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E_1935_Zeitung_Nr.001

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N°l Der stromlinienförmige Rennwagen. Drei Ansichten des in der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in BerHn-Ädlershof aeroöynamfscÄ neu karossierten Auto-Union-Rennwagens. Der Einbau des Motors hinter dem Führersitz ermöglicht eine fast ideale Stromlinienform. Die Versuche, die zur endgültigen Festlegung dieser Karosserieform dienten, -wurden zuletzt an einem Gipsmodell von natürlicher Grosse im Windkanal durchgeführt Ne« gegenüber dem letzten Jahr sind aussei- dem Führersitz-Aufbau vor allem die Hinterachsverkleidung und die Luftabflusskörper hinter den Rädern. Jede scharfe Ecke, Hohlkehle oder Kante, die Anlasa zu Luftwirbeln und Luftstauungen geben konnte, ist durch sanft gerundete Formen ersetzt. Ein be» sonderes Lackierungsverfahren sorgt sogar für möglichst vollkommene Glätte der Oberfläche. Die Versuche im Windkanal gehen so vor sich, dass das Modell oder der Wagen auf einer beweglichen Platt» form, die mit Messwaagen verbunden ist, einem starken Luftstrom ausgesetzt wird, der aus einem trichterförmigen Kanal austritt und hinter dem zu prüfenden Objekt -wieder in einen Trichter abgesaugt wird. Je kleiner die an den Waagen abgelesenen Kräfte sind, um so günstiger sind die aero* dynamischen Eigenschaften des Modells. Wichtig ist aber nicht nur der Widerstand des Objektes gegen* über senkrecht von vorn auf treffenden Luftströmungen. Die Formen müssen so gewählt werden, das» der Wagen auch bei schräg auftretenden Strömungen richtungsstabil bleibt. Von der Bedeutung der Aerodynamik im Rennwagenbau erhält man einen Begriff, wenn man weiss, dass bei Höchsttempo 80 bis 90% der Motorleistung zur Ueberwindung des Luftwiderstandes verbraucht werden, da der Luft« •widerstand mit dem Quadrat der Fahrgeschwindigkeiten zunimmt und die erforderliche Motorleistung sogar mit der dritten Potenz der Fahrgeschwindigkeit steigt. Das erste fahrpfanmässige Schienenauto in der Schweiz. Die Elsass-Lothringer-Babnen haben an Stelle des letzten täglich nach Basel verkehrenden Personenzuges ein Schienenauto in ihren Dienst gestellt, das imstande ist, 95 Personen zu befördern und die 4-2 km lange Strecke Mülhausen-Basel inklusive Halte in rund 30 Minuten zurückzulegen. Das Schienenauto wird von zwei 200-PS-Rohölmotoren betrieben und erreicht «ine Maximalgeschwindigkeit von 100 km/St. , „ .,. «.,,,,. „ Iwi pfsdi Personelles: Louis Macchl, Handel in Benzin und Oelen, Willisau. Inhaber der Firma ist L. Macchi, ital. Staateangehöriger. Domizil: Ettiswilerstrasse. Noba S. A., Handel in russischen Petroleum-Produkten, Genf. E. Junker wurde zum Direktor ernannt, er ist nicht unterschriftsberechtigt. Dem. Verwaltungsrat gehören an: R. 'Sechaud als Präsident; Ch. Zobrist, Sekretär, welche beiden zu zweien kollektiv zeichnen. Ferner F. Rivollet, J. G. Freymond, und E. Junker, die letzteren drei ohne Unterschriftsberechtigung. Automobil-A.-G., Bern. 0. Ellenberger und H. Kaiser sind aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden und deren Unterschriftsberechtigung erloschen. Als einziges Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzeluntersohrift wurde L. Paris, Kaufmann in Bern, gewählt. •';" Imbertgas-A.-G., Fahrzeuge mit Holzgas, Glarus. Die Unterschriften der Mitglieder des Verwaltungsrates H. Linneborn und E. Trumpf sind erloschen., Es zeichnen nunmehr kollektiv zu zweien der Prä» sident des Verwaltungsrates W. H. Francke, Aaraü, R. von Falkenstein und Dr. 0. Pfiffner, alle in Aarau. Holka-A.-G., Autokarosserien, Altstätten. G. Läubli, Ing. in Altstätten, wurde zum Geschäftsführer mit Einzelunterschrift ernannt. Titan A.-G., Automobilhandel, Zürich. Der V. R. erteilt Kollektivprokura an Frl. Luise Meier. Kollokationsplan. Hard-Garage A.-G., Birsfelden. Im Konkurse dieser Firma liegt der Köilokationsplan beim Konkursamt zur Einsicht auf. Garage Moderne S.A., Yverdon. Im Konkurse dieser Firma liegt der Kollokationsplan zur Einsicht auf. Nachlassvertrag. Riccardo Negri, Garage Gordola, Stundungsbe« willigung vom 15. Dezember. Eingabefrist bis 7, Ja« nuar, Gläubigerversammlung am 9. Februar. Firmenlöschung. Aries S. A„ Pneuhandel, Genf. Die Liquidation dieser Firma ist nunmehr vollständig durchgeführt, sie wird daher yon Amtes wegen im Handelsregistef gelöscht. Auto kühler 'ecken auf Wunsch mir Mororhauben-Deckerv ist führend Leichtmetall-Ausführung: Eigengewicht 1000 kg Nutzlast 4000 kg Verlangen Sie Offerte und Referenzen Joh. 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N°l II. Blatt BERN, 4. Januar 1935 II. Blatt BERN, 4. Januar 1935 F«.h a Giftgasgefahr in der Garage. Jeder Automobilist weiss, dass sein Motor ein Benzin-Luft-Gemisch für die Arbeitsleistung benötigt, das durch den hochgespannten elektrischen Zündkerzenfunken zur Explosion gebracht wird; er weiss auch, dass die Abgase, die Produkte der Gasverbrennung, durch den Auspuff ausgestossen werden. Diese Abgase, die auch harmlosen Wasserdampf enthalten, bestehen hauptsächlich aus zwei giftigen Gasen, aus der weniger giftigen sogenannten Kohlensäure, wissenschaftlich richtig gesagt dem Kohlendioxyd (CO 2 ), und dem sehr giftigen und heimtückischen Kohlenmonoxyd (CO). Beide Gase sind farblos und geruchlos und sagen sich der Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen nicht an. Ohne dass der in der geschlossenen Garage der Vergiftung Ausgesetzte das geringste merkt, sättigt sich sein Blut hauptsächlich mit Kohlenmonoxyd, da die Affinität desselben zum Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, hundertdreissigmal grösser ist als die des Sauerstoffes, den wir für die Abwicklung unserer Lebensfunktionen mit jedem Atemzug in uns aufnehmen und dem Blut durch die Lunge zuführen müssen. Das Kohlenmonoxyd, bei erheblicherer Konzentration auch das Kohlendioxyd, unterbindet nun die lebenswichtige Sauerstoffaufnahme. Ausserdem tritt noch eine spezifische Giftwirkung auf das Nervensystem hinzu. Und wenn nun der im Stadium der Vergiftung Befindliche beginnende Schwäche in den Gliedern verspürt, ist es meistens schon zu spät. Er fällt um und entschläft schmerzlos. Der auf freier Strecke oder vor der Garage laufende Motor entwickelt natürlich die beiden giftigen Gase in gleicher Menge wie zu Beginn des Leerlaufes in der Garage; es findet aber im Freien ständig eine so starke Verdünnung mit der atmosphärischen Luft statt, dass die Auspuffgase hier nicht gefährlich werden können. In der geschlossenen Garage aber steigt die Konzentration der Giftgase mit andauerndem Leerlauf nicht etwa proportional zu der Zeit, sondern progressiv an, weil der Motor nach kurzer Laufzeit nicht mehr reine Luft ansaugen kann, sondern bereits ein Gemisch von Luft mit Auspuffgasen erhält. Dadurch wird die Verbrennung im Motor immer unvollständiger, und die Folge davon ist eine vermehrte Erzeugung an Kohlenmonoxyd. Die Gefahr wächst also .mit längerem Leerlauf sehr rasch. CO 2 ist l,529mal so schwer wie Luft, CO nur O,967mal so schwer, also leichter als Luft. Beide Gase, die mit einer Temperatur von etwa 500 Grad Celsius durch den Auspufftopf fliessen, strömen wirbelnd in der Atmosphäre und kühlen sich rasch ab. CO 2 fällt langsam zu Boden, CO steigt langsam in die Höhe. Es findet aber gleichzeitig auch eine langsame Vermischung der Gase mit der Luft statt (Diffusion). Damit wird der ganze Garageraum vergiftet. Bei einem Konzentrationsgehalt von nur 0,3 Prozent CO tritt der Tod nach 15 Minuten ein, wogegen wohl erst 25 Prozent CO 2 in ungefähr gleicher Zeit zur Katastrophe führen. Das Kohlenmonoxyd, CO, wirkt also rund achtzigmal giftiger als das Kohlendioxyd, CO 2 . Aber beide Gase lauern auf den Menschen. Wie kann man sich vor einer Vergiftung in der Garage schützen? Man halte sich an folgende zwei Regeln, die um so strenger zu beachten sind, je kleiner der Garageraum ist: 1. Unter allen Umständen bei laufendem Motor, auch bei grösster Kälte, das Garagetor vollständig öffnen. Dadurch streichen die warmen Gase ab und frische Luft strömt nach. 2. Will man aus irgendwelchen Gründen den Motor durch längere Zeit in der geöffneten Garage laufen lassen, so darf man auch bei geöffnetem Tor nicht in der Garage verbleiben, sondern hat dieselbe zu verlassen; man darf auch nicht unter dem Tor stehenbleiben, sondern muss sich mindestens fünf Meter von ihm entfernt aufstellen. Um den Motor nach längerem Leerlauf schliesslich wieder abzustellen, kann man sich, ohne Folgen befürchten zu müssen, auf die Zeitdauer von etwa zehn Sekunden in die vergiftete Luft begeben, muss dann aber den Raum sofort wieder verlassen! Erst ungefähr fünfzehn Minuten nach dem Abstellen des Motors hat unter der Voraussetzung normaler Garageverhaltnis.se bei immer offenem Tor der natürliche Gaswechsel stattgefunden; die Luft ist wieder rein geworden und der Garageraum darf dann wieder endgültig betreten werden. Wer sich an diese beiden Regeln hält, wird keiner «Gasvergiftung» erliegen. Es wäre nur zu wünschen, dass dies allgemein geschähe und dass die Erfahrenen die Neulinge aufklärten, damit weitere Unglücksfälle vermieden würden. Jeder, der ganz gesund die Garage betrat, den Motor laufen Hess und nach einiger Zeit den Raum mit starken Kopfschmerzen, vielleicht dabei sogar etwas taumelnd, verliess, kann sich sagen, dass er nur gerade noch im letzten Moment dem Tod entwischte. + Eine Belade- und Entladevorrichtung für Lastwagen. Das Beladen und Entladen von Lastwagen, namentlich mit schweren Stückgütern, macht in der Praxis grosse Schwierigkeiten und bedingt neben erheblichem Verschiedene Anwenlungsarteii der neuen Ladevonichtung. Zeitverlust ziemliche Anstrengungen des Personals. Diese Uebelstände beseitigt die hier bildlich wiedergegebene neue Ladevorrichtung. Am Wagenende ist ein Teil der Brücke als Ladeplattförm ausgebildet, die mittels Hebel, die als Parallelführung dienen, und am Fahrgestel'lrahmen angelenkt sind, gehoben und gesenkt werden kann. Der Antrieb erfolgt am vorteilhaftesten hydraulisch vom Fahrzeugmotor aus. Ueber einen Nebenantrieb wird eine Oelpumpe angetrieben, welche auf den Hubzylinder drückt, wodurch die Hebund Senkarbeit geleistet wird. Je nach Bedarf kann die Ladeplattform in jeder beliebigen Höhe angehalten werden. Für die gesamte Betätigung ist lediglich das Steuerventil zu bedienen. Sollen grössere Güter oder Behälter zur Verladung kommen, so muss ein Anhänger oder Hubkarren mit der gleichen Ladeeinrichtung zu Hilfe genommen werden. Verschiedene Lademöglichkeiten zeigen wir in. Vergaser u. Zündung sind oft wie ein launisches Ehepaar: nicht genau auf einander abgestimmt, bockt das Ganze. Für Ihren Wagen bedeutet das beträchtlichen Leistungsabfall und Benzinverlust. Lassen Sie uns daher jetzt Ihren Wagen durchsehen I Unser erfahrenes Personal in modernst eingerichteter Werkstatt behebt in kürzester Zeit alle Mängel und bringt Vergaser und Zündung wieder in tadellosen Zustand. 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