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E_1938_Zeitung_Nr.011

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 8. FEBRUAR" W& — N» ü Zy-v'"'" 1>* ? - "*.\ >l ' r M SSSä* Weitere Artikel der Katalognummer behandeln: Fassade und Profil 1938 - Die Wahl des Wagens - Die Ausnützung des Brennstoffes - Sparhilfe - Häufige Verkehrssünden - Motorisierte Pferde um den Erdball - Die Pflege des Wagens - Automobil-Konstruktion in der alten und neuen Welt - Lagersysteme usw. Den Abonnenten der Illustrierten Automobil-Revue wird die Katalog-Nummer unter gleichzeitiger Erhebung des Jahresbezugspreises (nur Fr. 2. —) zugestellt; sie erhalten im Sommer eine weitere Spezialnummer in ähnlichem Umfang. Die Katalog-Nummer ist auch einzeln (bei den Buchhändlern, Kiosken und unsern Geschäftsstellen) zum Preis von Fr. 1.— beziehbar. Sie wird vom Verlag auch einzeln per Nachnahme versandt und ist an unserem Stand im Salon erhältlich. Verlag der Automobil-Revue Bern Zürich Genf Breitenrainstrasse 97 Löwenstrasse 51 4, nie de la Tour de l'Ile DER WAGEN LA VOITURE 193$ AUTOMOBIL- AUSSTELLUNG GENF STAND 223 Galerie BÜCHERZETTEL *) Ich abonniere hiermit die „Illustrierte Automobil-Revue" für das Jahr 1938 zum Preise von Fr. 2. —. *) Senden Sie mir sofort nach Erscheinen di« Katalog -Nummer 1838 das Genfer Salons ru Fr. 1.—. Ort: Nam«: Adresse : *) Das NiehtsMtricham «UL

NP 11 Das schweizerische Transportproblem Bundesrat Pilet räumt auch dem Automobil einen Platz an der Sonne ein Der Vorsteher des Eid*. Post- und Eisenbahndepartements hielt kürzlich in einer von der Waadtländer Handelskammer, dem Handel- und Industrieverein und der Vereinigung junger Kaufleute veranstalteten Versammlung eine Rede über das Transportproblem. Am Vorabend des Zusammentrittes der Februarsession der Bundesversammlung kommt diesen Ausführungen eine hohe Bedeutung «u, hat doch der Nationalrat eines der grössten «ebweizerjschen Transportprobleme, nämlich die Reorganisation der Schweiz. Bundesbahnen, in Angriff zu nehmen. Einleitend legt Bundesrat Pilet die sich heute stellenden allgemeinen Probleme dar und betonte, dass sich ihre Lösung den unaufhaltsam wechselnden Verhältnissen anpassen muss. Bei der Würdigung des schweizerischen Transportproblems kommt der Wasser- und Luftweg kaum in Betracht Die Regelung sei bei uns zwischen Strasse und SchUne zu suchen. Sehr aufschlussreich waren vor allem die Ausführungen des Chefs des Eidg. Posttrad Eisenbahndepartements über die Verkehrsteilung, wie 8ie im Nachstehenden widergegeben sind: Von allen Teilen des Transportproblems ist derjenige der Koordination von Eisenbahn und Automobil am schwierigsten zu lösen. Es ist auch nirgends gelöst worden, weder in den totalitären Staaten noch in den Demokratien. Bis heute kennt man nur Versuche und Erfahrungen, von denen einige sehr schmerzlich waren. Warum woh? Weil das Problem verwickelt ist wie selten eines. Es schliesst vielerlei Bestandteile in sich. Will man es im Hinblick auf den einen davon lösen, so erweist sich die Lös mg früher oder später als mangelhaft, weil ungerecht oder lediglich als Teillösung oder als ungenügend. Soll man sich dabei vor allem auf den Standpunkt der Eisenbahn einstellen? Also strenge Verbote gegen das Automobil erlassen? Das wäre eine Politik voll Enttäuschungen, weil von grossen Illusionen genährt. Die Automobil-Gütertransporte in der Schweiz beziffern sich höchstens auf 50 Millionen Fr. fhrlich. Aber ein gut Teil dieser Transporte Ist nicht Verkehr, der die Schiene konkurrenziert. Einmal muss davon der Regionalverkehr abgezogen werden, der in dieser oder jener Form immer bestanden hat und immer ^stehen wird; dann der Sammelund endlich der Verteildienst. Es gibt in der Schweiz Stationen, wo 50% tier Verlastung auf das Automobil für Gegenden bestimmt sind, die keine Eisenbahn besitzen. Der Automobilverkehr ist sehr oft ein Er&Snzungsverkehr, der der Eisenbahn vermöge der ihm eigenen Beweglichkeit Transporte zuhält, die sie sonst nicht bekäme. Der Aütomobilismus an sich ist für die Eisenbahn, auch deshalb interessant, weil ihr die im Autogewerbe benötigten Rohstoffe, die Treibstoffe und fertigen Bestandteile, zur Beförderung übergeben werden und ihr Einnahmen bringen, welche sich jedes Jahr auf Millionen und aber Millionen beziffern. Uebrigens dürfen die Anforderungen der Volkswirtschaft nicht übersehen werden, die für ihre Tätigkeit in zahlreichen Fällen des Automobils bedarf. Dieses hat sich im Volksleben eingebürgert. Niemals würde sich die Volkswirtschaft in ein rechtliches Monopol der Eisenbahnen schicken. Sie würde die zu hohen Tarife fürchten. Und in Tat und Wahrheit wäre sie es, die einen Teil der auf Kosten des Automobils gemachten Rückgewinne bezahlen müsste, ohne sich aber die Vorteile desselben zunutze machen zu können. Zudem darf der Standpunkt des Fiskus nicht übersehen werden. Wenn die Eisenbahnen ihn manchmal etwas kosten, so trägt ihm das Automobil auf jeden Fall etwas ein wie: Einfuhrzölle, Benzinsteuer, Fahrzeugsteuern usw. Das beziffert sich jedes Jahr auf Zehnmillionen und Aberzchnmillionen. Hiezu gesellt sich der Faktor « Arbelt >. Heute leben Tausende von Arbeltern, Angestellten und Handwerkern von der Automobilindustrie und dem Autotransportgewerbe. Dann liefern die Strassen an sich, die wiederhergestellt und für den Automobilverkehr unterhalten werden müssen, Jährlich über mehr als 100 Millionen Arbeitsgelegenheiten für eine Menge von Leuten, die sonst keine hätten. Endlich drängen sich allem vorgehend die Interessen der Landesverteidigung gebieterisch in den Vordergrund. Niemand bestreitet, dass in Kriegs- wJ« In Friedenszeiten die Eisenbahnen das rrosse Beförderungsmittel, gleichsam die Armatur des Verkehrs Wölben. Nun haben sich aber dl« Armeen umgestaltet Sie motorisieren sich mit Jedem Tag mehr. Sie brauchen dazu Tausende und aber Tausende von Fahrzeugen. Auch ihre Verproviantierung benötigt solche. Dasselbe gibt für die sogenannte Krieeswirt- schaft. Ganz zu schweigen davon, dass die Eisenbahnen heute viel verletzlicher sind als früher, nicht so sehr, weil sie elektrifiziert worden sind, sondern weil ihre wichtigsten Einrichtungen, wie Bahnhöfe, Brücken und Viadukte nicht nur Artilleriebeschiessungen auf verhältnismässig kurze Entfernung, sondem auch Luftangriffen auf das ganze Land ausgesetzt sind. Um das Problem zu lösen, müssen alle diese Faktoren und nicht nur einer von ihnen berücksichtigt werden. Sie müssen im Rahmen des Möglichen alle gegeneinander ausgeglichenwerden. Man darf nicht davor zurückschrecken, dem einzelnen wegzunehmen, was nicht wesentlich ist. Was aber lebenswichtig ist, muss ihm gelassen werden. Der Zweck ist, die Tätigkeit der Beförderungsmittel so zu organisieren, dass sie sich nach der Richtung entwickeln, in der natur- Die künstlerischen Veranstaltungen in Genf während des Automobilsalons. Ausser den sportlichen Veranstaltungen erwarten die Besucher des XV. Automobilsalons in Genf auch eine Reihe der verschiedensten sonstigen Darbietungen. So stellt sich.das für den Zeitraum vom 11.—20. Februar besonders zusammengestellte Theaterprogramm wie folgt dar- 11.—20. Februar: Vorstellungen des Genfer Schauspielhauses, «La Com6die>. 11.—20. Februar: Vorstellungen des cCasino- Teätre». Samstap, 12. Februar: Abendvorstellung im «Grand Theätre (Opernbühne): «Wiener Walzer>. Operetten-Arranfement nach Musik von Johann Straua«, Vater und Sohn. Sonntag, 13. Februar: Nachmittags- nni Abead- Vorstellunr im «Grand Theatre»: «Wiener Walser», Operetten-Arrangement nach Musik ron Johann Strauss, Vater und Sohn: Leitnag von Samuel Baud-Bory. Vfotarts-HalL Konzert der Amicale Acoordeonistes Genevoise>, unter Mitwirkung der Duettieten Thoeni und Ackermann. Donnerstag, 17. Februar; Musik-Konservatorium, Klavierabend, Mlle Hamilton. Freitag. 18. Februar; Gala-Abend zu Gunsten des Genfer Komitees der Hilfe für Emigrantenkinder, unter Mitwirkung von Serge Lifar von der grossen Pariser Oper, der einen Tanzabend mit einer Ballettgruppe der Pariser Oper ribt Orchestre Bomand unter der Leitung von Kapellmeister Srrfer, von der Pariser Oper. Victoria-Hall, Konzert d«r «Harmonie_ Nautiqnie», unter Mitwirkung der Konzertsängerin Fräulein Bene und des Barytons Julien Ma- C&lli. Samstag, 19. und Sonntag, 20. Februar: Abendvorstellungen im «Grand Theätre». Aufführung der Tragödie «Athalie» von Racine, veranstaltet durch das Musik-Konservatorium unter dem Protektorat der Societe Rontande de Spectacles. Elite Zusammenstellung der Interpretationen zum MPQ. , Auf Wunsch der mit der Durchführung der eidgenössischen Automobil- und Fahrradgesetzgebung betrauten Behörden eowie der an dieser Gesetzgebung interessierten Kreise hat das Eidgenössische gemäss jedes dem Volksganzen und der Ge-Justiz- und Polizeidepartement eine Zusammenstellung der Interpretationsireisschreiben zum Bundesgesetz vom 15. März 1932 über den Motorfabrzeug- und Fahrradverkehr und der Vollziehungsverordnung vom 25. November 1932 heausgegeben. Diese Zusammenstellung enthält neben den bis Ende 1937 ergangenen Kreisschreiben auch verschiedene vom Ausechuss der kantonalen amtlichen Automobilerpeften in Verbindung mit dem Departement aufgestellte Normen über technische Fragen sowie Hinweise auf alle Durchführungserlasse zum Automobilgesetz. Die Broschüre kann in deutscher oder französischer Sprache beim Drucksachenbureau der Schweizerischen Bundeskanzlei in Bern zum Preis von; Fr. 1.50 pro Exemplar bezogen werden. samtheit seiner Bedürfnisse am besten dient, dass sie sich ergänzen, statt sich unnütz übereinander zu lagern, dass sie zusammenarbeiten, statt sich zu bekämpfen, dass ihrem Wetteifer unaufhörlich Fortschritte und beständige Verbesserungen zum Nutzen der Gesamtheit entspriessen. Auf diese Weise wird man viel mehr Millionen gewinnen, als sich durch unvernünftig einschränkende Massnahmen einsparen Hessen. Dies ist ein sehr schönes Programm, das an sich einstimmig gutgeheissen wird. Aber je schöner, desto schwieriger ist es durchzuführen. Je nach Temperament der Regierungen und Völker und je nach den wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen wird ein Teil des Problems mehr an Wert gewinnen als der andere. Gerade weil die Würdigung dieses. Wertes nur aus der Erfahrung herauswachsen kann und sich der Entwicklung der Länder anpassen muss, haben die bis heute versuchten Lösungen nicht befriedigt. Die beste Einstellung dazu besteht darin, eine geschmeidige, entwicklungsfähige Lösung zu suchen, um nicht zu sagen auf dem Wege sukzessiver und vorübergehender Lösungen vorzugehen, die mit der Entwicklung Schritt halten können. Das grösste Hindernis ist aber psychologischer Art. Eine vergleichsähnliche Lösung befriedigt selten alle, weil jeder ah seine Sonderinteressen denkt, und die Lösung diese Sonderinteressen eben dein Allgemeininteresse unterordnen soll. Aber es gehört zum Wesen des sich seiner Verantwortung bewussten Staatsmannes, immer dieses Gesamtinteresse vor Augen zu haben und durch die augenblicklichen Schwierigkeiten der Verhältnisse hindurch unentwegt an seiner Verwirklichung zu arbeiten. Er soll sich bei-seinen Bestrebungen die gegen ihn erhobene Kritik, soweit sie gerechtfertigt ist, zunutze machen, nie aber einem noch so starken Druck von Seiten einer Partei oder einer Berufsgruppe nachgeben. Um das zu erreichen, muss er sich auf die treibenden und freien Kräfte des Volkes stützen, die mit ihm verstehen, dass das Gesamtinteresse endgültig immer obsiegen soll. Und weil das Schweizervolk von altersher Sinn für sein Gesamtinteresse hat, wird es einer nationalen, neuzeitlichen, geschmeidigen und wirtschaftlichen Verkehrspolltlk zustimmen und auf diese Welse zum Wohl und Gedeihen seiner Finanzen beitragen. * Salon (11.—20. Februar 1938.) Montag, 14. Februar: Abends Im Reformationssaal: Kammermusik-Konzert des Philharmonischen Orchesters in Berlin- Mittwoch. 16. Februar: Im Musik-Konservatorium: Konzert Ata «Orcneetre Roimaad». nnt« dar AUTOMOBIL-REVUE Ausland Die neuen Mineralöl-Zollerhöhungen in Frankreich. Durch Verordnung vom 5. Januar 1938 hat die französische Regierung, ungeachtet des Protestes der gesamten Oeffentlichkeit und der Mehrheit der Kammermitglieder, nunmehr die Zölle auf Oelprodükte doch noch heraufgesetzt. Die rechtliche Handhabe dazu bot ihr das Ermächtigungsgesetz für die Aenderung der Zolltarife. Wirtschaftlich leitete die Regierung die Berechtigung zu den n'euen Belastungen aus der am 1. Januar dieses Jahres in Kraft getretenen Erhöhung der Eisenbahntarife um 25 Prozent her. Die neuen Zollsätze betragen danach in franz. Franken je Hektoliter: Zu den vorstehenden Belastungen tritt für halle Produkte die Abgabe zugunsten des Nationalamtes für flüssige Brennstoffe (Fr. 1.—) und die Alkohol- Ausgeichssteuer (Fr. 10.40). Die Sätze für Gas- und Heizöl haben diesmal keine Erhöhung erfahren, nachdem schon im Sommer 1937 die Gasölzölle entscheidend heraufgesetzt wunden. Der Zollschutz für die inländischen Raffinerien ist ebenfalls unverändert geblieben. Hingegen sind alle eingeführten Produkte bereits durch das Finanzgesetz für 1938 einer Stempelabgabe von 1 Prozent auf den Gesamtbetrag der Zollquittungen unterworfen worden und die Ausgleichsabgabe für den Vertrieb des synthetischen Benzins hat man erneut um Fr. —.50 pro Hektoliter erhöht. Insgesamt ergeben sich somit seit Anfang des Jahres folgende Mehrbelastungen für die einzelnen Produkte (in franz. Fr. je Hektoliter): Benzin Benzin Whlte PYtrol Schmier- G&3Ö1 HelzSl (touris.) (poMs) Sprit 61 Zollerh5h'g 600 13.50 30.00 30.00 20.00 — — Stempel 1.54 1.50 1.33 1.15 1.52 1.29 0.36 Ausgleichsabgabe 050 0.50 — — — — — Insesamt 8.0* 15.50 31.33 31.15 21.52 1.29 0.36 Eine entsprechende Heraufseteunjr der Verkaufspreise in Anpassung an die Zollerhöhungen wurde von der Preisüberwachungsstelle für das wichtigste Produkt, Benzin (tourisme), bereits abgelehnt Diese Entscheidung sucht sich auf den Rückgang des Cif-Preises in den letzten Monaten zu stützen, der aber für Benzin seit der letzten Bewilligung einer Preiserhöhung durch die Kontrollbehörde nur Fr 4.50 pro hl beträgt Diese Ermässigung des Einfuhrpreises kommt also nicht den Automobilisten, sondern ausschliesslich der Staatskasse zugute und jede künftige Wiedererhöhung des Cif-Preises wird schliesslich doch wieder von den Verbrauchern getragen werden müssen. DU Entwicklung des englischen Fahrzeugparkes in den letzten 10 Jahren. Eine soeben vom Britischen Verkehrsministerium herausgegebene Veröffentlichung enthält eine sehr interessante Ueberfidoht über die Entwicklung der verschiedenen Fahrzeugarten in England im Laufe der letzten zehn Jahre. Die Zahl der Automobile stieg in dieser Zeit von 884 845 auf 1 798 105, vermehrte sich also um über 900 0001 Dagegen finf die Zahl der Motorräder von 712 583 auf 487 578 zurück. Die Zahl der Trambahnwagen verminderte sich von 18 946 auf 6657. die der übrigen öffentlichen Fahrzeuge v»n 95 412 auf 85 768. Di« Anzahl der landwirtschaftlichen Motorfahrzeuge stieg von 2011 auf 12 446. die aller übrigen La«tfahrzeuge von 302 506 aui 464 160. Besonders auffällig ist die Zunahme der Kleinautos, deren Zahl von 190 791 auf 987 478 stieg. In dieser Zahl steckt somit nahezu die gesamte Zunabin« das X Aus d« L« Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. Trolley. oder Autobus ? Wie die «Autamobil-Revue> vor einiger Zeit s» berichten wusste, gedenkt Zürich auf die Landesausstellung hin. eine Trolleybuslinie zu eröffnen. Ana welchen Gründen soll an Stelle einer Autobus- eine Trolleybuslinie eingerichtet werden? Wohl werdftB die gelenkigen, wendigen Autobusse während der Landesausstellung im Stadtinnern verwendet und zum Zubringerdienst zwischen Hauptbahnhof und rechtem Ufer als Querverbindung zwischen rechtem und linkem Ufer. Bestimmt wäre dem Verkehr im Stadtinnern mehr gedient, wenn Trennlinie» durch Trolleybnslinien ersetzt würden, speziell in jenen Fällen, wo das Strassenbahnliniennet« in verkehrsreiche und enge Strassen verlegt werden muss. Erwähnt seien nur Bahnhofstrasse, Limmatquai oder Seefeldstrasse. Zweifellos Hessen »ich viele kostspielige Anlagen eowie Inseltrottoire ete. Wer rechnet und spart, der liest die « Automobil-Revue ». vermeiden und Verkehrsstörungen auf ein Minimum reduzieren. Es ist vorauszusehen, dass währen«! der Landesausstellung sowohl Bahnhofstrasse al« Limmatcpiai nur wegen des Tramverkehrs für Automobile gesperrt, resp. als Einbahnst, behandelt werden müssen. (Im Spitzenverkehr alle 30 Sekunden ein Tramzug mit 2—3 Anhängern.) Es ist ein Unding, bei den beiden Ausstellungseingängen neue Geleiseanlagen und Geleiseschleifen zu erstellen, die weit über eine halbe Million Fr. erfordern, da dadurch einer flüssigen Verkehrsgestaltnng doch nicht gedient ist. Angesichts de« guten Zubringerdienstes der SBB (Bahnhof Wollishofen und Stadelhofen) ist es überhaupt fraglich, ob sieh diese unzweckmässigen Geleisebauten rechtfertigen. An die zürcherischen Verkehrsverbande sei die Frage gestellt: Soll der zu erwartende Riesenverkehr während der Landesausstellung durch den Mehreinsatz von Strassenbahnwagen noch mehr als bis anhin erschwert und gehemmt werden? Heisst das Dienst am Kunden, wenn die vom Hauptbahnhof kommenden Passagiere bis zur Ausstellung mindestens an 8 obligatorischen Haltestellen der Strassenbahn halten müssen? Für Zürich dürfte auf die bevorstehende Landesausstellung hin der Moment gekommen sein, um im Stadtinnern einen zweckmässi?en, der Zeit entsprechenden Trolleybus- oder Autobusbetrieb mit Sstöckigen Fahrzeugen einzurichten. Der grosse Vorteil eins 2stöckigen Fahrzeugs gegenüber einem 2-Wasenzug der Strassenbahn besteht darin, dass die schätzungsweise Grundfläche nur 2,5X 10 m = 25 m a beträgt gegenüber 2X2,5X10 m = 50 m 1 bei einem 2-Wagenzug der Strassenbahn. G. lo e>»k pfschaff •Neugrundung. Für Import. Für Produkte Walter Tribolet und Gaudenz Flutsch, beide itt Fertigprodukte der Inlandsraffinerierage Städeli, in Chur, eine Kollektivgesellschaft Chnr, haben unter der Fa. Tribolet & Flutsch, Ga- Benzin (tourisme) 143.15 131.90 eingegangen, welche am 1. Oktober 1937 ihren Anfang nahm. Die beiden Gesellshafter zeichnen kol- Benzin (poids lourd) 138.15 126.90 White Spirit 121.65 110.40 lektiv. Garagebetrieb, Autohandel und Taxameter. Petroleum- 103.40 S2.10 Untere Grabenstrasse und Masanserstrasse. Ajidere raffinierte Oele 120.— 108.75 Die Kollektivgesellschaft Gebr. Mettler, Gossan, Schmieröle (in Fr. je 100 kg) 150.90 110.40 hat unter derselben Firma in Basel eine Zweigniederlassung errichtet. Diese wird durch den Teilhaber Ernst Mettler, in Basel, vertreten. Autotransporte. Gilgenbergstrasse 11. Firmenlöschung. Die Firma Maria Conrad, Lohnkutscherei, Fuhrhalterei, Automobile etc. in St. Moritz ist infolge Abtretung erloschen. Violette Zihler, Autoputzmittel, Lausanne. Das Konkursverfahren ist mangels Aktiven eingestellt und die Firma im H.-R, gelöscht worden. n Vetbänaen AARGAUISCHER MILITÄR-MOTORFAHRER- VERBAND. Eine reichhaltige Traktandenliste lud zur diesjährigen Generalversammlung auf den 30. Januar 1938 in den «Hirseheni nach Aarau ein. Appell, Stimmenzählerwahl, Protokoll, Fericht über das abgelaufene Verbandsjahr, Mutationen und Kassabericht passierten fast diskussionslos. Anträge auf Herabsetzung des Jahresbeitrages konnten für dieses Mal nicht durchdringen. Wahlen. Zufolge einiger Demissionen hatte der aus der Versammlungsmitte bestimmte Tagespräsident Kd. Ziörjen die notwendigen Wahlgeschäfte zu leiten. Das Ergebnis längerer Beratungen war folgendes: Präsident: Max Mollet, Aarau (bisher); Vizepräsident: J. G. Horlacher, Umiken/Brugg (bisher); Aktuar: F. H. Jeannot, Othmarsingen (neu); Kassier: Ernst Wüst, Reutenen-Brugg (neu); Beisitzer: Theodor Rudolf, Brugg (neu); Schützenmeister. Ernst Häfeli, Lenzburg (bisher); Rechnungsrevisoren: Armin Faes, Schottland (bish.), Jakob Graf, Aarau (neu). Den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern ist für deren bis jetzt dem Verband in so uneigennütziger Weise geleistete Arbeit der beste Dank ausgesprochen worden. Es sind dies die Kameraden: Hermann Bieri, Präsident, Staufen; Hans Stierli, Kassier, Windisch; Jakob Bossert, Beisitzer, Lenzburg, und Gottfried Brunner, Lunkhofen. Sie alle erklären, auch weiterhin treu zu unserem Verband zu halten. Das Jahresprogramm 1038 wird sodann vorbehaltlos jtutgeheisaen; dasselbe ist auch vom Sehiessprogramm zu nagen. Das Stellenvermittlungswessn verbleibt in den Hinden des Vizepräsidenten, welcher an dieser Stelle am die Mithilfe aller Mitglieder ersucht. Aber auch an die Prinzipalschaft im ganzen Kanton ergeht hiermit die Bitte, unseres Verbandes zu gedenken, falls sieh vakant« Stellen zeigen sollten Redaktion: Dr. A. Locher. — Dr. E. Waldmeyer. Dipl.-Infl. F. 0. Weber.