NFV07_2010 - Rot Weiss Damme

rot.weiss.damme.de

NFV07_2010 - Rot Weiss Damme

FUSSBALL

NIEDERSACHSEN

Herausgegeben vom

Niedersächsischen

Fußballverband

Nr. 7/2010

H 5304 E

3,00 €

Internet

http://www.nfv.de

Nur Gewinner beim

Endspiel um die

NFV-Meisterschaft


Die seit einem Jahrzehnt erfolgreiche Zusammenarbeit mit der VGH findet auch in den kommenden fünf

Jahren ihre Fortsetzung. Eine entsprechende Vereinbarung wurde von VGH-Vorstandsmitglied Hermann Kasten

und mir bei der jüngsten Vorstandssitzung des NFV unterzeichnet. Sie sichert, dass mit dem VGH-Fairness-Cup

einer der populärsten Wettbewerbe unseres Verbandes weiter ausgerichtet werden kann. Im Namen von rund

1.100 am Wettbewerb beteiligten Mannschaften danke ich unserem verlässlichen und kompetenten Partner

auch an dieser Stelle für sein großartiges Engagement.

Mein Dank gilt ebenfalls unserem starken Partner Desso Sports Systems. Der Kunstrasen-Experte aus

Belgien hat für unsere NFV-Sportschule einen neuen „Teppich“ verlegt, der das Herz eines jeden Fußballers

höher schlagen lässt. Ein unter modernsten Gesichtspunkten gefertigter Belag garantiert, dass die Gäste

der NFV-Sportschule und des Sporthotels auch bei widrigen Witterungsbedingungen optimale Trainingsbedingungen

im Fuchsbachtal vorfinden.

Wer dieser Tage die NFV-Verwaltung in Barsinghausen besucht, betritt eine große Baustelle. Grund ist zum

einen die umfangreiche Sanierung der in die Jahre gekommenen Klima- und Heizungstechnik des Gebäudes.

Die 1980 in Betrieb genommene Heizungsanlage war mit heutigen Umweltschutzgesichtspunkten nicht mehr

vereinbar, so dass die aufwendige Erneuerung zwingend erforderlich wurde. Auf eine Klimatisierung der

Räumlichkeiten werden wir künftig verzichten.

Außerdem dürfen wir einen neuen „Obermieter“ in unserem Verwaltungssitz begrüßen. Denn das bisher

ungenutzte Dachgeschoss wird teilweise ausgebaut und künftig die Geschäftsstelle der Robert Enke-Stiftung

beherbergen. Dies ist eine sehr sinnvolle Lösung, da der Leiter des NFV-Präsidialbüros, Jan Baßler, als Geschäftsführer

der Stiftung sowie Sonja Battermann als seine neue Assistentin und ich in meiner Eigenschaft als

Stiftungs-Schatzmeister ohnehin vor Ort sind. Ich wünsche mir, dass die Stiftung unter unserem Dach eine gute

Heimat finden wird und im Sinne des Stiftungs-Zweckes – der Aufklärung, Erforschung und Behandlung der

Krankheit Depression sowie dem Engagement für an Herzkrankheiten leidende Kinder – bestmögliche

Entscheidungen treffen wird.

Ich schreibe diese Zeilen unmittelbar vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft und fiebere diesem Turnier

natürlich wie alle Fußballfreunde entgegen, zumal ich einige Spiele live vor Ort in Südafrika erleben werde. Ich

hoffe und bin überzeugt, dass unsere Nationalmannschaft die hohen Erwartungen erfüllen kann. Ihre gesteckten

Ziele erreicht haben bereits Eintracht Braunschweig II und der TSV Havelse. Ich gratuliere den „Löwen“ zum

Gewinn der Niedersachsenmeisterschaft und beiden Teams zum Aufstieg in die Regionalliga. Mit nunmehr fünf

Teams ist Niedersachsen künftig außerordentlich stark in dieser Spielklasse vertreten. Mein Glückwunsch gilt

aber auch den Vereinen, die sich über die Relegation noch für die neue eingleisige Oberliga in Niedersachsen

qualifizieren konnten. Die Besetzung unseres neuen Fußball-Oberhauses verspricht für die Zukunft Fußball auf

einem sehr hohen Niveau.

Karl Rothmund

(Präsident)

Der NFV N

– Ein Ball verbindet

Liebe

Fußballfreunde

Juli 2010 3


Inhalt

4

Editoral

Karl Rothmund über Umbaumaßnahmen in der NFV-Verwaltung 3

NFV-Frauenmeisterschaft

Verdienter Sieg für TSV Eintracht Immenbeck 6

NFV-Frauenpokalmeisterschaft

BV Cloppenburg gewinnt Titel nach Elfmeterschießen 7

VfL Osnabrück

Abstieg mit sofortigem Wiederaufstieg in 2. Liga repariert 9

Polenreise

NFV-Mannschaften schlagen Mailänder Teams Inter und AC 10

Robert Enke-Stiftung

Teresa Enke spricht in Barsinghausen über ihre persönlichen Anliegen 14

Fridtjof-Nansen-Grundschule Hannover

Integrationspreis Mercedes-Kleintransporter übergeben 15

Finale Sparkassen Fußball-Cup

Zuschauer sahen tollen Fußball der E-Junioren 16

Vorstandsitzung

VGH und NFV unterzeichnen Vertrag über Verlängerung VGH-Fairness-Cup 20

Krombacher Altligameisterschaft

Titel in Achim – Hannover 96 war „einfach mal dran“ 22

Ü 50-Masters

Gäste aus Bremen triumphieren in Achim 24

Blindenfußball

Vorstellung und Fußballdemonstration vor dem Reichstag 25

Freiwilliges Soziales Jahr

Erster „FSJ-ler“ in der NFV-Geschichte zieht Bilanz 26

NFV-C-Juniorinnenmeisterschaft

Gegen SV Heidekraut Andervenne war kein Kraut gewachsen 28

B-Juniorinnen-DM

Turbinen legen beim NFV den Grundstein für den Titelgewinn 30

Das Finale des Sparkassen Fußball-Cup in Barsinghausen ist Jahr für

Jahr ein Highlight des niedersächsischen Nachwuchsfußballs. Mehr dazu

auf den Seiten 16 bis 18. Foto: Kramer

Juli 2010

Titel

Kopf an Kopf

standen sich

Eintracht

Braunschweig II

und TSV Havelse

in der Niedersachsenmeisterschaft

gegenüber. Die

beiden Staffelsieger

trafen

sich auf Augenhöhe.

Am Ende

hatte Eintracht

Braunschweig II

knapp die Nase

vorn (Seite 40). Dem TSV Havelse blieb der Trost, auch als

Verlierer in die Regionalliga Nord aufsteigen zu können. Denn

aus den anderen Landesverbänden Schleswig-Holstein,

Hamburg und Bremen hatte sich kein Interessent für den

möglichen 2. Aufstiegsplatz gefunden. Beim Kopfballduell der

Braunschweiger Igor Moritz (links) und Jan Thede Smidt vom

TSV Havelse. Es fotografierte das Team Kaletta.

E.ON Avacon-Cup

Hannover 96 bleibt Maß aller Dinge 32

Rückblick

Heinz Meyer unterstützte DFB-Elf bei der WM 1966 in England 34

Einblicke

NFV-Direktor Bastian Hellberg zeigt NDR-Team Barsinghausen 37

Kunstrasen

Neueste Technologie im Fuchsbachtal 38

Oberliga Niedersachsen

Niedersachsenmeister Eintracht Braunschweig II – Neue Staffeleinteilung 40

AOK-C-Juniorenmeisterschaft

Viktoria 08 Georgsmarienhütte krönt eine phantastische Saison 42

Business-Trophy

NFV-Partner aus der Wirtschaft überzeugen am Ball 44

Kooperation

Schüler in Altkloster werden zu Partnern des DFB 46

Schiedsrichter

Saisonkehraus in der NFV-Sportschule Barsinghausen 48

ARAG Sportversicherung

Von einer folgenschweren Kollision mit dem Torpfosten 49

Integration

MICK und JICK begeistern – Warm up für 2011 ein Renner 50

EUROGREEN

Über die Wasserversorgung von Sportplätzen 51

„plan b.“-Juniorinnen-Pokal

Der BV Cloppenburg lässt den Meister hinter sich 52

U 14-Juniorinnen

Südost-Mädchen gewinnen Bereichsturnier in Lastrup 54

Norddeutscher Länderpokal

U 13-Juniorinnen machen das Double perfekt 55

Trainerausbildung

Lehrgänge in Barsinghausen erfolgreich abgeschlossen 56

Bezirk Braunschweig

Gymnasium Groß Ilsede stellt vier Sieger bei „Jugend trainiert“ 57

Bezirk Hannover

Schiedsrichter des Jahres werden in Nienburg geehrt 61

Bezirk Lüneburg

Osmers und Logies werden in Verden verabschiedet 67

Bezirk Weser-Ems

VfL Oythe und TuS Esens glänzen im Fair-Play-Cup 73

NFV intern I

Änderungen der Satzung und Ordnungen 78

NFV intern II

Geburtstage und Sportschultermine 82


NFV-Frauenmeisterschaft

6

Glückliche Siegerinnen. Die Frauen des TSV Eintracht Immenbeck mit Karen Rotter, Vorsitzende des NFV-Frauen- und Mädchenausschusses (hinten

rechts). Neben ihr Gabriele Immerthal, Spielleiterin Frauen- und Mädchenfußball. Fotos: Reiner Kramer

„Doppelschlag“ führt

zum verdienten Sieg

TSV Eintracht Immenbeck gewinnt NFV-Frauenmeisterschaft gegen ATSV Scharmbeckstotel

In dieser Szene setzt sich die Spielerin des ATSV Scharmbeckstotel (im Vordergrund) durch.

Juli 2010

Der TSV Eintracht Immenbeck gewann

jetzt die NFV-Frauenmeisterschaft.

Das Team von Trainer Ingo Merkens

besiegte im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion

vor 250 Zuschauern den ATSV

Scharmbeckstotel mit 3:0 (1:0). Damit

steigt der TSV in die Regionalliga Nord auf.

Der TSV ging in der 16. Minute durch

Fabienne Stejskal in Führung. Danach kontrollierte

der Meister der Frauen-Oberliga

Niedersachsen, Staffel Ost, das Spiel und

ließ in den 90 Minuten so gut wie keine

Torchance des ATSV Scharmbeckstotel zu.

Immenbeck entschied dann das Spiel

durch einen Doppelschlag in der 59. Minute:

Sophie Gerkens und Fenna Elfers erzielten

die Treffer zwei und drei. So endete

das Endspiel um die 39. Niedersächsische

Frauenmeisterschaft mit einem klaren und

verdienten Erfolg für den TSV Eintracht Immenbeck.

Trainer Ingo Mertens zur Leistung

seines Teams: „Wir haben das Spiel

jederzeit kontrolliert und waren die bessere

Mannschaft.“

ATSV Scharmbeckstotel, Meister der

Frauen-Oberliga Niedersachsen, Staffel

West, enttäuschte und kam für einen Sieg

niemals in Frage. Vor einer Woche hatte

der ATSV in Barsinghausen das NFV-Frauenpokalfinale

gegen den Aufsteiger in die

2. Frauen-Bundesliga, BV Cloppenburg,

unglücklich mit 4:6 nach Elfmeterschießen

verloren. Diese Leistung konnten die Frauen

aus Scharmbeckstotel dieses Mal nicht

wiederholen.

Die Statistik der

39. Niedersächsischen

Frauenmeisterschaft

ATSV Scharmbeckstotel – TSV Eintracht

Immenbeck 0:3 (0:1), Tore: 0:1


Die bisherigen Sieger der NFV-Frauenmeisterschaft

1972 Sparta Göttingen

1973 Sparta Göttingen

1974 Sparta Göttingen

1975 Jahn Delmenhorst

1976 Sparta Göttingen

1977 VfL Wildeshausen

1978 Rotenburger SV

1979 Jahn Delmenhorst

1980 VfL Wildeshausen

1981 VfL Wildeshausen

1982 VfR Eintracht Wolfsburg

1983 VfL Wildeshausen

1984 VfR Eintracht Wolfsburg

1985 VfL Wildeshausen

1986 VfL Wildeshausen

1987 Rotenburger SV

1988 SV Hage

1989 SV Wilhelmshaven

1990 VfL Westercelle

1991 TSG Burg Gretesch

Fabienne Stejskal (16. Minute), 0:2 Sophie

Gerkens (59.), 0:3 Fenna Elfers (59.)

Zuschauer: 250

Schiedsrichterteam: Saskia Gewecke,

Assistenten Moritz Gewecke (beide

RW Woldenberg) und Christopher Noll

(Eintracht Bad Salzdetfurth).

Die Aufgebote:

TSV Eintracht Immenbeck: Svenja

Giesecke, Mascha Heise, Fenna Elfers (79.

Katharina Mertz), Maleen und Sophie Gerkens,

Ann-Kathrin Lüth, Maria Marrocu

Simone Nicole Niemann (65. Lisa Altman),

Anna Wülfken (46. Amelie Felicitas Rose),

Fabiennne Stejskal, Sarah Stöckmann.

Trainer: Ingo Merkens

ATSV Scharmbeckstotel: Nicole

Krause, Anika Glosa (52. Jana Koehle),

Annika Michel (46. Kirsten Peuser), Darja

Brakhoff, Janina Gawehn, Laura Prigge,

Lisa Ramdor, Marie-Luise Hannemann,

Nina Rekel, Mannschaftsführerin Stefanie

Raudisch (65. Johanna Tietjen), Svenja

Exner. Trainer: Wilfried Schnaars

1992 SG Erbstorf/Ilmenau

1993 Victoria Gersten

1994 TuS Westerholz

1995 Wolfenbütteler SV

1996 SV Stöckheim

1997 SV Fortuna Salzgitter

1998 SV Hastenbeck

1999 SV Hastenbeck

2000 FSV Westerstede

2001 SuS Timmel

2002 SV Hastenbeck

2003 Sparta Göttingen

2004 FSG Twist

2005 MTV Mellendorf

2006 VfL Oythe

2007 SV Höltinghausen

2008 TSV Havelse

2009 TSG Ahlten

2010 TSV Eintracht Immenbeck

Sektdusche für die Spielerinnen des TSV Eintracht Immenbeck.

NFV-Frauenmeisterschaft

Beide Finalisten konnten sich bisher

noch nicht in die Siegerliste des

Wettbewerbs eintragen. Das Team aus

Scharmbeckstotel nahm in Barsinghausen

seinen dritten Anlauf in Serie auf

einen Titelgewinn. Der ATSV verlor

im Endspiel des vergangenen Jahres

mit 1:6 gegen die TSG Ahlten und

unterlag am vergangenen Samstag im

Frauen-Pokalfinale mit 4:6 nach Elfmeterschießen

gegen den BV Cloppenburg.

Die Siegerehrung nahm die Vorsitzende

des Verbandsfrauenausschusses

Karen Rotter vor. Der Gewinn der

Niedersachsenmeisterschaft ist mit einer

Siegprämie in Höhe von 750 Euro

prämiert, während das unterlegene

Team 375 Euro erhält. ➉

Beste Unterhaltung

und Spannung pur

BV Cloppenburg gewinnt 37. NFV-Frauenpokalmeisterschaft erst nach Elfmeterschießen

Die Frauen des BV Cloppenburg gewannen

am Pfingstsamstag die

37. Niedersächsische Frauenpokalmeisterschaft.

In einem unterhaltsamen

und gutklassigen Spiel besiegte der Aufsteiger

in die 2. Frauen-Bundesliga und

amtierender Regionalligameister den

Niedersachsenligisten ATSV Scharmbeckstotel

letztlich verdient mit 6:4 nach Elfmeterschießen.

Nach 90 Minuten hatte es 2:2

gestanden. Zur Pause lag der BV Cloppenburg

mit 2:1 vorn.

150 begeisterte Zuschauer im August-Wenzel-Stadion

bekamen beste

Unterhaltungskost geboten, weil beide

Teams munter nach vorn spielten. Der

BV Cloppenburg zeigte dabei die etwas

bessere Spielanlage und kombinierte gefälliger.

In der 9. Minute schoss Mareike

Kleene den BVC in Führung. Die Antwort

ließ nicht lange auf sich warten. Denn

drei Minuten später glich der ATSV

Scharmbeckstotel durch Janina Gawehn

aus. Kim Schlösser sorgte in der 31. Minute

für die erneute Führung der Cloppenburgerinnen.

Der ATSV gab jedoch nicht auf und

glich in der 74. Minute aus. Wieder war Janina

Gawehn erfolgreich. Dabei bleib es

dann bis zum Schlusspfiff. Ohne Verlängerung

ging es dann ins Elfmeterschießen.

Während die Frauen des BV Cloppenburg

vier Mal (Andrea Göken, Daniela Diers,

Kim Schlösser und Stefanie Büsing) verwandelten,

trafen für Scharmbeckstotel

nur Jana Koehle und Laura Prigge.

Der BV Cloppenburg trug sich damit

zum ersten Mal in die Siegerliste der NFV-

Frauenpokalmeisterschaft ein. Die Siegerehrung

nahm Karen Rotter, Vorsitzende

des NFV-Frauen- und Mädchenausschusses,

auf dem Platz vor.

Nach dem Endspiel wurden beide

Mannschaften vom Niedersächsischen

Fußballverband zu einem Bankett ins

Sporthotel Fuchsbachtal eingeladen. Der

BV Cloppenburg erhielt einen Scheck in

Höhe von 500 Euro. Die Unterlegenen

aus Scharmbeckstotel durften sich über

250 Euro freuen. ➤

Juli 2010 7


NFV-Frauenpokalmeisterschaft

8

Juli 2010

Die Statistik

ATSV Scharmbeckstotel – BV

Cloppenburg 4:6 n.E. (2:2/1:2)

Tore: 0:1 Mareike Kleene (9. Minute),

1:1 Janina Gawehn (12.), 1:2

Kim Schlösser (31.), 2:2 Janina Gawehn

(74.)

Elfmeterschießen: Für BV Cloppenburg

verwandelten Andrea Göken,

Daniele Diers, Kim Schlösser und Stefanie

Büsing, für ATSV Scharmbeckstotel

trafen Jana Koehle und Laura Prigge.

Zuschauer: 150

Schiedsrichterin: Irena Strehmel

(SV Emmerke), Assistentinnen Saskia

Gewecke (RW Waldenberg) und Angela

Klose (SV Emmerke).

Die Aufgebote

BV Cloppenburg: Nicole Siegel,

Mareike Kleene, Andrea Mählmann, Daniela

Diers, Sabrina Abramowski, Kim

Schlösser, Christina Kokenge, Ilka Feldhaus,

Andrea Göken, Birgit Niemeyer,

Sabrina Vogelpohl. Eingewechselt wurden

Nadina Luker für Kleene (73. Minute),

Simone Westerhoff für Mählmann

Beim Bankett im Sporthotel Fuchsbachtal die Spielerinnen des BV

Cloppenburg und unten die etwas traurigen Frauen des ATSV Scharmbeckstotel.

Die bisherigen Sieger im

Frauen-Pokalwettbewerb des NFV

1974 SV Nüttermoor

1975 Sparta Göttingen

1976 Sparta Göttingen

1977 Arminia Hannover

1978 Rotenburger SV

1979 VfL Wilhelmshaven

1980 VfR Eintracht Wolfsburg

1981 VfL Wildeshausen

1982 VfL Wildeshausen

1983 VfR Eintracht Wolfsburg

1984 VfL Wildeshausen

1985 VfR Eintracht Wolfsburg

1986 VfL Wildeshausen

1987 Fortuna S. Hannover

1988 VfR Eintracht Wolfsburg

1989 VfR Eintracht Wolfsburg

1990 VfR Eintracht Wolfsburg

1991 VfL Wildeshausen

1992 Jahn Delmenhorst

1993 Victoria Gersten

1994 Wolfenbütteler SV

1995 VfL Wildeshausen

1996 Jahn Delmenhorst

1997 Jahn Delmenhorst

1998 WSV Wendschott

1999 FSV Westerstede

2000 Victoria Gersten

2001 Victoria Gersten

2002 FSV Westerstede

2003 Victoria Gersten

2004 Jahn Delmenhorst

2005 SuS Timmel

2006 VfL Oythe

2007 MTV Mellendorf

2008 VfL Oythe

2009 VfL Wolfsburg II

2010 BV Cloppenburg

Die Delegationen der beiden Vereine mit NFV-Präsident Karl Rothmund (Bildmitte). NFV-Spielleiterin

Gabriele Immerthal (2. von links) und Karen Rotter (rechts).

(80.) und Stefanie Büsing für Feldhaus

(87.).

ATSV Scharmbeckstotel: Nicole

Krause, Darja Brakhoff, Jana Koehle, Ja-

nina Gawehn, Johanna Tietjen, Laura

Prigge, Lisa Ramdor, Marie-Luise Hannemann,

Nina Rekel, Stefanie Raudisch,

Svenja Exner. Eingewechselt wurden Jasmin

Kandziora für Raudisch (56.) und

Kirsten Peuser für Svenja Exner (76.)

Der Weg ins Finale

BV Cloppenburg: 5:0 bei TuS Sulingen,

4:0 bei SG Jesteburg/Bendestorf,

2:0 bei SV Victoria Gersten II, 2:0 gegen

TSV Havelse, 3:2 bei Mellendorfer TV

ATSV Scharmbeckstotel: 2:0

bei FSG Twist, 8:6 n.E. gegen SuS

Timmel, 6:4 n.E. gegen Sparta Göttingen,

5:0 gegen TSV Eintracht Immenbeck

Rekordtitelträger im NFV-Frauenpokalwettbewerb

sind mit je sechs Siegen

VfR Eintracht Wolfsburg und VfL Wildeshausen.

Je vier Mal erfolgreich waren

Jahn Delmenhorst und Victoria Gersten

und mit je zwei Erfolgen sind

Sparta Göttingen, VfL Oythe und der

FSV Westerstede in der Siegerliste aufgeführt.


VfL Osnabrück

Junge VfL-Fans bei der Wiederaufstiegsfeier vor dem Osnabrücker Rathaus. Rechts VfL-Spielmacher Björn Lindemann, der kürzlich in der 3. Liga zum

Spieler der Saison gekürt worden ist. Fotos: Helmut Kemme

Beim VfL wird unaufgeregt

und professionell gearbeitet

Nach dem vierten Zweitligaaufstieg heißt das Ziel Klassenerhalt

Wie dicht im Fußball Enttäuschung und

Frustration sowie Freude und Begeisterung

zusammenliegen, erlebte

der VfL Osnabrück in der vergangenen Saison

besonders emotional. Dass nach dem Abstieg

der sofortige Wiederaufstieg gefeiert werden

konnte, war sicherlich eine große Überraschung.

Denn zunächst musste der unnötige

Abstieg aus der 2. Bundesliga verkraftet

werden. Aber bereits nach einigen Tagen

der Enttäuschung gelang es Manager Lothar

Gans, unaufgeregt und professionell ein

schlagkräftiges Team zusammenzustellen.

Außerdem habe er mit Karsten Baumann einen

jungen, ehrgeizigen und kompetenten

Trainer verpflichten können. So VfL-Präsident

Dr. Dirk Rasch Anfang des Jahres in einem

Beitrag auf der Vereinshomepage.

Dass der niedersächsische Traditionsverein

Ende des Jahres ungerechterweise im

Sportwettenskandal verwickelt wurde, ließ

Dr. Rasch nicht unerwähnt. Der VfL-Präsident

kritisierte die nach seiner Ansicht teilweise

oberflächliche Berichterstattung in den

überregionalen Medien.

Diese Turbulenzen überstand der VfL

Osnabrück erfreulicherweise unbeschadet.

Das Funktionsteam arbeitete professionell

weiter, die Mannschaft ließ sich ebenfalls

davon nicht beeindrucken und blieb weiter

auf Kurs 2. Bundesliga. Die sensationellen

Pokalerfolge gegen den Hamburger SV und

Borussia Dortmund und eine ebenso überzeugende

Leistung beim Ausscheiden gegen

Schalke 04 entfachten eine neue Begeisterung.

Dank der großartigen Unterstützung

des treuen und begeisterungsfähigen Publikums

überzeugte die Mannschaft vor allem

in der heimischen Osnatel-Arena. Von Anfang

an war ein besonderer Teamgeist zu

spüren, der letztlich zum verdienten Wiederaufstieg

führte.

Vier Mal (2000, 2003, 2007 und 2010)

ist der VfL Osnabrück in den vergangenen

zehn Jahren in die 2. Liga aufgestiegen. In

diesem Zeitraum mussten allerdings auch drei

Abstiege verkraftet werden. Der besondere

Zusammenhalt zwischen Anhängern und Vereins

blieb trotz des Auf und Ab immer bestehen.

Für die Lila-Weißen ist der Klub eine

Herzenzangelegenheit. Ein weiterer Garant

des Erfolgs ist die Kontinuität im Verein. Dr.

Dirk Rasch ist seit 1997 Präsident und Lothar

Gans seit 1998 Sportdirektor. Sie leisten vor

allem hinter den Kulissen wertvolle Arbeit,

stellen die Mannschaft und weniger ihre Person

in den Vordergrund. Außerdem regiert

beim VfL Osnabrück die wirtschaftliche Vernunft,

wie Sportdirektor Gans kürzlich in einem

Interview mit dem Sportmagazin Kicker

betonte.

Darüber hinaus engagiert sich der Verein

auch für ein soziales Projekt. Kalla Wefel,

VfL-Urgestein und Osnabrücker Kabarettist

initiierte und realisierte ein wohl einzigartiges

Projekt. In der Neuen Osnabrücker Zeitung

rief er dazu auf, die traditionelle Vereinshymne

zu arrangieren. Die Resonanz war umwerfend.

So gibt es jetzt 25 neue Versionen des

Vereinsliedes, die auf der jetzt erschienenen

CD „Wir sind der VfL – der VfL ist Osnabrück“

zu hören sind und für zehn Euro erworben

werden kann. 300 Mitwirkende stellten sich

kostenlos in den Dienst der guten Sache. Der

Reinerlös aus dem Verkauf geht an das in Osnabrück

ansässige Kinderhilfswerk „terre des

hommes“. Das Kinderhilfswerk unterstützt

mehr als 450 Projekte in 29 Ländern. Weitere

Informationen beim VfL Osnabrück unter

www.vfl.de, www.kallawefel.de und terre

des hommes www.tdh.de.

Die nächste Herausforderung steht jetzt

bevor. In der 2. Liga wird es für den VfL

schwer sein, sich zu etablieren. Mit viel Herzblut

und wirtschaftlichem Verstand werden

die Verantwortlichen die Saison angehen. Die

Meistermannschaft, die sich in der kommen-

Ein glücklicher Präsident Dr. Dirk Rasch mit

Pokal nach dem alles entscheidenden letzten

Spiel in Burghausen, das der VfL mit 1:0 gewann.

den Saison nicht wesentlich verändern wird,

hat sich das Vertrauen und die Sympathie der

Fans verdient. Gemeinsam wollen sie das Ziel

Klassenerhalt erreichen. Denn wie heißt es so

schön im Refrain der Vereinshymne: „Wir sind

alle ein Stück VfL Osnabrück.“ Reiner Kramer

Juli 2010 9


Polenreise

10

Die NFV-Junioren des Jahrgangs 1997 (am Ball Jannes Prins) bezwangen Inter Mailand mit 2:0. Im Finale des 98er Turnieres empfingen die Fans von

Polonia Warschau die Mannschaften stimmungsvoll.

Juli 2010

Siege über Inter und Milan

Über Pfingsten nahm der NFV mit zwei Mannschaften an einem international hochkarätig besetzten

Jugendturnier in Warschau teil. Anlass zur Freude hatte vor allem der Jahrgang 1998 (U 12), der Platz zwei

belegte und der bei der Wahl zum besten Spieler des Turniers mit Maurice Friehe sogar den Sieger stellte.

Von MANFRED FINGER (Text und Fotos)

Inter, erneut Inter. Nur wenige Stunden

nach dem Champions-League-Endspiel in

Madrid kam es wieder zum Duell einer

deutschen Mannschaft mit den Mailändern.

In der polnischen Hauptstadt Warschau traf

die NFV-Auswahl des Jahrganges 1998

auf den gleichaltrigen Nachwuchs der

„Schwarzblauen“. Auf dem Spiel stand der

Finaleinzug beim hochkarätig besetzten Turnier

um den Cup des ausrichtenden Vereins

Biale Orly. Anders als der FC Bayern München

am Vorabend geizten die jungen

Niedersachsen keineswegs mit Treffern und

verließen den Platz nach 30 spannenden

Minuten als Sieger.

Der 4:3-Erfolg über Inter Mailand markierte

dabei die Sternstunde einer „Mannschaft“,

die nur für dieses Turnier gebildet

wurde und in der sich die Spieler zuvor nicht ➤

Erfolgreichster NFV-Schütze: Lukas Bode. Bester Spieler des 98er-Turniers: Maurice Friehe. Kopf der 98er-Mannschaft: Leander Baar.


kannten. Denn in diesem Alter sieht das Talentfördersystem

des NFV noch keine Maßnahme

im Auswahlbereich vor. Da aber der

niedersächsische Verband eine Kooperation

mit dem polnischen Verband unterhält, wurde

die Einladung für die Pfingstturniere in

den Altersklassen 1997 (U 13) und 1998

(U 12) angenommen.

Die von dem für den 98er-Jahrgang zuständigen

NFV-Verbandssportlehrer Wulf-

Rüdiger „Roger“ Müller nominierte Mannschaft

setzte sich aus Spielern der Stützpunktbereiche

Südost und West zusammen.

Verantwortlicher Trainer für Warschau war

Müllers Assistent Daniel Wächtler, der aber

aus dem Stützpunktbereich Nordost kommt

und deshalb bei Fahrtantritt in Barsinghausen

keinen Spieler kannte. Weder mit

Namen, geschweige denn mit Stärken und

Schwächen.

„Nicht ein Abwehrspieler ist dabei.

Roger hat mir nur Offensive gegeben“ – Der

Bus war am Freitag vor Pfingsten gerade einmal

eine Stunde unterwegs, als Daniel

Wächtler kurz vor Peine die ersten Gespräche

mit seinem Aufgebot geführt hatte. Die

Fahrt nach Warschau sollte ab diesem Zeitpunkt

noch 14einhalb Stunden dauern.

Reichlich Zeit, um sich mit dem vermeintlichen

„Problem“ der fehlenden Defensivkräfte

zu beschäftigen. Dabei stand ihm sein

Kollege vom Stützpunkt Munster, Volker

Tischer, den er für diese Reise mitgenommen

hatte, zur Seite.

Die Lösung präsentierte Wächtler am

Tag darauf bei der Besprechung vor dem

Auftaktspiel. „Wer von euch hat schon einmal

hinten gespielt“, fragte er in die Runde

und fügte listig hinzu: „Wer hinten spielt,

bekommt mehr Einsatzzeiten!“ Prompt gingen

die ersten Finger hoch, darunter auch

der von Leander Baar. Mit dem Spieler von

Eintracht Northeim fand Wächtler den

Schlüssel zum Erfolg, denn nach

den anschließenden Eindrücken

beim Warmmachen stand für

den Trainer fest: „Er wird der Abwehrchef

und mein verlängerter

Arm auf dem Platz.“

Dass Daniel Wächtler mit

dieser Einschätzung goldrichtig

lag, sollte das Turnier nachhaltig

zeigen. Mit seiner spielerischen

Klasse, seinem Stellungsspiel

und seiner Körpersprache avancierte

Leander zum „Kopf“ der

Mannschaft. Wie wichtig er für

das Team ist zeigte sich bereits

im ersten Spiel gegen Polonia

Warschau (1:0) in jener Phase, in

der er mal kurz herausgenommen

wurde. Prompt war es mit

der Ordnung im NFV-Spiel geschehen,

so dass Wächtler und

Tischer im weiteren Turnierverlauf

auf eine erneute Auswechselung

ihres Führungsspielers

verzichteten.

Bestärkt durch den 1:0-Erfolg

zum Auftakt wuchs die NFV-

Truppe schnell zu einer homogenen

Einheit zusammen, die nach

weiteren Erfolgen über Biale Orly

(4:0), AC Mailand (2:1) sowie In-

ter das Finale erreichte. Auf dem

Weg dorthin konnten sich neben

Leander Baar vor allem Lukas

Bode, mit fünf Treffern der

erfolgreichste Schütze, sowie

Maurice Friehe in Szene setzen. Das trickund

fintenreiche Spiel des Realschülers vom

Helmstedter SV, der einen Tag vor Reisebeginn

seinen 12. Geburtstag gefeiert hatte,

imponierte der Jury derart, dass sie Maurice

zum besten Spieler des gesamten 98er-Jahrgangsturniers

wählten.

Polenreise

Vergeblich mühten sich Simon Helms (links) und seine Kameraden des 97er-Jahrganges im Spiel

gegen Slavia Prag (0:3).

Im Endspiel kam es zum erneuten

Kräftemessen mit Polonia Warschau, in

dessen Stadion das Turnier ausgetragen

wurde. Vielleicht lag es am Hagelschauer,

der Minuten vor Spielbeginn über die Anlage

hereinbrach und die Spieler klitschnass

werden ließ oder am bengalischen

Delegationsleiter Walter Fricke, Vorsitzender des NFV-Jugendausschusses, überreichte Marta Mrozowski und

ihrem behinderten Sohn Bartosz T-Shirts vom NFV und dem Wettbewerb Team 2011. Der jüngere Sohn (Marek)

von Marta Mrozowski, die fast zehn Jahre in Springe bei Hannover lebte und 1990 in ihre Heimat zurückkehrte,

spielt beim Warschauer Verein Biale Orly, der das Turnier ausrichtete.


Juli 2010 11


Polenreise

12

Feuer, das eine Handvoll Polonia-Fans unmittelbar

vor Anpfiff entfachten – jedenfalls

waren die Niedersachsen im Finale

gegenüber ihren vorherigen Auftritten

nicht wieder zu erkennen. Vor allem in der

ersten Hälfte gelang wenig. Nach dem

Wechsel wurde es zwar etwas besser, doch

Polonia erzielte die Führung und ließ anschließend

nur noch eine einzige Chance

(Niklas Müller) zu. So blieben die 98er des

NFV ausgerechnet im Spiel um den Turniersieg

erstmals ohne eigenen Torerfolg.

Siege über Inter und Milan – auch der

Jahrgang 1997 durfte sich beim Biale Orly-

Cup darüber freuen. Allerdings waren die

Jungs von NFV-Trainer Thomas Kissner zu

diesem Zeitpunkt bereits aus dem Rennen

um die vordersten Plätze ausgeschieden. Zu

durchwachsen war der erste Turniertag verlaufen.

Gleich zum Auftakt hatte es gegen

Slavia Prag eine 0:3-Niederlage gesetzt. „Die

Tschechen war technisch richtig gut. In Bestbesetzung

hätten wir diese Mannschaft aber

geschlagen“, erklärte Kissner, der in Warschau

auf Spieler der Leistungszentren von

Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg sowie

des Stützpunktes Göttingen, dem amtierenden

niedersächsischen U 13-Vizemeister in

der Halle, verzichten musste.

„Wir haben jetzt noch zwei Spiele, um

zu zeigen, dass wir es besser können. Wir

müssen aber frecher werden und vorne mit

mehr Tempo spielen.“ Mit diesen Worten

stimmte Kissner seine Truppe auf die nächsten

Aufgaben ein. Zudem beorderte er

Tjark-Tizian Wagner, der gegen Prag im 3-3-

2-System hinten links gespielt hatte, in die

Spitze. Ein gelungener Schachzug, denn gegen

Biale Orly erzielte Wagner beide Treffer

zum 2:0-Erfolg und nährte damit die Hoffnungen,

vielleicht doch noch das Halbfinale

zu erreichen. Dafür musste ein Sieg über

Celtic Glasgow her, doch nach ausgeglichener

Hälfte stellen die Schotten mit Wiederbeginn

einfach das bessere Team und siegten

verdient mit 2:0.

Am zweiten Turniertag präsentierten

sich die Niedersachsen wesentlich frischer

und sicherten sich in den Platzierungsspielen

gegen die Mailänder Teams AC (1:0) und Inter

(2:0) noch Rang fünf.

Juli 2010

Auch der AC Mailand konnte Justin Bollonia und die 98er-Auswahl des NFV nicht auf ihrem Weg

ins Finale stoppen.

Fazit: Trotz der Reisestrapazen (die

Hin- und Rückreise per Bus dauerte jeweils

über 15 Stunden) darf der Pfingstausflug

nach Warschau als rundum gelungen

eingestuft werden. Das Turnier

um den Biale Orly-Cup war erstklassig

besetzt und organisiert, die Niedersachsen

präsentierten sich auf und außerhalb des

Platzes als vortreffliche Gäste. Während

der Fahrt entwickelte sich zudem ein Gemeinschaftsgefühl,

das am Abschlusstag

im ständigen Absingen des von Thomas

Kissner einstudierten „NFV-Liedes“ („We

are Niedersachsen“, siehe Kasten) zum

Ausdruck kam.

Ob und wie viele Spieler der Warschau-

Reise jemals wieder das NFV-Trikot tragen

werden, bleibt abzuwarten. Für den Jahr-

gang 1998 beginnt die Sichtung auf Verbandsebene

mit den drei Camps in den

Sommerferien, zu denen jeweils 40 Spieler

eingeladen werden. Als nächstes stehen die

niedersächsische U 13-Meisterschaft in der

Halle (Januar/Februar 2011) sowie im Feld

(voraussichtlich Juni 2011) auf dem Programm.

Beide Titelkämpfe, die als E.ON

Avacon-Cup ausgetragen werden, wurden

von den 97ern in diesem Jahr bereits absolviert.

Anlässlich von Camps und Lehrgängen

werden ihre Leistungen weiter unter die

Lupe genommen, ehe sie 2011 mit der Teilnahme

am Feriencamp des Deutschen

Fußball-Bundes erstmals auch auf DFB-Ebene

als niedersächsische Auswahl auftreten

werden. ■

Thomas Kissner und seine 97er-Auswahl, in der auch vier Spieler des Jahrganges 1998 zum Einsatz kamen, belegten nach einem guten zweiten

Turniertag noch Platz fünf.


Die NFV-Spiele der Jahrgänge 1998 (U 12) und 1997 (U 13) in der Übersicht

1998 (U 12)

Polonia Warschau – NFV 0:1 (0:1).

NFV-Tor: 0:1 Lukas Bode. Biale Orly –

NFV 0:4 (0:3). NFV-Tore: Lukas Bode (0:1,

0:2, 0:3), Niklas Müller (0:4). NFV – AC

Milan (2:1). NFV-Tore: 1:1 Kevin Degenhardt,

2:1 Maurice Friehe.

Halbfinale: NFV – Inter Mailand

4:3 (3:1). NFV-Tore: Lukas Bode (1:0), Florian

Tautz (2:0), Robin van den Berg (3:1),

Maurice Friehe (4:1). Finale: Polonia

Warschau – NFV 1:0 (0:0). Abschlussklassement:

1. Polonia Warschau,

2. NFV, 3. Legia Warschau (3:1-Sieger im

Spiel um den 3. Platz gegen Inter Mailand),

4. Inter Mailand, 5. Karpaty Lwów

(1:0-Sieger im Spiel um den fünften Platz

gegen Juventus Turin), 6. Juventus Turin,

7. AC Mailand (4:1-Sieger im Spiel um

den 7. Platz gegen Biale Orly), 8. Biale

Orly.

Das NFV-Team Jahrgang 1998:

Kevin Degenhardt, Marlon Sündermann

(beide RSV Göttingen 05), Niklas Müller,

Can-Lüftü Tosun (beide VfB Peine),

Justin Bollonia, Dominik Müller (beide

Borussia Salzgitter), Leander Baar (Eintracht

Northeim), Robin van den Berg

(1. FCR Bramsche), Lukas Bode (VfR

Osterode), Maurice Friehe (Helmstedter

SV), Dominik Karaca (VfV Borussia 06

Hildesheim), Nick Sitzenstock (SC 18

Harlingerode), Florian Tautz (BW Hol-

lage). Trainer: Daniel Wächtler, Volker

Tischer.

1997 (U 13)

NFV – Slavia Prag 0:3 (0:1). Biale

Orly – NFV 0:2. NFV-Tore: Tjark-Tizian

Wagner (0:1, 0:2). NFV – Celtic Glasgow

0:2 (0:0).

Platzierungsspiel, Ränge 5 bis 8:

AC Mailand – NFV 0:1 (0:0). NFV-Tor:

Niclas Treu (0:1). Spiel um Platz 5:

Inter Mailand – NFV 0:2 (0:2). NFV-

Tore: Niclas Treu (0:1, 0:2). Abschlussklassement:

1. Karpaty Lwow (3:0-

Finalsieger über Slavia Prag), 2. Slavia

Prag, 3. Jagiellonia (2:0-Sieger im Elfmeterschießen

gegen Celtic Glasgow

im Spiel um den 3. Platz), 4. Celtic Glasgow,

5. NFV, 6. Inter Mailand, 7. AC

Mailand (1:0-Sieger im Spiel um den

7. Platz gegen Biale Orly), 8. Biale Orly.

Das NFV-Team Jahrgang 1997:

Muhamet Cakoli (1. FC Nordenham),

Simon Helms (VfL Oythe), Patryk Galimskiy

(Preußen Hameln), Niklas Janßen

(Raspo Lathen), Jannes Prins (RW Damme),

Lukas Siemers (FC Groningen), Jannik

Strüber (BW Bilshausen), Niclas Treu

(SG Düngen/Heinde), Tjark-Tizian Wagner

(VfL Stade).

Mit Jonas Burke, Joshua Frank

(beide SF Schledehausen), Tom

Günther (JSG Pferdeberg) und Philipp-

Als Pionier sind wir aus dem Sportanlagenbau mit

jahrzehntelanger Erfahrung unserer Spitzenkräfte

nicht mehr wegzudenken.

Wir stehen Ihnen als Partner für alle Fragen des

Sportstättenbaus zu Verfügung.

Darüber hinaus bauen und liefern wir als

Gesamtanlagen Kunst- und Naturrasenplätze

sowie Kleinspielfelder und

Laufbahnen in Kunststoffausführungen.

„Qualität ist

das Anständige“

René Jahr (VfL Wolfsburg) gehörten

zudem vier Spieler des Jahrgangs

1998 zur Mannschaft. Trainer: Thomas

Kissner.

Zur Delegation zählten weiterhin:

Walter Fricke (Leitung), Dariusz

Schubert (Dolmetscher und Ansprechpartner

vor Ort), Manfred Finger (NFV-

Verwaltung).

We are Niedersachsen*

Everywhere we go

all the people ask us

who we are and

where we come from

than we tell them

that we are Niedersachsen –

mighty, crazy Niedersachsen!

Wo wir auch sind

fragen uns die Leute

wer wir sind und

wo wir herkommen

dann erzählen wir ihnen

dass wir Niedersachsen sind –

mächtige, verrückte Niedersachsen!

* Das Lied wurde von NFV-Trainer Thomas

Kissner während der Reise in englischer

Sprache einstudiert. Vorbild ist ein

„Schlachtgesang“ der US-Marines.

Polenreise

Juli 2010 13


Namen & Nachrichten

14

Teresa Enke, Vorstandsvorsitzende der „Robert-Enke-Stiftung“,

möchte das Thema Depressionen enttabuisieren. „Es soll sich keiner

schämen, wenn er mit dieser Erkrankung nach außen geht“, sagte sie in

einer Informationsveranstaltung in Barsinghausen. Zusammen mit dem

Geschäftsführer der Stiftung, Jan Baßler (links), stellte sie das Aufgabengebiet

der Robert-Enke-Stiftung vor. Dabei gehe es darum, über die

Krankheit Depressionen aufzuklären und gleichzeitig Hilfsprojekte zu

fördern. Außerdem kläre die Stiftung über Herzerkrankungen von Kindern

auf. Die Veranstaltung war der Auftakt zu einer Vortragsreihe. In

Juli 2010

Bücherecke

Arnd Zeigler

Keiner

verliert

ungern

Neue Sprüche und

Weisheiten der Fußballstars

humboldt – Freizeit &

Hobby, 2010, 256 Seiten, ca. 100 farbige Abbildungen,

12,5 x 18 cm, Broschur, ISBN 978-

3-86910-160-6, 9,95 Euro

Ob Spieler, Funktionäre oder Journalisten:

Wer auch immer etwas zum Thema Fußball

zu sagen hat, liefert nicht selten erstaunliche

Zitate, die zum geflügelten Wort werden. Seit

über zehn Jahren sammelt Arnd Zeigler diese

Sprüche und stellt sie in seiner wöchentlichen

Radio-Comedy „Zeiglers wunderbare Welt des

Fußballs“ vor. Nach inzwischen drei sehr erfolgreichen

Bänden tritt der Fußball-Satiriker mit

seinem vierten Buch wieder kräftig nach: „Keiner

verliert ungern“ enthält über 1.000 neue

Weisheiten, Ausfälle, Geistesblitze, sprachliche

Abgründe und Sinnsprüche aus dem Mund

von Fußballstars, Trainern, Funktionären und

Reportern.

Alle Kicker-Weisheiten treiben einem die

Lachtränen in die Augen. Und das immer wieder!

Dabei sorgen nicht nur aktuelle Aussagen

à la Mario Lomez („Das war kein Zuckerbissen

für die Fans.“) oder Markus Babbel („Jetzt

müssen wir uns selber am Schopf aus den Haaren

ziehen.“) für Spaß. Einzelne Fundstücke

reichen zurück bis in die 40er, 50er und 60er

Jahre. Einigen Kickern, Trainern und Managern

werden – völlig berechtigt – ganze Kapitel ge-

Barsinghausen erläuterte Professor Dr. Petra Garlipp, Fachärztin und geschäftsführende

Oberärztin der Medizinischen Hochschule Hannover, die

Kennzeichen einer behandlungsbedürftigen Depression, an der vier

Millionen Menschen in Deutschland leideten. Im Gespräch mit Moderator

Manfred Finger (rechts) ging Teresa Enke auf das 2008 gegründete Bündnis

gegen Depression ein: „Das Bündnis ist für uns ein wichtiger Kooperationspartner.“

Jan Baßler lobte abschließend die große Spendenbereitschaft

und das Interesse an der Robert-Enke-Stiftung. Es lägen schon

mehr als 500 Anfragen vor. Foto: Team Kaletta

Karl Rothmund (2. von links), Präsident

des Niedersächsischen Fußballverbandes, besuchte

jetzt die Braunschweiger Zeitung und nahm an

der Aktion „Leser fragen … teil. Unter der Leitung

des Sportredakteurs Thomas Fröhlich stellte er

sich den Fragen von Tina Klose, ehemalige Fußballerin

bei VfR Eintracht Wolfsburg, Uwe Scholz

vom MTV Wolfenbüttel (2. von rechts), Diplomkaufmann

im VW-Werk, Thomas Pfannkuch

(rechts), Ex-Profi, Trainer und Jugendkoordinator

bei Eintracht Braunschweig. In seinen Funktionen

als DFB-Vizepräsident für sozial- und gesellschaftliche

Aufgaben und Leiter der Außenstelle Hannover

des Organisationskomitees für die Frauen-

Weltmeisterschaft 2011 beantwortete Rothmund

Fragen zum aktuellen Fußballgeschehen. Auf einer

Zeitungsseite hatte er die Gelegenheit, beste

Werbung für den kleinen und großen Fußball zu

betreiben. Rothmund lobte abschließend die

Sportredaktion der Braunschweiger Zeitung, die

jederzeit aktuell, kompetent und umfassend über

das Fußballgeschehe informiere.

Foto: Braunschweiger Zeitung

widmet. Wie etwa Lukas

Podolski („Wir

müssen die Köpfe

hochkrempeln, und die

Ärmel natürlich

auch.“), Johan Cruyff

(„Du musst schießen –

sonst kannst du auch

nicht treffen.“) oder

Reiner Calmund („Ich

renn’ doch hier nicht

von Pontius zu Spekulatius!“).

Bebildert sind die

Sprüche mit kultigen Illustrationen

sowie

Fundsachen aus Medien

und Werbung. Ein

unverzichtbares Buch

für jeden Fußball-Fan!


Die Fridtjof-Nansen-Grundschule in Hannover erhielt

jetzt von NFV-Präsident Karl Rothmund (hinten 2. von rechts) den Schlüssel

für diesen Mercedes-Kleintransporter überreicht. Die Grundschule in Hannover

hatte sich vorbildlich für die soziale Integration von Kindern, insbesondere

Mädchen mit Migrationshintergrund durch den Fußball eingesetzt

und sich damit beim DFB für den Mercedes-Benz-Integrationspreis 2009

beworben. Die Grundschule gewann schließlich den ersten Preis und damit

Bayer Leverkusen gewann das

McDonald’s-E-Jugendturnier in Delmenhorst.

48 internationale und nationale Mannschaften

sorgten für ein Jugendfußball-Festival,

das über 2.500 Zuschauer in seinen Bann

zog. Im Finale wurde der Hamburger SV mit

3:1 besiegt. Dieses zweitägige Kleinfeldturnier

ist inzwischen so gefragt, dass die Organisatoren

Michael Zoll und Manfred Imhoff

über 100 Mannschaften eine Absage erteilen

mussten. Alle 48 Teams werden vor Ort persönlich

betreut. 200 Helfer stehen zur Verfügung.

Zum Turnierbeginn liefen die von vielen

Eltern begleiteten Spieler wie bei Olympia

hinter ihrem Vereinsschild ins Stadion ein. Jeder

Teilnehmer erhielt einen Erinnerungspokal.

Foto: Dietrich Köhler-Franke

Ehemaligentreffen. Der Niedersächsische

Fußballverband lädt alljährlich ehemalige

Funktionäre mit ihren Lebenspartnerinnen

zu einem gemütlichen Beisammensein

und Gedankenaustausch ins Sporthotel Fuchsbachtal

nach Barsinghausen ein. Mit einem

Dankeschönwochenende würdigt der NFV die

langjährige ehrenamtliche Arbeit der Frauen

und Männer auf Kreis-, Bezirks- oder Verbandsebene.

Die Stimmung war auch dieses

Mal wieder ausgezeichnet. – Außerdem traf

sich das Präsidium des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt

jetzt zu einem mehrtägigen Besuch

mit den Kollegen des Niedersächsischen

Fußballverbandes in Barsinghausen. Diese

Treffen, an dem auch die Lebenspartnerinnen

Namen & Nachrichten

den Kleintransporter. In Zusammenarbeit mit SV Borussia Hannover hatte

die Fridtjof-Nansen-Grundschule 2007 eine Arbeitsgemeinschaft für Mädchenfußball

gegründet und mittlerweile etabliert. Denn inzwischen spielen

in mehreren Mädchenteams der Borussia Schülerinnen der Fridtjof-Nansen-Schule

mit. Dr. Ulf Gebken (hinten links) von der Universität Oldenburg,

Fachbereich Sportwissenschaften, koordiniert und unterstützt in

Niedersachsen mehrere solcher Projekte. Foto: Reiner Kramer

der Fußballfunktionäre teilnehmen, finden alljährlich

statt. In diesem Gedankenaustausch

wurde die Freundschaft der beiden Landesverbände

dokumentiert und vertieft. Wenige

Monate nach dem Mauerfall 1989 hatten sich

die Spitzenfunktionäre der beiden Verbände

erstmals getroffen und dann eine enge

Freundschaft aufgebaut. Foto: Jan Baßler

Juli 2010 15


Sparkassen Fußball-Cup

16

Juli 2010

Schulmäßig gespielt und

MTV Engelbostel/Schulenburg gewinnt 8.Auflage des

Text und Fotos von REINER KRAMER

Neuer Name – altes Erfolgsrezept.

Die 8. Auflage des Sparkassen-

Cup hat in diesem Jahr erstmals

unter Sparkassen Fußball-Cup firmiert.

Nach dem Motto des Niedersächsischen

Fußballverbandes „Ein

Ball verbindet“ wird bei Europas

größtem Sichtungsturnier der selbige

in den Mittelpunkt gestellt. Dank des

großen Engagements des Sparkassenverbandes

Niedersachsen kann

der NFV ein Turnier der Extraklasse

auf die Beine stellen. Höhepunkt ist

alljährlich das Finale Barsinghäuser

August-Wenzel-Stadion. Ein tolles

Kontrastprogramm zur gleichzeitig laufenden

Fußballweltmeisterschaft im Fernsehen.

„Für uns war es schon ein Erfolg,

überhaupt bei der Endrunde dabei gewesen

zu sein. Dass wir jetzt auch noch gewonnen

haben, macht uns richtig glücklich“,

freute sich Timo Schaper über den

Erfolg seiner E-Junioren beim Sparkassen

Fußball-Cup. MTV Engelbostel/Schulenburg

heißt der verdiente Sieger des diesjährigen

Endrundenturniers. Im Finale in

Barsinghausen setzte sich die Mannschaft

mit 3:1 gegen den Buchholzer FC durch.

Den 3. Platz sicherte sich die U 12 von

Eintracht Braunschweig mit 2:0 in einem

Achtmeterschießen gegen RSV Göttingen

05.


Das siegreiche Team aus Engelbostel-Schulenburg

mit (von links) Walter Fricke, Vorsitzender

des NFV-Jugendausschusses, Sabine

Leitner vom Sparkassenverband Niedersachsen,

NFV-Vizepräsident Egon Trepke und

Trainer Timo Schaper. Trepke zeigte sich überrascht

vom hohen Niveau des Sparkassen-

Fußball-Cup-Finales.


Im Endspiel ging der Buchholzer

FC durch Malte Hauff in Führung.

Yannick Klenke, der zwei Mal

traf und Moritz Frieler schossen die

Tore für MTV Engelbostel/Schulenburg.

Das Besondere: Mit Lea-Clara

und Linus-Luca Langenberger gewann

eine Mannschaft erstmals mit

einem Geschwisterpaar das Sparkassen-Fußball-Cup-Finale.

Es war wieder ein großer Tag für

den Nachwuchsfußball. 16 Teams aus

Niedersachsen waren beim Finale des

Sparkassen-Fußball-Cup dabei und

wurden von ihren Fans lautstark

unterstützt. Radio ffn-Moderator

Peter Michael Zernechel

führte souverän

durch das Turnier und heizte

die Stimmung an. NFV-

Vizepräsident Egon Trepke

nahm zusammen mit Sabine

Leitner, Referentin Kommunikation

und Vertrieb

der Finanzgruppe Sparkassenverband

Niedersachsen,

die Siegerehrung vor.

Mit 10.000 Nachwuchsfußballern

und mehr

als 1.000 Teams ist der

Sparkassen-Fußball-Cup

das größte Sichtungssturnier

Europas. In diesem

Jahr gingen in insgesamt

63 Turnieren auf Kreis- und

Bezirksebene die Jungen

des Jahrgangs 1999 und

Mädchen des Jahrgangs

1998 auf Torejagd. 16 Teams

aus Niedersachsen

hatten sich nach Vor- und

Zwischenrunde für das große

Finale in Barsinghausen

qualifiziert.

Das Siegerteam von

MTV Engelbostgel/Schulenburg:

Marlo Valentin,

Linus-Luca und Lea-Clara

Langenberger, Robin Wassermann,

Hendrik Rouland,

Laurens Willgeroth, Eric Lauer, Yannick

Klenke und Moritz Frieler. Trainer: Timo

Schaper

Das Aufgebot des Buchholzer FC:

Hannes Schulz, Ron Schulte, Patrick

Schmidt, Rene Anklam, Nick Reimann,

Jonas Becker, Jannis Winkler, Andre Lopes,

Jan Lukas Celik und Malte Hauff. Trainer:

Christopher Hehl.

Sparkassen Fußball-Cup

viele Sympathien erworben

Sparkassen Fußball-Cup – Neuer Name – altes Erfolgsrezept

Die Siegerliste

2003-2004-2005-2007: Hannover 96:

2006: TV Eintracht Veltenhof:

2008: JSG Düngen/Heinde/VfV Hildesheim

2009: VfL Suderburg

2010: MTV Engelbostel/Schulenburg


Juli 2010 17


Sparkassen Fußball-Cup

18

Juli 2010

Gruppe A

TuS M.-Dieckhorst – MTV Engelb./Schulenb. 1:3

TuS Neetze – Sparta 09 Nordhorn 2:0

TuS Müden-Dieckhorst – TuS Neetze 0:2

MTV Engelb./Schulenb. – Sparta 09 Nordh. 2:0

Sparta 09 Nordh. – TuS M.-Dieckhorst 0:3

TuS Neetze – MTV Engelb./Schulenburg 0:5

Die Tabelle Tore/Punkte

1. MTV Engelbostel/Schulenburg 9 10:1

2. TuS Neetze 6 4:5

3. TuS Müden-Dieckhorst 3 4:5

4. Sparta 09 Nordhorn 0 0:7

Gruppe D

SV BE Steimke – Eintracht Immenbeck 0:1

Sportfreunde Larrelt – 1. FC 09 Bramsche 2:0

SV BE Steimke – Sportfreunde Larrelt 2:4

Eintr. Immenbeck – 1. FC 09 Bramsche 1:1

1. FC 09 Bramsche – SV BE Steimke 1:3

Sportfr. Larrelt – Eintracht Immenbeck 1:3

Die Tabelle Tore/Punkte

Eintracht Immenbeck 7 5:2

Sportfreunde Larrelt 6 7:5

SV BE Steimke 3 5:6

1. FC 09 Bramsche 1 2:6

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Die Statistik der 8. Sparkassen-Cup-Endrunde im August-Wenzel-Stadion Barsinghausen

Gruppe B

Eintracht Braunschweig – JSG Lammetal 0:1

Bremervörder SC – VfL Oythe 3:3

Eintr. Braunschweig – Bremervörder SC 3:0

JSG Lammetal – VfL Oythe 1:1

VfL Oythe – Eintracht Braunschweig 1:3

Bremervörder SC – JSG Lammetal 1:1

Die Tabelle Tore/Punkte

1. Eintracht Braunschweig 6 6:2

2. JSG Lammetal 5 3:2

3. VfL Oythe 2 5:7

4. Bremervörder SC 2 4:7

Finale

Gruppe C

RSV Göttingen 05 – Bucholzer FC 3:1

TV Jahn Delmenhorst – FSV Jever 2:1

RSV Göttingen 05 – TV Jahn Delmenhorst 1:0

Bucholzer FC – FSV Jever 2:1

FSV Jever – RSV Göttingen 05 2:1

TV Jahn Delmenhorst – Bucholzer FC 0:1

Die Tabelle Tore/Punkte

1. RSV Göttingen 05 6 5:3

2. Buchholzer FC 6 4:4

3. FSV Jever 3 4:5

4. TV Jahn Delmenhorst 3 2:3

Viertelfinale

MTV Engelbostel/Schulenburg – JSG Lammetal 2:1

Eintracht Braunschweig – TuS Neetze 4:0

RSV Göttingen 05 – Sportfreunde Larrelt (nach Achtmeterschießen) 2:1

Eintracht Immenbeck – Buchholzer FC 1:3

Halbfinale

MTV Engelbostel/Schulenburg – RSV Göttingen 05 3:0

Eintracht Braunschweig – Buchholzer FC (nach Achtmeterschießen) 2:3

Achtmeterschießen um Platz 3

RSV Göttingen 05 – Eintracht Braunschweig 0:2

Finale

MTV Engelbostel/Schulenburg – Buchholzer FC 3:1

Veranstalter: Niedersächsischer Fußballverband und Sparkassenverband Niedersachsen

Schirmherr: NFV-Präsident Karl Rothmund

Medienpartner: radio ffn

Zuschauer: Rund 1000

Preis für den Sieger: Ein exklusives Wochenendtrainingslager in der Sportschule Barsinghausen.

Spielzeit: 15 Minuten pro Spiel


Vorstandssitzung

20

Juli 2010

Fünfjährige

Vertragsverlängerung

Es war das Jahr 2000, als die VGH-Versicherungen

Hannover Niedersachsens Fairnesswettbewerb

als Sponsor übernommen haben.

Zehn Jahre später trafen sich im Sporthotel

Fuchsbachtal VGH-Vorstandsmitglied

Hermann Kasten (Bildmitte), NFV-Präsident

Karl Rothmund (links) und NFV-Direktor Bastian

Hellberg zur Vertragsunterzeichnung. Damit ist

die Zukunft von Deutschlands größtem Fairnesswettbewerb

für weitere fünf Jahre gesichert.

Jedes Jahr ermittelt der Niedersächsische

Fußballverband die fairste Mannschaft. Von der

Bundesliga bis zur Kreisliga werden alle niedersächsischen

Teams bewertet. Das sind etwa

Foto: Kramer

1.250 Mannschaften. Die fairste von ihnen wird

zur Ehrung nach Barsinghausen eingeladenund

gewinnt außerdem ein Wochenendtrainingslager

im Sporthotel. Darüber hinaus finden dezentrale

Ehrungen in den VGH-Regionaldirektionen

statt, die ihre Regionalsieger auszeichnen. Ein

Erfolgsmodell, weil durch das großzügige finanzielle

Engagement der VGH weitere rund 40

Mannschaften für ihr faires Verhalten auf dem

Fußballplatz belohnt werden.

Karl Rothmund freute sich zusammen mit

Bastian Hellberg bei der Vertragsunterzeichnung

über die Fortsetzung der vorbildlichen Fair Play-

Geschichte: „Die VGH ist ein starker, kompetenter

und vertrauensvoller Partner.“


Neues aus dem NFV-Vorstand

Zusammengestellt von REINER KRAMER

Kreisreform

Über Kreiszusammenschlüsse auf freiwilliger

Basis wird im Niedersächsischen

Fußballverband schön seit längerem

diskutiert. In der jüngsten Vorstandssitzung

in Barsinghausen wurde

entschieden, welche Mehrheit für den

Zusammenschluss von Kreisen bei der

Abstimmung auf dem jeweiligen Kreistag

notwendig ist. Bei neun Gegenstimmen

und 14 Enthaltungen votierten die Vorstandsmitglieder

für die Variante 1: Danach

bedürfen Gebietsänderungen oder

Zusammenschlüsse von Kreisen und Bezirken

eines Beschlusses des Verbandsvorstandes

sowie eines Beschlusses der

beteiligten Kreise oder Bezirke mit der

Mehrheit der möglichen Stimmen ihrer

jeweiligen Mitglieder. Die Variante 2,

wonach eine Dreiviertel-Mehrheit der

Stimmen ihrer jeweiligen Mitglieder notwendig

ist, fand keine mehrheitliche Zustimmung.

Die ehemaligen Kreise nehmen

ihre Grundstimme in den fusionierten

Kreis mit ein.

Verbandstag 2011

Der nächste Verbandstag des Niedersächsischen

Fußballverbandes findet

am 8. Oktober 2011 in Barsinghausen

statt. Der 60-jährige Günter Distelrath,

Geschäftsführer des Sparkassenverbandes

Niedersachsen, kandidiert für das Amt

des NFV-Vizepräsidenten Finanzen. Der

bisherige Amtsinhaber Herbert Lange wird

sich aus Altersgründen beim Verbandstag

nicht wieder zur Wahl stellen. „Wir freuen

uns mit Günter Distelrath einen Finanzexperten

zu gewinnen, der sich im

Netzwerk Politik und Wirtschaft bestens

auskennt“, betonte Rothmund.

Zitate

NFV-Präsident Karl Rothmund

zum Thema DFB-Schiedsrichterwesen:

„Über die Vorschläge des Schiedsrichterausschusses

wird künftig das Präsidium

entscheiden. DFB-Schiedsrichterobmann

Volker Roth, der im Herbst

beim DFB-Bundestag verabschiedet

wird, hat sehr gute Arbeit geleistet.“


... zur Schnittstelle zum Profifußball:

„Die Durchlässigkeit vom

Amateur- zum Profibereich muss auch

in Zukunft möglich sein.“


NFV-Spielausschussvorsitzender

Jürgen Stebani zur vierten

Spielklassenebene (Regionalliga):

„Für diese Spielklasse wird es keine

Fernsehgelder geben. Die Trägerschaft

sollen die Regionalverbände übernehmen.“


Haushalt

Einstimmig wurden der ordentliche und

außerordentliche Haushalt verabschiedet.

„Der NFV hat vom Wirtschaftsprüfer

ein gutes Testat erhalten“, informierte

Herbert Lange, Vizepräsident Finanzen.

Sicherheit

Die Sicherheitsrichtlinien für die eingleisige

Oberliga Niedersachsen werden

verschärft. Dies entschied der NFV-Vorstand

mehrheitlich. NFV-Vizepräsident August-Wilhelm

Winsmann teilte dazu mit,

dass der wichtigste Punkt die räumliche

Vorstandssitzung

... zum Vorschlag des DFB-Präsidenten,

die Anzahl der Regionalligen

von drei auf sechs zu erhöhen:

„Die Diskussionen sind in vollem Gange.

Damit jeder Meister auch aufsteigen

kann, wäre nach meiner Meinung eine

Anzahl von vier ideal.“


... zu den zweiten Mannschaften

der Profiklubs: „Es wäre schwierig,

sie in einer eigenen Staffel spielen

zu lassen. Die Profiklubs erbringen

schließlich die Fernsehgelder und wollen

bei diesem Thema natürlich mitbestimmen.

Auf der DFB-Ebene wird

außerdem darüber diskutiert, ob es

sinnvoll wäre, die Altersgrenze von U 23

auf U 21 herunterzustufen.“


... zum Zulassungsverfahren für

die Regionalliga: „Es soll erleichtert

werden. Es ist geplant, die technisch-organisatorischen

Anforderungen runterzufahren.“

Trennung der einzelnen Fangruppen sowohl

beim Einlass als auch im Stadionbereich

sei.

Namensänderung

Eine Namensänderung wird es bei der

höchsten Spielklasse auf Bezirksebene geben.

Unter der eingleisigen Oberliga Niedersachsen

heißen die vier Bezirksoberligen ab

der Saison 2010/2011 Landesligen. Die Bezirksligen

behalten ihren Namen. Wie NFV-

Präsident Karl Rothmund mitteilte, wird

Toto-Lotto Niedersachsen im Rahmen ihres

Sportsponsorings die Ärmelwerbung für die

Mannschaften der Oberliga Niedersachsen

übernehmen. ■

Aufmerksame Zuhörer. NFV-Kreisvorsitzende während der jüngsten Vorstandssitzung in Barsinghausen. Foto: Kramer

Juli 2010 21


Krombacher Altligameisterschaft

22

Altligameister 2010: Die „Roten“ von Hannover 96.

96 war „einfach mal dran“

Die „Roten“ aus Hannover lassen im Finale dem Lokalrivalen Sportfreunde Ricklingen

keine Chance – Janni Christodouloupoulos jetzt Rekordtitelträger –

Hainberger Frank Wolany beim Achtmterschießen kaum zu bezwingen

Text und Fotos von PETER BORCHERS

Hannover 96 ist niedersächsischer Altligameister.

Die „Roten“ um Spielertrainer

Frank Hartmann und „Fußballgott“

Carsten Linke bezwangen bei der

Endrunde um die 6. Krombacher-Altligameisterschaft

Ü 40 des NFV in Achim im

Finale den Lokalrivalen Sportfreunde Ricklingen

mit 6:0 und sicherten sich erstmals

in der Turniergeschichte den Titel. Beide

Finalisten haben sich für die Teilnahme an

der Norddeutschen Meisterschaft qualifiziert,

die am 29. August in Hamburg ausgetragen

wird. Dritter wurde der SC Hainberg,

der sich im Achtmeterschießen um

Juli 2010

„Bronze“ mit 2:1 gegen Güldenstern

Stade durchsetzen konnte.

Mit einem hohen 7:1-Sieg über FC

Rastede war Hannover 96 gegen den Gegner

in das Turnier gestartet, gegen den es

Ende Februar bei der Hallenmeisterschaft

in Rastede noch eine Final-Niederlage nach

Siebenmeterschießen gegeben hatte. Nach

der erfolgreichen Revanche war es im weiteren

Verlauf des Turnieres insbesondere

der SC Hainberg, der den 96ern im Halbfinale

Paroli bot, ein torloses Unentschieden

abtrotzte und erst im Achtmeterschießen

unterlag.

Die Entscheidung vom Punkt benötigten

auch die Ricklinger im Halbfinale gegen

Krombacher-Pokalbeauftragter Jochen Behrens überreicht Frank Hartmann den Siegerpokal.

TuS Güldenstern Stade und hatten das

glücklichere Ende für sich. Die starken

Stader hatten den Sportfreunden jedoch so

viel abverlangt, dass diese im Endspiel dem

Kräfteverschleiß Tribut zollen mussten und

gegen 96 chancenlos blieben.

„Wir waren einfach mal dran. Die

Mannschaft ist eindrucksvoll aufgetreten

und hat letztlich verdient gewonnen“, freute

sich Frank Hartmann über den ersten

Titelgewinn der 96er. Die stellten mit Alimurat

Aküyz den Torschützenkönig des Turniers

(sechs Treffer) und haben nun auch den Rekordtitelträger

in ihren Reihen. Denn Janni

Christodouloupoulos verbuchte nach seinen

Titelgewinnen mit dem TSV Havelse (2005

bis 2007) bereits seinen vierten Niedersachsenmeistertitel.

Anerkennung für den Sieger fand auch

Sportfreunde-Trainer Dirk Benecke: „96 hat

absolut verdient gewonnen. Wir hatten im ➤

Die Teams der Finalisten

Hannover 96: Frank Reichel, Thomas

Kellner, Martin Rapp, Oliver Lichte,

Ali Gündogan, Frank Hartmann, Dieter

Hebestreit, Andreas Hampel, Jose Ortega,

Patrick Grün, Robert Notacker,

Kershi Shkelzen, Janni Christodouloupoulos,

Alimurat Aküyz, Carsten Linke

SF Ricklingen: Markus Scheidgen,

Heiko Weber, Marco Ahlgrimm, Andreas

Arendt, Andreas Heineke, Nils

Gremmel, Michael Hering, Helge Kristeleit,

Friedo Schwuchow, Alfred Grauwinkel,

Dirk Kristeleit, Reiner Wullkopf,

Jörg Hartzke, Michael Wieczorek; Trainer:

Dirk Benecke


Finale aufgrund vieler Ausfälle nichts

mehr entgegen zu setzen, können aber

auch mit dem tollen zweiten Platz mehr

als zufrieden sein.“

Bei der 6. Turnierauflage stellten sich in

Achim sechs Endrunden-Neulinge vor. SF

Ricklingen gelang auf Anhieb der Sprung ins

Finale und der TSV Limmer erreichte immerhin

das Achtelfinale, während Gastgeber SG

Achim, VSK Osterholz-Scharmbeck, Hagener

SV und SG Steinlah-Haverlah nach der

Vorrunde die Segel streichen mussten. Vermisst

wurde hingegen der TSV Havelse.

Der Klub, der zunächst über Jahre die

niedersächsische Altherrenmeisterschaft

dominierte und dann auch die ersten drei

Altligameisterschaften gewann, konnte

sich in diesem Jahr nicht für die Endrunde

qualifizieren.

Zum besten Torwart des Turniers wurde

der Hainberger Frank Wolany gewählt, der

in zwei Achtmeterschießen insgesamt sieben

Mal nicht zu bezwingen war. Platz zwei

belegte Roland Eckstein (TSV Limmer) vor

Frank Reichel (Hannover 96) und Thomas

Bartsch (TuS Güldenstern Stade). Das Team

von VSK Osterholz-Scharmbeck, das bereits

in der Vorrunde ausschied, wurde Fairnesssieger

der Krombacher Altligameisterschaft.

Der 2.400 Mitglieder zählende TSV

Achim feiert in diesem Jahr sein 150. Vereinsjubiläum

und erhielt deshalb den Zu-

Die besten Torschützen

Insgesamt 50 Spieler konnten sich

in Achim in die Torschützenliste eintragen.

Torschützenkönig wurde Alimurat

Aküyz (Hannover 96) mit sechs Toren.

Es folgen Thomas Ritzka (TSV Limmer)

und Ali Gündogan (Hannover 96) mit

je fünf Treffern, Carsten Linke (Hannover

96) und Reiner Wullkopf (SF Ricklingen)

mit je vier Toren sowie Dirk

Hochmuth (TSV Limmer), Giso Stadelbeck

(SG Steinlah/Haverlah/Ringelheim),

Nils Gremmel (SF Ricklingen),

Jörn Christian Grewe und Andreas

Breuer (beide Güldenstern Stade) mit

je drei Toren.

Im Viertelfinale bezwang Hannover

96 den Lokalrivalen von Fortuna

Sachsenross mit 1:0. Hier ein

Laufduell zwischen Frank Hartmann

(rechts) Thomas Toppel.

schlag für die Ausrichtung der

Meisterschaft. Die Gastgeber

ernteten durchweg gute Noten

für eine gelungene Veranstaltung.

Auf Kritik stießen allerdings

die Plätze auf der Sportanlage am

Freibad. „Die waren einer Meisterschaft

nicht würdig“, bemängelte

NFV-Altherrenspielleiter

Friedel Gehrke, selbst Mitglied

im TSV.

Ein gelungener Mix aus Liveübertragung

des Länderspiels

Deutschland gegen Ungarn und

European Song Contest mit Lena

sowie Livemusik mit der holländischen

Girly-Band „Fromiss“ sorgte

schließlich für eine rauschende

Players-Night in der Gaststätte

Meyer-Bierden, bei der die meisten

Kicker Durchhaltevermögen bewiesen.

Die Letzten sollen um 4 Uhr in der

Früh durchaus abgekämpft das Lokal

verlassen haben.

Viertelfinale

TSV Limmer – SC Hainberg 3:4

nach Achtmeterschießen (1:1); Tore:

1:0 Thomas Ritzka, 1:1 Roman Müller;

Achtmeterschießen: 1:2 Michael Röttcher,

Frank Wolany hält gegen Wolfgang

Neubert, 1:3 Torsten Bahlburg,

2:3 Klaus Arendt, F. Wolany trifft den

Pfosten, T. Ritzka trifft den Pfosten,

2:4 Uwe Marter, 3:4 Jan Linnenbrink,

Roland Eckstein hält gegen Zivko Budalic,

F. Wolany hält gegen Jörg Kanabey

SF Ricklingen – TV Bunde 3:1;

Tore: 1:0 und 2:0 Nils Gremmel,

2:1Günter Schouwer, 3:1 Jörg Hartzke

Hannover 96 – TSV Fortuna

Sachsenross 1:0; Tor: 1:0 Alimurat

Aküyz

BV Garrel – TuS Güldenstern

Stade 0:4; Tore: 0:1 und 0:2 Andreas

Breuer, 0:3 Jörn-Christian Grewe, 0:4

Stefan Leschinski


Krombacher Altligameisterschaft

Das Turnier in der Übersicht

Gruppe A

Mit 3:1 behielt SF Ricklingen im Viertelfinale gegen TV Bunde die Oberhand. Hier trifft Jörg Hartzke

zum 3:1 für die Sportfreunde. Der Bunder Günter Schouwer kann nicht mehr eingreifen.

TSV Limmer

TV Bunde

SG Achim

VSK OHZ/Scharmb.

Tore P

TSV Limmer 2:1 3:0 4:1 9: 2 9

TV Bunde 1:2 2:1 1:0 4: 3 6

SG Achim 0:3 1:2 1:1 2: 6 1

VSK OHZ/Scharmb. 1:4 0:1 1:1 2: 6 1

17:17 17

P = Punkte, VSK OHZ/Scharm. = Osterholz/Scharmbeck

Gruppe B

SF Ricklingen

SC Hainberg

SV Teut. Uelzen

Hagener SV

Tore P

SF Ricklingen 2:1 1:2 2:1 5: 4 6

SC Hainberg 1:2 3:0 2:2 6: 4 4

SV Teutonia Uelzen 2:1 0:3 2:2 4: 6 4

Hagener SV 1:2 2:2 2:2 5: 6 2

P = Punkte

20:20 16

Gruppe C

Hannover 96

TuS Güldenst. Stade

SG Steinl.-Haverlah-R.

FC Rastede

Tore P

Hannover 96 1:0 4:1 7:1 12: 2 9

TuS Güldenst. Stade 0:1 1:0 4:0 5: 1 6

SG Steinl.-Haverlah-R. 1:4 0:1 3:1 4: 6 3

FC Rastede 1:7 0:4 1:3 2:14 0

P = Punkte

23:23 18

Gruppe D

BV Garrel

TSV F.Sachsenross

SV M.-Scharrendorf

TuS Wustrow

Tore P

BV Garrel 1:1 2:1 0:0 3: 2 5

TSV F. Sachsenross 1:1 0:1 3:0 4: 2 4

SV M.-Scharrendorf 1:2 1:0 0:0 2: 2 4

TuS Wustrow 0:0 0:3 0:0 0: 3 2

P = Punkte

9: 9 15

Juli 2010 23


Krombacher Altligameisterschaft

24

„Fußballgott“ Carsten Linke (rechts) im Duell

mit NFV-Jugendreferent Helge Kristeleit, der

mit seinen Ricklingern im Endspiel gegen

Hannover 96 mit 0:6 das Nachsehen hatte.

TuRa Bremen hat in Achim

nach TuS Harsefeld (2008)

und TuS Güldenstern Stade

(2009) das 3. Krombacher Ü 50-

Masters Niedersachsen gewonnen.

Die Gäste aus der Hansestadt

bezwangen im Endspiel um

die inoffizielle Niedersachsenmeisterschaft

den TSV Auetal mit

2:0 und wurden zusätzlich auch

als fairste Mannschaft ausgezeichnet.

Das vom TSV Achim unter

Regie von Kai Tietjen (Vorsitzender

Fußballsparte) und Rüdiger

Hilbers (Sportwart) sowie dem

Organisationsteam des NFV gut

organisierte Turnier litt unter

kurzfristigen Absagen der

Teams vom VSK Osterholz-

Scharmbeck, SC Weyhe und

FTSV Komet Blankenese. Zudem

machte strömender Regen

in der Schlussphase des Turniers

den Mannschaften zu

schaffen.

Torschützenköing wurde mit sieben

Treffern Wolfgang Lange (TuRa Bremen) vor

Werner Blumenthal (TSV Havelse) und Detlev

Wirdemann (SC Dunum) mit je sechs

Juli 2010

Die Altligameister des NFV

2005 TSV Havelse

2006 TSV Havelse

2007 TSV Havelse

2008 TuS Heeslingen

2009 Fortuna Sachsenross

2010 Hannover 96

Halbfinale

SC Hainberg – Hannover

96 3:5 nach Achtmeterschießen

(0:0); Achtmeterschießen:

0:1 Carsten

Linke, 1:1 Michael Röttcher,

1:2 Ali Gündogan, 2:2 Torsten

Bahlburg, 2:3 Alimurat

Aküyz, Frank Reichel hält gegen

Alexander Hartmann,

2:4 Andreas Hampel, 3:4 Michael

Dösselmann, 3:5 Frank

Hartmann

SF Ricklingen – TuS

Güldenstern Stade 7:6

nach Achtmeterschießen

(1:1); Tore: 0:1 Jörn-Christian

Grewe, 1:1 Reiner Wullkopf;

Achtmeterschießen:

1:2 Andreas Breuer, 2:2 Nils

Gremmel, 2:3 Helmut Wiede,

Jörg Hartzke schießt über

Toren. Als bester Torwart wurde Heinz

Emken (SC Dunum) ausgezeichnet. NFV-

Altherrenspielleiter Friedel Gehrke, der

auch das Tor der SGN`97 (Zusammenschluss

der Ottersberger und Achimer Oldie-

das Tor, Markus Scheidgen hält gegen Arnd

Pietz, 3:3 Helge Kristeleit, 3:4 Jörn-Christian

Grewe, 4:4 Reiner Wullkopf, 4:5 Stefan Leschinski,

5:5 Andreas Heineke, 5:6 Thomas

Bartsch, 6:6 Markus Scheidgen, Andreas

Breuer trifft den Pfosten, 7:6 Nils Gremmel

Achtmeterschießen um Rang 3

TuS Güldenstern Stade – SC Hainberg

1:2: Frank Wolany hält gegen Heiko

Meister, 0:1 Lars Heuermann, Frank Wolany

hält gegen Helmut Wiede, Zivko Budalic

schießt über das Tor, 1:1 Hans-Dirk Storm,

Thomas Bartsch hält gegen Sebastian Kloppmann,

Frank Wolany hält gegen Jörn-Christian

Grewe, Thomas Bartsch hält gegen Jörg

Lohse, Frank Wolany hält gegen Stefan Lewschinski,

1:2 Frank Wolany

Endspiel

Hannover 96 – SF Ricklingen 6:0;

Tore: 1:0 Alimurat Aküyz, 2:0 und 3:0 (Foulelfmeter)

Ali Gündogan, 4:0 Martin Rupp,

5:0 Alimurat Aküyz, 6:0 Carsten Linke ■

Ü 55-Oldies von VfL Weiße Elf

noch immer gut in Schuss

Als Austragungsort des 1. Altherren-Supercups im Jahr 1988 gilt Achim als Geburtsort

des niedersächsischen Oldie-Championiats. 22 Jahre nach dem Gewinn der

damals inoffiziellen Ü 32-Niedersachsenmeisterschaft haben die heutigen Ü 55-Fußballer

von VfL Weiße Elf Nordhorn jetzt in der Mühlenstadt wiederum zugeschlagen.

In fast kompletter Besetzung von dereinst stellten sich die Nordhorner Ende Mai bei

der inoffiziellen Ü 55-Meisterschaft der Konkurrenz von der SG Achim und dem FC

Eintracht Rheine und behielten am Ende die Nase erneut vorn.

Nach einem 0:0-Unentschieden gegen Achim bezwangen die VfLer Rheine mit

1:0, während Achim und Rheine sich mit 1:1 trennten.

Die Tabelle: 1. VfL Weiße Elf Nordhorn (1:0 Tore, 4 Punkte), 2. SG Achim (1:1

Tore, 2 Punkte), 3. FC Eintracht Rheine (1:2 Tore, 1 Punkt). bo

3. Niedersächsisches Ü50-Masters:

Gäste aus Bremen triumphieren in Achim

Werner Rosemeyer (Mitte), 1. Vorsitzender des Löninger Vereins „Der kleine

Nazareno“, freut sich über eine Spende in Höhe von 2.000 Euro, den NFV-

Altherrenspielleiter Friedel Gehrke (links) überreichte. Rechts Kai Tietjen,

Vorsitzender der Fußballsparte des TSV Achim, der 1.000 Euro für die Jugendabteilung

des Klubs entgegen nehmen durfte. Foto: Schmidt

Fußballer) hütet, landete in diesem

Ranking auf dem guten dritten

Rang.

Großer Sieger war neben

TuRa Bremen „Der kleine Nazareno“.

Der Verein für Gerechtigkeit

und Menschenwürde in Brasilien

mit Sitz in Löningen erhielt eine

Spende in Höhe von 2.000 Euro.

Zudem darf sich die Fußballjugendabteidung

des TSV Achim

über eine Spende in Höhe von

1.000 Euro freuen.

Viertelfinale

SGN‘97 – TuS Güldenstern

Stade 0:1, SC Dunum – TVE Veltenhof

2:0, SG Lilienthal-Falkenberg

– TSV Auetal 0:3, SG Zernien-Breselenz

– TuRa Bremen

1:2

Halbfinale

TuS Güldenstern Stade – TSV

Auetal 5:6 nach Neunmeterschießen

(0:0), SC Dunum – TuRa

Bremen 2:3 nach Neunmeterschießen

(0:0)

Neunmeterschießen um Rang 3

TuS Güldenstern Stade – SC Dunum 4:3

Endspiel

TSV Auetal – TuRa Bremen 0:2 bo


Blindenfußball

Historische Kulisse für den Blindenfußball: Die Aktiven vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Zweiter von rechts: DFB-Vizepräsident Karl Rothmund.

Großer Tag für Blindenfußball

Deutschland schlägt in Berlin vor dem Reichstag die Türkei mit 3:2

Großer Bahnhof für den Blindenfußball:

Der Bundestagspräsident, der

Bundesinnenminister, die Vorsitzende

des Sportausschusses des Deutschen

Bundestages, zahlreiche Abgeordnete und

der Präsident des Deutschen Olympischen

Sportbundes wollten das Spektakel vor dem

Reichstagsgebäude nicht verpassen. Der Tag

des Blindenfußballs war ein voller Erfolg für

den Behindertensport in Deutschland.

Fußballer möchten zeigen, was sie

können, egal ob sie blind sind oder sehend.

Und so war für Alexander Fangmann

der „Tag des Blindenfußballs“ in

Berlin denn auch vor allem „eine gute

Bühne, eine Chance, unser Können zu

präsentieren“, betonte der Kapitän der

deutschen Mannshaft.

Direkt an den Stufen des Reichstagsgebäudes

hatte die DFB-Stiftung Sepp-Herberger

das 20 mal 40 Meter große Kunstrasenfeld

der Blindenfußballer aufgebaut.

Neun Tonnen Granulat sind in Zusammenarbeit

mit Desso Sports Systems nachts

noch ausgestreut worden. „Die Bühne“,

die der angeschlagene Kapitän der deutschen

Nationalmannschaft ansprach, war

also in der Tat imposant. Und historisch

passend für das erste Heimspiel der deutschen

Blindenfußballer.

„Sie können mir glauben, wir können

uns vor Anfragen nicht retten. Verbände

und Firmen wollen hier vor dem Reichstag

ihre Veranstaltung abhalten, und natürlich

müssen wir meistens absagen. Diese Anfrage

habe ich aber gerne akzeptiert, denn wir

wollen heute ein Zeichen setzen“, sagte

Bundestagspräsident Professort Dr. Norbert

Lammert, als er den „Tag des Blindenfußballs“

eröffnete. Bundeskanzlerin Dr. Angela

Merkel hatte die Schirmherrschaft übernommen.

Als Höhepunkt traf die deutsche

Blindenfussball-Nationalmannschaft auf die

Türkei und setzte sich 3:2 (1:0) durch. Den

Siegtreffer erzielte vor der Rekordkulisse von

rund 2.000 Zuschauern der Kölner Michael

Wahl drei Minuten vor Spielende.

Deutschland gehört

zur Elite Europas

Seit der Geburtsstunde des deutschen

Blindenfußballs ist viel geschehen. Eine Nationalmannschaft

und eine Bundesliga

wurden gegründet. „Vor vier Jahren haben

wir noch rumgestümpert, jetzt bin selbst

ich manchmal über die Ballfertigkeit meiner

Spieler verblüfft“, sagte Ulrich Pfisterer,

Trainer der deutschen Nationalmannschaft,

die mittlerweile zu den besten fünf Teams

in Europa zählt. Die Qualifikation für

die Paralympics 2012 in London ist das

nächste große Ziel. „Wir sind blinde Leistungssportler,

dieser Fokus muss deutlich

werden“, sagt Pfisterer, der auch den

Meister MTV Stuttgart trainiert.

„Die Sepp-Herberger-Stiftung hat dem

Blindenfußball in Deutschland Rang und

Namen verschafft. Das Engagement des

DFB ist wesentlich dafür, dass die Sportart

bekannt wurde und sich weiter entwickelt“,

betonte Bundesinnenminister

Dr. Thomas de Maizière, der wie auch die

Sportausschuss-Vorsitzende Dagmar Freitag

die laufende Sitzung des Parlaments verlassen

hatte, um die deutsche und türkische

Nationalmannschaft zu begrüßen,

die am Nachmittag vor dem Reichstag zu

einem Länderspiel, dem Heimdebüt der

Deutschen, antraten.

„Nach nur vier Jahren ist der Blindenfußball

ein integraler Bestandteil des Behindertensports

in Deutschland“, sagte

DFB-Vizepräsident Karl Rothmund. Frankreich,

Spanien und England sind Europas

führende Nationen. Weltweit haben 20

Länder eine Blinden-Nationalmannschaft,

aber nur in Deutschland gibt es eine

nationale Spielklasse.

Noch fehlt dem Blindenfußball die

Breite. Gerade mal neun Mannschaften

spielen in der Bundesliga, darunter gibt es

keinen geregelten Spielbetrieb. Doch von

geschätzt 145.000 blinden Menschen in

Deutschland sind nur sechs Prozent 18

Jahre oder jünger. Das Durchschnittsalter

der blinden Menschen in Deutschland liegt

bei über 70 Jahren. „Wenn wir in ein paar

Jahren 50 Mannschaften haben, wäre das

ein riesiger Erfolg“, schätzt der Vizepräsident

des Deutschen Blinden und Sehbehindertenverbandes,

Hans-Werner Lange.

Dass der Blindenfußball indes auch

einen weiteren positiven Effekt im alltäglichen

Leben hat, verriet Alexander Fangmann,

der mit einem stark bandagierten

Knöchel gegen die Türken auflaufen wollte:

„Ich höre wesentlich besser und auch

meine Reaktionszeit hat abgenommen.

Seitdem ich spiele, sind die Kollisionen

mit Schildern deutlich weniger geworden.“

Juli 2010 25


FSJ beim NFV

26

Denis Hillmann, Antje Baumann und Lennart Neß waren in den vergangenen zwölf Monaten die ersten „FSJler“ in der Geschichte des Niedersächsischen

Fußballverbandes. Fotos (4): Finger

„Eine einzigartige Erfahrung

für das Berufsleben“

Denis Hillmann absolvierte sein Freiwilliges Soziales Jahr beim NFV in Barsinghausen –

Ein „Servus“ vom „Capitano“ – Futsal als Projekt – Vorfreude auf Dr.Theo Zwanziger

Von MANFRED FINGER

Nein, Dr. Theo Zwanziger, wie es

ihm beim Vorstellungsgespräch in

Aussicht gestellt wurde, ist er

nicht begegnet. Dafür aber Michael Ballack,

als die DFB-Auswahl im September

2009 im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen

eincheckte und der „Capitano“

beim Betreten des Foyers auch

ihm ein „Servus“ zukommen ließ. Ein

flüchtiger Moment, den Denis Hillmann

aber abgespeichert hat.

In den vergangenen zwölf Monaten

absolvierte der Rotschopf aus Rodenberg

(NFV-Kreis Schaumburg) beim

Niedersächsischen Fußballverband sein

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Wie

auch Antje Baumann aus Otterndorf

(NFV-Landkreis Cuxhaven) und Lennart

Neß aus Wilstedt (NFV-Landkreis Rotenburg).

Doch im Gegensatz zu seinen

FSJ-Kollegen, die dezentral auf

Ebene der Bezirke Lüneburg (Lennart)

und Weser-Ems (Antje) eingesetzt wurden,

hatte Denis seinen Arbeitsplatz in

der NFV-Verwaltung in Barsinghausen

Juli 2010

und bekam damit die vielfältigsten

Einblicke.

Denis Hillmann ist ein kluger, selbstbewusster

junger Mann, der in seiner Freizeit

gerne Fußball spielt und Menschen

berät, „wie sie clever Geld und Steuern

sparen können“. Bereits als Jugendlicher

interessierte er sich für den Wirtschaftsteil

genauso wie für die Sportseiten. Seit dem

Ende seiner Ausbildung zum Steuerfachangestellten

(2005-08) besucht er regelmäßig

Schulungen zum Thema Vermögensberatung

und ist stolz darauf, sich bereits

mit 22 Jahren einen kleinen, festen

Kreis von Mandanten aufgebaut zu haben.

Diesen betreute er nach Feierabend

auch während seines FSJ-Jahres. Doch wa-

rum hat er sich überhaupt für das Freiwillige

Soziale Jahr entschieden? „Ich wollte

nicht zum Bund. Die Bundeswehr wäre für

mich nur in Frage gekommen, wenn ich

dort in der Kapelle hätte spielen können.

Aber das ging nicht“, erzählt Hillmann,

der von Kindesbeinen begeisterter Trompeter

ist. Da ein zwölfmonatiges FSJ als

Ersatz für den Zivildienst anerkannt wird

und es seit einigen Jahren auch möglich

ist, sein Freiwilliges Soziales Jahr in einem

Sportverein zu absolvieren, klopfte er zunächst

bei seinem Heimatklub an. „Die

Vereine müssen für eine FSJ-Stelle bestimmte

Voraussetzungen erfüllen. Diese

waren bei der SG Rodenberg aber nicht

gegeben, so dass mein Vater auf die Idee

mit dem NFV kam“, berichtet Hillmann.

Papa Wolfgang war in den 1970ern ein

exzellenter Torwart und bestritt für Fürth,

Bayreuth und Hannover 96 91 Spiele in der

2. Bundesliga.

Der Tipp NFV kam zum genau richtigen

Zeitpunkt. „Wir planen das gerade“,

weihte ihn am Telefon der stellvertretende

Direktor Henning Schick in die Gedankenspiele

seines Verbandes ein, im Jahr 2009

zum ersten Mal Plätze für ein Freiwilliges ➤


Soziales Jahr bereit zu stellen. Entscheidend

für das Jawort des Verbandes zu diesem

Schritt war dabei die Unterstützung

der Sparkassen in Niedersachsen. „Der

Sparkassenverband hat die Einrichtung der

Stellen aus Mitteln der Lotterie

Sparen+Gewinnen gefördert. Dafür sind

wir sehr dankbar“, erklärt NFV-Mitarbeiter

Marko Kresic, der für Henning Schick

(noch bis 2011 in Südafrika) das Projekt

betreut.

Über Denis Hillmann sagt Kresic: „Ihn

zeichnet seine stets offene, positive Art

aus. Des Weiteren legt er grundsätzlich eine

hohe Eigeninitiative an den Tag, insbesondere,

wenn es um sein Lieblingsthema

geht.“ Und das heißt Futsal. Dieser Variante

des Fußballs, die vor allem in Südamerika

sowie im Süden und Osten Europas

populär ist, in Niedersachsen zu einem regulären

Spielbetrieb zu verhelfen – das ist

das Ziel von Denis Hillmann.

Der Blick geht dabei nach Hamburg.

Seit 2006 gibt es in der Hansestadt eine eigene

Futsalliga. Zu den Pionieren zählt der

Verein „Futsal-Hamburg im Post SV“, nach

dessen Vorbild Hillmann im Frühjahr 2010

den „Futsal-Club-Schaumburg im VfL Bad

Nenndorf“ ins Leben rief. „Wir sind eine

Unterabteilung in der Sparte Fußball, aber

eigenständig“, erklärt der Rodenberger.

Am 9. April trafen sich rund 20 Spieler

zum ersten Training, das einmal in der Woche

in der Kreissporthalle an der Nenndorfer

Bahnhofstraße stattfindet. „Damit gibt

es jetzt im Raum Hannover-Hildesheim

zwei Futsalvereine. Der andere ist der VfV

Borussia 06 Hildesheim. Sobald wir fünf

Mannschaften stellen können, will der

NFV einen Spielbetrieb organisieren“, sagt

Hillmann und malt in Optimismus: „Die

Zeichen stehen gut. In Hannover und Holzminden

sind zwei weitere Teams geplant.

Zudem liegen mir Anfragen aus Hameln

und Springe vor.“

Mit seinem Einsatz für den Futsalsport

frönt Hillmann aber nicht nur einer Leidenschaft.

Zugleich erfüllte er damit einen

wichtigen Bestandteil des FSJ im Sport.

Denn während ihres Jahres sollen die jungen

Freiwilligen in ihren Einsatzstellen ein

Projekt planen, organisieren und umsetzen.

„Projektarbeit fördert insbesondere

praxisnahes Lernen und ist eine spannende

Methode personelle Kompetenzen zu

entwickeln“, schreibt hierzu der Landes-

SportBund Niedersachsen (LSB) auf seinem

Internetportal www.fsj-sport.de. Auf diesen

Seiten finden Interessierte alles Wissenswerte

zum FSJ im Sport, das in Niedersachsen

der ASC Göttingen in Kooperation

mit der Sportjugend Niedersachsen

als Offizieller Träger durchführt.

Welche Erwartungen hatte Denis Hillmann

an sein FSJ? Haben sie sich erfüllt?

„Na ja“, lacht der Rotschopf, „Theo Zwanziger

habe ich nicht vom Flughafen abholen

dürfen, aber ansonsten kann ich jedem

das FSJ beim NFV nur empfehlen. Es ist eine

einzigartige Erfahrung für das spätere

Berufsleben, die man in einem Verein wohl

so nicht sammeln kann.“ Sein Aufgabengebiet

reichte von der Begleitung des DFB-

Mobils, mit dem der NFV seine Vereine auf

ihrem Klubgelände besucht, über das Mitwirken

beim Projekt „Schul-Ass, durch das

Mädchen und Jungen der 5. und 6. Klasse

zusätzlich zum normalen Unterricht im

„Fach“ Fußball gefördert werden, bis hin

Die ehemalige NFV-Auswahlspielerin Antje

Baumann hatte ihre Anlaufstelle beim SV

Hellern (NFV-Kreis Osnabrück-Stadt) und war

primär mit dem DFB-Mobil unterwegs. Am

3. Mai schied sie vorzeitig aus, um ein Medizinstudium

aufzunehmen.

Der gelernte Steuerfachangestellte Denis

Hillmann aus dem von Barsinghausen gut

zehn Kilometer entfernt gelegenen Rodenberg

arbeitete als Einziger in der NFV-Verwaltung.

Aus seinem FSJ-Projekt soll ein regulärer

Futsal-Spielbetrieb erwachsen.

Lennart Neß aus Wilstedt wurde im NFV-Bezirk

Lüneburg eingesetzt. An der Seite von

Harald Heining, DFB-Mobilkoordinator Lüneburg,

wirkte der aktive Kreisligafußballer vor

allem im Bereich DFB-Mobil.

FSJ beim NFV

zur Unterstützung der NFV-Mitarbeiter bei

ihrer täglichen Verwaltungsarbeit in den

einzelnen Abteilungen.

„Ich durfte überall mal reinschauen,

konnte die Trainer-C Lizenz Breitensport

und den Vereinsmanager erwerben. Beides

hatte ich mir vorgenommen“, blickt

Denis Hillmann zufrieden zurück. Als absolute

Highlights bezeichnet er die Betreuung

der schwedischen U 20 und

U 23-Nationalmannschaft der Frauen, die

sich im Oktober 2009 für eine Woche in

Barsinghausen aufhielten, und jeden Einsatz

beim Projekt „Profis in der Schule“.

Bei den gleichnamigen Veranstaltungen

präsentiert der NFV in Zusammenarbeit

mit der Sparkassen Finanzgruppe Niedersachsen,

dem Niedersächsischen Kultusministerium

und „radio ffn“ die Stars der

Bundesligisten aus Wolfsburg, Bremen

oder Hannover in den Schulen.

Doch die Begegnung mit den Vertretern

jener Fußballwelt, die er bisher nur

aus Funk und Fernsehen kannte, war es

nicht, die Hillmann hierbei so faszinierte.

„Man trifft sich bereits am Abend zuvor

zum Aufbau, klönt mit den Bühnentechnikern

oder den Leuten von ffn. Wenn

man dann am anderen Tag noch hautnah

„Nach den sehr guten Erfahrungen

mit Antje, Denis und Lennart haben

wir uns entschieden, im nächsten

Jahr die Anzahl der FSJ-Plätze von

drei auf sechs zu erhöhen.“

Marko Kresic,

NFV-Projektbetreuer FSJ im Sport

miterlebt, welchen Spaß die Kids haben,

dann ist das schon toll.“

Zufrieden ist auch der NFV. „Nach den

sehr guten Erfahrungen mit Antje, Denis

und Lennart haben wir uns entschieden,

im nächsten Jahr die Anzahl der FSJ-Plätze

von drei auf sechs zu erhöhen. Wir sind

froh, auch bei diesem Schritt den Sparkassenverband

an unserer Seite zu wissen,

durch dessen Unterstützung die Finanzierung

von vier neuen Stellen gewährleistet

ist“, sagt Marko Kresic. Für das kommende

Jahr, das für die jungen Freiwilligen am

1. Juli bzw. am 1. August beginnt, sind alle

Plätze bereits belegt, so dass Bewerbungen

erst 2011 wieder Sinn machen.

Für Denis Hillmann lief sein Freiwilliges

Soziales Jahr zum 30. Juni aus. Er

kehrt zurück in seinen Ausbildungsbetrieb,

soll dem NFV aber dennoch im Bereich

Futsal erhalten bleiben. Einen Termin

hat er sich schon jetzt ganz dick im

Kalender angekreuzt. Am 22. September

ist Dr. Theo Zwanziger anlässlich seiner

diesjährigen Bezirksreisen zu Gast in der

Wolfsburger Volkswagen Arena, um die

Braunschweiger Fußballvertreter zu besuchen.

Ein Mitarbeiter des NFV-Journals

hat Denis versprochen, ihn mitzunehmen.

Warum er den DFB-Präsidenten unbedingt

mal treffen möchte? „Ich finde ihn

als Persönlichkeit überragend. Zum Beispiel

die Rede auf der Trauerfeier von

Robert Enke in der AWD-Arena. Was er

spricht, wie er spricht – das gefällt mir

einfach sehr.“ ■

Juli 2010 27


C-Juniorinnenmeisterschaft

28

Die C-Juniorinnen des SV Heidekraut Andervenne nach dem Sieg gegen den VfL Wolfsburg in Westerstede. Weitere Impressionen vom Finale der

Niedersachsenmeisterschaft aus Seite 29. Fotos: Reiner Kramer

Lina Schwienhorst schießt Heidekraut

zur Niedersachsenmeisterschaft

C-Juniorinnen aus Andervenne verteidigen in Westerstede ihren Titel aus dem Vorjahr

Heidekraut mit Gütesiegel. Die C-Juniorinnen

aus Andervenne gewannen

jetzt in Westerstede wie schon im Vorjahr

die Niedersachsenmeisterschaft. Im Finale

besiegten die Emsländerinnen VfL

Wolfsburg verdient mit 1:0 (0:0). Das Tor erzielte

Lina Schwienhorst. Sie hatte auch

schon in der Halbfinalbegegnung beim 3:0

(1:0) gegen TuS Fleestedt (Bezirk Lüneburg)

alle Treffer erzielt.

Die C-Juniorinnen des TSV Limmer

spielten außer Konkurrenz mit, weil sie mehrere

Spielerinnen einsetzten, die schon Mitte

Mai bei der niedersächsischen B-Juniorinnenmeisterschaft

in Barsinghausen dabei

waren. Sie gewannen gegen VfL Wolfsburg

mit 5:0 und gegen TuS Fleestedt mit 6:0.

Beide Erfolge wurden jedoch von der Turnierleiterin

Gabriele Immerthal für die Gegnerinnen

gewertet.

Dies konnte die Freude der Spielerinnen

von Heidekraut Andervenne jedoch keines-

Die NFV-Meister

der C-Juniorinnen

2001 TuS Westerholz

2002 TuS Westerholz

2003 SV Upen

2004 TuS Büppel

2005 VfL Lüneburg

2006 MTV Barum

2007 SV Heidekraut Andervenne

2008 Piesberger SV

2009 SV Heidekraut Andervenne

2010 SV Heidekraut Andervenne

Juli 2010

wegs trüben. Sie zeigten im Hössensportzentrum

Westerstede eine überzeugende

Leistung mit der überragenden Lina

Schwienhorst im Angriff. Die emsländischen

C-Juniorinnen machten es den B-Juniorinnen

aus Andervenne nach, die sich Mitte

Mai bereits den Titel in Barsinghausen hol-

ten. Übrigens nach einem 1:0-Endspielsieg

gegen TSV Limmer.

Damit wird die jahrelange ausgezeichnete

Nachwuchsarbeit von Heidekraut

Andervenne im Mädchenbereich

belohnt. Trainer Gerd Leugers und Teammanager

Aloys Köbbe zeigten sich über- ➤


glücklich und sind stolz auf ihre

Spielerinnen, die im Endspiel konzentriert

zu Werke gingen und gegen

die überraschend starken

Wolfsburgerinnen letztlich verdient

gewannen. Am Vortag hatte der

Bundesliganachwuchs beim 0:6 gegen

TSV Limmer nicht den Hauch

einer Chance.

SV Heidekraut Andervenne

hatte sich damit für die NorddeutscheC-Juniorinnen-Vereinsmeisterschaft

qualifiziert. Im Halbfinale

schlugen die Emsländerinnen zu

Hause nach einem 0:1-Rückstand

durch drei Treffer von Lina

Schwienhorst Werder Bremen mit

3:1 (1:1). Das Endspiel verloren

sie mit 1:4 (0:1) beim Hamburger

SV. Den Ehrentreffer zum 1:3 erzielte

ebenfalls Lina Schwienhorst.

Reiner Kramer

Die Spiele in der Statistik:

Halbfinale

VfL Wolfsburg – TSV Limmer

0:5 (0:4) – Limmer disqualifiziert,

Tore: Angelina Bode (2), Mariam Gillen,

Anna-Maleen Hartlieb, Jasmin Weder

TuS Fleestedt – SV Heidekraut

Andervenne 0:3 (0:1), Tore: Lina

Schwienhorst (3)

Spiel um Platz 3

TSV Limmer – TuS Fleestedt 6:0

(3:0) – Limmer disqualifiziert, Tore:

Anna-Maleen Hartlieb (3), Mariam Gillen

(2), Angelina Bode

Finale

SV Heidekraut Andervenne –

VfL Wolfsburg 1:0 (0:0), Tor: Lina

Schwienhorst

C-Juniorinnenmeisterschaft

Impressionen von der

C-Juniorinnenmeisterschaft

Die Aufgebote

SV Heidekraut Andervenne:

Franziska Wellen, Friederike

Weyer, Theresa Schnier,

Vanessa Kraus (K), Ines Lampen,

Mareike Schröer, Lisa

Schwienhorst, Janka Welz, Melanie

Lübken, Ines Triphaus, Anna-Elisabeth

Pelle, Friederike

Surmann, Laura Feldker, Anne

Brinkmann, Anna Surmann, Rebecca

Lambers. Trainer: Gerd

Leugers

VfL Wolfsburg: Manon

Klett, Michelle-Marie Elsen, Carolin

Weidner, Louisa Bebenroth,

Vanessa Kukat, Svenja

Schrader, Sarah Adolph (K), Sabrina

Franke, Laura Mehlan,

Jennifer Siegele, Anna Huhnholz,

Svea Solfrian. Trainer:

Burkhard Pötsch

TuS Fleestedt: Annika

Wroblewski, Melissa Bartsch,

Louisa Froese, Anika Oder, Emma

Opolony, Nele Heins, Sydney

Schröder, Anna-Lena Günthel,

Dana Sievers, Rebeccas

Freund, Marie-Celine Nowek,

Laura Harms, Linda Gatzke,

Nicole Junge. Trainerin: Anna-Kristin

Mielke

TSV Limmer: Ella Blender,

Anna-Maleen Hartlieb, Gizem

Türk, Meryem Celik, Johanna

Moritz, Moana-Andrea Riedel,

Jasmin Weder, Mariam Gillen,

Angie Rosario-Alvarez, Greta Fischer,

Swantje Hansemann, Angelina

Bode, Alexandra Krebbers,

Olga Luise Warning. Trainerin:

Sabrina Halpape ■

Juli 2010 29


B-Juniorinnen-DM

30

Gewann in Barsinghausen die Zwischenrunde: Das Team von Turbine Potsdam mit den ehemaligen NFV-Auswahlspielerinnen Friederike Mehring (2.

Reihe, 2.v.l.), Maike Lotze (2. Reihe, 4.v.r.) und in der hinteren Reihe Lyn Meyer (5.v.l.), Jalila Dalaf (7.v.l.) und Kristin Demann (8.v.l.). Fotos: Borchers

Beim neuen Meister spielt

eine halbe NFV-Auswahl

Turbinen erreichten in Barsinghausen das Finale um die deutsche B-Juniorinnen-Meisterschaft

Die B-Juniorinnen des 1. FFC Turbine

Potsdam sind Deutscher Meister. Im Finale

von Potsdam bezwang das Team

von Trainer Sven Weigang die TSG 1899

Die Potsdamerin Vanessa Göldner (links) lässt ihre bayerische Gegenspielerin

nicht vorbeiziehen.

Juli 2010

Hoffenheim mit 3:1 (1:0) und gewann damit

den nunmehr achten Meistertiel.

Auf dem Weg ins Finale hatte sich Turbine

bei der in Barsinghausen und Groß

Munzel ausgetragenen

Zwischenrunde

B souverän vor Bayern

München, FCR

2001 Duisburg und

Werder Bremen

durchgesetzt. Die A-

Gruppe wurde in der

Sportschule Hennef

und in Siegburg von

der TSG 1899 Hoffenheim

vor Herforder

SV Borussia Friedenstal,

Leipziger FC

07 und SC 07 Bad

Neuenahr gewonnen.

In der hochkarätig

besetzten

Zwischenrunde B

hatte sich der Rekordsieger

des Wettbewerbs

und Titelverteidiger

aus Potsdam

am ersten Spieltag

in der Neuauflage

des Vorjahres-

Endspiels mit 2:1

(1:0) gegen FCR

2001 Duisburg, den

Sieger von 2007,

durchgesetzt. Der FC

Bayern München, vierfacher Endspielteilnehmer,

bezwang in der NFV-Sportschule

Werder Bremen mit 4:0 (2:0). Ebenfalls mit

4:0 (1:0) besiegten die Turbinen am zweiten

Spieltag in Groß Munzel die Bremerinnen,

während Bayern zu einem 1:0-Erfolg (0:0)

über Duisburg kam. Im entscheidenden

Spiel im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion

behielt Potsdam schließlich mit 2:0

(2:0) über die bis dahin punktgleichen

Münchnerinnen die Oberhand, während

Duisburg sich mit 2:0 (1:0) gegen Werder

durchsetzen konnte.

Die Spiele in Barsinghausen und Groß

Munzel wurden jeweils von rund 250 Zuschauern

verfolgt, darunter auch NFV-Ehrenpräsident

Engelbert Nelle, als langjähriger

ehemaliger Delegationsleiter der Frauen-

Nationalmannschaft ein ausgewiesener Fan

des Frauen- und Mädchenfußballs.

Mit Jalila Dalaf, Maike Lotze und Friederike

Mehring (alle Mellendorfer TV), Lyn

Meyer (MTV Wolfenbüttel) sowie Kristin Demann

(FC Bennigsen) standen im Team aus

Potsdam fünf Spielerinnen, die in Niedersachsen

ihre Wurzeln haben und zahlreiche

Einsätze für NFV-Auswahlteams bestritten.

Heidekraut Andervenne hatte sich als

Niedersachsenmeister nicht für die Teilnahme

an der deutschen Meisterschaft qualifizieren

können. Das Team von Trainerin Gabriele

Leugers war im Halbfinale um die

Norddeutsche Meisterschaft auf eigenem

Platz mit 0:2 am Hamburger SV gescheitert.

Dieser wiederum unterlag im Endspiel mit

3:4 n.V. gegen Werder Bremen. bo


E.ON Avacon-Cup

32

Walter Fricke (hintere Reihe links), Vorsitzender des Verbandsjugendausschusses, und NFV-Referatsleiter Helge Kristeleit (rechts) gratulierten dem

neuen niedersächsischen D-Juniorenmeister Hannover 96.

Hannover 96 bleibt das Maß aller Dinge

Vuvuzelas nerven in Barsinghausen nicht – Emsland-Nord bester Stützpunkt

Von MANFRED FINGER (Text und Fotos)

Wenn Josef Specken und seine

Jungs vom emsländischen Stützpunkt

Sögel eine Reise antreten,

dann haben sie meistens auch ein paar

Geschenke dabei. So auch bei der Endrunde

der diesjährigen niedersächsischen

D-Juniorenmeisterschaft um den E.ON

Avacon-Cup. Mit im Gepäck führte das

von Specken und seinen Trainerkollegen

Hans-Hermann Andrees und Hermann-

Josef Bruns betreute Team dabei ein Instrument,

das im WM-Sommer vielen

Fußballfans höllisch auf die Nerven ging:

die Vuvuzela.

In Barsinghausen sorgten die in den

deutschen Farben gehaltenen Tröten

allerdings nicht für Misstöne. Zum einen

sind die hier zu Lande vertriebenen Vuvuzelas

fast um die Hälfte kleiner als die

südafrikanischen Originale, zum anderen

fehlte es an geübten Bläsern, so dass die

Geräuschkulisse der eines normalen Turniers

entsprach. „Ahs“ und „Ohs“ statt

„trööööhht“.

An lautstarker Unterstützung fehlte

es dem Team Emsland-Nord dennoch

nicht. Wie immer wurden die Spieler aus

Sögel von vielen Eltern begleitet, die die

weite Anreise nicht bereuen mussten. Ihre

Jungs präsentierten sich an beiden Tagen

in guter Form und konnten als einzige

der zwölf Mannschaften alle Grup-

Juli 2010

penspiele gewinnen. Fünf Siege in fünf

Spielen bei einem Torverhältnis von 10:1

– so lautete die überzeugende Bilanz, mit

der sich Emsland-Nord für das Finale gegen

den Sieger der anderen Sechser-

Gruppe qualifizierte. Der hieß Hannover

96 und hatte sich im Februar bereits den

Titel des niedersächsischen Hallenmeisters

in dieser Altersklasse (Jahrgang

1997) gesichert.

Und auch im Feld sollten es die

„jungen Roten“ sein, die am Ende jubelten.

Ein Treffer von Niclas Bahn stellte die

Weichen früh auf Sieg. Noch vor der

Pause traf Bahn erneut, diesmal vom Siebenmeterpunkt,

so dass die zweite Hälfte

für die 96er zum Schaulaufen geriet. Damit

sicherten sich die Schützlinge der

Trainer Maik Uibel und Alois Algermissen

als drittes Team das „Double“ aus Halleund

Feldmeisterschaft. Zuvor hatten der

Stützpunkt Bentheim (2006) und das

Leistungszentrum des VfL Wolfsburg

(2008) diesen Erfolg geschafft.

Nimmt man die 13 Spiele (Vor- und

Endrunde) auf dem Weg zum Hallentitel

hinzu, so verließ Hannover 96 in insgesamt

19 Partien nur einmal nicht als Sieger

den Platz. In der Vorrunde des Feldturniers

glückte dem in Barsinghausen

trainierten Stützpunkt Hannover-West ein

0:0 gegen das Leistungszentrum des

niedersächsischen Bundesligisten. Keine

Frage: Als Mannschaft ist Hannover 96

im Jahrgang 1997 das Maß aller Dinge.

Dicht gefolgt allerdings vom Stützpunktteam

Emsland-Nord, das in der Halle hinter

Göttingen (konnte sich für das Feldfinale

nicht qualifizieren) Dritter wurde

und nun im Feld die Vizemeisterschaft

einfuhr.

Dem Finale in Barsinghausen vorausgegangen

waren Ausscheidungsturniere

auf Ebene der drei niedersächsischen

Stützpunktbereiche. Dabei lösten zehn

Stützpunktteams und zwei Leistungszentren

die Tickets. Nachdem die Mannschaften

in zwei Sechser-Gruppen nach

dem Modus „Jeder gegen jeden“ aufeinander

getroffen waren, kam es in den

Platzierungsspielen zum Duell mit dem

gleichplatzierten Team aus der anderen

Gruppe.

Die Ergebnisse im Überblick,

Gruppe NFV, Tag 1: Hildesheim – VfL

Wolfsburg 1:0, Emsland-Nord – Bentheim

1:0, Rotenburg – Celle 1:0, Bentheim –

Hildesheim 2:0, VfL Wolfsburg – Rotenburg

0:0, Celle –Emsland-Nord 0:2, Hildesheim

Rotenburg 2:0, Bentheim –

Celle 1:0, Emsland-Nord – VfL Wolfsburg

2:0. Tag 2: Celle – Hildesheim 1:0, Rotenburg

– Emsland-Nord 0:3, VfL Wolfsburg

– Bentheim 2:1, Hildesheim – Emsland-Nord

1:2, VfL Wolfsburg – Celle

2:0, Bentheim – Rotenburg 1:1. Tabelle:

1. Emsland Nord 15 Punkte, 10:1 Tore; 2. ➤


Platz drei in der Halle, Vizemeister auf dem

Feld: Josef Specken, Trainer des Jahrganges

1997 am Stützpunkt Sögel.

Bentheim 7 Punkte, 5:4 Tore; 3. VfL

Wolfsburg 7 Punkte, 2:4 Tore; 4. Hildesheim

6 Punkte, 4:5 Tore; 5. Rotenburg 5

Punkte, 2:6 Tore; 6. Celle 3 Punkte, 1:6

Tore.

Gruppe E.ON Avacon, Tag 1:

Hameln – Hannover-Land (West) 0:2,

Vechta – Emsland-Süd 2:0, Hannover 96

– Lüneburg/Lüchow-D. 5:0, Emsland-Süd

– Hameln 1:0, Hannover-Land (West) –

Hannover 96 0:0, Lüneburg/Lüchow-D. –

Der Stützpunkt der NFV-Kreise Lüneburg und Lüchow-Dannenberg (rotes

Trikot) belegte Platz 3. Im Gruppenspiel gegen Hannover-Land (Foto) kamen

die Jungs aus dem Bereich Nordost aber nicht über ein 0:0 hinaus.

Vechta 1:0, Hameln – Hannover 96 0:3,

Emsland-Süd – Lüneburg/Lüchow-D. 2:2,

Vechta – Hannover-Land (West) 2:1.

Tag 2: Lüneburg/Lüchow-D. – Hameln

4:1, Hannover 96 – Vechta 3:0, Hannover-Land

(West) – Emsland-Süd 0:2, Hameln

– Vechta 3:0, Hannover-Land (West)

– Lüneburg/Lüchow-D. 0:0, Emsland –

Süd – Hannover 96 1:2. Tabelle: 1. Hannover

96 13 Punkte, 13:1 Tore;

2. Lüneburg/Lüchow-D. 8 Punkte, 7:8

E.ON Avacon-Cup

Als einzige Stützpunktmannschaft konnte Hannover-West (im Bild Samir Biber, rechts) dem

Hallen- und Feldmeister Hannover 96 im Jahr 2010 Punkte abnehmen. Gegen Emsland-Süd gab

es hingegen eine 0:2-Niederlage.

Tore; 3. Emsland-Süd 7 Punkte, 6:6 Tore;

4. Vechta 6 Punkte, 4:8 Tore;

5. Hannover-Land (West) 5 Punkte, 3:4

Tore; 6. Hameln 3 Punkte, 4:10 Tore.

Platzierungsspiele, Platz 11: Hameln

– Celle 1:2. Platz 9: Hannover-Land

(West) – Rotenburg 1:0. Platz 7: Vechta

– Hildesheim 6:5. Platz 5: Emsland-Süd –

VfL Wolfsburg 0:2. Platz 3: Lüneburg/Lüchow-D.

– Bentheim 1:0. Platz 1: Hannover

96 – Emsland-Nord 2:0. ■

Auch in Barsinghausen gehörten die Vuvuzelas zur Szenerie. Allerdings

sorgten sie nicht für Misstöne. Darüber freute sich auch NFV-Verbandssportlehrer

Thomas Nörenberg, der für den Jahrgang 1997 verantwortlich ist.

Juli 2010 33


Porträt

34

Auf den Spuren von

Sherlock Holmes und van Gogh

Als Assistenzlehrer an einem englischen College erlebte Heinz Meyer das WM-Jahr 1966.

In dieser Zeit wuchsen ihm Borussia Dortmund und die Hügellandschaft des Dartmoors ans

Herz. Nach seiner Rückkehr wurde er Justizbeamter und stieg zum obersten Richter

im Niedersächsischen und Norddeutschen Fußballverband auf. Ein Porträt.

Als leidenschaftlicher Fan hat Heinz Meyer zahlreiche, zum Teil auch ungewöhnliche Fanartikel

von Borussia Dortmund erworben. Im Oktober 1994 posierte er für die Lokalzeitung in Osterholz-

Scharmbeck mit zwei Marionetten, die die Spieler Stephane Chapuisat (links, von 1991 bis 1999

beim BVB) und Michael Schulz (1989-1994) darstellen. Foto: Suchodolski

Von MANFRED FINGER

Es gibt Tore, die sind für die Ewigkeit.

Weil sie so bedeutend sind wie etwa

der aus dem Hintergrund erzielte Treffer

von Helmut Rahn im WM-Endspiel 1954 in

Bern. Weil sie so schön sind wie Maradonas

Jahrhundert-Tor im WM-Viertelfinale 1986

in Mexiko, als der Argentinier mit einem

traumhaften Solo über das halbe Spielfeld

die gesamte englische Abwehr düpierte.

Oder weil sie so voller Anarchie stecken wie

der Treffer von Günter Netzer im DFB-Pokalfinale

1973, als sich der Gladbacher in der

Verlängerung selbst einwechselte und Minuten

später die Partie gegen den 1. FC

Juli 2010

Köln mit einem Kunstschuss entschied. Zu

der Kategorie der legendären, unvergessenen

Treffer zählt auch ein Tor, das 1966

während der WM in England fiel.

Die Rede ist nicht von Wembley, sondern

von einem Tor, das wirklich eines war

und an das sich ZDF-Reporter Béla Réthy 44

Jahre später bei der WM in Südafrika durch

den Brasilianer Maicon erinnert fühlte,

nachdem dieser gegen Nordkorea den Ball

mit dem Außenrist aus ganz spitzem Winkel

ins lange Eck gezaubert hatte. „Lothar Emmerich

hat einmal ein ähnliches Tor geschossen,

bei der WM 1966“, spielte Rethy

auf die damalige Viertelfinalpartie der deutschen

Mannschaft gegen Spanien an. 39

Minuten waren vorüber, die Iberer führten

1:0, als Siegfried Held auf der linken Seite

per Einwurf seinen Dortmunder Vereinskollegen

bediente, der das Leder mit links fast

von der Außenlinie aus scheinbar unmöglichem

Winkel unter die Latte des spanischen

Gehäuses hämmerte.

„Lothar Emmerich hat gestern Abend

das größte Tor erzielt, dass die altehrwürdige

Heimstätte von Aston Villa seit Jahren

bejubeln durfte”, schrieb am nächsten Tag

eine englische Zeitung unter der Überschrift

„WOW, EMMA!“. Aufgehoben hat sich

diesen Artikel ein Mann, der an diesem 20.

Juli 1966 unter den 46.000 Zuschauern

weilte und auf den Stehrängen des Block L

die Arme nach oben riss: Heinz Meyer, heute

oberster Richter im Niedersächsischen

und Norddeutschen Fußballverband.

Der Sohn eines Polizisten und spätere

Justizbeamte wollte zum damaligen Zeitpunkt

noch Lehrer werden und absolvierte

im WM-Jahr ein Auslandssemester. In Tavistock,

einer Kleinstadt im Südwesten Englands

und Geburtsort eines der größten

Seefahrer aller Zeiten, Sir Francis Drake

(1540-1596), stand Meyer an einem College

dem Lehrpersonal als Assistent zur Verfügung

und unterrichte Deutsch. Die Karten

für das Spiel gegen Spanien, das die deutsche

Elf durch einen Treffer von Uwe Seeler

sechs Minuten vor Schluss noch mit 2:1 gewann,

sowie für die Vorrundenpartie gegen

Argentinien (0:0) hatte er sich von einem

Bekannten in Deutschland besorgen lassen.

Da die Distanz zwischen Tavistock und Birmingham,

wo beide Spiele im Villa Park ausgetragen

wurden, über 300 Kilometer beträgt,

quartierte sich der damals 22-Jährige

in einer Jugendherberge in Stratford-upon-

Avon ein, der Stadt William Shakespeares. ➤

Mit dieser Eintrittskarte besuchte Heinz Meyer

das WM-Viertelfinalspiel zwischen

Deutschland und Spanien (2:1) am 20. Juli

1966 im Villa Park von Birmingham


Von dort sind es gut 40 Kilometer nach

Birmingham, die Heinz Meyer jeweils per Anhalter

zurücklegte. „Das war überhaupt kein

Problem“, erinnert sich der inzwischen 66-

Jährige. Das Tor, das Emmerich den Spitznamen

„Emma mit der linken Klebe“ einbrachte,

ist ihm bestens in Erinnerung geblieben.

Dass es von einem Dortmunder Spieler erzielt

wurde, machte es nur noch schöner. Schließlich

war der Niedersachse zu diesem Zeitpunkt

bereits mit dem BVB-Virus infiziert.

Angesteckt hatte er sich gut zweieinhalb

Monate vorher, als die Schwarz-Gelben in

Glasgow durch einen 2:1-Sieg über den FC

Liverpool als erste deutsche Mannschaft den

Europapokal gewannen. Heinz Meyer fieberte

in seinem College in Tavistock vor dem

Fernseher mit - als einziger Deutscher unter

250 englischen Schuljungen. Eine Situation,

die zusammenschweißt(e). Bis heute ist

Meyer der Borussia innigst verbunden.

Natürlich ist er Mitglied, über Jahre war der

Erwerb einer Dauerkarte so selbstverständlich

wie der tägliche Gang in sein Büro am

Amtsgericht in Osterholz-Scharmbeck.

Ihren Ausdruck findet diese Leidenschaft

indes nicht nur in Fan-Artikeln wie Schals,

Handtüchern und Mützen, sondern auch in

schwarz-gelben Hosenträgern, die Meyer

gerne zu seinen Anzügen trägt, oder in

Geburtstagsgrüßen, die er per Fax und fast

immer verziert mit BVB-Motiven an die Mitarbeiter

der NFV-Verwaltung in Barsinghausen

verschickt.

„Leuchte auf mein Stern Borussia“ – als

der Ballspielverein Borussia am 19. Dezember

2009 seinen 100. Geburtstag feierte, gehörte

der erste Leib- und Magenverein im Leben

des Heinz Meyer bereits seit über drei Jahrzehnten

nur noch der Geschichte an. Bremerhaven

93, der Klub aus der Heimatstadt

seines Vaters, hatte es dem in Aurich geborenen

und zunächst in Leer aufgewachsenen

Fußballfan seit frühester Kindheit angetan.

So oft es ging zog es ihn zum „Zolli“, wie das

Stadion aufgrund seiner Lage auf dem Gelände

des ehemaligen Zollinlandbahnhofs

genannt wurde. Auch nach dem Umzug der

Familie in den Harz, Heinz Meyer war elf

Jahre alt, nutzte er immer wieder Besuche

bei den Großeltern, um die 93er live vor Ort

anzufeuern.

„Und sonntags auf zum Zolli“ – das

Buch über die Geschichte des 1977 im OSC

Bremerhaven aufgegangenen Klubs zählt

natürlich zur Bibliothek des belesenen Mannes,

den es nach dem Abitur (1963 in Bad

Harzburg), einem kurzen Lehramtsstudium

(„Nach England hatte ich keinen Bock

mehr“), der Bundeswehr und einer Ausbildung

zum Rechtspfleger 1972 nach Osterholz-Scharmbeck

verschlug. „Die Stelle am

Amtsgericht war frei und so bin ich dort hängen

geblieben“, sagt Meyer, der fortan in der

gut 20 Kilometer nordnordöstlich von Bremen

gelegenen Kreisstadt dafür Sorge trug,

dass die Justiz funktioniert. Ob Strafprozess-

Unterlagen, Formulare zur Zwangsvollstreckung,

Pfändungsprotokolle, Grundbuchakten

oder Erbscheine – alles wurde unter der

Regie Meyers geordnet, gestempelt und abgeheftet.

Die Mühlen der Justiz mahlen stetig,

und in Osterholz-Scharmbeck keineswegs

langsam, pflegte er gerne zu sagen.

1989 rückte Meyer zum Geschäftsleiter

des Amtsgerichts auf und wurde damit Chef

über insgesamt 20 Geschäftsstellen, in denen

60 Mitarbeiter die Prozessakten verwalten,

Sitzungstermine notieren, Säle reservieren

Als Heinz Meyer 2009 im Sporthotel Fuchsbachtal mit Ehefrau Ulrike seinen 65. Geburtstag feierte,

durfte bei dem Geschenk der NFV-Verwaltungsmitarbeiter natürlich auch ein Accessoire von

Borussia Dortmund nicht fehlen. Die schwarz-gelben Socken wurden von der Mutter der NFV-

Chefsekretärin, Kerstin Strüby, handgestrickt. Foto: Finger

und Urkunden ausstellen. Dieses Amt bekleidete

er bis zu seiner Pensionierung im März

2009. Seitdem ist er Privatier, doch Langeweile

ist für Heinz Meyer ein Fremdwort geblieben.

„Ich hab’ ja meine Arbeit“, sagt er

und meint damit seine Aufgaben als Vorsitzender

der Sportgerichte auf Ebene des

norddeutschen Regionalverbandes (seit

2009) sowie des niedersächsischen Landesverbandes

(seit 2008). Beide Funktionen

übernahm er von seinem Freund Winfried

Hanschke, nachdem er zuvor an der Spitze

der Jugendsportgerichte im NFV-Kreis Osterholz

(1979-1986), im NFV-Bezirk Lüneburg

(1996-1999) sowie auf Verbandsebene

(1999-2008) gestanden hatte. Darüber

hinaus führt er seit 1993 die NFV-Satzungskommission.

Wahrnehmen, zuordnen, bewerten und

dann antworten – so lautet die Devise für seine

Arbeit in der Sportgerichtsbarkeit. Heinz

Meyer ist ein Mensch, der alle Aufgaben, die

ihm übertragen werden, mit viel Hingabe

und Liebe zum Detail wahrnimmt. Als er von

2004 bis 2006 beim VSK Osterholz-Scharmbeck

als Stadionsprecher wirkte, ließ er sich

für Spieler und Trainer immer wieder etwas

Besonderes einfallen. Dabei scheute er auch

nicht vor eher Fußball-fremden Liedgut zurück.

„Günter gestehe, da steckt was dahinter“,

trällerte zum Beispiel Vicky Leandros zur

Begrüßung von Trainer Günter Hermann,

dem Weltmeister von 1990. Und wenn der

VSK, für den sich Meyer bereits in den

1970er Jahren als Jugendbetreuer engagierte,

einen Treffer erzielte, ertönte Schlagersänger

Peter Beil mit „Der Blitz schlug ein.“

Neben Fußball, deutscher Sangeskunst

und dem Besuch von Museen interessiert sich

Meyer für Vincent van Gogh. In seinem Haus

hängen zahlreiche Poster mit Werken des

großen holländischen Malers, darunter auch

„Die Fischerboote am Strand von Saintes-

Maries“. „Durch dieses Bild bin ich auf ihn

aufmerksam geworden. Seine Motive kann

man sehr schön in der Natur wieder erkennen.

Das gefällt mir“, sagt Meyer, der auf

den Spuren van Goghs auch schon einmal

die südfranzösische Stadt Arles besuchte. In

der Hoffnung, dort die „blauen Töne und

heiteren Farben“ (van Gogh) des Südens zu

finden, war der Niederländer 1888 nach

Arles gezogen, wo er jenen Stil entwickelte,

der heute als charakteristisch für seine Malweise

empfunden wird.

Für Heinz Meyer müssen es jedoch nicht

immer die leuchtenden Farben des Südens

sein. Er mag auch das „Grau in Grau“, wie es

für England so typisch ist. Die Zeit in Tavistock

ist in seinem Herzen geblieben. Die rund

11.000 Einwohner zählende Stadt gehört zur

Dartmoor-Landschaft, die Schauplatz einiger

Sherlock Holmes-Romane ist. Heinz Meyer

liebt es, Werke zu lesen, in denen die Hügellandschaft

des Dartmoors beschrieben wird.

Wie auch in Arthur Conan Doyles „Der Hund

der Baskervilles“. Seit 38 Jahren ist er mit seiner

Ulrike, die Angestellte im Polizeidienst ist,

glücklich verheiratet. Wäre er Junggeselle,

dann kämen für ihn, den eine Zeitung mal als

„Fußball-Narr im positiven Sinne“ beschrieben

hat, nur zwei Orte in Frage: „Dann würde

ich entweder nach Barsinghausen oder ins

Dartmoor ziehen.“ ■

Porträt

Juli 2010 35


Namen & Nachrichten

36

Fritz Hoppe,

ehemaliger NFV-

Auswahltorhüter

und seit über 40

Jahren Schiedsrichter,

feierte im

Sporthotel Fuchsbachtal

seinen 70.

Geburtstag. Bundesweit

für Schlagzeilen

sorgte Hoppe

im Winter der

Spielzeit 2005/06,

als der DFB den

Vorschlag des Barsinghäusersaufgriff,

zukünftig

beide Schiedsrichter-Assistenten

beim Elfmeterschießen

auf der

Grundlinie zu postieren

(jeweils an

den Fünf-Meterraum-Markierungen).

Hintergrund:

Im Pokal-Achtelfinale zwischen dem 1. FC Kaiserlautern und Mainz

05, das im Elfmeterschießen (3:4) entschieden wurde, hatte der

Schiedsrichter beim Elfmeter eines Lauterer Spielers nicht auf Tor erkannt.

Die Fernseh-Bilder zeigten allerdings, dass der Ball mit vollem

Umfang die Torlinie überschritten hatte. Einen Namen machte sich

Hoppe an seinem Wohnort Barsinghausen auch als Initiator zahlreicher

Fußballturniere (unter anderem die Hallen-Stadtmeisterschaft

der Alten Herren und die Ü 40-Stadtmeisterschaft) sowie mit der

Gründung der „Ü 50 Pastorengruppe“, die 2003 von der Gilde Brauerei

als „Mannschaft des Monats“ ausgezeichnet wurde. Foto: Finger

Frank Schmidt (mittlere Reihe 3. von links), Integrationsbeauftragter

des NFV, leitete in Barsinghausen eine Tagung zum Projekt

„Kleines Feld – große Leidenschaft“. Mit finanzieller Unterstützung des

niedersächsischen Innenministeriums und des Landessportbundes

Niedersachsen hatte der NFV dieses Projekt im Mai 2009 aus der Taufe

gehoben und an 13 niedersächsischen Minispielfeld-Standorten durchgeführt.

Das Angebot, das eine (für Jungen) bzw. zwei (Mädchen) wöchentliche

Übungseinheiten im DFB-Minispielfeld umfasste, richtete sich

an sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche sowie an Heranwachsende

mit Migrationshintergrund. Leitziel war die Integration in den Ver-

Juli 2010

Jefferson Farfan, peruanischer Stürmerstar des FC Schalke 04, gehörte

in der abgelaufenen Saison zu den Stars, die mit ihren Mannschaften im

Sporthotel Fuchsbachtal eincheckten. Wie in der Spielzeit 2008/09 den VfL

Wolfsburg bereitete Trainer Felix Magath auch die „Königsblauen“ in Barsinghausen

auf die Auswärtsaufgabe bei Hannover 96 vor. Neben Schalke

durfte das Team um Geschäftsführer Bernd Dierßen (Hintergrund) und Empfangschefin

Kerstin Busch (rechts) in der Saison 2009/10 den VfL Bochum, den

SC Freiburg sowie den Hamburger SV begrüßen. Als nächste Spitzenmannschaft

wird der zwölfmalige polnische Meister Wisla Krakau vom 28. Juni bis

9. Juli Quartier im Sporthotel beziehen. Am 8. Juli trifft die Mannschaft von

Trainer Henryk Kasperczak, 1974 und 1978 mit Polen WM-Teilnehmer, im August-Wenzel-Stadion

auf Hannover 96 (18 Uhr). Foto: Finger

einssport sowie die Förderung der Motivation zur Teilnahme und Mitgestaltung

am organisierten Sport. „Darüber hinaus wollten wir die Vereine

für das Thema Integration sensibilisieren. Das ist uns gelungen“, zog

NFV-Mitarbeiter Marko Kresic (Stehend 3. von rechts) ein zufriedenes

Fazit. Deshalb ist er zuversichtlich, dass die Arbeit an den Standorten

auch nach Projektende zum 31. August fortgesetzt wird. „Wir haben den

Vereinen Wege aufgezeigt, finanzielle Mittel zu akquirieren“, erklärte

Kresic, der auf der Tagung die Vorbereitungen für das Projekt-Abschlusscamp

vorstellte. Dieses findet vom 27. bis 29. August mit rund 200 Teilnehmern

in der NFV-Sportschule Barsinghausen statt. Foto: Finger


Uwe Riehs (links), Marketing-Geschäftsführer der Krombacher

Brauerei, stieß in Wolfsburg mit Dieter Hoeneß, Vorsitzender der VfL-

Geschäftsführung, auf die frisch unterzeichnete Partnerschaft zwischen

der Premium-Biermarke aus dem Siegerland und dem letztjährigen

Deutschen Meister an. „Wir möchten in Niedersachsen Flagge zeigen

und freuen uns auf eine langfristige und erfolgreiche Partnerschaft.

Als ,Bier der Wölfe’ setzen wir mit unserem Engagement ein

Zeichen für alle Fans, die die Wölfe in ihr Herz geschlossen haben. Wir

freuen uns auf spannende Spiele, viele Tore und Emotion pur in der

VOLKSWAGEN ARENA“, erklärte Riehs. Im Rahmen der Premiumpart-

Bastian Hellberg,

NFV-Direktor, zeigte einem

Fernsehteam des Norddeutschen

Rundfunk

(NDR) einige seiner Lieblingsplätze

in Barsinghausen.

Mit der NDR-Redakteurin

Sabine Schlemmer

(rechts) besuchte er das

Kloster, beklatschte in der

Deister-Freilicht-Bühne

Kostproben aus dem Stück

„König der Löwen“ (Foto)

und genoss die historische

Kulisse des Besucherbergwerks.

Zudem präsentierte

er seinen Gästen natürlich

die NFV-Anlage im Fuchsbachtal

sowie den neuen

Fitness- und Wellnessbereich

der Sportschule, das

Studio B 54. Ausgestrahlt

wurde der Beitrag zum

Auftakt der Fußball-WM

am 11. Juni in der NDR III-

Sendung „Niedersachen

19.30 Uhr das Magazin“.

Foto: Finger

Namen & Nachrichten

nerschaft erhält Krombacher das exklusive Lieferrecht für den Publikumsbereich

des Stadions sowie für die angeschlossenen Gastronomiebetriebe.

Auch im VIP-Bereich werden die Gäste zukünftig die

Krombacher Produkte genießen können. Mit dem Sponsoring der

„Wölfe“ weitet Krombacher sein Engagement im niedersächsischen

Fußball aus. Als offizieller Partner des NFV (seit Dezember 2009)

unterstützen die Siegerländer den NFV-Verbandspokal sowie die Meisterschaften

im Altherren- sowie Altligabereich. Darüber hinaus bestehen

Partnerschaften mit zehn NFV-Kreisen, in denen der Pokalwettbewerb

als Krombacher-Pokal ausgetragen wird.

Juli 2010 37


Der NFV und seine Partner

38

Der neue Kunstrasenplatz im Fuchsbachtal wurde anlässlich der NFV-Businesstrophy am 28. Mai feierlich eingeweiht. Das Band durchschnitten, von

links, Desso Sports Systems-Verkaufsleiter Peter Kirmße, NFV-Präsident Karl Rothmund und NFV-Direktor Bastian Hellberg. Foto: Zwing

Neueste Kunstrasentechnologie

in Barsinghausen

Was haben die altehrwürdige

Glückaufkampfbahn in Gelsenkirchen,

das Porschestadion

in Wolfsburg und die NFV-Anlage im

Fuchsbachtal gemeinsam? Sie alle verfügen,

als erste Standorte in Deutschland

(!), seit Mai/Juni dieses Jahres

über einen Kunstrasenplatz, der dem

Ideal, sich wie ein taufrischer Naturrasen

anzufühlen, immer näher

kommt.

Möglich macht dies ein Faser, die

den Namen „iDNA” trägt und die

gleich in zweifacher Hinsicht neue

Maßstäbe setzt. Zum einen vereint sie

zwei entgegengesetzte Eigenschaften

Juli 2010

Platz auf der NFV-Anlage feierlich eingeweiht – Stolzer Tag für Peter Kirmße

der Kunstrasenfasern, nämlich Elastizität

und Haltbarkeit in einer Faser.

Zum anderen, und dies ist für die

Entwicklung einer neuen Kunstrasengeneration

noch bedeutender, wurde

mit „iDNA” die erste Hürde auf dem

Weg zu hydrophilem, also wasseranziehendem,

Kunstrasen erfolgreich genommen.

Die neue Faser, der volle Name

Desso iDNA verrät es, wurde entwickelt

und hergestellt im Hause Desso

Sports Systems. Ein weltweit agierender

Spezialist für Sportbodenbeläge,

der ein einmaliges Leistungsspektrum

anbietet: Entwicklung, Produktion,

Installation und Service aus einer

Hand.

1980 gehörte das Unternehmen

aus dem belgischen Dendermonde zu

den Pionieren in der Entwicklung des

Kunstrasens (siehe auch Grafik). Rechtzeitig

zum 30. Jubiläum gelang Desso

Sports Systems nun mit der Faser

„iDNA” der Durchbruch bei der Entwicklung

einer Kunstrasenfaser, die

Wasser genau so aufsaugt wie Naturrasen.

„Diese Neuentwicklung ist ein schönes

Signal, dass es auch bei der Entwicklung

von anspruchsvollen und modernen


Dr. h.c. Engelbert Nelle

(Mitte) feierte am 9. Juni seinen

77. Geburtstag. Den Ehrentag verbrachte

der NFV-Ehrenpräsident in

Barsinghausen, wo er sich auf dem

von Desso Sports Systems veranstalteten

Architektenseminar über

den NFV-Kunstrasenplatz informierte.

Auf dem Seminar referierte

DFB-Direktor Willi Hink (2. von

rechts) zum Thema: „Die Zukunft,

der Entwicklungsstand und die

Perspektiven von Kunstrasensystemen

aus Sicht des DFB.“ Rechts

NFV-Justiziar Walter Burkhard,

links NFV-Präsident Karl Rothmund

und Desso Sports Systems-Verkaufsleiter

Peter Kirmße.

Foto: Finger

Kunstrasensystemen für Fußball

keinen Stillstand geben wird.

Persönlich erfüllt es mich mit

großem Stolz, dass ich mein

Wort eingelöst habe.” – Der Tag

der Einweihung des neuen

Kunstrasenplatzes anlässlich der

NFV-Business-Trophy ist nicht zuletzt

für Desso Sports Systems-

Verkaufsleiter Peter Kirmße ein

besonderer. Seit 2003, dem Beginn

der Partnerschaft zwischen

seinem Unternehmen und dem

Niedersächsischen Fußballverband,

ist der Mann mit dem unverwechselbaren

sächsischen

Idiom ein gern gesehener Gast in

Barsinghausen. Mit der Installierung

des „iDNA-Kunstrasenbelages”

ist Kirmße einmal mehr seinem

Anspruch gerecht geworden,

dass Barsinghausen zu den

ersten Adressen im Land zählt,

wenn es darum geht, die neuesten

Technologien aus der Kunstrasenforschung

zu präsentieren.

-maf-

1980

Desso ist

Pionier bei der

Entwicklung

von Kunstrasen

1985

Start der

internen

Produktion von

Garnen

1986

erstes für

Fußball

entwickeltes

Kunstrasenfeld:

gekräuselte,

fi brillierende

Faser

1990

erste

Monofi lament-

Faser: Folien-

Extrusion High

Performance

Faser

1993

Spinextrusion

Monofi lament:

Desso-Crown-

Faser

1999

Desso

SoccerGrass:

erstes

Monofi lament-

System für

Fußball mit

gekräuselter

Desso Crown-

Faser

2001

Desso

SoccerGrass TD:

erste gerade

Monofi lament-

Faser Desso

Crown

Der NFV und seine Partner

Desso Sports Systems-Generalmanager Marc Vercammen besiegelte auf dem Architektenseminar

in Barsinghausen mit NFV-Präsident Karl Rothmund die weitere Zusammenarbeit der seit 2003 bestehenden

Partnerschaft. Foto: Finger

2006

Entwicklung

einer wissenschaftlichen

Testmethode

für Slidingeigenschaften

Desso

Challenge

Pro2 : monofi le

elastische

Faser

2009

Desso

D-Vision:

neues System

mit weicher

Faser und

gleichbleibendenSpieleigenschaften

2010

Desso iDNA

Ihre Idee,

unsere DNA

Neue Innovationen...

Juli 2010 39


Oberliga Niedersachsen

40

Strahlende Gesichter beim neuen Niedersachsenmeister Eintracht Braunschweig II. Foto: Peter Sierigk

Juli 2010

Eintracht Braunschweig II

ist Niedersachsenmeister

Aber auch TSV Havelse steigt in Regionalliga Nord auf –

Staffeleinteilung der neuen eingleisigen Oberliga Niedersachsen

Die Entscheidungen im niedersächsischen

Spitzenfußball sind nun endlich gefallen.

Eintracht Braunschweig II und TSV

(Meister der Staffel Ost) 1:1. Babacar N’Diaye

hatte die Havelser unmittelbar vor der Pause

mit einem verwandelten Handelfmeter in

1970, 2000 und 2002 zum vierten Mal den

Titel des Niedersachsenmeisters für die Eintracht.

Havelse haben den Sprung in die Regionalliga Führung gebracht. In der 83. Minute glich der Der TSV Havelse verpasste zwar den

Nord geschafft. In den zwei Spielen zur Braunschweiger Stefan Hauk aus.

Titel, aber nicht den Aufstieg in die Regional-

Niedersachsenmeisterschaft (1:1 und 3:1)

Im Rückspiel in Braunschweig gewann liga Nord, weil aus den Landesverbänden

hatten sich die Braunschweiger durchge- die Eintracht mit 3:1 (1:1). Die Havelser gin- Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen

setzt. Die Relegationsrunde zur neuen eingen zwar in der 25. Minute durch Rene Ney keine Mannschaft das Aufstiegsrecht wahrgegleisigen

Oberliga Niedersachsen ist auch ab- mit 1:0 in Führung, doch Nils Göwecke genommen hatte. Somit konnte sich das Team

geschlossen. So spielen in der kommenden lang in der 38. Minute der Ausgleich für die von Jürgen Stoffregen trotz der nicht erreich-

Saison 2010/2011 folgende 20 Mannschaf- U 23 aus Braunschweig. Nach der Pause sorgten Niedersachsenmeisterschaft freuen.

ten in der höchsten Amateurklasse Niederten Mehmet-Ali Tozlu (59.) und Igor Moritz Die Saison in der neuen Oberliga Niedersachsens:

(87.) für den 3:1-Endstand. Damit sicherte sich sachsen startet Anfang August (6. bis 8.).

Goslarer SC (Absteiger aus der Regionalliga

Nord); TuS Heeslingen,

TSV Ottersberg, SV Drochtersen/Assel,

VSK Osterholz-Scharmbeck,Eintracht

Northeim, FC Hansa

Lüneburg, VfV 06 Hildesheim,

TuS Güldenstern

Stade (alle aus der Oberliga

Niedersachen, Staffel

Ost); VfB Oldenburg, BSV

Rehden, BV Cloppenburg,

Kickers Emden, Eintracht

Nordhorn, SV Meppen,

SV Ramlingen (Ehlershausen),

VfL Osnabrück II, SC

Langenhagen (alle aus der

Oberliga Niedersachsen

Staffel West); Arminia

Hannover (Landesliga

Hannover) und Teutonia

Uelzen (Landesliga Lüneburg)

Im ersten Endspiel um

die Niedersachsenmeisterschaft

trennten sich der

TSV Havelse (Meister der

Oberliga Niedersachsen,

Staffel West) und Ein-

das Team von Christian Benbennek nach

Reiner Kramer

tracht Braunschweig II Immer auf Ballhöhe: Igor Moritz von Eintracht Braunschweig II (links) und der Havelser Marco Hansmann. Foto: Team Kaletta


AOK-C-Junioren-Niedersachsenmeisterschaft

42

Niedersachsenmeister 2010: Die C-Junioren von SV Viktoria 08 Georgsmarienhütte.

Text und Fotos von PETER BORCHERS

Die C-Junioren von SV Viktoria 08

Georgsmarienhütte haben mit dem Gewinn

der AOK-Niedersachsenmeisterschaft

eine phantastische Saison gekrönt. Das

Team von Trainer Christoph Bensmann war als

Aufsteiger auf Anhieb Meister in der Bezirksoberliga

Weser-Ems geworden und hatte damit

die Fahrkarte zum Endturnier nach Barsinghausen

gelöst. Dort

gab es in einem

hochklassigen Finale

einen knappen, aber

Juli 2010

Viktoria 08 krönt eine

phantastische Saison

Nach dem Durchmarsch im Bezirk Weser-Ems erklimmen die Bensmann-Jungs

auch den Niedersachsengipfel – 3:2 im Finale gegen HSC Hannover

Schlussmann Kevin Götze war ein sicherer

Rückhalt der Viktorianer.

verdienten 3:2-Erfolg über den HSC Hannover.

Für den neuen NFV-Champion kann es jetzt

noch höher hinausgehen. Verbunden mit dem

Gewinn der NFV-Meisterschaft ist das Aufstiegsrecht

in die Regionalliga Nord, die

höchste Spielklasse der C-Junioren.

Gegen den VfB Peine, den bis dahin in

dieser Saison ungeschlagenen Meister der Bezirksoberliga

Braunschweig, benötigten die

Georgsmarienhütter beim 2:1-Erfolg im Halbfinale

noch eine ordentliche Portion Glück, um

ins Finale einzuziehen. Souveräner erreichte

der HSC Hannover das Endspiel mit einem ungefährdeten

3:0-Erfolg über MTV Treubund

Lüneburg. Der HSC hatte sich als Vertreter des

NFV-Bezirks Hannover für die Endrunde um

die AOK-Niedersachsenmeisterschaft der C-

Junioren erst über ein Entscheidungsspiel qualifiziert.

Die Hannoveraner bezwangen dabei

HSC BW Schwalbe Tündern mit

6:0. Das Entscheidungsspiel

war erforderlich geworden,

weil die beiden

Teams punktgleich hinter

der nicht teilnahmeberechtigten

Mannschaft

von Hannover 96 II die

Plätze zwei und drei in der Bezirksoberliga

Hannover belegt hatten

und auch der direkte Vergleich

zwischen beiden Kontrahenten in der

abgelaufenen Saison unentschieden

endete.

Zwei ebenbürtige und spielstarke Gegner

lieferten sich im Barsinghäuser Endspiel

schließlich einen offenen Schlagabtausch mit

einer Vielzahl von Torchancen. Selbst als Viktoria

nach zwei Treffern durch Florian Maaske

auf 3:1 davongezogen war, steckten die

HSCer nicht auf und konnten durch Rory Laurence

Mageean kurz vor Spielende noch einmal

verkürzen. „Wir sind ein glücklicher Gewinner.

Die Hannoveraner haben uns alles abverlangt“,

zollte Christoph Bensmann dem

Gegner großes Lob. „Total begeistert und völlig

überwältigt“ war der Viktoria-Coach von

seinen eigenen Jungs. „Was die Mannschaft

in dieser Saison, aber auch bei diesem Turnier

geleistet hat, verdient ein Riesenkompliment“,

verneigte sich Bensmann vor seinem Team. Als

fairer Verlierer erwies sich Winfried Kuhlmei.

„Viktoria hat in einem tollen Endspiel die Torchancen

ganz einfach besser genutzt und deshalb

verdient gewonnen. Aber ich kann dennoch

mit meiner Mannschaft mehr als zufrieden

sein. Sie hat super Fußball gespielt“,

analysierte der keinesfalls enttäuschte HSC-

Coach. ➤

Die Ehrentafel der

Niedersachsenmeister

1977 Arminia Hannover

1978 Arminia Hannover

1979 Hannover 96

1980 Arminia Hannover

1981 VfL Salder

1982 VfL Germania Leer

1983 Hannover 96

1984 Arminia Hannover

1985 TSV Havelse

1986 TSV Havelse

1987 Hannover 96

1988 Hannover 96

1989 SVG Einbeck

1990 VfL Bückeburg

1991 TSV Havelse

1992 VfB Oldenburg

1993 Hannover 96

1994 JSG Havelse/Garbsen

1995 JSG Hameln

1996 Hannover 96

1997 Hannover 96

1998 Hannover 96

1999 SV Germania Grasdorf

2000 Hannover 96

2001 Hannover 96

2002 Hannover 96

2003 TuS BW Lohne

2004 SV Ahlerstedt/Ottendorf

2005 TSV Havelse

2006 TuS BW Lohne

2007 TSV Havelse

2008 SC Langenhagen

2009 VfL Osnabrück

2010 SV Vikt. 08 Georgsmarienhütte


Ein versöhnliches Ende gab es im Spiel

um Platz 3 schließlich auch für die nach

der Halbfinalniederlage noch untröstlichen

Peiner. Gegen MTV Treubund Lüneburg

langte es im „kleinen Finale“ am Ende zu

einem verdienten 3:1-Erfolg. Vielleicht hat

es daran gelegen, dass Christoph Hasselbach

die von ihm trainierten B-Junioren des

VfB überredete, am Endspieltag per Fahrrad

ins rund 70 Kilometer entfernte Barsinghausen

zu radeln, um dort die jüngeren

Vereinskollegen zu unterstützen. Diese tolle

Geste wurde von den Jungs von Trainer

Benjamin Duda belohnt.

„Wir haben ein Turnier auf höchstem

Niveau gesehen. Besonders imponierend

war das faire Auftreten aller Mannschaften“,

lobte schließlich NFV-Vizepräsident

Egon Trepke, der mit Pokalspielleiter Heinz

Walter Lampe und Oliver Giebel (AOK) die

Siegerehrung im August-Wenzel-Stadion

vornahm. Die gute Einstellung der Endrundenteilnehmer

hatte zuvor auch der Vorsitzende

des Verbandsjugendausschusses,

Walter Fricke, hervorgehoben.

AOK-C-Junioren-Niedersachsenmeisterschaft

Luftduell im Strafraum des VfB Peine im „kleinen

Finale“ gegen MTV Treubund Lüneburg (rotes Trikot).

Das Turnier im Überblick

Halbfinale

HSC Hannover – MTV Treubund Lüneburg

3:0 (0:0), Tore: 1:0 Unterkeller, 2:0 und

3:0 Serbes

VfB Peine – SV Viktoria 08 Georgsmarienhütte

1:2 (0:2), Tore: 0:1 Bensmann, 0:2

Franke, 1:2 Casavecchia

Spiel um Platz 3

MTV Treubund Lüneburg – VfB Peine

1:3 (0:1), Tore: 0:1 Luczkiewicz, 1:1 Richter, 1:2

Öztürk, 1:3 Cigerci

Finale

SV Viktoria 08 Georgsmarienhütte –

HSC Hannover 3:2 (1:1), Tore: 1:0 Rosemann,

1:1 Rinke, 2:1 und 3:1 Maaske, 3:2 Mageean

SV Viktoria 08 Georgsmarienhütte: Kevin

Götze, Mathias Bensmann, Christian Franke,

Kai Schönhoff, Florian Maaske, Laurin Hülsmann,

Dennis Rosemann, Sven Kothöffer, Marius

Rohmann, Amir Redzic, Joel Okpure, Mike

Eger, Krispin Hehemann, Nanook Duvendack,

Cem Dinkci, Jorginho Engelmeyer, Özdil Cenan,

Valentin Schulz. Trainer: Christoph Bensmann;

Betreuer: Almir Redzic, Dirk Franke

HSC Hannover: Glenn Piontek, Marius

Wichmann, Eren-Cüneyt Cakir, Tolga Emirzeoglu,

Simon Rommel, Maik Sobek, Leon Erler,

Rory Laurence Mageean, Charin Huxohl, Leon-

Magnus Lindecke, Björn Engemann, Evren Serbes,

Toni André Rinke, Dennis Unterkeller, Kubilay

Arslan, Marc Fricke, Finn Meier, Daniel Momirovski.

Trainer: Winfried Kuhlmei und Nils

Schikowski; Betreuer: Jürgen Sobek

VfB Peine: Pascal Bertram, Altay Pir, Luca

Rohrmann, Jannis Bock, Simon Zimmermann,

Domenic Casavecchia, Yannik Hellmann, Tolcay

Cigerci, Marco Wanke, Andre Beuster, Torben

Sawatzki, Ferhat Arvis, Melvin Luczkiewicz, Lasgin

Youssef, Liridon Popovci, Kaan Öztürk, Flemming

Lischewski, Jonas Boldt. Zum Kader gehören

ferner Nico Laschkowski, Alexander Kolle,

Christian Siegnitz (alle verletzt anwesend). Trainer:

Benjamin Duda; Betreuer: Flurim Ramaj

MTV Treubund Lüneburg: Niklas Azzalani,

Christoph Barg, Robin Baxmann, Yannik

Claus, Kjeld Döring, Tim-Nils Dörmann, Bruno

Heine, Tom Heuser, Patrick Kühn, Jonathan Marquardt,

Joel-Pascal Meier, Mirko Meyer, Tom

Richter, Lee-Abdul Sow, Malte Strache, Julius

Werner, Laurent Winterhoff, Ronald Zobel.

Trainer: Ulf Baxmann; Betreuer: Swen Richter,

Thorsten Meier ■

Oliver Giebel (AOK) überreicht den Siegerpokal an Viktoria-Kapitän Florian Maaske. Daneben

NFV-Vizepräsident Egon Trepke und Pokalspielleiter Heinz Walter Lampe.

Juli 2010 43


Der NFV und seine Partner

44

1

4

2

Juli 2010

5

6

Business-Trophy – unter diesem Namen

veranstaltete der NFV erstmals ein Turnier für seine

Partner aus der Wirtschaft. Aus dem frisch verlegten

Kunstrasenplatz, der mit dieser Veranstaltung eingeweiht

wurde, standen sich acht Teams gegenüber.

Am Ende hatte die Sparkasse Hannover um Volker

Thiemig (Bild 1) zwar die Nase vorn, doch reichlich 3

Spaß und Grund zum Jubeln hatten auch die anderen.

So Claudia Müller (Bild 2), die 2001 Deutschland

durch einen Golden Goal gegen Schweden zur Europameisterschaft geschossen

hatte, oder der junge Fan am Spielfeldrand (Bild 3). Während die

Sparkasse Hannover komplett auf weibliche Aktive verzichtete, setzten

die Continental AG (Foto 4) und die Hannoversche Volksbank (5) auf Frauenpower.

Während der zweitägigen Veranstaltung stand aber nicht nur

das Geschehen auf dem Platz im Mittelpunkt – weitere Höhepunkte waren

das Krökelturnier um Mitternacht (6) im Sporthotel Fuchsbachtal sowie

eine Talkrunde mit NFV-Präsident Karl Rothmund und FIFA-Schiedsrichter

Florian Meyer. Organisiert wurde die Business-Trophy von NFV-

Mitarbeiter Marko Kresic (Schulfußball, Integration & Soziale Projekte).

Für Statistiker die entscheidenden Ergebnisse im Überblick, Spiel um Platz

7: Hannoversche Volksbank – Kreissiedlungsgesellschaft Hannover 5:4.

Spiel um Platz 5: Üstra AG – RegioBus 1:8. Spiel um Platz 3: Continental AG

– VGH 1:2. Finale: Sparkasse Hannover – NFV 2:1. Fotos (6): Zwing


Fair bringt mehr

46

Niedersachsen zum fünften Mal fair

6.500 Kinder und Jugendliche beteiligten sich bei „Fair bringt mehr“

Kinder und Schüler wurden jetzt für

500ihre außergewöhnlichen und engagierten

Ideen für mehr Fairness und Teamgeist

beim Wettbewerb „Fair bringt mehr“ in

Niedersachsen ausgezeichnet. Zusammen waren

sie mit ihren Erziehern, Lehrern und Eltern

in die Landeshauptstadt Hannover angereist,

um ihre Landespreise voller Freude in Empfang

zu nehmen und ihre verdiente Anerkennung

zu feiern.

Ihre Preise erhielten die Sieger von

den Partnern und Paten des Wettbewerbs,

darunter auch Joachim Bode als Schulfußball-

Referent des Niedersächsischen Fußballverban-

Dass die Kinder in der Grundschule Altkloster

große Fußballfans sind, ist auf

den ersten Blick zu erkennen. Die Trikots

sämtlicher Bundesligisten, einiger ausländischer

Fußballclubs und vieler Nationalteams

sind am Donnerstagmorgen in der Aula

vertreten. „Wir sind eine riesengroße Fußballfamilie“,

sagt Schulleiter Ulrich Mayntz.

Diese riesengroße Fußballfamilie ist nun offizieller

Partner des Deutschen Fußball-Bundes

(DFB).

Als erste Grundschule in Niedersachsen

ist die Altklosteraner Schule eine Kooperation

mit dem DFB eingegangen. Grund genug für

Schüler und Kollegium, zu einer Feierstunde

rund um den Fußball einzuladen. Die Schüler

sangen zwei Fußballlieder und stolz führte die

Klasse 3C ein Video vom Besuch beim Hamburger

Sportverein vor. HSV-Verteidiger Guy

Demel hatte sich von den Kindern interviewen

lassen. Neben DFB-Stützpunkt-Koordinator

Bernhard Augustin und dem Vorsitzenden des

NFV-Kreises Stade, Paul-Reinhard Schmidt,

hatten sich einige Vertreter der Buxtehuder

Fußballvereine in der Aula eingefunden. Und

mit Schulamtsleiter Jürgen Grimm war auch

Juli 2010

des. Die Gratulanten waren auch in diesem

Jahr begeistert vom Engagement der Kinder

und Schüler. Denn auch im fünften Jahr in Folge

war die Resonanz wieder überwältigend:

Mehr als 6.500 Kinder und Jugendliche aus

Niedersachsen beteiligten sich am Wettbewerb

und so kamen über 115 tolle Ideen bei

der Aktion der Volksbanken Raiffeisenbanken

in Niedersachsen zusammen.

Gisbert Fuchs, Vertreter der Volksbanken

Raiffeisenbanken in Niedersachsen, war wie alle

anderen Laudatoren voll Lob für alle Teilnehmer:

„Es ist großartig, wie sich Kinder und Jugendliche

in Niedersachsen einsetzen, dass es

Schüler werden zu

Partnern des DFB

Grundschule Altkloster schließt als erste in Niedersachsen einen

Kooperations-Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund

ein Vertreter der Stadt Buxtehude bei der Vertragsunterzeichnung

dabei.

Der unbefristete Vertrag, der von Schulleiter

Mayntz und DFB-Koordinator Bernhard

fair zugeht. Das macht Mut für die Zukunft

und verdient unseren vollen Respekt, ganz viel

Anerkennung und unsere Unterstützung.“

Die besten Projekte des Wettbewerbs

wurden im April von einer Prominenten-Jury,

darunter auch NFV-Direktor Bastian Hellberg

und FIFA-Schiedsrichter Florian Meyer, ausgewählt

und schließlich im Rahmen einer riesigen

Abschlussparty im Peppermint Pavillon in Hannover

ausgezeichnet. Innenminister Uwe Schünemann

vorab in einem Interview zu dem

Wettbewerb: „Wir waren sehr beeindruckt

und dies nicht nur von den Beiträgen, die heute

ausgezeichnet wurden, sondern insgesamt.

Für die Ernsthaftigkeit und die Tiefe, mit der

die Kinder und Jugendlichen in Niedersachsen

ganz existentielle Themen in ihrem eigenen

Umfeld betrachtet und verarbeitet haben, gebührt

Ihnen Anerkennung und Dank.“ Insgesamt

wurden an die stolzen Sieger Preise im

Wert von 50.000 Euro überreicht.

Durch die Veranstaltung führte

ffn-Morgenmän Franky, unterstützt durch

Loona, die mit der aktuellen Single „PARAPA-

PAPAPA“ für sommerlich unbeschwerten Flair,

Partystimmung und gute Laune sorgte.

Auf eine einwöchige Klassenfahrt dürfen sich

die Schülerinnen und Schüler der Pestalozzi-

Schule aus Rinteln freuen, die sich mit dem Fairnessverständnis

in der Politik auseinandersetzten.

Zu den Gratulanten gehörte als Vertreter

des Niedersächsischen Fußballverbandes auch

Joachim Bode (4.v.l.).

Augustin im Anschluss an die Feierstunde

unterzeichnet wurde, sieht wöchentliches Fußballtraining

für die Schüler sowie die Anbindung

an das DFB-Stützpunkttraining vor. Zweimal

im Jahr werden die Trainer in speziellen

Fortbildungen geschult. Augustin machte

deutlich, dass es in dem Schulfußballprogramm

nicht allein um sportliche Leistung gehe,

sondern beim Fußballspielen vieles gelernt

werden könne. „Ihr lernt spielend, dass ihr nur

gemeinsam stark seid“, rief er den Kindern zu,

ehe er seine Geschenke präsentierte. Neben

Bällen, Trikots, Trainingsleibchen und Bekleidung

für die Trainer gab es auch eine Lehr-

DVD mit den Ausbildungsleitlinien des Deutschen

Fußball-Bundes. Stader Tageblatt

Jubel bei den Schülern: Fußballtraining wird in Altkloster ganz groß geschrieben. Bernhard Augustin

vom DFB (Mitte links) und Paul-Reinhard Schmidt vom NFV-Kreis Stade (Mitte rechts) kamen

mit Geschenken. Foto Ratje


Schiedsrichter

48

Saisonkehraus für NFV-Schiedsrichter

Die Zusammenlegung der Oberligen und die lange Winterpause sorgen

für reichlich Druck zum Ende des Spieljahres

Kritisch blickten Marco Schmidt und Jens Goldmann (v.l.) auf die elektronische Zeitmessung bei

der Leistungsprüfung der NFV-Spitzenschiedsrichterinnen und Schiedsrichter.

Spannung, Dramatik und zahlreiche

Millimeterentscheidungen brachte das

Spieljahr 2009/10 zum Saisonkehraus

den Spielern, Funktionären und Schiedsrichtern

des NFV. Neben der Aussicht auf die Zusammenlegung

der beiden Oberligen sorgte

die lange Winterpause mit einer Vielzahl von

Nachholspielen für reichlich Druck zum Ende

des Spieljahres. Im Verlauf der beiden diesjährigen

Verbandslehrgänge der Schiedsrichter

zeigten sich deshalb die Unparteiischen

zufrieden, dass mit den abschließenden

Relegationsspielen nun das Buch „Fußballsaison

2009/10“ geschlossen werden

konnte.

Die Lehrwarte Bernd Domurat und

Günther Thielking waren für das Programm

und den Ablauf dieser Lehrgänge in der

Sportschule Barsinghausen verantwortlich.

Hier gab es neben der obligatorischen sportlichen

Leistungsprüfung und der Abfrage

der Regelkenntnisse eine intensive Schulung

Juli 2010

mit Videoanalysen und Fallbeispielen. Intensive

Gespräche mit einigen Schiedsrichterinnen

musste Monika Fornacon führen. Nach

den zunehmend höher werdenden körperlichen

und theoretischen Leistungsanforderungen

der männlichen Unparteiischen werden

auch im Frauenbereich deutschlandweit

hohe Maßstäbe gesetzt. Dies sei nur noch

mit einem besonderen Trainingsaufwand

leistbar, so die Beauftragte für Schiedsrichterinnen.

In einem Rückblick auf das abgelaufene

Spieljahr zog Schiedsrichterobmann Wolfgang

Mierswa ein positives Fazit: „Es gab

kaum Klagen von Vereinen bezüglich der

Leistungen der Unparteiischen. Die Ergebnisse

der Beobachter machten zudem deutlich,

dass sich die Schiedsrichter durchgängig

als sichere, konsequente Leiter der Spiele

erwiesen.“ Natürlich gebe es immer wieder

den Wunsch der Trainer und Betreuer nach

mehr „Fingerspitzengefühl“ in kritischen Si-

Hier flattert nichts. Höchstens die Nerven der Spieler.

Derbystar-Bälle sind handgenäht, mehrfach getestet und bei allen Platz- und Wetterbedingungen

spielbar. Zudem sind sie PVC-frei und darum geschmeidiger im Ballkontakt sowie präziser im Sprungverhalten.

Und deswegen sind sie natürlich FIFA- oder IMS-approved (International Matchball Standards).

tuationen. Es müsse von neutraler Seite jedoch

hinterfragt werden, wie dies aus Sicht

der kritisierenden Vereine gemeint sei.

Zufrieden zeigte sich Ausschussmitglied

Manfred Steinhauer mit der durchgängigen

Verfügbarkeit seiner Schützlinge. Der Verantwortliche

für die Spielansetzungen erklärte:

„Hervorzuheben ist die hohe Zuverlässigkeit

der Schiedsrichter, die trotz zahlreicher

Wochentagsspiele stets bereit waren,

selbst kurzfristig die Leitung von Verbandsspielen

zu übernehmen. Es gab kaum

Absagen.“ Probleme gebe es mitunter bei

den jetzt anstehenden Freundschaftsspielen.

Einigen Vereinsfunktionären sei noch nicht

bekannt, dass die Schiedsrichter bei diesen

Spielen von den zuständigen Ausschüssen

angefordert werden müssen, wäre sonst

doch kein Versicherungsschutz gegeben.

„Nicht angemeldete Spiele sind wilde Spiele,

die Sanktionen der Instanzen nach sich ziehen“,

sprach Manfred Steinhauer Klartext.

Ginge es um Begegnungen auf DFB-Ebene,

so gelte der §5 der Schiedsrichterordnung.

Bei der Frage der Kosten für die Unparteiischen

in solchen Spielen stehe er jederzeit

zur Auskunft bereit.

Einigen Diskussionsbedarf gab es mit

Blickrichtung auf die neue eingleisige Oberliga,

bedeutet die Zusammenlegung der beiden

bisherigen Oberligen Ost und West

doch eine deutliche Verringerung der Spiele

auf Verbandsebene. Jens Goldmann, verantwortlich

für das Beobachtungswesen, machte

deutlich, dass nicht nur die Zahl der

Schiedsrichter reduziert werden müsse, damit

jeder Unparteiische leistungsbezogen

noch genügend Spiele bekommt. Auch bei

den Schiedsrichterbeobachtern stand der

Schiedsrichterausschuss in der Pflicht, den

Verbandskader zu verkleinern. Bei der Mehrzahl

der Beobachter wären die Verantwortlichen

jedoch auf Verständnis für diese Maßnahme

gestoßen.

www.derbystar.de


Über die Höhe von

Ballfangzäunen

Sportplätze bergen Gefahren. Die Eigentümer

und Nutzer unterliegen dabei Verkehrssicherungspflichten,

die dazu dienen, Außenstehende

weitgehend vor Schäden zu bewahren.

Abirrende Bälle beispielsweise könnten

Autos, Scheiben oder gar Menschen treffen.

Um dies zu vermeiden, gibt es Ballfangzäune.

Nur – wie hoch müssen diese sein?

Eine gewichtige Rolle spielt dabei, ob

sich der Sportplatz auf dem Land oder in einem

städtischen Gebiet befindet. Ist Letzteres

der Fall oder liegt der Platz gar neben einer

stark befahrenen Straße oder einem Parkplatz,

ist eine höhere Absicherung der Torauslinien

erforderlich. Ob auch an den Längsseiten

Ballfangzäune angebracht werden sollten,

hängt von den örtlichen Gegebenheiten und

natürlich auch von der jeweiligen Sportart ab.

Übrigens: Kommt es trotz vorhandener

Sicherheitsvorkehrungen doch zu einem

Schaden, so trägt dieses „Restrisiko“ der Geschädigte.

Eine Verkehrssicherung, die jeden

Unfall ausschließt, gibt es nämlich nicht. Dabei

spielt es auch keine Rolle, ob die Parkplätze

extra für Spieler und Besucher zur Verfügung

gestellt werden.

Die ARAG Sportversicherung steht in versicherten

Fällen hinter den Vereinen und übernimmt

sowohl den Schriftwechsel mit dem

Geschädigten und ggf. die Zahlung einer Entschädigung.

Sie sorgt aber bei der Abwehr

von unberechtigten Ansprüchen auch für eine

ordnungsgemäße Prozessführung.

Tipp: Auf jeden Fall sollten Fahrzeuge in

der Nähe eines Sportplatzes so abgestellt werden,

dass das Risiko, dass sie von einem Ausball

getroffen werden können, so gering wie

möglich bleibt. Quelle: aragvid-arag 05/10

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obias H. erwartete den Angriff der gegnerischen

Elf mit Unbehagen. „Jetzt bloß kei-

nen mehr reinkriegen und das 2:1 retten“,

dachte sich der 26-jährige Torwart und beobachtete,

wie die Gäste von halbrechts näher an

sein Tor kamen. Ein Steilpass riss plötzliche eine

Lücke in die Abwehr, der Linksaußen kam zum

Flanken und plötzlich brannte es im Strafraum.

Der Mittelstürmer kam zum Schuss, den Tobias

H. mit einem schnellen Sprung in die kurze Ecke

abwehren wollte. Leider prallte er dabei mit voller

Wucht an den Torpfosten und verletzte sich

so schwer, dass er unter schlimmen Schmerzen

vom Platz getragen werden musste.

Nach einer ersten sportärztlichen Untersuchung

stellten die Ärzte im Krankenhaus eine

schwere Fraktur des vorderen rechten Beckenrings

fest. Schlimmer noch: das betroffene rechte

Bein blieb in seiner Funktion vollständig eingeschränkt.

Im Ganzen gesehen ergab sich ein

Invaliditätsgrad von 80%.

Glücklicherweise war der Schaden durch

den Sportversicherungsvertrag mit der ARAG

gedeckt. Wegen der besonderen Schwere der

Verletzungen bot die ARAG Sportversicherung

dem Unfallopfer die Leistungen des Reha-Managements

an. Ziel des Reha-Managements ist

es, schwer Verunfallte möglichst schnell in ein

soziales und berufliches Umfeld zurückzuführen,

das ihnen eine den Verhältnissen entsprechende

Lebensqualität zurückbringt.

Diese Serviceleistung wird von der ARAG in

Kooperation mit der GenRe Rehadienst GmbH

ARAG Sportversicherung informiert

Folgenschwere Kollision

mit dem Torpfosten

bis zum Erreichen der Versicherungssumme von

15.500 Euro erbracht. Das Reha-Management

übernimmt dabei die Organisation der medizinischen,

beruflichen und sozialen Rehabilitation,

nicht aber die Kosten für die Maßnahmen

selbst. Es werden nur Maßnahmen empfohlen,

deren Kosten entweder von einem Leistungsträger

(Krankenversicherung, Berufsgenossenschaft

usw.) übernommen oder die z.B. von der

Invaliditätsleistung finanziert werden können.

Tobias H. hatte also Glück im Unglück. Der

Rehadienst kümmerte sich unter anderem um

die Vermittlung einer Spezialklinik, organisierte

eine Umschulungsmaßnahme, weil Tobias nicht

mehr in seinem Beruf als Fliesenleger arbeiten

konnte und veranlasste den behindertengerechten

Umbau seines Autos.

Aus der Sportversicherung stand dem jungen

Mann eine Invaliditätsleistung von 155.000

Euro zu, so dass die ARAG Sportversicherung

auch damit ein wenig zur Rehabilitation beitragen

konnte.

Für den Torhüter, der auch nie wieder Fußball

spielen können wird, war das eine große

Hilfe auf dem Weg, sein Leben neu zu ordnen.

Inzwischen hat er das Beste aus seiner Situation

gemacht und sieht heute wieder zuversichtlich

in die Zukunft. Quelle: aragvid-arag 05/10

Weitere Informationen, Prospektmaterial und Anträge

erhalten Sie bei der ARAG Sportversicherung,

Versicherungsbüro Sporthilfe Niedersachsen,

Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169

Hannnover oder unter www.ARAG-Sport.de

Juli 2010 49


Integration

50

Mädchen von 22 Oldenburger Grund-

250schulen nahmen am Mädchenfußballturnier

im Rahmen des Projektes MICK „Mädchen

kicken mit“ teil. Steffi Jones, Fußball-Weltmeisterin

und Präsidentin des Organisationskomitees

der Frauen Fußball Weltmeisterschaft

2011, ist Schirmfrau des Turniers und besuchte

die Teams. Die erfolgreiche Nationalspielerin

würdigte die Initiative in Oldenburg: „Mich freut

es besonders, dass über das Projekt MICK viele

Mädchen mit Migrationshintergrund in Oldenburg

den Weg in den Verein gefunden haben.

Und sogar die Migrantenvereine wie der Türkische

Sportverein und der FC Medya sind dabei,

Juli 2010

MICK und JICK

begeistern

Steffi Jones würdigt Oldenburger Integrationsprojekte

Mädchenteams aus den Landkreisen

27Helmstedt und Gifhorn sowie der Stadt

Wolfsburg haben sich Anfang Juni im Wolfsburger

Porschestadion unter der Schirmherrschaft

von Innenminister Uwe Schünemann

für die Frauen WM 2011 in Wolfsburg „aufgewärmt“.

„Wir freuen uns über diese tolle

Resonanz“, stellte Gudrun Egle, Koordinatorin

für den Frauenfußball im VfL Wolfsburg,

begeistert fest.

In Zusammenarbeit mit dem Projekt

„Fußball ohne Abseits“ der Universität Osnabrück

und der Stadt Wolfsburg spielten

rund 300 Mädchen, vor allem mit Migrationshintergrund,

mit- und gegeneinander. „Dass

so viele Gundschülerinnen gekommen sind,

damit haben wir nicht gerechnet“, freute sich

Julika Vosgerau, die für die Universität Osnabrück

das beteiligte Integrationsprojekt „Fußball

ohne Abseits“ koordiniert. Unterstützung

fanden die beiden Organisatorinnen durch

engagieren sich in den Grundschulen und gründen

erfolgreich Mädchenfußballteams. Toll. Ein

großer Erfolg für die Integration.“

MICK „Mädchen kicken mit“ bedeutet

soziale Integration durch Mädchenfußball. In

Zusammenarbeit mit den lokalen Sportvereinen

wird in schulischen Arbeitsgemeinschaften

Fußball angeboten. Das Projekt wird seit

2008 von der Stadt Oldenburg finanziert. Zurzeit

werden an neun Grundschulen die Arbeitsgemeinschaften

angeboten und das Projekt

weitet sich auf Hauptschulen aus.

„MICK ist ein herausragendes Beispiel

dafür, wie unkompliziert und gleichzeitig er-

das Ausländerreferat der Stadt und die FIFA

WM 2011-Koordinierungsstelle.

Nicht nur Fußball wurde geboten, sondern

das Angebot wurde durch verschiedene

Essens- und Getränkestände sowie Mitmachaktionen

ergänzt. Das Fazit der Organisatoren

fiel rundherum zufrieden aus: „Ein

tolles Warm up für die Frauen-WM 2011!“

Begehrt in Oldenburg: Die Autogrammkarten

von Steffi Jones. Foto: privat

folgreich Integration aussehen kann. Von Oldenburg

aus hat sich das Projekt durch das

ganze Land und teilweise auch über Grenzen

hinweg verbreitet. Das ist spektakulär. Zudem

passt MICK hervorragend in diese Stadt, die

sich mit Talenten, Technologie und, ganz

wichtig, Toleranz positionieren will. Die ausgeweitete

Zusammenarbeit der Schulen und

Vereine macht in Zukunft sogar noch mehr

möglich. Die Erfolgsgeschichte geht also weiter.

Und sie wird immer spannender“, so

Oberbürgermeister Prof. Dr. Gerd Schwandner,

der mit der Projektleitung durch Dr. Ulf

Gebken und Julika Vosgerau das Projekt auf

den Weg gebracht hat.

„In der Regel entspricht der Anteil der

Teilnehmerinnen mit Migrationshintergrund in

der Arbeitsgemeinschaft dem Anteil von Familien

mit Migrationshintergrund im Einzugsbereich

der Schule. In Oldenburg ist ein Integrationskonzept

mit Hilfe des Mädchenfußballs

entwickelt worden, welches bundesweit nicht

nur über Preise, sondern über umfangreiche

Drittmittelprojekte mit dem Deutschen Fußball-Bund,

mehreren Landesregierungen und

Stiftungen sehr viel Zuspruch und Anerkennung

findet“, ergänzt Prof. Dr. Hans-Jürgen

Appelrath, Vize-Präsident der Carl von Ossietzky

Universität Oldenburg.

Seit es MICK gibt, ist Fußball nicht mehr

allein in der Hand der Jungen. Während des

Turniers in Oldenburg feuerten die Jungen die

Mädchenmannschaften lautstark an. Drei Tage

späte wechselten die Rollen. Die Mädchen

unterstützten ihre Klassenkameraden beim

erstmaligen ausgetragenen JICK (Jungen kicken

mit) Turnier. Auch hier waren mehr als

250 Oldenburger Viertklässler dabei. Sieger

gab es auch. Zum einen gewannen die Mädchen

der Kooperation Grundschule Kreyenbrück/Türkischer

Sportverein Oldenburg und

die Jungen aus der Grundschule Haarentor, die

sich überraschend gegen die Ohmsteder Jungen

durchsetzen konnten.

„Warm up für 2011“ wurde zum Renner

Großes Interesse am Mädchenturnier im Porsche-Stadion in Wolfsburg

Siegerehrung für das Team der Grundschule Fallersleben

mit (v.l.) Egon Trepke, Julika Vosgerau,

Prof. Rolf Schnellecke, Jens Todt (Leiter des

Nachwuchs-Leistungszentrums beim VfL Wolfsburg)

und VfL-Geschäftsführer Thomas Röttgermann.

Foto: Kratzenberg

So ließen es sich Niedersachsens Innenminister

Uwe Schünemann, der das Integrationsprojekt

„Fußball ohne Abseits“ in Niedersachsen

mit großem Erfolg initiiert hat,

Wolfsburgs Oberbürgermeister Prof. Rolf

Schnellecke und NFV-Vizepräsident Egon

Trepke nicht nehmen, die Siegerehrung

vorzunehmen.


Wasserversorgung

von Sportplätzen

Wasser ist ein kostbarer und teilweise teurer Rohstoff. Daher ist

bei der Bewässerung von Sportrasen sowohl auf eine ausreichende

Versorgung der Gräser als auch auf einen sparsamen

Umgang zu achten.

Rasengräser bestehen zu ca. 90 Prozent aus Wasser. Ohne ausreichende

Wasserversorgung brechen die Stoffwechselvorgänge zusammen

und das Gras vertrocknet. Der tägliche Wasserbedarf der Gräser

schwankt je nach Temperatur und Verdunstung zwischen 1 und 7 l/m2 (= mm). Während des Sommers liegt er im Mittel bei etwa 4 l pro m2 täglich. Wenn der natürliche Niederschlag ausbleibt, muss der Rasen

beregnet werden, damit keine Trockenschäden entstehen. Außerdem

hat die richtige Wasserversorgung entscheidenden Einfluss auf die

Durchwurzelungstiefe. Nachfolgend die wichtigsten Regeln für eine

richtige und sparsame Beregnung.

Der optimale Zeitpunkt: Er liegt kurz vor Welkebeginn der Gräser.

Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Wurzeln den Wasservorrat im Boden

ausgeschöpft und bleiben in der Tiefe. Der Pflanzenbestand zeigt

erste Welkesymptome (schlaffes Blatt, leichte Graufärbung). Jetzt ist

der richtige Zeitpunkt zum Beregnen. Grundsätzlich wird während der

Nacht oder in den frühen Morgenstunden beregnet. Verdunstungsverluste

und Windabdrift sind dann gering.

Häufigkeit: Sie hängt von der Bodenart und dem Pflanzenbestand

ab. Bei sandigen Böden (z.B. DIN-Aufbauten) und bei flach wurzelnden

Gräsern muss in kürzeren Abständen beregnet werden als bei lehmigen

Böden. Wichtig ist, dass die Wassermenge zur wurzeltiefen Befeuchtung

ausreicht. Nur dann bleiben die Wurzeln in tieferen Bodenschichten

und die Gräser ausreichend scherfest. Bei falscher Beregnung

verflacht das Wurzelwerk.

Kontrolle: Eine einfache aber wirksame Kontrolle der erforderlichen

Beregnungsdauer und der richtigen Wassermenge erfolgt durch

die Spatenprobe. Mit ihr wird die Eindringtiefe des Wassers festgestellt.

Grundsätzlich gilt für die Beregnung: Lieber selten mit ausreichenden

Wassergaben als oft mit geringen Mengen. Für eine ausreichende

Beregnung sind auf einem Rasenplatz pro Beregnungsgang

ca. 100 bis 140 m2 Eine schlagkräftige Beregnung sichert die Wasserversorgung bei Trockenheit.

Wasser erforderlich. Je nach Wasserpreis bedeutet

dies zum Teil mehrere Tausend Euro im Jahr. Deshalb: richtig beregnen

und sparsam mit Wasser umgehen.

Zum Schluss noch zwei Tipps zum Wassersparen: Eine zusätzliche

Kaliumdüngung vor dem Sommer lässt die Gräser sparsamer mit Wasser

umgehen und das Anheben der Schnitthöhe im Sommer um 1 bis

2 cm spart ebenfalls Wasser.

Übrigens: Auch Tennen- und Kunststoffrasenplätze benötigen zur

Aufrechterhaltung ihrer Funktion und zur Reduzierung des Verschleißes

eine Beregnungsmöglichkeit. Besonders auf den Kunststoffrasenplätzen

reduziert eine leichte Befeuchtung die hohen Belagstemperaturen

während des Sommers.

Für Fragen zur Bewässerung steht Ihnen gerne Ihr EUROGREEN

Fachberater vor Ort Rede und Antwort: Rainer Kornet,

Moorkamp 31, 30165 Hannover (Tel.: 0511-2351092,

Fax: 0511-3363437, Mobil: 0170-6318797 oder

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Juli 2010 51


„plan b.“-Juniorinnen-Niedersachsenpokal

52

Gewinner des 1. „plan b.“-Juniorinnen-Niedersachsenpokals: Das Team des BV Cloppenburg mit Trainer Christoph Lüske (links). Zu den Gratulanten

gehörten Karen Rotter (rechts) und plan b.-Geschäftsführer Marcel Schmidt (2.v.r.). Fotos: Borchers

Die B-Juniorinnen des BV Cloppenburg

haben in Ahlten den ersten

„plan b.“-Juniorinnen Niedersachsenpokal

gewonnen. Das Team von Trainer

Christoph Lüske verwies dabei den stärksten

Konkurrenten, die Niedersachsenmeistermannschaft

von Heidekraut Andervenne,

auf Rang 2. Der direkte Vergleich

zwischen den beiden Spitzenteams

endete durch ein Tor von Laura

Schnieders mit 1:0 für die Cloppenburgerinnen.

In einem torarmen Turnier, in

15 Begegnungen fielen nur 16

Treffer und fünf Partieen endeten

torlos, konnte der BVC im letzten

Spiel das bis dahin führende Team

aus Andervenne noch abfangen.

Lange leistete MTV Wolfenbüttel

erfolgreich Gegenwehr, ehe Jenny

Arndt die Cloppenburgerinnen erlöste

und mit ihrem Siegtreffer den

Pokaltriumph perfekt machte.

„Das war eine ganz knappe Entscheidung

und am Ende hatten

wir das notwendige Quäntchen

Glück“, bekannte Christoph Lüske.

Der Trainer bescheinigte seiner

Mannschaft, ein „tolles Turnier“

gespielt zu haben, zollte aber auch

der Konkurrenz und dabei insbesondere

Heidekraut großes Lob.

Die Siegerehrung auf dem

Platz der TSG Ahlten wurde vorgenommen

von Karen Rotter, Vorsitzende

des Frauen- und Mädchenausschusses

im Niedersächsischen

Fußballverband, und Marcel

Schmidt, Geschäftsführer von

plan b. Die im norddeutschen

Juli 2010

BV Cloppenburg lässt

den Meister hinter sich

Knapper Vorsprung für das Team von Christoph Lüske beim Turnier in Ahlten

Raum tätige Zeitarbeitsfirma plan b. Personal

GmbH unterstützte in diesem Jahr

erstmals Meisterschaft und Pokalwettbewerb

der B-Juniorinnen des Niedersächsischen

Fußballverbandes und möchte damit

dazu beitragen, dass der Übergang vom

Mädchen- zum Frauenfußball nachhaltig

verbessert wird. Schirmherr des Turniers in

Lieferten sich ein spannendes Duell um den Turniersieg: BV Cloppenburg

und Heidekraut Andervenne (weißes Trikot).

Ahlten war Niedersachsens Innenminister

Uwe Schünemann.

Die Ergebnisse und Torschützinnen:

Heidekraut Andervenne – SV Upen

1:0 (1:0 Sophia Schomaker), TSV Algesdorf

– MTV Wolfenbüttel 0:0, BV Cloppenburg

– TuS Höfer 1:0 (1:0 Laura Koopmann),

Andervenne – Algesdorf 1:0 (1:0

Janina Müller), Upen – Cloppenburg

0:0, Wolfenbüttel – Höfer

0:0, Cloppenburg – Andervenne

1:0 (1:0 Laura Schnieders), Upen –

Wolfenbüttel 0:0, Höfer – Algesdorf

0:0, Andervenne – Wolfenbüttel

2:0 (1:0 und 2:0 Yola Loddeke),

Höfer – Upen 1:1 (1:0 Lisa

Schmiady, 1:1 Jil Geisler),

Algesdorf – Cloppenburg 0:1 (0:1

Michelle Meyer), Höfer – Andervenne

0:4 (0:1 und 0:3 Anja

Korte, 0:2 und 0:4 Janina Müller),

Upen – Algesdorf 2:0 (1:0 Lisa

Fründt, 2:0 Leonie Pages), Wolfenbüttel

– Cloppenburg 0:1 (0:1

Jenny Arndt)

Die Abschlusstabelle Tore/Punkte

1. BV Cloppenburg 4:0 13

2. Heidekr. Andervenne 8:1 12

3. SV Upen 3:2 6

4. MTV Wolfenbüttel 0:3 3

5. TuS Höfer 1:6 3

6. TSV Algesdorf 0:4 2

Das Siegerteam aus Cloppenburg:

Marina Thie, Michelle

Meyer, Kristina Skibba, Jenny

Arndt, Laura Koopmann, Laura

Schnieders, Janina Bauken, Ellen

Seeger, Verena Meiners, Sina

Osterhus, Nasti Bührmann, Nicole

Sigiel; Trainer: Christoph Lüske


U 14-Juniorinnen

54

Die Auswahl Südost hat in der Sportschule

Lastrup das U 14-Juniorinnenturnier

der drei NFV-Bereiche gewonnen.

Das Team von Trainerin Tina Rotter

präsentierte sich als herausragendes Team

und verwies die Gastauswahl des Bremer

Fußballverbandes auf Rang 2. „Der Turniersieg

für Südost geht eindeutig in Ordnung.

Die Mannschaft war ausgeglichen gut besetzt

und hat das Turnier sehr souverän bestritten“,

urteilte NFV-Jahrgangstrainer Marek

Wanik.

Wanik hatte ein Turnier auf gutem

spielerischen Niveau gesehen und freute

sich, dass Niedersachsen in den Jahrgängen

96 und 97 über viele Spielerinnen mit

starken technischen Grundlagen verfügt.

Der Trainer registrierte zudem, dass einige

Spielerinnen in jüngerer Vergangenheit an

Dynamik gewonnen haben und so ein

schnelleres Kombinationsspiel möglich ist.

In diesem Zusammenhang empfahl er den

Mädchen erneut, so lange wie möglich

mit Jungs zu trainieren. Bedauert wird

vom NFV-Coach, dass es den meisten

Der VfL Wolfsburg hat in Hamburg

den 1. Norddeutschen B-Juniorinnen-

Pokal gewonnen. Im Finale gegen den

Hamburger Vertreter ESV Einigkeit Wilhelmsburg

gab es einen 3:1 (2:0)-Erfolg für

das drittplatzierte Team der niedersächsischen

„plan b.“-Junioren-Meisterschaft.

Die Tore für den VfL erzielten Jasmin Küber,

Elisa Schneider und Nele Effinghausen.

Unser Foto zeigt (hinten von links)

Co-Trainerin Alex Lesiak, Elisa Schneider,

Jenny Büren, Nele Effinghausen, Fabienne

Kutzeck, Torfrau Jacqueline Bischof, Feline

Arndt, Alena Scholz, Carina Stechert, Trainerin

Anja Hoppe, Jasmin Küber und (vorne

von links) Claudia D´Aprile, Sabrin Saddoui,

Janine Michel, Scarlett Rautmann,

Alva Veenhuis, Julia Cholewa, Lara Heckmann.

Es fehlten: Betreuerin Christiane

Fiebig, Tanja Tomas, Angelina Knoll, Vivian

Wejner und Kira Mühe.

Juli 2010

An Dynamik gewonnen

Turniersieg für überlegene Südost-Mädchen beim Bereichsturnier in Lastrup

Drei Spiele, drei Siege, 10:0 Tore lautete die makellose Bilanz der Südost-Mädchen.

Foto: Westenberger

Spielerinnen an Individualität mangelt.

„Wir brauchen vier, fünf Spielerinnen, die

im Eins gegen Eins stärker agieren können“,

hofft er im Sinne der Stärkung der

NFV-Auswahl und wünscht sich „herausragende

Typen“ wie Lena Petermann,

Kristin Demann oder Lyn Meyer, die abgewanderten

ehemaligen Leistungsträgerinnen

in NFV-Auswahlteams.

Die Ergebnisse des

Bereichsturniers

Bremen – West 0:0

Nordost – Südost 0:6 (0:4), Tore: 0:1

(1.) Felicitas Rauch per Foulelfmeter, 0:2

(17.) Eigentor, 0:3 (27.) Leonie Stenzel, 0:4

(28.) Vivian Weiner, 0:5 (33.) Lena Rathmann,

0:6 (48.) Chiara Epifani

Bremen – Nordost 1:0 (0:0), Tor: 1:0

(45.) Sarah Guzmann

Südost – West 2:0 (1:0), Tore: 1:0

(13.) Leonie Stenzel, 2:0 (39.) Pauline Bremer

Südost – Bremen 2:0 (1:0), Tore: 1:0

(22.) und 2:0 (58.) Pauline Bremer

West – Nordost 0:0

Die Tabelle: 1. Südost (10:0 Tore, 9

Punkte), 2. Bremen (1:2 Tore, 4 Punkte), 3.

West (0:2 Tore, 2 Punkte), 4. Nordost (0:7

Tore, 1 Punkt)

Bereichsauswahl Südost: Manon

Klett, Vivian Weiner (beide VfL Wolfsburg),

Isabell Fischer, Pauline Bremer (beide

SVG Göttingen), Marie-Joelle Wedemeyer,

Fenja Ahrens (beide MTV Wolfenbüttel),

Lena Rathmann, Anna-Lena Füllkrug

(beide TSG Ahlten), Kira Reuter

(Goslarer SC 08), Leonie Stenzel (VfB Fallersleben),

Felicitas Rauch (VfB Peine),

Cathrin Klopp (SV Tülau-Voitze), Johanna

Tietge (MTV Gamsen), Chiara Epifani (SV

Osloß), Aileen Hellmann (SG Leine 08),

Franziska Bachmann (VfL Herzberg). Trainerin:

Tina Rotter; Co-Trainerin: Meike

Berger

Bereichsauswahl Nordost: Janine

Müller (FC Land Wursten),Lena Wöhlkens

(RW Cuxhaven), Wiebke Denker (FC Hambergen),

Laura Vetter, Mirte Gutzeit, Stefanie

Sanders (alle JSG Neuenkirchen/Tewel),

Helke Tippelmann, Antonia Noack, Jaquelin

Buchholz (alle VSV Hedendorf/Neukloster),

Xesjin Kousa, (ATSV Scharmbeckstotel),

Susann Langebröker (JSG Niederelbe),

Alina Thiermann, Verena Volkmer (beide

TuS Woltersdorf), Anna-Lena Günthel (TuS

Fleestedt), Franziska Lamm (VfL Stade),

Meike Asmus (TV Neuenkirchen). Trainerin:

Cordula Meyer; Co-Trainerin: Tanja

Schroten

Bereichsauswahl West: Henrike Hicken

(Post SV Oldenburg), Rieke Diekmann

(FC Bissendorf), Thea Fullenkamp, Jule Gerbus

(beide SV DJK Schlichthorst), Luisa

Wesselkämper (SV Quitt Ankum), Malika

Johannes (FC Bramsche), Denise Franjkovic

(VfR Voxtrup), Nastasja Bührmann, Michelle

Meyer (beide BV Cloppenburg), Ines Lampen

(Heidekraut Andervenne), Kaja Nieland

(FC Zetel), Jana Wronski (FC Ohmstede),

Mira Wißmann (SuS Timmel), Lisa Hessmert

(TuS Glane), Anne-Sophie Krieger (Victoria

Gersten), Sabrina Schmidtz (SuS Rhede).

Trainerin: Maria Reisinger; Co-Trainer:

Rudi Wolken bo


Norddeutscher Länderpokal

Ohne Gegentreffer zum Titelgewinn: Die U 13-Juniorinnen des NFV.

U 13-Juniorinnen des NFV

machen das Double perfekt

Nach Titelgewinn im Norden freut sich Meike Berger

über gute Arbeit in den Teilbereichen

Fotos: privat

Nach dem Norddeutschen Hallentitel im

März haben die U 13-Juniorinnen des

NFV jetzt auch den Titel auf dem Feld

len“, hatte NFV-Trainerin Meike Berger eine

einfache Erklärung dafür, dass beim Turnier in

Bremen in sechs Begegnungen insgesamt nur

ein 0:0, um auch den zweiten Norddeutschen

Titel dieses Jahres nach Niedersachsen

zu holen. In dem besten Spiel des Tur-

nach Niedersachsen holen können. Das Dou- vier Tore erzielt wurden.

niers konnte das NFV-Team noch einmal alle

ble ist in den letzten Jahren keinem anderen So dauerte es gegen die Bremerinnen Kräfte mobilisieren und eine leistungsge-

Verband gelungen.

bis zur 21. Minute, ehe Lena Linnenkohl rechte Punkteteilung erkämpfen.

„Aufgrund der Tatsache, dass die Spiele nach einer Maßflanke von Franziska Gie-

Insgesamt präsentierte sich die NFV-Aus-

um die Norddeutsche Meisterschaft in dieser secke per Kopf den Siegtreffer erzielte. Gewahl als spielerisch beste Mannschaft, aus

Altersklasse auf Jugendtore stattfinden, war gen den zweiten Gegner aus Hamburg der keine Spielerin hervorzuheben ist. „Die-

von vornherein klar, dass nicht viele Tore fal- konnte die NFV-Auswahl dann allerdings ses Team ist ausgeglichen stark besetzt und

len werden. Bereits das erste Spiel gegen eine bereits in der 6. Minute in Führung gehen: sehr konzentriert in die Spiele gegangen. So

taktisch gut agierende Bremer Mannschaft Leonie Stenzel erzielte den Treffer nach Vor- wurden die taktischen Vorgaben bereits nach

zeigte uns, dass es schwer werden wird, trotz arbeit von Lena Linnenkohl. Im letzten Spiel kurzer Zeit umgesetzt. Aufgrund der Tatsa-

deutlicher Feldüberlegenheit Tore zu erzie- gegen Schleswig-Holstein reichte schließlich che, dass diese neu zusammengestellte

Mannschaft bisher lediglich zwei Lehrgänge

absolviert hat, sind diese beiden Norddeutschen

Titel ein schöner Erfolg und das Ergebnis

der guten Arbeit in den Teilbereichen“,

freute sich Meike Berger über das gute Abschneiden

ihrer Auswahl.

Die Ergebnisse im Überblick: Niedersachsen

– Bremen 1:0, Hamburg – Schleswig-

Holstein 0:0, Hamburg – Niedersachsen 0:1,

Schleswig-Holstein – Bremen 1:0, Niedersachsen

– Schleswig-Holstein 0:0, Bremen –

Hamburg 1:0

Die Tabelle: 1. Niedersachsen (2:0 Tore,

7 Punkte), 2. Schleswig-Holstein (1:0 Tore, 5

Punkte), 3. Bremen (1:2 Tore, 3 Punkte), 4.

Hamburg (0:2 Tore, 1 Punkt)

Das NFV-Aufgebot: Friederike Lau

(Freie Turnerschaft Braunschweig), Maike Berentzen

(TSG Burg Gretesch), Isabell Fischer

(SVG Göttingen), Franziska Gieseke (SV Alfhausen),

Alexandra Gutke (SG Anderlingen/

Byhusen), Vivien Karstens (VSV Hedendorf/

Neukloster), Mareike Kregel (WSC Frisia Wilhelmshaven),

Franziska Lamm (VfL Stade), Lena

Linnenkohl (TSG Nordholz), Janine Müller

(FC Land Wursten), Kira Reuter (Goslarer SC

08), Denise Seekamp (TSV Ottersberg), Elisa

Senß (SV Ahlhorn), Leonie Stenzel (VfB Fallersleben),

Lisa-Marie Weiss (Olympia Laxten),

Kira Wolter (TSG Ahlten). Trainerin: Meike

Mareike Kregel (rechts) im Duell mit der Bremerin Giovanna Hoffmann.

Berger; Co-Trainerin: Tanja Schroten. be/bo

Juli 2010 55


Schiedsrichter/Trainer

56

C-Lizenz für Kira Marquardt. Neben NFV-Auswahlspielerin

Kira Marquardt und dem ehemaligen Auswahlspieler Benjamin Zielke haben

jetzt 26 weitere Fußballer in zwei Trainerlehrgängen in der NFV-Sportschule

Barsinghausen die Prüfung der DFB-Trainer-C-Lizenz bestanden. Vorsitzender

der Prüfungskommission war Bernhard Lampe (Osnabrück). Der Kommission

gehörten ferner Kiriakos Aslanidis (Peine), Bernhard Augustin (Sta-

22 neue Trainer C Breitenfußball. Die dreiwöchige

Ausbildung unter Leitung von NFV-Trainer Ulf Drewes (Verden)

zum Trainer C Breitenfußball mit dem Profil Jugendtraining haben

jetzt 22 Fußballer mit Erfolg in der NFV-Sportschule beendet. Zur

Prüfungskommission gehörten Ansgar Pietschmann (Hannover),

Marek Wanik (Wallenhorst) und Marcus Olm (Hannover). Die neuen

Trainer: Dirk Arlinghaus (VfL Wittekind-Wildeshausen), Tobias Bartels

(SG Klein Mahner), Oliver Boinowitz (TSV Havelse), Lars Büsing

(SC Hassbergen), Michael Busse, Matthias Pohl (beide SV Lemgow-

Dangenstorf), Abiel Cahsai (SpVg Arnum), Joao Paulo Carrapita (VfL

Oythe), Sebastian Fahldieck (SV Viktoria Königslutter), Thorsten Frewert

(VfL Wathlingen), Hans-Christoph Frommann (SC Klecken),

Marcus Fronczek (FC Hansa Schwanewede), Martin Goerlich (1. FC

Ohmstede), Baki Guel (SV Kleeblatt Stöcken), Mike Jaworski (SV Viktoria

Königslutter), Jens Königsmann (VfL Nordstemmen), Wolfgang

Kranz (TuS Versen), Lukas Lohmann (SpVgg Osterfeine), Mirko

Losch, Heiko Nickels (beide SSV Vorsfelde), Frank Thomas (SC Itzum),

Thomas Zehler (TSV Schulenburg). Foto: privat

Juli 2010

Christine Frai beendet Arbeit im

Norddeutschen Fußball-Verband

Monika Fornacon ist die neue Vertreterin der Schiedsrichterinnen

Im Sommer 2007 übernahm die ehemalige

FIFA-Schiedsrichterin Christine Frai das

Amt der Beauftragten für Schiedsrichterinnen

im Norddeutschen Fußball-Verband. Sie

war damit die erste offizielle Vertreterin in

einem Regionalverband mit diesem Aufgabenbereich.

Heute arbeitet die Funktionärin vom

Bremer Fußball-Verband als Beobachterin

bis zur internationalen Bühne im Auftrag

der UEFA. Dabei hat sie nie den Kontakt zur

Basis verloren und ist als Referentin auf allen

Ebenen ein gern gesehener Gast.

Im Rahmen des diesjährigen Lehrgangs

der norddeutschen Referees in Barnstorf beendete

sie aus persönlichen Gründen ihre

Tätigkeit als Vertreterin der Schiedsrichterinnen.

Wilfried Heitmann, Vorsitzender im

Schiedsrichterausschuss, und Dieter Jerzewski

als Ehrenpräsident des Norddeutschen

Fußball-Verbandes bedankten sich bei

Christine Frai für ihr langjähriges Engagement.

Die sympathische Unparteiische gab

den Dank gern zurück und meinte: „Die Arbeit

in diesem Gremium und mit den jungen

Schiedsrichtern hat auch mir viel Freude be-

reitet. Zu den Highlights in Sachen Weiterbildung

der Spitzenschiedsrichter und Kameradschaftspflege

gehörten sicher die Trainingslager

im türkischen Belek.“

Ein besonderes „Danke schön“ wurde

der Frauenbeauftragten

von den Schiedsrichterinnen

bereitet. Kim-Jana

Trenkner, Zweitligaschiedsrichterin

aus dem

NFV, hatte von allen

Schiedsrichterinnen kleine

Dankesbriefe gesammelt

und überreichte

diese zusammen mit ei-

Mit einem dicken „Danke

schön“ wurde Christine Frai

beim Lehrgang der norddeutschenSpitzenschiedsrichter

verabschiedet. Unser

Foto zeigt (v.l.) Wilfried

Heitmann, Monika Fornacon,

Thorsten Rischbode,

Christine Frai und Dieter

Jerzwewski.

nem Abschiedsgedicht beim Lehrgang in

Barnstorf.

Zur Nachfolgerin von Christine Frai

wurde Monika Fornacon vom Niedersächsischen

Fußball Verband berufen.

de) und Jürgen Betzold (Weener) an. Nach ihrer dreiwöchigen Ausbildung

durch die NFV-Trainer Wulf-Rüdiger Müller und Thomas Nörenberg konnten

die neuen C-Lizenzler ihre Fähigkeiten sowohl in Theorie als auch in Praxis

unter Beweis stellen. Die Prüfung in Lehrgang 1 absolvierten mit Erfolg:

Christian Fehse, Sebastian Mende (beide SG Bredenbeck), Antonios Agaoglou

(FC Springe), Garip Capin (Arminia Hannover), Alexander Fleischer (SV

Resse), Heinz-Uwe Förster (SVG Einbeck), Sascha Klein

(TSV Kleinburgwedel), Veselin Makocevic (SV Rot-

Gelb Harburg), Kira Marquardt (Mellendorfer TV),

Lennart Ness (MTV Wilstedt), Rene Rieger (TSV RW

Schwicheldt), Tim Franz Stegmann (SV Grün-Weiß

Harburg), Steven Turek (VfB Peine), Benjamin Zielke

(SpVgg Drochtersen-Assel). Im zweiten Lehrgang (Foto)

waren erfolgreich: Al Anozie (VfR Voxtrup), Christian

Constein (SVG Göttingen 05), Ricardo Diaz-Garcia

(SV Degersen), Frank Döpper (TSV Germania Windeck),

Hans-Hinrich Duncker (VfL Horneburg), Jens

Geier (SV Vorwärts Nordhorn), Benjamin Lipke (Goslarer

SC 08/Sudmerberg), Thomas Pfeifer (FC 27 Schapen),

Ruben Rebmann (TSV Abbehausen), Verena

Schiller (HSC Hannover), Wjatscheslaw Slaschjow (TSV

Dörverden), Guido Stolle (SV Eintracht Wiefelstede),

Detlef Weber (VfL Wittingen/Suderwittingen), Marko

Willen (Haselünner SV). Foto: Borchers


Bezirk Braunschweig

Gymnasium Groß Ilsede mit vier Siegerteams

Jugend trainiert in Peine für Olympia – Siegerehrung mit WM-Botschafterin Britta Carlson

Auch in diesem Jahr verzeichnete

der Schulfußballreferent des

NFV-Kreises Peine, Harry Alpers,

großen Zulauf bei den Turnieren

für Jungen und Mädchen. Beim

Wettbewerb „Jugend trainiert für

Olympia“ nahmen 26 Mannschaften

von zehn Schulen teil. Der

große Gewinner war das Gymnasium

Groß Ilsede, das vier Siegerteams

stellte, in WK III und IV (Jungen)

sowie WK III und IV

(Mädchen). Die weiteren Sieger:

WK II Jungen Bodenstedt-/Wilhelmschule

und WK III Mädchen

Gymnasium am Silberkamp.

Bei den Grundschulturnieren

haben insgesamt 37 Mannschaften

von 27 Grundschulen

teilgenommen, das entspricht einer

Quote von 80 Prozent. Bei

den Mädchen nahmen elf Schulen

teil. Kreissieger wurde die GS

Hinrich-Wilhelm-Kopf Schule Peine.

Ein besonderer Höhepunkt:

Ehrengast war Britta Carlson,

Botschafterin der Frauen-WM

vom VfL Wolfsburg, die die Pokale

überreichte und fleißig Autogramme

gab. Die Grundschulen,

insgesamt 14, die sich beim

Wettbewerb des DFB „TEAM

2011" angemeldet hatten, wurden

mit T-Shirts bedacht. Bei den

kleineren Lehranstalten bis 120

Schüler gewann die GS Wedtlenstedt,

während bei den größeren

Schulen auf der Sportanlage in

Gadenstedt die GS Broistedt den

Sieg davontrug. Hier gab es ein

Rekordmeldeergebnis von 16

Teams. Der Förderverein legte

sich besonders ins Zeug und

sorgte mit Essen und Trinken für

eine hervorragende Stimmung.

Harry Alpers war über das

große Engagement der Beteiligten

begeistert und freut sich schon auf

spannende Turniere im nächsten

Jahr. Peter Baumeister

Peiner Pressewarte tauschen sich aus

Der stellvertretende Vorsitzende

des NFV-Kreises

Peine und Referent für Marketing

und Öffentlichkeitsarbeit,

Harro Hein, hatte alle

Pressewarte zu einer Informationsveranstaltungeingeladen.

25 Teilnehmer konnte

er begrüßen, dazu die Redakteure

der örtlichen Tageszeitungen

von Peiner Allgemeine

Zeitung – Matthias

Preß, Peter Konrad – und

Peiner Nachrichten – Jörg

David.

Das Treffen diente in

erster Linie dazu, sich gegenseitig

kennenzulernen

und Informationen auszutauschen.

Aber die Journalisten

baten auch darum, den Redaktionen

die interessanten

Meldungen zukommen zu

lassen, die über den reinen

Punktspielbetrieb hinausgehen.

Peter Baumeister, der für

das NFV-Journal zuständig ist,

regte an, diese Plattform stärker

zu nutzen, denn gute Beispiele

des Fußballgeschehens

werden im ganzen Land gern

gelesen. Kritik wurde daran

geübt, dass auch bei Fußballbegegnungen

im Jugendbereich

das Ergebnis eine Stunde

nach Spielschluss eingegeben

werden muss.

Es wurde der Wunsch

geäußert, diese Treffen zu einer

regelmäßigen Einrichtung

werden zu lassen und auch

einmal eine Druckerei, wo die

örtliche Zeitung hergestellt

wird, zu besichtigen. Zum

Schluss wurden noch „Ratschläge

für Pressearbeit“ verteilt.

Peter Baumeister

Freuten sich über den großen Zulauf bei „Jugend trainiert für Olympia”:

Am Mikrofon Harry Alpers, rechts Britta Carlson.

Meisterlich. „Dieses Jahr geht

das Fußballwunder weiter … wir

sind wieder Meister!“ So stand es

auf den T-Shirts, welche sich die

Fußballerinnen des Tuspo Weser

Gimte (Foto) nach dem Abpfiff

ihres

letzten

Saisonspiels

überstreiften. Denn nach einer tollen

Saison belegten sie, wie schon

im vergangenen Jahr, erneut den

1. Platz. Im ersten Jahr der 9er Staffel

Northeim unterlag Tuspo nur ein

einziges Mal bei der 0:4-Niederlage

in Bishausen. Noch verblüffender:

neben den vier Toren, die man in Bishausen

kassierte, kamen nur zwei (!)

weitere dazu. Selbst sorgten die

Gimterinnen bei den Gegnern immer

für viele Gegentreffer, insgesamt

schossen sie 44 Tore in

16 Spielen. Neben der

Frauenmannschaft sicherten

sich auch die E1und

die C-Jugend den

Meistertitel. Die E1

von Trainer Torsten

von der

Ehe hat die

Saison mit

sieben Siegen

und nur einemUnentschiedenabgeschlossen.

Das Torverhältnis

von 46:8

untermauert

ebenfalls die Stärke der Gimter,

welche sich den Titelgewinn schon

am vorletzten Spieltag sichern konnten.

Bei der C-Jugend entschied das

bessere Torverhältnis die Meisterschaft

zu Gunsten der Gimter vor

1. FC Werder Münden.

Viele Erfolgserlebnisse

hatten 40 Mädchen und Jungen im

Alter von acht bis zwölf Jahren in

den Osterferien erneut bei dem

inzwischen zum 16. Mal erfolgreich

durchgeführten Wolfenbütteler

Fußballferiencamp. Fußballlehrer

und DFB-Stützpunkttrainer Uwe

Brandt (hintere Reihe links) hatte das

zweitägige Feriencamp einmal mehr

mit der Wolfenbütteler Freiwilligenagentur

Jugend, Soziales und Sport

auf der Sportanlage des MTV Salzdahlum

ehrenamtlich organisiert

und geleitet und dafür als weitere

ehrenamtliche Trainer Benjamin Duda

aus Peine, Sean Krebs aus Braunschweig, Goran Radojevic und Guido Mebes aus Wolfenbüttel sowie den NFV-U19-Auswahlspieler Robin Knoche

vom VfL Wolfsburg gewonnen. Darüber hinaus standen den Kindern für eine Frage- und Autogrammstunde neben Robin Knoche auch der NFV-Auswahlspieler

Rico Schlimpert und Stürmer Fabian Klos vom VfL Wolfsburg II zur Verfügung. Absoluter Höhepunkt für die Kinder war dann der überraschende

Besuch des Maskottchens Leo von Eintracht Braunschweig. Beste Unterstützung leisteten wieder Platzwart Otto Grau und Familie Lackert im

Vereinsheim des MTV Salzdahlum. Weitere Fotos sind unter www.freiwillig-engagiert.de zu finden.

Juli 2010 57


Bezirk Braunschweig

58

Dann mach es doch“, soll seine

Frau gesagt haben, als

Werner Tschiersch ihr eröffnete,

einen Schiedsrichterlehrgang absolvieren

zu wollen. Das war im

Jahr 1961. Jetzt pfiff Tschiersch

Spiel Nummer 3.000 und wurde

Juli 2010

„Der Verein für die

ganze Familie”

MTV Edesse feiert 120-jähriges Jubiläum

Ein tolles und rundum gelungenes

Familienfest erlebten die

Besucher der 120-Jahrfeier des

MTV Eddesse. Unter dem Motto

„Der Verein für die ganze Familie“

präsentierte sich der MTV

über den Tag verteilt den rund

500 Gästen. Darunter viele ehemalige

Aktive und Eddesser, die

sich sonst nicht unbedingt auf

dem Sportgelände des MTV aufhalten.

Bei trockenem aber leider

etwas zu kaltem Wetter wurde

ausgiebig geklönt, gegessen und

getrunken.

Die Feierlichkeiten begannen

um 11 Uhr mit einem Feldgottesdienst,

den Pastorin Sabine

Ahlbrecht toll gestaltete und

in ihrer Predigt immer wieder

Bezug zum MTV und zum Sport

herstellte.

Im Anschluss daran wurde

die Feier offiziell eröffnet. Hubert

Keuchel (Ortsrat), Harro Hein

(NFV), Frank Tschirner (FFW Eddesse)

und Sven Gretzke (Kirche)

richteten kurze Grußworte an die

Besucher.

Sportlich und unterhaltsam

war das Nachmittagsprogramm

auf dem Eddesser Sportplatz.

Am Fußball-Juxturnier nahmen

acht Mannschaften erfolgreich

teil. Volker Busse sorgte als Turnierleiter

und DJ für perfekte

Unterhaltung. Neben einigen

MTV-Jugendmannschaften stellten

die Feuerwehr, die Las Chicas

und die ehemaligen Damen

ein Team. Mannschaft des Tages

war jedoch die von Harro

Stolzes Jubiläum von

Werner Tschiersch

3.000 Einsätze als Schiedsrichter seit 1961

Vor dem Ü 40-Senioren-Spiel zwischen GA Gebhardshagen II und SG Lesse/Burgdorf

überreichte Kreisschiedsrichterobmann Joachim Ren (Dritter

von links) an Schiedsrichter Werner Tschiersch die Ehrentafel für dessen

3.000. Spiel als Unparteiischer im NFV-Kreis Salzgitter. Foto: Günter Schacht

dafür vom NFV-Kreis Salzgitter

geehrt.

„Herzlich willkommen im

3.000er Klub.“ – So gratulierte

Schiedsrichterkollege Wolfgang

Wiege, der im Mai 2009 sein

3000er Jubiläum feierte, im Sport-

Hein gecoachte All Star-Mannschaft

mit ehemaligen Größen

des MTV. Dazu gehörten u.a.

Eberhard Weinert, Uwe Riechers,

Rolf Müller, Volker Koska,

Karl-Heinz Förster und Rainer

Brach. Sieger des Turniers

wurde die C/D–Jugendmannschaft.

Ein besonderes Highlight

war ein Einlagespiel der Gymnastikdamen

gegen die Alte Herren

des MTV, welches die Damen unglücklich

verloren.

Star des Tages wurde übrigens

kein MTV-Spieler – auch

wenn Benni Amutat diesen Titel

sicher verdient hätte – sondern

heim des VfL Salder Werner

Tschiersch zu seinem Jubiläumsspiel

als Unparteiischer. In seiner

Laudatio ließ Kreisschiedsrichterobmann

(KSO) Joachim Rendie die

Karriere des Jubilars Revue passieren.

Werner Tschiersch spielte

zunächst Fußball in der zweiten

Herren des VfL Salder. Wegen einer

Verletzung musste er das Fußballspielen

jedoch aufgeben. Doch

dem Außendienstmitarbeiter wurde

es ohne Fußball schnell zu langweilig,

so dass er sich entschloss,

eine Schiedsrichter-Karriere zu

starten.

Ab Oktober 1961 pfiff er erstmals

für den VfL. Bereits 1964

stieg er als Linienrichter in das Gespann

von Volker Roth ein und assistierte

dem ehemaligen DFB-

Schiriboss bis in die Amateur-

Oberliga Nord. Seine herausragenden

Einsätze waren 1979 die Leitung

des Bezirkspokalendspiels

zwischen SVG Einbeck und Eintracht

Braunschweig II und als Linienrichter

beim Abschiedsspiel von

Paul Breitner zwischen Eintracht

Braunschweig und Real Madrid.

Neben seiner aktiven Laufbahn

schlug Werner Tschiersch auch die

Funktionärslaufbahn ein. So übernahm

er bis zum Sommer 1991

das Amt des KSO in Salzgitter. Im

Bezirk war er zudem zwölf Jahre

lang als Schiriansetzer tätig.

das Maskottchen Wölfi des Partnervereins

VfL Wolfsburg. Wölfi

gab fleißig Autogramme und war

sicher das meistgeknipste Fotomotiv

des Tages.

Viel Beifall erhielten auch die

Darbietungen der Jazz-Tanzgruppen

und das „Trommelfeuer“ der

Gesundheitssportler.

Björn Förster gewann mit rekordverdächtigen

vier Treffern

das Torwandschießen.

Das durchweg positive Feedback

lässt die MTVer darüber

nachdenken, nicht erst 2015 zum

125-jährigen Jubiläum eine weitere

Veranstaltung durchzuführen.

Harro Hein

Cracks von früher, die vor rund 35 Jahren das Rückgrat des damaligen Bezirksklassenteams vom MTV Eddesse bildeten,

freuten sich über das Wiedersehen bei der 120-Jahrfeier.

„3.000 Einsätze als Schiedsrichter

sind eine phantastisch hohe

Zahl, die man nicht so einfach stehen

lassen. Fast 50 Jahre in Vorbildfunktion

für Salzgitters Schiris

gewirkt zu haben ist schon eine

enorme Leistung von Werner

Tschiersch. In dieser Zeit hat er insgesamt

rund 18.000 Kilometer auf

dem Spielfeld als Schiedsrichter

zurück gelegt“, rechnete Kreisvorsitzender

Wolfgang Fisch den ehrenamtlichen

Einsatz des Jubilars

auch in Laufleistung um.

Der Vorsitzende des VfL

Salder, Wolfgang Kientopp, lobte

auch das enorme Mitwirken von

Werner Tschiersch im Vereinsleben.

Die Hortgruppe des Kindergarten

Salder nutzt die Anlagen

des VfL für ihr sportliches Angebot.

Dabei wird in der Halle und

auf dem Feld Fußball gespielt. Die

Leiterin der Hortgruppe, Ramona

Derfert, war mit den Kindern Moritz

Gerbaulet, Kalle Kuhrt, Niklas

Simon und Phil Hermanowski im

Vereinsheim zu Besuch. Die Kinder

lauschten dem Rekord-Schiedsrichter

gespannt bei der von ihm

vorgetragenen Regelkunde. „Werner

kann nicht nur seinen Schirikollegen

etwas vermitteln. Er begeistert

auch die Jungen enorm.

Das war Werbung für unseren

Fußball“, erklärte der Chef des

VfL. G.S.


Vivian-Lea Wejner erzielt fünf Tore

C-Juniorinnen aus Wolfsburg werden in Lichtenberg Bezirksmeister

Die Beauftragte für Mädchenfußball des NFV-Bezirkes Braunschweig,

Heike Hansen (links), und Bezirksjugendobmann Jens Schulze (rechts)

überreichten die Siegerplakette an den Trainer des VfL Wolfsburg, Burkhard

Poetsch, (Zweiter von rechts) und die Betreuerin Heide Fuge (Zweite

von links). Die Mädchen des VfL bejubelten ihren Titelgewinn.

Die C-Juniorinnen des VfL

Wolfsburg sicherten sich in der

Endrunde der Braunschweiger Bezirksmeisterschaft

in Lichtenberg

ungeschlagen den Meistertitel. Mit

zwei Erfolgen über SV Gifhorn

(1:0) und MTV Lichtenberg (8:1)

lösten die Schützlinge von VfL-

Coach Burkhard Poetsch die Fahrkarte

zur Niedersachsenmeisterschaft

in Westerstede.

Der VfL-Nachwuchs hatte mit

der fünffachen Torschützin Vivian-

Lea Wejner die überragende Akteurin

der Endrunde in ihren Reihen.

Die Abwehr der „Wölfinnen“ stellte

mit der starken Torhüterin Marion

Klett und Libera Michelle-Marie

Elsen ein fast unüberwindliches

Bollwerk da. Nach einem holprigen

Beginn gegen SV Gifhorn steigerte

sich der VfL gegen MTV Lichtenberg

in einen wahren Spielrausch.

SV Gifhorn – MTV Lichtenberg

2:0; Tore: 1:0 Jannika Pribyl

(11.), 2:0 Pribyl (25.). Das Team aus

Gifhorn hatte gegen den Gastgeber

mehr Spielanteile und siegte

hochverdient. Das MTV-Team kam

nur zu einem Pfostenschuss von

Linda Warmbold.

VfL Wolfsburg – SV Gifhorn

1:0; Tor: Vivian-Lea Wejner

(25.). Das Gifhorner Team verteidigte

gegen den Favoriten stark.

Erst zehn Minuten vor dem Abpfiff

gelang dem VfL das goldene Tor.

Einen Fernschuss von Louisa Bebenroth

konnte die Gifhorner Torhüterin

Sina John nicht festhalten.

Den Abpraller staubte Wejner zum

Siegtor ab.

Drei runde Jubiläen

Vereine aus dem NFV-Kreis Göttingen feiern

NFV-Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Lotz (li.) und der Vorsitzende des FC

Grone, Alfred Bonenberger.

In diesem Jahr begehen drei Vereine

im NFV-Kreis Göttingen ihr Jubiläum.

Der FC Grone feiert sein

100jähriges Vereinsjubiläum, einschließlich

Fußballsparte. Den Festakt

feierte der FC Grone im Volkswagenzentrum

Südhannover in Göttingen.

Unter den über 300 Gästen

überbrachten zahlreiche Ehrengäste

aus Politik und Sport Glückwünsche

und Geschenke. Aus der Politik

kamen u.a. Landrat Reinhard

Schermann und Oberbürgermeister

Wolfgang Meyer und aus dem

VfL Wolfsburg – MTV Lichtenberg

8:1; Tore: 1:0 Bebenoth

(11.), 2:0 Wejner (14.), 3:0 Wejner

(16.), 4:0 Sarah Adolph (18.), 5:0

Leonie Stenzel (20.), 6:0 Adolph

(22.), 6:1 Marie Burgdorf (25.), 7:1

Wejner (28.), 8:1 Wejner (35.). Die

Mädchen des VfL setzten nach

dem 1:0-Führungstor zu einem

wahren Sturmlauf an. Das Team

aus Salzgitter konnte auf eigenem

Platz nichts entgegensetzen. Das

Tormädchen des MTV, Alexandra

Papendorf, war bei den Gegentreffern

machtlos.

Die Abschlusstabelle: 1. VfL

Wolfsburg (9:1Tore, 6 Punkte),

2. SV Gifhorn (2:1 Tore, 3 Punkte),

3. MTV Lichtenberg (1:10 Tore,

0 Punkte).

Sportbereich der Vorsitzende des

Kreissportbundes, Andreas Gruber,

und NFV-Kreisvorsitzender

Hans-Jürgen Lotz, der die Glückwünsche

und Geschenke vom

DFB, Verband, Bezirk Braunschweig

und Kreis Göttingen überbrachte.

Hans-Jürgen Lotz nahm folgende

Ehrungen vor: Die Silberne

Verdienstnadel des Verbandes erhielten

Vereinsvorsitzender Alfred

Bonenberger, Helmut Henze und

Bodo Scheuing. Mit der Silbernen

Kreisehrennadel wurden Heidemarie

Heins, Rainer Skibbe und

Wolfgang Thielbörger ausgezeichnet.

Der FC Grone wurde

Meister in der Bezirksliga und

steigt damit in die neue Landesliga

(ehem. Bezirksoberliga) auf.

Zu einem Freundschaftsspiel wurde

Hertha BSC Berlin eingeladen,

die mit 4:0 gewann. Zu einem

weiteren Fußballfreundschaftsspiel

kommt es am 9. Juli mit

Hannover 96.

100-jähriges Bestehen feiert

auch der TSV Holtensen aus einem

Stadtteil von Göttingen. Die

Bezirk Braunschweig

Der Vorsitzende des BraunschweigerBezirksjugendausschusses,

Jens Schulze, und die Beauftragte

für Mädchenfußball des

NFV-Bezirkes Braunschweig, Heike

Hansen, überreichten dem siegreichen

Team des VfL Wolfsburg einen

Pokal und den Spielerinnen eine

Erinnerungsmedaille.

VfL Wolfsburg: Klett; Elsen,

Weidner, Franke, Adolph, Siegele,

Bebenroth, Mileo, Schrader, Stenzel,

Huhnholz, Mühe, Wejner,

Mehlan, Kukat.

SV Gifhorn: John; Schneider,

Ptassek, Lena und Jannika Pribyl,

Püschel, Mara und Lea Winkelmann,

Melcher, Henkelmann,

Mouta, Rämisch, Horn, Brener.

MTV Lichtenberg: Papendorf;

Warmbold, Löffler, Skoft, Burgdorf,

Scholz, Wieczorek, Felde,

Tauscher, Loewe, Löhr, Blumenstein,

Meissner, Simon, Schinke,

Körner. G.S.

Mit vollem Tempo umkurvt Kira Mühe beim 8:1-Erfolg des VfL Wolfsburg

drei Abwehrspielerinnen des MTV Lichtenberg. Fotos: Günter Schacht

Fußballsparte wurde 16 Jahre

später, im Jahre 1926 gegründet.

Glückwünsche des NFV-Kreisvorstandes

überbrachte Ehrenvorstandsmitglied

Manfred Kühn.

Die Silberne Kreisehrennadel erhielten

aus seinen Händen für

jahrelange ehrenamtliche Arbeit

Markus Busch und Andreas Sue.

Erfreulich für die Fußballer, dass

sie auch in der kommenden Saison

in der neuen Landesliga

(ehem. Bezirksoberliga) spielen.

Trotz zahlreicher Absteiger konnten

sie den Klassenerhalt frühzeitig

sichern.

Grün-Weiß Hagenberg kann

auf 50 Jahre zurückblicken, wobei

die Fußballsparte 48 Jahre

besteht. Die erste Mannschaft ist

souverän Meister der 1. Kreisklasse

B geworden und tritt in

der nächsten Saison in der Kreisliga

an, wo sie sicherlich eine

gute Rolle spielen wird. Glückwünsche

des Kreisvorstandes

Göttingen überbrache der stellvertretende

Vorsitzende Hans-

Dieter Dethlefs.

Hans-Dieter Dethlefs

Juli 2010 59


Bezirk Braunschweig

60

Die Schiedsrichter des NFV-Kreises

Osterode hielten ihre Jahreshauptversammlung

im Hotel

„Harzer Hof“ in Osterode ab. Neben

den Grußworten, dem Bericht

des Vorsitzenden und des Lehrwartes

sowie über die Finanzen

gab es auch Wahlen in den

Schiedsrichterausschuss. Es mussten

der Vorsitzende, der Lehrwart

sowie vier Beisitzer für die nächsten

drei Jahre gewählt werden. Die

Wahlen gelten als angenommen,

wenn auch der Kreistag, der am

29. Juli in Bad Lauterberg stattfindet,

das Ergebnis bestätigt.

Bei den Wahlen kam es bei

der Wahl eines Beisitzers zu einer

„Kampfabstimmung“. Damit setzte

sich der Kandidat des Vorstandes,

Sascha Schwerin, knapp gegen

Jürgen Seifert durch.

Zu Beginn der Versammlung

überbrachte der Kreisvorsitzende

Gerhard Dix Grüße des Kreisvorstandes

und Dankesworte an die

jungen Kameraden und die aktiven

Schiedsrichter. Mit Blick in die

Zukunft wies Dix auf die sich verändernden

Strukturen im Landkreis

Osterode hin, was in den

kommenden Jahren dazu führt,

dass der Fußballkreis Osterode seine

Eigenständigkeit verlieren wird.

Es steht eine Fusion mit dem Kreis

Göttingen an. Der Vorsitzende

zum Schluss: „In den nächsten drei

Jahren wird die eigenständige Position

aufgegeben werden, Fußball

wird dennoch gespielt werden!“

Roland Gutekunst vom Bezirksausschuss

Braunschweig

dankte dem Ausschuss für die

gute Arbeit und führte aus, dass

Dennis Grüneberg als „Halbzeitaufsteiger“

in der Landesliga

pfeift. In den Bezirks-Talentkader

konnte der Kreis Dominik Schleicher

und Ferhat Demir entsenden.

Für langjährige Mitarbeit

in der Schiedsrichtervereinigung

Juli 2010

wurden hohe Auszeichnungen des

Verbandes verliehen.

Für über 15 Jahre aktives Pfeifen

wurden die Schiedsrichter Jörg

Küchmann, Dennis Grüneberg

und Wolfgang Besteck mit der

Verdienstnadel des NFV ausgezeichnet.

Der 72-jährige Karl Wulze,

der in der letzten Saison noch

30 Spiele im Kreis gepfiffen hat,

erhielt für über 25 Jahre aktives

Pfeifen die Silberne Verdienstnadel

des NFV. Für langjährige ehrenamtliche

Arbeit im Schiedsrichterausschuss

wurde Walter Starosta

die Ehrenmitgliedschaft der

Schiedsrichtervereinigung Osterode

verliehen.

Der Kreisschiedsrichterausschuss

vergab für „großen Einsatz

und Verlässlichkeit“ Gutscheine an

Der MTV Wolfenbüttel sicherte sich in Flachstöckheim den

Bezirkspokalsieg der B-Juniorinnen vor dem SV Upen. Die Schützlinge

von Trainerin Nadine Rabanus vertraten dann die Farben des NFV-Bezirks

Braunschweig bei der „plan b.“-Mädchen-Pokalmeisterschaft des NFV in

Ahlten. Am Bezirkspokalsieg waren beteiligt (stehend von links): Nicole

Lange, Jasmin Gerdautzki, Michelle Langenhan, Kim-Denise Heinze,

Jenny Lippmann, Joelle Wedemeyer, Trainerin Nadine Rabanus sowie

(vorn von links) Melina Latussek, Fenja Ahrens, Cindy Wischniewski, Lea

Holland, Michelle Heuer, Annika Bößmann. Foto: Günter Schacht

Einstimmiges Votum

für Harald Dix

Hauptversammlung der Osteroder Schiris

Geehrte: Das Foto zeigt die Schiedsrichterkameraden mit (von rechts)

dem Kreisvorsitzenden Gerhard Dix, dem Ausschussvorsitzenden Harald

Dix und Roland Gutekunst vom Bezirksschiedsrichterausschuss. Es fehlt

Manfred Laule.

folgende Unparteiische: Reinhard

Hering, Rolf Schade, Uwe Fiedler,

Patrick Gattermann und Manfred

Laule.

Der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses,

Harald Dix,

gab in seinem Bericht die aktuelle

Mitgliederzahl der Schiedsrichter

bekannt. Es gibt 140 Mitglieder,

von denen 73 aktiv im Spielgeschehen

verhaftet sind. Das Durchschnittsalter

der eingesetzten Schiris

beträgt zurzeit 33,3 Jahre. Der

Vorsitzende bemängelte in seinem

Bericht, dass aus den Vereinen

kaum Unterstützung komme. Weiterhin

gebe es durch die kleine

Zahl von Aktiven seit der letzten

Saison keine angesetzten Schiedsrichter

mehr in der 3. Kreisklasse.

Sascha Schwerin habe die schwere

Arbeit als Ansetzer vor drei Jahren

von Walter Starosta übernommen,

könne jedoch wegen seiner Ausbildung

nicht so präsent sein, wie

das bei seinem Vorgänger der Fall

war.

Lehrwart Lars Becker vermeldete,

dass in den letzten drei Jahren

zwei Anwärterlehrgänge, ein

Wochenendlehrgang sowie jedes

Jahr ein Tageslehrgang abgehalten

wurden. Die Kreisleistungsprüfung

fand jedes Jahr statt und monatlich

wurden Lehrabende zur Regelkunde

durchgeführt. Für die verhinderte

Schatzmeisterin Antje

Witteweg gab Kassenprüfer Helge

Güttler den Bericht ab und bescheinigte

eine hervorragende

Kassenführung.

Bei den anstehenden Wahlen

wurde zum Vorsitzenden der Vereinigung

einstimmig Harald Dix

wiedergewählt. Einstimmigkeit

herrschte auch bei der Wahl von

Lars Becker zum Lehrwart und

Wolfgang Illhardt zum 1. sowie

Francesco de Marco zum 2. Beisitzer.

Bei der Wahl zum 3. Beisitzer

kam es zur erwähnten „Kampfabstimmung“

und als 4. Beisitzer

wurde Antje Witteweg in Abwesenheit

mit vier Enthaltungen gewählt.

Erneut Einstimmigkeit gab

es bei den Wahlen der beiden Kassenprüfer.

Hier übernahmen Rolf

Schade und Dennis Grüneberg die

Aufgabe zur jährlichen Kassenprüfung.

Unter „Verschiedenes“ wurde

mitgeteilt, dass die diesjährige

Leistungsprüfung wieder in Wulften

und am 6. August der nächste

Lehrabend in der Schule Dreilinden

stattfinden.

Das „Krombacher“-Kreispokal-Finale im NFV-Kreis Osterode

wurde auf dem Sportplatz des FC Eisdorf zwischen TSV Steina (1. Kreisklasse)

und VfL 08 Herzberg aus der Kreisliga ausgetragen. Bis zur 58. Minute hielt

Steina gut mit, doch dann war es Kevin Kretschmar, der den VfL in Führung

brachte. Es schlichen sich jetzt einige Nicklichkeiten ins Spiel ein, die der Unparteiische

Francesco de Marco jedoch zu unterbinden wusste. Eines dieser Fouls

führte in der 74. Minute allerdings durch einen Elfmeter zur Vorentscheidung

und zum 2:0. Duro Brmbota ließ sich diese Möglichkeit nicht entgehen. Eine

Meckerei David Völkls wurde gleich danach mit der Ampelkarte geahndet. Das

schwächte den TSV weiter. Kurz vor dem Abpfiff setzte erneut Kevin Kretschmar

den Schlusspunkt mit dem 3:0. Nach dem Spiel überreichten Kreisvorsitzender

Gerhard Dix, Pokalspielleiter Ralf Bertram und Spielausschussvorsitzender Klaus

Henkel (von links) dem Mannschaftsführer des VfL, Markus Schmidt, den Pokal

sowie beiden Mannschaften Gutscheine der „Krombacher Brauerei“.


Gute Leistungen der

Jung-Schiedsrichter

Sparkassen-Cup-Vorrunde in Diekholzen

Zu einem echten Renner ist wieder

einmal der Sparkassen-Cup

im NFV-Kreis Hildesheim geworden,

wo 300 Nachwuchskicker in

Diekholzen um den Sieg kämpften.

Und dass sie genau wussten,

um was es ging, war ihnen anzumerken.

Als Belohnung der gezeigten

Leistungen gab es für 30

Auserwählte eine Einladung, um

bei weiteren Sichtungslehrgängen

im DFB Stützpunkt Asel zu trainieren.

Letztlich werden dort 15 Spieler

ab August 2010 über einen

Zeitraum von vier Jahren geschult.

So kamen die Trainer, Betreuer

und Eltern in den Genuss, spannende

Spiele mit vielen Toren zu sehen.

Gespielt wurde in jeweils sechs

Gruppen mit je fünf Mannschaften,

wobei jeder gegen jeden spielte.

Die sechs Erstplatzierten erhielten

jeweils einen Spielball und qualifizierten

sich für die Zwischenrunde

in Emmerke, hinzu kammen noch

zwei Zweite. Mit Joshua Bakowski

(15) und Marie-Sophie Watermann

(14) vom SV Bavenstedt sowie Simon

Leinemann (13) und Matthias

Henke (14) vom SV Wendhausen

zeigten vier Jungschiedsrichter, die

ihre Prüfung erst vor Kurzem bestanden

hatten, ebenfalls sehr gute

Leistungen.

Die Gruppenersten: SC Harsum,

SV Bockenem, JSG Zum

Kreuzberg, DJK Blau Weiß Hildesheim,

JSG Ochtersum / Barienrode,

SV Alfeld, JSG Lammetal, SG Sorsum/BW

Neuhof. Benno Lange

Ein glückliches Händchen hat Trainer Lars Steinweh bewiesen.

Der Coach des SV Schellerten (Leistungsklasse A) wechselte im

Endspiel um den Heinz-Richter-Pokal (Hildesheimer Kreispokal) gegen

den SV Einum (Kreisliga) in der 80. Minute Malte Tönnies ein – und der

markierte acht Zeigerumdrehungen später vor rund 450 Zuschauern in

Ottbergen den alles entscheidenden Treffer zum 1:0-Erfolg für Schellerten

(Foto). Foto: Burghard Neumann

Die Überraschung ist gelungen:

Wilfried Fornacon ist beim

Tag des Schiedsrichters als Referee

des Jahres im NFV-Kreis Nienburg

ausgezeichnet worden.

„Damit habe ich überhaupt nicht

gerechnet“, sagte der 54-Jährige

vom SV Grün-Weiß Stöckse im

Deutschen Haus in Steyerberg.

Der Geehrte hat einen

großen Anteil an der Anwerbung

und Betreuung neuer Unparteiischer

im Verein, setzt sich

sehr für das Schiedsrichterwesen

ein, ist kompetent, souverän

und zuverlässig. Als er die Auszeichnung

von Dirk Bruns, Vorsitzender

des Kreis-Schiedsrichterausschusses,

entgegennahm,

kündigte er für den nächsten

Anwärterlehrgang gleich zwei

Wilfried Fornacon und Alexander

von den Born, die Schiedsrichter

des Jahres im NFV-Kreis Nienburg.

Foto: Lucenz

Ehrung für Fornacon

und von den Born

Schiedsrichter des Jahres in Nienburg

Bezirk Hannover

Joshua Rukowski, Sven Leinemann, Matthias Henke und Anne-Sophie Watermann

(v.l.) überzeugten beim Sparkassen-Cup in Diekholzen. Foto: Lange

Kerstin Wolter setzt sich mit großem ehrenamtlichem Engagement

für den Juniorinnenfußball im TSV Weyhe-Lahausen ein. Dafür wurde

sie von Dieter Plaggemeyer, Vorsitzender des NFV-Kreises Diepholz,

mit der DFB-Uhr ausgezeichnet. Dazu gratulierten (v.l.) Heinz Dumke

(stellv. Kreisvorsitzender), Dieter Poggensee (Jugendleiter TSV Weyhe-

Lahausen), Vereinsvorsitzender Marko Röpke und Abteilungsleiter Rainer

Dismer. Cord Krüger

neue Teilnehmer seines Klubs

an. Bereits seit 1979 greift der

Stöckser zur Pfeife.

Jung-Schiedsrichter des Jahres

wurde Alexander von den

Born vom TuS Steyerberg. Seit

zwei Jahren ist der 16-Jährige im

Einsatz und hat seitdem mehr als

100 Einsätze erhalten. „Sein herausragendes

soziales Engagement

ist besonders zu würdigen“,

lobte Ausschussmitglied

Frank Waldhecker in seiner Laudatio.

Geehrt wurden für 25 Jahre:

Knut Brüggemann (SV Aue

Liebenau) und Manfred Meier

(SV Nendorf); 15 Jahre: Erwin

Bockhop (SV RW Glissen), Jens

Frieling (SV Hoyerhagen), Wolfgang

Kortum, Frank Majewski

(beide TuS Leese), Karl Ostermeier

(SV Linsburg), Rainer Prahl

(VfB Stolzenau) und Thorsten

Schröder (SCB Langendamm).

Jens Lucenz

Juli 2010 61


Bezirk Hannover

62

Die 24 besten A-Juniorenteams

der Region Hannover

von der Regionalliga bis zur

Kreisliga spielen am Sonntag, 8.

August, von 10 bis ca. 16.30

Uhr im Barsinghäuser August-

Wenzel-Stadion den „18. Cup

der Region“ aus. Sponsoren der

Veranstaltung sind der

Großraum-Verkehr Hannover

Juli 2010

(GVH), die üstra, die Sparkasse

Hannover, die Kreissiedlungsgesellschaft

Hannover (KSG) und

RegioBus.

NFV-Präsident Karl Rothmund (l.) und der stellvertretende Regionspräsident

Wolfgang Neubauer nahmen die Gruppenauslosung vor.

Auf Bauerschäfer

ist erneut Verlass

Auf ihn ist erneut Verlass gewesen: Torjäger Martin

Bauerschäfer, der 43 Treffer in der Kreisliga

Nienburg erzielte, hat seinem RSV Rehburg nach

dem Titelgewinn in der Liga auch den Sieg im

Kreispokal beschert. Im Finale gegen den Staffelkonkurrenten

TSV Loccum erzielte er den einzigen

Treffer der Partie. Bei den Frauen setzte sich

der FC Düdinghausen/Deblinghausen im Duell der

Kreisligisten mit 3:1 gegen die SG Schamerloh III

durch. Zum vierten Mal in Folge triumphierte im

Kreispokal der Altherren der SV BE Steimbke

(Kreisliga). Mit 2:0 bezwangen die Steimbker

(Foto) den SV Nendorf, ebenfalls aus der Kreisliga.

Foto: Jens Lucenz

Zitterpartie. Lange zittern mussten die Frauen des HSC BW Tündern

(Foto), bis der Pokalsieg im NFV-Kreis Hameln-Pyrmont unter Dach und Fach

war. Der Favorit aus der Kreisliga setzte sich erst nach Elfmeterschießen mit

6:5 gegen den Ligarivalen TuS SW Löwensen durch. In der regulären Spielzeit

hatte der spätere Sieger durch Tore von Shannon Shaw (21. und 27. Minute)

bereits mit 2:0 in Führung gelegen. Doch die Elf aus Löwensen gab nie

auf und konnte durch einen Doppelpack von Rebecca Herda die Entscheidung

vom Punkt erzwingen. Hier zeichnete sich Tünderns Torhüterin Carina

Kastner mit zwei gehaltenen Elfmetern aus. Norbert Handelsmann

18. Cup der Region:

Gruppen ausgelost

Die Gruppenauslosung für

das Turnier nahmen jetzt im

Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen

der stellvertretende

Regionspräsident Wolfgang Neubauer

und NFV-Präsident Karl

Rothmund vor. Die Einteilung:

Gruppe Üstra: SC Langenhagen,

JSG Gehrden, TuS Garbsen,

TSV Bemerode, TSV Mühlenfeld,

TuS Marathon Hannover.

Gruppe RegioBus: Heesseler

SV, SV Germania Grasdorf,

Fortuna Sachsenross, MTV Ilten,

BSV Gleidingen, TSV Godshorn.

Gruppe Sparkasse Hannover:

TSV Havelse, Arminia Hannover,

JSG Basche United, OSV

Hannover, TuS Ricklingen, TuS Davenstedt.

Gruppe KSG: HSC Hannover,

SV Ramlingen/Ehlershausen,

TSV Krähenwinkel/Kaltenweide,

SV Arnum, FC Springe, SV Weetzen.

bo

Die Siegertafel

1993 1. TSV Havelse I, 2. SF Ricklingen,

3. Hannover 96 III

1994 1. SF Ricklingen, 2. SG Gehrden/Weetzen,

3. SC Wedemark

1995 1. TSV Havelse, 2. JSG

Wacker Neustadt, 3. FC Lehrte

1996 1. Hannover 96 II, 2. 1. FC

Wunstorf, 3. JSG Springe

1997 1. Hannover 96 II, 2. Fortuna

S. Hannover I, 3. TSV Havelse I

1998 1. SF Ricklingen, 2. TuS Marathon

Hannover, 3. Stern Misburg

1999 1. SG Berenbostel/Stelingen,

2. Germania Grasdorf, 3. Hannover

96 I

2000 1. Hannover 96 II, 2. SG Berenbostel/Stelingen,

3. Germania

Grasdorf

2001 1. TSV Havelse I, 2. TuS Marathon

Hannover, 3. TSV Pattensen

2002 1. Hannover 96, 2. TSV Havelse

I, 3. BV Werder Hannover

2003 1. TSV Havelse I, 2. Germania

Grasdorf, 3. TuS Marathon Hannover

2004 1. TSV Havelse, 2. Germania

Grasdorf, 3. Eintracht Hannover

2005 1. TSV Havelse II, 2. TSV Havelse

I, 3. TSV Pattensen

2006 1. SC Langenhagen, 2. TSV

Havelse, 3. SF Ricklingen

2007 1. SC Langenhagen, 2. Heesseler

SV, 3. TSV Havelse

2008 1. TSV Havelse und SC Langenhagen,

3. TuS Davenstedt

2009 1. Arminia Hannover, 2. SC

Langenhagen, 3. JSG Basche United

Double. Doppelten Grund zum Feiern hat der TSV Klein Berkel/Wangelist

(Foto) gehabt: Nach dem Titelgewinn in der Kreisliga Hameln-Pyrmont

und dem Aufstieg in die Bezirksliga krönte die Mannschaft von

Coach Siggi Motzner die Saison mit dem Sieg im Kreispokal. Vor mehr als

400 Zuschauern in Emmerthal benötigte die Motzner-Elf jedoch das

Elfmeterschießen, um den 4:3-Erfolg gegen den Ligakonkurrenten SV Lachem/Haverbeck

zu erringen. Der Held war hier Torwart Marlon Reckemeyer,

der einen Schuss parieren konnte. Norbert Handelsmann


Trauer um Gerd Müller

Schiedsrichterlegende verstirbt 97-jährig

Gerd Müller. Foto: Neumann

Der langjährige ehemalige

Fußballschiedsrichter und

Ehrenvorsitzende der Hildesheimer

Schiedsrichtervereinigung,

Gerd Müller aus Alfeld, ist nach

kurzer Krankheit im Alter von

97 Jahren verstorben. Alle Unparteiischen,

besonders die ältere

Schiedsrichtergeneration,

die Funktionsträger im Schiedsrichterausschuss

und im Vorstand

des NFV-Kreises Hildesheim

sowie in der Hildesheimer

Schiedsrichtervereinigung trauern

um einen verdienten

Sportsmann, der in seiner 25jährigen

aktiven Zeit weit über

die Bezirks- und Kreisgrenzen

bekannt und geschätzt war.

Seinen ersten Kontakt mit

dem runden Leder hatte Müller

während seiner Ausbildung

zum Textilkaufmann in Holle

beim damaligen Sportverein

Grün-Weiß. Eine Verletzung

zwang ihn schon frühzeitig,

seine Schuhe an den Nagel zu

hängen. Sogleich hatte er

großes Interesse am Schiedsrichterwesen

und bestand

1933 seine Prüfung. Durch

gute Leistungen war ein

schneller Aufstieg vorgezeichnet.

Bis 1958 leitete Müller Begegnungen

in der Oberliga, der

damaligen höchsten Spielklasse.

Der Unparteiische zählte zur

Elite der Sportler im neutralen

Dress, der besonders bei Spitzenbegegnungen

immer gern

gesehen war.

Er kümmerte sich zudem

intensiv um die Aus- und Weiterbildung,

war von 1946 bis

1950 Obmann im Altkreis Alfeld

und gründete 1948 die

Schiedsrichtervereinigung Alfeld,

deren Vorsitz er bis 1950

übernahm. 1968 wurde Müller

Ehrenvorsitzender – und blieb

es auch nach der Zusammenführung

der beiden Sportkreise

Alfeld und Hildesheim.

Der SV Alfeld, zu dessen

Gründungsmitgliedern er zählte,

hielt Müller fast 60 Jahre die

Treue. Viele Jahre war er bei allen

Heimspielen der „Ersten“

als Zuschauer anzutreffen,

auch bei den Schiedsrichter-

Lehrversammlungen hatte Müller

stets seinen Stammplatz.

Gerd Müller war auch ein

großer Anhänger des 1. FC Kaiserslautern,

er pflegte freundschaftliche

Verbindungen mit

Fritz Walter, dem Ehrenspielführer

der deutschen Nationalmannschaft.

Geistige Frische

bis ins hohe Alter ließen den Alfelder

bis zuletzt am Schiedsrichtergeschehen

teilhaben.

Burghard Neumann

Der TuS Lindhorst aus dem NFV-Kreis Schaumburg gehört zu

den Preisträgern beim DFB-Vereinswettbewerb. Von WM-Kreiskoordinatorin

TEAM 2011, Ariane Vankann, wurden dem Verein zehn Bälle und eine

Urkunde überreicht. Auch im Folgeprojekt sind die Lindhorster wieder

äußerst erfolgreich. Im Wettbewerb TEAM 2011 hat der Verein schon wieder

den Silber-Cup erreicht, die Aussichten auf das erneute Erreichen des

Gold-Cups sind durchaus realistisch. Claus-Dieter Luchs

Der TuS Glane (NFV-Kreis Osnabrück-Land)

hat die Dominanz

der niederländischen Nachwuchskicker

durchbrochen. Bei

der 12. Rattenfänger-Trophy im

NFV-Kreis Hameln-Pyrmont hatte

das Team bei den B-Junioren die

Nase vorn. In den weiteren Konkurrenzen

des Turniers mit mehr

als 1.200 Fußballern aus Schweden,

England, Dänemark, Belgien

sowie aus ganz Deutschland lagen

die Nachbarn aus den Niederlanden

an der Spitze.

Sieger bei den C-Junioren

wurde das Team von WVVZ Eindhoven.

Bei den D-Junioren gewann

RCL Leiderdorp und bei

den E-Junioren VV de Wehrevogels

(alle aus den Niederlanden).

Erstmals nahm auch ein Team der

englischen Schule aus Hameln

und Paderborn teil.

Bezirk Hannover

TuS Glane trotzt

den Niederländern

12. Rattenfänger-Trophy in Hameln-Pyrmont

Als beste Spieler des Turniers

wurden Arne Siebert (TuS Glane),

Anton Sjödergren (Svedala), Marko

Ajebi Duah (Eindhoven) und

Anna Lena Rieke (Steinbeck) ausgezeichnet.

Die Fair Play-Pokale

gingen an die JSG Holle Woldenberg,

RCL Leiderdorp II und den

SC Buitenverdert. Bei den C-Junioren

gab es allerdings einige Akteure,

für die Fair-Play offenbar

ein Fremdwort war. Und so mussten

die Schiedsrichter einige Feldverweise

aussprechen.

Der Vereinsvorsitzende der

SG Hameln 74, Thomas Thimm,

konnte sich dennoch über ein tolles

Turnier freuen und dankte zudem

der SSG Halvestorf-Herkendorf

und dem TB Hilligsfeld, die

ebenfalls ihre Sportanlagen zur

Verfügung stellten.

Norbert Handelsmann

Wiederaufstieg.

Nur ein Jahr hat es der SV

Arminia Hannover in der

Bezirksoberliga ausgehalten.

Nachdem der

Titelgewinn in der höchsten

Spielklasse des Bezirks

Hannover perfekt

gemacht wurde, feierten

die Landeshauptstädter

auch die sofortige Rückkehr

in die Oberliga. Am

finalen Spieltag der Relegation

gewann das Team

von Trainer Stefan Gehrke

gegen den SC Langenhagen

mit 2:1 und durfte

jubeln. Zur letzten Partie

in der alten Spielklasse

musste der vorzeitig feststehende Meister zuvor bei Germania Grasdorf antreten. Den 1:0-Erfolg nahm der Bezirksvorsitzende August-Wilhelm Winsmann

(3.v.l.) zum Anlass, um die Hannoveraner zu ehren.

Juli 2010 63


Bezirk Hannover

64

Vorbei ist die Zeit der handschriftlichen

Formulare: Ab der

Saison 2010/2011 ist der Spielbericht

in Papierform auch in der

Herren-Bezirksliga im Bezirk Hannover

Vergangenheit. Dieses trifft

die Vereine allerdings nicht unvorbereitet.

Nach Einführung des

Spielberichtes Online in der Bezirksoberliga

im Jahr 2009 erhielten

nun auch die Klubs der Bezirksliga

eine Schulung und können

das neue Prozedere anwenden.

Im Vorfeld wurden die technischen

Voraussetzungen durch eine

Befragung geklärt. Nur in zwei Fällen

gibt es vorübergehende

Schwierigkeiten mit der Umsetzung

wegen Umbauarbeiten an

den Klubhäusern.

Immerhin 36 Vereine nahmen

die Schulungen wahr und zeigten

sich von den Möglichkeiten und

Vorzügen des neuen Spielberichtes

38 Teams bei „Boys United“

Das Ziel von „Boys United“

heißt Integration: „Über die

Freude am Fußballspielen sollen

die Kinder vieler verschiedener

Nationen bei uns eingebürgert

werden“, erläutert Heinrich Pohl,

Schulfußballreferent im NFV-Kreis

Hildesheim. Begeisterung und die

Freude am Fußball ließen das Turnier

der Grundschulen aus Stadt

und Landkreis wieder zu einem

großen Fest werden. 380 Jungen

in 38 Mannschaften tummelten

sich bei der zweiten Auflage auf

den Plätzen des PSV Grün-Weiß

und MTV 48 Hildesheim.

Riesig gefreut haben sich die

Schüler und Lehrerin Almut Hu-

Mit dem Triumph

im Schaumburger Kreispokal

hat der TSV Algesdorf eine

starke Saison gekrönt. Nach

dem dritten Rang in der Kreisliga

bezwang das Team von

Trainer Walter Söchting den

SV 09 Nienstädt aus der 2.

Kreisklasse deutlich mit 4:1.

Juli 2010

Papierkram ade

Spielbericht Online auch für Bezirksliga

nold von der St. Martinusschule.

Sie wurden Sieger bei den einzügigen

Grundschulen. Bei den

mehrzügigen Schulen setzte sich

die VGS Lamspringe von Sportlehrer

Olaf Becker durch.

Bei einer Schussgeschwindigkeitsmessanlage

waren die

Jungs angetreten, um sich zu

messen. Der Sieger war Nico

Borgwardt (GS Himmelsthür – 69

km/h). Es folgten Florian Kühne

(Elisabethschule – 62 km/h),

Patrick Wedekind (GS Holle – 62

km/h), Hannes Sandvoß (GS Holle

– 62 km/h), Labinot Ukici (GS

Nord – 59 km/h).

Burghard Neumann

angetan. Da erscheinen eventuell

notwendige Neuanschaffung oder

Ergänzungen der ohnehin vorhandenen

Geräte als machbar. In einer

rund dreistündigen Maßnahme

wurden alle technischen Hintergründe

dieser Neuerung erläutert,

technische Voraussetzungen geklärt

und von jedem Teilnehmer

mit einer praktischen Übung abgeschlossen.

NFV-Mitarbeiter und

Referent Hartmut Rodenbeck führte

routiniert durch die Schulungen

und klärte alle Fragen der Teilnehmer.

Allen Aufsteigern werden

nun noch Seminare im näheren

Umfeld angeboten, an denen auch

Vereine mitwirken können, deren

Teilnahme vorher nicht möglich

war. Thorsten Schuschel

Mit einem kritischen Blick mustert

Hartmut Rodenbeck die Arbeit der

Schulungsteilnehmer.

Foto: Thorsten Schuschel

Die Mannschaftsführer der mehrzügigen Grundschulen mit den Veranstaltern

(hinten von links): Schulfußballreferent Heini Pohl, Ulrich Nordmann

(KSB), Clemens Widrinka (NFV), Klaus-Dieter Bange (Landkreis Hildesheim).

Foto: Burghard Neumann

Ausgezeichnete Jugendarbeit. Die E-Juniorinnen

des TSV Weyhe-Lahausen (Foto) haben den DFB-Jugendförderpreis

der Egidius-Braun-Stiftung erhalten. Damit werde die

ausgezeichnete Jugendarbeit hinsichtlich der besonderen Integrationswirkung

und einer ausgezeichneten Qualität gewürdigt,

so Dieter Plaggemeyer (rechts), Vorsitzender des NFV-Kreises

Diepholz, der die Urkunde und ein Ballpaket überreichte. Immerhin

verfügt der Verein über mehr als 15 ausgebildete Trainer und

Trainerinnen. Der Klub nimmt in allen Altersklassen mit Juniorenund

Juniorinnenteams am Spielbetrieb teil. Die E-Juniorinnen

werden eine zehntägige Fußball-Ferien-Freizeit an der Ostsee

verbringen. Cord Krüger


Bezirk Hannover

66

Fair Play-Sieger. Die aktiven

Fußballer der Celler Schiedsrichtervereinigung

(schwarze Trikots)

traten kürzlich gegen die zweite

Herrenmannschaft des SV Garßen

an. SV Garßen II nutzte seinen

Heimvorteil kurz vor Abpfiff durch

Spielleiter Rene Fiebig (stehend

rechts) mit dem 2:1-Siegtreffer eiskalt

aus. Vorausgegangen war im

letzten August die Wahl der Garßener

zur fairsten Herrenmannschaft

durch die Schiedsrichter im Fußballkreis.

Zur Wahl standen die fünf

Spitzenreiter-Teams der Fair Play-

Wertung ab der Kreisliga bis zu den

beiden 3. Kreisklassen. Das eindeutige

Votum der Referees fiel auf die

Garßener Kicker, die die Fairnesstabelle

der 3. Kreisklasse-Süd mit einem

Vorzeige-Quotienten von nur 0,71 Punkten anführten.

„Der Garßener Sportverein hält den Fairplay-Gedanken weiter hoch“, betonte

SVG-Spartenleiter Marco Stradtmann. Aktuell sind die Fairplayer

sportlich Tabellensechster, aber schon wieder ganz oben in der Abschluss-

Juli 2010

Last sorgt für Belastung

Ganzheitliches Schnelligkeitstraining

hieß das Motto

einer Trainerfortbildung im

NFV-Kreis Hannover Stadt. Dazu

hatten 57 Übungsleiter aus

dem gesamten Bezirk Hannover

den Weg auf die Anlage der

TuS Wettbergen gefunden.

Sportwissenschaftler Torsten

Last und sein Team gaben

zunächst eine theoretische Einführung

in das Thema. Anschließend

kamen die Coaches

in der Praxis ordentlich ins

Schwitzen – was zum einen an

den Temperaturen, zum ande-

120 Stunden Arbeit sowie enorme Einsatzbereitschaft und

manchen Schweißtropfen haben die 17 erfolgreichen neuen C-Trainer

Breitenfußball des NFV-Kreises Hannover-Land investiert. Bei der Lizenzübergabe

im Clubhaus des TSV Berenbostel lobte Kreisvorsitzender Fritz

Redeker das Leistungs- und Durchhaltevermögen und gab der Hoffnung

Ausdruck, dass sich dieses auch in der künftigen Arbeit fortsetzen wird.

Ali Bartan, Lorenz Haase, Sascha Mell und Jan Scholz (alle SV Ihme-Roloven),

Helmut Czelusek (SC Langenhagen), Michael Brinschwitz (SC Hemmingen),

Sven Frohne (1. FC Wunstorf), Thomas Kienast (SV Eintracht Hiddestorf),

Jens Kles und John Pätsch (beide SG Mardorf-Schneeren), Sandy

Meininghaus (FC Mecklenhorst), Cartsen Münx und Daniel Schröder (beide

TSV Berenbostel), Holger Zapfe (TSV Stelingen), Hansjürgen Pawils

und Andre Wedekind (beide FC Brelingen) sowie Rainer Schneider (SV BE

Steimbke) bestanden die Prüfung. Heinz Jäkel

Bezirk Lüneburg

ren aber auch an den Übungen

lag, die ihren Schwerpunkt im

koordinativen Bereich und in

der Körperstabilisation hatten.

Der Lehrausschuss zeigte

sich von dem Lehrgang begeistert,

da alle 57 Trainer auch in

der praktischen Einheit mit vollem

Einsatz dabei und äußerst

positive Rückmeldungen zu

hören waren. Die vorgestellten

Übungen werden in absehbarer

Zeit auch über die Homepage

des Kreises unter

www.nfv-kreis-hannover.de

abzurufen sein. Angelo Alter

Der VfR Evesen sicherte sich den Cup bei den Schaumburger

Altherren mit einem 4:1-Erfolg im Aufeinandertreffen der Kreisligisten

über die SG Apelern/Rodenberg/Alesdorf – und machte nach dem Gewinn

der Meisterschaft das Double perfekt.

Neue Trikots. Immer mehr Mädchen finden den Weg in die Fußballvereine.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unterstützt diese Entwicklung mit

seiner WM-Kampagne „TEAM 2011“. Auch der TSV Bemerode (NFV-Kreis

Hannover Stadt) hat sich daran beteiligt und ist dafür belohnt worden, da in

der Spielzeit 2009/2010 eine Juniorinnenmannschaft mehr an den Start gegangen

ist als in der Vorsaison. Die neu gemeldeten E-Juniorinnen mit ihrem

Trainer Udo Sauer erhielten deshalb im Rahmen des Abschlusstrainingslagers

vom WM-Kreiskoordinator Marcus Olm (links) einen Trikotsatz. Angelo Alter

tabelle (nur 32 Verwarnungen in 28 Punktspielen) auf dem Sieger-

Treppchen gelandet. Kreisschiedsrichterobmann Michael Frede (stehend

links) überreichte an SVG-Spielführer Oliver Persuhn die Trophäe.

Horst Friebe


Osmers und Logies

wurden verabschiedet

Versammlung der Verdener Schiedsrichter

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung

der Schiedsrichter

wurden die langjährigen Unparteiischen

Heinrich Osmers (TSV

Achim) und Richard Logies (TSV

Dörverden) verabschiedet. Sowohl

der Schiriausschuss als auch

der Vorstand des NFV-Kreises Verden

bedankten sich bei den Kameraden

für ihre langjährige Leistung

auf der Grünfläche.

Kreisschiedsrichterobmann

Walter von Kiedrowski führte

nach seiner ersten Amtszeit durch

das Programm und stellte, wie

auch seine Ausschusskollegen,

die Jahresberichte vor. Dabei rief

Kreislehrwart Marcus Neumann

die Referees auf, regelmäßig die

entsprechenden Weiterbildungsmaßnahmen

und Lehrabende

zahlreich anzunehmen, um auch

qualitativ zukünftig den Ansprüchen

gerecht zu werden. Besondere

Beispiele hierfür waren

die Aufstiege des 25-jährigen

Harm Osmers (SV Baden) in die 3.

Bundesliga und des 20-jährigen

Klaas Tucholke, der den Sprung in

die Landesliga (Bezirksoberliga)

geschafft hat.

Höhepunkt des Abends waren

die Ehrungen für langjährige

Schiedsrichtertätigkeit. Mit dabei

der im vergangenen Jahr noch

verabschiedete Wilfried Lühs (TSV

Kirchlinteln), der seine Leidenschaft

zum Pfeifen wieder auf-

„Mein Zuhause ist der

Sportplatz!“

Mit Karl Gohde feiert ein langjährigen Pionier des

Fußballsports seinen 90. Geburtstag

„Viel mit jungen Menschen

zusammenarbeiten, das hält mich

jung.“ So lautet das Motto des lebensbejahenden

Karl Gohde aus

Neugraben, dessen Zuhause nach

eigenen Worten der Sportplatz ist.

An seinem 90. Geburtstag ruhten

am 8. Juni nur für einen Tag lang

seine vielfältigen ehrenamtlichen

Aufgaben. Dazu gehört die Tätigkeit

als Fußballobmann beim TuS

Güldenstern Stade.

Seine fußballerische Laufbahn

begann Karl Gohde als Jugendspieler

bei Rasensport Harburg,

dem jetzigen HSC (Rasensport/Borussia

Harburg). Im September

1945 trat er in den Polizeidienst

der Stadt Hamburg ein. Im

selben Jahr schloss Gohde sich der

Sportvereinigung Polizei Hamburg

an, der er jetzt noch als passives

Mitglied angehört. Hier übernahm

er ehrenamtliche Aufgaben unter

anderem als Jugend- und Fußballobmann.

Unvergessen ist für den

Jubilar die Betreuung des späteren

Nationalspielers Gerd „Charly”

Dörfel. Weitere Trainerstationen

für Gohde waren unter anderem

beim SV Sinstorf (heute Grün-

Weiß Harburg), Harburger Turnerbund,

TSV Buchholz 08, Lüneburger

SK und TuS Güldenstern Stade.

Beim VfL Maschen setzte Karl

Gohde in seiner zweijährigen

Amtszeit als Trainer für die 1. und

2. Herrenmannschaft Akzente.

Anschließend fungierte er als Ligaund

Fußballobmann. Karl Gohde

Franziska Reisen war die vielumjubelte Spielerin im

Endspiel um den Frauen-Kreispokal des Fußballkreises Cuxhaven

zwischen dem FC Land Wursten und der SG Wanna/Lüdingworth.

Sie erzielte die Tore zum 1:2 und 1:3 und sicherte

somit den Grün-Weißen den Titelgewinn. Damit konnte sich

die SG-Mannschaft um das Trainergespann Michael Heinsohn/Michael

Cordts selbst für die knapp verpasste Meisterschaft

in der Frauen-Kreisliga entschädigen. Die Kickerinnen

vom FC Land Wursten waren zunächst spielbestimmend und

führten ab der 15. Minute durch ein Tor von Isabell Bultmann

mit 1:0. Sarah Dammann gelang nach schöner Vorarbeit von

Kristina Schröder in der 52. Minute der vielumjubelte Ausgleichtreffer,

ehe in der 58. Minute und kurz vor dem Abpfiff

die großen Auftritte von Franziska Reisen folgten. Der Spielausschussvorsitzende

des NFV-Kreises Cuxhaven, Hermann

Brenner und der Staffelleiter der Kreisliga Frauen, Burghard

Müller, nahmen schließlich im Beisein des Kreisvorsitzenden

Walter Kopf die Siegerehrung vor. Unser Foto zeigt die SG Wanna/Lüdingworth

mit (stehend von links) Trainer Michael Cordts, Nadine Schilling, Shanice

Kalz, Kristina Schröder, Christiane Ivens, Jacqueline Wehrenbrecht, Rabea

Weippert, Franziska Johanns, Sina Mohrmann, Trainer Michael Hein-

nahm. Die höchste Auszeichnung

ging an Referee Hans-Joachim

Ruppert (TV Oyten) für 45 Jahre

Zugehörigkeit. Weitere Ehrungen,

15 Jahre: Ralf Kujas (TSV Ottersberg);

25 Jahre: Thilo Böschen

Bezirk Lüneburg

Wurden bei der Jahreshauptversammlung verabschiedet (von links):

Heinrich Osmers, Kreisschiedsrichterobmann Walter von Kiedrowski und

Richard Logies.

Karl Gohde.

rief 1982 die Fußball-Hallenmeisterschaft

für Senioren ins Leben. Er

richtete die Titelkämpfe 15 Jahre

lang aus. Der VfL Maschen würdigte

die großen Verdienste des

Jubilar vor zwei Jahren mit der Ernennung

zum Ehrenmitglied. Viele

Jahre war er als Beisitzer im Jugend-Bezirkssportgericht

tätig.

Mit Bravour meisterte Karl

Gohde im Jahre 1988 die Aufgabe

(TB Uphusen), Ismail Akpinar (TSV

Ottersberg), Hans-Günter Kramer

(TB Uphusen); 30 Jahre: Hubert

Neuhaus (MTV Riede) und 40 Jahre:

Wilfried Lühs (TSV Kirchlinteln).

Alexandra Rose

durch den Hamburger Fußballverband

(HFV), die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft

anlässlich

des Europameisterschaftsspieles in

Hamburg gegen die Niederlande

als „ortskundiger Berater” mit zu

betreuen.

Für seine großen Verdienste

um den Fußballsport wurden Karl

Gohde zahlreiche Auszeichnungen

zuteil. Er war der erste Funktionär

des Harburger Kreisfußballverbandes,

dem 1997 der Ehrenamtspreis

verliehen wurde.

Zudem wurde er in den „Club

100“ des DFB aufgenommen, in

dem die aktivsten Ehrenamtlichen

für ein Jahr etabliert sind. Weitere

Ehrungen erfolgten durch den

Fußballbezirk Lüneburg und durch

den Kreisverband mit Ehrennadeln

in Gold.

Mit 90 Jahren ist Karl Gohde

noch heute als Fußballabteilungsleiter

beim TuS Güldenstern Stade

aktiv. Für seine langjährige, ehrenamtliche

Tätigkeit ernannte ihn

der Verein im März 2009 zum Ehrenmitglied.

Ulrich Balzer

sohn, Kathrin Seebeck, Melanie Nintzel, Spartenleiter Thomas Söhle, Benthe

Höppner, Miriam Körner sowie vorne Ulrike Busch, Meike Körner, Mareike

Speetz, Christina Rautenberg, Franziska Reisen, Sarah Dammann, Jennifer

Kipp und dem kleinen Lukas Kipp. Fritz Schlichting/Foto: Hupmann

Juli 2010 67


Bezirk Lüneburg

68

Mit dem Drahtesel

zum DFB-Pokalfinale

Der Fußball-Kreisligist TSV St. Jürgen (Kreis Osterholz)

ist stolz auf vier Ausdauersportler in seinen Reihen

Der Fußball-Kreisligist TSV St.

Jürgen (Kreis Osterholz) ist

stolz auf vier Ausdauersportler in

seinen Reihen. Benjamin Breuer,

Malte Oetken, Steffen Ricke und

Tim Wedemeyer reisten zum DFB-

Pokalfinale zwischen FC Bayern

München und SV Werder Bremen

(4:0) nach Berlin mit dem Fahrrad

an. „Es war eine Schnapsidee“,

bekannte Organisator Benjamin

Breuer nach der Rückkehr.

Dem Quartett wurde auf

der viertägigen Anreise in die

Spree-Metropole viel abverlangt.

Die Tour führte die Freizeitkicker

mit dem Drahtesel von Lilienthal

über Bremen sowie die Zwischenstationen

Munster, Salzwedel

und Schollene bis zum Reiseziel

Berlin-Spandau. In Scholle-

Juli 2010

ne (Kreis Stendal) statteten die

Kreisliga-Spieler dem Heimatdorf

ihres Mitspielers Rene Nikisch

einen Besuch ab.

Der erste Tag hatte es mit

164 Kilometern in sich. „Da wurde

uns echt schwarz vor Augen“,

denkt Benjamin Breuer ungern an

die Strapazen des ersten Reisetages

zurück. Die Fahrradfahrer aus

dem Kreis Osterholz erreichten

nach mehreren Umwegen und

insgesamt 440 Kilometern das

Reiseziel Berlin. Zuvor gab es

auch mehrere Pannen (Speichenbrüche,

Vorderradbremse gerissen).

Die vier Zweiradfahrer wurden

auf einem Campingplatz in

Berlin mit Applaus von einigen

Werder-Fans, unter ihnen ihr Trai-

Der SV Bliedersdorf war jetzt Ausrichter des diesjährigen

Grundschulturniers des Landkreises Stade. Es nahmen insgesamt 40

Teams teil, 23 Mannschaften stellten die Jungen und 17 Teams die

Mädchen. Das zeigt, dass in Stade immer mehr Mädchen zum Fußballspielen

übergehen. Die Jungen-Konkurrenz gewann im Finale die Grundschule

von Altkloster, bei den Mädchen hatten die Ahlerstedter Grundschülerinnen

(Foto) die Nase vorn. Beide Teams jubelten bei der Siegerehrung

ausgelassen. Das Turnier war für die Organisatoren ein voller Erfolg. Insgesamt

waren knapp 400 Kicker im Einsatz, die von zahlreichen Zuschauern

angefeuert wurden. Die Erlöse des Verkaufs gingen direkt in die Jugendabteilung

des SV Bliedersdorf.

Eintracht Elbmarsch (Foto) krönte jetzt eine

überdurchschnittlich verlaufene Saison mit dem Gewinn

des Frauenpokals im NFV-Kreis Harburg. Der begehrte

„Pott“ wurde durch einen 2:0-Finalerfolg gegen

die Vertretung der SG Estetal errungen. Erst wenige Tage

zuvor machten die Elbmarscherinnen die Meisterschaft

in der Kreisliga und den damit verbundenen Aufstieg

in die Bezirksliga Ost perfekt. Der Jubel über das

Double kannte keine Grenzen. Den vom Landkreis Harburg

gestifteten Kreispokal überreichte der stellvertretende

Landrat und CDU-Landtagsabgeordnete Heiner

Schönecke aus Elstorf an die überglückliche Elbmarscher

Mannschaftsführerin Anne Wübbenhorst. Der

Vorsitzende des Kreisfußballverbandes, Manfred Marquardt,

gratulierte zum Pokalgewinn und zur Meisterschaft

ebenfalls. Für jede Spielerin der Eintracht hatte

er Goldmedaillen mitgebracht. Foto: Ulrich Balzer

Erinnerungsfoto vor dem Berliner Olympiastadion mit (von links) Tim Wedemeyer,

Malte Oetken, Steffen Ricke und Benjamin Breuer.

ner Marco Miesner, empfangen.

Hörfunk und Fernsehen (Radio

Bremen) begleiteten die Pedaleure

auf ihrer Tour in die Bundeshauptstadt.

Den Nord-Süd-Gipfel im Pokalfinale

hatten sich die Fußballer

des TSV St. Jürgen ganz anders

vorgestellt. Der SV Werder

Bremen enttäuschte auf ganzer

Linie. „Das Spiel war eine Katastrophe,

schon echt traurig“, sagte

der bekennende Werder-Fan

Benjamin Breuer. Das Quartett

ersparte sich die Rückfahrt mit

dem Fahrrad. Benjamin Breuer,

Malte Oetken, Steffen Ricke und

Tim Wedemeyer traten die

Rückreise mit Bekannten im Auto

an. Reiner Tienken

Martin Stelljes verstorben

Der Fußballkreis Osterholz

trauert um Martin Stelljes

(SV Lilienthal/Falkenberg). Der

langjährige Jugendbetreuer,

Schiedsrichter und Beisitzer im

Kreisjugendausschuss verstarb

im Alter von 70 Jahren.

„Martin hat in 40 Jahren

die Geschicke des Jugendfußballs

im Kreis Osterholz entscheidend

mitgeprägt“, würdigte

der NFV-Kreis Osterholz

das Engagement des Sportkameraden.

Dem TV Falkenberg

und dem SV Lilienthal/Falkenberg

stand der Fußball-Liebhaber

mit Rat und Tat zur Seite.

„Er kam auf über 40.000

Stunden, wenn nicht sogar

über 50.000 Stunden, die er

für den Fußball gelebt und geopfert

hat“, übermittelte Sohn

Michael Stelljes in der Stadionzeitung

des SV Lilienthal/

Falkenberg.

Der Multi-Funktionär Martin

Stelljes hat sich durch seine

ruhige und besonnene Art viele

Freunde gemacht. Dabei brachte

er als Jugendtrainer auch so

manches Talent hervor. „Martin

Stelljes hat mich mit geformt

und gefördert“, denkt Torsten

Eickhoff (früher TV Falkenberg)

gerne an die Zeit mit seinem

ehemaligen Betreuer zurück.

Torsten Eickhoff erreichte als

Torwart des SV Werder Bremen

immerhin das Finale um die

deutsche Amateurmeisterschaft

(0:3 gegen FSV Mainz 05,

1982).

„Mögen wir ihn als Vater,

Sportler, Trainer, Kumpel und immer

freundlichen, aufrichtigen

und ehrlichen Menschen in Erinnerung

behalten“, brachte es

Sohn Michael Stelljes im Vereinsblatt

des SV Lilienthal/Falkenberg

auf den Punkt. Reiner Tienken


Bezirk Lüneburg

Aus grauer Theorie wird grasgrüne Praxis

Der TV Jahn Schneverdingen engagiert sich für den Fußball-Nachwuchs

Sie haben den Lehrgang für Jugendtrainer erfolgreich abgeschlossen (von links): Helmut Brase (Kreislehrwart), Marvin Marofke, Jan von Fintel, Wolfgang

Bahr, Ingo Klein, Gunther Landig, Andreas Meyer, Hauke Hübscher, Lore Erlenhardt, Dirk Bleifuß, Henning Zahn, Jürgen Poschmann, Fritz Rechten

(NFV-Lehrbeauftragter), Helmut Brase (Ausbilder und Prüfer) sowie Daniel Wächtler (Ausbilder und Prüfer).

Dem Fußballkreis Soltau-Fallingbostel

ist es gelungen, ei-

Vor etwa einem Jahr hatte

Daniel Wächtler den Rest der

dafür stark, dass das Training in

der Jugendfußballsparte weiter im

chen, die graue Theorie in grasgrüne

Praxis umzusetzen", so Danen

beim TV Jahn Schneverdin- Schneverdinger Jugendfußballab- Sinne des Jugendförderkonzeptes niel Wächtler und ergänzt: „Bei

gen angebotenen Lehrgang für teilung mit dem von ihm erarbei- verläuft. Und auf eine zusätzliche der Organisation und Durch-

Jugendtrainer erfolgreich abzuteten Jugendförderkonzept da- Herausforderung hat sich die Juführung des Trainings muss daschließen.

Eine Frau und 13 Mänvon überzeugt, die Aus- und Fortgendfußballsparte ohnehin bereits rauf geachtet werden, dass dieses

ner behandelten in Theorie und bildung jugendlicher Fußballer einvernehmlich verständigt: Trai- systematisch und im Rahmen der

Praxis die verschiedensten Aspek- massiv auszubauen. In der Folge ningsgestaltung, Trainingsinhalte längerfristigen Planung durchgete

der Trainingsarbeit mit jungen erreichte man dann, den Lehr- und -fortschritte der Jugendführt wird. Die Beobachtung des

Kickerinnen und Kickern. Zwölf gang nach Schneverdingen zu mannschaften werden regelmäßig Trainings und die Auswertung er-

der 14 Trainer kommen vom TV holen.

– und unangekündigt – auf deren folgt anhand eines schriftlichen

Jahn Schneverdingen.

In seinem Jugendfußballkonzept

„fordert“ und „fördert“ der TV

Aufgrund der guten Schneverdinger

Beteiligung gelang es

nun aber auch viel schneller als

Konzeptkonformität überprüft.

Wo Verbesserungen nötig oder

möglich sind, wird nachgehakt

Instrumentariums nach im Voraus

festgelegten Punkten. Zu jeder

Trainingsbeobachtung gehört ein

Jahn Schneverdingen eine Initiati- erwartet, einen ersten wesentli- und nachgebohrt. Hiervon profi- nachfolgendes gemeinsames Geve,

die es jetzt allein zwölf Fußchen Aspekt des Jugendfördertiert der Fußballnachwuchs gespräch, in welchem das Training

balltrainern des Vereins ermögkonzeptes umzusetzen: beim TV nauso wie die Trainer.

ausgewertet wird. Dabei bilden

licht hat, ihre Trainer-Lizenz zu er- Jahn Schneverdingen arbeiten In der Theorie reichte das die Notizen der Trainingsbeobachwerben.

Und dass der Fußball- nun fast ausnahmslos lizenzierte Lernspektrum des Trainerlehrtungen die Grundlagen für die

Kreisverband in diesem Jahr beim Trainer mit dem Fußball-Nachgangs von den Grundlagen der gemeinsame Besprechung und

TV Jahn Schneverdingen Station wuchs. Und auf dieser viel breite- Trainingsgestaltung über die Be- Rückmeldung. Zentral ist dabei

gemacht hat, dafür ist – neben ren Basis wird jetzt weiter intensiv lastungsdosierung im Schnellig- der Austausch zu den vereinbar-

dem massiven Andrang Schne- an der praktischen Ausgestaltung keits-, Ausdauer- und Koordinatiten Zielsetzungen des TV-Jahnverdinger

Trainer – in erster Linie des Jugendförderkonzeptes und onstraining bis hin zu Aspekten Trainingskonzeptes. Uns geht es

Daniel Wächtler verantwortlich, des Trainings gefeilt.

der Vorbereitung von Training aber auch darum, dass der aktive

der nicht nur Ausbilder im Lehr- Beim TV Jahn Schneverdin- und Wettkampf.

Trainer eine Rückmeldung erhält.

gang, sondern gleichzeitig sportgen machen sich Daniel Wächtler Doch die Wahrheit liegt be- Auf diese Weise wollen wir vonlicher

Berater des TV Jahn Schne- als sportlicher Berater und insgekanntlich auf dem Platz. „Also einander lernen und uns gemeinverdingen

ist.

samt drei Jugendkoordinatoren müssen wir permanent versusam weiterentwickeln.“

Ausdauer. Für die Leitung des 2.250. Spieles überreichte Kreisschiedsrichterobmann

Karl-Ernst Bockelmann dem Unparteiischen Siegfried

Panske (links) aus Hemsen nach einer Laudatio einen Blumenstrauß,

verbunden mit besten Wünschen für weiteren Erfolg an der

Pfeife. Der 64-jährige Jubilar ist seit 1969 als Unparteiischer tätig und

damit dienstältestes Mitglied im Kreisschiedsrichterausschuss Soltau-

Fallingbostel, in dem er seit 31 Jahren tätig ist und aktuell das Archiv

und den Spesenpool verwaltet. „In den vergangenen Jahren legte Siegfried

Panske geschätzte 168.750 Kilometer zurück, um zu den angesetzten

Spielen zu gelangen“, recherchierte Bockelmann im Vorfeld der

außergewöhnlichen Ehrung seines „Schützlings“. Dabei verbrachte der

Schiedsrichter-Dino Panske insgesamt 2.812 Stunden im schwarzen

Dress auf den Sportplätzen Niedersachsens. Genau dort fand vor kurzem

natürlich auch die Ehrung statt: Im Mittelkreis eines Spielfeldes,

dem zweiten Wohnzimmer des „Referees mit Leib und Seele“, vor dem

Kreisliga-Spiel zwischen dem SV Schülern und dem SV Essel. Kreisjugendobmann

Heinrich Dehning sowie Heinz Gellersen von der SG Wintermoor,

der Siegfried Panske seit 1968 als Mitglied angehört, schlossen

sich der Gratulation an. In der Hoffnung auf weitere gesunde Jahre ertönte

kurzum der Anpfiff für das Jubiläumsspiel – getreu dem Motto

„Nach der Ehrung ist vor der Ehrung“! Heide Tegtmeier

Juli 2010 69


Bezirk Lüneburg

70

Die SG Scharmbeck-Pattensen hat sich die Meisterschaft

in der Kreisliga Harburg und damit den Wiederaufstieg in die Bezirksliga

2 erkämpft. Unser Foto zeigt das erfolgreiche Team mit (hinten

von links) Georg Bender, Björn Willert, Merlin Freitag, Benedikt Albers,

Hannes Oertzen und Markus Hedden sowie (Mitte von links) Umut Karakoc,

Tobias Willert (Co-Trainer), Jannick Menzel, Dominik Greßmann, Lukas

Matthes, Stefan Bulla, Sven Körtke, Jasmin Schenk (Physiotherapeutin),

Michael Kruse (Trainer) und (unten von links) Stefan Jansen, Fabian

Siemon, Simon Lübberstedt, David Preuße und Danny Hartwig. Es fehlen

Tristan Beecken und Heiko Porsche.

Juli 2010

Ein „Miteinander

ohne Grenzen”

32. Freiluftturnier des TuS Tarmstedt

mit über 500 Nachwuchskickern

Fußball verbindet – Miteinander

ohne Grenzen.“ Unter dieses

Motto stellte der TuS Tarmstedt

(Kreis Rotenburg) jetzt die 32.

Auflage seines traditionellen

Nachwuchsturniers. Insgesamt

beteiligten sich 35 Mannschaften

und damit rund 500 Nachwuchsfußballer

von der E- bis zur C-Jugend

an dem Wettbewerb.

Jedes Kind erhielt eine Erinnerungsmedaille.

Zudem gab es

zahlreiche Sonderpreise für die

Mannschaft mit dem besten Vorbildcharakter

(TuS Schwachhausen),

das schönste Maskottchen

(TSV Bassen), das umweltfreundlichste

Team (VfL Breese/Langen-

dorf) sowie für die Mannschaft

mit der originellsten

WM-Idee 2010 (TSV

Ladbergen). Der TuS

Tarmstedt präsentierte

abseits der Zeltstadt auf

dem Sportgelände am

Wendohweg zudem auch

ein Torwandschießen sowohl

für Mannschaften

als auch für Einzelspieler.

Das Turnier auf dem

Rasen gewann bei den

C-Junioren die JSG Langwedel

(Kreis Verden) vor

ASD Minervino. Bei den

D-Junioren setzte sich die

JSG Wörpe (Kreis Oster-

„TEAM 2011-Outfit“. Die erst zur Saison 2009/10 neu gegründete

E-Mädchenfußballmannschaft des TuS Bröckel spielt im NFV-Kreis

Celle bereits mit durchschlagendem Erfolg auf Kreisebene. Nach dem zuvor

schon überraschenden Kreistitelgewinn bei der Hallenkreismeisterschaft

folgte jetzt auch der Kreispokalerfolg. Nach torlosem Pokalfinale

folgte das spannende Siebenmeterschießen gegen die FG Wohlde, welches

die Bröckeler dann knapp mit 3:2 für sich entscheiden konnten. Eckart

Borges (Vorsitzender des Celler Kreisschul- und Jugendfußballausschusses)

überreichte nach der Siegerehrung den gewonnenen neuen

Satz Trikots, der im Vorfeld zur FIFA-Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft

2011 in Deutschland vom DFB gesponsert wird. Im TEAM 2011-Outfit präsentierten

sich stolz die auf Anhieb sehr erfolgreichen Nachwuchsspielerin

(stehend von links): Lena Neumann, Marei Berkhan, Chantal Meyer, Vivien

Radtke, Rieke Depenau und (vorne sitzend) Trainer und TuS-Jugendleiter

Thorsten Kampe, Franka Kampe, Lena Oelmann, Lia Ebrahimi, Pia

Schmidt und Co-Trainerin Fabrina Körner. Es fehlen auf dem Foto: Mara

Stobinski und Marieke Wittenberg. Horst Friebe

Die Organisatoren des Tarmstedter Nachwuchsturniers

(stehend von links): Lars Friedrichsen,

Tobias Zöller sowie (sitzend) Gerd

Müller, Katharina Eckhoff und Klaus Piel.

holz) vor dem VfL Breese/Langendorf

durch. Der SV Blau-

Weiß Beelen I (Kreis Warendorf)

behielt vor der eigenen Zweitvertretung

die Oberhand.

Die weiteste Anreise nahmen

die C- und D-Junioren des

ASD Minervino (bei Bari) auf

sich. Die Italiener legten eine

Strecke von rund 2.200 Kilometern

zum Turnier des TuS Tarmstedt

zurück.

Um die Verpflegung der

großen Zeltstadt kümmerte sich

Katharina Eckhoff, die von zahlreichen

Eltern unterstützt wurde.

Federführend organisiert

wurde diese Mammutveranstaltung

von Lars Friedrichsen,

Gerd Müller, Tobias Zöllner und

Klaus Piel. Sie konnten sich auf

die helfenden Hände vieler Mitarbeiter

des TuS Tarmstedt verlassen.

Die fleißigen Helfer leisteten

einen wichtigen Beitrag

für eine tolle Veranstaltung.

Joachim Riegel

Fair ist mehr.

Dieser landesweite

Fair Play-Wettbewerb

des Deutschen

Fußball-Bundes würdigt

faires und nicht

alltägliches Spielverhalten.

So geschehen

Ende April

während der C-Juniorinnen-Kreisligabegegnung

zwischen

dem SV Beckedorf

und SV Garßen. Die

Gastgeber hatten

personell aufgrund

von Krankheiten nur

sieben Spielerinnen

zu Matchbeginn an

Bord. Nach rund einer Viertelstunde verletzte sich eine Beckedorferin

und schied aus. Bianca Lüßmann, erfahrene Mädchenfußballtrainerin

des SV Garßen, reagierte schnell und nahm zum fairen Kräfteausgleich

spontan eine SVG-Akteurin vom Platz. Das fortgeführte Spiel „Sechs

gegen Sechs“ hatte dadurch einen angemessenen Endstand mit einem

großen Gewinner: Es siegte die vorbildliche Einstellung „Fair ist mehr“.

Jens-Holger Linnewedel (Vorsitzender NFV-Kreis Celle) nahm nun bei

einem Mädchenturnier die Ehrung vor und überreichte Bianca Lüßmann

DFB-Urkunde, Spielball und T-Shirt mit DFB-Logo und passender Aufschrift:

„Fair geht vor“. Horst Friebe


Bundesligisten im

Finale unter sich

Bayer 04 Leverkusen gewinnt den VGH-Cup

Beim VGH-Cup 2010 von SV

Eintracht Lüneburg haben die

Bundesliga-Nachwuchskicker die

Treppchenplätze erreicht. Bester

heimischer Verein wurde mit den

U 11-Junioren der Hallenbezirksmeister

TSV Adendorf.

Bevor der Bundesliga-Neuling

FC St. Pauli am 1. Juli seine

Visitenkarte bei der Eintracht in

Lüneburg abgibt, gab es ein

Hauch von Bundesliga-Luft schon

mal bei den U 11-Junioren zu

spüren. SV Eintracht Lüneburg

hat in Kooperation mit den U 11-

Verantwortlichen des Hamburger

SV einen Leistungsvergleich des

Jahrgangs 1999 organisiert. Dieser

mit Bundesliga-Nachwuchskickern

gespickte VGH-Cup 2010

hatte es in sich.

Neben den Bundesligaklubs

VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen,

Eintracht Frankfurt und Hamburger

SV war mit dem FC Kopenha-

Triple für

TuS Wustrow

Der TuS Wustrow spielte

im Fußballkreis Lüchow-

Dannenberg bei den Alten

Herren den Triple-Gewinn

ein. Nach der Hallen- und

Feldkreismeisterschaft sicherte

sich der Verein mit einem

3:2-Finalsieg gegen den

MTV Dannenberg auch den

Kreispokalsieg. Der Spielausschussvorsitzende

Christian

Böhnsch hob bei der Meis-

gen auch noch internationaler

Besuch aus Dänemark zu Gast.

Beim Hamburger SV spielt mit

Timon Müller ein Lüneburger

Talent. Sein Vater, der früher bei

der SVE spielte, hat das Turnier

ins Leben gerufen und mit vielen

fleißigen Helfern organisiert.

Der ewige Zweite Bayer 04

Leverkusen behielt mit 2:1 im

Finale, welches auf Kleinfeld mit

Linienrichter gespielt wurde,

schließlich über Eintracht Frankfurt

die Oberhand. Der Hamburger

SV entschied mit 1:0 über

Fortuna Düsseldorf das Spiel um

Platz drei für sich und Lokomotive

Leipzig erreichte im Siebenmeterschießen

gegen VfL Wolfsburg

Platz fünf.

Eintracht Braunschweig gewann

souverän mit 4:0 gegen

Kopenhagen Platz sieben und

bester heimischer Vertreter wurde

der TSV Adendorf nach einem

terehrung hervor, dass der

TuS Wustrow das Maß aller

Dinge im Altliga-Fußball ist.

Bei der Altliga-Landesmeisterschaft

musste sich der

Triple-Sieger nach der Vorrunde

geschlagen geben,

zeigte aber trotz einiger Ausfälle,

dass er auch auf Landesebene

mithalten kann.

Andreas Koopmann

Bayer 04 Leverkusen gewann in Lüneburg den VGH-Cup 2010.

0:1 gegen Babelsberg 03 mit

Platz zehn. Holstein Kiel gewann

4:2 gegen MTV Treubund Lüneburg

und wurde Elfter. Der VfB

Lübeck bezwang die Gastgeber

mit 3:2 und sicherte sich den 13.

Bezirk Lüneburg

Platz. Die JFC Heidetal sprang

kurzfristig für Tennis Borussia Berlin

ein und wehrte sich tapfer gegen

den TuS Reppenstedt mit 8:9

gegen den letzen Platz.

Michael Paul

Trauer um Jörg Wons

Der Kreisfußballverband Lüchow-Dannenberg

trauert

um Jörg Wons (FSGSüdkreis),

der im Alter von 50 Jahren viel

zu früh verstarb.

Jörg Wons war seit 1982

ein Schiedsrichter aus Leidenschaft,

zunächst in Hannover

und ab 1986 in Lüchow-Dannenberg.

Er begleitete rund 15

Jahre den Schiedsrichter-Austausch

mit dem Kreis Uelzen.

Jörg Wons war im Kreisfußballverband

Lüchow-Dannenberg

äußerst beliebt, stets hilfsbereit

und hatte immer ein offenes

Ohr für seine Mitmenschen.

„Seine umgängliche Art war

geschätzt, denn Wons übte sein

Ehrenamt mit Hingabe, aber

auch stets mit Fingerspitzengefühl

aus“, betonte der Kreisvorsitzende

Karl-Hermann Ahlers.

Jörg Wons führte seit 2007

die Finanzen und bekleidete seit

2009 den Posten des Schriftführers

im Fußballkreis Lüchow-

Dannenberg. Der Kreisfußballverband

verliert einen hochgeschätzten

und äußerst kompetenten

Mitarbeiter und trauert

mit der Familie.

Die SG Salzhausen-Garlstorf errang schon mehrere Wochen vor dem Saisonende ohne jeglichen Punktverlust die Meisterschaft in der

1. Kreisklasse Harburg. – Unser Foto zeigt die Mannschaft mit (untere Reihe von links) Betreuer Ansgar Bender, André Uebeler, Alexander Richter, Frank

Schlamilch, Heiko Spee, dahinter Björn Selle, Steffen Kruse, Jens Holst, Momo El-Chafei und Betreuer Manuel Meyer sowie (obere Reihe von links) Torwarttrainer

Marco Gogolinski, Trainer Peter Hofmann, Cassian Oertzen, Christopher Ramm, Maik Schmidt, Florian Freundlich, Patrick Lübberstedt, Sven

Holst, Bennet Ramm, Christian Zandecki, Volker Grabowski, Lennart Marten und Physiotherapeut Sven Viebrock. Es fehlen Henning Witte und Milan

Carl. Foto: Balzer

Juli 2010 71


Bezirk Lüneburg

72

Die Spielzeit 2009/10 ist zu Ende.

Das Saisonende wurde im

Lüneburger Vamos gefeiert. Daneben

gab es Ehrungen und Auslosungen.

Gewinner der Tombola

waren der TuS Hohnstorf und der

SV Karze. „Der Fußball soll sich

einmal selbst feiern“, sagte NFV-

Kreisvorsitzender Christian Röhling

in seinen Begrüßungsworten.

Die Fußballnacht 2010 wurde

vom Kreisvorsitzenden Röhling

ins Leben gerufen und fand

erstmalig statt. Schade nur, dass

nicht so viele Besucher wie erwartet

kamen. Die Veranstaltung

hatte mit dem Länderspiel

Ungarn – Deutschland und dem

Grand Prix in Oslo ordentlich

Konkurrenz, und so zog es nur

etwa 200 Gäste ins Vamos.

Trotzdem wollte der NFV-Kreis

Juli 2010

Beim MTV Sodersdorf gibt es

die „beste Bratwurst”

Nacht der Fußballer im Lünburger Vamos hatte Konkurrenz in Oslo

Kann sich am besten konzentrieren, wenn sie böse guckt: Schiedsrichterin

Anne-Kathrin Heuer (TuS Brietlingen, links) mit Dirk Böge und der Vereinsvorsitzenden

des SV Karze, Daniela Schöning.

Lüneburg Preise verteilen. Mit

dem Tina-Turner-Hit „Simply the

Best“ begannen die Ehrungen.

So wurden die B-Juniorinnen

von Eintracht Lüneburg, trainiert

von Linda Kunzelmann, und die

U 14-Junioren vom MTV Treubund

Lüneburg, trainiert von

Manfred Vogt, zur besten

Mädchen- bzw. Jungenmannschaft

geehrt und erhielten einen

Scheck und Bälle von Matthias

Hebrock (Cartoflex).

Johanna Nickel (TuS Reppenstedt)

wurde von Britta Carlson

(Ex-DFB-Nationalspielerin

und mit Turbine Potsdam 2005

UEFA-Cup-Siegerin) als beste

Frauenspielerin ausgezeichnet.

Seit 2007 ist Britta Carlson beim

VfL Wolfsburg Co-Trainerin der

Frauen-Bundesligamannschaft

Die Torpiraten des SV Holdenstedt (Kreis Uelzen) gehen

seit Wochen auf Beutezug. Dank dreier Sponsoren (Holdenstedter

Hof, Autoservice Hoffmann und der Firma Holzbau

Schütte) konnten die passenden Trikots für die kleinen Seeräuber

der Fußball-G-Jugend erbeutet werden. Mit viel Freude

wurde die Sportkleidung von den Piraten des SV Holdenstedt

in Empfang genommen. Bei einem Nachwuchsturnier in

Suderburg lehrten die Spieler ihre Gegner auch gleich das

Fürchten. Ein toller zweiter Platz mit vielversprechenden

Spielzügen war das Ergebnis. Bei dieser Mannschaft handelt

es sich um die jüngste am Spielbetrieb teilnehmende Mannschaft

des SV Holdenstedt (Jahrgang 2004 und jünger).

und nun als WM-Botschafterin

unterwegs. Für Johanna hatte

sie als Preis zwei Tickets für die

Viertelfinalpartie der WM 2011

in Wolfsburg dabei. Anne-

Kathrin Heuer (TuS Brietlingen)

und Jakob Dally (Eintracht Lüneburg)

erhielten vom NFV eine

Sportausrüstung als beste/r

Schiedsrichter/in. „Am besten

kann ich mich konzentrieren,

wenn ich böse gucke“, sagte

die Schiedsrichterin.

Der MTV Sodersdorf hat

nicht nur die „beste Bratwurst“,

er erhielt wegen der „angenehmsten

Atmosphäre“ in der

Kategorie „Beste Sportanlage“

den Preis, den Mittelfeldspieler

Frank Schmidt entgegen nahm.

Direkt aus der A-Jugend kam

Stefan Wolk (FC Hansa Lüneburg)

und wurde als bester

Oberliga-Spieler gekürt.

Er darf sich bei Sport AS eine

Ausrüstung zusammenstellen.

Frank Dühring (SV Scharnebeck)

wurde bester Trainer. Er

gewann mit seiner Elf die Kreisliga-Meisterschaft

und den

Kreispokal, blieb aber bescheiden:

„Das liegt an der Mannschaft.

Die Jungs müssen wollen,

und sie wollten. Ich musste

sie nur bei Laune halten.“ „Das

liegt am Trainer“, konterte die

Mannschaft zurück. Jan Kirchenberg

(TuS Reppenstedt),

Torschützenkönig der abgelaufenen

Saison, konnte leider die

Trophäe nicht entgegen nehmen,

da er bereits im Urlaub in

Dänemark war.

Spannend wurde es zum

Ende noch einmal bei der Auslosung.

Erst wurde die 1. Run-

de des Herren-Kreispokals gezogen

und dann die Tombola-

Mannschaften. Für einen Lospreis

von 25 Euro konnte ein

Spiel gegen die U 23 von Hannover

96 oder die Toto-Lotto

Traditionsmannschaft gewonnen

werden. Der TuS Hohnstorf

hatte wohl richtig investiert.

Denn mit Hohnstorf zog Jens

Rehhagel (Jugendkoordinator

im Leistungszentrum von Hannover

96), Sohn vom bekannten

Erfolgstrainer Otto Rehhagel,

den TuS gleich drei Mal.

Doch die Bedingungen sagten,

dass für jeden Verein nur eine

Mannschaft gewinnen kann.

Somit ging im vierten Anlauf

die Toto-Lotto Mannschaft an

den SV Karze.

Bei der Tombolaauslosung

war die Punktevergabe in Oslo

jedoch spannender und so

drängten sich viele Gäste vor

der VIP-Lounge, um Lenas Sieg

vor dem Fernseher zu verfolgen.

Daher fragte sich der NFV-

Kreisvorsitzende Röhling auch,

ob sich die viele Vorbereitungsarbeit

gelohnt hat, auch wenn

die Idee und Umsetzung toll

waren. Viele Vereine hatten

auch eigene Abschlussveranstaltungen

und der letzte Spieltag

auf Bezirksebene fand ebenfalls

am Veranstaltungstag statt.

Wenn Mannschaften erst gegen

20 Uhr Abpfiff bei einem

Auswärtsspiel haben, fällt es ihnen

wahrscheinlich nicht so

leicht, direkt zum Feiern zu

fahren. „Falls wir die Veranstaltung

noch mal wiederholen,

dann wohl lieber erst eine Woche

nach dem letzten Spieltag“,

räumte Röhling ein.

Zum Abschluss wurde neben

einer erfolgreichen Saison

nicht nur der 3:0-Sieg von

Deutschland über Ungarn, sondern

auch der Grand Prix-Sieg

von Lena Meyer-Landrut trotzdem

gefeiert. Michael Paul


VfL Oythe und TuS Esens

stellen die fairsten Teams

Der NFV-Bezirk Weser-Ems zeichnet die Fair Play-Cup-Sieger aus

Die C-Junioren vom VfL Oythe

und die B-Junioren des TuS

Esens sind die fairsten Teams der

Saison 2009/2010 im NFV-Bezirk

Weser/Ems. In der Sportschule

Lastrup wurden die beiden

Mannschaften im Rahmen des

Fair Play-Cups von Bezirksjugendobmann

Dieter Ohls und dem Fair

Play-Beauftragten Gerhard Walter

ausgezeichnet und mit einem

Geldgutschein belohnt.

Den C-Junioren aus Oythe,

die auch mit der Teilnahme am

traditionellen Abschlusscamp in

Barsinghausen belohnt wurden,

folgten auf den weiteren Plätzen

die Teams von SG Holdorf/Langenberg,

Hansa Friesoythe, Quitt

Ankum, JSG Glane/Bad Iburg

und TuS Obenstrohe. Auch sie

erhielten Geld- und Sachspenden.

Neben den Vertretern des

Bezirksjugendausschusses hoben

auch der stellvertretende Bezirksvorsitzende

Theo Christians

und der bekannte Fan-Forscher

Prof. Dr. Gunter A. Pilz von der

Universität Hannover die Leistungen

der Jugendlichen hervor.

Die 28. Auflage des Nordhorner

Pfingst-Cup, ausgerichtet vom

VfL Weiße Elf aus dem NFV-Kreis

Grafschaft Bentheim, war ein voller

Erfolg. Bei herrlichem Fußballwetter

an beiden Turniertagen herrschte bei

dem größten C-Juniorenturnier der

Region Spannung bis zum letzten

Pfiff. In einem temporeichen Endspiel,

in dem sowohl in der regulären

Spielzeit als auch in der Verlängerung

kein Treffer fallen wollte, behielt

der FSV Budissa Bautzen

schließlich im Elfmeterschießen mit

4:3 die Oberhand gegen den Bezirksoberligisten

SV Reislingen-Neuhaus.

Platz drei belegten HSC Hannover

und BSC Acosta Braunschweig,

die auf ein Elfmeterschießen

verzichteten und sich statt-

Auch bei den B-Jugendlichen

wurden die sechs fairsten

Teams mit Präsenten und einer

Geldspende, gestiftet von der

AOK Niedersachsen, ausgezeichnet.

Hinter dem siegreichen TuS

Esens folgten die Mannschaften

von JFV Norden, SG Egels-Popens,

BW Papenburg, VfL Wildeshausen

und Germania Wiesmoor

auf den Plätzen. Volker

Marnowsky von der AOK bedankte

sich auch bei diesen

Teams für ihr vorbildliches Auftreten

auf und neben dem Fußballplatz.

Prof. Dr. Pilz kam in seinen

Ausführungen auch auf das

Problem gewaltbereiter Hooligans

zu sprechen. Zur Überraschung

aller Anwesenden war

Pilz zu der Erkenntnis gelangt,

dass sich die Problematik durch

alle Gesellschaftsschichten ziehe

und bei Gewaltexzessen auch

viele Akademiker beteiligt seien.

Bei der Vermeidung von Aggressionen

komme insbesondere den

Trainern eine wichtige Vorbildfunktion

zu.

So war es nicht verwunderlich,

dass zwei Mannschaften

auch ihren Trainer zur Fair Play-

Ehrung beglückwünschen durften.

Jürgen Hülsmann von der

Turniersieg für

Budissa Bautzen

28. Nordhorner Pfingst-Cup mit 21 Teams

dessen das für Rang drei ausgelobte

Preisgeld teilten.

Insgesamt gingen 21 Teams

aus ganz Deutschland an den

Start. „Viele der Gastvereine

kommen bereits seit Jahren nach

Nordhorn, so dass schon sehr

viele Freundschaften untereinander

entstanden sind”, erklärt

Malte Naumann, Jugendleiter

des VfL Weiße Elf. Das Siegerteam

war allerdings erst zum

Bezirk Weser-Ems

JSG Glane/Bad Iburg lag bei den

C-Junioren vorne und bei den B-

Junioren Michael Wendland (TSV

Abbehausen). Dieser konnte bereits

zum zweiten Mal die Auszeichnung

als fairster Trainer entgegen

nehmen. Theo Christians

und Dieter Ohls bedankten sich

abschließend noch einmal bei der

AOK Niedersachsen, ohne deren

Engagement die Durchführung

dieses Wettbewerbs nicht möglich

wäre. Peter Bartsch

Die C-Junioren des VfL Oythe (in rot) und die B-Junioren des TuS Esens

stellten sich zusammen mit den Offiziellen von NFV und AOK zum gemeinsamen

Gruppenfoto.

Der Bambini-Cup, das alljährliche Fußballturnier

des Fußballkreises Wilhelmshaven für Kindergartenmannschaften,

zog auch in diesem Jahr wieder Hunderte begeisterte

Kinder und Eltern in seinen Bann. 14 Mannschaften

konnten die Organisatoren Katja und Dietmar Bröckerhoff

auf der Sportanlage der DJK Schwarz-Gelb Wilhelmshaven

begrüßen. „Es war wie immer eine Freude, den Kindern zuzusehen“,

so die Organisatoren. Einige Mannschaften hatten

ihre eigenen Cheerleadergruppen dabei und nicht selten

ging sogar die „LaOla-Welle“ um den Platz. Am Ende

erwies sich der Kindergarten Christus-König (Foto) als die

beste Mannschaft in diesem Jahr; doch auch alle anderen

Teams überzeugten durch ihr fußballerisches Können. Einen

besonderen Dank richteten die Verantwortlichen aus dem

NFV-Kreis Wilhelmshaven an die Sponsoren sowie an die

Schiedsrichter, die nicht nur die Spiele leiteten, sondern den

jungen Spielerinnen und Spielern auch jederzeit mit Rat

und Tat zur Seite standen. Für die passende Moderation

sorgte DJ Achim. Angelika List

zweiten Mal am Start. „Im Sommer

2008 lernten sich Nordhorner

und Bautzener C-Jugendfußballer

während einer Fußball-Ferienfreizeit

des DFB, die sie als

Jugendförderpreissieger gewonnen

hatten, in Österreich kennen.

Seitdem pflegen beide

Clubs ein sehr freundschaftliches

Verhältnis”, sagt Malte Naumann,

der die C1-Junioren des

Turnierausrichters trainiert. Und

auch sein Team hatte einen

Grund zum Jubeln, gewann es

doch den Team-Torwand-Cup.

Nicht nur deshalb zogen

Malte Naumann und sein mehrköpfiges

Organisationsteam ein

positives Fazit des Pfingstwochenendes.

Die 29. Auflage im

Juni 2011 ist bereits in Planung,

denn: „So ein großes Turnier, das

nicht nur Werbung für den Jugendfußball,

sondern für die gesamte

Sportstadt Nordhorn ist,

muss noch lange fortgeführt werden“,

erklären die Turnierausrichter.

Die ersten Anmeldungen auswärtiger

Vereine waren bereits

wenige Minuten nach der Siegerehrung

eingegangen.

Hendrik Hohenberger

Juli 2010 73


Bezirk Weser-Ems

74

Spannende Spiele mit vielen

Toren prägten das traditionelle

Jugendfußballturnier „Kinder

kicken für Kinder“ des FC Friesische

Wehde Zetel.

Zu der 14. Auflage der Veranstaltung

waren 44 Mannschaften

aus der gesamten Region angereist.

Bei den G-Junioren hatte

Werder Bremen am Ende die Nase

vorn. Der Bundesliga-Nachwuchs

bezwang im Endspiel den

FC Huchting mit 3:1. Im Duell der

F-Junioren feierte der TV Jahn

Delmenhorst im Finale einen klaren

8:0-Sieg gegen den TV Neuenburg.

Ebenfalls deutlich fiel das

Endspiel bei den E-Junioren aus.

Die Talente des WSC Frisia Wilhelmshaven

setzten sich gegen

den TSV Abbehausen mit 6:0

durch.

Die abschließende Siegerehrung

im Eschstadion nahmen Zetels

Bürgermeister Heiner Lauxter-

Der Hagener SV (Foto) ist Osnabrücker Kreispokalsieger der Altsenioren

Ü 40. Der SV konnte sich auf eigener Sportanlage in einem

spannenden Finale gegen die Sportfreunde Lechtingen mit 5:1 durchsetzen.

Hagen hatte im Halbfinale die Ü 40 vom VfR Voxtrup mit 3:1 besiegt, die SF

Lechtingen bezwangen dort den SV Hellern mit 7:2. Peter Müller

In Ostfriesland fand mit Unterstützung

der Fußballkreise Aurich, Emden und

Leer die 2. Fußball-Familien-Weltmeisterschaft

statt. Insgesamt 32 Familien kämpften an neun

Spielorten in den Gemeinden Krummhörn,

Hinte und Emden, die kurzerhand in die südafrikanischen

WM-Orte umbenannt wurden,

um den Titel. Am Ende setzte sich die Familie

Ukena (Uruguay) im Finale in Pewsum mit 3:0

gegen Familie Nessen (Japan) durch. Chef-Organisator

Hans-Gerd Ukena zeigte sich mit der

Veranstaltung und dem Erlös von weit über

30.000 Euro zugunsten des Elternvereins

krebskranker Kinder mehr als zufrieden. Unser

Foto zeigt den Einlauf der Familien Krause/Ahrendt

(Slowenien) und Ommen (Algerien) zum

Vorrundenspiel der Gruppe C in Emden-Conrebbersweg

(Rustenburg). Fotos: Bartsch

Juli 2010

Kinder kicken in

Zetel für Kinder

Erste Plätze für Werder, Jahn und Frisia

mann sowie die Bundestagsabgeordneten

Karin Evers-Meyer und

Hans-Werner Kammer vor. Den

Fußballkreis Friesland vertrat

Kreisschiedsrichterobmann Günter

Neumann, der vom guten Niveau

der Spiele und natürlich auch von

seinen Schiedsrichtern sehr angetan

war.

Zufrieden mit dem gesamten

Turnierablauf zeigte sich FC-Jugendleiter

Uwe Krüger. Der Erlös

der Veranstaltung fließt wiederum

einem gemeinnützigen Zweck zu.

Einen ganz prominenten Gast

konnte der Turnierleiter mit dem

ehemaligen Nationalspieler Uwe

Reinders in Zetel begrüßen, der

sich von den Leistungen der hoffnungsvollen

Talente überzeugen

ließ. Der ehemalige Profi-Fußballer

richtet vom 5. bis 8. Juli in enger

Zusammenarbeit mit dem FC Zetel

ein „Fußball-Camp“ aus.

Heinz Lange

Mitunter auch rustikal kämpften die kleinen Fußballer (hier der Nachwuchs

von Werder Bremen) beim Jugendturnier „Kinder kicken für Kinder“

in Zetel.

In Ganderkesee fiel der Startschuss für den neuen Lehrgang zur Trainer

C-Lizenz Breitenfußball im NFV-Kreis Oldenburg-Land. Sie ist eine der bedeutendsten

Lizenzen im Amateurfußball und damit eine wichtige Investition

in die Jugendarbeit und Nachwuchsförderung. Die 120 Lerneinheiten umfassende

Ausbildung wird mit einer theoretischen und praktischen Prüfung abgeschlossen.

Die 22 Teilnehmer aus dem Oldenburger Land und Delmenhorst

sind: Fabian Afken, Matthis Geerken, Fabian Wielgusiak (alle TuS Vielstedt),

Bastian Flege, Hartmut Lachmann, Arne Reil (alle VfL Wildeshausen), Sonja

Hecht (TuS Heidkrug), Wiebke Heudebült, Maurice Kulawiak, Fabienne Lenek,

Melanie Rohrmann-Ullner (alle VfL Stenum), Erwin Hevemeyer (FC Huntlosen),

Christian Hoch, Enno Pöpken (beide SV Tungeln), Tim Hoffmann (TuS Hasbergen),

Orhan Isik (Auswahltrainer Delmenhorst), Mike Trojan (FSJ Harpstedter

TB), Ralf Kuchenbuch (Delmenhorster BV), Falk Ölkers, Ralf Sager, Ulrike Seng

(alle Jahn Delmenhorst) und Andre Steinke (Delmenhorster TB). Doris Klaassen


Was für ein Finale in der B-Juniorinnen-Kreisklasse Ammerland in

Nordloh. Im letzten Punktspiel der Saison standen sich die Gastgeberinnen

vom SV Gotano und der punktgleiche VfL Edewecht gegenüber. Da Gotano

aber das wesentlich bessere Torverhältnis hatte, reichte trotz zwischenzeitlichen

Rückstandes letztlich ein 1:1-Unentschieden zur viel umjubelten

Meisterschaft. Damit errang die seit fünf Jahren zusammenspielende Mannschaft

erstmals in der Vereinsgeschichte einen Meistertitel für den

Mädchenfußball beim SV Gotano. Staffelleiter Thomas Sühling überbrachte

nach Spielende den obligatorischen Meisterball und gratulierte der Mannschaft

zu dem historischen Erfolg. Unser Foto zeigt die Meistermädchen mit

(hinten v.l.) Rieke Berger, Ines Schulte, Co-Trainer Axel Eickhorst, Trainerin

Vera Santen, Lisa Janßen, Jennifer Reil und (vorne v.l.) Frederike Lannte, Jasmin

Reil, Michelle Pülscher, Lisa Weerts, Sophie Eickhorst sowie Susanne

Reil. Axel Eickhorst/Foto: Monika Eickhorst

Der SV Hellern wurde seiner Favoritenrolle im Endspiel um den

Krombacher-Pokal des Fußballkreises Osnabrück-Stadt gerecht und gewann

das Finale vor zahlreichen Zuschauern in Voxtrup gegen den VfB

Schinkel mit 9:0. Der Kreisligist aus Hellern beherrschte den zwei Klassen

tiefer spielenden VfB klar, was die zum Teil mit Bussen angereisten Fans aus

Hellern natürlich begeisterte. Mit Trommeln, Tröten und Sprechchören feierten

sie einen würdigen Pokalsieger, wobei das unterlegene Team des VfB

Schinkel als Vizemeister um den Krombacher-Pokal ebenfalls einen nie geglaubten

Erfolg verbuchen konnte. Unser Foto zeigt die beiden Finalisten

aus Hellern (dunkle Trikots) und Schinkel nach der Siegerehrung. Peter Müller

Toto-Lotto

Niedersachsen

... hat auch in der Saison 2009/

2010 wieder fünf Mannschaften

aus dem NFV-Bezirk Weser/Ems

ausgerüstet. Der Bezirksvorsitzende

Ferdinand Dunker und die

Frauenmannschaften von TB

Twixlum, Grenzland Laarwald,

FSV Westerstede, TV Jahn Delmenhorst

und STV Barßel bedankten

sich bei Toto-Lotto für

Sporttextilien im Wert von jeweils

1.600 Euro pro Team.

Peter Bartsch

Bezirk Weser-Ems

Die Spielvereinigung Gödens im Fußballkreis Friesland erlebt

in diesem Jahr ein sportliches Hoch. Nach der Meisterschaft der ersten

Mannschaft in der 1. Kreisklasse holte auch die Reserve vorzeitig den Meistertitel

in der 2. Kreisklasse. Spielausschussmitglied Dieter Fleck (rechts)

überreichte vor dem letzten Punktspiel den Meisterpokal und einen Spielball

an Mannschaftskapitän Marco Hamacher. Foto: Lehmann

Novum für Leer. Die demografische Entwicklung hat auch die Sportvereine

erreicht. So hat diese Erkenntnis die Rheiderländer Vereine Heidjer SV,

TuS Holthusen, Teutonia Stapelmoor und TuS Weener dazu veranlasst, gemeinsam

einen Jugendförderverein zu gründen. Im Beisein des Kreisvorsitzenden

Johann Schön, des Kreisjugendobmannes Hermann Weiland und des Schiedsrichterobmannes

Helmuth Venekamp fand küzlich die Gründungsversammlung

statt. Auch NFV-Jugendobmann Walter Fricke ließ es sich nicht nehmen, an der

Gründung des ersten Jugendfördervereins im NFV-Kreis Leer teilzunehmen.

Der neu gewählte Vorstand: 1. Vorsitzender Andreas Sinningen, stellvertretende

Vorsitzende sind Marco Lübbers (Finanzen), Stefan Winterboer (Schriftwesen),

Rüdiger Herter (Organisation und Spielwesen), Jörg Koetzenruyter (Sponsoring)

und Rudi Meyer (Presse). Die Vorsitzenden der beteiligten Vereine, Renhard

Rolfsema (Heidjer SV), René Bevers (TuS Holthusen), Egge Mansholt (Teutonia

Stapelmoor) und Karl-Heinz Schüür (TuS Weener), fungieren als Beisitzer.

Für den Start mit jeweils zwei A-, B- und C-Junioren sowie zwei B-Juniorinnen

erhielt der JFV Oberrheiderland von der Firma Weener Plastik 5.000 Euro als

Startkapital und vom NFV-Kreis Leer für jede Mannschaft einen Spielball. Unser

Foto zeigt (v.l.) Hermann Weiland, Johann Schön, Rüdiger Herter, Jörg Koetzenruyter,

Andreas Sinningen und Walter Fricke. Foto: Venekamp

Juli 2010 75


Bezirk Weser-Ems

76

Trainer und Betreuer

haben ihren Anteil

Sepp-Herberger-Preis für Borussia Ringe

Die SG Borussia Ringe aus der

Grafschaft Bentheim hat in

diesem Jahr den Sepp-Herberger-

Preis für ihre langjährige gute

Nachwuchs- und Jugendarbeit in

der Fußballabteilung erhalten.

Kreisjugendobmann Harald Koning

überreichte die Urkunde an

den Jugendleiter Maik Suchowierz.

Der DFB zeichnet jedes Jahr

im gesamten Bundesgebiet zahlreiche

Vereine für besonders bemerkenswerte

Jugendarbeit aus.

Auswahlkriterium sind dabei keineswegs

nur sportliche Erfolge

wie Meisterschaften oder Pokalsiege.

Vielmehr zählt unter anderem

auch das Auftreten der Trainer

und Betreuer bei den Spielen,

sagte Koning bei der Preisverleihung

im Rahmen des Saisonabschlusses

der Seniorenabteilung

im Clubhaus der SG

Borussia.

Juli 2010

Der Kreisjugendobmann hob

die Bedeutung der Jugendarbeit in

den Vereinen hervor. „Wenn die

Städte und Gemeinden die Kosten

der Arbeiten übernehmen müssten,

die von den vielen Trainern

und Betreuern ehrenamtlich erledigt

werden, sähe dort die finanzielle

Lage noch viel schlimmer aus“,

sagte Koning. Von den Borussianern

wünschte sich der Kreisjugendobmann,

sich nicht auf dem

Preis auszuruhen. „Gebt weiter

Gas, damit ihr auch weiterhin so

einen guten Ruf im Grafschafter

Fußball habt“, forderte Koning.

Suchowierz versprach, den

„Kopf jetzt nicht in den Sand zu

stecken“. „Wir haben noch einiges

vor“, sagte Ringes Jugendleiter.

„Jeder Trainer und Betreuer

kann sich ein wenig auf die Schulter

klopfen, weil er Teil dieser

Auszeichnung ist“, meinte der

Vereinsvorsitzende Georg Koop-

Sieben Schiedsrichter des Fußballkreises Aurich wurden auf der

letzten Monatsversammlung der Saison 2009/10 im Sportheim von Ostfrisia

Moordorf geehrt. Gerhard Harms vom SV Wallinghausen ist seit 30 Jahren

Schiedsrichter und wurde dafür mit der Silbernen Kreisehrennadel ausgezeichnet.

Seit 15 Jahren ist Friedrich Schoon (Germania Wiesmoor) aktiver Spielleiter

und wurde aus diesem Grund mit der Kreis-Verdienstnadel geehrt. Die Schiedsrichter-Leistungsnadel

des DFB gibt es für Spielleiter, die mindestens auf Bezirksebene

pfeifen. Mit dieser Nadel wurden Immo Cramer (PSV Norden), Anke

Hölscher (TuS Westerende), Marvin Sneider (TuS Sandhorst), Hanno Ulferts (TSV

Holtrop) und Imke Wildemann (VfL Mullberg) geehrt. Unser Foto zeigt v. l. Friedrich

Schoon, Immo Cramer, Hanno Ulferts, Marvin Sneider, Anke Hölscher, Imke

Wildemann, Gerhard Harms und Bernhard Priebe, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses

im Fußballkreis Aurich. Hinrich Trauernicht

Preisverleihung bei der SG Borussia Ringe mit (Mitte von links) Bürgermeister

Jan-Wilhelm Pol, Maik Suchowierz und Harald Koning (mit Urkunde)

sowie Georg Koopsingraven (mit Ball), eingerahmt von den Trainern

und Betreuern der SG Borussia. Foto: Huisjes

singraven. Man werde auch weiterhin

alles dafür tun, den Kindern

und Jugendlichen das Vereinsleben

so angenehm wie möglich

zu machen. Auch der Bürgermeister

der Gemeinde Ringe, Jan-

Wilhelm Pol, freute sich über die

Auszeichnung für die Borussia.

„Wer in die Jugendarbeit investiert,

für den ist die Zukunft gesichert“,

sagte Pol in seinem kurzen

Grußwort. Andreas Huisjes

Der Osnabrücker SC hat die Kreispokalendspiele der E- und

F-Junioren gewonnen. Die F-Junioren besiegten SV Rasensport mit 3:1,

die E-Junioren waren sogar mit 5:1 gegen den SV Hellern erfolgreich. Beide

Spiele konnten vor guter Kulisse durchgeführt werden, da die kleinen

Kicker das Vorspiel zum Herrenfinale um den Krombacher-Pokal austragen

durften. Nicht nur die siegreichen Mannschaften, auch die Zweitplatzierten

dürfen sich zu Recht freuen, bis ins Finale vorgestoßen zu sein.

Unser Foto zeigt die erfolgreichen E-Junioren des OSC nach dem Finalerfolg

gegen den SV Hellern. Foto: Peter Müller

Meisterschale. Auf der Jahresabschlussfeier der SG

Neuscharrel/Altenoythe überreichte die Staffelleiterin der

Frauen-Bezirksliga Nord, Friedchen Baumann (ganz links), der

SG-Mannschaft die Meisterschale. „Ich bin sehr beeindruckt

von der familiären Atmosphäre hier im Verein und der tollen

Unterstützung seitens des Vorstandes und des Umfeldes. Das

ist beispielhaft.“ Entsprechend groß war die Freude bei den

Frauen, die in der kommenden Saison nun in der Landesliga

spielen. Zur Mannschaft gehören: Pia Peukert, Anna Peukert,

Andrea Berling, Jessica Löscher, Ann-Christin Janßen, Ramona

Keizer, Stefanie Bronn, Sahra Schlangen, Diana Block, Nina

Wolke, Eva-Maria Behrends, Tabea Themann, Merle Andersen,

Janine Lücking, Sonja Stammermann, Charlene Diekhaus, Evelyn

Bruns, Carina Cloppenburg, Ulrike Wieborg, Carina Heyens

und Michaela Möller sowie Trainer Gerd Berling, Torwarttrainer

Dieter Bronn und Betreuerin Silvia Bronn. Gerd Berling


Änderungen der Ordnungen

I. Änderungen der Spielordnung

§ 7

Wartefristen bei Vereinswechseln

von Amateuren

(2) Spielerlaubnis für Pflichtspiele

(2.1) Wechselperiode I:

Abmeldung bis zum 30. Juni und Eingang des Antrags auf

Spielerlaubnis bis zum 31. August

b) Bei Abmeldung des Spielers zum 30. Juni und Eingang

des Antrages auf Spielerlaubnis bis zum 31. August

kann die Zustimmung des abgebenden Vereins bis

zum 31. August durch den Nachweis der Zahlung der

nachstehend festgelegten Entschädigung ersetzt werden.

Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach der

Spielklassenzugehörigkeit der ersten Mannschaft des

aufnehmenden Vereins in dem Spieljahr, in dem die

Spielerlaubnis für Pflichtspiele erteilt wird. Bei einem

Vereinswechsel nach dem 1. Mai gilt die Spielklasse

der neuen Saison.

Die Höhe der Entschädigung beträgt bei Spielern der

1. und 2. Amateurspielklasse (3. Liga und Regionalliga)

oder höheren Spielklassen (Bundesliga

und 2. Bundesliga) 5.000,– Euro

3. Amateurspielklasse

(Oberliga Niedersachsen) 3.750,– Euro

4. Amateurspielklasse

(Landesliga) 2.500,– Euro

5. Amateurspielklasse

(Bezirksliga) 1.500,- Euro

6. Amateurspielklasse

(Kreisliga) 750,– Euro

7. Amateurspielklasse

(1. Kreisklasse) 500,– Euro

ab der 8. Amateurspielklasse

(2. Kreisklasse und darunter) 250,- Euro

Die Höhe der Entschädigung

beträgt bei Spielerinnen der

1. Frauen-Spielklasse

(Bundesliga) 2500,– Euro

2. Frauen-Spielklasse

(2. Bundesliga) 1000,– Euro

3. Frauen-Spielklasse 500,– Euro

unterhalb der

3. Frauen-Spielklasse 250,– Euro

Bei den festgelegten Entschädigungsbeträgen handelt

es sich um Nettobeträge.

Dies gilt auch für frei vereinbarte Entschädigungsbeträge.

Sofern bei dem abgebenden Verein Umsatzsteuer

anfällt, hat dieser eine Rechnung mit Umsatzsteuer-Ausweis

auszustellen.

§ 10

Spielberechtigung von Spielern innerhalb

verschiedener Mannschaften eines Vereins

(4) Werden Amateure oder Vertragsspieler in einem der letzten

vier Punktspiele oder einem der Punktspielserie nachfolgenden

Entscheidungs- bzw. Pokalspiel des Spieljahres in

einer oberen Mannschaft eingesetzt, dürfen sie ab diesem

Zeitpunkt an den Pflichtspielen einer unteren Mannschaft

bis zum Ende des Spieljahres nicht mehr teilnehmen.

Die spielleitenden Stellen der Kreise können hiervon

abweichende Regelungen in ihren Ausschreibungen

treffen.

§ 17

Altersklassen

(1) Im Herrenfußball werden keine Altersklassen festgelegt.

Spiele von Altherrenmannschaften regeln sich nach den

Ausschreibungen der spielleitenden Stellen.

Der Einsatz von Frauen in Alt-Seniorenmannschaften

ist zulässig.

(2) Das Spielen von Jugendlichen in Herrenmannschaften regelt

die Jugendordnung.

§ 18

Spielklassen

(2) Der Aufbau der Leistungsklassen von unten nach oben

gliedert sich wie folgt:

a) Herren:

Kreisklassen,

Kreisliga (je Bezirk bis zu 14 Staffeln),

Bezirksliga (je Bezirk bis zu 4 Staffeln, Bezirk Weser-

Ems bis zu 5 Staffeln),

Landesliga (je Bezirk 1 Staffel),

Oberliga Niedersachsen (eine Staffel)

b) Frauen:

Kreisklassen,

Kreisligen (je Kreis nicht mehr Staffeln als Aufstiegsplätze)

Bezirksliga (je Bezirk bis zu 3 Staffeln)

Landesliga (je Bezirk bis zu 2 Staffeln)

Oberliga Niedersachsen (2 Staffeln)

(3) Jeder Meister seiner Staffel steigt automatisch auf, soweit

nicht andere Bestimmungen der Spielordnung oder Ausschreibungen

der Spielinstanzen dem entgegenstehen. Die

Beschlussfassung über die Regelung des Auf- und Abstiegs

im Einzelnen obliegt

a) zwischen Oberliga Niedersachsen und Landesliga dem

Verbandsvorstand,

b) zwischen Landesliga und Bezirksliga sowie Bezirksliga

und Kreisliga dem zuständigen Bezirksvorstand,

c) zwischen Kreisliga und Kreisklassen dem zuständigen

Kreisvorstand.

§ 18c

Zulassung zur Oberliga Niedersachsen

(1) Vereine, die sich sportlich für die Oberliga Niedersachsen

qualifizieren, werden zum Spielbetrieb nur zugelassen,

wenn sie ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Sicherheitsmaßnahmen

baulicher, technischer, organisatorischer

und betrieblicher Art durch das nachstehend geregelte

Lizenzierungsverfahren des Niedersächsischen Fußballverbandes

nachweisen können.

Die sportliche Qualifikation ergibt sich aus der Abschlusstabelle

der Oberliga Niedersachsen (…) des laufenden

Spieljahres, aus den Bestimmungen des Niedersächsischen

Fußball-Verbandes und des DFB zum Auf- und Abstieg

zwischen der Regionalliga Nord und der Oberliga Niedersachsen

sowie den Bestimmungen des Niedersächsischen

Fußballverbandes zum Auf- und Abstieg zwischen

der Oberliga Niedersachsen und den Landesligen.

Die Zulassung wird jeweils für eine Saison erteilt.

(2) Zum Nachweis ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit

müssen diese Vereine dem Niedersächsischen Fußballverband

folgende Unterlagen vorlegen:

a) Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember

des abgelaufenen und des davor liegenden Kalenderjahres

(…). Diese Unterlagen sind von einem

Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Fachanwalt für

Steuerrecht mit einer Plausibilitätsbeurteilung zu versehen,

die den Verlautbarungen der Bundessteuerberaterkammer

entspricht.

b) Forderungsspiegel;

c) Verbindlichkeitsspiegel einschließlich der besonderen

Angaben über Kontokorrentkredite;

d) Bestätigung der Kreditinstitute über den Gesamtumfang

der geschäftlichen Beziehungen

e) Lagebericht des Vorstandes

f) Finanzplanung für das kommende Spieljahr (01.07. –

30.06.), bei Mehrspartenvereinen nur für die Sparte Fußball,

g) Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes und

der Verwaltungsberufsgenossenschaft,

h) Durchschrift der letzten Gemeinnützigkeits- oder Körperschaftssteuererklärung,

die dem Finanzamt eingereicht

wurde,

i) Gemeinnützigkeitsnachweis durch Vorlage des letzten

Freistellungs- bzw. Körperschaftssteuerbescheides des

Finanzamtes

j) Prüfberichte über durchgeführte Betriebsprüfungen von

Finanzverwaltungen und/oder Trägern der Sozialversicherungen

(10) Ein zum Spielbetrieb der Oberliga Niedersachsen nicht zugelassener

Verein wird der Landesliga zugeteilt.

§ 26

Pflichtspiele

(3) Der Staffelsieger der Oberliga Niedersachsen ist Niedersachsenmeister.

Die Staffelsieger der Landesligen

sind Bezirksmeister. Die Staffelsieger aller übrigen

Leistungsklassen sind entsprechend der Ausschreibung

Kreis- bzw. Staffelmeister. Mannschaften, die eine

Meisterschaft errungen haben, können sich bis zur Feststellung

des neuen Meisters „Meister“ nennen.“

§ 40

DFB-(NFV-) Pokalspiele

(1) Zur Ermittlung des Verbandspokalsiegers und der niedersächsischen

Vertreter an der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde

führt der Verbandsspielausschuss eine Pokalrunde durch,

an der nur die ranghöchsten Mannschaften der niedersächsischen

Vereine der 3. Liga, der Regionalliga und

Oberliga Niedersachsen sowie die vier Bezirkspokalsieger

des vergangenen Spieljahres (…) teilnehmen. Einzelheiten

regelt die Ausschreibung zum Verbandspokal.

Anhang I

Ergänzung der Spielordnung

für den Frauen- und Juniorinnenfußball

§ 2

Spielberechtigung von Juniorinnen /

Festspielen (neue Überschrift)

(1) Juniorinnen, die für Frauenmannschaften spielberechtigt

sind, können im Wechsel in Frauen- und Juniorinnen-

Mannschaften spielen, ohne dass ein Festspielen zwischen

Frauen- und Juniorinnenmannschaft erfolgt.

(2) Juniorinnen können im Wechsel

– in Junioren- und Juniorinnenmannschaften,

– in Frauen- und Juniorinnenmannschaften und

– in Mannschaften des Stammvereins und Gastvereins

spielen, ohne dass ein Festspielen erfolgt.

(3) Im Falle der Erteilung eines Zweitspielrechts für

mehrere Altersklassen können sich C- und B-Juniorinnen

auch für Mannschaften im Gastverein festspielen,

wenn sie dort in höheren Mannschaften derselben

oder einer höheren Altersklasse eingesetzt

werden.

(4) Aufbaumannschaften können auch ohne Punktwertung am

Frauen-Spielbetrieb auf Kreisebene teilnehmen.

§ 3 (neu)

Zweitspielrecht für Juniorinnen

(1) Jede Juniorin kann ein Zweitspielrecht für einen anderen

Verein erwerben. Das Zweitspielrecht ist auf einen

Gastverein beschränkt.

(2) Das Zweitspielrecht erteilt auf schriftlichen Antrag

der für den aufnehmenden Verein zuständige Aus-

Amtliche Bekanntmachungen

schuss in Absprache mit der zuständigen Spielinstanz,

jeweils für ein Spieljahr. Der Zeitraum der

Gültigkeit wird in einer Anlage zum Spielerpass vermerkt.

Einzige Voraussetzungen für die Erteilung eines

Zweitspielrechts sind das Bestehen einer gültigen

Spielerlaubnis für einen Stammverein im NFV und

dessen schriftliche Zustimmung. Sind diese Voraussetzungen

erfüllt, ist das beantragte Zweitspielrecht

zu erteilen.

Die für den Juniorinnenfußball zuständigen Ausschüsse

setzen die Verbandspassstelle zur Registrierung des

Zweitspielrechts unverzüglich nach Erteilung in Kenntnis.

Hat der Gastverein nach Ablauf des Spieljahres noch

Pflichtspiele auszutragen, verlängert sich das erteilte

Zweitspielrecht automatisch bis einschließlich des

Zeitpunktes der Austragung dieser Spiele. Im Übrigen

gilt die Regelung des § 9 Abs. 5 der Jugendordnung.

Wird der Antrag im laufenden Spieljahr eingereicht,

kann das Zweitspielrecht frühestens ab dem Tag des

Antragseingangs für den Rest des Spieljahres erteilt

werden. Der Antrag ist spätestens bis zum 31.1. eines

Jahres einzureichen.

In Sonderfällen entscheidet der Verbandausschuss für

den Frauen- und Mädchenfußball endgültig.

(3) Nach Ablauf der Gültigkeit des Zweitspielrechts lebt

die ursprüngliche Spielerlaubnis für den Stammverein

automatisch auf, ohne dass eine Wartefrist eintritt.

Dies gilt auch im Falle einer früheren Rückkehr zum

Stammverein, wenn der Gastverein zustimmt.

Zieht der gastgebende Verein während des Spieljahres

die Mannschaft der Altersklasse der Juniorin

zurück oder stellt den Spielbetrieb ein, so gilt die

Zustimmung zur Rückkehr in den Stammverein als

erteilt.

(4) Kehrt eine Juniorin vor oder nach Ablauf der Gültigkeit

des Zweitspielrechts nicht zu ihrem Stammverein

zurück, gelten die Bestimmungen für einen Vereinswechsel.

(5) Die Erteilung des Zweitspielrechts ist für alle Altersklassen

in den Spielklassen auf Kreis- und Bezirksebene

zulässig.

(6) Bei Erteilung eines Zweitspielrechts behält eine Juniorin

die Spielberechtigung in den Mannschaften ihres

Stammvereins.

Soweit beantragt, und die Voraussetzungen gem.

Abs. 2 erfüllt sind, ist das Zweitspielrecht auch für

höhere Altersklassen des Gastvereins zu erteilen. Dabei

ist die Festspielregelung gem. § 2 Abs. 3 dieses Anhangs

zu beachten.

(7) Mehr als die Hälfte der in einem Spielbericht eingetragenen

Spielerinnen müssen vereinseigene sein.

(8) B-Juniorinnen des älteren Jahrganges, die vom für

den Juniorinnenfußball zuständigen Ausschuss ein

Zweitspielrecht erhalten haben, können in Frauenmannschaften

ihres Stammvereins eingesetzt werden,

ohne dass das Zweitspielrecht erlischt. Der Einsatz in

Frauenmannschaften des Vereins, für den das Zweitspielrecht

besteht, ist nicht zulässig.

redaktionell: Die ursprünglichen §§ 3 – 6 werden zu 4 – 7.

Anhang 2

Strafbestimmungen als Bestandteil

der Spielordnung

I. Strafen gegen Vereine

(12) Fehlende Schiedsrichter gemäß § 11 SpO

pro fehlendem Schiedsrichter

Vereine bis zur Kreisliga 25,– bis 125,– Euro

Vereine der Bezirksliga und

Landesliga 40,– bis 200,– Euro

Vereine ab Oberliga Niedersachsen 50,– bis 250,– Euro

(gilt für alle Spielklassen, die seitens des Schiedsrichterausschusses

mit Schiedsrichtern angesetzt werden)

Anhang 3

Ausführungsbestimmungen zu § 18 Abs. 1

der Spielordnung

1. Vereine, die eine Herrenmannschaft zur Teilnahme am

Pflichtspielbetrieb der Niedersachsenliga oder Landesliga

melden, werden für diese Spielklassen nur zugelassen,

wenn sie mit mindestens zwei Juniorenmannschaften unterschiedlicher

Altersklassen (A- bis G-Junioren) im abgelaufenen

und neuen Spieljahr am Pflichtspielbetrieb teilgenommen

haben und teilnehmen werden.

Anhang 5

Richtlinien zur Verbesserung der Sicherheit bei Spielen

der Oberliga Niedersachsen

§ 2

Aufgaben und Zuständigkeiten

2.2

Es ist Aufgabe des Vereins, alle zumutbaren Maßnahmen zu

treffen oder auf diese hinzuwirken, die geeignet oder erforderlich

sind, die Sicherheit bei der Durchführung von Spielen der

Oberliga Niedersachsen oder dem NFV-Pokal auf der von

ihm genutzten Platzanlage bzw. von ihm genutzten Stadion

zu gewährleisten. Der Verein ist für das Verhalten aller

Personen verantwortlich, die in seinem Auftrag bei der Organisation

der Spiele der Oberliga Niedersachsen oder dem NFV-

Pokal mitwirken.

Juli 2010 79


Amtliche Bekanntmachungen

80

§ 3

Bauliche Maßnahmen

3.1 Grundsätze

3.1.1

Eine Platzanlage oder ein Stadion darf grundsätzlich nur dann

für die Austragung von Spielen der Oberliga Niedersachsen

genutzt werden, wenn sie in baulicher und technischer Hinsicht

den Sicherheitserfordernissen des NFV entspricht.

Die für den Bau und die technische Ausstattung der Platzanlage

und vorgeschriebenen wiederkehrenden Prüfungen geltenden

Gesetze, Verordnungen und Verwaltungsanordnungen

sind zu beachten.

3.1.2

Der Verein ist verpflichtet, die von ihm genutzte Platzanlage

bzw. das von ihm genutzte Stadion gemeinsam mit den Sicherheitsträgern

jährlich rechtzeitig vor Saisonbeginn zu überprüfen

und das Ergebnis in einem Besichtigungsprotokoll niederzulegen.

Die Platzanlage muss von der zuständigen Behörde entsprechend

den Vorgaben der Versammlungsstätten-Verordnung

(soweit anwendbar, Fassungsvermögen mehr als 5000 Zuschauer)

bzw. der einschlägigen Bauvorschriften auf ihre Verkehrssicherheit

überprüft und abgenommen sein. Eine Ablichtung

des Besichtigungsprotokolls ist der Prüfungskommission

des NFV vorzulegen. Gleichfalls ist eine Ablichtung der

behördlichen Festlegung des Fassungsvermögens vorzulegen.

3.2 Äußere Umfriedung

3.2.1

Die äußere Umfriedung muss weiträumig die gesamte Fläche

der Platzanlage umschließen. Sie darf nicht leicht zu übersteigen,

zu durchdringen, zu unterkriechen und zu beseitigen sein.

3.2.2

Zu- und Ausgänge sowie Zu- und Abfahrten in der äußeren

Umfriedung sind (…) so auszugestalten, dass der Fahrzeugund

Personenverkehr zügig und geordnet abgewickelt werden

kann. Stauräume für Fahrzeuge und Fußgänger sind so einzurichten,

dass sie möglichst nicht in den öffentlichen Verkehrsraum

hineinragen.

3.3 Spielfeldumfriedung, Spielerzugang

3.3.1

Der Innenraum (Spielfeld) ist durch eine fest verankerte Absperrung

(Bande oder Barriere) abzugrenzen. Mit dem vom

Verein nachzuweisenden vorherigen Einverständnis des Stadioneigentümers

und der örtlichen Sicherheitsorgane kann die

Innenraumsicherung vor Sitzplatzbereichen auch durch andere

geeignete Maßnahmen gewährleistet werden.

3.3.2

Die Spieler und die Schiedsrichter sind (…) durchgängig auf

dem Weg zwischen Kabinen und Spielfeld durch geeignete Sicherheitsmaßnahmen

gegen Einwirkungen zu schützen.

3.4 Zuschauerbereiche

3.4.1

Alle Zuschauerbereiche sind so auszugestalten, dass der Zuschauer

im Gefahrenfall nicht durch den Verkehrsfluss störender

Einbauten oder Einrichtungen (z.B. so genannte „tote

Ecken“) gehindert ist, seinen Platz in Richtung eines Ausgangs

zu verlassen.

3.4.2

In den Zuschauerbereichen sind die Umgebung und der Boden

so auszugestalten, dass keine Steine, Platten oder sonstige

Gegenstände aufgenommen, heraus gebrochen oder anderweitig

entfernt werden können. Mobile Sachen auf der

Platzanlage, z. B. Papierkörbe etc., sind zu befestigen.

3.4.3

Alle Zu-, Aus- und Durchgänge, Zu- und Abfahrten innerhalb

der Platzanlage sind mit Schlössern auszustatten, die mit einem

Einheitsschlüssel geöffnet werden können.

3.4.4 (neu)

Sind in den Stehplatzbereichen mehr als fünf Stufen hintereinander

angeordnet, sind sog. Wellenbrecher anzubringen.

Ihre Einrichtung, Ausgestaltung und Prüfung richten

sich nach den gesetzlichen Bestimmungen.

3.4.5

Die Blöcke für die Fans der beiden Mannschaften sollen möglichst

weit voneinander entfernt angeordnet werden. Es sind

Pufferzonen zu bilden. An den Grenzen der Blöcke sind

fest verankerte Abtrennungen zu den übrigen Zuschauerbereichen

– mindestens 2,20 Meter hoch, mit gekennzeichneten

Fluchttoren – anzubringen, die besonders stabil ausgebildet

sein müssen (Metallkonstruktion, Sicherheitsverbundglas

etc.), um einen Wechsel von Fans in andere Bereiche

zu verhindern. Diese Anforderungen gelten bei den

Fanblöcken auch für die Innenraumsicherung (vgl. 3.3.1).

Die Blöcke für Heim-/Gästefans müssen getrennte Zu-/Abgänge

mit separater Zugangskontrolle haben. Der Weg

dorthin soll möglichst wenig andere, von den übrigen Stadionbesuchern

benutzte Wege kreuzen.

3.4.6 (neu)

Bei Spielen mit erhöhtem Risiko und bei Spielen mit erhöhtem

Gästefanaufkommen sind separate Ver- und Entsorgungseinrichtungen

für Heim- und Gästefans vorzuhalten.

3.5 Regelungen für Mannschaften/Schiedsrichter/Offizielle

Für Vereine, Schiedsrichter und andere Offizielle müssen ausreichend

Parkplätze bereitgestellt werden. Diese Plätze sollen

sich in unmittelbarer Nähe der Umkleideräume, von den öffentlich

zugänglichen Bereichen getrennt, und vorzugsweise innerhalb

oder in Nähe des Stadiongebäudes befinden.

3.6 Beschallungseinrichtungen

Die Platzanlage ist mit einer Beschallungseinrichtung auszustatten.

Die Beschallungsanlage ist so auszugestalten, dass

Durchsagen auch bei ungünstigen Verhältnissen überall zu

verstehen sind.

§ 5

Ordnereinsatz

5.1.4

Der Ordnungsdienst ist mindestens einmal im Jahr – möglichst

vor Beginn des Spieljahres – durch den Sicherheitsbeauftrag-

Juli 2010

ten des Vereins ggf. unter Mitwirkung eines erfahrenen Polizeibeamten

oder eines Mitgliedes der Kommission für Prävention

und Sicherheit des NFV zu beschulen. Eine namentliche

Aufstellung des Ordnungsdienstes ist vorzuhalten.

5.2 Zutrittsberechtigung

Der Verein ist verpflichtet, am Spieltag nur Personen und Fahrzeugen

das Betreten der Platzanlage zu gestatten, die einen

Berechtigungsnachweis vorlegen können. Berechtigungsnachweise

sind u.a.:

Eintrittskarten, Arbeitskarten/-ausweise und Durchfahrtscheine.

Dienstausweise der Sicherheitsorgane im Zusammenhang

mit der Wahrnehmung von dienstlichen Aufgaben stehen den

Berechtigungsnachweisen gleich.

5.3 Kontrollen

5.3.1

An den Zu- und Abgängen, den Zu- und Abfahrten der äußeren

und inneren Umfriedung der Platzanlage sowie an den sonstigen

Zugängen nicht allgemein zugänglicher Bereiche sind bei

gegebenem Anlass Kontrollen der Besucher durchzuführen.

Die Kontrollen haben sich auf die Feststellung

– der Zutrittsberechtigung,

– von Waffen, pyrotechnischen Gegenständen, Laser-Pointern,

Fahnen- oder Transparentstangen, die länger als

einen Meter sind oder deren Durchmesser größer als drei

Zentimeter ist und anderen gefährlichen Gegenständen, die

nach den Bestimmungen der allgemeinen Gesetze und der

jeweils geltenden Stadionordnung nicht mitgeführt werden

dürfen,

– des Mitführens von alkoholischen Getränken und

– des Zustandes von Personen, die alkoholisiert sind oder dem

Einfluss anderer Mittel unterliegen, so dass sie mit hoher

Wahrscheinlichkeit nicht mehr vernunftgemäß ihren Willen

betätigen können, zu erstrecken.

5.4.2

Werden Personen im Bereich der Platzanlage angetroffen, die

alkoholisiert sind oder unter anderen, den freien Willen beeinträchtigenden

Mitteln stehen, so sind sie von der Platzanlage

bzw. aus dem Stadion zu verweisen.

5.6 Freihalten der Rettungswege

Die festgelegten inneren und äußeren Rettungswege sind jederzeit

freizuhalten.

§ 8

Stadionverbote

Gegen Personen, die durch ihr Verhalten innerhalb oder außerhalb

der Platzanlage im Zusammenhang mit einer Fußballveranstaltung

die Sicherheit und Ordnung der Veranstaltung beeinträchtigen

oder gefährden, soll ein Stadionverbot ausgesprochen

werden. In diesem Zusammenhang wird ausdrücklich

auf Anhang 9 der Spielordnung (Richtlinien zur

einheitlichen Behandlung von Stadionverboten im Niedersächsischen

Fußballverband e.V.) hingewiesen.

Änderungen der Jugendordnung

§ 7

Spielberechtigung von

Junioren/innen innerhalb

verschiedener Mannschaften eines Vereins

(2) Von diesem Grundsatz abweichend gilt folgende Ausnahme:

– G- bis einschließlich D-Junioren / Juniorinnen spielen

sich beim Einsatz in einer höheren Altersklasse nicht fest

(z. B. D-Junioren in C-Juniorenmannschaft).

– Beim Einsatz innerhalb verschiedener Mannschaften der

höheren Altersklasse spielt sich der Jugendliche jedoch

gemäß § 10 SpO fest.

– Die für das Saisonende geltende Festspielregelung

gemäß § 10 Abs. 4 SpO findet keine Anwendung beim

Einsatz von Junioren und Juniorinnen aller Altersklassen

in höheren Mannschaften innerhalb der

Kreis- und Bezirksebene.

§ 8

Grundsätze für die Erteilung

der Spielerlaubnis

(1) Die in § 6 NFV-Spielordnung geregelten Grundsätze für die

Erteilung der Spielerlaubnis gelten für Junioren / Juniorinnen

entsprechend. Im Übrigen gelten die in den nachstehenden

Absätzen geregelten Besonderheiten.

(2) Eine Zustimmungsverweigerung zum Vereinswechsel

durch den abgebenden Verein ist möglich, es sei denn, es

handelt sich um Spieler/Spielerinnen nachstehender Altersklassen:

– G-Junioren/innen bis D-Junioren/innen jüngerer

Jahrgang.

(…)

Für die Zuordnung zu einer Altersklasse gilt § 9 Abs. 2 a)

Unterabsatz 4 entsprechend.

Im Falle der Zustimmungsverweigerung finden die Bestimmungen

des § 7 NFV-Spielordnung Anwendung, wobei die

Zustimmung zum Vereinswechsel durch Zahlung der festgelegten

Ausbildungs- und Förderungsentschädigung

gemäß § 9 JO ersetzt werden kann.

(3) Eine sofortige Spielerlaubnis wird in den nachstehenden

Fällen erteilt:

– wenn ein Junior der Altersklassen von den G- bis einschließlich

jüngeren D-Junioren nachweislich seit

mindestens 3 Monaten nicht mehr am Pflichtspielbetrieb

teilgenommen hat,

– wenn Junioren der Altersklassen der älteren D-Junioren

bis einschließlich der A-Junioren nachweislich

seit mindestens 6 Monaten nicht mehr am Spielbetreib

teilgenommen haben und

– wenn Junioren der Altersklassen der älteren D-Junioren

bis einschließlich der A-Junioren eine Zustim-

mung vom abgebenden Verein erhalten haben und

mindestens 3 Monate nicht mehr am Pflichtspielbetrieb

teilgenommen haben

und der abgebende Verein dies bestätigt hat.

Diese Regelung gilt unabhängig vom Zeitpunkt des Vereinswechsels.

§ 9

Wartefristen bei Vereinswechseln

(2) Die Wartefristen bei einem Vereinswechsel sind wie folgt

geregelt:

a) Wechselperiode I: Abmeldung bis 30.06. und Antragseingang

bis 31.08. Für den Fall, dass eine ordnungsgemäße

Abmeldung bis zum 30. Juni erfolgt und der Antrag

auf Erteilung einer Spielerlaubnis bis zum 31. August

bei der Passstelle eingegangen ist, erteilt der NFV

die Spielerlaubnis für Pflichtspiele des neuen Spieljahres

ab Eingang der vollständigen Antragsunterlagen, jedoch

frühestens ab dem 1. Juli.

In den Fällen der Zustimmungsverweigerung zum Vereinswechsel

gemäß § 8 Abs. 2 JO wird die Spielerlaubnis

für Pflichtspiele zum 1. November erteilt.

Hiervon abweichend kann die Zustimmung zum Vereinswechsel

durch den Nachweis der Zahlung einer

Ausbildungs- und Förderungsentschädigung gemäß

nachstehender Regelung ersetzt werden:

Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach der Spielklassenzugehörigkeit

der ersten Herren- bzw. Frauenmannschaft

des aufnehmenden Vereins in dem Spieljahr,

in dem die Spielerlaubnis für Pflichtspiele erteilt

wird. Bei einem Vereinswechsel nach dem 30.06. gilt die

Spielklasse der neuen Saison sowie die Altersklasse des

Spielers / der Spielerin, der er / sie in der neuen Saison

angehört. Gehört der Spieler in der neuen Saison dem

älteren A-Juniorenjahrgang an, gilt § 7 NFV-SpO.

Gehört der Spieler/die Spielerin in der neuen Saison

dem älteren A-Junioren-Jahrgang/dem älteren B-

Juniorinnen-Jahrgang an, gilt § 7 NFV-SpO.

Die Höhe der Entschädigung bemisst sich bei Spielern/Spielerinnen

der D-Juniorinnen/Juniorinnen des

älteren Jahrganges bis zu den A-Junioren/B-Juniorinnen

des jüngeren Jahrganges nach einem Grundbetrag

sowie einem Betrag pro angefangenem

Spieljahr (höchstens 6 Spieljahre bei Junioren, höchstens

4 Spieljahre bei Juniorinnen), in welchem der

Spieler/die Spielerin dem abgebenden Verein angehört

hat.

Für A-Junioren/B-Juniorinnen des älteren Jahrganges

gelten im Falle des Vereinswechsels die Entschädigungsregelungen

für Herren und Frauen

gemäß § 7 Abs. 2 b) NFV-SpO.

Es ergeben sich folgende Berechnungen für die jeweiligen

Altersklassen:

Spielklasse Grund- Grund- Betrag

betrag betrag pro ange-

Jüngere C- und fangenem

A- und B- ältere Spieljahr

Junioren D-Junioren

Bundesliga 2500,00 Euro 1500,00 Euro 200,00 Euro

2. Bundesliga 1500,00 Euro 1000,00 Euro 150,00 Euro

1. und 2. Amateurspielklasse

(3. Liga,

Regionalliga) 1000,00 Euro 500,00 Euro 100,00 Euro

3. Amateurspielklasse

(Oberliga

Niedersachsen) 750,00 Euro 400,00 Euro 50,00 Euro

4. Amateurspielklasse

(Landesliga) 500,00 Euro 300,00 Euro 50,00 Euro

5. Amateurspielklasse

(Bezirksliga) 400,00 Euro 200,00 Euro 50,00 Euro

6. Amateurspielklasse

(Kreisliga) 300,00 Euro 150,00 Euro 50,00 Euro

7. Amateurspielklasse

(1. Kreisklasse) 200,00 Euro 100,00 Euro 25,00 Euro

8. Amateurspielklasse

(2. Kreisklasse) 100,00 Euro 50,00 Euro 25,00 Euro

Ab 9. Amateurspielklasse

(3. Kreisklasse

und darunter) 50,00 Euro 25,00 Euro 25,00 Euro

Für A-Junioren des älteren Jahrgangs und B-Juniorinnen des

älteren Jahrgangs gelten im Falle des Vereinswechsels die

Entschädigungsregelungen für Herren und Frauen gemäß § 7

Abs. 2b NFV-SpO.

Bei Vereinen ohne Herren- bzw. Frauenmannschaft ist bei

der Berechnung der Ausbildungsentschädigung grundsätzlich

der jeweils niedrigste Grundbetrag der vorstehend abgedruckten

Tabelle (50,- € bzw. 25,- €) zugrunde zu legen. In Ausnahmefällen,

insbesondere bei der Verpflichtung eines leistungsstarken

Spielers / Spielerin durch einen höherklassigen Verein,

kann der Verbandsjugendobmann einen hiervon abweichenden

angemessenen Betrag festsetzen.

b) Wechselperiode II: Abmeldung 01.07. bis 31.12. und Antragseingang

01.01. bis 31.01. Für den Fall, dass die Abmeldung

in der Zeit zwischen dem 01.07. und 31.12. erfolgt

ist und der Antrag auf Erteilung der Spielerlaubnis zwischen

dem 01.01. und 31.01. bei der Passstelle eingeht, wird die

Spielerlaubnis mit dem Tag des Eingangs der vollständigen

Antragsunterlagen erteilt.

In den Fällen der Zustimmungsverweigerung zum Vereinswechsel

gemäß § 8 Abs. 2 JO wird die Spielerlaubnis für

Pflichtspiele maximal mit 6-Monats-Frist nach dem Tag des

letzten Pflichtspieleinsatzes erteilt.

c) Vereinswechsel außerhalb der Wechselperioden I und II

In allen anderen Fällen kann die Spielerlaubnis für Pflichtspiele

im laufenden Spieljahr ausschließlich unter den Voraussetzungen

des § 11 Jugendordnung erteilt werden,


wobei die max. Wartefristen, berechnet ab dem letzten Einsatz

in einem Pflichtspiel, (…) gemäß § 8 Abs. 3 JO nicht

überschritten werden dürfen.

d) Die Spielerlaubnis für Freundschaftsspiele wird in allen Fällen

ab dem Tag des Eingangs der vollständigen Antragsunterlagen

mit sofortiger Wirkung erteilt.

e) Ist der Junior/die Juniorin Vertragsspieler /-in, gelten die

§§ 3a bis 3d und die §§ 7a und 7c der NFV-Spielordnung.

§ 14

Zweitspielrecht für Junioren (neu)

(1) Jeder Junior kann ein Zweitspielrecht für einen anderen

Verein erwerben. Das Zweitspielrecht ist auf einen

Gastverein beschränkt.

(2) Das Zweitspielrecht erteilt auf schriftlichen Antrag der

für den aufnehmenden Verein zuständige Kreisjugendausschuss

in Absprache mit der zuständigen Spielinstanz,

jeweils für ein Spieljahr. Der Zeitraum der Gültigkeit

wird in einer Anlage zum Spielerpass vermerkt.

Einzige Voraussetzungen für die Erteilung eines Zweitspielrechts

sind das Bestehen einer gültigen Spielerlaubnis

für einen Stammverein im NFV und dessen

schriftliche Zustimmung. Sind diese Voraussetzungen

erfüllt, ist das beantragte Zweitspielrecht zu erteilen.

Die Kreisjugendausschüsse setzen die Verbandspassstelle

zur Registrierung des Zweitspielrechts unverzüglich

nach Erteilung in Kenntnis.

Hat der Gastverein nach Ablauf des Spieljahres noch

Pflichtspiele auszutragen, verlängert sich das erteilte

Zweitspielrecht automatisch bis einschließlich des

Zeitpunktes der Austragung dieser Spiele. Im Übrigen

gilt die Regelung des § 9 Abs. 5 der Jugendordnung.

Wird der Antrag im laufenden Spieljahr eingereicht,

kann das Zweitspielrecht frühestens ab dem Tag des

Antragseingangs für den Rest des Spieljahres erteilt

werden. Der Antrag ist spätestens bis zum 31.1. eines

Jahres einzureichen.

In Sonderfällen entscheidet der Verbandsjugendausschuss

endgültig.

(3) Nach Ablauf der Gültigkeit des Zweitspielrechts lebt

die ursprüngliche Spielerlaubnis für den Stammverein

automatisch auf, ohne dass eine Wartefrist eintritt. Dies

gilt auch im Falle einer früheren Rückkehr zum Stammverein,

wenn der Gastverein zustimmt.

Zieht der gastgebende Verein während des Spieljahres

die Mannschaft der Altersklasse des Juniors zurück

oder stellt den Spielbetrieb ein, so gilt die Zustimmung

zur Rückkehr in den Stammverein als erteilt.

(4) Kehrt ein Junior vor oder nach Ablauf der Gültigkeit des

Zweitspielrechts nicht zu seinem Stammverein zurück,

gelten die Bestimmungen für einen Vereinswechsel.

(5) Die Erteilung des Zweitspielrechts ist für alle Altersund

Spielklassen auf Kreis- und Bezirksebene des Niedersächsischen

Fußball-Verbandes zulässig.

(6) Soweit beantragt und die Voraussetzungen gem. Abs. 2

erfüllt sind, ist das Zweitspielrecht auch für höhere Altersklassen

des Gastvereins zu erteilen.

Mit der Erteilung des Zweitspielrechts im Gastverein

verliert ein Junior grundsätzlich die Spielmöglichkeit in

den Mannschaften der Altersklassen im Stammverein,

für die ein Zweitspielrecht besteht.

In den Mannschaften einer höheren Altersklasse ist der

Einsatz im Stammverein weiterhin möglich.

In beiden Fällen sind die Festspielregelungen des NFV

und der Spielinstanzen zu beachten.

(7) Mehr als die Hälfte der in einem Spielbericht eingetragenen

Spieler müssen vereinseigene sein.

(8) Junioren, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und

Spieler des älteren A-Juniorenjahrganges, die vom

Kreisjugendausschuss ein Zweitspielrecht erhalten haben,

können unter Beachtung von § 12 der Jugendordnung

in Herrenmannschaften ihres Stammvereins eingesetzt

werden, ohne dass das Zweitspielrecht erlischt.

Der Einsatz in Herrenmannschaften des Vereins,

für den das Zweitspielrecht besteht, ist nicht zulässig.

Hinweis: Als vereinseigene Juniorenmannschaft im Sinne

von Anhang 3 Ziffer 1 SpO gelten nur Mannschaften, für die

nicht mehr als 3 Junioren mit Zweitspielrecht registriert

sind.

§ 22

Erziehungsmaßnahmen

(1) Persönliche Strafen sind die Verwarnungen (= gelbe Karte),

der Feldverweis auf Zeit (= 5 Minuten) und der Feldverweis

auf Dauer (…). Eine Verwarnung nach Feldverweis auf Zeit

ist nicht zulässig.

Änderungen der Finanz-

und Wirtschaftsordnung

Anhang 1

der Finanz- und Wirtschaftsordnung

Reisekosten, Honorare, Gebühren

und Aufwandsentschädigungen

1. Reisekosten für ehrenamtliche Mitarbeiter

Reisekosten sind Auslagen, die durch eine genehmigte Dienstreise

oder einen genehmigten Dienstgang veranlasst sind.

Hierzu gehören im Einzelnen:

– Fahrtkosten,

– (…),

– (…),

– Übernachtungsgeld,

– Nebenkosten.

1.1. Fahrtkosten

– bei Benutzung der Bahn AG werden die Fahrkosten der

2.Wagenklasse erstattet,

– bei Benutzung des eigenen Pkw 0,30 Euro / km,

1.2. Übernachtungskosten

Wird Unterkunft nicht unentgeltlich bereitgestellt, kann wie

folgt abgerechnet werden:

– Ohne Vorlage einer Rechnung als Übernachtungsgeld

ein Pauschalbetrag i. H. v. 11,– Euro je Übernachtung,

– Angemessene, höhere Übernachtungskosten sind durch

Beleg nachzuweisen.

1.3. Nebenkosten

Die notwendigen Reisenebenkosten, z. B. für Parkplatzgebühren,

Gepäcktransport, Telefonkosten u. ä. werden erstattet,

soweit sie angemessen und nachgewiesen sind.

redaktionell:

Die bisherige Ziffer 1.2 – Sitzungsgeld – entfällt an dieser

Stelle. Die bisherigen Ziffern 1.3 und 1.4 werden 1.2 und

1.3.

2. Honorarregelung und Abrechnungsbestimmungen für ehrenamtliche

Mitarbeiter für Maßnahmen der Leistungsförderung

sowie der Aus- und Fortbildung

2.1. Die nachstehenden Regelungen gelten in gleicher Weise

für Lehrgangsleiter, Referenten und Trainer.

2.1.1. Fahrtkosten

Es gilt die gleiche Regelung wie unter 1.1. dargestellt.

2.1.2. Honorare

a) Für die 1. Lerneinheit (1 LE = 45 Minuten) 15,00 Euro

b) Für jede weitere volle Lerneinheit 10,00 Euro

c) Für einen Tageslehrgang sind

maximal 8 LE erstattungsfähig 85,00 Euro

d) Mehrtägige Lehrgänge werden entsprechend den Honorarsätzen

zu a), b) und c) tageweise abgerechnet.

Für Fachreferenten ohne Amt im NFV gelten grundsätzlich die

vorstehenden Regelungen a) bis d); soll im Einzelfall ein höheres

Honorar gezahlt werden, erfordert dies die vorherige Zustimmung

des Direktors.

Lehrgangsleiter, die keine Referententätigkeit ausüben, erhalten

insgesamt ein Honorar i. H. v. 15,- €.

2.1.3. Übernachtungskosten

Es gilt die Regelung wie unter 1.2. dargestellt.

2.2. Ehrenamtliche Lehrgangsbetreuer / Mannschaftsbetreuer

2.2.1. Fahrtkosten

Es gilt die gleiche Regelung wie unter 1.1. dargestellt.

2.2.2. Honorare

a) Für Lehrgänge mit einer Dauer von bis zu 2 Stunden wird

kein Honorar gezahlt.

b) Für Lehrgänge mit einer Dauer von mehr als 2 Stunden werden

15,- € Honorar gezahlt.

c) Mehrtägige Lehrgänge werden entsprechend den Honorarsätzen

zu a) und b) tageweise abgerechnet.

2.2.3. Übernachtungskosten

Es gilt die (…) Regelung wie unter 1.2. dargestellt.

2.3. Lehrgangsteilnehmer/Auswahlspieler

2.3.1. Fahrtkosten (soweit in der Ausschreibung vorgesehen)

Die Fahrtkostenregelung ist wie folgt differenziert:

– Bei Anreise per Pkw 0,10 Euro/km, für jeden weiteren Mitfahrer

0,02 €/km, höchstens jedoch 0,06 €/km für alle Mitfahrer.

Es sind möglichst Fahrgemeinschaften zu bilden.

– Bei Anreise mit der Bahn 2. Klasse Deutsche Bahn AG.

2.3.2. Honorare

Für den Fall, dass Lehrgangsteilnehmer selbst als Referenten

auftreten, gilt die Honorarregelung wie unter 2.1.2. dargestellt.

Auswahlspieler erhalten keine Honorare.

2.3.3. Übernachtungskosten

Es gilt die gleiche Regelung wie unter 1.3. dargestellt, sofern

die Ausschreibung die Zahlung von Übernachtungskosten vorsieht.

Wichtiger Hinweis:

Hinsichtlich der Reisekosten und Honorare beinhaltet die vorstehende

Regelung (Ziffern 1 und 2) Maximalbeträge, die

durch Beschluss der jeweils zuständigen Vorstände auf Kreis-,

Bezirks- oder Verbandsebene individuell unterschritten werden

können.

4. (…) Aufwandsentschädigung

4.1. Sitzungsgeld für ehrenamtliche Mitarbeiter

Sitzungsgeld wird gezahlt für

– Sitzungen der Verwaltungs- und Rechtsorgane (Vorstände,

Ausschüsse, Sportgerichte) sowie der Revisionsstelle,

der Rechnungsprüfer und der Kommissionen

– Sitzungen der beschließenden Versammlungsorgane

(Verbandsvorstandssitzungen, Kreis-, Bezirks- und Verbandstage

sowie die entsprechenden Jugendtage und

Bezirksbeiratssitzungen),

– Sportpraktische Arbeitstagungen (unter diesen Begriff

fallen Arbeitstagungen der Vorsitzenden oder Beisitzer

von Verwaltungs- oder Rechtsorganen auf Kreis-, Bezirks-

oder Verbandsebene).

Unter den Begriff des „Sitzungsgeldes“ werden ferner subsumiert:

– Erörterungstermine und repräsentative Veranstaltungen

bei Vereinen (z. B. Vereinsjubiläen) und Verbänden

Amtliche Bekanntmachungen

– Maßnahmen der Sichtung (Schiedsrichter- und Spielbeobachtungen)

– Besuche von Spielen der Auswahlmannschaften

Höhe des Sitzungsgeldes:

– Für Sitzungen mit einer Dauer von bis zu 2 Stunden wird

kein Sitzungsgeld gezahlt.

– Für Sitzungen mit einer Dauer von mehr als 2 Stunden

werden 15,- Euro Sitzungsgeld gezahlt.

– Bei mehreren Sitzungen am Tag sind die Zeiten zusammenzurechnen,

jedoch bleibt das Sitzungsgeld auch in

diesen Fällen auf 15,- € begrenzt.

Wichtiger Hinweis:

Vorsitzende oder Beisitzer von Verbandsorganen, die im

Rahmen der vorgenannten Sitzungen bzw. Arbeitstagungen

als Referenten auftreten, erhalten kein zusätzliches

Referentenhonorar!

4.3. Aufwandsentschädigung für Schiedsrichter und Schiedsrichterassistenten

4.3.1. Frauen und Herren

Oberliga Niedersachsen 45,– Euro

Landesliga 30,– Euro

Bezirksliga 26,– Euro

Kreisliga 17,– Euro

1. Kreisklasse 15,– Euro

2. Kreisklasse 15,– Euro

und darunter sowie Altherren

redaktionell:

Die bisherige Ziffer 1.2. (Sitzungsgeld) wird neu Ziffer 4.1..

Die bisherigen Ziffern 4.1. und 4.2. werden 4.2 und 4.3..

5. Steuerliche Behandlung

Sitzungsgelder, Honorare und pauschaliert gewährte Aufwandsentschädigungen

sind steuerpflichtig.

Änderungen der

Geschäftsordnung

IV. Durchführungsbestimmungen

für den Zusammenschluss

von Kreisen oder Bezirken (neu)

(1) Unter Beachtung der einschlägigen Satzungsregelungen

können sich Kreise abweichend von der Verwaltungsgliederung

des Landes Niedersachsen zusammenschließen.

Der Zusammenschluss kann herbeigeführt

werden durch

a) die Auflösung eines Kreises / mehrerer Kreise und

Anschluss an einen anderen Kreis

b) die Auflösung zweier / mehrerer Kreise und die

Gründung eines neuen Kreises.

(2) Ein Zusammenschluss von Kreisen hat sich grundsätzlich

an den Grenzen der verwaltungspolitischen Kreise

zu orientieren.

(3) Ein Zusammenschluss kann ausschließlich zum Beginn

eines Spieljahres (01. Juli) wirksam werden.

(4) Bei einem Zusammenschluss ist nachstehendes Verfahren

zu beachten:

a) Formulierung einer schriftlich dokumentierten Absichtserklärung

der beteiligten Kreisvorstände über

einen beabsichtigten Zusammenschluss, die den

Vereinen der beteiligten Kreise und dem Präsidium

zur Kenntnis zu geben ist.

b) Erarbeitung einer vertraglichen Regelung, die dem

Verbandsvorstand vor Beschlussfassung durch die

einzuberufenden Kreistage / außerordentlichen

Kreistage zur Genehmigung gemäß § 6 Abs. 4 der

Satzung vorzulegen ist. Der Beschluss des Verbandsvorstandes

erfolgt vorbehaltlich der Zustimmungsbeschlüsse

der Kreistage / außerordentlichen

Kreistage.

Vertragsinhalte müssen mindestens sein:

– Benennung der beteiligten Kreise

– Zeitpunkt des Zusammenschlusses

– Namensgebung des künftigen Kreises

– Zusammensetzung und namentliche Benennung

der Mitglieder des Vorstandes, der Ausschüsse,

der Sportgerichte und der Rechnungsprüfer des

künftigen Kreises, die bis zum Zeitpunkt des konstituierenden

Kreistages im Amt sind.

– Übersicht des Anlagevermögens, der Kassenbestände

sowie Forderungen und Verbindlichkeiten

zum Zeitpunkt der Wirksamkeit des Zusammenschlusses

– Regelung des Spielbetriebes für die Übergangszeit

– Festlegung des Zeitpunktes für den konstituierenden

Kreistag

c) Einberufung der Kreistage / außerordentlichen

Kreistage zur Beschlussfassung über einen Zusammenschluss

unter Beifügung der vom Verbandsvorstand

genehmigten vertraglichen Regelung.

d) Einberufung des konstituierenden Kreistages durch

den Übergangsvorstand nach Maßgabe des vertraglich

festgelegten Zeitpunktes.

(5) Bei einem Zusammenschluss von Kreisen finden die

Regelungen über die Einberufung von Kreisjugendtagen

keine Anwendung.

(6) Vorstehende Bestimmungen gelten entsprechend für

einen Zusammenschluss von Bezirken.

Juli 2010 81


Amtliche Bekanntmachungen

82

Juli 2010

Geburtstage

15. Juli bis 15. August

August-Wilhelm Winsmann,

NFV-Vizepräsident

und Vorsitzender des NFV-

Bezirks Hannover, wird am

17. Juli 56 Jahre alt.


Maria Klewe, Ehrenmitglied

des NFV, feiert am 19.

Juli ihren 81. Geburtstag.


Frank Schmidt, Integrationsbeauftragter

des NFV

und Vorsitzender des NFV-

Kreises Osnabrück-Stadt,

wird am 22. Juli 50 Jahre

alt.


Eugen Gehlenborg, 1. Vizepräsident

des NFV, feiert

am 2. August seinen 63.

Geburtstag.


Volker Baumgärtel, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Braunschweig, wird am

6. August 61 Jahre alt.


Josef-F. Hanke, Vorsitzender

des NFV-Kreises Peine,

feiert am 14. August seinen

70. Geburtstag.

Redaktionsschluss

für die nächste Ausgabe

der Amtlichen Bekanntmachungen

ist der 12. Juli

2010.

Turnierbörse

Unter der Adresse www.nfv.de

werden im Internet Spielgesuche und

Turnierangebote veröffentlicht.

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transportabel, vollverschweißt, GS-geprüft,

mit Bodenverankerung, 5 x 2 m,

Tortiefe 1,50 m

pro Paar D1350.-

Spezial-Trainingstor

transportabel, vollverschweißt, GS-geprüft,

mit Bodenverankerung und Tragegriffen,

7,32 x 2,44 m, Tortiefe 1,50 m

Stück D1310.-

Preise inkl. gesetzl. MwSt., keine Frachtkosten.

Bitte fordern Sie kostenlos unsere Sonderkataloge an.

HANS-JOACHIM KREUSCHNER

Grüner Weg 18 · 30900 Wedemark

Tel. 05130-58 67-0, Fax 05130-5867-29

Hotline Mo. bis Do. von 8.00 bis 19.00 Uhr

Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr

www.sportartikelvertrieb.de

www.fussballtore.com

Sportschul-Termine

28. Juni bis 1.August

Trainerausbildung

Mo. 28.6. bis Fr. 2. DFB-/NFV-Jungtrainer-Lehrgang, Gruppe A, Teil 2

Mo. 12. bis Fr. 16. B-Lizenz für Stützpunkttrainer, Teil 1

Mo. 19. bis Fr. 23. B-Lizenz für Stützpunkttrainer, Teil 2

Mo. 26. bis Fr. 30. DFB-/NFV-Jungtrainer-Lehrgang, Gruppe B, Teil 2

Schiedsrichter

Mo. 2. bis Mi. 4. Schiedsrichter-Talentlehrgang

Mo. 5. bis Do. 8. Jung-Schiedsrichterlehrgang

Sa. 31. Schiedsrichter-Lehrgang I des Bezirks Hannover

Ferienangebote

Mo. 28.6. bis Fr. 2. Sparkassen-Fußballschule

Fr. 2. bis Di. 6. Sparkassen-Fußballschule

Di. 6. bis Fr. 9. Sparkassen-Fußballschule

Mo. 12. bis Fr. 16. Sparkassen-Fußballschule

Fr. 16. bis Di. 20. Sparkassen-Fußballschule

Di. 20. bis Fr. 23. Sparkassen-Fußballschule

Fr. 23. bis Di. 27. Sparkassen-Fußballschule

Mo. 26. bis Mi. 28. U12-Talentferiencamp 2

U13-Talentferiencamp 2

Di. 27. bis Fr. 30. Sparkassen-Fußballschule

Mi. 28. bis Fr. 30. U12-Talentferiencamp 3

U13-Talentferiencamp 3

Fr. 30. bis Mo. 2.8. Sparkassen-Fußballschule

Vereinsmitarbeiter

Sa. 10. Staffeltag Oberliga Niedersachsen Herren

Talentsichtung

Fr. 30. bis So. 1.8. Norddeutsches Turnier der U 18-Junioren

Vereinsneuaufnahmen

Durch Beschluss des Verbandspräsidiums ist die Aufnahme folgender

Vereine als Mitglieder im Niedersächsischen Fußballverband

bestätigt worden:

• Sportfreunde Schinkel-Ost e.V., vertreten durch Michael

Malcharek, Ravensbrink 26, 49082 Osnabrück, NFV-Kreis Osnabrück-Stadt

• JFV Concordia e.V., vertreten durch Hans-Jügen Goßmann,

Am Lintel 46, 27432 Bremervörde, NFV-Kreis Rotenburg

• FC Braunschweig 09 e.V. vertreten durch Michael Scheike,

Am Schratstieg 9 A, 31224 Peine, NFV-Kreis Braunschweig

Einsprüche können gemäß § 9 der Verbandssatzung innerhalb

von vier Wochen nach Veröffentlichung eingelegt werden.

Karl Rothmund, Präsident

Aufnahmegesuche

Die Vereine

• United Pyrmont e.V., vertreten durch Ali Eren, Schillerstr.

54, 31812 Bad Pyrmont, NFV-Kreis Hameln-Pyrmont

• Portugiesischer Verein Vasco da Gama e.V., vertreten

durch Alcides Jose de Almeida Rodrigues, Liebigstr. 29,

49074 Osnabrück, NFV-Kreis Osnabrück-Stadt

• JFV Borstel-Luhdorf e.V., vertreten durch Simone Hußmann,

Turnhallenweg 17, 21423 Winsen, NFV-Kreis Harburg

• JFV Kickers Hillerse-Leiferde-V.-D. von 2010 e.V., vertreten

durch Aziz-Can Özcan, Rietzer Weg 4, 38543 Hillerse, NFV-

Kreis Gifhorn

• FSV Bad Münder e.V., vertreten durch Jens König, Friedrich-

Ebert-Allee 6, 31848 Bad Münder, NFV-Kreis Hameln-Pyrmont

bitten um Aufnahme in den Niedersächsischen Fußballverband.

Einsprüche können gemäß § 9 der Verbandssatzung innerhalb

von vier Wochen nach Veröffentlichung eingelegt werden.

Karl Rothmund, Präsident

Impressum

Fußball-Journal

Niedersachsen

Zeitschrift des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV)

Herausgeber:

Niedersächsischer Fußballverband

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

E-Mail: info@nfv.de

Internet: http://www.nfv.de

Verlag:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

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Telefax (0 51 05) 7 51 56

Redaktion:

Reiner Kramer

(verantwortlich für den Inhalt)

Peter Borchers

Manfred Finger

NFV-Pressestelle, Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 51 42

Telefax (0 51 05) 7 51 55

E-Mail: Reiner.Kramer@nfv.de

E-Mail: Peter.Borchers@nfv.de

E-Mail: Manfred.Finger@nfv.de

Mitarbeiter in den NFV-Bezirken:

Günter Schacht (Braunschweig)

Käthe-Kollwitz-Str. 4

38259 Salzgitter

GuenterSchacht@t-online.de

Gerrit Nolte, An der Windmühle 10,

30890 Barsinghausen

E-Mail: Gerrit.Nolte@t-online.de

Reiner Tienken (Lüneburg)

Mevenstedter Str. 24,

27726 Worpswede

E-Mail:

ReinerTienken@aol.com

Peter Bartsch (Weser-Ems)

Korrvettenweg 5 b, 26723 Emden

E-Mail: peter_bartsch@gmx.de

Verantwortlich für

Amtliche Bekanntmachungen:

Walter Burkhard, NFV-Justitiar

Barsinghausen

Herstellung:

Kornelia Schick

Adlerstr. 8, 31228 Peine

Telefon (0 51 71) 92 92 95

Telefax (0 51 71) 92 93 97

E-Mail: k.satzschick@arcor.de

Druck:

CW Niemeyer Druck GmbH

Druckzentrum Wangelist

Böcklerstraße 13, 31789 Hameln

Anzeigen:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

Schillerstraße 4

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Telefax (0 51 05) 7 51 55

Das Fußball-Journal Niedersachsen

erscheint monatlich. Es kann nur im

Abonnement bezogen werden.

Abonnements zum Preis von 30 Euro

für ein Jahr können bei der NFV-Beteiligungs-

und Verwaltungs-GmbH,

Schillerstraße 4, 30890 Barsinghausen,

bestellt werden. Der Einzelpreis

beträgt 3 Euro. Für Vereine und Verbandsmitarbeiter

des NFV ist er im

Mitgliedsbeitrag enthalten. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte,

Fotos usw. wird keine Haftung übernommen.

Rücksendung erfolgt nur,

wenn Rückporto beiliegt.

Artikel, die mit dem Namen des

Verfassers gekennzeichnet sind,

stellen nicht unbedingt die Meinung

des Niedersächsischen Fußballverbandes

oder der Journal-Redaktion

dar.

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