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E_1934_Zeitung_Nr.008

E_1934_Zeitung_Nr.008

Die Basier

Die Basier Strassenprojekte: I. Projektierte Hallwylbrücke, II. Wettsteinbrücke, HL Mittlere Rhein-' brücke, IV. Projektierte Klingentalbrücke, V. Johanniterbrücke; G = CentTalbahnplatz, St = Steinengraben, H *= Holbeinplatz, P = Petersgraben, B == Blumenrain, Sp = Sperrstrasse, W = Wettsteinplatz. gehungsstrasse Zentralbahnplatz - Holbeinplatz - Totentanzbrücke als Stadtverkehrsrückgrat, aufs Korn genommen, weil die Anordnung einer solchen Umgehungsstrasse so nahe beim Stadtzentrum vorbei abzulehnen und vor allem die Totentanzbrücke mit aller Entschiedenheit zu verwerfen sei. Letzteres speziell deshalb, da diese Brücke 1 mitten ins Stadtzentrum zu liegen käme, wodurch die mittlere Rheinbrücke vollständig abgeriegelt würde. Aus der Stadtkorrektionsskizze geht deutlich hervor, dass mit den Um- und Ausbauten in der Hauptsache eine Verbesserung der im Stadtinnern herrschenden Verkehrsverhältnisse angestrebt wird. In Anbetracht der Kantonale ...i Höchstgeschwindigkeiten. (Aas dem Bandesgericht,) '"'•' Ein Automobilist, der im August 1933, also nach Inkrafttreten des eidg. Automobilgesetzes, auf der Wettsteihbrücke in Basel die durch Signaltafeln angezeigte zulässige Höchstgeschwindigkeit von 25 km/St, wesentlich überschritt, wurde vom Basler Polizeigerichtpräsidenten. mjt : i"i5:Fiv Busse bestraft. Diese Maximalgeschwindigkeit war seinerzeit durch eine Verordnung des kantonalen Jüstizdepartementes vom 2. Juli 1931 festgesetzt .worden. Der Kanton, hatte jedoch beim Inkrafttreten des eidg. Automobilgesetzes beschlossen, sie in Geltung zu lassen, gestützt auf Art. 3, Absatz 2 dieses Gesetzes:

N» 8 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten Ausklang in Monte-Carlo Die XIII. internationale Sternfahrt nach Monte Carlo ist am letzten Sonntag mit dem Defile der Wagen und der offiziellen Preisverteilung zu Ende gegangen. Die letzten Tage hatten noch die traditionellen, mehr gesellschaftlichen Schluss - Veranstaltungen gebracht, welche die Fahrer für ihre grossen Anstrengungen entschädigen sollten. Der Donnerstag galt als offizieller Ruhetag, da die stark ermüdeten Teilnehmer vorerst einmal das Bedürfnis nach Schlaf empfanden. Der Freitag sah eine neuartige Tourenwagenprühmg auf dem Quai Albert ler und auf den Samstag war die Schönheitskonkurrenz der Wagen angesetzt Die X1IH. Wiederholung der grössten Sternfahrt Europas wird in der Geschichte dieses Anlasses eine besondere Stellung einnehmen. Sie hat in jeder Beziehung alle früheren gleichen Konkurrenzen überboten und bildete einzig hinsichtlich der Witterungsverhältnisse keine Ueberraschung. Insgesamt sind, wie schon in unserer letzten Nummer erwähnt, in Monte Carlo 115 Wagen von 143 gestarteten eingetroffen. Da die Zahlen erst jetzt richtig bekannt sind', hat sich der von uns in der letzten Nummer gemeldete Prozentsatz von 86 Prozent eingelaufener Wagen auf 80 Prozent vermindert. Doch auch so bleibt dieses Ergebnis noch unerreicht, und es wird in Zukunft schwer halten, wieder zu ähnlichen Resultaten zu kommen. Wie schon erwähnt, haben die günstigen Witterungsverhältnisse einen Teil dieses Erfolges bewirkt. Anderseits ist er ein deutliches Zeichen für die von Jahr zu Jahr zunehmende Verbesserung der Wagen und der minutiösen Vorbereitungen für die schwierige Prüfung. Auch die stets besser .ausgebauten Strassen der europäischen Ein in Tallinn gestarteter routinierter Sternfahrer erklärte : «Die Strassen waren m gutem Zustande, das Wetter war schön und die Reise zeigte nichts Unvorhergesehenes.» Eine in Stavanger aufgebrochene Damenequipe berichtete dafür: < Die Reise war sehr schwer und die Strassen waren bedeckt von Schnee und Eis.» Ein aus Umea kommender Teilnehmer äusserte sich: « Die Fahrt kann mit der des letzten Jahres nicht verglichen werden. In Schweden waren die vereisten Strassen gesandet. Ich konnte oft mit 90 km/St. Geschwindigkeit fahren.» Eine weitere bekannte Equipe ans Athen urteilte: € Wir trafen keinen Die Ankunft der Sternfahrer in Monte Carlo. Schnee und die dortigen Strassen waren gefroren: Dies ist das ganze Geheimnis unserer Fahrt. Wir sindi in Saloniki 3 Stunden vor Oeffnung der Kontrolle eingetroffen. Die Strassen sind gegenüber früher stark verbessert worden.» Die Gewinnerinnen des Damenpreises, die Damen Hustinx und Des Forest, die in Bukarest gestartet waren, scheinen schlechtere Verhältnisse angetroffen zu haben : «Die Strassen waren sehr schlecht, vor allem in Polen, wo der Schnee in hohen Massen lag. Wir mussten mehrmals zu Schaufel und Hacke greifen, um wieder loszukommen.» Schon aus diesen kurzen Zitaten geht hervor, dass die Fahrt im allgemeinen leichter als die der Vorjahre war, und nur einzelne Routen etwas mehr Anstrengungen erforderten. Die 28 ausgefallenen Fahrer mussten fast alle wegen Maschinendefekten aufgeben. Unfälle waren nur sehr wenige zu verzeichnen. Bei Toulouse verunglückte nsch der Engländer Porter und musste ins Spital transportiert werden. Wie erst nachträglich gemeldet wird, war der bekannte holländische Fahrer Dr. Sprenger van Eijk an einem schweren Zusammenstoss in Oesterreich beteiligt. Der Holländer sollte von der österreichischen Polizei in Haft genommen werden. Auf sofortige Intervention bei Bundeskanzler Dollfuss ordnete dieser persönlich die Freilassung des Fahrers an, so dass dieser ohne Zeitverlust in München eintraf. Der Empfang der Fahrer in den verschiedenen Ländern soll ganz ausserordentlich herzlich gewesen sein. Am meisten hat sich in dieser Hinsicht Deutschland hervorgetan, bei dem sich die unbestreitbare Disziplin des neuen Regimes im hellsten Lichte zeigte. Die Fahrer wurden in diesem Lande mit der grössten Liebenswürdigkeit empfangen, und es standen ihnen alle möglichen Hilfskräfte zur Verfügung. Am Eingang der grossen Städte erwarteten Motorwagenpatrouillen die Konkurrenten, um sie sicher durch die Strassen zu geleiten. Doch auch die übrigen nationalen Automobil-Clubs haben sich sehr lobenswert hervorgetan und eine schöne internationale Zusammenarbeit bewiesen. Sehr sportlich -waren auch die Bemühungen des Automobil-Clubs von Griechenland, der die ganze Route innerhalb der Landesgrenzen sorgfältig mit Pfeilen versah. Bei der Schlussprüfung hatten die Fahrer, wie früher, eine Strecke von 110 m mit möglichst hoher Beschleunigung zu befahren, um darauf sofort abzubremsen. Das Tempo vom lOOsten bis zum llOten Meter — wo die Bremsung begann — wurde verschärft bewertet. Aus der Beschleunigungsprüfung gingen ausschliesslich die Wagen mit Vierganggetriebe als Sieger hervor, trotzdem sie, auf die gleiche Motorleistung bezogen, durchwegs bedeutend schwerer waren als manche andere, denen man bei dieser Prüfung mehr Aussichten zuzuschreiben geneigt war. (Fortsitzung auf Seite 7.) Dia Slcotr von Monte Carl«. Rechts: die beste Eqoip« der diesjährigen Sternfahrt, Ga»— Trevoux, die mit ihrem Hotchkiss in Athen itartete. Links: Der in Athen aufrebroohene Kleinwagengieger Donald Healey auf Triumph. Man beachte die fanz anormal gross gewählten Reifen des Trmmüh-Wagens.