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E_1931_Zeitung_Nr.069

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1931 - N«69 mmmmmm Sehne Mod. 5 Liter 27 Steuer PS, 3 m 50 Radstand Sicher Mod. 3,3 Liter \7 Steuer PS, 3 m 12 Radstand Elegant Garage Alüüicbacli A.-G. Holbeinstrasse VERTRETER: Zürich Basel St. Gallen Genf Th. Karrer & Co. A.-G. Steinenring 45 Wydler & Hürsch Garage z. Stahl Europe Auto S. A. 53 Av. Blanc .Verlag, Administration, Druck und CUchöriei HALLWAG A.-G. Hallersche Buchdruckerei und Wagnersehe Verlagsanstalt, Bern.

N°69 II. Blatt BERN, 21. August 1Q31 I. Blatt BERN. 21. August 1931 Techn. Rundschau Verbesserungen Immer noch möglich. Es wird vielfach darüber gewitzelt, dass weibliche Kunden sich beim Kauf eines Wagen von nichtigen Details beeinflussen lassen, wogegen sie wichtigen maschinellen Dingen keinerlei Bedeutung beimessen. Sicherlich ist die Kühlerfigur oder die Blumenvase des Autos im Ernst bei niemandem ausschlaggebend für dessen Wahl; dies kommt eben nur in schlechten Witzen vor. Doch ist nicht zu leugnen, dass gewisse kleine Annehmlichkeiten des Automobils sich oft recht fühlbar machen. Da sind zunächst einmal die Türen. Der Grossteil der Wagen ist heutzutage geschlossen; die Türen spielen dabei eine weit grössere Rolle als bei den offenen Aufbauten. Vielfach bilden nun gerade die Türen eine etwas wunde Stelle, namentlich bei kleinen Wagentypen. Man weiss eigentlich als halbwegs normal gebauter Mensch nicht, wie man hinein, und sofern man glücklich drin gelandet ist, wie man wieder heraus soll. Zumeist fangen die Türen nach einigen Monaten zu quietschen an, so dass es für Leute mit empfindlicheren Nerven ein Problem ist, im Wagen auszuharren. Warum sind die Türen — Ausnahmen bestätigen die Regel — so angeordnet, dass das Ein- und Aussteigen für Nichtzwerge nur schwer möglich ist? Warum müssen die Türen nach relativ kurzer Benützungsdauer zu klappern anfangen? Warum sind die Verschlüsse vielfach zu stramm oder unverlässlich? Wie wäre es, wenn der Fahrer durch einen kleinen Hebel, der etwa unter seinem Sitz angebracht sein könnte, dem Gast oder seiner Dame beim Halten des Wagens zuvorkommenderweise die Tür öffnen könnte? Das Oeffnen der Tür vom Fahrersitz aus iwäre besonders bei Taxameter-Automobilen eine sehr angenehme Sache. Der Fahrgast kennt ja den Wagen nicht so gut wie der Herrenfahrer den seinigen. Man muss daher, iwenn man aussteigen will, herumprobieren, tob der Türgriff nach rechts, nach links, nach oben oder unten aufgeht, und kommt dann erst darauf, dass man überhaupt nicht den Türverschluss, sondern die Kurbel erwischt hat, die das Fenster hinauf- beziehungsweise hinunterbewegt. Freilich muss beim Oeffnen der Tür vom Fahrersitz aus dafür Sorge getragen werden, dass sie nicht etwa durch den Wind zugeschlagen wird und den Aussteigenden einklemmt. Auch muss der Fahrer natürlich achtgeben, dass die Tür entsprechend weit geöffnet wird und entsprechend lang geöffnet bleibt, so dass wirklich eine Erleichterung für das Ein- und Aussteigen des Passanten zu konstatieren ist. Wir werden vom Fachmann belehrt, dass die niedere Bauart der Wagen aus diesen und jenen Gründen notwendig sei. Zugegeben! Aber man muss dennoch darauf Rücksicht nehmen, dass das Besteigen oder Verlassen des Wagens ohne Qliederverrenkungen und eingestauchten Hüten erfolgen kann. Vielleicht kann durch besondere Rahmenbauarten oder ähnliche Vorkehrungen hier Abhilfe geschaffen werden. Die allzu niedrigen Karosserien bringen es auch mit sich, dass ein etwas grösser geratener Passagier beim Fahren auf Landstrassen zuweilen mit dem Kopf an die Deckenstreben anstösst, wenn das Tempo nicht ganz im Einklang mit den Schlaglöchern der Strasse steht. Durchlüftung und Wärme sind weitere Sorgenkinder des modernen Autobaues. Wie schon vorhin erwähnt, gibt es Ausnahmen. Aber zumeist strömen Hitze und Maschinendunst in den geschlossenen Wagen. Das gilt nicht nur von den Privatwagen, sondern auch Die Schiebetüre von Gangloff lässt sich in ihrer neuesten Ausführungsform sowohl nach vorn wie nach hinten aufschieben. Man kann deshalb mit gleicher Leichtigkeit zu den Vorder- wie zu den Hintersitzen gelangen, und die Schiebetüre ist auch den übrigen Strassenpassanten nie im Wege. von den Autobussen. Sowohl Wärme wie auch üble Gerüche des Motors machen den Aufenthalt für den Fahrer und für die in der Nähe des Motors befindlichen Passagiere zu einem sehr zweifelhaften Vergnügen. Es gibt Fahrer, die sich auch mit dem Kühlerverschluss nicht recht befreunden können. Wer vielleicht etwas ungeschickt ist, der bringt den Verschluss mit seinem Schraubengewinde nicht ohne mehrmalige fruchtlose Versuche auf seinen Platz. Wie wäre es mit einem Kühlerabschluss, der sich rasch öffnen und schliessen Hesse? Dass es nicht immer leicht ist, Schmierstoffe aus Getriebe oder Differentialgehäuse herauszubekommen, fällt weniger ins Gewicht, da die meisten Garagen diese Instandhaltungsarbeiten für geringes Entgelt, beziehungsweise im Rahmen der festen Tarifsätze ausführen. Wir stehen heute im Zeitalter des Schnellverkehres. Stadt- und Landstrassen werden nunmehr so ausgestaltet, dass höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten erzielt werden können. Naturgemäss muss daher ungeteilte Aufmerksamkeit der Strasse und dem Verkehr gezollt werden. Die einzelnen Messapparate an der Spritzwand sollen infolgedessen möglichst auffällig sein, so dass man sie mit einem Blick übersieht, beziehungsweise sich über den Stand der Zeiger an den Geräten Klarheit verschafft. Dass man den Zustand der Oelförderung durch das Vorspringen verschieden gefärbter Wenn man daraufkommt, dass man anstatt der Türklinke die Kurbel erwischt hat, mit der das Fenster herunter- oder hinaufbewegt wird. Signalscheiben bemerkbar macht, ist bekannt. Viel wichtiger aber wäre es gerade heute, im Zeitalter der Batteriezündung, wenn der Fahrer in jedem Augenblick über den Ladezustand der Batterie unterrichtet sein könnte. Unliebsamen Ueberraschungen, wie sie manchmal jede Batterie verursacht, könnte dadurch vorgebeugt sein. Freilich ist das Problem konstruktiv sicher nicht einfach. Aber was lässt sich heutzutage nicht alles mit Hilfe der Elektrizität erreichen? Weiter bietet auch die Anwendung kleiner roter Alarmlämpchen am Spritzbrett die Möglichkeit steter Kontrolle aller jener Detais, die, wie der schon erwähnte Oelstand, für den maschinellen Betrieb lebenswichtig sind. Der beste Platz für Bedienungsorgane, die von Hand aus betätigt werden, ist das Lenkrad. Es ist eine grosse Erleichterung, wenn man das Hörn, den Starter usw. betätigen kann, ohne die Hand vom Volant zu nehmen, was ja mitunter nicht rätlich ist. Mit dem Anwachsen der Schnelligkeit kommt auch dem Luftwiderstand der Karosserie erhöhte Bedeutung zu. Man muss nur einmal nachrechnen, welch grosser Prozentsatz der Motorleistung bei einem Tempo von 50, 70 oder gar 100 km/Std. allein zur Ueberwindung des Luftwiderstandes aufgebraucht wird. Motorleistung kostet aber Brennstoff und dieser kostet Geld. Man hört öfter, dass die Fabrikanten fürchten, Wagen mit Stromlinienkarosserien anzubieten, da das kaufende Publikum diesen wenig Sympathie entgegenbringe. Es ist aber kaum anzunehmen, dass sich die Käufer wirklich Vernunftgründen verschliessen würden, wenn man sie durch entsprechende aufklärende Propaganda auf Les Tenors „CICCA" sortt en vente daws toutes les m^isons de la branche einon les adresses vous sont fournies par I'AGENCE GENERALE Bureau de Vente „CICCA", Güterstrasse 148. Bäle Telephone Blrsig 68.99 Direction: Jean J. Ammann Adresse POUR LA SUISSE: tetegraphique: „Brampton" Bäle