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E_1930_Zeitung_Nr.104

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Tourismus und

Tourismus und Parlamentarier. Gestern, nachmittags um 5 Uhr, fand im Bundeshaus in Bern die Zusammenkunft zur Gründung einer parlamentarisch überfraktionellen Gruppe für Verkehr, Touristik und Hotellerie statt. I. Allgemeiner Zweck der Gruppe ist die Besprechung, Behandlung und Förderung aller den Gegenstand parlamentarischer Verhandlungen bildender Fragen, die sich auf das Gebiet des Verkehrswesens im allgemeinen und die damit im engsten Zusammenhang stehenden Interessen der schweizerischen Hotellerie beziehen. II. Dazu gehören insbesondere nachstehende Fragen: !/. Auf dem Gebiete des Eisenbahnverkehrs. Förderung aller Bestrebungen zur Verbesserung und Erleichterung des Verkehrs auf den schweizerischen Verkehrsanstalten, insbesondere des internationalen Durchgangsverkehrs nach allen Richtungen. Möglichste Anpassung des Betriebes an die Bedürfnisse des internationalen Fremdenverkehrs. 2. Auf dem Gebiete des Autotourismus. a) Förderung aller Bestrebungen zur Erleichterung und Ausdehnung des Autotoarismus auf nationalem und internationalem Gebiete. b) Die gesetzliche Regelung des Autoverkehrs (Verkehrsgesetz). c) Unterstützung aller auf einen gerechten 'Ausgleich gerichteten, die Interessen der Bahnen sowohl als des Autos möglichst berücksichtigenden Bestrebungen. d) Förderung der Bestrebungen auf 'Ausbau und Unterhalt des schweizerischen Strassenr.etzes. e) Förderung eines gerechten, die enorm gestiegenen Strassenunterhaltskosten der Kantone berücksichtigenden Ausgleiches zwischen Bund und Kantonen hinsichtlich der Benzinzolleinnahmen. 0. Auf dem Gebiete der Verkehrspropaganda, des Fremdenverkehrs und der Hotellerie. a) Förderung einer vermehrten, nach möglichst einheitlichen Grundsätzen orientierten Propagandatätigkeit, speziell im Auslande, zugunsten des schweizerischen Fremdenverkehrs. Erhöhung des derzeitigen Bundesbeitrages. b) Zuwendung des Liquldationsergebnisses 'der Schweizerischen Hotel-Treuhand A.-G. an Zwecke des Fremdenverkehrs. GLYSANTIN der genormte 100%ige Kühler Frostscliuiz sichert Ihren Kühler gegen die Gefahren des Frostes! Glysantin-Depot: Ä. H. Korbcr, Frauenfeld, Chem.-techn. Spezialprod. Aü LCAR modele 1930 avec tous les accessoires et n'ayant roule

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Einiges Demonstrationsmaterial: Schluss- und Stopplichter, verschiedene Hupen, Skizzen und ein leibhaftiger Verkehrspolizist, veranschaulichten die Ausführungen. Die neue bernische Verkehrsordnung hat den Vorteil, um eine grössere Verkehrssicherheit zu erreichen, sich an alle Strassenbenützer zu wenden. Sie nimmt den Kampf auf gegen alte Gepflogenheiten, die im modernen Verkehr nicht mehr geduldet werden können. So dürfen zum Beispiel bloss noch Handkarren benützt werden, bei denen der Führer im freien Ausblick auf die Fahrbahn nicht behindert wird. Auch die mit Sensen, Eisenßtangen und andern gefährlichen Gegenständen beladenen Radfahrer sollen von der Strasse verschwinden. Auch die Konstruktion und der Zustand der Motorfahrzeuge soll so sein, dass Gefährdungsmomente so viel wie möglich ausgeschaltet werden. Die Maximalbreite ist auf 2,20 m festgelegt (Spiegel und Richtungsanzeiger nicht inbegriffen). Nur ausnahmsweise wird die Polizeidirektion 2,30 m breite Wagen (Omnibusse, Gesellschaftswagen) zulassen. Alle gefährlichen, technisch nicht erforderlichen Bestandteile wie Kühlerfiguren usw. sind zu entfernen. Scheibenwischer und RückenspiegeL sowie Richtungsanzeiger werden obligatorisch erklärt. Welche Systeme eingeführt werden sollen, wird im Gesetze selbst noch nicht bestimmt. Damit diese Bestimmung ihren Zweck erreicht, muss aber auch dafür gesorgt werden, dass gut funktionierende Apparate zur Verwendung gelangen. Das Verkehrsamt wird deshalb später noch genauere Vorschriften über diesen Punkt erlassen. Neu in den Verkehr gelangende Motorwagen müssen ausserdem mit einem Stopplicht versehen sein. Auch der Geschwindigkeitsmesser ist für Fahrzeuge, die 30 km in der Stunde erreichen können, vorgeschrieben. Anhängewagen dürfen nur mit besonderer Bewilligung in Verkehr gesetzt werden. Sie müssen ein amtliches Kontrollschild führen, auf der Vorder- und Hinterachse gefedert und mit einer Bremse versehen sein. Eine Reihe von Vorschriften befasst sich mit der Sicherung von Langholzfuhren, Schleppfahrten usw. Einschneidende Vorschriften enthält der Abschnitt über die Beleuchtung. Zweispurige Motorfahrzeuge müssen vorn mit zwei, nicht mit weniger und auch nicht mit mehr Lichtern versehen sein. Die gelben Lichter und das System der vier Lichter, denen man noch häufig begegnet, müssen also verschwinden. Herr Müller betonte ausdrücklich, dass man in dieser Beziehung unerbittlich sein werde. Die Sucherlampe wird an sich nicht verboten, soll aber, nur ihrem Zwecke entsprechend, eben zum Suchen, verwendet werden. Bei schnellen Fahrzeugen (über 30 km) müssen die Lichter die Strasse 100 m weit beleuchten. Der Gebrauch dieser Scheinwerfer ist jedoch in Ortschaften nicht gestattet. Innerorts soll die Strasse auf mindestens 30 m beleuchtet werden. Motorräder haben vorn ein weisses, nicht blendendes, oder abblendbares, hinten ein rotes Lieht zu führen. Ueberhaupt haben alle Fahrzeuge nach Einbruch der Dunkelheit ein Licht eu führen. Ausgenom^ men werden nur die zur Feldarbeit verwendeten landwirtschaftlichen Fahrzeuge und die Milchkarren. Nach dem Grund dieser Ausnahme gefragt, erklärte sie Herr Müller als Wille des Gesetzgebers, ohne einen plausiblen Grund angeben zn können. Zu verkaufen: Benz-Lastwagen 4—5 T., sehr gut erhalten, Pneus 36X8, Ia. Motor, sehr sparsam im Betrieb, 55—60 PS, 3)2 Steuer-PS, wegen Anschaffung eines 3-Seitenkippers. Mercedes-Benz Die Fahrräder müssen hinten mit einer roten Reflexlinse versehen sein. Es gibt einige ganz vorzügliche Modelle, u. a. ein schweizerisches, das von den Polizeitruppen ausprobiert worden ist. Allerdings müssen sie in senkrechter Lage angebracht werden, so dass sie das Scheinwerferlicht der Automobile horizontal zurückwerfen. Heber die bei Viehherden und Langholzfuhren anzuwendenden Vorsichtsmassregeln haben wir schon bei früherer Gelegenheit berichtet. Die FahrYorschriften zielen darauf hin, eine rasche, möglichst reibungs- und gefahrlose, vor allem aber auch rücksichtsvolle Abwicklung des Verkehrs zu erreichen. Von der Warnvorrichtung ist z. B. bloss zweckmässiger Gebrauch zu machen. Die Berner Polizei hat in dieser Beziehung interessante Versuche durchgeführt. Sie Hess eine Anzahl Fahrer während des Stossverkehrs eine gewisse Strecke zurücklegen. Ein Mann notierte die Anzahl der abgegebenen Signale, ohne dass der Fahrer es wusste. Nachher wurde der Fahrer informiert und das Experiment wiederholt. Ohne Zeitverlust konnte die Signalabgabe gegenüber der ersten Fahrt auf 40 % reduziert werden. Herr Oberst Marbach, Präsident der Sektion Bern des A. C. S., der Initiant der Veranstaltung, wies in kernigen Worten auf die Bedeutung der neuen bernischen Verkehrsregelung hin; sie soll vor allem für alle Strassenbenützer Rechte und Pflichten festlegen; jedermann, vor allem auch der Fussgänger, hat mit der Zunahme des Verkehrs das grösste Interesse an dem reibungslosen Funktionieren des Strassen Verkehrs. In der Diskussion, die leider durch die vorgerückte Stunde knapp sein musste, wies Herr Oberst Marbach darauf hin, dass eine schwere Gefährdung des Verkehrs und viele Unfälle durch das fast durchwegs falsch montierte Lichtzeichen an den Fahrrädern verursacht würde und dass die richtige Stellung des roten Warnlichtes am Hinterrad des Velos dem Radfahrer selbst den besten Schutz vor Unfällen biete. Da der Saal überfüllt war und eine grosse Anzahl zurückgewiesen werden musste, wird der Vortrag wahrscheinlich demnächst wiederholt. Wir raten jedermann an, die Gelegenheit nicht zu verfehlen, sich in die neue Verkehrsordnung einführen zu lassen. -l. 7/8-Pläteer, mit alL Schikanen, Ciei ouvert, Rich- Telephon 29.933 tungsanzeiger, Kurvenlampe, 2 Scheibenreiniger, 2 Vertretung: G.WILLY, Sportgarage, HÖIMQG, Zürcherstr. 52 Reserveräder, 6 Zyl., 16 Steuer-PS. Der Wagen ist in denkbar gutem Zustande u. wird ev. kleiner 4-Plätzer an Zahlung genommen. — C Hartmann, Transporte, Erlenbach (Kt. Zürich). 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Mit besonderer Anerkennung wurde davon Vormerk genommen, dass der A.C;S. in Aussicht genommen hat, auch 1931 den Betrag von 5000 Fr. für das Klausenrennen zu verwenden, indem derselbe dem bestehenden Klausenrennenfonds zugewiesen werden soll, der es ermöglicht, bei nächsten Klausenrennen das Risiko zu vermindern, hat es sich doch speziell dieses Jahr gezeigt, wie sehr die Einnahmen von den Witterungsverhältnissen abhängig sind, und wie daher bei besonders ungünstigen Wittenmgsbedinigungen, wie im Jahre 1925 und 1926, der A.C.S. mit einem ganz ansehnlichen Defizit rechnen musste. Wie frühere Jahre so wird das Organisationskomitee auch dieses Jahr einen detaillierten Bericht herausgeben. Von Interesse dürften aus demselben die Frequenzziffern der Zuschauer sein. Nach einer genau genau geführten Kontrolle waren am Klausenrennen 1930 anwesend: 22,478 Zuschauer, 1022 Fahrräder, 1019 Motorräder, 92 Side» cars, 1805 Automobile und 36 Gesellschaftswagen. Von dem Beschluss des Zentralvorstandes des A.C.S., das Klausenrennen wiederum im Jahre 1932 durchzuführen wurde Vormerk genommen. Die drei Sektionen Zürich, Glarus und Uri werden wohl wieder alles tun, um dem .9. Internat. Klausenrennen zu einem befriedigenden Erfolg zu verhelfen. Mit den Vorarbeiten soll schon kommendes Jahr begonnen werden. S. 10,000-km-Fahrt. Die 10,000-km-Fahrt des A.D.A.C. vom nächsten Juni wird nicht, wie ursprünglich angenommen wurde, durch das Wallis und über den Simplon führen. Die Teilnehmer werden über Lyon nach Genf fahren, und sich sodann über den Mont Cenis direkt nach Italien wenden. x. Das Reglement der Mille Miglia. Für das Reglement der Mille Miglia sind von Fahrerseite Aenderungen vorgeschlagen worden. Man wünscht eine andere Klasseneinteilung, die deren Zahl vermindert. Eine spezielle Kategorie für geschlossene Wagen wird weiter verlangt. Die italienische Sportkommission scheint mit einer Beschränkung einverstanden zu sein, das neue Reglement wird nämlich folgende Fahrzeugkategorien und Klassen enthalten : 1. Kategorie: Sportwagen mit Klassen 1100, 1500, 2000, 3000 und über 3000 ccm; 2. Kategorie : Gebrauchs- Personenwagen (Wagenwert im Maximum 22,000 Lire). Für die «Gentleman-Fahrer» und für die Fahrzeuge ohne Kompressoren sind Speziaipreise vorgesehen. bo. FÜR ALU flUTOMOBILE. In kleinerer Stadt, in günstiger Lag«, Automobil - Reparaturwerkstatt fertig eingerichtet, per sofort zu vermieten, er. mit 5-Zimmerlogis. Anfragen unt. Chiffre 47797 an die Automobil-Revue. Bern. Zu vermieten moderner Eckladen ca. 120 qm, 4 sehr grosse Vitrinen, an der Löwenstrasse 26, Zürich 1, zwischen Hauptbahnhof und Sihlpark. Bestens geeignet für AUTO-SALON. — Massiger Mietzins. — Auskunft erteilt: H. Grlta, Mainaustrasse 13, Zürich. 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