15.07.2012 Aufrufe

Statistischer Quartalsbericht - Stadt Leipzig

Statistischer Quartalsbericht - Stadt Leipzig

Statistischer Quartalsbericht - Stadt Leipzig

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

Bevölkerungsentwicklung 2004-2020<br />

in der Europäischen Union<br />

Durchschnittliche Entwicklung pro Jahr in % Quelle: Demographic challenges for european regions,<br />

Brüssel 2008; Fésüs, G., et.al.<br />

< -1<br />

-1 bis -0,5<br />

-0,5 bis 0<br />

0 bis 0,5<br />

0,5 bis 1<br />

>= 1<br />

<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008


LEIPZIGER STATISTIK UND STADTFORSCHUNG<br />

<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008 [03/09]<br />

Herausgeber: <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen<br />

Redaktion Textteil: Dr. Josef Fischer<br />

Redaktion Statistikteil: Peter Dütthorn<br />

Technische Bearbeitung: Kathrin Siegert<br />

Verlag: <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen<br />

Druckerei: <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Hauptamt<br />

Redaktionsschluss: 04.02.2009<br />

Gebühr: 7,- €<br />

Alle Rechte vorbehalten.<br />

Es ist nicht gestattet, ohne ausdrückliche Genehmigung des Amtes für Statistik und Wahlen<br />

diese Veröffentlichung oder Teile daraus für gewerbliche Zwecke zu vervielfältigen oder in<br />

elektronische Systeme einzuspeichern. Die Vervielfältigung dieser Veröffentlichung oder von<br />

Teilen daraus ist für nicht gewerbliche Zwecke mit Angabe der Quelle gestattet.<br />

Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen können wie folgt bezogen werden:<br />

Postbezug (zuzüglich Versandkosten):<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong><br />

Amt für Statistik und Wahlen<br />

04092 <strong>Leipzig</strong><br />

<strong>Statistischer</strong> Auskunftsdienst: Fon (0341) 123 2847<br />

Fax (0341) 123 2845<br />

E-Mail statistik-wahlen@leipzig.de<br />

Internet www.leipzig.de/statistik<br />

www.leipzig.de/wahlen<br />

Direktbezug:<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong><br />

Amt für Statistik und Wahlen<br />

Burgplatz 1, <strong>Stadt</strong>haus, Raum 228<br />

Zeichenerklärung:<br />

0 = weniger als die Hälfte von 1 in der letzten besetzten Stelle,<br />

jedoch mehr als nichts<br />

. = Veröffentlichung ist aus Datenschutzgründen nicht möglich<br />

- = nichts vorhanden<br />

/ = Zahlenwert nicht sicher genug<br />

davon = Summe der Einzelpositionen ergibt Gesamtsumme (Aufgliederung)<br />

darunter = nur ausgewählte Einzelpositionen (Ausgliederung)


Inhaltsverzeichnis Seite<br />

Kurzinformationen ................................................................................................................................ 2<br />

Demokratie und politische Partizipation ............................................................................................... 4<br />

Einwohnerentwicklung in den Ortsteilen <strong>Leipzig</strong>s 2008 ....................................................................... 6<br />

Wohnen in der Innenstadt .................................................................................................................... 10<br />

Zuwanderungschancen ostdeutscher Regionen .................................................................................. 14<br />

Demografische Entwicklung in der Europäischen Union...................................................................... 18<br />

Der <strong>Leipzig</strong>er Mietspiegel 2008 - ein Regressionsmodell .................................................................... 20<br />

Ergänzungserhebung im Bauhauptgewerbe von Juni 2008................................................................. 22<br />

Pflegebedürftige Personen in <strong>Leipzig</strong> 2007.......................................................................................... 24<br />

Gender-Index: Bewertung der Chancengleichheit von Frauen und Männern ...................................... 26<br />

Wohnhaushalte 2008............................................................................................................................ 29<br />

Voraussichtliche Entwicklung der Anzahl von Menschen mit Behinderungen in <strong>Leipzig</strong> bis 2027....... 32<br />

Aktuelle Vornamen der <strong>Leipzig</strong>er ......................................................................................................... 34<br />

Ausgewählte Daten sächsischer Städte ab 12 000 Einwohner ............................................................ 35<br />

Quartalszahlen ..................................................................................................................................... 37<br />

Aus dem Inhalt<br />

Laut Eurobarometer 2006 waren die Dänen zu 94 % mit dem Funktionieren der Demokratie im eigenen<br />

Land zufrieden, in Westdeutschland waren es 61 %, in Ostdeutschland 33 % und in Bulgarien 23 %.<br />

Von der positiven Bevölkerungsentwicklung partizipierten 2008 mehr als zwei Drittel der 63 Ortsteile.<br />

In <strong>Leipzig</strong>s Innenstadt leben im Vergleich zu anderen Großstädten deutlich mehr junge Erwachsene.<br />

Berlin, Dresden und <strong>Leipzig</strong> werden in Ostdeutschland recht gute Zuwanderungschancen attestiert.<br />

In den EU-Regionen ist mit sehr unterschiedlichen Einwohnerentwicklungen zu rechnen.<br />

Der neue <strong>Leipzig</strong>er Mietspiegel von Ende 2008 basiert erstmals auf der Regressionsmethode.<br />

Die Zahl der im <strong>Leipzig</strong>er Bauhauptgewerbe Beschäftigten ist 2008 gesunken, der Umsatz ist gestiegen.<br />

2007 gab es in <strong>Leipzig</strong> rund 5 400 Pflegebedürftige in stationärer und rund 3 100 in ambulanter Pflege.<br />

Im innerdeutschen Vergleich gibt es in <strong>Leipzig</strong> eine relativ hohe Chancengleichheit der Geschlechter.<br />

Die durchschnittliche Haushaltsgröße und die Zahl der Einpersonenhaushalte waren 2008 relativ stabil.<br />

Sophie und Leon waren in den letzten Jahren in <strong>Leipzig</strong> die am häufigsten vergebenen Namen.<br />

Die amtliche Einwohnerzahl von <strong>Leipzig</strong> ist bis Ende August 2008 auf 512 105 Personen angestiegen.<br />

2008 wurden 26 Eheschließungen weniger, aber 22 Ehescheidungen mehr vollzogen als im Vorjahr.<br />

Die Netto-Steuereinnahmen der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> lagen 2008 um mehr als 50 Mio. € höher als 2007.<br />

Die Arbeitslosenzahl hat sich im Laufe des Jahres 2008 gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert.<br />

2008 gab es etwas weniger Verkehrsunfälle als 2007, es gab aber mehr Unfälle mit Personenschaden.<br />

Am Flughafen sank 2008 im Vergleich zum Vorjahr die Passagierzahl um rund 10 %, die Luftfrachtabfertigung<br />

stieg auf das Viereinhalbfache und die Zahl der Flugzeugbewegungen nahezu um ein Fünftel.<br />

In vielen <strong>Leipzig</strong>er Museen wurden im Jahr 2008 mehr Besucher gezählt als im Jahr 2007.<br />

Nach mehreren Rekordjahren in Folge wurde im Zoo im letzten Jahr ein Besucherrückgang verzeichnet.<br />

An der Messstelle <strong>Leipzig</strong>-Mitte wurde im Jahr 2008 der Feinstaubgrenzwert an 39 Tagen überschritten.<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 1


Kurzinformationen<br />

Superwahljahr 2009<br />

Nachdem in Hessen am 18. Januar erneut der<br />

Landtag gewählt wurde, gibt es in acht Ländern,<br />

so auch in Sachsen, am 7. Juni zusammen mit der<br />

Europawahl die Kommunalwahlen. Am 30. August<br />

finden Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und<br />

dem Saarland und am 27. September zeitgleich<br />

mit der Bundestagswahl die Landtagswahl in<br />

Brandenburg statt. Dazu gibt es in einigen<br />

Gemeinden Bürgermeisterwahlen.<br />

In <strong>Leipzig</strong> finden am 7. Juni die Europawahl<br />

und die Kommunalwahlen (<strong>Stadt</strong>rat und Ortschaftsräte)<br />

statt, am 30. August die Landtagswahl<br />

und am 27. September die Bundestagswahl.<br />

492 Gemeinden in Sachsen<br />

Ende 2003 gab es in Sachsen noch 525 selbstständige<br />

Gemeinden. Anfang 2006 sank die Zahl<br />

von 514 auf 511, Anfang 2007 auf 505, am<br />

2. Januar 2008 auf 498 und schließlich Anfang<br />

2009 auf 493 Gemeinden. Zum 1. Januar 2009<br />

wurde im Landkreis <strong>Leipzig</strong> Eulatal nach Frohburg<br />

und im Landkreis Nordsachsen Pflückuff nach<br />

Torgau eingegliedert. Zum 1. Februar 2009 wurde<br />

Klitten nach Boxberg eingemeindet, so dass<br />

es noch 492 Gemeinden gibt. In mindestens<br />

17 Gemeinden werden 2009 die Bürgermeister<br />

neu gewählt.<br />

Elterngeld sorgte 2007 für mehr Geburten<br />

Am 29.10.2008 stellte Familienministerin von<br />

der Leyen den ersten Elterngeldbericht vor und<br />

bewertet die Auswirkungen des Bundeselterngeld-<br />

und Elternzeitgesetzes sehr positiv. Das Elterngeld<br />

stabilisiere die Einkommen im Jahr nach der<br />

Geburt des Kindes und animiere vermehrt junge<br />

Väter zu einer Elternzeitpause. Ein statistischer<br />

Blick auf die Thematik verdeutlicht, dass für die<br />

2007 geborenen Kinder bis Ende Juni 2008 bereits<br />

mehr als 750 000 Anträge gestellt wurden. Bisher<br />

sind im Berichtszeitraum 13,7 % der Anträge<br />

für Männer bewilligt worden. In Sachsen liegt<br />

der derzeitige Männeranteil mit 15,7 % deutlich<br />

darüber, in <strong>Leipzig</strong> sogar bei 18,1 %. 46,9 % der<br />

Bescheide in Deutschland weisen den Mindestbetrag<br />

in Höhe von 300 Euro aus, in Sachsen sind<br />

es 41,1 %, in <strong>Leipzig</strong> 44,8 %.<br />

<strong>Leipzig</strong>er Messe 2008 erneut im Plus<br />

Die Firmengruppe <strong>Leipzig</strong>er Messe schloss das<br />

Geschäftsjahr 2008 erneut mit einem Rekordumsatz<br />

von über 78 Mio. Euro (2007: 76,8 Mio.)<br />

ab. Seit 2002 stieg der Umsatz um 41 Prozent<br />

dank einer kontinuierlichen Entwicklung der Fach-<br />

und Publikumsmessen, des Kongressgeschäfts<br />

und der Tochtergesellschaften.<br />

Afrika wächst, Japan schrumpft<br />

Nach Berechnungen der Vereinten Nationen<br />

steigt die Bevölkerung in Afrika von 922 Mio. 2005<br />

auf 1 270 Mio. 2020 und 1 997 Mio. 2050. Für<br />

Japan wird im gleichen Zeitraum ein Bevölkerungsrückgang<br />

von 127 Mio. über 124 Mio. auf<br />

102 Mio. berechnet. Für die Europäische Union<br />

(EU27) wird zunächst bis 2020 von einem leichten<br />

Wachstum von 490 Mio. auf 496 Mio. ausgegangen<br />

und nachfolgend von einem Rückgang bis<br />

2050 auf 479 Mio. Für die USA wird ein Wachstum<br />

von 399 Mio. über 342 Mio. auf 402 Mio.<br />

vorausberechnet, für China von 1 312 Mio. über<br />

1 421 Mio. auf 1 408 Mio. und für Indien von 1 134<br />

über 1379 auf 1658: Demnach dürfte China von<br />

Indien nach 2020 als bevölkerungsreichster Staat<br />

ablöst werden.<br />

600 Jahre Universität <strong>Leipzig</strong><br />

Die Universität <strong>Leipzig</strong>, deren Gründung sich<br />

am 2. Dezember 2009 zum 600. Male jährt,<br />

befindet sich in ständiger Erneuerung. Das sieht<br />

man augenscheinlich an den Universitätsneubauten<br />

am Augustusplatz. Nicht ganz so spektakulär<br />

aber ebenfalls sehr wichtig ist die Erneuerung<br />

des Universitätsklinikums in der Liebigstraße.<br />

Zum Jahresende 2008 wurde hier ein weiterer<br />

104 Mio. Euro teurer Neubau, das Zentrum<br />

für konservative Medizin, übergeben. Das nun<br />

größte Klinikzentrum der Universität bietet auf<br />

26 400 m² Platz für 345 Betten. In ihm werden<br />

die Innere Medizin, Rheumatologie, Kardiologie,<br />

Neurologie aber auch die Klinikumsverwaltung<br />

untergebracht.<br />

<strong>Leipzig</strong> vor 7 500 Jahren besiedelt<br />

Bauarbeiter legten 2003 im Nordosten des<br />

heutigen <strong>Leipzig</strong>s einen Holzbrunnen frei, dessen<br />

Holz im Winter des Jahres 5259/58 vor Christus<br />

geschlagen wurde. Das war vor fast 7270 Jahren.<br />

Neue Grabungen 2008 im <strong>Stadt</strong>zentrum am<br />

Thomaskirchhof belegen, dass hier um 5500 vor<br />

Christus eine Siedlung von Steinzeitbauern war.<br />

Die erste urkundliche Erwähnung der <strong>Stadt</strong><br />

<strong>Leipzig</strong> bzw. der urbs libzi datiert jedoch von 1015.<br />

So wird <strong>Leipzig</strong> 2015 die 1000-Jahr-Feier der<br />

ersten urkundlichen Erwähnung begehen.<br />

Jericho, die vermutlich älteste <strong>Stadt</strong> der Welt,<br />

gab es bereits 8 500 vor Christus. Die <strong>Stadt</strong><br />

existiert also seit rund 10 500 Jahren.<br />

2 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Hohes BIP-Wachstum <strong>Leipzig</strong>s 2006<br />

Nach einem von den Stuttgarter Kommunalstatistikern<br />

veröffentlichten Vergleich der 15 größten<br />

deutschen Städte hat <strong>Leipzig</strong> 2006 mit +7,1 %<br />

die höchste Steigerung des Bruttoinlandsprodukts<br />

vor Köln mit +4,7 %.<br />

Unangefochtene Spitzenwerte hat <strong>Leipzig</strong><br />

bezüglich der Steigerung der Bruttowertschöpfung<br />

des Verarbeitenden Gewerbes mit +33,4 % und<br />

des Produzierenden Gewerbes mit 21,4 %. Bezüglich<br />

der Entwicklung der Bruttowertschöpfung des<br />

Baugewerbes belegt <strong>Leipzig</strong> mit +7,8 % hinter<br />

Dresden (+9,5 %) Rang 2. Betreffs der Dienstleistungsbereiche<br />

liegt <strong>Leipzig</strong> mit +3,9 % auf Rang 3<br />

hinter Köln mit +5,5 % und Hamburg mit +4,0 %.<br />

Trotz dieses Anstiegs belegt <strong>Leipzig</strong> 2006<br />

hinter Berlin und Dresden immer noch den<br />

letzten Rang bezüglich des Bruttoinlandsprodukts<br />

nach Marktpreisen je Erwerbstätigem unter den<br />

15 größten deutschen Städten.<br />

Schöffenwahl abgeschlossen<br />

Amt für Statistik und Wahlen betreute im Jahr<br />

2008 die Vorbereitung und Durchführung der<br />

Aufstellung der Vorschlagslisten der Schöffen,<br />

Jugendschöffen sowie der ehrenamtlichen Richter<br />

am Verwaltungsgericht, die sich fast über das<br />

gesamte Jahr erstreckte. Insgesamt gingen 1 500<br />

Bewerbungen ein.<br />

Am 21. Mai wurde durch den <strong>Stadt</strong>rat die<br />

Vorschlagsliste für Schöffen bestätigt, die insgesamt<br />

714 Personen umfasste. Am 2. Juni<br />

erfolgte durch den Jugendhilfeausschuss die förmliche<br />

Aufstellung der Vorschlagsliste für Jugendschöffen<br />

mit 518 Personen. Für die Aufstellung der<br />

Vorschlagsliste für ehrenamtliche Richter am<br />

Verwaltungsgericht waren zwei Wahlgänge erforderlich.<br />

Da in der <strong>Stadt</strong>ratssitzung am 17. September<br />

nur 89 statt der vom Gericht geforderten<br />

92 Personen die notwendige Stimmenmehrheit<br />

erhielten, wurden die restlichen drei Personen in<br />

der nächsten Sitzung am 15. Oktober gewählt.<br />

Internetangebot des AS stark genutzt<br />

Die vom Amt für Statistik und Wahlen (AS) im<br />

Internet bereit gestellten Informationen erfreuten<br />

sich auch 2008 reger Nachfrage. Die etwa 400<br />

Seiten zu Statistik (auch in englischer Sprache),<br />

Wahlen, Umfragen und Straßennamen wurden<br />

zusammen rund 715 000 mal abgerufen, was<br />

einem Zuwachs von 86 % gegenüber 2007<br />

entspricht. Nicht erfasst sind dabei spezielle<br />

Anwendungen wie z. B. der Online-Fragebogen<br />

der Kommunalen Bürgerumfrage.<br />

In der Zugriffsstatistik spiegelt sich das große<br />

Informationsbedürfnis zu Wahlen wieder, denn<br />

21 % der Aufrufe entfielen auf Seiten, die dem<br />

Bürgerentscheid vom Januar 2008 zuzurechnen<br />

sind, darunter sind allein über 80 000 Zugriffe auf<br />

die Seite mit dem Abstimmungsergebnis. Auch<br />

wirft das Superwahljahr 2009 erste Schatten<br />

voraus, denn schon seit September steigen die<br />

Zugriffe auf die Wahlseiten kontinuierlich an. 2009<br />

können daher wieder neue Rekorde in der<br />

Internetnutzung erwartet werden.<br />

Aber auch ohne Berücksichtigung des Bürgerentscheids<br />

wuchs 2008 die an der Zahl der<br />

Seitenabrufe gemessene Nutzung um knapp 50 %<br />

gegenüber dem Vorjahr. Im Bereich Statistik<br />

wurden Informationen zur Bevölkerung, zum<br />

Arbeitsmarkt und zur Wirtschaft am häufigsten<br />

nachgefragt.<br />

Vermögensungleichheit in Deutschland<br />

Nach Berechnungen des Deutschen Instituts<br />

für Wirtschaftsforschung Berlin haben die Vermögensunterschiede<br />

zwischen Ost- und Westdeutschland<br />

weiter zugenommen. Während im<br />

Jahr 2007 Personen (ab 17 Jahre) in Westdeutschland<br />

im Durchschnitt (Median) über<br />

Vermögenswerte in Höhe von 20 110 Euro (2002:<br />

18 128) verfügen, besitzen Ostdeutsche 2007 nur<br />

ein Nettovermögen in Höhe von 6 909 Euro (2002:<br />

7 570). Die Diskrepanz zwischen Ost- und Westdeutschland<br />

ist vor allem der geringen Wohneigentumsquote<br />

als auch den geringen (und<br />

sinkenden) Marktwerten für Immobilien geschuldet.<br />

Aber auch alle anderen Vermögenswerte,<br />

z.B. Geldvermögen, sind in Ostdeutschland<br />

deutlich geringer. Die relative Bedeutung von<br />

Schulden ist im Osten Deutschlands zwar höher<br />

als im Westen, der absolute Betrag der Schulden<br />

ist jedoch in Westdeutschland höher.<br />

Von Kindern lachen lernen<br />

Mindestens 15 Minuten tägliches herzhaftes<br />

Lachen empfiehlt die Kaufmännische Krankenkasse<br />

(KKH) nicht nur während der Faschingszeit.<br />

Lachen aktiviere zahlreiche Muskeln, das Kreislaufsystem<br />

und die Lunge. Wer herzhaft lache,<br />

befreie sich, baue Spannungen ab, vergesse<br />

Sorgen und Nöte. Die Krankenkasse verwies auf<br />

Statistiken, nach denen Kinder bis zu 400-mal am<br />

Tag lachen, Erwachsene aber nur durchschnittlich<br />

15-mal. „Wir sollten uns an den Kindern ein<br />

Beispiel nehmen“, so die KKH.<br />

Übrigens<br />

sagte ein Statistikprofessor letzthin: „Mein Verhältnis<br />

zur Statistik ist wie das zu meiner Frau;<br />

ich liebe sie, aber ich beherrsche sie nicht.“<br />

Das geht auch manchem Städtestatistiker so!<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 3


Demokratie und politische Partizipation<br />

Kerstin Lehmann<br />

Im November 2008 wurde als Gemeinschaftsprojekt<br />

des Statistischen Bundesamtes, des<br />

Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung<br />

sowie der Gesellschaft sozialwissenschaftlicher<br />

Infrastruktureinrichtungen der Datenreport 2008<br />

veröffentlicht. Er verbindet Ergebnisse der amtlichen<br />

Statistik und der sozialwissenschaftlichen<br />

Forschung und dokumentiert umfassend die gesellschaftliche<br />

Entwicklung in Deutschland und<br />

Europa. In insgesamt mehr als 40 Beiträgen<br />

werden Fragen zu verschiedenen Aspekten der<br />

objektiven Lebensverhältnisse und des subjektiven<br />

Wohlbefindens der Bürgerinnen und Bürger<br />

beantwortet. Neben vielen Informationen wie<br />

beispielsweise zu den Ausgaben des Staates für<br />

die sozialen Sicherungssysteme, zum Vertrauen<br />

der Bevölkerung in den Sozialstaat oder zur<br />

Stellung Deutschlands im Vergleich zu den anderen<br />

europäischen Staaten befasst sich Kapitel 14<br />

mit der Thematik Demokratie und politische<br />

Partizipation.<br />

Demokratie (griechisch, Herrschaft des Volkes)<br />

ist als tragendes Verfassungsprinzip im Artikel<br />

20 (1) des Grundgesetzes für die Bundesrepublik<br />

Deutschland festgeschrieben: „Die Bundesrepublik<br />

Deutschland ist ein demokratischer und sozialer<br />

Bundesstaat.“ Damit ist die Voraussetzung<br />

geschaffen, dass Bürgerinnen und Bürger in<br />

unserem Land ihr garantiertes Recht auf die Teilnahme<br />

an der Gestaltung von Politik, Wirtschaft<br />

oder Kultur ausüben können. Die aktive Mitarbeit<br />

der Bürgerinnen und Bürger ist gleichzeitig eine<br />

wichtige Voraussetzung für die Stabilität und<br />

Qualität eines freien demokratischen Staates.<br />

Die unten stehende Tabelle stellt dar, wie die<br />

Deutschen die Demokratie als Staatsform einschätzen.<br />

Danach wird von den Westdeutschen<br />

mit einer überwiegenden Mehrheit Demokratie als<br />

die beste Staatsform angesehen. Auch die Ostdeutschen<br />

urteilen mit einer klaren Mehrheit pro<br />

Demokratie. Für die Westdeutschen stellt auch die<br />

Demokratie speziell in Deutschland die beste<br />

Staatsform dar. Nach 80 Prozent Zustimmung der<br />

Bevölkerung im Jahr 2000 sinkt sie im Jahr 2005<br />

auf 71 Prozent, um im Jahr 2006/07 wieder auf<br />

89 Prozent anzusteigen. In den östlichen Bundesländern<br />

ist diesbezüglich die Unterstützungsrate<br />

geringer ausgeprägt. Hier favorisieren im Jahr<br />

2000 nur knapp 50 Prozent der Bevölkerung die<br />

Demokratie in Deutschland, 2005 nur noch<br />

38 Prozent, aber 2006/07 wieder 63 Prozent.<br />

Immerhin 41 Prozent der Ostdeutschen plädieren<br />

im Jahr 2005 für eine andere, bessere Staatsform,<br />

2006/07 jedoch nur noch 12 Prozent. Die Frage<br />

nach alternativen Staatsformen wurde dabei allerdings<br />

nicht gestellt.<br />

Demokratie als Staatsform 2000 bis 2006/07 (in Prozent)<br />

Westdeutschland Ostdeutschland<br />

2000 2005 2006/ 2000 2005 2006/<br />

2007<br />

2007<br />

„Die Demokratie ist die beste Staatsform.“ 92 85 - 78 64 -<br />

„Es gibt eine andere Staatsform, die besser ist.“ 3 6 - 8 22 -<br />

„Die Demokratie in Deutschland ist die beste Staatsform.“ 80 71 89 49 38 63<br />

„Es gibt eine andere Staatsform, die besser ist.“ 9 17 3 27 41 12<br />

Quelle: Konsolidierung der Demokratie in Mittel- und Osteuropa 2000; Bürger und Gesellschaft 2005;<br />

Europaen Social Survey – Deutsche Teilstudie 2006/07 Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Die Tabelle auf der kommenden Seite gibt<br />

einen Überblick über die Zufriedenheit mit dem<br />

Funktionieren der Demokratie im europäischen<br />

Vergleich. Die größte Zufriedenheit mit der Demokratie<br />

in ihrem Land besitzen danach die Dänen<br />

(94 Prozent). Demgegenüber ist nur knapp jeder<br />

dritte Portugiese mit dem Funktionieren der<br />

Demokratie in seinem Land zufrieden. Die Westdeutschen<br />

liegen mit 61 Prozent etwas unter dem<br />

Durchschnitt der westeuropäischen Länder. Im<br />

Vergleich zu den großen westeuropäischen Ländern<br />

ist deren Zufriedenheit ähnlich groß wie im<br />

Vereinigten Königreich aber größer als in Italien<br />

und Frankreich. Bei den Ostdeutschen ist nur<br />

jeder Dritte mit dem Funktionieren der Demokratie<br />

in Deutschland zufrieden. Damit rangieren sie<br />

nicht nur weit unter dem Durchschnitt der westeuropäischen<br />

Länder, sondern auch noch unter<br />

dem der osteuropäischen Länder. Ursache für<br />

diese vergleichsweise skeptische Einschätzung<br />

der Ostdeutschen könnte ein anderes Demokratieverständnis<br />

sein aber auch der Eindruck, dass<br />

die ostdeutschen Bürgerinnen und Bürger ihre<br />

Interessen noch immer zu wenig berücksichtigt<br />

sehen. Betrachtet man die osteuropäischen<br />

Länder, so sind die Tschechen und Slowenen mit<br />

dem Funktionieren der Demokratie in ihrem Land<br />

am zufriedensten, liegen aber dennoch unter dem<br />

westeuropäischen Durchschnitt. In Litauen, der<br />

Slowakei und Bulgarien gibt circa jeder Vierte an,<br />

mit dem Funktionieren der Demokratie in seinem<br />

Land zufrieden zu sein.<br />

4 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Zufriedenheit mit dem Funktionieren der<br />

Demokratie im eigenen Land 2006 (in Prozent)<br />

Dänemark 94<br />

Luxemburg 86<br />

Irland 78<br />

Österreich 78<br />

Finnland 77<br />

Schweden 76<br />

Niederlande 75<br />

Spanien 74<br />

Belgien 68<br />

Zypern 65<br />

Vereinigtes Königreich 62<br />

Westdeutschland 61<br />

Italien 56<br />

Deutschland, insgesamt 55<br />

Griechenland 54<br />

Malta 53<br />

Frankreich 47<br />

Ostdeutschland 33<br />

Portugal 32<br />

Durchschnitt Westeuropa 66<br />

Tschechische Republik 58<br />

Slowenien 56<br />

Ungarn 46<br />

Estland 44<br />

Lettland 42<br />

Polen 39<br />

Rumänien 27<br />

Litauen 25<br />

Slowakei 24<br />

Bulgarien 23<br />

Durchschnitt Osteuropa 38<br />

Quelle: Eurobarometer 2006<br />

Demokratie macht politische Partizipation erst<br />

möglich. Durch die Verfassung ist sie den Bürgerinnen<br />

und Bürgern garantiert. Inwieweit sie die<br />

Möglichkeiten der politischen Teilnahme nutzen<br />

und damit Einfluss auf die politische Willensbildung<br />

nehmen, hat direkte Auswirkung auf die<br />

Verwirklichung der Demokratie. Das politische<br />

Interesse ist somit ein Gradmesser dafür, in<br />

welchem Maße Bürgerinnen und Bürger Politik<br />

und ihre Auswirkungen als etwas ansehen, das sie<br />

selbst betrifft, über das sie sich informieren und<br />

eventuell engagieren.<br />

Eine zentrale Bedeutung politischer Partizipation<br />

nimmt das gesetzlich garantierte Wahlrecht<br />

ein. Politische Beteiligungen wie zum Beispiel die<br />

Mitgliedschaft in Parteien und Interessengruppen<br />

oder auch nichtinstitutionalisierte Beteiligungen<br />

wie Unterschriftensammlungen, Demonstrationen,<br />

Proteste und Boykotts sind weitere Formen der<br />

Mitgestaltung.<br />

Das Wahlrecht gibt den Bürgerinnen und<br />

Bürgern die Möglichkeit, die Zusammensetzung<br />

der demokratischen Vertretungen in den Gemeinden,<br />

den Bundesländern und dem Bund mit zu<br />

entscheiden. Durch die Teilnahme an den Wahlen<br />

bestimmen sie ihre politischen Repräsentanten<br />

(Personen oder Parteien), die die politischen<br />

Entscheidungen für die Zeit der nächsten Wahlperiode<br />

treffen. Da in der Bundesrepublik Deutschland<br />

keine gesetzliche Wahlpflicht besteht, lässt<br />

sich an der Wahlbeteiligung in etwa das politische<br />

Engagement der Bürgerinnen und Bürger ablesen.<br />

Dabei treten deutliche Unterschiede beim Vergleich<br />

der Wahlergebnisse einer Bundestags-,<br />

Landtags- und Kommunalwahl bzw. einer Wahl<br />

zum Europäischen Parlament auf.<br />

Die nachfolgende Tabelle zeigt dies am<br />

Beispiel der Wahlbeteiligung bei den in den Jahren<br />

2004 und 2005 stattgefundenen Wahlen in der<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>. Danach besteht das größte Interesse,<br />

und dies gilt auch bundesweit, an der Wahl<br />

des Deutschen Bundestages. Knapp drei Viertel<br />

der <strong>Leipzig</strong>er Wahlberechtigten nahmen an dieser<br />

Wahl teil und damit etwas weniger als im Bundesdurchschnitt<br />

(77,7 Prozent). Bei der Wahl zum<br />

Sächsischen Landtag beteiligte sich reichlich jeder<br />

zweite Wähler. Anders sieht es bei den <strong>Stadt</strong>ratswahlen<br />

und den Wahlen zum Europäischen<br />

Parlament aus. Hier dominierten in <strong>Leipzig</strong> wie<br />

auch in großen Teilen Deutschlands eher die<br />

Nichtwähler. Weniger als 40 Prozent nahmen jeweils<br />

an diesen beiden Wahlen teil. Die repräsentative<br />

Wahlstatistik machte deutlich, dass vor<br />

allem die Wahlverweigerung der jüngeren Generation<br />

und die stärkere Wahlabstinenz der älteren<br />

Wahlbeteiligten als Gründe dafür zu nennen sind.<br />

Wahlbeteiligung in <strong>Leipzig</strong> in Prozent<br />

13.06.2004 Europawahl 39,0<br />

13.06.2004 <strong>Stadt</strong>ratswahl 38,6<br />

19.09.2004 Landtagswahl 55,1<br />

18.09.2005 Bundestagswahl 74,6<br />

Quelle: Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Im Superwahljahr 2009 sind alle wahlberechtigten<br />

<strong>Leipzig</strong>erinnen und <strong>Leipzig</strong>er aufgerufen,<br />

zur Europawahl, den Kommunal- und Ortschaftsratswahlen<br />

am 7. Juni, zur Landtagswahl am<br />

30. August und zur Bundestagswahl am<br />

27. September durch Wahrnehmung ihres Wahlrechts<br />

Einfluss auf die politischen Entscheidungen<br />

in Europa, in Deutschland, in Sachsen und in der<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> zu nehmen.<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 5


Einwohnerentwicklung in den Ortsteilen <strong>Leipzig</strong>s 2008<br />

Andrea Schultz<br />

Nach umfangreichen Eingemeindungen 1999<br />

und einem seither positiven Wanderungssaldo<br />

steigt die Einwohnerzahl <strong>Leipzig</strong>s seit 2002 kontinuierlich<br />

an. Ende 2008 kann für die <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong><br />

von einer Einwohnerzahl von circa 515 000 ausgegangen<br />

werden. Die Einwohnergewinne sind auf<br />

einen positiven Wanderungssaldo zurückzuführen,<br />

der größer als das Geburtendefizit in der <strong>Stadt</strong> ist.<br />

Aber auch die Zahl der Geburten hat in den letzten<br />

Jahren stetig zugenommen, sodass – bei konstant<br />

verbleibenden Sterbefällen – das Geburtendefizit<br />

kontinuierlich geringer geworden ist.<br />

Vorläufige Zahlen für das Jahr 2008 verdeutlichen,<br />

dass die Zuzüge im letzten Kalenderjahr<br />

Einwohnerentwicklung in den Ortsteilen <strong>Leipzig</strong>s 2008<br />

66<br />

75<br />

64<br />

65<br />

63<br />

82<br />

60<br />

55<br />

74<br />

62<br />

61<br />

54<br />

72<br />

81<br />

53<br />

73<br />

71<br />

52<br />

Quelle: Einwohnermelderegister der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen<br />

83<br />

51<br />

80<br />

05<br />

70<br />

50<br />

04<br />

41<br />

92<br />

90<br />

03<br />

40<br />

95<br />

91<br />

06<br />

00<br />

93<br />

01<br />

02<br />

abermals etwas angestiegen sind und auch die<br />

Geburten ein erneutes Maximum erreichen.<br />

Auf kleinräumiger Ebene der <strong>Leipzig</strong>er Ortsteile<br />

stellt sich die demografische Entwicklung jedoch<br />

differenziert dar. Neben stark wachsenden Orts-<br />

teilen, die sich vor allem im Innenstadt- und Innenstadtrandbereich<br />

befinden, gibt es 2008 auch eine<br />

Reihe schrumpfender Teilgebiete. Diese befinden<br />

sich vornehmlich in den <strong>Stadt</strong>randgebieten insbesondere<br />

des Westens und des Ostens. Einen<br />

Überblick über die Einwohnerentwicklung in den<br />

Ortsteilen sowie die natürlichen (Geburten minus<br />

Sterbefälle) und räumlichen (Zuzüge minus<br />

Wegzüge) Salden gibt die nachfolgende Karte.<br />

6 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]<br />

43<br />

10<br />

20<br />

42<br />

30<br />

12<br />

44<br />

94<br />

13<br />

22<br />

21<br />

Entwicklung in Prozent<br />

über 1,1<br />

über 0,0 bis 1,1<br />

über -1,1 bis 0,0<br />

bis -1,1<br />

31<br />

11<br />

32<br />

33<br />

23<br />

14<br />

500<br />

250<br />

15<br />

26<br />

24<br />

34<br />

25<br />

35<br />

27<br />

28<br />

29<br />

Bevölkerungsbewegung<br />

absolut<br />

natürlich<br />

räumlich


In der Karte zur Einwohnerentwicklung wird<br />

bereits ersichtlich, dass Ortsteile mit Einwohnergewinn<br />

(dunkelrote Färbung) ihre Zuwächse vor<br />

allem durch Wanderungsgewinne realisieren. Die<br />

höchsten positiven Wanderungssalden im Jahr<br />

2008 konnten die Ortsteile Plagwitz (+454),<br />

Connewitz (+414), Reudnitz-Thonberg (+338),<br />

Zentrum-Süd (+305) und Gohlis-Süd (+291)<br />

realisieren. Ein Blick auf die absoluten Zuzüge und<br />

Fortzüge in diesen Ortsteilen zeigt, dass sich<br />

diese Gebiete durch ein generell hohes<br />

Wanderungsvolumen auszeichnen. Aus diesen<br />

fünf stärksten Zuwanderungsgebieten ziehen<br />

demnach auch relativ viele Personen wieder fort,<br />

die Fluktuation der Bevölkerung ist in diesen<br />

städtischen Teilräumen demnach sehr stark.<br />

Zu- und Wegzüge in den Ortsteilen <strong>Leipzig</strong>s 2008<br />

66<br />

75<br />

64<br />

65<br />

63<br />

82<br />

55<br />

74<br />

62<br />

60<br />

61<br />

53<br />

54<br />

81<br />

72<br />

73<br />

52<br />

Quelle: Einwohnermelderegister der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen<br />

71<br />

83<br />

51<br />

80<br />

70<br />

05<br />

50<br />

90<br />

04<br />

41<br />

92<br />

03<br />

40<br />

95<br />

91<br />

06<br />

00<br />

01<br />

93<br />

Die schrumpfenden Ortsteile (dunkelblaue<br />

Färbung) sind ausnahmslos Fortzugsgebiete.<br />

2008 sind die Wanderungsdefizite am höchsten in<br />

den Ortsteilen Lausen-Grünau (-240), Grünau-Ost<br />

(-135) sowie Schönefeld-Ost (-128). Diese<br />

städtischen Teilräume zeichnen sich durch ein<br />

vergleichsweise geringes Wanderungsvolumen<br />

aus. Die Fortzugsrate (Fortzüge je 1 000<br />

Einwohner) ist beispielsweise in Grünau-Mitte nur<br />

halb so groß wie in Plagwitz. Trotzdem verlieren<br />

diese Ortsteile aufgrund fehlender Zuzüge an<br />

Bevölkerung. Alle weiteren Ortsteile mit Wanderungsverlusten<br />

folgen mit deutlichem Abstand.<br />

Abgesehen vom Ortsteil Seehausen leiden die<br />

blau gefärbten schrumpfenden Ortsteile auch<br />

unter einem Geburtendefizit.<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 7<br />

02<br />

20<br />

42<br />

43<br />

44<br />

10<br />

30<br />

Umzugssaldo<br />

je 1 000 Einwohner<br />

über 15<br />

über 5 bis 15<br />

über -5 bis 5<br />

bis -5<br />

13<br />

12<br />

22<br />

94<br />

21<br />

31<br />

32<br />

11<br />

14<br />

23<br />

33<br />

4 000<br />

2 000<br />

15<br />

26<br />

24<br />

34<br />

25<br />

35<br />

27<br />

28<br />

Anzahl absolut<br />

Zuzüge<br />

Wegzüge<br />

29


Wie in der folgenden Karte zur natürlichen<br />

Bevölkerungsentwicklung dargestellt, werden in<br />

jenen Ortsteilen viele Kinder geboren, die bereits<br />

seit einigen Jahren Zuzugsgebiete darstellen,<br />

beispielsweise die Südvorstadt, Schleußig oder<br />

Gohlis-Süd. Aufgrund der Altersstruktur der dorthin<br />

ziehenden Bevölkerung, die sich oftmals im jungen<br />

Erwachsenenalter befindet, ist das Durchschnittsalter<br />

dieser Ortsteile relativ gering und die Zahl<br />

von Personen im fertilen Alter entsprechend hoch.<br />

Die Folge sind vergleichsweise wenig Sterbefälle<br />

sowie hohe Geburtenzahlen. Die prädestinierten<br />

Zuzugsgebiete der letzten Jahre profitieren<br />

demnach – trotz hoher Fluktuation – mittelfristig<br />

durch ansteigende Geburten und haben somit eine<br />

vorerst stabilisierte demografische Entwicklung.<br />

Geburten und Sterbefälle in den Ortsteilen <strong>Leipzig</strong>s 2008<br />

66<br />

75<br />

64<br />

65<br />

63<br />

82<br />

55<br />

74<br />

62<br />

60<br />

61<br />

53<br />

54<br />

81<br />

72<br />

73<br />

Quelle: Einwohnermelderegister der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen<br />

52<br />

71<br />

83<br />

51<br />

80<br />

70<br />

05<br />

50<br />

90<br />

04<br />

41<br />

92<br />

03<br />

40<br />

95<br />

91<br />

06<br />

00<br />

Das höchste Geburtendefizit (-131) lässt sich<br />

im Jahr 2008 mit Abstand für Thekla feststellen.<br />

Dort ist das Durchschnittsalter vergleichsweise<br />

hoch, zudem ziehen relativ viele Senioren in<br />

diesen Ortsteil.<br />

Generell lässt sich festhalten, dass die meisten<br />

innenstadtnahen Ortsteile 2008 einen Geburtenüberschuss<br />

realisieren, während in Ortsteilen in<br />

weiterer Entfernung vom <strong>Stadt</strong>zentrum meist die<br />

Sterbefälle überwiegen. Die meisten Geborenen je<br />

1 000 Einwohner wurden 2008 in Schleußig,<br />

gefolgt von Zentrum-Nordwest, Gohlis-Süd, Südvorstadt,<br />

Altlindenau und Plagwitz registriert.<br />

Weitere demografische Kennzahlen für die<br />

<strong>Leipzig</strong>er Ortsteile 2008 sind der Tabelle auf der<br />

folgenden Seite zu entnehmen.<br />

8 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]<br />

01<br />

93<br />

02<br />

20<br />

42<br />

43<br />

44<br />

10<br />

30<br />

Geburtensaldo<br />

je 1 000 Einwohner<br />

über 5<br />

über 0 bis 5<br />

über -5 bis 0<br />

bis -5<br />

13<br />

12<br />

22<br />

94<br />

21<br />

31<br />

32<br />

11<br />

14<br />

23<br />

33<br />

400<br />

200<br />

15<br />

26<br />

24<br />

34<br />

25<br />

35<br />

27<br />

28<br />

29<br />

Anzahl absolut<br />

Geburten<br />

Sterbefälle


Bevölkerungsentwicklung in den Ortsteilen <strong>Leipzig</strong>s 2008<br />

Ortsteil<br />

Lebendgeburten<br />

Sterbefälle<br />

natürlicher<br />

Saldo<br />

Zuzüge 1 2<br />

Wegzüge<br />

Wanderungssaldo<br />

Saldo<br />

insgesamt 3<br />

00 Zentrum 9 55 -46 398 353 45 -1<br />

01 Zentrum-Ost 46 68 -22 665 590 75 53<br />

02 Zentrum-Südost 81 91 -10 2027 1916 111 101<br />

03 Zentrum-Süd 116 70 46 1814 1509 305 351<br />

04 Zentrum-West 109 69 40 1772 1504 268 308<br />

05 Zentrum-Nordwest 157 98 59 1639 1377 262 321<br />

06 Zentrum-Nord 96 69 27 1326 1272 54 81<br />

10 Schönefeld-Abtnaundorf 120 95 25 1262 1114 148 173<br />

11 Schönefeld-Ost 40 111 -71 605 733 -128 -199<br />

12 Mockau-Süd 28 48 -20 389 412 -23 -43<br />

13 Mockau-Nord 48 124 -76 640 665 -25 -101<br />

14 Thekla 30 161 -131 448 284 164 33<br />

15 Plaußig-Portitz 16 22 -6 144 126 18 12<br />

20 Neustadt-Neuschönefeld 117 85 32 1680 1652 28 60<br />

21 Volkmarsdorf 102 85 17 1458 1379 79 96<br />

22 Anger-Crottendorf 124 75 49 1314 1280 34 83<br />

23 Sellerhausen-Stünz 56 92 -36 721 786 -65 -101<br />

24 Paunsdorf 110 166 -56 1268 1324 -56 -112<br />

25 Heiterblick 13 42 -29 269 342 -73 -102<br />

26 Mölkau 33 57 -24 329 286 43 19<br />

27 Engelsdorf 69 84 -15 569 465 104 89<br />

28 Baalsdorf 11 14 -3 98 66 32 29<br />

29 Althen-Kleinpösna 17 74 -57 196 158 38 -19<br />

30 Reudnitz-Thonberg 244 270 -26 2751 2413 338 312<br />

31 Stötteritz 174 173 1 1538 1399 139 140<br />

32 Probstheida 44 109 -65 526 407 119 54<br />

33 Meusdorf 25 28 -3 313 308 5 2<br />

34 Liebertwolkwitz 35 54 -19 259 254 5 -14<br />

35 Holzhausen 37 54 -17 357 282 75 58<br />

40 Südvorstadt 351 146 205 3366 3110 256 461<br />

41 Connewitz 252 181 71 2259 1845 414 485<br />

42 Marienbrunn 36 61 -25 665 498 167 142<br />

43 Lößnig 76 152 -76 1111 1030 81 5<br />

44 Dölitz-Dösen 29 50 -21 564 499 65 44<br />

50 Schleußig 258 48 210 1615 1480 135 345<br />

51 Plagwitz 185 172 13 2175 1721 454 467<br />

52 Kleinzschocher 95 97 -2 1156 1014 142 140<br />

53 Großzschocher 48 70 -22 647 515 132 110<br />

54 Knautkleeberg-Knauthain 32 39 -7 241 243 -2 -9<br />

55 Hartmannsd.-Knautnaund. 5 5 0 86 64 22 22<br />

60 Schönau 33 62 -29 433 421 12 -17<br />

61 Grünau-Ost 25 106 -81 458 593 -135 -216<br />

62 Grünau-Mitte 95 183 -88 1059 1072 -13 -101<br />

63 Grünau-Siedlung 25 60 -35 231 215 16 -19<br />

64 Lausen-Grünau 82 167 -85 876 1116 -240 -325<br />

65 Grünau-Nord 79 93 -14 782 822 -40 -54<br />

66 Miltitz 12 21 -9 125 132 -7 -16<br />

70 Lindenau 83 81 2 1219 1149 70 72<br />

71 Altlindenau 197 129 68 2031 2033 -2 66<br />

72 Neulindenau 43 99 -56 646 476 170 114<br />

73 Leutzsch 84 94 -10 1118 973 145 135<br />

74 Böhlitz-Ehrenberg 66 82 -16 688 566 122 106<br />

75 Burghausen-Rückmarsd. 27 43 -16 270 275 -5 -21<br />

80 Möckern 106 131 -25 1312 1107 205 180<br />

81 Wahren 51 96 -45 624 579 45 0<br />

82 Lützschena-Stahmeln 16 20 -4 191 196 -5 -9<br />

83 Lindenthal 53 50 3 455 400 55 58<br />

90 Gohlis-Süd 257 86 171 2431 2140 291 462<br />

91 Gohlis-Mitte 196 82 114 1834 1692 142 256<br />

92 Gohlis-Nord 55 106 -51 652 533 119 68<br />

93 Eutritzsch 122 157 -35 1418 1173 245 210<br />

94 Seehausen 20 12 8 180 237 -57 -49<br />

95 Wiederitzsch 61 59 2 601 487 114 116<br />

Quelle: Einwohnermelderegister der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen<br />

1 Zuzüge = Zuzüge von außerhalb + innerstädtische Zuzüge in den Ortsteil<br />

2 Wegzüge = Wegzüge von außerhalb + innerstädtische Wegzüge aus dem Ortsteil<br />

3 Saldo insgesamt = natürlicher Saldo + Wanderungssaldo<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 9


Wohnen in der Innenstadt<br />

Gabriele Sturm, Katrin Meyer<br />

Die Autorinnen Dr. Gabriele Sturm und Katrin Meyer arbeiten im Referat Raum- und <strong>Stadt</strong>beobachtung<br />

des Bundesinstituts für Bau-, <strong>Stadt</strong>- und Raumforschung (BBSR) im BBR in Bonn. Die Redaktion<br />

„Zurück in die (Innen-)<strong>Stadt</strong>“ – so lautete vor<br />

fünf Jahren die Prognose, die eine Projektgruppe<br />

des Deutschen Instituts für Urbanistik aufgrund<br />

von Interviews in Umlauf setzte. Und auch andere<br />

Forschungen zeigen, dass sich derzeit hinsichtlich<br />

intraregionaler Wanderungen einiges ändert. Auf<br />

jeden Fall ist für deutsche Großstädte eine<br />

Abschwächung der Randwanderung sowohl bei<br />

der Bevölkerung als auch bei Arbeitsstätten festzustellen<br />

bei gleichzeitig ablaufenden zentrifugalen<br />

und zentripetalen Prozessen (Sub- und Re-<br />

Urbanisierung). Aber wer wohnt derzeit überhaupt<br />

innerstädtisch und wer kommt eventuell neu dazu?<br />

Solches ist nur mittels kleinräumiger Analyse zu<br />

beantworten. Im Weiteren werden hier Beschreibungen<br />

für die <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> im Vergleich zu<br />

anderen (ostdeutschen) Großstädten vorgestellt.<br />

Grundlage für die hier vorgestellten Befunde<br />

ist die „Innerstädtische Raumbeobachtung“ (IRB),<br />

ein Kooperationsprojekt des Bundesamtes für<br />

Bauwesen und Raumordnung mit 50 Großstädten<br />

(vergleiche BBR 2007; www.raumbeobachtung.de).<br />

Die teilnehmenden Städte stellen kleinräumige<br />

Daten in einem gemeinsamen Pool zur<br />

Verfügung, den alle Beteiligten für vergleichende<br />

Analysen nutzen können. In den 50 IRB-Städten<br />

leben 20,7 Mio. Einwohner in 2 956 statistischen<br />

Bezirken (Ortsteilen). Deren durchschnittliche<br />

Einwohnerzahl liegt für die elf ostdeutschen IRB-<br />

Städte Chemnitz, Dresden, Erfurt, Frankfurt/O.,<br />

Halle, Jena, <strong>Leipzig</strong>, Magdeburg, Potsdam,<br />

Rostock und Weimar mit 903 Ortsteilen bei rund<br />

2 800 Menschen. Für alle Ortsteile liegt eine mit<br />

den Städten abgestimmte Zuordnung zu einem<br />

innerstädtischen Lagetyp vor. Unterschieden werden<br />

City, Cityrand (samt „Innenstadt“), Innenstadtrand<br />

(mit Innenstadt: „Innere <strong>Stadt</strong>“) und <strong>Stadt</strong>rand<br />

bzw. „Äußere <strong>Stadt</strong>“ (mit Innerer <strong>Stadt</strong>: <strong>Stadt</strong>).<br />

Karte 1: Zuordnung <strong>Leipzig</strong>er Ortsteile zu innerstädtischen<br />

Lagetypen mit Anteilen an gesamtstädtischer<br />

Bevölkerung<br />

Bereits durchgeführte Analysen lassen erwarten,<br />

dass insbesondere junge Erwachsene, Einpersonenhaushalte,<br />

Ausländer, arme Haushalte<br />

und Multilokale eher innerstädtisch wohnen. Dies<br />

lässt sich unter anderem dadurch begründen, dass<br />

sich Zuwandernde am neuen Lebensort zunächst<br />

von der <strong>Stadt</strong>mitte aus orientieren und dass sie als<br />

Bleibe in der Regel eine Mietwohnung statt Wohneigentum<br />

suchen. Wie sieht es nun für diese<br />

Bevölkerungsgruppen in <strong>Leipzig</strong> aus?<br />

Junge Erwachsene<br />

Abb. 1: 18- bis unter 30-Jährige nach innerstädtischen<br />

Lagetypen in ostdeutschen Großstädten<br />

Vor allem junge Erwachsene wandern während<br />

der Berufsfindungsphase (auch aus dem Umland)<br />

in die Großstädte und bevorzugen dabei innenstadtnahe<br />

Wohnquartiere. Die Rotation an den<br />

Rand und ins Umland beginnt meist erst mit der<br />

Familiengründung und/oder mit Eigentumserwerb.<br />

Insgesamt hängen Umzugsmotive deutlich von der<br />

jeweiligen biografischen Situation ab.<br />

Abb. 2: Entwicklung des Anteils der 18- bis unter<br />

30-Jährigen nach innerstädtischen Lagetypen<br />

In den Städten der innerstädtischen Raumbeobachtung<br />

leben mit 16,9 % deutlich mehr junge<br />

Erwachsene als im Bundesdurchschnitt, wo der<br />

10 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Anteil der 18- bis unter 30-Jährigen im Jahr 2006<br />

14,25 % betrug. In den ostdeutschen IRB-Städten<br />

sind es 2007 insgesamt 19,3 % und in <strong>Leipzig</strong><br />

20,6 % – ein Fünftel der <strong>Stadt</strong>bevölkerung. In den<br />

ostdeutschen Städten gehört in der Innenstadt<br />

jede und jeder Vierte zur Altersgruppe der jungen<br />

Erwachsenen unter 30 Jahre – in <strong>Leipzig</strong> sind es<br />

gar drei von zehn. Entsprechend leben in ostdeutschen<br />

Großstädten in der Innenstadt 60 %<br />

mehr junge Erwachsene als in den <strong>Stadt</strong>randgebieten<br />

– in <strong>Leipzig</strong> sind es doppelt so viele.<br />

Schon diese große Diskrepanz zwischen „Äußerer<br />

<strong>Stadt</strong>“, also den dem Bundesdurchschnitt entsprechenden<br />

Statistiken für die Wohngebiete am<br />

<strong>Stadt</strong>rand, und „Innerer <strong>Stadt</strong>“, denen für die<br />

Wohngebiete in der Innenstadt und im Innenstadtrand,<br />

legt den Schluss nahe, dass ein sehr<br />

großer Teil der in <strong>Leipzig</strong> lebenden jungen Erwachsenen<br />

in die <strong>Stadt</strong> zugewandert ist. Dies verweist<br />

unter anderem auf die Anziehungskraft der<br />

Hochschulen. Infolge der Einführung der Zweitwohnsitzsteuer<br />

in <strong>Leipzig</strong> zum 01.01.2006 dürften<br />

noch mehr Studierende ihren Hauptwohnsitz umgemeldet<br />

haben. Sie vergrößern damit die Hauptwohnsitzbevölkerung<br />

und verbessern die Altersstruktur<br />

am Studienort. Ihre Wohnungen dürften<br />

sie zu für sie erschwinglichen Kosten insbesondere<br />

in den <strong>Leipzig</strong>er Altbauquartieren finden.<br />

Einpersonenhaushalte<br />

Es sind vor allem Einpersonenhaushalte, die in<br />

Großstädte – und dort besonders in die Innere<br />

<strong>Stadt</strong> – zuwandern, während Familienhaushalte<br />

mit Minderjährigen tendenziell häufiger in kleinere<br />

Kommunen zuwandern. Laut Mikrozensus lag im<br />

Jahr 2006 der Anteil der Einpersonenhaushalte<br />

bundesweit bei 38,8 % (ostdeutsche Länder ohne<br />

Berlin: 38,2 %). Allgemein ist festzustellen, dass je<br />

größer die <strong>Stadt</strong> ist, der Anteil der Einpersonenhaushalte<br />

umso höher ausfällt. In Großstädten mit<br />

mehr als 100 000 Einwohnern lebte 2006 bereits<br />

in 48 % aller Wohnungen nur eine Person (durchschnittlich<br />

1,87 Personen pro Haushalt).<br />

Abb. 3: Einpersonenhaushalte nach innerstädtischen<br />

Lagetypen in ostdeutschen Großstädten<br />

Ohne aktuelle Volkszählung gibt es nur verschiedene<br />

Schätzverfahren, um die Größe von<br />

Privathaushalten, also deren Personenzahl, zu<br />

bestimmen. Die Kommunen verwenden dafür<br />

entweder das Haushaltsgenerierungsverfahren<br />

HHGen nach SIHAGEN (gilt für <strong>Leipzig</strong>) oder ein<br />

Zuordnungsverfahren zu steuerrechtlichen Personenverbänden,<br />

das die Anzahl der Einpersonenhaushalte<br />

leicht überschätzt. Trotz der beiden<br />

unterschiedlichen Zugänge werden hier die<br />

kommunalen Daten zu Einpersonenhaushalten<br />

zusammengefasst dargestellt. Demnach liegt der<br />

Anteil der Einpersonenhaushalte für neun ostdeutsche<br />

IRB-Städte bei 45,9 % – für <strong>Leipzig</strong> bei<br />

51,9 %. In Anbetracht der Tatsache, dass der<br />

Mikrozensus für <strong>Leipzig</strong> gar von 53,3 % ausgeht,<br />

ist von einem vergleichsweise sehr großen<br />

Bevölkerungsanteil auszugehen, der alleine wohnt<br />

und wirtschaftet. Nicht nur für die Wohnungswirtschaft,<br />

sondern auch für den Einzelhandel,<br />

soziale Einrichtungen etc. bedeutet dies ein Überdenken<br />

ihrer Planungsannahmen und ihrer<br />

Arbeitsorganisation.<br />

Ausländer<br />

Abb. 4: Ausländer nach innerstädtischen Lagetypen<br />

in ostdeutschen Großstädten<br />

Westdeutsche Städte sind seit den 1960er<br />

Jahren Einwanderungsstädte, in denen Migrantenfamilien<br />

zum Teil bereits in der dritten Generation<br />

leben. In der DDR gab es hingegen nur eine geringe<br />

Zahl von Ausbildungs- und Arbeitsmigranten.<br />

Seit der Deutschen Einheit nimmt der Ausländeranteil<br />

in ostdeutschen Großstädten ähnlich langsam<br />

zu wie in Gesamtdeutschland, da Zuwanderung<br />

aus dem Ausland aktuell kaum mehr<br />

stattfindet. In den 50 Städten der IRB waren 2007<br />

2,9 Mio. Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft<br />

gemeldet. Dies entspricht einer durchschnittlichen<br />

Ausländerquote von 14 % (im Bund<br />

8,1 %). Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund<br />

ist gemäß Mikrozensus mehr als<br />

doppelt so hoch.<br />

In den elf ostdeutschen Städten leben 4 %<br />

ohne deutsche Staatsangehörigkeit – in <strong>Leipzig</strong><br />

5,4 %. Wie in allen IRB-Städten leben Ausländer<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 11


auch in <strong>Leipzig</strong> deutlich häufiger innerstädtisch. In<br />

Ortsteilen in <strong>Stadt</strong>randlage mit vergleichsweise<br />

sehr hohem Ausländeranteil, wie sie einige wenige<br />

ostdeutsche Städte aufweisen, dürfte eine Asylunterkunft<br />

oder ein Arbeiterwohnheim oder ähn-<br />

liches angesiedelt sein und so zu einer untypischen<br />

Konzentration führen.<br />

Abb. 5: Entwicklung des Ausländeranteils nach<br />

innerstädtischen Lagetypen<br />

Arme (Mieter-)Haushalte<br />

In Großstädten liegt die Wohneigentümerquote<br />

nur bei etwa 25 % im Vergleich zu bundesweit<br />

42 %. Dieser Befund geht mit den größeren<br />

Anteilen an Menschen und Haushalten Hand in<br />

Hand, die die Großstadt als Chance, als Möglichkeit<br />

für ihr Experimentieren mit dem eigenen<br />

Leben, als Ort der Freiheit betrachten – wie es seit<br />

dem Mittelalter der Slogan „<strong>Stadt</strong>luft macht frei“<br />

verkündet. Zu den <strong>Stadt</strong>suchern gehören junge<br />

Erwachsene, Singles, Alleinerziehende, Ausländer<br />

– und vergleichsweise mehr hilfebedürftige Haushalte.<br />

Im September 2007 erhielten in Deutschland<br />

7,1 Mio. Personen oder 8,6 % der Bevölkerung<br />

Leistungen nach dem SGB II (zu zwei Dritteln in<br />

den alten, zu einem Drittel in den neuen Bundesländern<br />

und Berlin). Diese Leistungsempfänger<br />

waren zu 72 % erwerbsfähig, zu 28 % nicht erwerbsfähig<br />

(davon 96 % Kinder unter 15 Jahre)<br />

und lebten in 3,67 Mio. Bedarfsgemeinschaften,<br />

was etwa 9,2 % der Privathaushalte in Deutschland<br />

entspricht. Nur 47 % der erwerbsfähigen Leistungsempfänger<br />

sind arbeitslos gemeldet, während<br />

28% erwerbstätig sind, damit jedoch ein zu<br />

geringes Einkommen erzielen. Zusätzlich zu diesen<br />

Empfängern von Leistungen nach dem SGB II<br />

gibt es weitere Arme mit Sozialhilfe gemäß SGB<br />

XII, auf die hier nicht eingegangen werden kann.<br />

In den Großstädten der IRB liegt der Anteil der<br />

Leistungsempfänger nach dem SGB II im<br />

September 2007 erwartbar höher bei 12,1 %, in<br />

den ostdeutschen Städten bei 15,7 %, in <strong>Leipzig</strong><br />

bei 16,8 %. Nicht nur in den ostdeutschen IRB-<br />

Städten, auch im bundesweiten Vergleich verteilen<br />

sich SGB-II-Empfängerinnen und -empfänger als<br />

Indikator für arme Haushalte gleichmäßiger auf die<br />

Abb. 6 SGB-II-Empfänger nach innerstädtischen<br />

Lagetypen in ostdeutsche Großstädten<br />

innerstädtischen Lagen als die bislang betrachteten<br />

städtischen Bevölkerungsgruppen. Von<br />

diesem Muster abweichend zeigt sich für <strong>Leipzig</strong><br />

deutlich, dass einige der gründerzeitlichen Ortsteile<br />

des Innenstadtrandes mit ihrer immer noch<br />

zahlreich unsanierten Gebäudesubstanz und<br />

teilweise durchsetzt von Plattenbauten offensichtlich<br />

armen Haushalten vermehrt Heimstatt<br />

bietet. Hingegen ist die Innenstadt so weitreichend<br />

saniert, dass sich arme Haushalte die verbliebenen<br />

Wohnungen (nur 10 % der <strong>Stadt</strong>bevölkerung<br />

leben in Ortsteilen der City und des Cityrandes)<br />

kaum mehr leisten können.<br />

Abb. 7: Entwicklung des Anteils der SGB-II-<br />

Empfänger nach innerstädtischen Lagetypen<br />

Wanderungen<br />

In allen Städten finden Sub- und Re-<br />

Urbanisierung gleichzeitig statt. Volumen und<br />

Saldo der Umlandwanderungen hängen vor allem<br />

von der regionalen Einbettung der Großstädte ab.<br />

Die Notwendigkeit einer ausreichend großen<br />

(Miet-)Wohnung und der Wunsch nach Wohneigentum<br />

(in der Regel das Einfamilienhaus)<br />

lassen vor allem die Umzugsentscheidung von<br />

Familien von der Wohnungsmarktregion abhängig<br />

werden. Unter dem Traum vom Häuschen im<br />

Grünen haben in der zweiten Hälfte der 1990er<br />

Jahre insbesondere die ostdeutschen Städte gelitten.<br />

Dort hat sich die Suburbanisierung während<br />

der vergangenen Jahre jedoch deutlich in eine Re-<br />

Urbanisierung gewandelt.<br />

12 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Die Betrachtung der Wanderungssalden birgt<br />

für viele Städte das Problem, dass mit Einführung<br />

einer Zweitwohnsitzsteuer ein Teil der vorheri<br />

gen Nebenwohnsitzer einen Statuswechsel vor<br />

genommen und sich mit Hauptwohnung<br />

angemeldet hat, ein Teil zahlt die geforderte<br />

Steuer und ein großer Teil hat sich im Laufe von<br />

zwei Jahren nach Steuereinführung (in der <strong>Stadt</strong><br />

<strong>Leipzig</strong> zum 01.01.2006) schlicht abgemeldet.<br />

Dadurch erfolgen für die Bevölkerung am Ort<br />

der Hauptwohnung überproportionale Zu- und<br />

für die wohnberechtigte Bevölkerung überproportionale<br />

Abwanderungen. Je nachdem<br />

welche Bevölkerungsdefinition zugrunde gelegt<br />

wird, ist ein positiver oder negativer Bevölkerungseffekt<br />

zu konstatieren. Da auf Bundesebene<br />

in der Regel mit der Hauptwohnbevölkerung<br />

gerechnet wird, stellen wir hier die<br />

Wanderungssalden für <strong>Leipzig</strong> auf Grundlage der<br />

Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung dar.<br />

Demnach zeigen sich für 2007 deutliche Wanderungsgewinne<br />

in Höhe von 6,5 Neubürgerinnen<br />

und -bürgern auf bisherige 1 000 Einwohner. Dies<br />

würde sich in einer Darstellung auf Grundlage der<br />

wohnberechtigten Bevölkerung in Wanderungsverluste<br />

umkehren.<br />

Abb. 8: Wanderungssaldo nach innerstädtischen<br />

Lagetypen<br />

Zusammenfassendes Fazit<br />

<strong>Leipzig</strong> war in den vergangenen Jahren für<br />

Zuwandernde so attraktiv, dass – zusammen mit<br />

Eingemeindungen und einer Gemeindegebiets-<br />

reform – seit kurzem wieder der Bevölkerungsstand<br />

der Wendezeit erreicht werden konnte. So<br />

wie in allen Großstädten speist sich die Zuwanderung<br />

über die <strong>Stadt</strong>grenzen insbesondere<br />

aus jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis unter<br />

30 Jahre, die zu Ausbildungs- und Studienzwecken<br />

sowie für den Berufseinstieg in die <strong>Stadt</strong><br />

kommen. Die Entwicklung weist für alle ostdeutschen<br />

Hochschulstandorte darauf hin, dass<br />

insbesondere junge Erwachsene aus den ostdeutschen<br />

Ländern nicht mehr dem Zug nach<br />

Westen folgen, sondern die Großstädte ihrer<br />

Region als attraktive und für sie finanzierbare<br />

Lebensorte entdeckt haben. Entsprechend weisen<br />

ostdeutsche Großstädte überdurchschnittlich viele<br />

Bewohnerinnen und Bewohner dieser Altergruppe<br />

auf. Andererseits sind Kinder und Jugendliche<br />

sowie deren Elterngeneration unterrepräsentiert.<br />

Diese Situation ist für alle ostdeutschen Städte<br />

riskant, wenn dauerhaft keine adäquaten Beschäftigungsmöglichkeiten<br />

für diese neu Zugewanderten<br />

entstehen. Zugleich wird sich eine vergleichbar<br />

hohe Zuwanderung aus der Region in den<br />

kommenden Jahren nicht fortsetzen, da in Ostdeutschland<br />

die Geburtenziffern nach der Wende<br />

extrem eingebrochen waren.<br />

Eine Fokussierung der „Inneren <strong>Stadt</strong>“ im<br />

Hinblick auf die soziale Zusammensetzung ihrer<br />

Bevölkerung bestätigt auch für <strong>Leipzig</strong> die für<br />

andere Großstädte typische Mischung. Jede und<br />

jeder Vierte ist zwischen 18 und 29 Jahre alt, in 56<br />

von 100 Haushalten wirtschaftet nur eine Person,<br />

mehr als 7 % haben keine deutsche Staatsbürgerschaft<br />

(hoher Anteil Studierender) und jede und<br />

jeder Fünfte benötigt Unterstützungsleistungen in<br />

Form von Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung.<br />

Angehörige dieser Gruppen suchen<br />

zum Teil sicher auch das urbane, abwechslungsreiche,<br />

kulturell anregende Leben mitten in einer<br />

Großstadt. Vor allem aber sind sie auf vergleichsweise<br />

niedrige Lebenshaltungskosten angewiesen.<br />

Dies kennzeichnet sie unter anderem auch<br />

als typische Mieterhaushalte, die in <strong>Leipzig</strong> ihre<br />

Bleibe in den traditionellen Wohngebieten der<br />

Inneren <strong>Stadt</strong> finden.<br />

Literatur<br />

- BBR (Hg.) / Sturm, Gabriele (Projektleitung,<br />

wiss. Redaktion) (2007). Innerstädtische Raumbeobachtung:<br />

Methoden und Analysen (Berichte<br />

Band 25). Bonn: Selbstverlag des BBR.<br />

- Breckner, Ingrid; Matthiesen, Ulf; Läpple,<br />

Dieter; Pohlan, Jörg (2006). Sachstandsbericht<br />

des DFG-Projektes „Suburbanisierung im 21.<br />

Jahrhundert. <strong>Stadt</strong>regionale Entwicklungsdynamiken<br />

des Wohnens und Wirtschaftens“.<br />

Hamburg, http://www.suburbanisierung.de/<br />

- Brühl, Hasso; Echter, Claus-Peter; Fröhlich von<br />

Bodelschwingh, Franciska & Jekel, Gregor<br />

(2005). Wohnen in der Innenstadt – eine<br />

Renaissance? (Difu-Beiträge zur <strong>Stadt</strong>forschung,<br />

Band 41). Berlin: difu.<br />

- Sturm, Gabriele & Meyer, Katrin (2008). „hin<br />

und her“ oder „hin und weg“ – zur<br />

Ausdifferenzierung großstädtischer Wohnsuburbanisierung.<br />

Informationen zur Raumentwicklung,<br />

3.2008, 229-243.<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 13


Zuwanderungschancen ostdeutscher Regionen<br />

Alexander Kubis, Lutz Schneider<br />

Die Autoren sind Mitarbeiter des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle. Der Beitrag ist eine bearbeitete<br />

Fassung eines Artikels in „Wirtschaft im Wandel, Heft 10/2008“. Die Redaktion<br />

Die demografischen Projektionen für ostdeutsche<br />

Länder beschreiben für die kommenden<br />

Dekaden – bei aller regionalen Differenzierung –<br />

das Szenario einer erheblichen Schrumpfung und<br />

Alterung der Bevölkerung. Mit Blick auf die wirt-<br />

schaftliche Entwicklung der neuen Länder werden<br />

daraus dämpfende Einflüsse auf Produktivität und<br />

Innovationsfähigkeit sowie Engpässe bei der<br />

Fachkräfterekrutierung abgeleitet. Vor diesem<br />

Hintergrund ist die Frage nach der Attraktivität der<br />

östlichen Länder als Zuwanderungsregion von<br />

essenziellem Interesse. Dabei überdeckt die<br />

Debatte um die Wanderungsverluste Ostdeutschlands<br />

nicht selten die Tatsache, dass viele<br />

Regionen Ostdeutschlands auch erhebliche<br />

Zuzüge zu verzeichnen haben – nicht zuletzt aus<br />

Westdeutschland, auch wenn die Westzuwanderung<br />

in allen ostdeutschen Regionen (außer in<br />

Berlin) hinter der Abwanderung in die alten<br />

Bundesländer zurückbleibt. Dennoch weisen zahlreiche<br />

ostdeutsche Regionen mittlerweile einen<br />

positiven Binnenwanderungssaldo aus, weil sie die<br />

Verluste gegenüber Westdeutschland durch Zuwanderung<br />

aus anderen ostdeutschen Regionen<br />

kompensieren können. Zwei Komponenten treiben<br />

diese Entwicklung voran.<br />

Abb. 1: Altersspezifische Fortzüge je Ein-<br />

wohner des Herkunftsraums a 2005<br />

(getrennt für Ost- und Westdeutschland)<br />

4,0%<br />

3,5%<br />

3,0%<br />

2,5%<br />

%<br />

2,0%<br />

1,5%<br />

1,0%<br />

0,5%<br />

0,0%<br />

unter<br />

18<br />

OST nach OST<br />

WEST nach OST<br />

WEST nach WEST<br />

OST nach WEST<br />

18-25 25-30<br />

Jahre<br />

30-50 50-65 65+<br />

a ohne Fortzüge in Nachbarregionen oder Regionen in Pendlerdistanz<br />

(60 Minuten); West = alte Bundesländer ohne Berlin; Ost =<br />

neue Bundesländer mit Berlin<br />

Quellen: Statistisches Bundesamt; Darstellung des IWH<br />

Die erste Komponente geht auf die siedlungsstrukturellen<br />

Gegebenheiten zurück und führt zu<br />

Wanderungsströmen durch Suburbanisierungs-<br />

aber auch Reurbanisierungstendenzen. Diese<br />

Aspekte betreffen die <strong>Stadt</strong>-Umland-Problematik.<br />

Das regionale Arbeitsangebot ist von diesen<br />

Bewegungen in der Regel nicht betroffen. Insofern<br />

sind diese Wanderungsformen unter regional-<br />

ökonomischem Blickwinkel von nachrangigem<br />

Interesse und werden im Folgenden ausgeblendet.<br />

Dies gilt nicht für die zweite Komponente, nämlich<br />

die Wanderungsbewegungen, die über diese<br />

Pendlerdistanz hinausgehen und somit weiträumigere<br />

Umzüge darstellen. Ostdeutsche Regionen,<br />

die bei diesen Wanderungen eine positive Bilanz<br />

aufweisen, können echte Alternativen zu einer<br />

Wanderung in westdeutsche Regionen darstellen.<br />

Die folgende Analyse befasst sich allein mit Zuzügen<br />

nach Ostdeutschland, die dieser zweiten<br />

Kategorie zuzuordnen sind.<br />

In aggregierter Betrachtung zeigt Abbildung 1<br />

zunächst, dass die Westdeutschen vergleichsweise<br />

selten in den Osten wandern, während die<br />

Ostdeutschen ihrer Heimat öfter den Rücken<br />

kehren. Dies trifft besonders stark für die Altersgruppe<br />

der 18- bis 30-Jährigen zu. Dieses Bild<br />

spricht für die Attraktivität der westdeutschen<br />

Regionen. Indes macht die Abbildung auch deutlich,<br />

dass zumindest in den jüngeren Altersgruppen<br />

nicht zu vernachlässigende Teile der Fortzüge<br />

aus ostdeutschen Regionen im Osten verbleiben.<br />

Abbildung 2 macht die Verteilung der absoluten<br />

Zuwanderung aus Westdeutschland und Ostdeutschland<br />

in ostdeutsche Regionen sichtbar. Die<br />

absolute Betrachtung erscheint notwendig, da im<br />

Wettbewerb um Zuwanderung ein gewisses Maß<br />

an Zuzügen erforderlich ist, damit von attraktiven<br />

Zielregionen gesprochen werden kann. Wie zu<br />

erwarten zeigt sich, dass die primären Zielgebiete<br />

die großen urbanen Zentren sind. Der bei Weitem<br />

stärkste Zuwanderungsstrom fließt nach Berlin.<br />

Im Jahr 2005 flossen 33 Prozent der westdeutschen<br />

und 15 Prozent der ostdeutschen<br />

Zuwanderung in die Bundeshauptstadt. Dresden<br />

und <strong>Leipzig</strong> folgen in deutlichem Abstand.<br />

Generell lässt sich sagen, dass die Regionen,<br />

welche die meisten Westdeutschen anziehen,<br />

auch von den Ostdeutschen bevorzugt werden.<br />

Dies sind in erster Linie die großen Städte. Ein<br />

Unterschied zwischen ostdeutscher und westdeutscher<br />

Zuwanderung in ostdeutsche Regionen<br />

besteht hinsichtlich der Streuung der Zielgebiete.<br />

Die Verteilung der westdeutschen Zuwanderung<br />

14 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


ist deutlich konzentrierter, das heißt wenige<br />

Zuwanderungsregionen absorbieren den größten<br />

Teil des Wanderungsstroms. Während gemäß der<br />

in Tabelle 1 angegebenen Konzentrationsrate KR5<br />

36 Prozent der Zuwanderung Ostdeutscher in die<br />

fünf attraktivsten Städte (Berlin, Dresden, <strong>Leipzig</strong>,<br />

Magdeburg und Rostock) fließen, sind dies bei<br />

den Westdeutschen 45 Prozent.<br />

Abb. 2: Anteile am Zuzug a aus Ost- und Westdeutschland in ostdeutsche Regionen 2005 (in %)<br />

Zuzüge aus Ostdeutschland b<br />

Zuzüge aus Westdeutschland c<br />

a ohne Zuzüge aus Nachbarregionen oder Regionen in Pendlerdistanz (60 Minuten); b bezogen auf Zuzüge aus den neuen Bundesländern<br />

einschließlich Berlin; c bezogen auf Zuzüge aus den alten Bundesländern ohne Berlin<br />

Quelle: Statistisches Bundesamt; Darstellung des IWH<br />

Tabelle 1 ermöglicht auch einen Vergleich der<br />

Verteilung der Zuwanderung zwischen unterschiedlichen<br />

Wanderungsformen, welche idealtypisch<br />

anhand von Altersgruppen abgegrenzt<br />

wurden. Als zentrales Ergebnis zeigt sich, dass die<br />

Anziehungskraft der urbanen Zentren (insbesondere<br />

der Universitätsstädte) bei den Bildungs-<br />

und Berufswanderern, welche die größte Gruppe<br />

der Zuwandernden darstellen, noch stärker<br />

ausgeprägt ist als bei den übrigen Wanderungstypen.<br />

Hinzu kommt, dass die Verteilung des<br />

Wanderungsstroms bei dieser Form am stärksten<br />

konzentriert ist, während die Ströme der Alten-<br />

wanderung weniger deutlich korreliert sind. In der<br />

Ost-West-Betrachtung fällt auf, dass Berlin über<br />

alle Altersgruppen hinweg eine Sonderrolle für die<br />

Zuwanderung Westdeutscher spielt und selbst bei<br />

der Altenwanderung fast 30 Prozent des Zustroms<br />

absorbiert. Somit scheint das Entscheidungskalkül<br />

westdeutscher Zuwanderer vornehmlich durch<br />

die bekanntesten ostdeutschen Städte bestimmt<br />

zu sein.<br />

Neben dieser absoluten Betrachtung, die stark<br />

durch Größeneffekte beeinflusst ist, spiegelt sich<br />

die Attraktivität einer Region auch in einer überdurchschnittlichen<br />

Zuzugsrate wider, das heißt in<br />

den mit den Einwohnern der Zielregion gewichteten<br />

Zuzügen. Dieser Blickwinkel unterstützt die<br />

These, dass gerade in Bezug auf die westdeutsche<br />

Zuwanderung die urbanen ostdeutschen<br />

Zentren als potenzielle Zuwanderungsgebiete gewählt<br />

werden (siehe Abbildung 3 und Tabelle 2).<br />

Auch die aus der absoluten Betrachtung gewonnene<br />

Erkenntnis, dass die ostdeutsche<br />

Zuwanderung weniger konzentriert ist, wird untermauert.<br />

Daneben zeigen sich aber auch Unterschiede.<br />

Diese bestehen zum einen in der<br />

vermehrten Zuwanderung älterer Kohorten in<br />

kulturell bzw. landschaftlich attraktive Regionen,<br />

wobei diese Entwicklung die westdeutsche<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 15


Zuwanderung besonders kennzeichnet. Zum<br />

anderen wird deutlich, dass die Existenz tertiärer<br />

Bildungseinrichtungen auch in kleineren kreisfreien<br />

Städten zu steigenden Zuzügen führt.<br />

Die Attraktivität der Städte bleibt auch in<br />

der nach Regionstypen differenzierten Analyse<br />

erhalten (Abbildung 4). Es bestätigt sich die<br />

These, dass die Bildungs- und Erwerbswanderer<br />

am stärksten von den urbanen Zentren angezogen<br />

werden und deren Verteilung deutlich konzentrierter<br />

ist als die der übrigen Formen. Die nicht zu<br />

vernachlässigende Wanderung in die ländlichen<br />

Kreise ist demgegenüber zum Großteil auf die<br />

Familien- und Altenwanderung zurückzuführen.<br />

Tab. 1: Die zehn ostdeutschen Regionen mit der größten absoluten Zuwanderung a 2005<br />

(Regionaler Anteil an Gesamtzuwanderung)<br />

Zuzüge aus Ostdeutschland Zuzüge aus Westdeutschland<br />

Ost-Zuzug<br />

insgesamt<br />

Familien-<br />

wanderung<br />

davon: davon:<br />

Bildungs- und<br />

Erwerbswanderung<br />

Alten-<br />

wanderung<br />

West-Zuzug<br />

insgesamt<br />

Familien-<br />

wanderung<br />

Bildungs- und<br />

Erwerbswanderung<br />

Alten-<br />

wanderung<br />

1 Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin Berlin<br />

2 Dresden <strong>Leipzig</strong> Dresden <strong>Leipzig</strong> <strong>Leipzig</strong> <strong>Leipzig</strong> <strong>Leipzig</strong> Dresden<br />

3 <strong>Leipzig</strong> Dresden <strong>Leipzig</strong> Dresden Dresden Dresden Dresden <strong>Leipzig</strong><br />

4 Rostock Rostock Magdeburg Rostock Magdeburg Potsdam Magdeburg Erfurt<br />

5 Magdeburg Magdeburg Rostock<br />

Märkisch-<br />

Oderland<br />

Rostock Rostock Rostock<br />

Potsdam-<br />

Mittelmark<br />

6 Erfurt Potsdam Halle<br />

Potsdam-<br />

Mittelmark<br />

Halle Magdeburg Halle Rostock<br />

7 Halle Erfurt Erfurt<br />

Ostprignitz-<br />

Ruppin<br />

Erfurt Erfurt Erfurt Potsdam<br />

8 Potsdam<br />

Potsdam-<br />

Mittelmark<br />

Potsdam Erfurt Potsdam Halle Jena Magdeburg<br />

9 Jena Uckermark Jena Uckermark<br />

Potsdam-<br />

Mittelmark<br />

Potsdam-<br />

Mittelmark<br />

Greifswald Halle<br />

10 Greifswald Halle Greifswald<br />

Ostvorpommern<br />

Jena Chemnitz Potsdam Bad Doberan<br />

KR1 14,5 13,8 15,8 10,7 33,0 35,1 32,2 28,9<br />

KR5 36,0 29,1 43,4 22,8 45,3 45,8 46,8 39,0<br />

KR10 45,3 37,4 55,2 31,6 51,8 52,5 53,9 45,8<br />

Anzahl 111 274 38 201 59 674 13 399 114 528 46 922 52 258 15 348<br />

Anteil 100 34,3 53,6 12,0 100 41,0 45,6 13,4<br />

a<br />

ohne Zuzüge aus Nachbarregionen oder Regionen in Pendlerdistanz (60 Minuten); KR = Konzentrationsrate, entspricht dem prozentualen<br />

Anteil der einen, der fünf bzw. der zehn größten Regionen am Gesamtzuzug<br />

Quelle: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des IWH.<br />

Tab 2: Die zehn ostdeutschen Regionen mit den höchsten Zuwanderungsraten a 2005<br />

(Zuzüge je Einwohner in Zielregion)<br />

Zuzüge aus Ostdeutschland Zuzüge aus Westdeutschland<br />

Zuzugsrate<br />

davon: Zuzugsrate<br />

davon:<br />

aus Ostdeutschland<br />

insgesamt<br />

Familienwanderung<br />

Bildungs- und<br />

ErwerbswanderungAltenwanderung<br />

aus Westdeutschland<br />

insgesamt<br />

Familienwanderung<br />

Bildungs- und<br />

ErwerbswanderungAltenwanderung<br />

1 Greifswald Potsdam Greifswald<br />

Ostprignitz-<br />

Ruppin<br />

Greifswald Potsdam Greifswald Görlitz<br />

2 Rostock Rostock Magdeburg Rügen Weimar Berlin Magdeburg Rügen<br />

3 Dresden <strong>Leipzig</strong> Dresden<br />

Ostvorpommern<br />

Berlin Görlitz Weimar Bad Doberan<br />

4 <strong>Leipzig</strong><br />

Ostprignitz-<br />

Ruppin<br />

<strong>Leipzig</strong> Bad Doberan Jena Weimar Berlin Potsdam<br />

5 Jena Greifswald Rostock Rostock Magdeburg Jena Wismar<br />

Nordwestmecklenburg<br />

6 Magdeburg Stralsund Jena<br />

Nordvorpommern<br />

Rostock Rostock Rostock Ludwigslust<br />

7 Potsdam Weimar Erfurt Müritz Potsdam <strong>Leipzig</strong> <strong>Leipzig</strong> Weimar<br />

8 Stralsund Rügen Potsdam Uckermark Wismar Dresden Jena Berlin<br />

9 Erfurt Dresden Stralsund Prignitz <strong>Leipzig</strong> Greifswald Dresden<br />

Uecker-<br />

Randow<br />

10 Weimar Brandenburg Halle Greifswald Görlitz Schwerin Erfurt Müritz<br />

a<br />

ohne Zuzüge aus Nachbarregionen oder Regionen in Pendlerdistanz (60 Minuten)<br />

Quelle: Statistisches Bundesamt; Berechnungen des IWH.<br />

16 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass<br />

die urbanen Zentren im Wettbewerb um Zuwanderung<br />

die attraktivsten Rahmenbedingungen sowohl<br />

für Ost- als auch für Westdeutsche bieten<br />

können. Daneben bestehen Zuwanderungspotenziale<br />

für Regionen mit herausgehobenen kulturellen<br />

sowie naturräumlichen Charakteristika oder<br />

aber mit überregional bedeutsamen Bildungsinstitutionen.<br />

Letztgenannte Merkmale wirken<br />

dabei vorzugsweise auf jüngere Zuwanderer,<br />

während Natur- und Kulturaspekte vornehmlich<br />

Ältere anzusprechen scheinen. Aus regionaler<br />

Sicht sprechen diese Befunde dafür, dass<br />

Zuwanderung – zumindest was die Zuzüge aus<br />

Ost- und Westdeutschland betrifft – demografisch<br />

bedingte Knappheiten am Arbeitsmarkt nur in den<br />

ostdeutschen Wirtschaftszentren dämpfen kann.<br />

Daneben bestehen für ländliche Räume und<br />

dezentral gelegene Städte Zuwanderungspotenziale,<br />

zum Beispiel durch Senioren, wenn diese<br />

Regionen aufgrund ihrer natur- und kulturräumlichen<br />

Besonderheiten eine überdurch-<br />

schnittliche Lebensqualität ermöglichen. Auf das<br />

regionale Arbeitsangebot werden diese Zuzüge<br />

indes kaum Wirkung entfalten.<br />

Abb. 4: Zuwanderungsverteilung nach Wanderungsform<br />

und Regionstyp a 2005<br />

(Anteil absoluter Zuzüge in Ost-Regionen)<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 17<br />

%<br />

60<br />

50<br />

40<br />

30<br />

20<br />

10<br />

0<br />

Ländliche<br />

Kreise<br />

Familienw anderung<br />

Bildungs- & Erw erbsw anderung<br />

Altenw anderung<br />

Ländliche Kreise im<br />

Verdichtungsraum<br />

Verdichtete Kreise Kernstädte<br />

a ohne Zuzüge aus Nachbarregionen oder Regionen in<br />

Pendlerdistanz (60 Minuten); Zuzüge aus Ost- und<br />

Westdeutschland aggregiert<br />

Quellen: Statistisches Bundesamt; Darstellung des IWH.<br />

Abb. 3: Zuzüge aus Ost- und Westdeutschland in ostdeutsche Regionen je 1 000 Einwohner<br />

der Zielregion 2005 a<br />

Zuzüge aus Ostdeutschland<br />

je 1 000 Einwohner der Zielregion b<br />

Zuzüge aus Westdeutschland<br />

je 1 000 Einwohner der Zielregion c<br />

a ohne Zuzüge aus Nachbarregionen oder Regionen in Pendlerdistanz (60 Minuten); b Zuzüge aus den alten Bundesländern<br />

ohne Berlin je Einwohner der Zielregion; c Zuzüge aus den neuen Bundesländern einschl. Berlin je Einwohner der Zielregion.<br />

Quelle: Statistisches Bundesamt; Darstellung des IWH.


Demografische Entwicklung in der Europäischen Union<br />

Josef Fischer<br />

Im Juni 2009 wird in allen 27 Staaten der<br />

Europäischen Union (EU) das neue Europäische<br />

Parlament gewählt. Auch aus diesem Grunde<br />

werden die EU-Staaten in diesem Beitrag vor<br />

allem bezüglich ihrer Demografie bzw. ihrer<br />

Bevölkerungsentwicklung vorgestellt. Die verwendeten<br />

Daten stammen zum größten Teil vom<br />

Europäischen Statistikamt Eurostat. Zu Vergleichszwecken<br />

wurden, soweit wie möglich, die<br />

Daten von Sachsen und <strong>Leipzig</strong> ergänzt. Das<br />

macht Sinn, da Sachsen als ostdeutsches Bundesland<br />

eine von Deutschland stark abweichende<br />

Einwohnerentwicklung aufweist und <strong>Leipzig</strong> wiederum<br />

eine von Sachsen abweichende. Zudem gibt<br />

es mehrere EU-Länder mit einer geringeren Einwohnerzahl<br />

als Sachsen. Selbst <strong>Leipzig</strong> hat mehr<br />

Einwohner als Luxemburg oder Malta.<br />

Unterstellt man, dass eine hohe Lebenserwartung<br />

ein Synonym für eine hohe Lebensqualität ist,<br />

so ist diese erfreulicherweise in allen EU-Ländern<br />

und auch in Sachsen in den letzten Jahren (von<br />

2000 bis 2006) gestiegen. In den ehemaligen<br />

Ostblockländern mit Ausnahme von Slowenien ist<br />

sie aber immer noch deutlich niedriger als in den<br />

anderen EU-Staaten. In allen Ländern ist die<br />

Lebenserwartung der Frauen höher als die der<br />

Männer. In den drei baltischen Staaten beträgt der<br />

Unterschied sogar mehr als zehn Jahre.<br />

Sachsen hatte wie Ostdeutschland in den vergangenen<br />

Jahren stetig Einwohnerverluste. Das<br />

gilt mit Ausnahme von Slowenien und der Slowakei<br />

für alle ehemaligen Ostblockstaaten der EU.<br />

Offenbar führt in diesen Ländern die Öffnung der<br />

Grenzen zu nennenswerten Abwanderungen nach<br />

Westen. Das war sicher zu einem großen Teil der<br />

schwachen Wirtschaftskraft, der damit verbundenen<br />

hohen Arbeitslosigkeit und schließlich dem<br />

niedrigen Bruttoinlandsprodukt (BIP) geschuldet.<br />

Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Kaufkraftstandards<br />

(KKS) ist in allen ehemaligen Ostblockländern<br />

zwar von 2000 bis 2007 gestiegen,<br />

erreicht aber selbst in Slowenien noch nicht den<br />

EU-Durchschnittswert. In Rumänien beträgt das<br />

BIP 2007 nicht einmal 40 % des EU-Durchschnitts.<br />

Vermutlich auch unter diesem Gesichtspunkt<br />

gehen die Prognosen der EU zur Bevölkerungsentwicklung<br />

bis 2020 für die Mehrheit der ehemaligen<br />

Ostblock-Länder von einem weiteren<br />

Rückgang der Einwohnerzahlen aus.<br />

Dies ist nicht nur durch die Wanderungsverluste,<br />

sondern auch durch die geringen<br />

Geburtenzahlen in den ehemaligen Ostblock-<br />

Ländern bedingt, die sich in geringer Fertilität<br />

ausdrücken. (Bei einer Fertilität von 2,0 gebärt<br />

jede Frau statistisch gesehen in ihrem gesamten<br />

Leben zwei Kinder. Zur natürlichen Regenerierung<br />

der Bevölkerung auf stabilem Niveau ist eine<br />

Fertilität von 2,1 erforderlich.) Die Fertilität ist<br />

insofern in allen EU-Ländern zu niedrig. In<br />

Frankreich, Skandinavien, Großbritannien und<br />

Irland sind die Werte auch dank politischer<br />

Rahmenbedingungen vergleichsweise günstig.<br />

In allen EU-Ländern mit Ausnahme von Bulgarien<br />

haben in den letzten Jahren die Mütter ihre<br />

Kinder in immer höherem Alter bekommen. Das<br />

Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt lag<br />

2006 höher als im Jahr 2000.<br />

Bedingt durch Wanderungsgewinne ist in den<br />

Ländern mit einer Fertilität von über 1,8 Bevölkerungswachstum<br />

zu verzeichnen, das voraussichtlich<br />

bis 2020 anhält. Auch andere Länder,<br />

insbesondere Mittelmeerländer wie Spanien,<br />

Italien, Malta und Zypern, die allesamt nicht weit<br />

von Afrika beziehungsweise der arabischen Welt<br />

entfernt sind, haben Einwohnergewinne.<br />

Deutschland hatte bis vor einigen Jahren dank<br />

hoher Wanderungsgewinne gegenüber dem<br />

Ausland ein Bevölkerungswachstum. Da sich die<br />

Auslandszuzüge verringert, die Wegzüge ins Ausland<br />

aber verstärkt haben, hat Deutschland in den<br />

letzten Jahren aufgrund der geringen Fertilität<br />

Bevölkerungsverluste. Diese werden wegen des<br />

ungünstigen Altersaufbaus auch anhalten, wenn<br />

(wie zu hoffen) die Fertilität wieder etwas ansteigt.<br />

In Ostdeutschland und damit auch in Sachsen<br />

hat sich der demografische Wandel abrupt nach<br />

der Friedlichen Revolution von 1989 verstärkt.<br />

Durch die hohe Zahl abgewanderter junger Frauen<br />

und die geringen Geburtenzahlen gibt es immer<br />

weniger Frauen im fertilen Alter. Damit dürften<br />

auch künftig die Geburtenzahlen selbst bei<br />

erhöhter Fertilität die Zahlen der Sterbefälle nicht<br />

erreichen. Solange es noch ein West-Ost-Gefälle<br />

betreffs Wirtschaftskraft und Entlohnung gibt, ist<br />

zudem ein Wanderungsverlust wahrscheinlich.<br />

Damit ist in Sachsen ein weiterer Bevölkerungsrückgang<br />

zu erwarten.<br />

<strong>Leipzig</strong> hat keine EU-Institutionen wie Luxemburg<br />

und ist auch kein Steuerparadies mit dem<br />

höchsten Bruttoinlandsprodukt aller EU-Staaten.<br />

Dennoch steigen auch in <strong>Leipzig</strong> in den letzten<br />

Jahren die Einwohnerzahlen, was nach den<br />

Vorausschätzungen der <strong>Stadt</strong> auch bis 2020 der<br />

Fall sein dürfte. Gleichwohl liegen die Steigerungsraten<br />

deutlich unter denen von Luxemburg oder<br />

auch von Malta. Beide Kleinstaaten haben aber<br />

eine höhere Fertilität als <strong>Leipzig</strong>. Insofern sind<br />

<strong>Stadt</strong>rat und <strong>Stadt</strong>verwaltung gut beraten, weiter<br />

darauf hinzuwirken, dass <strong>Leipzig</strong> immer mehr eine<br />

familienfreundliche <strong>Stadt</strong> wird.<br />

18 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Ausgewählte Entwicklungsdaten der Europäischen Union im Überblick<br />

Bevölkerung am 1. Januar<br />

Einwohnerentwicklung BIP (pro Kopf in KKS)<br />

(in Mio., Wert für 2020 hochgerechnet)<br />

(Veränderung in %)<br />

EU27=100<br />

Land/Gebiet<br />

2000 2004 2007 2020<br />

2004 zu<br />

2000<br />

2007 zu<br />

2004<br />

2020 zu<br />

2007<br />

2000 2007<br />

Belgien 10,239 10,396 10,585 11,321 1,5 1,8 7,0 125,8 119,2<br />

Bulgarien 8,191 7,801 7,679 7,188 -4,8 -1,6 -6,4 27,8 38,0<br />

Dänemark 5,330 5,398 5,447 5,661 1,3 0,9 3,9 131,6 121,8<br />

Deutschland 82,163 82,532 82,315 81,471 0,4 -0,3 -1,0 118,4 112,8<br />

Estland 1,372 1,351 1,342 1,311 -1,5 -0,7 -2,3 44,6 70,6<br />

Finnland 5,171 5,220 5,277 5,501 0,9 1,1 4,2 117,2 116,4<br />

Frankreich 60,538 62,252 63,392 65,606 2,8 1,8 3,5 115,3 110,9<br />

Griechenland 10,904 11,040 11,172 11,556 1,2 1,2 3,4 84,0 97,1<br />

Irland 3,778 4,028 4,312 5,404 6,6 7,1 25,3 130,9 149,3<br />

Italien 56,923 57,888 59,131 61,421 1,7 2,1 3,9 116,8 101,1<br />

Lettland 2,382 2,319 2,281 2,151 -2,6 -1,6 -5,7 36,7 57,8<br />

Litauen 3,512 3,446 3,385 3,220 -1,9 -1,8 -4,9 39,3 61,0<br />

Luxemburg 0,434 0,455 0,476 0,551 4,8 4,6 15,8 243,6 276,7<br />

Malta 0,380 0,400 0,408 0,427 5,3 2,0 4,7 83,6 77,1<br />

Niederlande 15,864 16,258 16,358 16,896 2,5 0,6 3,3 134,2 132,2<br />

Österreich 8,002 8,140 8,299 8,723 1,7 2,0 5,1 131,3 126,9<br />

Polen 38,653 38,191 38,125 37,960 -1,2 -0,2 -0,4 48,2 53,6<br />

Portugal 10,195 10,475 10,599 11,108 2,7 1,2 4,8 78,0 74,6<br />

Rumänien 22,455 21,711 21,565 20,834 -3,3 -0,7 -3,4 25,8 40,5<br />

Schweden 8,861 8,976 9,113 9,853 1,3 1,5 8,1 126,7 125,8<br />

Slowakei 5,399 5,380 5,394 5,432 -0,4 0,3 0,7 50,1 68,4<br />

Slowenien 1,988 1,996 2,010 2,058 0,4 0,7 2,4 79,7 90,9<br />

Spanien 40,050 42,345 44,475 51,108 5,7 5,0 14,9 97,3 106,6<br />

Tschechische Republik 10,278 10,211 10,287 10,543 -0,7 0,7 2,5 68,4 81,1<br />

Ungarn 10,222 10,117 10,066 9,893 -1,0 -0,5 -1,7 56,1 63,3<br />

Vereinigtes Königreich 58,785 59,700 60,817 65,683 1,6 1,9 8,0 119,0 117,1<br />

Zypern 0,690 0,730 0,779 0,954 5,8 6,7 22,5 88,7 93,3<br />

EU27 482,760 488,757 495,090 513,838 1,2 1,3 3,8 100,0 100,0<br />

Sachsen 4,460 4,321 4,250 4,017 1) -3,1 -1,6 -5,5 - -<br />

<strong>Leipzig</strong> 0,490 0,498 0,507 0,531 2) 1,6 1,8 4,7 - -<br />

Lebenserwartung (Ø in Jahren)<br />

Männer Frauen<br />

Geburtsalter<br />

der Mütter<br />

Fertilität<br />

2000 2006 2000 2006 2000 2006 2000 2006 2020<br />

Belgien 74,6 76,6 81,0 82,3 - - - - 1,69<br />

Bulgarien 68,4 69,2 75,0 76,3 25,0 24,6 1,26 1,37 1,31<br />

Dänemark 74,5 76,1 79,2 80,7 29,2 30,3 1,78 1,83 1,79<br />

Deutschland 75,1 77,2 81,2 82,4 28,7 29,6 1,38 1,32 1,44<br />

Estland 65,5 67,4 76,2 78,6 27,0 28,4 1,39 1,55 1,54<br />

Finnland 74,2 75,9 81,2 83,1 29,6 30,0 1,73 1,84 1,79<br />

Frankreich 75,3 77,3 83,0 84,4 29,3 29,7 1,89 2,00 1,86<br />

Griechenland 75,5 77,2 80,6 81,9 29,6 29,9 1,26 1,39 1,49<br />

Irland 74,0 77,3 79,2 82,1 30,5 30,7 1,88 1,90 1,81<br />

Italien 77,0 - 82,9 - 30,3 - 1,26 - 1,40<br />

Lettland - 65,4 - 76,3 26,7 27,8 1,24 1,35 1,53<br />

Litauen 66,8 65,3 77,5 77,0 26,6 27,7 1,39 1,31 1,41<br />

Luxemburg 74,6 76,8 81,3 81,9 29,3 29,9 1,76 1,65 1,78<br />

Malta 76,2 77,0 80,3 81,9 - - - 1,41 1,54<br />

Niederlande - 77,7 - 82,0 30,3 30,6 1,72 1,70 1,75<br />

Österreich 75,2 77,2 81,2 82,8 28,2 29,2 1,36 1,40 1,44<br />

Polen 69,6 70,9 78,0 79,7 27,4 28,3 1,35 1,27 1,42<br />

Portugal 73,2 75,5 80,2 82,3 28,6 29,5 1,55 1,35 1,59<br />

Rumänien 67,7 69,2 74,8 76,2 25,7 26,9 1,39 1,31 1,40<br />

Schweden 77,4 78,8 82,0 83,1 29,9 30,5 1,54 1,85 1,85<br />

Slowakei 69,2 70,4 77,5 78,4 25,8 27,9 1,29 1,24 1,33<br />

Slowenien 72,2 74,5 79,9 82,0 28,2 29,6 1,26 1,31 1,60<br />

Spanien 75,8 77,7 82,9 84,4 30,7 30,9 1,23 1,38 1,40<br />

Tschechische Republik 71,7 73,5 78,5 79,9 27,2 28,9 1,14 1,33 1,44<br />

Ungarn 67,6 69,2 76,2 77,8 27,3 28,7 1,32 1,34 1,51<br />

Vereinigtes Königreich 75,5 - 80,3 - 28,5 29,2 1,64 1,84 1,75<br />

Zypern - 78,8 - 82,4 28,7 29,8 1,64 1,47 1,49<br />

Sachsen 74,5 3) 76,1 4) 81,0 3) 82,4 4) 28,4 28,9 1,26 1,34 1,39 6)<br />

<strong>Leipzig</strong> - 76,0 5) - 82,3 5) 28,5 29,0 1,15 1,23 1,34 6)<br />

Quelle: Eurostat, Statistisches Landesamt Sachsen, Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

1) 2) 3) 4<br />

Regionalisierte Bevölkerungsprognose 2007, Variante 1, Statistisches Landesamt Sachsen gemäß <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> Stand 1999/2001 ) Stand 2004/2006<br />

5) 6)<br />

Planungsregion Westsachsen; Sterbetafel 2004/2006, Statistisches Landesamt Sachsen 4. Bevölkerungsprognose 2007, Variante 3, Statistisches Landesamt<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 19


Der <strong>Leipzig</strong>er Mietspiegel 2008 - ein Regressionsmodell<br />

Heiko Balzerek, Gabriele Jackisch-Tetzel<br />

Die Autorin Jackisch-Tetzel ist im Sozialamt der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> verantwortlich für den Mietspiegel,<br />

Dr. Balzerek ist Abteilungsleiter im Amt für Statistik und Wahlen der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>. Die Redaktion<br />

Am 09.12.2008 wurde der fünfte <strong>Leipzig</strong>er Mietspiegel<br />

gültig und ist beim Sozialamt und allen<br />

Bürgerämtern der <strong>Stadt</strong> erhältlich. Hierbei handelt<br />

es sich um einen einfachen Mietspiegel nach<br />

§ 558 c Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Er löst<br />

damit den tabellarischen Mietspiegel von 2005 ab.<br />

Der neue Mietspiegel wurde erstmals mittels<br />

einer neuen Berechnungsmethode – dem Regressionsverfahren<br />

– erstellt. Diese ermöglicht eine<br />

feinere Differenzierung der vorhandenen Wohnwertmerkmale<br />

und erlaubt dadurch eine exaktere<br />

Ermittlung der ortsüblichen Miethöhe. Damit wird<br />

der zunehmenden Vielfalt auf dem <strong>Leipzig</strong>er<br />

Wohnungsmarkt Rechnung getragen. Die neue<br />

Darstellungsform löste aufgrund ihrer besseren<br />

Handhabung bei den Anwendern überwiegend<br />

positive Reaktionen aus.<br />

Die Mietspiegelerstellung<br />

Der Mietspiegel 2008 wurde in enger Kooperation<br />

zwischen dem Sozialamt und dem Amt für<br />

Statistik und Wahlen erarbeitet. Das Sozialamt<br />

koordinierte federführend den Prozess der<br />

Erstellung. In Verantwortung des Amtes für Statistik<br />

und Wahlen erfolgte die statistische Erfassung<br />

und Auswertung der erhobenen Daten. Die Mietspiegelerstellung<br />

wurde durch einen "Arbeitskreis<br />

Mietspiegel" fachlich begleitet und wird von diesem<br />

inhaltlich mitgetragen. Dem AK gehören an:<br />

�� Mieterverein <strong>Leipzig</strong> e. V.<br />

�� Haus & Grund <strong>Leipzig</strong> – Haus-, Wohnungs- und<br />

Grundeigentümerverein <strong>Leipzig</strong> und Umgebung<br />

�� <strong>Leipzig</strong>er Wohnungs- und Baugesellschaft mbH<br />

�� Wohnungsgenossenschaft „Lipsia“ eG (Vertreter<br />

der <strong>Leipzig</strong>er Wohnungsgenossenschaften)<br />

�� Baugenossenschaft <strong>Leipzig</strong> eG (Vertreter der<br />

<strong>Leipzig</strong>er Wohnungsgenossenschaften)<br />

�� Amtsgericht <strong>Leipzig</strong><br />

�� Hochschule Anhalt (FH), Fachbereich<br />

Wirtschaft, SG Immobilienwirtschaft<br />

�� Amt für Statistik und Wahlen<br />

�� Sozialamt<br />

Die Erhebung der Daten fand vom 27. Februar<br />

bis 15. Mai 2008 statt. Erfragt wurde die Dezembermiete<br />

2007 einschließlich etwaiger Modernisierungszuschläge<br />

abzüglich aller Nebenkosten<br />

– jedoch ohne Abzug einer geltend gemachten<br />

Mietminderung. In die Berechnung eingegangen<br />

sind ausschließlich jene Wohnungen, deren<br />

Mietverhältnis mindestens seit dem 1. Januar<br />

2004 bestand oder – bei älteren Mietverträgen –<br />

bei denen ab diesem Termin die Höhe der<br />

Kaltmiete geändert wurde (§ 558 Abs. 2 BGB).<br />

Datengrundlage<br />

Die Bruttostichprobe (bestehend aus 7 300<br />

Adressen) wurde mittels eines Zufallverfahrens<br />

gleichverteilt über das <strong>Leipzig</strong>er <strong>Stadt</strong>gebiet<br />

gezogen. Nach Ausschluss der Wohnungen, für<br />

die der Mietspiegel nicht gilt, sowie extremen<br />

„Ausreißern“ und Personen, die ein Interview ablehnten,<br />

blieb eine Nettostichprobe von 2 381<br />

Mietwohnungen übrig. Diese teilt sich auf in 1 021<br />

Wohnungen, die über fünf <strong>Leipzig</strong>er Großvermieter<br />

direkt erfasst wurden, sowie in weitere<br />

1 360 Wohnungen, die von geschulten Interviewern<br />

im Auftrag der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> befragt<br />

wurden. Die Nettostichprobe umfasst rund 1 %<br />

des gesamten <strong>Leipzig</strong>er Wohnungsbestandes und<br />

erfüllt so den Anspruch der Repräsentativität. Zu<br />

weiteren Indizien der Repräsentativität zählen die<br />

ermittelte Gebäudealtersstruktur sowie die Wohnraumstruktur,<br />

die näherungsweise den Werten des<br />

Gesamtbestandes entsprechen.<br />

Berechnungsmethode und Grundprinzip der<br />

Regressionsanalyse<br />

Die Berechnung des Mietspiegels 2008 basiert<br />

auf einem (multiplen linearen) Regressionsmodell.<br />

Das Regressionsverfahren ist eine multivariate<br />

Analysemethode mit dem Ziel, Beziehungen<br />

zwischen einer abhängigen Variable (Wohnungsmiete)<br />

und mehreren unabhängigen Variablen<br />

(Wohnwertmerkmale wie zum Beispiel Größe,<br />

Ausstattung, Beschaffenheit) festzustellen. Die<br />

Abhängigkeit der Vergleichsmiete von den Wohnwertmerkmalen<br />

wird zahlenmäßig erfasst und<br />

untersucht. Ausschließlich die Wohnwertmerkmale<br />

werden in das Regressionsmodell aufgenommen,<br />

die sowohl insgesamt die Güte des Modells<br />

verbessern als auch eine hohe statistische Signifikanz<br />

aufweisen. Einige der Merkmale zeigten<br />

sich nur in Kombination mit anderen als signifikante<br />

Einflussvariable (zum Beispiel Baujahr des<br />

Gebäudes unter Einbeziehung der Geschosszahl).<br />

Tabellen- versus Regressionsmietspiegel<br />

Modelle sind vereinfachte Abbilder der<br />

Wirklichkeit. Weder das tabellarische noch das<br />

Regressionsmodell kann die Komplexität des<br />

Wohnungsmarktes vollständig und exakt erfassen.<br />

Ziel beider Verfahren ist die Ermittlung der<br />

20 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]1


ortsüblichen Vergleichsmiete nach objektiven<br />

Kriterien auf der Grundlage realer Mieten. Beide<br />

Methoden unterscheiden sich in ihren wohnungsmarkttheoretischen<br />

Grundhypothesen.<br />

Die Tabellenmethode<br />

basiert auf<br />

der Annahme, dass<br />

einzelne Teilmärkte<br />

6%<br />

(Tabellenfelder)<br />

voneinander<br />

33%<br />

unabhängig sind.<br />

Die Auswertung er-<br />

26%<br />

folgt nach Gruppen,<br />

die durch das<br />

Tabellenraster vorgegeben<br />

werden.<br />

8%<br />

Eine weitere Ein-<br />

27%<br />

schränkung liegt in<br />

der Darstellbarkeit<br />

der Ergebnisse in<br />

einer Tabelle, die in Quelle: Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

der Regel nur eine<br />

Abbildung der vier Hauptmerkmale Baujahr und<br />

Lage des Gebäudes sowie Größe und Ausstattung<br />

der Wohnung erlaubt. Die Stichprobengröße ist so<br />

zu planen, dass der gesamte Merkmalsraum<br />

(jedes Tabellenfeld) eine Repräsentativität aufweist.<br />

Somit wird die Stichprobe durch die Zahl der<br />

zu besetzenden Tabellenfelder bestimmt. Nachteilig<br />

macht sich bemerkbar, wenn für die einzelnen<br />

Tabellenfelder nicht genügend Wohnungen<br />

zur statistischen Berechnung des Medians der<br />

Wohnmiete zur Verfügung stehen. Als Folge<br />

können diese Felder nicht besetzt oder müssen<br />

mit anderen Feldern zusammengefasst werden.<br />

Auch die auftretenden Abwärtssprünge der ermittelten<br />

Mieten zweier Wohnungen, deren Wohnflächen<br />

fast identisch sind, die wegen des Grenzbereiches<br />

aber zwei verschiedenen Tabellenfeldern<br />

zugeordnet werden, entstehen durch die<br />

tabellarische Darstellung. Dadurch wird die größere<br />

Wohnung günstiger berechnet als die.<br />

Im Gegensatz dazu liegt der Regressionsmethode<br />

eine Struktur zugrunde, nach der die<br />

durchschnittlichen Wohnungsmieten in einfacher<br />

und systematischer Weise von den einzelnen Teilmärkten<br />

(Wohnwertmerkmalen) abhängen. Die<br />

Darstellung einer hohen Anzahl von Wohnwertmerkmalen<br />

ist so gegeben. Darüber hinaus liegt<br />

die Stichprobengröße weit unter der eines<br />

Tabellenmietspiegels, was als ein weiterer Vorteil<br />

gewertet werden muss.<br />

Beim Regressionsmietspiegel 2008 wird aus<br />

neun Baujahr- bzw. Geschosszahl-Kategorien<br />

(Grundbetrag pro m²) zuzüglich 34 Wohnwertmerkmalen<br />

(Zu- bzw. Abschläge pro m²) und einer<br />

additiven Konstante (in Abhängigkeit zur Wohnraumanzahl)<br />

der Mittelwert der Miete ermittelt. Von<br />

diesem Mittelwert werden der untere und obere<br />

Spannwert (Zwei-Drittel-Spanne) der Miete berechnet.<br />

Dazu sind die in einer Tabelle aufgelisteten<br />

und vom Baujahr des Gebäudes<br />

abhängigen Abweichungen nach unten und oben<br />

Mietspiegel 2008 (Rücklaufstatistik)<br />

nicht zustellbar<br />

nicht zustande gekommen<br />

gekommen<br />

keine Mietänderung nach § 558 (2) BGB<br />

nach § 558 (2) BGB<br />

andere Ausfallkriterien<br />

auswertbar<br />

pro m² mit der Wohnfläche zu multiplizieren. Die<br />

sich daraus resultierenden Gesamtabweichungen<br />

(in Euro) werden vom Mittelwert nach unten<br />

subtrahiert und nach oben addiert. Auf diese<br />

Weise erhält man den unteren und oberen Spannwert<br />

der Miete für eine bestimmte Wohnung.<br />

Entwicklung der Mieten 2004 und 2007<br />

Ein Vergleich der erhobenen Mieten zur Erstellung<br />

der beiden Mietspiegel 2005 und 2008<br />

ergibt insgesamt im Durchschnitt eine leichte Erhöhung<br />

der ortsüblichen Vergleichsmieten, wobei<br />

der vorhandene Wohnungsleerstand in <strong>Leipzig</strong> nur<br />

moderate Mietpreisentwicklungen zulässt. In den<br />

einzelnen Wohnsegmenten kann eine unter-<br />

schiedliche Preisentwicklung beobachtet werden.<br />

Kleinere Wohnungen bis 45 m² sind unabhängig<br />

vom Baujahr im Mietpreis gestiegen, was mit der<br />

Zunahme der Singlehaushalte sowie der Bedarfsgemeinschaften<br />

in <strong>Leipzig</strong> erklärt werden kann.<br />

Weiterhin gibt es eine steigende Mietpreisentwicklung<br />

für Wohnungen zwischen 76 m² und 90 m²<br />

bis zum Baujahr 1960. Wohnungen, die nach 1991<br />

errichtet wurden, sind in der Miete gesunken;<br />

vielleicht eine Marktkorrektur, da diese Wohnungen<br />

vor einigen Jahren überbewertet wurden.<br />

Die Gründe für Mietveränderungen zwischen<br />

2004 und 2007 liegen einerseits in den allgemeinen<br />

Marktveränderungen begründet.<br />

Andererseits führen die gesetzlichen Bestimmungen<br />

zur Bildung der ortsüblichen Vergleichsmiete<br />

(§ 558 Abs. 2 BGB) zu einem Ausschluss der<br />

Mietwohnungen, deren Mietverträge bzw.<br />

Mietpreisänderungen älter als vier Jahre sind. Als<br />

Folge werden nur die neuen – und wahrscheinlich<br />

damit auch höheren Mieten – berücksichtigt.<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 21


Ergänzungserhebung im Bauhauptgewerbe von Juni 2008<br />

Gabriele Rößner<br />

In die im Juni 2008 durchgeführte Ergänzungserhebung<br />

im Bauhauptgewerbe (Vorbereitende<br />

Baustellenarbeiten sowie Hoch- und Tiefbau), bei<br />

der alle bauhauptgewerblichen Betriebe befragt<br />

werden, waren in <strong>Leipzig</strong> insgesamt 460 Betriebe<br />

einbezogen. Damit hat sich die Anzahl der<br />

Betriebe gegenüber Juni 2007 um 19 bzw. 4,0 %<br />

verringert. Absolut gesehen beschränkt sich der<br />

Rückgang fast nur auf die Klein- bzw. Kleinstbetriebe<br />

mit höchstens 9 tätigen Personen. Der<br />

Anteil dieser Betriebe an den Betrieben insgesamt<br />

reduzierte sich dadurch entgegen dem Trend<br />

der Jahre vor 2007 von 80,8 % im Juni 2007 auf<br />

80,0 % im Monat Juni 2008 (2006: 81,1 %). Zu<br />

den berichtspflichtigen Betrieben zählen außerdem<br />

48 Betriebe mit 10 bis 19 Beschäftigten<br />

(10,4 % aller Betriebe); ebenso 17 Betriebe mit 20<br />

bis 49 tätigen Personen (3,7 %), 18 Betriebe mit<br />

50 bis 99 Beschäftigten (3,9 %) und 9 Betriebe mit<br />

100 und mehr tätigen Personen (2,0 %).<br />

Insgesamt waren im Juni 2008 im <strong>Leipzig</strong>er<br />

Bauhauptgewerbe 5 022 Personen und somit<br />

gegenüber dem Vorjahresmonat 215 bzw. 4,1 %<br />

weniger beschäftigt. Die Anzahl der tätigen<br />

Personen zeigt sich in der Mehrzahl der Beschäftigtengrößenklassen<br />

rückläufig, am meisten<br />

betroffen sind jedoch die Betriebe mit 50 bis 99<br />

Beschäftigten; hier verringert sich die Beschäf-<br />

tigtenzahl um 163 bzw. 12,0 %. 30 Personen mehr<br />

als im Vorjahr (+1,8 %) arbeiten in Betrieben mit<br />

100 und mehr tätigen Personen.<br />

Die durchschnittliche Betriebsgröße blieb im<br />

Juni 2008 mit 10,9 Beschäftigten gegenüber dem<br />

gleichen Monat des Vorjahres konstant, im<br />

Vergleich zu 2006 fiel sie allerdings niedriger aus<br />

(11,5 Beschäftigte).<br />

Die im <strong>Leipzig</strong>er Bauhauptgewerbe tätigen<br />

Personen setzen sich im Juni 2008 zu 6,8 % aus<br />

tätigen Inhabern, Mitinhabern und unbezahlt<br />

mithelfenden Familienangehörigen, zu 22,4 % aus<br />

kaufmännischen und technischen Angestellten<br />

einschließlich Auszubildenden sowie zu 70,8 %<br />

aus gewerblichen Arbeitskräften zusammen.<br />

Gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat hat<br />

sowohl der Anteil der tätigen Inhaber als auch der<br />

Anteil der Arbeiter zugelegt, der Anteil der<br />

Angestellten ging zurück.<br />

Insgesamt 10,6 % der gewerblichen Arbeitskräfte<br />

sind im Juni 2008 Poliere, Meister,<br />

Schachtmeister, Werkpoliere und Vorarbeiter,<br />

56,2 % Maurer, Betonbauer, Zimmerer, übrige<br />

Fach- und Spezialarbeiter, 10,9 % Baumaschinenund<br />

Baugeräteführer sowie Berufskraftfahrer,<br />

17,2 % Fachwerker, Werker und sonstige<br />

Beschäftigte sowie 5,1 % gewerblich Auszubildende,<br />

Umschüler und Praktikanten.<br />

Ausgewählte Ergebnisse der Ergänzungserhebung im Bauhauptgewerbe 2004 bis 2008<br />

Kennziffer 2004 2005 2006 2007 2008<br />

Betriebe im Monat Juni 481 447 460 479 460<br />

Tätige Personen im Monat Juni<br />

Bruttolohn- und -gehaltssumme im Monat Juni<br />

6 149 5 009 5 275 5 237 5 022<br />

in 1 000 €<br />

Durchschnittliche Monatsbruttolohn- bzw.<br />

13 412 10 833 10 851 11 546 10 686<br />

-gehaltssumme je tätiger Person in € 2 181 2 163 2 057 2 205 2 128<br />

Geleistete Arbeitsstunden im Monat Juni in 1 000 646 497 572 553 525<br />

Geleistete Arbeitsstunden je tätiger Person 105 99 108 106 105<br />

Gesamtumsatz im Monat Juni in 1 000 € 70 323 49 299 47 359 55 466 56 634<br />

Gesamtumsatz je tätiger Person in € 11 436 9 842 8 978 10 591 11 277<br />

Baugewerblicher Umsatz im Monat Juni in 1 000 € 69 151 48 440 46 092 54 625 55 923<br />

Gesamtumsatz im gesamten Vorjahr in 1 000 € 875 438 788 801 582 344 613 569 641 344<br />

Gesamtumsatz je tätiger Person in € 142 371 157 477 110 397 117 160 127 707<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Insgesamt 10,7 Mio. € zahlen im Berichtsmonat<br />

die 460 Betriebe an Bruttolöhnen und<br />

–gehältern, sie bleiben damit um 7,4 % unter dem<br />

Vorjahresniveau. Die durchschnittliche Bruttolohn-<br />

und Bruttogehaltssumme je tätiger Person beläuft<br />

sich für den Monat Juni 2008 auf 2 128 €, auch<br />

das bedeutete einen Rückgang zum Vorjahr, und<br />

zwar um 3,5 %. Am lukrativsten ist die Arbeit in<br />

den Betrieben mit 100 und mehr tätigen Personen,<br />

hier liegt der monatliche Durchschnitt bei 2 545 €.<br />

Am wenigsten (1 105 € je Beschäftigten) wird in<br />

den Kleinbetrieben mit höchstens 9 tätigen<br />

Personen gezahlt, obwohl hier der Anteil an<br />

Inhabern bzw. Mitinhabern sehr groß ist.<br />

22 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Entwicklung des Bauhauptgewerbes nach Beschäftigtengrößenklassen jeweils im Monat Juni<br />

2008<br />

2007<br />

2006<br />

2005<br />

2004<br />

Betriebe<br />

0% 25% 50% 75% 100%<br />

Tätige Personen<br />

0% 25% 50% 75% 100%<br />

Betriebe mit 1 bis 9 10 bis 19 20 bis 49 50 bis 99 100 und mehr tätigen Personen<br />

Mio. €<br />

45<br />

40<br />

35<br />

30<br />

25<br />

20<br />

15<br />

10<br />

5<br />

0<br />

Baugewerblicher Umsatz<br />

1 bis 9 10 bis 19 20 bis 49 50 bis 99 100 u. m.<br />

tätige Personen<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 23<br />

2008<br />

2007<br />

2006<br />

2005<br />

2004<br />

1 000 €<br />

25<br />

20<br />

15<br />

10<br />

5<br />

0<br />

Baugewerblicher Umsatz<br />

je Beschäftigten<br />

1 bis 9 10 bis 19 20 bis 49 50 bis 99 100 u. m.<br />

tätige Personen<br />

2004 2005 2006 2007 2008<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Die von den <strong>Leipzig</strong>er Betrieben des Bauhauptgewerbes<br />

im Juni 2008 erbrachten 525 000<br />

Arbeitsstunden (5,1 % weniger als im Vorjahresmonat)<br />

werden zu 52 % für den Hochbau und zu<br />

48 % für den Tiefbau geleistet.<br />

Der Gesamtumsatz verzeichnet im Juni 2008<br />

bereits das dritte Jahr in Folge einen Zuwachs. Mit<br />

56,6 Mio. € liegt er um 2,1 % über dem im Juni<br />

2007 und um 19,6 % über dem Umsatz im Juni<br />

2006. Der baugewerbliche Umsatz erzielt sogar<br />

eine Zuwachsrate gegenüber 2007 von 2,4 % und<br />

gegenüber 2006 von 21,3 %. Mit 32,6 Mio. € ist<br />

der Hochbau zu 58,3 % am baugewerblichen<br />

Umsatz im Berichtsmonat beteiligt, dabei kann ein<br />

Plus zum Vorjahresmonat von 24,6 % erreicht<br />

werden. Der Tiefbau hat mit 23,3 Mio. € einen<br />

Anteil am baugewerblichen Umsatz von 41,7 %,<br />

muss aber Verluste im Vergleich zum Juni 2007 in<br />

Höhe von 18,1 % hinnehmen.<br />

27,0 % des Umsatzes im Hochbau betreffen<br />

den Wohnungsbau, wobei dieser 2008 niedriger<br />

ausfällt als im Vorjahr. Fast um ein Viertel mehr<br />

als im Vergleichszeitraum des Vorjahres setzen<br />

die <strong>Leipzig</strong>er Betriebe im Juni 2008 beim gewerblichen<br />

und industriellen Hochbau (einschließlich<br />

Landwirtschaftsbau) um, der am baugewerblichen<br />

Umsatz im Hochbau insgesamt einen Anteil von<br />

47,0 % hat. Ebenfalls angestiegen ist der Umsatz<br />

beim öffentlichen Hochbau.<br />

Am baugewerblichen Umsatz haben nach wie<br />

vor die Betriebe mit 100 und mehr Beschäftigten<br />

mit 31,4 % den größten Anteil, sie können ihren<br />

Umsatz zum Vorjahresmonat um 0,3 % steigern.<br />

Die höchste Zuwachsrate weisen allerdings die<br />

Klein- und Kleinstbetriebe aus, in denen sich<br />

der baugewerbliche Umsatz fast verdoppelt<br />

(+91,6 %). In den Betrieben der Beschäftigtengrößenklassen<br />

10 bis 19 bzw. 20 bis 49 tätige<br />

Personen werden ebenfalls hohe Wachstumsraten<br />

erzielt (26,2 % bzw. 21,8 %). Ein Umsatzeinbruch<br />

ist in den Betrieben mit 50 bis 99 Beschäftigten zu<br />

verzeichnen, hier wird ein Minus von 39,5 %<br />

festgestellt.<br />

Im Vergleich zum Vorjahr ist im Juni 2008 ein<br />

Ansteigen der Effektivität im Bauhauptgewerbe der<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> zu beobachten. Der Gesamtumsatz<br />

je tätiger Person liegt mit 11 277 € um 6,5 % über<br />

dem des entsprechenden Monats 2007.<br />

Die in die Erhebung einbezogene Rückschau<br />

auf das Gesamtjahr 2007 zeigt seit drei Jahren<br />

eine weiterhin aufsteigende Tendenz, der Gesamtumsatz<br />

beläuft sich im Jahr 2007 auf 641,3 Mio. €,<br />

was einem Plus zu 2006 von 4,5 % entspricht.<br />

Diese Entwicklung wird sich auch 2008 fortsetzen;<br />

die <strong>Leipzig</strong>er Betriebe des Bauhauptgewerbes, die<br />

in die Monatsberichterstattung eingebunden sind,<br />

weisen bis Ende November einen Umsatzzuwachs<br />

von rund 8 % aus.


Pflegebedürftige Personen in <strong>Leipzig</strong> 2007<br />

Heidrun Schellbach<br />

Seit 1999 wird in zweijährigem Turnus bundesweit<br />

zum Stichtag 15.12. eine Pflegestatistik erstellt.<br />

Zusätzlich erfolgt auch eine Erhebung über<br />

die Pflegegeldempfänger zum 31.12., so dass<br />

damit ein statistisches Gesamtbild über den<br />

Bereich der Pflege erbracht werden kann.<br />

Auskunftspflicht besteht hierbei für die Träger der<br />

Pflegedienste und Pflegeheime, für die privaten<br />

Versicherungsunternehmen und für die für die<br />

Zahlung von Pflegegeldleistungen zuständigen<br />

Träger der Pflegeversicherung. Pflegebedürftige<br />

im Sinne dieser Statistik sind ausschließlich<br />

Personen, die durch ihre Mitgliedschaft in der<br />

sozialen Pflegeversicherung Leistungen nach dem<br />

Sozialgesetzbuch XI (SGB XI) erhalten. Der letzte<br />

Erhebungszeitpunkt ist der 31.12.2007.<br />

In <strong>Leipzig</strong> leben nach dem letzten Stand 13 351<br />

Menschen, die durch Krankheit oder Behinderung<br />

so eingeschränkt sind, dass sie Pflegeleistungen<br />

in Anspruch nehmen müssen. Von 1 000 <strong>Leipzig</strong>er<br />

Einwohnern sind 26 Personen pflegebedürftig.<br />

Zum 31.12.2007 gibt es in <strong>Leipzig</strong> 89 ambulante<br />

Pflegedienste für die häusliche Pflege und<br />

68 Pflegeheime mit 5 850 Plätzen für die stationäre<br />

Pflege, darunter für die vollstationäre Dauerpflege<br />

5 600 Plätze.<br />

Der größere Teil der Pflegebedürftigen (7 920<br />

Personen) wird im häuslichen Bereich betreut und<br />

5 431 Personen erhalten stationäre Pflege. Von<br />

den zu Hause Betreuten sind 61 % Pflegegeldempfänger,<br />

die ausschließlich von Angehörigen<br />

oder anderen Privatpersonen gepflegt<br />

werden, 14 % bekommen kombinierte Leistungen<br />

in Form von Pflegegeld und Sachleistungen und<br />

25 % erhalten Pflege und Versorgung durch<br />

ambulante Pflegedienste.<br />

Die Gesamtzahl der Leistungsempfänger ist<br />

gegenüber dem letzten Erfassungszeitpunkt 2005<br />

geringfügig angestiegen, und zwar um 146<br />

Personen. Die Zahl der stationär zu Pflegenden ist<br />

seit der ersten Erfassung 1999 konstant steigend,<br />

währenddessen die Entwicklung der Pflegegeldempfänger<br />

rückläufig ist.<br />

Pflegeleistungsempfänger 1999 bis 2007<br />

24 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]<br />

Personen<br />

6000<br />

5500<br />

5000<br />

4500<br />

4000<br />

3500<br />

3000<br />

1999 2001 2003 2005 2007<br />

Pflegegeldempfänger Stationär Gepflegte<br />

Ambulant Gepflegte<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen<br />

Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Fast 70 % aller Pflegebedürftigen sind Frauen.<br />

Das ist auf den bedeutend größeren Anteil der<br />

Frauen in den älteren Jahrgängen zurückzuführen.<br />

So sind über die Hälfte der auf Pflege<br />

angewiesenen Personen 80 Jahre und älter. Diese<br />

Altersjahrgänge sind charakteristisch für einen<br />

hohen Frauenüberschuss. In den Altersjahrgängen<br />

bis 75 Jahre ist das Geschlechterverhältnis fast<br />

ausgeglichen. Mit 86,5 % besonders hoch ist der<br />

Frauenanteil an den hochbetagten Menschen in<br />

Pflegeheimen.<br />

Leistungsempfänger der Pflegeversicherung 2007 nach Altersgruppen<br />

Altersgruppen Ins- Entwickl. weibl.<br />

davon:<br />

von ... bis ge- zu 2005 Anteil Pflege weibl. Pflege weibl. Pflege- weibl.<br />

unter ... Jahre samt um % in % ambulant Anteil stationär Anteil geld Anteil<br />

in %<br />

in %<br />

in %<br />

unter 25 475 - 8 50,1 20 30,0 - - 455 51,0<br />

25 - 45 535 - 3 47,3 48 47,9 48 31,2 439 49,0<br />

45 - 65 1 266 - 13 46,8 219 47,5 393 39,7 654 50,9<br />

65 - 75 1 996 - 11 53,5 436 61,2 686 51,3 874 51,4<br />

75 - 80 1 670 + 5 63,7 432 67,6 609 68,5 629 56,3<br />

80 und älter 7 409 + 176 82,2 1 914 82,6 3 695 86,5 1 800 72,9<br />

Insgesamt 13 351 + 146 69,7 3 069 74,1 5 431 76,2 4 851 59,7<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Die Pflegebedürftigkeit wird nach dem SGB XI empfänger in der Pflegestufe I und somit erheblich<br />

in drei Stufen eingeteilt, die ausschlaggebend für pflegebedürftig, 35,1 % der betroffenen Personen<br />

die dem Pflegebedürftigen zustehenden Leistun- sind schwerpflegebedürftig und werden der<br />

gen und Bezüge sind. Die Zuordnung erfolgt durch Pflegestufe II zugeordnet, 11,2 % der Pflege-<br />

den medizinischen Dienst der Krankenkassen. bedürftigen sind schwerstpflegebedürftig und<br />

Mit 53,7 % ist über die Hälfte der Leistungs- haben somit die Pflegestufe III. Die Zahl der


Personen mit Pflegestufe I und III steigt gegenüber<br />

2005 an, die mit Pflegestufe II ist rückläufig. Der<br />

größte Teil der Personen mit Pflegestufe I erhält<br />

Pflegegeld und wird durch Verwandte oder<br />

Bekannte gepflegt. Bei den Pflegebedürftigen der<br />

Pflegestufen II und III ist hingegen der Anteil am<br />

höchsten, der sich in stationärer Betreuung<br />

befindet.<br />

Pflegeleistungsempfänger 2005 und 2007 nach Pflegestufen<br />

Insgesamt Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III<br />

Sachverhalt 2005 2007 2005 2007 weibl. 2005 2007 weibl. 2005 2007 weibl.<br />

Pflegeleistungs-<br />

in % in % in %<br />

empfänger<br />

davon:<br />

13 205 13 351 7 036 7133 69,3 4844 4668 70,3 1274 1482 69,8<br />

Pflegegeldempfänger<br />

Personen<br />

4 880 4 851 3242 3259 61,7 1347 1285 55,6 291 307 55,0<br />

in ambulanter Pflege<br />

Personen<br />

3 217 3 069 1736 1826 76,9 1117 979 71,7 248 264 63,3<br />

in stationärer Pflege 5 108 5 363 1935 2048 74,7 2380 2404 77,6 735 911 76,6<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Einige wenige Personen, die in der Gesamtzahl enthalten sind, wurden noch keiner Pflegestufe zugeordnet.<br />

,<br />

Mit zunehmendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit<br />

der Pflegebedürftigkeit zu. So sind fast<br />

30 % der über 80-Jährigen auf die Leistungen der<br />

Pflegeversicherung angewiesen. Vergleichsweise<br />

gering ist dazu der Anteil in den unteren<br />

Altersgruppen: bei den unter 25-Jährigen beträgt<br />

er 0,4 %, bei den 25- bis unter 45-Jährigen 0,3 %,<br />

bei den 45- bis unter 65-Jährigen 1%. Bei den 65-<br />

bis unter 75-Jährigen beträgt der Anteil 3% und<br />

bei den 75- bis unter 80-Jährigen 8,2%.<br />

Es ist festzustellen, dass die Pflegeverhältnisse<br />

sehr vom Alter der Pflegebedürftigen abhängen. In<br />

,<br />

Alter von ... bis unter ... Jahre<br />

den jungen und mittleren Altersjahrgängen ist die<br />

Zahl der Pflegebedürftigen, die Pflegegeld erhalten<br />

und ausschließlich durch ihre Angehörigen<br />

oder durch andere nicht erwerbsmäßige Personen<br />

Hilfe bekommen, bedeutend höher als der<br />

Personenkreis, der professionelle Pflege erhält.<br />

Bei den älteren Jahrgängen kehrt sich das<br />

Verhältnis um, was auch auf die jeweils altersbedingten<br />

Haushaltsstrukturen und Familienstände<br />

in diesen Altersgruppen zurückzuführen ist,<br />

so sind zum Beispiel 2007 über 65 % der über 85-<br />

Jährigen verwitwet.<br />

Leistungsempfänger der Pflegeversicherung nach Alter und Geschlecht 2007<br />

80 und älter<br />

65 - 80<br />

45 - 65<br />

25 - 45<br />

unter 25<br />

1<br />

1<br />

2<br />

1<br />

2<br />

1 ambulante und stationäre Pflege<br />

2 Pflege ausschließlich durch Angehörige<br />

2<br />

500 1 000 1 500 2 000 2 500<br />

5 500<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 25<br />

2<br />

2<br />

männlich<br />

weiblich<br />

Anzahl Leistungsempfänger<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

In <strong>Leipzig</strong> wohnen 10,5 % aller Pflegebedürftigen<br />

Sachsens. Im Vergleich mit den zwei<br />

anderen sächsischen kreisfreien Städten Dresden<br />

und Chemnitz hat <strong>Leipzig</strong> zwar absolut die<br />

meisten Pflegebedürftigen, auf die Einwohnerzahl<br />

bezogen liegt Chemnitz jedoch weit vor <strong>Leipzig</strong>. In<br />

Chemnitz werden mehr Pflegebedürftige zu Hause<br />

gepflegt als in <strong>Leipzig</strong> und Dresden.<br />

<strong>Stadt</strong><br />

1<br />

Pflegeleistungsempfänger<br />

in sächsischen Städten 2007<br />

1<br />

6 000<br />

Pflege- je 1000 Entw.+/- Anteil in %<br />

bedürftige Einwohner z. Vorjahr häusl.Pflege<br />

<strong>Leipzig</strong> 13 351 26,2 + 146 59,3<br />

Dresden 11 457 22,6 + 1 539 56,3<br />

Chemnitz 7 605 31,0 + 412 66,2<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen<br />

Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong>


Gender-Index: Bewertung der Chancengleichheit von Frauen und Männern<br />

Jens Vöckler<br />

Gender Mainstreaming ist ein handlungsleitendes<br />

Prinzip zur Verwirklichung der Gleichstellung<br />

von Frauen und Männern. Geschlechtsspezifische<br />

Daten bilden dabei die Informationsbasis<br />

für gezieltes Entscheiden der politischen<br />

Akteure. Die Bundesregierung hat deshalb mit<br />

dem Gender Datenreport 2005 erstmals einen Bericht<br />

zur Gleichstellung in Deutschland vorgelegt.<br />

Die Lebensverhältnisse von Frauen und Männern<br />

können aber nicht unabhängig vom räumlichen<br />

Kontext betrachtet werden. Folgerichtig hat<br />

das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung<br />

2007 den Bericht „Frauen – Männer – Räume“<br />

herausgegeben, in dem der Einfluss der<br />

regionalen Ausprägung von Indikatoren aus der<br />

laufenden Raumbeobachtung auf die Ausbildung<br />

von Geschlechterdifferenzen untersucht wird.<br />

Darauf aufbauend haben die Hans-Böckler-<br />

Stiftung und das Bundesamt für Bauwesen und<br />

Raumordnung Anfang November 2008 das gemeinsame<br />

Projekt „Gender-Index“ gestartet. Das<br />

Webportal www.gender-index.de gibt für alle Landkreise<br />

und kreisfreien Städte Auskunft, wie es in<br />

den Schlüsselfeldern Bildung, Erwerbstätigkeit und<br />

politische Partizipation um die Chancengleichheit<br />

von Frauen und Männern bestellt ist. Die folgenden<br />

Ausführungen beziehen sich auf diese Studie.<br />

Für die quantitative Bewertung wurde ein Index<br />

aus 19 ausgewählten Indikatoren gebildet, welche<br />

der Tabelle am Ende dieses Beitrags entnommen<br />

werden können. Für jeden dieser Indikatoren<br />

wurden die geschlechtsspezifischen Unterschiede<br />

mittels der Differenz der Indikatorwerte von Frauen<br />

und Männern, bezogen auf den Wert, den Frauen<br />

und Männer zusammen einnehmen, berechnet.<br />

Die so ermittelte prozentuale Abweichung kann<br />

zwischen -100 % (absolute Benachteiligung der<br />

Frauen) und +100 % (absolute Benachteiligung der<br />

Männer) schwanken. Wenn die Indikatorausprägungen<br />

von Frauen und Männern gleich sind,<br />

ergibt sich eine relative Differenz von 0 %, was<br />

absoluter Chancengleichheit entspricht.<br />

Für die Bildung des Gesamtindexes wurden die<br />

Einzelindizes schließlich mit arithmetischer Mittelung<br />

zusammengefasst. Die Richtung der Ausprägung,<br />

also ob zu Ungunsten der Frauen oder zu<br />

Ungunsten der Männer, wurde dabei ignoriert, weil<br />

Gender Mainstreaming die Chancengleichheit von<br />

Frauen und Männern zum Ziel hat. Auf eine Gewichtung<br />

der Einzelindizes wurde verzichtet, d. h.<br />

alle Indikatoren gehen gleichwertig ein.<br />

Der Index wurde für alle 439 Kreise und kreisfreien<br />

Städte mit Daten von 2006 ermittelt. Der<br />

Blick auf die aus den Indizes gebildete Rangfolge<br />

zeigt, dass nicht nur prosperierende Regionen<br />

einen niedrigen Wert erreichen können.<br />

Rang<br />

Gender-Index nach Kreisen<br />

Kreis<br />

Gender-<br />

Index<br />

1 Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) 12,5<br />

2 Starnberg (Bayern) 12,9<br />

3 <strong>Leipzig</strong>er Land (Sachsen) 13,0<br />

4 Ludwigslust (Mecklenb.-Vorpomm.) 13,1<br />

5 Teltow-Fläming (Brandenburg) 13,4<br />

� �<br />

21 <strong>Leipzig</strong> 16,3<br />

� �<br />

435 Heidenheim (Baden-Württemberg) 29,9<br />

436 Cham (Bayern) 30,3<br />

437 Sigmaringen (Baden-Württemberg) 30,4<br />

438 Dingolfing-Landau (Bayern) 30,6<br />

439 Bitburg-Prüm (Rheinland-Pfalz) 32,1<br />

Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung<br />

Am stärksten gleichen sich die Lebensverhältnisse<br />

der Geschlechter im Kreis Bitterfeld (Sachsen-Anhalt)<br />

und im Kreis Starnberg (Bayern) –<br />

zwei Regionen, die sich in ihrer wirtschaftlichen<br />

Strukturkraft stark unterscheiden. Niedrige Indexwerte<br />

sind also nicht automatisch mit hohem<br />

Wohlstand gleichzusetzen und sind auch nicht<br />

zwangsläufig Ausdruck günstiger regionaler<br />

Voraussetzungen oder besonders guter Strukturpolitik.<br />

Im Extremfall kann Chancengleichheit auch<br />

bedeuten: Frauen und Männer haben gleich<br />

schlechte Chancen. Der Gender-Index kann<br />

deshalb nur ein ergänzendes Instrument regionaler<br />

Strukturanalysen sein, das die gewohnte<br />

Betrachtung der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik<br />

um die Geschlechterperspektive anreichert.<br />

Die nachfolgende Karte verdeutlicht, dass in<br />

ostdeutschen Regionen Frauen und Männer im<br />

Durchschnitt stärker gleichgestellt sind. Das oft<br />

besser ausgebaute Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen<br />

forciert die Frauenerwerbstätigkeit,<br />

weshalb sich die Erwerbsbeteiligungen von<br />

Frauen und Männern hier mehr ähneln. Besonders<br />

deutlich wird dies bei den hoch qualifizierten<br />

Beschäftigten: in 73 Kreisen sind anteilig mehr<br />

Frauen als Männer mit Hochschulabschluss beschäftigt,<br />

darunter befindet sich aber nur ein westdeutscher<br />

Kreis. Wegen der Erwerbsbeteiligung<br />

sind auch die durchschnittlichen Renten der Frauen<br />

im Osten annähernd so hoch wie die der Männer.<br />

Zudem sind Frauen und Männer gleichermaßen<br />

von höherer Arbeitslosigkeit und geringeren<br />

Verdiensten als in Westdeutschland betroffen,<br />

was ebenfalls zu geringeren Geschlechterdisparitäten<br />

führt. Beim Gender-Index findet dies<br />

seinen Ausdruck darin, dass dessen Wert in allen<br />

sechs ostdeutschen Ländern niedriger ist als in<br />

den zehn westdeutschen Ländern.<br />

26 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Ferner sind Frauen und Männer in Großstädten<br />

stärker gleichgestellt als in kleineren Städten und<br />

Gemeinden. In den Großstädten bestehen zum<br />

einen bessere Erwerbs- und damit Einkommensmöglichkeiten<br />

für beide Geschlechter, zum anderen<br />

ist aber auch die Rate der Schulabbrecher,<br />

der Anteil der Jobs mit geringen Qualifikationsanforderungen<br />

und die Zahl der Minijobs unter<br />

beiden Geschlechtern jeweils höher als auf dem<br />

Land. So finden sich 12 der 13 kreisfreien Städte<br />

mit über 500 000 Einwohnern in der oberen Hälfte<br />

des Rankings. Dresden kann dabei mit 15,3 auf<br />

den niedrigsten Indexwert aller Großstädte verweisen,<br />

dahinter folgen Berlin und <strong>Leipzig</strong>.<br />

Als Durchschnittswert ist der Gender-Index gut<br />

für interregionale Vergleiche der Kreise geeignet,<br />

nicht aber um Aussagen zum Chancenverhältnis<br />

der Geschlechter in den einzelnen Betrachtungsfeldern<br />

zu liefern. Hier hilft nur der Blick auf die<br />

Einzelindikatoren und deren Indizes. Das größte<br />

Ungleichgewicht besteht nach wie vor in den politischen<br />

Partizipationsmöglichkeiten. Frauen sind<br />

noch immer weit seltener in den Ratsversammlungen<br />

der Städte vertreten als Männer. Noch ungünstiger<br />

fällt aus weiblicher Sicht die Verteilung<br />

bei den (Ober-)Bürgermeistern aus. In lediglich 15<br />

der 116 kreisfreien Städte trägt eine Frau die<br />

Regierungsverantwortung und in 75 % der Landkreise<br />

gibt es keine Bürgermeisterinnen in den<br />

Gemeinden mit über 20 000 Einwohnern (es wurden<br />

nur Städte und Gemeinden dieser Größenklasse<br />

in die Untersuchung einbezogen).<br />

Auch im Rahmen von Eingliederungsmaßnahmen<br />

in den Arbeitsmarkt erhalten Frauen seltener<br />

eine Förderung, obwohl sie ähnlich hoch von Arbeitslosigkeit<br />

betroffen sind wie Männer. Gleiches<br />

trifft auf die Förderung von Existenzgründungen<br />

aus der Arbeitslosigkeit heraus zu. Frauen sind<br />

auch häufiger in geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnissen<br />

tätig. Vorteile für den weiblichen<br />

Teil der Bevölkerung bestehen im Bildungsbereich,<br />

denn Mädchen sind unter den Schulabgängern<br />

mit Hochschulreife stärker repräsentiert<br />

als Jungen, während jene weitaus häufiger als<br />

Mädchen die Schule ohne Abschluss verlassen.<br />

<strong>Leipzig</strong> liegt mit einem Index von 16,3 im bundesweiten<br />

Kreisranking auf Rang 21. Geschlechterdisparitäten<br />

sind in <strong>Leipzig</strong> besonders ausgeprägt<br />

in den Bereichen Ratsmitglieder (Indexwert<br />

41,8), Schulabgänger ohne Schulabschluss (28,6),<br />

Fördermaßnahmen für Existenzgründer (24,1) und<br />

jüngere Arbeitslose unter 25 Jahre (17,8; betrifft<br />

alles deutlich mehr männliche Personen) sowie<br />

Minijobs (18,6; betrifft deutlich mehr weibliche<br />

Personen). Eine fast ausgeglichene Verteilung ist<br />

hingegen in den Bereichen ältere Arbeitslose ab<br />

55 Jahre, Höhe des Arbeitslosengeldes II, Förderung<br />

von Eingliederungsmaßnahmen in den<br />

Arbeitsmarkt, hoch qualifizierte Beschäftigte und<br />

Gender-Index nach Kreisen<br />

Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung<br />

Erwerbstätigkeit zu finden. Bei 16 der 19 analysierten<br />

Indikatoren liegt <strong>Leipzig</strong> in der oberen<br />

Hälfte der Rangfolge aller Kreise, bei drei Indikatoren<br />

sogar unter den ersten 20 Kreisen. In Bezug<br />

auf die Chancengleichheit schneidet <strong>Leipzig</strong> besonders<br />

gut bei der Förderung von Eingliederungsmaßnahmen<br />

in den Arbeitsmarkt ab, die<br />

Zuschüsse kommen Frauen und Männern nahezu<br />

gleichberechtigt zugute; nur Weimar und Wismar<br />

sind in diesem Bereich noch besser. Bei den hoch<br />

qualifizierten Beschäftigten weicht <strong>Leipzig</strong> – wie<br />

viele andere ostdeutsche Regionen auch – besonders<br />

stark zu Gunsten der Frauen vom bundesdeutschen<br />

Durchschnitt ab. Gleiches gilt für die<br />

Arbeitslosigkeit, von der in <strong>Leipzig</strong> im Gegensatz<br />

zum Bund und zum Freistaat Sachsen weniger<br />

Frauen als Männer betroffen sind.<br />

Der Gender-Index ist ein Instrument, die Chancengleichheit<br />

bzw. -ungleichheit zwischen den<br />

Geschlechtern auf regionaler Ebene darzustellen<br />

und zu vergleichen. Er kann zukünftig dazu beitragen,<br />

die Ergebnisse regionaler Strukturpolitik<br />

ergänzend unter dem Gesichtspunkt des Gender<br />

Mainstreaming zu bewerten. Für die Kreise und<br />

Kommunen ist ein guter Indexwert ein Vorteil im<br />

Standortmarketing, währenddessen ein schlechter<br />

Wert entsprechenden Handlungsbedarf aufdeckt.<br />

In Schweden – dort heißt der Gender-Index Jäm-<br />

Index – hat man mit dieser Form der Transparenz<br />

schon sehr gute Erfahrungen gemacht.<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 27


Indikatoren des Gender-Index für die <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> 2006<br />

Indikatorwert Gender-Index<br />

Indikator<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> Chancenvorteil zu Gunsten der …<br />

Männer Frauen Männer Frauen<br />

Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss<br />

je 100 Einwohner<br />

zwischen 15 und 20 Jahren 1)<br />

3,1 1,7<br />

Schulabgänger mit Hochschulreife<br />

je 100 Einwohner zwischen<br />

6,2 7,6<br />

15 und 20 Jahren<br />

Angebotene betriebliche Ausbildungsplätze<br />

je 100 Bewerber<br />

80,1 110,5<br />

Erwerbspersonen<br />

je 100 Einwohner 2)<br />

63,2 65,6<br />

Erwerbstätige je 100 Einwohner 2) 77,0 81,9<br />

SV-Beschäftigte ohne Berufsabschluss<br />

je 100 Einwohner 1,2)<br />

6,0 5,4<br />

SV-Beschäftigte mit Fachschul-,<br />

Fachhochschul- oder Hochschulabschluss<br />

je 100 Einwohner 2)<br />

9,3 9,6<br />

Geringfügig entlohnte Beschäftigte je<br />

100 Einwohner zwischen<br />

15 und 65 Jahren 1,2)<br />

10,1 14,7<br />

Arbeitslose je 100 abhängige<br />

Erwerbspersonen 1,3)<br />

22,9 18,7<br />

Arbeitslose unter 25 Jahren je 100<br />

Einwohner zwischen<br />

15 und 25 Jahren 1,3)<br />

10,5 7,3<br />

Arbeitslose 55 Jahre und älter<br />

je 100 Einwohner<br />

zwischen 55 und 65 Jahren 1,3)<br />

8,8 8,8<br />

Arbeitslose (länger als 1 Jahr<br />

arbeitslos) je 100 abhängige<br />

Erwerbspersonen 1,3)<br />

10,4 8,8<br />

Durchschnittlicher Bruttoverdienst<br />

je Arbeitsstunde in €<br />

24,0 20,0<br />

Durchschnittl. monatlicher Leistungsbezug<br />

Arbeitslosengeld II in € je<br />

Frau/Mann mit Leistungsbezug 1)<br />

445 436<br />

Durchschnittlicher<br />

Rentenzahlbetrag in €<br />

1 150 925<br />

Empfänger von Zuschüssen zu<br />

Eingliederungsmaßnahmen 4) je<br />

1 000 Arbeitslose 3)<br />

14,8 15,2<br />

Empfänger von Einstiegsgeld bei<br />

selbständiger Arbeit<br />

je 1 000 Arbeitslose 3)<br />

10,4 6,4<br />

Ratsmitglieder/<strong>Stadt</strong>verordnete je<br />

10 000 deutsche Einwohner<br />

18 Jahre und älter 5)<br />

2,5 1,0<br />

(Ober-)Bürgermeister je 10 000<br />

deutsche Einwohner im Alter von<br />

25 bis 65 Jahren 5)<br />

0,1 0,0<br />

Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Bonn<br />

1)<br />

Die relative Differenz wurde mit -1 multipliziert, so dass negative Werte Geschlechterdifferenzen zu Gunsten der Männer und<br />

positive Werte zu Gunsten der Frauen bedeuten. 2) zwischen 15 und 65 Jahren 3) im Jahresdurchschnitt. 4) Eingliederungsmaßnahmen<br />

nach §218 Abs.1 SGB III. 5) 25,0<br />

27,2<br />

28,6<br />

14,6<br />

18,2<br />

10,0<br />

16,5<br />

23,2<br />

16,0<br />

-2,8<br />

-8,2<br />

0,8<br />

1,8<br />

0,4<br />

3,1<br />

8,7<br />

11,0<br />

5,6<br />

-25,5<br />

1,9<br />

1,8<br />

-29,8<br />

-22,5<br />

-18,6<br />

-1,4<br />

0,0<br />

9,9<br />

11,9<br />

9,8<br />

17,8<br />

2,5<br />

-5,2<br />

-0,2<br />

-4,1<br />

-12,8<br />

8,3<br />

-12,7<br />

-5,1<br />

-9,2<br />

-0,8<br />

-0,5<br />

-1,0<br />

-18,4<br />

-10,0<br />

-10,8<br />

-29,9<br />

-8,8<br />

1,3<br />

-29,6<br />

-25,1<br />

-24,1<br />

-53,2<br />

-58,0<br />

-41,8<br />

Deutschland<br />

Sachsen<br />

-71,4<br />

-75,8<br />

-100,0<br />

<strong>Leipzig</strong><br />

-100 -50 0 +50 +100<br />

in Gemeinden ab 20 000 Einwohner<br />

28 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Wohnhaushalte 2008<br />

Ruth Schmidt<br />

Im Statistischen <strong>Quartalsbericht</strong> 2/2008 wurden<br />

Daten zu Wohnhaushalten zum Stand 31.12.2007<br />

mit ausführlicher Darlegung des geänderten Generierungsverfahrens<br />

veröffentlicht und auf die Haushaltsdaten<br />

aus dem Mikrozensus verwiesen. Mit<br />

den Daten zum 31.12.2008 (siehe Tabelle 1) bietet<br />

sich eine vergleichende Betrachtung der Jahre<br />

2007 und 2008 an (siehe Tabelle 2).<br />

Zunächst kann festgestellt werden, dass auch<br />

die Zahlen von 2008 im Rahmen der Erwartungen<br />

liegen. Wie bereits 2007 ist in den <strong>Stadt</strong>randgebieten<br />

mit sehr hohen Anteilen an Ein- und<br />

Zweifamilienhäusern der Anteil der Mehrpersonenhaushalte<br />

größer als im <strong>Stadt</strong>zentrum mit den<br />

typischen Single-Quartieren (siehe unten stehende<br />

Karte). Jedoch gibt es zu kommentierende Überraschungen.<br />

Die durchschnittliche Haushaltsgröße<br />

für <strong>Leipzig</strong> bleibt fast unverändert. Hinsichtlich der<br />

fünf Haushaltsklassen ist zu bemerken, dass die<br />

Zahl der 1-Personen-Haushalte im Unterschied zu<br />

den Mehrpersonenhaushalten um 0,5 Prozentpunkte<br />

(absolut um 909) zurückgegangen ist.<br />

Ein Blick auf die kleinräumige Verteilung der<br />

1-Personen-Haushalte lässt erkennen, dass der<br />

Rückgang im Wesentlichen in den eingemeindeten<br />

Ortsteilen zu verzeichnen ist. So ging beispiels-<br />

Wohnhaushalte nach durchschnittlicher Haushaltsgröße<br />

66<br />

75<br />

64<br />

65<br />

63<br />

55<br />

82<br />

74<br />

62<br />

60<br />

61<br />

53<br />

54<br />

81<br />

72<br />

73<br />

71<br />

51<br />

52<br />

83<br />

70<br />

80<br />

50<br />

05<br />

90<br />

04<br />

92<br />

41<br />

03<br />

91<br />

40<br />

95<br />

06<br />

00<br />

01<br />

93<br />

Stand 31.12.2008<br />

Karte und Datenquelle: Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

02<br />

42<br />

43<br />

20<br />

44<br />

10<br />

30<br />

13<br />

12<br />

21<br />

22<br />

31<br />

32<br />

94<br />

11<br />

14<br />

23<br />

33<br />

bis 1,6<br />

über 1,6 bis 1,8<br />

über 1,8 bis 2,1<br />

über 2,1<br />

15<br />

26<br />

24<br />

25<br />

34<br />

35<br />

27<br />

28<br />

weise die Zahl der 1-Personen-Haushalte im<br />

Ortsteil 27 (Engelsdorf) um 20,8 % zurück. Die<br />

Konzentration des Rückgangs auf die genannten<br />

Ortsteile lässt es als wahrscheinlich erscheinen,<br />

dass er seine Ursache überwiegend nicht in<br />

tatsächlich geänderten Haushaltsstrukturen hat,<br />

sondern in einer geänderten Datengrundlage.<br />

Bereits anhand der Daten vom 31.12.2007 konnte<br />

durch Vergleich mit den Wohnungsbestandsdaten<br />

vermutet werden, dass in den genannten<br />

Ortsteilen zum einen die generierte Haushaltszahl<br />

zu hoch und zum anderen die Wohnungszahl zu<br />

gering ist (siehe Tabelle 2, Spalte 11). Die jetzige<br />

Verringerung der Zahl der Haushalte in diesen<br />

Ortsteilen korrigiert die Differenz allerdings nur in<br />

geringem Maße. Es ist anzunehmen, dass die<br />

Angaben zu den Wohnungen, die auf der<br />

Fortschreibung der Gebäude- und Wohnraumzählung<br />

1995 basieren, teilweise bereits aus der<br />

Zählung herrührende Mängel aufweisen. So<br />

konnte beispielsweise bei Begehungen im Ortsteil<br />

Seehausen eine Wohnungszahl von rund 1100<br />

geschätzt werden, die mit der generierten Zahl der<br />

Wohnhaushalte (1067) wesentlich besser<br />

korrespondiert als die derzeitige auf Basis der<br />

Zählung fortgeschriebene Zahl von 777.<br />

Ohne ausführlich auf den Vergleich<br />

der Haushalts- und Wohnungszahlen<br />

von 2007 eingehen zu wollen und unter<br />

Hinweis auf die Unschärfe der Daten<br />

sei noch angemerkt, dass aus den<br />

Daten in Spalte 11 der Tabelle 2 auch<br />

die Ortsteile mit Wohnungsleerständen<br />

(negative Werte) sowie die typischen<br />

Studentenquartiere (positive Werte) zu<br />

erkennen sind; letztere mit schwierig<br />

als Haushalte zu qualifizierenden zahlreichen<br />

Wohngemeinschaften und mit<br />

nicht als Wohnungen erfassten Studentenwohnheimen.<br />

Als Ursache für den unerwarteten<br />

Rückgang der 1-Personen-Haushalte<br />

29 in einigen <strong>Stadt</strong>rand-Ortsteilen kann<br />

die Umstellung auf ein neues Einwohnermeldeverfahren<br />

in der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong><br />

angenommen werden. Es ist zu hoffen,<br />

dass, nachdem die Einführung der<br />

Zweitwohnsitzsteuer 2006 interpretierbare<br />

zurückreichende Zeitreihen zu<br />

Wohnhaushalten unmöglich machte,<br />

nun nach Abschluss der Einführung<br />

des neuen Einwohnermeldeverfahrens<br />

zukünftig belastbare Aussagen über<br />

die kleinräumige Entwicklung der<br />

Wohnhaushalte möglich sind.<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 29


1) ohne Anstaltsbevölkerung<br />

Tabelle 1: Wohnhaushalte nach Ortsteilen (Stand 31.12.2008)<br />

Nummer und Name des Ortsteils<br />

Anteil der ... -Personen-Haushalte in %<br />

Wohnberechtigte<br />

Bevölkerung 1) Haushalte<br />

Durchschnittliche<br />

Haushaltsgröße 1 2 3 4 5 u. mehr<br />

00 Zentrum 1 951 1 532 1,27 78,9 16,3 3,6 1,0 0,2<br />

01 Zentrum-Ost 3 390 2 336 1,45 66,7 24,8 6,1 1,8 0,6<br />

02 Zentrum-Südost 11 741 8 521 1,38 73,7 18,6 5,2 1,8 0,8<br />

03 Zentrum-Süd 11 119 7 244 1,53 62,6 26,3 7,5 2,9 0,8<br />

04 Zentrum-West 9 516 6 084 1,56 63,3 24,2 7,6 3,4 1,4<br />

05 Zentrum-Nordwest 9 336 5 344 1,75 54,9 25,8 11,0 6,6 1,7<br />

06 Zentrum-Nord 7 450 4 620 1,61 59,2 27,7 8,1 3,5 1,5<br />

10 Schönefeld-Abtnaundorf 9 544 5 385 1,77 51,2 29,4 12,7 4,9 1,8<br />

11 Schönefeld-Ost 9 451 5 661 1,67 49,1 38,9 8,7 2,6 0,6<br />

12 Mockau-Süd 3 906 2 278 1,71 52,3 31,1 11,2 4,0 1,4<br />

13 Mockau-Nord 10 161 5 833 1,74 48,0 35,8 11,2 4,3 0,7<br />

14 Thekla 5 202 2 859 1,82 44,4 36,6 12,7 5,4 0,9<br />

15 Plaußig-Portitz 2 721 1 195 2,28 24,0 39,7 22,9 11,3 2,0<br />

20 Neustadt-Neuschönefeld 9 471 5 733 1,65 60,2 24,5 8,8 4,0 2,4<br />

21 Volkmarsdorf 7 941 4 691 1,69 58,2 25,4 9,6 4,2 2,5<br />

22 Anger-Crottendorf 9 611 5 585 1,72 55,0 27,4 10,6 5,1 1,9<br />

23 Sellerhausen-Stünz 7 672 4 459 1,72 48,7 36,3 10,7 3,3 1,0<br />

24 Paunsdorf 14 084 8 337 1,69 53,1 31,1 11,0 3,8 1,1<br />

25 Heiterblick 4 060 2 018 2,01 32,8 42,1 17,3 6,9 0,9<br />

26 Mölkau 6 129 2 889 2,12 30,0 40,8 19,0 8,2 2,0<br />

27 Engelsdorf 8 153 3 773 2,16 31,1 37,4 19,4 9,6 2,5<br />

28 Baalsdorf 1 653 668 2,47 20,2 36,2 25,0 14,8 3,7<br />

29 Althen-Kleinpösna 1 965 840 2,34 25,0 36,5 23,1 12,0 3,3<br />

30 Reudnitz-Thonberg 17 555 10 586 1,66 57,5 27,3 9,3 4,5 1,5<br />

31 Stötteritz 14 391 8 045 1,79 50,1 31,0 11,4 5,6 1,9<br />

32 Probstheida 5 783 3 040 1,90 41,4 36,8 13,9 6,3 1,6<br />

33 Meusdorf 3 567 1 901 1,88 44,0 33,9 14,0 6,8 1,2<br />

34 Liebertwolkwitz 5 196 2 495 2,08 34,5 36,4 18,4 8,3 2,3<br />

35 Holzhausen 6 264 2 963 2,11 31,7 39,1 17,6 9,8 1,9<br />

40 Südvorstadt 22 817 14 185 1,61 60,5 25,0 9,2 4,0 1,3<br />

41 Connewitz 17 095 10 385 1,65 59,0 25,4 9,7 4,4 1,5<br />

42 Marienbrunn 5 944 3 419 1,74 50,5 33,1 10,0 4,9 1,4<br />

43 Lößnig 10 959 6 582 1,66 53,7 32,0 9,6 3,9 0,9<br />

44 Dölitz-Dösen 3 881 2 077 1,87 45,6 32,0 14,6 6,0 1,8<br />

50 Schleußig 12 058 6 493 1,86 50,2 26,4 13,6 7,8 2,1<br />

51 Plagwitz 11 818 7 375 1,60 59,9 26,2 9,1 3,9 1,0<br />

52 Kleinzschocher 8 424 4 914 1,71 53,7 29,5 10,6 4,5 1,7<br />

53 Großzschocher 8 993 5 012 1,79 44,5 38,3 11,8 4,3 1,1<br />

54 Knautkleeberg-Knauthain 5 496 2 516 2,18 30,2 37,3 19,5 10,5 2,5<br />

55 Hartmannsdorf-Knautnaundorf 1 256 565 2,22 25,0 40,7 23,5 8,8 1,9<br />

60 Schönau 4 803 2 576 1,86 46,5 32,1 13,2 6,0 2,3<br />

61 Grünau-Ost 7 603 4 541 1,67 47,5 40,6 9,1 2,6 0,2<br />

62 Grünau-Mitte 12 031 6 757 1,78 49,9 32,7 10,5 4,5 2,4<br />

63 Grünau-Siedlung 3 800 1 758 2,16 25,6 45,2 18,6 8,9 1,7<br />

64 Lausen-Grünau 11 932 7 007 1,70 51,4 33,1 10,8 3,8 0,9<br />

65 Grünau-Nord 8 207 4 647 1,77 51,6 30,4 11,0 4,7 2,2<br />

66 Miltitz 2 008 940 2,14 33,6 33,0 22,8 8,3 2,3<br />

70 Lindenau 5 658 3 650 1,55 64,3 22,7 8,8 3,0 1,2<br />

71 Altlindenau 12 689 7 720 1,64 59,6 24,9 9,4 4,6 1,5<br />

72 Neulindenau 5 432 3 195 1,70 52,0 32,1 11,1 4,0 0,9<br />

73 Leutzsch 8 661 4 910 1,76 49,7 31,9 12,4 4,7 1,3<br />

74 Böhlitz-Ehrenberg 9 847 4 922 2,00 37,2 37,3 16,2 7,3 2,0<br />

75 Burghausen-Rückmarsdorf 4 768 2 214 2,15 29,2 39,7 20,1 8,5 2,3<br />

80 Möckern 12 609 7 483 1,69 53,5 31,1 10,2 4,1 1,1<br />

81 Wahren 5 821 3 244 1,79 46,5 34,8 12,6 5,0 1,0<br />

82 Lützschena-Stahmeln 4 126 1 857 2,22 27,5 38,3 21,1 11,0 2,1<br />

83 Lindenthal 5 929 2 925 2,03 36,3 36,7 17,3 7,9 1,8<br />

90 Gohlis-Süd 15 908 9 031 1,76 52,8 27,9 11,7 5,7 1,7<br />

91 Gohlis-Mitte 14 155 7 738 1,83 48,4 30,3 13,5 6,3 1,6<br />

92 Gohlis-Nord 8 068 4 562 1,77 44,0 41,0 10,4 3,7 0,9<br />

93 Eutritzsch 11 214 6 335 1,77 50,6 30,9 11,6 5,2 1,7<br />

94 Seehausen 2 192 1 004 2,18 33,6 33,2 19,5 9,7 4,1<br />

95 Wiederitzsch 8 311 3 744 2,22 30,2 35,3 20,9 10,6 3,0<br />

<strong>Leipzig</strong>, 31.12.2008 513 568 293 260 1,75 51,4 30,6 11,5 5,0 1,5<br />

<strong>Leipzig</strong>, 31.12.2007 509 357 292 470 1,74 51,9 30,5 11,3 4,9 1,5<br />

<strong>Leipzig</strong>, 31.12.2006 514 443 299 273 1,72 53,6 29,0 11,3 4,7 1,4<br />

Quelle: Einwohnerregister Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

30 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Tabelle 2: Wohnhaushalte: Vergleich 2007 zu 2008<br />

Wohnberechtigte<br />

Bevölkerung<br />

1)<br />

ohne Anstaltsbevölkerung<br />

1)<br />

Durchschnittliche<br />

Orts-<br />

Haushalte<br />

1-Personen-Haushalte Wohnungen<br />

Haushaltsgröße<br />

teil<br />

Differenz z.<br />

Veränderung<br />

Differenz<br />

Differenz z.<br />

Differenz z. 31.12.2007<br />

Nr.<br />

31.12.2007 31.12.2007 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2008 2007 zu 2008 31.12.2007 Spalte 3 –<br />

31.12.2008 31.12.2008 in %<br />

%-Punkte<br />

in %<br />

Spalte 10<br />

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11<br />

00 1 956 -5 1 509 23 1,30 -0,03 1 169 1 209 3,3 1 724 -215<br />

01 3 338 52 2 285 51 1,46 -0,01 1 521 1 558 2,4 2 399 -114<br />

02 11 748 -7 8 543 -22 1,38 0,00 6 301 6 279 -0,4 6 008 2 535<br />

03 10 764 355 7 051 193 1,53 0,00 4 432 4 534 2,2 7 057 -6<br />

04 9 172 344 5 956 128 1,54 0,02 3 845 3 854 0,2 5 155 801<br />

05 9 036 300 5 263 81 1,72 0,03 2 944 2 934 -0,3 4 808 455<br />

06 7 401 49 4 603 17 1,61 0,00 2 739 2 734 -0,2 4 483 120<br />

10 9 395 149 5 318 67 1,77 0,00 2 756 2 759 0,1 6 947 -1 629<br />

11 9 651 -200 5 725 -64 1,69 -0,02 2 812 2 780 -1,2 5 871 -146<br />

12 3 974 -68 2 307 -29 1,72 -0,01 1 197 1 191 -0,5 2 952 -645<br />

13 10 272 -111 5 846 -13 1,76 -0,02 2 761 2 800 1,4 6 717 -871<br />

14 5 151 51 2 828 31 1,82 0,00 1 259 1 270 0,9 3 358 -530<br />

15 2 710 11 1 190 5 2,28 0,00 291 287 -1,4 1 195 -5<br />

20 9 443 28 5 672 61 1,66 -0,01 3 369 3 452 2,4 6 900 -1 228<br />

21 7 925 16 4 696 -5 1,69 0,00 2 746 2 730 -0,6 6 881 -2 185<br />

22 9 545 66 5 604 -19 1,70 0,02 3 085 3 070 -0,5 6 718 -1 114<br />

23 7 800 -128 4 509 -50 1,73 -0,01 2 157 2 171 0,6 5 704 -1 195<br />

24 14 273 -189 8 349 -12 1,71 -0,02 4 372 4 430 1,3 8 712 -363<br />

25 4 158 -98 2 026 -8 2,05 -0,04 653 661 1,2 1 897 129<br />

26 6 099 30 2 965 -76 2,06 0,06 999 867 -15,2 2 762 203<br />

27 8 086 67 3 925 -152 2,06 0,10 1 416 1 172 -20,8 4 008 -83<br />

28 1 619 34 668 0 2,42 0,05 159 135 -17,8 703 -35<br />

29 1 969 -4 853 -13 2,31 0,03 241 210 -14,8 937 -84<br />

30 17 171 384 10 433 153 1,65 0,01 6 096 6 082 -0,2 10 625 -192<br />

31 14 266 125 8 151 -106 1,75 0,04 4 212 4 031 -4,5 8 984 -833<br />

32 5 719 64 3 043 -3 1,88 0,02 1 315 1 260 -4,4 3 444 -401<br />

33 3 555 12 1 889 12 1,88 0,00 815 836 2,5 1 658 231<br />

34 5 197 -1 2 581 -86 2,01 0,07 981 862 -13,8 2 520 61<br />

35 6 178 86 3 000 -37 2,06 0,05 1 049 939 -11,7 3 167 -167<br />

40 22 346 471 14 009 176 1,60 0,01 8 471 8 585 1,3 12 669 1 340<br />

41 16 628 467 10 213 172 1,63 0,02 6 041 6 128 1,4 9 971 242<br />

42 5 803 141 3 328 91 1,74 0,00 1 662 1 727 3,8 3 110 218<br />

43 11 024 -65 6 590 -8 1,67 -0,01 3 514 3 534 0,6 6 204 386<br />

44 3 842 39 2 046 31 1,88 -0,01 914 947 3,5 2 294 -248<br />

50 11 697 361 6 480 13 1,81 0,05 3 380 3 257 -3,8 6 019 461<br />

51 11 368 450 7 174 201 1,58 0,02 4 351 4 421 1,6 7 553 -379<br />

52 8 288 136 4 866 48 1,70 0,01 2 637 2 640 0,1 6 208 -1 342<br />

53 8 889 104 4 994 18 1,78 0,01 2 269 2 232 -1,7 5 203 -209<br />

54 5 516 -20 2 515 1 2,19 -0,01 769 760 -1,2 2 597 82<br />

55 1 235 21 545 20 2,27 -0,05 134 141 5,0 543 -2<br />

60 4 828 -25 2 593 -17 1,86 0,00 1 206 1 198 -0,7 2 811 -218<br />

61 7 874 -271 4 685 -144 1,68 -0,01 2 237 2 157 -3,7 4 860 -175<br />

62 12 169 -138 6 825 -68 1,78 0,00 3 395 3 374 -0,6 8 101 -1276<br />

63 3 824 -24 1 758 0 2,18 -0,02 435 450 3,3 1 713 45<br />

64 12 317 -385 7 176 -169 1,72 -0,02 3 677 3 604 -2,0 8 891 -1715<br />

65 8 305 -98 4 726 -79 1,76 0,01 2 474 2 400 -3,1 6 662 -1936<br />

66 2 016 -8 934 6 2,16 -0,02 314 316 0,6 775 159<br />

70 5 612 46 3 615 35 1,55 0,00 2 325 2 346 0,9 4 157 -542<br />

71 12 656 33 7 621 99 1,66 -0,02 4 471 4 600 2,8 9 932 -2 311<br />

72 5 321 111 3 115 80 1,71 -0,01 1 614 1 661 2,8 4 133 -1 018<br />

73 8 535 126 4 859 51 1,76 0,00 2 439 2 440 0,0 5 291 -432<br />

74 9 763 84 4 988 -66 1,96 0,04 1 960 1 832 -7,0 5 143 -155<br />

75 4 786 -18 2 290 -76 2,09 0,06 746 647 -15,3 1 969 321<br />

80 12 466 143 7 450 33 1,67 0,02 4 038 4 006 -0,8 8 967 -1 517<br />

81 5 869 -48 3 288 -44 1,78 0,01 1 555 1 510 -3,0 3 833 -545<br />

82 4 131 -5 1 906 -49 2,17 0,05 573 511 -12,1 1 717 189<br />

83 5 859 70 2 951 -26 1,99 0,04 1 124 1 063 -5,7 2 552 399<br />

90 15 424 484 8 843 188 1,74 0,02 4 746 4 772 0,5 9 410 -567<br />

91 13 882 273 7 640 98 1,82 0,01 3 731 3 744 0,3 9 018 -1 378<br />

92 8 009 59 4 518 44 1,77 0,00 1 982 2 007 1,2 4 781 -263<br />

93 10 999 215 6 240 95 1,76 0,01 3 178 3 203 0,8 8 023 -1 783<br />

94 2 246 -54 1 067 -63 2,10 0,08 387 337 -14,8 777 290<br />

95 8 217 94 3 796 -52 2,16 0,06 1 262 1 129 -11,8 3 439 357<br />

Ges. 509 357 4 211 292 470 790 1,74 0,01 151 738 150 829 -0,6 313 620 -21 150<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 31


Voraussichtliche Entwicklung der Anzahl von Menschen mit Behinderungen in <strong>Leipzig</strong> bis 2027<br />

Jenny Richter, Heidrun Schellbach<br />

Die Autorin Richter ist Abteilungsleiterin im Sozialamt der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Frau Schellbach ist Mitarbeiterin<br />

des Amtes für Statistik und Wahlen. Die Redaktion<br />

Prognosen sind schwierig, dennoch sind sie<br />

unabdingbar, wenn man planvoll handeln will. Zu<br />

planvollem Handeln sind der Staat und damit auch<br />

die <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> im Interesse der Bürgerinnen und<br />

Bürger verpflichtet. Aus diesem Grunde werden<br />

durch die <strong>Leipzig</strong>er <strong>Stadt</strong>verwaltung seit Jahren<br />

Bevölkerungsvorausschätzungen realisiert. Die<br />

letzte stammt vom Jahr 2007. Will man nun die<br />

Entwicklung spezieller Bevölkerungsgruppen, in<br />

diesem Fall Menschen mit Behinderungen, analysieren,<br />

so liegt es nahe, diese Bevölkerungsvorausschätzung<br />

als eine Grundlage zu verwenden.<br />

Die zweite Grundlage für diese spezielle Vorausschau<br />

ist die Behindertenstatistik. Hier wird der<br />

Stand (der Status quo) von 2007 als Basis genommen<br />

und unterstellt, dass die Anteile der Menschen<br />

mit Behinderungen in den einzelnen Altersklassen<br />

auch zukünftig so bleiben, sich aber die<br />

absoluten Zahlen je nach der Anzahl der Bevölkerung<br />

innerhalb der Altersklassen ändern<br />

(Status-quo-Fortschreibung).<br />

Im Jahr 2006 beschloss der <strong>Stadt</strong>rat den Maßnahmeplan<br />

zum ‚Konzept zur Integration und<br />

Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen‘<br />

(1. Behindertenhilfeplan der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> 2005,<br />

RB 620/06 vom 22.06.2006). Eine der Maßnahmen<br />

lautete: „In Verbindung mit der Fortschreibung<br />

des Behindertenhilfeplans wird auf Grundlage<br />

der 2005 vorliegenden aktuellen Bevölkerungsprognose<br />

für <strong>Leipzig</strong> eine Prognose zur<br />

demografischen Entwicklung behinderter Menschen<br />

erstellt.“ Da jedoch zu dem Zeitpunkt noch<br />

keine aktuelle Behindertenstatistik auf Landesebene<br />

vorlag, musste diese Maßnahme verschoben<br />

werden und wird erst jetzt realisiert.<br />

Seit 1996 wurden für die <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong><br />

regelmäßige Berichte des Amtes für Statistik<br />

und Wahlen zur strukturellen Entwicklung im<br />

Behindertenbereich veröffentlicht. Die Entwick-<br />

lung bis 2007 zeigt, dass immer mehr Menschen<br />

mit schweren und Mehrfachbehinderungen gute<br />

Chancen haben, ein hohes Alter zu erreichen.<br />

Trotz nicht übersehbarer Verschiedenheiten der<br />

Lebenslagen kann von einer prinzipiellen Ähnlichkeit<br />

des Alterns von behinderten und nicht<br />

behinderten Menschen ausgegangen werden,<br />

sowohl bezüglich der Lebenserwartung, als auch<br />

der Lebensqualitätsanforderungen. Dabei ist zu<br />

berücksichtigen, dass sich erst optional ab 2010<br />

eine normale Alterspyramide bei Menschen mit<br />

angeborenen Behinderungen entwickeln wird.<br />

Dann erst werden die Auswirkungen aus der Zeit<br />

des Nationalsozialismus überwunden sein.<br />

Nach der letzten aktuellen Bevölkerungsvorausschätzung<br />

2007 des Amtes für Statistik und<br />

Wahlen wächst die Zahl der Bürgerinnen und<br />

Bürger, die 65 und älter sind, in den nächsten<br />

Jahren noch moderat an. Es wird mehr hochbetagte<br />

Menschen geben. Durch die steigende<br />

Lebenserwartung und stark besetzten Jahrgänge<br />

werden künftig in diesen Altersgruppen hohe<br />

Zuwächse erwartet. Die bisherige Entwicklung mit<br />

einem wachsenden Anteil Schwerbehinderter in<br />

den Altersgruppen der 55- bis 65-Jährigen sowie<br />

der über 75-Jährigen wird sich entsprechend<br />

auswirken. Gefordert sind spezifische Förder- und<br />

Rehabilitationskonzepte für ältere Behinderte,<br />

alternative und dezentrale Wohnformen und<br />

differenzierte ambulante Betreuungsformen, auf<br />

die in den einzelnen Kapiteln des Behindertenhilfeplans<br />

2005 eingegangen wurde.<br />

Die nachfolgende Prognose bestätigt diese<br />

voraussichtliche Entwicklung der Zahl der Menschen<br />

mit Behinderungen bis zum Jahr 2027. Die<br />

Prognose verdeutlicht, dass sowohl die Zahl der<br />

Menschen mit Behinderungen insgesamt 2007 von<br />

ca. 68 000 auf ca. 76 600 im Jahr 2027 steigen<br />

wird, als auch die Zahl der schwerbehinderten<br />

Menschen von ca. 46 000 auf 52 700. (Auf die<br />

Entwicklung der Zahl mit gültigen Schwerbehindertenausweis<br />

wird folgend nicht eingegangen.<br />

Die Angaben sind in den Übersichten jedoch zur<br />

Information enthalten.) Der Anteil der Frauen in<br />

der Altersgruppe ab 45 Jahre ist in allen Prognosezeiträumen<br />

höher, bei den über 75-Jährigen<br />

ist er sogar überdurchschnittlich höher. Der Anteil<br />

der Menschen mit Behinderungen an der<br />

Bevölkerung wird von 13,3% im Jahr 2007 auf<br />

14,4% im Jahr 2027 steigen, der Schwerbehindertenanteil<br />

von 9,0% im Jahr 2007 auf 9,9%<br />

im Jahr 2027. Somit erhöht sich dieser Anteil in<br />

den nächsten 20 Jahren voraussichtlich lediglich<br />

um 1 %. Es ist jedoch hinsichtlich der Arbeit für<br />

und mit den Menschen mit Schwerbehinderung<br />

eine große Herausforderung für die <strong>Stadt</strong>, die<br />

Infrastruktur und das Leistungsangebot entsprechend<br />

des Bedarfs zu entwickeln. Auf Beschluss<br />

des <strong>Stadt</strong>rates ist der nächste Behindertenhilfeplan<br />

im Jahr 2012 vorzulegen, der weitgehend auf<br />

den Daten aus den Jahren 2010/2011 beruhen<br />

wird. Die Prognose wird in diesem Zusammenhang<br />

fortgeschrieben.<br />

32 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Voraussichtliche Entwicklung der Zahl der Einwohner und der Behinderten gesamt in <strong>Leipzig</strong> 2007 bis 2027<br />

auf der Grundlage der Behindertenstatistik und der Bevölkerungsvorausschätzung von 2007<br />

Behinderte von...<br />

2007<br />

2012<br />

2017<br />

2022<br />

2027<br />

bis unter Behind. Schwerbehinderte Behind. Schwerbehinderte Behind. Schwerbehinderte Behind. Schwerbehinderte Behind. Schwerbehinderte<br />

... Jahre/ mit GdB laut mit gült. mit GdB laut mit gült. mit GdB laut mit gült. mit GdB laut mit gült. mit GdB laut mit gült.<br />

Einwohner 30-100 Register SchA 1) 30-100 Register SchA 1) 30-100 Register SchA 1) 30-100 Register SchA 1) 30-100 Register SchA 1)<br />

0 - 6 168 144 141 180 160 160 190 160 160 190 160 150 180 150 150<br />

6 - 15 605 503 472 760 630 590 830 690 650 860 710 670 850 710 670<br />

15 - 25 1 538 1 138 1 055 1 290 960 890 1 270 940 870 1 360 1 000 930 1 400 1 030 960<br />

25 - 35 2 364 1 548 1 405 2 630 1 720 1 560 2 490 1 630 1 480 2 300 1 510 1 370 2 260 1 480 1 340<br />

35 - 45 4 415 2 567 2 360 4 110 2 390 2 190 4 370 2 540 2 340 4 600 2 680 2 460 4 430 2 580 2 370<br />

45 - 55 8 020 4 516 4 109 8 190 4 610 4 200 8 130 4 580 4 170 7 800 4 390 3 990 8 150 4 590 4 170<br />

55 - 65 12 783 7 272 6 561 13 270 7 550 6 810 13 740 7 820 7 050 14 330 8 150 7 360 14 250 8 110 7 310<br />

65 - 75 16 445 10 793 8 862 15 180 9 960 8 180 13 150 8 630 7 080 13 700 8 990 7 380 14 170 9 300 7 640<br />

75 und älter 21 691 17 401 10 560 26 370 21 150 12 840 31 490 25 260 15 330 31 030 24 900 15 110 30 930 24 810 15 060<br />

Behinderte insg. 68 029 45 882 35 525 71 980 49 130 37 420 75 660 52 250 39 130 76 170 52 490 39 420 76 620 52 760 39 670<br />

Einwohner<br />

510 512 522 250<br />

529 240<br />

532 120<br />

533 060<br />

Quote 13,3 9,0 7,0 13,8 9,4 7,2 14,3 9,9 7,4 14,3 9,9 7,4 14,4 9,9 7,4<br />

Quellen: Statistisches Landesamt Sachsen, Kommunaler Sozialverband Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

1)<br />

Schwerbehindertenausweis<br />

Voraussichtliche Entwicklung weiblicher Einwohner und Behinderter (nach Altersgruppen) in <strong>Leipzig</strong> 2007 bis 2027<br />

auf der Grundlage der Behindertenstatistik und der Bevölkerungsvorausschätzung von 2007<br />

Behinderte von...<br />

2007<br />

2012 2017 2022<br />

2027<br />

bis unter Behind. Schwerbehinderte Behind. Schwerbehinderte Behind. Schwerbehinderte Behind. Schwerbehinderte Behind. Schwerbehinderte<br />

... Jahre/ mit GdB laut mit gült. mit GdB laut mit gült. mit GdB laut mit gült. mit GdB laut mit gült. mit GdB laut mit gült.<br />

Einwohner 30-100 Register SchA 1) 30-100 Register SchA 1) 30-100 Register SchA 1) 30-100 Register SchA 1) 30-100 Register SchA 1)<br />

0 - 6 86 70 69 90 80 80 100 80 80 100 80 70 90 70 70<br />

6 - 15 255 208 196 320 260 240 350 280 270 360 290 280 360 290 280<br />

15 - 25 650 466 435 540 390 370 540 390 360 570 400 380 580 420 390<br />

25 - 35 1 083 724 674 1 220 810 760 1 150 770 720 1 060 710 660 1 040 700 650<br />

35 - 45 2 141 1 221 1 135 1 990 1 140 1 050 2 170 1 230 1 150 2 320 1 330 1 230 2 230 1 270 1 180<br />

45 - 55 4 082 2 225 2 029 4 190 2 280 2 090 4 100 2 230 2 040 3 910 2 130 1 940 4 170 2 270 2 070<br />

55 - 65 6 636 3 645 3 298 6 950 3 820 3 450 7 120 3 910 3 540 7 340 4 030 3 650 7 190 3 940 3 570<br />

65 - 75 8 453 5 436 4 485 7 890 5 070 4 190 6 800 4 380 3 610 7 050 4 530 3 740 7 210 4 630 3 830<br />

75 und älter 14 077 11 361 6 857 16 040 12 960 7 820 18 490 14 940 9 010 18 140 14 670 8 840 18 020 14 560 8 780<br />

Behinderte insg. 37 463 25 356 19 178 39 230 26 810 20 050 40 820 28 210 20 780 40 850 28 170 20 790 40 890 28 150 20 820<br />

Einwohner<br />

263 230 269 560 272 470 273 600<br />

273 760<br />

Quote 14,2 9,6 7,3 14,6 9,9 7,4 15,0 10,4 7,6 14,9 10,3 7,6 14,9 10,3 7,6<br />

Quellen: Statistisches Landesamt Sachsen, Kommunaler Sozialverband Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

1)<br />

Schwerbehindertenausweis<br />

Voraussichtliche Entwicklung männlicher Einwohner und Behinderter (nach Altersgruppen) in <strong>Leipzig</strong> 2007 bis 2027<br />

auf der Grundlage der Behindertenstatistik und der Bevölkerungsvorausschätzung von 2007<br />

Behinderte von...<br />

2007 2012 2017 2022<br />

2027<br />

bis unter Behind. Schwerbehinderte Behind. Schwerbehinderte Behind. Schwerbehinderte Behind. Schwerbehinderte Behind. Schwerbehinderte<br />

... Jahre/ mit GdB laut mit gült. mit GdB laut mit gült. mit GdB laut mit gült. mit GdB laut mit gült. mit GdB laut mit gült.<br />

Einwohner 30-100 Register SchA 1) 30-100 Register SchA 1) 30-100 Register SchA 1) 30-100 Register SchA 1) 30-100 Register SchA 1)<br />

0 - 6 82 74 72 90 80 80 90 80 80 90 80 80 90 80 80<br />

6 - 15 350 295 276 440 370 350 480 410 380 500 420 390 490 420 390<br />

15 - 25 888 672 620 750 570 520 730 550 510 790 600 550 820 610 570<br />

25 - 35 1 281 824 731 1 410 910 800 1 340 860 760 1 240 800 710 1 220 780 690<br />

35 - 45 2 274 1 346 1 225 2 120 1 250 1 140 2 200 1 310 1 190 2 290 1 350 1 230 2 200 1 310 1 190<br />

45 - 55 3 938 2 291 2 080 4 000 2 330 2 110 4 030 2 350 2 130 3 880 2 260 2 050 3 980 2 320 2 100<br />

55 - 65 6 147 3 627 3 263 6 320 3 730 3 360 6 620 3 910 3 510 6 990 4 120 3 710 7 060 4 170 3 740<br />

65 - 75 7 992 5 357 4 377 7 290 4 890 3 990 6 350 4 250 3 470 6 650 4 460 3 640 6 960 4 670 3 810<br />

75 und älter 7 614 6 040 3 703 10 330 8 190 5 020 13 000 10 320 6 320 12 890 10 230 6 270 12 910 10 250 6 280<br />

Behinderte insg. 30 566 20 526 16 347 32 750 22 320 17 370 34 840 24 040 18 350 35 320 24 320 18 630 35 730 24 610 18 850<br />

Einwohner<br />

247 282<br />

252 690 256 770 258 520 259 300<br />

Quote 12,4 8,3 6,6 13,0 8,8 6,9 13,6 9,4 7,1 13,7 9,4 7,2 13,8 9,5 7,3<br />

Quellen: Statistisches Landesamt Sachsen, Kommunaler Sozialverband Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

1) Schwerbehindertenausweis<br />

Voraussichtliche Entwicklung der Zahl der Behinderten gesamt in <strong>Leipzig</strong> 2007 bis 2027<br />

1) Grad der<br />

Behinderung<br />

2) Schwer-<br />

behinderten-<br />

ausweis<br />

in 1 000<br />

80,0<br />

60,0<br />

40,0<br />

20,0<br />

0,0<br />

68,0<br />

Behinderte mit GdB1) 30-100<br />

2007<br />

510,5 TEinwohner<br />

45,9<br />

Schwerbeh. laut Register<br />

35,5<br />

Schwerbeh. mit gült. SchA2)<br />

2012<br />

522,3 TEinwohner<br />

72,0<br />

Behinderte mit GdB1) 30-100<br />

49,1<br />

Schwerbeh. laut Register<br />

37,4<br />

Schwerbeh. mit gült. SchA2)<br />

75,7<br />

Behinderte mit GdB1) 30-100<br />

2017<br />

529,2 TEinwohner<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 33<br />

52,3<br />

Schwerbeh. laut Register<br />

39,1<br />

Schwerbeh. mit gült. SchA2)<br />

2022<br />

532,1 TEinwohner<br />

76,2<br />

Behinderte mit GdB1) 30-100<br />

52,5<br />

Schwerbeh. laut Register<br />

39,4<br />

Schwerbeh. mit gült. SchA2)<br />

2027<br />

533,1 TEinwohner<br />

Quellen: Statistisches Landesamt Sachsen, Kommunaler Sozialverband Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

76,6<br />

Behinderte mit GdB1) 30-100<br />

52,8<br />

Schwerbeh. laut Register<br />

39,7<br />

Schwerbeh. mit gült. SchA2)


Aktuelle Vornamen der <strong>Leipzig</strong>er<br />

Andreas Martin<br />

Nach vorläufigen Angaben wurden 2008 in<br />

<strong>Leipzig</strong> rund 5 100 Mädchen und Jungen geboren.<br />

Mehr als 5 000 Geburten registrierte die Statistik<br />

zuletzt 1990 (5 613).<br />

Die <strong>Leipzig</strong>er Geburtenrate stieg demnach im<br />

abgelaufenen Jahr erneut und betrug 9,9 Lebendgeborene<br />

je 1 000 Einwohner. Auch dieser Wert<br />

wurde zuletzt 1990 mit 10,2 übertroffen. Die<br />

Fertilität lag dennoch deutlich unter dem für die<br />

einfache Reproduktion erforderlichen Wert.<br />

Im <strong>Leipzig</strong>er Standesamt wurden im Jahr 2008<br />

5 637 Lebendgeburten beurkundet. Hier enthalten<br />

sind allerdings auch in <strong>Leipzig</strong> Neugeborene,<br />

deren Mütter außerhalb <strong>Leipzig</strong>s wohnen und eine<br />

<strong>Leipzig</strong>er Klinik bevorzugt haben. Ein Jahr zuvor<br />

wurden 5 207 Geburten, 2006 nur 5 020 registriert.<br />

Gemäß einer Aufstellung des Standesamtes<br />

erhielten die Neugeborenen des Jahres 2008<br />

wiederum Vornamen aller Couleur, wobei der<br />

Trend der letzten Jahre durchaus weiterlebt.<br />

Neben traditionellen Namen aus dem deutschen<br />

Sprachraum, oftmals auch als Kurzform, behaupteten<br />

sich Namen aus dem europäischen<br />

Sprachraum unter den am meisten vergebenen<br />

Vornamen. Daneben gibt es aber eine Vielzahl<br />

weiterer Namen aus einem immer breiter<br />

gefächerten Ursprung.<br />

Spitzenreiter bei vergebenen Mädchennamen<br />

war, wie schon sechsmal seit 1999, Sophie mit<br />

126 Nennungen, gefolgt von Marie mit 80 Nennungen,<br />

Charlotte (59) und Maria (58).<br />

Bei den 2008 beurkundeten neugeborenen<br />

Jungen gab es indessen keinen solch klaren<br />

Favoriten wie bei den Mädchen. Alexander lag mit<br />

77 Nennungen nur knapp vor dem langjährigen<br />

Spitzenreiter Paul (75) und Leon (73).<br />

In der Summe der letzten fünf Jahre wurde der<br />

Mädchenname Sophie beim Standesamt 519 Mal<br />

und damit mit Abstand am meisten registriert.<br />

Gefolgt wurde Sophie von Marie (451), Maria (260),<br />

Leonie (255), Charlotte (224) und Lena (218).<br />

Leon und Paul mit jeweils 373 Nennungen sind<br />

die in diesem Zeitraum am meisten vergebenen<br />

Jungennamen gefolgt vom Spitzenreiter von 2008<br />

Alexander (314), Maximilian (247), Felix (237) und<br />

Tim (223).<br />

Deutschlandweit sind in den letzten Jahren mit<br />

relativer Konstanz Marie, Sophie, Maria und<br />

Hanna(h) bzw. Leon, Alexander, Maximilian und<br />

Luca(s)/Luka(s) die meistvergebenen Vornamen,<br />

wobei die Folge bei den Jungen öfter wechselte.<br />

Die von 2004 bis 2008<br />

in <strong>Leipzig</strong> am meisten<br />

vergebenen Vornamen:<br />

Vornamensstatistik <strong>Leipzig</strong> 2008<br />

Rang Mädchen Anzahl Rang Jungen Anzahl<br />

1 Sophie 126 1 Alexander 77<br />

2 Marie 80 2 Paul 75<br />

3 Charlotte 59 3 Leon 73<br />

4 Maria 58 4 Maximilian 63<br />

5 Johanna 47 5 Max 56<br />

6 Emily 46 6 Luca 52<br />

7 Anna 43 7 Elias 48<br />

8 Emma 42 8 Felix 47<br />

9 Helene 39 9 Tim 47<br />

10 Hannah 38 10 Anton 45<br />

11 Lena 38 11 Emil 41<br />

12 Luise 37 12 Pascal 41<br />

13 Lara 36 13 Julian 38<br />

14 Laura 34 14 Niklas 37<br />

15 Leonie 34 15 Moritz 35<br />

16 Mia 33 16 Arthur 34<br />

17 Emilia 32 17 David 33<br />

18 Josephine 32 18 Johannes 33<br />

19 Lisa 31 19 Jonas 33<br />

20 Marlene 31 20 Lukas 32<br />

21 Jasmin 30 21 Tom 32<br />

22 Lilly 30 22 Finn 30<br />

23 Sophia 30 23 Friedrich 30<br />

24 Sarah 29 24 Jakob 30<br />

25 Lea 28 25 Richard 30<br />

Quelle: Standesamt Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Die Palette der vom Standesamt <strong>Leipzig</strong> 2008<br />

beurkundeten ungewöhnlicheren Namen reichte<br />

indes von Cajus, Corentin, Don Vincenco, Gawain,<br />

Halvor, Maxx-Dilln, Navarre, Neven, Travis,<br />

Venkata und Wido bei Jungen bis Camea, Hailey,<br />

Issy, Lonneke, Maditha, Priah, Quiana, Savanna,<br />

Taylin, Toimon und Toni Laisa bei Mädchen.<br />

In der gesamten <strong>Leipzig</strong>er Einwohnerschaft gibt<br />

es laut Einwohnerregister zum 31.12.2008 insgesamt<br />

1 813 Personen mit einem Vornamen Sophie<br />

(auch in Kombination bzw. als Zweitnamen).<br />

Darunter sind 642 mit Sophie als einzigem Rufnamen,<br />

1 269, die nach 1990, und 86, die vor 1940<br />

geboren wurden. 3 844 <strong>Leipzig</strong>erinnen haben<br />

Marie im Vornamen, wobei nur 515 mit Rufnamen<br />

Marie heißen. 1 361 der Maries wurden nach 1990<br />

und 1 245 vor 1940 geboren. 4 091 Charlottes gibt<br />

es am Jahresende 2008, darunter mit einzigem<br />

Rufnamen Charlotte 1 061, nur 446, die nach<br />

1990, aber 2 343, die vor 1940 geboren wurden.<br />

Alexander heißen laut Register 3 549 <strong>Leipzig</strong>er<br />

(Rufname: 2 671, nach 1990 geboren: 826, vor<br />

1940 geboren: 104), Paul gibt es 5 186 mal (1 044;<br />

906; 1 585) und Leon 828 mal (433; 638; 0).<br />

519 451 260 373 373 314<br />

34 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Ausgewählte Daten sächsischer Städte ab 12 000 Einwohner<br />

<strong>Stadt</strong><br />

Änderung Fläche<br />

Einwohner<br />

zum in km²<br />

31.12.07<br />

31.12.00 01.01.08<br />

Lebendgeborene<br />

2007<br />

je<br />

ins-<br />

1 000<br />

gesamt<br />

Einw.<br />

Gestorbene 2007<br />

je<br />

ins-<br />

1 000<br />

gesamt<br />

Einw.<br />

Zuzüge 2007<br />

je<br />

ins-<br />

1 000<br />

gesamt<br />

Einw.<br />

Fortzüge 2007<br />

je<br />

ins-<br />

1 000<br />

gesamt<br />

Einw.<br />

<strong>Leipzig</strong> 510 512 3,5 297 4 736 9,3 5 400 10,6 24 250 47,7 19 658 38,7<br />

Dresden 507 513 6,2 328 5 307 10,5 4 778 9,4 25 919 51,2 20 487 40,5<br />

Chemnitz 244 951 -5,5 221 1 887 7,7 3 070 12,5 8 204 33,4 7 752 31,6<br />

Zwickau 95 841 -7,0 103 723 7,5 1 273 13,2 3 048 31,6 3 442 35,7<br />

Plauen 67 613 -5,5 102 527 7,7 911 13,4 1 908 28,0 2 342 34,4<br />

Görlitz 56 724 -7,9 67 470 8,3 725 12,7 2 028 35,6 2 160 37,9<br />

Freiberg 42 364 -6,7 48 332 7,8 494 11,6 1 762 41,3 2 135 50,1<br />

Bautzen 41 364 -4,6 67 347 8,3 470 11,3 1 762 42,4 2 054 49,4<br />

Hoyerswerda 40 294 -19,7 95 215 5,3 508 12,4 798 19,5 1 775 43,4<br />

Pirna 39 438 -6,3 53 294 7,4 518 13,1 1 514 38,2 1 601 40,4<br />

Freital 39 176 -2,4 41 337 8,6 462 11,8 1 689 43,1 1 502 38,4<br />

Riesa 35 508 -9,8 59 237 6,6 414 11,6 995 27,8 1 450 40,5<br />

Radebeul 33 300 3,3 26 294 8,8 357 10,7 1 744 52,4 1 585 47,7<br />

Zittau 29 361 -10,4 67 234 7,9 448 15,1 1 174 39,7 1 437 48,6<br />

Meißen 27 856 -5,2 31 246 8,8 447 16,0 1 222 43,7 1 223 43,7<br />

Delitzsch 27 181 -7,2 84 232 8,5 341 12,5 875 32,0 1 107 40,5<br />

Limbach-Oberfrohna 26 254 -4,7 50 207 7,8 339 12,8 747 28,3 959 36,3<br />

Glauchau 25 357 -7,1 51 153 6,0 323 12,6 617 24,1 850 33,3<br />

Markkleeberg 24 021 3,7 31 202 8,4 237 9,9 1 275 53,2 1 132 47,2<br />

Werdau 23 565 -9,6 66 176 7,4 317 13,4 808 34,0 1 028 43,3<br />

Annaberg-Buchholz 22 514 -8,1 28 192 8,5 367 16,2 777 34,3 897 39,6<br />

Coswig 22 057 -8,2 26 135 6,1 201 9,1 920 41,6 960 43,4<br />

Crimmitschau 21 684 -7,0 61 137 6,3 304 13,9 591 27,1 693 31,8<br />

Borna 21 539 -11,1 62 142 6,5 289 13,3 615 28,2 1 006 46,1<br />

Reichenbach i. Vogtl. 21 210 -9,6 30 146 6,8 347 16,3 786 36,8 854 40,0<br />

Döbeln 20 726 -10,4 33 179 8,6 286 13,7 917 44,0 1 026 49,2<br />

Auerbach/Vogtl. 20 620 -8,9 55 144 6,9 314 15,1 681 32,8 785 37,8<br />

Weißwasser/O.L. 20 298 -22,3 63 144 7,0 256 12,5 658 32,0 1 072 52,1<br />

Grimma 19 289 -5,8 76 166 8,6 218 11,3 729 37,6 846 43,7<br />

Schwarzenberg/Erzg. 19 187 -11,1 46 143 7,4 268 13,9 608 31,5 770 39,8<br />

Radeberg 18 411 -1,8 30 157 8,5 205 11,1 821 44,3 926 50,0<br />

Schkeuditz 18 150 -5,3 81 112 6,1 219 12,0 781 42,7 969 53,0<br />

Aue 17 936 -7,7 21 126 7,0 286 15,8 1 014 56,1 1 134 62,7<br />

Torgau 17 837 -8,2 42 133 7,4 283 15,6 798 44,1 1 153 63,7<br />

Kamenz 17 802 -6,4 53 151 8,4 200 11,2 800 44,7 957 53,4<br />

Wurzen 17 341 -8,6 69 151 8,6 229 13,1 522 29,9 725 41,5<br />

Löbau 17 278 -11,4 79 171 9,8 216 12,4 630 36,0 1 010 57,8<br />

Eilenburg 17 248 -7,1 47 143 8,3 209 12,1 565 32,7 607 35,1<br />

Meerane 16 752 -10,8 20 115 6,8 257 15,3 504 29,9 547 32,5<br />

Heidenau 16 456 -4,2 11 141 8,5 181 10,9 752 45,4 951 57,4<br />

Frankenberg/Sa. 16 283 -8,8 65 112 6,8 207 12,6 523 31,9 669 40,8<br />

Mittweida 16 152 -5,2 41 139 8,6 246 15,2 779 48,0 797 49,2<br />

Hohenstein-Ernstthal 16 101 -6,9 18 107 6,6 289 17,8 604 37,2 664 40,9<br />

Schneeberg 16 042 -10,7 23 115 7,1 182 11,2 561 34,6 835 51,5<br />

Oschatz 15 745 -9,8 55 118 7,4 165 10,4 555 35,0 776 48,9<br />

Großenhain 15 652 -10,4 44 115 7,3 180 11,4 525 33,2 776 49,1<br />

Markranstädt 15 277 -2,7 58 101 6,6 168 11,0 649 42,3 694 45,3<br />

Taucha 14 561 -0,8 33 95 6,5 158 10,9 778 53,6 624 43,0<br />

Neustadt/Sa. 14 438 -11,6 83 112 7,7 149 10,2 342 23,5 547 37,6<br />

Marienberg 13 766 -9,4 106 104 7,5 165 11,9 409 29,5 587 42,3<br />

Wilsdruff 13 682 1,4 82 121 8,8 112 8,2 577 42,0 687 50,0<br />

Lichtenstein/Sa. 13 226 -7,6 15 84 6,3 202 15,2 359 27,0 382 28,7<br />

Bischofswerda 12 545 -9,8 46 100 7,9 243 19,2 488 38,6 532 42,1<br />

Mülsen (Gemeinde) 12 460 -3,8 50 95 7,6 137 11,0 331 26,5 353 28,3<br />

Oelsnitz/Erzgeb. 12 417 -5,5 26 94 7,6 164 13,2 460 37,0 458 36,8<br />

Stollberg/Erzgeb. 12 191 -10,9<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen<br />

39 83 6,8 163 13,3 415 33,8 537 43,7<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 35


<strong>Stadt</strong><br />

Einwohner<br />

31.12.07<br />

SV-Beschäftigte<br />

am<br />

Arbeitsort<br />

30.06.07<br />

je 1 000<br />

Einw.<br />

Beschäftigte<br />

im<br />

Verarb.<br />

Gewerbe<br />

2007<br />

je 1 000<br />

Einw.<br />

Tourismus 2007<br />

Ankünfte<br />

je Einw.<br />

Übernacht<br />

je Einw.<br />

Steuereinnahmekraft<br />

2007<br />

1 000 €<br />

je Einw.<br />

in €<br />

Schulden-<br />

stand 31.12.2007<br />

1 000 €<br />

je Einw.<br />

in €<br />

Gewerbe-<br />

steuer 2007<br />

Hebe-<br />

satz in %<br />

je Einw.<br />

in €<br />

<strong>Leipzig</strong> 510 512 403 31,6 1,9 3,6 289 213 570 898 978 1 772 460 325<br />

Dresden 507 513 438 55,3 3,0 6,5 302 747 599 18 325 36 450 346<br />

Chemnitz 244 951 435 53,1 0,9 1,8 134 486 548 308 589 1 258 450 286<br />

Zwickau 95 841 474 117,4 0,7 1,2 51 409 534 86 939 902 450 276<br />

Plauen 67 613 367 71,3 0,6 1,0 33 450 491 73 722 1 082 420 245<br />

Görlitz 56 724 317 53,1 1,4 2,7 22 871 403 43 129 759 450 190<br />

Freiberg 42 364 449 103,7 0,9 1,9 61 504 1 443 4 988 117 390 1 245<br />

Bautzen 41 364 582 64,3 1,7 3,7 25 399 611 16 840 405 400 364<br />

Hoyerswerda 40 294 266 15,1 0,4 0,9 17 879 436 47 562 1 159 490 232<br />

Pirna 39 438 318 39,5 0,9 2,4 17 833 450 20 142 508 400 217<br />

Freital 39 176 236 38,6 0,6 1,1 16 774 429 21 326 545 380 184<br />

Riesa 35 508 342 71,0 0,7 1,2 24 242 675 48 585 1 354 380 442<br />

Radebeul 33 300 413 122,8 2,6 6,0 23 099 696 40 048 1 207 400 400<br />

Zittau 29 361 361 48,9 0,6 1,1 11 768 397 34 323 1 159 419 207<br />

Meißen 27 856 434 87,4 2,2 4,1 12 870 461 48 622 1 740 400 230<br />

Delitzsch 27 181 289 44,4 0,6 1,1 10 607 388 18 819 688 380 141<br />

Limbach-Oberfrohna 26 254 306 112,6 1,0 2,9 11 521 436 14 538 550 390 208<br />

Glauchau 25 357 519 74,7 0,4 0,8 9 711 380 24 132 944 385 147<br />

Markkleeberg 24 021 235 9,3 1,7 3,0 12 599 525 15 562 649 420 213<br />

Werdau 23 565 246 23,0 0,3 0,6 7 775 327 14 453 608 375 99<br />

Annaberg-Buchholz 22 514 465 45,7 0,8 1,9 10 246 452 15 725 694 360 203<br />

Coswig 22 057 242 72,7 0,5 0,9 8 779 396 18 852 851 400 116<br />

Crimmitschau 21 684 285 67,1 0,4 0,9 8 146 373 11 765 538 380 167<br />

Borna 21 539 322 17,1 0,2 0,2 8 511 389 9 527 436 400 179<br />

Reichenbach i. Vogtl. 21 210 241 19,3 0,2 0,4 7 753 363 19 091 895 360 127<br />

Döbeln 20 726 433 118,8 0,4 0,7 12 344 590 18 264 872 380 330<br />

Auerbach/Vogtl. 20 620 240 23,5 1,2 3,2 8 293 400 13 481 650 380 161<br />

Weißwasser/O.L. 20 298 226 35,6 0,6 1,4 15 221 739 19 788 960 410 544<br />

Grimma 19 289 409 44,2 1,1 1,7 9 740 502 16 725 862 400 226<br />

Schwarzenberg/Erzg. 19 187 338 98,4 1,1 2,9 8 159 421 7 778 402 370 193<br />

Radeberg 18 411 392 130,6 1,1 2,1 11 963 643 12 092 650 380 346<br />

Schkeuditz 18 150 575 84,1 3,2 6,4 17 296 948 10 032 550 380 594<br />

Aue 17 936 506 88,4 0,4 0,9 15 457 854 10 504 580 390 643<br />

Torgau 17 837 418 60,9 1,0 1,5 8 046 444 19 825 1 093 400 204<br />

Kamenz 17 802 395 35,0 0,4 1,0 10 863 606 10 155 567 375 349<br />

Wurzen 17 341 302 81,2 0,2 0,3 8 907 510 12 654 725 400 279<br />

Löbau 17 278 361 31,3 0,3 1,7 7 675 440 18 150 1 041 400 212<br />

Eilenburg 17 248 297 53,3 . . 8 303 479 16 679 963 400 244<br />

Meerane 16 752 277 62,5 1,5 2,7 11 030 656 32 597 1 938 340 385<br />

Heidenau 16 456 252 45,6 0,9 2,0 7 864 474 10 098 608 400 233<br />

Frankenberg/Sa. 16 283 224 60,1 0,8 1,5 6 173 377 2 905 177 375 143<br />

Mittweida 16 152 405 63,1 1,0 2,3 9 119 565 2 605 161 390 318<br />

Hohenstein-Ernstthal 16 101 256 56,5 0,8 2,3 7 170 442 11 693 720 380 199<br />

Schneeberg 16 042 179 20,5 1,3 3,7 4 886 301 14 643 902 405 105<br />

Oschatz 15 745 386 64,7 0,4 0,6 8 512 536 17 417 1 096 375 252<br />

Großenhain 15 652 367 49,4 0,2 0,4 7 679 487 15 322 972 380 241<br />

Markranstädt 15 277 327 55,1 0,5 1,1 9 937 649 9 956 650 380 334<br />

Taucha 14 561 241 6,5 0,7 1,3 8 197 565 11 352 782 370 227<br />

Neustadt/Sa. 14 438 266 46,5 0,5 1,5 5 366 369 8 206 564 400 138<br />

Marienberg 13 766 411 101,6 0,8 1,8 5 771 415 10 371 746 390 194<br />

Wilsdruff 13 682 368 40,8 4,4 7,1 9 255 674 20 120 1 466 380 373<br />

Lichtenstein/Sa. 13 226 295 83,8 0,3 0,7 7 044 530 11 660 877 390 322<br />

Bischofswerda 12 545 340 46,4 0,3 0,5 4 239 335 4 723 373 410 95<br />

Mülsen (Gemeinde) 12 460 129 25,3 0,3 0,7 4 369 350 7 612 610 375 118<br />

Oelsnitz/Erzgeb. 12 417 220 51,7 . . 3 268 262 6 516 523 390 72<br />

Stollberg/Erzgeb. 12 191 451 123,3 0,3 0,6 6 973 568 16 169 1 316 375 324<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen<br />

36 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Quartalszahlen für das 4. Quartal 2008<br />

und erste Jahresdaten 2008<br />

Alle Angaben sind vorläufig.<br />

Tendenzen der wirtschaftlichen Entwicklung - <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong><br />

(Gleitender Dreimonatsdurchschnitt der jeweils letzten drei Monate - Veränderung zum Vorjahreszeitraum)<br />

Stand: Dezember 2008<br />

Merkmal<br />

2007 2008<br />

Dez Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul<br />

Umsatz<br />

Verarbeitendes Gewerbe �� � � � � � �� � � � � �� ...<br />

Bauhauptgewerbe � � � �� �� � � � � �� �� � ...<br />

Auslandsumsatz<br />

Verarbeitendes Gewerbe ��� �� � � � � �� �� � � �� � ...<br />

Auftragseingang<br />

Verarbeitendes Gewerbe �� � � � �� � � � � � � �� ...<br />

Bauhauptgewerbe ��� ��� ��� �� ��� ��� � ��� �� �� ��� ��� ...<br />

Übernachtungen � � � � � � � � � � � � ...<br />

Flughafen<br />

Verkehrseinheiten 1) ��� ��� ��� ��� ��� ��� ��� ��� ��� ��� ��� ��� ���<br />

Arbeitslosenzahl � � � � � � � � � � � � �<br />

Verbraucherpreisindex 2) ��� �� �� ��� �� ��� ��� ��� ��� ��� �� � ��<br />

Insgesamt<br />

GESAMTTENDENZ � � � � � � � � � � � � ...<br />

1) Eine Verkehrseinheit entspricht einem gewerblichem Passagier oder 100 kg Luftfracht/Luftpost, ohne Transit<br />

2) Angaben für Sachsen<br />

Veränderungsraten (ohne Preisindex): Verbraucherpreisindex:<br />

20 % � Veränderungsrate ��� 3 % � Veränderungsrate ���<br />

10 % � Veränderungsrate < 20 % �� 2 % � Veränderungsrate < 3 % ��<br />

1 % � Veränderungsrate < 10 % � 1 % � Veränderungsrate < 2 % �<br />

- 1 % < Veränderungsrate < 1 % � - 1 % � Veränderungsrate < 1 % �<br />

- 10 % < Veränderungsrate � - 1 % �<br />

- 20 % < Veränderungsrate � - 10 % ��<br />

Veränderungsrate � - 20 % ���<br />

Gesamttendenz:<br />

Die Veränderungsraten wurden mit Punkten bewertet (��� entspricht +3 Punkten, ��� entspricht - 3 Punkten;<br />

bei Arbeitslosenzahl und Preisindex entsprechend umgekehrt)<br />

21 � Punkte ���<br />

13 � Punkte � 20 ��<br />

4 � Punkte � 12 �<br />

- 3 � Punkte � 3 �<br />

- 12 � Punkte � - 4 �<br />

- 20 � Punkte � - 13 ��<br />

Punkte � - 21 ���<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]<br />

Aug<br />

Sep<br />

Okt<br />

Nov<br />

Dez<br />

37


Tsd. Einwohner<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Personen<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Standesamt, StaLa Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Tsd. Personen<br />

Quelle: Bundesagentur für Arbeit Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Mio. €<br />

525<br />

510<br />

495<br />

480<br />

465<br />

450<br />

8 000<br />

7 000<br />

6 000<br />

5 000<br />

4 000<br />

3 000<br />

35<br />

30<br />

25<br />

20<br />

15<br />

10<br />

2 000<br />

1 600<br />

1 200<br />

800<br />

400<br />

0<br />

Bevölkerungsstand<br />

I. Quartal 2005 bis IV. Quartal 2008<br />

Zu- und Wegzüge<br />

I. Quartal 2005 bis IV. Quartal 2008<br />

Zuzüge<br />

Verarbeitendes Gewerbe<br />

I. Quartal 2005 bis IV. Quartal 2008<br />

Gesamtumsatz<br />

Hauptwohnbevölkerung<br />

Deutsche<br />

Hauptwohnbevölkerung<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Wegzüge<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Arbeitslose<br />

I. Quartal 2005 bis IV. Quartal 2008<br />

Frauen<br />

Auftragseingang<br />

Männer<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Gewerbean- und -abmeldungen<br />

I. Quartal 2005 bis IV. Quartal 2008<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Ordnungsamt Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Personen<br />

Tsd. Personen<br />

Anzahl<br />

1 600<br />

1 400<br />

1 200<br />

1 000<br />

110<br />

105<br />

100<br />

800<br />

600<br />

95<br />

90<br />

85<br />

2 400<br />

2 000<br />

1 600<br />

1 200<br />

Sozialversicherungspflichtig d. Gewerbe Beschäftigte<br />

800<br />

400<br />

Geburten und Sterbefälle<br />

I. Quartal 2005 bis IV. Quartal 2008<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

I. Quartal 2004 bis IV. Quartal 2007<br />

Arbeitsort <strong>Leipzig</strong><br />

Sterbefälle<br />

Frauen<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Gewerbeanmeldungen<br />

Gewerbeabmeldungen<br />

Männer<br />

Geburten<br />

2005 2006 2007 2008 2005 2006 2007 2008<br />

Anzahl<br />

500<br />

400<br />

300<br />

200<br />

100<br />

0<br />

Eheschließungen und Ehescheidungen<br />

I. Quartal 2005 bis IV. Quartal 2008<br />

Ehescheidungen<br />

Eheschließungen<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

2005 2006 2007 2008 2005 2006 2007 2008<br />

2005 2006 2007 2008 2004 2005 2006 2007<br />

2005 2006 2007 2008<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

2005 2006 2007 2008<br />

38 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Mio. €<br />

Quelle: <strong>Stadt</strong>kämmerei Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Polizeidirektion Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Tsd. Personen<br />

100<br />

80<br />

60<br />

40<br />

20<br />

0<br />

Kommunale Steuereinnahmen<br />

I. Quartal 2005 bis IV. Quartal 2008<br />

Gewerbesteuer<br />

(netto)<br />

Gemeinschaftssteuern(Gemeindeanteil)<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Quelle: Flughafen <strong>Leipzig</strong>/Halle GmbH Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Tsd. Besucher<br />

Quellen: Zoo, <strong>Stadt</strong>geschichtliches Museum Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Gewandhaus Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

um Prozent<br />

1 000<br />

800<br />

600<br />

400<br />

200<br />

750<br />

600<br />

450<br />

300<br />

150<br />

0<br />

Besucher ausgewählter Einrichtungen<br />

I. Quartal 2005 bis IV. Quartal 2008<br />

Zoo <strong>Leipzig</strong><br />

<strong>Stadt</strong>geschichtliches Museum<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Verbraucherpreisindex Preis im Freistaat Sachsen<br />

10<br />

8<br />

6<br />

4<br />

2<br />

0<br />

0<br />

Luftverkehr (Flughafen <strong>Leipzig</strong>/Halle)<br />

I. Quartal 2005 bis IV. Quartal 2008<br />

Fluggäste insgesamt<br />

Januar 2006 bis Dezember 2008<br />

Veränderung gegenüber:<br />

Jahresdurchschnitt<br />

2005<br />

darunter: Inland<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Vorjahresmonat<br />

Feinstaubbelastung (<strong>Leipzig</strong>-Mitte)<br />

I. Quartal 2005 bis IV. Quartal 2008<br />

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong> Quelle: Sächs. LA für Umwelt und Geologie Amt für Statistik und Wahlen <strong>Leipzig</strong><br />

Anzahl<br />

Anzahl (Tsd.)<br />

Tsd. Besucher<br />

Tage<br />

5 000<br />

4 000<br />

3 000<br />

2 000<br />

1 000<br />

600<br />

500<br />

400<br />

300<br />

200<br />

100<br />

100<br />

40<br />

32<br />

24<br />

16<br />

80<br />

60<br />

40<br />

20<br />

8<br />

0<br />

0<br />

0<br />

Verkehrsunfälle in <strong>Leipzig</strong><br />

I. Quartal 2005 bis IV. Quartal 2008<br />

Verkehrsunfälle<br />

insgesamt<br />

Übernachtungen in <strong>Leipzig</strong><br />

I. Quartal 2005 bis IV. Quartal 2008<br />

Übernachtungen insgesamt<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Gewandhaus-Besucher<br />

I. Quartal 2005 bis IV. Quartal 2008<br />

Mietveranstaltungen<br />

Unfälle mit<br />

Personenschaden<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

2005 2006 2007 2008 2005 2006 2007 2008<br />

darunter:<br />

Gäste aus Deutschland<br />

2005 2006 2007 2008 2005 2006 2007 2008<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

Anzahl der Tage mit<br />

Grenzwertüberschreitung<br />

eigene<br />

Veranstaltungen<br />

2005 2006 2007 2008 2005 2006 2007 2008<br />

Jan Dez Jan Dez Jan Dez<br />

2006 2007 2008<br />

I II III IV I II III IV I II III IV I II III IV<br />

2005 2006 2007 2008<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 39


Bevölkerungsstand<br />

Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Einwohner mit Hauptwohnung ...................................... 2008 ... 510 950 511 676 ... ...<br />

2007 510 512 507 095 507 360 508 605 510 512<br />

davon: männlich ........................................................ 2008 ... 247 641 248 119 ... ...<br />

2007 247 282 245 369 245 576 246 400 247 282<br />

weiblich .......................................................... 2008 ... 263 309 263 557 ... ...<br />

2007 263 230 261 726 261 784 262 205 263 230<br />

davon: Deutsche insgesamt ...................................... 2008 ... 478 173 478 774 ... ...<br />

2007 477 724 474 964 475 224 476 172 477 724<br />

davon: männlich ........................................ 2008 ... 228 704 229 114 ... ...<br />

2007 228 329 226 652 226 934 227 558 228 329<br />

weiblich ......................................... 2008 ... 249 469 249 660 ... ...<br />

2007 249 395 248 312 248 290 248 614 249 395<br />

Ausländer insgesamt ..................................... 2008 ... 32 777 32 902 ... ...<br />

2007 32 788 32 131 32 136 32 433 32 788<br />

davon: männlich ........................................ 2008 ... 18 937 19 005 ... ...<br />

2007 18 953 18 717 18 642 18 842 18 953<br />

weiblich ......................................... 2008 ... 13 840 13 897 ... ...<br />

2007 13 835 13 414 13 494 13 591 13 835<br />

Ausländerquote (in Prozent) ......................................... 2008 ... 6,4 6,4 ... ...<br />

2007 6,4 6,3 6,3 6,4 6,4<br />

Eheschließungen ........................................................... 2008 1 326 172 330 483 341<br />

(Quelle: Standesamt) 2007 1 352 170 385 476 321<br />

Eintragung von Lebenspartnerschaften ........................ 2008 52 8 8 21 15<br />

(Quelle: Standesamt) 2007 25 6 7 9 3<br />

Ehescheidungen ............................................................ 2008 920 235 216 236 233<br />

(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen) 2007 898 217 227 215 239<br />

Natürliche Bevölkerungsbewegung<br />

(Quelle: Einwohnerregister)<br />

Geburten ....................................................................... 2008 5 263 1 278 1 250 1 379 1 356<br />

2007 4 690 1 111 1 037 1 316 1 226<br />

davon: männlich ........................................................ 2008 2 694 666 649 702 677<br />

2007 2 369 532 535 674 628<br />

weiblich .......................................................... 2008 2 569 612 601 677 679<br />

2007 2 321 579 502 642 598<br />

Sterbefälle ..................................................................... 2008 5 585 1 502 1 486 1 278 1 319<br />

2007 5 350 1 337 1 574 1 252 1 187<br />

davon: männlich ........................................................ 2008 2 504 643 672 573 616<br />

2007 2 378 599 699 543 537<br />

weiblich .......................................................... 2008 3 081 859 814 705 703<br />

2007 2 972 738 875 709 650<br />

Saldo Geburten - Sterbefälle ......................................... 2008 - 322 - 224 - 236 + 101 + 37<br />

2007 - 660 - 226 - 537 + 64 + 39<br />

40 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Räumliche Bevölkerungsbewegung (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen )<br />

Zuzüge ............................................................................. 2008 ... 5 542 5 357 ... ...<br />

2007 24 250 5 243 4 970 7 152 6 885<br />

davon: männlich ........................................................... 2008 ... 2 888 2 819 ... ...<br />

2007 12 243 2 716 2 628 3 592 3 307<br />

weiblich ............................................................. 2008 ... 2 654 2 538 ... ...<br />

2007 12 007 2 527 2 342 3 560 3 578<br />

Wegzüge .......................................................................... 2008 ... 4 755 4 513 ... ...<br />

2007 19 658 4 372 4 415 5 864 5 007<br />

davon: männlich ........................................................... 2008 ... 2 454 2 352 ... ...<br />

2007 10 028 2 269 2 347 2 858 2 554<br />

weiblich ............................................................. 2008 ... 2 301 2 161 ... ...<br />

2007 9 630 2 103 2 068 3 006 2 453<br />

Wanderungssaldo ............................................................ 2008 ... + 787 + 844 ... ...<br />

2007 4 592 + 871 + 555 + 1 288 + 1 878<br />

Innerstädtische Umzüge (Quelle: Einwohnerregister) .... 2008 51 715 12 671 12 842 r 13 412 12 790<br />

Meldepflichtige übertragbare Krankheiten (Quelle: Gesundheitsamt)<br />

2007 51 867 12 672 12 668 13 205 13 322<br />

Gemeldete Infektionskrankheiten ..................................... 2008 6 263 2 345 1 562 812 1 544<br />

2007 5 985 1 763 1 454 958 1 810<br />

darunter: ansteckende Durchfallerkrankungen ............... 2008 5 410 2 138 1 284 607 1 381<br />

2007 4 753 1 324 1 061 772 1 596<br />

Virushepatitis ................................................... 2008 157 49 52 37 19<br />

2007 167 27 64 44 32<br />

Meningokokken-Meningitis .............................. 2008 . - - - .<br />

2007 3 . . . -<br />

Pertussis (Keuchhusten) 2008 72 25 14 19 14<br />

2007 102 . . . .<br />

Virusgrippe (Influenza) .................................... 2008 90 66 14 - 10<br />

2007 178 165 12 . .<br />

Borreliose ....................................................... 2008 71 . . 31 30<br />

2007 65 17 7 32 9<br />

1)<br />

Anzahl der Häufungen obiger Infektionskrankheiten .... 2008 56 21 15 7 13<br />

2007 36 5 10 3 18<br />

Anzahl der betroffenen Personen .................................... 2008 1 038 466 264 39 269<br />

2007 686 94 106 24 462<br />

Tuberkulose-Neuerkrankungen ........................................ 2008 41 9 15 9 8<br />

2007 29 6 4 9 10<br />

darunter: Atmungsorgane ................................................. 2008 29 7 11 7 4<br />

Sexuell übertragbare Krankheiten (Quelle: Gesundheitsamt)<br />

2007 23 5 3 8 7<br />

Gonorrhoe ....................................................... 2008 121 28 22 29 42<br />

2007 90 26 24 21 19<br />

Syphillis ........................................................... 2008 59 22 14 r 12 11<br />

2007 27 10 8 5 4<br />

Urogenitale Chlamydieninfektionen ................ 2008 825 168 180 211 266<br />

2007 529 188 128 125 88<br />

HIV-Neuinfektionen ......................................... 2008 14 . 5 5 .<br />

2007 6 . . . .<br />

1) zwei oder mehr gleichartige Erkrankungen, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 41


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Kommunale Finanzen<br />

(Quelle: <strong>Stadt</strong>kämmerei)<br />

Grundsteuer ...................................................... 1 000 € 2008 65 552 15 686 15 722 20 176 13 968<br />

2007 66 934 16 355 15 214 20 475 14 890<br />

Gewerbesteuer (brutto) ................................... 1 000 € 2008 193 630 57 166 46 186 48 059 42 219<br />

2007 164 672 50 274 41 281 25 961 47 156<br />

Gemeindeanteil an der Einkommensteuer ...... 1 000 € 2008 89 254 10 250 17 155 19 261 42 588<br />

2007 60 865 4 387 10 389 14 048 32 041<br />

Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer ...... ...... 1 000 € 2008 30 688 7 794 7 576 7 592 7 726<br />

2007 29 319 7 138 7 377 7 392 7 412<br />

Vergnügungssteuer ......................................... 1 000 € 2008 1 633 470 686 336 141<br />

2007 1 494 273 182 557 482<br />

Hundesteuer .................................................... 1 000 € 2008 1 398 566 171 523 138<br />

2007 1 383 572 151 535 125<br />

Zweitwohnungssteuer .............................. ...... 1 000 € 2008 427 31 197 39 160<br />

2007 455 123 146 51 135<br />

Gewerbesteuerumlage .................................... 1 000 € 2008 14 759 1 750 3 728 3 012 6 269<br />

2007 8 811 - 3 048 4 154 3 412 4 293<br />

Steuereinnahmen (netto) insgesamt ............... 1 000 € 2008 367 823 90 213 83 965 92 974 100 671<br />

2007 316 312 82 170 70 587 65 607 97 948<br />

Schuldenstand ................................................... Mio. € 2008 x 883 875 851 843<br />

2007 x 887 904 889 899<br />

Schuldenstand je Einwohner ..................................... € 2008 x 1 741 1 724 1 668 1 648<br />

Gewerbean- und -abmeldungen<br />

(Quelle: Ordnungsamt/Gewerbebehörde)<br />

2007 x 1 773 1 783 1 777 1 772<br />

Anmeldungen ................................................................. 2008 6 623 1 694 1 743 1 698 1 488<br />

2007 6 464 1 717 1 679 1 546 1 522<br />

Abmeldungen ................................................................. 2008 5 806 1 634 1 298 1 402 1 472<br />

Insolvenzverfahren<br />

(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

2007 4 982 1 335 1 207 1 102 1 338<br />

Insolvenzverfahren insgesamt ...................................... 2008 ... 539 667 453 ...<br />

2007 2 295 653 553 531 558<br />

darunter: private Personen und Nachlässe ................. 2008 ... 448 r 379 365 ...<br />

2007 1 951 555 467 440 489<br />

Kriminalität<br />

(Quelle: Polizeidirektion <strong>Leipzig</strong>)<br />

Straftaten insgesamt ...................................................... 2008 ... 16 420 16 096 14 632 ...<br />

2007 64 855 15 868 16 367 17 004 15 616<br />

Aufklärungsquote .......................................................% 2008 ... 49,8 47,1 48,3 ...<br />

2007 48,0 51,5 47,9 46,1 46,5<br />

Tatverdächtige ............................................................... 2008 ... 6 281 6 659 6 142 ...<br />

2007 19 133 6 995 6 722 6 772 6 088<br />

darunter: Ausländer ........................................................ 2008 ... 615 628 608 ...<br />

2007 2 161 776 666 736 616<br />

42 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte<br />

(Quellen: Statistisches Landesamt Sachsen,<br />

Statistik der Bundesagentur für Arbeit)<br />

Beschäftigte am Arbeitsort <strong>Leipzig</strong> ................................. 2008 ... 204 344 ... ... ...<br />

2007 205 633 199 638 200 064 205 045 205 633<br />

davon: Männer .......................................................... 2008 ... 98 391 ... ... ...<br />

2007 99 198 95 654 96 547 99 426 99 198<br />

Frauen ........................................................... 2008 ... 105 953 ... ... ...<br />

2007 106 435 103 984 103 517 105 619 106 435<br />

Beschäftigte am Wohnort <strong>Leipzig</strong> ................................. 2008 ... 160 062 161 918 ... ...<br />

2007 160 011 154 545 155 098 159 560 160 011<br />

davon: Männer .......................................................... 2008 ... 79 262 80 605 ... ...<br />

2007 79 381 76 090 76 943 79 453 79 381<br />

Frauen ...................................... .................... 2008 ... 80 800 81 313 ... ...<br />

2007 80 630 78 455 78 155 80 107 80 630<br />

außerdem: geringfügig entlohnte Beschäftigte<br />

am Arbeitsort <strong>Leipzig</strong> ................................. 30.06.2007<br />

30.06.2006<br />

am Wohnort <strong>Leipzig</strong> ................................... 30.06.2007<br />

30.06.2006<br />

Insgesamt ausschließlich im Nebenjob<br />

43 168 33 755 9 413<br />

42 562<br />

33 915<br />

8 647<br />

31 607<br />

31 318<br />

24 976<br />

25 003<br />

6 631<br />

6 315<br />

Arbeitslose in der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> ..................................... 2008 36 808 40 598 38 465 39 027 36 808<br />

(Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit) 2007 39 089 44 255 42 654 42 380 39 089<br />

darunter: Frauen ........................................................... 2008 16 593 18 241 17 647 18 202 16 593<br />

2007 17 982 20 014 19 646 19 698 17 982<br />

unter 25 Jahre ............................................... 2008 4 002 4 806 4 397 5 248 4 002<br />

2007 4 293 5 207 4 765 5 933 4 293<br />

Langzeitarbeitslose ....................................... 2008 15 865 18 111 17 626 17 015 15 865<br />

2007 17 701 20 276 19 402 18 465 17 701<br />

Arbeitslosenquote aller zivilen Erwerbspersonen ........... 2008 14,6 16,1 15,3 15,5 14,6<br />

2007 15,5 17,7 16,9 16,8 15,5<br />

Arbeitslosenquote aller abhängigen zivilen .................... 2008 16,4 18,0 17,1 17,4 16,4<br />

Erwerbspersonen 2007 17,4 19,8 18,9 18,8 17,4<br />

Arbeitslose nach SGB III insgesamt ............................... 2008 7 878 8 603 7 495 8 207 7 878<br />

2007 7 635 10 711 9 108 9 226 7 635<br />

darunter: Frauen ........................................................... 2008 3 659 4 104 3 811 4 178 3 659<br />

2007 3 998 5 365 4 934 4 920 3 998<br />

unter 25 Jahre ............................................... 2008 1 194 1 462 1 115 1 733 1 194<br />

2007 1 137 1 634 1 210 2 053 1 137<br />

Arbeitslose nach SGB II insgesamt ................................ 2008 28 930 31 995 30 970 30 820 28 930<br />

2007 31 454 33 590 33 551 33 157 31 454<br />

darunter: Frauen ........................................................... 2008 12 934 14 137 13 836 14 024 12 934<br />

2007 13 984 14 666 14 711 14 778 13 984<br />

unter 25 Jahre ............................................... 2008 2 808 3 344 3 282 3 515 2 808<br />

2007 3 156 3 579 3 555 3 880 3 156<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 43


Leistungsempfänger in der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong><br />

Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

(Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit)<br />

Leistungsempfänger - Rechtskreis SGB III<br />

Empfänger insgesamt ................................................... 2008 ... 8 393 7 189 7 226 ...<br />

2007 7 292 9 699 7 971 7 966 7 292<br />

darunter: Empfänger ALG I ......................................... 2008 ... 8 058 6 835 6 939 6 884<br />

2007 7 043 9 385 7 721 7 760 7 043<br />

darunter: Frauen ........................................ 2008 ... 3 652 3 339 3 436 ...<br />

2007 3 469 4 340 3 916 3 928 3 469<br />

Leistungsempfänger - Rechtskreis SGB II - vorläufige Werte<br />

Bedarfsgemeinschaften (BG) insgesamt ....................... 2008 45 188 47 148 47 194 46 685 45 188<br />

2007 46 409 47 469 48 055 47 742 46 409<br />

darunter: BG mit einer Person .................................... 2008 27 015 27 619 27 802 27 602 27 015<br />

2007 27 098 27 575 27 943 27 797 27 098<br />

monatliche Leistungen pro BG in Euro .......................... 2008 759,50 762,03 760,75 761,49 759,50<br />

(auf Basis aller Bedarfsgemeinschaften) 2007 758,40 676,70 769,30 763,92 758,40<br />

darunter: ALG II ............................................................ 2008 323,58 326,98 325,58 326,39 323,58<br />

2007 327,33 334,29 333,74 332,04 327,33<br />

Leistungen für Unterkunft und Heizung ........ 2008 268,38 267,11 267,93 267,13 268,38<br />

2007 268,56 269,14 269,41 267,80 268,56<br />

Sozialgeld ..................................................... 2008 9,78 9,30 9,26 9,71 9,78<br />

2007 9,29 9,39 9,27 9,34 9,29<br />

Personen in Bedarfsgemeinschaften ........................... 2008 77 189 81 844 81 751 80 708 77 189<br />

2007 80 684 82 861 83 744 83 174 80 684<br />

davon: Erwerbsfähige Hilfebedürftige ...................... 2008 59 368 63 043 62 904 61 927 59 368<br />

2007 62 143 64 101 64 866 64 285 62 143<br />

darunter: Frauen ........................................ 2008 29 410 31 000 31 001 30 726 29 410<br />

2007 30 664 31 230 31 670 31 674 30 664<br />

unter 25 Jahre ............................ 2008 10 427 11 674 11 699 11 299 10 427<br />

2007 11 584 12 655 12 724 12 409 11 584<br />

Ausländer ................................... 2008 6 042 6 130 6 167 6 151 6 042<br />

2007 5 925 5 948 5 999 6 014 5 925<br />

Nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige ............. 2008 17 821 18 801 18 847 18 781 17 821<br />

2007 18 541 18 760 18 878 18 889 18 541<br />

darunter: unter 15 Jahre .......................... 2008 17 381 18 369 18 379 18 317 17 381<br />

2007 18 102 18 317 18 411 18 432 18 102<br />

Ausländer ................................... 2008 1 235 1 246 1 257 1 265 1 235<br />

2007 1 229 1 265 1 248 1 243 1 229<br />

Leistungsempfänger - Rechtskreis SGB II 1) - endgültige Werte<br />

Bedarfsgemeinschaften (BG) insgesamt ....................... 2008 ... 49 116 48 835 48 577 ...<br />

2007 48 231 49 194 49 638 49 422 48 231<br />

Personen in Bedarfsgemeinschaften ........................... 2008 ... 85 175 84 640 83 898 ...<br />

2007 83 734 85 872 86 402 85 879 83 734<br />

1) Angaben werden von der Bundesagentur für Arbeit nach einer Wartezeit von 3 Monaten in endgültige Werte umgewandelt<br />

44 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Verarbeitendes Gewerbe 1) (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Betriebe ....................................................................... 2008 ... 71 70 70 ...<br />

2007<br />

3)<br />

68 70 70 70 69<br />

Tätige Personen .......................................................... 2008 ... 13 720 13 663 13 815 ...<br />

2007<br />

3)<br />

13 206 13 289 13 196 13 423 13 496<br />

Arbeitsstunden ................................................ 1 000 2008 ... 5 654 5 669 5 524 ...<br />

2007 21 488 5 771 5 407 5 343 5 218<br />

Bezahlte Entgelte ......................................... 1 000 € 2008 ... 119 165 129 856 132 113 ...<br />

2007 490 171 111 527 124 897 123 691 134 380<br />

Gesamtumsatz ............................................. 1 000 € 2008 ... 1 564 999 1 754 448 1 459 306 ...<br />

2007 6 091 780 1 471 982 1 564 481 1 480 847 1 585 637<br />

darunter: Ausland ....................................... 1 000 € 2008 ... 843 666 895 866 698 790 ...<br />

2007 3 143 275 833 771 755 350 737 125 817 283<br />

Auftragseingang ......................................... 1 000 € 2008 ... 1 514 124 1 537 828 1 306 116 ...<br />

2007 5 640 016 1 405 992 1 388 898 1 388 898 1 407 603<br />

Vorbereitende Baustellenarbeiten, Hoch- u. Tiefbau 2) (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Betriebe ....................................................................... 2008 ... 47 45 43 ...<br />

2007<br />

3)<br />

46 46 48 46 48<br />

Tätige Personen .......................................................... 2008 ... 3 386 3 367 3 352 ...<br />

2007<br />

3)<br />

3 416 3 411 3 371 3 482 3 459<br />

Arbeitsstunden ................................................ 1 000 2008 ... 838 1 048 1 120 ...<br />

2007 3 990 788 1 020 1 149 1 034<br />

Bruttolohn- und -gehaltssumme .................. 1 000 € 2008 ... 22 254 25 226 24 846 ...<br />

2007 100 468 21 901 25 848 25 820 26 899<br />

Gesamtumsatz ............................................. 1 000 € 2008 ... 101 068 134 255 151 822 ...<br />

2007 520 163 90 274 128 660 128 740 172 489<br />

darunter: Baugewerblicher Umsatz ........... 1 000 € 2008 ... 97 847 131 606 149 279 ...<br />

2007 510 088 88 699 126 597 125 057 169 736<br />

Auftragseingang ........................................... 1 000 € 2008 ... 77 930 66 748 81 109 ...<br />

2007 381 718 86 616 66 882 70 488 157 732<br />

Auftragsbestand ........................................... 1 000 € 2008 ... 212 999 209 239 191 391 ...<br />

2007 210 336 189 411 175 165 121 532 210 336<br />

Bauinstallation und Sonstiges Ausbaugewerbe 2) (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Betriebe ....................................................................... 2008 ... 60 61 61 ...<br />

2007<br />

3)<br />

56 56 56 55 55<br />

Tätige Personen .......................................................... 2008 ... 2 061 2 174 2 313 ...<br />

2007<br />

3)<br />

1 974 1 910 2 013 2 022 1 951<br />

Arbeitsstunden ................................................ 1 000 2008 ... 664 729 778 ...<br />

2007 2 582 625 642 682 634<br />

Bruttolohn- und -gehaltssumme ................... 1 000 € 2008 ... 11 811 12 729 13 581 ...<br />

2007 47 010 10 907 11 639 11 911 12 553<br />

Gesamtumsatz ............................................. 1 000 € 2008 ... 44 606 50 083 65 432 ...<br />

2007 197 141 35 291 46 736 54 306 60 807<br />

darunter: Ausbaugewerblicher Umsatz ...... 1 000 € 2008 ... 42 065 48 252 63 330 ...<br />

2007 189 106 33 629 44 157 52 429 58 890<br />

1) Betriebe mit 50 Beschäftigten und mehr 2) Betriebe mit 20 Beschäftigten und mehr 3) Jahresdurchschnitt<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 45


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Bautätigkeit (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Endstand<br />

Baugenehmigungen ....................................................... 2008 ... 278 266 220 ...<br />

2007 732 89 151 278 214<br />

darunter: Neubauten ................................................ 2008 ... 99 141 96 ...<br />

2007 375 62 84 111 118<br />

davon: Wohngebäude ............................... 2008 ... 79 115 81 ...<br />

2007 321 53 68 94 106<br />

Nichtwohngebäude ...................... 2008 ... 20 26 15 ...<br />

2007 54 9 16 17 12<br />

Wohnungen .............................................. 2008 ... 370 366 426 ...<br />

2007 765 67 227 274 197<br />

darunter: Zugang durch Neubau ............... 2008 ... 128 242 92 ...<br />

2007 429 60 83 140 146<br />

Wohnfläche .............................. 1 000 m 2<br />

Nutzfläche ................................ 1 000 m 2<br />

2008 ... 35 66 25 ...<br />

2007 86 9 24 33 20<br />

2008 ... 83 35 37 ...<br />

2007 73 13 8 27 25<br />

Veranschlagte Kosten .................. Mio. € 2008 ... 107 96 63 ...<br />

2007 203 21 42 77 63<br />

Baufertigstellungen ........................................................<br />

Wohnungsbestand insgesamt .......................................<br />

Gebäudebestand (Wohngebäude) ...............................<br />

Ärztliche Notdienste, Krankentransporte, Feuerwehr (Quelle: Branddirektion / ASB)<br />

2007 2006<br />

Einsätze insgesamt ........................................................ 2008 122 354 r 31 385 r 31 036 r 29 441 30 492<br />

2007 115 008 28 895 28 853 27 671 29 589<br />

davon: Rettungsdienst/Krankentransport ............. 2008 96 905 r 24 247 r 24 729 r 23 825 24 104<br />

2007 89 534 22 250 22 249 22 083 22 952<br />

Einsätze Feuerwehr .................................. 2008 6 839 r 1 735 r 1 886 r 1 728 1 490<br />

2007 5 507 1 466 1 496 1 335 1 210<br />

Kassenärztlicher Notdienst ....................... 2008 16 586 4 657 4 001 3 583 4 345<br />

2007 17 531 4 339 4 601 3 902 4 689<br />

Kinderärztlicher Notdienst ......................... 2008 2 024 746 420 305 553<br />

2007 2 436 840 507 351 738<br />

Feuerwehr (ohne Rettungsdienst; Quelle: Branddirektion)<br />

Einsätze insgesamt ........................................................ 2008 5 233 r 1 258 r 1 474 r 1 345 1 156<br />

2007 5 507 1 466 1 496 1 335 1 210<br />

darunter: Brände ...................................................... 2008 1 104 r 259 r 308 r 246 291<br />

2007 975 240 296 196 243<br />

davon: Großbrände ...................... 2008 14 r 9 1 4 -<br />

2007 17 7 1 2 7<br />

816<br />

314 223<br />

54 980<br />

Mittelbrände ...................... 2008 79 22 r 15 r 16 26<br />

2007 71 17 22 8 24<br />

Kleinbrände ...................... 2008 1 011 r 228 r 292 r 226 265<br />

2007 887 216 273 186 212<br />

937<br />

314 973<br />

54 682<br />

46 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Zugelassene Kraftfahrzeuge (Quelle: Ordnungsamt/Zulassungsbehörde)<br />

Insgesamt (ohne Anhänger) ....................................... 2008 214 408 212 280 213 900 214 468 214 408<br />

2007 211 888 209 447 210 946 211 882 211 888<br />

darunter: PKW .......................................................... 2008 187 576 185 781 186 944 187 333 187 576<br />

2007 185 362 183 494 184 584 185 134 185 362<br />

LKW ........................................................... 2008 14 205 14 288 14 311 14 328 14 205<br />

2007 14 519 14 101 14 131 14 446 14 519<br />

Verkehrsunfälle, -delikte (Quelle: Polizeidirektion <strong>Leipzig</strong>)<br />

Unfälle insgesamt ....................................................... 2008 14 685 3 249 3 881 3 580 3 975<br />

2007 14 747 3 382 3 661 3 666 4 038<br />

darunter: mit Personenschaden ................................ 2008 1 949 360 533 550 506<br />

2007 1 866 362 529 517 458<br />

Verletzte Personen ..................................................... 2008 2 206 412 582 629 583<br />

2007 2 165 412 612 611 530<br />

Getötete Personen ...................................................... 2008 9 1 1 5 2<br />

2007 14 2 4 4 4<br />

Unfälle unter Alkoholeinfluss ....................................... 2008 285 70 59 71 85<br />

2007 334 78 83 96 77<br />

Unfälle mit Unfallflucht ................................................ 2008 3 236 739 814 804 879<br />

2007 3 341 770 842 847 882<br />

Anzahl der erteilten Verwarnungsgelder ..................... 2008 39 002 12 005 9 934 10 581 6 482<br />

2007 51 943 14 648 12 185 12 918 12 192<br />

Anzahl der Bußgeldbescheide .................................... 2008 27 033 5 384 7 615 6 545 7 489<br />

2007 33 028 9 418 7 881 7 885 7 844<br />

Öffentlicher Personennahverkehr (Quelle: <strong>Leipzig</strong>er Verkehrsbetriebe GmbH)<br />

Beförderte Personen ....................................... 1 000 2008 126 648 31 124 33 543 28 720 33 262<br />

2007 124 200 31 638 30 461 29 019 33 081<br />

davon: Straßenbahn .................................. 1 000 2008 103 152 25 050 27 461 23 321 27 319<br />

2007 100 235 25 447 24 485 23 472 26 831<br />

Bus ................................................. 1 000 2008 23 496 6 074 6 081 5 399 5 943<br />

2007 23 964 6 191 5 976 5 547 6 250<br />

Luftverkehr (Quelle: Flughafen <strong>Leipzig</strong>/Halle GmbH)<br />

Flugzeugbewegungen ................................................. 2008 59 924 11 610 16 716 16 908 14 690<br />

2007 50 972 10 619 13 513 14 196 12 644<br />

Fluggäste insgesamt ................................................... 2008 2 462 256 469 465 662 076 776 044 554 671<br />

2007 2 723 748 496 944 727 076 898 173 601 554<br />

Fluggäste (gewerblicher Verkehr) ............................... 2008 2 457 077 467 247 661 359 775 069 553 402<br />

2007 2 719 256 495 822 725 750 897 210 600 404<br />

darunter: Ankommende ............................................ 2008 1 004 850 178 307 264 423 328 514 233 606<br />

2007 1 198 460 205 380 324 264 399 752 269 063<br />

Abreisende ................................................ 2008 1 001 268 179 984 276 447 335 281 209 556<br />

2007 1 187 022 209 190 331 785 405 900 240 147<br />

Luftfracht (ohne Trucking) ....................................... t 2008 442 406 65 892 128 330 122 094 126 090<br />

2007 101 283 12 291 16 074 19 757 53 171<br />

darunter: Anflug ..................................................... t 2008 216 309 33 556 63 573 58 926 60 254<br />

2007 42 241 4 715 6 653 6 981 23 892<br />

Abflug ..................................................... t 2008 213 582 29 191 61 382 60 491 62 517<br />

2007 43 124 6 486 7 578 7 837 21 263<br />

Verkehrseinheiten (VE) 1) ..................................... 2008 6 305 269 985 868 1 790 453 1 857 978 1 670 970<br />

2007 3 239 391 526 583 798 358 953 835 961 017<br />

1) 1 VE entspricht einem gewerblichen Passagier oder 100 kg Fracht/Post, Transitaufkommen werden nicht berücksichtigt<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 47


Messen und Ausstellungen<br />

(Quelle: <strong>Leipzig</strong>er Messe GmbH)<br />

Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Messen ................................................... 2008 40 15 7 11 7<br />

2007 41 14 6 9 12<br />

Aussteller ................................................ 2008 15 473 6 181 1 755 2 527 5 010<br />

2007 18 634 6 402 2 210 2 424 7 598<br />

Besucher ................................................ 2008 1 308 288 494 450 326 140 264 348 223 350<br />

2007 1 383 421 484 600 331 221 259 500 308 100<br />

Messen im Berichtsquartal<br />

Aus- Ausstel-<br />

Zeitraum steller Beteiligte Besucher- lungsder<br />

Messe insge- Länder zahl fläche<br />

samt in m²<br />

mobil-hobby-spiel ...................................................... 03.10. - 05.10. 632 . 103 000 80 000<br />

euregia ...................................................................... 27.10. - 29.10. 60 7 2 250 2 000<br />

azubi- und studientage leipzig .................................. 07.11. - 08.11. 165 2 14 000 5 525<br />

Touristik & Caravaning International <strong>Leipzig</strong> ............ 19.11. - 23.11. 1 150 53<br />

79 000<br />

61 000<br />

fahrrad.markt.zukunft ............................................... 22.11. - 23.11. 60 4 5 125<br />

denkmal .................................................................... 20.11. - 22.11. 443 13 13 100 20 500<br />

112. LIPSIA ............................................................... 05.12. - 07.12. 2 500 5 12 000 25 000<br />

Leistungen der <strong>Stadt</strong>reinigung<br />

(Quelle: <strong>Stadt</strong>reinigung <strong>Leipzig</strong>)<br />

Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Restabfallentsorgung ............................................ t 2008 76 672 18 823 19 476 18 973 19 400<br />

2007 79 082 19 778 19 819 19 653 19 832<br />

Sperrmüllentsorgung ............................................. t 2008 18 144 4 422 4 690 4 630 4 402<br />

2007 18 513 4 342 4 701 4 782 4 688<br />

Sammlung von Papier ........................................... t 2008 26 772 7 090 6 435 6 334 6 913<br />

2007 28 841 7 491 6 886 6 822 7 643<br />

Sammlung von Glas .............................................. t 2008 11 509 3 090 2 805 2 657 2 956<br />

2007 11 799 3 156 2 911 2 699 3 033<br />

Sammlung von Leichtverpackung ......................... t 2008 19 117 4 726 4 905 4 683 4 803<br />

2007 18 292 4 540 4 672 4 477 4 603<br />

48 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Sachgebiet<br />

Verbraucherpreisindex im Freistaat Sachsen<br />

Jahr Juli August<br />

September<br />

Oktober November<br />

(Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen) Achtung! Neue Bezugsbasis!<br />

Gesamtindex (Jahr 2005 = 100) ................................. 2008 108,8 108,4 108,3 108,2 107,7 108,0<br />

2007 105,0 104,9 105,1 105,4 105,9 106,6<br />

Veränderung gegenüber Vorjahresmonat ................... 2008 3,6 3,3 3,0 2,7 1,7 1,3<br />

darunter nach Hauptgruppen:<br />

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke .............. 2008 116,3 115,9 115,7 116,0 115,1 115,4<br />

2007 107,4 107,4 107,8 110,0 111,8 112,9<br />

Alkoholische Getränke, Tabakwaren ........................ 2008 110,0 110,2 110,1 110,6 110,7 110,7<br />

2007 107,0 107,3 107,1 107,1 107,6 107,9<br />

Bekleidung und Schuhe ............................................ 2008 110,4 112,8 115,7 116,5 116,6 116,1<br />

2007 108,7 108,0 114,5 115,5 116,0 114,8<br />

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und ........................ 2008 108,0 107,6 107,9 108,0 107,8 106,9<br />

andere Brennstoffe 2007 104,2 104,2 104,3 104,5 104,9 104,8<br />

Einrichtungsgegenstände, u. Ä. für den ................... 2008 107,3 107,6 108,1 108,2 108,4 108,6<br />

Haushalt, Instandhaltung 2007 105,0 104,9 105,3 105,5 106,0 106,1<br />

Gesundheitspflege .................................................... 2008 105,0 104,9 104,9 105,0 105,1 105,1<br />

2007 102,7 102,8 102,8 102,8 102,7 102,6<br />

Verkehr ..................................................................... 2008 115,0 112,9 113,0 111,0 108,1 106,2<br />

2007 108,2 107,6 108,2 108,0 110,1 108,9<br />

Nachrichtenübermittlung ........................................... 2008 91,6 91,1 90,9 90,8 90,8 90,6<br />

2007 94,7 94,5 94,4 94,1 93,8 93,7<br />

Freizeit, Unterhaltung und Kultur ............................ 2008 103,1 103,1 101,5 100,8 101,3 106,0<br />

2007 102,5 102,1 101,0 100,5 99,9 104,4<br />

Bildungswesen ......................................................... 2008 108,2 108,2 108,2 110,4 110,4 110,4<br />

2007 103,4 104,3 105,0 105,6 105,6 105,6<br />

Beherbergungs- und Gaststättendienst- ................... 2008 110,0 109,8 106,4 106,7 106,0 112,0<br />

leistungen 2007 107,3 107,2 103,8 103,8 103,2 109,1<br />

Andere Waren und Dienstleistungen ........................ 2008 106,9 107,0 107,1 107,2 107,4 107,4<br />

Sonderauswertungen:<br />

2007 104,3 104,7 104,9 105,0 105,1 105,2<br />

Gesamtindex ohne saisonabhängige ...................... 2008 108,6 108,3 108,3 108,1 107,6 107,9<br />

Nahrungsmittel 2007 104,9 104,8 105,1 105,3 105,9 106,5<br />

Saisonabhängige Nahrungsmittel ............................. 2008 119,2 113,8 112,4 111,8 110,6 114,3<br />

2007 113,2 108,2 105,8 109,4 111,7 112,7<br />

Gesamtindex ohne administrierte Preise .................. 2008 109,2 108,7 108,5 108,3 107,6 108,0<br />

2007 105,1 104,9 105,2 105,5 106,3 107,1<br />

Administrierte Preise ................................................ 2008 107,0 107,2 107,5 107,7 107,9 107,9<br />

2007 104,6 104,7 104,8 104,8 104,8 104,8<br />

Energie ..................................................................... 2008 131,7 127,4 128,4 125,9 120,7 115,3<br />

2007 115,0 113,9 115,2 115,1 119,3 117,0<br />

Kraftfahrerpreisindex ................................................ 2008 114,9 112,5 112,7 110,6 107,5 105,2<br />

2007 107,9 107,2 108,0 107,8 110,2 108,7<br />

Mit dem Berichtsmonat Januar 2008 wurde die Umstellung des Verbraucherpreisindex auf das neue Basisjahr 2005<br />

vorgenommen; gleichzeitig erfolgte eine Aktualisierung des Wägungsschemas sowie eine Anpassung des Warenkorbes<br />

an die sich ändernden Verbrauchsgewohnheiten der privaten Haushalte.<br />

Dezember<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 49


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Tourismus (Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen)<br />

Ankünfte insgesamt ........................................................ 2008 1 003 703 204 373 277 826 265 534 255 970<br />

2007 991 420 201 358 265 705 274 315 250 042<br />

davon aus: Bundesgebiet ................................................ 2008 828 734 171 968 226 997 213 632 216 137<br />

2007 842 396 176 051 227 317 222 001 217 027<br />

Ausland insgesamt ....................................... 2008 174 969 32 405 50 829 51 902 39 833<br />

2007 149 024 25 307 38 388 52 314 33 015<br />

darunter: Europa (ohne Deutschland) ........ 2008 118 584 21 569 33 896 37 221 25 898<br />

2007 104 417 17 269 27 357 36 600 23 191<br />

darunter: Länder der EU .............. 2008 90 420 14 527 25 969 30 319 19 605<br />

2007 ... ... ... ... ...<br />

Amerika ....................................... 2008 41 001 8 482 12 075 10 593 9 851<br />

2007 29 393 5 952 7 285 9 392 6 764<br />

Asien ........................................... 2008 11 432 1 682 3 734 3 088 2 928<br />

2007 11 800 1 557 2 834 5 156 2 253<br />

Afrika ........................................... 2008 776 115 231 223 207<br />

2007 859 138 222 262 237<br />

Übernachtungen insgesamt ............................................ 2008 1 852 747 369 378 518 006 506 162 459 201<br />

2007 1 838 512 356 529 503 028 522 553 456 402<br />

davon aus: Bundesgebiet ................................................ 2008 1 491 766 302 841 413 050 396 751 379 124<br />

2007 1 540 585 307 651 424 971 418 590 389 373<br />

Ausland insgesamt ....................................... 2008 360 981 66 537 104 956 109 411 80 077<br />

2007 297 927 48 878 78 057 103 963 67 029<br />

darunter: Europa (ohne Deutschland) ........ 2008 244 212 44 262 71 564 75 155 53 231<br />

2007 205 177 33 598 54 248 70 371 46 960<br />

darunter: Länder der EU .............. 2008 187 692 31 408 54 706 60 968 40 610<br />

2007 ... ... ... ... ...<br />

Amerika ....................................... 2008 85 295 18 053 23 893 24 923 18 426<br />

2007 62 114 11 480 15 964 19 876 14 794<br />

Asien ........................................... 2008 23 925 2 979 7 197 7 306 6 443<br />

2007 23 830 2 805 6 034 11 169 3 822<br />

Afrika ........................................... 2008 1 911 275 565 545 526<br />

2007 1 749 290 495 575 389<br />

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer (in Tagen) ............... 2008 1,8 1,8 1,9 1,9 1,8<br />

2007 1,9 1,8 1,9 1,9 1,8<br />

davon aus: Bundesgebiet ................................................ 2008 1,8 1,8 1,8 1,9 1,8<br />

2007 1,8 1,7 1,9 1,9 1,8<br />

Ausland insgesamt ....................................... 2008 2,1 2,1 2,1 2,1 2,0<br />

2007 2,0 1,9 2,0 2,0 2,0<br />

darunter: Europa (ohne Deutschland) ........ 2008 2,1 2,1 2,1 2,0 2,1<br />

2007 2,0 1,9 2,0 1,9 2,0<br />

darunter: Länder der EU .............. 2008 2,1 2,2 2,1 2,0 2,1<br />

2007 ... ... ... ... ...<br />

Amerika ....................................... 2008 2,1 2,1 2,0 2,4 1,9<br />

2007 2,1 1,9 2,2 2,1 2,2<br />

Asien ........................................... 2008 2,1 1,8 1,9 2,4 2,2<br />

2007 2,0 1,8 2,1 2,2 1,7<br />

Afrika ........................................... 2008 2,5 2,4 2,4 2,4 2,5<br />

2007 2,0 2,1 2,2 2,2 1,6<br />

50 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Besucher in ausgewählten Museen (Quellen: jeweilige Museen)<br />

<strong>Stadt</strong>geschichtliches Museum insgesamt ................... 2008 342 325 67 996 94 603 98 670 81 056<br />

2007 353 624 63 859 103 457 110 198 76 110<br />

davon: Altes Rathaus .............................................. 2008 41 743 11 702 13 502 7 905 8 634<br />

2007 44 332 7 539 13 365 11 301 12 127<br />

<strong>Stadt</strong>geschichtliches Museum/Neubau ....... 2008 37 607 9 490 7 270 7 465 13 382<br />

2007 33 892 10 553 9 045 8 935 5 359<br />

Völkerschlachtdenkmal .............................. 2008 180 242 28 758 51 485 61 451 38 548<br />

2007 186 737 25 863 55 052 65 091 40 731<br />

Forum 1813 ................................................. 2008 20 100 3 633 4 883 6 670 4 914<br />

2007 21 382 2 789 5 723 8 359 4 511<br />

Alte Börse ................................................... 2008 27 426 7 762 6 791 4 142 8 731<br />

2007 30 176 9 381 8 978 4 868 6 949<br />

Schillerhaus ................................................ 2008 12 364 1 812 4 947 3 762 1 843<br />

2007 10 564 1 215 3 720 3 834 1 795<br />

Coffe Baum ................................................. 2008 22 769 4 834 5 695 7 240 5 000<br />

2007 26 433 6 495 7 530 7 783 4 625<br />

Sportmuseum .............................................. 2008 74 5 30 35 4<br />

2007 108 24 44 27 13<br />

Museum der bildenden Künste .................................. 2008 160 744 38 724 43 279 41 444 37 297<br />

2007 121 903 29 013 41 492 21 064 30 334<br />

GRASSI Museum für Musikinstrumente ..................... 2008 29 677 8 898 8 187 6 202 6 390<br />

2007 21 333 3 825 6 123 6 372 5 013<br />

GRASSI Museum für Angewandte Kunst .................. 2008 57 873 15 640 11 912 9 804 20 517<br />

2007 24 776 1 053 3 106 4 136 16 481<br />

GRASSI Museum für Völkerkunde ............................. 2008 36 497 11 957 10 053 7 106 7 381<br />

2007 27 287 4 967 6 078 9 577 6 665<br />

Naturkundemuseum .................................................... 2008 31 411 8 696 7 173 7 737 7 805<br />

2007 34 694 7 667 5 907 10 857 10 263<br />

Bach-Archiv ................................................................. 2008 24 126 3 890 7 268 8 533 4 435<br />

2007 31 588 4 894 10 149 8 996 7 549<br />

Zeitgeschichtliches Forum .......................................... 2008 189 570 47 952 r 44 668 47 239 49 711<br />

2007 172 610 39 859 40 784 48 896 43 071<br />

Deutsches Buch- und Schriftmuseum ......................... 2008 4 909 1 050 2 268 857 734<br />

2007 5 127 1 254 1 218 1 961 694<br />

Ägyptisches Museum .................................................. 2008 10 268 2 429 3 441 2 371 2 027<br />

2007 10 565 2 368 3 516 2 646 2 035<br />

Museum in der "Runden Ecke" ................................... 2008 98 565 r 18 251 r 26 591 r 28 034 25 689<br />

2007 92 307 16 874 26 533 27 921 20 979<br />

Museum im Mendelssohn-Haus ................................. 2008 26 745 5 788 7 634 6 747 6 576<br />

2007 21 998 3 453 6 414 6 087 6 044<br />

Werkstättenmuseum für Druckkunst <strong>Leipzig</strong> .............. 2008 8 878 1 493 2 328 1 781 3 276<br />

2007 6 758 1 968 2 304 1 459 1 027<br />

Apothekenmuseum ..................................................... 2008 1 793 231 405 508 649<br />

2007 1 601 175 367 508 551<br />

Deutsches Kleingärtnermuseum in <strong>Leipzig</strong> e.V. ......... 2008 2 017 94 1 191 545 187<br />

2007 1 654 79 740 764 71<br />

<strong>Leipzig</strong>er Galerie für Zeitgenössische Kunst .............. 2008 18 095 4 218 r 3990 5 340 4 547<br />

2007 14 124 3 110 3 841 2 717 4 456<br />

Durch zeitweilige Sanierungsarbeiten war der Besuch einiger Einrichtungen nicht oder nur eingeschränkt möglich.<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 51


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Ausgewählte Kultureinrichtungen (Quellen: jeweilige Einrichtungen)<br />

Oper <strong>Leipzig</strong> insgesamt<br />

Veranstaltungen ...................................................... 2008 409 94 141 36 138<br />

2007 348 68 124 30 126<br />

Besucher ................................................................. 2008 174 381 40 897 54 208 12 271 67 005<br />

2007 124 590 22 159 37 872 7 699 56 860<br />

darunter: Opernbühne<br />

Veranstaltungen ................................. 2008 149 39 49 12 49<br />

2007 32 1 - - 31<br />

Besucher ............................................ 2008 113 893 28 316 35 774 6 291 43 512<br />

2007 37 400 1 116 - - 36 284<br />

Platzausnutzung ........................... % 2008 64,1 59,3 58,5 42,0 70,7<br />

Musikalische Komödie<br />

2007 92,7 78,0 - - 93,3<br />

Veranstaltungen ................................. 2008 143 30 50 15 48<br />

2007 149 35 52 12 50<br />

Besucher ............................................ 2008 50 830 11 262 15 152 3 101 21 315<br />

2007 53 122 15 224 17 383 2 948 17 567<br />

Platzausnutzung ........................... % 2008 69,0 70,7 58,1 39,5 84,6<br />

Kellertheater<br />

2007 69,0 82,8 63,7 47,4 67,3<br />

Veranstaltungen ................................. 2008 26 4 10 - 12<br />

2007 80 27 22 11 20<br />

Besucher ............................................ 2008 1 842 304 947 - 591<br />

2007 6 452 2 146 1 668 1 053 1 585<br />

Platzausnutzung ........................... % 2008 85,3 86,9 95,7 - 68,2<br />

Schauspiel <strong>Leipzig</strong> insgesamt<br />

2007 92,9 84,6 82,1 96,7 83,0<br />

Veranstaltungen (Summe der drei Bühnen mit 2008 520 136 167 15 202<br />

Vermietungen und Gastspielen am Haus) 2007 560 148 175 46 191<br />

Besucher ................................................................. 2008 85 241 20 893 27 212 3 474 33 662<br />

Centraltheater<br />

2007 103 911 22 946 25 780 10 628 44 557<br />

eigene Veranstaltungen ...................... 2008 188 42 58 7 81<br />

2007 173 48 57 5 63<br />

Besucher ............................................ 2008 54 106 10 766 13 953 2 885 26 502<br />

2007 46 477 10 710 12 674 1 438 21 655<br />

Platzausnutzung ........................... % 2008 56,9 58,2 58,9 57,3 53,1<br />

Skala<br />

2007 52,0 38,2 48,2 70,6 65,0<br />

eigene Veranstaltungen ...................... 2008 209 54 68 8 79<br />

2007 211 59 74 15 63<br />

Besucher ............................................ 2008 11 909 4 045 5 461 589 1 814<br />

2007 15 092 3 948 5 089 1 508 4 547<br />

Platzausnutzung ........................... % 2008 60,5 77,4 82,3 59,0 23,3<br />

Theater hinterm Eisernen<br />

2007 72,3 67,6 69,5 99,1 73,2<br />

eigene Veranstaltungen ...................... 2008 41 23 18 - -<br />

2007 53 15 19 2 17<br />

Besucher ............................................ 2008 2 536 1 179 1 357 - -<br />

2007 4 169 1 296 1 332 232 1 309<br />

Platzausnutzung ........................... % 2008 . 41,6 64,3 - -<br />

2007 70,4 83,2 67,0 100,0 61,1<br />

Durch zeitweilige Sanierungsarbeiten war der Besuch einiger Einrichtungen nicht oder nur eingeschränkt möglich.<br />

Ab 01.08.2008 heißt das Schauspielhaus Centraltheater und die Neue Szene heißt Skala.<br />

52 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Gesamt-<br />

Sachgebiet Jahr bzw. 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal<br />

Endstand<br />

Theater der Jungen Welt insgesamt<br />

Veranstaltungen (einschließlich<br />

Vermietungen und Sonstiges) ......................... 2008 1 085 260 334 130 361<br />

Besucher ...............................................................<br />

darunter: Theatervorstellungen<br />

2008 58 306 12 838 16 475 5 225 23 768<br />

Veranstaltungen ............................................... 2008 673 145 186 72 270<br />

2007 611 139 158 71 243<br />

Besucher ......................................................... 2008 47 149 10 659 11 929 3 678 20 883<br />

Kabarett Funzel<br />

2007 47 442 10 449 9 968 5 070 21 955<br />

Veranstaltungen ............................................... 2008 272 67 70 52 83<br />

2007 261 62 69 49 81<br />

Besucher ........................................................ 2008 28 479 7 128 5 588 6 081 9 682<br />

2007 28 321 5 595 6 794 5 251 10 681<br />

Platzausnutzung ........................................ % 2008 69,0 70,0 53,0 77,0 77,0<br />

Kabarett Academixer<br />

2007 72,0 60,0 65,0 71,0 87,0<br />

Veranstaltungen ............................................... 2008 440 104 98 121 117<br />

2007 443 102 100 125 116<br />

Besucher .......................................................... 2008 68 694 16 852 14 187 14 320 23 335<br />

2007 75 341 18 911 15 875 15 724 24 831<br />

Platzausnutzung ........................................ % 2008 63,3 63,5 56,2 55,9 77,4<br />

Gewandhaus zu <strong>Leipzig</strong><br />

2007 68,7 72,0 61,6 59,2 82,1<br />

Gewandhauseigene Veranstaltungen .............. 2008 288 66 97 27 98<br />

2007 321 74 102 37 108<br />

Besucher .......................................................... 2008 186 650 43 590 51 961 22 537 68 562<br />

2007 184 464 35 682 55 413 20 476 72 893<br />

Mietveranstaltungen ........................................ 2008 427 118 126 39 144<br />

2007 425 119 116 65 125<br />

Besucher .......................................................... 2008 220 799 75 887 53 967 17 125 73 820<br />

Gohliser Schlösschen<br />

2007 246 130 83 529 57 309 22 306 82 986<br />

Veranstaltungen ............................................... 2008 358 80 91 105 82<br />

2007 329 65 77 97 90<br />

Besucher .......................................................... 2008 14 611 2 590 3 006 6 524 2 491<br />

Zoo <strong>Leipzig</strong><br />

2007 20 240 3 263 3 545 8 713 4 719<br />

Besucher .......................................................... 2008 1 673 608 315 565 487 670 625 389 244 984<br />

<strong>Leipzig</strong>er Städtische Bibliotheken<br />

2007 1 774 587 312 857 602 850 628 771 230 109<br />

Besucher .......................................................... 2008 836 311 223 292 215 574 196 699 200 746<br />

2007 853 001 232 732 216 263 200 527 203 479<br />

Entleihungen .................................................... 2008 3 687 337 902 088 840 113 791 165 1 153 971<br />

Bäder (Quelle: Sportbäder <strong>Leipzig</strong> GmbH)<br />

2007 3 341 324 778 673 736 752 724 444 1 101 455<br />

Besucher in Hallenbädern ................................ 2008 891 340 223 550 266 580 r 156 786 244 424<br />

(einschließlich Saunanutzer) 2007 816 802 262 095 216 225 134 834 203 648<br />

darunter: Festnutzer ......................................... 2008 586 760 133 087 187 928 109 938 155 807<br />

2007 528 551 152 910 151 650 91 828 132 163<br />

öffentliche Besucher .......................... 2008 283 968 82 561 74 964 r 45 839 80 604<br />

2007 268 388 100 945 61 756 40 845 64 842<br />

Besucher in Freibädern ................................... 2008 111 689 - 42 724 68 965 -<br />

2007 102 521 - 47 741 54 780 -<br />

darunter: Ermäßigt ............................................ 2008 34 752 - 15 357 19 395 -<br />

2007 34 176 - 17 247 16 929 -<br />

Durch zeitweilige Sanierungsarbeiten war der Besuch einiger Einrichtungen nicht oder nur eingeschränkt möglich.<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008] 53


Lufthygiene (Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie)<br />

Messstation <strong>Leipzig</strong>-Mitte<br />

Sachgebiet<br />

Jahr Juli August<br />

September<br />

Oktober November<br />

Schwefeldioxidbelastung .......................... ........ µg/m³<br />

Monatsmittel ...................................................... 2008 2,0 2,4 2,1 2,3 2,4 . 2)<br />

2007 1,9 2,2 2,0 2,6 2,5 2,3<br />

Maximales Halbstundenmittel ............................ 2008 23,0 46,3 29,8 18,6 17,4 . 2)<br />

(Grenzwert: 1 000) 2007 14,3 40,6 18,4 59,8 15,0 19,2<br />

Stickstoffmonoxid ..................................... ........ µg/m³<br />

Monatsmittel ...................................................... 2008 35 35 51 52 47 35<br />

2007 29 42 46 61 55 49<br />

Maximales Halbstundenmittel ............................ 2008 254 187 286 404 271 287<br />

(Grenzwert: 1 000) 2007 144 234 337 265 277 220<br />

Stickstoffdioxid ................................................. µg/m³<br />

Monatsmittel ...................................................... 2008 48 43 45 44 41 35<br />

2007 43 50 46 51 51 44<br />

Maximales Halbstundenmittel ............................ 2008 141 113 156 157 127 107<br />

(Grenzwert: 200) 2007 135 154 208 121 148 118<br />

Staubmessung (PM10) 1) ......................... ........ µg/m³<br />

(Korngrößenbereich unter 10 µm)<br />

Monatsmittel ...................................................... 2008 28 25 30 31 34 37<br />

2007 22,39 28,36 26,25 38,89 30,06 43,44<br />

Maximales Tagesmittel ...................................... 2008 43 40 53 52 75 92<br />

2007 42,19 55,86 46,73 58,30 58,45 117,55<br />

Tage mit Grenzwertüberschreitung (50 µg/m³)<br />

im Monat ...................................................... 2008 - - 1 2 7 4<br />

2007 - 1 - 6 2 7<br />

seit Jahresbeginn ......................................... 2008 25 25 26 28 35 39<br />

2007 20 21 21 27 31 37<br />

Benzol (Grenzwert: Jahresmittel 10) .............. µg/m³<br />

Monatsmittel ...................................................... 2008 1,5 1,6 2,2 2,5 2,7 . 2)<br />

2007 1,3 1,7 1,7 2,3 2,3 2,5<br />

Maximales Halbstundenmittel ............................ 2008 7,0 7,9 11,4 12,4 15,5 . 2)<br />

2007 7,2 10,1 14,1 8,5 11,0 9,2<br />

Messstation <strong>Leipzig</strong>-Schönauer Straße<br />

Ozon ......................................................... ........ µg/m³<br />

Monatsmittel ...................................................... 2008 65 58 34 27 22 19<br />

2007 64 52 39 25 27 27<br />

Maximales Halbstundenmittel ............................ 2008 178 141 102 77 66 68<br />

(Grenzwert: 120)<br />

Messstation <strong>Leipzig</strong>-Lützner Straße<br />

Staubmessung (PM10) ............................. ........ µg/m³<br />

(Korngrößenbereich unter 10 µm)<br />

2007 173 166 109 83 72 69<br />

Monatsmittel ...................................................... 2008 26,33 22,00 28,70 30,42 33,81 ...<br />

2007 22,78 28,76 25,87 39,26 27,99 34,00<br />

Maximales Tagesmittel ...................................... 2008 39,26 36,41 56,83 55,68 65,80 ...<br />

2007 41,04 52,69 41,83 57,78 56,61 83,85<br />

Tage mit Grenzwertüberschreitung (50 µg/m³) .. 2008 - - 2 1 5 ...<br />

2007 - 1 - 4 3 8<br />

1)<br />

Ab 01.01.2008 wurden die bisher in <strong>Leipzig</strong>-Mitte ermittelten Feinstaubwerte PM10 durch täglich aktuelle automatische<br />

Messungen (TEOM) ersetzt.<br />

2)<br />

Vom 26.11. bis zum 10.12.08 ist die Messstation <strong>Leipzig</strong>-Mitte in Folge eines Verkehrsunfalls teilweise ausgefallen.<br />

Dezember<br />

54 <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen [<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> 4/2008]


Veröffentlichungsverzeichnis<br />

Statistisches Jahrbuch der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> (jährlich) (je 25,- €)<br />

<strong>Statistischer</strong> <strong>Quartalsbericht</strong> (vierteljährlich) (je 7,- €)<br />

2009<br />

Menschen mit Behinderungen in <strong>Leipzig</strong> 2007 (10,- €)<br />

Vorbericht Wahlen 2009 (5,- €)<br />

2008<br />

Besucherbefragung Weihnachtsmarkt 2008 - Ergebnisbericht (10,- €)<br />

<strong>Stadt</strong> - Umland - Region <strong>Leipzig</strong> 2008 (10,- €)<br />

<strong>Leipzig</strong>er Brücken I und II Elster- Pleißefließgewässer (je 10,- €)<br />

Ortsteilkatalog 2008 (25,- €)<br />

Zuwanderung nach <strong>Leipzig</strong> 2007 - Ergebnisbericht (10,- €)<br />

Umfrage zum Image der Universität <strong>Leipzig</strong> - Ergebnisbericht (15,- €)<br />

Kommunale Bürgerumfrage 2007 - Ergebnisbericht (15,- €)<br />

Umfrage zur Sicherheit in <strong>Leipzig</strong> 2007 (15,- €)<br />

Bürgerentscheid am 27.01.2008 (5,- €)<br />

2007<br />

Strukturatlas <strong>Leipzig</strong> 2007 (15,- €)<br />

EU-Umfrage 2006 zur Lebensqualität in Städten (5,- €)<br />

Bevölkerungsvorausschätzung für die <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> 2007 (5,- €)<br />

Kommunale Bürgerumfrage 2006 - Ergebnisbericht (15,- €)<br />

Deutschland-Umfrage zu <strong>Leipzig</strong> 2007 (7,- €)<br />

Freizeit in <strong>Leipzig</strong> 2006 (15,- €)<br />

Straßenabschnittsverzeichnis 2007 (7,50 €)<br />

2006<br />

Ausländer in der <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> 2006 (15,- €)<br />

Ortsteilkatalog 2006 (25,- €)<br />

Besucherbefragung Volkshochschule 2006 – Ergebnisübersicht (5,- €)<br />

Kommunale Bürgerumfrage 2005 – Ergebnisübersicht (15,- €)<br />

Oberbürgermeisterwahl 2006 in <strong>Leipzig</strong> – endgültige Ergebnisse (5,- €)<br />

Oberbürgermeisterneuwahl 26.02.2006 – vorläufige Ergebnisse (5,- €)<br />

Oberbürgermeisterwahl am 05.02.2006 – vorläufige Ergebnisse (5,- €)<br />

Landtagswiederholungswahl 22.01.2006 im Wahlkreis 31 - <strong>Leipzig</strong> 7 (5,- €)<br />

2005<br />

<strong>Leipzig</strong>er Brücken: Brücken über Pleiße, Mühlpleiße, Floßgraben und Pleißemühlgraben (10,- €)<br />

Bundestagswahl am 18.09.2005 in <strong>Leipzig</strong> – endgültige Ergebnisse (5,- €)<br />

Bundestagswahl am 18.09.2005 in <strong>Leipzig</strong> – vorläufige Ergebnisse (5,- €)<br />

Vorbericht für die Bundestagswahl 2005 (5,- €)<br />

Bevölkerungsvorausschätzung für die <strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong> 2005 (5,- €)<br />

Oberbürgermeisterwahl 10.04.2005 – endgültige Ergebnisse (5,- €)<br />

Oberbürgermeisterwahl 10.04.2005 – vorläufige Ergebnisse (5,- €)<br />

Straßenabschnittsverzeichnis 2005 (7,50 €)<br />

Vorbericht für die Oberbürgermeisterwahlen 2005 (5,- €)<br />

Die Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen können wie folgt bezogen werden:<br />

Postbezug (zuzüglich Versandkosten):<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen<br />

04092 <strong>Leipzig</strong><br />

Direktbezug:<br />

<strong>Stadt</strong> <strong>Leipzig</strong>, Amt für Statistik und Wahlen<br />

Burgplatz 1, <strong>Stadt</strong>haus, Raum 228<br />

Alle Veröffentlichungen des Amtes für Statistik und Wahlen liegen in der Bibliothek des Amtes zur<br />

Einsicht aus, ebenso die Veröffentlichungen des Statistischen Landesamtes des Freistaates<br />

Sachsen, des Statistischen Bundesamtes, weiterer deutscher Städte, des Deutschen Städtetages<br />

und andere Statistische Auskünfte erhalten Sie unter:<br />

Fon 0341 123-2847, Fax 0341 123-2845 bzw. E-Mail statistik-wahlen@leipzig.de.

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!