Aufrufe
vor 5 Monaten

E_1939_Zeitung_Nr.087

E_1939_Zeitung_Nr.087

m AUTOMOBIL-REVUf

m AUTOMOBIL-REVUf DIENSTAG, 19. DEZEMBER 1939 — N° 87 Seien Sie glücklich, liebe ^TdU Morgens schon, gleich nach dem Erwachen, sagen Sie sich, dass ein besonders angenehmer Tag bevorsteht, der Ihnen nur Erfreuliches bringen werde. Nein, bitte keinen Zweifel! Halten Sie im Bett Ihre Augen noch geschlossen und warten Sie darauf, bis ein rechtes Glücksgefühl über Sie kommt. Direkt erwarten müssen Sie diese Empfindung und dabei fühlen, wie sich diese bei Ihnen einschleicht und einer grossen Freude gleich Ihren ganzen inneren Menschen ausfüllt. Nun sehe ich Sie ungläubig lächeln und sagen, das ginge doch nicht; jede Freude müsse ihre Ursache haben, und da überall nichts wie Arbeit und Sorgen zu sehen sind, wie sollte man da zu einem solchen Glücksgefühl kommen? Ach Sie armes, kummervolles Herz! Sind Sie wirklich zu bedauern? Nein, gewiss nicht, aber die geheime Zauberformel will ich Ihnen doch verraten, die Sie zum Frohsinn des Kindes und zum Freimut des Glücklichen führen wird. Diese Formel heisst: Vorstellung und Einbildung. Die Sorgen, die schon frühmorgens Ihre Stirn umwölken, wenn Sie an alle Unannehmlichkeiten denken, die Ihnen der Tag bringen könnte, bestehen doch im Grunde genommen alle nur in Ihrer Einbildung. Sie stellen sich das Uebel vor, ehe es wirklich an Sie herantritt und damit befinden Sie sich auch schon in seinem Bann. Warum sich also das Uebel vorstellen, wenn es doch in unserer Hand liegt, die Einbildung nur mit schönen, guten und glückhaften Vorstellungen ' zu bevölkern? Wenn sich der Mensch mit der ganzen Macht seines Geistes einbildet, glücklich oder gesund oder geschickt zu sein, so ist er es tetsächlich, denn das ganze Weltgeschehen spielt sich doch für jeden Einzelnen in der Vorstellung ab. Wir sehen das am besten bei einem Irren, der sr.ch einbildet, ein König zu sein; mag er auch noch ein so armer Tropf sein, für sich selbst ist er tatsächlich ein König, und das ist für seine Person doch schliesslich ausschlaggebend. Damit Sie sich wirklich glücklich fühlen, braucht es also nicht viel mehr als die notwendige Einbildungskraft. Je mehr Sie zur Kritik und zum Pessimismus neigen, um so schwerer wird Ihnen allerdings diese Einstellung gelingen. Gleichviel, versuchen müssen Sie es! Sagen Sie ja nicht, dass dieses Sicheinreden ja doch keinen Einfluss auf die tatsächlichen Verhältnisse habe. Das Gegenteil ist der Fall! Das, was Sie zu besitzen glauben, wird früher oder später wirklich eintreffen. Sie vermögen durch solche Selbstbeeinflussung Ihre Gesundheit zu kräftigen und Ihre Erfolge im praktischen Leben zu steigern, denn letzten Endes ist es eben der Geist, der sich den Körper gestaltet und die Geschicke leitet. Freilich, es ist nicht immer leicht, den altgewohnten Gedankengängen zu entrinnen. Wenn Sie aber wollen, dann wird es Ihnen auch gelingen. Bedenken Sie doch, dass nicht nur Ihr eigenes Glück davon abhängt, sondern auch das Ihrer Familie. Gewiss haben Sie selbst schon beobachtet, wie eine gute Laune und ein frohes Gesicht auf die Mitmenschen ansteckend wirkt. Noch ein Ratschlag: Nicht der Wille ist es, der die wünschenswerten Eigenschaften und Glücksempfindungen vermittelt, sondern nur die gläubige Vorstellung, dass all das Gute ohne weiteres zu Ihnen kommen wird. Jede Willensanstrengung stört nur den natürlichen Verlauf der Suggestionen. In Zukunft soll jeder ruhige Augenblick, da Sie für sich allein sind, Ihnen für solche Vorstellungen dienen. Sagen sie sich, dass Sie sich wohl fühlen, dass Sie gesund sind, und dass das Uebel sicher verschwinden wird, an dem Sie vielleicht leiden. Und öffnen Sie Ihr Herz nur frohen Empfindungen; Ihr Spiegelbild wird Ihnen dann auch bald ein schöneres Antlitz zeigen. LESENSWERTE GUTE BÜCHER «AJUiä-töölSK mt'l PROTECJOR WIHO i WHIlPPfODf tDer[PROTECTOR-ACHSELSCHUTZ| bietet beson- "deren Schutz den Schulter- und Brustpartien. Sein günstiger Preis von Fr. 4.80 ermöglicht die Anschaffung fOr jeden Soldaten. Das bestbewährte Protectorgewebe, winddicht, schnee- und wasserabstoBend, ist transpirationsfähig. /%DlelÄRMEE-PROTECTORWESTEiwird nicht nur ^•Fgerna gerne als besonderen Schutz unter dem Waffenrock getragen, sondern ist auch ein äufierst angenehmes Kleidungsstück der Freizeit Durch ein Elastic unten Im Rücken schmiegt sich die Weste formschön an die Taille. Preis Fr.1B.8u>~> L^, sf/?^*;?^ gebunden Fr. 8.80. \:\, '.-'\. i ~\ :-&'M. :i_C* UHU N A C H W E I S : A.-G. P R O T E C T O R - B A S E L Um du Vuiiy wenden sich bei monatlichen Verspätungen unter Diskretion an Amrheins Lab. Perticide, Heiden 27 5. Tel. 204. weiss, herrlicn schäumend, I. Auswahl 1938, die Flasche (Glas inbegriffen) zu Fr. 1.40. franko Abfahrtstation. Reklamekistchen, l^Flaschen Fr.'20.-, franko, Verpackung inbegriffen. E.Derron & Fils. pronriet. M6tier-Vully. Tel. 4.51 DIE NEUE ARCHE NOAH mm mSEig£NNt DICH gebunden Fr. 5.80 gebunden Fr. 4.80 MIMABI! ÖIADIÄTOREN Erhältlich in allen Apotheken ICer Packung Fr. 4.50 - 4er Packuno Fr. 2.-. Qratis-Prospekt diskret durch EROVA G A.Q. Zürich 25, Bachtobeistrasse 59. Lesen Sie die aufklärende Broschüre von Dr. R. Engler. Zubexiehen gegen Einsendung von Fr.1.20 in Briefmarken oder auf Postscheck VII1/1819 E RO V AQ A.Q. gebunden Fr. 5.80

DIENSTAG, 19. DEZEMBER 1939 AUTOMOBIL-REVUE Machen Sie auch solche Fehler beim Skifahren? Von W. Münger, S. L durch die Schlaufe in der Hand und trägt sie mit freihängenden Armen parallel zu den Ski nach hinten, ohne dass die Schneeteller Spuren ziehen. Allgemein ist Ihnen beim Fahren noch zu sagen, dass Sie öfters der Sklave Ihrer eigenen Bretter sind. Vielfach machen Ihre Ski das, was sie wollen und nicht das was Sie wollen, und zwar nur deshalb, weil Sie es unterlassen, ihnen durch strenge Befehle Ihrer Beine beizubringen, was sie zu tun und zu lassen haben. Vergesset nie, dass Ihre Absätze auf die Ski gehören, sonst sind Sie letztern auf Gnade und Ungnade ausgeliefert. Einen weitern Fehler machen Sie, wenn Sie den bogenäussern Ski vorführen. Grosse Fehler sind wiederum Ihre gestreckten Knie und Ihre Hüftbeugestellung. Hüftbeugestellung ist vorhängender Oberkörper mit stark nach hinten hinausgestreckter, abgeknickter Hüftpartie. Zeitlupenhafte Ausführung des Stemmbogens ist sehr schwierig zu machen und bringt nur ein guter Skifahrer fertig. Aber Stemmbogen in starkem Tempo ist eine Unmöglichkeit. Für Sie heisst das: Regulieren Sie, bevor Sie zum Bogen ansetzen, durch einseitiges Stemmen Ihre Fahrgeschwindigkeit, sonst stirbt Ihnen Ihr Bogen, Sie sind überzeugt, dass Sie keine machen! Wenigstens keine Flüchtigkeitsfehler. Sie fahren stilrein und exakt, und wenn Sie hie und da doch einmal stürzen, dann wissen Sie ja genau warum. Natürlich waren die Ski schuld, oder die hübsche Anfängerin, die ausgerechnet in Ihre ScHusslinie zu Hegen kam. Gewiss, man ist doch kein Grobian und fährt so ein armes, kleines Ding zuschanden; nein, lieber selber einmal einen ganz zünftigen sechsfachen Stern schlagen, wenn auch nur aus Sympathie. Was?l Sooo einen Schuss hatten Sie? Selber ausweichen, ganz ausgeschlossen! Und da wussten Sie eben nichts Besseres zu tun, als sich hinfallen zu lassen? Wenn ich Sie so reden höre, dann habe ich den Eindruck, dass ich vielleicht doch noch einiges an Ihrer Skifahrerei herausfinden werde, das als Fehler bewertet werden kann. Seien Sie darob bitte nicht ungehalten. Was ich hier bemängele, braucht ja nicht ausgerechnet Sie anzugehen. Gehen. — Treten Sie bitte ruhig und fest auf Ihre Bretter, sie sind ja nicht aus Glas. Jetzt zeigen Sie mir einen ausgesprochenen Taktschrittl Sparen Sie den für das nächste Defilee. Du lieber Himmel, das, was Sie jetzt machen, sieht genau so aus, wie wenn ein Hahn im Hühnerhof herumspaziert Ein Schritt Kopf vor, ein Schritt Kopf zurück. Es sieht wirklich festlich aus. Schauen Sie zu, dass Sie wirklich den richtigen Rhythmus herausbekommen. Sie müssen ihn herausfinden, auch wenn es noch so schwer scheint, indem sich dein Körpergewicht elastisch weich und fliessend von einem Ski auf den andern schiebt, immer aufgefangen mit federndem, weit nach vorn gedrücktem Knie. Vergessen Sie nie, dass das richtige Gehen die Grundlage und der Schlüssel des ganzen Skilaufes ist. Noch einmal!: Das Gewicht gehört auf den vordem Ski. Entspannen Sie Ihr hinteres Bein, schwingen Sie es nicht so krampfhaft und steif nach. Aber auch krümmen sollen Sie es nicht; das überlassen Sie dem vordem. Sie müssen aber auch die Arme mitarbeiten lassen. Helfen Sie mit den Stöcken nach, aber hängen Sie sich nicht an sie, sondern stossen Sie sie nur nach vorwärts. Warum brauchen Sie sie immer und immer wieder als Krücken? Stecken Sie sie auch nicht so weit seitwärts aussen ein, bringen Sie sie parallel zu den Ski nach vorn. Benützen Sie sie wechselseitig zu den Beinen. Machen Sie keinen Passgang, damit Sie nicht daherkommen , wie eine Wackelente. Warum um Gotteswillen sind * Sie nun wieder so steif, als ob Sie kein einziges "brauchbares Gelenk hätten? Etwa nur darum, weil Ihre Ski zu gleiten beginnen? Gleiten Sie beim Gleitschritt, und zwar auf einem Bein, nicht auf beiden miteinander. Aber nicht hüpfen, sondern gleiten. Schon wieder haben Sie vergessen, das Knie nach vorn zu drücken. Fluchen Sie nicht beim Steigschritt. Wenn es mit Ihnen rückwärts geht, sind Sie selber schuld. Setzen Sie Ihre Ski möglichst parallel zum Hang und steigen Sie nur so steil, wie es der Reibungswiderstand erlaubt und tretet ruhig ein wenig fester auf. Morksen Sie nicht an einem Hügelein herum, wenn Sie den Aufstieg hintenherum viel schneller erreichen. Seien Sie ökonomisch mit Ihren Kräften, sparen Sie sie für bessere Gelegenheiten. Stehen Sie beim Treppenschritt gerade auf Ihre Skij neigen Sie sich nicht zum Hang hin. Hier nehmen Sie Stock und Ski der gleichen Seite gleichzeitig mit, damit Sie nicht über den Stock stolpern. Beim Grätenschritt brauchen Sie die Stöcke wieder wechselseitig, sonst geht Ihr Weg rückwärts. Die Spitzkehre brauchen Sie auf einer Tour nicht allzu oft. Ueben Sie sie jedoch tüchtig an steilen Hängen;- denn später brauchen Sie sie doch immer dort, wo es sonst nicht mehr anders geht. bremsen. Fahren. — Sind Sie vielleicht auch bei jenen, die jedesmal, wenn sie im Tram stehen und es zu fahren beginnt, erschrecken? Werden Sie dann auch so steif, als ob Sie ein Brienzer Schnitzwerk wären? Nein, im Tramwagen gleichen Sie die Stösse gegen Ihr Gleichgewicht mit den Hüften aus, selbst dann, wenn Sie sich an irgendeinem Griff halten. Machen Sie es auf dem Schnee ebenso. Drücken Sie Ihre Knie. nach vorn. Stellen Sie sich nicht auf die Ski, als ob Sie ein halb-, geöffnetes Taschenmesser wären, sondern halten Sie sich gerade und strecken Sie Ihre Sitzeinrichtung nicht hoch der Sonne entgegen, sondern bringen Sie sie hinab und nach vorn, wo sie in die Weiche Federung Ihres Fahrgestells zu hängen kommt. Den Kopf ziehet nicht ein, als ob Sie Ihren Hals zu Hause vergessen hätten. Ihre Arme gebrauchen Sie nicht wie die Windmühle ihre Flügel; rudert auch nicht mit den Stöcken in der Luft herum, als sässen Sie in einem Paddelboot. Ziehen Sie nicht schon die Notbremse, wenn Ihre Bretter zu laufen beginnen. Gebet Vorlage, und drücken Sie Ihre Knie nach vorö, wippen Sie federnd in den Knie- und Fussgelenken, und wenn Sie zehnmal nach hinten abgesessen sind, zwingen Sie sich zum elftenmal zur Abwechslung einmal nach vorn auf die* Nase zu fallen, Sie werden, nachher wissen, was Vorläge ist. Vorlage und nochmals? Vorlage Jst ; das.GeheimnisIdes gutenljind richtigen Skäfahrens; Aufstehen. — 1. Ski und Füsse in die Luft bringen. 2. Hangabwärts, horizontal ablegen. 3. Füsse ganz nahe an den Leib ziehen und 4, in der Richtung nach vorwärts aufstehen. . Bei der Schrägfahrt bringen Sie immer den oberen Ski etwas nach vorn und haltet Ihr Hauptgewicht auf dem untern Ski. Lieget nicht zum Hang,, drücket aber auch hier wiederum Ihre Knie nach vorn. In der Ausfallstellung fahren Sie möglichst geschlossen. Das vordere Knie drücken Sie selten weit genug nach vorn. Dazu sitzen Sie oft mit dem hauptsächlichsten Teil Ihres Körpergewichtes auf dem hintern Ski und fahren entweder mit zu langem oder zu kurzem Ausfall. Seien Sie mit dem Oberkörper schön aufrecht, jedoch nicht so, dass Sie Ihren Bauch vorwärtsstrecken wie eine Bauchtänzerin und ein hohles Kreuz machen wie ein Turmspringer. Haben Sie Lust und Freude, in der nächsten Zeit einmal Ihre Winterferien im Spital zu verbringen, so tragen Sie nur weiterhin Ihre Stöcke bei irgendeiner Skiübung vor Ihrem Körper. Stecken Sie sie nur recht oft-vor Ihnen in den Schnee, um damit zu stoppen. Der kluge Fahrer jedoch hat auch bei der wildesten . Abfahrt seine Stöcke Bremsen. — Sie müssen, wie der Autofahrer seinen Wägen, Ihre Ski bei jeder Geschwindigkeit absolut beherrschen. Bremsen Sie, wenn Sie nicht mehr sicher sind. Bevor Sie jedoch bremsen lernen, lernet das Fahren richtig. Eine gute Bremsoder Stemmstellung setzt eine gute gewöhnliche Fahrstellung voraus. Bremset nicht auf hohen Rossen, sondern gehen Sie aus der mittleren Fahrstellung in die ein- oder beidseitige Stemmstellung. Viel wichtiger als Ihre Kraft ist auch hier Vorlage und Knievordrücken. Wenn es Ihnen beim Bremsen die Ski hinten immer wieder zusammenführt, machen Sie an Stelle Ihrer schönen X-Beine, die Sie bei Ihrer Stemmstellung immer zeigen, gehörige O-Beine, und es wird Ihnen gelingen, zu Wenn es Ihnen aber immer noch zu schnell geht, brauchen Sie Ihre Knie, Ihre Kanten; lassen Sie die Ski Ihren Absatz fühlen und nehmt eine grössere Stemmstellung ein. Verteilen Sie Ihr Gewicht gleichmässig auf beide ausgestemmten Ski, sonst fährt der eine vor und Ihr bekommt dadurch gerne Rücklage und damit auch die Fallsucht. Richtiges Bremsen wird Ihnen auch dann nicht möglich sein, wenn Sie Ihre Nase zwischen Ihre Ski hinabstrecken und den Kopf einziehen wie ein Igel. , Seitwärts Abrutschen — ist auch Bremsen. Den grössten Fehler, den Sie dabei machen, ist der, dass Sie sich zum Hang hinneigen, Leget mehr Gewicht auf den untern Ski, den ojjern schieben Sie ein wenig vor. Wollen Sie futschen, so knicken Sie Ihre Knöchel etwas ab und leget den Ski abwärts, dazu bringen Sie auch die Hüfte vom Hang weg. Wenn Sie beim Rutschen sicher stehen wollen, drücken Sie Ihre Knie nach vorn. Rutscht es dann mit Ihnen schräg rückwärts hinab, geben Sie mehr Vorlage, belastet Ihre Fussballen etwas mehr. Rutscht es aber schräg vorwärts statt senkrecht, so drücken Sie etwas mehr auf Ihre Absätze. Dosieren Sie Vor- und Rücklage so, dass Sie senkrecht hinabrutschen können. Die Geschwindigkeit regulieren Sie mit den Kanten. Stemmbogen. — Ihr grösster Fehler beim Stemmbogen ist sicher die entweder viel zu rasche oder zu Schwache Gewichtsverlegung gegen den bogenäussern Ski; auch bringen Sie Ihre Hüftpartie nicht genügend vom Hang weg. Sie fürchten sich hangauswärts zu liegen, das ist Ihr Fehler. Es ist aber auch, möglich, sogar wahrscheinlich, dass Sie Ihre Hüfte und den Oberkörper zu wenig dem Bogen nachdrehen. Vielleicht wollen Sie den Bogen mit Ihrer Körperkraft herbeizwingen, was nie schön und flüssig aussehen wird, insofern er Ihnen überhaupt gelingt, zumal Sie dann den innern Ski noch heben, anstatt ihn auf dem Schnee beizuziehen. Christian! a. — Zwischen der Bogen- und Schwungschule liegt der weite und wichtige Weg der erweiterten Fahrschule. Machen Sie sich an keinen Schwung, solange Sie Ihrer Fahrübungen nicht absolut sicher sind. Um Schwünge zu erlernen, müssen Sie das Gefühl für Gleichgewicht und Skibeherrschwng besitzen. Ueben Sie nicht Christiania, solange Sie noch so unsicher Traverse fahren. Ihre Spur verrät mir, dass Sie Ihr Hauptgewicht noch immer nicht hauptsächlich auf den untern Ski verlegt haben. Auch Ihre Skiführung sieht noch bedenklich aus. Sie sind noch immer nicht imstande, am Hang gerade auf Ihren Ski zu stehen. Immer wieder knikken Sie Ihre Fussgelenke seitwärts aus. Probieren Sie nie mit Teufelsgewalt irgendeinen Schwung anzubringen, wenn es einfach nicht gehen will. Fangen Sie lieber nochmals ganz vorne an. Wenn Sie nun Christiania machen wollen, so merken Sie sich zum vornherein, dass er Ihnen nie gelingen wird, wenn Sie nicht den bogeninnern Ski um eine halbe Schuhlänge vorführen. Drücken Sie Ihre Knie vor und gebt Vorlage. Warum liegen Sie nun schon wieder zum Hang? Schaut, das Resultat davon ist ein Loch im Schnee, in welches Sie gut hineinpassen. Wenn Sie die Drehbewegung mit den Hüften machen, seien Sie nicht so steif. Die Drehung Ihrer Hüfte vom Hang weg und bogenauswärts sei niemals so, dass der Zuschauende dabei denkt: jetzt will der seine Sitzeinrichtung mit aller Gewalt fortwerfen. Bewegen Sie Ihre Hüfte nicht nur hinaus, sondern gleichzeitig auch hinab. Zeitlupenhaft darf diese Christianiabewegung aber auch nicht sein, sonst fahren Sie geradeaus, bis Sie irgendein fixer Haltpunkt mitleidig aufhält. Fallen Sie immer noch ganz zuletzt, wenn Ihnen der Christiania an und für sich ganz gut gelungen ist, so merken Sie sich, dass Sie sich im letzten Teil des Schwunges anstatt nach hinten nach vorne aufrichten müssen. Durch Ihre Schwungbewegung haben Sie nämlich Ihre Vorlage wieder verloren, was Ihnen Ihr schneebedeckter Hosenboden gerne bestätigen wird. Christiania fahren Sie am besten auf beiden Ski. Nur sogenannte Akrobaten können ihn auf einem Ski ausführen. Für Sie bedeutet das Heben eines Ski vom Schnee wiederum ein nachheriges Erheben vom Boden. Telemark. — Der Telemark misslingt Ihnen meistens, weil Ihr Gleichgewicht und die nötige Reaktion dazu noch zu wenig ausgebildet ist. Abgesehen von der falschen Gewichtsverteilung, die Ihr Körpergewicht einmal zu viel auf dem hintern Ski, dann wieder auf dem vordem lasten lässt, bringt Sie das zu viel gegen den Hang liegen bei der Schwungausführung zu Fall. Wenn Ihnen nach langem einmal ein Telemark gelingt, an dessen Schluss Sie Ihren Stock noch schnell zur Behauptung Ihres Stehvermögens einstecken müssen, dann freuen Sie sich nicht zu sehr, denn Ihre Telemarks sind noch von schwachen Eltern. Ueben Sie »vor dem Telemark immer und immer wieder längeres Fahren in grosser Ausfallstellung, in wechselseitigem Sinne zur Festigung Ihres Gleichgewichtsgefühles. Den Telemark reisset auch nicht herum, als ob Sie einen Quersprung machen wollten. Der Telemark ist ein rhythmischer und schöner Schwung und soll von einem guten Skifahrer weder zerhackt noch vermurkst werden. Günstig zu verkauf|fi Lastwagen SAURER Typ 2BH, 3 T., 24 PS, in bestem Zustand. Offerten unter Chiffre 17068 an die Automobil-Revue, Bern. LUBRIA, BERN-PENNZOIL-VERTRIEBt- ABT. DER ADOLF 8CHMIDS ERBEN AQ. Winteroel in allen Originalgebinde -Grossen erhältlich T ,.;;..: Citroen 1938 Limousine, 4 Zyl„ 10 PS, in einwandfreiem Zustd., Farbe rotbraun, nur ca. 21 000 km gefahren, preiswert zu verkaufen. Anfragen unter Chiffre Z 6774 an die Automobil- Revut, Bureau Zürich. Bergfreudig, spars am und wirtschaftlich: DER ZEITGEMÄSSE WAGEN