Aufrufe
vor 3 Monaten

E_1933_Zeitung_Nr.011

E_1933_Zeitung_Nr.011

in den Tod Getreuen?

in den Tod Getreuen? Meine Liebe ist glühend und tötend. Ich bin ja nicht schön genug für Dich, aber wenigstens habe ich keine dicke Nase und keine schiefe Hüfte wie eine gewisse Andere. Mein heissgeliebter Endloser, ich sage Dir lebewohl im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, in Ewigkeit, Amen. Möge sich die Dreifaltigkeit Deiner erbarmen und Deiner armen Marynia. Nachschrift: Heute abend bin ich am Teich und warte auf Dich.» Kaum war das letzte Wort geschrieben, da griff eine rauhe Hand über die Schulter des Kindes nach dem Blatt: «Was machst du hier, nichtsnutziger Fratz?» fragte die scharfe Stimme der Tante Adelheid. Das war jene Tante, die die Kleine am wenigsten leiden konnte,- denn sie hatte sie, als sie noch ganz klein war, einmal unter dem Vorwand eines Kusses in den Hals gebissen. Diese Frau las jetzt mit bösen Augen den Brief, und tiefster Abscheu malte sich auf ihren ohnehin unlieblichen Zügen. «Nein, dieses Kind! So was Verdorbenes! Wo hast du das alles her? Schäm' dich! Im ganzen Dorf ist kein Kind, welches so einen Brief schreiben würde. Marsch, ins Haus! Vierzehn Tage darfst du jetzt zur Strafe nicht in die Laube.» Wütend warf sie den Brief zu Boden und schritt hoheitsvoll voraus. Das Kind folgte ihr gebrochen; nur so viel Geistesgegenwart hatte es noch, Marynia zuzuflüstern: «Nimm den Brief und schick' ihn dem Antek.» Abendessen musste das Kind auf seiner Stube allein und bekam auch keinen Apfel zum Dessert. Aber um neun Uhr kam Marynia auf den Zehenspitzen ins dunkle Kinderzimmer und legte eine grosse Birne aufs Bettchen: «Das schickt dir der Antek. Am St. Michaelstag ist unsere Hochzeit.» «Nichts gegen Sie, Professor! Ich vergesse nie Ihren Hustenanfall, bevor Sie in das Krankenzimmer transportiert wurden, das Blut und überhaupt das Ganze. Es war wunderbar. Sie hatten als der alte Pastor aus Malta das ganze Schiff auf Ihrer Seite. Die hätten nicht an Ihre Schuld geglaubt, und wenn Sie auf frischer Tat im Kassenraum ertappt worden wären. Das ist eine Rolle, die Sie öfter spielen müssen, Professor; ein Meisterwerk, by Jove!» «Ach, Lavertisse, Sie sind zu enthusiastisch «— und wenn Sie auch recht haben sollten, so wissen Sie doch, dass die grössten Meister- Zürcher Wochenprogramm Stadttheater Abends 8 Uhr, Sonntar nachmittag! 8 Uhr. Di. abends 7. Febr. Gastspiel Galas Karsenty: Domino, ComSdie v. M. Achard. Mi. abends 8. Febr. Der Waffenschmied (B. Ab. 11). Do. abends 9. Febr. Venus in Seide. Fr. abends 10. Febr. ukmfi (B. Ab. 11). Sa. abends 11. Febr. Die Fledermaus. SO. nachm. 12. Febr. 2K Uhr: Oeffentliche Vorstellung: Wilhelm Teil. So. abends 12. Febr. Viktoria und ihr Husar. Schauspielhaus *»*»*• w u& ^ ' tag nachm. 8H Uhr DL abends 7, Febr. Letztes Gastspiel Alexander Moissi und Berliner Ensemble: Zu wahr um schön zu sein, Komödie von Bernard Shaw. Mi. abends 8. Febr. Uutnant Komma. DO. abends 9. Febr. Premiere: Dandin gib acht, musikal. Lustspiel nach Moliere's Georges Dandin von Eugen Schulz-Breiden, Musik von Baul Pawel-Cbachan. Fr. abends 10. Febr. Leutnant Komma. Sa. abends 11. Febr. Dandin gib acht. So. nachm 12. Febr. Ess und Oel 'fl ( Ein Strick, ein Blick, ein Mädel). So. abends 12. Febr. Essig und Oel (Ein Strick, ein Blick, ein Mädel). Odeon Ba Sonnenqual 2 16—18 Uhr und 20—23 Uhr: Leo Valberg, Chansonnier und Stimmungs-Sänger und die Jazz-Kapelle E. Schwank. Restaurant Hung Nachmittags- und Abend-Konzerte. "Willy Radingei mit seiner Wiener Künstlernnd Stimmungskapelle. Künstler-Konzerte, täglich 3—6 und 8—11 Uhr. Orchester Enrico Carletti. f Beafengasse Cafe AstOrfa, $ t . Peterstrasse 18 Sven rledins Lamatempel aui der Weltausstellung in Chicago. Eine besondere Attraktion der Weltausstellung in Chicago in diesem Sommer wird ein antiker Lama-Tempel sein. Doktor Sven Hedin hat diesen ungewöhnlich schönen Bau aus Asien herbeigeschafft. Die Geldmittel zum Erwerb und Transport des Tempels hat der schwedisch-amerikanische Grossindustrielle Vinzent Bendix gestiftet. Der Lama-Tempel, der eines der erlesensten und entzückendsten Bauwerke der alten Kaiserstadt Jehol darstellt, wird mit seinem goldenen Dache und überschwenglichen Reichtum an ornamentalen Details einen auffallenden Gegensatz zu den imposanten ultramodernen Bauten der Ausstellung bilden. Der Tempel wurde auseinandergenommen, in Kisten verpackt und nach Chicago transportiert, wo schwedische Arbeiter ihn wieder aufbauten. Da der Tempel aus 30 900 verschiedenen Holzstücken besteht, so kann man sich denken, welche Sorgfalt, Geduld und Einsicht zu seinem Aufbau erforderlich waren. Sven Hedins Mitarbeiter, Dr. GÖsta Montell, hat eine interessante Beschreibung des Tempels und seiner Geschichte veröffentlicht, die am Eingang des Tempels verkauft wird. Ha. werke immer nur in einem Exemplar vorhanden sind. Das ist mein erster und letzter Schritt auf der priesterlichen Bahn. Aber lesen Sie den Artikel noch einmal, Lavertisse. Ich bin eitel. Und es freut mich, wie jener,, deutsche Fürst sagen zu können, als er den Jahresbericht des Reiches sah: Potz Donnerwetter, haben wir das alles getan!» M. Lavertisse nahm die «Daily Mail» und" las zum drittenmal: Das mysteriöseste Verbrechen des Jahrhunderts!! Eine Qoldsendung in Bleiklumpenverwandelt! Ein Mann im Begriff., das Blei zu stehlen! Das unerklärlichste Verbrechen, sagt die Polizei, das sie je gesehen hat. Privattelegramm der «Daily Mail»: Der Dampfer «Empress of Oceania», Kapitän Selby, traf am 29. Oktober vormittags in Alexandria (Aegypten) ein. Sofort nach seiner Ankunft wurden alle Zugänge gesperrt, und die Polizei, die durch drahtloses Telegramm vom Kapitän alarmiert worden war, begab sich an Bord. Was war die Ursache? Eines der mysteriösesten Verbrechen, ein Verbrechen, das kein Gegenstück in den Kriminalprotokollen haben dürfte, war an Bord verübt worden. Es genügt nicht, zu sagen, dass es die Polizei verblüfft hat, es verblüfft die gesunde Vernunft, und bis auf weiteres war es den kühnsten Vermutungen ebenso unmöglich, einen Schlüssel zu dem Problem zu finden, wie den polizeilichen Untersuchungen. Der Dampfer ging am 20. von London ab. Er führte ausser nicht sehr zahlreichen Passagieren und ziemlich viel Lastgut eine Goldsendung von 100,000 Pfund an die Banken in Alexandria, abgesandt von der Bank von England. In Schachteln zu je 1000 Pfund, kontrollgezählt von keinem Geringeren als dem Direktor der Bank, Mr. James Hoxton, war die Für den Automobilisten sind nicht nur Haftpflicht-Versicherungen notwendig, sondern auch Unfall- und Lebens- Versicherungen, die wirksamen materiellen Schutz vor mancherlei Schicksalsschlägen Schweizerische Unfallversicherung*. Qeielltchaft AUTOMOBIL-REVUE Der Tagesfilm gewähren. Verlangen Sie untere Prospekte and Offerte. „Winterthur" Dorsch-Lebertran als Kälteschutz. Die amerikanische «Metropolitan Llife Insurance Company» stellte fest, dass die 36 Millionen arbeitenden Personen der Vereinigten Staaten wegen Krankheit im Jahr mindestens 52 Millionen Arbeitstage zu Hause bleiben und dass den Hauptgrund für diesen Verlust an Arbeitstagen Erkältungskrankheiten darstellen. 42 Prozent der arbeitenden Bevölkerung werden erfährungsgemäss von Brkältungs-Krankheiten betroffen, die sie zu kürzerem oder längerem Aussetzen der Arbeit zwingen. Im Hinblick auf die Wirkung des Vitamins A im menschlichen Körper •wurden systematische Versuche mit besonders vitaminreicher Ernährung angestellt. Als Vitamin-Spender diente dabei für eine Versuchsgruppe von 185 Personen täglich ein Löffel Dorsch-Lebertran. Bei der zweiten Gruppe von Personen, die ungefähr die gleiche Arbeit zu verrichten hatten, wurde zur Ermöglichung von Vergleichen die Wahl der Ernährung freigestellt. Es zeigte sich, dass von der Versuchsgruppe mit Lebertran-Ernährung 55,1 Prozent frei von Erkältungskrankheiten blieben, während es von der Gruppe ohne Lebertran nur 32,8 Prozent waren. Die wegen Krankheiten versäumte Stundenzahl betrug bei den Personen der Gruppe mit Lebertran-Ernährung 12,8 Prozent, -wogegen die Personen der Gruppe ohne Lebertran 25,1 Stunden versäumten. at. Die Königskrone in der Petroleumkanne. Salote, die formelle Königin der unter britischer Oberhoheit stehenden Torieainseln, hatte ihre Krone verloren, die jetzt in einer Petroleumkanne wieder aufgefunden wurde. Nach dem Bericht des Gouverneurs von Samoa Sir George Richardson hatte der kleine Sohn der Königin mittler Krone der Mutter gespielt. Dabei hatten sich einige Perlen gelöst und die Königskrone war zur Reparatur nach Auckland geschickt worden. Ein paar Wochen später wurde sie für die Zeremonie der Parlamentseröffnung dringend gebraucht, aber das Kleinod war spurlos verschwunden. Nach der amtlichen Bekundung der Behörden in Auckland war die reparierte Krone ordnungsgemäss nach Tonga abgesandt worden. Man fand sie schliesslich auf dem Zollamt in Auckland in einer Petroleumkanne, die von dem Empfänger nicht abgefordert worden war; Kein Mensch hatte daran gedacht, in diesem Gefäss das vermisste Kleinod zu suchen. ' Sendung in eine gewöhnliche braune Kiste gepackt und von dem Direktor mit zahlreichen Siegeln verschlossen worden. Man wollte (aus gewissen politischen Gründen) jedes Aufsehen beim Transport vermeiden. Diese Warenkiste wurde in möglichst diskreter Weise auf den erwähnten Dampfer ge- • bracht, wo sie von Kapitän Selby in Empfang genommen und in den speziellen Verwahrungsraum des Dampfers für heiklere Sendungen placiert wurde. Dieser Raum ist mit doppelten Eisentüren versehen, er ist von den Seitett unzugänglich und ist Tag und Nacht von einer besonderen Wache bewacht worden. Kapitän Selby (wir fügen das für jene hinzu, die es noch nicht wissen) ist einer der bekanntesten Befehlshaber der englischen Handelsmarine, ein Mann, der ebenso hoch über jedem Verdacht steht wie der Direktor der Bank of England. In der Nacht vom 27. Oktober während der Dampfer sich auf dem Weg von Malta nach Alexandria befand, wurde der Kapitän plötzlich vom ersten Steuermann alarmiert. Die Wache vor dem erwähnten Verwahrungsraum hatte plötzlich, ohne vorher das geringste bemerkt zu haben, gesehen, wie die Türe aufgerissen wurde und ein Mann unter wahnsinnigem Gelächter herausgelaufen kam. Unter Hilferufen stürzte sich der Wachtposten auf ihn, übermannte ihn und Hess, wie gesagt, den Kapitän holen. Kapitän Selby, der sich augenblicklich einfand, hatte keine Schwierigkeit, den betreffenden Mann zu identifizieren, es war ein Mr. Lewis Grossmith, Passagier erster Klasse mit Privatkajüte, und nach seiner Angabe Gutsbesitzer aus Kent — eine Angabe, die sich natürlich als falsch herausstellte. Auf Kapitän Selbys Fragen antwortete er keine Silbe, und so eilte der Kapitän, gefolgt vom Schiffsarzt und dem ersten Steuermann, in den Raum, aus dem der Mann herausgestürzt Lebens. Verstehen! ngt- Gesellschaft ER-N. WlRKTfl.ni ZiiBiPM IflFlt/rWIKI a r u m gute Drucksachen? Weil Ihnen von einer schlechten Arbeit nicht der erhoffte Erfolg winkt. Unsere Drucksachen werden mit grössler Sorgfalt hergestellt, es sind durchwegs Qualität! drucke. — Nur solche sichern den gewünsch ten Erfolg. Andere wandern in den Papierkorb A HALL WAO BERN BUCHDRUCKEREI Tragödie des Frühreifen. , Robert Qlover, ein amerikanisches litterarisches Wunderkind, dessen Dichtungen Aufsehen erregten, hat dieser Tage Selbstmord verübt. Der Junge, der mit seinen 12 Jahren auch auf andern Gebieten eine kleine Kapazität war, so u. a. in der Physik und Chemie, war sehr unglücklich und konnte auch durch seine Mutter, die eine bekannte Vorkämpferin in der amerikanischen Kinderfürsorge ist, nicht von seinen in letzter Zeit immer häufiger geäusserten Selbstmordwünschen abgebracht werden. Mehr Automobile als Einwohner. Nach der amerikanischen Automobflstatistik steht Los Angeles mit 1.238.048 Einwohnern und 851,556 Autos an der Spitze der automobilreichen Städte in den Vereinigten Staaten, gefolgt von New York und Chicago. Den « Höchstgrad der Sättigung» hat Cleveland (Ohio) erreicht, wo 294,000 Autos auf 290,564 Einwohner entfallen. Sonderbare Logik! Einem waschechten Berliner wird erzählt, dass man bei den Ausgrabungen in Aegypten Kupferdrähte gefunden habe, woraus hervorgehe, dass die alten Aegypter schon die Telegraphie gekannt hätten. « Ach wat >, erwidert der Berliner, « det is noch jarnischt. In Pankow haben se ooch Ausgrabungen vorgenommen und da ham se nischt jefunden. Daraus jeht hervor, dass die ollen Berliner bereits die drahtlose Telegraphie jekannt haben.» Der Hausarzt. Der Philosoph Schopenhauer wurde bei irgendeiner Gelegenheit von einem Bekannten gebeten, ihm einen guten Arzt zu empfehlen. < Doktor X. ist doch Ihr Hausarzt. Taugt der etwas ? » « Das ist ein recht gescheiter und tüchtiger Mann ! » meinte Schopenhauer. «Wenn ich einmal krank bin. besucht er mich. Wir unterhalten uns dann ein Stündchen ganz angenehm, er verschreibt mir eine Medizin, ich nehme sie nicht — und werdet wieder gesund. » war und wo die gewaltige Qoldsendung verwar wurde. Er fand die Kiste, in die sie verpackt war, erbrochen, aber die Schachteln, in' die man das Gold gelegt hatte, schienen noch immer darin zu liegen, und der Kapitän wollte sich eben mit einem Stosseufzer der Dankbarkeit entfernen, als sein Blick auf ein paar Gegenstände auf dem Fussboden fiel. Es waren drei oder vier der erwähnten Schachteln, offenbar von Grossmith aus der Kiste genommen, und der Kapitän beeilte sich, sie aufzuheben, um sie wieder zurückzulegen. (Fortsetzung folgt.) Wohin? An die französische Riviera ? „Da fahren Sie jetzt am besten über die routo d'hivor des Alpes 1" Wohin Sie auch immer fahren wollen, die beste Auskunft erhalten Sie GRATIS vom TOUREN-ONKEL des 1933 - N° U Hier Touren-Onkel Touristikbüro der Automobil-Revue, Bern Tel. 28 222 Schreiben oder teleplionieren Sie dem Touren- Onkel möglichst bald Ihre Reisepläne, damit er Sie beraten kann.

1933 AUTOMOBIL-REVUE 15 CDEIEQ Die Kunst—schön zu sein ! Schönheit ist eine Macht! Und wer wollte sie nicht erreichen ? Die Macht, die viele Türen öffnet und den Lebensweg erleichtert? Ein Spaziergang: durch die Strassen jeder Stadt sagt einem aber immer wieder : Es gibt keine hässlichen Frauen, es gibt aber leider viele, viel zu viele ungepflegte Frauen. Da wird man wieder sagen : In Zeiten der Wirtschaftskrise soll die Frau Zeit und Geduld für Pflege ihres Teints und ihrer Figur aufbringen ? Das bisschen Zeit hat jede Frau, die den festen Willen hat. schön zu sein! Was macht den Zauber der Französin ? Nicht ihre Schönheit, sondern ihre Gepflegtheit. Das kleinste Ladenmädchen steht um ein wenig früher auf, um sich zurecht zu machen, bevor sie ihrem Beruf nachgeht, um für diesen schön zu sein und dadurch sich ihr Fortkommen zu erleichtern. Und wie vielen hat dieses bisschen Zeit zu grosser Karriere verholten. Das Geheimnis der Figur liegt in individueller Ernährung und Bewegung, wo jeder Fall verschieden ist. nach Veranlagung und Lebensweise. Das Geheimnis des Gesichtes in den 15 Minuten Zeit und richtiger Entspannung. Und das Schönste ist, dass das Ganze mit ganz geringen Kosten verbunden ist. Vor allem, und das ist wohl das Ausschlaggebende für die Pflege des Teints: nie vergessen am Abend gut abfetten, und zwar ganz leicht das Gesicht mit der Creme abstreifen. Es darf kein Pünktchen Russ oder Staub den Poren anhaften. Die Creme kann billiges, dünnes Vaselin sein. Nur zart anfassen, festes Maskieren lockert die Gewebe und dehnt die ~xaut. Dann mit gut fettender Creme 'das Gesicht einreiben und über Nacht einwirken lassen. Fängt man jung genug mit dieser Behandlung an, gibt es kein frühes Altern, man kann den Prozess des Alterns um Jahre hinausschieben und im höchsten Alter schön sein. Und gibt es einen erfreuenderen Anblick als eine schöne alte Frau? Aber nun zur Sache: Sie haben das Fett über Nacht einwirken lassen und haben über Ihren Polster ein Schminktuch ausgebreitet gehabt,"um"die Kissen nicht zu beschmutzen. Nun am Morgen wischen Sie die letzten Reste des Fettes mit dem Tuch fein ab und besehen Ihr Gesicht genau ! Ein kleiner Mitesser wird leicht ausgedrückt, ein wenig Trockencreme zart aufgetragen. Jetzt im Winter ein bisschen fettes Rouge auf die Wangen zart gerieben, ein bisschen Puder darüber und Sie sind fertig. Natürlich darf jnan nicht vergessen, die Augen vom Mor- _ enschlaf mit dem Tuch gut auszuwischen. "Nur kein Wasser fürs Gesicht. Ich bin eine fanatische Anhängerin des täglichen Bades, aber Feindin des Wassers fürs Gesicht. Vielleicht fände ich Widerspruch, aber ich spreche aus eigener Erfahrung und Versuchen an Freunden und Bekannten. Es ist gewiss nichts dagegen einzuwenden, wenn die Sportüerin oder die Berufsfrau das Gesicht mit warmem Wasser wäscht. Aber glauben lim tnatpiatz* Zürich 5 Te. 58911 Zinuiter mit fUessatdeiH, Wasser luZottralhaxung Hotel Volkshaus LIMMATHAUSzu Fr. 3.50$? Frühstück Fr. 1.20 HMldiempfteMtsiduMlx Sdrodd.Gera MAGENSCHMERZEN sindäusserst unangenehm. Dieselben verschwinden aber nach kurzer Zeit beim Gebrauch von „COLUMBA"-Magenpulver unschädliches Mittel gegen Verdauungsstörungen. Gegen Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Magenkrampf, Debelkeit, Erbrechen, Magendrücken, Sodbrennen. Blähungen, Aufstossen, übelriechenden Atem. Preis pro Schachtel Fr. 8.—. Machen Sie einen Versuch und Sie werden von dessen Güte wie schon Hunderte anderer Eunden überzeugt sein. Einzig erhältlich bei Apotheke zur Taube, Schaffhausen /svinj Sie mir, der Teint wird durch eine richtige Abschminke besser gereinigt und zarter. Sie sind vom ganzen Tag müde und abgespannt und müssen doch abends ausgehen: legen Sie deshalb in Kamillentee getauchte Wattebäuschchen auf Ihre Augen und legen Sie sich für 1 eine halbe Stunde ruhig hin. Das ist die beste Entspannung für Ihre müden Nerven und Sie werden abends frisch urld rosig aussehen. Sie sehen, das ist alles sehr einfach. Ein bisschen Zeit und Geduld für Ihr Gesicht, der Erfolg wird nicht ausbleiben. Schmucklose Toiletten ? Viele Frauen sind im Abendkleid am hübschesten, während junge Mädchen und sportliche Damen sich in Strassenkleidern wohler fühlen. «Silhouette» ist heute alles. «Linie» ist die Grundbedingung der fliessenden abendlichen Modelle. Alles Kindische, alles Ueberladene und Gewollte ist aus dem Modebild verbannt. Durchdachte Schnitte und edle Materialien führen ein Kleid zum eine links angebrachte Masche, die sich aus Erfolg. Sogar die vielen Modeschmucksachen scheinen passe zu sein. Nicht nur dem Nackenarrangement löst und ihre Schlupfen von einem Nickelring halten «weiblich», nein «damenhaft» müssen die lässt, dem Gesicht und der Erscheinung. Abendkleider sein. Man trägt sie zu den Ganz, ganz vage erinnern die über das grossen Empfängen und Bällen der Saison. rechte Auge gezogenen Samtdrapierungen Das «kleine Kleid», das für Theater .und an den Schirm einer schräg aufgestülpten späten Tee am Platze ist, das man aber unbedingt mit einem kleinen abendlichen Jockeimütze. Aber, wie gesagt, nur ganz Hut aus Samt, Seide, Federn, Bändern oder neuem Uebergangsstroh trägt, erscheint in dieser Saison oft. Die Toiletten sind alle sehr schmucklos. Der Effekt, matte und glänzende Stoffe zu verbinden, findet bei kleinen Kleidern und auch bei nachmittäglichen Modellen in den feinen schmalen Tüllinkrustationen einen erfolgreichen Rivalen. Maschen und Schleifen sind das bevorzugte Ornament. Flatternd oder appliziert spielen sie an dem Gürtel, bilden Schärpen oder haben an Hals und Schulter ihren Platz. Meist sind sie aus dem Material des Kleides. Echter Schmuck oder Strassspangen sitzen entweder an der Schulter oder vorne an der Raffung des Ausschnittes, manchmal auch am Rückendekollete oder an der Taille, auf dem Gürtel. Die amüsante Note dieser Kleider aber bringt der Schal, das Cape. Die Abendmäntel sind meist ganz lang. Cape oder Aermel, Revers oder Schals stilisieren ihre Fasson. Pelz ist reichlich oder gar nicht verwendet. Schmale Linien der Mäntel kopieren die Silhouette der Kleider. Paletots, die knielangen Mäntel, sind wieder modern. Und das Material: meist Samt, englischer Samt. Aber auch Mäntel aus Pelz, aus schwerster Seide, aus Taft und Wollstoff passen zur Abendadjustierung. Ghangeant- Taft, die neueste Laune der eleganten Modedame, wird vom Taftmantel entzückend und pikant ergänzt. Kleine Schultercapes oder kurze Jäckchen sind aus Bändern, aus Paillettenstoff, aus Stickereimaterial, aus Samt, Velours de Soie und aus Pelz, aus Taft, aus Tüll, aus Spitzen, aus bemalter Seide, aus Musselin. Umhänge sind Launen. Mehrere Variationen zu einem Kleid, dies ist eine gute Devise. Pelz, als scharmanten Gegensatz zum Abendkleid, zu nackten Schultern und lose frisiertem Köpfchen, gefällt sehr gut. Entweder das pelzbesetzte Samtcape oder der Fellkragen lösen sich vom Mantel und passen auch zum Kleid. Oder man drapiert Füchse. Ein bis drei Stück, über die abendliche Toilette, Silberfüchse, Polarfüchse, Blaufüchse. Wissen Sie schon dass 0,5 °/„ Nikotingehalt im Rauchtabak, nach den wissenschaftlichen Versuchen und Feststellungen, Ihrer Gesundheit nicht mehr schadet Gürtel. Gürtel spielen in der Mode eine grosse Rolle und ihrer effektvollen Gestaltung wird viel Aufmerksamkeit gewidmet. Auf dunklen, seidenen Kleidern leuchten Metallgürtel, in der Art der Militärgürte 1 , in Streifen gewebt, mit gravierten Schliessen, andere wieder sind aus dicken Lameschnüren geflochten oder gedreht. Schmiegsamer wirken Gürtel aus farblich vom Kleide abstechender Glanzseide oder aus dünnem Seidensamt. Sie werden zu kleinen Schleifen, manchmal auch zu längeren Schärpenenden geschlungen und gebunden. Bemerkungen zum Abendhut. Zum eleganten, kleinen Abendkleid und zum vornehmen Teekleid gibt es schmükkende, sehr hübsche Hüte. Weiss oder schwarz. Oder in der Farbe des Kleides. Man nennt sie «Abendhüte», weil sie in der Wintersaison nur für Abendlicht bestimmt sind. Drapierte, sorgsam arrangierte Kappen, genau zu Gesicht und Kopf geformt. Um von einigen Details zu erzählen: Man liebt eng abgenähte Biesen oder dicht gedrängte Passepoiles aus Samt. Hier wird das Arrangement, zwei flach applizierte Enden, mit einer kleinen Brillantagraffe auf dem Kopf gehalten; dort schmeichelt entfernt lässt sich zwischen harter Jockeikappe und den weichen Hütchen dieser Vergleich ziehen. Die zart kombinierten Hüte haben aber ihre strikte, besondere und durch Arbeit und Fasson festgehaltene Form. Sie sind gar nicht mehr identisch mit den Sportkappen. Und sie brauchen eine verständnisvolle Schöpferin. Sogar zweifarbig, aus braunem und teerosenfarbigem oder braunem und mauve Samt, entworfen, sehen die Hütchen mit geknoteter Seitengarnierung entzückend aus. Für zweifarbige Hüte wird wohl Schwarz-Weiss am meisten' und liebsten gewählt werden. m Die Hausmannskost. «Mein angehender Schwiegersohn ist ein prächtiger Mensch. Sonntag ist er immer bei uns zu Tische und alles schmeckt ihm, dass es eine Freude ist. Suppe lässt er sich zweimal geben, und Mehlspeis, die meine Tochter Dorothea macht, sogar dreimal. Und wenn er brav gefuttert hat, plaudert er vom Sofa aus noch ein wenig, dann tut es ihm noch ein bissei aufstossen, und mit der Zigarre schläft er ein — ein prächtiger Mensch!» So äusserte sich eine angehende Schwiegermama über ihren Schwiegersohn. Es war einmal. Nicht nur die beiden Brautleute, sondern auch die beiderseitigen Elternpaare wurden durch eine kräftige Hausmannskost aneinander gebunden. Sie wurden verwandt miteinander, hauptsächlich durch Austausch der sonst für jedermann streng reservaten Kochrezepte. Es musste dafür gesorgt werden, dass der junge Ehemann in seinem jungen Heim eine verwandte Kost bekomme, das heisst, seine Lieblingsspeisen so zubereitet finde, wie er sie von Muttern bekam oder wie sie ihm in seinen Kindheitserinnerungen aufstossen. Und Dorothea, obgleich sie bereits perfekt koctite und sogar Bonbons zuzubereiten verstand, machte vor der Hochzeit noch einen Nachtragskursus durch in der elterlichen Küche ihres Bräutigams. Hausmannskost. Dieser Terminus ist so unschön, dass er einem das Vergnügen an der Sache, die er bezeichnet, verleiden könnte, aber er ist dennoch treffend: Die Kost, die eine Hausfrau zubereitet, heisst nicht Hausfrauenkost, sondern Diese Gewissheit aber bietet Ihnen einzig die auf de»i' Nikotin-Entzug fortdauernd amtlich geprüfte, ohne chemische Behandlung wirklich nikotinarme und doch vollaromatische ( AUSTRTPAXOXCIGARETTE ATOX- LUXE *TOX- SURF1N ATO X- F1 N Fr. 2.- Fr. 1.50 Fr. 1.- i n S ch achteln zu 2 0 Stfi c k richtiger Hausmannskost, weil sie dazu dient, den Mann des Hauses bei Laune und Kräften zu halten, damit er ein tüchtiges Zugpferd oder prächtiger Renner werde. Wirtshauskost tauge für derlei Aufzucht seit jeher wenig. Sie bietet eben, wie man zu sagen pflegt, nichts Herzhaftes. Herzhaft ist eben nur die Hausmannskost und deshalb ein Elixier der Liebe. War es einmal. Denn wo es kein Haus mehr gibt, gibt es auch keine Hausmannskost. Die jungen Eheleute von heute wohnen zumeist möbliert, und wenn es hoch kommt, wird daheim nur Kaffee gekocht und kalte Küche serviert, die man aber ebenso gut an Ort und Stelle, nämlich im Automatenbüfett, verzehren kann. Für die Führung eines richtigen Haushaltes langt es zumeist nicht und die Frau richtet sich heute auf dergleichen auch gar nicht mehr ein. Meist ist sie selbst tagsüber in einem Erwerb tätig und nur für einen solchen vorgebildet. Und nun hat es die Vorsehung so eingerichtet, dass diesen desolaten Küchenzuständen ein geringeres Essbedürfnis entspreche. Die Vorsehung scheint zu diesem Zwecke den Sport erfunden zu haben und den gertenschlanken Körper als Schönheitsideal. Bei täglicher Uebung kann es eine Frau so weit bringen, dass sie, auf einem Fusse stehend, die grosse Zehe des anderen in den Mund stecken kann. Davon kann sie wohl nicht leben. Wohl aber ihr Mann? Von der Zehe in den Mund. Tourismus Bilder von Alpenstrassen Eine Bitte an unsere Leser! Wir beabsichtigen eine Artikel-Serie über die schweizerischen Alpenstrassen zu veröffentlichen. Damit das geschriebene Wort noch etwas deutlicher werde und dem Leser zugleich eine klare Vorstellung von unsern Alpenstrassen vermittelt wird, gelangen wir mit der Bitte an unsere Leser, uns Photos von ihren Fahrten über die Alpenstrassen zu senden, damit wir dieselben als Illustrationen für die erwähnten Artikel verwenden können. Aus den uns zukommenden Photos werden wir die geeignetsten auslesen und die andern umgehend retoümieren. Bilder, die wir behalten, werden wir auch honorieren. Wer also schon mit dem Wagen über die Alpenstrassen gefahren ist — nicht nur über die schweizerischen, sondern auch über die französischen, italienischen und österreichischen — und dabei auch photographiert hat, der sehe in seinem Album oder seiner Photographieschachtel einmal nach, ob er nicht die eine oder andere Aufnahme hat, die ihm als für diesen Zweck geeignet erscheint. Durchstöbern Sie also Ihre Photosammlung und senden Sie uns sobald als möglich Ihre Aufnahmen, damit wir daraus auswählen können. Allen freundlichen Lesern, die diesem Aufruf Folge leisten werden, sei schon zum voraus bestens gedankt. Redaktion. Touren -Sprechsaal Touren-Antworten T. A. 888. Basel-Porto-Lissabon. Ich empfehle Ihnen folgende Tour, die auf schnellstem Wege und besten Strassen landschaftlich prachtvolle Eindrücke vermittelt: PROFITIEREN SIE von der gunstigen Gelegenheit unseres billigen Verkaufes: Echte chinesische, handgravierte Stein - Schmuck - Kelten (Amethyst, Rosenquarz, Comalin, Lapis, Kristall etc.). Sehr schöne, originelle Stücke in Preislagen von Fr. 15.— bis 65.— CHINA-HOUSE - ZUERIOH 8onnenqu«13, Bellevu« Berücksichtigt die Inserenten dieses Blattes Gute Schriften Abonnement P\er Verein *-^ gute Schriften in Bern offeriert seinen Mitgliedern, die mindestens Fr. 8.— Jahresbeitrag zahlen, die portofreie Zusendung der 12 Monatshefte, jeweilen sofort nach Erscheinen. Anmeldungen nimmt entgegen der Geschäftsführer des Vereins, Fr. IVlühlheim, Lehrer in Bern. Distel weg 15.