BREMISSIMA Magazin | Januar-Februar 2018

vogelmediabremen

#01

Januar | Februar 2018

ISSN 2364-3498

Das Magazin für die Bremerin

Brautstraussmanufaktur

Die kleinen Träume der Kerstin Adrian

Gut eingerichtet

mit Home Stagerin Karin Armbrust

Wedding-planerin

Lara Stickelmann

Ein Traumberuf mit Herz

Gesunde Zähne für alle

Dr. Heike Büchner hat eine Mission

Kea kühnel

Erste Bremerin bei olympischen Winterspielen


Celebrate 2018


Für die besonderen Momente in Ihrem

Leben perfekt angezogen zu sein!

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EDITORIAL

Liebe Bremerinnen, liebe Bremer,

ein neues Jahr ist gerade angebrochen und auch wir aus der Redaktion

möchten es nicht versäumen Ihnen ein gesundes neues Jahr zu wünschen!

Ein neues Jahr bringt immer auch ein besonderes Gefühl mit sich und es

hält Wünsche und gute Vorsätze parat. Wir freuen uns auf alles was das

Jahr 2018 für uns an Neuigkeiten bereithält. In der Neujahrsausgabe der

BREMISSIMA haben wieder viele spanende Storys für Sie zusammengestellt.

Obwohl wir ganz am Anfang eines neuen Jahres stehen, ist die

Skisaison bereits in vollem Gange. Passend dazu haben wir uns mit Kea

Kühnel getroffen. Für die

Freeskieren aus Bremerhaven

ist gerade Hochsaison.

Ein neuer Trend, der

immer mehr an Beliebtheit

gewinnt ist das Home

Staging. Karin Armbrust

hat ihre Leidenschaft zum

Dekorieren und Umgestalten

zum Beruf gemacht.

Sie ist professionelle Home

Stagerin und setzt Musterwohnungen

in Szene.

Das Engagement von Dr.

Heike Büchner hat uns tief

beeindruckt. Die Zahnärztin

unterstützt Hilfsorganisationen

im Ausland

und leistet mit ihrer Arbeit

Hilfe, dort wo sie dringend

gebraucht wird.

Ein ganz anderes Thema mit dem wir uns in dieser Ausgabe beschäftigen,

sind Hochzeiten. Die eigene Hochzeit sollte der schönste Tag im Leben eines

jeden Paares sein. Das findet auch Lara Stickelmann. Sie ist zertifizierte

Hochzeitsplanerin und begleitet die Brautpaare von den ersten Planungen

bis hin zum großen Tag. Eine wichtige Rolle spielt auch der legendäre

Brautstrauß. In der Brautstraußmanufaktur von Kerstin Adrian werden

die Sträuße in allen Größen und Farben ganz nach den individuellen Wünschen

der Paare gefertigt.

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Wir freuen uns auf ein themenreiches neues Jahr mit Ihnen!

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Mit den besten Grüßen aus der BREMISSIMA-Redaktion

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fliegen für Olympia

Die 26-jährige Ski-Freestylerin vom SC

Bremerhaven Kea Kühnel hat sich einen Tag vor

Weihnachten für Olympia qualifiziert! Somit

darf sie als erste Bremerin bei olympischen

Winterspielen teilnehmen. Freuen wir uns auf

einen spannenden Wettbewerb ab 9. Februar in

Pyeongchang.

besondere Blumen

Kerstin Adrian hat sich mit

ihrer Brautstraußmanufaktur

auf eines der wichtigsten

Details einer jeden Hochzeit

spezialisiert. Mit viel Liebe

gestaltet sie Brautsträuße in

allen Größen und Farben.

gesunde Zähne

Dr. Heike Büchner ist für Hilfsorganisationen

im Ausland im Einsatz und

unterstützt die zahnmedizinische Versorgung

vor Ort. Für die Zahnärztin aus

Borgfeld ist es eine Herzensangelegenheit,

den Menschen vor Ort zu helfen.

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gut eingerichtet gute reise gut gesagt

Karin Armbrust hat

ihre Leidenschaft

zum Einrichten und

Dekorieren zum

Beruf gemacht. Als

professionelle Home

Stagerin setzt sie Immobilien

in Szene.

Seit drei Monaten

reist Familie Stange

mit Kleinkind Mathilda

um die Welt. Sie

berichten uns diesmal

von ihrer Weltreise

aus Japan, Korea, Vietnam

und Kambodscha.

gut geschnitten

Innovative und einzigartige

Skulpturen

aus Papier – die nachhaltig

und in Handarbeit

hergestellten

Skulpturen symbolisieren

den dramatischen

Klimawandel.

Als witzige, bissige,

schlagfertige Frauenversteherin

kommt

Senna Gammour vor

allem beim jungen

Publikum gut an und

spricht ihrer Generation

aus der Seele.

gut geplant

Vom ersten Gespräch

bis zum Tag der

Hochzeit begleitet

Lara Stickelmann ihre

Brautpaare. Sie ist qualifizierte

Hochzeitsplanerin

und sorgt für

glückliche Paare.

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Inhalt

12 Frisch gemischt

Ausgesuchte Trends und News für Bremerinnen

26 Hautnah

Kea Kühnel aus Bremerhaven ist leidenschaftliche

Freeskierin. Gerade hat sie sich für Olympia qualifiziert

und tritt nun für Deutschland an.

34 Pole Position

Lara Stickelmann ist qualifizierte Hochzeitsplanerin,

für sie ist jede Hochzeit etwas Besonderes

40 Angepackt

Kerstin Adrian hat sich mit ihrer Brautstraußmanufaktur

auf die Gestaltung des so wichtigen

Hochzeitssymbols spezialisiert

46 Auf Kultour

Konzerttipps und Comedy von der Redaktion

für Sie zusammengetragen

50 Frauenzimmer

Home Staging ist der neue Trend. Karin Armbrust

setzt Immobilien in Szene

56 Herzenssache

Die Zahnärztin Dr. Heike Büchner unterstützt mit

ihrem Einsatz Hilfsorganisationen im Ausland

LUXURY SPORT FASHION

JETZT EXKLUSIV BEI

64 Fashion Backstage

Lara Packheiser über das Bauen von weißen Skulpturen

aus Papier

KATHARINENSTR. 32/35

28195 BREMEN

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IMPRESSUM

Herausgeber:

Lars Hendrik Vogel

Verlag:

VOGEL & CREW Mediaconsulting

Mühlenweg 9, 28355 Bremen

T. +49 (0)421 200 75 90

F. +49 (0)421 200 75 99

Chefredakteur:

Lars Hendrik Vogel [V.i.S.d.P.]

lhv@bremissima.de

redaktionsleitung:

Titelfoto:

Annette Rauber

Birgit Rehders

Julia Rücker

Ina Seyer, www.inaseyer.de

Krisztina Kismic (Haare & Make-up)

Ein Rendezvous der Künste

Redaktion:

illustrationen:

Fotos:

Anzeigen:

Gestaltung:

Art-Director:

Druck:

Mit freundlicher Unterstützung

der Wiethe Group, www.wiethe.com

Esther Bieback

Cynthia Hoedoro

Anke Juckenhöfel

Tania Melms

Annette Rauber

Birgit Rehders

Julia Rücker

Ira Scheidig

Diana Meyer-Soriat

www.sketchnotes-by-diana.com

Ina Seyer

Vera Döpcke

Marta Urbanelis

Lars Hendrik Vogel

lhv@bremissima.de

Julia Rücker

j.ruecker@bremissima.de

Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 01/2018

VOGEL & CREW Mediaconsulting

Stevie Schulze

Druckerei Girzig+Gottschalk

28309 Bremen, www.girzig.de

Erscheinungsweise:

alle zwei Monate, kostenlose Abgabe in Fachgeschäften,

öffentlichen Einrichtungen usw.

Rechte:

Keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte, Bilder,

Dateien und Datenträger. Kürzung und Bearbeitung von Beiträgen

und Leserbriefen bleiben vorbehalten. Zuschriften und Bilder

können ohne ausdrückliche Vorbehalte veröffentlicht werden.

Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Genehmigung und

Quellenangabe gestattet. Sämtliche Rechte der Vervielfältigung

liegen beim Verlag.

w Die Ausstellung versammelt signifikante neue Werke der Galeriekünstler

und bietet einen umfangreichen, sich über alle Etagen des

Galeriehauses erstreckenden Einblick in das aktuelle Programm. Wie in

den vergangenen Jahren gibt die Präsentation Anlass zu künstlerischen

Dialogen unterschiedlicher Programmatik und fordert das Auge auch

zum Entdecken von Gegensätzen heraus. Im Bereich der Malerei sind

Werke zu sehen, die Traditionen vom Konstruktivismus bis zum Color

Field Painting aufgreifen und weiterentwickeln. Außerdem zeigen

Künstler wie Helmut Helmes mit pastos-bewegtem Gestus oder Katrin

Heesch und Jürgen Jansen mit analytischem Ansatz, wie sie die Möglichkeiten

von Farbe, Farbmaterie und Form ausloten. Hinzu kommen Wolf

Hamm, der sich der Hinterglasmalerei bedient, Dieter Mammel aus dem

Bereich der Tuschemalerei und druckgrafische Blätter von Rolf Meyer.

Künstler wie Dieter Balzer und Harald Pompl überschreiten mit ihren

skulpturalen, installativen Arbeiten die Grenzen tradierter Bildträger.

Mit weiteren plastischen Werken sind Michael Post, Dirk Rathke sowie

Regine Schumann vertreten, zudem unsere Stahlbildhauer Robert Krainhöfner,

Ekkehard Neumann und Thomas Röthel.

Die Ausstellung stellt zugleich einen Ausblick auf das kommende Jahr

dar – so sind drei interessante Gastkünstler eingeladen: Kraftvoll und

still, frech und ausgesprochen sinnlich ist die Kunst von Willi Siber

(Foto). Souverän greifen seine plastischen, farbig schillernden Werke in

den Raum und definieren ihre Umgebung mit subtiler Leichtigkeit. Ihre

Materialität will das Auge verführen und betören. Paola Neumann löst

ihre Motive in sanft strahlende Farbfelder auf. Sie arbeitet mit weichen

farbigen Übergängen und Unschärfen, wobei der Bildraum zunehmend

an Bestimmtheit verliert. Die spanische Fotokünstlerin Maria Jauregui

Ponte führt das Auge in die Dunkelheit. Ihre Serie „Nachtgestalten“ vereint

amorphe, vegetative Figurationen und sparsam illuminierte, farbig

verfremdete Bildsequenzen.

Sonntag, 28. Januar, 15 Uhr: Finissage der Ausstellung

www.galerie-corona-unger.de

ISSN 2364-3498

www.bremissima.de

Das nächste bremissima Magazin erscheint

am 5. März 2018

Made with w in Bremen

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Ein Stück Georgien in der MARKTHALLE ACHT

w Zwei junge Frauen, eine Heimat

und eine Geschäftsidee: Teona Manjgaladze

und Nina Orjaneli nehmen

die Gäste der MARKTHALLE ACHT

mit „Maemani“ auf eine kulinarische

Entdeckungsreise in ihr Heimatland

Georgien. Während Nina an der

Hochschule für Künste Pianistik und

Musikpädagogik studiert hat, ist Teona

für ein Tourismusmanagement-Studium

an der Hochschule Bremen nach

Norddeutschland gekommen.

Aus der Freundschaft zueinander und

der, trotz der Distanz zum Heimatland

nie abgeflachten, tiefen Verbundenheit

zu Land, Leuten und Kultur entstand

die Idee, die kulturelle Vielfalt Georgiens

in all ihren Facetten den Menschen

in der Hansestadt näherbringen zu

wollen. Die Idee zur Gründung von

„Maemani“ war geboren. Das Wort

„Maemani“ stammt aus dem Altgeorgischen

und bedeutet „Gast“. „Zuerst

waren wir Gäste, jetzt sind wir Gastgeberinnen“,

erklärt Nina die Wahl

des Firmennamens. So steht Maemani

heute für den kulturellen Austausch

zwischen Bremen und Georgien, Herzlichkeit

und Gastfreundschaft stehen

im Fokus. Nicht weniger als die Schönheit

und Vielfalt des Landes näherzubringen

und Georgien als attraktive

Reisealternative populär zu machen,

ist das Ziel der beiden Georgierinnen.

Einerseits mit Musikveranstaltungen,

Weinfesten, Themen- und Kulturabenden

und Reiseinformationsveranstaltungen,

darüber hinaus möchten

Nina und Teona das Interesse für ihr

Heimatland auch auf kulinarischem

Wege wecken. Denn die georgische

Küche spiegelt in gewisser Weise

auch das Land Georgien wider. Die

Nähe sowohl zu Russland als auch zur

Türkei und zu Europa, aber auch die

Nähe zu Asien ist erkennbar – sowohl

bei den Menschen und deren Kultur,

aber eben auch in der georgischen

Küche. Und wie könnte man besser auf

die kulturelle Vielfalt des Landes im

Kaukasus neugierig machen, als durch

die landestypische Küche mit all ihren

exotischen und mitunter unbekannten

Kräutern und Gewürzen?

Regelmäßig bieten Nina und Teona

ein breites Angebot an traditionell

georgischen Speisen und Weinen

an. Von gebackenen Auberginen mit

gemahlenen Haselnüssen, Granatapfelkernen

und Koriander über „Blini“, in

Pfannkuchenteig gerolltes Hackfleisch

mit typisch georgischen Gewürzen. bis

hin zu Churchxelas, das sind geröstete

Wal- und Haselnüsse in aufgekochtem

Weintraubensaft: Die Leidenschaft

und Begeisterung für die heimatliche

Küche ist bei jedem Bissen zu spüren.

Und diese Begeisterung überträgt sich

auch auf ihre Kundschaft: So haben

sich Nina und Teona mit Maemani in

der MARKTHALLE ACHT eine treue

Stammkundschaft erarbeitet.

„Die Vielfalt und Internationalität der

MARKTHALLE ACHT passt gut ins

Konzept von Maemani. Wir haben uns

hier gleich wohlgefühlt und kommen

immer gerne hierher“, sagt Nina. Ein

Erfolgskonzept, von dem beide Seiten

profitieren. Maemani und die Markthalle

Acht – das passt gut zusammen.

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unser Buchtipp

Nordisches Design

w Ein reich bebildertes Panorama der wohl angesagtesten Designszene

der Gegenwart. Was steckt hinter der nicht enden wollenden

Popularität nordischen Designs? Was charakterisiert nordisches

Design heute? Und welche jungen Talente sollte man unbedingt

im Auge behalten? Dieses Buch zeigt den großen Einfluss zeitgenössischen

nordischen Designs auf Inneneinrichtung, Möbel- und

Produktdesign. Klima und Landschaft der Region führten zu einer

Gestaltungstradition, die sich an Zweckmäßigkeit und Haltbarkeit

orientiert und zugleich einen Fokus auf nachhaltige Produktionsverfahren

setzt. Einfachheit, ein Auge fürs Detail und qualitativ hochwertige

Materialien sind die Merkmale, für die nordisches Design

seit Langem steht.

In kurzen Interviews werden fünfzig aufstrebende Designer aus

Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island vorgestellt,

ergänzt und kommentiert durch Kurzbiografien einiger alter Meister

skandinavischen Designs und international bekannte Blogger, Journalisten

und Redakteure – allesamt Anhänger des neuen nordischen

Designs

DuMont Verlag, Hardcover 256 Seiten, ISBN 978-3-8321-9908-1

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Zuwachs am Wall

w Im Dezember hat Melanie Weßel die Neueröffnung

ihres Ladengeschäftes für Schwangerschaftsmode „Weßel“

am Wall gefeiert. Nachdem sie neun Jahre lang erfolgreich

einen Laden für Schwangerschaftsmode in Lippstadt

geführt hat, haben sie private Wege 2017 nach Bremen

geführt. „Die Suche nach geeigneten Räumen war nicht

leicht, und so stand ich eines Tages vor dem leeren Schaufenster

hier am Wall und wusste: Das ist es“, erzählt Melanie

Weßel. Heute steht sie mit viel Stolz in den hell gestalteten

Räumen und zaubert ihren Kundinnen ein Lächeln ins

Gesicht. Hier finden Frauen für jeden Anlass bequeme und

schöne Kleidung für die Zeit in anderen Umständen. Wir

alle wissen, dass Traummaße in der Schwangerschaft eher

die Ausnahme sind, so führt Melanie Weßel auch große

Größen. „Es macht mich jedes Mal aufs Neue glücklich, den

Frauen in dieser schönen, aber auch manchmal anstrengenden

Zeit mit Gewichtszunahme und Hormonschwankungen

wenigstens eine kleine Sorge abnehmen zu können“.

www.schwangerschaftsmode-bremen.de

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Verbale Stilblüten auf Porzelan und Papier

w EMTI, alias Tini Emde, kreativer Kopf des Bremer

Labels EMTISOMETHINGS, Jahrgang 77, aufgewachsen

im Dreiländereck Deutschland – Frankreich – Schweiz, lebt

seit fast 20 Jahren in Bremen. Sie arbeitet als Designerin

und Illustratorin im Wurst Case in Sebaldsbrück. Mit ihren

Zeichnungen möchte sie augenzwinkernd gute Laune,

ein Schmunzeln oder bestenfalls schallendes Gelächter

überbringen. Derzeit schnappt sie gerne verbale Stilblüten

des aktuellen Sprachgebrauchs auf. Als humorige Schwarzweiß-Illustrationen

mit Bären, Hunden, Katzen und weiteren

schrägen Protagonisten, werden diese dann Teil der

Serie »Sprücheklopfer«, einer stetig wachsenden Truppe,

die wichtige Alltagsweisheiten und manchmal auch die

ein oder andere kleine Frechheit überbringt. Eine weiterer

fester Bestandteil der Arbeit von EMTI ist das Bemalen

von Porzellan aus den 40er bis 70er Jahren. So entstehen

beispielsweise aus lange auf dem Dachboden oder im Keller

vergessenen Tellern wunderbare, neu interpretierte Einzelstücke,

die nun die Küchen und Wohnzimmer wieder

zurückerobern.

Das Angebot von EMTI umfasst derzeit neben Postkarten,

Kalendern und Kunstdrucken auch Einzelstücke in Form

von handbemaltem Vintage-Geschirr oder Fliesen. Zu

finden sind diese Schätzchen online unter emtisomethings.

de und offline in der Nur Manufaktur, neuerdings in der

Bischofsnadel ansässig und in der Glasbox im Ostertorsteinweg.

www.emtisomethings.de

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„Platz nehmen, Seele baumeln

und Fette schmelzen lassen!“

w BEWEI BODY ist ein einzigartiger

Bodyformer, mit dem man laut

Betreiber den Körperumfang reduzieren,

Cellulite besiegen und die

Haut straffen kann. Das ganzheitliche

Bodyforming Concept, bestehend aus

Radio-Frequenzbehandlung, Lymphdrainage,

Ernährungsanalyse und Gesundheitsberatung,

es verbessert ohne

große Anstrengung, ohne Diät oder gar

Operation in entspannter, ruhiger Atmosphäre

deutlich sichtbar und nachhaltig

die Figur.

Die Behandlung erfolgt völlig bekleidet

und ist für Frauen und Männer.

BEWEI gibt es seit über 14 Jahren in

Premium Fitness Clubs, exclusiven

Hotels, DaySpas, auf der Flotte der MS

Europa und jetzt ganz neu in Bremen-

Mitte. Eine entspannte und sanfte Art

die Körperkontur zu verbessern.

FACE ist eine einzigartige Methode –

ohne Injektion – die Gesichtshaut jünger

und straffer wirken zu lassen. Die

Regeneration erfolgt – anders als bei

Cremes und Injektionen – von innen.

Der Effekt ist schon nach der ersten

Behandlung sichtbar. Die Behandlungen

können einzeln oder im Paket mit

dem BEWEI BODY CONCEPT gebucht

werden. Die Eröffnung der Bremer

Filiale ist am 19. Januar ab 19 Uhr

BEWEI Lounge Bremen-Mitte

Wandschneiderstraße 6

28195 Bremen

Telefon 0151-21 26 84 89

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BEWEI-System, das non-invasiv,

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Mein

LieblingstücK

wDie richtig schönen Dinge sucht man ja meist

nicht – man findet sie. So war es auch bei meiner

Madonna. Eigentlich heißt sie Grace und ist ein

Memory Block von Sid Dickens. Ich stand in meinem

Lieblingsblumenladen „Der Blumenladen“ in

der Hartwigstraße in Schwachhausen und wollte

eigentlich einen Blumenstrauß zum Wochenende

kaufen. Da sah ich diese tollen und vielfältigen

Fliesen, die wie ein Mosaik zum großen Wandbild

aufgehängt waren. Zwischen all diesen fantasievoll

gestalteten Motiven erblickte ich eine

Madonna, die mich magisch in ihren Bann zog. Es

war Liebe auf den ersten Blick. Aber einfach so im

Vorbeigehen wollte ich sie mir nicht kaufen. Ich

wünschte sie mir stattdessen von meinen Freundinnen

zu meinem Geburtstag. Das ist nun schon

einige Jahre her. Seitdem hat sie ihren festen Platz

in unserer Küche und sinniert melancholisch vor

sich hin, während sie uns mit ihrer Schönheit beglückt.

Inga Knöbig

Großes Charity-Familien-Fest: Kinder für Kinder

w Ein großes Kinderfest für die

ganze Familie mit Konzerten, Spielen,

Aufführungen und vielen Leckereien

findet am Samstag, den 17. Februar von

15 bis 19 Uhr im St. Ansgarii Gemeindehaus

in der Schwachhauser Heerstraße

40 statt. Der Eintritt ist frei.

Eine Gruppe von Grundschülern aus

der Carl-Schurz-Grundschule hatte

sich 2015 zusammen getan, um nach

dem verheerenden Erdbeben in Nepal,

Geld für die Kinder zu sammeln. Dabei

haben sie selbst Aktionen geplant und

durchgeführt wie Keksverkauf, Aufkleberverkauf,

Flohmarktstände und das

Ansprechen von Freunden und Bekannten.

Die Kinder haben fast 1.000

Euro gesammelt und der Hilfsorganisation

KETAAKETI übergeben. Der

KETAAKETI Hauptsitz liegt in der

Hollerallee 67 und ist in der Gemeinde

vielen Leuten bekannt und hat hier viele

Unterstützer. Nun planen die Kinder

zusammen mit der Ansgarii-Gemeinde

und Ketaaketi ein großes Fest um noch

mehr Kindern zu helfen.

www.ketaaketi.de

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Ein Tag für alle, die sich

engagieren möchten

wAm 18. Februar ist es wieder soweit: Die Freiwilligenbörse

Aktivoli öffnet ihre Tore für alle

Bremerinnen und Bremer, die ein freiwilliges

Engagement übernehmen wollen. Im Rathaus

präsentieren an diesem Tag 60 Organisationen und

Vereine von 11 bis 17 Uhr ihre Engagement-Angebote

– vom Jugendtheater über die Flüchtlingsinitiative

bis zu den Suppenengeln, vom Altenstift

bis zur Zirkusschule.

Man kann sich die Aktivoli als einen lebendigen

Marktplatz vorstellen – der größte Treffpunkt

für alle Bremerinnen und Bremer, die sich für die

Menschen in ihrer Stadt engagieren wollen. Über

2000 Gäste besuchen alljährlich die Freiwilligenbörse,

viele von ihnen finden gleich vor Ort die

passende Tätigkeit.

www.aktivoli-bremen.de

excite-bremen.de

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Mo - Do 11 - 22 Uhr & Fr - Sa 11 - 23 Uhr

www.fi shermans-bremen.de

Wer sich engagieren möchte, kann sich auf der Aktivoli

einen guten Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten

verschaffen

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Versteckte Buchstaben zu verschenken

w Das passende Geschenk für

einen besonderen Menschen

zu finden, ist nicht immer

leicht. Der Unternehmer Klaus

Wagner aus Schwachhausen

hatte die Idee dazu. Individuelle

Fotokunstwerke, über die

sich eine persönliche Botschaft

vermitteln lässt: „Schön,

dass es Dich gibt – Du bist mir

wichtig!“. Kreiert werden die

Unikate vom Schenker selbst.

Auf der Internetseite ist ein

breiter Fundus an hochwertigen

Kunstfotografien, die

alle eines gemein haben: Sie

zeigen mal mehr, mal weniger

„versteckte“ Buchstaben.

Aus diesen können sich die

Besucher ganz nach ihrem

Geschmack und persönlichen

Interesse Vor- oder Nachnamen,

aber auch Kosewörter

sowie Wortkreationen mit

Symbolcharakter und Bedeutung

zusammenstellen.

Für Bremerinnen und Bremer

sowie Fans der Hansestadt bietet

Klaus Wagner ein besonderes

Präsent: eine City-Edition

für die Hansestadt. Hier ist

Bremen in Buchstaben-Kunstfotografien

geschrieben, die

allesamt in der Stadt aufgenommen

wurden. Der Betrachter

kann rätseln und sich mit

anderen beraten, wo welcher

Buchstabe zu finden ist.

www.alphabet-art.de

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Ein Ort für Frauen in besonderen Lebenssituationen

w Im Dezember 2017 eröffnete in der Stresemannstraße der

erste Laden für Frauen in besonderen Lebenssituationen wie

z. B. nach einer Brust-OP. Der Laden „Eva by butschek“ hat

Wäsche, Nachtwäsche, Sport- und Stillwäsche: Aber es geht

um mehr als nur Produkte!

Als Swantje Markus vor sieben Jahren erfahren hat, dass

zwei ihrer Freundinnen schwer an Krebs erkrankt sind,

war das ein riesiger Schock. Sie erlebte ganz nah, was die

Krankheit, aber auch die Strahlen- und Chemotherapie mit

den Frauen machte. „Ich saß neben meiner Freundin auf dem

Sofa und sah ihre Angst, die verlorenen Haare, die kaputte

Haut. Aus einer selbstbewussten Frau war ein Häufchen

Elend geworden, die sich allein gelassen fühlte, die ihre

Wäsche nicht mehr tragen konnte und die sich einfach nicht

mehr als Frau fühlte.“

Da war dann klar: Es muss in Bremen einen Ort geben, klein

und überschaubar, der die Frauen empfängt mit (Herzens-)

Wärme und Verständnis, mit Ruhe und Gelassenheit, mit

einem Lächeln, mit schönen Dingen nur für sie, mit einem

Rückzugsort und einem Zauberspiegel, mit dem besten

Licht, das ihre Schönheit wieder erstrahlen lässt, den

richtigen Größen, einer professionellen Beratung mit Zeit,

mit Ideen für ihren Kopf, Gespräche und viel Lachen mit

anderen Frauen…

„Wir haben angefangen, Frauen zu befragen. Betroffene

Frauen, Ärztinnen, Fachverkäuferinnen. Was wünschen sich

die Frauen? Was macht die Situation – besonders bei Brustkrebs

– so schlimm? Die Frauen sind oft traumatisiert, sie

haben Angst um ihr Leben und gleichzeitig haben sie Angst

vor der gesellschaftlichen Stigmatisierung. Sie gehen nicht

raus und sagen: Ich habe Krebs, ich habe Angst, helft mir. Sie

machen ganz viel mit sich alleine aus und versuchen, stark

zu sein.“ berichtet Swantje Markus.“ „Eva“ ist ein ein Ort

mit Lachen und Lebensfreude, der Mut gibt – und mit hoher

fachlicher Kompetenz durch die Fachberaterinnen.

Eva by butschek

Stresemannstr. 52, 28207 Bremen

Telefon 0421 – 98 53 830

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Lena & Alex: Mit Kleinkind um die Welt

Japan, Korea, Vietnam und Kambodscha

w Jetzt sind wir schon drei Monate unterwegs. Den

ersten Monat verbrachten wir in Südafrika und flogen

danach nach Japan, Korea, Vietnam und Kambodscha.

Mittlerweile hat sich alles super eingespielt und wir genießen

das Reisen durch die Länder. Als mich neulich

eine Freundin bat, ihr mal unseren Alltag zu schildern,

musste ich lächeln, denn jeder Tag ist ein neues Abenteuer

und es gibt keinen Alltag.

Im Oktober verbrachten wir die ersten zwei Wochen in

Japan, wo Freunde von uns zu Besuch kamen. Wir bereisten

gemeinsam die Städte Tokyo und Kyoto. Es wurden

viele wunderschöne japanische Tempel besichtigt

und wir lernten viele kulturelle Traditionen wie zum

Beispiel das Onsen kennen. Das Onsen ist eine Art Badehaus.

Es gibt verschiedene sehr warme bis heiße Vulkanquellbecken,

in denen man baden und entspannen

kann. Trotz der sprachlichen Barriere versuchten die

Japaner, uns mit allen Regeln und Bräuchen vertraut zu

machen. Beispielsweise darf man nicht das Wasser ins

Gesicht spritzen, weil kein Schweiß ins Wasser kommen

darf. In Japan beeindruckte uns vor allem, dass

nirgendwo Müll auf der Straße rumlag und man aber

auch nie einen Mülleimer gefunden hat. Dieses disziplinierte

Verhalten zeigte sich auch noch in vielen anderen

Dingen, wie dem Anstellen, um in die U-Bahn einzusteigen.

Für uns befremdlich hingegen war, dass sich

in der Öffentlichkeit kaum miteinander unterhalten

wird, sondern jeder immer nur auf sein Handy geschaut

hat. Ebenfalls erstaunt hat uns, dass nur sehr wenige

Japaner Englisch sprechen.

Nach diesen zwei kulturellen Wochen ging es noch als

Stoppover nach Südkorea bzw. Seoul. Dort besuchten wir

als Tagesausflug die Grenze zu Nordkorea. Es war spannend

und gleichzeitig erschreckend, wie unwissend man

über das Land ist. Mathilda wurde in Korea wie ein kleiner

Superstar behandelt. Überall wollten die Menschen

Fotos mit ihr machen und fassten ihre kleinen Löckchen

am Hinterkopf an.

Am 2. November ging es dann nach Vietnam. Wir sehnten

uns schon nach Sonne, Strand und Meer. In Hanoi angekommen,

waren wir vom wuseligen Verkehr beeindruckt.

Ein absolutes Highlight in Vietnam war die Halong Bay.

Wir verbrachten eine Nacht mit einem Boot in der Kreidefelsenbucht.

Es war einfach traumhaft schön, an den

pflanzenbewachsenden Felsen vorbeizuschippern. Leider

war man aufgrund der 400 anderen Boote allerdings nie

für sich!

Umso schöner war der Kajakausflug, wo wir wirklich mal

abgeschieden vom Massentourismus waren und die Felsen

von Nahem betrachten konnten. Ein weiteres einschneidendes

Erlebnis war, dass Mathilda plötzlich anfing zu

laufen (erster Schritt in Südafrika, die ersten Schritte alleine

in Japan) und sich somit unser bisheriges entspanntes

Reisen ein wenig veränderte. Nun muss man immer

ein Auge auf Mathilda und den Verkehr haben.

Als wir in der Mitte des Landes angekommen waren, hatte

uns der Taifun „Damrey“ voll erwischt und die wunderschöne

Stadt Hoin wurde komplett überschwemmt. Es

regnete eine Woche lang - Tag und Nacht. Daher flohen

wir in die Stadt Phan Thiet. In Mui Ne, einen Fischer-

bremissima


21

dorf, das zu dieser Stadt gehört, lernte Alex das Kitesurfen

und wir konnten endlich das Meer und die

Sonne in vollen Zügen genießen. In Saigon lernten

wir dann leider auch mal ein vietnamesisches Krankenhaus

kennen, weil Mathilda sich ihre Stirn an

einer Tischplatte so dolle gestoßen hatte, dass wir

uns Sorgen machten. Zum Glück war aber nichts

passiert, sodass wir weitere schöne Ausflüge ins Mekongdelta

oder zu dem Chi-Chu-Tunnel unternehmen

konnten.

In Vietnam ist uns ab der ersten Sekunde aufgefallen,

wie unglaublich kinderlieb und -freundlich die

Menschen hier sind. Mathilda wird von allen gedrückt,

geschmust und geknuddelt. Während wir

aßen, ist es oft vorgekommen, dass Kellner Mathilda

mitnahmen und ihr die Umgebung zeigten oder mit

ihr spielten. Dieses Verhalten hat dann auch so auf

Mathilda abgefärbt, dass sie in den Hotels schon immer

zum Personal gelaufen ist und die Arme nach

ihnen ausgestreckt hat. Dann hieß es aber auch

schon wieder Abschied nehmen vom wunderschönen

Vietnam und weiter nach Kambodscha.

In Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh wurden

wir dann von Alex´ Mama, also Oma Astrid, besucht.

Wir entspannten zusammen auf der Insel

Koh Rong, einer wirklichen Paradiesinsel. Der morgendliche

erste Blick aus unserer Bungalowtür war:

weißer Sandstrand, Palmen und Meer! Zum Abschluss

unserer gemeinsamen zweiwöchigen Tour

stand dann noch die Stadt Siem Reap bzw. die Tempelanlagen

von Angkor auf unserer Sightseeing-

Liste. Der Tempel Angkor Wat ist tatsächlich so beeindruckend

wie man immer hört und absolut einen

Besuch wert. Das Highlight war aber der „Angkor

Wat International Halfmarathon“ den Alex und ich

mitliefen. Mathilda haben die Tage auf Koh Rong

am besten gefallen, dort konnte sie den ganzen Tag

im Sand spielen, im Meer baden und genießen, dass

Oma da war.

Am 6. Dezember hieß es dann erneut Abschied nehmen

(dieses Mal von Oma und Kambodscha) und

wir fuhren nach Thailand weiter. Unsere Reise

kann auch auf Instagram unter around_the_world_

with_family verfolgt werden.

.

„Ein Ort, klein und überschaubar, der Kundinnen

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bremissima


22

Glück nach Neujahr

Der alljährliche Wahnsinn mündet ja jedes Jahr in

einem Tag. Genau. Silvester. Ich sage da nichts Neues,

geben wir es zu, wir wissen es alle. Wir alle schimpfen,

wenn im Juli die ersten die Frage aller Fragen stellen. Da

ist es dann ja auch fast zu spät für eine Hütte im Schnee

(viel zu spät!). Wir alle sehnen spätestens im September

das Ende des „schlimmsten Jahres aller Zeiten“ herbei,

als wäre Sprung zur nächsthöheren Jahreszahl der

notwendige Cut, damit sich überhaupt erst etwas ändern

kann. Selbstverständlich werden wir übrigens dennoch

alle panisch, wenn an Weihnachten die Erkenntnis

kommt, dass es nun tatsächlich ernst wird – aber noch

immer ist keine vernünftige Party in Sicht, weil man ja

keine Lust hatte, sich zu kümmern.

Früher habe ich immer gedacht, eine wilde Silvesterund

Neujahrsnacht sei verdammt nochmal meine Pflicht!

Ich muss unbedingt, unbedingt, unbedingt bei der

rauschendsten aller Partynächte dabei sein – um das

alte Jahr mit lautem Krach zu verjagen, damit das neue

gut startet. Beste Voraussetzungen schaffen also für den

Neuanfang, der scheinbar alle zwölf Monate wartet.

Dabei stimmt das eigentlich gar nicht. Für ein schönes

Jahr ist es nämlich ganz egal, wie man Silvester feiert.

Oder wo. Oder sogar mit wem. Relevant sind die Tage

und Wochen und Monate danach. Quasi ungefähr dieser

Zeitraum jetzt. Denn selbst wenn es irgendwie albern

ist zu denken, dass es das neue Jahr schon wieder richten

wird, warum dann nicht ernsthaft diese Zeit dafür nutzen,

eine Grundlage dafür zu schaffen, das Leben so zu

ändern, wie man es gerne hätte?

Der erste Schritt dorthin heißt, nachdenken, was es denn

so ist, was man gerne hätte. Also: Mindestens einmal pro

Woche etwas ganz alleine für sich tun. Sport. Ein neues

Hobby. Spazierengehen. Oder einfach ganz alleine abends

Essen gehen. Manchmal kommt die Erleuchtung, dass der

Job nicht glücklich macht oder die Beziehung in einer

Sackgasse steckt. Oder dass man zu viel grübelt und auch

einfach alles auf sich zukommen lassen könnte. Vielleicht

ist dann doch alles gut so, wie es ist. Und manchmal

merkt man, dass es genau diese Stunden alleine waren, die

gefehlt haben, und gönnt sich zukünftig noch mehr davon.

Weil man es kann und sollte. Hm. Wie wäre es denn

mit der Idee, dass es kein besonderes

Datum braucht, um zu überlegen,

was wichtig ist und was man

will? Dann gäbe es diesen alljährlichen

Stress tendenziell

nicht – wir alle wären viel

entspannter.

Schmuck, Kleinmöbel und

Kunst in der Galerie 9a

w Die Schmuckgalerie von Imke Brüning hat neben einem

neuen Namen auch ein neues Zuhause bekommen. In dem

wunderschönen Atelier in Stuhr werden neben hochwertigem

Gold- und Silberschmuck, designt und gefertigt von

der gelernten Goldschmiedin persönlich, jetzt auch ausgesuchte

Wohnaccessoires von verschiedenen Designern aus

Dänemark präsentiert. „Die neuen Räumlichkeiten bieten

uns ganz andere Möglichkeiten“, so Imke Brüning. „In der

vorgelagerten Scheune können wir zukünftig noch mehr

Kunstprojekte realisieren.“ Künstler wie Uwe Schloen und

Petra Fiebig haben ihr Atelier in der Scheune bereits bezogen.

Kleinmöbel, entworfen und hergestellt von der Bremer

Firma „Möbelwerkstätten MB“, runden das Sortiment ab.

Nach einigen Jahren Auslandsaufenthalt zog es Imke Brüning

1997 zurück nach Bremen. Seitdem ist sie als selbstständige

Goldschmiedin tätig. In der neuen Werkstatt direkt

über dem Atelier werden die Schmuckstücke mit viel Liebe

zum Detail angefertigt. Auch individuelle Trauringe gehören

zum Angebot der Schmuckliebhaberin. Die Ausstellung in

der Kladdinger Straße 9a in Stuhr ist jeden Donnerstag von

11 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet.

www.w-amwall.de

bremissima


23

Für Sie

entdeckt

wEinen Verkehrsknotenpunkt ist

Bremen wahrlich nicht - für fast alle

Reiseziele muss man mindestens

einmal Umsteigen. Jedoch nicht, wenn

man nach Paris möchte!

Fast täglich bietet Air France Direktflüge

in die Stadt der Liebe. Und so

lange das so ist, die Bremer Airbus-Dependance

macht es möglich, sollte man

diese Möglichkeit auch nutzen.

In einer guten Stunde hüpft man von

Bremen nach Paris-Charles-de-Gaulle

und nach einer weiteren Stunde Metrofahrt

ist man schon im Herzen dieser

wunderbaren Stadt. Sofort fängt einen

die romantische Stimmung der Stadt

an der Seine ein. Unterbringungen gibt

es reichlich, jedoch sind die Hotelzimmer

oft sehr klein und das französische

Le petit voyage

Bett der Mittelpunkt der Zimmer.

Nicht so im Hotel Metropolitan am

kleine Kreisel des Place de Mexico

direkt im 16. Arrondissement. Das kleine

Boutique-Hotel bietet vier Suiten,

deren Ausblick direkt auf den Eiffelturm

gerichtet sind ... Ein wundervolles

Erlebnis aus dem kuscheligen Bett auf

den erleuchteten Eiffelturm zu blicken.

Vivre la vie.

Möglichkeiten für die abendliche

Unterhaltung gibt es in Paris genug.

Ein absolutes Highlight ist jedoch

ein Dinner im Bistro Fouquet’s am

Champs-Élysées. In dem Bistro soll

angeblich der damalige Präsident Nicolas

Sarkozy seiner Herzdame Carla

Bruni einen Heiratsantrag gemacht

haben. Und ob das nun stimmt oder

nicht, ist ein Besuch in diesem traditionellen

Bistro mehr als wert. Im

typisch kuscheligen Ambiente erlebt

man Gaumenfreuden und sitzt herrlich

bequem inmitten einer Fotogalerie der

Stars und Sternchen, die allesamt dem

charmanten Bistro ihre Aufwartung

gemacht haben: Sophia Loren, Alain

Delon, Josephine Baker, Lino Ventura,

Catherine Deneuve, Charles Aznavour

... Namen, die Frankreich einfach

Frankreich werden lassen, voller Poesie

und einfach unsterblich.

Die Tage in Paris sind so kurz wie die

Nächte und eine kurze Stippvisite ist

allemal zu wenig für diese ewige Stadt

der Liebe. Ach wie schön, dass Bremen

einen Flughafen hat ...

bremissima


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Der frühe Vogel…

schützt die Zähne

bremissima


gesundheit

25

Rechtzeitige kieferorthopädische

Behandlung bei Kleinkindern

Schiefe oder verschachtelte Zähne

oder Zähne, die beim Durchbruch

behindert werden sowie Probleme

beim Kauen oder Sprechen: Kinder

erhalten nach diesen Befunden meist

eine altersgerechte Behandlung beim

Kieferorthopäden. Diese beginnt in

der Regel im Schulalter, zwischen

dem zehnten und vierzehnten Lebensjahr,

wenn bei kleinen Patienten

der Zahnwechsel zum größten

Teil vollzogen ist. Schwerwiegende

Fälle können eine Korrektur jedoch

bereits früher erforderlich machen.

„Daher lohnt sich auch mit kleineren

Kindern der Gang zum Kieferorthopäden.

Bei Bedarf führen wir eine

Frühbehandlung bei fünf- bis sechsjährigen

Patienten durch, so können

wir spätere langwierige Therapien

und ein fehlerhaftes Wachstum

vermeiden“, sagt Dr. Lotta Zernial,

Fachzahnärztin für Kieferorthopädie

in der SternKlinik in Bremen.

Gründe für eine Frühbehandlung

Bei den meisten kleinen Patienten

liegen bereits erworbene Fehlstellungen

vor, etwa durch Angewohnheiten

wie Nuckeln oder eine Mundatmung.

Des Weiteren können sie

durch Erkrankungen im Nasen- und

Rachenraum oder durch Unfälle entstehen.

Daneben gibt es noch angeborene,

genetisch bedingte Fehlstellungen.

Dazu zählen beispielsweise

eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, eine sogenannte Progenie,

ein vorstehender Unterkiefer, oder auch ein Kreuzbiss,

bei dem die unteren Zähne außen und die oberen innen stehen.

Bei einigen Anomalien wie beispielsweise der Progenie

ist eine erste kieferorthopädische Therapie bereits im frühen

Kindesalter, mit fünf Jahren, sinnvoll. Je nach Schweregrad

und Befund kann da eine Behandlung mit herausnehmbaren

oder festsitzenden Zahnspangen oder einer Kombination aus

beiden beginnen“, erklärt Dr. Lotta Zernial. „Ein wichtiger

Punkt in der Kieferorthopädie ist die Prävention. Hierzu

zählt der Einsatz von Lückenhaltern, wenn es zum vorzeitigen

Verlust von Milchzähnen, beispielsweise durch Karies

oder sogenannte Traumata, gekommen ist.

Zähne, die stark vorstehen und bei denen die dahinter

gelagerte Unterlippe das Problem weiter verschlimmert,

sind verstärkt der Gefahr eines Frontzahntraumas ausgesetzt.

Hier bezahlen unter anderem die Krankenkassen die

Frühbehandlung, um präventiv vorzugehen“, führt Dr. Lotta

Zernial weiter aus.

Verschiedene Wege führen zum Ziel

Zahnspangen dienen dazu, Zähne wieder in ihre richtige

Position zu bringen, den Biss sowie Kieferfehlstellungen

zu regulieren. Herausnehmbare Apparate bestehen in der

Regel aus einer individuell laborgefertigten Kunststoffbasis

mit Klammern und Korrekturelementen aus Edelstahldraht.

Kinder tragen sie nachts und mehrere Stunden am

Tag. Sogenannte funktionskieferorthopädische Apparaturen

wie Aktivatoren, Bionatoren oder Funktionsregler

kommen häufig in der Frühbehandlung bei Kindern zum

Einsatz. Wie andere herausnehmbare Zahnspangen bestehen

sie aus Kunststoff mit eingebauten Drahtelementen.

Täglich getragen, nutzen sie die Kräfte der Mundmuskulatur,

um Zähne und Kiefer in die richtige Lage zu bringen.

Des Weiteren gibt es noch festsitzende Zahnspangen, bei

denen der Kieferorthopäde Brackets, kleine Metall- oder

Keramikplättchen, auf den Zähnen befestigt, die mit

einem hauchdünnen Drahtbogen verbunden sind. „Ihr

Einsatz richtet sich nach Ausprägung und Art der Zahnfehlstellung

und Kieferanomalie, der Gebissreife sowie

der Kooperationsbereitschaft der jungen Patienten“, so Dr.

Lotta Zernial.

Einfühlsame Behandlung nötig

Speziell bei Kindern ist ein sensibler und fürsorglicher

Umgang notwendig, um Ängste zu nehmen und Vertrauen

zu schaffen. Eine aktive Mithilfe von Eltern und Kindern

trägt enorm zum Behandlungserfolg bei. Ganz gleich, ob

bei einer herausnehmbaren oder festsitzenden Spange:

In jedem Fall muss vonseiten der Eltern ein gesondertes

Augenmerk auf regelmäßiges Tragen und Reinigen der

Apparatur gelegt werden. „Selbst wenn wir bei unseren

kleinen Patienten zunächst keine Behandlung durchführen,

besprechen wir mit den Eltern die weitere Vorgehensweise

genau, legen einen Termin- und Therapieplan fest

und geben Tipps zum Zähneputzen und zur Ernährung

für die Kinder mit“, sagt Dr. Lotta Zernial.

Kieferorthopädie Dres. Peter Zernial,

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Dr. Lotta Zernial

bremissima


26

Die 26-jährige Ski-Freestylerin

vom SC Bremerhaven Kea Kühnel

hat sich einen Tag vor Weihnachten

für Olympia qualifiziert!

Somit darf sie als erste Bremerin

bei olympischen Winterspielen

teilnehmen. Freuen wir uns auf

einen spannenden Wettbewerb

ab 9. Februar in Pyeongchang.

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hautnah

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Kea Kühnel:

Erfolgreiche

Spätzünderin in der

Freeskiing-Welt

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hautnah

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Cynthia Hoedoro /

Ina Seyer, Nicki Antognini, pally learmond

Kälte und Schnee? Viele Menschen würden

tendenziell wohl eher versuchen, dem Winter

auszuweichen – und nach Sonne und wohliger

Wärme Ausschau halten. Abgesehen von denen

natürlich, die dem Wintersport verfallen sind.

Dazu gehört auch Kea Kühnel. Die 26-jährige Bremerhavenerin

schnallt sich bereits seit etwa 24 Jahren Skier unter die

Füße. Und in den letzten vier Jahren dieser beinahe zweieinhalb

Jahrzehnte saust sie nicht mehr nur die Berge herunter,

sondern vollbringt auf Skiern waghalsige Kunststücke.

In der Luft, versteht sich. Die Freeski-Fahrerin dreht sich

um die eigene Achse, schlägt Salti, wirbelt herum, nur um

danach wieder auf den Skiern zu landen. Kaum vorstellbar:

Obwohl sie diesen Extremsport vor wenigen Jahren überhaupt

erst begonnen hat, sind die kommenden olympischen

Winterspiele für sie als Mitglied des Nationalteams zum

Greifen nah.

Kurz entschlossen

„Ja, mein Werdegang ist wohl etwas ungewöhnlich“,

schmunzelt Kea, als sie mir bei Earl Grey und Ingwertee

von sich und ihrer sportlichen Leidenschaft erzählt. Die

Geschichte, wie sie letztendlich das Freeskiing für sich entdeckt,

beginnt eigentlich damit, dass sie während der Schulzeit

Kanada und Taiwan kennenlernt und so die Grundlage

für ihren Auslandsaufenthalt nach dem Abitur legt. „Die

chinesische Sprache hat es mir seitdem angetan“, sagt sie.

„Deshalb durfte ich in meinem Abschlussjahr ausnahmsweise

mit nach Peking fliegen, als Dolmetscherin sozusagen.“

In jener Zeit verbringt sie auch ein Wochenende in Shang-

hai und findet mehr als nur Gefallen an dieser Stadt. „Ich

habe mir damals gedacht: Das wäre doch was, eine Weile in

Shanghai zu leben! Und als mit dem Abi in der Tasche die

Frage aufkam, was ich nun machen solle, bin ich tatsächlich

dorthin zurückgegangen und zwei Jahre geblieben.“ Sie

überlegt schließlich sogar, in Shanghai zu studieren. „Es hat

mir wirklich wahnsinnig gut gefallen“, denkt sie zurück.

„Meine Eltern wollten aber immer, dass ich wieder nach

Deutschland komme und hier studiere. Und ich habe mir

dann gedacht, dass es wohl wirklich sinnvoller sei, wiederzukommen.

Weil ich aber die Bewerbungsfrist für ein Studium

bei meiner Rückkehr verpasst habe, musste ich noch ein

paar Monate überbrücken.“ So nehmen ihre Eltern sie mit

zum Skifahren ins schweizerische Laax. Und hier kommt sie

endlich zum ersten Mal mit Freeskiing und dem Parkfahren

in Kontakt. „Ich habe mir gedacht: Hm, ob ich das wohl

auch könnte? Ich hatte auf jeden Fall sofort Lust darauf, das

zu lernen.“ Gesagt, getan: Kea schaut nach, wo die meisten

Freeskier in der „näheren“ Umgebung zu Hause sind, sucht

sich ihren Studienort kurz entschlossen genau danach aus –

und schreibt sich 2012 an der Uni im österreichischen Innsbruck

in den Studiengang Wirtschaftswissenschaften ein.

Die Anfänge als Freeski-Fahrerin

„Ich gebe zu, am Anfang war ich häufiger auf dem Berg als

an der Uni zu finden“, lacht sie. „Später war es dann etwas

ausgeglichener, insbesondere nachdem ich mir ziemlich

früh mein Handgelenk kompliziert gebrochen hatte. Da

ist mir klargeworden, dass ich neben dem Sport unbedingt

ein anderes Standbein brauche. Ich werde wohl nicht mein

ganzes Leben lang nur Freeski fahren können.“ Im ersten

Innsbruck-Jahr hat sich Kea quasi alleine an die verschiedenen

Tricks herangetastet und vieles ausprobiert. Nach und

nach lernt sie dabei immer mehr die Szene und die anderen

Fahrerinnen und Fahrer kennen, die vor Ort trainiert haben.

Doch wie fängt man eigentlich mit so einem Sport an? „Am

Anfang habe ich es einfach gemacht, mit wenig Angst und

vielen Stürzen. Ich war fast wie ein kleines Kind, das sich

von gar nichts abschrecken lässt und immer wieder weitermacht.

Nach meiner schweren Verletzung, und je älter ich

werde, bin ich vorsichtiger geworden. Man grübelt halt viel

mehr darüber nach, was alles passieren kann.“ Dank guter

Vorbereitung, viel Trocken- und mentalem Training halten

sich die Sorgen allerdings auch heute die Grenzen. „So habe

ich ein besseres Gefühl, wenn ich etwas Neues ausprobiere.

Wichtig ist auch, dass jemand dabei ist, dem ich vertraue

oder mir die Tricks zeigen kann.“ Und was fasziniert sie so

an dieser Sportart? „Es gibt einfach nichts Besseres, als einen

neuen Trick zu trainieren und ihn dann irgendwann zu

stehen“, strahlt sie. „Auch in der Luft zu sein, ist einfach unbeschreiblich.

Außerdem hat jeder seinen ganz eigenen Stil,

die Tricks dürfen immer etwas individuell sein.“ Freeskiing

ist darüber hinaus die erste Sportart, bei der Kea spürt, dass

sie wirklich etwas erreichen kann. Sie hat immer schon viel

S

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S

Sport gemacht, neben dem Skifahren mit ihren Eltern

auch Tennis oder Volleyball gespielt – und vor allen Dingen

lange Jahre geturnt. Der Turner-Background gibt ihr

Sicherheit: in der Luft und, weil sie weiß, wo sie bei einer

Drehung ist, auch bei den Rotationsbewegungen.

Das Nationalteam ruft

So wird Kea, nicht zuletzt aufgrund ihres offensichtlichen

Talents, immer besser. Schnell kommt von den anderen

Fahrern die Frage, ob sie nicht einmal mit möchte in ein

Camp. „Na klar hatte ich Lust!“, verrät sie mir mit leuchtenden

Augen. „Dort wurde mir dann auch vor Augen

geführt, wie ich fahre und ob ich Potenzial habe, weiterzukommen.“

Im Team professionalisiert sie das Training:

Es ist nun strukturierter und zielt unter anderem

auch mehr darauf ab, die Muskeln optimal aufzubauen

und Verletzungen vorzubeugen. „Das fühlte sich dann

auch für meine Eltern besser an. Sie wussten, da ist jetzt

jemand, der auf mich aufpasst und schaut, dass ich richtig

trainiere.“ Recht bald nach dem Camp wird ihr dann

angeboten, an der Deutschen Meisterschaft teilzunehmen

– bei der sie verrückterweise direkt auf dem Siegertreppchen

landet. „Das Ganze war natürlich gleichzeitig eine

gute Testphase, in der ich zeigen konnte, wie ich mit der

Wettkampfsituation und dem Druck umgehe. Manchmal,

also bisher eigentlich sogar bei jedem Wettkampf, bei

dem ich dabei war, muss man ganz schön mit schlechtem

Wetter kämpfen. Das kann teilweise gefährlich sein. Und

für das Nationalteam war es dann gut zu sehen, dass ich

das hinbekomme. Natürlich muss man zugeben, dass ich

es bei mehr Konkurrenz vielleicht nicht ganz so schnell in

das Team geschafft hätte.“ Denn noch gehört das Freeskiing

in Deutschland zu den weniger bekannten Sportarten.

Nur langsam befreit es sich aus seinem Nischendasein.

Freeskiing: (noch) ein Nischensport

Woran das wohl liegen mag, möchte ich von Kea wissen.

„International betrachtet gibt es hier einfach viel weniger

Freeski-Angebote“, antwortet sie mir. „In den USA,

und tatsächlich auch in China, Südkorea oder Japan,

sieht es da ganz anders aus: Riesige Snowparks gibt es

dort, wie im Paradies!“ Ein weiteres mögliches Problem:

Freeskiing ist als Lifestyle-Sportart für Außenstehende

eventuell nicht leicht zu durchschauen – man muss sich

ein bisschen mehr damit auseinandersetzen, um beispielsweise

die Begrifflichkeiten komplett zu verstehen.

Obwohl sie bei näherer Betrachtung gar so wunderlich

oder kompliziert eigentlich nicht sind. Denn wer sich

sofort von der Begeisterung zu diesem Sport anstecken

lässt, wird schnell lernen, was es mit einem 180, einem

Cork 360, einem Ski Slide oder einem K-Fed auf sich hat

und diese Tricks dann bald auch erkennen können. „Ich

denke allerdings schon, dass Freeskiing eine Zukunft hat“,

meint Kea. „Unser Sport ist immerhin schon seit Jahren

S

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S olympisch und findet immer mehr Anhänger. Außerdem

entdecken Medien uns immer mehr für sich, und wir werden

häufiger für Werbespots oder Katalog-Shootings angefragt.“

Diese Zusatzjobs sind auch bitter nötig: Denn von dem Sponsorenpool

des Deutschen Skiverbands

profitieren ausgerechnet die Freeskier

nicht. „Pro Saison kommen Kosten

von etwa 20.000 Euro zusammen.

Bestimmt die Hälfte müssen wir

aus eigener Tasche bezahlen, wie

beispielsweise die Startgelder und

häufig auch Flugtickets und Unterkunft.

Das hält sicherlich viele davon

ab, den Sport überhaupt auszuüben.

Wir müssen uns also unsere eigenen

Sponsoren suchen, um unseren Sport

finanzieren zu können“, erklärt sie.

„Dazu gehört auch, in den sozialen

Medien aktiv zu sein, Videos und

Fotos von unseren Tricks zu machen

und zu posten. Klar, der Verband

muss auch schauen, wie mit den

Sponsorengeldern umgegangen

wird, und unsere Disziplin

wird eben durch den Pool

nicht abgedeckt. Aber wir

hatten Hoffnung, dass mit

den bestehenden Kontakten

auch eine Zusammenarbeit

mit uns angestrebt wird.“

Was nicht ist, kann allerdings

noch werden: Die Situation für die

Sportler soll zukünftig besser werden.

Der erste Schritt in die richtige Richtung

ist ein Olympia-Zuschuss für

alle, die sich qualifizieren.

Pyeongchang oder Peking?

Wie weiter oben bereits angedeutet, hat

Kea trotz Underdog- und Spätzünderinnen-Status

durchaus Chancen, bei den olympischen Spielen

im Februar 2018 dabei zu sein. Leicht ist der Weg dabei

nicht – Deutschland legt den Freeski-Damen eine größere

Hürde auf als international: Statt in den World Cups

„nur“ Top 24 fahren zu müssen, sind entweder

zwei Platzierungen in den Top 15 oder eine

in den Top 8 Pflicht. Besonders im Hinblick

darauf, dass nur fünf World Cups pro Saison

stattfinden, keine leichte Aufgabe. Zum

Zeitpunkt unseres Treffens hat sie von

diesen fünf zwei bereits hinter sich und

ist beim letzten Mal nur ganz knapp an

der Olympia-Qualifikation vorbeigeschrammt.

„Ich hätte mich natürlich

gefreut, hätte ich mich dann schon

qualifizieren können“, ärgert sie sich.

„Schließlich wäre es toll, jetzt schon

dabei sein zu dürfen, selbst wenn es

fast unvorstellbar ist. Vielleicht soll

es ja so sein, dass ich mich erst 2022

für Peking qualifiziere, sozusagen

als runder Abschluss meines Werdegangs.“

Nun sagte Kea diese Sätze zu mir, bevor

sie am kurz vor Heiligabend im französischen

Font Romeu beim nächsten stattfindenden

Slopestyle-Weltcup an den

Start geht. Sie hat deshalb noch gar nicht

wissen können, dass sie sich tatsächlich

als Sechste für das Finale des Weltcups

qualifiziert (am Ende schafft sie in Font

Romeu sogar noch Platz 5) – und sich so

gleichzeitig das Ticket für Olympia in Pyeongchang

sichert. Damit ist sie die erste

Winterolympionikin aus Bremen/Bremerhaven!

Und wer weiß? Vielleicht führt

Keas Weg ja auch an beiden olympischen

Spielen entlang. Die erste Kirsche auf der

Sahnehaube ihrer Freeskiing-Karriere setzt

sie auf jeden Fall mit Pyeongchang.

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Heiraten und feiern wie im 7. Himmel

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Hochzeitsplanerin Lara Stickelmann

esther bieback /

radisson blu

Ein verliebtes Paar steht eng umschlungen am Weserufer,

sie richtet ihren Blick in Richtung Weserburg,

am Horizont neigt sich der Tag dem Ende

zu. Die Sonne, rot wie ein Granatapfel, taucht

langsam in die Weser, um auf der anderen Seite

einem neuen Tag entgegenzublicken. Aufmerksame Passanten

erahnen eine klitzekleine Ungeduld, sie wartet auf den

einen Moment, auf die entscheidende Frage, die sie nur mit

einem Wort beantworten möchte. Doch wann kommt diese?

Voller Überlegungen und romantischen Ideen, bemerkt sie

nicht, wie ihr Freund eine kleine Schachtel aus der Tasche

zieht. Sanft nimmt er ihre Hände in die seinen, zieht so ihren

Blick auf sich, stellt die eine Frage und bekommt die eine

Antwort – Ja!

So oder so ähnlich könnte ein Heiratsantrag in Bremen ablaufen.

Dieser ganz persönliche Moment ist für jedes Paar unvergesslich

und genau so sollte auch die perfekte Hochzeit sein,

das findet jedenfalls Lara Stickelmann. Ich hatte das Vergnügen,

mich mit ihr, einer Meeting & Events Sales Managerin S

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S

und zertifizierten Hochzeitsplanerin des Radisson Blu Hotel,

in der Böttcherstaße zu treffen. Lara Stickelmann ist eine äußerst

sympathische junge Frau, die es zu ihrer Aufgabe macht,

Paare auf ihrem Weg zum Tag der Hochzeit zu begleiten und

zu unterstützen. Nach ihrer Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau

bot sich ihr die Gelegenheit, neben Tagungen auch

Hochzeiten zu betreuen. Diese emotionalen Momente, wenn

eine Hochzeit im Radisson Blu Hotel stattfand, waren die Geburtsstunde

der Idee, in einem klassischen Tagungshotel eine

eigene Hochzeitsplanerin im Eventbereich zu integrieren.

Ihre uneingeschränkte Begeisterung für die Sache machte

aus Lara die perfekte Besetzung für die Rolle der Hochzeitsplanerin.

Nun musste eine Zusatzausbildung her, die sie mit

großer Begeisterung an der IHK in Köln absolvierte und bestand.

Seit zwei Jahren werden nun im Radisson Blu Hotel,

mit der professionellen Hilfe von Lara, Hochzeiten geplant

und gefeiert.

Für viele dürfte der Gedanke, mit einer Hochzeitsplanerin

alle Details zu besprechen, ungewöhnlich erscheinen, aber

wie mir Lara versicherte, erfreut es sich auch in Deutschland

und Bremen zunehmender Beliebtheit. Die Eheleute, die sie

in der Vergangenheit mit ihrer freundlichen, kompetenten

und strukturierten Art betreuen durfte, konnten ihren Hochzeitstag

und auch alles drum herum sorgenfrei genießen. Begonnen

hat jede Zusammenarbeit mit einem Kennenlerntreffen

im Radisson Blu Hotel. Besonders wichtig ist, dass sich

Paar und Hochzeitsplanerin gut verstehen und eine offene

und persönliche Ebene finden. So wird es ganz leicht, über

alle Wünsche und eventuelle Sorgen zu sprechen. Lara bietet

mit ihrer Erfahrung ein großes Spektrum an Ideen. Jeder

Wunsch ist umsetzbar, so wird aus jeder Hochzeit ein ganz

individuelles Fest. Den Paaren steht zum Beispiel offen, ob

sie ihre Gäste schon am Abend zuvor mit einem „Come together“

zusammenbringen oder ob das erste Treffen mit den

Gästen bei der freien Trauung im Himmelssaal stattfindet.

In welcher Räumlichkeit gefeiert wird, hängt natürlich auch

von der Größe der Hochzeitsgesellschaft ab. Auch hier gibt

es viele Möglichkeiten, die Lara für jedes Paar so ermöglicht,

dass es zur Gesellschaft passt. Besonders die Speisen, die bei

einem solchen Event gereicht werden, stehen oft im Fokus.

Bei einem Gespräch zwischen Paar, Hochzeitsplanerin und

Küchenchef wird jeder individuelle Wunsch berücksichtigt.

Es gibt keine Standards, die eingehalten werden müssen.

Auch jede religiöse Richtung findet Beachtung. Während

der Bräutigam sich beispielsweise um den richtigen DJ sorgt,

steht für viele Bräute die Dekoration im Vordergrund. Oft

weiß Lara schon nach dem ersten Gespräch, welcher Stil der

Richtige ist und kann mit den passenden Dienstleistern jeden

Wunsch erfüllen. Es kam sogar schon vor, dass die Braut diese

Aufgabe an Lara abgab und erfolgreich überrascht werden

konnte. Zu ihren Aufgaben gehört auch, am Tag der Hochzeit

für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Ob Trauzeugen

oder Brauteltern, jeder hat die Gelegenheit, im Voraus auf sie

S

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S

zuzukommen, um Details und Überraschungen zu besprechen.

Lara ist am Tag der Hochzeit anwesend, meist gibt es

noch viel zu erledigen. Jedem Hochzeitspaar wird eine Nacht

in der Hochzeitssuite geschenkt. Diese wird mit liebevollen,

romantischen Details von ihr persönlich dekoriert. Und dies

ist nur eine von ihren vielfältigen Aufgaben. Da alle Abläufe

an diesem Tag stimmen müssen, koordiniert und kontrolliert

sie mit geschultem Auge im Hintergrund. Das Hochzeitspaar

darf sich voll und ganz auf sich konzentrieren. Als Hochzeitsplanerin

steht Lara den Paaren so nah, dass jede Hochzeit

auch für sie emotionale Momente schafft, die für sie unvergesslich

bleiben.

Um das Thema Hochzeit abzurunden und für die Öffentlichkeit

zugänglich zu machen, organisiert Lara eine jährliche

Hochzeitsmesse. Ende Januar finden sich ca. 20 Aussteller

aus allen klassischen „Hochzeitsbranchen“ zusammen. Vom

Floristen über den Konditor bis hin zum freien Redner sind

alle Dienstleister vertreten. Selbstverständlich ist auch das

Radisson Blu Hotel mit einem eigenen Stand auf der Messe

vertreten. Hochzeitspaare haben so die Gelegenheit, den ersten

Kontakt mit ihrer Hochzeitsplanerin aufzunehmen und

einen Termin für ein Erstgespräch zu vereinbaren. Ganz besonders

erwähnenswert ist der historische und denkmalgeschützte

Himmelssaal im Haus Atlantis, der für alle Besucher

seine Türen öffnet. Allein der Aufgang ist schon einen Besuch

wert. Vom Grund des Meeresbodens gelangen die Besucher

über eine Wendeltreppe in Begleitung tausender Blubberblasen

bis in den Himmel. Hier werden sie von der Sonne und einer

Mondsichel empfangen. Die Decke des Saals ist mit blauen

und weißen Glassteinen ein ganz besonderer Anblick. Der

Saal wird festlich eingedeckt, sodass sich die Besucher einen

stimmungsvollen Eindruck von einer möglichen Feier machen

können. Die nächste Messe findet am 28. Januar 2018 im

Radisson Blu Hotel statt. Lara Stickelmann freut sich schon

jetzt auf neue Kontakte und viele individuelle Ideen, die sie

gemeinsam für eine perfekte Hochzeit umsetzen.

bremissima


familienglück

39

S

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bremissima


angepackt

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Hochzeitsblumen

vom Feinsten

Die Brautstraußmanufaktur von Kerstin Adrian

Ira Scheidig /

Marta Urbanelis und Alexandra Gor

Bei Hochzeiten liegt der Blick

vor allem auf der Braut und

ihrem Kleid, dicht gefolgt

jedoch vom Brautstrauß.

Passend zum Outfit kreiert,

ist er Hingucker und klassisches Element

jeder Hochzeit. Traditionen wie

das Brautstraußwerfen ranken sich um

ihn. Oft wird er getrocknet und lange

als Erinnerung aufbewahrt. Entsprechend

bedeutsam ist die Planung und

Gestaltung dieses so wichtigen Hochzeitssymbols.

Das findet auch Kerstin

Adrian, die sich mit ihrer bezaubernden

Brautstraußmanufaktur genau darauf

spezialisiert hat.

Klein, aber fein ist das Unternehmen

von Kerstin Adrian. Hier nimmt man

sich Zeit für die Kunden und gestaltet

bis ins Detail liebevoll und passgenau

jede einzelne Bestellung. Hier gibt es alles,

was das Brautpaarherz begehrt. Von

Brautsträußen jeder Größe und Couleur,

Tischdekorationen, Haar- und Armblumenschmuck

für Braut und Trauzeuginnen,

Reversschmuck für Bräutigam,

Brautvater und Trauzeugen, Kirchen-,

Altar- oder Zeremonienschmuck, Streukörbe

jeglicher Art, Blumengestecke für

das Auto und vieles mehr. Leihdekoration

wie Vasen, Kerzenleuchter, Glasgefäße

in vielen Varianten und Größen oder

Rosenbögen ergänzen das Angebot. In

einem Showroom in der Hamburger

Straße 173 kann sich jeder Interessierte

selbst von der floralen Kunstfertigkeit

überzeugen. Zum Hochzeitsschwerpunkt

kam Kerstin Adrian eher zufällig.

„Ich bin da eigentlich am Anfang

reingerutscht und habe dann eine große

Leidenschaft dafür entwickelt.“ Aber

manchmal passt es halt einfach, denn

hier hat sie ihre Mission gefunden und

kann ihr außergewöhnliches Talent

ganz und gar einsetzen. Das danken ihr

die Brautpaare von ganzem Herzen, oft

mit Tränen in den Augen. „Die Liebe

zu Blumen und zu den Kunden ist das

A und O. Es macht mir unglaublichen

Spaß. Wir nehmen uns Zeit für unsere

Brautpaare. Sie fühlen sich hier aufgehoben,

bekommen wir immer wieder zu

hören. Es wird nicht zwischen Tür und

Angel geplant“, berichtet sie.

S

bremissima


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Liebe sichtbar machen mit traumhaften

Blumen, die das Besondere des Augenblicks

erfassen. Vom Brautstrauß über

Tischdekoration bis zu Kirchenschmuck

bietet Kerstin Adrian alles in ihrer Brautstraußmanufaktur

an. Im Trend liegen

zarte, helle, pastellige Vintagefarben wie

creme, rosé, nude und weiß.

bremissima


angepackt

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Vom Gewächshausatelier zur

Brautstraußmanufaktur

Kerstin Adrian ist ausgebildete Floristin

und hat lange im Betrieb der Eltern

gearbeitet. 2006 kam sie dann auf

die Idee, ein Gewächshausatelier zu

gründen. „Dort biete ich übers ganze

Jahr florale Kunsthandwerkskurse an.

Mein Fokus lag immer schon auf der

Dienstleistung, noch nie auf dem Verkauf.“

Das Gewächshausatelier gibt es

auch weiterhin noch neben der später

entstandenen Spezialisierung auf

Hochzeitsblumen. „Es kamen immer

mehr Anfragen von Kunden, ob ich

auch Hochzeiten ausstatte.“ Entstanden

ist dann die Idee der Brautstraußmanufaktur

eher nebenbei: „Bei einem

Glas Wein mit meinem Mann, der auch

selbst Gärtner ist. Wir überlegten, einfach

mal eine Website zu machen und

zu schauen was passiert“, berichtet die

zweifache Mutter. Das war 2013. Und

es entwickelte sich von Jahr zu Jahr

immer besser. Durch Empfehlungen,

Mundpropaganda und viele begeisterte

Brautpaare machte sich die kleine Firma

schnell einen Namen. Die Außendarstellung,

Website und Logo wurden

2016 neu gestaltet und können sich

wirklich sehen lassen. Beim Betrachten

des gelungenen Internetauftritts werden

wahrlich Hochzeitsträume wahr.

Oft wird weit über den Brautstrauß hinaus

gleich ein Komplettangebot von

Tischdekoration über Autoschmuck bis

zu Dekoration des Raumes der Trauzeremonie

bestellt. Ganz wichtig ist der

Hochzeitsfloristin die Qualität ihrer

Ware. Die Blumen sollen lange halten,

auf keine Fall die Köpfe hängen lassen.

„Wir schauen genau, wo wir unsere

Ware einkaufen. Wir haben tolle Großhändler

in Bremen, von denen wir schöne

Ware bekommen.“

Team mit Sinn für Schönes

Unterstützt wird die Inhaberin von Klara

Plitzko, die 2016 ihre Ausbildung zur

Floristin als Jahrgangsbeste von Bremen

und Niedersachsen abgeschlossen

hat und seit April im Team ist. Und das

nicht zufällig. „Ich habe den Internetauftritt

meiner jetzigen Chefin gesehen

und wollte unbedingt hierher und habe

einfach angefragt“, berichtet die junge

Floristin glücklich darüber, dass es geklappt

hat. Und dann gibt es noch Willi

Jansen, den Mann für alle Fälle. Er hilft

mit seiner kreativen Ader da, wo Bedarf

ist, dekoriert, gestaltet Schaufenster,

entwickelt Ideen mit und fasst überall

mit an, wo es nötig ist. Die Stimmung

ist hier fröhlich und sehr persönlich.

Alle sind meist gut gelaunt und die beiden

Mitarbeiter scheinen ihre Chefin

sehr zu schätzen, das spürt man in jeder

Minute. „Wir lieben unsere Arbeit und

tun sie gern, das strahlen wir auch aus“,

ist Adrian überzeugt. „Ich habe immer

eine Gänsehaut, wenn die Brautpaare

begeistert und glücklich sind. Das

ist das Schönste, was mir die Kunden

geben können. Ich bin erst zufrieden,

wenn die Braut mit einem strahlendem

Lächeln meinen Laden verlässt.“

Eine große Rolle spielen mittlerweile

die sozialen Medien bei der Ideenfindung

und als Inspirationsquelle, sowohl

für sie selbst als auch für die Brautleute,

erzählt die Blumenfachfrau. „Wir sind

bei Pinterest, Instagram und Facebook

vertreten. Ich selbst entdecke hier viele S

bremissima


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S

Ideen und Bräute kommen mit Bildern,

die sie dort gesehen haben, zu mir.“ Darüber

hinaus besucht sie regelmäßig

Weiterbildungen und nutzt Fachliteratur

als wichtige Quelle. Sie kennt sich

genau damit aus, was gerade im Trend

liegt: „Zarte pastellige Farben wie rosé,

peach, nude, weiß und creme. Vintage

ist total in, alles nicht so knallig, sondern

etwas heller und niedlicher. Auch

Spitze ist mal dabei. Matte Goldakzente

bei Teelichthaltern und Gefäßen.

Total angesagt ist der grau-grüne Eukalyptus.

Klassisches Rot ist kaum noch

gefragt. Auch Wasserfallsträuße, also

lange nach unten abfließende Sträuße

sind nicht mehr modern.“ Und wie

sieht für sie ein perfekter Brautstrauß

aus? „Locker, leicht, wie von der Wiese

gepflückt mit viel Grün und tollen, großen,

passenden Blüten.“

Der Vorlauf ist lang. „Am besten beginnt

die Planung ein Jahr vorher. Viele

Anfragen kommen auch entsprechend.

Wir sind ein kleines Team und wollen

es auch gut machen und uns Zeit nehmen,

dann geht das nur so.“ Natürlich

gibt es auch mal Hochzeiten, die noch

kurzfristig einen Platz im Terminkalender

finden, aber eine Sicherheit dafür

gibt es nicht. Ein erstes Gespräch findet

statt, ein Angebot zugeschnitten auf

das Budget des Paares wird erarbeitet,

dem ein Kostenvoranschlag folgt. Sechs

bis acht Wochen vorher dann die Feinjustierung.

„Eine Hochzeitssaison gibt

es nicht mehr. Unsere letzte Hochzeit

ist am 23. Dezember, am 4. Januar geht

es gleich mit der nächsten weiter. Es

gibt kaum Pausen dazwischen, sondern

es läuft das ganze Jahr über.“

Fünf grüne Generationen

Ab und zu gönnt sich die Brautstraußspezialistin

aber eine Pause. „Im

Sommer nehme ich mir drei Wochen

Auszeit. Und ab und zu fahre ich mit

meinem Mann ein paar Tage weg.“ Der

Akku muss halt auch mal wieder aufgeladen

werden, bei aller Liebe zum

Beruf. „Außerdem unterstützt mich

mein Mann gut und ich habe eine tolle

Familie.“ Ihre Söhne sind mittlerweile

16 und 20 Jahre alt. Die Liebe und Leidenschaft

rund um die Blume muss der

Familie Adrian in den Genen liegen.

Man kann hier wohl gar nicht anders,

als sich mit Blumen zu beschäftigen.

Selbst in einem Gärtnerhaushalt groß

geworden mit einer Mutter als Floristin

und mit elterlichem Betrieb, hat Kerstin

Adrian auch ihre große Liebe zwischen

den Pflanzen gefunden. Ihr Mann ist

Gärtner und führt die Friedhofsgärtnerei

Adrian in Huckelriede und Osterholz

und ist ebenso mit großem Talent

gesegnet. Er hat schon mehrere Preise

gewonnen. Beide Söhne haben den grünen

Daumen mitbekommen und treten

in die Fußstapfen ihrer Eltern. Der älteste

Sohn lernt im Sommer als Gärtner

aus, der jüngere fängt in diesem Jahr

seine Lehre als Gärtner an. „Unsere

Söhne sind dann die fünfte Generation

in unserer Familie in diesem Metier“,

freut sich die Mutter, obwohl es nie so

geplant war und sie ihre Söhne nie in

diese Branche gedrängt hat.

www.brautstrauss-manufakturbremen.de

bremissima


WE LOVE

TO SAY YES

angepackt

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HOCHZEITSMESSE

SONNTAG

JANUAR

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HOTEL, BREMEN

Böttcherstraße 2 | 28195 Bremen

bremissima

T 0421 / 36 96 620

EINTRITT

FREI


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10. Februar

Senna Gammour

Was macht eine junge Frau heutzutage,

wenn sie einen Ratschlag in Sachen

Männer oder einen Tipp bei einem

typischen Frauenproblem braucht?

Richtig, sie holt sich Hilfe bei Senna

Gammour. Denn Sista Senna weiß Bescheid und kennt die

unterschiedlichen Typen ganz genau, egal ob Softie oder

Macho, netter Kerl oder ausgewachsenes Arschloch. Das beweist

sie seit geraumer Zeit auf ihren Social-Media-Kanälen

und auf YouTube – und natürlich live auf der Bühne, wo sie

ihre Fans mit ihrem eigenen Programm und ihrer wunderbar

lustigen, frechen, selbstbewussten Art begeistert.

Miss Gammour ist eine echte Powerfrau. Erste Berühmtheit

erlangte sie Mitte der 2000er Jahre als Mitglied der

Girlgroup Monrose, die aus der supererfolgreichen Casting-

Show „Popstars” hervorging.

Als witzige, bissige, schlagfertige Frauenversteherin kommt

Senna Gammour vor allem beim jungen Publikum gut an.

In ihren zahlreichen tausendfach geklickten Videos zu

Themen wie Liebeskummer oder dem ersten Date nimmt

sie kein Blatt vor den Mund und spricht damit einer ganzen

Generation aus der Seele. Ihre Fans, die Senna liebevoll

„schöne Tulpen” nennt, werden dabei nicht nur königlich

unterhalten, sondern nehmen auch wirklich hilfreiche

Tipps für den Umgang mit dem „starken Geschlecht” mit.

Denn welches weibliche Wesen kennt es nicht: Das Rätseln

darüber, wieso Männer sich so verhalten, wie sie es tun.

Warum ruft er nicht an? Was hat seine Neue, was ich nicht

habe? Warum muss er ständig auf dicke Hose machen?

Liebt er mich wirklich oder will er nur das Eine? Diese und

ähnliche Fragen hat sich wohl jedes Mädchen und jede Frau

schon mal gestellt.

Sa, 10. Februar, 20 Uhr, im Pier2

bremissima


auf Kultour

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11. Februar

Tony Hadley

Tony Hadley zählt zu den bekanntesten Sängern der Popmusik. Mit

Spandau Ballet, den Pionieren der NEW ROMANTIC-Bewegung in

den 80er Jahren, schrieb der Brite mit Hits wie „Gold“, „Only When

You Leave“, „Lifeline“, „Through The Barricades“ sowie „True“ internationale

Popgeschichte. Zusätzlich machte sich Hadley durch die musikalische Beteiligung

an der Band Aid UK Charity-Single „Do They Know It’s Christmas“

und seinem Auftritt beim Live Aid 1985 in London weltweit einen Namen.

Zuletzt war Tony Hadley wieder mit Spandau Ballet unterwegs, gab aber im

Sommer 2017 seinen Ausstieg bekannt. Im Februar 2018 kommt Tony Hadley

nun im Rahmen seiner „Tonight Belongs To Us“-Europatour für wenige ausgewählte

Shows nach Deutschland und spielt lediglich in München, Hannover,

Mannheim und in Bremen. Neben der exklusiven Premiere neuer Songs

von seinem anstehenden Solo-Album, das im April erscheint, wird Hadley

natürlich alle Spandau Ballet-Hits und weitere Klassiker der Popgeschichte

präsentieren. So, 11. Februar, 20 Uhr, im Modernes

15. März

Beatrice Rana

9. Februar

Beatrice Rana wurde 1993 in Copertino geboren und ist

die im Moment wohl prominenteste und erfolgreichste

Pianistin aus Italien. Ranas Karriere begann mit dem Gewinn

eines Klavierwettbewerbs im kanadischen Montréal

2011. Zwei Jahre später war sie Preisträgerin beim berühmten

Van Cliburn-Wettbewerb in den USA und wurde

von einem Major-Label unter Vertrag genommen. In den

letzten Jahren hat Beatrice Rana zusammen mit Musikern

wie Zubin Mehta, Placido Domingo oder Riccardo Chailly

gearbeitet, und sie spielt mittlerweile weltweit auf allen

wichtigen Konzertpodien. 2015 wurde Beatrice Rana auch

zum „BBC New Generation Artist“ ernannt, und sie hat

bereits einige viel beachtete CDs aufgenommen – zuletzt

Bachs „Goldberg-Variationen“. An diesem Abend spielt

sie Stücke von Robert Schumann, Maurice Ravel und Igor

Strawinsky. Sa, 13. Januar, 20 Uhr, im Sendesaal

Sol Heilo

Es ist schön, in Gesellschaft zu sein, fand Sol Heilo

– aber es ist auch gut, in der Einsamkeit Stärke zu

finden.Nach ihrer überaus erfolgreichen Karriere mit

dem norwegischen Folk-Quartett „Katzenjammer“ war es

für die Musikerin, Komponistin, Produzentin, Künstlerin

und Modedesignerin ein ziemlich selbstverständlicher

Schritt, auf Solopfaden zu wandeln. Sie erinnerte sich eines

Traumlands ihrer Kindheit – „Skinhorse Playground“ – und

stellte es ins Zentrum ihres gleichnamigen Solodebütalbums.

„Träume waren in meinem Leben immer enorm

wichtig“, sagt die 31-Jährige, „ich löse darin Probleme, ordne

meinen Alltag, leite meine Ängste ab. In meinen Träumen

bin ich kreativ.“

Fr, 9. Februar, 20 Uhr, im Lagerhaus

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10. April

LEA

Mit ordentlich Fahrtwind und neuen Songs im

Gepäck geht LEA wieder auf Tour. Im Frühjahr

verzauberte sie uns noch mit ihrer Single „Wunderkerzenmenschen“,

um dann gemeinsam mit „Gestört

aber Geil“ einen der Sommerhits 2017 zu landen: „Wohin

willst Du“ stürmt die Charts und LEA die Festivals. Als

Special Guest tritt LEA mit „Gestört aber Geil“ unter

anderem beim AirBeat One, Helene Beach und Sonne-

MondSterne Festival auf. Dass LEA eine außergewöhnliche

Songwriterin ist, zeichnet sich schon ab, als sie fünfzehnjährig

erste Videos auf YouTube veröffentlicht. Zaghaft in

der Selbstdarstellung, dabei bestechend selbstverständlich.

2016, dann mit Anfang 20, begeistert die Kasselerin die

Fachpresse mit ihrem Debütalbum „Vakuum“. Live schlägt

LEA laute, leise, fröhliche und melancholische Töne an und

lässt uns ihren und unseren Fahrtwind spüren.

Di, 10. April, 20 Uhr, im Lagerhaus

9. März

Hinter den Kulissen –

das andere Konzert

Giselle muss liefern! Entsetzt erkennt die ehemalige

Sopranistin Giselle D‘Amour, dass nicht ihre

Karriere auf der Bühne das ist, was ihr Verleger

von ihr möchte. Er will die echte Geschichte. Das Leben

und Treiben hinter dem roten Vorhang ist das, was ihn

interessiert. Nach langem Zögern überwindet sie sich,

dass zu schreiben, was selbst Gershwin, Puccini oder Kálman

nicht besser hätten komponieren können. In diese

Geschichten gebettet, singt Larissa Schröder und erzählt

Renate Lüke alias Giselle D‘Amour, von den Verschwörungen,

Lieben und Intrigen hinter den Kulissen großer

Opernhäuser. Am Klavier werden sie einfühlsam begleitet

von der großartigen Dinara Devisheva. Mal wehmütig,

mal temperamentvoll, mal überschwänglich oder in

Gedanken versunken, beschreiben sie in Titeln aus u. a.

„My Fair Lady“, „Elisabeth“ oder „Gräfin Máriza“ und „La

Traviata“, was damals vor und nach den Aufführungen

geschah.

Fr, 9. März, 19:30 Uhr, im Mehrgenerationenhaus

Worthmanns Hoff, Immentun 1, 27356 Rotenburg

15. März

Christian Steiffen

Christian Steiffen ist der Künstler, den unser Land in dieser schwierigen und

orientierungslosen Zeit braucht. Sein übernatürliches Selbstbewusstsein und

sein klares Weltbild können Hoffnung und Vorbild sein, Halt und Trost spenden.

In seinen Texten ist er oft schonungslos, auch sich selbst gegenüber! Mit

Hymnen wie „Ich hab´ die ganze Nacht von mir geträumt“, „Sexualverkehr“

und „Eine Flasche Bier“ hat er sich schon zu Lebzeiten unsterblich gemacht.

Und wenn er sagt: „Ich fühl´ mich Disco!“, dann tut er es auch!

Christian Steiffen ist gelebte Poesie und in dieser Lyrik liegt seine Stärke. Der

Grund, warum er genreübergreifend auf so viel positive Resonanz gestoßen ist:

Er vermag in seinen Texten ehrlich zu sein, so persönlich und doch universell.

Und obwohl Christian ein absoluter Frauentyp ist, können auch Männer noch

sehr viel von ihm lernen. Das Wichtigste in seiner Kunst wie auch im Leben,

ist für ihn die Liebe. Er hat einmal gesagt: „Die Liebe ist nicht nur ein Gefühl.

Das Schöne an der Liebe ist, dass man sie machen kann!“

Christian Steiffen ist ein wahrer Entertainer. Ein absoluter Ausnahmeathlet.

Do, 15. März, 20 Uhr, im Modernes

bremissima


auf Kultour

Ihre Immobilie verkaufen oder vermieten?

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Wir nehmen das Ruder in die Hand!

HB-HB

IMMOBILIEN

Schwachhauser Heerstr. 54 A · 28209 Bremen

Telefon 0421-165060

behrmann@hb-hb-immobilien.de

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Inhaber Kapitän Heinrich Behrmann (links) und Verkaufsleiter Charles Hyde-Blake

sowie das 8-köpfige Team freuen sich auf Ihre Anfrage

bremissima


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bremissima


frauenzimmer

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AUFGEMÖBELT

Home-Staging-Profi Karin Armbrust setzt Immobilien in Szene

bremissima


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Home Staging – Inszenierung von

Wohnungen und Häusern, die verkauft

oder vermietet werden sollen

Ein helles und ansprechendes

Ambiente durch komplette

Möblierung kann bei bestmöglichem

Preis die Verkaufszeit

einer Immobilie verkürzen

Home Stagerin Karin Armbrust

möbelt auf. Sie richtet

Wohnungen ein und hilft dabei,

sie optimal zu präsentieren

„Der erste Eindruck bei einer

Besichtigung ist entscheidend“,

ist sich Einrichtungsspezialistin

Karin Armbrust sicher

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frauenzimmer

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Ira Scheidig /

Valeska Achenbach

In einem großen Lager stapeln

sich zahlreiche Möbel, Bilder,

Kissen und haufenweise Dekorationsmaterial.

Hier kann Karin

Armbrust aus dem Vollen schöpfen,

wenn sie Wohnungen und Häuser

für potenzielle Mieter oder Käufer einrichtet

und gestaltet, um in den Musterräumen

zu zeigen, was möglich ist.

Denn das ist ihr Beruf. Sie ist professionelle

Home Stagerin und beschreibt

ihren Traumberuf: „Home Staging ist

das Herrichten von Immobilien für den

Verkauf oder die Vermietung und soll

wertsteigernd wirken. Eine hell und

geschmackvoll eingerichtete Wohnung

wirkt einfach schöner.“ Es stellt also die

positiven Aspekte einer Immobilie heraus

und kann die Verkaufszeit verkürzen

und trotzdem den bestmöglichen

Preis erzielen.

In einem gerade von ihr ausgestatteten

Objekt treffe ich mich mit Karin Armbrust,

einer Home Stagerin der ersten

Stunde. Sie gehörte 2010 zu den Teilnehmern

des ersten Schulungskurses

für Home Staging des DGHR, der Deutschen

Gesellschaft für Home Staging

und Redesign, dem offiziellen Berufsverband.

Ich bewundere beim Eintritt

in die Wohnung sofort die gelungene

Einrichtung und bin sehr gespannt, von

der Spezialistin mehr über diesen Trend

und seine Möglichkeiten zu erfahren,

interessiert mich doch alles rund ums

Wohnen brennend. Räume und dekoriere

ich doch auch ständig um und wälze

Unmengen an Wohnzeitschriften

und Einrichtungsbüchern.

sionen eines Raumes zu erfassen, wenn

er leer ist, erklärt der Berufsverband.

„Man bekommt ein Gefühl für die Größe

des Raumes und strukturiert den

Raum. So gibt man gleich Ideen mit auf

den Weg, wo Sofa oder Esstisch stehen

könnten. Manchmal kommt es sogar

vor, dass ein Mieter die Einrichtung

gleich behalten möchte und sie kauft“,

berichtet die Fachfrau. Für ihre Kunden

kalkuliert Karin Armbrust den Aufwand

und macht ein Angebot für das

Herrichten einer Wohnung. Aber auch

für Privatleute bietet sie ihre Dienstleistung

an. „Wenn ein Haus noch bewohnt

ist, komme ich vorbei und helfe

dabei, es schöner zu gestalten, ein wenig

auszusortieren, die Immobilie heller

und lichter zu machen. Da tausche

ich auch mal einen Teppich oder Tisch

aus.“ Auch Ferienwohnungen werden

von ihr ausgestattet, um durch ein

schönes Interieur eine möglichst hohe

Auslastung zu erreichen. Fotos von den

optimierten Objekten bietet sie ebenso

Spezialgebiet Musterwohnung

Karin Armbrust hat sich vor allem auf

Musterwohnungen in Neubauten spezialisiert.

Zurzeit sind etwa Musterwohnungen

von ihr im Neubauprojekt

„Findorffer Tor“ von dem Immobilienunternehmen

Justus Grosse zu sehen,

für das sie sehr viel tätig ist. Das Besichtigen

von leeren Räumen und sich nur

vorzustellen, wie es mal aussehen könnte,

ist viel schwieriger als eine möblierte

Wohnung anzuschauen. Nur etwa 20

Prozent aller Menschen können sich einen

Raum vor ihrem geistigen Auge mit

einer anderen Einrichtung vorstellen

und es fällt ihnen schwer, die Dimenan,

auch für Makler. Das Fotografieren

dafür hat sie sich selbst beigebracht

und es kann sich sehen lassen, wie man

auf ihrem Internetauftritt bewundern

kann.

„Home Staging kommt übrigens aus den

USA und ist auch in Skandinavien gang

und gäbe“, berichtet sie. „Deutschland

tut sich da noch etwas schwerer, aber

es ist im Kommen. Die Schulungskurse

sind ständig ausgebucht.“ Im Raum

Bremen weiß sie von sechs anderen in

diesem Metier. „Wir kennen uns alle

und treffen uns auch mal zufällig beim

Stöbern in Möbelhäusern.“ Ihr Möbelund

Dekorationsfundus ist riesig. Sie

kauft alles selbst, geht also ganz schön

in Vorleistung bei ihrer Arbeit. Ständig

werden neue Dinge angeschafft,

um wirklich für jedes Objekt genau das

Passende zu haben. „Ich habe schon ein

großes Lager, aber selbst da passt nicht

alles rein. Ich brauche wohl bald ein

größeres“, erzählt sie lachend. „Aber

S

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S

manches wandert auch von einer Wohnung

in die andere und muss nicht immer

zwischengelagert werden.“

Seit sechs Jahren dabei

Die 39-Jährige kam eher zufällig zu ihrem

Traumberuf. Zunächst absolvierte

sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau

bei Beck und Co. Danach studierte

sie Wirtschaftswissenschaften mit

dem Abschluss als Diplom-Ökonomin.

Kurz danach, das war 2010, las sie einen

Artikel über Home Staging und

dachte: „Das ist es!“ Das Interesse am

Einrichten, Umdekorieren und allem

was dazu gehört, war allerdings schon

lange da. Das lebte sie zu Hause aus.

„Ich habe immer wieder Wände umgestrichen

oder Möbel verrückt. Mein

damals fünfjähriger Sohn meinte irgendwann

zu mir, Mama, können wir

nicht einfach nur wohnen“, erzählt sie

lachend. Ihr Mann ist übrigens ebenso

begeistert dabei, allerdings nur privat.

„Er hat auch ein Händchen dafür.“ Sie

absolvierte also kurzentschlossen in

Wiesbaden die Schulung zur Home Stagerin

und machte sich 2011 selbstständig.

„Die erste Zeit war noch nicht so

prickelnd, was aber eigentlich ganz gut

war, da meine Kinder noch klein waren

und ich gar nicht so viel Zeit hatte“, erinnert

sie sich. Erste Kunden mussten

her, aber dann lief es über die ersten

Kontakte an und sie wurde immer öfter

gebucht. Heute läuft es sehr gut. Die

Söhne sind mittlerweile 9 und 12 Jahre

alt und die sympathische Einrichtungsspezialistin

kann sich dem Beruf gut

widmen. Im letzten Jahr hat sie etwa

50 Musterwohnungen unter ihren Fittichen

gehabt. Erhält sie einen Auftrag,

prüft sie zunächst genau, für welche

Zielgruppe die Immobilie gedacht ist.

Dann schaut sie sich die Räumlichkeiten

und die Lichtverhältnisse an, plant

und legt los. Es kann auch mal sein, dass

sie ein Zimmer einrichtet und alles wieder

rausräumt, weil es zu dunkel wirkt.

Dann fährt sie auch mal spontan zum

nächsten Möbelladen und kauft einen

neuen Couchtisch, der besser passt. So

passiert genau vor unserem Gespräch.

Und der neue Tisch kann sich sehen

lassen, finde ich. Sie bietet die unterschiedlichsten

Stilrichtungen an, vom

Landhausstil bis zu modern-rustikal.

„Ich entscheide meist selbst, wie ich es

mache. Ich arbeite mit passenden Farben

oder mit Naturtönen, zum Beispiel

bei Kissenbezügen je nach Jahreszeit

oder nehme gleich Farben, die das ganze

Jahr über passen.“ Woher kommen

ihre Ideen und ihre Inspiration, möchte

ich wissen. „Ich lese Wohnzeitschriften,

habe viele im Abo, durchforste das

Internet und sichte Plattformen wie

Pinterest oder das Online-Forum ‚So

leb ich‘.“

„Lust, selbst anzupacken, muss man in

diesem schon Beruf haben“, meint sie

lachend. „Eine Bohrmaschine habe ich

dauernd in der Hand, eine Leiter unterm

Arm. Ich bringe Lampen an, befestige

Gardinenstangen und schleppe

auch mal Möbel.“ Allerdings nicht mehr

so viel wie am Anfang, da sie nun Helfer

hat. Aber genau das gefällt ihr. „Ich sitze

nicht den ganzen Tag im Büro und ich

liebe es, mir Gedanken zu machen, wie

ich einen Raum einrichte.“

Trends berücksichtigen

Natürlich müssen auch beim Home

Staging aktuelle Moden beachtet werden.

„Trends sind sehr wichtig und

man muss darauf eingehen bei der Gestaltung.“

Und was ist da gerade up to

date, frage ich interessiert nach. Vielleicht

kann ich den ein oder anderen

tollen Tipp mit nach Hause nehmen.

„Zurzeit ist beispielsweise Gold total

in, ebenso schwarze Keramik. Und Naturmaterialien

wie grobes Holz, Leinen,

Felle liegen im Trend. Der Scandi-Style,

also der skandinavische Wohnstil, ist

immer noch in.“ Ein paar Tipps gibt

der Wohnprofi auch noch mit auf den

Weg. „Viele verschiedene Lichtquellen

anstatt nur eine Deckenleuchte einplanen.

Immer drei Dinge zusammen hinstellen,

also zum Beispiel eine Vase mit

Kerzenständer und Windlicht. Spiegel

sind wichtig, denn sie reflektieren das

Licht.“ Und zu guter Letzt: „Ruhig unterschiedliche

Stile mischen, Möbel

nicht nur aus einer Serie kaufen. Nicht

zu viel Harmonie bei den Möbeln, die

rotten sich sonst zusammen und machen

dich fertig“, scherzt sie.

Da sie jetzt ihre Einrichtungsleidenschaft

im Job auslebt, ihr Hobby zum

Beruf gemacht hat, ist es zu Hause ruhiger

geworden, was das Umgestalten

angeht? Sie verneint lachend: „Jetzt sind

die Veränderungen zwar seltener, aber

dafür größer und tiefgreifender. Jetzt

reiße ich ganze Wände ein anstatt sie

nur zu streichen.“

www.armbrust-homestaging.de

bremissima


herzenssache

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bremissima


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Zahnärztin an Bord

„Ich wollte das immer schon machen, aber solange meine drei Kinder

klein waren, ging es nicht. Jetzt sind sie erwachsen, und so begann

ich 2015 mit meinem ersten Auslandseinsatz für ‚Zahnärzte

ohne Grenzen‘ in der Mongolei, einem Großeinsatz“, sagt Dr. Heike

Büchner, die ich heute in ihrer Borgfelder Zahnarztpraxis treffe. Sie

erzählt von weiteren Einsätzen auf den Kapverdischen Inseln und

schließlich in Myanmar, dem „goldenen Land“. „Ich mache auf jeden

Fall weiter, für 2018 habe ich bereits zwei weitere Einsätze in den

sieben entlegenen Dörfern im Ayeyarwady-Delta von Yangon geplant.

Diese Arbeit, die Menschen dort liegen mir sehr am Herzen

und sind schon jetzt ein Teil von mir geworden.“

bremissima


herzenssache

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Zahnbehandlung

an Bord der

„Futura“, der schwimmenden

mobilen Klinik

der „Swimming Doctors“.

12 Mal im Jahr ist das Schiff im

Flussdelta des Ayeyarwady-

Flusses unterwegs um

entlegende Dörfer

zu erreichen.

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Sagenhaftes

Myanmar: Der

„Golden Rock“ auf dem

Mount Kyaiktiyo soll nur

von einem Haar Buddhas

in seiner Position

gehalten werden.

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herzenssache

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Anke Juckenhöfel/

Heike Büchner

Vom Einsatz der „Zahnärzte ohne Grenzen“ in

der Mongolei erfuhr Dr. Heike Büchner aus

einer Fachzeitschrift und meldete sich zusammen

mit Xhilda Tashi, einer Helferin aus ihrer

Praxis. So ging es für die beiden vom 6. bis 27.

August 2015 zu den Einsatzorten Erdenesant Sum und Lun

Sum, sie liegen circa 240 km von der Hauptstadt Ulan Bator

entfernt – gefühlt am Ende der Welt, wie die Zahnärztin

erzählt: „Das Team bestand aus uns beiden und Kyu Park

(Zahnärztin) sowie Alena Bakayeva (ZMP). Unterstützt

wurden wir von einem mongolischen Zahnarzt und einer

Übersetzerin. Es war eine unbeschreibliche Erfahrung,

körperlich enorm anstrengend aber auch geprägt von unvergesslichen

Eindrücken. Die in der Mongolei beliebten

Softdrinks und Süßigkeiten bescherten uns reichlich Arbeit.

Zahnpflege gibt es leider gar nicht. Daneben erlebten wir die

traditionelle Gastfreundschaft der Nomaden und wurden

zusammen mit unseren mongolischen Gastgebern zu vielen

beeindruckenden Festen (Pferdefest, Nomadenhochzeit,

Naadam-Fest) eingeladen. Das Hammelfleisch, die gegorene

Stutenmilch und den vielen Wodka werde ich allerdings

nicht vermissen.“ Das Team verstand sich so gut, dass es sich

zu einem weiteren Einsatz verabredete, vom 23. April bis 6.

Mai 2016 auf den Kapverdischen Inseln. „Unser Einsatzort

war die Gemeinde Sao Domingos im Inneren der Hauptinsel

Santiago. Hier wurden wir vom einheimischen Kollegen Dr.

Frederico Carvalhal und zwei Krankenschwestern unterstützt.

Und auch hier war der Behandlungsbedarf riesig, die

Gründe dafür waren wieder Softdrinks und Süßigkeiten

ohne Zahnpflege. Die bettelarmen Menschen besitzen noch

nicht einmal Zahnbürsten. Unsere Prophylaxe-Schulungen

waren aber nicht umsonst, die Regierung auf den Kapverden

ist um Abhilfe bemüht.“ Für das Jahr 2017 wollte das Team

ein Jahr Pause einlegen, Dr. Heike Büchner nicht. Als ein

Kollege sie auf die „Swimming Doctors“ von „Stiftunglife“

aufmerksam machte, entschied sie sich zu einem ersten

Einsatz. „Mit dem, was ich mache, möchte ich nicht die Welt

bereisen, sondern etwas entwickeln. In der Mongolei fehlte

mir die Nachhaltigkeit, denn es gibt keine Bemühungen von

Regierungsseite, an der Situation etwas zu verändern. Auf

den Kapverden war das anders. Aber erst bei den ‚Swimming

Doctors‘ fand ich das Konzept, das meinen Vorstellungen

von Nachhaltigkeit entspricht.“

„Swimming Doctors“ und „Stiftunglife“

Also kam der erste Myanmar-Einsatz mit den „Swimming

Doctors“ im April 2017. „Die ‚Swimming Doctors‘ sichern die

medizinische Grundversorgung der Bevölkerung in sieben

entlegenen Dörfern im Ayeyarwady-Delta von Yangon.

Regelmäßig werden jeden Monat dieselben Dörfer angefahren.

Ein kleines Beiboot kündigt per Megafon die Ankunft

der Ärzte an. Sobald das Schiff festgemacht hat, strömen

die Patienten an Bord. Das einheimische medizinische

Team besteht aus zwei Ärzten, drei Krankenschwestern und

einer Zahnärztin. Und ich bin dann der Support der festen

Besatzung. Das Schiff ist sehr gut ausgestattet, es ist aber

auch ein enormer Aufwand, es zu erhalten.“ Die „Swimming

Doctors“ sind eines der Projekte im umfangreichen Portfolio

von „Stiftunglife“. Neben den „Swimming Doctors“ gehören

die Tafeln, Schulen und Studenten zu den vier großen

Stiftungsprojekten. „Allein in Myanmar hat die Stiftung

schon 60 Schulen gebaut, und ab Januar 2018 soll es dort

auch ein Zahnprophylaxe-Projekt geben. Die Schulen sind

schon ein echter Segen für die Kinder, dort gibt es Wasserfilter

für das Wasser, das überall aus dem Fluss als Trinkwasser

S

Zwei Mal war

Dr. Heike Büchner

im Jahr 2017 mit den

„Swimming Doctors“ in

Myanmar unterwegs.

2018 will sie wieder

dorthin.

bremissima


60

Thanaka ist eine

gelblich-weiße Paste

aus einer fein geriebenen

Baumrinde die gegen

Sonnenbrand schützen soll.

Die Schönheit der Landschaft, die

Abgelegenheit des Flussdeltas,

die unglaubliche

Freundlichkeit der

Menschen trotz

ihrer Armut fasziniert

Frau Dr. Büchner.

bremissima


herzenssache

61

Bereit für weitere Einsätze

Eigentlich wollte Dr. Heike Büchner Medizin studieren:

„Aber ich arbeite gerne manuell, bin eine Handwerkerin. In

der Medizin wäre daher nur die Chirurgie für mich infrage

gekommen. Und die war schwer mit meinem Kinderwunsch

zu vereinbaren. An meinem Beruf gefällt mir sehr, dass

man am Ende des Tages sieht, was man geschafft hat.“ Zur

Zufriedenheit mit dem Berufsalltag kommt nun noch, dass

die Zahnheilkunde ein Bereich ist, in dem man wirklich viel

helfen kann: „Die Vorstellung, dass ich die Welt retten kann,

habe ich schon lange nicht mehr. Es gibt alleine in Myanmar

noch so viele Dörfer, die Hilfe brauchen. Aber ich kann helfen

und bin wirklich froh, dass ich einen

Beruf habe, der mir das ermöglicht!

Die Sinnhaftigkeit dieser Arbeit

macht mich sehr zufrieden

und ich freue mich auf die

Einsätze. Auch meine Kinder

sind schon mitgekommen,

ich möchte, dass sie einen

Eindruck bekommen. Noch

geht es zeitlich nicht, aber

ich kann mir sehr gut vorstellen,

mein Engagement

später auch noch

auszuweiten.

Beispielsweise

in den

Stifentnommen

wird. Die Kinder sind daher verwurmt und

mangelernährt. In diesen Schulen gibt es auch Waschbecken

an den Toiletten – für uns scheint das eine Kleinigkeit zu

sein. Doch dort ist die Möglichkeit, sich nach der Toilette

die Hände waschen zu können, ein riesiger Fortschritt.

Dann wird es auch möglich sein, in der Schule Zähne zu

putzen, denn einfach nur Zahnbürsten zu verteilen, macht

keinen Sinn.“ Dem ersten Einsatz folgte der zweite, auch

2017 – im Juli, in der Regenzeit. „Angst habe ich nirgends,

und man braucht auch nicht besonders großen Mut, um das

zu machen. Ein wenig rustikal zu sein, hilft aber durchaus“,

lächelt Dr. Heike Büchner. „Bei meinem Einsatz im Juli

kamen wir in Berührung mit dem Dengue-Fieber, hatten an

Bord der ‚Futura’ einige Krankheitsfälle.“ Die Zahnärztin ist

froh, dass sie es bisher noch nicht hatte. Denn dann würden

die Einsätze schwierig werden. „Hier habe ich eine Aufgabe

gefunden, die meinen Vorstellungen von Nachhaltigkeit und

Sinnhaftigkeit entspricht. Was man zurückbekommt, ist

unbeschreiblich! Die große Armut der Bevölkerung und ihre

einfachen Lebensumstände haben mich tief berührt. Ich bin

fasziniert von der Schönheit dieses Landes mit seinen sanften,

liebenswerten und freundlichen Menschen. Für meinen

nächsten Einsatz im April 2018 habe ich schon alles gebucht,

einen zweiten Einsatz im August fest eingeplant.“ Auf ihre

Reisen nimmt sie immer einen 30-Kilogramm-Koffer und

Handgepäck mit. Im Handgepäck ist alles, was sie persönlich

braucht. Im Koffer findet man benötigte Materialien, aber

beispielsweise auch Lesebrillen, Giveaways für Kinder und

gespendete Anziehsachen.

bremissima


62

Beim Besuch

einer Schule von

„Stiftunglife“ in Bagan

wurden die SchülerInnen

in zahnärztlicher Prophylaxe

unterwiesen

und Zahnbürsten

verteilt.

S tungsschulen von ‚Stiftunglife‘, wenn die Prophylaxe aufgebaut

wird. Mit den Schulen wird es besser im Delta, und ich

möchte gerne mithelfen!“

Myanmar im Herzen

Dr. Heike Büchner zeigt mir die Fotos, die sie von ihren

Auslandseinsätzen hat, überwiegend natürlich die aktuellen

aus Myanmar. Es ist nur ein kleiner Teil davon, sie hat

unzählige. Sie erzählt mir kurze Geschichten dazu: Von den

Kindern, die nichts zum Spielen besitzen, als ein Stückchen

Schnur, das sie auf dem Weg ausgelegt haben und über das

sie nun überglücklich springen. Von den kleinen Mönchen

und dem alten Paar, das sie jetzt ihre Adoptiv-Großeltern

nennt. Von der Tour auf dem Announcement-Boot und dem

Besuch in einer Schule, wo Zahnbürsten verteilt wurden

und es eine Prophylaxe-Einführung gab. Vom Bordleben

und der Zahnärztin, die abends noch die Sailor in Englisch

unterrichtet. Vom Flachbildschirm im Wartebereich des

Schiffes, der eine Attraktion darstellt. Von den Behandlungen

an Bord und ihren vielfältigen Aufgaben bei ihren

Einsätzen. Von der schwierigen Verständigung, dem vielen

Regen und den Mücken. Aber auch von der Schönheit der

Landschaft, der Abgelegenheit im Flussdelta, der unglaublichen

Freundlichkeit der Menschen trotz ihrer Armut. Als

ich mich verabschiede, fragt sie mich, ob ich denn verstehen

könne, dass sie das alles nun so fest in ihrem Herzen hat, es

ein Teil von ihr geworden ist. Ich war nicht dort, kenne nur

ihre Geschichten und ihre Begeisterung. Und ich verstehe es.

Informationen zu den „Swimming Doctors“ von „Stiftunglife“

unter www.stiftunglife.de,

Spenden unter dem Stichwort „Swimming Doctors“ unter

www.das-glaeserne-konto.de

bremissima


poleposition

63

Der schönste

Tag im Leben

Mit dem Dorint Park Hotel Bremen

auf dem besten Weg ins Glück

Erleben Sie Ihre ganz persönliche Traumhochzeit in einer unvergesslichen

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bremissima


64

Skulpturen

/ Lara Packheiser

Im Gegensatz zu Schwarz, der

völligen Abwesenheit von Farbe,

ist Weiß die Summe aller Farben

des Lichts. Es verkörpert also

physikalisch gesehen nicht das

Nichts, sondern Alles. Weiß hat keinen

negativen Zusammenhang, so ist

sie die vollkommene Farbe. Weiß symbolisiert

Licht, Glaube, das Ideale, das

Gute, den Anfang, das Neue, Unschuld,

Bescheidenheit, Wahrheit, die Neutralität,

die Klugheit und die Genauigkeit.

Wahrscheinlich bin ich deshalb so

fasziniert von der Reinheit dieser alles

verbindenden Farbe. Die „Weißen Installationen“

begleiten mich nun schon

seit mehreren Jahre. Ich arbeite intensiv

an Innovationen und der Weiterentwicklung.

Die wohl neueste Schöpfung

sind innovative und einzigartige Skulpturen

aus Papier. Die nachhaltigen und

in Handarbeit hergestellten Skulpturen

aus beständigem Papier symbolisieren

den dramatischen Klimawandel. Die

bremissima


fashion backstage

65

aus Papier

Welt muss sich besinnen, um radikale

Schäden des Ökosystems zu verhindern

und überhaupt zu erkennen. Die Schönheit

der Natur ist einzigartig und unser

größter Künstler. Nichts hat uns Menschen

mehr Inspiration gegeben als die

Erde, mit allen Wundern und Facetten.

Wir müssen diese Schönheit wieder bemerken,

achtsam sein und zu schätzen

beginnen. „Wir haben immer noch

Probleme, vielen Menschen und Politikern

die Dringlichkeit des Themas beizubringen“

so Patricia Espinosa, Chefin

des UN-Klimasekretariats.

Das Papier ist im Vergleich zu herkömmlichen

Papieren sehr unempfindlich,

da es in Bogenform sogar bei 60°

C waschbar ist. In den letzten Monaten

entstanden in Zusammenarbeit mit

„Made auf Veddel“ und „LibertA“ von

Sibilla Pavenstedt und Dipl. Ing. Architekt

Jan Thomsen in Hamburg die

einzigartigen Skulpturen. Der Kern der

Skulpturen besteht aus rostfreiem, mit

Zaponlack behandeltem Stahl, dessen

Füße aus weißem Beton gegossen sind.

Eine spannende Zeit liegt nun hinter

S

bremissima


66

S

diesem Projekt. So wurde die Installation

aus Skulpturen erstmals in der bekannten

Brasserie & Bar „Die Bank“ in

Hamburg anlässlich des Charité Events

„Salon Suisse“ by Sibilla Pavenstedt ausgestellt

und versteigert. Darauf folgte

die bisher wohl größte Ausstellung der

Installation im Hamburger Rathaus im

Rahmen der Finissage von „Made auf

Veddel“ und Sibilla Pavenstedt.

„Made auf Veddel“ entstand im Jahr

2008 durch eine Initiative der Hamburger

Modedesignerin Sibilla Pavenstedt

und des Vereins „Förderwerk

Elbinseln“. Seit vielen Jahren ist Sibilla

Pavenstedt eine feste Größe in der Modewelt

und wurde mit diversen Preisen

wie u. a. dem Karl-Schneider-Preis für

Gestaltung ausgezeichnet. Die 1965 in

Bremen geborene Designerin präsentiert

ihre Kollektionen in den wichtigsten

Metropolen der Branche, unter an-

deren in Paris, New York, Mailand und

Tokyo. Sie kooperiert nicht nur mit vielen

Künstlern und Kultureinrichtungen,

sondern fördert besonders Frauen

mit Migrationshintergrund. Gerade das

soziale Engagement steht im Mittelpunkt

ihrer Arbeit.

Dieses Projekt bot mir die Möglichkeit,

meine Installationen weiterzuentwickeln.

Räume müssen nun nicht mehr

nur mithilfe der Wände verändert werden.

Die Installation besteht aus mehreren

Modulen, dessen Gesamtheit dann

von allein Räume verändert. Die Skulpturen

stehen von allein und benötigen

keine tragenden Hilfsmittel. Der nächste

Schritt ist eine mit LED-Leuchten

installierte Skulptur. Gerade die Schattenwürfe

an Wänden lassen den Raum

besonders atmosphärisch wirken. Diese

Module kann man nun käuflich erwerben

oder auch ausleihen für besondere

Events mit exklusiver Kulisse. Auch das

Papier ist variabel und kann sowohl in

verschiedenen Farben als auch mit entsprechendem

Brandschutz bestellt und

angefertigt werden. Rückblickend freue

ich mich sehr, was alles aus einer anfänglichen

Idee entstehen kann. Wenn

du einen Traum hast, dann wünschst du

dir einfach nur schnell anzukommen.

Allerdings sind die Dinge, die wir uns

so vorstellen, nie von heute auf morgen

zu erreichen. Wenn es Rückschläge

gibt, müssen wir geduldig sein und dürfen

uns von unserem Weg nicht abbringen

lassen.

Der Weg ist das Ziel.

Die Bremerin Lara Packheiser

ist erfolgreiche

Illustratorin, Mode- und

Set-Designerin.

www.larapackheiser.de

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67

Einfach lächeln!

© VOGEL MEDIA, Bremen

Vor dem Kauf eines Autos wird eine Probefahrt vereinbart,

Schuhe probiert man ebenfalls vorher an: Mit Lächeln2go

lässt sich auch ein neues Lächeln anprobieren. Es kann

Freunden und Familie gezeigt werden und man erlebt, wie

die neue Ausstrahlung auf andere wirkt.

Und das ganz ohne Behandlung und mit geringem Kostenaufwand.

Mit den Testeneers® können Zahnform und

Zahnfarbe perfektioniert werden, kleine Lücken geschlossen

oder kleine Fehlstellungen ausgeglichen werden.

fachkundige & unabhängige Informationen

bremissima

Perfect smile for you

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Zahntechnisches Informationszentrum

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Crüsemannallee 69 | 28213 Bremen

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68

Ob Mode für Brautpaar und Gäste, Schmuck und Accessoires oder Make-up, Frisur und

Dekoration – bei uns finden Sie alles unter einem Dach. Wir begleiten Sie in jeder Phase

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