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annieheuserschule

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Jubiläumsausgabe

Durchblick

Ausgabe 100 • 27. Mai 2011

Freie Waldorfschule in Berlin

Charlottenburg-Wilmersdorf


2 | Durchblick 100 | Annie baut Schule

>>> Annie baut Schule

Feierliche Grundsteinlegung

Am 18. Mai erlebte unsere Schulgemeinschaft

eine Grundsteinlegung der besonderen Art,

zugeschnitten auf die individuellen Rahmenbedingungen

unseres neuen Schulgebäudes. Da

unser Schulhaus schon besteht, gab es keine

Notwendigkeit, dem sonst üblichen Ritus zu

folgen und einen Grundstein, bestückt mit

Segen spendenden symbolischen Gaben, in

den Grundmauern zu verbauen. So gab es auch

keine zeitliche Vorgabe für den Termin der

Grundsteinlegung. Stattdessen gab der 115.

Geburtstag der Namenspatronin unserer Schule

den feierlichen Anlass für die Enthüllung eines

künstlerisch gestalteten Grundsteines, der

künftig im Eingangbereich der Schule sichtbar

eingebaut werden wird.

Der Festakt begann um 10 Uhr in der Eingangshalle

der Eisenzahnstraße. Die temporäre

Bühne, die für das Frühlingsfest aufgebaut

worden war, tat ein weiteres Mal gute Dienste

und präsentierte unter einem blauen Tuch

verborgen den Grundstein. Schüler, Lehrer

und auch viele Eltern füllten den Raum. Zwei

Klassen gedachten aus der Ferne des feierlichen

Ereignisses: Die 5. Klasse weilte in Ahlbeck am

Stettiner Haff; die 8. Klasse war mit Frau Knaack

und Herrn Wehnau auf Segeltörn.

Das Schulorchester unter der Leitung von Herrn

Matthäus leitete die Feierlichkeiten ein. In

Kammermusikbesetzung wurde der 1. und

2. Satz des kleinen Trios von Hans-Peter Lind

gespielt, dann hatte Frau Junghans das Wort.

Sie gedachte mit einer Kurzbiografie dem Leben

und Wirken Annie Heusers, die unter dem

Regime der Nationalsozialisten eine bestehende

Schule schloss, um keine Kompromisse eingehen

zu müssen und später lange in der Lehrerbildung

tätig war. Frau Junghans fächerte an

Annie Heusers Ehrentag das Leben einer starken

und von pädagogischen Visionen motivierten

Frau auf, die für ihre Ideale fest einstand. So

wurde für die anwesende Schulgemeinschaft

ein klein wenig das Geheimnis gelüftet, wer

denn diese Annie Heuser eigentlich war, deren

Namen wir so oft aussprechen.

Nun harrte schon gespannt erwartet ein

weiteres Geheimnis seiner Enthüllung. Als

symbolische Protagonisten für das starke Trio

unserer Schule bestehend aus Schülern, Lehrern

und Eltern kamen Frau Buchheim (Lehrerin der

1. Klasse), Christian Löwe (Vater aus der

3. Klasse) und Joris Kahl (Schüler aus der 3.

Klasse) auf die Bühne und lüfteten begleitet

von einem staunenden Raunen gemeinsam das

blaue Tuch. Zum Vorschein kam ein wunderschönes

Sandsteinrelief.

Nach konzeptionellen Überlegungen, die aus

einer aus dem letzten pädagogischen Wochenende

hervor gegangenen Zusammenarbeit von

Eltern und Lehrern entwickelt worden waren,

entstand die Idee der Symbolik, beruhend auf

den Grundformen Kreis, Dreieck, Quadrat und

dem Pentagramm. Die künstlerische Umsetzung

übernahm die Bildhauerin Konstanze Prieß,

Mutter aus der 3. Klasse, gemeinsam mit ihrer

Kollegin Christiane Riederich, die das Relief

herausarbeitete.

Frau Brunk führte auch für die kleinen Zuhörer

eingängig in die Symbolik der Formensprache

ein, die die Kinder in ihrem täglichen Wirken

in der Schule auf vielen Ebenen erfahren und

erfassen:

Der Kreis steht für die Verbindung des Menschen

zum ganzen Kosmos, der Mensch selbst

ist sein Abbild, so finden sich etwa die Rhythmen

Annie baut Schule | Durchblick 100 | 3

der Planetenbewegungen in seinen Organfunktionen

wieder.

Das Quadrat symbolisiert die Erde und die Verbindung

des Menschen als Erdenbürger mit den

vier Elementen Erde, Feuer, Luft und Wasser. Er

selbst trägt die vier Elemente in sich, denn er hat

das Feste in sich wie Knochen und Zähne, das

Flüssige durchströmt ihn mit seinen Körpersäften,

die Luft tritt mit ihm in der Ein- und Ausatmung

bis in die kleinste Zelle in Verbindung und

die Wärme durchdringt ihn,

solange er lebt. Das Quadrat

spiegelt dabei auch die

räumliche Ausrichtung des

Menschen wider, seine Orientierung

ausgerichtet auf

die vier Himmelsrichtungen

und nach oben, unten,

rechts und links.

Das Dreieck bezieht sich auf

den Menschen als empfindendes

(fühlendes), denkendes

und handelndes Wesen.

Auch durchdringt ihn in

jedem Augenblick der

Dreiklang der Zeit: aus der

Vergangenheit kommend,


4 | Durchblick 100 | Annie baut Schule

das Jetzt erlebend, in die Zukunft ausstrahlend.

Der Fünfstern steht für den Menschen an sich:

oben frei ruht das Haupt, die Füße finden auf

der Erde festen Halt und die Arme und Hände

können in der Welt tätig werden.

Frau Brunk rief den Stein als freundschaftlichen

Wächter auf, diejenigen, die auf ihn schauen,

an die Möglichkeiten der individuellen Menschwerdung

zu erinnern, um die eigenen Kräfte zu

erwecken. So wird er im Eingangsbereich als

ein Kraftspender wirken und die Eintretenden

willkommen heißen.

Zum feierlichen Abschluss spielte das Schulorchester

in großer Besetzung mit Posaune und

Trompete die kleine Jagdmusik von Telemann.

Getragen von dem Nachklang der Musik verließen

die Gäste bei strahlendem Sonnenschein

das Gebäude – in freudiger Erwartung, hier bald

die Räumlichkeiten mit Leben zu füllen.

Silja Kahl (Mutter 3. Klasse)

Ernst Weißert über

Annie Heuser aus den ersten

Jahren der Waldorfschule in

Berlin

Über Annie Heuser zu berichten ist schwer. Sie

war die dynamischste Kraft im alten Berliner

Kollegium. Sie war freundschaftlich-offen und

Studentenhaft-kameradschaftlich. Sie konnte

herb und kritisch sein; sie ließ einen mitleben

an ihren Problemen. Sie erzählte gern von ihren

Jugendjahren im Lehrerhaus in Nachrodt bei

Hagen, von ihren Eltern und ihrer Schwester, sie

war Westfälin.

Fast täglich begleitete ich sie und Ines Arnhold,

die mit ihr zusammen in der Kleinbeerenstraße

wohnte. Gern nahm sie einen mit zu ihr hinauf

zum Essen. Oft stand sie gegen Abend vor der

Wohnung, um einen mit in die Stadt abzuholen.

Manchmal überkam sie – z.B. wenn Garbo-Filme

liefen – ein Kinoraptus; dann besuchte sie zwei

Vorstellungen hintereinander. Die Saga vermeldet,

dass sie auch noch mit der Taxe zu einem

dritten Kino fuhr.

Immer gingen Anstöße von ihr aus. Ihre Klasse

war einem am engsten vertraut; ich war überhaupt

in vielem ihr Vertrauter und fiel auch

immer wieder in Ungnade. An ihrer klaren Kritik

hat man immer gelernt. Nach dem ersten Vortrag,

den ich vor der Elternschaft hielt, ging sie

drei Tage schweigend an mir vorbei, dann konnte

sie sie es nicht mehr aushalten und sagte:

„Ich habe meine Freundin Ines gefragt: „Sag’ auf

Ehr und Gewissen, halte ich auch so schlechte

Vorträge?“

Bei der internen Lehrertagung Herbst 1932 in

Dornach lernte sie die Eurythmistin Elena

Zuccoli näher kennen. Diese kam nun häufig

nach Berlin auch zu Aufführungen im Blauen

Saal in der Potsdamer Straße. Sie war unser

Star. Wir haben von Zuccoli immer gelernt,

für uns war sie der Abgesandte des Goetheanum

und ein ganz und gar künstlerischer

Mensch.

Durch Annie Heuser wurde viel in der Schule

entschieden, auch der Entschluss, nach dem

Eid auf Hitler den Namen Rudolf Steiner Schule

abzulegen und in Umschulung zu gehen.

Nach dem Schluss der Schule, wobei wir

manches ungnädige Wort von ihr hörten, ging

sie für ein Jahr zu anthroposophischen

Vorträgen nach Finnland, wo Zuccoli in ihrer

Heimat Eurythmiekurse gab.

Dann gingen beide nach Ausbruch des Krieges,

unter Vermeidung deutschen Bodens, nach

Rom, wo die Finnin Elena Zuccoli zeitweilig

schon gelebt hatte; man arbeitete während des

Krieges die ganze Zeit anthroposohisch. Annie

Heuser, die ehemalige Mathematikstudentin in

Bonn, dann Sekretärin in Hamburg, dann

Lehrerin in Berlin, wurde am Erlebnis der römischen

Kunstmuseen, insbesondere Leonardos

Abendmahl, zur Malerin.

Nach dem Krieg übernahm sie zunächst eine

Heilpädagogische Tätigkeit in einer Familie

in Berlin, dann wurde sie ans Goetheanum in

Dornach gerufen, wo sie 1954 das Lehrerseminar

begründete. Dieses leitete sie bis zu ihrem Tod

im Jahr 1966.

Ernst Weißert war Lehrer in Berlin und Stuttgart

und der Begründer des „Bund der Freien

Waldorfschulen“.

A. Junghanns

Annie baut Schule | Durchblick 100 | 5

Dokumentation der

Eisenzahnstraße

Liebe Eltern und Bauhelfer,

mein Beitrag zur Elternarbeit ist die Dokumentation

des Baufortschritts in der Eisenzahnstraße.

Ich fotografiere regelmäßig vor Ort, weiß aber,

dass auch viele von Euch dort Bilder machen.

Deshalb bitte ich Euch, mir möglichst viele von

Euren Bilder an meine E-Mail-Adresse:

foto@isarot.com zu schicken. Wenn es viele

sind, bitte als Paket. Falls ihr keine Möglichkeit

habt, Bilder zu packen, dann nehme ich auch

gerne USB-Sticks oder die verschiedenen Karten

entgegen (übers Schulbüro). Wichtig sind Angaben

zu Etage und Richtung zu machen.

Danke für Eure Hilfe.

Isabel Rothe (Mutter 3.Klasse)

Infos aus dem Baukreis

Es wird momentan geprüft, inwieweit der geplante

Umzugstermin eingehalten werden kann.

Näheres dazu und zu den nächsten Arbeitsschritten

im nächsten Durchblick.

Alwara Junghanns


6 | Durchblick 100 | Aktuelles

100 Mal Durchblick

Fast genau fünf Jahre ist es, da erscheint am

2. Mai 2006 die erste Ausgabe eines neuen

Informationsmedium unserer Schule: der Durchblick.

Wir erinnern uns: Die Annie Heuser Schule

besteht aus den Klasse 1 bis 4 plus der neu

eingeführten Schuleingangsklasse, die damals

noch den prosaischen Namen „0. Klasse“ führte.

Im Sommer vorher sind 75 Schüler und 8 Lehrer

in die Westfälische Straße 17a eingezogen. Das

neue Platzangebot scheint geradezu fürstlich.

Noch bestehen berechtigte Erwartungen, das

gegenüberliegende Gebäude (den gelben Hort)

mittelfristig übernehmen und dauerhaft hier

bleiben zu können. Alles hätte so schön sein

können.

Doch bereits seit einigen Monaten zeichnet

sich ein Konflikt in der Schulgemeinschaft ab.

Die deutliche Mehrheit von Kollegium und

Eltern wünschen sich eine gemeinschaftliche

Führung mit den Waldorf-üblichen Organen. Ein

Weg, den die Gründungslehrerin nicht mitgehen

will. Schlösser werden über Nacht ausgetauscht,

Lehrer fristlos entlassen und wieder eingestellt.

Die Unsicherheit ist groß. Die Gerüchteküche

brodelt. Mit den Vorstandswahlen im März und

April 2006 beginnt ein neuer Abschnitt. In dieser

Situation ergreifen zwei Mütter die Initiative und

sorgen dafür, dass Informationen regelmäßig

fließen, Termine bekannt gegeben werden und

der Flurfunk um harte Fakten angereichert wird.

Kurz und knapp tragen sie Neuigkeiten zu

sammen für die Rubriken: Nachrichten aus dem

Vorstand, Aus den Kreisen, Aus dem Unterricht,

Aus dem Hort, Termine, Vermischtes. Eine von

ihnen ist auch heute noch verantwortlich dabei:

Almut Sliwinski. Mitgründerin Heike Meißner

arbeitet heute als Waldorflehrerin in Hamburg.

Ihr an dieser Stelle den herzlichsten Dank.

Seitdem hat die Redaktion über viele schöne

Monatsfeiern und Feste berichtet, Termine angekündigt

oder auch über die Bekämpfung von

Läusen aufgeklärt.

In den Ausgaben spiegelt sich auch die

Entwicklung unserer Schule wider. Ausgabe 19

vom 23. November 2006 etwa verweist auf eine

Schulversammlung. Wichtigstes Thema dort: die

beginnende Gebäudesuche. Auf das Jubiläum

der 25. Ausgabe vom 1. März 2007 ist die kleine

Redaktion zu recht stolz. Ein Meilenstein der besonderen

Art wurde am 20. September 2007 (Nr.

36) auf dem Rücktitel präsentiert: „Wir haben

eine Putzfee!“. Für neuere Eltern heute vielleicht

unvorstellbar: Bis dahin haben wir das gesamte

Schulhaus sauber gehalten (oder es zumindest

versucht). Im Februar 2008 (Nr. 47) konstituiert

sich das erste Vertrauensteam. In die Annalen

eingehen wird das Ereignis, das wir in der Ausgabe

49 vom 9. April 2008 vermelden konnten:

die Aufnahme in den Bund der Waldorfschulen

in Deutschland. Am 15. März 2010 ziert unser

Protest für das Gebäude in der Gierkezeile den

Titel der Ausgabe 80.

Grafisch kommt das „Infoblatt der Annie

Heuser Schule“ zunächst sehr schlicht daher. In

einigen Ausgaben ziert eine hübsche Zeichnung

von Herrn Eklund die Vorderseite. Seinen heutigen

Auftritt des Titels erhält der Durchblick mit

Ausgabe 37 vom 28. September 2007. Das aktuelle,

professionelle Layout entsteht von Ausgabe

60 im November 2008 an. Eva Nagl übernimmt

die Gestaltung des Durchblicks (siehe auch

entsprechenden Kasten). Produziert wird der

Durchblick bis dahin ganz schlicht am Kopierer

des Schulbüros. Doch langsam übersteigt die

Auflage alle hausinternen Kapazitäten. Eine

Ausgabe erscheint nur online; großer Protest

in der Elternschaft ist die Folge. Da bietet sich

Rainhard Riegert, Vater in der heutigen 8.Klasse,

als rettender Engel an. Er übernimmt in seiner

Druckerei die kostenlose Produktion!

Geblieben ist dem Durchblick bis heute der

Anspruch, über Entwicklungen der Schule zu

berichten. Über Beiträge aus Kollegium, Eltern-

und Schülerschaft freut sich die Redaktion.

Ohne diese Texte wäre der Durchblick nicht

möglich. Nach wie vor steht das Angebot an

die Schüler, ihnen eine Seite für ihre Artikel zu

reservieren.

Christiane Herzer (Redaktion Durchblick)

Aktuelles | Durchblick 100 | 7

Wir freuen uns auf die

nächsten 100 Ausgaben

Sie hoffentlich auch….


8 | Durchblick 100 | Aktuelles | Rückblick Ausgabe 1 vom 02. Mai 2006 Rückblick Ausgabe 49 vom 09. April 2008 | Aktuelles | Durchblick 100 | 9


10 | Durchblick 100 | Aktuelles | Aus dem Schulleben

Willkommen und Abschied

In den vergangenen Jahren hat sich die Annie

Heuser Schule von einer kleinen, in Elterninitiative

angestoßenen Schulgründung zu einer

soliden Waldorfschule entwickelt; mit eigenem

Schulhaus, einer Oberstufe und großem

Kollegium. Diese wachsende Bedeutung in der

Schullandschaft und im Kiez zeigt sich auch im

Auftritt nach außen. Das haben wir in großen

Teilen Eva Nagl zu verdanken. Sie hat unser

Logo entwickelt und eine Vielzahl verschiedene

Broschüren und Flyer gestaltet, die uns

in unserer Arbeit unterstützen. Der Durchblick

verdankt ihr sein heutiges Erscheinungsbild.

Im Frühjahr hat sie mit ihren beiden Kindern

die Schule verlassen. Wir möchten ihr an dieser

Stelle unseren allerherzlichsten Dank aussprechen

für ihr unermüdliches Tun und ihre

kreativen Ideen. Beim Durchblick übernimmt

Anja Dötsch-Ngyuen (Mutter der Kristallklasse)

ihre Aufgaben. Für Aushänge oder eventuell

neu zu gestaltende Materialien werden wir auf

eine externe Grafikerin zurückgreifen. Auf diese

Weise zeigt sich hoffentlich auch künftig die

Annie Heuser Schule in ihrem Erscheinungsbild

als der (Lern-)Ort, den man sich für seine

Kinder wünscht.

Vorstand und Durchblick-Redaktion

>>> Aus dem Schulleben

Feste feiern im neuen Schulgebäude

– Frühlingsfest 2011

Mitgliederversammlung – Grundsteinlegung –

Monatsfeier – Es gab in den ersten Maiwochen

im Grunde genügend Gelegenheiten die Schulgemeinschaft

zu erleben.

Und doch war das Frühlingsfest am 14. Mai

inmitten der Baustelle in der Eisenzahnstraße 37

ein besonderes Ereignis. Unbeschwert vom

Alltag wurde gegessen, geplaudert und - auf

dem Boden der zukünftigen Horträume im Erdgeschoss

- ausgelassen getanzt. Der Schwung

der Band Swinging Pool aus Bremen war für

viele der Gäste ansteckend, für einige bis weit

nach Mitternacht.

Bis 23 Uhr galt es, möglichst noch viele der Lose

für die Tombola an die Frau bzw. den Mann zu

bringen. Von der Feng Shui-Wohnberatung bis

zum Segeltörn auf dem Wannsee gab es einige

originelle Gutscheine, die neben den vielen

Sachpreisen ein begehrtes Ziel für die Loskäufer

waren. 1.270 Euro konnten auf diese Weise für

die Ausstattung des neuen Schulgebäudes gesammelt

werden – ein erfolgreicher Nebeneffekt

für einen gelungenen Abend.

Neben dem schönen Erlebnis im Mai 2011

bleibt aus meiner Sicht die Hoffnung, dass das

Frühlingsfest zu einer jährlichen Tradition an

der Annie Heuser Schule wird, an dem zukünftig

auch die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe

zahlreich teilnehmen. Das Fest würde dann

auf angenehme Art und Weise an die vielen Arbeitstunden

der Eltern erinnern, die den Umbau

mit ermöglicht haben.

Mein herzlicher Dank gilt den Initiatoren und

Helfern dieser Fest-Premiere, namentlich Nicola

und Christian Müller für die Organisation, Belgin

Akcay, Nairouz Mrabet und Manuela Luber

für die Dekoration, Sven Boog und Edelbert Ries

für den wundervollen Tanzboden, Gudrun Lenski

für den undankbaren Job des Toilettenreinigens

sowie allen Spendern der köstlichen kulinarischen

Beiträge und allen Auf- und Abbau-

Aktiven.

Arne Broy (Hort-Erzieher 2. Klasse)

Aus dem Schulleben | Durchblick 100 | 11

Monatsfeier oder was?!

Nein, wir waren nicht im Konzertsaal oder im

Kabarett; nicht in den Straßen von Paris oder auf

dem Bauernhof. Auch wenn sich stellenweise ein

solcher Eindruck aufdrängte: Es war Samstag,

10 Uhr in der Aula der Katharina-Heinroth-

Schule – und Lehrer und Schüler hatten die

Schulgemeinschaft zur Monatsfeier eingeladen.

Von den jüngsten Teilnehmern aus der 1. Klasse

bis hin zu den Großen aus der 9. Klasse spann

sich der Bogen. Alle strengten sich an, gaben

alles und ernteten den verdienten Applaus.

Eingestimmt wurden wir vom Schulorchester

unter der Leitung von Herrn Matthäus. Seit

ihrem ersten Auftritt beim Sommerfest im vergangenen

Jahr haben die Musiker ihr Repertoire

eindrucksvoll erweitert. Man spürt, wie sich der

Klangkörper stabilisiert und zusammen findet.

Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an

Herrn Matthäus.

Viel Fremdsprachliches war zu vernehmen auf

der Veranstaltung. Die Erstklässler legten mit

Herrn Suchold ein schmissiges Lied von „Father

Abraham“ und seinen Söhnen hin. Die Stimmung

stieg – sowohl auf der Bühne als auch

im Publikum – je mehr Gliedmaßen ins Spiel

kamen. Das war ein eindrucksvolles Beispiel

dafür, wie an Waldorfschulen mit möglichst

vielen Sinnen gelernt wird und so den Lernerfolg


12 | Durchblick 100 | Aus dem Schulleben

verfestigt. Auch die 4. Klasse stellte Ergebnisse

aus ihrem Englisch-Unterricht vor. Hier

bewegten sich zunächst die Zungen mit enormer

Geschwindigkeit. Und wer überprüfen möchte,

ob sein Englisch noch für die Anforderungen

dieser Klassenstufe ausreichen würde, sei

eingeladen sich an den virtuos vorgetragenen

Zungenbrechern zu erproben: „The stump thunk

the skunk stunk. The skunk thunk the stump

stunk. But the stump and the skunk both stunk!”

oder „Mr. Knox keeps his socks in a pale pink

chocolate box. They’re orange socks with spots

and clocks.“ Schauspielerisches Talent bewiesen

zwei Schülerinnen der Klasse im Sketch

vom armen Henry mit seiner überaus resoluten

Lisa: Wie sollte das Loch im Eimer nur gestopft

werden? Lisa musste ihrem Partner tüchtig auf

die Sprünge helfen und sich am Ende doch

geschlagen geben.

Nur zwei Jahre später könnten diese Kinder

sich wie ihre Mitschüler aus der 6. Klasse an

einer Adaption von Shakespeares „Romeo und

Julia“ versuchen. Frau Bauer hatte sich mit ihrer

Englisch-Klasse an den Stoff gewagt. In wunderschöne

Kostüme gewandet gelang der Gruppe

ein eindrucksvoller 1. Akt.

Französisch von der 1. Klasse an – da lässt sich

einiges zeigen. So entführte uns die 2. Klasse

mit ihrer Lehrerin Frau Kath in die Straßen von

Paris, in deren Häusern, Zimmern, auf den

Tischen, in Käfigen, Nestern und Eiern sich

wundervolle Dinge verbergen. Und sie demonstrierten,

was passiert, wenn das Denken die

herkömmlichen Vorstellungsrahmen überschreitet.

Fadenspiele sind nicht nur für zwei Hände…

In der 4. Klasse suchte ein französischer Herr

verzweifelt seine Brille und hatte sogar schon

den Hörer in der Hand, um die Polizei einzuschalten.

Die Siebtklässler plagten sich mit der

schwierigen Wahl, ob wohl ein Schirm mitzunehmen

sei oder nicht. Die wohlmeinende Ehefrau

war dem entscheidungsschwachen Monsieur

keine wirkliche Hilfe und auch die wunderbardröge

Concierge leitete unseren armen Helden

zunächst auf die falsche Spur. Bestes Kabarett.

Den krönenden Abschluss bot schließlich die 9.

Klasse, die gerade eine einwöchige Humorepoche

hatte. Frau Farsidjani hatte mit ihnen dabei

unter anderem das wunderbare Programm des

verstorbenen Clowns Frieder Nögge zu den vier

Temperamenten einstudiert. „Drei versuchen einen

zu trösten“ hieß der vielversprechende Titel.

Jetzt waren wir endgültig auf der Kleinkunstbühne

angekommen. Und so war der Melancholiker

von schier abgrundtiefer Trauer, ganz in Schwarz

gewandet. Einzig seine Seelenfarbe blau hellte

etwas auf. Seine Gedanken kreisten intensiv um

sein Leid, einzig getröstet durch das ebenfalls

tiefe Leid anderer. Und so machten sich jeder

auf seine Weise der Sanguiniker, der Choleriker

sowie der Phlegmatiker daran, ihren Freund aus

seiner Trübsal herauszureißen.

Die größten Lacher vor allem der jungen Zuhörer

bekam eindeutig der Sanguiniker; ausgestattet

mit gelben Accessoires, geradezu anstrengend

guter Laune und dem völligen Unverständnis

für den anderen. Sein Chanson erntete Begeisterungsstürme.

Ebenso großes Unverständnis

wie auch Engagement gab es vom Choleriker.

Mit aggressivem Rot überfiel er den immer mehr

in sich zusammensinkenden Melancholiker. Es

fehlte nicht viel und der tatkräftige Choleriker

hätte die Trauer aus ihm herausgeschüttelt. Solcher

Elan ist dem Phlegmatiker völlig fremd.

Gesegnet mit einem eindrucksvollen Bauch,

ruhigem Grün und einem Rucksack voller Essen

erkundigte er sich mehr nach dem Wohlbefinden

des anderen als dass er sich wirklich

eingebracht hätte – wäre auch zu anstrengend.

„Du nagst lieber am Schicksal – na ja, wenn’s dir

schmeckt.“

Super! Vielen Dank an alle Klassen für den kurzweiligen

Vormittag.

Christiane Herzer (Mutter 2. Klasse)

Aus dem Schulleben | Durchblick 100 | 13

Papa-Kinder-Wochenende

Von Donnerstag, 28. April bis Sonntag, 1.Mai

waren insgesamt 13 Papas und 26 Kinder aus

verschiedenen Klassen der Annie Heuser Schule

auf einem Bauernhof in der Nähe von Belzig.

Fernab jeder Zivilisation (allein die Zufahrt zum

Hof beträgt 3,5 Kilometer!) haben wir bei allerschönstem

Sommerwetter die Seele baumeln

lassen. Kein Handy, das uns störte; kein Gameboy

oder Nintendo, der die Kinder oder uns

Papas ablenken konnte. Alle Ferienwohnungen

dort sind zudem ohne Radio und Fernseher und

Handys haben dort keinen Empfang! Wir hatten

mal so richtig Zeit für uns und unsere Kinder.

Zeit, um die Kinder bei ihrem Spiel zu beobachten,

mit ihnen zu toben und gemeinsam zu

kochen, backen oder im Wald spazieren zu

gehen.

Das Thema dieses langen Wochenendes war

Zirkus. Am Donnerstag und am Freitag wurde

fleißig geübt. Die Kinder, im Alter zwischen

einem und elf Jahren, haben sich ohne unser

Zutun eine komplette Vorstellung ausgedacht.

Der Zirkusdirektor Joris aus der dritten Klasse

begrüßte dann am Samstagnachmittag die

Zuschauer (Väter und Kinder). Von Akrobatik

über Einradfahren bei gleichzeitigem Hulahopp

(ich wusste bis dahin gar nicht, dass diese

Bewegungen auch gleichzeitig möglich sind…)

über mehreren Clownsvorführungen ging es bis


14 | Durchblick 100 | Aus dem Schulleben

zu einer Drahtseilartistik auf einer so genannten

Slagline, die wir zwischen zwei Bäumen

gespannt hatten. Es war schon erstaunlich, was

unsere Kinder dort in eigener Verantwortung mit

ihren Ideen in diesen zwei Tagen auf die Beine

gestellt haben.

Nach einem verdienten rasenden Applaus

bestanden unsere Akrobaten auf eine erneute

Vorführung, die wir dann als „Abendvorstellung“

sehen durften. Nachdem die Kleinen dann doch

irgendwann eingeschlafen waren, gab es für uns

Papas das wohlverdiente Bier beim Lagerfeuer

am Abend. Stockbrot backen und Grillen standen

genauso auf dem Programm, wie Schnitzen

mit den Vätern und Gespräche unter Männern.

Braun gebrannt, ausgetobt und doch entspannt

reisten wir am Sonntag wieder zu den gut erholten

Mamas nach Hause. Beim Abschlusskreis

gab es auf die Frage, ob wir so ein Wochenende

wiederholen wollen ein riesengroßes

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!

Der nächster Termin: Freitag 23.9. bis Sonntag,

25.9.2011. Wer mit möchte meldet sich bei

Thorsten Niemann (Papa aus der 3. und 5. Klasse)

Informationen aus der

Schulführung

Zum Schuljahresende werden uns 7 Kollegen

verlassen. Hr. und FR. Eklund, Herr und Frau

Wehnau, Frau Hoffmann, Herr Schubert und

Frau Zora.

Da wir in Berlin offensichtlich nicht vom Lehrermangel

betroffen sind und als Schule im Aufbau

das Interesse vieler Kollegen/Innen wecken,

konnten wir in den vergangenen Monaten sehr

viele Bewerbungen bearbeiten, Vorstellungsgespräche

führen und neue Kollegen/Innen für

unsere Schule gewinnen.

Sobald alle Verträge abgeschlossen sind, gibt es

nähere Informationen.

Im Auftrag der Schulführung

Alwara Junghanns

Neuer Vorstand gewählt

Auf der Mitgliederversammlung des Schulträgervereins

Annie Heuser Schule e.V. am 10. Mai

2011 wurde der Jahresabschluss 2010 festgestellt,

der Vorstand entlastet und nach Ablauf

der zweijährigen Amtsperiode neu gewählt.

Vorstandsmitglieder sind nun: Frau Daniele

Disson (Mutter 8. Klasse), Frau Christiane Brunk

(Lehrerin Kristallklasse), Herr Henning Jesse

(Vater 3. Klasse), Herr Christian Müller (Vater

2. und 4. Klasse), Frau Charlotte Beisswingert

(Elternteil 1. Klasse) und Frau Marie-Alwara

Junghanns (Heileurythmistin).

Christoph Hagenmaier (Geschäftsführer)

>>> Aus den Klassen

Klassenspiel der achten Klasse

Von Elfen, Königen, Handwerkern

und Löwen

In einem fernen Land (Bernadottestraße) an

einem schon bekannten Ort (Rudolf Steiner

Haus) wallen Nebel, streifen feingewandete

Damen und Herren irrend nach ihrem Liebsten

rufend durch den Wald, proben Handwerker

eine „spaßhafte Tragödie“, tanzen Elfen durch

die Nacht, treibt ein Waldgeist sein Unwesen,

wird ein prächtiges Hochzeitfest gefeiert:

„Bei des Feuers mattem Flimmern,

Geister, Elfen, stellt euch ein!

Tanzet in den bunten Zimmern

Manchen leichten Ringelreihn!“

Was ist hier geschehen? Träumte man einen

Sommernachtstraum oder sollte man das Spiel

für bare Münze nehmen? Als ein brüllender Löwe

auftaucht, hebt ein Kind in der ersten Reihe

abwehrend die Hände:

„Nein, nein, weg!“ ruft

es, doch als das Spiel

zu Ende ist geht, wird

begeistert eine Wiederholung

desselben

gefordert. Die achte

Klasse führt ihr Klassenspiel

auf. Dazu ließ sie

sich von Shakespeare

inspirieren: „Ein Sommernachtstraum“.

Das

um 1595/96 entstandene

Stück zählt zu den

populärsten Komödien

Shakespeares.

Es spielen mit: Ein Liebespaar, das sich will, aber

nicht haben darf. Zwei Verliebte, die verschmäht

Aus den Klassen | Durchblick 100 | 15

werden und sich dafür später finden. Handwerker,

die durch den Wald stolpern und versuchen

anlässlich der Hochzeit ihres Herzogs Theseus

mit seiner Hippolyta eine Liebestragödie

einzustudieren. Tanzende Elfen, deren König

Oberon mit seiner Königin Titania in einen

eifersüchtigen Streit gerät, der Auslöser für allerlei

Verwicklungen wird. Maßgeblich beteiligt an

dem Durcheinander ist der übermütige Waldgeist

Puck, der seinem Herrn Oberon stets ein

guter Helfer sein will. Ferner spielen noch ein

Esel, ein Löwe, ein Mond, eine Wand und eine

wundersame Blume eine Rolle. Am Ende gibt es

eine dreifache Hochzeit und eine erschütternde

Tragödie, die der ganzen Hofgesellschaft die

Tränen in die Augen treibt – vor Lachen…

Die Rollen waren trefflich besetzt und überzeugend

dargeboten, großartig auch die sprecherische

Leistung, mit der der zuweilen schwierige

Text vorgetragen wurde. Da wurde im Vorfeld

wohl viel Sprechbildung geleistet. So kamen der

Witz und die sprachliche Eleganz des Shakespeare-Textes

(auch in der Übersetzung noch

erkennbar) gut an und erfreute die Gemüter.

Prächtig auch die farbenfrohen Kostüme und

Verkleidungen, die die drei unterschiedlichen

Gesellschaftsformen verdeutlichten (Adlige,


16 | Durchblick 100 | Aus den Klassen Aus den Klassen | Durchblick 100 | 17

Handwerker, Geister). Besondere Lacherfolge

erzeugten die Eselsmaske, der Löwe, der Mann

im Mond, die Wand und nicht zuletzt Thisbe, die

ein Junge in Mädchengewand mutig verkörperte.

Bühnenbild und Requisite wurden sparsam eingesetzt,

Räume hauptsächlich mit Licht erzeugt,

was einen besonderen Effekt verursachte und

nicht vom Wesentlichen, der Handlung und dem

Text, ablenkte. Die bezaubernde Musik von Frau

Knaack und Frau Korobova betonte die Charaktere

der unterschiedlichen Rollen und schaffte

fließende Übergänge zwischen den Szenen.

Insgesamt eine pointierte, kurzweilige und

überzeugende Darstellung, die alle Zuschauer in

ihren Bann schlug und begeisterte. Herzlichen

Dank allen Helfern und Lehrern. Allen voran

Frau Debes, Herrn Wehnau und Frau Knaack,

die wochenlange Schwerstarbeit unter zum Teil

erschwerten Bedingungen leisteten. Doch es

hat sich gelohnt. Auch für die Klasse, die viel

erfahren und gelernt hat und die die Theaterarbeit

weiter zusammengebracht hat, so dass sie

danach gestärkt an ihr nächstes großes Projekt –

die Klassenfahrt auf einem großen Segelschiff in

der Ostsee herangehen konnten. Applaus!!!

Und mit den Schlussworten des Oberon wünsche

ich der ganzen Schule:

„Elfen sprengt durchs ganze Haus

Tropfen heiligen Wiesentaus!

Friede sei in diesem Schloss,

und sein Herr: ein Glücksgenoss!“

Barbara Wedel (Mutter 8. Klasse)

Die ganze Welt ist eine Bühne

All the world’s a stage, and all the men and women

merely players.

(Act 2, Scene 7 aus As You Like It)

„Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Frauen

und Männer bloße Spieler.“

Nimmt man diese Worte Shakespeares aus der

Komödie Wie es euch gefällt ernst, so verändern

sie den Blick auf das Schauspielen und zeigen

den klaren Bezug zum Leben auf. So wenig die

Worte des englischen Dramatikers, Lyrikers

und Schauspielers (1564-1616) an Bedeutung

verloren haben, so wenig haben es seine

Werke und er bleibt bis heute – nicht nur in der

englischsprachigen Welt – der meistgespielte

Bühnenautor.

Shakespeare hat das Theater revolutionär verändert

und geprägt. Dies liegt zum einen fraglos

darin begründet, dass er ein Virtuose seiner

Sprache war, dem es gelungen ist, Hoch- und

Alltagssprache so miteinander zu verbinden,

dass er auf einmalige Art und Weise ein breites

Publikum ansprach.

Die Grundthemen seiner Werke sind Treue und

Verrat, der Sinn der Macht und des Lebens trotz

Todesgewissheit, die Überwindung des Bösen in

einer abgrundtief schlechten Welt, der Konflikt

zwischen Denken und Handeln, Leidenschaften,

der Zwiespalt zwischen Vernunft und Gefühl,

usw.

Diese Themen sind nicht neu und beschäftigen

die Dichtung schon seit ihren Anfängen. Neu ist

aber die Art und Weise, wie die Menschen mit

ihnen umgehen. Bei Shakespeare gibt es keine

grundsätzlichen moralischen oder theologischen

Dogmen oder eine allgegenwärtige Vernunft.

Der Mensch ist in seinen Handlungsmöglichkeiten

nicht prinzipiell festgelegt, sondern

er entwickelt sich von Augenblick zu Augenblick,

und auch Irrationales kann die Entscheidung

für ein bestimmtes Vorgehen beeinflussen. Die

Figuren haben also eine völlig neue Qualität

von Individualität, sie entwickeln und verändern

sich.

Ist es die Hoffnung auf oder der Glaube an

diese Möglichkeit der Veränderung in jedem

Augenblick, die uns in Shakespeares Bann zieht?

Vielleicht. Denn untrennbar mit ihr verbunden

ist die Freiheit des Menschen.

Annette Bauer (Englischlehrerin 8. Klasse)


18 | Durchblick 100 | Aus den Kreisen Termine | Durchblick 100 | 19

>>> Aus den Kreisen

Neuer Name –

das Vertrauen

bleibt wichtig

Das Vertrauensteam heißt jetzt Vertrauenskreis

und hat neue Mitglieder. Auf der Schulversammlung

am Dienstag, 10. Mai 2011 wurden Frau

Knaack, Herr Suchold, Herr Warrlich und Herr

Niemann als Vertrauenspersonen für unsere

Schulgemeinschaft gewählt. Bei allen, die an

diesem Abend ihre Stimme abgegeben haben,

möchten wir uns ganz herzlich bedanken.

Gerne können Sie uns anrufen oder persönlich

ansprechen, wenn Sie jemanden brauchen, der

Sie in einer schwierigen Aussprache begleitet

oder wenn Sie den Kontakt in einem verhärteten

Konflikt wieder aufnehmen wollen. Manchmal

ist es hilfreich, wenn eine neutrale Person das

Gespräch moderiert oder einfach nur für eine

Rückmeldung zur Verfügung steht. Die Informationsbroschüre

des Vertrauenskreises wird zurzeit

überarbeitet und demnächst im Durchblick

veröffentlicht.

Für weitere Fragen stehen Ihnen alle vier

Vertrauenskreis-Mitglieder als Ansprechpartner

zur Verfügung. Wir freuen uns auf ein vertrauensvolles

Miteinander in unserer Annie Heuser

Schule.

Thorsten Niemann (für den Vertrauenskreis)

Letzte Aufrufe zum

Sommerfest

Für „Die Reise um die Welt“ sind fast alle Koffer

gepackt. Wir freuen uns sehr, wenn es losgeht!

Vorab noch ein paar Hinweise und Bitten:

Wir wollen dieses Jahr den Müll möglichst gering

halten. Deshalb nochmal zur Erinnerung: Bitte

bringt nach Möglichkeit zum Fest Eure eigenen

Teller und Becher mit und tragt Sorge, dass Ihr

diese auch wieder mitnehmt. Natürlich halten

wir zur Not auch unser Einweggeschirr bereit,

aber es wäre toll, wenn der Müllberg diesmal

in die Tonne passt, ohne darauf rumhüpfen zu

müssen.

Die Speisen, die Ihr zum Fest mitbringt: die

Kuchen, Pizzen, usw. dürfen gerne international

sein, denn wir möchten ja gerne Geschmäcker

ferner Länder probieren. Und falls das Rezept

besonders gut ist, dürft Ihr es auch gleich noch

Ina (ina.abraham@berlin.de) schicken. Sie stellt

nämlich ein „Annie-Heuser-Koch-und Backbuch“

zusammen.

Die Tombola-Organisatoren (7.Klasse) bitten

dringend noch um Abgabe von Spenden, damit

viiiieeeele Gewinne die Loskäufer erfreuen.

Drückt die Daumen für gutes Wetter!!

Euer Festkreis

Tag Datum Zeit Veranstaltung Ort

Sa 28.5.2011 9.00-18.00 Uhr Bauwochenende

7. bis 9.Klasse

Eisenzahnstr. 37

Sa 28.5.2011 9.00-14.00 Uhr Olympische Spiele 5.Klasse Emil-Molt-Schule

Mo 30.5.2011 20.00 Uhr Elternabend 8. Klasse Klassenraum

Mo 30.5.2011 20.00 Uhr Elternforum Eurythmiesaal

Do 02.6. - 03.6.2011 Himmelfahrt + Brückentag

Mi 08.6.2011 20.00 Uhr Hortelternabend Eurythmiesaal

13.6.2011 Pfingsten

Fr 17.6.2011 13.30 - 15.30 Uhr "Café baut Schule"

Eltern der 2.Klasse verkaufen

Kaffee und Kuchen

Westfälische Str. 17a

Sa 18.6.2011 9.00-14.00 Uhr Bauwochenende

Kristallklasse, 1.+2.Klasse

5.+6.Klasse

Eisenzahnstr. 37

Sa 18.6.2011 14.00-18.00 Uhr Sommerfest Westfälische Str. 17a

Mo 20.6.2011 20.00 Uhr Elternabend

NEUE Kristallklasse

Klassenraum

Sa 25.6.2011 9.00-18.00 Uhr Bauwochenende

3.+4.Klasse, 7. bis 9.Klasse

Eisenzahnstr. 37

Mo 27.6.2011 20.00 Uhr Elternforum Eurythmiesaal

29.6. – 12.8.2011 Sommerferien

Alle Termine sind auch im Internet unter

www.annie-heuser-schule.de unter Infos & Neues zu finden.


20 | Durchblick 100 | Termine

Ferien- und Feiertagskalender

Himmelfahrt 2011 Do, 02.06.11

Pfingsten 2011 Mo, 13.06.11

Sommer 2011 Mi, 29.06.11 – Fr, 12.08.11

Herbst 2011 Mo , 03.10.11 – Fr, 14.10.11

Weihnachten 2011/2012 Mi, 21.12.11 – Di, 03.01.12

Winterferien 2012 Mo, 30.01.12 - 03.02.12

Ostern 2012 Mo, 02.04.12 - Fr, 13.04.12

1.Mai 2012 Mo, 30.04.12

Himmelfahrt 2012 Fr, 18.05.12

Pfingsten 2012 Mo, 28.05.12

Sommer 2012 Mi, 20.6.12 -Fr, 3.8.12

Herbst 2012 Mo, 01.10. - Fr, 12.10.12

Weihnachten 2012/2013 Mo, 24.12.12 - Fr, 04.01.2013

Angegeben ist jeweils der erste und der letzte Ferientag.

Vor den Sommer- und Weihnachtsferien endet

der Unterricht um 11.00 Uhr.

Schließzeiten Ferienhort

Himmelfahrt 2011 Fr, 03.06.11

Sommer 2011 Mi, 29.06.11 – Di, 19.07.11

Weihnachten 2011/2012 Mi21.12.11 -Di 03.01.12

Ostern 2012 09.04.12 - 11.04.12

1.Mai 2012 Mo, 30.04.12

Himmelfahrt 2012 Fr, 18.05.12

Pfingsten 2012 Di, 29.05.12

Sommer 2012 Mi, 20.06.12 - Fr, 06.07.12

Weihnachten 2012/2013 Mo, 24.12.12 - 04.01.13

Angegeben ist jeweils der erste und der letzte Schließtag.

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E-Mail: d.koetter@t-online.de

Nächste Ausgabe

Der nächste Durchblick erscheint am 10.Juni 2011.

Redaktionsschluss ist Dienstag, 07.Juni 2011

um 13.00 Uhr.

Impressum

Herausgeber:

Annie Heuser Schule

Westfälische Str. 17a

10709 Berlin

www.annie-heuser-schule.de

Redaktion

Christiane Herzer, Almut Sliwinski,

e-Mail-Kontakt:

durchblick @ annie-heuser-schule.de

Gestaltung

Anja Dötsch-Nguyen

Fotos

Ina Abraham,

Viktoria Birkner,

Silija Kahl,

Thorsten Niemann,

Isabel Rothe

Druck

Rainhard Riegert, www.riegertdruck.de

Beiträge und Anzeigen bitte im Schulbüro abgeben

oder bis Dienstag 13.00 Uhr an

durchblick @ annie-heuser-schule.de senden.

Die Verfasser sind für den Inhalt der Artikel

selbst verantwortlich.

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