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E_1929_Zeitung_Nr.094

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Unsere Ausfuhr im

Unsere Ausfuhr im dritten Quartal 1929 erstreckt sich auf 41 Länder gegen 43 im dritten Quartal 1928. Neu-Seeland und Südseeinseln Griechenland 3 19 19 9.34 7.625 684 600 8.225 227 227 4.62 2.740 2.740 31.11 12.500 12.500 53.43 32.284 32.284 3 80 f 1 42.78 24.256 24.336 Litauen f 2.16 1.825 1.825 3. Quartal 1929 a 128 445.47 426.818 b 2 6.57 5.438 f 45 6135.13 3.859.017 g 7.20 10.000 h 7 152 i 18.63 5.126 4.306.641 176 6613.07 3. Quartal 1928 a 132 929.84 915 760 b 4 6.43 8.778 d 1 11.80 8.300 f 77 4124.87 3.274.335 g 14.55 7.335 4.214.508 Aegypten Ausfuhr, III. Quartal 1929 Türkei Stück 1 kg Wert in Fr. Total Mexiko l Deutschland a 10 174.85 171.594 Venezuela 2 b 48 Uruguay f 2855.75 966.308 i 6 216 1.138.166 Ocsterreich a 11 16.95 18.350 f 95.44 131.822 150.172 Frankreich afh S 78.41 73.154 00.76 127.490 7 152 200.796 Italien a 13 25.73 27.827 b 90 585 f 80.82 147.993 18.57 5.000 181.405 Grossbritannien a 81 1.321 f 3 672.91 413.691 415.012 Spanien 30 46.66 36.985 876.56 563.678 600.663 Portugal 1 1.47 850 14 864 Norwegen 3.06 3.856 3.856 Schweden 35 34 285 38.50 61.360 51.679 Tschechoslov. 24 35.29 33.354 387.90 466.168 499.522 Jugoslawien a 7.07 5.420 5.98 10.203 15.623 Rumänien 10.79 21.111 21.111 Südafrika 1.40 1.227 f 21 523 1.750 Ostafrika 3.48 5.050 f 63 520 5.570 Niederl. Indien a 3.20 3.222 3.222 72 565 63.37 123.244 7.20 10.000 133.809 Niederlande 17.88 19.441 2.47 1.670 36.56 21.416 42.527 Dänemark 1 14 10.67 24.800 24.814 Finnland 3.37 5.344 5.344 Polen 8.73 7.511 2.47 2.250 Einfuhr Jan.-Sept. 1929 51.47 43.652 53.413 ' Wert in Fr. Ungarn 2.75 2.944 a 5.419.092 33.47 44.496 47.440 b 174.431 Bulgarien 3.14 2.750 22 318 3.068 c 1.679.958 1.04 1.600 d 22.349.747 Russland 64.81 132.138 133.738 e 20.804.762 Algerien 11.15 17.965 17.965 I 12.849.320 Marokko 2.88 2.600 g 103.628 2.45 8.547 11.147 h 42.258 Japan 3.60 3.300 i 508.808 . 49.74 35.768 39.068 63.932.004 Ver. Staaten 3.32 6.810 6.810 Colunibicn 6 190.23 111.506 111.506 Uebcrschuss: Fr. 3.932.977 Brasilien 4 185.56 114.030 114.030 Export Jan.-Sept. 1929 Argentinien 4 182.78 134.519 134.519 Wert in Fr. Peru 2 30 30 a 3.736 837 Bolivien 0.43 3.300 3.300 b 13 437 Austrat. Bund f 7.15 6.845 6.845 d 25.500 Westafrika f 1 44 44 o Chile t 73.87 45.657 45.657 9.387.243 214 5087.49 Zunahme der Ausfuhr 92.133 Deutschland war unser bester Kunde. Wie wir schon anlässlich unserer Betrachtung der Monatsstatistik im Juli und August feststellen konnten, sind hauptsächlich die Autotomobile und Chassis mit über 1600 kg Gewicht auf sein Konto zu buchen. Die gesamte Ausfuhr belief sich auf 966,308 Franken im dritten Quartal 1929, das ist 85,7 Prozent des Gesamtbetrages dieser Kategorie. Die in dieser Kategorie enthaltenen Produkte machen auch den Hauptteil unserer Ausfuhr an die Tschechoslowakei, Grossbritannien, Frankreich, Oesterreich, Argentinien, Belgien, Russland, Brasilien und Columbien aus. Die folgenden Tabellen enthalten vergleichsweise die Ein- und Ausfuhrziffern für die neun ersten Monate der Jahre 1928 und 1929. Einfuhr Jan.-Sept. 1928 Wert in Fr. 6.548.673 182.552 i.745,522 20.080.419 18 573.463 12.465.002 90.651 4195t 270 794 5i9.999.027 Export Jan.-Scpt. 1928 Wert in Fr. 3.011.635 26.855 38.300 15.000 10.543.124 AUTOMOBIL-REVUK 1929 — N° 94 55.176 96.242 6.939 1. Qualität von Fr. 20.— an. Bitte verlangen Sie Preisliste mit Stoffmuster. * ;. Martin, Wlnterthur St. Gallerstrasse 28. Telephon 19.40. S in 35L540 13.321.939 13.670.454 Abnahme: Fr. 348.080 Die Zahl der eingeführten Fahrzeuge ist um 197 gestiegen (13,050 gegen 12,853). Die Zahl der exportierten Einheiten ist um zehn Stück (617 gegen 627) zurückgegangen. Der Gesamtbetrag der Einfuhr in Bezug auf das Gewicht beläuft sich auf 12,463,876 kg gegen 10,729,442 kg im Vorjahre. Daraus ergibt sich eine Erhöhung der Einfuhr um 1,734,434 kg. Die Ausfuhr ist mit 1,770,458 kg gegen 1,622,152 kg um 148,306 kg gestiegen, gr. Ein neues Verkehrsgesetz In England. Vorschläge der Automobile-Association. Die englische Regierung beabsichtigt, ein neues Verkehrsgesetz, eine sogenannte Raod Trafic Bill zu erlassen und hat zu diesem Zweck die Vorschläge der Automobile Association eingeholt. Im Folgenden sei eine kurze Zusammenfassung der hauptsächlichsten Vorschläge der Automobile-Association gegeben. Was die Geschwindigkeitsbeschränkung anbelangt, so ist die A. A. der Meinung, dass Geschwindigkeitsgrenzen für den privaten Motorfahrzeugverkehr unnütz sind und verkehrshemmend wirken. In bezug auf Uebertretungen der Verkehrsordnung durch unvorsichtiges Fahren wird vorgeschlagen: a) Sofortige Mahnung durch die Polizeiorgane bei Vorkommen eines Verkehrsunfalles. b) Bei Unmöglichkeit sofortiger Mahnung soll durch die Post eine Notifikation gemacht werden mit einer genauen Beschreibung, wann, wo und in welcher Art die Uebertretung geschehen ist. Betrunkenheit eines Autofahrers soll streng bestraft werden. Zu der geplanten obligatorischen Versicherung nimmt die A. A. noch keine Stellung. Sie behält sich Stellungnahme vor nach eingehendem Studium dieser Frage. Strenge Strafen werden gewünscht gegen den unbefugten Gebrauch von Motorfahrzeugen (sogenannte Schwarzfahrer). Von jedem, der sich um eine Fahrbewilligung bewirbt, soll ein© Erklärung verlangt werden, dass keine physische Unfähigkeit zur Führung eines Motorfahrzeuges bestehe. Der Vorweis des Fahrausweises innerhalb 3 Komplettes Lager in eile Tagen nach Verlangen soll genügen. Die mechanische Geschwindigkeitsbeschränkung wird als unerwünscht und für den Verkehr gefährlich bezeichnet. Es wird vorgeschlagen, dass nachts getriebene Tiere auf der Strasse beleuchtet sein müssen. Das Unterbrechen des Strassenbelages zum Zwecke schnelles Fahren zu verunmöglichen, wird als unerwünscht bezeichnet. mg. Die Jüngste Entwicklung der griechischen Automobileinfuhr. Athen, den 24. Oktober 1929. Di© soeben seitens der griechischen Regierung veröffentlichten Ziffern über den Aussenhandel des Landes innerhalb der ersten Hälfte des laufenden Jahres sind u. a. dadurch gekennzeichnet, dass sie die Tendenz der wachsenden Automobüeinfuhr erneut unterstreichen. Hervorstechende Kennzeichen dieser Einfuhrziffern selbst sind einerseits das weitere Vordringen der amerikanischen Automobilindustrie auf dem griechischen Markt und anderseits ein verhältnismässig noch ganz bedeutend stärkerer Bodengewinn der fleutschen Marken auf demselben. Im einzelnen gewähren die amtlichen Importziffern, von uns durch die entsprechenden, offiziellen Ziffern für denselben Zeitraum des verflossenen Jahres zu Vergleichszwecken ergänzt, nachstehendes Bild: Di© griechische Einfuhr von Automobilen hat gegenüber dem verflossenen Jahr© die sehr ansehnliche Steigerung von 998 Einheiten im Werte von 71,037,000 Drachmen auf 1643 Einheiten im Wert© von- 105,881,000 Drachmen erfahren. Die Vereinigten Staaten als weitaus grösste Bezugsquelle haben ihr© Lieferungen von 730 auf 1220 Einheiten heraufführen können. Di© deutsche Industrie, welche jetzt die zweite Stelle auf der amtlichen Liste der Herkunftsländer einnimmt, kann von der diesjährigen Gesamteinfuhr 251 Einheiten auf ihre Rechnung buchen, nachdem di© deutschen Lieferungen innerhalb der ersten Hälfte des verflossenen Jahres sich nur auf 11 Einheiten belaufen haben. Im Gegensatz" zu diesen beiden Ländern müssen alle anderen Hauptlieferanten, als welche Frankreich, Italien und Grossbritannien zu gelten Jiaben, einen mehr oder weniger erheblichen Bodenverlust auf dem griechischen Automobilmarkt buchen. So sind die französischen Lieferungen von 134 auf 101 Einheiten zurückgegangen. Die Umsatztätigkeit der italienischen Exportindustrie hat eine Verminderung von 54 auf 38 Einhei- MOilCOUMPPiQUE «ATIONAL Belgien a f g abfaffabfafafaffaf 4 — 5 I LASTWAGEN ] Einige fabrikrevidterbe Occasionen,leilweise mit Garantie u.Arbeifcs vertrag am Lager. Bei grössererAnzahlung Teilzahlung gestattet. Motor wagenfabri k Berns. A.G.OIten. 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No 94 — ten und diejenige der englischen Exportfirmen eine solche von 31 auf 19 Einheiten erfahren. In noch wesentlich stärkerem Grade als für Automobile ist die Aufnahmefähigkeit des griechischen Marktes für Automobilchassis gestiegen, nämlich von 3975 Zentnern im Werte von 11.669,000 Drachmen auf 8681 Zentner im Werte von 28.480.000 Drachmen. Lieber Autofreund ohne Fahrzeug! Was Sie da in. Ihrer letzten Einsendung mitteilen bzw vorschlagen, hat sehr viel für sich, doch dürfen Sie nicht vergessen, dass Vorschläge, die als Nichtpraktiker gemacht werden, nicht nur sehr theoretisch, sondern direkt falsch sein können. Ich halte mich diesbezüglich an die von Ihnen gemachten Aeusserungen im letzton Abschnitt Ihrer Einsendung. Sie verlangen von uns Automobilisten mehr Rücksichtnahme auf die Fussgänger, indem wir nachts abblenden sollen, und gehen sogar so weit, dass bei Nichteinhalten dieser Massnahme Busse und sogar Entziehung des Führerscheins gefordert werden müsse. Haben Sie schon einmal Gelegenheit gehabt, nachts in einem Auto zu fahren, und haben Sie, wie der Lenker, scharf die vor Ihnen liegende Landstrasse im Lichtkegel des Scheinwerfers abgetastet? Auf Grund der oben zitierten Forderung sicherlich nicht, denn ein Automobilist hat auf den schweizerischen Landstrassen genug zu tun, um nicht unversehens in ein unbeleuchtetes Fuhrwerk, Radfahrer Für diese Erzeugnisse geben die Vereinigten Staaten nach wie vor die fast ausschliessliche Bezugsquelle ab, indem von obiger Gesamteinfuhr nicht weniger als 8421 Zentner amerikanischer Provenienz sind. Neben den Vereinigten Staaten führt die amtliche Statistik lediglich noch Italien als Lieferanten auf, woher jedoch nur 166 Zentner bezogen worden sind. Links oder rechts? Unsere Diskussion ! AUTOMOBIL-REVUE oder Fussgänger hineinzufahren, und wenn Sie wüssten, welche Situationen ohnehin beim häufigen Abblenden auf einer belebten Landstrasse eintreten können, so wären Sie in den gestellten Forderungen entschieden rücksichtsvoller. Ein entgegenkommendes Fahrzeug bedingt striktes Abblenden seitens des Automobilisten, und sicherlich in 90 von 100 Fällen wird dies auch so gehandhabt. Wissen Sie aber auch, in welcher Lage sich ein Automobilist befindet, wenn er nicht nur während des Abblendens auf die rechte, sondern auch auf die linke Wegsoito zu achten hat, selber etwas geblendet, und das auf einer stark begangenen Landstrasse, die sehr häufig noch stark gewölbt ist? Ich bin gerne bereit, Sie, besonders jetzt im Herbst, wo die Luft sehr diesig ist, zu einer nächtlichen Fahrt auf einer Landstrasse mitzunehmen und nachher die Frage an Sie zu richten, ob Sie immer noch die Abblendmassnahme gegenüber Fussgängern aufrechthalten wollen und dazu noch die starke Massregelung bei Nichteinhaltung Ihrer Forderung. Ich habe mich bis dato immer an eine streng korrekte Fahrweise gehalten, besonders was das Abblenden des Nachts anbetrifft, aber so weit konnte ich mich noch nicht versteigen, die gewünschte Rücksicht Fussgängern gegenüber walten zu lassen, denn schliesslich haben wir Automobilisten genügend Verantwortung auf dem Buckel, als dass wir auch noch diese Rücksichtnahme auf uns nehmen müssen. Warum soll der Herr Fussgänger nicht auch ein wenig seine fünf Sinne zusammennehmen? Schliesslich. wenn er geblendet wird, kann er für einen Augenblick stehen bleiben; sein Körpergewicht wieder in Bewegung zu bringen, erfordert nicht die gleichen Umstände wie beim Automobil. Nein, lieber fahrzeugloser Autofreund, was Sie verlangen, geht zu weit, und darin wird mir sicherlich der grösste Teil meiner Kollegen vom Volant beistimmen. J. H. S. Rechts gehen! In den letzten Wochen ist mehrfach die Anregung gemacht worden, die Fussgänger auf die linke Strassenseite zu verweisen, da sie auf dieser Seite mehr Gelegenheit hätten, entgegenkommende Autos zu beobachten und ihnen nötigenfalls auszuweichen. In der Stadt mag dieser Ausweg nun zu empfehlen sein, da die städtischen Strossen beinahe überall scharf abgegrenzte Trottoir aufweisen und Efusserdem die Autos abgeblendet fahren. Völlig verfehlt erscheint mir aber die Empfehlung dieses Linksgehens für die Verhältnisse auf dem Lande und ea ist mir deshalb unverständlich, wie in Nr. 91 der Automobil-Revue ein Einsender gerade mit Rücksicht auf die ländlichen Verhältnisse das Linksgehen empfehlen kann. Allerdings knüpft er an seine Einsendung bezeichnenderweise selbst die Aufforderung zum regelmässigen Abblenden. In der Notwendigkeit, für das Abblenden die richtigen Vorschriften zu schaffen, liegt aber eine meines Erachtens unlösbare Schwierigkeit für die Benutzung der linken Strassenseite durch Fussgänger. Ich selbst habe beinahe jeden Abend das Vergnügen, etwa 600 m auf einer Automobilstrasse nach Hause zu gehen und habe nun seit etwa einem Jahr begonnen, während der Herbst- und Wintermonate die Vor- und Nachteile des Rechts- und Linksgekens vergleichsweise auszuprobieren. Heute bin ich zu der Ueberzeugung gekommen, dass zum mindesten auf einer Automobilstrasse bei der grossen Anzahl links gesteuerter Wagen durch ein Linksgehen die Gefahren für die Fussgänger nicht vermindert, sondern ausserordentlich vermehrt werden. Man kann von keinem Auto vertagen, dass es auf einer Automobilstrasse auf hunderte von Metern abblendet. Wer aber auf der linken Strassenseite gehend vier, fünf Automobilen, die sich kurz hinter einander folgen, in die Scheinwerfer sehen muss, sieht am Schlüsse, wenn die Wagen an ihm vorbei fahren, überhaupt nichts mehr. Er ist dann tatsächlich blinder als der, bei dem das Auto von hinten kommt; aus dessen Scheinwerferkegel kann man doch immerhin ziemlich zuverlässig die Richtung und Entfernung abschätzen. Auf alten kurvenreichen "Strassen mit hellem Belage mag das Linksgehen auch noch angehen, da die Blendung dort seltener und nur auf kurze Zeit, dafür dann allerdings vielleicht um so schärfer zu befürchten ist, auf unsern modernen, einer Modeströmung folgend vielfach ganz geraden Automobilstrassen ohne abgegrenzte Fussgängorwege würde die vorgeschlagene Neuerung aber entschieden eine bedeutende Erhöhung der Unfallgefahren 1 sich bringen. Jedenfalls müssten vor einer solchen Aenderung die allgemeinen Einstellungen der Beleuchtung, der Abblendung- und insbesondere der Sucher, die heute im allgemeinen vollkommen zweckmässig etwas gegen den Strassenrarnd gestellt sind, grundsätzlich geändert werden. E. M. Zur Frage des FussgSngerverkehrs. Wir erhalten folgende Einsendung, die wir, ohne in allen Punkten einiggehen zu können, wiedergeben: Kürzlich sind zwei Artikel erschienen, die sich mit dieser Frage beschäftigen und in welchen die Ansicht vertreten wird, die Fussgänger sollten links der Strasse gehen; es wird dies hauptsächlich damit begründet, dass es ein unangenehmes Gefühl sei, wenn man z. B. die Autos, die auf der gleichen Seite fahren, im Rücken habe und sie daher nicht sehen könne. Gehe man links der Strasse. so habe man das entgegenkommende Auto immer im Auge. Ich erlaube mir nun, gestützt auf meine Erfahrungen, eine gegenteilige Ansicht zu äussern. Richtig ist der Hinweis auf das unangenehme Gefühl; geht aber der Fussgänger am ausseien Strassenrand, so kann er sich zu seiner Beruhigung sagen, er gehe am richtigen Platz, und die. welche hinter ihm kommen, werden auch Augen im Kopfe haben; das Beste ist also, er geht auf der rechten Strassenseite weiter, ohne sich umzusehen. Das Ganze: Vertrauenssache! Wie wäre die Sache, wenn man links gehen würde? Ein grosser Nachteil wäre, dass man nachts erst recht in die Lichtkegel hineingeraten würde, abgesehen von der Unsicherheit des Ausweichens (auf Strassen ohne Trottoir!). Die Regelung des Verkehrs ist nichts anderes als eine Frage der Erziehung, und zwar der Grossen und Kleinen. Zu einer solchen Erziehung müssen aber auch die richtigen Mittel angewendet werden. Das einzig richtige Mittel besteht in der Trennung des Verkehrs und in der Zuweisung von besonderen Streifen für den Wagen- wie für den Fussgängerverkehr, denn nur durch Trennung können die Unfälle verhindert oder in erheblichem Masse vermindert werden. Die Anlage solcher Gehwege, wie sie schon vielfach verlangt wurden, kostet aber Geld, und das ist nicht immer vorhanden. Ich bin daher ebenfalls der Meinung: Mindestens die Hälfte des Benzinzolls gehört auf die Strasse. Erfreulicherweise mehren sich diese Ansichten, und es lässt sich auch eine Wandlung der Ansichten bei den massgebenden Behörden feststellen. Leider kommt diese Wandlung ein Jahr zu spät; doch besser spät als nie. Immerhin ist zu sagen, dass die Anlage solcher Gehwege gar nicht so viel kostet, wenn man die Sache praktisch in die Hand zu nehmen weiss; es kann vielleicht später einmal auf genauere Vorschläge zurückgekommen werden. Selbstverständlich wäre auch die Anlage von besonderen. Wegen für die Radfahrer erwünscht; in den meisten Fällen, namentlich wo der Verkehr nicht sehr gross ist, wird eine verbreiterte Strasse Schutz gegen Verkehrsunfälle. Paris ist die Stadt, die sich rühmen kann, den höchsten Verkehrsturm der Welt zu besitzen. In St. Denis, einer besonders verkehrsreichen Vorstadt, erhebt sich dieser Turm. Er ist in Eisenbeton, und die oberste Plattform befindet sich 35 MeteT über der Strasse. Die Scheinwerfer, die sich oben befinden, leuchten in der Nacht die sich hier kreuzenden Strassen ab und mittelst verstellbaren Rot- und Grünscheiben werden die Automobilisten gewarnt. Unser Bild zeigt den soeben fertiggestellten 35 Meter hohen Verkehrsturm in St. Denis, vor Paris. genügen, wobei die Radfahrer an den äusseren Strassenrand verwiesen werden können. Durch Erstellen besonderer einfacher Gehwege bei einem Minimum an Kosten könnte also der Verkehr am besten geregelt werden, und bis man überall so weit ist, sollte man von dem Grundsatz: Rechts gehen, rechts ausweichen und links vorfahren, unter keinen Umständen abgehen; das hätte nichts als ein grosses Durcheinander und daher viele Unfälle zur Folge. Es soll nun noch auf einen weiteren Uebelstand hingewiesen werden, dem man seitens der Strassenbenützer und namentlich der Automobilbesitzer auffälligerweise nur wenig Beachtung geschenkt hat Vielfach stehen Leitungsstangen und namentlich Telephonstangen entweder hart oder nur wenige Dezimeter von der Fahrbahn entfernt. Muss nun ein Fuhrwerk ausweichen, so besteht, namentlich bei schmalen Strassen, die Gefahr, dass man eine solche Stange anfährt. Bekanntlich beträgt die Ausladung bei einem Heu- oder Getreidefuder, vom Rad aus gemessen, mindestens einen Meter. Kommt z B. Defekte Aluminium- Gehäuss jeder Art ZÜRICH Badenerstr. 329 schwelsst nach eigenem bewährten Verfahren Muminlum-Schvveisswerk A.-G. Schlieren b. Zürich Telephon 42 WELLBLECH- und STAHL-GARAGEN Wellblech-Bauten tür aue Zwecke uetern schnell und preiswert E. VOGEL, G.m.b.H. Oahlbrucri41 ist der zuverlässige Schutz gegen das Einfrieren des Kühlwassers! Hersteller: I. G. FARBENINDUSTRIE FRANKFURT a. M. 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