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E_1929_Zeitung_Nr.085

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE 1929 — 85 fuhr eine Steigerung um 1340 Einheiten mit sich gebracht hat, was somit einer Verschlechterung der Aussenhandelsbilanz um 313 Automobile entspricht. Wertmässig jedoch hat dieselbe eine Verbesserung um rund 8 Millionen Lire erfahren, indem der Ausfuhrwert von 181,183,000 Lire auf 201,450,000 Lire und der Einfuhrwert von 40,899,000 Lire auf 53,168,000 Lire gestiegen ist. Aus diesen Ziffern geht aber auchg'eichzeitig hervor, dass, während der Import wertmässig um annähernd 30 Prozent gestiegen ist, für den Export eine wertmässige Zunahme von nur elf Prozent zu verzeichnen ist. Als die wichtigsten Absatzgebiete der italienischen Automobiündustrie erweisen sich: für Automobile in Gewicht von 400—900 kg: Deutschland (mit 1922 Automobilen), Frankreich (1793), Grossbritannien (484), Straits Settlements (310), die Schweiz (290), Britisch-Indien und Ceylon (281), Spanien (266), Belgien (259), Australien (214) usw.; für Automobi'e von 900—1600 kg: die Schweiz (mit 708), Frankreich (450), Britisch - Indien und Ceylon (442), Spanien (396), Deutschland (339), Brasilien (315), Belgien (239), Holland (233), Schweden (216) usw.; für Automobile von 1600—2500 kg: Russland (mit 173), Spanien (92), Rumänien (87), Argentinien (80), Brasilien (49), Grossbritannien (31) usw.; für Automobile von 2500—4000 kg: Russland (mit 108), die Vereinigten Staaten (30), Argentinien (29), Tripolitanien und Cirenaica (19). Aus den Vereinigten Staaten sind im ersten Halbjahr 1929 insgesamt 3000 Automobile bezogen worden gegen 2206 Automobile im ersten Halbjahr 1928. An zweiter Stelle fo'gt Frankreich mit unterschiedlichen Lieferungen von 204 und 128 Automobilen. Die drittgrösste Bezugsquelle ist Deutschland, das 127 Automobile in Italien abgesetzt hat, das doppelte Quantum des verflossenen Jahres (64 Automobile). Die Inanspruchnahme der italienischen Automobilindustrie seitens der vornehmsten Aus'andskonsumenten hat gegenüber dem verflossenen Jahre nachstehende Verlagerung erfahren: 1929 1928 plus/minus Deutschland 2261 2227 + 34 Frankreich 2243 1954 -f 289 Schweiz 998 606 +392 Spanien 762 698 + 64 Britisch-Indien 732 645 + 87 Grossbritannien 700 BelRien 498 Brasilien 364 Bussland 323 Tschechoslowakei 302 Argentinien 290 Holland -Ostindien 288 521 +179 633 —135 451 — 87 109 + 214 376 — 74 323 — 33 411 —123 Die relativ bedeutendste Zunahme hat die Umsatztätigkeit der italienischen Automobilexportindustrie, wie aus obigen Ziffern hervorgeht, auf dem schweizerischen und russischen Markt erfahren, wie auch der Absatz nach Frankreich und Grossbritannien eine ansehnliche Zunahme aufzuweisen hat. Ei-nen starken Bodenverlust muss die italienische Industrie auf dem holländisch-ostindischen und be'gischen Markt buchen, während ihre Lieferungen auch nach Brasilien, Argentinien und nach der Tschechoslowakei eine mehr oder weniger erhebliche Einbusse erlitten haben. P. Aegypten als Automobilmarkt. Der Automobilverkehr in Aegypten erfährt seit einiger Zeit eine ungewöhnlich rasche Ausbreitung. Die Geschichte des Automobilwesens im Lande der Pharaonen ist verhältnismässig sehr jungen Datums und beginnt eigentlich erst mit dem Jahre 1921, in welchem 926 Automobile zum Import gelangt sind. Diese Einfuhr ist alljährlich gestiegen, um sich im Zeitraum der ersten acht Monate des verflossenen Jahres — die jüngsten, amtlicherseits zur Verfügung stehenden Ziffern — auf 3431 Einheiten zu belaufen, nachdem im vorhergehenden Jahre insgesamt 5623 Automobile eingeführt worden sind. Als die ersten Kraftdroschken in Aegypten eingeführt worden sind, was im Jahre 1922 erfolgt ist, erschien ihr endgültiger Erfolg in jenem Lande anfänglich in einem recht zweife'haften Licht. Seitdem aber haben die Kraftdroschken die alten, zweispännigen Victoria-Kutschen nunmehr selbst in den kleineren Städten so gut wie ganz verdrängt, wie heute auch bereits zahlreiche Automobilomnibusse in den Grossstädten wie auch in den ländlichen Distrikten mit erheblicher Bevölkerungsdichte in Betrieb sind, welche modernen Beförderungsmittel bei den Fellahs, den eingeborenen Bauern, heute ausserordentlich beliebt sind. Diese Art der Personenbeförderung hat sich in Aegypten in jüngster Zeit dermassen fest eingebürgert, dass die dortige Eisenbahnverwa'tung, um dieser beständig wachsenden Konkurrenz die Spitze zu bieten, sich jetzt entschlossen hat, selbst auf einigen der wichtigsten Verkehrslinien einen Omnibusverkehr einzurichten. Neuerdings kann kaum noch geleugnet werden, dass die Automobileinfuhr der letzten Zeit die Absorptionsfähigkeit des ägyptischen Marktes nicht unwesentlich übersteigt, woran auch die Tatsache nichts zu änderdn vermag, dass die Automobilverkäufe auch in jenem Lande jetzt schon zu einem guten Teil auf Grundlage des Abzahlungsgeschäfts vor sich gehen, da nämlich auf diese Weise Leute als Käufer auftreten, deren Zahlungsfähigkeit zu gering ist, um die erforderlichen Ratenzahlungen zu leisten. Die dadurch bedingte Höhe der Umsätze auf dem ägyptischen Automobümarkt erscheint geeignet, ein falsches Bild von der gegenwärtigen Aufnahmefähigkeit desselben zu verschaffen, welche einige Zeit lang durch die allgemeinen ökonomischen Bedingungen des Landes einigermassen beschränkt gewesen ist. —ow— Automobilismus und Autostrassen in Russland. Die russische Presse häuft in der letzten Zeit Meldungen über ein umfassendes Abkommen des Sowjetstaates mit Ford, darauf gerichtet, in Russland, wie es scheint in Nischni-Nowgorod, grosse Automobilwerke zu errichten, um den Autoverkehr im ganzen Reich mächtig zu fördern. Für das erste Vertragsjahr soll eine Produktion von 100,000 leichten und schweren Wagen in Aussicht genommen worden sein. Der Vertrag ist zwar noch lange nicht perfekt, und mit Rücksicht auf die Besonderheiten der russischen Wirtschafts- und Konzessionspolitik sind wohl einige nicht unwesentliche Abstriche an den optimistischen offiziösen Mitteilungen am Platze. An sich wäre das Auftreten Fords auf russischem Boden selbstverständlich eine grosse Errungenschaft für das technisch rückständige Land; es gilt aber darauf hinzuweisen, dass das Grundübel nicht so sehr in einem, freilich unbestreitbaren, Mangel an Kraftwagen aller Art, sondern vor allem in den für einen ausgedehnten Verkehr völlig ungeeigneten Autostrassen und Chausseen wurzelt. Es war auch einer der Träume Lenins gewesen, mit der politischsozialen Umwälzung, die Z2\n Regiment mit !„wi brachte, einer hohem Technik neue Wege zu ebnen und den konservativen Einund Zweispänner, dessen sich die russischen Bauern — die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung des Landes — sowohl bei der Bestellung ihrer Felder und Aecker als auch für den Transport von Menschen und Gütern bedienen, zu verdrängen. Diese technisch-wirtschaftliche Revolution ist der politischen Machtverschiebung auf keinem Gebiete, auch nicht auf dem des Verkehrs, gefolgt. Die russische Wegelosigkeit, eine im Sprachgebrauch der Fachleute häufig vorkommende Bezeichnung, hat sich eher noch verschlimmert, und die Einfuhr von Kraftwagen ausländischen Ursprungs oder selbst die Errichtung von eigenen Automobilwerken werden so lange nicht zum Ziele führen können, bis die alten, unfahrbaren Strassen instand gesetzt und neue, eigens aui den Autoverkehr zugeschnittene nicht in genügendem Masse angelegt sind. Gehört nun aber diese Aufgabe schon in den fortgeschritteneren Ländern nicht gerade zu den leichten, so stösst sie in einem immensen Lande wie Russland, das gegen ungeheure Schwierigkeiten anzukämpfen hat, dessen Geldmittel dazu nicht ausreichen und dessen Bauernbevö'.kerung auf einem tiefen Kulturstand steht, auf fast unüberwindbare Hindernisse. Eine Bestätigung dafür lieferte das unlängst auf der Strecke Moskau-Archangelsk - Petersburg abgehaltene Autorennen, dessen unerquickliche Besonderheiten die russische Presse heute selbst streift. In der «Roten Zeitung» übt Perepelkin, der an jenem Rennen persönlich teilgenommen hat, an dem Stand der Fahrstrassen scharfe Kritik: «Der Wettlauf wickelte sich unter geradezu erschreckenden Bedingungen ab. Die Schwierigkeiten setzten schon gleich hinter Jaroslaw ein, während weiter nordwärts die ohnehin schon schlechten Strassen wegen der Regengüsse sich in wahre Sümpfe verwandelten. Stellenweise waren sie überhaupt unfahrbar, und es gab Tage, da man nur noch 15 km zurücklegen konnte. Die Teilnehmer am Wettrennen mussten nicht nur selbst ihre Wagen aus dem Sumpf schleppen, sondern überdies noch unterwegs die Brücken instand setzen oder selbst neue schlagen, die freilich gleich nach der Durchfahrt der Autos zusammenzustürzen pflegten.» Selbst nach dieser Beschreibung eines Teilnehmers in einer gewiss unvoreingenommenen offiziösen russischen Zeitung nimmt sich dieses Rennen nun doch recht eigentüm'ich aus. Es war übrigens, wie das Resultat zeigte, ein höchst relatives «Rennen»: Die Strecke Moskau-Archangelsk-Petersburg misst ungefähr 3000 km; um sie zurückzulegen brauchten die verschiedenen Autowagen nicht weniger denn 23 Tage! a.c. das einst Luxus war in Eternit doppe!wandig, heizbar, demontabel, seit 15 Jahren bewährte Bauart Lioge Breite Höbe Preis cm cm cm EV.< Nr, 1 360 240 250 • 903. Mr. 2 480 240 250 11OJ, IMr, 3 430 300 250 1200. Nr, 4 600 300 250 1400. Preise ab Fabrik Lleferoar sofort, Nlhere Auskaufte darob ist heute schon Notwendigkeit. Ob Arzt, Kaufmann oder Gewerbetreibender - mit einem Auto können Sie Ihr Einkommen steigern. DIE INTERCREDO FINANZIERT den Kauf Ihres Personen-Autos,. Lastwagens oder Motorrades. Sie leisten eine Anzahlung, und der Wagen gehört Ihnen. Da Sie den Rest in 6-18 Monatsraten bezahlen, behalten Sie Ihre flüssigen Mittel und Ihr Betriebskapital. gnternationale €W*iu tmö

N°85 — AUTOMOBIL-REVUE 15 II. T. G. — Zwischen Bonifacio und Porto Veccliio — 27 km — etwas einwärts von der fieberschwängeren Südastküste, nicht ein halbes Dutsend Häuser an der Strasse, dann und wann Haine ron Korkeichen, die entrindeten Stammpartien vom Wundanstrich rostbraum in der Sonne leuchtend. Das 5000 Einwohner zählende Porto Vecchio, von Jenen immerhin eine stattliche Zahl trotz der Malaria im Sommer sesshaft bleibt, seit der Genuesenherrschaft von fünf Bastionen aus rotem Prophyr überragt, an fjordähnlichen, von zwei Leuchttürmen flankierten,.austernreichem Golf, wo an der Stabiaccomündung Salz gewonnen und die Korkplatten für den Export im Dampf gekocht und komprimiert werden. Steil steigt die ausgewaschene Pass-Strasse, oft aus dem nackten Felsbett bestehend, nach Ospedale, dem Sommerdorf der Porto Vecchiesen, und zum Col d'llarata (1050 m), aus den Fö'hrenlichtungen glänzende Ausblicke nach dem Meer und Sardinien bietend. Dann quadratkilometerweit ausgebrannter Hochwald mit Resten von kahlen Stämmen, ans Kriegsgebiet der Vogesen gemahnend. «Par cativezza >, sagt lakonisch der Strassenwart. Hier wird bald « le roi d'ile, le maquis», dominieren — ein neuer Weideplatz für Ziegen und Schafe. Nach der Abfahrt durch Kastanien über zyklopenhafte Felstrümmer suchen wir in Zonza (786 Meter), oberhalb des Rizzanese, das neue Grand Hotel. Weiter unten seht isoliert eine riesige Villa mit geschlossenem Tor. Wir brechen die Pforten ein — hoiho! weniger aus Durst als aus Hunger,- nämlieh um 2 Uhr. Richtig ist es die Hostellerie du Mouflon d'Or, trotzdem das Gasthausschild fehlt, « par negligence du directeur », der nach dem Interregnum eines Monats morgen durch einen neuen ersetzt werden soll. Schweizerische Aktionäre würden sich so nicht mit dem korsischen Lebensrhythmus abfinden. Kein Eis, kein Mineralwasser, aber vorzügliches Essen bis auf den Gorgonzola, der beim Anschneiden Schauplatz einer Würmer-Olympiade mit meterlangen Weitsprüngen wurde. Da Wassertrinken in Korsika als gefährlich gilt — ich bin heute überzeugt: mit Unrecht! — durften sich unsere Damen für die angeregte Stimmung des Nachmittags — drei Flaschen Patiimonio — ohne reservatio mentalis wirklich auf fro.se majeure versteifen. Auch das korsische Kiima steht unter einem feuchten gen ; .us leci. Nun ein wirklicher Seitensprung: die schönste korsische Passfahrt über den Bavella an die Ostküste und zurück nach Zonza. Durch Wachholder und üppige Buchen steigt die vorzügliche Forststrasse zum flachen, von Thymian rot schimmernden flachen Sattel des Col de Bavella (1240 Meter), wo die Felszacken und -Nadeln des Incudine (2136 m) einen Hochwald überragen, der in der Forstliteratur zu den schönsten der Erde gezählt wird: pinus laricio, eine für Korsika charakteristische Mittelmeer-Föhre, linealgerade Riesenstämme von 40 bis 50 m Höhe, unten mit Umfan? bis zu 5 Meter, ein Märchenbild, das sich in anderm Rahmen auf den Pässen des Hauptmassivs wiederholen sollte. Hier hausen in Holz- und i Korsische Sommerfahrt. Komplettes Lager in Zutrauen erwirbt der Garagist bei seinen Kunden, wenn er alle Aufträge prompt besorgt — diese beim Fachmann austührea lfcnt, der für beste Arbeit und Material bürgt. Unsere Toaristikseite Felsbaracken während der Malariazeit des Küstenlandes die Einwohner um Solenzara, nach dem wir zur Vermeidung der unzugänglichen Talschlucht über den Col de Larone hinauf- und hinabsteigen ans Meer, wo förmliche Eukalyptuswälder eine Oase im Fiebergebiet geschaffen haben. Nach der steilen Rückfahrt (null bis 1240 m entsprechen Linthal-Klausen), trote al burro, wie überhaupt im Bergland jedes Diner einen Forellengang zu enthalten pflegt, und aller wünschbare Komfort in der Hostellerie du Mouflon d'Or in Zonza — abermals ohne Mineralwasser! Am folgenden Morgen schauderhafte Nebensträsschen von unglaublicher Steilheit im thermalwasserreichen Tal des Rizzaneze, mit pittoresken Dörfern auf Felsnasen (viele Häuser ohne Fensterl). Esel wälzen sich im Staube wie früher bei uns die Hunde, und für die Schweine ist die Strasse Allmend Dann gelangen wir bis zum Abend nur selten unter 1000 Meter. Nasse Stellen künden, dass es tags zuvor hier geregnet hat, während die Küstenstreeken seit drei Monaten ohne Niederschlag blieben. Ueber Wasserfällen Buchen und Riesenföhren am Col de la Vaccia (1188 m), in der Nähe der Siedelungen Friedhöfe im Farnkraut, am Col de Verde (1283 m) immergrüne Steineichen und Tannen mit geschlitzter Rinde, deren Harz in kleinen Näpfen aufgefangen wird. Nach verpasster Mittagspause (das verfl... Photographieren!) ein frugales Mahl von Brot und «Bippeli-Käse» in j Ghisone, am Col de Sorba (1305 m), wie die früheren mit mustergültig angelegten Kehren, quadratkilometerweit pinus laricio. die gefällten Stämme durch Esel zum Lastauto geschleppt, um in Livorno oder Genua als kanadische Fichten in den Handel zu gelangen. Zwischen Vivario und Venaco gigantische Brückenbauten von Bahn und Strasse, die den Kunstwerken des Gotthard nicht nachstehen, und Abschluss im vorzüglichen Parkhotel von Corte, dessen Zitadelle die Tavi?nanoschlucht um Hunderte von Metern überragt, wovon nur das Bild einen Begriff zu geben vermag. Immergrüne Magnolien blühen vor unsern Fenstern, und doch ist der Abend (auf 396 m) frisch wie in den Voralpen. Das Nachtleben der 5000 Bewohner zählenden Stadt pulsiert bis gegen Mitternacht auf dem Korso der Hauptstrasse. Paoli hat Corte, dem Mittelpunkt der Insel und der Hochburg des Patriotismus, vorübergehend eine Universität geschaffen. Von legendarischer Schönheit sind die Frauen; ihre Töchter haben Unter der genuesischen Gewaltherrschaft geschworen, sich nicht zu verheiraten, « pour ne pas donner le jour ä des esclaves ». Der nun folgende Abstecher nach Asco war teuer bezahlt. Vom Hotelier wurde uns ein Wunder « plus beau que le cirque de Gavarnie » in Aussicht gestellt. Von Ponte Leccia auf der seit Jahren in Angriff genommenen Strasse eine Brutofenfahrt in allerdings grossartiger Schlucht, den Gorges d'Asco, auf spitzem Schotterbelag, dann drei Viertelstunden Steilmarsch zum Felsenzirkus als Abschluss am Monte Cinto, wo das abgelegenste Hirtendorf Korsikas, Asco, patriarchalische Sitten und Gebräuche bewahrt und im Frauentypus der arabische Einschlag sich auffällig erhalten hat. Nach der Westküste zurück führte uns eine nicht minder eindrucksvolle Strasse, den früheren Treppenweg Scala di Santa Regina in der Goloschlucht ersetzend, nach der kühlen Sommerfrische Calacuccia, auf der Rückseite des Monte Cinto, inmitten von Kastanien und Nussbäumen und durch den Forst von Valdoniello mit seinen Riesenföhren Eine Automobilstrasse in Japan, die Osaka mit Kobe verbindet und die in beredteT Weise vom japanischen Fortschrittsgeist spricht. (Photo General Motors Co.) Otto Kusterer, Karosserie Filiale Winterthur M Zürich 8 Tösstalstrasse 29 B —Telephon 22.5S MNHHM Karosserie-Sattlerarbeiten Kristallglas-Seitenteile Verdecke, Ueberzüge, Seilenteile diverser Systeme, Gummi- u. Velours-Teppiche, Tuch- und Lederpolsterung, PneuhiiUen, Staubdecktsn, Kühlerdecken, sowie alle einschlägigen Arbeiten bei Hfl Keinhardstrasse 11, Telephon Hottingen 37.16 zum höchsten Passe Korsikas, dem Col de Verglo (1464 m), der erst im Mai schneefrei zu werden pflegt. Dann zu dem stets überfüllten Sommerkurort Evisa, eine unbeschreiblich schöne Abfahrt durch den Forst von Aitonex. Hat die von aussen hineingetragene Fremdenverkehrspoesie Korsika zur « He de Beaute » gemacht, so hat zum mindesten die gleiche Berechtigung die Bezeichnung als « Ile verto •. Zum mindesten aber wie die Schweiz darf Korsika als das Land der Gegensätze bezeichnet werden. Nach Evisa umzieht die Strasse den Abgrund der Spelunca, angesichts eines himmelhohen, fast schwarzen Felsenzirkus, um gleich den denkbar grössten Gegensatz zu vermitteln, den ewig blauen, an griechische Landschaften erinnernden Golf von Porto mit dem alten Wachtturm. Dann nochmals eine Steigerung . die Calanche di Piana, die piece de resistance der Korsika Führer, eine 500 Meter übers Meer emporsteigende Klippenstrasse mit unmöglichen Felsformationen, gegen die die Axenstrasse als Spielzeug erscheint und selbst die Klippenstrasse von Amaifi mit ihrer Verwegenheit und ihrem Bau nictit aufkommt. Auf 438 Meter hingesetzt ist hier steil über dem Meer das neue, allen Kumfort bietente Grand Hotel des Roches Rouges, wo eine — Bernerin uns das Nachtessen aufsetzte. Wie wir vom Altan unserer Zimmer den Vollmond aus dem Meer aufsteigen sahen, das werden wir nie vergessen. Der grösste Teil des Rückweges nach Ajaccio ist Küstenfahrt, ein Unikum, das hoch über den Klippen gelegene Cargese, eine Siedelung von peloponnesischen Griechen, die dem Druck der Türkenherrschaft 1676 entwichen, heute noch am griechischorthodoxen Ritus festhalten und äusserlich noch beute den hellenischen Typus" nicht verleugnen, wenn auch der Pope zweisprachig, griechisch und französisch, zelebriert, um von allen Gläubigen verstanden zu werden. Auch hier gilt gegenüber der leidenden Kreatur das italienische Wort • « non e cristiano » rf Dem wartenden Esel zieht man die eine Hinterfussfessel mit einer Strippe hoch, und weidenden Zielen verbindet man je das rechte und linke Beinpaar mit einem Strick, um ihnen das Durchbrennen zu verleiden. Am Golf von Sagone, Holzkohlentransport; schwarze Zyklopengestalten bringen die Lasten vom Ufer in die Barken, die emsig zwischen dem schwarzen Segler hin- und herpendeln. Alle Augenblicke begegnen wir einem Lastauto, mit der Kohlenladung über die Karrengeleise wie eine Fregatte schaukelnd. Da und dort ein zusammengebrochener Wagen, einmal ein Automobilfriedhof von drei ausrangierten Fahrzeugen. Dann im Golf von Liscia herrliche Palmen, ein kühlendes Bad in der leichtbewegten See, schliesslich eine Passfolge • auf dem Col de San Sebastiano die Plakette zur Erinerung an die erste Mittelmeertraversierung im Freiballon, nach der hier 1886 Capazza und Fondere im Sturm landeten; der Col de Listincone in duftendem Maquis; der Col de Pruno mit dem Chäteau de la Punta, das die Familie der Pozzo di Borgo. die Antipoden der Bonaparte, 1796 bis 1894 aus den Trümmerresten der Pariser Tuilerien mit zwei Millionen Franken Kosten erbauen Hess, eine genaue Nachbildung des Pavillon Jean Bullant. Dann eine Eukalyptusaüeo und nach dem Aquädukt von Moulin Blanc wieder Ajaccio. Soll ich von den Napoleon- und Napoleonidendenkmälern der Inselhauptstadt erzählen? Sozusagen jede Strasse, jeder Platz, jedes Cafe, jedes Renraif Peter Joe. A.-G. offizielle Ford-Vertretung Tel. 1320 Ersatzteile zu 3enz-Gaggenau und Renauit-Autos solort ab Lager lieferbar soller ö.-3.,Basßi TeL Safran Ü700 AUBURN 8Zyl. Anfragen unter Chiffre 1061 an die 7176 Automobil-Revue. Bern. 1 Werkstatt- Einrichtung An Zahlung wird ein euterhaltenes AUTO senoram Conduite interieure, 5pl. Bosch-Beleuchtung, 2 Reserveräder, kompl. ausgestetten (Zürich). H. Wolf-Schäffer, Bonrüstet, sehr wenig gefahren, preiswürdig zu verkaufen CAMION 1 y 2 —2 tonnes Excellente OCCASION! Camion FIAT en parfait etat mecamque pneus et carrosserie ä 'etat de neuf. A enlever de suite a des conditions trf>8 avantageuses. S'adresser sous Chiffre 1059 4 la 7192 Revut Automobile, Berne «••••»•••••••••••»•an Zu verkaufen für Schlosserei Zu kaufen gesucht Lastwatien 5 T., ev. mit Anhanger, Motorkipper u. Pneubereifung, auch wenn revisions bedürftig. 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