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Das Magazin für

Patienten, Mitarbeiter

und Interessierte

KKRN – Das Klinikquartett

15

Ausgabe 1 / 2014

KKRN

Das Klinikquartett

4

Beeindruckender

Weltrekord

KKRN-Team leitete

Ersthelfer in Münster an

Seite 18


KKRN – Das Klinikquartett

KKRN – Das Klinikquartett

Impressum

Herausgeber

KKRN Katholisches Klinikum

Ruhrgebiet Nord GmbH

Hervester Straße 57

45768 Marl

Geschäftsführung

Norbert Fockenberg

Andreas Hauke

Redaktionsteam

Dorothea Appelhoff 02362 29-50825

Birgit Böhme-Lueg 02362 29-50503

Susanne Ecker 02364 104-20403

Andreas Hauke 02362 29-50402 o. 02364 104-20402

Stefanie Küsters 0209 6191-129

Dr. Mechthild Quernheim

Walburga Schmidt 0209 6191-8152

Ulrike Steffens 02365 911-887345

Dr. Thomas Thies-Wienber 02364 104-0

Nina Urban 02362 29-50504

Dr. Birte Weuster 02364 104-23312

Verantwortlich im Sinne

des Presserechts (ViSdP)

Andreas Hauke

kkrn.redaktionsteam@kkrn.de

www.kkrn.de

Konzeption und Design

abcd‘ sign, Dorsten

www.ab-cdsign.de

Text

Dr. Mechthild Quernheim

www.dr-quernheim.de

Druck

Schützdruck GmbH, Recklinghausen

www.schuetz-druck.de

Gelungener Weltrekord in Münster:

Vor dem Schlossplatz übten rund 12.000 Schülerinnen

und Schüler lebensrettende Maßnahmen.

Mit dabei auch ein Team aus dem KKRN-Verbund,

das die jungen Leute anleitete (v. l.):

Prof. Dr. Gertrud Haeseler (Leiterin KKRN-Anästhesieinstitut),

Dr. Michael Markant (Oberarzt Kardiologie,

Marien-Hospital), Dirk Schäfers (Oberarzt Unfallchirurgie

und Orthopädie, Marien-Hospital), Simone

Twardy (Leiterin Intensivstation, Marien-Hospital),

Dr. Ulrich Böck (Oberarzt Kardiologie, Marien-Hospital),

Natalie Prison (Assistenzärztin Anästhesie, St.

Elisabeth-Krankenhaus), Drs. Jiri Habarta (Oberarzt

Anästhesie, St. Elisabeth-Krankenhaus), Miriam Klettke

(Gesundheits- und Krankenschwester, Intensivstation

Marien-Hospital), Andreas Dembek (Oberarzt Unfallchirurgie

und Orthopädie, Marien-Hospital).

Inhalt

Editorial

Chefarztwechsel in der Geriatrie

Dr. Anette Borchert löst Dr. Karl Ott ab

Weniger Strahlen

Neue Röntgenanlage in Betrieb

Gynäkologische Onkologie

Schonend operieren mit da Vinci

Herzen gegen Schmerzen

Magdalena Müller näht Kissen

Familiale Pflege

Unterstützung für pflegende Angehörige

Weaning

Wieder selbständig atmen

Geglückter Weltrekord

KKRN-Team leitete Ersthelfer an

Für Klein und Groß

Fitnessoase im Gertrudis-Hospital

Erfolgreich rezertifiziert

Lob für die Tumorkonferenz

Abschied und Neubeginn

KKRN-Marketing mit neuem Team

Zum Vormerken

Veranstaltungskalender

3

4

9

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12

13

16

18

20

22

24

Liebe Leserinnen und Leser,

Kontinuität braucht Weiterentwicklung: Unter diese

Überschrift könnten wir die jüngsten Entwicklungen

unseres Klinikverbundes stellen. Denn wir

haben in den vergangenen Monaten viele Dinge

auf den Weg gebracht: Da sind zum einen Investitionen

in innovative Medizintechnik; zum anderen

verbessern aber auch neue medizinische und pflegerische

Angebote die Qualität der Betreuung

von Patienten und ihrer Angehörigen. Und nicht

zuletzt fallen auch wichtige personelle Weichenstellungen

in die zurückliegende Zeit.

Im Gertrudis-Hospital Westerholt haben wir Dr.

Karl Ott verabschiedet und Dr. Anette Borchert als

neue Chefärztin willkommen geheißen. Dr. Karl

Ott sind wir zu großem Dank verpflichtet: Er hat

die Klinik für Geriatrie aufgebaut und ihr über die

Grenzen von Westerholt hinaus zu großer Reputation

verholfen. Seine Nachfolgerin, Dr. Anette

Borchert, schätzen wir seit vielen Jahren. Sie hat

als Leitende Oberärztin mit Dr. Ott vertrauensvoll

zusammengearbeitet und wird Bewährtes fortführen,

aber auch neue Akzente in ihrer Arbeit setzen.

Ein Schlaganfall, ein Sturz oder eine schwere Erkrankung

kann das Leben von jetzt auf gleich auf

den Kopf stellen. Vor allem ältere Menschen sind

nach der Entlassung aus dem Krankenhaus häufig

auf weitere Pflege und Versorgung im häuslichen

Umfeld angewiesen. Viele Angehörige übernehmen

diese Aufgabe gern. Doch sie sind auf die

veränderte Situation meist nicht genügend vorbereitet

und fühlen sich schnell überfordert. Wir

bieten pflegenden Angehörigen an allen unseren

vier Standorten nun eine umfassende Begleitung

an. Kostenlose Informationen, Beratung, Pflegeanleitungen

und Tipps sollen Angehörigen die

nötige Sicherheit geben, um diese große Herausforderung

zu meistern.

Eine neue digitale Röntgenanlage haben wir in

der Urologie im Marien-Hospital in Betrieb genommen.

Mit ihr können wir die Strahlenbelastung

für die Patienten erfreulicherweise um rund

50 Prozent reduzieren. Diese High-Tech-Anlage

ermöglicht die so genannte „gepulste Durchleuchtung“.

Dadurch können die Urologen Organbewegungen

oder einen Behandlungsverlauf kontrollieren.

Die Zahl der Menschen steigt, die

über einen längeren Zeitraum

auf eine künstliche Beatmung

angewiesen sind. Bei

manchen Patienten ist es

schwierig, sie wieder von

dem Beatmungsgerät zu

entwöhnen. Damit eine

kontrollierte Entwöhnung

von der Maschine auch bei

schwer kranken Menschen gelingt,

gibt es Spezialstationen, so

genannte Weaning-Einheiten. Eine davon

hält das St. Elisabeth-Krankenhaus vor. Weil dort

immer mehr Patienten auch aus den umliegenden

Krankenhäusern der Region behandelt werden,

haben wir die Bettenzahl von fünf auf acht aufgestockt.

Und wir beschäftigen einen eigenen

Atemtherapeuten, der das Behandlungsteam

dabei unterstützt, den schwer kranken Menschen

den „Weg zurück ins Leben“ zu ermöglichen.

Lebensrettung geht uns alle an. Deshalb haben

sich Mediziner und Pflegekräfte unseres Klinikverbundes

sehr gerne an einer besonders spektakulären

Veranstaltung beteiligt: Vor dem Schloss

in Münster leiteten sie gemeinsam mit vielen anderen

Tutoren rund 12.000 Schülerinnen und

Schüler dabei an, wie man bei einem plötzlichen

Herzstillstand mit einer Herzdruckmassage

Leben retten kann. Ganz nebenbei stellte man

mit dieser Aktion auch einen neuen Guinness-

Weltrekord auf.

Auf ein aktuelles Angebot möchten wir Sie in

dieser Ausgabe des Klinikquartetts bereits jetzt

schon aufmerksam machen: Ab dem kommenden

Frühjahr werden die Gynäkologen unseres Klinikverbundes

das innovative da Vinci-System für die

gynäkologische Krebschirurgie nutzen. Das Gerät,

das an unserem Marler Standort steht, erlaubt ein

besonders präzises und schonendes Operieren.

Ich wünsche Ihnen nun im Namen des gesamten

Redaktionsteams eine interessante und informative

Lektüre.

Andreas Hauke

Geschäftsführer der KKRN GmbH

3


Gertrudis-Hospital

KKRN – Das Klinikquartett

4

Mann der ersten Stunde im

Gertrudis-Hospital verabschiedet

Dr. Karl Ott hat die Leitung der Geriatrie

an Dr. Anette Borchert abgegeben

Sr. Aloisia Höing,

Generaloberin der

„Schwestern der hl.

Maria Magdalena

Postel“, dankte dem

scheidenden Chefarzt

für sein Engagement.

„Das Gertrudis-Hospital ohne Herrn Dr. Ott: Das ist

kaum vorstellbar“, begann Sr. Aloisia Höing, Generaloberin

der „Schwestern der hl. Maria Magdalena

Postel“, ihre Dankesrede. Denn der ehemalige

Chefarzt der Geriatrie und Ärztliche Direktor hat

das Haus geprägt wie kaum ein anderer. „Doch

was heißt das eigentlich, wenn wir davon sprechen,

dass jemand ein Haus entscheidend geprägt hat?“

Diese Frage stellte Krankenhauspfarrer Carlo

Bertrand beim Abschiedsgottesdienst. Und alle

Redner gaben darauf in ihren Dankesreden verschiedene

Antworten.

Am letzten Arbeitstag fuhr Dr. Karl Ott

im „Taxi“ zur Arbeit. Helmpflicht war in

diesem Gefährt allerdings

oberstes Gebot.

Er ist ein Mann der ersten Stunde, sein Name steht für die Geriatrie im Gertrudis-Hospital Westerholt:

Dr. Karl Ott hat diese Abteilung, die im Jahre 1990 ihre Pforten öffnete, von Beginn an als Chefarzt

geleitet, aufgebaut und etabliert. Anfang November 2013 wurde er in einer Feierstunde, an der viele

Gäste teilnahmen, offiziell verabschiedet. Seine Nachfolge trat Dr. Anette Borchert an, die viele Jahre

Leitende Oberärztin der Geriatrie war.

„Sie waren einer der Pioniere der damals noch jungen

Fachrichtung Geriatrie und haben der Abteilung

über die Grenzen des Vests hinaus Anerkennung

verschafft“, würdigte Ludger Dabrock, ehemaliger

Aufsichtsratsvorsitzender der KKRN GmbH, das

Wirken von Ott. „Sie haben mit dazu beigetragen,

dass das Gertrudis-Hospital heute eine solide und

wirtschaftlich arbeitende Säule unseres Klinikverbundes

ist“, hob Andreas Hauke, Geschäftsführer der

KKRN GmbH, hervor. „Sie hatten immer ein klares

Ziel vor Augen, das auch die hohe Zufriedenheit der

Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz einschloss“, betonte

Heidrun Lechtenböhmer, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung.

„Sie sind kompetent und menschenfreundlich“,

stellte Karlheinz Forst, erster stellvertretender

Bürgermeister der Stadt Herten, fest.

Was in den Reden mitschwang, war aber noch

mehr als die Würdigung von medizinischer Kompetenz,

menschlicher Integrität und wirtschaftlichem

Weitblick. Dr. Karl Ott hat das Haus noch in

anderer, wesentlicher Hinsicht geprägt: Denn er

hat zur Identität des Gertrudis-Hospitals als einem

christlichen Krankenhaus beigetragen und diese

Identität gelebt. Sr. Aloisia Höing: „Ihnen war es

wichtig, den aufmerksamen Blick für die Bedürfnisse

und Sorgen, für die Freuden und Nöte der Menschen

zu haben. Sie wussten und wissen, dass der Mensch

den Menschen braucht, um mehr und wirklich leben

zu können.“ In diese Richtung zielte auch Carlo

Bertrand in seiner Predigt, in der er das Fundament

des Gertrudis-Hospitals in den Mittelpunkt

stellte: die Seelsorge. Ihren unverzichtbaren

Beitrag zur „Heilwerdung“ des Menschen habe Dr.

Karl Ott immer gesehen. „Moderne medizinische

Geräte und neue Medikamente sind unverzichtbare

Bestandteile einer guten Medizin“, so Bertrand.

„Aber in ein Krankenhaus kommen Menschen, die

auch an ihrer Seele wund sind. Seelsorge sieht den

Menschen in seiner Ganzheit. Ihm gilt unsere ungeteilte

Begleitung und Zuneigung.“ In diesem Sinne,

so könnte man die Predigt des Krankenhauspfarrers

ergänzen, war Dr. Karl Ott nicht nur ein guter

Arzt, sondern auch ein guter Seelsorger.

Respekt und Dankbarkeit für die geleistete Arbeit

kann man auf verschiedene Weise ausdrücken.

Und vielleicht war am Ende der schönste Dank

keiner, der sich in wohlgesetzten Worten ausdrückte.

Denn als die letzte Rede verklungen war,

erhoben sich die zahlreich erschienenen Gäste

spontan von ihren Sitzen, um Dr. Karl Ott mit lange

anhaltenden Standing Ovations zu würdigen. Es

war eine Anerkennung, die berührte und einfach

von Herzen kam.

Großer Bahnhof im Gertrudis-Hospital:

Kaum ein Mitarbeiter ließ es sich nehmen, sich

von Dr. Karl Ott persönlich zu verabschieden.

Eine beindruckende Feier war die Verabschiedung von

Dr. Karl Ott (2.v.r.) und die Einführung von Dr. Anette

Borchert (m.): v. l.: Andreas Hauke, Geschäftsführer der

KKRN GmbH, Bernhard Möller, kaufmännischer Betriebsleiter,

Sr. Pia Elisabeth Hellrung, Provinzoberin der

„Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel“, Norbert

Fockenberg, Geschäftsführer der KKRN GmbH, Karlheinz

Forst, erster stellvertretender Bürgermeister, Sr. Aloisia

Höing, Generaloberin der „Schwestern der hl. Maria

Magdalena Postel“, Dr. Elisabeth Winkelmann, neue

ärztliche Direktorin im Gertrudis-Hospital.

Dass Dr. Anette Borchert die richtige Nachfolgerin

für die Leitung der Geriatrie ist, unterstrich

Geschäftsführer Andreas Hauke: „Wir

kennen Frau Dr. Borchert schon lange und wissen,

dass sie alle Voraussetzungen mitbringt,

die man für die erfolgreiche Arbeit einer Chefärztin

benötigt: Medizinische Kompetenz,

Teamfähigkeit, Ausstrahlung, Organisationsvermögen

und die Fähigkeit, wirtschaftlich

denken zu können. Wir freuen uns auf die

Zusammenarbeit.“

Bewährtes fortführen, aber auch neue Akzente

setzen: Das versprach die neue Chefärztin

in ihrer Begrüßungsrede. Und berief sich

dabei auf ein Wort des neuen Papstes Franziskus:

„Auch Kontinuität braucht Veränderung.“

Sie freue sich auf die Arbeit und die kommenden

Herausforderungen und machte gleich

deutlich, warum sie ihre berufliche Zukunft

immer im Westerholter Krankenhaus gesehen

habe: „Das Gertrudis-Hospital ist familiär. Und

eine Familie verlässt man nicht.“


5


KKRN – Das Klinikquartett

Sie waren ja sozusagen

ein Mann der ersten Stunde,

haben die Geriatrie im

Gertrudis-Hospital

aufgebaut. Vor welchen

1

Herausforderungen

standen Sie anfangs?

Zunächst einmal brauchten wir Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, die in der Lage waren, alte und

behinderte Patienten zu betreuen. Bei einigen

Pflegekräften hielt sich die Begeisterung über ihre

neue Aufgabe anfangs durchaus in Grenzen. Es

war damals auch noch schwierig, beispielsweise

Ergotherapeuten zu finden. Und doch ist es uns

in kurzer Zeit gelungen, ein gut qualifiziertes und

sehr motiviertes Team zu bilden.

Für unsere ersten Patienten und ihre Angehörigen

war es zu Beginn ungewöhnlich, dass wir die Patienten

schnell aus den Betten holten und sie

konsequent mobilisierten. Aber genau dies ist das

Ziel der Geriatrie: die Patienten zur Selbständigkeit

zu ermuntern; sie alles das selbst machen zu

lassen, wozu sie in der Lage sind, um eine weitere

Einschränkung der Mobilität und möglichst eine

vorzeitige Altenheimaufnahme zu vermeiden. So

mancher hat das allerdings anfangs missverstanden

und meinte, wir würden notwendige Hilfen

unterlassen. Deshalb haben wir von Anfang an

immer wieder die Aufgabe unserer Abteilung

deutlich gemacht: Sie liegt nicht in erster Linie in

der Heilung der Patienten, wie dies zum Beispiel

nach einer chirurgischen Operation möglich ist,

sondern in einer Besserung des Allgemeinbefindens

und in einer Förderung der Selbständigkeit.

Drei Fragen an Dr. Karl Ott

gen beschränkt bleibt: Die Kooperation zwischen

6 7

nichtgeriatrischen und geriatrischen Abteilungen, Zur Person

weiterversorgenden Ärzten, Pflegediensten, Altenheimen

und Hilfsmittellieferanten wird intensiver.

Wie hat sich die Geriatrie im

Gertrudis-Hospital weiter entwickelt?

Und wohin geht

Ihrer Meinung nach die

Reise in diesem Fachgebiet?

Zu Beginn waren geriatrische Behandlungen noch

wenig standardisiert, mittlerweile finden Behandlungen

nach einem klar festgelegten Plan statt.

Auch die Qualität der Therapie hat sich verbessert.

Uns stehen heute zum Beispiel neue Medikamente

zur Verfügung. Wichtig war für mich immer die

Zusammenarbeit aller Abteilungen in unserem

Haus. Und sie ist im Laufe der Zeit stets besser geworden.

So führen wir heute auch geriatrische Mitbehandlungen

bei Patienten durch, die in anderen

Abteilungen unseres Hauses versorgt werden.

Die Geriatrie hat aber auch von den Krankenhausfusionen

mit dem Marien-Hospital Marl, dem

St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten und dem St.

Sixtus-Hospital Haltern am See profitiert. Unseren

Patienten stehen heute hoch spezialisierte Abteilungen

zur Verfügung, wie etwa die Kardiologie

mit ihren Kathetermessplätzen oder die Nephrologie

mit ihren Dialyseplätzen. Andererseits nutzen

auch Mediziner aus den Partnerkrankenhäusern

unser Know-how, und wir bieten ihren Patienten

eine geriatrische Weiterbehandlung an. Im vergangenen

Jahr haben wir dann das „Zentrum für

Medizin im Alter“ gegründet. Hier behandeln wir

interdisziplinär Patienten, die bereits an körperlichen

und geistigen Funktionseinbußen leiden

oder die aufgrund ihrer Erkrankungen Gefahr

laufen, Einschränkungen zu erleiden. Für diese

Patienten planen wir bereits bei ihrer Aufnahme

die Behandlung komplett durch.

Es besteht für mich kein Zweifel, dass geriatrische

Medizin künftig immer wichtiger wird, denn die

Alterspyramide in unserer Bevölkerung ändert

sich. Es wird deshalb darauf ankommen, älter

werdende Menschen möglichst lange gesund und

leistungsfähig zu halten und den Pflegebedarf

zu mindern. Dies liegt einerseits im Interesse der

Patienten und ihrer Angehörigen, andererseits

profitieren davon auch die Kranken- und Pflegekassen.

Diese Entwicklung wird dazu führen, dass

Altersmedizin nicht nur auf geriatrische Abteilun-

2 3

Werden Sie dem

Gertrudis-Hospital auch

im Ruhestand verbunden

bleiben?

Ja, denn ich bin dankbar für die Zeit, die ich dort

arbeiten durfte, und für alles, was ich gelernt habe.

Ein besonderer Dank geht an die hochmotivierten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie haben mich

während der ganzen Zeit hervorragend unterstützt.

Ohne sie wäre der Ruf der geriatrischen Abteilung

nicht so gut, wie er heute ist. Ich weiß die

Abteilung auch künftig in besten Händen, denn

ich habe eine hochqualifizierte Nachfolgerin. Frau

Dr. Borchert ist eine ausgezeichnete Geriaterin, die

alle Facetten dieses Faches bestens beherrscht.

Sie ist außerdem eine exzellente Organisatorin

und kann unternehmerisch in die Zukunft blicken,

Visionen entwickeln und diese auch umsetzen.

Das hat sie mehrfach unter Beweis gestellt. Sie hat

zum Beispiel unsere Palliativstation eingerichtet,

die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschult und

in Herten das Palliativnetzwerk gegründet.

Drei Fragen an Dr. Anette Borchert

Wie gehen Sie Ihre neue

Aufgabe an? Wo setzen

Sie Ihre Schwerpunkte?

1

Das

Zunächst einmal: Die Klinik für Geriatrie ist dank

der exzellenten Arbeit von Dr. Ott, von dem ich

fachlich und menschlich viel gelernt habe, bestens

aufgestellt. Deshalb werde ich Bewährtes fortführen,

aber natürlich auch neue Akzente setzen,

um künftigen Herausforderungen rechtzeitig zu

begegnen. Lassen Sie mich einige Beispiele anführen:

Wir behandeln heute immer mehr Menschen,

die an einer dementiellen Erkrankung leiden.

Künftig werden wir unsere Behandlungspläne

noch stärker auf deren Bedürfnisse zuschneiden.

Dr. Karl Ott nahm im Jahre 1980 seine Tätigkeit

im Gertrudis-Hospital auf und fungierte

hier zunächst als Assistenz- bzw. Oberarzt in

der Inneren Abteilung. Im Jahre 1986 wechselte

er als Chefarzt in die Innere Abteilung

des St. Nikolaus-Hospitals in Rheinberg.

Als das Gertrudis-Hospital im Jahr 1990

die neue Hauptfachabteilung Geriatrie mit

angeschlossener Tagesklinik einrichtete,

übernahm Dr. Karl Ott die Aufgabe, diese

Klinik als Chefarzt aufzubauen und zu etablieren.

Seit Februar 1994 fungierte Ott im

Gertrudis-Hospital außerdem als Ärztlicher

Direktor. Diese Aufgabe hat Dr. Elisabeth

Winkelmann übernommen. Sie leitet seit

1999 die Klinik für Chirurgie im Gertrudis-

Hospital.

schließt auch organisatorische Veränderungen

ein. Demenzkranke Menschen haben zum

Beispiel einen ganz anderen Tagesrhythmus:

Das müssen wir auch in der Pflege und Therapie

berücksichtigen.

Die Behandlung von Patienten mit einer Diabeteserkrankung

wird ein weiterer Schwerpunkt sein.

Denn wir stellen fest, dass im hohen Alter immer

mehr Menschen an Diabetes mellitus erkranken.

Dafür haben wir in der jüngsten Zeit ein altersan-


KKRN – Das Klinikquartett

Marien-Hospital

KKRN – Das Klinikquartett

Zur Person

8

gepasstes Behandlungs- und Beratungskonzept

erarbeitet, um Lebensqualität zu erhalten und

Folgeerkrankungen zu vermeiden. Auch unsere

Tagesklinik werden wir weiter profilieren. Hier

behandeln wir Menschen, die zwar noch intensiver

Therapie bedürfen, aber dafür nicht mehr über

Nacht im Krankenhaus bleiben müssen. Diese

Patienten holen wir morgens von zu Hause ab

und fahren sie nachmittags wieder zurück.

Und nicht zuletzt ist es mir ein Anliegen, am

Aufbau eines Geriatrienetzwerkes mitzuarbeiten,

das die ambulante Betreuung der Patienten weiter

verbessert und von vielen getragen wird: von

Krankenhausärzten, niedergelassenen Medizinern,

Pflegediensten, Therapeuten und Einrichtungen

der Altenhilfe. Bei all diesen Aufgaben weiß ich,

dass ich von einem tollen Team unterstützt werde.

Deshalb freue ich mich sehr auf die neue Aufgabe.

2

Was ist das Besondere

an der Geriatrie?

Geriatrie lebt von der Teamarbeit. Um die Patienten

möglichst schnell wieder auf die Beine zu

bringen, braucht man das Zusammenspiel von

Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten und den Mitarbeiterinnen

der Pflegeüberleitung. Gemeinsam

erstellen wir individuelle Behandlungspläne und

passen diese immer wieder an die Fortschritte

der Patienten an. Diese Flexibilität setzt eine gute

interne Kommunikation voraus. Genauso wichtig

ist es aber auch, die Entlassung der Patienten

frühzeitig in den Blick zu nehmen; also bereits im

Krankenhaus dafür zu sorgen, dass den Patienten

später alles Notwendige an Pflegehilfsmitteln oder

ambulanter Versorgung zur Verfügung steht. Auch

die Begleitung der Angehörigen verlieren wir

nicht aus dem Blick: Denn die Familie übernimmt

ja häufig die weitere Versorgung. Deshalb versuchen

wir sie mit einem differenzierten Angebot

rechtzeitig auf die neue Situation vorzubereiten.

Wir bieten Gruppenschulungen, Anleitungen am

Krankenbett und Gesprächskreise an. Die Familien

sollen wissen, dass wir sie mit dieser neuen Herausforderung

nicht allein lassen, sondern gemeinsam

Lösungen erarbeiten.

Dr. Anette Borchert (49) stammt gebürtig

aus Prenzlau und ist seit 1992 im Gertrudis-

Hospital tätig. Hier absolvierte sie auch ihre

Ausbildung zur Fachärztin für Innere Medizin.

Im Jahre 2001 wurde sie zur Leitenden

Oberärztin der Klinik für Geriatrie ernannt.

Die Medizinerin verfügt über die Zusatzausbildung

zur Geriaterin, hat außerdem

die Weiterbildung zur Palliativmedizinerin

abgeschlossen und im Jahr 2011 erfolgreich

eine Qualifikation zur Krankenhausmanagerin

absolviert. Seit 2007 leitet sie die neu

eingerichtete Palliativeinheit am Gertrudis-

Hospital und steht darüber hinaus dem

Förderverein Palliativmedizin e.V. vor.

Außerdem ist sie Mitbegründerin des

Palliativnetzwerkes Herten.

Was braucht man, um ein

guter Geriater oder eine

gute Geriaterin zu sein?

3

Empathie, Geduld, Zuhörenkönnen sind sicher

Fähigkeiten, die man in der Geriatrie braucht.

Mich fasziniert an unserem Fachgebiet, dass

es wirklich den ganzen Menschen in den Blick

nimmt; die Geriatrie reduziert die Patienten nicht

auf ihre Krankheiten, sondern interessiert sich für

die Lebensgeschichten: Was haben die Menschen

erlebt? Welche Höhen und Tiefen gab es in

ihrem Leben? Wie haben sie Herausforderungen

gemeistert? All dieses Wissen ist für uns wichtig,

um unsere Patienten zu verstehen und individuell

behandeln zu können. Ich persönlich finde es

spannend, mich mit diesen Biographien auseinanderzusetzen.

Und ich habe großen Respekt

vor den Lebensleistungen alter Menschen.

Zur erfolgreichen Arbeit in der Geriatrie gehört

auch der Einbezug der Angehörigen. Sie sind für

uns sehr wichtige, unterstützende Partner in unserem

„Gesamtmodell Geriatrie“. Wir müssen auch

sie von unseren Therapien und weiterführenden

Behandlungen überzeugen und sie als Motivatoren

gewinnen. Denn sie übernehmen die Aufgabe,

den Patienten immer wieder Mut zu machen, die

begonnenen Therapien fortzuführen. In dieser

Funktion leisten sie einen unschätzbaren Beitrag

zur Verbesserung des Gesundheitszustandes ihrer

Angehörigen.

Neue Technik, weniger Strahlenbelastung

Marien-Hospital: Moderne digitale Röntgenanlage in Betrieb genommen

Für die Urologie im Marien-Hospital ist die neue Röntgenanlage so etwas wie ein Quantensprung.

„Mit dieser hochmodernen, digitalen Durchleuchtungseinheit können wir die Strahlendosis für

unsere Patienten ganz erheblich, nämlich um rund 50 Prozent reduzieren“, freut sich Chefarzt Dr.

Hans-Jörg Sommerfeld.

Möglich wird dies durch das Verfahren der „gepulsten

Durchleuchtung“, das man jetzt dank der

High-Tech-Anlage im Marler Krankenhaus durchführen

kann. Dabei werden quasi im Pulsrhythmus

kurz hintereinander Bilder mit einer sehr geringen

Strahlung gefertigt, die dann im Auge des

Betrachters zu einer Bewegung zusammenlaufen.

„Man hat den Eindruck, eine kurze Filmsequenz zu

sehen“, erläutert Dr. Michael Maciejewski, Oberarzt

in der Urologie, und ergänzt: „Eine solche fließende

Sequenz ist immer dann erforderlich, wenn man

Organbewegungen oder einen Verlauf kontrollieren

möchte. Zum Beispiel, wenn man nach einer

Steinbehandlung überprüfen will, ob der Urin richtig

abfließt, die Blase dicht ist oder ein Katheter an der

richtigen Stelle sitzt“, erläutert der Mediziner.

Ein weiterer Vorzug der gepulsten Durchleuchtung

ist die Möglichkeit, die Anzahl der Bilder und

deren Qualität individuell festzulegen. Dabei gilt

die Faustregel: Je grobkörniger die Auflösung,

desto geringer die Strahlendosis. „Wenn man zum

Beispiel nur einen Verlauf kontrollieren möchte, dann

braucht man keine hochaufgelösten Bilder. Anders

sieht es aus, wenn man feinste Strukturen sichtbar

machen oder einen sehr kleinen Stein oder Tumor lo-

Oberarzt Dr. Michael Maciejewski

freut sich über die neue digitale

Röntgenanlage, mit der die Strahlenbelastung

für die Patienten

deutlich gesenkt werden kann.

kalisieren will. Dann brauchen wir gestochen scharfe

Bilder in maximaler Qualität“, erläutert Maciejewski.

Ein weiteres Plus der neuen Anlage: Sie macht das

endoskopische Operieren komfortabel, das auch

im urologischen Fachgebiet heute das Verfahren

der ersten Wahl ist. Rund 90 Prozent der Entfernung

von Steinen aus Harnleiter oder Niere werden

heute beispielsweise mit der „Schlüssellochtechnik“

durchgeführt. Durch den zweigeteilten

Bildschirm der neuen Röntgeneinrichtung haben

die Mediziner sowohl Sicht auf das Operationsgebiet

als auch auf die Durchleuchtungsbilder. Die

moderne Anlage ist zudem so konzipiert, dass

man zu beiden Seiten des urologischen OP-Tisches

arbeiten kann. So lassen sich Umlagerungen der

Patienten während des Eingriffs vermeiden.

Die neue High-Tech-Anlage steht im urologischen

OP-Saal des Marien-Hospitals, der bei dieser Gelegenheit

auch gleich modernisiert wurde. Die Wände

sind jetzt vollständig in einem schimmernden

Blauton verglast. Dadurch lassen sie sich nicht nur

leicht reinigen, sondern haben auch hygienische

Vorteile: Durch den geringen Fugenanteil können

sich nirgendwo Verunreinigungen, Bakterien oder

Pilze festsetzen.

9


KKRN – Das Klinikquartett

St. Elisabeth-Krankenhaus

Marien-Hospital

St. Sixtus-Hospital

KKRN – Das Klinikquartett

10

Dr. Stefan Wilhelms,

Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe im St. Elisabeth-Krankenhaus

Dorsten und im St. Sixtus-Hospital Haltern am See, hat

bereits erste Erfahrungen mit dem innovativen da Vinci-System

gemacht. Künftig werden er und sein Team es für bestimmte Eingriffe

im gynäkologischen Fachgebiet nutzen.

Maximal präzise, minimal belastend

Gynäkologen im KKRN-Verbund nutzen das innovative

da Vinci-System in der Krebschirurgie

Möglichst schonend operiert zu werden: Wer

wünscht sich das nicht bei einem unvermeidlichen

Eingriff? Besonders dann, wenn ein bösartiger

Tumor entfernt werden muss und im

Anschluss an den Eingriff weitere körperliche

Belastungen wie eine Strahlentherapie und

eine Chemotherapie anstehen? Mit der so genannten

Laparoskopie steht ein solches Verfahren

zur Verfügung: Denn die minimal-invasive

Technik kommt mit winzigen Schnitten aus,

die nur kleine Narben hinterlassen und den

Körper wenig belasten.

„Bislang haben wir Frauen bei Karzinomen am

Gebärmutterhals, der Gebärmutterschleimhaut oder

der Eierstöcke häufig offen, also mit einem großen

Bauchschnitt operieren müssen“, sagt Dr. Stefan

Vorteile auf einen Blick

● Weniger Schmerzen

● Geringerer Blutverlust

● Weniger Transfusionen

● Geringeres Infektionsrisiko

● Exakte Schnittführung, daher besserer

Nerven- und Kontinenzerhalt

● Verkürzter Krankenhausaufenthalt

● Schnellerer Heilungsprozess

Wilhelms, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe im St. Elisabeth-Krankenhaus

Dorsten und im St. Sixtus-Hospital Haltern am See.

„Dieser Eingriff ist aber oft mit starken Schmerzen

und einer langen Genesungszeit verbunden. Deshalb

ist es für uns wie ein Quantensprung, dass wir nun

in der gynäkologischen Krebschirurgie unseren

Patientinnen auch das minimal-invasive Verfahren

anbieten können. Und mehr noch: Wir haben ab dem

kommenden Frühjahr sogar die Chance, sehr große

Eingriffe mit dem besonders präzise und schonend

arbeitenden da Vinci-System durchführen zu können.

Möglich wird dies durch unseren Klinikverbund:

Denn das roboter-assistierte OP-System steht am

Marler Standort unserer Krankenhausgesellschaft,

und wir können es nun für die gynäkologische

Onkologie, aber auch für Eingriffe am Beckenboden

nutzen“, freut sich Wilhelms.

Das innovative da Vinci-System vereinigt die Vorzüge

von offener und minimal-invasiver Technik.

Die offene Operation hat den Vorzug einer guten

Sicht auf das Operationsgebiet, ist jedoch wegen

des großen Bauchschnitts für die Patientinnen körperlich

belastend. Die minimal-invasive Methode

schont zwar den Organismus – Nachteil ist jedoch

das begrenzte Sichtfeld der Operateure. Der Eingriff

mit Hilfe von da Vinci erfolgt minimal-invasiv,

zugleich haben die Gynäkologen jedoch ein dreidimensionales

und bis zu zehnfach vergrößertes

Bild von dem Operationsfeld.

Und so funktioniert die roboter-assistierte

Methode: Die Gynäkologen sitzen einige Meter

vom OP-Tisch entfernt an einer Kontroll-Konsole

und steuern mit Pedalen und zwei frei beweglichen

Griffeinrichtungen die Kamera und drei

Instrumentenarme im Körper der Patienten. Da

Vinci operiert also nicht selbst, sondern ist nur der

„verlängerte Arm“ der Mediziner und führt deren

Vorgaben präzise durch. Der Rechner übersetzt

die Hand-, Finger- und Fußbewegungen der

Operateure ganz exakt auf die minimal-invasiven

Operationsinstrumente – und das in einem

Verhältnis von fünf zu eins. Bewegen die Chirurgen

ihre Finger um fünf Millimeter, dann rechnet

der Computer diese Bewegung so um, dass sich

der Roboterarm nur genau um einen Millimeter

bewegt. Diese filigrane Schnittführung kann man

selbst mit sehr viel Erfahrung und höchster Konzentration

kaum erreichen. Außerdem kann man

alle Instrumente wie ein Handgelenk abwinkeln.

Sogar rotierende und schwenkende Bewegungen

sind möglich. „Diese Bewegungsfreiheit ist mit den

starren, herkömmlichen endoskopischen Instrumenten

nicht möglich“, stellt Wilhelms fest. Und selbst

vor einem natürlichen Zittern der menschlichen

Hand sind die Roboterarme gefeit.

Dennoch: Ohne menschliche Unterstützung

geht es auch am OP-Tisch nicht. Unterstützung

aus Fleisch und Blut erhalten die Gynäkologen an

der Konsole durch eine Schwester und einen Assistenten.

Sie wechseln auf Anweisung der Operateure

die Instrumente; den Rest erledigt der stählerne

Alleskönner, denn er kann nicht nur schneiden,

sondern auch nähen und Drainagen legen.

Patientinnen, für die ein Eingriff mit dem da Vinci-

System demnächst in Frage kommt, werden im

Marien-Hospital aufgenommen. Nach dem Eingriff

bleiben sie zwei Tage im Marler Krankenhaus und

werden anschließend ins Dorstener oder Halterner

Krankenhaus verlegt und dort weiter behandelt.

Wilhelms: „Die ersten operativen Erfahrungen haben

wir bereits mit dem da Vinci-System gemacht. Unser

Dank gilt dabei besonders den urologischen Kollegen

im Marien-Hospital. Sie arbeiten bereits seit einigen

Jahren mit da Vinci. Von ihrem Know-how haben wir

sehr profitiert.“

Bei folgenden Krankheitsbildern

kommt ein Eingriff mit da Vinci in Frage:

● Gebärmutterhalskrebs

● Gebärmutterschleimhautkrebs

● Eierstockkrebs

● Infiltrierende Endometriose (Wucherung

der Gebärmutterschleimhaut)

● Harninkontinenz und Senkungsbeschwerden

11


St. Elisabeth-Krankenhaus

St. Sixtus-Hospital

12

13

Herzen gegen Schmerzen

Magdalene Müller näht Kissenbezüge

für Brustkrebspatientinnen

im St. Elisabeth-Krankenhaus

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine

Aktion mit Herz: Als Magdalene Müller bei

einem Ausflug der Landfrauen Raesfeld-Erle

von dem „Projekt Herzkissen“ erfuhr, stand

ihr Entschluss sofort fest: „Diese Aktion wollte

ich unterstützen“, erinnert sich die gelernte

Schneiderin.

Das bundesweite Projekt hat sich zum Ziel gesetzt,

jeder Frau, die an Brustkrebs erkrankt ist,

ein Kissen in Herzform zu schenken, um die

Schmerzen nach einer Operation zu lindern.

Ursprünglich stammt die Idee aus den USA und

kam über eine dänische Krankenschwester nach

Deutschland. Heute hat dieses Projekt etliche

Unterstützerinnen. Zahlreiche fleißige Näherinnen,

darunter viele Landfrauen, sind sozusagen

mit Herzblut dabei, greifen in ihrer Freizeit zu

Nadel und Faden, um die bunten Kissenhüllen

anzufertigen.

Über eine befreundete Krankenschwester bekam

Magdalene Müller Kontakt zum St. Elisabeth-

Krankenhaus. Und dort war man begeistert über

das Engagement. Tatkräftige Unterstützung kam

auch von anderer Seite: Denn „das Teuerste an

den Kissen ist nicht der Stoff, sondern das Füllmaterial“,

sagt Magdalene Müller. Hier war es für die

Firma Lück Ehrensache, kostenlos Füllmaterial für

den guten Zweck zu sponsern. Das Unternehmen

mit Sitz in Bocholt produziert für den internationalen

Markt Füllungen für Bett- und Polsterware.

Eine Aktion mit ganz viel Herz: Deshalb

bedankten sich Hiltrud Hachmöller (Pflegedirektorin

im St. Elisabeth-Krankenhaus und

im St. Sixtus-Hospital, 3. v. l.), Guido Bunten

(Kaufmännischer Leiter im St. Elisabeth-

Krankenhaus, 4. v. l.) und Gaby Hötting

(Stationsleiterin im St. Elisabeth-Krankenhaus,

5. v. l.) bei Margret Grewing (Vorsitzende der

Landfrauen Raesfeld-Erle, l.), Magdalene Müller

(2. v. l.) und Philip Hetkamp (Firma Lück, r.).

„Das Herzkissen, das die Frauen in der Achselhöhle

tragen, erfüllt einen doppelten Zweck“, erläutert

Gaby Hötting, Leiterin der Station A3 im Dorstener

Krankenhaus und zugleich Breast Care Nurse.

„Es lindert den Wundschmerz, weil es dafür sorgt,

dass der Arm nicht an der Wundnaht scheuert.

Denn in der Regel wird bei der Operation auch der

Wächterlymphknoten in der Achselhöhle entfernt.

Die Patientinnen empfinden das Kissen als sehr

angenehm, weil es vor dem unangenehmen Druck

schützt und den Arm entlastet. Zum anderen sind

die Herzkissen, die wir jeder Frau mit Brustkrebs

überreichen, auch eine Geste: Sie zeigen den Patientinnen,

dass wir für sie da sind und unsere Arbeit

mit dem Herzen machen.“

Mit ganzem Herzen ist auch Magdalene Müller

dabei. Allein im vergangenen Jahr nähte sie 80

Kissen für Patientinnen im Dorstener Krankenhaus.

„Ich bin dankbar, dass ich gesund bin. Und

deshalb ist es mir ein Anliegen, Menschen zu helfen,

denen es nicht so gut geht. Das Projekt Herzkissen

ist eine sehr persönliche Form, anderen zu zeigen,

dass man an sie denkt. Und das ist doch viel schöner

als nur Geld zu spenden“, bekennt sie.

Übrigens: Auch im St. Sixtus-Hospital werden die

Brustkrebspatientinnen beschenkt. Für sie näht

Maria Herbst, eine Kusine von Magdalene Müller,

die „Kissen mit Herz“.

In Pflegekursen werden

die Angehörigen von erfahrenen

Schwestern und Pflegern angeleitet und

üben pflegerische Hangriffe ein.

Angehörige stärken

Modellprojekt „Familiale Pflege“ in allen Häusern der

KKRN-GmbH eingeführt

Sie sind nach wie vor der größte „Pflegedienst“ in Deutschland: die Familien. Mehr als die Hälfte aller

pflegebedürftigen Menschen werden Zuhause von ihren Angehörigen betreut. So schön es ist, wenn

Pflegebedürftige auf die Unterstützung ihrer Familien zählen können, so schwierig ist es häufig für

die Angehörigen, diese Pflege zu leisten.

Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass sie in vielen

Fällen ganz plötzlich und meistens unvorbereitet

vor dieser neuen Herausforderung stehen.

Denn ein Schlaganfall oder ein Unfall kann von

„jetzt auf gleich“ das familiäre Zusammenleben

völlig auf den Kopf stellen. Verständlich, dass dies

sowohl bei den Patienten als auch bei den Angehörigen

Ängste oder Unsicherheit auslöst und

die bange Frage aufkommt: Wie geht es nach

der Entlassung aus dem Krankenhaus weiter?

Damit der Übergang vom Krankenhaus in die

eigenen vier Wände möglichst reibungslos gelingt

und pflegende Angehörige auf „die Zeit

danach“ gut vorbereitet sind, wurde vor einigen

Jahren von der AOK und der Universität Bielefeld

das Modellprojekt „Familiale Pflege“ ins Leben

gerufen. Die Angebote, die im Rahmen dieses

Projekts gemacht werden, sind für alle Teilnehmer

kostenlos und unabhängig von der Krankenkassenzugehörigkeit.

Eine der ersten Kliniken,

die sich an dieser Initiative beteiligten, war das

Gertrudis-Hospital Westerholt.

Inzwischen ist das Projekt in allen vier Häusern

der Krankenhaus-GmbH eingeführt.

Ziel ist es, Patienten den Übergang vom Krankenhaus

in die eigenen vier Wände durch die systematische

Unterstützung der Familien zu erleichtern.

Ein Baustein dabei: Familienmitglieder rechtzeitig

auf die veränderte Situation vorzubereiten

und sie umfassend zu beraten und zu qualifizieren.

Diese Unterstützung setzt bereits im Krankenhaus

ein: Am Bett ihres Angehörigen werden

Familienmitglieder von erfahrenen Pflegekräften

mit Pflegetechniken vertraut gemacht: Wie mobilisiere

ich den Pflegebedürftigen? Wie wende ich

Pflege-Hilfsmittel an?


KKRN – Das Klinikquartett

14 15

So erreichen Sie uns

in den Krankenhäusern

Manchmal treten bei der Pflege zuhause Fragen

auf, die im Krankenhaus noch gar nicht absehbar

waren. Deshalb können Familien bis zu sechs

Wochen nach der Entlassung ihrer Angehörigen

individuelle Pflegetrainings im häuslichen Umfeld

beanspruchen. Ergänzend dazu gibt es Pflegekurse.

Neben praktischen Übungen zur Pflege

geht es hier vor allem darum, die Versorgung der

Patienten zu Hause auf Dauer sicher zu stellen

und der Überlastung Einzelner vorzubeugen. An

diesen Kursen können auch Interessenten teilnehmen,

deren Angehörige nicht in einem der

KKRN-Krankenhäuser behandelt werden.

Weil immer mehr pflegebedürftige Menschen

an einer Demenz erkrankt sind, gehört als drittes

Element auch die Beratung der Angehörigen von

Demenzerkrankten zur Angebotspalette. Diese

Schulung verfolgt zwei Ziele: zum einen erfahrbar

zu machen, wie der an Demenz erkrankte

Mensch seine Welt wahrnimmt; zum anderen,

pflegenden Angehörigen Hilfen für den Alltag

anzubieten. Das Gertrudis-Hospital bietet darüber

hinaus einmal monatlich ein Pflege-Café und

ein Demenz-Café an, wo sich Angehörige zum

Erfahrungsaustausch treffen.

Gertrudis-Hospital

Ansprechpartnerinnen:

Regina Kaiser · r.kaiser@kkrn.de

Jutta Bühner · j.buehner@kkrn.de

Telefon 0209 6191-0

Marien-Hospital

Sie erreichen das Team:

montags bis freitags von 8.00 - 13.30 Uhr

Telefon 02365 911-416

(Sekretariat Pflegedienstleitung)

oder donnerstags von 14.00 - 16.00 Uhr

Telefon 02365 911-887088 (Station 4)

ueberleitungspflege.marl@kkrn.de

St. Elisabeth-Krankenhaus

Ansprechpartnerinnen:

Carolin Schulte · Telefon 02362 29-59207

Julia Heinrich · Telefon 02362 29-59207

Verena Schenke · Telefon 02362 29-54313

Imke Wiesner · Telefon 02362 29-54313

Monika Nollenberg · Telefon 02362 29-50755

Sabine Bettin · Telefon 02362 29-50876

ueberleitungspflege.dorsten@kkrn.de

St. Sixtus-Hospital

Ansprechpartner:

Bianca Jachnow · Gero Pfingst

Telefon 02364 104-20125

ueberleitungspflege.haltern@kkrn.de

Die Module im Überblick

Pflegetraining am Krankenbett und im

häuslichen Umfeld

Das Pflegetraining findet am Krankenbett

des Angehörigen statt. Hier zeigen Ihnen

Pflegekräfte erste Handgriffe und Hilfsmittel,

die Ihnen die häusliche Pflege erleichtern.

Hilfestellung erhalten Sie zum Beispiel bei:

● Körperpflege

● Inkontinenzversorgung

● Sturzvorbeugung

● Bewegungs- und Lagerungstechniken

● Hautpflege

● Fragen zur Ernährung/Sondenernährung

● Fragen zur Wundversorgung

● Anleitung von Injektionstechniken

● Erlernen von Blutzuckermessung

● Pflegerische Prophylaxen

Durch Hausbesuche nach der Entlassung

aus dem Krankenhaus möchten wir Ihnen

zusätzliche Sicherheit geben. Denn bis

zu sechs Wochen nach dem stationären

Aufenthalt können auf Wunsch Pflegetrainings

im häuslichen Umfeld durchgeführt

werden. Termine nach Vereinbarung.

Pflegekurse

Die Pflegekurse finden an drei Tagen mit jeweils

vier Stunden statt. Teilnehmen können

alle Familienmitglieder, die ihre Angehörigen

zu Hause betreuen. Die Pflegebedürftigen

brauchen nicht zuvor in einem der KKRN-

Krankenhäuser behandelt worden zu sein.

Termine bitte beim Krankenhaus

vor Ort erfragen.

Ziele und Inhalte des Kursangebots:

● Pflege will gelernt sein – theoretisches

und praktisches Erlernen von pflegerischen

Handgriffen

● Umgang mit Pflege-Hilfsmitteln

● Rückenschonendes Arbeiten

● Wenn erforderlich: Unterstützung bei der

Neuorganisation des familiären Umfeldes

● Sensibilisierung für einen sinnvollen

Umgang mit den eigenen Kräften und

Ressourcen

Schulung für Angehörige von

Menschen mit Demenz

Inhalte des Kursangebots:

● Wie nimmt der an Demenz erkrankte

Mensch seine Welt wahr?

● Wie kommuniziert man mit Menschen,

die an Demenz erkrankt sind?

● Tipps für die Alltagsgestaltung: Was hilft

Menschen mit Demenz?

● Stressvermeidung und -bewältigung

● Entlastung für Angehörige: Welche

Hilfsangebote gibt es?

● Austausch mit anderen Betroffenen

Termine bitte beim Krankenhaus

vor Ort erfragen.

Pflege-Café und Demenz-Café

(Ein Angebot des Gertrudis-Hospitals und

des Marien-Hospitals)

Einmal monatlich treffen sich Angehörige

zum Erfahrungsaustausch. Mit dabei sind

auch Pflegekräfte. Sie informieren über pflegerelevante

Themen und beantworten Fragen

rund um das Thema „Pflege zu Hause“.

Termine bitte im Gertrudis-Hospital

und im Marien-Hospital erfragen.


St. Elisabeth-Krankenhaus

KKRN – Das Klinikquartett

16

Wieder eigenständig atmen lernen

Weaning-Station im St. Elisabeth-Krankenhaus hat eigenen

Atemtherapeuten / Bettenzahl von fünf auf acht aufgestockt

Tracheotomie: Sie ist die

Voraussetzung, um mit

der Entwöhnung vom Beatmungsgerät

zu beginnen.

17

Marius Hackfort bei der Anpassung

einer Beatmungsmaske.

Marius Hackfort ist Atemtherapeut und gehört

damit zu den wenigen Pflegekräften in Deutschland,

die diese berufsbegleitende Ausbildung

absolviert haben. Die Atemtherapie ist ein noch

junges Berufsbild. Aber wie wichtig Atemtherapeuten

sind, wird verständlich, wenn man weiß,

wo Marius Hackfort arbeitet: Der Pfleger betreut

langzeitbeatmete Patienten auf der Weaning-

Station des St. Elisabeth-Krankenhauses.

Weil dort inzwischen immer mehr Patienten auch

aus den umliegenden Kliniken behandelt werden,

wurde der Weaning-Bereich im Dorstener Haus

unlängst von fünf auf acht Betten aufgestockt.

Doch was versteht man überhaupt unter

Weaning? Und was macht die Arbeit auf einer

solchen Station so besonders? Der Begriff

Weaning stammt aus dem Englischen und bedeutet

wörtlich übersetzt „Abstillen, Entwöhnung“.

Aufgabe des ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen

Teams ist es, die Menschen vom Beatmungsgerät

zu entwöhnen. Dass Patienten nach

großen operativen Eingriffen oder bei schweren

Grunderkrankungen vorübergehend invasiv mit

Hilfe eines Tubus (das ist ein Beatmungsschlauch,

der durch den Mund in die Luftröhre geführt

wird) beatmet werden müssen, ist im Klinikalltag

nichts Ungewöhnliches. Bei den meisten Patienten

dauert die künstliche Atemhilfe auch nur kurze

Zeit. Danach sind sie wieder in der Lage, selbstän-

dig durch Nase und Mund zu atmen. Aber es gibt

auch Menschen, die so schwer krank sind, dass

ihre Atemtätigkeit über einen längeren Zeitraum

von der Maschine übernommen werden muss.

„Und genau darin liegt das Problem: Je länger die

Patienten beatmet werden, umso schwieriger wird

es, wieder aus eigener Kraft Luft zu schöpfen. Denn

der Körper gewöhnt sich an die maschinelle Hilfe.

Und dies kann die Atemmuskulatur so weit schwächen,

dass die eigene Atemleistung nicht ausreicht.

Die Patienten benötigen dann eine schrittweise

Entwöhnung von der Beatmung mit einem jeweils

individuellen Konzept. Das ist nicht nur von der

Beatmungsdauer abhängig, sondern auch von den

zugrunde liegenden Erkrankungen“, erläutern Dr.

Thomas Holtbecker und Dr. Hermann Thomas. Die

beiden Mediziner leiten die Klinik für Pneumologie,

Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin,

zu der auch die Weaning-Einheit gehört.

Der erste praktische Schritt für ein erfolgreiches

Weaning ist die Anlage einer Trachealkanüle.

Dabei schafft man durch einen kleinen Einschnitt

in Hals und Luftröhre einen künstlichen Luftweg,

in den eine Kanüle eingelegt wird. Sie löst die Beatmung

durch einen Tubus, der durch den Mund

in die Luftröhre geführt wird, ab. Die Tracheotomie

ist auch die Voraussetzung, um langzeitbeatmete

Patienten wieder wach und von der künstlichen

Atemhilfe unabhängig werden zu lassen. Damit

die Patienten spontan atmen können, werden

Kanüle und Beatmungsgerät getrennt. Sind die

Patienten nach einiger Zeit der Eigenatmung erschöpft

und benötigen wieder künstliche Unterstützung,

dann wird das Beatmungsgerät erneut

an die Trachealkanüle angeschlossen.

Das Team der Weaning-Station versucht nun, die

Phasen, in denen die Patienten wieder eigenständig

atmen, kontinuierlich auszudehnen. „Erfolgreiches

Weaning ist in erster Linie Erfahrungsmedizin.

Man muss wissen, wie man bei jedem einzelnen

Patienten vorgehen muss, damit die Entwöhnung

gelingt. Und man braucht ein erfahrenes Team, das

erkennt, wie

belastbar die

Spontanatmung bereits

wieder ist und wann jemand so erschöpft

ist, dass er erneut künstlich beatmet werden

muss“, erläutern die beiden Chefärzte. Anfangs

sind es vielleicht nur wenige Minuten, in denen

die Menschen wieder aus eigener Kraft Atemluft

schöpfen können. Nach wenigen Tagen sind aus

Minuten vielleicht schon Stunden geworden. Während

der ganzen Zeit der Entwöhnung werden auf

der Station auch Lungenfunktion, Herzfrequenz,

Blutdruck, Sauerstoffsättigung des Blutes und die

Abatmung des Kohlendioxids überwacht.

Zurück zu Marius Hackfort. Als Atemtherapeut

ist er so etwas wie die Schnittstelle zwischen

Medizinern und Pflegekräften und stets der

erste Ansprechpartner, wenn Probleme mit der

Maschine oder der Beatmung auftreten. „Für uns

bedeutet seine Arbeit eine große Entlastung“, freuen

sich die beiden Chefärzte. Das Aufgabenspektrum

des Atemtherapeuten ist ebenso vielfältig wie

abwechslungsreich: Dazu gehört zum Beispiel das

Trachealkanülen- und vor allem das Sekretmanagement.

Denn um Komplikationen, wie etwa

Infektionen, zu vermeiden, müssen die Patienten

vom Schleim aus den Bronchien befreit werden.

Zur Verbesserung der Lungenleistung dienen

spezielle Übungen, die der Atemtherapeut in

Zusammenarbeit mit den Physiotherapeuten und

Pflegekräften durchführt. Eine seiner wichtigsten

und zeitaufwändigsten Aufgaben ist die individuelle

Anpassung einer speziellen Beatmungsmaske.

Denn einige Menschen benötigen auch

nach dem Klinikaufenthalt eine Atemunterstützung.

Dazu tragen sie zu bestimmten

Zeiten, überwiegend nachts, eine Nasen- oder

Gesichtsmaske. Mit Hilfe eines Schlauchs, der an

ein Gerät angeschlossen ist, wird beständig Atemluft

in die Nase gedrückt. Dadurch erholt sich die

Atemmuskulatur, und die Menschen sind tagsüber

deutlich leistungsfähiger. „Manchmal kann es

mehrere Tage dauern, die Maske individuell anzupassen

und auszupolstern. Denn wenn sie nicht

optimal sitzt, können sehr schnell Druckgeschwüre

entstehen“, erläutert der Atemtherapeut, zu

dessen Aufgaben auch die Schulung von Patienten

und gegebenenfalls Angehörigen mit

der Atemmaske gehört. Neben den vielfältigen

pflegerischen Tätigkeiten ist Marius Hackfort auch

für die Dokumentation des Krankheitsverlaufs

verantwortlich. „Wir halten bei jedem Patienten fest,

wie seine Entwöhnung verläuft. Das dient nicht nur

unserer eigenen Qualitätssicherung, sondern wir

stellen unsere Daten auch für die wissenschaftliche

Forschung zur Verfügung.“

Marius Hackfort ist für die Patienten auf der

Weaning-Station ein wichtiger Begleiter auf dem

Weg zurück ins Leben. Wer langsam wieder lernen

muss, aus eigener Kraft zu atmen, braucht viel

Unterstützung. Denn die Atemnot ist anfangs

immer da, und sie löst Angst und schlimmstenfalls

Panik aus. „Für mich ist es wichtig, den Patienten in

der schwierigen Zeit der Entwöhnung immer wieder

zu signalisieren, dass ich da bin, dass ich Zeit habe

und dass ich notfalls jederzeit eingreifen kann. Und

ich bestärke die Patienten bei ihren Fortschritten. So

kann ich ihnen Mut machen und Zuversicht geben,

dass die Entwöhnung gelingen wird.“ Die Patienten

danken es ihm und dem gesamten Team auf der

Weaningstation mit der höchsten Währung, die

ihnen zur Verfügung steht: ihrem Vertrauen.

Angst nehmen und Mut zusprechen:

Marius Hackfort und Johanna Grömping

bei der Betreuung eines Patienten auf

der Weaningstation.


18 19

Während der Veranstaltung begleitete der

WDR das KKRN-Team und interviewte Prof.

Dr. Gertrud Haeseler.

Natalie Prison, Assistenzärztin in der

Anästhesie im St. Elisabeth-Krankenhaus

leitete eine Schülergruppe fachkundig an.

Hintergrund

Begeistert über so viel Resonanz:

Dr. Michael Markant, Oberarzt der

Kardiologie im Marien-Hospital,

im Kreis von Schülern.

Beeindruckender Weltrekord

KKRN-Team leitete Ersthelfer in Münster an

Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein lebensrettender Weltrekord, der jetzt in Münster gelang,

und ein beeindruckender dazu. Fast 12.000 Schülerinnen und Schüler übten auf dem Schlossplatz

an ebenso vielen Trainingspuppen, wie man bei einem plötzlichen Herzstillstand die Herzdruckmassage

durchführt. Angeleitet wurden sie dabei von mehreren hundert Tutoren. Mit dabei auch

ein Team aus dem Verbund des Katholischen Klinikums Ruhrgebiet Nord: Neun Mediziner und

Fachkräfte für Intensivpflege aus dem Marien-Hospital Marl, dem St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten

und dem Gertrudis-Hospital Westerholt wiesen mehrere Schülergruppen in die Erste-Hilfe-

Maßnahmen ein.

Schätzungsweise sterben 100.000 Menschen jährlich in Deutschland an einem plötzlichen Herzstillstand.

In vielen Fällen wäre der Tod vermeidbar gewesen, wenn rechtzeitig lebensrettende Maßnahmen

eingesetzt hätten. Denn bei einem plötzlichen Herzstillstand kommt es auf jede Sekunde

an. Obwohl prinzipiell jeder von uns zum Lebensretter werden kann, trauen es sich nur rund 17

Prozent der Bundesbürger zu, Erste Hilfe zu leisten. Unsicherheit und Unkenntnis lähmen die Bereitschaft

zu helfen. Dabei ist die Zeitspanne, in der Hilfe wirksam ist, sehr kurz: Wer in den ersten vier

Minuten reanimiert wird, hat gute Chancen, ohne bleibende Schäden zu überleben. Danach sinkt

die Wahrscheinlichkeit rapide, weil das Gehirn nicht mehr ausreichend Sauerstoff erhält.

Wenn eine Person vor Ihren Augen zusammenbricht, sollten Sie daher drei Regeln beherzigen:

Prüfen. Rufen. Drücken. Überprüfen Sie zunächst, ob der Bewusstlose noch atmet. Rufen Sie

parallel die Notrufnummer 112 an. Und beginnen Sie umgehend mit der Herzdruckmassage. Machen

Sie den Brustkorb frei, legen Sie beide Hände übereinander, und drücken Sie das Brustbein in

der Mitte des Brustkorbs fest herunter, und zwar 100 Mal pro Minute – das entspricht einem Disko-

Beat. Fassen Sie sich also ein Herz und denken Sie daran: Sie können nichts falsch machen! Eine

Herzdruckmassage hingegen erhöht die Überlebenschance um das Doppelte bis Dreifache.

Imposantes Bild: 12.000 Schülerinnen

und Schüler übten gleichzeitig die

Herzdruckmassage aus.

Die spektakuläre Veranstaltung fand im Rahmen

der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“

statt, die unter anderem von der „Deutschen

Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin

e.V.“ und dem „Berufsverband Deutscher

Anästhesisten“ initiiert worden war.

„Das war eine tolle Aktion der Universitätsklinik

Münster und für uns alle ein wunderbares Erlebnis“,

freute sich Prof. Dr. Gertrud Haeseler, Leiterin der

Kliniken für Anästhesie im Dorstener, Marler und

Westerholter Krankenhaus. „Als uns die Initiatoren

angeschrieben haben, diese Kampagne zu unterstützen,

haben wir keinen Moment gezögert. In kurzer

Zeit stand auch unser Team: Ganz viele waren

begeistert und haben sich spontan bereit erklärt,

bei dieser sinnvollen Maßnahme mitzumachen.

Denn wir alle wissen, dass eine sofort einsetzende

Herzdruckmassage Leben retten kann. Aber nur den

wenigsten ist bekannt, wie man im Notfall richtig

reagiert. Und deshalb ist es so wichtig, Hemmschwellen

zu überwinden und bereits jungen Menschen

die Angst vor dieser Ersten Hilfe zu nehmen“,

erläutert sie.

Übrigens: Die neue Bestmarke stellt die alte um

Längen in den Schatten. Denn der Guinness-

Weltrekord stand bislang bei 7.909 Teilnehmern.

Er wurde nun in Münster weit übertroffen. Aber

was noch viel wichtiger ist: Vielleicht hilft er dabei,

künftig Leben zu retten.


Gertrudis-Hospital

KKRN – Das Klinikquartett

20

Von Babymassage,

Krabbelgruppen über

Pilates bis hin zum

ZUMBA für Klein und Groß

KKRN

aktiv

Verein KKRN-aktiv bietet im Gertrudis-Hospital erweitertes

Kursprogramm an / Neuer Fitnessraum eingerichtet

21

Sport ist die beste Medizin. Und da passt es gut,

dass unter dem Dach eines Krankenhauses viele

Angebote dieser „heilsamen Arznei“ zu finden

sind. Seit einigen Monaten bietet der Verein

KKRN-aktiv e.V. im Gertrudis-Hospital Westerholt

ein umfangreiches Kursprogramm in den

Bereichen Elternschule, Gesundheits- und

Rehabilitationssport an.

Ob Rücken Fit, Pilates, ZUMBA oder Krabbelgruppen:

Für kleine und große Bewegungsfreunde ist

das jeweils Passende dabei. Möglich wurden die

vielen neuen Angebote durch die Einrichtung der

„Fitness-Oase“: Im Untergeschoss des Krankenhauses

ist ein eigener Sport-Bereich mit Umkleide-

und Sanitärmöglichkeiten eingerichtet

worden. Herzstück der

„Fitness-Oase“ ist der

neue Multifunktionsraum.

Auf

rund 100 Quadratmetern Fläche bietet der voll

klimatisierte und mit einem gelenkschonenden

Sportboden ausgestatte Raum viel Platz für jede

Form sportlicher Aktivität.

Die kleinsten Gäste sind in Krabbelgruppen und

Babykursen herzlich willkommen. Hier können sie

sich beim Spielen, Singen, Tanzen oder kreativen

Bastelstunden richtig austoben. „Für die etwas

größeren Kinder geht es dann mit den Turnzwergen

oder ZUMBA für Kinder weiter. Alle Kurse sind speziell

auf das Bewegungsbedürfnis der jeweiligen Altersgruppe

abgestimmt“, erläutert Anika Hauke, die

den Bereich der Elternschule leitet.

Erwachsene können beim Fit Mix, Pilates, Bauch-

Beine-Po, Flexibar oder den orthopädischen

Rehasportgruppen etwas für ihre

Fitness und Gesundheit

tun.

Diese Kursangebote verbessern die Haltung,

unterstützen die Gewichtsreduktion, kräftigen die

Muskulatur und wirken Verspannungen entgegen.

Rücken-Fit-Kurse reduzieren muskuläre Dysbalancen

und beugen besonders Kreuzbeschwerden

vor. Für das Jahr 2014 sind weitere Kurse in

Planung: so die Halswirbelsäulengymnastik und

spezielle Knie- und Hüftkurse.

Ein Hauch von südamerikanischer Lebensfreude

und Partystimmung weht bei der ZUMBA-Fitness

durchs Westerholter Krankenhaus. ZUMBA ist

die zurzeit wohl beliebteste Trendsportart, denn

„sie kombiniert lateinamerikanische Musik mit

Aerobic-Elementen, Intervall- und Kraftübungen zu

einem effektiven Training des gesamten Körpers.

Die Schritte sind leicht zu erlernen und die Kurse

auch für Einsteiger geeignet. ZUMBA-Fitness ist

etwas anstrengender, bei ZUMBA-Gold sind die

Rhythmen langsamer, und schnelle Bewegungen

werden vermieden“, erläutert Miriam Kischnereit,

Sportwissenschaftlerin sowie Zumba- und Aqua-

Instruktorin. Und sie verspricht: „Die Schweißperlen

sind bei allen ZUMBA-Kursen garantiert. Der Spaß

natürlich auch.“

Kursprogramm

Das ganze Kursprogramm an allen vier

Standorten des Vereins ist auf den Seiten

www.kkrn-aktiv.de abrufbar.

Übrigens: Der Verein KKRN-aktiv hat jetzt auch

eine eigene Facebook-Seite. Besuchen Sie uns

doch dort einmal. Hier erhalten Sie nicht nur

Hintergrundinfos, sondern Sie bleiben auch

über Kurse, die über das Programmheft hinausgehen,

auf dem Laufenden.

Neben vielen neuen Angeboten bietet das

Gertrudis-Hospital auch Bewährtes an: Vor allem

die Aquafitnesskurse und Aquafit für Schwangere

erfreuen sich großer Beliebtheit. Denn im Wasser

geht vieles leichter: Das Training schont durch den

Auftrieb des Wassers Gelenke, Wirbelsäule, Sehnen

und Bänder. Gleichzeitig sorgen die Bewegungen

gegen den Wasserwiderstand für eine gezielte

Kräftigung der gesamten Muskulatur. Und das

Schöne daran: Sport im Wasser eignet sich für alle

– auch für diejenigen, für die Sport lange Zeit ein

Fremdwort war.

Darüber hinaus gibt es auch für kleine Wasserratten

jeweils passende Angebote: Die Schwimmkurse

finden für Babys ab dem 2. Lebensmonat und

für Kleinkinder bis zum Alter von 5 Jahren statt.


KKRN – Das Klinikquartett

KKRN – Das Klinikquartett

22

23

Qualität erneut bestätigt

Tumorzentrum Emscher-Lippe wieder zertifiziert /

Alle KKRN-Krankenhäuser im Tumorzentrum vertreten

Hintergrund

Wer wünscht sich nicht, bei einer bösartigen Erkrankung

nach dem neuesten Stand der Wissenschaft

behandelt zu werden? Und von Medizinern,

die über Fachgrenzen hinweg miteinander

zusammenarbeiten, um das jeweils Beste für

ihre Patienten zu erreichen? Im Tumorzentrum

Emscher-Lippe sind diese beiden Bedingungen

erfüllt.

Dies bestätigt die begehrte ISO-Zertifizierung

(DIN EN ISO 9001:2008). Sie wurde der Einrichtung

erstmalig vor drei Jahren verliehen.

Nun wurden die Abläufe in den verschiedenen

Organzentren erneut auf den Prüfstand gestellt

und von externen Prüfern kritisch geprüft – mit

positivem Ergebnis: Denn der Qualitätscheck

wurde wieder bestanden.

Unter dem Dach des Tumorzentrums haben sich

neun Krankenhäuser aus der Region, das Pathologische

Institut Gelsenkirchen sowie Institute

und Praxen der Städte Gelsenkirchen, Gladbeck,

Marl, Herten-Westerholt, Dorsten und Haltern

am See zu einem onkologischen Netzwerk

zusammengeschlossen. Mit dabei sind auch alle

vier Krankenhäuser des Katholischen Klinikums

Ruhrgebiet Nord.

Gemeinsames Ziel des Netzwerkes: die

Behandlung von Krebspatienten durch eine

interdisziplinäre und Standorte übergreifende

Zusammenarbeit zu verbessern.

Herzstück der vernetzten Kooperation ist die

regelmäßige Video-Tumorkonferenz. Ein Beispiel:

Im Darmzentrum des KKRN-Verbundes findet

einmal wöchentlich eine Videokonferenz statt,

an der Chirurgen, Internisten, Gastroenterologen,

Onkologen und Radiologen aus allen vier Häusern

der GmbH sowie externe Kooperationspartner

wie die Pathologie Recklinghausen und die

strahlentherapeutische Praxis am St. Elisabeth-

Krankenhaus Dorsten teilnehmen. Geballtes

Know-how also, das die Mediziner in den Dienst

von Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs

stellen. Gemeinsam legen die Experten fest, welche

Behandlung für jeden einzelnen Patienten

die richtige ist. Diese Kooperation trägt Früchte:

Denn Dickdarmkrebs ist heute in vielen Fällen

heilbar, besonders wenn er frühzeitig erkannt

wird.

An erster Stelle der Krebserkrankungen steht

nach wie vor der Brustkrebs. Um Frauen die bestmögliche

Behandlung und Beratung anzubieten,

ist das St. Elisabeth-Krankenhaus Mitglied im

Brustzentrum Emscher-Lippe. Diese Einrichtung

wurde jetzt erstmalig nach den Vorgaben der

Ärztekammer begutachtet und zertifiziert. Dies

ist besonders erfreulich, weil das Gütesiegel der

Ärztekammer mit noch strengeren Vorgaben verbunden

ist als die DIN-ISO-Zertifizierung – etwa

hinsichtlich der psychoonkologischen Betreuung

der Patientinnen und der Wartezeiten auf eine

Behandlung. Besonders gelobt wurden von den

Auditoren die exzellenten Dokumentationsvorlagen,

die von der Erstdiagnostik bis hin zur Nachsorge

übersichtlich und für alle behandelnden

Ärzte einsetzbar sind. Entwickelt wurden diese

Dokumente von Dr. Stefan Wilhelms, Chefarzt

der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

im KKRN-Verbund und zugleich stellvertretender

Netzkoordinator des Brustzentrums.

Das St. Elisabeth-Krankenhaus ist übrigens nicht

nur Mitglied im Brustzentrum, sondern auch

im Gynäkologischen Tumorzentrum Emscher

Lippe. Hier werden Patientinnen interdisziplinär

behandelt und begleitet, die zum Beispiel an

Eierstock-, Eileiter- oder Gebärmutterhalskrebs

erkrankt sind.

„Wir freuen uns sehr über die erneute Zertifizierung

des Tumorzentrums Emscher-Lippe. Denn das Zertifikat

bescheinigt uns, dass wir in unseren Häusern

bei der Behandlung und Begleitung von Menschen,

die an einer Krebserkrankung leiden, nach international

anerkannten Qualitätskriterien und Standards

arbeiten“, stellen die beiden Geschäftsführer

des KKRN-Verbundes, Andreas Hauke und

Norbert Fockenberg, übereinstimmend fest.

Jährlich erkranken in Deutschland ca. 430.00

Patienten und Patientinnen an Krebs. Im

Tumorzentrum Emscher-Lippe werden alle

Krebserkrankungen behandelt; für häufige

Tumorarten wurden in den kooperierenden

Kliniken Organzentren etabliert. Dies gilt

insbesondere für Darmkrebs, Brustkrebs,

Lungenkrebs, Hals- und Kopf-Krebs, aber

auch für urologische und gynäkologische

Krebserkrankungen. Klinische Standorte des

Tumorzentrums Emscher-Lippe sind neben

den vier Krankenhäuser des KKRN-Verbundes

das Bergmannsheil Buer, das St. Josef-

Hospital Gelsenkirchen, das Marienhospital

Gelsenkirchen, das Sankt Marien-Hospital

Buer und das St. Barbara-Hospital Gladbeck.


Angelika Rütten sagt

Tschüss. Sie ist in den

Ruhestand getreten.

Veranstaltungen KKRN

KKRN – Das Klinikquartett

24

Marketing

neu aufgestellt

Angelika Rütten in Ruhestand verabschiedet

/ Birgit Böhme-Lueg und

Nina Urban bilden das neue Duo

08.03.2014, 10.00 - 17.00 Uhr

Vestischer Gesundheitstag

Vortrag: Roboter am OP-Tisch –

Computerunterstützte Chirurgie mittels

da Vinci®-System in der Urologie und

der Gynäkologie

Referent: Oberarzt Dr. Hans-Jörg Sommerfeld

(Ruhrfestspielhaus Recklinghausen)

14.05.2014, 16.00 Uhr

Osteoporose = Morsche Knochen:

Vorbeugen und Therapie – Was tun,

wenn morsche Knochen brechen?

Referent: Oberarzt Dr. Christian Mann

(Krankenpflegeschule, Gertrudis-Hospital)

04.06.2014, 16.00 Uhr

Möglichkeiten und Grenzen der

Schlüssellochchirurgie

Referentin: Chefärztin Dr. Elisabeth Winkelmann

(Krankenpflegeschule, Gertrudis-Hospital)

25

Mit einem dicken Dankeschön an alle Kolleginnen und Kollegen hat sich Angelika Rütten in den

Ruhestand verabschiedet. 30 Jahre lang hat die gelernte Hotelkauffrau im St. Elisabeth-Krankenhaus

gearbeitet. Viele Jahre war sie dabei „das Gesicht“ der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in

der Dorstener Klinik und Ansprechpartnerin für die lokalen Medien.

Mit der Gründung der KKRN-GmbH übernahm

sie dann die Aufgabe, die Marketingabteilung

des Klinikverbundes zu positionieren. „Es waren

spannende, abwechslungsreiche und interessante

Jahre, in die viele Herausforderungen fielen: Unter

anderem der Umzug des St. Elisabeth-Krankenhauses

im Jahre 1989, das 150-jährige Jubiläum des

Hauses und natürlich der Zusammenschluss zur

KKRN GmbH“, blickt sie zurück. Nun hat für Angelika

Rütten ein neuer Lebensabschnitt begonnen,

auf dem bereits viel Programm steht: „Reisen,

viel Sport treiben, neue Sprachen erlernen – all das

habe ich mir fest vorgenommen. Ich bin neugierig

auf das, was kommt. Und natürlich werde ich auch

künftig verfolgen, wie sich der Klinik-Verbund weiter

entwickelt. Ich wünsche den Krankenhäusern jedenfalls,

dass sie ein fester Bestandteil im regionalen

und überregionalen Gesundheitsmarkt bleiben.“

Die Aufgaben im KKRN-Marketing teilen sich

seit September 2013 Birgit Böhme-Lueg und

Nina Urban.

Birgit Böhme-Lueg arbeitete bereits seit November

2011 mit einer halben Stelle im Marketing

der KKRN GmbH. Seit September 2013 ist daraus

eine Vollzeitstelle geworden. Zuvor war sie einige

Jahre im Sekretariat der Geschäftsführung des

Gertrudis-Hospitals Westerholt tätig. Bereits

während dieser Zeit hat sie sich in den Bereich

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eingearbeitet.

Im November 2012 schloss sie dann erfolgreich

die Weiterbildung „Marketing-Management im

Gesundheitswesen“ an der Fresenius-Hochschule

in Köln ab. Neu im Team ist seit September 2013

Nina Urban, ebenfalls in Vollzeit tätig. Sie hat an

der Freien Universität Brüssel Kommunikationswissenschaft

studiert und mit dem „Master of

Science in Communication Studies“, Schwerpunkt

Marketing und strategische Unternehmenskommunikation,

ihr Studium abgeschlossen. Erste berufspraktische

Erfahrungen konnte sie bereits bei

Sweeney International in Brüssel, bei Kienbaum

Management Consultants (Düsseldorf) sowie bei

der Targobank sammeln.

Veranstaltungen Westerholt

23.01.2014, 19.00 Uhr

Selbstbestimmung am Lebensende –

Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und

Patientenverfügung

Referent: Rechtsanwalt Gisbert Bultmann

(Pfarrzentrum St. Martinus)

19.02.2014, 18.00 Uhr

Bluthochdruck, den stillen

Killer beherrschen

Referent: Oberarzt Dr. Berthold Rawert

(Krankenpflegeschule, Gertrudis-Hospital)

05.03.2014, 16.00 Uhr

Blähungen, Bauchkrämpfe und manchmal

noch Durchfall – Was kann das sein?

Referent: Oberarzt Vito Ferrera

(Krankenpflegeschule, Gertrudis-Hospital)

31.03.2014, 18.30 Uhr

Abendsprechstunde:

Sodbrennen – Wenn die Speiseröhre brennt!

Referentin: Chefärztin Dr. Elisabeth Winkelmann

(Pfarrzentrum St. Martinus)

09.04.2014, 19.00 Uhr

Ehrenamt am Gertrudis-Hospital

Referentinnen: Chefärztin Dr. Anette Borchert,

Andrea Rüttgers

(Krankenpflegeschule, Gertrudis-Hospital)

Veranstaltungen Marl

17.02.2014, 18.30 Uhr

Abendsprechstunde:

Das schmerzhafte Kniegelenk:

Diagnose – Behandlung – Therapie

Referenten:

Chefarzt Dr. Dirk Schulze Bertelsbeck (MHA),

Oberarzt Dr. Andreas Dembek,

Oberarzt Dirk Schäfers

(Café-Bistro, Marien-Hospital Marl)

15.03.2014

Marler Tag der Gesundheit

(„die insel“ im Marler Stern)

23.04.2014, 18.30 Uhr

Aktuelle Behandlungsmöglichkeiten

von Übergewicht und Adipositas bei

Erwachsenen

Referent: Priv. Doz. Dr. Thomas Ellrott, Institut

für Ernährungspsychologie, Georg-August-

Universität Göttingen

(Café-Bistro, Marien-Hospital Marl)

14.05.2014, 18.30 Uhr

Chronische Nierenschwäche – wie kann ich

Schlimmeres vermeiden?

Referent: Chefarzt Dr. Markus Schmidt

(Café-Bistro, Marien-Hospital Marl)

Verabschiedeten

Angelika Rütten (3. v. l.)

in den Ruhestand (v. l.):

Nina Urban, Geschäftsführer

Andreas Hauke

und Birgit Böhme-Lueg.

30.04.2014, 16.00 Uhr

Chronisch-entzündliche

Darmerkrankungen

Referent: Chefarzt Priv. Doz. Dr. Christoph Elsing

(Krankenpflegeschule, Gertrudis-Hospital)


Veranstaltungen Dorsten

Veranstaltungen Haltern am See

22.02.2014, 13.00 – 17.30 Uhr

Dorstener Gesundheitstag:

Die Schilddrüse. Kleines Organ – große

Wirkung

(VHS Dorsten)

09.04.2014, 18.30 Uhr

Abendsprechstunde:

Schlafapnoe – Sind Schnarchen und

Atempausen gefährlich? Folgen des

Schlafapnoe-Syndroms

Referenten: Chefarzt Dr. Hermann Thomas,

Chefarzt Dr. Norbert Holtbecker

(Altes Rathaus, Dorsten)

15.05.2014, 18.30 Uhr

Onkologisches Patientenseminar der

Frauenklinik Dorsten und Haltern am See

Krebs: Das Leben geht weiter – Tipps zur

Krankheitsbewältigung

Referenten: Prof. Josef Beuth, Institut zur

wissenschaftlichen Evaluation Naturheilkundlicher

Verfahren, Universität Köln

Chefarzt Dr. Stefan Wilhelms

(VHS Dorsten)

Informationsveranstaltung für werdende

Eltern: Die sanfte Geburt – jeden dritten

Dienstag im Monat, 19.00 Uhr

(St. Elisabeth-Krankenhaus,

Konferenzraum Ebene 2)

27.03.2014, 18.30 Uhr

Abendsprechstunde:

Diabetes

Referenten: Oberarzt Fernando Jesus Repetto,

Olav Schmieder, Niedergel. Internist,

Haltern am See

(Altes Rathaus, Haltern am See)

22.05.2014, 18.30 Uhr

Abendsprechstunde:

Atemwegsallergien – Vom Heuschnupfen

zum Asthma? Insektengiftallergien – Von

lästig bis tödlich?

Referenten: Chefarzt Dr. Hermann Thomas,

Chefarzt Dr. Norbert Holtbecker

(Altes Rathaus, Haltern am See)

05.06.2014, 18.30 Uhr

Abendsprechstunde:

Minimalinvasive Chirurgie – Roboterassistiert

operieren mit da Vinci

Referenten: Chefarzt Dr. Stefan Wilhelms,

Oberarzt Dr. Raimund Zipper

(Altes Rathaus, Haltern am See)

Informationsveranstaltung für werdende

Eltern: Die sanfte Geburt – jeden letzten

Montag im Monat, 17.30 Uhr

(St. Sixtus-Hospital Haltern am See, Cafeteria)


KKRN Katholisches Klinikum

Ruhrgebiet Nord GmbH

Gertrudis-Hospital

Westerholt

Kuhstr. 23

45701 Westerholt

Telefon 0209 6191-0

westerholt@kkrn.de

Marien-Hospital

Marl

Hervester Str. 57

45768 Marl

Telefon 02365 911-0

marl@kkrn.de

St. Elisabeth-Krankenhaus

Dorsten

Pfr.-Wilhelm-Schmitz-Str. 1

46282 Dorsten

Telefon 02362 29-0

dorsten@kkrn.de

St. Sixtus-Hospital

Haltern am See

Gartenstr. 2

45721 Haltern am See

Telefon 02364 104-0

haltern@kkrn.de

Betten insgesamt: 180

Mitarbeiter: Rund 340

Kliniken:

Anästhesie, Chirurgie,

Geriatrie (mit Geriatrischer

Tagesklinik),

Innere Medizin, Zentrum

für Medizin im Alter

Wir über uns

Betten insgesamt: 293

Mitarbeiter: Rund 600

Kliniken:

Anästhesie, Chirurgie:

Fachbereich Allgemein- und

Viszeralchirurgie, Fachbereich

Unfallchirurgie und

Orthopädie, Allgemeine Innere

Medizin, Kardiologie,

Nephrologie, Urologie

Betten insgesamt: 311

Mitarbeiter: Rund 650

Kliniken:

Anästhesie, Chirurgie: Fachbereich

Allgemein- und

Viszeralchirurgie, Fachbereich

Unfallchirurgie und Orthopädie,

Frauenheilkunde und

Geburtshilfe, Gastroenterologie,

Innere Medizin: Fachbereich

Allgemeine Innere

Medizin und Stoffwechselerkrankungen,

Pneumologie,

Radiologie / Nuklearmedizin,

HNO (Belegabteilung)

Betten insgesamt: 220

Mitarbeiter: Rund 385

Kliniken:

Anästhesie, Chirurgie:

Fachbereich Allgemein- und

Viszeralchirurgie, Fachbereich

Unfallchirurgie, Frauenheilkunde

und Geburtshilfe,

Innere Medizin: Fachbereich

Kardiologie, Fachbereich

Allg. Innere Medizin und

Gastroenterologie, Fachbereich

Pneumologie, Allergologie,

Schlaf- und Beatmungsmedizin,

HNO und Orthopädie

(Belegabteilungen)

Zu unserer Krankenhausgesellschaft KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH

gehören das Gertrudis-Hospital Westerholt, das Marien-Hospital Marl, das St. Elisabeth-Krankenhaus

Dorsten und das St. Sixtus-Hospital Haltern am See. Die Krankenhausgesellschaft ist der

größte Klinikverbund im nördlichen Ruhrgebiet. Wir verfügen über 23 medizinische Fachabteilungen

mit knapp 1.000 Klinikbetten und versorgen jährlich mehr als 34.500 stationäre Patientinnen

und Patienten.

Mit rund 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – darunter allein 195 Ärztinnen und Ärzte –

gehört die „KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH“ zu einem der größten Arbeitgeber

im Kreis Recklinghausen. Und sie ist auch einer der größten regionalen Anbieter bei der

Ausbildung qualifizierter Pflegekräfte. An ihren beiden Zentralschulen in Dorsten und Marl

bietet sie insgesamt 400 Ausbildungsplätze für den Pflegenachwuchs an.

www.kkrn.de · info@kkrn.de

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