarkeit auf allen seiten. nichts von der sehnsucht

nach liebe und anerkennung, die selbst mephisto

umtreibt. nichts von tod und verdammnis. und nichts

vom „vollen menschenleben“. Kurz: zu wenig von goethes

faust. eine große Herausforderung, an der die regie

scheiterte und ein überforderter schauspieler, der sich

unter Wert präsentierte. schade!

terMine iM april: Bühne Der kulturen, 2., 16.

www.theater-im-bauturm.de

steFan krause

vierviertel


2 ApRIl ‘09 14 Kritisiert

Die traurigste liebesgeschichte der Welt entsteht in einer küche (Bettina Muckenhaupt und klaus schweizer), Fotos: ©MeYer OriGinals

lIEBE ZWISCHEN TISCHBAlKON UND

pfANNENWENDERMASKE

deutscHe erstauffüHrung von „romeo und Julia“

für Kinder in der comedia

„romeo und Julia“, das ist eine liebesgeschichte in schwierigen

verhältnissen voller Komplikationen und leidenschaften

– und gleichzeitig ein stück Weltliteratur. das Kindertheater

der comedia „ömmes und oimel“ hat sich für die

deutsche erstaufführung einer bearbeitung für Kinder ab

sechs Jahren entschieden, die nicht nur shakespeares drama

von 1597, sondern auch matteo bandellos novelle „romeo

und giulietta“ von 1554 zu grunde gelegt hat.

die schauspieler sind ausdrücklich nicht als junge darsteller

gedacht und bauen mit ihren beschreibungen die Kulisse

selbst auf. in dieser fassung wird ebenso viel erzählt wie gespielt

– die romanze von romeo und Julia entsteht aus der

erinnerung, als spiel zwischen zwei erwachsenen. immer

wieder schlüpfen sie in alle möglichen rollen, erklären dabei

auch kindgerecht ein paar begriffe und können so letztlich

auch die große traurigkeit der geschichte abmildern.

das inszenierungsteam um regisseur rüdiger Pape, 2006

mit den „nibelungen“ für den theaterpreis faust (Kategorie

beste regie Kinder­ und Jugendtheater) nominiert, hat,

anders als in der stückfassung vorgesehen, kein karges

bühnenbild gewählt: regina rösing hat eine trattoria in

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warmen farben, orange und grün, entworfen. guiseppe und

maria bewegen sich darin wie in ihrer eigenen Küche.

Küchen sind bekannterweise gute begegnungsstätten für

familien wie für Wohngemeinschaften: man hockt da zusammen,

wo es am wärmsten ist und man gemeinsam essen

kann. und so beginnt der abend: das Paar isst spaghetti

und beobachtet gelassen die hereinströmenden Kinder.

mit allem, was die Küche hergibt, wird im laufe des abends

gespielt – was sehr gut zum text passt, in dem die feindschaft

zwischen den familien durch die Konkurrenz zwischen

Wein­ und olivengeschäft nachvollziehbar wird.

die tische werden zu Händlerständen, der cembalo­spieler

(Jean bermes) zum strengen fürsten, der die familien ermahnen

muss, sich nicht mit flaschen zu bedrohen. manchmal

wird das Hin und Her mit den Küchenmöbeln ein bisschen

zuviel, unbestreitbar geht von der bühnenhandlung

trotzdem ein sog aus, der eine gute stunde lang fesselt.

Klaus schweizer, gründungsmitglied des Kindertheaters

der comedia, trägt als giuseppe die schürze als schürze,

sein romeo trägt sie als umhang, aber wenn er die schürze

ins aufgeknöpfte Hemd steckt, dass es aussieht wie ein di­

5. Februar bis 19. April 2009

Erotik-

Feuerwerk

im Theater

am Dom

BILD-ZEITUNG

... herrlich turbulentes

Stück ... ein toller

Boulevardspass mit

großartigen

Schauspielern...

WDR LOKALZEIT

... eine gut gewürzte

Bouillabaisse der

Gefühle und

Begierden...

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KINDER­

STIMMEN:

cker Hängebauch, weiß man: Jetzt ist er romeos vater. zwei

Pfannenwender mit sehschlitzen dienen als masken während

des balls, die Julia von bettina muckenhaupt schminkt

sich mit mehl und steckt sich eine serviettenblume ins

Haar, und für die balkonszene werden die tische mit den

tischflächen aufeinander gestellt.

die Kinder lachen viel, als romeo um seine Julia wirbt und

dafür den musiker singen lässt, vor allem, weil ihm das Playback

irgendwann über den Kopf wächst. als er fliehen muss,

ist es ein langer abschied, so richtig trennen kann er sich

nicht und rennt immer wieder zurück zu Julia, um sie zu

küssen – worüber sich immer mehr Kinder laut aufregen,

weil das „eklig“ ist. Was bei den Kindern aber offenbar ankommt,

ist das gute ende. natürlich „sterben“ auch in der

comedia alle beide: romeo und Julia. aber guiseppe und

maria sitzen hinterher zusammen und essen oliven und

trinken Wein und verstehen sich viel besser als am anfang.

so gehen die Kinder also versöhnt nach Hause, mit der botschaft,

dass unvernünftiger streit böse enden kann.

Anzeige AKT1/2:Layout 2 20.03.2009 terMine erst 13:55 WieDer Uhr iM Mai Seite 1

Neu im EL-DE-Haus

Dauerausstellung „Köln im Nationalsozialismus“

Appellhofplatz 23–25, 50667 Köln • www.nsdok.de

JOna, einen taG vOr DeM theaterBesuCh

seChs Jahre alt GeWOrDen:

„also ich find die geschichte irgendwie komisch.

Warum sind die denn eigentlich immer einmal

raus, dann wieder küssen, dann raus, dann wieder

rein, dann raus, dann wieder rein, immer wieder

raus und wieder reingerannt? mir hat's gefallen,

dass die nachher sich wieder zusammengefunden

haben.“

eMMa, aCht Jahre alt:

„das mit dem balkon war gut, wo die den einen

tisch so richtig hingestellt haben und den anderen

umgedreht, das fand ich gut, und traurig fand

ich, wo die gestorben sind.“

Ben, seChs Jahre alt, auF Die FraGe

Wie er siCh naCh Der vOrstellunG Fühlt:

„anders. so geschichtlicher. so drin, wie wenn ich

ne neue geschichte erfahren hab.“

Christiane enkeler

Erlebte Geschichte

Medienstationen

Infothek

Neu gestaltete

Gedenkstätte

Gestapogefängnis

ab 15. Mai 2009

2 ApRIl ‘09 15 Kritisiert

aurelie thépaut verzaubert stoffe in wilde tiere, Foto: Wolfgang Weimer

OHNE WORTE, DAfüR MIT

GANZ VIEl STOff

im Kölner KünstlertHeater Hatte

„zauberKlänge“ Premiere

können zWeiJähriGe sChOn ins theater Gehen? ist eine theatervOrstellunG ein

erleBnis, Dass sie sChOn erFassen können? Maren steinGrOss (37) hat siCh Mit ihrer

tOChter lina (GeraDe Drei Jahre alt) auF einen versuCh einGelassen.

Kinder sind ehrlich und ungeduldig. geradezu unbequeme

zuschauer und eine besondere bewährungsprobe, auch für

einen gestandenen theaterregisseur. georg zum Kley hat

sich davon nicht abschrecken lassen und sich sogar an die

allerkleinsten gewagt. für lina ist es der erste theaterbesuch

ihres lebens. gemeinsam mit den anderen kleinen

zuschauern taucht sie in eine bunte Welt aus stoffen und

Klängen ein. das ausdrucksstarke bühnenbild (monika

er mochte es selbst nicht, dieses mit heißer nadel gestrickte

stück – eine Jugendsünde war es. 1780 hatte er

seine „semele“ ersonnen, noch vor den „räubern“, die

ihn zum shooting­star der deutschen literaturszene machen

sollten. einer freundin in Weimar schrieb er später:

„dass sie semele erwähnen, hat mich ordentlich erschreckt.

möge es mir apoll und seine musen vergeben,

dass ich mich so gröblich an ihnen versündigt habe.“

diese Jugendsünde nun hat das severins­burg­theater in

sein repertoire aufgenommen. schließlich ist schiller­

Jahr – schon wieder schiller. nachdem vor vier Jahren

sein 200. todestag gefeiert wurde, steht in diesem Jahr

sein 250 geburtstag an. ein datum, das man als theatermacher

schlecht übergehen kann. bevor aber die x­te fasssung

von „Kabale und liebe“ oder „Wilhelm tell“ über die

bühne gejagt wird, kann man es auch so wie regisseurin

susanne Klaffer und ihr ensemble machen: man gräbt ein

nahezu unbekanntes schiller­stück aus. „semele“ also. semele

entstammt der griechischen mythologie. sie ist das

töchterchen von Kadmos, dem Herrscher thebens. diesem

geschöpf ist göttervater zeus äußerst zugetan – was

seine eifersüchtige gattin Hera auf den Plan bringt. sie erscheint

semele in der gestalt ihrer amme und sät mit einem

intriganten ränkespiel zweifel in der jungen liebenden.

ist zeus wirklich der, der er vorgibt zu sein? man ahnt

schon, dass das ganze kein gutes ende nehmen wird.

das dreier­drama entfaltet sich in kompakten anderthalb

stunden vor den augen des zuschauers – wobei der auftritt

von zeus lange auf sich warten lässt. zuvor umkreisen

Hera und semele einander, bezirzen und bekämpfen

sich. die giftige Hera dabei ganz in lila­tönen und die

unschuldige semele in unschuldigem rosarot gekleidet.

die beiden Kontrahentinnen verkörpern ihre rollen

seibold, adelina gruszczyk und ensemble) zeigt eine weiße

Wiese mit roten, grünen und blauen stoffblüten und im

Hintergrund einen blaugrün schillernden berg aus stoff.

lina ist kaum zu halten. sie möchte alles berühren, entdecken,

auf ihre art wahrnehmen. doch sie wird wie die anderen

Kinder gebeten, nicht auf die bühne zu gehen. dafür

darf sie ganz vorne auf dem boden sitzen. nicht auf so einem

unbequemen stuhl, wie ich es vorziehe, nein, sie möch­

glaubwürdig: franziska lehmann als dunkle Hera spuckt

mit verve gift und galle, ania niedieck gibt dagegen eine

kuhäugige, kindliche semele. überbordendes bühnendekor

steht ihnen dabei nicht zur seite: ein paar hoch ragende

säulen, auch die in rosa gekleidet, sowie ein massiver

thron, in der mitte des raums platziert. der wird

zu späterer stunde von zeus eingenommen. im weißen

anzug steigt er wie ein selbstherrlicher, alternder filmschauspieler

aus der decke herab und setzt seine eigenen

regeln. Hinweggefegt die erstaunliche, zum teil etwas ermüdende

Werkstreue, die zuvor auf der bühne herrschte

– statt dessen umgedichtete costa­cordalis­schlager und

anspielungen auf unsägliche Werbeslogans, die man aus

dem radio kennt.

der bruch tut der aufführung gut und nimmt ihr die zuweilen

etwas lastende Klassiker­schwere. Je mehr jedoch

gerd buurmann den lendenschwingenden zeus zum anfassen

gibt, desto mehr verblassen die beiden anderen figuren.

dabei will „seleme“ laut Programmankündigung

als „anti­faust­stück“ gedeutet sein. seleme als weibliche

variante von dr. faustus – mit ihrem zweifel fordert

sie zeus heraus, will ihm die stirn bieten. in dieser rolle

macht sich semele alias ania niedieck jedoch schlecht

– zu mädchenhaft, zu verspielt ist ihr duktus. und gerd

buur mann mit seiner körperlichen Präsenz und seiner

tausendsassa­attitüde lässt für andere wenig raum.

muss er auch nicht, als zeus.

schiller als motor für eine feminismus­debatte taugt offensichtlich

nicht ganz. vielleicht wäre das die lösung gewesen:

ein weiblicher zeus und ein männlicher semele­

Part. das nächste schiller­Jahr, es kommt bestimmt.

keine terMine iM april

nina GiaraMita

te ganz nah am geschehen sein. nur ab und zu wirft sie mir

einen blick zu, ob das alles hier auch mit rechten dingen

zugeht. vor allem, als sich plötzlich eine neugierige (aurélie

thépaut) anschleicht und auf die bühne geht. „Warum

darf die das?“, möchte lina lautstark und verständlicherweise

sofort wissen. zumal sich die neugierige jetzt auch

noch den verlockenden blumen nähert. lina steckt schon

mitten in ihrem ersten theatererlebnis, ohne es zu merken.

erst einmal wird die neugierige aber von schrillen cello­

Klängen abgehalten, die farbenfrohen blüten zu berühren.

dass ausgerechnet an dieser stelle einer der zweijährigen

im saal anfängt, „ich will nach Hause“ zu schreien und

damit ein großes „Wir Kinder halten zusammen“­Weinen

unter den kleinen Kritikern auslöst, war für den regisseur

nicht vorhersehbar. schließlich lief bei den vorherigen vorstellungen

alles glatt. auch lina murmelt etwas von „angst

und nono (ihrem schnuller)“, schaut aber gebannt auf die

bühne. erst als die Klänge lieblicher werden und die neugierige

vorsichtig die bunte landschaft zum Klingen bringt,

werden auch die kleinen zuschauer langsam gnädiger. ton

um ton erfahren sie, dass die neugierige und die Hüterin

des berges, aus dem die musik kommt, nur gemeinsam die

stoffe zum leben erwecken können. und nach und nach

werden die Kinder geradezu verzaubert: von kriechenden

schlangen, durch die luft tanzenden vögeln oder hüpfenden

Kamelen, die allesamt aus den bunten stoffen geformt

werden. von ulkigen tiergeräuschen und bekannten Kindermelodien

wie „bruder Jakob“. von lustigen bilder­ und

farbwelten, die ganz plötzlich wie von zauberhand entstehen.

da wird die blumenwiese mit Hilfe von gekonnt eingesetzten

lichteffekten zur abenteuerlichen unterwasserwelt

und die stofftücher verwandeln sich in rote, blaue und grüne

fische. und – da sind Kinder manchmal so wechselhaft

wie das Wetter – vom anfänglichem unmut ist keine spur

mehr, sie kichern, halten sich sogar die bäuche vor lachen.

durch neugierde, ausprobieren und entdecken erleben die

Kleinen ihre umwelt. genau wie es das stück vormacht.

regisseur georg zum Kley hat mit viel feingefühl gezeigt,

dass er weiß, wo er seine empfindsamen zuschauer abholen

muss. und so gelingt es ihm, auch die Herzen der Kleinsten

zu erreichen.

auch wenn am ende hinter dem blaugrün schillernden

berg nur die cellistin verborgen war und nicht ein berg

voller süßigkeiten – wie lina bis zum schluss noch hoffte –

haben die „zauberklänge“ die allerkleinsten verführt. zum

herzhaften lachen, zu einer verblüffenden Konzentrationsfähigkeit

von immerhin einer guten halben stunde und zu

einer kreativen entdeckungsreise.

Maren unD lina steinGrOss

terMine iM april: kölner künstlertheater, 25., 26., 29.,

aB 2 Jahren

TAUSENDSASSA ZEUS UND DAS

ANDERE GESCHlECHT

am severins­burg­tHeater Hatte „semele“ von scHiller Premiere

Zeus (Gerd Buurmann) hat Semele (Ania Niedieck) fest im Griff

Foto: Sebastian Reckert


2 ApRIl ‘09 16 Kritisiert

thomas Wenzel beschwört überzeugend die Qualität seines sofas., Foto: Wolfgang Weimer

DAS lOCH IM BETONBODEN

DER WOHNUNG

in der orangerie Hatte „räume räumen“

von PeterlicHt zWeitauffüHrung

Peterlicht, die medienscheue und bildverweigernde

Kunstfigur aus Köln, ist eigentlich Popmusiker und literat

– im Jahr 2007 räumte er beim ingeborg bachmann­

Wettbewerb in Klagenfurt mehrere Preise ab, vor kurzem

erschien sein großartiges album „melancholie und

gesellschaft“. seit einiger zeit ist er auch auf deutschen

theaterbühnen ein vielgefragter mann. sein erstes stück

„Wir werden siegen“ wurde sowohl in der Kölner studiobühne

als auch bei der münchener uraufführung ein

dauerbrenner. gerade eben kuratierte derjenige, von dem

keine offiziellen fotos existieren, passenderweise das

„festival für unsichtbare menschen“ in münchen, ebenda

inszenierte Peterlicht auch ende Januar erstmals selbst:

seinen eigenen text „räume räumen“. die zweitaufführung

hat nun das Kölner theaterKonnex in der orangerie

echtes agneta-Double?: Meike Gottschalk

Foto: atelier-theater

ganz ehrlich: ich mochte annifrid lieber. aber wahrscheinlich

war das nur aus trotz, weil alle mädchen aus

meiner Klasse die blonde agnetha bevorzugten und die

Jungs sowieso. und obwohl ich zwischen elf und fünfzehn

Jahren einige regalmeter abba­devotionalien ansammelte,

ging meine liebe bestimmt nicht so weit wie die von

meike gottschalk, angeblich das einzige echte agnethadouble

deutschlands. mit blondiertem fransenschnitt

und rot­goldenem Wickelkleid springt sie auf die bühne

und setzt agnetha im atelier­theater mit dem Programm

„agnetha und ich“ ein denkmal. oder besser gesagt,

einen reliquienschrein mit gelbem Kreuz auf blauem

grund. nachdem er sich feierlich geöffnet hat, sieht man

eine agnetha­miniatur, echtes agnetha­blut von ebay

gewagt. ein echter coup – der durch private Kontakte zustande

kam, denn möglicherweise gehen die Kinder von

Hauptdarsteller thomas Wenzel und Peterlicht gemeinsam

in den Kindergarten, oder war es der musiker andreas

debatin oder doch die regisseurin claudia Holzapfel?

aber so genau wollen wir es natürlich gar nicht wissen,

hält Peterlicht doch auch sein Privatleben unter schwerstem

verschluss.

Während in münchen jedenfalls mehrere schauspieler

einen raum mit einer unmenge von möbelstücken nach

und nach füllten, herrscht in der Kölner orangerie leere,

bis auf ein sofa, zwei männer und eine musikanlage. ein

mann im anzug (Wenzel) macht lächelnd und in zeitlupe

sit­ups, dazu spielt ein musiker (debatin) sphärische e­gitarren­Klänge

und flüstert, röchelt, haucht ins mikrofon.

es geht um geld, wie passend zur stunde. „ich hatte mittelgeld

im bereich von unten“, erklärt Wenzel ernsthaft,

„das klingt jetzt ein wenig kompliziert, man könnte es

auch als unten bezeichnen“ – nach und nach legt er fein

säuberlich seine Kleidung ab – „die natürliche fruchtfolge

von geld ist das auf und ab“ – während der musiker,

gerade unbeschäftigt, einen reiseprospekt liest. „ich war

voll von geld“, sagt Wenzel und zieht sich die unterhose

wieder an, die karierten socken haben löcher, „ich war

ein gestrandeter Wal auf dem Weltmeer meines minusgeldes“.

da kommt der musiker, stellt das mikro an, rotlicht,

singen, die e­gitarre röhrt. videobilder aus der

Kölner u­bahn zwischen barbarossaplatz und eifeltor

fliegen an der Wand vorbei, Köln sieht auf einmal aus wie

Paris, betörend schöne Peterlicht­songs singt Wenzel,

nun wieder in anzug, um dann mit seinen verwirrenden

satzgebäuden fortzufahren. „ich befand mich in absoluter

finsternis, aber immerhin regnete es nicht.“­ aha, sagt

der musiker, jaja. dann geht es um liebe. damals, als die

Hauptfigur und seine freundin noch auf Wiesen lagen

und sich schmetterlinge auf sie niederließen – heute ist

ihre liebe dagegen eher so wie beim „gummideckephänomen“:

man sieht etwas nicht, „weil man bis zum Hals

drinsteckt“. es sind schöne, verwirrende texte, mit einer

wunderbaren ernsthaftigkeit vorgetragen, die untergründig

sehr komisch ist. sie erzeugen eine art poetisch

vibrierenden raum, der immer wieder bodenständig mit

songs unterbrochen wird.

schließlich referiert Wenzel über das alte sofa, auf dem

er hockt, „ein sehr gutes sofa“, ein „Qualitätssofa“, aus

dem allerdings verbal die rostigen spiralen ragen, kalauert

listig vor sich hin, der musiker will ein dinosaurier­

Plakat an eine Wand hängen, scheitert, und setzt sich

schließlich dazu, „Hopp, sitzt er drauf.“ geradezu unheimlich

wird es, als thomas Wenzel – das Kölner stadtarchiv

ist vor drei tagen eingestürzt – von seinen apokalyptischen

visionen erzählt: wie sich in seiner Wohnung

mit dem sofa auf einmal ein schlundloch im betonboden

auftut, „in das man eine Waschmaschine werfen könnte“.

Wie er wie ein Käfer vor dem abflussrohr dem loch entgegentreibt,

durch das Haus schießt, in dem „wir einmal

gelebt hatten“ und sich schließlich fühlt, „als ob es mich

nie gegeben hätte“. zum schluss landen wir mit ihm in

einem „gleichgeschalteten reich der traurigkeit“, aber

zum glück gibt es noch eine musikalische zugabe. „räume

räumen“ ist ein versponnender abend, man muss sich

erst einmal auf ihn einlassen. aber wenn man das getan

hat, wird es eine poetische, kurzweilige fantasiereise im

Kopf, ein bühnengedicht mit hintergründigem Humor,

kafkaesk und gemarthalert – und letztlich nicht weniger

als eine originelle Produktion des theaterKonnex.

terMine iM april: OranGerie, 2., 3., 4., 24., 25.

DOrOthea MarCus

EIN HINTERTEIl IN EWIGKEIT

meiKe gottscHalK feiert im atelier­tHeater

iHre agnetHa­vereHrung

und viele schwedische duftkerzen. meike gottschalks

verehrung macht vor religionsgrenzen nicht halt: ob sie

das agnetha­unser betet (unsere agnetha, die du bist in

schweden... dein Hinterteil in ewigkeit) oder sich in goldfarbener

burka auf einen gebetsteppich wirft (agnetha

akbar) – sie hat ihr leben komplett der früheren abbasängerin

überantwortet, deren lebenslauf trotz 370 millionen

verkaufter Platten eher tragisch wirkt. so sehr, dass

selbst ihre materialistische Pianistin ariane baumgartner

davon überzeugt ist, dass meike gottschalks etwas auf

den Kopf bekommen haben muss. aber nein, das auf meike

gottschalks Kopf ist keine beule, sondern das dritte

ohr, mit dem sie stets in seelischer verbindung zu agnetha

steht. manchmal äußert sich das, indem die sängerin

aus dem off lispelnd­hallende botschaften auf die bühne

sendet, manchmal schickt sie auch nur heimliche zeichen

in form von Wasa­Knäcke in den einkaufswagen.

aber meike gottschalk kann zum glück noch mehr als

ihre auf die dauer ein wenig überkandidelte und alberne

schwärmerei. nicht nur, dass sie so aussieht, wie man

sich agnetha von weitem fantasiert, sie hat auch eine

ganz ähnlich glockenklare stimme. auf englisch covert

sie die größten abba­Hits und steigert sich zu wahren

gefühlsgipfeln – es ist schon beeindruckend, wie sehr

sie sich vibrierend in zarte, wundervolle Herzschmerzsongs

wie „s.o.s“, „slipping through my fingers“ oder

„the winner takes it all“ hineinwirft und zwischendurch

immer wieder trocken darüber reflektiert, wieso die einstige

sexgöttin und mehrfache millionärin agnetha heute

auf einer einsam­verregneten schwedischen insel Pferde­

ställe ausmistet und interviews verweigert. die Weltkarriere

mit abba war angeblich ein „tiefpunkt“, reduziert

zu werden auf ihr „schönstes Hinterteil der Welt“ hat agnetha

immer gehasst. „für mich wärs okay“, seufzt meike

gottschalk treuherzig. gut wird es aber vor allem dann,

wenn sich der einstige serienstar bei „verbotene liebe“

selbst ins spiel bringt. dann beginnt eine echte, mit melancholie

und Witz gesprenkelte persönliche geschichte

aus ihrem schauspielerinnen­alltag, die wenigstens ein

bisschen tiefe in den sonst etwas gleichförmigen abend

über agnethas vermeintliches leben bringt. denn trotz

erstklassigem einkommen damals hat sich meike gottschalk

für die eigene künstlerische verwirklichung aus

der serie schreiben lassen – um anschließend in kitschigen

zdf­zweiteilern brave und stets besorgte blonde ehefrauen­sätze

zu sagen. und heute? casting für maggi­fix

und bahnbrechende erfolge im einkaufszentrum­West,

seufzt sie selbstironisch. schade, das meike gottschalk

sich nicht noch stärker in bezug zur armen, reichen agnetha

gesetzt hat, der ihr geld nichts nützt, wenn sie von

einem nordischen stalker verfolgt wird und an schlaflosigkeit

und flugangst leidet. denn sie arbeitet zwar klar

heraus, dass abba erst so richtig reich und berühmt wurden,

nachdem die persönlichen Krisen begannen – aber

auf ihr eigenes Programm hätte sie diese erkenntnis ruhig

häufiger anwenden können. und warum hat sie nicht

das unvergessene Katzen­Kostüm mit den weißen stiefeln

viel früher angezogen?

terMine iM april: atelier-theater, 2., 14., 28.

DOrOthea MarCus

2 ApRIl ‘09 17 Kritisiert

zwischen kühlschrank, klo und klavier: ivana langmajer, Foto: Wolfgang Weimer

NICHTS AlS EINE KUGEl EIS AM TAG

im HorizonttHeater Hatte „eisKind“, ein stücK über

magersucHt und bulimie, Premiere

auf dem roten Klavier steht eine schüssel mit Kräckern,

am Kühlschrank kleben familienfotos. Heile Welt. Kathrin

übt Klavier, isst ab und zu einen Kräcker aus der schale.

sie hat schlanke finger. ansonsten findet sie sich zu dick.

auch Judith aus der schule sagt: du bist zu fett, Kathrin.

es ist die geschichte von einem mädchen, das nach anerkennung

sucht. bei Judith, die wahnsinnig dünn ist,

und die schon so erwachsen wirkt. bei martin, den sie im

Park gesehen hat, und in den sie sich verliebt hat. und

bei ihrem vater. Kathrin soll seinen gescheiterten traum

von einer musikkarriere leben und für die aufnahmeprüfung

an der musikhochschule üben.

Kathrin (ivana langmajer) ist allein auf der bühne und

ihr monolog geht dem zuschauer nahe. schnell spürt

man die atmosphäre im elterlichen Haushalt: sie verwandelt

sich in die mutter, die schweigt und den vater, der

nie reagiert und spielt die emotionale Kälte innerhalb der

familie nach. Während Kathrin das ständige „du musst

mehr üben“ ihres vaters wiederholt, schlägt sie hart die

tiefen tasten auf dem roten Klavier an.

als sie sich in martin verliebt, wird ihr leben kompliziert.

VOM KEllERKIND ZUM JUNG­

UNTERNEHMER

Peter HandKes „KasPar“ im

HorizonttHeater

„das stück ,Kaspar’ zeigt nicht, wie es WirKlicH ist oder

WirKlicH War mit Kaspar Hauser. es zeigt, was möglicH

ist mit jemandem.“ mit dieser vorbemerkung beginnt

Peter Handkes stück „Kaspar“, anhand dessen sich generationen

von schülern mit sprache und der macht, die man

mit ihr ausüben kann, auseinandergesetzt haben.

Kaspar kommt auf die Welt bzw. die bühne des Kölner Horizonttheaters

und kennt nur diesen einen satz: „ich möchte

ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.“

Kaspar ist also uneins mit sich in einer Welt, die er nicht

versteht und die ihn nicht versteht. und genau so wenig

wie Kaspar über eine definierbare identität verfügt, kann

man Peter Handkes stück ein solches nennen. es ist eher

eine reflexion über das Wesen der sprache mit wenigen

theatralen mitteln und ein spiel im spiel. und hier beginnen

die Probleme jeder inszenierung.

im Horizonttheater ist Kaspar ein hibbeliger Jungunternehmer,

der dauernd mit seinem Handy herumhantiert

und auf die tastatur eindrischt. ihn starrt nicht, wie bei

Handke, ein auge an, sondern drei schwarze bildschirme,

auf denen sich später gegenstände und gesichter

abwechseln. Während Kaspar noch seinen berühmten einen

satz übt, reden die „einsager“ schon auf ihn ein, ihre

sätze prasseln wie Werbeslogans auf ihn nieder, sie un­

das denkt zumindest sie selbst. auf einer Party, zwischen

techno und schnittchen, wird klar: er mag schlanke mädchen

– so dünn wie Judith. Kathrin findet sich vor dem

spiegel wieder, mustert ihren Körper. „dünn sein, das

fängt im Kopf an“, sagt sie. ab jetzt verleugnet sie den

Hunger. Wenn sie das mit dem essen hinbekommt, dann

schafft sie alles, sagt Kathrin. sie zählt Kalorien. „ich

esse eine Kugel eis am tag und die Waffel werfe ich weg“

– so machen es eiskinder. und es macht Kathrin stark,

das abi schafft sie mit auszeichnung. Kann man essen

vergessen? Kathrin sagt: „ich habe keinen Hunger.“

aus nervosität verschlingt sie vor der Klavierprüfung eine

sahnetorte. aus magersucht wird bulimie. regisseur aydin

isik lässt sich mit dem stück von elisabeth vera rathenböck

auf ein schwieriges thema ein, das auf der bühne

eher selten behandelt wird – umso gravierender ist es für

manche junge frau. mehr als eine halbe million frauen

und auch männer sind in deutschland an ess­brech­sucht

erkrankt. die nebenwirkungen können tödlich sein.

totale stille herrscht auf der bühne und im zuschauerraum,

als Kathrin zu essen beginnt. saure gurken, erd­

terziehen ihn einer scientology­mäßigen gehirnwäsche,

„sprechfoltern ihn“, wie Handke sagte, damit er ein funktionierender

und austauschbarer teil der gesellschaft

werde. nach 20 minuten schon windet sich björn lukas

als Kaspar am boden. er muss aber noch eine stunde

durchhalten, ein monitor im Hintergrund zählt gnadenlos

die zeit rückwärts. Wie es für Kaspar aus den regeln der

sprache keinen ausweg gibt, kann auch der schauspieler

sich um keine sekunde der genau festgelegten dramaturgie

entwinden – genauso wenig wie sich die Kritikerin ihrer

ungeduld.

björn lukas spielt Kaspars selbst­vergewisserung ohne

große gesten, fast zaghaft, mit angemessener zurückhaltung.

die inszenierung von eckhardt Kruse­seiler illustriert

dagegen ein bisschen viel mit donnergrollen und

dramatischen streichern.

das eigentliche Problem aber liegt schon lange vor der

aufführung: bei der entscheidung, Handkes 40 Jahre

alten „Kaspar“ auf die bühne zu bringen, dieses spröde

thesentheater mit seinem antiautoritären anspruch. mit

sprache kann man macht ausüben. na klar. Ja und?

terMine iM april: hOrizOnttheater 2., 3., 15., 16.

Dina netz

nussbutter, sahnetorte, Würstchen aus dem glas, salami,

sprühsahne, Käsebrote, alles durcheinander. man hört nur

ihr schmatzen. und dann, wie sie sich übergibt. die Krankheit

hat ihr leben verändert („ich kaufe zwei säcke lebensmittel

täglich, fresse und erbreche“), es ist verschwunden

zwischen Kühlschrank und Klo.

die familiensituation der betroffenen wird bei diesem

stück besonders hervorgehoben. man muss funktionieren.

als die eltern mit Kathrins bulimie konfrontiert werden,

ist sie selbst sogar froh: endlich gefühle bei mutter

und vater. ivana langmajers bewegendes und emotionales

spiel zeigt die verschiedenen facetten ihrer rolle. Kathrins

Wunsch nach anerkennung, die Panik vor jedem

bissen und dem „fett­sein“, die isolierung von der außenwelt,

den Kontrollverlust. die aufwühlende geschichte

des jungen mädchens behandelt das thema essstörungen

nicht wie eine modeerscheinung, sondern macht

nachdenklich über die Hintergründe.

henriette Westphal

terMine iM april: hOrizOnttheater, 7. april, aB 12 Jahren

Sprachloser Yuppie (Björn Lukas) mit Kellerschlamm

Foto: Wolfgang Weimer


2 ApRIl ‘09 18 Kritisiert

identitätssuche am Weltfrauentag: natalia Murariu und karen D. savage, Foto: Markus Biemann

STATIONEN EINES

fRAUENlEBENS

„WHo is WHo“ von natalia murariu

und Karen d. savage in der

büHne der Kulturen

lanGe, BevOr Die planunGen zuM kölner tanzhaus

kOnkret WerDen, kOMMt BeWeGunG in Die GrOsse kölner

tanzszene. unter anDereM verstärkt Die Bühne

Der kulturen ihr tanzprOGraMM DeutliCh.

vor der bewegung ist das Wort: rilke wird auf eine leinwand projiziert – „ich lebe mein

leben in wachsenden ringen“. die lyrische Widmung gilt der vorstellung „Who is Who“

der beiden tänzerinnen und choreografinnen natalia murariu und Karen d. savage.

Passend zu ihrem sujet der weiblichen identitätssuche war die Premiere im arkadastheater

(bühne der Kulturen) auf den Weltfrauentag gelegt werden worden.

die Performance beginnt mit einem solo von natalia murariu. den Körper umspannt

von einer sackähnlichen dehnbaren stoffbahn, liegt sie auf dem boden. die videoprojektion

greift ihre bewegungen auf, vergrößert das tasten der Hände. schließlich ist die

geburt vollbracht und natalia murariu tanzt stationen eines frauenlebens: Pubertät,

Heirat, mutterschaft bis hin zu alter und tod. vom bewegungs­ und ausdrucksrepertoire

ist die choreografie deutlich von der tanz­ikone martha graham inspiriert – emotional

und kraftvoll, tanz als sprache der seele begreifend. doch bei allem interesse für

ausflüge in die geschichte des modern dance, so ist doch nicht zu leugnen, dass sich

hier Kitsch und Pathos die Hände reichen.

mit der amerikanerin Karen d. savage erhält die in moskau geborene murariu, die

ihre Karriere 1973 an der staatsoper bukarest begann, eine starke und dynamische

Partnerin. Karen d. savage kam als tänzerin für das musical „saturday night fever“

nach Köln. die beiden frauen setzen in ihrem expressiven duett auf starke schwarz­

Weiß­Kontraste und einen exakt gearbeiteten einklang in der bewegung. der zweite

teil der Performance setzt das frau­sein in reinen tanz um, das video spielt keine rolle

mehr. das ist recht gefällig anzusehen und auch ungewöhnlich, solche art musikalisch

gestützte bewegung in wehenden Kleidern und ohne konzeptuellen überbau wird

ja im freien Kölner tanz nur selten geboten. allein: dem ganzen haftet eine tänzerische

selbstverliebtheit an, die das verhandelte thema auf der bühne in der fiktion belässt.

um relevanz geht es hier nicht. eher schon um die veräußerlichung von innerlichkeit.

man sollte wieder mehr rilke lesen.

sanDra nuY

keine terMine iM april, DaFür iM Mai: Bühne Der kulturen, 17. 5.

zwischen kind, Greisin und der stuhlschwerkraft: suna Göncü, Foto: Wolfgang Weimer

AUS DER WElT

GEfAllEN

die WacHsfabriK in

rodenKircHen Wurde als neuer

sPielort für tanz eröffnet

enDlOse autOFahrt. auF einen parkplatz Mit GrOssen

pFützen ruMpeln. ein einsaMes neOnliCht Brennt Die

WOrte „Barnes CrOssinG“ an, Das in Der WaChsFaBrik

ansässiGe ChOreOGraFen-netzWerk.

und dann stolpert man zu fuß um ein buntes Künstlerhäuschen, atelierräume und einen

großen schornstein herum, vorbei am reizenden Wachsfabrik­café – und ist mitten

in Kölns neuer tanz­location. Hell, cool, irgendwie aus der Welt gefallen.

drinnen wird mit zuschauer­arrangements gespielt. in „rauschen“ von barbara fuchs,

einer „begehbaren tanzplastik“, sitzen die zuschauer auf stühlen mitten auf der bühne.

das licht geht aus, stimmengewirr erhebt sich aus diktaphonen, die an die Wände

montiert sind. vier schwarzgekleidete tänzerinnen schlängeln sich um die stuhlinseln,

winden sich durch zuschauerfüße und schmale Hockerbeine. das elektronische gewirr

wird zum brausen, zum lokomotiv­stampfen und maschinellen meeresrauschen. natur

oder maschine? immer wieder verschwimmt beides im laufe der 40 minuten, für die

der elektronik­musiker Jörg ritzenhoff, live zugegen, krasse und grandiose Klangwelten

entwirft. die tänzerinnen dringen einander durch die Körper, durchklettern sich in

zweierpaaren, nehmen einander sekundenweise in besitz – selten so aufregende bewegungserfindungen

gesehen. auf tänzerisch hohem niveau rasen sie durch den raum,

jede hat mehrere soli. schließlich führen, schleppen, nötigen sie die zuschauer von

den stühlen, drängen sie an den bühnenrand, entsorgen ihre taschen und Jacken. zum

schluss liegt eine von ihnen zwischen den umgedrehten stuhlbeinen, die nun wie die

stacheln eines seeigels aussehen oder wie ein schwarzes feld aus schilf.

dagegen fällt der zweite teil des abends, frau K. von suna göncü, so reizend sie auch

ist, leider etwas ab. das nervöse fräulein im rosa Kleid kämpft mit einem überdimensionalen

stuhl, mit trippelschritten schiebt sie ihn in die raummitte, die zuschauer sitzen

brav in stuhlreihen. ein versponnenes, rätselhaftes und ältliches Wesen bei eifrigen

verrichtungen. sie klappt lehnen um, säubert sitzflächen, enthüllt, setzt drauf, rutscht

aus, entfaltet eine Picknickdecke, führt eine diashow ohne bilder vor – irgendwann, altgeworden,

hat man vielleicht nur blinde flecken der erinnerung. sie hüpft wie ein vogel,

nervös und hastig, mit minimalem bewegungsaufwand. dann wieder wiegt sie den

oberkörper hin­ und her, schwankt zwischen Kind und greisin, ist versponnen aus zeit

und Welt gefallen, kämpft gegen die stuhl­schwerkraft. das erzählt atmosphärisch die

geschichte einer einsamen, alten frau, entwickelt aber kaum tänzerischen sog.

zwei Wochen später lockt erneut die Wachsfabrik zu einer dritten uraufführung. „Present

as absent“ ist eine zwanzigminütige Kurzchoreografie von sonia franken, inspiriert

von dem 1996 im museum ludwig bei einer Performance verunglückten tänzer

James saunders. es ist sonntagnachmittag, Kinder tollen. man darf sich überall hinsetzen,

wo laken sind. durch den notausgang kommt eine frau herein und ruft kryptische

Worte. eine andere tastet sich an einer Wand entlang, lautlos immer höher. die erste

fällt auf eine matte, bedeckt sich mit einem mantel. ein fotograf schießt bilder, die als

dias auf den rohen schwarzen Wachsfabrik­Wänden erscheinen. sie spielen mit ihren

scharfen, deformierten schatten an der dunklen Wand. tänzerisch ist es nicht herausragend

– aber kräftig und akrobatisch. auf einmal hängt eine Performerin von der decke,

schaukelt immer schneller, vom schatten verstärkt, bis schlagartig alles zu ende ist. es

sind dramaturgisch spannende zwanzig minuten geworden, die vorstufe zu einem längeren

abend. Köln hat einen wunderbaren neuen tanzort für aufführungen und tanzexperimente

gefunden. man sollte sich auf die fahrt einlassen.

terMine iM april: siehe WWW.Barnes-CrOssinG.De

DOrOthea MarCus

19 2 ApRIl ‘09

vorgescHaut

Geschichten von ersten Malen vom théâtre en Flammes aus lausanne und Futur3 aus köln, Foto: isabelle Meister

ERSTE KüSSE

IM SCHWEIGEN­

DEN WAlDE

das festival

„globalize:cologne“ geHt im

aPril in die zWeite runde

im februar hat es begonnen, bis Juni läuft das Kölner theaterfestival „globalize:cologne“

noch – aber in fünf langen monaten kann die spannung der ersten tage schon

mal nachlassen. Wie in jeder beziehung eben. trotzig hat das Kölner ensemblenetzwerk

„freihandelszone“ das motto des festivals deshalb auch „first Kiss“ genannt – und behauptet

einfach, dass die feuer der ersten begegnung immer wieder auflodern können.

im april­block von „globalize:cologne“ kommen flammen jedenfalls auch vor: die Kölner

gruppe futur3 koproduziert mit dem théâtre en flammes aus lausanne ein zweisprachiges

„geständnismusical“.

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es war der lieblingssong manch düsterer Pubertätsstunde. minutenlang rauschen

die psychedelischen Klänge von the cures „a forest“ im saal. „look into the trees,

find the girl if you can. i’m lost in a forest, all alone.“ auf der bühne tut sich derweil:

nichts. nervös beginnen die zuschauer hin­ und herzurutschen. genüsslich wird die

longversion von „a forest“ zuendegespielt, bis hinter dem gazevorhang geisterhaft

eine alte frau und ein Kind auftauchen. sie umarmen sich – oder bringt die frau das

Kind um? unmerklich ändern sich gesten und erzählen auf einmal ganz andere, unheimliche

geschichten.

alpträuMe unD arChaisChe änGste

das ensemble „massimo furlan“, das im letzten Jahr schon beim festival theater

der Welt und bei den Wiener festwochen furore gemacht hat, spielt in „sono qui per

l’amore“ mit alpträumen und archaischen (Kindheits)ängsten. für deutsche hat ein

dunkler Wald auch noch eine ganz andere metaphorische bedeutung, liegt darin doch

gewissermaßen die ursituation von deutscher romantik und sehnsucht. Jörg fürst vom

Kölner a.tonal­theater hat massimo furlan eingeladen, weil der abend in einem interessanten

spannungsverhältnis zu seiner letzten inszenierung steht, roland schimmelpfennigs

„ende und anfang“: „Während massimo furlan ganz ohne Worte auskommt,

hat unser abend sehr viele Worte“, sagt er, „bei uns geht es um abgerissene lebensläufe,

bei denen sich menschen neu definieren müssen, bei massimo furlan um beginnende:

der übergang von Kindheit zum erwachsenenalter.“ lustig schwebt ein glänzender

reh­ballon über die gaze­bühne, kleine Kinderprinzessinnen lächeln sich zu engelsgesängen

an, dann tritt ein gnom dazu und kippt den zarten moment. nebelschwaden

ziehen, Hexen winden sich, geifernde Hunde mit zartblauen negligés kläffen, „ich bin

im Wald verloren“, flüstern Kinder auf französisch. showgirls strecken bedrohlich ihre

beine aus, satan taucht aus dem dunkel auf und wird zu einem schmierigen König. er

bietet einem kleinen Prinzen eine zigarette an – und wird von ihm erschossen. der zuschauer

ist nur auf seine assoziationen angewiesen, die zu suggestiver musik vom märchenhaften

ins grausame kippen. das erinnert an den italienischen theatermacher

romeo castellucci, der mit ähnlichen unbewussten alptraumbildern arbeitet – und ist

definitiv eine in Köln sonst eher unterrepräsentierte theaterform. „globalize:cologne“

ist damit ein großer coup gelungen.

es GiBt zu WeniG internatiOnale Gastspiele in köln

im april ist die Kölner gruppe futur3 an der reihe: sie hat das „théâtre en flammes“

eingeladen – eine der interessantesten freien gruppen aus der Westschweiz. „la première

fois“, das erste mal, spielt ebenfalls mit dem festivalmotto – und zugleich ist

es ein wirkliches erstes mal, da es bei „globalize:cologne“ noch nie vorgekommen

ist, dass gäste und gastgeber gemeinsam auf der bühne stehen. zusammen erzählen

sie in zwei sprachen und zu ausgeklügelter musik von allen möglichen ersten malen

des lebens, pathetischen, peinlichen, großartigen, denunzierenden. natürlich der erste

sex, aber auch der erste comic, schultag, der erste tote freund. aber stimmt das

auch? die geschichten entstehen spontan, spielen mit lüge und Wahrheit, verweben

sich – und nach und nach entsteht so ein vielstimmiger, poetischer chor.

„globalize: cologne“ wäre kein echtes festival, wenn es nicht auch ein beiprogramm

hätte, extra zum 60. geburtstag der brd. in der plüschigen raucherbar „King georg“ lesen

schauspieler von futur3 am 18. april aus Parlamentsprotokollen aus ost und West

– eine ironisch­historische collage voller ehrenworte, misstrauensvoten, rüstungsdebatten

und zwischenrufen. in der lutherkirche kommt es einen tag später zu einem

schrägen Konzert: die frauenvokalband Kitka aus san francisco präsentiert slawische

sirenengesänge – zum ersten und einzigen mal in deutschland.

„es gibt zu wenig internationale gastspiele in Köln“, ist andré erlen von futur3 überzeugt.

deshalb seien die direkten Künstlerbegegnungen von Kölner gruppen mit europäischen

theatermachers so wichtig. ende mai ist stephanie thiersch an der reihe, im

Juni präsentiert das theater51grad.com seine lieblinge.

terMine iM april:

théâtre en FlaMMes, alte FeuerWaChe, 2., 3., 4.

Futur3, kinG GeOrG, 18.

kitka, Martin-luther-kirChe, 19.

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2 ApRIl ‘09 20 vermittelt

Die 2a näht unsichtbare kostüme

Fotos: henriette Westphal

VON SCHlEICHENDEN füCHSEN

UND STARKEN fRAUEN

tHeaterPädagogiK in der comedia

ein dienstagvormittag anfang märz. im Kinder­ und Jugendtheater

in der comedia wird das stück „romeo und

Julia“ aufgeführt. nur ein paar stunden später – da haben

die schulkinder das theater längst verlassen – bebt der boden

in der löwengasse. ein paar meter weiter bricht das

Historische stadtarchiv in sich zusammen. die comedia

wird evakuiert, man ist geschockt und besorgt: Was wird

aus unserem theater? „das ist nicht nur eine tragödie für

das archiv und die stadt, sondern auch für das Kinder­

und Jugendtheater“, so Jutta staerk, künstlerische leiterin.

aber das netzwerk der comedia ist groß: für fast alle

veranstaltungen im april wurden übergangsspielorte gefunden.

Wie es danach weitergeht, ist ungewiss.

einen tag nach dem unglück betrete ich mit theaterpädagogin

xenia bühler die Katholische grundschule st.

mauritius in Köln­buchheim. es ist zehn nach acht und

21 schüler der zweiten Klasse haben sich in der aula versammelt.

die hat sogar eine kleine bühne. „nicht alle

schulen haben so gute räumlichkeiten wie hier“, seufzt

xenia bühler. am 29. august soll das neue Haus der comedia

in der vondelstraße eröffnen. mit zwei theatersälen

und vier Kursräumen gibt es dann genug Platz, um

die schulklassen ins theater einzuladen. dann wird wohl

auch das arbeitspensum der theaterpädagoginnen Hanna

Winterboer und xenia bühler noch größer werden. mit

rund 100 Workshops für alle schulformen und mehr als

12.000 zuschauern im Kinder­ und Jugendtheater im letzten

Jahr ist die comedia neben dem tPz die größte institution

für theaterpädagogik in Köln. acht grundschulen

haben sogar die „goldene eintrittskarte“, die den regelmäßigen

besuch im Kindertheater möglich macht. die begleitenden

Workshops sind kostenlos. xenia bühler stellt

klar: „Wir verdienen nichts am Kinder­ und Jugendtheater.

das ist purer idealismus.“

die 2a von Klassenlehrerin monix­Haep sitzt auf niedrigen

bänken im Kreis, richtig stillsitzen kann jedoch fast

keiner der sieben­ bis achtjährigen. Heute geht es um

„Herr fuchs mag bücher“, ein theaterstück, das sie eigentlich

am nächsten tag besuchen sollten, wenn nicht

das stadtarchiv eingestürzt wäre. dennoch geht es los mit

ein bisschen bewegung in buchheim. die Kinder spielen

das sortierspiel: alle laufen durch den raum und wenn

xenia bühler klatscht, sollen sich zwei gruppen bilden.

am anfang ist es noch einfach: Jungs in die eine gruppe,

mädchen in die andere. dann geht es darum, eine gruppe

mit Knöpfen an der Kleidung und eine ohne Knöpfe

zu bilden. ein Junge fragt: „Was ist ein Knopf?“ und

guckt ganz ratlos. ein anderer Junge stört, ist vorlaut

und aufgedreht, und im laufe der stunde sinkt bei vielen

die Konzentration soweit, dass xenia bühler fünf Kinder

auf socken wird in holweide … … mit Bewegung experimentiert.

ausschließen muss. die grundschule liegt in einem sozialen

brennpunkt, hatte sie mir schon am telefon erzählt.

gerade hier ist theaterpädagogik wichtig. „theater wird

oft bei schwierigem sozialen verhalten zur rettungsmöglichkeit.

Kinder, die sonst nie ein Wort sagen, sind in der

stunde über das theaterstück fantasievoll bei der sache“,

erläutert Jutta staerk später. tatsächlich haben einige

Kinder tolle ideen, als es nach den aufwärmspielen um

echtes „theater“ geht. „Was gibt es alles im theater?“

fragt xenia bühler und sofort strecken sich viele kleine

finger nach oben. ein Publikum, schauspieler, eine Kostümnäherin,

einen schriftsteller und ein bühnenbild,

fällt ihnen ein. auf Kommando von der theaterpädagogin

muss alles gespielt werden, das heißt abwechselnd klatschen,

nähen, auf einer unsichtbaren schreibmaschine

tippen und dann auch selbst auf der bühne einen leise

schleichenden fuchs spielen. das ist leicht für die Kinder

und passt zum theaterstück, denn da geht es auch

um einen fuchs. dann wird es schwieriger: sechs Kinder

steigen auf die kleine bühne, sie sollen zu zweit das Wort

„Wo“ mit ihrem Körper formen. es dauert lange, bis sie

merken, dass man vom Publikum aus gesehen bei ihnen

nur „ow“ lesen kann.

eine anstrengende doppelstunde geht zu ende. xenia

bühler ist nicht zufrieden: „Wir haben nur wenige übungen

geschafft.“ aber es gehört auch zu ihrer arbeit, sich

auf schwierige und langsamere gruppen einzulassen.

und der theaterbesuch der 2a wird hoffentlich bald nachgeholt.

Wir fahren weiter nach Holweide. die integrierte gesamtschule

ist mit fast 2000 schülern eine der größten in

nrW, förderkinder und schüler mit und ohne behinderung

besuchen gemeinsam den unterricht. die theaterpädagogik

ist hier schon lange fester bestandteil des Wahlpflichtfaches

„darstellen und gestalten“. bevor wir den

bewegungsraum mit dem großen blauen teppich in der

mitte betreten, müssen alle ihre schuhe ausziehen und

was hier noch wichtig ist: alle duzen sich. die lehrerin

cilli und lehrer Heinz machen mit, als xenia bühler den

siebtklässlern die erste aufgabe gibt. ein Klatschen soll

von einem zum anderen im Kreis weitergegeben werden.

es klappt gut, das Klatschen wandert vor und zurück,

wird hin und her geworfen. auch sandra kann das gut,

ein mädchen mit down­syndrom und etwas kleiner als

die anderen. „das medium theaterpädagogik soll auch

diejenigen holen, die in regulären lernzusammenhängen

nicht gut mitkommen“, sagt mir xenia bühler.

in der doppelstunde üben die 22 mädchen und Jungen,

wie man stimmungen mit seinem Körper ausdrückt:

Wie sieht es aus, wenn man nach einem lustigen oder

einem gruseligen film aus dem Kino kommt? oder bei

eisiger Kälte über einen gefrorenen bürgersteig geht?

für die 12 bis 13jährigen ist es das erste von vier treffen

mit der theaterpädagogin, die mit ihnen das stück

„die nibelungen“ vorbereitet. „es geht mehr darum,

ein gefühl für die themen der stücke zu bekommen,

als sie inhaltlich vorzubereiten“, sagt sie, „das passiert

ja meist schon vorher im unterricht“. deshalb ist die

nächste aufgabe, die eigenschaften von figuren aus

dem nibelungenlied als standbild darzustellen. vier

mädchen, die sich alle schon schminken, haben sofort

ideen zu Kriemhild, der schönen rächerin. „guck mal,

ich mach so, das ist stärke“, sagt die blonde steffi und

ballt ihre fäuste. danach zeigen die gruppen, was sie

sich überlegt haben. ich bin sauer – ich bin schön – ich

regiere hier. danach kommt zum standbild eine passende

bewegung dazu. die meisten machen das schon ganz

gut. xenia bühler geht durch den raum und gibt tipps:

„guck doch mal etwas zickiger“. am ende sprechen

alle noch mal ihre sätze und wirken viel selbstsicherer

als vorher. die theaterpädagogin stimmt einen lauten

applaus für die Klasse an.

„die vor­ und nachbereitung der stücke ist eine investition

in die Kinder, mit denen man arbeitet“, so xenia

bühler. die comedia hat, wie viele andere theater, kein

abo­Publikum mit festen erwartungen und so kann

auch mal von Konventionen weggegangen werden. „Wir

arbeiten in einem freien fantasieraum, damit wollen

wir die Kinder und Jugendlichen für das theater begeistern“,

erzählt Jutta staerk und macht Pläne für die

zukunft: „mein kulturpolitisches ziel für die comedia

ist: ein Kinder­ und Jugendkulturhaus zu schaffen, wo

es eine eigenständige abteilung für theaterpädagogik

gibt.“ das sei leider noch zukunftsmusik. für viele Kinder

ist es überhaupt nicht mehr selbstverständlich, ins

theater zu gehen. das „ticket für Kurze“ hilft deswegen

auch schulen, die sich regelmäßige theaterbesuche

nicht leisten können. gesponsert werden die eintrittskarten

von den besuchern des abendprogramms der

comedia. ein toller einfall, denn so wird vielen Kindern

der einstieg ins medium theater erleichtert. „viele wissen

noch nicht einmal, dass applaus ein zeichen dafür

ist, dass das stück gefallen hat – manche können film

und theater nicht auseinander halten.“ aber diesen unterschied

wissen nach einer stunde mit xenia bühler

ganz sicher alle schüler.

Die ausWeiCh-spielOrte Der COMeDia FinDen sie iM

veranstaltunGskalenDer aB seite 25 unD unter

WWW.COMeDia-kOeln.De

henriette Westphal

2 ApRIl ‘09 21 eingeblicKt

Die herausgeber Gerhardt haag und Dietmar kobboldt freuen sich. Da war es auf einmal eine leseparty. Gesche Gehrmann, rheinenergie – stiftung kultur und ruth zum kley, kölner künstlertheater

Bürgermeisterin elfie scho-antwerpes verteilt die schwer bewachten theaterzeitungen.

Fotos: Michael Mannheims und ralf zimmermann

IMpRESSIONEN

am 9. märz 2009 wurde die Kölner theaterzeitung geboren

– und ein zünftiger geburtstag in der studiobühne

gefeiert, mit feierlicher enthüllung von akt.1 um mitternacht.

danach lasen alle lieber, anstatt weiterzufeiern

lESERBRIEfE

Die reDaktiOn Behält siCh vOr, leserBrieFe zu

kürzen. Die veröFFentliChten MeinunGen Müssen

niCht Mit Denen Der reDaktiOn üBereinstiMMen.

Herzlichen glückwunsch zur ersten ausgabe von akt.1.

eine, wie ich finde, sehr gelungene neue theaterzeitung,

die die Kulturlandschaft Kölns sicher bereichert. die zeitung

macht lust auf theater und das ist wohl das wichtigste.

Weiter so, ich freue mich schon auf die nächsten

ausgaben und hoffe, dass viele anzeigenkunden genauso

begeistert sind wie ich.

Markus eisenBeis, van haM kunstauktiOnen

ich möchte, im namen des gesamten Horizonttheater team

zur ersten ausgabe von akt gratulieren. ich bin überglücklich,

dass es endlich eine eigene theater­ zeitung, speziell

für Köln gibt. es ist wirklich schwierig geworden, bei einem

so großen angebot in Köln, in den lokalen zeitungen aufzufallen,

zumal wir als theater sehr darauf angewiesen sind,

überhaupt wahrgenommen zu werden. nachdem von seiten

der stadt keine finanzielle unterstützung mehr in aussicht

ist, kämpfen wir ehrenamtlich und sehr hart dafür, dass es

nicht zur schließung kommt. und damit spreche ich für einige

theaterhäuser in Köln. dies ist nur möglich, wenn die

eine oder andere Produktion von außen so präsentiert wird,

dass sie zwar kritisch beurteilt wird, aber dennoch neugierig

macht. und dies schaffen sie mit ihrer zeitung vorzüglich.

ihre zeitung hat format und Kompetenz. abgesehen

von dem hochinteressanten interview von frau Karin beier,

sind sehr viele Produktionen so angekündigt, dass man wieder

genaueres erfährt und lust bekommt, sich wieder vermehrt

Produktionen anzusehen. die form ist übersichtlich

und macht es einem leicht, den überblick zu behalten. ich

bedanke mich jedenfalls herzlich dafür und freue mich bereits

auf die nächsten ausgaben. in diesem sinne weiterhin

viel erfolg und alles gute!

anDreas striGl, hOrizOnttheater köln

Wir theater­, tanz­ und Performance­schaffende sind

über dieses medium sehr glücklich, und ich bin der festen

überzeugung, dass es insgesamt der hiesigen szene

einen schub geben wird. ich freue mich besonders, dass

auf einmal so viele andere Kritikerinnen auftauchen und

nicht, wie sonst hier, immer die gleichen. Weiterhin wünschen

wir viel spaß beim Produzieren und sind schon

wieder gespannt auf die nächste nummer.

anGie hiesl, kölner reGisseurin, ChOreOGraFin

unD perFOrManCe-künstlerin

Manfred post und Dr. Winfried Gellner autorin Dina netz, Chefredakteurin Dorothea Marcus und vera scory vom

Deutschen Bühnenverein

– und am nächsten tag hagelte es schon die leserbriefe.

Wir wollen ihnen weder die bilder der Party noch die

ersten reaktionen vorenthalten. auch wenn wir darin in

die nähe von Hamasfreundlichen und antisemitischen

altpapier?

als dramaturgin am theater der Keller bin ich ratlos.

Was sollen wir mit den zeitungen anfangen? auslegen

ist wohl kaum möglich. nicht genug, dass unter umständen

der eine oder andere die negative Kritik, die de facto

nicht sachlich und in der sache nicht richtig ist, andernorts

lesen könnte. aber es wäre doch ein wenig zu viel

verlangt, wenn wir uns diese art der antiwerbung auch

noch selber besorgten. nun stehen wir vor dem Problem,

zentnerweise Papier entsorgen zu müssen. Wohin mit

dem Papiermüll? mir tut es furchtbar leid, dass das theater

der Keller so viel geld ausgegeben hat, das ihm an

allen ecken und enden fehlt, um unter anderem zur ökonomischen

grundlage solcher Kritiker beizutragen, die –

sz hin oder her — nichts anderes als eine ebenso dumme

wie bösartige Polemik zustande bringen, die weder dem

theater der Keller noch dem theater im bauturm weiter

hilft. Was mich besonders empört, ist die tatsache, dass

eines der engagiertesten Projekte, die derzeit in der theaterszene

Köln stattfinden, auf eine Weise abqualifiziert

wird, die sich selbst abqualifiziert. (…) zum glück betrifft

dies nicht alle artikel. Wie sie sicher wissen, geht es den

freien theatern derzeit ums nackte überleben, was nicht

heißt, dass wir mit Kritik nicht umgehen können. nur,

etwas differenzierter wäre nicht schlecht für das niveau

der zeitung. betrachten sie diesen brief bitte als meine

persönliche meinungsäußerung und nicht als offizielle

stellungnahme des theaters.

anna BOtt, theater Der keller

gerade habe ich ihre neue zeitung durchgeblättert und

mich gefreut, dass es endlich auch in Köln eine Publikation

gibt, in der die vielfältige theaterlandschaft entsprechend

gewürdigt wird. besonders nützlich ist der

ausführliche Kalender. dieser wird mir die Planung meiner

theaterbesuche wesentlich erleichtern. einen Kritikpunkt

habe ich dennoch: ich finde längere Passagen

in versalien schlecht lesbar. insbesondere die einstiege

und die interviewfragen in der schmalen grotesk sind

kaum zu entziffern. vielleicht kann man hier noch einmal

am layout feilen?

Werner Deisser

endlich eine theaterzeitung für Köln, mein respekt, weiter

so! die theaterarbeit und die Person von Karin beier

schätze ich sehr, ebenso ihre offenheit und ehrlichkeit im

interview der akt.1. überrascht hat mich jedoch ihre einstellung

zur Kritik. als intendantin eines staatlich hoch

subventionierten stadttheaters, empfinde ich ihre sichtweise

als eine sehr „luxuriöse“, die sich kein freier veranstalter

wie sommerblut und kein freies theater leisten

terrorzellen und altpapier­Produzenten gerückt werden.

aber wir wollen ja diskussionen nicht ausweichen.

ihre meinungen und anregungen über akt gerne an:

theaterzeitung@koeln.de.

kann, aber auch in keinem fall leisten sollte. unterstützt

sie akt finanziell wirklich nicht aus angst vor Kritiken

über stücke in ihrem Haus? das kann ich nicht glauben.

Kritik ist mitunter schmerzhaft, als reflexion der eigenen

arbeit und Persönlichkeit jedoch unbedingt erforderlich,

so lange sie nicht ehrverletzend wird. das müsste sie,

das muss ich aushalten. sicherlich ist es nicht ideal, dass

sich akt leider auch aus mitteln der freien theaterszene

refinanzieren muss. aber was sind die alternativen? Weiterhin

keine theaterzeitung für Köln? nein, Köln braucht

akt, weil es endlich den raum bietet für eine konstruktive

auseinandersetzung über die gesamte tanz­ und theaterarbeit

dieser stadt. und dafür wünsche ich mir auch die

volle (finanzielle) unterstützung des schauspiels Köln.

rOlF eMMeriCh, Festivalleiter sOMMerBlut

ein akt Der einseitiGkeit

in der letzten ausgabe der Kölner theaterzeitung akt hat

die chefredakteurin dorothea marcus den inhalt einer

politischen diskussionsveranstaltung im severins­burgtheater

falsch dargestellt. der autor und Journalist alex

feuerherdt hielt am 20. Januar 2009 eine vortrag zum

thema „it's the jews, stupid! die ,israelkritik‘ als neuer

antisemitismus“. dorothea marcus schrieb, dass alex

feuerherdt ,in Henryk m. broder­brandmanier behauptet,

dass israelkritik grundsätzlich antisemitisch sei‘.

diese behauptung ist falsch. alex feuerherdt hat in seinem

vortrag an keiner stelle behauptet, dass israelkritik

grundsätzlich antisemitisch sei. stattdessen hat er

das Phänomen der ,israelkritik‘ als spezifisch deutsches

verhaltens­ und diskussionsmuster untersucht. im anschluss

daran geht er auf den objektstatus ein, den die

Palästinenser innerhalb des ,israelkritischen‘ diskurses

erhalten und kommt schließlich auf die gegenwärtigen

antiisraelischen demonstrationen zu sprechen, um zu zeigen,

dass eine ,israelkritik‘, der es weder um die israelis

noch ernsthaft um die Palästinenser geht, die sich nicht

auf Wissen, sondern auf ressentiments stützt, die dämonisiert,

delegitimiert und doppelte standards benutzt,

dass diese ,israelkritik‘ oft nichts weiter als eine modernisierte

form des Judenhasses ist.

das ergebnis dieser analyse von alex feuerherdt stand

im anschluss an seinen vortrag zur diskussion und wurde

durchaus kontrovers diskutiert. Was kann dorothea

marcus dazu gebracht haben, den inhalt des vortrages

von alex feuerherdt falsch darzustellen und wie kann sie

es mit der idee einer anspruchvollen Pressearbeit vereinbaren,

über eine veranstaltung zu urteilen, die sie persönlich

nicht besucht hat? (anm. d. redaktion: einer veranstaltung,

deren vortragsmanuskript sie aber kannte).

GerD BuurMann, severins-BurG-theater


22 2 ApRIl ‘09

Porträtiert

arthur und signa köstler

Fotos: arthur köstler

GEHEIME SpIElE IN DER UNTERWElT

das däniscH­österreicHiscHe Performance­duo signa erricHtet

in Köln erneut ein tHeatraliscHes Paralleluniversum

Was ab april wirklich in der bar und den drei stockwerken

des Hotel timp geschehen soll, unterliegt strenger

geheimhaltung. für Journalisten gibt es vorab weder interviews

noch ortsbegehungen. gerade hat die legendäre

Kölner travestie­bar ihre Pforten geschlossen, ihr guestbook

im internet ist mit trauerbekundungen aus ganz

deutschland gefüllt – und schon wird sie für vier monate

durch einen morbiden geheimclub neu belebt. geführt

wird er von zwei menschen namens Hades und Persephone

alias arthur und signa Köstler. das deutsch­österreichische

Performance­duo signa und das schauspiel Köln

haben das timp zum ort für signas neuester theaterinstallation

auserkoren, monatelang wurde nach einem ort

gesucht. Wie damals, bei den „erscheinungen der martha

rubin“ im legendären dorf ruby town in der Halle Kalk

zu beginn der intendanz von Karin beier in Köln, wird

es darum gehen, die zuschauer in grenzbereiche zu führen.

bereiche, in denen er nicht mehr merkt, ob und wie

er selbst ins geschehen eingreift. Wo er beziehungen mit

den Performern eingeht, die mit emotionen, sehnsüchten

und ängsten gefüllt sind. er in ein Paralleluniversum eindringt,

eine art theatrale zweite Wirklichkeit – und bis zur

selbstaufl ösung darin verschwinden kann, wenn er will.

dramaturgin sybille meier spricht deshalb auch von einer

„neudefi nition der rolle des zuschauers“.

intellektuelle distanz ist der verschmelzung nicht gerade

zuträglich – deshalb wollen signa vorher nicht verraten,

was im timp passieren wird, und daher ist es auch

am besten, sich nicht in einer geschützten gruppe auf

das abenteuer einzulassen, sondern möglichst allein, nur

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regelmäßig und kostenlos zu.

Anruf oder Mail genügt.

retten sie diese Frauen aus dem hotel timp: astrid Bockhop irma Wagner

mit bauchgefühl und neugier. „Wir wollen das potentielle

Publikum nicht mit zu vielen Hintergrundinformationen

füttern, weil das für das Werk nicht wichtig ist und vom

Wesentlichen ablenkt“, schreibt Köstler in der e­mail,

die das interview mit ihm absagt. denn die Qualität des

abends entsteht nur, wenn man sich tief auf die fiktion

einlässt – und nicht mit einem vermeintlich wissenden

Kritikerblick draufblickt, analysiert, logische brüche

im Plot aufspüren will. „Wir merken, ob jemand kommt,

weil er sich die auf fünf titelseiten ausgewälzte ,entdeckung‘

des theatertreffens anschauen muss, oder weil ein

freund davon erzählt hat“, so Köstler.

nOn-stOp-aDventure-spiel,

vielleiCht Mit seX

nur soviel ist zu erfahren: in der „Hades fraktur“, zugelassen

ab 18 Jahren, geht es darum, für fünf nächtliche

stunden zwischen 20 und 1 uhr morgens ein exklusives

mitglied im düsteren geheimclub Hades zu werden und

über vier stockwerke mit 25 Performern merkwürdige

spiele zu spielen. nicht jeder hat zutritt, das Kartenkontingent

ist äußerst beschränkt. derjenige, der gewinnt,

darf eine der in den zimmern festgehaltenen sieben frauen

mit in die Welt zurücknehmen.

damals, vor 1,5 Jahren in der Halle Kalk, herrschte zunächst

gähnende leere zwischen den liebevoll von den

Performern selbstgezimmerten und vom signa­bühnenbildner

thomas bo nilson gestalteten Häuschen (der auch

das Hotel timp gestaltet) von ruby town, in denen sie rund

um die uhr lebten, bedroht oder beschützt von einer mili­

Ebertplatz:

Neusser Str. 17 · Tel.: 0221 / 73 77 69

Barbarossaplatz:

Salierring 44 · Tel.: 0221 / 24 24 00

tärdiktatur – die zuschauer wussten zunächst nicht, was sie

erwartete. immer mehr sprach sich aber herum, dass man

hier ein bizarres, bisher ungekanntes Kunsterlebnis machen

konnte, auf der grenze von Performance, bildender

Kunst und theater: eine art non­stop­adventure­spiel, in

der der zuschauer zum Handelnden wird, sich streiten, integrieren,

verlieben – und möglicherweise sogar sex haben

kann. ob es dazu wirklich gekommen ist, weiß niemand

genau, das gerücht hält sich aber hartnäckig. oder haben

Köstler und Köstler es selbst gestreut? mit sex haben

ihre Performances auf jeden fall oft zu tun, oder: mit den

machtstrukturen, die mit sex einhergehen. in ruby town

war das Herzstück die intime Peepshow mit alten und jungen

nackten frauen in schummrigen abseiten, die uns

besuchern gekonnt das geld aus der tasche zogen. einst,

2004, inszenierten sie in der dauerperformance „secret

girl“ im männerknast in meiningen die geschichte eines

billigen zuhälters, die eine Hure zur sklavin nehmen – und

der zuschauer wurde zum gierigen voyeur und zahlenden

Kunden und mittäter. in „57 beds“ 2004 in Kopenhagen bewegte

sich der zuschauer an und in 57 betten entlang, in

viele wurde er eingeladen – während mitten im raum eine

Hochzeitstafel wartete.

siGna MaCht süChtiG

ruby town in Köln war mehrmals geöffnet: erst für 36

stunden, dann für 60, für 84 – und schließlich, während

des theatertreffens, zehn tage und nächte. Jeder zu­

schauer konnte in dieser zeit so oft und so lange kommen,

wie er wollte akt_1_12h_4c – so lange 20.03.2009 es die 9:00 bewohner Uhr Page zuließen. 1

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2 ApRIl ‘09 23 Porträtiert

man konnte mit ihnen essen, schlafen, sich massieren

lassen, Wodka trinken, reden – und musste selbst entscheiden,

wie tief man sich auf die gesetze und geschichten

der stadt einließ. und, inwiefern man ihre aussagen

glauben konnte. denn die Performer versuchten, je nachdem

ob sie dorfbewohner oder ­besatzer waren, auf unterschiedliche

seiten zu ziehen.

zum schluss bildeten sich selbst mitten in der nacht lange

schlangen vor der Halle Kalk, die Wartezeit konnte

mehrere stunden betragen – und dann war es auch schon

wieder vorbei. als signa mit „ruby town“ später völlig

unerwartet zum theatertreffen eingeladen wurden, war

es wohl das teuerste gastspiel, das je nach berlin gereist

war: Jedes der detailverliebten Häuschen musste in eine

große Halle nach berlin­schöneberg gefahren und genauso

wieder aufgebaut werden.

zum schluss gab es sogar ein paar eiserne fans, die von

Köln nach berlin reisten, um der Wiederauferstehung

des dorfes beizuwohnen. sie hatten bereits ihre eigenen

dauerschlafplätze in einer ecke von ruby town eingerichtet.

sie hingen im restaurant herum, kochten und

tanzten mit den bewohnern – signa machte süchtig. Was

in Köln jedoch noch bedrohlich und abgründig gewirkt

hatte, wurde in berlin eher zu einer art friedlicher Kommune.

ich selbst ertappte mich dabei, wie ich mich in den

restaurantchef Joseph verliebte und mich noch tagelang

nach ruby town zurücksehnte. umso bizarrer war es,

als er mir letztens auf einer straße in Köln als normaler

mensch zuwinkte und ich ihn kaum erkannte.

der zuschauer soll sich in der fiktion verstricken. bis wohin

er sie wirklich mitgestaltet, weiß er nie. Wo verlaufen

die grenzen von Kunst und leben, Wahrheit und lüge?

diese frage steht am anfang jeder arbeit von signa.

selten dauern ihre „belebten Kunstinstallationen“, wie

sie sie selber nennen, kürzer als 100 stunden. internationales

aufsehen erregte signa 2005 in malmö mit „black

rose trick“: ein Hotel, in dem sich besucher real für zehn

tage einmieten konnten. im berliner „dorine chaikin

institute“ wurden die zuschauer 2008 zu echten Patienten,

in „seven tales of misery“ 2006 transformierte ein

„Prinz“ (der natürlich arthur Köstler war) eine ehemalige

freimaurerloge in Kopenhagen in ein abbild der „realen

Welt“, sieben ehemalige Prostituierte symbolisierten die

Kontinente, zeichneten möglichst viel „elend“ auf band

auf, um es dem Prinzen zu senden – und erinnerte mehr

und mehr an eine religiöse sekte, deren gehirnwäsche

sich der zuschauer gerne hingab.

signa und arthur Köstler schaffen es, mit ihren installationen

einen eigenartigen sog zu erzeugen, eine art suggestives

rollenspiel in der realität, das ähnlichkeit hat

mit einem computerspiel aus fleisch und blut, verspielt

und abgründig zugleich. seitdem die dramaturgin sybille

meier das duo, das sich immer noch mehr als bildene

Künstler versteht, für das theater entdeckte, macht es

an den größten deutschsprachigen bühnen furore und

ist für lange zeit ausgebucht. umso wunderbarer, dass

signa ihre neueste arbeit doch wieder nach Köln verlegt

haben.

DOrOthea MarCus

terMine iM april: hOtel tiMp, 4. – 30. april Fast täGliCh,

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24 2 ApRIl ‘09

notiert/vorgestellt

NOTIERT

COMeDia iM unGlüCk

die comedia ist durch den einsturz des stadtarchivs betroffen. da der

zugang zum hinteren notausgang im moment nicht benutzt werden

kann, ist der spielbetrieb in der löwengasse vorübergehend stillgelegt

worden. es gibt es verschiedene ausweichquartiere: das komplette Kabarettprogramm

wird im april in der flora Köln stattfi nden, einige termine

des Kinder­ und Jugendtheaters werden in die schlosserei verlegt.

informationen zu ersatzspielorten unter www.comedia­koeln.de

hOFMann & linDhOlM suChen kOMplizen

das regieduo Hofmann & lindholm (siehe akt.1) sucht Komplizen für

eine theaterproduktion am schauspiel Köln, die im oktober dieses Jahres

ihre uraufführung in der schlosserei haben wird. gesucht werden

menschen mit herausragender beobachtungsgabe und gutem sprach­

und rhythmusgefühl, die sich mit dem thema des verdachts in theorie

und Praxis auseinandersetzen wollen, zeitlich fl exibel und verlässlich

sind. das casting fi ndet am samstag, den 4. und sonntag, den 5. april im

schauspiel Köln statt. anmeldungen bei stawrula Panagiotaki unter 0221

221 28 206 oder stawrula.panagiotaki@stadt­koeln.de

„akaDeMie Der künste Der Welt“ in köln

in Köln soll es bald eine neue „Kulturadresse“ geben: der rat der stadt

Köln hatte bereits im Juni 2008 die errichtung eines „Hauses der Kulturen

der Welt“ beschlossen – zur ergänzung der interkulturellen Kulturarbeit

in Köln. angestrebt ist eine internationale und interdisziplinär

zusammengesetzte versammlung von Künstlern, intellektuellen und

Kulturwissenschaftlern, die sich zweimal im Jahr in Köln treffen soll.

die akademie – mit Präsident und 40 mitgliedern – soll mit einem netzwerk

nationaler, internationaler sowie regionaler Partner arbeiten. angebunden

wird auch eine Jugendakademie mit 20 mitgliedern. der ratsbeschluss

wird voraussichtlich im Juli sein.

neues MusiCaltheater in köln-kalk

ende 2009 soll schon gespielt werden, mit dem bau wurde gerade erst begonnen.

das geplante musical­theater am Walter­Pauli­ring soll jährlich

bis zu 500.000 besucher in Kalk empfangen. der Kölner architekt Hanspeter

Kottmair hat ein theater geplant, dessen äußere form an ein schiff

erinnert. die spielstätte mit 1800 Plätzen soll rund zwölf millionen euro

kosten. als erste Produktion war das Herr­der­ringe­musical geplant. im

februar sprang jedoch Haupt­investor art.emis ab. Während Producer

Kevin Wallace noch optimistisch ist, andere investoren gewinnen zu können,

guckt sich das Kölner amt für Wirtschaftsförderung nach einem anderen

musical um.

anGie hiesl suCht zWillinGe

für ihr Performance­Projekt „zwillinge – how do i know i am me...“ im

Juli 2009 in liverpool suchen die regisseure angie Hiesl und roland

Kaiser eineiige zwillinge aus dem bereich darstellende Kunst und musik

sowie Paare, die keiner künstlerischen tätigkeit nachgehen. ihre

figuren, gesichtszüge und frisuren sollten sich stark ähneln. theatralisch,

musikalisch und bildnerisch soll das geheimnisvolle Phänomen

der doppelten anwesenheit aufgegriffen werden. szenische aktionen

und installationen sollen mit der architektur des spielortes liverpool

verbunden werden. die Proben fi nden im mai in Köln und ende Juni in

liverpool statt. bewerbungen mit fotos an angie.hiesl@netcologne.de

oder per Post an angie Hiesl Produktion, severinstraße 11, 50678 Köln.

theaterzeitunG vOn 1911

akt hat einen historischen vorfahren: die „Kölner

Konzert­ und theater­zeitung“ brachte am 1. oktober

1911 ihre erste ausgabe heraus. die zeitung

erschien in den folgenden zwei Jahren unregelmäßig

alle drei Wochen während der spielzeitsaison

zwischen oktober und april und war – wie ihr

nachfolger 2009 – gratis. die fülle an theatern und

stücken, wie sie heute in unserem veranstaltungskalender

zu fi nden ist, gab es damals allerdings

noch nicht: nur drei spielstätten – opernhaus,

schauspielhaus und das deutsche theater – tauchen auf. Kritisiert wurde

aber auch damals schon, zum beispiel der „rosenkavalier“, fast drei

seiten lang. auch neuigkeiten aus der Konzert­ und theaterszene wurden

angekündigt.

preis Für WilFrieD sChMiCkler

der Kölner Kabarettist Wilfried schmickler hat den „deutschen Kleinkunstpreis“

2009 in der sparte „Kabarett“ erhalten. der 53­Jährige tritt

seit über 30 Jahren auf deutschen Kabarettbühnen auf und ist teil der

Wdr­„mitternachtsspitzen“. die Jury bezeichnete schmickler als einen

politischen Kabarettisten, „der mit ungeheurer Wucht wie mit dem beil

das Publikum spaltet, weil er gnadenlos die politische Klasse richtet. seine

Wut ist echt, seine fähigkeit, sie in Worte zu fassen, von subtiler Perfi

die.“ im april ist schmickler mit „es war nicht alles schlecht“ im senftöpfchen

theater in Köln zu sehen.

VORGESTEllT

1 2 3 4

5 6 7 8

9 10 11

1/ rOBert ChristOtt

geboren 1978, hat anglistik, musikwissenschaften und schauspiel in

Köln studiert und erlangte 2005 das schauspieldiplom mit bühnenreife.

er arbeitet als freier Performer und autor von bühnentexten in Köln

(u.a. „room service“, nominierung Kölner tanzpreis 04). außerdem

schreibt er auf www.theaterblogs.de regelmäßig über theater.

2/ Christiane enkeler

ist Jahrgang 1976 und freie Kulturjournalistin für rundfunk (Wdr,

deutschlandfunk u.a.) und Print (theater der zeit, Kölner stadtmagazine,

tt05­festivalzeitung: theatertreffen berlin). sie hat germanistik,

Pädagogik und chemie in Köln und Prag studiert.

3/ nina GiaraMita

ist freie Journalistin vor allem für Wdr­online und deutschlandfunk

mit den schwerpunkten Kultur und soziales. sie hat neue deutsche

literatur studiert und stammt aus einem italienisch­fi nnischen elternhaus.

sie ist auch romy­schneider­fan.

4/ steFan keiM

geboren 1967, verheiratet, drei Kinder. freier Kulturjournalist, regelmäßig

tätig für den Wdr, das deutschlandradio Kultur, die frankfurter

rundschau, die Welt, die Welt am sonntag und die deutsche bühne.

außerdem moderator, entertainer, autor von Kabarettprogrammen,

Preisverleihungen und Kurzgeschichten, dozent in der Journalistenfortbildung.

mitglied der auswahljury des berliner theatertreffens.

5/ steFan krause

geboren 1963, aufgewachsen in berlin (West). seit 1991 ist er schauspieler

und hat von synchron bis soap, von Kino bis Hörspiel und von

Klassischem theater bis hin zum boulevardtheater alles gemacht. seit

acht Jahren arbeitet er in Köln als regisseur und autor. in den letzten

vier Jahren hat er 15 theaterstücke inszeniert, davon 7 ur­ bzw. erstaufführungen,

mehrere hat er unter Pseudonym verlegt.

6/ DOrOthea MarCus

Jahrgang 1969, studium der germanistik, geschichte und theaterwissenschaften

in berlin. seit 1999 ist sie freie Kulturjournalistin für Print

und Hörfunk in Köln, früher freiburg. sie arbeitet für dlf, taz, sWr,

Wdr, die deutsche bühne und www. nachtkritik.de. seit Januar 2009

ist sie chefredakteurin der Kölner theaterzeitung akt.

7/ raOul MörChen

geboren 1967 in arnsberg/Westfalen, hat musikwissenschaft, Philosophie

und Kunstgeschichte in münster und Köln studiert. er arbeitet als Kritiker

und autor vor allem über zeitgenössische musik für tageszeitungen,

fachzeitschriften und den öffentlich­rechtlichen rundfunk. er ist mitherausgeber

der zeitschrift kunstmusik sowie Herausgeber und übersetzer

der middelburg lectures. er lebt in Köln.

8/ Dina netz

geboren 1973 in essen, aufgewachsen in dortmund, lebt heute in

Köln. sie hat germanistik, romanistik und Journalistik in dortmund,

bochum, brüssel und leipzig studiert und in dresden ein zeitungs­volontariat

gemacht. dina netz war danach einige Jahre redakteurin bei

Wdr3. Heute ist sie freie moderatorin und theater­ und literaturkritikerin

für Wdr3, Wdr5, deutschlandfunk und andere.

9/ sanDra nuY

geboren 1969 in Kleve, hat germanistik, soziologie und Politikwissenschaft

an der universität siegen studiert. 1999 folgte die Promotion

zum dr. phil. seit 1989 ist sie freiberufl iche Journalistin. sie betreut

freie theaterproduktionen als dramaturgin und ist seit dezember 2002

dozentin für medien­ und Politikwissenschaft an der universität siegen.

10/ Maren steinGrOss

1972 in Hamburg geboren, hat in berlin germanistik und geschichte

studiert und arbeitet seit 14 Jahren als freie Journalistin und autorin,

schwerpunkt Kultur, vornehmlich für das öffentlich­rechtliche fernsehen

in Köln und berlin sowie als sprecherin.

11/ lina steinGrOss

ist drei Jahre alt und in Köln geboren. sie liebt ihren Kindergarten und

märchen, besonders rapunzel und dornröschen. am liebsten macht sie

allerdings möglichst den ganzen tag Quatsch.

12/ henriette Westphal

wurde 1985 in osnabrück geboren und hat in siegen literatur­, Kultur­

und medienwissenschaften studiert. dort war sie chefredakteurin des

campus­radios und hat eine wöchentliche Kultursendung moderiert

und gestaltet. seit februar 2009 arbeitet sie in der redaktion von akt,

der Kölner theaterzeitung.

12

angie hiesl sucht zwillinge

Foto: roland kaiser

IMpRESSUM

akt erscheint monatlich zum Monatsanfang

(10x jährlich, nicht im Juli und august), liegt

kostenlos in kölner theatern und an ausgesuchten

verteilstellen aus und kann für € 20,–

jährlich im postversand bezogen werden.

redaKtion (v.i.s.d.P.)

Dorothea Marcus

alte Wallgasse 6, 50672 köln

telefon: 0221 272 59 81

theaterzeitung@koeln.de

assistentin/PraKtiKantin:

henriette Westphal

Herausgeber:

akt. gGmbh, c/o studiobühne köln

universität, 50923 köln

gestaltungsKonzePt:

lange+Durach, köln

verlag und gestaltung:

MWk zimmermann & hähnel Gmbh

elisenstraße 24, 50667 köln

telefon: 0221 1234 35

info@mwk-koeln.de

anzeigen:

MWk zimmermann & hähnel Gmbh

timea Basa, ralf zimmermann

Mediaunterlagen unter www.mwk-koeln.de

telefon: 0221 1234 35

ANZEIGENSCHLUSS:

für die nächste ausgabe:

14. april 2009

Mit sowie freundlicher der rheinenergiestiftung unterstützung kultur

2 ApRIl ‘09 25 datiert

DATIERT

mi 01

bürgerHaus stollWercK

20:00 Mathias egersdörfer: Falten und kleben,

kabarett und Comedy

comedia

19:00 Die nibelungen, regie: rüdiger pape,

schauspiel ab 10 Jahren

ausweichspielort: schlosserei

freies WerKstatt tHeater

15:00 Wir, die alten!, inszenierung: ingrid Berzau, Dieter

scholz und das FWt-altentheaterensemble

gloria tHeater

20:00 pam ann: Destination europe, kabarett

HännescHen

15:00 und 17:30 et zauberei, puppenspiel für kinder

HorizonttHeater

10:00 Die pysiker von Friedrich Dürrenmatt, inszenierung:

reinar Ortmann

20:00 (Fast) alles von schiller an einem abend, Collage

von schiller-Werken, text: reinar Ortmann, regie:

Christos nicopoulos

KlüngelPütz Kabarett tHeater

20.30 Marina Barth: ich glaub‘s nicht!, kabarett

musical dome

18:30 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

scHausPielHaus

19:30 leonce und lena, lustspiel von Georg Büchner,

regie: Jan Bosse, koproduktion mit dem Maxim Gorki

theater Berlin

senftöPfcHen tHeater

20:15, kleine & linzenich: Die letzte zugabe, kabarett

severins­burg­tHeater

20:00 Drinnen, eine existentialistische komödie, inszenierung:

Gerd Buurmann

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

Foto: ©MeYer OriGinals

tHeater der Keller

20:00 Maria stuart, Drama von Friedrich schiller, regie:

herbert Wandschneider

Maria stuart, königin von schottland, und elisabeth,

königin von england. zwei Frauen in einer Männerwelt,

die es nicht erlaubt, rücksicht zu nehmen oder gefühlsmäßig

zu handeln. Doch beide sind Gefangene: Maria

(annette Müller) im königlichen kerker, elisabeth (Doris

plenert) steckt in den Fesseln der regentschaft, der tugend,

und dem zwang des politischen kalküls. als beide

aufeinander treffen, wird deutlich, dass die königinnen

sich in einem tragischen konflikt zwischen individuellem

Glücksanspruch und politisch-historischen notwendigkeiten,

Menschlichkeit und Funktionalität befinden.

tHeater im bauturm

20:00 am hang von Markus Werner, inszenierung:

annette Frier

tHeater im Hof

20:00 Die weiße rose – ein kriegsmärchen von lars

zastrow und Janosch roloff

siehe seite 12

tHeater tiefrot

20:30 aalst, Dokudrama von pol heyvaert und Dimitri

verhulst, Deutsche erstaufführung, regie: Günter

Overmann

siehe seite 6

do 02

artHeater

20:00 Gutmenschen (the altruists), schauspiel von

nicky silver, regie: Wolfram zimmermann

ateliertHeater

20:30 Meike Gottschalk: agnetha und ich, Mini-Musical

mit aBBa hits

siehe seite 16

büHne der Kulturen

20:00 Goethes Faust oder die hochzeit zwischen

himmel und hölle, schauspielsolo von klaus adam mit

haydar zorlu, regie: natalia Murariu

siehe seite 13

bürgerHaus KalK

20:00 im himmel ist die hölle los, kölner Musical Company,

regie: klaus sakuth, Götz neumann

bürgerHaus stollWercK

20:00 alfred Mittermeier: zuckerschlecken, kabarett

comedia

10:30 und 19:00 Die nibelungen, regie: rüdiger pape,

schauspiel ab 10 Jahren,

ausweichspielort: schlosserei

Foto: isabelle Meister

alte feuerWacHe

20:00 GlOBalize:COlOGne la première fois, théâtre

en Flammes in koproduktion mit Futur3, regie: Denis

Maillefer

siehe seite 19

„la première fois“ – also das erste Mal – ist thema der

sprachmusikalischen performance von Denis Maillefer.

es soll eine „Meditation über den zauber des anfangs“

sein. Die französischen und deutschen schauspieler

des théâtre en Flammes (aus lausanne in der schweiz)

und Futur3 (aus köln) legen Geständnisse ab: vom

ersten schultag, vom ersten Comic-heft, vom ersten

toten Freund. stimmt es, was sie erzählen? Wichtig ist

an diesem abend nur eines: die Wiedererweckung von

erinnerungen, Farben, empfindungen und Bildern.

freies WerKstatt tHeater

18:00 Wir, die alten!, inszenierung: ingrid Berzau, Dieter

scholz und das FWt-altentheaterensemble

gloria tHeater

20:00 pam ann: Destination europe, kabarett

HännescHen

15:00 und 17:30 et zauberei, puppenspiel für kinder

HorizonttHeater

11:00 (Fast) alles von schiller, Collage aus Werken

von schiller, text: reinar Ortmann, regie: Christos

nicopoulos

20:00 kaspar von peter handke, schauspiel, regie:

eckhardt kruse-seiler, siehe seite 17

KlüngelPütz Kabarett tHeater

20.30 Marina Barth: ich glaub‘s nicht!, kabarett

Kölner Künstler tHeater

10:00 Der kleine häwelmann von theodor storm,

regie: Christian schweiger, für kinder ab 3 Jahren

musical dome

18:30 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

oPernHaus

19:30 salome von richard strauss, inszenierung von

katharina thalbach, musikalische leitung: enrico

Dovico / Markus stenz

orangerie

20:00 räume räumen. eine worthalsige performance mit

Musik – ein peterlicht projekt von theaterkonneX

siehe seite 16

scala tHeater

19:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

senftöPfcHen tHeater

20:15, kleine & linzenich: Die letzte zugabe, kabarett

severins­burg­tHeater

20:00 Drinnen. eine existentialistische komödie, inszenierung:

Gerd Buurmann

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater der Keller

20:00 Maria stuart, Drama von Friedrich schiller, regie:

herbert Wandschneider

tHeater im bauturm

20:00 köln ist kasse! Das upDate, eine realsatirische

Charakterkomödie von heinrich pachl,

siehe seite 8

tHeater im Hof

20:00 Die weiße rose – ein kriegsmärchen von lars

zastrow und Janosch roloff, siehe seite 12

tHeater tiefrot

20:30 aalst, Dokudrama von pol heyvaert und

Dimitri verhulst, Deutsche erstaufführung,

regie: Günter Overmann,

siehe seite 6

fr 03

alte feuerWacHe

20:00 GlOBalize:COlOGne la première fois, théatre

en Flammes in koproduktion mit Futur3, regie: Denis

Maillefer, siehe seite 19

artHeater

20:00 Gutmenschen (the altruists), schauspiel von

nicky silver, regie: Wolfram zimmermann

arKadas tHeater

20:00 Der raub der sabinerinnen, Frei nach den Gebrüdern

schönthan, Wasserturm ensemble

ateliertHeater

20:30 kämmer & rübhausen: es brennt, ein kabarettistisches

Drama

casamax

10:30 Wünschewald, regie: Matthias Weiland, Märchen

für alle ab 6 Jahren

comedia

20:00 horst evers: schwitzen ist, wenn Muskeln weinen,

Geschichtenvorleser

ausweichspielort: Kölner flora

freies WerKstatt tHeater

20:00 halbschatten nach dem roman von uwe timm,

regie: Johannes kaetzler,

siehe seite 4

HännescHen

15:00 und 17:30 et zauberei, puppenspiel für kinder

HorizonttHeater

20:00 kaspar von peter handke, schauspiel, regie:

eckhardt kruse-seiler, siehe seite 17

Kabarett a­z

19:30 im namen des hasen – oder osterhagelvoll. literarisches

kabarett mit Frank Meyer

musical dome

20:00 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

oPernHaus

18:00 tristan und isolde, Oper von richard Wagner,

Musikalische leitung: Markus stenz, regie: David

pountney

orangerie

20:00 räume räumen. eine worthalsige performance mit

Musik – ein peterlicht projekt von theaterkonneX

siehe seite 16

raKetenKlub

20:30 Being almodovar – eine überdosis an Gefühl,

Musik- & szenen-revue von Die Garage, regie: Martin

schnick

scala tHeater

19:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

scHausPielHaus

19:30 leonce und lena, lustspiel von Georg Büchner,

regie: Jan Bosse, koproduktion mit dem Maxim Gorki

theater Berlin

senftöPfcHen tHeater

20:15, kleine & linzenich: Die letzte zugabe, kabarett

severins­burg­tHeater

20:00 Drinnen, eine existentialistische komödie, inszenierung:

Gerd Buurmann

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater der Keller

20:00 Maria stuart, Drama von Friedrich schiller,

regie: herbert Wandschneider

tHeater im bauturm

20:00 köln ist kasse! Das upDate, eine realsatirische

Charakterkomödie von heinrich pachl

siehe seite 8

tHeater im Hof

20:00 Dachlawine – the prisoner next door. eine bittersüße

komödie von neil simon, regie: Carsten Dworak

tHeater tiefrot

20:30 aalst, Dokudrama von pol heyvaert und Dimitri

verhulst, Deutsche erstaufführung, regie: Günter Overmann,

siehe seite 6

sa 04

alte feuerWacHe

20:00 GlOBalize:COlOGne la première fois, théatre

en Flammes in koproduktion mit Futur3, regie: Denis

Maillefer, siehe seite 19

Premieren und tagestiPPs Kinder­ und JugendtHeater

arKadas tHeater

20:00 Der raub der sabinerinnen, Frei nach den Gebrüdern

schönthan, Wasserturm ensemble

artHeater

20:00 Gutmenschen (the altruists), schauspiel von

nicky silver, regie: Wolfram zimmermann

ateliertHeater

20:30 kämmer & rübhausen: es brennt, ein kabarettistisches

Drama

blaues Haus

16:00 Jonathan will sänger werden, tischtheater für

kinder ab 2 Jahren

bürgerHaus stollWercK

20:00 knusper: Die 3 Glorreichen sieben, kabarett

casamax

15:00 Wünschewald, Märchen für alle ab 6 Jahren,

regie: Matthias Weiland

freies WerKstatt tHeater

20:00 halbschatten nach dem roman von uwe timm,

regie: Johannes kaetzler

siehe seite 4

HännescHen

15:00 und 17:30 et zauberei, puppenspiel für kinder

HorizonttHeater

11:00 Die Müllmaus von alma Jongerius für kinder ab

3 Jahren

15:00 löwe sein ist wunderbar von Gertrud pigor, zirkusmusical

für kinder ab 4 Jahre

20:00 shirley valentine oder Die heilige Johanna der

einbauküche von Willy russel, regie: rainer hannemann

Foto: schauspiel köln

Hotel timP

Premiere 20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine

performance-installation von siGna, ab 18 Jahren

siehe seite 22

nach »Die erscheinungen der Martha rubin« vor zwei

Jahren in der halle kalk, ist „Die hades Fraktur“ die

zweite performance-installation des dänisch-österreichischen

künstler-Duos siGna am schauspiel köln. im

ehemaligen „hotel timp“, der legendären kölner transvestiten-kneipe

am heumarkt, trifft sich allabendlich ein

Geheimclub, der den Besitzern hades und seiner Frau

persephone untersteht. es werden rätselhafte spiele um

Macht und herrschaft gespielt, jeden abend ist nur eine

begrenzte anzahl Gäste zugelassen.

Kabarett a­z

19:30 hirnlos Glücklich, Gesellschaftskabarett mit Corinne

Walter und Frank zollner

KlüngelPütz Kabarett tHeater

20.30 lüder Wohlenberg: zwei Meter halbgott,

kabarett

Kölner Künstler tHeater

16:00 Oskar – der kleine, dicke ritter, Figurentheater

sack un´ pack, ab 4 Jahren

musical dome

15:00 und 20:00 Monty python’s spamalot, Musical von

eric idle

oPernHaus

19:30 il Barbiere di siviglia (Der Babier von sevilla) von

Gioacchino rossini, inszenierung: Christian schuller,

musikalische leitung: alexander Joel / enrico Delamboye

orangerie

20:00 räume räumen. eine worthalsige performance mit

Musik – ein peterlicht projekt von theaterkonneX

siehe seite 16

raKetenKlub

20:30 Duke – Der Griff aus dem spiegel, schauspiel

als rock’n roll Mistery-thriller von hanno Dinger und

thomas krutman

scala tHeater

19:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

scHausPielHaus

19:30 leonce und lena, lustspiel von Georg Büchner,

regie: Jan Bosse, koproduktion mit dem Maxim Gorki

theater Berlin


2 ApRIl ‘09 26 datiert

scHlosserei

20:00 Werkstattergebnisse 1: von engeln und insekten,

Jugendclub rheinische rebellen 2.0, regie:

anna horn

senftöPfcHen tHeater

20:15, kleine & linzenich: Die letzte zugabe, kabarett

severins­burg­tHeater

20:00 Drinnen, eine existentialistische komödie, inszenierung:

Gerd Buurmann

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater der Keller

17:00 Mutter Courage und ihre kinder, von Bertolt

Brecht, regie: hanfried schüttler, koproduktion mit der

schule des theaters

tHeater die baustelle

16:00 ein Freund, ein guter Freund oder: Wie löwe,

storch und ameise die besten Freunde wurden, regie:

lars kalusky, ab 4 Jahren

tHeater im bauturm

20:00 köln ist kasse! Das upDate, eine realsatirische

Charakterkomödie von heinrich pachl,

siehe seite 8

tHeater im Hof

20:00 Dachlawine – the prisoner next door. eine bittersüße

komödie von neil simon, regie: Carsten Dworak

tHeater tiefrot

20:30 aalst, Dokudrama von pol heyvaert und Dimitri

verhulst, Deutsche erstaufführung, regie: Günter Overmann,

siehe seite 6

tHeaterPädagogiscHes zentrum

16:00 Die zweite prinzessin, kindertheater von Gertrud

pigor, regie: angelika pohlert, ab 4 Jahren

yaKult­Halle

15:00 Der könig, Musikmärchen von umberto Giordano,

kölner textfassung von elke heidenreich, inszenierung:

Christian schuller, ab 6 Jahren

so 05

blaues Haus

16:00 Jonathan will sänger werden, tischtheater für

kinder ab 2 Jahren

büHne der Kulturen

11:00 piros schwesterchen, theaterstück für kinder ab

3 Jahren, ensemble nicopoulos, regie:

Christos nicopoulos

20:00 Jon, meine liebe nach ray Cooney, theater

pridvornij in russischer sprache

bürgerHaus stollWercK

20:00 knusper: Die 3 Glorreichen 7, kabarett

casamax

15:00 Wünschewald, Märchen ab 6 Jahren, regie:

Matthias Weiland

freies WerKstatt tHeater

16:00 nuni, nach dem gleichnamigen kinderbuch von

Fritz Mühlenweg zum internationalen

tag der astronomie, ab 5 Jahren

Foto: klüngelpütz

KlüngelPütz Kabarett tHeater

14:00 Marina Barth, Original & Fälschung i: rund um

die römermauer nord, kabarettistische stadtführung,

treffpunkt: hauptbahnhof am zeitcafe, außen auf dem

Domvorplatz

Das so genannte „stadt(ver)führungsfestival“ lässt die

teilnehmer ein stück kölner Geschichte am eigenen

leib erfahren. Ob zu Fuß entlang der römermauer oder

per schiff entlang der dunklen, linken seite der stadt,

die kabarettistin Marina Barth erkundet humorvoll und

so originell wie möglich die Geschichte ihrer heimat.

an zwei anderen terminen geht es mit dem pferdeomnibus

entlang der mittelalterlichen stadtmauer oder

im ratssaal um 68 Jahre ratsgeschichte. Mehr zu der

„expedition Colonia“ auf www.kluengelpuetz.de

HännescHen

15:00 und 17:30 et zauberei, puppenspiel für kinder

HorizonttHeater

11:00 Die stoffmarie von andreas strigl, krabbeltheater

ab 2 Jahren

15:00 tortuga, erzähltheater mit Musik ab 6 Jahren von

paul steinmann in zusammenarbeit mit tandem tinta Blu

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von signa, ab 18 Jahren, siehe seite 22

Foto: severins-Burg-theater

severins­burg­tHeater

20:00 Drinnen, eine existentialistische komödie, inszenierung:

Gerd Buurmann

Das leben ist eine Bühne – ganz wörtlich genommen

wird dies in der komödie von Gerd Buurmann. zwei

Menschen finden sich plötzlich herausgerissen aus

ihrem alltag, gefangen in einem raum ohne türen und

ohne ausweg, dafür mit einer autorin, die ihr handeln zu

schreiben scheint – und plötzlich hemmungslos in das

Geschehen eingreift. in der existentialistischen komödie

geht es um das sein: Wer sind wir? Was tun wir? und

was tun, wenn man plötzlich „drinnen“ ist?

Kabarett a­z

15:00 Der teufel mit den drei goldenen haaren, Märchen-

theaterstück frei nach Gebr. Grimm mit Corinne

Walter und Frank zollner, ab 5 Jahren

Kölner Künstler tHeater

15:00 Oskar – der kleine, dicke ritter, Figurentheater

sack un´ pack, ab 4 Jahren

musical dome

14:00 und 19:00 Monty python’s spamalot, Musical von

eric idle

oPernHaus

16:00 Der Wildschütz oder die stimme der natur von albert

lortzing, inszenierung: nigel lowery, musikalische

leitung: enrico Dovico

scala tHeater

17:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

scHausPielHaus

19:30 Der letzte riesenalk, ein Diorama, regie und

Bühnenbild: anna viebrock, siehe seite 11

scHlosserei

20:00 Werkstattergebnisse 1: von engeln und insekten,

Jugendclub rheinische rebellen 2.0, regie: anna horn

senftöPfcHen tHeater

20:15, kleine & linzenich: Die letzte zugabe, kabarett

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater der Keller

18:00 hörtheater der keller, hörspiele und Features,

kooperation mit dem Deutschlandfunk

tHeater die baustelle

16:00 ein Freund, ein guter Freund oder: Wie löwe,

storch und ameise die besten Freunde wurden, regie:

lars kalusky, ab 4 Jahren

tHeater im bauturm

20:00 Der kontrabass von patrick süskind, inszenierung:

alexandre Guini mit axel siefer

tHeater im Hof

11:00 schneewittchen von Fee Burger n. d. Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

15:00 hänsel & Gretel von Fee Burger n. d. Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

Premiere 20:00 Mit dem 2. lachen sie besser von

roland Donner und stefan Büscherfeld, eine B.a.s.F

(bissig aber sonst friedlich)-produktion, musikalisches

Comedy-kabarett,

tHeaterPädagogiscHes zentrum

16:00 Die zweite prinzessin, kindertheater von Gertrud

pigor, regie: angelika pohlert, ab 4 Jahre

yaKult­Halle

11:30 Der könig, Musikmärchen von umberto Giordano,

kölner textfassung von elke heidenreich, inszenierung:

Christian schuller, für kinder ab 6 Jahren

mo 06

ateliertHeater

20:30 sia korthaus: auch Glückskekse krümeln, kabarett

casamax

10:30 Wünschewald, regie: Matthias Weiland, Märchen

für alle ab 6 Jahren

HorizonttHeater

20:00 lysistrata, von aristophanes, inszenierung: Christos

nicopoulos

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren

siehe seite 22

scHausPielHaus

20:00 Der Gott des Gemetzels, schauspiel von Yasmina

reza, regie: karin Beier

severins­burg­tHeater

20:00 kunst gegen Bares. Offene Bühne show mit Gerd

Buurmann und Maria luise Winkendick

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater im bauturm

20:00 holzers peepshow, komödie von Markus köbeli,

inszenierung: klaus prangenberg

yaKult­Halle

15:00 Der könig, Musikmärchen von umberto Giordano,

kölner textfassung von elke heidenreich, inszenierung:

Christian schuller, für kinder ab 6 Jahren

di 07

ateliertHeater

20:30 Marcos schlüter, alles schlüter – die rückkehr

der rampensau, kabarett

Foto: pretty ugly tanz köln

büHne der Kulturen

Premiere 20:00 niGht – one week stand, pretty

ugly tanz köln, Choreografie: ellen Bornkessel

in der vierteiligen vorstellungsreihe „One week stand“

entwerfen kölner tänzer der Company „pretty ugly tanz

köln“ mit Gastkünstlern jeweils in einer Woche eine neue

tanzkreation. im dritten teil „night“ arbeiten die tänzer

zusammen mit Multimedia-künstlerin ellen Bornkessel,

Fotografin und videokünstlerin, zum thema „raum“. Mit

den Möglichkeiten der visuellen Medien gestalten sie mit

ihr gemeinsam den raum „arkadas theater“ anders. so

entstehen neue Wahrnehmungen der verhältnisse zwischen

Besuchern und tänzern, zuschauerraum und Bühne.

HorizonttHeater

20:00 eiskind. ein Monolog über Bulimie von elisabeth

von rathenböck

siehe seite 17

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren

siehe seite 22

Kölner Künstler tHeater

10:00 Oskar – der kleine, dicke ritter, Figurentheater

sack un´ pack, ab 4 Jahren

musical dome

20:00 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater der Keller

20:00 Maria stuart, von Friedrich schiller, regie: herbert

Wandschneider

tHeater im bauturm

20:00 holzers peepshow, komödie von Markus köbeli,

inszenierung: klaus prangenberg

tHeater im Hof

20:00 Die kabadu-show, eine khM-produktion und live

im internet unter www.kabadu.de, Comedy/kabarett

yaKult­Halle

15:00 Der könig, Musikmärchen von umberto Giordano,

kölner textfassung von elke heidenreich, inszenierung:

Christian schuller, ab 6 Jahren

mi 08

artHeater

20:00 Der kissenmann, schauspiel von Martin McDonagh,

kooperation mit moving theatre

ateliertHeater

20:30 Die lottis, starke stücke, Musikkabarett

büHne der Kulturen

20:00 niGht, one week stand, pretty ugly tanz köln,

regie: ellen Bornkessel

bürgerHaus stollWercK

20:00 ralf sixel: Das experiment: leben und leben

lassen!, kabarett

comedia

10:30 + 14:30 Ja und nein, kindertheater von Catharina

Fillers und ensemble ab 4 Jahren,

ort nachsehen unter www.comedia­koeln.de

Premieren und tagestiPPs Kinder­ und JugendtHeater

HännescHen

15:00 und 17:30 et zauberei, puppenspiel für kinder

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren

siehe seite 22

musical dome

18:30 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

Foto: the GermaniacGroup

raKetenKlub

Premiere 20:30 Faust 1.0, Faust-Bearbeitung der

GermaniacGroup, regie: tom Martus

Die GermaniacGroup hat mit „Faust 1.0“ eine radikale

und bizarre Faust-Bearbeitung geschaffen. themen

sind die erotische spannung zwischen Gretchen und

Faust und das Männerverhältnis zwischen einem zynischen

Mephisto und einem Faust, der als nörgelnder

transvestit auftritt. auf minimalistischer Bühne passiert

dort etwas, das wohl irgendwo zwischen „rain Man“,

„apocalypse now“ und „Fight Club“ anzusiedeln ist.

als zuschauer avisiert sind Menschen, egal welchen

alters, die clubkultur-sozialisiert sind. Gezeigt wird, wie

berührend, mitreißend, erschreckend und sexy der live-

Charakter einer theateraufführung sein kann.

senftöPfcHen tHeater

20:15, erstes Deutsches zwangsensemble: Mach Drei!,

kabarett

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater der Keller

20:00 könig Oedipus, tragödie von sophokles, regie:

hüseyin Michael Cirpici, koproduktion mit den Wuppertaler

Bühnen

tHeater im bauturm

20:00 holzers peepshow, komödie von Markus köbeli,

inszenierung: klaus prangenberg

tHeater tiefrot

20:30 Die Braut von Messina, trauerspiel mit Chören

von Frie drich schiller, regie: volker lippmann & Günter

Overm ann

yaKult­Halle

15:00 Der könig, Musikmärchen von umberto Giordano,

kölner textfassung von elke heidenreich, inszenierung:

Christian schuller, für kinder ab 6 Jahren

do 09

ateliertHeater

20:30 sylvia Brécko: liebling, findest Du mich zu dick?,

swing-kabarett

artHeater

20:00 Der kissenmann, schauspiel von Martin McDonagh,

kooperation mit moving theatre

büHne der Kulturen

20:00 Monsieur ibrahim und die Blumen des koran,

nach dem Buch von eric-emmanuel schmitt,

regie: ali Jalaly

bürgerHaus stollWercK

20:00 ludger k.: rtl ist alles schuld – Wie die Medien

unser leben diktieren, kabarett

comedia

20:00 Meine dicke freche türkische Familie, kabarett

von und mit Moritz netenjakob

ausweichspielort: Kölner flora

HännescHen

15:00 und 17:30 et zauberei, puppenspiel für kinder

HorizonttHeater

20:00 Judas, regie: Christos nicopoulos, mit andreas

strigl

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren

siehe seite 22

Kabarett a­z

19.30 Finnisch von Martin heckmanns mit

Frank zollner

musical dome

18:30 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

oPernHaus

19:30 il Barbiere di siviglia (Der Babier von sevilla) von

Gioacchino rossini, inszenierung von Christian schuller,

musikalische leitung: alexander Joel / enrico Delamboye

2 ApRIl ‘09 27 datiert

Foto: David Finck

Halle KalK

Premiere 19:30 spieltrieb, nach dem Buch von

Juli zeh, kölner Fassung von Jette steckel und sybille

Meier, regie: Jette steckel

Die 14jährige ada ist neu am Bonner privatgymnasium

„ernst Bloch“. in einer Welt der moralischen Orientierungslosigkeit

und ohne erkennbare ideale sucht sie

nach existenzieller Bedeutung. in ihrem neuen Mitschüler

alev findet sie einen ebenbürtigen partner, so wie sie

hochintelligent. sie treiben mit lehrer smutek ein perfides

spiel nach eigenen regeln und verlieren sich bald in

Obsessionen und Fatalismus. Das Buch „spieltrieb“ von

Juli zeh, veröffentlicht 2004, wirft viele Fragen zu Moral-

und Werteverfall auf.

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater der Keller

20:00 Maria stuart, Drama von Friedrich schiller, regie:

herbert Wandschneider

tHeater die baustelle

16:00 kasperl und die räuber. Gastspiel des puppentheaters

sternkundt, regie: ulrike kundt

ab 3 Jahren

tHeater im bauturm

20:00 Draußen vor der tür von Wolfgang Borchert,

inszenierung: stefan rogge

tHeater im Hof,

20:00 Die Dietrich, musikalisches Bühnenstück über das

leben der Marlene Dietrich von Ginger

tHeater tiefrot

20:30 Die Braut von Messina, trauerspiel mit Chören

von Friedrich schiller, regie: volker lippmann & Günter

Overmann

fr 10

Foto: studiobühne

studiobüHne

17:00 parsifal – versuch einer annäherung von richard

Wagner, Wiederaufnahme, koproduktion von c.t.201,

studiobühne köln und kölncampus, regie: Dietmar

kobboldt

„parsifal – versuch einer annäherung“ hatte am karfreitag

2008 premiere, nur ein Mal wurde das stück bisher

gespielt. Die koproduktion mit der studiobühne köln

und dem hochschulradio kölncampus war das bislang

größte experiment von c.t.201. Dieses Jahr an karfreitag

wird das stück wiederholt: ein junger Mann sitzt in

seinem Wohnzimmer. auf dem sender kölncampus läuft

richard Wagners parsifal, die nächsten stunden will er

diese Oper hören – und die zuschauer beobachten ihn

bei diesem intimen Moment. umfragen von kölncampus

im publikum vor und nach dem stück liefern akustische

ergebnisse, die zeitgleich im theater zu hören sind: Die

Grenzen zwischen hören und sehen verschwimmen.

büHne der Kulturen

20:00 niGht, one week stand, pretty ugly tanz köln,

Choreografie: ellen Bornkessel

HorizonttHeater

20:00 Judas, regie: Christos nicopoulos, mit andreas

strigl

KlüngelPütz Kabarett tHeater

14:00 Marina Barth, Original & Fälschung i: rund um

die römermauer nord, kabarettistische stadtführung,

treffpunkt: hauptbahnhof am zeitcafe, Domvorplatz

musical dome

20:00 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

raKetenKlub

20:30 Faust 1.0, Faust-Bearbeitung der Germaniac-

Group, regie: tom Martus

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater der Keller

17:00 Mutter Courage und ihre kinder von Berthold

Brecht, regie: hanfried schüttler

und anschließend

tHeater im bauturm

20:00 Draußen vor der tür von Wolfgang Borchert,

inszenierung: stefan rogge

sa 11

artHeater

20:00 Der kissenmann, schauspiel von Martin McDonagh,

kooperation mit moving theatre

ateliertHeater

20:30 helena Marion scholz: Wahre lügen – von kurzen

nasen und langen Beinen, Musikkabarett

casamax

15:00 arthur – eine vogelscheuche will fliegen, theaterstück

von Daniel zambra, ab 4 Jahren

büHne der Kulturen

20:00 niGht, one week stand, pretty ugly tanz köln,

Choreografie: ellen Bornkessel

comedia

20:00 eva eiselt/katinka Buddenkotte/Dagmar schönleber:

Damenwahl de luxe – vol. 2, kabarett

ausweichspielort: Kölner flora

freies WerKstatt tHeater

20:00 Das Wüten der ganzen Welt, erstdramatisierung

von Johannes kaetzler n. d. roman von Maarten `t hart

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren, siehe seite 22

Hellers brauHaus

20:00 Comedy lateng!, Comedy show, Moderation:

Marius Jung

Kabarett a­z

19:30 hirnlos Glücklich, Gesellschaftskabarett mit Corinne

Walter und Frank zollner

KlüngelPütz Kabarett tHeater

15:00 Marina Barth, Die dunkle seite der stadt, per schiff

am rechten rheinufer, kabarettistische stadtführung,

treffpunkt: schiffsanleger Messeturm (tanzbrunnen)

Kölner Künstler tHeater

16:00 augustin und das Cocoküken (Osterfassung),

regie: Christian schweiger, ab 4 Jahren

musical dome

15:00 und 20:00 Monty python’s spamalot, Musical von

eric idle

oPernHaus

17:00 tristan und isolde, Oper von richard Wagner,

Musikalische leitung: Markus stenz, regie: David

pountney

raKetenKlub

20:30 Faust 1.0, Faust-Bearbeitung der Germaniac-

Group, regie: tom Martus

scala tHeater

19:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

scHausPielHaus

20:00 Der Gott des Gemetzels, schauspiel von Yasmina

reza, regie: karin Beier

senftöPfcHen tHeater

20:15, Wilfried schmickler: es war nicht alles schlecht,

kabarett

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater der Keller

20:00 Maria stuart, Drama von Friedrich schiller, regie:

herbert Wandschneider

tHeater die baustelle

16:00 kasperl und die räuber. Gastspiel des puppentheaters

sternkundt, regie: ulrike kundt

ab 3 Jahren

tHeater im bauturm

20:00 Draußen vor der tür von Wolfgang Borchert,

inszenierung: stefan rogge

tHeater im Hof

20:00 zauber-ei, der Magische Ostermontag im hof von

Florian severin mit Gästen

tHeater tiefrot

20:30 Die Braut von Messina, trauerspiel mit Chören von

Frie drich schiller, regie: volker lippmann & Günter Overmann

so 12

ateliertHeater

20:30 helena Marion scholz: Wahre lügen – von kurzen

nasen und langen Beinen, Musikkabarett

casamax

15:00 arthur – eine vogelscheuche will fliegen, theaterstück

von Daniel zambra, ab 4 Jahren

freies WerKstatt tHeater

20:00 Das Wüten der ganzen Welt, erstdramatisierung

von Johannes kaetzler nach dem roman von Maarten

`t hart

KlüngelPütz Kabarett tHeater

14:00 Marina Barth, Original & Fälschung ii: rund um

die römermauer süd, kabarettistische stadtführung,

treffpunkt: adenauer-Denkmal an st.aposteln

musical dome

14:00 und 19:00 Monty python’s spamalot, Musical von

eric idle

oPernHaus

16:00 Der Wildschütz oder die stimme der natur von

albert lortzing, inszenierung nigel lowery, musikalische

leitung: enrico Dovico

Foto: kölner künstler theater

Kölner Künstler tHeater

15:00 augustin und das Cocoküken (Osterfassung),

regie: Christian schweiger, für kinder ab 4 Jahren

Die Cocos lebten friedlich auf Cocalunga. Dann aber

entdeckten seefahrer diese drolligen tiere und bereicherten

ihren speiseplan damit. Das kleine paradies war

bald ausgestorben und kein einziger Coco überlebte.

nur ein ei konnte sich – eingefroren in einem eisblock –

retten. und das fällt ausgerechnet augustin in die hände.

vielleicht kann man ja mit hilfe der zeitmaschine die

Geschichte etwas korrigieren? hierzu braucht augustin

die hilfe der kinder und seines Freundes niklas. Das fantastische

Märchen basiert auf einer wahren Geschichte.

passend zum anlass gibt es eine Osterfassung.

scala tHeater

17:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

senftöPfcHen tHeater

20:15, Wilfried schmickler: es war nicht alles schlecht,

kabarett

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater der Keller

18:00 Maria stuart, von Friedrich schiller, regie: herbert

Wandschneider

tHeater im Hof

11:00 hänsel & Gretel von Fee Burger n. d. Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

15:00 schneewittchen von Fee Burger n. d. Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

tHeater tiefrot

20:30 Die Braut von Messina, trauerspiel mit Chören

von Friedrich schiller, regie: volker lippmann & Günter

Overmann

mo 13

Foto: klaus lefebvre

oPernHaus

18:00 salome von richard strauss, inszenierung von

katharina thalbach, musikalische leitung: enrico Dovico

/ Markus stenz

ihre erste inszenierung an der Oper köln präsentierte

katharina thalbach im september 2004 mit richard

strauss’ „salome“, nun wird sie wieder aufgenommen.

pressestimmen sprachen von einer „intelligenten Deutung“

(kölnische rundschau) mit „lustvoll ausgemalten

stimmungen“ (Welt). Dabei verlagert sie die Geschichte

der prinzessin salome vom Judäa zur zeit Christi ins

heute. so findet sich salome in einer modernen Großküche

zwischen pfannen und töpfen wieder, die handlung

spielt im heutigen nahen Osten. in der hauptrolle singt

Catherine naglestad, von der zeitschrift Opernwelt 2006

zur sängerin des Jahres gekürt.

Premieren und tagestiPPs Kinder­ und JugendtHeater

ateliertHeater

20:30 helena Marion scholz: Wahre lügen- von kurzen

nasen und langen Beinen, Musikkabarett

casamax

15:00 arthur – eine vogelscheuche will fliegen, theaterstück

von Daniel zambra, ab 4 Jahren

freies WerKstatt tHeater

20:00 Das Wüten der ganzen Welt, erstdramatisierung

von Johannes kaetzler nach dem roman von Maarten

`t hart

Halle KalK

19:30 spieltrieb, nach dem Buch von Juli zeh, kölner

Fassung von Jette steckel und sybille Meier, regie:

Jette steckel

KlüngelPütz Kabarett tHeater

14:00 Marina Barth, Original & Fälschung i: rund um

die römermauer nord, kabarettistische stadtführung,

treffpunkt: hauptbahnhof am zeitcafe, Domvorplatz,

Kölner Künstler tHeater

15:00 augustin und das Cocoküken (Osterfassung),

regie: Christian schweiger, für kinder ab 4 Jahren

scHausPielHaus

19:30 leonce und lena, lustspiel von Georg Büchner,

regie: Jan Bosse, koproduktion mit dem Maxim Gorki

theater Berlin (i.a. Publikumsgespräch)

senftöPfcHen tHeater

20:15, Wilfried schmickler: es war nicht alles schlecht,

kabarett

severins­burg­tHeater

20:00 kunst gegen Bares. Offene Bühne show mit Gerd

Buurmann und Maria luise Winkendick

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

di 14

ateliertHeater

20:30 Meike Gottschalk: agnetha und ich, Mini-Musical

mit aBBa hits, siehe seite 16

HorizonttHeater

20:00 nächte mit Joan, hommage an Joan Crawford

von horst königstein, regie: reiner hannemann

musical dome

20:00 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

studiobüHne

20:00 phase 1, koproduktion der Blackbox Company

und der studiobühneköln

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater der Keller

20:00 Mutter Courage und ihre kinder, von Bertolt

Brecht, regie: hanfried schüttler, Co – produktion mit

der schule des theaters

mi 15

Foto: alfred koch

tHeater tiefrot

Premiere 20:30 ein Gespräch im hause stein über

den abwesenden herrn von Goethe von peter hacks,

regie: volker lippmann

über abwesende wird gerne schlecht gesprochen.

selbst die so wohlerzogene Frau von stein (Marina

Matthias) kann dem nicht widerstehen. also wird über

herrn von Goethe hergezogen, der in einer nacht- und

nebelaktion von karlsbad aus fluchtartig nach italien

aufgebrochen ist. nach mehr als 10 Jahren inniger zuneigung

für den Dichter ist Frau von stein wohl zu recht

enttäuscht. Der Monolog von peter hacks entzaubert

den Mythos Goethe und zeichnet ein Bild jenseits allbekannter

klassikerverehrungen.

ateliertHeater

20:30 volk und knecht Gbr: Das singende Modestübchen

– zwei ladenhüter packen aus, Musikcomedy

bürgerHaus stollWercK

20:00 Christian pape: papa pape! schief gewickelt,

kabarett

HorizonttHeater

20:00 kaspar von peter handke, schauspiel, regie:

eckhardt kruse-seiler

siehe seite 17


2 ApRIl ‘09 28 datiert

Kölner Künstler tHeater

10:00 augustin und das Cocoküken (Osterfassung),

regie: Christian schweiger, ab 4 Jahren

musical dome

18:30 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

raKetenKlub

20:30 kinski – wie ein tier in einem zoo, von hagen

Jablonski, regie: stefan krause

siehe seite 7

studiobüHne

20:00 phase 1, koproduktion der Blackbox Company

und der studiobühneköln

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater der Keller

20:00 Mutter Courage und ihre kinder, von Bertolt

Brecht, regie: hanfried schüttler, koproduktion mit der

schule des theaters

do 16

ateliertHeater

20:30 kämmer & rübhausen: es brennt, ein kabarettistisches

Drama

büHne der Kulturen

20:00 Goethes Faust oder die hochzeit zwischen

himmel und hölle, schauspielsolo von klaus adam mit

haydar zorlu, regie: natalia Murariu

siehe seite 13

bürgerHaus stollWercK

20:00 Carmela de Feo – la signora: sei mein!, kabarett

freies WerKstatt tHeater

20:00 raucher/nichtraucher – abenteuer im zelt. von

alan ayckbourn, regie: stefan karthaus koproduktion

Berger/karthaus/FWt

Halle KalK

19:30 M. s. adenauer, Die erste antiautoritäre staatsoper

von schorsch kamerun

siehe seite 10

HorizonttHeater

20:00 kaspar von peter handke, schauspiel, regie:

eckhardt kruse-seiler

siehe seite 17

Kabarett a­z

19.30 Finnisch von Martin heckmanns mit Frank zollner

musical dome

18:30 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

scala tHeater

19:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

Foto: hanns Joosten

scHausPielHaus

Premiere 19:30 Die kontrakte des kaufmanns, Wirtschaftskomödie

von elfriede Jelinek, regie: nicolas stemann,

koproduktion mit dem thalia theater hamburg

nicolas stemann hat schon einige stücke von literaturnobelpreisträgerin

elfriede Jelinek realisiert, am

schauspiel köln ist „Die kontrakte des kaufmanns“

ihre erste gemeinsame produktion. Das stück ist eine

reaktion auf die aktuell gesellschaftlich großen themen:

die Finanzkrise, die spekulationswut der Banker und

Manager und die Gier der kleinanleger nach unablässig

wachsender rendite. Der untertitel „eine Wirtschaftskomödie“

nimmt es schon vorweg: gespielt wird mit

maßlosen übertreibungen und oft komödiantischen

verzerrungen.

severins­burg­tHeater

20:00 Drinnen, eine existentialistische komödie, inszenierung:

Gerd Buurmann

studiobüHne

20:00 phase 1, koproduktion der Blackbox Company

und der studiobühneköln

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater der Keller

20:00 Mutter Courage und ihre kinder, von Bertolt

Brecht, regie: hanfried schüttler, koproduktion mit der

schule des theaters

yaKult­Halle

15:00 Der könig, Musikmärchen von umberto Giordano,

kölner textfassung von elke heidenreich, inszenierung:

Christian schuller, für kinder ab 6 Jahren

fr 17

ateliertHeater

20:30 Maul & Clownseuche, Drei Männer braucht die

Frau, kabarett

bürgerHaus KalK

20:00 im himmel ist die hölle los, kölner Musical Company,

regie: klaus sakuth, Götz neumann

bürgerHaus KalK

11:00 Der kleine angsthase, kindertheater vom theaterhaus

alpenrod, ab 3 Jahren

bürgerHaus stollWercK

20:00 Jens neutag: streik ist geil!, kabarett

Foto: Casamax theater

casamax

10:30 robinsons andere insel, eine abenteuergeschichte

von George isherwood für kinder ab 6, regie: Daniel

zambra

George isherwood erzählt seine abenteuergeschichte

über träume und vertrauen aus der sicht des jungen

robinson Crusoe. Der wurde in sein zimmer gesperrt,

weil seine Mutter nicht möchte, dass er seefahrer wird.

aber robinson will abenteuer erleben und reißt zusammen

mit seinem teddy von zu hause aus. er trifft gefährliche

piraten und Meerjungfrauen, und dann kommt

ein sturm. Gestrandet auf einer einsamen insel müssen

er und teddy nun neue Gefahren meistern. und dann ist

da noch ein Fremder, der Freitag heisst…

freies WerKstatt tHeater

20:00 raucher/nichtraucher – abenteuer im zelt. von

alan ayckbourn, regie: stefan karthaus koproduktion

Berger/karthaus/FWt

Halle KalK

19:30 M. s. adenauer, Die erste antiautoritäre staatsoper

von schorsch kamerun

siehe seite 10

HorizonttHeater

20:00 Offene zweierbeziehung, komödie von Franca

rame und Dario Fo, regie: volker hein

Kabarett a­z

19:30 nächsten hiebe, Gesellschaftskabarett mit Corinne

Walter und Frank zollner

Kölner Künstler tHeater

10:00 kleiner Drache Wütebrecht, seifenblasen theater,

ab 3 Jahren

musical dome

20:00 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

oPernHaus

19:30 Der Wildschütz oder die stimme der natur von

albert lortzing, inszenierung nigel lowery, musikalische

leitung: enrico Dovico

raKetenKlub

20:30 Faust 1.0, Faust-Bearbeitung der Germaniac-

Group, regie: tom Martus

scala tHeater

19:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

scHausPielHaus

19:30 peer Gynt, ein dramatisches Gedicht, von henrik

ibsen, regie: karin Beier

senftöPfcHen tHeater

20:15, Désirée nick: ein Mädchen aus dem volk,

kabarett

severins­burg­tHeater

20:00 Drinnen, eine existentialistische komödie, inszenierung:

Gerd Buurmann

studiobüHne

20:00 phase 1, koproduktion der Blackbox Company

und der studiobühneköln

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater am sacHsenring

20:30 androiden schlafen fest teil i, schauspielerinnen

lesen aus ihren lieblings-scienceFiction-Büchern

tHeater der Keller

20:00 Glückliche zeiten, schauspiel von alan ayckbourn,

regie: kathrin sievers

tHeater im Hof

20:00 Wie gesacht...!, kabarett von Carsten Dworak

Foto: Michael Maurissens

orangerie

20:00 in between us, eine Choreografie an der schnittstelle

von tanz und zeichnung, Choreografie: ruben

reniers (pretty ugly tanz köln)

in der neuen Choreografie von ruben reniers, tänzer

bei „pretty ugly tanz köln“, treffen zwei kunstformen

aufeinander: tanz und zeichnung. Beides ist flüchtig in

seiner aktion, die zeichnung bleibt jedoch in ihrer Form

existent. Die Bewegung des tanzes ist nicht fixierbar.

zusammen mit der zeichnerin Barbara steinitz sucht

der Choreograf nach der Möglichkeit, neue räume zu

erschließen, indem er mit den Berührungspunkten und

Grenzen zwischen den beiden künsten spielt.

tHeater tiefrot

20:30 ein Gespräch im hause stein über den abwesenden

herrn von Goethe von peter hacks, regie: volker

lippmann

yaKult­Halle

15:00 Der könig, Musikmärchen von umberto Giordano,

kölner textfassung von elke heidenreich, inszenierung:

Christian schuller, für kinder ab 6 Jahren

sa 18

ateliertHeater

20:30 Maul & Clownseuche, Drei Männer braucht die

Frau, kabarett

blaues Haus

16:00 Der kleine mutige Mamo, puppentheater ab 3

Jahren

büHne der Kulturen

20:00 in via-projekt shakespeare on tour: schillers

räuber

bürgerHaus KalK

20:00 improvisationstheater, Die taubenhaucher (köln)

vs. Die 5. Dimension (hannover), keller

20:00 im himmel ist die hölle los, kölner Musical Company,

regie: klaus sakuth, Götz neumann, Großer saal

bürgerHaus stollWercK

20:00 the tadbrothers: Mord im paniniexpress, eine

kriminell witzige reise durch das Comedy-universum,

Comedy

casamax

15:00 robinsons andere insel, eine abenteuergeschichte

von George isherwood für kinder ab 6, regie: Daniel

zambra

Foto: Comedia

comedia

Premiere 19:00 Clyde und Bonnie, von holger

schober, regie: ulrike stöck, ab 16 Jahre

ort nachsehen unter www.comedia­koeln.de

Das leben ist nicht wie ein hollywoodstreifen, sondern

manchmal eher wie ein B-Movie: Bonnie heißt schon immer

Bonnie. Clyde heißt eigentlich Werner, aber Bonnie

nennt ihn Clyde. sie sind jung und verliebt. und wie ihre

berühmten namensvorgänger rauben sie Banken aus.

Wenn man sich jedoch in die schusslinie stellt, dann

bekommt man hin und wieder auch eine kugel ab. Die

deutsche erstaufführung von holger schober spielt in

unserer Gegenwart: es geht um Jugendarbeitslosigkeit,

soziale verwahrlosung, Gewalt und wahre liebe.

freies WerKstatt tHeater

20:00 raucher/nichtraucher – abenteuer im zelt. von

alan ayckbourn, regie: stefan karthaus koproduktion

Berger/karthaus/FWt

Halle KalK

19:30 M. s. adenauer, Die erste antiautoritäre staatsoper

von schorsch kamerun

siehe seite 10

HorizonttHeater

11:00 Die Müllmaus von alma Jongerius,

ab 3 Jahren

15:00 löwe sein ist wunderbar von Gertrud pigor, zirkusmusical,

ab 4 Jahren

Premieren und tagestiPPs Kinder­ und JugendtHeater 2 ApRIl ‘09

Premieren und tagestiPPs Kinder­ und JugendtHeater

29 datiert

20:00 Bäumchen wechsel dich, frei nach dem Film „liebe

braucht keine Ferien“, regie: anna Meffert, ensemble

theater schöne zeit

Kabarett a­z

19:30 hirnlos Glücklich, Gesellschaftskabarett mit Corinne

Walter und Frank zollner

King georg

20:00 Futur3 in koproduktion mit luftschiff.org „Was interessiert

mich mein Geschwätz von gestern?“ (konrad

adenauer), eine parlamentarische Bestandsaufnahme

von Futur3

siehe seite 19

Kölner Künstler tHeater

16:00 kleiner Drache Wütebrecht, seifenblasen theater,

ab 3 Jahren

musical dome

15:00 und 20:00 Monty python’s spamalot, Musical von

eric idle

oPernHaus

19:30 il Barbiere di siviglia (Der Babier von sevilla) von

Gioacchino rossini, inszenierung von Christian schuller,

musikalische leitung: alexander Joel / enrico Delamboye

oPernterrassen

20:00 Werkstattergebnisse 2: im haus der langen

schatten, Jugendclub rheinische rebellen 2.0, regie;

anna horn

orangerie

20:00 in between us, eine Choreografie an der schnittstelle

von tanz und zeichnung, Choreografie: ruben

reniers (pretty ugly tanz köln)

Foto: susanne schwenk

tHeater im bauturm

Premiere 20:00 Werther von Johann Wolfgang v.

Goethe, inszenierung: rüdiger pape

ein junger Mann sucht nach selbstverwirklichung und

scheitert an den engen Grenzen der starren konventionen

seiner zeit: Mit diesem stoff aus „Die leiden

des jungen Werther“ wurde Goethe 1774 über nacht

berühmt in Deutschland. kein weiteres Buch Goethes

wurde von so vielen seiner zeitgenossen gelesen. Ja,

er löste sogar ein richtiges „Werther-Fieber“ aus, das

bald auch ganz europa überzog. und auch heute gehört

der Briefroman noch zu den bedeutendsten Werken der

deutschen literatur. rüdiger pape hat eine eigene theaterfassung

für das theater im Bauturm erarbeitet.

raKetenKlub

20:30 Faust 1.0, Faust-Bearbeitung der Germaniac-

Group, regie: tom Martus

scala tHeater

19:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

scHausPielHaus

19:30 Der letzte riesenalk, ein Diorama, regie und

Bühnenbild: anna viebrock

siehe seite 11

senftöPfcHen tHeater

20:15, Désirée nick: ein Mädchen aus dem volk,

kabarett

severins­burg­tHeater

20:00 Drinnen, eine existentialistische komödie, inszenierung:

Gerd Buurmann

studiobüHne

20:00 phase 1, koproduktion der Blackbox Company

und der studiobühneköln

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater am sacHsenring

20:30, androiden schlafen fest teil ii, schauspielerinnen

lesen aus ihren lieblings-scienceFiction-Büchern

tHeater der Keller

20:00 Glückliche zeiten, schauspiel von alan ayckbourn,

regie: kathrin sievers

tHeater die baustelle

16:00 Die kleine Meerjungfrau. singspiel nach einem

Märchen von hans Christian andersen. regie: ulrike

Johanna Jöris, ab 6 Jahren

tHeater im Hof

20:00 Dachlawine – the prisoner next door. eine bittersüße

komödie von neil simon, regie: Carsten Dworak

tHeaterPädagogiscHes zentrum

16:00 Die zweite prinzessin, kindertheater von Gertrud

pigor, regie: angelika pohlert, ab 4 Jahren

tHeater tiefrot

20:30 ein Gespräch im hause stein über den abwesenden

herrn von Goethe von peter hacks, regie: volker

lippmann

yaKult­Halle

15:00 Der könig, Musikmärchen von umberto Giordano,

kölner textfassung von elke heidenreich, inszenierung:

Christian schuller, für kinder ab 6 Jahren

so 19

blaues Haus

16:00 Der kleine mutige Mamo, puppentheater für

kinder ab 3 Jahren

büHne der Kulturen

11:00 Das gefallene engelchen, akrobatisch-poetisches

theaterstück ab 4 Jahren, ensemble nicopoulos, regie:

Christa nachs

bürgerHaus KalK

15:00 Der kleine eisbär (lars) und der angsthase, nach

dem gleichnamigen Bilderbuch von hans de Beer, puppentheater

ab 3 Jahren

bürgerHaus stollWercK

20:00 the tadbrothers: Mord im paniniexpress, eine

kriminell witzige reise durch das Comedy-universum,

Comedy

casamax

15:00 robinsons andere insel, eine abenteuergeschichte

von George isherwood, ab 6 Jahren, regie: Daniel

zambra

comedia

19:00 Clyde und Bonnie, von holger schober,

regie: ulrike stöck, ab 16 Jahren

ort nachsehen unter www.comedia­koeln.de

freies WerKstatt tHeater

16:00 nuni, nach dem gleichnamigen kinderbuch von

Fritz Mühlenweg, ab 5 Jahren

Halle KalK

19:30 M. s. adenauer, Die erste antiautoritäre staatsoper

von schorsch kamerun

siehe seite 10

HännescHen

14:30 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

puppenspiel für kinder

17:00 Wä hätt dat vun der tant jedaach?, puppenspiel

für erwachsene

HorizonttHeater

11:00 Die stoffmarie von andreas strigl, krabbeltheater

ab 2 Jahren

15:00 Frühstück mit Wolf, theaterstück mit Musik von

Gertrud pigor ab 4 Jahren, regie: Christos nicopoulos

gloria tHeater

19:30 Fang den Mörder, kriminacht für kombinierer,

schauspiel zum Mitraten mit Guildo horn

HorizonttHeater

20:00 Bäumchen wechsel dich, frei nach dem Film „liebe

braucht keine Ferien“, regie: anna Meffert, ensemble

theater schöne zeit

Kabarett a­z

15:00 Der teufel mit den drei goldenen haaren,

Märchen-theaterstück frei nach den Gebrüdern Grimm

mit Corinne Walter und Frank zollner, ab 5 Jahren

KammeroPer

19:30 Die lustige Witwe, Operette von F. lehár, inszenierung/Choreographie:

ela Baumann, musikalische

leitung: inga hilsberg

KlüngelPütz Kabarett tHeater

15:00 Marina Barth, Möge die Macht mit dir sein: im

ratssaal durch 60 Jahre ratsprotokoll, kabarettistische

stadtführung, treffpunkt: spanischer Bau, eingang

rathausplatz

Kölner Künstler tHeater

15:00 kleiner Drache Wütebrecht, seifenblasen theater,

ab 3 Jahren

martin­lutHer­KircHe

20:00 the rusalka Cycle: songs Between the Worlds,

ensemble kitka (usa), ein szenisches konzert

siehe seite 19

musical dome

14:00 und 19:00 Monty python’s spamalot, Musical von

eric idle

oPernHaus

18:00 Der Wildschütz oder die stimme der natur von

albert lortzing, inszenierung nigel lowery, musikalische

leitung: enrico Dovico

oPernterrassen

20:00 Werkstattergebnisse 2: im haus der langen

schatten, Jugendclub rheinische rebellen 2.0, regie;

anna horn

scala tHeater

17:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

scHausPielHaus

19:30 Der letzte riesenalk, ein Diorama, regie und

Bühnenbild: anna viebrock

siehe seite 11

senftöPfcHen tHeater

20:15, Désirée nick: ein Mädchen aus dem volk, kabarett

severins­burg­tHeater

20:00 Drinnen, eine existentialistische komödie, inszenierung:

Gerd Buurmann

tHeater am dom

20:00 eine provenzalische nacht, komödie von robin

hawdon, regie: horst Johanning

tHeater am sacHsenring

20:30 thomas reis: Gibt’s ein leben über 40?, kabarett,

regie Joe knipp

tHeater der Keller

18:00 es komme, was der himmel über mich

verhängt, nach Briefen von heinrich von kleist,

regie: heinz simon keller, koproduktion mit

dem theater Black Box

tHeater die baustelle

16:00 Die kleine Meerjungfrau. singspiel nach einem

Märchen von hans Christian andersen. regie: ulrike

Johanna Jöris, ab 6 Jahren

tHeater im bauturm

20:00 Werther von Johann Wolfgang Goethe, inszenierung:

rüdiger pape

tHeater im Hof

11:00 schneewittchen von Fee Burger n. d. Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

15:00 hänsel & Gretel von Fee Burger n. d. Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

tHeaterPädagogiscHes zentrum

16:00 Die zweite prinzessin, kindertheater von Gertrud

pigor, regie: angelika pohlert, ab 4 Jahre

mo 20

ateliertHeater

20:30 sia korthaus: auch Glückskekse krümeln, kabarett

casamax

10:30 robinsons andere insel, eine abenteuergeschichte

von George isherwood für kinder ab 6, regie: Daniel

zambra

musical dome

20:00 roberto Benigni: tuttoDante, ein göttlicher komödiant.

veranstaltung in italienischer sprache

senftöPfcHen tHeater

20:15, ruth schiffer: „außer mir“, kabarett

severins­burg­tHeater

20:00 kunst gegen Bares. Offene Bühne show mit Gerd

Buurmann und Maria luise Winkendick

Foto: Wolfgang Weimer

tHeater im bauturm

20:00 köln ist kasse! Das upDate, eine realsatirische

Charakterkomödie von heinrich pachl,

siehe seite 8

über sechzig Mal wurde die kölner klüngel- und

korruptions-klamotte bisher aufgeführt und wird nun aktualisiert

gezeigt. Denn dieses Jahr wird in köln gewählt.

um über stadtrat und Oberbürgermeister demokratisch

zu entscheiden, sind transparenz und rechenschaft

über bisher Geleistetes gefordert, damit die Bürger wissen,

wie sie zu entscheiden haben. „köln ist kasse! Das

upDate“ leistet hier seinen polemischen Beitrag – im

rahmen eines satirischen polit-spektakels des kölner

kabarettisten heinrich pachl.

di 21

ateliertHeater

20:30 holger edmaier: spielwiese – ein eldorado für

Bekloppte, popkabarett

HorizonttHeater

11:00 und 20:00 Mein kampf, schauspiel von George

tabori, inszenierung: reinar Ortmann

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren

siehe seite 22

musical dome

20:00 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

senftöPfcHen tHeater

20:00 Barbara ruscher: nackig! Der kampf ums letzte

hemd, kabarett

tHeater der Keller

20:00 non(n)sens, Musical von Dan Goggin, regie:

herbert Wandschneider

tHeater im bauturm

20:00 köln ist kasse! Das upDate, eine realsatirische

Charakterkomödie von heinrich pachl,

siehe seite 8

mi 22

ateliertHeater

20:30 Das Bundeskabarett: ein schwerer Fall, politisches

kabarett

büHne der Kulturen

20:00 adam, adam, ein Monolog in türkischer sprache

mit nuri Gökacan

bürgerHaus KalK

11:00 Der kleine angsthase, theaterhaus alpenrod,

kindertheater ab 3 Jahren

bürgerHaus stollWercK

20:00 roberto Capitoni: im auftrag des paten, Comedy

comedia

10:30 und 14:30 Die Geschichte von lena, theaterstück

für kinder ab 8 Jahre von Michael ramløse und

kira elhauge, regie: anke Gregersen

ort nachsehen unter www.comedia­koeln.de

20:30 Florian schroeder: Du willst es doch auch,

kabarett, ausweichspielort: Kölner flora

HännescHen

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

puppenspiel für kinder

19:30 Wä hätt dat vun der tant jedaach?, puppenspiel

für erwachsene

HorizonttHeater

10:00 und 20:00 Die pysiker von F. Dürrenmatt,

inszenierung: reinar Ortmann

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren

siehe seite 22

musical dome

18:30 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

scHausPielHaus

20:00 60 Years von Guy Weizman und roni haver, mit

pretty ugly tanz köln

senftöPfcHen tHeater

20:15, kom(m)ödchen: sushi. ein requiem, kabarett

severins­burg­tHeater

Premiere 20:00 Der elektrische reiter, schauspiel

von heidi von plato, inszenierung: Frank kirchmaier

tHeater der Keller

20:00 non(n)sens, Musical von Dan Goggin, regie:

herbert Wandschneider

tHeater im bauturm

20:00 Werther von Johann Wolfgang Goethe, inszenierung:

rüdiger pape

do 23

ateliertHeater

20:30 kämmer & rübhausen: es brennt, ein kabarettistisches

Drama

büHne der Kulturen

20:00 Der zerbrochene krug von kleist, teatro dilettante

(Bonn), regie: Georg Divossen

bürgerHaus KalK

20:00 im himmel ist die hölle los, kölner Musical Company,

regie: klaus sakuth, Götz neumann

comedia

10:30 Die Geschichte von lena, theaterstück für kinder

ab 8 Jahre von Michael ramløse und kira elhauge,

regie: anke Gregersen

ort nachsehen unter www.comedia­koeln.de

20:30 Florian schroeder: Du willst es doch auch,

kabarett

ausweichspielort: Kölner flora

Foto: holger karl

raKetenKlub

20:30 Duke – Der Griff aus dem spiegel, schauspiel

als rock’n roll Mistery-thriller von hanno Dinger und

thomas krutman

Dinger und krutmann trafen sich 2000 bei einer theaterproduktion

und entwickelten aus ihrer profession, dem

rollenspiel, und einer uralten unterhaltungsform, dem

öffentlichen erzählen, ihre spielform „act´n roll“ und

„schauspiel Direkt“. eine spannende Geschichte wird

den zuschauern von ihren protagonisten vorgespielt

und erzählt, unmittelbar wie ein konzert, mit geringen

hilfsmitteln. „Der Griff aus dem spiegel“ ist bereits das

siebte projekt von Duke (Dinger und krutmann erzählen),

es geht um zwei Männer, deren scheinbar zufälliges

zusammentreffen zur knallharten konfrontation mit ihrer

vergangenheit wird.

freies WerKstatt tHeater

20:00 halbschatten nach dem roman von uwe timm,

regie: Johannes kaetzler

siehe seite 4

Halle KalK

19:30 spieltrieb, nach dem Buch von Juli zeh, kölner

Fassung von Jette steckel und sybille Meier, regie:

Jette steckel (i.a. Publikumsgespräch)

HännescHen

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

puppenspiel für kinder

19:30 Wä hätt dat vun der tant jedaach?, puppenspiel

für erwachsene

HorizonttHeater

11:00 lost and Found, ein theaterstück für kinder mit

ersten englischkenntnissen, regie: Christos nicopoulos

20:00 antigone, tragödie von sophokles ab 12 Jahren,

regie: Christos nicopoulos

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren

siehe seite 22

Kabarett a­z

19.30 Finnisch von Martin heckmanns mit

Frank zollner

musical dome

18:30 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

oPernHaus

18:00 tristan und isolde, Oper von richard Wagner, Musikalische

leitung: Markus stenz, regie: David pountney

scHausPielHaus

20:00 streitbar 3: Deutschland zum sechzigsten, 60

Jahre BrDDr – zivilisation der Gesellschaft, podiumsdiskussion

scala tHeater

19:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

senftöPfcHen tHeater

20:15, kom(m)ödchen: sushi. ein requiem, kabarett

severins­burg­tHeater

20:00 Der elektrische reiter, schauspiel von heidi von

plato, inszenierung: Frank kirchmaier

studiobüHne

20:00 WeiB.liCht.keit, produktion der lichtgestalten /

studiobuehne.ensemble

Foto: theater am Dom

tHeater am dom

Premiere 20:00 Mondscheintarif, komödie von ildikó

von kürthy, Bühnenfassung von Friedrich Dudy, regie:

katja Wolff

ildikó von kürthys roman „Mondscheintarif“ war lange

ganz oben auf den Bestsellerlisten. Jetzt ist die komödie

über die irrungen und Wirrungen einer Frau mit

torschlusspanik auch auf der Bühne zu sehen. Cora,

Mittdreißigerin, ist eine repräsentantin der modernen

Frau: selbstbewusst, auf eigenen Beinen stehend, sexuell

befreit und ausgestattet mit einer besten Freundin.

und doch: Die wilden Jahre neigen sich dem ende zu

und eine feste Beziehung, vielleicht kinder, aber in jedem

Fall der „Mister right“ wird dringend gesucht. unter

anderem mit tv-star anouschka renzi.

tHeater am sacHsenring

20:30 kafkas Welten, text: Franz kafka, inszenierung:

Joe knipp

tHeater der Keller

20:00 non(n)sens, Musical von Dan Goggin, regie:

herbert Wandschneider

tHeater im bauturm

20:00 Werther von Johann Wolfgang Goethe, inszenierung:

rüdiger pape

tHeater im Hof

20:00 Je t’aime, moi non plus, acht Minidramen von

diversen autoren über die liebe, in frz. sprache, regie:

heike reissig

tHeater tiefrot

20:30 karneval, psychokrimi von Jordi Galceran, regie

Wolfram zimmermann

yaKult­Halle

11:30 Der könig, Musikmärchen von umberto Giordano,

kölner textfassung von elke heidenreich, inszenierung:

Christian schuller, für kinder ab 6 Jahren

fr 24

ateliertHeater

20:30 h. h. Friedrich: push up, kabarett


2 ApRIl ‘09 30 datiert

büHne der Kulturen

20:00 Der zerbrochene krug von kleist, teatro dilettante

(Bonn), regie: Georg Divossen

casamax

10:30 Frau Meier, die amsel, nach dem gleichnamigen

Buch von Wolf erlbruch, theaterstück ab 4 Jahren

comedia

10:30,Die Geschichte von lena, theaterstück für kinder

ab 8 Jahre von Michael ramløse und kira elhauge,

regie: anke Gregersen

ort nachsehen unter www.comedia­koeln.de

20:30 arnulf rating: schwester hedwigs allerschwerste

Fälle, kabarett

ausweichspielort: Kölner flora

Foto: tessa knapp

alte feuerWacHe

Premiere 20:00 World‘s end Girlfriend, ein intermediales

projekt von Choreographin Yoshie

shibahara

Das intermediale projekt der japanischen Choreographin

Yoshie shibahara wurde durch das industriegebiet in

köln-Wesseling inspiriert. science-Fiction-visionen der

zukunft und der vergangenheit treffen dort aufeinander.

in „World’s end Girlfriend“ versucht shibahara mit hilfe

von licht, Bildern, raum und klang realitätsverschiebungen

und die erscheinung der Fiktion im alltag auf

Bewegung zu übertragen. Die videokünstlerin tessa

knapp lässt parallel zu der Choreographie artifizielle

räume in science-Fiction-settings entstehen.

freies WerKstatt tHeater

20:00 halbschatten nach dem roman von uwe timm,

regie: Johannes kaetzler

siehe seite 4

Halle KalK

19:30 spieltrieb, nach dem Buch von Juli zeh, kölner

Fassung von Jette steckel und sybille Meier, regie:

Jette steckel

HännescHen

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

puppenspiel für kinder

HännescHen

19:30 Wä hätt dat vun der tant jedaach?, puppenspiel

für erwachsene

HorizonttHeater

11:00 antigone, tragödie von sophokles ab 12 Jahren,

regie: Christos nicopoulos

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren

siehe seite 22

Kabarett a­z

19:30 nächsten-hiebe, Gesellschaftskabarett mit Corinne

Walter und Frank zollner

KlüngelPütz Kabarett tHeater

18:00 Marina Barth, Original & Fälschung i: rund um

die römermauer nord, kabarettistische stadtführung,

treffpunkt: hauptbahnhof am zeitcafe, Domvorplatz

Kölner Künstler tHeater

10:00 zauberklänge, klang- und Bilderwelten ohne

gesprochene sprache, regie: Georg zum kley, ab 2

Jahren, siehe seite 15

musical dome

20:00 Monty python’s spamalot, Musical von eric idlev

oPernHaus

19:30 il Barbiere di siviglia (Der Babier von sevilla) von

Gioacchino rossini, inszenierung von Christian schuller,

musikalische leitung: alexander Joel / enrico Delamboye

orangerie

20:00 räume räumen. eine worthalsige performance mit

Musik – ein peter licht projekt von

theaterkonneX, siehe seite 16

scala tHeater

19:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

scHausPielHaus

19:30 Die kontrakte des kaufmanns, Wirtschaftskomödie

von elfriede Jelinek, regie: nicolas stemann, koproduktion

des thalia theater hamburg mit schauspiel

köln (i.a. Publikumsgespräch)

senftöPfcHen tHeater

20:15, kom(m)ödchen: sushi. ein requiem, kabarett

severins­burg­tHeater

20:00 Der elektrische reiter, schauspiel von heidi von

plato, inszenierung: Frank kirchmaier

studiobüHne

20:00 WeiB.liCht.keit, produktion der lichtgestalten /

studiobuehne.ensemble

tHeater am dom

20:00 Mondscheintarif, komödie von ildikó von kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, regie: katja Wolff

tHeater am sacHsenring

20:30 kafkas Welten, text: Franz kafka, inszenierung:

Joe knipp

tHeater der Keller

20:00 non(n)sens, Musical von Dan Goggin, regie:

herbert Wandschneider

tHeater im bauturm

20:00 Werther von Johann Wolfgang Goethe, inszenierung:

rüdiger pape

tHeater im Hof

20:00 Drei Ohnmachten frei nach anton tschechov,

regie: Géza Melczer lukasz

tHeater tiefrot

20:30 karneval, psychokrimi von Jordi Galceran, regie

Wolfram zimmermann

Foto: schauspiel köln

scHlosserei

Premiere 20:00 Die Geheimnisse der kabbala, nach

erzählungen von isaac Bashevis singer, regie: alvis

hermanis

regisseur alvis hermanis, unter anderem leiter des

neuen theaters riga, montiert in seiner zweiten arbeit

in köln vier erzählungen des nobelpreisträgers isaac

Bashevis singer, dem hauptvertreter jiddischer literatur.

auch die protagonisten in »Geheimnisse der kabbala«

sind im Ostjudentum verwurzelt; sie kommen sowohl

aus einem jüdischen Dorf in polen, als auch aus new

York. Wie auch in anderen projekten hermanis, bilden

auch hier die schauspieler, ihre Mittel und ihre persönlichkeiten,

das zentrum der inszenierung.

sa 25

alte feuerWacHe

20:00 World’s end Girlfriend, ein intermediales projekt

von Choreographin Yoshie shibahara

ateliertHeater

20:30 astrid Gloria: Magic kitchen- die magische kochshow,

koch-/zauberkabarett

blaues Haus

16:00 Borstel und Wuschel und der Geburtstagskuchen,

spiel: Constanze schmidt und andreas Förster, Musik:

peter schwertner, puppentheaterstück ab 3 Jahren

büHne der Kulturen

15:00 Der Blaue vogel, Märchenspiel mit puppen von

Maurice Maeterlinck ab 6 Jahren, regie:

svetlana Fourer

20:00 Der zerbrochene krug von kleist, teatro dilettante

(Bonn), regie: Georg Divossen

bürgerHaus KalK

20:00 schäl sick show, rechtsrheinische show mit

Comedy, Musik, artistik, kabarett, zauberei

bürgerHaus stollWercK

20:00 leopold & Wadowski featuring Qusai zureikat:

ich wäre so gern wie der Wadowski, kabarett

casamax

15:00 Frau Meier, die amsel, nach dem gleichnamigen

Buch von Wolf erlbruch, theaterstück für kinder ab 4 Jahren

comedia

20:30 andreas rebers: auf der Flucht, kabarett

ausweichspielort: Kölner flora

freies WerKstatt tHeater

20:00 halbschatten nach dem roman von uwe timm,

regie: Johannes kaetzler

siehe seite 4

HännescHen

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

puppenspiel für kinder

19:30 Wä hätt dat vun der tant jedaach?, puppenspiel

für erwachsene

HorizonttHeater

11:00 Die Müllmaus von alma Jongerius für kinder ab

3 Jahren

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren, siehe seite 22

Kabarett a­z

19:30 hirnlos Glücklich, Gesellschaftskabarett mit Corinne

Walter und Frank zollner

KlüngelPütz Kabarett tHeater

14:00 Marina Barth, Original & Fälschung ii: rund um

die römermauer süd, kabarettistische stadtführung,

treffpunkt: adenauer-Denkmal an st.aposteln

Kölner Künstler tHeater

16:00 zauberklänge, klang- und Bilderwelten ohne gesprochene

sprache, regie: Georg zum kley ,ab 2 Jahren

siehe seite 15

musical dome

15:00 und 20:00 Monty python’s spamalot, Musical von

eric idle

oPernHaus

19:30 Der Wildschütz oder die stimme der natur von

albert lortzing, inszenierung nigel lowery, musikalische

leitung: enrico Dovico

orangerie

20:00 räume räumen. eine worthalsige performance mit

Musik – ein peter licht projekt von theaterkonneX

siehe seite 16

scala tHeater

19:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

Foto: horizonttheater

HorizonttHeater

Premiere 20:00 Dantons tod, schauspiel von Georg

Büchner, regie: rainer hannemann und aydin isik

Die Französische revolution betraf nicht nur einen

Danton oder einen robespierre. Besonders hart und

grausam war diese zeit für die Bevölkerung. Das hungernde

volk wurde mit versprechen der revolutionäre

jahrelang hingehalten. sie manipulierten die ungebildete

unterschicht und lenkten sie ab, damit sie nicht an die

herrschenden probleme denken – etwas, was auch

heutzutage noch weltweit praktiziert wird. Die inszenierung

von rainer hannemann und aydin isik stellt

Büchners stoff nicht nur historisch dar, sondern zeigt

in zeitloser Darstellung die menschlichen probleme, wie

Machtkampf oder eigennützigkeit.

scHausPielHaus

19:30 Die kontrakte des kaufmanns, Wirtschaftskomödie

von elfriede Jelinek, regie: nicolas stemann,

koproduktion mit dem thalia theater hamburg

scHlosserei

20:00 Die Geheimnisse der kabbala, nach

erzählungen von isaac Bashevis singer, regie:

alvis hermanis

senftöPfcHen tHeater

20:15, kom(m)ödchen: sushi. ein requiem, kabarett

severins­burg­tHeater

20:00 Der elektrische reiter, schauspiel von heidi von

plato, inszenierung: Frank kirchmaier

studiobüHne

20:00 WeiB.liCht.keit, produktion der lichtgestalten /

studiobuehne.ensemble

tHeater am dom

20:00 Mondscheintarif, komödie von ildikó von kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, regie: katja Wolff

tHeater am sacHsenring

20:30 a confessional poet, text: anne sexton, akustisches

portrait von nicole kersten und peter C. simon

tHeater der Keller

20:00 könig Oedipus, tragödie von sophokles, regie:

hüseyin Michael Cirpici, koproduktion mit den Wuppertaler

Bühnen

tHeater im bauturm

20:00 Werther von Johann Wolfgang Goethe, inszenierung:

rüdiger pape

tHeater im Hof

15:00 schneewittchen von Fee Burger n. d. Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

20:00 Geburtstagsgrüße aus transsilvanien, eine bissiggruselige

komödie, regie: ingo albrecht,

tHeater tiefrot

20:30 karneval, psychokrimi von Jordi Galceran, regie

Wolfram zimmermann

Premieren und tagestiPPs Kinder­ und JugendtHeater 2 ApRIl ‘09

Premieren und tagestiPPs Kinder­ und JugendtHeater

31 datiert

so 26

blaues Haus

16:00 alles Mutig – mit dem kleinen raben socke, spiel:

andreas Förster; Dialoge: sibylle spittler;

puppentheaterstück ab 3 Jahren

büHne der Kulturen

11:00 Frau schnösel und der schneckengarten,

kindertheater ab 4 Jahre, ensemble nicopoulos,

regie: Christos nicopoulos

15:00 Der Blaue vogel, Märchenspiel mit puppen von

Maurice Maeterlinck ab 6 Jahren, regie:

svetlana Fourer

bürgerHaus stollWercK

16:00 monteure: schwarz auf weiß, von und mit Joachim

von der heiden und karoline von lüdinghausen,

theater-spiel für kinder von 5-10 Jahren

20:00 leopold & Wadowski featuring Qusai zureikat: ich

wäre so gern wie der Wadowski, kabarett

casamax

15:00 Frau Meier, die amsel, nach dem gleichnamigen

Buch von Wolf erlbruch, theaterstück ab 4 Jahren

freies WerKstatt tHeater

16:00 nuni, nach dem gleichnamigen kinderbuch von

Fritz Mühlenweg , ab 5 Jahren

HännescHen

14:30 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

puppenspiel für kinder

17:00 Wä hätt dat vun der tant jedaach?, puppenspiel

für erwachsene

HorizonttHeater

11:00 lost and Found, ein theaterstück für kinder mit

ersten englischkenntnissen, regie: Christos nicopoulos

15:00 Frühstück mit Wolf, theaterstück mit Musik von

Gertrud pigor ab 4 Jahren, regie:Christos nicopoulos

20:00 Dantons tod, schauspiel von Georg Büchner,

regie: rainer hannemann und aydin isik

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren

siehe seite 22

Kabarett a­z

15:00 Der teufel mit den drei goldenen haaren, Märchen-

theaterstück frei nach Gebr. Grimm mit Corinne

Walter und Frank zollner, ab 5 Jahren

KlüngelPütz Kabarett tHeater

11:00 Marina Barth: Der kutscher kennt den Weg:

im pferdeomnibus um die mittelalterliche Mauer,

kabarettistische stadtführung,

abfahrt am eigelsteintor

Kölner Künstler tHeater

15:00 zauberklänge, klang- und Bilderwelten ohne

gesprochene sprache, regie: Georg zum kley,

ab 2 Jahren, siehe seite 15

musical dome

14:00 und 19:00 Monty python’s spamalot, Musical von

eric idle

oPernHaus

11:30 einführungsmatinée zu samson et Dalila von

Camille saint-saens

(Premiere am 2. mai)

16:00 tristan und isolde, Oper von richard Wagner,

Musikalische leitung: Markus stenz, regie: David

pountney

scala tHeater

17:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

scHausPielHaus

17:00 60 Years von Guy Weizman und roni haver,

mit pretty ugly tanz köln

senftöPfcHen tHeater

20:15, philipp Weber: honeymoon Massaker!,

kabarett

severins­burg­tHeater

20:00 Der elektrische reiter, schauspiel von heidi von

plato, inszenierung: Frank kirchmaier

tHeater am dom

20:00 Mondscheintarif, komödie von ildikó von kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, regie: katja Wolff

tHeater am sacHsenring

20:30 a confessional poet, text: anne sexton, akustisches

portrait von nicole kersten und peter C. simon

tHeater der Keller

18:00 Beim Film müsste man sein, sommerkomödie von

neil simon, regie: hanfried schüttler

tHeater die baustelle

16:00 Die kleine Meerjungfrau. singspiel nach einem

Märchen von hans Christian andersen. regie: ulrike

Johanna Jöris, ab 6 Jahren

tHeater im Hof

11:00 hänsel & Gretel von Fee Burger n. d. Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

15:00 schneewittchen von Fee Burger n. d. Gebrüdern

Grimm, ab 3 Jahren

20:00 Drei Ohnmachten frei nach anton tschechov,

regie: Géza Melczer lukasz

Foto: petra Weifenbach

tHeater im bauturm

20:00 Der kontrabass von patrick süskind, inszenierung:

alexandre Guini mit axel siefer

Bauturm-urgestein axel siefer spielt nun schon seit

fast 25 Jahren höchst erfolgreich die rolle des kontrabassisten

am dritten pult. Der hasst Wagner, unterschlägt

gerne mal aus rache ein paar noten, findet

Dirigenten überflüssig und kämpft mittels Bier gegen

Feuchtigkeitsverlust und Orchesterfrust. schuld an

allem – wie sollte es anders sein – ist das schrecklich

unhandliche instrument, mit dem er in hassliebe verbunden

ist. Der zuschauer wird hin- und hergerissen

zwischen lachen und Mitgefühl für den Musiker, der

nicht nur mit der Orchesterwelt, sondern auch mit sich

selbst abrechnet.

mo 27

ateliertHeater

20:30 astrid Gloria: Magic kitchen – die magische

kochshow, koch-/zauberkabarett

bürgerHaus stollWercK

10:00 monteure: schwarz auf weiß, von und mit Joachim

von der heiden und karoline von lüdinghausen,

theater-spiel für kinder von 5-10 Jahren

casamax

10:30 Frau Meier, die amsel, nach dem gleichnamigen

Buch von Wolf erlbruch, theaterstück für kinder ab 4

Jahren

Halle KalK

19:30 spieltrieb, nach dem Buch von Juli zeh, kölner

Fassung von Jette steckel und sybille Meier, regie:

Jette steckel

HorizonttHeater

11:00 (Fast) alles von schiller, für Jugendliche ab

12 Jahren, regie: Christos nicopoulos, text: reinar

Ortmann

20:00 Geschlossene Gesellschaft, schauspiel von Jean

paul sartre, regie Christos nicopoulos

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren, siehe seite 22

severins­burg­tHeater

20:00 kunst gegen Bares. Offene Bühne show mit Gerd

Buurmann und Maria luise Winkendick

tHeater am dom

20:00 Mondscheintarif, komödie von ildikó von kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, regie: katja Wolff

tHeater im bauturm

20:00 kölner lesen zu zweit, lesung, dieses Mal mit

Oberbürgermeister Fritz schramma

di 28

ateliertHeater

20:30 Meike Gottschalk: agnetha und ich, Mini-Musical

mit aBBa hits, siehe seite 16

bürgerHaus stollWercK

10:00 monteure: schwarz auf weiß, von und mit Joachim

von der heiden und karoline von lüdinghausen,

theater-spiel für kinder von 5-10 Jahren

freies WerKstatt tHeater

15:00 Wir, die alten!, inszenierung: ingrid Berzau, Dieter

scholz und das FWt-altentheaterensemble

HorizonttHeater

11:00 (Fast) alles von schiller, für Jugendliche ab

12 Jahren, regie: Christos nicopoulos, text: reinar

Ortmann

20:00 Der Besuch der alten Dame, tragische komödie

von Friedrich Dürrenmatt, regie: reinar Ortmann

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren, siehe seite 22

musical dome

20:00 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

scHausPielHaus

20:00 Wunschkonzert, schauspiel von Franz Xaver

kroetz, regie: katie Mitchell

tHeater am dom

20:00 Mondscheintarif, komödie von ildikó von kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, regie: katja Wolff

tHeater der Keller

20:00 kellerfilm: video Danca e video-arte von antonio

Cabrita

tHeater im bauturm

20:00 Die Brücke von varvarin, lesung und Diskussion

mit dem autor hans Wallow, im rahmen der veranstaltungsreihe

„kriegs-erklärungen“

Foto: Orangerie

orangerie

Premiere, 20:00 kong – Monolog für einen fremden

helden, von klaus Fehling, theater 1000 hertz, reihe:

Fremde helden teil 1, inszenierung: Christina vayhinger

kong, ein riesenaffe, wird gezwungen, seine heimat zu

verlassen und wird am Broadway als monströse sensation

„king kong“ präsentiert. in dem Monolog beschreibt

der affe seinen 100. auftritt in einem baufälligen alten

theater, die sensation ist zur Gewohnheit geworden,

die schaulustigen werden immer weniger. kong ist nicht

seinen glamourösen Film-tod auf dem empire-state-

Building gestorben, sondern hat sich in ein Dasein als

zirkusnummer gefügt. Das theater 1000 hertz hat sich

mit den themen Wildheit und zivilisation, Fremdartigkeit

und Fremdsein, toleranz und ausgrenzung befasst.

mi 29

ateliertHeater

20:30 First ladies: reich und sexy – in zwei stunden,

Musikkabarett

büHne der Kulturen

20:00 risotto all‘italiana, kabarett von und mit luciana

Cagliotti in dt. sprache

bürgerHaus stollWercK

20:00 Die improvisatoren: Mel Gibson singt ibsen –

reloaded, improvisationstheater

freies WerKstatt tHeater

15:00 Wir, die alten!, inszenierung: ingrid Berzau, Dieter

scholz und das FWt-altentheaterensemble

HännescHen

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

puppenspiel für kinder

19:30 Wä hätt dat vun der tant jedaach?, puppenspiel

für erwachsene

Zielgruppengenaue Auslage

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in Köln und Umgebung

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HorizonttHeater

11:00 Der Besuch der alten Dame, tragische komödie

von Friedrich Dürrenmatt, regie: reinar Ortmann

20:00 Der goldene stab, kabarett von Christoph Müller-

Oberhäuser und Martin Brenne, Gastspiel der Musikhochschule

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren

siehe seite 22

Kölner Künstler tHeater

10:00 zauberklänge, klang- und Bilderwelten ohne

gesprochene sprache, regie: Georg zum kley, ab 2

Jahren, siehe seite 15

musical dome

18:30 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

oPernHaus

19:30 e = M · richling², Mathias richling auf der suche

nach der Weltformel, kabarett

orangerie

20:00 kong – Monolog für einen fremden helden, von

klaus Fehling, theater 1000 hertz, reihe: Fremde helden

teil 1, inszenierung: Christina vayhinger

scHausPielHaus

20:00 Wunschkonzert, schauspiel von Franz Xaver

kroetz, regie: katie Mitchell

scHlosserei

20:00 Die Geheimnisse der kabbala, nach erzählungen

von isaac Bashevis singer, regie: alvis hermanis

(i.a. Publikumsgespräch)

senftöPfcHen tHeater

20:15, Frank sauer: lieber lügen als kurze Beine,

kabarett

tHeater am dom

20:00 Mondscheintarif, komödie von ildikó von kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, regie: katja Wolff

tHeater der Keller

20:00 non(n)sens, Musical von Dan Goggin, regie:

herbert Wandschneider

tHeater im bauturm

20:00 Werther von Johann Wolfgang Goethe, inszenierung:

rüdiger pape

tHeater tiefrot

20:30 Femme Fatale, komödie von Debbie isitt, regie:

volker lippmann

yaKult­Halle

15:00 Der könig, Musikmärchen von umberto Giordano,

kölner textfassung von elke heidenreich, inszenierung:

Christian schuller, für kinder ab 6 Jahren

do 30

ateliertHeater

20:30 Frizzles: improvisation mit allen Mitteln,

improtheater

büHne der Kulturen

20:00 Yalnizliklar (einsamkeiten), theaterstück von Celil

toksöz mit Mahir Günsiray nach texten von hasan ali

toptas in türkischer sprache, tiyatrooyunevi istanbul

bürgerHaus stollWercK

20:00 serhat Dogan: Danke Deutschland, kabarett

Gehnse ins Theater –

die Autoindustrie retten andere!

Telefon: 01 52 / 04 44 33 68

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freies WerKstatt tHeater

20:00 tanz des Mondes iii, orientalistische tanzshow

mit silke natho, apsara habiba, Mephista und Xahira,

tribalstamm Goondarani

HännescHen

16:00 hännesche un Bärbelche, zwei kölsche Detektive,

puppenspiel für kinder

19:30, Wä hätt dat vun der tant jedaach?, puppenspiel

für erwachsene,

HorizonttHeater

11:00 Mein kampf, schauspiel von George tabori,

inszenierung: reinar Ortmann

20:00 Dantons tod, schauspiel von Georg Büchner,

regie: rainer hannemann und aydin isik

Hotel timP

20.00­1.00 Die hades Fraktur, eine performance-installation

von siGna, ab 18 Jahren

siehe seite 22

orangerie

20:00 kong – Monolog für einen fremden helden,

von klaus Fehling, theater 1000 hertz, reihe: Fremde

helden teil 1, inszenierung: Christina vayhinger

Kabarett a­z

19.30 Finnisch von Martin heckmanns mit

Frank zollner

KlüngelPütz Kabarett tHeater

20.30 Marina Barth: ich glaub‘s nicht!, kabarett

Kölner Künstler tHeater

10:00 unter Menschen 2, Buch und regie: Georg zum

kley, ab 13 Jahren

musical dome

18:30 Monty python’s spamalot, Musical von eric idle

raKetenKlub

20:30 Duke – Der Griff aus dem spiegel, schauspiel

als rock’n roll, Mistery-thriller von hanno Dinger und

thomas krutman

scala tHeater

19:30 Jebohnert op kölsch, schwank mit tanz und

Gesang von Walter Bockmayer

senftöPfcHen tHeater

20:15, Frank sauer: lieber lügen als kurze Beine,

kabarett

tHeater am dom

20:00 Mondscheintarif, komödie von ildikó von kürthy,

Bühnenfassung von Friedrich Dudy, regie: katja Wolff

tHeater am sacHsenring

20:30 kafkas Welten, text: Franz kafka, inszenierung:

Joe knipp

tHeater der Keller

20:00 non(n)sens, Musical von Dan Goggin, regie:

herbert Wandschneider

tHeater im bauturm

20:00 Werther von Johann Wolfgang Goethe,

inszenierung: rüdiger pape

tHeater tiefrot

20:30 Femme Fatale, komödie von Debbie isitt,

regie: volker lippmann

yaKult­Halle

15:00 Der könig, Musikmärchen von umberto

Giordano, kölner textfassung von elke heidenreich,

inszenierung: Christian schuller, für kinder ab 6 Jahren

schneller an die tickets

www.offticket.de


fREIKARTEN ZU GEWINNEN

das monatliche akt­theaterrätsel lösen sie am besten nach

ausgiebiger lektüre der theaterzeitung! Wenn sie erfolgreich

gewesen sind, schicken sie uns das lösungswort per

e­mail an theaterzeitung@koeln.de. unter allen richtigen

einsendern werden 2 x 2 freikarten für eine theaterpremiere

im monat mai verlost. teilnahmeschluss ist der 30. april.

viel glück!

WaaGereCht:

1 englischer name einer choreografi e, die sich zWiscHen

den Künsten tanz und zeichnung bewegt – und am 17. 4. Premiere

hat.

2 Kulturschaden: theater in Köln, das durch den einsturz des

stadtarchivs wohl am meisten betroffen wurde.

3 ein stück über das essen – und die (Pubertäts)probleme damit.

findet meist am Kühlschrank statt – siehe seite 17.

4 lettischer starregisseur mit mystischer Premiere am Kölner

schauspielhaus.

5 geheimnisvoller Kölner musiker, der sich nie persönlich

zeigt, aber auf deutschen theaterbühnen zunehmend gefragt

ist.

senkreCht:

1 legendäre travestie­bar in Köln, in der ab april ein geheimclub

sein unwesen treibt.

2 ergänzen sie folgende eigenwerbung: akt ist ein großer

____ in die zukunft und immer einen ____ voraus.

3 in dieser manufaktur wird schon lange kein Kerzenmaterial

mehr hergestellt, sondern ausschließlich immaterielle Werte

geschaffen (siehe seite 18)

4 er macht alles neu, auch die nächste ausgabe von akt.

5 Wir hoffen, dieses rätsel gibt ihnen eine harte zu knacken.

6 sohn eines berühmten schauspielers gleichen namens, der

einem Kölner theater gerade viel ärger gemacht hat – und

umgekehrt.

7 dieser reine tor wird an der studiobühne nur Karfreitags

gegeben (und ist auf dieser seite zu sehen)

lösunGsWOrt:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

THEATER

ALTE FEUERWACHE

Melchiorstr. 3, 50670 Köln

T: 0221 973 15 50

ARTHEATER

Ehrenfeldgürtel 27, 50825 Köln

T: 0221 550 33 44

ATELIER THEATER

Roonstraße 78, 50674 Köln

T: 0221 24 24 85

BLAUES HAUS

Severinstraße 120, 50678 Köln

T: 0221 471 32 39

BÜHNE DER KULTUREN

Platenstr. 32, 50825 Köln

T: 0221 955 95 10

BÜRGERHAUS KALK

Kalk-Mülheimer Str. 58, 51103 Köln

T: 0221 987 60 20

BÜRGERHAUS STOLLWERCK

Dreikönigenstr. 23, 50678 Köln

T: 0221 991 10 80

CASAMAX THEATER

Berrenrather Str. 177, 50937 Köln

T: 0221 44 76 61

COMEDIA

Löwengasse 7-9, 50676 Köln

T: 0221 399 60 10

FLORA KÖLN

Am Botanischen Garten

50735 Köln

T: 0221 821 31 83

FREIES WERKSTATT

THEATER

Zugweg 10, 50677 Köln

T: 0221 32 78 17

GLORIA THEATER

Apostelnstr. 11, 50667 Köln

T: 0221 66 06 30

HALLE KALK

Neuerburgstraße 1, 51103 Köln

T: 0221 995 531 210

HÄNNESCHEN-THEATER

Puppenspiele der Stadt Köln

Eisenmarkt 2-4, 50667 Köln

T: 0221 258 12 01

5

1

HORIZONT THEATER

Thürmchenswall 25, 50668 Köln

T: 0221 13 16 04

HELLERS BRAUHAUS

Roonstr. 33, 50674 Köln

T: 0221 24 25 45

KABARETT A-Z

Krefelder Str. 26, 50670 Köln

T: 0221 277 58 998

KING GEORG

Sudermannstr. 2, 50670 Köln

T: 0178 251 48 96

KLÜNGELPÜTZ KABARETT

THEATER

Getrudenstr. 24, 50667 Köln

T: 0152 044 43 368

KAMMEROPER KÖLN

Friedrich-Ebert-Str. 4, 50996 Köln

T: 0221 24 36 12

KÖLNER KÜNSTLER THEATER

Stammstr. 8, 50823 Köln

T: 0221 510 76 86

9

4

2

1

6

10

4

3

7

11

MARTIN-LUTHER-KIRCHE

Martin-Luther-Platz, 50677 Köln

T: 0221 348 14 14

MUSICAL DOME

Goldgasse 1, 50668 Köln

Karten: 0180 51 52 53 0

OPERNHAUS KÖLN

Offenbachplatz, 50667 Köln

T: 0221 221 28 400

OPERNTERRASSEN

Brüderstrasse 2, 50674 Köln

T: 01520 776 67 83

ORANGERIE THEATER IM

VOLKSGARTEN

Volksgartenstraße 25, 50677 Köln

T: 0221 952 27 09

RAKETENCLUB

Weidengasse 21, 50668 Köln

T: 0221 257 12 08

SCALA THEATER

Hohenzollernring 48, 50672 Köln

T: 0221 420 75 93

SCHAUSPIEL KÖLN

Offenbachplatz, 50667 Köln

T: 0221 221 28 400

8

2

3

1

12

4

3 7

SENFTÖPFCHEN-THEATER

Große Neugasse 2-4, 50667 Köln

T: 0221 258 10 58

SEVERINS-BURG-THEATER

Eifelstraße 33, 50677 Köln

T: 0221 32 17 92

STUDIOBÜHNE

Universitätsstraße 16a

50937 Köln

T: 0221 470 45 13

SCHLOSSEREI

Krebsgasse, 50667 Köln

T: 0221 221 28 321

THEATER AM DOM

Opern Passagen

Glockengasse 11, 50667 Köln

T: 0221 258 015 354

THEATER AM SACHSENRING

Sachsenring 3, 50677 Köln

T: 0221 31 50 15

THEATER DER KELLER

Kleingedankstraße 6, 50677 Köln

T: 0221 272 20 990

5

5

6

THEATER DIE BAUSTELLE

Bonner Str. 284, 50968 Köln

T: 0221 61 24 80

THEATER IM BAUTURM

Aachener Str. 24-26, 50674 Köln

T: 0221 52 42 42

THEATER IM HOF

Roonstr. 54, 50674 Köln

T: 0221 356 81 22

THEATER TIEFROT

Dagobertstr. 32, 50668 Köln

T: 0221 460 0911

THEATERPÄDAGOGISCHES

ZENTRUM

Genterstr. 23, 50672 Köln

T: 0221 52 17 18

YAKULT-HALLE

Offenbachplatz, 50667 Köln

T: 0221 221 28 400

2

Foto: Wolfgang Weimer

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