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E_1931_Zeitung_Nr.087

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1931 - 87 Technische Synthetisches Benzin in England. Die Versuchsabteilung der « Imperial Chemical Industries Ltd.» gibt bekannt, dass es ihr auf Grund eines neuen Verfahrens möglich sei, beliebig grosse Mengen Benzins, von mindestens der Qualität, wie es sich gegenwärtig auf dem Markt befindet, zu einem Preis von 7 Pence pro Gallone synthetisch herzustellen. Die Gesellschaft plant die Errichtung einer Produktionsanlage von der doppelten Grosse der deutschen Fabrik zur Herstellung synthetischen Benzins. Jährlich würden in dieser Fabrik ca. 850,000 Tonnen Kohle verbraucht, wovon etwa die Hälfte zur Umwandlung in Benzin. Den Ertrag von Benzin berechnet man mit 200,000 Tonnen. Die Anlage käme auf etwa 8 Millionen Pfund zu stehen und würde 2000 Arbeiter sowie indirekt 3000 Bergleute beschäftigen. -s. Eine interessante Windschutzscheiben-Anordnung wird in der Leserkreis-Spalte des englischen « Motor » vorgeschlagen. Aus der beistehenden Skizze ist die Wirkungsweise der Verstellvorrichtung ohne weitere Erklärung ersichtlich. Man beachte, dass mit dem vorgeschlagenen Mechanismus die Scheibe Die Windschutzscheibe geschlossen (Hnks). halb geöffnet, z. B. bei Schneefall, Nebel oder im Sommer (Mitte) und ganz geöffnet (rechts). mit einer Hand bewegt werden kann, dass sie, wenn etwas gesenkt, gute Sicht ergibt. oder, wenn ganz gesenkt, bei offenem Wagen nur einen ganz kleinen Luftwiderstand bietet; und dass schliesslich die Möglichkeit besteht, die Scheibe jederzeit vom Führersitz aus auf ihrer Aussenfläche abzureiben, was zur Beseitigung von Schmutz und Eis sehr erwünscht sein kann. -s. Höchste Präzision durch Handarbeit. Trotzdem die Genauigkeit in der maschinellen Herstellung von Konstruktionsteilen heutzutage Interessantes von der Olympia-Schau Das letztes Jahr neu eingeführte, unterdessen noch verbesserte Rolls-Royce-Chassis, Modell 1932. ein Prototyp des bis in alle Einzelheiten mit grosster Sorgfalt durchgebildeten, dabei aber eheT orthcidoxen englischen Wagens. schon sehr weit fortgeschritten ist, wird sie in gewissen Fällen doch noch durch die menschliche Hand übertroffen. Gesenkteile. Stanzenstempel usw., die zwei bis drei Tonnen wiegen, werden z. B. vorerst mit den Hobelmaschinen vorbearbeitet. Ist dieser Bestandteil mit allen möglichen maschinellen Hilfsmitteln zurechtgemacht worden, dann wird er den Spezialarbeitern übergeben, die von Hand aus die weitere Bearbeitung besorgen. Zunächst kommen noch kleine Schleifmaschinen zur Anwendung und dann feine und immer feinere Feilen. Immer genauer wird gemessen, der Arbeiter verfolgt mit gespanntester Aufmerksamkeit die Gleichmässigkeit einer gekrümmten Fläche, die er nun eben herstellt. Sind schon alle erdenklichen modernen Instrumente herangezogen worden, um den höchsten Grad der Gleichmässigkeit und feinen Bearbeitung zu erzielen,- dann legt man alle diese Instrumente und Hilfsmittel beiseite. Der Spezialarbeiter geht nun daran, nur mit seinem Tastsinn der Hand und mit einer ganz feinen Feile dem Werkstück den letzten Schliff zu geben. Seine rechte Hand liegt flach auf dem Stück, die Finger sind weit auseinandergespreizt; so liebkost er gewissermissen längere Zeit, leicht reibend, die gekrümmte Fläche, die durch Messinstrumente und vorherige Bearbeitung nunmehr ihrer endgültigen Gestaltung näherkommt. Durch sein natürliches Tastgefühl in den Fingerspitzen bemerkt er Jede kleinste Unebenheit oder Unregelmässigkeit in der Formgebung der Fläche. Fühlt er noch irgend eine geringe Abweichung von der vorgesehenen Kurvenform, dann nimmt er wieder die Feile zur Hand und führt sie einige Male leicht über die beanstandete Stelle, so lange, bis die Hand fühlt, dass die Kurvenform vollständig gleichmässig ist, um die gewünschte Form des Stanzenstempels herauszubekommen, der dann aus den Blechplatten z. B. Karosserieteile presst. Mit Bewunderung muss man konstatieren, dass, ungeachtet der modernen Präzisionsinstrumente, die uns die heutige Werkstatt-Technik beschert, die menschliche Hand immer noch sozusagen das letzte Wort hat. + Neue elektrische Brennstoff-Förderpumpe. In den letzten Jahren sind mehrere sowohl mechanisch als auch elektrisch betätigte Pumpentypen entwickelt worden. Eine der neuesten Typen Ist der von J. H. Morris und M.D.Scott konstruierte Petrolift. An dem unteren Teil der Pumpe, wie in Abb. 1 und 2 ersichtlich, befindet sich ein Anschlussstutzen, der mit der Brennstoffzuleitung vom Tank fest verbunden ist. Der geförderte Brennstoff fliesst zunächst in den unteren abnehmbaren Glas- bzw. Blechbehälter, der mit seinem doppelten Filter event. Unreinheiten des Brennstoffes ausscheidet. In den Glas- bzw Riechbehälter mündet eine zentrale Röhre, die einen Teil des Hauptpumpengehäuses bildet und in welcher der Kolben der Pumpe arbeitet. Dieser Kolben — wie in Abb. 1 im Schnitt und Figur 2 im Aufriss gezeigt — ist mit einem Durchgang versehen, der durch seine Mitte läuft. Am oberen Teil des Kolbens befindet sich ein einfaches flaches Ventil, ähnlich wie bei einer Wasserkolbenverdrängungspumpe. Ein weiteres Ventil dieser Ausführung befindet sich an der Verlängerung des unteren Teiles der zentralen Röhre, woran auch der Filter befestigt ist. Die Röhre ist mit einer Spule (Solenoid) für 6 bzw. 12 Volt Spannung umgeben, die — ebenso wie die Magnetteile, Kontakte usw. — gegen Luft, Feuchtigkeit und sonstige Einwirkungen von aussen, aber auch gegen Eindringen von Brennstoff vollständig abgedichtet ist. Das obere Ende der zentralen Röhre mündet in die Brennstoffkammer der Pumpe, aus welcher der Brennstoff mit direktem Gefälle in den Vergaser läuft. In der Brennstoffkammer befindet sich ein Korkschwimmer, durch welchen eine kleine Messingstange läuft und an welcher eine Zwei verschiedene Schnitte durch die neue Förderpumpe (Abb. 1 und 2). hohle Manschette aufgehängt ist. Diese Manschette besteht aus einem magnetischen und einem unmagnetischen Teil und wird in der zentralen Röhre genau wie der Kolben geführt. (Abb. 1 und 2.) Die Spule hat einen selbsttätigen Mechanismus. Oberhalb der Spule befinden sich zwei permanente Magnete, welche teilweise die zentrale Röhre umfassen. Diese Magnete sind Der -:, „HYDRAT" Handfeuerlöscher in seinen verschiedenen Typen für Industrie und Gewerbe, Haus und Hof, Auto u. Garage, Feuerwehren, Elektrizitätswerke etc. etc. Ist reines Schweizer Fabrikat und von anerkannten Schweiz. Autoritäten im Feuerlöschwesen begutachtet als ein den besten ausländischen Fabrikaten mindestens ebenbürtiger Handfeuerlöscher. — Verlangen Sie Prospekte, Preislisten, Referenzen; unverbindliche Vorführung. „HYDRAT-FEUERLÖSCHER" A.-G., ZÜRICH Tel. 43.032, Stampfenbachplatz 1, Lintti-Hof Denken Sie an den Oel Wechsel! RICINOL m—m das bewährte Qualitätsoel wird Ihnen auch hier wieder seine Dienste leisten. Für jeden Motor die passende Flüssigkeit! ALLEINFABRIKANT: HANS MAURER, DANIKEN bei ÖLTEN Auch Ihnen kann so etwas passieren I Drum fahren Sie nicht ohne; sondern mit! 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Zustand, wegen Krankheit billig 51850 zu verkaufen Florastr.1128,Weinfelden. Was man vom •••••••••••«••••o«»»»>«w»——i Der Autobesitzer: L.-M., den 7. Auguu 1931. Letzte Woche konnten wir tran eine gründliche Probe mit dem Stabilisator durchführen, der wir mit grosser Spannung entgegensahen, war doch unser Auto infolge uns heute noch nicht bekannten Gründen seit einiger Zeit ganz bedenklich an Shimmy erkrankt. Wir konnten oft kaum über 25—30 km hinaus, so dass wir uns bereits mit dem Gedanken befassten, den Wagen zn verkaufen. Heute ist der Shimmy vollständig verschwunden und der Wagen fährt wieder wie zu neu. Die Probe erstreckte sich auf rund 1500 km, darunter eine Tagesfahrt Locarno, Gotthard, Zürich, Winterthnr, Schaffhausen, Donaueschingen, Stuttgart, 455 km. Seitdem noch zwei Mal über den Gotthard. W. K. Der Fachmann : . . . . Es ist bekannt, dass die Schwingungen der Vorderräder sich in geradezu gefährlicher Weine potenzieren, Rieb stosa- und schlagweise auf den übrigen Lenkmechanismus übertragen woraus sich eine ganze Anzahl von Autounfällen erklären. Durch den Rinban dieses Stabilisators wird die Potenzieruna dieses gefährliohen Schwingungsrhythmus nicht nur gedämpft, sondern völlig unterbunden C. W. N. Ingenieur und Sachverständiger. Moller Müller schreibt: iehützt die Steuerung vor rascher Abnützung, beseitigt Shimmy und Vibration am Ctosohwind y Lenkrad dauernd und gibt dem Wagen auch bei grosser Gesoh windigkeit dickeit einen einen en angenehmen, anaeneh ruhigen hl Gang Er schont Ihren Wagen und erhöht die Fahrsicherheit. Generalvertreter: FRITZ ZIEGLER, SCHAFFHAUSEN Telephon 199 Verlangen Sie ausführlichen Prospekt

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