ZESO_1-2018

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SKOS CSIAS COSAS

Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe

Conférence suisse des institutions d’action sociale

Conferenza svizzera delle istituzioni dell’azione sociale

Conferenza svizra da l’agid sozial

ZeSo

Zeitschrift für Sozialhilfe

01/18

Interview

Andreas Hediger berät

Sozialhilfebezüger

– ein Einblick

Kundenkonferenz

Die Basler Sozialhilfe

trifft sich regelmässig

mit Armutsbetroffenen

ÜberSchuldung

Mit dem betreuten

Konto das Budget im

Griff behalten

der zweite

arbeitsmarkt

Beschäftigungsprogramme und Sozialfirmen –

für wen und mit welchem Ziel?


Existenzsicherung für Personen über 50

Mitgliederversammlung, 24. Mai 2018

Seit einigen Jahren scheiden immer häufiger ältere Arbeitnehmende aus

dem Erwerbsleben aus und bleiben auf Dauer stellenlos. Immer mehr sind

in der Folge auf die Unterstützung der Sozialhilfe angewiesen. Zwischen

2010 und 2016 ist die Zahl der Betroffenen um über 50 % gestiegen.

Diese Entwicklung führt zu einem wachsenden und ungelösten sozialen

Problem. Die Sozialhilfe kann dieses Problem nicht allein bewältigen.

Diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe können nur Politik und Wirtschaft

gemeinsam und mit verbindlichen Massnahmen lösen. Die Mitgliederversammlung

der SKOS befasst sich dieses Jahr in Liestal mit möglichen

Handlungsansätzen und Lösungen für ältere Arbeitslose in der

Sozialhilfe.

Programm und Anmeldungen unter www.skos.ch/Veranstaltungen

Soziale Arbeit

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Markus Kaufmann

Geschäftsführer

EDITORIAL

Differenziert hinschauen

Rund 50 000 Menschen arbeiten in unserem Land im zweiten

Arbeitsmarkt. Für viele ist dies die einzige Chance auf Arbeit, da

die Anforderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt unerreichbar

geworden sind. «Die meisten Menschen wollen arbeiten», sagt

Lynn Blattman, Leiterin der Dock-Gruppe (S. 21). «So wird der

Druck von diesen Menschen genommen, ohne sie aufzugeben»,

hält der Zürcher Sozialvorsteher Raphael Golta fest (S. 17).

Der zweite Arbeitsmarkt kann aber auch zur Sackgasse werden,

wenn die dort Angestellten das Etikett «zu wenig leistungsfähig»

erhalten und keine Möglichkeiten haben, sich weiterzubilden,

wie eine Forschergruppe von drei Fachhochschulen

herausgefunden hat. (S.18-19). Immer wieder hört man

auch den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung und des Lohndumpings.

Kritisch wird auch der Zwang zur Teilnahme beurteilt

in Situationen von Über- oder Unterforderung.

Aus Sicht der SKOS gilt es, differenziert hinzuschauen. SKOS-

Co-Präsident Felix Wolffers plädiert für klarere Regeln (S. 14-

16). Die direkte Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt, wie

vom Basler Unternehmen «impiega» angeboten (S. 20), soll

für Sozialhilfebeziehende ebenso möglich sein wie der Erwerb

zusätzlicher Qualifikationen, so wie dies die SKOS gemeinsam

mit dem Schweizerischen Verband für Weiterbildung SVEB in ihrer

im Januar lancierten Weiterbildungsoffensive gefordert hat.

All das macht den zweiten Arbeitsmarkt aber nicht überflüssig.

Die vorliegende Nummer der ZESO will einen Beitrag leisten zur

Diskussion, wie dessen Angebote sinnvoll weiterentwickelt und

den aktuellen Trends angepasst werden können.

1/18 ZeSo

1


SCHWERPUNKT

Der zweite

Arbeitsmarkt

Anders als der reguläre –

der erste – Arbeitsmarkt

besteht der sogenannte

zweite Arbeitsmarkt aus

Arbeitsplätzen, die mithilfe

von öffentlichen Geldern

betrieben werden. Das

wichtigste Ziel dieser Arbeitsstellen

ist es, Menschen

in der Sozialhilfe

beim Wiedereinstieg in den

regulären Arbeitsmarkt zu

unterstützen. Doch ist dieses

Ziel zu erreichen? Und

wenn ja, unter welchen

Voraussetzungen?

12–23

12–25

18 24

ZESO

zeitschrift für sozialhilfe Herausgeberin Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS, www.skos.ch Redaktionsadresse

Redaktion ZESO, SKOS, Monbijoustrasse 22, Postfach, CH-3000 Bern 14, zeso@skos.ch, Tel. 031 326 19 19

© SKOS. Nachdruck nur mit Genehmigung der Herausgeberin.

Die ZESO erscheint viermal jährlich.

ISSN 1422-0636 / 114. Jahrgang

Erscheinungsdatum: 5. März 2018

Die nächste Ausgabe erscheint im Juni 2018

Redaktion Ingrid Hess Autorinnen und Autoren in dieser Ausgabe Stefan Adam, Lynn Blattmann, Beni

Brennwald, Nicole Dana-Classen, Marianne Dubach, Gesine Fuchs, Raphael Golta, Ingrid Hess, Rudolf Ilies, Michael

Keogh, Alexander Maly, Anne Meier, Thomas Michel, Kurt Pärli, Esteban Piñeiro, Melanie Studer, Susanne

Wenger, Felix Wolffers, Bernadette Wüthrich Titelbild Palma Fiacco layout Marco Bernet, mbdesign

Zürich Korrektorat Karin Meier Druck und Aboverwaltung Rub Media, Postfach, 3001 Bern, zeso@

rubmedia.ch, Tel. 031 740 97 86 preise Jahresabonnement CHF 82.– (SKOS-Mitglieder CHF 69.–), Jahresabonnement

ausland CHF 120.–, Einzelnummer CHF 25.–.

2 ZeSo 1/18


04

05

inhalt

5 Kommentar

eine sozialpolitische Baustelle: das Wohnen

– Kommentar von Thomas Michel

6 PRAXIS

haben selbständig Erwerbende Anrecht

auf Sozialhilfe?

7 Thema Sozialhilfe

Die Sozialhilfe Basel führt regelmässig

Kundenkonferenzen durch – mit Erfolg

8 INTERVIEW

«Bei der Sozialhilfe ist ein Wettlauf nach

unten im Gang», stellt Andreas Hediger

von der Fachstelle für Sozialhilferecht fest

08

12–25 der zweite arbeitsmarkt

14 Der Beitrag der Sozialfirmen zur beruflichen

und sozialen Integration

17 Von der Verpflichtung zur Motivation:

Kurswechsel in Zürich

18 Staat, Sozialfirma, Klientin/Klient: im

Dreieck der Akteure

20 «Impiega» Basel: mit Job-Coaching

direkt in den regulären Arbeitsmarkt

21 Arbeit für Langzeiterwerbslose – die

Erfahrungen der St. Galler Dock-Gruppe

22 Integration: Beschäftigungsprogramme

mit Regulierungslücken

24 Wenn immer möglich in den ersten

Arbeitsmarkt: wie das Berner Kompetenzzentrum

Arbeit seinen Auftrag umsetzt

26 32

32

36

36

26 Fachbeitrag

Soziale Arbeit im Spagat zwischen Staat

und Klienten

28 Fachbeitrag

in Wien hilft das betreute Konto, die

Kontrolle über das Budget zu behalten

30 Plattform

Das «Grundlagenwerk» will mit «Social

Franchising» Sozialfirmen optimieren

32 Reportage

Das Basler Projekt «Amie» hilft jungen

Müttern aus der Armutsfalle

34 Lesetipps und Veranstaltungen

36 Porträt

Zahnärztin Claire Aeschimann (80)

behandelt freiwillig mittellose Patienten

1/18 ZeSo

3


KOMMENTAR

Wohnen – eine sozialpolitische Baustelle

Ein Perspektivenwechsel: In der wirtschaftlichen

Sozialhilfe fliessen 40 Prozent in

den Grundbedarf, wovon vor allem der

Detailhandel und die Infrastrukturanbieter

profitieren. Weitere 15 Prozent gehen

an Krankenkassen, Spitäler, Ärzte und

den Pharma-Bereich, für die damit das

Verlustrisiko wegfällt. Noch einmal 15

Prozent gehen an Heime, Schulen, Optiker,

Zahnärzte, Vereine und so weiter sowie

an situationsbedingte Leistungen. Die

verbleibenden 30 Prozent gehen an die

Vermieterinnen und Vermieter, die durch

die Finanzierungssicherheit einen Anreiz

haben, auch armutsgefährdete Menschen

mit Wohnraum zu versorgen.

Bei 2, 6 Milliarden Franken Sozialhilfe

jährlich ergibt dies rund 900 Millionen Franken

Steuergelder, die an Vermieter in der

ganzen Schweiz gehen. Ein schöner Batzen

für ein grosses Engagement. So weit, so gut

und toll, dass dieses System bis heute an

den meisten Orten recht gut funktioniert.

Die Wohnversorgung, der Wohnbedarf

und die Wohnkosten entwickeln sich

nicht parallel. Finanzbranche und Pensionskassen

suchen gewinnoptimierte

Investitionsmöglichkeiten; Minimalmieten

und kleine Wohnungen gehören bis heute

nicht zum favorisierten Investitionsvolumen.

Die Sozialhilfe und alle Menschen

in prekären Lebenssituationen sind aber

auf günstigen und ihrer Lebenssituation

angemessenen Wohnraum angewiesen.

Über die Hälfte sind Einzelpersonen. Doch

kleine Wohnungen sind – gerade in den

Ballungsräumen und verteilt auf Quartiere

und Gemeinden – Mangelware. Auch die

Kostenentwicklung ist problematisch, was

politisch via Sozialhilfe lautstark kritisiert

wird. Gegenüber den Kostentreibern gibt

sich die Politik hilflos. Die Mieten steigen

trotz Leerständen seit Jahren überproportional,

genauso wie die Gesundheitskosten.

Für die Sozialhilfe sowie für die Steuerzahlerinnen

und -zahler ist es unabwendbar,

diese Entwicklungen in Frage zu stellen. Die

Wohnraumverknappung in vielen Ballungszentren

sorgt für eine weitere Komponente.

In gefragten Wohngegenden gehen die

Sozialhilfezahlen zurück, während anderswo

Ghettos drohen. Die Mietkosten steigen

überproportional, und die Gemeinden

müssen selbst in den sozialen Wohnungsbau

investieren, um nicht von überrissenen

Marktpreisen abhängig zu sein. Das sind

politisch schwierige Prozesse, bei denen

allzu oft die Direktbetroffenen die Leidtragenden

sind – darunter viele Kinder in

Familien, die auf Sozialhilfe angewiesen

sind.

Fazit: Die Sozialhilfe tut gut daran, sich mit

den Wohnkosten vertieft auseinanderzusetzen.

Als sozialpolitisch spezialisierte

Fachkräfte müssen auch die Verantwortlichen

der Sozialversicherungen und

Fachverbände ihren Anspruchsgruppen

Möglichkeiten und Wege aufzeigen, wie mit

der äusserst komplexen Thematik sinnvoll

umgegangen werden kann. Noch stehen

hier allzu oft politische Überlegungen

ersten zaghaften Hilfen und Lösungsansätzen

im Weg. Mein Ansatz: Was kostet

es eigentlich, Träume wahr

werden zu lassen? Mut.

Einfach nur Mut.

Thomas Michel

Mitglied der SKOS-

Geschäftsleitung und

Leiter der Abteilung

Soziales in Biel/

Bienne

1/18 ZeSo

5


Haben selbständig Erwerbstätige

Anrecht auf Sozialhilfe?

PRAXIS Frau Weber* ist als selbständige Coiffeuse erwerbstätig. Doch die Einkünfte genügen

nach dem Auszug ihres Lebenspartners nicht, um ihre Lebenshaltungskosten zu decken. Soll die

Sozialhilfe eine zeitlich befristete Überbrückungsleistung übernehmen, braucht es eine Vereinbarung.

Frau Weber lebte mit ihrem Konkubinatspartner

während mehreren Jahren zusammen.

Sie ist als ausgebildete Coiffeuse

seit zehn Jahren in ihrem eigenen Salon

selbständig erwerbstätig und verdient ca.

1800 Franken pro Monat. Ihr Konkubinatspartner

trennte sich jedoch von ihr und

zog nach fristgerechter Kündigung aus der

gemeinsamen Wohnung aus. Frau Weber

hingegen fand keine neue Wohnung. Da

sie die erhöhten Lebenshaltungskosten

(zum Beispiel die Gesamtmiete) vorerst

nicht komplett bezahlen kann, meldete sie

sich bei der Sozialhilfe an.

Frage

Ist Frau Weber aufzufordern, ihre selbständige

Erwerbstätigkeit sofort aufzugeben

und sich auf einen Job im Angestelltenverhältnis

zu fokussieren?

Grundlagen

Bei der Unterstützung von selbständig erwerbstätigen

Menschen unterscheiden die

SKOS-Richtlinien grundsätzlich zwischen

PRAXIS

In dieser Rubrik werden exemplarische Fragen aus

der Sozialhilfe praxis an die «SKOS-Line» publiziert

und beantwortet. Die «SKOS-Line» ist ein webbasiertes

Beratungsangebot für SKOS-Mitglieder.

Der Zugang erfolgt über www.skos.ch Mitgliederbereich

(einloggen) SKOS-Line.

dem Ziel der wirtschaftlichen Unabhängigkeit

und dem Ziel der Erhaltung einer

Tagesstruktur (SKOS-Richtlinien, Kapitel

H.7). Voraussetzung für Überbrückungshilfen

ist die Bereitschaft, eine fachliche

Überprüfung vornehmen zu lassen, die anzeigt,

ob die Voraussetzungen für das wirtschaftliche

Überleben des Betriebes gegeben

sind.

Da es hier um die wirtschaftliche Unabhängigkeit

geht und nicht um den Erhalt

einer Tagesstruktur, ist eine schriftliche

Vereinbarung Voraussetzung für die Gewährung

von Überbrückungshilfen. Darin

zu regeln sind die Fristen für die fachliche

Überprüfung sowie das Beibringen der

hierfür notwendigen Unterlagen, die Zeitdauer

der ergänzenden Unterstützung,

Standorttermine zur Überprüfung der

wirtschaftlichen Erfolge, Angaben zum zu

erzielenden Lohn und die Form der Beendigung

der finanziellen Leistung.

Antwort

Im konkreten Fall geht es nicht um die Erhaltung

der Tagesstruktur, sondern eindeutig

um die wirtschaftliche Unabhängigkeit.

Frau Weber hat sich durch das erfolgreiche

Führen ihres Salons über zehn

Jahre finanzieren können. Nach dem Auszug

des Konkubinatspartners muss die Sozialhilfe

zunächst überprüfen, was für

Überbrückungsleistungen sie Frau Weber

anbieten kann.

Bereits bei Unterstützungsbeginn ist

Frau Weber aufzufordern, eine Einschätzung

über ihren Geschäftserfolg abzugeben.

Anhand verschiedener möglicher

Indizien (zum Beispiel Erreichen eines

vorgegebenen Stundenlohns, Erfüllung

eines Geschäfts- respektive Businessplans,

Beurteilung durch Beizug von Experten

etc.) wird von der Sozialhilfe eventuell unter

Einbezug von einer Fachstelle geprüft,

ob eine Weiterführung der selbständigen

Erwerbstätigkeit sinnvoll ist oder ob die

Aufgabe verlangt werden soll.

Mit Frau Weber wird eine Vereinbarung

beschlossen mit den oben erwähnten Komponenten.

Frau Weber muss jeden Monat

eine Berechnung einreichen, in der sie

den monatlichen Ertrag, Aufwand, Bruttogewinn

sowie die geleistete Arbeitszeit

belegt. Nach Beurteilung der Richtigkeit

dieser Berechnung kann die Sozialhilfe

prüfen, ob weitere zusätzliche Abzüge für

die Betriebskosten möglich sind, etwa für

Schreibwaren oder Versandmaterialien,

nicht aber für grössere Ausgaben, etwa für

Werkzeuge. Diese Praxis lehnt sich an die

Regelung der Arbeitslosenversicherung an

(vgl. Art. 41a Abs. 5 AVIV).

Um eine Wettbewerbsverzerrung zu

vermeiden, wird mit Frau Weber eine zeitlich

befristete Zielvereinbarung (in der

Regel sechs Monate, kann aber verlängert

werden) abgeschlossen. Frau Weber hat

also die Möglichkeit, innerhalb dieses Zeitfensters

ihre selbständige Erwerbstätigkeit

weiterzuführen und zeitlich begrenzt

Überbrückungsleistungen zu beziehen.

Festzuhalten ist jedoch, dass es keine Vermischung

der Budgets geben soll, dass also

das Geschäftsbudget klar vom Sozialhilfebudget

zu trennen ist. Geschäftsverluste

dürfen nicht durch Unterstützungsleistungen

(aus dem Grundbedarf etc.) ausgeglichen

werden.

Nach Ablauf der Zielvereinbarung muss

sich Frau Weber entweder von der Sozialhilfe

ablösen können, oder aber es wird –

unter Berücksichtigung von Kündigungsfristen

(Räumlichkeiten, Strom, Telefon

etc.) – eine Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit

verlangt.


Michael Keogh

Kommission Richtlinien und Praxis

*Name von der Redaktion geändert

6 ZeSo 1/18


Welchen Beitrag leisten Sozialfirmen zur

sozialen und beruflichen Integration?

Eine grosse Zahl von Sozialfirmen stellt Arbeitsmöglichkeiten und Beschäftigungsangebote für

Klientinnen und Klienten der Sozialhilfe zur Verfügung. Die Einsatzplätze im zweiten Arbeitsmarkt

tragen wesentlich zur beruflichen und sozialen Integration bei. Obwohl sich Sozialfirmen weitgehend

durch Beiträge der öffentlichen Hand finanzieren, gibt es kaum staatliche Regelungen zu Löhnen

und Arbeitsbedingungen im zweiten Arbeitsmarkt.

In der Schweiz gibt es heute rund 400 Sozialfirmen, die über

10 000 Mitarbeitende beschäftigen und Arbeitsmöglichkeiten

und Beschäftigung für rund 50 000 Personen anbieten. Einsatzplätze

in Sozialfirmen stehen Personen zur Verfügung, die von der

IV, der Arbeitslosenversicherung oder der Sozialhilfe betreut werden.

Während seit etwa 1920 viele Werkstätten für die Eingliederung

von Menschen mit Behinderung entstanden, haben Sozialfirmen

in der Schweizer Sozialhilfe eine vergleichsweise kurze

Geschichte. Hier setzte die Sozialfirmenbewegung als Folge steigender

Arbeitslosenquoten erst in den 1990er-Jahren ein.

Erst mit der SKOS-Richtlinienversion 2005 wurden Sozialfirmen

jedoch formell ins Instrumentarium der Sozialhilfe eingefügt.

Die Revision verstärkte das Gegenleistungsprinzip in der

Sozialhilfe und erweiterte die Möglichkeiten, bedürftige Personen

zu Arbeitsleistungen zu verpflichten. Die Höhe der Sozialhilfeleistungen

hängt seit der Einführung von Integrationszulagen und

einem Einkommensfreibetrag auch von den Integrationsbemühungen

der unterstützten Personen ab.

beitsplätze für beruflich wenig qualifizierte Personen abgebaut.

Immer mehr zeigt sich, dass der Schweizer Arbeitsmarkt eine

wachsende Anzahl von Personen mit gesundheitlichen Problemen

und Leistungseinschränkungen nicht mehr integrieren kann.

Gleichzeitig erhöhte sich aber der gesellschaftliche Druck auf

die Sozialhilfe, diese Personen zu aktivieren. Dabei wurden vor

allem zwei Ziele verfolgt: Zum einen sollten stellenlose Personen

durch Beschäftigungsprogramme wieder an den Arbeitsmarkt

herangeführt werden. Zum anderen erhoffte man sich von diesen

Programmen eine persönliche und soziale Stabilisierung der Bedürftigen.

Arbeitseinsätze sollten somit die berufliche und soziale

Arbeitslosigkeit als strukturelles Problem

Seit den späten 1970er-Jahren wurde immer klarer, dass Arbeitslosigkeit

nicht mehr nur ein individuelles und vorübergehendes,

sondern immer mehr ein strukturelles und dauerndes Problem

war. Es wurde nötig, «kompensierende Angebote zum sich verengenden

Arbeitsmarkt bereitzustellen» (siehe SKOS-Richtlinien

A.3-2). Mit speziellen Angeboten sollte der gesellschaftlichen Ausgrenzung

von Arbeitslosen entgegengewirkt werden: «Um den

wirtschaftlichen und sozialen Ausschluss von Stellenlosen zu verhindern,

entwickelt die Sozialhilfe besondere Arbeits- und Integrationsangebote»,

heisst es deshalb seit 2005 in den SKOS-Richtlinien.

Zugleich erwähnen die Richtlinien nun «Einsatz- und

Beschäftigungsprogramme» sowie «Angebote im zweiten Arbeitsmarkt»

(D3-1) ausdrücklich als Instrumente der beruflichen und

sozialen Integration.

Wegen der zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft und

dem damit einhergehenden verschärften Konkurrenz- und Margendruck

wurden in den letzten Jahrzehnten in grosser Zahl Ar-

Die rund 400 Sozialfirmen in der Schweiz bieten

50 000 Personen Arbeit und Beschäftigung.

Bilder: Palma Fiacco

14 ZeSo 1/18 SCHWERPUNKT


arbeitsmarkt

Integration sicherstellen oder zumindest fördern. Vor diesem Hintergrund

entwickelte sich auch in der Sozialhilfe ein eigentlicher

zweiter Arbeitsmarkt, der von zahlreichen Sozialfirmen geprägt

wird. Diese sind je etwa zur Hälfte im Industrie- und im Dienstleistungssektor

tätig und verteilen sich auf die ganze Schweiz.

Kaum geregelter Raum

So wichtig die Sozialfirmen heute für die Integrationsarbeit der Sozialdienste

sind, so unklar sind die konzeptionellen, betriebswirtschaftlichen

und rechtlichen Grundlagen des zweiten Arbeitsmarkts.

Während es für die Eingliederungseinrichtungen der

Invalildenversicherung und die arbeitsmarktlichen Massnahmen

der Arbeitslosenversicherung bundesrechtliche Vorgaben gibt,

operieren die Sozialfirmen in der Sozialhilfe in einem kaum geregelten

Raum.

Wie der zweite Arbeitsmarkt funktioniert und was eine Sozialfirma

ist, wird in der Sozialhilfe kaum durch staatliche Normen

festgelegt, sondern vor allem durch das Selbstverständnis der

Firmen und ihrer Fachverbände bestimmt. Beispielhaft hierfür

ist die Begriffsumschreibung für den zweiten Arbeitsmarkt des

Fachverbands unternehmerisch geführter Sozialfirmen (F.U.G.S):

«Im zweiten Arbeitsmarkt erhalten langzeitarbeitslose Menschen,

ausgesteuerte Personen, die von der Sozialhilfe leben, und weitere

Personengruppen, die keine Chance auf eine Anstellung im ersten

Arbeitsmarkt haben, eine Möglichkeit am Erwerbsleben teilzunehmen

und/oder ihre Arbeitsmarktfähigkeit zurückzugewinnen».

Staatliche Vorschriften für den zweiten Arbeitsmarkt im Sozialhilfebereich

bezüglich Finanzierung, Entlöhnung, Arbeitsbedingungen,

Weiterbildung oder Aufsicht des Gemeinwesens gibt

es kaum. Das ist erstaunlich, weil der zweite Arbeitsmarkt ein von

der öffentlichen Hand subventionierter Arbeitsmarkt ist, der nur

dank den Zuschüssen von Kantonen und Gemeinden überhaupt

Integrationsangebote bereitstellen kann.

Fast jede Tätigkeit ist zumutbar

Zumindest ansatzweise geregelt ist hingegen, ob und unter welchen

Voraussetzungen eine unterstützte Person überhaupt zu einem

Einsatz in einem Integrationsprogramm verpflichtet werden

kann. So schreibt etwa das Sozialhilfegesetz des Kantons Bern vor,

dass unterstützte Personen verpflichtet sind, «eine zumutbare Arbeit

anzunehmen oder an einer geeigneten Integrationsmassnahme

teilzunehmen». Als zumutbar gilt dabei jede Arbeit, «die dem

Alter, dem Gesundheitszustand, den persönlichen Verhältnissen

und den Fähigkeiten der bedürftigen Person angemessen ist».

Trotz dieser auf die Lebenslage und die Ressourcen der unterstützen

Person ausgerichteten Regelung gilt in der Praxis fast jede

Arbeit oder Beschäftigung als zumutbar. Die bundesgerichtliche

Rechtsprechung geht heute davon aus, dass auch Personen mit einer

qualifizierten Ausbildung zu einfachsten Arbeiten verpflichtet

werden dürfen. Eine Unterforderung, so die Rechtsprechung des

Bundesgerichts, sei zulässig, nicht hingegen eine Überforderung.

Ausgeschlossen ist hingegen ein Einsatz in einem Integrationsprogramm

bei gesundheitlichen Problemen.


SCHWERPUNKT 1/18 ZeSo

15


Ohne öffentliche Gelder geht es nicht

In der Schweiz gibt es keine allgemein anerkannte Definition des

Begriffs Sozialfirma. Den verschiedenen Begriffsumschreibungen

ist jedoch gemeinsam, dass sie Sozialfirmen als Unternehmen mit

einer zugleich sozialen und wirtschaftlichen Zielsetzung verstehen.

Deren Hauptzweck liegt darin, Arbeitsplätze und Integrationsangebote

für Menschen zu schaffen, die auf dem regulären Arbeitsmarkt

benachteiligt sind. Darüber hinaus gibt es aber kaum

klare Kriterien dafür, was eine Sozialfirma ausmacht. Sehr unterschiedlich

sind beispielsweise die Zielgruppen der Einrichtungen,

der Grad der Eigenwirtschaftlichkeit, die Höhe der staatlichen Beträge,

die Dauer der Einsätze oder die Organisationsform.

Weit verbreitet ist das folgende Geschäftsmodell: Eine Gemeinde

kauft bei einer Sozialfirma einen Integrationsplatz für einen

langzeitarbeitslosen Sozialhilfebezüger ein. Sie bezahlt dafür ungefähr

jenen Betrag, der den bisher ausgerichteten Sozialhilfeleistungen

entspricht. Die Sozialfirma schliesst mit dem Sozialhilfebezüger

einen Arbeitsvertrag ab und zahlt den von der Gemeinde

überwiesenen Betrag nun als Lohn aus, während zugleich die Sozialhilfe

eingestellt oder um die Lohnsumme reduziert wird. Die

Sozialfirma hat dank diesem Ansatz für die betreuten Personen

praktisch keinen Besoldungsaufwand und muss nur die Löhne der

Betreuungspersonen und der Betriebsinfrastruktur selbst erwirtschaften.

Hierfür übernimmt sie Aufträge aus der Industrie oder

erbringt Dienstleistungen.

Lohndumping und Wettbewerbsverzerrung?

Damit die Sozialfirma zu Aufträgen kommt, muss sie oft günstiger

arbeiten als die kommerziell ausgerichtete Konkurrenz. So können

Integrationsplätze geschaffen und die Abwanderung gewisser Arbeiten

ins Ausland verhindert werden. Andererseits besteht so die

Gefahr von Wettbewerbsverzerrungen durch «staatlich subventionierte

Billigarbeitskräfte», wie der St. Galler Soziologe Peter Schallberger

kritisiert. In der Tat liegen die von den Sozialfirmen ausbezahlten

Löhne deutlich unter dem sonst üblichen Niveau: Lediglich

vier Prozent der Betriebe im zweiten Arbeitsmarkt entrichten branchenübliche

Löhne – falls überhaupt Löhne ausbezahlt werden. In

vielen Fällen erhalten Sozialhilfebeziehende, die in einem Integrationsprogramm

mitarbeiten, weiterhin die bisherigen Sozialhilfeleistungen

und zusätzlich eine Integrationszulage. Aus der Sicht

der unterstützten Personen lohnt sich somit Arbeit nur bedingt

und führt zu einer finanziellen Abgeltung, die nur unwesentlich

höher liegt als die Sozialhilfeleistungen. Dass die Arbeit in einer

Sozialfirma meist nicht freiwillig erfolgt, sondern von den Sozialdiensten

verfügt wird, führt zu zusätzlicher Kritik am Modell der

Sozialfirmen.

Eine Tagesstruktur haben, Anschluss an den Arbeitsmarkt finden.

Viele offene Fragen

Einsätze im zweiten Arbeitsmarkt sind für Personen mit eingeschränkter

Arbeitsmarktfähigkeit oft die einzige Chance, um beruflich

wieder den Anschluss zu finden oder eine Tagesstruktur zu

haben. Über den Integrationserfolg des zweiten Arbeitsmarkts als

Ganzes ist jedoch nur wenig bekannt. Gesamtschweizerische Auswertungen

und Statistiken über erfolgreiche und nachhaltige Vermittlungen

in den ersten Arbeitsmarkt fehlen. Ebenso gibt es keine

Statistiken darüber, ob die Zahl der Sozialfirmen und ihr

Umsatz weiter steigen oder ob diese Firmen angesichts der fortschreitenden

Rationalisierung und Digitalisierung der Wirtschaft

selbst immer mehr unter wirtschaftlichen Druck geraten.

Wegen der grossen und in den nächsten Jahren als Folge der

Entwicklungen im Asylbereich vermutlich noch wachsenden Bedeutung

des zweiten Arbeitsmarkts für die berufliche und soziale

Integration erweist sich die schwach ausgeprägte Regulierung der

Sozialfirmen zunehmend als Problem. Viele grundlegende und

grundrechtliche Fragen sind ungeklärt und sollten durch die Gesetzgebung

geregelt werden. Vor allem auch, weil die Sozialfirmen

weitgehend durch staatliche Gelder finanziert werden – und der

zweite Arbeitsmarkt eben gerade nicht zur freien Wirtschaft gehört

– sind staatlich festgelegte Rahmenbedingungen für Sozialfirmen

je länger je mehr angezeigt.


Felix Wolffers

Co-Präsident der SKOS

16 ZeSo 1/18 SCHWERPUNKT


arbeitsmarkt

Von der Verpflichtung zur Motivation

Die Stadt Zürich vollzieht in der Arbeitsintegration von Sozialhilfebezügerinnen und -bezügern einen

Paradigmenwechsel. Bei Personen, die kaum Chancen auf eine Ablösung in den ersten Arbeitsmarkt

haben, werden die Ziele angepasst.

Menschen mit einem kleinen Bildungsrucksack haben es zunehmend

schwer, einen Arbeitsplatz zu finden. Diese Entwicklung

stellt die Sozialsysteme vor grosse Herausforderungen. Langfristig

lassen sich die beruflichen Chancen für Geringqualifizierte nur

über Qualifizierung erreichen – innerhalb wie ausserhalb der Sozialhilfe.

Zürich vollzieht derzeit in der Sozialhilfe einen Paradigmenwechsel

von der Sanktionierung und Verpflichtung hin zur

Motivation und Befähigung. Basis dieser neuen Strategie ist die

Erkenntnis, dass man Qualifizierungsmassnahmen nicht über

Zwang verordnen kann. Lernerfolg und berufliche Weiterentwicklung

sind ohne Motivation und Wille nicht möglich. So werden Sozialhilfebeziehende

neu in vier verschiedene Gruppen eingeteilt.

Die Zuteilung erfolgt nach der individuellen Ausprägung der beiden

Dimensionen «Arbeitsmarktfähigkeit/-chancen» und «Veränderungswille/Motivation».

Je nach Zielgruppe gibt es unterschiedliche

Wirkungsziele. Die Einteilung in eine der vier Gruppen

erfolgt nach der Absolvierung des vierwöchigen obligatorischen

Arbeitseinsatzes in der Basisbeschäftigung der Sozialen Einrichtungen

und Betriebe der Stadt Zürich.

Veränderungswille / Motivation zur Integration 1. Arbeitsmarkt

Zielgruppe 1

Primäre Wirkungsziele:

– Verbesserte Arbeitsmarktfähigkeit

dank arbeitsmarktnaher

Tätigkeit und (Fach-)

bildung

– Lücken zum Arbeitsmarkt

sind geschlossen

Zielgruppe 2

Primäres Wirkungsziel:

– Soziale Teilhabe dank Arbeit

ist ermöglicht

Zielgruppe 3

Primäres Wirkungsziel:

– Nachhaltiger Stellenantritt im

ersten Arbeitsmarkt

Zielgruppe 4

Primäre Wirkungsziele:

– Stellenantritt im ersten

Arbeitsmarkt

– Klientin, Klient kommt Schadenminderungspflicht

nach

Arbeitsmarktfähigkeit/-chancen (Bildung, Erfahrung, berufl. + soz. Kompetenz)

Motivation und Arbeitsmarktchancen entscheiden über die

Zuteilung zu den Zielgruppen.

Wirkungsgrad der Mittel erhöhen

Die Stadt kann auf ein vielfältiges Angebot im zweiten Arbeitsmarkt

zurückgreifen. Das Sozialdepartement selber betreibt eine

breite Palette an Beschäftigungsprogrammen in verschiedenen

Branchen, die ihre Dienstleistungen und Produkte am Markt anbieten.

Zudem werden Programme der Arbeitsintegration von privaten

Drittanbietern über Kontraktvereinbarungen durch die

Stadt mitfinanziert. Je nach Zielgruppen-Zuteilung kommen für

die Klienten Angebote im Teillohn oder gemeinnützige Arbeitseinsätze

bei externen Institutionen in Frage.

Die Programme erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Personen

der Zielgruppen 1 und 2 – Menschen mit geringen oder fehlenden

Arbeitsmarktchancen – erhalten durch die Beschäftigungsprogramme

eine Tagesstruktur und erleben soziale Teilhabe. Dies

ohne den in vielen Fällen unrealistischen Anspruch auf eine Ablösung

in den regulären Arbeitsmarkt. So wird Druck von diesen

Menschen genommen, ohne sie aufzugeben. Ein Anspruch auf

Ablösung in den ersten Arbeitsmarkt besteht hingegen für die Zielgruppen

3 und 4. Diese Klientinnen und Klienten erhöhen durch

die Beschäftigung – die zwar im zweiten Arbeitsmarkt, aber unter

realistischen Wettbewerbsbedingungen stattfindet – ihre Arbeitsmarktfähigkeit

«on the job». In der Zielgruppe 3 – gute Chancen,

hohe Motivation – lohnt es sich, in zusätzliche Qualifizierungsmassnahmen

zu investieren. Durch Kurse in Grundkompetenzen

sowie fachspezifische Aus- und Weiterbildungen erreichen Menschen

in dieser Zielgruppe eine höhere Qualifikation. Sie verbessern

so ihre Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt. Durch die Konzentration

der Qualifizierungsmassnahmen auf jene Personen mit

den besten Grundvoraussetzungen lässt sich der Wirkungsgrad

Veränderungswille / Motivation zur Integration 1. Arbeitsmarkt

Zielgruppe 1 Zielgruppe 3

Teillohn

Gemeinnützige

Arbeit

Zielgruppe 2 Zielgruppe 4

Teillohn

Gemeinnützige

Arbeit

Fachkurse

Kurse

Grundkompetenzen

Arbeitsmarktfähigkeit/-chancen (Bildung, Erfahrung, berufl. + soz. Kompetenz)

Je nach Zielgruppe haben die Teillohn-Angebote

unterschiedliche Aufgaben: Tagesstruktur schaffen oder

Qualifizierung «on the job».

der eingesetzten Mittel erhöhen. Gleichzeitig werden die Lebensrealitäten

von Menschen anerkannt, die ihre Existenz langfristig

nicht mehr über Erwerbsarbeit sichern können. Dies, weil ihnen

der Arbeitsmarkt keinen Platz mehr bietet.


Teillohn

Teillohn

Gemeinnützige

Arbeit

Fachkurse

Raphael Golta

Stadtrat, Vorsteher des Sozialdepartements der Stadt Zürich

SCHWERPUNKT 1/18 ZeSo

Kurse

Grundkompetenzen

Laufbahnberatung

Kurse

Grundkompetenzen

Qualifikationsprogramm

Bewerbungskurse

Stellenvermittlung

Stellensuche

Stellensuche

Job-

Coaching

1. Arbeitsmarkt


Wenig Handlungsspielraum für

Sozialdienste bei Überschuldung

FACHBEITRAG Die Überschuldung armutsbetroffener Personen stellt Sozialdienste vor ein erhebliches

Problem. Schuldenberatungsstellen sind spezialisiert auf die Entschuldung von Personen mit

verlässlichem Einkommen. Entsprechende Angebote für Arbeitslose und ausgesteuerte Personen

hingegen fehlen. Das betreute Konto in Wien ist eine mögliche Antwort.

Die Schweiz ist das Land mit der grössten

Verschuldungsrate der Bevölkerung. Während

Verschuldung wegen Wohneigentum

jedoch meist wenig Risiko birgt, wirft die

Überschuldung von Haushalten mit geringem

Einkommen erhebliche Probleme auf.

Steuerschulden, Mietschulden, Zahlungsrückstand

bei Krankenkassen-Prämien, Telekommunikation

und Miet-Nebenkosten

sind besonders bei Personen mit niedrigem

Einkommen weit verbreitet, wie der Bericht

SILC 2013 (Statistics on Income and Living

Conditions) deutlich macht. Gemäss

dem Bericht sind Bevölkerungsgruppen,

die am häufigsten in einem Haushalt mit

mindestens drei Schuldenarten leben, von

materieller Entbehrung betroffene Personen

(36,4%) und Arbeitslose (16,8%).

Überschuldete Sozialhilfebeziehende

stellen für die Sozialdienste insbesondere

aufgrund fehlender Sanierungsmöglichkeiten

eine grosse Herausforderung dar.

Der geltende rechtliche Rahmen bietet keine

Entschuldungsmöglichkeiten für stark

überschuldete Menschen. Die Sozialhilfe

fokussiert deshalb auf die Stabilisierung

der Betroffenen und auf die Befähigung,

mit den Schulden leben zu können. Dies

ist nicht zufriedenstellend und primär auf

den rechtlichen Rahmen zurückzuführen,

in dem sich die Sozialdienste bewegen

müssen. Dringlich wären auf nationaler

Ebene weitere Handlungsmöglichkeiten

für die Sozialhilfe im Umgang mit überschuldeten

Sozialhilfebeziehenden.

Ein Restschuldbefreiungsverfahren

würde die gerichtliche Durchsetzung

eines Sanierungsplans auch ohne Einverständnis

der Gläubiger erlauben. Die Einführung

eines solchen Verfahrens würde

einen Beitrag dazu leisten, dass die Sozialhilfe

auch in Überschuldungsfällen ihre

Kernaufgaben wahrnehmen kann. Eine

entsprechende Vorlage befindet sich in der

Bundesverwaltung in Vorbereitung. Sinnvoll

wäre auch eine bessere Abstimmung

des Steuersystems und des Betreibungsrechts

mit der Sozialhilfe. Sie könnte dazu

beitragen, dass weniger Menschen in eine

Schuldenspirale fallen, beziehungsweise

dass mehr Menschen Zugänge erhalten,

sich aus einer solchen Spirale wieder zu

befreien. Für Menschen mit Lohnpfändungen

kommen oft neue Steuerschulden

Betreutes Konto – ein wirksames

Instrument gegen Verschuldung

Bankkunden werden seit geraumer Zeit massiv Richtung

E-Banking gelotst. Für die einen Menschen ist es ein Vorteil,

für andere ein Nachteil. Mit dem betreuten Konto und der

Programmierung «kontoservice» wurde nun in Wien versucht,

den Fortschritt in der Digitalisierung für Menschen nutzbar

zu machen, die Schwierigkeiten haben, Zahlungsprioritäten

einzuhalten.

Die in manchen Fällen sinnvolle Betreuung

finanzieller Angelegenheiten scheiterte

bisher meist an drei Faktoren:

• Die Hilfe bei der Finanzverwaltung

bedeutet meist eine umfassende Kontrolle

und stellt somit einen massiven

Eingriff in die Persönlichkeitsrechte

der Betroffenen dar.

• Finanzverwaltung war bis jetzt nur

mit deutlichem personellem Aufwand

möglich, der häufig weder von den

Betroffenen noch vom Sozialbereich

erbracht werden konnte.

• Wer immer Hilfe bei der Finanzverwaltung

leistete, musste ausserdem

zur Kenntnis nehmen, dass neben

einer umfassenden Dokumentation

dennoch eine hohe Haftung für etwaige

Fehler übrig blieb.

Wer mit Geld nicht umgehen kann

und wichtige Zahlungen (z.B. Miete) vernachlässigt,

dem versuchte man deshalb

lange lediglich mit guten Ratschlägen

zu helfen, die jedoch erfahrungsgemäss

ohne die erwünschte Wirkung blieben.

Nach zwanzig Jahren Schuldnerberatung

und der Erfahrung mit rund 150 000

Klienten unterschiedlichster Fähigkeiten

begann man vor zehn Jahren deshalb, das

betreute Konto und die EDV-Anwendung

«kontoservice» zu entwickeln. Mittlerweile

ist es in Wien fest etabliert und wird

vor allem eingesetzt, um Wohnungspro-

28 ZeSo 1/18


hinzu, weil die Steuern in der Bedarfsberechnung

des betreibungsrechtlichen

Existenzminimums nicht berücksichtigt

werden. Eine Steuerbefreiung des Existenzminimums

könnte dieses Problem

entschärfen. Zudem kann es in der Praxis

vorkommen, dass Sozialhilfebeziehende

nach Betreibungsrecht ein pfändbares Einkommen

aufweisen. In diesen Fällen wird

die Anreizwirkung der Einkommensfreibeträge

und Integrationszulagen von der einsetzenden

Lohnpfändung unterminiert.

SKOS-Richtlinien zum Umgang mit

Schulden

• Grundsätzlich werden Schulden nicht in

der Budgetberechnung angerechnet. Die

Sozialhilfe orientiert sich am Bedarfsdeckungsprinzip

und erbringt nur Leistun-

gen, die auf die konkrete und aktuelle

Notlage bezogen sind. Sie richtet keine

rückwirkenden Leistungen aus (A.4).

• Die Richtlinien halten explizit fest,

dass weder die laufenden Steuern

noch Steuerrückstände bezahlt werden

(C.1.5). Auch allfällige Alimentenverpflichtungen

(F.3.1) werden nicht berücksichtigt,

weil sie nicht der eigenen

Existenzsicherung beziehungsweise

derjenigen des eigenen Haushalts dienen.

Ausnahmsweise soll die Sozialhilfe

Schulden übernehmen, wenn dadurch

eine drohende Notlage verhindert wird

(beispielsweise Mietzinsausstände).

• Ist eine gesetzliche kantonale Grundlage

vorhanden, sind rechtmässig bezogene

Sozialhilfeleistungen sowohl

während als auch nach Ablösung der

Sozialhilfe rückerstattungspflichtig

(E.3). In diesen Fällen wird die zuständige

Sozialhilfestelle selber zum Gläubiger

und die bezogenen Sozialhilfeleistungen

werden zur Schuld. Die SKOS

empfiehlt, grosszügige Einkommensgrenzen

zu gewähren und die zeitliche

Dauer der Rückerstattung zu begrenzen,

um eine erfolgreiche Ablösung aus

der Sozialhilfe nicht zu gefährden.

• Was die Sozialberatung betrifft, so soll

die Sozialhilfe in jenen Fällen Beratungsleistungen

von Schuldenberatungsstellen

finanzieren, in denen die

Sozialarbeitenden an ihre Grenzen stossen

und spezifisches Fachwissen erforderlich

ist (H.5).


Ingrid Hess

gramme für ehemals Obdachlose nachhaltig

abzusichern.

Elemente des betreuten Kontos

• Kernstück des betreuten Kontos ist die

EDV-Programmierung «kontoservice»,

entwickelt von der Schuldnerberatung

Wien

• eine Partnerbank, die ihre Konteninfrastruktur

zu günstigen Preisen zur Verfügung

stellt

• Informationsbevollmächtigte, die bei

Unregelmässigkeiten informiert werden

Die Bank stellt pro Klient zwei Konten

zur Verfügung, ein Einnahmen- und

ein Ausgabenkonto. Nur auf dem Einnahmenkonto

ist die Schuldnerberatung

zeichnungsberechtigt, darf also von der

Bank Informationen einholen und Überweisungen

veranlassen. In einem Vertrag

verpflichtet sich der Klient, seine Einnahmen

auf das Einnahmenkonto zu lenken,

aber nicht auf dieses Konto zuzugreifen.

Die Schuldnerberatung verpflichtet sich,

vom Einnahmenkonto die Miete und die

Energierechnungen zu bezahlen und den

Restbetrag sofort auf das Ausgabenkonto

zu überweisen. Im Vertrag wird ausserdem

geregelt, wer informiert werden darf,

wenn es Unregelmässigkeiten gibt, wenn

also z.B. kein Geld auf das Einnahmenkonto

kommt und daher voraussichtlich

die Miete nicht bezahlt werden kann.

Mehrmals täglich werden alle Einnahmenkonten

auf Kontobewegungen (Eingänge)

abgefragt. Automatisch vergleicht

das Programm, was mit den Eingängen zu

tun ist und erteilt die Aufträge – natürlich

elektronisch – an die Bank. Das heisst also:

nicht die Bank hat einen Dauerauftrag,

um etwa die Miete zu zahlen, sondern die

Aufträge werden jeweils vom kontoservice

generiert. Dadurch kann es zu keinen Stornokosten

bei der Bank kommen. Jede erfolgreiche

Durchführung eines Auftrages

wird automatisch per SMS kommuniziert:

«Heute wurde die Miete in der Höhe von

xxx.- überwiesen.» Alle Transaktionen,

Änderungen und Schriftverkehre werden

automatisch und fälschungssicher aufgezeichnet.

Kommen nun Unregelmässigkeiten

vor – wenn zum Beispiel Einnahmen vom

Sozialamt fehlen, weil der Klient einen

Meldetermin versäumt hat – wird der «Informationsbevollmächtigte»

automatisch

per Mail oder SMS verständigt. Er kann

sich nun überlegen, was am Sinnvollsten

zu tun wäre, um die grösste Katastrophe –

den Verlust der Wohnung – zu vermeiden.

Finanzautonomie bleibt erhalten

Beim Ausgabenkonto hingegen hat

nur der Klient Einsicht. Er oder sie alleine

kann darüber verfügen. So soll die Finanzautonomie

des Klienten weitgehend erhalten

bleiben. Die bisherigen Erfahrungen

mit dem Betreuten Konto sind sehr positiv.

Immer wieder gibt es von Klienten die

Rückmeldung, dass sie sich sehr entlastet

fühlen, weil sie wissen, dass das Geld auf

dem Auszahlungskonto wirklich frei zur

Verfügung steht und sie – trotz z.B. psychischer

Erkrankung oder Suchproblematik

– die Sicherheit haben, dass die Wohnung

bezahlt ist.

Beim betreuten Konto ist völlig unerheblich,

ob Schulden bestehen oder

nicht. Allerdings konnten manche Menschen

durch die Ordnung der Finanzen,

die zwangsläufig beim betreuten Konto

stattfindet, eine Schuldenregulierung erfolgreich

durchführen. Es gibt bereits ein

Spin-off aus dem betreuten Konto: die

Assistenz-App für pflegende/betreuende

Berufe. Damit können – gut dokumentiert

– kleine Geldgeschäfte etwa für bettlägerige

Menschen von Personen in pflegenden

Berufen gemacht werden.

Als Folge des Erfolgs des betreuten

Kontos wird dieses bereits weiter gedacht:

Wenn der Umgang mit Geld verloren geht

(etwa wegen einer Demenzerkrankung),

dann kann das betreute Konto dazu beitragen,

dass möglichst lange die Existenzsicherung

gewahrt bleibt und eine Entmündigung

hinausgeschoben werden kann.

Das betreute Konto wird daher als ganz

konkrete Massnahme im neuen Erwachsenenschutzgesetz

erwähnt, das in Österreich

Mitte des Jahres in Kraft tritt. •

Alexander Maly

Geschäftsführer Schuldnerberatung Wien

1/18 ZeSo

29


Claire Aeschimann ist längst pensioniert – doch sie leistet Freiwilligenarbeit für Menschen in prekären Verhältnissen. Bild: Guy Perrenoud

Zahnärztin mit sozialer Ader

PORTRÄT Claire Aeschimann behandelt im Lausanner Gesundheitszentrum Point d'Eau freiwillig

mittellose Patientinnen und Patienten zu stark reduzierten Tarifen. Die 80-Jährige war immer schon

vielseitig engagiert – über die Landesgrenzen hinaus.

Im typischen Trubel der Gemeinschaftsorte

öffnet sich eine Tür. Umrisse einer

Silhouette in weisser Bluse. Claire Aeschimann

kommt aus dem Behandlungszimmer.

Sie will ihrer Patientin behilflich

sein, um den nächsten Termin zu vereinbaren.

Dann hat sie Zeit für die «ZESO».

Die pensionierte Zahnärztin ist seit dem

frühen Morgen an der Arbeit. Sie hat noch

nichts gegessen, obwohl es schon 13 Uhr

ist. Die 80-Jährige macht sich gut gelaunt

bereit für das Gespräch. Sie ist direkt, wie

das so ihre Art ist.

Wir befinden uns im «Point d'Eau»,

einem speziellen Gesundheitszentrum in

der Stadt Lausanne. Es wird von Menschen

besucht, die obdachlos oder dürftig untergebracht

sind, arm, meist arbeitslos. Hier

können sie duschen, ihre Kleider waschen,

hier erhalten sie medizinische und seit fast

zwanzig Jahren auch zahnärztliche Versorgung.

Eine Konsultation beim Zahnarzt

kostet 40 Franken, Zahnsteinentfernung

durch die Dentalhygiene 20 Franken. Verglichen

mit den üblichen Zahnarzttarifen

ist das sehr günstig – kein Wunder, platzt

das Terminbuch aus allen Nähten.

Im Laufe der Jahre haben sich mehrere

Praktizierende dem Vorhaben angeschlossen.

Die Praxis wird von fünfzehn freiwilligen

Zahnärztinnen und Zahnärzten

abwechselnd geführt. Sie haben immer

36 ZeSo 1/18

mehr Menschen zu behandeln: Migrantinnen

und Migranten, Studierende, alte

Menschen mit knappem Budget. «Wir

brauchen junge Zahnärzte, die bereit sind,

das Ruder zu übernehmen», stellt Claire

Aeschimann fest. Sie selbst war durch ihren

Vater zum Beruf gekommen. Sie hatte

ihm, selber Zahnarzt, geholfen, als er gesundheitliche

Probleme hatte. Helfen –

ein Schlüsselwort in Aeschimanns Leben.

Als sie in den Ruhestand ging und ihre

Privatpraxis verliess, fällte sie den Entscheid,

sich freiwillig für die Menschen im

«Point d'Eau» zu engagieren. Bereut hat

sie es nie: «Ich bin sehr froh, Kontakt zu all

diesen Leuten zu haben.» Zwei Vormittage

in der Woche ist sie tätig, mit jeweils sechs

bis sieben Patientinnen und Patienten. Die

meisten haben akute Schmerzen, die be-

«Es sind Menschen

in prekären Situationen.

Manche

haben es einfach

versäumt, jemals

zum Zahnarzt zu

gehen.»

handelt werden müssen. Meist geht es um

Wurzelbehandlungen mit anschliessender

Kompositrekonstruktion. «Manchmal wissen

wir fast nicht, wie wir den Zahn wieder

aufbauen können. Dann ist es eine Kunst»,

so die Zahnärztin: «Es sind Menschen in

prekären Situationen. Manche haben es

einfach versäumt, jemals zum Zahnarzt zu

gehen.»

Für Claire Aeschimann sind Altruismus

und Menschlichkeit selbstverständlich. Sie

arbeitete auch schon in Afrika. Im Kongo

und in Südafrika organisierte sie Ausbildung

und Aufbau von Zahnarztteams. Danach

war sie Mitglied der medizinischen

Einsatzgruppe einer Missionsabteilung.

Heute setzt sich ihr Engagement auf elektronischem

Weg und durch jährliche Besuche

fort. Claire Aeschimann zuckt mit

den Schultern, als ob sie sagen möchte:

«Aber ja, das ist doch normal.»

Sie lacht viel und ist in bester Verfassung.

Woher nimmt sie eigentlich ihre

Energie? Ihr ganzes Leben lang kletterte

Claire Aeschimann auf Berge. Wenn diese

«ZESO» erscheint, ist sie vermutlich in

den Voralpen auf einer Skitour unterwegs.

Oder sie macht etwas anderes. Sicher ist,

dass sie etwas unternimmt.


Nicole Dana-Classen

www.pointdeau-lausanne.ch


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Einführung Sozialhilfe

4 Kurstage, Mai und November 2018

Web-Code: K-SOZ-22

Einführung Sozialversicherungsrecht [neu]

4 Kurstage, Juni und November 2018

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