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E_1935_Zeitung_Nr.014

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N» 14 Bilder vom Berliner Salon Der neue Opel-Typ «Olympia». Auch hier ist die «Kluft» zwischen den Kotflügeln und der Motorhaube verschwunden. Ein Maybach-3,5-Liter-Sechszylinder-Vollschwingachser mit Stromlinienkaiossexie nach Jaray. Eines der meistbestaunten Ausstellungsobjekte bildet dieser Mercedes-Sportwagen mit 1,5-Liter- Heckmotoc, Motoranlage des 1,5-Liter-Heckmotor-Sportwagens von Mercedes-Benz. Die achslose Vorderradaufhängung mit Querfeder und je 2 Parallelogrammlsnkern bei den neuen Horcb.-V-8-Typen von 3,2 und 3,5 Liter. Das Bohrehassis der B.MJW.-Viei— und Sechszylinderwagenu Interessante Gestaltung der Karosserierückwand an einem Schnellomnibus. Ein Stromlinien-Dreiradwagen mit windschnittig verkleideten Rädern und hinten unter einem Schutzgitter einsebautem. luftgekühltem Zweitaktmotor.

N°14 II. Blatt BERN, 19. Febr. 193S Automobil-Revue N° 14 II. Blatt BERN, 19. Febr. 1935 Techn. Rundschau Diesel-elektrische Omnibusse. Wie aus dem Jahresbericht der A.E.Q. für 1934 hervorgeht, wurde in letzter Zeit die A.E.G.-Vollast- Schaltung auch für die elektrische Kraftübertragung im Omnibus ausgebildet und ein dieselelektrischer Omnibus der B.V.O. (Ber- Kner Verkehrs-Gesellschaft) entsprechend ausgerüstet. Schon bei den ersten zusammen mit einem gleichartigen dieselmechanischen Omnibus unternommenen Versuchsfahrten zeigte sich der dieselelektrische Omnibus durch völlig stossfreies und schnelles Anfahren und , höhere Geschwindigkeit auf Steigungen dem * dieselmechanischen Omnibus fahrtechnisch überlegen. Die betriebliche Ueberlegenheit liegt in der vollkommen gleichmässigen Beanspruchung des Dieselmotors beim Anfahren und dem Fortfall des Schältgetriebes, wodurch der Unterhaltungsaufwand verringert und die Lebensdauer des Dieselmotors rergrössert wird. + Biegsames Glas. In Deutschland wird ein neues durchsichtiges Material, «Plexiglas» genannt, hergestellt, das sich speziell für gebogene Windschutzscheiben und andere autotechnische und flugtechnische Verwendungszwecke eignen soll. Seinem Ursprung nach handelt es sich dabei um ein Kunstharzprodukt, also nicht um ein eigentliches « Glas >, das aus Silikaten besteht. Gegenüber Zelluloid und ähnlichen Glas-Ersatzstoffen hat je- * doch das < Plexiglas > eine bedeutend grössere Härte, so dass es nicht so leicht geritzt und deshalb matt wird. Die Scheiben aus dem neuen Stoff sollen auf lange Dauer vollständig ungetrübt bleiben. Sie lassen sich sehr leicht bohren, sägen und schneiden und können in verschiedenen Farben geliefert werden. Unter anderm wurde bisher auch der Stromlinienaufsatz des Auto-Union-Rennwagens von Hans Stuck mit diesem neuen biegsamen Glas versehen. -y- Elne einfache Unterdruck-Servobremse. Eines der kniffligsten Probleme bei der Konstruktion von Unterdruck-Servobremsen entsteht daraus, dass die Bremswirkung ungefähr proportional zu dem auf das Pedal ausgeübten Fussdruck zu- und abnehmen und dass einer bestimmten Pedalstellung, unabhängig von der" Zeitdauer, in welcher das Pedal diese Stellung einnimmt, auch eine bestimmte Bremswirkung entsprechen soll. Würde man mit dem Pedal lediglich ejhen Dreiweghahn betätigen, der den Servozylinder abwechslungsweise mit der freien Atmosphäre und dem Saugrohr des 'Motors verbindet, so wären diese Bedingungen nicht erfüllt. Bei kurzzeitigern, vorübergehendem Niederdrücken des Pedals ergäbe sich voraussichtlich eine, geringere Bremswirkung als dann, wenn man das Pedal nur ganz wenig, aber lang andauernd niedertreten würde. Die Abstufbarkeit der Bremswirkung wäre also sehr erschwert, vor allem auch beim Lösen der Bremsen. Statt eines einfachen Dreiweghahnes mussten deshalb bis jetzt mehr oder weniger komplizierte Steuerungsmechanismen angewandt werden, welche die Herstellung des sonst einfachen Systems verteuerten., , Schema der neuen Servobrems-Vorriehtung. 1 = Pedalplatte; 2 = Steuerventil; 3 = Servozylinder; 4 = Unterdruckleitung. Die gewünschte Abstufbarkeit der Bremswirkung bei trotzdem einfachem Aufbau ergibt nun jedoch das oben abgebildete neue englische System. Das Steuerventil ist direkt mit dem Pedal verbünden, d.h. es wird durch den als Steuerkolben wirkenden Schaft der Pedalplatte und einem hohlen, im Pedalhebel eingesetzten zweiten Schaft gebildet, der als Steuerzylinder dient. In der abgebildeten, unbelasteten Stellung der Pedalplatte ist der Servozylinder mit der Aussenluft verbunden, da der hohle Pedalplattenschaft mit einer Anzahl seitlicher Oeffnungen aus dem Steuerschaft herausragt. Wird jedoch die Pedalplatte belastet und ihr Schaft in den Steuerschaft hineingedrückt, so kommen die Löcher im Steuerschaft mit der vom Saugrohr des Motors hergeführten Leitung 4 in Uebereinstimmung. Der Saugrohr-Unterdruck kann sich deshalb bis in den Servozylinder fortpflanzen und die Servobremswirkung setzt ein. Sie wird mit zunehmendem Unterdruck im Servozylinder rasch so stärk anwachsen, bis,, übertrieben betrachtet, das Pedal dem Fahrer unter dem Fuss wegzusinken strebt. In Wirklichkeit kann sie aber eine gewisse Grenze nicht überschreiten, weil beim Abnehmen des Fussdruckes auf die Pedalplatte das Ventil den Unterdruck absperrt. Langsames Loslassen der Pedalplatte bewirkt, dass nach und nach Aussenluft in den Servozylinder eintreten kann und die Servobremswirkung nach und nach abnimmt. Die gewünschte Abstufbarkeit ist damit also gewährleistet. -th- Ejn neues Lenkrad-Verstellsystem. Die Anordnung: des 1 Distänzierung des Lenkrades vom.Führer- gezwungen. Dem Wagenbesitzer bleibt Lenkrades in Bezug auf densitz Führersitz und den Fahrer ist wichtiger als dann eventuell immer noch die Möglichkeit, mancher Automobilist noch ahnt. Vor allem den Sitz seinen Bedürfnissen entsprechend wird das" Sicherheitsgefühl, stark von derzu verstellen. Lenkradanordnung beeinflusst. Aber auch effektiv wird die Handhabung der Lenkung Eine interessante andere Verstellmöglichkeit ist nun jedoch bei einem neuen eng- beeinträchtigt, wenn sich das Lenkrad in ungünstiger, Lage zum Fahrer befindet. Muss lischen Wagen vorgesehen. Wie aus. der' beistehenden Skizze ersichtlich, lässt sich dabei der Fahrer zu ä seiner Bedienung die Arme lang ausstrecken, so wird er den Wagen viel die ganze Lenksäule nach dem Lösen eines weniger in Gewalt haben, als wenn er die kleinen Riegels in einem weiten Bereich aufund abwärts schwenken. Der Hebel des Rie- Lenkbewegungen .nur aus dem Ellbogengelenk heraus vornehmen kann. Er wird dabei gels liegt in bequemer Reichweite unter dem auch viel eher ermüden. Lenkrad. -s. Die 'günstigsten Verhältnisse in Bezug auf l>rakt£s«n«-> Winke die Handhabung der Lenkung liegen dann vor, wenn sich: das Lenkrad mit an den Körper; angeschlossenen Ellenbogen und annähernd wagrechten Unterarmen bedienen lässt. Bei'fast allen Rennwagen sind das Lenkrad und der Sitz entsprechend zueinander angeordnet. -Das^ Lenkrad liegt dann im Schoss des Fahrers und dient diesem nicht zuletzt auch als Stütze. ' Der Gebrauchswagen-Konstrukteur muss leider noch darauf Rücksicht nehmen, dass nicht alle seine Kunden den schlanken Wuchs der meisten Rennfahrer haben. Und um auch Lenksäulen-Verstellvorrichtung am englischen New-Avon-Waymaker-Wagen. Fahrern mit grösserer Körperfülle und geringerer Beweglichkeit das Ein- und Aussteigen ohne zu grosse Beschwerden zu ermöglichen, sieht er sich zu einer gewissen Häufiges Wagenwaschen als Rostschutz. Manchen Automobilisten ist es noch unbekannt, dass allein schon durch häufiges Waschen des Wagens der Rostbildung vorgebeugt werden kann. Die vom Schmutz befreite Metalloberfläche wird nämlich viel rascher trocknen und so auch bei reichlicher Waschwasserbenützung der zerstörenden Nässe einer viel kürzeren Zeitdauer ausgesetzt sein als die Oberfläche mit der zentimeterstarken Schmutzschicht, die wie ein Schwamm wirkt -y- Mit den bewährten Bernalastwagen können Sie laut Gesetz folgende Nutzlasten befördern: Nutzlast mit Berna-Kipper, Nutzlast mit Berna-Lastwagen, 10 t Nutzlast mit Berna-I astzun Motorwagenfabrik Berna A.-G., Ölten