Zeitschrift für Rohstoffgewinnung, Energie, Umwelt - RDB eV

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Zeitschrift für Rohstoffgewinnung, Energie, Umwelt - RDB eV

Offizielles Organ

des RDB e.V.

Ring Deutscher

Bergingenieure

2

Februar

2013

64. Jahrgang

berg

bau

bau

Zeitschrift für

Rohstoffgewinnung,

Energie, Umwelt

K 10978

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auf der BAUMA:

Halle C2/215/312


– Über Seltenerden –

Mikael Henrik von Nauckhoff für die Seltenerden Storkwitz AG

Gerne verfasse ich einige einführende Worte zum Thema

Seltenerden und zur Seltenerden Storkwitz AG

Die Gesellschaft Seltenerden Storkwitz AG (SES) hat sich

vorgenommen, die Entwicklung des einzig bekannten Vorkommens

in Mitteleuropa für Seltene Erden und andere High-Tech-

Metalle voranzutreiben. Ziel ist es, mittelfristig einen Beitrag zu

der immer problematischer werdenden Versorgung Deutschlands

mit Rohstoffen und speziell mit diesen Metallen zu leisten.

Die Sorge ist berechtigt: Die Seltenerdmetalle kommen zu

über 95% aus China, die Preise

sind durch Verknappung und

Ausfuhrzölle in den beiden letzten

Jahren teilweise um mehr

als 200% gestiegen. Weitere

größere Vorkommen gibt es in

Nordamerika und Australien,

bis zu einer nennenswerten

Produktion werden aber noch

Jahre vergehen.

Die Preise der Metalle werden

mittel- und langfristig stark

steigen, deshalb werden auch

neue Minengesellschaften künftig

wirtschaftlich fördern können.

Das belegen eindrucksvoll die

vielen neuen Goldproduzenten.

Die Gründe für die zwangsläufigen

Preissteigerungen sind

vielfältig:

● Überproportional zunehmender

Bedarf in Entwicklungsund

Schwellenländern, allen

voran Indien, aber auch generell

durch zunehmende Digitalisierung

bisher einfacher,

analoger Geräte

● Zunehmende Produktion erst

langfristig in Sicht, der derzeitige

Monopolist China hat

schon die weitere Reduzierung

von Ausfuhren angekündigt

● Weltweit immer höhere Gestehungskosten

durch mehr

Umwelt- und Arbeitsschutz, höhere Löhne und vor allem

durch höhere Energiepreise

● Das Recycling der Metalle ist schwierig und steht noch am

Anfang. In einem Computerchip beispielsweise sind bis zu 60

verschiedene Metalle verbaut. Des Weiteren kann der Bedarf

der Zukunft nicht durch Recyling bisher verarbeiteter Metalle

gedeckt werden

● Weltweit wird an der Substitution vieler seltener Metalle geforscht,

jedoch ist diese nur für vergleichsweise wenige Anwendungen

erfolgreich

● Die beabsichtigte behutsame Yuan-Aufwertung bedeutet höhere

Weltmarktpreise für Metalle aus China und höhere Preise

für andere Metalle durch vermehrten Ankauf durch China,

das schon jetzt einen Großteil der Weltrohstoffvorkommen

verbraucht.

Die 17 Seltenen Erden sind eine Elementegruppe im Periodensystem,

wobei „Erde“ ein früherer Ausdruck für „Oxid“ war. Zu

ihnen gehören in der Reihenfolge ihrer Ordnungszahlen Scandium

(Sc, 21), Yttrium (Y, 39) sowie die Lanthanoide Lanthan

(La, 57), Cer (Ce, 58), Praseodym (Pr,59), Neodym (Nd, 60),

Promethium (Pm, 61), Samarium (Sm, 62), Europium (Eu, 63),

Gadolinium (Gd, 64), Terbium (Tb, 65), Dysprosium (Dy, 66),

Holmium (Ho,67), Erbium (Er, 68), Thulium (Tm, 69), Ytterbium

(Yb, 70) und Lutetium (Lu, 71).

Sie werden unterteilt in leichte, mittelschwere und schwere

Seltene Erden, wobei die Abgrenzungen nicht genau definiert

sind. Am Beispiel einiger Metalle kann man die in den letzten

Jahren zunehmende Bedeutung dieser Elementegruppe darlegen.

Der bereits erwähnte Computerchip hatte vor 30 Jahren

noch ca. 20 Metalle, keines

davon war ein Seltenerdmetall.

Seltenerden finden meist

als Legierungsbestandteil

bzw. als Beimischung Verwendung.

Nachfolgend sind

aus Platzgründen nur die

hauptsächlichen Anwendungen

genannt, nicht die anderen

Bestandteile der Werkstoffe.

Beispiel Cer – Zündsteine,

Katalysatoren, UV-Filter,

Leuchtdioden, Bildröhren,

Kontrastmittel etc.

Beispiel Lanthan – Glasindustrie,

Kugelgraphit, Kathoden,

Wasserstoffspeicher,

chirurgische Instrumente etc.

Beispiel Praseodym –

Flugzeugmotoren, Dauermagnete,

Färben von Glas und

Emaille, UV-Absorption etc.

Beispiel Neodym – Starkmagnete,

Glas-, Porzellanund

Emaillefärbung, Laser,

UV-Absorption etc.

Beispiel Yttrium – Reaktortechnik,

Permanentmagnet,

Heizdrähte, Supraleiter,

Zündkerzen, Lambda-Sonden,

Mikrowellenfilter, Leuchtstofflampen

etc.

Dem jungen Unternehmen

wünsche ich dafür viel Erfolg und verabschiede mich, auch

wenn ich kein Bergmann bin, mit einem herzlichen „Glückauf“!

Frankfurt am Main, im Februar 2012

Dipl.-Ing. Mikael Henrik von Nauckhoff

Mikael Henrik von Nauckhoff ist der Autor des Buches “Strategische

Metalle und Seltenerdmetalle – Investieren in Technologiemetalle

und Hichtech-Metalle: Indium, Wismut, Terbium & Co.”

Mittlerweile liegt eine JORC-konforme Ressourcenberechnung

für den durch Bohrungen bis in 600 m Teufe erkundeten

Lagerstättenteil vor. Darin wird eine Ressource von 4,4 Mio. t.

Erz mit einem durchschnittlichen Seltenerd-Oxidgehalt von

0,45 % bescheinigt, somit rund 20 000 t Seltenerd-Oxid (SEO).

Zusätzlich wurden für Storkwitz 4 000 t des kritischen Metalls

Niob testiert. Das JORC-Gutachten vermutet eine Fortsetzung

der Lagerstätte bis mindestens 1 200 m Teufe. Die SES geht

davon aus, dass sich die Ressource bis zu dieser Teufe mindestens

verdoppeln lässt. Mit einem weiteren Bohrprogramm

soll die Lagerstätte weiter zur Teufe hin erkundet werden.


Offizielles Organ

des RDB e.V.

Ring Deutscher

Bergingenieure

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Februar

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Zeitschrift für

Energie, Umweltbau

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2013 Rohstoffgewinnung,

64. Jahrgang

Zeitschrift für

Rohstoffgewinnung,

Energie, Umwelt

Offizielles Organ des RDB e.V., Ring Deutscher Bergingenieure.

Der Ring von Ingenieuren, Technikern und Führungskräften.

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auf der BAUMA:

Halle C2/215/312

Titelbild: Kohleausbiss in Venezuela –

Ein internationales Projekt der DMT GmbH & Co. KG / IMC-Montan Consulting GmbH

für den Kunden Compañía Carbonífera Caño Seco C.A.

Gestaltung: DMT

Inhaltsübersicht

50 bergbau aktuell

Fachmesse

54 bauma 2013 –

Effizienz rauf, Emissionen

runter

55 bauma Africa 2013 erweitert

Fläche

55 Entgegen der Marktlage –

bauma China bricht erneut alle

Rekorde

Energiepolitik

56 Die RAG AG –

Konzern im Wandel der

Energieversorgung

Dr.-Ing. Assessor des

Markscheidefachs Peter Fischer

und Dipl.-Ing. Ricarda Dyga, Herne

Bergwerksbetrieb

60 Rückzug des Bergwerkes Ost

aus dem Grubenbetrieb

Oberbergrat Jörg Tuschmann

und Bergamtsrat Dieter Albrecht,

Dortmund

Gebirgsbeherrschung

63 Bergbauinduzierte Seismizität

im Umfeld der Uranerzgrube

Schlema-Alberoda

Dr.-Ing. Assessor des

Markscheidefachs Olaf Wallner

und Diplomgeologe Axel Hiller,

Chemnitz

Aus- und Fortbildung

70 TFH Georg Agricola zu Bochum

erweitert Netzwerk in

Russland –

Kooperation mit Technischer

Universität im Kuzbass Revier

70 TFH Georg Agricola und

Universitäten aus Chile und

Deutschland gründen

Exzellenzzentrum für Bergbau

71 Die Vermessung braucht

Nachwuchs –

TFH an Kooperation

„Geodäsie in NRW“ beteiligt

71 TU Clausthal und Welterbe

Rammelsberg bauen

Kooperation aus

72 Im Jahr der Nachhaltigkeit

startet die Festperiode

Unternehmen

73 Praktizierter Erfahrungsaustausch


Nachlese DMT Fachgespräch

„Prüfung von Brückenseilen“

74 Industrie

77 Journal

77 Journal/Veranstaltungen

77 Veranstaltungen

RDB-Reisebericht

83 Bergbaugebiete in Istrien und

Österreich

RDB-Ausschuss für Renten und

Pensionen

87 Hinterbliebenenrente, Anhebung

der Altersgrenzen, Abschläge

bei Witwenrenten und

Witwerrenten, Rentenfaktor,

Zugangsfaktor, Rentenformel,

Persönliche Entgeltpunkte

RDB e.V.

89 RDB-Mitteilungen

90 RDB-Veranstaltungen

Mitteilungen

91 RDB-Mitteilungen

48 RDB-Info/Impressum

50 Stellenanzeige

53 Stellenanzeigen

Buchbesprechungen

59 Mehr Licht zwischen Ruhr

und Lippe – Die Entwicklung

der Energieversorgung in der

Region Hamm und dem

südlichen Münsterland

62 Bodenkunde in Stichworten

69 In zwei Zeiten – Ein Altrektor

der TU Bergakademie Freiberg

erzählt

95 Liebe bis in den Tod –

Der Autor Manfred Helmert

aus Ofterschwang widmet

in einer Lesung seine

Familiengeschichte den

Vertriebenen aus dem

Sudetenland

Vorschau 3/2013

● Besonderheiten der Nutzung der

Ressourcen des Salzvorkommens

„Ilzek“ im Gebiet Orenburg in

Südrussland

● Grubenwasserhaltung – Änderung

der Grubenwasserhaltung im

Ruhrrevier im Zuge des Stilllegung

des Steinkohlenbergbaues

● Besucherbergwerke und -höhlen –

Einfluss der zunehmenden

Eventkultur auf das bergrechtliche

Genehmigungsmanagement für den

Betrieb von Besucherbergwerken

und -höhlen

bergbau 2/2013 49


erg

aktuell

bau

„Oettinger fordert EEG-Revision“

Für eine „Generalrevision“ des Erneuerbare-Energien-Gesetzes

(EEG) noch vor der Bundestagswahl hat sich EU-Energiekommissar

Günther Oettinger (CDU) ausgesprochen. Nach einem

Besuch der CDU-Landtagsfraktion im nordrhein-westfälischen

Landtag sagte Oettinger in Düsseldorf, anfangs sei das Gesetz

für die Förderung erneuerbarer Energien „glänzend“ gewesen.

Allerdings führe es nun zu Fehlanreizen, die es so schnell wie

möglich zu korrigieren gelte. Oettinger forderte zudem, Steuern

und Abgaben zu senken, um die steigenden Kosten der Netzfinanzierung

auszugleichen. Der EU-Kommissar wies darauf hin,

dass der Strompreis im internationalen Vergleich nur in Japan

und Dänemark höher sei als in Deutschland. Wie in keinem anderen

Land der Erde sei er in Deutschland „politikgeprägt durch

Staatsabgaben“.

Inzwischen sei die Höhe der Energiekosten für viele Unternehmer

beim Standortvergleich wichtiger als die Höhe der Lohnkosten.

Gerade weil es keine andere Region Europas gebe, die derart

stark durch Industrie geprägt sei, sei es für Nordrhein-Westfalen

wichtig, Energie-, Industrie- und Arbeitsmarktpolitik strategisch

eng zu verknüpfen. Oettinger sagte, es sei völlig klar, dass in

Deutschland Kernkraft abgeschaltet wird. Da kann die nächsten

3 Bundestagswahlen – 2013, 2017, 2021 – gewinnen, wer auch

immer.

Das wird der Fall sein. Deshalb brauche Deutschland noch auf

längere Zeit Kohlekraftwerke. Nordrhein-Westfalen habe dafür die

besten Voraussetzungen. Der EU-Kommissar rief Ministerpräsidentin

Hannelore Kraft (SPD) auf, in ihrer rot-grünen Koalition zu

gewährleisten, dass Kohlekraftwerke ihren Anteil für die Bewältigung

einer bezahlbaren Energiewende leisten könnten.

„Ich glaube, dass die Regierungschefin sich durchsetzen und

für Klarheit sorgen muss, wie es Nordrhein-Westfalen mit der Kohle

hält.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), vom 09.01.2012

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– Personalreferat –

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BDEW zu den Vorschlägen des

Bundesumweltministers –

Hildegard Müller – Die Begrenzung der Kosten ist ein

wichtiges Anliegen und geht in die richtige Richtung

„Der Bundesumweltminister adressiert mit seinen Vorschlägen

ein wichtiges Anliegen: die Begrenzung der Kosten einer anscheinend

ungebremst steigenden EEG-Umlage und eine breitere Finanzierung

der Energiewende. Dies geht in die richtige Richtung.

Dabei aus Solidaritätsgesichtspunkten verschiedene Akteure

gleichermaßen einzubeziehen, ist grundsätzlich richtig und gut“,

betonte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung

des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft

(BDEW). In seinem vorgestellten Papier attestiert Bundesumweltminister

Altmaier, dass unter anderem angesichts des sinkenden

Börsenstrompreises auch 2014 mit einem Anstieg der EEG-Umlage

zu rechnen ist. Das Ziel Altmaiers sei offenbar, energieintensive

Industrie und EEG-Anlagen-Besitzer beziehungsweise die

gesamte Branche gleichermaßen in die Pflicht zu nehmen.

Die Vorschläge müssen jetzt konkret unterlegt werden. Fragen

des Bestandsschutzes der vorhandenen Anlagen beim vorgeschlagenen

Soli wurden offenbar noch nicht diskutiert. „Verschiedene

Akteure werden dies als erstmaligen Eingriff in den

Bestandsschutz empfinden. Das wiederum könnte Auswirkungen

auf die Planungs- und Investitionssicherheit auch in anderen

Bereichen der Energiepolitik haben. Daher sollten diese Punkte

schnell konkretisiert werden“, forderte Müller.

„Der BDEW begrüßt, dass der Bundesumweltminister die Kostendebatte

aufgreift. Die weiteren Vorschläge aus der Regierung

müssen abgestimmt und die Ausgestaltung koordiniert vorgetragen

werden. Nur so kann zusätzliche Verwirrung in der ohnehin

schon komplizierten Situation vermieden werde“, erklärte die Vorsitzende

der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

„Eine grundlegende Reform des EEG muss in der nächsten

Legislaturperiode zügig angegangen werden. Ich appelliere jetzt

an alle Beteiligten, die Vorschläge ernsthaft zu prüfen und sich

sinnvollen Maßnahmen nicht aus taktischen Gründen mit Blick

auf die Bundestagswahl im Herbst zu verschließen“, so Müller.

Internet: www.bdew.de

Saarländischer Informationsbesuch auf dem

Zukunftsstandort Ewald und im

Kreativ.Quartier Lohberg

Herausforderungen und Rahmenbedingungen des Strukturwandels

im Ruhrgebiet standen im Fokus eines Informationsbesuches

von Vertretern der Projektgemeinschaft Duhamel und des

Innenministeriums des Saarlandes.

Bei ihrer Exkursion informierten sich die Teilnehmer auch über

Projekte, die die RAG Montan Immobilien gemeinsam mit den

Standortkommunen entwickelt, wie das Kreativ.Quartier Lohberg

in Dinslaken und den Zukunftsstandort Ewald in Herten.

Wie in Herten bei der Kooperation zwischen der Stadt und RAG

Montan Immobilien in der Projektgemeinschaft Ewald als auch in

Dinslaken bei der Projektgemeinschaft Lohberg haben sich auch

im Saarland die Gemeinde Ensdorf und RAG Montan Immobilien

Fortsetzung auf Seite 52

50 bergbau 2/2013


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erg

aktuell

bau

Fortsetzung von Seite 50

zu einer Projektgemeinschaft zusammengeschlossen. Gemeinsam

mit den Bürgern, mit Experten und Planern wollen sie Ideen

für eine Nachfolgenutzung des Areals des Bergwerkes Saar, die

ehemalige Grube Duhamel, entwickeln. Der gesamte Standort

mit Tagesanlage, Bergehalde und angrenzenden Gemeindeflächen

umfasst rund 140 ha. Bis zum Frühjahr soll gemeinsam ein

Konzept für die Umgestaltung von Bergehalde und Tagesanlage

sowie für das Umfeld erstellt werden.

Internet: www.rag-montan-immobilien.de

Neue Landbasis für eine effiziente Erdölförderung

Wirtschaftlicher Impuls für Cuxhaven: Am 25.01. wurde im Beisein

von rund 100 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung

die neue Landbasis zur Versorgung der Bohr- und Förderinsel

Mittelplate eingeweiht. Das Ölfeld Mittelplate ist das mit Abstand

größte Erdölvorkommen Deutschlands, aus dem RWE Dea als

Betriebsführer und Partner Wintershall bereits über 27 Mio. t Öl

sicher gewinnen konnten.

Erbaut wurde die neue Landbasis im Auftrag der RWE Dea AG

durch das Cuxhavener Unternehmen EnTec Industrial Services

GmbH & Co. KG, das auch für den Betrieb zuständig ist. Die Bauzeit

der beiden Betriebsteile am Helgoländer Kai und im Neuen

Fischereihafen betrug 5 Monate. Insgesamt 16 Mitarbeiter sind in

der Landbasis beschäftigt.

Gemeinsam durchschnitten Dr. Ulrich Getsch, Oberbürgermeister

der Stadt Cuxhaven, der Direktor des RWE Dea Bereiches

Feldesentwicklung Uwe Balasus-Lange, sowie EnTec-Geschäftsführer

Marco Schmidt während der feierlichen Einweihung

symbolisch ein rotes Band. Die tägliche Versorgung von Deutschlands

einziger offshore Ölbohr- und Förderinsel Mittelplate wird

vor allem über den Helgoländer Kai sichergestellt, während große

Mengen an Rohren oder Bohranlagenkomponenten über den

Neuen Fischereihafen umgeschlagen werden.

Neben dem Bau der Landbasis wurde außerdem die Schiffsflotte

zur Versorgung der Mittelplate modernisiert. Durch den Einsatz

neuer Schiffe mit Motoren modernster Bauart können sowohl die

Schiffsbewegungen als auch die CO 2 -Emissionen deutlich reduziert

werden. Das langfristige Finanzvolumen für Bau und Betrieb

der Landbasis sowie Modernisierung und Betrieb der Schiffsflotte

bewegt sich im oberen zweistelligen Millionenbereich.

Durch die umgesetzten Maßnahmen werden weitere Beiträge

zum Umweltschutz im sensiblen Wattenmeer geleistet. Die Insel

Mittelplate wird von der RWE Dea seit 25 a sicher betrieben und

gilt inzwischen international als Beispiel für eine umweltverträgliche

Ölförderung.

Bürgermeister Getsch wies in seiner Ansprache auch auf die

wirtschaftliche Bedeutung der neuen Landbasis für Cuxhaven hin.

„Es freut mich sehr, dass die Firmen RWE Dea und Entec hier

einen bedeutenden Beitrag zum Ausbau der Cuxhavener Hafenund

Logistikwirtschaft leisten. Hier wird in die Zukunft investiert

und durch die Vernetzung im Wirtschaftsraum Cuxhaven Handel,

Handwerk und Gewerbe gestärkt“, so Getsch.

Balasus-Lange ging in seiner Rede auf die Bedeutung des

Cuxhavener Hafens für den reibungslosen Betrieb der Bohr- und

Förderinsel Mittelplate ein: „Die Bohr- und Förderinsel Mittelplate

ist einer der wichtigsten heimischen Rohstofflieferanten. Seit 25 a

konnten dort über 27 Mio. t Erdöl störungsfrei gewonnen werden.

Eine Voraussetzung für diese Erfolgsgeschichte war und ist der

sichere Umschlag von benötigten Materialien im Cuxhavener Hafen.

Die gute Kooperation zwischen der Stadt, dem Hafen und der

Insel hat damit zur umweltgerechten Ölförderung im ökologisch

sensiblen Gebiet beigetragen.“

Die insgesamt über 10 000 m 2 große Landbasis besteht aus

einer über 12 m hohen Stahllagerhalle sowie einem Sozial- und

Verwaltungstrakt. In der Lagerhalle werden wichtige Ausrüstungsgegenstände

gelagert. Ein modernes Warenbestandssystem und

eine verbesserte Lagerhaltung ermöglichen einen schnellen und

sicheren Umschlag aller Materialien, die auf der Mittelplate benötigt

werden. Ein Teil der neuen Landbasis liegt vor der Schleuse,

im Bereich des Helgoländer Kais. So wird eine flexible Planung

und Abwicklung der Schiffstransfers zur Bohr- und Förderinsel

sichergestellt. Für die Schiffsverladung wird ein mobiler Hafenkran

genutzt. Das Verschiffen der Güter erfolgt ab der östlichen

Kaimauer. EnTec-Geschäftsführer Schmidt betonte:

„Der Bau der Landbasis sowie deren Ausstattung wurden so

geplant und durchgeführt, dass jederzeit ein reibungsloser Ablauf

der betrieblichen Prozesse gewährleistet ist. Das moderne

Warenbestandssystem ermöglicht eine flexiblere Planung und

Abwicklung der Schiffstransfers.“

Internet: www.rwedea.com

Informationen zum Rückbau der Häuser

Siedlung „Am Ring“ in Nachterstedt

Die jetzt begonnenen Rückbauarbeiten in Nachterstedt sind

Voraussetzung für die nachfolgende Sanierung des Böschungsabschnittes,

um langfristig einen sicheren Bergbaufolgesee herzustellen.

Die LMBV hat zum Rückbau der Siedlung „Am Ring“ die 129.

Ergänzung zum Abschlussbetriebsplan Tagebau Nachterstedt/

Schadeleben mit Tagebaurestloch Königsaue erarbeitet, die am

22.01.2013 durch das LAGB zugelassen wurde. Die Arbeiten erfolgen

unter strikter Einhaltung der Sicherheitsvorgaben. Diese

sehen u.a. den Einsatz von Riss- und Böschungsbeobachtern,

seismischen Bewegungsmelder, GPS-Messsystemen sowie eine

laufende hydrologische Überwachung der Grundwassermessstellen

vor.

Für den Rückbau erhielt die Firma Jaeger Spezial- und Tiefbau

GmbH & Co. KG aus Bernburg nach einer Ausschreibung der

LMBV den Zuschlag. Zunächst wurden eine Baustraße und die

Baustelleneinrichtung errichtet. Danach erfolgten Räumungs- und

Entkernungsarbeiten. Nunmehr werden 12 Doppelhäuser und 48

Nebengebäude abgebrochen. Die rund 5 400 t Bauschutt werden

gemäß Entsorgungskonzept verwertet. Die Arbeiten sollen bis April

2013 erledigt sein. Daran schließt sich in einem weiteren Bauabschnitt

der Abbruch der Doppelhaushälfte an der Böschungskante

sowie die Unterflurberäumung der Keller an.

Auf der Baustelle sind 7 Mitarbeiter der beauftragten Firma Jaeger

und mindestens 2 Kollegen der Bergwacht tätig. Koordiniert

und überwacht wird der Rückbau von LAGB und LMBV von den

Tagesanlagen aus.

Der von der LMBV beauftragte Abschlussbericht zur Ursachenforschung

der Böschungsbewegung von 2009 soll im Sommer

2013 dem Wirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt

und dem LAGB als zuständige Bergbehörde übermittelt werden.

Internet: www.lmbv.de

Gelsenkirchen – Bohrer gräbt Tunnel für den

Abwasserkanal Emscher

Die Emschergenossenschaft hat den Riesen-Bohrer „angeschmissen“,

der nun auf Gelsenkirchener Stadtgebiet den Tunnel

für den neuen unterirdischen Abwasserkanal Emscher gräbt. Der

erste Abschnitt in Heßler ist 350 m lang. Das Besondere an der

Sache: Der Tunnel führt nicht nur unter dem Rhein-Herne-Kanal

durch – bei der diesjährigen „Extraschicht“ wird die Emschergenossenschaft

genau diesen Teilabschnitt des „Emscher-Schnellweges

unter Tage“ auch für Besucher zugänglich machen.

Ganz nach alter bergmännischer Tradition wurde der künftige

Tunnel hochoffiziell gesegnet und geweiht: Die Patenschaft über-

52 bergbau 2/2013


erg

aktuell

bau

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Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie engagiert sich für die

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nahm Bürgermeisterin Gabriele Preuß. Den Startschuss für die

Bauarbeiten gaben Dr. Jochen Stemplewski (Vorstandsvorsitzender

der Emschergenossenschaft), Gelsenkirchens Oberbürgermeister

Frank Baranowski und Günter Osthoff, Geschäftsführer

der Baufirma Wayss & Freytag.

Der Abwasserkanal Emscher bildet die neue unterirdische

Hauptschlagader des Emscher-Systemes. Im Rahmen des

4,5 Mrd. € schweren Infrastrukturprojektes Emscher-Umbau wird

der größte Abwasserkanal nicht nur dieser Region, sondern wohl

auch Deutschlands und Europas geschaffen. Er entlastet die Emscher,

die bislang die Rolle des Hauptabwasserkanals im Revier

gespielt hat.

Die bisherige Abwasserentsorgung mit offenen Schmutzwas-

serläufen ist zwar funktional, aber nicht zeitgemäß. Der Emscher-

Umbau macht aus dem Gewässer wieder einen blauen Fluss mit

grünen Ufern. Das Schmutzwasser dagegen wird unter die Erde

verbannt.

Rund einen Monat wird es dauern, den 350-m-Tunnel von der

Ecke An den Schleusen/Hafenbahnstraße unter den Rhein-Herne-Kanal

zu graben. Dieses Teilstück wird die Emschergenossenschaft

dann bei der diesjährigen Auflage der „Extraschicht“

interessierten Besuchern zugänglich machen: Rund 20 m unter

der Erde können die Gäste dann die „Kanalwelten“ erleben – ein

einmaliges Erlebnis, denn sobald der Abwasserkanal in Betrieb

ist, wird dort unten eher niemand mehr einen Spaziergang unternehmen

wollen.

Der zu bauende Kanal hat einen Innendurchmesser von 2,80 m

und einen Außendurchmesser von 3,60 m. Insgesamt werden auf

Gelsenkirchener Stadtgebiet rund 4 700 Rohr-Elemente verlegt.

Sie haben Längen von 3 bis 4 m.

Die Vortriebsmaschine, oft einfach auch nur als „Riesen-Bohrer“

bezeichnet, ist 12 m lang und wiegt stolze 125 t. Sie ist für

Kanalrohre mit Innendurchmessern von 2,80 m und Außendurchmessern

von 3,60 m ausgelegt – die Maschine selbst hat einen

Außendurchmesser von 3,70 m.

Getauft wurde nicht nur der Tunnel, auch die Vortriebsmaschine

erhielt nach bergmännischer Tradition einen Namen: Sie heißt

ISABEL = Installation Subterraner Abwasserrohre Bringt der Emscher

wieder Leben.

Internet: www.eglv.de

bergbau 2/2013 53


Fachmessen

bauma 2013 – Effizienz rauf, Emissionen runter

Vom 15. bis 21.04.2013

findet in München die bauma,

30. Internationale Fachmesse

für Baumaschinen, Baustoffmaschinen,

Bergbaumaschinen,

Baufahrzeuge und Baugeräte,

statt. Einer der wesentlichen Ansatzpunkte

für die auf der Messe

zu erwartenden Innovationen ist

die Antriebstechnologie bei mobilen

Baumaschinen. Im Interview

mit der Messe München gab Prof.

Dr.-Ing. Günter Kunze, Leiter

des Lehrstuhles für Baumaschinen-

und Fördertechnik bei der

Technischen Universität Dresden,

einen Einblick in aktuelle Entwicklungen.

Messe München: Wesentliche Treiber

bei der Weiterentwicklung der Antriebstechnologien

von mobilen Baumaschinen

sind die internationalen Abgasnormen.

Was sind hier die aktuell wichtigsten

Eckpunkte?

Prof. Günter Kunze: Nach Leistungsklassen

gestaffelt, werden in Europa und

den USA stufenweise deutlich strengere

Grenzwerte für neue Maschinen eingeführt.

Im Fokus stehen die Rußpartikelund

Stickoxidemissionen. Gegenwärtig

gilt für den Off-Road-Bereich in Europa

die EU Stufe III B der Emissionsrichtlinie

und in den USA die Abgasnorm US Tier 4

interim. Im Jahr 2014 folgen die EU Stufe

IV und die US Stufe Tier 4 final. Diese bringen

nochmals eine drastische Absenkung

des Emissionsgrenzwertes für Stickoxide

mit sich.

Messe München: Mit welchen Technologien

und Komponenten können

diese Vorschriften eingehalten werden?

Prof. Günter Kunze: Die bisherigen

Grenzwerte konnten meist durch innermotorische

Maßnahmen eingehalten werden.

Dabei sind die Konstrukteure von Fall zu

Fall mit dem Widerspruch konfrontiert, dass

ein schadstoffarmes Verbrennungsverfahren

einen erhöhten Kraftstoffverbrauch

Prof. Dr.-Ing. Günter Kunze

hervorruft. Die zunehmende Verschärfung

der Grenzwerte verstärkt diesen „ökologischen

Konflikt“. Die ab dem Jahr 2014 geltenden

Grenzwerte für den Off-Road-Bereich

erfordern in den meisten Fällen eine

zusätzliche nachmotorische Abgasnachbehandlung

mit effektiven, wartungsarmen

und dauerhaft leistungsfähigen Schadstoffminderungskomponenten.

Abhängig

von der Anwendung lassen sich durch die

Kombination von Technologien, die Rußpartikel-

und Stickoxidemissionen gleichzeitig

senken, lassen sich die niedrigen

Limits der EU Stufe IV und US Stufe Tier

4 final erfüllen. Dabei müssen bei mobilen

Maschinen die Besonderheiten der Einsatzbedingungen,

die variablen Betriebszyklen

und die Leistungsanforderungen

der jeweiligen Anwendung berücksichtigt

werden. Die riesige Variantenvielfalt im

Off-Road-Bereich macht eine Standardlösung

für die Abgasnachbehandlung unmöglich.

Deshalb definieren die Hersteller

Betriebsbedingungen – wie zum Beispiel

Temperaturen – um einerseits den Reinigungsprozess

des Filters in Abhängigkeit

von der Rußbeladung und andererseits die

Harnstoffdosierung zur Stickoxidminderung

je nach Motorleistung zu ermöglichen.

Da diese Betriebsbedingungen bei den

Einsatzprofilen im Off-Road-Bereich nicht

in jedem Falle gegeben sind, kommen Verfahren

der aktiven Regeneration zum Einsatz.

Hier erzeugen Abgassysteme die benötigte

Temperatur selbst. Dabei wird die

Abgastemperatur entweder durch einen

Flammenbrenner oder eine Kombination

aus Flammenbrenner und katalytischem

Brenner eingestellt. Andere Entwicklungen

zielen auf eine Motorabstimmung für niedrigsten

Kraftstoffverbrauch in Verbindung

mit einer signifikanten Leistungssteigerung

des SCR-Systems (SCR - Selective

Catalytic Reduction). Dadurch werden mit

nur 2 Abgasemissionskomponenten –CR

und Diesel Oxidation Catalyst (DOC) – die

zukünftigen Grenzwerte unterschritten.

Messe München: Neben dem Fahrantrieb

muss auch die Arbeitsausrüstung

einer mobilen Baumaschine mit ausreichend

Leistung versorgt werden. Was

tut sich auf diesem Feld?

Prof. Günter Kunze: Traditionell wird

ausreichend verbrennungsmotorische Leistung

installiert. Das heißt, die Hersteller ermitteln

den so genannten Peak-Bedarf und

verbauen einen dazu passenden Motor.

Allerdings gibt es vielfältige Ansätze und

Lösungen, die sich mit dem „mittleren Bedarf“

der Baumaschine als Auslegungsgröße

des Verbrennungsmotors beschäftigen.

Für die Abdeckung von Lastspitzen kommen

dann geeignete Speicher zum Einsatz.

Die Speicher können mechanisch,

hydraulisch oder auch elektrisch arbeiten.

Man spricht hier vom Downsizing der installierten

Motor-Antriebsleistung.

Messe München: Die Branche arbeitet

schon seit Jahren intensiv an

Hybridantrieben, aber der Marktdurchbruch

fehlt bislang. Wie beurteilen Sie

den Stand der Entwicklung?

Prof. Günter Kunze: Zunächst sei angemerkt,

dass auch der Pionier auf dem

Hybridgebiet, die Firma Toyota, im Kfz-

Bereich mehr als 10 Jahre für Akzeptanz

und Marktdurchdringung benötigt hat. Bei

den mobilen Arbeitsmaschinen lassen ihre

Vielfalt, ihre geringen Stückzahlen und ihre

hohe Lebensdauer einen eher noch verhalteneren

Prozess erwarten. Grundsätzlich

bedeutet Hybridantrieb das Vorhandensein

mindestens zweier Leistungsquellen.

Denkbar sind die verschiedensten Kombinationen

dieser Quellen. Dies können

zum Beispiel ein Verbrennungsmotor und

54 bergbau 2/2013


Fachmessen

eine elektrische Maschine in Kombination

mit elektrischem Speicher sein. Oder auch

2 unabhängige Speicher, beispielsweise

in Flurförderzeugen. Für beide Beispiele

gibt es bereits ausgeführte und verfügbare

Maschinen. Machbar sind auch Lösungen,

die Energie in mechanischer oder hydraulischer

Form rekuperieren und anschließend

speichern. Welche Lösung für welche

Maschine eingesetzt wird, hängt entscheidend

vom jeweiligen Anforderungsprofil

ab. Gerade zur Hybridtechnologie arbeitet

die Baumaschinenbranche an vielen Innovationen,

die auf der kommenden bauma

erstmals vorgestellt werden.

Weitere Informationen unter

www.bauma.de

bauma Africa 2013 erweitert Fläche

Die Fläche zur ersten bauma

Africa (18. bis 21.09.2013, Gallagher

Convention Centre, Midrand

Johannesburg/Südafrika) wird

auf 35 000 m 2 vergrößert. Das

entspricht nahezu einer Verdoppelung

der ursprünglich geplanten

20 000 m 2 Ausstellungsfläche.

Grund für die frühzeitige Vergrößerung

ist der beträchtliche Flächenbedarf, der

von Ausstellern an den Organizer MMI

South Africa herangetragen wird. Branchengrößen

wie beispielsweise Bauer,

Bell, ELB Equipment, Goscor Group,

Hyundai, Herrenknecht, LiuGong, Pilot

Crushtec, Sany, Shantui, Terex Finlay,

Vermeer, Wacker Neuson und Wirtgen haben

sich bereits für die bauma Africa angemeldet.

Darüber hinaus werden Händler

und damit Vertriebspartner internationaler

Brands wie zum Beispiel von Bobcat, Casagrande,

Doosan, Fiori, Genie, Kawasaki

oder Mitsubishi vertreten sein. Auch im

Segment der Baustoffmaschinenindustrie

haben mit Hess, Masa und Pan Mixers

SA führende Hersteller angemeldet.

Eine vorläufige Liste aller Aussteller und

Brands steht ab sofort unter

www.bauma-africa.com/en/database

zum Download zur Verfügung.

Elaine Crewe, Chief Executive Officer

von MMI South Africa, zeigt sich nicht nur

mit der Dichte an Branchengrößen, sondern

auch mit den Flächenbuchungen

sehr zufrieden: „Wir haben vereinzelt Anfragen

für bis zu 2 000 m 2 Fläche. Das ist

für eine Erstveranstaltung in einem neuen

Markt sicherlich ungewöhnlich, zeigt aber

auch das Vertrauen, das die Aussteller in

unsere Kompetenz bei der Organisation

von Baumaschinenmessen haben.“

Weitere Informationen unter

www.bauma-africa.com

Entgegen der Marktlage –

bauma China bricht erneut alle Rekorde

Mehr Besucher, mehr Aussteller,

mehr Fläche: Entgegen des

schwächelnden Marktes und

der rückläufigen Verkaufszahlen

in der Baumaschinenbranche

weltweit, hat die 6. bauma China,

Internationale Fachmesse für

Baumaschinen, Baustoffmaschinen,

Baufahrzeuge und

Baugeräte, erneut alle ihre

Rekorde gebrochen.

Rund 180 000 Besucher (2010: 155 615

Besucher) kamen zur bauma China, die

vom 27. bis 30.11.2012 im Shanghai New

International Expo Centre stattfand. Das

entspricht einer Steigerung von 16 %.

Eugen Egetenmeir, Geschäftsführer der

Messe München, ist sehr zufrieden, dass

„die bauma China den aktuellen Markttendenzen

getrotzt hat. So gesehen fand sie

genau zum richtigen Zeitpunkt statt. Die

bauma China hat dabei einmal mehr bewiesen,

dass sie für Unternehmen die Geschäftsplattform

ist, um sowohl den chinesischen

als auch den gesamt-asiatischen

Markt zu erschließen.“

Zhichao Chen, Marketing Director bei

SANY Heavy Industry, bestätigt die großartige

Stimmung der Veranstaltung: „Die

bauma China hat uns eine unglaubliche

Menge an Bestellungen gebracht. Diese

Veranstaltung verfolgt das gleiche Ziel

wie auch ihre Aussteller: expandieren und

wachsen.“

Die Top-Ten-Besucherländer und -regionen

nach China waren – in dieser Reihenfolge

– Russland, Korea, Indien, Malaysia,

Singapur, Japan, Thailand, Taiwan,

Hongkong und die Türkei.

Sam Cooper, Global Marketing Services

Manager bei Caterpillar: „Caterpillar

ist stolz, ein Teil der bauma China 2012

gewesen zu sein. Diese Veranstaltung hat

uns die großartige Möglichkeit eröffnet,

unsere Kunden zu treffen und gleichzeitig

unser Engagement im chinesischen Markt

unter Beweis zu stellen. Wir sind sehr

zufrieden mit der Anzahl an Kunden und

dem Interesse, das unser Auftritt mit sich

brachte.“

Die bauma China belegte erstmals die

gesamten 300 000 m 2 des Shanghai New

International Expo Centres. Das sind 30 %

mehr als zur letzten bauma China im Jahr

2010. Zudem stellte die Veranstaltung

auch bei den Ausstellerzahlen einen neuen

Rekord auf: Insgesamt 2 718 Aussteller

aus 38 Ländern (2010: 1 858 Aussteller

aus 37 Ländern) nahmen an der bauma

China 2012 teil – das entspricht einer Steigerung

von 46 %.

Kevin L. Curtis, President und CEO bei

Besser: „Die bauma China ist DIE Fachmesse

für uns in Asien. Die Dichte an Entscheidungsträgern

aus der Industrie, die

man hier trifft, ist extrem wertvoll.“

Mit insgesamt 1 837 Ausstellern stellte

China erneut den größten Anteil an Ausstellern.

Allerdings nahmen auch noch nie

so viel internationale Unternehmen an der

bauma China teil: Die Top-Five-Ausstellerländer

nach China waren Deutschland

(172), Italien (122), die USA (116), Korea

(67) und Japan (49).

Mit Deutschland, Finnland, Großbritannien,

Italien, Korea, Österreich, Spanien

und den USA gab es zudem insgesamt

8 Länderbeteiligungen auf der bauma

China. Darüber hinaus war erstmals ein

Gemeinschaftsstand der Incheon City –

organisiert von der Incheon Chamber of

Commerce in Korea – mit dabei.

Die nächste bauma China findet vom

25. bis 28.11.2014 in Shanghai statt.

Ansprechpartner

Sabine Wagner

Pressereferentin Projekt-PR,

Zentralbereich MarCom

Tel.: 089 / 94 92 14 78

Fax: 089 / 94 92 14 89

E-Mail:

sabine.wagner@messe-muenchen.de

bergbau 2/2013 55


Energiepolitik

Die RAG AG –

Konzern im Wandel der Energieversorgung

Dr.-Ing. Assessor des Markscheidefachs Peter Fischer und Dipl.-Ing. Ricarda Dyga, Herne*

Die RAG als Unternehmen in

der Energieversorgungsbranche

vereint unter Ihrem Dach die

RAG Deutsche Steinkohle AG,

die RAG Anthrazit Ibbenbüren

GmbH, die RAG Montan Immobilien

GmbH sowie die RAG Mining

Solutions GmbH. Der Konzern

mit Unternehmenssitz in Herne

hat Niederlassungen in NRW und

im Saarland. Bis Ende 2012 sind

noch 3 Bergwerke im Ruhrgebiet

und eines im Landkreis Steinfurt

in Betrieb (Bild 1).

Noch heißt es, dass der Bergbaurückzug

eingeläutet ist. Mit

der politischen Entscheidung, die

Revisionsklausel im Steinkohlefinanzierungsgesetz

zu streichen,

wurde beschlossen, den subventionierten

Steinkohlebergbau in

Deutschland bis zum Ende des

Jahres 2018 einzustellen. Für

den Konzern bedeutet dies, dass

er dann sein Kerngeschäft, die

Förderung von Kohle, einstellt.

Die RAG wird sich nach 2018

ihren technischen Aufgaben: Alte

Schächte/Oberflächennaher Bergbau,

Ewigkeitsaufgaben, Bergschäden,

Genehmigungen/Wasserrechte/

Geodatenmanagement

und Liegenschaften widmen. Darüber

hinaus nutzt das Unternehmen

bereits heute bergbauliche

Einrichtungen, um Projekte und

Ideen für Erneuerbare Energien

umzusetzen (Bild 2).

Ein umfangreiches Tätigkeitsfeld über

2018 hinaus bieten die „Alten Schächte”,

die in der Nachfolgeverantwortung

der RAG stehen. Allein im südlichen Ruhrgebiet

befinden sich ca. 4 000 dieser Tagesöffnungen,

an der Saar ca. 2 500 und

weitere ca. 800 Schächte im Landkreis

Steinfurt. Die RAG hat in den zurückliegenden

Jahren ihren Bestand an Tagesöffnungen

intensiv überprüft und aktiv in

Archiven Recherche betrieben. Die dabei

*Dr.-Ing. Assessor des Markscheidefachs

Peter Fischer

Direktor

RAG Aktiengesellschaft

Shamrockring 1

44623 Herne

Tel.: 02323/153910

Fax: 02323/153980

E-Mail: peter.fischer@rag.de

Internet: www.rag.de

Dipl.-Ing. Raumplanung

Ricarda Dyga

Servicebereich-BG E Erneuerbare Energien

RAG Aktiengesellschaft

Shamrockring 1

44623 Herne

Tel.: 02323/152285

Fax: 02323/153980

E-Mail: ricarda.dyga@rag.de

Internet: www.rag.de

identifizierten 7 300 Tagesöffnungen werden

regelmäßig befahren und sind bei Bedarf

zu sichern und zu sanieren.

Tagesöffnungen sowie tages- und oberflächennaher

Bergbau bergen die Gefahr

der Tagesbrüche. Der Bereich erstreckt

sich im Ruhrgebiet von Duisburg

bis Unna in West-Ost-Richtung und vom

Einzugsgebiet Bochum im Norden bis

nach Hattingen im Süden.

Die Bemessung der tagesbruchgefährdeten

Bereiche über oberflächennahem

Bergbau ist im Gegensatz zu den Tagesöffnungen

schwieriger.

Der Handlungsbedarf richtet sich nach

eingehender Risikoeinstufung und kann

ein Monitoring, geophysikalische Untersuchungen,

Bohrungen und Sanierungen

umfassen. Es gilt, das Schadensausmaß

zu reduzieren und auf Dauer die Anzahl

der Tagesbrüche zu vermindern.

Auch die Aufgaben der Bergschadensregulierung

enden nicht mit der Steinkohlenförderung,

sondern werden nach 2018

weiterhin durch die RAG abzuarbeiten

sein. Neben der Beseitigung von Schäden

an Gebäuden und Infrastruktur zählt auch

die Bergschadensbeseitigung an Gewässern

und Biotopen zum Tätigkeitsfeld. Den

gestiegenen ökologischen Anforderungen

wird dabei Rechnung getragen.

Ein weiteres klassisches Tätigkeitsfeld

ist die Grubenwasserhaltung. Allein

an der Ruhr wurden 2011 aus dem

Stillstandsbereich der alten Zechen

65,3 Mio. m³/a und aus dem aktiven Bereich

11,9 Mio. m³/a gehoben. Die Summe

von 77,2 Mio. m³/a Grubenwasser wird

1 Sitz des RAG Konzerns 2 Technische Aufgaben der RAG nach 2018

56 bergbau 2/2013


Energiepolitik

3 Grubenwasserhaltung an der Ruhr 4 Liegenschaften am Beispiel des ehemaligen Bergwerks Ewald

auch nach 2018 an der Ruhr gehoben

werden müssen. Die Grubenwassereinleitstellen

erstrecken sich heute über große

Teile des Ruhrgebietes von Hamm im

Osten bis Kamp-Lindfort im Westen und

von Marl im Norden bis Essen im Süden

(Bild 3).

In den kommenden Jahren werden Liegenschaften

der RAG, wie zum Beispiel

land- und forstwirtschaftliche Flächen,

Entwicklungsflächen, sonstige Flächen

sowie derzeit betrieblich genutzte Flächen

verwaltet und entwickelt werden müssen.

Insgesamt sind es über 1 000 Gebäude

und Grundstücke in einer Größenordnung

von ca.13 000 ha. Ein gutes Beispiel für

eine gelungene Nutzung der Liegenschaften

ist die Errichtung des Logistikcenters

auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerkes

Ewald in Gelsenkirchen. Hier wurde

innovativen Entwicklungen erfolgversprechend

Zugang verschafft (Bild 4).

Ein mögliches zukünftiges Aufgabenfeld

sieht die RAG im Bereich Erneuerbarer

Energien (EE). Sie nutzt dabei im Wesentlichen

ehemalige bergbauliche Infrastruktur.

Damit reagiert der Konzern auf die

Forderungen, die CO 2 Emissionen einzudämmen,

indem die Bergbauinfrastruktur

mit dem vorhandenen Grubenwasser, ihren

Schächten, Halden und Grundflächen

einer Nachnutzung durch Erneuerbare

Energie-Projekte zur Verfügung gestellt

und damit unter Ressourcenschonung ein

Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.

Von Seiten der Bundesregierung werden

ambitionierte Ausbauziele für den

Anteil an EE bis zum Jahr 2020 genannt.

Der Anteil am gesamten Primärenergieverbrauch

soll 18%, am Stromverbrauch

38% und am Wärme- und Kälteverbrauch

15,5% betragen. Die Bruttostromerzeugung

aus EE würde sich von 112 TWh im

Jahr 2010 auf 224 TWh im Jahr 2020 verdoppeln.

Erreicht werden soll das mittels

der Energie aus Wasser, Geothermie,

Photovoltaik, Wind und Biomasse. Die

Folge ist ein erhöhter Energiespeicherbedarf

von 6 auf 8 GW. Diesen gilt es zu

decken. Zur Verfügung stehen u.a. konventionelle

Pumpspeicher, Druckluftspeicher,

und Batterien, als auch die attraktive

Option des Pumpspeicherkraftwerkes

unter Tage.

Als Initiator für die Entwicklung im Bereich

EE hat die RAG einige Projekte

bereits umgesetzt, andere befinden sich

in der Planung. Das Unternehmen unterscheidet

zwischen der Nutzung untertägiger

und übertägiger Ressourcen.

Zu den untertägigen Ressourcen gehören:

Die Grubenwasserwärme zur

Gebäudeversorgung, zur Biomasse- und

Stromproduktion, Schachtwärme zur Gebäudeversorgung,

Pumpspeicherkraftwerke

unter Tage, Grubenbaue als Wärmeund

Stromspeicher. Die Potenziale des

Bergbaues sind dabei vielfältig einsetzbar.

So können beispielsweise die Grubenbaue

zum einen für Pumpspeicherkraftwerke

unter Tage, zum anderen als Wärmespeicher,

aber auch als Wärmequelle

für Gebäude genutzt werden (Bild 5).

Die übertägigen Ressourcen wie Haldenkörper,

Immobiliendächer und Flächen

können als zukünftige Standorte für Windräder,

Photovoltaik oder Biomasse eingesetzt

werden. Möglicherweise wird der

5 Nutzung untertägiger Ressourcen 6 Nutzung übertägiger Ressourcen

bergbau 2/2013 57


Energiepolitik

7 Mögliche Windkraftstandorte 8 mögliche Photovoltaikstandorte

theoretischen Überlegung nachgegangen,

Pumpspeicherkraftwerke über Tage zu

errichten und die Idee umgesetzt, sowie

Haldenkörper zur Wärmespeicherung

zu nutzen (Bild 6).

Bereits realisiert sind auf der Halde

Scholven in Gelsenkirchen in Kooperation

mit einem örtlichen Energieversorgungsunternehmen

2 ca. 100 m hohe Windkraftanlagen

mit jeweils 2,3 MW, die

10 000 Einwohner mit Strom versorgen

können. Dieses höchst erfolgreiche Projekt

ist Vorreiter für weitere Windkraftanlagen

auf den zahlreichen Halden der RAG

in NRW und dem Saarland (Bild 7).

Die Industrieflächen, Brachen und

Schachtstandorte bieten sich zur Folgenutzung

hinsichtlich der Gewinnung alternativer

Brennstoffe, sogenannter Biomasse

an. In Kooperation mit dem Ministerium

für Umwelt, Naturschutz Landwirtschaft

und Verbraucherschutz, dem Landesbetrieb

Wald und Holz NRW und der RAG

Montan Immobilien entsteht, ebenfalls in

Gelsenkirchen, auf dem ehemaligen Zechengelände

Hugo 2/5/8 ein Biomassepark.

In dieser Kurzumtriebsplantage

werden schnell wachsender Bäume,

hauptsächlich Pappeln und Weiden angepflanzt,

die zum einen während ihrer Aufzucht

als eine Art Park den Einwohnern

von Gelsenkirchen zur Verfügung stehen

und damit die ehemals bergbaulich genutzte

Fläche ökologisch aufwerten und

zum anderen regelmäßig nach ca. 4 a zur

energetischen Nutzung geerntet werden.

Die Nutzung von Sonnenenergie ist so

erprobt, wie effektiv. Sowohl die Gebäude

als auch die Flächen der RAG können dafür

genutzt werden.

Auf der noch betriebenen Kohlenmischhalle

des Bergwerks Auguste Victoria in

Marl wurde Mitte 2012 ein Photovoltaikdach

mit einer Leistung von 1,3 MW installiert.

Ende 2012 werden im Saarland

auf einer ehemaligen Kohlenlagerfläche

3,6 MW ans Netz gehen. Weitere Standorte

sind in der Planung (Bild 8).

Wie bereits erwähnt, ist eine Begleiterscheinung

des Bergbaues das Heben von

Grubenwasser. Mit einer Wärme von bis

zu 30ºC ist es selbst Energieträger und

stellt daher ein Alleinstellungsmerkmal

der RAG im Bereich EE dar. Die RAG

beabsichtigt, dieses Wärmepotenzial zu

nutzen. Prädestiniert sind Großabnehmer,

wie Schulen, Freibäder und Gärtnereien.

Seit 2007 wird das auf dem Gelände der

ehemaligen Zeche Zollverein in Essen

stehende Sanaa-Gebäude mit der Wärme

aus Grubenwasser versorgt.

Ein weiteres Projekt befindet sich in Bochum

am Standort Robert Müser. Zusammen

mit den Stadtwerken Bochum werden

hier ein Schulkomplex und eine Feuerwache

mit der Wärme aus dem Grubenwasser

versorgt. Der Anschluss ist im Oktober

2012 erfolgt (Bild 9).

In Kooperation mit Vivawest werden

Projekte ins Leben gerufen, die die Erdwärme

als unendlichen Energielieferanten

nutzen. Ein erstes Projekt wurde in

Marl am Schacht Auguste Victoria 1/2

umgesetzt. Ein in den RAG-Schacht eingebrachtes

Sondensystem zieht die Wärme

aus dem Gebirge zur Versorgung neu

errichteter Mehrfamilienhäuser.

Das RAG-Potenzial der offenen

Schächte ist dabei nicht zu unterschätzen,

da bei der Nutzung der Gebirgswärme auf

kostenintensive und zum Teil problemati-

9 Wärme aus Grubenwasser 10 Wärme aus tiefen Schächten

58 bergbau 2/2013


Energiepolitik

11 Pumpspeicherkraftwerk über Tage

sche Bohrungen verzichtet werden

kann.

Im Rahmen des Innovation

City-Projektes in Bottrop, in

dem die RAG maßgeblich als

Ideengeber auftrat, wurden ungewöhnliche

Wege der Wärmeversorgung

aufgezeigt. Es ist

durchaus möglich, die Wärme

nicht aus dem Erdinneren, sondern

als Gebirgswärme aus

dem Grubengebäude zu gewinnen,

als Prozesswärme von

z.B. der Kokerei Bottrop zur Verfügung

gestellt zu bekommen

oder aber die Wärme aus Haldenkörpern

zu nutzen (Bild 10).

Eine Möglichkeit Energie in

Form von Strom in größerem

Umfang zu speichern, ergibt

sich durch den Betrieb von Pumpspeicherkraftwerken

auf Halden und Untertage.

Der ebenfalls auf der Halde produzierte

Strom aus Windkraftanlagen kann dazu

genutzt werden, Wasser aus einem tieferen

Becken in ein auf dem Haldentop

gelegenes Becken zu pumpen, das dann

bei Spitzenstrombedarf zurück in das Unterbecken

fließt und über eine Turbine einen

Generator antreibt (Bild 11).

Die technische Grundidee ist beim

Unter-Tage-Pumpspeicher ebenfalls anwendbar,

mit dem maßgeblichen Unterschied,

dass bis zu 1 000 m Fallhöhe

genutzt werden kann. Das Oberbecken

befindet sich an der Tagesoberfläche.

Beide sind durch den Bergbauschacht und

Rohrleitungen verbunden.

In Abhängigkeit von Menge

und Fallhöhe könnten diese

Kraftwerke bis zu 300 MWh

Strom liefern. Entsprechende

Projekte wurden in NRW und

dem Saarland in Zusammenarbeit

mit Partnern angestoßen.

Für den RAG Konzern gilt

es, eine Fülle von Aufgaben

auch nach dem endgültigen

Steinkohlerückzugsjahr 2018

zu bewältigen. Mit deren Erfüllung

kann und wird die RAG

im Rahmen ihrer Möglichkeiten

Impulse geben, die sich positiv

auf den Strukturwandel der

Region auswirken werden und

Chancen für unternehmerische

Perspektiven bieten. Das Unternehmen

baut auf das Interesse

aus Wirtschaft und Wissenschaft und

eine erfolgreiche Kooperation aller Beteiligten,

die auch die Kommunen, Stadtwerke,

Wohnungsbaugesellschaften, soziale

Einrichtungen und nicht zuletzt

die Bürger mit einschließt.

Fotos: RAG AG

Buchbesprechung

Mehr Licht zwischen Ruhr und Lippe –

Die Entwicklung der Energieversorgung in der Region Hamm und

dem südlichen Münsterland

Die Geschichte der Energieversorgung

im nordöstlichen Ruhrrevier – also

die Region zwischen Ruhr und Lippe

im Umfeld der Stadt Hamm – ist auch

eng mit der Geschichte der dortigen Zechen

verbunden. Nicht zuletzt die Nähe

zum herannahenden Steinkohlenbergbau

sorgte bereits zur Mitte des 19. Jahrhunderts

hier für einen wirtschaftlichen

Aufstieg. Die seit dieser Zeit geschaffene

Infrastruktur mit Eisenbahnen, Wasserstraßen,

Gas- und Elektrizitäts- und

Wasserwerken sowie entsprechenden

Ver- und Entsorgungsleistungen verschafften

der Region einen Anschluss

an die fortschreitende Industrialisierung

und macht sie bis in die heutigen Tage

zu einem wichtigen Energiezentrum in

Deutschland.

Heinz Assmann und seine Mitautoren

beleuchten die ganze Brandbreite der

Entwicklung mit all ihren Fortschritten,

aber auch Schwierigkeiten, Hindernissen

und Rückschlägen auf dem bereits

über 150 Jahre andauernden Weg dahin.

Überraschende Erkenntnisse und

Zusammenhänge wurden dabei entdeckt

und für die lokale und regionale

Geschichtsschreibung in dem Buch

„Mehr Licht zwischen Ruhr und Lippe“

festgehalten. Auch ein Ausblick in die bereits

begonnene Energiewende und deren

Auswirkungen für die Region fehlen

natürlich nicht.

Durch die zahlreich verwendeten Abbildungen,

Tabellen und Karten wird das

Buch von Heinz Assmann zu einem abwechslungsreichen

Leseereignis und

bringt so, im übertragenen Sinn, „Mehr

Licht …“ in die Entwicklung der Energieversorgung

„…zwischen Ruhr und Lippe“.

Kontakt

Heinz Assmann

Tel.: 02381/57678

160 Seiten, ca. 200 Abbildungen,

Karten und Tabellen, DIN A4,

fester Einband, Preis: 19,95 €,

ISBN 978-3-929158-28-1

bergbau 2/2013 59


Bergwerksbetrieb

Rückzug des Bergwerkes Ost

aus dem Grubenbetrieb

Oberbergrat Jörg Tuschmann und Bergamtsrat Dieter Albrecht, Dortmund*

Nach Einstellung der Förderung

auf dem Bergwerk Ost am

30.09.2010 wurde unmittelbar

danach mit dem Rückzug aus den

Baufeldern und dem allgemeinen

Grubengebäude begonnen. Das

verbleibende Restgrubengebäude

des Bergwerkes Ost, Bereich

Heinrich Robert, wurde unter

Federführung von Dezernat 62 in

enger Kooperation mit Dezernat

63 für die Errichtung eines zentralen

Standortes für eine Wasserhaltung

vorbereitet. Schwerpunkte

bei der Ausübung der Bergaufsicht

waren die Sicherstellung der

ordnungsgemäßen Entsorgung

sämtlicher wasser- und umweltgefährdender

Stoffe aus dem Grubengebäude,

die Sicherstellung

einer nachhaltigen Wasserwegsamkeit

in den endgültig abzuwerfenden

Grubenbauen sowie der

Schutz der Tagesoberfläche vor

unkontrollierten Gasaustritten.

Die Geschichte des Bergwerkes Ost

begann 1873 mit dem Teufen des Schachtes

Grillo 1 des Bergwerkes Monopol in

Kamen. Benachbarte Bergwerke in Bergkamen

waren später die Schachtanlagen

Grimberg 1/2, Grimberg 3/4 und Haus

Aden und auf Hammer Stadtgebiet das

Bergwerk Heinrich Robert. In Folge mehrerer

Anpassungsmaßnahmen des nordrhein-westfälischen

Steinkohlenbergbaus

kamen im Laufe der Zeit weitere Baufelder

nach Stilllegungen der umliegenden

Bergwerke Gneisenau, Werne, Königsborn

und Radbod hinzu. Am 01.04.1998

wurden dann in Folge der kohlepolitischen

Vereinbarungen vom März 1997 die bis

dahin eigenständigen Bergwerke Heinrich

Robert und Haus Aden/Monopol zum

Verbundbergwerk Ost zusammengeführt

(Bild 1). Der Abbau von Steinkohle erfolgte

in Teufen bis rd. 1 500 m NN. [1]

Aufgrund der Vorgaben des Gesetzes

zur Finanzierung der Beendigung des

subventionierten, deutschen Steinkohlenbergbaus

zum Jahr 2018 (Steinkohlefinanzierungsgesetz)

wurde am 09.06.2008

vom Aufsichtsrat der RAG Aktiengesellschaft

die Stilllegung des Bergwerks Ost

zum 30.09.2010 beschlossen.

*Oberbergrat Dipl.-Ing. Jörg Tuschmann

Bezirksregierung Arnsberg

Dezernat 62

Goebenstraße 25

44135 Dortmund

Tel.: 02931/823650

Fax: 02931/8247282

E-Mail:

joerg.tuschmann@bezreg-arnsberg.nrw.de

Internet: www.bezreg-arnsberg-nrw.de

Bergamtsrat Dipl.-Ing. Dieter Albrecht

Bezirksregierung Arnsberg

Dezernat 62

Goebenstraße 25

44135 Dortmund

Tel.: 02931/823986

Fax: 02931/8245001

E-Mail:

dieter.albrecht@bezreg-arnsberg.nrw.de

Internet: www.bezreg-arnsberg-nrw.de

Zum Zeitpunkt der Stilllegung war das

285 km 2 große Grubenfeld durch 9 Tagesschächte

erschlossen. Die Länge des

Streckennetzes betrug 69 km. Am letzten

Gewinnungstag wurden die beiden

noch laufenden Abbaubetriebe R 322 und

R 332 im Flöz Röttgersbank eingestellt

(Bild 2).

Für die Einstellung des Betriebes war

gemäß § 53 Abs. 1 Bundesberggesetz

(BBergG) ein Abschlussbetriebsplan aufzustellen.

Dieser hatte Angaben über die

technische Durchführung und die Dauer

der beabsichtigten Betriebseinstellung sowie

den Nachweis, dass die in § 55 Abs. 2

Nr. 3 bis 13 und Absatz 2 BBergG bezeichneten

Voraussetzungen erfüllt sind,

zu erbringen. Der Abschlussbetriebsplan

umfasste im Wesentlichen die Beschreibung

der stillzulegenden Betriebsbereiche

mit der Betriebschronik, Angaben über die

beabsichtigten Abschlussarbeiten, den

zeitlichen Ablauf der Abschlussarbeiten

(Rückzugsphasen), die Auswirkungen auf

das Grubenwasser sowie den Schutz der

Tagesoberfläche. Für die geplante Errichtung

einer zentralen Wasserhaltung war

das sogenannte wassertechnische Feinkonzept

darzulegen (Bild 3). Die untertägige

Ausgasung und die wettertechnischen

Verhältnisse während des Rückzugs sowie

das Ausgasungs- und Entgasungskonzept

für das stillzulegende Bergwerk

Ost im Hinblick auf die Vermeidung von

Ausgasungsgefahren an der Tagsoberfläche

wurden durch hierfür anerkannte

Sachverständigenstellen begleitet.

Ein Schwerpunkt bei der Ausübung

der Bergaufsicht war unter anderem die

1 Luftbild Tagesanlagen Betriebsbereich Heinrich Robert 2 Grubenbild

60 bergbau 2/2013


Bergwerksbetrieb

3 Wasserhaltungskonzept Bergwerk Ost

4 Geräumter Grubenbau vor dem

Abdämmen

5 Holzfänger

6 Rohrleitung mit Kiesschüttung

Sicherstellung der ordnungsgemäßen Entsorgung

von bergbaulichen Abfällen unter

Beachtung der Vorgaben des § 22a

Allgemeine Bundesbergverordnung (AB-

BergV). Für den Vollzug des § 22a AB-

BergV wurde die mit der Bezirksregierung

Arnsberg abgestimmte „RAG-Regelung

zum Umgang mit Betriebsmitteln/Materialien

beim Rückzug aus dem Grubengebäude“

herangezogen. Alle abzuwerfenden

Grubenbaue wurden vor dem

endgültigen Abdämmen von Vertretern

des Dezernats 62 abschließend befahren.

Besondere Beachtung fanden dabei die

Entfernung aller wasser- und umweltgefährdender

Stoffe aus den Grubenbauen,

z.B. Betriebsflüssigkeiten (Altöle, Fette,

Hydraulikflüssigkeiten, Treibstoffe), elektronische

Bauteile und Leuchtstoffröhren,

Gefahrstoffe sowie sonstiger vergleichbarer

Abfälle. Erst daran anschließend

wurden die Abdämmungen der jeweiligen

Grubenbaue freigegeben (Bild 4).

Die Herstellung von Haupt- und Nebenwasserwegen

zur Sicherstellung einer

nachhaltigen Wasserwegsamkeit

in den endgültig abzuwerfenden

Grubenbauen bildete

einen weiteren Aufgabenschwerpunkt.

Zur Besicherung

der Wasserwegsamkeiten in

den Grubenbauen wurden an

festgelegten Stellen sogenannte

Holzfänger (Bild 5) errichtet,

um evtl. aufschwimmende

Materialien von den zukünftigen

Wasserannahmedämmen

fernzuhalten. Zudem wurden

Rohrleitungsstränge zur Wasserdurchleitung

auf der Sohle

ausgelegt, die alle 50 m mit

Trennstellen und Kiesschüttungen

versehen waren. (Bild 6).

Zur Vermeidung sich unkontrolliert

anstauender Grubenwässer

wurden vorhandene Wasserlösungsbohrungen

sowie Dammrohre und

sonstige Rohrleitungen in den bisherigen

Abschluss- und Wasserannahmedämmen

vor dem endgültigen Rückzug aus dem jeweiligen

Grubengebäude geöffnet.

Eine weitere Maßnahme zur Sicherstellung

einer ungestörten Wasserwegigkeit

bestand darin, die Wassertröge des konstruktiven

Explosionsschutzes vor der Abdämmung

auszubauen, da diese ebenfalls

als schwimmfähiges Material die Wasserwegigkeiten

negativ beeinflussen könnten.

Die Bedingungen für den vorzeitigen

Ausbau des konstruktiven Explosionsschutzes

wurden vom Dezernat 62 unter

Beteiligung der zuständigen Sachverständigenstelle

festgelegt. Maßgebende Aspekte

für die jeweilige Entscheidungsfindung

waren insbesondere die Begrenzung

des zulässigen CH 4 -Gehaltes im freien

Wetterstrom auf 0,3% durch geeignete

wettertechnische Maßnahmen, die Aufrechterhaltung

und Kontrolle des präventiven

Explosionsschutzes (Staubbindeverfahren),

eine verdichtete Messtechnik

sowie eine enge zeitliche Befristung des

Zeitraums zwischen Ausbau der Explosionssperren

und der Abdämmung des betroffenen

Grubenbaus.

Mit dem letzten Einsatz der Grubenwehren

des Bergwerkes Ost sowie der

Hauptstelle für das Grubenrettungswesen

am 27.09.2011 wurde der Rückzug aus

dem Grubengebäude des Bergwerks Ost

abgeschlossen. Im Zuge dieser letzten

Grubenwehreinsätze wurden die für das

Wasserwegigkeitskonzept erforderlichen

Abschlussdämme zu den ehemaligen

Baufeldern geöffnet sowie noch vorhandenes

schwimmfähiges Material, welches

die Wasserwegigkeit blockieren könnte,

aus der Grube entfernt. Mit dem Schließen

der nicht für die Wasserwegigkeit erforderlichen

Dämme wurde das offene untertägige

Streckennetz um 43 km auf 26 km

reduziert (Bild 7).

Neben den beschriebenen

Maßnahmen im Rahmen des

Rückzuges wurden zwischenzeitlich

die Tagesschächte Grillo

1 und Lerche unter Federführung

von Dezernat 63 verfüllt.

Am 01.10.2011 erfolgte die

Umwidmung des stillgelegten

Bergwerks Ost in die Wasserhaltung

Ost, dessen Betrieb

nun in einem entsprechenden

Hauptbetriebsplan geregelt

wird. Die Annahme der anfallenden

Grubenwässer erfolgt

an den Standorten Haus

Aden 2 (-940 m NN) und Heinrich

Robert (7. Sohle, 1 120 m

NN).

bergbau 2/2013 61


eschweizerbart_xxx

eschweizerbart_xxx

Bergwerksbetrieb

7 Grubengebäude heute

Um den Wasseranstieg im Grubengebäude

des Flutungsbereiches der Wasserhaltung

Ost durch ein geeignetes Monitoring

begleiten zu können, wurden die

verfüllten Schächte Lerche und Grillo 1 mit

Lotungsleitungen versehen. Hochwassermelder

in der ehemaligen Südachse Monopol

Lerche zeigen bei -1 400 m NN, bei

-1 350 m NN und bei -1 300 m NN zeitnah

den jeweiligen Wasserstand an.

Ein nächster Schritt zur Verkleinerung

des Wasserhaltungsstandorts Ost ergibt

sich aus einem Beschluss des Vorstandes

8 Donarfeld

der RAG Aktiengesellschaft – Deutsche

Steinkohle vom 18.10.2011, wonach sich

die RAG abschließend auch aus dem sogenannten

Betriebsbereich Radbod durch

Verfüllung der Schächte Radbod 5 und 6

zurückziehen wird. Das Radbodfeld ist in

der Vergangenheit für die Option offengehalten

worden, im sogenannten „Donarfeld“

nördlich der Stadt Hamm zwischen

Herbern, Walstedde, Drensteinfurt und

Bockum-Hövel zukünftig noch Kohleabbau

betreiben zu können (Bild 8).

Für die endgültige Umsetzung des

Wasserhaltungskonzepts Ost ist z.Zt. ein

Zeitraum bis 2018 angesetzt. Die jeweils

erforderlichen Planungsschritte werden

von der Bezirksregierung Arnsberg Abteilung

6 zu gegebener Zeit zu prüfen sein.

Literaturverzeichnis

[1] Glückauf Nr. 136 (2000) Nr. 1/2, Bergwerksdirektor

Dipl.-Ing. Scheidat und Markscheider

Franz-Josef Kirsch:

Das Steinkohlenbergwerk Ost

Fotos: Bezirgsregierung Arnsberg

Buchbesprechung

Das Kompakt-Lehrbuch Bodenkunde

in Stichworten gehört seit mehr als 40

Jahren zur geowissenschaftlichen Standardliteratur

an Universitäten, Fachhochschulen,

Schulen und weiteren Bildungsstätten.

Das kleine Lehrbuch wurde 1969

von Prof. Dietrich Schröder konzipiert

und bis zu seinem Tode 1988 aktualisiert.

Danach wurde diese Aufgabe von Prof.

Winfried E. H. Blum übernommen.

Aufgrund des inzwischen angewachsenen

Wissens über den Boden und seine

Funktionen für Mensch und Umwelt, war

es 2007 notwendig geworden, das Kompakt-Lehrbuch

neu zu schreiben. Dabei

erhielt das Lehrbuch eine neue Gliederung;

einige Teile der früheren Auflage

wurden nach gründlicher Überarbeitung

Bodenkunde in Stichworten

Bodenkunde Bodenkunde

in Stichworten

in Stichworten

Winfried E. H. Blum

Winfried E. H. Blum

7., neu bearbeitete und ergänzte Auflage

H I R T S S T I C H W O R T B Ü C H E R

7., neu bearbeitete und ergänzte Auflage

H I R T S S T I C H W O R T B Ü C H E R

übernommen und ergänzt.

Die nun vorliegende 7., neu bearbeitete

und ergänzte Auflage von 2012 berücksichtigt

neue Entwicklungen im Bereich

der Bodensystematik und der Bodenklassifikation,

vor allem die Kapitel Bodeneigenschaften,

Entwicklung der Böden

und Bodenklassifikation wurden erweitert;

neue Themen, wie z.B. Bodenforensik,

wurden ergänzt.

2012. 7. neu bearbeitete und ergänzte

Auflage. XI , 176 Seiten, 69 Abbildungen,

25 Tabellen, 18 x 13 cm, 320 g, Sprache:

Deutsch, (Hirt‘s Stichwortbücher)

ISBN 978-3-443-03120-6, brosch.,

Preis: 19.90 €

Internet: www.schweizerbart.de

62 bergbau 2/2013


Gebirgsbeherrschung

Bergbauinduzierte Seismizität im Umfeld der

Uranerzgrube Schlema-Alberoda

Assessor des Markscheidefachs Dr.-Ing. Olaf Wallner, Diplomgeologe Axel Hiller, Chemnitz*

Die Uranerzgrube Schlema-

Alberoda der Wismut GmbH

befindet sich im Westerzgebirge,

zwischen den Ortschaften Aue,

Schneeberg und Hartenstein. In

dem ca. 22 km² großen, von der

Grube beeinflussten Gebiet liegt

die Ortschaft Bad Schlema mit ihren

Ortsteilen Oberschlema, Niederschlema

und Wildbach sowie

der Ortsteil Alberoda der Stadt

Aue (Bild 1). Das bedeutendste

Gewässer ist die von Süd nach

Nord das Areal durchfließende

Zwickauer Mulde. Das Territorium

kann als dicht besiedelte Mittelgebirgslandschaft

bezeichnet werden,

die durch über Jahrhunderte

währenden Bergbau geprägt ist.

Nach 1945 begannen unter anderem

im Gebiet um Schneeberg

und Schlema die Erkundungsarbeiten

auf Uranerze durch die damalige

sowjetische „Sächsische

Bergverwaltung“.

In den bereits durch das

radiumhaltige Wasser bekannten

Vorkommen unter dem Kurort

Oberschlema setzten 1946 die intensiven

Erkundungs- und Gewinnungsarbeiten

ein. Bis 1959 wurde

die Teillagerstätte Oberschlema

abgebaut. Der Abbau reichte bis

in eine Teufe von 750 m.

Mit der Ausdehnung der Suchund

Erkundungsarbeiten nach

Nordosten wurden 1948 die ersten

uranerzführenden Gänge der

Teillagerstätte Niederschlema-

Alberoda nachgewiesen. Die

Gewinnungsarbeiten begannen

1949 und hatten Mitte der 1960er

Jahre ihren Höhepunkt mit einer

Jahresproduktion von über 4 000 t

Uran. 1986 wurde die tiefste Sohle,

die -1 800-m-Sohle, erreicht.

Insgesamt wurden in beiden

Teillagerstätten ca. 49,5 Mio. m³

Gestein gelöst und 80 500 t Uran

im Erz gefördert. Das waren

nahezu 35 % der Gesamtproduktion

der SDAG Wismut.

Die Lagerstätte ist durch zahlreiche

Tagesschächte und Blindschächte aufgeschlossen

sowie durch Querschläge und

Feldstrecken bei einem Sohlenabstand im

oberen Bereich von 30 m und im unteren

Bereich von 45 m ausgerichtet worden.

Alle Sohlenangaben beziehen sich auf

das Niveau des Markus-Semmler-Stollens

in Oberschlema als 0 m-Sohle.

Die Vorrichtung der Abbaublöcke erfolgte

durch Gangstrecken und Überhauen.

Abbauverfahren waren in der Regel der

Firstenstoßbau und daraus abgeleitete

Verfahren. Im Normalfall wurden die Abbaue

mit Eigenversatz versetzt, wobei die

obere Abbaugasse offen blieb. Besonders

in der Teillagerstätte Oberschlema wurde

nach dem Ende der Gewinnung in großem

Umfang Versatz aus den Abbauen abgezogen.

Diese auch als Abzugsblöcke benannten

Abbaue blieben in der Regel unversetzt.

Die Gewinnung wurde 1990 eingestellt und

die Flutung der Grube begann.

Geologie

Die hydrothermale Uran-Ganglagerstätte

Schlema-Alberoda mit den beiden

Teillagerstätten Oberschlema und Niederschlema-Alberoda

ist Bestandteil der

Lößnitz-Zwönitzer-Zwischenmulde, die in

die zur variszisch konsolidierten Fichtelgebirgs-Erzgebirgs-Antiklinalzone

gehörenden

Erzgebirgsrandzone einzuordnen

ist (Bild 2).

*Assessor des Markscheidefaches,

Dr.-Ing. Olaf Wallner

Leiter Abteilung Koordinierung/Markscheidewesen

Wismut GmbH

Bereich Sanierung Aue

Jagdschänkenstraße 29

09117 Chemnitz

Tel.: 037605 / 80-150

Fax: 037605 / 80-594

E-Mail: o.wallner@wismut.de

Internet: www.wismut.de

Diplomgeologe Axel Hiller

Leiter Geologisches Archiv

Wismut GmbH

Bereich Ingenieurwesen Strahlenschutz

Jagdschänkenstraße 29

09117 Chemnitz

Tel.: 037605 / 80-124

Fax: 037605 / 80-594

E-Mail: a.hiller@wismut.de

Internet: www.wismut.de 1 Übersichtskarte, topografische Grundlage [6]

bergbau 2/2013 63


Gebirgsbeherrschung

2 Geologische Übersichtskarte Lagerstätte Schlema-Alberoda [1]

Die Rahmengesteine der Lößnitz-Zwönitzer

Zwischenmulde werden durch eine ordovizische

Folge heller Phyllite gebildet, in

die horizontweise Lagen von Quarzitschiefern

eingelagert sind, die den Faltenbau

dieses Gesteinskomplexes verdeutlichen.

Die Lößnitz-Zwönitzer Zwischenmulde wird

von Gesteinen des obersten Ordoviziums,

des Silurs und des Devons (?) aufgebaut.

Es handelt sich hauptsächlich um helle

und dunkle, zum Teil kohlenstoffführende

Phyllite (Quarz-Serizit-Schiefer, Quarz-

Chlorit-Serizit-Schiefer usw.), Kiesel- und

Alaunschiefer, Metakarbonate sowie Metadiabase

in häufiger Wechsellagerung.

Die Gesteine streichen wie die Rahmengesteine

W-E bzw. SW-NE und fallen mit

50° bis 55° nach Nord bzw.

NW ein. Die Lößnitz-Zwönitzer

Zwischenmulde wurde im Resultat

variszischer Prozesse

faktisch isoklinal in das Rahmengebirge

eingefaltet und intensiv

tektonisch verschuppt. Im

Zuge dieser variszischen Einengungstektonik

entstand ein

Kluft-Gang-System, dass durch

nachfolgende Granitintrusionen

und Bruchschollentektonik weiter

ausgestaltet wurde.

Von besonderer Bedeutung

sind das schichtgebundene

Scherkluftsystem der Lagerstätte,

hauptsächlich die E-W streichenden

so genannten Längs-

3 Modell der induzierten Gebirgsstöße infolge intensiver

Abbautätigkeit [2]

störungen wie „Union“, „Inge“, „Sinaida“,

„Erna“ und „Gera“ mit einem Einfallen von

40° bis 50° in Richtung Nord bis NW, und

das Zugkluftsystem mit NE-SW und NW-

SE streichenden, steil stehenden, in der

Regel intensiv mineralisierten Gangstrukturen.

Während die erzgebirgisch streichenden

Gangstrukturen vorwiegend mylonitisch-quarzige

Ausfüllungen führen, wurde

in den herzyn streichenden Gangstrukturen

eine mehrphasige hydrothermale

Mineralisation abgesetzt. Die NW-SE

streichenden Zugspalten sind als die eigentlichen

Erzgänge zu betrachten.

Die Lagerstätte befindet sich im nördlichen

Exokontakt des Auer Granitmassives,

das dem Eibenstock-Karlsbader-Granitmassiv

vorgelagert ist. Die Platznahme

der Granite erfolgte im Kreuz zweier

großtektonischer Elemente, der Gera-

Jáchymov-Störungszone und der bereits

erwähnten Lößnitz-Zwönitzer Zwischenmulde.

Die Granitoberfläche taucht mit 35°

bis 45° nach Norden bzw. Nordwesten ab

(Bild 3).

Das Auer Granitmassiv ist verantwortlich

für die Aufwölbung der Hüllgesteine

und für die Kontaktmetamorphose, die bis

in eine Entfernung von 1 200 m vom Granit

nachweisbar ist. Speziell im Kontaktbereich

treten auch Eruptivgesteinsgänge

wie Aplite, Kersantite und porphyrische

Granite auf.

Das Kluft-Gang-Netz erfuhr wiederholte

Öffnungsbewegungen und war so in der

Lage eine mehrphasige Mineralisation

aufzunehmen. Diese Mineralisation stellt

eine komplizierte, überwiegend hydrothermal

gebildete Abfolge dar. Für die Urangewinnung

besaßen die variszische Kammquarz-Calcit-Pechblende-Formation

und

die postvariszische Magnesiumkarbonat-

Pechblende-Stinkspat-Formation die größte

Bedeutung. Die Uranmineralisation trat

in den Gängen in Form von Pechblendelinsen

und -lagen mit sehr unterschiedlichen

Mächtigkeiten zwischen 0,5 cm und

mehreren dm auf. Erzlinsen hatten Größen

von 0,1 m² bis zu mehreren hundert

m 2 und sind in der Gangfläche in Form

von Erzfällen konzentriert, deren Einfallen

zumeist dem Verlauf der Gesteinskontakte

folgt.

Allein in der Teillagerstätte Niederschlema-Alberoda

kann man von 1 000 bis

1100 erkundeten und abgebauten Gangstrukturen

ausgehen. In Einzelfällen konnte

die Uranvererzung auf den bedeutendsten

Gängen eine Teufenerstreckung bis

über 1000 m erreichen.

Die Ausfällung der Uranminerale war

an bestimmte geologische Verhältnisse

gebunden. Einige wichtige geologische

Besonderheiten waren:

● der Kontakthof des Granites

(außerhalb keine bauwürdige

Uranvererzung)

● Wechsellagerung von Gesteinen

mit unterschiedlichen

physiko-chemischen Eigenschaften

● besondere strukturell-tektonische

Bedingungen wie Gangkreuze,

Gangscharungen,

Verwerfungen, Auftrümerungen

● topomineralogische Faktoren.

Die Wahrscheinlichkeit der Ausbildung

bauwürdiger Uranvererzungen

wuchs mit der Kombination

mehrerer Faktoren in

einem engen Gebiet [1].

64 bergbau 2/2013


Gebirgsbeherrschung

Flutungsverlauf

Die Flutung der Grube Schlema-Alberoda

begann am 02.07.1990. Insgesamt ist in

den beiden Lagerstättenteilen ein Grubenhohlraum

von 35,6 Mio. m³ zu fluten.

Davon entfallen ca. 27,3 Mio. m³ auf die

Teillagerstätte Niederschlema-Alberoda.

Die Flutung erfolgt ausschließlich auf

natürliche Weise über Klüfte und Spalten,

wobei ein Teil der zufließenden Wässer

dem Vorfluter Zwickauer Mulde entstammt.

Die Niederschlagsabhängigkeit

der ermittelten Zuläufe zeigt, dass der

Flutungsraum großflächig durch Sickerwässer

gespeist wird. Anhand der langjährigen

Beobachtungen kann der durchschnittliche

Zulauf zur Grube mit 800 m³/h

angegeben werden, wobei Zulaufspitzen

bis zu 1 800 m³/h auftraten.

Auf Grund des geochemischen Milieus

der Lagerstätte Schlema-Alberoda reichert

sich das Flutungswasser mit Uran,

Radium, Arsen und weiteren Schwermetallen

an. Um die Flutungswässer in die

Vorflut einleiten zu dürfen, ist eine Wasserbehandlung

erforderlich.

Mit der seit Dezember 2000 fertiggestellten

Wasserbehandlungsanlage können

maximal 1 150 m³/h Flutungswasser

gereinigt werden. Damit ist eine gesteuerte

Flutung möglich.

Der endgültige Flutungsspiegel wird

sich in einem Niveau von 322,9 m NN, ca.

5 m unter der Talaue von Niederschlema,

einstellen.

Um bei schwankenden Zuläufen einen

kontinuierlichen und effektiven Betrieb

der Wasserbehandlungsanlage zu gewährleisten,

ist ein Wasserspeicher zur

Pufferung erforderlich. Dieser sogenannte

Pufferspeicher dient gleichfalls der

Kompensation von Anlagenstillständen.

Entsprechend großer Hohlraum steht

in der Grube zwischen der

–30-m-Sohle und dem zukünftigen

natürlichen Überlauf bei

323 m NN zur Verfügung.

Um einen unkontrollierten

Übertritt von kontaminiertem

Flutungswasser in die Vorflut

auch bei extremen Zuläufen

auszuschließen, wird der Flutungswasserspiegel

langfristig

ca. 20 m unter dem Niveau der

Zwickauer Mulde gehalten.

Abbauinduzierte

Seismizität

Bereits Ende der 1960er

Jahre traten bei Auffahrungen

im Granit in Teufen über

1 000 m Gebirgsstöße im Konturbereich

der Grubenbaue auf.

Zu ihrer Bekämpfung wurde mit

Erfolg das vorlaufende Entlastungssprengen

mit Kontrolle durch geophysikalische

Methoden angewendet.

Neben Gebirgsschlägen im Konturbereich

von Auffahrungen in magmatischen

Gesteinen wurden Ende der 1970er Jahre

auch unterirdische Erschütterungen beobachtet.

Später wurden diese Erschütterungen

als Gebirgsstöße qualifiziert.

Erste Gebirgsstöße im Gebiet der Auffahrungen

zu einem Kammerkomplex auf der

–1 305-m-Sohle standen im Zusammenhang

mit dem Abbau auf großflächig abgebauten

geologischen Strukturen.

Am 25.09.1979 ereignete sich um

02.02 Uhr der stärkste Gebirgsstoß während

der Gewinnungstätigkeit. Für dieses

seismische Ereignis wird eine Magnitude

von ca. 2,9 und eine Intensität von 5º

nach der Intensitätsskala von Medvedev,

Sponheuer und Karnik (MSK) ausgewiesen.

Die Herdtiefe des Ereignisses wurde

zunächst mit 2 km abgeschätzt und später

mit 5 ±1,8 km angegeben [3].

Zu diesem Zeitpunkt war der Abbau in

eine Teufe von ca. 1 300 m vorgedrungen.

Der geschaffene Abbauhohlraum betrug

zu diesem Zeitpunkt etwa 13,7 Mio. m³,

ca. 89 % des später insgesamt auf Gangstrukturen

aufgefahrenen Hohlraumes.

Besondere Auswirkung hatte das Ereignis

im Grubengebäude auf eine in einem

weiteren Kammerkomplex in einer Teufe

von über 1500 m betriebene zentrale Kälteanlage

für die Klimatisierung der Grubenwetter.

In zeitlicher Folge zu dem Ereignis vom

25.09.1979 konnten im Grubengebäude

immer wieder Erschütterungen beobachtet

werden, die dem Granitmassiv zugeordnet

wurden. Bis 1983 sind insgesamt

30 Wahrnehmungen von Erschütterungen

registriert worden.

Die mit dem Ereignis vom 25.09.1979

4 Epizentren der Herdgebiete im Bereich der Grube

Schlema-Alberoda [7]

eingeleitete Entwicklung der Seismizität

in dem durch den Abbau zweifellos

beanspruchten Granitmassiv mit ihren

Auswirkungen auf das Grubengebäude

waren Veranlassung für umfangreiche

markscheiderische Messungen und gezielte

wissenschaftliche Untersuchungen

dieses Phänomens. Weiterhin erfolgte

die Entwicklung und der Betrieb einer ortungsseismischen

Anlage.

Gegen Ende 1983 begann die systematische

Registrierung und Ortung von

im Bereich der Lagerstätte zu beobachtenden

seismischen Ereignissen. Bei der

Mehrzahl der Ereignisse lag der Herd im

Granit. Die Herde von ca. 30 % der georteten

Ereignisse lagen nach den Ortungsergebnissen

im Schieferpaket.

Im Ergebnis der durchgeführten geomechanischen

Untersuchungen konnte

nachgewiesen werden, dass durch die

Abbautätigkeit der im Granit gegebene

komplizierte, äußerst inhomogene Ausgangsspannungszustand

weitreichend umverteilt

wird. Es kommt zu einer erhöhten

Beanspruchung der in den Granit hineinreichenden

Strukturen, was zu Scherbrüchen

in diesen führt.

Der Mechanismus der Gebirgsstöße

wurde als abschnittsweiser Scherbruch

auf in das Granitmassiv hineinreichenden

Gangstrukturen, hervorgerufen durch die

abbaubedingte Spannungsumverteilung

im Massiv, qualifiziert (Bild 4).

Die geophysikalische Auswertung und

geomechanische Interpretation der seismischen

Ereignisse führten zu einem

umfangreichen Regelwerk für die Gestaltung

und die Technologie bergmännischer

Auffahrungen. Sie dienten zur ständigen

Verbesserung der Arbeitssicherheit unter

Tage [2]. Die strikte Umsetzung der

Regelungen zur Beherrschung der geomechanischen

Probleme war

eine Vorrausetzung für das Vorantreiben

der Bergbaues ohne

größere Vorkommnisse in Teufen

von nahezu 2000 m.

Flutungsinduzierte

Seismizität

Zur Erfassung der flutungsinduzierten

Seismizität wurde

1993 die Seismische Überwachungsanlage

3 (SÜA 3) in Betrieb

genommen. An die Anlage

sind derzeit 40 Geophone und

ein Hydrophon, die über der

Grube Schlema-Alberoda verteilt

sind, angeschlossen.

Aus der Analyse der Seismizität

während der Abbauphase

wurden Prognosewerte für die

maximal zu erwartende Magnitude

M = 2 und für die maximal

bergbau 2/2013 65


Gebirgsbeherrschung

zu erwartende Intensität der Bodenerschütterung

I = 3º bis 4º nach der MSK-

Skala für flutungsbedingte, abbaubezogene

seismische Ereignisse abgeleitet [2].

Von April 1993 bis Januar 2012 sind

1 642 seismische Ereignisse aus der Grube

Schlema-Alberoda und deren näherem

Umfeld mit der SÜA 3 erfasst, geophysikalisch

ausgewertet und geomechanisch

interpretiert worden. Davon können 1 582

seismische Ereignisse speziellen Herdgebieten

zugeordnet werden. Die restlichen

Ereignisse traten verteilt im unverritzten

Schiefergebirge, im Grubengebäude oder

im Umfeld der Teillagerstätte Oberschlema

auf.

Zur Klassifizierung und Vergleichbarkeit

der Gebirgsstöße wurde der Schnellewert

s 1 500 eingeführt. Er beschreibt die

Maximalgeschwindigkeit der Bodenbewegung,

die im Mittel in 1 500 m Entfernung

vom Herd auftritt. Die festgelegte Referenzentfernung

entspricht etwa der mittleren

Teufe der Herde unter der Tagesoberfläche.

Somit stellt die Bewertungsgröße

s 1 500 einen Schätzwert für die vertikale

Schwinggeschwindigkeit im Epizentrum

eines jeden seismoakustischen Ereignisses

dar. Daraus lässt sich die mögliche

Schadenswirkung der Gebirgsstöße auf

Gebäude entsprechend der DIN 4150,

Teil 3 ableiten.

Anhand dieser Abschätzung wurden die

seismischen Ereignisse zur Vergleichbarkeit

und weiteren Bewertung in Klassen

eingeteilt (Tabelle 1).

Da der Schnellewert und seine Klassifizierung

für die weitere geomechanische

Interpretation verwendet werden, wurde

der Zusammenhang zwischen der Bewertungsgröße,

dem seismischen Moment,

der Lokalmagnitude und der seismischen

Energie untersucht. Die Untersuchung ergab,

dass die auf unterschiedliche Art aus

den Seismogrammen ermittelten Maßzahlen

für die Stärke eines seismischen Ereignisses

für die Verhältnisse der Teillagerstätte

Niederschlema-Alberoda miteinander

korrelieren. Deshalb kann der Schnellewert

s 1 500 als Maßzahl für die

Beschreibung der Ereignisstärke

und für die geomechanische

Interpretation des seismischen

Regimes verwendet werden [2].

Bisher konnten bei der

Flutung der Grube Schlema-

Alberoda 2 Kategorien von

seismischen Ereignissen beobachtet

werden. Eine Kategorie

sind schwache seismische

Ereignisse mit einem Schnellewert

s 1 500

Anteil der schwachen seismischen

Ereignisse an den insgesamt

erfassten seismischen

Ereignissen beträgt ca. 92 %.

5 Epizentren der Herdgebiete in Bezug zur Granitoberfläche und hineinsetzende

tektonische Bruchstrukturen [2]

Klasse

Schnellewert s 1 500 [mm/s]

1 < 0,01

2 > 0,01 bis < 0,03

3 > 0,03 bis < 0,10

4 > 0,10 bis < 0,30

5 > 0,30 bis < 1,00

6 > 1,00 bis < 3,00

7 > 3,00 bis < 10,00

Tabelle Klasseneinteilung seismischer Ereignisse nach dem

Schnellewert s 1 500

Sie sind diffus auf den gesamten gebauten

Lagerstättenbereich verteilt und

werden im Granit, im Schieferpaket, an

Gangstrukturen und im Grubengebäude

geortet. Sie können als flutungsbedingtes

mikroseismisches Rauschen klassifiziert

und einem allgemeinen seismischen Regime

zugeordnet werden. Die schwachen

seismischen Ereignisse repräsentieren

die allgemeine Reaktion des gesamten,

vom Abbau beeinflussten Gebirges auf

die Flutung.

Die 2. Kategorie sind stärkere und

starke seismische Ereignisse mit einem

Schnellewert s 1 500 > 0,1 mm/s. Der Anteil

der stärkeren und starken seismischen

Ereignisse an der Gesamtzahl der seismischen

Ereignisse beträgt ca. 8 %. Diese

seismischen Ereignisse überlagern den

mikroseismischen Rauschpegel. Sie sind

lokal begrenzt und an einige wenige Strukturen

im Granit sowie im Quarzitschiefer

gebunden. Ihr Auftreten ist diskontinuierlich

und gehäuft in bestimmten Phasen

des Flutungsprozesses. Die stärkeren und

starken seismischen Ereignisse repräsentieren

ein spezielles seismisches Regime,

in dem sich besondere Phasen der Beanspruchung

des Gebirges durch die Flutung

widerspiegeln.

Die im Granitmassiv und in den Quarzitlagen

im Südostteil der Teillagerstätte Niederschlema-Alberoda

georteten seismische

Ereignisse können 6 Herdgebieten,

die sich an vom Abbau vorbeanspruchten

Bruchstrukturen orientieren, zugeordnet

werden (Bilder 4 bis 6).

48 % der seismischen Ereignisse des

speziellen seismischen Regimes im Granitmassiv

ereigneten sich im Herd 1. Er

spielt damit eine dominierende Rolle. Bei

Herd 1 können vom Verhalten her 2 Teilbereiche

unterschieden werden. Der Teilbereich

1a umfasst das bereits durch Abbau

belastete Gebiet zwischen den Gangsystemen

„Rio Tinto/Nelson“ im Südwesten

und „Korund“ im Nordosten.

Die Teufe der seismischen Ereignisse

im Teilherd 1a liegt

zwischen 1 250 m und 2 500 m.

Teilherd 1b ist gebunden an

die Vergitterung der durch Abbau

belasteten Gangstruktur

„Beryll“ mit einer Vielzahl aushaltender,

in den Granit eintauchender

Kersantitgänge und

liegt in einer Teufe von 1 000 m

bis 2 400 m. Die Kersantitgänge

streichen etwa rechtwinklig zu

den gebauten Gangsystemen

„Beryll“ und „Rio Tinto/Nelson“.

Beide Teilherde waren bereits

in der Abbauphase aktiv.

66 bergbau 2/2013


Gebirgsbeherrschung

6 Schnitt durch die Hypozentren der flutungsinduzierten seismischen Ereignisse im Bereich

der Grube Schlema-Alberoda [7]

Herd 2 ist ebenfalls aus der Abbauphase

bekannt und befindet sich östlich von

Herd 1 im Bereich der Gänge „Ferrit“ und

„Leucit“ in einer Teufe von 1 400 m bis

2 300 m. Dem Herd 2 können 15 % der

seismischen Ereignisse des speziellen

seismischen Regimes im Granitmassiv

zugeordnet werden.

Herd 3, mit 26 % der seismischen Ereignisse

des speziellen seismischen Regimes

im Granitmassiv, befindet sich in einer

Teufe von 1 200 m bis 1 600 m und ist

an die intensiv gebaute Störung „Ruhmvoll“

mit ihren Begleittrümern gebunden.

Seismische Ereignisse aus Herd 3 wurden

erstmals 1993 registriert. Im Gegensatz

zu den anderen Granitherden gab er seit

1994 seine gespeicherte Energie mehrfach

schwarmbebenartig ab.

An der Struktur „Borna“, in einer Teufe

von 900 m bis 1 100 m, befindet sich

Herd 4. Mit 10 % der seismischen Ereignisse

des speziellen seismischen Regimes

im Granitmassiv spielt er nur eine

untergeordnete Rolle. Der relativ unauffällige

Herd 5 ist an die Störung „Schwerin“

gebunden. Herd 6 befindet sich an verschiedenen,

die Quarzitlagen im Ostteil

der Teillagerstätte durchsetzenden Strukturen.

Die Teufenlage reicht von 600 m bis

2 000 m.

Da die Aufzeichnung seismischer Ereignisse

mit der SÜA 3 erst mit Anfluten

der -1 080-m-Sohle im April 1993 möglich

war, fehlen genaue seismische Daten für

die vorangegangene Flutungsphase. Man

muss aber davon ausgehen, dass auch

nach Beginn der Flutung der Grube stärkere

seismische Ereignisse aufgetreten

sind. So wurden 1991 und 1992 jeweils

4 seismische Ereignisse im Grubengebäude

deutlich wahrgenommen, die dem

Herd 1 zugeordnet werden können. Am

11.09.1991 wurde ein über Tage subjektiv

wahrgenommenes und am Seismologischen

Observatorium Collm registriertes

seismisches Ereignis beobachtet.

Der Verlauf der Seismizität wird bestimmt

durch den mit aufsteigendem

Flutungsspiegel zunehmenden Porenwasserdruck

im vom Abbau zerstörten

Gebirgskörper. Durch das Eindringen des

Flutungswassers nimmt die Normalspannung

ab. Dies führt zu Dehnungen im Gebirgskörper

und, wie in der Abbauphase,

zur Umverteilung der Spannungen. Auf

die Spannungsumverteilung reagieren die

einzelnen Herdgebiete je nach mechanischem

Zustand mit einer plötzlichen Energieabgabe

in Form von mehr oder weniger

starken Erschütterungen.

Der mechanische Zustand des Gebirges

und der einzelnen Herde lässt sich

durch Summenkurven der Ereignisintensität

darstellen. In Anlehnung an die sogenannte

„Benioffkurve“ [4] wird für die

Grube Schlema-Alberoda als Energieäquivalent

der Schnellewert s 1 500 verwendet.

Unter Verwendung der Annahme von

Grünthal [5], dass die Gesamtaktivität

in einem Territorium von einem unteren

und einem oberen Grenzzustand gekennzeichnet

ist, lässt sich herdbezogen die

maximale Energiefreisetzung ermitteln.

Voraussetzung für die Konstruktion von

Grenzzuständen ist eine ausreichende

Anzahl von seismischen Ereignissen über

einen längeren Zeitraum. Möglich ist dies

für die Herde 1, 2 und 3. Von diesen Herden

sind gegenwärtig nur Herd 1 und Herd

3 in der Lage, die maximal prognostizierte

Magnitude M = 2 und die maximal zu erwartende

makroseismische Intensität der

Bodenerschütterung von I = 3º bis 4º MSK

auszulösen [2].

Die flutungsbezogene Summenkurve

der Intensität aller ausgewerteten Ereignisse

des speziellen seismischen Regimes

deutet auf bisher 3 Phasen im Ablauf

hin. Sie sind wesentlich durch die Entwicklung

im Herd 1 geprägt (Bild 7).

Berücksichtigt man die Beobachtungen

vor 1993, dann können einer mit Beginn

der Flutung einsetzenden Phase 1 mehrere

starke Einzelereignisse im speziellen

seismischen Regime zugeordnet werden.

Die seismischen Ereignisse folgen in den

Herden 1 und 3 einem durch einen oberen

und unteren Grenzzustand bestimmten

Regime, das Schwinggeschwindigkeiten

für Einzelereignisse bis zu ca. 2 mm/s zulässt.

Man kann die starken seismischen

Ereignisse der Phase 1 dem Lösen von

Restspannungen aus der Abbauphase

zuordnen. In diesem Zeitraum wurden an

der Tagesoberfläche über dem Grubenteil

Niederschlema-Alberoda noch geringfügige

abbaubedingte Senkungen ermittelt.

Die Phase 1 umfasst die Flutung bis Mitte

1996.

In einer sich anschließenden Übergangsphase,

der Phase 2, war eine vergleichsweise

geringe Seismizität zu beobachten.

Ab Februar 1998 begann die besonders

intensive 3. Phase im speziellen seismischen

Regime. Sie ist gekennzeichnet

durch eine Vielzahl stärkerer und starker

seismischer Ereignisse, die im Regime

des Herdes 1 zu einem deutlich erweiterten

Bereich zwischen dem oberen und

dem unteren Grenzzustand führen. Somit

sind stärkere Ereignisse als in der Phase 1

möglich. Weiterhin begann eine deutliche

Aktivität in den bisher relativ unauffälligen

Granitherden 2 und 4. In den Quarzitlagen

der Südostflanke der Lagerstätte ist eine

deutliche temporäre Aktivität zu verzeichnen.

Die 3. Phase im seismischen Regime

wird bestimmt durch den mit dem schnell

aufsteigenden Flutungswasser zunehmenden

Porenwasserdruck im vom Abbau

durchbauten Gebirgskörper. Die durch

das Eindringen der Flutungswässer in den

Porenhohlraum abnehmende Normalspannung

führt zu Dehnungen. Die Dehnung

wirkt allseitig auf das umgebende

Gebirge und führt damit auch zum Eintrag

von Spannungen in die seismisch aktiven

Herde im Granitmassiv. Auf den Eintrag

von Spannungen reagieren die einzelnen

Herde je nach mechanischem Zustand mit

einer plötzlichen Energieabgabe in Form

von seismischen Ereignissen. Über Tage

sind die Dehnungen als Bodenhebungen

nachweisbar.

Die 3. Phase des seismischen Regimes

ist charakterisiert durch eine wiederholte

Aktivierung des speziellen seismischen

Regimes bei Anstieg der Flutungsspiegels

in den Abbaubereichen der einzelnen

Sohlen. Überlagerungen bei kurzen

Flutungsintervallen führten zu einer in-

bergbau 2/2013 67


Gebirgsbeherrschung

7 Flutungsbezogene Summenkurve der Intensität und Phasen im

Verlauf der Seismizität [2]

8 Zeitbezogene Summenkurve der Intensität und Grenzzustände

für die Flutung des tagesnahen Grubenabschnittes

tensiven Seismizität. In dieser Phase

wurde am 12.03.2003 das bisher stärkste

flutungsinduzierte seismische Ereignis

mit einer Nahbebenmagnitude nach IIDA

von M N

= 1,6 und einem Schnellewert

s 1 500

= 4,04 mm/s beobachtet. Dieses

seismische Ereignis verursachte in unmittelbarer

Umgebung des Epizentrums

an der durch abbaubedingte Senkungen

vorbelasteten Bausubstanz Schäden [2].

Mit Flutung des tagesnahen Bereiches

der Grube Schlema-Alberoda seit Mitte

2 000 und der damit einhergehenden Reduzierung

der Anstiegsgeschwindigkeit

des Flutungswassers, ging die flutungsinduzierte

Seismizität kontinuierlich zurück

und folgt einem zeitlichen Verlauf (Bild 8).

In Abhängigkeit der Flutungsdynamik

wurden auch weiterhin im Gebirgskörper

Deformationen erzeugt und Spannungen

in die Granitherde eingetragen. Bei der

Energieabgabe traten in den letzten Jahren

die beiden Teilherde von Herd 1 in

den Hintergrund. Es reagierten verstärkt

die Herde 2 und 3. Vor allem die in den

Jahren 2010 und 2011 aus sanierungstechnischen

Gründen erfolgte Absenkung

des Flutungsspiegels um ca. 30 m führte

zum Spannungsaufbau im Herd 3. Dieser

baute die Spannungen im Januar 2012

mit einer Serie von 11 seismischen Ereignissen

ab. Das dabei stärkste seismische

Ereignis hatte eine Nahbebenmagnitude

nach IIDA von M N

= 1,2 und einen Schnellewert

s 1500

= 1,45 mm/s.

Schlussfolgerungen

aus der Analyse der

flutungsinduzierten

Seismizität

Mit der ständigen allgemeinen und

herdbezogenen Analyse der flutungsbedingten

Seismizität unter Anwendung der

Summenkurven der Bewertungsgröße

s 1 500

, der Ergebnisse der Präzisionsortung

und weiterer seismologischer Parameter

wurde ein Werkzeug geschaffen, mit dem

man kontinuierlich den geomechanischen

Zustand des unter Flutungseinfluss geratenen

Gebirges bewerten kann. Damit ist

eine ständige Kontrolle der Prognosewerte

möglich. Auf sich negativ verändernde

mechanische Zustände im Gebirge kann

reagiert werden. Insbesondere die Lokalisierung,

Interpretation und Bewertung

der in einzelnen Flutungsphasen gehäuft

auftretenden starken Einzelereignisse waren

Grundlage für die Beurteilung des jeweiligen

Flutungsregimes. Empfehlungen

zum Eingriff in das betrieblich realisierte

Flutungsregime waren nicht erforderlich.

Aus der bisherigen geomechanischen

Analyse der Seismizität können folgende

grundsätzliche Schlussfolgerungen gezogen

werden:

● Der flutungsbezogene mehr oder weniger

kontinuierliche Verlauf des mikroseismischen

Rauschpegels weist auf

das in erster Linie durch den Flutungsspiegelanstieg

bestimmte und auch realisierte

allgemeine seismische Regime

bei der Flutung der Lagerstätte Schlema-Alberoda

hin. Dabei wird in Phasen

längeren Pegelstillstandes auch eine

zeitabhängige Komponente wirksam.

Großräumige intensive gebirgsmechanische

Abläufe spiegeln sich in Summenkurven

der seismischen Intensität

wider. Längere gravierende Verzögerungen

sind aus dem bisherigen Verlauf

des Rauschpegels nicht zu erkennen.

Unterschiede in den realisierten Flutungsgeschwindigkeiten

haben offensichtlich

keine bleibenden und grundsätzlichen

Einflüsse auf den generellen

Verlauf des Rauschpegels. Damit kann

auf eine bisher kontinuierlich dem Flutungsspiegel

folgende Reaktion des

Gebirges geschlossen werden. Die laufende

Analyse des mikroseismischen

Rauschpegels hat sich in erster Linie für

die unmittelbare Kontrolle der Flutung

als geeignet erwiesen.

● Starke Einzelereignisse im speziellen

seismischen Regime sind bisher insbesondere

bei deutlichen Änderungen der

Spannungen in den Herdgebieten beobachtet

worden. Dabei wird die Anordnung

der Einzelereignisse durch das für

die jeweiligen Herde charakteristische

seismische Regime geprägt. Das bestätigt

die These von der hervorragenden

Rolle der Gebirgsspannungen

bei der Auslösung von seismischen

Ereignissen. Die Analyse der stärkeren

Einzelereignisse ist von besonderer

Bedeutung für die ständige Überprüfung

der prognostisch angegebenen

Maximalwerte für die Magnitude und

die Intensität. Bisher aktive Phasen im

speziellen seismischen Regime sind

geomechanisch interpretierbar und

können der prognostizierten Gebirgsreaktion

auf die Flutung zugeordnet

werden. Sie bestätigen die prognosegemäße

Reaktion des Gebirges auf die

Flutung und begründen damit auch die

Einhaltung der prognostisch angegebenen

Maximalwerte für Magnitude und

Intensität bei starken Einzelereignissen.

Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse

wird die bis zum endgültigen

Stillstand des Flutungsspiegels zu erwartende

Seismizität weiterhin beobachtet

und aus geomechanischer Sicht bewertet.

Fazit

Der WISMUT GmbH obliegt die Sanierung

der Hinterlassenschaften des bis

1990 auf der Lagerstätte Schlema-Alberoda

betriebenen Uranerzbergbaus. Ein Teilaspekt

ist die Flutung der Grube.

Mit dem Vordringen des Abbaus in die

Teufe kam es am 25.09.1979 zu einem

seismischen Ereignis mit einer Magnitude

von 2,9 aus dem die Lagerstätte unterlagernden

Granit. Daraufhin wurde der

68 bergbau 2/2013


Gebirgsbeherrschung

Mechanismus der Gebirgsstöße intensiv

erforscht und Maßnahmen zur Verbesserung

der Arbeitssicherheit unter Tage

abgeleitet.

Durch die Flutung der Grube treten weiterhin

Spannungsumlagerungen auf, die

zu seismischen Ereignissen aus dem Umfeld

der Grube Schlema-Alberoda führen.

Bei der Betrachtung der Seismizität

kristallisierten sich 6 Herdbereiche im Granit

und in Quarzitlagen heraus. Zur Vergleichbarkeit

und weiteren Bewertung der

induzierten Seismizität wurde die Bewertungsgröße

„Schnellewert“ eingeführt. Der

mechanische Zustand des Gebirges und

der einzelnen Herde lässt sich durch Summenkurven

der Schnellewerte darstellen.

Die Summenkurve zeigt bisher 3 Phasen

in Verlauf der Seismizität.

Die flutungsinduzierte Seismizität bestimmt

die 3. Phase im seismischen Regime.

Durch den mit dem aufsteigendem

Flutungswasser zunehmenden Porenwasserdruck

im vom Abbau durchbauten

Gebirgskörper werden Spannungen bis

in den Granit umverteilt. In dieser Phase

wurde am 12.03.2003 das bisher stärkste

flutungsinduzierte seismische Ereignis

mit einer Nahbebenmagnitude nach IIDA

von M N

= 1,6 beobachtet. Mit Flutung des

tagesnahen Bereiches der Grube Schlema-Alberoda

ging die flutungsinduzierte

Seismizität kontinuierlich zurück und folgt

seitdem einem zeitlichen Verlauf.

Quellen

[1] Hiller, A., Schuppan, W.: Geologie und

Uranbergbau im Revier Schlema-Alberoda

-Bergbaumonographie- ,Bergbau in Sachsen,

Band 14, Sächsisches Landesamt für Umwelt

und Geologie, Sächsisches Oberbergamt, Juni

2008

[2] Wallner, O.: Analyse bergbauinduzierter

Bodenbewegung und Seismizität während der

Gewinnungs- und Flutungsphase einer komplexen

Gangerzlagerstätte. TU Bergakademie

Freiberg, Institut für Markscheidewesen und

Geodäsie, Dissertation 2009

[3] Grünthal, G.: Erdbebenkatalog des Territoriums

der Deutschen Demokratischen Republik

und angrenzender Gebiete von 823 bis 1984.

In: Mitteilungen des Zentralinstituts für Physik

der Erde Nr. 99, Potsdam 1988

[4] Benioff, H.: Global strain and release as

revealed by great earthquake. In: Geol. Soc.

Amer. 62 1951

[5] Grünthal, G.: Zur Seismizität des Territoriums

der DDR. In: Gerlands Beiträge zur Geophysik,

Nr. 90, Seiten 202 bis 211, Leipzig 1981.

[6] (c) OpenStreetMap Mitwirkende, CC-BY-SA;

http://www.openstreetmap.org/, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

[7] Autorenkollektiv: Bergbauinduzierte Seismizität

im Umfeld der Uranerzgrube Schlema-Alberoda.

In: Erdbebenbeobachtung im Freistaat

Sachsen; Dreijahresbericht 2007 bis 2009,

Seiten 30 bis 33, Sächsisches Landesamt für

Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, Dresden

2011

Die Erstveröffentlichung des

Beitrages erfolgte in der Zeitschrift

„Markscheidewesen“, Jahrgang 119

(2012), Heft 1, Mai 2012

Alle Bilder von der Wismut GmbH

Buchbesprechung

Hier erzählt ein Mathematiker, der sein

ganzes Berufsleben lang engen Kontakt

mit Bergleuten hatte. Und ein „gelernter

Ossi“ berichtet, wie es an den DDR-

Hochschulen wirklich zuging - allerdings

am Beispiel der Bergakademie Freiberg,

die auch zu DDR-Zeiten etwas Besonderes

war.

Dietrich Stoyan ist Mathematikprofessor

und war von 1991 bis 1997 Rektor

der Bergakademie Freiberg. Er erzählt in

einer Serie von Kurzgeschichten Episoden

aus seinem Leben. Der 1940 Geborene

beginnt mit der atemberaubenden

Suche nach seinem im Krieg verschollenen

Vater. Dann folgen kurze Erlebnisse

aus seiner Kindheit im Kreis Halberstadt

und eine anschauliche Beschreibung seines

Studiums an der TU Dresden sowie

der ersten Jahre seines Berufslebens in

Freiberg in Sachsen, wo er seit 1964 lebt.

Danach kommen Szenen aus seinem

Wissenschaftlerleben an der Bergakademie,

die wie alle anderen Geschichten

Allgemein-Menschliches, zum Teil mit

Humor, behandeln. Der Autor hatte in der

DDR, in der Wendezeit und in den wilden

1990er Jahren spannende, manchmal

fast unglaubliche Erlebnisse.

Für die Leser dieser Zeitschrift ist sicher

der Rückblick auf die Zeiten interessant,

als die Tagebaukunde zur Tagebautechnik

wurde und man begann, Methoden

des Operations Research zur Analyse

In zwei Zeiten –

Ein Altrektor der TU Bergakademie Freiberg erzählt

bergbaulicher Prozesse einzusetzen.

An dieser Bewegung haben die Stoyans

einen gewissen Anteil. Er promovierte

1967 zum Dr.-Ing. und verfasste dann

zusammen mit seiner Frau ein Buch über

bergbauliche Fördersysteme, und seine

Frau schuf ein großes Simulationsprogramm

für die Kapazitätsermittlung der

Lausitzer Förderbrücken-Tagebaue.

Spannend ist die Beschreibung von

Stoyans Weg zum Rektor der Bergakademie,

von einem, der in der DDR abseits

stand (aber nie ein Widerstandkämpfer

war), zu einem, der in den 1990er Jahren

führend mitgestaltete und seinen Beitrag

dafür leistete, dass sich die Bergakademie

Freiberg seit der Wiedervereinigungso

gut entwickelte. Man erlebt hautnah

mit, wie Ministerpräsident Biedenkopf

zum Wohle Sachsens wirkte.

Stoyan erzählt mit gleicher Stimme von

der DDR-Zeit wie von seiner Zeit in der

Bundesrepublik und zeigt, dass er in ihr

angekommen ist. Er hatte interessante

Begegnungen mit Spitzenpolitikern und

Jounalisten aller Art, vor allem im Zusammenhang

mit seinem Euro-Münzen-

Projekt. Sein Buch ist ein einzigartiges

Zeitdokument und über weite Strecken

spannend wie ein Krimi.

Kontakt

Prof. Dr. Dietrich Stoyan

Institut für Stochastik

TU Bergakademie Freiberg

09596 Freiberg in Sachsen

Tel.: 03731 / 39 21 18

Fax: 03731 / 39 35 98

E-Mail:

stoyan@math.tu-freiberg.de

Internet:

www.mathe.tu-freiberg.de/Stoyan

Das Buch erscheint im Jacobs Verlag,

Lage 2012 und ist unter der

ISBN-Nummer: 978-3-89918-213-2

bestellbar

bergbau 2/2013 69


Aus- und Fortbildung

TFH Georg Agricola zu Bochum erweitert

Netzwerk in Russland –

Kooperation mit Technischer Universität im Kuzbass Revier

Die Technische Fachhochschule

(TFH) Georg Agricola zu Bochum

arbeitet seit Jahren eng mit

bedeutenden Technischen Universitäten

in Russland zusammen.

Zu den bisherigen Partnerhochschulen

in den Metropolen Moskau

und St. Petersburg fügt die

Bochumer Ingenieurhochschule

nun eine aus dem russischen


Staatliche Technische Univer-


Professor

Dr. Jürgen Kretschmann


Rektor Dr. Vladimir Kovalev eine

gemeinsame Absichtserklärung

zum Aufbau einer Hochschulpartnerschaft.

Professor Kretschmann nahm gemeinsam

mit dem Vizepräsidenten für Hoch-

Prof. Dr. Wilhelm

Stelling

TFH-Präsident Prof. Dr. Jürgen

Kretschmann und KSTU-Rektor

Dr. Vladimir Kovalev (v.l.)

-

Kretschmann

nicht-russischer Hochschulvertreter dazu





Deutschland und verfügt über exzellente


-

-




-


in dem 40% der russischen Steinkohlepro-


-


fast 6 000 km Entfernung gibt es viele


dem Ruhrgebiet. Beide sind jedenfalls

entschieden besser als ihr Image. Auch in


Kretschmann Par-


beiden künftigen Partnerhochschulen.


-

menarbeit

von Wissenschaftlerinnen und


Agricola zu Bochum ist die erste deutsche

nerschaft

eingeht.

E-Mail: dueppe@tfh-bochum.de

Internet:

www.tfh-bochum.de/pressestelle.html

TFH Georg Agricola und Universitäten aus

Chile und Deutschland gründen

Exzellenzzentrum für Bergbau

Chile ist eines der rohstoffreichs-




dringend mehr Fachkräfte und


chilenischen Bergbauministerium

angestoßenen Exzellenzinitiative

haben sich nun 5 Hochschulen

auf die Gründung eines gemeinsamen

Wissenschaftszentrums

verständigt.

Professor Dr. Jürgen Kretschmann

Fachhochschule (TFH) Georg

Agricola zu Bochum unterzeichnete

mit seinen Amtskollegen

am 01.10.2012 eine Absichtserklärung

für den Aufbau des

deutsch-chilenischen Zentrums


Forschung zu Ehren von Ignacio

und Casimiro Domeyko (Domeyko-Zentrum).

An der Gründung der neuen Wissenschaftsinstitution

sind neben der TFH die


Universidad Católica del Norte (Antofa-


akademie

Freiberg in Sachsen beteiligt.

Das Zentrum soll die bergbaubezogene

-

e

Nachhaltigkeit in der Rohstoffproduktion

berücksichtigen. Wissenschaftler und Studierende

der deutschen Hochschulen sollen

von einem intensiven Austausch mit

den chilenischen Bergbauregionen profi-



Ignacio und Casimiro Domeyko

die nach ihrem Studium in Deutschland

maßgeblich zum Aufbau der chilenischen

dert

beigetragen hatten.

ger

strategischer Partner für Deutschland.



sicheren Bergbau in dieser Region. Unsere

Studierenden und Wissenschaftler

gen

in der globalen Rohstoffbranche zu

70 bergbau 2/2013


Aus- und Fortbildung


Kretschmann.

Bei der Unterzeichnung der Absichts-


die Bundesministerin für Forschung und

Prof. Dr. Annette Schavan

der chilenische Bergbauminister Prof. Dr.

Hernán de Solminihac zugegen. Die berg-


Schavans

an der Kretschmann als Delegationsmitglied

teilnahm.

E-Mail: dueppe@tfh-bochum.de

Internet:

www.tfh-bochum.de/pressestelle.html

Die Vermessung braucht Nachwuchs –

TFH an Kooperation „Geodäsie in NRW“ beteiligt

geht.

Doch Vermessungsingeni-


daten

für unsere Navis aufzubereiten.

Ohne ihre Arbeit stünde


der Gotthard-Tunnel nie gebaut




-




Spitzenverbände und Berufsverbände

aufklären. Am 22.10.2012


darunter TFH-Präsident Professor

Dr. Jürgen Kretschmann

-






heute einer unserer innovativsten Studiengänge.

Unsere Absolventen haben – nicht

gels

– ausgezeichnete Berufsperspekti-

Professor Kretschmann.

Vizepräsident und Studiengangsleiter Professor

Dr. Wilhelm Stelling

besondere Ausbildungskonzept an der


-




inhalte

online bearbeiten und so ihr Studium

flexibel mit Berufstätigkeit und Freizeit

vereinbaren. Deshalb bietet sich der Studiengang

besonders als Weiterqualifikation

zum Beispiel für Vermessungstechnikerin-


Die TFH Georg Agricola zu Bochum


einen Studiengang im Bereich Geodäsie/

Vermessung anbieten (neben der Universität

Bonn und der Hochschule Bochum).


sind außer den Hochschulen unter anderem

das Ministerium für Inneres und


-


-





An Schulen sollen in Projektkursen und

-




Einblicke in die Arbeit geben.

E-Mail: dueppe@tfh-bochum.de

Internet:

www.tfh-bochum.de/pressestelle.html

TU Clausthal und Welterbe Rammelsberg

bauen Kooperation aus



Clausthal und des Weltkulturerbes Rammelsberg

trag

unterzeichnet. Danach kann das Besucherberg-

-


Die Kooperationsverträge werden stilecht mit Helm

unterschrieben (v.l.) Professor Oliver Langefeld (TU Clausthal),

Gerhard Lenz (Weltkulturerbe Rammelsberg) und

Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk

-


Professor

Oliver Langefeld

Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk als Aufsichtsratsvorsitzender

des Weltkulturerbes und der Geschäftsführer am Ram-

Gerhard Lenz

Dr. Oliver Junk

bergbau 2/2013 71


Aus- und Fortbildung

An historischem Ort im Rammelsberg schlägt Professor Oliver

Langefeld (rechts) die Brücke zum aktuellen Bergbau.

Zuhörer sind neben Studierenden Goslars Oberbürgermeister

Dr. Oliver Junk und Welterbe-Geschäftsführer Gerhard Lenz

„Wer den historischen Bergbau kennt, kann den modernen

Bergbau besser verstehen“, sagt Experte Professor Oliver

Langefeld (mit Broschüre)

-


TU Bergakademie Freiberg hat jetzt auch

-


Professor Oliver Langefeld das Projekt






-


Vertragsunterzeichnung dabei. Anschlie-



von Abbau- und Ausbauverfahren kennen

und ergänzten in Gesprächen – auch mit

ehemaligen Bergleuten – ihr Wissen. All-


man untertage an einem authentischen



Das Weltkulturerbe Rammelsberg ist


der TU Clausthal. Verschiedene Projekte

und Veranstaltungen zeugen von einer

erfolgreichen Zusammenarbeit beider Institutionen.

Nun ist die bestehende Part-


Forschungsbetrieb für die TU Clausthal

-


ist das Ziel der Veranstaltungen im Rammelsberg.

Vom kommenden Sommersemester

an lernen die Studierenden durch

-


-



des historischen Bergbaues am Ram-



Professor Oliver Langefeld.

Der Bergbau am Goslarer Rammelsberg



eingestellt. Wobei neuere Ausgrabungen

auf einen nahezu 2000-jährigen Bergbau

-

-


hat die UNESCO das bestehende Welt-

-

-


Informationen

Technische Universität Clausthal

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Pressesprecher

Christian Ernst

Adolph-Roemer-Straße 2a



E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

Im Jahr der Nachhaltigkeit startet die Festperiode

Im Jahr 2015 feiert die TU Bergakademie

Freiberg ihr 250. Gründungsjubiläum.

Bereits im letzten Jahr hat sie gemeinsam

mit der Bergbau-Universität St.

-


-


als Wert in die Ausbildung im Rohstoffsek-


Gedankens findet bereits statt. Freibergs

Bergakademie fungiert hier als Schlüsseluniversität

über die Grenzen Deutschlands

hinaus. Eine Schlüsselfigur ist Hans Carl

von Carlowitz

-


mit der Natur und ihren Rohstoffen umzu-


begangen. Zum

Start dieses Jahres der Nachhaltigkeit fand

-


In dem Pressegespräch berichtete die

Bergakademie von aktuellen internationalen

Nachhaltigkeitsinitiativen und gab

einen Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen

u.a. zum Thema Nachhaltigkeit

aus Anlass des Jubiläums. Des Weiteren

gab es aus der Zusammenarbeit mit der

Bergbau-Universität St. Petersburg über

ein finanzielles Engagement in neuer Qualität

zu berichten. Zusammen repräsentieren

die beiden Universitäten eine geballte

2013

läum

im Jahr 2015 das 250-jährige Bestehen.

-

-

-




geforscht. Die Forschungsaktivitäten und

internationalen Forschungskooperationen

stehen dabei stets unter der Maxime der


vom damaligen sächsischen Oberberghauptmann

Hans Carl von Carlowitz in


mit den international führenden Ressourcenuniversitäten

hat die TU Bergakademie

Freiberg im Juni 2012 das World Forum

gegründet – die hier vereinten Universitä-

-



Internet: www.tu-freiberg.de

72 bergbau 2/2013


Unternehmen

Praktizierter Erfahrungsaustausch –

Nachlese DMT Fachgespräch „Prüfung von Brückenseilen“

Das Essener Technologie- und

Consultingunternehmen DMT

GmbH und Co. KG informiert in

regelmäßigen Abständen über

aktuelle Trends und Projekte

rund um die Prüfung von

Brückenseilen.

treiber von Brückenbauwerken, Seilhersteller,

Ingenieurbüros und Behörden.

Die 3 thematisch aufeinander aufbauenden

Vorträge – Entwicklung des neuen

Prüfgerätes, Einsatzmöglichkeiten dieses

Prüfgerätes und Prüfkombinationen mit

teilautomatisierten Prüfgeräten sowie die

Erläuterung der unterschiedlichen Magnetisierungsverfahren

fanden beim Publikum

großen Anklang.

Prüflaboratoriums für Zerstörungsfreie

und Zerstörende Prüfung der DMT.

Dies wurde von vielen Teilnehmern im

Nachgang ebenfalls bestätigt. Anerkennung

und besonderes Interesse fanden

im Anschluss die im Rahmen der Veranstaltung

zu Demonstrationszwecken aufgebauten

Prüfgeräte der Firma Alpin als

auch das neu entwickelte Seilprüfgerät

der DMT sowie deren Standardprüfgeräte.

Ausstellung der Seilprüftechnik Alle Fotos: DMT Auditorium während der Veranstaltung

„Neues Seilprüfgerät“ im Laborversuch

Neues Seilprüfgerät in der Praxiserprobung

Am 27.11.2012 fand, in Kooperation mit

der Empa - Eidgenössische Materialprüfungs-

und Forschungsanstalt, Schweiz,

dem Entwicklungspartner für das neue

Seilprüfgerät und der Alpin Technik und

Ingenieurservice GmbH, die auch unter

schwierigsten Umständen die notwendige

Seilzugangstechnik bereitstellen, am Essener

Stammsitz des Unternehmens eine

weitere Veranstaltung zu diesem Themenkreis

statt.

Eingeladen waren unter anderem Be-

Im Rahmen der Vorträge kam bald eine

interaktive Diskussion der rund 50 sachkundigen

Teilnehmer mit den jeweiligen

Referenten in Gang. Besonderes Interesse

weckte der Beitrag zu den Analysepotenzialen

unterschiedlicher Magnetisierungsverfahren.

rung

bei der Brückenseilprüfung war vielen

Anwesenden offenbar in der Konsequenz

bisher nicht völlig bewusst“, erläutert der

Vortragende, Oliver Gronau, Leiter des


eine praxisnahe Plattform zum individuellen

Erfahrungsaustausch und zur persönlichen

Kontaktpflege“, bestätigt Dr. Winfried

Sindern, Abteilungsleiter der Seil- und

Fördertechnik bei der DMT Seilprüfstelle.

Kontakt

DMT GmbH & Co. KG

Carola Kassner

Tel.: 0201 / 17 21 398

Mobil: 0171 / 30 33 784

E-Mail: Carola.Kassner@dmt.de

bergbau 2/2013 73


Industrie

Manitowoc-Krane bauen größtes Kohlekraftwerk

der Welt

Bei einem der größten Kraftwerksprojekte in der südlichen Hemisphäre

wird die volle von Manitowoc aufgebotene Hubleistung

genutzt, um die Bau- und Zielvorgaben einzuhalten. Ein Team

aus 6 Manitowoc-Raupenkranen, 3 Potain-Turmdrehkranen und

einem Grove-Mobilteleskopkran GTK1100 arbeitet derzeit am

Medupi-Kraftwerk in Limpopo, der nördlichsten Provinz Südafrikas.

Im fertig gestellten Kohlekraftwerk werden 6 Kessel zum

Einsatz kommen, von denen jeder eine 800-MW-Turbine antreibt.

Mit einer kombinierten Ausgangsleistung von 4800 MW wird das

Medupi-Kraftwerk das größte trockengekühlte Kohlekraftwerk der

Welt sein.

Im Jahr 2008 nahmen die ersten Krane die Vorbereitungsarbeiten

am Standort auf; die letzten Krane trafen erst letztes Jahr ein.

Es wird erwartet, dass die meisten bis zur Projektfertigstellung,

die für 2015 geplant ist, am Einsatzort bleiben. Die 6 Raupenkrane

wurden von der großen internationalen Verleihfirma Mammoet

bereitgestellt, der GTK1100 von Vanguard und die Turmdrehkrane

von Kentz und SA French. Das Projekt wird vom Hauptauftragnehmer

Hitachi geleitet.

Nach Auskunft von Pieter van der Weele, Manager bei Mammoet

South Africa, ist das Unternehmen stolz auf seine Mitwirkung an

dem Projekt.


wandte, war Manitowoc der einzige Hersteller, der in der Lage

war, rechtzeitig zum Projektstart so viele verschiedene Raupen-


Manitowoc Crane Care für dieses Projekt in Südafrika können wir

schnell reagieren, wenn Wartungs- oder Reparaturarbeiten erforderlich

werden, was für ein Projekt dieser Größe und Bedeutung

absolut unabdingbar ist.“

Die Raupenkrane – 1 Manitowoc 21000 mit einer Tragfähigkeit

von 756 t und 5 Manitowoc 16000 mit einer Tragfähigkeit von 400 t

– werden vornehmlich zum Heben von Stahlträgern und Stahlbaugruppen

eingesetzt. Die 2 kleineren Potain-Turmkrane, ein

MDT 98 mit einer Tragfähigkeit von 6 t und ein MDT 178 mit einer

Tragfähigkeit von 8 t, heben ebenfalls tragende Stahlbauteile für

die Schlauchfilter, während der größere Spezialanwendungskran

MD 1100 die Bauteile des luftgekühlten Kondensators sowie die

darauf befindlichen Lüfter und Lüfterringe errichtet.

Nach Angaben von Quentin van Breda, dem CEO von SA

French, basierte die Auswahl der Turmkrane für das Projekt auf

den beiden Faktoren Platzbedarf und Tragfähigkeit.


und Reichweite für schwerere Hublasten besitzt; diesen Kran


das Arbeiten mit den anderen Kranen beschränkt war, brauchten

wir für die Arbeit mit den Schlauchfiltern auch den MDT. Wegen

ihrer Topless-Konstruktion lassen sich die MDT-Krane in kürzerer

Entfernung voneinander einsetzen; außerdem ist der Aufbau dank

ihrer Modulbauweise einfacher. Das war hilfreich, weil der auf der

Baustelle zur Verfügung stehende Platz wie auch der Zugang

beschränkt waren.“

In der Zwischenzeit ist der Grove GTK1100 mit seiner 95-t-Tragfähigkeit

rund um die Uhr mit dem Platzieren der Komponenten

für 2 der Kessel im Einsatz.

Craig Pace, Geschäftsführer bei Vanguard, verwies darauf, dass

die kleine Stellfläche des GTK1100 eine strategisch günstigere


die Positionierung bei der großen Zahl der an dem Projekt beteiligten

Krane besonders wichtig sein würde“, so Pace

war der perfekte Kran für die Kessel, weil er mehr als genug

Tragfähigkeit und mehr als genug Reichweite aufweist. Das beste

Argument für diesen Kran war aber seine kleine Stellfläche.“

Vanguards Grove GTK1100, der einzige Kran seiner Art in der

südlichen Hemisphäre, platziert derzeit bis zu 15 t schwere Komponenten

in einer Höhe von ca. 100 m auf den Kesseln; seine

Stellfläche beträgt dabei lediglich 18 m x 18 m. Auch die Potain-

MDT-Krane, die auf einem gerade einmal 4,6 m x 4,6 m großen

Sockel aufgestellt sind, beanspruchen nur wenig Platz auf der

Baustelle.

Das Medupi-Kraftwerk wird nach seiner Fertigstellung das viertgrößte

Kraftwerk der Welt sein. Es wird von Gesamtkosten in

einer Höhe von ca. 120 Mrd. südafrikanischen Rand (12 Mrd. €)

ausgegangen.

Internet: www.manitowoc.com

Prädikat lebhaft und selten –

Steinbruch Nußloch von HeidelbergCement nimmt

neuen Cat Radlader 992K mit einer Taufe in Betrieb

Sie läuft unter dem Namen Vivienne: die neue Cat Baumaschine,

die seit Ende August im Steinbruch Nußloch von HeidelbergCement

ihr Tagwerk verrichtet. Vivienne steht für einen Cat

Radlader 992K – 100 t schweres Kaliber mit 607 kW (826 PS).

Baumaschinen in dieser Dimension tragen in Deutschland das

Prädikat selten, weil Einsätze für Maschinen in dieser Größenklasse

selten sind. Und um das Besondere zu unterstreichen,


Lebhaftigkeit. Und besonders lebhaft geht es bei uns beim Abbau

von Muschelkalk zu“, erklärt der Werksleiter Dr. Ulrich Schneider

vom Zementwerk Leimen bei der Baumaschinen-Taufe, die innerhalb

der deutschen Standorte des Baustoffkonzerns zur guten

Tradition geworden ist und die Inbetriebnahme einer der größten

Investitionen der letzten Jahre im Steinbruch Nußloch einläutet.

Zur Taufe überreichten David Decker (li.),

Neumaschinenverkäufer, Serviceleiter

Holger Winter (2.v.li.), beide von der

Niederlassung Frankenthal, und

Ulrich Schwake (2.v.re.), Zeppelin

Konzernkundenleiter, HeidelbergCement

und damit stellvertretend seinem

Werksleiter, Dr. Ulrich Schneider (re.), sowie

Steinbruchmeister, Uhland Maier (Mitte), ein

Baumaschinenmodell in Miniaturausgabe

sowie ein Foto des Täuflings.

Foto: Zeppelin

Die Namen für die Maschinen, die in der Regel weiblich sind,

denken sich die Mitarbeiter aus. Einzige Ausnahme war bislang

ein Muldenkipper, der seit 2011 Transportaufgaben übernimmt.

74 bergbau 2/2013


Industrie

Die Mitarbeiter gaben ihm den Namen Kalle – damit wollten sie an

ihren Kollegen erinnern, der verstorben war. Im Fall von Vivienne

wollte die Belegschaft den Namen nicht an die große Glocke hängen.

Doch irgendwann konnten sie es nicht länger verheimlichen,

dass sie ihr neues Arbeitsgerät nach Vivienne, der Tochter des

rascht,

hat aber rein gar nichts mit Egozentrik zu tun. Ich wäre

selbst nie auf die Idee gekommen, auch wenn ich mich natürlich

sehr darüber freue“, betont Dr. Schneider.

Getauft wurde der neue Radlader nicht mit Sekt, wie beispielsweise

bei einer Schiffstaufe üblich. Schließlich sollte der Maschinenkorpus

nicht gleich verkratzt werden. Denn von dem Täufling

wird eine mindestens ebenso lange Einsatzdauer erwartet wie von

seinem Vorgänger. Dass diese sichergestellt ist, versprach Zeppelin

Konzernkundenleiter Ulrich Schwake, der zusammen mit der

Zeppelin Niederlassung Frankenthal HeidelbergCement in Leimen

betreut. Er nahm die Radladertaufe zum Anlass, sich für die Zusammenarbeit

zu bedanken.


man nicht mal eben so“, meint der Werksleiter. Den Verhandlungen

mit dem Baumaschinenlieferanten Zeppelin gingen viele Gespräche

und Überlegungen voraus.

Sprichwörtlich in den Ruhestand geschickt

Schon der Vorgänger der neuen Baumaschine, ein Cat 992G,

erhielt von den Mitarbeitern einen Namen und zwar Uli. Nachdem

das Ladegerät seit 2001 rund 14 500 Betriebsstunden im Einsatz

war, wurde es von HeidelbergCement sprichwörtlich in den

Ruhestand geschickt und als Gebrauchtmaschine vom Zeppelin

Konzernkundenbereich in Zahlung genommen. Dafür durfte der

Baumaschinenlieferant den Nachfolger, einen Radlader der K-

Serie, stellen. Er tritt nun an, jede Menge gesprengtes Material

auf Skw zu verladen. Ihm steht ein weiterer Cat Radlader 988

zur Seite. Er mischt den gebrochenen Kalkstein, bevor er dem

Brecher zugeführt wird, um ein möglichst homogenes Mischungsverhältnis

im Endprodukt zu erzielen.

Dass der Rohstoffabbau in Nußloch mit einem Radlader erfolgt,

war nicht immer der Fall. Die Cat Maschine ist erst das 2. Ladegerät

dieser Größenklasse, das im Steinbruch in Betrieb genommen

wurde. Zuvor übernahm ein Bagger die Ladearbeiten. Doch


beobachten schon lange, dass sich Radlader in der Gewinnung

immer mehr durchsetzen. Die Umstellung von Bagger auf Radlader

belegt, dass die Technik einem ständigen Wandel unterliegt.

Was früher einmal Stand der Technik war, kann sich im Lauf der

Zeit ändern, wenn neue Erkenntnisse gewonnen werden“, führt

Roland Redlich aus, der bei Zeppelin im Bereich Konzernkunden

den Service leitet und die Aufgaben der Einsatzberatung übernimmt.

Internet: www.zeppelin-cat.de

TEREX TL120 – IDEAL IM STRAßENBAU –

Der Radlader TL120 demonstriert seine

Leistungsstärke bei einem Kanal- und

Straßenbauprojekt von Zöller Bau

Die Zöller-Bau GmbH mit Sitz in Lengfurt in Unterfranken ist

spezialisiert auf Kanal-, Wasserleitungs-, Erd- und Straßenbau


Diese sind für uns unverzichtbare Universalmaschinen und echte

Leistungsträger auf unseren Baustellen“, unterstreicht Firmenchef

Dieter Hofmann.

Seit Herbst 2012 setzt Zöller-Bau GmbH einen neuen Terex

TL120 am steilen Valentinusberg in Lohr am Main ein. Dort baut

die Firma eine Erschließungsstraße auf einer Länge von ca. 500 m

komplett aus. Kanal, Gas- und Wasserleitung wurden im teilweise

felsigen Gelände neu verlegt. Beim Aufladen von Aushub, Verfahren

von Sand und Schotter und beim Verfüllen stellt der robuste


Arbeiten und beim Auf- und Abladen mit der Staplereinrichtung

ist die kompakte Terex-Maschine ideal“, sagt Hofmann und fügt


Der Terex TL120 erweist sich beim

Verdichten des Unterbaus für die geplante

Fahrbahn in Kombination mit den 3

Rüttelplatten als zuverlässige Maschine

Foto: TEREX

Für die Fahrbahn und den als Entwässerungsrinne gepflasterten


das Planum für die Tragschicht herzustellen, verwenden wir einen

seit Jahren bewährten Plattenverdichter SBV55 H3 von Stehr,

den wir auch an unserem neuen Terex-Radlader anbauen können.

Auch deshalb haben wir uns für den TL120 entschieden“,

betont Hofmann.

Wie wertvoll die für Terex typische Trennung des hydrostatischen

Fahrantriebs im geschlossenen Kreis von der Laderhydraulik

ist, zeigt sich beispielhaft beim Betrieb des hoch effizienten

Anbaugeräts mit 3 Rüttelplatten. Der Kompakt-Radlader liefert

über die elektroproportional geregelte 230-bar-Arbeitshydraulik

und seinen serienmäßigen 3. Steuerkreis die Kraft für das An-


schweren Plattenverdichter mit wohldosierter Leistung über das

Planum schiebt“, erklärt Fahrer Olaf Schumacher, Polier bei Zöller-Bau.

Die leistungsstärkste der 6 Maschinen der Kompakt-Radlader-

Baureihe von Terex ist mit einem Turbo-Dieselmotor von Perkins

ausgerüstet, der 62,5 kW (85 PS) zur Verfügung stellt. Damit ist

der TL120 sehr flott und dank des hydrostatischen Fahrantriebs


sparsam beim Kraftstoffverbrauch - und die Wartungsarbeiten lassen

sich umkompliziert und schnell durchführen“, betont Schumacher.

Die ausgereifte Fahrautomatik der Terex Radlader sorgt für robuste

Zugkraft und Geschwindigkeit in 2 Fahrbereichen. Der hydrostatische

Fahrantrieb ist dabei von der Laderhydraulik unabhän-


Plattenverdichters mit einer Langsamfahreinrichtung und einem

drucklosen Hydraulikrücklauf ausstatten lassen. Dabei wurden

wir von Becker Baumaschinen, unserem Terex-Vertriebspartner,

bestens beraten“, betont Hofmann.

Internet: www.terex.com

bergbau 2/2013 75


Industrie

Serviceanforderungen heute –

Geschwindigkeit und Qualität

auf hohem Level

35 min. durchschnittliche Reaktionszeit vergingen im Jahr 2012

vom Auftragseingang bis zum Eintreffen der mobilen Pirtek Werkstatt

auf der Baustelle. Das ist ein neuer Rekord – auch für das

Unternehmen, das sich auf Geschwindigkeit spezialisiert hat und


sein. Ca. 130 000 Einsätze hat Pirtek bundesweit im vergangenen

Jahr gefahren, in 97% aller Fälle wurde das selbst gesteckte Ziel

und Werbeversprechen eingehalten.

partnern

erwarten, zeigt erneut die kürzlich publizierte Umfrage



-

-



spielt eine geringere Rolle, sofern die Leistung stimmt. Durchge-



-

wertet,

wenn er schnell und professionell erledigt wird. Dies gilt


2007 hatte Pirtek eine Umfrage in Auftrag gegeben, um Kunden

nach ihren Prioritäten bei der Beauftragung von Reparaturdiens-



Auswahlkriterium.

Pannenhilfen, Rettungsdienste und andere Bereitschaftsdienste

haben in den letzten Jahrzehnten enorm an Bedeutung gewon-


in denen schnelle Reaktion von großer Bedeutung ist. Während

die Rettungsdienste, wie Feuerwehr oder Krankenwagen, eine




Pannenfälle von LKWs an. Damit liegt Deutschland innerhalb Eu-



-

Bernd Weber


sionalisieren.

Das neue an der Pirtek-Geschäftsidee damals war,

Hydraulikschlauchdefekte nicht nur zuverlässig und gut, sondern

auch möglichst schnell zu beheben. Damit waren wir in Deutsch-

-


-


-



heute nicht nur professionell und zuverlässig ausgeführt werden,


Internet: www.pirtek.de

bauma Halle A5 (Stand 323)

Herausragende Bewetterungsraten mit der erweiterten

Motorenpalette von Volvo Penta für den Bergbau


-



Bewetterungsraten bieten, ermöglicht Herstellern und Benutzern

von Bergbauausrüstung die Auswahl des perfekten Volvo Penta


2011 war Volvo einer der ersten Dieselmotorenhersteller, der

-







für Bergbauanwendungen hat Volvo Penta den Herstellern von


gemacht. Jetzt muss niemand mehr lange suchen, um den perfek-


-

-



bis 515 kW.

-


Grund genug für Hersteller und Bergbaubetriebe, sich die verblei-



-


geht‘s nicht.






-


ren

Benutzer von der gesteigerten Leistung und dem geringeren

Kraftstoffverbrauch um 5 bis 10% im Vergleich zu entsprechenden





-


-



® ,

ein flüssiges Additiv, in die Abgase einspritzt. Die Gase werden

dann durch einen Reduktionskatalysator geleitet und dann an die


macht eine Reinigung mit einem Dieselpartikelfilter unnötig.

Internet: www.volvopenta.com

bauma Halle C4 (Stand 319/719

76 bergbau 2/2013


Journal

Wintershall baut Förderung und

Reserven in Norwegen

signifikant aus

Wintershall baut ihre Förderung von Öl

und Gas und ihre Reserven in der Nordsee

signifikant aus. Im Rahmen eines Asset-

Tausches erhält Wintershall von der norwegischen

Statoil ASA Anteile an den drei

produzierenden Feldern Brage (32,7%),

Gjøa (15%) und Vega (30&), die Reserven

(2P) von rund 100 Mio. Barrel Öläquivalent

(boe) umfassen. Vorbehaltlich der Zustimmung

von Behörden und Partnern stimmten

die Unternehmen zudem überein,

dass Wintershall mit Brage erstmalig die

Betriebsführerschaft einer großen Produktionsplattform

in Norwegen übernehmen

soll. Eine entsprechende Vereinbarung haben

Statoil und Wintershall am 22.10.2012

in Stavanger/Norwegen geschlossen.

Durch die Transaktion erhöht Wintershall

Norge die bisherige tägliche Produktion

von derzeit rund 3 000 boe auf knapp

40 000 boe in diesem Jahr. Statoil erhält im

Gegenzug von Wintershall einen 15%igen

Anteil am Entwicklungsprojekt Edvard

Grieg sowie einen finanziellen Ausgleich in

Höhe von 1,35 Mrd. US$. Eine zusätzliche

Zahlung von bis zu 100 Mio. US$ wird bei

erfolgreicher zukünftiger Entwicklung im

Vega-Feld geleistet.

Zudem vereinbarten beide Unternehmen

eine technische Kooperation zur Erhöhung

der Förderung aus Ölfeldern (EOR), bei

der die Partner den Offshore-Einsatz der

innovativen, von Wintershall und BASF


prüfen wollen. Weiterhin vereinbarten Wintershall

und Statoil, gemeinsam unkonventionelle

Ressourcen wie Schiefergas und

-öl zu erforschen.


kommen wir mit der Umsetzung unserer

Wachstumsstrategie und dem Ausbau

unserer Aktivitäten direkt an der Quelle einen

großen Schritt weiter voran. Hierdurch

werden wir zu einem der führenden Produzenten

in Norwegen und balancieren un-


sagt Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender

der Wintershall.


(NCS) ist eine der wichtigsten Öl- und Gasregionen

der Welt. Statoil ist der größte

Betriebsführer mit 48 entwickelten Feldern

und einem bedeutenden Explorationsportfolio.

Wir haben in den zurückliegenden 19

Monaten 4 größere neue Funde auf dem

Schelf gemacht und verfolgen unser Ziel

weiter, den Entölungsgrad maturer Felder

zu erhöhen. Die vereinbarte Transaktion

ermöglicht es uns, mit neuen Ressourcen

unser ertragreiches Wachstum weiter

voranzutreiben. Wir freuen uns zudem

mit Wintershall eine strategische Partnerschaft

einzugehen, um neue Erkenntnisse

und Technologien für eine gesteigerte

Helge

Lund, President und CEO von Statoil.


Betriebsführerschaft bei Brage gehen wir

bereits vorzeitig den Schritt in Richtung

eigenoperiertem Produktionsausbau in

Norwegen. Wir wollen langfristig auf dem

Schelf tätig sein, uns als Partner etablie-

läuterte

Seele. Dazu zähle insbesondere,

die vielversprechenden Wintershall-Funde

MariaSkarfjell-


schaffen – etwa durch den möglichen

sammenarbeit

mit dem größten norwegi-


Wintershall-Vorstandsvorsitzende.

Die Brage Plattform in der Nordsee

Foto: Wintershall

Wintershall operiert bereits 25 Plattformen

in der südlichen Nordsee (Niederlan-


erste bereits produzierende Betriebsführerschaft

in Norwegen und ein wichtiger

Schritt bei der Umsetzung unserer Wachs-

Bernd Schrimpf, Managing

Director der Wintershall Norge.

Wintershall hat sich in Norwegen nach


2008 erfolgreich als integriertes Explorations-

und Produktionsunternehmen positioniert:

Mit mehr als 40 Lizenzen – davon

rund die Hälfte als Betriebsführer – ist das

Unternehmen schon jetzt einer der größ-


konnten wir zuletzt herausragende Erfolge

bei der Exploration verbuchen, zum Beispiel

bei den Funden Maria sowie jüngst

mit Skarfjell Schrimpf

konzentriert sich auf den gesamten E&P

zial

im norwegischen Kontinentalsockel

und werden hier nicht nur langfristig investieren,

sondern wollen uns auch als Be-


Der Maria-Fund gilt mit geschätzten 60

bis 120 Mio. Barrel Öl sowie 2 bis 5 Mrd.

Standard-Kubikmetern (sm 3 ) an gewinnbarem

Erdgas als einer der größten Funde

in Norwegen im Jahr 2010. Eine Erweiterungsbohrung

im Mai 2012 bestätigte die

Größe des Fundes am oberen Ende der

bisherigen Erwartungen. Im Rahmen eines

Entwicklungsplanes wird zurzeit geprüft, ob

eine eigenständige Produktionsinstallation

oder eine Unterwasser-Komplettierung zu

den Feldern Heidrun oder Kristin errichtet

wird; der Produktionsstart ist für 2017

geplant. Ebenso gut sind die Aussichten

für den im März letzten Jahres entdeckten

Skarfjell-Fund rund 17 km südwestlich des

Gjøa-Feldes. Erste Ressourcenschätzungen

gehen von 60 bis 160 Mio. Barrel gewinnbaren

Öls aus. Die Wirtschaftlichkeit

des Fundes ist ebenso wie mögliche zusätzliche

Ressourcen im Jahr 2013 durch

Appraisal-Bohrungen nachzuweisen.


Zusammenarbeit mit Statoil leistet Wintershall

auch einen Beitrag zur Erhöhung

der Lebensdauer der produzierenden Lagerstätten

und Entölungsgrade in Norwegen,

einem strategischen Ziel von Statoil


Martin Bachmann, Vorstandsmitglied der

Wintershall und verantwortlich für Exploration

und Produktion. Wintershall hat

bereits jahrzehntelange Erfahrung mit

Verfahren der erhöhten Erdölausbeute

und entwickelt derzeit zusammen mit ihrer

Muttergesellschaft BASF, dem weltweit

führenden Chemieunternehmen, eine

neue umweltfreundliche Technologie, um

den Entölungsgrad von Öllagerstätten zu

lan,

das von einem Pilz erzeugt wird. Die

gelatineartige Substanz dickt das Wasser

an, das in die Lagerstätte gepresst wird,

um die Fördermenge zu erhöhen. Für

die innovative Technologie startet Wintershall

derzeit in Norddeutschland einen

kenntnisse

nutzen und können die weitere

Anwendung, etwa offshore in der Nordsee,

Bachmann.

Dank seiner hervorragenden Umweltverträglichkeit

kann das biologische Pro-


wie dem Meer eingesetzt werden, um den

Entölungsgrad von Erdöllagerstätten zu

erhöhen.

Internet: www.wintershall.com

bergbau 2/2013 77


Journal

Petrologic ab 2013 mit neuem

Namen –

Die Marke DMT, die für das Geschäftsfeld

Rohstoffe der TÜV NORD Gruppe

steht, wird künftig auch mit den Tochterunternehmen

weltweit einheitlich auftreten.

Im Zuge dieser Fokussierung und Integration

firmierte das Tochterunternehmen Petrologic

Geophysical Services GmbH seit

dem 01.01. unter DMT Petrologic GmbH.

Petrologic ist ein im internationalen

Markt etabliertes Unternehmen mit modernen

Dienstleistungen aus dem Bereich des

seismischen Spezialprocessings.

beiter

bleiben auch weiterhin die vertrauten

Ansprech- und Vertragspartner unserer

Kunden”, erklärt Petrologic-Geschäftsführer

Gerd Rybarczyk.

DMT ist seit der Entwicklung der seismischen

Explorationsmethode durch Ludger

Mintrop vor mehr als 100 Jahren in der

Exploration von Rohstoffen tätig. Auf Veränderungen

der Märkte reagiert das Unternehmen

mit innovativen Leistungen und

Anpassungen des Portfolios.

Die Integration der DMT Petrologic in die

Rohstoffexploration der DMT ist somit ein

konsequenter Schritt, den Kunden kompetente

und komplette Leistungspakete der

Geo-Exploration anzubieten und ihnen so

zu einer besseren Planungssicherheit und

Effektivität zu verhelfen.

Internet: www.dmt.de

Mineralien-Museum

Das Mineralien-Museum besteht seit

1984 in Essen-Kupferdreh als Außenstelle

des ehemaligen Ruhrlandmuseums in engagierter

Partnerschaft zur Bürgerschaft

Kupferdreh. Vom Ruhr Museum wird es

Ruhr Museum

Vitrine im Ruhr Museum

Fotos: Ruhr Museum

fachwissenschaftlich betreut und museumspädagogisch

bespielt.

Bei freiem Eintritt können in dem alten,

unter Denkmalschutz stehenden Schulgebäude

an der Kupferdreher Straße Prä-


-

-



damit Highlights aus der geowissenschaftlichen

Sammlung des Ruhr Museums

bewundert werden. In einem vielfältigen

Veranstaltungsprogramm begleiten Museumspädagogen

kleine und große Be-


Mineralien sowie die Geschichte der Erde

und ihrer Bewohner näher zu bringen.

Aufgrund seiner Lage nahe des Geo-


Baldeneysee ist das Mineralien-Museum

idealer Ausgangspunkt für Exkursionen zu

Aufschlüssen des Karbon, wo es die Geschichte

der Kohleentstehung vor 300 Mio.

Jahren zu entdecken gilt. In der Präparationswerkstatt

können die Fundstücke weiter

bearbeitet werden. Spezielle Kurse für

Erwachsene bietet als Kooperationspartner

die VHS Essen an.

Öffnungszeiten

Di bis So von 10 bis 18 Uhr

01.05., 24.12. und 31.12. geschlossen

Der Eintritt ist frei

Internet: www.ruhrmuseum.de

Neue Erkundung von

metallischen Rohstoffen im

Erzgebirge geplant

Das Helmholtz-Institut Freiberg in Sachsen

für Ressourcentechnologie (HIF) plant

licher

Verwaltung, im sächsischen Erzgebirgskreis

metallische Rohstoffvorkommen

aus der Luft zu erkunden. Das HIF ist eine

Kristallaggregat von Kupferkies, Bleiglanz,

Zinkblende und Kalkspat; enthält u.a.

Indium, Germanium und Silber

Fundort: Rhodopen, Bulgarien

Foto: TU Bergakademie Freiberg

gemeinsame Einrichtung des Helmholtz-

Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR)

und der TU Bergakademie Freiberg.

-


Erzvorkommen lagern, die eine Reihe

wichtiger Industrie- und Technologiemetalle,

darunter Indium und Zinn, enthalten“,

sagt der Direktor des Helmholtz-Instituts

Freiberg für Ressourcentechnologie, Prof.

Jens Gutzmer, der für den Antrag an das

Sächsische Oberbergamt verantwortlich

ist.


darauf hin untersuchen und dabei gleichzeitig

geophysikalische Erkundungs- und

Auswertungsmethoden weiterentwickeln“.

Konkret geht es um die Erkundung fol-

lybdän,

Kupfer, Eisen, Arsen, Blei, Silber,

Gold, Mangan, Titan, Fluorit, Baryt, Aluminium,

Indium, Gallium, Germanium, Tantal,

Scandium, Lanthan, Yttrium. Die Rohstoffe

sind für viele Industriezweige und Anwendungen

unverzichtbar, beispielsweise Zinn

für die Mikroelektronik und Zink in der Metallindustrie.

findet

sich im Mittelerzgebirge und gehört

verwaltungspolitisch zum Landkreis

Erzgebirgskreis. Es umfasst eine etwa

110 km 2 große Fläche zwischen den Städten

Grünhain-Beierfeld und Elterlein im


Norden und Ehrenfriedersdorf und Geyer

tes

hat den Vorteil, dass es nur geringe

Einflüsse durch Faktoren wie die Gestalt

der Erdoberfläche, Besiedlung, Infrastruktur,

Altbergbau sowie Überdeckung durch

jüngere Gesteinsschichten gibt“, so Jens

Gutzmer.

Die Vermutung, dass sich im Revier

kommen

befinden könnten, stützt sich auf

Daten und Dokumente aus dem geologischen

Archiv des Sächsischen Landes-

78 bergbau 2/2013


Journal

amts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

(LfULG), das den Antrag gemeinsam

mit dem HIF entwickelt hat. Das Lagerstättengebiet

Geyer war in der Vergangenheit

häufig Gegenstand von Bergbau- und Erkundungsarbeiten,

insbesondere mit Bezug

auf den Rohstoff Zinn.

Genauen Aufschluss über die Rohstoffvorkommen

sollen nun Erkundungsflüge

geben; sie haben das Ziel, geophysikalische

Daten mithilfe der Hubschrauber-

Elektromagnetik (HEM) zu sammeln. Damit

kann der Boden bis in eine Tiefe von

300 m untersucht werden. Daneben sind

weitere magnetfeldgestützte und reflexionsseismische

Messungen an der Erdoberfläche

geplant, die die Erkundung bis

in eine Teufe von 500 m erweitern. Die


Informationen anschließend in einem 3D-

Modell zusammenführen.

Die Erkundung, einschließlich der Auswertung

der gewonnenen Messdaten, soll

gemeinsam erfolgen mit den Instituten

-


der TU Bergakademie Freiberg (TUBAF),

dem Sächsischen Landesamt für Umwelt,

Landwirtschaft und Geologie und der Bundesanstalt

für Geowissenschaften und

Rohstoffe (BGR). Die Lufterkundung soll

von der BGR durchgeführt werden.

Die Saxonia Standortentwicklungs- und

-verwaltungsgesellschaft mbH reichte den

-

sischen

Oberbergamt in Freiberg ein.

Internet: www.tu-freiberg.de

Suche nach Erdöl- und

Erdgaslagerstätten –

LBEG erteilt

Aufsuchungserlaubnisse in

Nordost-Niedersachsen

Das Landesamt für Bergbau, Energie

und Geologie (LBEG) als zuständige Bergbehörde

hat jetzt Aufsuchungserlaubnisse

auf Kohlenwasserstoffe (Erdöl und Erdgas)

für 3 Felder im Nordosten von Niedersachsen

erteilt. Das US-Unternehmen

Blue Mountain Exploration LLC erhielt für

die Felder Oldendorf (ca. 850 km²) und

Lüneburg (ca. 700 km²) eine Erlaubnis,

das in Berlin ansässige Unternehmen

PRD Energy GmbH darf im Feld Uelzen

(ca. 900 km²) aufsuchen. Die Erlaubnisse,

die die Landkreise Harburg, Heidekreis,

Lüchow-Dannenberg, Lüneburg und Uelzen

berühren, sind bis zum 31.12.2017

befristet.

Bei einer bergrechtlichen Erlaubnis

Kartendarstellung der Erlaubnisfelder

handelt es sich um das Recht, in einem

festgelegten Gebiet einen bestimmten

Rohstoff aufsuchen zu dürfen. Eine solche

Erlaubnis berechtigt nicht zur Durchführung

von technischen Maßnahmen,

wie z.B. dem Niederbringen von Erkundungsbohrungen

oder seismische Untersuchungen.

Technische Maßnahmen wie

diese muss das Unternehmen gesondert

in Form von Betriebsplänen beantragen.

Über diese Betriebspläne entscheidet das

LBEG als Bergbehörde auf der Grundlage

des Bundesberggesetzes (BBergG)

und des Verwaltungsverfahrensgesetzes

unter Beteiligung der Betroffenen sowie

der in ihrem Aufgabenbereich berührten

Behörden (z.B. Landkreise als untere


Planungsträger. Dabei werden auch Umweltbelange

aufgrund des Umweltrechtes


Immissionsschutzrecht bewertet.

Die Erteilung der Erlaubnisse dient der

Ordnung von Aufsuchungstätigkeiten.

Aufgrund dieser Regelung darf in einem

festgelegten Gebiet, dem Erlaubnisfeld, für

einen begrenzten Zeitraum, nur ein Unternehmer

diese Tätigkeiten zur Suche nach

einem Bodenschatz vornehmen. Außerhalb

solcher Felder sind Aufsuchungsaktivitäten

ausgeschlossen.

Im Zusammenhang mit der Erteilung

von Erlaubnissen wird aktuell vielfach die

Technologie des Hydraulic Fracturings

diskutiert. Mit Fracking-Maßnahmen, für

die immer ein gesondertes Betriebsplanverfahren

durchzuführen ist, kann die Förderung

von Erdgas und Erdöl entweder

verbessert oder erst ermöglicht werden.

Fracking ist allerdings keine typische Aufsuchungstätigkeit.

Nähere und aktuelle Informationen über

Foto: LBEG

die einzelnen Erlaubnisse und Bewilligungen

(Gebiet, Unternehmen, etc.) enthält

der NIBIS-Kartenserver auf der Homepage

des LBEG.

Internet: www.lbeg.niedersachsen.de

Bottrop –

Bohrer gräbt Tunnel für den

Abwasserkanal Emscher

Die Emschergenossenschaft hat den


den kommenden Monaten den Tunnel für

den neuen unterirdischen Abwasserkanal

Emscher gräbt. Dieser Teilabschnitt


ist 3,5 km lang, insgesamt werden ca.

1 050 Rohrelemente aus Stahlbeton verlegt.

Nach alter bergmännischer Tradition

wurde der künftige Tunnel hochoffiziell gesegnet

und geweiht:

Die Patenschaft übernahm Bürgermeisterin

Monika Budke.

Der Abwasserkanal Emscher bildet die

neue unterirdische Hauptschlagader des


4,5 Mrd. € schweren Infrastrukturprojektes

serkanal

nicht nur dieser Region, sondern

wohl auch Deutschlands und Europas geschaffen.

Er entlastet die Emscher, die bislang

die Rolle des Hauptabwasserkanals

im Revier gespielt hat“, sagt Dr. Jochen

Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der

Emschergenossenschaft.

Die bisherige Abwasserentsorgung

mit offenen Schmutzwasserläufen ist

zwar funktional, aber nicht zeitgemäß.

Der Emscher-Umbau macht aus dem

bergbau 2/2013 79


Journal/Veranstaltungen

Gewässer wieder einen blauen Fluss mit

grünen Ufern. Das Schmutzwasser dagegen

wird unter die Erde verbannt. Aus dem

Hinterhof des Revieres wird sein neuer




neue Zukunftsperspektiven für die Region

eröffnet, das wird nicht nur am Phoenix-See

in Dortmund deutlich, sondern auch hier im

BernePark in Bottrop-Ebel. Hier konnten wir

eine alte Kläranlage mit einer interessanten

Nachnutzung mit Blumengarten, Parkhotel

und Restaurant für die Bürger zugänglich

machen“, so Dr. Jochen Stemplewski.

Die Emschergenossenschaft freut sich,

Start der Tunnelbohrung

Foto: Rupert Oberhäuser/EG

dass sie nach dem wiederum größten Bau-

cke

von Dortmund bis zur Emscher-Klär-


die 3,5 km lange Teilstrecke vom Klärwerk

Bottrop bis Bottrop-Lehmkuhle auf den

ben

die Tunnelpatin Monika Budke und

Dr. Jochen Stemplewski gemeinsam mit

dem Bottroper Oberbürgermeister Bernd

Tischler und Alfred Sebl, Geschäftsführer

der Baufirma Porr aus Österreich.

Internet: www.eglv.de

Traditionstagung Bohr- und

Sprengtechnik bleibt ein Renner

Das Kolloquium Bohr- und Sprengtechnik

vom Institut für Bergbau der TU Clausthal

hat von seiner Anziehungskraft auch

bei der 18. Auflage nichts verloren. Annähernd

350 Teilnehmer strömten am 18. und

19.01. zu diesem wohl traditionsreichsten

Kolloquium der Oberharzer Universität.

gen

Rhythmus.


großer Zahl zu uns nach Clausthal gekommen

sind”, begrüßte Bergbau-Experte

Professor Oliver Langefeld, der zugleich

Vizepräsident der Universität für Studium

und Lehre ist, die Teilnehmer aus ganz

Deutschland. Unter die Gäste aus den

Bereichen Tagebau,

Tiefbau und Tunnelbau

reihte sich auch

Dax-Vorstand Gerd

Grimmig (Aktiengesellschaft

K+S) ein,

der 1981 an der TU

Clausthal sein Bergbaustudium

abgeschlossen

hat.

Ebenfalls Clausthaler

Absolvent ist

Dr. Harmut Schade.

Der ehemalige

Berghauptmann des

hessischen Oberbergamtes

ist über

4 Jahrzehnte bei

sämtlichen 18 Kolloquien dabei gewesen.

wicklungsstand

in der Bohr- und Sprengtechnik

widerspiegelt und seinesgleichen

in Deutschland, ja vielleicht sogar in Europa,

sucht”, sagte der 80-jährige. Schade

hatte zwischen 1953 und 1958 im Oberharz

Bergbau und Geologie studiert und

später an der TU auch promoviert. Auf

den Gedankenaustausch während der

Clausthaler Tagung, auf der sich Vertreter

von Bergbau-Unternehmen, der Zulieferindustrie,

von Behörden sowie Studierende

treffen, möchte er auch künftig nicht verzichten.

Erste Sprengarbeiten im Oberharzer


Meilenstein in der weiteren Entwicklung


Auch heute sind die Bohr- und Sprengtechnik

Garanten für die Leistungsfähigkeit

der Bergbaubetriebe. Im ersten von insgesamt

18 Fachvorträgen lieferte Diplom-

Ingenieur Horst Sablotny

Technik und Logistikdienste bei der RAG

Deutsche Steinkohle AG, einen Überblick


bei der RAG”. So wurden im vergangenen

Jahr hierzulande 10,7 Mio. t Steinkohle abgebaut.

In 2013 wird die Förderung in den

3 verbliebenen Bergwerken Auguste Victoria,

Ibbenbüren und Prosper-Haniel, in

denen insgesamt 15500 Bergleute arbeiten,

auf 7 Mio. t zurückgehen. Mit der Reduzierung

der Menge verringern sich auch



achtet

des feststehenden Auslaufdatums

des deutschen Steinkohlebergbaus zum

31.12.2018, bemühen wir uns, die Effizienz

zu steigern und die Kosten zu reduzieren”,

so Sablotny.

Neben weiteren Vorträgen aus den unterschiedlichsten

Bergbauzweigen vom

Kali- über Braun- und Steinkohle- sowie

Ölschiefer- bis hin zum Sanierungsbergbau

stand der traditionelle bergmännische

Vertreter der Bergbaubranche füllen die Clausthaler Aula.

Foto: Michael Leuner

Abend im Blickpunkt der 2-tägigen Veranstaltung,

sagte Amit Agasty. Der Master of

Technology hatte die Organisation koordiniert.

Bereits im kommenden Jahr, am 22. und

23.01.2014, trifft sich die Branche wieder


Kolloquium Fördertechnik im Bergbau an.

sel

mit der Veranstaltung zur Bohr- und

Sprengtechnik statt.

Kontakt

TU Clausthal

Pressesprecher

Christian Ernst

Tel.: 05323/723904

E-Mail: christian.ernst@tu-clausthal.de

Vermarktungserfolg für RAG

Montan Immobilien auf dem ehemaligen

Bergwerk Hugo 2/5/8

Das ehemalige Kauen- und Verwaltungsgebäude

des Bergwerkes Hugo

2/5/8 hat einen neuen Eigentümer. Autohändler

Ralf Turowski hat das 1947 vom

Architekten Fritz Schupp entworfene und

unter Denkmalschutz stehende Gebäude

von RAG Montan Immobilien erworben.

Er plant auf rund 20 000 m 2 Nutzfläche

ein Center rund um das Thema Auto. Die

Arbeiten zur Aufbereitung und Sanierung

des Gebäudes, die derzeit RAG Montan

Immobilien durchführt, stehen kurz vor

dem Abschluss.

Auch der Biomassepark Hugo geht in

die Zielgerade. Bis Herbst soll das erste

Baufeld fertiggestellt sein. Auf rund 22 ha

Fläche entsteht die erste großflächige

Kurzumtriebsplantage auf einer ehemals

bergbaulich genutzten Fläche.

Internet: www.rag-immobilien.de

80 bergbau 2/2013


Veranstaltungen

2. Essener Fachgespräch

Endlagerbergbau

Das Fachgespräch wird die als DMT

GmbH & Co. KG in Kooperation mit der

GNS Gesellschaft für Nuklearservice

mbH und der DBE TECHNOLOGY GmbH

durchführen. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Themen sind u.a. die Endlagerung in

Europa und die neuesten technischen

Entwicklungen im deutschen Endlagerbergbau.

Detaillierte Informationen zur Veranstaltung

stehen ab Januar 2013 auf unserer

Website zur Verfügung.

Wir würden uns freuen, wenn Sie das

Fachgespräch in Ihrem Veranstaltungskalender

veröffentlichen würden und begrüßen

Sie gerne am Technologiepark in

Essen.

Datum: 28.02.

Ort: Am Technologiepark 1

45307 Essen

Zeit: ab 14.30 Uhr

Kontakt

DMT GmbH & Co. KG

Dagmar Jilleck

Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit

Geschäftsfeld Bergbau Service

Tel.: 0201 / 172 13 98

Fax: 0201 / 172 18 80

E-Mail: bs@dmt.de

Internet: www.dmt.de

Große Sonderausstellung

„Unbekanntes Kasachstan –

Archäologie im Herzen Asiens“

Die neueste Sonderausstellung im

stellungsgebäude

des DBM, präsentiert

dem Publikum erstmals die vielfältige Archäologie

des bei uns weitgehend unbekannten

Landes Kasachstan.

Auf 850 m² Fläche verdeutlichen ca.

1 000 direkt aus Kasachstan eingeflogene

Objekte den kulturellen Reichtum dieses

riesigen und rohstoffreichen Staates.

Die Besucher begeben sich auf eine

Zeitreise vorbei an Highlights aus 6 000

Jahren Kulturgeschichte. Ein Krieger aus

Gold weist ihnen den Weg: sie betreten die

Ausstellung an einer Jurte, dem Zuhause

der Nomaden, und begegnen einem rasanten

Streitwagen und mystischen Fabelwesen.

Sie erfahren von den ersten

Pferdezüchtern der Bronzezeit und dem

Leben prähistorischer Bergleute, sehen

atemberaubende Kunstwerke der Skythen

und vieles mehr. Die Großinstallation der

Replik eines 2 000 Jahre alten riesigen

Fürstengrabes zeugt von den handwerklichen

Fähigkeiten alter Kulturen.

Gemeinsam mit ihren kasachischen Kollegen

betreiben die Forscher des Deutschen

Bergbau-Museums seit mehr als 10

Jahren archäologische Untersuchungen

vor Ort und haben dabei tiefe Einblicke in

Geschichte, Archäologie und Mentalität

Kasachstans erhalten. Auch davon erzählt

die Ausstellung. Schauen Sie unseren Forschern

über die Schulter und lassen Sie sich

begeistern von einem vielschichtigen Land!

Die Ausstellung läuft noch bis zum

30.06.2013.

Weiter Informationen

Eva Koch

Öffentlichkeitsarbeit

Deutsches Bergbau-Museum

Am Bergbaumuseum 28

44791 Bochum

Tel.: 0234 / 58 77 141

Fax: 0234 / 96 86 01 20

E-Mail: Eva.Koch@bergbaumuseum.de

Internet: www.bergbaumuseum.de

Bezirksregierung

Arnsberg

NACHBergbauzeit –

Symposium der Bezirksregierung

Arnsberg –

Von der Zechenbranche zur

Folgenutzung –

Fragen, Antworten, Perspektiven....

Datum: 06.03.

Ort: TFH Georg Agricola,

Herner Strasse 45,

44787 Bochum,

Studierendenzentrum

Zeit: ab 09.00 Uhr

Am 06.03. veranstalten die Bezirksregierung

Arnsberg und die Technische

Fachhochschule (TFH) Georg Agricola zu

-


widmen sich Experten aus Kommunen,

Verbänden, Behörden, Industrie und Ingenieurbüros

den unterschiedlichen Herausforderungen

bei der Folgenutzung von


1. Regionalplanung Ruhr und Strukturent

wicklung

2. Innovative Ansätze zur Folgenutzung

3. Aspekte der Folgenutzung in NRW

4. Sanierung von Bergbauflächen

Themenschwerpunkte und

Vortragende

(Stand Oktober 2012)

Begrüßung und Einführung

Prof. Dr. rer. pol. Jürgen Kretschmann,

Präsident der TFH Agricola zu Bochum

Regierungspräsident Dr. Gerd

Bollermann, Bezirksregierung Arnsberg

Regionalplanung Ruhr, Strukturentwicklung,

Stadtentwicklungsstrategie

Michael Schwarze-Rodrian, Regionalverband

Ruhr, Leiter Referat 5, Europäische

und Regionale Netzwerke Ruhr

Prof. Dr. Rolf Heyer, Geschäftsführung

NRW.Urban

Innovative Ansätze zur Folgenutzung

Thomas Hunsteger-Petermann,

Oberbürgermeister der Stadt Hamm

Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender

der Geschäftsführung der RAG Montan

Immobilien GmbH, Essen

Prof. Dr. Harald Zepp, Projektleiter


Aspekte der Folgenutzung in Nordrhein-

Westfalen

Bernd Lohse, Projektleiter

Kreativ.Quartier Lohberg

Ernst-Günter Weiß, Bezirksregierung

Arnsberg, Dezernat 64

Dr. Stefan Harnischmacher,

Philipps-Universität Marburg

Jan Tiemann, Wirtschaftsförderung

metropoleruhr GmbH

Sanierung von Bergbauflächen

RA Dr. jur. Till Elgeti, Sozietät


Dr. Ilse de Vent, Senior inspector at

Staatstoezicht op de Mijnen,

Niederlande

Prof. Dr. Frank Otto, TFH Georg Agricola

zu Bochum

Prof. Dr. Christian Melchers, TFH Georg

Agricola zu Bochum

Veranstalter

Technische Fachhochschule Georg

Agricola für Rohstoff, Energie und Umwelt

zu Bochum

Staatlich anerkannte Fachhochschule der

DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung

mbH

Vizepräsident Prof. Dr. Christof Dauber

Herner Straße 45

44787 Bochum

Tel.: 0234/968-3418

E-Mail: dauber@tfh-bochum.de

Internet: www.tfh-bochum.de

bergbau 2/2013 81


Veranstaltungen

FREUNDE & FÖRDERER

Feier zur Erinnerung an die Schließung der

Zechen Friedrich der Große und Mont Cenis am

06.04.2013, 10.30 Uhr, Akademie Mont Cenis, Herne

Einladung

Das Steinkohlenbergwerk Friedrich der Große/Mont Cenis

wurde am 31.03.1978 stillgelegt. Am 06.04.2013 wollen wir in

einer Feier an die Schließung vor 35 Jahren erinnern aber auch

zuversichtlich in die Zukunft blicken. Zu der Veranstaltung, die

wir „Erinnern und Gestalten“ nennen, laden wir RDB-Kameraden,

ihre Angehörigen und Freunde in die Akademie Mont Cenis

herzlich ein. Gemeinsam wollen wir an die über 100-jährige

Geschichte beider Zechen erinnern und auf den Strukturwandel

hinweisen.

Einmarsch der Bergmanns-Vereine mit Fahnen und Bergmannskapelle

Musikalischer Auftakt mit dem Lied


Gemeinsam mit dem Männerchor Concordia Sodingen

Begrüßung

Siegfried Tempel

Grußworte

Horst Schiereck, Oberbürgermeister Stadt Herne

Henny Marquardt, Bezirksbürgermeisterin Sodingen/Horsthausen

Andreas Nörthen, Ltd. Bergdirektor Bergbehörde Bezirksregierung

Arnsberg

Männerchor Concordia Sodingen

Festrede

Karl-Richard Haarmann, Assessor des Bergfaches,

ehem. Betriebsdirektor WD Friedrich der Große/Mont Cenis

Männerchor Concordia Sodingen

Ökumenischer Gottesdienst

Mit dem Bergmannsorchester Herne und Concordia Sodingen

Bergmannskapelle mit dem Steigerlied

Gemütliches Beisammensein bei Erbsensuppe und Bier

Schacht Mont Cenis 1/3 Friedrich der Große, Schacht 6

Beide Zechen haben über mehrere Generationen die in den

Herner Ortsteilen Horsthausen und Sodingen tätigen Menschen

geprägt und großen Einfluss auf ihr Leben und das ihrer Familien

genommen. Über mehr als 100 Jahre waren die Bergwerke der

bedeutendste Wirtschaftsfaktor unserer Stadt. 35 Jahre nach

Schließung wollen wir gemeinsam an die Geschichte erinnern,

alte Dönekes erzählen und die Entwicklung der früheren Tagesbetriebe

zu modernen Innovationscentren würdigen.

Die Feier wird von einem Team ehemaliger Mitarbeiter beider

Zechen vorbereitet und durchgeführt, den Herren Heinz Heß,

Dietrich Kurrat, Ernst-Joachim Schmiedel und Siegfried Tempel.

Vorgesehen ist folgendes:

Programm

35 Jahre nach der Schließung des

Bergwerkes Friedrich der Große/Mont Cenis

ERINNERN und GESTALTEN

Samstag, 06.04.2013

10.30 bis 14.00 Uhr

Akademie Mont Cenis

Mont Cenis Platz 1

Herne-Sodingen

Durchschlag Förderberg am 09.07.1972

Fotos: Privat

Informationen

Heinz Heß

Ernststraße 35

44623 Herne

Tel.: 02323/34354

E-Mail: heinz_hess@freenet.de

Siegfried Tempel

Henin-Beaumont-Straße 65

44627 Herne

Tel.: 02323/33535

E-Mail: siegfried.tempel@versanet.de

Dipl.-Ing. Dietrich Kurrat, RDB-Mitglied im BV Langendreer

82 bergbau 1/2013


RDB-Reisebericht

Bergbaugebiete in Istrien

und Österreich

Die letztjährige Exkursion

des BV Ahlen-Heessen

führte die 47 Teilnehmer

vom 06.10. bis

14.10.2012 in die Bergbaugebiete

von Istrien

und Österreich.

Samstag, 06.10. –

Rovinj

Ahlen – Bad Aibling

Die Fahrt begann um 6.30 Uhr in

Hamm-Heessen und führte über Ahlen

(Stadthalle) zur Autobahnauffahrt Soest-

Ost. Nach der Begrüßung durch den

Vorsitzenden Friedrich Haumann ging es

weiter über die Autobahn Richtung München

zu unserem Tagesziel Bad Aibling,

im oberbayerischen Landkreis Rosenheim


Sonntag, 07.10. –


Nach dem Frühstück ging es weiter

über Salzburg, Villach, Ljubljana (Slowenien)

nach (Kroatien) in das Hotel


Montag, 08.10. –



Nach 2 Reisetagen mit dem Bus wurde

eine Schiffsreise auf der Adria durchge-


auch unser Reisebegleiter für Istrien, Mato

. Unser 1. Ziel war die Hafenstadt

Rovinj mit einer Stadtbesichtigung.


Jahrhundert erwähnt.

Nach den Byzantinern wurde die Stadt

von Langobarden, dann von Franken und

ab 1283 von Venedig beherrscht. Anschließend

war Rovinj ein Teil des Reiches der

Habsburger. Nach dem Zusammenbruch

Österreich-Ungarn fiel Istrien an Italien.

1947 kam Istrien zu Jugoslawien bzw. zur

Teilrepublik Kroatien. Diese ist seit 1991

unabhängig.

Die Altstadt ist auf einem in das Meer

ragenden Hügel erbaut. In deren Mitte,

weithin sichtbar, liegt die Kirche Sveta

Eufemija (Hl. Eufemia). Eufemia war eine

Märtyrerin zur Zeit des Kaisers Diokletian.

hl. Eufemia sind in der

Kirche in einem Sarkophag aufbewahrt.

Sie ist die Schutzpatronin von Rovinj und

Istrien. Die deutsche Stadt Leonberg ist

seit 1990 Partnerstadt.

Nach der Besichtigung ging es weiter

mit dem Schiff zum Limski-Kanal (auch

Lim Fjord genannt).

Nach dem Ablegen in Rovinj wurde von

der Besatzung unsere Mittagsmahlzeit ge-




Verfügung.

Der Limski-Kanal ist durch den Fluss

Pazincica entstanden. Dieser grub sich


Durch Einsturz und Flutung des Karsttales

entstand somit ein 600 m breiter und

12 km langer Meeresarm. Das gesam-


Fisch- und Muschelzuchten sind am Ufer

angesiedelt.


Halt in dem Hafenstädtchen Vrsar. Nach

Nationalpark Plitvicer Seen

Der große Wasserfall „Veliki slap“

einem Bummel durch Hafen

und Ort schipperten wir zurück

nach . Der Abend wurde

in geselligem Kreis beendet.

Dienstag, 09.10. –

Nationalpark Plitvicer

Seen

Nach dem Frühstück begann

ein langer Tag – eine Fahrt zum

Nationalpark Plitvice. Über

Rijeka und Senj erreichten wir

den Ort Plitvicka Jezera, den Zugang zum

Nationalpark. Von der Fläche her ist es

der größte Nationalpark Kroatiens mit ei-


älteste Südosteuropas.

1979 wurden die Plitvicer Seen als eines

der ersten Naturdenkmäler in das


Die Namensbezeichnung des Nationalparkes

ist auf den Fluss Plitvica zurückzuführen.

Der Fluss fließt jedoch erst am

unteren Ende in die Seen. Der Park ist

in Deutschland durch die Karl-May-Verfilmungen

bekannt geworden. Die insgesamt

16 miteinander verbundenen Seen

werden in die 12 oberen und die 4 unteren

Seen gegliedert.



einer Fallhöhe von 78 m, über den sich




-


bilden den Fluss Korana.

Die Seenlandschaft von Plitvice inmitten

der Karstlandschaft verdankt ihre Entstehung

der Ablagerung von Kalk. Dies

nennt man Kalktuff oder Travertin. Kalktuff

wird teilweise fortgeschwemmt und

an anderer Stelle wieder abgelagert. So


versiegen. Um den Schutz dieses sehr


Einflüssen des Menschen zu ermöglichen

und die nachhaltige Travertinbildung zu

gewährleisten, herrscht seit 2006 ein striktes

Badeverbot.

Die Plitvicer Seen gelten in Bezug auf

die Pflanzen- und Tierwelt als eines der

sen

urwaldähnlichen Buchen- und Tannenwäldern,

die teilweise ein Alter bis zu

700 Jahren erreichen, haben seltene Tier-


Steinadler, überlebt. In der Pflanzenwelt

wurden 1267 unterschiedliche Arten fest-

bergbau 2/2013 83


RDB-Reisebericht

schiedene

Orchideen zählen.

Viele sind gesetzlich geschützt.

krieg,

am 08.04.1949, wurden

die Plitvicer Seen offiziell zum

Naturpark erklärt und unter

strikten Naturschutz gestellt.

Mit etwa 900 000 Besuchern

jährlich gehört die Region zu

den meistbesuchten Reisezielen

in Kroatien. Nach der Besichtigung

kehrten wir zurück in

unser Hotel in .

Mittwoch, 10.10. –

Labin – Motovun

Am 5. Tag unserer Exkursion,

ging es an die Ostküste

Istriens, in die Bergbauregion

Labin (ital. Albona).

Die Stadt setzt sich aus 3

Teilen zusammen, die Altstadt


die Unterstadt Podlamin (ital.


entfernten Badeort Rabac (ital.

Portalbona).

Vom 19. Jahrhundert bis


die Hauptwirtschaftszweige die

Landwirtschaft und der Kohlebergbau.

Nach der Schließung der letzten

Kohlemine in Podlabin in den 1960er

Jahren begann der Tourismus in dieser

Region und er wurde zur Haupteinnahmequelle

der Stadt.

Sehenswert sind die dreischiffige Stadt-


die 3 Pallazi der Patrizierfamilien Scampiccio

Francovich (16.Jh.) und

Lazzarini-Battiali (1717), heute Stadt- und

Bergbaumuseum.

Der Name Albona ist wahrscheinlich

illyrisch-keltischen Ursprungs und deutet

darauf hin, dass im 4. vorchristlichen


Altstadt eine Siedlung gestanden hat.

Ab 177 v.Chr. kam Labin unter römische

Herrschaft. Das älteste erhaltene schriftliche

Dokument der Stadt, die steinerne

-


Jh. n. Chr.). Nach dem Fall des römischen

Reiches stand Labin unter verschiedenen

Herrschaften. Von 902 n. Chr. bis 1207 n.

Chr. war Labin Teil des Deutschen Reiches.

Am 03.07.1420 wurde Labin in die

Republik Venedig eingegliedert. Mit dem

Untergang der Seerepublik 1797 folgte die

Herrschaft der Franzosen unter Napoleon.

1813 wurde Istrien Österreich zugeschlagen.

In dieser Zeit begann die Ausbeutung

der Kohlevorkommen in und um

de

Labin nach Italien eingegliedert und

Förderstollen unter dem Museum


italienisch.

Zu erwähnen wäre noch, dass am

02.03.1921 die Bergarbeiter von Labin

wegen schlechter Arbeitsbedingungen in

den Ausstand traten. Dieser wurde nach

36 Tagen niedergeschlagen und ging als



Die Führer des Ausstandes wurden hart

bestraft. Dies alles war im Stadt- und

Bergbaumuseum dargestellt.

Ein nächstes Highlight war die Bergstadt

Motovun. Motovun (ital. Montona)

liegt 312 m über dem Meer auf einer steilen

Hügelkuppe über dem Tal der Mirna.

Früher verlief durch das Mirnatal der wichtigste

Handelsweg der Halbinsel Istrien.


war zur damaligen Zeit eine sichere Einnahmequelle.

Heute hat Motovun etwa 600 Einwoh-


Landwirtschaft leben.

Auf dem Stadthügel gab es in vorchristlicher

Zeit eine Fluchtburg. Im Mittelalter

wurde Motovun zugeschlagen. Ab

1278 herrschten die Venezianer in der

Stadt, die sie zum Schutz mit einer mächtigen

Festungsmauer, mit Stadttoren und

-


13. und 14. Jahrhundert bewacht. Auf dem



Jahrhundert. Nach dem Untergang

der Republik Venedig

(1797) fiel Motovun, wie ganz

Istrien, unter die Herrschaft von

Österreich.

ließ

die überwiegend italienische

Bevölkerung die Stadt

Motovun.

Mit einem Shuttle Bus gelangten

wir über eine schmale

Serpentinenstraße zu den

Toren der Altstadt. Die engen


nur zu Fuß begangen werden.

Beeindruckend ist das größtenteils

erhaltene Befestigungssystem

der Stadt mit den zahlreichen

Türmen und Toren. Von

baren

inneren Stadtmauer hat

man einen weiten Ausblick auf

die Umgebung.

Durch ein gotisches Stadttor

gelangt man vom äußeren

Platz auf den Hauptplatz des

einstigen Kastells an der Spitze

des Hügels. Im Zentrum des

Platzes befindet sich ein Brunnen

mit Zisterne, der von einem

Stadtwappen geziert wird. Auf

dem Platz steht dass mehrfach umgestaltete

Rathaus aus dem 13. Jh. sowie das


Unterhalb von Motovun, rechts des

Flusses Mirna, erstreckt sich der periodisch

überschwemmte Motovuner Eichenwald,

eine der bekanntesten Fundstellen




bereitet.

Es gab eine Istrische Bohnensuppe

und Schwarze Trüffel auf Nudeln, dazu

Rotwein. Nach dem Aufenthalt in Motovun


Donnerstag, 11.10. –

– Visnjan

Am heutigen Tag war die Besichtigung

der angesagt, die wir

vom Hotel aus zu Fuß erreichten.


Halbinsel Istrien in Kroatien.

Um 800 v. Chr. siedelte der illyrische


wahrscheinlich entstand in dieser Zeit

auch der erste geschützte Hafen. Das

Siedlungszentrum der Histrier, die der

Halbinsel auch ihren Namen gaben, lag in

Nesactium, in der Nähe von Pula.

Den Römern gelang es 100 v.Chr. die

Histrier zu besiegen. Unter Kaiser Tiberius

entwickelte sich eine römische Siedlung

im Rang einer Kolonie mit einem im

84 bergbau 2/2013


RDB-Reisebericht

Zentrum liegenden Forum, welches in den


In den folgenden Jahrhunderten wechselten

oft die Besitzverhältnisse der Stadt. 1267

nahm Venedig die Stadt ein und diese blieb

bis zum Ende der Dogenrepublick 1797 in ihrem

Besitz. Der heutige Baubestand stammt


Nach dem Zusammenbruch der Donau-



rückten die jugoslawischen Partisanen in

die Stadt ein. Im Friedensvertrag von Paris

übernahm Jugoslawien ganz Istrien.

Die Stadt Porec wurde der Teilrepublik

Kroatien zugeschlagen.

Das bedeutendste Bauwerk ist

das Bischofsgebäude mit der Euphrasius-

kulturerbe

aufgenommen. Unser 1. Ziel

war die Besichtigung dieser Basilika mit

ihrer Außenanlage.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt

zählen auch das Palais Polezini und das

Palais Sincic, 2 spätgotische Adelssitze.

Im Palais Sincic befindet sich das Heimatmuseum

der Porestina, mit einer prähistorischen

und einer antiken Sammlung. Am


durch den Hafen zu unserem mittlerweile

eingetroffenen Bus.

Višjan-




Binnenland Istriens und etwa 12 km von




dieser Region ist sehr bekannt. Nach der


der Familie mit dem Steigerlied.

Da unser Reisebegleiter den letzten

Tag mit uns verbrachte, wurde er vom Vorsitzenden

Friedrich Haumann verabschiedet.

Er dankte ihm für seine Informationen,

die er uns während der Exkursion über die


hatte und überreichte ihm ein bergmänni-

chen

Tagesexkursion wurde unser Hotel

angefahren.

Postojnska jama – Adelsberger Grotte

Freitag, 12.10. – Rückfahrt –

Postojnska Jama in Slowenien

(deutsch: Adelsberger Grotte) –

Leoben (Austria)

Die Reise führte uns zunächst zu den

Adelsberger Grotten (slowenisch: Postojnska

jama), in der Nähe der Stadt Postojna.

Am Eingang der Tropfsteinhöhle

wurden wir von einem Höhlenführer empfangen.

Mit einem Zug ging es zunächst


Stalagmiten/Stalaktiten zu einem Bahnhof

in der Höhle.

Hier informierte uns der Höhlenführer

über die geologische Entstehung der

Tropfsteinhöhle in Postojna. Sie ist die

zweitgrößte für Touristen erschlossene


Stadt Postojna durch die 20 km lange


legt.

Die erste Höhlenbahn wurde im Jahre

1872 installiert. Im Jahre 1914 wurden

Lokomotiven mit Verbrennungsmotor ein-


Bahn ersetzt wurden. 1968 wurden die


Schon in den 1980er Jahren wurden Besucherzahlen

von 1 Mio./Jahr erreicht.

Das Höhlensystem besteht aus 3 Ebenen.

Auf der untersten Ebene fließt noch

heute der Fluss Pivka. Die Datierungen

der im Höhlensystem abgelagerten Sedimente

ergaben ein Alter von bis zu 0,9

Mio. Jahren.

Nach 2-stündiger Besichtigung in der

langten

wir am unterirdischen Bahnhof

an. Mit dem Zug ging es zurück an das

Tageslicht.

Tagesziel

Leoben in Österreich.


an der Mur im österreichischen Bundesland

Steiermark. Sie hat eine lange Tradition

im Berg- und Hüttenwesen. Mit ei-


Donawitz hat Leoben einen der bedeutendsten

Standorte der österreichischen

Eisen- und Stahlindustrie und ist Sitz der

Montanuniversität Leoben.

genreformation

diente die Stadt im Jahr

schlagung

des Knappenaufstandes im

Ennstal und rund um Schladming.

1797 trafen sich französische und ös-


Dort schlossen Napoleon und die Vertreter

Österreichs den Vorfrieden von Leoben.

1849 wurde die bergmännische Lehranstalt

nach Leoben verlegt. Diese Lehranstalt

ist der Vorgänger der Montanuniversität.

In den 1960er-Jahren begann die

Schließung des Kohlebergbaus Seegraben

und in den 1980ern wurde die Eisenund

Stahlindustrie in der Hütte Donawitz

eingeschränkt.

Sehenswert ist der Bergmannsbrunnen

am südlichen Ende des Hauptplatzes. Er

wurde 1799 errichtet. Der Brunnen ist mit

der Darstellung eines Knappen versehen.

Der Engelsbrunnen befindet sich am nördlichen

Ende des Hauptplatzes. Über seinem

Becken befindet sich die Darstellung

eines Engels, der einen Schild mit dem


Der Freimannsturm ist neben dem Maut-

turm

der Stadtmauer. Im Mittelalter war er

Sitz des Scharfrichters, des sogenannten



Nach der Rundfahrt durch Leoben check-


ein.

Zum Abendessen ging es in die histori-


Bergstadt Motovun


bergbau 2/2013 85


RDB-Reisebericht

Zwillings-Tandem-Dampffördermaschine

Samstag, 13.10. –

Fohnsdorf – Nürnberg

Nach dem Auscheck war unser nächstes

Ziel das Bergbaumuseum in Fohnsdorf

ca. 30 km entfernt. Hier wurden wir

vom Museumsleiter, Dr. Heinz Kopp, herzlich

empfangen.

Zu unserer Begrüßung spielte die Mu-


unter Leitung von Maximilian Haubner auf.

Der Rundgang durch die gesamte Muse-


jeweils mit einem fachkundigen Führer.

Zunächst wurde die Halle mit der großen

Zwillings-Tandem-Dampffördermaschine


Diese hat eine Leistung von 3 600 PS. Anschließend

ging es in die Arbeitswelt der

Bergleute.

ken

der Kumpel unter Tage aufgezeigt.


-

pochen

gaben einen realistischen Einblick

in die Arbeitswelt.

Das nächste Highlight war die Befahrung

eines 160 m langen Schaustollens.

Polygonausbau, Bohrgestänge und Fördermittel

waren zu sehen.

Eine besondere Art der Belüftung konnte

man in einem Streckenvortrieb sehen,

es war ein handbetriebener Lüfter in einem

Holzkasten, der früher von Kindern

Gruppenbild nach dem Besuch des Museums

mittels einer Kurbel bedient wurde.


Bergbaumuseums der 47 m hohe För-


sichtbar ist und als Denkmal der Nachwelt

erhalten bleiben soll (er ist der einzige in

einem Museum in Österreich).

Viele der hier in Vitrinen ausgestellten


in Holz geschnitzten Schautafeln aus den

Zeiten des aktiven Bergbaues zeugen von

dem Fleiß der ehrenamtlichen Helfer und

Mitarbeiter des gesamten Museums.

Nach dieser umfangreichen Besichtigung

waren die Tische für Kaffee und

Kuchen gedeckt. Hier gilt den Frauen

der Mitarbeiter des Museums ein herzliches

Dankeschön. Das Singen des Bergmannsliedes

und das sich anschließende

such

des Museums.

Allen Mitarbeitern weiterhin viel

Erfolg und ein herzliches Glückauf!

Die Namensnennung von Fohnsdorf


Johann Adolf 1. Fürst Schwarzenberg

wurde 1670 ein Tagebau bei Dietersdorf in

Betrieb genommen. Die gewonnene Kohle

wurde überwiegend zur Alaunherstellung

verwendet. Eine gewinnbringende Steigerung

des Kohleabbaus begann mit der


in Judenburg und Zeltweg. 1881 wurde

die später verstaatlichte Österreichisch-

Alpine Montangesellschaft Eigentümer

der Fohnsdorfer Bergbaubetriebe.

zicky-Schachtes,

der sich mit über 1 000

m zum tiefsten Braunkohlenbergbau der



Die Hauer arbeiteten unter großer Methangas,

Staub- und Brandgefahr. Auch

die extrem hohe Temperatur, die ab der

rer

Bewetterung nicht unter 30°C war, erschwerte

die Arbeit der Bergleute.

Am 06.08.1943 ereignete sich eine

Ein handbetriebener Lüfter in einem

Holzkasten


Fohnsdorf, bei der 102 Bergleute ums Leben

kamen.



einen wirtschaftlichen Aufschwung, der bis

zum Ende der fünfziger Jahre dauerte. Die

aktive Zeit des Bergbaues endete mit der

Schließung im Jahre 1978.

Nach dem Museumsbesuch in Fohnsdorf

wurde die Fahrt nach Nürnberg fortgesetzt.

Die letzte Übernachtung fand im


Sonntag, 14.10. –

Nürnberg – Ahlen

Nach dem Frühstück und dem Auscheck

wurde die Heimfahrt angetreten.

Kurz vor dem Ende der Exkursion ergriff

der Ehrenvorsitzende des BV, Volker Richter


richtete er an den Vorsitzenden, Friedrich

Haumann und seine Frau Jutta, die diese

Strecke im Voraus abgefahren und alles

geregelt hatten.

Er bedankte sich, auch im Namen aller

Teilnehmer, bei allen Akteuren, die zum


Ebenso dankte er auch allen für die Betreuung

im und am Bus.

Er beendete seine Laudatio mit den


„Fritz, wir freuen uns schon auf die

nächste Exkursion, die Du hoffentlich zum

kommenden Jahr planst. Dann werden

wir, wenn wir gesund bleiben, wieder mit

dabei sein.“

Im Anschluss an diese Laudatio ergriff

Friedrich Haumannte

sich bei unserem Busfahrer, Michael

Schröder, für seine hervorragende Fahrweise

und überreichte ihm dafür eine kleine

Anerkennung im Kuvert.

Danach umriss Friedrich Haumann seine

Vorstellung von der nächsten Exkursion

im Jahre 2013.

Josef Kleinepähler

Friedrich Haumann

Bilder:

Josef Kleinepähler/FriedrichHaumann

86 bergbau 2/2013


RDB-Ausschuss für Renten und Pensionen

Hinterbliebenenrenten, Anhebung der Altersgrenzen, Abschläge bei Witwenrenten und

Witwerrenten, Rentenartfaktor, Zugangsfaktor, Rentenformel, Persönliche Entgeltpunkte

Allgemeine Hinweise

Die hier aufgeführten §§ des Sozialgesetzbuches VI (SGB VI) haben ihre Gültigkeit ab 01.01.2012.






§ 46 Witwenrente und Witwerrente











sind.








(2 b) hier nicht aufgeführt

(3) hier nicht aufgeführt












§ 67 Rentenartfaktor


1. hier nicht aufgeführt

2. hier nicht aufgeführt

3. hier nicht aufgeführt






§ 64 Rentenformel für Monatsbetrag der Rente





Rentenabschläge bei Hinterbliebenenrenten.



Möglicher Rentenabschlag bei der Hinterbliebenenrente







Abschläge umgerechnet in Zugangsfaktoren


bergbau 2/2013 87


RDB-Ausschuss für Renten und Pensionen






§ 77 Zugangsfaktor




















Beispielrechnung











€€

€).

€€€€







„Eckrentner“/“Eckrente“





€€

€€

€€
















Herbert Marschner,

88 bergbau 2/2013


RDB-Mitteilungen

Nachruf

Friedrich Heidemann, BV Aachen, 58 Jahre

Hans Gillessen, BV Aachen, 88 Jahre

Franz Gerdes, BV Ahlen-Heessen, 78 Jahre

Wolfgang Fratzke, BV Buer, 71 Jahre

Fritz Kaspeizer, BV Buer, 85 Jahre

Wolfgang Rotzsch, BV Clausthal, Bez.-Gr. Hannover-Stadt, 77 Jahre

Daniel Nickel, BV Dillenburg, 88 Jahre

Willi Poswig, BV Essen-Katernberg, 80 Jahre

Eugen Knoblauch, BV Langendreer, 88 Jahre

Arthur Nagel, BV Lünen, 85 Jahre

Sturmhold Schwab, BV Neuhof, 75 Jahre

Waldemar Neugebauer, BV Niederrhein, 73 Jahre

Hans-Jürgen Sielaff, BV Niederrhein, 83 Jahre

Linus Kestel, BV Nordbayern, 83 Jahre

Peter Görs, BV Oberhausen, 48 Jahre

Hans-Joachim Schneider, BV Recklinghausen, 77 Jahre

Günter Schug, BV Saar, 76 Jahre

Werner Zapp, BV Saar, 92 Jahre

Der RDB e.V., Ring Deutscher Bergingenieure, trauert um seine verstorbenen Mitglieder. Unseren toten Kameraden werden

wir stets ein ehrendes Andenken bewahren

Der Hauptvorstand

Bergmannsjubiläen

März 2013

25 Jahre

Clausthal-Gorleben

Hubertus Kahl

35 Jahre

Brambauer

Mario Pallasch

Niederrhein-Moers

Ingo Kupschus

Michael Schulze-Elvert

Peter Schwierczok

Rheinische Braunkohle-Hambach

/ Mitte

Adolf Jussen

Rheinische Braunkohle-Tgb.

Garzweiler

Peter Thelen

40 Jahre

Lausitzer Braunkohle

Uwe Krohn

Mitteldeutsche Braunkohle

Ronald Jahn

Neuhof

Martin Reinel

Mitgliedsjubiläen

RDB e.V. 01.03.2013

25 Jahre

Ibbenbüren

Wolfgang Koelker

Niederrhein-Moers

Herbert Friede

Recklinghausen

Andre Schmidt

Rheinische Braunkohle-

BOWA / Fortuna-Nord

Rainer Ackermann

Saar

Axel Hassdenteufel

Bruno Biesel

35 Jahre

Buer

Heinz-Jürgen Malsch

Rheinische Braunkohle-Hambach

/ Mitte

Willi Harn

Rheinische Braunkohle-

Hauptverwaltung

Josef Neugebauer

40 Jahre

Essen-Katernberg

Wilhelm Mick

55 Jahre

Saar

Karl Bauer

Geburtstage

März 2013

Einzelmitglied

Dieter Schmidt, 80 Jahre, 24.03.

Aachen-Anna

Heinrich Staschewski, 85 Jahre,

17.03.

Aachen-Mayrisch

Heinrich Fuchs, 75 Jahre, 24.03.

Aachen-Sophia-Jacoba

Horst Rajczak, 75 Jahre, 30.03.

Ahlen-Heessen

Jürgen Wolff, 60 Jahre, 30.03.

Hartmut Schulz, 75 Jahre, 18.03.

Bergkamen

Andreas Knopf, 50 Jahre, 18.03.

Manfred Seck, 70 Jahre, 29.03.

Brambauer

Hans-Werner Hohmann, 70 Jahre,

11.03.

Dieter Steffan, 75 Jahre, 06.03.

Joerg Nofz, 75 Jahre, 08.03.

Clausthal-Asse

Ralf Fruth, 75 Jahre, 04.03.

Clausthal-Celle

Heinz Stahl, 80 Jahre, 14.03.

Clausthal-Harz

Gerhard Berger, 75 Jahre, 26.03.

Clausthal-Helmstedt

Herbert Runge, 80 Jahre, 14.03.

Clausthal-Kassel

Josef Jost, 75 Jahre, 05.03.

Clausthal-Peine-Salzgitter

Albrecht Enderlein, 75 Jahre,

15.03.

Hans-Joachim Habich, 80 Jahre,

13.03.

Fritz Krüger, 90 Jahre, 26.03.

Clausthal-Ronnenberg

Karl-Heinz Schröder, 85 Jahre,

10.03.

Clausthal-Salzdetfurth

Ernst Mundel, 85 Jahre, 20.03.

Dillenburg

Herbert Schweitzer, 80 Jahre,

16.03.

Heinz Golcher, 85 Jahre, 25.03.

Dorsten

Berthold Drueppel, 50 Jahre,

10.03.

Erdöl und Erdgas Celle

Stephan Frodl, 50 Jahre, 11.03.

Hans Veitz, 60 Jahre, 28.03.

Georg Bretzlaff, 85 Jahre, 29.03.

Essen-Katernberg

Gerhard Spranger, 85 Jahre,

14.03.

Essen-Süd

Karl-Heinz Thiel, 70 Jahre, 17.03.

Gelsenkirchen

Günter Möller, 75 Jahre, 15.03.

Erwin Witucki, 80 Jahre, 14.03.

Hans Jurosch, 80 Jahre, 31.03.

Ibbenbüren

Dietmar Rösner, 50 Jahre, 27.03.

Adolf Terinde, 75 Jahre, 22.03.

Dieter Fettweis, 75 Jahre, 25.03.

Karl-Josef Oelgemoeller, 75 Jahre,

21.03.

Kurt Brinkhues, 75 Jahre, 30.03.

Helmut Bock, 80 Jahre, 29.03.

Lausitzer Braunkohle

Kerstin Gediga, 50 Jahre, 08.03.

Steffen Garbsch, 50 Jahre, 17.03.

Lünen

Jürgen Ivo, 50 Jahre, 02.03.

Martin Preissler, 50 Jahre, 17.03.

Hans-Dieter Kleinefinke, 75 Jahre,

06.03.

Mitteldeutsche Braunkohle

Hans Peschka, 75 Jahre, 15.03.

Neuhof

Fritz Heller, 85 Jahre, 07.03.

Niederrhein

Thomas Beerwerth, 50 Jahre,

18.03.

Wilfried Paulußen, 60 Jahre,

31.03.

Dieter Richert, 70 Jahre, 08.03.

Rudolf Lumpe, 75 Jahre, 04.03.

Walter Knäbe, 80 Jahre, 11.03.

Niederrhein-Moers

Heinz-Theodor Jansen, 75 Jahre,

16.03.

Nordbayern

Hans-Jürgen Schmidt, 75 Jahre,

08.03.

Friedrich Wallbaum, 80 Jahre,

25.03.

Günter Majewski, 80 Jahre, 24.03.

Heinz-Dieter Trinks, 80 Jahre,

25.03.

Oberhausen

Gerhard Bittner, 75 Jahre, 22.03.

Karl ten Have, 75 Jahre, 06.03.

bergbau 2/2013 89


RDB-Veranstaltungen/Mitteilungen

BV Brambauer

Im Lokal „Bürgerkrug“, Ferdinandstraße 18, in Lünen-Brambauer

findet um 10.00 Uhr am 10.03. unsere diesjährige Jahreshauptversammlung

statt.

1. Begrüßung

2. Nachehrung der Jubilare

3. Bericht des Geschäftsführers

4. Bericht des Schatzmeisters

5. Bericht der Kassenprüfer

6. Aussprache über die Berichte

7. Entlastung des Vorstandes

8. Von 10.45 bis 11.00 Uhr Pause

9. Referate über die Themen Vorsorgevollmacht,

Patientenverfügung und Pflegeneuausrichtungsgesetz.

Die Referate halten die Herren Tzschichholz (Leiter der

Bundesknappschaft Bochum, Geschäftsstelle Lünen) und

Siegmann (Leiter des Pflegestützpunktes der Knappschaft

Lünen).

10. Termine 2013

11. Verschiedenes

12. Das Ende der Jahreshauptversammlung ist gegen 12.35 Uhr

geplant.

Zu dieser Versammlung laden wir Sie herzlich ein und hoffen auf

eine rege Teilnahme.

BV Clausthal

Vorstandssitzungen des BV-Vorstandes am 03.02., 05.05., 07.07.,

29.09. und 08.12.. Alle Sitzungen finden bis auf Weiteres in der

Clubgaststätte des SV Glückauf Rammelsberg in Goslar statt.

Treffen der Bez.Gr.-Vorsitzenden oder deren Vertreter am 13.04.

ab 10.00 Uhr in der Fachschule für Wirtschaft und Technik in

Clausthal. Dies ist eine Pflichtveranstaltung. Bei Verhinderung

unbedingt bei der Geschäftsführung des BV Clauthal melden.

Der Kegelvergleich des BV Clausthal findet am 20.04. in Barsinghausen

statt. Ausrichter der Veranstaltung ist die Bez.Gr.

Hannover-Land.

Betriebserfahrungsaustausche des BV in 2013:

Der BV Baden-Württemberg wird als Gast vom 19. bis zum 22.06.

erwartet. Das Programm ist in Arbeit.

Der BV Clausthal besucht vom 26. bis zum 28.09. den BV Mitteldeutsche

Braunkohle.

Die erweiterte Vorstandssitzung des BV findet am 26.10. ab 10.00

Uhr in der Fachschule für Wirtschaft und Technik in Clausthal

statt.

BV Clausthal

Bez.Gr. Harz

Termine 2013

Am 20.04.Kolloquium im Kurgastcenter in Bad Lauterberg –

„Baryt, Kupfer, Eisen, Bad Lauterbergs Montangeschichte“

Programm und Anmeldeformular bei: Niedersächsisches Bergarchiv,

An der Marktkirche 9, 38678 Clausthal-Zellerfeld,

E-Mail: wolfgang.lampe@nla.niedersachsen.de

15 Jahre „Fachschule für Wirtschaft und Technik Clausthal-

Zellerfeld“, Veranstaltungen am 21.09., Ort: Paul-Ernst-Straße

2, 38678 Clausthal-Zellerfeld, Anmeldungen: Tel.: 05323/7036,

Fax: 05323/7916

BV Rheinische Braunkohle

Termine 2013

Leider haben wir in der Ausgabe 01/2013 für unseren geplanten

Betriebserfahrungsaustausch zum BV Mitteldeutsche Braunkohle

ein falsches Datum mitgeteilt. Der Austausch findet statt

vom 22.08. bis 24.08.

BV Saar

www.vsb.saar.de

54. VSB-Treff

Am Sonntag, 24.02. lädt der Vorstand der Vereinigung Saarländischer

Bergingenieure zum 1. VSB-Treff in 2013 ein. Beginn ist

wie immer um 10.00 Uhr im „Naturfreundehaus“ in Friedrichsthal.

Thema an diesem Morgen: Rückzug, Räumen und Verschließen

des Untertagebereiches des BW Saar. Referent ist unser VSB-

Mitglied Olaf Guillaume. Er berichtet über die Planung und Umsetzung

und über den aktuellen Stand der Arbeiten vor Ort.

Eintritt natürlich frei und Gäste wie immer herzlich willkommen

Sitzung Arbeitskreis „Betreuung“

Unsere nächste Sitzung des AK „Betreuung“ findet am Dienstag,

19.02.um 16.30 Uhr im „Naturfreundehaus“ in Friedrichsthal

statt. Wir bitten um rege Teilnahme der Mitglieder.

Johannes Lanfermann, 80 Jahre,

30.03.

Peißenberg

Konrad Fünfgelder, 75 Jahre,

15.03.

Adolf Schuster, 85 Jahre, 26.03.

Recklinghausen

Frank Hambuch, 50 Jahre, 02.03.

Erwin Klein, 75 Jahre, 23.03.

Rheinische Braunkohle-Tgb.

Garzweiler

Albert Brinkmann, 60 Jahre,

22.03.

Werner Moll, 80 Jahre, 08.03.

Rheinische Braunkohle-Tgb.

Inden

Frank Dickmeis, 50 Jahre, 22.03.

Saar

Detlef Schmidt, 50 Jahre, 13.03.

Guenther Brill, 70 Jahre, 16.03.

Kurt Wern, 80 Jahre, 18.03.

Günther Peters, 85 Jahre, 12.03.

Willi Neurohr, 90 Jahre, 02.03.

Siegerland

Hartmut Koch, 50 Jahre, 29.03.

Wanne-Eickel

Guido Steinau, 85 Jahre, 30.03.

Werra

Thomas Moetzing, 50 Jahre,

09.03.

Westerzgebirge

Johannes Böttcher, 75 Jahre,

12.03.

Der Hauptvorstand des RDB e.V. gratuliert seinen Mitgliedern zu den Jubiläen und Geburtstagen mit einem herzlichen „Glückauf“

berg

Tatsächlich verbreitete

Auflage im Jahresdurchschnitt

8.000 Exemplare monatlich

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90 bergbau 2/2013


RDB-Mitteilungen

BV Baden-Württemberg

Jahreshauptversammlung 2012

Die Jahreshauptversammlung des

BV fand am 29.09. in Bad Friedrichshall-Kochendorf

statt.

Bis 09.30 Uhr trafen sich alle BV-

Kameraden (teilweise mit Ehepartnern)

vor dem Werkstor der

Südwestdeutschen Salzwerke zur

Grubenfahrt in dem neu gestaltenen

Besucherbergwerk Bad

Friedrichshall-Kochendorf.

Bis zur Seilfahrt hatte man in der

Bergschänke Gelegenheit, einen

Kaffee zu trinken, während unser

Schatzmeister und Betriebsführer

Gerhard Kühnel seinen Einführungsvortrag

über das Bergwerk

Kochendorf hielt.

Pünktlich um 10.00 Uhr begaben

wir uns mit den Förderkörben

180 m tief unter die Erdoberfläche

in die Welt des Urminerals Salz, in

des“.

Faszinierende Einblicke der neuen

Medien, interaktive Elemente,

spektakuläre Lichtinstallationen

sowie beeindruckende Ausstellungsstücke

und Filmaufnahmen

vermitteln den Besuchern das

spannende Arbeitsfeld der Bergleute.

Die mit Licht inszenierten meterdikken,

Jahrmillionen alten Salzschichten

und die gewaltigen Salzabbaukammern

bilden einen Kontrast zu

den überdimensionalen Würfeln

als Kommunikationsinseln, die verschiedene

Themen rund um das

Salz aufgreifen. Diese begehbaren

Kuben, der würfelförmigen Kristallstruktur

des Salzes nachempfundenen,

haben eine Kantenlänge von

6 m und sind allein schon ein hochinteressanter

neuer Erlebnisraum

unter Tage; Medieninstallationen,

Laboreinrichtungen oder interaktive

Bereiche wechseln sich hier ab und

vermitteln so einen individuellen

Charakter und angenehme Atmosphäre.

Im 1. Kubus wird die Entstehung

des Salzes im Heilbronner Raum in

einem Film als zentrale Rauminstallation

vermittelt. Die Besucher können

sich über die unerschöpflichen

weltweiten Salzvorkommen informieren.

Die unterschiedlichsten

Salzabbaugebiete und Salzgewinnungsarten

werden dort vorgestellt.

Zahlreiche Ausstellungsstücke vermitteln

zusätzlich den Arbeitsalltag

der Bergleute unter Tage.


Erlebnisraum des 2. Kubus überschrieben,

ein Interaktives Labor

für Jung und Alt. Der 3. Kubus vermittelt

die Anwendungen von Salz

und wie Salz unseren Alltag belebt.

Von der Firste abgehängte Objekte

stellen die verschiedenen Anwendungsbereiche

des Salzes vor. An


von Speisesalz, Industriesalz, Gewerbesalz

sowie Auftausalz detailliert

thematisiert dargestellt.

Ebenfalls neu im Steinsalzbergwerk

Kochendorf sind sogenannte

Didaktikwürfel zur passiven wie aktiven

Information aufgebaut. Teils

mit Monitoren, teils mit Exponaten

bestückt, wird den Besuchern viel

Wissenswertes wie z.B. vom noch

bis 1955 durchgeführten Salzabbau

mit der Hand über die Bestükkung

eines Grubenwehrkoffers bis

zur Heiligen Barbara, der Schutzheiligen

der Bergleute, vermittelt.

Neben der Ausstellung authentischer

Abbaumaschinen lässt eine

Schausprengung die Besucher mit

allen Sinnen spüren, welche atemraubende

Kräfte unter Tage wirken

können.


neue, mit einem Continuous Miner

aufgefahrene Abbaukammern.

Dort erlebt der Besucher auf einer

ne

das Salz schneidend abbaut.

Der akustisch untermalte Film wird

überdimensional vermittelt und wirkt

nachhaltig. Zusätzlich wird anhand

von Stapelfahrzeug und Lastkraftfahrzeug

gezeigt und beschrieben,

wie die Südwestdeutsche Salzwerke

Deponierückstände in leer stehende

Abbaukammern verfüllt. Als besonderes

Highlight wird nach neustem

Stand der Technik in der 2. Kammer

eine spektakuläre Lasershow mit

Nebeleffekten dargestellt.

Weiterhin in den Rundgang eingeschlossen

sind der bekannte

Kristallsaal, jetzt mit Gabionen und

Lichteffekten attraktiv ausgestaltet

und der Kuppelsaal mit seiner rd.

25 m hohen in das Salz gesprengten

Firste sowie als erlebnisreicher

Abschluss die 40 m lange Rutschbahn.

Ein Moment des Verweilens und

der Stille ist in der erweiterten

chendorf“

möglich, die ebenfalls in

den neuen Rundgang durch das

Salzbergwerk Bad Friedrichshall

eingebunden ist.

Auch mit einem Rekord kann das

neue Besucherbergwerk aufwarten:

Zur Aufnahme eines Bohrkerns

aus den geologischen Schichten

wurde mit 145,5 m die wahrscheinlich

längste Glasvitrine der Welt

aufgebaut.

Sichtlich beeindruckt begab sich

die Besuchergruppe wieder nach

über Tage, um in der Bergschänke

bei tollen und interessierten Gesprächen

gemeinsam das Mittagessen

einzunehmen.

Ab 13.30 Uhr wurden die Damen

zu einer Stadtführung in die nahe

gelegene Stadt Bad Wimpfen verabschiedet,

damit die Kameraden

des BV die Jahreshauptversammlung

abhalten konnten.

Tagesordnung der Jahreshauptversammlung:


● Totenehrung

● Theo Schlößer

● Bericht des Vorsitzenden

● Bericht des Medienbeauftragten

● Kassenbericht

● Kassenprüfbericht

● Entlastung

● Ehrungen

● Verschiedenes, Aussprache

Der Ehrenvorsitzende des RDB e.V.,

Kamerad Theo Schlößer, übermittel-

des

und wünschte der Versammlung

einen guten Verlauf. Ein Kompliment

an den BV über den Qualitätsstandard

bei der Auswahl und Durchführung

der jährlichen Hauptversammlungen

sowie die hohe Teilnehmerzahl

von Mitgliedern an diesen Veranstaltungen

wurde als sehr positiv

hervorgehoben.

In seinen weiteren Ausführungen

gab Theo Schlößer einen Ausblick

auf die Zukunft des deutschen

Steinkohlebergbaues sowie des

RDB e.V.. Weil das Interesse an

Rohstoffen den Bergleuten gegeben

ist, muss das Bewusstsein in

der Bevölkerung für die Rohstoffsicherung

in der BRD geschärft

werden.

Das Ziel und Streben eines jeden

muss sein, junge Mitglieder für den

RDB e.V. zu gewinnen.

Kamerad Josef Schlund dankte

Theo Schlößer für seine Ausführungen

und ehrte ihn für sein jahrelanges

Engagement mit einem


sowie einem Weinpräsent.

In seinem Jahresbericht erläutert

Josef Schlund Inhalte und Themen

der Vorstandssitzungen des RDB

e.V. in Essen, Problematiken und

Aufwände bei der Durchführung

von Besuchen anderer Bezirksvereine

zu einem Betriebserfahrungsaustausch,

die Reise nach

Frankreich sowie sonstige Aktivitäten

und Einladungen, die er als

Vorsitzender unseres Vereines

wahrnehmen durfte.

Ergänzt wurden seine Ausführungen

vom Medienbeauftragten

Herbert Hesser, der die Themen

und Ergebnisse der durchgeführten

Vorstandssitzungen 2011/2012

des BV den anwesenden Kameraden

präsentierte.

Der Kassenbericht wurde von

unserem Schatzmeister Gerhard

Kühnel vorgetragen.

Erfreulicherweise konnte ein Überschuss

zum Vorjahr erwirtschaftet

werden.

Kamerad Lothar Reinhard verlas

in Abwesenheit der Kassenprüfer

Martin Mayer und Helmut

Eisele den Kassenprüfbericht.

Die Kassenprüfung erfolgte am

08.02.2012.

Die Entlastung des Vorstandes für

die ihm übertragenen Aufgaben im

Sinn des Vereines sowie die ord-


anvertrauten Geldmittel wurde von

Kamerad Heinz Rabe vorgeschlagen

und per Akklamation durchgeführt.

Der Vorstand wurde einstimmig

entlastet.

Eine Jubilarehrung konnte aufgrund

fehlender Jubilare nicht

durchgeführt werden.

gen“

wurden folgende Sachinhalte

festgehalten:

● Der Betriebserfahrungsaustausch

mit dem BV Clausthal

wird voraussichtlich Mitte-Ende

Juni 2013 stattfinden

● Der Betriebserfahrungsaustausch

mit dem BV Werra wird

2013 zur Weindorfzeit stattfinden

● Die Jahresversammlung 2013

wird voraussichtlich am 22.09.

durchgeführt.

Kamerad Lothar Reinhard berichtet

über die Nachwuchsförderung

unserer Bergbautechnologen.

fe

Birkensee“ in Bad Wimpfen nach

der Versammlung und der Stadtführung

bei gemütlichem Beisammensein

mit Kaffee und Kuchen

seinen Ausklang.

Herbert Hesser

BV Clausthal

Bez.Gr. Harz

Barbarafest 2012

Die Tradition bewahrend eröffnete

zung“

unter der bewährten Leitung

unseres Kameraden Hans-Georg

Braun

Steiger kommt…“ am 08.12. in der

Aula der FWT / Bergschule das gemeinsam

von der Bez.Gr. und dem

Traditionsverein Berg- und Hüttenschule

Clausthal e.V. ausgerichtete

Barbarafest. 32 Personen waren

der Einladung gefolgt.

Kamerad Kai Rückbrodt, 1. Vorsit-


Festgesellschaft. Ein besonders


Ehrenvorsitzenden der Bez.Gr.,

Kamerad Wolfgang Schütze mit


Kamerad Reinhard von Liebenstein

in seiner Funktion als 1. Vorsitzender

des Traditionsvereins seinen


brachte.

Nach weiterer Chor-Darbietung,

ser

Bergmanns-Dankeslied“, Eröffnung

des Abend-Büfetts. Genüsslich

gestärkt und in stiller Selbstzufriedenheit

galt nun die volle Aufmerksamkeit

der vom Kamerad Wolfgang Schütze

wieder feinfühligst ausgearbeiteten


bergbau 2/2013 91


RDB-Mitteilungen

„Ein Prost auf den Zusammenhalt!“ v.l.n.r.: Kamerad Claus

Messerschmidt, Reinhard von Liebenstein, Wolfgang Schütze und

Kai Rückbrodt

von Liebenstein besetzt, einem

Elektrotechniker halt! Kurz um:

Nach Bergmann und Maschinenmann

gibt heute ein Elektromann

in diesem Haus die Richtung an!

Zu gutem Schluss nun bekräftigten

die 3 Fakultäten den dennoch unverbrüchlichen

Zusammenhalt mit

einem kräftigen Schluck aus dem

Bierkrug!

Kleine Geschenke erhalten die

Freundschaft! Die Kameraden

Kai Rückbrodt und Olaf Schubert

Spontane Tanzdarbietung

BV Oberhausen

Herbstfest 2012

hielten als Nikolausüberraschung

für jede Dame einen kleinen Weihnachtsengel

bereit.

Engel für die „Engel“, eine echte

Freude!

schrei“

lag der letzte Programmpunkt

ganz bei unserem Kameraden

Kai Rückbrodt, und mit

Steigerlied und obligatorischem

Bergmannsschnaps ging ein rundherum

kurzweiliges Barbarafest zu

Ende.

Allen Kameraden die zur Vor- und

Nachbereitung des Festes sowie

für die festliche Ausschmückung

und Beleuchtung des Saales beigetragen

haben, sei ein herzliches

Dankeschön gesagt. Weiter gilt der

Dank unserem Bergschulchor, ohne

den das Barbarafest nicht denkbar

wäre und natürlich gleichsam


die dargeboten Beiträge!

Claus Messerschmidt

v.l.n.r.: Kameraden Olaf Schubert und Kai Rückbrodt mit

Nikolausüberraschungen

Fotos: Privat

Sahnehäubchen“! Dafür herzlicher

Applaus der Festgesellschaft!

Nun aber erst mal auf die Tanzfläche!

Bewegung tut ja bekanntlich

gut (oder auch not), und die von

Sergej“

ausgewählten Musikstücke boten

den Tanzpaaren die ganze Bandbreite

vom Walzer bis zum Boogie-

Woogie. Mit Blick auf die Musik-Anlage

war es mehr als erstaunlich,


konnte !

Olaf

Schubert mit 2 Liedern aus dem

Erzgebirge. Für Oberharz-Bewohner

eine bekannt-vertraute


Wurzeln unserer Bergbauregion

ins Erzgebirge zurück bis ins 16.

Jahrhundert.

Des Weiteren erfreute Kamerad

Karl-Heinz Hoffmann die Festgesellschaft

mit seinem in Versform

gesetzten Vortrag über die Arbeits-

liger“

Zeit mit allen körperlichen

Mühen und Plagen im Vergleich

zu den heutigen von Hektik und

Stress dominierten Betriebsabläufen.

Was nun als das tatsächlich

Bessere zu bewerten ist, bleibt

letztendlich offen, denn jede Zeit

hat gute wie auch weniger gute

Seiten!

Der reine Zufall wollte es, dass dem

Kameraden Claus Messerschmidt

die 1969 in unserer Berg- und Hüttenschule

vom Oberklassekameraden

Gerhard Firnhaber geschriebene

und als Berggeist zelebrierte

fallen

war. Ja, und darin verkündete

er zur Person des damali-

Dipl.-Ing.

Wolfgang Schütze, dass diesem im

Jahre 1970 die Leitung der Schule

übertragen würde. Tatsächlich

eine Würde, für die der Berggeist

den zukünftigen Chef des Hauses

neben guten Ratschlägen auch

mit einem Taktstock bedachte! Bis


Bergschuldirektor gewesen. Von


Mit verschmitztem Lächeln hatte

Kamerad Claus Messerschmidt

auch gleich folgende Erklärungen

parat:

Zu jener Zeit entwickelte sich untertage

eine rasante Mechanisierung.

Maschineneinsatz ersetzte bergmännische

Handarbeit. So war es

nahe liegend und der Zeit entspre-


die Spitze der Bildungsstätte zu

setzen. Nun aber, ganz auf der

Linie heutiger Zeit mit der schier

grenzenlos einzusetzenden Informatik,

wurde dann mit Gründung

der FWT 1998 der Direktorsessel

mit unserem Kamerad Reinhard

Willi Ogorek, und Rainer Ratsch (50-jährige Mitgliedschaft im

RDB e.V.), Paul Lammertz (60-jährige Mitgliedschaft im RDB e.V.),

sowie Helmut Krüger (40-jährige Mitgliedschaft im RDB e.V.), Hans-

Jürgen Vennemann (1. Geschäftsführer des BV) (v.l.n.r.)

Die Jubilare Willi Ogorek (3. v.l.), Rainer Ratsch (5. v.l.) und Helmut

Krüger(2. v.r.), eingerahmt durch den Vorstand des BV

92 bergbau 2/2013


RDB-Mitteilungen


Reimann“ unser Herbstfest 2012

statt. Hans-Werner Nowak, unser

1. Vorsitzender eröffnete gegen

19.15 Uhr mit einer Ansprache


73 Teilnehmer, unter ihnen unsere

Jubilare. Nach dem Vortrag

des 1. Vorsitzenden würdigte der

1. Geschäftsführer Hans-Jürgen

Vennemann die Jubilare.

Auf 60-jährige Mitgliedschaft im

RDB e.V. können Paul Lammertz

und Karl-Heinz Leymann zurückblicken.

Paul Lammertz war anwesend

und wurde mit der Ehrenurkunde

und dem RDB-Humpen

geehrt. Karl-Heinz Leymann konnte

aus gesundheitlichen Gründen

nicht teilnehmen und wird später

geehrt.

Auf 50-jährige Mitgliedschaft im

RDB e.V. können Gerhard Bittner,

Heinz-Jürgen Löhr, Willi Ogorek

und Rainer Ratsch zurückblicken.

Willi Ogorek und Rainer Ratsch

wurden mit Urkunde und Jubiläumsuhr

ausgezeichnet.

Helmut Krüger gehört seit 40 Jahren

dem RDB e.V. an. Ihm wurden

seine Urkunde und die Jubiläumsgeschenke

überreicht.

Nach dem Bergmannslied mit dem

Bergmannschnaps gab Hans-Werner

Nowak das gutsortierte Büffet

der Gaststätte frei. Die Teilnehmer

sparten nicht mit Lob für das

schmackhafte Essen.

Garant für hervorragende musikalische

Unterhaltung waren wieder

die Sputniks. Nach 01.00 Uhr endete

ein gelungener Abend.

Hans-Jürgen Vennemann

BV Recklinghausen

www.rdb-re.de

Herbstfest 2012

Zum 24.11. hatte der BV seine Mitglieder

und Jubilare zum Herbstfest

den.

Und Sie kamen. Mit über 100

Gästen konnte Günter Hennemann

unser Herbstfest gegen 19.00 Uhr

eröffnen und alle Gäste recht herz-


Rückblick auf unsere Veranstaltungen

in 2012 und einem Hinweis auf

unsere noch ausstehende Fahrt

zum Weihnachtsmarkt nach Telgte,

die leider schon ausgebucht

war, übergab Günter Hennemann

das Wort an Herbert Preising zur

Jubilarehrung. Herbert Preising ist

ein fester Bestandteil unserer Jubilarehrung.

Auch in diesem Jahr

konnte er wieder 15 Jubilare aufrufen,

die dann von Günter Hennemann

und Hans Günter Sorger die

Ehrungen und Präsente entgegen

nehmen konnten.

Für ihr 35-jähriges Berufsjubiläum

wurden Alfred Dodot und

Detlef Niedzwetzki mit einem Ehrenhäckel

geehrt.

Jubilare am Herbstfest 2012: v. l. Hans-Dieter Mücher, Heinrich

Kleibrink, Paul Roesner, Adolf Wienkoetter, Hans Günter Sorger,

Franz Cerny, Helmut Beneke, Wolfgang Hartig, Hans Günter

Hennemann, Peter Bölling, Heinrich Schuessleder, Rene Kattein,

Alfred Dodot, Burghard Krause, Detlef Niedzwetzki, Norbert Kazda

und Detlev Hemmerich

Foto: Klaus Pirsig

8 Mitglieder konnten für ihre

25-jährige Mitgliedschaft im

RDB e.V. mit der silbernen Ehrennadel

ausgezeichnet werden.

Im Einzelnen wurden Helmut Beneke,

Peter Bölling, Wolfgang

Hartig, Detlev Hemmerich, Rene

Kattein, Norbert Kazda, Burghard

Krause und Heinrich Schuessleder

geehrt.

Franz Cerny wurde mit der goldenen

Ehrennadel und einer Ehrenurkunde

für seine 40-jährige

Mitgliedschaft im RDB e.V. ausgezeichnet.

Auf stolze 50 Jahre im RDB e.V.

können Hans-Dieter Mücher, Heinrich

Kleibrink, Paul Roesner und

Adolf Wienkoetter zurückblicken.

Neben einer Ehrenurkunde vergibt

der RDB e.V. für diese Treue seine

goldene RDB-Armbanduhr.

Nach der umfangreichen Ehrungszeremonie

stand natürlich schon

eine Schnapsrunde bereit und es

wurde das Bergmannslied inclusive

der 7 Strophe gesungen.

Im Anschluss wurde erst einmal

das Buffet eröffnet. Es war wie

in der vergangenen Jahren von

der Firma Schmitz und nicht nur

sehr schön anzusehen. Wie immer

bot der Partyservice ein umfangreiches,

leckeres Buffet mit

hervorragendem Nachtisch an.

Dazu spielte uns die Gruppe bzw.

Jazz hoch zwei“ mit Heinrich

Fries (Saxofon) und Johannes

Knechtges (Gitarre) viele bekannte

und interessante Stücke. Musikalisch

führte uns dann Radio Silberlocke

weiter durch den Abend. Gut

abgestimmt mit leiser Hintergrundmusik,

schwungvollen Tanzphasen

und aktuellen Hits vergingen die

Stunden wie im Fluge. Zwischenzeitlich

gab es noch eine Einlage

unseres Jazz-Duos bevor gegen

22.30 Uhr Dieter Wilde das Mikrofon

für die Tombola übernahm. Als

Glückfee suchte er in diesem Jahr

mal nicht eine Fee sondern einen

noch viel selteneren Aktiven. So fiel

die Wahl auf unseren Jubilar Alfred

Dodot. Und er machte seine Arbeit

gut. Zufällig zog er nicht nur das

Los seiner eigenen Frau, sondern

auch die Damen unseres 1. Vorsitzenden

und unseres Schatzmeisters

hatten die passenden Nummern.

Aber es gab ja auch noch 7

weitere Preise für unsere anderen

Damen.

Dieses ausgiebige Herbstfest endete

dann natürlich auch etwas

später. Gegen 1.30 Uhr versammelten

sich die letzten Gäste an

der Theke und wir konnten auf

einen gelungenen Abend zurückblicken.

Den Organisatoren und

allen Helfern sei an dieser Stelle

nochmals ganz herzlich gedankt.

Wir freuen uns auf das nächste

Herbstfest am 12.10.2013.

Klaus Pirsig

BV Saar

www.vsb-saar.de

St. Barbarafeier 2012

Das High Light der Jahresveranstaltungen

der Vereinigung Saarländischer

Bergingenieure ist

die St. Barbarafeier, zu der der

Geschäftsführende Vorstand am

halle“

nach Püttlingen eingeladen

hatte. Anfang November wurde

die von Jürgen Podevin wieder

sehr professionell erstellte Festschrift

an unsere Mitglieder versandt.

Die Anmeldungen gingen

rasch in der Geschäftsstelle ein

und so wussten wir schon rechtzeitig,

dass die Halle für 300 Gäste

hergerichtet werden musste. Eine


Geschäftsführenden Vorstand. Es

gelang uns auch in diesem Jahr

die Räumlichkeiten mit sehr viel

Liebe zum Detail, die Tische waren

bestückt mit Tannenzweigen,

Goldtaler, Weihnachtsgebäck und

Kerzen, eine vorweihnachtliche

Stimmung in die Halle zu bringen.

Am Eingang erhielt jeder Gast ein

Los für die Tombola, der Nikolaus


Päckchen Pralinen.

Um 19.00 Uhr eröffnete das Brass

Ensemble der Bergkappelle einen

wunderschönen und einer Ingenieurverbindung

würdigen Abend.

Schirmherr Minister Heiko Maas,

der 1. Vorsitzende des RDB e.V.,

Prof. Dr. Carsten Drebenstedt und

der 1. Vorsitzende der VSB e.V.

Reinhard Marian (von li. na. re.)

te

der 1. Vorsitzende Reinhard

Marian unsere Ehrengäste, allen

voran den Schirmherrn unserer

St.Barbarfeier Heiko Maas, Minister

für Wirtschaft, Arbeit, Energie

und Verkehr; Prof. Dr. Carsten

Drebenstedt, 1. Vorsitzender des

RDB e.V. Walter Fuss, Direktor

für Personal und Sozialfragen des

Bergwerk Saar der RAG Aktiengesellschaft;

Eugen Roth, Landesvorsitzender

DGB Saar und stellv.

Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion;

Dr. Franz-Rudolf Ecker,

Berghauptmann am OBA; Dietmar

Geuskens, Bezirksleiter Saar

der IGBCE; Dr. Harald Schneider,

Präsident der Deutsch-Mexikanischen

Wirtschaftsgesellschaft

und Vorstandsmitglied der SHS,

Saarländer helfen Saarländern;

Siegfried Kraus, Stellvertretender

Leiter des Frauenhofer Institut;

Ralf Schmitt, Geschäftsführer der

Kalksteingrube Auersmacher; Dr.

Oliver Schmitt, Geschäftsführer

Saarmontan; Harald Ullmann, Geschäftsführer

Hausalit; Dr. Michael

Emmerich, Leiter Arbeitsmedizin

DSK; Roland Böttcher, Berghauptmann

a. D. am OBA; Peter Altmeyer,

Sozialpolitischer Beirat am OBA

und Klaus Hiery, Präsident Saarländischer

Knappenvereine ganz


ganz besonderer Willkommens-

Edwin

Gerstner, der an diesem Abend

für 60-jährige Mitgliedschaft im

RDB e.V. geehrt wurde.

Der 1. Vorsitzende des Hauptvorstandes

des RDB e.V. Ring Deutscher

Bergingenieure, Prof. Dr.

Carsten Drebenstedt bedankte

sich bei den Verantwortlichen der

VSB für die Einladung zur St. Barbarafeier

an der Saar und übermit-

scher

Bergingenieure.

Wirtschaftsminister Maas ging in

seiner Festrede auf den Stein-

bergbau 2/2013 93


RDB-Mitteilungen

Jubilare nach der Ehrung

kohlenbergbau an der Saar ein.

Den Kohlevorräten an der Saar

hat dieses Land seine Existenz

und seine Identität zu verdanken.

Ohne Kohle wäre das Saarland

weder für Frankreich noch für

die Bundesrepublik Deutschland

von Interesse gewesen. Dieser

Bodenschatz war ausschlaggebend

für Sicherheit und Wohlstand

in unserem kleinen Bundesland.

Das Ende des Steinkohlenberg-

schnitten

in der Wirtschaftskraft

des Landes. Die Bergbauzulieferindustrie

hatte erhebliche Verluste

hinnehmen müssen bis hin zu Entlassungen

von Mitarbeitern oder


Es muss aber auch ein Fortbestehen

dieses Landes nach dem

Steinkohlenbergbau geben.

Derzeit laufen Planungen die Bergbauflächen

zur Gewinnung regenerativen

Energien zu nutzten. Denkbar

wären Wind- und Solarenergie,

aber auch Pumpspeicher. Darüber

hinaus sollen aber auch die Belange

des Natur-und Umweltschutzes,

der Fortwirtschaft, sowie der

Naherholung in diese Gesamtbe-

Heiko Maas wurde

für seine Rede mit viel Beifall belohnt.

Der 1.Vorsitzende Reinhard

Marian überreichte Minister Heiko

Maas als Dank und zur Erinnerung

obligatorisch eine Grubenlampe.

Unser Geschäftsführer Jürgen

Podevin, für die Gestaltung des

Abends zuständig, kündigte die

nächsten Programmpunkte an. Der

Showteil unseres diesjährigen St.

Barbarafestes wurde ganz der Jugend

gewidmet. Jakob Kasakowski

und Bastien Salesse, 12 und

11 Jahre alt, unterstützt von ihrem

Musiklehrer Nino Deda, verzauberten

mit ihren musikalischen

Darbietungen am Klavier und Akkordeon

den Saal. Es war ein Genuss

diesen jungen Künstlern unsere

Aufmerksamkeit zu schenken.

Joshua Böck und Svenja Lavall,

16 und 15 Jahre alt, Vize-Saar-


Ian Böck und Laura Kondraschow,

13 und 11 Jahre, Vize-Saarland-


beide Tanzpaare sind Mitglieder

des Tanzsportvereins Residenz

Ottweiler, boten den Zuschauern

Tanzvorführungen der Extraklasse.

Ihr Repertoire erstreckte sich

von den klassischen Standardtänzen

bis hin zu den Lateinamerikanischen

Tänzen. Die beiden Jungs

sind die Enkel unseres Schatzmeisters

Fritz Koall. Er nennt sie auch


Nun folgte ein Programmpunkt,

den man nicht genug herausstellen

kann. Es war uns eine Ehre,

die anwesenden Jubilare für ihre

langjährige Treue und Verbundenheit

zu unserer Vereinigung auszuzeichnen.

Schirmherr Minister Heiko Maas

und Reinhard Marian gratulieren

Edwin Gerstner für 60 Jahre

Mitgliedschaft (von li. na. re.)

Für 60-jährige Mitgliedschaft im

RDB e. V.: Edwin Gerstner

Für 50-jährige Mitgliedschaft im

RDB e.V.: Gerhard Burgard, Willy-

Hans Jost, Werner Roos, Manfred

Schmitt und Karl-Heinz Schmitz.

Für 40-jährige Mitgliedschaft im

RDB e. V. : Hermann Faust, Josef

Kallenborn, Hans-Joachim Kern,

Norbert Kopp, Jürgen Pabst, Hermann

Philippi, Harry Poth, Leo

Probst, Pius-Peter Rettenberger,

Karl-Heinz Schirra, Raimund Schuld,

Alfred Schwan, Siegfried Werber

und Günter Zimmer.

Für 25-jährige Mitgliedschaft im

RDB e.V.: Andreas Behr, Anton

Josef Bochtler, Hans Cordier, Dr.

Elmar Fuchs, Olaf Guillaume, Johann

Hahn, Werner Heinz, Lothar

Hesidenz, Reiner Hoffmann, Günter

Kreis, Erwin Rodewald, Edmund

Schneider, Peter Speicher,

Bruno Weyland, Roman Weyland

und Bernd Busch.

Vor 35 Jahren verfuhren ihre

1. Schicht: Bernd Busch, Werner

Heintz, Jochen Krück, Uwe

Lillig, Armin Rübig, Uwe Schiffler,

Edmund Schneider und Wolfram

Spurk.

den

konnten unsere Mitglieder

und Gäste das vergangene Jahr

der VSB Revue passieren lassen.

Hatten sie sich erkannt, auf der

Barbarfeier 2011, unseren VSB

Treffs, beim Betriebserfahrungsaustausch

oder der tollen Sommerfahrt

nach Freudenstadt.

Bei der von Jürgen Podevin moderierten

Tombola konnte unsere


Birgit Scheid, 5 anspruchsvolle

Preise an glückliche Gewinner

überreichen.

Ausgereifte Musik in angenehmen

und angemessenem Sound, das

sind die Attribute des Duos French

Connection. Die beiden Vollblutmusiker

trafen immer den richtigen

Ton. Abwechslungsreich gestalteten

sie die Rhythmik der Musik

von klassischer Tanzmusik zum

Discosound und so war die Tanzfläche

bis spät in die Nacht zum

Mittelpunkt unserer Veranstaltung

geworden.

Es war zum Jahresausklang wieder

ein gelungener Abend mit einem

tollen Programm und man

verabredete sich schon für die St.

Barbarafeier 2013.

Minister Heiko Maas, Vorstandsmitglieder der VSB und Jubilare beim

Absingen des Steigerliedes nach der Ehrung

Verehrte Mitglieder der Vereinigung

Saarländischer Bergingenieure

e. V., der Vorstand der VSB

e.V. bedankt sich ganz herzlich

für ihre Unterstützung im Jahre

2012 und wünscht Ihnen und Ihren

Familien für das Jahr 2013 viel

Glück, Gesundheit und Zufriedenheit.

Wir würden uns sehr freuen,

veranstaltung-

Jahreshauptversammlung

der VSB am Sonntag,

halle

Püttlingen“ – oder bei

einer unseren anderen Veranstal-


Gerhard Meiser

94 bergbau 2/2013


Buchbesprechung

Liebe bis in den Tod –

Der Autor Manfred Helmert aus Ofterschwang widmet in einer Lesung

seine Familiengeschichte den Vertriebenen aus dem Sudetenland


allein.“ Doch das Glück der fünfjährigen

Marie über das Weihnachtsgeschenk

währt nur kurz. Denn die Puppe ist von

den mittellosen Eltern zu Heiligabend

nur ausgeliehen worden. Marie weint den

ganzen Weihnachtstag. Mit diesen bewegenden

Szenen beginnt der Dipl.-Ing.

Helmert aus Ofterschwang sein Buch

Marie, im Sudeten-

Iand geboren und schon in früher Kindheit

leidgeprüft, steht im Mittelpunkt der

Geschichte, die der 65-jährige Autor den

Vertriebenen aus dem Sudetenland gewidmet

hat. Im Schloss-Saal zu Immenstadt

im Allgäu stellte er das Buch vor.

Manfred Helmert ist in der Region bekannt

geworden mit seiner Biographie


Maria Hornik. Zur Einstimmung trug er

im Schloss Immemstadt ein Kapitel aus

seinem Erstling vor, die 79-jährige Imkerin

bedankte sich wortreich und temperamentvoll.

Ebenfalls zu Gast: der Westallgäuer

Regisseur Leo Hiemer, der das

Leben der Oberstdorferin verfilmen will.

Mario Adorf, verkündete Helmert, habe

schon für eine Rolle zugesagt.

In seinem 2. Buch, im Selbstverlag

erschienen, erzählt Manfred Helmert in

einfacher Sprache auch die Geschichte


nend

geschrieben“. Bei einer weiteren

Lesung im Schloss Immenstadt begnügte

er sich mit 2 kleinen Ausschnitten aus

dem Buch, machte die künftigen Leser

aber neugierig mit den in groben Zügen

vorgetragenen Lebensverläufen von

Marie und von Erich, dem sie ihre Liebe


Die junge Harfinistin Lena Rickauer aus

Fischen setzte während der Lesung im gut

besetzten Saal eindrucksvolle Akzente.

Alois Ried, der Bürgermeister von Ofter-


dass der Autor schon seit rund 10 Jahren

in seiner Gemeinde ansässig sei. Sein Legauer

Amtskollege Franz Abele erinnerte

-



Geschichte darf nicht vergessen werden“.

Manfred Helmert wurde am 13.12.1947 in

Legau, Kreis Memmingen (Allgäu) geboren.

ter

kam er zu Pflegeeltern in das Ruhrgebiet

(Gelsenkirchen-Buer-Hassel). Hier besuchte

er die Volksschule (St. Michael in Hassel).

Am 01.04.1962 begann seine Lehre

als Bergmann auf der Zeche Westerholt

(Hibernia AG). Am 30.06.1965 legte er seine

Knappenprüfung mit Auszeichnung ab.

Während seiner Ausbildung zum Knappen,

erhielt das letzte Pferd unter Tage sein Gnadenbrot

(Im Flöz Sonnenschein).

Am 13.10.1975 begann sein Studium

zum Bergbauingenieur, welches er am

06.10.1978 erfolgreich abschloss. Er

blieb dem saarländischen Bergbau treu,

so wurde er Abteilungssteiger, Fahr-


stellvertretender Betriebsführer auf der

Zeche Landsweiler-Reden. Als Obersteiger

beendete er seine Laufbahn auf dem

Bergwerk Göttelborn.

nenkönigin,

der steinige Weg der Maria

Hornik“ wurde ein voller Erfolg und wird

mit Mario Adorf verfilmt. Der Erlös des Buches

wurde an Waisenkinder überwiesen.

Sein 2. Buch beginnt in Prag an der

Karlsuniversität, wo Einstein einen Lehrstuhl

hatte und Kafka Student war.

Manfred Helmert

Kontakt

Dipl.-Ing. Manfred Helmert

Tiefenberg 48

87527 Ofterschwang

Tel.: 08321 / 67 65 136

Fax: 08321 / 67 65 137

E-Mail: manfred.helmert@web.de

Das Buch ist im Handel erhältlich zum

Preis von 14,70 € unter der

ISBN-Nummer: 978-3-920269-55-9

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bergbau 2/2013 95


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Ein Abonnement gilt zunächst für

ein Kalenderjahr und verlängert


Die Kündigung kann mit

einer Frist von 3 Monaten zum


werden.


chlorfrei gebleichtem Papier

gedruckt.


96 bergbau 2/2013


Das Besucherbergwerk

Klosterstollen Barsinghausen

Im Jahr 1986 fand sich eine

Gruppe von Bergleuten

zusammen, um den fast in

Vergessenheit geratenen

Klosterstollen und die Erinnerung

an den Bergbau auf Deisterkohle

wieder in das Blickfeld der

Öffentlichkeit zu rücken.

Unter der Anleitung der

RDB-Mtglieder Dieter Lohmann

und Konrad Boden, Bergleuten

des stillgelegten Kaliwerkes

Ronnenberg und Menschen,

die am Bergbau Interesse hatten,

fanden sich zu ehrenamtlicher


Klosterstollen“ zusammen.

Uns schwebte vor, den Klosterstollen

aufzuwältigen und ein Besucherbergwerk

einzurichten. In einer realistischen Umgebung

die Arbeitswelt der Deisterbergleute

auch für nachfolgende Generationen

nachvollziehbar darzustellen, war unser

Ziel. Doch bevor es so weit war, mussten

Schwierigkeiten bewältigt werden,

von denen zu Beginn der Arbeiten keine

Vorstellung bestand. Und das war gut so.

Sonst hätten wir das Vorhaben vielleicht

gar nicht begonnen.

samten Stollenlänge aus dem zufließenden

Wasser eine ca. 1 m dicke Schicht

von Ockerschlamm auf der Stollensohle

abgesetzt.

Einfahrt mit dem Personenzug

der Kohle erforderlich sind, gezeigt. Alle

Maschinen, vom Abbauhammer, Bohrhammer,

Schrapper, Wurfschaufellader

und Panzerförderer sind betriebsbereit

und geben einen realistischen Einblick in

die Arbeitswelt der Bergleute. Die im Original

erhaltene Kaue und der 1898 erbaute

Zechensaal runden übertage das Bild eines

Bergbaubetriebes ab. Die weitgehend

originale Restaurierung der Gebäude und

eine zeitgemäße Infrastruktur gestatten

heute eine vielfältige Nutzung. Sie bilden

einen stilvollen Rahmen für private und

kulturelle Veranstaltungen.

Das Besucherbergwerk und die dazu

gehörenden übertägigen Anlagen werden

che

Gemeinnützige Betriebs GmbH“.

Freigelände Fördergerüst Schacht 2

Personenbahnhof im Stollen

Der Stollen war bei der Stillegung des

Steinkohlenbergwerkes Barsinghausen

im Jahr 1957 abgemauert worden. Im

Laufe von 30 Jahren hatte sich auf der ge-

Eingang zum Gelände des

Besucherbergwerkes

Mit einer Miniraupe, einer schrottreifen

Feldbahnlore und sehr viel Einsatz begannen

die Arbeiten.

Nach 13 Jahren Arbeit waren Wasser

und Ockerschlamm aus dem Stollen gefördert,

1 450 m altes Gleis und Tragwerk

ausgebaut und der Stollen mit einem betriebsfähigen

Gleis ausgerüstet.

Am 01.05.1999 übergab der Leiter des

Bergamts Hannover in einer Feierstunde

im Zechensaal der ehemaligen Tiefbauanlage

Klosterstollen die Urkunde zum

Betrieb des Besucherbergwerkes Klosterstollen

und der Grubenbahn.

Heute können die Besucher mit dem

Personenzug 1 380 m in den Stollen

einfahren. Auf einem Rundweg von fast

600 m Länge werden alle Arbeitsvorgänge,

die zur Vorrichtung und zum Abbau

„Klosterstollenmannschaft“ vor dem Mundloch

Unterstützung erhält das Besucherberg-


Besucherbergwerk Barsinghausen e.V.“

Konrad Boden

RDB-Mitglied

Informationen

Alte Zeche Gemeinnützige

Betriebs GmbH

Hinterkampstraße 6

30890 Barsinghausen

Telefon: 05105 51 41 87

Fax: 05105 77 30 60

Email: info@klosterstollen.de

Internet: www.klosterstollen.de

Die Rechte der Bilder gehören dem

Autor

Alle Fotos: Konrad Boden

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