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E_1930_Zeitung_Nr.093

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16 ÄUTOMOBIL-REVUB

16 ÄUTOMOBIL-REVUB 1930 - N° 93 geht's ... unterhalten uns gerade ... sogar riesig komisch... ausgerechnet Löcher im Käse! .. es wird gleich gegessen ... also bitte, dann erkläre du —!» Onkel Sigismund: «Also — die Löcher im Käse kommen daher, dass sich der Käse bei der Gärung vor Kälte zusammenzieht!» Anschwellendes Rhabarber, Rumor, dann grosser Ausbruch mit voll besetztem Orchester: Haha! Vor Kälte! Hast du schon mal kalten Käse gegessen? Gut, dass Sie keinen Käse machen, Herr Apolant! Vor Kälte! Hähä!» Onkel Sigismund beleidigt ab in die Ecke. Dr. Guggenheimer: «Bevor man diese Frage entscheiden kann, müssen Sie mir erst mal sagen, um welchen Käse es sich überhaupt handelt. Das kommt nämlich auf den Käse an!» Mama: «Um Emmentaler! Wir haben ihn gestern gekauft... Martha, ich kauf jezt immer bei Danzel, mit Mischewski bin ich nicht mehr so zufrieden, er hat uns neulich Rosinen nach oben geschickt, die waren ganz . . .» Dr. Guggenheimer: «Also, wenn es Emmentaler war, dann ist die Sache ganz einfach. Emmentaler hat Löcher, weil er ein Hartkäse ist. Alle Hartkäse haben Löcher. » Direktor Flackeland: «Meine Herren, da tnuss wohl wieder mal ein Mann des praktischen Lebens kommen... die Herren sind ja grösstenteils Akademiker...» (Niemand widerspricht). «Also, die Löcher im Käse sind Zerfallsprodukte beim Gärungsprozess. Ja. Der... der Käse zerfällt, eben ... weil der Käse...» Alle Daumen sind nach unten gerichtet, das Volk steht auf, der Sturm bricht los. «Pö! Das weiss ich auch! Mit chemischen Formeln ist die Sache nicht gemacht!» Eine hohe Stimme: «Habt ihr denn kein Lexikon —?» Sturm auf die Bibliothek. Heyse, Schiller, Goethe, Boetsche, Thomas Mann, ein altes Poesiealbum — wo ist denn...richtig! Grobkalk bis Kerbtiere Kanzel, Kapital, Kapitalertragsteuer, Karbatsche, Karwoche, Käse —/ «Lass mich mal! Geh mal weg! Pardon! Also: «Die blasige Beschaffenheit mancher Käsesorten rührt her von einer Kohlensäureentwicklung aus dem Zucker der eingeschlossenen Molke.» Alle, unisono: «Hast es. Was hab ich gesagt?» ... «eingeschlossenen Molke und ist... wo geht denn das weiter? Margot, hast du hier eine Seite aus dem Lexikon herausgeschnitten? Na. das ist doch unerhört — wer war hier am Bücherschrank? Sind die Kinder...? Warum schliesst du den Bücherschrank nicht ab?» — «Warum schlisset du den Bücherschrank nicM ab ist gut — hundertmal hab ich dir gesagt, schliess du ihn ab —» «Nu lasst doch mal: also wie war das? Ihre Erklärung war falsch. Meine Erklärung •war richtig.» — «Sie haben gesagt, der Käse kühlt sich ab!» — Sie haben gesagt, der Käse kühlt sich ab — ich hab gesagt, dass sich der Käse erhitzt!» — «Na also, dann haben Sie doch nichts von der kohlensauren Zukkermolke gesagt, wie da drin steht!» — «Was du gesagt hast, war überhaupt Blödsinn!» — «Was verstehst du von Käse? Du kannst ja nicht mal Bolles Ziegenkäse von einem alten Holländer unterscheiden!» — «Ich hab vielleicht mehr alten Holländer in meinem Leben gegessen wie du!» — Spuck nicht, wenn du mit mir sprichst!» Nun reden alle mit einem Mal. Moritz! — Betrag dich gefälligst anständig, wenn du bei mir zu Gaste bist ...!» «saurige Beschaffenheit der Muckerzolke ...» »mir überhaupt keine Vorschriften zu machen!» ... «Bei Schweizer Käse— ja! Bei Emmentaler Käse — nein! «Du bist hier nicht bei dir zu Ungenügende Sicht? Sie fahren besser mit Brillen von OPTIKER BÜCHI E. F. Büchi Söhne, Optische Werkstatte BERN Spitalgasse 18 OLEUM BASILEUM Hause! hier sind anständige Leute ... Wo denn —? Das nimmst du zurück! Das nimmst du sofort zurück! Ich lasse nicht in meinem Hause meine Gäste beleidigen — ich lasse in meinem Hause meine Gäste nicht beleidigen! Du gehst mir sofort aus dem Haus!» — «Ich bin froh, wenn ich raus bin — Deinen Frass brauche ich nicht!» — Du betrittst mir nicht mehr meine Schwelle!» — «Meine Herren, aber das ist doch ...!» — «Sie halten überhaupt den Mund — Sie gehören nicht zur Familie!...» «Na, das hab ich noch nicht gefrühstückt!» — «Ich als Kaufmann ...!» — Nu hören Sie doch mal zu: Wir hatten im Kriege einen Käse —» «Das war keine Versöhnung! Es ist mir ganz egal, und wenn du platzest: Ihr habt uns betrogen, und wenn ich mal sterbe, betrittst du nicht mein Haus! — «Erbschleicher!» — Hast du das —! «Und ich sag es ganz laut, damit es alle hören: Erbschleicher! So! Und nun geh hin und verklag mich!» — Lümmel! Ein ganz fauler Lümmel, kein Wunder bei dem Vater!» — «Und deine? Wer ist denn deine? Wo hast du denn deine Frau her?» — «Raus! Lümmel!» — «Wo ist mein Hut? In so einem Hause muss man ja auf seine Sachen aufpassen!» — Das wird noch ein juristisches Nachspiel haben! Lümmel!...» «Sie mir auch —!» In der Türöffnung erscheint Emma, aus Gumbinnen, und spricht: «Jnädje Frau, es ist anjerichtet —!» • * Vier Privatbeleidigungen. Zwei umgestossene Testamente. Ein aufgelöster Soziusvertrag. Drei gekündigte Hypotheken. Drei Klagen um bewegliche Vermögensobjekte: ein gemeinsames Theaterabonnement, einen Schaukelstuhl, eine Räumungsklage des Wirts. Auf dem Schauplatz bleiben zurück ein trauriger Emmentaler und ein kleiner Junge, der die dicken Arme zum Himmel hebt und, den Kosmos anklagend, weithinhallend ruft: «Mama! Wo kommen die Löcher im Käse her -r-?» Bunte Chronik Amerikanische Rekordverrücktheit. Ein Verein in St. Louis veranstaltete aus Anlass eines mit einem grossen Picknick verbundenen Stiftungsfestes unlängst einen Wettkampf im Kaugummispucken, dem 8000 Personen beiwohnten. Besondere Aufmerksamkeit fand die Vorführung der Frauenabteilung. Es gelang einer Frau, Helen Hruby, alle Wettbewerber za schlagen und mit einer Distanz von 30 Fuss einen Rekord aufzustellen. Frau Hruby beabsichtigt demnächst die Frauen anderer Städte zu einem Spuck-Wettfcampf um die amerikanische Meisterschaft herauszufordern. (Da bleibt einem wahrhaft die Spucke weg...) Hupen-Hochstapelei. Die Hupe des Autos der Königin Mary von England ist das beste Mittel, um auch im dichtesten Verkehr schnell vorwärts zu kommen. Die englischen Behörden haben nämlich vor einigen Monaten für den Wagen der Königin eine besondere Hupe bauen lassen, deren eigenartiger Ton die Londoner Polizisten veranlassen soll, dem königlichen Auto, sobald der Klang dieser Hupe vernommen wird, sofort freie Bahn zu geben. Einige findige Damen haben sich das nun zunutze gemacht und an ihren Kraftwagen Hupen anbringen lassen, die den Klang der Autohupe der Königin täuschend ähnlich nachahmen. Und so ist es ungezähltemal vorgekommen, dass eifrige Polizeibeamte, sobald Verkehrs^ Anarchie Nachdem es nicht möglich erscheint, die Fussgänger von der Fahrbahn zu bannen, schlägt die « Passins Show »* vor, es mit dem umgekehrten System zu versuchen... sie von weitem nur den wohlbekannten Hupenklang vernahmen, sofort den ganzen Verkehr stoppten, um das « königliche» Auto Vorbeizulassen. Wenn dann der erstaunte Beamte sehen musste, dass eine Herrenoder besser gesagt Damenfahrerin an ihm vorbeisauste, die mit der Königin nicht die geringste Aehnlichkeit hatte, war es natürlich längst zu spät. Die Polizei hat nun vor kurzem eine umfassende Untersuchung eingeleitet, um die Nachahmerinnen des « majestätischen » Hupenklanges festzustellen. Freilich erklärten die Behörden, dass man schwerlich eine Handhabe werde finden können, die Schuldigen gerichtlich zu verfolgen. Aber man hofft, dass vielleicht auch der blosse Hinweis darauf, dass diese Art, der Verkehrsregelung ein Schnippchen zu schlagen, einen Verstoss gegen die guten Sitten darstelle, auf die schuldigen Automobilistinnen den entsprechenden Eindruck ausüben werde. weil wir nur Qualitätsstoffe verarbeiten und ausserordentlich billige Preise halten, kaufen alle gern bei uns. Sobald Sie unsere Vorteile kennen, welche wir Ihnen bieten, dürfen wir bestimmt auch Sie zu unserm ständigen Kunden zählen. KONFEKTION ÖASLER- OEL Auf allen vieren : die neueste Hygiene. Ein amerikanischer Gelehrter (und Millionär) hat herausgefunden, dass die Menschen Viel gesünder und länger leben könnten. Sie müssten zu diesem Zweck nur auf allen vieren laufen— wie das instinktsichere Tier. Zumindest sollte man die unnatürliche Qe- 'wohnheit, zweibeinig zu gehen, auf ein Mini- .mura .beschränken. Der gelehrte Millionär suchte — und fand — ein junges Ehepaar, das sich bereit erklärte, gegen ein Taschengeld von 500 Dollar monatlich ein Jahr lang streng nach seinen Anweisungen zu leben. Es wäre interessant, zu wissen, ob sie nachträglich bei dem System bleiben und ob sie viele Nachahmer finden werden. In weniger drakonischer Weise greifen auch in Wien philosophische und gymnastische Bestrebungen das Problem auf. Nun hatte man ein paar Jahrtausende lang gedacht, der aufrechte Gang des Menschen sei etwas Besonderes. Dabei war es nur eine üble Angewohnheit. Man weiss wirklich nicht mehr, worauf man sich etwas einbilden soill. Als Geschiedene empfehlen sich... Wie peinlich ist es, wenn Leute, mit denen man längere Zeit nicht zusammengetroffen ist, sich angelegentlich nach dem Befinden der Frau Gemahlin erkundigen, obgleich man .,w, ODERN A.G. Geschäftsleitung: F. AMMANN schon seit langem nichts mehr von ihr weiss ! Und ebenso bringt es die Dame in Verlegenheit, wenn ein Freund ihres verflossenen Gatten ihr von seinen Vorzügen vorschwärmt und ihren Beifall erwartet. Dann dem andern so grade ins Gesicht zu sagen, dass man schon längst nicht mehr Mann und Frau ist, gehört nicht zu den Annehmlichkeiten. Die gedruckten Scheidungsanzeigen, die in der Form ähnlich wie die Heiratsanzeigen gehalten sind, machen solche Auseinandersetzungen unnötig. Es wird sogar in Pariser Blättern empfohlen, dass die Scheidungen ebenso in der Zeitungen mitgeteilt werden wie Heiraten, Geburten und Todesfälle. Schüler heiraten in New York. Wie aus dem soeben veröffentlichten Bericht des Oberschulinspektors von New York hervorgeht, werden nicht nur in Indien Kinderheiraten geschlossen. Denn während des letzten Schuljahres mussten 483 Knaben und Mädchen aus den New Yorker Schullisten gestrichen werden, weil sie sich verheiratet hatten. Die Mehrzahl der in so jungen Jahren Eheschliessenden waren Mädchen. Unter den Schülerinnen, die den Stand der Ehefrau der Weiterbildung vorzogen, waren eine von erst 12 Jahren und eine von 13 Jahren. 20 Knaben und Mädchen waren 14 Jahre alt, als sie Hochzeit feierten. Der Stierkampf im Lichte der Statistik. Das amtliche statistische Bureau in Spanien beschäftigt sich in seinen Jahresuntersuchungen auch mit dem Stierkampf als einem besondern Wirtschaftszweig. Für 1929 weist die Statistik 228 Züchter von Kampfstieren nach und etwa 10,000 Stierkämpfer und ihre Gehilfen. 8000 Stiere wurden in der Arena getötet. 368 Stierkämpfer wurden verwundet und 8 getötet. Dabei sind die Unfälle bei den improviserten Dorfstierkämpfen nicht mitgezählt. Behördlich zugelassen sind insgesamt 514 Stierkampf-Arenen. Seit Einführung der auf Veranlassung der Tierschutzvereinigungen geforderte Polsterungen an den Pferden hat sich die Zahl der getöteten Pferde von 5000 auf 3000 vermindert. Die Schutzmassnahmen für die Tiere sollen indessen wieder eingeschränkt werden, nachdem man einen Rückgang des Besuches mit den eingeführten Polsterungen in Zusammenhans: gebracht hat. iroofen AMA wirken Wunder Ottim JpOrt: auf Touren, im Militärdienst, soüteo Sä immer eine bandliche Flasche AMA mitführen. 10 Tropfes AMA in M Glas Wasser erfrischen, spornen «n. 10 Tropfen auf ein Taschentuch — damit die Stirn befeuchtet — und der Schwt» delanfal] ist weg, «o auch das Kopfwca AMA desinfiziert jueb iede Wuad* Kein Autofahrer ohne dieses HeilÖM Schützt vor u< -v.ionen, heilt ErkranKungen der Atmungsorgan vortreffliches Einreibemittel bei Muskel-Rheumatismen, auch als Badezusatz gegen diesen zu verwenden! • ••• IN ALLEN APOTHEKENI •

93 1930 AUTOMOBIL-REVUE . *' eine Beschäftigung. Kosmetik Mngt immer Schönheitsbedürfnis ist bedeutend S« 8 *^«^ ein bi bisschen salbig. Aesthetik hingegen voll. im Tonfilm, sondern weitaus bescheidenere, sal- Auch solche Männer, die keinen Liebhaber "Tv /V|~\ ffl I bungsvoll *-< AJW 11 1 J Es wird w da viel Gutes getan. In einer Zeit, bürgerliche Rollen spielen wollen, legen jetzt ' ^~^ >*-»-' d. die e manohma manchmal i von von s^je Seele sprj spricht, c aber ge- auf ihre Aeusserlichkeit grosseren Wert. n? I £ "Ll^^ ** wöhn.1 wohnlich Figur meint, ist gefälliges Aeusse- Gutes Aussehen ist heute notwendiger, um Lebensbedingung. Hauptsächlich, wenn „JtSlOtlClS pretßV Oltte . . . res auchLebensbedingung. nicht nur für die Frau, Hauptsächlich, wenn eine Stellung, als um die Zuneigung einer PlanJerri vnn Dnnan auch Seit t nicht der weiblichen nur für die Invasion Frau. in sämtliche Frau zu gewinnen. Die Schönheit hat ihr Blondinen bevorzugen blau, rosa, Plauderei schwarz, von Braun Donan. rechnet man eigentlich auch zu den männl sdt liehen ^ weiblichen Gebiete hat Invasion die Frau - m als sämtliche Spezial- Gebiete verloren, hat aber die Frau das als allgemeine Spezial- nach dem gangbaren Artikel wird täglich Mysterium verloren. Aber d ie Nachfrage weiss.. mdinen • Achten bevorzugen Sie darauf, blau, rosa, blonde, schwarz, gnädige «... Frau, Achten dass Sie Sie Ihre darauf, Kleiderstoffe blonde, enä- stets stumpfen stumpfen Braun rechnet Farben, man aber eigentlich es ist auch die stumpfe zu den männlichen attraktion Farbe, die' Farben, zu blondem aber Haar es ist ausgezeichnet die stumpfe attraktiow verloren, aber das allgemeine grösser. so wählen, dass sie einen wirkungsvollen wirkt. Ein braunes Tweedkleidchen zum Beispiel, dazu ein fescher, brauner Hut, unter Kontrast zu Ihrer Haarfarbe bildet. Vermeiden Sie alle stumpfen Farben, wie grau, dem blonde Löckchen hervorsehen, um den Allgemeiner Teil beige, mauve, oder grelle, wie gelb, orange, Hals eine matte Bernsteinkette, und ein Bild grellgrün usw. der Eleganz und Lieblichkeit ist fertig. Am allerbesten wird Ihnen bestimmt blau stehen. Blau vom süssesten Himmelblau, die ganze Skala Blautöne, herunter bis zum wundervoll dunkeln Nachtblau, hebt Ihren zarten Teint hervor und bildet einen sympathischen Gegensatz zu Ihrem hellen Haar. Auch schwarz, für Nachmittag und Abend, wirkt sehr schön und immer elegant und vornehm. Schwarze Hüte, in Filz, Samt oder Stroh bilden stets einen kleidsamen Rahmen für ein blondes Gesicht. Weiss, momentan sehr bevorzugt, ist besonders für jüngere Damen allerliebst. Sie wissen ja selbst, wie hübsch Sie abends in Ihren weissen Kissen aussehen, also, bitte, versuchen Sie es einmal mit einer duftigen weissen Spitzen- oder Tüllrobe, oder einer weichfliessenden Crepe-Satin-Balltoilette. Auch rosa, oder wie man jetzt sagt, opaline, kleidet Sie gut. Jedoch seien Sie vorsichtig mit rot. Das eigentliche starke Rot rate ich Ihnen nur zu tragen, wenn Sie ganz schlank sind, und dann nur zum Sport; es wirkt leicht aufdringlich, und ich finde, blonde Frauen sollen immer vornehm aussehen. Sowie die Farbe ans Bräunliche anklingt, kann es jede Dame tragen, ebenso wirken ganz dunkelroter Samt oder dunkelrote Wolle immer distinguiert. Wie finden Sie grün zu blond? Ich denke dabei nur an dunklere Farben. Das warme, jetzt so beliebte Flaschengrün ist doch herrlich, nicht wahr? Wenn Madame neben anderen Schönheiten auch die eine der sieben besitzt, nämlich: Blonde Haare und braune Augen, passt es fabelhaft. Zu blauen Augen finde ich ein grünes Kleid eher störend. Aber so feine Unterschiede überlasse ich Ihrem Ge*schmack. Zartlila und violett, eventuell auch Goldfarbe (Goldbrokat), sind ebenfalls geeignete Farbtöne. * Ständig will man natürlich auch nicht in Unifarben gehen. Legen Sie, bitte, grossen Wert auf die Wahl von gemusterten Stoffen. Das Muster darf nicht zu bunt sein; eine Hauptfarbe soll immer vorherrschend und für den Eindruck des Stoffes massgebend sein. Sie sehen, meine Damen, wie man durch sorgfältige Auswahl und Ueberlegung der passenden Farben seine Eigenart und Schönheit betonen kann, sich selbst und den andern zur Freude. Der gangbare Artikel: Schönheit! Schön sein ist längst keine Kunst mehr — seit es zur Kunst wurde. Seit jede weiss, wie es gemacht wird, und jeder es glücklicherweise noch nicht weiss. Es gibt wohl eine ansehnliche Zahl Frauen, die nicht sagen könnten, wie man eine elektrische Sicherung anbringt. Aber es gibt kaum noch eine Frau, die nicht wüsste, wie man Landluft markiert. Diese Aufklärung ist restlos gelungen. Für diejenigen, die von der Natur gar zu stiefmütterlich behandelt worden sind, wird immer mehr und immer radikaler vorgegangen. Der Schöpfer braucht© sich gar nicht mehr anzustrengen. Man arbeitet doch alles um. Es würde genügen : Gutschein für eine Frau, lieferbar von Chirurgen X. Nase, Mund, Beine, Details, alles nach Wunsch. In Paris tagte jetzt der erste Kongress für kosmetische Chirurgie. Es heisst dort « ästhetische " Chirurgie, und das ist bereits Automo bilisten erzählt von Euern Auslandfahrten. Auf unseren wiederholten Aufruf erhielten wir bereits mehrere Einsendungen. Wir bezwecken durch den Aufruf, den wir heute erneut an alle Tourenfahrer gehen lassen, die Tourismus-Seite unsern Lesern zum Austausch der Erfahrungen von ihren Auslandsfahrten zur Verfügung zu stellen. Man versicherte uns des öftern, dass solche Plaudereien über diese oder Jene interessante Fahrt freudiges Interesse erweckt haben. Manch einer unter unseren Lesern wurde durch eine gut unterhaltende Schilderang schon zu neuen Tourenplänen für den nächsten Sommer angeregt. Wir stellen unsere Spalten gerne dem Leserkreis zur Verfügung. Ein Entgelt für derartige Einsendungen ist nicht vorgesehen. Touren Sprechsaal Touren 'Antworten T. A. 593. Den Haag. Ich rate Ihnen zu folgender Route, die zwar nicht die direkteste Verbindung darstellt, aber dafür über gute Strassen führt: Biel, Delsberg, Delle, Beifort, St. Maurice, Remiremont, Epinal, Charmes, Nancy (hier sollten Sie eine Besichtigung der Stadt ja nicht unterlassen), Pont-ä-Mousson, Mars-la-Tour, Verdun, Stenay, Sedan, Mözieres-Charleville, Fumay. Givet, Dinant, Namur, Wavre, Bruxelles, Malines. Anvers, Wuestwezel, Breda, Moerdijk (Fähre über den Maastrichter), Dordrecht (Fähre), Rotterdam. Delft, Den Haag. Wenn Sie die 864 km lange Strecke in 4 Tage einteilen, so lassen sich leicht der Besuch der Schlachtfelder um Verdun, und von Brüssel und Antwerpen noch ins Reiseprogramm einbeziehen. Holland hat ziemlich hohe Aufenthaltsgebühren, doch sind Schweizerwagen im Gegenrecht zu der schweizerischen Gebührenfreiheit für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten von diesen Steuern befreit. Die tolerante Einstellung der Schweiz auf diesem Gebiet hat also in diesem Falle auch einen grossen Vorteil für den Schweizerfahrer im Auslande. '•• .. A. U. in E. \-" Touren-Fragen -T. F. 594. Herisau-Frledrlchshafen. Ich fahre nächstens für einige Tage geschäftlich ins Appenzellerland und sollte dann von Herisau einen Abstecher nach Friedrichshafen machen. Ich glaube nun, einmal gelesen zu haben, dass dorthin eine Autofähre führt. Welches ist der schweizerische Ausgangspunkt, wie erreiche ich diesen von Herisau am besten und wie sind die Ueberfahitsbedingungen? Ich fahre einen geschlossenen 4-piätzigen Tourenwagen. Hi D- in- Ai Büchertisch Kurt Tucholsky: «Das Lächeln der Mona Lisa». (Ernst Rowohlt-Verlag, Berlin.) Das Lächeln der Mona Lisa hat sich noch ein bisschen mehr in den Mundwinkeln vertieft, es irrlichtert gefährlich um die schmalen Lippen, die Mona Lisa — pardon — grinst! In stillen Nächten stellt man sie sich vor, wie sie sich langsam vorwärts neigt und schallend herauslach*, ihr einst stilles und wissendes Gesicht steigert sich zu diesem leisen Kichern, das allem und jedem Ding gilt, das auf der Welt krumm, das lächerlich, kleinlich, gemein, charakterlos, gefährlich, hündisch, devot, dumm und stinkend ist. Das gewaltige Sprachrohr, durch das man Lisas spöttisches Lächeln hört, ist das Buch von Kurt Tucholsky geworden, den man den Lesern in fünffacher Auflage vorzustellen hat: Kurt Tucholsky, Theobald Tiger, Peter Panter, Ignaz Wrobel und Kaspar Hauser. Aufmerksame und interessierte Leser haben diese Namen schon oft entdeckt, und immer flimmern sie vor knappen Feuilletons von atemraubender Schärfe, vor Gedichten, in denen zugleich Ringelnatz und Lenau toben, und am ungebärdigsten verhalten sich diese lieben, bösen Aufsätzchen und Poesien in der Berliner Wochenschrift « Weltbühne ». Im «Lächeln der Mona Lisa» sprühen diese Aufsätze, Satyren, Parodien, Essays und Gedichte ein blendendes Licht aus. Mit einer stilistischen Sicherheit ohnegleichen notiert sich der Berliner Schriftsteller-Journalist Beobachtungen über Schauspieler und Theater, Politik und Strasse, fremde Städte und Frauen, über Not der Menschen, alles überglänzt von einer wundervollen Zartheit des inneren Gefühls, meist scharf und beizend, in ehrlicher Satyre, von einer geradezu erschlagenden Offenheit. Dieser Tucholsky, einer der jungen Generation, hat das «Zeug» in sich, das Perspektiven auf eine glückliche Zukunft eröffnet. Was uns eine alte und überlebte Generation überhand. lacht er meistens aus. Dann kichert die Mona Lisa ... Dieses ungemein offene und neue Buch zu lesen, in dem schon allein der Einfallsreichtum des Autors amüsiert (das Werk wird mehr als amüsieren), sei allen denen empfohlen, die Verständnis für die Verquältheit einer neuen Generation besitzen. (Wir verweisen auf die Satyre im heutigen A.-F.: «Wo kommen die Löcher im Käse her?».) bo. Gegen kalte Füsse im Auto schützen Sie sich am besten mit den beliebten echten KATZENPELZ-SCHUHEN ohne und mit Korkzwischen- Sohlen in Ia. Ausführung für Fr. 54.-, 59.80, 65.- Ia handgenähte Ski-Schuhe. — W^"—' WMF M Es ist ein wirklicher Genufe, den man der Wd» verkünden mufis Mit Zephyrseifc sich rasieren das sollte jeder Mann probieren. ports - gegenSonnenbrandimStnandbad ; beiWfnter-und Sommersporf;gegen spröde HautunreinenTeint, feinstes Massage -Öl/das belebf,uncl-nichr fettet. Grafismuster durch die Fbrfa A.G.Zürich. 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