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E_1936_Zeitung_Nr.068

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10 AUTOMOBIL-REVUE

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Als offizieller Vertreter aller Marken werden von den Fabriken nur ihm Original-Bestandteile geliefert, so dass Sie nur hier Gewähr für tadellose Ausführung erhalten. Der Meier dreht an seiner Kiel Er eilersüchtelt gern und viel: „Hast einen andern Lieferwagen? Du merkst auch nichts von schlechten Tagen". Erst lächelt Ffitzig still und stumm Dann meint er: „Faselst Du doch dumm! Die Neiderei, Du wirst es sehen, Wird Dir den Kopl noch ganz verdrehen". „Wohl fuhr der alte immer noch, Doch trank er Oel wie ein Moloch; Reparaturen gab's in Haufen, Kurz — er war gänzlich ausgelaufen.« „Ich frag* Euch: — Ist es da gescheiter, Man macht im alten Tempo weiter? Da lohnt ein andrer Wagen sich Au! alle Fälle sicherlich." „Nun ist vor allem eines wichtig: Den finden, der für Dich ist richtig, Der leistet all das Tag für Tag Was Dein Geschäft verlangen mag." „Ein Kaufgesuch in der ,Revue' — Seit Jahren schon benütz' ich sie — Verschafft Offerten ohne Zahl Da hast Du nur die Qual der Wahl." „So fand ich meinen Lieferwagen; Er läuft sehr gut, ich muss es sagen, und kostet dazu wenig Geld, Er ist grad das, was mir gefällt." Sei witzig wie Pfitzig, Benütze die Auto-Revue, Sie spart Dir viel Arbeit und Müh'

BERN, Freitag, 21. August 1936 Automobil-Revue, II. Blatt - Nr. 68 Wir sind Zigeuner Zeltbuch-Aufzeichnunaen von Ernst Küna. Gestern ist mein Zelt eingetroffen; 180 X 150 X gerade vor unserm Zelteingang sich im Abend- 100 cm Dachzelt, wasserdicht und etwa 4,5 kg winde wiegt. Zwischen den Zweigen durch sehen schwer. Heute will ich drin schlafen. Im Garten wir auf das tiefe Schwarz des Golfes von Neapel, unseres Nachbarn. Ich habe viele Decken und Und hoch darüber die schmale Sichel des Mondes. Kissen heruntergeschleppt. Dazu Bücher, eine Jedesmal aufs neue bestürzend ist das Erwa- Taschenlampe, den Wecker und auf alle Fälle ein chen am Morgen, wenn ich den Zelteingang auf- Messer. Meine Brüder stehen vor dem Zelteingang knöpfe und das strahlende, südliche Hell eines und machen dumme Witze. «Wirst dann schon wolkenlosen Himmels und glitzernden Meeres wie hereinkommen, wenn's kühl wird», sagt der eine eine grosse Flut in meine Augen hereinbricht. — und der andere-. «Hast ja jetzt schon Angstl» Als Antwort knöpfe ich den Eingang zu und bin nun ganz für mich allein. Es ist eng, muffig und so Auf halber Höhe des Vesuvs. stark abgeschrägt wie im Estrich eines alten Hauses. Noch einmal liegt vor uns der napoletanische Golf ausgebreitet in all seiner Pracht. Beim Auf- Die Nacht ist ruhig. Der Mond hat seine Wan- stieg auf den Vesuv zwangen uns Nacht und grosse Müdigkeit, zu rasten und unser Zelt aufzuschlagen. Hart ist der Boden; die Zeltpflöcke lassen sich nicht hineintreiben. Mit Lavablöcken beschweren wir sie. Die Zeltwände bleiben schlaff und würden keinem starken Winde widerstehen. In kurzen Intervallen schottert der Boden, eine helle, brandrote Lohe erhebt sich gegen den Himmel — dann ist alles wieder ruhig. Wir. können erst schlafen, nachdem wir uns an das Poltern des Vulkans gewöhnt haben. derung begonnen und scheint durch das kleine Fensferchen in der Rückwand. Und nun die Lampe ausgelöscht. Schlafen. So begann eine Reihe schöner Zeltnächte; dieses war die erste. Noch einmal gelüstete es mich, statt im warmen Bett, draussen im Garten zu schlafen. Diesmal sind's weniger Kissen und Decken — und auch kein Messer. Im nahen Wasser ruft die Unke. Wenn meine Brüder mir einen Streich spielen wollten, rrlüssten sie nur ein Brett quer in den Bach stellen, dann käme das Wasser mitten durch die Wiese auf mich zu. Offenbar ist es keinem in den Fünfte Zeltnacht. Nun senkt sich im Westen der verlassener Friedhof, zuäusserst auf einer Felsgoldene Sonnenball, und die Schatten eilen her- Wippe,