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E_1933_Zeitung_Nr.091

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Strassenverkehrsunfälle

Strassenverkehrsunfälle im Kanton Glarus. Im Jahre *1932 wurden 97 Unfälle polizeilich gemeldet, bei welchen 177 verschiedene Fahrzeuge beteiligt waren. In 45 Fällen wurden 32 Fahrzeugführer oder -insassen und 23 Fussgänger (worunter 10 Kinder) verletzt; in einem Fall wurde ein Motorradfahrer, dessen Soziusfahrer und ein Fuhrmann schwer verletzt: in einem Fall wurde der Motorradfahrer tödlich und dessen Soziusfahrer schwer verletzt; in einem Fall wurde ein Motorradfahrer tödlich und ein Fussgänger schwer verletzt: in einem Fall wurde der Velofahrer tödlich verletzt. Im ganzen wurden 59 Personen verletzt, ein Velofahrer und zwei Motorradfahrer getötet. 'Bei 10 Unfällen entstand nur Personenschaden, bei 46 Unfällen nur Sachschaden (worunter Tötung von 5 Schafen), bei 40 Unfällen Personen- und Sachschaden. Zeitlich können die Unfälle wie folgt ausgeschieden werden : Nach Monaten: Januar 3. Februar 3, März 7, April 1, Mai 10, Juni 9. Juli 9, August 16, September 7, Oktober 14, November 8, Dezember 10. Nach Wochentagen : Werktags 68; Sonntags 29. Nach Tageszeit: bis 12 Uhr 32. 12—18 Uh r 46, 18—24 Uhr 19. 43 Unfälle ereigneten sich auf geraden, breiten, offenen oder übersichtlichen Strekken, 15 in Kreuzungen und Abzweigungen, 20 in Kurven, 19 in bebauten und unübersichtlichen Strecken; 80 Unfälle passierten auf Ueberland- und Dorfstrassen, 17 auf Bergstrassen. Die Kerenzerbergstrasse hat 14 Unfälle zu verzeichnen, die Sernftalstrasse 2, Oberseetalstrasse, Bergensträssli in Matt und die Mühletalstrasse in Mühlehorn je 1. In Ortschaften ereigneten sich 48 Unfälle. Von der Klausen- und Klöntalstrasse kamen keine Unfälle zur Kenntnis. Die Ursachen dieser Unfälle sind (gemäss den Tatbestandsaufnahmen) zurückzuführen auf: zu schnelles und nicht den Strassenverhätlnissen angepasstes Fahren 22, mangelhafte Zeichenangabe oder Unterlassung derselben 4, Linksfahren 5, unkorrektes und unvorsichtiges Verhalten des Fahrzeugführers 4, Linksschneiden der Kurven 7, Vorfahren 3, Manövrieren 1, unvorsichtiges Einbiegen in die Hauptstrasse 3, Unsicherheit im Fahren 1. unkorrektes Fahren des Radfahrers 10. " Garage Geiser, Langen- Ihal. Tel. 300. 610021 Glarus zuzunehmen, indem in den drei verflossenen Vierteljahren von 1933 bereits 73 zu verzeichnen sind. Die Ursachen der Vermehrung wird näher zu überprüfen sein. Die durch die Bundesvorschriften verlangte Anpassung der kantonalen Gesetzgebung ist nunmehr abgeschlossen. Am 7. Mai 1933 sanktionierte die Landsgemeinde das «VoHziehungsgesetz zu den Bundesvorschriften über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr» (Neuordnung der Steueransätze mit Einführung der Vierteljahresberechnung und Rückerstattung); am 7. Juni erliess der Landrat eine Vollziehungsverordnung hiezu und am 29. Juni genehmigte der Regierungsrat den Gebührentarif. Umfangreiche Arbeiten brachte im neuen Jahre die Durchführung der Bundesvorschriften in administrativer Hinsicht, so zum Beispiel die Neunumerierung der Fahrzeuge, Schiideraustausch und Neuanfertigung sämtlicher Ausweise, welche Angelegenheiten schon auf Ende April beendigt worden sind. Die Neuerungen bewirken überhaupt dauernd viele Mehrarbeiten in bezug auf Kontrolle, Meldewesen, Statistik, Steuern, Gebühren und Rechnungswesen. Zu Anfang 1934 wird es sich darum handeln, zu prüfen, ob und inwieweit die Fahrzeuge den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Die Fahrzeughalter sind denn auch bereits aufgefordert worden, rechtzeitig die noch fehlenden Ergänzungen oder Neuerungen vorzunehmen. A. L. Züvchev Notizen Kantonales Einführungsgesetz zum Motorfahrzeus^esetz. Nachdem im Sommer eingehende Besprechungen zwischen der Polizeidirektion und den Vertretern der Verkehrsinteressentenverbände über einen Entwurf zu obigem Gesetz stattgefunden haben;-der LA COPIE NE VAUT JAtiflAES L'OREGINAL ff m qui leur sont offertes, nos chents, instruits par une expe>ience de plus de DODGE Infolge Zu verkaufen Todesfall CAfifllON aus Privathand 10593 2^—3 T., auf Pneus, hinten doppelt. 4-Radbr., el Limousine rt W% tf*K? Licht u. Anlasser verst. u vers. für 1933. Preis 5plätzig billig. Ev. würde ein 5-T.- Wagen od. 4-PI.-Auto an fahrbereit und komplett Tausch genommen. Offert ausger. nach Vorschrift, unt. 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AUTOMOBIL-REVUE 1933 - N» 91 2-Plälzer CHEVROLET Fr. 1600.— Einschlafen des Autofahrers 2, Trunkenheit endgültige Entwurf aber noch nicht erschie- ist, hat sich die Autosektion Zürich des neuerdings Präsident der obersten nationalen gleichzeitig Führer des Kraftfahrkorps und des Fahrers 1, mangelhafte Bremsen 2, un-negenügende oder keine Beleuchtung 3, Nichtabblenden 2, Spielen von Kindern und un- Zürich gewandt mit dem Ersuchen, die Aus- jüngst einen Korpsbefehl an die Motorfahr- T.C.S. an die PolizeLdirektion des Kantons .Sportbehörde ist. Dieser Führer erliess vorsichtiges Verhalten derselben auf derarbeitung des Entwurfs als dringlich zu be-zeugfahrerhandeln, damit die verschiedenen Abgaben enthält, die auch den schweizerischen Motor- der verschiedene Anordnungen Strasse 6, Unvorsichtigkeit des Fussgängers 8, Scheuwefden eines Pferdes 1, Hineinspringen eines Hundes ins Motorrad 1, angeblich erhoben werden können, um dem Haupt- dürften und allgemeiner Beachtung wert für das Jahr 1934 nach dem neuen Gesetz fahrzeugführer als Anregung interessieren Vereisung der Strasse oder Fahren ohne postulat der sämtlichen Verbände um Re-sind. Es wird darin als selbstverständliche Schneeketten 4, angeblich Unübersichtlichkeit Pflicht bezeichnet: der Strassenstrecke 2, Nebel 2, unbekannte Genaue Kenntnis und Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen über den Motorfahr- und verschiedene Ursachen 4 Unfälle. Leider scheint die Zahl der Unfälle im zeugverkehr. Motorfahrzeugverkehr nach Inkraftreten der Stete äussere wie innere Pflege des Fahrzeuges und Beobachtung aller seiner der neuen Gesetzgebung auch im Kanton für duktion und Zahlungserleichterungen nachzukommen. Die Polizeidirektion des Kantons Zürich hat daraufhin wie folgt geantwortet: In Beantwortung Ihrer Zuschrift vom 21. Oktober teilen wir Ihnen mit, dass das Eihführungsgesetz zum Bundesgesetz zum Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr auf Grund der Vorlage der Polizeidirektion, vom Regierungsrat am 13. Juli in erster Lesung vorberaten wurde und wir glaubten, es noch in diesem Jahre zur Abstimmung bringen zu können. Nun stellte sich ein neues Hindernis Ria. Im bisherigen Gesetz ist auch die Verteilung der Einnahmen aus den Automobilsteuern auf den Kanton sowie 'die Städte Zürich und Winterthur festgelegt: Da nun auf den 1. Januar 8 Gemeinden mit Zürich vereinigt werden, beantragte die Baudirektion die Abänderung dieses Verteilungsparagraphen und nachträglich kam sie dann auch noch dazu, vorzuschlagen, dass die Verkehrsbestimmungen, die bisher im Strassengesetz standen, auch noch in das Automobilgesetz hinübergenommen werden natürlich mit entsprechender Revision, so dass dann sämtliche Verkehrsbestimmungen im neuen Gesetz beieinander wären. Die entsprechenden Vorschläge der Baudirektion liegen noch nicht vor. Wenn sie eingehen, so müssen sie natürlich in erster Lesung und nachher mit 'den übrigen Paragraphen als ganzes Gesetz den Regierungsrat auch in zweiter Lesung passieren, ehe das Gesetz an den Kantonsrat geleitet werden kann. Daraus ergibt sich nun leider, dass das Gesetz nicht auf 1 Januar 1934 in Kraft treten kann. Wir wollen gerne die Frage prüfen, ob es nicht möglich sei, die Erhebung der Automobilgebühren für das Jahr 1934 nach den vom Regierungsrat gutgebeissenen neuen Paragraphen vorzunehmen. Ohschon dies rechtlich etwas schwierig ist, dürfte es vielleicht doch geschehen, da kaum von irgendwelcher Seite Einsprache zu erwarten wäre. Ueber das Ergebnis werden wir Ihnen berichten. Die Autosektion Zürich des T.C.S. wird die zweckdienlichen Massnahmen treffen, damit die von der Polizeidirektion in Aussicht gestellte Zwischenlösung möglichst zur Durchführung gelangen kann. Dr. M.-W. Goldene Regeln für den Automobilisten. Die Neugestaltung der Verhältnisse in Deutschland hat bekanntlich auch eine besondere Organisation des Motorfahrzeugwesens gebracht, für welches ein «Chef des Kraftfahrwesens» verantwortlich ist, der 8 Zyl. Mercedes-Benz Limousine, 5pl., in gutem Zustand, mit vollautomat. Zentralchassisschmierung, Bosch - Dewandre - Servo- Vierradbremsen, el. 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Der korrekte Fahrer lässt beim Führen nicht den einen Ellenbogen zum Fensterrahmen heraushängen, sondern er sitzt in anständiger Haltung am Steuer und bedient dieses mit beiden Händen. Der richtige Fahrer parkt auch nicht in einer Kurve oder zu enger Strasse. Er ist vielmehr ständig darauf bedacht, sein Fahrzeug so hinzustellen, dass die Fahrbahn stets für andere passierbar bleibt. Für den Automobilisten vom alten Schrot und Korn mag es sich bei diesen Anweisungen und gut gemeinten Ratschlägen um Binsenwahrheiten handeln. Leider gibt es "aber noch genügend Fahrzeugführer, die es wohl verdienten, dass diese goldenen Regeln zuvorderst in ihr Stammbuch eingetragen würden und bei denen es ebenso zweckmässig wäre, sie ihnen in Form eines Befehls zur Kenntnis zu bringen, wie es der vorgenannte Führer des Kraftfahrkorps zu tun in der Lage ist! 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N» 91 - 1933 AUTOMOBTL-REVUB Luftfahrt Die Anwendung der Blindlandeverfahren In Europa. Von Robert Gsell, Sektionschef im Eidgen. Luftamt, Bern. (Fortsetzung und Schluss.) Statt der akustischen Verfahren wurden bald die optischen eingeführt, da es sich für den Piloten als leichter erwies, nach einem Zeiger zu fliegen, welcher ihm angab, ob er zu stark rechts, zu stark links oder in der Mitte sei. Auch dieses Verfahren gab dem Flugzeuge Jedoch nur die waagrechte Bahn, während für die Landung im Blindfluge auch die senkrechte Bahn zu kennzeichnen ist. Mit Hilfe der ultrakurzen Wellen wurde es, zuerst wieder in den U. S. A., möglich, auch den «Gleitweg» des Flugzeuges in den Aether zu schreiben, wobei eine besondere Funkbake nötig wurde, der Pilot aber ausserdem einen Zeiger vor sich hatte, der ihm angab, ob er zu hoch, zu tief oder richtig flog. Zur Ueberwachung seines räumlichen Weges erhielt der Pilot noch ein weiteres Mittel: wenige Kilometer vor dem Flughafen, und an dessen Eingangsperipherie, wurde je ein Vorsignal aufgestellt, das besondere Zeichen (meist akustisch) abgab; schliesslich wurde es gar möglich, ein weiteres Anzeigegerät im Flugzeuge anzubringen, welches die Distanz von der Flugplatzbake annähernd genau anzeigte. Dieses amerikanische Verfahren steht zurzeit in den U. S. A. im Stadium der Einführung in den praktischen Flugbetrieb. In Europa fand es vorerst bei den zuständigen Behörden keine Gegenliebe — einzelne fanden vielleicht schwer den Weg von den ihnen selbst entwickelten und seither technisch überholten Verfahren zurück; andere hofften auf eine oder betrieben eine Weiterentwicklung zur Einfachheit; das besagte Verfahren verlangte ja, ausser der Bake oder dem Pei- Es wurde aber auch in Europa bald erkannt, dass die allgemeine Einführung der Blindlandeeinrichtungen für die Entwicklung des Luftverkehrs unerlässlich ist und dass nur Ultrakurzwellen ein Vertikalleitung gestatten; infolgedessen ist die 9-m-Welle als internationale Wellenlänge für Blindlandeeinrichtungen festgesetzt worden, doch konnte betreffend der übrigen notwendigen Vereinheitlichungen noch keine Einigung erzielt werden — eine solche Einigung ist aber unerlässlich für die Einführung, denn niemand wird ohne Not eine teure Blindlandeeinrichtung schaffen, von welcher noch nicht feststeht, ob die den Platz anfliegenden Flugzeuge der verschiedenen Nationen die zugehörige Empfangseinrichtung besitzen. Heute sind nun die Versuche in Deutschland derart fortgeschritten, dass die technischen Grundlagen für die Vereinheitlichung vorliegen: Es ist gelungen, den Strahl derselben Bake für die Leitung in der waagrechten und senkrechten Ebene zu verwenden, so dass derselbe Empfänger beide Zeiger (für Kurshaltung und Höhenhaltung) bestätigt und das Flugzeug an Gewicht der Apparatur sparen kann. Die Vorsignale werden mit 500 m Wellenlänge betrieben und mit Hilfe eines kleinen Zusatzgerätes empfangen, dessen Verstärkung durch den Empfänger der 9-m-Bake erfolgt. Es ist dringend zu wünschen, dass demnächst eine europäische Einigung über die Blindlandegeräte erfolgt, und das beschriebene System ist wohl zurzeit technisch das einzig aussichtsreiche — mögen die verschiedenen Länder nationale und persönliche Prestigerücksichten zurückstellen, damit der Luftverkehr auch in der ungünstigen Jahreszeit regelmässig und sicher durchgeführt werden kann ! Der Umstand, dass diesen Winter Zürich • das die schwierigsten Verhältnisse für die bisherigen Peilverfahren hat — im regelmässigen Luftverkehr angeflogen wird, führte zur Notwendigkeit, sofort eine Landungsfunkbake aufzustellen. Mit Rücksicht auf die ler zum Auffinden des Flugplatzes in dernoch ausstehende Vereinheitlichung war zuerst eine Mittelwellenfunkbake geplant, da sie keine besonderen Empfangseinrichtungen voraussetzt (akustischer Empfang) und dies, trotzdem damit nur die Möglichkeit des Anfluges bei tieferer Wolkendecke — nicht aber die Blindlandemöglichkeit — gewonnen wäre. Fernnavigation, eine Bake für die Waagrechtleitung, eine solche für die Senkrechtleitung und zwei Vorsignalbaken (alles für jede in Frage kommende Landungsrichtung) und im Flugzeuge, ausser dem Mittelwellenempfänger für den Verkehr mit dem Boden und die Fernpeilung, einen Spezialempfänger für die Waagrechtbake, einen für die Senkrechtbake und meist noch einen für die Vorsignale. Die fortgeschrittene wähnten Blindlandesystems und die unbefriedigenden Ergebnisse der akustischen Mittelwellenbake (in bezng auf die Anforderungen an den Piloten) führten aber zu dem Entschluss, die vollständige Ulträkurzwellenbakeneinrichtung für Blindlandung aufzustellen und vorerst sich zu versichern, dass die diesen Winter verkehrenden Flugzeuge die zugehörigen Spezialempfänger erhalten. Gleichzeitig soll die Initiative ergriffen werden, eine europäische Vereinheitlichung in dem Sinne zu erzielen, dass Bakensysteme dieses Grundprinzipes von allen europäischen Flugzeugen mit Blindlandeempfängern benützt werden können. Dieser Entschluss wurde dadurch erleichtert, dass die Einrichtung vorderhand mietweise bezogen werden kann, um erst erworben zu werden, wenn die Vereinheitlichung erfolgt ist. Von dieser Vereinheitlichung hängt die Entwicklung des europäischen Luftverkehrs, besonders des Winterverkehrs ab, und es ist vorauszusehen, das in der praktischen Verwendung der vollen Blindlandung ähnlich vorgegangen wird, wie dies eingangs für den Blindflug geschildert wurde: zuerst Verwendung, um sich aus einer unbeabsichtigten schlimmen Situation zu ziehen, mit zunehmender Routine aber für den Gebrauch im planmässigen Verkehr. -itav- Genfer Luftfahrt-Salon. Der Aeroclub der Schweiz veranstaltet, wie bereits angekündigt, unter dem hohen Patronat des schweizerischen Bundespräsidenten vom 27. April bis 6. Mai 1934 in Genf eine internationale Ausstellung für Flugsport und Luftreise. Die Schweiz, die im eigentlichen Sinne keine Luftfahrtindustrie besitzt, stellt selbst einen nicht unbedeutenden Abnehmer für Erzeugnisse der Flugindustrie dar. Die politischen und geographischen Verhältnisse machen unser Land jedoch besonders geeignet, allen Interessenten der Luftfahrt Gelegenheit zur Anknüpfung neuer Verbindungen und Erschliessung neuer Märkte zu bieten. Die Ausstellung selbst wird im Grossen Ausstellungspalast von Genf, der durch den alljährlich stattfindenden Internationalen Automobil-Salon bekannt ist. stattfinden. Wichtige Flugveranstaltungen sind anlässlich dieser Schau vorgesehen. Anfragen bzw. Anmeldungen sind an das Generalsekretariat der Ausstellung zu richten : Interavia, Corraterie 13. Genf. Russischer Geschwaderflug nach Frank- Die russischen Luftstreitkräfte wer- Entwicklung des er-reichden den Ministerbesuch Frankreichs durch einen Geschwaderflue: von 70 Militärflugzeugen erwidern. Als Zwischenlandeplätze sind Warschau und Prag vorgesehen. & Prof. Junkers zurückgetreten. Prof. Junkers hat sich von der Leitung des Flugzeugwerkes und Motorenbaues völlig zurückgezogen. Er beabsichtigt, sich in Zukunft ausschliesslich wissenschaftlichen Forschungen zu widmen. Wie wir hören, steht dieser Schritt mit der wirtschaftlichen Lage der Junkerswerke in keinerlei Zusammenhang. Wasserflugzeug mit abgefederten Schwimmern. Henry Farman und sein Chefpilot Lucien Coupöt sollen in Le Havre bemerkenswerte Ergebnisse mit einer neuen Schwimmeranlage, die ölpneumatisch abgefederte Stützen hat, erzielt haben. Diese Anlage soll das Wassern schwerbeladener Flugboote A wesentlich erleichtern. Express-Winterflugverkehr In Deutschland. Der am 1. November in Kraft getretene Winterflugplan der Deutschen Lufthansa zeigt gegen frühere Jahre eine wesentliche Verbesserung; fast sämtliche grossen internationalen Strecken werden auch im Winter geflogen, insgesamt 24 Linien, von denen zwei für Post und Fracht bestimmt sind. Die Strecke Berlin-Moskau soll nur im November unterbrochen werden. Durch Einsatz der neuen schnelleren Junkers-Flugzeuge Ju-52 (nach einer französischen Meldung sollen 75 Stück dieses Musters in Auftrag gegeben sein) wird der Verkehr auf den meisten Linien beschleunigt, so von Berlin nach London, Paris und Wien um je eine Stunde. Man erwartet durch diese besseren Bedingungen eine weitere Erhöhung der Beförderungsziffern, die bereits jetzt einen Zuwachs von 50 % gegenüber 1932 zeigen. -itay- Winterflugplan der Schweiz. Bas Propagandabureau der Schweiz. Luftverkehrs-Union in Zürich hat erstmalig einen Winterflugplan in Taschenformat herausgegeben, der für die Epoche vom 1. November 1933 bis zum 28. Februar 1934 gültig ist. Der Flugplan enthäJt alle notwendigen Angaben, wie Flugzeiten, Pereonen- und Gepäcktarife, Autozubringerdienst, Luftexpressgutverkehr, Eisenbahnanschlüsse usw., für die vier internationalen Linien, die von der Schweiz auch während des Winters ins Ausland führen. Der Flugplan kann beim Herausgeber sowie bei allen Flugplätzen und Reisebureaux gratis bezogen werden. BASEL: „Kox", Kohlen-Import AG., Steinentorberg 18 BERN: A. därmann, Spitalgasse 4 BIEL: F. &. H. Engel, Rue Dufour 14 frei Stuttgart zu verkaufen. Offerten unter Chiffre 60999 an die Automobil-Revue, Bern. VA T., 6 Zyl., Jahrg. 1930 (Ladebrücke 1,9X3,6 m), mit Blachenverdeck, 61008 etat de neuf, cedö trös bon marchö. 10342 Garage de Versoix, J. Villars. CHRYSLER- PLYMOUTH I Infolge Nichteebrauch abzuge- • ben LORRAINE, 18 GV, Coupo, 2/4 Pl., 14 HP, Md. 1930, prächtiger Wagen, 1930, Innenlenker, 6 Plätze, erstklassiger Henschaftswagen, in den Jahren 1930 und 1931 nur 23 000 km gefahren (1932 und 1933 wurden die Nummernschilder zurückgegeben). Der Wagen wurde durch Berufschauffeur sorgfältig unterhalten. Zustand absolut wie neu. Geräumiger Platz im Hinterteil des Wagens. Ideale Federung. Luxuskoffer mit kleineren Köfferchen. Für weite Reisen oder für grosse Familie besonders geeignet. 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