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E_1931_Zeitung_Nr.063

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Autosektion St.

Autosektion St. Gallen-Appenzell. Wie aus der Einsendung in Nr. 63 zu ersehen ist, veranstaltet die Ortsgruppe Wil und Umgebung Sonntag, den 2. August, bei ungünstiger Witterung den 9. August, auf dem Aelpli ob Unterwasser eine T.C.'S.-Chilbi, ein urchiges Wald- und Aelpleriest. Alle Mitglieder der Sektion wie auch Gäste sind freundlich eingeladen. Ein seltener Genuss wird ihrer warten. 10 Uhr vorm.: Besammlung beim «Freihof». 10% Uhr: Abfahrt Richtung Toggenburg. 12 Uhr: Pickick auf dem Aelpli. 18 Uhr: Preisverteilung. Keiner fehle ! Die Sportkommission. Auto-Sektion Waldstätte. Sternfahrt nach dem Gottschalkenberg. Die Sternfahrt nach dem Gottschalkenberg hatte ein ganz besonderes Gepräge, indem sie zu einer Prüfungsfahrt auf langsames und regelmässiges Fahren ausgearbeitet worden war. Eine solche Veranstaltung ist stets ein Autoturnier eigener Art. Während der Automobilist im allgemeinen stets bestrebt ist, zu beweisen, dass «sein Wagen» am besten und am schnellsten fährt, wird hier das Problem des Automobilfahrens auf eine ganz andere Basis gestellt. Sieger wird derjenige, welcher auch in unbekanntem, schwierigen Gelände mit stets gleicher, regelmässiger Geschwindigkeit zu fahren imstande ist. Diese Zuverlässigkeitsfahrt, welcher schon letztes Jahr ein ausserordentliches Interesse und ein sehr grosser Erfolg beschieden war, Telrmochte auch dieses Jahr 35 Konkurrenten auf den Plan zu locken, wenn auch wegen der etwas schwierigen Route drei Fahrer im letzten Momente ausgeknif- Rolladenfabrik Bern J.SENN, 3ERN-BÜMPLIZ TELEPHON ZAHRINGER 6061 Rolladen, Rolljalousien, Roll schutzwände Spezialität: Flexible Schiebetore System Poyer als Abschluss Von Garagen. Unsere Schiebetore, patentiert in den meisten Staaten, halten den Vergleich mit 1 allen andern Systemen aus Fiospekte und Referenzen zu Diensten! Das Neueste für Sie! 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Die auf der Startliste angegebene Route resp. die mit Distanzenangabe zu befahrenden Punkte wurde den Fahrern erst 15 Minuten vor der Abgangszeit bekannt gegeben, sie führte auf verschiedenen Wegen, teils über das Freiamt, teils über Sattel, nach dem eigentlichen Manövergebiet in der Umgebung des Gottschalkenberges. Die Kontrollposten waren aufgestellt bei Rotkreuz (Hr. Hans Bucher), beim Türlersee (Hr. H. Hartinger), bei Hütten (Hr. Epper), während am Morgarten Hr. Max Schumacher die »Getrüwen» Mdteidgenossen in Empfang nahm. Die beliebte «geheime> Kontrolle wurde zur allgemeinen Zufriedenheit, bald berufsmässig, von Hrn. Arthur Müller bei Biberbrücke ausgeführt. Am Ziel amtete Hr. Präsident Helmlin, während Hr. Dr. med. Real mit scharfem Blick die Ankunftszeit auf die Sekunde genau fixierte. Hr. Paul Bischoff, unser neuer, tätiger Sekretär, war mit der Parkdienstordnung vollauf beschäftigt. Leider gestatteten die herumziehenden Nebelschwaden nur spärliche Ausblicke, so dass man von der landschaftlichen Schönheit und von der prächtigen Aussicht auf den Zürichsee, auf das Zürcher Oberland, auf Kurfirsten u. Alpen nur an Hand der zahlreich vorhandenen Ansichtskarten sich ein Bild machen konnte. Das sportliche Ereignis bot reichlich Stoff zu Diskussionen, und im übrigen war man froh, wieder einmal gemütlich im Kreise der T. G. S.-Familie zu weilen, heraus aus den Sorgen des Alltags. Während sich Fahrer und Wagen von den überstandenen Strapazen erholten, herrschte bei der Rechnungskommission eine fieberhafte Tätigkeit, die innerhalb kurzer Zeit eine gewaltige Arbeit zu leisten hatte. Denkerstirnen, sorgenvolle Blicke, Rechenschieber, Tabellen, Statistiken, geographische Karten, graphische Zeichnungen, Logarithmen, dies alle« war zu sehen. Bruchteile von Kilometern und Sekunden schwirrten nur so in der Luft herum. Im Verlaufe des Banketts ergriff Hr. Helmlin, Präsident der Sektion Waldstätte, das Wort, um die ca. 120 Anwesenden zu begrüssen, im besonderen der beiden Damenfahrerinnen, Frl. Caroline Brun und Frl. Wagner. Ehrenvoll wurde der 5 Spender der Preise gedacht, vor allem des Zentralsitzes in Genf und der Redaktion der Automobil-Revue, unseres Nachrichtenblattes, sodann der übrigen Donatoren, nämlich der HH. Epper, Dönni, Ferrier-Güdel, A. Müller und H. Rüttimann, sowie der BP und Shell Benzin A.-G. Schliesslich wurde noch der Spezialkommission der wohlverdiente Dank der Sektion ausgesprochen, im besonderen deren Präsidenten Hr. Ing. Max Schumacher und den HH. Ernst Epper, P. Keiser, A. Müller und Dr. Zeiger, sowie den übrigen Mitwirkenden HH. H. Hartinger, Ing. von Pfyffer, H. Rölli und H. Paul Bischoff, Sekretär. i Hr. Max Schumacher verkündete unter atemloser Stille die Rangliste und nahm die Preisverteilung vor. Als erster Sieger stellte sieh Hr. Karl Frey vor mit 11 Strafpunkten. Bald nach ihm kam Hr. Käslin, der trotz dem fehlenden Kilometerzähler seine Strafpunkte auf 20 beschränkt hatte. Der Damenpreis in Form einer Christophorusplakette wurde Frl. Caroline Brun zuerkannt, während die zweite Damenfahrerin mit einem Speziaipreis in Form eines Masthuhnes ausgezeichnet wurde. Es wurden sehr gute Zeiten gefahren, und der Gabentempel war so reich ausgestattet, dass auch dem letzten Sieger noch ein schönes Geschenk ausgehändigt werden konnte. Der Wirt, dem für seine gute und reichliche Verpflegung alle Anerkennung gebührt, hatte es sich nictht nehmen lassen, zu unsern Ehren eine rassige Ländlerkapelle aufzubieten, deren schöne Klänge nicht wenig dazu beitrugen, um den Aufenthalt auf dem Gottschalkenberg so angenehm als möglich zu gestalten und eine animierte Stimmung zu schaffen; nur allzubald setzte ein fröhliches Tanzen ein, wie lange es dauerte, ist dem Chronisten nicht be-' kannt. Auf verschiedenen Wegen, meist auf anderen, wie man gekommen, zog man mehr oder weniger direkt wieder nach Hause zu. Alles in allem, es war wiederum ein sehr gut verlaufener Anlass, der bei allen Teilnehmern ia; bester Erinnerung bleiben wird. Dr. B. Z. bieten punkto PREIS, LEBENSDAUER u. besonderen modernen Errungenschaften derart dass alle diejenigen, die ein wirklich gutes, zuverlässiges Fahrzeug zu kaufen suchen, die beiden führenden Marken 6 8 Englische Zyl., Zyl., liilllllf grosse Vorteile HILLMAN 15 HP. 13 HP. Preise ab Fr. 10,500 HUMBER 6 Zyl., 17,8 HP. Preise ab Fr. 13,500 unverbindlich probieren sollten. BaumbergerS Forster Löwenstrasse 17 Zürich 1 Telephon 56.848 AUTOMOBIL-REVUE 1931 — AUTOSEKTION BERN. Hyspa-Lampion-Korso (Siegerequipe). 2. Gredig Andreas 46,33 Min. 3. am nächsten Sonntag, (evtl. Montag, den 3. Teufen Karl 50,14 Min. 4. Schmidt Otto 51,18 Min. August), abends 8 Uhr. Das Programm dieses Korso ist definitiv das folgende: Abfahrt von der Papiermühlestrasse um 8.30 Uhr abends. Route: Aargauer-Stalden, Bärengraben, Gerechtigkeitsgasse, Kramgasse, Hotellaube, Kasinoplatz, Amthausgasse, vor der Kantonalbank durch, Bundesgasse, Hirschengraben Ostseite, Bubenbergplatz, Hirschengraben Westseite, Contrafahrt durch die Bundesgasse und wieder vor der Kantonalbank durch Richtung Bärenplatz, Fortsetzung durch Spitalgasse, Bubenbergplatz, Schanzenstrasse, Mittelstrasse, Engestrasse und Ausstellungsareal. Die Zuschauer an der Bundesgasse und auf dem Bundesplatz sehen den Korso zweimal. Wie üblich, ist dort eine Bestuhlung für ca. 3000 Plätze vorhanden, pro Platz Fr. 1.—, vor der Kantonalbank Fr. 1.50 plus Billettsteuer-Zuschlag. Bei schlechter Witterung wird der Korso auf den Montag verschoben. Die Stadtmusik Bern wird auf dem Bundesplatz konzertieren. SEKTION GRAUBÜNDEN, Ortsgruppe Davos. 1. Davoser Stafettentag 1931. Am 26. Juli führten die Davoser Sport- und Turnvereine gemeinsam einen Anlass grossen Stiles durch, indem sie in einem kombinierten Stafettenwettbewerb von einer Gesamtlänge von mehr denn 1-00 km alle im Sommer in Davos möglichen, in einem Schnelligkeitskampf begründeten Sportdisziplinen vereinigten. Der Start wurde am Piz Sarsura gegeben, von wo Skifahrer und Bergläufer das Stafettentuch hinunter ins Dischmatal brachten, wo am Ende der Fahrstrasse die Motorradfahrer warteten. Diese hatten in Zuverlässigkeitsfahrt hinaus nach Davos-Dorf zu fahren, von wo ihnen dann die Flüelapassstrasse, als Rennstrecke gesperrt, maximale Fahrt erlaubte. Die beste Zeit auf der 15 km langen Strecke mit fast genau 800 Meter Steigung fuhr E. Edel in 14,13 Minuten, dicht gefolgt von Berner Walter. Vom Flüelapass fuhren die gleichen Fahrer nach einem Unterbruch wieder in Zuverlässigkeitsfahrt nach Davos zurück, von wo Seitenwagenfahrer ebenfalls in vorgeschriebenen Geschwindigkeiten über Clavadel-Sertigtal-Frauenkirch nach dem Davoser See fuhren. Ruderer, Schwimmer, Reiter und Radfahrer lösten sich dann ab, um den Automobilisten das Stafettentuch zu übergeben, die nach einer Rundfahrt durch die Stadt wieder über Frauenkirch- Sertigtal nach Davos fuhren und dort noch eine Acht im Ort zurückzulegen hatten, in der auch eine kurze Rennstrecke eingeflochten war. Die interessanteste Stelle dieser Stafette war eine gefürchtete Spitzkehre im Sertigtal, wo von einer Zinke der Strassengabelung in die andere einzufahren war, was auch dem kürzesten Wagen ohne Reversieren nicht möglich ist. Die Stelle erfordert auch grösste Vorsicht, da ein Verlassen der Strasse auf der einen Seite die Stützmauer aufhält und auf der andern unweigerlich ein kaltes Bad im roissenden Bergbäch erfolgen würde, und da endlich die Strasse selbst sehr schmal. Dennoch gelang es den meisten Fahrern, die Kehre mit einmaligem Reversieren zu nehmen. Die Klassierung der Autofahrer, alles Mitglieder der Ortsgruppe Davos A. C. S., Auf ihrer Teilstrecke ist: 1. Grüger Karl 40,40 Min. • Grand Garage Walther & Ryser Biel 51014 Tel. 20.18 v . t '••',- Mit dieser Bemerkung finden Sie In jeder Ausgabe der „Automobil-Revue" eine grosse Zahl von Inseraten für alle möglichen Zwecke - durch Personen aufgegeben, die aus dem einen oder andern Grund ihren Namen geheim halten wollen. Unsere Auftraggeber dürfen beruhigt sein ; auch wenn wir, sei es brieflich, telephonisch oder möndlich, von andern Privatpersonen um Angabe der Adresse ersucht werden, so wird dieselbe In keinem Falle bekanntgegeben. Wollen Sie in der „Automobil-Revue" ein Inserat erscheinen lassen, ohne dass Dritte Ihren Namen erfahren, dann lassen Sie sich die Antworten durch unsern Chiffre-Dienst vermitteln. ADMINISTRATION DER „AUTOMOBIL-REVUE" BERN A. C. S. STETS GROSSE AUSWAH I ' - ' • l ' I Offstfm urt&LQUfißüs ZÜRICH Breitenrainstrasse 97 Löwenstrasse 51 Am Nachmittag folgte im Anschluss an verschiedene Konkurrenzen nach dem Stafettenlauf ein. ausgezeichnet organisiertes Autogymkhana auf der Eisbahn, das bei den über 2000 Zuschauern einen. ganz gewaltigen Applaus fand. Von den total 32 Teilnehmern aus Davos und von auswärts wurden folgende die Ersten: Herren, geschloss. Wagen (13): 1. Grüger Karl 2,19 Min, 0 P. = 139 total. Offene Wagen (16)- 1. Affolter B. 2,36 Min. 20 P. = 170 total. Damen, geschloss. Wagen: Frau Frei 4,28 Min. 150 P = 438 total. Offene Wagen: 1. Frl. L. Bertsch 3,04 Min. 20 P. = 204. r. h. Am« den Verbänden der Vorstand. Wir machen unseren Mitgliedern bekannt, dass wir im Monat August eine eintägige Autofahrt ausführen und bitten die Teilnehmer jetzt schon, ihre Anmeldung beim 1. Kassier (Hans Müller, Münchhaldenstrasse 8, Zürich 8) abzugeben. Route, Tag und Zeit wird später bekanntgegeben. Wir laden unsere verehrten Mitglieder mit Angehörigen freundlichst ein und erwarten regen Besuch. Die Vergnügungskommission. • SOCIETE NAUTIQUE DE GENEVE. Grosso Internationale Motorbootregatte in Genf, 15. und 16 August. (Championnat du Leman.) Dieses Rennen, wo Geschwindigkeit und Ausdauer ausschlaggebend sind, wird Sonntag, den 16. August, nach den Serienrennen ausgetragen werden; die Bestimmungen sind äusserst interessant, sind doch alla Bootsarten zugelassen, d. i. vom kleinsten Outboaxd! bis zu den Kreuzern von 600 PS. Ueberraschungen sind zu erwarten. Zum erstenmal sind zu einem Championnat dieser Art so viele verschiedene Klassen zugelassen, und mit Rücksicht auf die grossen Fortschritte, die in der Motorbootschiffahrt bis* heute erzielt wurden, ist es nicht ausgeschlossen, dass das grösste Boot den Preis dem Kleinsten überlassen muss. Andererseits können der Witterungsverhältnisse wegen keine Vermutungen über Gewinnchancen ausgesprochen werden, da die Runabout, neue Touren- Schnellboote von 40—225 PS, sehr wohl die Spitze behaupten können, ialls der See unruhig sein würde. Das «Championnat du Leman», welches 80 Kilometer, d. h. 20 Runden auf der Rennbahn von 4 km, vorsieht, wird vom Publikum vom Anfang bis zum Sehluss verfolgt werden können. Alfa Romeo Ansaldo Bianchi Fiat sämtlicher Italienischen a. -^———— amerikanischen Marken, ab ^ ^ ^ • • " vollständig assortiertem Lager. Telephonische Auftrage werden besonders schnell ausgeführt. Telephon i Zürich 43.782 Alfredo Belladelli CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Laut Beschluss der Monatsversammlung vom 1. Juli 1931 fällt die August-Monatsversammlung wegen den Ferien aus. Wir wünschen allen Vereinsmitgliedern und ihren Angehörigen rech gute Erholung. Unsere nächste Monatsversammlung findet Mittwoch, den 2. September 1931, abends 8 Uhr 30, im Vereinslokal Du Pont statt. Wir hoffen, dass alle Kollegen vollzählig und pünktlich teilnehmen. Mit kollegialem Chauffeurgruss Bestandteile "&.» ZÜRICH Aussehleiien von Zylindern Einpassen neuer Kolben Novalit- und Gusskolben Kolbenringe :—: Ventile itala Lancia O. M. Spa EMIL GOETTI, ST. GALLEN Schillerstrasse 1 Telephon 37.17 Vertreter der lVova -Werke A.-G. — Zürich

N° 63 - 1931 AUTOMOBIL-REVUE Internationale Alpenfahrt. (Schhiss des Sonderberichtes von Seite 3.) Autoindustrie hinwies. Die massgebenden Behörden haben sich schliesslich dazu bereitgefunden, den gemeldeten Equipen die Gebühr zu erlassen und nach weitem Schritten der Organisatoren konnten auch die Einzelfahrer von dieser Taxe befreit werden. Donnerstag waren Offizielle und Presse vom bayerischen A. C, in dessen wirklich feudalem Qublokal zum Diner zu Gaste, wo Herr Major Czermak, der Präsident des Clubs, sowie die Herren Decrauzat und Töndury die internationale Zusammenarbeit auf autosportlichem Oebiete feierten und die Bedeutung der Alpenfahrt umschrieben und der Veranstaltung einen vollen Erfolg wünschten. Am nämlichen Abend fand auch die Instruktion der Fahrer durch den Rennleiter im gleichen Clublokal statt. Der Start erfolgt Freitagmorgen 5 Uhr, wobei die Reihenfolge so festgesetzt ist, dass die Wagen mit grösstem Zylmderinhalt zuerst auf die Reise geschickt werden und dann die kleinern und kleinsten folgen, damit keine Behinderung der langsamen Maschinen durch Ueberholen eintreten soll. Der Start an den nächsten Tagen erfolgt natürlich entsprechend der Ankunftszeit am Vorabend. Die Kontrollen sind vorläufig auf Je einen offiziell bekanntgegebenen Posten pro Etappe beschränkt. Wie uns Herr Töndury mitteilt, behält sich das Organisationskomitee vor, die Zahl der Kontrollen zu erhöhen, sofern das jetzige System nicht genügen sollte, um die Fahrer von der Versuchung, die Alpenfahrt in ein Alpenrennen ausarten zu lassen, abzuhalten. Die Beteiligung der Fabrikmarken der einzelnen Länder beziffert sich wie folgt : Deutschland 19 Wagen, Tschechoslowakei 12, England 12, Oesterreich 7, Italien 5, Belgien 3, Frankreich 2, Amerika 2. An der Konkurrenz beteiligen sich insgesamt 4 Damen. Technisches. Grosse Orakel sind nach dem blossen Aussehen der Wagen nicht zu stellen. Manche Wagen sind unsern kritischen Betrachtungen überhaupt nicht zugänglich. Vorsorgliche Fahrer haben sie in Decken gehüllt, auf dass die letzte Nacht vor der Fahrt in bester Verfassung überstanden wird. Ein Einblick in den Mechanismus ist schon gar nicht möglich, da im geschlossenen Park das Oeffnen der Haube und sonstiges Manipulieren Disqualifikation nach sich ziehen könnte. Wir müssen uns für heute auf einige rein äusserliche Bemerkungen beschränken. ' Einen fabelhaft rassigen Eindruck macht der englische Sechszylinderwagen Invicta. Mit seinem äusserst niedrigen Aufbau scheint der Wagen förmlich auf dem Boden zu rutschen. Allerdings kann man einige gelinde Bedenken bezüglich allzu geringer Bodenfreiheit nicht unterdrücken. Mercedes ist leider nur mit einem Wagen, Typ Mannheim- Sport, vertreten, der durch Walter Delmar geführt wird, ein wunderschönes Niederchassis-Cabriolet, das leider den Nachteil hat, noch fast fabrikneu und zurzeit kaum eingefahren zu sein. Dem Techniker dürfte weiter besonders der Clement-Talbot des englischen Fachschriftstellers Symons und der Annstrong- Siddeley seine Kollegen Bradley interessieren. Auf den Tal'bot werden wir später noch zu sprechen kommen. Vom Armstrong-Siddeley sei vorweg genommen, dass es sich hier um den Typ mit dem dreigängigen, vom Lenkrad aus bedienbaren Planetengetriebe handelt. Ungemein raffiniert aufgebaut sind auch die winzigen englischen 847-ccm-Kleinwagen M. Q. Midget. Was hier dem Motor an Zy- Seit 26 Jahren Inserieren gewisse Firmen in der „Automobil-Revue", weil sie damit gute Erfahrungen gemacht haben. *"* Patent Verwertung "^t C. Baullno, Inhaber des + Patentes 127 609, betr.. «Apparat zur Verteilung des Brennstoffes in Explosionsmotoren» wünscht zwecks Ausübung dieses Patentes in der Schweiz mit Interessenten in Verbindung zu treten. Offerten sind zu richten an Fritz Isler, Patentanwalt, Usteristrasse 5, Zürich. 51018 linderinhalt abgeht, wird durch das «Fliegengewicht» von rund 500 kg wieder wettgemacht. Als interessante Einzelheit sei erwähnt, dass die geschlossenen M. G. Midget nicht nur ein Schiebedach aufweisen, sondern in diesem noch eine Zelluloidscheibe. Bei schlechtem Wetter kann sich so der Fahrer den Himmel betrachten, wenn er auch nur mit Wolken, behangen ist. Wesentlich ungünstiger im «Leistungs-Gewichts-Verhältnis » dürften die dem Aussehen nach sehr robusten Praga-Wagen sein. Auf der Fahrt wird allerdings gerade diese Strapazierbarkeit ein grosses Wort mitzusprechen haben. Die Stoewer-« Flotte », bestehend aus fünf Kleinwagen mit Vorderradantrieb, wird reichliches Studienmaterial zur Beurteilung dieser viel diskutierten Antriebsart bieten. S„ «h« Am Sonntag: Rundstreckenrennen um die Coppa Ciano. Das 'bedeutendste Rundstreckenrennen vom nächsten Sonntag, das Rennen um die Coppa Ciano auf dem circuit von Montencro bei Livorno verspricht sportlich ausserordentlich Architekt kauft AUTO neu oder gute Occasion, gegen Ueberweisung eines Bauauftrages. — In Betracht kommt geschlossener Vierplätzer, 9—13 PS, 4 oder 6 Zylinder, in nur gutem Zustande. Ausführliche Offerten unter Chiffre 50967 an die Automobil-Revue. Bern. fa Romeo); Carraroli (Alfa Romeo); Danese (Bugatti); Di Vecchio (Talbot); Tassani (Maserati); Fontana (X.); Bartolucci (0. M.); Bettoia (Alfa Romeo). Klasse bis 1100 ccm: Lami (X.); Bei Re (Lombard); Pratesi (Salmson); X. (Amilcar); Casoli (Fiat); Ferrando (Salmson); Peri (X.); X. (B.N.G.); Ferrari (Talbot); Cioni (Fiat); Terigi (Salmson); X. (X.); Vasagni (Fiat); Lorenzoni (Fiat); Palumbo (Amilcar); Ieroniti (Salmson); Arzilla (Amilcar). Nachträgliches vom A. D. A. C.-Bergrekord. interessante Kämpfe. Bugatti, Alfa Romeo und Maserati werden sich auf der Bahn von Montenero zu einem harten Duell treffen, dessen Ausgang durchaus ungewiss ist. Den rührigen Organisatoren für die Coppa Ciano gelang es, die besten internationalen Fahrer zu ihrem Anlass heranzuziehen. Varcl, Chiron, Pietro Qhersi, Nnvolari, Borzacchini, Campari, Cortese, Fagioli, Ernesto Maserati, Juan Zanelli, d'Ippolito, Minozzi u. a. werden sich gegenseitig tüchtig warm machen. Die Bugatti-Mannschaft Chiron, Varzi und Pietro Qhersi wird mit dem neuen 2300 ccm- Modell mit obenliegender doppelter Nockenwelle auch in Livorno antreten, während Alfa-Romeo mit Nuvolari, Campari und Borzacchini mit den neuen Achtzylindern starten wird. Fagioli und E. Maserati vertreten die Farben von Maserati; das Interesse richtet sich besonders auf Fagioli, der mit einem neuen 2800-ccm-Modell dieser Firma konkurrieren wird. Der junge Italiener ging bereits letztes Jahr aus dem Rennen um die Coppa Ciano als Sieger hervor, und er setzt für das diesjährige Rennen wieder alle Karten ..auf das Spjel, um,aufs neue auf der Rundstrecke von Montenero Sieger zu werden. 4-wfez—bestätigen, woran zu zweifeln wir absolut keinen Grund haben, so wäre es vielleicht an der Zeit, dass die vorlauten Kriti- Die Organisatoren für die vielversprechende Veranstaltung leisteten sorgfältigste Arbeit. Nicht jedes Rennen kann mit derarti- entweder etwas zurückbuchstabieren oder ker mit der «Motorenwelt» an der Spitze gen Preisen aufwarten, wie dies in Livorno dann ihre an schweizerische Adressen gerichteten Ratschläge ihren Landsleuten dop- geschieht. So erhält beispielsweise der absolute Sieger die anständige Summe von pelt ans Herz legen. Freilich besteht ein gewisser Unterschied in der Klasse zwischen 100,000 Lire ! Die 20 km lange Rundstrecke, die total über 10 Runden gefahren werden Stuck und Markiewicz, aber an der einwandfreien und fehlerlosen Zeitrechnung darf dies muss, ist vollständig asphaltiert. Die Tribünen und Boxen, sowie der ganze Leitungsdienst sind mit zum Teil ganz neuartigen, Vorfall deutlich gezeigt, dass Kritik immer auch keinen Deut ändern, und so hat der den letzten Anforderungen entsprechenden wieder leichter ist als Bessermachen! ß Einrichtungen versehen worden. Das Training auf der Rundstrecke hat bereits seit einigen Tagen eingesetzt. Chiron, Varzi und Qhersi trafen schon vor mehreren Tagen ein und prüften den Zustand der Strecke vorläufig mit Tourenwagen. Die Nennungen. Klasse über 1100 ccm: Marini (O. M.); Serra (X.); Zanelli Juan (Bugatti); Corsi (Alfa); Ionoch (Alfa); Calzolari (O.M.); X. (Alfa Romeo); X. (Alfa Romeo); D'Ippolito (Alfa Romeo); Nuvolari (Alfa Romeo); Campari (Alfa Romeo); Borzacchini (Alfa Romeo); Cerami (Maserati); Minozzi (Bugatti); Giulai (Alfa Romeo); Gazzabini (Alfa Romeo); Romano (Bugatti); Ruggeri (Talbot); Varzi (Bugatti); Chiron (Bugatti); Fagioli (Maserati); Ernesto Maserati (Maserati); Cortese (Alfa Romeo); Severi (Al- Inserieren Sie auch? Wie uns vom Genfer Rennfahrer Markiewicz, der bekanntlich in Freiburg gestartet ist, nachträglich telephonisch mitgeteilt wird, ist die ursprünglich der Presse bekanntgegebene Zeit von 11.29,2, womit er in der Klasse Rennwagen 350—750 ccm an dritter Stelle rangierte, unrichtig. Es unterlief dem Zeitmesserdietist ein Fehler von einer Minute, der nachträglich festgestellt werden konnte, so dass MaTkiewicz als Sieger in deT kleinsten Rennwagenklasse proklamiert wurde und neben dem Klassenpreis auch die besondere Prämie von 500 Mark für Au£- Stellung eines neuen Rekordes einkassieren konnte. Wir kommen auf diese Angelegenheit zurück, nicht nur um der Leistung des Genfer Fahrers gerecht zu werden, sondern auch deshalb, weil sich, wie erinnerlich, anlässlich des Gurnigelrennens ein ähnlicher Irrtum zugetragen hatte. Die ausländische, insbesondere die deutsche Presse hat sich, da das Resultat des deutschen Meisterfahrers Stuck in FTage stand, Über diesen Zwischenfall in grossen Tönen ausgelassen, und glaubte den schweizerischen Sportinstanzen allerhand Belehrungen erteilen zu müssen. Eine führende Berliner Zeitung hat in ihren Vorberichten zum A. D. A. C.-Bergrekord noch ganz besonders auf die vorzügliche Einrichtung des Zeitmesserdienstes hingewiesen und in Anspielung an die Gurnigel« angelegenheit bemerkt, dass damit unbedingte Gewähr für einwandfreie Feststellung der Resultate geboten sei und Fehler, wie sie andernorts passiert seien, nicht unterlaufen können. Bezüglich der Kritik des schweizerischen Anlasses hat besonders die Berliner «Motorenwelt» den Mund tüchtig voll genommen und von «skandalöser Geschichte» berichtet, wobei gleichzeitig der Rat erteilt wurde, «Nachhilfe-Unterricht im Rechnen zu nehmen». L Wenn sich die Mitteilungen von Markie- Automobillampionkorso in Bern. Anlässlich der Hyspa in Bern veranstaltet die Sektion Bern des T.C.S. am nächsten Sonntag abend einen Lampionkorso, der von zwei Kategorien von Wagen bestritten wird. Für die Privatwagen ist eine Preiskonkurrenz ausgeschrieben, die mit total 1500 Fr. dotiert ist; der erste Preis beträgt 300 Fr. Für Reklamewagen besteht ebenfalls eine Jury ; Preise werden in dieser Kategorie indessen nicht verteilt. Im übrigen verweisen wir unsere Leser auf die nähern Angaben über den vielversprechenden Korso unter der T.C.S.-Rubrik (Sektion Bern) dieser Nummer. x. 6 PL, 13 St.-PS, Mod. 1926, Motor vollständig revidiert, offen und geschlossen, eignet sich sehr gut für Brücke. Preis Fr. 2000.—. Offerten unter Chiffre 50419 an die Automobil-Revue. Berü. Uebersctzte Parkgebühren bei Festen. Wenn man gegenwärtig über Land fährt, besonders an Sonntagen, -wird man nicht weit kommen, ohne in irgend ein Fest hinein zu geraten. Der Automobilist auf der Strasse kann sehen, wie er sich durch die Volksmengen durchwindet, die sich um die Lebkuchenstände, Zwirbeliräder ung so weiter scharen. Dass man diese auf den Strassen aufstellt, ist vielerorts selbstverständlich. Dort kommen die Leute ja vorbei, und auf diese hat man es abgesehen. Wenn eine Ortschaft ihre Strassen und Plätze für ein Fest zur Verfügung stellen will, ist das schliesslich ihre Sache, aber es dürfte dabei doch zum mindesten verlangt werden, dass für den durchgehenden Verkehr eine Strasse offengehalten und als solche auch bezeichnet wird. Für den Fahrer werden ja die Festbesucher immer einige Gefahren bilden, besonders am Abend, wo die Begeisterung meist ihren Höhepunkt erreicht. Der Zweck der Feste und Festchen ist Im all* gemeinen der, möglichst viel Geld zu machen. Irgend eine Vereinskasse muss geäufnet werden, aber .man sieht auch mit Wohlgefallen, wenn «Geld in die Gemeinde hereinkommt». Da aber der Feste so viele geworden sind, dass nicht überall die Besucher in Scharen herströmen, sucht man auch andere Geldquellen fliessen zu machen. Da ist es besonders der Automobilist, der herhalten muss. Parkgebühren werden abgezapft, auch wenn dafür in keiner Weise eine Gegenleistung geboten wird, Auf irgend einem freien Platz, Sonne oder Regen! ausgesetzt, darf man seinen Wagen aufstellen, oft auch nur an einem Strassenrand, an dem man ihn ohnehin auch stehen lassen würde. Ob man dabei des Festes wegen oder anderer Dinge wegen herkommt, spielt keine Rolle. Einzig auf den Obulus kommt es an. Und der ist oft durchaus nicht bescheiden. Schliesslich muss man das Geld ämi suchen, wo es ist, und man sieht eben den Auto< mobilfahrer meist als einen halben Krösus an. Dass bei einem grossen Fest ein richtiger Parkplatz nötig ist, ist selbstverständlich. Mit dein Auto fahren.meist einige Personen her, die am Feste noch! auf alle mögliche Weise ihren Obulus entrichten, üo dass man für den Wagen nicht noch besondere bezahlen müsste, ausser vielleicht einer bescheidenen! Ueberwachungsgebühr. Zwei bis drei Franken, wi« vielfach verlangt wird, bezahlt man in einer Garage für das ganztägige Einstellen. Für einen Platz unter freiem Himmel und vielfach für ganz kurz» Zeit ist dies sicher viel zu viel. Für irgend ein kleines Festchen aber brauchte man oft keine besondern Parkplätze. Werden sie aber errichtet, sollte dazu irgend ein Ausweis für die Wächter und! Kassiere erstellt werden damit man weiss, wem man eigentlich zu bezahlen hat. Dazu sollte aber auch ein Billet für den Fahrer ausgegeben werden, aus dem er sehen kann, an wen er sich später für eren« tuelle Schäden wenden kann. Wo dies möglich ist, sollten aber für Festbesucher Parkplätze geschaffen werden, die kostenlos (natürlich auf seine Verantwortung') zur Verfügung gestellt werden. Es ist notwendig, daes man sich gegen die immerwährende Schröpferei durch allerlei Festveranstalter zur Wehr setet. Es könnte sonst bald! auch geldbedürftige Gemeinden geben, die «diesen nicht mehr ungewöhnlichen Weg» beschreiten undl für stationierende Autos eine Gebühr verlangen. Das Auto wird aber ohnedies gezehntet genug. F. E., M. Aufruf. Ein Leser teilt uns mit: «Anlässlich meiner Heimfahrt über den Kerenzerberg nach Chur am Sonntag, den 2ß. Juli, ca. 18 Uhr 46, gewahrte ich auf der Landstrasse kurz nach (event. auch vor) dem Dorfa Filzbach einen Regenmantel mit Gürtel, Farbe beige, ohne Nameneinschrift, hingegen mit Fabrikmarke « Herold», Fabrik in der Tschechoslowakei. Allem Anschein nach wird dessen Eigentümer ein Motorradfahrer sein, da ich kurs vor der Auffindung des Mantels mehrere solche gekreuzt habe. » Nachfragen werden durch die « Automobil- Revue » vermittelt. J. P. in C. Gefundene Reserve-Räder. Das Sekretariat der Sektion Basel des T. C. S. teilt uns mit: Der Strassenhilfsagent des T, G. S. meldet, dass auf der Strasse Basel-Brugg je ein Reserve-Rad, für einen Personenwagen und einen Lastwagen ge j funden worden sei. Man wende sich hierfür an den Polizeiposten) in Rheinfeldcn. —-m. Soeben erschien das neueste lieft der «Illustrierten Automobil-Revue » als Karosserie-Sondernummer. Zu beziehen bei der Expedition der « Auto« tnobil-R'evue», Breitenrainstrasse 97, Bern. 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