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E_1936_Zeitung_Nr.088

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-i AUTOMOBIL-REVUE

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Automobil-Revue, II. Blatt Schachzüg Die Entführung des Fieberbaumes En aussichtsreiches Weltmonopol. Chinin, das berühmte Malariamittel, gewonnen aus der furchtbar bitteren Rinde des Fieberbaumes, von den Indianern Quina-Quina genannt, war immer ein grosses Geschäft. Die Rindenhändler in Bolivien und Peru wussten sehr wohl, welch ein aussichtsreiches Weltmonopol die wilden Fieberrindenbäume in den regenverhangenen Andenwäldern bedeuteten, und die Regierungen dieser Länder wussten es auch. Denn Fieberbäume gab es damals nirgends sonst auf der Erde. Aber die Regierungen von Holland und England machten sich über den kostbaren Rohstoff der Chinarinde auch ihre Gedanken. «Chinin war schliesslich eine Lebensfrage für diese Länder mit ihrem grossen Kolonialbesitz. Wer konnte wissen. Ob sich nicht bald die Axt des letzten Rindensammlers an den Stamm des letzten Fieberbaumes legen würde? Was dann? Die Folgen waren nicht auszudenken. Die südamerikanischen Rindenhändler behaupteten zwar, der Fieberbaum könne nicht angepflanzt werden. Ob aber ein Versuch sich nicht trotzdem lohnte? Das wäre ein dauerndes Millionengeschäft! Eine Regierung bestellt. Der holländische Kolonialminister Hess den deutschen Gartenmeister und Botaniker Justus Hasskarl zu einer geheimen Besprechung zu sich rufen. Zwei Tage später konnte man in allen Pariser Zeitungen lesen, dass besagter Herr Hasskarl, der Ostindien aus langjähriger Gärtner-Erfahrung kannte, den Auftrag hatte, Samen und Pflanzen des Fieberbaumes aus Südamerika nach Ostindien zu entführen. Auf solche Zeitungen, auf diesen Mann hatten die heissblütigen Rindenhändler, die untereinander einen stillen Ring bildeten und denen die Pistole ziemlich locker in der Tasche sass, nur gewartet. Statt seiner erschien an der südamerikanischen' Westküste ein unbekannter Monsieur Müller,.Ethnologe, der sich beileibe nicht für junge Fieber' bäume, sondern nur ganz allgemein für Land und Leute interessierte. Gegen ihn hatte man weder in Bolivien noch in Peru Bedenken. Es gab ja noch keinen Bildtelegraphen, und man ahnte nicht, dass dieser nette Herr Müller der gefährliche Mann selbst war, auf den man gewartet hatte. Jahrelange Bergfahrten in die nebelumschleierten Urwälder folgten. Der unermüdliche, angebliche Gelehrte wurde von den Einheimischen zuerst belächelt, dann vergessen. Die mühsam gesammelten Pflanzen wurden von Hasskarl eigen« händig verpackt, die Kisten sorgfältig in Woll« ballen verborgen und an Bord eines Schiffes geschmuggelt, das nach Panama ging. Aber leider war die Tarnung so gut, dass selbst der in Panama bestimmte Mittelsmann sich täuschen Hess. Die Sendung blieb einige Tage im Hafen von Panama Offen in der Sonne liegen. Sämtliche Pflanzen, die mühevolle Arbeit von Jahren, waren verdorrt. Ein Kriegsschiff für 78 junge Pflanzen. Hasskarl musste es noch einmal versuchen. Die holländische Regierung sandte ihm ein Kriegsschiff. Tatsächlich gelang es ihm noch einmal, 500 Pflanzen, in 24 Kisten verpackt, in einem offenen Hafenboot bis an die Bordwand des «Prinz Frederick Henrik» zu bringen. Schon hatte er sich -verdächtig gemacht. Schon waren ihm Verfolger auf der Spur. Er hatte es wirklich eilig mit seinen kostbaren Kisten, — der Kapitän der Fregatte nahm ihn nicht auf. Der biedere Kapitän Braam van Honkgeest war nämlich tief beleidigt, dass seine Regierung ihn über den Ozean schickte, nur um einem unscheinbaren Zivilisten mit seinen lumpigen Kisten als Frachtschiffer zu dienen. Deshalb behandelte er Hasskarl wie Luft, übersah seine schriftlichen Vollmachten und antwortete auf alle dringenden Bitten nur mit einem Achselzucken. Die Hafenbehörden waren im Begriff, die Kisten zu beschlagnahmen. Er möchte seinen Matrosen doch nur den Befehl geben, die Kisten an Bord zu winden? Der Kapitän schwieg, und seine Leute rührten keinen Finger. Aber der englische Konsul am Ort verstand offenbar etwas mehr von der Bedeutung eines Weltmonopols als der ehrliche, pedantische Kappen. Er half Hasskarl und seinen Kisten aus der Klemme, indem er den Kapitän offiziell von dem Auftrag und den ordnungsmässigen Vollmachten des Deutschen benachrichtigte. Nun konnte der Kommandant der Fregatte sich nicht länger sträuben. Die Kisten kamen an Bord. Unter der Hand bot der englische Konsul Hasskarl «jeden Preis» Markt in Unterseen für die unbezahlbare-Sendung, falls dieser sich nicht länger mit dem halsstarrigen Kapitän herumärgern und die Pflanzen der englischen Regierung in die Hände spielen wollte. Das Angebot wurde abgelehnt. Die Entführung missglückt. Der Kapitän der Fregatte war wütend. Wenn er es auch nicht wagte, dem Wortlaut seiner Instruktion offen entgegenzuhandeln, so hatte er doch sehr bald heraus, weshalb der lästige Gast die dummen Kisten ausgerechnet auf dem Deck aufgestellt wissen wollte.-' Davon stand in der Instjjjktion seiner Regierung nichts geschrieben, behalrtte^der KommähdäW und verstaute die luftbedürftige, empfindliche Ladung tief unten im untersten Schiffsraum. Es war ein Wunder, dass bei der Ankunft in Batavia noch 78 Pflanzen lebten. Fkoto HinaM Frotb«) Die damit angelegten jungen Pflanzungen entwickelten sich unbefriedigend. Es zeigte sich, dass die Holländer von den zahlreichen Sorten des Fieberbaumes noch nicht die richtige erwischt hatten, auf die es ankam. Immerhin hatte Hasskarl seinen Auftrag erfüllt; er war dafür durch Orden, Medaillen und eine Pension ausgezeichnet, musste aber erleben, dass seine ihm nachreisende Familie auf der Ueberfahrt nach Java mit dem Segelschiff unterging. Offenbar brachte es wenig Glück, einen Kontinent zu berauben. Trotzdem war inzwischen schon ein Engländer unterwegs, um den begehrten. Baum in den Besitz Englands zu bringen. Ein erbitterter Kampf. Es war der Engländer Markham, der sich die grosse Aufgabe gestellt hatte, Südamerika das Monopol des wertvollen Fieberbaumes zu rauben und eine genügende Menge Samen nach Britischindien zu bringen. Aber die einheimischen Rindenhändler, die ihre Existenz bedroht sahen, trafen ihre Abwehrmassnahmen. Sie verliessen sich nicht so sehr auf die Zollbeamten und das amtliche Ausfuhrverbot, sondern mehr auf ihre eigenen Au* gen, ihre eigene Schnelligkeit und die Pistolen irt ihren Gürteln. Bald wurde Markham auf seinen Fahrten durch die Andenwälder offensichtlich ver» folgt. Besonders der erbitterte Rindenhändler Marfel hatte sich verschworen, den Engländer nicht lebend mit den kostbaren Samen aus dem lande entkommen zu lassen. Mehrfach lauerte er Markham auf, der aber gewarnt wurde und nur durch eilige Flucht auf schmalen Bergpfaden der angedrohten Abrechnung entging. So wurden auch die Maultierlasten mit den Samen gerettet. Aber die geheime Verbindung der Rindenhändler gab den Kampf auch jetzt noch nicht auf. Die kostbare Fracht lagerte schon auf dem Leichter im kleinen Hafen von Islay, als eines Nachts von unbekannten Händen Löcher in die Samenkisten gebohrt wurden, durch die dann heisses Wasser gegossen werden sollte, zweifellos ein unfehlbares Mittel, um die Keimkraft der Samen zu vernichten. Männer müssen sterben. Markham hatte glücklicherweise nicht den Ehrgeiz, als der alleinige Ueberbringer des Fieberbaumes nach Ostasien zu gelten. Er wusste sehr gut, dass zwischen Quito und Arequipa seit Jahrzehnten ein Landsmann von ihm sein Wesen trieb, der für diese Aufgabe der gegebene Mann war, ein gewisser Charles Ledger, der sich schon 1845 mit einer Expedition von 56 Köpfen in die Caravaya-Wälder aufgemacht hatte, um hier die sagenhaften Fieberbäume zu suchen, zwei Monate lang, aber vergeblich. Zwei Jahre später hatte er nicht weniger als "1400 Pfund in die Ausrüstung mit dem jungen Blackhouse gesteckt, der dann von den wilden Chunchos ermordet wurde. Ledger gab sein Ziel nicht auf. Er machte allein, nur von seinem Indianerführer Manuel Incra Manai begleitet, einen Vorstoss an den Amazonas. Jahre waren seitdem verstrichen, als Ledger von seinem Landsmann um seine Mitwirkung bei dem Raub des Fieberbaumes gebeten wurde. Er sagte zu, ging aber nicht selbst in die Berge hinaus, das wäre aufgefallen. Er sandte vielmehr seinen Indianer mit dessen Söhnen in die verbotenen Wälder. Vier Jahre lang arbeiteten sie hier als Rindensammler. Viermal sahen sie dabei die Fieberbäume blühen, aber jedesmal zerstörte ein Aprilfrost die Blüte, und es gab keine Früchte, keine Samen. Sowie der Frost aber im fünften Jahr ausolieb, hatte Mr. Ledger pünktlich eine genügende Menge Samen von der wertvollsten und ertragreichsten Fieberbaumart, die es gibt. Sie war noch unbekannt,! und die Botaniker nannten Sie ihrem Entdecker zu Ehren Chinchona Ledgeriana. Um ganz sicher zu gehen, sandte Ledger seine ihm treu ergebenen Indianer noch einmal in die gefährlichen Bergwälder hinauf. Hier war man inzwischen ihrem Vorhaben auf die Spur gekommen. Der alte Indio starb unter den wütenden Misshandlungen des Corregidors von Coroico.