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E_1933_Zeitung_Nr.079

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1933 - No 79 henden Äbriehmer-Schleifbürsten immer nur in ganz bestimmten Momenten austreten. Das Relais. des Relais. Die eingez«ictinete Lampe zeigt an, ob die Dynamo auflädt oder nicht. der Anker.ungefähr gleich schnell dreht wie der -Motor. Die elektrisch© Verbindung mit der .Batterie erfolgt durch zwei Drähte. Dabei darf aber keine dauernde elektrische Verbindung bestehen. Bei abgestelltem Motor und stillstehendem Anker gibt die Dynamo ja keinen Strom ab, und eine dauernde Verbindung: hätte deshalb zur Folge, dass nun umgekehrt die Batterie ihren Strom in di6'Dynamo schicken und sich damit auf die Dauer entladen würde. Es ist deshalb noch ein Schalter nötig, der die Verbindung zu unterbrechen gestattet, und zwar soll es wenn möglich ein automatischer Schalter sein. Den gewünschten Automatismus können wir erzielen, indem wir zur Betätigung des Schalters einen Elektromagneten verwenden, dessen Wicklung mit der Dynamo KoliStrüktionsschcma dos Relais. An = Anker; B-A = Abzweigung der Erregungsleitnng; F = Spannfeder, mit: Regulierschraube St; K = Kon- . ;... takte; "W.l, W2 == Wicklungen. irgendwie verbunden ist. Ein solcher Apparat ist das sogenannte « Relais ». Es unterbricht die elektrische Verbindung zwischen Batterie Bauen wir die Dynamo jetzt in den Wagen ein und schauen, was weiter notwendig Dynamo und Batterie, sobald die Dynamospannung unter ein gewisses Minimum sinkt ist.. Der Antrieb wird so gewählt, dass sich und stellt umgekehrt die Verbindung her, wenn die Spannung genügend hoch ist, um eine Ladung der Batterie zu gewährleisten. Aber noch sind wir nicht ganz am Ziel. Es zeigt sich nämlich, dass bei der nun bestehenden Anlage das Licht verschieden stark ist, wenn schnell und wenn langsam gefahren wird. Diese Ungleichheit ist auf die ungleiche Tourenzahl der Dynamo zurückzuführen, die wiederum eine ungleiche Stromabgabe bewirkt. Ursprünglich suchte man sich dagegen zu behelfen, indem man komplizierte Tourenzahlregler in den Dynamoantrieben einbaute. Heute wird dagegen die Regelung ausschliesslich auf elektrischem Weg erzielt. Schema einer stromregulierenden Dynamo. Der Erregerstrora der Feldwicklung S wird bei einer dritten Bürse abgenommen; B = 'Batterieanschlüsse. Dabei sind zwei Hauptsysteme zu unterscheiden : Die Regelung durch einen söge-, nannten Schnellregler und die Regelung durch eine dritte Bürste. Das erste System kommt hauptsächlich bei europäischen, das zweite fast ausschüesslich bei amerikanischen Wagert zum Einbau. Gemeinsam haben beide Systeme, dass die Regelung durch Verändern der magnetischen Erregung erfolgt. Im ersten Fall ist in den Stromkreis der Stator-Elektromagnete eine Art Relais eingeschaltet, wie wir es oben kennen gelernt haben. Dieses Relais arbeitet aber gerade umgekehrt : Es unterbricht den Strom, wenn dessen Spannung ein gewisses Maximum überschreitet, leitet ihn über einen Widerstand und schliefst ihn erst wieder beim Eintritt einer tieferen Spannung. Di© Unterbrüche und Schliessungen gehen dabei sehr rasch vor sich, so rasch, dass'rdie Schematische Darstellung der Wirkungsweise eines Spannungsregler. A = Generatorank'er; B = Batterie; E = Feldwicklung; W = Widerstand; K3, K4, K5 = Kontakte. Schwankungen am Licht gar nicht mehr bemerkbar sind. Obwohl also die Stator-Elektromagnete abwechslungsweise bald zu viel und bald zu wenig Erregung erhalten, wird gerade dadurch, und durch die Schnelligkeit der Unterbrechungen, im Rotor ein gleichmassiger Strom erzeugt. Das zweite System erkennt man äusserüch daran, dass neben den zwei früher erwähnten Abnehmerbürsten eine dritte verschiebbare Bürste vorhanden ist. Die Abzapfung des Erregerstromes erfolgt an einer der gewöhnlichen und an der dritten Bürste. Der Erregerstrom steigt bei dieser Abzapfung aus Gründen, auf die wir hier nicht näher eintreten können, beim Steigen der Ankertourenzahl nur bis zu einem bestimmten Höchstwert und bleibt dann annähernd konstant. Dementsprechend verhält sich dann auch die Stromabgabe nach aussen. Der Höchstwert kann dabei innert gewisser Grenzen beliebig eingestellt werden, indem man die dritte Bürste im Drehsinn des Ankers oder umgekehrt verschiebt. Eine Verschiebung der Bürste in der Drehrichtung des Ankers ergibt eine Verstärkung des Stromes, eine Verschiebung gegen die Drehrichtung eine Verminderung. Von dieser Einstellmöglichkeit kann man unter Umständen Gebrauch machen, um die elektrische Anlage eines Wagens den speziellen Verhältnissen anzupassen. Damit wären eigentlich die Geheimnisse des Elektrizitätswerkes im Auto gelüftet. Die Tatsache, dass der Strom durch Schalter in die richtigen Bahnen gelenkt und durch Sicherungen am übermässigen Anwachsen im Fall von Kurzschluss verhindert wird, ist so bekannt, dass sich weitere Erklärungen erübrigen dürften. Der Anlasser ist ein Elektromotor, nicht « auch» so eine '*« Dynamo », wie man es oft hört, wenn er auch genau so aussieht. Der Unterschied besteht tatsächlich nur in der Funktion. Die Dynamo verlangt mechanischen Antrieb utid gibt dafür Strom ab. Der Elektromotor verlangt Strom und gibt dafür mechanische Arbeit ab. 'Eine und dieselbe Maschine kann sogar beide Funktionen erfüllen, wenn es sein muss Im Elektromotor ist wiederum einer der schon zitierten physikalischen Grundsätze ausgenützt, der nämlich, dass ein Eisenkern magnetisch wird, wenn man eine Drahtwicklung um ihn legt, in der ein elektrischer Strom fliesst. Beim Anlasser tritt ganz gleich wie bei der Dynamo Strom in die Stator- Elektromagnete und erzeugt Magnetismus. Da man aber gleichzeitig auch Strom in die Ankerwicklungen hineinschickt, wird auch das Ankereisen magnetisch. Der Kollektor richtet dabei die Stromflüsse derart, dass immer der (in einer beliebigen, aber ein für allemal fest angenommenen Drehrichtung betrachtet) vor einem Stator-Magneten liegende Schema eines Spannungs- und Stromreglers. Durch die einander zum Teil entgegengesetzt wirkenden Wicklungen A. B, C, D und E werden auch Kurzschlüsse unschädlich gemacht. Elektromechanische Werkstätte für Autos Beundenfeldstrasse 32 — Telephon 28.65O Bevor Sie eine Batterie kaufen oder reparieren lassen, verlangen Sie bitte unverbindlich unsere Offerte. DAS VERTRAUENSHAUS FÜR BATTERIEN Garage KroneBiberg, Luzern elektromechanische Spezialwerkstätte Ausführung sämtlicher Reparaturen an allen elektrischen Apparaten durch gut geschultes Personal innert kürzester Frist. Wie soll der Automobilist von Ihnen und Ihren Fabrikaten wissen, wenn er nie von Ihnen hört? 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NO 79 - 1933 risotei Schnitt durch einen Anlasser mit mechanisch einspurbarecn Ritzel. A = Anlassergehäuse; B = Feldmagnetpol; G = Anker; D = Anker-Ritzel; E = Roduktionsritzel; F = Federmuffe; G = Schraubenfeder; H, I = Motor-Antriebsritzel; K = Verzahnung des Schwungrades J; L = Lagerung; M = Betätigungshebel des Ritzels mit Geetänge N; 0 = Druckkontakt; P = Stromzuleitung-. Teil des Ankers ungleichnamig magnetisch, der hinter ihm liegende Teil gleichnamig magnetisch wird. Ungleichnamige Magnete ziehen sich aber bekanntlich an und gleichnamige stossen sich ab. Es ergibt sich daraus, dass unter dem Einfluss dieser Anziehung und Abstossung eine Drehung des Ankers entsteht, die eine dauernde ist, weil der Kollektor das Spiel mit dem Magnetismus im Anker beständig wiederholt. Es werden immer abwechselnd diejenigen Teile des Ankereisens magnetisch gemacht, die für eine Anziehung oder Abstossung und deshalb für einen neuen Abtriebsimpuls nützlich sind. In Anbetracht der gleichartigen Bauart von Dynamo und Elektromotor liegt der Gedanke sehr nahe, den Elektromotor überhaupt wegzulassen und dafür auch die Arbeit des Anlassens der Dynamo zu überbinden. Es gibt tatsächlich auch Systeme, bei denen dieses Prinzip zur Anwendung kommt. Es müssen dabei aber gewisse Schwierigkeiten in Kauf genommen werden, die die meisten Konstrukteure bewogen haben, zwei getrennte Maschinen zu bevorzugen. Die Dynamo und der Anlasser sind ja ganz verschieden hohen Ansprüchen unterworfen. Von der Dynamo verlangt man nichts mehr, als dass sie nach und nach die Batterie auffüttert und sich sorgsam nach ihrem Hunger richtet. Sie kann sich dazu Zeit nehmen und muss es sogar. Anders der Anlasser. Innert wenigen Sekunden hat dieser Athlet wahre Gewaltsleistungen an mechanischer Arbeit zu. vollbringen. Er muss deshalb so eingerichtet sein, dass er auch die entsprechend grossen elektrischen Energien aufnehmen kann. Da in ihm momentan Ströme von hundert und mehr Ampere pulsieren, müssen seine Wicklungen sehr viel Beim Bendix-Mechanismus kommt die Einspurung automatisch dadurch zustande, dass sich das Ritzel beim Anlaufen des Anlassers infolge seiner Trägheit auf einem Schraubengewinde S der Ankerwelle seitwärts verschiebt robuster sein als die der Dynamo. In Wirklichkeit verwendet man deshalb hier an Stelle der Kupferdrähte wahre Kupferstäbe. Ueber die Art und Weise, wie das kleine Zahnrad des Anlassers — Ritzel genannt — mit der Verzahnung am Schwungrad mechanisch zum Eingriff gebracht wird, braucht es wohl keine nähere Erläuterung. Jeder kann sich das selbst ansehen oder hat es schon getan. Es sei hier nur so viel gesagt, dass Schaltuugsschema eines Anlassers mit elektromagnetisch einspurendem Ritzel. Wl = Hauptstrom-Wicklung; W2 = Hubwicklung; D = Druckknopfschalter; H = Hauptstromschalter; Sp = Sperriegel; A = Anschlagsscheibe; F = Feder; R = Ritzel; G = Dynamo; 3 = Sicherheitsschalter: L = Laderelais. es gegenwärtig drei Methoden dazu gibt: Bei der einen wird das Ritzel durch ein Pedal in den Zahnkranz hineingeschoben, bevor der Anlasserkontakt geschlossen wird; bei der anderen erhält es die nötige seitliche Verschiebung durch die magnetische Einwirkung des Stators auf den Anker; bei der dritten schraubt sich das Ritzel durch seine Trägheit auf einem Gewinde nach dem Zahnkranz hin, sobald dieses Gewinde, das auf der Ankerachse sitzt, zu rotieren beginnt, m. Störungen in der Licht- und Anlasseranlage. Bei Störungen in der Licht- und Anlasseranlage suche man, wenn man mit der Wirkungsweise der elektrischen Ausrüstung nicht sehr genau vertraut ist, grundsätzlich einen Spezialisten auf. Viele Störungen erkennt der Spezialist auf den ersten Blick und manche davon kann er mit wenigen Handgriffen beheben, während der Sachunkundige einer Anormalität vielleicht erst nach stundenlangem Suchen oder nur durch Zufall auf die Spur kommt. Weil es aber immer einmal vorkommen kann, dass man auf sich selbst angewiesen ist, sind im folgenden die meistvorkommenden Störungen und die Art ihrer Behebung in kürzester Form zusammengefasst Batterie. Nachlassen der allgemeinen Leistungsfähigkeit: Ungenügende Säuredichte, sulfatierte Platten, durch Ueberladung oder Alter der Batterie herausgebröckelte Füllmasse, unreine Füllsäure. Abfallen der Spannung: Kurzschluss in einer oder mehreren Zellen durch herausgefallene Füllmasse oder durch Platten, die sich infolge Verbiegung berühren. Die Verbiegung kann durch Aufladen mit zu grosser Stromstärke oder übermässige Beanspruchung des Anlassers entstanden sein. Hat eine einzelne Zelle teilweise Kurzschluss, so bleibt diese speziell beim Aufladen hinter den anderen zurück. Ständig ungenügende Aufladung: Ungenügende Stromabgabe der Dynamo, übermässiger Stromverbrauch durch den Anlasser, die Beleuchtung oder die Neben-Apparate, schlecht eingestellte Dynamo, schlecht funktionierendes Relais, Kurzschluss im Leitungsnetz. Rasches Sinken des Säurespiegels: Ständige zu starke Aufladung der Batterie, die sich auch in der übermässigen Erwärmung der Batterie bemerkbar macht. Ein anormal rasches Verdunsten des Elektrolyten kann auch auf ungeeigneten Einbau der Batterie, z. B. zu nahe dem Motor, hervorgerufen werden. Ungleiche Säuredichte in den verschiedenen Zellen: Einzelne Zellen sind undicht oder weisen Kurzschluss auf. Ueberhitzung der Polanschlüsse: Schlechter Kontakt infolge Verschmutzung oder schlechtem Sitz der Klemmen. 13 Die Autobatterie stellt erfahrungsgemäss den empfindlichsten Teil der elektrischen Anlage dar. Ihre Vernachlässigung führt rasch zu kostspieligen Schäden. Wir verweisen deshalb ganz speziell noch auf die Ratschläge im Artikel « Wartung der Batterie >, der in der nächsten Nummer erscheinen wird. Eine gut gepflegte Batterie kann eine Lebensdauer von fünf oder mehr Jahren erreichen, während schon die Missachtung des richtigen Säurespiegels oft die Zerstörung der Batterie nach wenig Monaten nach sich zieht. Dynamo. Das Amperenieter bleibt auf Null: Anschlüsse an der Maschine, am Schalter oder an der Batterie unterbrochen oder Defekt des Amperemeters. Sicherung durchgebrannt Dynamokohle gebrochen oder Wicklung defekt. Starke Pendelungen des Amperemeters: Lose Kontakte in der Ladeleitung, verschmierter Kollektor, schlecht aufliegende, vielleicht zu stark abgenützte Kohlenbürsten, schlecht funktionierendes Relais. Ungenügende Sfromabgabe der Dynamo: Zu geringer Bürstendruck, verschmierter Kollektor oder verschmierte Kohle, schlechte Einstellung, Kurzschluss in einzelnen Wicklungen. Uebermässige Spannung, Durchbrennen der Birnen; Batterieanschluss unterbrochen, Störung im Spannungsregler. Mit den Birnen brennt häufig auch die Erreger-Sicherung durch. Starke Funkenbildung am Relais: Kurzschluss in einem Stromkreis hinter dem Relais. Starke Funkenbildung an den Dynamobürsten: Kollektor verschmutzt, verbrannt oder unrund. Prinzipiell besteht beim Auftreten von Störungen in der Beleuchtungsanlage die erste zu treffende Massnahme in der Kontrolle der Sicherungen. Es bedingt dies jedoch, dass der Fahrer überhaupt weiss, wo seine Sicherungen untergebracht sind» was durchaus nicht immer zutrifft. Gewöhnlich befinden sich die Sicherungen irgendwo in der Nähe des Hauptschalters, manchmal auf dessen Rückseite hinter dem Instrumentenbrett, hie und da auch an der Spritzwand unter der Motorhaube. Ersatzsicherungen gehören zu jeder einigermassen kompletten Automobilausrüstung. Durch die behelfsmässige Ueberbrückung defekter Sicherungen mit Hilfe von Stanniol können leicht Schäden in der elektrischen Anlage und sogar gefährliche Wagenbrände herbeigeführt werden. Ist eine defekte Sicherung festgestellt und brennt die Ersatzsicherung sogleich beim Einsetzen auch wieder durch, so muss vor weiteren Versuchen die Ursache des übermässigen Stromdurchganges ermittelt werden. Im übrigen halte sich der Nicht-Fachmann, wie oben erwähnt, von zu vielen Pröbelejen •H^IHB jm^MPk ^^^^rm £IMVn jflffHflk 4HM^A BMK9V A3VH^R ^^^^^B '^MHHk ni^Vi^^ .^^?wv «rf^^^R •HH^A AHBHH SlMWv ^^W|ft IBSw 4HHHK sHlBflh i^IHlft Securite, protection assurees par une batterie. Exigez une batterie BOSCH-NEBELLAMPE Neuer Preis: Normale Ausführung Fr. 32, Verchromte Ausführung Fr. 36, BOSCH-SCHEINWERFER Preise von Fr. 42.— bis Fr. 144. das Paar. 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