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Online-Befragung deutscher FH-Professor/innen (Datum: 15.11.2007)<br />

Teil 2 der Ergebnisse<br />

Verfasser:<br />

Prof. Dr. Michael Vogel<br />

<strong>Hochschule</strong> <strong>Bremerhaven</strong> & Institute of Education, University of London<br />

Kontakt: mvogel@hs-bremerhaven.de<br />

Kurzbeschreibung<br />

Die auf diesen Seiten aufgeführten Äußerungen stammen aus dem Freitextfeld am Ende des<br />

Online-Fragebogens. Sie werden hier vollständig und unverändert wiedergegeben. Die Reihenfolge<br />

ihrer Wiedergabe entspricht nicht der Reihenfolge ihres Eingangs. Die Befragten<br />

hatten zu dem Freitextfeld die folgende kurze Anleitung erhalten: „An dieser Stelle können<br />

Sie sich zu Aspekten Ihrer FH-Professur äußern, die Ihnen besonders wichtig sind oder die<br />

diese Befragung vernachlässigt hat.“<br />

Schriftliche Äußerungen der befragten FH-Professor/innen<br />

1. Die Ressourcenausstattung ist völlig inakzeptabel, sowohl finanzielle Budgets betreffend<br />

als auch studentische oder wissenschaftliche Mitarbeiter. Keine Planbarkeit von<br />

Ressourcen.Die FH mutiert immer mehr zu einer bloßen Schule. Bei einer Lehrbelastung<br />

von 18 SWS ist gute Lehre ein Fulltimejob. Adäquate Freistellungen für Forschung<br />

scheinen nicht praktiziert zu werden. Masterstudiengänge würden Profilierungschancen<br />

bieten. Eine Steuerung der Lehrleistungen nach dem tatsächlichen Output<br />

(=erfolgreicher Berufseinstieg der Absolventen x quantitativer Erfolg in Form der<br />

Abschlussquote) erfolgt nicht; generell gitb es erste Ansätze zu Steuerungssystemen,<br />

die aber rudimentär sind, unprofessionell gehandhabt werden und durch bürokratische<br />

Vorschriften gestört werden Wenn Steuerungsleistungen durch Professoren erbracht<br />

werden, muss es dafür ebenfalls Ressourcen in Form von Freistellungen, Systemen<br />

und Unterstützung geben Man scheint eher interessiert zu sein, mit zu wenig Ressourcen<br />

unzureichende Ergebnisse zu erzielen und findet hiermit eine Allianz von Politik<br />

""Wir tun ja was"" und Betroffenen ""es wird nichts so heiß gegessen wie gekocht"".<br />

Persönlich würde ich eine höhere Arbeitszufriedenheit erzielen, wenn die FH professionell<br />

geführt würde, auch um den ""Preis"" eingeschränkter soegannter Freiheiten,<br />

die in der individualistisch, aber leider oft nicht zugunsten der Leistungsfähigkeit der<br />

gesamten Institution genutzt werden und sich daher die Institution FH auf bedauerlich<br />

niedrigem Leistungsniveau bewegt und die sich die Veränderungsfähigkeiten deutlicher<br />

langsamer entwickeln als die Veränderungsnotwendigkeiten. Konzeptionelle Integration<br />

von Lehre und Praxis wäre dringend notwendig. Minimallehre + separate Nebentätigkeit<br />

ist letztlich keine sinnvolle Lösung.<br />

2. Die Zunahme von Verwaltungstätigkeiten beeinträchtigt die Qualität der Lehre. Forschung<br />

ist Luxus! Finanzielle Unterstützung für die Weiterbildung, fachbezogene Konferenzen<br />

oder hochschuldidaktische Konferenzen gibt es kaum.<br />

3. WÜnschenswert wäre mehr Freiraum für Forschungsaktivitäten durch Reduktion des<br />

Lehrdeputats.<br />

1


4. Die Stellung eines Professors in der Gesellschaft hat in den letzten Jahren erheblich<br />

gelitten. Das Verständnis für die Wichtigkeit einer guten lehre gerät immer mehr in den<br />

Hintergrund. Nur noch Forschung ist in aller Munde, dabei müssen Studenten erst mal<br />

das Grundwissen sich aneignen, bevor sie dann in irgendwelche Projekte stolpern. Jeder<br />

hat mal klein angefangen und sich dann nach Eignung gesteigert. Heute wird zuerst<br />

geforscht bevor ausgebildet wird. Außerdem ist die gehaltsmäßige Einstufung eines<br />

Hochschullehrers mit Blick auf die Wirkung nach außen für die Studis und die Gesellschaft<br />

und auf viele andere Dinge nicht zeitgemäß. Wenn Forschung muss auch die<br />

entsprechende Einrichtung und die Möglichkeit auch zeitlich gegeben werden.<br />

5. Sehr hohe Lehrbelastung; Forschung eher in der eigenen Freizeit möglich, wenig Mittelbau<br />

vorhanden, so dass sehr viele administrative aufgaben selbst erfüllt werden<br />

müssen, Akkreditierungsverfahren rauben auch viel Zeit und Energie<br />

6. Es gibt nur wenig Wechselmöglichkeiten der <strong>Hochschule</strong>n bzw. Anreize zu einem<br />

Wechsel, da keine besonderen Angebote ausgesprochen werden können.<br />

7. Anwendungsbezug von Lehre und Forschung. Kontakt zu Studierenden. Einsatz für<br />

Fachhochschulen als Hochschultyp.<br />

8. 18 SWS Lehre ab dem ersten Semester führen dazu, dass man am Anfang in aller Eile<br />

oberflächliche Veranstaltungen entwickelt, die sich in den späteren Jahren oft nur wenig<br />

verändern. Mit der Distanz zum operativen Geschäft veraltet trotz Praxisprojekten<br />

das anfängliche Vorratswissen, und weil wegen viel Lehre und Selbstverwaltung für<br />

F+E fast keine Zeit bleibt, fürchte ich um meine längerfristige Fachkompetenz. Gibt es<br />

in anderen Ländern eigentlich auch solche Lehrmaschinen-Professuren?<br />

9. Das Promotionsrecht müsste den Fachhochschulen genauso gegeben werden wie<br />

den Universitäten. Die neuen Abschlüsse mit Bachelor und Master an den FHs unterscheiden<br />

sich nicht von den Universitäten. Damit könnten Forschungsleistungen insbesondere<br />

im Ingenieurbereich erschlossen werden. Diese liegen brach, weil Absolventen<br />

ohne Promotionsmöglichkeit eine Forschungstätigkeit an einer FH füe absolut<br />

unattraktiv halten und daher nicht annehmen.<br />

10. Die hohe Bedeutung der beruflichen Praxis, die FH-Professoren Voraussetzung für die<br />

Berufung ist und die oft andauernde Zusammenarbeit mit Unternehmen und anderen<br />

Institutionen im Bereich des Wissenstransfers wird hier nicht berücksichtigt. Gerade im<br />

Bereich des Wissenstransfers gibt es häufig studentische Projekte, ferner sind die Diplom-<br />

und Bachelorabschlußarbeiten, die oft in Zusammenarbeit mit Unternehmen erstellt<br />

werden hier erwähnenswert.<br />

11. Entscheidend für die Qualität der Lehre sind insbesondere Führungserfahrung aus der<br />

Wirtschaft vor der Hochschultätigkeit und der ständige Kontakt zur Wirtschaft und Wissenschaft<br />

während der Hochschultätigkeit. Die Arbeit der Hochschullehrer lässt sich<br />

dadurch verbessern und effektiver gestalten, dass ein Teil der Aufgaben von wissenschaftlichen<br />

Mitarbeitern übernommen wird.<br />

12. Wir haben kein wissenschaftliches Personal! Unsere beamteten Laboringenieure -<br />

soweit vorhanden - arbeiten zwar zum Teil mit wirklicher Kompetenz wissenschaftlich,<br />

weden aber vom Gesetzgeber (und der Veraltung) nur als technische Hilfskräfte angesehen.<br />

Nur im Rahmen von (gelegentlichen) Drittmittelprojekten kann man wissen-<br />

2


schaftliches Personal beschäftigen - dabei kann man aber keine Kontinuität in den<br />

Themen wahren. Was uns wirklich fehlt, sind als wissenschaftliche Kräfte anerkannte<br />

Dauerstellen, die man auch legal in der Lehre unterstützend einsetzen kann und die<br />

eigenständige wissenschaftliche Arbeit durchführen dürfen!<br />

13. ach nee. Freitest können Sie doch ohnehin nicht auswerten.<br />

14. Es sind keine Möglichkeiten gegeben Antworten zu verneinen!<br />

15. Ich erachte die Mitarbeit in der Eigenverwaltung der Fakultäten für äußerst wichtig und<br />

motivierend.<br />

16. Die Auswirkungen des Bologna-Prozesses haben die Motivation als Hochschullehrer<br />

nicht unbedingt erhöht. Dies gilt insbesondere für den Versuch der Politik, die Studentenzahlen<br />

zu erhöhen und gleichzeitig Sparmaßnahmen im Hochschulbereich durchzusetzen<br />

(Stichwort W-Besoldung; Drittmittelfinanzierung).<br />

17. Ein Deputat von 18 Stunden ohne die Hilfe eines akademischen Mittelbaus ist suboptimal.<br />

- fachliche Fortbildung, didaktische Aufbereitung der Veranstaltungen, Forschungs-<br />

und Publikationstätigkeiten sind selbst um den Preis der Selbstausbeutung<br />

nicht unter einen Hut zu bringen. Die Abkoppelung der Professorengehälter von der<br />

allgemeinen Einmommensentwicklung in Berufen mit ähnlichen Qualifikationsanforderungen<br />

führt zu Demotivation oder zur Vernachlässigung der Hochschultätigkeit, um<br />

durch Nebenjobs den Lebensstandard halten zu können.<br />

18. Mit einer vernünftigen Ausstattung an Ressourcen und mit einem Mittelbau (z. Z. beides<br />

praktisch nicht vorhanden) könnte man an unserer <strong>Hochschule</strong> richtig gute Arbeit<br />

in Forschung und Lehre leisten.<br />

19. Der große Nachteil an FH Professuren ist, dass man mit 19 Semesterwochenstunden<br />

(SWS) fast das gleiche Deputat wie ein Gymnasiallehrer hat. Es ist nicht ausreichend<br />

Zeit sich gescheit vorzubereiten, von Forschung gar nicht zu reden oder Aufrechterhaltung<br />

des Praxisbezugs. Das FH Deuputat sollte dringend auf unter 15 SWS gesenkt<br />

werden. Im ersten Semester als Professor sollte es höchstens 10 SWS betragen und<br />

kann dann pro Semester um 1 SWS steigen. Praxisfreisemester sind fast nicht möglich,<br />

da es nicht ausreichend Dozenten gibt, um den Unterricht abzufangen. Leider<br />

werden Lehrbeauftragte verwendet um Grundlagenvorlesungen zu halten und nicht wie<br />

ursprünglich gedacht ausschließlich Spezialvorlesungen für die die Berufung eines<br />

Profs nicht sinnvoll ist. Die Verwaltung nimmt viel zu stark zu.<br />

20. Eine Lehrverpflichtung von 18 SWS sowie die notwendige Übernahme von Selbstverwaltungsaufgaben<br />

lassen keine zeitlichen Kapazitäten für Forschungsaktivitäten zu.<br />

Hier sind Uni-Kollegen, die an ihren akademischen Mittelbau delegieren können und<br />

weniger Lehrverpflichtung haben, klar im Vorteil. Das Forschungspotential von FH-<br />

Professoren sollte nicht unterschätzt werden, auch wenn Sie aufgrund ihrer stärkeren<br />

Anwendungsorientierung den Ruf der Zeitklassigkeit und "Nichtnormativität" genießen.<br />

21. Nach wie vor ist eine FH-Professur gegenüber einer Uni-Professur benachteiligt (verfügabre<br />

Ressourcen, Image u.ä.). Aber die FH-Professoren holen auf.<br />

22. Der Praxisbezug, der in der FH-Ausbildung immer mehr zu kurz kommt.<br />

3


23. Um gute Forschungsarbeit leisten zu koennen in die die Studenten mit eingebunden<br />

sind, muessen qualifizierte wissenschaftliche Mitarbeiter auf Dauerstellen verfuegbar<br />

sein. Generell muss fuer eine fundierte und praxisnahe Ausbildung mehr auf politischer<br />

Ebene getan werden. Statt "blue cards" zu verteilen muessen die Studenten, die wissenschaftlichen<br />

Mitarbeiter und die Professoren bessere Bedingungen an den <strong>Hochschule</strong>n<br />

vorfinden.<br />

24. Durch ständiges Ausweiten der Angebote an unserer <strong>Hochschule</strong> und gleichzeitiges<br />

Streichen von Stellen in meinem Fachgebiet muß ich immer mehr Überdeputat leisten<br />

und immer mehr Fächer außerhalb meines Fachgebietes anbieten.<br />

25. Selbstbestimmung in den Inhalten, der Form der Lehre. Relative Freiheit der Gestaltung<br />

des Semesters in Absprache mit den KollegInnen und unter Berücksichtigung des<br />

Curriculums (= der Studien- und Prüfungsordnungen). Relative Freiheit der Auswahl<br />

von Geräten und Software im Rahmen des Budgets. Mangel an qualifizierten unterstützenden<br />

Kräften (Mitarbeiter, HiWis) an der FH mangels Mitteln und wegen schlechter<br />

Bezahlung.<br />

26. Aufgrund der miserablen zukünftigen Bezahlung der FH professoren wird es so sein,<br />

dass kaum noch qualifizierte Professoren sich für den Beruf FH Professor entscheiden<br />

werden. Bewerben werden sich diese, die sonst auch nicht unterkommen oder wenig<br />

engagiert sind. Ein Abstieg der Lehre an den FHs ist zu befürchten. Die erforderliche<br />

Lehrverpflichtung (19 SWS) an der FH sind zu hoch. So langsam werden wir zu besseren<br />

Berufsschullehrern. gefördert wird dies auch noch durch die unsinnige Bacherlorausbildung.<br />

Dies stellt eine Absenkung des Ausbildungsniveaus an den FHs dar. Für<br />

eine entsprechende Forschung, wenn man auch noch den für alle FH-Professoren<br />

wichtigen Bezug zur Praxis pflegt, bleibt keine Zeit. 12 SWS Lehrverpflichtung mit der<br />

Verpflichtung zur anwendungsbezogenen Forschung wäre der richtige Weg für FH Professoren.<br />

Die Gehälter sollten mit einer Bezahlung zwischen C2 und C3 beginnen und<br />

bei C4 enden. Die derzeitige W Besoldung ist eine völlig daneben geratene Bezahlung<br />

für qualifizierte Personen.<br />

27. Hauptgründe für Frustration: steigende Bürokratisierung, indirekter Druck zur Senkung<br />

des Niveaus um die Absolventenzahlen zu erhöhen, permanente Kulturrevolution, d.h.<br />

ständiger Aktivismus mit neuen Ideen, deren Sinnhaftigkeit zwar fragwürdig ist, die<br />

aber die Belastung jenseits der Lehre erheblich ansteigen lassen<br />

28. Im Gegensatz zu den Universitäten ist die Forschung an einer FH, die häufig eine praxisoriertierte<br />

Forschung ist, unterbewertet. Gerade im Sinner der europäischen Gleichstellung<br />

der Bildungseinrichtungen sollte die Forschung an FH gefördert werden u.a.<br />

durch die Schaffung von effizienten Voraussetzungen Forschung überhaupt betreiben<br />

zu können sowie auch durch die Möglichkeit den Doktor/ PHD verleihen zu können.<br />

29. An der FH ist besonders reizvoll, dass man sein in der Praxis erworbenes Wissen an<br />

die Studenten weitergeben kann. Ich führe viele studentische Projekte gemeinsam mit<br />

Unternehmen aus meiner Branche durch. Die Vermittlungsquote unserer Abgänger<br />

liegt bei nahezu 100 Prozent. Das motiviert mich sehr und bestätigt mich in meiner/unserer<br />

Arbeit. Daran sollte man den Erfolg eher messen als an den starren Vorgaben<br />

oftmals praxisferner Evaluierungsagenturen mit rein inputorierntierten Ansätzen.<br />

4


Aus dem Austausch mit Kollegen auf internationaler Ebene weiß ich, dass das<br />

deutsche FH Modell nach wie vor hohes Ansehen genießt und als Vorbild dient.<br />

30. Praxisnahe Ausbildung; enge Kooperation mit Unternehmen; Brückenschlag zwichen<br />

Theorie und Praxis; Möglichkeit, die Studenten in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu<br />

fördern.<br />

31. Geringer werdende Möglichkeiten Einfluß zu nehmen wirken motivationshemmend (<br />

z.B. Entmachtung der Gremien). Zunehmender Overhead zur Verwaltung wirkt motivationshemmend.<br />

Keine ausreichende Möglichkeiten die Interessen von Professoren zu<br />

vertreten ( im Vergleich zum Personalrat der Mitarbeiter).<br />

32. Die hohe Lehrverpflichtung verbunden mit mangelndem bzw. nicht vorhandenem "Mittelbau"<br />

führt dazu, dass viel zu viel Zeit mit unwichtigeren Tätigkeiten zur Vor- und<br />

Nachbereitung der Lehre und zur Organisation am Fachbereich aufgewendet werden<br />

müssen. Als FH Professor ist man ohne Assistenz und Verwaltungsmitarbeiter "Mädchen<br />

für Alles". Assistentenstellen können erheblich dazu beitragen, dass man sich um<br />

die qualifizierte Lehre, deren nachhaltige Qualifizierung und Forschung überhaupt angemessen<br />

künmmern kann - eine Forderung, die insbesondere hinsichtlich der Forschungsaktivitäten<br />

berechtigterweise eingefordert wird.<br />

33. zu wenig Austausch mit Fachkollegen, zu wenig Abstimmung der verschiedenen Fächer<br />

untereinander<br />

34. Tätigkeit in der Internationalisierung der Studiengänge sind freiwillig, aber mit großer<br />

positiver Wirkung für die Studenten und die <strong>Hochschule</strong>.<br />

35. Die Möglichkeit zu hochwertiger Lehre, Forschung und post-gradualer Ausbildung wird<br />

an FH's zu wenig gesehen, in Anspruch genommen, vorangetrieben und unterstützt!<br />

36. Zum Zeitpunkt meiner Berufung galt das C2-C3 Modell an Fachhochschulen. Bei der<br />

Einführung der W2 Besoldung sind ich und viele meiner KollegInnen durchs Gitter gefallen.<br />

Die zu Recht mit Sicherheit erwartete C3 Berufung entfiel, das Angebot der<br />

Hochschulleitung für einen Wechsel in die W-Besoldung war eine Unverschämtheit: auf<br />

der Stelle 600,- € weniger. Die W Besoldung wird als Leistungsgerecht verkauf, ist in<br />

Wahrheit ein Sparbrötchen, den ProfessoInnen wird auf unwürdige Weise ein<br />

Würstchen vorgehalten, dem sie nachjapsen sollen. Das System zeugt von Misstrauen<br />

und zeitgeitigem, unnötige Arbeit generierendem Kontrollzwang. Das hat verletzt und<br />

ist auch nicht ausgestanden. Von Verantwortlichkeit keine Rede. Es könnte einiges gut<br />

gemacht werden durch einen finanziellen Ausgleich für die in C2 hängen gebliebenen<br />

ProfessorInnen und eine Überarbeitng der W-Richtlinien, die den berufenen Persönlichkeiten<br />

EIgenverantwortlichkeit zuspricht.<br />

37. Motiv zur Tätigkeit von der Industrietätigkeit zur FH Tätigkeit zu wechseln: Familienfreundlichkeit<br />

der Tätigkeit und des Arbeitsplatzes<br />

38. Fragen zur Forschung unter dem Aspekt der Lehrverpflichtungsverordnung.<br />

39. Das Thema Forschung an Fachhochschulen wird nicht ausreichend behandelt. Forschung<br />

dient der ständigen Innovation, auch der eigenen Lehre. Im Hinblick auf Masterstudiengängen<br />

müssten eigentlich alle involvierten Professoren auch Forschungsleistungen<br />

erbringen. Dazu fehlt an den deutschen FHs grundsätzlich die richtige<br />

5


Struktur, z.B. durch mangelnde Ausstattung im wissenschaftlichen Mittelbau und durch<br />

zu hohe Lehrbelastung.<br />

40. Es fehlt die Fragen nach einer fachlichen Weiterbildung. Gibt es Supervisionen? Würden<br />

Sie eine Supervision befürworten? Der Fragenkomplex der Schlüsselqualifikationen<br />

(Vermittlung, in welcher Form, Sinnhaftigkeit) Ethische Fragen bezüglich des eigenen<br />

Fachs? (Technikfolgenabschätzung, Ethik der Wissenschaft, Ethik im wissenschaftlich-technischen<br />

Komplex) Neue Formen der Vermittlung? Beeinflussung durch<br />

Behörden, Verbände? Paradigmen im Fach? Unterschiede zwischen FH und Uni? D.V.<br />

41. Die Lehrverpflichtung ist zu hoch. Deshalb kann ich den fachlichen Austausch mit<br />

Fachkollegen in der Bundesrepublik, Fachveröffentlichungen, Forschungsarbeit nur in<br />

meiner Freizeit realisieren.<br />

42. Kaum geeigneter und engagierter Nachwuchs durch zu geringe W2-Grundbesoldung.<br />

Langwierige und bürokratische Berufungsverfahren, die qualifizierte Einstellungen be-<br />

(ver-) hindern. Übertriebene Egoismen statt Kooperationen. Zuviele studierunfähige<br />

Erstsemester.<br />

43. Ich bin ein "wenig" enttäuscht ob der geringen Wertschätzung ausgedrückt durch das<br />

neue W-Besoldungssystem durch die Politik; ich bin für leistungsgerechte Bezahlung<br />

aber nicht auf Kosten des Kollegen (Deckelungsprinzip) und im Ingenieursbereich<br />

müsste der Einstieg W2-Gehalt bei ca. 6000Euro liegen. Ein frisch promovierter Ing.<br />

erhält im Durchschnitt in der Elektrotechnik 75000Euro Jahresgehalt und ist maximal<br />

30 Jahre alt. Wir bekommen an die <strong>Hochschule</strong> nur mehr Ingenieure "zweiter" Wahl! -<br />

Das Kollegialitätsprinzip ist für mich ein hohes Gut und garantiert mir ein hohes Maß an<br />

Freiheit und damit Motivation. Es gab den Mißstand, dass diese Freiheit teilweise<br />

mißbraucht wurde. Die <strong>Hochschule</strong> ist m.E. aber auch kein Unternehmen im BWL-<br />

Sinne. Die Leistungs- bzw. Zahlenorientierung fördert nun erkennbar Mißbrauchstände<br />

anderer Qualität. Wo ist dann langfristig der Netto-Gewinn? - Die Anerkennung der<br />

FHs als volle <strong>Hochschule</strong>n mit angew. Forschung und Promotionsrecht und damit der<br />

Möglichkeit eigenen Nachwuchs zu Berufen ist m.E. das nächste erstrebenswerte Ziel!<br />

Reformen sind genug gemacht, nun müssen angew. Forschungstaten folgen.<br />

44. Vergütung nur in Zusammenhang mit Nebentätigkeit attraktiv. Lehrdeputat zu hoch.<br />

45. Ein großes Problem für die Lehrenden wie für die Studierenden stellt die hohe Anzahl<br />

von Unterrichtsstunden dar. Es findet keine Forschung statt, den Studierenden wird der<br />

Raum zu eigenständiger Arbeit genommen und stattdessen arbeiten alle Beteiligten ein<br />

Pflichtprogramm ab. Das mindert die Qualität der Lehre, verhindert das Eigenengagement<br />

der Lehrenden und erzieht die Studierenden zu einer gewissen Unselbständigkeit.<br />

46. Verwaltungsprofessur (auf Zeit) bringen gerade uns junge KollegInnen in eine "Dauerbewerbungssituation"<br />

(Übernahme viele Aufgaben und Verantwortungen, kaum Zeit für<br />

Forschung, Veröffentlichung, Bewerbung auf anschließende Dauerprofessur natürlich<br />

sher unsicher). Der Anteil an Verwaltung, E-Mail-Kommunikation und Organisation ist<br />

in den letzten Jahren sehr stark gestiegen. Absprachen mit KollegInnen, die parallel in<br />

den gleichen Modulen lehren, klappen leider nicht gut. Die Studierenden studieren sehr<br />

häufig inoffiziell in Teilzeit (Jobben), was in der Lehre vor große Probleme stellt. Der<br />

Paradigmenwechsel der modulariiserten Studiengänge erfordert von uns Lehrenden<br />

6


einen WEiterentwicklung vom Dozierenden zu Lern-Coach (Unterstützung von Selbstlernprozessen.<br />

Das würde mehr Absprachen unter den KollegInnen erfordern, was<br />

aber nicht einfach ist. Angesichts der Verpflichtung (und meines großen Interesses) zur<br />

Angewandten Forschung ist die Lehrbelastung von 18 SWS zu hoch.<br />

47. Insgesamt begrüße ich Ihre Initiative. Insgesamt ist auch der logische Aufbau nachvollziehbar.<br />

Ich vermisse Fragen zur Selbstverwaltung. Ist die Selbstverwaltung ein geeignetes<br />

Mittel, eine Institution wie eine <strong>Hochschule</strong> zu steuern. Führt die Selbstverwaltung<br />

nicht eher zu negativen Aspekten. Auch hätte ich mir gewünscht, dass der Frage<br />

Verhaltenskodex der Professoren untereinander mehr Beachtung beigemessen worden<br />

wäre. Ich glaube, an jeder <strong>Hochschule</strong> gibt es hier Defizite.<br />

48. Die Attraktivität der Tätigkeit eines Professors an einer FH hängt entscheidend ab von:<br />

-Freiheit der Lehre, -kleine Studiengruppen (seminaristischer Unterricht), -hohe Motivation<br />

der Studenten. Folgende Punkte gefährden die Attraktivität: -geringe Entlohnung<br />

(Stichwort W-Besoldung), -zu hohes Lehrdeputat (>= 19h/Woche), -immer mehr Verwaltungsaufgaben,<br />

-unsichere Studienstruktur, z.b. infolge Bachelor-<br />

/Masterumstellung, -Wunsch nach Forschungs- und Drittmittelaktivitäten und entsprechende<br />

Bereitstellung von Zeit, Geld- und Personalmittel<br />

49. Die Bürokratie wird ständig belastender<br />

50. Administrative Tätigkeiten nehmen von Jahr zu Jahr zu.<br />

51. Das hohe Lehrdeputat und die Korrekturarbeiten machen die Forschung leider noch<br />

schwerer als ich zu Beginn meiner Tätigkeit gedacht habe.<br />

52. die Besoldungsreform hat das Professorenamt deutlich unattraktiver gemacht; nicht die<br />

neue Besoldung an sich, sondern wie sie in den Ländern / <strong>Hochschule</strong>n ausgestaltet<br />

wird, nämlich als Sparmodell und nicht als Anreizmodell ----- eine Lehrverpflichtung von<br />

18 oder 19 SWS pro Semester ist definitiv zu hoch; Universitäts-lehr(!)-professuren<br />

werden mit max. 12-14 SWS empfohlen, wobei die grundsätzlichen Aufgaben mittlerweile<br />

gleich sind und an den Fachhochschulen auch üblicherweise kein wissenschaftlicher<br />

Mittelbau vorliegt ----- das Hochschullehrerprivileg im Arbeitsnehmererfindungsgesetz<br />

war ein hoher persönlicher Motivationsfaktor im Rahmen von Professuren, um<br />

aus <strong>Hochschule</strong>rfindungen erfolgreiche Produkte und Firmen zu machen; die Abschaffung<br />

mag Neidkultur-populär sein, ist aber Volkswirtschaftlich betrachtet schlecht, da<br />

"Fremde", die dies vermarkten sollten, nie so motiviert sind wie einzelne Leistungsträger<br />

mit besonderen Engagement in eigener Sache (fachlich wie wirtschaftlich), insgesamt<br />

die Produktschaffung so erheblich gehemmt wurde<br />

53. Fühle mich durch zunehmende Bürokratisierung deutlich mehr belastet als früher (BA),<br />

weniger selbstbestimmt dazu! Zu viele Studierende im Verhältnis zu den Profs! Zu viele<br />

Stunden Lehre (18!!)<br />

54. Die Möglichkeiten auch finanziell von Arbeit in der Forschung zu profitieren sind meines<br />

Erachtens gering.<br />

55. Der Hang Forschungsaktivitäten zu unterstützen und sich damit zu profilieren (gilt für<br />

die gesamte FH) geht eindeutig zu Lasten der Lehre. Die Außenwirkung hat derzeit<br />

absoluten Vorrang vor sachdienlicher innerer Arbeit, die naturgemäs wenig positive<br />

Außenwirkung bringt. Der Einfluß der Professoren auf die Geschicke der <strong>Hochschule</strong><br />

7


und der Fakultäten hat, zumindest in Bayern, einen absoluten, eigentlich unerträglichen,<br />

Tiefstand erreicht.<br />

56. Die sehr mangelhafte finanzielle Situation an unserer <strong>Hochschule</strong> führt insbesondere<br />

zu folgenden Konsequenzen: -lehrfremde Tätigkeiten werden zunehmend auf das<br />

Lehrpersonal abgeschoben, -die Kostenorientierung in Studiengängen führt dazu, dass<br />

die Betreuungsrelationen von Dozent-Student zunehmend schlechter werden, was<br />

durch andere Massnahmen nicht kompensiert werden kann, -Finanzierung der Labore<br />

(reine Sachmittel) wird zunehmend reduziert, so dass nur noch eingeschränkt eine<br />

praktische Ausbildung durchgeführt werden kann. Eine Kompensation der fehlenden<br />

Mittel durch Drittmittel ist nur in sehr geringem Umfang möglich, da eine ernst zu nehmende<br />

Lehrverpflichtung von 18 Semesterwochenstunden nicht mit echter Forschungstätigkeit<br />

zu vereinbaren ist, wenn dafür nicht Interessen aus dem Privatbereich<br />

zurückgestellt werden.<br />

57. Ich halte "Forschung" an der FH im Sinne von Projekten mit Industriepartnern für sehr<br />

wichtig, um den Praxisbezug nicht zu verlieren und um Anschluss zu halten an der<br />

technischen Weiterentwicklung: Das extrem hohe Lehrdeputat von 19 Semesterwochenstunden<br />

plus Verwaltungsaufgaben machen es jedoch fast unmöglich, sich in einem<br />

vernünftigen und ausreichenden Umfang in solchen Industrieprojekten zu engagieren.<br />

58. die nebentätigkeit im architekturbüro ist essentiell, da sie bei architekten forschung und<br />

praxis, experiment und umsetzung bedeutet. essentiell ist auch in nebenfächern die<br />

betreuung durch praxisorientierte architekten, die den jeweiligen stellenwert des faches<br />

im hinblick auf das ausbildungsziel kennen. ebenso der hinweis auf den sinn und die<br />

einsetzbarkeit des lehrstoffes in der praxis.<br />

59. Eigeninitiative zum Wohle der <strong>Hochschule</strong> wird nicht gefördert und honoriert. Die Besetzung<br />

von Professuren, Ämter etc. erfolgt häufig nach fachfremden Erwägungen und<br />

mit Geklüngel.<br />

60. Viel zu wenig Zeit für Lehre und Forschung durch zuviel Zeitverbrauch für Selbstverwaltung<br />

(Umstrukturierung, Einführung Bachelor/Master, Akkreditierung, ...). Qualität<br />

der Lehre leidet!<br />

61. Zu hohe Lehrbelastung (19 Stunden!) verhindern weitgehend Forschung, wenn man<br />

gewissenhaft seinen Unterricht laufend weiterentwickeln will. Will man forschen, sinkt<br />

zwangsläufig die Qualität der Lehre. Dies wird sich erst bessern, wenn kluge Politiker<br />

es geschafft haben werden, die Rotationsgeschwindigkeit der Erde durch kluge Verordnungen<br />

und Gesetze herunterzusetzen und damit eine Tagslänge von über 30<br />

Stunden hervorzurufen. Ein Fortbildungskurs der Politiker in der Akademi des Städtchens<br />

Schilda würde hier vielleicht weiterhelfen...<br />

62. Unnütze Selbstverwaltungsarbeiten nehmen überhand. Viele Änderungen erfolgen um<br />

der Änderung und nicht um der Verbesserung willen.<br />

63. Die Arbeit als Professor wird durch die Inflexibilität, Borniertheit und Kurzsichtigkeit der<br />

Verwaltung massiv beeinflußt. Das Psäsidium predigt Wasser, ohne dabei die eigene<br />

Weinsauferei auch nur zu verschleiern. Dem Präsidium und der Verwaltung geht es<br />

8


nicht um das Wohl der Studierenden, es geht lediglich um Eigeninteressen und Selbstbeschäftigung.<br />

64. Leider wird von den leitenden Organen zunehmend die Forschung in den Mittelpunkt<br />

des Interesses und der Darstellung nach außen gestellt - letztlich auf Kosten der Qualität<br />

der Lehre. Damit verliert die FH ihre Kernkompetenz ohne auf anderen Gebieten<br />

wirklich zu gewinnen.<br />

65. Eigeninitiative, Selbstbetimmung, Weiterentwicklung fachlichen und menschschlichen<br />

Know Hows<br />

66. Die Hierarchisierung und die Aufgabe des egalitären Prinzips führen zu Hackordnung<br />

und kleingeistigen Intrigen, Engstirnigkeit. Die Bürokratie ufert aus und wird zum Vollzeitjob;<br />

Unterstützung durch die Verwaltung ist minimal, eher arbeitssteigernd. Die Fiktion<br />

leistungsorientierter Bezahlung führt zum Gegeneinander.<br />

67. Wegen Überfrachtung mit Aufgaben des Alltagsgeschäftes (Selbstverwaltung, Pflege<br />

von Kontakten etc.), die auf viel zu wenige Schultern verteilt sind, gerät die Lehre zunehmend<br />

ins Hintertreffen.<br />

68. Freiräume für die Kombination von Forschung und Lehre. Praxisbezug in der Lehre<br />

ziehe ich derzeit aus meiner früheren Beratungstätigkeit, zukünftige Aktualität und Bezug<br />

in der Lehre sollte durch eine gezielte Förderung auch von weiterem Erwerb von<br />

Unternehmenspraxis erreicht werden, beispielsweise, die geförderte Option 2 bis 3<br />

Mon im Jahr in der Praxis arbeiten zu dürfen (keine Nebentätigkeit) bessere Möglichkeiten<br />

zur Verbindung von Kinderbetreuung und Lehrtätigkeit<br />

69. Die W-Besoldung verhindert sehr stark die Berufung qualifizierter Kollegen. Die Lehrverpflichtung<br />

von 19 SWS bietet keinen Spielraum für Forschungstätigkeiten. So müssen<br />

beispielsweise auch Lehrbücher nebenbei geschrieben werden.<br />

70. Die zeitliche Belastung durch Gremientätigkeiten ist erheblich. Dies grenzt gemeinsam<br />

mit der Lehrverpflichtung den für Forschung verfügbaren Zeitrahmen sehr stark ein.<br />

71. Die Belastung mit 19 Deputatsstunden (=19*45 min Zeitstunden) Lehre / Woche<br />

schließt es nahezu aus, außer in einem sehr engen Spezialgebiet Forschung zu verfolgen,<br />

bzw. selbst zu betreiben.<br />

72. Leider werden die politischen Rahmenbedingungen an der <strong>Hochschule</strong> immer schlechter.<br />

Im Wesentlichen zählt nur noch die Zahl der Studenten, die Qualifikation am Studienende<br />

ist eher zweitrangig. Dadurch, dass ich bestrebt bin, eine qualitativ hochwertige<br />

Ausbildung zu vermitteln, die sich im Können der Studenten widerspiegelt, bin ich,<br />

wie meine Kollegen auch, immer im Konflikt mit den Zielvorgaben. Ich halte es aber<br />

dennoch für wichtig, eine Ausbildung zu vermitteln, die zu einer Tätigkeit als Ingenieur/in<br />

wirklich ( !!! ) befähigt und die nicht nur auf dem Papier ( = Zeugnis ) steht.<br />

73. Die finazielle Situation im Zuge der W-Besoldung ist für nicht mehr akzeptabel. Die Differenz<br />

zwischen W2 Grundgehalt und Gehältern in der Industrie wird immer größer.<br />

Wenn sich das nicht ändert, bekommen wir in bestimmten Fachgebieten (z.B. Ingenieure)<br />

nicht nur einen Absolventenmangel sondern auch einen Professorenmangel.<br />

Die zusätzliche Belastung durch diverse Reformprozesse (Akkreditierung, Bologna,<br />

9


Forschung, Befragungen, ....) führt dazu, dass immer weniger Zeit für die Kernaufgabe<br />

(= Lehre) bleibt.<br />

74. Es gibt in Deutschland keine ernstzunehmenden beruflichen Perspektiven für hochqualifizierte<br />

Wissenschaftler, um einer zeitbefristeten Anstellung im öffentlichen Dienst zu<br />

entgehen, außer sich um eine Hochschulprofessur zu bemühen. Ich bin vor meiner Berufung<br />

zum FH-Professor erfolgreich in internationaler Forschung tätig gewesen. Ein<br />

Diplomzeugnis mit allen Fächern "sehr gut", Promotion mit Auszeichnung, Wissenschaftspreise<br />

und internationale Anerkennung halfen nicht nach 7 Jahren zeitbefristeter<br />

Anstellung im öffentlichen Dienst (in dieser Zeit oft nur Vertragsverlängerungen um ein<br />

halbes(!) Jahr) aus dem Forschungsinstitut "zwangsentfernt" zu werden. Die Forschung<br />

an der FH ist durch die allgemeine Denkweise der Universitäten (z.B. Promotionsrecht,<br />

Antragstellung bei DFG und BMBF) nicht im entferntesten Chancenvergleichbar<br />

und führt daher fast zwangsläufig, nicht nur bei mir, zur Demotivation.<br />

75. Extrem ansteigende zeitliche Anforderungen durch sinnloses "Qualitätsmanagement".<br />

Dabei geht es zu meiner Überraschung ÜBERHAUPT NICHT konkret um die Qualität<br />

der Lehre, sondern nur um heiße Luft drumherum. Niemand wagt sich dran, die eigentliche<br />

Qualität der Lehre zu hinterfragen! Dies würde beduten: - Konkrete Überprüfung<br />

der Qualität der Lehrinhalte, - Konkrete Überprüfung der Qualität der Didaktik, - Konkrete<br />

Überprüfung des fairen Umgangs mit den Studierenden. Aber - ähnlich wie bei<br />

ISO 9000 - wird nur ein sinnloser Formalismus aufgebaut, der überhaupt nichts bringt.<br />

76. Es ist eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen festzustellen durch Mehrbelastung<br />

im Lehrdeputat , gleichzeitig erhöhter Verwaltungsaufwand durch andauernde<br />

sog. Reformen, Akkreditierungen, etc.. und gleichzeitig Forderung nach mehr Forschung<br />

und Drittmittelacquisition; dies alles bei gleichbleibend schlechter Bezahlung,<br />

verglichen mit der Industrie! Diese Diskrepanz ist z.Zt. besonders hoch in den Ingenieurs-Disziplinen!<br />

77. Lehrdeputat zu hoch, Reallohnverluste in den letzten Jahren, Die Verwaltung der<br />

<strong>Hochschule</strong> ist weitgehend unflexibel und unfähig, behindert sogar Forschung, Exkursionen<br />

und alternative Lehrformen.<br />

78. Wenige Professoren missbrauchen unsere Freiheit. Die müssten über disziplinarische<br />

Maßnahmen zur Ordnung gerufen werden können. Wenige "schwarze Schafe" verderben<br />

den Ruf der Zunft. Zuviel Einzelkämpfertum. Zu geringer Mittelbau. Zu geringe<br />

Rückmeldung über Lehrerfolg. Keine faire Verteilung von Lehr- und Prüfungsbelastung.<br />

Zu geringe Transparenz hinsichtlich dieser Punkte.<br />

79. Die Einführung sog. "Leistungsanreize" (Stichwort Umstellung auf W-Besoldung) hat<br />

einen beleidigenden Charakter. Sie 1. in der Realität eher ein Politikum, 2. in der "Höhe"<br />

geradezu ein Indikator für die niedrige Einschätzung von FH-Prof's durch den<br />

Dienstherrn, 3. mit Verschlechterungen der (ohnedies vielfach überschätzten) Altersversorgung<br />

verknüpft. Zudem bestehen angesichts der exzessiven Lehrverpflichtung<br />

und der mangelhaften wissenschaftlichen Qualifikation zahlreicher (nicht aller!) FH-<br />

Prof's sowie des unzureichenden Zugangs zu relevanter Fachliteratur miserable Rahmenbedingungen<br />

für originäre wissenschaftliche Forschung. "Anwendungsbezug" und<br />

"regionale Orientierung" sind oftmals Feigenblätter zur Kaschierung von Zweit- und<br />

Drittklassigkeit.<br />

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80. Das Deputat von 18 SWS ist eindeutig zu hoch, insbes., wenn man in Englisch lehrt<br />

und das auch noch auf Master-Niveau. Seit ich Prof. wurde, ist die materielle Attraktivität<br />

des Berufes gewaltig gesunken. Man kann jungen Bewerbern kaum noch guten<br />

Gewissens raten, auf W 2 (Zulagen-Niveau Rheinland-Pfalz: 0 Euro) an die <strong>Hochschule</strong><br />

zu kommen. Die Aufgaben sind mit dem Master und der Gleichstellung zum Uni-<br />

Abschluss schöner geworden, die äußeren Rahmenbedingungen (Ausstattung, Deputat,<br />

Gehalt) hinken aber meilenweit hinterher. Die zeitlichen Forschungsmöglichkeiten<br />

sind keinesfalls besser als vor 10 Jahren."<br />

81. Ausstattung mit Ressourcen; Lehrdeputat<br />

82. Zu wenig qualifiziertes Personal für den Betrieb der Labors vorhanden. Es stehen teure<br />

Anlagen unbenutzt herum weil sie niemand bedienen kann. Hardwarespenden kann<br />

man akquirieren. Mitarbeiter“spenden" nicht! Aus Mitarbeitermangel ist auch die Durchführung<br />

von Industrieprojekten die dem Labor Geldmittel zuführen würden nicht möglich.<br />

Aus Mitarbeitermangel müssen die Lehrinhalte von Laborpraktikas immer weiter<br />

zusammengestrichen werden. Manche Praktika müssen von Aktivpraktika zu Präsentationspraktikas<br />

umgewandelt werden, sind also de facto eher Vorlesungen die im Labor<br />

stattfinden."<br />

83. Die FH´s erleiden einen schleichenden Niedergang: Grund 1: miserable Bezahlung W2<br />

mit sog. Leistungszulagen führt dazu, dass wir nur mehr bedingt hochqualifizierten Professorennachwuchs<br />

erhalten. Grund 2: Die starke Zentralisierung der <strong>Hochschule</strong>n<br />

führt zu erheblichen Leistungsverlusten, weil die Selbstbestimmung und Eigeninitiative<br />

der Professoren verloren geht. An manchen FH´s kann man mittlerweile fast von einer<br />

Präsidialdiktatur sprechen.<br />

84. An meiner FH ist die Kultur zu gemeinsamer innovativer Entwicklungsplanung, gegenseitigen<br />

Respekts und Unterstützung, sowie eine demokratische oder zumindest transparente<br />

Hochschulpolitik recht wenig entwickelt.<br />

85. Als C2 ohne Vertrauensschutz (Rufannahme Dez.2001) fühlt man sich durch die Besoldungsreform<br />

ziemlich veräppelt. Es gibt gleichaltrige Kollegen und Kolleginnen, die<br />

C3 oder zumindest C2 mit Vertrauensschutz sind, und nur deshalb besser dran, weil<br />

sie nicht so lange in der Industrie waren.<br />

86. Die Fachhochschulen sind eigentlich keine <strong>Hochschule</strong>n sondern Fachschulen.<br />

87. Die Belastung durch die interne Verwaltung wächst (Gängelung). Primat der Lehre ist<br />

gut und richtig, aber dies sollte auch für Verwaltung gelten. Forschung ist Staatsauftrag,<br />

wird aber zu wenig unterstützt durch akademischen Mittelbau. Mittelbau und Mitarbeiter<br />

kommen zu kurz bei der Befragung!<br />

88. Ich engagiere mich insbesondere für die Entwicklung europäischer/internationaler<br />

Programme und Kooperationen. Auch Forschungsprojekte mit anderen <strong>Hochschule</strong>n<br />

gehören dazu. Das neue Hochschulrahmengesetz hat eine kopflastige Struktur eingeführt<br />

von der weder die Fakultäten noch die Studierenden profitieren. Die Evaluierung<br />

die früher ananym und freiwillig und sehr heilfreich ear wird jetzt von den Studierenden<br />

genutzt um Ihre Noten zu verbessern. Die Noten an den deutschen FHs sind m.E. unrealistisch<br />

gut. Bei den Sprachqualifikationen müßte man unbedingt den europäischen<br />

Referenzrahmen zugrunde legen. "<br />

11


89. Aufgrund mangelnder finanzieller Ausstattung bestehen seit Jahren so gut wie keine<br />

Möglichkeiten zur Teilnahme an fachlichen Weiterbildungsveranstaltungen (z.B. Tagungen,<br />

Kongresse). Daher hat meine fachliche Qualifikation seit Beginn meiner FH-<br />

Tätigkeit kontinuierlich nachgelassen, hat bereits die für qualifizierte Lehre kritische<br />

Grenze unterschritten und dürfte zum Zeitpunkt der Pensionierung in 11 Jahren in der<br />

Nähe des Nullpunktes liegen. Unter diesen Randbedingungen ist eine Forschungstätigkeit<br />

nur in den ersten (je nach Fachgebiet 5 bis 15) Jahren der FH-Zugehörigkeit<br />

möglich. Gleichzeitig wird die (in Niedersachsen soeben erfolgte) Erhöhung des Pensionsalters<br />

auf 68 Jahre zur Katastrophe für alle Beteiligten.<br />

90. 1. Insgesamt ist das Bildungsangebot der Fachhochschulen aufgrund der Verbindung<br />

von Theorie und Praxis sehr interessant. Im Vergleich zur eigenen Universitätsausbildung<br />

glaube ich, dass die Studierenden durch eine Fachochschulausbildung besser<br />

auf die Berufspraxis vorbereitet werden. 2. Aufgrund der Mitarbeiterstrukturen an der<br />

Fachhochschule (wenige Sekretariatsmitarbeiter und wissenschaftliche Mitarbeiter)<br />

müssen die Verwaltungstätigkeiten (Berichtswesen, Terminabsprachen etc.) von den<br />

Professoren zwangsläufig selbst wahrgenommen werden. Insofern bleibt keine Zeit für<br />

eigene Forschungsprojekte, was aus meiner Sicht auch in der Lehre zu diversen Defiziten<br />

führt. Daher würde ich mir wünschen, dass die Mitarbeiter- bzw. Finanzmittelstruktur<br />

an den Fachhochschulen wesentlich verbessert würde.<br />

91. M.E. wird viel zu viel über Forschung geredet und zu wenig über eine qualifizierte Ausbildung<br />

der Studenten. Scheinbar ist es wichtiger zu forschen als zu unterrichten. Die<br />

Fachhochschule bietet für richtige Forschung jedoch nicht die Möglichkeiten, weil zuviel<br />

an Lehrkapazität verloren ginge. Faktisch wird ein forschender Professor durch<br />

Lehrbeauftragte ersetzt. Viel Forschung heißt, viel Lehrbeauftragte. Das kann es nicht<br />

sein!<br />

92. Auslandsaufenthalt der Professoren ist vernachlässigt<br />

93. Fragen zur fachbezogenen Weiterbildung (gerade in Ingenieurwissenschaften wichtig!)<br />

fehlen in der Befragung! - Da in den Ingenieurwissenschaften langjährige Berufserfahrung<br />

Voraussetzung sein sollte, wird eine FH-Professur unter den Bedingungen einer<br />

W-Professur für Personen mit gut dotierten Industrie-Positionen immer unattraktiver -<br />

dies zeigen auch die Ergebnisse jüngster Berufungsverfahren. Man muss um die zukünftige<br />

Qualität der Lehre fürchten. - Wegen des fehlenden Mittelbaus ist die Durchführung<br />

von Forschungs- und Entwicklungsaufgaben in Zusammenarbeit mit der Industrie<br />

schwierig. Gerade mittelständische Unternehmen erwarten das Vorhandensein<br />

einer gewissen "Grundausstattung" auch in personeller Hinsicht.<br />

94. Seitdem das "Projektorientierte Lernen" von mir angewandt wird, macht die Lehre noch<br />

mehr Freude. Diese Freude wirkt sich auf die Studierenden aus!<br />

95. Die zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten einer Forschungstätigkeit nachzugehen<br />

sind sehr begrenzt.<br />

96. Bei allen Bemühungen die <strong>Hochschule</strong> in der Öffentlichkeit zu positionieren ist das<br />

"Kerngeschäft" Lehre zu sehr aus dem Blickfeld geraten. Wenig zieldienlich in diesem<br />

Zusammenhang sind gerade angesichts neuer Aufgaben auch: Inflexibilität und Bürokratie<br />

der FH-Verwaltung, Strategiedefizite und z. B. intransparente, unverbindliche Innenpolitik<br />

der Hochschulleitung.<br />

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97. Die Belastung durch Planungs- und Verwaltungsarbeiten und Gremientätigkeit hat<br />

stark zugenommen. Dies ist zum großen Teil durch Vorgaben von außen begründet.<br />

Politische Entscheidungen zur <strong>Hochschule</strong>ntwicklung der letzten zehn Jahre waren<br />

vielfach verwirrend, nicht nachvollziehbar, kamen unbegründet und haben sich schließlich<br />

als sinnlos herausgestellt. Sie haben in erheblichem Maße sinnlose Arbeit verursacht,<br />

die Entscheidungsfreiheit der in Lehre Tätigen eingeschränkt und damit die Motivation<br />

beeinträchtigt. Die Kenntnisse der Studienanfänger haben zumindest seit fünfzehn<br />

Jahren erschreckend abgenommen - Folge einer verfehlten Schulpolitik (siehe<br />

PISA). Die Lücken, die in den Schulen entstehen, müssen durch die <strong>Hochschule</strong>n irgendwie<br />

aufgefüllt werden.<br />

98. Die W-Besoldung ist eine Katastrophe: sie schädigt die Motivation betroffener Kollegen<br />

und macht es sehr schwierig, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten für Neuberufungen<br />

zu finden.<br />

99. Die Lehrbelastung von 18 SWS an FH's ist zu hoch. Die Forschung und / oder praktische<br />

Tätigkeit kommt dadurch zu kurz. Eine Weiterentwicklung, die auch den Studierenden<br />

zugute kommen würde, ist praktisch nicht möglich. Es besteht daher ein erheblicher<br />

Nachteil gegenüber Kollegen bzw Kolleginnen an einer Universität.<br />

100. Wachsende Bürokratie, steigende Studierendenzahlen, immer weniger Unterstützung<br />

durch Verwaltung. Forschungsprojekte fallen hinten runter und das Deputat ist gleichbleibend<br />

hoch. Perspektivisch sehr frustrierend.<br />

101. Forschung muss auf das Deputat leichter anrechenbar werden, sonst bleiben wir immer<br />

Fachlehrer. Wenn schon die Bezahlung so mies ist, muss es einen anderen Anreiz<br />

geben, damit gute Leute an FHs zum Arbeiten kommen wollen.<br />

102. Die aktuelle Diskussion im BMBF zu Promotionen an FHs verfolge ich mit Interesse.<br />

Das könnte viel verändern. Anders als in den 70ern sind wir heute mehr <strong>Hochschule</strong><br />

als Fachschule. Einige meiner Kollegen forschen mehr als mancher Uni-Prof. Und wir<br />

könnten richtig gut sein, wenn wir nicht unsere eigene Verwaltung wären und 18 Stunden<br />

unterrichten müssten.<br />

103. Einige Kritikpunkte: 1. Erhebliche Zunahme der Verwaltungstätigkeiten in den letzten<br />

Jahren. 2. Bedingungen für anspruchsvolle Forschung schlecht, da die Rahmenbedingungen<br />

schlecht sind und u. a. die Zeit fehlt. 3. Sehr schleppende Neubesetzung vakanter<br />

Professuren, so dass das vorhandene Personal die Lehrveranstaltungen zusätzlich<br />

übernehmen muss (siehe auch 2!) oder Lehrbeauftragte eingestellt werden müssen.<br />

Beides wird sich in der Regel eher negativ auf die Qualität der Lehre auswirken. 4.<br />

Hochschuldidaktik: Andere Lehrformen an Stelle des Frontalunterrichts in den Vorlesungen<br />

hielte ich für sinnvoll (z. B. projektorientiertes Lernen). Sie sind aber betreuungsintensiver<br />

und daher wegen Mangels an Personal nicht machbar.<br />

104. Ich fände wichtig, dass unsere Arbeit hochschulweit festgelegten Qualitätskriterien folgt<br />

und durch regelmäßige Evaluation einerseits mir selbst ein Spiegel vorgehalten wird,<br />

andererseits auch eine sozusagen öffentliche Überprüfung die Ergebnisse transparent<br />

macht. Im Übrigen mache ich meine Arbeit sehr gerne; ich glaube auch, dass ein hoher<br />

Prozentsatz in der Kollegenschaft weitgehend intrinsisch motiviert ist. Nichtsdestotrotz<br />

besteht in der eigentlichen Kernaufgabe, dem Lehren, durchaus bei vielen großes Defizit<br />

insbesondere in der Kenntnis von aktivierenden Lehrmethoden, oder überhaupt ein<br />

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zu schmales Band von Methoden ausserhalb der frontalen Lehre. Professionalisierung<br />

der Lehrenden tut not, und ich hoffe, dass Ihre Untersuchung dazu beiträgt, dass sich<br />

etwas bewegt."<br />

105. Kritisch sehe ich den Prozeß der Bacheloriserung, die zweckfreie Lehr- und Lernprozesse<br />

zunehmend untergräbt. Als besonders hilfreich für meine eigene Entwicklung<br />

und die Lehre sehe ich meine supervisorische Reflektion und folgende supervisorische<br />

Ausbildug an.<br />

106. finanzielle Rahmenbedingungen (Ausstattungen etc.) werden schlechter<br />

107. In unserem Fachbereich wird seit meiner Berufung die Deputatslast um mindestens 1/3<br />

überschritten. Mehrleistungen, die ich in Form von Betreuung von vielen Diplomarbeiten<br />

(ca. 5 pro Semester) Praxissemestern und Projekten leiste, werden nicht angerechnet,<br />

weil die gemeldeten Zahlen einfach auf einen maximal erlaubten Wert beschnitten<br />

werden. Trotzdem habe ich im Laufe von 7 Jahren nunmehr 70 SWS an<br />

Überstunden angesammelt. Diese werde ich nie reduzieren können, weil die Deputatslast<br />

weiter steigt. Angeblich seien die politischen Maßgaben aus Hannover daran<br />

Schuld. Ich arbeite im Fachbereich Technik in Emden an der FH-OOW. Meinen wenigen<br />

jungen Kollegen geht es ähnlich wie mir. Die älteren Kollegen klagen auch, sind<br />

aber weniger stark betroffen und ignorieren das Ausbluten der jungen und hoch motivierten<br />

Kollegen. Hochschulleitung und Politiker scheinen die konkrete Situation vor Ort<br />

nicht zu kennen. Zumindest kommen immer wieder neue Sparmaßnahmen, die unter<br />

dann Hochschuloptimierung betitelt werden, jedoch vor Ort das Gegenteil bewirken.<br />

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