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Guru Joel Silver in unserem Interview<br />

mehr als einmal verdeutlicht, gibt es selbst auf<br />

einfache Fragen keine einfachen Antworten.<br />

Um wirklich eine Kaufempfehlung aussprechen<br />

zu können, muss dem Verbraucher erst einmal<br />

bewusst werden, was er wirklich will – und was<br />

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die Sie bequem im Internet abrufen<br />

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Bewertungen zum Kauf verleiten lassen, ist die<br />

Enttäuschung häufig vorprogrammiert. Stattdessen<br />

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zumindest sollte sie das, denn selbst beim Fachhändler<br />

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Inhalt 3/2013<br />

Heimkino<br />

08 | Bildgeheimnisse entzaubert<br />

Industrieinsider Joel Silver, einer der Mitbegründer<br />

der Image Science Foundation, gibt wichtige<br />

Tipps auf dem Weg zum richtigen Bild.<br />

16 | Unverfälschtes Kinobild<br />

Der perfekte Filmgenuss ist nur mit einem<br />

neutral abgestimmten Fernseher möglich. Wir<br />

machen den Vorher-nachher-Vergleich.<br />

45<br />

Qualitätsoffensive<br />

18<br />

<strong>LED</strong>-<strong>TVs</strong><br />

im Test<br />

68<br />

Sonos<br />

Playbar<br />

60<br />

JVC<br />

DLA-X35<br />

60 | Megakontrast<br />

JVC will mit dem DLA-X35 einen kompromisslosen<br />

Heimkinoprojektor zum Kampfpreis<br />

anbieten. Kann dieser Spagat gelingen?<br />

64 | Klang aus allen Richtungen<br />

Ganze elf Kanäle kann Marantz’ Vorstufe<br />

AV8801 ansteuern. Effekthascherei oder echter<br />

Mehrwert? Wir machen den Test.<br />

68 | Netzwerk-Soundbar<br />

Sonos hat sich auf die Musikübertragung über<br />

das Netzwerk spezialisiert, dank neuer Soundbar<br />

profitieren davon erstmals Flachbildfernseher.<br />

Television<br />

18 | Flachbildfernseher im Test<br />

Die neuesten <strong>LED</strong>-<strong>TVs</strong> von Metz, Panasonic,<br />

Philips und Samsung im Vergleich. Außerdem:<br />

Designikonen von Philips und Samsung.<br />

34 | TV-Marktübersicht<br />

Erfahren Sie alles über Preise, Technologien und<br />

Austattung der Flachbild-TV-Neuerscheinungen<br />

der nächsten Monate.<br />

42 | Wie wichtig ist Design?<br />

Loewes Chefdesigner Edmund Englich über die<br />

Kunst ein Produkt zu gestalten, das die Zeiten<br />

überdauert.<br />

45 | <strong>HDTV</strong>-Qualitätsoffensive<br />

Bang & Olufsen, Loewe, Bose, Sony, Panasonic,<br />

JVC und Philips präsentieren außergewöhnliche<br />

Audio- und Videoprodukte.<br />

84 | Doping für den Emfpang<br />

Der Sat-Receiver Solo2 von VU+ arbeitet genauso<br />

flink wie ein modernes Smartphone und<br />

überzeugt mit großartigem Funktionsumfang.<br />

Standards:<br />

03 | Editorial<br />

04 | Jahresabo<br />

103 | Heftnachbestellung<br />

124 | Kurzmeldungen<br />

126 | Fachhändler<br />

130 | Ausblick & Impressum<br />

Bilder Titel: 20zh Century Fox, JVC, Philips, Panasonic, Parrot, Samsung, Sonos, Sony, Warner Home • Bilder Inhalt: Amazon, B&O, Concorde, JVC, Sony, Philips, Sky, Sonos<br />

6 | 3.2013


Digital<br />

70 | Stereoanlagen im Vergleich<br />

Ob CD, iPod oder Internetstream: Moderne<br />

Stereoanlagen treffen immer den richtigen Ton.<br />

76 | Exklusiv für iPhone 5<br />

Bose stellt das neue Sounddock mit dem überarbeiteten<br />

Apple-Lightning-Anschluss vor.<br />

78 | Kabelloser Klanggenuss<br />

Hochwertige HiFi-Kopfhörer machen dank<br />

Bluetooth kabellos glücklich.<br />

86 | Internet-TV-Wegweiser<br />

Alles, was Sie schon immer über Video-on-<br />

Demand wissen wollten.<br />

90 | Inhalte auf Abruf<br />

Wir beleuchten das Internet-TV-Angebot<br />

T-Entertain und HD Plus Replay.<br />

94 | Fernsehen wird mobil<br />

Programme auf das iPad streamen und die<br />

grenzenlose TV-Freiheit genießen.<br />

96 | Microsoft will ins Wohnzimmer<br />

Braucht ein Fernseher nur noch eine Spielekonsole<br />

für den Zugang zur multimedialen Welt?<br />

98 | Das Buch wird digital<br />

Praxisunterschiede zwischen Tablet und Ebook<br />

Reader mit Technikcheck.<br />

98<br />

Ebook<br />

Reader<br />

78<br />

Bluetooth<br />

Kopfhörer<br />

104 | Die neue Gaming-Generation<br />

Sony lässt Spielerherzen höherschlagen:<br />

Alle Fakten zur Playstation 4.<br />

Video<br />

108 | Oblivion<br />

Action, Aliens, Endzeit und Tom Cruise, der die<br />

Welt retten darf. Doch vor was eigentlich?<br />

110 | Iron Man 3<br />

Tony Stark lässt es wieder richtig krachen und<br />

zeigt dabei seine emotionale Seite.<br />

112 | Blu-ray-3D-Spezial<br />

Können neue 3D-Filme wie „Life of Pi“ dem<br />

Medium zum Durchbruch verhelfen?<br />

116 | Der Hobbit<br />

Kleiner Filmheld, große Blu-ray: Erleben Sie<br />

Mittelerde in prächtiger 3D-Kulisse.<br />

118 | Game of Thrones<br />

Der Fantasy-Hit geht in die Verlängerung: Alle<br />

Infos zur zweiten und dritten Staffel.<br />

122 | Defiance<br />

Videospiel und Fernsehserie wachsen zusammen:<br />

Experiment mit Nebenwirkungen?<br />

110<br />

Iron<br />

Man 3<br />

118<br />

Game of<br />

Thrones<br />

www.hdtvmagazin.com 7


Interview<br />

Als 1994 die Image Science Foundation<br />

(ISF) gegründet wurde, war noch<br />

lange nicht absehbar, dass einmal 12<br />

Millionen Fernseher pro Jahr mit den ISFzertifizierten<br />

Einstellungsmöglichkeiten ausgeliefert<br />

werden würden. Was Joel Silver, einer<br />

der Mitbegründer von ISF, auch knapp 20 Jahre<br />

später noch antreibt, um für das unverfälschte<br />

Original zu werben, verriet er uns im Interview.<br />

Herr Silver, gibt es eigentlich ein perfektes Bild?<br />

Es geht für mich nicht darum, eine Meinung<br />

bezüglich eines perfekten Bildes zu haben, sondern<br />

ich erkenne die Standards an, die knapp 190<br />

Länder im Jahr 1982 innerhalb der internationalen<br />

Fernmeldeunion (ITU) beschlossen haben. Zu<br />

diesem Zeitpunkt haben wir vereinbart, wie die<br />

„Anstatt immer die Frage zu stellen,<br />

welcher Fernseher das perfekte Bild<br />

liefert, sollten Konsumenten vor<br />

dem Fernseherkauf erzählen, wie ihr<br />

Raum beschaffen ist.“<br />

Helligkeit, der Kontrast, die Farbsättigung usw.<br />

abzustimmen ist. Wir wollen sowohl aufseiten der<br />

Produktion als auch aufseiten der Übertragung<br />

Standards, damit die Bilder am Ende so wirken,<br />

wie sie produziert wurden.<br />

Kann man eigentlich jeden Fernseher optimal<br />

anpassen?<br />

Eines der schwierigsten Dinge, die ein Fernseher<br />

darstellen soll, sind Schwarzwerte, d.h., wenn in<br />

einem dunklen Raum Schwarz wirklich schwarz<br />

sein soll. Das schaffen heutzutage nur ausgewählte<br />

Fernseher mit Direct-<strong>LED</strong>-Beleuchtung und<br />

Local Dimming, die ganz neuen O<strong>LED</strong>-Displays<br />

und die ehemaligen Kuro-Plasma-Fernseher von<br />

Pioneer. Damals war sich Pioneer des Problems<br />

der Schwarzdarstellung bewusst, sodass der<br />

Name der Plasma-<strong>TVs</strong> treffend gewählt wurde:<br />

Kuro bedeutet übersetzt Schwarz. Aktuell haben<br />

wir es immer häufiger mit Edge-<strong>LED</strong>-LCDs zu<br />

tun, weshalb wir im Dynamikbereich und in der<br />

Schwarzdarstellung viel eingeschränkter sind als<br />

in der Vergangenheit, da wir nicht mehr über<br />

ausreichend Zonen verfügen, um die Helligkeit<br />

gezielt zu justieren.<br />

mit dem Bild-Guru<br />

Joel Silver, Gründer und<br />

Vorsitzender der Image Science<br />

Foundation (ISF)<br />

Aber um fair zu bleiben: Ein Edge-<strong>LED</strong>-LCD zeigt<br />

bei direkter Lichteinstrahlung deutlich kontraststärkere<br />

Bilder als ein Plasma, oder nicht?<br />

100% richtig. Ich habe tagtäglich den Vergleich<br />

zwischen einem Kuro-Plasma von Pioneer und<br />

einem Direct-<strong>LED</strong>-LCD von Sharp namens Elite<br />

(nicht in Deutschland erhältlich, Anmerk. d.<br />

Red.). Der <strong>LED</strong>-LCD ist derart lichtstark, dass die<br />

Bilder auch bei Tageslicht einen sehr guten Kontrast<br />

aufweisen. Gerade bei direktem Lichteinfall<br />

kann es schwerfallen, auf dem Plasmafernseher<br />

das Bild noch richtig zu erkennen. Es stellt sich<br />

somit immer die Frage, welches Werkzeug für<br />

Bilder: Joel Silver, Loewe, Warner<br />

8 | 3.2013


welchen Einsatzzweck das Beste ist. Der Kuro-<br />

Plasma von Pioneer ist das perfekte Werkzeug<br />

für das Heimkino, der Elite-<strong>LED</strong>-LCD von Sharp<br />

das perfekte Werkzeug für helle Wohnzimmer.<br />

Zudem ist der <strong>LED</strong>-LCD viel flexibler einsetzbar,<br />

da die Helligkeit besser auf unterschiedliche<br />

Umgebungen abgestimmt werden kann. Demgegenüber<br />

ist der Blickwinkel des Elite deutlich<br />

schlechter und schnelle Bewegungen zeigen<br />

entweder leichte Unschärfen oder Artefakte<br />

infolge der Zwischenbildberechnung – im Kern<br />

bleibt somit auch der Elite ein <strong>LED</strong>-LCD mit<br />

allen Stärken und Schwächen dieser Technologie.<br />

Wenn mich jemand nach meinem persönlichen<br />

Flachbild-TV-Favoriten fragt, dann antworte ich,<br />

dass es den einen Favoriten nicht gibt, es gibt immer<br />

nur das richtige Werkzeug für den jeweiligen<br />

Einsatzzweck.<br />

Und wie finde ich heraus, was das passende<br />

Werkzeug für meine Bedürfnisse ist?<br />

Frag nach dem Raum! Wenn wir auf das Thema<br />

des perfekten Bildes zurückkommen, stellt sich<br />

zuallererst die Frage: Ist der Raum eigentlich<br />

perfekt? Sieht der Raum genauso aus, wie der<br />

Produktionsraum von Steven Spielberg, wenn er<br />

Filme bearbeitet, dann könnte man von einem<br />

perfekten Raum sprechen. Sieht der Raum<br />

hingegen wie ein normales Wohnzimmer aus,<br />

dann wäre der Raum nicht perfekt. Anstatt also<br />

immer die Frage zu stellen, welcher Fernseher das<br />

perfekte oder beste Bild liefert, sollten Konsumenten<br />

vor dem Fernseherkauf erzählen, wie ihr<br />

Raum beschaffen ist, wo sich Lampen und Fenster<br />

befinden usw. Einem geschulten Verkaufspersonal<br />

„Wir können nicht über die Güte der<br />

Technik bestimmen, die die<br />

Hersteller verbauen, aber wir wollen<br />

Sorge tragen, dass das Bild beim<br />

Kunden im Wohnzimmer überzeugt.“<br />

fällt es mit diesen Informationen einfacher, das<br />

passende Produkt ausfindig zu machen. Generell<br />

sollte es aber möglich sein, das Bild für Tageslicht<br />

und die Abendstunden getrennt zu justieren.<br />

Diese Einstellung ist mit einem ISF-zertifizierten<br />

Fernseher möglich, allerdings stellt sich die<br />

Frage, ob man beim Ferseherkauf allein nach<br />

dem Logo gehen sollte?<br />

Derjenige, der den Fernseher einstellt, ist wichtiger<br />

als ein ISF-Logo. Das Logo ist dazu da, um<br />

den Kalibrierer zu unterstützen. Wir wollen Sorge<br />

tragen, dass <strong>TVs</strong> jeder Preisklasse ausreichend<br />

Einstellungsmöglichkeiten besitzen, um z. B.<br />

einen Bildabgleich für Tag und Nacht vornehmen<br />

zu können und diese Einstellungen zu blocken,<br />

damit man sie nicht versehentlich verstellt. Das<br />

ISF-Logo kann man bei einem 300-Euro-Fernseher<br />

genauso vorfinden, wie bei einem 80 000-Euro-TV.<br />

Wir können nicht über die Güte der<br />

Technik bestimmen, die die Hersteller verbauen,<br />

Vorsicht Falle: Bildinhalte auf Blu-ray werden zwar in 1 920 × 1 080 Bildpunkten (Full HD) geliefert, doch Fernseher<br />

mit Full-HD-Auflösung stellen das Signal im Ausgangszustand mit einem Bildschnitt dar. In den Formateinstellungen<br />

sollten Sie deshalb nicht 16 : 9 TV, sondern 16 : 9 PC wählen, um wirklich das gesamte Bild in bester Schärfe zu sehen.<br />

aber wir wollen Sorge tragen, dass das Bild beim<br />

Endkunden im Wohnzimmer überzeugt.<br />

Sollte eine Kalibrierung kostenlos angeboten<br />

werden, oder ist diese Dienstleistung zu kostenaufwändig?<br />

Wenn ein geschulter Fachhändler ein Messgerät,<br />

einen Testgenerator etc. mitbringt und tatsächlich<br />

eine umfangreiche Kalibrierung vornimmt, dann<br />

kann dieser Dienst unmöglich kostenlos angeboten<br />

werden. Hier in den USA gehört Best Buy<br />

zu den größten Anbietern von Elektronik und<br />

mittlerweile haben mehr als 800 Kalibrierer die<br />

notwendige Technik erstanden, um diesen Dienst<br />

anbieten zu können – diese Investition muss sich<br />

am Ende für den Fachhandel auszahlen. Außerdem<br />

müssen diese 800 Leute einen fünftägigen<br />

Kurs belegen, um sich das notwendige Fachwissen<br />

anzueignen. In den USA sind die Endkonsumenten<br />

bereit, zwischen 200 bis 300 Dollar für<br />

eine umfangreiche Kalibrierung zu zahlen. Wenn<br />

jemand eine Kalibrierung kostenlos anbietet,<br />

wäre ich schon wieder misstrauisch, denn dann<br />

wird häufig nur eine vorhandene Voreinstellung<br />

genutzt oder das Bild wird ohne Fachwissen und<br />

Messinstrument abgeglichen.<br />

Bestimmte Geräte werden mit einem THX-Logo<br />

verkauft. Ist das Bild dann optimal abgeglichen?<br />

Ich bin ein Fan von THX und ich mag, dass THX<br />

in den Videobereich eingestiegen ist, um zu<br />

helfen, denn jeder, der sich um das Thema Bildqualität<br />

mit geschultem Personal kümmert, hilft<br />

der gesamten Branche, die Qualität zu verbessern.<br />

Wir wissen aber alle, dass Voreinstellungen niemals<br />

perfekt sein können, deshalb erübrigt sich<br />

auch die Diskussion darüber, ob ein THX-Modus<br />

das optimale Bild zeigt oder nicht. Die einzige<br />

Sache, mit der ich nicht übereinstimme, ist, dass<br />

dem Nutzer sämtliche Möglichkeiten genommen<br />

werden, überhaupt Einstellungen vorzunehmen,<br />

denn wichtige Parameter sind im THX-Modus<br />

gesperrt. Wir versuchen im Dialog mit THX die<br />

Dinge voranzutreiben, so bietet die THX-Voreinstellung<br />

neuerdings getrennte Vorgaben für Tag<br />

und Nacht an.<br />

Schaut man sich Filme oder Fotos an, so erscheinen<br />

diese häufig unrealistisch, da sie stark<br />

nachbearbeitet wurden. Warum ist es dennoch<br />

wichtig, den Fernseher möglichst natürlich<br />

abzustimmen?<br />

Ich fotografiere selbst gern und versuche mein<br />

Bestes, gute Fotos zu machen. Wenn ich Fotos<br />

Die 1865 gegründete und in Genf ansässige internationale<br />

Fernmeldeunion ITU (International Telecommunication<br />

Union), ist die einzige Organisation, die sich<br />

um weltweite Standards im Rahmen der Telekommunikation,<br />

darunter auch das Fernsehen, kümmert. So<br />

gelten z. B. strenge Regeln bei der Farbwiedergabe, die<br />

genaustens definiert ist.<br />

www.hdtvmagazin.com 9


„Nehmen wir James Camerons<br />

„Avatar“, ein Film, der überall<br />

auf der Welt erfolgreich war. Man<br />

könnte doch sagen, dieser Film<br />

erscheint mir viel zu blau, also<br />

drehe ich den Blauregler zurück.“<br />

bearbeite, dann mache ich das an kalibrierten<br />

Monitoren und wenn ich meine Fotos zeige, dann<br />

über kalibrierte Fernseher oder Projektoren. Die<br />

Antwort auf die Frage lautet: Ich möchte, dass<br />

meine Inhalte so wahrgenommen werden, wie<br />

ich sie geschaffen habe. Das gilt natürlich nicht<br />

nur für meine eigenen Werke: Egal ob es sich<br />

um einen Animationsfilm von Pixar oder einen<br />

Batman-Streifen handelt, ein Film ist immer ein<br />

Werk von Künstlern, die hart daran gearbeitet<br />

haben, einen bestimmten Look zu kreieren. Viele<br />

denken, dass künstlerische Belange ein Cliché<br />

sind, aber sie sind mehr als das. Wenn jemand<br />

einen Film kauft, hat er großes Interesse daran,<br />

den Film so zu sehen, wie er produziert wurde.<br />

Dieser Gedanke war auch die Grundidee der ITU:<br />

Heutzutage kann ein Bollywoodfilm in Indien<br />

produziert werden und Zuschauer können zuhause<br />

nacherleben, wie dieser Film erstellt wurde.<br />

Wir produzieren häufig noch national aber die<br />

Verbreitung der Filme kennt fast keine Grenzen<br />

mehr, sodass es wichtig ist, dass man überall<br />

auf der Welt gewisse Standards einhält, um dem<br />

ursprünglichen Original Rechnung zu tragen.<br />

Nehmen wir z. B. James Camerons „Avatar“, ein<br />

Film, der überall auf der Welt erfolgreich war.<br />

Man könnte doch sagen, dieser Film erscheint mir<br />

viel zu blau, also drehe ich den Blauregler zurück.<br />

Diese Meinung kann man zwar äußern, aber sie<br />

ergibt keinen Sinn, denn der Film soll blau wirken<br />

und James Cameron hat genau auf diese Weise<br />

„Ein Film ist immer ein Werk<br />

von Künstlern, die hart daran<br />

gearbeitet haben, einen bestimmten<br />

Look zu kreieren.“<br />

diese Fantasy-Welt kreiert. Also geht es nicht um<br />

Meinungen oder äußere Umstände im Wohnzimmer,<br />

sondern wir sprechen über die Inhalte selbst<br />

und deren Macher. Und deshalb kalibrieren wir<br />

nicht nur bei den Produzenten vor Ort, sondern<br />

auch in den Wohnzimmern. Nur so können wir<br />

garantieren, dass „Avatar“ am Ende nicht grün<br />

oder violett wirkt, sondern so, wie es sich James<br />

Cameron vorgestellt hat. Die Leute, die die Inhalte<br />

erstellen, sind echte Genies, diejenigen, die Bildschirme<br />

kalibrieren, müssen nur Techniker sein,<br />

die sich mit der Materie auskennen.<br />

Nun gibt es aber Technologien, die mehr Farben<br />

bieten, als es der Standard vorsieht. Sind größere<br />

Farbräume überhaupt sinnvoll?<br />

Wenn Kinofilme für Blu-rays bearbeitet werden,<br />

dann wird hierfür immer an Monitoren gearbeitet,<br />

die den Rec.709-Standard wiedergeben, also<br />

jenen Farbraum, der auch vom Fernseher zuhause<br />

unterstützt wird. Konvertiert man Filme auf<br />

Blu-ray nachträglich in einen größeren Farbraum,<br />

läuft man Gefahr, dass das Ergebnis unnatürlich<br />

aussieht. In der Theorie ist es somit ein Gesetz,<br />

dass der Farbraum der Quelle mit dem Farbraum<br />

des Wiedergabegeräts übereinstimmen<br />

muss, damit das Ergebnis richtig und natürlich<br />

aussieht. Ich habe bei mir zuhause die Möglichkeit,<br />

zwischen dem normalen Farbraum und dem<br />

weitaus größeren Adobe-Farbraum hin- und<br />

herzuschalten und wenn ich Quellen abspiele, die<br />

dem Rec.709-Standard entsprechen, dann sieht<br />

das Bild mit dem Adobe-Farbraum schrecklich<br />

„Bildgröße ist höchst subjektiv und wir<br />

müssen versuchen, den Sehgewohnheiten des<br />

jeweiligen Konsumenten Rechnung zu tragen.<br />

Durch unsere Umfragen, die den Kinosaal als<br />

Anhaltspunkt nehmen, können wir eine sehr<br />

gute Aussage treffen, welche Bildgröße im<br />

Wohnzimmer als angenehm empfunden wird.“<br />

Bilder: 20th Century Fox, Panasonic, UCI<br />

10 | 3.2013


Eine professionelle Kalibrierung nach ISF-Standards setzt Fachwissen und Messintrumente voraus. Hersteller wie<br />

Panasonic erlauben mit den aktuellen TV-Modellen den Bildabgleich per App, sodass die Bildinhalte nicht länger durch<br />

Einstellungsmenüs verdeckt werden.<br />

aus. In der Praxis gibt es aber genügend Beispiele,<br />

die der Theorie widersprechen. So war Runco mit<br />

dem Verkauf des <strong>LED</strong>-Projektors QD750 immens<br />

erfolgreich, obwohl der native Farbraum des<br />

Beamers viel zu groß ist. Fernseher auf Elektronikshows,<br />

ganz gleich ob von Panasonic, Samsung<br />

oder Sony werden häufig mit übertriebenen<br />

Farbräumen präsentiert, doch die Leute lieben es.<br />

Sobald der Fernseher aber im Wohnzimmer läuft<br />

und ein Fußballspiel angeschaut wird, erkennt<br />

auch ein Laie, wenn z.B. der Rasen unnatürlich<br />

neongrün erscheint. Bei einem Animationsfilm<br />

werden überzuckerte Farben dagegen häufig als<br />

angenehm empfunden. Das ganze Thema der<br />

erweiterten Farbräume ist also eher ein Marketingthema,<br />

da die Inhalte immer noch in Rec.709<br />

produziert werden. Für uns als Techniker ist es<br />

„Die Leute, die die Inhalte erstellen,<br />

sind echte Genies, diejenigen, die<br />

Bildschirme kalibrieren, müssen nur<br />

Techniker sein, die sich mit der<br />

Materie auskennen.“<br />

dennoch ein großer Vorteil, wenn neue Fernseher<br />

und Projektoren im Ausgangszustand einen zu<br />

großen Farbraum aufweisen, denn diesen können<br />

wir auf den Rec.709-Standard reduzieren. In der<br />

Vergangenheit war es oft der Fall, dass die Farbräume<br />

der Geräte zu klein waren, sodass keine<br />

Chance bestand, die „richtigen“ Farben zu treffen.<br />

Macht es unter diesen Gesichtspunkten Sinn,<br />

sich für Fernseher mit Sharps Quattron-Technik<br />

zu entscheiden?<br />

Absolut, aber dafür gibt es einen nachvollziehbaren<br />

Grund, der von Sharp bislang nicht richtig<br />

beworben wurde. Durch die neuen Energiesparverordnungen<br />

sind wir limitiert, was die Möglichkeiten<br />

der Bilderzeugung anbelangt, sodass<br />

wir mit möglichst geringer Energiezufuhr ein<br />

möglichst helles Bild erreichen müssen. Durch<br />

den zusätzlichen gelben Pixel der Quattron-Fernseher<br />

von Sharp können wir die Bildhelligkeit<br />

stark verbessern und gleichzeitig Energie einsparen.<br />

Wir arbeiten mit Sharp Industrial zusammen,<br />

die Videowalls auf der ganzen Welt installieren.<br />

Durch Quattron erzielen diese Displays ein deutlich<br />

helleres Bild, ohne die Energiebilanz negativ<br />

zu beeinflussen. Das Problem besteht allerdings in<br />

der Farbabstimmung, denn sämtliche Inhalte liegen<br />

im Komponentenfarbsystem vor, das vor der<br />

Bildausgabe in die RGB-Matrix konvertiert wird.<br />

Bei den Quattron-Fernsehern von Sharp muss<br />

ein zusätzlicher Schritt vollzogen werden, um von<br />

RGB zur RGB-Y-Matrix zu gelangen. Das macht<br />

die Bildabstimmung extrem anspruchsvoll und<br />

diese ist ein gutes Trainingsprogramm für jeden<br />

Kalibrierer. In den USA lieferte Sharp das Modell<br />

Elite mit einem ISF-Modus aus, der einen Farbabgleich<br />

über den sogenannten Blue-only-Modus<br />

erlaubt. Als wir über diesen Modus die Farben<br />

korrekt einstellten, sah das Ergebnis schrecklich<br />

aus. Wir haben einen halben Tag gebraucht, um<br />

zu verstehen, dass die Farbkalibrierung nach den<br />

bisherigen Mustern nicht funktioniert – deshalb<br />

weist der finale ISF-Modus auch keine solche<br />

Farbkorrektur auf, da diese mit der RGB-Y-Matrix<br />

schlichtweg nicht funktioniert.<br />

Ist es legitim, wenn Hersteller Bildqualität<br />

opfern, um die Effizienz bei der Bilddarstellung<br />

zu verbessern?<br />

Wir müssen in der Praxis immer Qualität und<br />

Effizienz berücksichtigen, weshalb uns sehr daran<br />

gelegen ist, für jeden Gebrauch eine Grundabstimmung<br />

zu finden: Eine sollte die Farben<br />

exakt treffen, eine andere kann möglichst helle<br />

Bilder mit verfälschten Farben bieten und auf<br />

einem anderen Speicherplatz ablegt werden. Das<br />

Problem ist allerdings: Für den sogenannten<br />

Shop-Modus, der die höchste Helligkeit erzielt,<br />

gibt es keine Vorgaben, sodass die Fernseher in<br />

Das THX-Logo geht auf den<br />

Lucasfilm-Gründer George Lucas<br />

zurück und steht stellvertretend für<br />

eine optimale Kinoklangqualität.<br />

Mittlerweile ist das THX-Logo auch<br />

im TV-Bereich zu finden, entsprechende<br />

Voreinstellungen sollen den<br />

ITU-Vorgaben hinsichtlich Farbtreue<br />

und Durchzeichnung besonders<br />

präzise Rechnung tragen.<br />

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Die HD-Bilddaten auf Blu-ray werden im Format YCbCr gespeichert: Neben einem Kanal für Helligkeitsinformationen<br />

gibt es zwei getrennte Kanäle für die Farbe. Um Speicherplatz zu sparen, stehen<br />

den Farbkanälen nur ein Viertel der Auflösung des Helligkeitskanals zur Verfügung.<br />

Blu-ray-Player können das YCbCr-Format in die RGB-Matrix<br />

wandeln und die niedrige Farbauflösung der Blu-ray kompensieren.<br />

Je exakter dies gelingt, desto schärfer erscheint das Bild.<br />

den Flächenmärkten komplett unterschiedliche<br />

Farben wiedergeben. Der Shop-Modus ist nur<br />

für den Verkauf gedacht, da sich die Hersteller<br />

gegenseitig bei der Brillanz der Bilder überbieten<br />

wollen und darauf haben wir keinen Einfluss. Bei<br />

den Kinomodi sieht die Sache glücklicherweise<br />

anders aus: Schaltet man Fernseher in den Kinomodus,<br />

verringert sich zwar die Helligkeit, aber<br />

die Bilder werden vergleichbarer, da die Hersteller<br />

versuchen, die ITU-Vorgaben zu erfüllen.<br />

Was halten Sie von Philips Ambilight?<br />

Für einen kleinen Fernseher halte ich Ambilight<br />

für eine exzellente Ergänzung, denn wenn die<br />

Leuchtfläche im Vergleich zum sichtbaren Bereich<br />

sehr klein ausfällt, kann es schnell ermüdend<br />

wirken, auf einen hellen Bildschirm zu blicken.<br />

Durch Ambilight verringert sich der Helligkeitsunterschied<br />

und die sichtbare Fläche vergrößert<br />

sich, was sehr angenehm ist. Mittlerweile bieten<br />

die <strong>TVs</strong> auch die Möglichkeit, die Ambilight-<br />

Farbe der Wandfarbe anzupassen, sodass immer<br />

gewährleistet wird, dass die Lichtfarbe mit dem<br />

Bildinhalt übereinstimmt.<br />

Lassen Sie uns über das Thema Bildgröße<br />

sprechen: Welche Bilddiagonale empfehlen Sie<br />

Ihren Kunden?<br />

Um diese Frage richtig zu beantworten, stellen<br />

wir zunächst die Frage, wo sich unsere Kunden<br />

im Kino platzieren. Natürlich gibt es Vorgaben<br />

was Auflösung und Sitzabstand anbelangt, aber<br />

letztendlich ändert sich durch den Abstand der<br />

„Fernseher auf Elektronikshows,<br />

ganz gleich ob von Panasonic,<br />

Samsung oder Sony, werden häufig<br />

mit übertriebenen Farben präsentiert,<br />

doch die Leute lieben es.“<br />

Sharps High-End-Fernseher namens Elite ist derzeit nur in den USA erhältlich und bietet eine echte <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung<br />

mit einzeln abschaltbaren Segmenten. Zudem kommt die Pixelmatrix Quattron zum Einsatz:<br />

Statt jeden Bildpunkt aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau zusammenzusetzen, werden diese über vier<br />

Subpixel in Rot, Grün, Blau und Gelb generiert.<br />

horizontale Blickwinkel dramatisch und die<br />

Sehgewohnheit kann bei jedem von uns unterschiedlich<br />

ausfallen. Ich nutze bei mir zuhause<br />

einen 90-Zoll-Fernseher, wer im Kino vorwiegend<br />

auf den letzten Sitzreihen Platz nimmt, für den<br />

könnte hingegen ein 50-Zoll-Fernseher infrage<br />

kommen. Natürlich spielen die Inhalte auch eine<br />

große Rolle: Kinofilme sind für große Bilddiagonalen<br />

wie geschaffen, da die Kameraführung darauf<br />

abgestimmt ist. Auch Rennspiele machen auf<br />

einem riesigen Fernseher unglaublich viel Spaß.<br />

Statt die Sache technisch anzugehen, müssen wir<br />

festhalten, dass Bildgröße höchst subjektiv ist und<br />

wir müssen versuchen, den Sehgewohnheiten des<br />

jeweiligen Konsumenten Rechnung zu tragen, um<br />

ihn nicht zu überfordern. Ein gutes Beispiel ist<br />

meine Frau: Im Gegensatz zu mir saß sie im Kino<br />

immer sehr weit hinten, ich verhältnismäßig weit<br />

vorn. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich sie über-<br />

Bilder: Panasonic, Sharp, Warner<br />

12 | 3.2013


Wer immer schon<br />

das Original wollte,<br />

sollte sich jetzt<br />

das Original leisten.<br />

Flachbildfernseher stellen das Bild im RGB-Modus dar, treten Sie ganz nah an Ihren Flachbildfernseher heran, können<br />

Sie die getrennten Kammern für die Grundfarben Rot, Grün und Blau mittels Lupe erkennen. Somit bieten Fernseher mit<br />

Full-HD-Auflösung nicht nur zwei Millionen Bildpunkte, sondern sechs Millionen Subpixel: Jeder Bildpunkt setzt sich<br />

aus den roten, grünen und blauen Subpixeln zusammen.<br />

zeugen konnte, ebenfalls weiter vorn zu sitzen,<br />

um mit ihr einen Film gemeinsam zu schauen.<br />

Große Bilddiagonalen sind generell nicht mehr<br />

aufzuhalten, oder?<br />

Ja, ich denke, dass die Verkaufszahlen von großen<br />

Bilddiagonalen über 50 Zoll weiterhin zunehmen<br />

werden, speziell hier in den USA sind die<br />

Verkaufszahlen der XXL-<strong>TVs</strong> sehr erfreulich.<br />

Allerdings ist dies je nach Region unterschiedlich,<br />

in Europa steigen die Verkaufszahlen von<br />

XXL-<strong>TVs</strong> bei weitem nicht so dramatisch wie bei<br />

uns. Allerdings gewöhnt man sich an die Bildgröße<br />

sehr schnell und wer anfangs dachte, ein<br />

42-Zoll-Fernseher sei groß genug, wird ein paar<br />

Jahre später vielleicht einen 50-Zoll-Fernseher<br />

als normal erachten – 42 Zoll wirkt dann im Vergleich<br />

sehr klein. In einem Best-Buy-Store hatten<br />

wir dazu einen Versuch gestartet: Wir platzierten<br />

zwei Fernseher von Sharp nebeneinander, einmal<br />

das Elite-Referenzmodell in 70 Zoll und einmal<br />

ein Mittelklasse-TV in 90 Zoll. Obwohl der Elite<br />

das deutlich bessere Bild zeigte, zog das 90-Zoll-<br />

Modell alle Blicke auf sich – von großen Bildern<br />

geht somit eine ungeheure Anziehungskraft aus,<br />

die sehr schlecht mit anderen Qualitätsfaktoren<br />

verglichen werden kann. Allerdings bringen steigende<br />

Bilddiagonalen auch Probleme mit sich, da<br />

Artefakte im Bild einfacher sichtbar sind.<br />

Mit Peter Jacksons „Der Hobbit“ kam der erste<br />

Film ins Kino, der besonders weiche Bildabläufe<br />

ohne Ruckler und Unschärfen zeigte. Sind Zwischenbildberechnungen<br />

ein probates Mittel, um<br />

diesen Look im Wohnzimmer nachzustellen?<br />

Die Frequenz auf 48 Bilder pro Sekunde zu erhöhen,<br />

ist ein Schritt in die richtige Richtung aber<br />

die beste Demo, die ich bislang gesehen habe, war<br />

eine BBC-Demo mit 300 Bildern pro Sekunde<br />

(lacht). Das Problem, das „Der Hobbit“ aufzeigt,<br />

ist, dass sich viele Kinogänger trotz der technisch<br />

gesehen besseren Bildschärfe, das 24p-Gefühl<br />

zurückgewünscht haben, denn es fällt uns allen<br />

schwer, wenn wir etwas Vertrautes verlieren. Dennoch<br />

unterstütze ich jeden Versuch, die Bildrate<br />

zu erhöhen und die Technik voranzutreiben, auch<br />

wenn ich persönlich zu den Kinofans gehöre, die<br />

auf das originale 24p-Kinofilmformat schwören.<br />

Mittlerweile werden in jedem Fernseher<br />

Zwischenbildberechnungen eingebaut, die aber<br />

nie wirklich funktionieren, d.h. neben störenden<br />

Artefakten, die durch eine fehlerhafte Berechnung<br />

erzeugt werden, erscheinen Kinofilme auch<br />

wie eine TV-Sendung, wir nennen diesen Effekt<br />

häufig Soap-Opera-Look. Und genau diesen<br />

künstlichen Look scheint niemand zu mögen,<br />

außer den Leuten, die die Fernseher bauen.<br />

Aber diese behaupten doch immer das Gegenteil:<br />

Erst wenn alle Ruckler im Bild durch die<br />

Zwischenbildberechnung ausgemerzt werden,<br />

erscheint das Bild natürlich.<br />

Für mich erscheint das Bild dadurch nicht<br />

natürlicher, denn schalte ich die Zwischenbildberechnung<br />

ein, wirkt das Bild plötzlich sehr<br />

„Sobald der Fernseher im<br />

Wohnzimmer läuft und ein Fußballspiel<br />

angeschaut wird, erkennt auch<br />

ein Laie, wenn z. B. der Rasen<br />

unnatürlich neongrün erscheint.“<br />

künstlich. Aber ich bin eben auch altmodisch und<br />

nostalgisch (lacht). Ich möchte Inhalte so präsentieren,<br />

wie sie produziert wurden und ich bin mit<br />

Kinofilmen aufgewachsen. Der 24p-Look gehört<br />

für mich einfach zu einem Kinofilm dazu.<br />

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smarten Preisen.“<br />

Ewald Schmidt<br />

Stefan Bock<br />

www.hdtvmagazin.com 13


Wo wir gerade bei altmodisch sind: 3D ist bei<br />

den meisten Konsumenten nicht gut angekommen<br />

und selbst die TV-Hersteller trauen sich<br />

kaum noch, das Thema zu bewerben – warum?<br />

Um es mit den Worten von Jeffrey Katzenberg<br />

zu sagen: Ich kenne niemanden, der einen Film<br />

mit Brille schauen möchte. Es ist eine sehr simple<br />

Aussage aber sie trifft den Kern: Bevor das Problem<br />

der 3D-Brille nicht gelöst ist, wird es auch<br />

keinen großen Erfolg im Wohnzimmer geben.<br />

In meinen Augen sind es aber vorrangig die<br />

fehlenden Inhalte, die den Siegeszug verhindern,<br />

denn mittlerweile wird nahezu jeder TV mit 3D<br />

angeboten. Das Problem aufseiten des Contents<br />

„Eine Lektion, die wir über 3D<br />

gelernt haben, ist: Unterschätze<br />

niemals James Cameron!“<br />

Sieht so die Fernsehzukunft aus? Fernseher mit 4K- bzw. Ultra-HD-Auflösung bieten mehr als 8 Millionen Bildpunkte<br />

und damit viermal so viel, wie aktuelle Full-HD-Flachbildfernseher. Um den Schärfevorteil zu sehen, muss die Bildgröße<br />

stark erhöht werden. In diesem Beispiel sitzen die Zuschauer knapp 2 Meter vor einem 84-Zoll-Fernseher.<br />

ist, dass es nicht sinnvoll ist, alles in 3D zu produzieren.<br />

Kennen Sie z.B. den Film „Silver Linings“?<br />

Wenn nicht, sollten Sie sich den Film unbedingt<br />

anschauen. Es handelt sich um eine Tragikomödie<br />

und der Film hatte ein sehr überschaubares<br />

Budget. Somit wäre es weder inhaltlich noch von<br />

der Investition her sinnvoll gewesen, diesen Film<br />

in 3D zu produzieren. Ein anderes Beispiel ist<br />

„The King‘s Speech“: Dieser Film hätte durch 3D<br />

in keiner Szene profitiert. Demgegenüber gab es<br />

bei „Prometheus“ Potenzial für 3D, das aber nach<br />

meiner Meinung nicht ausgeschöpft wurde. Im<br />

Gegensatz zu „Avatar“ hat mir „Prometheus“ in<br />

2D besser gefallen als in 3D.<br />

Dem kann ich nur hinzufügen, dass die 3D-<br />

Neuauflage von „Titanic“ sehr gelungen ist.<br />

Eine Lektion, die wir über 3D gelernt haben, ist:<br />

Unterschätze niemals James Cameron! Wenn<br />

sich jemand mit Talent dieser Sache annimmt,<br />

können erstaunliche Dinge entstehen. Fairerweise<br />

muss man aber hinzufügen, dass der Erfolg von<br />

„Avatar“ in 3D durch Hersteller wie Panasonic<br />

und Texas Instruments, die das 3D-Thema aktiv<br />

beworben haben, beflügelt wurde, denn als<br />

die Kinos für 3D umgerüstet wurden, war die<br />

Aufmerksamkeit hinsichtlich des Themas am<br />

größten. Und diese Messlatte zu überspringen,<br />

wird auch in Zukunft sehr schwer werden. Das<br />

Feedback, das ich erhalte, deckt sich mit meinen<br />

eigenen Erfahrungen: Obwohl 3D in vielen <strong>TVs</strong><br />

integriert ist, wird es nicht genutzt und die Brillen<br />

bleiben häufig unausgepackt in den Schachteln.<br />

Hinsichtlich des Kundeninteresses ist 3D somit<br />

eine große Enttäuschung. Am Ende bleibt es dabei,<br />

was Jeffrey Katzenberg aussprach: „Die Leute<br />

wollen keine 3D-Brillen, was wollt ihr dagegen<br />

machen?“<br />

kann Ihnen versichern, dass bislang niemand<br />

wirklich weiß, wie groß die Auswirkungen von<br />

4K sein werden. Was die Bezeichnung des neuen<br />

Standards betrifft: Sony verwendet derzeit sowohl<br />

die Bezeichnung 4K als auch Ultra HD, was<br />

natürlich viele Pressevertreter vollends verwirrt.<br />

Das Wall Street Journal hat deshalb schon getitelt:<br />

„Dieses neue Format ist so neu, dass noch nicht<br />

einmal die Branche weiß, welchen Namen es tragen<br />

soll.“ Für den High-End-Markt ist 4K bereits<br />

eine Bereicherung, so ist Sonys 4K-Projektor<br />

VPL-VW1000ES ein Erfolg, trotz des 20 000 Euro<br />

Preispunktes. Jeder Full-HD-Projektor hätte in<br />

diesem Preissegment große Schwierigkeiten, sich<br />

Nur auf den Werbebildern der Hersteller<br />

scheint 3D eine Bereicherung für das Wohnzimmer<br />

zu sein, in der Praxis interessiert sich<br />

kaum jemand für die neue Technik. Laut Joel<br />

Silver liegt das vor allem an den fehlenden<br />

attraktiven Inhalten. Zudem stimmt er mit<br />

Dreamworks-Mitbegründer Jeffrey Katzenberg<br />

überein, der sagte: „Die Leute wollen keine<br />

3D-Brillen, was wollt ihr dagegen machen?“<br />

überhaupt zu verkaufen. Was bei den Endverbrauchern<br />

ebenfalls gut ankommt, sind XXL-4K-<br />

<strong>TVs</strong> in 85 bis über 100 Zoll, denn in diesem Bereich<br />

gibt es anspruchsvolle Kunden, die sich an<br />

der Pixelstruktur der aktuellen Fernseher stören.<br />

Mit 4K werden diese praktisch „pixelfrei“. Zudem<br />

bin ich überrascht, wie gut die Konvertierung<br />

von Full-HD-Bildern in das 4K-Format klappt:<br />

Die Prozessoren und Verfahren sind deutlich<br />

leistungsfähiger als beim Umstieg von SD auf HD.<br />

Deshalb sehe ich in 4K großes Potenzial.<br />

Vielen Dank für das Gespräch. Das Interview<br />

führte Christian Trozinski.<br />

Eine neue Technologie steht dafür schon in den<br />

Startlöchern: Wird 4K bzw. Ultra HD der Standard<br />

der TV-Zukunft?<br />

Ich bin Mitglied der 4K-CEA-Gruppe und ich<br />

Bilder: Sony<br />

14 | 3.2013


Ihre Lieblingsserie läuft –<br />

und Sie stehen im Stau?<br />

Er nimmt auf!<br />

Die iCord ® -Receiver von Humax:<br />

Passen auf, damit Sie nichts verpassen!<br />

<strong>HDTV</strong>-Receiver* – empfangen alle herkömmlichen (SD) und<br />

hochaufl ösenden Fernsehprogramme (<strong>HDTV</strong>)<br />

Twin Tuner: Ein Programm live anschauen, bis zu zwei Sendungen<br />

parallel aufzeichnen<br />

Timeshift-Funktion für zeitversetztes Fernsehen: Sie können eine<br />

laufende Sendung anhalten und bis zu 90 Minuten pausieren<br />

Elektronischer Programmführer (EPG) mit bis zu 14 Tagen<br />

Programmvorschau<br />

Mit integriertem digitalen<br />

Videorecorder<br />

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Mehr als Fernsehen


Eigentlich sollten die<br />

Werte für Rot, Grün<br />

und Blau über alle<br />

Helligkeitsstufen hinweg<br />

nahe der 100 % liegen.<br />

Stattdessen zeigt die<br />

Messung einen deutlichen<br />

Blauüberschuss<br />

und das Bild wirkt zu<br />

kühl. Diese Abstimmung<br />

wird häufig gewählt,<br />

um die maximale Bild-<br />

helligkeit zu erzeugen:<br />

Die verbauten <strong>LED</strong>s<br />

erzeugen von Haus aus<br />

ein zu kühles Licht.<br />

Statt einer schwer interpretierbaren<br />

Kurve zeigt<br />

die Calman-Software<br />

die Helligkeitsverteilung<br />

im Bild per<br />

gerader Linie an. Der<br />

Sollwert liegt bei 2,2,<br />

der Samsung-TV liegt<br />

im Schnitt bei 2,8.<br />

Dadurch werden Details<br />

in dunklen Bereichen<br />

verschluckt. Dieser Trick<br />

wird häufig angewendet,<br />

um das Bild kontraststärker<br />

wirken zu lassen.<br />

Werden Sie zum Experten!<br />

Das nächste ISF-Training in deutscher<br />

Sprache findet vom 26. bis 28.<br />

Mai in Aalen statt. Anmeldung über:<br />

info@imagingscience.eu<br />

Original oder Fälschung?<br />

Um einen Kinofilm so zu genießen, wie es im Kino üblich ist,<br />

muss der Heimkinofan oft zu Tricks und Kniffen greifen, um das<br />

Optimum aus seiner Technik herauszuholen. Denn die meisten<br />

Hersteller liefern ihre Geräte zwar mit mehreren Bildmodi aus, richtig<br />

perfekt gelingt der Bildabgleich ab Werk aber nur selten. Am Beispiel des<br />

Samsung UE46F8090 soll der Unterschied zwischen dem Standard- und<br />

dem kalibrierten Kinomodus gezeigt werden. Hierbei haben wir einzig die<br />

Standardparameter abgeglichen, die Sie zu Hause auch ohne teure Messtechnik<br />

mittels Testbilder überprüfen können. Wichtig hierbei ist, dass Sie für<br />

jeden Einstellungspunkt die passende Sequenz wählen. In unserem Beispiel<br />

sehen Sie eine Testbild der Firma Burosch, das Sie unter www.burosch.de<br />

herunterladen können.<br />

ROGER VOGEL<br />

Das Farbdreieck gibt<br />

einen guten Anhaltspunkt<br />

darüber, wie<br />

genau die Farben dem<br />

Standard ITU-R BT.709<br />

entsprechen, der für Bluray-<br />

und <strong>HDTV</strong>-Inhalte<br />

gilt. Im Standardmodus<br />

zeigt der Samsung-Fernsehern<br />

deutliche Abweichungen<br />

bei Magenta<br />

und Cyan, auch ist der<br />

Weißpunkt vergleichsweise<br />

unpräzise.<br />

16 | 3.2013


Die Farbbalance über<br />

alle Helligkeitsstufen<br />

hinweg hat sich spürbar<br />

verbessert, eine Farbverschiebung<br />

im Bild ist<br />

kaum noch erkennbar.<br />

Allerdings sorgt die Kalibrierung<br />

für einen deutlichen<br />

Helligkeitsabfall:<br />

Nicht selten müssen Sie<br />

30 Prozent Helligkeitseinbußen<br />

hinnehmen,<br />

wenn der Bildeindruck<br />

normgerecht erscheinen<br />

soll.<br />

Neben der Farbbalance<br />

konnte auch die<br />

Gammadarstellung<br />

verbessert werden. Auch<br />

wenn leichte Schwankungen<br />

vorhanden sind,<br />

so erscheinen dunkle<br />

Szenen wesentlich differenzierter<br />

und Details<br />

sind leichter erkennbar.<br />

Je nach Raumhelligkeit<br />

sollte die Gamma leicht<br />

unterschiedlich abgestimmt<br />

werden, Bereiche<br />

von 2,0 bis 2,4 sind hier<br />

praxistauglich.<br />

Sämtliche gemessenen Werte haben wir durch die Software Calman visualisiert, für die Farb- und Helligkeitsmessungen kam unser hochpräziser Messkopf der Firma Konica Minolta<br />

zu Einsatz. Weitaus wichtiger als alle Technik ist allerdings ein erfahrener Techniker, der die Messwerte interpretieren kann.<br />

Nach der Kalibrierung<br />

ist das Ergebnis eine<br />

wahre Wohltat für die<br />

Augen. Die Abweichungen<br />

sind nur noch<br />

minimal sichtbar. Für<br />

den perfekten Farbeindruck<br />

gilt es allerdings<br />

nicht nur das Farbdreieck,<br />

sondern auch<br />

die Helligkeitswerte<br />

der Farben im Blick zu<br />

behalten – die Calman-<br />

Software ist hierbei eine<br />

große Unterstützung.<br />

Die Calman-Software<br />

erleichtert die Kalibrierung<br />

durch eine auf den<br />

Nutzer zugeschnittene<br />

Benutzeroberfläche<br />

und eine praxisgerechte<br />

Darstellung sämtlicher<br />

Werte. Ohne Messsensor<br />

geht aber auch hier<br />

nichts, weshalb dieser<br />

gleich mitbestellt werden<br />

kann. Zudem ist ein<br />

Testbildgenerator erhältlich.<br />

Das Rundumsorglospaket<br />

kostet rund<br />

7 000 Euro.<br />

www.hdtvmagazin.com 17


Flachbildfernseher mit Mehrwert<br />

Im Frühjahr erblüht nicht nur die Natur,<br />

sondern auch das Technikangebot für das<br />

Wohnzimmer. Die neue Flachbildgeneration<br />

will noch benutzerfreundlicher, noch<br />

energiesparender und noch umfassender<br />

unterhalten. Mit den Mittelklassemodellen von<br />

Metz, Panasonic, Philips und Samsung testen<br />

wir gleich vier vielversprechende Smart-<strong>TVs</strong>.<br />

Es ist so eine Sache mit dem jährlichen Erscheinungsrhythmus<br />

neuer Fernseher: Einerseits sind<br />

Weiterentwicklungen klar erkennbar, andererseits<br />

scheint im Wettstreit um möglichst hohe<br />

Zahlen das Kundeninteresse nur noch zweitrangig<br />

zu sein. So prangen auf den Fernsehern<br />

Hertz-Angaben von 200, 700, 1 000 und sogar<br />

1 600 Hertz, die mit der Realität nichts zu tun<br />

haben. Im Test stellte sich schnell heraus, dass<br />

drei von vier Fernseher nur auf 100-Hertz-<br />

Technologien basieren, ein einziges Modell bot<br />

echte 200 Hertz. Auch im Bereich der Kontrastangabe<br />

ist Vorsicht geboten: Messtechnisch<br />

erreichen die <strong>LED</strong>-LCDs Kontraste von 1 000 : 1<br />

bis 4 000 : 1, die Herstellerangaben dringen<br />

dagegen in Millionenbereiche vor. Marketingtechnisch<br />

ähnlich spektakulär, aber näher<br />

am Kunden sind die integrierten Smart-TV-<br />

Funktionen. Gleich drei Hersteller integrieren<br />

Doppeltuner für alle Empfangswege, sodass<br />

Sie zwei Programme gleichzeitig schauen oder<br />

während einer Programmaufnahme auf einen<br />

anderen Sender wechseln können. Integrierte<br />

Kameras zur Videotelefonie und Mikrofone zur<br />

Sprachsteuerung verwandeln die Fernseher zur<br />

scheinbar perfekten Unterhaltungsplattform.<br />

Natürlich haben wir jede Funktion auf Herz und<br />

Nieren getestet: Kontrolle ist bekanntlich besser<br />

als blindes Vertrauen.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI, DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Der <strong>LED</strong>-Energiespartrick<br />

Erst im Wärmebild erkennt man die unterschiedlichen Ausleuchtungsverfahren. Alle getesteten Hersteller setzen auf eine indirekte <strong>LED</strong>-Beleuchtung, bei der die Leuchtdioden<br />

vom Rahmen her Richtung Bildmitte strahlen. Panasonic (Bild 1) und Metz (Bild 2) setzen auf <strong>LED</strong>s am linken Bildrand, Philips (Bild 3) verteilt die <strong>LED</strong>s dagegen an der Unterkante.<br />

Den höchsten Stromverbrauch im Test weist Samsungs Modell (Bild 4) auf, der Grund: Statt nur einer <strong>LED</strong>-Leiste installiert Samsung zwei, eine an jeder Bildseite.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />

18 | 3.2013


Samsung UE46F8090<br />

117 cm<br />

Preis: 2 099 Euro, Maße (B × H × T): 103,3 × 63,4 × 3,5 cm, Gewicht: 14 kg, Auflösung: 1 920 × 1 080 Pixel, Tuner: DVB-C (2 × ), DVB-S2 (2 ×), DVB-T (2 ×),<br />

WLAN: integriert, 3D: Shutter-Verfahren, Stromverbrauch: 139 Watt<br />

Samsung lässt den Rahmen der neuen<br />

F8090-Serie noch filigraner als im Vorjahr<br />

erscheinen und es entsteht der Eindruck<br />

eines schwebenden Bildes. Durch den nach<br />

hinten geschwungenen Standfuss erscheint der<br />

Flachbild-TV zudem eleganter denn je. Gut versteckt<br />

wurde die integrierte Kamera, die ab sofort<br />

im oberen Rahmen verschwindet und nach<br />

einem leichten Druck aus dem Gehäuse fährt.<br />

Vor dem Fernseher genügt ein kurzer Wink mit<br />

der Hand und die Bewegungssteuerung wird<br />

aktiviert. In diesem Modus können Sie einen<br />

Mauspfeil steuern und durch die Menüs navigieren.<br />

Das funktioniert trotz einiger Verzögerung<br />

gut, solange im Wohnzimmer ausreichend Licht<br />

vorhanden ist. Galant: Durch die geschmeidig<br />

animierte Fensterstruktur des Startbildschirms<br />

navigieren Sie lässig mit einem Wink. Zusätzlich<br />

kann der UE46F8090 über Sprachbefehle gesteuert<br />

werden. Hier tritt die beiliegende Zweitfernbedienung<br />

auf den Plan und auf Knopfdruck<br />

treten Sie mit dem Fernseher in den Dialog.<br />

Neuerdings versteht sich Samsungs Smart-TV<br />

nicht nur auf einzelne Befehle, sondern kann<br />

bis zu einem gewissen Grad auch gesprochene<br />

Sätze erkennen. Der Ausspruch „ZDF aufzeichnen“<br />

hat die Frage „Welche Sendung wollen Sie<br />

aufzeichnen?“ des Flachbildfernsehers zur Folge.<br />

Am unteren Bildschirmrand werden daraufhin<br />

Sendungen des ZDF mit einer Nummer<br />

versehen, durch deren Nennung der Fernseher<br />

die Aufnahme startet. Auch bei der Nutzung<br />

des vorinstallierten Browsers möchte man die<br />

Kombination aus Sprach-, Bewegungssteuerung<br />

und der Touch-Fernbedienung nicht mehr missen,<br />

denn die Bedienung des Smart-<strong>TVs</strong> geht so<br />

wirklich gut von der Hand. Bei Bedarf kann der<br />

Fernseher auch über die Samsung-Remote-App<br />

gesteuert werden und besitzen Sie ein aktuelles<br />

Samsung-Galaxy-Mobilgerät, kann sogar<br />

die laufende Sendung auf das mobile Display<br />

übertragen werden. Außergewöhnlich: Selbst<br />

kopiergeschützte Programminhalte oder Bilder<br />

des angeschlossenen Blu-ray-Players werden<br />

gestreamt.<br />

Fernseher denkt mit<br />

Um die Funktionsvielfalt übersichtlich zu<br />

präsentieren, hat Samsung die Smart-TV-<br />

Oberfläche grundlegend überarbeitet. Statt eines<br />

überladenen Hauptbildschirms begrüßen Sie<br />

fünf einzelne bildschirmfüllende Fenster, die<br />

thematisch geordnet die verschiedenen Funktionalitäten<br />

darbieten. So gibt es zum einen den<br />

klassischen TV-Bildschirm, in dem die laufende<br />

Sendung eingebettet ist. Hier können Sie zum<br />

Beispiel Aufnahmen programmieren, die dann<br />

auf einem angeschlossenen USB-Datenträger<br />

Sehr schön: Die integrierte Kamera<br />

zur Videotelefonie verschwindet durch<br />

sanften Druck im Gehäuse.<br />

Doppeltuner für<br />

alle Empfangswege<br />

bietet auch<br />

Samsung, leider<br />

aber nur eine CI-<br />

Schnittstelle.<br />

www.hdtvmagazin.com 19


landen. Zudem wartet der Smart-TV an dieser<br />

Stelle mit Vorschlägen zu Sendungen auf, die<br />

Ihrem Geschmack entsprechen: Je länger Sie<br />

den UE46F8090 nutzen, umso besser kann der<br />

Fernseher Ihre Sehgewohnheiten einschätzen<br />

und entsprechende Empfehlungen anbieten.<br />

An diesem Punkt kommt auch die ausfahrbare<br />

Kamera ins Spiel, die mittels Gesichtserkennung<br />

den Zuschauer registriert und postwendend die<br />

persönliche Oberfläche aufruft. Das Musik-,<br />

Foto- und Videofenster gewährt indes Zugriff<br />

auf eigene Medien; dabei spielt es keine Rolle,<br />

ob diese sich auf einem angeschlossenen USB-<br />

Speicher, im Netzwerk auf einer Festplatte oder<br />

einem Computer befinden. An dieser Stelle wurden<br />

im Test alle gängigen Formate erkannt und<br />

auch hochauflösende Filme im MKV-Container<br />

wurden ruckelfrei vom USB-Speicher abgespielt<br />

und über das Netzwerk gestreamt. Die Menüführung<br />

ist ultraflüssig und alle Funktionen lassen<br />

sich nahezu ohne Wartezeit aufrufen. Das ist in<br />

erster Linie auf den verbauten leistungsstarken<br />

Prozessor zurückzuführen. Vorjahresmodelle<br />

von Samsung können Sie über ein Nachrüstkit<br />

kompatibel zur neuen Oberfläche machen.<br />

nutzt werden. Die Darstellung lässt sich in dieser<br />

Betriebsart umfangreich anpassen und es werden<br />

sogar zwei HD-Quellen nebeneinander dargestellt.<br />

Die Sendersuche dauert dank einer vorliegenden<br />

Kanalliste nur wenige Sekunden und auf<br />

Wunsch landen die HD-Sender im vorderen Teil<br />

der Programmliste. Selbstverständlich kann der<br />

Edge-<strong>LED</strong>-LCD mit CI-Plus-Modulen umgehen<br />

und so werden etwa die privaten HD-Sender<br />

verlässlich entschlüsselt. Eine Einschränkung<br />

gibt es dennoch: Aufgrund nur einer CI-Schnittstelle<br />

können zwei kopiergeschützte Sender trotz<br />

Twin-Tuner nicht gleichzeitig decodiert werden.<br />

Ein Druck auf die rote Taste der Fernbedienung<br />

startet die multimedialen Inhalte des HbbTV-<br />

Standards; auch an dieser Stelle geht der Abruf<br />

flink vonstatten. Den dafür nötigen Kontakt zum<br />

Internet nimmt der UE46F8090 dank internem<br />

WLAN-Modul kabellos auf. Fortan stehen Ihnen<br />

neben dem bereits angesprochenen Browser<br />

noch unzählige weitere Apps zur Verfügung.<br />

Soziale Netzwerke wie etwa Facebook sind nur<br />

einen Klick entfernt und verschiedene Video-on-<br />

Demand-Anbieter, wie etwa Maxdome, buhlen<br />

um die Aufmerksamkeit des Zuschauers.<br />

Zweimal empfangen<br />

Im TV-Betrieb wartet der UE46F8090 mit<br />

Doppeltunern für alle Empfangswege auf und<br />

so können etwa zwei Fernsehsendungen parallel<br />

via DVB-C, DVB-<br />

S2 und DVB-T<br />

aufgezeichnet<br />

werden. Zudem ist<br />

es möglich, während<br />

einer Aufzeichnung<br />

umzuschalten und<br />

auch die Bild-in-<br />

Bild-Funktion kann<br />

so noch flexibler ge-<br />

Die Zweitfernbedienung (rechts) erleichtert durch das<br />

Touchpad und Mikrofon die Smart-TV-Navigation.<br />

Einstellungseldorado für Profis<br />

Nach erfolgter Einstellung fällt sogleich die authentische<br />

Farbdarstellung auf. So werden Bilder<br />

unverfälscht und ohne Farbstich abgebildet.<br />

Im Ausgangszustand tendiert der Fernseher<br />

„Auch bei korrekten Farben zeigt der<br />

UE46F8090 eine tolle Helligkeit und<br />

der pechschwarze Kontrastfilter sorgt<br />

für optimale Kontraste bei Tageslicht.“<br />

hingegen zu einem leicht zu warmen Grundton<br />

und violetten Hauttönen, die sich im komplexen<br />

Menü aber in Sekundenschnelle ausgleichen<br />

lassen. Wollen Sie hingegen schnellstmöglich<br />

zu einem guten Ergebnis gelangen, so empfiehlt<br />

sich der Filmmodus – meiden Sie in jedem Fall<br />

die Voreinstellungen Standard, Natürlich und<br />

Dynamik! Fernab der möglichen Einflussnahme<br />

durch den Nutzer gestaltet sich die Bildqualität<br />

bei seitlicher Betrachtung unterdurchschnittlich:<br />

Farben und dunkle Bildbereiche bleichen<br />

aus und der Bildeindruck erscheint deutlich<br />

zu kühl. Abhilfe schafft hier einzig die richtige<br />

Platzierung des Fernsehers: Nur auf Augenhöhe<br />

und frontal positioniert, überzeugen die Bilder<br />

des UE46F8090 durch ihre Natürlichkeit. Beim<br />

Kontrast rangiert der UE46F8090 im soliden<br />

Mittelfeld. Zwar verbaut Samsung als einziger<br />

Hersteller im Testfeld gleich zwei <strong>LED</strong>-Leisten<br />

(eine an jeder Bildseite), doch können die <strong>LED</strong>s<br />

nicht getrennt angesteuert werden. Im Gegensatz<br />

zum 75-Zoll-Koloss der ES9090-Serie, der<br />

eine differenzierte <strong>LED</strong>-Ansteuerung bietet,<br />

können Sie beim UE46F8090 nur die Funktion<br />

„Kinoschwarz“ aktivieren. Hierbei reduziert der<br />

Fernseher nicht etwa nur, wie vom Hersteller<br />

beworben, die Helligkeit der schwarzen Kinobalken,<br />

sondern beeinflusst das gesamte Bild. In<br />

der Maximaleinstellung wirken Hauttöne zu grell<br />

und Details brennen förmlich aus. Messtechnisch<br />

kommt das verbaute Panel zwar auf einen<br />

hohen Kontrastwert, in Filmen mit durchgängig<br />

dunklen Szenen, wie etwa „Harry Potter 7.2“,<br />

kann Samsungs <strong>LED</strong>-LCD durch die grobe<br />

<strong>LED</strong>-Ansteuerung aber kaum punkten. Somit<br />

müssen Sie, um eine Aufhellung in dunklen<br />

Szenen zu vermeiden und die leicht fleckige<br />

Ausleuchtung (<strong>LED</strong>s leuchten sichtbar aus den<br />

Bildecken) zu kaschieren, die Hintergrundbeleuchtung<br />

umständlich selbst anpassen. Einen<br />

guten Kompromiss aus Helligkeit und Kontrast<br />

bietet der Einsatz des Lichtsensors, denn durch<br />

die Vorgabe der Mindesthelligkeit passt der<br />

Fernseher die Bildbrillanz vollautomatisch dem<br />

Umgebungslicht an, ohne, dass das Bild zu dunkel<br />

erscheint. Ein Lob verdient sich Samsung für<br />

die gesteigerte Bildbrillanz: Auch bei korrekten<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Samsung<br />

20 | 3.2013


Sämtliche Anschlüsse verschwinden hinter einer Blende,<br />

solange kein CI-Modul installiert wird, denn dieses verhindert<br />

die Anbringung der Abdeckung. Optisch genial<br />

ist der neue Standfuß, drehbar ist das Display aber nicht.<br />

Farben zeigt der UE46F8090 eine tolle Helligkeit<br />

und der pechschwarze Kontrastfilter sorgt für<br />

optimale Kontraste bei Tageslicht. Die Durchzeichnung<br />

gelingt nahezu vorbildlich und in<br />

dunklen Bereichen werden Details nicht unterschlagen.<br />

Größere Verluste sind im Tonbereich<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Bildmodus<br />

Film<br />

Hintergrundbel. 20<br />

Kontrast 100<br />

Helligkeit 45<br />

Schärfe 30<br />

Farbe 50<br />

Farbton<br />

G50 R50<br />

Bildformat<br />

Bildanpassung<br />

Experteneinstellungen<br />

Optimal Kontrast Aus<br />

Schwarzton<br />

Aus<br />

Hautton<br />

Aus<br />

Nur RBG-Modus Aus<br />

Farbraum<br />

Auto<br />

Weißabgleich Offset R/G/B: 22/25/23,<br />

Gain R/G/B: 12/25/20<br />

10P Weißabgleich Aus<br />

Gamma 0<br />

Bildoptionen<br />

Farbton<br />

Digital aufbereiten<br />

MPEG-Rauschfilter<br />

HDMI-Schwarzp.<br />

Motion Plus<br />

<strong>LED</strong> Clear Motion<br />

Kinoschwarz<br />

Warm2<br />

Aus oder Auto<br />

Aus<br />

Gering<br />

Benutzerdefiniert,<br />

Unschräfeminderung: 10,<br />

Judder-Minderung: 0-4<br />

Ein<br />

Aus oder Niedrig<br />

zu verzeichnen: Samsung versucht zwar durch<br />

eine clevere Abstimmung den Eindruck von<br />

Tiefton zu erwecken, im Vergleich mit potenten<br />

Fernsehlautsprechern klingt der UE46F8090<br />

aber blecherner und undifferenzierter.<br />

Echte 200 Hertz<br />

Die Bildschärfe bewegt sich auf Referenzniveau<br />

und dank der regelbaren Zwischenbildberechnung<br />

erscheinen Kinofilme entweder authentisch<br />

oder mit butterweichen Kameraschwenks. Als<br />

einziger Fernseher bot Samsungs Modell eine<br />

echte 200-Hertz-Qualität, wobei die pulsierende<br />

<strong>LED</strong>-Beleuchtung das Schärfeniveau auf<br />

400-Hertz-Niveau anhebt, einzig in dunkleren<br />

Szenen sind noch leichte Nachzieher erkennbar.<br />

Infolge der Bildberechnung steigt die Eingabeverzögerung,<br />

Videospiele bleiben aber kontrollierbar.<br />

Bei der Aufarbeitung von SD-Material<br />

leistet sich der UE46F8090 keine Patzer und<br />

„Umso länger Sie den UE46F8090 nutzen,<br />

umso besser kann der Fernseher<br />

Ihre Sehgewohnheiten einschätzen.“<br />

neben der Skalierung auf die Full-HD-Auflösung<br />

fügt der Vollbildkonverter Videomaterial zu<br />

flimmerfreien Vollbildern zusammen, einzig<br />

Filmsequenzen einer DVD können etwas unruhig<br />

wirken, wenn die Zuspielung nicht in 1 080p<br />

erfolgt. Letztlich konnte auch die Rauschreduktion<br />

im Test punkten, denn die Herangehensweise<br />

entfernt Bildfehler, ohne dabei Details zu stark<br />

zu verschlucken. Als unnötig erweist sich der<br />

Zwangsbeschnitt von SD-Signalen: Die Formateinstellung<br />

lässt hier kein Vollbild zu. Zwiespältig<br />

fällt das Urteil zur 3D-Wiedergabe aus:<br />

Neben der konkurrenzlosen Schärfe in bester<br />

Full-HD-Auflösung und einer überzeugenden<br />

Helligkeit zeigen sich leider Doppelkonturen.<br />

Die akkubetriebenen Brillen sind federleicht und<br />

die Signale werden über Bluetooth störungsfrei<br />

übertragen, aber die aktiv angesteuerten Gläser<br />

flimmern bei Umgebungslicht.<br />

Erfolgskonzept<br />

Samsung ist mit dem UE46F8090 der Konkurrenz<br />

in vielen Bereichen einen Schritt voraus<br />

und ganz gleich, von welcher Seite Sie den Fernseher<br />

betrachten, der UE46F8090 ist immer ein<br />

Blickfang. Wäre der Ton etwas satter und würde<br />

der Fernseher die Bildleistung des letztjährigen<br />

Modells ES9090 erreichen, der Testsieg wäre<br />

Samsung sicher gewesen. So ist der UE46F8090<br />

eine gelungene Evolution eines erfolgreichen<br />

TV-Konzepts, das im Multimedia- und Designbereich<br />

alle Register zieht.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Scharfe, brillante Bilder mit natürlichen Farben<br />

+ Doppeltuner, Bild-in-Bild-Funktion<br />

+ Flinkes Smart TV, Funktionen nachrüstbar<br />

+ Tolles Design, Sprach- und Gestensteuerung<br />

Was uns stört<br />

– Bei seitlicher Betrachtung nimmt Bildqualität ab<br />

– Schwarzdarstellung, Ausleuchtung nicht optimal<br />

– Leicht blecherne Tonwiedergabe<br />

– Nur eine CI-Schnittstelle<br />

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Philips 47PFL7108K<br />

120 cm<br />

Preis: 1 599 Euro, Maße (B × H × T): 106,4 × 69,6 × 3,3 cm, Gewicht: 15,1 kg, Auflösung: 1 920 × 1 080 Pixel, Tuner: DVB-C, DVB-S2, DVB-T,<br />

WLAN: integriert, 3D: Polfilterverfahren, Stromverbrauch: 92 Watt<br />

Elegant und raffiniert: Philips lässt den<br />

Rahmen nahezu verschwinden und<br />

verstärkt durch den reduzierten Standfuß<br />

den grazilen Designanspruch. Technisch wurde<br />

aufgestockt: Dank der Tastaturfernbedienung<br />

lockt der Smart-TV mit einer bequemen<br />

Internetbedienung und das dreiseitig nach<br />

hinten abstrahlende Ambilight lässt jeden<br />

anderen Fernseher blass erscheinen. Die neue<br />

7000er-Serie kommt im gediegenen Silber-<br />

Schwarz (PFL7008) oder bildschönen Weißton<br />

(PFL7108) daher und durch den hauchdünnen<br />

Rahmen schwebt das Bild förmlich im Raum.<br />

Aufgrund der flachen Bauweise können Sie den<br />

Fernseher problemlos an einer Wand befestigen,<br />

allein das nach hinten abstehende Netzwerkkabel<br />

erschwert diese Montageart, alle anderen<br />

Anschlüsse gehen entweder seitlich oder nach<br />

unten ab. Erstmals integriert Philips im 7000er-<br />

Modell das dreiseitig abstrahlende Ambilight.<br />

Dadurch erzeugt der Fernseher ein farbliches,<br />

zum Bildinhalt passendes Umgebungslicht, was<br />

das empfundene Bild vergrößert und gerade<br />

in den Abendstunden für eine angenehme<br />

Rundumbeleuchtung sorgt. Das Ambilight lässt<br />

sich nicht nur in der Intensität und Dynamik,<br />

sondern auch auf Ihre Wandfarbe abstimmen,<br />

sodass der Gesamteindruck immer stimmig erscheint.<br />

Schade, dass der Fernseher Kinofilme im<br />

21 : 9-Format nicht richtig auf die 16 : 9-Bildfläche<br />

vergrößern kann, um die schwarzen Balken<br />

auzublenden – so klafft in Filmen immer eine<br />

Lücke zwischen dem Bildinhalt und dem Ambilight.<br />

Trotz der filigranen Bauweise findet sich<br />

im unteren Teil des Rahmens eine gut sichtbare<br />

Kamera, die zur hochauflösenden Videotelefonie<br />

via Skype genutzt werden kann. An dieser Stelle<br />

hätten wir uns eine dezentere Lösung gewünscht,<br />

die im Rahmen verschwindet. Den Kontakt zum<br />

weltweiten Datennetz nimmt der 47PFL7108K<br />

über Kabel oder das interne WLAN-Modul auf.<br />

Beste Internetsteuerung<br />

Philips’ Smart-TV trumpft mit umfangreichen<br />

Internetfunktionen, Online-TV-Apps und einem<br />

großzügig gefüllten Internetvideoarchiv inklusive<br />

der Beiträge aus den Mediatheken verschiedener<br />

Sender auf. Mit Maxdome und Acetrax<br />

sind mehrere Video-on-Demand-Anbieter an<br />

Bord und der Abruf eines Blockbusters gelingt<br />

mittels Smart-TV-Payment-App komfortabel: Sie<br />

müssen Ihre Bezahldaten nur einmal eingeben<br />

und das lästige Anmelden bei den verschiedenen<br />

Video-on-Demand-Portalen entfällt. Neben<br />

einer Youtube-Anwendung (leider nicht in HD)<br />

findet sich im Smart-TV-Bildschirm auch ein<br />

Browser, über den Sie Internetseiten ansteuern<br />

können. Als einziger Hersteller im Test legt<br />

Ambilight: Die nach hinten abstrahlenden<br />

<strong>LED</strong>s erzeugen einen zum Bild<br />

passenden Lichtschimmer.<br />

Die integrierte Kamera lässt<br />

Sie ohne Umschweife die Videotelefonie<br />

Skype auskosten.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips<br />

22 | 3.2013


Philips dem Fernseher eine optimal abgestimmte<br />

Fernbedienung für die Internetnavigation bei.<br />

So finden Sie auf der Rückseite eine vollwertige<br />

Tastatur, drehen Sie die Fernbedienung, ist die<br />

Tastatur deaktiviert und Fehleingaben werden<br />

ausgeschlossen. Die Mauszeigersteuerung klappt<br />

über die berührungsempfindliche OK-Taste und<br />

dank der Bewegungssensoren folgt der Mauszeiger<br />

Ihren Handbewegungen. Leider gestaltet sich<br />

die Bedienung abseits der Smart-TV-Oberfläche<br />

weit weniger flüssig und etwa die Navigation zu<br />

den Bildeinstellungen ist eine ziemlich ruckelige<br />

Angelegenheit. Bleibt zu hoffen, dass Philips<br />

diesen Umstand im Laufe des Lebenszyklus<br />

des Fernsehers über eine Aktualisierung der<br />

Software aus der Welt schaffen kann. Erfreulich:<br />

Unser Testmodell lief absolut stabil und Abstürze<br />

traten weder im TV- noch im Internetbetrieb<br />

auf. Multimedial gibt sich der 47PFL7108K sehr<br />

offen und spielt alle gängigen Medienformate,<br />

wie etwa hochauflösende Videos im MKV-Container,<br />

flüssig ab. Dies gelingt sowohl von einem<br />

USB-Datenträger als auch direkt als Stream über<br />

das Heimnetzwerk. Ab sofort versteht sich die<br />

7000er-Serie auf den Miracast-Standard: Das<br />

Android-Pendant zu Apples Airplay ermöglicht<br />

es, den Bildinhalt eines kompatiblen mobilen<br />

Gerätes 1:1 auf dem Flachbildfernseher abzubilden.<br />

Auch die Wi-Fi-Smart-Screen-Funktion<br />

ist wieder nutzbar, über die Sie das laufende<br />

Mit der beiliegenden Tastaturfernbedienung sind Sie<br />

bestens für alle TV- und Internetaufgaben gerüstet.<br />

TV-Programm auf ein Tablet streamen können.<br />

Ab Sommer dieses Jahres ermöglicht es ein Softwareupdate,<br />

dass der Fernseher sämtliche Inhalte<br />

über das Netzwerk an ein Zweitgerät verteilt<br />

(Fernseher agiert als Server).<br />

HD-Empfang inklusive<br />

Für den allumfassenden Fernsehempfang steht<br />

jeweils ein Empfangsteil für digitales Kabel-, Satelliten-<br />

und Antennenfernsehen zur Verfügung<br />

und der CI-Plus-Schacht garantiert eine erfolgreiche<br />

Entschlüsselung der privaten HD-Sender.<br />

Der komplette Suchlauf im Satellitenbetrieb<br />

nimmt jedoch mehr als eine halbe Stunde in<br />

Anspruch. Dafür werden die HD-Sender auf den<br />

vorderen Programmplätzen abgelegt und eine<br />

Neusortierung ist nicht unbedingt vonnöten.<br />

Darüber hinaus werden die einzelnen Kanäle<br />

mit hübsch anmutenden Programmlogos in der<br />

Listenansicht präsentiert. Aufnahmen lassen<br />

sich bequem aus der elektronischen Programmzeitschrift<br />

programmieren oder starten auf<br />

„Als einziger Hersteller im Test legt<br />

Philips dem Fernseher eine optimal<br />

abgestimmte Fernbedienung für die<br />

Internetnavigation bei.“<br />

Knopfdruck – mangels Doppeltuner wird ein<br />

Umschalten während einer Programmaufzeichnung<br />

aber unterbunden. Die Daten landen auf<br />

einem externen USB-Speicher und natürlich<br />

kann die laufende TV-Sendung auch via Time-<br />

Shift-Funktion pausiert werden. Schmerzlich<br />

vermisst haben wir eine Bild-in-Bild-Funktion,<br />

die bei anderen TV-Herstellern mittlerweile zum<br />

Standard gehört.<br />

Aus allen Blickwinkeln<br />

Bereits in der Filmvoreinstellung glänzt der<br />

Edge-<strong>LED</strong>-LCD mit einer nahezu mustergültigen<br />

Farbdarstellung und so werden etwa Filme<br />

einer Blu-ray Disc nahezu unverfälscht abgebildet.<br />

Zudem fällt der Blickwinkel dank des verbauten<br />

LCD-IPS-Panels sehr großzügig aus. Die<br />

Abstimmung der Farbtemperatur weist in der<br />

Voreinstellung „Warm“ einen leichten Grünstich<br />

auf, dieser Umstand lässt sich im Menü aber<br />

ohne Probleme ausgleichen. Um den Kontrast<br />

zu steigern, setzt Philips auf ein effektives Vollbilddimming,<br />

welches trotz der vergleichsweise<br />

wenigen Leuchtdioden einen echten Kontrastgewinn<br />

garantiert. So greifen die Ingenieure an<br />

dieser Stelle auf einen Kniff zurück und neben<br />

der Reduzierung der Leuchtkraft für einen knackigeren<br />

Schwarzwert wird gleichzeitig der Videopegel<br />

von hellen Flächen erhöht, was letztlich<br />

in einem kontraststärkeren Bild mündet. Da der<br />

Fernseher die Helligkeit allerdings für das komplette<br />

Bild angleicht, sorgt die Voreinstellung<br />

„Optimales Bild“ für ein zu dunkles Gesamtergebnis:<br />

Schwarz wirkt deutlich satter, die Brillanz<br />

wird aber in Mitleidenschaft gezogen. Zudem ist<br />

der Dimmingvorgang je nach Filmszene sichtbar.<br />

Abhilfe schafft hier die Voreinstellung „Standard“,<br />

die gleichzeitig eine sehr gute Gesamtbrillanz<br />

garantiert, dunkle Bildszenen aber deutlich<br />

flauer wiedergibt. Unsere Empfehlung: Sorgen<br />

Sie im Wohnzimmer für eine diffuse Raumbeleuchtung<br />

in den Abendstunden und aktivieren<br />

Sie das nach hinten abstrahlenden Ambilight,<br />

um die Schwarzwertschwächen und Defizite in<br />

der Ausleuchtung zu kaschieren. Verwunderlich:<br />

Obwohl die <strong>LED</strong>-Leiste an der Unterkante des<br />

Fernsehers installiert ist, zeigte unser Testmodell<br />

an beiden oberen Ecken dezente Leuchtflecken.<br />

Für eine überzeugende Bewegtbildschärfe setzt<br />

Philips auf ein 100-Hertz-Panel. Damit Sie<br />

die Vorteile der verbauten Technik ausspielen<br />

können, müssen Sie zwingend die Zwischenbildberechnung<br />

HD Natural Motion aktivieren,<br />

da die Option Clear LCD kaum Einfluss auf<br />

das Gesamtergebnis nimmt. Philips’ Ansatz ist<br />

immer an eine Bewegungsglättung geknüpft<br />

www.hdtvmagazin.com 23


Die Lautsprecher sind kaum sichtbar integriert, sorgen<br />

aber dank des zusätzlichen Mitteltöners (oben links<br />

im Bild) für einen überzeugenden Klang. Selbst Filme<br />

machen mit dem 47PFL7108 Spaß.<br />

und Kinofilme erscheinen so ultraflüssig, wie<br />

bei kaum einem anderen Fernseher, was letztlich<br />

aber auch eine Geschmacksfrage ist – „Hobbit“-<br />

Fans kommen mit diesem Fernseher sicher<br />

auf ihre Kosten. Noch besser hätte uns eine<br />

differenzierte Bewegungsglättung gefallen, die in<br />

niedriger Stufe den Kinofilmeindruck nicht zu<br />

stark verfremdet. Keine Geschmacksfrage sind<br />

die, durch die Bildberechnung entstehenden<br />

Nachteile: Objektkonturen zieren häufig Blockartefakte<br />

und die Eingabeverzögerung durch die<br />

Zwischenbildberechnung nimmt zu, sodass reaktionsschnelle<br />

Videospiele kaum noch spielbar<br />

sind. Die Verarbeitung von niedrig aufgelösten<br />

Bildsignalen ist ebenfalls nicht ohne Tadel:<br />

Aufseiten der Bildschärfe zeigt Philips gute<br />

Ergebnisse, treten allerdings Artefakte im Bild<br />

auf, bewirkt der Einsatz der Rauschfilter häufig<br />

kein zufriedenstellendes Ergebnis. Flimmernde<br />

Konturen vermag die Bildelektronik insbesondere<br />

bei Filmen in SD-Qualität nicht immer zu<br />

unterdrücken.<br />

Mit 3D sieht man besser<br />

3D-Bilder werden mittels des Polfilterverfahrens<br />

erzeugt und dem Fernseher liegen vier Brillen<br />

bei. Aus einem Betrachtungsabstand von rund<br />

drei Metern fällt der technisch bedingte Auflösungsverlust<br />

kaum noch ins Gewicht und befinden<br />

Sie sich auf Augenhöhe mit dem Bildschirm,<br />

gelingt der flimmerfreie, plastische Ausflug<br />

komplett ohne Doppelkonturen und mit einer<br />

überzeugenden Bildhelligkeit. Wer dem 3D-<br />

Format bislang nichts abgewinnen konnte, findet<br />

in Philips’ PFL7108 ein gutes Argument, die mitgelieferten<br />

3D-Brillen zu nutzen. Insbesondere<br />

mit den aktuellen 3D-Highlights „Der Hobbit“<br />

und „Life Of Pi“ erwartet Sie ein echtes Spekta-<br />

kel, denn aktivieren<br />

Sie zusätzlich Ambilight,<br />

entstehen Bilder mit einer echten<br />

Sogwirkung. Auch die von uns kritisierte<br />

Zwischenbildberechnung vermitelt in 3D einen<br />

guten Eindruck: Durch den Wegfall sämtlicher<br />

Bildruckler können Sie sich voll und ganz der<br />

plastischen Detailpracht hingeben. Überdurchschnittlich<br />

fallen auch die klanglichen Qualitäten<br />

aus: Trotz des geringen Gehäusevolumens spielt<br />

der Philips-TV satter und musikalischer als viele<br />

Mitbewerber auf und lässt im Fernsehalltag nur<br />

wenige Wünsche offen.<br />

Gutes noch besser gemacht<br />

Das tolle Design, die gerade in der weißen<br />

Ausführung bildschöne Optik, die optimal abgestimmte<br />

Fernbedienung und das dreiseitig nach<br />

hinten abstrahlende Ambilight machen die neue<br />

7000er-Serie zu etwas ganz Besonderem, auch<br />

„Trotz des geringen<br />

Gehäusevolumens spielt der<br />

Philips-TV satter und musikalischer<br />

als viele Mitbewerber auf.“<br />

wenn die optischen Ähnlichkeiten zum letztjährigen<br />

PFL6907 nicht zu übersehen sind. Bild<br />

und Ton spielen bei diesem Fernseher aus einem<br />

Guss und auf Augenhöhe mit den Klassenbesten.<br />

Mangels Doppeltunern und Bild-in-Bild-Funktion<br />

reicht es zwar nicht für den Testsieg, durch<br />

die attraktive Preisempfehlung ist der PFL7108<br />

aber mehr als nur einen Blick wert.<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Bildeinstellung Film<br />

Kontrast des Backlights je nach Wunsch<br />

Farbe 50<br />

Schärfe 1<br />

Rauschunterdrückung Aus<br />

MPEG-Artefaktunterdr. Aus<br />

Pixel Precise HD<br />

HD Natural Motion<br />

Clear LCD<br />

Erweiterte Schärfe<br />

Perfekter Kontrast<br />

Farboptimierung<br />

Bildformat<br />

Min. (TV), Aus (Film)<br />

Ein<br />

Ein<br />

Standard oder<br />

optimales Bild<br />

Aus<br />

nicht skaliert<br />

Erweiterte Bildeinstellungen<br />

Lichtsensor<br />

je nach Wunsch<br />

Gamma -1<br />

Farbtemperatur warm oder kalibriert<br />

WP R/G/B 127/93/73<br />

Schwarzwert R/G/B 0/0/-7<br />

Videokontrast 90<br />

Helligkeit 50<br />

Was uns gefällt<br />

+ Scharfe, ruckelfreie Bilder mit natürlichen Farben<br />

+ Guter Klang, tolles 3D, dreiseitiges Ambilight<br />

+ TV in Schwarz und Weiß erhältlich<br />

+ Fernbedienung mit Tastatur, integrierte Kamera<br />

Was uns stört<br />

– Zwischenbildberechnung mit Artefakten<br />

– Schwarzdarstellung befriedigend<br />

– Ausleuchtung nicht optimal<br />

– Keine Doppeltuner, kein Bild-in-Bild<br />

Bilder: Philips<br />

24 | 3.2013


Panasonic TX-L47DTW60<br />

120 cm<br />

Panasonic<br />

TX-L47DTW60<br />

TESTSIEGER<br />

3/2013<br />

Preis: 1 799 Euro, Maße (B × H × T): 106,7 × 71,3 × 3,5 cm, Gewicht: 19 kg, Auflösung: 1 920 × 1 080 Pixel, Tuner: DVB-C (2 ×), DVB-S2 (2 ×), DVB-T (2 ×),<br />

WLAN: integriert, 3D: Polfilterverfahren, Stromverbrauch: 97 Watt<br />

Panasonics aktueller <strong>LED</strong>-LCD der Mitteklasse<br />

setzt auf ein blickwinkelstabiles<br />

IPS-Panel und gleicht das technisch bedingte<br />

eingeschränkte Kontrastverhältnis durch<br />

ein effektives Dimming aus. Zudem ermöglicht<br />

es der Fernseher dank Doppeltuner, zwei Programme<br />

parallel zu schauen.<br />

Der erste Eindruck<br />

Die neue DTW60-Serie ist in maximal 60 Zoll<br />

erhältlich, für den Test stellte uns Panasonic ein<br />

47-Zoll-Modell zur Verfügung. Dank der ultraflachen<br />

Bauweise und dem schmalen Rahmen<br />

fügt sich der Fernseher harmonisch ins Wohnzimmer<br />

ein. Irritierend: So schön das silberne<br />

Gehäuse auch anmutet, der Rahmen spiegelt<br />

doch merklich. Die Frontscheibe unterbindet<br />

dagegen die meisten Reflexionen und auch die<br />

Kontrastoptimierung kann überzeugen. Apropos<br />

Kontrast: Panasonic setzt beim TX-L47DTW60<br />

auf die Edge-<strong>LED</strong>-Bauweise und die Leuchtdioden<br />

befinden sich lediglich im linken Rahmen<br />

des Gerätes. Das garantiert zwar eine verschwindend<br />

geringe Leistungsaufnahme, lässt aber<br />

aufgrund der vergleichsweise wenigen <strong>LED</strong>s auf<br />

eine nur unzureichende Ausleuchtungsgenauigkeit<br />

schließen. Und in der Tat belegten unsere<br />

Messungen im Testlabor, dass die Bildschirmfläche<br />

nur befriedigend ausgeleuchtet wird.<br />

Aktivieren Sie im Menü aber das Dimming,<br />

wird dieser Umstand effektiv ausgeglichen,<br />

denn die <strong>LED</strong>s passen die Leuchtkraft in sechs<br />

Blöcke eingeteilt dem Bildinhalt entsprechend<br />

an. Demnach erscheinen dunkle Bildanteile<br />

nahezu pechschwarz und man kann es kaum<br />

glauben, vor einem Edge-<strong>LED</strong>-LCD zu sitzen.<br />

Zum Vergleich zogen wir einen kontraststarken<br />

Plasmafernseher heran und siehe da: Panasonics<br />

TX-L47DTW60 ist der einzige <strong>LED</strong>-LCD im<br />

Testfeld, der selbst im komplett abgedunkelten<br />

Zimmer dem Plasma Paroli bieten konnte. Der<br />

Dimmingansatz arbeitet äußerst flink, fehlerfrei<br />

agiert die Kontrastoptimierung aber nicht.<br />

Der feine Unterschied<br />

Wie bei allen anderen Herstellern klappt die<br />

Kontrastoptimierung auch bei Panasonic<br />

nicht gänzlich fehlerfrei: Wer die bestmögliche<br />

Schwarzdarstellung ausreizt, wird leicht<br />

überbelichtete Hauttöne und eine gedrosselte<br />

Gesamthelligkeit feststellen. Dennoch sind diese<br />

Nachteile im Praxisbetrieb kaum störend, sodass<br />

wir Ihnen die maximale Kontraststeigerung<br />

bedenkenlos empfehlen können. Dadurch protzt<br />

der TX-L47DTW60 mit ungemein tiefgreifenden<br />

Bildern und vor allem Blockbuster profitieren<br />

von der satteren Schwarzdarstellung. Im<br />

Endergebnis kaschiert das Dimming die nicht<br />

Gleich zwei CI-Schnittstellen dienen<br />

zur Decodierung von verschlüsselten<br />

Programminhalten.<br />

Mit den Doppeltunern für<br />

alle Empfangswege sind Sie<br />

bestens für den TV-Alltag<br />

gerüstet.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Panasonic<br />

26 | 3.2013


optimale Ausleuchtung und vermeidet den LCDtypischen<br />

Blauschimmer in dunklen Bildanteilen.<br />

In Kombination mit dem blickwinkelstabilen<br />

IPS-Panel bot Panasonics TX-L47DTW60<br />

die subjektiv knackigste Bilddarstellung des<br />

Testfeldes. Deutlich emotionsloser zeigt sich<br />

der Klang: Panasonics TX-L47DTW60 erschallt<br />

reichlich blechern, sodass eine Soundbar,<br />

Stereoanlage oder ein Heimkinoset Pflicht sind,<br />

wenn zum guten Bild auch gleichwertiger Ton<br />

erklingen soll.<br />

Noch nicht alles perfekt<br />

Die Bewegtbildschärfe fällt im Gegensatz zu<br />

den tadellosen Leistungen der Vorjahre leider<br />

nicht mustergültig aus, denn die Zwischenbildberechnung<br />

greift nicht stabil ein und schnell<br />

bewegte Objekte werden mit leichten Unschärfen<br />

abgebildet, störende Nachzieheffekte in<br />

dunklen Bildbereichen treten aber nicht auf.<br />

Generell bewegt sich die Bildschärfe nur auf<br />

100-Hertz-Niveau, auch wenn die Herstellerangabe<br />

von 1600 Hertz eine Referenzleistung<br />

suggeriert. Das heißt aber nicht, dass das wahrgenommene<br />

Bild dadurch unscharf erscheint:<br />

Durch eine intelligente Konturfeinzeichnung<br />

gelingt es Panasonic, alle Signale äußerst detailliert<br />

wiederzugeben. Eingespeiste 50-Hertz-<br />

Signale ruckelten jedoch, wenn die Zwischenbildberechnung<br />

in den Stufen „Niedrig“ oder<br />

„Mittel“ hinzugeschaltet<br />

wurde, im Betriebsmodus<br />

„Hoch“ oder<br />

gänzlich ausgeschaltet<br />

ver schwanden die Mikroruckler.<br />

Die Farbdarstellung<br />

gelingt hingegen<br />

auf Referenzniveau,<br />

außerdem können Sie<br />

den Flachbildfernseher<br />

umfangreich kalibrieren.<br />

Profis erfreuen sich an<br />

den ISF-Einstellungen,<br />

die getrennte Vorgaben<br />

für Tag und Nacht<br />

ermöglichen. Das ist im<br />

Dank der Zweitfernbedienung (rechts) mit Touchpad<br />

und Mikrofon gelingt auch die Smart-TV-Steuerung.<br />

Grunde aber gar nicht nötig, denn bereits in<br />

den Voreinstellungen erwartet Sie eine nahezu<br />

unverfälschte Abbildung, lediglich Hauttöne<br />

driften leicht ins Gelborange. Geradezu erschlagen<br />

werden Sie beim aktuellen Modell von<br />

den Bildeinstellungsmöglichkeiten: Kontrast-,<br />

Schärfe- und Rauschfilter bearbeiten insbesondere<br />

niedrig aufgelöste SD-Signale. Hier zeigt<br />

Panasonic eine tadellose Leistung: Schärfe,<br />

Rauscharmut und flimmerfreie Konturen beeindrucken.<br />

Zudem gestattet es der Fernseher auch<br />

bei SD-Quellen, den Bildbeschnitt konsequent<br />

abzuschalten. Dreidimensionale Bilder werden<br />

mithilfe der flimmerfreien Polfiltertechnik<br />

erzeugt und dem Gerät liegen vier passende<br />

Brillen bei. Die plastische Abbildung fällt dabei<br />

nahezu perfekt aus, denn Doppelkonturen<br />

treten nicht auf, solange Sie den Fernseher optimal<br />

auf Augenhöhe platzieren. Bei vertikalen<br />

Blickwinkelabweichungen wird die saubere<br />

Bildtrennung sehr schnell gestört, zudem<br />

sollten Sie sich im besten Fall drei Meter vom<br />

Fernseher entfernt befinden, denn sonst sind<br />

die Zeilenstruktur und der Auflösungsverlust<br />

durch den eingesetzten Polfilter wahrnehmbar –<br />

diese Einschränkung gilt natürlich nur für den<br />

3D-Betrieb, im 2D-Modus bemerken Sie vom<br />

passiven 3D-Filter nichts. Noch stärker als im<br />

2D-Betrieb fällt die exzellente statische Schärfe<br />

auf: Gegen diese 3D-Darbietung wirken viele<br />

andere Polfilterfernseher deutlich weicher.<br />

Kostenlose Zugaben<br />

Im TV-Bereich verbaut Panasonic erstmals<br />

Doppeltuner für alle digitalen Empfangswege<br />

und so können etwa bei der Nutzung der Bildin-Bild-Funktion<br />

zwei verschiedene Programme<br />

angeschaut werden. Erfreulich: Rufen Sie die<br />

elektronische Programmzeitschrift auf, genießen<br />

Sie im Gegensatz zu den Vorjahresmodellen eine<br />

echte Bild-in-Bilddarstellung und der Ton läuft<br />

„Dank einer Gesichtserkennung<br />

begrüßt Sie der Fernseher mit einem<br />

individualisierten Startbildschirm.“<br />

unvermindert weiter. Für Zappingfreunde ideal<br />

ist die neue Kanallistenansicht, die im Hauptfenster<br />

das laufende Programm und innerhalb<br />

der Senderliste das Zweitprogramm präsentiert.<br />

Binden Sie den TX-L47DTW60 ins Heimnetzwerk<br />

ein, können Sie TV-Inhalte an andere <strong>TVs</strong><br />

verteilen (Fernseher agiert als Server) und so<br />

z. B. im Nebenraum einen anderen Sender als<br />

im Wohnzimmer schauen, ohne den Zweitfernseher<br />

mit einem TV-Signal versorgen zu<br />

müssen. Einzig kopiergeschützte Inhalte können<br />

Ihnen hierbei einen Strich durch die Rechnung<br />

machen. Noch mehr Komfort verspricht das<br />

Doppeltunerkonzept während einer Aufnahme,<br />

denn so ist ein Programmwechsel kein Problem<br />

und dank zweier CI-Schnittstellen decodieren<br />

Sie gleichzeitig zwei verschlüsselte Programme.<br />

Aufgezeichnete Sendungen landen auf einer<br />

angeschlossenen USB-Festplatte.<br />

Wenn der Fernseher spricht<br />

Die Smart-TV-Oberfläche hat eine grundlegende<br />

Überarbeitung erfahren und die Inhalte werden<br />

nun über verschiedene Fensterflächen präsentiert.<br />

Diese sind in Kategorien wie TV und Lifestyle<br />

aufgeteilt und je nach persönlicher Vorliebe<br />

finden Sie dort die passenden Anwendungen<br />

wie etwa Youtube, Facebook oder Video-on-<br />

Demand-Anbieter. Die Oberfläche lässt sich am<br />

besten mit der beiliegenden Zweitfernbedienung<br />

steuern, denn diese verfügt über ein Touchpad<br />

und Mikrofon. Leider fühlt sich das Scrollen und<br />

Umschalten der verschiedenen Bildschirme sehr<br />

ruckelig an. Neuerdings gehorcht die DTW60-<br />

Serie auch aufs Wort und Texte von Websites<br />

liest Ihnen der Fernseher auf Wunsch vor.<br />

Kaufen Sie die optionale Skype-Kamera, kann<br />

der Fernseher auch über Bewegungen gesteuert<br />

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Das Design des Fernsehers und der stabile Standfuß<br />

gefallen, mancher Konkurrent bietet aber einen noch<br />

grazileren Rahmen. Die leicht erhöhte Position des<br />

Displays wirkt etwas gewöhnungsbedürftig.<br />

werden und dank einer Gesichtserkennung<br />

begrüßt Sie der Edge-<strong>LED</strong>-LCD mit einem<br />

individualisierten Startbildschirm. Multimedial<br />

nimmt es der TX-L47DTW60 mit nahezu allen<br />

gängigen Formaten auf und im Test wurden auch<br />

hochauflösende Filme im MKV-Container über<br />

einen USB-Datenträger oder als Stream aus dem<br />

Netzwerk ruckelfrei wiedergegeben. Über die<br />

jüngst aktualisierte Viera-Remote-2-App können<br />

Sie den Fernseher bequem über den berührungsempfindlichen<br />

Bildschirm Ihres Smartphones<br />

oder Tablets steuern und der Fernseher<br />

streamt sogar das Live-TV-Programm auf den<br />

mobilen Bildschirm, solange kein Kopierschutz<br />

anliegt. Zudem können Sie Fotos und Videos<br />

vom Smartphone auf den Fernseher „schieben“.<br />

Abgerundet wird das Ausstattungspaket von<br />

drei USB-Schnittstellen, von der sich eine sogar<br />

auf den USB-3.0-Standard versteht. Bluetooth-<br />

Tastaturen und -Lautsprecher sind ebenfalls mit<br />

dem Flachbildfernseher kompatibel. Videospieler<br />

profitieren von der vergleichsweise geringen<br />

Eingabeverzögerung.<br />

Starkes Gesamtpaket<br />

Zum echten Smart-TV fehlt es Panasonics<br />

TX-L47DTW60 zwar an der integrierten Kamera,<br />

doch gerade die vorhandenen TV-Funktionen<br />

sollten selbst anspruchsvolle Zuschauer überzeugen.<br />

Doppeltuner samt zwei CI-Schnittstellen<br />

lassen externe Receiver fast überflüssig erschei-<br />

nen, wer Programme aufzeichnen möchte, muss<br />

aber noch in eine USB-Festplatte investieren. Die<br />

neue Oberfläche lässt Sie noch übersichtlicher in<br />

den Programminhalten stöbern und die erweiterte<br />

Bild-in-Bild-Darstellung sowie die Option,<br />

während einer Aufnahme den Kanal zu wechseln,<br />

schaffen sinnvolle Mehrwerte im Vergleich<br />

zum Vorjahr. Durch eine aufwändige Kontrastoptimierung,<br />

gelingt es Panasonic, den größten<br />

Kritikpunkt der letztjährigen Modelle auszumerzen<br />

und dem vergleichsweise kontrastschwachen<br />

IPS-LCD-Panel eine subjektiv exzellente<br />

Schwarzwiedergabe zu entlocken. Ganz gleich,<br />

ob in den Mittags- oder Abendstunden, ob<br />

„Panasonics TX-L47DTW60 ist<br />

der einzige <strong>LED</strong>-LCD im Testfeld,<br />

der selbst im komplett<br />

abgedunkelten Zimmer einem<br />

Plasma Paroli bieten kann.“<br />

Wintersport oder düsterer Kinofilm: Der TX-<br />

L47DTW60 findet immer den passenden Mittelweg<br />

zwischen brillanter und kontrastreicher<br />

Darstellung. Leider ist im Falle der Bewegtbildschärfe<br />

ein kleiner Rückschritt zu verzeichnen<br />

und die fehlerhafte Aufarbeitung von 50-Hertz-<br />

Signalen sollte Panasonic schnellstmöglich per<br />

Softwareupdate ausmerzen. Insgesamt leistet<br />

sich Panasonic mit dem TX-L47DTW60 aber die<br />

wenigsten Schwächen im Praxistest und bietet<br />

schlichtweg alles, was das Fernsehherz begehrt,<br />

nicht zuletzt ein beeindruckendes Bild. Der<br />

Lohn ist unser Testsieg.<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Bildmodus<br />

True Cinema<br />

Backlight 100<br />

Kontrast 100<br />

Helligkeit 0<br />

Farbe 50<br />

NTSC-Farbton 0<br />

Schärfe 50<br />

Farbtemperatur Warm2<br />

Colour-Manag. Aus<br />

Adapt. Backlight-St. Hoch oder Niedrig<br />

Umgebungssensor Je nach Wunsch<br />

Rauschunterdr. Auto<br />

Remaster-Pr. MPEG Aus<br />

Remaster-Pr. Aufl. Auto<br />

Bildtextglättung Aus<br />

Leuchtkraftverstärker Aus<br />

Intell. Frame-Creation Niedrig oder Hoch<br />

Adaptive Gamma 0<br />

Schwarzwert-Exp. 0<br />

Weißeffektbereinigung 0<br />

Weißabgleich R/G/B: -1/-2/-5<br />

Grauabgleich R/G/B: -5/-2/0<br />

Filmklarzeichner Ein<br />

Gamma<br />

Standard<br />

16 : 9 Overscan Aus<br />

Was uns gefällt<br />

+ Detailreiches Bild mit natürlichen Farben<br />

+ Gute Schwarzdarstellung, tolles 3D<br />

+ Breiter Blickwinkel<br />

+ Doppeltuner, zwei CI-Slots, Bild-in-Bild<br />

Was uns stört<br />

– Zwischenbildberechnung fehlerhaft<br />

– Helligkeit mit Dimming könnte besser sein<br />

– Klang sehr dünn<br />

– Keine integrierte Kamera<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Metz, Panasonic<br />

28 | 3.2013


Metz Taros 37 <strong>LED</strong> Media twin R<br />

94 cm<br />

Preis: 1 999 Euro, Maße (B × H × T): 89 × 64,2 × 7,2 cm, Gewicht: 18,2 kg, Auflösung: 1 920 × 1 080 Pixel, Tuner: DVB-C (2 ×), DVB-S2 (2 ×), DVB-T (2 ×),<br />

WLAN: nein, 3D: nein, Stromverbrauch: 79 Watt<br />

Die Fernseherprofis von Metz feiern das<br />

75-jährige Firmenjubiläum und bringen<br />

die Taros-Familie in einer Sonderedition<br />

in den Handel. Neben den bekannten Ausführungen<br />

in Silber und Schwarz können Sie auch<br />

zur Sonderfarbe Titan greifen. Zudem versüßt<br />

die Garantiezeit von fünf Jahren die Investition.<br />

Doch der Flachbildfernseher hat natürlich noch<br />

viel mehr zu bieten.<br />

Vorfahrt fürs Fernsehen<br />

Metz garantiert seit jeher ein allumfassendes<br />

TV-Erlebnis aus einer Hand. So wartet auch das<br />

Jubiläumsmodell der Taros-Reihe mit umfangreichen<br />

Fernsehfunktionen auf und verfügt über<br />

DVB-C-, DVB-S2- und DVB-T-Tuner in jeweils<br />

doppelter Ausführung. Davon profitiert der<br />

Zuschauer vor allem im Zuge einer Aufnahme<br />

und es können mehrere Sendungen parallel<br />

aufgezeichnet werden. Natürlich kann dank dieses<br />

Ausstattungsmerkmals auch während einer<br />

Aufnahme der Kanal gewechselt werden. Das<br />

funktioniert sogar, wenn Sie eine Sendung mittels<br />

Time-Shift pausieren und dann einen Film<br />

auf einem anderen Kanal schauen. Anschließend<br />

wechseln Sie einfach zurück und schauen da<br />

weiter, wo Sie aufgehört haben. Aufnahmen<br />

landen indes auf der internen Festplatte, die über<br />

einen Speicherplatz von üppigen 750 Gigabyte<br />

verfügt – hier sollten Sie beim Kauf allerdings<br />

darauf achten, den Fernseher in der Konfiguration<br />

„twin R“ zu kaufen, da die Basisversion „twin<br />

Z“ ohne Festplatte auskommt. Praktisch: Wenn<br />

das Archiv aus allen Nähten platzt, können Sie<br />

Sendungen auch auf externen USB-Speichern<br />

aufzeichnen. Gleich zwei CI-Slots nehmen Module<br />

für die Decodierung von Pay-TV-Programmen<br />

entgegen, sodass der Doppeltuner auch<br />

mit zwei verschlüsselten Programmen genutzt<br />

werden kann. Einzig die Bediengeschwindigkeit<br />

lässt etwas zu wünschen übrig: Senderwechsel<br />

sowie Ein- und Ausschaltvorgänge dauern etwas<br />

zu lang. Dafür baut die Bild-in-Bild-Funktion<br />

den Fernsehanspruch weiter aus und die zweite<br />

Quelle lässt sich auf dem Bildschirm entweder in<br />

den Ecken darstellen, oder Sie lassen beide Sendungen<br />

parallel nebeneinander laufen. Natürlich<br />

werden in diesem Darstellungsmodus auch zwei<br />

HD-Quellen gleichzeitig dargestellt.<br />

Internet und Multimedia in Maßen<br />

Während des Fernsehens haben Sie Zugriff auf<br />

die Mediatheken der Sender und genießen weitere<br />

multimediale Vorzüge. Realisiert wird das<br />

Ganze über den HbbTV-Standard und ein simpler<br />

Druck auf die rote Taste der Fernbedienung<br />

reicht für den Abruf aus. Der Flachbildfernseher<br />

muss dafür notwendigerweise mit dem Internet<br />

Doppeltuner für alle<br />

Empfangswege und<br />

eine interne Festplatte<br />

steigern den Fernsehgenuss.<br />

Das sieht man selten: Ein<br />

echter Netzschalter schmiegt<br />

sich an exzellent aufspielende<br />

Lautsprecher.<br />

www.hdtvmagazin.com 29


verbunden sein, was sich beim Taros leider nur<br />

kabelgebunden bewerkstelligen lässt. Neben dem<br />

Fernsehempfang ermöglicht die vorinstallierte<br />

App den Zugriff auf unzählige Internetradiosender.<br />

Dank der internen Zwei-Wege-Lautsprecher<br />

klingt der Taros <strong>LED</strong> Media twin R besser als<br />

alle Konkurrenten des Testfeldes und spielt die<br />

ultraflache Konkurrenz regelrecht an die Wand.<br />

Musik ertönt auch aus dem Netzwerk, denn der<br />

Flachbildfernseher aus dem Hause Metz bringt<br />

Ihre Lieblingsalben von Ihrem Computer oder<br />

der Netzwerkfestplatte (NAS) umgehend zu Gehör.<br />

Natürlich können auch Filme und Fotos direkt<br />

wiedergeben werden. Im Test wurden Filme<br />

im MKV-Container von einem USB-Stick jedoch<br />

nicht flüssig abgespielt. Durch den Einsatz nur<br />

einer <strong>LED</strong>-Leiste zur Bildausleuchtung rangiert<br />

der Edge-<strong>LED</strong>-LCD bei der Leistungsaufnahme<br />

konsequent weit unter der 100-Watt-Marke.<br />

Nutzen Sie unter Heimkinobedingungen den<br />

automatischen Lichtsensor und das intelligente<br />

Dimming, wird sogar die 50-Watt-Marke unterschritten.<br />

Versteckte Möglichkeiten<br />

Hat man sich erst<br />

einmal mit der auf<br />

den ersten Blick<br />

starr wirkender<br />

Menüstruktur<br />

angefreundet, geht<br />

die Bedienung flink<br />

vonstatten, auch<br />

wenn die Menüpunkte<br />

leicht träge<br />

angesteuert werden.<br />

Über das Zahlenfeld<br />

der Fernbedienung<br />

kommen Sie allerdings<br />

ohne Umwege<br />

zu den gewünschten<br />

Einträgen, anstatt<br />

mühsam durch das<br />

Menü scrollen zu<br />

müssen. Über die<br />

mecaControl-App<br />

steuern Sie Ihren<br />

Metz-Fernseher<br />

über den berührungsempfindlichen<br />

Bildschirm eines<br />

Smartphones oder<br />

Tablet-PCs. Neben<br />

der Anpassung der<br />

Lautstärke oder dem<br />

Umschalten können<br />

Sie Fernsehsendungen<br />

auch über<br />

das Wenden des<br />

iPhones pausieren.<br />

Die Fernbedienung wirkt übersichtlich, durch Doppelbelegung<br />

von Tasten bedarf sie dennoch der Eingewöhnung.<br />

Auf geeigneten Geräten lassen sich zusätzlich<br />

die Internetfunktionen steuern. Ein weiteres<br />

Highlight: Da das mobile Gerät die Verbindung<br />

mit dem Fernseher via DLNA aufbaut, können<br />

Sie auch Fotos, Videos und Musik direkt an das<br />

TV-Gerät schicken und so etwa das Urlaubsvideo<br />

auf dem großen Bildschirm bestaunen. Ein<br />

vollwertiger Smart-TV ist der Taros aber nicht,<br />

eingebaute Kameras zur Videotelefonie werden<br />

Sie beispielsweise vergeblich suchen.<br />

Auf Augenhöhe<br />

Metz setzt beim Taros <strong>LED</strong> Media twin R auf<br />

die Edge-<strong>LED</strong>-Bauweise und die energieeffizienten<br />

Lämpchen beleuchten den Bildschirm<br />

lediglich aus dem linken Rahmen des Gerätes.<br />

Die Ingenieure haben die homogene Verteilung<br />

des Lichtes aber weitgehend im Griff und die<br />

Ausleuchtungsgenauigkeit liegt noch im guten<br />

Bereich. Die Kontrastdarstellung bewegt sich<br />

hingegen nur auf befriedigendem Niveau, was<br />

in erster Linie an dem verbauten IPS-Panel<br />

liegt. Dieses garantiert zwar einen stabilen<br />

Blickwinkel, beeinflusst die Schwarzdarstellung<br />

aber negativ. An dieser Stelle sei das Dimming<br />

erwähnt, welches in der Praxis den Kontrast<br />

durchaus zu steigern vermag, aber nicht sehr<br />

flink auf abweichende Helligkeiten im Bild reagiert.<br />

Dadurch sind Helligkeitskorrekturen, die<br />

im Übrigen in Zeilenstruktur getrennt und nicht<br />

für das komplette Bild erfolgen, gut sichtbar.<br />

„Praktisch: Wenn das Archiv aus<br />

allen Nähten platzt, können Sie<br />

Sendungen auch auf externen USB-<br />

Speichern aufzeichnen.“<br />

Mangels differenzierter Voreinstellung können<br />

Sie das Dimming auch nicht abschwächen: Unser<br />

Testmodell sorgte gerade bei Gesichtstönen für<br />

leichte Überbelichtungen. Im dunklen Zimmer<br />

als ideal erwies sich die Kombination aus Lichtsensor<br />

und Kontrastoptimierung, um störenden<br />

Aufhellungen entgegen zu wirken. Aufseiten der<br />

Durchzeichnung gibt es kaum etwas zu bemängeln<br />

und lediglich dunkle Bildanteile werden<br />

minimal überbetont. Um die Bewegtbildschärfe<br />

zu steigern, baut Metz auf ein 100-Hertz-Panel<br />

und zeigte im Testlabor durchweg detaillierte<br />

Bildern mit nur leichten Unschärfen. Allerdings<br />

ist der Ansatz immer an eine Bewegungsglättung<br />

gekoppelt: Kinofilme erscheinen dadurch<br />

so flüssig wie eine TV-Sendung und sämtliche<br />

Ruckler verschwinden, andererseits treten Artefakte<br />

auf, die selbst in der niedrigsten von drei<br />

Einstellungen nicht vermieden werden können.<br />

Kleine Einschränkung im Vergleich zu den Premiummodellen<br />

von Metz: Die Zwischenbildberechnung<br />

können Sie beim Taros nicht getrennt<br />

für Video- und Filmsignale regeln, sodass Sie<br />

diese, um die bestmögliche Schärfe zu erhalten,<br />

bei TV-Sendungen aktivieren, aufgrund der<br />

Artefaktbildung in Filmen umgekehrt aber deaktivieren<br />

sollten. Die Farbdarstellung gelingt Metz<br />

nahezu vorbildlich, wenngleich die Darstellung<br />

etwas zu warm anmutet und eine entsprechende<br />

Korrektur dem Endanwender verwehrt bleibt.<br />

Die Veredelung von Signalen in Standauflösung<br />

gelingt dem Edge-<strong>LED</strong>-LCD fast mustergültig<br />

und es treten einzig in kritischen Filmszenen<br />

flimmernde Kanten auf, wenn Sie eine DVD in<br />

SD-Qualität zuspielen. Der Rauschfilter greift<br />

bereits in niedriger Stufe effizient ein, eine intelligente<br />

Automatik, die die Stärke abhängig vom<br />

Bildinhalte regelt, wäre aber noch komfortabler.<br />

Schade: Eine 3D-Darstellung unterstützt der<br />

Taros leider nicht.<br />

Fürs Fernsehen gemacht<br />

Während Sie andere Hersteller mit Internetfunktionen<br />

geradezu erschlagen, wählt Metz einen<br />

gänzlich anderen Weg. Wer multimedial auf der<br />

Höhe der Zeit sein will, greift zum Smartphone<br />

oder Tablet, der normale Fernsehzuschauer kann<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Metz<br />

30 | 3.2013


.de<br />

RECEIVER-GUIDE<br />

powered by<br />

Als kompakt kann man Metz’ Taros nicht beschreiben:<br />

Der getestete 37-Zoll-Fernseher reichte in seinen Dimensionen<br />

fast schon an 42-Zoll-Modelle der Konkurrenz<br />

heran. Dafür erwartet Sie eine überzeugende Haptik<br />

und ein modulares System: Nachrüsten und reparieren<br />

statt wegwerfen lautet Metz’ Philosophie.<br />

HD-Empfang ohne Stress für<br />

über 100 Receiver!<br />

Schritt für Schritt erklärt:<br />

Software aktualisieren<br />

Sendersuchlauf durchführen<br />

Lieblingssender im Direktzugriff<br />

Favoritenlisten sortieren<br />

sich hingegen voll und ganz auf die TV-Funktionen<br />

konzentrieren. Obwohl Metz den kleinsten<br />

Fernseher dieses Vergleichs stellt, klingt der<br />

37-Zoll-Taros erwachsener als alle getesteten<br />

Konkurrenten – ein großes Gehäusevolumen<br />

ist eben durch nichts zu ersetzen, zudem bietet<br />

einzig Metz direkt abstrahlende Lautsprecher.<br />

Falls Sie über einen AV-Receiver verfügen,<br />

„Obwohl Metz den kleinsten Fernseher<br />

des Vergleichs stellt, klingt der 37-Zoll-<br />

Taros erwachsener als alle getesteten<br />

Konkurrenten.“<br />

können Sie die Lautsprecher des Fernsehers als<br />

Centerkanal verwenden. Das Bild des Taros kann<br />

mit den klanglichen Fähigkeiten fast mithalten,<br />

einzig das Dimming könnte etwas schneller<br />

reagieren und die Zwischenbildberechnung im<br />

niedrigen Modus einen Gang herunterschalten.<br />

Auch der Weißabgleich gelingt ab Werk noch<br />

nicht perfekt, sodass der Bildeindruck je nach<br />

Voreinstellung dezent zu warm oder zu kühl<br />

ist. Doch all diese Kritik sind Kleinigkeiten, die<br />

meist nur im direkten Vergleich sichtbar sind.<br />

Wir sind uns sicher: Durch den umfangreichen<br />

Fachhändler-Support werden Sie mit dem Metz<br />

Taros auch auf lange Sicht glücklich.<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Helligkeit 100<br />

Energieschema Bildqualität<br />

Steuerung Bildinhaltsabhängig +<br />

raumlicht.<br />

Farbstärke 50<br />

Farbeindruck D65<br />

Bildschärfe<br />

3 (HD), 4 (SD)<br />

Bewegungskorrektur Mittel (TV) oder<br />

Aus (Film)<br />

Dyn. Kontrast Aus<br />

Farbbetonung Aus<br />

Rauschreduktion Aus oder Niedrig<br />

Was uns gefällt<br />

+ Ruckelfreie Bilder mit natürlichen Farben<br />

+ Stabiler Blickwinkel<br />

+ Doppeltuner, Festplatte, Bild-in-Bild<br />

+ Sehr guter Ton<br />

Was uns stört<br />

– Schwarzdarstellung nicht optimal<br />

– Zwischenbildberechnung mit Artefakten<br />

– Kein 3D, kaum Internetfunktionen<br />

– Bediengeschwindigkeit befriedigend<br />

Anzeige<br />

Ein Scan bis zum Workshop<br />

Dreambox – Humax – Kathrein –<br />

Lenuss – LogiSat – Opticum –<br />

www.hdtvmagazin.com 31<br />

Panasonic – Wisi – Xoro u. v. a.


Fernseher im<br />

neuen Gewand<br />

Design spielt bei der Kaufentscheidung<br />

von Flachbildfernsehern eine zunehmend<br />

wichtige Rolle, kein Wunder,<br />

schließlich wird auch der größte Technikliebhaber<br />

bei derart kurzen Produktzyklen<br />

irgendwann einmal technikmüde. Philips und<br />

Samsung versuchen in den nächsten Wochen,<br />

durch besonders edle, aber gleichzeitig bezahlbare<br />

Designfernseher ein Ausrufezeichen zu<br />

setzen. Trügt der schöne Schein, oder lohnt<br />

sich der Aufpreis?<br />

Philips nennt seinen neuesten Fernseher für<br />

den Laufsteg schlicht Designline. Die Optik<br />

könnte edler und schlichter kaum sein: Von Kopf<br />

bis Fuß besteht der Fernseher scheinbar nur<br />

aus einer durchgängigen Glasscheibe. Die im<br />

oberen Bereich dunkle und im unteren Bereich<br />

transparente Scheibe wird lässig gegen die Wand<br />

gelehnt und erst ein Blick von hinten offenbart,<br />

dass es sich tatsächlich um einen Flachbildfernseher<br />

handelt. Im technischen Sinne ist die<br />

Designline eine aufwändige Variante der Modellreihe<br />

PFL8008, sodass Sie neben einer echten<br />

200-Hertz-Qualität ein dreiseitig nach hinten<br />

abstrahlendes Ambilight und umfangreiche<br />

Das Modell Designline von Philips ist in 46 oder 55 Zoll<br />

erhältlich und entspricht technisch dem PFL8008.<br />

Bilder: Philips, Samsung<br />

32 | 3.2013


Samsungs F8500-Serie orientiert<br />

sich technisch an dem von uns<br />

getesteten Modell F8090, bietet aber<br />

eine nochmals hochwertigere Optik.<br />

Internetfunktionen erwarten können. Auch die<br />

3D-Darstellung ist für die Designline-<strong>TVs</strong> kein<br />

Problem, hierbei setzt Philips auf die aktive<br />

Shuttertechnologie, was akkubetriebene Brillen<br />

voraussetzt.<br />

Heavy Metal<br />

Wer gedacht hat, dass Samsung mit dem in<br />

dieser Ausgabe getesteten Modell F8090 alle<br />

Register in Sachen Design gezogen hat, wird<br />

spätestens beim Anblick des F8500 verwundert<br />

die Augen reiben. Dieser Fernseher hebt die<br />

Verarbeitungsqualität auf die nächste Stufe, denn<br />

das Gehäuse besteht hier aus robustem Metall<br />

und die Erinnerung an die berühmte Marke mit<br />

dem Apfellogo wird wach. Technisch gleicht der<br />

F8500 dem F8090 wie ein Zwilling, sodass Sie<br />

auch bei diesem Modell eine echte 200-Hertz-<br />

Wiedergabe erwarten dürfen und von Samsungs<br />

verbesserter Smart-TV-Oberfläche profitieren.<br />

In Sachen Verarbeitungsqualität macht der<br />

F8500 aber nochmals einen hochwertigeren<br />

Eindruck und gerade wenn beide Modellreihen<br />

nebeneinander stehen, zieht der F8500 die Blicke<br />

wie ein Magnet auf sich. Vergleichbar zur Philips-Designline<br />

etabliert Samsung das Designschmuckstück<br />

zum vertretbaren Preis: Je nach<br />

Bilddiagonale kostet der F8500 voraussichtlich<br />

zwischen 2 800 und 3 800 Euro, Philips will mit<br />

beiden Modellen der Designline die 3 000-Euro-<br />

Grenze sogar unterbieten.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Das Metallgehäuse ist<br />

aus allen Blickwinkeln<br />

ein Hingucker. Die<br />

Kamera lässt sich leicht<br />

im TV versenken.<br />

www.hdtvmagazin.com 33


Die neuesten<br />

Flachbildfernseher<br />

Sind Sie auf der Suche nach einem Preis-Leistungstipp oder wollen<br />

Sie bereits in die Technologien von morgen investieren? Unsere TV-<br />

Marktübersicht schärft den Blick, auf eine faszinierende Auswahl an<br />

hochwertigen TV-Neuerscheinungen.<br />

Serie PFL8008 PFL7008/7108 PFL6008<br />

Größe/Preis<br />

40 Zoll (1 399 Euro), 46 Zoll (1 799 Euro),<br />

55 Zoll (2 499 Euro)<br />

42 Zoll (1 299 Euro), 47 Zoll (1 599 Euro),<br />

55 Zoll (1 999 Euro)<br />

42 Zoll (1 099 Euro), 47 Zoll (1 299 Euro),<br />

55 Zoll (1 790 Euro), 60 Zoll (2 499 Euro)<br />

Farbe Edelstahl-Schwarz Aluminium-Schwarz (PFL7008),<br />

Aluminium-Weiß (PFL7108)<br />

Aluminium-Schwarz<br />

Bauweise Edge-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD<br />

Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />

3D ja (Shutter-Technik) ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik)<br />

Bildfrequenz 200 Hz 100 Hz 100 Hz<br />

Smart-TV-Funktionen<br />

Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />

Mediatheken, Skype (Kamera intern),<br />

Video on Demand<br />

Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />

Mediatheken, Skype (Kamera intern),<br />

Video on Demand<br />

Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />

Mediatheken, Skype (Kamera extern),<br />

Video on Demand<br />

Tuner DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />

Besonderheiten<br />

Dreiseitiges Ambilight XL, Fernbedienung<br />

mit Mauszeigersteuerung und Tastatur,<br />

Miracast, USB-Aufnahme, Streaming auf<br />

iPad, WLAN<br />

Dreiseitiges Ambilight XL, Fernbedienung<br />

mit Mauszeigersteuerung und Tastatur,<br />

Miracast, USB-Aufnahme, Streaming auf<br />

iPad, WLAN<br />

Verfügbarkeit erhältlich erhältlich erhältlich<br />

Zweiseitiges Ambilight XL, Fernbedienung<br />

mit Tastatur, Miracast, Multiroom Viewing,<br />

USB-Aufnahme, Streaming auf iPad,<br />

WLAN<br />

Bilder: Philips<br />

34 | 3.2013


Wenn Du wirklich Hunger hast,<br />

bestellst Du keinen Salat.


Serie X9005 W905 W805 / W807<br />

Größe/Preis 55 Zoll (4 999 Euro), 65 Zoll (6 999 Euro) 40 Zoll (1 499 Euro), 46 Zoll (1 999 Euro)<br />

55 Zoll (2 799 Euro), 65 Zoll (3 499 Euro)<br />

42 Zoll (1 099 Euro), 47 Zoll (1 499 Euro),<br />

55 Zoll (1 999 Euro)<br />

Farbe Schwarz Schwarz Schwarz (W805), Silber (W807)<br />

Bauweise Edge-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD<br />

Auflösung Ultra HD (4K) 3 840 × 2 160 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />

3D ja (Polfilter-Technik) ja (Shutter-Technik) ja (Polfilter-Technik)<br />

Bildfrequenz 200 Hz 200 Hz 100 Hz<br />

Smart-TV-Funktionen<br />

Apps, Browser, Mediatheken,<br />

Skype (Kamera extern), Video on Demand<br />

Apps, Browser, Mediatheken,<br />

Skype (Kamera extern), Video on Demand<br />

Apps, Browser, Mediatheken,<br />

Skype (Kamera extern), Video on Demand<br />

Tuner DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />

Besonderheiten<br />

Ultra-HD-Auflösung, Triluminos-Farbfilter,<br />

Miracast, NFC, USB-Aufnahme, WLAN<br />

Ultra-HD-Auflösung, Triluminos-Farbfilter,<br />

Miracast, NFC, USB-Aufnahme, WLAN<br />

Miracast, NFC, USB-Aufnahme, WLAN<br />

Verfügbarkeit ab Juni ab Mai erhältlich<br />

Serie WTW60 DTW60 ETW60<br />

Größe/Preis 47 Zoll (2 399 Euro), 55 Zoll (2 999 Euro) 42 Zoll (1 499 Euro), 47 Zoll (1 799 Euro),<br />

50 Zoll (1 999 Euro), 55 Zoll (2 499 Euro),<br />

60 Zoll (2 999 Euro)<br />

Farbe Silber Silber Silber<br />

42 Zoll (999 Euro), 47 Zoll (1 199 Euro),<br />

50 Zoll (1 399 Euro), 55 Zoll (1 699 Euro)<br />

Bauweise Edge-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD<br />

Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />

3D ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik)<br />

Bildfrequenz 200 Hz 100 Hz 100 Hz<br />

Smart-TV-Funktionen<br />

Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />

Media theken, Skype (Kamera intern),<br />

Video on Demand<br />

Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />

Media theken, Skype (Kamera extern),<br />

Video on Demand<br />

Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />

Media theken, Skype (Kamera extern),<br />

Video on Demand<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils<br />

Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils<br />

Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />

Besonderheiten<br />

Bluetooth, ISF-Kalibrierung, Touch-<br />

Fernbedienung, Streaming auf iPad,<br />

Sprachsteuerung, TV liest Texte vor, USB<br />

3.0, USB-Aufnahme, WLAN<br />

Bluetooth, ISF-Kalibrierung, Touch-<br />

Fernbedienung, Streaming auf iPad,<br />

Sprachsteuerung, TV liest Texte vor, USB<br />

3.0, USB-Aufnahme, WLAN<br />

Verfügbarkeit ab Mai 2013 ab Mai 2013 erhältlich<br />

TV liest Texte vor, Streaming auf iPad, USB<br />

3.0, USB-Aufnahme, WLAN<br />

Bilder: Panasonic, Sony<br />

36 | 3.2013


Ziemlich beste Freunde im April<br />

Ich seh was Besseres.<br />

Und wenn Du Lust auf richtig<br />

gutes Fernsehen hast,<br />

schaust Du nicht irgendwas.<br />

Sky. Du willst es doch auch.<br />

Game of Thrones, Staffel 3 im Mai<br />

The Tree of Life im April<br />

sky.de<br />

Fotos: © 2013 Home Box Office, Inc. All rights reserved. HBO® and all related programs are<br />

the property of Home Box Office, Inc.; © 2011 Concorde Filmverleih GmbH


Serie<br />

ZT60E<br />

VTW60 GTW60<br />

Größe/Preis<br />

60 Zoll (4 499 Euro)<br />

50 Zoll (2 199 Euro), 55 Zoll (2 699 Euro), 42 Zoll (1 299 Euro), 50 Zoll (1 599 Euro)<br />

65 Zoll (3 799 Euro)<br />

Farbe Schwarz Schwarz Schwarz<br />

Bauweise Plasma Plasma Plasma<br />

Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />

3D ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik)<br />

Bildfrequenz 200-Hz-äquivalent 200-Hz-äquivalent 200-Hz-äquivalent<br />

Smart-TV-Funktionen<br />

Apps, Browser, DLNA, HbbTV, Mediatheken,<br />

Skype (Kamera extern), Video on<br />

Demand<br />

Apps, Browser, DLNA, HbbTV, Mediatheken,<br />

Skype (Kamera intern), Video on<br />

Demand<br />

Apps, Browser, DLNA, HbbTV, Mediatheken,<br />

Skype (Kamera extern), Video on<br />

Demand<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils Doppeltuner,<br />

zwei CI-Schnittstellen)<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils Doppeltuner,<br />

zwei CI-Schnittstellen)<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />

Besonderheiten<br />

Limitierte Stückzahl, Bluetooth,<br />

ISF-Kalibrierung, Sprachsteuerung, THX<br />

(2D und 3D), Touch-Fernbedienung, Streaming<br />

auf iPad, TV liest Texte vor, USB 3.0,<br />

USB-Aufnahme, WLAN<br />

Bluetooth, ISF-Kalibrierung, Sprachsteuerung,<br />

THX (2D und 3D), Touch-Fernbedienung,<br />

Streaming auf iPad, TV liest Texte<br />

vor, USB 3.0, USB-Aufnahme, WLAN<br />

Bluetooth, ISF-Kalibrierung, THX (2D und<br />

3D), Streaming auf iPad, TV liest Texte vor,<br />

USB 3.0, USB-Aufnahme, WLAN<br />

Verfügbarkeit ab Mai 50 Zoll erhältlich, 55 und 65 Zoll ab Mai erhältlich<br />

Serie S9 F9500 F8090<br />

Größe/Preis 85 Zoll (ca. 30 000 Euro) 55 Zoll (ca. 10 000 Euro) 40 Zoll (1 599 Euro), 46 Zoll (2 099 Euro),<br />

55 Zoll (2 899 Euro)<br />

Farbe Schwarz Schwarz Silber<br />

Bauweise Direct-<strong>LED</strong>-LCD O<strong>LED</strong> Edge-<strong>LED</strong>-LCD<br />

Auflösung Ultra HD (4K) 3 840 × 2 160 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />

3D ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik)<br />

Bildfrequenz 200 Hz k. A. 200 Hz<br />

Smart-TV-Funktionen<br />

Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />

Mediatheken, Skype (Kamera intern),<br />

Video on Demand<br />

Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />

Mediatheken, Skype (Kamera intern),<br />

Video on Demand<br />

Apps, Browser, HbbTV, Mediatheken,<br />

Skype (Kamera intern), Video on<br />

Demand<br />

Tuner<br />

Besonderheiten<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils Doppeltuner,<br />

eine CI-Schnittstelle)<br />

Ultra-HD-Auflösung, Sprach- und<br />

Gestensteuerung, Touch-Fernbedienung,<br />

Streaming auf Galaxy-Geräte, USB-<br />

Aufnahme, WLAN<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils Doppeltuner,<br />

eine CI-Schnittstelle)<br />

O<strong>LED</strong>-Bildtechnologie, Multiview,<br />

Sprach- und Gestensteuerung, Touch-<br />

Fernbedienung, Streaming auf Galaxy-<br />

Geräte, USB-Aufnahme, WLAN<br />

Verfügbarkeit k. A. k.A. erhältlich<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils Doppeltuner,<br />

eine CI-Schnittstelle)<br />

Sprach- und Gestensteuerung, Touch-<br />

Fernbedienung, Streaming auf Galaxy-<br />

Geräte, USB-Aufnahme, WLAN<br />

Bilder: LG, Metz, Panasonic<br />

38 | 3.2013


Unser Tipp,<br />

wenn Sie wirklich<br />

ALLES über das<br />

digitale Fernsehen<br />

erfahren möchten:<br />

Serie LM960V EM960V<br />

Größe/Preis 84 Zoll (20 000 Euro) 55 Zoll (ca. 10 000 Euro)<br />

Farbe Schwarz Silber<br />

Bauweise Edge-<strong>LED</strong>-LCD O<strong>LED</strong><br />

Auflösung Ultra HD (4K) 3 840 × 2 160 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />

3D ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik)<br />

Bildfrequenz 200 Hz k. A.<br />

Smart-TV-Funktionen<br />

Apps, Browser, DLNA, Media theken,<br />

Skype (Kamera extern), Video on<br />

Demand<br />

Apps, Browser, DLNA, Media theken,<br />

Skype (k.A.), Video on Demand<br />

Tuner DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />

Besonderheiten<br />

Ultra-HD-Auflösung, Sprach- und<br />

Bewegungssteuerung, Miracast,<br />

NFC, USB-Aufnahme, Widi, WLAN<br />

O<strong>LED</strong>-Bildtechnologie, Sprach- und<br />

Bewegungssteuerung, Miracast,<br />

NFC, USB-Aufnahme, Widi, WLAN<br />

Verfügbarkeit erhältlich k.A.<br />

Serie LA9609 LA8609<br />

Größe/Preis<br />

47 Zoll (2 499 Euro),<br />

55 Zoll (2 999 Euro)<br />

42 Zoll (1 399 Euro), 47 Zoll<br />

(1 699 Euro), 55 Zoll (2 499 Euro),<br />

60 Zoll (2 999 Euro), 70 Zoll (k.A.)<br />

Farbe Silber Schwarz<br />

Bauweise Direct-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD<br />

Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />

3D ja (Polfilter-Technik) ja (Polfilter-Technik)<br />

Bildfrequenz 200 Hz 100 Hz<br />

Smart-TV-Funktionen<br />

Apps, Browser, DLNA, Mediatheken,<br />

Skype (Kamera intern),<br />

Video on Demand<br />

Apps, Browser, DLNA, Mediatheken,<br />

Skype (Kamera intern),<br />

Video on Demand<br />

Tuner DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />

Besonderheiten<br />

Nano-Full-<strong>LED</strong>-Beleuchtung,<br />

Sprach- und Bewegungssteuerung,<br />

Miracast, NFC, USB-Aufnahme,<br />

Widi, WLAN<br />

Verfügbarkeit ab Juni ab Mai<br />

Fernbedienung mit Sprach- und<br />

Bewegungssteuerung, Miracast,<br />

NFC, USB-Aufnahme, Widi,<br />

WLAN<br />

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im Abonnement oder<br />

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Tablets, Windows PC und<br />

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Jeden Monat neu<br />

am Kiosk<br />

und täglich aktuell unter<br />

www.digitalfernsehen.de


Serie Reference ID Individual Slim Frame Connect ID<br />

Größe/Preis<br />

40 Zoll (5 500 Euro), 46 Zoll (6 500 Euro)<br />

55 Zoll (7 500 Euro)<br />

40 Zoll (3 800 Euro), 46 Zoll (4 800 Euro),<br />

55 Zoll (5 800 Euro)<br />

40 Zoll (2 600 Euro), 46 Zoll (3 000 Euro),<br />

55 Zoll (3 550 Euro)<br />

Farbe Alu Silber, Alu Schwarz Alu Silber, Alu Schwarz, Alu Titan, Weiß Schwarz, Weiß, Silber, Orange, Grün, Beige<br />

Bauweise Edge-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD<br />

Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />

3D ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik)<br />

Bildfrequenz 200 Hz 200 Hz 100 Hz<br />

Smart-TV-Funktionen<br />

Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />

Mediatheken, Video on Demand<br />

Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />

Mediatheken, Video on Demand<br />

Apps, Browser, DLNA, HbbTV,<br />

Mediatheken, Video on Demand<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils<br />

Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils<br />

Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils<br />

Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />

Besonderheiten<br />

DR+ Streaming, interne Festplatte<br />

(1 000 GB), interner Vorverstärker und<br />

Mehrkanaldecoder, WLAN<br />

DR+ Streaming, interne Festplatte (750 GB),<br />

interner Vorverstärker und Mehrkanaldecoder,<br />

WLAN<br />

DR+ Streaming, interne Festplatte (500 GB),<br />

interner Vorverstärker und Mehrkanaldecoder,<br />

WLAN<br />

Verfügbarkeit erhältlich erhältlich erhältlich<br />

Serie LE857 LE757 LE657<br />

Größe/Preis<br />

60 Zoll (ca. 3 000 Euro), 70 Zoll<br />

(ca. 4 000 Euro), 80 Zoll (ca. 6 500 Euro)<br />

60 Zoll (ca. 2 300 Euro), 70 Zoll<br />

(ca. 3 500 Euro), 80 Zoll (ca. 6 000 Euro)<br />

60 Zoll (ca. 1 800 Euro), 70 Zoll<br />

(ca. 2 900 Euro)<br />

Farbe Schwarz Schwarz Schwarz<br />

Bauweise Edge-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD<br />

Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />

3D ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik)<br />

Bildfrequenz 200 Hz 200 Hz 100 Hz<br />

Smart-TV-Funktionen<br />

Apps, Browser, Skype (Kamera extern),<br />

Video on Demand<br />

Apps, Browser, Skype (Kamera extern),<br />

Video on Demand<br />

Apps, Browser, Skype (Kamera extern),<br />

Video on Demand<br />

Tuner DVB-C, DVB-T, DVB-S2 DVB-C, DVB-T, DVB-S2 DVB-C, DVB-T, DVB-S2<br />

Besonderheiten Quattron-Technologie, WLAN Quattron-Technologie, WLAN WLAN<br />

Verfügbarkeit Mai Mai erhältlich<br />

Bilder: Loewe, Samsung, Sharp, Toshiba<br />

40 | 3.2013


w<br />

Serie Aurus 3D Media twin R Taros <strong>LED</strong> Media Twin Z Axio pro <strong>LED</strong> Media twin R<br />

Größe/Preis 42 Zoll (3 599 Euro), 47 Zoll (3 999 Euro) 32 Zoll (1 599 Euro), 37 Zoll (1 799 Euro),<br />

42 Zoll (1 999 Euro)<br />

32 Zoll (1 799 Euro), 37 Zoll (1 999 Euro),<br />

42 Zoll (2 199 Euro)<br />

Farbe Aluminium-Schwarz Silber, Schwarz Anthrazit, Silber, Schwarz<br />

Bauweise Edge-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD<br />

Auflösung Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />

3D ja (Polfilter-Technik) nein nein<br />

Bildfrequenz 200 Hz 100 Hz 100 Hz<br />

Smart-TV-Funktionen Apps, DLNA, HbbTV Apps, DLNA, HbbTV Apps, DLNA, HbbTV<br />

Tuner<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils<br />

Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils<br />

Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />

DVB-T, DVB-C, DVB-S2 (jeweils<br />

Doppeltuner, zwei CI-Schnittstellen)<br />

Besonderheiten<br />

5 Jahre Garantie, USB-Aufnahme, interne<br />

Festplatte (750 GB)<br />

5 Jahre Garantie, USB-Aufnahme, Festplatte<br />

nachrüstbar (750 GB)<br />

5 Jahre Garantie, USB-Aufnahme, interne<br />

Festplatte (750 GB)<br />

Verfügbarkeit erhältlich erhältlich erhältlich<br />

Serie M9363DG L7363DG/M8363DG L4343DG<br />

Größe/Preis 58 Zoll, 65 Zoll, 84 Zoll (Preis: k.A.) 40 Zoll (849 Euro), 50 Zoll (1 199 Euro),<br />

58 Zoll (1 899 Euro)<br />

Farbe Schwarz Schwarz Schwarz<br />

32 Zoll (599 Euro), 39 Zoll (699 Euro),<br />

50 Zoll (999 Euro)<br />

Bauweise Edge-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD Edge-<strong>LED</strong>-LCD<br />

Auflösung Ultra HD (4K) 3 840 × 2 160 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel Full HD 1 920 × 1 080 Pixel<br />

3D ja (Polfilter-Technik, 58 Zoll Shutter-Technik) ja (Shutter-Technik) nein<br />

Bildfrequenz 200 Hz 100 Hz 50 Hz<br />

Smart-TV-Funktionen<br />

Apps, DLNA, Internetbrowser,<br />

Skype (Kamera extern)<br />

Apps, DLNA, Internetbrowser,<br />

Skype (Kamera extern)<br />

Apps, DLNA, Internetbrowser,<br />

Skype (Kamera extern)<br />

Tuner DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2 DVB-T, DVB-C, DVB-S2<br />

Besonderheiten<br />

Ultra-HD-Auflösung, Miracast,<br />

USB-Aufnahme, Widi, WLAN<br />

Miracast, USB-Aufnahme, Widi, WLAN<br />

Miracast, USB-Aufnahme, Widi, WLAN<br />

Verfügbarkeit 3. Quartal 2. Quartal 2. Quartal<br />

www.hdtvmagazin.com 41


Loewes<br />

Kultdesigner<br />

Bilder: Loewe<br />

42 | 3.2013


Hinter jedem Produkt steckt eine Idee,<br />

eine Geschichte. Und hinter jeder Geschichte<br />

stecken kreative Köpfe, die in<br />

einem Produkt mehr sehen, als nur die Summe<br />

von Bauteilen. Designern wie Edmund Englich<br />

ist es zu verdanken, dass wir an einem Fernseher<br />

selbst dann Spaß haben, wenn er ausgeschaltet<br />

ist. In unserem Interview verrät der<br />

Chefdesigner der Kultmarke Loewe, worauf es<br />

in der heutigen Zeit besonders ankommt und<br />

wie man als Designer eines Waschbeckens zum<br />

TV-Design kommt.<br />

Herr Englich, wo liegen Ihre Wurzeln, was das<br />

Thema der Produktgestaltung anbelangt?<br />

Ich habe ein berufliches Leben vor Loewe gehabt,<br />

das war maßgeblich in den Jahren 1991 bis 1998<br />

bei der Firma Molldesign in Schwäbisch Gmünd.<br />

Dort habe ich viel für die Sanitärwelt gearbeitet,<br />

unter anderem für Villeroy & Boch. Das erste<br />

meiner Produkte, das umgesetzt wurde, war ein<br />

Waschbecken, was dann letztendlich zur intensiven<br />

Zusammenarbeit zwischen Molldesign und<br />

mir führte.<br />

Vom Waschbecken zum Fernseher, das klingt<br />

ziemlich abenteuerlich!<br />

Die grundsätzliche Arbeit unterscheidet sich<br />

natürlich: Bei Molldesign war ich ein klassischer<br />

Produktdesigner, der eine Aufgabenstellung<br />

bekam und daraufhin gestalterisch tätig wurde.<br />

Heute habe ich viel mehr Managementaufgaben<br />

und auch einen größeren Unternehmensblick,<br />

sodass die Kreativität der Gestaltung nur einen<br />

Teil meiner Aufgaben ausmacht. Ein großer Vorteil<br />

bei Loewe ist, dass die Betreuung deutlich<br />

konsequenter erfolgt, und die Designer auf dem<br />

Weg bis zum Ergebnis optimal eingebunden<br />

werden.<br />

Haben sich Arbeitsabläufe durch die Computertechnik<br />

grundlegend gewandelt?<br />

Natürlich gab es zwischen 1991 und 1998 noch<br />

nicht die Computerausstattung, wie wir sie heute<br />

kennen und erste Waschbecken, an denen ich arbeitete,<br />

wurden ohne 3D-Grafiken erstellt. Somit<br />

musste ich am Reißbrett mit Bleistift und Tusche<br />

sowie Zeichen- und Pergamentpapier versuchen,<br />

die Konturen des finalen Objektes möglichst<br />

verständlich aufzuzeichnen, was allerdings nicht<br />

immer gelang. Bei einer Badewanne zeichnete<br />

ich z. B. die Vorgabe für einen Badewannengriff<br />

unmissverständlich hinein, doch als ich aus dem<br />

Modellbau den ersten Entwurf erhielt, wurde es<br />

völlig anders umgesetzt. Wie es der Zufall will,<br />

war dieses Missverständnis am Ende der bessere<br />

Ansatz, sodass wir diesen Zufallstreffer auch für<br />

das finale Produktdesign übernommen haben.<br />

Computergrafiken kamen erst am Ende meiner<br />

Zeit bei Molldesign auf, aber auch da handelte<br />

es sich zunächst um 2D-Grafiken. Bei Loewe<br />

hat sich das sehr schnell gewandelt, sodass 3D-<br />

Modelle am Computer zum Standard gehörten.<br />

„Der Trend des rahmenlosen Designs<br />

hat für den Verbraucher keinerlei<br />

Nutzen, durch die Werbung wird aber<br />

vermeintliche Modernität suggeriert.“<br />

Heute hat man mit den modernen Tools alles<br />

im Blick, Missverständnisse treten somit nicht<br />

mehr auf.<br />

Früher dominierten die Röhrenfernseher<br />

zwangsweise den Raum. Wie viel Gestaltungsspielraum<br />

bieten aktuelle Flachbildfernseher<br />

eigentlich noch?<br />

Wir waren sehr nervös und verunsichert, als<br />

2003/2004 der Technologiewandel kam (von der<br />

Bildröhre zur LCD-Technik, Anmerk. d. Red.).<br />

Zur Röhrenzeit waren wir bereits Vorbild was<br />

leichte, kompakte und straffe Anmutung bei<br />

den TV-Geräten anbelangt. Mit dem Technologiewandel<br />

stand natürlich die Technik im<br />

Vordergrund und wir waren irritiert, dass durch<br />

die schrumpfende dritte Dimension, also die<br />

immer geringeren Bautiefen, der Gestaltungsspiel<br />

immer enger wurde. Doch schnell wurde<br />

mir klar, dass dies nicht eine Kastration von<br />

Möglichkeiten war, sondern eine Ausweitung.<br />

Letztendlich war ein Röhrenfernseher immer ein<br />

Tischgerät, mit dem nötigen Unterbau in Ausnahmefällen<br />

auch ein freistehendes Gerät. Mit<br />

der Umstellung auf die Flachbild-TV-Technik<br />

stand als Erstes die Frage im Raum: Was passiert<br />

mit der Elektronik? Setzt man die Platinen hinter<br />

das Panel oder lagert man die Elektronik in eine<br />

Signalbox aus? Auch aufseiten der Lautsprecher<br />

haben wir ein modulares System: Ist der<br />

Lautsprecher integriert oder extern, seitlich oder<br />

darunter, handelt es sich um einen Lautsprecher<br />

oder ein ganzes System? Bei den Aufstellungsmöglichkeiten<br />

kam die Wandinstallation hinzu,<br />

was natürlich ganz neue innenarchitektonische<br />

Möglichkeiten schafft. Es gibt also viele Dinge,<br />

die sich zum Positiven gewandelt haben.<br />

Bei aller Zuversicht: Bietet wirklich jeder neue<br />

Designtrend einen Mehrwert für den Kunden?<br />

Natürlich gibt es Dinge, die rein marketinggetrieben<br />

sind, wie die aktuelle Entwicklung des<br />

Slim- bzw. Narrow-Frames, also des nahezu<br />

rahmenlosen Fernsehers. Dieser Trend hat für<br />

den Verbraucher eigentlich keinerlei Nutzen,<br />

sondern durch die Werbung wird dem Kunden<br />

vermeintliche Modernität suggeriert. Wir haben<br />

uns von diesem Trend nie stark beeinflussen<br />

lassen, sodass wir nicht in die Verlegenheit<br />

kommen, die dünnste Karosserie um das Panel<br />

bauen zu müssen. Für mich war immer klar,<br />

dass diese Entwicklung zur Entmaterialisierung<br />

beiträgt, und die Produkte dadurch immer<br />

anonymer werden. Die Fernseher werden zu<br />

einer gesichtslosen Gesamterscheinung, sodass<br />

im Extremfall nicht einmal mehr Platz für das<br />

Markenlogo besteht. Das führt dann letztendlich<br />

dazu, dass die Produkte immer vergleichbarer<br />

werden. Unsere Philosophie ist, dass wir Trends<br />

mitgehen, aber nicht bis zum Exzess, sodass jedes<br />

Produkt ein eigenes Gesicht und eine eigene<br />

Seele behält. Letztendlich sind unsere Produkte<br />

www.hdtvmagazin.com 43


Wohnaccessoires, die wahrgenommen werden<br />

wollen, auch wenn sie nicht eingeschaltet sind.<br />

Wenn die Geräte spielen, soll sich der Nutzer<br />

wiederum voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren<br />

können.<br />

Steckt in einem Luxusfernseher wie dem<br />

Reference ID mehr von Ihren Ideen als im<br />

erschwinglicheren Connect?<br />

Nein, beide Produkte sind echte Englichs,<br />

sowohl was die Idee, als auch was die Umsetzung<br />

anbelangt. Bei Loewe analysieren wir die<br />

Bedürfnisse von verschiedenen Zielgruppen, um<br />

diesen durch unsere Produkte Rechnung zu tragen.<br />

Wenn Sie mich nach meinem persönlichen<br />

Favoriten fragen: Ich bin nicht der Reference-ID-<br />

Typ, der Fernseher wäre mir zu skulptural und<br />

zu dominant. Ich bin mehr der Individual- und<br />

Connect-Typus. Vom Grundsatz entspricht<br />

aber auch der Reference ID durch seine extrem<br />

rechtwinklige und puristische Form einem architektonischen<br />

Ansatz und damit auch meiner<br />

Philosophie. Ein Reference-ID-Modell als reiner<br />

Monitor würde meiner Idealvorstellung von<br />

Innenarchitektur schon sehr nahe kommen.<br />

Was ist denn Ihre Idealvorstellung?<br />

Ich interpretiere einen Fernseher immer aus<br />

Sicht der gesamten Inneneinrichtung, und wenn<br />

ich das Design der Wohnung und das Design des<br />

Fernsehers in Kombination bestimmen dürfte,<br />

dann würden die Komponenten sehr verzahnt<br />

ineinandergreifen. Ich würde den Fernseher<br />

noch viel stärker in die Einrichtung integrieren,<br />

als es heute der Fall ist, damit sich der Fernseher<br />

noch weiter als körperhaftes Produkt<br />

„Heute sind wir getrieben von den<br />

Wettbewerbsregeln der asiatischen<br />

Märkte und hier gilt die Marketingstrategie:<br />

Neu ist immer besser<br />

als nicht neu.“<br />

zurücknimmt, aber dennoch als selbstbewusstes<br />

Produkt in Erscheinung tritt. Werkstoffe wie<br />

Stein und Holz würden unter diesem Aspekt<br />

eine größere Rolle spielen. Glas ist bei Loewe ein<br />

Werkstoff, der bereits sehr weitreichend eingesetzt<br />

wird und immer wenn wir intern darüber<br />

diskutieren, ob wir Glas aus Kostengründen einsetzen<br />

können, plädiere ich für diesen Werkstoff,<br />

da er eine unvergleichbare Wertigkeit ausstrahlt.<br />

Gibt es eigentlich noch so etwas wie nationales<br />

Design, oder nähert sich alles einem gedachten<br />

Ideal an?<br />

Ich glaube ein geographisch nachvollziehbares<br />

Design gibt es immer weniger, was unserer stark<br />

vernetzten Welt geschuldet ist. Durch die globalen<br />

Märkte nähern sich die Designs in Europa,<br />

Amerika und Asien weiter an und alles wächst<br />

kulturell und geistig zusammen. Regionale<br />

Gewichtungen spielen aber nach wie vor eine<br />

Rolle. Unser Design kann man als klassisches<br />

deutsches Design verstehen und dieser Stil ist<br />

mittlerweile auch international im Kommen.<br />

Die klare geometrische Kontrolle und Reduziertheit<br />

kann man auf den Bauhausstil und Braun<br />

zurückführen, der damals die industrielle Kultur<br />

geprägt hat.<br />

Folgt Design immer einer Funktion?<br />

Auf jeden Fall, Design und Bedienung sind nicht<br />

mehr voneinander zu trennen. Für uns stellt sich<br />

die Frage nach der Anwendung, d. h. wie wird<br />

ein Gerät später eingesetzt und wie geht man mit<br />

dem Produkt um. Je mehr Funktionen Einzug<br />

halten, desto leichter und intuitiver muss die<br />

Bedienung ausfallen. Aber auch der emotionale<br />

Faktor spielt eine große Rolle, schließlich soll<br />

Bedienung auch Spaß machen.<br />

Design und Klangqualität lassen sich aktuell<br />

aber nur sehr schwer miteinander vereinbaren,<br />

denn schlanker ist immer besser, oder?<br />

Der Designprozess ist immer ein Geben und<br />

Nehmen, d. h. wir weisen im Dialog auf bestimmte<br />

Designentscheidungen hin, die umgesetzt werden<br />

müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Natürlich<br />

muss jede Forderung mit Augenmaß vorgenommen<br />

werden, häufig machen wir den ersten<br />

Aufschlag, wohlwissend, dass unsere Vorgaben die<br />

Grenzen leicht überschreiten. Unsere Absicht ist<br />

es aber nicht, die Qualität des Produktes in Mitleidenschaft<br />

zu ziehen. Unser Audiotechnikleiter<br />

ist mein häufigster Sparringspartner, wenn es um<br />

die Umsetzung von neuen Designvorgaben geht,<br />

aber am Ende haben wir immer den richtigen<br />

Kompromiss gefunden, selbst wenn wir zwei bis<br />

drei Millimeter von unserer ersten Designvorgabe<br />

abrücken mussten.<br />

Reagiert man angesichts des Internets und kürzerer<br />

Produktzyklen vermehrt ferngesteuert?<br />

Natürlich war früher vieles langsamer, unser<br />

TV-Modell Calida war z. B. 8 Jahre im Markt. Das<br />

waren Zeiten, in denen wir alle in der Glückseligkeit<br />

unterwegs waren. Heute sind wir getrieben<br />

von den Wettbewerbsregeln der asiatischen<br />

Märkte und hier gilt die Marketingstrategie: Neu<br />

ist immer besser als nicht neu. Ob das im Sinne<br />

der Kunde ist, würde ich infrage stellen, aber die<br />

technologische Weiterentwicklung ist der aktuelle<br />

Motor unserer Branche. Durch die zunehmende<br />

Abkehr vom Gehäuse und den Designmöglichkeiten<br />

werden wir in Zukunft kaum noch diesen<br />

Wow-Effekt erleben, der das Funkeln in den<br />

Augen auslöst. Der Begriff neu wird bleiben, aber<br />

er wird sich in anderer Form darstellen. Bislang<br />

war es die Karosserie, die den Begriff des Neuen<br />

prägte, das wird in Zukunft nicht mehr ausreichen.<br />

Und wie begegnen Sie diesem Wandel?<br />

Wir verstehen uns bei Loewe nicht nur als<br />

Bildhersteller, sondern wir bieten auch Audiolösungen,<br />

unterschiedliche Aufstellungs- und<br />

Installationsmöglichkeiten, sind spezialisiert auf<br />

Benutzerführung und können ein innenarchitektonisches<br />

Grundverständnis vorweisen. Es gibt so<br />

viele Möglichkeiten, um Begeisterung für unsere<br />

Marke und unsere Produkte zu schaffen und ich<br />

habe das Privileg, meinen Beitrag dazu zu leisten.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

Bilder: Loewe<br />

44 | 3.2013


Setzen Sie ein Zeichen<br />

für Qualität<br />

Ganz gleich ob in Deutschland, den europäischen<br />

Nachbarländern, im fernen Japan oder<br />

auf der anderen Seite des großen Teichs:<br />

Überall auf der Welt geben Hersteller von<br />

Audio- und Videoelektronik ihr Bestes, um Sie<br />

nicht nur zufriedenzustellen, sondern um Sie<br />

zu begeistern. Auf den folgenden Seiten präsentieren<br />

wir Ihnen Produkte mit erstklassiger<br />

Technik, herausragendem Design und außergewöhnlichen<br />

Bedienlösungen, bei denen die<br />

Qualität an erster Stelle steht.<br />

Bilder: Loewe<br />

www.hdtvmagazin.com 45


<strong>HDTV</strong>-Qualitätsoffensive<br />

Sehen Sie.<br />

Hören Sie.<br />

Fühlen Sie.<br />

Wenn es einen Fernseher gibt, der<br />

nicht nur ein außergewöhnliches<br />

Bild- und Tonerlebnis liefert,<br />

sondern selbst im ausgeschalteten Zustand<br />

begeistert, dann ist es der BeoVision 11 von<br />

Bang & Olufsen. Bei diesem Produkt wurde<br />

alles verbaut, was gut und teuer ist, angefangen<br />

von aufsehenerregenden Materialien wie Glas<br />

und Metall, bis hin zu einer komplexen <strong>LED</strong>-<br />

Technik, die den Bildkontrast steigert.<br />

Das harmonische Zusammenwirken zwischen<br />

Technik und Design zeigt sich bereits beim<br />

Gehäuse. Die Designer von Bang & Olufsen<br />

verschoben den hochglanzpolierten Aluminiumrahmen<br />

etwas nach vorn, damit der Eindruck<br />

entsteht, als würde er bündig mit der Glasfläche<br />

abschließen. Dann eloxierten die Designer<br />

die innere Kante des Rahmens schwarz, um<br />

Reflexionen auf der Glasoberfläche selbst zu verhindern.<br />

Das Auge wird wie bei einer optischen<br />

Täuschung irregeführt, da es nur den polierten<br />

Teil des Rahmens sieht, den Rand selbst jedoch<br />

„Es geht immer darum,<br />

eine harmonische Einheit aus Bild,<br />

Klang, Raum und Ihnen,<br />

dem Benutzer, zu formen.“<br />

nicht. Die aufwändige Glasfilterscheibe scheint<br />

dadurch rahmenlos an der Wand zu schweben.<br />

Optisches Gesamtkunstwerk<br />

Durch das getönte und gehärtete Glas entstehen<br />

satte Bildschirmfarben, die zu einer verbesserten<br />

Bildtiefe beitragen. Und die reflexionsmindernde<br />

Beschichtung bewirkt, dass<br />

Sie keine unerwünschten Reflexionen sehen,<br />

sondern sich voll und ganz auf das Fernsehbild<br />

konzentrieren können. Gleichzeitig vermittelt<br />

das Glas eine unglaubliche Robustheit und<br />

in Kombination mit dem Aluminiumrahmen<br />

erscheint der BeoVision 11 wie ein modernes<br />

Gemälde, das elegant im Wohnzimmer thront<br />

und durch den motorisierten Standfuß schein-<br />

Bilder: Bang & Olufsen<br />

46 | 3.2013


ar schwerelos gedreht und geschwenkt werden<br />

kann. Der BeoVision 11 von Bang & Olufsen<br />

verfügt zudem über einzigartige Bildtechnologien,<br />

die insbesondere den Filmgenuss steigern.<br />

Häufig erscheinen Bilder zu dunkel oder zu hell<br />

und der Bildkontrast lässt zu wünschen übrig.<br />

Im BeoVision 11 arbeiten zwei ausgefeilte<br />

Technologien, um diesen Nachteilen entgegen<br />

zu wirken. Zunächst analysiert ein Lichtsensor<br />

das Umgebungslicht und dies nicht etwa<br />

wie bei jedem anderen Fernseher, sondern in<br />

einem Blickfeld von 360 Grad. Bang & Olufsen<br />

integrierte den Lichtsensor an der Oberkante<br />

des Fernsehers und der Sensor nimmt Licht<br />

aus allen Himmelsrichtungen auf. Somit ist es<br />

gleichgültig, ob Sie eine diffuse Deckenbeleuchtung<br />

verwenden oder den Fernseher vor einer<br />

Fensterfront positionieren: Der Fernseher wird<br />

die Bildhelligkeit immer so justieren, dass der<br />

erzielte Bildkontrast optimal zur Umgebung<br />

passt und das Bild weder flau noch überbrillant<br />

erscheint. Gleichzeitig setzt Bang & Olufsen<br />

auf eine intelligente <strong>LED</strong>-Beleuchtung, die<br />

die Helligkeit so anpasst, dass in Kinofilmen<br />

mit vielen dunklen Bildinhalten ein optimales<br />

Schwarz erzeugt wird. Das verbessert nicht nur<br />

den Bildeindruck, sondern wirkt auch einer<br />

uneinheitlichen Ausleuchtung entgegen.<br />

Der Maßstab unter den Fernsehern<br />

Natürlich wird jeder BeoVision 11 ab Werk auf<br />

besonders neutrale und natürliche Farben abgestimmt<br />

und die Bildschärfe erzielt bestmögliches<br />

200-Hertz-Niveau. Doch beim Betrachten der<br />

Bilder sind es nicht die Einzelteile, die begeistern,<br />

sondern das Gesamtergebnis. Mit diesem<br />

Fernseher machen Filme einfach Spaß, nicht<br />

zuletzt, weil die leistungsstarken Endstufen und<br />

Lautsprecher aus B&O-Entwicklung auch dem<br />

Kinoton jenen Nachdruck verleihen, den man<br />

bei Fernsehern häufig vermisst. Laut den Entwicklern<br />

von Bang & Olufsen geht es immer darum,<br />

eine harmonische Einheit aus Bild, Klang,<br />

Raum und Ihnen, dem Benutzer, zu formen. Mit<br />

dem BeoVision 11 hat Bang & Olufsen dieses<br />

Ziel zweifelsfrei erreicht.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Der Lichtsensor registriert Lichtquellen im<br />

360-Grad-Radius. Dadurch erscheinen Bilder<br />

nie zu hell oder zu dunkel.<br />

Hinter der Stoffbespannung verstecken sich die<br />

Lautsprecher. Dank der integrierten Audiomodule<br />

können Sie weitere Boxen anschließen.<br />

Der BeoVision 11 weist eine konkurrenzlose<br />

Verarbeitungsqualität auf, selbst die Rückseite<br />

weiß bei diesem Fernseher zu beeindrucken.<br />

Meilensteine in der Firmengeschichte<br />

Auf dem Dachboden des von der Familie<br />

Olufsen betriebenen Gutes nahe der<br />

norddänischen Stadt Struer beginnen<br />

die zwei jungen dänischen Ingenieure<br />

Peter Bang und Svend Olufsen mit der<br />

Herstellung von Radios.<br />

1925<br />

BeoVision 5: Bang & Olufsen<br />

präsentiert einen hochwertigen<br />

Plasmafernseher in der<br />

charakteristischen Blockform.<br />

Dieses Design findet bis heute<br />

viele Nachahmer.<br />

2002<br />

BeoVision 11: Bang & Olufsen veröffentlicht<br />

den fortschrittlichsten<br />

<strong>LED</strong>-LCD der Firmengeschichte.<br />

Unsere Testredaktion kührte den<br />

TV zum besten Fernseher des<br />

Jahres 2012.<br />

2012<br />

1950 2005<br />

Mit der Grandessa-Serie kommen<br />

die ersten FM-Radios von<br />

hochauflösenden LCD-Bild-<br />

BeoVision 7: Neben einem<br />

Bang & Olufsen auf den Markt.<br />

schirm und klangstarken Lautsprechern<br />

bietet der Fernseher<br />

Darüber hinaus wird der Prototyp<br />

des ersten Fernsehgerätes<br />

ein integriertes DVD- und<br />

vorgestellt.<br />

später auch Blu-ray-Laufwerk.<br />

www.hdtvmagazin.com 47


<strong>HDTV</strong>-Qualitätsoffensive<br />

Der Fernseher<br />

Als Referenz wird ein allgemeingültiger Maßstab bezeichnet, an dem sich alles andere orientiert.<br />

TV-Hersteller Loewe liefert mit dem Spitzenmodell Reference ID genau das: Einen Fernseher, der in<br />

wichtigen Kategorien Bestmarken setzt und darüber hinaus einen echten Maßstab definiert.<br />

Bilder: Loewe<br />

48 | 3.2013


Mit dem Reference ID liefert Loewe<br />

zuallererst eine optische Meisterleistung<br />

ab, denn der Fernseher thront<br />

als skulpturale Erscheinung im Wohnzimmer.<br />

Durch den frei schwebenden Bildrahmen<br />

vermittelt der Fernseher den Eindruck eines<br />

Gemäldes und der aus Aluminium gefertigte<br />

Block ist stabil und hochwertig gefertigt.<br />

Optisch nahtlos zieht sich die Glasscheibe über<br />

die gesamte Front, als starker Kontrast erweist<br />

sich nur die untere Abdeckung der Lautsprecher,<br />

die besonders aufwändig nach Kundenwunsch<br />

angefertigt werden kann. Nahezu jede Farbe<br />

und jedes Muster können Sie verwirklichen und<br />

sich somit einen ganz persönlichen Blickfang<br />

schaffen. Doch um Optik allein geht es Loewe<br />

mit dem Reference ID nicht.<br />

Qualität durch Tradition<br />

Loewe ist Fernsehbauer der ersten Stunde, kein<br />

Wunder, dass Technik und Signalverarbeitung<br />

optimal auf sämtliche Bildsignale abgestimmt<br />

sind. Ganz gleich ob Sie TV-Inhalte über Kabel,<br />

Satellit oder das Internet empfangen oder einen<br />

Film auf Blu-ray wiedergeben, die Bildaufbereitung<br />

garantiert, dass Schärfe und Farbtreue<br />

jederzeit natürlich wirken. Dank einer modernen<br />

Benutzeroberfläche gelang es Loewe, alle Bedienelemente<br />

optisch übersichtlich zusammenzufassen<br />

und den Nutzer über grafisch ansprechende<br />

Menüs Schritt für Schritt zum gewünschten<br />

Punkt zu leiten. Integrierte Doppeltuner und<br />

eine große Festplatte ermöglichen die Programmaufzeichnung,<br />

selbst wenn Sie parallel ein<br />

anderes Programm anschauen.<br />

HD in Bestform<br />

Damit schnelle Bewegungen nicht verwischen,<br />

setzt Loewe auf eine 400-Hertz-Technologie,<br />

deren komplexe Bildaufbearbeitung sämtliche<br />

Ruckler im Bildsignal eliminiert. Wenn Sie<br />

Peter Jacksons „Der Hobbit“ im Kino bestaunt<br />

haben, können Sie genau jenen Eindruck mit<br />

dem Reference ID nachstellen: Beste 3D-Qualität<br />

und flüssige Kinobilder erzeugen eine ganz<br />

besondere Sogwirkung. Die energiesparende<br />

<strong>LED</strong>-Beleuchtung inklusive einer intelligenten<br />

Bildaufbereitung ermöglicht eine maximale<br />

Energieeffizienz, ohne die Bildhelligkeit negativ<br />

„Sie können den Fernseher sogar zu<br />

einem vollwertigen Heimkino ausbauen,<br />

indem Sie einfach weitere<br />

Loewe-Lautsprecher anschließen.“<br />

zu beeinflussen. Weiterhin verbessert eine<br />

hochwertige Kontrastfilterscheibe den Sehgenuss:<br />

Das Präzisionsglas aus einer renommierten<br />

deutschen Glashütte optimiert die Kontraste<br />

und verringert Reflexionen. Damit der Klang<br />

dem Bild in nichts nachsteht, verbaut Loewe<br />

ausgewachsene Lautsprecherchassis. Das Innenleben<br />

zeigt, welche Qualitäten im Reference<br />

ID stecken: zwei Breitbandlautsprecher und ein<br />

6-Zoll-Subwoofer mit Passivmembran sorgen<br />

für eine große akustische Abstrahlfläche und ein<br />

Volumen von insgesamt 5,5 Litern – nur eines<br />

der Geheimnisse, warum der Loewe Reference<br />

ID ein so raumfüllendes und sattes Klangerlebnis<br />

erzeugt. Sie können den Fernseher sogar zu<br />

einem vollwertigen Heimkino ausbauen, indem<br />

Sie einfach weitere Loewe-Lautsprecher anschließen<br />

– sämtliche Audioelektronik ist bereits<br />

vorab im Fernseher installiert.<br />

Des Fernsehers Kern<br />

Bestes Bild, bester Ton, beste Verarbeitung,<br />

einfachste Bedienung: Die Zutaten für den<br />

Reference ID klingen wie der Wunschzettel<br />

eines jeden Fernsehfreundes. Mit dem Reference<br />

ID baut Loewe einen Fernseher, der in allen<br />

Kategorien vorn mitspielt: Ein echter<br />

Maßstab eben.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Auch freistehend macht Loewes Reference ID<br />

eine imposante Figur. Die leicht angewinkelte<br />

Stellung ermöglicht ein angenehmes<br />

Seherlebnis.<br />

Ob Holz- oder Metalloptik: Der Reference ID lässt sich<br />

optimal auf Ihren Wohnraum abstimmen.<br />

www.hdtvmagazin.com 49


<strong>HDTV</strong>-Qualitätsoffensive<br />

Heimkinoklang ohne Lautsprecher<br />

Fragt man einen Filmfan, was den Reiz<br />

einer Kinovorführung ausmacht, dann<br />

lautet die Antwort: Das große Bild und<br />

der große Ton. Flachbildfernseher scheinen<br />

dem Audiotrend allerdings hinterherzulaufen,<br />

denn immer schlankere Gehäuse lassen den<br />

Spitzenklang auf das Niveau eines Telefonhörers<br />

zusammenschrumpfen.<br />

Das größte Dilemma beim Fernseherklang sind<br />

neben den oftmals billigen Komponenten das<br />

fehlende Gehäusevolumen und die einseitige<br />

Abstrahlung. Im Ergebnis verkommt der<br />

Actionfilm zu einem emotionslosen Klangbrei<br />

und statt Effekten, die quer durch den Raum<br />

wandern, kommen alle Toninformationen<br />

scheinbar von einem Punkt. Eine Lösung wäre<br />

nun, mindestens fünf Lautsprecher inklusive<br />

eines großen Basslautsprechers zu installieren,<br />

doch neben dem immensen Kabelaufwand sind<br />

sichtbare Lautsprecher im Wohnzimmer häufig<br />

nicht erwünscht. Bose, seit jeher bekannt für<br />

nahezu unsichtbare Soundlösungen, stellte sich<br />

dieser Aufgabe und entwickelte die Lösung für<br />

alle Kinofans, die keine zusätzlichen Lautsprecher<br />

im Wohnzimmer installieren möchten: Das<br />

Videowave Entertainment System.<br />

Echter Raumklang<br />

Im Inneren des Fernsehers strahlen gleich<br />

mehrere Lautsprecher, jeweils zusammengefasst<br />

in Gruppen, in unterschiedlichen Richtungen ab.<br />

Der sogenannte Phaseguide schickt die Schallwellen<br />

zielgerichtet gegen Wände und reflektierende<br />

Oberflächen, sodass der Eindruck entsteht,<br />

dass der Klang nicht aus dem Fernseher, sondern<br />

aus unterschiedlichen Positionen des Raumes<br />

zu kommen scheint. Und da kein Raum einem<br />

anderen gleicht, liefert Bose ein Einmesssystem<br />

mit, das die akustischen Gegebenheiten des<br />

Wohnzimmers erfasst und die Tonbalance vollautomatisch<br />

angleicht.<br />

Klang, den man spürt<br />

Um besonders tiefe Töne zu realisieren, die man<br />

sonst nur mit einem ausgewachsenen Basslautsprecher<br />

erreicht, benötigt man Volumen.<br />

Deshalb ist das Gehäuse des Videowave Enter-<br />

Bilder: Bose<br />

50 | 3.2013


Der Fernseher blendet<br />

immer nur die passenden<br />

Bediensymbole ein.<br />

Das Ringmenü lässt sich<br />

kinderleicht über das<br />

Touchpad steuern.<br />

Über den Phaseguide werden<br />

die Töne punktgenau<br />

im Raum verteilt.<br />

Der schlangenförmige Basskanal<br />

verstärkt die tiefen<br />

Frequenzen.<br />

Das Bassmodul liefert<br />

echten Tiefton, den Sie sogar<br />

spüren können.<br />

tainment Systems etwas tiefer als bei den meisten<br />

Flachbildfernsehern, aber immer noch kompakt<br />

genug, um den Fernseher an die Wand zu<br />

hängen. Schaut man ins Innere des Fernsehers,<br />

„Ihre Erwartungen an guten Klang<br />

werden nicht mehr die<br />

gleichen sein, nachdem Sie Boses<br />

Fernseher gehört haben.“<br />

wird schnell klar, wo die verborgenen Qualitäten<br />

stecken: Bose integrierte ein Bassmodul, das<br />

gleich mehrere Lautsprecher zu einem beeindruckenden<br />

Tieftonlautsprecher koppelt. Sämtliche<br />

Schallwellen werden über einen Luftkanal<br />

verstärkt, der das Volumen scheinbar vervielfacht<br />

und somit jene ultratiefen Frequenzen<br />

ermöglicht, die innerhalb eines solch kompakten<br />

Systems unerreichbar erscheinen. Würden Sie<br />

bei einem herkömmlichen Fernseher einen<br />

Basslautsprecher derart nah an die Bildfläche<br />

stellen und einen Kinofilm genießen, so würde<br />

das innenliegende Schutzglas im Nu zerspringen.<br />

Bose entkoppelte dagegen die komplette Lautsprecheraufhängung<br />

und ganz gleich wie ohrenbetäubend<br />

laut der Fernseher auch aufspielt, es<br />

treten keine Schwingungen oder Eigengeräusche<br />

auf. Das heißt aber nicht, dass der Fernseher laut<br />

aufspielen muss, denn durch Boses dynamische<br />

Audiowiedergabe erzielt der Fernseher eine<br />

perfekte Sprachverständlichkeit und ein ausgeprägtes<br />

Volumen auch bei niedrigen Pegeln.<br />

Bild trifft Ton<br />

Boses Videowave Entertainment System beweist,<br />

dass ein Film nicht nur durch HD-Bildqualität,<br />

sondern auch durch HD-Sound begeistern<br />

kann. Es ist schon erschreckend, wenn man vom<br />

Bose-Fernseher auf ein anderes Modell zurück<br />

wechselt und feststellt, wie viel Atmosphäre eines<br />

Films verloren geht. In den deutschlandweiten<br />

Bose-Stores können Sie sich selbst ein Bild vom<br />

außergewöhnlichen Klang machen. Doch Vorsicht:<br />

Ihre Erwartungen an guten Klang werden<br />

nicht mehr die gleichen sein.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

www.hdtvmagazin.com 51


<strong>HDTV</strong>-Qualitätsoffensive<br />

Im Rausch der Farben<br />

Wenn es einen Hersteller gibt, der<br />

sich mit dem aktuellen Stand der<br />

Technik nicht zufriedengibt, dann<br />

ist es Sony. Bereits zu Röhren-TV-Zeiten fertigte<br />

Sony Geräte mit der exklusiven Trinitron-<br />

Technologie, um farbechtere und brillantere<br />

Bilder zu ermöglichen. In diesem Jahr setzt<br />

Sony als weltweit einziger Hersteller auf ein<br />

neues Verfahren, das genau wie die Trinitron-<br />

Röhre eine natürlichere und effizientere<br />

Bilddarstellung ermöglicht: 2013 ist das Jahr<br />

von Triluminos.<br />

Dass Sony-Fernseher besonders scharfe Bilder<br />

liefern, ist nach den zahlreichen Testberichten<br />

der letztjährigen Modelle kein Geheimnis mehr:<br />

Eine ausgefeilte Zwischenbildberechnung namens<br />

Motionflow befreit schnelle Bewegungen<br />

von Unschärfen und die Feinzeichnung von Details<br />

namens Reality Creation lässt <strong>HDTV</strong>-Bilder<br />

noch schärfer erscheinen. Mit dem letztjährigen<br />

Topmodell vervierfachte Sony sogar die Full-<br />

HD-Auflösung, sodass mehr als acht Millionen<br />

Bildpunkte (Ultra-HD- bzw. 4K-Auflösung)<br />

für gestochen scharfe Aufnahmen sorgen.<br />

Triluminos soll nun die Farbwiedergabe auf ein<br />

neues Level heben und dies durch winzig kleine<br />

Quantenpunkte.<br />

Die Schwäche von <strong>LED</strong><br />

Nahezu alle Flachbildfernseher setzen auf<br />

Leuchtdioden zur Lichterzeugung. <strong>LED</strong>s garantieren<br />

eine hohe Energieeffizienz und Helligkeit,<br />

doch das Farbspektrum des ausgesandten Lichts<br />

ist nicht optimal. Häufig sind zu viele Blauanteile<br />

im Licht vorhanden und es gelangen Photonen<br />

aus einem anderen Spektralbereich durch den<br />

Wie funktioniert Triluminos?<br />

Eine herkömmliche <strong>LED</strong>-Hintergrundbeleuchtung<br />

sorgt für ein eingeschränktes Farbspektrum.<br />

Die Quantenpunkte, die den Triluminos-Filter bilden,<br />

filtern das Licht der Hochleistungs-<strong>LED</strong>s.<br />

Das Farbspektrum erweitert sich und es sind deutlich<br />

mehr unterschiedliche Farbschattierungen erkennbar.<br />

Bilder: Sony, Stock.xchng<br />

52 | 3.2013


passiven Farbfilter – beispielsweise orangefarbenes<br />

Licht durch den roten Farbfilter. Das<br />

Ergebnis sind blasse und teilweise verfälschte<br />

Farben, die in bestimmten Bereichen leicht verwaschen<br />

wirken. Neue Technologien wie O<strong>LED</strong><br />

erzeugen im Gegensatz zu <strong>LED</strong>-LCDs reinere<br />

und kräftigere Farben, bislang ist die Technologie<br />

aber noch nicht marktreif und schlichtweg zu<br />

teuer. Sonys Triluminos-Technik macht sich die<br />

Vorteile der Farbdarstellung von O<strong>LED</strong>s zunutze<br />

und kombiniert die bessere Farbpracht mit der<br />

„Triluminos ermöglicht intensivere<br />

Farben und eine bessere Lichtausbeute<br />

bei gleichem Energieverbrauch.“<br />

etablierten <strong>LED</strong>-LCD-Technik. Die Triluminos-<br />

Technologie setzt sogenannte Quantenpunkte<br />

ein, winzig kleine Nanopartikel, die durch hochenergetisches<br />

Licht angeregt werden und dieses<br />

in einer bestimmten Wellenlänge, sprich Farbe,<br />

Farbenlehre mit Sony<br />

wieder abgeben. Die abgestrahlte Farbe lässt sich<br />

durch die Größe der Partikel steuern, sodass die<br />

Quantenpunkte exakt in den Grundfarben Rot,<br />

Grün und Blau leuchten.<br />

Reinere Farben<br />

Als Hintergrundbeleuchtung kommen spezielle<br />

blaue <strong>LED</strong>s zum Einsatz, diese strahlen hochenergetisches<br />

Licht ab. Zwischen der <strong>LED</strong>-<br />

Hintergrundbeleuchtung und dem LC-Display<br />

wird eine mit Quantenpunkten beschichtete<br />

Harzschicht, der Triluminos Farb-Booster,<br />

eingefügt. Das blaue Licht der Hintergrundbeleuchtung<br />

wird durch die Quantenpunkte, die in<br />

Kammern hinter den Subpixeln sitzen, in reines<br />

rotes und grünes und blaues Licht umgewandelt<br />

und durch die dynamische Lichtdurchlässigkeit<br />

des LCDs als farbiger Pixel auf dem Display<br />

sichtbar. Das ermöglicht nicht nur intensivere<br />

Farben, sondern auch eine bessere Lichtausbeute<br />

bei gleichem Energieverbrauch. Mit Sonys<br />

Fernsehern der X9- und W9-Serie haben Sie die<br />

Möglichkeit, die vielfältigen Farbnuancen eines<br />

Kinofilms wiederzugeben, denn das Kinooriginal<br />

bietet einen deutlich größeren Farbraum, als<br />

es der digitale Standard für das Wohnzimmer<br />

zulässt. Sonys Konvertierung rekonstruiert die<br />

verlorengegangenen Informationen, gleichzeitig<br />

bleiben Hauttöne aber natürlich.<br />

Pixelmagie<br />

Die diesjährigen Topmodelle der X9-Serie berechnen<br />

mehr als acht Millionen Bildpunkte für<br />

jedes Einzelbild bei bis zu 200 Bildern pro Sekunde.<br />

Da sich jeder Bildpunkt aus den Grundfarben<br />

Rot, Grün und Blau zusammensetzt, müssen die<br />

Fernseher knapp 5 Milliarden Bildinformationen<br />

pro Sekunde berechnen – eine unvorstellbare Datenmenge.<br />

Dank Sonys exklusiver Bildverarbeitung<br />

profitieren alle eingehenden Inhalte von der<br />

Pixelvervielfachung und dank Triluminos werden<br />

Farbschattierungen sichtbar, die bislang dem<br />

eingeschränkten Farbspektrum zum Opfer fielen.<br />

Mit den Triluminos-<strong>TVs</strong> wird Ihre Filmsammlung<br />

in einem ganz neuen Licht erstrahlen.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

2005<br />

Knapp 250 000 echte Gummibälle<br />

machten 2005 die<br />

Straßen von San Francisco<br />

unsicher. 23 Kameraleute<br />

kümmerten sich darum, dass<br />

das Spektakel für die Ewigkeit<br />

aufgezeichnet wurde.<br />

Nicht nur im TV, sondern<br />

auch im Printbereich trieb es<br />

Sony bunt: Mit derart auffälligen<br />

Mustern warb man für<br />

die hauseigenen LCD-Fernseher<br />

der Bravia-Serie.<br />

2006 2007<br />

Eine Pyramide in Gizeh vollständig<br />

bedeckt von bunten<br />

Fäden? Mitnichten, denn<br />

erstmals setzte Sony auf Computertricks.<br />

Die Rollen ließ<br />

man dagegen über ähnliches<br />

aussehendes Gestein poltern.<br />

2006<br />

Eigentlich sollten die trostlosen<br />

Bauten in Toryglen, im Süden<br />

Glasgows, abgerissen werden,<br />

doch 70 000 Liter Farbe und<br />

1 700 Zündkapseln sorgten<br />

für einen unerwartet bunten<br />

Niederschlag.<br />

2007<br />

200 putzige Knethasen rennen<br />

durch New York und werden am<br />

Ende zu einem 9 Meter hohen<br />

Riesenhasen. Der amüsante Spot<br />

verschlang 2,5 Tonnen Knete, 40<br />

Künstler benötigten 4 Stunden<br />

für 4 Sekunden Film.<br />

Nicht nur technologisch, sondern auch in Sachen Werbung sorgt Sony regelmäßig für staunende Gesichter: In den letzten 10 Jahren rückte der TV-Hersteller die präzise Farbdarstellung<br />

der hauseigenen Fernseher besonders kreativ in den Fokus.<br />

www.hdtvmagazin.com 53


<strong>HDTV</strong>-Qualitätsoffensive<br />

Der Maßstab<br />

für Heimkinos<br />

Als JVC vor 7 Jahren den ersten Full-HD-<br />

Projektor mit der D-ILA-Technologie<br />

vorstellte, war der Markt der High-<br />

End-Projektoren fest in der Hand der DLP- und<br />

LCD-Technik. Mit dem JVC DLA-HD10 gelang<br />

dem Projektionsneuling JVC nicht nur ein Achtungserfolg,<br />

sondern gültige Gesetze mussten<br />

scheinbar neu geschrieben werden. In unserem<br />

Test anno 2006 attestierten wir dem Projektor<br />

die bis dato beste Bildqualität und sagten dem<br />

Luxusobjekt eine goldene Zukunft voraus.<br />

Aus Full HD wird Ultra HD<br />

Was folgte ist Geschichte: Im Jahresrhythmus verbesserte<br />

JVC die eigens entwickelte Projektionstechnik<br />

und Projektoren mit D-ILA-Technologie<br />

sind mittlerweile ein anerkannter Standard im<br />

heimischen Kino geworden.<br />

Wie von Zauberhand<br />

Selbst deutlich teurere Projektoren bieten nicht<br />

den Bedienluxus, die JVC mit den D-ILA-<br />

Beamern zum Standard erhebt. Die komplett<br />

motorisierte Optik erlaubt es, die Bildvergrößerung<br />

und -verschiebung bequem vom Sitzplatz<br />

aus zu regeln und auch die optimale Anpassung<br />

der Bildschärfe gelingt fein dosiert per Tastendruck.<br />

Verfügen Sie über eine Leinwand, um das<br />

Bildformat zu wechseln, können Sie dieses am<br />

Projektor vorab speichern, um es mit nur einem<br />

Tastendruck aufzurufen. So gelingt der Kinoabend<br />

im XXL-Superbreitbildformat genauso<br />

beeindruckend wie im Kino.<br />

Das ist echtes Kino<br />

Alles, was Kinofilme so besonders macht, liefert<br />

JVC mit den D-ILA-Projektoren auf dem Silbertablett:<br />

Große Bilddiagonalen, die mit Flachbildfernsehern<br />

unerreichbar bleiben. Das Kinoformat<br />

21 : 9, das Filme im Superbreitbild ohne schwarze<br />

Balken zeigt. Eine ultimative Schwarzdarstellung,<br />

sodass kontraststarke Szenen eine sehr räumliche<br />

Struktur erhalten. Und eine Farbwiedergabe, bei<br />

R<br />

Projektionsoptik<br />

G<br />

B<br />

D-ILA-Panels<br />

E-Shift-Element<br />

Auf einer Blu-ray liegen Bilder mit 2 Millionen Bildpunkten<br />

(Full HD) vor. JVCs Projektoren vervierfachen<br />

die Pixelmenge auf Ultra-HD-Niveau.<br />

Die mehr als 8 Millionen Bildpunkte werden mittels Full-HD-Panel erzeugt, in JVCs Projektoren arbeitet jeweils ein<br />

D-ILA-Full-HD-Panel für jede Grundfarbe. Über das E-Shift-Element werden die erzeugten Pixel versetzt wiedergegeben<br />

und durch eine optimierte Bildberechnung entsteht am Ende der Eindruck eines Ultra-HD-Bildes.<br />

Bilder: JVC<br />

54 | 3.2013


Alles, was das Heimkinoherz begehrt:<br />

Neben den Bildeingängen finden Sie<br />

Netzwerk- und 12-Volt-Anschlüsse. Damit<br />

lassen sich JVC-Projektoren optimal in ein<br />

professionelles Heimkino integrieren, selbst<br />

Vorsatzlinsen und motorisierte Leinwände<br />

reagieren auf Knopfdruck.<br />

Dank der fernsteuerbaren<br />

Optik lassen<br />

sich sämtliche Bildkorrekturen<br />

bequem<br />

am<br />

Sitzplatz oder<br />

direkt an der Leinwand<br />

durchführen.<br />

Im<br />

ausgeschalteten<br />

Zustand schützt eine<br />

motorisierte Blende die<br />

Optik vor Staub.<br />

der die Hauttöne realistisch bleiben. Gleichfalls<br />

erscheinen die Bilder flimmerfrei und weisen eine<br />

sehr gute Ausleuchtungsgenauigkeit auf.<br />

Handverlesen<br />

Zu den aktuellen Prestigemodellen gehören der<br />

DLA-X95R und DLA-X75R. Beide Projektoren<br />

„Alles, was Kinofilme so besonders<br />

macht, liefert JVC mit den D-ILA-<br />

Projektoren auf dem Silbertablett.“<br />

kosten mit 7 000 bzw. 10 000 Euro ein kleines<br />

Vermögen, bieten allerdings streng limitierte Bauteile,<br />

die über eine besonders hohe Güte verfügen.<br />

Dadurch erreichen die Spitzenmodelle den besten<br />

Bildkontrast aller Projektoren, denn je effektiver<br />

der komplexe Lichtweg im Projektor gegenüber<br />

Streulicht optimiert wird, desto kontrastreichere<br />

Bilder erwarten Sie. Nicht zu vergessen die zwei<br />

Streulichtblenden, die in den Top-Modellen nicht<br />

nur im Brennpunkt der Optik, sondern auch<br />

am Anfang des Lichtwegs sitzen. Exklusiv ist<br />

im DLA-X95R und DLA-X75R ein zusätzlicher<br />

Farbfilter enthalten, der vor allem Fotografen<br />

in Verzückung versetzt, denn endlich kann die<br />

Fotobearbeitung im extrem breiten Adobe-<br />

Farbraum erfolgen, was Bilder deutlich brillanter<br />

zeigt. Dank einer immens umfangreichen<br />

Farbkorrektur können Sie nahezu jeden Farbton<br />

einzeln abgleichen und sogar unterschiedliche<br />

Leinwandtypen kompensieren, schließlich ist das<br />

sichtbare Bild immer die Summe aus projiziertem<br />

Bild, Leinwandoberfläche und einfallendem<br />

Umgebungslicht.<br />

Aus Full HD wird Ultra HD<br />

Mit den Spitzenprojektoren von JVC können Sie<br />

jede Quelle in Ultra-HD-Qualität bestaunen,<br />

denn die Projektoren erzeugen die acht Millionen<br />

Bildpunkte über das sogenannte E-Shift-Element.<br />

Hierbei werden in sehr schneller Abfolge zwei<br />

zusammengehörige Full-HD-Bilder nacheinander<br />

auf die Leinwand projiziert und in unserer<br />

Wahrnehmung entsteht ein vollwertiges Ultra-<br />

HD-Bild. Treten Sie nah an die Leinwand heran,<br />

können Sie die Vorteile der Bildberechnung leicht<br />

erkennen: Konturen erscheinen feiner abgestuft,<br />

Details sind leichter erkennbar. Wie stark Sie die<br />

Bildberechnung ausnutzen, liegt ganz an Ihnen,<br />

denn die Bildberechnung können Sie nahezu<br />

stufenlos hinzuschalten. Gleiches gilt für die<br />

Zwischenbildberechnung, die Nachzieheffekte<br />

kompensiert und die Bewegtbildschärfe verbessert.<br />

JVCs Projektoren sind damit ein ideales<br />

Werkzeug für alle, die den Bildeindruck besonders<br />

exakt auf den heimischen Heimkinoraum<br />

abstimmen und keine Kompromisse eingehen<br />

möchten. Auch dieses Jahr führt JVC die Erfolgsgeschichte<br />

der D-ILA-Projektoren nahtlos fort<br />

und wir gespannt, welche Überraschungen uns in<br />

den nächsten 7 Jahren erwarten.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

+ =<br />

Das herkömmliche Full-HD-<br />

Bild zeigt bei starker Vergrößerung<br />

eine Pixelstruktur.<br />

Durch das E-Shift-Element<br />

wird ein zusätzliches, leicht<br />

verschobenes Bild erzeugt, ...<br />

... das in Kombination mit dem<br />

Full-HD-Bild die Pixelstruktur<br />

nahezu verschwinden lässt.<br />

www.hdtvmagazin.com 55


<strong>HDTV</strong>-Qualitätsoffensive<br />

Panasonic Viera<br />

Die intelligenteren Fernseher<br />

Alle sprechen von smarten Fernsehern,<br />

doch die Realität sieht bekanntlich<br />

anders aus: Kaum jemand nutzt<br />

die integrierten Multimediafunktionen. Zu<br />

kompliziert ist häufig die Bedienung, gerade<br />

für Konsumenten, die sich nicht mit Computertechnik<br />

auskennen. Panasonic hat diese Defizite<br />

erkannt und verbessert die hauseigenen<br />

Fernseher durch eine intelligente Software, um<br />

Ihren TV-Alltag einfacher zu gestalten.<br />

Bislang waren Internetfernseher nicht mehr als<br />

ein netter Zeitvertreib, wirklich auf den Nutzer<br />

zugeschnitten waren die Konzepte jedoch nie.<br />

Panasonic rückt den Fernseher dieses Jahr in<br />

den Mittelpunkt des Wohnzimmers und ver-<br />

Panasonic Viera: Das neue Familienmitglied<br />

Über die beiliegende Zweitfernbedienung melden Sie<br />

sich per Sprache an.<br />

Die integrierten Kameras (WTW60- und VTW60-<br />

Serien) sehen, wer gerade vor dem Fernseher sitzt.<br />

Anhand der Gesichtserkennung registriert der Fernseher,<br />

welche Menüoberfläche geladen werden muss.<br />

Bilder: Panasonic<br />

56 | 3.2013


Panasonics Viera-Fernseher verfügen über <strong>HDTV</strong>-Doppeltuner für alle Empfangswege. Das ermöglicht den parallelen<br />

Empfang zweier Sender und Sie können unabhängig vom TV-Bild ein zweites Programm auf das iPad streamen.<br />

schreibt sich ganz den persönlichen Interessen<br />

der Nutzer. Da jeder Anwender andere Inhalte<br />

bevorzugt, können bis zu vier Personen einen<br />

eigenen Startbildschirm kreieren, in dem das<br />

normale Fernsehprogramm ebenso seinen Platz<br />

findet, wie Internetvideokanäle und Websites.<br />

Über die Kamera erkennt der Fernseher, welche<br />

Person Platz nimmt, woraufhin der Viera-TV<br />

den Startbildschirm automatisch anpasst. Den<br />

Topmodellen der LCD- und Plasmafernseher<br />

liegt eine Zweitfernbedienung bei, die nur die<br />

nötigsten Tasten bietet und gerade Einsteigern<br />

„Das entsprechende Tablet<br />

vorausgesetzt, folgen Ihnen<br />

die Sender neuerdings durch<br />

das ganze Haus.“<br />

entgegenkommt. Zudem unterstützt sie dank<br />

eines integrierten Mikrofons die Spracheingabe,<br />

sodass Sie dem Fernseher eindeutige Kommandos<br />

geben können – alternativ greifen Sie<br />

einfach auf Ihr Smartphone und die Panasonic<br />

Viera-Remote-2-App zurück. Eine Textsuche im<br />

Internet gelingt so spielend einfach, umgekehrt<br />

kann Ihnen der Fernseher die Inhalte von Websites<br />

vorlesen, falls Sie nicht die ganze Zeit auf<br />

den Bildschirm schauen möchten.<br />

Doppelt sieht besser<br />

Erstmalig verbaut Panasonic gleich zwei <strong>HDTV</strong>-<br />

Tuner für alle Empfangswege, was vielfältige<br />

Möglichkeiten eröffnet. Bislang durften Sie<br />

während einer Programmaufnahme auf eine<br />

USB-Festplatte den Kanal nicht wechseln, dies ist<br />

mit den neuen Viera-Modellen nun problemlos<br />

möglich. Einfach beide TV-Eingänge mit den<br />

nötigen TV-Signalen versorgen und schon können<br />

Sie eine Aufnahme starten und ein anderes<br />

Programm schauen. Die Doppeltuner ermöglichen<br />

ebenfalls die Anzeige von zwei unterschiedlichen<br />

Programminhalten zur gleichen Zeit und<br />

innerhalb der Senderliste erspähen Sie, was auf<br />

den anderen Kanälen läuft, während das Hauptprogramm<br />

im großen Fenster sichtbar bleibt.<br />

Fernseher mit Persönlichkeit<br />

Auch wenn es anfangs etwas unheimlich<br />

erscheint, mit den aktuellen Panasonic-<strong>TVs</strong> zu<br />

reden, anstatt Tasten zu drücken, so lernt man<br />

die neue Bedienfreiheit schnell zu schätzen. Auf<br />

dem Startbildschirm finden nur noch die Inhalte<br />

Platz, die den eigenen Vorlieben entsprechen<br />

und dank des Doppeltunerkonzepts kann auch<br />

während einer Programmaufzeichnung der<br />

Fernsehabend nach eigenen Interessen gestaltet<br />

werden. Das entsprechende Tablet vorausgesetzt,<br />

folgen Ihnen die Sender neuerdings durch das<br />

ganze Haus und das Umschalten zwischen den<br />

Sendern klappt unabhängig von der Programmdarstellung<br />

des Fernsehers. Wir sind gespannt,<br />

ob Panasonics neue Viera-Generation dazu<br />

beitragen wird, die Akzeptanz der Internetunterhaltung<br />

im Wohnzimmer zu erhöhen. In jedem<br />

Fall sind die neuen Viera-<strong>TVs</strong> vor allem eines:<br />

Verdammt smart.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Der Startbildschirm ändert sich, je nachdem, welches<br />

Familienmitglied sich angemeldet hat.<br />

Somit können Sie sich Ihre ganz persönliche Unterhaltungswelt<br />

zusammenstellen.<br />

Die Viera-Fernseher erlauben es, bis zu vier vollkommen<br />

unterschiedliche Startbildschirme abzuspeichern.<br />

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<strong>HDTV</strong>-Qualitätsoffensive<br />

Niederländische<br />

In Philips’ Fidelio BDP9700 schlummern ein Ringkerntransformator<br />

und hochwertige Digital-Analog-Wandler,<br />

um sämtliche Signalquellen störungsfrei wiederzugeben.<br />

Bilder: Philips<br />

58 | 3.2013


Die Philips-Soundbar Fidelio HTL9100 liefert die hinteren Surroundkanäle<br />

gleich mit: Ziehen Sie die seitlichen Lautsprecher einfach ab und stellen Sie diese<br />

frei im Raum auf, um echten Raumklang zu erzeugen. Die integrierten Akkus<br />

werden geladen, wenn Sie beide Lautsprecher mit der Soundbar koppeln.<br />

Klangkultur<br />

Mit dem Namen Philips verbindet man<br />

nicht nur bestes Bild, sondern auch<br />

ehrlichen Klang. Ganz gleich, ob<br />

Radio-, CD- oder Musikstreaming-Ära, Philips<br />

versteht es bis heute, bezahlbare Soundsysteme<br />

mit bestmöglichen Technologien auszustatten.<br />

Bereits seit mehreren Jahren legendär ist die<br />

9000er-Serie der Philips-Blu-ray-Player. Im<br />

Gegensatz zu vielen Konkurrenzmodellen stecken<br />

im High-End-Modell von Philips noch ein<br />

echter Ringkerntransformator sowie hochwertige<br />

Digital-Analog-Wandler, um bestmöglichen<br />

Klang ohne Störgeräusche wiederzugeben.<br />

Dieser Aufwand zeigt sich auch beim diesjährigen<br />

Player BDP9700 (550 Euro), der im edlen<br />

Metallgehäuse daherkommt. Ein Blick auf die<br />

Rückseite genügt, um ins Schwärmen zu geraten:<br />

Gleich zwei HDMI-Ausgänge versorgen einen<br />

Fernseher und Projektor parallel, ältere AV-Receiver<br />

docken über die optischen und koaxialen<br />

Digitalschnittstellen an und ein 7-Kanalaudioausgang<br />

gewährleistet die HD-Audioqualität<br />

einer Blu-ray, selbst wenn Ihr Receiver die Tondaten<br />

nicht entschlüsseln kann. Nicht selbstverständlich,<br />

aber umso löblicher ist die Unterstützung<br />

von Super-Audio-CDs, deren Klangqualität<br />

herkömmlichen digitalen Audiodatenträgern<br />

haushoch überlegen ist – mit dem BDP9700<br />

können Sie diesen Mehrwert hören. Natürlich<br />

kommt auch die Bildqualität nicht zu kurz: Der<br />

QDEO-Chipsatz verringert Bildrauschen und<br />

schärft Konturen behutsam nach, um Filme auf<br />

Blu-ray noch sauberer und schärfer darzustellen.<br />

„Dank potenter Chipsätze reicht die<br />

Leistung des Blu-ray-Players sogar<br />

für die Ultra-HD-Auflösung.“<br />

DVDs werden mittels Kantenglättung und Pixelvervielfachung<br />

auf das HD-Niveau konvertiert<br />

und dank potenter Chipsätze reicht die Leistung<br />

sogar für die Ultra-HD-Auflösung von mehr als<br />

acht Millionen Bildpunkten. Dem nicht genug,<br />

baut der BDP9700 über den schnellen WLANn-Standard<br />

einen drahtlosen Internetzugang auf,<br />

sodass Sie Ihren Fernseher ganz einfach in einen<br />

Smart-TV verwandeln können.<br />

Getrennt hört man besser<br />

Soundbars gibt es mittlerweile wie Sand am<br />

Meer, doch wirklich innovative Lösungen<br />

finden sich nur selten. Philips beweist mit der<br />

brandneuen HTL9100 (799 Euro), dass im<br />

Konzept des All-in-one-Lautsprechers noch jede<br />

Menge Potenzial schlummert. Die HTL9100<br />

kann stehend oder liegend betrieben werden (ein<br />

Lagesensor erkennt die Ausrichtung automatisch)<br />

und der mitgelieferte Tieftonlautsprecher<br />

kommuniziert drahtlos mit der Soundbar. Über<br />

zwei HDMI-Eingänge spielen Sie Mehrkanalsignale<br />

in Dolby Digital zu, alternativ wandelt die<br />

Soundbar Zweikanalquellen in 5.1-Ton. Drahtlos<br />

gelingt nicht nur die Kommunikation zum<br />

mitgelieferten Subwoofer, sondern auch Musik<br />

von Ihrem Smartphone können Sie mittels<br />

Bluetooth ohne Kabel zur Soundbar streamen.<br />

Der Clou der HTL9100 besteht allerdings in<br />

den abnehmbaren Surroundlautsprechern: An<br />

beiden Seiten der Soundbar sind Boxen für die<br />

rückseitige Beschallung angekoppelt, sodass<br />

Sie die Surroundeffekte vornehmlich von vorn<br />

wahrnehmen. Ziehen Sie die kleinen Lautsprecher<br />

hingegen ab, können Sie diese völlig frei im<br />

Raum aufstellen und so echten Surroundklang<br />

erleben. Die integrierten Akkus der Rücklautsprecher<br />

werden aufgeladen, sobald die<br />

Zusatzboxen an die Soundbar angedockt werden.<br />

Einziger echter Wermutstropfen: Die HTL9100<br />

ist nach aktuellen Informationen erst ab Mai<br />

erhältlich.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

www.hdtvmagazin.com 59


JVC<br />

DLA-X35<br />

KAUFTIPP<br />

3/2013<br />

Heimkinobilder<br />

für jedermann<br />

In unserer letzten Ausgabe stand alles im<br />

Zeichen der Wohnzimmerprojektion, mit<br />

dem neuen JVC-Projektor DLA-X35 richten<br />

sich dagegen die Blicke dem echten Heimkino<br />

zu. Bereits seit Jahren steht JVCs eigens entwickelte<br />

Projektionstechnik namens D-ILA in der<br />

Gunst der Heimkinofans ganz weit oben, doch<br />

kann der DLA-X35 an alte Erfolge anknüpfen?<br />

Angesichts der veranschlagten 3 000 Euro wirkt<br />

das Gebotene fast schon luxuriös, denn im Inneren<br />

des DLA-X35 schlummert eine vollständig<br />

motorisierte Optik. Drücken Sie die Taste „Lens<br />

Control“ auf der Fernbedienung, erscheinen<br />

Gitternetzlinien, die die Ausmaße des projizierten<br />

Bildes wiedergeben. Über das Steuerkreuz passen<br />

Sie bequem die Bildgröße und nach wiederholtem<br />

Druck auf die Taste auch die Schärfe und Lage<br />

des Bildes an. Auch die Bildverschiebung erlaubt<br />

unkonventionelle Installationen, sodass der Projektor<br />

nicht zwingend zentriert vor der Leinwand<br />

aufgestellt werden muss.<br />

Superbreitbild ohne schwarze Balken<br />

Heimkinofans freuen sich besonders über<br />

getrennte Bildformatspeicher: Einmal eingestellt<br />

und auf den Speicherbänken verewigt, gleicht der<br />

Projektor unterschiedliche Bildformate wie 16 : 9<br />

und 21 : 9 mit nur einem Tastendruck ab, auch<br />

wenn der gesamte Vorgang eher gemächlich vonstattengeht.<br />

Besitzen Sie beispielsweise eine Leinwand<br />

im 21 : 9-Format, können Sie das Bild soweit<br />

vergrößern, dass die schwarzen Balken außerhalb<br />

der Bildfläche liegen. Echte Profis schwören dagegen<br />

auf eine Vorsatzoptik und dank der 12-Voltund<br />

Netzwerk-Anschlüsse kann der Projektor<br />

vollständig in einen High-End-Kinosaal integriert<br />

werden. Aktivieren Sie die Bildvorverzerrung,<br />

fährt die Vorsatzoptik automatisch vor die Linse<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

60 | 3.2013


und die Leinwand wechselt das Bildformat. Somit<br />

ahmen Sie genau jenen imposanten Eindruck<br />

nach, wie er sonst nur im Kinosaal anzutreffen ist.<br />

Bei allem Freiraum sollten Sie die maximal mögliche<br />

Verschiebung nur im Notfall ausloten, denn<br />

der Bildschärfe sind extrem versetzte Aufstellungen<br />

nicht zuträglich. Immerhin erlaubt eine<br />

pixelgenaue Korrektur, farbige Doppelkonturen<br />

auszumerzen. Auch im Bereich der Bildvergrößerung<br />

gilt es, einen wichtigen Punkt zu beachten:<br />

Nur bei maximaler Bildvergrößerung erreicht<br />

der Projektor die bestmögliche Bildhelligkeit, je<br />

stärker Sie das Bild verkleinern, desto geringer<br />

„Haben Sie den DLA-X35 im Heimkino<br />

installiert, erleben Sie selbst ohne<br />

3D-Wiedergabe fast schon greifbare<br />

plastische Bilder.“<br />

fällt die Brillanz aus. Zwar reicht die gebotene<br />

Helligkeit bereits im niedrigen Lampensparmodus<br />

für Bildbreiten bis 2,6 Meter, wer allerdings<br />

noch größere Bilder oder gar eine Projektion im<br />

Wohnzimmer anstrebt, ist auf den hohen Lampenmodus<br />

angewiesen. Hierbei wird eines der<br />

größten Defizite des DLA-X35 deutlich: Arbeitet<br />

der Projektor im niedrigen Lampenmodus noch<br />

flüsterleise, so ist die Lautstärke im hohen Lampenmodus<br />

nicht zu überhören.<br />

Der Kontrastunterschied<br />

Haben Sie den DLA-X35 im Heimkino installiert,<br />

erleben Sie selbst ohne 3D-Wiedergabe fast<br />

schon greifbare plastische Bilder. JVCs hauseigene<br />

D-ILA-Technik samt optimierter Kontrast- bzw.<br />

Streulichtfilter ermöglichen ein enorm plastisches<br />

Schwarz, das man in dieser Form selbst im<br />

TV-Bereich nur selten zu Gesicht bekommt. Zwar<br />

wird der maximale Kontrast nur erreicht, wenn<br />

wenig Leuchtpunkte im Bild vorhanden sind,<br />

Untypisch für die Preisklasse bietet JVCs DLA-X35 12-Volt-<br />

Anschlüsse zur Steuerung von motorisierten Leinwänden sowie<br />

einen Netzwerkanschluss für eine Fernsteuerung via Computer.<br />

www.hdtvmagazin.com 61


doch Szenen wie ein Sternenhimmel oder ein<br />

Feuerwerk wirken auf dem DLA-X35 unnachahmlich.<br />

Im Vergleich zur Konkurrenz erzielt<br />

der Projektor diese Leistung ohne Einsatz einer<br />

Blende bzw. Iris, sodass die Bildhelligkeit immer<br />

gleich bleibt und kein Helligkeitspumpen auftritt.<br />

Aufseiten der Bildschärfe gibt es ebenfalls nichts<br />

zu kritisieren: Selbst ohne Einsatz der digitalen<br />

Nachbearbeitung zeigt der DLA-X35 geradezu<br />

messerscharfe Konturen, wer hier noch mehr<br />

verlangt, muss auf Projektoren mit ausgefeilten<br />

4K-Bildberechnungen ausweichen. Diesem<br />

JVC DLA-X35<br />

hohen Niveau steht die Bewegtbildschärfe in fast<br />

nichts nach: Kinoliebhaber erfreuen sich an der<br />

originalen 1080p24-Wiedergabe bei Filmen auf<br />

Blu-ray, mittels Zwischenbildberechnung können<br />

Sie die Bildschärfe auf 100-Hertz-Niveau verbessern,<br />

was Filme aber deutlich flüssiger ablaufen<br />

lässt. Störende Artefakte treten nur sehr selten<br />

zutage, solange Sie die Zwischenbildberechnung<br />

im Modus „Gering“ verwenden. Schade: Im 3D-<br />

Betrieb ist die Zwischenbildberechnung gänzlich<br />

gesperrt, sodass butterweiche 3D-Aufnahmen<br />

wie im Kinofilm „Der Hobbit“ nicht nachgestellt<br />

werden können. Da sich im 3D-Modus trotz einer<br />

Qualitätssteigerung Doppelkonturen nicht vermeiden<br />

lassen, das Bild leicht flimmert und das<br />

Zubehör in Form des Bluetooth-Transmitters und<br />

zweier 3D-Brillen mehr als 300 Euro kostet, ist<br />

der DLA-X35 als 3D-Lösung nicht vorbehaltlos<br />

zu empfehlen. Aktuell bietet JVC den Projektor<br />

allerdings innerhalb einer Sonderaktion mit Gratis-3D-Zubehör<br />

an. Wer diesen Projektor erwirbt,<br />

sollte das unverfälschte Kinooriginal schätzen:<br />

Mit Filmen auf Blu-ray springt der Funke sofort<br />

nach dem Einschalten über, denn natürliche Farben<br />

zeigt der DLA-X35 ohne komplexe Korrekturen<br />

und auch das bei den Vorgängern sichtbare<br />

Pixelrauschen konnte JVC auf ein unmerkliches<br />

Niveau verringern. Störende Verfärbungen oder<br />

Abdunklungen in den Randbereichen konnten<br />

wir bei unserem Testmuster nicht beobachten –<br />

gerade in Zeiten von Fernsehern mit Edge-<br />

<strong>LED</strong>-Technik und den damit einhergehenden<br />

Problemen bei der Ausleuchtungsgenauigkeit<br />

sind Projektoren wie JVCs DLA-X35 eine echte<br />

Alternative, selbst für XXL-TV-Anhänger.<br />

Preis: 2 999 Euro, Maße (B × H × T): 45,5 × 17,9 × 47,2 cm, Gewicht: 14,8 kg, Auflösung:<br />

1 920 × 1 080 Pixel, Farben: Schwarz, Weiß, Stromverbrauch: 230 Watt (niedriger Lampenmodus)<br />

Im Heimkino ein Genuss<br />

Auch wenn der DLA-X35 viele Sonderfunktionen<br />

des deutlich teureren DLA-X55R, wie die 4K-<br />

Interpolation für eine stärkere Hervorhebung von<br />

Bilddetails und das komplexe Farbmanagement,<br />

nicht besitzt, so ist das Bild doch über jeden<br />

Zweifel erhaben. Geht es allein um eine natürliche<br />

Farbdarstellung, mustergültige Bildschärfe und<br />

einen überzeugenden Bildkontrast, spielt JVCs<br />

DLA-X35 in einer eigenen Liga. Das zu hohe<br />

Betriebsgeräusch im hohen Lampenmodus und<br />

der immer noch nicht optimale 3D-Modus verhindern<br />

allerdings, dass der Projektor in allen Be-<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

62 | 3.2013


Um 3D zu erleben, benötigen Sie neben dem<br />

3D-Sender namens PK-EM2 auch die passenden<br />

3D-Brillen PK-AG3. Alternativ greifen Sie auf<br />

Funkbrillen anderer Hersteller zurück. Das 3D-<br />

Zubehör kostet ein kleines Vermögen, aktuell bietet<br />

JVC Sender sowie Brillen innerhalb einer Sonderaktion<br />

gratis beim Beamerkauf an.<br />

reichen Bestmarken setzt. Wer seine Blu-ray-Kollektion<br />

so erleben möchte, wie es die Produzenten<br />

der Filme vorgesehen haben, findet im DLA-X35<br />

dennoch seinen neuen Lieblingsprojektor, der<br />

nicht nur in der von uns vorgestellten schwarzen<br />

Variante, sondern auch in einem matten Weißton<br />

zu überzeugen vermag.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Was uns gefällt<br />

+ Exzellente Bildschärfe, natürliche Farben<br />

+ Referenzkontrast, sattes Schwarz<br />

+ Motorisierte Optik, großer Zoom, viele Anschlüsse<br />

+ Im niedrigen Lampenmodus leise<br />

Was uns stört<br />

– Im hohen Lampenmodus zu laut<br />

– Zwischenbildberechnung nicht in 3D verfügbar<br />

– 3D-Darstellung mit leichten Doppelkonturen<br />

– Teures 3D-Zubehör<br />

Einstellungen für ein natürliches Bild<br />

Bildmodus<br />

Film<br />

Kontrast 0<br />

Helligkeit 0<br />

Farbe 0<br />

Farbton 0<br />

Farbton<br />

Warm<br />

Farbtemperatur 6500 K<br />

R/G/B Gain 0/–10/–5<br />

Gamma<br />

Normal<br />

Schärfe/Detail 10/10<br />

NR<br />

Aus<br />

Farbraum<br />

Standard<br />

Clear Motion Drive Aus (Film) oder<br />

Niedrig (TV)<br />

Über die Fernbedienung steuern Sie neben dem Fokus<br />

die Bildvergrößerung und Bildverschiebung. Der große<br />

Zoombereich gestattet eine flexible Aufstellung: Bei<br />

einer zwei Meter breiten Leinwand können Sie den<br />

Beamer 2,8 bis 5,6 Meter entfernt aufstellen.<br />

www.hdtvmagazin.com 63


Marantz<br />

AV8801<br />

KAUFTIPP<br />

3/2013<br />

Audio und Video auf<br />

höchstem Niveau<br />

AV-Schaltzentralen sind der Mittelpunkt<br />

eines jeden Heimkinos: Hier<br />

finden sämtliche Geräte Anschluss,<br />

laufen alle Signale zusammen und unter den<br />

Metallmänteln verbergen sich unglaubliche<br />

klangliche Möglichkeiten. Dass bei allen<br />

Superlativen immer noch Luft nach oben<br />

ist, zeigt Marantz mit dem neuen Flaggschiff<br />

AV8801, eine 11.2-Kanal-Vorstufe,<br />

die mit frischen Technologien protzt und<br />

sich schnell in die Herzen von Musik- und<br />

Heimkinofans spielt.<br />

Die minimalistisch gestaltete Frontpartie der<br />

Mehrkanal-Vorstufe AV8801 ist geprägt durch<br />

das berühmte Bullseye, das sich wie ein roter<br />

Faden durch die Produkthistorie von Marantz<br />

zieht. Eine aufklappbare Frontlade verbirgt ein<br />

deutlich größeres Display sowie einen HDMIund<br />

USB-Eingang nebst Bedienelementen.<br />

Dank des MHL-Zertifikats war es uns über die<br />

HDMI-Schnittstelle möglich, hochauflösende<br />

Audio- und Videodateien von Mobilgeräten zu<br />

übertragen. Das kupferbeschichtete Gehäusechassis<br />

sorgt unterdessen für hohe Stabilität<br />

und schmeichelt dem Auge mit einer gebürsteten<br />

Frontpartie. Die Rückseite lässt keinen Anschluss<br />

vermissen – auf insgesamt sieben HDMI-Eingänge<br />

kommen drei -Ausgänge, die auf Wunsch<br />

einen TV-Bildschirm, Videoprojektor und<br />

eine weitere Wiedergabezone mit Bild und Ton<br />

versorgen.<br />

Klang aus allen Richtungen<br />

Mithilfe der internen Aufbereitungsprogramme<br />

Audyssey DSX, Dolby Pro Logic IIz und DTS<br />

Neo:X können Sie die Tonwiedergabe auf bis zu<br />

11.2 Wiedergabekanäle erweitern. Damit bietet<br />

sich die Möglichkeit – eine passende Mehrkanalendstufe<br />

vorausgesetzt – den Klangeindruck<br />

nach oben, zur Seite und nach hinten zu erweitern.<br />

Der Vierfachnetzwerkverteiler versorgt den<br />

AV8801 mit allerlei Streamingfunktionen und<br />

gibt die Internetverbindung bereitwillig an bis zu<br />

drei Geräte weiter. Auf die Möglichkeit des kabellosen<br />

Datenstreamings müssen Sie allerdings<br />

verzichten. Zur Bedienung nutzten wir vorrangig<br />

die passende iPhone-/Android-App, um die<br />

grundlegenden Steuermöglichkeiten sowie die<br />

Mehrzonen-Einrichtung und den Netzwerkzugriff<br />

komfortabel abzurufen. Für den kompletten<br />

„Ganz gleich welche Lautsprecherkonfiguration<br />

Sie wählen, klanglich<br />

lässt sich die AV-Vorstufe nicht aus<br />

der Ruhe bringen.“<br />

Parameterzugriff mussten wir allerdings den<br />

Umweg über den Mobilbrowser gehen, der die<br />

IP-Adresse des Gerätes abverlangt. Als musikalisches<br />

Herzstück des AV8801 erweist sich der<br />

Musikabodienst Spotify, mit dem Sie nahezu<br />

jedes gesuchte Album in einer Auflösung von bis<br />

zu 320 kbit/s finden. Ein zweiter USB-Port des<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Marantz<br />

64 | 3.2013


Typs A auf der Rückseite nimmt Festplatten mit<br />

Foto- und Musikdateien entgegen. Die Möglichkeit<br />

der Direktverbindung mit Apples Mobilgeräten<br />

lernt man schnell zu schätzen, netzwerkaffine<br />

Nutzer werden jedoch vornehmlich auf die<br />

Airplay-Schnittstelle zurückgreifen. Darüber<br />

werden Audiostreams in CD-Qualität und<br />

Fotoinhalte per Funk an den AV-Vorverstärker<br />

übertragen. Ein UPnP/DLNA-Streaming-Client<br />

ist wie bei vielen anderen Marantz-Geräten<br />

bereits mit integriert, was Ihnen die Möglichkeit<br />

bietet, ALAC-, FLAC- und WAV-Dateien in<br />

einer Auflösung von bis zu 24 Bit/192 Kilohertz<br />

bequem vom Server abzurufen.<br />

Harmonisch statt bissig<br />

Klanglich beweist der Marantz AV8801 ein<br />

sehr ausgeglichenes und nicht zu aggressives<br />

Spielverhalten. In der neuen AV-Vorstufe kommt<br />

erstmals in Marantz’ Firmengeschichte die<br />

höchste Ausbaustufe des Audyssey-Einmesssystems<br />

XT32 zum Tragen. Hierbei wird dem<br />

Bassbereich besondere Aufmerksamkeit gezollt<br />

und die maximal zwei Subwoofer vorab korrekt<br />

eingepegelt. Für den normalen Wohnzimmergebrauch<br />

stellt Audyssey wichtige Soundhelfer<br />

bereit: Eine dynamische Klangregelung lässt den<br />

Receiver auch bei niedrigen Pegeln vollmundig<br />

erklingen und der sogenannte Dynamic EQ kann<br />

manuell ausgebremst werden, falls die Nachbearbeitung<br />

zu dominant erschallt. Eine adaptive<br />

Dynamikkontrolle verhindert, dass actionreiche<br />

Filmszenen zu laut erschallen und die neue<br />

Basskontrolle reduziert einen vorlauten Tiefton.<br />

Ebenfalls praktisch: Für jeden Kanal können Sie<br />

die Übernahmefrequenz zum Subwoofer individuell<br />

bestimmen, hierbei stehen Frequenzen von<br />

Alternativ zur mitgelieferten Fernbedienung<br />

können Sie die AV-Vorstufe AV8801 via iPad<br />

über die Marantz-App oder mittels Computer<br />

über die Netzwerksteuerung bedienen.<br />

40 bis 250 Hertz zur Verfügung – die AV8801<br />

eignet sich damit für Standlautsprecher und<br />

kleine Satellitenboxen gleichermaßen. Doch<br />

ganz gleich, welche Konfiguration Sie wählen,<br />

klanglich lässt sich die AV-Vorstufe nicht aus<br />

der Ruhe bringen. Tieftonbezogene Filmszenen<br />

werden mit viel Druck und der nötigen Portion<br />

Impulshaftigkeit reproduziert, ein Dynamikmonster<br />

ist die AV-Vorstufe allerdings nicht.<br />

Actionreiche Kampfsequenzen und impulsstarke<br />

Instrumente setzt die Vorstufe plastisch in Szene,<br />

mancher Konkurrent agiert aber noch bissiger.<br />

Der untere Mittenbereich sorgte für eine sehr<br />

plastische Darstellung der einzelnen Filmtonelemente,<br />

sodass sich selbst mit geschlossenen<br />

Augen Figuren deutlich vor dem geistigen<br />

Auge aufbauen und Instrumente ohne Komprimierung<br />

erklingen. Die Tiefe und Breite der<br />

akustischen Bühne hinterlässt ebenfalls einen<br />

sehr guten Eindruck. Sprecherstimmen profitieren<br />

von der Neutralität, die die AV8801 zutage<br />

legte, ohne mit S-Lauten in den Vordergrund zu<br />

treten. Der Hochtonbereich führt die positiven<br />

Klangeigenschaften fort, könnte für unseren<br />

Geschmack jedoch stellenweise offener agieren.<br />

Details werden unterdessen vorbildlich darge-<br />

Marantz AV8801<br />

Preis: 3 299 Euro, Maße (B × H × T): 44 × 18,5 × 38,9 cm, Gewicht: 13,9 kg, Vorverstärkerkanäle: 11.2, Einmessverfahren: Audyssey XT32, Surroundverfahren:<br />

Audyssey DSX, Dolby Pro Logic IIz und DTS Neo:X<br />

www.hdtvmagazin.com 65


Der bullige Ringkerntransformator liefert „saubere“ Energie, jeder der maximal 13 Kanäle wird durch die sogenannten<br />

Hyper Dynamik Amplifier Module aufgefrischt. Dadurch erreicht die AV-Vorstufe ihren ausgeglichenen Klangcharakter.<br />

stellt, was dem Mehrkanalvorverstärker in seiner<br />

Gesamtheit einen sehr musikalischen Ausdruck<br />

verleiht. Statt eingehende Videosignale einfach<br />

nur weiterzuleiten, bearbeitet die AV-Vorstufe<br />

diese bei Bedarf. So können Sie TV-Signale<br />

auf die Full-HD-Auflösung oder sogar in die<br />

Ultra-HD-Auflösung konvertieren, wenngleich<br />

High-End-Fernseher und -Projektoren die<br />

Pixelvervielfachung noch detailreicher gestalten.<br />

Kontrast, Helligkeit, Detailschärfe sowie Rauschfilter<br />

optimieren Sie mit der AV8801 für jeden<br />

Eingang. Schalten Sie die AV8801 aus, besteht<br />

immer noch die Möglichkeit, anliegende Signale<br />

zum Fernseher oder Projektor durchzuschleifen.<br />

Aufpreis mit Mehrwert<br />

Ein Blick ins Innenleben der Marantz AV8801<br />

zeigt, dass sich die Entwickler richtig austoben<br />

konnten, um klanglich relevante Bauteile vor<br />

Störeinflüssen zu schützen und die Signalwege<br />

zu optimieren. Vielseitiger als die AV8801 kann<br />

eine Audioschaltzentrale kaum noch ausfallen:<br />

Das ideale Werkzeug für alle, die Musik lieben.<br />

TORSTEN PLESS, CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Was uns gefällt<br />

+ Musikalischer, unaufgeregter Klang<br />

+ Umfangreiche Audio- und Videoverarbeitung<br />

+ Audyssey-System mit vielseitigen Anpassungen<br />

+ Selbsterklärende Bildschirmmenüs<br />

Was uns stört<br />

– Kunststoffteile wenig hochwertig<br />

– 4K-Skalierung nicht optimal<br />

– Kein DAB+, kein WLAN<br />

– SACD-Ströme werden in PCM konvertiert<br />

Hinter der Blende verstecken sich zahlreiche Anschlüsse, das Bedienfeld und ein größeres Display. Im zugeklappten Zustand<br />

erscheint die AV8801 äußerst minimalistisch, nur die seitlichen Kunststoffblenden fallen etwas aus dem Rahmen.<br />

Damit der Subwoofer nicht zu dominant erschallt,<br />

überprüft das Einmesssystem vorab den Pegel.<br />

Bilder: Marantz<br />

66 | 3.2013


Fast 35 Jahre Erfahrung auf dem Heimkino-Markt haben uns bei unseren Kunden zum beliebten Lieferanten<br />

gemacht. Klingt selbstbewusst – ist es auch, denn in Zeiten der Online-Märkte werden gute Beratung, professioneller<br />

Service und individuelle Konfiguration der Technik auf Ihre Bedürfnisse zur Seltenheit.<br />

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A. Rodriquez, fotolia.com<br />

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Tuchoberfläche<br />

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Bild mit Gain-<br />

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Tuchstraffung.<br />

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Meike (24) und Manuel Portez (25), Heimkinobesitzer


Heimkino und<br />

Musikstreaming vereint<br />

Sonos<br />

Playbar<br />

KAUFTIPP<br />

3/2013<br />

Falls Sie bislang noch nie etwas vom Hersteller<br />

Sonos gehört haben, könnte das daran<br />

liegen, dass Sie Musik noch nicht über<br />

das Heimnetzwerk verteilen. Lautsprecher von<br />

Sonos sind nicht einfach nur Lautsprecher, sondern<br />

Netzwerkspezialisten, die über Apps für<br />

Apples iPad und iPhone oder via PC-Software<br />

vielfältige Musikdaten abspielen können.<br />

Die erste Soundbar namens Playbar bringt die<br />

grenzenlose Musikvielfalt nun ins Wohnzimmer<br />

und will zugleich der optimale Spielpartner für<br />

klangschwache Flachbildfernseher sein. Damit<br />

Sie möglichst flexibel in der Aufstellung sind,<br />

können Sie die Soundbar stehend oder liegend<br />

betreiben und ein integrierter Lagesensor passt<br />

die Klangabstimmung automatisch an. Gleich<br />

neun integrierte Lautsprecher sorgen für einen<br />

weiträumigen und im Hoch- wie im Tieftonbereich<br />

detailliert ausgekleideten Klang, der mit<br />

konventionellen TV-Lautsprechern nicht zu<br />

erreichen ist. Zusätzlich können Sie die Soundbar<br />

durch einen Subwoofer aufwerten, um noch mehr<br />

Druck in den tiefsten Frequenzen zu erzeugen.<br />

Doch damit nicht genug: Mittels der Sonos-Lautsprecher<br />

Play:3 koppeln Sie hintere Lautsprecher<br />

mit der Soundbar, um echten Surroundklang zu<br />

ermöglichen – wie beim Subwoofer klappt die<br />

Tonübertragung dabei drahtlos. Wenn Sie zusätzlich<br />

eine Sonos-Bridge erworben haben und diese<br />

mit Ihrem WLAN-Router verbinden, umgehen<br />

Sie die Netzwerkverkabelung der Soundbar und<br />

steuern das komplette System drahtlos an. Einziges<br />

Problem: Sämtliche Einstellungen nehmen<br />

Sie über die App oder PC-Software vor und die<br />

Playbar muss zwingend ins Netzwerk integriert<br />

werden – wer die Soundbar einfach nur aufstellt<br />

und ohne PC-Kenntnisse nutzt, wird das volle<br />

Potenzial nicht ausreizen. Aufseiten der Anschlüs-<br />

Echter Tiefton entsteht erst unter Zuhilfenahme des Sonos-Subwoofers (hinten Mitte).<br />

Mittels der Play:3-Lautsprecher (hinten links) ist sogar echter 5.1-Sound möglich. Über<br />

die Sonos Bridge (vorn rechts) steuern Sie die Playbar drahtlos an.<br />

Die Sonos-Software dient nicht nur zum Streamen Ihrer Musikdateien,<br />

sondern auch zur Steuerung der Soundbar: Sämtliche Toneinstellungen sind<br />

einzig über die App oder PC-Software konfigurierbar.<br />

68 | 3.2013


Ganze neun Lautsprecher sorgen in der Sonos Playbar für einen raumfüllenden Klang.<br />

Seitlich abstrahlende Hochtöner suggerieren ein breites Stereofeld.<br />

se zeigt sich die Soundbar eingeschränkt: Neben<br />

zwei Netzwerkbuchsen gibt es nur noch einen<br />

optischen Toneingang. Dieser ist wie geschaffen<br />

für Flachbildfernseher, die über einen optischen<br />

Tonausgang verfügen. Glücklicherweise erkennt<br />

die Soundbar anliegende Toninformationen<br />

automatisch, sodass Sie immer den passenden<br />

Ton zum angezeigten Bild hören. Gleiches gilt für<br />

die Steuerung der Lautstärke: Eine Fernbedienung<br />

liegt der Soundbar nicht bei, allerdings fragt<br />

das System die Tasten der Fernbedienung Ihres<br />

Fernsehers ab, sodass Sie die Lautstärke über Ihre<br />

TV-Fernbedienung regeln können. Seltsam: Einen<br />

echten Ein-/Ausschalter bietet die Playbar nicht.<br />

Des Netzwerks Liebling<br />

Wer seine Musik vom Computer abspielt, wird die<br />

Soundbar von Sonos schnell lieben lernen. Über<br />

die Sonos-App oder die PC-Software können Sie<br />

bequem einzelne Songs hinzufügen und dies von<br />

unterschiedlichen Quellen, ohne die laufende<br />

Wiedergabe unterbrechen zu müssen. Auch<br />

der direkte Zugriff auf Internetradiostationen<br />

gefällt, in unseren Tests lief die Playbar deutlich<br />

länger als der angeschlossene Flachbildfernseher,<br />

da sie eine Stereoanlage gleich mit ersetzt.<br />

Theoretisch unterstützt die Playbar von Sonos<br />

echten 5.1-Sound, allerdings nur Signale in Dolby<br />

Digital. Da die Soundbar über keinerlei HDMI-<br />

Anschlüsse verfügt, bleibt als einzige Lösung die<br />

Weiterleitung des Tonsignals vom Fernseher zur<br />

Soundbar über ein optisches Kabel. Das heißt, der<br />

Blu-ray-Player wird über HDMI am Fernseher<br />

angeschlossen, der den Ton dann über den optischen<br />

Ausgang weiterleitet. Häufig findet hierbei<br />

aber eine Reduzierung der Tonqualität statt, denn<br />

viele Fernseher geben nur ein Stereosignal über<br />

den optischen Ausgang aus – wer das Maximum<br />

„Der erste Eindruck im Hörraum war,<br />

dass die Soundbar akustisch größer<br />

zu sein scheint, als sie physisch ist, so<br />

voluminös ist der Klang.“<br />

an Tonqualität erreichen möchte, sollte vorab in<br />

der Bedienungsanleitung des Fernsehers in Erfahrung<br />

bringen, ob am optischen Tonausgang auch<br />

ein Mehrkanalsignal ausgegeben wird.<br />

Fernsehklang ade<br />

Aufseiten der Tonqualität erreicht die Playbar ein<br />

ausgeglichenes Niveau zwischen Sprachverständlichkeit<br />

und weiträumiger Darstellung. Auch die<br />

(über die Software abschaltbare) Tonnachbearbeitung<br />

hilft, den Klang bei Zimmerlautstärke nicht<br />

zu blechern wiederzugeben. Der erste Eindruck<br />

im Hörraum war, dass die Soundbar akustisch<br />

größer zu sein scheint, als sie physisch ist, so<br />

voluminös und räumlich ist der Klang. Einen<br />

großen Teil trägt dazu die Basswiedergabe bei,<br />

die sowohl in Sachen Tiefe als auch Präsenz überrascht.<br />

Lediglich die Kontur leidet ein wenig unter<br />

der Basswucht. Die Höhenanteile werden sehr<br />

klar und ohne Überbetonung abgebildet. Wer das<br />

Stereogefühl steigern möchte, sollte auf reflektierende<br />

Flächen zu beiden Seiten der Soundbar<br />

achten. Überraschend fällt die Tiefenstaffelung<br />

aus, welche das Klangvolumen zusätzlich unterstützt.<br />

Bei Musik erschallt die Soundbar am<br />

ehrlichsten, wenn Sie sämtliche Dynamikmodi<br />

über die Software deaktivieren. Durch die Klangeinstellungen<br />

Ihres Computers lässt sich der Ton<br />

an die eigenen Vorlieben anpassen. Pudelwohl<br />

fühlt sich das System mit TV-Sendungen: Selbst<br />

wenn die Action auf dem Bildschirm überhandnimmt,<br />

erreicht die Soundbar eine überzeugende<br />

akustische Darbietung, die den blechernen Klangcharakter<br />

der meisten TV-Lautsprecher haushoch<br />

überlegen ist. Zudem ist die Soundbar optisch<br />

wie haptisch ein echter Hingucker und in Sachen<br />

Bedienung einfach gehalten. Ein funktionsfähiges<br />

Netzwerk und grundlegende PC-Kenntnisse sind<br />

allerdings Grundvoraussetzung, um das gesamte<br />

Potenzial der Playbar auszuloten. Wer davor nicht<br />

zurückschreckt, sollte dem Sonos-Fachhändler<br />

einen Besuch abstatten – Sie werden überrascht<br />

sein, welche Möglichkeiten sich ergeben.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Sonos Playbar<br />

Was uns gefällt<br />

+ Voluminöser, weiträumiger Klang<br />

+ Komfortables Musikstreaming<br />

+ Durch weitere Lautsprecher 5.1-Raumklang<br />

+ Kann stehend oder liegend betrieben werden<br />

Bilder: Sonos<br />

Preis: 699 Euro, Maße (B × H × T): 90 × 8,4 × 14 cm,<br />

Gewicht: 5,4 kg, Anschlüsse: Netzwerk (2 ×), digital optisch<br />

Was uns stört<br />

– Nur einen Audioeingang, kein HDMI<br />

– Erfordert optischen Mehrkanaltonausgang<br />

– Ohne Netzwerkverbindung nur halb so viel wert<br />

– 5.1-Komplettset teuer (knapp 2 000 Euro)<br />

www.hdtvmagazin.com 69


Stereoanlagen für<br />

großen Sound<br />

Kompaktanlagen sind beileibe kein Relikt<br />

der Vergangenheit, sondern nach<br />

wie vor ein gelungener Kompromiss,<br />

um Klangqualität und Funktionsvielfalt in<br />

einem möglichst kleinen Gehäuse zu vereinen.<br />

So kombinieren Kompaktanlagen Lautsprecher,<br />

Verstärker, CD-Deck, Radiotuner und Netzwerkkomponenten<br />

in einer Schaltzentrale. An<br />

dem Grundprinzip der Kompaktanlage hat sich<br />

seit vielen Jahren nichts geändert, der Fortschritt<br />

besteht hauptsächlich in der Integration aktueller<br />

Technologien: Statt einzig einen FM-Empfänger<br />

zu enthalten, sind viele Stereoanlagen mittlerweile<br />

kompatibel zum digitalen Radiostandard<br />

DAB+. Auch die Wiedergabe von Musikdateien<br />

über die USB-Schnittstelle klappt häufig<br />

reibungslos und per iPod-Anschluss navigieren<br />

Sie durch die Titelliste Ihres Musikplayer<br />

mittels Fernbedienung der Stereoanlage. Weitere<br />

Möglichkeiten eröffnet die Verbindung mit dem<br />

Netzwerk, wahlweise drahtlos über WLAN. So<br />

streamen Sie Ihre Musikdateien vom privaten<br />

Archiv und die Verbindung zum World Wide<br />

Web rückt das Internetradio mit seinem riesigen<br />

Stationsangebot in den Mittelpunkt. Musik aus<br />

aller Welt statt eingeschränkter Radioempfang:<br />

Die neuen Stereo anlagen werden auch Ihre Hörgewohnheiten<br />

gehörig umkrempeln.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI, MARTIN HELLER<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Denon, Sony<br />

70 | 3.2013


Denon New Ceol<br />

Denon<br />

New Ceol<br />

TESTSIEGER<br />

3/2013<br />

Preis: ab 570 Euro, Maße (B × H × T): 28 × 11,2 × 30 cm (Musiksystem RCD-N8), 14,5 × 23,3 × 22,4 cm (Lautsprecher SC-N8), Gewicht: 4 kg (Musiksystem<br />

RCD-N8), 2,3 kg (Lautsprecher SC-N8), Farben: Hochglanz-Schwarz, Hochglanz-Weiß, Audioformate: ALAC, AAC, MP3, WMA, WAV, FLAC HD<br />

„Weder im Tief- noch im Hochtonbereich<br />

trägt die New Ceol zu dick auf<br />

und Stimmen klingen natürlicher als<br />

bei vielen anderen Anlagen.“<br />

Seit wann<br />

baut Apple Stereoanlagen? Dieser<br />

Gedanke schoss uns als erster durch den<br />

Kopf, als<br />

wir Denons außerordentliche<br />

kompakte und vergleichsweise leichte Stereoanlage<br />

aus dem Karton befreiten. Die glänzende<br />

weiße Kunststoffoberfläche erinnert sofort an<br />

Geräte mit dem angebissenen Apfel und die<br />

New Ceol fügt<br />

sich nahtlos in ein modernes<br />

Wohnambiente ein. iPhones und iPods werden<br />

bis zur vierten Generation über das auf der<br />

Oberseite befindliche Dock unterstützt, ab der<br />

fünften Apple-Generation müssen Sie aufgrund<br />

des neuen „Lightning“-Anschlusses auf<br />

ein externes Dock oder eine USB-Verbindung<br />

ausweichen. Ganz ohne Kabel klappt die Tonübertragung<br />

ebenfalls: Dank Airplay streamen Sie<br />

Musik, solange ein WLAN-Netzwerk eingerichtet<br />

ist und Anlage sowie Abspielgerät innerhalb<br />

des Netzwerks angemeldet sind. Im Test leistete<br />

sich die New Ceol aber kleine Schnitzer bei der<br />

Empfangsstabilität. Bluetooth-Signale akzeptiert<br />

Denons New Ceol im Übrigen nicht.<br />

Musik aus aller Welt<br />

Völlig unproblematisch gelingt das Musikhören<br />

über ein Netzwerkkabel und dank Internetradios<br />

wie Last.FM und dem Musikdienst Spotify finden<br />

Sie für jede Stimmung die passende Musik.<br />

Konventionellen Radioempfang gestattet die<br />

New Ceol nur via UKW, denn ein Digitalempfänger<br />

für DAB+ fehlt. Zudem vermissten wir<br />

die NFC-Verbindung zu aktuellen Smartphones.<br />

Haben Sie Ihre Titel auf USB-Datenträgern<br />

gespeichert, akzeptiert Denons New Ceol diese<br />

in bestmöglicher Auflösung (192 kHz/24 Bit)<br />

und die Wiedergabe gelingt ohne störende<br />

Unterbrechungen zwischen den Songs (Gapless).<br />

Allerdings gelingt die Navigation nicht immer<br />

komfortabel, denn statt zum nächsten Titel via<br />

Kapitelsprung zu wechseln, mussten wir den<br />

Umweg über die Displayanzeige gehen. Die<br />

Initialisierung von USB-Speichermedien dauerte<br />

zudem zu lang. Die feine Displayanzeige gibt<br />

Titelnamen klar und deutlich wieder.<br />

Klein, aber oho<br />

Angesichts der vergleichsweise kleinen und<br />

leichten Lautsprecher waren wir anfangs skeptisch,<br />

dass Denons New Ceol zu klanglichen<br />

Höchstleistungen fähig ist, doch weder im Tiefnoch<br />

im Hochtonbereich trägt die New Ceol zu<br />

dick auf und Stimmen klingen natürlicher als bei<br />

vielen anderen vergleichbaren Anlagen – vergessen<br />

Sie aber nicht, die Klangabstimmung auf<br />

die mitgelieferten Lautsprecher im Systemmenü<br />

zu aktivieren. Mittels des Anschlusses eines Subwoofers<br />

können Sie tiefe Frequenzen noch satter<br />

wiedergeben, die Lautsprecher reichen für den<br />

Wohnzimmereinsatz aber aus. Schwachpunkt<br />

ist der weit ins Gehäuse verlegte Hochtöner:<br />

Neutral klingt die Anlage nur, wenn Sie die<br />

Lautsprecher exakt zum Hörplatz ausrichten.<br />

Sobald Sie im Raum umherwandern, erklingt die<br />

Anlage dumpfer. Klangregler finden sich etwas<br />

versteckt: Erst durch mehrmaliges Drücken<br />

der SDB-Taste erscheinen die Einstellungen im<br />

Display. Ungeachtet dieser kleinen Kinderkrankheiten<br />

stellt Denon mit der New Ceol eindrucksvoll<br />

unter Beweis, wie sich ein altes Konzept und<br />

neue Technologien sinnvoll ergänzen können.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Natürliches, neutrales Klangbild<br />

+ Tolles Design, in Schwarz und Weiß erhältlich<br />

+ Internetradio, iPod-Dock, App-Steuerung<br />

+ Vielfältige Audioformate (z. B. FLAC HD)<br />

Was uns stört<br />

– Hochtonabstrahlwinkel stark eingeschränkt<br />

– WLAN nicht immer stabil<br />

– Kein Bluetooth, Digitalradio, NFC<br />

– USB-Erkennung zu langwierig<br />

www.hdtvmagazin.com 71


Philips DCB8000<br />

Preis: ab 420 Euro, Maße (B × H × T): 27 × 14,6 × 29,5 cm (Musiksystem), 18 × 32 × 28 cm (Lautsprecher), Gewicht: 4,8 kg (Musiksystem), 4,8 kg (Lautsprecher),<br />

Farben: Silber (Musiksystem), Schwarz (Lautsprecher), Audioformate: MP3, WMA<br />

Statt einer Basiseinheit entnehmen Sie dem<br />

Karton gleich zwei: Der CD-Player und die<br />

Tuner-Verstärkereinheit werden über ein,<br />

leider sehr starres und kurzes, Kabel miteinander<br />

verbunden und Sie können die Elemente<br />

auf- oder nebeneinander platzieren. In Sachen<br />

Design und Optik zieht Philips alle Register: Die<br />

schicke Aluoptik vermittelt einen hochwertigen<br />

Eindruck, der Lautstärkeregler, leuchtet kurz auf,<br />

wenn Sie die Lautstärke verändern und auch die<br />

massiven Lautsprecher erfreuen das Auge. Mit<br />

der Philips DCB8000 erwerben Sie allerdings<br />

„Für Radioliebhaber bietet Philips<br />

nicht nur RDS, sondern auch DAB+,<br />

um Musik in digitaler Klangqualität<br />

rauschfrei zu genießen.“<br />

keine vollumfassende Multimediaanlage, denn<br />

weder werden eine Netzwerk- oder WLAN-<br />

Einbindung, noch Internetradio und AACsowie<br />

FLAC-Formate über USB unterstützt.<br />

Demgegenüber fällt die Einbindung von iPhones<br />

und iPads vorbildlich aus: Per ausfahrbarem<br />

Anschluss samt Stütze thronen die Musikplayer<br />

sicher auf der Anlage und die Wiedergabe<br />

kann bequem über die Fernbedienung gesteuert<br />

werden. Für Radioliebhaber bietet Philips nicht<br />

nur RDS, sondern auch DAB+, um Musik in<br />

digitaler Klangqualität rauschfrei zu genießen.<br />

Der Empfang und Sendersuchlauf klappte im<br />

Test reibungslos.<br />

Klanglich top<br />

Philips hat bei den Lautsprecherabdeckungen<br />

mitgedacht: Diese verdecken nicht den Hochtöner<br />

und beeinflussen den Klangcharakter somit<br />

nicht. Höhen erschallen nicht zu spitz, Stimmen<br />

werden natürlich wiedergegeben und tiefste<br />

Bässe bringen die Lautsprecher nicht an ihre<br />

Leistungsgrenzen. Philips beweist ein sicheres<br />

Händchen bei der Tonabstimmung, denn<br />

Musikhören macht mit dieser Anlage einfach<br />

Spaß. Besonders gefällt, dass die Abstrahlcharakteristik<br />

der Lautsprecher sehr weitläufig ist<br />

und die Anlage ein großes Stereobild zeichnet.<br />

Wer vorwiegend leise hört, kann mit einem<br />

Knopfdruck die Loudness-Schaltung aktivieren,<br />

um Höhen und Bässe hervorzuheben, alternativ<br />

können Sie den Klang auch manuell justieren.<br />

Leider versäumte es Philips, einen Balanceregler<br />

zu integrieren.<br />

Bodenständig<br />

An Anschlüssen bietet die Anlage lediglich<br />

analoge Eingänge und richtig multimedial geht<br />

es mit der DCB8000 nicht zu. Dennoch dürfte<br />

Philips viele Musikhörer überzeugen, denn die<br />

edle Stereoanlage spielt musikalisch auf und<br />

ermüdet selbst nach längerem Hören nicht.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Harmonischer, weiträumiger Klang<br />

+ Tolles Design, Komponenten flexibel aufstellbar<br />

+ Digitaler Radioempfang, iPod-/iPhone-Dock<br />

+ Für die gebotene Qualität günstig<br />

Was uns stört<br />

– Keine AAC- und FLAC-Dateien über USB<br />

– Keine digitalen Anschlüsse, Bluetooth, NFC<br />

– Kein Netzwerkanschluss, WLAN, Internetradio<br />

– Starres Verbindungskabel am CD-Player<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Philips, Sony<br />

72 | 3.2013


Sony CMT-G2BNIP<br />

Preis: ab 400 Euro, Maße (B × H × T): 22 × 14 × 33,5 cm (Musiksystem), 16 × 27 × 25 cm (Lautsprecher), Gewicht: 5,6 kg (Musiksystem), 3,8 kg (Lautsprecher),<br />

Farben: Silber (Musiksystem), Hochglanz-Schwarz (Lautsprecher), Audioformate: AAC, MP3, WMA<br />

„Sonys Stereoanlage mag<br />

günstig sein, rein haptisch<br />

sticht sie aber viele<br />

teurere Konkurrenten aus.“<br />

Display erschwert das Ablesen der gewünschten<br />

Information. Wollen Sie Sonys Anlage dagegen<br />

ins drahtlose Netzwerk einbinden oder Apples<br />

Airplay verwenden, ist Vorsicht geboten, denn<br />

der verbaute WLAN-Chipsatz bietet nur eine<br />

Sonys Stereoanlage mag günstig g sein,<br />

rein haptisch sticht sie aber viele teurere<br />

ere<br />

Konkurrenten aus. Sowohl ohl die Musikanlage<br />

als auch die Lautsprecher sind massiv<br />

verarbeitet rbeitet und bringen ein stattliches Gewicht<br />

auf die Waage.<br />

Erinnerungen an alte Zeiten<br />

werden in Anbetracht des klassischen Designs<br />

wach, das Retroliebhaber frohlocken lässt. Die<br />

Kombination mit anderen Geräten, speziell<br />

modernen Flachbildfernsehern, wird dadurch<br />

aber erschwert. Wenn Sie Musik ohne lange Ladezeiten<br />

erleben möchten, sollten Sie neben CDs<br />

USB-Medien nutzen, denn die Einlesezeit der<br />

Daten ist gering und die Navigation geht flink<br />

vonstatten. Gleiches gilt bei der Anbindung eines<br />

iPods, einzig das zu kleine und gering auflösende<br />

befriedigende Empfangsstabilität und beim The-<br />

ma Internetradio leistet sich die Anlage teilweise<br />

minutenlange Verbindungsversuche, sodass an<br />

einen schnellen Musikgenuss kaum zu denken<br />

ist. Dem besonders hochwertigen FLAC-HD-<br />

Format schiebt Sony einen Riegel vor.<br />

Partysound<br />

So dominant Sonys Stereoanlage auf den ersten<br />

Blick wirkt, so dominant klingt sie auch. Bässe<br />

und Höhen werden bereits in der Voreinstellung<br />

üppig betont, wer es neutral mag, sollte<br />

die fein dosierbaren Regler um ein paar Stufen<br />

zurückdrehen. Dafür zeigt sich das System auch<br />

unter hohen Pegeln belastbar, und elektronische<br />

Musik erschallt satt, ohne zu verzerren. Die<br />

Abstrahlcharakteristik der Lautsprecher ist weit<br />

genug, um den Hochtonbereich außerhalb des<br />

Stereodreiecks aufrechtzuerhalten, was Sonys<br />

Anlage aber fehlt, ist ein Balanceregler, um<br />

die akustische Mitte gemäß dem Sitzplatz zu<br />

verschieben. Ebenso sind die Anschlüsse auf<br />

analoge Eingänge limitiert und die mitgelieferten<br />

Lautsprecherkabel kommen über eine Länge von<br />

gerade einmal 1,5 Metern nicht hinaus.<br />

Zwischen Alt und Neu<br />

Sonys Stereoanlage richtet sich an Einsteiger,<br />

die mittels iPod, USB-Medien oder CDs ihre<br />

Lieblingsmusik ik genießen wollen und das in einer<br />

Klangqualität, litä<br />

t auf<br />

die<br />

der<br />

günstige Kaufpreis<br />

nicht schließen lässt. Kleine Mängel<br />

in der<br />

Bedienung, wie die fehlende Direktanwahl von<br />

Titeln über die Zifferntasten der Fernbedienung,<br />

sind dabei zu verschmerzen, zumal die<br />

Haptik überzeugt. Auch beim Thema digitaler<br />

Radioempfang sind Sie mit Sonys Stereoanlage<br />

auf der sicheren Seite, wohingegen die drahtlose<br />

WLAN-Verbindung nur im Ausnahmefall<br />

gewählt werden sollte. Gleiches gilt für das<br />

Abspielen von Internetradiostreams: Wer häufig<br />

zwischen den Sendern hin- und herspringt, wird<br />

schnell die Geduld mit der Anlage verlieren.<br />

Sollten Sie darauf keinen gesteigerten Wert<br />

legen, ist Sonys Stereoanlage einen Blick wert.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Satter, dynamischer Klang<br />

+ Digitaler Radioempfang, iPod-/iPhone via USB<br />

+ Schnelle Wiedergabe von Dateien über USB<br />

+ Für die gebotene Qualität günstig<br />

Was uns stört<br />

– Klangabstimmung zu bass- und höhenlastig<br />

– Internetradio fehlerhaft, WLAN nicht stabil<br />

– Keine digitalen Anschlüsse, Bluetooth, NFC<br />

– Kleine Displayanzeige, kurze Lautsprecherkabel<br />

www.hdtvmagazin.com 73


Harman Kardon MAS 111<br />

sodass wir mittels Höhenregler die Abstimmung<br />

manuell nachjustierten. Die Handhabung läuft durch die wenig praktische Fernbedienung,<br />

die mit zu kleinen Tasten häufige Vertipper<br />

provoziert, etwas hakelig und für die Klangregelung<br />

müssen Sie sich durch mehrere Untermenüs<br />

ver-<br />

kämpfen. Dank eines Balancereglers stimmen<br />

Sie die akustische Mitte auf Ihren Hörplatz ab,<br />

was fehlt ist allerdings eine Loudness-Funktion.<br />

Optisch ist die Stereoanalge jedoch einzigartig<br />

und gerade im Zusammenspiel mit modernen<br />

Fernsehern ist sie ein echter Hingucker.<br />

Preis: ab 700 Euro, Maße (B × H × T): 24 × 18 × 24 cm (Musiksystem), 18 × 27 × 20 cm (Lautsprecher), Gewicht: 4,8 kg (Musiksystem), 4,4 kg (Lautsprecher),<br />

Farben: Hochglanz-Schwarz, Audioformate: MP3, WMA<br />

Harman Kardon sorgt mit der Stereoanlage<br />

MAS 111 für einen glanzvollen<br />

Auftritt, denn sowohl die Lautsprecher<br />

als auch die Basiskomponenten kommen<br />

im Hochglanzlook zu Ihnen nach Hause. Die<br />

große Preisdifferenz zum Wettbewerb spürt<br />

man bereits beim Auspacken: Jedes Element ist<br />

fürsorglich verpackt und stabile Lautsprecherklemmen<br />

an der Rückseite des Verstärkers sowie<br />

die beleuchteten Touchbedienfelder versprühen<br />

einen Hauch von Luxus. Praktisch: Statt einer<br />

Laufwerkslade verfügt die Steuereinheit über<br />

„Stabile Lautsprecherklemmen an der<br />

Rückseite des Verstärkers sowie die<br />

edlen Touchbedienfelder versprühen<br />

einen Hauch von Luxus.“<br />

einen Slot-in-CD-Player und die zwei Basiseinheitein<br />

können über- oder nebeneinander platziert<br />

werden – ein gesondertes Kabel überträgt<br />

die Tondaten und versorgt den CD-Player mit<br />

Energie, sodass ein Stromanschluss ausreicht.<br />

Anschlüsse satt<br />

Angesichts des stolzen Kaufpreises haben wir<br />

ein echtes Multimediamonster erwartet, doch<br />

Harman Kardons MAS 111 präsentiert sich als<br />

reine Stereoanlage, die durch das mitgelieferte<br />

iPod-Dock über Umwege fit für das Internetradio<br />

gemacht werden kann. Am Gerät selbst ist<br />

kein Netzwerkanschluss vorzufinden und auch<br />

die Medienwiedergabe über USB enttäuscht,<br />

denn es werden lediglich MP3- und WMA-<br />

Dateien unterstützt. Demgegenüber kann sich<br />

das System durch ein großzügiges Anschlussfeld<br />

von den Mitbewerbern absetzen, sogar die<br />

häufig vermissten digitalen Eingänge sind hier<br />

in optischer und koaxialer Form gleich doppelt<br />

vorhanden, zusätzlich erlaubt ein koaxialer Ausgang<br />

die Weiterleitung der Tonsignale. Erfreulich<br />

ist auch, dass Sie mit der MAS 111 den digitalen<br />

Radioempfang genießen können.<br />

Soundgemälde<br />

Harman Kardons MAS 111 imponiert klanglich,<br />

kann sich aber in kaum einem Bereich von den<br />

günstigeren Mitbewerbern absetzen. Im Ausgangszustand<br />

klang die Anlage zudem zu spitz,<br />

Was uns gefällt<br />

+ Musikalischer Klang ohne echte Schwächen<br />

+ Tolles Design, Komponenten flexibel aufstellbar<br />

+ Digitaler Radioempfang, iPod-/iPhone-Dock<br />

+ Beleuchtete Touchfeld-Tasten, viele Anschlüsse<br />

Was uns stört<br />

– Keine AAC- und FLAC-Unterstützung<br />

– Kein Bluetooth, NFC<br />

– Kein Netzwerkanschluss, WLAN, Internetradio<br />

– Fernbedienung umständlich<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Harman Kardon<br />

74 | 3.2013


Nubert nuLine 24<br />

Nubert<br />

nuLine 24<br />

KAUFTIPP<br />

3/2013<br />

Preis: 265 Euro (pro Stück), Maße (B × H × T): 15 × 25 × 25 cm, 4,8 kg, Farben: Weiß, Schwarz, Platin, Kirsche, Nussbaum<br />

Viele der von uns getesteten Stereoanlagen<br />

könnten besser klingen, als es die mitgelieferten<br />

Lautsprecher ermöglichen. Was<br />

liegt also näher, als separate Kompaktlautsprecher<br />

zu erwerben. Für unseren Test haben wir<br />

uns für die nuLine 24 von Nubert entschieden,<br />

die durch eine sehr gute Verarbeitung punkten.<br />

Mit unterschiedlichen Gehäusefarben in Mehrschichtlackausführung<br />

sowie zwei Echtholzfurnieren<br />

lassen sich die Lautsprecher nicht nur auf<br />

die Inneneinrichtung abstimmen, sondern auch<br />

auf Ihre Elektronik.<br />

Zweites Auge<br />

Der asymmetrisch nach innen eingerückte<br />

Hochtöner soll die Lokalisation von Einzelinstrumenten<br />

begünstigen und ungewünschte<br />

Kantendispersionen (Brechung des Schalls an<br />

den Gehäusekanten) eindämmen. Die abgerundeten<br />

Gehäusekanten unterstützen diesen<br />

Effekt zusätzlich. Ist der Anblick von vorn schon<br />

außergewöhnlich, werden Sie auch bei der<br />

Betrachtung der Rückseite Augen machen: Unter<br />

der Bassreflexöffnung ist ein zweiter Hochtöner<br />

angebracht, um den Schall nicht nur nach vorn,<br />

sondern auch nach hinten zu verteilen. Dieses<br />

Konzept ist eigentlich für den Heimkinobetrieb<br />

gedacht: Setzen Sie die nuLine 24 als Rücklautsprecher<br />

ein, hilft die beidseitige Abstrahlung,<br />

das Raumgefühl zu vergrößern. Mit einem<br />

einfachen Umschalter wechselt Sie vom Direktbetrieb<br />

in die dipolare Arbeitsweise.<br />

Unsichtbar verkabelt<br />

Die Kombination aus einem weiten Membranhub<br />

des Mitteltöners, einem Doppelmagneten<br />

und der Bassreflexöffnung ermöglicht den<br />

nuLine 24 eine untere Grenzfrequenz von 55<br />

Hertz, was für die meisten Wohnzimmer völlig<br />

ausreicht, selbst ohne Zuhilfenahme eines<br />

Subwoofers. In puncto Aufstellung müssen<br />

wir Nubert allerdings einen Punkt abziehen:<br />

Zwar fallen die vergoldeten Anschlussklemmen<br />

auf der Gehäuseunterseite nicht in den Blick,<br />

erschweren so aber das Anschließen alternativer<br />

Kabellösungen. Wer Kabelschuhe oder Bananenstecker<br />

verwenden will, muss die Lautsprecher<br />

zwangsläufig mit den vorgesehenen Gewindebuchsen<br />

erhöhen.<br />

Kräftig, ehrlich, musikalisch<br />

Bereits nach den ersten Testtiteln waren wir von<br />

der Tieftonenergie der kleinen Regallautsprecher<br />

überrascht. Sowohl in Ergänzung einer<br />

Kompaktanlage als auch im Zusammenspiel mit<br />

einem ausgewachsenen Stereo-Vollverstärker<br />

erzielten wir sehr gute Ergebnisse. Stellenweise<br />

war uns der Übergang zwischen unteren Mitten<br />

und Bass fast schon zu voluminös, was sich mit<br />

einem ausreichend bemessenen Wandabstand<br />

gut regulieren ließ. Akustikgitarren machten<br />

einen sehr plastischen Eindruck, während<br />

Gesangsstimmen mit hoher Natürlichkeit<br />

dargeboten wurden. Feine Details wussten die<br />

„Feine Details wussten die<br />

nuLine 24 selbst dann noch wiederzugeben,<br />

wenn anderen Lautsprechern<br />

schon längst die Puste ausgeht.“<br />

nuLine 24 selbst dann noch wiederzugeben,<br />

wenn anderen Lautsprechern schon längst die<br />

Puste ausgeht. Ob direkt oder räumlich: Mit den<br />

nuLine 24 werten Sie Ihre bestehende Stereoanlage<br />

garantiert auf.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Neutraler, präziser Klang<br />

+ Spielt direkt oder weiträumig<br />

+ Auch ohne Subwoofer guter Tiefbass<br />

+ Unterschiedliche Farbvarianten<br />

Was uns stört<br />

– Erfordert ausreichenden Wandabstand<br />

– Kabelanschlüsse nicht bequem erreichbar<br />

– Stereoset so teuer wie Komplettanlagen<br />

– Versetzter Hochtöner optisch eigenwillig<br />

www.hdtvmagazin.com 75


Sounddock für<br />

neue Apple-Generation<br />

Bose Sounddock III<br />

Preis: 249 Euro, Maße: 20,5 × 16,8 × 16,5 cm,<br />

Gewicht: 2,1 kg, Farben: Schwarz<br />

Obwohl sich die drahtlose Musikübertragung<br />

dank Bluetooth und NFC immer<br />

größerer Beliebtheit erfreut, sind stationäre<br />

Sounddocks nach wie vor erste Wahl, wenn<br />

es um die bestmögliche Klangqualität sowie<br />

Spieldauer geht. Mit der dritten Generation des<br />

Bose Sounddocks kommen nun auch Apple-<br />

Geräte mit dem aktuellen Lightning-Anschluss<br />

zum Zug.<br />

Apples Entscheidung, den digitalen Anschluss<br />

komplett neu zu gestalten, sorgte für Aufregung<br />

aufseiten der Sounddockhersteller. Als einer der<br />

ersten Anbieter präsentierte Bose mit der dritten<br />

Version des Sounddocks ein passendes Abspielgerät,<br />

das nahezu alle Stärken der Vorgängergenerationen<br />

aufgreift. Das kompakte System lässt<br />

sich bequem in einer Hand tragen, sodass die<br />

Musikwiedergabe nicht dauerhaft auf<br />

einen Raum beschränkt bleibt. Ein<br />

Stromanschluss sollte aber zwingend<br />

in der Nähe vorhanden sein,<br />

denn über einen Akku können Sie<br />

die Anlage nicht betreiben.<br />

Apples Liebling<br />

Der nunmehr winzige Lightning-<br />

Anschluss gewährleistet die Kompatibilität zum<br />

iPhone und iPod Touch der fünften Generation<br />

sowie zum iPod Nano der siebenten Generation.<br />

Theoretisch können Sie auch größere Geräte wie<br />

ein iPad Mini platzieren, was optisch aber etwas<br />

seltsam anmutet und die Lautsprecher teilweise<br />

verdeckt – Bose rät deshalb zur Verbindung<br />

per Kabel. Sofort nach dem Andocken zeigt das<br />

verbundene Gerät den Ladevorgang des Akkus<br />

an, sodass Sie sich nach Abnahme des Smartphones<br />

an einem aufgeladenen Akku erfreuen.<br />

Damit Sie bei der Bedienung nicht ständig am<br />

Sounddock verweilen müssen, legt Bose eine<br />

praktische Fernbedienung bei, damit Sie die<br />

„Es dauert nur Sekunden, bis die<br />

Musikwiedergabe des Sounddocks<br />

ein breites Grinsen auf Ihr Gesicht<br />

zaubert.“<br />

Lautstärke und Titelanwahl steuern können. Das<br />

klappt natürlich nur, wenn Sie den Musikplayer<br />

am Lightning-Anschluss andocken – wer auf den<br />

auf der Rückseite vorhandenen Klinkensteckereingang<br />

zurückgreift, muss sämtliche Funktionen<br />

über den angeschlossenen Player steuern.<br />

Etwas verwunderlich ist, dass das Sounddock der<br />

dritten Generation nicht mehr über Lautstärketasten<br />

verfügt, die beim Sounddock der zweiten<br />

Generation noch zum Standard gehörten.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Bose<br />

76 | 3.2013


Sie sind auf der Suche<br />

nach einem umfassenden<br />

Ratgeber zum<br />

Thema HD-Audio?<br />

DIE SUCHE<br />

HAT EIN ENDE:<br />

Dank kd<br />

des<br />

neuen en<br />

Lightning-Anschlusses ing-An<br />

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ist tdas<br />

Sounddock ock III Izum<br />

aktuellen len<br />

iPhone, iPod dT<br />

Touch und<br />

iPod dNano<br />

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Schade, dass s Sie<br />

bi bei der rFarbauswahl aus<br />

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Sounddocks ocks sa<br />

auf eine es<br />

schwarze eA<br />

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festgelegt ele<br />

gt sind.<br />

Besitzern e von weißen iPhones dürfte es ebenfalls<br />

missfallen, dass das Sounddock III derzeit nur<br />

in schwarzer Ausführung lieferbar ist, während<br />

das Sounddock II in Schwarz, Silber und Weiß<br />

angeboten wird.<br />

Angedockt: Rockt!<br />

Es dauert nur Sekunden, bis die Musikwiedergabe<br />

des Sounddocks ein breites Grinsen auf<br />

Ihr Gesicht zaubert, denn die Überraschung<br />

angesichts der voluminösen Tonwiedergabe ist<br />

groß. Je nach Aufstellung und Hörabstand kann<br />

es von Vorteil sein, im Systemmenü des iPhones<br />

unter dem Eintrag Musik den eingebauten<br />

Equalizer zu verwenden, um den Klang den<br />

äußeren Gegebenheiten anzupassen. In kleinen<br />

Räumen erzeugt das Sounddock sehr viel Druck<br />

im oberen Bassbereich, für größere Räume ist<br />

die Klangabstimmung dagegen nahezu optimal.<br />

Besonders gefällt, dass die Stimmwiedergabe<br />

nicht zu scharf, sondern natürlich wirkt und<br />

auch der Hochtonbereich nicht vernachlässigt<br />

wird. Das Sounddock klingt weder spitz noch<br />

dumpf, sondern einfach richtig. Boses automatisch<br />

eingreifende Loudness-Technologie<br />

ermöglicht ein entspanntes leises Hören, ohne<br />

dass der Ton kraftlos und zu mittenbetont wirkt.<br />

Umgekehrt lässt sich das Sounddock kaum an<br />

die Belastungsgrenze treiben, denn die Anlage<br />

kann auch äußerst laut aufspielen, ohne dass<br />

das Klangbild in sich zusammenfällt. Einzig die<br />

Dynamikfähigkeit igkeit<br />

ist<br />

bei hohen Pegeln eingeschränkter<br />

als bei<br />

normaler Zimmerlautstärke<br />

und aufgrund der<br />

kompakten kten Maße ist der<br />

Stereoeindruck weniger ausgeprägt als bei einer<br />

ausgewachsenenen Stereoanlage.<br />

age.<br />

Musik neu entdeckt<br />

Mit dem Sounddock III präsentiert Bose die einfachste<br />

aller Audiolösungen für Apples aktuelle<br />

Mobile-Generation. Neben der simplen Bedienung<br />

spielt sich auch der Klang des Sounddocks<br />

schnell in Ihre Herzen. Aufgrund der eingeschränkten<br />

Farbauswahl schielen wir zwar etwas<br />

neidisch auf das Vorgängermodell, den Hörspaß<br />

schmälert dies aber zum Glück nicht.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Was uns gefällt<br />

+ Klingt deutlich größer als es aussieht<br />

+ Auch für XXL-Räume genügend Reserven<br />

+ Fernbedienung für einfache Steuerung<br />

+ Dient gleichzeitig als Akkuladestation<br />

Was uns stört<br />

– Keine Lautstärketasten am Sounddock<br />

– Klangregelung einzig über angedocktes Gerät<br />

– Nur Netzbetrieb möglich<br />

– Nur in Schwarz erhältlich<br />

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und immer aktuell unter<br />

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im Abonnement<br />

oder als E-Paper für<br />

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Windows PC und<br />

Macintosh. Oder unter<br />

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Grenzenlos Musikhören<br />

mit Drahtloskopfhörern<br />

Man muss nicht unbedingt Carla Bruni<br />

heißen, um sich für Musik zu begeistern,<br />

vor allem dann nicht, wenn die<br />

Wiedergabe qualitativ hochwertig ausfällt und<br />

unter die Haut geht. Besonders intim gelingt<br />

der tonale Genuss über Kopfhörer.<br />

Kopfhörer lösen sich zunehmend vom Kabelzwang<br />

und die dafür notwendige Bluetooth-<br />

Übertragung ist mittlerweile Standard bei<br />

Computern und Smartphones. Die neu entdeckte<br />

Ungebundenheit macht schnell süchtig, denn Sie<br />

können sich bis zu zehn Meter von Ihrem MP3-<br />

Player entfernen, während aus den Kopfhörern<br />

weiterhin die Lieblingsmusik erschallt. Hierzu<br />

reicht es aus, den Musikplayer per Bluetooth<br />

einmalig mit den Kopfhörern zu koppeln. Noch<br />

einfacher gelingt der musikalische Startschuss<br />

über NFC: Halten Sie ein entsprechendes Smartphone<br />

einfach an kompatible Kopfhörer und<br />

schon startet die Wiedergabe automatisch. Sogar<br />

das Telefonieren wird durch die Kopfhörer zum<br />

Kinderspiel: Über die integrierten Mikrofone<br />

versteht Sie Ihr Gesprächspartner sogar, wenn das<br />

Smartphone noch in der Handtasche verweilt. In<br />

allen vorgestellten Kopfhörern liefern mal mehr,<br />

mal weniger leistungsstarke Akkus die Energie<br />

und statt eines Netzkabels liegt den Modellen<br />

meist nur ein USB-Ladekabel bei. Immerhin<br />

bieten alle getesteten Kopfhörer die Möglichkeit<br />

der passiven Wiedergabe über das beiliegende<br />

Klinkensteckerkabel.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Bilder: Parrot<br />

78 | 3.2013


Falls Sie noch nie etwas vom Hersteller<br />

Parrot („Papagei“) gehört haben: Im<br />

Gegensatz zu den renommierten Kopfhörerherstellern<br />

sind die Franzosen vornehmlich<br />

im Automobilbereich eine gefragte Größe, denn<br />

z. B. für BMW, Audi und den Technikspezialisten<br />

Pioneer liefert Parrot die passende Lösung für<br />

Bluetooth-Freisprechanlagen. Dass ein Multimediaanbieter<br />

mit dem Slogan: „Die weltweit fortschrittlichsten<br />

Bluetooth-Kopfhörer“ wirbt, lässt<br />

aufhorchen, schließlich findet sich im Angebot<br />

von Parrot nur ein einziges Kopfhörermodell namens<br />

Zik. Dass es Parrot ernst meint, wird bereits<br />

beim Auspacken deutlich: Diese Kopfhörer sind<br />

dermaßen gut verarbeitet und edel, dass selbst<br />

viele teurere Konkurrenzmodelle wie Spielzeug<br />

dagegen wirken. Der Blick für Details fängt bei<br />

der Lasergravur der Links-Rechts-Angabe an und<br />

zieht sich bis zur geschwungenen Öffnung der<br />

Ohrmuscheln, hinter denen die Mikrofone sitzen.<br />

Selbst die mitgelieferten Verbindungskabel wirken<br />

bei diesem Kopfhörer hochwertig, einzig auf<br />

ein schützendes Tragecase müssen Sie verzichten.<br />

Clevere Bedienung<br />

Der Clou ist die Steuerung der Lautstärke und<br />

Wiedergabe, denn anstatt klapprige Tasten zu<br />

bedienen, sind die Oberflächen der Ohrmuscheln<br />

berührungsempfindlich, sodass ein<br />

„Die Parrot Zik könnten im Duden als<br />

Synonym für Bluetooth-Kopfhörer<br />

genannt werden.“<br />

Fingerstrich wie bei Apples iPad ausreicht, um<br />

die Lautstärke zu justieren oder das nächste<br />

Lied anzuwählen. Wer es besonders einfach<br />

mag, hält ein Smartphone mit NFC an die linke<br />

Ohrmuschel, schon erschallt die Musik. Telefonanrufe<br />

nehmen Sie ebenfalls in Windeseile<br />

entgegen, ein sanftes Antippen der Ohrmuschel<br />

reicht aus. Ebenfalls eine praktische Detaillösung:<br />

Ein integrierter Sensor erkennt, wenn<br />

Sie die Kopfhörer ablegen, woraufhin die Musik<br />

stummgeschaltet wird. Ebenfalls einzigartig<br />

ist die kostenlose App, über die Sie sämtliche<br />

Funktionen steuern und den Klang nach Ihren<br />

persönlichen Vorlieben trimmen können.<br />

Keine Kompromisse<br />

Die Parrot Zik könnten im Duden als Synonym<br />

für Bluetooth-Kopfhörer genannt werden, denn<br />

von der kabellosen Übertragung bis zur kabelgebundenen<br />

weiß die Klangqualität zu überzeugen.<br />

Nach dem Einschalten waren wir vom Ton<br />

allerdings alles andere als begeistert, was schlicht<br />

damit zu tun hatte, dass wir die Kopfhörer rein<br />

passiv betrieben. Erst nach Druck auf die einzige<br />

vorhandene Taste zeigten die Parrot Zik, was in<br />

ihnen steckt, denn dann wird neben der praxistauglichen<br />

Geräuschreduzierung die exzellente<br />

Tonnachbearbeitung aktiviert, woraufhin das<br />

typisch beengte Kopfhörergefühl fast vollständig<br />

verschwindet. Die Parrot Zik klingen herrlich<br />

offen, musikalisch und bereits ohne Einsatz<br />

von Equalizer-Einstellungen natürlich. Die<br />

Akkulaufzeit liegt aber nur bei knapp 6 Stunden,<br />

dafür können Sie den Energiespender bequem<br />

auswechseln. Deshalb unser Tipp: Entscheiden<br />

Sie sich für diesen Kopfhörer, sollten sie einen<br />

Ersatzakku gleich mitbestellen, schließlich will<br />

man keine Minute mit den Parrot Zik missen.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Exzellentes Design, hochwertige Verarbeitung<br />

+ Toller Klang, effektive Geräuschreduzierung<br />

+ NFC, App, Touchpad-Bedienung<br />

+ Bluetooth- und Telefonfunktion<br />

Was uns stört<br />

– Hohes Gewicht<br />

– Im passiven Modus schlechter Klang<br />

– Kurze Akkulaufzeit (Akku aber wechselbar)<br />

– Ladekabel nur als USB-Variante<br />

Parrot Zik<br />

Tippen Sie auf die linke Ohrmuschel,<br />

können Sie Telefonate<br />

entgegennehmen. Halten Sie ein<br />

Smartphone mit NFC an den<br />

Kopfhörer, startet die Musikwiedergabe<br />

automatisch. Die<br />

äußere Abdeckung können Sie<br />

abnehmen, um den integrierten<br />

Akku auszutauschen.<br />

Über die Touchoberfläche<br />

der<br />

rechten Ohrmuschel<br />

verändern Sie die<br />

Lautstärke oder<br />

springen zum nächsten<br />

Lied mit nur<br />

einem Fingerstrich.<br />

Parrot<br />

Zik<br />

TESTSIEGER<br />

3/2013<br />

Klinkensteckerund<br />

USB-Kabel<br />

finden schnell<br />

Anschluss.<br />

Preis: ab 340 Euro, Gewicht: 352 g, Farben: Schwarz,<br />

Akkulaufzeit: ca. 6 h, Bluetooth-Version: 2.1<br />

Unbedingt den Einschalter<br />

betätigen: Im passiven Modus<br />

klingen die Kopfhörer<br />

deutlich schlechter.<br />

www.hdtvmagazin.com 79


Denon AH-NCW500<br />

Drücken Sie die Taste, um die Musik anzuhalten, ein doppelter<br />

Druck lässt Sie zum nächsten Song springen. Die kleine Signal-<br />

<strong>LED</strong> gibt Auskunft über den Betriebsmodus des Kopfhörers.<br />

Der Druck auf die Taste<br />

des linken Ohrhörers ermöglicht<br />

die Annahme<br />

von Telefonaten.<br />

Drehen Sie das Steuerrad,<br />

um die Lautstärke<br />

einzustellen.<br />

Die Geräuschreduzierung lässt sich über<br />

einen Schalter aktivieren, der Klinkensteckereingang<br />

ermöglicht den kabelgebundenen<br />

Betrieb.<br />

Preis: ab 340 Euro, Gewicht: 305 g, Farben: Schwarz,<br />

Silber, Akkulaufzeit: ca. 10 h, Bluetooth-Version: 3.0<br />

Wer viel unterwegs ist, findet in Denons<br />

AH-NCW500 den passenden<br />

Begleiter. Den Kopfhörer können Sie<br />

drahtlos mit Ihrem Smartphone via Bluetooth<br />

verbinden und dank des integrierten Akkus, der<br />

über USB aufladbar ist, genießen Sie rund 10<br />

Stunden Musik. Alternativ steht das handelsübliche<br />

Klinkensteckerkabel für eine Direktverbindung<br />

zur Wahl. Die drahtlose Verbindung bietet<br />

gleich mehrere Vorteile, denn über einen Drehregler<br />

an der rechten Ohrmuschel justieren Sie die<br />

Lautstärke, schalten zwischen den Songs umher<br />

und pausieren die Musik, ohne zum Smartphone<br />

greifen zu müssen.<br />

Zwischen Schein und Sein<br />

Die Bedienkonstruktion ist leider etwas<br />

schwergängig geraten und die Verarbeitung der<br />

Kunststoffteile schmälert den insgesamt guten Gesamteindruck.<br />

Mit edlen Polstern und einer stabilen<br />

Metallverstrebung zeigen sich die Kopfhörer<br />

im Detail deutlich hochwertiger, als es die leicht<br />

klapprigen Bedienelemente vermuten lassen.<br />

Damit das Reisen nicht zulasten der Lebensdauer<br />

der Kopfhörer geht, legt Denon ein stabiles<br />

Transportetui bei – bereits beim Auspacken des<br />

Kopfhörers beginnen die Augen angesichts der<br />

edlen gepolsterten Verpackung zu leuchten. Mit<br />

einem Gewicht von 305 Gramm gehören die AH-<br />

NCW500 fast schon zu den Schwergewichten unter<br />

den Kopfhörern, doch ist es nicht das Gewicht,<br />

sondern der immense Anpressdruck, der für ein<br />

leicht unangenehmes Tragegefühl sorgt – Brillenträger<br />

sollten vorab Probehören. Die Ohrpolster<br />

passen sich unterschiedlichen Ohrformen zwar<br />

„Für Freunde der gepflegten tiefen<br />

Töne ist Denons Kopfhörer wie geschaffen.“<br />

exzellent an, doch bereits nach wenigen Minuten<br />

erwärmten sich unsere Ohren so stark, dass wir<br />

die Kopfhörer wiederholt kurz absetzen mussten.<br />

Die richtige Sitzposition zu finden ist im Übrigen<br />

nicht so einfach, denn die Klangbalance ändert<br />

sich überdurchschnittlich stark.<br />

Wir brauchen Bass<br />

Für Freunde der gepflegten tiefen Töne ist Denons<br />

Kopfhörer wie geschaffen, denn ganz gleich wie<br />

laut die Umgebung auch ist, tiefe Frequenzen<br />

werden dominant auf die Ohrmuscheln übertragen.<br />

Das sorgt in leiser Umgebung unweigerlich<br />

zu musikalischen Defiziten, denn im Ausgangszustand<br />

klingen die AH-NCW500 schlichtweg<br />

dumpf. Abhilfe schaffen hier Equalizer-Einstellungen<br />

am Smartphone, was entweder über<br />

Denons eigene App gelingt oder über die Systemeinstellungen.<br />

Im Test sorgte die Klangoptimierung<br />

für prägnantere Höhen und eine mildere<br />

Stimmwiedergabe, die im Ausgangszustand und<br />

mittels aktiver Geräuschreduzierung aufdringlich<br />

wirkte. Einen praxistauglichen Eindruck hinterließ<br />

die Geräuschreduzierung leider nicht, oftmals<br />

sorgte nur ein Blick auf den Ein-/Ausschalter<br />

für Gewissheit, ob die Funktion aktiviert wurde.<br />

Demgegenüber verschiebt sich die Klangbalance<br />

beachtlich: Mit aktiver Geräuschreduzierung dominieren<br />

die tiefen Töne noch mehr und bei einer<br />

Kabelverbindung klingt der Kopfhörer mittenbetonter<br />

als in der kabellosen Bluetooth-Einstellung.<br />

Ist die passende Equalizer-Einstellung gefunden,<br />

verwöhnt Denons Kopfhörer aller Kritik zum<br />

Trotz mit einem sehr direkten, musikalischen<br />

Klangcharakter, der im Gegensatz zum Tragekomfort<br />

auch langfristig nicht ermüdet – schade, dass<br />

die Grundeinstellungen der AH-NCW500 diese<br />

Qualitäten in keinster Weise widerspiegeln.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Hochwertige Anmutung<br />

+ Guter Klang per Kabel und Equalizer<br />

+ Steuerelemente am Kopfhörer<br />

+ Bluetooth- und Telefonfunktion<br />

Was uns stört<br />

– Klangvoreinstellung zu dumpf<br />

– Hoher Anpressdruck, hohes Gewicht<br />

– Umständliche, klapprige Tasten<br />

– Kein NFC, Ladekabel nur als USB-Variante<br />

Bilder: Denon, Harman Kardon<br />

80 | 3.2013


„Harman Kardons BT mögen<br />

günstiger sein als viele<br />

Kontrahenten, im Klang spielen sie<br />

aber auf Augenhöhe.“<br />

Die Ohrmuscheln der Harman Kardon BT<br />

weisen eine ungewöhnliche rechtwinklige<br />

Form auf, was den Tragekomfort<br />

aber glücklicherweise nicht schmälert. Sehr<br />

praktisch wurde die Anbringung der Ohrpolster<br />

gelöst, denn diese werden über Magnete fixiert<br />

und sind mit einem Handgriff abnehmbar, um das<br />

Innere der Kopfhörer freizugeben. Der Bügel lässt<br />

sich ebenfalls leicht austauschen, um den Kopfhörer<br />

auf unterschiedliche Kopfgrößen anzupassen,<br />

hierzu müssen Sie lediglich die Ohrmuscheln<br />

gegen den Uhrzeigersinn drehen und diese mitsamt<br />

des Kopfpolsters abziehen. Die mitgelieferte<br />

Tragetasche erlaubt den platzsparenden und<br />

sicheren Transport der Kopfhörer.<br />

Technik kontra Bedienung<br />

In Sachen Verarbeitung sieht man den BT den<br />

vergleichsweise günstigen Preis nicht an: Die<br />

Kopfhörer erscheinen hochwertig, der Bügel und<br />

die Einfassung für die Ohrmuscheln sind aus<br />

stabilem Aluminium gefertigt. Allerdings wirkt<br />

das Design sehr technisch, die Metallkonstruktion<br />

erscheint leicht aufgesetzt und ist zudem etwas<br />

scharfkantig geraten. Auch die freiliegende Kabelverbindung<br />

zu den Ohrmuscheln wirkt etwas gewöhnungsbedürftig.<br />

Um die Musikwiedergabe im<br />

Bluetooth-Betrieb über die Kopfhörer zu steuern<br />

und die Lautstärke anzupassen, sind drei Tasten<br />

am Kopfhörer integriert. Die Bedienung fällt<br />

jedoch gewöhnungsbedürftig aus, da die Tasten<br />

auf der Rückseite der linken Ohrmuschel platziert<br />

wurden und kaum voneinander zu unterscheiden<br />

sind. Aufgrund der überstehenden Metallfassung<br />

sind die Bedienelemente zudem wenig komfortabel<br />

zu erreichen.<br />

So klingt Musik<br />

Harman Kardons BT mögen günstiger sein als<br />

viele Kontrahenten, im Klang spielen sie aber auf<br />

Augenhöhe. Verbinden Sie die Kopfhörer traditionell<br />

mit dem beiliegenden Klinkensteckerkabel<br />

(Achtung: Eingang des Kopfhörers ist kleiner als<br />

der 3,5-mm-Standard), lauschen Sie sehr direkten,<br />

aber dennoch ausgeglichenen sowie musikalischen<br />

Hi-Fi-Klängen. Die BT eignen sich damit<br />

für Freunde des typischen Kopfhörerklangs. Möglichkeiten,<br />

das Soundfeld virtuell zu erweitern,<br />

bietet der Kopfhörer nicht, ebenso glänzt eine<br />

aktive Geräuschreduzierung durch Abwesenheit.<br />

Eine Klasse schlechter fällt die Wiedergabe über<br />

Bluetooth aus: Der Klangeindruck bleibt zwar<br />

überzeugend, doch so direkt, luftig, präzise und<br />

musikalisch wie über die Kabelverbindung klingt<br />

der Kopfhörer nicht mehr. Das musikalische<br />

Geschehen wirkt komprimierter und auf Dauer<br />

anstrengend. Demgegenüber sind die Kopfhörer<br />

tadellos einsetzbar, wenn der Akku streikt: Auch<br />

rein passiv machen die BT eine sehr gute Figur.<br />

Unterm Strich eignen sich die Kopfhörer für all<br />

jene, die nicht bereit sind, mehr als 250 Euro in<br />

einen Bluetooth-Kopfhörer zu investieren und<br />

die keine Kompromisse bei der Klangwiedergabe<br />

eingehen wollen. Der angenehme Tragekomfort<br />

garantiert einen ermüdungsfreien Musikgenuss<br />

über Stunden, doch trotz aller neuen Technik<br />

stellt sich die höchste Zufriedenheit nur mittels<br />

der guten alten Kabelverbindung ein.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Vergleichsweise günstig<br />

+ Präziser, sehr direkter Klang über Kabel<br />

+ Kopfbügel austauschbar<br />

+ Bluetooth- und Telefonfunktion<br />

Was uns stört<br />

– Klang über Bluetooth schwächer<br />

– Keine aktive Geräuschreduzierung<br />

– Bedientasten umständlich zu erreichen<br />

– Kein NFC, Ladekabel nur als USB-Variante<br />

Harman Kardon BT<br />

Drei Tasten dienen zur<br />

Lautstärkesteuerung,<br />

zum Titelsprung und<br />

Annahme von eingehenden<br />

Anrufen.<br />

Der Einschaltknopf stellt die<br />

Bluetooth-Verbindung her.<br />

Die Ohrpolster lassen<br />

sich dank magnetischer<br />

Fixierung leicht<br />

abnehmen.<br />

Preis: ab 220 Euro, Gewicht: 280 g, Farben: Schwarz,<br />

Akkulaufzeit: ca. 12 h, Bluetooth-Version: 2.1<br />

Drehen Sie die Ohrmuscheln entgegengesetzt zum<br />

Uhrzeigersinn und entfernen Sie die Kopfhalterung,<br />

können Sie den Metallbügel austauschen. Dadurch<br />

lässt sich der Anpressdruck anpassen.<br />

www.hdtvmagazin.com 81


Sonys Kopfhörerserie MDR-1R stellt etwas<br />

ganz Besonderes dar, denn der Hersteller<br />

stellt gleich drei klanglich gleichwertige Modelle<br />

in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten<br />

in die Regale. Das mit 250 Euro (UVP) vergleichsweise<br />

günstige Basismodell ist zwingend auf eine<br />

Kabelverbindung angewiesen, das Spitzenmodell<br />

für 400 Euro (UVP) mit dem Namenszusatz<br />

NC bietet zusätzlich eine aktive Geräuschunterdrückung,<br />

was gerade in der Bahn oder im<br />

Flugzeug die Aufmerksamkeit voll und ganz auf<br />

die Musik lenkt. Für unseren Test wählten wir das<br />

Bluetooth-Modell MDR-1RBT, das als einziges<br />

den drahtlosen Musikempfang ermöglicht. Entweder<br />

betätigen Sie den Bluetooth-Knopf einige<br />

Sekunden oder Sie halten ein Smartphone mit<br />

NFC an die rechte Ohrmuschel, um die drahtlose<br />

Musikwiedergabe zu starten. Schade: Auf eine Geräuschreduzierung<br />

müssen Sie leider verzichten.<br />

Dauerläufer<br />

Aufseiten des Tragekomforts punkten die MDR-<br />

1RBT mit angenehmen Kopf- und Ohrpolstern<br />

sowie einem geringen Anpressdruck. Demgegenüber<br />

ist die Verarbeitung nicht auf High-End-<br />

Niveau: Statt Metall dominiert Kunststoff. Auch<br />

schmälert der übertriebene Einsatz von Tasten<br />

und Reglern den guten Eindruck. Viel Fingerfertigkeit<br />

ist beim Andocken des USB- und Klinkensteckerkabels<br />

vonnöten: Die Abdeckungen sitzen<br />

sehr fest, zudem sind sie bei anliegenden Kabeln<br />

„Statt des typischen Kopfhörergefühls<br />

erwartet Sie ein weiträumiges<br />

und dennoch natürliches Klangbild.“<br />

kein schöner Anblick. Das beiliegende USB-Ladekabel<br />

ist mit einer Länge von 50 cm extrem kurz<br />

geraten, weshalb Sie den Kopfhörer während eines<br />

Aufladevorgangs kaum nutzen können. Dafür<br />

hält der Akku satte 30 Stunden und auch im rein<br />

passiven Modus macht Sonys MDR-1RBT eine<br />

souveräne Figur.<br />

Wer die Wahl hat<br />

Klanglich leistet sich Sony keine Ausrutscher:<br />

Statt des typischen Kopfhörergefühls erwartet<br />

Sie ein weiträumiges und dennoch natürliches<br />

Klangbild, das ohne übertriebene Effekthascherei<br />

daherkommt. Im direkten Vergleich erwiesen sich<br />

die MDR-1RBT wie ein Kompromiss aus den sehr<br />

direkt aufspielenden Harman Kardon BT und den<br />

voluminösen Parrot Zik. Diese Umschreibung<br />

gilt allerdings nur für die Kabelverbindung, denn<br />

über Bluetooth agiert der Tiefton unkontrollierter<br />

und zu dominant, zudem reagieren die Kopfhörer<br />

giftiger im den oberen Mitten. Wer viel Musik am<br />

Stück hört, sollte der Kabelverbindung deshalb<br />

den Vorzug geben. Dann stellt sich aber automatisch<br />

die Frage, ob das deutlich günstigere Modell<br />

MDR-1R nicht die bessere Wahl wäre. Dennoch<br />

ist es Sony hoch anzurechnen, dass die tadellose<br />

Klangqualität allen Modellen der MDR-1R-Reihe<br />

zugutekommt, auch wenn die von uns getestete<br />

Bluetooth-Version nicht ganz den Charme ihrer<br />

Kopfhörergeschwister erreicht.<br />

Was uns gefällt<br />

+ Sensationelle Akkulaufzeit<br />

+ Musikalischer Klang über Kabel<br />

+ Angenehmer Tragekomfort<br />

+ NFC, Bluetooth- und Telefonfunktion<br />

Was uns stört<br />

– Klang über Bluetooth schwächer<br />

– Keine aktive Geräuschreduzierung<br />

– Haptik und Bedienung leicht enttäuschend<br />

– Ladekabel nur als USB-Variante<br />

Sony MDR-1RBT<br />

Besitzen Sie ein Smartphone mit<br />

NFC, können Sie dieses an die<br />

rechte Ohrmuschel halten, um die<br />

Musikwiedergabe automatisch zu<br />

starten. Achten Sie aber darauf,<br />

vorab den Schieberegler am Kopfhörer<br />

für die NFC-Unterstützung<br />

zu betätigen.<br />

Über wenig komfortable Schieberegler<br />

nutzen Sie die Kontrollfunktionen bei einer<br />

bestehenden Bluetooth-Verbindung.<br />

Eingehende Anrufe<br />

nehmen Sie mit der<br />

Telefontaste entgegen.<br />

Die beiliegenden<br />

Kabel können<br />

erst nach Öffnen<br />

der Abdeckungen<br />

angedockt werden.<br />

Diese sitzen<br />

äußerst fest.<br />

Preis: ab 300 Euro, Gewicht: 300 g, Farben: Schwarz,<br />

Akkulaufzeit: ca. 30 h, Bluetooth-Version: 3.0<br />

Bilder: Sony<br />

82 | 3.2013


Musikhören über iPad<br />

und Smartphones<br />

Der Verbindungsstandard Bluetooth gewährleistet<br />

die Datenübertragung zwischen Sender<br />

und Empfänger ohne Kabel und andere<br />

Zusatzgeräte. Für eine tonal überzeugende<br />

Qualität ist die Bluetooth-Version 2.0<br />

Mindestvoraussetzung, da diese große<br />

Datenpakete unterstützt und eine<br />

Fehlerkorrektur ermöglicht. Einer der<br />

größten Nachteile von Bluetooth ist<br />

die fehlende Synchronisation mit den<br />

Bilddaten: Schauen Sie einen Film<br />

wird der Ton bei einer kabellosen<br />

Bluetooth-Übertragung verzögert<br />

wiedergegeben.<br />

Klangtuning mit iPad<br />

Gefällt Ihnen der Klang Ihrer Kopfhörer<br />

nicht, können Sie im Falle von Apples iPad die<br />

Klangeinstellungen im Systemmenü aufrufen.<br />

Die Voreinstellung Klassik mindert z. B. eine zu<br />

dominanten Stimmwiedergabe und frischt das<br />

Klangbild durch eine leichte Betonung von Tiefen<br />

und Höhen auf.<br />

Optimaler Klang durch App<br />

Noch einen Schritt weiter geht die App von<br />

Parrot, die kostenlos im App-Store von Apple<br />

angeboten wird: Im Zusammenspiel mit den<br />

Kopfhörern von Parrot können Sie den Klang<br />

äußerst feinfühlig anpassen. Zudem gibt die App<br />

Auskunft über die verbleibende Akkulaufzeit:<br />

Angesichts der knapp bemessenen Laufzeit der<br />

Parrot Zik erleichtert die App den Umgang mit<br />

den Kopfhörern. Neben der Geräuschreduzierung<br />

erwarten Sie ausgefeilte Hallprogramme, die dem<br />

typisch eingeengten Kopfhörerklang entgegenwirken<br />

und ein deutlich voluminöseres Klangbild<br />

erzeugen. Unser Tipp: Kombinieren Sie<br />

„Living Room“ mit einem Lautsprecherwinkel<br />

von 120 Grad.<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

www.hdtvmagazin.com 83


Pfeilschneller Empfang<br />

VU+<br />

Solo2<br />

KAUFTIPP<br />

3/2013<br />

Während im Smartphone- und<br />

Tabletbereich die Schnelligkeit<br />

der verbauten Prozessoren immer<br />

rasanter zunimmt, wird im Segment der<br />

Sat-Receiver häufig an aktueller Technik<br />

gespart. Der Hersteller VU+ hat genau diese<br />

Defizite erkannt und in den Solo2-Receiver<br />

einen pfeilschnellen Doppelkernprozessor<br />

mit 1,3 Gigahertz sowie einen stattlichen<br />

1-Gigabyte-Arbeitsspeicher integriert.<br />

Dem Sat-Empfänger VU+ Solo2 steht damit<br />

rund dreimal mehr Leistung als herkömmlichen<br />

Receivern zur Verfügung. Dem nicht genug,<br />

zeigt sich der Receiver ungemein flexibel, denn<br />

anders, als es der Namenszusatz Solo vermuten<br />

lässt, sind gleich zwei Tuner für den Empfang<br />

integriert, sodass Sie während einer Programmaufnahme<br />

parallel einen anderen Sender schauen<br />

können. Das Installationsmenü begleitet den<br />

Nutzer Schritt für Schritt und dank vorkonfigurierter<br />

Senderliste ist die Erstinstallation<br />

nach knapp fünf Minuten beendet. Bereits beim<br />

Erststart fällt die Geschwindigkeit auf, die der<br />

Receiver an den Tag legt: Nach nicht einmal<br />

VU+ Solo2<br />

einer halben Minute ist der Solo2 vollständig<br />

einsatzbereit. Auch im Alltagsbetrieb überzeugt<br />

der leistungsstarke Receiver mit zügigen Navigations-<br />

und Umschaltzeiten. Die in der Grundausstattung<br />

vorabinstallierte Softwareoberfläche<br />

bietet gut lesbare Menüs und eine einfache<br />

Navigation. Da es sich bei diesem Empfänger<br />

um ein Linux-System handelt, können Sie das<br />

Aussehen der Bildschirmmenüs sogar individuell<br />

verändern.<br />

Immer im Bilde<br />

Im Gegensatz zum Vorgängermodell Solo zeigt<br />

der Solo2 den Kanalnamen über ein Display<br />

vollständig an. Hinter der Frontklappe verstecken<br />

sich gleich zwei Kartenleser sowie ein<br />

CI-Modul-Schacht. Auch ein USB-Anschluss<br />

steht an der Front bereit, zwei zusätzliche wurden<br />

auf der Rückseite integriert, um z. B. einen<br />

WLAN-Stick dauerhaft zu installieren. Beim<br />

Thema Videoschnittstellen müssen keine Kompromisse<br />

eingegangen werden, denn neben dem<br />

HDMI-Anschluss für den Betrieb an modernen<br />

Flachbildgeräten besitzt die VU-Box eine Scartschnittstelle,<br />

um ältere TV-Geräte zu versorgen.<br />

Preis: ab 330 Euro, Maße (B × H × T): 30 × 4,5 × 21 cm, Gewicht: 1,8 kg, Tuner: DVB-S2 (2 ×), Speicher:<br />

nachrüstbar durch 2,5-Zoll-Fesplatte, Videoausgabe (HD): 720p, 1 080i, 1 080p<br />

Im Inneren der Box kann eine kleine 2,5 Zoll<br />

große Festplatte fest verbaut werden, um die<br />

stundenlange Aufzeichnung von HD-Inhalten zu<br />

ermöglichen. Das nötige Montagematerial legt<br />

der Hersteller ebenso bei, wie ein HDMI-Kabel.<br />

Ein Blick ins Innere der Box sorgt für Verwunderung,<br />

denn eigenständige Tunerbausteine<br />

sind im neuen Solo2-Modell nicht zu sehen.<br />

„Dem Sat-Empfänger<br />

VU+ Solo2 steht rund dreimal mehr<br />

Leistung als herkömmlichen<br />

Receivern zur Verfügung.“<br />

Der Grund hierfür ist, dass die Tunersteuerung<br />

vom Hauptprozessor übernommen wird. Für<br />

den Nutzer hat dies keinerlei Nachteile, denn<br />

sämtliche DiSEqC-Protokolle sind trotzdem<br />

vorhanden. So ist der Multifeedempfang mit<br />

DiSEqC-1.0- oder 1.1-Schaltern ebenso möglich<br />

wie die Steuerung von Drehanlagen über USALS<br />

bzw. DiSEqC 1.2. Wer keine zwei Leitungen zur<br />

Verfügung hat, um die Tuner optimal zu versorgen,<br />

kann auch Unicable einsetzen.<br />

Mehr Leistung für mehr Unterhaltung<br />

Die imposanten Leistungsdaten des Solo2 sollen<br />

vor allem die integrierten Internetfunktionen<br />

beflügeln: Ganz gleich, ob HbbTV, Youtube,<br />

Onlinevideotheken oder Streamingfunktionen,<br />

sämtliche Zusatzanwendungen verlangen der<br />

Hardware eine Menge ab. Wer über einen<br />

leistungsfähigen Internetanschluss verfügt, wird<br />

von der Schnelligkeit, die der Solo2 hierbei<br />

an den Tag legt, erstaunt sein. Über Softwarepakete<br />

ermöglicht der VU+ Solo2 außerdem<br />

den Internetradioempfang, zudem können<br />

Bilder: Apple, Auerbach Verlag, VU+<br />

84 | 3.2013


Über die Gratisapp VU+ Player lässt sich der Receiver steuern und Sie können den Aufnahmetimer<br />

aus der Ferne programmieren. Sogar das Streamen von SD-Programminhalten ist möglich.<br />

IPTV-Streams in die Senderliste eingespielt<br />

werden. Der leistungsfähige Prozessor lässt Sie<br />

die Bild-in-Bild-Funktion für alle Programme<br />

nutzen. Was bislang bei den meisten Boxen nur<br />

in Kombination mit SD- und HD-Programmen<br />

gelang, funktioniert nun auch bei zwei <strong>HDTV</strong>-<br />

Streams. So kann Das Erste HD beispielsweise<br />

als Hauptprogramm geschaut werden, während<br />

ZDF HD in der oberen rechten Ecke als kleines<br />

Bild zu sehen ist. Die Umschaltung zwischen<br />

den Programmen gelingt über die Farbtasten<br />

der Fernbedienung. Auch bei den Aufnahmen<br />

müssen keine Abstriche gemacht werden. Problemlos<br />

nimmt die Box sechs <strong>HDTV</strong>-Streams<br />

auf zwei Transpondern der öffentlich-rechtlichen<br />

Veranstalter auf. Die Aufnahmen werden<br />

mit EPG-Beschreibung sowie allen verfügbaren<br />

Audiospuren verewigt. Über ein Erweiterungsmenü<br />

können Sie nützliche Zusatzsoftware<br />

installieren, um die Aufnahmen passend<br />

zurechtzuschneiden. Die CI-Schnittstelle verarbeitet<br />

reibungslos sämtliche CI-Module und Sky<br />

Linux macht alles möglich<br />

kann beispielsweise mit Alphacrypt-Modulen<br />

genutzt werden. Alle Inhalte werden bereits<br />

bei der Aufzeichnung decodiert und uncodiert<br />

auf der Festplatte abgelegt. Die Bildqualität des<br />

Linux-Empfängers bietet keinen Anlass zur Kritik,<br />

die eingespielten Testsequenzen wurden an<br />

unseren Testmonitoren ohne Mängel angezeigt.<br />

Laufbänder bzw. schnelle Bewegungen meistert<br />

der <strong>HDTV</strong>-Empfänger mit Bravour und die<br />

Vollbildwandlung ermöglicht eine tadellose<br />

1 080p-Zuspielung. Beim Energieverbrauch<br />

erfüllt die Box die Vorgaben der EU. Mit 0,5 W<br />

im „Deep-Stand-by-Modus“ liegt der Verbrauch<br />

im Rahmen. Im Betriebszustand messen wir im<br />

Aufnahmemodus durchschnittlich 22 Watt.<br />

Nicht nur für Tüftler<br />

Der Solo2-Receiver von VU+ funktioniert bereits<br />

im Auslieferungszustand so komfortabel, dass Sie<br />

nicht zwingend auf die zahllosen Erweiterungen<br />

angewiesen sind, die die Softwareplattform Linux<br />

ermöglicht. Dennoch stehen Computerkennern<br />

Mittel und Wege zur Verfügung, um z. B. die<br />

Aufnahme von kopiergeschützten Inhalten und<br />

die drahtlose Datenübertragung via Airplay zu<br />

gewährleisten. Wer hingegen keine Ambitionen<br />

hegt, in die Tiefen der Systemstruktur vorzudringen,<br />

muss sich keinesfalls grämen: Der Solo2 von<br />

VU+ erleichtert Profis wie Einsteigern gleichermaßen<br />

den TV-Alltag.<br />

RICARDO PETZOLD, CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Was uns gefällt<br />

+ Enorm leistungsstarker Sat-Empfänger<br />

+ Offene Linux-Plattform<br />

+ Doppeltuner, Bild-in-Bild<br />

+ HbbTV, Youtube, Browser, App<br />

Was uns stört<br />

– Nicht alle Funktionen ab Werk verfügbar<br />

– WLAN-USB-Adapter und Festplatte optional<br />

– TV-Streaming auf iPad nur bei SD-Sendern<br />

– CI Plus nicht offiziell unterstützt<br />

Dank der offenen Softwareplattform Linux können Sie das Aussehen der Menüs ändern, neue Programme installieren, aber auch auf gängige Standards wie HbbTV zugreifen.<br />

www.hdtvmagazin.com 85


Video-on-Demand<br />

auf der Überholspur<br />

Das Internet hält in jeden Lebensbereich<br />

Einzug und vieles wird dadurch<br />

einfacher, vor allem der Medienkonsum.<br />

So landen dank unzähliger Video-on-Demand-<br />

Anbieter Blockbuster auf Knopfdruck in<br />

HD-Auflösung auf dem Bildschirm. Doch als<br />

Konsument verliert man in diesem Dschungel<br />

schnell den Überblick.<br />

Wer sich beim nicht immer packenden TV-Programm<br />

gern eine spontane Abwechslung gönnt,<br />

musste früher eine Videothek aufsuchen. Heutzutage<br />

spart man sich diesen Weg und begibt sich<br />

Video-on-Demand-Dienste<br />

Hersteller<br />

virtuell in die Hände eines Video-on-Demand-<br />

Anbieters. Wenige Klicks sollten reichen, um einen<br />

aktuellen Film auszuleihen. Prinzipiell stimmt das<br />

auch, wäre da nicht die schier unüberschaubare<br />

Masse an Anbietern mit ihren unterschiedlichen<br />

Angebotsstrukturen sowie den Unterschieden bei<br />

der Bild- und Tonqualität. Erschwerend kommt<br />

hinzu, dass jeder Anbieter auch noch unterschiedliche<br />

Stärken und Schwächen aufweist.<br />

Nutzung leicht gemacht<br />

Der Abruf der jeweiligen Portale stellt im Regelfall<br />

kein Problem dar, da an dieser Stelle bereits viele<br />

Endgeräte unterstützt werden. So ist der Zugang<br />

etwa per Windows- und Apple-Computer, Smart<br />

<strong>TVs</strong> diverser Hersteller, Set-Top-Boxen oder<br />

Spielekonsolen möglich. Allen Nutzungsangeboten,<br />

mit Ausnahme der Gratis-Portale wie etwa<br />

www.netzkino.de, geht eine Registrierung voraus.<br />

Im Zuge der Anmeldung wählt der Nutzer in den<br />

meisten Fällen auch gleich das jeweilige Bezahlmodell<br />

aus. In der Regel sind Sie an dieser Stelle mit<br />

einer Kreditkarte bestens ausgerüstet, aber auch<br />

Bezahlservices wie etwa PayPal sind oft nutzbar.<br />

Phillips sticht hier als Hersteller von Smart-<br />

<strong>TVs</strong> aus der Masse heraus, da sie eine zentrale<br />

iTunes Watchever Maxdome Acetrax Movies<br />

Einzelabrufe/Flatrate / / / /<br />

Ausleihpreis 4,99 Euro 4,99 Euro 3,99 Euro<br />

Kaufpreis 16,99 Euro 13,99 Euro 14,99 Euro<br />

Flatratepreis 8,99 Euro 19,99 Euro<br />

HD-Filme/HD-Serien / / / /<br />

Titelanzahl Umfangreich Eingeschränkt Umfangreich Eingeschränkt<br />

Endgeräte PC, iPad PC, iPad PC PC<br />

Originalton<br />

iTunes<br />

FILMTIPP<br />

3/2013<br />

Watchever<br />

PREISTIPP<br />

3/2013<br />

Bilder: Acetrax, Amazon, Apple, Auerbach Verlag, Google, Kabel Deutschland, Maxdome, Samsung, Sony, Watchever<br />

86 | 3.2013


Plattform anbieten, welche mit vielen Video-on-<br />

Demand-Anbietern kooperiert. Demnach melden<br />

Sie sich einmalig beim Philips-Service an und hinterlegen<br />

während des Prozederes Ihre Bezahldaten.<br />

Postwendend können Sie Filme etwa bei Maxdome<br />

oder Acetrax mit nur wenigen Klicks ausleihen<br />

und Philips kümmert sich darum, dass das Geld<br />

beim jeweiligen Anbieter landet. Demnach entfällt<br />

ein lästiges Anmelden bei den verschiedenen<br />

Anbietern auf dem Smart TV.<br />

Einzelabruf oder Flatrate<br />

Die Angebotsstruktur der einzelnen Anbieter<br />

gibt sich vielfältig und neben dem Einzelabruf<br />

von Blockbustern und Serien bieten einige auch<br />

eine Flatrate mit einer monatlichen Gebühr an.<br />

Darüber hinaus können bei vielen Anbietern<br />

auch weitere individuelle Pakete hinzugebucht<br />

werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist Maxdome,<br />

die etwa die Blockbuster-Option anbieten. Bei der<br />

Zubuchung zahlen Sie fünf Euro im Monat und<br />

haben dann zeitgleich zum Blu-ray-Start Zugriff<br />

auf aktuelle Hollywoodfilme, die dann als Stream<br />

über verschiedene Endgeräte abgerufen werden<br />

können. Das Premium-Paket schlägt indes mit<br />

rund 15 Euro im Monat zu Buche und Sie haben<br />

im Zuge dessen unbegrenzten Zugriff auf das gesamte<br />

Videoportfolio des Anbieters. Komplett auf<br />

das Flatrate-Modell setzt dagegen Watchever und<br />

bietet als zusätzliches Bonbon noch die Möglichkeit<br />

an, das Angebot von unterwegs aus zu nutzen.<br />

Videoleih per Post möglich<br />

Anders als das Streaming-Urgestein Maxdome<br />

geht Lovefilm einen anderen Weg, denn anfangs<br />

Top oder Flop? Bei Googles PlayStore hilft das Bewertungssystem<br />

weiter.<br />

Die Flatrate könnte auch bei den Onlinevideotheken einen ähnlichen Siegeszug antreten wie seinerzeit bei Internet- und<br />

Handytarifen. Gründe hierfür sind vor allem die fixen Kosten, ohne böses Erwachen zum Monatsende, und die grenzenlosen<br />

Nutzungsmöglichkeiten auf den vielen unterstützten Endgeräten. Momentan lockt der Anbieter Watchever mit<br />

einem derartigen Service und dürfte vor allem für Serienfreunde die erste Anlaufstelle sein.<br />

konnten Zuschauer die Filme ausschließlich<br />

bestellen und die Blu-rays und DVDs wurden<br />

dann per Post geliefert. Das ist auch heute noch<br />

möglich, aber da der Trend ganz klar in Richtung<br />

Streaming von Video- und Audioinhalten geht,<br />

wird das Portfolio nun Stück für Stück auch als<br />

Stream angeboten, wenngleich die Auswahl über<br />

den Versand zum jetzigen Zeitpunkt noch größer<br />

ausfällt. Nichtsdestotrotz ist es fraglich, wie lange<br />

Lovefilm noch am Filmversand festhält, denn<br />

die logistischen Herausforderungen und Kosten<br />

sind nicht zu vernachlässigen; mal ganz von der<br />

Wartezeit abgesehen, bis der gewünschte Film auf<br />

dem heimischen Couchtisch liegt. Zudem stößt<br />

dieses Modell schnell an seine Grenzen, wenn es<br />

sich um einen Videoabend mit mehreren Filmen<br />

handelt, denn im größten buchbaren Paket können<br />

maximal zwei Filme gleichzeitig beim Kunden<br />

landen, da wird es an einem Wochenende schon<br />

eng. Hier könnte der Gang zur Videothek um die<br />

Ecke von mehr Erfolg gekrönt sein, wenngleich der<br />

Untergang dieser Institution natürlich schon längst<br />

besiegelt ist.<br />

Ist kostenfrei besser?<br />

Neben der Übermacht der Bezahlangebote<br />

existieren aber auch eine Hand voll kostenloser<br />

Alternativen, die sich über Werbung oder den<br />

Rundfunkbeitrag finanzieren. Ein Beispiel hierfür<br />

ist der bereits erwähnte Service von Netzkino<br />

(www.netzkino.de), welcher sogar HD-Inhalte anbietet,<br />

die in puncto Aktualität jedoch allenfalls in<br />

die Rubrik Klassiker fallen. Sogar ein FSK-18-Bereich<br />

wurde implementiert, der Zugang erfolgt aus<br />

Jugendschutzgründen aber nur im Zeitfenster von<br />

23 bis 6 Uhr. Hier zeigt sich auch, warum es unter<br />

Umständen sinnvoll sein kann, ein Angebot mit<br />

Registrierung und Altersüberprüfung zu nutzen,<br />

Video-on-Demand-Dienste<br />

Lovefilm Google Play Movie Sony Video Unlimited Select Video<br />

/ / / /<br />

4,99 Euro 4,99 Euro 4,99 Euro<br />

16,99 Euro 19,99 Euro<br />

6,99 Euro (VoD), 11,99 Euro (Disc per Post)<br />

/ / / /<br />

Eingeschränkt (VoD), Umfangreich (Disc per Post) Eingeschränkt Umfangreich Eingeschränkt<br />

PC, Xbox 360, PS3, iPad PC (nur SD), iPad PC (nur SD), PS3 Nur mit Kabelreceiver<br />

(VoD) / (Blu-ray und DVD)<br />

www.hdtvmagazin.com 87


Diese Videodienste können Sie von unterwegs aus nutzen<br />

Video-on-Demand muss nicht an ein Endgerät aus dem heimischen Wohnzimmer gebunden sein, denn auf Androidund<br />

iOS-Endgeräten funktionieren nicht nur die hauseigenen Dienste, sondern auch Watchever plattformübergreifend.<br />

schließlich entfallen in diesem Zusammenhang die<br />

zeitlichen Restriktionen in Bezug auf jugendgefährdende<br />

Filme. Auch der Bereich des öffentlichrechtlichen<br />

Rundfunks lädt zum Stöbern ein,<br />

immerhin bieten die Mediatheken von ARD, ZDF<br />

und Arte alle Filmproduktionen der letzten sieben<br />

Tage als kostenfreien Stream an. Diese unterscheiden<br />

sich aber komplett von den kostenpflichtigen<br />

Angeboten, da hier nur Eigenproduktionen zum<br />

Abruf bereitstehen – einen Hollywood-Blockbuster<br />

suchen Sie an dieser Stelle vergeblich. Die Mediatheken<br />

können dennoch richtig punkten, denn vor<br />

allem im Doku- und Nachrichtensegment haben<br />

sie klar die Nase vorn.<br />

Per Stream oft nur 720p und Stereo<br />

Neben der bloßen Verfügbarkeit von Filmen sollte<br />

die Bild- und Tonqualität aber nicht vernachlässigt<br />

werden. Selbstverständlich bietet eine Versand-Videothek<br />

wie Videoload das volle Programm, denn<br />

schließlich liegen Filme auf einer Blu-ray-Disc in<br />

Video-on-Demand-Dienste<br />

Hersteller<br />

Dienste<br />

Watchever<br />

LoveFilm<br />

Sony Video Unlimited<br />

Google Play<br />

iTunes<br />

Endgeräte<br />

iPad, Android-Tablet<br />

iPad, Kindle Fire HD<br />

Sony Tablets<br />

Android-Tablets<br />

iPad<br />

Full-HD-Auflösung mit 1 920 × 1 080 Bildpunkten,<br />

in 3D, mit Mehrkanalton, Bonusmaterial und<br />

verschiedenen Sprachversionen vor. Was haben die<br />

Streaminganbieter dem entgegenzusetzen? Hier<br />

fällt es mitnichten leicht, die Spreu vom Weizen<br />

zu trennen, da die Dienste in der Regel nur vage<br />

Informationen über die Bild- und Tonqualität<br />

veräußern. So verzichten die meisten Anbieter auf<br />

Auszeichnungen zur Auflösung und Angaben wie<br />

etwa 720p oder 1 080p finden sich nur in Ausnahmefällen<br />

in unübersichtlichen FAQs wieder. Auch<br />

bei der Verfügbarkeit von etwaigen mehrsprachigen<br />

Tonspuren, der Audioqualität gemessen<br />

an einer Bitrate, oder ob der Film überhaupt mit<br />

Mehrkanalton über die eigene Heimkinoanlage<br />

wiedergegeben wird, findet sich nur in Ausnahmefällen<br />

eine Auskunft. Um diese Informationen zu<br />

erhalten, bedarf es oft einer intensiven Suche, die<br />

reichlich Zeit kostet und so das Erlebnis im Vorhinein<br />

schon trübt. Eine aussagekräftige Kennzeichnung<br />

wäre an dieser Stelle wünschenswert, denn<br />

schließlich zahlt der Zuschauer ja nicht gerade<br />

wenig für einen ausgeliehenen Film. Ein aktueller<br />

Blockbuster in HD-Auflösung kann als Stream<br />

abgerufen schonmal bis zu sechs Euro kosten. Die<br />

Recherchen haben ergeben, dass ein Großteil der<br />

Anbieter auf die „kleine“ HD-Auflösung 720p setzt<br />

und nur die wenigsten auf Full-HD. Microsofts<br />

Videoservice Zune, der bequem über die Xbox 360<br />

abgerufen werden kann, bildet an dieser Stelle die<br />

Ausnahme und will sich mit der 1 080p-Auflösung<br />

auf Augenhöhe der Blu-ray Disc bewegen. Ein<br />

Sichttest hat ergeben, dass das Ziel nur knapp verfehlt<br />

wird, und es ist in jedem Fall beachtenswert,<br />

in welcher hochwertigen Qualität die Filme durch<br />

die Internetleitung gedrückt werden. Doch auch<br />

die Filme in 720p-Auflösung machen richtig Spaß,<br />

denn schließlich wird die Schärfewahrnehmung<br />

immer maßgeblich von der Größe des Fernsehers<br />

und dem Betrachtungsabstand mitbestimmt.<br />

Ohne Breitbandinternet geht nichts<br />

Die Bildqualität steht und fällt natürlich immer<br />

mit dem verwendeten Internetanschluss und der<br />

Bandbreite, die Ihnen zur Verfügung steht. Für den<br />

Genuss von HD-Inhalten empfehlen die Anbieter<br />

mindestens 6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), in<br />

der Praxis sollten es aber schon 10 Mbit/s sein.<br />

Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Film nur<br />

stockend oder im schlimmsten Fall gar nicht wiedergeben<br />

wird. Zudem könnte sich die Bildqualität<br />

nur auf SD-Niveau einpendeln, denn viele Videoon-Demand-Services<br />

passen die Darstellung<br />

dynamisch der verfügbaren Bandbreite an. Da es<br />

aktuell immer noch sehr viele weiße Flecken ohne<br />

Hochleistungsinternet in Deutschland gibt, ist ein<br />

Geschwindigkeitstest vor dem Ausleihen eines<br />

Films dringend empfohlen. Ein schneller Internetanschluss<br />

minimiert das Risiko eines Filmabbruchs<br />

aber nicht gänzlich und wer in seinem Haushalt<br />

über mehrere internetfähige Geräten verfügt,<br />

könnte bei einer parallelen Nutzung durchaus in<br />

einen Engpass geraten. Vorsicht bei Volumentarifen:<br />

Ein HD-Film ist im Schnitt rund 6 Gigabyte<br />

groß und sprengt demnach das monatliche Limit<br />

bereits an einem Abend. Wohnen Sie auf dem<br />

Land, steht in der Regel kein Internet per DSL oder<br />

Kabel zur Verfügung und der anliegende Klingeldraht<br />

ist mit einem HD-Film selbstverständlich<br />

hoffnungslos überfordert. Abhilfe schaffen hier<br />

Videothek von Unitymedia Videoload Media Markt Videodownloadshop Videociety<br />

Einzelabrufe/Flatrate / / / /<br />

Ausleihpreis 5,00 Euro 3,99 Euro 4,99 Euro 4,99 Euro<br />

Kaufpreis 13,99 Euro 12,99 Euro<br />

Flatratepreis<br />

HD-Filme/HD-Serien / / / /<br />

Titelanzahl Eingeschränkt Umfangreich Eingeschränkt Eingeschränkt<br />

Endgeräte Nur mit Kabelreceiver PC PC PS3<br />

Originalton<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Mediamarkt, Sony, Unitymedia, Videociety, Videoload<br />

88 | 3.2013


LTE-Router, die Geschwindigkeiten mit bis zu<br />

100 Mbit/s über Mobilfunk garantieren.<br />

Der Transparenz-Unterschied<br />

Amazon schreibt Transparenz ganz groß; listet alle verfügbaren<br />

Titel auf und lässt eine umfangreiche Filterung<br />

zu; dies ist keine Selbstverständlichkeit.<br />

Ausblick<br />

Wohin wird die Video-on-Demand-Reise also<br />

gehen und wann schrumpft der Markt auf ein<br />

überschaubares Maß ein? Auch wenn von Experten<br />

längst erwartet wird, dass eine Konsolidierung<br />

einsetzen müsste, so geschieht derzeit<br />

eher das Gegenteil. Momentan wächst die Anzahl<br />

der Anbieter unaufhörlich und das sowohl auf<br />

der Bezahl- als auch auf der werbefinanzierten<br />

Seite. Damit unterscheidet sich der deutsche<br />

Markt ganz erheblich vom nordamerikanischen,<br />

welcher als Wegbereiter des Video-on-Demand-<br />

Dienstes gilt. Dort haben quasi zwei Anbieter den<br />

kompletten Markt unter sich aufgeteilt und das<br />

zu sehr moderaten Konditionen. Die riesige Onlinevideothek<br />

Netflix etwa verlangt umgerechnet<br />

sechs Euro pro Monat für einen uneingeschränkten<br />

Zugriff auf das gesamte Angebot, welches von<br />

unzähligen Geräten aus abrufbar ist. Während<br />

sich Hulu komplett über Werbung finanziert und<br />

neben attraktiven US-Serien auch jede Menge<br />

hochkarätige Shows in feinster Qualität anbietet.<br />

Durch die gesicherte rechtliche Grundlage und<br />

die überzeugende Angebotsvielfalt entziehen sie<br />

den illegalen Angeboten die Existenzgrundlage –<br />

ein absolut wünschenswerter Zustand. Allerdings<br />

lassen sich diese Dienste außerhalb der USA<br />

nicht nutzen, somit bleibt der Nutzer von den<br />

hiesigen Diensten abhängig. Von amerikanischen<br />

Verhältnissen sind wir hierzulande allerdings<br />

noch weit entfernt, denn die rechtliche Grundlage<br />

scheint sich komplizierter zu gestalten; so wird es<br />

zumindest seitens der Medien immer kommuniziert.<br />

An dieser Stelle sollte der Begriff der<br />

Kulturflatrate abermals ins Spiel gebracht werden,<br />

denn der Ansatz verspricht einen unbegrenzten<br />

Zugang zu Video- und Audio inhalten, der durch<br />

eine fixe monatliche Gebühr getragen wird. Diese<br />

Pauschalabgabe wird dann an die Rechteinhaber<br />

verteilt und gleichzeitig spielt es keine Rolle mehr,<br />

was welcher Anbieter zur Verfügung stellt, da<br />

alles bereits im Preis mit inbegriffen ist. In diesem<br />

„Video-on-Demand bleibt oft ein<br />

kompliziertes Unterfangen hinsichtlich<br />

Preis und Verfügbarkeit.“<br />

Fall müsste sich der Zuschauer nicht mehr durch<br />

Anbieterkataloge wühlen und der Konsum würde<br />

endlich im Mittelpunkt stehen. Das ist letztlich<br />

noch Zukunftsmusik, aber zumindest der Ansatz<br />

der Flatrate erscheint dieser Tage immer häufiger<br />

im Video-on-Demand-Bereich und Anbieter wie<br />

etwa Watchever legen fleißig weitere Grundsteine<br />

für den allumfassenden Medienabruf, ob zu<br />

Hause oder unterwegs. Doch bis zum Eintreffen<br />

dieser Unterhaltungsutopie werden noch<br />

viele Tage ins Land ziehen und es müssen noch<br />

unzählige Steine aufseiten der Konsumenten,<br />

Produzenten und Rechteinhaber aus dem Weg<br />

geräumt werden.<br />

ROGER VOGEL, DENNIS SCHIRRMACHER<br />

Anzeige


App-Bedienung<br />

Die Telekom setzt voll auf die App-Bedienung und bietet mit der „Programm<br />

Manager App“ die Funktionen der Programmübersicht für die<br />

nächsten 14 Tage, eine Erinnerungsfunktion für Sendungen sowie die<br />

Verwaltung von Sender- und Favoritenlisten und einen Assistenten zur<br />

Planung von parallelen Aufnahmen. Die „Entertain Remote Control App“<br />

ersetzt die herkömmliche Fernbedienung vollständig und bettet diese Funktionen<br />

in die Sprachsteuerung zur Sender- und Menüauswahl ein.<br />

Die Zweitreceiver-Ergänzung<br />

Ein besonderer Vorteil ist die einfache Kombination<br />

aus Erst- und Zweitreceiver, der entweder<br />

gemietet oder gekauft werden kann. Gebuchte<br />

Pakete lassen sich auf beiden Geräten nutzen,<br />

ebenso wie ein Festplatten-Sharing kein Problem<br />

darstellt. Weiterhin lassen sich HD-Inhalte zwischen<br />

den Geräten streamen.<br />

Musikgenuss<br />

Neben der kostenlosen Internetradiofunktion, mit<br />

der sich weltweit verfügbare Streams empfangen<br />

lassen, kann auch ein Musikvideopaket für 4,95<br />

Euro pro Monat hinzugebucht werden. Darin sind<br />

Kanäle wie MTV und VH-1 bis hin zu Gute Laune<br />

TV enthalten.<br />

Bilder: Telekom<br />

90 | 3.2013


Facebook ist überall<br />

Wer sich gern über Inhalte<br />

austauscht, wird die Teilen- und<br />

Bewertungsfunktion lieben. Nach<br />

der Verknüpfung mit dem Facebook-<br />

Konto reicht ein Druck auf die blaue<br />

Taste, um Freunden eine Sendung<br />

zu empfehlen, ganz ohne weitere<br />

Endgeräte.<br />

TV-Apps<br />

Nicht nur bei der Bedienung<br />

setzt die Telekom auf Apps, auch<br />

wenn es um Zusatzinhalte geht,<br />

schlagen sie diesen Weg ein. Neben<br />

BILD und ARD Tagesschau<br />

existieren auch Spiele und Videoon-Demand-Angebote.<br />

Telekom-Entertain-Paket<br />

auf dem Prüfstand<br />

IPTV nimmt einen immer größeren Stellenwert in den heimischen Wohnzimmern<br />

ein. Die Telekom baut daher ihr Entertain-Paket zu einem Multitalent mit neuen<br />

Funktionen aus.<br />

ROGER VOGEL<br />

Die eigene Cloud<br />

Mit der TelekomCloud haben Telekom-Kunden die<br />

Möglichkeit, bis zu 25 GB Onlinespeicher kostenfrei<br />

über die „Mediacenter App“ zu nutzen. Abgedeckt<br />

werden sämtliche Dateiformate und Apple-,<br />

Android- und WindowsPhone-7-Endgeräte.<br />

www.hdtvmagazin.com 91


Bezahl-Mediathek HD Plus Replay<br />

Interaktives Fernsehen ist ein Schlagwort,<br />

welches schon länger vielen Nutzern ein<br />

Begriff ist. So bieten zahlreiche Fernsehsender<br />

mittlerweile Sendungen auf Abruf, beispielsweise<br />

über Mediatheken, welche über das<br />

Internet oder direkt am netzwerktauglichen<br />

Endgerät nutzbar sind.<br />

Auch über HbbTV können Fernsehzuschauer<br />

mittlerweile bei zahlreichen TV-Stationen<br />

Zusatzdienste nutzen und verpasste Sendungen<br />

zu einem beliebigen Zeitpunkt anschauen. Im<br />

Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Sendern<br />

ist hier das Angebot bei den großen Privatsendern<br />

bisher ziemlich dürftig gewesen. Wenn<br />

überhaupt, so waren nur kleine Schnipsel aus<br />

den Programmen interaktiv abrufbar. Mit der<br />

Plattform HD Plus Replay soll sich dies nun<br />

ändern.<br />

Systemvoraussetzungen<br />

Voraussetzung ist ein passender HD-Plus-<br />

Receiver, welcher den Abruf dieses Dienstes über<br />

das Netz ermöglicht. Dazu ist die Anbindung an<br />

das Internet eine weitere zwingende Voraussetzung<br />

für die Nutzung des Dienstes. Empfohlen<br />

wird hier eine Verbindungsgeschwindigkeit<br />

von 6 Mbit/s oder mehr. Auch wenn Video-on-<br />

Demand-Anbieter mit dieser Übertragungsrate<br />

bereits 720p-Filme realisieren, können bisher<br />

nur Sendungen in Standardauflösung abgerufen<br />

werden.<br />

Der erste Eindruck<br />

Der interaktive Dienst HD Plus Replay verbirgt<br />

sich im Menüpunkt „Web“ im schon bekannten<br />

HD-Plus-Portal. Alternativ besteht auch die<br />

Möglichkeit, die Mediatheken über HbbTV<br />

zu betreten. So wird beispielsweise bei RTL<br />

Digitaltext nach dem Drücken des Red Buttons<br />

auch der Zugang zu RTL Now angeboten. Das<br />

bietet sich sogar an, denn startet man eine der<br />

angebotenen Mediatheken, wechselt der Receiver<br />

ohnehin erst einmal auf den gewählten Sender<br />

und öffnet das HbbTV-Menü. Hier gelangt man<br />

schließlich über die Auswahl der Mediathek<br />

endlich in das Menü des Abrufdienstes.<br />

Aktuell lassen sich die abgebildeten Sender über HD Plus Replay abrufen, ob der Service noch weiter wächst, ist wegen<br />

des kostenfreien Konkurrenten HbbTV bisher ungeklärt.<br />

Derzeit nur RTL<br />

Momentan beschränkt sich das Angebot von HD<br />

Plus Replay auf drei Abrufkanäle. Diese bestehen<br />

aus RTL Now, VOX Now sowie Super RTL Now.<br />

Hat man sich für einen Sender der RTL-Gruppe<br />

entschieden, gelangt man auf das Auswahlportal<br />

beispielsweise von RTL. Sortiert nach Highlights,<br />

Bilder: RTL, Telestar, VOX<br />

92 | 3.2013


Serien & Shows, News & Magazine oder auch<br />

Spielfilme von A-Z kann man in den Angeboten<br />

stöbern. Zur Verfügung stehen allerdings nicht<br />

alle bei RTL in den letzten Tagen ausgestrahlten<br />

Filme, sondern nur eine Auswahl, welche<br />

beispielsweise aus „Die Jagd nach dem Schatz<br />

der Nibelungen“ oder „Vulkan“ bestehen – also<br />

ausschließlich Eigenproduktionen des Senders.<br />

Blockbuster aus Hollywood werden hingegen<br />

– zumindest derzeit – nicht angeboten. Der ausgewählte<br />

Film startet aber nicht sofort, da zuerst<br />

Werbesports angezeigt werden, diese setzen sich<br />

auch während des Medienkonsums fort. Rund<br />

alle 15 Minuten müssen sich Nutzer daher auf<br />

Werbung einstellen.<br />

überzeugt zum aktuellen Zeitpunkt keinesfalls.<br />

Gründe dafür sind das mangelnde HD-Material<br />

und die SD-Aufnahmefähigkeit aktueller<br />

Mediareceiver. Dazu gesellt sich bei anderen<br />

Telekommunikationsanbietern ein wachsendes<br />

und kostenfreies Angebot an HbbTV-Inhalten.<br />

Wann RTL seinen Sonderweg verlässt, um sich<br />

TV-Sendungen wann immer Sie wollen<br />

dieser Entwicklung anzuschließen, bleibt weiter<br />

rätselhaft. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bleibt<br />

HD Plus Replay schlicht ein fehlgeschlagenes<br />

Experiment, welches wegen der Kosten, der Werbung,<br />

der SD-Qualität und dem Inhalt auf der<br />

Strecke bleibt.<br />

ROGER VOGEL<br />

Sendung verpasst?<br />

Natürlich können auch verpasste Sendungen<br />

über das Portal nachträglich angeschaut<br />

werden. Diese sind aber wie bei den öffentlichrechtlichen<br />

Sendern nicht permanent verfügbar,<br />

sondern in der Regel sieben Tage lang im Archiv<br />

zu finden. Abrufbar sind die Programme nach<br />

Tag und Uhrzeit sortiert oder über die schon<br />

vorgestellten Genre-Menüs. Ausgeklammert sind<br />

hier aber wiederum Fremdproduktionen. So<br />

„Obwohl das Konzept durchdacht<br />

scheint, könnte es dennoch<br />

scheitern, schließlich gibt<br />

es HbbTV zum Nulltarif.“<br />

findet man nur eine Auswahl der vergangenen<br />

Tage. Fremdproduktionen wie Spielfilme, aber<br />

auch beispielsweise „Mario Barth Live“ oder<br />

„Die ultimative Chart Show“ fehlten bei unserem<br />

Test. Dagegen ließen sich diverse Scripted-<br />

Reality-Formate, die RTL-Nachrichtensendung<br />

„RTL Aktuell“ oder auch „Die Comedy Show des<br />

Jahres“ problemlos abrufen.<br />

Mediatheken identisch<br />

Wie bei HbbTV setzt die RTL-Gruppe auch bei<br />

seinen einzelnen Sendern auf Corporate Identity.<br />

Das bedeutet, der Aufbau aller drei Mediatheken<br />

von RTL, VOX und Super RTL ist identisch.<br />

Lediglich Farbgestaltung und Inhalt unterscheiden<br />

sich. So sind nur bei RTL auch Spielfilme<br />

abrufbar. Die anderen beiden Plattformen bieten<br />

hingegen nur eine Auswahl an Sendungen aus<br />

dem Programm.<br />

Kosten<br />

Der Dienst wird erwartungsgemäß nicht kostenfrei<br />

angeboten. Wer sich bis zum 31.12.2013 für eine<br />

dreimonatige Nutzung entscheidet, erhält gratis<br />

sechs Monate hinzu. Das Entgelt für die angesprochenen<br />

drei Monate beläuft sich auf 15 Euro.<br />

Ausblick<br />

Das vergleichsweise geringe Angebot, welches<br />

mit rund fünf Euro pro Monat und ständigen<br />

Werbeunterbrechungen teuer erkauft wird,<br />

Die Nutzung von HD Plus Replay gestaltet sich denkbar einfach, denn der eindeutige Aufbau aus Senderwahl, Programmübersicht,<br />

Programmauswahl und schließlich der Information über die jeweilige Sendung ist sehr übersichtlich.<br />

www.hdtvmagazin.com 93


Fernsehen auf dem iPad<br />

Tablets wie das iPad genießen in vielen<br />

Lebensbereichen eine hohe Akzeptanz<br />

und werden oft als Zweitgerät<br />

eingesetzt, um beispielsweise E-Mails zu<br />

verschicken oder um Musik, Filme und Spiele<br />

zu konsumieren. Neben den Video-on-Demand-Anbietern<br />

haben sich bereits zahlreiche<br />

TV-Streaming-Lösungen etabliert, die den<br />

Funktionsumfang des iPads erweitern.<br />

Unabhängig von der Größe des Tablet-Bildschirms<br />

kommt diesem ein großer Vorteil<br />

gegenüber einem klassischen Fernseher zu – die<br />

Mobilität. Gleichzeitig ist eine unabhängige Programmwahl<br />

möglich, sodass Konflikte bei selbiger<br />

der Vergangenheit angehören sollten. Hier erfolgt<br />

die Übermittlung der Daten wahlweise über den<br />

Kabel- oder Satellitenanschluss oder aber über<br />

das Internet. Ab einer Übertragungsrate von<br />

rund 6 MBit/s, können selbst HD-Inhalte flüssig<br />

angeschaut werden. Allerdings existiert auch hier<br />

ein Haken, denn die Dienste sind kostenfrei meist<br />

nur eingeschränkt nutzbar, sodass weitere Gebühren<br />

anfallen. Andere Lösungen setzen hingegen<br />

auf einer vorhanden TV-Infrastruktur auf.<br />

Zattoo<br />

Der Schweizer Dienst hat sich inzwischen zum<br />

echten Multitalent gemausert. Kein Anbieter hat<br />

momentan legal und teilweise sogar kostenlos so<br />

viele deutsche Sender im Portfolio. So können<br />

sämtliche öffentlich-rechtlichen Kanäle empfangen<br />

werden – inklusive aller Regionalvarianten<br />

der Dritten. Wer sich für die kostenpflichtige Variante<br />

HiQ entscheidet kann sogar viele Sender<br />

in HD genießen. Verzichten müssen die Nutzer<br />

aber auf fast alle Vollprogramme der RTL- und<br />

ProSiebenSat1-Gruppe, diese wurden nur für<br />

die Schweiz lizenziert. Lediglich Das Vierte und<br />

DMAX sowie einige Spartensender stehen zur<br />

Nutzung bereit. Bei der kostenlosen Variante<br />

erfolgt immer beim Kanalwechsel eine Werbeunterbrechung,<br />

diese kann mit dem HiQ-Abo<br />

ab 3,75 Euro pro Monat umgangen werden. Wer<br />

darüber hinaus das gesamte Zattoo-Angebot<br />

der Schweiz nutzen möchte, kommt um einen<br />

kostenpflichtigen Proxy nicht herum.<br />

FilmOn<br />

Das Portal bietet vor allem internationale Sender<br />

und das in überzeugender Anzahl. So stehen beispielsweise<br />

zahlreiche britische Kanäle zur Verfügung.<br />

Neben den öffentlich-rechtlichen BBCs<br />

können Sie Privatsender wie ITV oder Channel<br />

5 live streamen. Auch Kanäle aus der arabischen<br />

Welt sowie italienische oder französische Sender<br />

lassen sich in größerer Anzahl empfangen. Die<br />

Auswahl an deutschen Programmen ist spärlich.<br />

Es fehlen zwar die öffentlich-rechtlichen Hauptsender,<br />

dafür gibt es die digitalen Spartensender<br />

Streaming-Dienste<br />

Neben Zattoo hat sich auch FilmOn etabliert, aber gerade<br />

in Kombination mit der schwierigen Rechtevergabe<br />

bei gesendeten Inhalten müssen Kunden in Deutschland<br />

auf viele private Sennder verzichten.<br />

Bilder: Auerbach Verlag,, Loewe<br />

94 | 3.2013


Neben dem gleichzeitigen Streaming<br />

des TV-Bildes unterstützen die neuen<br />

Smart-<strong>TVs</strong> von Panasonic auch die<br />

asynchrone Darstellung von TV-<br />

Inhalten.<br />

von ARD und ZDF, also zum Beispiel Eins Extra,<br />

ZDFneo oder Phoenix. Hinzu kommen noch<br />

VOX, als einziges privates Vollprogramm, der<br />

Nachrichtensender n-tv sowie die Shopping-<br />

Kanäle QVC, QVC PLUS und Sonnenklar TV.<br />

Insgesamt sind momentan elf deutsche Sender<br />

gelistet, die auch in HD buchbar sind.<br />

DVB-T mit Tivizen Nano<br />

Der zigarettenschachtelgroße DVB-T-Empfänger<br />

Tivizen Nano macht Android- und Applegeräte<br />

ebenso zu mobilen Fernsehzentralen, wie einen<br />

herkömmlichen Windows-PC, Mac oder Laptop.<br />

Dabei könnte die Funktionsweise nicht einfacher<br />

sein, denn nach dem kostenfreien App-Download<br />

funkt der Tivizen Nano das DVB-T-Signal per<br />

chen zuverlässig und erlaubt ein nahezu zeitgleiches<br />

Fernsehen im Vergleich zum normalen<br />

DVB-S-Empfang. Das empfangene DVB-S oder<br />

S2-Signal wird mittels eines leistungsstarken<br />

Encoders in ein IPTV-Signal umgewandelt und<br />

dann über das heimische Netzwerk weitergereicht.<br />

Das Empfangsgerät wiederum setzt dann das<br />

Signal in das entsprechende Video- und Audiosignal<br />

um und gibt dieses auf dem Touchscreen<br />

wieder. Mittels der entsprechenden App lässt sich<br />

aber bisher nur SD-Qualität auf Smartphones und<br />

Tablets realisieren.<br />

Second-Screen-Streaming<br />

Aktuell bieten die großen Smart-TV-Anbieter<br />

wie Samsung, Panasonic und Philips Apps an,<br />

Sat-Signale über das Netzwerk<br />

Auch wenn Sat>IP ein relativ neues Streaming-<br />

System ist, funktioniert dieses schon ausgesprodie<br />

ein Streaming auf ein mobiles Endgerät<br />

erlauben. Dadurch besteht die Möglichkeit,<br />

die Fernsehsendung auch an einem anderen<br />

Ort weiter zu verfolgen, an dem sich zwar kein<br />

Fernseher befindet aber WLAN-Empfang. Das<br />

große Dilemma dieser Hersteller-Apps betrifft<br />

die Inkompatibilität untereinander. Abhilfe<br />

könnte der offene Standard Miracast schaffen,<br />

der auf der CES 2013 vorgestellt wurde. Mit<br />

diesem Standard benötigen Endgeräte nur noch<br />

eine WLAN-Peer-to-Peer-Verbindung zwischen<br />

einander, nicht aber über das Internet. Sind<br />

beide Geräte gekoppelt erfolgt die Bild- und<br />

Tonübertragung verzögerungsfrei und geräteübergreifend.<br />

ROGER VOGEL<br />

„Dank Internet-Streaming muss kein<br />

Mobil-Gerät mehr auf den TV-Empfang<br />

verzichten.“<br />

WLAN an die jeweiligen Endgeräte. Bei Windows<br />

und Mac übernimmt die Kommunikation die beiliegende<br />

Software EyeTV. Durch den integrierten<br />

Akku besteht zudem die Möglichkeit, 3,5 Stunden<br />

ohne Steckdose Fernsehen zu schauen. Ob bei<br />

Ihnen DVB-T empfangbar ist, erfahren Sie unter<br />

www.ueberallfernsehen.de.<br />

Sony lagert wie die meisten Hersteller die elektronische<br />

Programmzeitschrift (EPG) und die<br />

Timer-Programmierung auf das Tablet aus.<br />

www.hdtvmagazin.com 95


Xbox 360 als TV-Zentrale<br />

Xbox 360<br />

als TV-Zentrale<br />

Der Fernsehkonsum wandelt sich<br />

auch in Deutschland zusehends, weg<br />

von den fest vorgegebenen Zeiten<br />

der Programmanbieter und hin zu einer eigenen<br />

kreativen Gestaltung der Sehgewohnheiten.<br />

Smart-<strong>TVs</strong>, Multimediareceiver und<br />

Spielekonsolen bilden immer häufiger das<br />

Rückrat der heimischen Unterhaltungszentrale.<br />

Allerdings besteht hierzulande immer noch<br />

die Einschränkung, wonach HD-Inhalte nicht<br />

einfach aufgenommen werden dürfen, um diese<br />

später zu konsumieren. Möglichkeiten, dieses<br />

Problem zu umgehen, gib es zwar, jedoch sind<br />

diese ausnahmslos illegaler Natur. Einen Ausweg<br />

aus diesem Dilemma bieten die Video-on-<br />

Demand-Dienste (VoD). Diese bieten je nach<br />

Preismodell und regionaler Verfügbarkeit ein<br />

unterschiedlich großes Angebot, werden aber<br />

eben nicht von dem zu entrichtenden Rundfunkbeitrag<br />

finanziert, sodass extra Kosten<br />

entstehen. Diese Kosten bewegen sich bei einem<br />

Blu-ray-Blockbuster zwischen vier und sechs<br />

Euro und benötigen ein Endgerät, welches den<br />

Service unterstützt. An dieser Stelle treten die<br />

schon beschriebenen Multimedia-Endgeräte in<br />

den Mittelpunkt der Betrachtung, da diese je nach<br />

Bilder: Microsoft<br />

96 | 3.2013


Gerät und Modell zwar nicht alle Anbieter unterstützen,<br />

aber zum jetzigen Zeitpunkt schon viele<br />

abdecken. In diesem Zusammenhang genießen<br />

Spielekonsolen wie Xbox und Playstation einen<br />

besonderen Vorteil, da sie im Softwarebereich fast<br />

beliebig erweiterbar sind. Durch diese Flexibilität<br />

besteht zumindest die theoretische Möglichkeit,<br />

„Der Konsument selbst wird zum<br />

Programmmanager. Nur er bestimmt,<br />

was und vor allem wann er etwas<br />

sehen möchte.“<br />

dass in Zukunft alle VoD-Anbieter über ein<br />

Endgerät erreichbar sind und im besten Fall auch<br />

noch über ein zentrales Konto, welches es nicht<br />

mehr nötig macht, die Registrierungsprozedur<br />

für jedes Portal zu wiederholen. In Summe gilt<br />

auch hier die Einschränkung, dass die dauerhafte<br />

Speicherung nicht vorgesehen ist, der Kunde<br />

aber zumindest in einem bestimmten Zeitraum,<br />

seien es 48 Stunden oder über die komplette<br />

Abo-Laufzeit, diese Inhalte beliebig oft und zu<br />

jeder Zeit konsumieren kann. Neben der Sicht<br />

der Konsumenten auf die Entwicklungen im<br />

Unterhaltungselektroniksegment interessiert<br />

vor allem die Einschätzung von Geräteproduzenten,<br />

wie Microsoft, die damit stellvertretend<br />

für den Bereich der Spielekonsolen auftreten.<br />

Oliver Kaltner, Mitglied der Geschäftsführung<br />

bei Microsoft, beantwortete uns dazu einige<br />

Fragen.<br />

Wie lange wird es das Fernsehen, so wie wir es<br />

kennen, noch geben?<br />

Ich bin davon überzeugt, dass Fernsehen in<br />

seiner heutigen Form und mit dem vorgegebenen,<br />

festen Zeitrastern schon bald eine<br />

immer weniger relevante Rolle spielen wird. Die<br />

Entwicklung der Einschaltquoten stützt diese<br />

These. Der Konsument selbst wird zum Programmmanager.<br />

Nur er bestimmt, was und vor<br />

allem wann er etwas sehen möchte. Provokant<br />

gesagt, sind Programmzeiten nur noch wichtig,<br />

um das HD-Recording richtig einzustellen.<br />

Aktuelle Studien zeigen diese starke Nutzungsveränderung.<br />

Innerhalb der Primetime wird<br />

vermehrt auf Aufzeichnungen zurückgegriffen<br />

und Streaming kam in den letzten Jahren hinzu.<br />

Live-TV nimmt mehr und mehr ab.<br />

Welche Entwicklung ist in Bezug auf den<br />

Abruf hochwertiger HD-Inhalte zu<br />

erwarten?<br />

In den Vereinigten Staaten bieten<br />

Freemium-Dienste wie Hulu oder<br />

Abo-Anbieter wie Netflix nutzerfreundliche<br />

Geschäftsmodelle an, indem<br />

sie beispielsweise neueste Folgen beliebter<br />

Serien zum Streaming bereitstellen und eine<br />

umfassende Entertainment-Mediathek auf<br />

Abruf vorhalten. Der Erfolg gibt ihnen Recht:<br />

Es gibt eine Alternative zu illegalen Angeboten.<br />

Im Interview: Oliver Kaltner, Mitglied der Geschäftsführung<br />

bei Microsoft Deutschland und General Manager<br />

der Consumer Channels Group<br />

Der Verbraucher ist unstrittig bereit, für gutes<br />

Entertainment zu bezahlen – sofern das Angebot<br />

kundenfreundlich und zeitgemäß gestaltet<br />

ist. Microsoft geht diesen Schritt mit der Xbox<br />

360. Mit der Onlinevideothek Lovefilm, mit Sky<br />

Go, der ZDF-Mediathek sowie mit YouTube<br />

lassen sich individuell und zu jeder Zeit Inhalte<br />

abrufen.<br />

Wird es die Blu-ray Disc als physikalisches<br />

Medium für Blockbuster noch lange geben?<br />

Die Zukunft liegt im Video-on-Demand. Nicht<br />

mehr der Besitz von Entertainmentinhalten ist<br />

für Konsumenten wichtig, sondern der zeitund<br />

ortsunabhängige Zugang zu ihnen. Die<br />

Nachfrage wächst seit Jahren kontinuierlich.<br />

Der Umsatz durch VoD hat sich gegenüber 2011<br />

in diesem Jahr noch einmal verdoppelt.<br />

Welche Rolle spielt das Tablet oder Smartphone<br />

als Second Screen im Wohnzimmer des<br />

21. Jahrhunderts?<br />

Laut Bitkom-Studie surfen über drei Viertel<br />

der deutschen Nutzer im Internet, während sie<br />

fernsehen. Die Realität des Medienkonsums ist<br />

Die Hochleistungskamera Kinect ist in der Lage, Gesten zu<br />

erkennen, sodass diese für die Navigation im Mediacenter<br />

nutzbar werden.<br />

längst transdigital, also geräte- und plattformübergreifend.<br />

Hier liegt noch sehr viel Potenzial.<br />

Inhalte werden „cross-platform“ genutzt. Mit<br />

Microsoft Xbox SmartGlass werden wir schon<br />

heute dieser Entwicklung mittels technischer<br />

Lösung gerecht. Die Entertainment-App macht<br />

es möglich zum Beispiel zu einem Film, den<br />

ich mir per Xbox auf dem Fernseher anschaue,<br />

weiterführende Inhalte und Informationen auf<br />

einen zweiten Screen wie einem Tablet oder<br />

Smartphone zu erhalten.<br />

Welches Wiedergabegerät sehen Sie als<br />

Mittelpunkt des Wohnzimmers an? Aktuelle<br />

Smart-<strong>TVs</strong> wandeln sich ja auch immer mehr<br />

zum Unterhaltungslieferanten.<br />

Der Fernseher dominiert auch in Zukunft nach<br />

dem Displaydominanzprinzip die Wohnzimmer,<br />

jedoch wird sich die klassische Nutzung<br />

stark verändern – hin zu noch mehr Interaktivität<br />

und einem breiteren Anwendungsspektrum. Im<br />

kommenden Jahr werden mehr als 6 Millionen<br />

aller <strong>TVs</strong> im Haushalt Connected Devices sein<br />

und über eine Internetverbindung verfügen. Das<br />

eröffnet ganz neue Möglichkeiten im Hinblick<br />

auf die Art der Inhalte, Interaktivität in Echtzeit<br />

und New-Content.<br />

ROGER VOGEL, DENNIS SCHIRRMACHER<br />

www.hdtvmagazin.com 97


Kindle, das bessere Buch<br />

Amazons Kindle-Serie findet mit dem Kindle Paperwhite ihren bisherigen Höhepunkt, denn jetzt ist<br />

es endlich möglich, auch ohne externe Beleuchtung bei allen Lichtverhältnissen zu Lesen. Die technischen<br />

Unterschiede zu herkömmlichen Tablets sind dabei frappierend.<br />

Nur der neue Kindle Paperwhite<br />

(siehe rechte Seite)<br />

hat ein selbstleuchtendes<br />

Display, die älteren Modelle<br />

benötigen noch eine Leselampe<br />

zur Beleutung.<br />

Bilder: Amazon<br />

98 | 3.2013


Durch die E-Ink-Display-<br />

Technologie bleibt der Text<br />

aus jedem Blickwinkel<br />

scharf und ohne sichtbare<br />

Pixelstrucktur.<br />

Gegenüber dem Vorgänger stieg<br />

die Pixeldichte um 62 % und der<br />

Kontrast um 25 %, allerdings<br />

stieg auch der Preis von 79 auf<br />

129 Euro.<br />

Die Beleuchtung des<br />

Displays wird mit <strong>LED</strong>s<br />

realisiert und ermöglicht das<br />

Lesen auch bei vollkommener<br />

Dunkelheit.<br />

Mit einer Größe von 6 Zoll<br />

(15 cm) und einem Gewicht von<br />

213 Gramm hält der Kindle selbst<br />

mit eingeschalteter Beleuchtung<br />

bis zu 8 Wochen durch.<br />

Das Buch behauptet sich als Medium für<br />

gedruckte und damit zeitlos verfügbare Informationen<br />

schon seit mehreren Jahrhunderten<br />

und bekommt mit den elektronischen Lesegeräten<br />

erstmalig Konkurrenz. Das besondere<br />

dieser Ebook-Reader liegt in ihrer Bauweise,<br />

die einem traditionellen Buch nachempfunden<br />

wurde. Gleichzeitig verbinden sie eine einfache<br />

Verfügbarkeit dieser Inhalte mit langen Akkulaufzeiten<br />

und einem dem Papier ähnlichem<br />

Bildschirm. Nie war es einfacher, mit nur einem<br />

Benutzerkonto eine so große Anzahl aktueller,<br />

fremdsprachiger und klassischer Literatur auf<br />

nur einem Gerät von wenigen Hundert Gramm<br />

mit sich zu führen. Amazon geht hier in einer<br />

Art voran, die bisher beispiellos geblieben ist, da<br />

sie ein Maximum an Komfort bei gleichbleibend<br />

geringen Preisen bietet und dieses Angebot mit<br />

einem fortschrittlichen Lesegerät wie dem Kindle<br />

kombiniert. Dabei vermisst der Nutzer keine<br />

Eigenschaften, die er auch von einem normalen<br />

Buch her kennt, denn Lesezeichen, Markierungen<br />

und sogar eine Ausleihfunktion gehören<br />

zum Standard.<br />

www.hdtvmagazin.com 99


Die Unterschiede zwischen einem Ebook-<br />

Reader und einem Tablet mögen auf den ersten<br />

Blick kaum auffallen, sind aber gravierend. Den<br />

wesentlichen Unterschied macht dabei das verbaute<br />

Display aus, welches im Falle des Ebook-<br />

Readers mit einem dem Papier nachempfundenen<br />

E-Ink-Pearl-Panel arbeitet. Dieses verfügt<br />

über keinen von selbst leuchtendenden Aufbau<br />

und ebenso wenig über eine Bildwiederholrate<br />

von 50 oder 60 Hertz, wie sie bei LC-Panels<br />

üblich ist. Hier macht sich das Vorbild Buch am<br />

stärksten bemerkbar, dem die E-Ink-Technologie<br />

folgt. Zur dauerhaften Anzeige eines Textes<br />

benötigt ein Ebook-Reader nur einen einzigen<br />

Bildaufbau der dann eine belieb lange Zeit so<br />

angezeigt werden kann. Strom verbraucht das<br />

Gerät erst bei einem neuen Seitenaufbau, sodass<br />

hier extrem lange Laufzeiten von einem Monat<br />

und mehr möglich sind. Der Trick hinter diesem<br />

Verfahren verbirgt sich in den einzelnen Pixeln<br />

die zur Anzeige nötig sind. Diese unterscheiden<br />

sich in schwarze negativ geladene und weiße<br />

positiv geladene Teilchen. Beim Anlegen von<br />

Strom richten sich diese aus und verharren in<br />

dieser Position bis ein neuer Steuerungsimpuls<br />

gesendet wird. Aufgrund der Bauweise lassen<br />

sich so keine Filme oder Animationen abspielen<br />

und selbst das Surfen macht nur bedingt Spaß.<br />

Um dem Umstand der nicht vorhandenen<br />

Beleuchtung entgegen zu wirken verbauen<br />

Amazon und Co. Lichtemitterdioden (<strong>LED</strong>)<br />

in diesen Bildschirmen die einen seitlichen<br />

Lichteinfall ermöglichen und somit das Auge<br />

nicht direkt anstrahlen. Dieser Vorgang ist vergleichbar<br />

mit einer indirekten Beleuchtung die<br />

auf Oberflächen ebenfalls keine Spiegelungen<br />

hinterlässt. Um das Licht entlang des Bildschirms<br />

zu verteilen, werden kleine durchsichtige<br />

Kunststoffröhrchen genutzt, die von außen<br />

nicht sichtbar sind. Glücklicherweise kostet die<br />

<strong>LED</strong>-Beleuchtung nur sehr wenig Strom, sodass<br />

weiterhin hohe Laufzeiten garantiert sind.<br />

Tablet<br />

VS.<br />

Den Kindle Fire HD bietet Amazon in 7 Zoll mit 1 280 × 800 Pixeln und in 8,9 Zoll<br />

mit 1 920 × 1 200 Pixeln an und bewegt sich damit auf iPad-Niveau.<br />

Die Darstellung des LC-Displays<br />

überzeugt mit einer realistischen<br />

Farbdarstellung und fein aufgelösten<br />

grafischen Strukturen.<br />

Bilder: Amazon, Yota Devices<br />

100 | 3.2013


Technologietransfer<br />

Vorderseite: LC-Display<br />

Rückseite: E-Ink-Display<br />

Dieses Jahr wurde erstmalig der Prototyp des Yota-Phones vorgestellt. Die Besonderheit gegenüber allen anderen Smartphones liegt im zweiten Bildschrim auf der Rückseite. Dieser<br />

nutzt die E-Ink-Technik der Ebook-Reader und verbraucht damit so gut wie keine Energie. Sinnvoll einsetzbar ist diese Technik vor allem bei sich selten ändernden Bildinhalten.<br />

Ebook<br />

Reader<br />

Das E-Ink-Display arbeitet zwar auch<br />

mit Pixeln, allerdings besitzen diese<br />

eine andere Struktur und wirken<br />

daher grober als die LC-Displays.<br />

Der Kindle Paperwhite verfügt über einen Bildschirm mit 1 024 × 758<br />

Pixeln, welcher 16 Graustufen darstellt und beleuchtet ist.<br />

www.hdtvmagazin.com 101


Bis zu 1100 Bücher auf dem Kindle und unbegrenzt Cloud-Speicher bei Amazon – so macht Lesen Spaß.<br />

nen Lesern kostenfrei als Ebook zur Verfügung.<br />

Großbritannien und die USA verfügen über kein<br />

Gesetz zum Buchpreis und können das eingangs<br />

Technischer Aufbau des Kindle Paperwhite<br />

genannte Werk für durchschnittlich den halben<br />

Preis verkaufen und das sowohl als Taschenbuch<br />

als auch für den Kindle, jedoch nur in englischer<br />

Sprache.<br />

Digital boomt<br />

Glaubt man den Statistiken, erreichte der Ebookverkauf<br />

2011 etwa 5 Millionen Exemplare, die<br />

im Jahr 2012 mit rund 12 Millionen verkauften<br />

Einheiten sehr deutlich übertroffen wurden.<br />

Erste Hochrechnungen vermuten für 2013<br />

circa 16 Millionen verkaufte Titel. Diese Zahlen<br />

zeigen eindrucksvoll, dass sich der Buchmarkt<br />

in einem Umbruch befindet. Dennoch ist nicht<br />

davon auszugehen, dass das gedruckte Wort auf<br />

Dauer verschwindet, schließlich liegt der Anteil<br />

der Ebooks am Gesamtbuchmarkt bei gerade<br />

einmal 1 bis 2 Prozent. Allerdings könnte gerade<br />

eine Anpassung der Preise für die elektronischen<br />

Medien den Verlagen weitere Zuwächse bescheren,<br />

um mögliche Schwankungen im Taschenbuchverkauf<br />

auszugleichen. Spannend bleibt die<br />

Entwicklung auf alle Fälle, da das Lesegefühl,<br />

wie der Autor bestätigen kann, dem eines Buches<br />

in nichts nachsteht. Einzig das repräsentative<br />

Zurschaustellen in Bücherwänden und der einfache<br />

Verleih bleiben die Vorteile des gedruckten<br />

Buches. Darüber hinaus lassen sich prachtvolle<br />

Einbände nicht digital imitieren, sodass das digitale<br />

Buch zwar praktischer aufällt, aber weniger<br />

emotional die Sinne anspricht.<br />

ROGER VOGEL<br />

„Wer sich einmal für einen Kindle<br />

entscheidet bleibt meist auch dabei,<br />

denn Lesen war noch nie einfacher.“<br />

Digitalen Lesegeräten wie dem Kindle wird<br />

eine rosige Zukunft attestiert und das obwohl<br />

die Buchpreisbindung hier als größte Bremse<br />

wirkt. Dieses Gesetz gibt nicht nur für gedruckte<br />

Bücher, sondern auch für die Ebooks den Endkundenpreis<br />

vor. Neben dem Lesegerät für 50 bis<br />

70 Euro fallen somit auch noch die Gebühren für<br />

die Inhalte an. Für Buchkäufe über Amazon bedeutet<br />

dies, dass ein aktuelles Taschenbuch wie<br />

zum Beispiel „Shades of Grey“ für 13 Euro erhältlich<br />

ist, es aber als Kindle Ebook nur 3 Euro<br />

günstiger vertrieben wird. Dieses Preismodell<br />

zieht sich durch alle aktuellen deutschen Werke<br />

aus der Belletristik, und zeigt damit die Zwickmühle<br />

der Ebook-Reader. Einerseits überzeugen<br />

sie mit geringem Gewicht, langer Laufzeit und<br />

einer Crossplattform-Nutzung und andererseits<br />

bewegen sich die Anschaffungskosten<br />

und Ebook-Preise auf einem Niveau, bei dem<br />

man sehr viel Lesen muss, um einen Kostenvorteil<br />

gegenüber dem traditionellen Buch zu<br />

erhalten. Ausnahmen sind gemeinfreie Werke.<br />

Das aktuelle Urheberrecht sieht in Deutschland<br />

Schutzfristen von 70 Jahren ab dem Tod des<br />

Autors vor. Danach können diese frei kopiert<br />

und in anderer Art und Weise weiterverarbeitet<br />

werden. Die Gemeinfreiheit betrifft damit die<br />

Werke aller großen Schriftsteller der Vergangenheit<br />

und diese wiederum stellt Amazon auch sei-<br />

Bilder: Amazon<br />

102 | 3.2013


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Playstation<br />

enthüllt<br />

4<br />

Sonys erste öffentliche Präsentation der<br />

nächsten Playstationgeneration brach in<br />

vielerlei Hinsicht mit alten Traditionen.<br />

Statt in Tokyo fand die Enthüllung in New<br />

York statt. Statt auf die ungeliebte Ziffer 4 zu<br />

verzichten (gilt in Japan als Unglückszahl),<br />

lautet die neue Konsole schlicht PS4. Und statt<br />

die Konsole zu zeigen, rückte Sony das Gamepad<br />

und Spielekonzept in den Mittelpunkt.<br />

Einfach, personalisiert, unmittelbar, integriert,<br />

sozial: Das sind die Schlagworte, mit denen<br />

Sony die nächste Videospielgeneration einläutet.<br />

Sonys Entscheidung, das Konzept der PS4<br />

anstatt der Konsole vorzustellen, erwies sich als<br />

goldrichtig, denn im Internet machte das Mysterium<br />

PS4 wochenlang die Runde. Allein die<br />

Zusammenfassung der Pressekonferenz wurde<br />

binnen weniger Wochen knapp 30 Millionen<br />

Mal angeschaut – ein Beweis, welche Begehrlichkeit<br />

das Thema Playstation trotz iPhone und<br />

iPad noch auszulösen vermag.<br />

Aus Fehlern gelernt<br />

Viele angereiste Journalisten vermissten in New<br />

York die Gänsehautmomente der vergangenen<br />

Playstation-Enthüllungen, doch ein Rückblick<br />

auf die Vorstellung der Playstation 3 im Jahr<br />

2005 zeigt, dass Sony aus den Fehlern der Vergangenheit<br />

gelernt hat. Damals stand allein die<br />

Technik im Mittelpunkt, die mittels imposanter<br />

Zahlen und anhand von vorberechneten Grafiken<br />

in ein falsches Licht gerückt wurde. Ein<br />

Jahr später, zur Veröffentlichung der Playstation<br />

3, strich Sony aus Kostengründen viele angekündigte<br />

Funktionen und die ersten Spiele sahen<br />

deutlich schlechter aus, als die ausgerufene<br />

Grafikrevolution anno 2005. Die Präsentation<br />

der Playstation 4 war dagegen ehrlich und auch<br />

beim Bau der Konsole, ließ Sony Vernunft walten.<br />

Statt überteuerter Spezialtechnik wie bei der<br />

PS3 setzt Sony mit der PS4 auf PC-Komponenten,<br />

deren Zusammenspiel perfektioniert wird.<br />

Prozessor und Grafikchip stammen von AMD<br />

und ATI, beide Komponenten greifen auf einen<br />

imposanten Arbeitsspeicher von 8 Gigabyte zu,<br />

der zu allem Überfluss noch in der pfeilschnellen<br />

DDR5-Variante vorliegt. In Summe rechnet<br />

Bilder: Sony Computer Entertainment<br />

104<br />

| 3.2013<br />

3


Das neue<br />

Gamepad<br />

Das Touchpad soll präzisiere<br />

Eingaben, z. B. bei der Mauszeigernavigation<br />

ermöglichen.<br />

Options- und Playstation-Taste<br />

rufen das Hauptmenü bzw.<br />

Unterfunktionen der Konsole<br />

im laufenden Spiel auf.<br />

Die beiden Analogsticks fühlen<br />

sich durch die Daumenmulden<br />

noch ergonomischer an.<br />

Die markanten Playstationtasten<br />

und das Navigationskreuz<br />

wurden nahezu<br />

unverändert übernommen.<br />

Ein integrierter Minilautsprecher<br />

und Kopfhöreranschluss<br />

geben gesonderte<br />

Spieletöne wieder.<br />

Über die Share-Taste speichern Sie die<br />

letzten Spielminuten als Video.<br />

Die Schultertasten sind so<br />

gebogen, dass die Finger<br />

nicht mehr abrutschen.<br />

Die integrierte Vibrationsfunktion soll ein<br />

noch intensiveres Feedback als beim aktuellen<br />

Dualshock-3-Controller vermitteln.<br />

Über den USB-Anschluss wird der<br />

integrierte Akku aufgeladen.<br />

Eine leuchtende Sensorleiste dient der Positionserkennung<br />

durch die neue Kamera.<br />

Gummierte Griffe sorgen<br />

für einen sicheren Halt.<br />

die Playstation 4 damit zehnmal schneller als die<br />

Vorgängergeneration. Die PC-nahe Architektur<br />

spart Entwicklern nicht nur Kosten bei der<br />

Umsetzung von Spielen, sondern gewährleistet<br />

auch, dass die Playstation 4 eine bessere Qualität<br />

bei Spielen garantiert, die zeitgleich für mehrere<br />

Systeme programmiert werden.<br />

Spiele als Diskussionsplattform<br />

Störenden Ladezeiten und langwierigen Updates<br />

sagt Sony den Kampf an: Wichtige Daten werden<br />

im Hintergrund geladen, Daten vom Bluray-Laufwerk<br />

sowie der Festplatte werden effizienter<br />

gestreamt und die Konsole soll binnen<br />

weniger Sekunden vom Ruhe- in den Betriebsmodus<br />

wechseln. Von aktuellen Entwicklungen<br />

im Smartphone- und Internetbereich inspiriert,<br />

setzt Sony auf eine Videoaufzeichnungsfunktion,<br />

um die letzten Minuten eines Spiels auf der<br />

Festplatte zu speichern und die Inhalte auf die<br />

Internetvideoplattform Ustream hochzuladen.<br />

Hierzu finden Sie auf dem neuen Gamepad die<br />

Taste „Share“. Videospiele sollen damit zur offenen<br />

Diskussionsplattform werden und Sie sollen<br />

immer im Bilde sein, was Ihre Freunde gerade<br />

spielen. Mehr noch: Kommen Sie an einer schwierigen<br />

Stelle im Spiel nicht weiter, können Freunde<br />

bei bestehender Internetverbindung zu Hilfe<br />

eilen. Dass die Playstation 4 einen Onlinezwang<br />

voraussetzt, verneinte Sony, gleichermaßen sollen<br />

gebrauchte Spiele weiterhin lauffähig sein, auch<br />

wenn bestimmte Onlinefunktionen nicht übertragbar<br />

sind. Abwärtskompatibel ist die PS4 nicht:<br />

Weder PS2- noch PS3-Spiele werden Sie mit der<br />

PS4 direkt abspielen können. Eine Hintertür ließ<br />

Sony dennoch offen: Durch die millionenschwere<br />

Übernahme des Internetstreamingdienstes Gaikai<br />

soll die komplette Spielebibliothek eines Tages im<br />

Playstation-Network verfügbar und mittels PS4<br />

www.hdtvmagazin.com 105


abrufbar sein. Zudem soll die durch schwache<br />

Verkaufszahlen geplagte PS Vita Rückenwind erhalten:<br />

Die PS4 soll die Übertragung von Spielen<br />

auf die PS Vita erlauben, sodass Sie PS4-Games<br />

auf die PS Vita streamen und ohne Einsatz eines<br />

Fernsehers spielen können – Nintendos Wii U<br />

lässt grüßen.<br />

2013: Das Jahr von Playstation?<br />

Mit der US-Elektronikmesse E3 im Juni, der Kölner<br />

Gamescom im August sowie der Tokyo Game<br />

Show im September stehen drei wichtige Termine<br />

für Sony bevor, um nicht nur das Aussehen der<br />

Playstation 4 zu enthüllen, sondern auch, um die<br />

wichtigsten Spielemarken wie „Uncharted“, „God<br />

Of War“ oder „Gran Turismo“ fit für die neue<br />

Konsolengeneration zu machen. Jeder PS4 soll<br />

Spektakuläre grafische Effekte und riesige Spielwelten in Full-HD-Auflösung,<br />

das sollen Games bereits zum Verkaufsstart der PS4 Ende 2013 bieten. Zum<br />

Beweis demonstrierte Sony den Shooter „Killzone Shadow Fall“, der selbst<br />

viele PC-Grafikdemos alt aussehen lässt.<br />

„Einfach, personalisiert, unmittelbar,<br />

integriert, sozial: Das sind die Schlagworte,<br />

mit denen Sony die nächste<br />

Videospielgeneration einläutet.“<br />

das neue Gamepad, eine Kamera sowie In-Ear-<br />

Kopfhörer beiliegen – Wir gehen derzeit von 400<br />

bis 500 Euro für die Konsole aus. Verfügen Sie<br />

über einen Playstation-Move-Controller, können<br />

Sie diesen weiterhin verwenden, das aktuelle<br />

Dualshock-3-Gamepad ist jedoch nicht kompatibel<br />

zur PS4. Durch die starken Verkaufszahlen<br />

der PS3 in Europa ist eine Produkteinführung der<br />

PS4 zum Ende 2013 auch hierzulande im Bereich<br />

des Möglichen – Wir drücken die Daumen!<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Bilder: Sony Computer Entertainment<br />

Die neue Playstation-Eye-Kamera ermittelt die Lage des neuen Gamepads<br />

durch zwei integrierte Kameras noch präziser. Die damit einhergehende<br />

feinfühligere Bewegungssteuerung soll auch den bereits erhältlichen<br />

Playstation-Move-Controllern zugutekommen.<br />

106 | 3.2013


Spielen, Aufnehmen, Teilen<br />

Wenn Sie mitten im<br />

Spiel die Taste Share<br />

drücken, speichert<br />

die Konsole Bild- und<br />

Videodaten auf der<br />

Festplatte.<br />

1<br />

2<br />

Die Videos lassen sich innerhalb eines simplen Editors<br />

auf die gewünschte Länge zurechtstutzen.<br />

4<br />

3<br />

Mittels Smartphone und Tablet können Sie sich alle<br />

Videos und Erfolge ansehen oder mit Freunden diskutieren.<br />

Es soll sogar möglich sein, das aktuelle Spielgeschehen<br />

eines Freundes live zu verfolgen.<br />

Nachfolgend haben Sie die Möglichkeit, Bilder oder<br />

Videos im Playstation-Network-Freundeskreis zu<br />

verbreiten oder auf der Videoplattform Ustream zu<br />

veröffentlichen.<br />

Playstation im Zeitraffer<br />

Playstation<br />

1994<br />

Playstation 2<br />

2000<br />

PS2 Slim<br />

2004<br />

Playstation 3<br />

2006<br />

PS3 Slim<br />

2009<br />

PS3 Superslim<br />

2012<br />

1991<br />

SNES-Playstation-<br />

Prototyp<br />

2000<br />

PS One<br />

2003<br />

PSX (PS2/DVD-<br />

Rekorder)<br />

2004<br />

Playstation Portable<br />

(PSP)<br />

2009<br />

PSP GO<br />

2011<br />

PS Vita<br />

Sonys stationäre Playstation-Konsolen sind die erfolgreichsten Videospielplattformen für das Wohnzimmer, bis heute wurden über 300 Millionen Exemplare abgesetzt. Die portablen<br />

Ableger PSP und PS Vita konnten trotz respektabler Verkaufszahlen bislang noch nicht an diese Erfolge anknüpfen<br />

www.hdtvmagazin.com 107


108 | 3.2013


Rette niemals Frauen, die vom Himmel fallen: James-Bond-Beauty Olga Kurylenko bringt Tom Cruise‘<br />

Ansichten zur Mission ins Wanken. Morgen Freeman (rechts) ist trotz 102 Jahren noch erstaunlich agil.<br />

Spannende Zukunftsvisionen auf der Leinwand<br />

sind derzeit endlich mal wieder im<br />

Kommen. Das haben das „Star Trek“-Reboot<br />

von 2009 und Ridley Scotts „Prometheus“<br />

eindrucksvoll bewiesen. „Oblivion“ gewährt uns<br />

einen weiteren interessanten Blick auf die möglichen<br />

Schicksalswege der Menschheit, diesmal<br />

aus der Feder des „Tron: Legacy“-Regisseurs<br />

Joseph Kosinski.<br />

Tom Cruise spielt die Hauptrolle des Wartungsspezialisten<br />

Jack Harper im neusten Scientology...<br />

Halt! Nein... Science-Fiction-Kinofilm der<br />

Universal Pictures Studios... Verzeihung! Aber<br />

wer den Namen Tom Cruise hört, kann einfach<br />

nicht anders, als an die gruselige Sekte aus dem<br />

Ami-Land zu denken, die ja auch hierzulande<br />

ihr Unwesen treibt. Im Rahmen von Joseph<br />

Kosinskis jüngstem Filmprojekt sollte man<br />

jenen dick verknoteten Synapsen im Gehirn,<br />

die Grinsemann Cruise und die Pseudokirche<br />

Scientology zusammengeschweißt haben, aber<br />

vorläufig mal ein Feierabendbier spendieren und<br />

den Fokus auf den Film selbst legen, verdient<br />

hätte der es allemal.<br />

Die Welt liegt in Trümmern<br />

Im Jahr 2073 fristet die restliche zivilisierte<br />

Menschheit nach einer Alien-Invasion und dem<br />

darauf folgenden Krieg ein Exilanten-Dasein in<br />

hoch schwebenden Wolkenstädten. Jack Harper<br />

(Cruise) wurde dazu auserkoren, die auf der<br />

Erde stationierten Verteidigungsdrohnen in<br />

Stand zu halten und lebenswichtige Ressourcen<br />

einzusammeln. Seine jahrelange Mission steht<br />

gerade kurz vor dem Ende, da entdeckt er ein abgestürztes<br />

Raumschiffwrack mit einer einsamen<br />

Überlebenden (Olga Kurylenko). Entgegen<br />

seiner Order rettet er die junge Frau und wird<br />

somit in eine mysteriöse Kette von Ereignissen<br />

verwickelt, die ihn selbst zur Zielscheibe macht.<br />

Die Geschichte von „Oblivion“ basiert auf der<br />

Oblivion von Universal Pictures, ab 11. April im Kino.<br />

gleichnamigen Grafik-Novelle, die Regisseur J.<br />

Kosinski selbst verfasst hat. Ein wenig erinnert<br />

das Ganze ja an „Wall-E – Der Letzte räumt die<br />

Erde auf “. Auf den knuffigen R2-D2-mäßigen<br />

Charme des Pixar-Animationsfilms müssen wir<br />

in „Oblivion“ allerdings verzichten, denn diese<br />

Geschichte schlägt in eine deutlich erwachsenere<br />

Kerbe. Neben Cruise und Ex-Bondgirl<br />

Olga Kurylenko aus „Ein Quantum Trost“ hat<br />

man sich mit Morgan Freeman auch noch ein<br />

altgedientes Glanzlicht aus Hollywood geleistet,<br />

„Ich mag Filme, die tiefgründige<br />

Fragen stellen, aber nicht zwingend<br />

alles beantworten müssen.“<br />

das der Rolle des 102-jährigen Anführers der<br />

rebellischen Erdoberflächenbewohner das nötige<br />

Format verleiht.<br />

Die neue Science Fiction<br />

In Anlehnung an das klassische Science-Fiction-<br />

Kino vergangener Jahrzehnte bekommen wir<br />

in „Oblivion“ eine Mischung aus der Space<br />

Opera der späten 1970er und einem düsteren<br />

Sci-Fi-Thriller der 1980er präsentiert. Die faszinierenden<br />

philosophischen und poetischen Dimensionen<br />

eines „2001: Odyssee im Weltraum“<br />

(1968) oder von Tarkowskis „Solaris“ (1972)<br />

sollte man aber nicht erwarten. Nichtsdestotrotz<br />

erhalten wir ein<br />

spannendes,<br />

neues Sci-Fi-<br />

Abenteuer im<br />

Kino, das wohl<br />

auch in Zukunft<br />

nicht das letzte<br />

seiner Art bleiben<br />

wird.<br />

FELIX RITTER<br />

Im Gespräch mit Joseph Kosinski, Regisseur<br />

und Autor von „Oblivion“.<br />

Wann bekamen Sie das erste Mal die Idee zu<br />

diesem Film?<br />

Circa vor acht Jahren. Ich war gerade nach<br />

Los Angeles gezogen und hatte einfach kein<br />

Glück bei meiner Jobsuche. Um mich selbst<br />

vom Durchdrehen abzuhalten, schrieb ich<br />

diese kurze Geschichte für einen sehr kleinen,<br />

begrenzten und eher charakterbezogenen Film<br />

über den letzten Mann auf der Erde.<br />

Was überraschte Sie an Tom Cruise?<br />

Ich war überwältigt, wie hart Tom arbeitet<br />

und wie engagiert und enthusiastisch er an der<br />

Erschaffung dieses Films teilnahm. Wenn man<br />

eine solch erstaunliche Karriere hingelegt hat<br />

wie er, kann ich mir vorstellen, dass die Meisten<br />

ein bisschen zurück fahren und es locker angehen<br />

würden, aber nicht Tom Cruise, er arbeitet<br />

weiter so hart wie schon immer. Er nimmt<br />

nichts als selbstverständlich hin und inspiriert<br />

die Filmmannschaft immer dazu, ihr Bestes zu<br />

geben. Er hat alle seine Stunts selbst gemacht.<br />

Dadurch bekommt der Film eine Authentizität,<br />

die man nicht imitieren kann, auch wenn das<br />

zur Folge hatte, dass er dabei einige Beulen und<br />

Prellungen einstecken musste. Alle waren bereit<br />

den bestmöglichen Film zu machen und das<br />

bestmögliche Erlebnis zu schaffen. Tom arbeitet<br />

härter als jeder andere, mit dem ich jemals<br />

zuvor gearbeitet habe.<br />

Was sind die Fragen, die OBLIVION stellt?<br />

Kann einer allein eine Veränderung bewirken?<br />

Gibt es einen Helden in jedem von uns, der<br />

nur darauf wartet hervorzutreten? Was macht<br />

uns zu dem, was wir wirklich sind? Ich mag<br />

Filme, die tiefgründige Fragen stellen, aber<br />

nicht zwingend alles beantworten müssen.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.<br />

Bilder: Universal Pictures<br />

Tom Cruise‘ Kollegin Melissa Riseborough (links) hetzt die Überwachungsroboter<br />

auf ihn, als er sich dem Widerstand anschließt.<br />

www.hdtvmagazin.com 109


Die Filmtrailer iler<br />

und<br />

ersten Bilder<br />

zum neuen „Iron Man“-Film<br />

machen eines es sehr deutlich: Dies<br />

wird<br />

garantiert an<br />

kein schöner Tag<br />

für<br />

den<br />

Metallanzugträger an<br />

ge<br />

r Tony<br />

Stark!<br />

Nach<br />

Marvels „The Avengers“ glänzt Robert<br />

Downey Jr.<br />

nun<br />

schon zum<br />

vierten en Mal<br />

in<br />

seiner er Paraderolle, ad<br />

le, die er<br />

neben en<br />

seiner nicht<br />

minder beliebten bt<br />

en „Sherlock Holmes“-Figur<br />

stetig ausbaut. ut. Mit seinem em unnachahmlichen<br />

he<br />

Charme und<br />

der<br />

lockeren<br />

Art bringt er den sarkastischen<br />

asti<br />

sche<br />

Humor seiner er Figur Tony Stark<br />

perfekt ekt rüber und erweitert<br />

ert<br />

seine Rolle sogar um einen<br />

en<br />

angenehm nehm<br />

selbstironischen<br />

sche<br />

Aspekt. Dadurch gilt<br />

Stark<br />

als der wohl<br />

liberalste e Kopf<br />

der „Avengers“, er<br />

der sich<br />

auch<br />

gerne einmal mit dem<br />

eher er rechts ausgerichteten,<br />

et<br />

en<br />

patriotischen ti<br />

„Captain<br />

America“ kabbelt. belt<br />

Als<br />

Eigentümer er eines es ehemaligen<br />

Waffenkonzerns nzer<br />

erns<br />

sowie als<br />

Erforscher<br />

neuer er Waffensysteme<br />

sollte er aber<br />

auch besser<br />

er<br />

eine<br />

gute Balance zwischen<br />

kapitalistischem isch<br />

Nutzen<br />

und verantwortungsvollem<br />

rtun<br />

voll<br />

em<br />

Einsatz seiner er „Babies“<br />

finden, denn<br />

schon Teil von<br />

„Iron Man“<br />

deutete an,<br />

was<br />

das Militär alles mit seinen<br />

Entwicklungen anstellen<br />

könnte.<br />

Die Vorboten oten<br />

des<br />

„Ci-<br />

vil War“?<br />

Anders als<br />

Stark hält sein<br />

Kum-<br />

pel James Rhodes (Don Cheadle)<br />

e)<br />

die US-Flagge treu<br />

ergeben eben<br />

en nach<br />

oben, was durchaus us<br />

lobenswert<br />

ert<br />

wäre, wenn<br />

er durch seine naive terlandstreue treu<br />

eue nicht ständig ausgenutzt<br />

utzt<br />

werden en<br />

würde. Im Vorgänger wurde er<br />

am Ende glücklicherweise eise<br />

noch einmal<br />

bekehrt und kämpfte als „Warmachine“<br />

in einem em älteren „Iron-Man“-Modell<br />

Rücken an Rücken mit<br />

Stark gegen<br />

en<br />

die ferngesteuerten Rüstungen<br />

n<br />

Va-<br />

des russischen Wissenschaftlers<br />

Ivan Vanko (Mickey Rourke).<br />

Im aktuellen Film trägt t er die<br />

Farben seines Landes ganz<br />

Bilder: Concorde, Stock.xchng<br />

110 | 3.2013


ostentativ zur Schau und festigt<br />

damit seine unbestreitbare Loyalität<br />

zum Militär. Mehr noch: Gilt er doch<br />

nun ähnlich wie „Captain America“ als<br />

Propaganda-Instrument in einem Krieg,<br />

der mehr als nur dem Terror gilt. Könnte<br />

dies tatsächlich schon ein Querverweis auf<br />

eine Filmumsetzung der viel diskutierten<br />

en<br />

Comic-Mini-Serie „Civil War“ (erschienen<br />

enen<br />

von 2006 bis 2007, geschrieben von „Kick-<br />

Ass“-Schöpfer Mark Millar) sein? Referenzen<br />

eren<br />

enze<br />

auf den schrecklichen „9/11“-Vorfall in New<br />

York gibt es in den bisherigen Trailern jedenfalls<br />

so einige.<br />

Das Vorhalten des Spiegels<br />

Als Antagonist stellt sich Tony im neuesten Teil<br />

nun endlich einer der Hauptgegner aus den Comics<br />

entgegen. Der „Mandarin“ (Ben Kingsley)<br />

gehört zu den furchteinflößendsten Widersachern,<br />

die die Comicwelt des „Iron Man“ zu<br />

bieten hat. Besessen von einer außerirdischen<br />

Macht, verleihen ihm in den gezeichneten<br />

Vorlagen mehrere Ringe die Fähigkeit, unterschiedliche<br />

Elemente zu beherrschen. Da die<br />

Produzenten nun aber ausführlich betont haben,<br />

„Feuer kann nicht nur zerstören,<br />

es birgt auch viel Energie in sich,<br />

die für allerlei Gutes eingesetzt<br />

werden kann.“<br />

dass es keine Aliens im Film geben wird, werden<br />

die Ringe in der Leinwand-Version wohl einen<br />

irdischen Ursprung haben und somit einen<br />

anderen, wenn auch nicht minder bedrohlichen<br />

Zweck erfüllen. Gezielt greift der Mandarin das<br />

Privatleben des smarten Multimilliardärs an,<br />

zerstört dessen Häuslichkeiten, Rüstungen,<br />

nimmt ihm seine Sicherheit und tötet<br />

seine Freunde und Angehörige. Als<br />

wäre das nicht schon schlimm genug,<br />

trägt auch der Wissenschaftler Dr.<br />

Aldrich Killian (Guy Pearce) zu Tonys<br />

schlechtem Zustand bei. Als Leiter eines<br />

Experiments mit Nanomaschinen möchte<br />

er einen Supersoldaten ähnlich wie „Captain<br />

America“ erschaffen. In der von Warren Ellis<br />

und Adi Granov geschaffenen Comicvorlage<br />

„Extremis“ (2005/2006) verliert er jedoch die<br />

Kontrolle über das Projekt und der Vorzeigekämpfer<br />

in spe läuft Amok. Durch Killians<br />

wissenschaftliche Kollegin Maya (Rebecca Hall),<br />

eine der vielen Ex-Freundinnen Starks, wird<br />

„Iron Man“ auf die Spur dieses brandheißen<br />

Problems gebracht und begibt sich damit in<br />

äußerste Gefahr.<br />

Feurio!<br />

Gegen einen Gegner, der sich selber in Sekundenschnelle<br />

heilen kann, hilft nur ein ebenfalls<br />

„unverwundbarer“ Kämpfer. Der Begriff „Brennen“<br />

spielt eine wichtige Rolle im Film, denn<br />

auf dem Teaser-Plakat fällt Stark brennend<br />

und mit null Energiereserven dem Boden<br />

entgegen. Der Trailer zeigt darüber hinaus,<br />

wie er seinem früheren Elternhaus einen<br />

Besuch abstattet, das inzwischen zur Gedenkstätte<br />

te eines furchtbaren Brandanschlags wurde<br />

und von den übrig gebliebenen Schatten der<br />

Mordopfer gezeichnet ist: Starks Familie.<br />

Doch Feuer kann nicht nur zerstören, es birgt<br />

auch<br />

viel Energie in sich, die für allerlei Gutes<br />

eingesetzt ese werden kann. Bei all den handfesten<br />

en Kämpfen ist Stark sich beinahe selbst<br />

sein<br />

schlimmster Feind. In zahlreichen<br />

Albträumen werden seine größten Ängste<br />

lebendig, sodass er am Rande seiner emotionalen<br />

Grenzen neuen Mut schöpfen<br />

und sich seiner Wurzeln bewusst werden<br />

muss. Ähnlich wie bei seinem Kollegen<br />

„Batman“ stellt sich ihm die Frage, ob<br />

nun wirklich der Mann im Anzug oder<br />

doch eher die hochgezüchtete Rüstung<br />

den Helden ausmacht, während er selbst<br />

nur ein austauschbarer „Steuermann“<br />

ist. Erst mit seiner aus dieser Überlegung<br />

gewonnenen Erkenntnis kann er<br />

frischen Mut schöpfen, sich selbst neu<br />

definieren und am Ende des Tages wieder<br />

aufrecht in den Spiegel schauen.<br />

„Lethal Weapon“ vs. „Iron Man“<br />

Die Regie übernahm diesmal nicht<br />

wie in den Vorgängern Jon Favreau,<br />

der diesmal nur noch die Rolle des<br />

Produzenten sowie die kleine Nebenrolle<br />

des freundlichen Chauffeurs Happy<br />

Hogan ausfüllt. Stattdessen kümmerte<br />

sich mit Shane Black der Schöpfer der<br />

„Lethal Weapon“-Reihe um den Dreh,<br />

der auch schon bei „Kiss Kiss Bang<br />

Bang“ erfolgreich mit Robert Downey Jr.<br />

zusammenarbeitete. Damit dürfte der Erfolg<br />

bereits vorprogrammiert sein, denn ein Film<br />

mit solch einem Dreamteam wie<br />

Downey Jr. und Black dürfte alles<br />

les<br />

bieten, was ein richtiger Blockbuster<br />

braucht: Humor, Action,<br />

Drama, Freundschaft und<br />

riesige Sympathiewerte für<br />

den Helden der Geschichte.<br />

Blacks nächstes Projekt<br />

ist übrigens die Manga-<br />

Neuverfilmung „Death Note“<br />

(angekündigt für 2014), quasi<br />

einer der spannendsten Thriller, ler, den<br />

die japanische Pop-Kultur je hervorgebracht<br />

hat. „Iron Man 3“ läuft am<br />

1. Mai in unseren Kinos an und sollte<br />

wirklich von niemandem verpasst werden,<br />

der auch nur ansatzweise etwas mit<br />

Actionfilmen und dem Superhelden-Genre<br />

elden-Genre<br />

anfangen kann.<br />

FALKO THEUNER<br />

ER<br />

Iron Man 3 von Concorde, ab 1. Mai im Kino.<br />

Gegen die terroristische Bedrohung scheint kein Kraut<br />

gewachsen, eine Iron-Man-Armee soll es richten.<br />

Sprengt gern Dinge in die Luft, die auf amerikanischen<br />

Boden stehen: Der „Mandarin“, gespielt von Ben Kingsley.<br />

Tony Starks Exfreundin Maya (Rebecca<br />

Hall) forscht an zweifelhaften Dingen.<br />

www.hdtvmagazin.com 111


Mit James Camerons Meister-<br />

denen aber auch Künstler Hand angelegt und der<br />

werk „Avatar“ eröffnete 20th Tiefenstaffelung eine Intention verliehen haben.<br />

Century Fox ein neues Kapitel Die beste uns bekannte 3D-Konvertierung ist<br />

in der Filmgeschichte. Mit Ang Lees zweifellos James Camerons „Titanic“, deren<br />

am 26. April erscheinendem Drama Räumlich keit zu jeder Zeit natürlich und atemberaubend<br />

schön zur Geltung kommt.<br />

„Life Of Pi“ sollen 3D-Kritiker abermals<br />

verstummen. Doch auch ältere<br />

Filme wie „I, Robot“ können mit Aus 2D wird 3D<br />

der richtigen Sorgfalt nachträglich Mit den 3D-Konvertierungen, wie sie aktuelle<br />

fit für 3D gemacht werden.<br />

Flachbildfernseher anbieten, haben nachträglich<br />

ins 3D-Format konvertierte Filme natürlich<br />

nichts zu tun. Hierbei arbeiten viele Künstler mit<br />

akribischer Genauigkeit, um einzelne Objekte<br />

passend zur Raumtiefe anzuordnen. Besonders<br />

Filme in denen zahlreiche computergenerierte<br />

Dem Film „Life Of Pi“, der mit<br />

echten 3D-Kamera-Rigs gefilmt<br />

wurde und dessen Tiefendimension<br />

beim Schnitt und Composing mit<br />

den CGI-Elementen völlig auf die 3D-<br />

Wirkung zugeschnitten wurde, stehen<br />

Filme gegenüber, die erst im Nachhinein<br />

eine zusätzliche Tiefendimension erhalten<br />

haben. Das hier angewandte Zauberwort heißt<br />

„Konvertierung“ und verursacht bei vielen Fans<br />

des Mediums nach wie vor zwiespältige Gefühle.<br />

Jene rühren hauptsächlich von sehr „günstigen“<br />

Konvertierungen her, die sich simpler Algorithmen<br />

bedienen und beispielsweise einfach nur<br />

die helleren Flächen in den Vordergrund<br />

stellen. Doch es gibt auch hochwertige<br />

Konvertierungen, die zwar sicherlich<br />

auch Hilfsprogramme nutzen,<br />

um eine Grundtiefe zu<br />

erstellen, bei<br />

„Die beste 3D-Konvertierung liefert<br />

James Camerons „Titanic“, deren<br />

Räumlich keit zu jeder Zeit atemberaubend<br />

schön zur Geltung kommt.“<br />

Effekte vorkommen, sind für solche Umwandlungen<br />

geeignet. Bei CGI-Modellen ist nämlich<br />

die Kantenschärfe so hoch, das jene besser<br />

freigestellt werden können. Im Optimalfall sind<br />

sogar die im Composing-Prozess eingefügten<br />

CGI-Elemente noch als 3D-Modelle verfügbar,<br />

sodass diese mit einer natürlichen, übergangslosen<br />

Präsenz bzw. Tiefe aufwarten können.<br />

Daher zehren z. B. solche Effektbomben wie<br />

„I, Robot“ oder auch „Abraham Lincoln, Vampirjäger“<br />

immens von ihren CGI-Sequenzen.<br />

Bezeichnend hierfür ist z. B. die Action-Sequenz,<br />

bei der sich der junge Lincoln mit einem Vampir<br />

Bilder: 20th Century Fox<br />

112 | 3.2013


Weitere 3D-Titel von 20th Century Fox:<br />

„Avatar – Aufbruch nach Pandora“, „Die Chroniken<br />

von Narnia – Die Reise auf der Morgenröte“, „Gullivers<br />

Reisen – Da kommt was Großes auf uns zu“,„Ice Age 3 –<br />

Die Dinosaurier sind los“, „Ice Age 4 – Voll verschoben“,<br />

„Life of Pi Schiffbruch mit Tiger“„Prometheus“, „Rio“,<br />

„The Darkest Hour“, „Titanic“<br />

Animationen in 3D<br />

in einer wild gewordenen Pferdeherde prügelt.<br />

Hier kommen natürlich keine echten Tiere zu<br />

Schaden. Stattdessen werden ultrascharfe CGI-<br />

Pferde in Zeitlupe durch die Gegend geworfen<br />

– ein echtes Highlight für jeden HD- und<br />

3D-Junkie. Bei „I, Robot“<br />

sei die Actionsequenz<br />

auf der Autobahn sowie<br />

die finale Schlacht<br />

Mensch gegen<br />

Roboter empfohlen,<br />

bei denen die künstlichen Elemente ganz<br />

klar den größten Teil des Bildes ausmachen. Die<br />

größte Schwierigkeit bei solchen Szenen ist allerdings,<br />

dass die hinzugefügten Effekte die gleiche<br />

stereoskopische Tiefe besitzen sollten, wie die<br />

real gefilmten Umgebungen, denen durch einem<br />

speziellen Algorithmus eine Tiefe zugeschrieben<br />

wurde. Perspektivisch müssen die Teile also<br />

genau zusammen passen.<br />

Wie geschaffen für 3D<br />

Reine CGI-Animations-Filme haben es da schon<br />

wesentlich einfacher, denn hier ist einfach alles<br />

künst lich und damit auch komplett kontrollierbar.<br />

Bei diesen Filmen muss es somit gar keine<br />

Konvertirung geben, da CGI-Modelle von Natur<br />

aus eine Tiefendimension besitzen. Dennoch ist<br />

gutes 3D auch immer eine Frage der Details (je<br />

mehr Details, desto mehr Orientierungspunkte<br />

für die Augen), der gewählten Perspektiven<br />

(Frosch-, Vogel-Perspektive, Mittlere Einstellung<br />

oder Panorama? Befindet sich etwas zwischen<br />

dem Betrachter und dem Geschehen? ) und<br />

der Tiefendynamik (Emotionslenkung<br />

durch Öffnung des Raums). Und so<br />

schließt sich der Kreis um das Experimentieren<br />

mit den verschiedenen 3D-<br />

Arten, das sich stets im Umfeld des blauen<br />

Filmriesen abspielt. „Avatar – Aufbruch<br />

nach Pandora“ beeinflusste alle stereoskopischen<br />

File nach ihm, während sämtliche<br />

Erkenntnisse und Techniken aus neueren<br />

3D-Produktionen entscheidend zum<br />

Erlebnis von „Avatar 2“ beitragen werden,<br />

der voraussichtlich 2015 erscheinen soll.<br />

Doch so lange sollten Sie nicht zögern, um<br />

ihren evtl. bereits 3D-fähigen Fernseher<br />

Animationsfilme wie „Ice Age 4“ demonstrieren die<br />

technischen Möglichkeiten von 3D.<br />

Vollständig am Computer animierte Filme können<br />

besonders effektvoll in 3D in Szene gesetzt<br />

werden, doch auch hier gibt es Unterschiede:<br />

„Ice Age 4“ macht eindeutig eine bessere Figur<br />

als Teil 3, der noch vor dem „Avatar“-Hype ins<br />

Kino kam und daher erst vorsichtig auslotete,<br />

was dem Publikum zugemutet werden konnte.<br />

mit den nötigen Signalen zu versorgen, denn<br />

am häufig kritisierten Filmnachschub mangelt<br />

es nicht. Mit Filmen wie „Life of Pi“, „I, Robot“,<br />

„Titanic“, „Ice Age 4“ oder „„Abraham Lincoln,<br />

Vampirjäger“ kommt das 3D-Erlebnis allen<br />

Genrefans zu Gute.<br />

www.hdtvmagazin.com 113


Ungleiches Paar: Pi und Tiger Richard Parker durchleben<br />

grausam schöne Momente auf hoher See.<br />

Life of Pi<br />

Es ist die unglaubliche Geschichte einer Arche<br />

voller Tiere und Menschen, die untergeht. Eine<br />

Geschichte über die Suche nach Gott. Und es ist<br />

die Fabel von Überlebenden eines See-Unglücks,<br />

die miteinander auskommen müssen, ohne<br />

sich gegenseitig aufzufressen. Der indische<br />

Protagonist Piscine (Suraj Sharma) bevorzugt<br />

die Kurzform seines Namens und benennt sich<br />

nach der Kreis-Zahl Pi. Auf einer Überfahrt<br />

nach Amerika, wo die Tiere des elterlichen Zoos<br />

verkauft werden sollen, kommt es zu einem riesigen<br />

Desaster. Ein Sturm bringt das Schiff zum<br />

Kentern und die ganze Besatzung stirbt. Die einzigen<br />

Überlebenden sind Pi, ein verletztes Zebra,<br />

eine Orang-Utan-Mutter, eine hungrige Hyäne<br />

„Life of Pi wurde nicht nur<br />

mit neuester 3D-Technik erstellt,<br />

auch die Qualität der 3D-Blu-ray<br />

überzeugt voll und ganz.“<br />

sowie ein bengalischer Tiger, der sich unter der<br />

Plane des Rettungsbootes versteckt. Es kommt,<br />

wie es kommen muss und die Tiere zerfleischen<br />

sich gegenseitig. Pi erkennt dabei schnell, dass<br />

er diese Situation nur übersteht, wenn er den<br />

Tiger füttert, da dessen Hunger weiteres Morden<br />

unausweichlich machen würde. Er wahrt also<br />

Abstand, lernt fischen und entwickelt sich zu<br />

einem perfekten Überlebenskünstler bis ihn eine<br />

weitere, überraschende Erkenntnis erwartet.<br />

Große Kinomomente<br />

Das Märchen kann gut und gerne auf tiefenpsychologischer<br />

Ebene interpretiert werden (als<br />

Verarbeitung von Pis traumatischen Erlebnissen),<br />

funktioniert aber auch als reines Abenteuer<br />

mit großartigen Schauwerten. Die religiöse<br />

Komponente weitgehend neutral haltend, ist die<br />

Botschaft des Films universell und kreativ, egal<br />

welcher Glaubensrichtung der Betrachter auch<br />

angehören mag. Regisseur Ang Lee, der sich<br />

im internationalen Kino durch Filme wie z. B.<br />

„Tiger & Dragon“ sowie „Brokeback Mountain“<br />

einen Namen machte, verfilmte Yann Martels<br />

Novelle bestmöglich, nachdem sich vor ihm<br />

schon zahlreiche andere namhafte Kollegen die<br />

„Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“ von 20th Century Fox, ab 26. April auf Blu-ray.<br />

Zähne daran ausgebissen haben. Sowohl M.<br />

Night Shyamalan („The Sixth Sense“) als auch<br />

Jean Pierre Jeunet („Die fabelhafte Welt der<br />

Amélie“) waren gerüchteweise als Regisseure<br />

im Gespräch, doch spätestens die angemessene<br />

Darstellung des Tigers erwies sich wohl als zu<br />

herausfordernd. Ang Lee wiederum ließ die<br />

Effektschmiede Rhythm & Hues probeweise<br />

einen computergenerierten 3D-Tiger erstellen,<br />

den er selber für echt halten sollte. Da sie bereits<br />

Erfahrungen in der Animation von Raubkatzen<br />

sammeln konnten (z. B. der Löwe in „Die<br />

Chroniken von Narnia“), gelang ihnen dieser<br />

schwierige Kraftakt mit Bravours. Der Tiger<br />

namens Richard Parker (ein Verweis auf Edgar<br />

Allan Poes „Der Bericht des Arthur Gordon<br />

Pym“) erscheint in vielen Szenen vollkommen<br />

lebensecht und wird durch den stereoskopischen<br />

Effekt zur echten Bedrohung für den Zuschauer,<br />

nicht zuletzt, weil die Bildqualität auf Blu-ray<br />

alle Erwartungen erfüllt.<br />

3D mit Botschaft<br />

„Life of Pi“ wurde nicht nur mit neuester 3D-<br />

Technik erstellt, auch die Qualität der 3D-Bluray<br />

überzeugt voll und ganz. Durch die meist<br />

kräftigen Farben und satten Kontraste wird der<br />

Tiefeneindruck beflügelt und die detail scharfen<br />

Aufnahmen der Tiere, ob gefilmt oder am Computer<br />

animiert, sorgen immer wieder für leuchtende<br />

Augen. Regisseur Ang Lee überfrachtet<br />

Sie jedoch nicht mit unsinnigen 3D-Spielereien,<br />

sondern der Effekt betont immer die inhaltliche<br />

Aussage. So wird z. B. die Nähe zur Raubkatze in<br />

3D wesentlich bedrohlicher in Szene gesetzt, als<br />

in 2D. Außergewöhnliches Stilmittel: Mitten im<br />

Film springt das Bildformat von 16 : 9 auf 21 : 9<br />

und 4 : 3 um. Der Ton ist dem Bild absolut ebenbürtig,<br />

allein der Untergang des Bootes inmitten<br />

der tosenden Wellen ist ein Spektakel, das jedes<br />

Heimkino ausreizt. Doch gerade in den leisen<br />

Momenten zeigt sich das Talent der Filmschaffenden,<br />

durch<br />

kleine Effekte<br />

große Emotionen<br />

zu wecken.<br />

FALKO<br />

THEUNER,<br />

CHRISTIAN<br />

TROZINSKI<br />

Bilder: 20th Century Fox<br />

114 | 3.2013


NEW EARTH. NEW RULES.<br />

TM<br />

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Telekom oder Unitymedia. A Division of NBCUniversal


Vier Monate nach dem Kinostart (und<br />

eine Milliarde Dollar später) erscheint<br />

„Der Hobbit – Eine unerwartete<br />

Reise“ am 19. April auch für den Heimkinobereich,<br />

wo er sicher einen ähnlichen Siegeszug<br />

wie auf der großen Leinwand antreten wird.<br />

Ist die Vorgeschichte zum „Der Herr der Ringe“<br />

nun die erhoffte Kinomagie oder nur ein lauer<br />

Aufguss einer Legende des Kinos? Die internationale<br />

Kritik an Peter Jacksons „Der Hobbit“-<br />

Verfilmung fiel harsch aus, im Kern bleiben<br />

aber alle Stärken der „Herr der Ringe“-Trilogie<br />

erhalten. Die unterhaltsame Abenteuergeschichte<br />

des Hobbits Bilbo, des Zauberers Gandalf und<br />

einer Schar Zwerge sorgt für atemberaubende<br />

Kinobilder in bester 2D- und 3D-Qualität. Man<br />

mag Jackson vorwerfen, dass die Lauflänge mit<br />

über 170 Minuten zu lang gewählt und einige<br />

Actionsequenzen aufgesetzt wirken, doch sind<br />

die Bilder von majestätischer Schönheit.<br />

Referenzqualität in Bild und Ton<br />

Der Film kommt mit einer FSK-Freigabe ab 12<br />

Jahren heraus, was deutlich macht, dass Peter<br />

Jacksons Version keineswegs als Kinderfilm<br />

zu verstehen ist. Die Blu-ray wartet mit einem<br />

brillanten Transfer im 2.40 : 1-Widescreen-Format<br />

auf. Im Gegensatz zur Kinofassung,<br />

die durch eine höhere Bildzahl von 48<br />

Bildern pro Sekunde besonders flüssig über die<br />

Leinwand lief, bietet die Blu-ray-Version nur<br />

die bekannten 24 Kinobilder pro Sekunde. Wer<br />

dennoch das Hobbit-Gefühl ins Wohnzimmer<br />

retten möchte, sollte bei seinem Flachbildfernseher<br />

die Zwischenbildberechnung chnung<br />

aktivieren. Sowohl die deutsche e wie<br />

auch die Original-Tonspur warten<br />

mit einem detailreichen DTS-HD<br />

Master Audio 7.1-Mix auf. In der<br />

Bonusabteilung können Sie sich auf<br />

über zwei Stunden Extras freuen.<br />

Hauptbestandteil sind die Videoblogs,<br />

die der Entstehung der<br />

Filme aufgezeichnet wurden.<br />

Einziger Wermutstropfen:<br />

Bereits jetzt ist bekannt, dass<br />

pünktlich zum Weihnachtsgeschäft<br />

eine erweiterte<br />

Filmversion des<br />

„Hobbits“ in den<br />

Handel kommen<br />

wird.<br />

TIEMO WEISENSEEL,<br />

CHRISTIAN TROZINSKI<br />

Der Hobbit – Eine unerwartete Reise von Warner Home Video, ab 19. April auf Blu-ray (3D)<br />

Gollum tritt im „Hobbit“<br />

erneut auf, ein Spiel mit Bilbo<br />

bringt die Geschichte um den<br />

einen Ring ins Rollen.<br />

Thorin Oakenshield ist der<br />

Anführer der Zwerge. Respekt<br />

für Bilbo entwickelt er erst<br />

gegen Ende des Films.<br />

116 | 3.2013


Im Gespräch mit Sylvester McCoy, schottischer<br />

Schauspieler und Darsteller des Zauberers<br />

„Radagast“ in Peter Jacksons „Hobbit“-Trilogie.<br />

Zu Beginn würde ich gerne wissen, wie Sie an<br />

die Rolle des Radagast gekommen sind – war<br />

das einfach ein ganz normales Casting?<br />

Nun, ich habe zuerst einen Screen-Test gemacht,<br />

hauptsächlich für Guillermo del Toro, der beim<br />

„Hobbit“ ja ursprünglich Regie führen sollte<br />

und der mich noch nicht kannte. Doch wie ich<br />

die Rolle tatsächlich bekommen habe, das war<br />

ehrlich gesagt eine ziemliche Odyssee. Ich war<br />

damals im Gespräch für den Part des Bilbo<br />

Beutlin in „Der Herr der Ringe” – das Rennen<br />

entschied sich, nachdem sie sich dutzendweise<br />

Kandidaten angesehen hatten, zwischen zwei<br />

Schauspielern: Ian Holm und mir. Sie ließen uns<br />

beide ein halbes Jahr zappeln, ehe sie sich endlich<br />

entschieden, und wie man weiß, ging die Rolle<br />

schließlich an Ian Holm. Natürlich war ich enttäuscht<br />

und auch ein bisschen traurig – aber im<br />

selben Moment war ich auch ziemlich stolz, mich<br />

in so guter Gesellschaft zu befinden. Von daher<br />

kannte mich das Produktionsteam also schon.<br />

Und wie ist schließlich die Idee mit Radagast<br />

geboren worden?<br />

Ich bin dann später mit Sir Ian McKellen in einer<br />

„King Lear“-Produktion der „Royal Shakespeare<br />

Company“ auf Welttournee gegangen, und in<br />

Neuseeland kamen Peter Jackson, Fran Walsh<br />

und Philippa Boyens, um das Stück zu sehen. Peter<br />

ist zudem ein großer Fan von „Doctor Who“,<br />

den ich ja mal eine Weile gespielt habe – er hat<br />

sogar mein Kostüm, soweit ich weiß!<br />

Bilder: ©2012 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved., Stock.xchng<br />

Können Sie sich noch erinnern, wann Sie den<br />

Hobbit zum ersten Mal gelesen haben?<br />

Oh, in den 1960er Jahren. Das war so eine Art<br />

Ritual des Erwachsenwerdens zu dieser Zeit,<br />

man musste es einfach tun, musste Tolkiens<br />

Werke lesen, genau wie „Catch 22“ von Joseph<br />

Heller, wenn man so ein richtiger Sechziger-<br />

Jahre-Hippie sein wollte!<br />

Und haben Sie den „Hobbit“ später Ihren<br />

Kindern vorgelesen?<br />

Ja, das hab ich tatsächlich getan, ich hab ihn meinen<br />

Jungs vorgelesen, als sie noch klein waren.<br />

Den „Herr der Ringe“ haben sie sich dann später<br />

selbst geschnappt und geradezu verschlungen,<br />

aber den „Hobbit“ habe<br />

ich ihnen noch näher<br />

gebracht, denn das ist ja<br />

wirklich eher ein Buch<br />

für die Kleinen.<br />

Waren Sie überrascht davon, wie sehr Peter<br />

Jackson die Charakterzüge von Radagast für<br />

den Film verändert hat?<br />

Ja und nein – ich war begeistert, ehrlich gesagt!<br />

Ich erinnere mich noch genau, als Sie mir die<br />

Rolle angeboten haben – ich hatte Tolkiens<br />

Bücher ja gelesen und dachte nur: Hm, na das<br />

„Man kann es doch nicht<br />

allen recht machen!“<br />

ist ja nicht gerade eine besonders große Rolle!<br />

Wir sprachen darüber, wie ich damals die Rolle<br />

von Bilbo nicht bekommen hatte, und sie sagten<br />

mir: Mach dir keine Sorgen, wir haben dir einen<br />

größeren und besseren Text geschrieben!<br />

Und haben Sie auch Details zu dieser Figur<br />

beigesteuert?<br />

Nun ja, so ein bisschen vielleicht. Ich habe ihnen<br />

von meinem Talent für das Nachahmen von Vogelgezwitscher<br />

erzählt. Ich bin mit meinen Jungs<br />

oft wandern gegangen und da hat sich diese<br />

Vorliebe herausgebildet<br />

– wenn man versucht,<br />

mit Vögeln Kontakt<br />

aufzunehmen, dann ist<br />

das ein schönes Spiel, bei<br />

dem es immer hin- und<br />

hergeht. Wir haben also ein bisschen von diesem<br />

Pfeifen und Zwitschern in den Film integriert.<br />

Verstehen Sie eigentlich die Kritik von manchen<br />

Fans, die mit der Richtung, die Radagasts Charakter<br />

im Film einschlägt, so überhaupt nichts<br />

anfangen können?<br />

Wissen Sie: Das ist wirklich das allererste Mal,<br />

dass ich Kritik an Radagast höre, glauben Sie<br />

mir! (lacht) Aber mal im Ernst: Man kann es<br />

doch nicht allen recht machen! Woher wollen<br />

denn die Fans wissen, was Tolkien aus der Figur<br />

gemacht hätte, wenn er noch dagewesen wäre<br />

und seine Geschichte für die große Leinwand<br />

umgesetzt hätte? Peter, Philippa und Fran haben<br />

jede Menge Quellen zu Rate gezogen, um die Figur<br />

zu erweitern – und ich respektiere sie dafür.<br />

Sie haben die Dreharbeiten an den beiden<br />

nächsten Teilen ja schon beendet – können Sie<br />

uns vielleicht etwas über Radagasts Schicksal<br />

in den Sequels verraten?<br />

Nein … ich darf Ihnen auch nicht das allerkleinste<br />

bisschen verraten! Ich bin von WETA<br />

(die Trickspezialisten von Peter Jackson – Anm.<br />

d. Red.) programmiert worden, und jedes Mal,<br />

wenn ich das Wörtchen „Hobbit“ ausspreche,<br />

schnellt meine Hand ganz automatisch zu<br />

meinem Mund und verhindert, dass ich<br />

irgendetwas ausplaudere!<br />

Vielen Dank für das Gespräch!<br />

www.hdtvmagazin.com 117


Game of Thrones<br />

(2. Staffel)<br />

Sieben Adelsfamilien streiten sich um<br />

einen Thron. Doch nur eine kann gewinnen.<br />

Egal, wer dieser Sieger auch sein<br />

mag, es gibt nur eine Serie, die den Königsstuhl<br />

für sich beanspruchen darf – und das ist<br />

die größte, erfolgreichste und teuerste Serie<br />

aller Zeiten: „Game Of Thrones“!<br />

Seit dem 5. April gibt es die zweite Staffel der<br />

preisgekrönten HBO-Serie auf Blu-ray, während<br />

ab dem 19. Mai dann endlich die neuen Folgen<br />

der dritten Staffel erstmals in deutscher Synchronisation<br />

auf Sky Atlantic HD zu sehen sein<br />

werden. Inzwischen ist die Serie zu solch einem<br />

breitenwirksamen Massenphänomen geworden,<br />

dass sie wie ein Blockbuster auf sämtlichen<br />

Plattformen beworben wird, dabei nahm sie<br />

ihren Anfang gerade mal im Jahre 2011. Zehn<br />

Folgen lang bot die erste Staffel Fantasy-Drama<br />

vom Feinsten und gab den Fans genau das, was<br />

sie sich schon immer erträumt hatten: Ein „Der<br />

Herr der Ringe“ in Serie.<br />

Premium-TV in Kinoqualität<br />

Aufwand, Effekte und darstellerisches Können<br />

gleichen einem hoch budgetierten Kinofilm.<br />

Gewalt, Sex und Intrigen werden sogar expliziter<br />

gezeigt als in vielen Filmen. Und die Sympa-<br />

thie für<br />

die Charaktere lässt das Publikum von<br />

Folge zu Folge mitfiebern, denn im „Game<br />

Of Thrones“-Universum kann einfach alles<br />

passieren. Der Tod einer Hauptfigur ist<br />

also<br />

durchaus möglich. Leser von George<br />

R. R. Martins Roman-Vorlagen kennen<br />

die Verläufe und Schicksalsschläge der<br />

Handlung zwar bereits, dennoch ist<br />

die filmische Umsetzung dermaßen<br />

aufwendig und gelungen, dass es<br />

auch für Eingeweihte eine wahre<br />

Freude ist, Martins Fantasy-Welt in<br />

Bewegtbildern erkunden zu dürfen.<br />

Den Hauptpart der ersten Staffel<br />

übernimmt Boromir-Darsteller<br />

Sean Bean aus „Der Herr der Ringe<br />

– Die Gefährten“. Hier spielt er den<br />

traditionsbewussten Eddard Stark,<br />

Familienoberhaupt und angehende<br />

rechte Hand des Königs.<br />

Nach dem mysteriösen Tod der<br />

früheren „Hand“ des Königs wird<br />

er nach Königsmund gerufen, um<br />

dort sein neues Amt anzutreten<br />

und die politischen Angelegenheiten<br />

des Hofes zu regeln.<br />

Doch nach und nach entdeckt er<br />

Indizien, die beweisen, dass sein<br />

Bilder: ©2013 Home Box Office, Inc. All rights reserved. HBO® and related, Warner Home Video<br />

118 | 3.2013


Vorgänger keines natürlichen Todes gestorben<br />

ist. Zudem gibt es einen dramatischen „Unfall“,<br />

bei dem Eddards zehnjähriger Sohn Bran (Isaac<br />

Hempstead Wright) aus großer Höhe in die<br />

Tiefe stürzt – ein folgenschweres Ereignis, das<br />

sich zu einem regelrechten Krieg zwischen den<br />

Häusern Lennister und Stark ausweiten könnte.<br />

Am schockierenden Ende der ersten Staffel war<br />

„Auch wenn sich der Einstieg mitunter<br />

etwas zäh gestaltet: ‚Game Of<br />

Thrones‘ belohnt die Zuschauer mit<br />

einem Fantasy-Epos der Superlative!“<br />

nichts mehr, wie es war. In allen Adelshäusern<br />

wurden die Karten neu gemischt: So begab sich<br />

Arya (Maisie Williams), die jüngste Tochter des<br />

Hauses Stark, als Junge verkleidet ins Exil, bereitete<br />

sich Lord Schnee (Kit Harington) darauf<br />

vor, die unheimlichen Aktivitäten hinter der<br />

großen Mauer zu erkunden, und offenbarte die<br />

Königin der wilden Dothrakis, Daenerys (Emilia<br />

Clarke), dass sie ab sofort die bereits ausgestorben<br />

geglaubte, zerstörerische Tradition ihres<br />

Elternhauses aufnehmen wird – von nun an gibt<br />

es wieder Drachen in Westeros, die zur größten<br />

Bedrohung für die restlichen Häuser werden.<br />

Erinnerung des Nordens<br />

Jahr zwei beginnt mit einem merkwürdigen<br />

Schauspiel, das den Gewinner der ersten Staffel,<br />

Joffrey (Jack Gleeson), an seinem Namenstag<br />

zeigt. Einer der Turnierteilnehmer kommt nur<br />

halb gewappnet und wie ein betrunkener Idiot<br />

auf den Platz. Als Strafe (und auch als Zeichen<br />

Joffreys sadistischer Ader) lässt ihn der König<br />

Wein trinken, solange, bis er platzt. In letzter<br />

Sekunde kommt dem armen Tropf Sansa (Sophie<br />

Turner) zu Hilfe. Die zukünftige Königsgemahlin<br />

und älteste Tochter der Starks bringt den ungestümen<br />

König mit der Notlüge zur Räson, dass<br />

ein Mord am eigenen Namenstag Pech bringe.<br />

Prompt lässt er von seinem menschlichen<br />

Spielzeug ab, was wieder einmal beweist, das<br />

pure Macht weniger Wert ist als tückische List.<br />

Und das ist auch das Credo der gesamten Serie –<br />

mächtige Menschen mit doppelzüngigen Worten<br />

Game Of Thrones, Staffel 2, von Warner Home Video seit 05. April auf Blu-ray.<br />

in die bevorzugte Richtung zu lenken, um selbst<br />

die Macht zu ernten. Bestes Beispiel hierfür ist<br />

der zwergenwüchsige Tyrion Lennister (genial<br />

gespielt von Peter Dinklage), Onkel des Königs<br />

und einer der cleversten Strategen am Hofe. Ihm<br />

ist nicht entgangen, dass das von Joffrey erteilte<br />

Todesurteil am Ende von Staffel eins unüberlegt<br />

war und, dass es nun Grund für einen Krieg<br />

sein wird, den das Haus Baratheon/Lennister<br />

verlieren könnte. Und so nimmt das Geschehen<br />

seinen Lauf. Es werden Intrigen gesponnen,<br />

Streitigkeiten innerhalb des Adels ausgefochten<br />

und große Pläne geschmiedet. Doch jenseits<br />

der Mauer im Norden ballt sich eine übernatürliche<br />

Macht zusammen, die alles hinwegfegen<br />

wird, wenn sich<br />

die Obrigkeit<br />

nicht einigt, um<br />

sich der wahren<br />

Bedrohung von<br />

außen zu widmen.<br />

FALKO THEUNER<br />

Klein, aber oho: Tyrion Lennister hat‘s faustdick hinter den Ohren!<br />

Harte Zeiten: Die kleine Arya Stark sucht ihren Weg in einer rauen Welt.<br />

Stellen Sie sich ein Parallelwelt-Mittelalter vor, das ist „Game Of Thrones“!<br />

Die Bürde der Macht: Robb Stark wächst zum Familienoberhaupt heran.<br />

www.hdtvmagazin.com 119


Game of Thrones<br />

(3. Staffel)<br />

In George R. R. Martins Fantasywelt sind die<br />

Jahreszeiten ein wenig anders angelegt als<br />

bei uns. Sommer und Winter können über<br />

Jahre oder gar Generationen dauern, sodass<br />

einige Westeros-Bewohner in der Dunkelheit<br />

geboren werden und auch ihr ganzes Leben<br />

darin verbringen, ohne jemals einen Lichtstrahl<br />

gesehen zu haben. Kein Wunder also, dass<br />

die Starks ihr Wappen mit der Warnung „Der<br />

Winter naht“ versehen haben, um stets auf die<br />

schlimmen Dinge vorbereitet zu sein.<br />

In der neuen Staffel naht nach dem langen<br />

Sommer nun tatsächlich ein langer Winter, der<br />

monströse Kreaturen aus ihren Löchern lockt<br />

und die Bevölkerung berechtigterweise in Angst<br />

und Schrecken versetzt. Bislang hat sich das<br />

Unheil immer nur angekündigt, doch nun gibt es<br />

kein Halten mehr: Der Winter ist da!<br />

Die dritte Staffel auf Sky<br />

Seit dem 1. April können Sky-Kunden die Serienfolgen<br />

der dritten Staffel im englischen Originalton auf Sky Go<br />

(online) bzw. auf Sky Anytime (via HD-Receiver Sky+)<br />

genießen. In der deutschen Synchronisation erleben<br />

Sie die neuen Folgen wiederum ab dem 19. Mai auf Sky<br />

Atlantic HD. Wer es gar nicht erwarten kann, für den<br />

besteht die Möglichkeit, sich ab diesem Tag die jeweils<br />

nachfolgende Episode über Sky Go oder Sky Anytime<br />

anzuschauen. Über diese beiden Plattformen können die<br />

10 Episoden im Übrigen bis zum 28. Juli auch immer<br />

wieder angeschaut werden. Als Appetit-Häppchen bieten<br />

diese ab dem 20. April auch noch einmal alle 20 Folgen<br />

der bisherigen beiden Staffeln an.<br />

Ausstrahlungstermine:<br />

3. Staffel (engl. Originalton): Seit 1.4.2013 auf Sky Go /<br />

seit 2.4. auf Sky Anytime.<br />

3. Staffel (dt. Synchronfassung/Originalton): Ab 19.5.,<br />

Sonntags 21.00 Uhr, auf Sky Atlantic HD.<br />

Preview 3. Staffel: Ab 19.5., Episode 2 auf Sky Go und<br />

Sky Anytime, am 26.5. Episode 3, etc.<br />

1. & 2. Staffel: vom 20.4. bis 19.5. auf Sky Go und Sky<br />

Anytime; 2. Staffel am 12. und 19. Mai, jeweils 5 Episoden<br />

ab 16.00 Uhr auf Sky Atlantic HD<br />

Vom Knochenlord geführt<br />

Die Handlung der dritten Staffel basiert hauptsächlich<br />

auf dem dritten Band der Romanreihe<br />

(„Schwertgewitter“) und beginnt mit Jon Schnees<br />

Ankunft beim Herrscher der Wildlinge. Anstatt<br />

Ihnen jedoch die Spannung zu nehmen und wichtige<br />

Handlungs-Twists zu verraten, wollen wir<br />

lieber ein paar der neuen Charaktere näher vorstellen.<br />

Bislang wurde der Anführer der Wildlinge<br />

immer nur erwähnt, jedoch nie wirklich gezeigt.<br />

In der dritten Staffel spielt er einen Hauptpart und<br />

führt als inoffizieller „König hinter der Mauer“<br />

seine Armeen gen Süden, wo sie die angeblich<br />

unbezwingbare Mauer erwartet. Als ehemaliges<br />

Mitglied der Nachtwache kennt sich Mance<br />

Rayder (Ciarán Hinds) mit den Vorgehensweisen<br />

und Ritualen dieser Einheit aus und ist auch sonst<br />

ein weiser Anführer, der von seinem Volk (anders<br />

als die Herrscher in der Westeros-Zivilisation)<br />

gewählt wurde. Durch das Auftauchen der mysteriösen<br />

und todbringenden Weißen Wanderer<br />

in ihrem Gebiet ist er nun zu schnellem Handeln<br />

gezwungen und wird nach eigener Aussage<br />

„.das größte Feuer entfachen, das der Norden je<br />

gesehen hat“, um sein Volk vor dieser Bedrohung<br />

in Sicherheit zu bringen. Mit der altehrwürdigen<br />

Lady Olenna Tyrell betritt eine Grand Dame der<br />

Fernsehwelt die Bühne von Westeros. Schließlich<br />

wurde ihre Darstellerin Diana Rigg bereits in<br />

den 1970er Jahren durch ihre Hauptrolle in der<br />

britischen Agentenserie „Mit Schirm, Charme<br />

und Melone“ bekannt und spielte im James-<br />

Bond-Film „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ die<br />

Ehefrau des bekanntesten aller Geheimagenten.<br />

Ihre Rolle in „Game Of Thrones“ wiederum ist<br />

die der scharfzüngigen und listigen Großmutter<br />

Bilder: ©2013 Home Box Office, Inc. All rights reserved. HBO® and related, Warner Home Video<br />

120 | 3.2013


von König Joffreys Flamme Margery, die ihren<br />

zukünftigen Schwiegerenkel mit argwöhnischen<br />

Blicken begutachtet und insgeheim Freundschaft<br />

mit Sansa Stark schließt.<br />

Weitere Gefährten<br />

Ebenfalls aus England stammt – wie so viele<br />

seiner GoT-Schauspiel-Kollegen – Clive Russel,<br />

der in der Serie als Ser Brynden Tully anheuerte,<br />

Catelyn Starks Onkel. Die beiden jungen Reet-<br />

Ges