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E_1933_Zeitung_Nr.090

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Trinklieder des

Trinklieder des grössten Stockholmer Sänger-Dichters Carl Michael Bellman ein leises Echo finden. Djurgärden ist heute zu einer Stätte der Kunst geworden. Stockholms grösstes Kunstausstellungsgebäude liegt hier, ferner das Schloss des « Malerprinzen >, Prinzen Eugen von Schweden, und das Lustschlösschen Karls XIV., jetzt Karl-Johann-Museum (Rosendal), das Empire-Kunst birgt. Schlösser um Stockholm. Nördlich Stockholm liegt eine Gruppe stolzer Schlösser aus karolinischer #und gustavianischer Zeit. Im Klaraviken spiegelt sich das von grünen Bäumen umgebene Delagardische Schloss Karlberg, das heute die königl. Kriegsschule beherbergt. Nicht weit davon Schloss Ulriksdal am Edsviken, ehemals Lieblingsschloss Karls XV., heute Sommersitz des schwedischen Kronprinzen und seiner Familie. Weit vor der Stadt liegt am Mälarsee das königliehe Lustschloss Drottningholm, auf Veranlassung der Königin Eleonore im 17. Jahrhundert von Tessin dem Aelteren und dem Jüngeren erbaut. Trotzdem starke Anklänge an das Versailler Schloss unverkennbar sind, ist das Drottningholmer Schloss ein typisch schwedischer Herrensitz, umgeben von einem grossen, ganz nach französischem Muster angelegten Schlossgarten und eihem_ sehr hübschen, interessanten, auch noch andere" Bauten, wie das < Chinesische Schloss >, enthaltenden Park. Von den zahlreichen, den Besuchern zugänglichen Sehenswürdigkeiten seien die Gobelins genannt, die Ludwig XV von Frankreich Gustav III. schenkte. Das Theater und ein sehr interessantes Theatermuseum befindet sich in einem besonderen Gebäude Von Stockholm über Södertälje erreicht man das königliche Schloss Gripsholm, eine alte Wasburg mit massiven Rundtürmen auf einer malerischen Halbinsel im Mälarsee. Schloss Gripsholm ist jetzt ein historisches Museum mit zahlreichen Erinnerungen an die Zeit Gustav Wasas und Eriks XIV. Von den dortigen Kunstschätzen ist vor allem die Gemäldesammlung zu beachten. Das ganz in der Nähe liegende Städtchen Mariefred ist eine von Schwedens idyllischsten Kleinstädten; 18 km weiter der Bischofssitz Strängnäs am Mälaren mit einer sehr schönen Kathedrale. Auf der Strasse nach Uppsala, 3 km nach Märsta links abzweisend, liegt das sicher bedeutendste Privätschloss Schwedens, das im Jahre 1679 vollendete Schloss Skokloster der Grafen Brahe, eines der ältesten Adelsgeschlechter des Landes. Das Schloss ist eine glänzende Erinnerung aus der Grossmachtzeit, enthält kostbarste Sammlungen, darunter Gobelins, die Ludwig XIV einem schwedischen Feldmarschall schenkte, und eine Waffensammlung, die von keiner derartigen privaten Sammlung der Welt übertroffen werden dürfte. Die Bibliothek besteht aus 30.000 Bänden, darunter viele Seltenheiten, und einer kostbaren Manuskriptsammlung. Ganz prachtvoll ist der Königssaal mit einer herrlichen Gipsdecke und Kostbarkeiten, die Feldmarscball Wransrel aus Deutschland als Beute mitbrachte. Durch die mit dem Grafen Nils Brahe verheiratete Tochter des Feldmarschalls kam das Schloss an die Brahe. in deren Besitz es noch heute als Fideikommiss ist. Wer das Glück hatte, den Aufenthalt in diesen Prachtsräumen gemessen zu dürfen, wird Schloss Skokloster (Waldkloster), diesen weissen, viertürmisren Monumentalbau inmitten dunkler Waldungen und geschmackvoller Parkanlagen, nie vergessen. Be. Laufenburg. Das vor Jahren eingesetzte Aktionskomitee zur Erstellung eines «Führers für beide Laufenburg» hat kürzlich in einer Schlußsitzung seine Arbeiten abgeschlossen. Dem Unternehmen standen Fr. 3163.25 zur Verfügung, die von Privaten und Verbänden aufgebracht worden waren. Den Text betreuten Aerzte und Lehrer. Das Titelblatt ist ein Werk des ortsansässigen Kunstmalers Graf von Alten. Wie der Leiter der Aktion, Hr Oberstlt. E. Müller, feststellen konnte, hat die bemerkenswerte Publikation zu beiden Seiten des Rheins gut eingeschlagen. Die Zunahme des Passantenverkehrs ist unverkennbar. Es ist zu hoffen, dass sachliche und gediegene Propaganda auch in Zukunft ein entsprechendes Echo findet. Schweizerseits sind der Verkehrs- und Verschönerungsverein, badischerseits die Ortssektion des Schwarzwaldvereins unentwegt bemüht, den Gästen der aufstrebenden Rheinstädtchen die bestehenden Sehenswürdigkeiten zu erschliessen und neue, willkommene Annehmlichkeiten zu schaffen. h. . Touren'Sprechsaal Touren-Antworten T. A. 937. Aarau-Rendsburg. Die kürzeste und beste Route von Aarau nach Rendsburg verläuft folgendermassen: 1. Etappe: Aarau, Küttingen, Frick, Rheinfelden, Basel, Müllheim, Freiburg, Herbolzheim, Dinglingen, Offenburg, Appenweier, Achem, Bühl, Rastatt, Karlsruhe, 248 km. 2. Etappe: Karlsruhe, Bruchsal, Wiesloch, Heir delberg, Weinheim, Darmstadt, Frankfurt, Bad Nauheim, Giessen, Marburg, 234 km. 3. Etappe: Marburg, Jesberg, Fritzlar, Kassel, Hofgeismar, Carlshafen, Höxter, Bodenwerder, Hameln, Springe, Hannover, 261 km. 4. Etappe: Hannover, Celle, Bergen, Soltau, Trelde, Harburg, Hamburg, Pinneberg, Elmshorn, Itzehoe, Hohenwestedt, Jevenstedt, Rendsburg, 270 km. A. N. in W. T. A. 938. Zürich—Berlin—Stockholm—SiQtuna. Es ist eine Unmöglichkeit, diese Reise in 3 Tagen auszuführen. Für die Strecke Zürich—Sigtuna zurückzulegen sind mindestens 5 Tage nötig. Folgendes ist die kürzeste Route: 1. Tag: Zürich, Winterthur, Schaffhausen, Donaueschingen, Rottweil, Baiingen, Hechingen, Stuttgart, Sulzbach, Hall, Feuchtwangen, Ansbach, Nürnberg, 413 km. 2. Tag: Nürnberg, Pegnitz, Bayreuth, Hof, Plauen, Gera, Zeitz, Leipzig, Bitterfeld, Wittenberg, Treuenbrietzen, Potsdam, 432 km. 3. Tag: Potsdam, Berlin, Löwenberg, Strelitz, Neubrandenburg, Demmin, Stralsund, Sassnitz, 318 km. 4. Tag: Mit der Fähre nach Trälleborg, Malmö, Hässlunda, Markaryd, Stromsnäs, Hamneda, Ljungby, Värnamo, Stigamodal, Jönköping, 328 km. 5. Tag: Jönköping, Gränna, Mjölby, Norrköping,, Nykööping, Södertälje, Stockholm, Eammarby, Märsta, Sigtuna, 392 km. Die Fähre Sassnitz (Rügen) nach Trälleborg (Schweden) verkehrt zweimal täglich, Dauer der •Ueberfahrt 4 Stunden. Tarif: Autos bis zu 1500 kg ca. RM. 52.—, jed.e weiteren 100 kg ca. RM. 4.— bis 5.— mehr. 1z. Touren-Fragen T. F. 939. Kreuzungen—Vevey. Ich wäre sehr dankbar für Angabe der besten (nicht kürzesten) Route Kreuzungen—Vevey. Verkehrsärmere Strassen würde ich, des Genusses, der Landschaft wegen und weil die Strecke nicht an einem Tage bewältigt zu werden braucht, vorziehen. E. L. in K. Büchertisch Schweizer Radio-Kalender 1934. Verlag Hallwag AG., Bern. Preis Fr. 2.— Den Radiobesitzern wird das Erscheinen der Ausgabe 1934 des Schweiz. Radiokalenders, der nunmehr von der Hörerorganisation, dem Schweiz. Radioverband, selbst herausgegeben wird, nicht geringe Freude bereiten. Sie finden darin zunächst eine ganze Reihe nützlicher Angaben, so einen kompletten und leichtverständlichen Störungsschlüssel und ein vollständiges Verzeichnis der Sender, und zwar einmal nach Ländern geordnet, das andere Mal zur Identifizierung unbekannter Stationen nach Wellenlängen. Da bei letzteren ab JanuaT eine Verschiebung eintreten wird, ist die Beigabe einer bezüglichen Uebersichtstabelle besondere zu begrüssen. Aus einer grossen Reihe populär-technischer Beiträge seien bloss die Artikel: Wie gehen Radio-Uebertragungen vor sich? — Können Radiostörungen vom Empfangsapparat weggehalten werden? — Der Einfluss der Jahres- und Tageszeit auf den Radioempfang — erwähnt, um anzudeuten, dass es sieh um ein Buch handelt, das sozusagen zu jedem Apparat gehört. Von einem über den Kreis der RadiohöreT hinaus gehenden Interesse sind die mannigfachen Abhandlungen über die Entwicklung der drahtlosen Telephonie. Eine Reihe sonstiger Beiträge versucht unter Zuhilfenahme von Zeichnungen die Vorgänge jenseits des eigenen Lautsprechers zu erklären. Flott illustrierte Abhandlungen zeigen die verschiedenartigen Dienste des Radios im öffentlichen Leben. Eine Adressliste der bestehenden und zum Beitritt einladenden Hörer-Organisationen und ein Diktionär der raidiotechnischen Ausdrücke schliesst das Buch, das seinem Zwecke gemäss ein Nachschlagewerk, der Form nach einen Kalender AUTOMOBIL-REVUfc 1933 - N°90 Senden Sie mir sofort — ohne Jegliche Verpflichtung meinerseits — ein Gratisprobehelt von: * Französisch | Änth U "••»*- * Spanisch J * Nichtgewüjiscbtes gell, streichen. darstellt, indem es mit einem speziell zur Vormerkung •wichtiger Emissionen angelegten Kalendarium beginnt. Kleine Notizen Ein neues Heilverfahren in der Wärme-Therapie. Es -dürfte die vielen von Rheumatismus geplagten Automobilisten interessieren, von einer neuen, bereits vielfach erprobten Heilmethode zu erfahren, die das kürzlich in Zürich eröfffnete Parapack-Institut unter der Leitung von Herrn Dr. med. F. Fortmann anwendet. Das neue Wärmeheilmittel « Heilschaum-Parapack » hat gegenüber andern Wärmebehandlungsarten den Vorteil, dass Hautverbrennungen und Schädigungen des Herzens auch bei 100° Celsius und darüber nicht vorkommen. Die durch Parapack gesteigerte Innenwärme des Körpers stellt ein mächtiges Anregungsmittel für sämtliche Lebensvorgänge dar; alle Körperzellen und Organe arbeiten kräftiger, erschöpfen sich aber nicht, weil die Packung nach einer durch langjährige Erfahrung erprobten Zeit wieder entfernt wird. Gleichzeitig tritt eine mächtige Schweissabsonderung ein, wobei eine Unmenge schädlicher Stoffe aus dem Körper entfernt wird. Die Parapack-Wirkung besteht also gleichzeitig in kräftiger Anregung aller gesunden Lebensvorgänge des Körpers und in ebenso kräftiger Ausscheidung etwa vorhandener krankhafter Stoffe. Parapack-Heilschaum-Packung verhilft selbst bei hartnäckigen Leiden auf ganz natürlichem Wege zur Heilung, so bei Asthma, Rheuma, Gicht, Ischias, Lähmungen, Nervenschmerzen, Fettsucht, Herzleiden etc. etc. Der Patient fühlt sich in der Packung äusserst wohl, bekommt das Gefühl ange* nehm warmer Umhüllung, trotzdem 60—80° C auf den Körper gebracht werden, und ist nach der Packung nicht etwa erschöpft oder zerschlagen, sondern frisch, tatenfroh und wie neu geboren. Die Haut ist nach der Packung noch feucht, frisch und warm. 'Sie ist von allen Ausdünstungen und Schlacken befreit, die Poren sind weit offen und SchwaTzes Complet mit schwarz-weiss kariert»* 1 der Hautstoffwechsel, der, wie die neueste Forschung lehrt, von ungeheurer Bedeutung für die Bluse und grosser Schleife vorn. Gesundheit des Menschen ist, kann ungehindert vor sich gehen. 15.OOO Schweizer n. Schweizerinnen Weg znm (Als Drucksache in offenem Kuvert mit S Rp. frankieren) Adresse: Bücherzettel 15,000 Schweizer und Schweizerinnen haben erkannt, dass Vorwärtsstrebende sich nicht damit begnügen dürfen, ihr Tagewerk recht und schlecht zu verrichten. Sie haben eingesehen, dass sie nur dann vorgezogen werden, wenn sie mehr zu leisten vermögen als ihre Mitmenschen, wenn sie den andern überlegen sind in Können und praktischem Wissen. Und weil dabei die Kenntnis fremder Sprachen von entscheidender Bedeutung ist, haben sie mit dem Studium der Unterrichtswerke von Professor Grand begonnen. In ihren freien Stunden, nach Erledigung der Tagesarbeit, haben sie sich weitergebildet, um sich auf dem Wege des Selbstunterrichts gründliche Kenntnisse der französischen, englischen, italienischen oder spanischen Sprache anzueignen. Damit haben sie sich nicht einmal eine langweilige Sache aufgeladen, wie man dies bei Erlernen fremder Sprachen befürchten könnte, und die man nach den ersten paar Stunden am liebsten wieder abschütteln möchte. Im Gegenteil, sie machen die Erfahrung, dass das Studium „förmlich zum Gcnuss", dass es „zur Lust, zur Arbeit im Gewände der Freude", dass es „zur Lieblingsbeschäftigung in der Freizeit" wird, wie sie uns immer wieder berichten. Gerade darin liegt der grosse Vorteil dieser Methode: Mühsames Auswendiglernen und eintöniges Grammatikdrillen sind vermieden worden. An ihre Stelle tritt von Anfang an die praktische Anwendung der Fremdsprache in der Form von Aufsätzen und Abhandlungen. Nach und nach dringt der Lernende immer tiefer in den Rhythmus und die Geistestiefe der Sprache ein; er lernt die schwierigen Teile im praktischen Gebrauch auf angenehme Weise und gelangt schliesslich zu einer völligen Beherrschung des Ganzen. Warum ? Weil die Sprachwerke von Professor Grand spezieil für Leute geschaffen wurden, die tagsüber geistig und körperlich arbeiten, für welche ein solches Studium Erholung bedeuten muss. Schliessen Sie sich diesen 15,000 an! Falls Ihnen die komplette Anschaffung eines Lehrganges nicht leicht fallen sollte, so können Sie ohne weiteres einen Kurs auf Grund von Monatsoder Vierteljahrsraten zu 2 oder 6 Franken abonnieren, wogegen Sie jeweils die entsprechenden Hefte erhalten. Im Laufe eines Jahres haben Sie dann den ganzen Kursus durchgearbeitet. Damit Sie sich ohne Kosten ein Bild machen können Ober das, was Prof. Grand Ihnen bietet, senden wir Ihnen auf Verlangen — ohne jegliche Verpflichtung Ihrerseits — eine Probelektion der Sprache, die Sie interessiert. Verlag HA 1*1* WAO, Bern Abteilung Sprachwerke Die neue Mode

N» 89 - 1953 ÄUTÖMOBIL-REVUE 11 A. C. S. über Südarabien. Als Referent war der bekannte Forscher und Orientalist Helfritz verpflichtet worden. Der Veranstaltung, die infolge des grossen Andranges in letzter Stunde in den gTossen Musiksaal des Stadtkasinos verlegt werden musste, war ein voller Erfolg beschieden. Ueber den Inhalt des Vortrages wurde bereits an anderer Stelle berichtet. Als weitere Veranstaltung wird die Sektion Baeel am 25. Nov. 1933 den grossen Clubball in den Festsälen der Basler Mustermesse und am 9. Dez. 1933 das traditionelle Nikiausessen mit einem Lichtbildervortrag von Dr. Th. Gubler über «Streifzüge in U. S. A.> durchführen. Auf Anregung aus Mitgliederkreisen, wird dieser iÄjilass erstmals in Rheinfelden, wo die Sektion Basel eine stattliche Anzahl von Mitgliedern besitzt, etattfinden, SEKTION BERN. Fuchsjagd. Die Jahreszeit des buntfarbenen Laubes, der Winzerfreuden und des Sausers hat auch in den Mitgliedern der Berner Sektion die herbstliche Jagdlust geweckt. Dem flinkem Fuchs wollte man über das in tausend Farben prangende Land nachspüren und ihn im sichern Fuchsbau ertappen. Der letzte Samstag bot das rechte Jagdwetter, so dass die in 26 Wagen verteilten, siegessichern Jäger sich am frühen Nachmittag von Bern aus zur Aufspürung der Fährte ufmachten. Der erfreulich grossen Zahl von Teüjehmern entsprechend, musste der Fuchsbau über jrnei verschiedene Fährten erreicht werden. Der eine »f£9Kdhi Strassenbau und Strassenverkehr. — La construetion des routes et Ia circulation routiere. — Sammlung der anlässlich des vom 22 bis 24. Mär» 1933 durchgeführten Vortragszyklus gehaltenen Referate. 1933 Verlag der Vereinigung schweizerischer Strassenfachmänner, Zürich. Preis, geheftet: für Mitglieder der Vereinigung Fr. 4.—, für Niehtmitglieder Fr. 8.—, zuzüglich Portospesen. Die Fragen über modernen Strassenbau und Strassenverkehr interessieren heute nicht nur den sich besonder» damit beschäftigenden Techniker, sondern weiteste Kreise der Oeffentlichkeit und namentlich auch der Strassenbenützer. Diese Tatsache veranlasste die Vereinigung schweizer. Strassenfachmänner zur Durchführung eines Vortragszyklus, in welchem die wichtigsten, das Strassenwesen betreffenden Fragen vornehmlich von der technischen, aber auch von der volkswirtschaftlichen Seite aus dargestellt und erläutert werden sollten. Das grosse Interesse, dem die Veranstaltung begegnete, Hess die Sammlung der Vorträge in Broschürenform wünschbar erscheinen. Diese Sammlung ist soeben erschienen. Als Zusammenfassung der 17 Vorträge — 12 in deutscher, 5 in französischer Sprache — bietet sie einen wertvollen Ueberblick über wichtige Fragen des Strassenbaues und des Strassen Verkehrs, die von massgebenden Fachleuten der verschiedenen Sondergebiete behandelt wurden. Die Mannigfaltigkeit der Vortragssammlung- erhellt am besten aus der Inhaltsübersicht. Regierungsoberbaurat ErtI (Speyer, Pfalz) behandelt Linienführung, Längenund Querprofil der Strassen. Ueber die Strassendecke und die Ausbildung der Fahrbahn verbreitet sich der Vortrag von Kantonsingenieur Schläpfer (Herlsau). Professor Thomann von der E. T. H. in Zürich gibt Auskunft über Grundsätze für den Ausbau des italienischen Hauptstrassonnetzes und äussert sich zum aktuellen Thema «Ueberlandbahnen und Strassen». Die besonderen Verhältnisse, welche beim Ausbau städtischer Strassen zu beachten sind, erörtert Ingenieur Pesson, Genf (französisch), und Ingenieur Ruegg (Malland) orientiert über die Strassenbaustoffe. Das vom Standpunkte der Fahrzeugkonstruktion und der Ausbildung der Fahrbahn aus betrachtet gleich •wichtige Thema «Fahrzeug und Strasse« bildet, den Gegenstand einer Abhandlung von Prof. Dr. Schenck (Charlottenburg). Strasseninspektor Bossard (Luzern) schildert die Massnahmen zu zweckmässigem Strassenunterhalt und Strassenreinigung. Ingenieur Schuler (Zürich) setzt sich mit der bedeutungsvollen Aufgabe einer zweckmässigen und fachgerechten Verlegung von Leitungen im Strassenkö'rper auseinander. Ingenieur Monteil (Bern) und Ingenieur Direktor Remy (Freiburg) legen ihre Ansichten über das Verhältnis zwischen Eisenbahn und Strasse im modernen Verkehr vom Standpunkte der Strassenbenützer und der Eisenbahnen (französisch) dar. Ingenieur Dr. jur. Claudon gibt eine ausführliche Darstellung der technischen und polizeilichen Massnahmen für die Regelung des Verkehrs auf den Ueberlandstrassen Frankreichs (französisch). Das nämliche Thema, aber im Hinblick auf die Verhältnisse in den Städten ist Gegenstand der Vorträge der Herren Comm. Dr. Ing. Albertini (Mailand) und Boutteville, Paris (französisch). Ingenieur Erb spricht auf Grund seiner Erfahrungen als Sektionschef für öffentliche Beleuchtung beim Elektrizitätswerk der Stadt Zürich über die Strassenbeleuchtung. Kantonsingenieur Blumer (Glarus) gibt einen geschichtlichen Ueberblick über die Entstehung und Entwicklung der schweizerischen Alpenstrassen und macht Anregungen für den dringend notwendigen Ausbau derselben. Von der wirtschaftlichen und touristischen Bedeutung des schweizerischen Strassennetzes endlich handelt der letzte Vortrag des Präsidenten der Touristikkranmission des Automobil-Clubs der Schweiz, Herr Faillettaz, Lausanne (französisch). Befahrbarkeit der Alpenpässe. Infolge der reichlichen Schneefälle der letzten Tage Im gesamten Alpengebiet hat sich die Befahrbarkeit der Alpenstrassen wie folgt geändert : Albula, Bernina, Flüela, Lakmanier, Oberalp, Splügen, Umbrail wegen grosser Schneemassen gesperrt. Albula, Flüela und Umbrail werden nicht mehr geöffnet Juller bis auf weiteres gesperrt. Ofen und St. Bernhardin wurden gepflügt und sind von heute, 31. Oktober, an wieder fahrbar. Die Strecke Klosters-Davos ist nur mit Ketten befahrbar. Die Strecke Langwies-Arosa ist nur mit Ketten befahrbar. Die Strecke Tiefencastel-Bergün fst nur mit Ketten befahrbar. Lenzerheide mit Ketten fahrbar. Engadin bis Schills mit Ketten fahrbar, von da bis Landesgrenze ohne Ketten. Brünig, Schneeketten empfohlen. Furka gesperrt. Jaun, vorübergehend gesperrt Klausen gesperrt. Mosses, vorübergehend gesperrt. Oberalp gesperrt. Pillon, vorübergehend gesperrt. , St. Bernhard, Grosser, gesperrt. St. Gotthard, vorübergehend gesperrt. Slmplon vom 31. Oktober ab voraussichtlich mit Ketten wieder befahrbar.