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E_1929_Zeitung_Nr.021

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oder den Zusatz von

oder den Zusatz von Detonationsverhinderungsmitteln zum Brennstoff notwendig macht. Auch die Amerikaner, die bisher die niedrigsten Kompressionen anwandten, komprimieren nun fast durchwegs auf 5 : 1. Die Anregung zu dieser Entwicklung kam dabei dort von dem in den Handel gebrachten «Ethylgas» her, eines Benzins, dem das detonationsbremsende Blei-Tetra-Aethy» b 1 i- gemischt ist. Den zweiten grossen Einflussfaktor zur Steigerung der Leistung stellt die Tourenzahl dar. Auch hier geht man immer noch höher. Selbst bei ausgesprochenen Gebrauchsmoloren, bei denen auf lange Lebensdauer Gewicht gelegt wird, sind jetzt Maximaitourenzaülen von 3500 pro Minute und mehr anzutreffen. Nahezu alle Motoren Oberschreiten die Zahl 3000, die man vor ein paar Jahren noch als höchstzulässige Grenze für einen Tourenmotor betrachtete. Vom Kompressorproblem haben die zahlreichen anderen Umstellungen, und vor allem die finanziellen Krisen, die kostspielige Versuche verboten, etwas abgelenkt. Die bereits bestehenden Konstruktionen bewähren sich aber im allgemeinen sehr gut. Die neuesten Kompressorformen zeigen dauer der früheren Graugusskolben. Auch zur Fertigung der Pleuelstangen ist die Verwendung von Leichtmetall im Zunehmen begriffen. Die Lagerung der Kurbelwellen erfolgt meist beidseitig jedes Kurbelzapfens, wodurch man z. B. beim Sechszylindermotor eine siebenfache Lagerung erhält. Bei teureren Fabrikaten balanciert man dabei noch jeden Kurbelzapfen für sich aus. Einige Konstrukteure vermeiden jedoch die dadurch bedingte grössere Kurbelwellenlänge, die dem Auftreten von Torsionsschwingungen Vorschub leistet, und die höheren Herstellungskosten, indem sie zu besonderen Ausbalancierungsarten schreiten. Torsions - Schwingungsdämpfer irgendwelcher Art werden trotzdem fast überall angewendet, vor allem aber an den langen Achtzylinder-in-Keihe- Motoren. AUTOMOBTL-REVl/E 1299 - Zur Vorwärmung der Frischgase münden auch die Auslassleitungen auf der Vergaserseite. Am uesamtaufbau des Motors fällt die steigende Tendenz zur Zusammenfassung des Zylinderblocks und Kurbelgehäuseoberteils in einem Gussblock auf. Diese aus Amerika stammende Bauart ergibt gleichzeitig eine Verbilligung, grössere Festigkeit und besseres, glatteres Aussehen. Allerdings stehen dem etwas grössere Schwierigkeiten bei der Revision des Motors gegenüber. Zur Verminderung des Gewichts ersetzen die Konstrukteure einiger Qualitätswagen den Eisenguss durch Aluminiumguss, wobei als Kolben - Laufbahnen Stahlbüchsen eingeschrumpft werden. Die neueste Errungenschaft besteht darin, dass man dann diese Stahlbüchsen noch durch Nitrierung härtet und ihnen so die vielfache Lebensdauer der Guss-Laufbahnen gibt. Natürlich kommt das alles nur für teure Fabrikate in Betracht N» 21 In den Einzelheiten sind rund um den Motor zahlreiche Verbesserungen zu konstatieren. Das gilt ganz besonders für die Oasfiihrungen der Mehrzylinder. Durch spezielle Formen von Ansaugleitungen oder die Anwendung von Doppelvergasern vermeidet man hier, dass sich die einzelnen Zylinder stören. Die Vorwärmung ist meist regulierbar gestaltet, in einigen Fällen regelt sie sich automatisch je nach der Drosselklappenstellung. Durch die Anwendung quadratischer oder rechteckiger Querschnitte der Ansaugleitung erreicht man, dass kondensiertes Benzin rasch wieder verdampft wird. Im ganzen sind die Saugrohr- Querschnitte nach amerikanischem Vorbild verhältnismässig enger geworden, weil damit der Motor im Bereiche der niedrigen Tourenzahlen leichter zu behandeln ist. Ebenfalls nach amerikanischem Vorbild werden nun fast alle Vergaser mit verbesserten Luftabschluss-Vorrichtungen oder andern Anlassbehelfen versehen und zudem mit einer kleinen Pumpe ausgerüstet, die beim plötzlichen Oeffnen der Drossel für kurze Zeit das Gemisch bereichert und so ein «Verschlucken» des Motors verhindert. Dadurch kann man nun den Wagen, wie es der Verkehr oft erfordert, plötzlich beschleunigen und braucht nicht mehr lange am Gaspedal « herumzukitzeln ». Weitere Verbesserungen betreffen die leichte Demontierbarkeit der Vergaser. Hier könnten die Amerikaner allerdings umgekehrt von den Europäern lernen! Benzinfilter gehören meist zur normalen Ausrüstung des Wagens. (Schluss folgtJ Die Einmontierung eines Kompressors bei einem Sportwagen. grosse Vereinfachungen, so dass vielWMcht dieses wirkungsvollste Mittel zur Steigerung von Leistung und Elastizität eines Motors in absehbarer Zeit auch für billigere Wagen in Frage kommt — vorausgesetzt jedoch, dass nicht in der Zwischenzeit das Dieselprinzip auch im Personenautomobilbau Fuss ttsst. Die Steuerung der Motoren erfolgt in ungefähr gleicher Anzahl durch stehende und hängende Ventile. Bei stehenden Ventilen wird nahezu immer der Ricardo-Zyiinderkopf oder eine seiner zahlreichen Abwandlungen benützt und abnehmbar ausgebildet. Zur Betätigung hängender Ventile bedient man sich mehr und ;• ehr der obenliegenden Nockenwelle, wobei zu deren Antrieb und zum Antrieb der Nebenapparate häufig an Stelle der Morse-Zahn- Antiieb der Nockenwelle mit Doppelrollenkette. Der Schwingungsdämpfer unteT der Nockenwelle sorgt für gleichmässige Kettenspannung. kette eine doppelte Rollenkette Verwendung findet. Mit Vorliebe nimmt man dabei den Antrieb vom hinteren, gleichmässiger rotierenden Kurbelwellenende ab und erreicht damit ohne die früher beliebten Nockenwellenbremsen einen geräuschlosen Lauf. Die Schiebersteuerung ist fast ausschliesslich ein Merkmal hochqualifizierter Luxuswagen. Leichtmetallkolben sind selbstverständlich geworden. Neben den Aluminiumlegierungen kommen dabei nicht selten schon Magnesiumlegierungen in Gebrauch, deren spezifisches Gewicht noch ein- Die Form neuer Leichtmetallkolben. mal fast um die Hälfte geringer ist. Den ursprünglichen Uebelstand der Leichtmetallkolben, ihre grosse Wärmeausdehnung, hat man durch spezielle Kolbenformeii oder Einsätze von Metallen mit geringerem Ausdehnungskoeffizienten behoben. Neueste Verfahren ergeben den Kolben auch die Lebens- Das Tagesprogramm des Salons Freitag, den 15. März. 12 Uhr 43: Ankunft des Zuges mit den Ehrengästen. 13 Uhr: Bankett im Hotel des Bergues. 15 Uhr 30: Offizielle Oeffnung des Salons. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert. 16 Uhr: Oeffnung des Salons für das Publikum. Eintritt Fr. 1.20 (Steuer inbegriffen). 19 Uhr: Schliessung. Samstag, den 16. März. 9 Uhr: Oeffnung. Eintritt Fr. 1.20. Im Verlaufe des Nachmittags: Ankunft der Sternfahrer vor dem Salon. 15.30 bis 17.30: Konzert. 19 Uhr 30: Diner in der Taverne des Salons. Vereinigung der Sternfahrer und der Konkurrenten des Kilotneter-Arrele. 20.30 bis 2230: Konzert 23 Uhr: Schliessung. 22 Uhr 45: Beginn des zrossen Balles im Hotel des Bergues Sonntag, den 17. März. 8 Uhr 30- Internationaler Kilomeler-ArrSte auf der Strecke von Eaumorte. 9 Uhr- Oeffnung des Salons. Eintritt Fr. 1.20. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert. 19 Uhr 30: Dinei in der Bar des Salons. Verkündung Sternfahrt und des Kilometer-Arrlte. 20 Uhr 30 bis 22 Uhr 30: Konzert. 23 Uhr: Schliessung. Montag, den 18. März. der Resultate und Preisverteilung der 9 Uhr: Oeffnung Eintritt Fr 1.20. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert. 19 Uhr: Schliessung. Dienstag, den 19. März. 9 Uhr: Oeffnung. Eintritt Fr. 250. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr SO: Konzert. 19 Uhr 30. Diner in der Taverne de« Salons. Eintritt Fr 1.20. 23 Uhr: Schliessung. Mittwoch, den 20. März. 9 Uhr: Oeffnung. Eintritt Fr. 1.20. 15 Uhr bis 17 Uhr 30: Konzert^ 19 Uhr: Schliessung. Donnerstag, den 21. März. Volkstag. 9 Uhr: Oeffnung. Eintritt Fr. 1.20, Kinder 60 Cts. 15 Uhr bis 17 Uhr SO: Konzert. 19 Uhr 30 Diner in der Taverne. 20 Uhr SO Volkstümlicher Abend, Konzert Eintritt 60 Cts. 23 Uhr: Schliessung. Freitag, den 22. März. 9 Uhr: Oeffnung Eintritt Fr. 2.30. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30 Konzert 19 Uhr: Schliessung. Samstag, den 23. März. 9 Uhr: Oeffnung. Eintritt Fr. 1.20. 15 Uhr SO bis 17 Uhr 30: Konzert 19 Uhr SO: Diner In der Taverne. Die Aussenansfoht des Salons 1929. 20 Uhr 30 bis 22 Uhr 30: Konzert 23 Uhr: Schliessung. Sonntag, den 24. März. 9 Uhr: Oeffnung. Eintritt Fr. 1.20. 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30: Konzert. 19 Uhr 30: Diner in der Taverne. 22 Uhr: Schliessung. Konzerte. In der Taverne: Alle Tage von 12 Uhr 30 bis 14 Uhr und von 15 Uhr 30 bis 17 Uhr 30 sowie alle Abende, an denen der Salon geöffnet ist Im Salon: Alle Tage von 15 Uhr bis 17 Uhr 30. Am Dirigentenpult: Herr Gabelles, Professor am Konservatorium in Genf. Der grosse Ball. Wie bereits angekündigt, organisiert die Sektion Genf des A. C. S. am Samstag, den 16. März im Hotel des Bergues für die Besucher des Salons einen fashionablen Ball, wofür alle nur erdenklichen Attraktionen gesichert werden konnten. Das Jazz-Band Embassy-Club aus London wurde für diesen Abend extra verpflichtet. Eine Mode-Revue, an der sich die ersten Genfer Modehäuser beteiligen, eingeleitet durch den Prolog eines Genfer Schauspielers, wird während dem Souper die ganze Farbenglut der Frühlingsund Sommermoden entrollen. Man wird Gelegenheit haben, sich an einer Saal-Sternfahrt zu beteiligen und — sollte man hier ohne Preis ausgehen — sich am Anblick der Schönheit der «Miss France», Frankreichs schönster Frau, wieder zu trösten... Sonntag abend besass das Festkomitee bereits 200 Tischbestellungen aus allen Teilen der Schweiz. Der Ball gilt als gesellschaftliches Ereignis. Die Konkurrenten der Sternfahrt 1929 nach Gruppen: .Start in Zürich: Paul Aebli Fiat Johann Hug Diato Emile Bebler La Saue Jules Gailloud Lorraine Karl Duttincer Röhr Dr E. Anderes La Salle Julius Meier Talbot Hermann Mäder Talbot E. 0. R. BallT Talbot Start In Luzern: Dr Alexandre Imfeid Buick Otto Ulrich Erskin« J Forbricb Farman Thomas Willy Ford Freddy W Geiser Studebat« Edouard Leimgruber Packard E. Erger-Scherer Fiat Exnest Senn Chrysler N. Fortmann W.-E. Huber Hans Brägger Walther Wehrli B, Hilfiker Waltber Merz Ernest Fankharuser Gaston Prival H. Pfister Elias Sturzpnegger Henri Schmidt Arthur Fossmann Hermann Moser E.-H. Thommen Charles-H Gossweiler Konrad Hambers Waltber Rucketuül Buchler Edouard Theilkaes Alfred Gebrig Ernest Schmid Fritz W Räz Robert Loosli Start in Bern: Farman Fiat Fiat Chrysler Hupmobile Fiat Amilcar Hupmobile Victorv Graham -Paigo HuDmobile Packard Bucatti Oskland HidDano-Soiza Citroen Voisin HuDmobile Falcon-Knight Marmon Peueeot Packard Lancia-Lambd* Start in Neuenburg: Bernard Pierrehumbert Hwpano-Sulz» Charrles Bandi Buick Pierre Kaiser Maximax Julien Levaillant Stutz Start In Lausanne: Louis de Loriol Hupmobile Emile Buri Delage John Devegney Fiat Marcel Grise: Citroen Start in Martlgny: Alphonse vanoni Willys-Knight Fritz Grandjean Benz Joseph Kluser Naeb Georges ChappuU Studebsker VorfQhrungsstrecken am Salon* (Siehe hierza Bild Seite 3.) Groupe 1, Avenue Henri Dunant: No Nom de lexpoeant Manrue Plaoes 1 Ramseier Willys-Knight 6 1 Raniseier Whippet 6 2 Fiat Fiat 8 Groupe 2, Avenue du Mail: 8 Gillabert Austin 1 4 Blanc & Paiche BueartÜ 4 4 Blanc & Paiche Chrysler 8 5 Peugeot Peueeot 10 6 Maurer Lorraine-Dietrich 3 6 Maurer Delaunay-Bellerillt 3 7 Donnet-Zödel 8. A. Donnet 3 8 Schlotterbeck Essex 2 8 Schlotterbeck Hudson 1 8 Schiotterbeck Horch 1 8 Schlotterbeck Stutz 1 8 Schlotterbeck Hwpano-Suiza. 1 9 Kxtpnsion Auto S. A. Opel 8 10 Ford Motor Compagny Ford 4 tO Ford Motor Compagny Lincoln 2 11 Adlerwerke A.-G. Adler 3 12 Bianchi S. A. Bianchi t

21 - ALlOMUmL KEVUn aj v tritt •t neotone Groupe 2 Ms, Avenue An Maü. 2m« rangeo: SO Steyr-Weike A.-G, Steyr 4 21 Btrliet Berliet 8 22 General Motors 014-mobile 1 22 General Motors La Salle 1 22 General Motors Chevrolet 2 23 Brennabor (Reichstein Brennabor 3 Freres) Groupe 3, Boulevard Carl-Vogt, contre U Salon Automobile: 24 Maurer Voisin 3 24 Maurer Hotchkiss 3 25 Sarbach Amilcar 4 26 Rich-Werner Paekard 8 27 Schmidt Rolls-Rovce 1 23 Isotta-Frascbini Isottar-Fraschini 1 29 Berger . Talbot 4 30 Duraffour Chenard-Walcker 3 31 Martini Martini 2 32 Goy Delaee b 33 General Motor« Cadillao 1 33 General Motors Buick 3 34 Renault Renault 7 35 Itala Itala 3 Groupe 4, Bd. Carl-Vogt, contre les Caaerne«. 37 Garage Montant Ballot 1 37 Garage Montant Licorne 2 88 Perrot Duval S. A. Nash 6 38 Perrot Duval S. A. Minerv* 8 39 F. N. F. N. 8 40 Schmidt Auburn 4 41 Mercedes Mercedes 6 42 Frazar DodRe-Victory 5 43 Scnmidt Morris 1 44 Marthis S. A. Mathis 2 45 Mange Dhandler 2 46 Imperia-Excefeior Imperia-Exceldor 2 Groupe 5, Rue Bernard DuMsnd: 54 Citroen Citroen 8 55 S.A.V.S.A. Hupmobile 8 56 Motor Import S. A. Derbv 8 57 Ansaido Ansaldo 1 58 D'Arcis & d'Arcia Marmon 2 58 D'Arcis & d'Axels De Soto 3 59 Paige-Jewett Graham-Paige 3 60 Marcel Addor Studebaker 4 60 Marcel Addor Erskine 4 61 üto Garage S. A. Reo 2 61 üto Garage S. A. Durand 2 62 Roßhr Roehr 4 Non-stop-Flug rund um die Erde. Der Flieger Goebel, der seinerzeit als Erster von San- Franzisko nach Hawai flog, gedenkt im kommenden Frühjahr den Erdball ohne Zwischenhalt zu umfliegen. Als Ausgangspunkt vorgesehen ist Denver City, von wo aus die Reise über den Stillen Ozean nach Japan, Korea, China, Afghanistan, Persien, die Türkei, Griechenland, Italien, Portugal geht, um schliesslich nach Ueberquerung des Atlantischen Ozeans wieder in Denver, zu enden. Di© Länge der Strecke beträgt 31,000 km, wofür Goebel 5—7 Flugtage einsetzt. Selbstverständlich kann das Flugzeug nicht die ganze erforderliche Benzinmenge mit auf die Reise nehmen: durch Tankflugzeuge muss deshalb unterwegs der Vorrat periodisch ergänzt werden. Das Flugzeug, mit dem Goebel den Flug unternehmen will, ist ein Sikorski- « Amphibium». Beim Gelingen des Unternehmens winkt dem Flieger ein Preis von 10,000 Dollar, den ein Millionär aus Denver ausgesetzt hat. m(r) CHAUFFEUR-VEREIN ZÜ- RICH. Einladung auf Freitag, den 15. März 1929. 20 Uhr. im grossen Saale Zunfthaus Waag, Münsterhof, zum zweiten Vortrag mit Lichtbildern und Erklärungen über Zündung am Motor durch Herrn A. Volk, Werkmeister in Firma Robert Bosch A.-G., Filiale Zürich. Nach Vortragsschluss freie Diskussion. Zu diesem lehrreichen Anlasse laden wir alle Kollegen, Automobilführer, Freunde und Gönner freundlichst ein. Eintritt 50 Cts., Mitglieder frei. Der Vorstand. NB. Nach Vortragsschiusa werden die Jahresproeramme ausgegeben. SPORTLICHES Segrave erreicht 372,56 Stundenkilometer. Das Kabel meldet, dass es dem Engländer Major Segrave mit seinem 1000-PS-Sunbeam-Wagen «Goldener Pfeil» gelungen ist, über eine englische Meile das Stundenmittel von 372,56 km zu erzielen. Dem Weltrekord des Amerikaners Ray Keech von 333 km ist kein langes Dasein beschieden gewesen. Den ausserordentlich sorgfältigen und zielbewussten Vorbereitungen des Engländers gelang es einmal mehr, den englischen Farben den umstrittenen Rekord zu sichern. In England herrscht darob eite! Freude, um so mehr, als die Leistung mit einem englischen Motor erzielt worden ist. Man wird gut tun, dem Begeisterüngstaumel mit kritischen Augen gegenüberzustehen. Die Erreichung dieses phantastischen Stundenmittels — Segrave hat den alten Rekord um 39 km geschlagen — hat schon manchem wackeren Anwärter das Leben gekostet. Die Entwicklung von Ueberrennwagen ist für die praktische Automobiltechnik von minimer Bedeutung. Man muss diesen neuen Wetrekord als das ansehen und werten was er ist: Spitzenleistung von Fahrer und Motor... Sensation! v. (Weitere Sportnachrichten S. 10.) AVI*T