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E_1938_Zeitung_Nr.031

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 12. APRIL 1938 — N° 31 ^WST.GALLER LOTTERIE Es winken Fr. 50000.-, Fr. 30000.-, Fr. 20000.-, Fr. 10000.- und enorm viele mittlere Treffer. Nützen Sie die Chance aus. Der LOSVOITat schmilzt täglich mehr zusammen. Dos Los kostet Fr. 5.- oder wenn Sie ganz bestimmt gewinnen wollen, nehmen Sie eine Serie «r Fr. 50.- mit einem sichern Treffer. Die St. Galler Lotterie dient zur Arbeitsbeschallung und zum Ausbau der Krankenanstalten zu Stadt und Land. Lose kaufen Sie bei allen Bonken und vielen Verkaufsstellen im Kanton oder direkt durch das St. Galler LotterieDUro Telefon 21.340 ietZt UlliOnPlatZ Haus Rotsteinapotheke Postcheckkonto IX 700. . Für Versand nach miswarts 40 Rp. Porto mihenden. Schutz dem Polster! Etn Auto*Polsrer hält nur «Iren dir Lebensdauer ein« Wagens durch. Darum sind PotsteräberrÜR« — von der Hand des Fachmanns angepasst — unerlässlidi. Wir haben uns in der Anfertigung solcher spezialisiert, passen sie in kurzer Frist an und beredinen nur massige Preise. Ver» angen Sir doch einmal unverbind* lieh Offerte. MULLER -£> MARTI Autosattlerei, Eirerplatz LUZERN Tel. 24.533 Tag- u. Nacht-Dienst NASH - GRAHAM - RENAULT AUTOMO ILES W.TRACHSEL&CIE Brems-Prüf-Station Brems-Spezialist X>& " zeigen die Zahlen und Tabellen der Fremdenverkehrs« Statistiker. Ob's da nicht richtig wäre, den einen oder andern Ihrer Car Alpins durch einen neuen Berna zu ersetzen? Auf alle Fälle das sicherste Mittel, um nächstes Jahr die Kundschaft für Ihr« Fahrten zu gewinnen. Bernawagen werden seit 3O Jahren höchsten Ansprüchen gerecht. Cors und Omnibusta 8 bis 6O Plätze. Lastwagen von 1OO 7000 kg Nutzlast. Mo t orwa gen Berna A. G., für bis fa o brik Iten E. Moser Bern Kipper An hänger Hydraul. KIPPER werden rasch und zu günstigen Preisen geliefert in solider Ausführung. Verlangen Sie Offerte. Schwarztorstrasse 101 Telephon 22.381 J.MERK - ANHÄNGER Stahl- und Leichtmetall-Ausführung Kipper - Bremsen - Umbauten Lastwagenbrücken in Leichtmetall- und Stahlausführunr Anhängerbau - FR AUEN FELD EGOL, das bewährte und wirtschaftliche Motorenöl, ist eidgenössisch und fachtechnisch begutachtet! E. GUGOLZ-FURINI A.-G., OBERWINTERTHUR , , 2 ", »erkaufen ZÜRICH ZÜRICH ZURICHSEE Da« Qthtlmnts, warum der Motor auch ImkIHsstenWInteram Morgen anspringt? - Nachtsüber steht der Wagen In einer Etarnlt-Garagel NEU- GUMMIERUNG in Vollform mit Sommer- und Winterprofil Pneureparaturen VULKANISIERANSTALT E.MUGGLER PNEU-SERVICE HINWIL (Zeh.) Tel. 981.275 Mitglied T. C. S. Löwen Gross-Garage Löwenstr. 11/17 G. VELTIN Tel. 33.929 Autöniobll.Be»u. £>v*iiV Barn. Ankauf von alten und verunfallten Personen- und Lastautos. Verwerfung von Bestandteilen Grosse Ersatzteil lagervon über 200 verschied Marken. Kompl. Motoren, Cardane, Getriebe, etc. Grosses Lager in guten Occasions- Personen- und Lastautos fG/£SSENW/5l TEL6Z29'. RIMfllD HYDRAULISCHE RADABZIEHE SCHMIERAPPARATE RANGIER-WAGENHEBER KAROSSERIEN Reparaturen FREY Hardstr. Tel 70.295 81 ZÜRICH 4 I5i Druck, Glfches und Verlas: HALLWAG A.-G, Halterschs Buchdruckerei und Wagnersche Verlagsanstalt, Bern.

BERN, Dienstag, 12. April 1938 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 31 Oflern 3)u 9Bunbermär in Ofterfagen, Slünge Innern ins ärmffe %eil borf 5tfogett, Unb lenk btn ©lauben ffernentDärfS... Gfcrifl fitynfe unfer irbifd) 3rren, (Srlöffc unS üom SlbamShleib, 2rug ffifl baS Äreu3 in unfer 3eig! uns ben ^Keg 3ur (EnngfeeH tDoKen ©eine Jünger werben, "Jlun ba 3)u auferjf anben bijl: 2>u bradtfefi triebe auf bie (Erben, ©efalbfer 2)u unb &of)er grifft SBtttecttl Senner. W*>* /^V**£AM ^/J"»«« »#•*•«* i% t*+m*+ J>V««A f Osterirende Ganz im Gegensatz zur trauervollen Gedächtnisfeier des Karfreitages, wo der Schatten eines grossen Kreuzes auf der Erde zu liegen scheint, bringt uns das Osterfest eine frohe Gedächtnisfeier, und ganz gewiss empfinden wir den heiteren Charakter des Osterfestes um so stärker, als ihm eben noch der düstere Karfreitag vorausgegangen ist. Die Dichter und Denker aller Zeiten sagen es uns ja: Wer wahre, tief innere Freude •rieben will, der darf nicht am Leid vorübergehen wollen. Und so ist es auch mit der Osterfreudet Wtr die erlösende Macht des Osterglaubens, des Auferstehungsgedankens an sich erfahren will, der muss zuerst auch die ganze Tragik des Karfreitags zu erfassen suchen. Post tenebras luxl Nach der Finsternis das Licht, und noch immer erscheint uns das lebenerweckende Licht um so herrlicher, je länger und dunkler zuvor die Nacht und die Finsternis war. So soll uns auch die helle Osterfreude Erlösung von der düsteren Karfreitagstrauer bringen, weshalb denn Ostern auch Von Emil Hügli von jeher so recht als ein fröhliches Fest gefeiert wurde; und dass die schöne Jahreszeit des Frühlings das ihre dazu beiträgt, Frohmut und zuversichtliches Hoffen zu wecken, das kann jeder an sich selbst erfahren. Was ist „Ostergelächter?" In früheren Zeiten ging man noch weit mehr als heute darauf aus, den. fröhlichen Charakter dieses christlichen Festes zu betonen, wobei man auch noch einer gewissen Ausgelassenheit Spielraum Hess. So wurden im Mittelalter mitten in der Kirche österliche Possenspiele aufgeführt, um die Kirchgänger in eine übermütige Laune zu versetzen, und sobald später diese Possenspiele aus den Gotteshäusern verbannt wurden, suchten die Geistlichen für dieselben einigermassen Ersatz zu schaffen, indem sie von der Kanzel herab allerhand lustige Schnurren erzählten, wodurch einzig der Zweck verfolgt wurde, das zur Osterzeit die Kirche besuchende Publikum in eine möglichst heitere Laune zu versetzen. Die Zuhörer lohnten den Redner alsdann je nach deren Talent für das Komische und Amüsante mit lautem Gelächter. Das war das sogenannte «Ostergelächter», das man, weil es ja mit dem fröhlichen Fest in Beziehung stand, selbst am heiligen Orte nicht als störend empfand, was auch psychologisch begreiflich ist, da ein herzliches Lachen durch seine Entspannung auch eine gewisse psychische Erlösung mit sich bringt. Allerdings war diese Erregung des Ostergelächters eine etwas naive Art, den frohmütigen Charakter des Auferstehungsfestes hervorzuheben. Unser modernes, im Empfinden so differenziertes Publikum dürfte man mit ähnlichen Mitteln in der Kirche nicht mehr zu erheitern wagen. Nichtsdestoweniger soll Ostern auch für uns ein frohes, herzerfreuendes Fest bedeuten; denn es verkündet die freudige Botschaft vom Sieg des Lebens über den Tod, vom Triumph des Geistes über den Leib, von der Ueberwindung des irdisch Gebundenen durch die freie Seele. Glück ist Reichtum der Seele Das Osterfest verkündet ja die wahrhaft frohe Botschaft, dass selbst der Arme, dem keine irdischen Güter zuteil geworden sind, dass selbst noch der Unglückliche Anrecht auf etwas Freude hat. Mag einer auch nur ein bescheidenes Dasein fristen — das soll ihn nicht bedrücken, hat er doch eine Seele, die, wenn sie die Osterbotschaft recht zu erfassen vermag, durch das äussere Schicksal des Menschen nicht ihrer Kraft beraubt werden kann. Denn diese befreiende, erlösende Weisheit ist in der Osterbotschaft enthalten: Nicht das äussere Leben, nicht das, was Menschen so gemeinhin Glück nennen, auch nicht materieller Reichtum macht uns innerlich reich, sondern einzig der Reichtum der Seele, des Gemütes. Nichts steht den Menschen zur Osterzeit denn auch so wohl an, wie ein frohes Hoffen, das auch der religiösen Auffassung dieses Festes entspricht, und diese ist wohl nicht anders zu verstehen, als dass mit der «Auferstehung des Herrn» seiner die wahre Menschenliebe verkündenden Heilslehre ewige Geltung verschafft wird. Den Menschen aber bleibt es anheimgestellt, immer wieder mit erneuter Kraft und Hoffnung danach zu streben, dass diese hohe Lehre von der Menschenliebe in der Welt der brutalen Realitäten allen Widerständen zum Trotz ihrer Verwirklichung entgegengebracht werden könne. An solchem Hoffen gilt es festzuhalten, und aus ihm mag erst die rechte Osterfreude entspringen, jene Freude, auf die sich das schöne Wort bezieht: «Was kann der Schöpfer lieber sehen als ein fröhliches Geschöpf?» Osterei Ein uralter Brauch Ostern war immer ein grosses Fest für die kleinen — wie auch für die grossen Menschenkinder... Ostereierl... Man erwartet sie fast mit derselben Ungeduld, wie die Weihnachtsgeschenke. Der Brauch, zu Ostern Eier zu schenken, stammt nicht nur erst aus der christlichen Zeit. Man kannte ihn schon bei den Phöniziern, die den Schöpfer des Weltalls in der Gestalt eines Eies verehrten. Dieses Volk der Seefahrer glaubte nämlich, dass die Nacht, der Ursprung aller Dinge, ein Ei erzeugt hätte, aus dem die Liebe und das Menschengeschlecht erstanden sind. Sie glaubten auch, dass die Sonne zu Ostern über dem Aeqüator stände und dass die Erde die langen Nächte zu dieser Zeit verliess; dass das Urei zerbräche und das Menschengeschlecht würde neu erschaffen. Bei den Persern gab man Eier, die verschieden gefärbt und mit Goldstreifen verziert waren — eine Anspielung an das Dogma der Magier, die lehrten, dass die Welt aus einem Ei stammte, das durch Ausschlagen eines Stieres zerschlagen wurde. Der Schah verteilte Hunderte von Eiern unter seinen Höflingen. Fast alle Völker des Altertums betrachteten das Ei als den Ursprung aller Dinge. Es war für die Heiden ein mystisches Symbol.