Ortsschelle201804X3

daskulturgut

Ortsschelle

Bechtolsheimer

33. Jahrgang - 4. Ausgabe - Juli/August 2018

Langjährige Bechtolsheimer Schulleiterin

Ilona Seck in den Ruhestand verabschiedet


Die Immobilienexperten Ihrer Sparkasse informieren:

5 wertvolle Tipps, die jetzt für eine


» Der Blick auf die langfristige Zinsentwicklung

macht deutlich: Die aktuellen

Bauzinsen sind so niedrig wie nie.


muss bei gleicher Kreditsumme und

gleichem Tilgungssatz Monat für Monat

viel weniger Geld für die Finanzierung

ausgeben als in der Vergangenheit. «

1

Wie viel Immobilie kann ich mir leisten?

Grundsätzlich ist es abhängig vom Eigenkapital, vom

Alter und den möglichen Raten. Als Anhaltspunkte

für die Darlehensraten dienen die Kaltmiete und die monatliche

Sparleistung. Sie sollten berücksichtigen, dass Sie

über die gesamte Laufzeit die Raten tragen können. Vergessen

Sie nicht eine ausreichende Rücklage für Unvorhergesehenes

einzuplanen. Ich empfehle Ihnen hierzu den

»Eigentum statt Miete Rechner « auf unserer Homepage

spkwo.de/immo.

2Was benötige ich an Eigenkapital?

Ein angemessener Anteil des Kaufpreises und die Erwerbsnebenkosten

sollten als Eigenkapital vorhanden

sein. Hierzu zählen neben Kontoguthaben auch: » Muskelhypothek

« = Eigenleistung, bezahlte Immobilien (Bauplatz,

Haus, Wohnung).

3Ist eine langfristige Zinssicherung nötig?

Eine eigene Immobilie können sich viele derzeit

dank der niedrigen Zinsen leisten. Ganz wichtig ist

dabei, dass der Zins langfristig günstig bleibt. Sie sichern

sich diese attraktiven Zinsen über die gesamte Laufzeit

der Finanzierung durch einen Kombikredit. Und können

dabei oft staatliche Förderungen mitnutzen.

4Welche staatlichen Förderungsmöglichkeiten

gibt es für mich?

Mit der Finanzierung Ihrer selbstgenutzten Immobilie

können Sie in den Genuss der staatlichen Riesterförderung

sowie weiterer Steuervorteile kommen. Zinsgünstige Darlehen

erhalten Sie eventuell auch über landeseigene Förderbanken.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet

verbilligte Baudarlehen und Zuschüsse für Immobilienerwerber

an. Auch für besonders energiesparende Immobilien

gibt es Förderungen. Seit 01.01.2018 begünstigt der

Staat Familien mit einem Baukindergeld bis maximal

12.000 € pro Kind. Die jeweiligen Förderungen sind meist

einkommensabhängig.

5

Wenn Sie nicht sicher sind, wie sich Ihr Einkommen

entwickeln wird, wählen Sie am besten eine Kreditvariante

mit Sondertilgungsmöglichkeit. Ideal ist hier ein

Kombikredit.

Sie haben weitere Fragen?

Ich helfe Ihnen gerne weiter:

Heiko Michel


06241 851-8207

heiko.michel@spkwo.de

spkwo.de/immo

Heiko Michel

Ihr Immobilienexperte der

Sparkasse Worms-Alzey-Ried


ZUM GELEIT

3

35 Bechtolsheimer

Bürger wird die Delegation

umfassen, die

zum 1. November nach

Patrimonio auf Korsika

reisen wird um

Kontakte zur kommenden

französischen

Partnergemeinde

zu knüpfen. Tatsächlich

stehen die

formalen Gemeinderatsbeschlüsse

zur

Gemeindepartnerschaft

auf beiden Seiten

noch aus, aber die Vorzeichen sind gut. Gerhard

Brand und Anne Bickert haben einen ausführlichen

Zeitungsbericht aus Patrimonio für

diese Ortsschelle aufbereitet und übersetzt. Wir

drucken auch den französischen Text ab, damit

der Eine oder Andere auf diesem Weg vielleicht

schon mal in die französische Sprache hineinfindet.

Die Verabschiedung der langjährigen Bechtolsheimer

Schulleiterin Ilona Seck wurde herzlich

begangen. Großer Dank und Anerkennung sind

ihr für ihr Engagement zu Recht ausgesprochen

worden. Bechtolsheimer, deren Kinder bei ihr zur

Schule gegangen sind oder gar selbst bei ihr in

der Klasse waren, werden Frau Seck in bester Erinnerung

halten. Die Zukunft der Bechtolsheimer

Grundschule scheint gesichert, ein Schulneubau

in Bechtolsheim ist auf den Weg gebracht. Die

positiven Rahmenbedingungen einer gut aufgestellten

und gut frequentierten Schule sind auch

und gerade der Verdienst von Ilona Seck. Wir

wünschen ihr einen erfüllten Ruhestand und

möge sie ihren Bechtolsheimer Schülern verbunden

bleiben.

Die Redaktion der Ortsschelle hat bewusst einen

Beitrag zum Naturschutz und mutmaßlich negativen

Auswirkungen der Planung von Windenergieanlagen

in unserer Gemarkung aufgenommen.

Die Polizei ermittelt. Bewahrheiten sich die

geäußerten Vermutungen und bestätigen sich die

Zusammenhänge, wäre ein schwerer Schaden für

das Miteinander und den Interessensausgleich

im Ort zu beklagen. Das Thema muss in jedem

Fall im Ort besprochen werden, es lässt sich nicht

als Bagatelle abtun. Naturlandschaft und Kulturlandschaft

sind eine Einheit und es ist ein bewusster

und angemessener Umgang mit den uns

allen anvertrauten Schutzgütern einzufordern.

Ernste und heitere Gespräche können an den

Kerbetagen geführt werden. Der diesjährige

Kerbejahrgang hat, wie viele vor ihm, alles vorbereitet,

damit die Kerbetage ein schönes Erlebnis

für junge und alte Bechtolsheimer und ihre Gäste

aus Nah und Fern werden. Selbstverständlich

wird der Zugweg geschmückt und mitgehend

oder zuschauend starten wir in vier Festtage. Wir

wünschen den jungen Ausrichtern und ihren Unterstützern

einen guten Verlauf, bestes Wetter

und zahlreiche Besucher. Dank gilt allen, die mit

ihrer Anteilnahme und ihrem Mitwirken am Fest

die Besonderheit der Bechtolsheimer Kerb ausmachen

und so von einem attraktiven Ort mit

hervorragendem WIR-Erleben kunden.

Genießen Sie den Spätsommer und feiern Sie eine

herrliche Kerbe!

Für den Vorstand des Heimatvereins

Ihr Dr. Jens Dolata

Erster Vorsitzender und Herausgeber


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KERBEPROGRAMM

Kerbeprogramm 2018

Freitag 24.08.2018

18:00 Uhr Aufstellung zum Kerbeumzug

19:00 Uhr Kerbeumzug

Ca. 20:00 Uhr Eröffnung der Kerb

Ca 21:00 Uhr Live Musik mit der Band „Mr. S and The Lotions“

Samstag 25.08.2018

14:00 Uhr Spielenachmittag

17:00 Uhr Spiel ohne Grenzen

20:00 Uhr Live Musik mit der Band „ExtraOrdinary“

Sonntag 26.08.2018

10:30 Uhr Kerbegottesdienst

11:30 Uhr Musikalischer Frühschoppen mit dem Musikzug der

Freiwilligen Feuerwehr

13:30 Uhr Kaffee und Kuchen

17:00 Uhr Bunter Abend

20:00-21:00 Uhr Live Musik mit Philipp Wüstenhaus

Montag 27.08.2018

Ca. 19:00 Uhr

Ca. 22:00 Uhr

Live-Musik mit „Roihessisch Herzblut“

Fackelumzug und Beerdigung der Kerb


GRUSSWORT BÜRGERMEISTER

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Sehr geehrte Bechtolsheimerinnen,

sehr geehrte Bechtolsheimer,

verehrte Kerbegäste,

herzlich Willkommen zur traditionellen

Bechtolsheimer Kerb !

Die Gemeinde Bechtolsheim feiert mit der traditionellen

Kerb das größte diesjährige Fest im Ort.

Für den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr

war dieses Jahr bereits mit einigen Highlights gespickt:

Neues „gebrauchtes“ Löschfahrzeug, 25-

jähriges Jubiläum und nicht zu vergessen der

„Partykracher“ mit den „Isartaler Hexen“. An all

diesen Veranstaltungen nahm die Bechtolsheimer

Bevölkerung starken Anteil.

Auch unser gemeinsames Projekt mit der Nachbargemeinde

Gau-Odernheim, die IG Petersberg,

konnte fortgeführt werden. Es erfolgten wichtige

Schritte zum Erhalt und zur Sicherung des Kulturerbes

Krypta auf dem Petersberg.

Die Planungen für den Neubau der Grundschule

sowie für ein weiteres Neubaugebiet schreiten voran,

bedürfen jedoch intensiver Arbeit aller Beteiligten.

Unser Fazit ist: Bechtolsheim wird immer interessanter

und wächst weiter!

Junge Menschen aus Bechtolsheim haben sich

auch im Jahr 2018 zusammengefunden, um den

Bechtolsheimer Einwohnern und auswärtigen

Gästen eine unterhaltsame Kerb zu gestalten.

Traditionell wird die Kerb immer vom Kerbejahrgang

ausgerichtet. Dies sind alle diejenigen Jugendlichen

die im laufenden Jahr 20 Jahre alt

werden.

Besonders für den anstehenden Kerbeumzug am

Freitag, den 24.08.2018, rufe ich zur Teilnahme

am Umzug und zum Schmücken der Häuser entlang

des Zugwegs auf, ganz besonders mit Ortsfahnen.

Der Zugweg wird wieder traditionell entlang

der Langgasse und Bahnhofstraße laufen.

Kommen Sie auf den Kerbeplatz und sprechen

Sie damit den besten Dank an die Veranstalter für

die geleisteten Vorarbeiten aus.

Nutzen daher auch Sie das diesjährige Veranstaltungs-Angebot

vom Kerbejahrgang und den Vereinen

auf dem Kerbe-Platz an der Selz.

Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern sowie

allen Gästen aus Nah und Fern auch im Jahr

2018 eine schöne Kerb.

Harald Kemptner

Ortsbürgermeister


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BAU- & FRIEDHOFSAUSSCHUSS

Am Montag, dem 25.06.2018 fand um 19.00 Uhr

im Rathaus eine Sitzung des Bau- und Friedhofsausschusses

statt.

Die Tagesordnung hierzu lautete:

1. Anschaffung akkubetriebener Gartengeräte

2. Ersatzbeschaffung eines Transportfahrzeugs

für den Bauhof - Beratung und Empfehlung

über Kauf oder Leasing, sowie über die zu

verwendende Technik

3. Sachstand Renovierung Rathaus

4. Herstellung eines Kanals bzw. Grabens zur

Ableitung des Regenwassers im Bereich des

Matzenberges

5. Sachstand Neubau Grundschule Bechtolsheim

6. Mitteilungen

7. Anfragen

Hierzu konnte Ortsbürgermeister H. Kemptner

die Mitglieder des Bau- und Friedhofsausschusses

U. Kuhn, M. Hassel, R. Flick, E. Duckgeischel,

J. Bedenbender, Dr. J. Dolata, S. Breivogel und

B. Dusch begrüßen, ebenso die Beigeordneten Dr.

H. Strecker und G. Brand. Weiterhin waren drei

Mitglieder des Gemeinderates und fünf interessierte

Einwohner anwesend, sowie Herr H. Becker

von der Firma Anhänger-Becker aus Gau-Odernheim

und zwei Mitarbeiter des EWR.

TOP 1 - Anscha!ung akkubetriebener Gartengeräte

Die bisher von den Gemeindearbeitern benutzten

Geräte sind mindestens 8 Jahre alt und ohnehin

erneuerungsbedürftig. Eine sukzessive Umstellung

auf akkubetriebene Gerätschaften wird daher

erwogen. Zwei Motorsensen, eine Heckenschere

und ein Laubbläser sollen zunächst angeschafft

werden. Erforderlich sind zudem Ladegeräte

(Ladezeit ca. 2 Stunden) und dazugehörige

Halterungen (Rücken- oder Seitenträger). Die

Kosten hierfür in Höhe von rd. 5.000 € sind laut

Kemptner im Haushalt eingestellt.

Herr Harald Becker von der Firma Anhänger-Becker,

Gau-Odernheim, stellte Funktionsweise

und Vorteile der von ihm mitgebrachten Geräte

der Firma Stihl vor. Akkubetriebene Geräte sind

grundsätzlich geräuschärmer als motorbetriebene

und leichter zu handhaben. Herr Becker sagte zu,

der Gemeinde zu Testzwecken einen Freischneider

für eine Woche zur Verfügung zu stellen. Für

den Fall eines positiven Testverlaufes empfahl

der Bau- und Friedhofsausschuss dem Gemeinderat

einstimmig den Kauf von akkubetriebenen

Geräten inklusive Rückenakku nach entsprechender

Ausschreibung. Die Empfehlung bezieht

sich auf zwei Freischneider, eine Heckenschere

und einen Laubbläser mit entsprechenden Ladestationen

und Akkus mit "Rucksack".

TOP 2 - Transportfahrzeug

Die Firma EWR vermittelt Elektroautos der Marke

Streetscooter. Zwei Mitarbeiter stellten das

umweltfreundliche Modell vor, das als Zweisitzer

auf Kauf- und Leasingbasis (ohne Anzahlung),

mit oder ohne Aufbauten zu haben ist. Ein Flyer

hierzu lag vor.

Die Firma Ford Bayer bietet den Ford Transit mit

verschiedenen Aufbauten als Kauf- oder Leasingfahrzeug

an. Die Leasingverträge sind ohne Anzahlung

und mit niedrigen Raten, ebenso gibt es

einen Nachlass für Kommunalfahrzeuge.

Weitere Angebote lagen nicht vor.

Der Ausschuss beriet zuerst darüber, welche

Komponenten für das Transportfahrzeug als

Grundausstattung benötigt werden (z.B. Anhängerkupplung,

Ganzjahresreifen, beheizbare

Frontscheibe, Doppelkabine, Kippvorrichtung),

bevor konkrete Angebote eingeholt werden können.

Ebenso wurde intensiv darüber beraten, ob

das Fahrzeug neu oder gebraucht gekauft oder

geleast werden soll.

Nach sorgfältiger Abwägung empfahl der Bauund

Friedhofsausschuss dem Gemeinderat Folgendes

umzusetzen:

1. Es soll kein Streetscooter gekauft oder geleast

werden.

2. Aus kosten- und haushalterischen Gründen

soll ein Transporter geleast werden, somit soll

kein Neu- oder Gebrauchtfahrzeug gekauft werden.

3. Das Fahrzeug muss eine Doppelkabine haben,

mit einer Anhängerkupplung versehen sein und


BAU- & FRIEDHOFSAUSSCHUSS

7

die Ladefläche soll nach drei Seiten zu kippen

sein.

4. Nach Einholung entsprechender Angebote von

mindestens drei Leasinganbietern (z.B. von Ford,

VW und Citroen), soll dem günstigsten der Vorzug

gegeben werden.

TOP 3 - Renovierung Rathaus

Das Gerüst wurde zur Ermittlung verdeckter

Schäden errichtet. Die Sanierungsarbeiten können

aber erst ausgeschrieben werden, wenn alle

offenen Fragen mit der Denkmalpflege und dem

Institut für Steinkonservierung sowie die Zuschussgewährung

geklärt sind. Wahrscheinlich

kann im Jahr 2019 mit der Sanierung begonnen

werden.

TOP 4 - Matzenberg

Bei Starkregen läuft Regenwasser vom Petersberg

her in das Wohngebiet Am Matzenberg. Dieser

Zustand ist abzustellen.

Dazu soll das Regenwasser unterhalb der Wingert

abgefangen und über einen Graben abgeleitet

werden. Für den Graben und dessen Verlauf

wird Ingenieur Winkler ein Profil erstellen.

Eine Grundsatzentscheidung soll nach Begehung

durch den Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss

gefällt werden.

TOP 5 - Grundschule

Der VG-Rat hat beschlossen, dass in Bechtolsheim

eine neue, zweizügige Grundschule im Bereich

der Dolgesheimer Straße errichtet werden

soll. Das Grundstück für den Grundschulbau

muss der VG von der Ortsgemeinde voll erschlossen

zur Verfügung gestellt werden. Ein Buswendeplatz

ist Bestandteil der Planung. Gemäß Vergaberecht

muss von der SGD Süd als erste Maßnahme

ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben

werden.

Die nächste Gemeinderatssitzung der Ortsgemeinde

findet nach den Ferien statt. Ein Termin

steht noch nicht fest. Dann sind Flächennutzungsplanänderungen

zu beschließen und Einwände

der Einwohner zu berücksichtigen.

TOP 6 - Mitteilungen

Ab dem 21.08.2018 soll der Endausbau der Kleinen

Bahnhofstraße besprochen werden. Eine Anliegerversammlung

wird nach der Kerb einberufen.

Die Firma Soehnel hat mit dem Einbau der Lautsprecheranlage

für die Aussegnungshalle auf

dem Friedhof noch nicht begonnen; zur Zeit befindet

sich Herr Soehnel im Urlaub.

TOP 7 - Anfragen

D. Mann regte Lohnarbeit zur Grünpflege an sowie

die Ausarbeitung eines Konzepts zur Vergabe

von Arbeiten.

OB Kemptner erwiderte, dass die Vergabe von

Grünpflege sehr teuer ist. Es sei günstiger diese

Arbeiten durch Mitarbeiter der Ortsgemeinde

ausführen zu lassen.

G. Brand fragte, wann die Leitplanken in der Undenheimer

Straße angebracht werden.

OB Kemptner erläuterte, dass er auf eine Antwort

von den damit betrauten Betrieben wartet.

R. Flick berichtete, dass in der Weinolsheimer

Straße auf Höhe Anwesen Bretz mehrere Pflastersteine

um den Kanaldeckel lose sind.

OB Kemptner verwies auf die Zuständigkeit des

ZAR (Zweckverband Abwasserentsorgung Rhh.).

Zuhörer Ernst Ludwig Weinheimer vom Arbeitskreis

Dorferneuerung fragte, ob das Feld mit den

Urnengräbern nicht weitergeführt werden kann.

Auf dem betreffenden Teil stehen nur noch zwei

Gräber. OB Kemptner verwies darauf, dass die

letzte Beisetzung dort 1991 war und die Liegefrist

daher noch nicht abgelaufen ist. Dennoch sollen

die Nutzungsberechtigten dieser Grabstätte angeschrieben

werden.

Herr Alban Diehl wird die in der Verlängerung

von den neuen Urnenfeldern lagernde Erde abfahren

bzw. auf dem Feld B verteilen.

Es gab keine weiteren Anfragen. Bürgermeister

Kemptner schloss die Sitzung um 21.30 Uhr

E. Vomland


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UMWELT- & LANDWIRTSCHAFTSAUSSCHUSS

Bilder: Dr. Jens Dolata

Am Dienstag, dem 26.06 2018 fand um 19.00 Uhr

eine Sitzung des Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss

statt.

Dazu waren neben dem Bürgermeister H.

Kemptner die stimmberechtigten Ausschussmitglieder

M. Uhink, E. Duckgeischel, K. Hamm,

O. Laubenheimer, S. Schmelzer, J. Bedenbender

und H. Mieslinger erschienen.

Zudem waren die Ratsmitglieder Dr. J. Dolata und

A. Wieland, die beiden Beigeordneten Dr. H. Strecker

und G. Brand, sowie zwei interessierte Bürger

anwesend.

Die Tagesordnung der Einladung lautete:

1. Besichtigung der zum Kauf angebotenen Flächen

2. Kanalableitung Matzenberg

3. Feldwegebau

4. Mitteilungen

5. Anfragen

Die Sitzung wurde durch den Vorsitzenden eröffnet,

wonach Dieter Mann die Anwesenden mit

seinem Traktor und dem Planwagen zu den Ortsbesichtigungen

und Begehungen fuhr.

TOP 1 - Besichtigung der zum Kauf angebotenen

Flächen

Die bisher angebotenen Flächen können als Ausgleichsflächen,

z.B. für den geplanten Grundschulneubau,

genutzt werden.

Der Ausschuss setzte bei seinen Empfehlungen

zum Erwerb eine Machbarkeitsprüfung mit positivem

Ergebnis sowie einen vertretbaren Kaufpreis

für das Ackerland voraus.

a) Gemarkung "Im Entenböhl"

Flur 15 Flurstück 147 (1.538 m²)

Der Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss

empfahl dem Gemeinderat das Grundstück Flur

15 Flurstück 147 als Ausgleichsfläche zu erwerben.


UMWELT- & LANDWIRTSCHAFTSAUSSCHUSS

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b) Gemarkung "Am Petersberg nach der Rauhöll"

Flur 7 Flurstück 267 (594 m²) - bestockt

Flur 7 Flurstück 268 (881 m²) - gemähte Wiese

Der Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss

empfahl einstimmig dem Gemeinderat die

Grundstücke Flur 7 Flurstück 267 und 268 als

Ausgleichsfläche zu erwerben.

c) Gemarkung "Im Scharlenböhl"

Flur 17 Flurstück 85 (2.091 m²) - Teil eines Rübenackers

Der Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss

empfahl einstimmig dem Gemeinderat das

Grundstück Flur 17 Flurstück 85 als Ausgleichsfläche

zu erwerben.

TOP 2 - Kanalableitung Matzenberg

(Anmerkung der Redaktion: Siehe hierzu TOP 4

der Sitzung des Bau- und Friedhofsausschusses

vom 25.06. 2018.)

Für das Gebiet unterhalb der Wingert soll zunächst

ein Graben von höchstens 1 m Tiefe hergestellt

werden, der das Überschwemmungsrisiko

für die Unterlieger minimiert. Ingenieur Winkler

wird dazu eine Planskizze erstellen. Danach soll

eine Grundsatzentscheidung nach Begehung

durch den Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss

gefällt werden. Die nötigen Erdbewegungen,

wozu ein Bagger benötigt wird, soll der Arbeitskreis

Dorferneuerung unter Anleitung von

Manfred Pfeiffer durchführen.

Die anstehende Sanierung des Bergweges kostet

mindestens 100.000 €, wobei eine Zuschussgewährung

fraglich ist. Die Eigentums- und Grenzverhältnisse

dort sind aber nicht abschließend

geklärt, denn dort haben sich aufgrund von Rutschungen

Flächen verschoben oder es liegen wegen

noch ausstehenden Vermessungen keine belastbaren

Grundstücksdaten vor.

Die Feldwegesanierung ist eine kostenpflichtige

Investition, die auf die Eigentümer der Grundstücke

umgelegt werden soll, weil das Jagdpachtgeld,

das bisher für den Wegebau herangezogen

wurde, aufgebraucht ist.

Auch die Brücken in der Gemarkung bedürfen

dringend einer Überprüfung.

Eine Begehung durch den Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss

mit Teilnahme der Landwirte

soll zu gegebener Zeit stattfinden.

Da zu den Tagesordnungspunkten 4 und 5 nichts

vorlag, schloss der Bürgermeister die Sitzung um

20.55 Uhr.

E. Vomland

Der Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss beschließt,

bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen

dem Gemeinderat grundsätzlich die

beschriebene Grabenlösung nach Skizze von

Herrn Winker zu empfehlen.

TOP 3 - Feldwegebau


Viel Vergnügen auf der

Bechtolsheimer Kerb

wünscht Ihnen

das Team der St. Urban Apotheke

Dr. Georg Bellenberg

Untermarkt 11 - 55239 Gau-Odernheim

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ST. URBAN APOTHEKE

Ihr Partner in

Gesundheitsfragen seit 1832!

Wir, die SPD Bechtolsheim, wünschen allen Bechtolsheimer Bürgerinnen und Bürgern,

schöne und fröhliche Kerbetage.

Den Collage Absolventen des Keberjahrgangs ´98 wünschen wir eine sonnige,

aufregende und coole Kerbe-Party!

Auch in diesem Jahr möchten wir Sie wieder mit köstlichen Speisen und leckeren

Weinen verwöhnen. Am Kerbesonntag erwartet Sie traditionell wieder unser

Kerbeessen (Markklößchen Suppe und Rindfleisch mit Meerrettich) und montags

Heringe mit Salzkartoffeln.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Ihre SPD Bechtolsheim


WILDKIRSCHEN

11

Wildkirschen auf dem Petersberg

In der 2. Ausgabe der diesjährigen Ortsschelle

waren die üppig blühenden kleinen Kirschsträucher

auf dem Petersberg Zierde des Titelbildes.

Inzwischen sind die geschützten wilden Pflanzen

unseres Naturschutzgebietes auf dem Gipfel des

Petersberges verblüht und tragen reichlich

Früchte. Das ist eine große Besonderheit und der

von den Kirchenruinenmauern abgestrahlten

Wärme geschuldet.

Der Petersberg ist ein ganz besonderer Ort mit

einer Vielzahl alleinstellender Besonderheiten,

die zu jederzeit einen Besuch lohnen. Da paßt es

gut, dass mit europäischen Fördermitteln gerade

die zweite Phase der Entwicklung des Kulturweges

Petersberg läuft.

Den kleinen geschützten Pflanzen und dem Kulturdenkmal

stehen regelmäßige Pflege- und

Bilder: Dr. Jens Dolata

Rückschnittmaßnahmen der mitunter stark wuchernden

Begleitvegetation, gut zu Gesicht. Dies

dient den geschützten Pflanzen, den historischen

Mauern und den Besuchern.

Dr. Jens Dolata


12

NATURSCHUTZINITIATIVE

Biene Maja und ihre wilden Schwestern

Wissenswertes über die Bienen -

greifbar, erlebbar und fühlbar

Bei bestem Wetter fanden am 5. August über 200

Besucher den Weg in die Pommermühle, um sich

über unsere kleinen Helfer, die Wildbienen zu

informieren. Der liebevoll gestaltete Innenhof

war eine lebendige Begegnungsstätte für Bienenund

Naturbegeisterte. Besonders erfreut zeigte

sich die NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. über die

Teilnahme des renommierten Biologen Prof. Dr.

Christoph Künast, der sich für die „Eh da-Flächen

- Artenvielfalt fördern“ einsetzt. Die Veranstaltung

wurde dankenswerterweise von Christine

Kern und Kim Krause für den Naturschutzverband

NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. ausgerichtet.

Für die weitere Unterstützung der Veranstaltung

gilt ein besonderer Dank dem Heimatverein

im Speziellen für die liebevoll gestalteten Kuchen.

Der Biologe Hans-Joachim Flügel reiste

mit seiner Frau Erika aus dem Knüllwald

(40 km südlich Kassel) an, um

über ihr lebendiges Bienenmuseum

und über die historische Imkerei zu informieren.

Die Besucher konnten viel

Wissenswertes hierzu erhalten. Wie hat

sich die Imkerei über die Jahre verändert?

Was wussten die Menschen früher

über Bienen und wie gestaltete sich

die Imkerei vor vielen Jahren? Was bedeutet

dies für die Imkerei heute? Was

hat sich verändert, was sollten wir bewahren?

Herr Flügel vermittelt auch viele wichtige Informationen

über die Wildbienen und ihre wichtige

Leistung beim Bestäuben von unseren Nutzpflanzen.

Die Bedrohungen für die Populationen

der Wildbienenarten, durch z.B. Einsatz von Pestiziden,

Rückgang der Biodiversität oder „versteinerte“

Vorgärten waren ebenso Thema in den

Gesprächen mit den Besuchern.

Bauernbrot, Butter und dann der wunderbare

Honig aus dem Knüllwald, selbst hergestellt von

den im Museum lebenden Bienen. Ein Honigbrot

anno dazumal… wer hat nicht noch den Geschmack

in Erinnerung? Die Brote waren der

Renner an diesem Tag.

Landschaftsgärtner Matern Bersch und seine

Frau Edeltraud kamen aus Düsseldorf angereist.

Sie sind Fachbeiräte für insektenfreundliche Gartengestaltung

in der NATURSCHUTZINITIATIVE

e.V. und haben mit viel Wissen und Erfahrung den


Besuchern mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

Wie können wir in unseren Gärten kleine „Blühräume“

für Wildbienen schaffen? Spezielle Samenmischungen

konnten direkt mitgenommen

werden, um für die nächste Wildbienengeneration

einen Blüh(t)raum zu ziehen.

Gabriele Neumann ist im Vorstand der NATUR-

SCHUTZINITIATIVE e.V. und selbst Bio-Imkerin.

Sie informierte über das Einmaleins der Imkerei

und hat vielen Besuchern Anregungen gegeben.

Nicht wenige waren daran interessiert, selbst das

Imkern zu erlernen. Wer genügend bienenfreundliche

Blühpflanzen, Stauden und Bäume in

seinem Garten hat, kann damit auch Biene Maja

und ihre wilden Schwestern ernähren und für die

Zukunft stärken.

Ein schattiges Plätzen in der Scheune gefällig?

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, ihren

Kaffee und Kuchen in der zum Kino umgestalteten

Scheune zu genießen und schauten sich wissenswerte

Kurzfilme über die Wildbienen an. Besonders

beeindruckend war für viele „Kinobesucher“

der Film: „Biene Majas

wilde Schwestern“ von Jan

Haft. Leinwandgroße Wildbienen

beim Pollen- und Nektarsammeln

rundeten die Bienen-Fotogalerie

und die Wildbienenausstellung

ab.

Kleine Besucher freuten sich

vor allem auf die Kinderwerkstatt

„Nisthilfe für Wildbienen

bauen“. Welche Materialien

NATURSCHUTZINITIATIVE

13

Bilder: NATURSCHUTZINITIATIVE e.V.

kann ich nutzen, worauf sollte ich achten, welche

Nisthilfe braucht welche Wildbiene? Mit Akkubohrer,

Schere und Säge – unter Anleitung von

Erika Geiseler (Bienenmuseum Knüllwald) und

Ulrich Althauser (Vorstand der NI) - waren die

Kinder begeistert dabei, mit einfachen Materialien

kleine „Bienenhotels“ selbst zu bauen. Stolz

trug so manches Kind seine Nisthilfe nach Hause.

Auch große Besucher hätten an diesem Tag gerne

selbst zu Säge und Bohrer gegriffen. Gut, dass sie

eine Bauanleitung für eine Bienennisthilfe als

Poster mitnehmen konnten. Der Nachbau ist damit

auch Zuhause sichergestellt.

„Ich habe nicht gewusst, wie wichtig die Wildbienen

für unser Leben sind. Klasse, bitte weitermachen!“,

so ein begeisterter Besucher. Das stimmte

viele hoffnungsfroh und glücklich. Das Anliegen

den Honigbienen und ihren wilden Schwestern

etwas Gutes zu tun, war an dem Tag für die Menschen

erlebbar.

Christine Kern


14

GRUNDSCHULE BECHTOLSHEIM

Verabschiedung von Ilona Seck

Nach 37 Jahren Tätigkeit in der Grundschule

Bechtolsheim wurde am Freitag, den 22.6.18 Frau

Ilona Seck als Schulleiterin von Bechtolsheim offiziell

verabschiedet. Sie erfüllte diese Funktion

über die letzten 20 Jahre und geht nunmehr in

den wohl verdienten Ruhestand.

Schon vor der offiziellen Verabschiedung gab es

am Vortag eine große Überraschung. 108 Schüler

erwarteten die beliebte Schulleiterin auf dem

Pausenhof und sangen das Lied "Pädagogin aus

Passion", formten ein Herz mit den Händen und

streckten es in die Luft. Anschließend stiegen sieben

große Herzluftballons mit den Buchstaben

"Frau Seck" in den Himmel.

Mit vielen herzlichen Worten und großem Respekt

wurde Frau Seck dann am nächsten Tag im

Jugendheim in Bechtolsheim in Anwesenheit

zahlreicher Ehrengäste offiziell in den Ruhestand

verabschiedet.

Schulrätin Frau Marion Poh, Verbandsbürgermeister

Steffen Unger, Ortsbürgermeister Harald

Kemptner, Klassenelternsprecher Matthias

Uhink, der Elternbeirat vertreten durch Frau Anja

Andreas und Frau Simone Oehlhof sowie das

Kollegium der Grundschule Bechtolsheim würdigten

Ihre Arbeit mit wertschätzenden und

emotionalen Wortbeiträgen. Abgerundet wurde

die Feier durch zahlreiche weitere Überraschungen.

Schüler und Lehrer betonten die herzliche und

pädagogische Arbeit von Ilona Seck durch Liedbeiträge.

Ein Schülersketch sorgte für Unterhaltung

und erinnerte mit gekontem Dialekt an die

Wurzeln der beliebten Schulleiterin. Höhepunkte

waren auch zwei Gesangseinlagen von Susanne

Thomas vom Staatstheater Mainz.

In einem Ausblick wünschte sich Frau Seck, dass

der neuen Schulleiterin genauso viel Vertrauen

entgegengebracht wird, wie ihr selbst Zuteil geworden

ist.

Und mit dem Wunsch nach einem zukünftigen

großen Schulhof auf dem geplanten neuen

Schulgebäude ist Sie auch bis ganz zum Schluss

stets bei Ihren Schülern.

Iris Schickert


ARBEITSKREIS DORFERNEUERUNG

15

Die Tischtennisplatte im Hof der

Grundschule war für die kleineren

Grundschüler zu hoch und konnte

so nicht genutzt werden. Am 4. Juli

wurde sie nun unter Anleitung von

Otto Wagner und Bauleiter Heiner

Becker tiefer gestellt. Abschließend

wurde das Pflaster von H. Becker

wieder ordnungsgemäß verlegt.

Die Platte ist nun zum Beginn des

neuen Schuljahres gut bespielbar.

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16

PRESSEMITTEILUNG „MEINE LANDBÄCKEREI“

Letzte Handwerksbäckerei in

Bechtolsheim schließt nach 35 Jahren

„Meine Landbäckerei“ beendete zum 30.6.2018

die Produktion und schloss die Filialen.

Damit reagierte man auf den massiven Preisund

den hohen Wettbewerbsdruck in der Region.

Von der Schließung sind rund 40 Mitarbeiter betroffen.

Die Belegschaft wurde am 30.4.2018 im

Rahmen einer außerordentlichen Betriebsversammlung

darüber in Kenntnis gesetzt.

Diese Entscheidung gehört zu den schwersten in

der Geschichte der „Meine Landbäckerei“, ehemals

EHLEGO Landbäckerei. Es wurden in den

vergangenen 12 Monaten verschiedene Optionen

intensiv geprüft, nach zusätzlichen Absatzmärkten

gesucht, neue Produkte entwickelt mit der

letztendlichen Feststellung den Standort Bechtolsheim

und die Filialen in Gau-Odernheim und

Schornsheim nicht länger betreiben zu können.

Hintergrund ist u. a. die Entwicklung der Marktsituation

in der Petersberg-Region. Der Kostendruck

durch den Discount und Großbackbetriebe

haben zu Umsatzrückgang geführt. In der Vergangenheit

wurden täglich zwei alteingesessene

Bäckereibetriebe, die nicht mehr selbst in ihrer

Backstube gebacken haben, mit Backwaren beliefert.

Auch diese wurden Ende 2017 von den ehemaligen

Inhabern geschlossen, da sie in den Ruhestand

gingen und keine Nachfolger gefunden

hatten. Dies führte zwangsläufig zu weiterem

Umsatzrückgang.

Die Steigerungen der Rohstoffkosten der vergangenen

Jahre und die Lohnkostenentwicklungen

konnten nicht durch höhere Preise aufgefangen

werden. Im letzten Jahr fielen erhebliche nicht

kalkulierbare Kosten an. Die Reparaturen für

Maschinen und Öfen häuften sich. Insgesamt

konnten die Kosten nicht mit den Umsätzen

kompensiert werden. Die Läden sind in die Jahre

gekommen und hätten modernisiert werden

müssen. Der seit Jahren anhaltende Mangel an

ausgebildeten Fachkräften wie Bäcker/in, aber

auch Bäckereifachverkäufer/in hat sein Übriges

dazu beigetragen.

All dies führte letztendlich zu der Entscheidung

den Betrieb nicht mehr weiterführen zu können.

Vor dem Hintergrund, dass „Meine Landbäckerei“

die einzige Einkaufsmöglichkeit in Bechtolsheim

ist, wurden sofort intensive Gespräche mit

Großbäckereien, mittelständischen Bäckereien

und kleineren Familienbetrieben geführt. Sämtliche

Gespräche mit potentiellen Nachfolgern liefen

auf Ablehnung hinaus, nachdem man die

Umsatz- und Kundenzahlen offengelegt hatte.

Somit ging am 30.06.2018 schweren Herzens

nach 35 Jahren eine Ära in Bechtolsheim zu Ende.

Für die Treue und das Vertrauen sagen wir nochmals

auf diesem Wege unseren langjährigen

Kunden ein herzliches DANKESCHÖN.

HERZLICHEN DANK sagen wir allen Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern, die uns bis zuletzt die

Treue gehalten haben, für die hervorragenden

Leistungen, den Elan und den unermüdlichen

Einsatz.

Ein besonders großer DANK gilt unserem Bäckermeister

Herrn Dirk Hummel, der uns in all

den Jahren tatkräftig und weit über das erforderliche

Maß hinaus unermüdlich unterstützt hat.

Das „HAND-WERK“ beschreibt in einem Wort,

was er beherrscht und seine Backwaren waren:

Ein Werk von Hand geschaffen. Für seine selbstlose

Einstellung und nimmermüden Einsatz für

den Betrieb sind wir ihm dankbar für alle Zeiten.

In den nächsten Wochen wird man beginnen,

über mögliche Konzepte für eine langfristige und

zukunftsfähige Entwicklung des Standorts nachzudenken.

Eine Entscheidung hierzu wird selbstverständlich

rechtzeitig mit der Gemeindeverwaltung

kommuniziert. Derzeitig kursierende

Ortsgespräche darüber sind reine Spekulationen.

Ulla und Kai Ehlenberger


LETZTER TAG IN „MEINE LANDBÄCKEREI“

17

Letzter Tag in „Meine Landbäckerei“ -

ehemaliges Cafe Ehlego

Am Samstag, den 30. Juni 2018 war der letzte Tag

an dem „Meine Landbäckerei“ in Bechtolsheim

seine Türen geöffnet hatte.

An diesem Tag stellten sich folgende Personen

dem Fotografen für ein Foto zur Verfügung:

Ute Höhn geb. Hillmann, 11 Jahre bei der Fa. Ehlego

tätig, Angelina Robitsch, 1 Jahr bei der Fa.

Ehlego und Dirk Hummel Bäckermeister, 35 Jahre

bei der Fa. Ehlego tätig.

Nachdem die Firma Ehlego schon 1960 mit einem

Legehennenbetrieb angefangen hatte und die

Produkte durch Verkaufswagen ab 1962 zu den

Kunden kamen, erweiterte man den Betrieb ab

1983 mit einer großen Bäckerei in Bechtolsheim.

Später kam noch das Landcafe hinzu.

Dirk Hummel ist seit 1983, also von Anfang an als

Bäcker mit dabei. Er erzählte mir, dass die Bäckerei

der Fa. Ehlego ab den 1980er Jahren die Verkaufswagen

in folgenden Orten belieferte: Bechtolsheim,

Altenstadt, Hofgeismar, Niederweidbach,

Saarwellingen und Gersthofen.

Insgesamt etwa 70 Verkaufswagen wurden mit

allem aus dieser Bäckerei beliefert.

Am Schluss waren es nur noch die Verkaufsstellen

in Bechtolsheim, Gau-Odernheim und

Schornsheim, dazu noch das Stadtkrankenhaus

in Worms und (nur mit Kuchen) das Vincenz-

Krankenhaus in Mainz.

Leider geht jetzt mit der Schließung der Landbäckerei

in unserem Dorf eine große Ära der Firma

Ehlego in Bechtolsheim zu Ende. Viele Bürger,

besonders die älteren Bechtolsheimer, bedauern

dies sehr.

G. Fillinger


18

KREUZUNGSAUSBAU

MdL Sippel setzt sich für Kreuzungsausbau

am Ortseingang Bechtolsheim ein

Im Kreuzungsbereich der L436/K31/Bahnhofstraße

am Ortseingang Bechtolsheim ereignen

sich immer wieder Verkehrsunfälle aufgrund

der mangelnden Übersicht am Knotenpunkt. Zuletzt

kam es Ende April wieder zu einem schweren

Zusammenstoß.

Der Landtagsabgeordnete Heiko Sippel (SPD)

hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach gegenüber

dem Verkehrsministerium auf die Verkehrssituation

hingewiesen und den Handlungsbedarf

angemahnt. Ende 2017 fand auf Bitten des

Ortsbürgermeisters Harald Kemptner ein erneutes

Gespräch mit dem zuständigen Staatssekretär

Andy Becht im Beisein von Kemptner und VG-

Bürgermeister Steffen Unger statt, in dem nochmals

auf den langen Planungsprozess hingewiesen

wurde.

So wurde die ursprüngliche Idee eines Kreisverkehrs

aus Kostengründen und dem erforderlichen

Geländeerwerb zwar verworfen, jedoch im

Rahmen der kommunalen Planung die Voraussetzung

für eine bessere Einsehbarkeit des Kreuzungsbereich

geschaffen.

Da jedoch laut Ministerium aus der polizeilichen

Unfallstatistik in den Vorjahren kein Unfallhäufungsschwerpunkt

abzuleiten war, konnte die

Maßnahme nicht mit der entsprechenden Priorität

versehen werden.

Nach einem weiteren Schreiben des Abgeordneten

Sippel nach dem Unfall im April scheint nun

Bewegung in die Angelegenheit zu kommen. Wie

Staatssekretär Becht in seinem Antwortschreiben

mitteilt, habe der Landesbetrieb Mobilität (LBM)

das Unfallgeschehen an dem Knotenpunkt erneut

ausgewertet.

Obwohl es sich bislang noch um einen Grenzfall

handele, werde der LBM Worms den Ausbau zur

Aufnahme in das nächste Investitionsprogramm

Landesstraßen 2019-2023 anmelden.

Becht räumt ein, dass eine wirksame und nachhaltige

Verbesserung der Verkehrssicherheit

letztlich nur durch einen Ausbau zu erreichen sei.

„Wir sind einen wichtigen Schritt weiter“, erklärt

Heiko Sippel, „nun muss es darum gehen, dass

finanzielle Mittel in einen der nächsten Haushalte

eingestellt werden. Dafür werde ich mich gemeinsam

mit den kommunalen Vertretern von

Kreis, VG und Ortsgemeinde weiter einsetzen.“

Harald Kemptner

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PATRIMONIO

19

Warum eine Partnerscha# mit einer anderen Gemeinde?

Die Gemeinde Patrimonio auf Korsika

kam bekanntlich von sich aus auf uns zu,

um mit einer deutschen Gemeinde gemeinsam

das Gedenken an das Ende des

ersten Weltkriegs aufrecht zu halten. Dieses

jährt sich in diesem Jahr zum 100. Mal.

Ein guter Anlass, die sprichwörtliche Völkerverständigung

in Zeiten von Populismus

und „neuem“ Nationalismus zu intensivieren,

einfach mal „über den Tellerrand“

zu schauen und andere Kulturen kennen

zu lernen.

Nach dem im Frühjahr eine kleine Delegation

aus Patrimonio in Bechtolsheim zu

Besuch war, hat sich nach einer Einladung aus

Patrimonio und einem Aufruf an alle Bechtolsheimer

Bürgerinnen und Bürger die beachtliche

Zahl von 35 Personen für den im November

anstehenden Gegenbesuch

gemeldet. Und zwar nicht nur Vertreter

des Gemeinderats und der Vereine,

sondern auch einfach an der anstehenden

Partnerschaft interessierte Menschen.

Dies sollte auch die Basis einer kommenden

Partnerschaft sein: Freunde

sind zu Gast bei Freunden.

Über die weiteren Ereignisse werde ich

gerne weiter informieren.

Harald Kemptner

Ortsbürgermeister

Vereinsgaststätte des Schützenvereins Bechtolsheim

Wir bieten leckere, warme und kalte Gerichte zu guten Preisen,

selbstverständlich auch für Nichtmitglieder.

Unsere Küche ist jeden MiBwoch und Freitag

von 19 bis 21 Uhr geöffnet.

SVP Bechtolsheim, Am Schützenhaus 1


20

PATRIMONIO

Bericht über den Besuch aus Korsika in

Bechtolsheim, verö! e n t l i ch t a m

9.4.2018 in Corse Net Infos.

Patrimoniu- Bechtolsheim : Un jumelage sur

fond de vignoble, de San Martinu et d’armistice

Le 11 novembre prochain, lors de sa traditionnelle

fête patronale de San Martinu, Patrimoniu officialisera

son jumelage avec le village de Bechtolsheim,

situé dans le lander de Rhénanie-Palatinat,

la plus importante province viticole d’Allemagne.

Un partenariat basé sur le vin, mais pas seulement.

Patrimoniu entend profiter du centenaire

de l’armistice de la Première guerre mondiale

pour commencer à tisser des liens culturels, humains,

économiques et touristiques avec la

Rhénanie à travers notamment l’itinéraire culturel

européen A via Sancti Martini. Dans ce but,

Jean-Baptiste Arena, maire de Patrimoniu et vigneron

de l’AOC Patrimoniu, et Christian Andreani,

président d’U Centru cultura San Martinu in

Corsica et prieur de la confrérie de Patrimoniu,

ont fait un déplacement de cinq jours en Rhénanie-Palatinat

où ils ont notamment été reçus au

Parlement par les députés. Explications, pour

Corse Net Infos, de Jean-Baptiste Arena. Photos

Christian Andreani.

Quel a été l’objet de votre voyage en Allemagne?

C’est le jumelage de Patrimoniu avec un village

allemand dans le but d’ouvrir la commune sur

l’Europe et trouver d’autres débouchés, qu’ils soient

culturels, socioéconomiques, touristiques…

Ce voyage est, aussi, intimement lié au devoir de

mémoire et au centenaire de l’armistice de la

guerre de 14-18. C’est pour cela que, cette année,

notre choix s’est porté sur un village allemand.

Peut-être que dans les années futures, nous nous

tournerons vers d’autres pays. Mais, aujourd’hui,

nous voulions marquer d’une pierre blanche ce

centenaire.

Pourquoi?

Pour au moins trois raisons. L’armistice tombe un

11 novembre : le 11 novembre 1918, le 11ème mois à

Jean-Baptiste Arena, maire de Patrimoniu et vigneron de

l’AOC Patrimoniu, en compagnie de Heiko Sippel, député de la

circonscription de Bechtolsheim, et de Harald Kemptner, maire

de la commune de Bechtolsheim.

11 heures. Cette date est hautement symbolique

pour nous à Patrimoniu puisqu’elle est intimement

liée à San Martinu qui est le patron du village

et des vignerons. Ce choix d’un village allemand

est aussi lié à la symbolique de l’Europe, de

la fraternité et de la paix entre les peuples, qui est

porté par San Martinu dont on vient de fêter le

1700e anniversaire. C’est, enfin, un village viticole

qui est assez similaire à Patrimoniu. Nous

partageons à peu près les mêmes attentes et les

mêmes problématiques. Ce triptyque, devoir de

mémoire – San Martinu – viticulture, a guidé notre

choix. En cette année du cinquantenaire de

l’AOC Patrimoniu, c’est, pour nous, un triptyque

gagnant.

Quelles problématiques partagez-vous avec Bechtolsheim?

Par exemple, celle de l’école. Nous envisageons à

Patrimoniu de lancer d’ici deux à trois ans le

chantier d’un nouveau groupe scolaire. Même si

Bechtolsheim compte 1.500 habitants alors que

Patrimoniu en a presque 900, notre école primaire

reçoit les enfants des villages alentour, notamment

de Barbaghju et de Feringule, ce qui fait

que nous avons le même nombre d’enfants scolarisés,

environ 127.

Autre problématique commune : le vin?

Oui ! Bechtolsheim est un village de vignerons.

Leur cépage roi est le Riesling. Il a de grosses similitudes

avec notre Malvasia (Malvoisie), le

Vermentinu. Les deux cépages sont utilisés pour

la production de vins blancs et ont la particulari-


PATRIMONIO

21

té, en vieillissant, d’évoluer vers des notes pétrolées.

Autre cépage de ce village : le pinot noir.

Nous nous sommes aperçus que, bien que l’Allemagne

soit avant-gardiste au niveau environnemental,

nous sommes en avance au niveau de la

viticulture concernant le travail biologique sur

les sols et les vignifications dans les caves. Un

tiers des caves de Patrimoniu vignifient, aujourd’hui,

de manière naturelle, deux tiers des

exploitations, voire trois quarts, travaillent de

manière biologique dans les vignes. Par contre au

niveau des énergies renouvelables, notamment

l’éolien et le solaire, c’est nous qui sommes en retard.

La Rhénanie a réussi à supprimer trois centrales

nucléaires grâce à l’éolien.

Qui a financé le voyage et le séjour?

Notre voyage en Rhénanie a duré cinq jours. J’y

suis allé en tant que maire de la commune de Patrimoniu,

mais pas seulement : je représentais,

aussi, les vignerons et a cunfraternità di San Martinu.

J’étais accompagné d’un représentant du tissu

associatif local, Christian Andreani, qui est

également prieur d’a cunfraternità di San Martinu

et président d’U Centru culturale San Martinu

in Corsica. Ce voyage a été financé sur nos fonds

personnels et n’a occasionné aucun frais pour la

commune de Patrimoniu. Sur place, nous avons

été accueilli par le maire de la commune de Bechtolsheim,

Harald Kemptner, le Parlement de

Rhénanie et nos amis allemands, notamment des

importateurs de vins avec lesquels de nombreux

vignerons de Patrimoniu travaillent déjà.

Lesquels?

Par exemple, le Domaine Gentile et le Domaine

Arena. J’en profite pour remercier Jean-Paul Gentile

et surtout son amie Anne Bickert sans qui rien

n’aurait pu se faire. Anne a trouvé le partenariat

avec ce village, alors qu’avec José Poggioli, le

Premier adjoint de Patrimoniu et le Conseil municipal,

nous cherchions un jumelage depuis trois

ans. Elle a, de plus, réalisé en amont tout le dossier

de présentation de la commune et de l’AOC

Patrimoniu. Je remercie, aussi, Giulia, l’importatrice

des vins Arena, qui nous a servi d’interprète.

Nous avons, également, la chance d’avoir une

conseillère municipale d’origine allemande, Brigitte

Olmeta, qui nous a aidé à créer des liens avec

ce village et nous aidera à les renforcer. Elle a

montré, avant l’heure, qu’à Patrimoniu, sur les

pas de San Martinu dans la tradition franciscaine

de pardon et de partage, l’amour est plus fort que

les guerres…!

Vous avez été reçus au Parlement de Rhénanie-Palatinat

? Pourquoi?

Nous avons été reçus par l’ensemble des députés,

en particulier par Heiko Sippel, le député de la

circonscription de Bechtolsheim, pour deux raisons

essentielles. D’abord, la Rhénanie-Palatinat,

qui est un land assez riche, est la première région

viticole d’Allemagne et représente les deux tiers

de la production viticole allemande. D’où une forte

accointance avec Patrimoniu ! Ensuite, la capitale

du land de la Rhénanie-Palatinat, Mayence,

qui est aussi la capitale allemande du vin, est, tout

comme Patrimoniu, placée sous le patronage de

Saint-Martin. Sa cathédrale est la cathédrale

Saint Martin. Les députés s’intéressent de près à

la Via Sancti Martini, l’itinéraire culturel Saint

Martin qui traverse l’Europe, et dont Christian

Andreani sera le futur président, à partir de 2019.

Au delà du vin, du devoir de mémoire et du

rapprochement corso-allemand, Saint Martin

fait encore le lien entre Patrimoniu, la Corse et la

Rhénanie-Palatinat. Cette rencontre nous a, au

passage, permis d’évoquer des problématiques

plus locales.

C’est-à-dire ?

La Rhénanie-Palatinat dispose, comme tous les

länders, les Etats fédéraux d’Allemagne, d’une

très forte autonomie, c’est-à-dire des pouvoirs

particuliers et des compétences très accrues, bien

plus larges que celles des régions françaises. C’est

peut-être même les régions d’Europe qui en ont le

plus puisque chaque land a sa propre souveraineté

et peut élaborer sa propre Constitution, bien

sûr en tenant compte des principes républicains.

Il a, par exemple, en charge des pouvoirs régaliens

comme la justice et la police, l'éducation,


22

PATRIMONIO

l'enseignement supérieur, la politique culturelle,

l'administration, l’environnement, la protection

du littoral, la politique de l’eau, l’aménagement

du territoire... Nous avons pu, ainsi, discuter de

législation, de fiscalité, d’agriculture, de foncier,

d’énergie, de décentralisation… avec les députés.

Cette expérience d’échanges au niveau politique

peut nous servir de base de travail pour trouver,

demain, le chemin d’une autonomie en s’inspirant

aussi d’exemples d’autres régions autonomes

d’Italie ou d’Espagne.

Le jumelage est-il déjà réalisé?

Nous devons le confirmer au niveau administratif.

Les délibérations des deux villages ont été

actées. Nous recevrons, le 11 novembre 2018 à

Patrimoniu pour a San Martinu, une délégation

allemande d’une quarantaine de membres sous la

houlette d’Anne Bickert pour fêter ensemble le

centenaire de l’armistice de la 1ère guerre mondiale

où toutes les jeunesses d’Europe ont payé un

lourd tribut. Notre objectif, à travers la symbolique

forte du centenaire de l’armistice et de la

guerre de 14-18, est de passer du devoir de mémoire

et de réconciliation, d’un moment de deuil

à un moment de partage et de fête.

Retournerez-vous en Rhénanie?

Oui ! Nous organiserons un voyage en Rhénanie

avec toutes les parties prenantes de ce jumelage, à

savoir la municipalité de Patrimoniu, qui en est, à

la fois, le catalyseur, le réceptacle et la courroie de

transmission, les vignerons, a cunfraternità San

Martinu et i paisanu, qu’ils soient de Patrimoniu

ou d’autres villages du Nebbiu ou de Corse. Nous

envisageons de partir, soit, avant les fêtes de

Noël, pour la Saint-Nicolas qui est une grande

fête en Allemagne, soit, en février, pour le carnaval

qui est aussi là-bas un grand événement et

dure trois jours. Cela reste à fixer.

Est-ce la raison de la venue de deux télévisions allemandes

à Patrimoniu?

Ça n’a rien à voir. Une équipe d'ARTE Allemagne

vient juste de partir. Elle est restée quelques jours

pour réaliser un reportage politique sur le nationalisme

en Corse, focalisé sur la commune de

Patrimoniu, son modèle de développement et son

modèle politique. Ce lundi, arrive une équipe de

la première chaîne de télévision allemande, Das

Erste, pour tourner un documentaire long format

sur la Corse, dont une large partie sera également

consacrée à la réussite du vignoble de Patrimoniu.

Qu’attendez-vous de ce jumelage?

Nous travaillons à créer des liens forts entre la

Rhénanie et la Corse qui soient, à la fois, amicaux

et culturels, mais aussi économiques à travers un

tourisme que nous voulons commencer à mettre

en place hors-saison estivale. Nous croyons au

développement d’un tourisme d’automne, de

printemps et même d’hiver, basé justement sur la

valorisation de notre patrimoine matériel et immatériel.

Les Rhénans, les Allemands, sont des

gens très intéressés par la nature corse, notre

langue, nos chants, notre musique, notre gastronomie,

nos vins, nos richesses agricoles... Au delà

de l’Allemagne, nous cherchons à tracer des vecteurs,

à nouer des liens qui nous ouvrent sur l’Europe

et le monde. Nous pensons que nos racines

et u nostru spiritu corsu sont de puissants moyens

pour aller encore plus vers les autres et partager

à la table universelle tout ce que nous sommes.

Propos recueillis par Nicole MARI.


PATRIMONIO

23

Patrimonio – Bechtolsheim: eine Partnerscha#

auf der Grundlage von Weinanbau, Sankt Martin

und dem Wa!enstillstand

Am 11. November, an ihrem traditionellen Sankt

Martinsfest, beschließt Patrimoniu formell seine

Partnerschaft mit der Gemeinde Bechtolsheim,

im Bundesland Rheinland-Pfalz, dem wichtigsten

Weinbaugebiet in Deutschland.

Eine Partnerschaft, die auf Wein basiert, aber

nicht nur.

Patrimoniu beabsichtigt anlässlich des hundertsten

Jahrestags des Waffenstillstands als Ende des

Ersten Weltkrieges kulturelle, zwischenmenschliche,

wirtschaftliche und touristische Verbindungen

mit dem Rheinland zu knüpfen, insbesondere

über die europäische Kulturroute Sankt

Martin.

Zu diesem Zweck reisten Jean-Baptiste Arena,

Bürgermeister von Patrimoniu und Winzer AOC

Patrimoniu (Anmerkung: AOC-Appellation d’Origine

Controllee - Schutzsiegel für landwirtschaftliche

Produkte in Frankreich) und Christian

Andreani, Präsident des Kulturzentrums Sankt

Martin in Korsika und Prior der Bruderschaft von

Patrimoniu, 5 Tage nach Rheinland-Pfalz , wo sie

auch im dortigen Parlament empfangen wurden.

Jean-Baptiste Arena, Bürgermeister Patrimoniu

und Winzer des AOC Patrimoniu zusammen mit

Heiko Sippel, Landtagsmitglied und Harald

Kemptner, Bürgermeister der Gemeinde Bechtolsheim.

Was war der Zweck Ihrer Reise nach Deutschland?

Es ist die Partnerschaft von Patrimoniu mit einem

deutschen Dorf, um die Gemeinde für Europa

zu öffnen und andere Perspektiven zu gewinnen,

sei es kulturell, sozioökonomisch oder touristisch

... Diese Reise ist auch eng verbunden mit

der Aufgabe der Erinnerung an den 100. Jahrestag

des Waffenstillstands des Krieges von 1914-

1918. Deshalb fiel unsere Wahl gerade in diesem

Jahr auf ein deutsches Dorf. Möglicherweise werden

wir uns in den kommenden Jahren auch noch

anderen Ländern zuwenden. Aber heute wollten

wir dieses Jubiläum mit einem weißen Stein feiern.

Warum?

Aus mindestens drei Gründen.

Der Waffenstillstand fällt auf den 11. November

1918, 11 Uhr. Dieses Datum ist für uns in Patrimoniu

sehr symbolträchtig, da es eng mit Sankt

Martin verbunden ist, der ja auch Schutzpatron

des Dorfes und der Winzer ist.

Die Wahl eines deutschen Dorfes ist auch mit der

Symbolik Europas, der Brüderlichkeit und dem

Frieden zwischen den Völkern verbunden, die von

St. Martin getragen werden, der gerade noch den

1700. Geburtstag gefeiert hat.

Es ist schließlich ein Weindorf, das Patrimoniu

sehr ähnlich ist. Wir haben die gleichen Erwartungen

und die gleichen Probleme.

Dieses Dreierlei, Pflicht zur Erinnerung, Sankt

Martin und Weinbau, führte zu unserer Wahl. In

diesem 50. Jubiläumsjahr der AOC Patrimoniu

finden wir diesen Dreiklang sehr gewinnend.

Welche Themen teilen Sie mit Bechtolsheim?

Zum Beispiel das der Schule. Wir planen in Patrimoniu

innerhalb der kommenden zwei bis drei

Jahre den Bau eines neuen Schulzentrums.

Obwohl Bechtolsheim 1.500 Einwohner hat gegenüber

etwa 900 in Patrimoniu, haben beide

Gemeinden jeweils um die 127 Kinder, da Patrimoniu

noch Kinder aus den Nachbargemeinden,

nämlich Barbaghju und Feringule, an seiner

Grundschule unterrichtet.

Ein anderes Kernanliegen der Gemeinde: Wein?

Ja! Bechtolsheim ist ein Dorf der Winzer. Ihre

Königstraube ist der Riesling. Er hat große Ähnlichkeit

mit unserem Malvasia aus der Vermentinu.

Beide Trauben werden für die Herstellung von

Weißweinen verwendet und haben die Besonderheit,

beim Reifen gewisse Ölnoten zu entwickeln.

Eine andere Sorte dieses Dorfes ist der Dornfelder

(Pinot Noir).

Wir haben erkannt, dass Deutschland zwar an

der Spitze der Umweltagenda steht, wir aber hin-


24

PATRIMONIO

sichtlich der biologischen Bodenbearbeitung und

Weinbereitung in den Kellern vorne liegen. Ein

Drittel der Kellereien von Patrimoniu gewinnt

heute auf biologische Weise ihren Wein, d.h. zwei

Drittel des Gesamtertrags; und sogar drei Viertel

bearbeiten die Weinberge nach biologischen

Standards. Dahingegen liegen wir in Bezug auf

erneuerbare Energien, insbesondere Wind- und

Solarenergie zurück. Dem Rheinland ist es gelungen,

drei Kernkraftwerke durch Windkraft zu

schließen.

Wer hat die Reise und den Aufenthalt finanziert?

Unsere Reise in das Rheinland dauerte fünf Tage.

Ich bin dort als Bürgermeister der Gemeinde Patrimoniu

hingefahren, aber nicht nur: Ich habe

auch die Winzer und die Bruderschaft von Sankt

Martin vertreten. Ich wurde von einem Vertreter

des lokalen Verbandes, Herrn Christian Andreani,

begleitet, der auch Prior der Bruderschaft San

Martinu und Präsident von U Centru Cultural San

Martinu auf Korsika ist. Diese Reise wurde aus

unseren persönlichen Mitteln finanziert und verursachte

keine Ausgaben für die Gemeinde Patrimoniu.

Vor Ort wurden wir vom Bürgermeister

der Gemeinde von Bechtolsheim, Harald Kemptner,

dem rheinland-pfälzischen Landtag und unseren

deutschen Freunden begrüßt, darunter

Weinhändler, mit denen einige Winzer aus Patrimoniu

bereits zusammenarbeiten.

Welche?

Zum Beispiel die Weingüter Gentile und Arena.

Ich nutze diese Gelegenheit, um Jean-Paul Gentile

und besonders seiner Freundin Anne Bickert

zu danken, ohne die nichts möglich gewesen wäre.

Anne vermittelte die Partnerschaft mit unserem

Dorf, während wir mit José Poggioli, Patrimonius

erstem Abgeordneten und Stadtrat, eine

Partnerschaft seit drei Jahren suchten. Außerdem

stellte Anne Bickert die gesamte Präsentationsakte

der Gemeinde und des AOC Patrimoniu

her. Ich danke auch Julia, der Importeurin der

Arena-Weine, die als unsere Dolmetscherin fungierte.

Wir haben auch das Glück, eine deutsche

Gemeinderätin, Brigitte Olmeta, in unseren Reihen

zu haben, die uns geholfen hat, die Verbindungen

zu diesem Dorf herzustellen und uns bestärkte

und unterstützte. Sie zeigte von Anfang

an, dass in Patrimoniu, auf den Spuren von San

Martinu in der franziskanischen Tradition der

Vergebung und des Teilens, die Liebe stärker ist

als Kriege ...!

Sie wurden im rheinland-pfälzischen Landtag empfangen?

Warum?

Wir wurden von allen Mitgliedern des Parlaments,

insbesondere von Heiko Sippel, dem Abgeordneten

für den Wahlkreis, dem auch Bechtolsheim

zugehörig ist, aus zwei Hauptgründen

empfangen. In erster Linie ist Rheinland-Pfalz

ein relativ wohlhabendes Land, die führende

Weinregion Deutschlands und produziert etwa

zwei Drittel des deutschen Weins. Daher auch die

gute Verbindung mit Patrimoniu! Außerdem

steht die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz,

Mainz, die auch die deutsche Weinhauptstadt ist,

wie Patrimoniu unter dem Schutz des Heiligen

Martin. So hat ihr Dom das Patrozinium Martins.

Die Abgeordneten haben reges Interesse an der

Via Sancti Martini gezeigt, jenem Kulturweg St.

Martin, der durch Europa führt, und dem Christian

Andreani künftig ab 2019 vorstehen wird. Im

Hinblick auf Wein, Erinnerungskultur und korsisch-deutscher

Annäherung stellt St. Martin

auch noch die Verbindung zwischen Patrimoniu,

Korsika und Rheinland-Pfalz her. Das gemeinsame

Treffen hat uns nebenbei die Möglichkeit

gegeben, eher lokale Angelegenheiten anzusprechen.

Das heißt?

Rheinland-Pfalz verfügt wie alle Bundesländer

über eine sehr starke Autonomie, das heißt über

besondere Befugnisse und Kompetenzen, die weit

über denen der französischen Regionen liegen. Es

sind vielleicht sogar die Regionen Europas, die

am meisten Souveränität haben und sich ihre eigene

Verfassung geben, natürlich unter Berücksichtigung

der Prinzipien der Bundesrepublik. So

hat ein Land etwa die Zuständigkeit in hoheitlichen

Befugnissen wie Justiz und Polizei, Bildung,


PATRIMONIO

25

Hochschulbildung, Kulturpolitik, Verwaltung,

Umwelt, Küstenschutz und Wasserpolitik,

Raumplanung... Wir konnten zum Beispiel Gesetzgebung,

Steuerwesen, Landwirtschaft, Land,

Energie, Dezentralisierung... mit den Abgeordneten

diskutieren. Diese Erfahrung des Austauschs

auf politischer Ebene kann uns als Arbeitsgrundlage

dienen, um morgen den Weg zur

Autonomie zu finden, wobei wir uns auch von

Beispielen anderer autonomer Regionen Italiens

oder Spaniens inspirieren lassen.

Patrimoniu- Bechtolsheim: Eine Partnerscha# auf

einem Weinberg, San Martinu und Wa$enstillstand

– ist denn die Partnerscha# bereits abgeschlossen?

Wir müssen diese noch auf der administrativen

Ebene bestätigen. Die Beratungen der beiden

Dörfer wurden geführt. Wir erwarten am 11. November

2018 in Patrimoniu am St. Martin eine

deutsche Delegation von ca. vierzig Teilnehmern

unter der Leitung von Anne Bickert, um den 100-

jährigen Waffenstillstand des Ersten Weltkriegs

zu feiern, in dem viele junge Menschen aus Europa

einen hohen Blutzoll zahlen mussten. Unser

Ziel liegt darin, durch eine starke Symbolik des

hundertsten Jahrestags des Waffenstillstands und

des Krieges von 14/18 Erinnerung und Versöhnung

zu fördern, einen Augenblick der Trauer

während eines Augenblicks des Teilens und der

Feier.

Werden Sie wieder ins Rheinland kommen?

Gewiss! Dazu organisieren wir eine Reise ins

Rheinland mit allen Beteiligten der Partnerschaft,

d.h. von der Gemeinde Patrimoniu, die

zugleich Katalysator, Sammelpunkt und Transmissionsriemen

ist, von den Winzern, der Bruderschaft

St. Martin und ihren Anhängern, seien

sie nun aus Patrimoniu oder anderen Dörfern des

Nebbiu oder Korsikas. Wir planen, entweder vor

den Weihnachtsferien, um den Nikolaustag, ein

großes Fest in Deutschland, oder im Februar, zum

Karneval, der auch dort ein großes Ereignis ist

und drei Tage dauert, dorthin zu reisen, zusammen

auch mit Delegationen unserer Nachbardörfer.

Das steht noch zum Beschluss aus.

Ist das der Grund für die Ankun# von zwei deutschen

Fernsehsendern in Patrimoniu?

Damit hat es nichts zu tun. Ein Team von ARTE

Deutschland ist gerade abgereist. Es blieb einige

Tage, um einen politischen Bericht über den Nationalismus

auf Korsika zu erstellen, der sich auf

die Gemeinde Patrimoniu, ihr Entwicklungsmodell

und ihr politisches Modell konzentrierte. An

diesem Montag kommt ein Team des ersten deutschen

Fernsehsenders, Das Erste, an, um einen

längeren Dokumentarfilm über Korsika zu drehen.

In diesem Bericht ist auch ein größerer Teil

dem Weinbau von Patrimoniu gewidmet.

Was erwartest du von dieser Partnerscha#?

Wir arbeiten daran, starke Verbindungen zwischen

dem Rheinland und Korsika zu schaffen,

die sowohl freundschaftlich als auch kulturell,

aber auch wirtschaftlich und durch Tourismus

geprägt sein sollen. Wir glauben an die Entwicklung

des Tourismus im Herbst, Frühling und sogar

im Winter, der sich allein aus der Wertschätzung

unseres materiellen und immateriellen Erbes

speist. Die Rheinländer, die Deutschen, sind

Menschen, die sich sehr für die korsische Natur,

unsere Sprache, unsere Lieder, unsere Musik, unsere

Gastronomie, unsere Weine, unsere landwirtschaftlichen

Reichtümer... interessieren. Außerhalb

Deutschlands versuchen wir Verbindungen

zu schaffen, die uns Europa und die Welt öffnen.

Wir finden, dass unsere Wurzeln und unser

„nostru spiritu corsu“ mächtige Mittel sind, um

noch mehr auf andere zuzugehen und alles, was

wir sind, an einem gemeinsamen Tisch auszutauschen.

Geschrieben von Nicole Mari


26

TAG DES OFFENEN DENKMALS

Tag des o!enen Denkmals 2018:

Erö!nung auf dem Petersberg

Ausschank und Museumsö!nung

am Tag des O!enen Denkmals

Am Sonntag, den 09. September ist das Museum

im Glockenturm an der Bechtolsheimer Simultankirche

von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

Seien Sie herzlich eingeladen zur Besichtigung

unserer aktuellen Ausstellung zur Bechtolsheimer

Ortsgeschichte.

Beschließen Sie doch mit uns den Denkmaltag

bei einem Glas heimischen Weines oder Traubensaft

im Schatten von Glockenturm und Kirche

und erholen sich von den Besichtigungen, Führungen

und Vorträgen des Tages.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und anregende

Unterhaltungen über Denkmäler des Ortes und

der Region und Geschichten aus Bechtolsheim

vergangener Tage.

Dr. Jens Dolata

Erster Vorsitzender Heimatverein Bechtolsheim

Unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“

findet am Sonntag, 9. September, der Tag des offenen

Denkmals 2018 statt. Landrat Ernst Walter

Görisch eröffnet den Denkmaltag für den Landkreis

Alzey-Worms um 11 Uhr an der Ruine der

St. Peter-Kirche auf dem Petersberg, Gemarkungsgrenze

Gau-Odernheim/Bechtolsheim.

Nach der Begrüßung durch einen Vertreter der IG

Petersberg informiert Dr. Jens Dolata, Bechtolsheim,

über die Archäologie des Petersbergs. Im

Anschluss findet etwa um 12 Uhr eine Führung

durch die Ruine der St.-Peter-Kirche aus dem 10.

Jahrhundert mit der einst dreischiffigen Basilika

statt, die im 30-jährigen Krieg zerstört wurde.

Bis dahin war die Peterskirche wegen ihrer besonderen

Krypta-Architektur, die man sonst nur

in Mittelitalien findet, ein besonderer kultureller

Anziehungspunkt der Region. Aber auch heute

kann die unterirdische Krypta der Peterskirche

als Raumeindruck wieder erlebt werden: zwei

nachgebildete Treppen veranschaulichen den

Prozessionscharakter der historischen Krypta.

Seit 2009 führt zudem eine Alternativroute des

Rheinhessischen Jakobswegs über den Petersberg,

der mit einer Höhe von 246 Meter zu den

höchsten Erhebungen Rheinhessens zählt. Interessierte

sind zur Eröffnung des Denkmaltages

auf dem Petersberg herzlich eingeladen. Darüber

hinaus können am „Tag des offenen Denkmals“

im gesamten Landkreis zahlreiche Denkmäler

besichtigt werden. Das Programm ist im Internet

unter www.tag-des-offenen-denkmals.de eingestellt.

Simone Stier, M.A.

Pressesprecherin Kreisverwaltung Alzey-Worms


TAG DES OFFENEN DENKMALS

27

Landrat Görisch erö!net am 09. September

den Tag des O!enen Denkmals

für den Landkreis Alzey-Worms auf dem

Petersberg

Der auf den folgenden Seiten abgedruckte Vortrag

des Archäologen Dr. Jens Dolata anläßlich

dieser Eröffnung ordnet die Kirchenruine in den

Kontext der regionalen Denkmallandschaft ein

und bewertet damit die aktuellen Bemühungen

der IG Petersberg das Denkmalensemble im

Rahmen des Kulturweges Petersberg aufzuwerten.

Diese historische Stätte hat es verdient als

überregionaler Geschichts-, Erlebnis- und Vermittlungsort

entwickelt zu werden. Der Platz

samt Denkmalruine und Einbettung in eine besondere

Natur- und Kulturlandschaft ist eine kulturtouristische

Attraktion für Rheinhessen.

Aktuelle Kryptamauersanierung


28

TAG DES OFFENEN DENKMALS

Grabungsplan von 1887

Archäologisches Geländedenkmal auf dem Petersberg

Dreischi$ge Basilika mit Hallenkrypta vom

Prozessionstypus aus dem 10. Jahrhundert

Der Petersberg zwischen Gau-Odernheim und

Bechtolsheim ist weithin sichtbarer Bezugspunkt

für den mittleren rheinhessischen Raum. Die Peterskirche

aus dem 10. Jahrhundert war seit dem

Mittelalter ein religiöser Mittelpunkt für die

Christen vieler kleinerer Dörfer, Mühlen und

Einzelgehöfte ohne eigene Kirche. Die Peterskirche

ist abhängig von einem Prämonstratenserinnenkloster

im untergegangenen Gommersheim,

heute wüst im Ortsrandbereich von Gau-Odernheim

gelegen und weist zusammen mit diesem

eine umfangreiche archivalische Überlieferung

seiner baulichen, wirtschaftlichen und religiösen

Entwicklung auf. Ausgrabungen wurden 1887 unter

Pfr. Gredy und dem Mainzer Prälaten Dr.

Friedrich Schneider und 1947 unter Prof. Dr.

Friedrich Behn auf dem Petersberg unternommen.

Die exakten Architekturaufnahmen und

Funde von damals sind noch heute Grundlage aktueller

Forschungen. Auf einem Ölgemälde der

Bayerischen Staatsgemäldesammlung, heute

ausgestellt im Historischen Museum der Pfalz in

Speyer, das Philipp Helderhof oder Anton Mirou

zugeschrieben wird, ist das Aussehen der Peterskirche

in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts

überliefert. Die mächtige Apsis, die den Chor abschließt

ist im Gemälde, wie auch in der Kirchenruine

gut zu erkennen. Eine großzügige Außentreppe

in ganzer Breite des Mittelschiffes führt in

die dreischiffige Basilika von 30 m Länge und 19,5 m

Breite. Die ortsgeschichtlich verbreitete Bezeichnung

als Kapelle auf dem Petersberg ist irreführend.

Nach Bauart und Abmessungen ist eine bedeutende

Baudimension ablesbar. Die Anordnung

der raumgliedernden Pfeiler des Hauptgeschosses

lenkt den Blick auf die halbrunde Mittelapsis

des Chorraumes. Eine breite zentrale

Treppe vermittelt zwischen dem dreischiffigen

Kirchenraum und dem erhöhten Altarraum. Das

Untergeschoß unter dem Chor, heute besonders

prägnanter Überrest in der Kirchenruine, erschlossen

von zwei Treppen aus den Seitenschif-


TAG DES OFFENEN DENKMALS

29

Grabungsplan von 1947.

Bilder: Dr. Jens Dolata & Axel Borlinghaus

Behutsames Entfernen eines Wurzelstockes

aus der mittelalterlichen Mauer.

fen, ist als sogenannte Hallenkrypta vom Prozessionstypus

konzipiert.

Die Nachschöpfung einzelner Bauglieder nach

Originalbefund und in Sandstein sowie behutsame

Pflegemaßnahmen sichern dem Ort seine innewohnende

Würde und Schönheit. Vermittlungsformen

unterrichten in Plänen, Abbildungen

und Texten Baubefunde und kulturgeschichtliche

Hintergründe. Die originalen Befunddokumentationen

und Funde in Mainzer Archiven

und Fundmagazinen, deren wissenschaftliche

Bearbeitung und Veröffentlichung sowie Präsentation

sind geeignet das überregional bedeutende

Geländedenkmal in besonderer Weise zu vermitteln.

Es ist beabsichtigt die nach ihrer Verschleppung

wiedergefundenen mittelalterlichen Bauglieder,

die in Landesbesitz stehen, als Leihgaben

im Museum der Stadt Alzey sowie in geeigneten

Präsentationsorten in Gau-Odernheim und

Bechtolsheim öffentlich zu zeigen.

Das hochrangige Ensemble von Geländedenkmal,

Funden und Archivalien ist für die identitätsstiftende

Vermittlung rheinhessischer Archäologie

und Geschichte von herausragender Bedeutung.

An seiner Bewahrung und Weiterentwicklung

besteht ein begründetes öffentliches Interesse.

Landesarchäologie und Landesdenkmalpflege der

Generaldirektion Kulturelles Erbe des Landes

Rheinland-Pfalz sowie deren Kooperationspartner

an Universitäten und Forschungsinstituten

wirken für die Erforschung und Denkmalpflege

des Ortes zusammen. Die Denkmalschutzbehörde

des Landkreises Alzey-Worms sachwaltet alle

Maßnahmen an dem Denkmal.

Dr. Jens Dolata


30

CDU

Zugewucherte Informationstafeln und Distel–

Wüstenei müssen als Problem angegangen werden.

Nur wenn der gemeinsame Hausberg gepflegt

und wertgeschätzt wird, zahlen sich die

gemeinsamen Anstrengungen für Bürger und

Gäste auch aus.

Der Nachmittag war ein voller Erfolg. Die Bechtolsheimer

CDU bleibt auch in den kommenden

Wochen im Gespräch mit den Bürgern. Besuchen

Sie die CDU-Dämmerschoppenabende am Valentingelände

nahe dem Bechtolsheimer Rathaus am

30. August und 25. Oktober.

Ihre Ortsgemeinderäte und VG-Gemeinderäte

der Bechtolsheimer CDU

Wenn die Fahne weht...

Am ersten Juliwochenende hatten die CDU-Ortsverbände

Bechtolsheim und Gau-Odernheim zu

einem gemeinsamen Petersbergfest eingeladen.

Bei bestem hochsommerlichem Wetter folgten

viele Besucher der Einladung und genossen auf

dem gemeinsamen Hausberg ein entspanntes

Fest. Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Jan

Metzler war erschienen und nutzte den Nachmittag

zu Gesprächen mit politisch interessierten

Bürgern.

Dass „WENN DIE FAHNE WEHT“ ausgeschenkt

wird, wurde an diesem Sonntag einmal mehr

eingelöst. Eine Initiative, die von verschiedenen

Winzern, Vereinen und Parteien vor Jahren bereits

mit Erfolg begonnen und jetzt mit großem

Besucherzuspruch wiederbelebt wurde.

Dass damit eines der Ziele gemeinsamer Anstrengungen

beider Ortsgemeinden im Rahmen

der IG Petersberg mit Leben erfüllt wurde, ist

dem Vorsitzenden der Bechtolsheimer CDU Dieter

Mann wichtig. Er zögerte auch nicht aufzuzeigen,

dass die jahrelangen finanziellen Investitionen

und das Engagement aus den beiden

Ortsgemeinden nunmehr Früchte tragen sollen.

Bilder: Dr. Jens Dolata


JAHRGANG 1938

31

Gruppenbild der Jubilare

Bilder: Dr. Jens Dolata

80. Geburtstag des Jahrgangs 1938

Der Vorstand des Heimatvereins gratuliert dem

Jahrgang 1938 zu seinem Jubiläumsjahr.

Weil gemeinsames Rückerinnern an zurückliegende

Tage und Geschichten aus Bechtolsheim

auch zu den Kernzielen des Heimatvereines gehört,

haben wir das Jubiläumsjahrgangstreffen

im Weingut Lutz gerne unterstützt.

Mit den besten Wünschen für alle in diesem Jahr

Achtzigjährigen:

Dr. Jens Dolata

Erster Vorsitzender Heimatverein Bechtolsheim

Gruppenbild der Jubilare mit Partnern


32

PRESSEMITTEILUNG NATURSCHUTZINITIATIVE

Kiebitze sowie alle Fledermäuse sind durch das

Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) streng geschützt.

Bei besonders durch Windkraft gefährdeten

Arten ist rechtlich verankert, dass dort, wo

diese Arten ihre Brutstätten haben, keine Windindustrieanlagen

gebaut werden dürfen.

Führt die mögliche Streichung von Sonderbauflächen

für Windenergie zu

Serienstra#aten im Natur- und Artenschutz?

Geldgier macht Menschen offensichtlich zu

Vogelmördern - NATURSCHUTZINITIATIVE e.V.

(NI) erstattet Anzeige

„Wozu die bundesweite Förderung des Ausbaus

von Windkraftanlagen (WKA) führt und was das

für den Natur- und Artenschutz bedeutet, lässt

sich aktuell in der Verbandsgemeinde Alzey-Land

(VG) beobachten“, erklärte Harry Neumann,

Landesvorsitzender der NATURSCHUTZINITIA-

TIVE e.V. (NI).

In der VG ist derzeit ein Flächennutzungsplan

(FNP) für die Ausweisung neuer Sonderbauflächen

für Windenergieanlagen in Planung und

Abstimmung. Gegen die Ausweisung neuer Sonderbauflächen

regt sich zunehmend Widerstand

aus der Bevölkerung. So ergab die letzte Offenlage

des Planungsstandes zahlreiche Stellungnahmen,

die sich kritisch über die Ausweitung von

WKA im Gebiet Alzey-Land äußerten. Ein wesentliches

Thema sind hierbei die Konflikte mit

dem Artenschutz. Seltene Vögel, wie z.B. Rotmilan,

Schwarzmilan, Rohrweihe, Wiedehopf oder

Die von der Verbandsgemeinde nun zusätzlich

geplanten Sonderbauflächen grenzen unmittelbar

an wichtige Hauptvogelzugrouten oder an

ausgewiesene Naturschutzgebiete. Aufgrund der

hohen Zahl an Windrädern in der VG stehen nur

noch wenig Flächen zur Verfügung und diese sind

entsprechend hoch konfliktbelastet. Daher lehnte

die NATURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI), der

Fachbeirat Naturschutz bei der Kreisverwaltung

Alzey sowie weitere Naturschutzverbände und

Institutionen in der letzten Offenlage der Planung

die Ausweisung von weiteren Sonderbauflächen

für Windenergie ab.

So auch die Konzentrationszone 3 (K3) bei Bechtolsheim

und dem unmittelbar angrenzenden

Naturschutzgebiet „An der Pommermühle“. Seit

geraumer Zeit werden dort durch ehrenamtliche

Aktive der NI regelmäßige Brutvorkommen, Revier-

und Jagdaktivität von Rot- und Schwarzmilan

sowie der Rohrweihe dokumentiert. Bei „K3“

überschneiden sich Brutstätte und Nahrungshabitat

mehrerer streng geschützter Arten sowie

wichtige Vogelzugrouten.

Rohrweihe

Bilder: NATURSCHUTZINITIATIVE e.V.


PRESSEMITTEILUNG NATURSCHUTZINITIATIVE

33

Rotmilan

Die Mitglieder des Hauptausschusses der VG Alzey-Land

wurden erneut in der Sitzung Anfang

Juni über diese erhebliche akute Gefährdung

windkraftsensibler Arten informiert. Darüber

hinaus läuft momentan ein von der Verbandsgemeinde

in Auftrag gegebenes ornithologisches

Gutachten, dessen Resultate abgewartet werden

müssen, bevor eine Entscheidung bezüglich K3

gefällt werden könne. Dies bekräftigte Oberbürgermeister

Unger in der Verbandsgemeinderatssitzung

vom 18.06.2018. Außerdem stellte er in

Aussicht, dass möglicherweise K3 bei Bestätigung

der Hinweise auf diese streng geschützten Arten

ganz aus dem FNP herausfallen könnte.

Fassungslos und mit Erschrecken stellt die NA-

TURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) fest, welche

Auswirkungen diese mögliche Streichung von K3

mit sich bringt. Denn seit genau dieser VG Ratssitzung

häufen sich die Indizien zu Serienstraftaten

in dem Gebiet. So wurde durch die unermüdliche

Vor-Ort Präsenz von Mitgliedern der NA-

TURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI), bereits die

Zerstörung eines nahe gelegenen Mäusebussard-

Horstes incl. Totfund eines noch flugunfähigen

Jungvogels dokumentiert. Dieses sowie die ebenfalls

im Juni dokumentierten Störungen an den

Brutplätzen der Rot- und Schwarzmilane wurden

von der NI bei der Kreisverwaltung (KV) Alzey-

Worms zur Anzeige gebracht. Von anderer Seite

wurde vor wenigen Tagen der KV Alzey-Worms

eine Zerstörung eines Rohrweihen-Brutplatzes

gemeldet.

“Wir sind davon überzeugt, dass es sich hierbei

nicht um eine Kette von zufälligen Ereignissen

handelt. Ganz offenkundig fühlen sich einzelne

Personen bemüßigt, aktiv Brutstätten zu zerstören

und Vögel zu vergrämen oder umzubringen,

um ihr singuläres Wirtschaftsinteresse durchzusetzen“,

erklärte Dipl.-Biologe Immo Vollmer,

Naturschutzreferent der NI.

Die Häufung der Vorfälle im unmittelbaren Umfeld

von K3 wurde von der NATURSCHUTZINITI-

ATIVE e.V. (NI) über die Kreisverwaltung zur Anzeige

gebracht. Das Umweltdezernat der Kriminalpolizei

Worms ermittelt nun, um die Zusammenhänge

zu klären.

Harry Neumann, Landesvorsitzender der NA-

TURSCHUTZINITIATIVE e.V. (NI) und Immo

Vollmer, Naturschutzreferent der NI weisen darauf

hin, dass solche Meldungen fast wöchentlich

in ihrem Verband eingehen. Sie können auch die

Gründe nennen:

„Dieser Konflikt zwischen Artenschutz, missgeleiteter

und ideologisch motivierter „Klimaschutzpolitik“,

wird durch die bundesweite Subventionierung

des Windkraftausbaus, von dem

im Wesentlichen die Windkraftprojektierer, -betreiber

und Grundstückseigner profitieren, befeuert.

Die wirtschaftlichen Interessen sind so

groß, dass mancher nicht vor einer Straftat zurückschreckt.“

„Diese Straftaten sind zudem sinnlos“, möchte

Biologe Vollmer potenziellen Straftätern zu bedenken

geben.


34

PRESSEMITTEILUNG NATURSCHUTZINITIATIVE

„Alle Horste sind von uns oder von den erhebenden

Büros an den Kreis und das Landesamt für

Umwelt gemeldet und sind damit über mindestens

drei Jahre als gesetzlich geschützte Niststätte

anerkannt. Solche Straftaten dürften hingegen

das letzte Ratsmitglied von der Fragwürdigkeit

weiterer Windpark-Ausweisungen überzeugen.“

„Wir fordern daher den Verbandsgemeinderat

auf, die Ausweisung der Fläche „K3“ aufzugeben,

da deren Ausweisung offensichtlich auf Straftaten

beruhen würde“, erklärten Harry Neumann

und Immo Vollmer.

Schwarzmilan

Immo Vollmer, Dipl.-Biologe

Naturschutzreferent der NI

Email: i.vollmer@naturschutz-initiative.de

Telefon 02626 926 4770

Harry Neumann

Landesvorsitzender der NI

Email: info@naturschutz-initiative.de

Telelefon 02626 926 4770


ARBEITSKREIS DORFERNEUERUNG

35

Am Vormittag des 4. Juli wurde eine neue

Sitzgelegenheit an der ehemaligen Bahnstrecke

oberhalb des Aussiedlerhofes Heintz gesetzt.

Die vorher dort stehende Bank war in

einem sehr schlechten Zustand und daher zu

entfernen. Wie immer wurden auch an diesem

Tag die Mitglieder des Arbeitskreises

von Ursula Löblein mit Ka"ee, Kuchen und

Plätzchen verwöhnt.

E.L. Weinheimer

Obsthof Schröder

Äpfel, Birnen und Zwetschen

direkt vom Erzeuger,

frisch, knackig und aromatisch,

aus umweltschonendem Anbau.

Sulzheimer Str.39, 55234 Bechtolsheim,

Telefon (06733) 929454

direkt am Selztal-Radweg Bechtolsheim - Gau-Odernheim

Mo-Mi + Fr : 8.00-17.30 Uhr,

Do + Sa : 8.00-13.00 Uhr

--- Jetzt wieder neue Äpfel ---


36

HEIMATVEREIN

Sommerliches Grillfest

Ein sehr beschauliches Grillfest feierten

bei hochsommerlichem Wetter die Mitglieder

des Heimatvereins Bechtolsheim.

In entspannter Atmosphäre und bei langanhaltenden

Gesprächen genossen Mitglieder

und Gäste einen schönen Nachmittag

auf dem Kerbeplatz und in der

SPD-Hütte. Leckere Metzgerbratwurst

und Steaks wurden durch ein reichhaltiges

Salatbuffet, gestiftet von den Feiernden

ergänzt. Am Nachmittag folgte ein

großes Kuchen- und Tortenbuffet, wiederum

gestiftet von den Mitgliedern.

Herzlichen Dank an alle Unterstützer,

Helfer und Spender! Wie jedes Jahr: ein

Höhepunkt des Vereinslebens.

Dr. Jens Dolata, Erster Vorsitzender


SPORTVEREIN

37

Ein großes Dankeschön an alle, die uns

während der Fußball WM 2018 bei unserem

Public Viewing Event in der

Sporthalle des SV Bechtolsheim besucht

haben.

Wir würden uns freuen, den ein oder

anderen samstags ab 15.00 Uhr zur

Bundesliga live auf Sky und zu den

Spielen der 1. und 2. Mannschaft begrüßen

zu können.

Wochentag Datum Uhrzeit Heimmannschaft Auswärtsmannschaft

Freitag 31.08.2018 19:30 SG Wendelsheim/Kriegsfeld SV Bechtolsheim

Mittwoch 05.09.2018 19:30 SG Wendelsheim/Kriegsfeld II SV Bechtolsheim 2

Freitag 07.09.2018 19:00 SV Bechtolsheim 2 TuS Dorn-Dürkheim II

Sonntag 09.09.2018 15:00 SV Bechtolsheim TV 1861 Sulzheim

Sonntag 16.09.2018 15:00 Fichte Bechenheim SV Bechtolsheim 2

Sonntag 16.09.2018 15:00 TuS Wöllstein SV Bechtolsheim

Freitag 21.09.2018 19:00 SV Bechtolsheim TuS 1882 Erbes-Büdesheim

Sonntag 30.09.2018 13:00 SG Weinheim/Heimersheim II SV Bechtolsheim 2

Sonntag 30.09.2018 15:00 SG Weinheim/Heimersheim SV Bechtolsheim

Sonntag 07.10.2018 15:00 SV Bechtolsheim FV 1920 Flonheim

Sonntag 21.10.2018 13:00 SV Bechtolsheim 2 TuS 1891 Flomborn

Sonntag 21.10.2018 15:00 SV Bechtolsheim TV Lonsheim

Sonntag 28.10.2018 13:00 TSG 1848 Gau-Bickelheim II SV Bechtolsheim 2

Sonntag 28.10.2018 15:00 TSG 1848 Gau-Bickelheim SV Bechtolsheim


38

HEIMATVEREIN

Geschichtsvortrag klärt fränkische Urkundenüberlieferung archäologisch auf

Das Faksimile des Lorscher Codex lag auf. Es

konnte darin geblättert werden, was in der Ausstellung

im Glockenturm nicht geht, weil das

Buch dort an den Öffnungstagen in der Vitrine

liegt. Der Vorsitzende hat den lateinischen Urkundentext

noch einmal rekapituliert. Der Heimatverein

bedankt sich bei der evangelischen

Kirchengemeinde, in deren Räumen wir beim

Vortrag zu Gast sein durften. Der Abend klang

mit heimischem Wein und Traubensaft und bei

guten Gesprächen aus.

Dr. Jens Dolata, Erster Vorsitzender

Mitte Juni hat der Mainzer Archäologe

Dr. Ronald Knöchlein

die archäologischen Quellen zum

frühmittelalterlichen Bechtolsheim

vorgestellt.

In dem Bildervortrag wurden die

Funde aus fränkischer Zeit, die in

Bechtolsheim vermutet und in

Nachbargemeinden ausgegraben

wurden, erklärt. Es ging vor allem

auch darum, die Schenkungsurkunde

aus dem Jahr 767, die

Äcker, Wiesen, Weinberg und

Mühle für Bechtolsheim erwähnt,

besser zu verstehen.

Dazu hat Dr. Knöchlein speziell

für Bechtolsheim eine archäologische

Karte erstellt und erklärt.

Besonders eindrucksvoll waren

die Rekonstruktionszeichnungen

zweier merowingischer Mühlenbefunde

aus Bayern. Ähnlich

dürften die Mühlen an der Selz

im 8. Jahrhundert ausgesehen

und funktioniert haben.

Der Geschichtsvortrag war auch

in diesem Jahr wieder ein besonders

gelungener Abend für alle an

der Bechtolsheimer Ortsgeschichte

Interessierten.

Merowingische Wassermühle, Rekonstruktion nach W. Czysz


HEIMATVEREIN

39

Merowingische Wassermühle,

Rekonstruktion vor der Silhouette

des Staudamms nach W. Czysz


40

HEIMATVEREIN

Bechtolsheim – die Anfänge

Zum 15.-31. Juli des Jahres 767 wird Bechtolsheim

erstmals urkundlich als Bertolfesheim erwähnt,

Anlaß für eine 1250-Jahrfeier 2017.

Wir können aber getrost davon ausgehen, dass

Bechtolsheim zum Zeitpunkt seiner ersten

schriftlichen Nennung bereits gut mehr als 250

Jahre existierte und in dieser Zeit eine erhebliche

Entwicklung durchlaufen hat (z.B. Weinbau,

Mühlen). Dafür steht allein schon der Name der

Siedlung. Er setzt sich zusammen aus einem

männlichen Personennamen (etwa „Berchtolf“)

und der Endung auf –heim. Diese patronymischen

Ortsnamen auf –heim sind die älteste Namensgruppe

im ländlichen rheinhessischen Siedlungsraum

und kennzeichnend für die flächige

Wiederbesiedlung in nachrömischer bzw. fränkischer

Zeit ab etwa 500 n. Chr. Dies erklärt sich

vor allem aus dem systematischen räumlichen

Zusammenhang des archäologischen Phänomens

der Reihengräberfelder des 6.- 8. Jahrhunderts

mit den heutigen Ortskernen.

Speziell für Bechtolsheim ist die Quellenlage

momentan noch sehr lückenhaft. Trotzdem sei

auf der Grundlage der verfügbaren Informationen

und allgemeinen Erfahrungswerte schon

jetzt ein mögliches Bild (Plan) der ältesten Ortstopographie

gewagt.


HEIMATVEREIN

41

Naturräumliche Siedlungsgrundlage waren auch

hier seitlich der Selz im Hügelland entspringende

Quellbäche. Am Nordhang des Petersberges

etwa die Engelborn-Quelle, deren Bach nach

Nordwesten abfließt (Plan Nr. 3).

Spuren eines älteren, längst versiegten Baches

könnten sich im geologischen Kartenbild auch

am Südende des historischen Ortsbereiches andeuten

(Plan Nr. 5). Dort setzt sich ein alter Siedlungskern

mit der oberirdisch nicht mehr wahrnehmbaren

Marienkirche samt Kirchhof ab – im

späten 15. Jahrhundert von der heutigen Kirche

St. Maria und Christophorus abgelöst (Plan Nr.

6). Dem alten Siedlungskern im Süden wird ein

Name – Sulzheim – zugeordnet. Es könnte sich

um einen alten –heim-Namen handeln.

Dann allerdings stellt sich die Frage, woran sich

der Name von Bechtolsheim festmacht. Bechtolsheim

bezog sich in fränkischer Zeit wohl zunächst

auf eine am Unterlauf des Engelborns aus

topographischen

Gründen anzunehmende,

in

ihrer Existenz

noch unbewiesene

Siedlung

(Plan Nr. 1).

Dieser Besiedlungsansatz

war

in fränkischer

Zeit zunächst

wohl so bedeutsam,

daß nach

ihm auch die

gesamte Gemarkung

benannt

wurde.

Später zog die

im Süden gelegene

Siedlung

Sulzheim imm

e r h i n d i e

Ortskirche St.

Marien an sich.

Im Laufe des Mittelalters entstand dann – räumlich

vermittelnd – zwischen beiden nach und

nach unser heutiges Bechtolsheim (Plan Nr. 4).

Der anzunehmende nördliche Siedlungskern –

sozusagen das eigentliche „Ur-Bechtolsheim“ –

wurde bei dieser jahrhundertelangen Entwicklung,

wie es scheint, in einem fließenden Vorgang

nach und nach restlos aufgesogen.

Vielleicht gelingt eines Tages die Entdeckung sozusagen

der Kronzeugen in Gestalt beiden fränkischen

Siedlungskernen (Plan Nr. 1 und 6) zuzuordnender

Reihengräberfelder. Ihre Lage im Gelände

ließe sich aufgrund vieler regionaler Erfahrungswerte

wenigstens grob festlegen (Plan

Nr. 2 und 7).

Lit.: M. Huyer/D. Krienke, Verbandsgemeinde

Alzey-Land. Kreis Alzey-Worms. Denkmaltopographie

Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler

in Rheinland-Pfalz 20.1 (Worms

2013) 68-83; 340.

Dr. Ronald Knöchlein


42

VERANSTALTUNGSKALENDER SEPTEMBER/OKTOBER

Sa. 1. Sep 10:00 Jugendfeuerwehrtag der Verbandsgemeinde Freiwillige Feuerwehr

Sa. 8. Sep 18:00 "Schlemmen in der Winzerschenke" Weingut Lutz

So. 9. Sep Tag des offenen Denkmals

So. 9. Sep 15:00 Ausstellungsöffnung im Museum im Glockenturm,

mit Weinausschank

Heimatverein

Mi. 12. Sep Petersbergturnier bis einschließlich Sonntag 16. Sept. Schützenverein

Mi. 12. Sep 15:00 Gemeindenachmittag Ev. Kirchengemeinde

Sa. 15. Sep 10:00 Yoga-Erlebnistag Tanzsaal

Mi. 19. Sep 13:00 Seniorenausflug der Ortsgemeinde Ortsgemeinde

Do. 20. Sep 14:30 Seniorenkreis im Haus an der Kirche Kath. Kirchengemeinde

Sa. 29. Sep 18:30 Bremserabend im Weingut Lutz VdK OV Bechtolsheim

Sa. 29. Sep 20:00 Don Ross - Fingerstyle from Canada KulturGut

Mo. 1. Okt Herbstferien, erster Ferientag

Mi. 3. Okt Tag der Deutschen Einheit

Fr. 12. Okt Herbstferien, letzter Ferientag

Sa. 13. Okt 18:00 "Schlemmen in der Winzerschenke" Weingut Lutz

Do. 18. Okt 14:30 Seniorenkreis mit Erntedankfest im Haus an der Kirche Kath. Kirchengemeinde

Fr. 19. Okt 18:30 Jahreshauptversammlung VdK OV Bechtolsheim

Sa. 20. Okt 11:00 Yoga für mehr Leichtigkeit Tanzsaal

Sa. 20. Okt 11:00 Michael Fix Gitarren-Workshop KulturGut

Sa. 20. Okt 17:00 Erntedankgottesdienst Ev. Kirchengemeinde

Sa. 20. Okt 20:00 Michael Fix Konzert KulturGut

So. 21. Okt 11:00 Michael Fix Gitarren-Workshop KulturGut

Di. 23. Okt 17:30 Vorbesprechung Adventsfenster im Rathaus Adventsfensterteam

Mi. 24. Okt 15:00 Gemeindenachmittag Ev. Kirchengemeinde

Do. 25. Okt 17:30 Dämmerschoppen beim Valentin CDU Bechtolsheim

Fr. 26. Okt 19:00 Terminabstimmung 2019 der Ortsschelle Heimatverein

Sa. 27. Okt 13:00 Kürbisfestival SPD-Hütte SPD

Sa. 27. Okt 18:30 Schlachtfest in der Musikhalle Musikzug

Mi. 31. Okt Reformationstag

Mi. 31. Okt 19:30 Gottesdienst zum Reformationstag in Spiesheim Ev. Kirchengemeinde


IMPRESSUM BECHTOLSHEIMER ORTSSCHELLE

43

Ausgabe 4 - Juli/August 2018 - Jahrgang 33

Herausgeber:

Heimatverein Bechtolsheim e.V.,

vertreten durch den 1. Vorsitzenden

Dr. Jens Dolata

Langgasse 22

55234 Bechtolsheim

E-Mail: vorstand@heimatverein-bechtolsheim.de

www.ortsschelle-bechtolsheim.de

Bankverbindung:

IBAN DE66 5509 1200 0045 0277 08

bei der Volksbank Alzey-Worms e.G.

Leserbriefe (nur namentlich gekennzeichnete) und Beiträge

der Ortsgemeinde, der Kirchengemeinden und von Bechtolsheimer

Ortsvereinen, insbesondere Veranstaltungsankündigungen

können in elektronischer Form beim Herausgeber

eingereicht werden. Eine Verpflichtung zum Abdruck

besteht nicht, Kürzungen und Layoutänderungen bleiben

vorbehalten. Für unverlangt eingereichte Beiträge übernimmt

der Herausgeber keine Haftung.

Bitte beachten!

Redaktionsschluß

für die 5. Ausgabe 2018

ist der 1. Oktober

Redaktion:

Dr. Jens Dolata (Hrsg.)

Rudolf Flick

Margit Scheller

Verantwortlicher für Veranstaltungskalender:

Dr. Harald Strecker

E-Mail: OrtsschelleTermine@t-online.de

Layout: Ronald Flick

Auflage: 1.000 Stück

Erscheinungsweise ab Jahrgang 30, 2015:

Zweimonatlich, jeweils Ende Februar, April, Juni, August,

Oktober, Dezember.

Kostenlose Verteilung an alle Haushalte in Bechtolsheim.

Bestellung von 6 Ausgaben = 1 Jahrgang, einschließlich

Postzustellung: 18 Euro, schriftlich oder per E-Mail erbeten

an den Herausgeber.

Für alle Beiträge (Texte und Bilder) gilt Urheberschutz.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge und speziell Leserbriefe

sind nicht in jedem Fall Meinung des Herausgebers.

Einlieferer und Unterzeichner verantworten ihre Beiträge

selbst.

Die Preisliste für Werbeanzeigen kann beim Herausgeber

angefragt werden.

Der Heimatverein Bechtolsheim wird die vollständigen

Ausgaben ab Jahrgang 30, 2015 unter

www.ortsschelle-bechtolsheim.de,

sowie in der Stadtbibliothek Mainz als Regionalbibliothek

für Rheinhessen öffentlich verfügbar machen.

Bild Titelseite: Carsten Selak

Seniorengymnastik

Montags um 14 Uhr

in der Musikhalle

Kontakt: Rosi Winter

Bitte senden Sie

Terminänderungen stets an

OrtsschelleTermine@t-online.de

Evangelische ö!entliche Bücherei

Neue Öffnungszeiten ab September 2018:

Montag und Dienstag von 17 bis 19 Uhr

Freitag von 8 bis 10 Uhr

Während der Schulferien ist die Bücherei geschlossen.

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