GAus „Gast“ - Triangelis.de

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NEUES AUS DER GEMEINDE · TERMINE & VERANSTALTUNGEN

DEZ 2010 - FEB 2011

Er ist

unterwegs


AUF EIN WORT

INHALT

Da ich noch nicht geboren war, da warst du mir geboren

und hast mich dir zu Eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren.

Eh ich durch deine Hand gemacht, da hast du schon bei dir bedacht,

wie du mein wolltest werden.

(Paul Gerhardt, aus „Ich steh an deiner Krippen hier“)

Gastfreundschaft

Liebe Leserinnen und Leser!

Die göttliche Idee der Menschwerdung im Bild der pränatalen Diagnostik:

ER ist unterwegs, SEIN Herz pocht für die Menschen, SEIN Schein

bescheint auch dich, im Dunkeln strahlt es hell, Hoffnung

wird geboren. Mit einem Ultraschallbild startet die Church

Of England am 6. Dezember in der Londoner City ihre

Werbekampagne zum Weihnachtsfest. Ein Bauch voll

guter Hoffnung.

Die Kampagne setzt tatsächlich auf`s Bauchgefühl. Während

der Kopf fragt: „Wie kommt das an?“, sagt der Bauch:

„Es kommt an. Das Kind!“ Das Christkind – ein Menschenkind,

ein Gotteskind, ein Flüchtlingskind, ein Krippenkind,

das Brüderchen und Enkelchen, ein Nachbarskind, das Kind

in dir und das am anderen Ende der Welt: zart, verletzlich, bedürftig heilig.

Ich betrachte das Bild und fange an, Paul Gerhardt zu summen, mein Lieblingsweihnachtslied

„Ich steh an deiner Krippen hier.“ Die zweite Strophe

will mir nicht mehr aus dem Kopf: „Da ich noch nicht geboren war, da

warst du mir geboren und hast dich mir zu Eigen gar, eh ich dich kannt,

erkoren.“ Schön, wie Bauch und Kopf nun beide guter Hoffnung sind.

An Weihnachten will Gott mein werden. ER wird mir geboren und weckt

Großes: Liebe, Fürsorge, Hingabe, Hoffnung. Auch denen gegenüber, die

noch nicht geboren sind, die noch unterwegs sind, eine Idee bei Gott.

Ihre Pfarrerin Clarissa Graz

Fremde

Weihnachtsfest mit Gästen – oder als Gast 4

Ohne Herberge

Obdachlose sind auf Gastfreundschaft angewiesen 6

Willkommen

Im Gemeindehaus ist Platz für viele 8

Aufgenommen

Eine Familie aus Afrika überwand Grenzen 10

Abschied

Vikarin erlebte gastfreundliches TRIANGELIS 12

Gute Seele

Sonja Marquardt kümmert sich seit 25 Jahren 13

Grenzenlos

Gastfreundschaft als Haltung 14

Was und Wann 16

Gottesdienste 23

Tipps für den Winter 18

Wer und Wo 27

Freud und Leid 21

Impressum 28

2 3


mit Gästen

F

Feliz Navidad

Weihnachten mit Nataly und Alejandra aus Mexiko

Das Auslandsjahr meiner Tochter war damit verbunden, dass wir für ein Jahr

Gastschüler aufnehmen sollten. Die eigene Tochter ziehen zu lassen, war die

eine Seite. Die andere war es, Gäste aufzunehmen. Wir freuten uns darauf.

Und so kam Nataly (17) aus Mexiko als Gastschülerin zu uns. Zu Weihnachten

besuchte uns ihre Freundin Alejandra.

Der Morgen des 24. Dezember war tatsächlich

verschneit. So fuhr ich mit den Mädchen in den Taunus

und Alejandra hatte ihre erste Begegnung mit Schnee.

Die Mädchen tollten herum, ließen sich fallen und bauten

Schneemänner mit sonnigem mexikanischem Lächeln,

wunderschönem Halsschmuck und gewagten Hutkompositionen.

Nataly erzählte, dass sie Weihnachten immer bei

der Oma in Mexiko Stadt feiert. Dort kommt dann die ganze Familie zusammen

– etwa 30 Personen – und es geht beim klassischen Apfelsalat munter zu.

Eine so große Gesellschaft konnten wir nicht bieten.

Wir feierten Weihnachten genauso, wie wir es auch die vorangegangenen

Jahre mit unserer Tochter getan hatten, also

im kleinen Kreis mit Baumschmücken, Bescherung, einem

guten Essen und dem Gang in die Kirche.

Die Bescherung im mit Kerzen erleuchteten Weih-

Fotos: Wunderlich nachtszimmer bereitete große Freude. In diesem Moment

hatten wir drei Kinder, eben die beiden mexikanischen Mädchen,

die uns mit ihren glänzenden Augen und ihrem Lachen erfreuten und

unsere damals weit entfernte Tochter. Als ich abends während der Christmette

in Erbach neben mich blickte, hörte ich unsere beiden mexikanischen Mädchen,

von denen eine kein deutsch sprach, die Weihnachtslieder mitsingen.

Ein schöner Anblick – Feliz Navidad.

Angelika Wunderlich

4

Als GÄste

Fest in der Fremde

Drei Gemeindeglieder berichten

Weihnachten auf der anderen Seite der Erdkugel, weiter weg geht es

nicht. Bei 25C° und Sommerlaune wird dort Weihnachten gefeiert. Nach

Bungee-Jumping und Schwimmen in einer Meeresbucht gab es abends

auf einem Campingplatz eine Grillparty. Bei warmer Abendbrise und

köstlichem Grillgut erinnerten lediglich einige Touristen an Weihnachten,

die sich eine rote Zipfelmütze mit einem blinkenden Elchgeweih angezogen

hatten.

Felix Post

Als Christin Weihnachten zu feiern in einem moslemischen Land?

„Christ ist geboren“ bekommt da eine ganz tiefe Bedeutung: Freude, diesen

Schatz zu haben – aber auch Wehmut. Fern von daheim ohne die geliebten

Rituale, die hier einen besonderen Stellenwert bekommen. Kein

Weihnachtsbaum? Am 24.12. früh klingelt es und ein iranischer Bekannter,

ein Muslim, bringt eine frisch geschlagene Tanne. Es ist wie ein Geschenk

des Himmels. Abends bei Glockengeläut und Weihnachtsliedern

von der Platte spiegeln sich die Lichter des Baumes in den strahlenden

Augen meines Töchterchens. Für mich war das eine wahre Freundschaft

an dem fremden Gast im Lande und eine Friedensbotschaft von der einen

Religion zu der anderen!

Gerlinde Emami

Nein, schön war dieses Weihnachten im thailändischen Bergland

vor vielen Jahren nicht! Die Reise dorthin war Teil einer vier Monate dauernden

Tour durch Asien, Australien und die USA. Aber an keinem Ort auf

dieser Reise habe ich mich so einsam gefühlt… Es fehlte an allem, was

für mich dieses Fest ausmacht. Dazu kam noch, dass ich es nicht mag,

wenn geknallt wird. Und dort wurde die Ankunft des Christkinds laut mit

Silvesterknallern begrüßt!

Ute Kobus-Speidel

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Foto: Höhndorf


„Trocken –

versteht sich“

Ohne Herberge

Sauber, aber nicht zu gemütlich: Schlafraum für Obdachlose.

Konfis zu Gast in der Teestube

Als wir zwölf Konfirmanden statt wie gewöhnlich in der Konfistunde nun plötzlich

in der Teestube des Diakonischen Werkes in Wiesbaden saßen, fühlten wir

uns zuerst schon fehl am Platz. Als uns der Leiter der Teestube, Matthias

Röhrig, dann mit den Worten willkommen hieß: „Die Teestube

ist das Letzte!“ muss er in ziemlich entsetzte Gesichter geblickt haben.

Doch er ergänzte: „Die Teestube ist das Letzte, was ihren Gästen

übrig bleibt.“ Nun verstanden auch wir und hörten gespannt weiter zu.

Die Obdachlosen, die in die Teestube kommen, können dort waschen,

essen (die Mahlzeiten werden von Ehrenamtlichen aus 12 verschiedenen

Kirchengemeinden angeboten), schlafen, sich beraten lassen und an manchen

Festen, Konzerten und anderen Projekten (z.B. Hauswirtschaft und Schreinerei)

im Hause teilnehmen. Damit das alles nicht so viel kostet, müssen sie auch helfen,

z.B. den Hof sauber machen. Ziel ist es, dass die Menschen wieder selbstständig

werden und nicht denken, andere würden alles für sie erledigen. „Gastfreundschaft“

heißt in der Teestube deshalb auch, es nicht allzu gemütlich zu

haben, damit die Menschen sich darum bemühen, wieder in ein normales Leben

zurückzufinden. Das ist schwer genug, es gelingt auch

nicht immer. Doch Mühe geben sich die etwa 100 ehrenamtlichen

Mitarbeiter trotzdem, denn täglich kommen 100-120

obdachlose oder ehemals obdachlose Gäste.

Nach einer Besichtigung der Schlafräume, Behandlungsräume, des Hofs

und des Essensraums kam dann Herr Schmidt – ein ehemaliger Obdachloser,

der es dank der Teestube geschafft hat. „Ich bin ein glücklicher, zufriedener Alkoholiker

– trockener, versteht sich!“ Er hatte früher eine Frau und einen Sohn,

eine Arbeit und eine Wohnung gehabt. Dann hat er mit dem Trinken angefangen.

Er machte eine Entzugstherapie. Doch kurze Zeit später fing er wieder an zu trinken.

Er verlor seine Arbeit. Nach einer weiteren Therapie und erneutem Rückfall

verlor er dann auch noch seine Familie und sein Zuhause. Er lebte auf der Straße,

betrank

sich Tag für Tag, machte sich nur noch um das Geld für den Alkohol Sorgen, hatte

keine Lebenslust mehr, dachte sich: „Trinkst so lange, bis du umfällst!“ Seine

Eltern und Geschwistern warfen ihn raus, als er sie um Geld bat. Er fühlte sich

alleine, vor allem an Festen wie Weihnachten, an denen er dann in die Kirche

ging. „Die Kirche hat mir geholfen. Danach fühlte ich mich immer ein bisschen

besser. Dort wurde ich auch nicht rausgeschmissen.“

Eines Tages schlug ihm eine Mitarbeiterin der Teestube vor,

noch einmal eine Entzugstherapie zu machen. Aber Herr Schmidt

lehnte ab: „Warum soll ich irgendetwas tun? Für wen denn?“ Die Helferin

kam jeden Tag und blieb hartnäckig. Eines Tages entschloss er

sich dann doch für seine dritte Entzugstherapie. Während dieser Zeit

wurde ihm klar, dass nicht der Arbeitgeber, seine Frau, der Vermieter

oder wer auch immer schuld an seinen Problemen war, sondern er

selbst: „Deine Familie, deine Arbeit, dein Zuhause und dein Bein hast

„Warum sollte ich irgendetwas tun? Für wen denn?“

du schon verloren. Was willst du denn noch alles verlieren?“ Mit diesen

Gedanken schaffte er die Entzugstherapie erfolgreich und nicht

nur für kurze Zeit. Bis heute trinkt er keinen Alkohol mehr. Er bekam

zunächst einen 1€-Job und mittlerweile hat er wieder eine Wohnung

und arbeitet für das Diakonische Werk. Aber noch oft denkt er an die

Zeit, in der er die Teestube als Gast in Anspruch nahm. Er fühlte sich

dort gut aufgehoben und hilft jetzt anderen, Lösungen für ihre Probleme

zu finden. Aber er freut sich auch auf die Zukunft. Er hat nämlich

seinen inzwischen erwachsenen Sohn im Internet ausfindig gemacht

und wird ihn bald treffen. Ann-Kathrin Hüter, Florentine Bergmann

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„Ich musste erst

ganz unten sein –

und da erst habe

ich nachgedacht.“

Erich Schmidt

Fotos: Höhndorf


gemeindehaus

25

„Verbindende Räume“

Gemeindehaus in Erbach feierte Geburtstag

Die Schafe nebenan blökten, als Pfarrer Kirchner als einer der Festredner

auftrat: Am 11. Mai 1985 war Richtfest in Erbach und die Tiere erkannten

die Stimme ihres Besitzers wieder. „Ende März waren die Bagger angerollt“

– und feierlich wurde das neue Gemeindehaus am 27. November

eingeweiht, 150 Jahre nach dem ersten evangelischen Gottesdienst im

Rheingau.

Die Konfirmanden tagten damals noch im benachbarten Gartenhäuschen

und für die Feierlichkeiten zum Amtsantritt des neuen Pfarrers

musste man nach Eltville in den Luthersaal pilgern: „In Erbach brauchte

es etwas“, erinnert sich Pfarrer Kirchner. Aus Darmstadt kam die Empfehlung,

das gemeindeeigene Mietshaus, das „Snellstift“, zu verkaufen – und

der Kirchenvorstand stimmte zu. 600 000 DM brachte die Gemeinde auf,

inklusive einer großen privaten Spende. „Das Konzept hatte überzeugt“ –

einstöckig, zwei zu verbindende Räume, und das „Foyer“ in die Mitte gelegt,

so dass 115m2 Versammlungsfläche entstanden.

Gemeindegruppen haben dort ihren Treffpunkt, selbstverständlich,

aber es fanden auch private Feste wie Geburtstagsfeiern statt, „in

Seit 25 Jahren bietet das Gemeindehaus eine gastfreundliche Atmosphäre für Gruppen und Feiern

Fotos: Horst Weber (3x, links), Klaus Wahl (2x)

Fotos: Höhndorf

Gastliche Stätte

TRIANGELIS feierte Gemeindefest

den ersten Jahren durchaus zweimal im Monat“, erzählt Frau Schuller, die als

Küsterin selbst 25jähriges Dienstjubiläum feiert und also seit Anfang an das Gemeindehaus

betreut: Neben den Erbacher Gesprächen, Vorläufer zum TRIANGELIS-

Forum, dem Singkreis, Frauenkreis, Kinderkirchenmorgen, Jugendgruppen wie „Jugend

für Jesus“ sowie die Freitagssenioren, fast von Anbeginn mit dabei – generationenübergreifend

bot das Haus offene Türen und Heimat. Aber eben auch für

die Jugendfeuerwehr, für Jahrgangstreffen – oder wenn der Posaunenchor ein Austauschtreffen

hatte. Eine Rede blieb in lebhafter Erinnerung: Pfarrer Hamel aus

Wernigerode 1990 über den Beitrag der Kirchen zur Wende in der DDR. Als Gäste

aus Japan bei Gemeindefamilien übernachteten, wurden japanische Abende veranstaltet

und mit Freunden aus Montrichard wurde das traditionelle Premieur-

Fest begangen – der Raum und das Ambiente haben es möglich gemacht.

Jörg Scharmann

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Flucht

A

Aktion:

Wir wollen jetzt mit der roten Farbe

einen Abdruck unserer Hände auf das

große Tuch drücken und zwar so, dass

der Umriss des Kindersoldaten davon

immer mehr zugedeckt wird.

„Kindersoldat werden

oder fliehen.“

Das war die Alternative

für Tsige und

Amanuel Tzegai.

Angekommen

Familie Tzegai hat in Kiedrich eine Heimat gefunden

„In Eritrea wird nicht gefragt, ob man etwas anbieten darf. Was man in der

Küche findet, wird einfach serviert.“ Dass Gastfreundschaft im Rheingau

anders gelebt wird als in Afrika, entlockt dem Ehepaar Tzegai aus Kiedrich

höchstens ein heiteres Lachen. Seit etwa 20 Jahren leben Tsige und Amanuel

Tzegai nun schon in Deutschland, seit sie als Jugendliche vor dem

Krieg in ihrer Heimat und dem drohenden Militärdienst geflüchtet sind.

In ihrem Wohnzimmer, das ganz ohne den allgegenwärtigen Trend zur

Afrika-Deko auskommt, serviert Amanuel Tzegai Kaffee und Rheingauer

Stückchen und räumt gleich jeden Verdacht beiseite, dass er in Deutschland

nicht herzlich aufgenommen worden wäre: „Ich kann mich beim besten

Willen nicht beschweren. Ich habe mich jederzeit willkommen gefühlt

und immer freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen.“

Seine Frau, die heute als Krankenschwester arbeitet, nickt und beginnt

davon zu erzählen, wie ihr und ihren Geschwistern zahlreiche Menschen

dabei geholfen haben, den Start in dem fremden Land zu meistern.

Obwohl sie ganz ruhig spricht und sich mit keiner Silbe über die

damaligen Zustände beklagt, wird doch klar, dass es keine leichte

Zeit gewesen ist, als sie 1991 ohne Eltern nach Wiesbaden kam. Zu

viert wohnten sie in einem kleinen betreuten Zimmer in Wiesbaden.

Immerhin fünf Jahre dauerte es, bis ihr Asylantrag genehmigt wurde,

doch statt über die Entbehrungen für ein damals 16jähriges Mädchen

spricht sie lieber über die Chancen, die ihr freundliche Menschen eröffnet

hätten. Sprachkurse habe sie besuchen dürfen und die Abendhauptschule,

auf der sie auch den Abschluss schaffte.

Das Ehepaar Tzegai erzählt so gar nicht die Geschichte von

verweigerter Gastfreundschaft und von Fremdenhass: „Es waren im-

to: Reuters / Gleb Garanich

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Herberge

mer Menschen da, die angeboten haben zu helfen“, blickt das Ehepaar zurück.

Die neunjährige Bethel hört den Schilderungen ihrer Eltern interessiert

zu, die dreijährige Zoe ist auf dem Schoß der Mutter eingeschlafen. Da seien

die Betreuer im Kiedricher AWO-Heim gewesen, von denen Amanuel Tzegai

sagt, er habe in ihnen Eltern gesehen, oder

die Leute vom Flüchtlingsrat in Wiesbaden

und die Mitarbeiter in den Kirchen, die ihnen

regelmäßige Treffen mit anderen orthodoxen

Flüchtlingen aus der Heimat ermöglichten. So

seien Perspektiven entstanden: „Heute sind

wir Kiedricher. Und unsere Kinder erst recht.“

Bethel nickt, für sie ist das selbstverständlich.

Foto: Höhndorf

Ute Kobus Speidel, die Bethel unterrichtet,

kann das bestätigen. Für sie ist es ganz

Ehepaar Tzegai im Gespräch mit Ute Kobus-Speidel.

normal, dass Bethels Eltern nach der Schule mit den anderen Eltern auf dem

Schulhof stehen und lachen. Es ist normal, dass bei Bethels Kindergeburtstag

die eingeladenen Kinder alle Deutsche sind. Und für Tsige Tzegai ist es

auch normal, dass ihre Tochter beim Besuch der Verwandten in Eritrea bald

vor allem eines will: Nach Hause zu ihren Freundinnen. Nach Kiedrich.

Natürlich gab es auch andere Erfahrungen. Eine Dozentin beschimpfte

Amanuel Tzegai während seiner Ausbildung zum Altenpflegehelfer in

Kiedrich mehrmals, dass er nicht in Afrika geblieben sei. Seine Frau machte

die gleiche Erfahrung: „Ich musste bei dieser Frau – als Österreicherin war sie

doch auch nicht von hier! – viel runterschlucken.“ „Eine böse Frau. Aber die

gibt es anderswo auch.“

„Ich wohne jetzt seit über 20 Jahren in Kiedrich“, sagt Amanuel Tzegai,

„ich kenne hier fast jeden.“ Das hat neben seinem Beruf als Altenpfleger

viel mit seiner großen Leidenschaft zu tun, dem Fußball. In der letzten Saison

titelte der Wiesbadener Kurier über die siegreiche Kiedricher Mannschaft:

„Das Kollektiv schlechthin.“ Das Erfolgsgeheimnis sei, „dass das Gros der

Spieler aus Kiedrich stammt.“ Mittendrin: Amanuel Tzegai. Thomas Höhndorf


Abschied

A„Ach, Frau Graz,

macht Ihre Tochter heute den Gottesdienst?“

Als Vikarin bekommt man so manche Rolle zugeschrieben, wie man dieser Frage

eines Bewohners im Fransecky-Stift entnehmen kann… Unzählige Begegnungen

und Episoden werden für mich rückblickend mit dieser Zeit verbunden

bleiben – so auch diese Szene und der dazugehörige ungläubige Blick meiner

Lehrpfarrerin. 20 Monate lang durfte ich in TRIANGELIS Gottesdienste halten,

taufen, beerdigen, unterrichten, leiten, leben, arbeiten, lernen, begegnen, lachen.

Es kommt mir vor, als sei es erst gestern gewesen, als ich in Herborn saß

und darüber gegrübelt habe, was in meine Vorstellung für die STIMME sollte.

Nun habe ich Ende Oktober mein Zweites Theologisches Examen abgeschlossen

und mit der Lehrpfarrerinnenvertretung im November mein Vikariat

hier in der Kirchengemeinde beendet. Zum Wesen eines Gastes gehört

es, dass er eines Tages auch wieder geht – ich tue es mit einem

lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil mich neue

Herausforderungen erwarten und ich mich darauf freue. Weinend,

weil ich mich hier wohlgefühlt habe und es eine unglaublich gesegnete

Zeit war.

Wie passend zum Abschied das Thema dieser Ausgabe! Ich

habe die Gemeinde als sehr gastfreundlich und offen erlebt. Bei mir

bleibt neben dem vielem Gelernten ein großes Gefühl der Dankbarkeit: Ich

danke Ihnen für die Gastfreundschaft, die Sie mir gewährt haben, für offene Türen

und ehrliche Gespräche, für die herzliche Begleitung meiner Ausbildungszeit,

für alle Rückmeldungen und mutmachenden Worte.

Es gibt noch Gelegenheit zum Tschüss-Sagen: am Sonntag, den 5. Dezember

werde ich im Gottesdienst verabschiedet. Dazu eine herzliche Einladung!

Katrin Hildenbrand

Jubiläum

Aufrichtig aufrichtend

und

Sonja Marquardt dient der Gemeinde seit mehr als 25 Jahren

Frau Marquardt war eine der ersten, die mich in meiner

neuen Kirchengemeinde herzlich willkommen hieß,

nachdem wir nach Eltville gezogen waren – das geht

wahrscheinlich vielen „Neuen“ ähnlich: An ihrer fröhlichen,

einladenden Art kommt man nur schwer vorbei.

Sie selbst fand im Frauenkreis eine erste Heimat in der Gemeinde.

Wenn sie heute erzählt, wie sie damals im Rahmen des Frauenkreises

die Paramente für die Christuskirche gestaltete oder in nächtlicher Handund

vor allem Geduldsarbeit eine raumgreifende Seidenmalerei zu Ende

brachte, spürt man auch ihre Energie, Hartnäckigkeit und Ausdauer, die

sie noch heute auszeichnen.

Als sie einmal von einer Vikarin gebeten wurde, beim Krankenhaus-

Besuchsdienst mitzuwirken, entwickelte sich daraus schnell mehr. Heute

ist die Diakonie ihr größtes Betätigungsfeld. „Auf Menschen aufmerksam

zu werden, die Hilfe brauchen, die sich nach einem tröstenden Wort sehnen,

das sie aufrichten kann“, das sei ihr immer ein Anliegen gewesen. „Durch

meinen Glauben und die Gewissheit, dass alle Menschen von Gott geliebt

werden, kann ich auch sehr kranken oder gebrechlichen Menschen wieder

Wertschätzung vermitteln“, sagt sie voller Überzeugung. Seit 1986 leitet

Sonja Marquardt auch den Diakonieausschuss des Kirchenvorstandes.

Inzwischen ist sie die dienstälteste Kirchenvorsteherin der Gemeinde.

Von den vielen anderen Aktivitäten in TRIANGELIS, bei denen Frau

Marquardt seit Jahren mitwirkt – wie dem Ökumeneausschuss, dem Weltgebetstag

oder der Gestaltung der Gottesdienste – liegt ihr sicherlich der

Singkreis am meisten am Herzen.

Elke Tegeler

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Posaunenchor

Posaunenchor

Gemeinsam im Dienst an der Gemeinde und an Gott

GAus „Gast“ wird „Freundschaft“

Der Blick auf den Stadtplan war für Sebastian Lange selbstverständlich:

„Wo ist denn die nächste Kirche?“ Abgesehen hatte es der Dresdner Maurer,

den es für eine Weile nach Eltville verschlagen hatte, gar nicht so sehr

auf den Gottesdienst, er suchte nach einer anderen Information: „Gibt es

hier einen Posaunenchor?“ In der Christuskirche griff er dann nach einer

STIMME, wurde darin fündig, packte seine Trompete unter den Arm und

kam am nächsten Montag zur Chorprobe.

„Ganz normal“, findet das die Trompeterin Dorothee B. Schmidt,

denn: „Bläser wissen, dass sie in jedem Posaunenchor herzlich aufgenommen

werden.“ Sie selbst hat diese Erfahrung auch gemacht,

als sie 2003 zum ersten Mal mit einer Bläsergruppe

aus Dresden in den Rheingau kam. Der Posaunenchor unserer

Gemeinde feierte 40jähiges Bestehen und Dorothee Schmidt

fand „sie alle ganz nett.“ Während ihres Studiums kam die

Dresdnerin noch einmal für eine längere Zeit nach Wiesbaden

– und spielte für die Zeit ihres Aufenthaltes ganz selbstverständlich

im Posaunenchor mit. „Als ich schließlich meine

Diplomarbeit in Wiesbaden schrieb, habe ich wochenlang bei

einer Erbacher Bläserfamilie gewohnt.“

Familie Alban, die Dorothee Schmidt in dieser Zeit

eine Herberge bot, findet das „selbstverständlich“. Bei den

Dorothee B. Schmidt Blechbläsern existiere über Grenzen hinweg ein stark ausgeprägtes

Zusammengehörigkeitsgefühl, das auch Auswirkungen

darauf hat, wie man sich dem Gast oder dem Fremden gegenüber

verhält: „Einfach so, wie ich auch behandelt werde, wenn ich bei anderen

Bläsern bin.“ Barbara Alban spricht da aus Erfahrung.

Gastfreundschaft wird groß geschrieben bei den Posaunenchören.

Dabei trifft es das Wort gar nicht mal richtig. „Als Gast

fühlte ich mich nur im allerersten Moment“, erinnert sich Sebastian

Lange, „ab dem ersten Lied gehörte ich dazu. Ich war

einer von ihnen, ich war eine Stimme im Chor – genauso wie die

anderen.“

Aus „Gast“ wurde bei Dorothee

Schmidt schnell „Freundschaft“. Als sie

ihr Studium zur Vermessungsingeneurin in Dresden

abgeschlossen hatte, zog es sie wieder in den

Rheingau. Sie fand in Wiesbaden eine Stelle, die

Wohnung aber suchte sie in Erbach – „man kann

Foto: Höhndorf

schon sagen, dass der Posaunenchor diese Entscheidung

stark beeinflusst hat.“

Finden überall schnell Anschluss: Blechbläser

Was ist es, das den Reiz des Posaunenchores ausmacht? Dorothee

Schmidt glaubt, dass man bei Chören schnell merkt, „ob es funktioniert

oder nicht, ob die Leute miteinander können und welchen Qualitätsanspruch

der Chor an seine Bläser stellt.“ Beim Posaunenchor in TRIANGELIS

scheint die Chemie zu stimmen: Die Jungbläserausbildung hat großen Zulauf,

ebenso entdecken Bläser im mittleren Alter wieder ihre alte Leidenschaft

fürs Blechblasinstrument. „Schön finde ich, dass ganz junge und

ältere Musiker so gleichberechtigt miteinander spielen können. Wir alle

haben so unsere kleinen Problemchen mit dem Instrument, da hilft man

sich dann mal schnell. Aber was uns alle eint, ist die Freude

am gemeinsamen Musizieren. Das ist dann auch weniger

Selbstzweck als vielmehr unser Beitrag zur Ehre Gottes

und zur Erbauung der Gemeinde. Und vielleicht

denkt auf dem Weihnachtsmarkt so mancher Zuhörer

noch einmal neu über die Botschaft des Advents

nach, wenn er uns zuhört.“ Thomas Höhndorf

14 Sebastian Lange Photo: Horst Ritter

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Was und Wann in der Gemeinde

Kinder Krabbelgruppe 1

Di, 10.30 - 12.00, Eltville

Frauen

Männer

Senioren

Krabbelgruppe 2

Di, 10.00 - 11.00, Kiedrich

Kindergottesdienst-Team

Frauenkreis

2. Do im Monat, 19.30, Erbach

Frauenrendevous

2. Mi im Monat, 19.30

Frauenfrühstück

Sa, 9.00, vierteljährlich, Erbach

„Heinzelmänner“

1. Do im Monat, 16.00

Ökumen. Seniorennachmittag

1. u. 3. Do im Monat, 14.30,

kath. Pfarrzentrum Eltville

Offener Spielenachmittag

Fr, 14.30, Erbach

Ökumen. Mittwoch-Club

Mi, 15.00, vierzehntägig,

kath. Pfarrzentrum Erbach

Altennachmittag Kiedrich

Monika Beckmann

Tel.: 0170 9677951

Vera Berlinger

Tel.: 06123 601290

Maren Löwe

Tel.: 06123 999401

Gudrun Helmrich

Tel.: 06123 62531

Sabine Fell

Tel.: 0179 6978155

Pfn. Claudia Nill

Tel.: 06123 63531

Horst Ritter

Tel.: 06123 62654

Ilka Heidler

Tel.: 06123 3492

Helga Schüssler

Tel.: 06123 62416

Rosemarie Mayer

Tel.: 06123 63251

Anna Hardt

Tel.: 06123 4506

Chöre

Posaunenchor

Mo, 20.00, Eltville

Jungbläser Posaunenchor

Mo, 18.30 – 20.00, Eltville

Singkreis

Di, 20.00, Erbach

Projektband

Proben nach Vereinbarung

Peter Siefke

Tel.: 06123 678939

Barbara Alban

Tel.: 06123 4311

Heiko Sundermann

Tel.: 06123 63254

Michaela Schubbach

Tel.: 06123 4902

KinderKirchenTage in Kiedrich wecken Vorfreude auf die Osterferien

In den Herbstferien 2010 fanden unter dem Titel „Ich sehe was, was Du nicht

siehst – Barthimäus, der Blinde“ zum ersten Mal KinderKirchenTage statt. Mehr

als 30 Kinder zwischen 6 und 12 Jahren konnten in einem Medien-Workshop

die biblische Geschichte nachempfinden und ihre eigene „Übersetzung” darstellen.

Zwei Filme, ein Trickfilm und ein Spielfilm wurden gedreht – echt cool!

In den Osterferien 2011, von Dienstag, 26. April bis Freitag, 29. April 2011

werden die nächsten KinderKirchenTage angeboten. Als Thema ist in Planung:

„Komm, wir suchen einen Schatz!“ – Biblische Geschichten und erlebnispädagogische

Elemente mit Naturerleben im Hahnwald. Näheres zu Inhalt und

Anmeldung wird rechtzeitig auf www.triangelis.de zu erfahren sein.

Besuchsdienstkreis Eltville Tel: 06123 62221

Erbach

Christel Kirchner

Tel.: 06123 605275

Kiedrich

Emilie Erkel

Tel.: 06123 4556

Foto: Biehl

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Musik-TIPPS

Tipps Für den Winter

Adventsmusik

Am Sonntag, 5. Dezember, findet um 17 Uhr in der

Johanneskirche in Erbach die Adventsmusik statt,

gestaltet vom Evangelischen Posaunenchor und dem

Chor von St. Peter und Paul.

ANKFURTER

ie ich bin, kroch mir die Kälte tief in die Knochen. Ich wartete, bis der

f öffnete. In der B-Ebene wollte ich mich aufwärmen – und zitterte auch

dann noch, als ich längst schon nicht mehr fror.“

ERZYKLUS VON FRANZ SCHUBERT

hichten von wohnungslosen Menschen aus Frankfurt am Main

Stimmungsvolle Kerzenführung

...durch Kloster Eberbach am 12. Dezember 2010 um

17.30 Uhr. Den Abschluss in der Basilika bildet ein adventliches

Kurzkonzert des Singkreises aus TRIANGELIS.

Turmblasen

Adventliche Weisen zum Mitsingen lassen die Posaunenchöre

am 18.12. ab 17.45 Uhr vom Turm und von

der Wiese vor St. Peter und Paul, Eltville, erklingen.

Weihnachtsliederabsingen

In ökumenischer Tradition laden zum Abschluss der

Weihnachtszeit die Chöre und Bläser der beiden Gemeinden

zum Mitsingen ein. In der Kirche St. Markus

in Erbach am Sonntag, 10. Januar, um 16.30 Uhr.

Wiesbadener Winterreise

Wie gut Schuberts Winterreise mit den Lebensgeschichten

von Wiesbadener Obdachlosen (siehe S. 6-7)

zusammen passt, kann eindrucksvoll am 16. Januar um

17 Uhr in der Wiesbadener Ringkirche erlebt werden.

uar 2011 um 17 Uhr

Seniorenadvent

TRIANGELIS und die

Pfarrgemeinde St.

Peter und Paul laden

herzlich ein zur

ökumenischen Adventfeier

der Senioren

am Donnerstag, den

2. Dezember 2010 um

14.30 Uhr im großen

Saal des „Hotel

Mainzer Hof“ (Frankenbach)

in Eltville am

Bahnhof.

Wir beginnen mit

einem Ökumenischen

Gottesdienst und genießen

anschließend

bei Kaffee und Kuchen

einen unterhaltsamen

Nachmittag.

Skifreizeit

Egal, ob Du Anfänger

oder Ski-Profi bist. Bei

unserer Skifreizeit vom

Di. 4. bis Sa. 8. Januar

2011 kannst Du vollen

Skispaß erleben.

Das Skigebiet in Oberwiesenthal

bietet auf

vier Pisten für Skifahrer

und Snowboarder

jede Menge Spaß.

Und außerdem: Gemeinsam

mit anderen

Jugendlichen wird es

sowieso nie langweilig.

Kosten inkl. 3 Tage-

Skipass: 259,- EUR.

Kontakt: Martin Biehl,

0178 / 8191079,

biehl@triangelis.de

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Konfirmation 2012

Wer derzeit die siebte

Klasse besucht, ist

herzlich zum Konfirmandenkurs

2011/2012

eingeladen. Die

Anmeldung erfolgt am

Donnerstag, 10. Februar

2011, in der Zeit zwischen

18.00 und 20.00

Uhr im Evangelischen

Gemeindehaus Erbach,

Eltviller Landstr. 20.

Die Eltern werden gebeten,

zur Anmeldung

das Familienstammbuch

bzw. die Geburtsbescheinigung

und

ggf. die Taufurkunde

mitzubringen.


Freud und Leid

Oestrich-Winkel: Konzert mit „Circle of Brass“

Am 27.02.2011 um 17.00 Uhr gibt „ Circle of Brass“ zusammen mit Kantor Tassilo

Schlenther ein Konzert in der ev. Kirche in Mittelheim. Das Programm erstreckt sich

von alter und neuer klassischer Bläsermusik bis hin zu Stücken aus Spiritual und Swing.

Walluf: 3x Gemeindekino, Beginn um 19:30 Uhr im Ev. Gemeindehaus, Neustraße 3.

10. Dezember 14. Januar 11. Februar

Das TRIANGELIS-Forum

Die Vortragssreihe über „Gott und die Welt“ findet jeweils am ersten Donnerstag im Monat

um 19.30 Uhr in der Johanneskirche Erbach statt. Der Eintritt ist frei (Spende erbeten).

Der Eintritt ist frei

Taufen

Lena Mayer, Hattenheim

Elias Paul Kremer, Eltville

Laurenz Kaspar Weinreich, Eltville

Lajana Benita Theresa Wilde, Linden

Darius Hermann Frank Wilde, Linden

Vera Luise Rüdiger, Eltville

Luca Ben Mondani, Eltville

Florian Ben Diego Walter, Kiedrich

Levin Mütz, Eltville

Peter Müller, Wiesbaden

Emma Sophie Fischer, Kiedrich

2. Dezember 2010: Johannes Gerster

Pulverfass Nahost. Frieden – Hoffnung

oder Utopie?

Ein Leben lang hat er sich für

den israelisch-palästinensischen

Ausgleich eingesetzt:

als Leiter der Konrad-

Adenauer-Stiftung in Israel,

als Mitglied des Deutschen Bundestages, als

Vorsitzender der deutschen Israelstiftung und

als Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

Seine Biographie "Mein Leben zwischen

Mainz, Bonn und Jerusalem" ist jüngst

erschienen. Der Nahost-Experte Gerster ist

ein gefragter Redner und Ratgeber.

3. Februar 2011: Franz Rosenbach

Auschwitz-Häftling Z-9264. Ein

Überlebender berichtet

Als Roma fiel er der Rassenideologie der

Nazis zum Opfer. Die Schrecken des Völkermordes

haben ihn in jugendlichem Alter

in Arbeits- und Vernichtungslagern

ständig begleitet.

„Warum ich überlebt

habe, weiß ich nicht", sagt

Rosenbach, „vielleicht weil

ich immer gehofft habe."

Der in Nürnberg lebende Rosenbach gehört

zu den letzten, die noch aus eigenem

Erleben vom Holocaust erzählen können.

BeerdigungEN

Georg Rudolf Kropp, Eltville, 85 Jahre

Heinz Kanisius Rüttger, Kiedrich, 73 Jahre

Lieselotte Zarda, geb. Fuchs, Wiesbaden, 87 Jahre

Horst Heinz Otto Wicklein, Eltville, 88 Jahre

Julius Groß, Erbach, 91 Jahre

Charlotte Barbara Höhn, geb. Walter, Eltville, 82 Jahre

Maria Noack, geb. Stenzel, Stipshausen, 84 Jahre

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GOTTESDIENSTE

Freud und Leid

TRauungen

Sebastian und Katharina Schmitt, geb. Hinze, Dreieich

Thomas und Rebekka Brienen, geb. Bindewald, Frankfurt

Andreas und Nicole Mayer, geb. Reiß, Hattenheim

Björn und Sabine Toemmler, geb. Menzerath, Königstein

Lukas und Milena Hill, geb. Petschuch, Wiesbaden

Max und Fleur Zimmer, geb. Hertel, Frankfurt

Benjamin und Jennifer Kremer, geb. Maurer, Eltville

Stefan und Rebecca Spreter, geb. Kosan, Wiesbaden

Thomas und Astrid Vogt, geb. Klostermann, Mainz

Björn und Kerstin Bona Elter, geb. Raudies, Darmstadt

Andreas und Stefanie Bsullak, geb. Völker, Eltville

Michael und Eve Weiß, geb. Büchler, Langen

Stefan und Christiane Eckhardt, geb. Zeidler, Wiesbaden

Philip und Sabine Gramberg, geb. Stölken, Königstein

Oliver und Bibiana Heckmann, geb. Barsties, Rüschlikon – Schweiz

Thorsten und Viviana Perrot, geb. Baum, Neu-Isenburg

Dr. Stefan und Christina Bergold, geb. Hof, Eltville

Dr. Christian und Tina Reichardt, geb. Kratz, Mainz

Thorsten und Jeanette Leischke, geb. Bruns, Königstein

Kian Ghanai und Dr. Astrid Jagenberg, Hamburg

Michael und Susanne Voß, geb. Wöhler, Wiesbaden

Peter und Anna Müller, geb. Roleder, Wiesbaden

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DEZEMBER

28.11. 1. Advent

09:30 Kiedrich Adventsgottesdienst Pfr. Dr. Löwe

10:30 Eltville Adventsgottesdienst Pfr. Dr. Löwe

05.12. 2. Advent

10:00 Erbach mit Taufen und Verabschiedung von

Vikarin Katrin Hildenbrand

12.12. 3. Advent

Pfrin. Graz

09:30 Kiedrich mit Abendmahl Pfrin. Graz

10:30 Eltville Eine-Welt-Verkauf Pfrin. Graz

19.12. 4. Advent

10:00 Erbach Adventsliedergottesdienst

mit Singkreis

24.12. Heiligabend

Pfr. Dr. Löwe

15:00 Erbach Familiengottesdienst mit Krippenspiel Pfrin. Graz

15:30 Kiedrich Familiengottesdienst mit Krippenspiel Pfr. Dr. Löwe

17:00 Erbach Christvesper mit Posaunenchor Pfr. Dr. Löwe

17:00 Kiedrich Christvesper Pfrin. Nill

17:00 Eltville Christvesper Pfrin. Graz

22:30 Erbach Christmette mit Singkreis Pfrin. Graz

25.12. 1. Weihnachtstag

10:00 Eltville Weihnachtsgottesdienst mit Abendmahl Pfr. Dr. Löwe

26.12. 2. Weihnachtstag

10:00 Kiedrich Weihnachtsliedergottesdienst Pfr. Dr. Löwe

31.12. Silvester

17:00 Erbach Mit Posaunenchor und Abendmahl Pfr. Dr. Löwe

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GOTTESDIENSTE

GOTTESDIENSTE

JANUAR

02.01. 1. Sonntag nach Weihnachten

10:00 Erbach Gottesdienst zum Jahresanfang Pfrin. Nill

09.01. 1. Sonntag nach Epiphanias

09:30 Kiedrich Pfrin. Graz

10:30 Eltville Pfrin. Graz

16.01. 2. Sonntag nach Epiphanias

10:00 Erbach mit Taufen, Eine-Welt-Verkauf Pfrin. Graz

23.01. 3. Sonntag nach Trinitatis

09:30 Kiedrich mit Abendmahl Pfr. Dr. Löwe

10:30 Eltville Pfr. Dr. Löwe

30.01. 4. Sonntag nach Epiphanias

10:00 Erbach Pfr. Dr. Löwe

FEBRUAR

06.02. 5. Sonntag nach Epiphanias

10:00 Erbach mit Abendmahl Pfrin. Graz

13.02. Letzter Sonntag nach Epiphanias

09:30 Kiedrich Eine-Welt-Verkauf Pfrin. Graz

10:30 Eltville Eröffnung der Bibelwoche Pfrin. Graz

20.02. Septuagesimae

10:00 Erbach Abschluss der Bibelwoche, mit Taufen Pfr. Dr. Löwe

27.02. Sexagesimae

09:30 Kiedrich Pfrin. Graz

10:30 Eltville mit Abendmahl Pfrin. Graz

WEITERe Gottesdienste

Kindergottesdienst

Jeden 1., 3., 5. Sonntag im Monat um 10.00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus in

Erbach (jeweils parallel zum Hauptgottesdienst)

Jeden 2., 4. Sonntag im Monat um 10.30 Uhr im Evangelischen Kindergarten in Eltville

(jeweils parallel zum Hauptgottesdienst)

Kindergarten-Gottesdienste

Jeden letzten Freitag im Monat, 11 Uhr, in der Christuskirche Eltville.

Im Dezember am 17. 12. (Eltern und Gemeinde sind dazu eingeladen)

Ökumenische Schulgottesdienste im Advent

10. Dezember, 8.15 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, Eltville, für die Freiherrvom-Stein-Schule

(Pfr. Dr. Löwe, Pastoralreferent Lechtenböhmer)

17. Dezember, 8.15 Uhr in der Johanneskirche, Erbach, für die Sonnenblumenschule

(Pfrin. Graz, Gemeindereferent Heil)

Senioren-Gottesdienste im von-Buttlar-Fransecky-Stift Erbach

Jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat, 10.30 Uhr

Senioren-Gottesdienste in St. Hildegard Eltville

Jeden 1. Dienstag im Monat, 10:30 Uhr

Krippenspiel-Proben

Kiedrich: Am 29.11. findet die

erste Probe im Gustav-Adolf-

Zentrum statt: 16.30 – 18.00

Uhr. Infos: 0178-8191079

Erbach: Ab dem 3.12. wird

immer freitags ab 15.00 Uhr

in der Johanneskirche geprobt.

Infos: 62221.

Anmeldung nicht erforderlich.

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Bibelwoche 2011

14. – 18. Februar

Wer und Wo in der Gemeinde

Der EpheserBrief fasziniert seit jeher seine Leser. Weil er so kurz

ist – 7 Abschnitte reichen aus. Weil er so prägnant formuliert – vom Plan

Gottes und den Problemen auf der Erde. Weil er auch heute geschrieben sein

könnte – z.B. als Manifest der Ökumene . Und weil er uns Mut macht.

In der Bibelwoche vom 14. bis 18. Februar 2011 sind Christen aller Konfessionen

und Orte eingeladen, den Epheserbrief gemeinsam zu lesen und zu diskutieren.

Die Abende beginnen jeweils um 19:30 Uhr im Luthersaal in Eltville (Taunusstraße

21) und klingen ab 21 Uhr bei Getränken in lockerer Stimmung aus. Thematisch

gerahmt werden die fünf Bibelwochen-Abende von den Gottesdiensten

am Sonntag vorher und nachher.

Gemeindebüro

und Anschrift der

Kirchengemeinde

Kirchenvorstand

Pfarramt I

Pfarramt II

Kirchen

Evangelischer

Kindergarten

Frau Barbara Petry

Eltviller Landstraße 20

65346 Eltville-Erbach

Bürozeiten: Mo, Di, Mi, Fr 10-12,

Do 16-18 Uhr

Vorsitzende Pfarrerin Clarissa Graz

Stv. Vors. Joachim-Christof Schulze

Pfarrerin Clarissa Graz

Eltviller Landstr. 20

65346 Eltville-Erbach

Pfarrer Dr. Frank Löwe

Von-Virneburg-Str. 14

65343 Eltville

Johanneskirche

Eltviller Landstraße 20

65346 Eltville-Erbach

Küsterin: Frau Edeltraud Schuller

Christuskirche (mit Luthersaal)

Taunusstraße 21-23, 65343 Eltville

Küsterin: Frau Maria Weidner

Gustav-Adolf-Zentrum

Erbacher Weg 1, 65399 Kiedrich

Küsterin: Frau Anna Hardt

Villa Kunterbunt

Gartenstraße 10, 65343 Eltville

Leiterin: Hildegard Rahlfs

Tel. 06123 - 62221

Fax 06123 - 81239

info@triangelis.de

Tel. 06123 - 605441

Tel. 06123 - 4795

Tel. 06123 - 605441

Fax 06123 - 81239

graz@triangelis.de

Tel. 06123 - 999401

Fax 06123 - 999402

loewe@triangelis.de

Tel. 06123 - 63446

Tel. 06123 - 4608

Tel. 06123 - 4506

Tel. 06123 - 2209

kita@triangelis.de

Kinder & Jugend Martin Biehl, Gemeindepädagoge Tel. 0178/8191079

biehl@triangelis.de

Kirchenmusik

Tobias Gahntz, Orgel

Armin Ott, Orgel

Michael Eisen, Posaunenchor

Marlene Schober, Singkreis

Tel. 06123 - 900137

Tel. 06123 - 63236

Tel. 06123 - 6206867

Tel. 06132 - 898079

Spendenkonto Kto-Nr.: 622 43, BLZ: 510 915 00 Rheingauer Volksbank

Homepage www.triangelis.de info@triangelis.de

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Foto: Höhndorf

Kinder als Gastgeber: Zum Abschluss einer Reihe über Tischgemeinschaften luden

die Kinder des Kindergottesdienstes ihre Eltern zu selbst gemachter Pasta ein. Lecker!

IMPRESSUM: Herausgegeben vom Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde

Eltville-Erbach-Kiedrich. Nächster Redaktionsschluss ist der 30. Januar 2011. Redaktion:

Clarissa Graz, Thomas Höhndorf (verantwortlich), Ute Kobus-Speidel, Jörg Scharmann, Elke

Tegeler. Layout: Thomas Höhndorf. Redaktionsstatut: www.triangelis.de/uploads/media/Redaktionsstatut_EvangStimme.pdf.

Auflage: 2600. Kontakt: stimme@triangelis.de.

Evangelische Kirchengemeinde

Eltville • Erbach • Kiedrich

Tel. +49(0)6123-62221

www.triangelis.de

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