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E_1939_Zeitung_Nr.027

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schwerde machte geltend,

schwerde machte geltend, der Wagen sei durch einen mit Führerausweis versehenen Lenker gesteuert worden und damit sei die Vorschrift des Art. 59 W befolgt worden. In Gutheissung dieser Beschwerde hat der Kassationshof des Bundesgerichts dem Begriff der Schleppfahrt eine weitere Auslegung gegeben als die kantonale Instanz. Im vorliegenden Falle kann nicht von einem Ueb erführen des Motorlastwagens gesprochen werden, weil darunter die Fortbewegung mit eigener Kraft zu verstehen ist; Tagesbewilligung und Kontrollschild waren daher nicht nötig. Weder Gesetz noch Verordnung verbieten das Abschleppen betriebsfähiger Wagen und es bestünden für ein solches Verbot auch keine verkehrspolizeilichen Gründe, denn das Schleppen eines betriebfähigen Wagens, dessen Bremsen und Lenkung einwandfrei arbeiten, bietet weit weniger Gefahren als das Abschleppen eines ausser Betrieb gesetzten Fahrzeuges. Wenn rt'e VV-Bestimmungen über das Ueberführen von Wagen enthält, ist damit eine andere Beförderungsart nicht untersagt — Di© Busse wurde aufgehoben- Wp. Verkehrsregelung beim Eingang der Landesausstellung an der Bellerlve Hornbachstrasse. Keine Fussgängerpasserelle, wohl aber eine Rampe für die Fahrzeuge. Das Bauamt I der Stadt Zürich teilt Tina mit: Der rechtsufrige Teil der Landesausstellung lehnt sich bergseits an die neuausgebaute, stark frequentierte Bellerive- 61 r aes e an. Eine grosse Zahl Ausstellungshemicher wird den Eingang an der Hornbachstrasse benützen wollen, zu welchem Zwecke die Straseenbahn dort ein provisorisches Geleise mit Schleife nächst diesem Eingänge anlegt. Die Verkehrspolizei glaubte, die ankommenden Trampassagiere nicht A niveau mittelst Go- und S'top-Verkehr und Schutzinsel in Strassenmitte über die Strasse bringen zu können und verlangte deshalb edne Passerelle. Vorerst wurde aber vom Tiefbauamt geprüft, ob «ich das Profil des unter der Bellerivestrasee durchführenden Hornbachkanals allenfalls zurPer- «onenunterführung eignet. Es stellte sich aber heraus, das« der Querschnitt für diesen Zweck ungenügend und die Erweiterungskosten zu hoch ausgefallen wären. Es blieb nun scheinbar nichts andere« übrig, als doch eine Passerelle über die Strasee zu bauen. Diese wäre, mit Rücksicht auf die Ladehöhe der Lastautos, ca. 5 m über die Strassenfahrbahn zu liegen gekommen und hätte naturgemäss beidseitig Treppen bedingt. Die Leitung der Landesausstellung lehnte die Erstellung dieser Treppen mit der Begründung ab, das>s ihr auf dem Ausstellungsareal der Platz hiezu fehle; sie schlug dann vor, die Trampassagiere ä niveau die Strasse passieren zu lassen und die Fahrzeuge längs der Belleriveetrasee über eine 112 m lange, beidseitig mit 6% ansteigende Rampi zu führen. Diesem Vorschlage stimmte der Stadtrat zu. Diese Holzrampe hat zwei Fahrbahnen von j» 3 m Breite, die in der Mitte durch einen Balken getrennt sind. Die lichte Höhe unter der Rampe für die Fussgänger beträgt ca. 2,6 m. Die Rampe tot bergseitig über die Bellerivestoasse angelegt und lässt ausstellungsseitig ein Trottoir und eine ca. 3,5 m breite Fahrbahn für den Zubringerdienst der Landeseausstellung frei. Es trifft nicht zu. wie in Nr. 06 Ihrer Zeitung vom 20. November 1938 bemerkt wurde, dass sich die Behörden geweigert hätten, den Wünschen der Verkehrsfachleute Rechnung zu tragen, aber es war Pflicht derselben, bei aller Grosszügigkeit diejenige Lösung zu suchen, welche bei geringsten Kosten auch den Wünschen der Landesausstellung entsprach. sicher fühlen, obwohl er freilich für das Jahrkleidchen, das er kauft, bis auf weiteres keine Verwendung hat. € Welch ein verliebter Vater ! > denkt das bedienende Fräulein, das seine Aufregung falsch deutet. Charles ist tatsächlich wie vor den Kopf geschlagen. Er kann sich nicht geirrt haben, die Damen, die er gesehen hat, waren tatsächlich Peggy und Lady Constanza. Das Herz pocht ihm an die Rippen, wie er es in den gefährlichsten Augenblicken niemals erlebt hat und es kommt ihm flüchtig und verwunderlich zum Bewusstsein, dass dieses Herzklopfen nicht durch Wiedersehensfreude, sondern durch Verlegenheit verursacht ist. Er sieht klar, dass er sich nicht zu erkennen geben darf. Sonst wären Fragen nach seinem Leben und Hotel unvermeidlich und die Folge wäre, dass er zweifellos als Muriels Gatte und als eine Art Heirats- Sff **•»« Mehrere von uns selber beobachtete Vorfälle am Zürcher Paradeplatz bilden dafür unmissverständliche Belege. Fuhren da, um nur ein Beispiel zu zitieren, ein Radfahrer und ein Auto, beide zu winterlicher Abendstunde und bei entsprechenden Sichtverhältnissen, von der Theaterstrasse her auf die Kreuzung mit Rämistrasse und Limmatquai zu. Der Autofahrer will noch eine geraume Strecke vor der Kreuzung den vor ihm fahrenden Radler überholen, wozu ihm das gegenseitige Verhältnis der Geschwindigkeiten an sich ohne weiteres das Recht gäbe. Der Radfahrer jedoch hält hartnäckig die linke Strassenseite und scheint dem Auto absichtlich' die Ueberholung verlegen zu wollen, worauf der Wagenführer zunächst ungeduldige Hupenzeichen gibt und sich schliesslich zwischen den beiden ein Wortwechsel entspinnt. Ursache des ganzen Zwischenfalles: der ortskundige Radfahrer, nach der Quaibrücke strebend, spurt sich pflichtgemäss schon vor der Kreuzung in die auf der Fahrbahn aufgetragene Fahrspur der Linksabbieger ein, während der mit den Verhältniesen nicht vertraute Autofahrer geradeaus nach dem Limmatquai fahren will und sich daher rechts vom Radfahrer der Kreuzung nähern sollte, die Bedeutung der Zeichen auf der Fahrbahn aber nicht erkennt — ein gegenseitiges Missverständnis, da» leicht zu einem Unfall hätte führen können. In Anbetracht dieser nicht zu bestreitenden Schwierigkeiten beim Uebergang von der Verkehrs-* gliederung nach den normalen Regeln des Rechts- schwindler bfossgestellt würde. Jetzt, wenige Tage vor der Rückkehr ins Privatleben und der wiedergewonnenen Handlungsfreiheit. Unmöglich! Charles wühlt noch eine Weile in Babysachen, bis er glaubt, freie Bahn zu haben. Dann springt er hastig in ein vorüberfahrendes Auto. Obwohl er etwas vor der Zeit im Caf6 ankommt, sitzt Dr. Martinez schon da. Zu Charles Befriedigung hat er einen geschützten Platz ausgesucht, so dass nicht zu befürchten ist, dass Peggy und ihre Mutter sie etwa im Vorbeigehen entdecken könnten. «Ich muss Sie heute um eine klare Entscheidung bitten», beginnt der Arzt sofort AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 2a MÄRZ 1939 — N° 27 Neues von der Strasse Genf- Lausanne. von allen Genfer Zufahrtsstrassen ist diejenige in der Richtung Lausanne am besten ausgebaut Das ist auch kein Wunder; bildet sie doch, wie ihr volkstümlicher Name «Route de Suisse • andeutet, die einzige Verbindung der Völkerbundsstadt mit der übrigen Schweiz. Für die kurze, auf sein Gebiet entfallende Teilstrecke von rund 10 km hat der Kanton Genf bisher schon über 2 Millionen Franken ausgegeben, um zwischen der Stadtgrenze und dem Eingang des Ortes Bellevue eine an die Verhältnisse ausländischer Autobahnen erinnernde Ausfallstrasse von 12 m Minimalbreite zu schaffen, wobei von den 5 km der Gesamtlänge dieser Strecke S km mit Betonbelag versehen sind. Da auf waadtländischem Gebiet die Normalbreite der « Route de Suisse »9m beträgt, hat auch Genf einstweilen davon abgesehen, die Strasse auf ihrer ganzen Länge bis zur Kantonsgrenze auf 12 m zu bringen. Dagegen soll sie nun überall, wo es noch nicht geschehen ist. bis zur Einfahrt in den Grenzort Versoix wenigstens auf 9 m verbreitert werden. Die Zufahrt durch das genannte enggebaute Stadt» chen selbst ist einstweilen noch ein ungelöstes Problem und dürfte -wohl nur in Form einer TJmfahrungcstrasse zu verwirklichen sein. Im gegenwärtigen Bauprogramm vorgesehen ist aber unter allen Umständen die Korrektion der Einfahrt in Versoix von der Genferseite her, die schon manches Unglück auf ihrem Konto hat Ein zweites Problem, das nun in Angriff genommen werden soll, stellt die Erweiterung der < Route de Suisse» bei der Durchfahrt durch Bellevue dar, die auf Kosten des Geländes auf der Juraseite erfolgen soll. Die Mittel zu all diesen Verbesserungen sind im trossen Arbeitsbeschaffungsprogramm der Genfer Regierung vorgesehen, das zur Stunde dem dortigen Grossen Rat vorliegt. h. Spezialkurse für motorisierte Landwehr- und Landsturmtruppen Durch die Einführung der neuen Truppenordnung ist der Bedarf unserer Armee an Motorfahrzeugfahrern ganz erheblich gestiegen. Wenn schon bis anhin bei den motorisierten Truppen grosser Mangel an tüch- Ueber das Einspuren von Kreuzungen (Schluss von Seite 1.) Ut£S»£ S dh«E»x fahrens und Linksüberholens zur Vorsortierung nach Abzweigerichtungen ist es nicht verwunderlich, dass der Verkehr kaum die Tendenz zu haben scheint, zur vorsorglichen Einspurunir nach Fahrrichtungen auch an Kreuzungen überzugehen, wo die Fahrbahn nicht in entsprechende Fahrstreifen gegliedert ist. An sämtlichen nicht besonders durch Trennlinien und Richtungspfeile dazu ausgerüsteten Kreuzungen halten sich daher auch die Fahrzeugführer offenbar weiterhin an die gesetzliche RegeL möglichst rechts zu fahren, und so kann man denn immer wieder selbst an Kreuzungen, wo die eine oder andere einmündende Strasse nach dem beschriebenen System organisiert ist beobachten, wie an den übrigen Einmündungen das zuerst ankommende Fahrzeug sich ganz rechts zur Weiterfahrt anstellt, obschon es vielleicht bereit! den linken Winker ausgestellt hat, während ein zweites Vehikel, seinerseits geradeaus oder nach rechts strebend, links neben ihm anfährt und sich daraus beim Freiwerden der Strasse aus der gegenseitigen Verlegung der Fahrwege die üblichen Stockungen ergeben. Die Nachteile eines solchen — heute «restzlicherweise gewissermassen normalen — Zustandes sind freilich dort nicht allzu schwer, wo die Fahrzeuge doch mehr oder weniger einzeln zur Weiterfahrt abgefertigt und die Fahrterlaubnis ieweilen nach ganz kurzen Haltezeiten gegeben werden kann, während welcher keine groseen Mengen von Fahrzeugen auflaufen. Alle diese Beobachtungen nnd Ueberlegungen dürften dartun, das« die Bedenken gegenüber einer c Allgemeinverbindlicherklärunit » der Pflicht, sich vor Kreuzungen — also auch vor nicht besonders dazu ausgestattetenl — nach der beabsichtigten Abbiegerichtung in den entsprechenden Fahrstreifen einzuspuren, nicht ganz unbegründet eind. Diese Bedenken stützen 6ich weiterhin auch auf die Erwägung, dass auf einer nicht durch Farblinien in einzelne Fahrstreifen eingeteilten Strasse die Einhaltung wohlunterschiedener Richtungsspuren ohnehin nur ganz ungefähr möglich wäre, woraus sich neue Unsicherheiten ergeben müssten. Denn die Lage eines Fahrzeuges zum Fahrbahnrand, d. h. seine mehr seitliche oder zentrale Lage mit bezug auf die Strassenaxe hängt ja von einer ganzen Anzahl verschiedenartigster Faktoren ab. wie den unmittelbar vorhergegangenen Ueberholungen, der Heranfahrt vielleicht vom linken Strassenrand, wo das Fahrzeug stationiert hatte, und was dergleichen Einflüsse mehr sind. Und eelbst unmittelbar vor der Kreuzung machen die augenblicklichen Verkehrsverhältnisse oft eine seitliche Abweichung eines Fahrzeuges von seiner Fahrlinie mitunter nötig. Es scheint nach alledem nicht gut möglich, eine bestimmt gehaltene Vorschrift aufzustellen, nach der sich die Fahrzeuge schon vor der Kreuzung nach derjenigen Seite ihrer Fahrbahnhälfte oder der Einbahnstrasse zu besehen haben, die ihrer Abzweigerichtung entspricht. Vor allem könnte keine Rede davon sein, dass der entgegenkommende Verkehrsteilnehmer allein aus der Lage der Fahrzeuge auf ihre Absichten hinsichtlich des Abbiegens schliessen dürfte. Aber gerade die Gefahr liegt nahe, dass die Fahrzeugführer ihre Einspurung in einen solchen Richtungsstreifen als vollwertigen Ersatz für die Richtungsangabe mit dem Winker betrachten könnten. Bereits glauban wir in Zürich wahrgenommen zu haben, dass sich bei Kreuzungen mit aufgemalten Abbiegespuren ein Teil der Auto- und Radfahrer durch die Einfädelung in eine bestimmte Richtungsspur von der Zeichengebung entbunden fühlt. Solchen Anfängen gilt es mit Nachdruck zu wehren. Vollends aber wäre das Einreissen einer solchen Uebung an andern Kreuzungen verhängnisvoll. Denn der Winker dient der Verständigung nicht nur des eventuell den Verkehr regelnden Polizisten, sondern auch der übrigen Strassenbenützer, denen man nicht zumuten kann, sich nach Richtungspfeilen und dergleichenKennzeichen auf der Fahrbahn derjenigen Fahrzeuge umzusehen, mit denen sie sich auseinanderzusetzen haben. Diese Ausführungen wollen nicht etwa die Bemühungen verantwortungsbewusster Verkehrsfachleute diskreditieren oder gar sabotieren, durch immer weiter verfeinerte Vorschriften die Verkehreabwicklung flüssiger und vor allem gefahrlos zu gestalten. Sie möchten bloss durch den Hinweis auf einige grundsätzliche Bedenken zu einer Vertiefung der zu diesem Zwecke anzustellenden Studien beitragen, auf dass nicht Vorschriften das Ergebnis seien, die zwar auf der einen Seite unleugbare Fortschritte darstellen, auf der andern aber vielleicht bloss neue Gefahren heraufbeschwören. H. W Thommen. auf englisch: « Ich weiss nicht, ob Sie die Zeitungsnachrichten vom Kriegsschauplatz gelesen haben? » « Doch ! » ' erwidert Charles absichtlich phlegmatisch, um die nervöse Erregung des Partners zu dämpfen. « Sie widersprechen sich in den verschienen Blättern >, Dr. Martinez' Finger klopfen' nervös auf die Platte des Cafehaustischchens, € aber ich habe eine Kabeldepesche. Es geht hart auf hart. Der Kampf schwankt unentschieden, auf beiden Seiten ist viel Munition verschossen worden. Sie sehen, ich bin offen. Wessen Geschütze länger feuern können, der wird gewinnen. Verstehen Sie, Mister d'Andrade, dass die Entscheidung ober die Geschicke meiner Heimat zum Teil in Ihrer Hand liegt ? » «Ich bin kein Politiker », erwidert Charles unbehaglich, «ich wUl gar keinen Einfluss auf Ihre Heimat haben. Ich will ein Geschäft so gut wie möglich machen, sonst nichts.» « Dann erklären Sie mir bitte, welche Einwendungen Sie gegen meinen Preis und meine Bedingungen haben.» Charles macht ein nachdenkliches Gesicht. Er ist sich bewusst, dass jeder wirkliche Händler versuchen würde, aus dieser Situation und der offenbaren Zwangslage des Partners noch irgend einen Vorteil herauszuschlagen. Dabei hat er den Preis schon auf eine schwindelnde Höhe hinaufgetrieben. «Ich habe die Empfindung, dass die Zeit für mich arbeitet», sagt er schliesslich etwas zögernd. < Je mehr sich die Dinge in Ihrer Heimat zuspitzen, desto —» « Desto eher hoffen Sie, einen Phantasiepreis herauszuschlagen », unterbricht ihn Dr. Martinez mit dem- Gesichtsausdruck eines Mörders. < Ich fürchte, Sie sind gar zu habsüchtig, Mister d'Andrade. Meine Landsleute sterben nicht, um Sie zum reichen Manne zu machen. Ich lasse mich von Ihnen nicht auspressen wie eine Zitrone.» « Soll das heissen, dass Sie die Verhandlungen abbrechen ? » Charles Stimme klingt eiskalt. Nein. Noch nicht. Sie wissen ja, dass wir tigen Motorfahrzeugführern herrschte, so liegt es auf der Hand, dass nach Mitteln und Wegen gesucht werden tmiss, um der Armee nicht nur die notwendigen Motorfahrzeuge, sondern in noch viel höherem Masse die entsprechende Anzahl von theoretisch und praktisch ausgebildeten Lenkern solcher Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen. Das im Juni letzten Jahres von den eidg. Räten beschlossene Bundesgesetz betreffend teilweise Abänderung der Militärorganisationen vom Jahr 1907 enthält u. a. folgende Bestimmung : «Sämtliche nicht zu den Grenztrtrppen gehörenden, nicht mehr Wiederholungskurspflichtigen Wehrmänner der Landwehr und des Landeturms find nach Anordnung des Bundesrates zu besonderen Kursen einzuberufen. Die Gesamtdauer dieser Dienstleistungen soll für den einzelnen Dien»tpflichtigen 24 Tage nicht überschreiten.» Der Bundesrat hat nun von dieser Ermächtigung gemäss Schultableau 1939 für 29 Territorialbataillone Gebrauch gemacht. Bezüglich der Spezialtruppen glaubte man, eine Wartefrist bis 1940 auf sich nehmen zu können, um eine vollständige Organisation dieser Verbände abzuwarten. Es zeigt sich nun m der Praxis, dass bei den motorisierten leichten Truppen die Einfückungsbestände der Wiederholungskurspflichtigen verhältnismässig schwach sind. Der Bundesrat beschloss nun in seiner letzten Sitzung auf Antrag des Eidg. Militärdepartements, die nicht mehr wiederholungskurspflichtigen Landwehr- und Landsturmleute der motorisierten Truppen, d. h. die Jahrgänge 1891 bis 1903 zu einem 6tägigen Kurs aufzubieten. Die Einberufung erfolgt gemäss persönlichem Aufgebot. Diese Massnahme ist ausschliesslich eine Folge der unhaltbaren Bestandesverhältnisse der leichten Truppen. Nachklänge vom Genfer Salon. Aus Papa Schlotterbecks Erinnerungen. Wenn einer während 40 Jahren seines Lebens Automobile verkauft hat wie Papa Schlotterbeck (Sie haben ihn in unserem Bildbericht «Die liebe Kundschaft», erschienen in Nr. 23, doch erkannt — unten links!), dann ist es begreiflich, dass es ihm bei der plötzlichen Ueberrumpelung durch unsern Berichterstatter schwer fiel, aus der Fülle seiner Erlebnisse gerade das seltsamste Intermezzo herauszuklauben. Inzwischen ist das «Gschtürm» des Genfer Salons verrauscht, Papa Schlotterbeck hat in seinen «Memoiren» Nachschau halten können und übersendet uns die Schilderung eines ausgefallenen Intermezzos aus seiner Verkaufstätigkeit, das wir unsern Lesern nicht vorenthalten •wollen. Red. Der kürzeste und zugleich originellste Verkauf aus meiner 40jährigen Praxis. Es war an einem Julitag 1920, kurz vor Mittagszeit, als ein junges, sehr hübsches Paar mein Geschäft betrat. Sofort ging's ans Aussuchen eines Wagens. Bald war die äussere Wahl au! ein Torpedo gefallen, und nun kam die Sonderbare Probe. Der junge Mann sprang von links, rechts, hinten, überhaupt, von wo es ihm gerade in den Sinn kam, immer in einem Satz vom Boden ans Steuer. Türe wurde keine benützt. Er erklärte mir, wenn er ein Automobil kaufe, so sei die Eignung für diese Art »Einsteigen» das Haapterfordernis. Nun, der Wagen bestand die Probe, wir wurden einig, und, um an diesem Kaufe nicht ganz unbeteiligt zu sein, griff nun sie ins Handtäschchen und bezahlte den Preis bar auf den Tisch. Lieferungsbedingung: Um 1 Uhr (also ca. 1 Stunde später) musste der Wagen samt einem Chauffeur fix fertig, versichert, fahrbereit und ausgerüstet für eine grosse Reise vor dem Hotel »Drei Könige» stehen. Wer das Paar war, möchten Sie noch wissen? Unbekannt wird's Ihnen wohl nicht sein: Douglas Fairbanks und Mary Pickford. Ihre Munition leider brauchen, besonders weil uns der Einkauf durch die Ausfuhrverbote der verschiedenen Länder sehr erschwert ist Aber gestatten Sie mir einmal eine offene Frage, lieber Freund. Existiert überhaupt die Munition, derentwegen wir schon so lange verhandeln ? > Was bedeutet das ? » Charles markiert äusserste Empörung, c Wollen Sie mich vielleicht als einen Betrüger hinstellen?» f Wer sind Sie denn überhaupt ? > fragt Dr. Martinez plötzlich schneidend. < Ich wiH Ihnen verraten, dass keine kaufmännische Auskunftei eine positive Auskunft über Sie geben konnte. Auch meine Freunde, die in meinem Auftrage in den kleineren englischen Häfen diskret nach einem Schiffe forschten, das Ihren Angaben entsprechen würde, haben keinen Erfolg gehabt. Wissen Sie, dass man auf den Gedanken kommen könnte, Sie wären ein Schwindler, der mit einem hohen Vorschuss spurlos rn verschwinden hofft? » (Fortsetzung folgt.)

N° 27 — DIENSTAG, 28. MÄRZ W89 AUTOMOBIL-REVUE 3 Boratto/Sanesi (Alfa Romeo) triumphieren im nordafrikanischen Strassenrennen. Um die elfte Abendstunde des vergangenen Samstags erfolgte in Tobruck der erste Start zum 1500-km-Rennen über die prachtvolle nordafrikanische Küstenstrasse via Benghasi nach Tripolis. 29 Konkurrenten stellten sich den diensttuenden Sportkommissären, wobei die neuen Alfa Romeo SS von 2,5 Liter Hubvolumen und die in einer Spezialkategorie gewerteten 2-L.-BMW-Sportwagen besonderm Interesse begegneten. Was zu erwarten stand, traf auch prompt ein: der Siegeslorbeer ging an die Mailänder Werke. Aber insofern ist die Ueberraschung doch gross, als nicht einer der offiziellen Stallfahrer vom Range eines Pintaeuda, eines Farina oder eines Biondetti den Vogel abschoss, sondern der vielfach erfolgreiche «Einzelgänger > Ercole Boratto, der Privatchauffeur des Duce, der zusammen mit Sanesi die 1500 km in 10:37:19 herunterspulte und damit die phantastische Durchschnittsgeschwindigkeit von 141,410 km/St, erreichte. Farina/Lucchi (Alfa (Romeo) gerieten in der Nähe von Derna über die Strasse hinaus und fielen aus Akt und Traktanden, während Pintacuda/Mombelli (Alfa Romeo) mit der Brennstoffzufuhr Schwierigkeiten hatten und ebenfalls ausschieden. Biondetti/Monzani endlich, die den dritten Wagen der Alfa-Corse-Mannschaft steuerten, wurden durch den Bruch einer Rohrleitung der hydraulischen Bremse stark behindert, konnten aber auf dem letzten Abschnitt des Rennens rund 2Y2 Minuten ihres Zeitverlustes auf Boratto wieder aufholen. Ganz hervorragend hat in dieser an die nordafrikanische Küste versetzte Mille Miglia die BMW-Mannschaft des NSKK mit dem Zweiliter-Sportwagen der Bayrischen Motorenwerke abgeschnitten, liegt doch der vom Kategoriensieger Briem/Holzschuss gefahrene Durchschnitt nur ca. 1,3 km/St, unter jenem des absoluten Tagessiegers. Im übrigen lauten die Resultate des ohne jeden Zwischenfall verlaufenen Rennens, in welchem von 29 Gestarteten 18 die auf der Mellaha-Rundstrecke in Tripolis installierte Zielkontrolle erreichten, wie folgt: GESAMTKLASSEMENT: 1. Boratto/Sanesi (Alfa Romeo 2500 SS) 10:37:19 «= 141,410 km/St. KATEGORIEN-KLASSEMENT: Kategorie 3000 ccm: 1. Boratto/Santsl (Alfa Romeo 25C0 SS) 10:37:19 = 141,410 km/St; 2. Biondetti/Monzani (Alfa Romeo 2500 SS) 10:37:40. Kategorie 2000 ccm: 1. Briem/Holzschuss (B.M.W.) 10:43:10 = 140,156 km/St; 2. Schaumiburg/Roese (B.M.W) 11:01:11; 3. Heinemann/Riehter (B.M.W.) 11:02:45. Kategorie 1500 ccm: 1. Uonclni/Berrone (Lancia-Aprilia) 13:02:52 = 115,146 km/St; 2. Bellucci- Gostantini (Lancia-Aprilia) 13:09:22; 3. Spolettini/ De Domenicis (Lancia-vAprilia). Kategorie 1100 ccm: 1. Rossl/Molinari (Fiat) 12:32:00 = 119,760 km/St; 2. Bonomo/Ferioli (Fiat) 12:56:18; 3. Leonardi/Scimbaldi (Fiat) 13:04:36; 4. Ravano/Lenzi (Fiat) 13:3526; 5. Palmieri (Fiat) 13:35:55; 6. Avanzo/Fiorelli (Fiat) 13:57:32; 7. Adanzi (Fiat) 14:04:32; Comirato und Frau (Fiat) 14:08:53. Kategorie 750 ccm: 1. Baravelli (Fiat) 14:36:40 = 102,825 km/St; 2. Bortolon und Frau (Fiat) 15:52:4a Stand der Schweiz. Automobilmeisterschaft 1939 nach der Genfer Schnee-Sternfahrt. Amateure. (Unter Vorbehalt der Genehmigung durch die Nationale Sportkommission. Rang Fahrer, Wohnort und Sektion Punkte 1. Perrin J., Le Locle, Mont. Neuchatei 100,000 2. Sauthier M., Martigny, Valai« 99,230 3. Häfeli P., La Chaux-de-Fonda, Mont, Neuchäteloises 99,156 4. Schäfer E., Bern, Bern 99,138 5. Locher W., Zürich, Zürich 99,020 6. Dellsperger R., Liebefeld, Bern 98,950 7. Handschin E., Liestal, Basel 98,644 8. L'Huillier F., Chene-Bourg, Genevt 98,580 9. Tissot F., Leysin, T.C.S. 68,234 10. Hatt R., Zürich, Zürich 98,150 11. Hartmann H., Zürich, Zürich 97,172 12. «Arrot», Zollikon, Zürich 97,166 13. Gautschi H., Bern, Bern 97,038 14. von Selve G., Thun, Bern 96,792 15. Lombard F., Villette, T.C.S. 96,258 16. Bloch R., La Chaux-de-Fonds, Mont Neuchäteloises 96,232 17. Haldimann E., Bern, Bern 96,210 18. Moser W., La Chaux-de-Fonds, Mont. Neuchäteloises 96,004 19. Zurlinden R-, Aarau, Aargan 95,640 20. Hammer M., Zürich, Zürich 94,586 21. ron Tscharner H, Bern, Bern 94,504 22. «Pand«», Allaman, Vaudoise 93,934 23. Morf E., La Ghaux-de-Fonds, Moni Neuchäteloises 93,688 24. de Toledo P., Geneve, Geneve 93,606 25. Labhardt M., Basel, Basel 93,524 26. Pfosi Dr. H., Zürich, Zürich 92,202 27. Collioud G., Coppet, T.C.S. 92,054 28. Häffner K., Zürich, Zürich 91,644 29. Blanc R., Courtelary, Seeland-Jura 89,746 30. Wagner J., Zürich, Zürich 80,814 31. Gavard F., Chene-Bourg, T.C.S. 79,026 32. Bertschmann M., Basel, Basel 76,014 33. Fehr H., Kilchberg, Zürich 75,644 34. Morel Ch., Ariesheim, Basel 70,570 35. Duval A., Lausanne, Vaudoise 69,542 36. Bollschweiler C, Zürich, Zürich 68,938 37. Paquin Ch., St-Sulpice, Vaudoise 5,926 Experten. 1. Portmann H., Basel, Basel 100,000 2. ScheiMer A., Laupen, Bern 99,538 3. Vuilleumier H., Neuchatei, T.C.& 99,222 4. Pauli A„ Le Locle 99,146 5. Trossch M., Zürich, Zürich 98,812 6. Stich J., La Chaux-de-Fonds, Mont Neuchäteloises 98,258 7. Helbling H., Rapperswil, St. Gallen 94,438 8. Dattner A., Zürich, Zürich 94,406 9. Moebus Ed., Lausanne, Vaudoise 93,662 10. Klingler W., Lausanne 92,354 11. Rock E., Basel, Basel 90,876 12. Kaiser A., Zug, Zug 89,894 13. Sandoz A., Neuchätel, Neuchätel 89,496 14. Guttmann J., La Chaux-de-Fonds, Mont. Neuchäteloises 88,036 15. Kleiner H., Zürich, Zürich 87,050 16. Weber H., Suhr, Aargau 85,844 17. Schuler H., Frauenfeld, T.C.S. 85,820 18. Schenk P., Lausanne, T.C.S. „ 82,738 19. Delmarco F., Yverdon, Vaudoise 76,920 20. Dietrich O., Basel, Basel 71,864 21. Schaetz C, Neuchätel 64,900 22. Santschy W„ La Chaux-de-Fonds, Mont Neuchäteloises 62,196 23. Zimmermann M., Zürich, Zürich 46,700 Fachleute sagen: Leichtfliessendes Oel ist eine technische Notwendigkeit. Der neue 1,5-Llter-ERA vor seinem Debüt. Das neue ERA-1,5-Liter-Modell, über das in den letzten Monaten oftmals berichtet wurde, ist nunmehr startbereit und hat bei den ersten Versuchsfahrten Geschwindigkeiten von über 260 km/St erreicht. Es handelt sich um einen Einsitzer nach der neuen Od- Prix-Formel, anderthaiblitrig mit Kompressor, mit Röhrenrahmen und unabhängiger Radfederung, sehr tief und stromlinienförmig gebaut. Der Wagen soll auf das International Trophy-Rennen vom 6. Mai in Brooklands herausgebracht werden. Arthur Dobson und Raymond Mays werden die Neukonstruktionen steuern. Grosser Preis von Frankreich und Rennen der Anderthalbliterwagen um den Pokal der französischen Sportkommission. Es macht den Anschein, dass am Rennen der 1,5-Liter-Boliden anlässlich des Grossen Preises von Frankreich mit ungefähr 15 Teilnehmern zu rechnen ist, und zwar sieht die provisorische Nennliste wie folgt aus: Englisch« Wagen: E.R.A. (Werkfahrer): Arthur Dobson und Raymond Mays. E.R.A. (Privatfahrer): Con Pollock und Prinz «Bira». Alta: George Abecassis. Französische Wagen; Simca-Fiat: Amedee Gordini und J. Paul. Plate- Talbot: G. Plate. Italienische Wagen: Alfa Romeo (Werkfahrer)'. Drei noch nicht he- Für eine direkte Strasse Biel-Lyss. In der Eingabe an die kantonale Baudirektion verlangt die Sektion Biel des Schweizerischen Automobilclubs die Erstellung einer direkten Strasse Biel-Lyss, da die bestehende Strasse durch mehrere Dörfer führe, als etark überlastet und verkehrsgefährlich bezeichnet werden müsse. Das Betehren wird Tom Gemeinderat Biel unterstützt. Oeffnung des Juliers für Gesellschaftswagen bis 2.40 m Breite. Nach einem Erla«s der Bündner Regierung wird die ausgebaute Julierroute Chur - Lenzerheide - Julier - Maloja - Castasegna für das Jahr 1939 nunmehr auch Gesellschaftswagen bis zu 2,40 m Breite freigegeben.. SEKTION SEELAND. (Sd.) Die Automobilsektion Seeland des Schweizer Touring-Clubs hielt am 25. März unter dem Vorsitü von Postverwalter A, Leiser (Lyss) im Hotel « Bahnhof • in Lyss ihr«'diesjährige Generalversammlung ah. Diese Ta- Leichtfliessendes Oel schafft Kraft. Die leichtfliessenden Castrol-Oele haben einzigartige Eigenschaften. Die Fabrikanten des PATENT CASTROL'S führen 3 neue Sorten ein, welche allen Anforderungen der Motoren entsprechen: PATENT PATENT PATENT Lassen Sie bei Ihrem Garagisten den Oelbehälter Ihres Wagens mit dem neuen Motorenöl auffallen. CASTROLITE SAE 20 und 20 W CASTROL XL SAE 30/40 CASTROL XXL SAE 50/60 PATENT* $tv£B9MME»n T.C.S. Generalvertreter für die Schweiz: Borke &. Co., ZOrlch Abteilung Motorenöle, Telephon 346 77 iNotfzon zeichnet« Fahrt*. Maserati: L. Joa, H. Dipper, «Gorsi Secondo», Lover, Louis Gerard, Q. SoffiettL Alle Anzeichen deuten auf interessante Kämpfe hin, vorausgesetzt — so kommentiert der sportliche Mitarbeiter des < The Motor» die vorsiehende Nennliste — dass, Mussolini auf den behördlichen Unsinn zu-* rückkommt, wonach italienische Piloten in Frankreich bis auf weiteres nicht starten dürfen. « Wenn er», so fährt .Grande VH tesse' sarkastisch fort, c die politische Spannung mit Frankreich mit dem Renns'port zu verquicken für nötig befindet, so sehe ich nicht ein, weshalb ihm Frankreich nicht Nizza, Korsika, Savoyen, Tunis, Djibouti, den Suezkanal, halb Paris und die ganze Maginot- Linie abtreten sollte, damit wir wenigstens in Frieden weiterhin Rennsport treiben können. * Grosser Preis von Pau. Das offizielle Training für die am Grossen Preis von Pau vom nächsten Sonntag startenden Konkurrenten ist auf Freitag den 31. März 12.30—13.30 Uhr, und Samstag den L April 12.30—13.45 Uhr atigesetzt worden. gung stand deutlich im Zeichen einer grundsätzlichen Auseinandersetzung mit gewissen Vorschlägen der als Untergruppe der Sektion organisierten Ortsgruppe Biel. Deren neuer Präsident, Dr. M. B a e r, wies auf eine lebhafte Tendenz innerhalb der Ortsgruppe Biel auf Abtrennung von der Sektion Seeland mit Sitz in Lyss hin. Das Abhängigkeitsverhältnis der Bieler von der Muttersektion sei nur historisch, nicht aber tatsächlich begründet und gerechtfertigt. Die Ortsgruppe stelle mehr als die Hälfte aller Sektionsmitglieder, sie sei im Sektionsvorstand nicht gebührend vertreten, bei den welschen Mitgliedern äussere sich ein Desinteressement gegen die Sektionsveranstaltungen, Biel -wäre sicherlich zufolge seiner Lage und Grosse als Sektionsort prädestiniert. Die Ortsgruppe mache jedoch darauf nicht Anspruch, sie verlange indessen mehr Bewegungsfreiheit und insbesondere eine Erhöhung der finanziellen Zuwendungen. Man scheint da und dort nicht recht im Bilde zu sein. Man scheint nicht zu wissen, dass das Verhältnis der Ortsgruppen zu den Muttersektionen im T. C. S. tenau geregelt ist, dass die Bildung einer eigenen Sektion Biel nicht in Frage kommt und dass die Ortsgruppe Biel von selten der Muttersektion Seeland pro Mitglied den grössten Beitrag aller Ortsgruppen der ganzen Schweiz erhält. Diese Ortsgruppe würde sich bei Selbständigmachung finanziell schlechter stellen. Und vor allem ist festzuhalten, dass sämtliche Veranstaltungen der Sektion Seeland für ihre sämtlichen Mitglieder, also auch für alle Mitglieder der Ortsgruppe Biel, durchgeführt werden. Es wäre höchst bedauerlich, Stadt gegen Landschaft, Welsch gegen Deutsch ausspielen zu wollen. Die in den letzten Jahren von der stark gewachsenen Ortsgruppe Biel entfaltete rege Tätigkeit ist durchaus begrüssenswert, ihr Eigenleben innerhalb der Sektion in normalen Grenzen durchaus berechtigt. Es sollte aber im Zeichen enger Zusammenarbeit und aufrichtiger Kluh» kameradschaft stehen und nicht in separatistische Tendenzen ausmünden. Der von der Versammlung mit Zweidrittelmehrheit gutgeheissene Vermittlungsantrag, die bisherige Regelung auf ein weiteres Jahr bestehen zu lassen, die strittigen Fragen in den Vorständen gründlich zu beraten und an der nächsten Generalversammlung darauf zurückzukommen, war die durchaus gegebene Torläufige Erledigung der Angelegenheit Die ordentlichen Jahresffeschäfte -waren rasch erledigt. Der Bericht des Präsidenten vermittelte Einblick in die in den Wintermonaten durch den Stallfeind gehemmte Jahrestätigkeit auf den verschiedenen Gebieten, die Jahresrechnunjr weist ein um 500 Fr. auf rund 8000 Fr. gestiegenes Sektionsvermögen aus, das eine Reserve für event. not