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E_1934_Zeitung_Nr.020

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u AUTOMOBIL-REVUE

u AUTOMOBIL-REVUE 1934 — N° 20 Luftfakvt Zur Steigerung der Reisegeschwindigkeit der Verkehrsflugzeuge. Von Dipl.-Ing. Ed. Amstutz. Man muss es den Amerikanern lassen, dass sie als erste, die an sich längst beikannte Tatsache, dass die Stärke des Flugzeuges in erster Linie in seiner Geschwindigkeit liegt, konsequent als Leitmotiv für das Entwicklungsprogramm ihrer Gebrauchsflugzeuge gewählt haben. Mit aller Energie haben sie an der Steigerung der Geschwindigkeit nicht nur ihrer Heeresflugzeuge, sondern vor allem auch der Verkehrsflugzeuge gearbeitet und dabei Erfolge erzielt, die in Europa lange Zeit angezweifelt wurden. Europa hält zwar seit vielen Jahren den absoiluten Geschwindigkeitsrekord, im Verkehrsflugwesen begnügte man sich aber immer noch mit verhältnismässig geringen Geschwindigkeiten, um eine falschverstandene « Wirtschaftlichkeit » zu erzielen. Nachdem die Schweizerische Luftverkehrsgesellschaft « Swissair » im Sommer 1932 als erste europäische Gesellschaft durch den versuchsweisen Einsatz von amerikanischen Schnellverkehrsflugzeugen die Vorteile der grossen Reisegeschwindigkeiten erfolgreich vordemonstriert hatte, haben sozusagen alle Luftverkehrsgesellschaften nun ihre skeptische Einstellung gegen diese verlassen und befassen sich mit der Umstellung ihres Flugzeugparkes auf schnellere Typen. Auf die Gestaltung der Flugpläne und die Zusammenarbeit der einzelnen Gesellschaften ist diese Umstellung natürlich von ziemlichem Einfluss, der sich zum Teil schon in der kommenden Saison auswirken wird. Neben der «Swissair» sind auch andere europäische Luftverkehrsgesellschaften zur Verwendung amerikanischen Materials übergegangen, daneben macht aber auch die europäische Flugzeug- und Flugmotorenindustrie erfreulicherweise die grössten Anstrengungen, den Vorsprung der Amerikaner einzuholen und wenn möglich zu überbieten. Eine Steigerung der Fluggeschwindigkeit ist im wesentlichen an zwei Voraussetzungen gebunden: An das Vorhandensein sehr starker und zugleich leichter Motoren und an eine sehr sorgfältige Durchbildung der äussern Form des Flugzeuges und seiner einzelnen Teile. Auf beiden Gebieten hat Amerika bedeutende Fortschritte erzielt. Was die Flugmotoren anbelangt, so wurden vor allem die grossen, luftgekühlten Sternmotoren weiterentwickelt, die bei einem sehr geringen Einheitsgewicht eine erstaunliche Robustheit und Betriebssicherheit aufweisen. England, das diese Motorentype von jeher stark bevorzugte, und auch Frankreich stehen hier allerdings Amerika kaum nach, dagegen ist Deutschland zur Zeit noch stark im Rückstand. Es ist bezeichnend, dass in das an sich ausgezeichnete deutsche Heinkel-Schnellpostflugzeug HE-70 ein 720 kg schwerer, flüssigkeitsgekühlter 660-PS-Reihenmotor eingebaut wurde, während den amerikanischen Firmen für ähnliche Flugzeuge z. B. der nur 450 kg schwere, luftgekühlte Wright «Cyclone »- Sternmotor von 710 PS Leistung zur Verfügung steht. Was die Verbesserung der äussern Formgebung der Flugzeuge zum Zwecke der Geschwindigkeitssteigerung anbelangt, so ist sie äusserlich am deutlichsten erkennbar durch die Ringverkleidung der Sternmotore und das im Flug einziehbare Fahrgestell. Hauptsächlich das einziehbare Fahrgestell hat faszinierend gewirkt und fast jede Firma projektiert und baut heute «Verschwind- Fahrgestelle» oder kündigt zum mindesten an, dass sie demnächst ein solches herausbringen werde, als ob aller Fortschritt nur von diesem, dem Laien imponierenden Detail abhängen würde. Im Drang, dieser Mode zu folgen, wird wohl hie und da über das Ziel hinausgeschossen. Ein einziehbares Fahrgestell ist aber nur da am Platze, wo ein geeigneter Raum zur Unterbringung im Flügel oder Rumpf ohnehin vorhanden ist oder sich ohne Widerstandsvermehrung schaffen lässt und wenn der ganze Mechanismus ohne grosse Opfer an Gewicht ausgeführt werden kann. Sind diese Bedingungen nicht alle erfüllt, dann ist es zweckmässiger, ein festes Fahrgestell vorzusehen und Räder, Achsen und Streben zweckdienlich zu verkleiden. In der richtigen Verkleidung der Uebergänge der einzelnen Bauteile ineinander liegt nun gerade das Geheimnis der Widerstandsverminderung. Wie ein einzelner Körper, sei es nun ein Rumpf oder ein Flügel, geformt sein muss, um wenig Luftwiderstand zu bieten, ist bekannt, bei Flügeln kann man den Einfluss von Aenderungen in der Formgebung sogar sehr weitgehend rechnerisch verfolgen und weitere Fortschritte in dieser Richtung sind zu erwarten. Sobald man aber einen Rumpf mit einem Flügel zusammenbaut, dann beeinflusst die Strömung um den Flügel auch die Umströmung des Rumpfes und umgekehrt. Ganz gleich liegen die Verhältnisse beim Leitwerk, bei Sitzausschnitten, bei Aufbauten an Rumpf, beim Fahrgestell u. s. f., überall entstehen durch die gegenseitige Beeinflussung sog. Interferenzwiderstände, die gegenüber den an sich geringen Widerständen der günstig geformten Einzelteile gross werden können, so dass sich durch ihre Verringerung mit Hilfe von geeigneten Verkleidun- teilen entlangfliessen. Von einem bekannten Schnellflugzeug wird behauptet, dass die Spuren der Luftkrankheit eines hohen Passagiers eine Verbesserung des Uebergangs vom Flügel in den Rumpf zur Folge hatten, wodurch 15 km/St, gewonnen werden konnten. Neben den Interferenzwiderständen spielt bei den hohen Geschwindigkeiten auch die Oberflächenreibung eine grosse Rolle. Die von Junkers und anderen bevorzugte Wellblechhaut wird für schnelle Flugzeuge voraussichtlich ganz verschwinden. Die Luftverkehrsgesellschaften werden, ähnlich wie die Schiffahrtsgesellschaften von Zeit zu Zeit ihre Schiffe abschruppen lassen, darauf Wert legen müssen, die Glätte der Oberfläche ihrer Flugzeuge zu erhalten. Eine Aufrauhung der Oberflächen durch Regen, Schnee oder Hagel wirkt sich sonst bei gleicher Reisegeschwindigkeit sofort durch höheren Brennstoffverbrauch aus. Erhöhung der Motorleistung und Verringerung des Luftwiderstandes sind nicht die einzigen Schwierigkeiten, die der Flugtechniker zu überwinden hat, um der Allgemeinheit schnelle Reiseflugzeuge zur Verfügung stellen zu können. Hohe Geschwindigkeiten bringen auch andersartige Beanspruchungen mit sich, über die an dieser Stelle gelegentlich ebenfalls Bericht erstattet werden soll. gen oft verblüffende Geschwindigkeitsgewinne einstellen. Beim Auto liegen die Verhältnisse ja ähnlich, es braucht nur auf die Wechselwirkung Auto-Boden hingewiesen zu werden, um zu verstehen, warum so manche « Stromlinienkarossef ie » keinen rechten Gewinn brachte. Als erster hat hier Jaray den richtigen Weg gewiesen. Für die Verringerung der Interferenzwiderstände lassen sich zwar allgemeine Grundsätze aufstellen, im grossen ganzen ist man aber auf Versuche angewiesen und, was das Unangenehmste ist, auf Versuche am grossen Flugzeug bei hohen Geschwindigkeiten, weil Modellversuche hier nicht immer zuverlässige Resultate liefern können. Die Amerikaner haben denn auch, weil Flugversuche schwierig durchzuführen sind, die Kosten nicht gescheut und einen Riesenwindkanal aufgestellt, in dem ganze Flugzeuge, auf Waagen stehend, mit Geschwindigkeiten bis zu 200 km/St, angeblasen werden können. Der Konstrukteur kann dann gewissermassen mit der Blechschere in der Coupe Michelin 1934. Das Reglement der diesjährigen Coupe Michelin ist in allen Punkten identisch mit dem des letztjährigen Rennens. Die Hand sein Flugzeug «frisieren» und an der Waage den erzielten Erfolg oder Misserfolg Strecke führt von Orly (Paris) über Marseillein kg/Widerstand ablesen. Orly-Bordeaux-Orly-Clermont-Orly, d. h. über eine Distanz von 2902 km. Sieger ist der Konkurrent, der die kürzeste Zeit aufstellt, wobei die Motorleistung, der Zylinderinhalt und das Gewicht des Flugzeuges freigestellt 'sind. Der Austrag des Rennens ist zwischen dem 1. April und 31. Oktober vorgesehen. •Mit Hilfe dieses Kanals ist u. a. die schon erwähnte Ringverkleidung für Sternmotoren entwickelt worden, die zu Geschwindigkeitsgewinn von über 15 Prozent geführt hat. Da in dem grossen Kanal der Motor und Propeller des zu untersuchenden Flugzeuges mit voller Leistung laufen können, war es möglich, mit der widerstandsverringernden Verkleidung zugleich die Möglichkeiten einer verbesserten Kühlung zu studieren. Auch in dieser Hinsicht haben sich die Ringverkleidungen voll bewährt. Gewisse Interferenzwiderstände können auch durch das Beobachten aufgeklebter Seidenfäden im Flug erkannt und ausgemerzt werden; recht lehrreich und unterhaltend ist in dieser Hinsicht gelegentlich auch das Beobachten von Regentropfen, die den Flugzeug- F»Iu^nc»ft zera Die Katalognummer 1934 , mit der vollständigen und neuartigen technischen Uebersicht aller in der Schweiz vertretenen Personenwagen ist erschienen. Sie kann ab sofort zum Preis von Fr. 1.— bei unserem Verlag bezogen werden. Die Katalognummer enthält daneben eine Reihe aktueller Berichte aus dem Gebiete der Automobiltechnik, des Sportes und der Touristik. Hotel Pension Windsor, 12, Groix d'Or, Geneve, Telephon 41.325, im Geschäftszentrum, moderner Komfort, sehr gut gepflegte Küche. 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No 20 — 1934 AUTOMOBIL-REVUE IS T. C. S. Autosektion Aargau Generalversammlung. Die Generalversammlung war dieses Jahr zum vornherein ihres Odiums einer trockenen-geschäftlichen Sitzung enthoben, indem der Vorstand es verstanden hatte, das Angenehme mit dem Nützlichen dadurch zu verbinden, dass die Tagung als Herrenabend ausgeschrieben waT, der seinen Höhepunkt in einem währschaften Wurstmahl fand. Die rege Anteilnahme der recht zahlreich erschienenen Mitglieder an der Behandlung der Geschäfte hätte auch den Skeptiker davon überzeugen müssen, dass diese angenehme Zugabe tatsächlich nur als solche gewertet wurde und keineswegs im Vordergrund des Interesses stand. Sie mag wohl zur Beschleunigung der Verhandlungen in gutem Sinne beigetragen haben, dann sobald sich die Schleusen der Diskussion allzusehr zu öffnen drohten, da war gleich eine Gruppe Gutgelaunter mit Zurufen bereit, die keinen Zweifel darüber Hessen, dass man sich bei allem Verständnis für die Traktanden den zweiten Teil keineswegs entgehen lassen wollte. Ueberhaupt war der Abend durch einen frischfröhlichen Zug gekennzeichnet, so dass mancher Teilnehmer eine ganz neue Note in der Generalversammlung entdeckt haben mag, die ihn bestimmen wird, künftig nie mehr zu fehlen. Ein Haupitverdienst an dem guten Gelingen kommt bestimmt dem Vorsitzenden, Herrn Fürsprech Lehner, zu, der stets mit der richtigen Dosis Humor den Gang der Geschäfte betreute. Nach Genehmigung des Protokolles orientierte der Präsident durch seinen Jahresbericht über die gedeihliche Weiterentwicklung der Sektion, die natürlich Vorstand und Office ein wohlgerüttelt Mass an Arbeit brachte. Der Mitgliederbestand, als untrüglichster Massstab der Erfolgskurve, hat sich um weit über hundert Mann gefestigt und betrug Ende des Jahres 705 Clubkollegen. TJeber eine ebenso rege Tätigkeit wusste der Präsident der Sportkommission zu berichten, doch scheint es, als ob der Besuch verschiedener sportlicher oder geselliger Veranstaltungen der Vielseitigkeit des Programms und seiner gründlichen Vorhereitung nicht immer ganz entsprochen hat. Als Dritter im Bunde konnte auch der Kassier mit berechtigtem Stolze einen klingenden Erfolg der Jahresrechnung melden. Der an die 100,000 Fr. heranreichende Umsatz vermag AUTO-SEKTION BERN. Jahresfeier. Die diesjährige Jahresfeier der Autosektion Bern des T.C.S. dem Aussenstehenden einen Begriff von der Aktivität der Sektion zu vermitteln. Dank eines in den jetzigen Zeitläufen doppelt wertvollen Aktiv- ^iberschusses schliesst die Vermögensrechnung mit ^lem Betrage ab, der dem Club einen soliden .iiückhalt gibt und ihn der Verpflichtung enthobt, sein künftiges Streben vorab auf die Sammlung irdischer Güter zu richten. Die gesamte Geschäftsführung wie auch die Abrechnung weiden einstimmig unter bester. .. nein, seien wir genau, sio wurden kurz und bündig genehmigt. Immerhin wurde der verdiente Dank dann in späterer Stunde noch nachgetragen, was auch hier gerne registriert sei! Das Sportprogramm pro 1934 hat etwelche Vereinfachung erfahren, in der Meinung, dass die Anlässe alsdann um so besser besucht würden. Trotz alledem wird es in seiner Abwechslung nach dem altbewährten Grundsatz gewiss jedem etwas bringen und bieten. Es sei daher nachstehend in extenso wiedergegeben und der allgemeinen Aufmerksamkeit bestens empfohlen: 14. April: Samstag-Nachmittagsausfahrt zur Besichtigung des im Bau begriffenen Kraftwerkes Döttingen, unter technischer Führung- Nachher Zusammenkunft in Zurzach. 26. und 27 Mai: l^tägige Ausfahrt nach dem Hasenstrick am Bachtol. Die Hinfahrt zum Hasenstrick wird mit einer Sternfahrt verbunden, mit Start ab Lenzburg oder Brugg. Nach Ankunft "^jr Sternfahrer am Ziel gemeinsames Nachtessen, onntagvormittag Spaziergang, Aufstieg zum Bachtel, Mittagessen im Hotel Hasenstrick, mit Preisverteilung an die Sternfahrer. Mitte Juni: Halb- oder event. eintägige Werktagsausfahrt zur Besichtigung der Schweiz. Pneu-Fabrik in Pfäffikon-Zürich. 8. Juli: Picknick-Ausfahrt auf die Seeibodenalp am Bigi., Nachmittags Lagerleiien. Die Höhen der Rigi sind von hier aus in ca. V< Stunden erreichbar. 18. August: Samstag-Nachmittag Besuch des Strandbades Seerose am Hallwilersee. verbunden mit Seenachtfest 23. September: Radio-Fuchsjagd. November* Filmvortrag. 19. Januar 1935: Familienabend in Aarau. Alsdann orientierte der Vorsitzende über die im Schosse des Gesamt-T. C. S. immer noch nicht restlos befriedigende Ze'itungsfrage. Er weist auf die besonders von den deutschsprachigen Sektionen geförderten Bestrebungen auf die Einführung eines einheitlichen Presseorganes hin. Damit sich der Vorstand weiter an den künftigen Beratungen beteiligen und entsprechend einstellen kann, wünscht er eine Aussprache und prinzipielle Abklärung im Schosse der Mitglieder. Diese äussern sich durchwegs in kritischem Sinne in hezus auf die jetzige monatlich erscheinende Revue und begrüssen es, wenn ein den Bedürfnissen der Leser und des Clubs mehr entsprochend&s Organ die Verbindung zwischen den Sektionen übernimmt. Das anlässlich einer Präsidentenkonferenz behandelte konkrete Projekt wird aber vorläufig nicht in den Kreis näherer Untersuchungen gezogen. Die meisten Diskussionsvoten enthalten zudem den Wunsch, man möchte versuche'n, mit der « Automobil-Revue >, die seit dem Bestehen der Sektion offizielles Cluborgan ist, eine Lösung anzustreben, die dem Gedanken der Vereinheitlichung entspricht. Eine angenehme Ueberraschung zeitigt der Vorschlag des Vorstandes auf Einführung einer G r a - tjs-UnfallveTsicherung für die Mitglieder nach dem Vorbild einer bei der Sektion Zürich geschaffenen gleichartigen Institution. Während die prinzipielle Frage durchwegs in zustimmendem Sinne eine rasche Erledigung findet, so wird für die Zuteilung des Auftrages eine geheime Abstimmung notwendig, da sich zwei Versicherungsgruppen gegenüberstehen. Dar Vorstand erhält die Kompetenz mit den Vertragsgesellschaften «Winterthur> und «Zürich» die Versicherung abzuschliessen, welche jedem Mitgliede im Todesfalle 1000 Fr., bei Ganzinvalidität 2000 Fr. oder bei teilwoiser Invalidität eine von Fall zu Fall festzulegende Vergütung bringt. Handelt es sich dabei auch nicht um bedeutende Beträge, so werden diese doch in jedem Hause eine wertvolle erste Hilfe bedeuten. Immerhin hoffen wir alle, dass die Versicherung möglichst selten in Funktion zu treten habe. Die durch die Prämien (ca. Fr. 1.60 pro Mitglied) entstehenden Kosten werden voll und ganz von der Sektionskasse übernommen. Bei der Behandlung des Traiktandums «Jahresbeitrag» sieht man bereits resignierte Gesichter, die zu sagen scheinen, dass man es wohl beim alten werde belassen müssen, nachdem nun schon die vorerwähnte Versicherung so plötzlich in den Schoss gefallen sei. Da rückt aber der Kassier mit einem weiteren Trumpf auf, indem er auf Grund der bisherigen Rechnungsabschlüsse und dem nunmehr zur Verfügung stehenden Vereinsvermögen glaubt einen Abbau von 2 Fr. pro Mitglied verantworten zu können. Der Vorsitzende interpretiert noch die Auffassung des Vorstandes, die mit Recht dahingeht, dass die jetzige Generation nicht nur für spätere Jahrgänge vorzusorgen habe, sondern die Vorteile, welche sich die Sektion als geschlossenes Ganzes bei gleicher sorgfältigster Finanzgebarung heute schon zunutze machen könnte, unbedenklich auch geniessen solle. Ueberflüssig zu sagen, dass bei dem für das Jahr 1935 zu beschliessenden Abbau eine spontane Einmütigkeit herrschte! Von der Drucklegung des Jahresberichtes wird auf Antrag aus dem Kreise der anwesenden Gewerbetreibenden, welche die Herausgabe durch Insertionsaufträge mitfinanzieren müssen, für diesmal abgesehen. Immerhin wird der Wunsch laut, auf alle Fälle einen zweijährigen Turnus beizubehalten, da das Mitgliederverzeichnis doch manchen guten Dienst leiste, Noch muss der Vorsitzende die Zügel einmal fester in die Hand nehmen, als die Frage der Wählbarkeit von Mitgliedern auftaucht, die keine aktiven Automobilisten sind. Da die Statuten hierüber das Notwendige besagen und der mit dieser Anfrage gemeinte Funktionär eein Amt zur besten Zufriedenheit verwaltet, so wird die noch in später Stunde notwendige Abstimmung zu einer ehrenvollen Vertrauenskundgebung für den Betreffenden. Glücklicherweise sind damit auch die Traktanden erschöpft, denn schon klappern dienstbare Geister mit Tellern und Gabeln und ein allen Schweizern wohlvertrautes Schüblingsaroma legt sich über die Wahlstatt! Bald sitzt alles tapfer beisammen wie weihland bei der Milchsuppe und führt sich die in der Zwischenzeit wohlverdiente Stärkung zu Gemüte, womit zum eigentlichen Herrenabend übergeleitet ist, den die Aargauer in beachtenswerter 'Sesshaftigkeit auch richtig zu würdigen vermögen. findet nächsten Samstag, 17. März, in den neuen schönen Räumen des Kursaals Schänzli statt. Das tüchtige Vergnügungskomitee arbeitet unter höchsten Tourenzahlen, um für einen flotten Abend zu sorgen. Das Unterhaltungsprogramm ist mit zahlreichen vielversprechenden Nummern gespickt, und zwei gediegene Ballorchesfer worden die Tanzlustigen nie zur Ruhe kommen lassen. Der Beginn der Jahresfeier ist auf 20 Uhr 30 angesetzt. Die Wagen werden hinter dem Kursaal und auf Seitenstrassen nach Anweisung der Verkehrspolizei parkiert. Die Karten zu Fr. 4. — können beim Office des T.G.S. (Reisebureau Ritz-Tours) bezogen werden. Die Tische werden numeriert, so riass sich rechtzeitiger Bezug der Karten empfiehlt. ORTSGRUPPE BIEL. Die Ortsgruppe Biel hielt letzten Samstr.fr im Hotel de la Gare, Biel,, ihre diesjährige Generalversammlung ab. Präsident A. Jeanneret-Suter streifte in seinem Rückblick über das vergangene Tätigkeitsjahr die verschiedenen Veranstaltungen der Ortsgruppe und kam dabei besonders auf die Mitarbeit an der 1. August-Feier 1933 zu sprechen. Die Wahlen fanden infolge Bestätigung des bisherigen Vorstandes in seinem Amt rasche Erledigung. Das Täti