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Brainfood

Ernährung für mehr Leistung

Babyweiche Haut

Das Einmaleins der Säuglingspflege

Wenn Angst das Leben diktiert

Über Umgang, Therapie und Befreiung von der Angst

Nr. 43 April 2010

Asklepios intern 43/2010 1


Editorial

Autonomie und

Würde im Alter

Quellennachweis

Statistisches Bundesamt

Deutschland - 2008

Sehr geehrte Leserinnen,

sehr geehrte Leser,

Dr. Bernard gr. Broermann

Neugeborene haben in Deutschland heute

eine fast doppelt so hohe Lebenserwartung

wie vor 100 Jahren: Jungen können

durchschnittlich 76,9 Jahre und Mädchen

82,3 Jahre leben.* Die Aussichten, in unserem

Land gesund älter zu werden, stehen

also besser denn je. Dies haben wir

sowohl dem medizinischen Fortschritt als

auch gesünderen Lebensbedingungen zu

verdanken.

Doch leider bleibt nicht jeder bis ins

hohe Alter vital. Mit der Anzahl älterer

Menschen nimmt auch der Anteil derjenigen

zu, die durch Krankheit auf Hilfe

angewiesen sind. Für die sehr unterschiedlichen

Alterserkrankungen ist die

Diagnose oft schwierig. Daher beschäftigt

sich die Geriatrie ausschließlich mit

den Erkrankungen älterer Menschen. Sie

überschreitet dabei die organmedizinisch

orientierte Medizin und ermöglicht so

eine altersspezifische Behandlung.

Die Asklepios Kliniken verfolgen die Entwicklung

der Altersmedizin seit Jahren

mit großem Interesse und Engagement.

Bereits seit 1993 gibt es in der Paulinen

Klinik Wiesbaden eine Fachabteilung

Geriatrie. Sie wurde damals als Modellprojekt

des Bundes eingerichtet. Heute

setzten sich bundesweit die Erfahrungen

aus diesem einzigartigen Projekt durch,

geriatrische Einrichtungen sind keine

Seltenheit mehr. Allein bei Asklepios

kümmern sich acht rein geriatrische Abteilungen

um das Wohl ihrer Patienten –

eine von ihnen wurde erst im Januar in

Seligenstadt eröffnet.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

geriatrischer Einrichtungen haben ein

gemeinsames Ziel: die Erhaltung eines

eigenständigen und mobilen Lebens ihrer

Patientinnen und Patienten bis ins

hohe Lebensalter. Sie leisten damit einen

wichtigen Beitrag zur Autonomie älterer

Menschen und damit zur Erhaltung ihrer

Würde.

Ihr

Bernard gr. Broermann

Asklepios intern 43/2010 3


Titelthema S. 6

S. 20

S. 50

S. 65

Titelthema

▼Inhalt

6 Wenn Angst das Leben diktiert

Medizin & Wissenschaft

10 Medizinticker

12 Neuester Lebensretter für das schwache Herz

13 Leberspezialisten in Lich

14 Moderne chirurgische Konzepte für Kopf-Hals-Tumore

16 Wenn der Fuß nicht mehr richtig in den Schuh passt:

„Hallux valgus“- Sprechstunde in Bad Abbach

18 Chronische Schmerzen erzählen eine persönliche Geschichte

20 Klinik Altona eröffnet Emergency Room

22 Transsexualität

24 Gibt es den geborenen Kriminellen?

26 Herzchirurgie heute

28 ADHS bei Erwachsenen

Gesundheit & Wirtschaft

30 Kurz und Knapp

32 Aus der Praxis – für die Praxis: Wunden versorgen,

behandeln und heilen

34 „Ein auf Dauer leistungsstarkes Unternehmen“

36 Welche Laufbahn soll ich einschlagen?

37 Mit „Leonardo da Vinci“ nach Spanien

38 Villa Rothschild als „Ort der Freiheit und Demokratie” geehrt

39 Aufklärung, Prävention und Öffentlichkeitsarbeit

40 Dem Zucker auf der Spur

41 Elektronische Schließlösungen erhöhen Funktionalität

und Komfort

42 Felix Fit wird noch fitter!

43 900 kleine rote Schleifen im Krankenhaus

44 Two Thumbs Up for the AFH

45 Weiterbildung Endoskopie

46 Service-Schulung für Privatkliniken in Bad Griesbach

47 Pflege ist Kopf-, Herz- und Handarbeit!

48 Personalia

Patientenforum

50 Doktor Leo Löwenherz gibt Kraft und Hoffnung

51 Ein Dementengarten im Pflegezentrum Ahrensburg

52 Ist gesunder Spitzensport möglich?

53 Impressum

54 „Danke für mein neues Leben!“

56 Mit Stethoskop und Stahlhelm

58 Kleine Wunder, ganz groß

59 Von Schülern für Schüler

60 Theater als Therapie – das Theaterlabor 82

62 Babyweiche Haut – das Einmaleins der Säuglingspflege

64 Sind Sie schon freundlich, oder müssen Sie noch

zu einem Seminar?

65 Sponsoring für das Damenbob-Spitzenteam

66 Gut zu wissen: Brainfood, Ernährung für mehr Leistung

68 Asklepios Quiz

69 Buchtipps

70 Klinikübersicht

Sehr geehrte Leserinnen,

sehr geehrte Leser,

ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass die Euler

Hermes Rating GmbH die Bonität und Zukunftsfähigkeit der

Asklepios Kliniken Verwaltungs GmbH zum gegenwärtigen

Zeitpunkt mit „BBB“ Outlook „stabil“ bewertet.

Das Unternehmen wird ferner im Vergleich zur Gesamtwirtschaft

als überdurchschnittlich und im Branchenvergleich als

überdurchschnittlich gut beurteilt.

Die neuerliche Bestätigung untermauert das nachhaltige und

erfolgreiche Geschäftsmodell unseres Unternehmens.

Asklepios wächst. Anfang Februar konnte für die drei Krankenhäuser

Burglengenfeld, Nabburg und Oberviechtach aus dem

Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz die Übertragungsvereinbarung

unterzeichnet werden. Die drei Kliniken verfügen

über insgesamt 361 Betten. Eine angeschlossene geriatrische

Rehabilitation mit einer Kapazität von 50 Betten komplettiert

das Angebot an der Grund- und Regelversorgung.

Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für unsere

Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Sie beeinflusst unsere

Fähigkeit zum Lernen und unsere mentale Wachsamkeit.

Auch die Fähigkeit, Glück zu erleben, wird vom Hirn mitgesteuert.

Bestimmte Lebensmittel wirken sich dabei besonders

positiv aus. In diesem Magazin finden Sie Ernährungstipps,

die Ihre mentale und körperliche Leistungsfähigkeit ganz entscheidend

unterstützen können.

Felix Fit aus Höxter ist in unserem Unternehmen seit Jahren

ein guter Bekannter. Angesichts des wachsenden Bedarfs

an gesundheitsfördernden Leistungen wurde in der Weserbergland

Klinik ein Qualifizierungs- und Fortbildungszentrum

gegründet. In der Startphase werden Gesundheitsprogramme

für Kinder und Erwachsene sowie Weiterbildungen

für Rückenschullehrer angeboten. Die Angebotspalette wird

stetig erweitert. Ich wünsche den Kolleginnen und Kollegen

des Fortbildungsteams viel Erfolg und danke ihnen für ihr

Engagement in einem Bereich, der uns allen am Herzen liegt.

Ihr

Dr. Tobias Kaltenbach

Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung


Titelthema

Wenn Angst das Leben diktiert

Über Umgang, Therapie und Befreiung von der Angst

Angst ist ein grundlegendes und normales Gefühl, das alle Menschen kennen und im Laufe ihres Lebens schon empfunden

haben. Das Gefühl der Angst hat in den meisten Situationen eine elementare Warnfunktion – es weist uns auf

Gefahren und Grenzen hin. Die mit Angst verbundenen körperlichen Signale wie erhöhter Herzschlag ermöglichen

die schnelle Reaktion auf eine Bedrohung. Dann geht die Angst vorüber. Doch was geschieht, wenn sie den Alltag

so dominiert, dass ein normales Leben nicht mehr möglich ist? Asklepios intern sprach mit Prof. Dr. Stefan Kropp,

Chefarzt der Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der Fachkliniken Teupitz und Lübben, über

Therapiemöglichkeiten bei Angststörungen und den Weg zurück in angstfreies Leben.

Was ist Angst und wie entsteht sie?

Angst ist ein normalpsychologisches Phänomen. Als primärer

Affekt setzt Angst wichtige Signale. Angst versetzt uns in die

Lage, Gefährdungen und brenzlige Zustände zu erkennen, zu

bewerten und zu differenzieren. Sie ist eine unsichtbare „Antenne“

für bedrohliche Situationen. Ein Überleben der menschlichen

Spezies wäre ohne Angst ausgesprochen schwierig gewesen.

Erfolgen jedoch die falschen Reaktionen auf Umweltreize,

werden also beispielsweise Gefahren zu hoch oder auch zu

niedrig eingeschätzt, dann kann sich dies auf das Leben und

die Weiterentwicklung des jeweiligen Menschen ungünstig

auswirken. Eine angemessene und gut austarierte Angstbalance

hat eine beschützende Wirkung. Denn grundsätzlich ist das

menschliche Handeln darauf ausgerichtet, gefährliche Situationen

zu vermeiden und durch Erfahrungen planvoll zu handeln.

Zuviel Angst beeinträchtigt unser Leben, zu wenig allerdings

auch. Oder würden Sie auf eine heiße Herdplatte fassen, über

eine marode Brücke spazieren oder unangegurtet Auto fahren?

Ganz sicher nicht.

Durch welche klassischen körperlichen Symptome macht sich

Angst bemerkbar?

Betroffene berichten von starkem Herzklopfen, einem „Kloß

im Hals“, Schmerzen in der Brust, Erstickungssymptomen,

Schwindelattacken, Taubheitsgefühlen, Kurzatmigkeit, Benommenheit,

Herzschmerzen, Gefühlen der Unwirklichkeit, von

der Angst, verrückt zu werden, Angst vor dem Tod, Hitzewallungen

und Kälteschauern.

Wie häufig treten Angststörungen auf, und ab wann besteht Behandlungsbedürftigkeit?

Angststörungen treten im Gegensatz zu anderen Erkrankungen

relativ häufig auf. Wissenschaftliche Studien ergaben, dass etwa

15 Prozent aller Menschen im Laufe ihres Lebens mindestens

einmal mit Beschwerden einer Angsterkrankung konfrontiert

werden. In den meisten Fällen handelt es sich um Frauen, wobei

davon auszugehen ist, dass Frauen offener mit ihren Angstbeschwerden

umgehen und sich eher behandeln lassen. Angstsymptome

begleiten fast jede psychische Erkrankung. Es gibt jedoch

auch die eigene Krankheitsgruppe der Angsterkrankung.

Betroffene sollten sich in medizinische Behandlung begeben,

wenn die natürliche Angst ihre sinnvolle Funktion verliert,

wenn sie lähmt und dadurch die Gestaltung des eigenen Lebens

massiv einschränkt. Angst macht einsam. Sie beeinträchtigt und

verhindert den Kontakt zu anderen Menschen. Ängstliche Menschen

ziehen sich immer mehr in ihr Schneckenhaus zurück. Sie

geraten in eine soziale Isolation, weil sie Kontakte nach außen

immer mehr einschränken – und irgendwann ganz aufgeben.

Eine Angsterkrankung beginnt meist ganz harmlos. Zuerst werden

beängstigende Situationen geschickt vermieden, später von

vornherein ausgeschlossen. Ein typisches Beispiel dafür ist das

Autofahren. Nachdem das Fahren auf der Autobahn nicht mehr

in Frage kommt, werden später auch die gewohnten Strecken

nicht mehr gefahren. Irgendwann wird das Auto gar nicht mehr

benutzt. Die Angst hat gesiegt.

Die meisten Betroffenen warten aus Scham leider zu lange, ehe

sie Hilfe in Anspruch nehmen. Viele nehmen ihre Angst als Pro-

6 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 7


Titelthema

blem auch gar nicht richtig wahr. Wichtig ist es, sich der Angst

zu stellen und sich nicht vor ihr zu verstecken.

Angst kann aber auch positiv wirken, in einigen Fällen sogar

Mut machen. Es gibt Menschen, die in bedrohlichen Situationen

zu körperlichen Höchstleistungen fähig sind, einen unbedingten

Überlebenswillen aktivieren und über sich hinauswachsen.

Gibt es Menschen, die zu Ängsten neigen?

Ja, die gibt es. Von Geburt an ist das Nervenkostüm der Menschen

unterschiedlich ausgestattet. Jeder von uns bringt eine

gewisse genetische und körperliche Ausstattung mit. Danach

werden wir durch soziale Einflüsse und die Umwelt geprägt.

Kinder, die bereits frühzeitig selbstbewusst heranwachsen und

die Möglichkeit erhalten, Gefahren selbst zu erkennen, sich ihnen

zu stellen oder ihnen angemessen zu begegnen, werden im

späteren Leben weniger Ängste haben. Das vermittelte Urvertrauen

macht sie stark.

Versuchen dagegen Eltern, ihren Nachwuchs vor allen Schwierigkeiten

zu bewahren, ihm alles abzunehmen und zu suggerieren

„Du kannst das nicht!“, dann besteht die Gefahr, dass

unsichere und ängstliche Kinder heranwachsen. Eine solche Erziehung

wird das ganze nachfolgende Leben beeinflussen.

Welche Ängste haben Menschen in der heutigen Zeit?

Gesellschaftliches Oberthema ist die Furcht vor dem sozialen

Abstieg. Viele Menschen, vor allem ältere, haben Angst vor der

Einsamkeit. Andere fürchten sich vor dem Verlust des Vertrau-

ten. Peinigten die Menschen vor 40 Jahren noch reale Ängste

wie Hunger, Krieg und Tod, stehen heute eher andere Ängste

im Vordergrund. Dazu gehören Angst vor Menschengruppen,

Angst vor Nähe oder auch die Angst, verletzt oder abgelehnt

zu werden.

Hat sich der gesellschaftliche Umgang mit der Angst geändert?

Angst wurde in den letzten Jahren als gesellschaftliches Thema

entdeckt und akzeptiert: Die Menschen sprechen heute eher

über ihre Ängste. Sie reagieren viel reflektierter. Ging es vor 50

oder 60 Jahren im Alltag noch ums alltägliche Überleben, verfügen

die Menschen heute über wesentlich mehr Zeit. In einigen

Fällen wird diese mit Grübeln und Nachdenken über eigene

Ängste verbracht.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Angststörungen?

Angst kann im Rahmen einer Psychotherapie oder medikamentös

behandelt werden. Erfolg und Dauer beider Behandlungsmöglichkeiten

richten sich auch danach, wie lange die

Beschwerden schon bestehen. Je früher die Therapie beginnt,

umso besser ist dies für den Behandlungsverlauf. Natürlich

spielen auch persönliche Präferenzen jedes Einzelnen eine Rolle.

Patienten mit Angsterkrankungen können sehr gut ambulant

behandelt werden. Klinisch sehen wir überwiegend Patienten,

die entweder an einer sehr schweren Form einer Angststörung

leiden oder bei denen ihre psychische Grunderkrankung von

einer Angsterkrankung begleitet wird.

Immer wieder suchen Angstpatienten eine schnelle Lösung für

ihr Problem. In Deutschland ist es nicht schwer, an angstlösende

Mittel heranzukommen, die häufig bedenkenlos von Ärzten

verschrieben werden. Oft handelt es sich dabei jedoch um Substanzen,

die abhängig machen. Ich kann vor diesem scheinbar

einfacheren Weg nur warnen, denn neben der ursprünglichen

Angsterkrankung kommt nun auch eine Abhängigkeitserkrankung

hinzu, die ebenfalls sorgfältig behandelt werden muss. In

der Regel erfolgen der Medikamentenentzug und die weitere

Behandlung dann stationär in einer psychiatrischen Einrichtung.

Warum sollten sich Betroffene unbedingt Hilfe holen?

Angst kann chronisch werden. Je länger sie andauert, umso

schwieriger ist sie behandelbar. Eine Lähmung durch Angst

kann eine dauerhafte Isolation verursachen. 10 bis 30 Prozent

aller Angsterkrankten nehmen nicht mehr am sozialen Leben

teil – eine alarmierende Zahl. Deshalb rate ich Betroffenen, so

schnell wie möglich ihren Hausarzt aufzusuchen, um die weitere

Vorgehensweise zu besprechen. Zahlreiche Beratungsstellen,

kirchliche Einrichtungen und Selbsthilfegruppen geben ebenfalls

Empfehlungen und Tipps zu Wegen aus der Angstspirale.

Ist Angst heilbar?

Angst ist kein Schicksal, das hingenommen werden muss. Die

Erkrankung kann bei entsprechender Therapie einen sehr günstigen

Verlauf nehmen, sich deutlich bessern und vollständig

geheilt werden. Grundvoraussetzungen allerdings sind, dass

sich die Betroffenen ihrer Angst stellen, nicht zu lange warten

und sich frühzeitig in ärztliche Behandlung begeben.

Das Gespräch führte Mandy Wolf

8 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 9

Kontakt

Prof. Dr. Stefan Kropp

Chefarzt

Asklepios Fachklinikum Teupitz

Asklepios Fachklinikum Lübben

Kliniken für Psychiatrie, Psychotherapie

und Psychosomatik

Buchholzer Straße 21, 15755 Teupitz

Tel. (033766) 66 276

E-Mail: s.kropp@asklepios.com

Prof. Dr. Stefan Kropp


Medizin & Wissenschaft

+

+++ Online-Überwachung von Risiko-

Patienten

Medizinticker

In der Orthopädischen Klinik Lindenlohe kommt seit einigen Monaten

Vigileo zum Einsatz, ein Monitoring-System der neuesten

Generation, das als „Monitor zur Optimierung des Flüssigkeitsmanagements

und der Sauerstoffversorgung des Gewebes“ beschrieben

wird. Fast alle physiologischen Funktionen von Risikopatienten,

die sich größeren orthopädischen Eingriffen unterziehen müssen,

werden mit Vigileo exakt, kontinuierlich und zuverlässig erfasst. Mittels

modernster Computertechnik können die erfassten Daten digitalisiert,

gespeichert, analysiert und weiterverarbeitet werden. „Wir

haben eine Online-Verbindung zum Patienten“, erklärt Dr. Martin

Wallinger, Oberarzt der Abteilung für Anästhesiologie und Schmerztherapie

in Lindenlohe. Um schnell und umfassend arbeiten zu können,

wurde die komplette IMC-Mannschaft (Intermediate Care) auf

das neue System geschult.

+++ Schnellster CT der Welt in St. Georg

In kürzester Zeit gestochen scharfe Bilder bei geringster Strahlenbelastung:

Ein neuer Hochleistungs-Computertomograph scannt einen

zwei Meter großen Menschen in weniger als fünf Sekunden komplett

vom Scheitel bis zur Sohle – eine Brustkorbuntersuchung ist bereits

in 0,6 Sekunden möglich. Dabei kann die Strahlenbelastung bei

einzelnen Untersuchungen im Vergleich zur herkömmlichen Technik

um bis zu 90 Prozent gesenkt werden! Ein weiterer Vorteil für ältere

Menschen, Kinder, Notfall- oder Intensiv-Patienten: Sie müssen

während der Aufnahme nicht mehr den Atem anhalten. Außerdem ist

das neue Gerät auch für die wachsende Gruppe schwer übergewichtiger

Patienten geeignet. Der CT ist direkt neben der Notaufnahme

platziert und wird die Diagnostik auch bei Schlaganfall- und Notfallpatienten

erheblich verbessern. Auch Eingriffe an Herzklappen,

Herzgefäßen, peripheren Gefäßen und am Herzmuskel können jetzt

noch besser geplant werden: Bei einer ersten Patientin konnten in

dem neuen CT die Herzkranzgefäße so genau dargestellt werden,

dass eine Katheteruntersuchung nicht notwendig war.

Kontakt

Dr. Franz Jürgen Unterburger,

Chefarzt der Abteilung für Anästhesiologie und Schmerztherapie der

Asklepios Orthopädischen Klinik Lindenlohe

Tel. 09431/888-640, E-Mail: j.unterburger@asklepios.com

+++ Neuer Notarztwagen/Intensivtransportwagen

beim ASB-Hamburg

Im Januar konnte die Rettungswache Osdorf das neue Fahrzeug in

Dienst stellen. Es ist für alle Belange der modernen Notfallmedizin

sowie mit umfangreichem Intensiv-Equipement ausgerüstet. Neben

einem Intensiv-Beatmungsgerät, komplettem Monitoring, sechs

Spritzenpumpen und zwei Absaugeinheiten ist der Wagen für die

Aufnahme unterschiedlichster Medizingeräte (wie eine intraaortale

Ballonpumpe oder ein ECMO zur künstlichen Beatmung) vorbereitet

und ausgelegt. Drei hochwertige Sitze im Patientenraum ermöglichen

die problemlose Begleitung durch zusätzliches Fachpersonal.

Seitens des ASB wird die Besatzung weiterhin aus zwei Rettungsassistenten

mit Intensiv-Weiterbildung und einem Notarzt bestehen.

Platzangebot und Komfort (Luftfederung, Klimaanlage) ermöglichen

es nun auch, übergewichtige – und speziell „überbreite“ – Patienten

zu befördern.

+++ Ergonomie am Arbeitsplatz

Wer den Großteil seiner täglichen Arbeitszeit

vor dem Computer verbringt, kennt die

Symptome: Augen, Rücken und Schultern

beginnen zu schmerzen. „Das sind eindeutige

Zeichen für eine falsche Haltung am

Arbeitsplatz“, erklärt Dr. Siegfried Marr,

Chefarzt für Orthopädie am Rehabilitationszentrum

für Rheumatologie und Orthopädie

Dr. Siegfried Marr in Bad Abbach. Dynamisches Sitzen, also

die häufige Änderung der Haltung auf dem

Bürostuhl, ist daher von besonderer Bedeutung: Der Stuhl sollte

höhenverstellbar sein, Rückenlehne, Sitzfläche und Polster müssen

bestimmte Anforderungen erfüllen. Wichtig ist auch ein hochauflösender

Monitor. Um Kopf- und Augenschmerzen vorzubeugen, ist

eine zum Fenster parallele Blickrichtung günstig, und Lichtquellen

sollten sich nicht im direkten Sichtbereich befinden. Doch die regelmäßige

Bewegung kann auch ein ergonomischer Arbeitsplatz nicht

ersetzen: Wer den ganzen Tag sitzt, sollte daher durch Sport nach

der Arbeit einen Ausgleich zur einseitigen Körperhaltung schaffen.

Service-Nummer für Rückfragen

oder Arzt-Arzt-Gespräche: 0700-83398198

Kontakt

Frank Bäcker (Wachenleiter)

ASB-Sozialeinrichtungen (Hamburg) GmbH

Rettungswache Osdorf/ASB-Intensivmobil

Lupinenweg 12, 22549 Hamburg

Tel.: 040/ 83398-198 Fax: -194

Mobil: 0173/ 614 21 64

+++ Brückenschlag zwischen Orthopädie und

Physiotherapie

Prof. Dr. Heiko Graichen (rechts) „assistierte“ beim endoprothetischen Eingriff

am Kunstknie. Symposium-Organisator Dr. Peter Hopp (4. v. r.) stand für Fragen

bereit.

Das Knie war zentrales Thema des 2. Physiotherapie-Symposiums in

Lindenlohe, zu dem 100 Teilnehmer kamen. Assistenzarzt und Physiotherapeut

Dr. Peter Hopp referierte über die funktionelle Anatomie

und Biomechanik des Kniegelenks. In weiteren Vorträgen wurden

Möglichkeiten gelenkerhaltender und gelenkersetzender operativer

Eingriffe erörtert. Besonderen Anklang fand der Workshop: Mit Original-Geräten

konnten am Kunstknochen alle Schritte zur Einbringung

eines Knie-Implantates nachvollzogen werden. Professor Dr. Heiko

Graichen, Ärztlicher Direktor und wissenschaftlicher Leiter des Symposiums,

„assistierte“ den Kursteilnehmern mit seinem Ärzte-Team.

Technisch aufwändig im doppelten Sinne wurde es dann bei einer in

den Vortragssaal übertragenen und von Operateurin Dr. Isabel Winter

kommentierten Live-OP. Die Leiterin der Abteilung Sportorthopädie

und Unfallchirurgie stabilisierte in einem arthroskopischen Eingriff

die Kniescheibe eines Patienten mit einer zuvor aus dem Unterschenkel

entnommenen Sehne. Zum Schluss sprach Hannspeter

Meier, Sportphysiotherapeut und Rehatrainer aus Nürnberg, über

die Rehabilitationsmöglichkeiten nach einer Knie-OP.

10 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 11


Medizin & Wissenschaft

Neuester Lebensretter für

das schwache Herz

Herzinsuffizienz ist die häufigste Volkskrankheit in den wohlhabenden Ländern. Der Krankheitsverlauf entwickelt

sich bei vielen Patienten dramatisch: Eine jahrelange Leidenszeit mit Luftnot, Kurzatmigkeit, Müdigkeit und fehlender

Leistungsfähigkeit führt über immer wiederkehrende Kranken hauseinweisungen zum Herztod. Defibrillatoren

normalisieren mittels Elektroschock den Herzrhythmus bei Kammerflimmern. Im Klinikum Schwalmstadt erhalten

diese Patienten nun einen implantierbaren Defibrillator der allerneuesten Generation.

Chefarzt Dr. Matthias Schulze (rechts)

und Dr. Dieter Zenker von der Thorax-,

Herz- und Gefäßchirurgie der UMG

Göttingen mit dem neuen CRT-D

„Wir sind sehr stolz darauf, im Rahmen

eines weltweiten Zulassungsverfahrens

zusammen mit einigen ganz großen Universitätskliniken

in Europa diese neueste

Gerätetechnologie einzuführen“, so Chefarzt

Dr. med. Matthias Schulze.

„Weltweit anerkannte Studien haben gezeigt,

dass heute viele Leben gerettet werden

können, wenn man diese Geräte viel

früher implantiert, als es noch fünf oder

zehn Jahren üblich war.“ Neben diesem

positiven und lebensrettenden Effekt gibt

es aber auch Nebenwirkungen. Vor allem

falsche Therapien und Schocks des Defibrillators

können zu psychischen Störungen,

Ablehnung der Therapie und unnötigen

Krankenhausaufenthalten führen. Die

neueste Generation von Defibrillatoren verfügt

darum neben sehr hohen technischen

Leistungsmerkmalen und einer langen Lebensdauer

auch über ein neues Paket von

Sicherheitsfunktionen zur Vermeidung falscher

Therapien bzw. Schockabgaben.

„Neben dem außerordentlichen Engagement

unserer Ärzte, die Herzleistungsschwäche

in unserem Einzugsgebiet

mit modernsten Therapiekonzepten zu

behandeln, ist diese neueste Generation

von Implantaten ein Gewinn für unsere

Patienten“, so Dr. Dirk Fellermann, Geschäftsführer

der Kliniken Schwalm-Eder.

„Wir erwarten dadurch weniger Patientenbeschwerden

und eine Reduktion von

Krankenhauseinweisungen aufgrund falscher

Therapien und Schockabgaben.“

Die erste Patientin, die im Klinikum

Schwalmstadt einen ICD mit zusätzlichem

Herzschrittmacher zur kardialen

Resynchronisation erhielt, ist eine typische

Patientin für derartige Implantate.

Die 72-Jährige konnte Arztbesuche zwar

bislang auf ein Minimum reduzieren und

war seit Jahrzehnten nicht mehr im Krankenhaus.

Doch in den letzten Jahren wurden

die Beschwerden stärker: „Es fehlte

zunehmend an der Luft, Erkältungen

dauerten länger als früher, dazu immer

wieder Wasser in den Beinen – das Leben

wurde Qual.“ Nach einer Schwindelattacke

und extremer Luftnot wurde

sie vom Notarzt ins Klinikum gebracht.

Neben dem prophylaktischen Schutz

vor dem plötzlichen Herztod, der in der

Gruppe der Patienten mit ausgeprägter

Herzleistungsschwäche der Killer Nummer

1 ist, erhielt sie einen Herzschrittmacher

zur kontinuierlichen synchronen

Stimulation beider Herzhauptkammern.

„Wir erwarten für die Patientin eine deutliche

Leistungsverbesserung und noch

viele gute Jahre. Natürlich werden wir

sie in unser laufendes Telemedizinisches

Konzept aufnehmen, um so eine maximale

Sicherheit und optimale Betreuung

zu garantieren“, so Dr. Schulze abschließend.

Kontakt

Dr. Matthias Schulze

Allgemeine Innere Medizin und Kardiologie

Asklepios Klinikum Schwalmstadt

Krankenhausstraße 27

34613 Schwalmstadt

Tel.: (06691)799-247

Fax: (06691)799-321

E-Mail: ma.schulze@asklepios.com

Leberspezialisten in Lich

Seit 10 Jahren gibt es in der Akutklinik eine spezielle Lebersprechstunde

Die Leber ist das zentrale Organ des menschlichen Stoffwechsels. Sie dient unter anderem zur nahrungsabhängigen

Speicherung, Umwandlung und Freisetzung von Zuckern und Fetten sowie zum Abbau und zurAusscheidung

körpereigener und medikamentöser Giftstoffe. Auch die Bildung der meisten Bluteiweiße sowie der Gallenflüssigkeit

gehört zu ihren Aufgaben. In jeder Minute wird die Leber von circa 1,5 Litern Blut durchströmt – das sind circa 25

Prozent der Gesamtmenge unseres Blutes.

Die besondere Bedeutung dieses Organs

veranlasste im Jahre 2000 den damaligen

Leiter der Inneren Abteilung der Klinik

in Lich, Professor Dr. Gerhard Goubeaud,

eine Lebersprechstunde ins Leben zu rufen.

Seit 2005 wird diese Sprechstunde von

Professor Dr. Dr. Friedrich Grimminger,

Professor Dr. Jürgen Lohmeyer sowie den

Oberärzten Dr. Karl-Heinz Hohmann und

Dr. Jürgen Huber fortgeführt. Die Lebersprechstunde

findet regelmäßig montags,

mittwochs und donnerstags jeweils von 14

bis 17 Uhr statt.

In der Inneren Abteilung der Klinik werden

alle Formen von Lebererkrankungen

diagnostiziert und behandelt. Neben

chronischen Viruserkrankungen und anderen

infektiösen Lebererkrankungen

betrifft dies insbesondere autoimmunologisch

vermittelte Leberschäden, Schädigungen

der Leber durch Medikamente

sowie Erkrankungen von Leber und Gallenwegen

als Folge von HIV- Infektionen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Licher Internisten

sind durch Alkohol hervorgerufene

Lebererkrankungen. Dazu gehören

Fettleberhepatitis, Leberzirrhose und deren

Komplikationen, Magenerkrankungen

sowie Erkrankungen der Magen- und

Darmschleimhaut – einschließlich infektiöser

Komplikationen.

Auch die Folgen einer chronischen Lebererkrankung

wie beispielsweise Funktionsstörungen

des Gehirns durch unzureichende

Entgiftungsfunktion der Leber

(Hepatische Enzephalopathie) oder die

Prof. Dr. Dr. Friedrich

Grimminger

Chefarzt

Dr. Karl-Heinz Hohmann

Leitender Oberarzt

Abnahme der Nierenfunktion (Hepatorenales

Syndrom) werden behandelt.

Die Diagnostik von primären Tumoren

der Leber sowie die Leberbeteiligung bei

Erkrankungen, die nicht von der Leber

ausgehen, gehört gleichfalls zum Spektrum

der Lebersprechstunde. Und auch

schwangerschaftsspezifische Lebererkrankungen

werden hier diagnostiziert

und therapiert.

Darüber hinaus spielt die interdisziplinäre

Zusammenarbeit in der Klinik eine

große Rolle bei der bestmöglichen Versorgung

der Patienten. Das betrifft in diesem

Zusammenhang insbesondere Diagnose

und Therapie von Erkrankungen der Gallenblase

und der Gallenwege, bei der die

Innere Abteilung und die Chirurgische

Abteilung eng kooperieren.

Prof. Dr. Jürgen Lohmeyer, Dr. Jürgen Huber

Facharzt für Innere Medizin Oberarzt

/ Hämato-Onkologie / Infektiologie

12 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 13

Kontakt

Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger

Chefarzt der Inneren Abteilung

Asklepios Klinik Lich

Goethestr. 4

35423 Lich

Telefon: 06404-81194

E-Mail: lich@asklepios.com


Medizin & Wissenschaft

Moderne chirurgische Konzepte

für Kopf-Hals-Tumore

Das Plattenepithelkarzinom ist der häufigste bösartige Tumor im Bereich der Schleimhäute der oberen Luft- und Speisewege.

Hauptursache ist das Zusammenwirken von langjährigem Alkohol- und Tabakmissbrauch. Die entsprechenden

Therapiekonzepte haben sich in den vergangenen 20 Jahren stark verändert: Die chirurgische Radikalität wird zugunsten

organ- und funktionserhaltender Strategien verlassen, um bei vergleichbaren onkologischen Ergebnissen die

operationsbedingten Funktionseinschränkungen zu reduzieren und so die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

Halssitus während der Neck dissection

1. nach Präparation des Hautlappens

2. mit teilweieser Entwicklung des Weichteilgewebes

3. nach Ausräumung des Weichteilgewebes

Die Behandlung bösartiger Tumoren der oberen Luft- und Speisewege

ist auf Grund der komplexen Anatomie und Organfunktionen

(Gesichtsästhetik, Schluckfunktion, Atmung, Sprache,

Stimme) problematisch. Um funktionelle Einschränkungen

zu reduzieren, wurde seit Mitte der 80er Jahre die transorale

Lasermikrochirurgie mit dem CO -Laser entwickelt. Mit dieser

2

Operationstechnik kann auf einen ein Zugangsweg von außen

verzichtet werden.

Wesentlicher Vorteil der CO -Laserchirurgie ist das berührungs-

2

freie und im kapillären Bereich blutungsarme Schneiden des

Gewebes, was während der Operation eine sehr gute Übersicht

ermöglicht. Die transorale Laserchirurgie wird unter mikroskopischer

Kontrolle durchgeführt. Der Fokus des Laserstrahls

wird dabei stark reduziert, um die thermische Schädigung benachbarter

Gewebe zu verringern.

Das operative Ziel der Lasermikrochirurgie ist die vollständige

Entfernung des Primärtumors. Im Gegensatz zur konventionellen

Chirurgie werden dabei die Resektionsgrenzen durch Lage

und Größe dieses Tumors bestimmt. Das Operationsmikroskop

erlaubt eine gute Unterscheidung zwischen gesundem und tumorösem

Gewebe, und die thermische Versiegelung kleinerer

Blut- und Lymphgefäße ermöglicht eine gute Übersicht während

der Operation. So lassen sich die Tumorgrenzen besser erkennen,

der Operateur wird weitgehend von der Tumorausdehnung

geleitet und kann viel gesundes Gewebe schonen. Dies

ermöglicht den Organerhalt und damit die Aufrechterhaltung

einer guten Schluck- und Stimmfunktion. Darüber hinaus kann

in den meisten Fällen auf einen Luftröhrenschnitt verzichtet

werden.

Literatur und eigene Erfahrungen zeigen, dass die onkologischen

Ergebnisse der Laserchirurgie den konventionell-chirurgischen

Techniken oder der primären Strahlentherapie gleichwertig

und zum Teil sogar überlegen sind. Die transorale, mikroskopisch

kontrollierte CO -Laserchirurgie ist daher bei der

2

Behandlung von begrenzten und oberflächlich gewachsenen

Karzinomen der oberen Luft- und Speisewege die Methode der

Wahl. Auch ausgedehntere Karzinome lassen sich so komplett

entfernen, dies ist aber in hohem Maße von Erfahrung und Expertise

des Operateurs abhängig.

Therapie bei Halslymphknoten-Metastasen

Die Prognose von Patienten mit Plattenepithelkarzinomen im

Kopf-Hals-Bereich wird maßgeblich dadurch bestimmt, inwieweit

auch Halslymphknotenmetastasen vorhanden sind.

Die Erhebung des Halslymphknotenstatus durch alleiniges

Abtasten ist zur gesicherten Erfassung von Metastasen völlig

unzureichend. Bildgebende Verfahren (CT, MRT) ermöglichen

eine gute Beurteilung der Halslymphknoten. Zahlreiche Untersuchungen

zeigten jedoch, dass eine spezielle Sonographie

diesen Verfahren gleichwertig oder sogar überlegen ist. Mit der

sonographisch kontrollierten Feinnadelpunktion (FNP) lassen

sich insbesondere kleinere und in tieferen Halsschichten lokalisierte

Raumforderungen sicher punktieren. Dadurch kann die

Wahrscheinlichkeit einer Halslymphknotenmetastasierung bereits

vor der Behandlung besser eingeschätzt werden.

Die 1906 erstmals beschriebene „radikale Neck dissection“

(RND) war viele Jahrzehnte das Standardverfahren zur Entfernung

zervikaler Lymphknotenmetastasen. Analog zur neueren,

weniger invasiven Chirurgie des Primärtumors wurde aber

auch die Radikalität der Neck dissection schrittweise durch

selektive Formen ersetzt. Die postoperativen funktionellen Einschränkungen

können so bei gleichem onkologischem Ergebnis

deutlich minimiert werden, was verbesserte Lebensqualität zur

Folge hat.

Die Behandlung von Plattenepithelkarzinomen der oberen Luftund

Speisewege und des zervikalen Lymphabflusses hat sich

also in den vergangenen Jahren zugunsten weniger radikaler,

stärker organ- und funktionserhaltender Techniken verändert.

Insbesondere bei Patienten mit weit fortgeschrittenen Primärtumoren

und/oder Halslymphknotenmetastasierungen ist eine

radikale chirurgische Sanierung aber weiterhin erforderlich.

Doch auch hier verbessern neue Resektionstechniken und rekonstruktive

Maßnahmen vielfach die postoperative Funktionalität

(mikroanastomosierte Lappentechniken, Stimmprothesen

nach Laryngektomie).

In vielen Fällen ist nach erfolgter chirurgischer Sanierung des

Primärtumors und der Lymphabflusswege eine ergänzende

Radio- oder Radiochemotherapie erforderlich. In Abhängigkeit

von Tumorlokalisation und -größe kann auch prä- oder postoperativ

eine Chemo- oder Antikörpertherapie sinnvoll sein.

Daher sollte nach Diagnose und Feststellung des Stadiums der

Erkankung das individuelle Therapiekonzept im Rahmen einer

interdisziplinären onkologischen Konferenz festgelegt werden.

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Kontakt

Dr. Christoph Külkens

Abteilung für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde,

Kopf- und Halschirurgie

Asklepios Klinik Nord – Heidberg

Tangstedter Landstraße 400

22417 Hamburg

Tel.: (0 40) 18 18-87 34 64

Fax: (0 40) 18 18-87 33 72

Dr. Christoph Külkens

E-Mail c.kuelkens@asklepios.com


Medizin & Wissenschaft

Zeigt her Eure Füße

„Hallux valgus“-Sprechstunde in Bad Abbach

Eine Zivilisationskrankheit, die jeden achten Deutschen betrifft, sehen die meisten Menschen gar nicht – weil fast

jeder Schuhe trägt. Doch gerade die Schuhe sind oft die Ursache. Sind sie zu eng oder hochhackig, können sie zur

Ballen- oder Schiefzehe, dem Hallux valgus (hallux = Zehe, valgus = krumm, schief, gebogen), führen. Es gibt aber

auch den angeborenen Hallux valgus. Genetische Komponenten, ein früherer Knochenbruch, eine entzündliche

Erkrankung oder eine Muskellähmung können bei der Entstehung ebenfalls eine Rolle spielen. Die gute Nachricht: Es

kann geholfen werden! Die Orthopädische Klinik für die Universität Regensburg im Klinikum Bad Abbach führt im

Jahr rund 350 Vorfußoperationen durch, davon über 200 operative Korrekturen eines Hallux valgus.

„Frauen sind häufiger betroffen als Männer“, erklärt Prof. Dr.

Dr. Joachim Grifka. Denn am häufigsten tritt der erworbene

Hallux valgus auf, der sich auf das Einwirken äußerer Faktoren

zurückführen lässt. Viele Studien belegen, dass zu enges und

hochhackiges Schuhwerk eine entscheidende Rolle bei der Entstehung

der schiefen Großzehe spielt. Die Fehlstellung wird von

den Betroffenen zunächst nur als kosmetisch störend empfunden.

Im Laufe der Zeit aber können sich lokale Schmerzen und

Entzündungen über dem Großzehengrundgelenk entwickeln,

die Fehlstellung kann auch die zweite Zehe verdrängen, und

durch ein verändertes Abrollverhalten treten häufig Schmerzen

über den Mittelfußköpfchen auf. Letztlich kann das Krankheitsbild

in eine Arthrose (Gelenkverschleiß) des Großzehengrundgelenks

übergehen.

Dem behandelnden Arzt und somit auch dem Kompetenzteam

von Prof. Grifka steht eine Vielzahl von konservativen und

operativen Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Entscheidung

für eine bestimmte Therapie erfolgt abhängig vom

Befund und den beklagten Schmerzen. Zu den konservativen

Möglichkeiten gehören eine angepasste Schuhversorgung, die

im Bereich des Vorfußes entsprechend Platz bietet, und die

Durchführung von Fußgymnastikübungen. Durch das Tragen

spezieller Bandagen und Schienen sollen eine Stellungskorrektur

bewirkt sowie ein weiteres Abweichen des Großzehs verhindert

werden. Dem gesamten Spektrum der Fuß- und Sprunggelenkserkrankungen

wird im Klinikum Bad Abbach eine so hohe

Bedeutung beigemessen, dass hier jeden Dienstag eine spezielle

Fußsprechstunde stattfindet.

Ist der in der Sprechstunde erhobene Befund zu ausgeprägt

oder führen konservative Maßnahmen nicht zur Linderung,

ist eine Operation in Erwägung zu ziehen. Ob aber tatsächlich

operiert wird oder nicht, richtet sich nach den Beschwerden des

Patienten und sollte nie ausschließlich aufgrund kosmetischer

Aspekte entschieden werden.

Um aus über 100 möglichen Operationsverfahren das passende

auszuwählen, ist es notwendig, Ursache und Ausprägung des

Krankheitsbildes genau zu betrachten und zu bewerten. Neben

der klinischen Untersuchung werden dazu Röntgenbilder des

Fußes angefertigt. Ziel der Operation ist es, die ursprünglichen

anatomischen Verhältnisse wiederherzustellen, sodass der Fuß

beschwerdefrei voll beansprucht werden kann. Bei den meisten

Operationsverfahren erfolgt eine Korrektur der knöchernen

Achse, begleitend werden Weichteile gelöst oder gerafft. Weitere

Beschwerden verursachende Fehlstellungen der anderen Zehen

können bei der gleichen Operation korrigiert werden. Die

Nachbehandlung beinhaltet (abhängig von der durchgeführten

Operationstechnik) das etwa sechswöchige Tragen eines Spezialschuhs.

Nach nochmaliger Röntgenkontrolle und stabilen

Knochenverhältnissen erfolgt dann die vollständige Freigabe

der Mobilisierung.

16 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 17

Völker AZ KPF10023AskI VaV.indd 1 15.02.2010 9:06:24 Uhr

Kontakt

Prof. Dr. Dr.

Joachim Grifka

Prof. Dr. Dr. Joachim Grifka

Direktor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie

Orthopädische Klinik für die Universität Regensburg

im Asklepios Klinikum Bad Abbach

Kaiser-Karl-V.-Allee 3, 93077 Bad Abbach

Tel. Sekretariat: (094 05) 18 - 2401

E-Mail: c.haertel@asklepios.com

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Medizin & Wissenschaft

Chronische Schmerzen erzählen

eine persönliche Geschichte

Mithilfe moderner schmerztherapeutischer Ansätze sollen in Simbach am Inn Patienten wieder

in einen normalen Alltag integriert werden.

„Wenn wir Schmerz als vermeidbar betrachten und zudem mit den Mitteln zu seiner Vermeidung umzugehen wissen,

zugleich aber die möglichen Grenzen ihrer Wirksamkeit akzeptieren, dann kennen wir zwar nicht die Kunst des ‚Lebens

ohne Schmerz’ wohl aber die Kunst, weniger zu leiden, indem wir besser leiden.“ (Jeanne Russier, La souffrance)

Schmerztherapeuten, die gute, effektive

Schmerztherapie für chronische Schmerzpatienten

anbieten, gehen immer aufmerksamer

und achtvoller mit der Tatsache

um, dass die Chronifizierung von

Schmerz auf neuronalen Lernvorgängen

beruht. Das Schmerzempfinden wird infolge

wissenschaftlicher Erkenntnisse als

dynamischer Prozess betrachtet, in den

Auswirkungen früherer Erfahrungen

und Erlebnisse einfließen. Somit muss

jede chronische Schmerzerkrankung als

jeweils sehr persönliche Geschichte gesehen

und behandelt werden. Denn Befund

und Befinden decken sich häufig

nicht, und die erlebte Beeinträchtigung

kann nicht wie üblich durch eine geeignete

Diagnostik nachgewiesen und mit

passenden Befunden dokumentiert werden.

Wenn der Schmerz chronisch wird

und der Betroffene keine Möglichkeiten

mehr sieht, mit ihm umzugehen, wird

der Schmerz zur eigenständigen Erkrankung.

Lange haben Therapeuten ihre Patienten

dabei unterstützt, dem Schmerz

den Kampf anzusagen, heute geht es

darum zu verstehen, welche persönliche

Geschichte der Schmerz zu erzählen

versucht. Oberstes Ziel der Behandlung

bleibt, den Patienten in einen normalen

Alltag zu integrieren.

Neue Therapiekonzepte fördern daher

die Befähigung der Patienten, ihr erlerntes,

individuelles Schmerzprogramm zu

erkennen und vorerst zu akzeptieren. Am

allerbesten lernt der Mensch, wenn Gefühle

im Spiel sind. Er entwickelt Überzeugungen,

um das zu bewerten, was

ihm widerfährt und diesem einen Sinn zu

geben. So wird auch Schmerz am allerbesten

„gelernt“, wenn lebhafte Gefühle

beteiligt sind. Das eigene Belohnungssystem

verfestigt die im Zentralnervensystem

entstehenden Lernspuren noch

zusätzlich. Es ist daher keine einfache

Aufgabe, Erlerntes wieder zu verlernen,

aber sie kann durch das Zusammenspiel

verschiedener medizinischer, psychotherapeutischer,

physiotherapeutischer,

körperorientierter und Kreativtherapieverfahren

erleichtert werden. Hierfür

eigenen sich psychosomatische Kliniken

und Fachabteilungen besonders gut, da

dort Mitarbeiter aus all diesen Disziplinen

gemeinsam mit dem Pflegepersonal

einen Rahmen schaffen, in dem Patienten

in diesem Erkenntnisprozess unterstützt

werden.

Das stationäre Angebot der psychosomatischen

Abteilung in Simbach am Inn

umfasst tägliche Pflegevisiten, regelmäßige

medizinische und schmerztherapeutische

Behandlung, wöchentlich je

90 Minuten Einzelpsychotherapie und

180 Minuten Gesprächsgruppentherapie

sowie Körper- und Gestaltungstherapie

in der Gruppe und gegebenenfalls auch

im Einzelsetting. Eine physiotherapeutische

Begleitung kann, muss aber nicht

von Vorteil sein. Wir bemühen uns, jedem

Patienten das Erlernen eines Entspannungsverfahrens

zu ermöglichen, da

Schmerz erwiesenermaßen mit dysfunktionaler

Stressverarbeitung verknüpft ist:

Anspannung und Schmerz potenzieren

einander. Ein geeignetes Entspannungsverfahren

kann dem Patienten das Tor zu

der wichtigen, neuen Erfahrung öffnen:

Ich kann selbst etwas tun! Ich kann meinen

Schmerz verringern!

All diese unterschiedlichen Anregungen

lassen das „Schmerzprogramm“ langsam

in den Hintergrund treten, dabei kommt

den Gefühlen wieder eine wichtige Rolle

zu: Jede Bewegung, jede Begegnung, die

spielerisch und leicht, neugierig und achtsam

erlebt wird, lässt die Patienten erneut

lernen – nur werden sie diesmal durch ein

größeres Bewegungsausmaß, eine freundliche

Aufnahme in der Patientengemeinschaft

oder den Erfolg beim Erproben

einer veränderten Verhaltensweise belohnt.

Auch tiefe Trauer hat Raum in unseren

Therapien, um Abschied von alten

Verletzungen vorzubreiten und für das

Wagnis eines Neubeginns gerüstet zu sein.

In einer speziellen Schmerzgruppe, die

aus sieben Modulen zusammengesetzt

ist, vermitteln wir Information über den

Weg der Chronifizierung, über Schmerzverstärker

und Ablenkungstechniken.

Wir regen an, alte Überzeugungen (alles

Schreckliche bleibt an mir hängen,

mir kann sowieso keiner helfen etc.) zu

entdecken und aufzugeben. Wir versuchen,

die Verstrickung von sozialen Bedingungen,

Vermeidungsverhalten und

Gestimmtheit aufzuzeigen und besprechen

die drei wichtigsten Denkfallen:

„der Schmerz ist rein psychisch bedingt“,

„der Schmerz ist rein organisch bedingt“

und „der Schmerz muss weg – für immer“,

um auf mögliche Hindernisse bei

der Aufgabe des erlernten „Schmerzprogramms“

hinzuweisen.

In Fragebögen geben die meisten unserer

Patienten nach dem stationären

Aufenthalt eine Verbesserung der Lebensqualität,

eine Verringerung der

Beeinträchtigung durch den Schmerz,

größeres Wohlbefinden sowie eine Reduktion

der Schmerzintensität an. In den

Abschlussgesprächen im Rahmen der

Einzelpsychotherapie berichten viele von

ihnen über einen vergrößerten Handlungsspielraum,

der es ihnen ermöglicht,

besser mit ihrer Erkrankung im Alltag zurechtzukommen.

18 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 19

Kontakt

Dr. Martina Wittels

Funktionsoberärztin im Bereich Schmerztherapie,

Fachärztin für Anästhesie,

Schmerztherapeutin, Psychotherapeutin

Abteilung für Psychosomatik

Kreiskrankenhaus Simbach am Inn

Plinganserstraße 10, 84359 Simbach

Tel.: (8571) 980 - 281

Dr. Martina Wittels

E-Mail: wittels.martina@khsim.de

wittelsm@a1.net


Medizin & Wissenschaft

Klinik Altona eröffnet

Emergency Room

Die im November 2009 feierlich eröffnete Zentrale Notaufnahme (ZNA) setzt neue Maßstäbe für Deutschland. Der

18-Millionen-Bau wurde mit 13,84 Millionen Euro von der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz

gefördert. In vielen Aspekten ist die neue ZNA vergleichbar mit den Notaufnahmen der Fernsehserien

Emergency Room, Chicago Hope oder Dr. House.

Schon vor der Eröffnung der neuen ZNA hatte die Klinik mit ihrem

First-View-Konzept eine Vorreiterrolle inne. Dieses strukturiert

die Abläufe der Notaufnahme so, dass die Wartezeiten der

Patientinnen und Patienten auf ein Minimum reduziert werden.

Mit dem Neubau der ZNA ist es gelungen, dieses Konzept auch

auf baulicher und technischer Seite optimal umzusetzen. Zu den

weiteren Highlights gehört ein Schockraum mit eingebautem

Computertomografen, der Diagnostik und Behandlung Schwerverletzter

und anderer Notfälle deutlich beschleunigen wird.

„Für uns steht die bestmögliche Versorgung von Patienten an

erster Stelle“, so Senatsdirektor Norbert Lettau, Amtsleiter

Gesundheit und Verbraucherschutz der Behörde für Soziales,

Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz. „Sie sollen unabhängig

von ihrer Grunderkrankung über einen zentralen interdisziplinären

Aufnahmedienst aufgenommen und behandelt

werden, damit gegebenenfalls die notwendigen lebensrettenden

Sofortmaßnahmen sofort eingeleitet werden können. Des-

halb haben wir seitens der Gesundheitsbehörde auch die Einrichtung

dieser Zentralen Notaufnahme mit fast 14 Millionen

Euro unterstützt.“

Mit jährlich rund 17.000 durch den Rettungsdienst eingelieferten

Notfällen sei die ZNA in der Klinik Altona jene Einheit,

die in Hamburg am häufigsten angefahren werde, betonte Ingo

Breitmeier, Geschäftsführender Direktor der Asklepios Klinik

Altona: „Dieser Bedeutung tragen wir mit der baulichen

Erneuerung und Erweiterung Rechnung.“ Die insgesamt 18

Millionen Euro wurden in neue Technik, die Platzierung eines

Computertomografen in einem der Schockräume sowie in einen

prozessorientierten Bau investiert. Alles ist auf die reibungslose

und höchst effektive Versorgung von Notfällen eingerichtet.

Mit speziellen Schrank-Farben wird zum Beispiel die Orientierung

in allen Räumen erleichtert, ausgeklügelte Wartezonenkonzepte

und organisatorische Vorkehrungen berücksichtigen

einen möglichen Massenanfall von Patienten.

Die Zentrale Notaufnahme Altona in Zahlen

30 Ärztinnen/Ärzte und 57 Pflegekräfte

mehr als 45.000 Notfallpatienten pro Jahr (30 Prozent stationär und 70

Prozent ambulant), darunter:

ein Drittel aller 150 Polytraumata Hamburgs

(über das Traumazentrum)

rund 900 Schlaganfälle (auf der überregionalen Stroke Unit)

400 Herzinfarkte

mehr als 3.000 weitere Herz-Notfälle

mehr als 5.000 knöcherne Unfall- oder Sportverletzungen

rund 1.500 Vergiftungen

Die komplizierte und zeitkritische Arbeit in der neuen ZNA werde

durch ein interdisziplinäres Team von Ärzten und Pflegekräften

geleistet, die auf die Behandlung von Notfällen spezialisiert

seien, erklärte Dr. Barbara Hogan, Chefärztin der ZNA und Präsidentin

der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfallaufnahme

DGINA e. V.: „Hinsichtlich der Prozesse nimmt die

ZNA der Klinik Altona bereits heute eine europaweite Vorreiterrolle

ein.“ Hogan hatte bereits in der alten ZNA das First-View-

Konzept eingeführt, das die Wartezeit bis zum ersten Facharztkontakt

auf 15 Minuten reduzierte, sowie das Casemanagement

mit Sonografie implementiert. Die ersten Stunden des Krankenhausaufenthaltes

seien bei vielen medizinischen Notfällen für

den Krankheitsverlauf entscheidend, und eine optimal strukturierte

Versorgung zahle sich medizinisch und ökonomisch aus,

so Hogan: „Die neue ZNA wird jetzt noch mehr Leben retten,

noch mehr kranke Menschen noch besser und schneller versorgen,

Leiden lindern und Wartezeiten weiter verkürzen.“

Der Schockraum, in dem die Erstversorgung Schwerstverletzter

stattfindet, sei nach modernsten Maßstäben eingerichtet worden,

betonte Prof. Dr. Volker Wening, Chefarzt der als übergeordnetes

Traumazentrum zertifizierten Unfallchirurgie. „Uns

geht es nicht nur um eine schnelle Behandlung, sondern um

eine Verbesserung der Behandlungsqualität zusammen mit einer

zügigen Behandlung dieser Patienten. Fast alle Menschen

gehen davon aus, dass sie am Abend genauso wieder zu Hause

ankommen, wie sie morgens weggefahren sind. Unfälle geschehen

ohne Vorankündigung, und mancher wacht mit einem

schweren Schädelhirntrauma oder Mehrfachverletzungen in

einem Krankenhaus wieder auf. Diese Menschen optimal zu

versorgen, haben wir uns seit Jahren zum Ziel gesetzt und hoffen,

dieses durch die neue bauliche und technische Ausrüstung

noch besser realisieren zu können.“

20 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 21

Jens Bonnet


Medizin & Wissenschaft

Transsexualität

Hinweise auf transsexuelle Menschen finden sich seit dem Altertum in vielen Kulturen und Gesellschaften.

Transsexualität ist eine Erkrankung, bei der sich die Betroffenen – meist schon seit der Kindheit – im falschen

Körper wähnen und dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen. Transsexualität kann als leiblich-seelische

Geschlechtsunterschiedlichkeit aufgefasst werden. Sie kommt bei beiden Geschlechtern vor, wobei ein transsexueller

Mann chromosomal weiblich und eine transsexuelle Frau chromosomal männlich ist.

Die 10 Aufgaben des „Gender-Spezialisten“

(nach Dr. Wilhelm F. Preuss)

1. Genaue Diagnosestellung der individuellen

Geschlechtsidentitätsstörung

2. Diagnostik anderer psychiatrischer Begleiterkrankungen und

Veranlassung einer adäquaten Behandlung

3. Beratung über alle Behandlungsoptionen und ihre

Konsequenzen

4. Ernsthafte Bemühung um Psychotherapie – „to engage in

psychotherapy“

5. Überprüfung der Voraussetzungen für die Indikation

somatischer Behandlungsschritte

6. Verbindliche Überweisungen an medizinische Kollegen und

Operateure mit begründeter Indikation

7. Dokumentation der Vorgeschichte des Patienten im Arztbrief

(Indikationsschreiben)

8. Mitarbeit in einem professionellen Team, das sich mit

Geschlechtsidentitätsstörungen befasst

9. Beratung und Aufklärung von Angehörigen, Arbeitgebern und

Institutionen

10. Bereitschaft, für behandelte Patienten später zur Verfügung zu

stehen, unter Umständen lebenslang

Die Häufigkeit der Transsexualität ist regional sehr unterschiedlich,

und das Verhältnis von 3:1 zwischen Männern und Frauen

findet sich in vielen, aber nicht allen Ländern. Bis heute gibt es

für diese Unterschiede keine ausreichende Erklärung. Harry

Benjamin begründete in den 1960er Jahren das Verständnis der

Transsexualität als behandlungswürdige Krankheit. Wurde die

Transsexualität lange Zeit als rein psychologisches Phänomen

gesehen, so weiß man heute, dass organische Veränderungen

im Zentralnervensystem zugrunde liegen. So zeigten Untersuchungen

an Gehirnen verstorbener transsexueller Frauen in

bestimmten Arealen typisch weibliche Strukturen. Die sexuelle

Differenzierung des Gehirns stimmt also nicht mit dem chro-

mosomalen und gonadalen Geschlecht (Eierstock bzw. Hoden)

überein.

Die in der Kindheit gefestigte Geschlechtsidentität ist irreversibel.

Eine psychotherapeutische Anpassung an einen (äußerlich)

männlichen oder weiblichen Körper ist bei echten Transsexuellen

nicht möglich und mit unabsehbaren Folgen für die Patienten

verbunden. Viele Patienten leiden erheblich unter ihrer

Transsexualität. Insbesondere transsexuelle Männer fügen sich

Ritzverletzungen an den Armen zu. (Dieses Verhalten muss

unbedingt von Borderline-Störungen abgegrenzt werden.) Die

Patienten entwickeln verschiedene Anpassungsstrategien: Verheimlichung,

Perfektionierung des Cross-Dressings (Tragen

der spezifischen Bekleidung des anderen Geschlechts), sozialen

Rückzug, Rückzug in Phantasiewelten, Manipulationen an den

Genitalien bis zu Selbstverletzungen, körperliche Vernachlässigung,

Verleugnung, Erlernen und „Spielen“ der nicht passenden

Geschlechtsrolle, Hoffnung auf „Selbstheilung“ durch Berufswahl/Eheschließung/Familiengründung

sowie Überkompensationen

(Machogehabe bei männlichen Transsexuellen).

Die Diagnose des Transsexualismus muss durch eine mindestens

einjährige Betreuung durch einen Psychiater, am besten

einen „Gender-Spezialisten“, gutachterlich gesichert werden.

Die Therapie erfolgt in drei Schritten:

Im Alltagstest lebt der Patient – betreut durch einen Psychiater

– einen Rollenwechsel und outet sich seiner Umwelt.

Voraussetzung für den Beginn einer Hormonbehandlung ist

ein psychiatrisches Gutachten. Die Hormonbehandlung transsexueller

Männer besteht in der Gabe von Testosteronpräparaten.

Ziel ist das Erreichen einer männlichen Haarverteilung,

Zunahme der Muskelmasse, Stimmbruch und Ausbleiben der

Menstruation. Die Verweiblichung transsexueller Frauen lässt

sich unter anderem durch hormonelle Injektionen oder tägliche

orale Östrogentherapie erreichen. Zur Reduktion der männlichen

Behaarung wird ein synthetisches Testosteron-Derivat

angewendet. Ziel der Therapie sind das Erreichen einer weiblichen

Fettverteilung, einer weichen Haut, einer Vergrößerung

der Brustdrüse, das Schrumpfen des Hodens und der Potenzverlust.

Die operative Therapie sollte frühestens sechs Monate nach Beginn

der Hormontherapie erfolgen. Voraussetzungen sind zwei

psychiatrische Gutachten und die Kostenübernahme durch

die Krankenkasse. Aus unserer Sicht ist in dieser besonderen

Situation der Operateur lediglich ausführender Dienstleister.

Die Indikation zur Operation stellt der Psychiater. Neben der

Konstruktion des Zielgeschlechtes dient die Operation auch der

sicheren und irreversiblen Sterilisation – Voraussetzung für die

Personenstandsänderung. Die Operation transsexueller Männer

beinhaltet die Entfernung der Gebärmutter und/oder der

Eierstöcke, des Drüsenkörpers sowie die Formung eines männlichen

Oberkörpers. Die genitale Geschlechtsangleichung wird

aufgrund ihrer Komplexität und möglicher Komplikationen nur

von einigen Patienten angestrebt. Die Operation transsexueller

Frauen besteht aus der Entfernung von Penis und Hoden, der

Konstruktion einer Neovagina aus Penishaut oder Darm, dem

Aufbau weiblicher Brüste durch Implantation von Silikonprothesen

sowie der Enthaarung.

In der Klinik Nord-Heidberg bieten wir vor allem die operative

Therapie bei transsexuellen Männern an. Im ausführlichen Be-

ratungsgespräch werden Art und zeitlicher Ablauf der Therapie

festgelegt. Die Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken

erfolgt minimal-invasiv. Die Entfernung der Brustdrüse erfolgt

mithilfe verschiedener Operationstechniken in Abhängigkeit

von der Größe und Form der Brust. Ziel ist immer die Konstruktion

eines männlichen Oberkörpers mit kleinen Brustwarzen

und Darstellung des Brustmuskels. Den Patienten wird eine simultane

Operation von Brust und Unterleib angeboten, so dass

nur ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist. Bei transsexuellen

Frauen bieten wir den Brustaufbau durch Implantation von

Silikonprothesen an. Alle Patienten werden in Einzelzimmern

untergebracht. Aufgrund der Erfahrung des pflegerischen und

ärztlichen Personals mit transsexuellen Patienten ist ein sehr

freundlicher und respektvoller Umgang selbstverständlich.

22 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 23

Kontakt

PD Dr. Jörg Schwarz

Klinik für Gynäkologie, Onkologie und Brustzentrum

Asklepios Klinik Nord – Heidberg

Tangstedter Landstraße 400

22417 Hamburg

Tel.: (0 40) 18 18-87 31 26

Fax: (0 40) 18 18-87 31 27

E-Mail: joe.schwarz@asklepios.com

vorher nachher

Behandlungsstufen für transsexuelle Patienten

1. Stufe Diagnostik

2. Stufe Behandlung während der Alltagserfahrung /

Psychotherapie

Vornamensänderung nach § 1 TSG

3. Stufe Hormonbehandlung nach Alltagserfahrung

über mind. 1 1/2 Jahre

4. Stufe geschlechtsangleichende Operation

5. Stufe Nachbehandlung / Weiterbetreuung


Medizin & Wissenschaft

Gibt es den geborenen Kriminellen?

„Je sorgfältiger der Kranke hinter festen Mauern und Gittern eingesperrt war, umso sicherer konnte sich der Gesunde

fühlen“, war noch 1912 die Auffassung von Dr. Gustav Aschaffenburg, deutscher Psychiater und Pionier der forensischen

Psychiatrie. Seitdem hat sich die forensische Psychiatrie enorm entwickelt. Asklepios intern sprach mit Prof. Dr. Jürgen

Müller, Professor für forensische Psychiatrie und Psychotherapie an der Georg August Universität Göttingen und zugleich

Chefarzt der Forensischen Psychiatrie am Fachklinikum Göttingen, über die Möglichkeiten der Besserung von psychisch

kranken Straftätern und über die wissenschaftlichen Fortschritte in der modernen forensisch-psychiatrischen Medizin.

Was versteht man unter forensischer

Psychiatrie?

In der forensischen Psychiatrie geht es

um die Bedeutung von Persönlichkeit

und psychischer Krankheit für das Verhalten

des Einzelnen in der Begegnung

mit den anderen – beispielsweise um

das krankheitsbedingte Unvermögen,

soziale Anforderungen zu erfüllen oder

das krankheitsbedingte Nicht-befolgen-

Können von Regeln. Die Aufgaben der

forensischen Psychiatrie und Psychotherapie

umfassen aber nicht nur den

Bereich des Strafrechts, sondern alle Fragen,

die Juristen an Psychiater stellen

können: Erwerbs- und Berufsunfähigkeit,

Testierfähigkeit, Fahrtauglichkeit oder

Erziehungsfähigkeit der Eltern aufgrund

psychiatrischer Erkrankungen und mehr.

Die Behandlung psychiatrischer Erkrankungen

und die Beurteilung der Prognose

gehören ebenfalls zum Tätigkeitsfeld

der forensischen Psychiatrie.

Gibt es den geborenen Kriminellen?

Nein, den gibt es nicht. Allerdings kann

die genetische Disposition – insbesondere

im Zusammenwirken mit anderen

Faktoren wie einem Missbrauchserlebnis

im Kindesalter – erheblichen Einfluss auf

gewalttätiges und antisoziales Verhalten

im Erwachsenenalter haben. Genetische

Faktoren beeinflussen auch die Funktionsweise

des Gehirns, zum Beispiel die

Impuls- und Verhaltenskontrolle.

Verschiedene Studien zeigten, dass genetische

Faktoren in Verbindung mit ungünstigen

Umwelteinflüssen während

der individuellen Entwicklung das Risiko

späterer Gewaltanwendung und dissozialen

Verhaltens deutlich erhöhen. Positive

soziale Einflüsse dagegen können eine

durchaus protektive Wirkung entfalten

und das Risiko deutlich reduzieren.

Wann wird von Schuldunfähigkeit und

erheblich verminderter Schuldfähigkeit

gesprochen?

Es handelt sich dabei um zwei juristische

Begriffe aus dem Strafgesetzbuch. Für

die Schuldunfähigkeit werden da vier

Merkmale benannt, auf die eine psychiatrische

Störung bezogen werden muss,

um eine Krankheit im Sinne des Gesetzes

annehmen zu können: die krankhafte seelische

Störung an sich, die tief greifende

Bewusstseinsstörung, den Schwachsinn

sowie schwere andere seelische Abartigkeit.

Die Hürden, die zur Schuldunfähigkeit

führen können, sind dabei sehr hoch.

Erst wenn beispielsweise die krankhafte

seelische Störung zum Tatzeitpunkt so

erheblich gewesen war, dass der Täter

das Unrecht in der Tat nicht einsehen

konnte oder nicht mehr in der Lage war,

nach seiner Einsicht zu handeln, kann

von einer so erheblichen Störung ausgegangen

werden, dass Schuldunfähigkeit

anzunehmen ist. In den meisten Fällen

handelt es sich dabei um psychotische

Täter, die durch ihre Erkrankung den

Bezug zur Wirklichkeit verloren haben,

zum Beispiel aufgrund von Wahnvorstellungen.

Der Betroffene handelt dann

auf dem Boden seines Wahnerlebens, das

er nicht mehr hinterfragen kann. Dieser

Verlust des Realitätsbezugs bedingt dann

Schuldunfähigkeit.

Bei der erheblich verminderten Schuldfähigkeit

geht das Strafgesetzbuch ebenfalls

von diesen vier Merkmalen aus, wobei

die Ausprägung der Störung immer

erheblich sein muss, wenngleich noch ein

Bezug zur Wirklichkeit erhalten bleibt.

Die Anforderungen an die Annahme einer

erheblich verminderten Schuldfähigkeit

sind recht hoch. Die störungsbedingte

Beeinträchtigung muss erheblich sein.

Was für Maßregeln der Besserung und Sicherung

gibt es im Strafgesetzbuch?

Die Unterbringung in einem psychiatrischen

Krankenhaus infolge einer psychiatrischen

Erkrankung, durch die weitere

erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten

sind, ist gesetzlich geregelt. Diese

Maßregel zielt auf die Behandlung und

damit die Besserung des Patienten. Doch

selbst bei einer erfolglosen Behandlung

kann die Maßregel nicht abgebrochen

werden, da ein weiterer Zweck dieser

Maßregel die Sicherung krankheitsbedingt

gefährlicher Patienten ist.

Ein weiterer Paragraf behandelt die Unterbringung

in einer Entziehungsanstalt

aufgrund einer Suchterkrankung. Der

Täter soll durch die Entziehungsbehandlung

geheilt oder erhebliche Zeit vor dem

Rückfall bewahrt werden. Die Behandlung

kann jedoch bei Aussichtslosigkeit

abgebrochen werden.

Besteht die Möglichkeit, psychisch kranke

Straftäter zu heilen? Wie erfolgt ihre

Integration in die Gesellschaft?

Grundsätzlich besteht diese Möglichkeit

oder zumindest die einer deutlichen Besserung.

Inwieweit die Reintegration letztlich

gelingt, hängt maßgeblich von der

psychiatrischen Störung, aber auch von

dem Delikt ab. Taten wie Kindesmissbrauch

haben eine sehr starke öffentliche

Wahrnehmung. Dies erschwert es natürlich,

wenn diese Patienten Kontakt zu

ihrem früheren persönlichen Umfeld aufnehmen,

um wieder in der Gesellschaft

Fuß zu fassen.

Dagegen sind Suchterkrankungen recht

gut behandelbar. Auch psychotische Störungen,

deren Symptome abgeklungen

sind, haben häufig eine recht gute Prognose.

Die Patienten lernen während der

Therapie, ihre Symptome zu erkennen

und Risikosituationen zu kontrollieren.

Sie erfahren, welche Medikamente ihnen

helfen, wo sie bei persönlichen Krisen

Hilfe finden können und welche weiteren

Risiko- und Belastungsfaktoren sie

beachten müssen.

Wenn die Behandlung fortgeschritten

ist, werden die Patienten wieder in die

Gesellschaft eingegliedert – allmählich

und über verschiedene Lockerungsstufen.

Und nach der Entlassung ist durch

ambulante Weiterbehandlung über Jahre

hinweg eine engmaschige Anbindung an

die Klinik gewährleistet.

Welche Fortschritte wurden in den letzten

beiden Jahrzehnten in der forensischpsychiatrischen

Forschung gemacht?

Die 90er Jahre standen ganz im Zeichen

der Prognoseforschung. Hier können

wir auf deutliche Fortschritte verweisen.

Heute wird hingegen mehr nach den neurobiologischen

Grundlagen der Erkrankungen

und den Behandlungsmöglichkeiten

von Maßregelpatienten geforscht.

Insofern rückt die Maßregeltherapie wieder

etwas näher an die wissenschaftlich

orientierte Allgemeinspsychiatrie. Einen

großen Beitrag dazu leisten empirische

Forschungen. Aktuell treten Behandlungsstudien

und die Suche nach diagnostischen

Methoden in den Vordergrund,

was ich sehr begrüße.

Wie sieht für Sie das ideale forensische

Krankenhaus aus?

Mit dem Einzug in den Maßregelvollzug

werden viele Rechte der Patienten beeinträchtigt.

So verlieren die Patienten das

Recht, ihren Arzt frei zu wählen oder eine

Behandlung zu beenden. Selbst die ärztliche

Schweigepflicht wird eingeschränkt.

Literaturhinweis

Neurobiologie forensisch relevanter

Störungen – Jürgen Müller (Hrsg.),

Verlag Kohlhammer, 89,90 €

Diesen Beschränkungen muss durch externe

Kontrolle, Sorgfalt, Engagement

und die therapeutische Atmosphäre

entgegengewirkt werden. Ein patientenorientiertes

freundliches Ambiente und

die Berücksichtigung von Patientenbedürfnissen

sind auch in der forensischen

Psychiatrie selbstverständlich.

Das Gespräch führte Mandy Wolf

24 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 25

Kontakt

Prof. Dr. Jürgen Müller

Chefarzt der Klinik für Forensischen

Psychiatrie und Psychotherapie

Asklepios Fachklinikum Göttingen

Rosdorfer Weg 70, 37081 Göttingen

Tel.: (0551) 402 - 2100

E-Mail: ju.mueller@asklepios.com


Medizin & Wissenschaft

Herzchirurgie heute

Technische und apparative Innovationen haben die Herzchirurgie in den letzten Jahren stark verändert. An der

Asklepios Klinik St. Georg ermöglicht die enge Kooperation mit den Nachbardisziplinen Kardiologie, Angiologie (Gefäßerkrankungen)

und Diabetologie, aber auch mit den operativen Partnern in der Anästhesiologie und Gefäßchirurgie,

die optimale Betreuung der Herz- und Gefäßpatienten in einem spezialisierten Zentrum.

Koronarchirurgie

Vergleichende Studien belegen, dass die

Koronarbypass-Operation die Standardtherapie

für Patienten mit koronarer

Dreigefäßerkrankung oder Verengung im

Abgangsbereich der linken Herzkranzarterie

ist. Darüber hinaus zeigen große

US-amerikanische Register, dass bei koronarer

Mehrgefäßerkrankung die Bypass-

Operation zu weniger Sterbefällen führt

als die Behandlung mit medikamentenbeschichteten

Stents (DES=Drug Eluting

Stents). Außerdem kommt es im weiteren

postoperativen Verlauf seltener zu Herzinfarkten

oder der Notwendigkeit einer

erneuten Revaskularisierung (d. h. nochmalige

Bypass-Operation oder Implantation

eines Koronar-Stents).

Allerdings ist ein koronarchirurgischer

Eingriff insbesondere bei Patienten, die

von vielen Erkrankungen betroffen sind,

nicht ohne Risiken: Das mit 2,2 Prozent

(im Vergleich zu 0,6 Prozent bei Einpflan-

zen eines Koronar-Stents) signifikant

häufigere Auftreten von Schlaganfällen

erfordert besonders schonende Operationsverfahren.

Hier hat sich die Operationstechnik

am schlagenden Herzen als

fester Bestandteil des herzchirurgischen

Spektrums etabliert. Bundesweit liegt der

Anteil dieser Eingriffe mittlerweile bei

zehn Prozent, besonders Frauen scheinen

von dem Verfahren zu profitieren, wie

eine Auswertung der Ergebnisse aus den

Jahren 2004–2008 ergab. Daher wird dieses

Operationsverfahren in der Herzchirurgischen

Abteilung der Asklepios Klinik

St. Georg insbesondere bei Patientinnen

und Risiko-Konstellationen (schwere

allgemeine Arteriosklerose, Voroperationen,

Dialysepatienten) eingesetzt. Um

die überlegenen Langzeitergebnisse der

Bypass-Chirurgie auch tatsächlich zu realisieren,

werden gerade bei jüngeren Patientinnen

und Patienten keine Beinvenen,

sondern Arterien für den Bypass verwendet,

in der Regel die beiden Brustwandarterien,

ggf. auch die Unterarm-Arterie.

Klappenchirurgie

Die Behandlung verengter Aortenklappen

bei Risikopatienten erfährt derzeit

eine Revolution. Durch die Entwicklung

kathetergestützter Verfahren kann in bestimmten

Fällen auch der Aortenklappenersatz

am schlagenden Herzen durchgeführt

werden. Nach der Aufdehnung

der verengten Herzklappe durch einen

Ballon wird unter Röntgen-Durchleuchtung

eine selbstexpandierende biologische

Klappe freigesetzt. Alternativ kann

eine auf einem zusammengefalteten Ballon

befindliche Klappe in die natürliche

Aortenklappe „gestentet“ werden.

Die bislang mit diesem Verfahren beobachtete

Sterblichkeit im Vergleich zur

Gesamtsumme der so behandelten Patienten

liegt jedoch bei etwa zehn Prozent.

Daher ist nach europäischen und deutschen

Richtlinien ein Einsatz derzeit nur

bei Hochrisikopatienten gerechtfertigt.

Allerdings unterliegt auch hier mit zu-

nehmender Erfahrung das Indikationsspektrum

einem kontinuierlichen Wandlungsprozess.

Rhythmuschirurgie

Insbesondere in Zusammenhang mit der

operativen Korrektur der Mitralklappe

bei Insuffizienz, aber auch bei koronarchirurgischen

oder Aortenklappen-Ein-

Off Pump Coronary Artery Bypass

(OPCAB): Koronarchirurgie am schlagenden

Herzen mit Stabilisator und

Saugglocke (mit freundlicher Genehmigung

der Fa. Medtronic)

griffen gewinnt die chirurgische Ablation

des Vorhofflimmerns (elektrische Isolation

der Lungenvenen durch Verödung im

Bereich der Vorhöfe) an Bedeutung. Bei

den von uns behandelten Patienten liegt

die Erfolgsrate bei 74 Prozent (3 Monate

nach OP) und 78 Prozent (knapp 3 Jahre

nach OP), und das sogar bei chronischem

Vorhofflimmern!

Aortenchirurgie

Die akute Aortendissektion (Zerschichtung

der Hauptschlagader durch Einriss

der Innenwand) bleibt ein chirurgischer

Notfalleingriff mit hohem Risiko. Meist

wird lediglich ein Teil der Aorta mit oder

ohne Aortenklappe durch eine Gefäßprothese

oder eine klappentragende Rohrprothese

ersetzt. Bei Ersatz des gesamten

Aortenbogens mit Herz-Lungen-Maschine

im hypothermen Kreislaufstillstand

(die Körpertemperatur beträgt dabei

18º C) ist bei einer Dauer des Kreislaufstillstandes

von über 45 Minuten mit

einer Sterblichkeit von jedem dritten Patienten

und mit einem Schlaganfall bei jedem

fünften Patienten zu rechnen. Daher

setzt sich in jüngerer Zeit die so genannte

antegrade Hirnperfusion durch, bei der

das Gehirn während des systemischen

Kreislaufstillstands über Kanülen in der

rechten Armarterie (und ggf. der linken

Halsschlagader) permanent weiter mit

Blut versorgt wird. Dadurch lassen sich

Katheter-gestützte Aortenklappe vom Typ Edwards Sapien ® : Die

auf einen Ballon aufgezogene Herzklappe wird zusammengefaltet

in die native Aortenklappe vorgeschoben und dort durch Inflation

des Ballons entfaltet (mit freundlicher Genehmigung der Fa.

Edwards)

Sterblichkeit und neurologische Komplikationen

deutlich verringern – auf jeweils

sechs Prozent. Darüber hinaus lassen

sich im Rahmen von Hybridverfahren

endovaskuläre Stents mit offener chirurgischer

Versorgung kombinieren, was das

Operationsrisiko weiter senkt. Besondere

Möglichkeiten eröffnen sich dabei in der

Kooperation von Herzchirurgie, Gefäßchirurgie

und Angiologie.

26 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 27

Kontakt

Prof. Dr. Michael Schmoeckel

Herzchirurgische Abteilung

Asklepios Klinik St. Georg

Lohmühlenstraße 5, 20099 Hamburg

Tel. (0 40) 18 18-85 41 50

Fax (0 40) 18 18-85 41 84

E-Mail: m.schmoeckel@asklepios.com

Antegrade Hirnperfusion im systemischen hypothermen

Kreislaufstillstand durch Anschluss der Herz-

Lungen-Maschine über die rechte Arteria axillaris

Trotz zunehmender Überalterung der Patienten,

die häufig auch noch von vielen

Erkrankungen betroffen sind, konnten

die operativen Ergebnisse der Herzchirurgie

in den vergangenen Jahren kontinuierlich

verbessert werden. Eine enge Kooperation

mit allen an der Herzmedizin

beteiligten Disziplinen wird zukünftig in

der klinischen Praxis noch schonendere

Therapieverfahren für unsere oft schwer

kranken Patienten ermöglichen. Schema [9] der Ablationslinien im linken Vorhof

unter Verwendung des Atricure ® -Systems:

1 = Ablation der rechten Lungenvenen-Einmündung

2 = Ablation der linken Lungenvenen-Einmündung

3 = Ziehen der Verbindungslinie


Medizin & Wissenschaft

ADHS bei Erwachsenen

Spezialsprechstunde für den erwachsenen Zappelphillip

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung) gilt vorrangig als Erkrankung von Kindern. Für Erwachsene,

die daran leiden, gibt es daher kaum diagnostische und therapeutische Angebote. Nun können Betroffene

in der Psychiatrischen Institutsambulanz am Fachklinikum Stadtroda Hilfe bekommen: Unter der Leitung von

Oberarzt Thomas Frisch wurde dort eine Spezialsprechstunde eingerichtet.

ADHS ist die am häufigsten diagnosti-

zierte psychiatrische Störung im Kindesalter.

Während lange Zeit angenommen

wurde, dass sich diese Erkrankung bis

zum Erwachsenenalter „auswächst“,

weiß man heute: Bei bis zu 70 Prozent

der betroffenen Kinder besteht die ADHS

auch im Erwachsenenalter fort. Und

eine Studie in den USA ergab, dass zwei

bis sechs Prozent aller Erwachsenen an

ADHS erkranken.

Wesentliche Merkmale der ADHS sind

innere Unruhe, situationsübergreifende

Störungen der Impulskontrolle, motorische

Überaktivität, Störungen der Aufmerksamkeit,

Desorganisiertheit sowie

starke Stimmungsschwankungen bei geringer

Frustrationstoleranz. Wenn diese

Symptome im Erwachsenenalter auftreten,

bedeutet dies Funktionseinschränkungen

in unterschiedlichen Lebensbereichen

– vor allem aber bei Schul- und

Ausbildungsabschluss, Berufstätigkeit,

Partnerschaft, Elternschaft und Verkehrstüchtigkeit.

Bis zu 30 Prozent der Erwach-

senen mit ADHS leiden außerdem an

Depressionen und bis zu 40 Prozent an

Angsterkrankungen. Zusätzlicher Alkohol-

und Drogenmissbrauch besteht bei

bis zu 36 Prozent der Erkrankten.

Die Diagnose der ADHS im Erwachsenenalter

ist schwierig, da es häufig

Überschneidungen der Symptomatik mit

anderen psychiatrischen Erkrankungen

gibt. In Stadtroda erfolgt die Diagnostik

daher in einem mehrstufigen Prozess.

Neben der Erhebung und Beurteilung

der aktuellen Symptome werden rückwirkend

auch Symptome im Kindesalter

erfasst (z. B. durch Schulzeugnisse),

bisherige Diagnosekriterien überprüft

und etwaige andere psychiatrische Erkrankungen

festgestellt. Nach gesicherter

ADHS-Diagnose geben die Spezialisten

dann individuelle Empfehlungen zu den

Behandlungsmöglichkeiten. Neben einer

medikamentösen Behandlung können

dies Psychotherapie, soziale Beratung

und Ergotherapie sein.

Mit KiK-TV aufschwingen!

Ihr Wohlfühlfernsehen mit

dem Gesundheitsplus.

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Sie erreichen die Institutsambulanz

Montag bis Donnerstag:

08:00–12:00 Uhr und 13:00-16:00 Uhr

Freitag:

08:00–12:00 Uhr.

28 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 29

Kontakt

OA Thomas Frisch

Leiter Psychiatrische Institutsambulanz

Asklepios Fachklinikum Stadtroda

Bahnhofstraße 1a, 07646 Stadtroda

Tel.: (036428) 56 13 19

E-Mail: t.frisch@asklepios.com

Schon seit über zehn Jahren verleihen wir mit unserem Wohlfühl-

Programm vielen Patienten Flügel und sind ein wichtiger und zuverlässiger

Partner für optimale Heilungsverläufe. Mit einem wohltuenden Mix

aus Dokumentationen und Reportagen (Gesundheit, Gesellschaft,

Natur u.a.), brandaktuellen und preisgekrönten Hollywood-Spielfilmen,

humorvollen Beiträgen und Informationen über die Region unterhält,

bewegt und motiviert das KiK-Programm seine Zuschauer. Darüber

hinaus können Kliniken ihre Patienten mit der KiK-Technik auch immer

ganz frisch informieren, beispielsweise über Speisepläne, Besuchszeiten

oder Freizeitangebote. Für viele Patienten sind wir in Kliniken der

beliebteste und meist gesehene TV-Sender auf dem Sendeplatz 1 und

tragen dazu bei, dass sie nach ihren Klinikaufenthalten erfrischt

aufschwingen und gesund in den Alltag zurückkehren können.

KiK-TV. Die Nummer 1 in den Asklepios-Kliniken.


Gesundheit & Wirtschaft

»Kurz und Knapp

» Erweiterung der Orthopädie Bad Abbach

Im Herbst 2010 sollen die ersten Patienten ihre Betten beziehen:

Durch die Baumaßnahmen werden Arbeitsabläufe optimiert,

und es entstehen „Einsparungseffekte, die nicht auf

Kosten der Patientenversorgung gehen“, betont Raimund Rauscher,

Verwaltungsdirektor des Klinikums. Der Neubau des Zentrums

für orthopädische und rheumatologische Rehabilitation

ist bereits abgeschlossen, auch Röntgenabteilung, Funktionsdiagnostik,

Hochschulambulanzen der Rheumatologischen und

Orthopädischen Kliniken, Patientenzimmer und Haupteingang

wurden renoviert bzw. neu gebaut. Vor zwei Jahren konnte die

Fertigstellung eines Gebäudetrakts im Fachkrankenhaus mit

hochmodernem OP-, Intensiv- und Aufwachbereich sowie Sterilisation

und Zentrallabor gefeiert werden. Die Generalsanierung

soll 2013 mit dem Neu- und Erweiterungsbau des bisherigen

Gebäudes der Orthopädischen Klinik abgeschlossen werden.

» Fördergelder für Klinikneubau in Bad König

Im November konnte Geschäftsführer Ulrich Schultz vom hessischen

Gesundheitsminister Jürgen Banzer einen Förderbescheid

in Höhe von 17,5 Millionen Euro entgegennehmen. Weitere

4,5 Millionen Euro investiert Asklepios in den Klinikneubau.

Die neurologische Fachklinik

in Bad König gilt als eine der

größten in Deutschland für

die Behandlung von schwerst

schädel-hirnverletzten Patienten.

Zusammen mit dem Ambulanten

Therapiezentrum im

Altbau wird die neurologische

v.l.n.r. Hessischer Minister für Ar- Behandlungskette über die

beit, Familie und Gesundheit Jürgen

Akut- und stationäre Rehabi-

Banzer und Geschäftsführer Ulrich

Schultz

litationsphase hinaus ergänzt.

Chefarzt Dr. Michael Hartwich

betonte, die neurologische Rehabilitation sei „ein ganz junges

Fach, das es in vielen Ländern noch gar nicht gibt“.

Info-Telefon zum Neu- und Umbau: 0800- 3003345

» Geriatrie in Seligenstadt eröffnet

Am 22. Januar 2010 wurde die Geriatrie an der Klinik Seligenstadt

mit einem Tag der offenen Tür feierlich eingeweiht. Mit der

Inbetriebnahme sei ein „weißer Fleck der geriatrischen Betreuung

im Kreis Offenbach bunt gefärbt“, so Dr. Nikos Stergiou,

Ärztlicher Direktor der Klinik. Das neue Angebot trägt zur Standortsicherung

bei und verbessert die medizinische Versorgung im

Umkreis. Zu den Gastrednern beim Tag der offenen Tür gehörte

auch Dr. Bernard gr. Broermann.

» Bischof steht sicher auf beiden Beinen

Biodex Balance

heißt das Gerät,

das Bischof

Gerhard Ludwig

Müller bei seinem

Besuch im

Zentrum für orthopädische

und

rheumatologische Rehabilitation am Klinikum Bad Abbach

ausprobierte. „Sie haben eine ausgezeichnete Balance“, stellte

Chefarzt Dr. Siegfried Marr fest. Nach zwei informativen Stunden

und einer Führung lobte der Regensburger Oberhirte insbesondere

den ganzheitlichen Ansatz der modernen Klinik. Chefarzt Dr.

Josef Seidl hob die Zusammenarbeit mit den Seelsorgern beider

Konfessionen hervor. Klinikleiter Raimund Rauscher hatte im

Bereich katholischer Seelsorge eine eigene Stelle für Anne-Marie

Mitterhofer geschaffen, und sie war es denn auch, die den Besuch

des Bischofs anregte.

30 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 31

» Klinik Lindenlohe fördert Freiwillige

Feuerwehr

Die historische

Feuerwehrspritze

im Eingangsbereich

der Orthopädischen

Klinik

Lindenlohe ist

Zeugnis der engen

Verbundenheit zwi-

Der 1. Vorsitzende der FFW Anton Zweck (rechts) schen dem Kran-

und Klinik-Geschäftsführer Matthias Meier

kenhaus und der

Freiwilligen Feuerwehr

Freihöls e. V., die in diesem Jahr ihr 110-jähriges Jubiläum

feiert. Seit Kurzem ist die Klinik nun offiziell förderndes Mitglied

der 34-Mann-Wehr, der aber auch vier aktive Frauen angehören.

Die Partnerschaft wurde zwischen dem 1. Vorsitzenden Anton

Zweck und Klinik-Geschäftsführer Matthias Meier per Handschlag

besiegelt.

» Qualitätssiegel für Wiesbadener

Krankenhäuser

Im November wurden die Asklepios Paulinen Klinik, das St. Josefs-Hospital

Wiesbaden und die Stiftung Deutsche Klinik für

Diagnostik mit dem Qualitätssiegel der Techniker Krankenkasse

(TK) ausgezeichnet. Im Rahmen der aktuellen Patientenbefragung

punkteten die Krankenhäuser in allen fünf Qualitätsdimensionen.

Patienten der Paulinen Klinik schätzen vor allem

die lange Zeit, die sich Ärzte und Pflegekräfte für ihre Patienten

nehmen. Die Patienten des St. Josefs-Hospitals sind besonders

zufrieden mit den medizinischen Leistungen der Ärzte und loben

die verständlichen Erklärungen ihrer Fragen – insbesondere die

gute Aufklärung über die Narkose. In der Deutschen Klinik für

Diagnostik bewerten die Befragten insbesondere die gute Organisation

der Aufnahme sehr positiv.

Mehr Informationen: www.tk-online.de/klinikfuehrer

» Klinikum Uckermark: erstes vernetztes

KTQ-Zertifikat in Deutschland

Erstmals stellten sich ein Krankenhaus und ein MVZ gleichzeitig

der Prüfkommission. Nach zweijähriger Vorbereitung sowie einer

einwöchigen Prüfung und Begehung durch Visitoren der KTQ-

GmbH wurde das umfassende Qualitätsmanagement im Schwedter

Klinikum jetzt besiegelt. Das Qualitätsmanagementsystem

wurde in Schwedt von Anfang an mit übergreifenden Strukturen

aufgebaut. „Wir werden alle gemeinsam das bisher Erreichte als

Basis für die weitere Entwicklung des Hauses nutzen“, bekräftigt

der Qualitätsbeauftragte des Klinikums, Gunnar Feil.


Gesundheit & Wirtschaft

Aus der Praxis – für die Praxis:

Wunden versorgen, behandeln, heilen

Die effektive Versorgung von Wunden gewährleistet eine deutlich verbesserte Lebensqualität und im günstigsten Fall

eine raschere Ausheilung. Auch unter gesundheitsökonomischen Gesichtspunkten ist die moderne Wundversorgung

ein wichtiges Thema, denn die Behandlung chronischer Wunden erfordert häufig den Einsatz großer Ressourcen. Asklepios

intern sprach mit Anke Bültemann, Werner Sellmer und Dr. Wolfgang Tigges, die als Autorenteam aktuelle

Therapieempfehlungen in einer „Asklepios Wundfibel“ zusammengetragen haben.

Die effektive Versorgung von Wunden gewährleistet Patientinnen und Patienten

eine deutlich verbesserte Lebensqualität und im günstigsten Fall eine raschere

Ausheilung. Auch unter gesundheitsökonomischen Gesichtspunkten ist die moderne

Wundversorgung ein bedeutendes Thema. Häufi g sind diese komplexen Störungen

mit dem Einsatz erheblicher Ressourcen verbunden.

Aus der Praxis für die Praxis haben drei Wund-Experten aus den Asklepios Kliniken

aktuelle Therapieempfehlungen zur Behandlung chronischer Wunden zusammengetragen.

Ihre Handlungsempfehlungen weisen den Weg zu einer qualitativ

hochwertigen und ökonomisch effi zienten Behandlung von Patienten mit chronischen

Wundheilungsstörungen.

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ISBN 978-3-939069-78-2 www.mwv-berlin.de

Aus welchem Grund wurde die Entscheidung

zur Herausgabe einer eigenen „Asklepios

Wundfibel“ getroffen?

Die Versorgung von Problemwunden ist

aufwendig, teuer und belastend. Durch

eine Standardisierung ergeben sich Vereinfachungen,

Einsparungen und höhere

Zufriedenheit bei den Kolleginnen aus

der Pflege sowie dem ärztlichen Bereich.

Mit unserer Wundfibel wollen wir diese

Standardisierung zum Thema machen.

Denn unsere jahrelangen Erfahrungen

im Umgang mit Patienten, die an chronischen

Wunden leiden, können Behandlungspfade

aufzeigen, Optimierungen

anregen und Hilfestellung sein.

Bültemann | Sellmer | Tigges

Wundfibel

A.Bültemann

W.Sellmer | W.Tigges

Wundfibel

Wunden versorgen,

behandeln, heilen

2. aktualisierte

und erweiterte Aufl age

Was unterscheidet die „Asklepios Wundfibel“

von anderen Publikationen zu diesem

Thema?

Zu Fragen wie „Wunden und Produkte“

gibt es natürlich kaum etwas zu schreiben,

was die anderen, bundesweit bekannten

Wundfibeln und die einschlägigen

Fachbücher nicht schon geschrieben

hätten. Daher haben wir eine große Anzahl

neuer Kapitel zu wichtigen Einzelaspekten

hinzugefügt. Das betrifft zum

Beispiel Wunden mit dermatologischem

Hintergrund, die Wirtschaftlichkeit,

den Umgang mit Medizinprodukten

und Arzneimitteln, die Kompressionstherapie

und die Patientenüberleitung.

Ebenso aufschlussreich sind auch unsere

Anhänge mit einem Überblick über das

bundesweite Angebot an Wundverbänden,

Kompressionsbindensystemen und

Strumpfsystemen.

Erstmals wird die Wundfibel über einen

medizinischen Verlag herausgegeben

und ist damit auch im Buchhandel erhältlich.

Was gab den Ausschlag für diesen

neuen Weg der Darstellung?

Obwohl ein wichtiger Aspekt der Wundfibelerstellung

für uns die Verwendung

und Nutzung im eigenen Unternehmen

ist, darf jetzt schon von sehr großem Interesse

der Fachöffentlichkeit ausgegangen

werden. Damit sich Lieferengpässe und

Zeitverzögerungen, die bei der Auslieferung

der ersten Ausgabe auftraten, nicht

wiederholen, wurde ein Verlag als Partner

aufgenommen. Nun steht die Wundfibel

jedem Interessierten auch außerhalb

des Unternehmens zur Verfügung, was

unsere Absicht einer umfassenden Verbesserung

der Wundversorgung optimal

unterstützt.

Welche Ziele können durch die Nutzung

dieser Wundfibel erreicht werden?

Da gibt es sehr viele Aspekte. Die Wundfibel

soll helfen, vorhandene Strukturen zu

überprüfen und kritisch zu hinterfragen.

Neue Arbeitsmodelle sollen die Wundversorgung

vereinfachen und optimie-

A-CT10003 Asklepios.qxd:A-CT10003 19.02.2010 14:57 Uhr Seite 1

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Die neue Nahtmaterial-Generation.

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ren. Insbesondere Zuständigkeiten sollen

besser erkennbar und Produktsortimente

überschaubarer gestaltet werden. Eine

verbesserte Wunddokumentation schafft

juristische Sicherheit. Klare Behandlungspfade

fördern Zufriedenheit in der pflegerischen

und ärztlichen Arbeit. Nicht

unerwähnt bleiben sollten mögliche Einsparpotenziale,

beispielsweise durch die

Spezialisierung und den gezielten Einsatz

ausgebildeter Mitarbeiter wie Wundberater

oder Vakuummanager. Durch die

enge Verzahnung von Patientenversorgung

und Materiallieferung (Sortimentstraffung,

Preistransparenz, schnelle Materialverfügbarkeit)

lassen sich ebenfalls

beachtliche Summen einsparen.

Welche Empfehlungen können Sie den Kliniken

zum Einsatz der Wundfibel geben?

Die neue Wundfibel bietet allen Kliniken

die Chance zum Neuanfang oder Neustart.

Gute Wundversorgung fördert die

Zufriedenheit und ist ökonomisch sinnvoll.

Unvermeidbare Wundversorgung

kann effektiver und günstiger werden.

Wenn eine Klinik beschließt, die Wundfibel

einzuführen und umzusetzen ist zu-

nächst eine Bestandsaufnahme sinnvoll:

Wer macht derzeit was? Welche Spezialisierungen

und Qualifizierungen (Fachabteilungen,

Wundexpertenschulung) sind

vorhanden? Angepasst an die Bedürfnisse

der jeweiligen Einrichtung sollte dann

eine interdisziplinäre ärztlich-pflegerische

Arbeitsgruppe unter Beteiligung des

Einkaufes, der Hygiene, der Apotheke,

der Krankenpflegeschule, gegebenenfalls

auch der Physikalischen Therapie

und des Controllings neue Strukturen

festlegen (Beratung, Dokumentation, Sortiment

…). Der nächste Schritt ist dann

die Einführungsphase, in der jeder Arzt,

jede Station, jede Schule, jede Apotheke

oder jedes Labor über eine angemessene

Stückzahl an Wundfibeln verfügt.

Innerhalb eines Jahres sollte die neue

Struktur bereits reibungslos funktionieren

und Patienten und Haus gleichermaßen

Nutzen bringen.

Wie und wo kann das Buch erworben

werden?

Mitarbeiter von Asklepios erhalten die

Wundfibel über ihr Haus beziehungsweise

ihre Einrichtung. Andere Interessierte

bekommen es im Buchhandel oder über

das Internet. Und die Teilnehmer unserer

Wundexpertenkurse in Hamburg werden

zu Beginn des Kurses diese Wundfibel als

wichtiges Instrument für die Ausbildung

erhalten.

Die Fragen stellte Mandy Wolf

32 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 33

Kontakt

Werner Sellmer

Fachapotheker für klinische Pharmazie

Wilstedter Weg 22a, 22851 Norderstedt

Tel.: (0171) 5618984

E-Mail: w.sellmer@asklepios.com


Gesundheit & Wirtschaft

„Ein auf Dauer leistungsstarkes

Unternehmen“

Durch ihre verschiedenen fachlichen Schwerpunkte decken die drei Konzerngeschäftsführer der Asklepios Kliniken

sämtliche im Top-Management eines Krankenhausunternehmens erforderlichen Fähigkeiten ab. Einer von ihnen ist

Dr. h.c. Peter Coy. Der 46-jährige Diplom-Betriebswirt gehört der Konzerngeschäftsführung seit 2007 an. Asklepios

intern sprach mit ihm über seine Aufgabenschwerpunkte und die Perspektiven des Unternehmens.

Dr. h.c. Peter Coy

Seit wann sind Sie bei den Asklepios Kliniken

beschäftigt?

Mittlerweile sind es fast 21 Jahre. Als Asklepios

im Jahre 1989 das Management

des Wiebadener Paulinenstifts übernahm,

arbeitete ich dort schon projektbezogen

als Student. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre

übernahm ich die

Geschäftsführung der Paulinen Klinik,

wurde danach Regionalgeschäftsführer

für den Raum Hessen/Rheinland-Pfalz.

2007 wurde ich zum Konzerngeschäftsführer

berufen.

Welche Funktionen hatten Sie vor dieser

Tätigkeit?

Meine Aufgabenschwerpunkte lagen damals

vor allem im operativen Geschäft.

Da Wiesbaden eine Modellklinik ist, gingen

von dort immer viele Signale aus –

die gesetzlichen Regelungen dazu wurden

häufig erst Jahre später verabschiedet.

Wir waren schon früh Vorreiter für

innovative Versorgungsstrukturen wie

zum Beispiel die Einführung integrierter

Versorgungsformen, das ambulante Operieren,

die Etablierung von Notdienstzentralen

gemeinsam mit der Kassenärztlichen

Vereinigung oder die Einführung

eines Privatklinik-Konzeptes. Als Regionalgeschäftsführer

lag mein Fokus dann

auf der Sanierung von Kliniken.

Seit Januar 2010 sind die Aufgaben innerhalb

der Konzerngeschäftsführung neu

aufgeteilt. Können Sie kurz darstellen,

welche Bereiche Ihr Aufgabengebiet jetzt

umfasst?

Zu meinem Zuständigkeitsbereich gehören

jetzt auch die Kliniken im Nordosten,

wobei die psychiatrischen Einrichtungen

und das INI Hannover an Dr. Tobias Kaltenbach

berichten. Außerdem verantworte

ich den Bereich des Zentralen Einkaufs.

Hier sehe ich die größten Entwicklungspotenziale

und Wirtschaftlichkeitsreserven.

Für den Schwerpunkt Medical Partner suche

ich in Sekundärleistungsbereichen wie

Labor, Röntgen und der Pathologie gezielt

nach Schlüsselpartnern. Und als Arbeitsdirektor

strebe ich auf einer soliden vertrauensvollen

und kommunikativen Basis

eine partnerschaftliche Zusammenarbeit

mit dem Konzernbetriebsrat der Asklepios

Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH an.

So entwickeln wir im Bereich Tarifrecht

faire und umsetzbare Vergütungsstrukturen

für unsere Kliniken.

Welche Ideen und Vorstellungen möchten

Sie umsetzen?

Unsere Kliniken verfügen bereits heute

über ein qualitativ hochwertiges medizinisches

und pflegerisches Angebot. Wichtigstes

Ziel ist es, das klinische Angebot

im Einklang mit den ökonomischen Erfordernissen

eines privaten Klinikträgers

weiterzuentwickeln und zu optimieren.

Dabei sind mir die Etablierung nachhaltiger

zukunftsorientierter Strukturen und

die Untermauerung der Werte des Familienunternehmens

Asklepios besonders

wichtig.

Wo sehen Sie das Unternehmen Asklepios

in zehn Jahren?

Unser Ziel ist ein dauerhaft leistungsstarkes

Unternehmen auf der Basis eines soliden

Wachstums. Durch Zuverlässigkeit,

Seriosität und Transparenz möchten wir

auch in den nächsten zehn Jahren das

führende deutsche Krankenhausunternehmen

bleiben.

Das Gespräch führte Mandy Wolf

Lösungen für den

Klinikalltag

Funktionale Ideen

mit Beschlaglösungen

von Häfele für mehr

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34 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 35


Gesundheit & Wirtschaft

Welche Laufbahn soll ich einschlagen?

Julius Iskra berichtet von seinem Schülerpraktikum in der Abteilung Kultur & Marketing der Klinik Birkenwerder

In einem Schaukasten

der Schule wurden die

Stellenausschreibungen

ausgehangen – vom

Maler bis zur Ärztin in

der Abteilung Plastische-ÄsthetischeChirurgie.

Wir hatten uns

im Unterricht darauf

vorbereitet, wie und

in welcher Form man

Bewerbungen schreibt,

nun stand uns eine harte

Zeit des stundenlangen

Sitzens am Computer

bevor. Doch dies

war nur ein Teil des

Ganzen. Beim mündlichenBewerbungsgespräch

ging es für

einige ziemlich real zu.

Ich muss leider auch

beichten, dass ich mich

um eine Journalisten-

Schülerpraktikantinnen: Jamie Schackert (links) und Dinah Sommer (Mitte),

Stelle bewarb, jedoch nicht

Leitung Rezeption – Patientenservice: Diana Krierke (rechts)

genommen wurde. Im

Nachhinein bin ich aber

Ich bin 15 Jahre und besuche die Regine- für diese Entscheidung sehr dankbar,

Hildebrandt-Schule in Birkenwerder. Im denn so bekam ich die Stelle als „Marke-

November war ich im Rahmen der Schul- tingassistent“.

GmbH Praktikant in der Asklepios Kli- An unserem ersten Arbeitstag wurden

nik. Der pädagogische Hintergrund be- wir (14 Schüler, die sich wacker durch die

steht darin, dass wir kurz vor dem wirk- harten Prüfungen geschlagen hatten) über

lichen Einstieg ins knallharte Berufsleben alle Daten-, Brand- und Unfallschutzbe-

noch einmal die Möglichkeit bekommen, stimmungen in der Klinik informiert und

zu lernen, wie man sich bewirbt, was für in unsere Abteilungen gebracht. Geleitet

Anforderungen man bestehen muss und wurden wir von Schwester Edeltraut und

wie man sich bei einem Bewerbungsge- Frau Klemp, mit der mir noch eine sehr

spräch verhält.

interessante Woche bevorstand.

Als ich dann an meinem Arbeitsplatz ankam,

begann meine eigentliche Arbeit.

An dieser Stelle möchte ich mich nochmals

für die freundliche und aufgeschlossene

Art meiner Vorarbeiterin (was für

ein schönes Wort) bedanken. Die Arbeit

machte mir wirklich Spaß. Gut, Mappen

zu basteln und zu befüllen, wäre nun

nicht meine Traumbeschäftigung gewesen,

gehört aber eben dazu. Zahlreiche

Meetings wurden abgehalten, die Presse

wurde eingeladen, wir organisierten Veranstaltungen,

ich durchforstete morgens

Zeitungen nach Artikeln über die Klinik

und archivierte diese. Zu meinen Aufgaben

gehörte auch die Anfertigung von

Wegbeschilderungen sowie das Kopieren

und Wegordnen von Rechnungen. Ich

durfte an einer Datenschutzfortbildung

und an einer Klinikkonferenz teilnehmen.

Für meinen späteren beruflichen Weg

– Gott weiß, welche Laufbahn ich nun

wirklich einschlagen sollte, im Moment

erscheint mir aber die Arbeit im medizinischen

Bereich gar nicht so abwegig – ist

nun der Bereich Marketing präsent und

unverzichtbar. Danke für die tolle Woche!

Julius Iskra

Julius Iskra

Mit „Leonardo da Vinci“ nach Spanien

„Leonardo da Vinci“ ist der Name eines Programms, mit der die Europäische Union Auslandsaufenthalte in der beruflichen

Bildung fördert. Im vergangenen September fuhren im Rahmen dieses Programms neun Radiologieschüler/

innen der MTA-Schule Hamburg nach Ciudad Real. Die Teilnehmer des Examenskurses 110 berichten darüber.

Wir hatten vorab per E-Mail mit den

spanischen Schüler/innen Kontakt aufgenommen

und wurden sehr gastfreundlich

und herzlich in deren Familien aufgenommen.

Trotz einiger Spanischstunden

an unserer MTA-Schule war es anfangs

natürlich schwierig, die Sprache zu verstehen,

geschweige zu sprechen. Doch

Offenheit und Warmherzigkeit machten

uns die Verständigung leicht – sie klappte

mit einer Mischung aus Englisch und

lexikalischem Wissen sowie mit Händen

und Füßen. Von den Familien wurden

wir versorgt, verwöhnt und bekocht.

In Ciudad Real befindet sich das größte

Krankenhaus Spaniens. Er wurde erst

vor drei Jahren eröffnet, die Röntgenausstattung

entspricht neuesten Standards.

Sie ist voll digitalisiert, vorwiegend wird

mit Flat Panels gearbeitet. Geräte und

Arbeitsplätze waren uns von den Krankenhäusern

in Hamburg vertraut. In den

drei Wochen wurden wir abwechselnd in

der Röntgendiagnostik und der Nuklearmedizin

eingesetzt. Es entstand zwischen

dem MTA-Personal und uns sehr schnell

eine gute Vertrauensbasis, so dass wir

nach kurzer Zeit weitgehend selbstständig

arbeiten durften. Auch die Ärztinnen

und Ärzte hatten immer ein offenes Ohr

für uns. Durch die Aneignung einiger

spanischer Fachtermini wurde die Kommunikation

mit den Patienten möglich.

Im Vergleich zu unseren Erfahrungen in

Hamburg erschien uns das Arbeiten „lockerer“,

der Krankenhausablauf war auch

ohne detaillierte Organisation und strikte

Regeln wunderbar zu bewältigen, Patienten

und Personal waren mit den Arbeits-

abläufen sehr zufrieden. Hinsichtlich des

Strahlenschutzes, der Aufnahmetechnik

und der Patientenlagerung wurde anders

gearbeitet als bei uns. Das regte uns an,

über unsere Ausbildungsstandards zu reflektieren.

Unsere Arbeitszeit begann um 8 Uhr, um

11 Uhr gab es Frühstück, und um 15 Uhr

gingen wir zum Mittagessen, das von

der Klinik bezahlt wurde. Danach konnten

wir zu Hause zwei Stunden Siesta

machen, bevor unser tägliches Kulturprogramm

begann: Stadt- und Schlossbesichtigungen,

ein Besuch beim Winzer,

eine Flamencoaufführung, Stierkampf

und abendliche Treffen mit unseren spanischen

Freunden bei Tapas und Bier. An

den Wochenenden besuchten wir Sevilla,

Toledo und Madrid. Nach den drei Wochen

und der offiziellen Abschiedsfeier in

der spanischen MTA-Schule verabschiedeten

wir uns unter Tränen (auf beiden

Seiten) von unseren Gastfamilien.

Wir danken Frau Winkel ganz herzlich,

die sich mit großem Engagement dafür

einsetzte, den strengen EU-Richtlinien

für diesen Austausch gerecht zu werden!

36 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 37

Kontakt

Barbara Winkel

Leiterin der MTA-Schule für Radiologie

Bildungsberufe für Gesundheitsberufe

c/o Asklepios Klinik St. Georg

Lohmühlenstraße 5, 20099 Hamburg

Tel.: (040) 18 18 85 34 97

E-Mail: bwinkel@gmx.de


Gesundheit & Wirtschaft

Villa Rothschild als „Ort der Freiheit

und Demokratie” geehrt

Anlässlich des 50. Jahrestages des Grundgesetzes und des 20. Jahrestages des Mauerfalls stellte die Konrad-Adenauer-

Stiftung im Jahr 2009 Orte vor, die an herausragende Ereignisse in der Bundesrepublik erinnern. Die Geschichten

dieser Orte werden in einem begleitenden Buch erzählt.

Die Villa Rothschild gilt in Deutschland als „Wiege der Demokratie“. Die Villa Rothschild heute

1887 beauftragte der Bankier Wilhelm Carl

von Rothschild den Bau der Villa als Sommerresidenz.

Heute wird sie als Luxushotel

genutzt und befindet sich seit einigen

Jahren im Besitz von Dr. Bernard gr. Broermann,

dem Alleingesellschafter der Asklepios

Gruppe. Seit der Gründung von

Asklepios vor 25 Jahren verzichtet Dr. Broermann

auf jegliche Gewinnausschüttung

sowie auf Arbeitsentgelt: Alle Erlöse können

im Unternehmen bleiben. Er bestreitet

seinen Lebensunterhalt mit der Vermietung

von Gewerbeimmobilien. Die Villa

Rothschild zählt zu diesen Immobilien.

Ein Rückblick: Im besetzten Nachkriegsdeutschland

erhielten die westdeutschen

Ministerpräsidenten 1948 den Auftrag, ei-

Kontakt

Villa Rothschild

Im Rothschildpark 1

61462 Königstein im Taunus

Tel.: (0 61 74) 29 08-0

E-Mail: villa@villa-rothschild.com

www.villa-rothschild.com

nen westdeutschen Teilstaat zu gründen.

Um der Gründung dieses neuen Staates

nur vorübergehenden Charakter zu geben,

beriefen die Ministerpräsidenten

keine verfassunggebende Versammlung

ein, sondern einen „Parlamentarischen

Rat”, der ein „Grundgesetz” erarbeitete.

Erste Treffen des Parlamentarischen

Rates fanden 1948 in Bonn und Herrenchiemsee

statt, dann wurde nach einem

ständigen Verhandlungsort gesucht.

Die Wahl fiel auf die Villa Rothschild in

Königstein. Nicht weit von Frankfurt entfernt,

bot dieser Ort optimale Bedingungen

– sowohl in Bezug auf Erreichbarkeit

als auch auf Abgeschiedenheit. Fortan

trafen sich hier Politiker wie Theodor

Heuss, Ludwig Erhard und Ernst Reuter

mit Diplomaten und anderen Persönlichkeiten

aus Politik und Wirtschaft. In

diesen Gründungsjahren wurde die Villa

Empfehlenswerte Links

http://www.villa-rothschild.com

http://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Rothschild

http://www.kas.de/wf/de/33.16887

Rothschild als „Haus der Länder“ bezeichnet.

Am 24. März 1949 beschlossen die Ministerpräsidenten

dann in der Villa die

Einführung eines bundeseinheitlichen

Wahlrechts, das Konrad Adenauer zuvor

als „von entscheidender Bedeutung für

die politische Zukunft Deutschlands” bezeichnete.

Aufgrund dieser Vergangenheit wurde

die Villa Rothschild nun im vergangenen

Jahr – gemeinsam mit dem Brandenburger

Tor und der Nikolaikirche in Leipzig – mit

dem Titel „Ort der Freiheit und der Demokratie

in Deutschland” ausgezeichnet.

Birgit Gugath

Buchtipps

Andreas Augustin: Villa Rothschild

Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.:

Orte der Freiheit und der Demokratie in

Deutschland

(Zur Bestellung eines kostenfreien Exemplars

E-Mail an: bestellung@kas.de.

Jedes weitere Exemplar kostet drei Euro)

Aufklärung, Prävention und

Öffentlichkeitsarbeit

Aktionen der Harzkliniken zum 1. Internationalen Brustkrebstag

Das psychoonkologische Beratungsteam der Harzkliniken

Die rosa Schleife, Pink Ribbon genannt,

soll alljährlich im Oktober die Menschen

für das Thema Brustkrebs, dessen Früherkennung

und Behandlung sensibilisieren.

„Wissen gegen Angst“ hieß eine

gemeinsame Aktion des Psychoonkologischen

Beratungsteams der Harzkliniken,

der „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ und

einer neu gegründeten Gruppe junger

Frauen mit Brustkrebs, den „Pink Ladys“.

Die Veranstaltung in der Goslarer

Fußgängerzone, an der sich auch viele

ortsansässige Firmen beteiligten, fand am

1. Oktober, dem Internationalen Brustkrebstag,

statt. Ein rosa gestalteter Stand

lud zum Schauen und zum Gespräch ein.

Neben Informationen gab es auch etwas

zum buchstäblichen „Begreifen“: Interessierte

konnten in gefüllten Luftballons

und in einer Prothese Fremdkörper ertasten

– Motivation zum eigenen Abtasten.

Dazu wurden auch spezielle Anleitungen

mitgegeben. Die Sozialarbeiterin Angela

Frost beantwortete Fragen zu Krankenkassenleistungen

und Hilfsangeboten.

Vielen Passanten wurde so die Scheu genommen,

sich mit der Krebs-Thematik

auseinanderzusetzen.

Nach einer Brustentfernung oder auch

bei einer einseitig verkleinerten Brust

findet die Erstversorgung mit Brustprothetik

und passendem BH noch im Krankenhaus

statt, also ehe die Patientin nach

Hause entlassen wird. Dies trägt dazu

bei, die Psyche der brustoperierten Frau

und ihren Wunsch nach Weiblichkeit zu

stabilisieren, den Heilungsprozess zu fördern

und die Wiedereingliederung in den

normalen Alltag zu beschleunigen.

Der Moment, in dem die Frauen ihre operierte

Brust das erste Mal sehen, ist häufig

gefürchtet – Breast Nurse Schwester Rita

Prinz und die Pflegekräfte der Station unterstützen

die Frauen bei dieser Konfrontation.

Als Psychologin arbeitet Carola

Thiele-Seidel mit den betroffenen Frauen

am neuen Körperbild und den Auswirkungen

auf das Selbstwertempfinden

nach Brust-OP oder auch nach Haarverlust

bei Chemotherapie. Der Umgang

mit dem neuen Körperbild ist auch in

Partnerschaft und Sexualität von großer

Bedeutung.

Sanitätshäuser spielen eine wichtige Rolle

in der Versorgung der Patientinnen, denn

die Angestellten der Sanitätshäuser sind

gut geschult und sensibilisiert für die

Empfindungen der Frauen. Darum starteten

an diesem Tag Rita Prinz und Carola

Thiele-Seidel im Sanitätshaus Färber

eine weitere Aktion: Viele, auch langjährige

Patientinnen des Goslarer Brustzentrums,

wurden über die neuen Entwicklungen

des Brustzentrums informiert –

insbesondere über die neuen Gruppenangebote

– und konnten allgemeine Fragen

zur Krankheitsbewältigung stellen.

Carola Thiele-Seidel

38 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 39


Gesundheit & Wirtschaft

Dem Zucker auf der Spur

Zum 14. November 2009, dem Weltdiabetestag, wurde vom Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe

in Deutschland e. V. (VDBD) ein Präventionsprogramm für Vorschulkinder und Grundschulkinder herausgebracht.

Aus gutem Grund: Immer mehr Menschen – und vor allem immer jüngere Menschen – sind „zuckerkrank“, leiden

also an Typ-2-Diabetes. Was früher als „Alterszucker“ galt, trifft heute viele Jugendliche und zunehmend auch Kinder.

Die Ursachen sind unter anderem falsches Essverhalten, Bewegungsmangel und Übergewicht.

Seit einigen Monaten beschäftigen sich

darum die Kinder und Mitarbeiterinnen

des Betriebskindergartens der Klinik Birkenwerder,

der Kita „Morgenstern“, verstärkt

mit dem Thema gesunde Ernährung.

Im Rahmen des Projektes „Zucker

– die süße Versuchung“ waren im

vergangenen November Christa Lorenz

und Birgitt Sojkowski, beide Diabetesberaterinnen

DDG der Klinik Birkenwerder,

mit dem Präventionsprogramm vor Ort.

Die Kinder hatten zuvor eine Woche lang

schon viel über Zucker in Erfahrung gebracht.

Sie wussten bereits, dass Zucker

unter anderem aus Zuckerrüben gewonnen

wird, dass es verschiedene Zuckerarten

gibt und vor allem, dass zu viel Zucker

dem Körper schaden kann.

Die Diabetesberaterinnen erzählten den

neugierigen, aufmerksamen Kindern die

Geschichte der Fee OlgaLora und ihrer

Freunde. OlgaLora kann mit Hilfe ihres

Feenstabes und eines Zauberspruches

den Zucker in Lebensmitteln sichtbar machen.

Auf diese Weise erfuhren nicht nur

die Kinder, sondern auch der von Bauchschmerzen

geplagte Zauberer NullKommaNix,

wie viel Zucker beispielsweise

ein Liter Limonade enthält (99 g!) und

wie viel weniger das in einer Apfelsaftschorle

ist.

Anschließend stellten die Kinder mit Unterstützung

der Kita-Mitarbeiterinnen

und Diabetesberaterinnen Feentaler her –

die enthalten nur wenig Zucker und sind

trotzdem super lecker. Natürlich gehört

auch Bewegung in den Alltag von Kindern,

und darum endete der Vormittag

Rezept für „Feentaler“ (4 Stück)

1 EL Vollkornhaferflocken

1 TL gehackte Haselnüsse

1 TL gehackte Sonnenblumenkerne

1 TL fester Honig

ggf. 1 Tropfen flüssiger Honig

1 TL Kakao

8 runde Backoblaten

Verrühre die Zutaten, bis eine feste

Masse entsteht.

Verteile die Masse mit 2 Löffeln

oder einem Messer auf 4 Oblaten.

Legen Sie auf jeden Taler eine weitere

Oblate.

mit einem Feentanz, an dem Erzieherinnen

und Kinder gleichermaßen viel Freude

hatten. Die Klinik Birkenwerder plant,

dieses Präventionsprojekt auszubauen

und damit auch in die umliegenden

Grundschulen zu gehen. Der erste Besuch

fand im November 2009 in der Flex

B–Klasse der Beetzer Grundschule statt.

Christa Lorenz, Diabetesberaterin DDG

Elektronische Schließlösungen erhöhen

Funktionalität und Komfort

Der Asklepios-eigene Anspruch an Qualität und Effizienz zeigt sich nicht nur in der medizinischen Behandlung, sondern

auch in der technischen Ausstattung der Klinikgebäude. So ersetzen elektronische Schließlösungen zunehmend

den mechanischen Schlüssel. Rund zwei Dutzend der Kliniken zwischen Parchim und Bad Tölz setzen bereits das

System Dialock von Häfele ein – mit entscheidenden Vorteilen für Funktionalität und Komfort.

Krankenhäuser sind

höchst komplexe Gebäude

– auch und

gerade unter dem Aspekt

von Schließplänen:

Unterschiedliche

Personengruppen wie

Ärzte, Pflegepersonal,

Patienten, Servicekräfte

und externe Dienstleister

benötigen teilweise

sehr kurzfristig

ganz individuelle, oft

auch zeitlich begrenzte

Zutrittsprofile. Zudem

gibt es in einer Klinik

sensible Bereiche wie

Arzneimittelschränke,

Operationssäle oder

die Intensivstation, wo

unberechtigter Zutritt

im wahrsten Sinne des

Wortes „ausgeschlossen”

werden muss. Und

nicht zuletzt verlangen

Abläufe im Klinikalltag

häufig nach besonderen

Lösungen, die den

Komfort, die Flexibili-

Elektronische Schließtechnik in der Klinik Parchim (Quelle: Häfele)

tät, aber auch die Sicherheit sowohl für sogar Kosten. Denn anders als mechani-

Patienten als auch für Klinikbetreiber sche Schlüssel lassen sich elektronische

erhöhen. Im Gegensatz zu mechanischen Schlüssel bei Verlust einfach im System

Anlagen kann elektronische Schließtech- sperren und günstig ersetzen.

nik nicht nur einige, sondern alle diese Das elektronische Schließsystem Dialock

Anforderungen erfüllen und spart dabei von Häfele verfügt über eine Vielzahl

unterschiedlicher Komponenten

für Außen-,

Innen- und sogar Möbeltüren.

Auch die Bedienung

von Parkplatzschranken

und andere

Funktionen lassen sich

integrieren. Sämtliche

Schließpunkte im Gebäude

können so mit einem

einzigen Schlüssel

gesteuert und einheitlich

verwaltet werden.

Als Transpondersystem

funktioniert Dialock außerdem

berührungslos,

was die Bedienung im

Alltag sehr erleichtert.

Über elektronische Möbelschlösser

lassen sich

auch Wertfächer in den

Patientenzimmern oder

Personalspinde in eine

umfassende Schließlösung

integrieren. Ein

zweites Beispiel: Pflegekräfte

und Ärzte im

akuten Einsatz können

mit ihrem elektronischen

Schlüssel die Aufzugsteuerung auf

Vorrang schalten. Kurz: Mit dem elektronischen

Schließsystem Dialock profitieren

die Asklepios Kliniken von einem

höheren Sicherheitsniveau und mehr

Komfort – vor und hinter den Kulissen.

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Gesundheit & Wirtschaft

Felix Fit wird noch fitter!

Neues aus dem Qualifizierungs- und Kompetenzzentrum Prävention

an der Weserbergland-Klinik Höxter

Bei Asklepios ist Felix Fit seit Jahren ein guter Bekannter. Das bewegungsorientierte Präventionsprogramm für

Kinder im Vor- und Grundschulalter wurde in der Weserbergland-Klinik Höxter entwickelt. „Mach mit bei Felix Fit

– Bewegte Kinder“ findet bundesweit in Kindergärten und Grundschulen statt, wird durch Krankenkassen finanziert

und ist markenrechtlich geschützt. Kursleiter mit entsprechenden Grundberufen (beispielsweise Physiotherapeuten,

Sportpädagogen, Ergotherapeuten) werden seit Jahren vom Felix-Fit-Team geschult.

Sport & Bewegung

Sport & Bewegung im

Kontext von Krankheitsbildern

und Beschwerden

Bewegungsbezogene

Gesundheitsförderung

Evidenzbasierte

Gesundheitssportprogramme

Angesichts der dynamischen Entwicklung

auf nahezu allen Gebieten der Gesundheitsförderung

und Prävention

wächst der Bedarf an Qualifizierungsmaßnahmen,

die noch über dieses eingeführte

Präventionsprogramm hinausgehen.

Darum wurde im September 2009

vom Felix-Fit-Team ein Fortbildungszentrum

gegründet. Ziel dieses Zentrums ist

es, Seminare und Lehrgänge auf hohem

wissenschaftlichen und zugleich anwenderorientierten

Niveau anzubieten. So

wird ein weiterer Beitrag zur Verbesserung

der Gesundheitsvorsorge sowie zur

Förderung der Prävention in Deutschland

geleistet. Inhaltliche Schwerpunkte

des Qualifizierungsprogramms sind

Sport, Bewegung, Ernährung, Psyche

und Persönlichkeit.

Ernährung

Ernährungsbezogene

Gesundheitsförderung

Psyche & Persönlichkeit

Personal leadership

Motivation und

Verhaltensmodifikation

Teamentwicklung und

-führung

Stressmanagement

Mit Bezug zu spezifischen medizinischen und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen

Organisationale und Management-Kompetenzen

Gesundheitsförderung nach Setting-Ansatz

Betriebliche Gesundheitsförderung

Gesundheitsförderung in pädagogischen Settings

In der Startphase werden im Bereich

Bewegungsförderung mehrere evaluierte

Programme angeboten. Dazu gehören

neben „Mach mit bei Felix Fit – Bewegte

Kinder“ sowie „Gesund und fit

– Gesundheitssportprogramme für Erwachsene“

auch Weiterbildungen zum

Rückenschullehrer nach Richtlinien der

KddR (Konförderation der deutschen

Rückenschulen). Schwerpunkt ist hierbei

die Schulung zum Programm „Sanftes

Rückentraining“. Hinzu kommen Weiterbildungsangebote

zur betrieblichen Gesundheitsförderung.

Die Angebotspalette

wird stetig erweitert. Um eine fachlich

fundierte Qualifizierung von Angehörigen

medizinischer und nichtmedizinischer

Gesundheitsberufe zu gewährleisten,

ist das Expertenteam des Qua-

lifizierungs- und Kompetenzzentrums

Prävention interdisziplinär besetzt, unter

anderem mit Fachärzten, Psychologen,

Physiotherapeuten, Sportwissenschaftlern

und Gesundheitswissenschaftlern.

Dr. Harald Stübs, Dr. Hartmut Heinze

Kontakt

Dr. Harald Stübs

Dipl.-Psychologe

Asklepios Weserbergland-Klinik GmbH

Grüne Mühle 90

37671 Höxter

Tel.: (05271) 98 2337

Fax: (05271) 98 2319

E-Mail: h.stuebs@asklepios.com

900 kleine rote Schleifen im

Krankenhaus

Zum Weltaidstag setzte das Klinikum Uckermark ein Zeichen der Solidarität und Mitmenschlichkeit.

Assistenzarzt Bülent Yozgat klärt die Schüler auf.

Auch die Mitarbeiterinnen der Rezeption

trugen rote Schleifen.

Fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

des Klinikums Uckermark trugen

am 1. Dezember die rote Aids-Schleife.

Gleichzeitig startete das Klinikum unter

dem Motto „Gegen das Vergessen

– gemeinsam gegen Aids“ eine Präventionskampagne

für Jugendliche. Fast

100 Schüler des Carl-Friedrich-Gauß-

Gymnasiums kamen zu einem Vortrag,

stellten Fragen, füllten Fragebögen aus.

„Die Aufklärung der jungen Menschen

ist heute wichtiger denn je“, betonte

Rektor Rüdiger Ober-Blöbaum. „Weil in

der Öffentlichkeit nicht mehr viel über

das Thema geredet wird, sind vor allem

junge Heranwachsende eher unwissend,

unbesonnen und deshalb leichtsinnig.“

Die Referenten Bülent Yozgat und Dr.

Franziska Hub sind erst seit November

als Assistenzärzte im Asklepios Klinikum

tätig. Für die Auftaktveranstaltung

der Kampagne wurden bewusst junge

Ärzte ausgewählt: Sie sprechen die

Sprache der Jugendlichen und können

sich auf sie einlassen.

Derartige Veranstaltungen werden jetzt

vom Klinikum für alle 7. Klassen der Region

angeboten. Und die Nachfrage ist

groß. „Egal, ob Sex schon ein Thema ist

– mit Aufklärung kann nicht früh genug

begonnen werden“, bekräftigt Dr. Hub.

42 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 43

Sandra Kobelt


Gesundheit & Wirtschaft

Two Thumbs Up for the AFH

Dass es so schnell gehen würde, hätte wohl niemand erwartet. Anfang Juli 2009 sprach Dr. Tobias Kaltenbach anlässlich

der Vorstellung des gemeinsamen Projektes „Green Hospital“ in München die Einladung aus, und bereits Ende

Oktober kam Jeffrey R. Immelt dieser Einladung nach: Der besondere Gast ist Chairman & CEO von General Electric.

Mit einer 8-köpfigen Delegation besuchte er die Klinik in Barmbek.

Dr. Tobias Kaltenbach begrüsst seinen Gast Jeffrey Immelt in der Interessiert lässt Jeffrey Immelt von Dr. Kaltenbach das AFH-Programm erklären.

Asklepios Klinik Barmbek.

Jeffrey Immelt kam, um das Asklepios

Future Hospital-Programm kennenzulernen

und um zu sehen, welche Leistungen

und Innovationen die größte europäische

Health Care Allianz mit seinen 23 Partnerunternehmen

im Referenzzentrum

des AFH umgesetzt hat. Und er war

beeindruckt: „Two Thumbs Up“ signalisierte

der Chef von GE gegenüber Dr.

Kaltenbach und dem verantwortlichen

Programmchef des AFH, Uwe Pöttgen,

Leiter Konzernbereich IT der Asklepios

Kliniken.

Das AFH-Programm mit seiner sicherlich

einmaligen nationalen und internationalen

Partner-Community soll als konzeptionelles

und strategisches Modell für das

Green Hospital Projekt in Hamburg-Harburg

dienen. Und so wollte sich Jeffrey

Immelt persönlich überzeugen, wie eine

solche Allianz unterschiedlicher Unternehmen

und Interessen so gut und vor

allem so lösungsorientiert arbeiten und

funktionieren kann. Uwe Pöttgen brachte

es in seinem Vortrag auf den Punkt: „Collaboration

und Communication, das sind

die Eckpfeiler des Erfolges im AFH.“

Auch im gemeinsamen „Green Hospital

Projekt“ mit dem Partner GE soll eine gut

funktionierende Partnergemeinschaft integraler

Bestandteil sein. Denn die „grüne

Klinik“ in Hamburg-Harburg, die

2013 fertig gestellt sein wird, basiert auf

der Verbindung von Ökologie, Ökonomie

und dem Wohlbefinden der Menschen in

einem Krankenhaus. Sie ist als integratives

Konzept, das sich die Synergien zwischen

Innovation, technologischem Fortschritt

und dem verantwortlichen Umgang

mit natürlichen Ressourcen zunutze

macht, in dieser Ausprägung sicherlich

einzigartig in Europa.

Während des Rundgangs im Klinikum

Barmbek konnte sich die GE-Delegation

von innovativen Projekten wie z. B. der

Dashboardlösung in der Notaufnahme

oder der „Virtual Hospital Collaboration“

am Beispiel einer Tumorkonferenz

einen Eindruck verschaffen.

Höhepunkt des Rundgangs war das Treffen

mit Dr. Carsten Pohlmann, Ltd. OA

der Neurologie und Leiter der zertifizierten

Stroke Unit. Dr. Pohlmann zeigte

und erklärte dem Gast den praktischen

Nutzen der AFH-Projekte für den klinischen

Arbeitsalltag. Der GE-Chef zeigte

sich vor allem von der Effizienz und dem

Nutzen für die Ärzte und Schwestern

beeindruckt. Das Konzept der Partner-

Community des AFH werde sicherlich

auch im Green Hospital Projekt umgesetzt

werden, versprach er und signalisierte

bei der Verabschiedung: Ich komme

wieder nach Hamburg.

Weiterbildung Endoskopie

In Hamburg erarbeiteten Fachmediziner und Fachpflegekräfte ein neues Weiterbildungskonzept.

Die Aufgaben der Fachkraft für Endoskopie

sind vielseitig und stellen hohe

Anforderungen an die psychische, physische

und soziale Belastbarkeit. Damit

die Fachkraft für Endoskopie dem breiten

Aufgabenspektrum optimal gerecht

werden kann, wurde nun gemeinsam

von Fachmedizinern und Fachpflegekräften

ein neues Konzept zur Weiterbildung

erarbeitet. In dem zwei- bis vierjährigen

berufsbegleitenden Lehrgang werden

fachliche, methodische, soziale und persönliche

Kompetenzen im Fachbereich

der Endoskopie vermittelt.

Die Fachkraft arbeitet eng mit Ärzten der

verschiedenen Fachdisziplinen zusammen,

Pflege und Betreuung der Patienten

sind hingegen ihre eigenständigen

Bereiche. Es gehört zu ihren Aufgaben,

eine vertrauensvolle Beziehung zu den

Patienten und deren Angehörigen zu

schaffen – unabhängig Altersgruppe und

soziokultureller Herkunft der Patienten.

Ein Schwerpunkt liegt dabei in der

Begleitung und kompetenten Unterstützung

in Krisensituationen.

Für die Betreuung und Überwachung von

Patienten mit gefährdeten oder gestörten

Vitalfunktionen übernimmt die Fachkraft

für Endoskopie die Verantwortung – sie

muss also lebensbedrohliche Situationen

erkennen, sofort entsprechende Maßnahmen

einleiten und auch durchführen. Sie

bereitet endoskopische und chirurgische

Eingriffe vor und assistiert dabei, überwacht

die Patienten vor und nach endoskopischen

Untersuchungen und dokumentiert

alle Tätigkeiten im Bereich der Pflege.

Darüber hinaus ist die Fachkraft für den

Unterhalt, die Bereitstellung und Handhabung

diverser Geräte und Materialien

verantwortlich. Sie führt Hygienekon-

trollen zur Qualitätssicherung durch, erarbeitet

entsprechende fachlich korrekte

Arbeits- und Aufbereitungsanweisungen,

plant und organisiert die Arbeitsabläufe,

hält diese ein und überwacht die

Unfallverhütungs- sowie andere technische

Vorschriften.

Die Weiterbildung zu Fachschwestern,

-pflegern, Fachkinderkrankenschwestern

und -pflegern in der Endoskopie gliedert

sich in einen theoretischen und einen

praktischen Teil. Der theoretische Unterricht

umfasst mindestens 720 Stunden

und findet in modularer Form statt. Die

Auszüge aus dem Modulplan des

theoretischen Unterrichts

Basismodule

Pflege als Wissenschaft

Angewandte Pflegetheorien

Schmerzlinderung und -therapie

Hygiene in Funktionseinheiten

Kommunikation

Cardio- und Pulmonale Reanimation

Aufbaumodule

EKG-Grundlagen

Grundlagen der Beatmung

Sedierung und Analgosedierung in der

Endoskopie (Gabe von Beruhigungsbzw.

Schmerzmitteln)

Ethische Grenzsituationen

Lagerung in der Funktionsabteilung

Fachmodule

Gastroenterologie

Pneumonologie

Grundlagen der endoskopischen Chirurgie

Grundlagen der endoskopischen

Thoraxchirurgie

Umgang mit technischen Geräten in der

Endoskopie

Aufbereitung von Endoskopen u. Zubehör

Weiterbildung schließt mit einer praktischen,

einer schriftlichen und einer

mündlichen Prüfung ab. Die Lehrgangskosten

betragen 6.790 Euro plus Prüfungsgebühr.

Die praktische Weiterbildung umfasst

mindestens 1.580 Stunden unter fachkundiger

Anleitung in Fachgebieten: Gastroenterologie

(700 Stunden), Pneumonologie

(500 Stunden), Urologie oder Gynäkologie

(200 Stunden), Anästhesie (80 Stunden)

und Sterilgutabteilung (40 Stunden).

Dazu kommen noch 40 Stunden an einem

Einsatzort nach Wunsch.

Zur Bewerbung sind folgende Unterlagen

einzureichen

Urkunde zur Krankenschwester/zum

Krankenpfleger oder Gesundheits- und

Krankenschwester/ Krankenpfleger

Tabellarischer Lebenslauf

Zwischenzeugnis des Arbeitgebers über

eine mindestens sechsmonatige Tätigkeit

in der Endoskopie

Die staatliche Anerkennung wird angestrebt.

Die Weiterbildung beginnt am

01. 04. 2010, der Einstieg ist aber jederzeit

möglich.

44 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 45

Kontakt

Silke Johns

Bildungszentrum für Gesundheitsberufe

Asklepios Kliniken Hamburg GmbH

Bereich Weiterbildung

Eiffestraße 585, 20537 Hamburg

Tel.: (040) 1818 84 26 20

E-Mail: s.johns@asklepios.com


Gesundheit & Wirtschaft

Service-Schulung für

Privatkliniken in Bad Griesbach

Im November trafen sich erstmalig leitende Pflege- und Servicekräfte aus ganz Deutschland zu einer Service-Schulung

in Klinik und Hotel St. Wolfgang in Bad Griesbach.

Für eine hohe Patientenzufriedenheit bedarf

es neben herausragender medizinischer

und pflegerischer Leistungen auch

einer erstklassigen Unterkunft und eines

exzellenten Service. Um den Patienten

ein Service- und Komfortniveau der gehobenen

Hotelkategorie zu bieten, wurde

daher im Rahmen des Privatklinikkonzeptes

durch den Konzernbereich DRG-,

Medizin- und Qualitätsmanagement sowie

Klinik und Hotel St. Wolfgang ein

umfassendes Schulungskonzept erarbeitet.

Anfang November konnten die Teilnehmer

einer ersten Schulung Umgangs-

formen, Abläufe und Verhaltensweisen

erlernen, die für den Betrieb einer Privatklinik

beziehungsweise einer interdisziplinären

Komfortstation mit Hotelcharakter

notwendig sind.

Die viertägige Schulung wurde unter der

Leitung von Christian Schauberger in

Bad Griesbach durchgeführt. Insgesamt

sechs Teilnehmer aus unterschiedlichen

Asklepios Einrichtungen hospitierten dabei

in verschiedenen Bereichen des Hotels

und der Klinik und wurden in einer

theoretischen und praktischen Schulung

für das Thema Kundenorientierung sen-

Kontakt

Johannes Brack

KB DRG-, Medizin- u. Qualitätsmanagement

Tel.: (06404) 658 111

E-Mail: j.brack@asklepios.com

Christian Schauberger

Verkaufsleiter

Asklepios Klinik und Hotel St. Wolfgang

Tel.: (08532) 980 609

E-Mail: c.schauberger@asklepios.com

sibilisiert. Aufgrund der sehr positiven

Resonanz sollen in diesem Jahr weitere

Service-Schulungen angeboten werden.

Dabei ist geplant, das bestehende Programm

auch um externe Referenten zu

erweitern, die sich unter anderem dem

Thema „Umgang mit Reklamationen“

widmen werden.

Pflege ist Kopf-, Herz- und Handarbeit!

Neues aus der Gesundheits- und Krankenpflegeschule an den Kliniken Schildautal

„Die Ausbildung in der Gesundheits- und

Krankenpflege ist darauf gerichtet, dass

die Pflegenden befähigt werden, Menschen

aller Altersgruppen in den verschiedenen

Versorgungssystemen in ihrer Gesundheit

zu fördern sowie bei der Bewältigung

von krankheits- und altersbedingten

Belastungen zu unterstützen.“ Unter dieser

Maxime fand an der Gesundheits- und

Krankenpflegeschule in Seesen in der Lerneinheit

„Pflege von Menschen in besonderen

Lebenssituationen und Problemlagen

– Menschen mit Erkrankungen des

Atemsystems pflegen“ ein Unterrichtseinstieg

der besonderen Art statt.

Die Schülerinnen und Schüler des Examenskurses

2010, bekannt für ihr Engagement

und ihre Kreativität, nutzten die

Möglichkeit, sich handwerklich und praktisch

Zugang zu einem zentralen Thema

der Pflege zu verschaffen. In einigen Unterrichtsstunden,

darüber hinaus auch in

der Freizeit, fertigten die Auszubildenden

in Kleingruppen zum Thema „Organe

des Respirationstraktes“ verschiedene

Modelle (Nase/Rachen, Trachea, Lungen,

Alveolen) an. Nicht nur Material aus dem

Baumarkt, auch viel Herzblut und Freude

steckten die Schüler/-innen in die Anfertigung

dieser Modelle.

Die Ergebnisse waren beeindruckend

und anschaulich zugleich. Neben dem

handwerklichen Geschick wurde auch

theoretisches Wissen abverlangt. So hatte

jede Gruppe den Auftrag, zu dem von ihr

angefertigten Modell ein Handout für die

Mitschüler zu präsentieren, aus dem Aufbau

und Funktion des Organs ersichtlich

wurden.

In den nun folgenden Unterrichtsstunden

wird auf der Grundlage dieser intensiven

Vorarbeit die Auseinandersetzung mit

pflegerischen Aufgaben bei Atemwegserkrankungen,

beispielsweise die Beratung

der Patienten und ihrer Angehörigen,

fortgeführt und um zahlreiche Aspekte

erweitert.

46 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 47

Elke Döge

Kontakt

Gesundheits- und Krankenpflegeschule

Asklepios Kliniken Schildautal

Lautenthalerstr. 101, 38723 Seesen

Tel.: (053 81) 78 23 47


Gesundheit & Wirtschaft

°Personalia

° Führungswechsel in der Chirurgie der

° Chefarzt der Kinderkardiologie zum

° Neuer Chefarzt an der Klinik Sankt Augustin

Klinik Lindau

Dr. Bertram Wagner leitet seit Januar den

Bereich der Allgemein- und Viszeralchirurgie,

wo er neben der Fortführung einer

modernen Viszeralchirurgie auch eine thoraxchirurgische

Grundversorgung aufbauen

will.

Seit Februar ist PD Dr. Elmar Lindhorst

Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie.

Seine Aufgaben sind die Weiterentwicklung

der Endoprothetik/Gelenkchirurgie und

der Aufbau einer Alterstraumatologie. Als

neue Behandlungsindikation soll die Wirbelsäulenchirurgie

etabliert werden.

Professor ernannt

Professor Dr. Martin Schneider lehrt seit Dezember

an der medizinischen Fakultät der

Universität Essen. Neben diversen Lehrtätigkeiten

ist Dr. Schneider ein weltweit gefragter

Referent und Gutachter zu Themen

der interventionellen Kinderkardiologie. Als

Chef der Kinderkardiologie steht er wie bisher

der Klinik Sankt Augustin zur Verfügung.

Dr. Michael Ehlen, seit zehn Jahren an der

Abteilung für Neonatologie und Pädiatrische

Intensivmedizin tätig, wurde dort im

Februar 2010 zum Chefarzt ernannt. In der

Abteilung werden jährlich über 500 Frühgeborene

und erkrankte Neugeborene sowie

250 Kinder aller Altersgruppen überwacht

und behandelt.

° Neue Chefärzte in Höxter

° Neuer Chefarzt im Klinikum Uckermark

Dr. Klaus Dechant ist seit November als

Chefarzt der Abteilung für Neurologie in der

Weserbergland Klinik Höxter tätig. Bereits

von 2000 bis 2002 arbeitete er hier als

Oberarzt für Neurologie.

Chefarzt der im Januar neu eröffneten Abteilung

für Geriatrie wurde Prof. Dr. Ulrich

Gärtner. Er war bislang bei der Paracelsus

Klinik am See in Bad Gandersheim beschäftigt.

Seit Jahresbeginn leitet Dr. Thomas Benter

an der Klinik für Innere Medizin II die Bereiche

Gastroenterologie, Nephrologie und

Hämato-Onkologie.

Schwerpunkte der Tätigkeit von Dr. Benter,

der in Schwedt ein Onkologisches Zentrum

etablieren möchte, sind die diagnostische

Abklärung und die Therapiemöglichkeiten auf dem Gebiet der

Endoskopie und Sonographie.

° Außerplanmäßige Professur für Innere

Medizin

PD Dr. Jan R. Ortlepp, Chefarzt

der Klinik für Innere

Medizin und Intensivmedizin

in den Kliniken Schildautal,

wurde im November der Titel

außerplanmäßiger Professor

an der Medizinischen Fakultät der Rheinisch-Westfälischen

Technischen Hochschule Aachen verliehen. Seine Tätigkeit als

Chefarzt führt Professor Ortlepp fort.

48 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 49

° Neue Regionalgeschäftsführer

Axel Werntges Volkmar Bölke Stefan Härtel

Die Konzerngeschäftsführung hat im Januar in Abstimmung

mit dem Gesellschafter folgende im Konzern tätige und verdiente

Geschäftsführer zu Regionalgeschäftsführern bestellt:

Axel Werntges für die Kliniken in Lich, St. Augustin, Bad Salzhausen,

Falkenstein und Bad Sobernheim,

Volkmar Bölke für die Einrichtungen in Wiesbaden, Langen,

Langen-Psychiatrie und Seligenstadt,

Stefan Härtel für die sächsischen Kliniken in Hohwald, Sebnitz,

Oschatz und Radeberg.

° Neue Klinikmanager

Im Januar nahm Sybille Merk ihre Tätigkeit als Klinikmanagerin

in der Klinik für Psychische Gesundheit Langen auf. Sie war

zuvor als Referentin des Vorstandsvorsitzenden und Leitenden

Ärztlichen Direktors des Universitätsklinikums Heidelberg tätig.

André Meiser ist seit Februar im Klinikmanagement der Klinik

Altona tätig. Er war bisher Verwaltungsleiter des St.-Josef-

Krankenhauses in Wipperfürth.

° Personaländerungen im Konzern-

bereich Finanzen

Hafid Rifi, Konzernbereichsleiter Konzernrechnungswesen und

Steuern, verantwortet Projekte mit hoher konzernpolitischer

Tragweite. Er ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater und hat

große Erfahrung auch in der Prüfung und Beratung von börsennotierten

Krankenhauskonzernen.

Die beiden Leiter Konzernrechnungswesen AKV, Janine Krohe,

und AKHH, Jens Egert, berichten wie bisher direkt an Herrn

Rifi. Sie bleiben neben ihm Ansprechpartner in Bezug auf Jahresabschlüsse

und Quartalsberichte.

Dr. Kai Gregor Klinger, Konzernbereichsleiter Finanzierung und

Investor Relations, verantwortet die Projekte Zinssicherung,

Finanzierungen und Rating für den Gesamtkonzern AKG am

Kapitalmarkt.

Freddy Bergmann, Konzernbereichsleiter Controlling und Risikomanagement,

verantwortet weiterhin schwerpunktmäßig das

Konzerncontrolling und wird für Asklepios das geplante SAP-

Projekt aufsetzen und leiten.

Dr. Cornelia Süfke, Konzernbereichsleiterin Versicherungen, verantwortet

das konzernweite Versicherungswesen. Sie ist zurzeit

mit der Ausschreibung und Überprüfung aller Versicherungsverträge

der Asklepios Gruppe betraut.

° Sankt

° Change Management für Führungskräfte

Augustin: Pflegedienstleitung geht

in den Ruhestand

Im November wurde Maria Günther offiziell

in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Sie war 18 Jahre für den gesamten

Pflege- und Funktionsdienst verantwortlich

und unter anderem maßgeblich an der

Einführung der OTA-Ausbildung (Operationstechnischer

Assistent) beteiligt.

der Pflege

Die Pflegedirektion der Klinik Altona unter der Leitung von Sabine

Rex führte im November ein zweitägiges Führungskräfte-

Seminar für alle pflegerischen Stations- und Funktionsleitungen

durch. Schwerpunkt war das Thema: „Führen in turbulenten

Zeiten – Veränderungsprozesse erfolgreich (mit-)gestalten“.


Patientenforum

Doktor Leo Löwenherz gibt

Kraft und Hoffnung

Im Dezember bekamen die kleinen Patienten im Deutschen Kinderherzzentrum (DKHZ) an der Klinik Sankt Augustin

aufmunternden Besuch: Leo Löwenherz mit seinen beiden Freunden Marie und Hannes waren zu Gast.

Schwer kranke Kinder sind ganz besondere

Patienten: Viele medizinische Notwendigkeiten

sind für sie völlig unverständlich.

So leiden sie nicht nur an ihrer

Krankheit, sondern auch an den psychischen

Belastungen. Doch ein kleines Staunen

oder ein gemeinsames Lachen können

Wunder wirken – und von Ängsten

ablenken. Das Puppentheater „Doktor

Leo Löwenherz“ ist ein psychotherapeutisches

Projekt, das Vertrauen schaffen,

Ängste mindern und die Selbstheilungskräfte

der Kinder mobilisieren soll.

Spielerisch und unterhaltsam hilft das

Theaterstück, die Furcht der kleinen Patienten

vor Untersuchungen und Eingriffen

zu mindern. Es trägt auf diese Weise direkt

dazu bei, den Alltagsstress des Klinikaufenthaltes

zu reduzieren. Dargestellt

und vorgespielt werden die Abenteuer

des Leo Löwenherz hoch professionell

Weitere Infos zum Puppentheater

www.doktorleoloewenherz.de

von Diplompuppenspielern. „Die Kinder

kleben direkt an Leo dran und vergessen,

was sie haben“, beschreibt Puppenspieler

Marius Kob seine Erfahrungen.

Zu Beginn des Stückes wickelt Johanna

Pätzold alias Ärztin Marie langsam ein

Bündel aus. Etwas Gelbes blitzt hervor,

Marie wickelt weiter, und dann liegt Leo

Löwenherz auf dem Bett. Reglos. „Ist er

tot?“, fragt ein Junge im Publikum erschrocken.

Aber nein! Rasch wird klar,

dass Leo geheilt, gesund und munter ist.

Er will sogar selbst Arzt werden und legt

gleich los – unterstützt von seinen neuen

Freunden, den Ärzten Hannes (Marius

Kob) und Marie (Johanna Pätzold). Eine

Stunde dauert die Aufführung, und alle

Kinder fiebern mit, wenn es drüber und

drunter geht, weil Leo versucht, Hannes'

schlechte Laune mit einem riesigen

Schlauch aus dessen Körper zu saugen.

Rollstuhl, Spritzen und Tropf werden dabei

vergessen oder einfach ganz unwichtig.

„Ich bin Leo Löwenherz, kenne selber

keinen Schmerz“, singen die Puppenspieler

zum Schluss mit den Kindern. Damit

der letzte Applaus nicht das Ende ist,

bekommen die kleinen Zuschauer Leo-

Löwenherz-Malbücher geschenkt und

können Fragen stellen. Sie wollen alles,

alles, alles über Löwenherz wissen, und

die beiden „Ärzte“ können sich vor dem

Ansturm kaum retten.

Seit September ist Doktor Leo Löwenherz

auf Tournee in verschiedenen Kliniken.

Die Dezember-Vorstellung in Sankt Augustin

war zugleich ein Dankeschön des

Deutschen Kinderzentrums Münster an

Prof. Boulos Asfour, Direktor des DKHZ,

und an seinen Kollegen, den Oberarzt

und Kardiologen Dr. Peter Zartner: Die

beiden Ärzte wurden so für ihr ehrenamtliches

Engagement im medizinischen

Beirat „Herz“ des Deutschen Kinderzentrums

Münster geehrt.

Ein Dementengarten im

Pflegezentrum Ahrensburg

Mit umfangreichen Gartenarbeiten wurde ein Teil des Außenbereiches im Pflegezentrum Ahrensburg zu einem Dementengarten

umgestaltet. Im vergangenen Herbst waren die Bewohnerinnen und Bewohner in Begleitung der therapeutischen

Mitarbeiterinnen erstmals in diesem Garten tätig, um Blumenzwiebeln zu setzen und kleine Sträucher

zu pflanzen.

Jeder Mensch trägt in sich die Erinnerung

an (s)einen Garten. Der Aufenthalt an der

frischen Luft, die Freude am Beobachten

und Einfühlen in lebende Zusammenhänge

bewirken einen inneren Frieden,

den jeder schon erlebt hat, der im Garten

gearbeitet oder sich dort der Muße hingegeben

hat.

Ein Garten ist ein Ort des natürlichen

Lichts. Durch das Sonnenlicht wird im

menschlichen Körper das lebenswichtige

Vitamin D gebildet. Ein Garten ist aber

auch ein Ort, an dem körperliche Aktivitäten

– Unkrautzupfen, Wäscheaufhängen

oder Umtopfen – durchgeführt

werden. Menschen, die sich viel bewegen

möchten, finden im Garten Raum dazu.

Ein Garten kann aber auch Ruhe und

Besinnlichkeit ausstrahlen. Insbesondere

für Menschen mit Demenz muss der

Garten ein sicherer und geschützter Ort

sein und zugleich ein Ort, an dem sie sich

nicht eingeschlossen fühlen. Bei der Gestaltung

eines Dementengartens müssen

auch die sensorischen Schwierigkeiten

sowie Mobilitätsprobleme der Gartennutzer

in Betracht gezogen werden.

Die verschiedenen Farben und Gerüche

der einzelnen Pflanzen bewirken unterschiedliche

Reize. Für den Kräutergarten

wurde ein Hochbeet angelegt. Selbstverständlich

sollen sich die Heimbewohner

aktiv im Garten betätigen, wenn sie Lust

dazu haben – ein Teil des Dementengartens

ist dafür vorgesehen.

Frau Przybilla, Ergotherapeutin im Pflegezentrum,

erklärt dazu: „Viele Demenzkranke

sind recht mobil und halten sich

vorwiegend außerhalb ihrer Zimmer auf.

Sie sind in der Lage, selbständig in einen

Garten oder auf eine Terrasse zu gehen,

wenn diese Bereiche demenzfreundlich

gestaltet und leicht erreichbar sind. Unser

Garten bietet die Chance, im Rahmen unseres

milieutherapeutischen Ansatzes die

Lebensqualität zu erhöhen, also das Befinden

und Verhalten sowie die Begleiterscheinungen

der Demenz wie Angst, Unsicherheit,

Apathie, Aggressivität positiv

zu beeinflussen.“

50 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 51

Kontakt

Dietmar Wollenschläger

Asklepios Pflegezentrum Ahrensburg

Heimleitung

Reeshoop 38, 22926 Ahrensburg

Tel.: (04102) 66 65 7 333

Fax: (04102) 66 65 7 19

E-Mail: d.wollenschlaeger@asklepios.com


Patientenforum

Ist gesunder Spitzensport möglich?

Deutscher Spitzensport ist ein weltweites Markenzeichen. Eine der Voraussetzungen dafür war und ist die optimale

Betreuung der Top-Athleten. Der Olympiastützpunkt Berlin bietet allen Bundeskaderathleten in der Hauptstadt ein

ganzheitliches sportmedizinisches, physiotherapeutisches, trainingswissenschaftliches, sportpsychologisches und soziales

Betreuungsangebot. Kooperationspartner ist seit Jahren die Klinik Birkenwerder. Asklepios intern sprach mit PD Dr.

Karsten Labs, Chefarzt der Abteilung Orthopädie und selbst aktiver Sportler, über den Trend zum gesunden Spitzensport.

Ein leistungsstarkes Team: Kugelstoßer Ralf Bartels, PD Dr. Karsten Labs, Diskuswerfer Robert Harting (v.l.n.r.)

Unter welchen Voraussetzungen kann ein

Krankenhaus Kooperationspartner eines

Olympiastützpunktes werden?

Man muss den Sport lieben, um sich

so stark zu engagieren. Als ehemaliger

Zehnkämpfer habe ich noch während

meines Medizinstudiums die notwendige

sportmedizinische Qualifikation erworben,

um dem Leistungssport verbunden

zu bleiben. Die Klinik Birkenwerder

bietet hervorragende logistische Voraussetzungen

für die medizinische Betreuung

von Top-Athleten. Wir sind über einen

24-Stunden-Service jederzeit für die

Sportler erreichbar. Dank kurzer Wege

und moderner Behandlungsmöglichkei-

ten konnten wir sehr schnell gegenseitiges

Vertrauen aufbauen. Außerdem stehe

ich den Sportlern in meiner wöchentlichen

Sprechstunde am Olympiastützpunkt

Berlin gerne bei allen Fragen und

Problemen zur Verfügung.

Welche Sportlerinnen und Sportler betreuen

Sie in Birkenwerder?

Grundsätzlich können wir alle Kadersportler

der Junioren- und Seniorennationalmannschaften

des Olympiastützpunktes

Berlin medizinisch versorgen. Im

WM-Jahr 2009 haben wir überwiegend

Leichtathleten der Wurf- und Stoßdisziplinen

aus der deutschen Leichtathletik-

Nationalmannschaft betreut, unter anderem

den späteren Weltmeister im Diskuswurf,

Robert Harting, und Ralf Bartels,

den WM-Bronzemedaillengewinner im

Kugelstoßen. Daneben betreuen wir auch

Volleyballer, Beachvolleyballer, Turnerinnen

und Turner, Rugbyspieler, Boxer,

Gewichtheber, Wasserspringer, Athleten

sämtlicher Eissportarten sowie Sportlerinnen

und Sportler, die an den Paralympics

teilnehmen.

Spitzenathleten verlangen ihrem Körper

einiges ab. Welche Verletzungsarten sind

am häufigsten?

Grundsätzlich muss zwischen Überlas-

tungsschäden und tatsächlichen Verletzungen

unterschieden werden. Während

Volleyballer meist von Verletzungen

der Oberschenkel, der Kniegelenke und

Schultern betroffen sind, haben Leichtathleten

eher Kniegelenksprobleme und

Muskelfaserrisse. Turner und Wasserspringer

neigen zu Wirbelsäulenverletzungen,

Rugbyspieler können sich Schultern

und Kniegelenke ramponieren.

Auch die mentalen Belastungen im Hochleistungssport

sind enorm. Welche Tipps

geben Sie Ihren Sportlern, um damit couragiert

umzugehen?

Am Olympiastützpunkt stehen Sportpsychologen

zur Verfügung. Um im

Hochleistungssport Spitzenergebnisse zu

erzielen, durchlaufen die Sportler einen

außerordentlichen Reifungsprozess. Sie

begreifen, dass viele Abläufe in ihrem

Kopf leistungslimitierenden Einfluss haben

können. Ich beobachte immer wieder

Athleten, die im Training hervorragende

Leistungen erbringen und dann im Wettkampf

den mentalen Belastungen und

dem öffentlichen Druck nicht mehr gewachsen

sind. Der Sportler muss sich im

Selbsttraining Entspannungstechniken

beibringen, um der Wettkampfsituation

gelassener und unverkrampfter entgegenzutreten.

Manchmal können auch kleine

Rituale bei Wettkämpfen eine starke seelische

Unterstützung sein: immer dasselbe

Handtuch, ein Glücksstein, der letzte Blick

zum Trainer oder eine besondere Trinkflasche.

Ein ganz entscheidender Punkt

ist jedoch ein gesundes soziales Umfeld,

geprägt von Familie, Freunden, Trainern

und nicht zuletzt auch von fairen Beratern.

Wie sieht Ihrer Meinung nach gesunder

Spitzensport aus?

Der Leistungsdruck ist unglaublich hoch.

Der menschliche Körper ist auf eine so

dauerhaft starke körperliche Belastung

nicht ausgerichtet. Darum müssen Sportler

und Trainer auf eine ausgewogene

Bilanz zwischen Hochleistungssport und

Regeneration achten. Viele Sportler erlernen

durch zu frühes spezielles Training

falsche Bewegungsmuster. Manchmal

treten Probleme auch erst Jahre nach der

aktiven Zeit auf. Ich rate daher zu einer

gleichmäßigen Belastung aller Muskel-

gruppen und einer langfristigen muskulären

Stabilisierung. Im Vordergrund sollte

eine allgemeine und ganzheitliche athletische

Ausbildung stehen, um Fehlbelastungen

von Anfang an zu vermeiden.

Die Sportler sollten sich in regelmäßigen

Intervallen und schon so früh wie möglich

bei uns Sportmedizinern vorstellen,

damit wir rechtzeitig etwaigen Problemen

entgegenwirken können. Optimale

Techniken, gezielte Trainingsmethoden,

ausreichende Erholungsphasen, Vermeidung

von Überlastungsschäden sowie

der Verzicht auf Doping und andere stimulierende

Substanzen sind die beste

Prophylaxe.

Doping ist also keine Lösung?

Nein, ganz sicher nicht, denn noch immer

sind viele Früh- und Spätfolgen von Doping

nicht bekannt. Leider wird es immer

auch schlechte Berater sowie pharmakologische

und medizinische Bereiche geben,

die beim Leistungssport intervenieren.

Es gibt Sportler, Trainer und Sponsoren,

denen schneller Ruhm und Erfolg

wichtiger sind als die Gesundheit.

Ich distanziere mich ganz entschieden

von leistungsfördernden Substanzen, bin

mir jedoch sicher, dass es auch in Zukunft

keinen dopingfreien Sport geben wird.

Ungleiche Kontrollmethoden ermöglichen

immer neue Möglichkeiten der

Manipulation, die Nachweisgrenzen und

Analysemöglichkeiten laufen den Entwicklungen

der Pharmakologie um Jahre

hinterher. Manche Substanzen, die heute

schon im Doping verwendet werden,

sind erst in sieben oder acht Jahren nachweisbar.

Dann müssten einigen Sportlern

rückwirkend ihre Medaillen aberkannt

werden. Wie soll das gehen?

Das Gespräch führte Mandy Wolf

52 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 53

Kontakt

PD Dr. Karsten Labs

Chefarzt der Abteilung Orthopädie

Asklepios Klinik Birkenwerder

Hubertusstr. 12-22

16547 Birkenwerder

Tel.: (03303) 522 131

Fax: (03303) 522 183

E-Mail: k.labs@asklepios.com

Impressum

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Hubertusstraße 12-22, 16547 Birkenwerder,

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Redaktion:

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Redaktionsanschrift:

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Bertram Solcher S. 20, 21, 44

Yvonne Klemp S.36

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Holger Peters 5, 34

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Baby Smile S. 58

mediaConcepta S.65

Schlussredaktion:

Katja Eckert

Druck:

Möller Druck, Berlin

Erscheinungsweise:

4 x jährlich bundesweit

Auflage:

24.000 Exemplare

Anzeigen:

Sabine Malsch DTP Grafik & Layoutgestaltung,

Zellerodaer Weg 18, 36433 Bad Salzungen

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Nächster Anzeigenschluss: 14.05.2010

Nächster Redaktionsschluss: 16.04.2010

Die nächste Ausgabe des Magazins erscheint am

30.06.2010.

Copyright:

Alle Rechte sind dem Herausgeber vorbehalten.

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit dem Einverständnis

der Redaktion. Namentlich gekennzeichnete

Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung des

Herausgebers oder der Redaktion wieder.


Patientenforum

„Danke für mein neues Leben!“

Diagnostik und Therapie der Skoliose

Das junge Mädchen ruft diese Worte am Entlassungstag glücklich über den Klinikflur. Es verdankt sein „neues

Leben“ dem Team des Wirbelsäulen-Zentrums/Abteilung Wirbelsäulen- und Skoliosechirurgie der Klinik St. Georg

in Hamburg. Vor der Behandlung litt die junge Patientin nicht nur an den großen körperlichen, sondern auch an

schweren seelischen Belastungen. Dankesworte dieser Art hören PD Dr. Thomas Niemeyer, Leiter des Zentrums,

und seine Mitarbeiter häufig. „Manche schicken Postkarten, E-Mails oder stellen sogar Tagebuchauszüge über ihren

Klinikaufenthalt ins Internet“, sagt er – und ist sichtlich stolz. Im Gespräch erläutert der Wirbelsäulenspezialist das

Krankheitsbild sowie die modernen Verfahren zu Diagnostik und Therapie.

Herr Dr. Niemeyer, die Skoliose ist als Krankheitsbild schon seit

der Antike bekannt, ihre Therapie gilt als Ursprung der Orthopädie.

Was versteht man eigentlich unter einer Skoliose?

Skoliose kommt aus dem Griechischen und bedeutet „krumm“.

Wir verstehen darunter eine dauerhafte seitliche Verbiegung

der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Verdrehung der einzelnen

Wirbelkörper. Gut zu erkennen am seitlichen Rumpfüberhang,

am Schulterschiefstand und an der asymmetrischen Taille. Anders

ausgedrückt: Die Hüften sind nicht gleich hoch, sie stehen

heraus. Genau wie das Schulterblatt. Und die Kopfhaltung kann

leicht schräg sein.

Wie sieht die Diagnostik aus?

Es gibt neben diesen Anzeichen einen Test bei der körperlichen

Untersuchung durch den Facharzt. Der Patient beugt sich mit

durchgestreckten Knien und locker hängenden Armen nach

vorne. Wenn sich im Bereich des Rückens ausgeprägte Niveauunterschiede

wie ein Rippenbuckel oder Lendenwulst zeigen,

handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um eine Skoliose. Leider

muss bei einem derartigen Befund noch geröntgt werden,

um das genaue Ausmaß der Skoliose festzulegen. Aber immer

häufiger kommen auch strahlungsfreie Kernspintomografie,

fotometrische Oberflächenvermessung mit Computerunterstützung

oder digitales strahlungsarmes Röntgen zum Einsatz.

Wie verbreitet ist die Skoliose?

Die idiopathische Skoliose wird bei Kindern und Jugendlichen

oft in der Wachstumsphase auffällig. Mädchen sind etwa vierbis

fünfmal häufiger betroffen als Jungen. Warum, ist leider

nach wie vor unbekannt. In Deutschland gibt es schätzungswei-

se 400.000 Skoliose-Patienten. Die Krankheit kann fortschreiten,

sich verschlechtern und sich unbehandelt durch die schleichende

Zunahme zu einem lebenslangen Problem entwickeln. Deshalb

zählt Skoliose zu den chronischen Erkrankungen.

Wie kommt es zu dieser Erkrankung?

Die Ursachen reichen von angeborenen Fehlbildungen bis zu

unfall- oder krankheitsbedingten Muskel- oder Nervenschädigungen.

Bei idiopathischen Skoliosen, das sind etwa 80 Prozent,

bleibt die Ursache unbekannt. Vorbeugende Maßnahmen können

daher kaum empfohlen werden. Aber: Je früher eine Fehlstellung

erkannt wird, desto weniger aufwändig und belastend

ist die notwendige Behandlung – und desto größer sind die Erfolgsaussichten.

Unter welchen Beschwerden leiden die Patienten?

Das ist abhängig vom Grad der Skoliose. Für jüngere, bewegliche

Patienten ist die Skoliose vor allem ein kosmetisches Problem,

das aber zu ernsthaften seelischen Problemen führen kann. Sie

fühlen sich „schief“ und der Rippenbuckel wird als entstellend

empfunden. Bei älteren oder degenerativen Skoliosen steht der

Schmerz im Vordergrund. Im Extremfall kann es auch zu einer

Einengung der Organe kommen. Durch die Verkrümmung der

Wirbelsäule wird die Lungenfunktion messbar beeinträchtigt,

auch das Herz muss gegen einen höheren Lungenwiderstand

pumpen. Dies kann zu Herzschäden führen.

Wann muss eine Skoliose behandelt werden, und welche Methoden

gibt es?

Bei einer leichten Krümmung zwischen 10 und 20 Grad wird

man in der Regel eine ambulante oder stationäre skoliosespezifische

Physiotherapie mit täglichem Übungsprogramm durchführen,

zwischen 20 und 40 Grad empfiehlt sich eine zusätzli-

che Korsettbehandlung. In der Wachstumsphase kommt neben

sportlichen Aktivitäten zur Stärkung der Haltungsmuskulatur

insbesondere der skoliosespezifischen Krankengymnastik nach

Schroth eine wichtige Rolle zu. Dadurch wird die Wirbelsäule

aufgerichtet und das Fortschreiten der Erkrankung gestoppt. Je

früher die Skoliose auftritt und je jünger der Patient, desto größer

ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Verschlechterung. Deshalb

ist die Gefahr einer schnell zunehmenden Verkrümmung in

der Zeit der Pubertät am größten. Und deshalb sind auch viele

unserer Patienten im jugendlichen Alter.

Wann muss man eine Skoliose operieren?

Zum Glück müssen heutzutage nur noch wenige Patienten operiert

werden, oft gelingt es mit konservativen Behandlungsmethoden,

die Zunahme aufzuhalten. Aber wenn sich die Skoliose

nicht aufhalten lässt und der Rücken immer krummer wird,

müssen wir operieren. Die Korrekturen führen wir mit Hilfe von

Implantaten durch: Kleine Titanstäbe werden entlang der Wirbelsäule

eingeschraubt. Damit können wir die Skoliose in aller

Regel vollständig begradigen.

Wie geht es dann weiter?

Diese Implantate bleiben in der Regel ein Leben lang im Körper

und erlauben den Patienten eine sofortige Belastbarkeit am

ersten Tag nach der Operation. Nach einem Jahr sind fast alle

Sportarten wieder möglich, sogar Reiten, Golf oder Skifahren

– Risikosportarten wie Bungee- oder Fallschirmspringen natürlich

nicht. Typischerweise sind die Patienten zwischen 10 und 20

Jahre alt, wenn wir sie operieren, und damit in einem sportlich

sehr aktiven Alter. Deshalb ist nach der OP die tägliche Stärkung

der Muskulatur so wichtig. Das gelingt nur durch regelmäßigen

Sport. Aus unserer Sicht trägt die schnelle Wiedereingliederung

in den schulischen und beruflichen Alltag sehr zum Behandlungserfolg

bei. Dies in Kombination mit sportlichen Freizeitaktivitäten

bringt dann unsere Patienten voll ins Leben zurück.

Aus Langzeituntersuchungen wissen wir, dass über 80 Prozent

der Patienten nach einer Skoliose-OP im Kindes- oder Jugendalter

mit den Ergebnissen zufrieden sind. Über 90 Prozent von

ihnen sind auch arbeitsfähig – und verheiratet!

54 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 55

Tipp

Mehr zur modernen Skoliosetherapie berichtet PD Dr. Niemeyer

im Rahmen der Video-Reihe „Nachtvorlesung nachgefragt“:

www.asklepios.com/nachtvorlesungen

Info zur Asklepios Katharina-Schroth-Klinik in Bad Sobernheim:

www.asklepios.com/BadSobernheim

Mathias Eberenz

Kontakt

Priv.-Doz. Dr. Thomas Niemeyer

Chefarzt Abteilung Wirbelsäulen- und

Skoliosechirurgie

Interdisziplinäres Wirbelsäulen-Zentrum

Hamburg

Asklepios Klinik St. Georg

Lohmühlenstraße 5, 20099 Hamburg

Tel.: (040) 1818 85-2111

Fax.: (040) 1818 85-3079

E-Mail: t.niemeyer@asklepios.com

Dr. Thomas Niemeyer


Patientenforum

Mit Stethoskop und Stahlhelm

Lindenlohe-Chefanästhesist Dr. Franz Jürgen Unterburger bei der Wehrübung

Als Oberstabsarzt der Reserve im Einsatz: Dr. Franz Jürgen Unterburger (ganz rechts)

Der Außenbordmotor des Schlauchbootes

brummt vor sich hin. Die Augen der

Bootsinsassen sind gespannt auf das

Brückengeländer der Staustufe bei Lechbruck

gerichtet: Von dort stürzen sich

Männer in schwarzen Neoprenanzügen

in den kalten Lech. Diese „Mutprobe“

zählt zur Einzelkämpferausbildung, die

Soldaten der nahe gelegenen Luftlandeund

Transportschule Altenstadt absolvieren

müssen. Und der Chefarzt der Abteilung

für Anästhesie und Schmerztherapie

in der Orthopädischen Klinik Lindenlohe,

Dr. Franz Jürgen Unterburger, sitzt im

wahrsten Sinne des Wortes mit im Boot

– im Tarnanzug und mit Schwimmweste.

Das Kreiswehrersatzamt Kempten hatte

Dr. Unterburger, Oberstabsarzt der Reserve,

per Einberufungsbescheid zu einer

einwöchigen Wehrübung nach Altenstadt

beordert. Statt des weißen Kittels gehören

nun Tarnanzug und Stahlhelm zur Uniform

des Mediziners. Nach zweitägigem

Kennenlernen der Kaserne, des angegliederten

Flugplatzes und des von den Einzelkämpfern

in Ausbildung gefürchteten

„Sauwaldes“ unterstützt der Anästhesist

und aktive Notarzt das Team der Sanitäter

in der Franz-Josef-Strauß-Kaserne

fachkundig.

Vor Beginn eines kurzen Empfanges bei

Oberst Ferdinand Baur in der Komman-

dozentrale des historischen Bundeswehrstandortes

wurden eilig die Unterlagen

vom Besprechungstisch weggeräumt.

„Geheim“, erklärte der Chef des Standortes.

Eine Vielzahl von Soldatinnen und

Soldaten wird hier auf Auslandseinsätze

vorbereitet. Baur selbst kämpft jeden Tag

– um die Solidarität der Bevölkerung für

die Bundeswehr und für die „moralische

Unterstützung bei der Auftragserfüllung

im In- und Ausland“. Oberstabsarzt Unterburger

kann selbst einige Auslandserfahrung

vorweisen. Er war mit der Bundeswehr

in Kambodscha, in Westindien,

in Singapur und in Nord-Norwegen: dort

vier Wochen im Manöver bei fast minus

40 Grad. Und als Zivilist war er mit Interplast

e. V., einem gemeinnützigen Verein

für kostenlose plastische Chirurgie, im

Iran. Diese Erfahrungen verschaffen ihm

bei der Bundeswehr viel Respekt.

Das Geräusch der zweimotorigen Transportmaschine

ist längst nicht mehr zu

hören, wenn die „Freifaller“ lautlos zu

Boden gleiten. Im Gegensatz zu den „Automatenspringern“

lösen sie das Öffnen

ihres Fallschirmes selbst aus. Zwei Fluglotsen

in Uniform regeln vom Kasernentower

aus den Flugverkehr und beobach-

ten die Geschehnisse auf dem Flugfeld

und in der Landezone. Eine große Flughafenfeuerwehr

und ein Sanitäts-Unimog

mit zwei Sanitätern stehen immer bereit,

wenn Flugbetrieb ist.

Im Sanitätsgebäude in der Kaserne, der

Dienststelle von Dr. Unterburger, zählt

die Versorgung Schwerstverletzter aus

dem Flugbetrieb zum Glück nicht zu den

alltäglichen Aufgaben: Die Sicherheitsvorkehrungen

der Springer haben höchstes

Niveau. Vielmehr sind es grundlegende

Untersuchungen der Soldaten,

Betriebliche Altersvorsorge

zu Sonderkonditionen

Denn als Arbeitnehmer haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf eine betriebliche

Altersversorgung. Dabei können Sie eine Menge Steuern und Sozialabgaben sparen. Die

Zurich Gruppe gewährleistet, dass Sie die staatlichen Vorteile voll ausschöpfen. Ihre Vorteile

als Asklepios-Mitarbeiter auf einen Blick:

• Sie profitieren von einem günstigen Gruppentarif

• Sie können auf Wunsch einen Berufsunfähigkeitsschutz integrieren

Wenn Sie mehr wissen möchten, wenden Sie sich einfach an die betreuende Bezirksdirektion.

Sie steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

die Behandlung von Zerrungen oder

Schnittwunden sowie von Verletzungen,

die aus Be- und Überbelastung beim

Sprungbetrieb und bei der Einzelkämpferausbildung

resultieren. Normaler medizinischer

Alltag also. Und wer glaubt,

bei der Bundeswehr gingen die Uhren anders,

der wird beim Meteorologen-Team

am Standort fündig: Hier gilt die NATOeinheitliche

„Zulu-Zeit“, die der Mitteleuropäischen

Zeit minus einer Stunde

entspricht ...

Hans-Christian Wagner

10-27-999-01_4111 1 27.10.2009 11:34:01 Uhr

56 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 57

Kontakt

Dr. Franz Jürgen Unterburger

Chefarzt der Abteilung für Anästhesiologie und

Schmerztherapie

Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe

Tel.: (09431) 888-640

E-Mail j.unterburger@asklepios.com

Ihr Ansprechpartner:

Bezirksdirektion

Peter Elsner

06122 7072-0

info@ga-elsner.com


Patientenforum

Kleine Wunder, ganz groß

Die Geburt eines Kindes ist einer der schönsten Momente im Leben junger Eltern. Baby Smile Fotografie hält diese

ganz besondere Zeit direkt nach der Geburt für immer fest: Seit über 15 Jahren fangen die Profi-Fotografinnen noch

während des Klinikaufenthaltes unvergessliche Augenblicke ein – kostenlos und ganz ohne Stress für das Baby.

Kaum hat ein Neugeborenes das Licht

der Welt erblickt, wünschen sich Familien

und Freunde nichts sehnlicher, als

das kleine Wunder mit eigenen Augen zu

sehen. Diesen Wunsch erfüllt Baby Smile

Fotografie gern. Schließlich fotografiert

das Unternehmen jährlich über 60.000

dieser kleinen Wunder – innerhalb kürzester

Zeit kann sich die ganze Familie

dann über wunderschöne, professionelle

Bilder freuen.

Das Konzept kommt bei den Eltern super

an. Kein Wunder: „Das Fotografieren ist

für die Eltern völlig kostenfrei und unverbindlich“,

erklärt Klinikberaterin Diana

Kröner. „Die Fotografin bringt etwa

zwei Tage nach dem Fototermin die fertig

entwickelten Bilder und Produkte mit.

Was gefällt, kann gekauft werden. Muss

aber nicht. Auf jeden Fall erhalten die Eltern

eine kostenlose Glückwunschkarte

mit dem schönsten Foto ihres Kindes.“

Zugegeben: Nichts kaufen – das ist leichter

gesagt als getan. Denn wer die hochwertigen

Fotobücher, Leinwandbilder,

Fotogalerien und Geburtskarten mit den

süßen Bildern seines Babys erst einmal in

der Hand hält, kann schwer widerstehen.

Zumal der Preis im Vergleich zu den meisten

anderen Profi-Fotostudios durchaus

bezahlbar bleibt.

Doch auch für die Klinik lohnt sich der

Service. Baby Smile Fotografie stellt gratis

eine individuelle Neugeborenen-Glückwunschkarte

zur Verfügung, mit Foto,

Geburtsdaten sowie den Unterschriften

von Arzt und Hebamme. Die tagesaktuelle

Baby-Galerie auf der Klinikwebsite

kann die Besucherzahl um bis zu 200.000

jährlich wachsen lassen – allesamt stolze

Großeltern, Verwandte und Bekannte

des kleinen Sprösslings. Erstellung,

Pflege und Aktualisierung der Website

übernimmt Baby Smile Fotografie. Außerdem

unterstützt das Unternehmen die

Kliniken auf Wunsch bei der liebevollen

Ausgestaltung der Geburtenstation oder

wenn Fotografien des Personals benötigt

werden, bei Kooperationen mit lokalen

Tageszeitungen sowie bei Veranstaltun-

gen. Und nicht zuletzt gibt es zusätzliche

Angebote wie beispielsweise die Schwangeren-Fotografie.

Bundesweit arbeiten bereits mehr als 150

Kliniken erfolgreich mit Baby Smile Fotografie

zusammen. Darunter auch Asklepios

Häuser in Hamburg, Wiesbaden,

Langen, Germersheim und Kandel. „Der

Service ist für die Kliniken 100 Prozent

kostenfrei, völlig ohne Aufwand für das

Personal und: eine wirksame, sympathische

Marketingergänzung“, weiß Diana

Kröner.

Kontakt

Diana Kröner

Klinikberaterin Baby Smile Fotografie

Tel.: (0800) 0006953 (kostenfrei)

Mobil: (0177) 8784190

E-Mail: d.kroener@babysmile24.de

www.babysmile24.de

Von Schülern für Schüler

Präventionsunterricht zum Thema Rauchen

Beim Thema Prävention muss man so

früh wie möglich ansetzen, am besten

schon in der Grundschule. Das sagten

sich auch 15 Schülerinnen und Schüler

des Bildungszentrums für Gesundheitsberufe

(BZG) in Hamburg – und entwickelten

unter Leitung ihrer Lehrerin

Susanne Walter das Konzept für eine Präventionsveranstaltung

zum Thema Rauchen.

Im November 2009 wurde es dann

in die Tat umgesetzt: Zwei Tage lang

unterrichtete der Kurs 2008/02C in den

vierten Klassen der Hamburger Grundschule

„An der Isebek“. Für jede der drei

Klassen war ein Fünferteam zuständig.

Zu Beginn standen die Raucher unter den

BZG-Schülern den Viertklässlern Rede

und Antwort. Warum habt ihr mit dem

Rauchen angefangen? Wie schwer ist es,

wieder aufzuhören? An den folgenden

zwei Unterrichtstagen fanden selbst erarbeitete

Rollenspiele und Experimente

statt.

Ein kleinen Eindruck, was die Grundschüler

an den beiden Tagen erleben

konnten, gibt dieser Bericht der BZG-

Schüler:

„Das wesentliche Ziel unserer Arbeit lag

darin, die neun- und zehnjährigen Kinder

aufzuklären und sie somit in ihrer

Einstellung gegen das Rauchen zu stärken.

Beispielsweise haben wir die Kinder

in Rollenspielen darin geschult, wie sie

in schwierigen Situationen zu ihrer Meinung

stehen können und keinem Gruppenzwang

verfallen müssen. Des Weiteren

beschäftigten wir uns besonders mit

den Folgen und Risiken des Rauchens

anhand eines Memory-Spiels, das unter

anderem aus Bildern einer Raucherlunge

und einer gesunden Lunge bestand. Die

Bilder stellten die abschreckenden Folgen

des Rauchens sehr gut dar. Besonders eindrucksvoll

war für die Kinder, wie viele

Rückstände sich beim Zigarettenkonsum

in der Lunge absetzen. Zur Veranschaulichung

haben wir eine Zigarette in einem

Reagenzglas erhitzt. Der aufsteigende

Rauch mit seinen Schadstoffen wurde von

einem Wattebausch aufgefangen. Schon

nach kurzer Zeit verfärbte sich die Watte,

und ein unangenehmer Geruch stieg auf.

‚Das stinkt ekelhaft!’, mahnten die Kinder

in Einigkeit.

Alles in allem kann man sagen, dass wie,

als angehende Gesundheits- und Krankenpfleger/innen

in Bezug auf Beratung

und Aufklärung ein immenses Wissen

hinzugewonnen haben. Dies vermittelt

uns Sicherheit für die Zukunft. Nicht nur

Schüler und Lehrer, sondern auch wir waren

von dem Projekt begeistert. Wir halten

es für sinnvoll, auch weiterhin aktiv präventiv

in den Schulen tätig zu werden.“

Deutliches Lob für das Engagement der

BZG-Schüler kam von Rosemarie Binz, einer

Lehrerin der Grundschule: „Ich finde

es toll, wenn junge Leute sich für eine gesellschaftlich

wichtige Sache so einsetzen.“

58 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 59

Mathias Eberenz


Patientenforum

Theater als Therapie –

das Theaterlabor 82

Theater- und Heilkunst sind seit frühester Menschheitsgeschichte miteinander verbunden. In kultischen Riten, Zeremonien

oder im Maskenspiel setzten sich Menschen mit den Themen ihres Daseins auseinander, oft gekoppelt an den

Wunsch nach einer Verwandlung. Im Tempel des griechischen Gottes Asklepios wurden dramatische Initiationen zu

Heilzwecken durchgeführt. Und auch Aristoteles betonte die kathartische Wirkung des Theaters auf das Publikum.

Um die dem Theater innewohnenden

Möglichkeiten zu nutzen, bietet die Klinik

Nord Ochsenzoll seit mehr als acht

Jahren eine spezifische Form der Theatertherapie

als festen Bestandteil ihres

psychotherapeutischen, psychiatrischen

Behandlungskonzeptes an.

Für viele Patienten ist dieses Therapieangebot

zu einem festen Bestandteil ihrer

Behandlung geworden. Das Theaterlabor

entwickelte sich für viele auch zu einer

wichtigen Schnittstelle zwischen stationärer

und ambulanter Behandlung. Gerade

in Krisenzeiten suchen ehemalige

Patienten die Theatergruppe auf. Hinter

der Fassade, „nur mal vorbeischauen

zu wollen“, verbirgt sich da manchmal

der Wunsch nach einem beratenden Gespräch.

Wenn nötig, kann es in einer solchen

Situation gelingen, diese Patienten

zu einer rechtzeitigen und freiwilligen

Behandlung in der Klinik zu motivieren.

Kontakt

Horst Thalmaier

Theaterlabor

Asklepios Klinik Nord/ Campus Ochsenzoll

Langenhorner Chaussee 560

22419 Hamburg

Tel.: (040) 1818872884

E-Mail: h.thalmaier@asklepios.com

Die inhaltliche Arbeit besteht aus drei Bereichen:

1. Das freie Spiel und Improvisationstheater eröffnen ein Experimentierfeld. Die Übungen

sind niederschwellig angelegt. Das Übungsrepertoire besteht unter anderem aus spezifischen

Übungen zur Stimmentwicklung, zur Gebärdensprache und Mimik (Nonsensdialoge,

Fratzen schneiden), Übungen zur Förderung des Körperbewusstseins (Atemwahrnehmung,

Bewegungsspiele), kurzen, von den Teilnehmern selbst entwickelten, szenischen

Improvisationen und pantomimischen Darstellungen von Alltagstätigkeiten (zum Beispiel

Zähneputzen). Sämtliche Übungsangebote fördern Humor, Experimentierlust und

Freude am Spiel, was wir per se schon als heilsam erleben.

2. Ein zweiter Bereich ist die Auseinandersetzung mit konkreten Theaterstücken aus der

Literatur, zumeist Komödien. Diese stellen alltägliche Lebenszusammenhänge und Konflikte

in humorvoller Weise dar und zeigen eine nachvollziehbare Lösung auf. Die Struktur

einer Theaterrolle und eines Handlungsablaufs begrenzt den wesentlichen Anteil

emotionalen Ausdrucks auf die Szene. Gleichzeitig kann man lernen, Gefühle sinnhaft

eingebunden zu erleben und zielgerichtet auszudrücken. Die anschließende Reflexion

der Rolle ermöglicht auch die Integration eigener Lebenserfahrungen und trägt mittelfristig

zu einer Verringerung krankheitsfördernder Konfliktspannung bei.

Zunächst werden einzelne Szenen mehrfach mit verteilten Rollen in der Gruppe gelesen

und mit verschiedenen Gefühlshintergründen (beispielsweise Schüchternheit, Ärger,

Misstrauen, Freude) auf der Bühne improvisiert. Allmählich formen sich die Charaktere

und ihnen wird ein Erlebnishintergrund angedichtet. In diesem kreativ-schöpferischen

Prozess kristallisieren sich meist die ersten Rollenpräferenzen heraus. Hier eröffnet sich

auch der Raum, in dem die unterschiedlichsten Identifikationen mit der Figur auf bewusster

und insbesondere unbewusster Ebene stattfinden.

3. Die Entscheidung, das jeweilige Theaterstück dann öffentlich vor fremdem Publikum

aufzuführen, erhöht den Leistungsanspruch und trägt zu einer enormen Bündelung der

bis dahin entwickelten Fähigkeiten bei. Das Verantwortungsgefühl für das Gelingen

wächst und motiviert die Teilnehmenden zu neuen Erfahrungen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit,

Durchhaltevermögen. Dass es gelingt, etwas so Anspruchsvolles wie eine

Theateraufführung zusammen zu gestalten, bedeutet für Patienten häufig eine tief greifende

Lernerfahrung.

Das Theaterlabor 82 bietet eine umfassende

Lern- und Therapiesituation, die auch

über den Krankenhausaufenthalt hinaus

wirkt: kognitives Training, emotionales

Lernen, Förderung sozialer Kompetenzen.

Es konnte bereits erfolgreich mehrere

Premieren an unterschiedlichen Orten

feiern: „Der Diener zweier Herren“ von C.

Goldoni, „Der Floh im Ohr“ von Georges

Feydeau oder auch „Pension Schöller“

von C. Laufs & W. Jacoby wurden aufgeführt.

Improvisationstheater zu unterschiedlichen

Themenreihen und Anlässen

rundet das Repertoire ab: „Das Spiel

mit der eigenen Komik“, „Mehr Schein

als Sein“ und „Irren bleibt menschlich“.

Die Patienten lernen, eigene Ideen themenzentriert

zu entwickeln, sie kreativ

zu gestalten. Sie erkennen, dass sie über

ein breit gefächertes, wertvolles Handlungspotenzial

verfügen, sie erleben

Kompetenzen und persönliche Erfolge

sehr direkt. Selbstheilungskräfte werden

aktiviert. Die Stigmata von „verrückt“

und „normal“ verlieren im gemeinsamen

kulturellen Schaffen an Bedeutung.

Das Theaterlabor 82 ist nicht zuletzt auch

öffentlicher Raum. Psychisch kranke

Menschen sind noch immer über negative

gesellschaftliche Stigmatisierungen

definiert, die sie selbst größtenteils verinnerlicht

haben. Auf der Bühne zu stehen

und dafür Zuspruch und Anerkennung

zu erfahren, bedeutet aber auch, wieder

ein Stück in die gesellschaftliche Normalität

zurückzukehren und sich selbst als

dazugehörig zu erleben.

60 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 61


Patientenforum

Babyweiche Haut –

das Einmaleins der Säuglingspflege

Frischgebackene Eltern sind bei der Pflege ihres Nachwuchses oft etwas unsicher. Viel Puder, dicke Schichten von

Cremes auf Gesicht und Po: Diese Tipps von Eltern und Großeltern sind längst veraltet. Doch wie viel Pflege benötigt

ein Säugling tatsächlich? Asklepios intern sprach mit Andrea Büttner, Stationsschwester in der Klinik für Gynäkologie

und Geburtshilfe im Klinikum Uckermark in Schwedt.

Auf was muss bei der Babypflege besonders geachtet werden?

Absolut wichtig bei der Pflege von babyweicher Haut ist das

Trocken- und Geschmeidighalten der Hautfalten am Hals, unter

den Armen und in der Leistengegend. Feuchte Stellen verursachen

schnell Rötungen und Reizungen. Durch sorgfältiges Abtrocknen

des Babys können sie aber verhindert werden.

Grundsätzlich reicht es aus, die Babyhaut mit klarem Wasser

zu reinigen. Zusätzlich kann das Baby mit einem pflanzlichen

Öl eingerieben werden. Die Industrie bietet sehr viele verschiedene

Pflegeprodukte an. Dadurch sollte sich die Mutter jedoch

nicht irritieren lassen, sondern lieber auf ihr Bauchgefühl hören.

Wenn Pflegeprodukte benutzt werden, ist unbedingt darauf zu

achten, dass keine Konservierungsstoffe enthalten sind. Bei der

Auswahl der richtigen Produkte sind auch Auswertungen der

Stiftung Warentest und Ökotest sehr hilfreich.

Wie sollte ein Baby gebadet werden?

Obwohl die Kleinen das Baden sehr mögen, sollten es die Eltern

damit nicht übertreiben. Wir empfehlen daher, ein Baby höchstens

ein- bis zweimal in der Woche zu baden. An den anderen

Tagen reicht es, den Körper von Kopf bis Fuß zu waschen. Heizen

Sie das Badezimmer gut vor. Die optimale Wassertemperatur

beträgt 37 Grad. Bitte nutzen Sie zur Überprüfung ein im

Handel erhältliches Thermometer. Um eine Unterkühlung zu

vermeiden, reicht es aus, das Baby fünf Minuten zu baden. Für

gesunde Babyhaut sind Badezusätze nicht notwendig, klares

Wasser genügt völlig. Seife und Schaumbadzusätze trocknen

die Haut nur unnötig aus. Wir empfehlen Müttern, die viel Muttermilch

haben, diese als Badezusatz zu nehmen. Das Wasser

kann auch mit pflanzlichem Öl angereichert werden.

Wie pflegt man einen wunden Po?

Auch hier plädieren wir für klares Wasser. Reinigen Sie den

Windelbereich gründlich und lassen Sie ihn an der Luft trock-

Das Gespräch führte Mandy Wolf

62 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 63

Kontakt

Andrea Büttner

Asklepios Klinikum Uckermark

Auguststraße 23, 16303 Schwedt/Oder

Tel.: (03332) 53-2894

E-Mail: a.buettner@asklepios.com

nen. Lassen Sie Ihr Baby in dieser Zeit so oft wie möglich mit

nacktem Po auf einer Unterlage liegen. Die Kleinen finden das

toll, allerdings neigen sie dann auch oft zum Pullern. Aus diesem

Grund raten wir von der Nutzung eines Föns ab. Erwärmen

Sie die Umgebung lieber mit einer kleinen Heizlampe oder mit

Rotlicht. Verzichten Sie auf die Nutzung von Feuchttüchern. Für

unterwegs sind sie gut geeignet, für den häuslichen Gebrauch

können Sie dünne Waschlappen oder Einmalwaschlappen verwenden.

Falls dennoch Wundschutzcreme verwendet wird,

sollte diese nur hauchdünn aufgetragen werden. Auch ein paar

Tropfen Muttermilch auf den Po haben eine heilende Wirkung.

Kein Baby mag es, aber wie schneidet man Finger- und Fußnägel?

In den ersten vier Lebenswochen sind die Nägel des Babys noch

so weich, dass sie sich von ganz allein abschilfern, das heißt, sie

schälen sich ab. Um eine Nagelbettentzündung zu vermeiden,

raten wir davon ab, bereits im ersten Lebensmonat die Nägel

zu schneiden. Nach dieser Zeit sollte für die Finger- und Fußnägel

eine Babynagelschere verwendet werden. Und um unnötigen

Stress zu vermeiden: Schneiden Sie die Nägel Ihres Kindes,

wenn es schläft.

Welche Tipps können Sie jungen Eltern für die ersten Tage zu

Hause geben?

Bewahren Sie Ruhe! Ein Baby wirbelt das ganze Leben durcheinander.

Versuchen Sie, einen gemeinsamen Rhythmus zu finden.

Schlafen Sie, wenn Ihr Baby schläft. Auch wenn alle anderen

noch so neugierig sind: Verzichten Sie in den ersten Wochen

auf Besuch. Und falls sich doch Gäste ankündigen, sollten diese

Kaffee und Kuchen selbst mitbringen. Nehmen Sie die Hilfe von

Ihrer Familie, von Ihren Freunden und der Hebamme an. Legen

Sie Ihre Prioritäten neu fest. Niemand erwartet von Ihnen, dass

Sie perfekt sind. Akzeptieren Sie die neue Situation und freuen

Sie sich gemeinsam über Ihr Baby.


Patientenforum

Sind Sie schon freundlich, oder müssen

Sie noch zu einem Seminar?

Als Freundlichkeit bezeichnen Umgangssprache und Sozialpsychologie das anerkennende und liebenswürdige Verhalten

eines Menschen, aber auch die innere wohlwollende Geneigtheit gegenüber seiner sozialen Umgebung. In der

personalwirtschaftlichen Bewertung wird die Freundlichkeit zum Bereich der sozialen Kompetenzen gezählt und als

Teil der Schlüsselqualifikationen im Rahmen der Eignungsdiagnostik bewertet.

Sowohl in innerbetrieblichen Austauschprozessen,

in der Zusammenarbeit mit anderen

im Team oder als Führungskraft als auch im

Bereich der Öffentlichkeitsarbeit oder im Zusammenhang

mit dem Mahnwesen und Kunden

in Zahlungsschwierigkeiten, im Bereich der

Reklamationsbearbeitung und nicht zuletzt im

Krankenhaus wird der Freundlichkeit im Umgang

mit dem jeweiligen Gegenüber ein enormer

Stellenwert zur Konfliktvermeidung und

Deeskalation beigemessen. Aktuelle Rückmeldungen

zeigen:

Freundliches Verhalten gegenüber einem unfreundlichen

Menschen verlangt Selbstbeherrschung

und ist daher auch immer anstrengend. Zahlreiche Berater

und verschiedene Institute bieten mittlerweile Hunderte von

Fortbildungen an, um Mitarbeiter speziell in Freundlichkeit zu

schulen. Es geht aber auch alles viel einfacher und kostengünstiger.

Verfahren Sie, wie meine Mutter zu sagen pflegte: „Wie

man in den Wald ruft, so schallt es heraus“, oder anders gesagt:

Besinnen Sie sich einfach auf die drei nachfolgenden Kleinigkeiten

mit großer Wirkung ...

1. Höflichkeit

Die Höflichkeit ist eine Tugend, deren Folge eine rücksichtsvolle

Verhaltensweise ist, die den Respekt vor dem Gegenüber zum

Ausdruck bringen soll.

2. Wertschätzung

Wertschätzung bezeichnet die positive Bewertung einer anderen

Person. Sie gründet auf einer inneren allgemeinen Haltung

anderen Menschen gegenüber.

3. Lachen

Im menschlichen Miteinander wird das Lachen als Ausdruck

für Sympathie und gegenseitiges Einverständnis verstanden

und entfaltet dadurch eine besänftigende, konfliktbegrenzende

Wirkung, die dem Zusammenleben

in Gruppen förderlich ist.

Insbesondere Punkt 3 ist in der Außenwirkung

nicht zu unterschätzen und auch gesundheitsfördernd.

Das Lachen (Risus) ist eine besondere

Atmungsbewegung, bei der die Ausatmung in

mehreren schnell hintereinander folgenden Stößen

mit mehr oder weniger starkem Schall ausgeführt

wird. Die Einatmung geschieht dagegen

meist in einem kontinuierlichen, etwas beschleunigten

und tiefen Zug. Wenn ein Mensch

lacht, werden innerhalb der Gesichtsregion 17

und am ganzen Körper sogar 80 Muskeln betätigt.

Die Augenbrauen heben sich, die Nasenlöcher weiten

sich, der Jochbeinmuskel zieht die Mundwinkel nach oben, die

Augen verengen sich zu Schlitzen, der Atem geht schneller, die

Luft schießt mit bis zu 100 km/h durch die Lungen, die Stimmbänder

werden in Schwingung versetzt. Der Schall männlichen

Gelächters hat mindestens 280 Schwingungen pro Sekunde, der

des weiblichen sogar 500.

Das Zwerchfell bewegt sich rhythmisch. Sollte es mit dem Lachen

noch nicht funktionieren, fangen Sie mit kleinen Schritten

an – ein kleines Lächeln kann auch schon Wunder bewirken!

Anette Elwert

Kontakt

Anette Elwert

Leitung

Krankenhauskommunikation & Service

Asklepios Klinik Harburg

Eißendorfer Pferdeweg 52, 21075 Hamburg

Tel.: (040) 18 18 86 2136

E-Mail: a.elwert@asklepios.com

Sponsoring für das

Damenbob-Spitzenteam

Die 27-jährige Cathleen Martini gewann mit ihrer Anschieberin Romy Logsch in dieser Saison bei Weltcups bereits

fünfmal Gold (zweimal mit Bahnenrekord) und zweimal Silber. Doch dieses Jahr ist auch das Jahr der Olympischen

Winterspiele im kanadischen Vancouver! Darum unterstützt die Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz das junge Team

aus Sachsen – und das Sponsoren-Logo der Asklepios Sächsischen Schweiz Klinik Sebnitz prangt auf dem sachsengrünen

Bob des Teams Martini-Logsch.

Gesundheit ist das höchste Gut – und steht auch unabhängig

von der medizinischen Behandlung im Mittelpunkt aller Bestrebungen

der Klinik-Mitarbeiter. In diesem Zusammenhang wird

die Förderung des Sports als ein wichtiger Beitrag zur Prävention

und Bekämpfung gesundheitlicher Probleme gesehen. Denn

bei vielen Volkskrankheiten und Beschwerden wie Rückenschmerzen,

Bluthochdruck, Osteoporose, Diabetes II oder Herz-

Kreislauf-Erkrankungen hat regelmäßige körperliche Aktivität

einen beträchtlichen Schutzeffekt und unterstützt die körperliche

und die seelische Gesundheit.

Aber Sport erzeugt auch Emotionen, Leidenschaft und Begeisterung.

Sportler (und gerade Spitzensportler!) tragen so dazu

bei, Jugendliche für den Sport und eine gesunde Lebensweise

zu begeistern. Cathleen Martini und Romy Logsch sind zwei

Modellathletinnen, die in ihrem Sport herausragende Leistungen

zeigen und mit ihrer Einstellung daher für Jugendliche eine

außerordentliche Vorbildfunktion haben.

Weltweit gibt es derzeitig zwölf Bahnen, die abwechselnd für

Weltcups genutzt werden. In Deutschland sind es die Kunsteisbahnen

in Winterberg, Altenberg und in Berchtesgaden am

Königssee. Je nach Kurvenprofil und Gefälle werden mit den

Schlitten hier Geschwindigkeiten bis zu 135 Stundenkilometern

erreicht. In den Druckkurven ist die körperliche Belastung für

die Athleten besonders hoch: Die dort wirkenden Fliehkräfte

drücken mit dem vier- bis fünffachen Gewicht auf Skelett und

Muskulatur der Bobsportler. Damit sie beim Start genügend

Schub für den Bob erreichen, trainieren Topathleten überwiegend

im Kraft- und Schnellkraft-Bereich. Um der körperlichen

Belastung während der Abfahrt, der maximalen Konzentration

auch beim explosionsartigen Start gewachsen zu sein, absolvieren

die Sportlerinnen vor der Saison tagtäglich bis zu zwei Trainingseinheiten.

Cathleen Martini aus Zwickau begann vor über 20 Jahren mit

dem Rodeln. Im Jahr 2000 wechselte sie zum Bobsport. Seither

konnte sie insgesamt 13 Weltcups gewinnen, ist dreimalige Europameisterin,

mehrfache Vize-Gesamtweltcup-Siegerin und Vize-

Weltmeisterin. Die Teilnahme an den Winterspielen 2010 gilt als

vorläufiger Höhepunkt ihrer Karriere: Cathleen Martini wurde

als eine der aussichtreichsten Anwärterinnen auf olympisches

Edelmetall gehandelt. Die Beamtin der Bundespolizei gibt sich

indes gewohnt zurückhaltend. „Na klar ist Olympia etwas

Außergewöhnliches. Aber bei Romy und mir ist es auch wichtig,

dass wir einfach Spaß haben an unserem Sport. Da kommen die

Erfolge fast von ganz alleine. Wir trainieren jeden Tag hart, aber

lassen auch den Spaß nicht zu kurz kommen. Wichtig ist, dass

wir gesund bleiben und die Spannung halten können.“

64 Asklepios intern 43/2010 Asklepios intern 43/2010 65

Jörg Scharfenberg

Eilmeldung

Leider wurde auch unseren leistungsstarken Athletinnen die anspruchsvollste

und schnellste Bahn zum Verhängnis. Durch einen

tragischen, glücklicherweise glimpflich verlaufenden Sturz

im letzten Durchgang konnten sie keine Medaille erringen. Wir

drücken nun fest die Daumen für die im kommenden Jahr in

Deutschland stattfindenden Europa- und Weltmeisterschaften.

www.bobteam-martini.de Quelle: mediaConcepta


Patientenforum


Kontakt

66 Asklepios intern 43/2010

Gut zu wissen

Prof. Dr. Dr.

Stephan Ahrens

Prof. Dr. Dr. Stephan Ahrens

Psychosomatisches Fachzentrum

Falkenried

E-Mail: s.ahrens@asklepios.com

www.starkimjob.de

Brainfood – Ernährung für mehr

Leistung

Unser Gehirn reagiert darauf, was wir essen

und trinken. Es arbeitet deutlich besser, wenn

es optimal mit Nährstoffen versorgt wird.

Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für

unsere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit,

unsere Lernfähigkeit und unsere mentale

Wachsamkeit. Auch die Fähigkeit, Glück

zu erleben, wird vom Hirn mitgesteuert. Bestimmte

Lebensmittel – Brainfood genannt

– wirken sich dabei besonders positiv aus.

Manche tragen dazu bei, gute Laune zu empfinden,

andere helfen in stressigen Situationen.

Was kaum jemand weiß: Das Gehirn ist

zwar nur ein kleines Organ, doch 20 Prozent

des Sauerstoff- und Energiebedarfs im Körper

gehen auf sein Konto. Schon ein kurzzeitiger

Mangel in der Energieversorgung führt

deshalb zu körperlichen Symptomen.

Ernährungstipps

Viel Sauerstoff tanken! Unser Gehirn benötigt

täglich 75 Liter davon. Deshalb heißt

die Devise: Regelmäßig lüften und möglichst

viel Zeit an der frischen Luft verbringen. Das

schützt vor Kopfschmerzen und steigert die

Leistung.

Blutzuckerspiegel konstant halten. Zucker

kann im Gehirn nicht gespeichert werden.

Wer regelmäßig und über den Tag verteilt

Nahrung aufnimmt, hält den Blutzuckerspiegel

konstant und verhindert Leistungstiefs.

Besonders gut sind komplexe Kohlenhydrate

wie beispielsweise Vollkorngetreide (Reis,

Nudeln, Brot) und Eiweiße (Nüsse, Hülsenfrüchte,

Fleisch, Fisch).

Aminosäuren aus Fisch, Fleisch und Milchprodukten

sind für die Produktion von Neurotransmittern

notwendig. Die sorgen dann

für die schnelle Informationsweiterleitung im

Gehirn und ein verbessertes Denkvermögen.

Gesunde, ungesättigte Fettsäuren wie

Omega 3 und Omega 6 zu sich zu nehmen,

ist wichtig für die Produktion und Freisetzung

der „Glückshormone“ Dopamin und

Serotonin. Lachs, Thunfisch, Walnüsse und

Leinsamen sind da gute Lieferanten.

Vitamine, insbesondere B-Vitamine, sind

für eine optimale Hirnleistung im Alltag unersetzlich.

Zu finden in Vollkorngetreiden,

Nüssen und Hülsenfrüchten.

Eisen ist bedeutsam für die Produktion des

roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, der den

Sauerstoff ins Gehirn transportiert. So unterstützt

Eisen die Lernfähigkeit und schützt

vor Müdigkeit. Den lebenswichtigen Mineralstoff

gibt es reichlich in rotem Fleisch, aber

auch in Petersilie und im Honig.

Ausreichend trinken – möglichst zwei bis

drei Liter täglich. Wasser, Saftschorlen oder

Früchtetee sind gute Quellen. Flüssigkeitsmangel

schränkt die intellektuellen Fähigkeiten

ein.

Asklepios intern 42/2010 67


Patientenforum

? Asklepios

Im nächsten Heft

Quiz

Sie haben die aktuelle Ausgabe der „Asklepios intern“

aufmerksam gelesen? Dann rätseln Sie mit und gewinnen Sie!

Wie das geht? Ganz einfach! Beantworten Sie die nebenstehenden

Fragen und teilen Sie uns die richtige Zahlenkombination mit!

Als Preis winkt das neue Buch Benjamin v. Stuckrad-Barres

„Auch Deutsche unter den Opfern“.

Bitte senden Sie Ihre Lösung bis zum 16. April 2010 an:

Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH

KB Unternehmenskommunikation & Marketing

Mandy Wolf

Hubertusstraße 12 - 22

16547 Birkenwerder

E-Mail: mandy.wolf@asklepios.com

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Gewonnen!

Wir gratulieren der Preisträgerin unseres Rätsels aus

der „Asklepios intern“ Nr. 42. Gewonnen hat Brunhild

Kühlke aus 21244 Buchholz.

Mama – mein Kopf tut weh!

Zehn Millionen Deutsche leiden an

einer Migräne. Doch es trifft nicht nur

die Erwachsenen: Jedes zwanzigste

Kind wird von chronischen Kopfschmerzen

oder Migräne gepeinigt

– Tendenz steigend. Kinderärzte aus

Weißenfels erläutern Therapiemöglichkeiten

und zeigen Wege aus der

Schmerzspirale.

Frage A




Lösung:

Medizinische Versorgung im ewigen Eis

Das als Eisbrecher

ausgelegte Forschungs- und

Versorgungsschiff „Polarstern“

ist eines der leistungsfähigsten

Polarforschungsschiffe der Welt. Wie die

medizinische Versorgung auf diesem

Schiff gewährleistet wird, berichtet Dr.

Felix Meuschke aus Schwalmstadt, der

von Januar bis April 2010 als Arzt eine

Expedition begleitete.

Was versteht man unter einem Hallux valgus?

1 Ballen- oder Schiefzehen

2 Hühneraugen

3 Senk- und Spreizfüße

Frage B

Was bewirkt ein Defibrillator?

1

Normalisierung des Herzrhythmus bei

Kammerflimmern mittels Elektroschock

2

Normalisierung der Lungenfunktion bei Atemstillstand

3 Normalisierung einer Schilddrüsenüberfunktion


Frage C

Seit wann ist der Konzerngeschäftsführer Dr. h.c. Peter Coy

bei Asklepios beschäftigt?

1

seit 1993

2

seit 1989

3 seit 2007



Behandlung psychisch erkrankter

Menschen aus anderen Kulturen

Die Therapie psychisch kranker

Migranten erfordert besondere

Kenntnis des kulturellen

Krankheitskonzepts sowie Respekt

gegenüber der fremden Kultur.

Spezialisten aus dem Fachklinikum

Göttingen berichten über ihre

Erfahrungen mit einem speziellen

Konzept für diese Patienten.

Die nächste Asklepios intern

erscheint am 30.06.2010

! Buchtipps

Gewinnen Sie

dieses Buch!

Rebecca Gablé: Hiobs Brüder

England 1147: Eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung, fristen fünf Männer ihr Dasein.

Als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet, bringt Losian, der

sein Gedächtnis verloren hat, die kleine Schar zurück in die „wirkliche“ Welt. Dabei gelangt

er zu erschreckenden Erkenntnissen über seine Vergangenheit. Als dann endlich

Liebe und ein Neuanfang möglich scheinen, beginnt Losian zu ahnen, dass er die Schuld

an dem furchtbaren Krieg trägt, der England zugrunde zu richten droht.

Rebecca Gable, Hiobs Brüder, Ehrenwirth Verlag, 24,99 €

Anne Weber: Luft und Liebe

Eine mitreißende Geschichte von Liebe und Verrat: Anfang Vierzig und in Herzensdingen

längst an das normale Glück oder Unglück gewöhnt, begegnet die Heldin einem

nicht mehr ganz jungen Mann, nach dem sich niemand umdrehen würde. Doch er ist

zärtlich, aufmerksam, charmant und verspricht ihr den Himmel auf Erden. Ein Märchenprinz

mit einem Schloss. Doch dann zerplatzen alle Träume wie Seifenblasen, und die

mit großer Leichtigkeit und funkelnder Ironie erzählte Geschichte nimmt ein Ende mit

Schrecken ...

Anne Weber, Luft und Liebe, Fischer S. Verlag, 17,95 €

Benjamin v. Stuckrad-Barre: Auch Deutsche unter den Opfern

Erstaunlich, wo überall dieser Chronist unserer Gegenwart auftaucht. Beeindruckend,

wie nah er rankommt. Erhellend, was er zutage fördert. Er begleitet Politiker beim Wahlkampf,

besucht das Callcenter eines Umfrageinstituts, versucht mit Günter Grass zu diskutieren,

wartet am roten Teppich auf Tom Cruise, ist bei der Grundsteinlegung der BND-

Zentrale dabei … So entsteht aus vielen Einzelbeobachtungen ein deutscher Klappaltar,

aus vielen Texten eine Großerzählung über die Zeit, in der wir leben.

Benjamin v. Stuckrad-Barre, Auch Deutsche unter den Opfern, Kiepenheuer & Witsch,

12,95 €

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Klinikübersicht

Kliniken in Deutschland Betten/Plätze

1 Asklepios Klinikum Bad Abbach (Krankenhaus) Fachkrankenhaus für Orthopädie und Rheumatologie 225

2 Asklepios Klinikum Bad Abbach (Rehabilitation) Zentrum für Orthopädische und Rheumatologische Rehabilitation 269

3 Asklepios Hirschpark Klinik Alsbach-Hähnlein Fachklinik für Innere Medizin und Orthopädie 120

4 Asklepios Klinik und Hotel St. Wolfgang, Bad Griesbach Spezialklinik für Orthopädie, Sportmedizin, Innere Medizin, Kardiologie und Urologie 278

5 Asklepios Harzklinik Bad Harzburg Fachkrankenhaus für Orthopädie 90

6 Asklepios Schlossberg Klinik Bad König Fachklinik für Neurologische Frührehabilitation 70

7 Asklepios Klinik Bad Oldesloe Krankenhaus der Regelversorgung 198

8 Asklepios Neurologische Klinik Bad Salzhausen Fachkrankenhaus für Neurologie und neurologische Rehabilitation 190

9 Asklepios Burgseekliniken Bad Salzungen Fachklinik für Onkologie, Pneumologie und Orthopädie 270

10 Asklepios Klinik Am Kurpark Bad Schwartau Fachklinik für Orthopädie und Gynäkologie 265

11 Asklepios Katharina-Schroth-Klinik Bad Sobernheim Fachklinik für Orthopädie, Skoliosezentrum 173

12 Asklepios Stadtklinik Bad Tölz Krankenhaus der Regelversorgung 270

13 Asklepios Stadtklinik Bad Wildungen Krankenhaus der Regelversorgung 180

14 Asklepios Helenenklinik Bad Wildungen Fachklinik für Innere Medizin, Orthopädie, Urologie und Nephrologie 140

15 Asklepios Fachklinik Fürstenhof Bad Wildungen Fachklinik für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Neurologie 228

16 M Salus Fachkrankenhaus Bernburg Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie, Forensische Psychiatrie 413

17 Asklepios Klinik Birkenwerder Fachkrankenhaus für Orthopädie, Gefäßchirurgie, Plastische Chirurgie, Diabetologie 175

18 Asklepios Fachklinikum Brandenburg Zentrum für Neurologie, Psychiatrie und KJP, Forensische Psychiatrie 475

19 Asklepios Harzklinik Clausthal-Zellerfeld Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 44

20 Asklepios Neurologische Klinik Falkenstein Fachklinik für Neurologische Rehabilitation 160

21 Asklepios Südpfalzklinik Germersheim Krankenhaus der Regelversorgung 132

22 Asklepios Harzklinik Goslar Krankenhaus der Regelversorgung 333

23 Asklepios Fachklinikum Göttingen Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie, Forensische Psychiatrie 458

24 Asklepios Klinik Altona, Hamburg Krankenhaus der Maximalversorgung 922

25 Asklepios Klinik Barmbek, Hamburg Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 716

26 Asklepios Klinik Harburg, Hamburg Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 741

27 Asklepios Klinik Nord, Hamburg Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 1.618

28 Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg Krankenhaus der Maximalversorgung 758

29 Asklepios Klinik Wandsbek, Hamburg Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 605

30 Asklepios Westklinikum Hamburg Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 540

31 Cardio CliniC Hamburg Fachklinik für Kardiochirurgie 25

32 Fachklinik Helmsweg, Hamburg Fachklinik für Gynäkologie und Chirurgie 20

33 MB International Neuroscience Institute Hannover Spezialklinik für Neurochirurgie, stereotaktische Neurochirurgie und Neuroradiologie 108

34 Asklepios Orthopädische Klinik Hohwald Fachkrankenhaus für Orthopädie und Rheumaorthopädie 110

35 Asklepios Schwalm-Eder Klinikum Homberg Krankenhaus der Regelversorgung 102

36 Asklepios Weserberglandklinik Höxter Fachklinik für Neurologische u. Orthopädische Rehabilitation, Neuromuskuläres Therapiezentrum 250

37 Asklepios Südpfalzklinik Kandel Krankenhaus der Regelversorgung 188

38 Asklepios Klinik Langen Krankenhaus der Regelversorgung 273

39 Asklepios Klinik Lich Krankenhaus der Regelversorgung 242

40 Asklepios Klinik Lindau Krankenhaus der Regelversorgung 115

41 Asklepios Orthopädische Klinik Lindenlohe Fachkrankenhaus für Orthopädie 132

42 Asklepios Fachklinikum Lübben Zentrum für Neurologie, Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie 215

43 Asklepios Schwalm-Eder Klinikum Melsungen Krankenhaus der Grund-und Regelversorgung 76

44 Asklepios Fachkliniken München-Gauting Fachkrankenhaus für Pneumologie und Thoraxchirurgie 300

45 MB Collm Klinik Oschatz Krankenhaus der Regelversorgung 240

46 Asklepios Klinik Parchim Krankenhaus der Regelversorgung 140

47 Asklepios Klinik Pasewalk Krankenhaus der Regelversorgung 325

48 Asklepios-ASB Klinik Radeberg Krankenhaus der Regelversorgung 143

49 Asklepios Klinik Sankt Augustin Krankenhaus der Maximalversorgung in der Kinder- und Jugendmedizin 210

50 Asklepios Klinik Schaufling Rehabilitationszentrum für Neurologie, Orthopädie, Kardiologie und Geriatrie 350

51 Asklepios Schwalm-Eder Klinikum Schwalmstadt Krankenhaus der Regelversorgung 192

52 Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz Krankenhaus der Regelversorgung 200

53 Asklepios Klinik Schildautal Seesen (Krankenhaus) Fachkrankenhaus für Neurochirurgie, Neurologie und Gefäßchirurgie 375

54 Asklepios Kliniken Schildautal Seesen (Rehabilitation) Fachklinik für Neurologische Rehabilitation und Frührehabilitation 160

55 Asklepios Klinik Seligenstadt Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung 133

56 Asklepios Fachklinikum Stadtroda Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Neurologie und KJP, Forensische Psychiatrie 466

57 Asklepios Fachklinikum Teupitz Zentrum für Neurologie und Psychiatrie, Forensische Psychiatrie 216

58 Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin 176

59 Asklepios Klinik Triberg Fachklinik für Onkologie 140

60 Asklepios Klinikum Uckermark, Schwedt Krankenhaus der Schwerpunktversorgung 507

61 M Salus Fachkrankenhaus Uchtspringe Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie, Forensische Psychiatrie 640

62 Asklepios Klinik Weißenfels Krankenhaus der Regelversorgung 355

63 Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt (Krankenhaus) Krankenhaus der Regelversorgung 128

64 Asklepios Nordseeklinik Westerland/Sylt (Rehabilitation) Fachklinik für Pneumologie, Dermatologie und Onkologie 290

65 Asklepios Paulinen Klinik Wiesbaden Krankenhaus der Regelversorgung 331

66 Asklepios Fachklinikum Wiesen Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie 173

Weitere soziale Einrichtungen in Deutschland Betten/Plätze

67 Asklepios Pflegeheim Ahrensburg 83

68 Asklepios Kurstift Bad Kreuznach 82

69 M Salus Heim Gardelegen 39

70 M Salus Intensiv Betreutes Wohnen Gardelegen 34

71 Asklepios Pflegeheim Weserblick Höxter 34

72 M Salus Pflegeheim St. Georgii I, Magdeburg 109

73 M Salus Pflegeheim St. Georgii II, Magdeburg 48

74 M Salus Kinder- und Jugendheim Schloss Pretzsch 121

75 Asklepios Pflegeheim Reinfeld 87

76 M Salus Heim zur U-Haftvermeidung Torgau 14

77 M Salus Altenpflegeheim Uchtspringe 50

78 M Salus Heim Uchtspringe 117

79 M Salus Soziotherapeutische Wohngemeinschaft Uchtspringe 11

80 M Salus Kinder- und Jugend-Landhof Woltersdorf 6

81 Drogenambulanz I Altona

82 Drogenambulanz II Wandsbek

83 Drogenambulanz III Harburg

84 Drogenambulanz IV Högerdamm

835

Forensische Psychiatrie Betten/Plätze

85 Asklepios Klinikum Brandenburg 101

86 Asklepios Forensische Psychiatrie Göttingen 63

87 Asklepios Klinik für Forensische Psychiatrie Stadtroda 80

88 Asklepios Klinik Teupitz 20

89 Asklepios Klinik für Forensische Psychiatrie Hamburg Campus Ochsenzoll 178

90 M Salus Klinik für Forensische Psychiatrie Bernburg 137

91 M Salus Klinik für Forensische Psychiatrie Uchtspringe 290

869

92 B

Kliniken im Ausland

Athens Medical Center Athens Medical Group, Griechenland

93 B Interbalkan European Medical Center, Athen, Athens Medical Group, Griechenland

94 B Athens Pediatric Center Athens Medical Group, Griechenland

95 B Psycho Clinic, Athen, Athens Medical Group, Griechenland

96 B P. Faliro Clinic, Athen, Athens Medical Group, Griechenland

97 B Dafni Klinik, Athen, Athens Medical Group, Griechenland

98 B Iasis Piraeus, Athen, Athens Medical Group, Griechenland

99 B Peristeri Clinic, Athen, Athens Medical Group, Griechenland

Die hier genannten Einrichtungen werden ergänzt durch Tageskliniken, Ambulanzen und Pflegedienste.

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Legende

Akutkliniken

Rehakliniken

Soziale Einrichtung

Trägerschaft bzw. Mehrheitsbeteiligung

M Managementvertrag

B Minderheitsbeteiligung

MB Minderheitsbeteiligung mit Managementvertrag

19.014

1.130


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Adresse

Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH

Hubertusstraße 12-22

16547 Birkenwerder

www.asklepios.com

Gemeinsam für Gesundheit

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