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E_1928_Zeitung_Nr.031

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Oscar Eeipy & C?

Oscar Eeipy & C? BASIC-Dreispitz' Telephon Safran 38.60 Wie die Zeitungen schreiben, war in den ersten Tagen von dieser neuen und einschneidenden Reglementierung des Fussgängerverkehrs nur wenig zu bemerken, und die Ansicht ist stark verbreitet, dass sie ohne eine eifrige Mitwirkung des Publikums toter Buchstabe bleiben muss. Die Polizisten haben Weisung, zunächst einen sanften Zwang auszuüber und vorläufig nicht zu Vorzeigungen zu schreiten; wie soll aber ihre Aufgabe bei dem enormen Verkehr in den Zeiten, da sich Läden, Bureaux und Werkstätten leeren und wieder füllen, durchgeführt werden können? Man meint namentlich, dass die «Midinettes» der Polizei viel Arbeit machen werden, denn man kann tagtäglich sehen, wie ditsc niedlichen Arbeiterinnen, und nicht nur sie, auch ihre Bewunderer auf der Strasse, bloss um ihren Mut beweisen zu können, sich mit Todesverachtung zwischen vorbeisausende Autos stürzen, um rasch auf die andere Strassenseite zu gelangen. Das Ereignis ist für den Pariser Boulevard von solcher Bedeutung, dass der Pariser Vertreter der «Neuen Zürcher Zeitung» die Wendung der Dinge in einem grossen und wehmütigen Artikel mitteilt, den er bezeichnenderweise « Der Tod der Flanerie» betitelt: Letztes Jahr hat man es versucht, den Parisern dieses Vademekum des perfekten Fussgängers auf gütliche Art beizubringen. An einigen Tagen wurde der Unvorsichtige, der sich über den Randstein hinauswagte, von einem Hüter der Ordnung sanft am Anne zurückgeholt und mit wohlgemeinten Zusprächen bedacht. Aber die Erfahrungen waren nicht befriedigend. Der Erfolg blieb aus. Deshalb greift man nun zur Fuchtel von Verordnung und Busse. Mildernde Umstände korninen uur für den Anfang in Betracht, und wer in den letzten Tagen Paris durchwandert hat, bemerkte, dass die berühmte « Ecole du pieton » in vollem Betrieb war. An den Strasseukreuzungen waren neben dem den Fährverkehr regelnden Schutzmann zwei andere, meist zartem Alters, postiert, welche dem Pariser Mores beibringen mussten, was gewiss weder eine leichte noch dankbare Aufgabe war. Diesmal fügten die uniformierten Schulmeister ihren Ermahnungen bei, dass man nächstens gebüsst werde. Amüsant, der Nigger, durch den Gang — da öffnet sich die Türe und Mac schiebt grinsend seine Hornbrille durch den Rahmen. « Da kommen sie, die Auskneifer. Morgens 5 Uhr! Ganz wie in dear old England! » Eearl ist platt. « Sag' mal, bist du denn auch so unsolid gewesen?'» Mac versetzt der Türe einen Fusstritt. » Come on! Du sollst es erfahren!» Es ist ein furchtbarer Tabaksqualm im Zimmer. Auf dem Tisch stehen einige Flaschen, daneben liegen ein paar mächtige weissbehoste Beine. « Du hast Besuch? » «Ich stelle vor-: Captain Hill Cliff, mein Freund. Earl Farrington, auch mein Freund!» Ein wahrer Riese hebt sich aus der Versenkung des gepolsterten Sessels. Die Offirierskappe der Marine sitzt ihm schief auf Ite Pneus und Schlauch e I f% • ^fc •* A fh 1^ I ü» ein einziges Mal wird es ihm noch vergönnt sein, in aller Gemächlichkeit durch die Pariser Strassen zu wandern. Aber er wird dabei die Genugtuung, dass der ganze Autoverkehr seinetwegen stillsteht, nicht mehr auskosten können. Es ist sein letzter Gang. Vielleicht werden überdies bis dann auch die Beerdigungen im Eiltempo besorgt! Das wird sicherlich geschehen. Alles wird automobilisiert. Auch der letzte Gang. Schon konnte man in Mailänder Blättern lesen, dass die Stadtverwaltung von Mailand 30 Automobile mit elektrischer Traktion angeschafft hat, mit denen von Ende März au alle Leichen vom Sterbehaus zum Friedhof befördert werden isollen. Ganz ohne Respekt vor alter Boulevardromantik geht Berlin vor. Die Attraktion dieser Weltstadtwird der « Autolotse » sein. In absehbarer Zeit werden, wie gemeldet wird, die vor Berlin ankommenden Automobilisten auf den Einfallstrassen Autolotsen vorfinden, die die ortsfremden Autofahrer sicher auf den kürzesten Wegen durch das Gewühl in den Strassen und das Labyrinth der Berliner Verkehrsbestimmiingen ohne Strafmandat leiten werden. 11 m e t a I I e , wie Kupfer, Messing, Itmetalle, Alteisen, wie Kupfer, Guss n -»»»»«• - na.».:.. mt.t.. und anderes mehr. n A..»n 1H FIIIAIIAS ST. GALLEN Telephon J^^H 34.07 ^ 9 Jedes anständige Buch hat ein Vorwort. Also soll auch meine Skizze eines haben. Ja? Gut! Zum Dank für Ihre Zustimmung werde ich Ihnen auch gleich ein Geständnis ablegen: obiger Titel ist ein Schwindel. Vom Auto kommt hier gar nichts vor, dafür um so mehr vom « der» und vom « die». Da ich aber vveiss, dass in unserer traurig realistischen Zeit (Entschuldigung!) das Interesse am «sächlichen» viel grösser ist als am « persönlichen » Artikel, habe ich mir diesen kleinen Bluff erlaubt. Sie werden ihn mir natürlich grossmutig verzeiheu. Dafür fange ich nun auch gleich mit meinen Behauptungen an. Also: «Der Mann ist im Grunde der Seele nur böse, das Weib aber ist dort schlecht.» Brrr! Das sagte Nietzsche, und die meisten Männer sprechen es im Brustton der Ueberzeugung nach. Ein deutliches Bild männlicher Insolenz. Wenn ich nun das Gegenteil behaupte, werde ich selbstverständlich den Beweis für die Richtigkeit meiner Theorie zu erbringen suchen. Zum Zeugen ernenne ich feierlichst unsere unparteiische Die Lotsen werden in Neukölln für dendeutsche Sprache. — Verkehr aus Dresden-Görlitz, in Mariendorf Jeder Begriff führt adäquat seiner innersten ethischen Bedeutung entweder den für den Verkehr aus Leipzig-Süddeutschland, in Zehleudorf für den Verkehr aus Magdeburg-Westdeutschland, in der Frankfurter Z. B. alle grossen allgemeinen Ideen, sind sie männlichen oder den weiblichen Artikel. Allee für den Verkehr au's Frankfurt a. O.-nicht weiblich symbolisiert? Die Freiheit, Breslau und an der Heerstrasse für den Verkehr aus Hamburg-Nordwestdeutschland ein- Wissenschaft, die Wahrheit, die Gerechtig- Gleichheit und Brüderlichkeit, die Kunst, die gerichtet und stehen allen Automobilisten keit! Kontrast: Streit, Kampf und Krieg sind gegen eine geringe Gebühr zur Verfügung. männlich. Welch prägnante Verteilung! Auch bei den persönlichen Eigenschaften ist es so. So ändern sich die Zeiten. Das Automobil Die Schönheit, die Eleganz, die Anmut und ist auf einem Siegeszug begriffen, und wieGeschmeidigkeit — unzweifelhaft weiblicher unsere Grossväter zurzeit, da das Eisenbahnzeitalter anhub, fühlen wir, wie sehr das Freundlichkeit, Zuvorkommenheit — Typus. Charakter: Liebenswürdigkeit, weiblich. Leben der Gesellschaft im Bann der Technik des Verkehrswesens steht. ö Auch die modernen Verkehrsverhältnisse der Weltstädte haben ihre besondere Lyrik, wenn auch nicht ganz unerwartet, war es, für die der nachfolgende « Song eines Chauffeurs», den Max Kolpe im «Berliner Tageblatt » gesungen hat, ein sprechendes Beispiel bildet: Jawohl, ich bin der Chauffeur dieser Kleäntarif-Taxe. Sie können getrost mit mir fahren. — Gestern, das war nur ein kleines Malheur mit der Gcti-iebeachse Aber das ist schon wieder repariert, — Ich Hess sogar alle Teile versteifen, zu beobachten, dass im allgemeinen der Pariser die Zurechtweisungen mit gutem Humor entgegennahm, während die Pariserin sich rebellischer zeigte, die Polizisten entweder überhaupt ignorierte oder sehr ungnädig behandelte. Man wird annehmen dürfen, dass die meisten Bussen, sofern sie überhaupt einmal in Anwendung kommen, dem schönen Geschlecht aufgesalzen werden und dass dem starken aber fügsamem Geschlecht nur obliegen wird, sie —*• wie der Korrespondent der :«Neuen Zürcher Zeitung» maliziös bemerkt •— zu bezahlen. Das ist der pessimistische Schluss, den der Berichterstatter nach Anführung der vielen Neuerungen im einstigen Paradies der « Flaneurs » ziehen muss : Was bedeutet, wer macht heute die sogenannte öffentliche Meinung? In sechs Jahren hat sich die Zahl der Automobile um das Dreifache erhöht, von einigen 60,000 auf über 180,000, wozu an andern Schnellfahrz&ugen noch etwa 50,000 Sidecars und ungefähr 500,000 Velos kommen. Die öffentliche Meinung, die in Sachen des Verkehrs ins Gewicht fällt, wird minier mehr die Meinung der Automobilisten sein. Der « Pieton » erscheint je länger je mehr als Vertreter einer zurückgebliebenen Gattung, die dem Verschwinden, wenn nicht der brutalen Ausrottung preisgegeben ist. Der «Flaneur» aber hat schon jetzt durchaus fossilen Charakter; er ist bald ein Museumsstück wie der Fiaker. Die Polizei ihm auf den verträumten Fersen, von den Chauffeursitzen regnet es heroische Flüche und naturgeschichtliche Schimpfwörter. Nur nkouf alter Aulos auf Abbrach. Song eines Chauffeurs. die zu sehr abgenutzt waren. — Wohin? — quer über den Platz. Nr. 2 — — Jetzt habe ich mir noch einen Streifen, früher hatte ich sogar drei. Ich war nämlich ia Russland Offizier, ich habe auch studiert... Aber das ist ja alles lange vorbei, und man gibt heute nichts mehr dafür. Ich weiss auch gar nicht, ob Sie das interessiert. — Vielleicht fahre ich zu schnell... ? — Ueber uns macht nicht jeder ein Gedicht. Ich finde das originell. Wir können mit unseren plumpen Maschinen auch keine Sechstage rennen. Manchmal mochte ich, wenn die Strassen so voll — fliegen können. Es gibt ja auch Dichter, die gut verdienen, dio haben eigene Wagen! — Sehen Sie drüben die Lichter? Das ist Kroll! Da ist jetzt an allen Tagen Betrieb imd Tanz. Wohin soll ich noch mit Ihueu . ' — Gestern hatten wir zum Mittag Gans, die hatte ich überfahren. Daher stammt auch der Achsendefekt. — — Wie, bitte? — Halt? — Sie hat uns sehr gut geschmeckt, — Das macht zwei Mark zehn. — — Heute esse ich den Rest noch kalt. — Hier, bitte, 90 Pfennige raus. — Dauke schön. Jetzt fahr' ich zu meiner Gaus nach Haus. iderStirne. Sein Gesicht hat zwei Linien: die Nase, gebogen wie eine Klinge, und der Mund, schmal, aber nicht minder scharf geschnitten. Die Augen sind Schlitze mit grauen Feuern. Man tauscht einen Händedruck. Mac gibt die erwünschten Erklärungen: «Du, Hill, bist ja über meinen Studienkumpanen und Verführer in allen schlimmen Streichen eingehend orientiert. Also zwei Worte an deine Adresse, Earl: Hill ist Selfmademan, hat drei Kreuzer unter sich und plagt sich mit dem Prohibitionsschmuggel an der Superior Sea. Die Ernennung zu diesem Posten verdankt er seinen Bügelfalten und einem glänzenden Sieg im vorjährigen Ra-Ra-Baseball- Match ...!» «Klappe halten,» knurrt der Riese. « Du siehst,» erklärt Mac weiter, « er hat AUTOMOBIL-REVUE 1928 - „Oei", „die" und das Autic» Betrachtungen und Behauptungen von Frau Dr. M. Rammelmeyer, Sarnen. ZÜRICH bfüiie aller irft BfllSS PIANO Tonuollendetste Instrumente in relatio massiger Preislage RAMSPECK der Eigennutz der Starrsinn der Missmut der Zorn der Irrtum der Schmutz. die Reinheit Das spricht für sich. — Dass man auch der Sonne den weiblichen Artikel verlieh, beweist, dass das Weib ursprünglich als strahlendes, leuchtendes, Licht und Wärme spendendes Wesen betrachtet wurde. Es ist deshalb nicht zufällig, wenn der männliche Teil mit dem blassen Mond vorlieb nehmen muss. Und dann die mit Recht so gerühmte, vielbesungene Liebe! Die Liebe natürlich. Ein fundamentaler Beweis für die Tiefe des weiblichen Gemüts. Wenn Chamisso im Peter Schlemihl sagt: «Sie liebte wie ein Weib, ganz hin sich opfernd; selbstvergessen, hingegeben, den nur meinend, der ihr Leben war, das heisst, sie liebte wirklich» — ist dies ganz einfach die Bestätigung einer Wahrheit. — Nur der Flirt, der belanglose, oberüäcli- Kein neues Präparat, 40jähr. hrtahrung. Verbürgt Wirkung und Zuverlässigkeit. AUSSTATTUNG IHRER WOHNUNG merken Sie sich Fr. Schmidt, Bern MÖBELFABRIK, im Marzili Telephon Christoph 16.02 seivie Hörnchen und schwatzt nur im Stenogramm. Bei den Girls ist er übrigens Halm im Korbe. Das macht seine Valentinofrisur. Kurz: all das wird nicht hindern, dass ihr auskommen werdet! » «Bravo!» ruft der junge Farrington. « Daran kann's nicht fehlen. — Das hier ist mein dunkler Freund, Old Jim!» Der weisse und der schwarze Riese begrüssen sich grinsend. Earl lacht: «Das wäre so ein Herr für dich, hm. Da brauchst du dich doch nicht zu bücken, wenn du ihm den Scheitel ziehst! » Man steckt sich die Pfeifen an. Hill Cliff wendet sich an Farrington. «Weiss vom Verschwinden Ihres Onkels. Bedaure. Glaube aber Spur zu haben. Hier! » Er legt ein zerknittertes Blatt auf den Tisch. «Fand den Fetzen in dor Superior Intelligenz und Gelehrsamkeit sind Züge weiblicher Geistesbildung. Dem Manne bleiben höchstens der Unsinn, der Stumpfsinn und der Blödsinn. Bitte! Die Wahl ist leicht, denn alle drei taugen im Grunde gleich viel. Als Zugabe füge ich noch den Wahnsinn bei. Ich bin also nicht geizig. — Uebrigens ist der Geiz ja männlich und selbstverständlich höchst verachtenswert. Die Sparsamkeit der Frau, die muss man loben. Sie weiss sich ihrer stets am rechten Platze zu bedienen. Weiblicher Demut und Bescheidenheit stehen männlicherseits gegenüber: Stolz, Grössenwalm und Hochmut, ein hübsches Dreigestirn. — Jetzt kurz einige sehr drastische Beispiele ethischer Ueberlegenheit der Frau. ZUR Oscar Levy & O Filiale: 5T„ GAUEN |J71| Es heisst: die Selbstlosigkeit die Nachgiebigkeit die Fröhlichkeit die Sanftmut die Einsicht Ergrautes Haar erhält seine frühere Farbe wieder durch Birken -Briltan t/n e Gtncraldtpol: j.Baer'sErnen, Römersctuoss-ApoMe, zurieft 7 Telephon H 6010 Asylstrasse 70 Grosse Ausstellung Lieferung direkt an Private Sea. In der Tasche eines Schmugglers. Ist natürlich ein Trick. Die Raupe soll den See darstellen. Hab's herausgefunden. Sehen Sie punktierte Linie? Well, auf dieser Höhe haben wir die Kerle erwischt. Zehn. In einem Motorboot. Müssen immer dort durch. Vor vierzehn Tagen haben wir eine Jacht gesehen. An der gleichen Stelle. Wunderte mich damals. Jacht hiess «Good Luck», Reederei Whiteman.» «Die Jacht meines Onkels!» stösst Earl aus. «Und.er schrieb mir doch, dass ihn seine Fahrt nach der Hudson-Bai führe! » « Der Beweis meiner Vermutungen! » stellt Mac fest. «Dass er entführt worden ist! Und Sie, Hill Cliff, bringen die erwischten Schmuggler mit der Jacht in Zusammenhang? » Fortsetzung folgt.

WÄ AUTOMOBTL-REVUE 15 liehe, nichtssagende, führt den männlichen Triptyks und Grenzpassierscheinhefte. Diese für Reisen ins Ausland notwendigen Zollpapiere Artikel. Dann selbstverständlich auch der für den Wagen werden heute für folgende Staaten Hass. Der passt ja so ausgezeichnet zu derausgestellt: K< kräftigen Konstitution» des starken Geschlechts. Holland, Schweiz, Italien, Belgien, Oeslerreich, Bul- Triptyks: Deutschland, England, Frankreich, Um nochmals auf das Gebiet der Liebe zurückzukommen -— schimpf mir noch einer gal, Spanien, Schweden, Ungarn und Tschechoslogarien, Aegypten, Algier, Dänemark, Finnland, Jugoslavion, Luxemburg, Norwegen, Polen, Portu- auf die Frauen! Heisst es nicht deutlich: wakei. die Treue und ebenso deutlich: der Ehebruch. Für Luxemburg ist das belgische Triptyk notwendig, und für Tripolitanien kann das italienische Also bitte! — Triptyk verwendet worden, sofern dasselbe mit einem besondern Ausweis dos Italienischen Automo- Dass die Fügsamkeit weiblich, der Despotismus aber männlich ist, wird auch keiner bil- oder Touring-Clubs hierfür versehen ist. als Sprachfehler ansehen. Selbst Strindberg, Grenzpassierscheinhefte: Deutschland, England, der klassische Frauenhasser, gibt einmal zu: Frankreich, Finnland. Ungarn, Schweiz, Oe^terreich, Aegypten, Algier, Belgien, Holland, Däne- & der Mann nimmt sein Leiden nicht auf sich, mark, Polen, Italien, Tschechoslowakei, Spanien, sondern legt es auf den Rücken seines Weibes» (nach Damaskus). Und wenn gar einer Ohne Triptyk oder Grenzpassierscheinhefte ist Schweden und Rumänien. behauptet, alles Schlechte komme vom Weib, die Einreise heule nur möglich in die Schweiz für und die Frau sei schuld, dass die ersten Menschen das goldene Paradies verlassen muss- Dcpartemento Ain, Jura, Savoie und Haute-Savoie Aufenthalte bis 5 Tage mittels der 5-Tagekarte und für Schweizer für die Einreise in dio französischen ten, so ist das zum mindesten eine recht für Aufenthalte bis 5 resp. 8 Tage mit den sogen. •wackelige Anklage. Wohl sagt man: dieAcquits provisoires. Sünde; wenigstens als Begriff im allgemeinen. Dafür wiegen aber Bekehrung, Busse und Sühne voll auf. Im besonderen aber heisst es wiederum sehr bezeichnend: der erste Sündenfall. So ist die Sache. Es komme einer und beweise mir klipp und klar (kein veralteter Indiziertbeweis), dass wirklich Eva zuerst in den Apfel gebissen, dann lasse ich vielleicht mit mir reden. Endlich noch zwei treffende Beispiele. Der Leib, der vergängliche, irdische, erhält den männlichen Artikel. Die Seele aber, die überirdisch gedachte Seele als Begriff alles Guten und Schönen im Menschen, muss eben weiblich sein. Auch die Geburt, der Auftakt für das Leben, der Eintritt in die weite Welt, ist weiblich, während der Tod, der unerbittliche, den zerstörenden und harten Charakter des Mannes trägt Epilog. Es steht jedem frei, meine Beweise mit dem Gegenteil meiner Worte zu widerlegen. Aber ich sage im voraus, jedem weiblich symbotlisierten Begriff, der für die Frau ein «Minus» bedeuten könnte, stehen stets einige «Plus» gegenüber. Auf der männlichen Seite dagegen sind die «Abschwächer» recht selten. — Jawohl! Für den Auslandfahrer. Strassenbenchte aus Bayern. Unser Auslandkorrespondent, der die Verhältnisse aus eigener Anschauung kennt, berichtet über den Zustand folgender Strassen in Bayern: Die Fernpassstrasse Imst-Garmisch-Partenkirchen ist schneefrei und in sehr gutem Zustand. Zirlerbergstrasse-Innsbruek-Mittel- •vvald ist ebenfalls schneefrei, aber sehr ausgefahren, doch ist sie landschaftlich sehr reizvoll, hat aber auf der Länge von 4 km eine Steigung von 28 %. Auch ist eine Kurve ausserordentlich eng und die Strasse überhaupt nur modernen Wagen anzuraten. Hervorragend ist die Strasse Garmisch- Partenkirchen-München und nur ein kurzes Stück zwischen Weilheim und Starnberg zeigt Schlaglöcher. Die Ausflugstrassen von München nach Tegernsee -Wolfratshausen (Isartal)-Wasserburg a. Inn-Starnberg (See)- Herrsching (See) sind alle sehr gut bis hervorragend. Die Staatsstrasse München-Augsburg ist grösstenteils ausgezeichnet, ebenso die Staatsstrasse München-Nürnberg, nur ist letztere teilweise frisch geschottert. Wegen periodischen Strassensperrungen infolge von Reparaturen empfiehlt es sich, jeden Freitag oder Samstag die in den « Münchener Neuesten Nachrichten » erscheinenden Berichte des Bayrischen Automobil- Clubs zu beachten. Seh. Hotel Sternen, Mnri-Bern 5 km von Bern, an der Strasse Bern-Thun. — Idealer Halteplatz. Anerkannt vorzügliche Küche Veranden. Mit höü. Empfehlung Gr. Niederhäaser-Wtithricli Mitgl. des A.C.S. Tel. Zähr. 22.01 Mitgl. des T.C.S. HausHomeni [ür die Bessere Familie zirka 12 Sorten, nur das Beste yoii rein Eier und Naturbutter hergestellt Makrönli, Waffeln, Haselnussbiskuits, Kaslerleckerliusw .versend in Buchsen von 2 kg gegen Nachnahme v. Fr. lu.— franko. Wer einmal bezogen, bestellt wieder! A. WIEDEMANN, Biskuittabrik Horw bei Luzern. Kinderkurhaus Feldheim Unteräneri (Kt. ZUG). 730 m. ü. M. Idealer Kur- u. Ferienaufenthalt fOr Kinder von 3—15 Jahren. 20 Betten. — Spielund Sportplatz. — Unterricht in allen Schul- und Musikfächern. — Sorgsamste Pflege. — Leitung durch tüchtige Pädagogen and Arzt — Verlangen Sie Prospekte. 6822 Bes.: Fr. Stocker-Schönenberg, Lehrer. Eine wichtige Neuerung für Autofahrten nach Frankreich. Die französische Zolldirektion hat nun auch dio Einführung der provisorischen Eintrittskarten zugunsten schweizerischer Automobilisten, die sich nach den benachbarten französischen Departements Haut-Rhin, Bas-Rhin et Territoire de Beifort begeben wollen, bewilligt Die Karte kostet Fr. 1.50, und die Gültigkeit beträgt 8 Tage; dadurch kommt das Erfordernis eines Triptyks oder Freipasses mit Bardepot in Wegfall. Die Kartenausgabo erfolgt an folgenden Stellen: Basel; Ooffentliches Verkehrsbureau, Aeschenvorvorstadt 34. (Geöffnet Werktags 8—12 Uhr und 13. SO—18.30 Uhr; Samstags nur bis 17 00 Uhr.) Laufen: Verkehrsbureau. Delfmont: Bureau de Renseignements, Grand'Rue. Porrentruy: M. Jules TbeuriUat, Hotel de la Gare. Boncourt: M. A. FreJeehoux, restaurateur. Die Ein- und Ausreise nach Frankreich darf nur über dio Znüstellen von St. Louis-route, Kiffis, Courtavon, Pfetterhouse-route, Rechesy und Delleroute erfolgen. Ausser diesem Spezialausweis hat der Automobilist den internationalen Fahrausweis und seinen Pass mitzuführen und hat auch die übliche Zirkulationstaxe zu entrichten. Diese Neuerung findet jedenfalls recht Anklang und rege Benützung. V B. 3*- Reduktion der deutschen Automobil-Steuer für Auslands-Automobilisten. Bekanntlich erhebt Deutschland von den zu vorübergehendem Aufenthalt einreisenden Motorfahrzeugbesitzern eino ziemlich beträchtliche Steuer. Je nach der Dauer des Aufenthaltes beträgt dieselbe: 1. Motorräder für Aufenthalte bis 15 Tage 3 Mark, bis 30 Tage 5 Mark, bis 60 Tage 10 Mark; 2. Autos für Aufenthalte bis 2 Tage 5 Mark, bis 5 Tage 10 Mark, bis 15 Tage 20 Mark, bis 30 Tage 30 Mark, bis 60 Tage 60 Mark. Bereits zu wiederholten Malen sind von schweizerischer, tschechoslowakischer und holländischer Seite Schritte unternommen worden, um eine Beseitigung oder doch erhebliche Reduktion dieser Steuer herbeizuführen. Es scheint nun, dass die unternommenen Domarchen endlich die deutsche Reichsregierung, d. h. das Reichsfinanzministerium, veranlasst haben, cino Reduktion dieser ziemlich hohen Extrasteuer vorzunehmen, indem gemäss den neuesten Ausführungsbestimmungen des Reichsfinanzministers vom 29. Februar 1928 die Stoueransätzo für zu vorübergehendem Aufenthalt in Deutschland einreisende Motorfahrzeugbesitzer wie folgt reduziert worden siud: An Stelle der gewöhnliehen deutschen Steuerkarto des deutschen Kraftfahrzeug-Steuergesetzes (Stcuerkarten für die Dauer eines Jahres, eines Halbjahres oder eines Vierteljahres) wird eine Steuerkarto für einen Aufenthalt bis zu 60 Tagen für eino beliebige Anzahl von Tagen abgegeben. Dio Tage dos Aufenthaltes in Deutschland brauchen nicht unmittelbar aufeinanderzufolgen, jedoch verliert dio Steuerkarto ein Jahr nach der Ausstellung ihro Gültigkeit. Für diese Karten für Auslandsmotorfahrzougbesitzer beträgt dio Motorfahrzougsteuer für jeden Kalendertag, der ganz oder teilweiso in Deutschland zugebracht wird, 0.50 Mark für Motorräder und 1 Mark für Automobile in beiden lallen jedoch mindestens 3 Mark. Sofern ein in Deutschland erworbenes Motorfahrzeug mit eigener Triebtraft in das Ausland zürn dauernden Verbleibe dortsejbst verbracht w W » l ur ,? n M dieses Fahrzeug eine Steuerkarto für Auslands-Motorfahrzeugbesitzer wie oben an K o- R geben gelöst werden. Die neuo Verfügung des deutschen Reichsfinanz- S f dlTS, St Eeh " M , be^sen > werden doch damit die Stoucransatzo für kurzfristige Aufenthalte va Deutschland erheblich herabgesetzt Fin SPEZIALGESCHÄFT für moderne Strickwaren, Kostüme, Roben, Jumpers, Pullovers, Pariser Original« Modelifiiiite Eigene Kreationen Grosse Auswahl in allen Preislagen Auswahlsendungen. Bitte angeben ob Bubikopf und Kopfweite. merkt worden ist, indem die Reduktion dieser Aufcnthültüsteucrn nur für die Angehörigen solcher Staaten, bei welcher die Gegenseitigkeit gesichert ist, in Kraft tritt. a, ORIENTALISCHE ARTIKEL Der erste «Automobil-Bahnhof» wird demnächst im Zentrum Londons erstehen. An- Bei Motorfahrzeugen, die aus dem Ausland nachweislich zum Zwecke der Ausbesserung nach kunfts- und Abfahrtsrampen für 80 Autobusse, die den Schnellverkehr zwischen Londern. An heissen Tagen empfiehlt es sich, Deutschland komm und für dio gemäss Artikel 4 Sauerwerden der Fleischbrühe zu verhin- der Veredelungsordnung vom 5. April 1906 ein zollamtlicher Ansbosserangsverkehr zugelassen wird don und allen Richtungen des Landes abwickeln, sind vorgesehen. In den Provinz- das Fleisch und die Knochen nur mit dem nötigen Salz im Wasser weich zu kochen. Die kann von der Erhebung der Kraftfahrzeugsteuer abgesehen werden. Die Zollämter können in diesem Falle Sicherheitsleistung für dio Kraftfahrzeugsteuor fordern. Bahnhöfe» geschaffen werden, die man amner Fettschicht bedeckt ist, an einem kühlen städten werden weniger grosss «Automobil- Fleischbrühe hält sich dann, wenn sie mit ei- In den Fällen, in denen bei Benützung öffenticher Strassen, welche die einzige oder die "egekonkurrenz vergleichen kann. Natürlich wird besten mit den Kopfbalinliöfen der Schieiien- Ort aufbewahrt, sehr gut. Das Suppengrün bone Vorbindung zwischen verschiedenen Orten des es auch an Wartesälen, Restaurants und Auskunftsstellen nicht fehlen. Von London aus und Wurzelwerk kocht man extra weich und Ausland« bilden und welche deutsches Gebiet auf gibt der fertigen Suppe erst das Wurzelwasser bei. kurze Strecken durchschneiden, ist diese Steuer für ist es möglich, Fahrkarten nach fast allen Auslands-Motorfahrzeugbesitzer nicht zu entrichten n-f i-n solt * 0 , Fahrten auch nicht der Nationa- Städten des Königreiches zu erlangen, weil htatsschild zu fuhren. Diese Bestimmung hat besondere Bedeutung für den Verkehr Zarich-Erfisandie Automobilgesellschaften auf Verständigung und Anschlüsse bedacht waren. ^h. af .! hau ? en ; ,, mdem . f « r das deutsche Teilstück etten wie bis anhin keine vollständig BERNER MODE-REVUE Die beteiligten Firmen: Iselin, TürSer & Co. 8 Marktsasse BERN Marktsasse 8 Versand auswärts Retour efe Paris Frühling 1928 J. Friedender, (IDde?, Bern HL F. STETTLER. BERN FRITZ HAIT; Schneiden von frischem Brot. Frisches Brot lässt sich leicht in dünne Stücke schneiden, wenn man ein grosses Messer verwendet, das immer wieder erwärmt wird. Backobst aufzubewahren. In Sorten gesondert aufbewahrtes Backobst muss von Zeit zu Zeit gerührt werden, damit es frei von Milben und Würmern bleibt. Kochen von gesalzenem Fleisch. Gesalzenes Fleisch braucht eine längere Kochzeit als frisches. Es sollte stets mit kaltem Wasser zum Kochen aufgesetzt und rasch zum Sieden gebracht werden, nachher darf es nur ganz leicht weiterkochen. 8 Marktgasse 8 Langjährige Betätigung Im Teppichhandel In Perslen llilillllüll Bubenbergrain 15 • Telephon: Bollwerk 30.21 Blumenbinderei für Freud und Leid - Tisch- und Saaldekorationen Vorteilhafte Preise ECandelsgärtnerei - - Blu gr** ei Cafi-Reataarant DU NORD Bahnhofplat} ZÜRICH Bahnhofplat! Familie A. 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Der Aal wird mit Hilfe eines Hölzchens in eine runde Form gebracht und auf ein mit Butter bestrichenes Kuchenblech gelegt. Der Teig wird mit Eigelb bestrichen, der Aal mit Brosamen und Zitronensaft bedeckt und das Ganze im Backofen langsam gebacken. Die Schüssel wird mit Zitronenscheiben und Petersilie garniert.