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tassilo - das Magazin rund um Weilheim und die Seen - Ausgabe September/Oktober 2020

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<strong>Ausgabe</strong> 32<br />

<strong>September</strong> / <strong>Oktober</strong> <strong>2020</strong><br />

®<br />

Das <strong>Magazin</strong> <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>Seen</strong><br />

Eine Produktion von<br />

Titelbild: Udo Siebig, mauritius images<br />

Wegkreuz, Aidlinger Höhe<br />

mit Veranstaltungs kalender für zwei Monate<br />

Die Rote Couch<br />

bei Pater Johannes in Andechs<br />

Lederne Unikate<br />

von Michael Krippel aus Riegsee


Positives der Pandemie<br />

Die negativen wirtschaftlichen <strong>und</strong><br />

ges<strong>und</strong>heitlichen Auswirkungen<br />

der Corona-Pandemie braucht<br />

niemand. Insofern spricht es Michael<br />

Krippel auch ungern aus,<br />

<strong>das</strong>s <strong>die</strong> neue Situation für ihn,<br />

seine Frau <strong>und</strong> seine Stickerinnen<br />

trotz allem auch etwas<br />

Gutes hat. Bis Mitte März<br />

hatte der Lederhosenmacher<br />

noch Wartezeiten auf eine handgemachte<br />

Hirschlederne von bis<br />

zu zwei Jahren. Aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> weniger<br />

Neuanfragen seit Ausbruch<br />

der Pandemie sieht er nun endlich <strong>die</strong><br />

Chance, seine K<strong>und</strong>en etwas weniger lange zappeln<br />

lassen zu müssen. Für Marco Teubner könnte <strong>die</strong><br />

Pandemie ebenfalls positive Auswirkungen haben.<br />

Der 48-Jährige arbeitet hauptberuflich als Autor für<br />

Karten-, Brett- <strong>und</strong> Kinderspiele. Damit ist er einer<br />

von ganz wenigen Ausnahmekünstlern weltweit.<br />

Ob in Pandemie-Zeiten <strong>und</strong> Urlauben „Dahoam“<br />

wieder mehr gespielt wird <strong>und</strong> seine Werke sich verstärkt<br />

online verkaufen, zeigt sich für den aus Nürnberg<br />

Stammenden jedoch erst am Ende des Jahres –<br />

beim abenteuerlichen Gang z<strong>um</strong> Briefkasten. Das<br />

Gastronomie- <strong>und</strong> Biergeschäft, <strong>das</strong> während der<br />

achtwöchigen Bräustüberl-Schließung verlorengegangen<br />

ist, kann <strong>die</strong> Benediktinerabtei St. Bonifaz<br />

nicht mehr gutmachen im Laufe des weiteren Jahres.<br />

Trotzdem wackelt der Heilige Berg in Andechs wirtschaftlich<br />

nicht, wie Pater Johannes mit großer Erleichterung<br />

der „<strong>tassilo</strong>“-Redaktion mitteilen konnte.<br />

Im großen Interview auf der Roten Couch spricht der<br />

leidenschaftliche Autor, Unternehmensberater <strong>und</strong><br />

Geistlich-Intellektuelle über veraltete Kirchenbilder,<br />

<strong>die</strong> vielschichtigen Aufgaben <strong>und</strong> Standbeine in St.<br />

Bonifaz sowie <strong>das</strong> in der Gesellschaft vielkritisierte<br />

Thema „Zölibat“.<br />

Dass <strong>die</strong> Katholische Kirche Priestern im Jahr 2021 nach<br />

wie vor <strong>das</strong> Gründen einer Familie verbietet, finden<br />

viele Menschen traurig, noch mehr erzürnt <strong>die</strong>se Tatsache<br />

sogar. Ein ähnliches Stimmungsbild zeichnet<br />

sich gerade im <strong>Weilheim</strong>er Stadtzentr<strong>um</strong> ab, direkt auf<br />

dem Marienplatz. Dort zählt <strong>das</strong> Kaffeehaus Krönner<br />

seit mehr als 150 (!) Jahren zur beliebtesten Anlaufstelle<br />

für Torten, Törtchen <strong>und</strong> Pralinen. Nun steht <strong>das</strong><br />

Traditions-Café vor dem Aus, was vielen Stammk<strong>und</strong>en<br />

Tränen in <strong>die</strong> Augen treibt. Emotional wird auch der<br />

Abschied von Vasja Legiša werden. Über zehn Jahre<br />

hinweg begeisterte der Taktgeber des <strong>Weilheim</strong>er<br />

Kammerorchesters mit fesselnden Live-Konzerten.<br />

Das letzte unter seiner Führung soll nun im <strong>Oktober</strong><br />

stattfinden. Und nicht aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> von Sicherheitsabstand<br />

<strong>und</strong> Hygienemaßnahmen ein Abschied aus der<br />

Kategorie „unvergessen“ werden. Ersatzlos gestrichen<br />

wurde derweil <strong>die</strong> 30-Jahr-Feier des Mütterzentr<strong>um</strong>s<br />

in <strong>Weilheim</strong>. Wir haben <strong>die</strong> Verantwortlichen<br />

trotzdem besucht im Altbau an der Augsburger Straße<br />

– <strong>und</strong> Einblick bekommen in <strong>das</strong> breite Angebotsspektr<strong>um</strong><br />

für Kinder, Eltern <strong>und</strong> Großeltern. Ähnliches<br />

Schicksal teilt <strong>die</strong> Hochberghauser Tanzlmusik. Auch<br />

sie kann ihr Jubilä<strong>um</strong> nicht wie gewünscht zelebrieren.<br />

Umso herzergreifender lesen sich <strong>die</strong> Anekdoten<br />

aus vier Jahrzehnten volksmusikalischer Leidenschaft.<br />

Ebenfalls mit viel Herzblut betrieben wird in unserer<br />

<strong>September</strong> / <strong>Oktober</strong>-<strong>Ausgabe</strong> Kinder-Yoga, Ba<strong>um</strong>kletterei<br />

<strong>und</strong> Ausbildungssuche. Maximalen Bewerbungserfolg<br />

wünscht an <strong>die</strong>ser Stelle,<br />

Ihr Johannes Schelle<br />

> > > AUS DEM INHALT<br />

Seite 4<br />

Handgemacht: Die<br />

Hirschlederhosen von<br />

Michael Krippel<br />

Seite 6<br />

Brettspielautor Marco Teubner:<br />

„Die besten Ideen kommen<br />

beim Nichtstun“<br />

Seite 9<br />

Mönch, Seelsorger <strong>und</strong><br />

Unternehmer: Pater Johannes<br />

auf der Roten Couch<br />

Seite 16<br />

Vom Sorgenkind z<strong>um</strong><br />

Stammgast: Störche<br />

im Tassiloland<br />

Seite 18<br />

Erzählungen eines<br />

Magnetfischers: „Da ging<br />

mir echt <strong>die</strong> P<strong>um</strong>pe“<br />

Seite 22<br />

Filmfestival trifft<br />

auf Zauberei — Allerlei<br />

im Tassiloland<br />

Seite 26<br />

Kaffeehaus Krönner vor dem<br />

Aus — Familie Barnsteiner<br />

eröffnet neuen Laden<br />

Seite 30<br />

Mit Fachpädagogin<br />

Christine Götzl: Kinder-Yoga<br />

gegen Reizüberflutung<br />

Seite 34<br />

Skytech aus Iffeldorf:<br />

Mit <strong>um</strong>weltschonender<br />

Kettensäge am Kletterseil<br />

Seite 38<br />

Zu 30 Jahre <strong>Weilheim</strong>er<br />

„MüZe“: Wohlfühloase für<br />

Mutter, Vater <strong>und</strong> Kind<br />

Seite 40<br />

Generationenübergreifende<br />

Entscheidungen: Wie wird<br />

Privatwald zukunftsfähig?<br />

Seite 42<br />

Schmankerl aus<br />

der süßen Alpenküche —<br />

saisonal <strong>und</strong> regional<br />

Seite 44<br />

40 Jahre Hochberghauser<br />

Tanzlmusi: Angefangen hat<br />

alles im Sarntal<br />

Seite 46<br />

Sonderteil Ausbildung:<br />

Berufsorientierung in<br />

der Moschee<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 3


Von Michael Krippel aus Riegsee<br />

Handgemachte Hirschlederhosen<br />

Riegsee | Auf Maß geschneiderte,<br />

handgemachte <strong>und</strong> handbestickte<br />

Hirschlederhosen sind Unikate<br />

fürs Leben. Einer der bayernweit<br />

wenigen, <strong>die</strong> <strong>die</strong>ses traditionelle<br />

Handwerk noch beherrschen: Michael<br />

Krippel, 43, ein waschechter<br />

Riegseeer <strong>und</strong> ursprünglicher<br />

Orthopä<strong>die</strong>techniker (nicht der für<br />

Schuhe!). Zwei Jahrzehnte hat er<br />

in seinem gelernten Beruf gearbeitet,<br />

sich hochgearbeitet über<br />

<strong>die</strong> zunächst klassische Ausbildung<br />

mit anschließender Meisterprüfung<br />

z<strong>um</strong> Filialleiter. Mit zunehmender<br />

Verantwortung nahm <strong>die</strong><br />

Arbeit im Büro zu, weshalb Krippel<br />

nach einem Ausgleich suchte. Das<br />

Ziel: Ein altes, originelles Handwerk.<br />

Für eine Zweitausbildung<br />

z<strong>um</strong> Säckler war er schon zu alt,<br />

<strong>die</strong> Familie zu groß <strong>und</strong> ein festes<br />

Einkommen existenziell zu wichtig.<br />

Aber in Säcklermeister Hans Stöger<br />

aus Peiting hat er jemanden<br />

gef<strong>und</strong>en, der ihm an verdammt<br />

vielen Samstagen <strong>und</strong> Urlaubstagen<br />

<strong>das</strong> handgemachte Herstellen<br />

von Hirschlederhosen von der Pike<br />

auf beibringt. „Ich habe ja anfangs<br />

gemeint, aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> meiner beruflichen<br />

Vorkenntnisse schon zu wissen,<br />

wie man Lederhosen macht.“<br />

Auch Orthopä<strong>die</strong>techniker fertigten<br />

bis vor einigen Jahren noch überwiegend<br />

jedes Korsett nach Maß<br />

<strong>und</strong> nähten es mit Nähmaschine<br />

oder von Hand zusammen. Nach<br />

wenigen St<strong>und</strong>en in Stögers Säckler-Werkstätte<br />

war Michael Krippel<br />

aber klar: „Ich weiß überhaupt<br />

nichts vom Lederhosenmachen.“<br />

Aber er hat Talent, Biss <strong>und</strong> richtig<br />

Lust, bleibt dran am Erlernen<br />

des seltenen Handwerks <strong>und</strong> ist<br />

nach <strong>r<strong>und</strong></strong> zwei Jahren endlich so<br />

weit, eine komplett eigene „Krachlederne“<br />

herzustellen. Die ersten<br />

Krippel-Hosen schneidert <strong>und</strong> näht<br />

er nebenberuflich – im Einfamilienhaus,<br />

„Dahoam in Riegsee“,<br />

richtet er sich eine Werkstätte mit<br />

den wichtigsten Materialien <strong>und</strong><br />

Werkzeugen ein. Weil <strong>die</strong> Kurve<br />

der Nachfrage nach seinen handgemachten<br />

Unikaten mit hauseigener<br />

Stickerei jedoch von Beginn an<br />

rasant nach oben steigt, reduziert<br />

er <strong>die</strong> St<strong>und</strong>en seines Hauptberufes<br />

in Garmisch-Partenkirchen. Erst ein<br />

Michael Krippel schneidet sich sämisch-gegerbtes Hirschleder zurecht.<br />

Auch <strong>die</strong> Stickerei mit len Motiven erfolgt von<br />

individuel-<br />

Hand.<br />

bisserl, dann ein bisserl mehr, <strong>und</strong><br />

schließlich in Form eines Sabbatjahres,<br />

in dem er sich endgültig als<br />

Lederhosenmacher etablieren kann<br />

– <strong>und</strong> 2016 Vollerwerb anmeldet.<br />

Umzug ins<br />

„Haus des Gastes“<br />

Inzwischen arbeitet Michael Krippel<br />

mit zwei Näherinnen <strong>und</strong> sechs<br />

Stickerinnen in Voll- oder Teilzeit<br />

zusammen. Obendrein hat seine<br />

Ehefrau Corina <strong>das</strong> aus Augsburg<br />

bekannte Säcklerei-Zubehörgeschäft<br />

„Dötterl“ übernommen.<br />

Damit einher geht auch der wenige<br />

Wochen alte Umzug aus dem<br />

Privathaus ins Riegseer „Haus des<br />

Gastes“, Dorfstraße 43. Werkstätte,<br />

Büro sowie Verkaufs- <strong>und</strong> Ausstellungsra<strong>um</strong><br />

befinden sich nun dort<br />

im ersten Stock, wo Chef <strong>und</strong> K<strong>und</strong>en<br />

wesentlich mehr Platz für <strong>um</strong>fassende<br />

Beratungsgespräche in<br />

angenehmer Atmosphäre haben.<br />

In jeder Ecke stehen alte Nähmaschinen<br />

oder Kassen-Automaten.<br />

Fertige, handgemachte Lederhosen<br />

hängen an Kleiderbügeln aus<br />

naturbelassenen Ästen. Emailschilder<br />

<strong>und</strong> Zunfttaferl durchbrechen<br />

<strong>die</strong> Wände aus Echtholz.<br />

Trachtenhemden, Haferlschuhe<br />

<strong>und</strong> jede Menge hochwertiges,<br />

sämisch-gegerbtes<br />

Hirschleder<br />

aus deutschsprachigen Gerbereien<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong>en <strong>das</strong> in sich stimmige denbild ab.<br />

Während andere Säckler bewusst<br />

auf neuseeländisches<br />

Hirschleder setzen, verarbeitet<br />

Michael Krippel ganz bewusst<br />

<strong>das</strong> Leder europäischer Hirsche.<br />

Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong>: Das neuseeländische<br />

ist glatter, dünner <strong>und</strong> frei<br />

von Narben. Das europäische<br />

dagegen vernarbter, markiger,<br />

wilder. „Ganz nach meinem Geschmack“,<br />

so Michael Krippel, der<br />

mittlerweile von K<strong>und</strong>en aus ganz<br />

Deutschland, Europa, vereinzelt<br />

sogar der Welt aufgesucht wird.<br />

„Vom Schüler <strong>und</strong> Student bis z<strong>um</strong><br />

Rentner, vom Handwerker bis z<strong>um</strong><br />

Akademiker, vom Hiesigen bis z<strong>um</strong><br />

entfernten Ausländer.“ Entsprechend<br />

lange sind <strong>die</strong> Wartezeiten<br />

für Neuk<strong>und</strong>en – wer bei Krippel<br />

eine handgemachte, handbestick-<br />

Late<br />

Hirschlederne möchte, muss<br />

mindestens eineinhalb bis zwei<br />

Jahre warten. Die Corona-Krise hat<br />

in <strong>die</strong>sem Falle sogar „was Gutes<br />

für uns“. Seit Mitte März gehen<br />

deutlich weniger Neuanfragen ein,<br />

weshalb Krippel <strong>und</strong> sein Team <strong>die</strong><br />

Wartezeiten auf maßgeschneiderte<br />

Lederhosen sicherlich <strong>um</strong> einige<br />

Monate verkürzen können.<br />

Stickerei vor<br />

laufendem Fernseher<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich läuft <strong>das</strong> Lederhosen-Procedere<br />

wie folgt ab:<br />

Im Rahmen eines persönlichen<br />

Beratungsgesprächs zwischen<br />

Krippel <strong>und</strong> K<strong>und</strong>en wird bis ins<br />

Detail besprochen, welche Farbe,<br />

welchen Schnitt, welche Stickerei<br />

<strong>und</strong> welchen Charakter <strong>die</strong> Lederhose<br />

haben soll. Sind K<strong>und</strong>e <strong>und</strong><br />

Krippel auf einen Nenner gekommen,<br />

gibt’s den nächsten Termin<br />

erst wieder ein gutes Jahr darauf.<br />

„Immer zwei, drei Monate, bevor<br />

wir <strong>die</strong> Lederhose an sich anfangen<br />

zu fertigen.“ Dann wird nochmals<br />

Maß genommen an sieben<br />

verschiedenen Stellen des K<strong>und</strong>enkörpers.<br />

Schrittlänge, B<strong>und</strong>weite<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> berüchtigte „Vonbis-Länge“<br />

– vom Bauchnabel<br />

4 | <strong>tassilo</strong>


Ein starkes Team: Lederhosenmacher Michael Krippel mit Ehefrau na, <strong>die</strong> für den Zubehör-Laden verantwortlich<br />

Cori-<br />

ist.<br />

unter den Schritt hindurch<br />

<strong>und</strong> über den Hintern hoch<br />

bis zur Lendenwirbelsäule –<br />

sind nur drei Beispiele. Da-<br />

nach verlässt der K<strong>und</strong>e den<br />

Laden wieder – <strong>und</strong> Michael<br />

Krippel fängt mit Bleistift,<br />

Papieren, Lineal <strong>und</strong> Winkel<br />

an, <strong>die</strong> Schnittmuster für <strong>die</strong><br />

neue Lederhose zu erstellen.<br />

Letztere werden wieder<strong>um</strong>,<br />

sofern <strong>das</strong> gewünschte Mate-<br />

rial auf Lager oder frisch aus<br />

der Gerberei angekommen<br />

ist, wie eine Schablone über<br />

<strong>das</strong> Hirschleder gelegt. Dann<br />

erfolgt der Ausschnitt – eine<br />

kurze, handgemachte Hirsch-<br />

lederhose besteht aus <strong>r<strong>und</strong></strong><br />

30 (!) Einzelteilen. Sind <strong>die</strong>se<br />

Teile maßgenau ausgeschnit-<br />

ten, werden sie final zu einer<br />

Hose zusammengenäht. Sowohl<br />

an klassischen Nähma-<br />

schinen als auch von Hand.<br />

Das i-Tüpfelchen jeder hand-<br />

gemachten Hirschlederhose<br />

von Michael Krippel ist letzt-<br />

lich <strong>die</strong> individuelle, ebenfalls<br />

von Hand gefertigte Stickerei<br />

mit beispielsweise gelben,<br />

grünen, roten oder blauen<br />

Seidenfäden. „Die sicherlich<br />

schwierigste <strong>und</strong> zeit-<br />

intensivste Aufgabe“, sagt<br />

der Lederhosenmacher, der<br />

<strong>die</strong>se Arbeit oft am späten<br />

Abend, im Wohnzimmer,<br />

vor laufendem Fernseher erledigt.<br />

„Wenn <strong>die</strong> Kinder schon im Bett<br />

sind <strong>und</strong> der Tag so langsam aus-<br />

klingt, es ruhiger wird.“ Darüber<br />

hinaus unterstützen ihn hierbei<br />

tagsüber <strong>die</strong> Stickerinnen, <strong>die</strong> alle<br />

aus der Region stammen <strong>und</strong> von<br />

Krippel selbst angelernt wurden.<br />

Finaler Schnitt: Krippel Michi beim<br />

Fertigstellen einer Lederhose.<br />

deren Mitglieder großen Wert auf<br />

Originales <strong>und</strong> Handgemachtes<br />

legen. Andererseits <strong>die</strong> junge Szene,<br />

<strong>die</strong> Tradition <strong>und</strong> Braucht<strong>um</strong><br />

mit Moderne verbindet – <strong>und</strong> dabei<br />

auch immer mehr Wert auf „a<br />

gscheids Gwand legt“. Paradebeispiel<br />

für <strong>das</strong> moderne Tragen von<br />

Lederhosen: Die Heimatso<strong>und</strong>-<br />

Band LaBrassBanda, <strong>die</strong> stets barfuß,<br />

in kurzer Lederhose <strong>und</strong> mit<br />

lässigem T-Shirt auf der Bühne<br />

steht. Michael Krippel ist offen für<br />

<strong>die</strong>sen Style, trägt selbst gerne Lederhose<br />

ohne Hosenträger. Trotzdem<br />

ist ihm wichtig, den schmalen<br />

Grat zwischen Kitsch <strong>und</strong> Tradition<br />

nicht zu verlassen. Bayerisches<br />

Rautenmuster, den Spruch „Mia<br />

san Mia“ oder ein Maßkrug sind<br />

beispielsweise K<strong>und</strong>enwünsche,<br />

<strong>die</strong> Michael Krippel niemals auf<br />

eine seiner handgemachten Lederhosen<br />

sticken würde. „Genau <strong>das</strong><br />

ist nämlich <strong>die</strong>ser Hauch an Kitsch<br />

zu viel.“ Anstelle eines Maßkruges<br />

bekommt beispielsweise der K<strong>und</strong>e,<br />

der von Beruf Bierbrauer ist,<br />

eine Hopfenblüte auf seine Lederhose<br />

gestickt. Das wirkt schöner,<br />

echter, origineller.<br />

Dass Michael Krippel ein Auge für<br />

<strong>die</strong>ses Schöne, Echte <strong>und</strong> Besondere<br />

hat, beweist nicht nur sein<br />

prallgefülltes Auftragsbuch. Auch<br />

<strong>die</strong> Google-Bewertungen auf seiner<br />

Internetseite (lederhosen-michi.de)<br />

gehen sprichwörtlich „runter<br />

wie Öl“. Bei insgesamt fünf von<br />

fünf Sternen – besser geht’s nicht –<br />

schwärmen Krippels K<strong>und</strong>en regelrecht<br />

von Optik, Passform <strong>und</strong><br />

Beratung seiner handgemachten<br />

Hirschlederhosen. Und selbst <strong>die</strong><br />

Preise von durchschnittlich 1500<br />

bis 1900 Euro finden alle in Ordnung.<br />

Zwar wirken <strong>die</strong>se S<strong>um</strong>men<br />

im ersten Moment regelrecht<br />

monströs. Am Arbeitsaufwand <strong>und</strong><br />

Können gemessen, müsste Michael<br />

Krippel jedoch noch wesentlich<br />

mehr verlangen. „Von einem St<strong>und</strong>ensatz<br />

eines Handwerkers sind<br />

wir nämlich noch weit entfernt“,<br />

sagt er an <strong>die</strong>ser Stelle. Seine K<strong>und</strong>en<br />

wissen <strong>und</strong> schätzen <strong>das</strong>. js<br />

Tradition<br />

trifft auf Moderne<br />

Dass <strong>die</strong> handgemachte Lederhose<br />

boomt wie selten zuvor, hat meh-<br />

rere Gründe. Einerseits gibt es im<br />

bayerischen Oberland nach wie vor<br />

zahlreiche aktive Trachtenvereine,<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 5


Marco Teubner – internationaler Spieleautor<br />

„Die besten Ideen<br />

kommen beim Nichtstun“<br />

Antdorf | Es gibt nicht viele Brettspielautoren,<br />

<strong>die</strong> derart viele Werke<br />

auf den Markt gebracht haben,<br />

<strong>um</strong> davon dauerhaft <strong>und</strong> gut leben<br />

zu können. Marco Teubner aus<br />

Antdorf ist einer <strong>die</strong>ser Ausnahmekönner.<br />

74 von ihm designte<br />

Karten-, Brett- <strong>und</strong> Kinderspiele<br />

sind bislang von verschiedenen<br />

Verlagen veröffentlicht worden.<br />

Manche deutschlandweit, andere<br />

europaweit, wieder andere in den<br />

USA. 2016 ist sein Spiel „Stone Age<br />

Junior“ sogar z<strong>um</strong> Kinderspiel des<br />

Jahres gekürt worden, hat obendrein<br />

<strong>die</strong> „Essener Feder“ für <strong>die</strong><br />

beste Spieleanleitung gewonnen.<br />

Dabei ist <strong>das</strong> berufliche Ziel von<br />

Marco Teubner nie wirklich <strong>das</strong><br />

Erfinden von Gesellschaftsspielen<br />

gewesen. Geboren <strong>und</strong> aufgewachsen<br />

ist der heute 48-jährige<br />

in Roth bei Nürnberg. Nach<br />

erfolgreichem Abitur stu<strong>die</strong>rt er<br />

Kulturwissenschaften <strong>und</strong> Kulturpädagogik<br />

an der Universität Hildesheim,<br />

bekommt für seine überdurchschnittlich<br />

guten Leistungen<br />

ein Stipendi<strong>um</strong> <strong>und</strong> fängt an, für<br />

<strong>das</strong> „Haus der Kunst“ in München<br />

als Ausstellungsplaner zu arbeiten.<br />

Als Teil eines Teams für Kunst,<br />

Kultur, Theater <strong>und</strong> Performance-<br />

Kunst bereist er <strong>die</strong> ganze Welt, ist<br />

auf jedem Kontinent unterwegs.<br />

Was er neben seiner eigentlichen<br />

Arbeit konstant feststellt: Überall,<br />

wo sich Menschen aufhalten, wird<br />

gespielt. Unter Kindern, Eltern,<br />

Großeltern, Verwandten, Fre<strong>und</strong>en<br />

<strong>und</strong> Fremden. Und immer<br />

sind es <strong>die</strong>se Spiele, <strong>die</strong> in den<br />

Gesichtern <strong>die</strong>ser Menschen für<br />

Begeisterung sorgen. „Das hat<br />

mich derart fasziniert, <strong>das</strong>s ich der<br />

Sache auf den G<strong>r<strong>und</strong></strong> gegangen<br />

bin.“ Marco Teubner möchte wissen,<br />

was uns Menschen so sehr an<br />

Spielen fasziniert. Er möchte wissen,<br />

wo sie herkommen. Und wer<br />

sie erfindet.<br />

„Willi’s<br />

wilde Wilderei“<br />

Im Zuge erster Recherchen stellt<br />

er fest, <strong>das</strong>s sich <strong>die</strong> Anzahl bekannter<br />

Spieleautoren in Grenzen<br />

Kapitel für Kapitel gilt<br />

es sich im von Teubner<br />

designten Fitzek-Spiel<br />

„SAFEHOUSE“ nach<br />

vorne zu arbeiten.<br />

hält. Gleichzeitig stößt er auf <strong>das</strong><br />

Göttinger Autoren-Treffen. Einmal<br />

im Jahr können dort neuerf<strong>und</strong>ene<br />

Spiele eingereicht werden.<br />

Eine Jury entscheidet dann nicht<br />

nur, welches Spiel <strong>das</strong> größte<br />

Potential hat, sondern prüft im<br />

Rahmen eines Interviews auch<br />

den jeweiligen Autor auf Herz<br />

<strong>und</strong> Nieren, wie gut er für <strong>das</strong><br />

Entwickeln von Spielen wirklich<br />

geeignet ist. Dem Gewinner wird<br />

letztlich eine Verlagszusammenarbeit<br />

ermöglicht, <strong>um</strong> dessen<br />

Werk auch auf den Markt zu bringen.<br />

Beim ersten Mal, als Marco<br />

Teubner dort hinfährt, packt er<br />

sein Spiel gar nicht erst aus. „Ich<br />

habe <strong>die</strong> anderen Spiele gesehen<br />

<strong>und</strong> sofort gewusst, <strong>das</strong>s ich mich<br />

mit meinem nur blamieren würde.“<br />

Aber <strong>die</strong> Lust, dranzubleiben<br />

am Spiele kreieren, hat ihn schon<br />

vor <strong>die</strong>sem Tag intensiv gepackt.<br />

Anstatt den Kopf in den Sand zu<br />

stecken, setzt er sich ein neues<br />

Ziel: Innerhalb des darauffolgenden<br />

Jahres, bis z<strong>um</strong> nächsten<br />

Göttinger Autoren-Treffen, wieder<br />

ein Spiel zu entwickeln. Eines mit<br />

deutlich mehr Potential. Ja z<strong>um</strong>indest<br />

eines, <strong>das</strong> er ungeniert<br />

vor den anderen Autoren <strong>und</strong> der<br />

Jury auspacken <strong>und</strong> vorstellen<br />

kann. Dafür tüftelt Marco Teubner<br />

viele St<strong>und</strong>en, Tage, Wochen<br />

<strong>und</strong> Monate. Und er liest Bücher.<br />

Z<strong>um</strong> Beispiel eines von Alexander<br />

Randolph, dem Grandseigneur<br />

Kinderspiele liegen ihm: Marco Teubner, hier in seiner stätte, zeigt sein Werk „Die Kinder von<br />

Brettspiel-Werk-<br />

Carcassonne“.<br />

der Autorenszene schlechthin.<br />

Und ehe er sich <strong>um</strong>sieht, ist<br />

<strong>das</strong> Jahr auch schon wieder<br />

<strong>um</strong>, <strong>das</strong> nächste Göttinger<br />

Autoren-Treffen vor der Tür.<br />

Und nun? Diesmal erfüllt Marco<br />

Teubner nicht nur seine Erwartungen,<br />

er übertrifft sie sogar<br />

<strong>um</strong> ein ganzes Stück. Denn mit<br />

„Willi’s wilde Wilderei“ gewinnt<br />

er tatsächlich <strong>das</strong> Stipendi<strong>um</strong> für<br />

<strong>das</strong> beste Newcomer-Spiel. Von<br />

<strong>die</strong>sem Tag an war der Freigeist<br />

sprichwörtlich im Geschäft. Er<br />

bekommt zahlreiche Nachrichten<br />

von Verlagen, ob er nicht weitere<br />

Spiele für sie erfinden möchte. Da<br />

zugleich seine erste Tochter zur<br />

Welt kommt, bleibt er zuhause<br />

beim Kind <strong>und</strong> nutzt <strong>die</strong> Elternzeit,<br />

<strong>um</strong> weitere Spiele zu kreieren.<br />

Der Plan geht auf. Seither ist<br />

Marco Teubner hauptberuflicher,<br />

freischaffender Spieleautor, der<br />

zu Beginn jedoch einen verdammt<br />

langen Atem brauchte.<br />

Verdammt<br />

langer Atem<br />

Sieben Jahre dauert es, bis Marco<br />

Teubner vom Spiele kreieren leben<br />

kann. Existenzielle Sorgen<br />

sind in <strong>die</strong>ser Zeit für <strong>die</strong> junge<br />

Familie nicht wegzudenken. Z<strong>um</strong>al<br />

der Lohn für auf den Markt<br />

gebrachte Spiele immer erst ein<br />

Jahr nach Veröffentlichung auf<br />

sein Bankkonto überwiesen wird –<br />

vorausgesetzt, <strong>das</strong> Spiel hat sich<br />

auch verkauft. „Es hat schon Spiele<br />

gegeben, mit denen du am Jahresende<br />

12,80 Euro ver<strong>die</strong>nt hast.“<br />

Aber eben auch <strong>die</strong>, <strong>die</strong> sich richtig<br />

gut verkauft haben – <strong>und</strong> den<br />

einen oder anderen Flop finanziell<br />

aufgefangen haben. Nichts<br />

desto trotz war <strong>und</strong> ist für Marco<br />

Teubner der Gang z<strong>um</strong> Briefkasten<br />

ein verdammt aufregender.<br />

Auffallend beliebt bei K<strong>und</strong>en<br />

in Deutschland, Europa <strong>und</strong> den<br />

USA sind Kinderspiele von Marco<br />

Teubner. Obwohl er in allen Kategorien<br />

<strong>und</strong> für alle Altersklassen<br />

entwickelt, scheinen ihm <strong>die</strong><br />

für <strong>die</strong> Kleinsten ab vier Jahren<br />

besonders gut zu liegen. Dabei<br />

sind Spiele, <strong>die</strong> leichter zu spielen<br />

sind, bei weitem nicht leichter<br />

<strong>um</strong>zusetzen. Sich als Erwachsener<br />

in den Kopf eines vierjährigen<br />

Kindes hineinzuversetzen, <strong>um</strong><br />

wirklich jedes noch so winzige<br />

Detail des Spiels kindgerecht zu<br />

gestalten, ist eine Mammutaufgabe.<br />

Umso wertvoller ist ein<br />

regelmäßiger Umgang mit Kindern,<br />

<strong>die</strong> Marco Teubner als „<strong>die</strong><br />

besten Co-Autoren“ bezeichnet.<br />

Auch <strong>die</strong> Fähigkeit von Kindern,<br />

nicht nachzudenken <strong>und</strong> einfach<br />

6 | <strong>tassilo</strong>


mal zu machen, hilft ihm beim<br />

Spiele kreieren immer wieder aus<br />

der Patsche.<br />

Drei Beispiele von<br />

Teubner-Spielen<br />

„Curli Kuller“ ist ab vier Jahren,<br />

für zwei bis vier Spieler <strong>und</strong> bekannt<br />

als Geschicklichkeitsspiel für<br />

Kinder, in dem auch Tollpatschige<br />

gute Chancen auf einen Sieg haben.<br />

Es geht dar<strong>um</strong>, Schnecken<br />

über eine Rampe in einen „Garten“<br />

zu rollen, <strong>um</strong> dort möglichst<br />

viele Pflanzen <strong>um</strong>zustoßen, quasi<br />

zu sammeln, zu fressen.<br />

„1, 2, 3 – Hex herbei!“ ist ein Gemeinschaftswerk<br />

von Marco Teubner<br />

<strong>und</strong> Frank Bebenroth <strong>und</strong><br />

für Kinder ab fünf Jahren. Junge<br />

Zauberlehrlinge müssen sich hier<br />

für eine große Prüfung alleine<br />

auf den Weg durch einen dunklen<br />

Zauberwald machen. Nur <strong>die</strong><br />

Zauberkugeln, <strong>die</strong> immer wieder<br />

erscheinen, geben Hinweise auf<br />

den richtigen Weg – vorausgesetzt,<br />

<strong>die</strong> Jungs <strong>und</strong> Mädels sind in der<br />

Lage, <strong>die</strong>se entscheidenden Hinweise<br />

auch herbeizuhexen.<br />

Eines der neuesten Spiele von<br />

Marco Teubner ist ein Gemeinschaftsprojekt<br />

mit dem weltberühmten<br />

Thriller-Autor Sebastian<br />

Fitzek <strong>und</strong> heißt „SafeHouse“. Es<br />

ist für zwei bis vier Personen, ab<br />

zwölf Jahren <strong>und</strong> – passend zu Fitzeks<br />

Berufung – aufgebaut wie ein<br />

Buch. Ist ein Kapitel geschafft <strong>und</strong><br />

<strong>die</strong> Flucht vor dem bösen Verfolger<br />

geglückt, geht <strong>das</strong> Spiel weiter<br />

im nächsten Kapitel. So lange, bis<br />

man, hoffentlich am Leben bleibend,<br />

es bis ins SafeHouse schafft.<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich sind <strong>die</strong> Werke von<br />

Marco Teubner nahezu alle online<br />

erhältlich. Am schnellsten zu finden<br />

über Google oder Amazon –<br />

einfach den Namen „Marco Teubner“<br />

in <strong>die</strong> Suchleiste schreiben<br />

<strong>und</strong> auf „Enter“ drücken.<br />

Am PC mit Laser <strong>und</strong><br />

3D-Drucker<br />

Die jüngsten Erfolgs-Spiele von<br />

Marco Teubner sind allesamt in<br />

seinem Büro in Antdorf entstanden.<br />

Dort im neuen Gewerbegebiet<br />

nördlich des Dorfes sitzt er<br />

im ersten Stock vor zwei großen<br />

PC-Bildschirmen, an denen er<br />

mit diversen Adobe-Programmen<br />

wie Illustrator oder Photoshop<br />

arbeitet. Daneben produziert ein<br />

kleiner 3D-Drucker eine neue Figur.<br />

Wieder<strong>um</strong> daneben druckt<br />

ein riesengroßer Laser eine neue<br />

Brettspielplatte aus. „Im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e<br />

ein klassischer Bürojob, bei dem<br />

nicht immer alles Spaß macht“,<br />

gibt Marco Teubner offen <strong>und</strong><br />

ehrlich zu. Allen voran, wenn Zeitdruck<br />

mit im Spiel ist. Ein bis zwei<br />

Spiele pro Jahr kreiert er nämlich<br />

nach Auftrag von Verlagen, <strong>die</strong><br />

er zu einer bestimmten Deadline<br />

abzugeben hat. „Meist verb<strong>und</strong>en<br />

mit etlichen Nachtschichten“, sagt<br />

er <strong>und</strong> grinst. Alle anderen Spiele<br />

dagegen gestaltet er frei, bietet sie<br />

Verlagen an <strong>und</strong> hofft nach deren<br />

„Ja“ auf eine weitere Erfolgsgeschichte.<br />

Neben den <strong>r<strong>und</strong></strong> 75 bislang veröffentlichten<br />

Spielen hat Marco<br />

Teubner mindestens so viele noch<br />

in Petto. An manchen bleibt er<br />

konsequent dran, andere lässt er<br />

bewusst für längere Zeit liegen, bis<br />

ihm wieder eine zündende Idee<br />

dazu einfällt. Unter der Dusche, in<br />

der Sauna, beim Nichtstun. „Immer<br />

dann, wenn Geist <strong>und</strong> Körper<br />

entspannen, kommen mir <strong>die</strong> besten<br />

Ideen in den Sinn.“ Ein kreativer<br />

Moment im Leben von Marco<br />

Teubner war auch der, sich vor 20<br />

Jahren auf den Weg nach Bayern<br />

zu machen. „Wir wollten <strong>um</strong>ziehen,<br />

haben <strong>die</strong> Deutschlandkarte<br />

aufgeschlagen <strong>und</strong> blind unseren<br />

Zeigefinger darauf fallen lassen.“<br />

Getroffen wurde Wolfratshausen,<br />

wo allerdings keine bezahlbare<br />

Wohnung frei war, „weshalb es ins<br />

nahegelegene Egling ging“. Dann<br />

wollte Marco Teubner mit seiner<br />

Familie selbst ein Haus bauen,<br />

was letztlich in Antdorf gelungen<br />

ist. Welches Highlight der Antdorfer<br />

Künstler, der mittlerweile in<br />

einer Patchwork-Familie lebt, nun<br />

als nächstes auf den Markt bringen<br />

wird, muss noch geheim bleiben.<br />

Das Regal in seinem Büro ist jedenfalls<br />

voll von herzergreifenden<br />

Prototypen, <strong>die</strong> auch in Zukunft<br />

Menschen in aller Welt begeistern<br />

werden.<br />

js<br />

Angebot der Deutschen<br />

Rentenversicherung –<br />

Ges<strong>und</strong>heitsprävention am<br />

Starnberger See<br />

• Für aktiv DRV-Versicherte ohne akute Erkrankung<br />

• Komplette Kostenübernahme durch <strong>die</strong> DRV<br />

• Elektronische Beantragung über www.rv-fit.de oder<br />

über <strong>das</strong> Formular G0180 „Antrag auf Leistungen zur<br />

Prävention“ auf unserer u. g. Website<br />

Weitere Informationen:<br />

www.cep-hoehenried.de<br />

info@cep-hoehenried.de<br />

Telefon: 08158 9078-0<br />

Werden<br />

Sie aktiv!<br />

Böse Kuh, Carcassonne Junior <strong>und</strong> SAFE-<br />

HOUSE sind drei von 75 Teubner-Spiele.<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 7<br />

Centr<strong>um</strong> für Prävention<br />

Am G<strong>r<strong>und</strong></strong>weiher 1<br />

82347 Bernried am Starnberger See


Das neue Buch von „UNSER LAND“<br />

Vom regionalen Brotkreislauf<br />

Montag bis Samstag<br />

8.00 - 15.00 Uhr<br />

Tassiloland | Das Netzwerk<br />

„UNSER LAND“ ist vor über 25<br />

Jahren entstanden. Es <strong>um</strong>fasst<br />

mittlerweile zehn Solidargemeinschaften,<br />

eine eigene<br />

GmbH sowie mehr als 300 Erzeugerbetriebe<br />

aus München<br />

<strong>und</strong> elf Landkreisen in ganz<br />

Bayern. Der Organisation geht<br />

es in erster Linie <strong>um</strong> regionale<br />

Vermarktung landwirtschaftlicher<br />

Produkte. Hierfür eint <strong>das</strong><br />

Netzwerk Verbraucher, Händler<br />

<strong>und</strong> Erzeuger, <strong>um</strong>so mehr<br />

Transparenz in <strong>die</strong> Herstellung,<br />

Weiterverarbeitung <strong>und</strong> Vermarktung<br />

von hochwertigen,<br />

landwirtschaftlichen Produkten<br />

aus Bayern zu bringen.<br />

Passend dazu hat <strong>das</strong> Netzwerk<br />

nun ein neues Buch auf den<br />

Markt gebracht. Es heißt „Nähe,<br />

Mut <strong>und</strong> Vielfalt – Regionalität<br />

wirkt!“ Geschrieben hat <strong>das</strong> Werk<br />

Isabella Maria Weiss, <strong>die</strong> mehr als<br />

zehn Jahre für <strong>das</strong> UNSER LAND<br />

Brotprogramm tätig war – <strong>und</strong><br />

nun mit der Veröffentlichung des<br />

Buches auch ein Stück weit an <strong>die</strong><br />

Wurzeln des Netzwerks zurückerinnert.<br />

„Ein Brot <strong>und</strong> <strong>die</strong> drei<br />

dazugehörigen Hauptakteure –<br />

Getreidelandwirte, Müller <strong>und</strong><br />

Bäcker – waren der G<strong>r<strong>und</strong></strong>stein<br />

vom Netzwerk UNSER LAND. Und<br />

auch heute noch ist der regionale<br />

Brotkreislauf eines der zentralen<br />

Themen unseres Netzwerkes“,<br />

heißt es in einer UNSER LAND-<br />

Pressemitteilung zur Buchvorstellung.<br />

Erschienen ist <strong>das</strong> Buch „Nähe,<br />

Mut <strong>und</strong> Vielfalt – Regionalität<br />

wirkt!“ Es <strong>um</strong>fasst 118 Seiten, ist im<br />

oekom-Verlag erschienen, kostet<br />

14 Euro <strong>und</strong> ist in allen regionalen<br />

Buchhandlungen erhältlich. Dank<br />

Präsentieren <strong>das</strong> Buch: Autorin Isabella Maria Weiss (v.l.), Julian Kasprovicz,<br />

Hubert Pentenrieder, Georg Lampl, Martin Sonner, Elias Jakob.<br />

kurzen Textbausteinen sowie zahlreichen,<br />

hochauflösenden Bildern<br />

wirkt es leicht auf den Leser, zieht<br />

ihn regelrecht hinein in <strong>die</strong> regionale<br />

Entstehungsgeschichte der<br />

Mutter aller Lebensmittel: Dem<br />

Brot. Der Weg vom Korn z<strong>um</strong> Brot,<br />

stets aus regionaler Sicht betrachtet,<br />

wird hier bis ins Detail dargestellt,<br />

ohne den Leser zu überfordern.<br />

Dabei geht Autorin Isabella<br />

Maria Weiss nicht nur auf Zutaten,<br />

Maschinen <strong>und</strong> notwendiges<br />

Handwerk ein. Sie betrachtet auch<br />

immer wieder <strong>die</strong> ökologischen<br />

<strong>und</strong> sozialen Herausforderungen,<br />

> > > BUCH ZU GEWINNEN<br />

<strong>die</strong> bei der Herstellung eines regionalen<br />

Produktes wie Brot eine<br />

gewichtige Rolle spielen – <strong>und</strong><br />

sich auf nahezu alle anderen Lebensbereiche<br />

im Tassiloland <strong>und</strong><br />

darüber hinaus übertragen lassen.<br />

Präsentation<br />

auf Gut Kerschlach<br />

Offiziell vorgestellt wurde <strong>das</strong><br />

Buch unter anderem auf Gut Kerschlach.<br />

Dort zu Gast war auch<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongaus Landrätin<br />

Andrea Jochner-Weiß, <strong>die</strong> nur<br />

positive Worte gef<strong>und</strong>en hat für<br />

Ihr Regionalmagazin „<strong>tassilo</strong>“ verlost 3 x 1 Exemplar von „Nähe, Mut <strong>und</strong><br />

Vielfalt – Regionalität wirkt!“ Schicken Sie uns bis 15. <strong>September</strong> eine Postkarte<br />

mit dem Stichwort „Brot“ an „<strong>tassilo</strong>“, Birkland 40, in 86971 Peiting.<br />

Oder eine E-Mail an info@<strong>tassilo</strong>.de. Das Los entscheidet, der Rechtsweg<br />

ist ausgeschlossen.<br />

Wir wünschen viel Erfolg!<br />

den in H<strong>um</strong>us-braun gepackten<br />

118-Seiter: Ich kenne alle am<br />

Buch beteiligten Akteure persönlich,<br />

daher habe ich erstmal<br />

alle Bilder angeschaut – <strong>und</strong> es<br />

war mir eine große Freude.“<br />

Dass <strong>die</strong>ses Buch auch z<strong>um</strong><br />

Lesen eine leichte Kost ist, bekräftigt<br />

<strong>die</strong> Aussage von Werner<br />

Grünbauer, Bürgermeister von<br />

Pähl, Fischen <strong>und</strong> Kerschlach.<br />

Er gab offen <strong>und</strong> ehrlich zu,<br />

kein großer Leser zu sein. „Aber<br />

<strong>die</strong>ses Buch habe ich in nur vier<br />

St<strong>und</strong>en gelesen, weil es mich<br />

nicht mehr losgelassen hat.“<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich ist ein Netzwerk<br />

wie UNSER LAND derzeit voll im<br />

Trend. Immer mehr Menschen<br />

legen wieder verstärkt Wert auf<br />

den Kauf regionaler Produkte.<br />

Viele sind bereit, mehr Geld für<br />

Lebensmittel in <strong>die</strong> Hand zu nehmen,<br />

sofern einerseits <strong>die</strong> Qualität<br />

stimmt, andererseits dank maximaler<br />

Transparenz nachvollziehbar<br />

ist, woher <strong>das</strong> jeweilige Produkt<br />

stammt. Die Hauptakteure in<br />

Sachen Brotherstellung im Buch<br />

sind ebenfalls aus der Region. Wie<br />

wichtig Landwirte, Bäcker <strong>und</strong><br />

Müller auch im digitalen Zeitalter<br />

sind, hat spätestens <strong>die</strong> Corona-<br />

Pandemie gezeigt. Die Rede ist<br />

von Systemrelevanz.<br />

js<br />

8 | <strong>tassilo</strong>


Auf der Roten Couch<br />

Mönch,<br />

Seelsorger,<br />

Unternehmer<br />

Abt Johannes Eckert im schwarzen Habit, der klassischen<br />

Mönchstracht der Benediktiner. Die Rote Couch haben<br />

wir <strong>die</strong>smal im Nikolaussaal platziert. Der befindet sich<br />

im westlichen Gebäudetrakt des Andechser Klosters.<br />

Foto: Felix Baab<br />

september / oktober 2019 | 9


Andechs | Claudius Josef Eckert,<br />

bekannter als Pater Johannes, ist<br />

seit 17 Jahren Abt der Benediktinerabtei<br />

St. Bonifaz in München <strong>und</strong><br />

Andechs. Im großen Interview auf<br />

der Roten Couch spricht der gebürtige<br />

Mosbacher (Baden-Württemberg)<br />

über <strong>die</strong> unergründliche<br />

Suche nach Gott, seine Liebe z<strong>um</strong><br />

Gebirge, <strong>das</strong> Standbein des Heiligen<br />

Berges, Jesus als „planlosen<br />

Wanderer“ sowie feste Gebets<strong>und</strong><br />

Essenszeiten, <strong>die</strong> seinem<br />

Leben Struktur <strong>und</strong> Halt geben.<br />

Außerdem scheut der 51-Jährige<br />

sich nicht, <strong>die</strong> Kirchen-kritischen<br />

Themen „Steuer“ <strong>und</strong> „Zölibat“<br />

anzusprechen.<br />

Abt Johannes, war<strong>um</strong> haben Sie<br />

sich für ein Leben im Kloster entschieden?<br />

Die Suche nach Gott, <strong>die</strong> Frage<br />

nach dem Sinn des Lebens, hat<br />

mich schon als Jugendlicher bewegt.<br />

Aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> eines Schlüsselerlebnisses?<br />

Es waren eher gute Vorbilder, <strong>die</strong><br />

ich in meiner Kindheit <strong>und</strong> Jugend<br />

<strong>um</strong> mich hatte. Einen großartigen,<br />

menschlich orientierten Pfarrer.<br />

Meine Familie, mit der ich in der<br />

Jugendarbeit aktiv war. Und <strong>die</strong>ses<br />

Leben der Pfarrgemeinde, <strong>das</strong> mir<br />

neben schönen Gottes<strong>die</strong>nsten mit<br />

beispielsweise Zeltlagern <strong>und</strong> Partys<br />

immer großen Spaß gemacht<br />

hat.<br />

Dabei haben Sie durchaus versucht,<br />

ein „normales“ Leben abseits von<br />

Klostermauern zu bestreiten?<br />

Bei allen Versuchen, <strong>die</strong> Gottsuche<br />

„loszuwerden“, bin ich immer<br />

wieder von ihr eingeholt worden.<br />

Nach dem Abitur habe ich erst<br />

mal Zivil<strong>die</strong>nst gemacht, <strong>um</strong> nicht<br />

gleich Theologie zu stu<strong>die</strong>ren. Damals<br />

hatte ich auch eine Fre<strong>und</strong>in.<br />

Und später, als ich hier in St. Bonifaz<br />

mit damals 24 Jahren angefangen<br />

habe, hatten wir eine Probezeit<br />

von vier Jahren, <strong>die</strong> ich <strong>um</strong> ein<br />

fünftes Jahr verlängert habe. Jetzt<br />

merke ich aber, <strong>das</strong>s es <strong>die</strong> richtige<br />

Entscheidung war, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Leben<br />

im Kloster mein Weg ist.<br />

Frei von jeglichen Zweifeln?<br />

Natürlich ist es auch immer wieder<br />

ein Ringen mit sich selbst, was<br />

aber z<strong>um</strong> Leben generell dazugehört.<br />

Wenn es <strong>die</strong>sen Gott gibt, ist<br />

es eine lebendige Beziehung, <strong>die</strong><br />

mit ständiger Arbeit, mit ständigem<br />

Reifen <strong>und</strong> mit ständigem<br />

Suchen verb<strong>und</strong>en ist. Mit Nähe<br />

<strong>und</strong> Distanz. Dafür ist <strong>das</strong> Geheimnis<br />

Gottes auch viel zu groß. In den<br />

zehn Geboten heißt es nicht <strong>um</strong>sonst:<br />

Du sollst Dir kein Bild von<br />

mir machen.<br />

Inzwischen leben Sie seit 1993 in St.<br />

Bonifaz, sind seit 2003 Abt <strong>und</strong> im<br />

Jahre 2015 für weitere zwölf Jahre<br />

in Ihrem Amt bestätigt worden.<br />

Eine lange Zeit?<br />

(lächelt) Wie man’s nimmt. Einerseits<br />

ist <strong>das</strong> Leben hier sehr<br />

kurzweilig. Andererseits wird ein<br />

Abt nach der Benediktsregel auf<br />

Lebenszeit gewählt. Die Zwölf-<br />

Jahres-Regel wurde hier in St.<br />

Bonifaz erst eingeführt, als mein<br />

Vorgänger mit über 70 Jahren sein<br />

Amt altersbedingt zur Verfügung<br />

gestellt hat.<br />

Klingt, als würden Sie <strong>die</strong> Zeit als<br />

Abt keine Sek<strong>und</strong>e bereuen?<br />

Vor meiner Zeit als Abt war ich hier<br />

in den Gemeinden Erling-Andechs<br />

<strong>und</strong> Machtlfing Pfarrer – <strong>und</strong> <strong>das</strong><br />

sehr gerne, da mache ich kein<br />

Geheimnis daraus. Das Leben als<br />

Abt ist auch nicht immer schön.<br />

Z<strong>um</strong> Beispiel jetzt in Zeiten <strong>die</strong>ser<br />

Corona-Krise gibt es schon schlaflose<br />

Nächte, wenn man sich fragt,<br />

ob wir es durch <strong>die</strong> Krise schaffen,<br />

ob wir alle Mitarbeiter halten können.<br />

Oder wenn man von einem<br />

Mitbruder im Kloster weiß, <strong>das</strong>s er<br />

in einer persönlichen Krise steckt –<br />

<strong>das</strong> zu begleiten, ohne es nach außen<br />

zu tragen, ist auch nicht leicht.<br />

Oder wenn man Erwartungen<br />

nicht erfüllen kann <strong>und</strong> Menschen<br />

enttäuschen muss. Insofern gibt<br />

es viele Dinge, <strong>die</strong> den äbtlichen<br />

Dienst zur Last werden lassen.<br />

Spätestens dann wird es Zeit für einen<br />

Ausflug ins Gebirge. Wie sind<br />

Sie z<strong>um</strong> Bergsteigen gekommen?<br />

Wir sind schon als Familie gerne<br />

in <strong>die</strong> Berge gegangen. Da ich aus<br />

dem Badischen stamme, sind wir<br />

in den Ferien viel in <strong>die</strong> Schweiz<br />

gefahren. Als Jugendlicher habe ich<br />

dort auch größere Touren gemacht,<br />

bin auf den 4 000ern im Wallis an<br />

meine Grenzen gestoßen. Heute<br />

bin ich regelmäßig in den Ammergauer<br />

Alpen, den Tannheimer Bergen,<br />

im Karwendel, Wettersteingebirge<br />

oder im Urlaub auch mal in<br />

den Dolomiten unterwegs.<br />

Um in der Höhe Gott näher zu kommen?<br />

Ob man auf einem Gipfel Gott<br />

näher ist, weiß ich ehrlich gesagt<br />

nicht. Ich finde auf jeden Fall mehr<br />

zu mir selbst, werde freier, kann<br />

loslassen <strong>und</strong> Kraft tanken.<br />

Am Klosterfenster: „<strong>tassilo</strong>“-Redakteur Johannes Schelle mit Pater Johannes,<br />

der den herrlichen Blick Richtung Ammersee zu schätzen weiß.<br />

Und <strong>die</strong> wirklich wichtigen Dinge<br />

des Lebens wieder in den Vorderg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

rücken?<br />

Ein Abt von einem Bergkloster hat<br />

mal gesagt: Er muss manchmal auf<br />

einen Berg steigen, <strong>um</strong> zu sehen,<br />

wie klein sein Kloster eigentlich<br />

ist. Viele Dinge werden relativiert,<br />

man wird wieder bescheidender.<br />

Bergsteigen erdet.<br />

Hier in Andechs arbeiten Sie auch<br />

auf einem Berg, dem Heiligen. Wie<br />

starten Sie am zweitgrößten Wallfahrtsort<br />

Bayerns in den Tag?<br />

Ganz wichtig für mich ist unser<br />

gemeinsames Chorgebet, <strong>das</strong> insgesamt<br />

vier Mal täglich stattfindet<br />

<strong>und</strong> deshalb auch unseren Alltag<br />

strukturiert. Bevor wir <strong>das</strong> erste<br />

Mal beten, tue ich allerdings etwas<br />

für meinen Körper <strong>und</strong> Geist,<br />

mache unter anderem Übungen<br />

für <strong>die</strong> Wirbelsäule <strong>und</strong> lese in der<br />

Heiligen Schrift – <strong>das</strong> hat für mich<br />

etwas ungemein Meditatives. Außerdem<br />

führe ich Tagebuch, schreibe<br />

mir <strong>das</strong> wichtigste vom Vortag<br />

nochmals auf. Das alles mache ich<br />

in der Früh, quasi als Standortbestimmung,<br />

<strong>um</strong> in Ruhe <strong>und</strong> mit<br />

Gelassenheit in den Tag zu starten.<br />

Was extrem frühes Aufstehen voraussetzt?<br />

Im Sommer stehe ich <strong>um</strong> 4.45<br />

Uhr auf. Nach dem gemeinsamen<br />

Gebet gehe ich Frühstücken, lese<br />

Zeitung. Anschließend bereite ich<br />

Predigten <strong>und</strong> Ansprachen vor<br />

oder arbeite Akten durch. Um 9<br />

Uhr geht’s dann meistens mit Besprechungen<br />

los. Z<strong>um</strong> Beispiel,<br />

was unsere Wirtschaftsbetriebe<br />

oder <strong>die</strong> Bibliothek in Sankt Bonifaz<br />

oder Themen zur Obdachlosenarbeit<br />

betrifft. Aber auch <strong>das</strong> Begrüßen<br />

neuer Gäste gehört dazu.<br />

Nach dem gemeinsamen Gebet<br />

<strong>und</strong> Mittagessen, immer <strong>um</strong> 12.15<br />

Uhr, geht es schließlich weiter,<br />

beispielsweise mit Gesprächsterminen<br />

wie Tauf- oder Traugesprächen.<br />

Und am Abend sind auch<br />

immer wieder Termine, z<strong>um</strong> Beispiel<br />

Gottes<strong>die</strong>nste, Vorträge oder<br />

Einladungen.<br />

Langweilig wird Ihnen nicht. Wie<br />

viele Termine haben Sie am Tag?<br />

Kann ich gar nicht sagen. Aber es<br />

sind schon einige, weshalb man<br />

sich gut organisieren muss.<br />

Was hilft Ihnen dabei?<br />

Dieser Tagesrhythmus mit den festen<br />

Gebetszeiten ist hier sehr gut.<br />

Bei BMW in München, wo ich als<br />

Werkstudent gearbeitet <strong>und</strong> meine<br />

Doktorarbeit schrieb, habe ich den<br />

immer vermisst. Die Leute kommen<br />

<strong>um</strong> sieben Uhr, dann geht es<br />

den ganzen Tag über so toujour<br />

durch. Bei uns gibt es aber <strong>die</strong>se<br />

10 | <strong>tassilo</strong>


festen Wegmarken mit den gemeinsamen<br />

Gebets- <strong>und</strong> Essenszeiten,<br />

<strong>die</strong> mir Struktur, Halt <strong>und</strong><br />

Möglichkeit zur Reflexion geben.<br />

Zu welchem Thema haben Sie promoviert?<br />

Z<strong>um</strong> Thema „Dienen statt Herrschen.<br />

Unternehmenskultur <strong>und</strong><br />

Ordensspiritualität: Begegnungen,<br />

Herausforderungen, Anregungen.“<br />

Ich habe <strong>die</strong> Unternehmenskultur<br />

bei BMW mit der Ordensspiritualität<br />

der Bayerischen Benediktinerkongregation<br />

verglichen.<br />

Sind sie als Abt von St. Bonifaz<br />

mehr Unternehmer oder Priester?<br />

Schon mehr Seelsorger <strong>und</strong> Geistlicher,<br />

da ich mit dem operativen<br />

Geschäft nicht so viel zu tun habe.<br />

Mit unserem Cellerar Frater Leonhard<br />

Winkle, der <strong>das</strong> hervorragend<br />

macht, stimme ich mich eng ab,<br />

bin aber nicht immer in konkrete<br />

Entscheidungen vor Ort eingeb<strong>und</strong>en.<br />

Das möchte der Heilige Benedikt<br />

auch nicht. Der Abt eines Benediktinerklosters<br />

soll genug Zeit<br />

<strong>und</strong> Freiheiten für Seelsorge <strong>und</strong><br />

geistliche Arbeit haben.<br />

Und wenn es dar<strong>um</strong> geht, wichtige<br />

Entscheidungen für St. Bonifaz <strong>und</strong><br />

Andechs zu treffen?<br />

Bei allen wichtigen Entscheidungen<br />

muss ich immer den Rat der<br />

Brüder fragen. Alle sechs Wochen<br />

kommen unsere Gemeinschaften<br />

aus München <strong>und</strong> Andechs zusammen,<br />

<strong>um</strong> alles Wichtige anhand<br />

einer Tagesordnung zu besprechen<br />

<strong>und</strong> zu entscheiden.<br />

Was schätzen Sie – von der Gemeinschaft<br />

abgesehen – am meisten<br />

an Ihrer ehrenwerten Position?<br />

Die Vielfalt. Das Thema Wallfahren<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> Wirtschaftsbetriebe<br />

mit Brauerei, Gastronomie <strong>und</strong><br />

Landwirtschaft in Andechs, <strong>die</strong> Obdachlosen-Hilfe<br />

<strong>und</strong> Pfarreiarbeit<br />

in München, <strong>die</strong> vielen Vorträge<br />

<strong>und</strong> Begleitungen im geistlichen<br />

Bereich. Ich weiß nicht, in welchem<br />

Beruf es eine vergleichbare<br />

Themenbreite gibt.<br />

Die Klosterbrauerei in Andechs haben<br />

Sie vergangenes Jahr bei „Focus<br />

online“ als „wichtigstes Standbein“<br />

von St. Bonifaz bezeichnet.<br />

Die Brauerei, gemeinsam mit unserer<br />

Gastronomie, ist in der Tat<br />

unser Standbein. Als eigenständiges<br />

Kloster bekommen wir keine<br />

Kirchensteuer, müssen alles notwendige<br />

Geld selbst erwirtschaften.<br />

Gebäudeunterhalt, Personalkosten,<br />

Werkzeuge, Maschinen<br />

<strong>und</strong> vieles mehr.<br />

Wie schwer wurde St. Bonifaz <strong>und</strong><br />

Andechs, allen voran Brauerei <strong>und</strong><br />

Gastronomie, von der Corona-Krise<br />

getroffen?<br />

Corona war für uns ein sehr großer,<br />

schmerzlicher Einschnitt – keine<br />

Touristen, keine Wallfahrer, <strong>das</strong><br />

Bräustüberl war acht Wochen geschlossen.<br />

Große Veranstaltungen<br />

in München, <strong>die</strong> wir mit unserem<br />

Bier versorgen, sind ausgefallen.<br />

Das Geschäft, <strong>das</strong> wir im März,<br />

April <strong>und</strong> Mai nicht machen konnten,<br />

ist durch. Und <strong>die</strong> Belegschaft<br />

in Kurzarbeit zu schicken, war alles<br />

andere als schön. Wer weiß,<br />

wie teuer <strong>das</strong> Leben im Landkreis<br />

Starnberg sowie Großra<strong>um</strong> München<br />

ist, der kann nachvollziehen,<br />

<strong>das</strong>s bei weniger Einkommen sehr<br />

schnell ganze Familien, ganze<br />

Existenzen bedroht sind. Normalerweise<br />

besuchen uns allein in<br />

Andechs eine knappe Million Menschen<br />

pro Jahr. Heuer werden es<br />

deutlich weniger sein. Insofern hat<br />

uns Corona schon getroffen.<br />

Ist <strong>die</strong> Zukunft des Heiligen Berges<br />

in Gefahr?<br />

Wir sind froh, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> Bräustüberl,<br />

der Gasthof <strong>und</strong> der Laden in Andechs<br />

wieder geöffnet haben, <strong>das</strong>s<br />

<strong>die</strong> Brauerei gut läuft. Und <strong>das</strong>s<br />

unser Flaschenbier-Segment bestens<br />

aufgestellt ist <strong>und</strong> wir unser<br />

Bier dank eines sehr aktiven Vertriebes<br />

auch abseits des Klosters<br />

gut verkaufen. An <strong>die</strong>ser Stelle sind<br />

wir unseren K<strong>und</strong>en sehr dankbar,<br />

<strong>die</strong> uns trotz Krise treu geblieben<br />

sind. Natürlich werden wir heuer<br />

nicht <strong>die</strong> Zahlen schreiben wie in<br />

den Jahren zuvor, müssen aber<br />

auch keine existenziellen Sorgen<br />

haben. Wobei es in <strong>die</strong>ser Krise ja<br />

erstmal <strong>um</strong> ganz andere Werte als<br />

<strong>die</strong> wirtschaftlichen geht.<br />

Weil es <strong>um</strong> Menschenleben geht…<br />

Wenn man sich <strong>die</strong> Corona-bedingten<br />

Zustände in beispielsweise<br />

Brasilien, Frankreich, Norditalien<br />

oder den USA anschaut,<br />

müssen wir uns glücklich schätzen,<br />

<strong>das</strong> Virus relativ schnell <strong>und</strong> gut in<br />

den Griff bekommen zu haben.<br />

Da habe ich an <strong>die</strong>ser Stelle auch<br />

großen Respekt vor der Politik, <strong>die</strong><br />

sowas auch noch nie hatte <strong>und</strong> es<br />

meiner Meinung nach gut macht –<br />

auch wenn man es nie allen recht<br />

machen kann.<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 11


Mit zwei Ohren<br />

hört man<br />

besser!<br />

PEISSENBERG<br />

Hauptstraße 116 / RIGI-Center<br />

Telefon 08803-9009250<br />

WEILHEIM<br />

Ledererstraße 6<br />

Telefon 0881-92759220<br />

WWW.OHRWERK-GMBH.DE<br />

Inzwischen ist <strong>die</strong> Kurzarbeit in Andechs<br />

vorbei?<br />

Ja, fast. Es war in der Tat schön zu<br />

sehen, mit welcher Freude unsere<br />

Mitarbeiter ihre Arbeit wieder aufgenommen<br />

haben.<br />

Wie viele sind es derzeit?<br />

In beiden Klöstern beschäftigen<br />

wir 230 Mitarbeiter, wovon <strong>die</strong><br />

meisten im gastronomischen Bereich<br />

arbeiten.<br />

Und wie viele Mönche leben derzeit<br />

in St. Bonifaz <strong>und</strong> Andechs?<br />

13 <strong>und</strong> ein Interessent, der sich gerade<br />

aufgemacht hat, den Weg als<br />

Mönch für sich zu prüfen.<br />

Welche Kriterien muss der Interessent<br />

erfüllen, <strong>um</strong> letztlich im Kloster<br />

aufgenommen zu werden?<br />

Die Regel Benedikts, <strong>die</strong> im 6.<br />

Jahrh<strong>und</strong>ert geschrieben wurde,<br />

gibt eigentlich nur ein Kriteri<strong>um</strong><br />

vor: Ob man wahrhaft Gott sucht.<br />

Das finde ich nach wie vor ungemein<br />

interessant, <strong>das</strong>s Benedikt<br />

damals nicht geprüft hat, ob man<br />

Gott bereits gef<strong>und</strong>en hat. Es geht<br />

vielmehr <strong>um</strong> eine tiefe Sehnsucht,<br />

<strong>die</strong> einen antreibt. Und immer<br />

wieder <strong>um</strong> <strong>die</strong> Fragen nach dem<br />

Sinn des Lebens <strong>und</strong> nach dem<br />

Schöpfer des Seins. Dafür muss<br />

man ein sehr sensibler, hörender<br />

Mensch sein. Einer, der beständig<br />

bleibt, der nicht gleich aufgibt.<br />

Gilt <strong>die</strong>ses „beständig bleiben“<br />

auch für <strong>das</strong> Leben im Kloster generell?<br />

Eine große Sehnsucht nach Gemeinschaft<br />

muss vorhanden sein,<br />

wenn jemand Mönch werden will.<br />

Man muss gern beieinander sein,<br />

gern miteinander feiern oder sich<br />

austauschen. Aber es gehören<br />

auch <strong>die</strong> gemeinsamen Gottes<strong>die</strong>nste<br />

<strong>und</strong> <strong>die</strong> Gebetszeiten dazu<br />

<strong>und</strong> <strong>das</strong>s der Mönch auch für sich<br />

allein sein kann. Gleichzeitig sind<br />

unsere Klöster, München wie Andechs,<br />

sehr stark nach außen gerichtet,<br />

sehr gastfre<strong>und</strong>lich – auch<br />

12 | <strong>tassilo</strong><br />

<strong>das</strong> gilt es auszuhalten <strong>und</strong> aktiv<br />

mitzugestalten.<br />

Sie sind definitiv ein hörender<br />

Mensch, arbeiten auch als Unternehmensberater<br />

im Bereich „Ethikmanagement“.<br />

Wie lassen sich<br />

ethische Werte in Einklang bringen<br />

mit <strong>die</strong>sem ständigen „Höher,<br />

Schneller, Weiter“?<br />

Zunächst muss sich ein Unternehmer<br />

selbst <strong>die</strong> Frage stellen: Für<br />

welche Werte stehe ich? Und für<br />

welche Werte soll meine Firma<br />

stehen? Dann geht es dar<strong>um</strong>, einen<br />

bestimmten Wert, z<strong>um</strong> Beispiel<br />

Verlässlichkeit, auch zu leben. Verlässlichkeit<br />

dem K<strong>und</strong>en gegenüber<br />

funktioniert nur dann, wenn<br />

ich als Unternehmer auch meinen<br />

eigenen Mitarbeitern gegenüber<br />

verlässlich bin – <strong>und</strong> <strong>die</strong>se Verlässlichkeit<br />

dann auch wieder von den<br />

Mitarbeitern zurückkommt.<br />

Ein weiterer Teil ihres Aufgabengebietes:<br />

Exerzitien für Manager.<br />

Die bieten wir zwei Mal im Jahr<br />

über jeweils vier Tage an. Einmal<br />

während der Adventszeit <strong>und</strong><br />

im Rahmen der Fastenzeit. Hier<br />

melden sich keine Gruppen aus<br />

Unternehmen, sondern einzelne<br />

Personen aus unterschiedlichen<br />

Motivationen heraus an. Z<strong>um</strong> Beispiel<br />

Menschen, <strong>die</strong> sich in einer<br />

Lebenskrise befinden <strong>und</strong> sich<br />

reflektieren möchten. Ältere Unternehmer,<br />

<strong>die</strong> ihre Firma an <strong>die</strong><br />

nächste Generation übergeben<br />

möchten. Oder einfach nur Menschen,<br />

<strong>die</strong> es z<strong>um</strong> Geburtstag geschenkt<br />

bekommen haben.<br />

Dabei auffallend?<br />

Die Männer, <strong>die</strong> am Mittwochabend<br />

bei uns ankommen, stehen<br />

total unter Strom <strong>und</strong> sind<br />

gestresst. Am Donnerstagabend<br />

ist davon jedoch nichts mehr zu<br />

spüren. Sie sind entspannt <strong>und</strong><br />

geerdet.<br />

Wie gelingt <strong>die</strong>se rasante Alltags-<br />

Entschleunigung?<br />

Es liegt nicht nur an den Exerzitien<br />

an sich. Die Männer, <strong>die</strong> über<br />

<strong>die</strong>se vier Tage bei uns sind, müssen<br />

sich ganz auf unsere klösterliche<br />

Lebensweise einlassen. Sie<br />

haben ein Zimmer im klösterlichen<br />

Gebäudetrakt, nutzen wie<br />

wir Etagendusche <strong>und</strong> WC, sitzen<br />

bei uns am Tisch <strong>und</strong> sind Teil<br />

der Gebetsgemeinschaften. Dieser<br />

strukturierte Tagesablauf hilft<br />

ihnen ungemein, rasch runterzukommen<br />

vom sonst so stressigen<br />

Alltag.<br />

Eine Möglichkeit für Sie, abzuschalten:<br />

Bücher schreiben. Neun<br />

Werke wurden inzwischen von Ihnen<br />

veröffentlicht, <strong>das</strong> zehnte folgt<br />

sobald. Dabei scheuen Sie auch vor<br />

Kritischem nicht zurück. In „Steh<br />

auf!“ greifen Sie unter anderem <strong>die</strong><br />

Themen Kirchensteuer <strong>und</strong> Zölibat<br />

auf. Halten Sie letzteren noch für<br />

zeitgemäß?<br />

Der Pflichtzölibat für Weltpriester,<br />

also <strong>die</strong> ganz normalen Pfarrer in<br />

den Pfarreien, wäre besser freizustellen.<br />

Sie sollten ihre Lebensform<br />

frei wählen dürfen. Bei uns<br />

in der klösterlichen Gemeinschaft<br />

gehört es aber dazu, <strong>das</strong>s ich frei<br />

sein will für <strong>die</strong> Suche nach Gott –<br />

<strong>und</strong> daher auf eine Partnerschaft,<br />

auf <strong>die</strong> Gründung einer eigenen<br />

Familie, verzichte.<br />

Die vergangenen Jahre sind viele<br />

Menschen aus der Kirche ausgetreten.<br />

Allein 2018 waren es mehr als<br />

200 000 Katholische, sogar noch<br />

mehr Evangelische. Was sind neben<br />

den Auswirkungen der Missbrauchsskandale<br />

<strong>die</strong> hauptursächlichen<br />

Gründe dafür?<br />

Man sollte auf jeden Fall über eine<br />

Kirchensteuer-Reform nachdenken.<br />

Ich plä<strong>die</strong>re für <strong>das</strong> italienische<br />

Modell, nach dem <strong>die</strong> Menschen<br />

frei wählen können, an wen<br />

sie eine Art Kultur-Sozial-Steuer<br />

zahlen möchten. Meine Erfahrung<br />

zeigt nämlich, <strong>das</strong>s Kirchenaustritte<br />

nichts über <strong>die</strong> Religiosität von<br />

Menschen aussagt.


Können Sie <strong>das</strong> konkretisieren?<br />

Ich erlebe viele junge, suchende<br />

Menschen, denen Glaube wichtig<br />

ist. Und ich verstehe auch <strong>die</strong>, <strong>die</strong><br />

sagen, ich brauche <strong>die</strong>se Kirche<br />

nicht, war<strong>um</strong> soll ich dann Beiträge<br />

für sie zahlen. Viele von uns kommen<br />

aus einer Zeit, wo es eine sehr<br />

starke Kirchlichkeit gab – Religiosität<br />

ohne Kirche gab’s in den 1950er<br />

<strong>und</strong> 1960er Jahren viel seltener als<br />

heute. Momentan befinden wir uns<br />

aber in einer Bewegung, <strong>die</strong> sich<br />

von <strong>die</strong>sem strengen Bild loslöst.<br />

Ich bin sogar davon überzeugt,<br />

<strong>das</strong>s es erstmal eine Loslösung von<br />

alten Kirchenbildern, <strong>die</strong> häufig<br />

mit gesellschaftlicher Macht verb<strong>und</strong>en<br />

sind, braucht, <strong>um</strong> dann<br />

den christlichen Glauben wieder<br />

neu entdecken zu können.<br />

Was macht Sie da so sicher?<br />

Mein Bild von Jesus: Er ist in meinen<br />

Augen etwas planlos durch<br />

Galiläa gewandert, war für <strong>die</strong><br />

Menschen, denen er begegnet ist,<br />

offen <strong>und</strong> hat versucht, ihnen Lebensperspektiven<br />

zu geben.<br />

Im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e hat Jesus <strong>das</strong> gemacht,<br />

was Sie heute als Seelsorger tun?<br />

Deshalb suche ich regelmäßig den<br />

direkten Kontakt zu Menschen, indem<br />

ich mich einfach mal dazusetze,<br />

mich unterhalte <strong>und</strong> zuhöre.<br />

Eine schöne Aufgabe?<br />

(lächelt) Eine sehr schöne. Wenn<br />

ich in Ruhestand bin, wäre Bräustüberl-Seelsorger<br />

eine reizvolle<br />

Aufgabe für mich. In der Symbiose<br />

Kirche, Gastwirtschaft <strong>und</strong> schöne<br />

Landschaft öffnet sich <strong>das</strong> Herz der<br />

Menschen ungemein.<br />

Schier unzählige Gespräche haben<br />

Sie schon mit Wallfahrern geführt.<br />

Wie viele kommen – von Corona<br />

abgesehen – normalerweise auf<br />

den Heiligen Berg?<br />

Zunächst ist es schwer zu unterscheiden,<br />

wer Wallfahrer <strong>und</strong><br />

wer Tourist ist. Normalerweise<br />

kommen knapp eine Million Menschen<br />

pro Jahr zu uns ins Kloster<br />

Andechs. Wallfahrtsgruppen sind<br />

in der Regel <strong>um</strong> <strong>die</strong> 130 angemeldet,<br />

was <strong>r<strong>und</strong></strong> 30 000 Wallfahrern<br />

entspricht.<br />

Woher kommen <strong>die</strong> Männer <strong>und</strong><br />

Frauen?<br />

Im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e immer noch vor allem<br />

aus dem Gebiet der alten<br />

Grafschaft der Andechs Meranier,<br />

heute aus dem Bayerischen<br />

Schwaben, aus dem Gebiet <strong>um</strong><br />

Augsburg, auch z<strong>um</strong> Beispiel aus<br />

Hohenpeißenberg, aber auch aus<br />

Gemeinden <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> den Starnberger<br />

See <strong>und</strong> mitunter auch aus<br />

München.<br />

Wenn Sie über <strong>die</strong> alten Grenzen der<br />

Grafschaft hinweg blicken, hinaus<br />

in <strong>die</strong> Weite der Welt: Was wünschen<br />

Sie sich für uns Menschen in<br />

Zeiten von Corona, Flüchtlingskrise,<br />

Hungersnot, Armut, Krieg <strong>und</strong> Größenwahnsinnigkeit<br />

einiger Präsidenten<br />

mächtiger Länder?<br />

Die Corona-Krise lehrt uns, was<br />

wirklich wichtig <strong>und</strong> notwendig<br />

ist. Sie führt uns aufs Wesentliche<br />

in der persönlichen Lebensform<br />

zurück. Im Zuge dessen würde ich<br />

mir wieder mehr Wertschätzung<br />

von demokratischen Werten wünschen.<br />

Dass wir alle neu schätzen<br />

lernen, was für ein hohes Gut <strong>die</strong><br />

Demokratie ist. Und <strong>das</strong>s man<br />

sich dafür auch aktiv einsetzen<br />

muss.<br />

In welcher Form?<br />

Da würde ich mir auch mehr politisches<br />

Engagement wünschen.<br />

Meine Hoffnung liegt z<strong>um</strong> Beispiel<br />

in der Bewegung „Fridays for Future“,<br />

<strong>das</strong>s <strong>die</strong> nächste Generation<br />

wieder stärker politisch wird <strong>und</strong> –<br />

ähnlich wie in der Flüchtlingskrise<br />

– eine neue Friedensbewegung<br />

entsteht, im Zuge derer sich viele<br />

Menschen spontan bereit erklären<br />

zu helfen. Schön wäre es,<br />

wenn <strong>die</strong>s zu einem verbindlichen<br />

politischen Engagement führen<br />

würde. Das Phänomen, lange in<br />

Wohlstand <strong>und</strong> Frieden zu leben,<br />

<strong>und</strong> <strong>das</strong> als selbstverständlich zu<br />

nehmen, ist ein Trugschluss. Für<br />

Frieden <strong>und</strong> Demokratie muss man<br />

kämpfen.<br />

Dass sie als gutes Beispiel in vielen<br />

Lebenssituationen vorangehen, beweist<br />

eine Auszeichnung aus 2019 –<br />

Sie haben von Markus Söder den<br />

Bayerischen Ver<strong>die</strong>nstorden verliehen<br />

bekommen. Erfüllt Sie <strong>das</strong> mit<br />

Stolz?<br />

Den Bayerischen Ver<strong>die</strong>nstorden<br />

sehe ich als Auszeichnung, als<br />

Würdigung für <strong>das</strong>, was wir gemeinsam<br />

in unseren Klöstern in<br />

Andechs <strong>und</strong> München leisten. Sei<br />

es <strong>die</strong> offene Seelsorge, <strong>die</strong> Obdachlosenhilfe<br />

in München, <strong>das</strong><br />

nachhaltige Wirtschaften in unseren<br />

Betrieben, <strong>das</strong>s wir ein stabiler<br />

Arbeitgeber sind. Und <strong>das</strong>s<br />

wir <strong>die</strong>se Gegensätzlichkeit – <strong>das</strong><br />

Leben auf dem Land <strong>und</strong> in der<br />

Stadt – versuchen unter dem Dach<br />

von St. Bonifaz zu einen.<br />

js<br />

Erlebnis Lechflößerei<br />

Mit dem historischen Fernhandelsfloß auf Fahrt<br />

➜ Termine: im Juli, August <strong>und</strong> <strong>September</strong>, jeden Sonntag<br />

<strong>um</strong> 14.00 Uhr <strong>und</strong> 16.00 Uhr <strong>und</strong> auf Anfrage<br />

➜ Startpunkt: Bootshaus am Schongauer Lechsee<br />

➜ Kosten: Erwachsener € 15,00 · Kind: € 10,00<br />

➜ Anmeldung: Telefon 0 88 61 21 41 81<br />

Gefördert durch <strong>das</strong> Bayerische Staatsministeri<strong>um</strong> für Ernährung,<br />

Landwirtschaft <strong>und</strong> Forsten <strong>und</strong> den Europäischen Landwirtschafts -<br />

fonds für <strong>die</strong> Entwicklung des ländlichen Ra<strong>um</strong>s (ELER).<br />

www.schongau.de<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 13


Papierwerkstatt auf Gut Hartschimmel<br />

Handgemachte Unikate aus Papier<br />

Pähl | Inmitten der Natur, zwischen<br />

Pähl <strong>und</strong> Andechs, liegt <strong>das</strong><br />

Gut Hartschimmel. Auf der Straße<br />

nach Fischen zeigt ein Wegweiser<br />

<strong>die</strong> Richtung z<strong>um</strong> Gut an <strong>und</strong><br />

führt <strong>die</strong> Besucher entlang eines<br />

langen Feldweges direkt in <strong>das</strong><br />

Para<strong>die</strong>s: Eine Anlage wie aus dem<br />

Bilderbuch, ein efeubewachsenes<br />

Bauernhaus sowie unendlich<br />

große Wiesenflächen, auf denen<br />

Galloway-Rinder, Schafe, Esel<br />

<strong>und</strong> Ziegen zu Hause sind. Hier<br />

lebt <strong>und</strong> arbeitet Alexandra von<br />

Schönberg mit ihrer Familie. Auf<br />

den ersten Blick lässt <strong>die</strong> ländliche<br />

Idylle nicht vermuten, was man<br />

hier vorfindet: Eine als Hofladen<br />

<strong>um</strong>gebaute Scheune, in der man<br />

bunte Schachteln, Grußkarten, verzierte<br />

Alben <strong>und</strong> Papierwaren aus<br />

aller Welt kaufen kann. Die Mutter<br />

von drei erwachsenen Kindern fertigt<br />

<strong>die</strong> Produkte selber von Hand<br />

an <strong>und</strong> kreiert in ihrer Werkstatt<br />

immer wieder w<strong>und</strong>erbare Dinge<br />

aus Stoff <strong>und</strong> Papier – alles Unikate<br />

mit dem gewissen Etwas. Wer<br />

ein besonderes Geschenk für seine<br />

Liebsten oder eine hübsche Karte<br />

für einen bestimmten Anlass sucht,<br />

ist hier genau richtig.<br />

Etwas Schönes<br />

für zu Hause<br />

Die Geschäftsfrau beweist immer<br />

wieder aufs Neue, <strong>das</strong>s sie voller<br />

Energie <strong>und</strong> Tatendrang steckt. Obwohl<br />

sie ihren Laden während der<br />

Corona-Pandemie für einige Zeit<br />

schließen musste, hat sie ka<strong>um</strong><br />

K<strong>und</strong>en verloren. „Ich lasse mich<br />

nicht so schnell unterkriegen“, so<br />

ihre Devise. Statt den Kopf in den<br />

Sand zu stecken, entdeckte sie den<br />

Scherenschnitt neu <strong>und</strong> richtete<br />

einen Online-Shop ein. „Mir war<br />

klar, <strong>das</strong>s <strong>die</strong> Leute besonders in<br />

<strong>die</strong>sen Zeiten etwas Schönes für<br />

zu Hause haben wollen. Ich dachte<br />

mir, wenn <strong>die</strong> K<strong>und</strong>en nicht zu<br />

mir kommen können, dann komme<br />

ich zu ihnen.“ Also baute sie ihren<br />

Online-Shop weiter aus. Anfangs<br />

bekam sie noch Unterstützung von<br />

Der bunte Papierladen in der ehemaligen Scheune wirkt schon von<br />

außen sehr einladend.<br />

14 | <strong>tassilo</strong><br />

Tochter Clara, doch als <strong>die</strong>se wegen<br />

Migräne ausfiel, musste sich<br />

Alexandra von Schönberg selbst<br />

mit der Technik befassen. „Ich<br />

hatte großen Respekt davor“, gesteht<br />

sie. „Doch mittlerweile geht<br />

es ganz schnell.“ Die K<strong>und</strong>en sind<br />

dankbar <strong>und</strong> freuen sich über <strong>die</strong><br />

zusätzliche Möglichkeit, online zu<br />

kaufen.<br />

Aktuell sind es über 200 Produkte,<br />

<strong>die</strong> man sich bequem über<br />

den Internet-Shop bestellen kann.<br />

„Interessant ist, <strong>das</strong>s dort Einiges<br />

besser zur Geltung kommt“, findet<br />

Alexandra von Schönberg. Das liege<br />

vor allem daran, <strong>das</strong>s man sich<br />

<strong>die</strong> Dinge gezielter ansehen könne.<br />

Neu im Sortiment sind Karten mit<br />

Scherenschnittmotiv, <strong>die</strong> in mühevoller<br />

Detailarbeit zusammengestellt<br />

wurden. Je nach Bedarf kann<br />

man aus verschiedenen Themenbereichen<br />

wie Geburtstag, Ruhestand,<br />

Ostern, Weihnachten <strong>und</strong><br />

vieles mehr wählen. Erhältlich sind<br />

<strong>die</strong>se im Fünferpack in verschiedenen<br />

Farben, mit Streifen oder<br />

Karos. Ganz nach dem Motto der<br />

Papierwerkstatt „colour your life‘“.<br />

Eine Schwäche<br />

für Papier<br />

Alexandra von Schönberg verbringt sehr viel Zeit in ihrer Werkstatt.<br />

Die Kreativität könnte sie von ihrem Urgroßvater Paul Renner geerbt<br />

haben, dem Schöpfer der Schrift „Futura“.<br />

Ein Faible für Papier hat <strong>die</strong><br />

55-Jährige schon seit sie 16 ist<br />

<strong>und</strong> regelmäßig Buchbinderkurse<br />

besucht hat. Nach ihrem Abitur<br />

zog sie nach London <strong>und</strong> besuchte<br />

dort eine Schule für „Paper Conservation“<br />

(Papierrestaurierung).<br />

Drei Jahre blieb sie dort, ehe sie<br />

zurück nach Deutschland kam, <strong>um</strong><br />

dort eine Buchbinderlehre in München<br />

zu absolvieren. Danach zog<br />

sie es wieder ins Ausland, nach<br />

Paris, wo sie in einer renommierten<br />

Buchbinderei arbeitete. „Mein<br />

Vater holte mich 1991 zurück, weil<br />

ich eine Buchbinderei in <strong>Weilheim</strong><br />

übernehmen sollte“, erinnert sich<br />

Alexandra von Schönberg. Ein<br />

halbes Jahr arbeitete sie dort, bevor<br />

sie auf Gut Hartschimmel ihre<br />

eigene kleine Werkstatt eröffnete.<br />

Der alte Gutshof gehört schon seit<br />

1900 z<strong>um</strong> Familienbesitz. „Meine<br />

Urgroßeltern haben ihn damals<br />

zur Hochzeit geschenkt bekommen“,<br />

erzählt <strong>die</strong> Gutsverwalterin.<br />

Zurück auf Gut Hartschimmel,<br />

erwies sich <strong>die</strong> Situation als alles<br />

andere als einfach: „Damals war<br />

ich 28 Jahre alt <strong>und</strong> es herrschte<br />

hier fast kein K<strong>und</strong>enverkehr. Um<br />

hierbleiben zu können, wollte ich<br />

etwas mit Menschen machen.“ Die<br />

selbstbewusste Frau fasste sich ein<br />

Herz <strong>und</strong> fragte bei den <strong>um</strong>liegenden<br />

Kindergärten an, ob sie ihnen<br />

unentgeltlich zur Hand gehen könne.<br />

In Wielenbach wurde sie auf<br />

Anhieb genommen, hängte sogar<br />

noch eine Ausbildung zur Kindererzieherin<br />

an. „Fast zehn Jahre arbeitete<br />

ich im Kindergarten in Wielenbach,<br />

was genial für mich war.<br />

Vormittags hatte ich <strong>die</strong> Arbeit mit<br />

Kindern <strong>und</strong> nachmittags war ich<br />

in meiner Werkstatt tätig“, erklärt<br />

<strong>die</strong> Power-Frau. Doch irgendwann<br />

habe sie nur noch in der Werkstatt<br />

gearbeitet, denn mit drei eigenen<br />

Kindern wurde <strong>die</strong> Doppelbelastung<br />

zu viel.<br />

Mittlerweile finden <strong>die</strong> handgearbeiteten<br />

Sachen, <strong>die</strong> Alexandra von<br />

Schönberg mit viel Detailliebe erschafft,<br />

eine treue Anhängerschaft.<br />

Dank der verstärkten Online-Präsenz<br />

sind sogar neue K<strong>und</strong>en hinzugekommen:<br />

„Ein Mädchen aus<br />

Regensburg bestellt jede Woche<br />

eine andere Karte. Es ist immer nur<br />

eine Karte, <strong>die</strong> sie sich kauft, doch<br />

genau <strong>das</strong> finde ich besonders anrührend.“<br />

nb


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Störche haben <strong>das</strong> Tassiloland (wieder)entdeckt<br />

Vom Sorgenkind z<strong>um</strong> Stammgast<br />

Tassiloland | „Papa, Mama – ein<br />

Storch!“ Noch vor vierzig Jahren<br />

kam es einer Sensation gleich,<br />

wenn man im Tassiloland einen<br />

Storch zu Gesicht bekam. Von<br />

einem Storchennest mit jungen<br />

Störchen ganz zu schweigen. In<br />

ganz Bayern gab es in den 1980er-<br />

Jahren nicht einmal 60 Brutpaare.<br />

250 Paare waren es noch <strong>um</strong> 1900<br />

her<strong>um</strong> gewesen. Man fürchtete<br />

schon, <strong>das</strong>s der Weißstorch bei<br />

uns ausstirbt. Und heute? Heute<br />

ist der Weißstorch in Bayern, vor<br />

allem auch in „unserer“ Region,<br />

wieder heimisch! Die Liste der<br />

Orte, an denen Störche im Tassiloland<br />

zu beobachten sind, ist eindrucksvoll<br />

lang: Von Bernbeuren,<br />

Burggen, Apfeldorf, Altenstadt bis<br />

Murnau, Obersöchering, Oberhausen,<br />

Polling, <strong>Weilheim</strong>, Pähl<br />

<strong>und</strong> Fischen. Überall nisten Störche.<br />

In Raisting befindet sich mit<br />

inzwischen 18 Brutpaaren gar eine<br />

der größten Storchen-Kolonien<br />

Bayerns. Zu den einheimischen<br />

Störchen gesellen sich im Sommer<br />

noch Besucher, <strong>die</strong> für ein paar<br />

Monate z<strong>um</strong> Fressen kommen.<br />

Störche gehören also mittlerweile<br />

z<strong>um</strong> Bild der Region.<br />

Was hat <strong>die</strong> Weißstörche veranlasst,<br />

<strong>das</strong> Tassiloland (wieder) für<br />

sich zu entdecken? „Von allein<br />

ging <strong>das</strong> nicht. Es waren schon<br />

storchfre<strong>und</strong>liche Einladungen<br />

durch uns Menschen nötig. Und<br />

vor allem Geduld“, betont Wolfgang<br />

Bechtel. Der Herrschinger<br />

betreut ehrenamtlich für den<br />

Landesb<strong>und</strong> für Vogelschutz <strong>die</strong><br />

Weißstorch-Population in der<br />

Region <strong>und</strong> beschäftigt sich seit<br />

15 Jahren mit <strong>die</strong>sen Vögeln. Ein<br />

Intimkenner ihrer Lebensweise.<br />

Regelmäßig mit dem Spektiv unterwegs,<br />

beobachtet er den Storchenbestand,<br />

<strong>die</strong> Belegung der<br />

Nester, <strong>die</strong> Entwicklung der Jungvögel.<br />

Liest bei beringten Störchen<br />

<strong>die</strong> Herkunftsn<strong>um</strong>mern ab, führt<br />

Tagebuch. Wertvolle Informationen,<br />

<strong>die</strong> Aufschluss geben über<br />

Standorttreue, Wanderbewegungen,<br />

Paarbildungen – <strong>und</strong> einfließen<br />

in ein Gesamtbild für Bayern.<br />

Erfolgreiches<br />

Artenhilfsprogramm<br />

Dieses Gesamtbild dok<strong>um</strong>entiert<br />

heute eine Erfolgsgeschichte.<br />

Begonnen hat alles 1984 mit<br />

einem Artenhilfsprogramm zur<br />

Rettung des Weißstorchs in Bayern.<br />

Initiiert vom Landesb<strong>und</strong> für<br />

Vogelschutz (LBV), dem Bayerischen<br />

Umweltministeri<strong>um</strong> <strong>und</strong><br />

dem Bayerischen Landesamt für<br />

Umwelt. Noch vorhandene Populationen<br />

sollten gestärkt, gute<br />

Rahmenbedingungen für Neuansiedlungen<br />

geschaffen werden. In<br />

den Folgejahren wurden Tümpel<br />

<strong>und</strong> feuchte Grünlandbereiche<br />

geschaffen, Nisthilfen renoviert<br />

oder neu gebaut, Plattformen für<br />

Storchenhorste auf Gebäuden<br />

errichtet. Landwirte <strong>und</strong> Kommunen<br />

wurden beraten, wie storchfre<strong>und</strong>liche<br />

Lebensrä<strong>um</strong>e angelegt<br />

werden können. Mittlerweile<br />

ist sogar ein Großteil der Strommasten<br />

in Bayern so gesichert,<br />

<strong>das</strong>s Störche auf ihnen keinen<br />

Stromschlag mehr abbekommen.<br />

Die vielfältigen Bemühungen waren<br />

von Erfolg gekrönt. Die Zahl<br />

Kontrollfreaks, geniale Ba<strong>um</strong>eister:<br />

Störche bevorzugen Hochpunkte<br />

mit freier R<strong>und</strong><strong>um</strong>sicht.<br />

der Brutpaare nahm langsam,<br />

aber stetig zu. 2017 konnte <strong>das</strong> Artenhilfsprogramm<br />

sogar beendet<br />

werden, da mittlerweile der Bestand<br />

in Bayern als gesichert galt.<br />

Mit weit über 500 Brutpaaren ist<br />

der Weißstorch heute wieder in<br />

Bayern heimisch <strong>und</strong> kann sich<br />

auch ohne besondere Hilfsmaßnahmen<br />

fortpflanzen.<br />

Dabei stellt der Weißstorch durchaus<br />

hohe Ansprüche an seinen<br />

Lebensra<strong>um</strong> <strong>und</strong> <strong>das</strong> Nahrungsangebot.<br />

Wo flächendeckender<br />

Ackerbau <strong>und</strong> Monokulturen vorherrschen,<br />

findet man ihn nicht.<br />

Für sein Nest sucht er sich gerne<br />

Haus- <strong>und</strong> Stalldächer. „Der<br />

Weißstorch fühlt sich in der Nähe<br />

von Menschen sicher, ist aber ein<br />

Kontroll-Freak“, erläutert Wolfgang<br />

Bechtel. „Er sucht sich hohe<br />

Nistorte <strong>und</strong> will ungehinderte<br />

R<strong>und</strong><strong>um</strong>sicht. Auch bei der Nahrungssuche<br />

will er sehen können,<br />

wer sich nähert. Liebt offenes Gelände.“<br />

R<strong>und</strong> 20 Hektar Grünland<br />

braucht ein Storchenpaar in der<br />

Nähe seines Horstes, <strong>um</strong> ausreichend<br />

Nahrung für sich <strong>und</strong> den<br />

Nachwuchs zu finden. Daher bietet<br />

gerade <strong>das</strong> Tassiloland, <strong>das</strong><br />

durch Grünland, Feuchtwiesen,<br />

Bäche <strong>und</strong> Flussauen geprägt ist,<br />

für Störche ideale Bedingungen.<br />

Der Futterbedarf von etwa einem<br />

Kilogramm pro Tag ist schon bei<br />

ein bis zwei Monate alten Storch-<br />

Küken beachtlich. Das entspricht<br />

etwa 20 Mäusen oder 1 100 Regenwürmern.<br />

Gerade wegen seiner<br />

Vorliebe für Feldmäuse wird<br />

der Weißstorch auch von Landwirten<br />

gern gesehen. In Wiesen <strong>und</strong><br />

Weiden pickt er nach Insekten <strong>und</strong><br />

Würmern. Auf dem Speiseplan<br />

stehen außerdem noch Frösche<br />

<strong>und</strong> Fische.<br />

Achtzig bis h<strong>und</strong>ert Zentimeter<br />

wird ein Weißstorch groß <strong>und</strong> bis<br />

zu 4,5 Kilogramm schwer. Seine<br />

Flügel erreichen eine Spannweite<br />

von 2,20 Metern. Leuchtend rot<br />

sind Beine <strong>und</strong> Schnabel. Das aus<br />

Zweigen gebaute Nest kann einen<br />

Durchmesser von bis zu zwei Metern<br />

erreichen – <strong>und</strong> zwei Tonnen<br />

schwer werden. Der Weißstorch<br />

gehört zu den Schreitvögeln, seine<br />

Nahrung nimmt er im Gehen auf.<br />

Oft lauert er auch vor Mauslöchern<br />

auf Beute. Durchschnittlich wird<br />

er <strong>r<strong>und</strong></strong> zehn Jahre alt.<br />

Immer mehr Störche<br />

überwintern sogar<br />

Am herausragenden Erfolg in<br />

Raisting lässt sich erkennen, <strong>das</strong>s<br />

<strong>die</strong> von Wolfgang Bechtel erwähnte<br />

Geduld nötig ist, aber auch belohnt<br />

wird. Im Jahr 2002 hat dort<br />

<strong>die</strong> Schutzgemeinschaft Ammersee<br />

eine erste Nisthilfe zur Wiederansiedlung<br />

des Storchs gebaut.<br />

Zwei Jahre später fand sich dort<br />

16 | <strong>tassilo</strong>


z<strong>um</strong> ersten Mal ein Storchenpaar<br />

<strong>und</strong> bekam Nachwuchs. Von da<br />

an nahm <strong>die</strong> Zahl der Brutpaare<br />

ständig zu, unterstützt durch weitere<br />

Horst-Angebote, aber auch,<br />

indem <strong>die</strong> Störche selbst entschieden,<br />

wo sie gern nisten wollten.<br />

„Wenn erst mal welche da sind,<br />

überzeugt <strong>das</strong> offensichtlich auch<br />

andere, <strong>das</strong>s <strong>die</strong> dortigen Lebensbedingungen<br />

für <strong>die</strong> Aufzucht von<br />

Jungen passen“, so Bechtel.<br />

Inzwischen gibt es sogar eine Vielzahl<br />

von Störchen, <strong>die</strong> in unserer<br />

Region überwintern. In Trupps<br />

in den Filz-Wiesen nördlich von<br />

<strong>Weilheim</strong> z<strong>um</strong> Beispiel. Denn<br />

immer mehr bayerische Störche<br />

machen sich gar nicht mehr auf<br />

den beschwerlichen <strong>und</strong> gefährlichen<br />

Weg zu den bis 10 000 Kilometer<br />

entfernten Winterquartieren<br />

in Spanien oder Afrika. Sie<br />

haben gelernt, <strong>das</strong>s sie auch im<br />

Winter ein ausreichend großes<br />

Nahrungsangebot in Bayern finden<br />

können. Die Kälte macht ihnen<br />

nichts aus. Sollte der Winter<br />

doch strenger ausfallen, ziehen<br />

<strong>die</strong> Daheimgebliebenen in <strong>das</strong> etwas<br />

wärmere Klima am Bodensee<br />

oder Neusiedler See <strong>um</strong> oder weichen<br />

doch noch nach Spanien aus.<br />

Eine Sensation ist es heute also<br />

nicht mehr, bei uns einen Storch<br />

zu sehen. Immer wieder aber ein<br />

Erlebnis, <strong>die</strong>sen eleganten Vögeln<br />

in Muße zuzuschauen. Außerdem:<br />

Glücksbringer sollen sie auch<br />

noch sein.<br />

kp<br />

Ständig auf der Suche nach Feldmäusen, Würmern <strong>und</strong> Insekten –<br />

Weißstörche finden im Tassiloland ideale Bedingungen.<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 17


Magnetfischen – eine rechtliche Grauzone<br />

Ihr Stern südlich von München.<br />

Showroom Penzberg Seeshaupter Straße 54 Tel 08856 9258-0<br />

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„Da ging mir<br />

echt <strong>die</strong> P<strong>um</strong>pe“<br />

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Forst | Wann genau jemand z<strong>um</strong><br />

ersten Mal einen starken Magneten<br />

an einem Seil befestigte <strong>und</strong> durch<br />

ein Gewässer zog, ist nicht zu ermitteln.<br />

Tatsache ist allerdings,<br />

<strong>das</strong>s immer mehr Menschen <strong>die</strong>ses<br />

Hobby ausüben <strong>und</strong> viel altes <strong>und</strong><br />

neues Metall aus den heimischen<br />

Flüssen <strong>und</strong> <strong>Seen</strong> ans Tageslicht<br />

befördern. Spaß <strong>und</strong> Kick kommen<br />

durch den Überraschungseffekt,<br />

denn <strong>das</strong> Erfolgserlebnis ist wie<br />

eine W<strong>und</strong>ertüte: Was ist am Magneten<br />

hängen geblieben? Eine<br />

Geldkassette? Alte Münzen? Ein<br />

Tresor? Altmetall? Ein verrostetes<br />

Fahrrad? Oder gar Waffen oder<br />

Munition? Und genau beim Thema<br />

Waffen <strong>und</strong> Munition wird aus<br />

<strong>die</strong>sem vermeintlich harmlosen<br />

Hobby schnell eine hochgefährliche<br />

Angelegenheit. Denn dabei<br />

handelt es sich <strong>um</strong> sogenannte<br />

„Kampfmittel“, <strong>die</strong> von der Polizei<br />

sichergestellt <strong>und</strong> entsorgt werden<br />

müssen. Die gesetzlichen Regelungen<br />

sind nicht nur in den einzelnen<br />

B<strong>und</strong>esländern verschieden.<br />

Seit Juni <strong>die</strong>ses Jahres gibt es aber<br />

im Freistaat eine einheitliche Regelung,<br />

wie <strong>das</strong> Bayerische Umweltministeri<strong>um</strong><br />

auf Nachfrage<br />

mitteilte: „Magnetfischen ist eine<br />

erlaubnispflichtige Benutzung<br />

eines Gewässers gemäß Wasserhaushaltsgesetz.<br />

Wer vorsätzlich<br />

oder fahrlässig ohne Erlaubnis ein<br />

Gewässer benutzt, handelt ordnungswidrig.<br />

Die Ordnungswidrigkeit<br />

kann mit einer Geldbuße von<br />

bis zu 50000 Euro geahndet werden.“<br />

Wie geht der Sachbereich<br />

„Wasserrecht“ beim Landratsamt<br />

<strong>Weilheim</strong> mit <strong>die</strong>ser neuen Rechtslage<br />

<strong>um</strong>? Ganz einfach: Man werde<br />

<strong>die</strong> Vorgaben restriktiv <strong>um</strong>setzen<br />

<strong>und</strong> für kein Gewässer eine Erlaubnis<br />

z<strong>um</strong> Magnetfischen erteilen.<br />

Will heißen: Niemand erhält<br />

im Landkreis <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

eine Zulassung für <strong>die</strong> Magnetfischerei.<br />

Damit sind <strong>die</strong> Tage <strong>die</strong>ses<br />

Hobbies hierzulande gezählt.<br />

Weil <strong>die</strong> Rechtslage beim Thema<br />

Magnetfischen auch schon in der<br />

Vergangenheit eher schwammig<br />

war, scheuen <strong>die</strong> meisten Magnetangler<br />

<strong>das</strong> Licht der Öffentlichkeit.<br />

Wie viele es in Deutschland gibt, ist<br />

schwer einzuschätzen.<br />

Protagonist möchte<br />

anonym bleiben<br />

Die größte Gruppe bei Facebook hat<br />

<strong>um</strong> <strong>die</strong> 8 000 Mitglieder. Es gibt Online-Shops<br />

für Zubehör. Verschiedene<br />

Websites mit Tipps, Tricks <strong>und</strong><br />

Erfahrungsberichten. Und natürlich<br />

finden sich viele Fotos von spektakulären<br />

F<strong>und</strong>en im Internet.<br />

Es war gar nicht so leicht, den Kontakt<br />

zu Thomas Maier (Name von der<br />

Redaktion geändert) herzustellen –<br />

er möchte aus ersichtlichen Gründen<br />

anonym bleiben. Der 32-jährige<br />

gebürtige <strong>Weilheim</strong>er wohnt<br />

heute in Forst, begann aber mit<br />

dem Magnetangeln in Peißenberg.<br />

Durch ein YouTube-Video wurde<br />

er 2016 eher zufällig auf <strong>das</strong> Hobby<br />

aufmerksam <strong>und</strong> war von da an<br />

infiziert. Die Einstiegshürde für ihn<br />

war gering: Bei eBay bestellte er<br />

sich einen Industriemagneten mit<br />

Heute eine Ordnungswidrigkeit: Das Magnetfischen.<br />

18 | <strong>tassilo</strong>


Seil, Öse <strong>und</strong> Magnet - Ausrüstung<br />

für <strong>die</strong> Magnetfischerei.<br />

Die ersten F<strong>und</strong>e von Thomas<br />

Maier waren eher unspektakulär.<br />

130 Kiologramm Zugkraft, der gut<br />

20 Euro kostete. Im Ba<strong>um</strong>arkt holte<br />

er sich Schraube, Öse <strong>und</strong> Seil. Wenig<br />

später stand er an der Ammer<br />

<strong>und</strong> warf den Magneten aus. Ein<br />

totaler Fehlschlag, wie er grinsend<br />

berichtet: „Dort ist ein Wehr, <strong>das</strong><br />

aus Stahl besteht. Und natürlich<br />

saß der Magnet dort sofort fest <strong>und</strong><br />

130 Kilo zieht man nicht mal eben<br />

aus dem Wasser. Keine Chance. Das<br />

Seil löste sich <strong>und</strong> der Magnet war<br />

weg.“ Thomas Maier ging schnurstracks<br />

nach Hause <strong>und</strong> bestellte einen<br />

neuen Magneten. Um ein Wehr<br />

macht er seit <strong>die</strong>sem Tag allerdings<br />

einen großen Bogen. Weitere Magneten<br />

im Wert von H<strong>und</strong>erten von<br />

Euro gingen trotzdem verloren.<br />

Verluste, <strong>die</strong> einfach dazugehören.<br />

Sein „Jagdgebiet“ waren <strong>die</strong><br />

Gewässer im näheren Umland:<br />

Ammersee, Lech, Starnberger See,<br />

Staffelsee oder Dienhauser Weiher.<br />

Wenn er nicht alleine unterwegs<br />

war, nahm er K<strong>um</strong>pels für <strong>die</strong> gemeinsame<br />

Gaudi mit. Er kaufte<br />

sich einen Magneten mit 400 Kilogramm<br />

Zugkraft, doch große Erfolge<br />

blieben in den ersten Monaten<br />

aus: Kronkorken, Altmetall, Nägel<br />

<strong>und</strong> anderer Kleinkram waren <strong>die</strong><br />

magere Ausbeute.<br />

Munition aus<br />

Zweitem Weltkrieg<br />

Der Spaß stand im Vorderg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

<strong>und</strong> Maier teilte seine Erlebnisse<br />

mit einer kleinen Community im<br />

Internet. Über <strong>die</strong>se Community<br />

lernte er einen anderen „Fischer“<br />

kennen, mit dem er gemeinsam<br />

in Dießen den Ammersee auslotete.<br />

Schon bald zogen sie Schätze<br />

an Land, <strong>die</strong> nicht mehr ganz so<br />

harmlos waren. Maier berichtet:<br />

„Wir holten Munition vom US-M1-<br />

Karabiner aus dem See. Zweiter<br />

Weltkrieg. Der Kollege aus Dießen<br />

hatte da schon öfter Munition geangelt.<br />

Normalerweise hätten wir<br />

den F<strong>und</strong> gar nicht transportieren<br />

dürfen. Man muss den Kram liegenlassen,<br />

<strong>die</strong> Stelle sichern <strong>und</strong><br />

<strong>die</strong> Polizei rufen. Der Kollege hatte<br />

aber von den Ordnungshütern <strong>die</strong><br />

mündliche Genehmigung, seine<br />

F<strong>und</strong>e bei der Wache abzuliefern.<br />

Also sind wir einfach mit einem Eimer<br />

voll Munition quer durch Dießen<br />

zur Polizeiwache gelaufen. Die<br />

Beamten waren schon ein bisschen<br />

genervt <strong>und</strong> rieten uns, damit aufzuhören.“<br />

Thomas Maier kritisiert<br />

an <strong>die</strong>ser Stelle, <strong>das</strong>s es zu viele<br />

Magnetfischer gäbe, <strong>die</strong> einfach<br />

nur scharf auf Waffen <strong>und</strong> Munition<br />

seien. Oftmals würden <strong>die</strong> F<strong>und</strong>e<br />

gar nicht den Behörden übergeben,<br />

sondern zuhause gereinigt<br />

Ein altes Vorhängeschloss aus einem<br />

heimischen Gewässer.<br />

<strong>und</strong> gehortet. Lebensgefährlich <strong>und</strong><br />

unverantwortlich, wie Maier findet:<br />

„Meine Welt ist <strong>das</strong> nicht. Ich bin<br />

Waffengegner <strong>und</strong> will mit dem<br />

Zeug gar nichts zu tun haben. Manche<br />

Leute gehen damit <strong>um</strong>, also ob<br />

es Spielzeug wäre. Den Kontakt zu<br />

dem Angler aus Dießen habe ich<br />

dann auch abgebrochen – der war<br />

mir zu sehr darauf fixiert.“<br />

Mittlerweile war Thomas Maier<br />

Vater geworden <strong>und</strong> es war <strong>und</strong>enkbar,<br />

<strong>das</strong>s er <strong>das</strong> Wohl seiner<br />

Familie aufs Spiel setzte. Der gelernte<br />

Metallbauer traf schließlich<br />

eine Entscheidung, nachdem er<br />

mit einem anderen Fre<strong>und</strong> einen<br />

denkwürdigen F<strong>und</strong> im Dienhauser<br />

Weiher machte: „Dort haben<br />

wir eine dicke, fette FLAK-Patrone<br />

aus dem Wasser gezogen. Da ging<br />

mir dann echt <strong>die</strong> P<strong>um</strong>pe, denn da<br />

steckt gefährliche Sprengkraft dahinter.<br />

Die Polizei musste kommen,<br />

aber <strong>die</strong> waren recht entspannt <strong>und</strong><br />

haben uns erzählt, <strong>das</strong>s in <strong>die</strong>sem<br />

Weiher viel Material aus dem Krieg<br />

versenkt wurde. Das meiste sei<br />

aber bereits ausgebaggert worden.<br />

Naja, <strong>die</strong> haben <strong>die</strong> Patrone dann in<br />

einem Köfferchen mitgenommen.“<br />

Danach ging er noch ein paar Mal<br />

z<strong>um</strong> Dietlhofer See bei <strong>Weilheim</strong>,<br />

aber der Gedanke, <strong>das</strong>s Hobby an<br />

den Nagel zu hängen, reifte mehr<br />

<strong>und</strong> mehr. Er zog eine Menge Altmetall<br />

an Land. „Diesen See habe<br />

ich wirklich entmüllt. Abends bin<br />

ich mit einem Kofferra<strong>um</strong> voll<br />

Schrott z<strong>um</strong> Wertstoffhof gefahren.<br />

Denn <strong>das</strong> war ja meine Motivation:<br />

Etwas für <strong>die</strong> Umwelt tun.“ Doch<br />

<strong>die</strong> Begeisterung war verflogen.<br />

Er trennte sich von Magneten <strong>und</strong><br />

Zubehör, <strong>und</strong> wendete der Szene<br />

den Rücken zu. Heute widmet er<br />

sich der Familie oder baut Modellflugzeuge.<br />

Gattin <strong>und</strong> Sohn<br />

werden dankbar sein, <strong>das</strong>s er nun<br />

ein Hobby hat, bei dem <strong>die</strong> Verletzungsgefahr<br />

deutlich geringer<br />

ist.<br />

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september / oktober <strong>2020</strong> | 19


Kammerorchester-Leiter Vasja Legiša verabschiedet sich<br />

„Werde mich verstärkt<br />

meinem Cello widmen“<br />

<strong>Weilheim</strong> | Vasja Legiša ist Vollblutmusiker.<br />

Über zehn Jahre<br />

hinweg begeisterte er als Leiter<br />

des Kammerorchesters <strong>Weilheim</strong><br />

Klassik-Fans mit fesselnden Konzerten.<br />

Umso trauriger, <strong>das</strong>s der<br />

47-jährige Dirigent noch <strong>die</strong>ses<br />

Jahr sein Abschiedskonzert gibt.<br />

Der ursprünglich bereits für 9. Mai<br />

geplante Termin wurde aufg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Corona – <strong>und</strong> unter Vorbehalt –<br />

nun auf Samstag, 24. <strong>Oktober</strong>, verschoben.<br />

Wir wollten von dem aus<br />

Slowenien stammenden Cellisten<br />

jetzt wissen, wie er damals den<br />

Weg nach <strong>Weilheim</strong> gef<strong>und</strong>en hat,<br />

was seine Fans z<strong>um</strong> Abschied auf<br />

<strong>die</strong> Ohren bekommen <strong>und</strong> welche<br />

Bedeutung klassische Musik im<br />

Jahr <strong>2020</strong> in unserer Gesellschaft<br />

noch hat – allen voran im von<br />

Blasmusik geprägten, ländlichen<br />

Ra<strong>um</strong>.<br />

Herr Legiša, wie viel Wehmut ist<br />

dabei, sich nach zehn Jahren vom<br />

<strong>Weilheim</strong>er Kammerorchester zu<br />

verabschieden?<br />

Da wir Musiker uns über <strong>die</strong> Jahre<br />

hinweg sehr gut kennengelernt<br />

haben, Fre<strong>und</strong>e geworden sind<br />

<strong>und</strong> es musikalisch gut läuft, ist<br />

auf jeden Fall eine Portion Wehmut<br />

dabei.<br />

Angefangen hat <strong>die</strong>se Liaison vor<br />

ziemlich genau zehn Jahren. Wie<br />

kam’s damals dazu?<br />

Nach verschiedenen Stationen in<br />

ganz Europa bin ich nach München<br />

gezogen, habe dort von einer<br />

freien Stelle als Cello-Lehrer<br />

an der Musikschule in <strong>Weilheim</strong><br />

erfahren, mich beworben, <strong>die</strong> Zusage<br />

bekommen <strong>und</strong> dann auch<br />

gleich <strong>die</strong> Leitung des Kammerorchesters<br />

übernommen. 2011 folgte<br />

schließlich <strong>das</strong> erste Konzert unter<br />

meiner Leitung.<br />

Hat sich seither viel verändert?<br />

Ich habe immer versucht, unsere<br />

Musiker zu fordern, sie besser zu<br />

machen <strong>und</strong> auszuloten, wie weit<br />

wir als Orchester gehen können.<br />

Vielleicht <strong>das</strong> eine oder andere<br />

Mal auch ein wenig zu viel. Aber<br />

ich hoffe schon, einiges bewegt<br />

<strong>und</strong> sowohl menschlich als auch<br />

musikalisch Gutes hinterlassen zu<br />

haben.<br />

Welchen Stellenwert hat klassische<br />

Musik im Jahr <strong>2020</strong> generell in der<br />

von Blasmusik geprägten Region<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau, Starnberg <strong>und</strong><br />

Garmisch-Partenkirchen?<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich hat klassische Musik<br />

in der heutigen Zeit einen eher<br />

schwierigen Stand. In bestimmten<br />

Kreisen aber wird schon viel Wert<br />

darauf gelegt. Auch in ländlicheren<br />

Regionen wie hier in <strong>Weilheim</strong>.<br />

Neben unseren Konzerten<br />

gibt es einige Festivals <strong>und</strong> Events,<br />

z<strong>um</strong> Beispiel den festlichen Sommer<br />

in der Wies. Ich persönlich<br />

habe <strong>die</strong> vergangenen Jahre ebenfalls<br />

nur gute Erfahrungen gemacht.<br />

Die meisten Konzerte von<br />

uns waren voll mit einem tollen<br />

Publik<strong>um</strong>. Insofern hat klassische<br />

Musik in <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> Umgebung<br />

<strong>die</strong> vergangenen Jahre eher an Bedeutung<br />

gewonnen als verloren.<br />

Ihr Abschiedskonzert, ursprünglich<br />

für 9. Mai geplant, findet jetzt am<br />

24. <strong>Oktober</strong> <strong>um</strong> 20 Uhr in der <strong>Weilheim</strong>er<br />

Stadthalle statt. Was dürfen<br />

Ihre Fans erwarten?<br />

Wir werden seit Längerem mal<br />

wieder großartige Werke von Mozart<br />

spielen. Und ganz besonders<br />

freue ich mich auf hochklassige<br />

Gastmusiker, <strong>die</strong> uns an <strong>die</strong>sem<br />

Abend mit ihren Instr<strong>um</strong>enten begleiten<br />

werden.<br />

Spannen Sie uns nicht auf <strong>die</strong> Folter…<br />

20 | <strong>tassilo</strong>


Der in <strong>Weilheim</strong> sehr bekannte<br />

<strong>und</strong> geschätzte Komponist <strong>und</strong><br />

Saxophonist Rainer Fabich. Hrvoje<br />

Philips, Solobratschist des Croatian<br />

Television Symphony Orchestra.<br />

Und, worauf ich mich ganz besonders<br />

freue: Geiger Sreten Krstič,<br />

langjähriger Konzertmeister der<br />

Münchner Philharmoniker.<br />

Das klingt in der Tat nach einem<br />

vielversprechenden Konzertabend<br />

auf hohem, musikalischem Niveau.<br />

Mit welchem Höhepunkt?<br />

Es wird zu einer Uraufführung<br />

kommen – Rainer Fabich hat extra<br />

ein Konzert für unsere Instr<strong>um</strong>ente<br />

geschrieben. Er wird ein Solo auf<br />

seinem Saxophon spielen, ich auf<br />

meinem Cello.<br />

Sitzt ihr Solo schon?<br />

(grinst) Sicher muss ich noch weiter<br />

daran arbeiten <strong>und</strong> fleißig üben.<br />

Aber wir haben es schon – wenn<br />

auch in einer anderen Besetzung –<br />

gespielt, <strong>und</strong> es hat gut geklappt.<br />

Dass Sie <strong>das</strong> <strong>Weilheim</strong>er Kammerorchester<br />

nach <strong>die</strong>sem Herbstkonzert<br />

verlassen werden, ist beschlossene<br />

Sache. Aber war<strong>um</strong> eigentlich?<br />

Wie heißt es so schön: Nach fünf<br />

Jahren muss man sich überlegen,<br />

was man Neues machen soll. Nach<br />

zehn Jahren soll man dann wechseln,<br />

<strong>um</strong> nicht einzurosten. Es war<br />

wirklich eine schöne Zeit <strong>und</strong> es<br />

gibt überhaupt keine persönlichen<br />

Gründe <strong>und</strong> Probleme für <strong>die</strong>sen<br />

Abschied aus <strong>Weilheim</strong>. Ganz im<br />

Gegenteil: Ich verstehe mich mit<br />

allen super. Aber ich verspüre eben<br />

<strong>die</strong>ses Gefühl, <strong>das</strong>s <strong>die</strong> Zeit für eine<br />

Veränderung gekommen ist.<br />

Wohin zieht es Sie?<br />

Ich werde weiterhin wohnhaft in<br />

München bleiben, weiterhin Musik<br />

machen, mich aber wieder verstärkt<br />

meinem Cello widmen. Das<br />

ist mir <strong>die</strong> vergangenen Jahre ein<br />

wenig zu kurz gekommen.<br />

Heißt konkret?<br />

Eine Verbindung von Jazz zu Klassik<br />

schaffen. Wieder regelmäßig<br />

Werke von Bach spielen. Aber auch<br />

moderne Dinge ausprobieren. Ich<br />

höre von Metal über Pop bis hin zu<br />

Klassik so ziemlich alle Musikrichtungen,<br />

<strong>die</strong> es gibt. Neulich habe<br />

ich einen Song von Pink Floyd gehört<br />

<strong>und</strong> könnte mir sehr gut vorstellen,<br />

<strong>die</strong>sen auf meinem Cello zu<br />

spielen.<br />

Apropos Cello: Wer unterrichtet in<br />

Zukunft <strong>die</strong> angehenden Cellisten an<br />

der Musikschule <strong>Weilheim</strong>?<br />

Dahingehend bleibt alles beim<br />

Alten. Ich werde weiterhin einmal<br />

in der Woche von München nach<br />

<strong>Weilheim</strong> pendeln, <strong>um</strong> an der Musikschule<br />

Cello zu unterrichten.<br />

Und wie sieht es in Sachen Dirigenten-Nachfolge<br />

fürs <strong>Weilheim</strong>er Kammerorchester<br />

aus?<br />

Nachdem ich meine Entscheidung<br />

bereits im vergangenen Frühjahr<br />

getroffen <strong>und</strong> dem Orchester mitgeteilt<br />

habe, wurde mittlerweile<br />

auch ein Nachfolger gef<strong>und</strong>en. Die<br />

Vorstellung des neuen musikalischen<br />

Leiters soll laut Vorstand im<br />

Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung<br />

des Vereins im Dezember<br />

erfolgen.<br />

js<br />

Verantwortung<br />

Seit <strong>r<strong>und</strong></strong> 125 Jahren schafft Roche Innovationen für ein<br />

besseres Leben <strong>und</strong> investiert damit gleichzeitig in <strong>die</strong> Zukunft.<br />

Neben <strong>die</strong>sen wirtschaftlichen gehören auch soziale <strong>und</strong><br />

ökologische Faktoren z<strong>um</strong> Nachhaltigkeitsverständnis von Roche.<br />

Die Ziele sprechen eine deutliche Sprache: Roche will z<strong>um</strong> Beispiel<br />

seinen ökologischen Fußabdruck im Laufe der nächsten zehn Jahre<br />

<strong>um</strong> <strong>die</strong> Hälfte reduzieren. Mit Hightech <strong>und</strong> Innovationskraft<br />

tragen <strong>die</strong> deutschen Standorte einen großen Teil z<strong>um</strong> Schutz von<br />

Umwelt <strong>und</strong> Ressourcen bei.<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 21


ALLERLEI IM TASSILOLAND<br />

Filmfestival trifft<br />

auf Zauberei<br />

44. Bernrieder Kunstausstellung – heuer digital<br />

Bernried | Für Kunstliebhaber aus dem Tassiloland<br />

war der alljährliche Besuch der Bernrieder<br />

Kunstausstellung im Zentr<strong>um</strong> des beschaulichen<br />

Klosterdorfes am Westufer des Starnberger Sees<br />

ein freudiger Pflichttermin. Heuer müssen sie froh<br />

sein, <strong>das</strong>s <strong>die</strong> dort ausstellenden Maler, Zeichner<br />

<strong>und</strong> Illustratoren sich über Wasser halten können.<br />

Aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> der wirtschaftlichen Negativ-Auswirkungen<br />

der Corona-Pandemie ist <strong>die</strong> Existenz von<br />

Künstlern stark gefährdet. Viele versuchen nun<br />

aus <strong>die</strong>ser Not heraus eine Tugend zu machen,<br />

<strong>und</strong> stellen ihre Werke verstärkt im Internet sowie<br />

auf Social-Media-Plattformen wie Facebook<br />

oder Instagram zur Schau. In <strong>die</strong>ser Form findet<br />

heuer auch <strong>die</strong> 44. Bernrieder Kunstausstellung<br />

statt. Unter www.bernrieder-kunstausstellung.de<br />

können ausgestellte<br />

Exponate<br />

nicht nur angeschaut,<br />

sondern<br />

auch gekauft werden. Zehn<br />

Prozent des jeweiligen Verkaufspreises<br />

gehen letztlich<br />

an <strong>die</strong> Bernrieder Kunstausstellung,<br />

<strong>um</strong> <strong>die</strong> laufenden<br />

Kosten decken, <strong>und</strong> <strong>das</strong><br />

Krisen-Jahr <strong>2020</strong> finanziell<br />

überbrücken zu können.<br />

Anzuschauen <strong>und</strong> zu kaufen<br />

sind <strong>die</strong> Werke ab sofort <strong>und</strong><br />

mindestens bis einschließlich<br />

Samstag, 31. <strong>Oktober</strong>. js<br />

K<strong>und</strong>ennr: 1876242<br />

Auftrag: 5953079, Motiv: 001<br />

Stand: 12.06.<strong>2020</strong> <strong>um</strong> 12:15:03<br />

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Dieser graue Rahmen gehoert nicht zur Anzeige<br />

Genießen Sie unsere blühenden<br />

<strong>und</strong> dutenden Gewächshäuser.<br />

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Tel: 08152 - 925450<br />

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Kostenlose Beratung z<strong>um</strong> Thema „Vereinsrecht“<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau | Die Koordinierungsstelle<br />

Bürgerengagement, kurz KOBE, bietet für Vereine<br />

aus dem Landkreis <strong>Weilheim</strong>-Schongau eine<br />

kostenfreie Beratung z<strong>um</strong> Thema Vereinsrecht<br />

an. Fragen zu beispielsweise Haftung, Datenschutz<br />

oder Satzung werden dort beantwortet <strong>und</strong><br />

helfen Vereinsverantwortlichen, ihr<br />

Ehrenamt nach bestem Wissen <strong>und</strong><br />

Gewissen ausüben zu können. „Wir<br />

wollen <strong>die</strong> Vereine in unserem Landkreis<br />

bei den zunehmend komplexer<br />

werdenden rechtlichen Vereinsthemen<br />

optimal unterstützen“, sagt <strong>die</strong><br />

KOBE-Verantwortliche Utta Pollmeier.<br />

Initiiert wurde <strong>das</strong> Beratungsangebot,<br />

weil sich immer mehr Ehrenamtliche<br />

an vereinsrechtlichen Themen interessieren.<br />

Fachlich unterstützt wird <strong>das</strong> Projekt von<br />

Rechtsanwalt Richard Didyk, der bereits mehrfach<br />

im Rahmen des sogenannten KOBE-Vereinsfor<strong>um</strong>s<br />

kurzweilig <strong>und</strong> kompetent über vereinsrechtliche<br />

Themen hiesige Ehrenamtler informierte. Vereine<br />

<strong>und</strong> Organisationen, <strong>die</strong> an <strong>die</strong>sem Angebot interessiert<br />

sind, sollen ihre jeweiligen<br />

Fragen z<strong>um</strong> Thema Vereinsrecht per<br />

E-Mail an ehrenamt@lra-wm.bayern.de<br />

schicken. Alle Einsendungen<br />

werden an Rechtsanwalt Didyk weitergeleitet<br />

<strong>und</strong> beantwortet. Weitere<br />

Informationen z<strong>um</strong> Angebot gibt Utta<br />

Pollmeier, <strong>die</strong> unter gleicher Mail-<br />

Adresse sowie telefonisch<br />

unter 0881 / 681-1519 erreichbar<br />

ist.<br />

js<br />

22 | <strong>tassilo</strong>


Open-Air-Kino im Starnberger Seebad<br />

Starnberg | Das 14. Internationale Fünf-<strong>Seen</strong>-Filmfestival, kurz FSFF, findet<br />

heuer zwischen dem 26. August <strong>und</strong> 9. <strong>September</strong> in den Orten Gauting,<br />

Seefeld (Oberbayern) <strong>und</strong> Starnberg statt. Es zeigt wieder Film-Premieren<br />

<strong>und</strong> Vorschauen neuer Filme, <strong>die</strong> überwiegend von Regisseuren aus<br />

Deutschland <strong>und</strong> Mitteleuropa geschaffen wurden. Über <strong>die</strong> Jahre hinweg<br />

hat sich <strong>das</strong> FSFF zu einem der beliebtesten Filmfestivals überhaupt gemausert,<br />

ist nach München <strong>und</strong> Hof <strong>das</strong> drittgrößte in Süddeutschland.<br />

Die heuer 26 Filme werden in den hierzulande bekannten Breitwandkinos<br />

in Gauting, Starnberg <strong>und</strong> Seefeld (Oberbayern) gezeigt. Highlight aber ist<br />

sicherlich <strong>das</strong> Open-Air-Kino im Seebad Starnberg, wo nicht nur am 26.<br />

August <strong>die</strong> Eröffnungsfeier stattgef<strong>und</strong>en<br />

hat, sondern ab 28. August auch immer<br />

wieder Filme gezeigt werden. Am Mittwoch,<br />

2. <strong>September</strong>, beispielsweise läuft<br />

dort ab 20.15 Uhr der regionale Film „Walchensee<br />

Forever“. Am Donnerstag, 3. <strong>September</strong>,<br />

<strong>um</strong> 21 Uhr der Film „Lillian“. Am<br />

Samstag, 5. <strong>September</strong>, <strong>um</strong> 20.15 Uhr der<br />

Film „Schwesterlein“. Vorausgesetzt natürlich,<br />

Corona <strong>und</strong> Wetter lassen <strong>die</strong>ses<br />

einmalige Kino-Erlebnis am Starnberger<br />

See zu. Alle weiteren Infos zu Programm,<br />

Filminhalten <strong>und</strong> Preisverleihungen<br />

hält <strong>die</strong> Internetseite www.<br />

fsff.de bereit.<br />

js<br />

Nina Hoss<br />

Kochen <strong>und</strong> Backen im Kapuzenpulli –<br />

unsere Gewinner<br />

Tassiloland | Ob z<strong>um</strong> Chillen<br />

auf der Couch, oder z<strong>um</strong><br />

Überziehen für <strong>die</strong> späteren<br />

St<strong>und</strong>en im Rahmen<br />

einer Grillparty – ein lässiger<br />

Kapuzenpulli gehört<br />

in jeden Kleiderschrank.<br />

Den schwarzen von „Guggen<br />

Mountain“, den wir<br />

in unserer Juli/August-<strong>Ausgabe</strong> verlosten, haben Brigitte<br />

Mayr aus Bernried, Christa Schwaiger aus <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong><br />

Michael Tischler aus Penzberg gewonnen. Gisela Hofmeyer<br />

aus Andechs, Hermine Palmberger aus Peißenberg sowie<br />

Melanie Hörmann aus Frieding (Ortsteil von Andechs) dürfen<br />

sich dagegen auf Dutzende Koch- <strong>und</strong> Backrezepte der<br />

Hauswirtschafterei freuen – sie haben <strong>das</strong> Online-Kochbuch<br />

„Snacks, Fingerfood & Co“ gewonnen. Und passend z<strong>um</strong> Corona-bedingten<br />

„Urlaub Dahoam“ haben den Wanderführer<br />

durchs Blaue Land gewonnen: Hilde Schilling aus Peißenberg,<br />

Rudolf Albrecht aus Andechs <strong>und</strong> Silke Thomann aus<br />

Feldafing. Wir wünschen allen Gewinnern viel Freude beim<br />

Pullitragen, Kochen <strong>und</strong> Backen sowie Wandern.<br />

Und drücken Ihnen, liebe Leser, viel Erfolg beim<br />

Gewinnspiel-Mitmachen in <strong>die</strong>ser <strong>Ausgabe</strong>. js<br />

Kultur <strong>und</strong> Genuss –<br />

Aufgspuit in Seeshaupt<br />

Seeshaupt | Schweren Herzens mussten <strong>die</strong> Organisatoren<br />

„SEESHAUPT-ER-leben“ Corona-bedingt absagen.<br />

Umso erfreulicher, <strong>das</strong>s nun ein „kleiner“ Ersatztermin<br />

auf <strong>die</strong> Beine gestellt werden konnte. Unter dem Motto<br />

„Kultur + Genuss“ findet am Samstag, 12. <strong>September</strong>,<br />

ein „Aufgspuit in Seeshaupt“ statt. An ausgesuchten<br />

Plätzen unter überwiegend freiem Himmel wird musiziert,<br />

gesungen <strong>und</strong> allerlei Kulinarisches angeboten.<br />

An <strong>die</strong>sem bunten Kulturtag, der unter Einhaltung<br />

entsprechender Hygiene-Maßnahmen <strong>und</strong> Abständen<br />

ohne Probleme durchgeführt werden kann, beteiligen<br />

sich auch <strong>die</strong> Weiler Jenhausen <strong>und</strong> Magnetsried, so-<br />

<strong>das</strong>s in <strong>und</strong> <strong>um</strong> Seeshaupt endlich wieder etwas geboten<br />

ist. Veranstaltungsbeginn<br />

ist <strong>um</strong><br />

10.00 Uhr. js<br />

Slamen, Lesen <strong>und</strong> Zaubern –<br />

literarische Unterhaltung im Herzen Penzbergs<br />

Penzberg | Lässt es Corona zu,<br />

findet auf dem Stadtplatz in<br />

Penzberg auch <strong>2020</strong> ein Stadtlesen<br />

mit bekannten Autoren<br />

statt. Heuer von Donnerstag, 1.<br />

<strong>Oktober</strong>, bis Sonntag, 4. <strong>Oktober</strong>.<br />

Nach offizieller Eröffnung<br />

durch Neu-Bürgermeister<br />

Stefan Korpan gegen 18 Uhr<br />

liest Schriftsteller Klaus Modick<br />

ab 18.30 Uhr aus seinem<br />

eigens verfassten Roman „Keyserlings<br />

Geheimnis“.Am Freitag, ebenfalls<br />

ab 18.30 Uhr, gibt’s Poetry Slam<br />

z<strong>um</strong> Thema „Demokratie“ von den<br />

bekannten Jungs von Reimrausch.<br />

Am Samstag, ab 10 Uhr, lesen dagegen<br />

„Penzberger für Penzberger“,<br />

<strong>und</strong> ab 17 Uhr liest <strong>die</strong> Autorin <strong>und</strong><br />

frühere SZ-Mitarbeiterin Thekla<br />

Kraußeneck aus ihrem Werk „Cronos<br />

Cube 2“.<br />

Sonntags startet <strong>das</strong> Programm<br />

schließlich <strong>um</strong> 11 Uhr mit einer<br />

Show von Zauberer Zodiac. Z<strong>um</strong><br />

Abschluss der Veranstaltung gegen<br />

16 Uhr wird aller Voraussicht<br />

nach explizit für<br />

Kinder vorgelesen.<br />

js<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 23


Die Chirurgie der Krankenhaus GmbH <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

„Schonende Operationen<br />

sind bei uns Standard“<br />

<strong>Weilheim</strong>/Schongau | Lange Liegezeiten<br />

nach einer Operation gehören<br />

der Vergangenheit an. Das<br />

ist einerseits der minimalinvasiven<br />

Chirurgie zu verdanken, nach der<br />

Eingriffe maximal schonend am<br />

Körper des Patienten durchgeführt<br />

werden. Andererseits trägt zur<br />

schnelleren Genesung nach einer<br />

Operation <strong>das</strong> moderne Konzept<br />

einer frühen Mobilisation <strong>und</strong> Rehabilitation<br />

bei – in enger Kooperation<br />

mit Hausärzten erstellt <strong>das</strong><br />

Fachpersonal der Krankenhaus<br />

GmbH <strong>Weilheim</strong>-Schongau Behandlungspläne,<br />

<strong>die</strong> sehr zeitnah<br />

<strong>und</strong> direkt vor Ort <strong>um</strong>gesetzt werden<br />

– völlig gleich, <strong>um</strong> welchen<br />

Eingriff es sich handelt. Denn <strong>das</strong><br />

chirurgische Angebotsspektr<strong>um</strong><br />

der Krankenhaus GmbH ist mit<br />

Allgemein- <strong>und</strong> Viszeralchirurgie,<br />

Unfallchirurgie <strong>und</strong> Orthopä<strong>die</strong>,<br />

Wirbelsäulenchirurgie sowie Gefäßchirurgie<br />

breit gefächert. Und<br />

insofern eine attraktive Anlaufstelle<br />

für Patienten <strong>und</strong> Mediziner.<br />

Das gilt auch für den medizinischen<br />

Nachwuchs – <strong>die</strong> Standorte<br />

in Schongau <strong>und</strong> <strong>Weilheim</strong> sind<br />

Lehrkrankenhäuser der Technischen<br />

Universität (TU) München.<br />

Allgemein- <strong>und</strong><br />

Viszeralchirurgie<br />

Im Bereich der Allgemein- <strong>und</strong><br />

Viszeralchirurgie ist <strong>die</strong> Krankenhaus<br />

GmbH unter der Leitung von<br />

Chefarzt Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold<br />

Lang neben klassischen Erkrankungen<br />

– z<strong>um</strong> Beispiel Weichgewebsbrüche<br />

(Hernien), Galle,<br />

Blinddarm oder Schilddrüse –<br />

spezialisiert auf Krankheiten im<br />

Magen <strong>und</strong> Darm. „Narbenarme<br />

<strong>und</strong> damit schonende Operationen<br />

sind bei uns Standard“, bekräftigt<br />

Prof. Dr. Reinhold Lang <strong>die</strong><br />

minimalinvasive Vorgehensweise<br />

im OP-Saal. Er verweist an <strong>die</strong>ser<br />

Stelle auch auf <strong>die</strong> schnelle Genesung<br />

der Patienten. „Insbesondere<br />

nach sogenannten Schlüsselloch-Operationen.“<br />

Darüber<br />

hinaus sind in den vergangenen<br />

zwei Jahren mit der Proktologie –<br />

Blick in den OP: Hier wird mit modernster Technik gearbeitet, <strong>um</strong> Eingriffe<br />

möglichst schonend am Körper des Patienten durchzuführen.<br />

Behandlung von Krankheiten im<br />

Bereich des Enddarms – sowie der<br />

Behandlung von Adipositas zwei<br />

weitere Spezialgebiete im Bereich<br />

der Allgemein- <strong>und</strong> Viszeralchirurgie<br />

hinzugekommen.<br />

Unfallchirurgie <strong>und</strong><br />

Orthopä<strong>die</strong><br />

Bei Notfällen kommt häufig <strong>die</strong><br />

Unfallchirurgie z<strong>um</strong> Einsatz. Sie<br />

behandelt alle Verletzungen des<br />

menschlichen Bewegungsapparates.<br />

Beide Krankenhäuser, sowohl<br />

<strong>das</strong> in Schongau als auch in<br />

<strong>Weilheim</strong>, sind als Tra<strong>um</strong>azentr<strong>um</strong><br />

zertifiziert <strong>und</strong> besitzen hohe<br />

Expertise bei der Versorgung von<br />

verunfallten Patienten. Chefarzt<br />

Dr. Thomas Löffler hat <strong>die</strong> Abteilung<br />

zu einer Spezialeinheit des<br />

Hüft- <strong>und</strong> Kniegelenkersatzes weiterentwickelt.<br />

Modernste Technik<br />

kommt bei der Endoprothetik z<strong>um</strong><br />

Einsatz. „Seit Frühjahr 2019 operieren<br />

wir roboterassistiert. Das<br />

heißt: Gelenke <strong>und</strong> Gewebe werden<br />

bei der Operation geschont,<br />

<strong>die</strong> Ergebnisse sind präziser <strong>und</strong><br />

<strong>die</strong> Mobilisation der Patienten<br />

nach der OP kann schneller erfolgen“,<br />

sagt Chefarzt Dr. Thomas<br />

Löffler über <strong>die</strong> Vorteile für <strong>die</strong> Patienten,<br />

<strong>die</strong> mit Roboter-Assistenz<br />

operiert werden. Bislang wurden<br />

bereits mehr als 250 Operationen<br />

mit <strong>die</strong>ser neuen Technik durchgeführt.<br />

Wirbelsäulenchirurgie<br />

Wenn <strong>die</strong> Behandlung bei<br />

Schmerzen der Wirbelsäule konservativ<br />

nicht hilft oder bereits<br />

neurologische Ausfälle vorliegen,<br />

sollte der jeweilige Patient operiert<br />

werden. „Fast alle Operationen<br />

an der Wirbelsäule erfolgen<br />

per Mikroskop, in ausgewählten<br />

Fällen auch mit dem Endoskop“,<br />

bestätigt Chefarzt Dr. Florian Soldner.<br />

Gerade bei Problemen an der<br />

Wirbelsäule ist der Leidensdruck<br />

der Patienten häufig so stark, <strong>das</strong>s<br />

zügig eine Schmerzlinderung erfolgen<br />

muss. Da Rückenschmerzen<br />

ganz unterschiedliche Ursachen<br />

Sonderveröffentlichung der<br />

Ein starkes Trio: Dr. Florian Soldner (von links), Dr. Thomas Löffler <strong>und</strong><br />

Prof. Dr. Reinhold Lang — <strong>die</strong> Chefärzte der Krankenhaus GmbH für den<br />

Landkreis <strong>Weilheim</strong>-Schongau.


– ANZEIGE –<br />

Die Notaufnahme ist an beiden Standorten<br />

24 St<strong>und</strong>en an 365 Tagen im Jahr für Sie da!<br />

Telefon <strong>Weilheim</strong> 0881 / 188-0<br />

Telefon Schongau 08861 / 215-0<br />

Für <strong>die</strong> insgesamt <strong>r<strong>und</strong></strong> 134 000<br />

Einwohner im Landkreis <strong>Weilheim</strong>-Schongau<br />

ist <strong>die</strong>ses Angebotsspektr<strong>um</strong><br />

ein großer Vorteil.<br />

Einerseits können sie wohnortnah<br />

versorgt, andererseits von<br />

Angehörigen jederzeit <strong>und</strong> ohne<br />

längere Anreise besucht werden.<br />

Die Notaufnahmen der Krankenhäuser<br />

in Schongau <strong>und</strong> <strong>Weilheim</strong><br />

sind 24 St<strong>und</strong>en <strong>und</strong> 365<br />

Tage im Jahr geöffnet <strong>und</strong> besetzt.<br />

Will heißen: Wenn schnelle Hilfe<br />

erfolgen muss, es <strong>um</strong> <strong>die</strong> Rettung<br />

von Leben geht oder dar<strong>um</strong>, irreversible<br />

Schäden wie bei einem<br />

Herzinfarkt, Schlaganfall oder bei<br />

Unfällen zu vermeiden, stehen<br />

<strong>die</strong> Spezialisten der Krankenhaus<br />

GmbH <strong>Weilheim</strong>-Schongau bereit.<br />

Jede Sek<strong>und</strong>e zählt: Im Schockra<strong>um</strong> der Notaufnahme<br />

werden Menschenleben gerettet.<br />

haben können, sollte eine gezielte<br />

Behandlung sehr frühzeitig erfolgen.<br />

Zu den Krankheitsbildern, <strong>die</strong><br />

behandelt werden, gehören z<strong>um</strong><br />

Dr. Peter Ba<strong>um</strong>ann<br />

Beispiel Bandscheibenvorfälle<br />

oder sogenannte Spinalkanalstenosen,<br />

Geschwulste, Entzündungen,<br />

Rhe<strong>um</strong>a sowie Verletzungen.<br />

Nach Operationen an der Wirbelsäule<br />

ist häufig eine direkte Anschlussheilbehandlung<br />

sinnvoll,<br />

<strong>die</strong> durch den Sozial<strong>die</strong>nst der<br />

Krankenhaus GmbH <strong>Weilheim</strong>-<br />

Schongau eingeleitet wird.<br />

Gefäßchirurgie<br />

Der größte Operations-Saal am<br />

Standort in <strong>Weilheim</strong> wird für <strong>die</strong><br />

Gefäßchirurgie genutzt. Operationen<br />

werden oft mit Hilfe einer<br />

Kathetertechnik durchgeführt,<br />

für <strong>die</strong> viel Platz benötigt wird.<br />

Minimal-invasiv dringt Chefarzt<br />

Dr. Peter Ba<strong>um</strong>ann bis in <strong>die</strong> entlegensten<br />

Stellen der Gefäße vor.<br />

„Es gilt Durchblutungsstörungen<br />

zu beheben, Aneurysmen auszuschalten<br />

oder Operationen an<br />

der Halsschlagader vorzunehmen“,<br />

beschreibt der Chefarzt<br />

<strong>die</strong> wichtigsten Krankheitsbilder<br />

in der Gefäßchirurgie. Wichtig<br />

ist in <strong>die</strong>sem Spezialgebiet auch,<br />

<strong>die</strong> Chirurgie der Dialysezugänge,<br />

<strong>die</strong> sogenannte Shuntchirurgie,<br />

sicherzustellen. „Patienten mit<br />

Durchblutungsstörungen können<br />

wir mitunter durch den Einsatz alternativer<br />

Methoden, z<strong>um</strong> Beispiel<br />

mit einer SCS-Sonde, helfen“, so<br />

Dr. Ba<strong>um</strong>ann, der damit davon<br />

betroffenen Patienten Mut zusprechen<br />

möchte.<br />

Wohnortnah<br />

<strong>und</strong> <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>die</strong> Uhr<br />

Nahezu alle oben genannten<br />

Operationen werden sowohl im<br />

Schongauer als auch <strong>Weilheim</strong>er<br />

Krankenhaus angeboten.<br />

> > > KONTAKT<br />

Klinik <strong>Weilheim</strong><br />

Johann-Baur-Str. 4<br />

82362 <strong>Weilheim</strong><br />

Telefon 0881 188-0<br />

Telefax 0881 188-699<br />

E-Mail info@kh-gmbh-ws.de<br />

Klinik Schongau<br />

www.meinkrankenhaus2030.de<br />

Erste Schritte ohne Krüken, zwei Wochen nach der OP: Patient Roland<br />

Krawczyk, hier mit Oberarzt Marcel Ziegler (li.) <strong>und</strong> Chefarzt Dr. Thomas<br />

Löffler (re.), erhielt an beiden Knien gleichzeitig eine Prothese.<br />

Marie-Eberth-Str. 6<br />

86956 Schongau<br />

Telefon 08861 215-0<br />

Telefax 08861 215-249<br />

E-Mail info@kh-gmbh-ws.de<br />

september/ oktober <strong>2020</strong> | 25


Familie Barnsteiner eröffnet neuen Laden<br />

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Maurer m/w/d<br />

<strong>und</strong> <strong>und</strong> z<strong>um</strong> z<strong>um</strong><strong>September</strong> <strong>September</strong><strong>2020</strong> <strong>2020</strong> einen<br />

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Egenrieder Weg Weg 4<br />

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Neben Worksdfghdhdfh d<br />

<strong>Weilheim</strong>er Kaffeehaus<br />

Krönner vor dem Aus<br />

<strong>Weilheim</strong> | Das Kaffeehaus Krönner<br />

am Marienplatz in <strong>Weilheim</strong><br />

ist ohne Übertreibung eine Institution.<br />

Es steht seit mehr als 150 Jahren<br />

für qualitativ hochwertige Torten,<br />

Pralinen <strong>und</strong> Mittagsgerichte.<br />

Viele Stammk<strong>und</strong>en waren bereits<br />

als Kinder mit ihren Eltern dort. Sie<br />

schwärmen noch heute über <strong>die</strong><br />

herausragende Qualität von Essen<br />

<strong>und</strong> Getränken, aber auch über<br />

<strong>die</strong> Atmosphäre im <strong>und</strong> vor dem<br />

Kaffeehaus. Zur warmen Jahreszeit<br />

sind <strong>die</strong> auf Kopfsteinpflaster stehenden<br />

Tische im Außenbereich<br />

stark begehrt als kurzer Zwischenstopp<br />

vom Einkaufsb<strong>um</strong>mel durch<br />

<strong>die</strong> <strong>Weilheim</strong>er Fußgängerzone.<br />

Zur kalten Jahreszeit dagegen lädt<br />

<strong>das</strong> Innere des Kaffeehauses z<strong>um</strong><br />

gemütlichen Verweilen ein – allen<br />

voran <strong>die</strong> urig eingerichtete, alte<br />

Weinstube. Hinter <strong>die</strong>sem bereits<br />

1868 gegründeten Traditions-<br />

Kaffeehaus mit Café <strong>und</strong> Konditorei<br />

stehen seit mittlerweile 26 (!)<br />

Jahren Hans <strong>und</strong> Ute Barnsteiner –<br />

<strong>das</strong> Ehepaar aus Hohenpeißenberg<br />

hat „den Krönner“ im Jahre<br />

1994 übernommen,<br />

über <strong>die</strong> Jahre hinweg<br />

schrittweise modernisiert<br />

<strong>und</strong> den ohnehin<br />

schon ausgezeichneten<br />

Ruf des Hauses sicherlich<br />

nochmals <strong>um</strong><br />

ein, zwei Stufen nach<br />

oben gehoben. Umso<br />

trauriger sind <strong>die</strong><br />

zahlreichen Stammk<strong>und</strong>en<br />

nun, <strong>das</strong>s <strong>die</strong><br />

beiden ihr florierendes<br />

Gewerbe aus Altersgründen<br />

verkleinern<br />

werden. Z<strong>um</strong> 31. März<br />

2021 geben Ute (55) <strong>und</strong> Hans (58)<br />

Barnsteiner ihr Lebenswerk auf.<br />

Bereits im Kaffeehaus<br />

Krönner gelernt<br />

Wie schwer den beiden <strong>die</strong>ser<br />

nachvollziehbare Schritt – ihre erwachsenen<br />

Kinder Johannes <strong>und</strong><br />

Sabrina haben beruflich einen<br />

anderen Weg eingeschlagen –<br />

fällt, liegt nach fast drei Jahrzehnten<br />

„voller Leidenschaft“ auf der<br />

Nach 26 Jahren: Hans <strong>und</strong> Ute Barnsteiner<br />

möchten beruflich etwas kürzer treten.<br />

Hand. Hans Barnsteiner hat bereits<br />

im Kaffeehaus Krönner seine<br />

Ausbildung z<strong>um</strong> Konditor absolviert,<br />

ging danach für kurze Zeit<br />

ins Ausland <strong>und</strong> sammelte auch<br />

b<strong>und</strong>esweit in namhaften Häusern<br />

viel Erfahrung als Konditor. Immer<br />

wieder zurückgezogen hat es<br />

ihn allerdings nach <strong>Weilheim</strong> auf<br />

den Marienplatz, wo er letztlich<br />

erneut, dann als Konditor-Meister,<br />

angefangen hatte. Als schließlich<br />

Fritz Krönner zwei Jahre vor seinem<br />

Tod übergeben wollte, kam<br />

eigentlich nur einer als Nachfolger<br />

in Frage: Hans Barnsteiner, der<br />

fachlich wie menschlich verdammt<br />

viel Herzblut in <strong>die</strong>ses Kaffeehaus<br />

gesteckt hat <strong>und</strong> ganz genau weiß,<br />

worauf es in der Gastro-Branche<br />

ankommt – bereits seine Mutter<br />

<strong>und</strong> Großmutter führten ein eigenes<br />

Lokal. Letztlich ging sein<br />

Tra<strong>um</strong> von einem eigenen Café<br />

in Erfüllung. Zu Hochzeiten beschäftigten<br />

<strong>die</strong> Barnsteiners 32<br />

Mitarbeiter in Backstube, Verkauf,<br />

26 | <strong>tassilo</strong>


Service <strong>und</strong> Küche. Sprichwörtlich<br />

„voll eingeschlagen“ hat auch <strong>das</strong><br />

im Jahre 2001 eingeführte Angebot<br />

eines Mittagsmenüs. „Früher<br />

haben <strong>die</strong> Leute bei uns drei Stück<br />

Kuchen gegessen“, sagt Hans Barnsteiner<br />

über den Wandel der Zeit.<br />

Heute legen insbesondere jüngere<br />

Menschen viel Wert auf eine<br />

ges<strong>und</strong>e, leicht verdauliche <strong>und</strong><br />

warme Mahlzeit zu Mittag. Kuchen<br />

werden nach wie vor genossen, jedoch<br />

bewusster. Oder für ein Kaffeekränzchen<br />

„Dahoam“ abgeholt.<br />

Hierfür führen <strong>die</strong> Barnsteiners<br />

seit jeher einen eigenen Laden,<br />

der sich im gleichen Gebäude befindet,<br />

aber über einen separaten<br />

Eingang – getrennt vom Café – zugänglich<br />

ist. Noch z<strong>um</strong>indest.<br />

Umzug in Admiral-<br />

Hipper-Straße<br />

Stand jetzt droht dem Traditions-<br />

Kaffeehaus Krönner samt Verkaufsladen<br />

tatsächlich <strong>das</strong> Aus.<br />

Z<strong>um</strong> Reinbeißen: Pralinen, Torten <strong>und</strong> Törtchen im neuen Laden.<br />

Nicht aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> der Corona-Pandemie,<br />

<strong>die</strong> <strong>das</strong> Café zweifelsohne<br />

auch schwer getroffen <strong>und</strong> zur<br />

Anmeldung von Kurzarbeit gezwungen<br />

hat. „Es ist schlichtweg<br />

wahnsinnig schwer, einen passenden<br />

Nachfolger zu finden“,<br />

sagt Hans Barnsteiner. Die gute<br />

Nachricht für alle Krönner-Fans<br />

aber ist: Den Großteil der leckeren<br />

Backspezialitäten wird es auch<br />

weiterhin geben. Bereits seit Ende<br />

Juli haben <strong>die</strong> Barnsteiners ihren<br />

altersbedingten Tra<strong>um</strong> verwirklicht<br />

<strong>und</strong> einen kleinen, schicken<br />

Laden in <strong>Weilheim</strong>s Admiral-Hipper-Straße<br />

eröffnet. Unter „Konditorei<br />

Barnsteiner“ gibt’s nun dort<br />

<strong>die</strong> handgemachten Torten wie<br />

Mandel-Mokka-Nussbaiser, Himbeer-Schoko-Mousse,<br />

Spanische<br />

Vanille, Blaubeeren-Zitrone oder<br />

Symphonie-Schnitte. Darüber hinaus<br />

jede Menge exquisite Törtchen,<br />

Pralinen <strong>und</strong> Ba<strong>um</strong>kuchen. Letztere<br />

werden Ring für Ring in einem<br />

sehr aufwendigen Verfahren, z<strong>um</strong><br />

Teil an offenem Feuer, hergestellt,<br />

was in Konditoren-Kreisen als<br />

Königsdisziplin gilt <strong>und</strong> wahrlich<br />

nicht jeder beherrscht. Allen voran<br />

für Hochzeiten, Geburtstage oder<br />

Firmenjubiläen sind <strong>die</strong> Torten<br />

von Hans Barnsteiner <strong>und</strong> seinem<br />

erfahrenen Team stark gefragt. Sie<br />

werden im Umkreis von bis zu 50<br />

Kilometern von Menschen aus allen<br />

Gesellschaftsschichten bestellt.<br />

Gebäude ist in<br />

Privatbesitz<br />

Die Konditoren <strong>und</strong> Verkäuferinnen<br />

des Ladens „Café Krönner“<br />

werden Hans <strong>und</strong> Ute Barnsteiner<br />

– als gelernte Bankkauffrau<br />

<strong>und</strong> Betriebswirtin für Büro,<br />

Buchhaltung <strong>und</strong> Organisation<br />

des Ladens zuständig – mitnehmen<br />

in ihr neues Geschäft. Das<br />

Service-Personal des Kaffeehauses<br />

dagegen arbeitet bis z<strong>um</strong> 31.<br />

März 2021 weiterhin am Marienplatz<br />

<strong>und</strong> hofft inständig, <strong>das</strong>s<br />

sich bis Ende des Pachtvertrages<br />

doch noch ein Nachfolger findet.<br />

Derjenige könnte <strong>das</strong> fachlich topausgebildete<br />

Service-Personal mit<br />

Gastro-Erfahrung von zehn, 15, ja<br />

sogar 25 Jahren sicherlich übernehmen,<br />

was arbeitstechnisch<br />

ein riesengroßer Vorteil wäre.<br />

Und zugleich ganz <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong><br />

Umgebung ein Lächeln ins Gesicht<br />

zaubern würde. „Viele unserer<br />

Stammgäste fragen täglich<br />

nach, wie es denn weitergeht <strong>und</strong><br />

möchten es gar nicht wahrhaben,<br />

<strong>das</strong>s <strong>das</strong> Kaffeehaus tatsächlich<br />

vor dem Aus steht“, sagt Ute Barnsteiner<br />

über z<strong>um</strong> Teil tieftraurige<br />

Stammk<strong>und</strong>en. Letztlich liegt <strong>die</strong><br />

Nachfolge-Entscheidung beim Eigentümer<br />

des Gebäudes, <strong>das</strong> sich<br />

seit jeher in Privatbesitz befindet.<br />

Insofern sind auch der Stadtverwaltung<br />

<strong>die</strong> Hände geb<strong>und</strong>en, <strong>die</strong><br />

Schließung des traditionsreichsten<br />

Kaffeehauses in <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong><br />

Umgebung zu verhindern. js<br />

„Meine eigenen<br />

vier Wände in einem<br />

familiären Umfeld.<br />

Das ist mir wichtig.“<br />

„Für immer Urlaub“ – im Herzen Bayerns, am Fuße<br />

der Alpen, inmitten einer einzigartigen Landschaft ruht<br />

Oberammergau. Der beschau liche Ort ist besonders<br />

reich an Schönheiten der Natur <strong>und</strong> bietet ein<br />

breitgefächertes Freizeit- <strong>und</strong> Kulturangebot.<br />

SeniorenWohnen Oberammergau<br />

St.-Lukas-Straße 15, 82487 Oberammergau<br />

Tel. 08822 918-0, info.amt@ssg.brk.de<br />

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september / oktober <strong>2020</strong> | 27


Angebot der Deutschen Rentenversicherung<br />

Ges<strong>und</strong>heits-Prävention<br />

am Starnberger See<br />

Bernried | In Bernried, oberhalb<br />

des Klosters, befindet sich mit dem<br />

„Centr<strong>um</strong> für Prävention“ eine<br />

b<strong>und</strong>esweit seltene Einrichtung. Im<br />

dortigen, 5500 Quadratmeter großen<br />

Gebäude am G<strong>r<strong>und</strong></strong>weiher 1<br />

sorgen Ärzte, Therapeuten, Psychologen,<br />

Ernährungsberater <strong>und</strong><br />

ein Gastroteam dafür, <strong>das</strong>s sich in<br />

Arbeit befindende Menschen allen<br />

Alters möglichst lange ges<strong>und</strong><br />

bleiben. Angeboten werden <strong>die</strong><br />

Präventions-Programme für Ges<strong>und</strong>heit<br />

von der Deutschen Rentenversicherung.<br />

Diese sind sowohl<br />

geeignet für Mitarbeiter-Gruppen<br />

aus Unternehmen als auch für<br />

Einzelpersonen, Partner oder Familien.<br />

Heißt: Alle in Deutschland<br />

arbeitenden Menschen, <strong>die</strong> seit<br />

mindestens sechs Monaten in <strong>die</strong><br />

So nobel sieht nicht nur der Eingangsbereich im CEP aus.<br />

Rentenversicherungs-Kasse einzahlen<br />

<strong>und</strong> nicht akut krank sind<br />

oder Reha-Bedarf haben, dürfen<br />

<strong>die</strong>ses Präventions-Programm in<br />

Anspruch nehmen. Und zwar kostenlos.<br />

Übernachtung, Essen, Ges<strong>und</strong>heits-Check,<br />

Bewegungstherapie,<br />

Übungen für Geist <strong>und</strong> Seele<br />

sowie An- <strong>und</strong> Abreise – <strong>die</strong> Kosten<br />

dafür übernimmt zu 100 Prozent<br />

<strong>die</strong> Deutsche Rentenversicherung.<br />

Obendrein sind Arbeitgeber dazu<br />

verpflichtet, ihren Mitarbeitern<br />

<strong>die</strong>ses Präventions-Programm zu<br />

ermöglichen. Hierfür muss der<br />

Arbeitnehmer weder Urlaub nehmen,<br />

noch auf Gehalt verzichten.<br />

Mit Inkrafttreten des sogenannten<br />

Flexirentengesetzes im Dezember<br />

2016 wurde <strong>die</strong>se Präventionsleistung<br />

als Pflichtleistung eingeführt<br />

<strong>und</strong> der Anspruch gesetzlich verankert.<br />

Damit möchte <strong>die</strong> Deutsche<br />

Rentenversicherung erreichen,<br />

<strong>das</strong>s der Alltag <strong>und</strong> <strong>die</strong> Arbeit auch<br />

im zunehmenden Alter mit Freude<br />

gemeistert werden kann – <strong>und</strong><br />

möglichst viele Menschen ges<strong>und</strong><br />

in den wohlver<strong>die</strong>nten Ruhestand<br />

geschickt werden können.<br />

Erst Ges<strong>und</strong>heits-Check,<br />

dann Bewegung<br />

In der Praxis läuft <strong>das</strong> Präventionsprogramm<br />

in Bernried wie folgt<br />

ab: Nach der Anreise am Sonntag<br />

erfolgt am Montag ein ärztlicher<br />

Ges<strong>und</strong>heitscheck mit beispielsweise<br />

Blutabnahme, Blutdruckmessung,<br />

Belastungs-EKG <strong>und</strong><br />

Rückenfunktionstest. Das Ergebnis<br />

<strong>die</strong>ser Untersuchung wird schließlich<br />

am drauffolgenden Dienstag<br />

mit dem Arzt besprochen. Die<br />

weiteren viereinhalb Tage sind<br />

schließlich gefüllt mit einem<br />

bunten Ges<strong>und</strong>heits-Programm.<br />

„Straff, aber ohne Stress“, sagt<br />

Katja Latayka, kaufmännische Leiterin<br />

des Centr<strong>um</strong>s für Prävention<br />

(CEP) in Bernried. Es wird in Gruppen<br />

Bewegungstherapie gemacht,<br />

im Fitnessra<strong>um</strong> trainiert, es werden<br />

Vorträge zu ges<strong>und</strong>er, ausgewogener<br />

Ernährung gehalten<br />

<strong>und</strong> es gibt auch entscheidende<br />

Tipps <strong>und</strong> Übungen zur Vorbeugung<br />

psychischer Krankheiten.<br />

Und nicht zu vergessen ist <strong>die</strong><br />

dazu passende Regeneration im<br />

Schwimmbad- <strong>und</strong> Saunabereich.<br />

Insgesamt bietet <strong>das</strong> Centr<strong>um</strong> für<br />

Prävention 76 Einzel- <strong>und</strong> Doppelzimmer<br />

an. Die neu renovierten<br />

Rä<strong>um</strong>lichkeiten sind modern, aber<br />

gemütlich eingerichtet. Eine im<br />

Haus integrierte Küche bietet alles,<br />

was <strong>das</strong> Herz begehrt – sowohl<br />

morgens, mittags als auch abends<br />

dürfen sich <strong>die</strong> Teilnehmer an einem<br />

leckeren Buffet be<strong>die</strong>nen.<br />

Und sich nach dem Mittagessen<br />

gerne <strong>die</strong> Füße im benachbarten,<br />

idyllisch gelegenen Bernrieder<br />

Park <strong>die</strong> Füße vertreten – er lädt<br />

dank versteckter Teiche, großen,<br />

Schatten-spendenden Bä<strong>um</strong>en<br />

<strong>und</strong> nicht zuletzt einem herrlichen<br />

Weitblick über den Starnberger<br />

28 | <strong>tassilo</strong>


See Jung <strong>und</strong> Alt z<strong>um</strong> Verweilen<br />

ein. Sobald <strong>das</strong> Präventionsprogramm<br />

sich gegen 17 Uhr dem<br />

Ende zuneigt, steht der Spaß im<br />

Vorderg<strong>r<strong>und</strong></strong>: Im „Stüberl“ mit<br />

Kegelbahn <strong>und</strong> Billiard-Tisch ist<br />

Gaudi garantiert.<br />

Finale Untersuchung<br />

nach neun Monaten<br />

Bandscheibenvorfälle <strong>und</strong> Burn<br />

Out sind nur zwei allseits bekannte<br />

Beispiele von Krankheiten, <strong>die</strong><br />

in der Deutschen Bevölkerung <strong>und</strong><br />

in Zeiten des „Höher, Schneller,<br />

Weiter“ immer häufiger auftreten.<br />

Dabei reichen oft schon kleine<br />

Präventionsmaßnahmen aus, <strong>um</strong><br />

Geist <strong>und</strong> Körper trotz täglicher Arbeit<br />

langfristig in Form zu halten.<br />

Die Basis hierfür wird mit den Teilnehmern<br />

im Centr<strong>um</strong> für Prävention<br />

an insgesamt sechs Tagen vor<br />

Ort gelegt. Abgeschlossen ist <strong>das</strong><br />

Programm nach <strong>die</strong>ser ersten Woche<br />

in Bernried jedoch noch lange<br />

nicht. Es folgen zwölf weitere<br />

Wochen, in denen <strong>die</strong> Teilnehmer<br />

mit professionellen Trainingsplänen<br />

Ges<strong>und</strong>heits-Prävention ambulant<br />

oder via App von zuhause<br />

betreiben, <strong>das</strong> Programm sozusagen<br />

in ihren Alltag integrieren. In<br />

letzterem werden <strong>die</strong> Fortschritte<br />

einmal wöchentlich mit den Therapeuten<br />

im Rahmen einer Telefonschalte<br />

besprochen. Und nach<br />

<strong>die</strong>ser zwölfwöchigen, webbegleiteten<br />

Ges<strong>und</strong>heits-Prävention<br />

„Dahoam“? Auch dann dürfen <strong>die</strong><br />

Teilnehmer weiterhin auf <strong>die</strong> App<br />

zurückgreifen – nur <strong>die</strong> Therapeuten<br />

können dann nicht mehr als<br />

Ansprechpartner zur Verfügung<br />

stehen. Endgültig abgeschlossen<br />

ist <strong>das</strong> Präventions-Programm allerdings<br />

erst, wenn <strong>die</strong> Teilnehmer<br />

sich nach insgesamt neun Monaten<br />

wieder auf den Weg nach<br />

Bernried machen. Dort werden sie<br />

nochmals über zwei bis drei Tage<br />

<strong>um</strong>fangreich betreut <strong>und</strong> untersucht.<br />

Gemeinsam mit den Ärzten<br />

<strong>und</strong> Therapeuten gibt ein finaler<br />

Ges<strong>und</strong>heitscheck schließlich Aufschluss<br />

darüber, wie effektiv <strong>das</strong><br />

Präventionsprogramm für Körper,<br />

Geist <strong>und</strong> Seele war <strong>und</strong> ist. Und<br />

wie gut <strong>die</strong> Teilnehmer ihre jeweiligen<br />

Übungen dauerhaft in den<br />

Alltag integrieren konnten <strong>und</strong><br />

können. Für ein hoffentlich langes,<br />

ges<strong>und</strong>es Leben.<br />

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Wer <strong>das</strong> Angebot im Centr<strong>um</strong> für Prävention in Bernried nutzen<br />

möchte, kann sich jederzeit telefonisch oder per E-Mail unter<br />

08158 / 9078-0 oder info@cep-hoehenried.de melden <strong>und</strong> genauer<br />

informieren. Aufschluss über Anmeldung <strong>und</strong> Inhalte der<br />

kostenlosen Präventions-Programme für Ges<strong>und</strong>heit bietet auch<br />

<strong>die</strong> Internetseite www.cep-hoehenried.de.<br />

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september / oktober <strong>2020</strong> | 29


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<strong>und</strong> VIKING überzeugen<br />

Mit Fachpädagogin Christine Götzl<br />

Kinder-Yoga<br />

gegen Reizüberflutung<br />

Penzberg | Seit 30 Jahren arbeitet<br />

Christine Götzl als Fachpädagogin<br />

für Kinder. Insofern ist <strong>die</strong> heute<br />

53-jährige Penzbergerin, selbst<br />

Mutter zweier erwachsener Kinder,<br />

prädestiniert als Yogalehrerin<br />

für Kinder. „Als ich vor zehn Jahren<br />

damit angefangen habe, mich<br />

nebenberuflich auf Kinder-Yoga zu<br />

spezialisieren, bin ich von einigen<br />

Eltern belächelt worden“, sagt sie<br />

rückblickend. Lange hielt <strong>die</strong>se<br />

Skepsis jedoch nicht an. Einige<br />

Eltern merkten nämlich schnell,<br />

welch großen Spaß ihre Sprösslinge<br />

an Yoga haben. Und wie gut<br />

es ihnen tut. Christine Götzl unterrichtet<br />

schon bald in Schulen<br />

<strong>und</strong> Kindergärten, leitet Kinder-<br />

Yoga-Kurse im Rahmen eines Ferienprogramms<br />

mit bis zu 50 (!)<br />

Teilnehmern gleichzeitig, aber gibt<br />

auch regelmäßige Yoga-Kurse für<br />

rch höchste Qualität <strong>und</strong> Präzision sowie<br />

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für <strong>die</strong> Jüngsten, der überwiegend<br />

verpackt wird in aufregende Fantasie-Geschichten,<br />

<strong>die</strong> Christine Götzl<br />

<strong>um</strong>en<br />

Wir<br />

<strong>und</strong> Wir beraten beraten Sträuchern,<br />

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Wir beraten Sie gerne:<br />

oft selbst zusammenschreibt. Nur<br />

r Bauen Wir mit beraten Holz. Sie gern:<br />

ein Beispiel: „Wir befinden uns<br />

auf einer einsamen Piraten-Insel,<br />

begeben uns auf Schatzsuche, wo<br />

KASPAR SANKTJOHANSER<br />

wir einigen Pflanzen <strong>und</strong> Tieren<br />

begegnen.“ Unter anderem anzutreffen<br />

ist ein großer, starker Löwe,<br />

HOLZERSTR. 2<br />

82380 PEIßENBERG<br />

den <strong>die</strong> Kinder dann nachmachen,<br />

in dem sie in den Vierfüßlerstand<br />

gehen <strong>und</strong> sich ganz geschmeidig,<br />

quasi katzenartig bewegen.<br />

ruck<br />

Letztlich geht es <strong>um</strong> Entspannung<br />

für Körper, Geist <strong>und</strong> Seele, <strong>die</strong> bei<br />

Kleinkindern mittels Fantasie-Reisen<br />

immer gut funktioniert – <strong>und</strong><br />

den kleinen Rackern in der Tat eine<br />

riesen Freude bereitet.<br />

Singen, begrüßen<br />

<strong>und</strong> fragen<br />

Jede Menge Spaß am Yoga haben<br />

auch <strong>die</strong> Sechs- bis Neunjährigen.<br />

Deren Kurse, <strong>die</strong> im Optimalfall mit<br />

acht bis zehn Teilnehmern besetzt<br />

sind, beginnt Christine Götzl meistens<br />

mit einem schönen Lied sowie<br />

einer kurzen Begrüßungs- <strong>und</strong><br />

Frage<strong>r<strong>und</strong></strong>e: Wie geht es Euch?<br />

Was habt Ihr heute erlebt?<br />

Kommen <strong>die</strong> Schüler eher gestresst<br />

vom Schulunterricht, „beginnen<br />

wir eher ruhiger, setzen<br />

uns erstmal entspannt auf den<br />

Boden <strong>und</strong> hören uns eine beruhigende,<br />

schöne Geschichte an“.<br />

Sind <strong>die</strong> Jungs <strong>und</strong> Mädels dagegen<br />

eher unausgelastet, stehen<br />

bewegungsintensivere Übungen<br />

auf dem Programm – Bewegungen<br />

<strong>und</strong> Haltepositionen, <strong>die</strong> sich vom<br />

Erwachsenen-Yoga nicht mehr<br />

wirklich unterscheiden. Ba<strong>um</strong>,<br />

Katze, Fuß hinter den Kopf oder<br />

der bekannte Lotussitz sind nur<br />

wenige Beispiele für klassische<br />

Yoga-Übungen, <strong>die</strong> Christine<br />

Götzl mit ihren Kindern ausübt.<br />

„Da Kinder ohnehin beweglicher<br />

sind als wir Erwachsenen,<br />

funktioniert <strong>das</strong> ganz hervorragend.“<br />

Und ehe sich Götzl <strong>um</strong>sieht,<br />

neigen sich <strong>die</strong> „immer sehr kurzweiligen<br />

60 Minuten“ auch schon<br />

wieder dem Ende zu. „Die letzte<br />

viertel St<strong>und</strong>e gestalten wir dann<br />

wieder ähnlich wie den Beginn.“<br />

Entspannung mit Fantasie-Reise,<br />

Mandala malen oder einer kurzen<br />

Meditation, gefolgt vom gemeinsamen<br />

Singen sowie einer finalen<br />

Frage-R<strong>und</strong>e: Wie hat es Euch heute<br />

gefallen? Wie geht’s Euch jetzt?


Die Befürchtung, <strong>das</strong>s Kinder ungeeignet<br />

sind für Yoga, weil sie keine<br />

Lust auf ein striktes Programm sowie<br />

längere Ruhe- <strong>und</strong> Konzentrationsphasen<br />

haben, kann Christine<br />

Götzl zu 100 Prozent widerlegen.<br />

Neben dem bereits erwähnten<br />

Spaßfaktor bringen <strong>die</strong> Kinder<br />

eine sehr hohe Eigenmotivation<br />

mit <strong>und</strong> entwickeln für schwierige<br />

Übungen einen schier unbändigen<br />

Ehrgeiz. „Eltern berichten mir immer<br />

wieder mit Begeisterung, wie<br />

intensiv ihre Kinder an bestimmten<br />

Yoga-Übungen zuhause arbeiten,<br />

<strong>um</strong> sie endlich zu schaffen.“ Und<br />

so für <strong>die</strong> nächste Yoga-St<strong>und</strong>e,<br />

<strong>die</strong> einmal <strong>die</strong> Woche stattfindet,<br />

<strong>das</strong> nächsthöhere Level erreichen.<br />

Gleiches gilt für <strong>die</strong> Zehn- bis<br />

17-Jährigen, mit denen Christine<br />

Götzl auch schon Atemtechniken<br />

trainieren kann. Heißt schon mal<br />

g<strong>r<strong>und</strong></strong>sätzlich: „Der M<strong>und</strong> ist z<strong>um</strong><br />

Essen, <strong>die</strong> Nase z<strong>um</strong> Atmen da!“<br />

Ein Klassiker, <strong>um</strong> <strong>die</strong> nachwirkende<br />

Aufregung einer schweren<br />

Schulaufgabe herunterzudrosseln:<br />

Die Wechselatmung, in dem erst<br />

<strong>das</strong> linke Nasenloch zugehalten<br />

<strong>und</strong> über <strong>das</strong> rechte Nasenloch tief<br />

eingeatmet wird, dann <strong>das</strong> rechte<br />

Nasenloch zugehalten <strong>und</strong> über<br />

<strong>das</strong> linke Nasenloch wieder ausgeamtet<br />

wird. Gesteigert wird eine<br />

Teenager-Yoga-St<strong>und</strong>e bis hin zu<br />

den schwierigsten Yoga-Übungen<br />

überhaupt. „Je nachdem, wie motiviert<br />

<strong>und</strong> fit <strong>die</strong> älteren Kinder<br />

<strong>und</strong> Jugendlichen sind, gehen wir<br />

mal mehr, mal weniger an unsere<br />

Grenzen“, sagt Christine Götzl.<br />

Hohes Niveau:<br />

Die Yoga-Mädels<br />

zeigen hier <strong>die</strong><br />

Übung „Kuhmaul“<br />

„Drehsitz“ <strong>und</strong> „Schildkröte“ sind<br />

zwei Beispiele für <strong>die</strong> mit schwierigsten<br />

Yoga-Übungen aus Götzls<br />

Repertoire. Letztere geht so: Man<br />

hockt sich im Schneidersitz auf den<br />

Boden, schiebt dann seine Hände<br />

<strong>und</strong> Arme durch <strong>die</strong> Kniekehlen<br />

unter <strong>und</strong> hinter den Po, <strong>und</strong><br />

versucht abschließend, <strong>die</strong> Stirn<br />

weitestgehend Richtung Boden,<br />

im Optimalfall sogar direkt bis z<strong>um</strong><br />

Boden zu führen.<br />

Weniger Stress <strong>und</strong><br />

bessere Noten<br />

Macht <strong>die</strong> R<strong>und</strong>e:<br />

Das Licht der Hoffnung.<br />

„Herausforderungen wie <strong>die</strong><br />

Schildkröte lieben <strong>die</strong> Kinder“,<br />

sagt Christine Götzl, <strong>die</strong> Yoga nicht<br />

nur Kindern mit ADS, ADHS <strong>und</strong><br />

Rückenproblemen, sondern wirklich<br />

allen ans Herz legen kann. „Allein<br />

deshalb, weil <strong>die</strong> Reizüberflutung<br />

in der heutigen Zeit aufg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Digitalisierung derart Überhand<br />

gewonnen hat, <strong>das</strong>s gezielte Entspannungen<br />

fernab von flimmernden<br />

Bildschirmen Gold wert sind.“<br />

Gleiches gilt für den Stress- <strong>und</strong><br />

Druckabbau aus dem Schulalltag,<br />

der insbesondere bei Viertklässlern<br />

auffallend hoch ist – Eltern, Lehrer,<br />

aber auch <strong>die</strong> Schüler selbst bauen<br />

Druck auf, <strong>um</strong> nach der G<strong>r<strong>und</strong></strong>schule<br />

<strong>die</strong> höchstmögliche weiterführende<br />

Schule zu schaffen.<br />

Wobei Yoga bei weitem nicht nur<br />

z<strong>um</strong> Entspannen <strong>die</strong>nt. Es steigert<br />

<strong>das</strong> Körpergefühl, <strong>die</strong> Konzentrationsfähigkeit,<br />

<strong>das</strong> Gleichgewicht,<br />

<strong>die</strong> Laune, <strong>die</strong> Beweglichkeit, <strong>die</strong><br />

Fitness <strong>und</strong> <strong>das</strong> Selbstbewusstsein.<br />

Das wieder<strong>um</strong> führt zu besseren<br />

Leistungen in der Schule <strong>und</strong> im<br />

Sport. Nicht zu vergessen ist an<br />

<strong>die</strong>ser Stelle auch <strong>die</strong> Stärkung des<br />

Gemeinschaftsgefühls – Yoga wird<br />

ja immer in der Gruppe gemacht.<br />

Und ein bewussterer Umgang mit<br />

Natur <strong>und</strong> Umwelt. Z<strong>um</strong>indest<br />

legt Christine Götzl allergrößten<br />

Wert auf <strong>die</strong>se Aspekte, gestaltet<br />

ihre Kinder-Yoga-St<strong>und</strong>en immer<br />

mit einem neuen Motto, unter<br />

dem <strong>die</strong> Jungs <strong>und</strong> Mädels auch<br />

wichtige Dinge fürs Leben lernen.<br />

Beim Motto „Ges<strong>und</strong>er Körper“<br />

erfahren sie etwas über ges<strong>und</strong>e<br />

Ernährung. Beim Motto „Umwelt“,<br />

<strong>das</strong>s man Müll trennen <strong>und</strong> nicht<br />

einfach draußen auf den Boden<br />

werfen soll, <strong>das</strong>s man Tiere, Pflanzen<br />

<strong>und</strong> Mitmenschen respektieren<br />

<strong>und</strong> ihnen mit Ehrfurcht begegnen<br />

soll.<br />

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september / oktober <strong>2020</strong> | 31


DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL<br />

Sprechverbot?<br />

Tassiloland | Haben Sie, liebe Leser,<br />

schon mal ein Schild mit der<br />

Aufschrift „kein Unterhaltungsweg“<br />

zu Gesicht bekommen? Das<br />

auf <strong>die</strong>ser Seite abgebildete „Taferl“<br />

mit weißem Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>und</strong><br />

schwarzen Buchstaben hat neulich<br />

ein rühriger Mitarbeiter der<br />

„<strong>tassilo</strong>“-Redaktion entdeckt – <strong>und</strong><br />

ohne zu zögern mit seiner Spiegelreflexkamera<br />

festgehalten. Dass er<br />

beim Betätigen des Auslösers noch<br />

immer Schmunzeln musste beim<br />

Anblick <strong>die</strong>ses „schrägen“ Motives<br />

ist selbsterklärend – viel doppeldeutiger<br />

könnte eine Botschaft via<br />

Verkehrsschild nicht vermittelt werden.<br />

Z<strong>um</strong>indest für Menschen mit<br />

ges<strong>und</strong>em H<strong>um</strong>or. Ein Schelm, wer<br />

an <strong>die</strong>ser Stelle böses denkt <strong>und</strong><br />

glaubt, seiner redefreudigen Ehefrau<br />

hier <strong>das</strong> „Quatschen“ verbieten<br />

Wo sich <strong>die</strong> kleinere <strong>und</strong> weniger berühmte<br />

Tassilolinde befindet, wollten wir von Ihnen im<br />

Heimaträtsel unserer Juli / August-<strong>Ausgabe</strong> wissen.<br />

Die richtige Antwort lautet „Schlitten“, ein<br />

Ortsteil von Wessobrunn.<br />

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG<br />

zu dürfen. In Wahrheit weist <strong>die</strong>ses<br />

Schild darauf hin, <strong>das</strong>s der daran<br />

vorbeiführende Weg nicht unterhalten,<br />

nicht instandgesetzt, nicht<br />

regelmäßig gepflegt wird. Dies ist<br />

keine Folge von Faulheit der für<br />

<strong>die</strong>sen Ort Verantwortlichen, sondern<br />

Teil einer einzigartigen Naturschutzmaßnahme.<br />

Letztlich geht es<br />

dar<strong>um</strong>, maximale Naturbelassenheit<br />

zu gewähren, damit sich <strong>die</strong><br />

dort heimischen, z<strong>um</strong> Teil sehr seltenen<br />

Tiere <strong>und</strong> Pflanzen wohlfühlen.<br />

Insofern ist <strong>die</strong> spaßig hineininterpretierte<br />

Zweit-Bedeutung des<br />

Schildes, nicht sprechen zu dürfen,<br />

doch nicht so abwegig. Schließlich<br />

möchten <strong>die</strong> Vögel, insbesondere<br />

im Frühjahr <strong>und</strong> Frühsommer, ungestört<br />

ihre Jungen ausbrüten <strong>und</strong><br />

auch sonst nicht von <strong>die</strong>sen großen,<br />

zweibeinigen, aufrechtgehenden<br />

Gestalten namens „Mensch“<br />

aufgescheucht werden.<br />

Im Rahmen unseres Heimaträtsels<br />

möchten wir nun von Ihnen wissen:<br />

Wo befindet sich <strong>das</strong> auf dem Foto<br />

gezeigte Schild „kein Unterhaltungsweg“?<br />

Zur eindeutigen, örtlichen<br />

Zuordnung des Hinweisschildes<br />

hilft Ihnen <strong>die</strong> Ziffer „117,64“.<br />

Schicken Sie uns bis 15. <strong>September</strong><br />

eine Postkarte mit der Lösung <strong>und</strong><br />

dem Stichwort „Heimaträtsel“ an<br />

„<strong>tassilo</strong>“, Birkland 40, in 86971 Peiting.<br />

Oder eine E-Mail an info@<strong>tassilo</strong>.de.<br />

Zu gewinnen gibt es einen<br />

Spezialitätenkorb der Schönegger<br />

Käse-Alm. Das Los entscheidet, der<br />

Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wir<br />

wünschen viel Erfolg!<br />

Unter zahlreichen Einsendungen mit der richtigen<br />

Lösung haben wir aus unserer Lostrommel<br />

gezogen: Elisabeth Stork aus Peißenberg, <strong>die</strong> den<br />

„Biergartenkorb“ der Schönegger Käse-Alm gewonnen<br />

hat. Herzlichen Glückwunsch!<br />

> > > IMPRESSUM<br />

„<strong>tassilo</strong>“<br />

„<strong>tassilo</strong>“ ist ein Medi<strong>um</strong> von<br />

Birkland 40, 86971 Peiting<br />

Telefon: 08869 / 91 22-26<br />

Fax: 08869 / 91 22-27<br />

Mail: info@<strong>tassilo</strong>.de<br />

Stand bei Drucklegung im August <strong>2020</strong> – Auflage: 64000 Exemplare<br />

Änderungen <strong>und</strong> Fehler vorbehalten.<br />

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten <strong>Ausgabe</strong> November/ Dezember <strong>2020</strong>:<br />

Freitag, 30. <strong>Oktober</strong> <strong>2020</strong> (Anzeigenschluss: 12. <strong>Oktober</strong> <strong>2020</strong>) –<br />

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine<br />

Erscheinungsgewähr übernommen.<br />

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine<br />

<strong>und</strong> weitere technische Angaben finden Sie auf www.<strong>tassilo</strong>.de<br />

Herausgeber: Peter Ostenrieder<br />

Redaktion: Johannes Schelle, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)<br />

Mitarbeiter <strong>die</strong>ser <strong>Ausgabe</strong>: Klaus Papenfuß, Ernst-Dietrich Limper,<br />

Nicole Burke<br />

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler<br />

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting<br />

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 <strong>Weilheim</strong><br />

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock,<br />

Irmgard Gruber, Jeannine Echtler, Christian Lechner<br />

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong> <strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> <strong>die</strong> <strong>Seen</strong> — Zahlreiche Auslegestellen im Verteilgebiet.<br />

Fotos: mauritius images, Felix Baab, Johannes Schelle, Adobe Stock, Klaus Papenfuß, Ernst-Dietrich Limper, Bettina Eder, Kurt Zarbock, Isa Berndt, Krankenhaus<br />

GmbH <strong>Weilheim</strong>-Schongau, Konditorei Barnsteiner, Kaffeehaus Krönner, Ute <strong>und</strong> Hans Barnsteiner, Centr<strong>um</strong> für Prävention, Skytech GmbH, Mütter- <strong>und</strong> Familienzentr<strong>um</strong><br />

<strong>Weilheim</strong> e.V., Hochberghauser Tanzlmusi, Petra Zott-Endres, PASSGENAU, Roland Streim, Kreishandwerkerschaft Oberland, Nicole Burk, Marco Teubner,<br />

UNSER LAND GmbH, Andreas Zehm, Kammerorchester <strong>Weilheim</strong>, Ingrid Klemm-Beyer, Katrin Bach, Landratsamt <strong>Weilheim</strong>-Schongau, Stefan Klüter, Zauberer Zodiac<br />

32 | <strong>tassilo</strong>


Neuer Roman von Stephanie Schuster<br />

W<strong>und</strong>erfrauen<br />

in der Nachkriegszeit<br />

Starnberg / Pöcking | Fans von Stephanie<br />

Schuster wissen es: Die<br />

Malerin, Illustratorin <strong>und</strong> Schriftstellerin<br />

von einem Hof bei Pöcking<br />

am Starnberger See hat<br />

schon so einige fesselnde Bücher<br />

verfasst. Die wenigsten jedoch<br />

unter ihrem echten Namen. Den<br />

Historienroman „Im Labyrinth der<br />

Fugger“ schrieb sie unter dem<br />

Pseudonym Rebecca Abe. Die<br />

Thriller <strong>um</strong> Rechtsmedizinerin<br />

Carina Kyreleis als Stephanie Fey.<br />

Und <strong>die</strong> regionalen Starnberg-Krimis<br />

„Hendlmond“ <strong>und</strong> „Jungfernfahrt“<br />

unter Ida Ding. Erst mit dem<br />

literarischen Roman „Der Augenblick<br />

der Zeit“ gab <strong>die</strong> ehemalige<br />

Studentin an der Akademie der<br />

Künste in München ihren wahren<br />

Namen der breiten Öffentlichkeit<br />

preis. Und scheint <strong>die</strong> Zeit der<br />

Pseudonyme nun endgültig hinter<br />

sich zu lassen. Mit „Die W<strong>und</strong>er<br />

Frauen – Alles, was <strong>das</strong> Herz begehrt“<br />

bringt sie nun einen Roman<br />

auf den Markt, der abermals unter<br />

ihrem echten Namen veröffentlicht<br />

wird. Das 471 Seiten starke Buch<br />

kostet 15 Euro, erscheint über den<br />

S. Fischer Verlag, ist erhältlich in<br />

allen regionalen Buchhandlungen<br />

<strong>und</strong> erzählt <strong>die</strong> aufregende<br />

Geschichte von vier Frauen, <strong>die</strong> in<br />

den Jahren 1953 <strong>und</strong> 1954 auf der<br />

Suche nach ihrem eigenen, ganz<br />

persönlichen Glück sind – <strong>und</strong><br />

zwar unabhängig von der Macht<br />

ihrer Männer oder Väter.<br />

Die vier Frauen, <strong>um</strong> <strong>die</strong> sich der<br />

lebhaft geschriebene Roman<br />

dreht, heißen Luise Dahlmann,<br />

Helga Knaup, Marie Wagner <strong>und</strong><br />

Annabel von Thaler. Luise erfüllt<br />

sich ihren Tra<strong>um</strong>, darf mit Zustimmung<br />

ihres Ehemanns einen eigenen<br />

Tante-Emma-Laden mitten<br />

in Starnberg eröffnen, in dem es<br />

alles gibt, was <strong>das</strong> Herz begehrt.<br />

Helga dagegen ist <strong>die</strong> Tochter eines<br />

reichen Fabrikanten, <strong>die</strong> es<br />

zuhause nicht mehr aushält, wegläuft<br />

<strong>und</strong> unbedingt eine Lehre<br />

in einem einfach-bürgerlichen<br />

Beruf antreten möchte: Sie ergattert<br />

eine Ausbildungsstelle zur<br />

Krankenschwester in der Seeklinik<br />

am Starnberger See. Bei Marie<br />

handelt es sich <strong>um</strong> ein Flüchtlingsmädchen<br />

aus Schlesien, <strong>die</strong><br />

in ihrer früheren Heimat auf einem<br />

großen Gutshof gelebt hat.<br />

Nach Jahren der Flucht ist sie mit<br />

ihren Kräften am Ende <strong>und</strong> kommt<br />

auf dem Hof von Luises Bruder<br />

unter – einem Gestüt der Wittelsbacher.<br />

Und Annabel, <strong>die</strong> vierte<br />

im B<strong>und</strong>e? Sie ist <strong>die</strong> Gattin des<br />

bekannten Chefarztes der allseits<br />

bekannten Starnberger Seeklinik –<br />

<strong>und</strong> wohnt direkt gegenüber von<br />

Luises Laden.<br />

Es handelt sich<br />

<strong>um</strong> eine Trilogie<br />

Die Schicksale der vier Frauen<br />

könnten also unterschiedlicher<br />

nicht sein. Und führen auch erst<br />

im zweiten Teil des Romans von<br />

Stephanie Schuster zueinander.<br />

Trotzdem liest sich <strong>das</strong> Buch von<br />

beginn an ein wenig wie von allein.<br />

Die Sprache ist lebhaft <strong>und</strong><br />

detailreich gewählt – <strong>die</strong> vier Protagonistinnen,<br />

aber auch alle anderen<br />

Personen, <strong>die</strong><br />

vorkommen, sprechen<br />

so, wie man<br />

es aus Filmen in<br />

den 1960er Jahren<br />

kennt. Dabei wird<br />

der Leser auch immer<br />

wieder z<strong>um</strong><br />

Schmunzeln, aber<br />

eben auch z<strong>um</strong><br />

Nachdenken angeregt.<br />

Stephanie<br />

Schuster gewährt dank <strong>um</strong>fassender<br />

Recherche tiefe Einblicke<br />

in <strong>die</strong> beispiellose Zeit des Aufbruchs,<br />

<strong>die</strong> trotz allen Elans nicht<br />

immer leicht war. Schon gar nicht<br />

für <strong>die</strong> Frau. Wie gehe ich mit<br />

der jüngsten Vergangenheit, der<br />

nachhallenden Grausamkeit des<br />

Zweiten Weltkriegs <strong>um</strong>? War<strong>um</strong><br />

bin ich als Frau von nahezu allen<br />

Entscheidungen, <strong>die</strong> ich treffen<br />

möchte, abhängig vom Wohlwollen<br />

meines Mannes? Welche Ängste,<br />

Sorgen <strong>und</strong> Nöte quälen <strong>die</strong><br />

aus ihrer Heimat Vertriebenen?<br />

Kurz<strong>um</strong>: Wer sich für vier Frauen<br />

zwischen Wirtschaftsw<strong>und</strong>er <strong>und</strong><br />

Hippiezeit, zwischen Nylons <strong>und</strong><br />

Emanzipation sowie zwischen Liebe<br />

<strong>und</strong> Fre<strong>und</strong>schaften begeistern<br />

> > > BÜCHER ZU GEWINNEN<br />

kann, wird mit<br />

„Die W<strong>und</strong>erfrauen – Alles, was<br />

<strong>das</strong> Herz begehrt“ nicht enttäuscht.<br />

Das einzig „ärgerliche“<br />

aus Lesersicht ist: Es handelt sich<br />

<strong>um</strong> den ersten Band einer Trilogie.<br />

Heißt: Der Schluss des neuesten<br />

Schuster-Romans bleibt zunächst<br />

offen, spannt <strong>die</strong> Leser ein wenig<br />

auf <strong>die</strong> Folter. Allerdings nur kurz.<br />

Denn mit „Die W<strong>und</strong>erfrauen –<br />

Von allem nur <strong>das</strong> Beste“ sowie<br />

„Die W<strong>und</strong>erfrauen – Freiheit im<br />

Angebot“ kommen bereits im Februar<br />

2021 sowie im Herbst 2021<br />

<strong>die</strong> zwei weiteren Bände auf den<br />

Markt. Und verraten sicherlich, ob<br />

<strong>die</strong> vier Frauen aus unterschiedlichsten<br />

Verhältnissen ihr persönliches<br />

Glück gef<strong>und</strong>en haben. js<br />

Ihr Regionalmagazin „<strong>tassilo</strong>“ verlost drei Exemplare von „Die<br />

W<strong>und</strong>erfrauen – Alles, was <strong>das</strong> Herz begehrt“. Schicken Sie uns<br />

bis 15. <strong>September</strong> eine Postkarte mit dem Stichwort „W<strong>und</strong>erfrauen“<br />

an „<strong>tassilo</strong>“, Birkland 40, in 86971 Peiting. Oder eine E-<br />

Mail an info@<strong>tassilo</strong>.de. Das Los entscheidet. Der Rechtsweg ist<br />

ausgeschlossen.<br />

Wir wünschen viel Erfolg!<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 33


Skytech – schweißtreibende Arbeit in luftiger Höhe<br />

Mit <strong>um</strong>weltschonender<br />

Kettensäge am Kletterseil<br />

Iffeldorf | Höhenarbeiter Maximilian<br />

Hagen <strong>und</strong> seine Mitarbeiter<br />

haben <strong>die</strong> vergangenen Jahre<br />

verdammt viele Höhen <strong>und</strong> Tiefen<br />

durchstiegen. Als der in Freising<br />

geborene Niederbayer vor knapp<br />

zehn Jahren sein Unternehmen<br />

„Skytech“ gründete, dauerte es<br />

nicht lange, bis <strong>das</strong> Auftragsbuch<br />

aus allen Nähten platzte.<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong> dafür waren von<br />

B<strong>und</strong> <strong>und</strong> EU geförderte<br />

Bauaufträge<br />

riesiger<br />

Windkraft-<br />

Parks. Hagen<br />

<strong>und</strong><br />

sein Team<br />

waren in ganz<br />

Europa gefragt, <strong>um</strong> beim<br />

Aufbau der größten Windräder<br />

aktiv mitzuarbeiten.<br />

„Wir haben überwiegend <strong>die</strong><br />

Gitterschächte für Aufzüge aufgebaut,<br />

<strong>die</strong> sich im Inneren eines<br />

bis zu 178 Meter hohen Windradturmes<br />

befinden.“ Zu Hochzeiten<br />

bauten <strong>die</strong> Männer von Skytech<br />

500 bis 600 (!) Windräder pro Jahr<br />

mit auf. Zwei Wochen am Stück<br />

von zuhause weg, ein Wochenende<br />

heim, dann wieder für zwei<br />

Wochen weg. „Das war vor allem<br />

für <strong>die</strong> Familie extrem schwer.“<br />

Jedenfalls stockte Maximilian Hagen<br />

sein Team auf zwölf Mann<br />

auf <strong>und</strong> arbeitete obendrein<br />

mit 60 Subunternehmern aus<br />

ganz Europa. 2018 dann der<br />

Faustschlag mitten ins Gesicht:<br />

Die B<strong>und</strong>esregierung<br />

stellte <strong>die</strong> Förderung für<br />

den Bau von Windkraftanlagen<br />

ein, Hagen brach von<br />

heute auf morgen 90 Prozent des<br />

Geschäftes ein – <strong>und</strong> musste sich<br />

obendrein noch mit Auftraggebern<br />

her<strong>um</strong>schlagen, <strong>die</strong> letztlich weniger<br />

bezahlten als ursprünglich<br />

vereinbart. „Obwohl wir immer<br />

zuverlässig <strong>und</strong> sehr schnell gearbeitet<br />

haben.“ Lange hielt der leidenschaftliche<br />

Jungunternehmer<br />

an seinem Team fest, versuchte <strong>die</strong><br />

wirtschaftliche Misslage irgendwie<br />

zu überbrücken. Leider vergeblich.<br />

Heute, zwei Jahre später, hat sich<br />

sein Betrieb – trotz Corona-Krise –<br />

wieder erholt. Hagen arbeitet nur<br />

noch mit drei Leuten zusammen<br />

<strong>und</strong> hat sich schwerpunktmäßig<br />

auf Ba<strong>um</strong>pflege, Ba<strong>um</strong>untersuchungen<br />

<strong>und</strong> Ba<strong>um</strong>-Kartierungen<br />

spezialisiert. „Im G<strong>r<strong>und</strong></strong>e auf <strong>das</strong>,<br />

was ich ohnehin schon immer<br />

am liebsten gemacht habe“, sagt<br />

er. Darüber hinaus bietet Skytech<br />

alle möglichen Industriekletter-<br />

Arbeiten an. Z<strong>um</strong> Beispiel <strong>das</strong><br />

Überprüfen großer Gebäude, deren<br />

Außenwände oft nur über <strong>das</strong><br />

Abseilen vom Dach gut zugänglich<br />

sind.<br />

Fehler sind<br />

nicht erlaubt<br />

Der Firmensitz von Skytech befindet<br />

sich seit vier Jahren in Iffeldorf,<br />

inzwischen im neuen Gewerbegebiet,<br />

Seeshaupter Straße 43.<br />

In einer mittelgroßen Halle samt<br />

Büro <strong>und</strong> Aufenthaltsra<strong>um</strong> mit<br />

Küche passt alles, was Maximilian<br />

Hagen <strong>und</strong> seine Mitarbeiter, aktuell<br />

alle aus Iffeldorf stammend,<br />

brauchen. Lkw, Sprinter, Häcksler,<br />

Kipper, Sitzgurte, Brustgeschirre,<br />

Kletterseile, Ablass-Geräte,<br />

Kambi<strong>um</strong>-Schoner, Zweitsicherungen,<br />

Helme, Schutzbrillen, Gehörschützer,<br />

Zwicken, Astscheren,<br />

Handscheren <strong>und</strong> Motorsägen.<br />

„Unsere Handsägen sind so scharf,<br />

da reichen drei Zähne, <strong>um</strong> <strong>das</strong><br />

Kletterseil durchzutrennen“, sagt<br />

Hagen, der an <strong>die</strong>ser Stelle auf<br />

<strong>die</strong> Wichtigkeit in Sachen Sorgfalt<br />

<strong>und</strong> Sicherheit hinweist. „Fehler<br />

dürfen wir in unserem Beruf keine<br />

machen, weil sie schwerste Folgen<br />

haben können.“ Und zwar sowohl<br />

für <strong>die</strong> Arbeiter selbst als auch für<br />

<strong>die</strong> Menschen, <strong>die</strong> sich in der Nähe<br />

von beispielsweise komplizierten<br />

Ba<strong>um</strong>pflege- oder Ba<strong>um</strong>fällarbeiten<br />

befinden. Ein mittelgroßer<br />

Ast, der unkontrolliert herunterbricht,<br />

kann bereits zu einem<br />

Perspektivwechsel: Maximilian<br />

Hagen bei der Ba<strong>um</strong>pflege.<br />

tödlichen Unfall führen. Damit es<br />

soweit nicht kommt, braucht es<br />

neben fachlichem Know-how <strong>und</strong><br />

körperlicher Fitness enorm viel<br />

Selbstvertrauen, Erfahrung sowie<br />

Vertrauen in Material <strong>und</strong> Natur.<br />

Um letztere so handsam wie möglich<br />

zu behandeln, arbeiten Hagen<br />

<strong>und</strong> Co. überwiegend mit elektrischen<br />

Top-Hand-Motorsägen, mit<br />

denen Äste <strong>und</strong> Stämme von bis<br />

zu 30 Zentimetern ohne Probleme<br />

gesägt werden können. Weniger<br />

Lärm, kein Gestank, kein <strong>um</strong>weltgefährdendes<br />

Benzin, kein Nachlaufen<br />

des Schneidblattes, aber<br />

trotzdem richtig viel Power. „Unsere<br />

Top-Hand-Sägen sind ideal, <strong>um</strong><br />

naturschonend zu arbeiten“, sagt<br />

Hagen, der sich damit obendrein<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong> 50 (!) Prozent an Betriebskosten<br />

spart.<br />

Ba<strong>um</strong>kontrolle für<br />

öffentliche Sicherheit<br />

Nicht gespart wird – insbesondere<br />

an heißen Sommertagen – mit<br />

dem Trinken von Wasser oder<br />

anderen, alkoholfreien Kaltgetränken.<br />

An einem klassischen<br />

Ba<strong>um</strong>fäll-Tag über <strong>r<strong>und</strong></strong> acht<br />

St<strong>und</strong>en trinkt Maximilian Hagen<br />

34 | <strong>tassilo</strong>


sechs bis acht Liter. „Bei zwei Mal<br />

bieseln.“ Allein <strong>das</strong> unterstreicht<br />

eindrucksvoll, wie körperlich anstrengend<br />

Höhenarbeiten sind.<br />

Und trotzdem gibt es für den Vater<br />

von drei Kindern nichts Schöneres.<br />

„Einerseits fühlt es sich gut an, der<br />

Natur <strong>und</strong> den jeweiligen K<strong>und</strong>en<br />

etwas Gutes zu tun.“ Schließlich<br />

werden <strong>die</strong> Bä<strong>um</strong>e von Hagen<br />

<strong>und</strong> Co. immer im Sinne der Natur<br />

fachgerecht zurechtgeschnitten.<br />

„Bei der Ba<strong>um</strong>pflege sieht man<br />

im Idealfall gar nicht, <strong>das</strong>s wir da<br />

waren.“ Andererseits seien Geist<br />

<strong>und</strong> Körper nach acht bis zehn<br />

St<strong>und</strong>en schweißtreibender Arbeit<br />

schlichtweg befriedigt. „Danach<br />

brauchst Du nichts mehr – <strong>und</strong><br />

bist glücklich.“<br />

Während Skytech bis vor wenigen<br />

Jahren noch in ganz Europa unterwegs<br />

war, konzentriert sich <strong>das</strong><br />

Einzugsgebiet mittlerweile auf <strong>die</strong><br />

direkte <strong>und</strong> etwas weitere Region.<br />

100 bis 150 Autokilometer <strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>um</strong><br />

den Hauptsitz der Firma sind <strong>die</strong><br />

weitesten Aufträge entfernt. Momentan<br />

sind es jedoch nur wenige<br />

Kilometer. Die Gemeinden Iffeldorf<br />

<strong>und</strong> Heilbrunn haben Skytech beauftragt,<br />

alle auf <strong>die</strong> Öffentlichkeit<br />

wirkenden Bä<strong>um</strong>e zu überprüfen<br />

<strong>und</strong> zu kartieren. Mit <strong>die</strong>ser<br />

Kataster-Arbeit haben Maximilian<br />

Hagen <strong>und</strong> Mitarbeiter alle Hände<br />

voll zu tun. Und in Zukunft höchstwahrscheinlich<br />

noch viel mehr.<br />

Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong>: Laut Gesetz müssen<br />

alle Bä<strong>um</strong>e, <strong>die</strong> auf öffentlichem<br />

Boden stehen oder auf öffentlichen<br />

Straßen <strong>und</strong> Plätzen sicherheitsrelevanten<br />

Einfluss haben,<br />

regelmäßig untersucht, deren<br />

Zustand dok<strong>um</strong>entiert <strong>und</strong> auf einer<br />

Karte gekennzeichnet werden.<br />

So ist es den Ba<strong>um</strong>besitzern oder<br />

Verantwortlichen einer Gemeinde<br />

möglich, bereits Jahre im Voraus<br />

zu erkennen, welcher Ba<strong>um</strong> in<br />

welcher Form gepflegt oder gar<br />

gefällt werden muss. „Aufg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

der hohen Kosten ist dahingehend<br />

wenig beauftragt worden“, sagt<br />

Maximilian Hagen, der in <strong>die</strong>ser<br />

Sache aber ein Umdenken in den<br />

Gemeinden bemerkt. Auch deshalb,<br />

weil in Zeiten zunehmender<br />

Extrem-Wetter-Phasen <strong>die</strong> Gefahr<br />

von herabbrechenden Ästen oder<br />

<strong>um</strong>stürzenden Bä<strong>um</strong>en offensichtlich<br />

steigt.<br />

Weitblick auf See<br />

<strong>und</strong> Meer<br />

Damit <strong>die</strong> Bürger des Tassilolandes<br />

trotzdem wie gewohnt mit Motorrad,<br />

Auto, Bus oder Bahn zur Arbeit<br />

fahren können, aber auch jederzeit<br />

<strong>und</strong> sorgenfrei Spielplätze,<br />

Parkplätze, Biergärten, Parks <strong>und</strong><br />

vieles mehr besuchen können,<br />

klettern Maximilian Hagen <strong>und</strong> Co.<br />

sicherlich noch auf tausende von<br />

Bä<strong>um</strong>en. Und freuen sich schon<br />

darauf. Riesige Linden auf einem<br />

Privatg<strong>r<strong>und</strong></strong>stück am Starnberger<br />

Höchste Vorsicht ist beim Ba<strong>um</strong>klettern geboten. Hier werden große<br />

Fichten von oben nach unten stückweise gefällt.<br />

See oder in einem Biergarten am<br />

Ufer des Tegernsees? Die Arbeit an<br />

einem 280 Meter hohen Industrieschornstein<br />

in Wilhelmshaven,<br />

direkt am Meer? „Der Blick von der<br />

Spitze eines Turmes oder Ba<strong>um</strong>es<br />

auf einen großen See oder <strong>das</strong><br />

offene Meer hinaus ist mit Worten<br />

nicht zu beschreiben.“ Maximilian<br />

Hagen schwärmt, spricht von<br />

Vogelperspektive <strong>und</strong> bereut trotz<br />

Windkraft-bedingter Krise keine<br />

Sek<strong>und</strong>e seines harten, aber spektakulären<br />

Berufslebens.<br />

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Das Ramsar-Schutzgebiet am Ammersee-Südufer<br />

Ein Naturschatz von<br />

überregionalem Belang<br />

Dießen / Fischen | Im Süden des<br />

Ammersees, zwischen Dießen<br />

<strong>und</strong> Fischen, liegt ein Naturschutzgebiet.<br />

Auf Fischener Seite,<br />

direkt an der Ammerbrücke, ein<br />

Parkplatz, beliebter Ausgangspunkt<br />

für Wanderungen <strong>und</strong><br />

Radltouren. Ein weit angereister<br />

Naturliebhaber kehrt dort gerade<br />

mit Fernglas zu seinem Auto<br />

zurück. Er war auf dem Pfad am<br />

westlichen Ammerufer z<strong>um</strong> See<br />

vorgegangen. Im Gespräch gerät<br />

der – offensichtlich fachk<strong>und</strong>ige –<br />

Besucher regelrecht ins Schwärmen:<br />

„Überregional bedeutender<br />

Naturschatz. So viele Vogelarten<br />

brüten sonst nirgendwo in Bayern.<br />

Diese Streuwiesen sind etwas<br />

ganz Besonderes!“ Und zur Verabschiedung<br />

noch: „Sie können<br />

sich glücklich schätzen, so ein<br />

Ramsar-Gebiet vor Ihrer Haustür<br />

zu haben.“<br />

Ramsar-Gebiet? Überregional bedeutender<br />

Naturschatz? Besonderheit<br />

Streuwiesen? Gottseidank<br />

ist gerade jemand vor Ort, der<br />

dazu mehr sagen kann – der<br />

hauptamtliche Gebietsbetreuer<br />

Christian Niederbichler. Seit 1997<br />

Details fachk<strong>und</strong>ig im Blick – Gebietsbetreuer Christian Niederbichler<br />

beobachtet den Vogelbestand meist mit Spektiv.<br />

Wer <strong>das</strong> Naturschutzgebiet vom Ammerdamm aus überblickt, entdeckt<br />

im Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong> <strong>die</strong> Marktgmeinde Dießen.<br />

ist der Diplom-Geograf für den<br />

Landesb<strong>und</strong> für Vogelschutz (LBV)<br />

sowie den Bayerischen Naturschutzfonds<br />

tätig. Wie sich herausstellt,<br />

hat er schon als Jugendlicher<br />

mitgeholfen, <strong>die</strong>ses Gebiet<br />

zu pflegen. Kennt es also seit vielen<br />

Jahrzehnten in allen Winkeln.<br />

Über 300 verschiedene<br />

Vogelarten gesichtet<br />

„Eine Einstufung nach der weltweiten<br />

Ramsar-Konvention ist<br />

ein Gütesiegel für Feuchtgebiete<br />

von internationaler Bedeutung“,<br />

erläutert Christian Niederbichler.<br />

„Das Naturschutzgebiet Vogelfreistätte<br />

Ammersee-Südufer zählt<br />

zu den wertvollsten Wasservogelschutzgebieten<br />

Bayerns <strong>und</strong> ist<br />

Bestandteil des Ramsar-Gebietes<br />

<strong>und</strong> des Europäischen Schutzgebietsnetzes<br />

Natura 2000. Hier<br />

brüten <strong>r<strong>und</strong></strong> 110 verschiedene<br />

Vogelarten, darunter gleich meh-


Klärt auf: Gebietsbetreuer Christian Niederbichler.<br />

rere stark gefährdete oder vom<br />

Aussterben bedrohte. Offizielle<br />

Kartierungen, bei denen <strong>die</strong> Umgebung<br />

mitberücksichtigt wurde,<br />

kamen sogar auf 135 Brutvogelarten,<br />

soviel wie nirgendwo sonst<br />

in Bayern.“ Hinzu komme aber<br />

auch noch, <strong>das</strong>s <strong>die</strong>ses Gebiet<br />

eine wichtige Drehscheibe des Vogelzuges<br />

<strong>und</strong> ein wichtiges Überwinterungsgebiet<br />

für tausende<br />

Wasservögel ist. „Über 1000 Kolbenenten<br />

kommen z<strong>um</strong> Beispiel<br />

jedes Jahr in der zweiten <strong>September</strong>hälfte<br />

in <strong>die</strong> Fischener Bucht.<br />

Das Schutzgebiet hat also internationale<br />

Bedeutung als Rast- <strong>und</strong><br />

Durchzugsgebiet sowie landesweite<br />

Bedeutung als Brutgebiet.“<br />

Insgesamt wurden in den letzten<br />

Jahren hier über 300 verschiedene<br />

Vogelarten gesichtet.<br />

Und <strong>das</strong> vom Besucher angesprochene<br />

Thema mit den Streuwiesen?<br />

„Das Ammersee-Gebiet<br />

gehört zu den 30 Gebieten in<br />

Deutschland mit der höchsten<br />

Artenvielfalt“, so Christian Niederbichler.<br />

„Das kommt nicht von<br />

ungefähr. Die Vielfalt der Tierwelt<br />

ist an arten- <strong>und</strong> strukturreiche<br />

Pflanzengesellschaften geb<strong>und</strong>en.<br />

Und <strong>die</strong> wieder<strong>um</strong> hängen von<br />

unterschiedlichen Standortverhältnissen<br />

<strong>und</strong> extensiven Bewirtschaftungsformen<br />

ab. Beides ist<br />

hier gegeben. So weit nördlich der<br />

Alpen gibt es kein zweites Gebiet,<br />

in dem bis heute über 1200 Hektar<br />

Niedermoor-Streuwiesen erhalten<br />

geblieben sind.“ Die extensive<br />

Bewirtschaftungsform hat dabei<br />

südlich des Ammersees maßgeblich<br />

<strong>die</strong> Natur selbst über Jahrh<strong>und</strong>erte<br />

erzwungen. Und damit dazu<br />

beigetragen, den Artenreicht<strong>um</strong><br />

zu erhalten. Der Wasserspiegel<br />

des Ammersees liegt nämlich nur<br />

unwesentlich unter dem Niveau<br />

der durch Verlandung entstandenen<br />

Landschaft im Süden. Das<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong>wasser steht ganzjährig<br />

hoch. Damit war eine großflächige<br />

Entwässerung <strong>und</strong> Trockenlegung,<br />

<strong>die</strong> in anderen Gebieten zur Umwandlung<br />

in intensiv nutzbares<br />

„Kulturland“ führte, nicht möglich.<br />

Zudem trat <strong>die</strong> Ammer in<br />

ihrem alten Bett oft über <strong>die</strong> Ufer.<br />

Die nassen Wiesen waren schwer<br />

zu bewirtschaften, der Futterwert<br />

des Aufwuchses gering. Da andererseits<br />

Stroh in der Region Mangelware<br />

war, nutzten <strong>die</strong> Bauern<br />

<strong>die</strong>se Wiesen nur zur Produktion<br />

von Einstreu für <strong>die</strong> Ställe. Als<br />

Streuwiesen, <strong>die</strong> nur einmal jährlich,<br />

im Herbst, gemäht wurden.<br />

Auf der ersten Landkarte, <strong>die</strong> 1808<br />

erstellt wurde, ist zu erkennen,<br />

<strong>das</strong>s <strong>die</strong> ausgedehnten Streuwiesen<br />

im Bereich der damaligen Gemeinde<br />

Fischen in schmale lange<br />

Flurstücke aufgeteilt waren. Sie<br />

waren dortigen Anwesen zugeordnet.<br />

Teilweise ist „im Wechsel“<br />

vermerkt. Ein an den See angrenzender<br />

Bereich ist vielsagend mit<br />

„Gemeinde – Schlechter Moosg<strong>r<strong>und</strong></strong>“<br />

überschrieben.<br />

Wertvolle<br />

Streuwiesen<br />

Diese von jeher ungedüngten<br />

Streuwiesen sind ein Relikt einer<br />

historischen Agrarwirtschaft.<br />

Heute landwirtschaftlich ohne<br />

Bedeutung, aber aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> ihres<br />

Artenreicht<strong>um</strong>s einzigartig <strong>und</strong><br />

wertvoll. Daher gibt es für ihre Erhaltung<br />

staatliche Förderprogramme.<br />

Würden <strong>die</strong> Streuwiesen nicht<br />

durch Landwirte <strong>und</strong> Naturschutzverbände<br />

– oder, wie hier, <strong>die</strong><br />

Schutzgemeinschaft Ammersee –<br />

gemäht, würden schnell Schilfröhrichte<br />

oder Brachen entstehen. Sie<br />

nur „sich selbst“ zu überlassen,<br />

Wertvoll durch ihren Artenreicht<strong>um</strong> — <strong>die</strong> ausgedehnten Streuwiesen.<br />

hieße in dem Fall also, <strong>die</strong> Artenvielfalt<br />

empfindlich zu reduzieren.<br />

„Braunkehlchen <strong>und</strong> viele andere<br />

Vogelarten sind in bestimmten Lebensphasen<br />

eng an Streuwiesen<br />

geb<strong>und</strong>en <strong>und</strong> brüten hier,“ erläutert<br />

Niederbichler. „Für mehrere<br />

Amphibienarten sind Streuwiesen<br />

wichtige Sommerlebensrä<strong>um</strong>e.<br />

Viele Schmetterlinge nutzen Streuwiesen<br />

sowohl im Raupenstadi<strong>um</strong><br />

als auch als erwachsene Falter.<br />

Manche Arten sind dabei vom<br />

Vorkommen bestimmter Pflanzen<br />

abhängig, da ihre Raupen nur an<br />

<strong>die</strong>sen fressen.“<br />

Im Naturschutzgebiet gelten Betretungsverbote.<br />

Vor allem, <strong>um</strong><br />

brütende oder rastende Vögel zu<br />

schützen. Auch von der Wasserseite<br />

gilt es, <strong>die</strong> Beschilderung<br />

zu beachten, nicht in <strong>die</strong> Buchten<br />

zwischen Dießen <strong>und</strong> der Fischener<br />

Bucht einzufahren. Damit<br />

Interessierte trotzdem den Naturreicht<strong>um</strong><br />

am Ammersee-Südende<br />

beobachten können, sind<br />

mehrere Stellen freigegeben: Der<br />

Aussichtsturm „Am Gilgenbusch“<br />

östlich von Dießen. Die Wege auf<br />

den Ammerdämmen, ausgehend<br />

vom Ammer-Parkplatz bei Fischen.<br />

Das Ammersee-Ufer bei Aidenried.<br />

Drei Bereiche, <strong>die</strong> vielfältige<br />

Einblicke ermöglichen.<br />

Ranger<br />

fehlen noch<br />

Fragt man Christian Niederbichler,<br />

was er sich als Gebietsbetreuer<br />

noch wünschen würde, muss<br />

er nicht lang überlegen: „Hauptamtliche<br />

Ranger.“ Die, zusammen<br />

mit den ehrenamtlichen Naturschutzwächtern,<br />

Besucher aufklären<br />

<strong>und</strong> Bereiche überwachen.<br />

„Ranger haben sich in Naturpark<br />

<strong>und</strong> Nationalpark bewährt. Unser<br />

wertvolles Ramsar-Gebiet hat sie<br />

genauso ver<strong>die</strong>nt.“ Im kommenden<br />

Jahr feiert <strong>das</strong> Ramsar-Abkommen<br />

50-jähriges Bestehen.<br />

Eine gute Gelegenheit, Wünsche<br />

zu erfüllen.<br />

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september / oktober <strong>2020</strong> | 37


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<strong>Weilheim</strong> | Am 9. <strong>Oktober</strong> 1990 haben<br />

sieben Frauen <strong>das</strong> Mütterzentr<strong>um</strong><br />

in <strong>Weilheim</strong> gegründet. Die<br />

damals frischgebackenen Mamas<br />

waren erst kürzlich nach <strong>Weilheim</strong><br />

gezogen <strong>und</strong> suchten Anschluss an<br />

Familien in gleicher Lebenssituation.<br />

Babys, Kleinkinder, Kinder<br />

<strong>und</strong> G<strong>r<strong>und</strong></strong>schüler betreuen? Sich<br />

auszutauschen über alltagsrelevante<br />

Baby- <strong>und</strong> Kinderthemen?<br />

All <strong>das</strong> war den jungen Frauen<br />

nun bei regelmäßigen Treffen über<br />

<strong>die</strong>sem Verein möglich. Weil <strong>das</strong><br />

sinnige <strong>und</strong> beliebte Konzept sich<br />

rasch her<strong>um</strong>gesprochen hat in der<br />

Kreisstadt, gewann <strong>das</strong> „MüZe“, so<br />

<strong>die</strong> Kurzform, auch relativ schnell<br />

an Zuwachs – <strong>das</strong> Angebotsspektr<strong>um</strong><br />

wurde über <strong>die</strong> Jahre hinweg<br />

stetig weiter ausgebaut. Heute,<br />

30 Jahre später, ist es aufgeteilt<br />

in zwei Sparten. Einerseits gibt es<br />

nach wie vor den klassischen Verein<br />

mit <strong>r<strong>und</strong></strong> 120 Mitgliedern <strong>und</strong><br />

50 bis 80 Ehrenamtlichen, <strong>die</strong> sich<br />

<strong>das</strong> ganze Jahr über an verschiedenen<br />

Projekten aktiv beteiligen.<br />

Andererseits <strong>die</strong> Trägerschaft, <strong>die</strong><br />

gewerbliche Seite, mit mittlerweile<br />

40 Angestellten in den Berufen<br />

Sozialpädagogik, Kinderpflege,<br />

Erziehung, Tagesmutterschaft sowie<br />

Büro- <strong>und</strong> Verwaltungskraft.<br />

Dazu gehören <strong>die</strong> Kindergärten<br />

„Kindernest Am Rosengarten“ <strong>und</strong><br />

„<strong>Weilheim</strong>er Kindernest“ sowie<br />

<strong>die</strong> Kinderkrippe „Zwergerltreff“ –<br />

<strong>die</strong> erste Kinderkrippe, <strong>die</strong> in <strong>Weilheim</strong><br />

gegründet wurde sowie <strong>die</strong><br />

Kinderkrippe Wichteltreff. Z<strong>um</strong><br />

30-jährigen Jubilä<strong>um</strong> wollten <strong>die</strong><br />

Vereinsverantwortlichen des Mütter-<br />

<strong>und</strong> Familienzentr<strong>um</strong>s <strong>Weilheim</strong><br />

e. V. alle Interessierten in<br />

<strong>das</strong> schöne Altbaugebäude an der<br />

Augsburgerstraße 4 einladen –<br />

<strong>und</strong> im Rahmen eines Tages der<br />

offenen Türe Alt <strong>und</strong> Jung direkten<br />

Einblick in <strong>die</strong> Rä<strong>um</strong>lichkeiten <strong>und</strong><br />

Angebotsspektren des „MüZes“<br />

gewähren. Aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> Corona war<br />

es <strong>die</strong> vergangenen Wochen <strong>und</strong><br />

Monate jedoch sehr ruhig in Sachen<br />

Kinderbetreuung <strong>und</strong> offene<br />

Treffs. Und auch <strong>die</strong> Jubilä<strong>um</strong>sfeier<br />

wurde wegen der Pandemie ersatzlos<br />

gestrichen.<br />

Offene Treffs<br />

z<strong>um</strong> regen Austausch<br />

Im Normalfall aber ist <strong>das</strong> Mütte<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Familienzentr<strong>um</strong> in <strong>Weilheim</strong><br />

Anlaufstelle für wirklich jeden, der<br />

theoretische oder praktische Unterstützung<br />

in Baby-, Kinder- <strong>und</strong><br />

Familienangelegenheiten braucht.<br />

Vor allem kommen junge Mütter<br />

<strong>und</strong> Väter mit ihren Kleinsten vorbei,<br />

<strong>um</strong> <strong>das</strong> breite Angebotsspektr<strong>um</strong><br />

zu nutzen. Angefangen bei<br />

der Spiel- <strong>und</strong> Krabbelgruppe für<br />

Babys <strong>und</strong> Kleinkindern im Alter<br />

von drei Monaten bis drei Jahren –<br />

während <strong>die</strong> Buben <strong>und</strong> Mädchen<br />

miteinander spielen <strong>und</strong> durch<br />

Abschauen <strong>und</strong> Ausprobieren<br />

voneinander lernen, unterhalten<br />

sich <strong>die</strong> Papas <strong>und</strong> Mamas über<br />

Baby-relevante Themen wie Stillen,<br />

Schlafen, Ernähren. Wobei sie<br />

ihre Kleinsten nie aus den Augen<br />

lassen. Im Gegenteil sogar: nach<br />

fachk<strong>und</strong>iger Anleitung einer Sozialpädagogin<br />

übernehmen letztlich<br />

<strong>die</strong> Eltern selbst <strong>das</strong> Betreuungs-<br />

Kommando, singen mit den Kindern<br />

oder praktizieren Fingerspiele<br />

mit ihnen. Darüber hinaus bietet<br />

<strong>das</strong> MüZe im Rahmen offener<br />

Treffs jede Menge Nachmittage mit<br />

Fachvorträgen an, von denen junge<br />

Eltern nur profitieren können.<br />

Beispielsweise z<strong>um</strong> Thema „Tra-<br />

38 | <strong>tassilo</strong>


getechniken“ – welche Tragehilfen<br />

gibt es für Babys, <strong>und</strong> welche sind<br />

für welchen Zweck <strong>und</strong> welches<br />

Alter am idealsten. Ebenso beliebt:<br />

ein offener Basteltreff für Eltern mit<br />

Kindern bis zu 18 Monaten oder <strong>das</strong><br />

Repaircafé – während <strong>die</strong> Kleinsten<br />

im Spielzimmer spielen, reparieren<br />

<strong>die</strong> Eltern unter fachk<strong>und</strong>iger<br />

Anleitung ihre defekten Küchengeräte.<br />

Kaffee-Klatsch, Väter-Treff,<br />

Spanisch-Treff, Alleinerziehenden-<br />

Treff <strong>und</strong> Mottofrühstück <strong>r<strong>und</strong></strong>en<br />

<strong>das</strong> ehrenamtliche Programm des<br />

„MüZes“ ab.<br />

Kein Kind<br />

kommt zu kurz<br />

Hornung-39-20-CC Anz Tassilo.pdf 1 13.08.20 11:26<br />

Sozialpädagogin Monika Welchert-Schlecht (links)<br />

<strong>und</strong> MüZe-Geschäftsführerin Bettina Hoffmeyer.<br />

Immer gleich, egal ob in den zwei<br />

Kindergärten, den zwei Kinderkrippen<br />

oder im Rahmen der Krabbelgruppen<br />

oder offenen Treffs:<br />

<strong>das</strong> MüZe-Team legt stets großen<br />

Wert auf kleingehaltene Gruppenstärken.<br />

So verschwindet keines<br />

der anwesenden Babys oder Kinder<br />

vom sprichwörtlichen Radar,<br />

kann stets aktiv betreut werden<br />

<strong>und</strong> ist somit bestens aufgehoben.<br />

Konkret gemeint sind maximal 15<br />

Kinder pro Gruppe. Einzig im Rahmen<br />

der Schülerbetreuung in den<br />

Offenen Ganztagsschulen können<br />

<strong>die</strong> MüZe-Verantwortlichen <strong>die</strong>se<br />

hauseigene Vorgabe nicht einhalten<br />

– an der Hardtschule werden<br />

kommendes Schuljahr 170, an der<br />

Schule am Gögerl 30 Jungs <strong>und</strong><br />

Mädels von überwiegend festangestellten<br />

Mitarbeitern nach offiziellem<br />

Schulunterricht betreut. Für<br />

<strong>die</strong> G<strong>r<strong>und</strong></strong>schüler gibt es warmes<br />

Mittagessen, Hausaufgabenhilfe,<br />

Lernhilfe <strong>und</strong> gemeinsames Spielen<br />

in der Aula oder im Freien.<br />

Hervorzuheben aus dem MüZe-<br />

Spektr<strong>um</strong> ist an <strong>die</strong>ser Stelle<br />

sicherlich auch <strong>die</strong> Flohkisten-<br />

Gruppe der Eineinhalb- bis Dreijährigen.<br />

Sie <strong>die</strong>nt dazu, <strong>das</strong>s sich<br />

Kinder <strong>und</strong> Eltern langsam daran<br />

gewöhnen, sich voneinander zu<br />

lösen. Schließlich fällt es Müttern<br />

nicht leicht, ihr wenige Monate<br />

oder Jahre altes Baby oder Kleinkind<br />

aus den Händen zu geben.<br />

Gleichzeitig fremdeln Kinder in<br />

vielen Fällen, können <strong>und</strong> wollen<br />

nicht ohne ihre Eltern. Insofern<br />

<strong>die</strong>nt <strong>die</strong> Flohkistengruppe, <strong>die</strong><br />

einige Eltern bewusst nur an zwei<br />

Vormittagen <strong>die</strong> Woche nutzen, als<br />

ideale Vorbereitung auf <strong>das</strong> spätere<br />

Leben im Kindergarten.<br />

Eltern sind<br />

begeistert<br />

Finanziert wird der Verein des<br />

Mütter- <strong>und</strong> Familienzentr<strong>um</strong>s<br />

<strong>Weilheim</strong> durch Mitgliedsbeiträge,<br />

Spenden <strong>und</strong> Fördergelder des<br />

Bayerischen Zentr<strong>um</strong>s für Familie<br />

<strong>und</strong> Soziales (kurz ZBFS) sowie<br />

durch Zuschüsse der Stadt <strong>Weilheim</strong>.<br />

Die Trägerschaft dagegen<br />

<strong>um</strong> Kindergärten <strong>und</strong> Krippen<br />

ausschließlich durch finanzielle<br />

Förderung des Freistaates, der<br />

Kommune <strong>und</strong> den jeweiligen<br />

Elternbeiträgen. Und <strong>die</strong> finanzielle<br />

Übersicht? Die behält Bettina<br />

Hoffmeyer, gelernte Industriekauffrau<br />

<strong>und</strong> Bilanzbuchhalterin, <strong>die</strong><br />

früher selbst als junge Mutter z<strong>um</strong><br />

<strong>Weilheim</strong>er „MüZe“ gestoßen ist.<br />

Gemeinsam mit Sozialpädagogin<br />

Monika Welchert-Schlecht <strong>und</strong><br />

Verwaltungskraft Sieglinde Retschy<br />

„schmeißt“ sie <strong>das</strong> Büro von Verein<br />

<strong>und</strong> Trägerschaft. Und möchte an<br />

<strong>die</strong>ser Stelle ein dickes Lob an <strong>die</strong><br />

rührige vierköpfige Vorstandschaft,<br />

aber auch an alle Mitarbeiterinnen<br />

<strong>und</strong> Ehrenamtler aussprechen. Sie<br />

alle sorgen mit viel Leidenschaft<br />

<strong>und</strong> Herzblut dafür, <strong>das</strong>s sich <strong>das</strong><br />

Mütter- <strong>und</strong> Familienzentr<strong>um</strong> in<br />

<strong>Weilheim</strong> über <strong>die</strong> vergangenen<br />

drei Jahrzehnte hinweg zu einer<br />

der beliebtesten Anlaufstellen in<br />

<strong>Weilheim</strong> <strong>und</strong> darüber hinaus<br />

entwickelt hat. Das unterstreichen<br />

auch regelmäßige Umfragen unter<br />

den Eltern, <strong>die</strong> durchwegs positives<br />

Feedback geben. Gleiches gilt<br />

für <strong>die</strong> Google-Rezensionen im Internet,<br />

<strong>die</strong> mit durchschnittlichen<br />

4,6 von 5 Sternen bewertet wurden.<br />

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september / oktober <strong>2020</strong> | 39


Generationsübergreifende Entscheidungen<br />

Wie wird Privatwald zukunftsfähig?<br />

Tassiloland | Eigentlich bräuchte<br />

Marco Walbrecker hellseherische<br />

Fähigkeiten. „Oh ja“, lacht er,<br />

„<strong>das</strong> würde <strong>die</strong> Arbeit wesentlich<br />

erleichtern“. Von anderen Wahrsagern<br />

würde er sich dabei sogar<br />

noch abheben. Schließlich haben<br />

seine Ratschläge Auswirkungen,<br />

<strong>die</strong> weit über ein Menschenleben<br />

hinausgehen. Die noch in Jahrzehnten<br />

unsere Umgebung mitprägen<br />

werden. Denn es geht bei ihm<br />

<strong>um</strong> handfeste Fragen. Um reale Ergebnisse,<br />

mit denen er <strong>die</strong> künftige<br />

Umwelt mitgestaltet. Die sich öffentlich<br />

auswirken, auch wenn sie<br />

vordergründig Privatangelegenheit<br />

sind. Marco Walbrecker ist Förster<br />

am Amt für Ernährung, Landwirtschaft<br />

<strong>und</strong> Forsten in <strong>Weilheim</strong>,<br />

<strong>das</strong> für <strong>die</strong> drei Landkreise Starnberg,<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau <strong>und</strong><br />

Garmisch-Partenkirchen zuständig<br />

ist. Er berät Privatwaldbesitzer im<br />

Forstrevier <strong>Weilheim</strong>. Zehn weitere<br />

Kollegen in anderen Teilen des<br />

Amtsbereichs. Da Hellsehen ein<br />

Wunschtra<strong>um</strong> bleibt, muss der Beratungsförster<br />

Vorlieb nehmen mit<br />

heute zur Verfügung stehenden<br />

Fakten, Fachinformationen, Prognosen.<br />

Muss <strong>die</strong> Vorstellungen<br />

der Waldbesitzer mit einbeziehen<br />

<strong>und</strong> mit ihnen gemeinsam überlegen,<br />

welcher Weg der individuell<br />

richtige sein könnte. Gemeinsam.<br />

Denn den Wald zukunftsfähig zu<br />

entwickeln, ist Teamarbeit. Marco<br />

Walbrecker kann fachlich unterstützen,<br />

Erfahrungen einbringen, Ratschläge<br />

geben, Überzeugungsarbeit<br />

leisten, Konzepte vorschlagen.<br />

Die letztendliche Entscheidung<br />

müssen <strong>die</strong> Privatwaldeigentümer<br />

selbst treffen, vor allem aber auch<br />

<strong>um</strong>setzen <strong>und</strong> über Jahrzehnte<br />

mittragen. Denn es geht nicht <strong>um</strong><br />

nur kurzzeitig gültige Entscheidungen,<br />

sondern <strong>um</strong> langfristige Weichenstellungen.<br />

Wälder wachsen<br />

langsam. Je nach Ba<strong>um</strong>art kann es<br />

h<strong>und</strong>ert Jahre <strong>und</strong> mehr dauern,<br />

bis ein Ba<strong>um</strong> erntereif ist.<br />

Wald ist mehr als<br />

Privateigent<strong>um</strong><br />

Weichenstellungen im Wald sind<br />

wichtige Entscheidungen über <strong>die</strong><br />

künftige Gestaltung von Lebensrä<strong>um</strong>en.<br />

Auch denen von Menschen.<br />

Denn was wir heute an<br />

Wald vorfinden <strong>und</strong> schätzen, haben<br />

Waldbesitzer vor Generationen<br />

entschieden, gepflanzt oder wachsen<br />

lassen. In <strong>die</strong>ser öffentlichen<br />

Bedeutung des Waldes liegen auch<br />

<strong>die</strong> Gründe, wieso es nicht nur Vorgaben<br />

für den Umgang mit <strong>die</strong>ser<br />

besonderen Form von Eigent<strong>um</strong><br />

gibt, sondern auch staatliche Unterstützung<br />

durch Beratung <strong>und</strong><br />

finanzielle Förderung. Die Eigentümer<br />

nutzen den Wald zwar, sind<br />

aber vor allem auch verantwortlich<br />

dafür, ihn zu erhalten <strong>und</strong> zu pflegen.<br />

Mannigfache Vorgaben enthält<br />

ein eigens erlassenes Waldgesetz,<br />

aber auch eine Vielzahl weiterer<br />

Gesetze, <strong>die</strong> in den Wald hineinwirken.<br />

Wald ist mehr als nur<br />

Privateigent<strong>um</strong>, mit dem man<br />

tun <strong>und</strong> lassen kann, was man<br />

will. Er hat viele nützliche Funktionen.<br />

Vordergründig liefert er<br />

im rohstoffarmen Deutschland<br />

den <strong>um</strong>weltfre<strong>und</strong>lichen Rohstoff<br />

Holz <strong>und</strong> liefert Waldbesitzern ein<br />

nachhaltiges Einkommen. Oft sind<br />

<strong>die</strong> Erlöse aus dem Wald jedoch<br />

nicht einmal kostendeckend. Wald<br />

schützt aber auch unsere Lebensg<strong>r<strong>und</strong></strong>lagen,<br />

ist ges<strong>und</strong>er Lebensra<strong>um</strong>,<br />

speichert Wasser, reinigt<br />

<strong>die</strong> Luft, bietet Tieren <strong>und</strong> Pflanzen<br />

eine Heimat, ermöglicht Artenvielfalt,<br />

<strong>die</strong>nt unserer Erholung, prägt<br />

<strong>die</strong> Landschaft, gibt Regionen ein<br />

unverwechselbares Gesicht.<br />

Standorteignung bleibt<br />

entscheidend<br />

Wälder bedecken in Bayern ein<br />

Drittel der Landesfläche. Bayern<br />

ist <strong>das</strong> größte Waldland Deutschlands.<br />

Welch wichtige Rolle dabei<br />

der Privatwald spielt, zeigt<br />

ein Blick in <strong>die</strong> Statistik. Fast 55<br />

Prozent des Waldes in Bayern ist<br />

Privatwald – auf <strong>r<strong>und</strong></strong> 700 000<br />

Waldbesitzer verteilt. Auch ein<br />

G<strong>r<strong>und</strong></strong> für <strong>die</strong> große Vielfalt. Der<br />

Staatsforst kommt dagegen nur auf<br />

30 Prozent. Der bescheidene Rest<br />

Generationenübergreifende Entscheidungen<br />

sind im Waldbau gefragt.<br />

40 | <strong>tassilo</strong>


so Walbrecker. Wenn <strong>die</strong> Ansprüche<br />

der Bä<strong>um</strong>e optimal von den<br />

Boden-, Klima- <strong>und</strong> Nährstoffbedingungen<br />

vor Ort erfüllt würden,<br />

sei der Bestand am besten gegen<br />

künftige Belastungen gerüstet.<br />

ist Körperschaftswald, also meist<br />

in Händen von Kommunen, oder<br />

B<strong>und</strong>eswald. Förster wie Marco<br />

Walbrecker helfen also als unabhängige<br />

Fachberater, den größten<br />

Teil der Wälder Bayerns zukunftsfähig<br />

zu machen.<br />

Und wie werden Wälder zukunftsfähig?<br />

Welche Bä<strong>um</strong>e sollten gepflanzt<br />

werden? „Genau <strong>das</strong> lässt<br />

sich nicht pauschal beantworten“,<br />

erläutert er. Und <strong>das</strong> nicht nur wegen<br />

der vielen Unwägbarkeiten –<br />

weil ein Förster eben kein Hellseher<br />

in Sachen allgemeiner Klimawandel<br />

sei. Es müssten vor allem<br />

auch <strong>die</strong> individuellen Standortfaktoren<br />

berücksichtigt werden.<br />

Marco Walbrecker erklärt, wie er<br />

an <strong>die</strong>se komplexe Aufgabe herangeht:<br />

„Vereinfacht gesagt, helfen<br />

uns drei G<strong>r<strong>und</strong></strong>fragen: Wer bin ich?<br />

Wo komme ich her? Wo will ich<br />

hin?“. An denen könne man sich<br />

gemeinsam gut orientieren, <strong>um</strong><br />

keinen Gesichtspunkt zu vergessen.<br />

Das Ziel seien natürlich Mischbestände<br />

von verschiedenen Laub<strong>und</strong><br />

Nadelbä<strong>um</strong>en. Die seien<br />

widerstandsfähiger gegen Schadenereignisse<br />

wie Sturm, Insekten<br />

oder Klimaextreme, erhöhten <strong>die</strong><br />

Bodenfruchtbarkeit <strong>und</strong> schafften<br />

<strong>die</strong> Voraussetzung für eine hohe<br />

Artenvielfalt. „Bei aller gewünschten<br />

Vielfalt bleibt aber <strong>die</strong> Standorteignung<br />

der entscheidende<br />

Faktor für <strong>die</strong> Ba<strong>um</strong>artenwahl“,<br />

Mischwald<br />

aus vielen Ba<strong>um</strong>arten<br />

Die Fichte ist derzeit noch auf etwa<br />

der Hälfte der Waldfläche Bayerns<br />

Hauptba<strong>um</strong>art, Laubbä<strong>um</strong>e auf<br />

einem Viertel. „Nach den Erfahrungen<br />

damaliger Waldbesitzer<br />

hatte sich <strong>die</strong> Fichte bewährt. Sie<br />

war wuchsfreudig, gutes Nutzholz,<br />

pflegeleicht. Hat ja auch<br />

heute noch große Bedeutung“, so<br />

Walbrecker. Allerdings hätten sich<br />

<strong>die</strong> Rahmenbedingungen drastisch<br />

verändert <strong>und</strong> erforderten<br />

heute andere Weichenstellungen.<br />

Um Mischwald zu erreichen, würden<br />

derzeit allein im Landkreis<br />

<strong>Weilheim</strong>-Schongau jährlich etwa<br />

165 000 Bä<strong>um</strong>e unter Mitwirkung<br />

von Beratungsförstern gepflanzt,<br />

weitere in Eigeninitiative. Dabei<br />

gehe es nicht nur <strong>um</strong> Aufforsten<br />

von Schadflächen, sondern auch<br />

<strong>um</strong> Einbringen von Jungpflanzen<br />

in bestehenden Wald. Zusätzlich<br />

würde millionenfach angesamte<br />

Naturverjüngung mithelfen, standortgerechte<br />

Ba<strong>um</strong>bestände zu<br />

erreichen. Hier könne man durch<br />

Pflegemaßnahmen auf seinen<br />

Wunschwald hinsteuern.<br />

Wie wird der Wald in unserer Region<br />

in Jahrzehnten aussehen? Wie<br />

werden wir ihn künftigen Generationen<br />

hinterlassen? „Soweit es<br />

in unserer Hand liegt, wird es ein<br />

Mischwald sein, der aus vielen<br />

verschiedenen Ba<strong>um</strong>arten besteht.<br />

Hauptsächlich Buchen, Tannen <strong>und</strong><br />

Eichen. Zusätzlich aber auch aus<br />

eher seltenen wie Elsbeere, Eibe<br />

<strong>und</strong> Flatterulme <strong>und</strong> selbst exotische<br />

Ba<strong>um</strong>arten wie Zeder oder<br />

Ba<strong>um</strong>hasel werden wir in Betracht<br />

ziehen müssen.“ Ein bisschen hellsehen<br />

scheint Marco Walbrecker<br />

doch zu können.<br />

kp<br />

Beratungsförster Marco cker (re.) mit Jakob<br />

Walbre-<br />

Promberger.<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 41


Saisonal <strong>und</strong> regional – Rezepte der Hauswirtschafterei<br />

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Tassiloland | Herbstzeit ist Erntezeit.<br />

In vielen Gärten biegen sich<br />

schon jetzt <strong>die</strong> Äste von Zwetschgen-<br />

<strong>und</strong> Apfelbä<strong>um</strong>en in starker<br />

Krümmung nach unten. Ohne<br />

selbstgebastelte Stützen aus Holz<br />

würden sicherlich einige Äste<br />

ihrer fruchtstarken Last erliegen<br />

<strong>und</strong> abbrechen. Das Abschütteln<br />

oder Pflücken der reifen Früchte<br />

ist jetzt eine wahre Erlösung für<br />

<strong>die</strong> zahlreichen Bä<strong>um</strong>e auf hiesigen<br />

Streuobstwiesen sowie in<br />

zahlreichen Privatgärten. Passend<br />

zur Erntezeit haben auch <strong>die</strong> drei<br />

Damen der Hauswirtschafterei<br />

Dutzende Koch- <strong>und</strong> Backrezepte<br />

parat. Diesmal aus ihrem neuen<br />

Buch „Süße Alpenküche“, für<br />

dessen Gestaltung sie auch weiter<br />

über <strong>die</strong> Grenzen des Voralpenlandes<br />

hinausgeblickt haben.<br />

Die Apfelkrapfen gibt’s nämlich<br />

nach Südtiroler Art. Den Zwetschgenstrudel<br />

mit Weinscha<strong>um</strong>soße.<br />

Und <strong>die</strong> Topfenknödel mit<br />

Zwetschgenröster sind ein Highlight<br />

auf der Füssener Hütte, <strong>die</strong><br />

sich östlich der Tannheimer Berge,<br />

oberhalb des kleinen Ortes<br />

Musau befindet.<br />

Zwetschgenstrudel mit<br />

Weinscha<strong>um</strong>soße<br />

ZUTATEN STRUDELTEIG:<br />

250 Gramm (g) Mehl<br />

1 Prise Salz<br />

1 Prise Zucker<br />

1 Ei<br />

2 Esslöffel (EL) neutrales Öl<br />

1 EL Essig<br />

FÜLLUNG:<br />

2 Kilogramm (kg) Zwetschgen<br />

200 g Marzipan<br />

160 g gehackte Walnüsse<br />

Z<strong>um</strong> Bestreichen:<br />

50 g geschmolzene Butter<br />

ZUM BESTREUEN<br />

5 EL Semmelbrösel<br />

4 EL Zimtzucker<br />

WEINSCHAUMSOSSE:<br />

2 frische Eier<br />

75 g Zucker<br />

1 EL Vanillezucker<br />

1 Teelöffel (TL) Speisestärke<br />

1 TL Zitronensaft<br />

250 ml Weißwein<br />

Puderzucker z<strong>um</strong> Bestäuben<br />

ZUBEREITUNG: Aus den Teigzutaten<br />

<strong>und</strong> 125 Milliliter (ml) Wasser<br />

einen Strudelteig herstellen. Den<br />

Teig zu einer Kugel formen <strong>und</strong><br />

unter einer mit heißem Wasser<br />

ausgespülten Schüssel 20 Minuten<br />

ruhen lassen.<br />

Für <strong>die</strong> Füllung <strong>die</strong> Zwetschgen<br />

waschen, halbieren, entsteinen<br />

<strong>und</strong> klein schneiden. Das Marzipan<br />

in kleine Würfel schneiden.<br />

Den Teig in zwei bis drei Portionen<br />

teilen, jeweils auf einem Geschirrtuch<br />

flach drücken <strong>und</strong> dünn<br />

ausrollen. Mit den Händen weiter<br />

ausziehen. Die ausgezogenen<br />

Strudelteige mit etwas geschmolzener<br />

Butter bestreichen, <strong>die</strong><br />

Semmelbrösel darüberstreuen.<br />

Zwetschgen, Marzipan <strong>und</strong> Nüsse<br />

darauf verteilen. Mit Zimtzucker<br />

bestreuen <strong>und</strong> <strong>die</strong> Strudel aufrollen.<br />

Auf mit Backpapier ausgelegte<br />

Backbleche legen, nochmals mit<br />

einem Teil der Butter bestreichen<br />

<strong>und</strong> backen.<br />

Backzeit: ca. 40 Minuten bei 180 °C<br />

(160 °C). Während des Backens mit<br />

der restlichen Butter bestreichen.<br />

Für <strong>die</strong> Weinscha<strong>um</strong>soße <strong>die</strong> Eier<br />

trennen <strong>und</strong> <strong>das</strong> Eiweiß steif schlagen.<br />

Eigelb, Zucker, Vanillezucker<br />

<strong>und</strong> Speisestärke verrühren. Den<br />

Zitronensaft mit dem Wein unterrühren.<br />

Bei schwacher Hitze unter<br />

ständigem Rühren einmal aufkochen.<br />

Das Eiweiß unter <strong>die</strong> heiße<br />

Scha<strong>um</strong>masse ziehen. Den Strudel<br />

mit Puderzucker bestäuben <strong>und</strong><br />

mit der Soße servieren.<br />

Südtiroler Apfelkrapfen<br />

ZUTATEN HEFETEIG:<br />

125 ml Milch<br />

40 g Butter<br />

20 g Hefe<br />

250 g Mehl<br />

50 g Zucker<br />

1 Ei<br />

1 Apfel (ca. 150 g)<br />

1 EL Zitronensaft<br />

Rapsöl z<strong>um</strong> Ausbacken<br />

Zimtzucker z<strong>um</strong> Wälzen<br />

ZUBEREITUNG: Für den Hefeteig<br />

<strong>die</strong> Milch mit der Butter leicht er-<br />

42 | <strong>tassilo</strong>


wärmen <strong>und</strong> <strong>die</strong> Hefe darin auflösen.<br />

Mehl, Zucker <strong>und</strong> Ei in einer<br />

Schüssel mischen. Die Hefemilch<br />

mit den Knethaken gut unterkneten.<br />

Den Apfel schälen, vierteln, entkernen<br />

<strong>und</strong> grob raspeln. Mit dem<br />

Zitronensaft mischen <strong>und</strong> unter<br />

den Hefeteig kneten. Zugedeckt<br />

an einem warmen Ort 45 Minuten<br />

gehen lassen. Mit einem Suppenlöffel<br />

Nocken abstechen <strong>und</strong> in<br />

reichlich heißem Öl schwimmend<br />

<strong>r<strong>und</strong></strong><strong>um</strong> goldbraun backen. Auf<br />

Küchenkrepp abtropfen lassen <strong>und</strong><br />

in Zimtzucker wälzen.<br />

Topfenknödel mit<br />

Zwetschgenröster<br />

(Füssener Hütte)<br />

ZUTATEN KNÖDEL:<br />

400 g Topfen (20 Prozent)<br />

100 g weiche Butter<br />

2 Eier<br />

250 g Mehl<br />

Salz<br />

ZUM WÄLZEN:<br />

50 g Butter<br />

140 g Semmelbrösel<br />

1 bis 2 EL Zucker<br />

Zimt<br />

ZWETSCHGENRÖSTER:<br />

200 g Zwetschgen<br />

2 EL Zucker<br />

100 ml Rotwein<br />

etwas Vanillemark<br />

etwas Zitronenabrieb<br />

Zimt<br />

1 TL Speisestärke<br />

Puderzucker z<strong>um</strong> Bestäuben<br />

ZUBEREITUNG: Den Topfen gut<br />

abtropfen lassen. Die Butter<br />

scha<strong>um</strong>ig rühren. Die Eier nach<br />

<strong>und</strong> nach dazugeben. Den Topfen<br />

unterrühren. Das Mehl zufügen<br />

<strong>und</strong> zu einem Teig verkneten.<br />

1 St<strong>und</strong>e kühl stellen.<br />

Die Butter schmelzen. Semmelbrösel,<br />

Zucker <strong>und</strong> etwas Zimt dazugeben<br />

<strong>und</strong> leicht anrösten.<br />

Die Zwetschgen waschen, halbieren<br />

<strong>und</strong> entsteinen. Den Zucker in<br />

einer Pfanne erhitzen <strong>und</strong> karamellisieren.<br />

Mit dem Wein ablöschen.<br />

Zwetschgen, Vanillemark,<br />

Zitronenabrieb <strong>und</strong> etwas Zimt dazugeben<br />

<strong>und</strong> 5 Minuten köcheln.<br />

Die Speisestärke mit etwas kaltem<br />

Wasser glattrühren <strong>und</strong> zu den<br />

Zwetschgen geben. Einmal aufkochen<br />

<strong>und</strong> etwas abkühlen lassen.<br />

Aus dem Teig kleine Knödel formen<br />

<strong>und</strong> in leicht siedendem<br />

Salzwasser 20 Minuten ziehen<br />

lassen. Die Knödel aus dem<br />

Wasser nehmen, kurz abtropfen<br />

lassen <strong>und</strong> in den Bröseln wälzen.<br />

Mit Puderzucker bestäuben<br />

<strong>und</strong> mit dem Zwetschgenröster<br />

anrichten.<br />

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september / oktober <strong>2020</strong> | 43


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40 Jahre Hochberghauser Tanzlmusi<br />

Eine außergewöhnliche<br />

Musikantenverbindung<br />

Starnberg | Ein paar Tage zusammen<br />

ins Sarntal, nach Südtirol.<br />

Mit Instr<strong>um</strong>enten! Von der Idee<br />

waren <strong>die</strong> jungen Musikanten sofort<br />

begeistert. Wolf Birk, mit 24<br />

Jahren der Älteste in der R<strong>und</strong>e,<br />

wusste dort einen Heuschober,<br />

in dem man übernachten durfte.<br />

Direkt neben einem Gasthof. Das<br />

klang verlockend. So machten sie<br />

sich im August 1980 aus der Starnberger<br />

Gegend auf den Weg ins<br />

Sarntal. Sie waren sich sicher: Das<br />

wird ein Erlebnis! Was sie nicht<br />

ahnen konnten: Es wurde ein Erlebnis,<br />

<strong>das</strong> sie zur „Hochberghauser<br />

Tanzlmusi“ zusammenführte.<br />

Und was wir heute wissen, stand<br />

damals ohnehin nur in den Sternen:<br />

Diese außergewöhnliche<br />

Musikantenverbindung war auf<br />

Dauer angelegt <strong>und</strong> feiert im Jahr<br />

<strong>2020</strong> ihr 40-jähriges Bestehen.<br />

Vier Jahrzehnte in gleicher Besetzung:<br />

Conny Schulz <strong>und</strong> Thomas<br />

Buchner – Klarinette, Toni Hofer –<br />

Flügelhorn, Liesi Buchner – Akkordeon,<br />

Leo Schulz – Gitarre,<br />

Wolf Birk – Basstrompete, Manfred<br />

Schulz – Tuba. Eine Besetzung,<br />

<strong>die</strong> für Volkstanzbegeisterte wie<br />

für Fre<strong>und</strong>e der bodenständigen<br />

Volksmusik gleichermaßen zu<br />

einem Begriff geworden ist. Mit<br />

einer charakteristischen Art zu<br />

musizieren. Einfühlsam <strong>und</strong> mitreißend<br />

zugleich. Sie spielen z<strong>um</strong><br />

Volkstanz auf, beim Hoagarten, bei<br />

Sänger- <strong>und</strong> Musikantentreffen,<br />

im Biergarten. Umrahmen aber<br />

auch festliche Anlässe.<br />

Wo sie herkommen? Aus „Hochberghausen“<br />

natürlich. Wer bei<br />

44 | <strong>tassilo</strong><br />

der Nennung von Ortsnamen regelmäßig<br />

behauptet, dort auch<br />

schon mal gewesen zu sein, ist<br />

an <strong>die</strong>ser Stelle entlarvt. „Zu der<br />

Suchanfrage ‚Hochberghausen‘<br />

wurde in Google Maps nichts gef<strong>und</strong>en“,<br />

heißt es ernüchternd.<br />

„Das Echo der Südtiroler<br />

war überwältigend“<br />

Den scheinbaren Ortsnamen haben<br />

<strong>die</strong> Musikanten nämlich aus<br />

ihren Herkunftsorten zusammengesetzt:<br />

Hoch-stadt, Starn-berg,<br />

Unter-hausen. Auch <strong>die</strong>s ist bezeichnend<br />

für ihre G<strong>r<strong>und</strong></strong>einstellung,<br />

<strong>die</strong> keine Konkurrenz kennt,<br />

sondern durch gegenseitiges Respektieren<br />

geprägt ist. Der erste<br />

Auftritt unter <strong>die</strong>sem Namen kam<br />

schon zwei Monate nach der Südtirolfahrt,<br />

im <strong>Oktober</strong> 1980, beim<br />

traditionellen Jugend-Kirta in<br />

Starnberg.<br />

Die meisten von ihnen hatten sich<br />

schon als Kinder im Heimat- <strong>und</strong><br />

Volkstrachtenverein Starnberg<br />

kennengelernt. Waren dort in eine<br />

lebendige Gemeinschaft hineingewachsen.<br />

Hatten ihre Freude am<br />

Musizieren <strong>und</strong> Tanzen entdeckt.<br />

Hatten im Lauf der Jahre verschiedene<br />

Instr<strong>um</strong>ente erlernt, in kleineren<br />

Besetzungen musiziert <strong>und</strong><br />

gesungen. Waren dann an Wochenenden<br />

viel auf Achse gewesen.<br />

Wo Volkstanz oder Musizieren<br />

angesagt war, zog es sie mit ihren<br />

Instr<strong>um</strong>enten hin.<br />

Im Jahr 1980 waren <strong>die</strong> jungen<br />

Musikanten also in ihrer Sturm-<br />

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<strong>und</strong> Drangzeit, in der sie ihre unbändige<br />

Musizier- <strong>und</strong> Tanzfreude<br />

ausleben wollten. Im Starnberger<br />

Verein hatten sie mit der zehn Jahre<br />

zuvor gegründeten Starnberger<br />

Tanzlmusi außerdem ein großes<br />

Vorbild, <strong>das</strong> sie bew<strong>und</strong>erten <strong>und</strong><br />

dem sie nacheifern wollten.<br />

Da kam <strong>die</strong> Idee mit der Fahrt<br />

nach Südtirol gerade zur rechten<br />

Zeit. Sie selbst freuten sich zwar<br />

nur auf einige Tage gemeinsame<br />

Gaudi in schöner Umgebung.<br />

Längst war aber der Boden für<br />

mehr bereitet. Und so kam es<br />

auch. Im Sarntal hat Volksmusik<br />

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von jeher einen hohen Stellenwert.<br />

„Das Echo der Südtiroler<br />

war überwältigend <strong>und</strong> herzlich“,<br />

erinnert sich Manfred Schulz. „Sie<br />

waren begeistert, so einen Haufen<br />

junger Musikanten bei sich<br />

zu haben. Haben uns eingeladen<br />

<strong>und</strong> regelgerecht weitergereicht.“<br />

Schöner <strong>und</strong> motivierender kann<br />

<strong>die</strong> Reaktion von Zuhörern ka<strong>um</strong><br />

sein. Die Hochberghauser Tanzlmusi<br />

war geboren. So wollten sie<br />

weiter musizieren.<br />

„Hochberghauser<br />

Gmoa“<br />

Im Rückblick über nun schon 40<br />

Jahre wird deutlich, wie außergewöhnlich<br />

<strong>die</strong>se Musikantenverbindung<br />

war <strong>und</strong> ist. Sie ist Teil eines<br />

Netzes inniger persönlicher Beziehungen.<br />

Der Hochberghauser<br />

Gmoa, wie es manchmal scherzhaft,<br />

aber sehr zutreffend heißt.<br />

Inzwischen sind <strong>die</strong> Musikanten<br />

alle miteinander verwandt, ver-<br />

schwägert oder verheiratet. Waren<br />

<strong>und</strong> sind generationsübergreifend<br />

eingebettet in eine sie tragende<br />

<strong>und</strong> prägende große Gemeinschaft.<br />

So wie sie selbst <strong>das</strong> Miteinander<br />

mit ihren musikliebenden<br />

Eltern <strong>und</strong> im Verein erlebt haben,<br />

haben sie <strong>die</strong>s weiter gepflegt.<br />

Auch ihre Kinder sind in <strong>die</strong>se<br />

musikalische Gemeinschaft hineingewachsen,<br />

waren von klein<br />

auf bei Proben dabei. So kam zu<br />

dem glücklichen Umstand, <strong>das</strong>s<br />

<strong>die</strong> Hochberghauser Urbesetzung<br />

in der Region wohnen blieb <strong>und</strong><br />

zusammenbleiben konnte, auch,<br />

<strong>das</strong>s sie ihre Begeisterung für <strong>das</strong><br />

Musizieren <strong>und</strong> <strong>die</strong> Volksmusik an<br />

ihre Kinder weitergeben konnten.<br />

Heute sind <strong>die</strong>se, zur Freude ihrer<br />

Eltern, ebenfalls hervorragende<br />

Musikanten <strong>und</strong> Sänger.<br />

Mit einem Repertoire von etwa 70<br />

Volkstänzen <strong>und</strong> 150 Tanzstücken,<br />

darunter etliche „selbstgestrickte“,<br />

begeistert <strong>die</strong> Hochberghauser<br />

Tanzlmusi Tänzer wie Volksmu-<br />

sikliebhaber. An ihrer Spielweise<br />

merkt man, <strong>das</strong>s sie selbst auch<br />

gute Tänzer sind. Ihre Noten richten<br />

sie für ihre spezielle Besetzung<br />

selbst ein. Mehrere R<strong>und</strong>funkaufnahmen<br />

haben sie eingespielt<br />

<strong>und</strong> eine CD produziert. Zählt<br />

man alle Instr<strong>um</strong>ente zusammen,<br />

<strong>die</strong> <strong>die</strong> sieben Vollblutmusikanten<br />

beherrschen, kommt man auf<br />

<strong>die</strong> stattliche Anzahl von 21. Hinzu<br />

kommt noch, <strong>das</strong>s sie auch gute<br />

Sänger sind. Dadurch waren <strong>und</strong><br />

sind sie in der Lage, je nach Anlass<br />

zusammen mit Fre<strong>und</strong>en <strong>und</strong><br />

Geschwistern in allen erdenklichen<br />

Besetzungen zu spielen oder<br />

zu singen. Kleinbesetzungen wie<br />

Hochberghauser Klarinettenmusi,<br />

Bläser, Klarinettenquartett, Starnberger<br />

Dreigsang oder Familienmusik<br />

Schulz zu bilden. Genauso,<br />

andere Gruppen zu begleiten<br />

oder bei <strong>die</strong>sen einzuspringen.<br />

Kein W<strong>und</strong>er, <strong>das</strong>s <strong>um</strong> sie her<strong>um</strong><br />

bald auch <strong>die</strong> Großbesetzung der<br />

Hochberghauser Blasmusik entstand,<br />

<strong>die</strong> viele junge Musikanten<br />

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„Das war<br />

eine gute Idee“<br />

Viel von dem Reicht<strong>um</strong> an bodenständigem<br />

Musikleben, der in der<br />

Region erhalten wurde oder neu<br />

entstanden ist, hängt in irgendeiner<br />

Weise mit dem Wirken der<br />

Hochberghauser zusammen. Dafür<br />

steht allein schon Manfred Schulz,<br />

der sich bereits seit 21 Jahren als<br />

Kreisheimatpfleger im Landkreis<br />

Starnberg engagiert. Im Jahr <strong>2020</strong><br />

ist <strong>die</strong> Hochberghauser Tanzlmusi<br />

längst ein Begriff. Die jungen Musikanten<br />

von damals sind heute<br />

zwischen 57 <strong>und</strong> 64 Jahre alt. Sie<br />

musizieren nach wie vor leidenschaftlich<br />

gern, haben viel erlebt<br />

<strong>und</strong> erreicht. Immer noch enge<br />

Beziehungen zu Familien in Südtirol.<br />

Und wenn sie an 1980 <strong>und</strong> ihre<br />

erste gemeinsame Fahrt ins Sarntal<br />

denken, sind sie sich einig: Das<br />

war wirklich eine gute Idee! kp<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 45


Schüler treffen auf Azubis <strong>und</strong> Berufstätige<br />

Berufsorientierung in<br />

der Moschee<br />

Penzberg | Aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> Corona hat<br />

<strong>das</strong> Berufscafé in Penzberg <strong>die</strong><br />

vergangenen Wochen zwei Mal<br />

online sowie einmal im Garten<br />

des Familienzentr<strong>um</strong>s Arche<br />

Noah stattgef<strong>und</strong>en. Ab Herbst<br />

aber soll es wieder wie gewohnt<br />

alle 14 Tage in der Cafeteria der<br />

Moschee an der Bichler Straße 15<br />

stattfinden. Seit mittlerweile elf<br />

Jahren treffen sich dort Vertreter<br />

von regionalen Betrieben, Behörden<br />

<strong>und</strong> Fachschulen, <strong>um</strong> Schülern<br />

aus Penzberg <strong>und</strong> Umgebung<br />

ihren Berufsalltag näher zu<br />

bringen. Ziel des Projekts ist, den<br />

Jugendlichen eine Orientierungshilfe<br />

bei der Wahl des richtigen<br />

Ausbildungsberufes an <strong>die</strong> Hand<br />

zu geben. Dabei referieren nicht<br />

zwingend Geschäftsführer, Personaler<br />

oder Ausbilder der jeweiligen<br />

Firmen – es werden auch immer<br />

wieder bewusst Facharbeiter<br />

<strong>und</strong> Auszubildende ins Berufscafé<br />

eingeladen, <strong>um</strong> möglichst tiefe,<br />

praxisnahe Einblicke in ihr jeweiliges<br />

Berufsleben zu geben. Organisiert<br />

werden <strong>die</strong> Treffen von<br />

Diplom-Pädagogin Petra Zott-Endres<br />

<strong>und</strong> Sozialpädagogin (Master)<br />

Melinda Veres. Beide legen<br />

größten Wert auf <strong>das</strong> Vorstellen<br />

von Berufen aus allen Branchen.<br />

Entsprechend vielfältig sind <strong>die</strong><br />

Themen der einzelnen Treffen<br />

im Berufscafé. Zu „Digitalisierung“<br />

referierte beispielsweise<br />

ein Systemadministrator, der sich<br />

bestens im IT-Bereich auskennt.<br />

Zu „Ges<strong>und</strong>heitswesen“ eine<br />

Physiotherapeutin sowie eine<br />

Ernährungsberaterin. Es waren<br />

46 | <strong>tassilo</strong><br />

auch schon Postbote, Bankkauffrau,<br />

Schreinermeister, Elektroniker,<br />

Kinderpflegerin, technischer<br />

Produktdesigner, Me<strong>die</strong>ngestalter,<br />

Erzieherin <strong>und</strong> Bademeister<br />

in der Moschee. Und auch<br />

unbekanntere, eher rar gesäte<br />

Nischenberufe wie „Holzbildhauer“,<br />

oder Berufe mit Studi<strong>um</strong> wie<br />

Richter oder Psychologin, wurden<br />

vorgestellt im Rahmen des Berufscafés.<br />

Insgesamt knapp 300 in<br />

elf Jahren.<br />

Freigeist oder feste<br />

Strukturen?<br />

Während vor fünf Jahrzehnten<br />

<strong>die</strong> zukünftige Ausbildungsstelle<br />

eines Schülers nicht selten von<br />

den eigenen Eltern dank Vitamin-<br />

B-Kontakten z<strong>um</strong> bekannten Gewerbetreibenden<br />

„klargemacht“<br />

wurde, ist <strong>die</strong> Auswahl in Sachen<br />

Karriere-Chancen heutzutage<br />

schier unendlich groß. Büro oder<br />

Bau? Computer oder Natur? Lieber<br />

mit Holz, Metall oder Farbe? Eher<br />

im Team oder allein? Vor Ort oder<br />

in einer größeren Stadt? Weiterführende<br />

Schule, Ausbildung,<br />

Studi<strong>um</strong> oder duales Studi<strong>um</strong>?<br />

So schön <strong>die</strong> Berufsvielfalt im 21.<br />

Jahrh<strong>und</strong>ert ist – sie kann auch<br />

schnell zu Überforderung führen,<br />

<strong>und</strong> eine rechtzeitige Entscheidung<br />

bis Bewerbungsschluss<br />

zur echten Tortur werden lassen.<br />

Schließlich stecken <strong>die</strong> jungen<br />

Menschen – Mittelschüler sind<br />

nach erfolgreichem Abschluss oft<br />

erst 15 Jahre alt – inmitten ihrer<br />

Entwicklungsphase <strong>und</strong> hatten<br />

Schüler treffen auf Ausbilder, Arbeiter, Unternehmer — dafür steht <strong>das</strong><br />

Berufscafé, <strong>das</strong> in den Rä<strong>um</strong>en der Penzberger Moschee stattfindet.<br />

meist noch nie <strong>die</strong> Möglichkeit,<br />

ihre Fähigkeiten berufsentscheidend<br />

kennenzulernen. Genau<br />

dar<strong>um</strong> wurde <strong>das</strong> Berufsorientierungscafé,<br />

so der frühere Name,<br />

mit dem damaligen Penzberger<br />

Wirtschaftsförderer Rolf Beuting<br />

(heute Bürgermeister von Murnau)<br />

ins Leben gerufen. „Die<br />

Schüler müssen erstmal herausfinden,<br />

ob sie mehr der Typ<br />

Freigeist, oder jemand sind, der<br />

einen festen Rahmen braucht“,<br />

sagt Zott-Endres an <strong>die</strong>ser Stelle.<br />

Noch viel wichtiger aber ist eine<br />

Kernaussage, <strong>die</strong> im Rahmen<br />

der Vorträge immer wieder zur<br />

Geltung kommt: Dass alle beruflichen<br />

Entscheidungen im Laufe<br />

eines Lebens etwas Gutes haben –<br />

selbst im Falle einer klassischen<br />

Berufsverfehlung lernt ein junger<br />

Mensch wichtige Dinge fürs<br />

spätere Leben dazu. Und eines<br />

sollte den Arbeitnehmern <strong>und</strong><br />

Unternehmern von morgen <strong>und</strong><br />

übermorgen ohnehin klar sein:<br />

Den absoluten Tra<strong>um</strong>beruf, der<br />

täglich von früh bis spät ausschließlich<br />

Spaß bereitet, gibt es<br />

nicht. Auch nicht im Jahr <strong>2020</strong> bei<br />

schier grenzenloser Vielfalt.<br />

Auch ein Treffen<br />

kultureller Vielfalt<br />

Unabhängig vom eigentlichen<br />

Sinn des Berufscafés schlagen Petra<br />

Zott-Endres <strong>und</strong> Melinda Veres<br />

mit <strong>die</strong>sem Projekt gleich mehrere<br />

Fliegen mit einer Klappe. Die<br />

freiwilligen Treffen finden nämlich<br />

immer Schulübergreifend<br />

statt. Heißt: Nicht selten sitzen<br />

Mittelschüler, Realschüler <strong>und</strong><br />

Gymnasiasten in einer Reihe <strong>und</strong><br />

stellen fest – so groß sind <strong>die</strong> zwischenmenschlichen<br />

Unterschiede<br />

ja gar nicht. Ein weiterer Vorteil<br />

ist sicherlich <strong>die</strong> gezielte Wahl


des Ortes: Die Moschee. Viele betreten<br />

sie aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> der Berufsorientierung<br />

z<strong>um</strong> ersten Mal, sind<br />

vom Bauwerk an sich begeistert<br />

<strong>und</strong> bekommen nebenbei kleine<br />

Einblicke in eine neue Kultur,<br />

eine neue Religion <strong>und</strong> stellen<br />

fest: Voll fre<strong>und</strong>lich, <strong>die</strong> Frau<br />

Gönül Yerli. Und voll cool, <strong>das</strong>s sie<br />

<strong>die</strong>sen einen Saal <strong>und</strong> <strong>die</strong> Küche<br />

für Getränke <strong>und</strong> Kekse zur Verfügung<br />

stellt. Obendrein fühlen sich<br />

Schüler mit Migrationshinterg<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

im Gebäude der Moschee<br />

nicht ausgegrenzt <strong>und</strong> scheuen<br />

trotz möglicher Sprachbarrieren<br />

nicht zurück, sich unter <strong>die</strong> klassisch<br />

einheimischen Schüler zu<br />

mischen, <strong>um</strong> sich über Berufsbilder<br />

zu informieren. Insofern hat<br />

sich <strong>das</strong> Berufscafé in Penzbergs<br />

Moschee auch in kultureller Hinsicht<br />

als Volltreffer entpuppt.<br />

Teil-Projekt von<br />

„PASSGENAU“<br />

Insgesamt betrachtet ist <strong>das</strong> Berufscafé<br />

zwar der älteste, jedoch<br />

nur einer von vielen Bausteinen<br />

des Gesamtprojekts namens<br />

„PASSGENAU“. Mit finanzieller<br />

Unterstützung von Penzbergs<br />

Betrieben, <strong>Weilheim</strong>s Agentur<br />

für Arbeit <strong>und</strong> zwei Stiftungen<br />

werden mit verschiedenen<br />

Workshops, der Aktion „Job-<br />

Dating“, dem Realschul-Projekt<br />

„Startklar“ sowie individuellem<br />

Schüler-Coaching zu beispielsweise<br />

„Bewerbungsgespräch“<br />

viele Möglichkeiten (www.berufpassgenau.de)<br />

der Berufsorientierung<br />

angeboten. Kostenlos!<br />

Und für alle. Zwar werden <strong>die</strong><br />

einzelnen Angebote überwiegend<br />

von Jungs <strong>und</strong> Mädels aus Penzberger<br />

Schulen angenommen,<br />

<strong>die</strong> auch aus dem Starnberger<br />

<strong>und</strong> Tölzer Landkreis stammen.<br />

„Theoretisch ist unser Angebot<br />

aber für alle Schüler gedacht“,<br />

sagt Petra Zott-Endres, <strong>die</strong> nun<br />

hofft, <strong>das</strong>s aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> Corona alle<br />

Angebote möglichst bald wieder<br />

in gewohnter Manier <strong>um</strong>setzbar<br />

sind. „Das Berufscafé hat online<br />

zwar besser funktioniert als erwartet“,<br />

sagt <strong>die</strong> Pädagogin. Das<br />

persönliche Treffen von Schülern<br />

<strong>und</strong> Arbeitnehmern sei jedoch<br />

wesentlich effektiver. Insbesondere<br />

Zwischenfragen <strong>und</strong> Vier-Augengespräche<br />

zwischen Schülern<br />

<strong>und</strong> Unternehmens-Vertretern im<br />

Anschluss der offiziellen Vorträge<br />

sind in Sachen Berufsorientierung<br />

durch nichts zu ersetzen. js<br />

Übersicht des Angebotsspektr<strong>um</strong>s: So lässig gestaltet sieht <strong>die</strong> Internetseite<br />

des Penzberger Projekts „PASSGENAU“ aus.<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 47


Kreative Suche nach neuen Azubis<br />

Führerschein <strong>und</strong> Azubi-Akademie<br />

als probates Lockmittel<br />

<strong>Weilheim</strong> | Trotz Corona-Krise suchen<br />

Industrie, Handel <strong>und</strong> Handwerk<br />

händeringend nach neuen<br />

Auszubildenden. Allen voran im<br />

Handwerk ist <strong>die</strong> Auftragslage<br />

ungebrochen stark, hauseigenes<br />

Fachpersonal dringend erforderlich.<br />

Doch <strong>das</strong> Problem des bran-<br />

Handwerksberufe mit Holz sind<br />

inzwischen wieder gefragter.<br />

chenübergreifenden Fachkräftemangels<br />

überwiegt nach wie vor,<br />

weshalb sich <strong>die</strong> Nachwuchssuche<br />

für viele Arbeitgeber als äußerst<br />

schwierig gestaltet. Auch deshalb,<br />

weil viele Schulabgänger den<br />

klassisch akademischen Bildungsweg<br />

wählen: Abiturienten stu<strong>die</strong>ren<br />

direkt nach erfolgreichem<br />

Abschluss. Und auch Absolventen<br />

der Mittleren Reife entscheiden<br />

sich nicht selten für <strong>die</strong> weiterführende<br />

Fachoberschule, holen Abi<br />

oder Fachabi nach <strong>und</strong> stu<strong>die</strong>ren<br />

dann.<br />

Insofern lassen sich hiesige Ausbildungs-Betriebe<br />

jede Menge<br />

einfallen, <strong>um</strong> wenigstens <strong>die</strong> wenigen<br />

guten, jungen <strong>und</strong> motivierten<br />

Schulabgänger ohne Absicht<br />

auf Studi<strong>um</strong> für sich zu gewinnen.<br />

Und gehen dafür in Sachen Sozialleistungen<br />

<strong>und</strong> Marketingstrategien<br />

oft an ihre finanzielle Schmerzgrenze.<br />

Z<strong>um</strong> Beispiel beim Thema<br />

Führerschein. Junge Auszubildende,<br />

<strong>die</strong> noch keinen Führerschein<br />

besitzen, bekommen <strong>die</strong>sen von<br />

dem einen oder anderen Arbeitgeber<br />

bezahlt. Manchmal zur<br />

Hälfte, manchmal auch komplett,<br />

meistens sogar mit großem Anhänger<br />

(BE). Und Azubis, <strong>die</strong> bereits<br />

<strong>das</strong> 18. Lebensjahr vollendet<br />

<strong>und</strong> vor Antritt der Ausbildung in<br />

Besitz des Autoführerscheins sind?<br />

Die bekommen – quasi als nachträglichen<br />

Führerschein-Bonus –<br />

etwas mehr Lohn ausgezahlt.<br />

Ein weiteres, in vielen Betrieben<br />

immer gängigeres Mittel, <strong>um</strong> junge<br />

Leute zu binden: Zusätzliche<br />

Bildungsangebote in Form einer<br />

firmeninternen Auszubildenden-<br />

Akademie. Was bislang überwiegend<br />

in größeren, mittelständischen<br />

Industriebetrieben mit<br />

eigener Lehrwerkstätte z<strong>um</strong> Standard<br />

gehörte, führen nun auch<br />

kleinere Betriebe zusehends ein.<br />

Konkret gemeint sind feste Zeiten<br />

pro Woche oder Monat, in denen<br />

<strong>die</strong> Azubis aus ihrem klassischen,<br />

praxisbezogenen Arbeitsalltag<br />

herausgeholt <strong>und</strong> zusätzlich in<br />

Theorie geschult werden. Entweder<br />

passend z<strong>um</strong> betriebsbezogenen<br />

Arbeitsalltag. Aber auch,<br />

<strong>um</strong> aktuellen Berufsschul-Stoff zu<br />

vertiefen. Und nicht zu vergessen:<br />

Englischunterricht, der in Zeiten<br />

ungebrochener Globalisierung für<br />

jeden Arbeiter von Morgen wichtig<br />

ist – egal ob regionaler Handwerker<br />

oder international tätiger Manager.<br />

Werbung in<br />

Social Media<br />

Abiturienten entscheiden sich wieder verstärkt für eine klassische Ausbildung,<br />

<strong>um</strong> erst danach ein Studi<strong>um</strong> in Angriff zu nehmen.<br />

Neben betriebsinternen Angeboten<br />

ganz entscheidend für <strong>die</strong> erfolgreiche<br />

Gewinnung von neuen<br />

Azubis ist aktive Werbung – <strong>die</strong><br />

Vorteile <strong>und</strong> Stärken der jeweiligen<br />

Firma, aber auch des Berufsbildes<br />

an sich, gilt es erfolgreich<br />

nach außen zu tragen. „Es gibt<br />

natürlich <strong>die</strong> Betriebe, <strong>die</strong> seit<br />

Jahren einen guten Ruf genießen<br />

<strong>und</strong> nach wie vor <strong>das</strong> Privileg<br />

haben, von Schulabgängern kontaktiert<br />

zu werden“, sagt Roland<br />

Streim, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft<br />

Oberland. Aber<br />

eben auch <strong>die</strong> Betriebe, <strong>die</strong> aktiv<br />

sein müssen. Tag der offenen Türe,<br />

Schnupper-Praktika, gezielt in<br />

Schulen gehen, den Ausbildungsberuf<br />

vorstellen <strong>und</strong> Flyer mit den<br />

wichtigsten Infos verteilen sowie<br />

Teamfindungstage z<strong>um</strong> besseren<br />

Kennenlernen – all <strong>das</strong> sind altbekannte,<br />

aber nach wie vor effektive<br />

Möglichkeiten. Für viele kleinere<br />

Betriebe noch eher Neuland: Gezielte<br />

Werbung in Social Media,<br />

allen voran auf Facebook <strong>und</strong> Instagram,<br />

wo sich inzwischen ein<br />

Großteil des Lebens abspielt –<br />

ka<strong>um</strong> ein Schulabgänger t<strong>um</strong>melt<br />

sich nicht auf Instagram. Größere<br />

Mittelständler aus der Region haben<br />

<strong>das</strong> bereits vor einigen Jahren<br />

erkannt, punkten mit professionellen<br />

Image-Filmen, in denen unter<br />

anderem Geschäftsführer, Ausbilder<br />

<strong>und</strong> Auszubildende aus den<br />

zweiten <strong>und</strong> dritten Lehrjahren zu<br />

Wort kommen <strong>und</strong> ihren eigenen<br />

Lehrberuf stichhaltig vorstellen.<br />

Andere posten „Action“-Bilder<br />

aus dem Arbeitsalltag, oder eine<br />

professionell gestaltete Stellenanzeige<br />

mit allen wichtigen Infos<br />

z<strong>um</strong> Thema Ausbildung. Wer über<br />

Social Media den gewünschten<br />

Erfolg haben will, muss allerdings<br />

viel Zeit <strong>und</strong> punktuell auch Geld<br />

in <strong>die</strong> Hand nehmen – nur wer<br />

sein Profil pflegt, qualitativ hochwertige<br />

Bilder <strong>und</strong> Videos postet<br />

sowie <strong>die</strong> richtigen Hashtags setzt,<br />

erreicht <strong>die</strong> Schulabgänger wirklich.<br />

Vielfalt an<br />

Werbemöglichkeiten<br />

Wobei Schulbesuche, Praktika,<br />

Girls-Day, Boys-Day, Tage der offenen<br />

Türe <strong>und</strong> Social Media längst<br />

nicht alle Möglichkeiten der Azubi-<br />

Gewinnung abdecken. Es gibt <strong>die</strong><br />

Ausbildungsmessen in Schongau<br />

(SAM; www.schongauer-ausbildungsmesse.de)<br />

<strong>und</strong> <strong>Weilheim</strong><br />

(Jobmesse; www.weilheim-schongau.de),<br />

<strong>die</strong> heuer aufg<strong>r<strong>und</strong></strong> Corona<br />

zwar abgesagt werden mussten,<br />

dank Internetseiten trotzdem<br />

teilnehmende Betriebe mit Infos<br />

<strong>und</strong> Kontaktdaten aufgelistet haben.<br />

Es gibt mit Tageszeitungen,<br />

Wochenzeitungen <strong>und</strong> den Regionalmagazinen<br />

„<strong>tassilo</strong>“ <strong>und</strong> „alt-<br />

48 | <strong>tassilo</strong>


landkreis“ zahlreiche Möglichkeiten<br />

nen bezüglich Berufsbilder <strong>und</strong><br />

im Print, Ausbildungsanzeigen offene Lehrstellen. Gleichzeitig<br />

zu schalten. Im Landkreis Starnberg<br />

einen „Tag der Ausbildung“,<br />

stehen <strong>die</strong> Behörden auch Ausbildungsbetrieben<br />

jederzeit beratend<br />

im Rahmen dessen Schüler eine zur Seite.<br />

bestimmte Bus-Route wählen <strong>und</strong><br />

mehrere Betriebe samt Mitmachaktionen<br />

an nur einem Tag ken-<br />

Theoretisch finden alle<br />

eine Lehrstelle<br />

nenlernen dürfen. Und darüber<br />

hinaus diverse Online-Portale wie<br />

<strong>das</strong> Lehrstellen-Radar für München<br />

Wie schlimm es <strong>um</strong> den Fachkräftemangel<br />

hiesiger Betriebe wirk-<br />

<strong>und</strong> Oberbayern oder den lich steht, ist im Detail betrachtet<br />

Ausbildungskompass (unter www.<br />

mein-ausbildungskompass.de sowie<br />

schwer zu sagen, <strong>und</strong> auch mit<br />

Zahlen nicht wirklich zu belegen.<br />

als Printversion für <strong>die</strong> fünf Hoffnung machen jedoch einige<br />

Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen,<br />

Fürstenfeldbruck, Garmisch-<br />

Partenkirchen, Miesbach <strong>und</strong> Pfaffenhofen),<br />

wo nahezu alle offenen<br />

Ausbildungsstellen hiesiger Betriebe<br />

präsentiert werden.<br />

Hilfe in Sachen „Wie finde ich einen<br />

Positiv-Beispiele, <strong>die</strong> laut Roland<br />

Streim in jüngster Vergangenheit<br />

zu verzeichnen waren <strong>und</strong> sind.<br />

Demnach gebe es wieder mehr<br />

Abiturienten, <strong>die</strong> sich zunächst<br />

für eine klassische Ausbildung<br />

entscheiden, damit Erfahrung in<br />

guten Azubi?“ bieten aber auch der Praxis sammeln <strong>und</strong> erst danach<br />

<strong>die</strong> großen Kammern <strong>und</strong> Behörden.<br />

stu<strong>die</strong>ren. Das Zimmer- <strong>und</strong><br />

Handwerkskammer (HWK), Schreinerhandwerk sei hier besonders<br />

Industrie- <strong>und</strong> Handelskammer<br />

(IHK), Agentur für Arbeit <strong>und</strong><br />

Kreishandwerkerschaft beispielsweise<br />

haben in den vergangenen<br />

Wochen <strong>das</strong> Gemeinschaftsprojekt<br />

beliebt. Auch <strong>die</strong> Lehrstel-<br />

len im Bereich Gas- <strong>und</strong> Wasserinstallation<br />

sowie Elektrik sind in der<br />

Region gut besetzt. Ja sogar <strong>das</strong><br />

Bäckerhandwerk hat insgesamt<br />

„Ausbildung Oberland – wir für betrachtet wieder etwas mehr Zulauf<br />

junger Leute zu verzeichnen.<br />

dich!“ in <strong>die</strong> Wege geleitet, <strong>um</strong><br />

über Berufsbilder in der Region Hierfür hat sicherlich <strong>die</strong> seit Corona<br />

objektiv informieren zu können. Im<br />

Rahmen dessen werden Flyer an<br />

Berufsberatungslehrer der hiesigen<br />

Schulen verteilt. Parallel dazu<br />

Service-Hotlines eingerichtet, über<br />

<strong>die</strong> sich Schüler informieren könlevanz“<br />

allseits präsente „Systemre-<br />

positiv dazu beigetragen.<br />

Von <strong>die</strong>sem Umdenken noch nicht<br />

positiv betroffen ist dagegen <strong>das</strong><br />

Metzgerhandwerk, <strong>das</strong> nach wie<br />

vor an einem Imageproblem leidet<br />

– bestärkt durch<br />

den Tönnies-Skandal.<br />

Umso erfreulicher<br />

ist wieder<strong>um</strong> <strong>die</strong><br />

Nachricht, <strong>das</strong>s theoretisch<br />

jeder junge<br />

Schulabgänger eine<br />

Ausbildungsstelle bekommen<br />

könnte. Das<br />

zeigt <strong>die</strong> jüngste Statistik.<br />

Demnach ist<br />

<strong>die</strong> Anzahl an offenen<br />

Lehrstellen nahezu deckungsgleich<br />

mit der<br />

Probates Lockmittel: Manche Betriebe finanzieren<br />

Anzahl hiesiger Schul-<br />

ihren Azubis den Führerschein. abgänger.<br />

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september / oktober <strong>2020</strong> | 49


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findest du auf www.zarges.de/ausbildung<br />

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personal@zarges.de oder <strong>die</strong> angegebene Adresse.<br />

ZARGES GmbH | Zargesstraße 7 | 82362 <strong>Weilheim</strong><br />

Tel. +49 881 687 237<br />

www.zarges.de/ausbildung<br />

Große Nachfrage<br />

aus ganz Bayern<br />

<strong>Weilheim</strong> | Das Ende der Abteilung<br />

„Landwirtschaft“ an der <strong>Weilheim</strong>er<br />

Landwirtschaftsschule ist beschlossene<br />

Sache <strong>und</strong> schlug in<br />

der regionalen Presse doch kleinere<br />

Wellen. Zu wenig Anmeldungen<br />

liegen für den Herbst vor, der Ausbildungsgang<br />

z<strong>um</strong> „Staatlich geprüften<br />

Wirtschafter für Landbau“<br />

hätte nicht stattgef<strong>und</strong>en. Damit<br />

setzt sich ein Trend fort, der über<br />

<strong>die</strong> gesamten letzten Jahre ersichtlich<br />

war. Ausreichende Anmeldungen<br />

hingegen gibt es für <strong>die</strong> Fachschule<br />

„Ökologischer Landbau“.<br />

Nicht alle Bewerber konnten bedingt<br />

durch <strong>die</strong> Corona-Pandemie<br />

angenommen werden. Neben<br />

<strong>die</strong>ser Ökoschule in <strong>Weilheim</strong> gibt<br />

es nur noch eine weitere mit <strong>die</strong>ser<br />

Ausrichtung in Landshut. Dr.<br />

Stefan Gabler leitet <strong>die</strong> Geschicke<br />

der Ökofachschule seit 2017. Der<br />

gelernte Agraringenieur, der einige<br />

Jahre im Landwirtschaftsministeri<strong>um</strong><br />

in München für Ökolandbau<br />

zuständig war, nennt <strong>die</strong> Gründe<br />

für <strong>die</strong>se Entwicklung: „Die Ökoschule<br />

existiert seit 2013 <strong>und</strong> lief<br />

parallel zur Landwirtschaftsschule.<br />

Es gibt einen Strukturwandel<br />

in Bayern <strong>und</strong> <strong>die</strong> konventionell<br />

bewirtschafteten Betriebe werden<br />

immer weniger. Dadurch gehen<br />

auch <strong>die</strong> Interessenten für unsere<br />

Landwirtschaftsschule zurück.“<br />

Tierwohl, Biodiversität<br />

<strong>und</strong> Klimawandel<br />

50 | <strong>tassilo</strong><br />

Die Zahlen geben ihm recht: Von<br />

den ehemals 27 herkömmlichen<br />

Landwirtschaftsschulen in Bayern<br />

gibt es mittlerweile nur noch<br />

18. Wer <strong>die</strong> Ökoschule besuchen<br />

möchte, hat in der Regel schon<br />

<strong>die</strong> klassische Ausbildung z<strong>um</strong><br />

Landwirt <strong>und</strong> ein Jahr in der Praxis<br />

hinter sich sowie den Gesellenbrief<br />

in der Tasche. Nach Abschluss der<br />

Ökoschule im 3. Semester dürfen<br />

sich <strong>die</strong> Absolventen „Staatlich<br />

geprüfte/r Wirtschafter/in für<br />

Ökologischen Landbau“ nennen.<br />

Zusätzlich besteht <strong>die</strong> Möglichkeit,<br />

<strong>die</strong> Meisterprüfung abzulegen. Die<br />

Schwerpunkte der Schule in <strong>Weilheim</strong><br />

liegen bei „Milchviehhaltung“<br />

<strong>und</strong> „Grünlandwirtschaft“.<br />

Zusätzlich z<strong>um</strong> Wissen über ökologische<br />

Tierhaltung <strong>und</strong> ökologischen<br />

Pflanzenbau lernen <strong>die</strong> Stu<strong>die</strong>renden<br />

alles aus den Bereichen<br />

„Betriebswirtschaft <strong>und</strong> Unternehmensführung“,<br />

<strong>um</strong> im günstigsten<br />

Fall den eigenen Betrieb zu<br />

optimieren. Ein weiteres Modul ist<br />

„Berufsausbildung <strong>und</strong> Mitarbeiterführung“.<br />

Aktuelle Themen wie<br />

„Tierwohl“, „Biodiversität“ oder<br />

„Klimawandel“ fließen in den Unterricht<br />

mit ein. Ziel ist es, den Absolventen,<br />

durch Wissensvermittlung<br />

<strong>und</strong> Persönlichkeitsbildung,<br />

<strong>das</strong> nötige Rüstzeug an <strong>die</strong> Hand<br />

zu geben, <strong>um</strong> <strong>die</strong> Herausforderungen<br />

in der Öko-Landwirtschaft<br />

zu bewältigen. Die drei Semester<br />

bestehen aus zweimal Vollzeitunterricht<br />

von <strong>Oktober</strong> bis März. Das<br />

Sommersemester wird praxisnah<br />

gestaltet. „Nach wie vor können<br />

unsere Absolventen auch durch<br />

ein paar Zusatzqualifikationen am<br />

Ende den normalen Meisterbrief<br />

mit nach Hause nehmen, denn den<br />

ökologischen Landwirtschaftsmeis-<br />

Josef Kirchhofer (links) <strong>und</strong> Dr. Stefan Gabler freuen sich<br />

auf <strong>die</strong> neuen Jahrgänge an der Ökoschule in <strong>Weilheim</strong>.


Küche der Hauswirtschaftsschule — frisch renoviert.<br />

ter gibt es noch nicht“, erklärt Dr.<br />

Gabler. Simone Schnehle (27) <strong>und</strong><br />

Markus Vilser (24) sind neue Referendare<br />

am <strong>Weilheim</strong>er Landwirtschaftsamt<br />

<strong>und</strong> werden im Herbst<br />

an der Hauswirtschaftsschule<br />

sowie in der Ökoschule unterrichten.<br />

Simone Schnehle ist stu<strong>die</strong>rte<br />

Lebensmitteltechnikerin, mit Bachelor<br />

in Freising <strong>und</strong> Master in<br />

Berlin. Sie ist seit 20 Jahren <strong>die</strong><br />

erste Referendarin an der Hauswirtschaftsschule.<br />

Markus Vilser<br />

hingegen hat den Master für Agrarmanagement<br />

nach elf Semestern<br />

in Freising gemacht <strong>und</strong> wird<br />

an der Ökoschule unterrichten.<br />

Als Pädagogischer Betreuer steht<br />

ihnen Josef Kirchhofer zur Seite.<br />

Der 61-Jährige unterrichtet auch<br />

noch selbst Betriebswirtschaftslehre.<br />

Neben zwölf Lehrern sind<br />

insgesamt <strong>r<strong>und</strong></strong> 100 Beschäftigte<br />

im Haus. „Während des Studi<strong>um</strong>s,<br />

<strong>das</strong> <strong>die</strong> beiden hinter sich haben,<br />

kommt <strong>die</strong> pädagogische Ausbildung<br />

zu kurz. Diese wird nun in<br />

zwei Schulwintern nachgeholt. Der<br />

pädagogische Abschluss ist dann<br />

mit dem Lehramt an Gymnasien<br />

vergleichbar“, erklärt Kirchhofer<br />

den beiden Neulingen. Außerdem<br />

besuchen sie Seminare für „Gesprächsführung“,<br />

„Beratung“ <strong>und</strong><br />

„Rhetorik“. Dabei sind Schnehle<br />

<strong>und</strong> Vilser aber auch in <strong>die</strong> Arbeit<br />

des Amts eingeb<strong>und</strong>en <strong>und</strong> der<br />

Unterricht ist nur ein Teilaspekt<br />

ihrer Tätigkeit. Der St<strong>und</strong>enplan<br />

<strong>und</strong> <strong>das</strong> Arbeitspens<strong>um</strong> seien nicht<br />

zu unterschätzen, sagt Simone<br />

Schnehle <strong>und</strong> lacht.<br />

Lehrer auf Bauernhof<br />

großgeworden<br />

Der Hinterg<strong>r<strong>und</strong></strong> ist bei beiden angehenden<br />

Lehrkräften <strong>und</strong> Beamten<br />

auf Widerruf ähnlich. Sie sind<br />

auf <strong>und</strong> mit einem familiären landwirtschaftlichen<br />

Betrieb großgeworden<br />

<strong>und</strong> möchten ihn auf lange<br />

Sicht übernehmen. Bei Markus Vilser<br />

gibt es allerdings eine Hürde:<br />

„Wir haben einen Hof mit 70 Hektar<br />

<strong>und</strong> 1 500 Schweinen. Der elterliche<br />

Betrieb ist nicht ausreichend<br />

groß, als <strong>das</strong>s ich da in Vollzeit<br />

arbeiten könnte. Also brauchte ich<br />

nach dem Studi<strong>um</strong> eine Beschäftigung.<br />

Da mein Vater noch relativ<br />

jung ist, werde ich <strong>die</strong> nächsten 15<br />

Jahre Vollzeit woanders arbeiten.<br />

Ich möchte mein Wissen aber gerne<br />

weitergeben <strong>und</strong> der Umgang<br />

mit Menschen macht mir Spaß.<br />

Ich hätte auch nichts dagegen, ein<br />

paar Jahre im Ministeri<strong>um</strong> in München<br />

zu arbeiten.“<br />

Die Geschichte von Simone<br />

Schnehle ist ähnlich: „Auch meine<br />

Eltern haben einen Hof, aber <strong>die</strong><br />

Tierhaltung haben wir aufgegeben<br />

<strong>und</strong> meine Mutter arbeitet mittlerweile<br />

im „Amt für Ernährung,<br />

Landwirtschaft <strong>und</strong> Forsten“ in<br />

Nördlingen. Dadurch bin ich überhaupt<br />

erst auf <strong>die</strong> Möglichkeiten<br />

aufmerksam geworden <strong>und</strong> war<br />

überrascht, wie vielseitig <strong>die</strong> Tätigkeitsbereiche<br />

sind. Meine Masterarbeit<br />

musste ich in einem Labor in<br />

Berlin schreiben <strong>und</strong> da habe ich<br />

gemerkt, <strong>das</strong>s ich doch lieber mit<br />

Menschen arbeiten möchte <strong>und</strong><br />

habe mich hier beworben.“<br />

Kernsanierte<br />

Hauswirtschaftsschule<br />

Sie kann sich auf eine frisch renovierte<br />

<strong>und</strong> kernsanierte Hauswirtschaftsschule<br />

freuen. R<strong>und</strong> eine<br />

Million Euro flossen in den Umbau<br />

<strong>und</strong> nun strahlen <strong>die</strong> Rä<strong>um</strong>e <strong>und</strong><br />

Einrichtungen in neuem Glanz.<br />

Stolz ist Dr. Gabler auch auf den<br />

Schulgarten, wo allerlei Kräuter,<br />

Obst <strong>und</strong> Gemüse gedeihen. Wenn<br />

es <strong>die</strong> Pandemie wieder erlaubt,<br />

essen <strong>die</strong> Schülerinnen der Hauswirtschaftsschule<br />

gemeinsam im<br />

Speisesaal, <strong>die</strong> Ökoschüler aber<br />

in der Aula. Natürlich gibt es Biokost<br />

von einem lokalen Catering-<br />

Service.<br />

Markus Vilser ist überzeugt, <strong>das</strong>s<br />

sich <strong>die</strong> Landwirtschaft in den<br />

nächsten Jahren verändern werde:<br />

„Die Nachfrage nach regionalen<br />

<strong>und</strong> ökologischen Produkten wird<br />

weiter steigen <strong>und</strong> <strong>die</strong> können wir<br />

in Bayern sehr gut be<strong>die</strong>nen. Wer<br />

sich mit seinem Betrieb an <strong>die</strong><br />

geänderten Ansprüche anpassen<br />

kann, der hat eine gute Zukunft vor<br />

sich.“ Diesen neuen Ansprüchen<br />

tragen Dr. Gabler <strong>und</strong> sein Konrektor<br />

Kirchhofer Rechnung. „Die<br />

Schüler erwarten ganz klar, <strong>das</strong>s<br />

wir <strong>und</strong> <strong>die</strong> Lehrer hinter dem Ökolandbau<br />

stehen. An unserer Schule<br />

wird man nichts über chemischen<br />

Pflanzenschutz oder synthetischen<br />

Dünger hören. Zu uns kommen<br />

Stu<strong>die</strong>rende, <strong>die</strong> bereits auf einem<br />

Öko-Betrieb groß geworden sind<br />

oder sich mit dem Gedanken tragen,<br />

den Hof <strong>um</strong>zustellen“, fasst<br />

Dr. Gabler <strong>die</strong> Zeitenwende in der<br />

Landwirtschaft zusammen. edl<br />

Unter dem Dach der Xylem Analytics Germany hat sich <strong>die</strong><br />

Marke WTW als führender Anbieter von Mess- <strong>und</strong><br />

Analysengeräten im Bereich der Wasseranalytik etabliert. An<br />

vier deutschen Standorten entwickeln, produzieren <strong>und</strong> vermarkten<br />

wir innovative Lösungen z.B. für <strong>die</strong> Lebensmittel-,<br />

Medizin- <strong>und</strong> Pharmaindustrie.<br />

Wir bilden aus:<br />

Ausbildung 2021<br />

(Ausbildungsstart am 01.09.2021)<br />

• Feinwerkmechaniker/in<br />

• Elektroniker/in für Geräte<br />

<strong>und</strong> Systeme<br />

• Industriekaufmann/frau<br />

• Fachkraft für Lagerlogistik<br />

Nähere Informationen zu unserer Ausbildung <strong>und</strong> zur<br />

Bewerbung findest Du auf unserer Homepage unter<br />

Karriere.<br />

Bewirb dich jetzt unter: www.xylemanalytics.com<br />

Xylem Analytics Germany GmbH<br />

xylemanalytics.com<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 51


Veranstaltungskalender<br />

1. <strong>September</strong> bis 31. <strong>Oktober</strong> <strong>2020</strong><br />

DI 01.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „Zwischen Himmel<br />

<strong>und</strong> Erde“ von Sybille Thebe im<br />

Stadtmuse<strong>um</strong>. Kostenlos. Bis 6.9.<br />

PENZBERG<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „Rasenglück. Die<br />

Erfindung des Elfmeterschießens“<br />

im Muse<strong>um</strong>. Kosten: 7 €. Bis 4.10.<br />

MURNAU<br />

9.00 bis 16.00 Uhr<br />

Ausstellung „Bilder in Acrylmischtechnik<br />

<strong>und</strong> Naturfarben“ von<br />

Monika Trost <strong>und</strong> Bärbel Daiber im<br />

Café Miteinander. Bis 12.9.<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „Es kommen kalte<br />

Zeiten – Murnau von 1919 bis 1950“<br />

im Schloßmuse<strong>um</strong>. Bis 22.11.<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „Schattenzeiten –<br />

Künstler zwischen Anpassung <strong>und</strong><br />

Widerstand“ im Schloßmuse<strong>um</strong>.<br />

Bis 6.9.<br />

TUTZING<br />

8.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „Are your real? Virtuelle<br />

Welten“ der GEDOK München<br />

im EG der Akademie für Politische<br />

Bildung. Bis Mai 2021<br />

MI 02.09.<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Viktualienmarkt in der<br />

Von-Eichendorff-Straße 1<br />

52 | <strong>tassilo</strong><br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Forsteranger<br />

Parkplatz<br />

17.00 bis 18.30 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Kosten: 8 €. Online-Anmeldung<br />

erforderlich unter www.murnau.de/<br />

de/erlebnisse.html<br />

20.00 bis 21.00 Uhr<br />

Sommerkonzert des Jugend<strong>und</strong><br />

Blasorchesters Murnau im<br />

Schloßhof. Eintritt frei<br />

POLLING<br />

14.00 bis 16.30 Uhr<br />

Seniorennachmittag im Pfarrsaal<br />

TUTZING<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung zur Ortsgeschichte im<br />

Spiegel der Tutzinger Straßennamen<br />

„Große Namen – Kleine Straßen“<br />

im Ortsmuse<strong>um</strong>. Bis 10.1.<br />

DO 03.09.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MURNAU<br />

RAISTING<br />

19.00 Uhr<br />

Offener Stammtisch für Künstler<br />

& Kunst-Interessierte im Gasthof<br />

Drexl<br />

FR 04.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

DIESSEN<br />

19.00 Uhr<br />

Vernissage Ausstellung „Fotografische<br />

<strong>und</strong> malerische Eskapaden“<br />

im Kulturfor<strong>um</strong> Blaues Haus. Bis<br />

13.9. Tägl. 10 bis 18 Uhr<br />

MURNAU<br />

18.00 bis 20.00 Uhr<br />

Vernissage Ausstellung „Natur –<br />

Mensch – Kosmos“ von Maire<br />

Borchard <strong>und</strong> Bärbel Hauer beim<br />

Kunstverein Murnau e.V. Die Tür,<br />

Burggraben 4. Bis 26.9.<br />

www.kunstverein-murnau.de<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

9.30 bis 12.00 Uhr<br />

Moosführung „Geschichte <strong>und</strong><br />

Geschichten<br />

SEPTEMBER/<br />

vom Murnauer<br />

Moos“ mit Traudl oder Stefan<br />

Bergmeister. Kosten: 10 €. Online-<br />

Anmeldung erforderlich unter<br />

www.murnau.de/de/erlebnisse.<br />

html<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt an der Kirche<br />

St. Ulrich<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

SA 05.09.<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

Repair Café als Freiluft-Veranstaltung<br />

am Stephanshof der<br />

katholischen Kirche. Anmeldung<br />

unter 08807 / 3299985<br />

MURNAU<br />

21.00 Uhr<br />

Schauspielführung „Drachenstich<br />

<strong>und</strong> Seejungfrau – Sagen <strong>und</strong><br />

Legenden aus dem Blauen Land“<br />

im Schloßmuse<strong>um</strong>. Eintritt: 10 €.<br />

Anmeldung unter 08846 / 9139516<br />

ANDECHS<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Sommer-Freitag mit Bowling,<br />

guter Musik, Lichteffekten, gutem<br />

Essen auf der Terrasse <strong>und</strong> leckeren<br />

Cocktails im Bowling Islands. TUTZING<br />

Uhrzeiten können abweichen.<br />

Anmeldung <strong>und</strong> weitere Infos unter<br />

www.bowling-islands.de<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Um Anmeldung<br />

wird gebeten. Weitere Infos unter<br />

www.bowling-islands.de<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathausplatz<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Weißwurst- <strong>und</strong> Käswurstessen<br />

auf der Schönegger Käse-Alm.<br />

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489<br />

SO 06.09.<br />

MURNAU<br />

10.30 bis 12.00 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau. Treffpunkt<br />

am Rathaus. Kosten: 8 €.<br />

Anmeldung erforderlich unter www.<br />

murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

ANDECHS<br />

10.00 bis 13.00 Uhr<br />

Sonntagsfrühstück im Bowling<br />

Islands. Jeden Sonntag!<br />

Um Anmeldung wird gebeten.<br />

www.bowling-islands.de<br />

TUTZING<br />

14.00 Uhr<br />

7. Filmgespräch am See „Stillstand<br />

<strong>und</strong> Bewegung – <strong>die</strong> Filmbranche<br />

in Zeiten der Pandemie“ mit<br />

Nina Hoss, Katrin Gebbe <strong>und</strong> Nico<br />

Hoffmann in der Akademie für Politische<br />

Bildung. Einlass ab 13.30 Uhr.<br />

Siehe www.apb-tutzing.de/36-1-20<br />

SCHONGAU<br />

14.00 <strong>und</strong> 16.00 Uhr<br />

Erlebnis Lechflößerei — mit dem<br />

historischen Fernhandelsfloß auf<br />

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.<br />

Siehe Anzeige Seite 13<br />

> > > BLUTSPENDETERMINE VOM ROTEN KREUZ<br />

Do, 17. Sept. 16.00 bis 20.00 Uhr <strong>Weilheim</strong>, BRK-Haus<br />

Fr, 18. Sept. 16.00 bis 20.00 Uhr <strong>Weilheim</strong>, BRK-Haus<br />

Fr, 25. Sept. 16.00 bis 20.00 Uhr Penzberg, Pfarrz. Christkönig<br />

Mo, 19. Okt. 16.00 bis 20.00 Uhr Murnau, Kultur- u. Tagungsz.


MO 07.09.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 Uhr<br />

Obstpresse geöffnet in der Bachstraße<br />

32. Anmeldung am Tag<br />

vorher unter 08803 / 4899009<br />

19.00 bis 21.30 Uhr<br />

Tauschabend der Sammlerfre<strong>und</strong>e<br />

in der Bücherei<br />

MURNAU<br />

9.30 Uhr bis 13.00 Uhr<br />

Leichte Mooswanderung mit Reinhard<br />

Klein. Treffpunkt: Wanderparkplatz<br />

am Ähndl. Kosten: 12 €.<br />

Anmeldung erforderlich unter www.<br />

murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

16.00 Uhr<br />

Schauspielführung „Mit Emanuel<br />

von Seidl durch den Seidlpark“.<br />

Treffpunkt am Seidlpark / Eingang<br />

Kapferberg. Kosten: 10 €. Anmeldung<br />

unter 08846 / 9139516<br />

DI 08.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

POLLING<br />

19.00 Uhr<br />

Bildvortrag „Das Weiße Haus des<br />

Exils“ zu Thomas Mann mit Dr.<br />

Dirk Heißerer in der Tiefenbachhalle.<br />

Kosten: 4 €<br />

DIESSEN<br />

MI 09.09.<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Viktualienmarkt in der<br />

Von-Eichendorff-Straße 1<br />

OKTOBER <strong>2020</strong><br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Forsteranger<br />

Parkplatz<br />

15.00 bis 19.00 Uhr<br />

Offene Werkstatt / Bastelclub<br />

Jugendzentr<strong>um</strong> Erlhaus. Eintritt<br />

frei, Materialkosten<br />

17.00 bis 18.30 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Kosten: 8 €. Online-Anmeldung<br />

erforderlich unter www.murnau.de/<br />

de/erlebnisse.html<br />

20.00 bis 21.00 Uhr<br />

Sommerkonzert des Jugend<strong>und</strong><br />

Blasorchesters Murnau im<br />

Schloßhof. Eintritt frei<br />

POLLING<br />

18.00 Uhr<br />

Dämmerschoppen im Schneiderinnengarten.<br />

Nur bei gutem Wetter<br />

DO 10.09.<br />

WEILHEIM<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Naturk<strong>und</strong>liche Wanderung im<br />

<strong>Weilheim</strong>er Moos. Treffpunkt an<br />

der Ammerbücke Unterhausen.<br />

Anmeldung unter 0881 / 909590-0<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MURNAU<br />

14.30 bis 16.00 Uhr<br />

Themenführung „Auf den Spuren<br />

von Gabriele Münter“. Treffpunkt<br />

vor dem Rathaus. Kosten: 8 €. Anmeldung<br />

erforderlich unter www.<br />

murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

FR 11.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

19.00 bis 23.00 Uhr<br />

Nightfever – eine Pause bei Gott<br />

mit Hl. Messe, Gebete, Gesänge<br />

<strong>und</strong> Gespräche in der Stadtpfarrkirche<br />

Mariae Himmelfahrt. Infos<br />

unter www.event.weilheim.de<br />

MURNAU<br />

10.00 bis 12.30 Uhr<br />

Themenführung „Der Königsweg –<br />

majestätische Aus- <strong>und</strong> Einblicke“.<br />

Treffpunkt am Eingang Hotel Post.<br />

Kosten: 10 €. Anmeldung unter<br />

www.murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Anmeldung <strong>und</strong><br />

Infos unter www.bowling-islands.de<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt an der Kirche<br />

St. Ulrich<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

SA 12.09.<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz<br />

MURNAU<br />

11.00 Uhr<br />

Schauspielführung „Römer, Rott<br />

<strong>und</strong> Radlfahrer – 2000 Jahre<br />

Murnauer Geschichte im Schnelldurchlauf“.<br />

Treffpunkt am Kultu<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Eintritt: 10 €.<br />

Anmeldung unter 08846 / 9139516<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 53


TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathausplatz<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Weißwurst- <strong>und</strong> Käswurstessen<br />

auf der Schönegger Käse-Alm.<br />

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489<br />

MURNAU<br />

SO 13.09.<br />

10.30 bis 12.00 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau. Treffpunkt<br />

am Rathaus. Kosten: 8 €.<br />

Anmeldung erforderlich unter www.<br />

murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

SCHONGAU<br />

SEPTEMBER/<br />

14.00 <strong>und</strong> 16.00 Uhr<br />

Erlebnis Lechflößerei — mit dem<br />

historischen Fernhandelsfloß auf<br />

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.<br />

Siehe Anzeige Seite 13<br />

MO 14.09.<br />

SEESHAUPT<br />

10.00 Uhr<br />

Bunter Kulturtag „Aufgspuit in PEISSENBERG<br />

Seeshaupt“ mit kulinarischer<br />

7.00 Uhr<br />

Begleitung, Live-Musik, Kunstausstellungen,<br />

Zauberkünstler uvm.<br />

Obstpresse geöffnet in der<br />

Bachstraße 32. Anmeldung am Tag<br />

im ganzen Ort. Siehe Seite 23<br />

vorher unter 08803 / 4899009<br />

EBERFING<br />

MURNAU<br />

21.00 Uhr<br />

10.00 Uhr<br />

Führung „Jupiter mit den Galileischen<br />

Monden: der größte Planet<br />

Guglhörwanderung – mit allen<br />

Sinnen neu erfahren. Treffpunkt<br />

unseres Sonnensystems <strong>und</strong> ein<br />

am Rathaus. Kosten: 15 €. Onlinewichtiges<br />

Objekt in der Diskussion,<br />

Anmeldung erforderlich unter www.<br />

ob <strong>die</strong> Erde im Mittelpunkt des<br />

murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

Weltalls steht.“ in der Sternwarte.<br />

Nur bei klarem Himmel. Eintritt frei. 17.00 bis 18.30 Uhr<br />

www.sternwarte-eberfing.de. Themenführung „Kunsthistorischer<br />

Spaziergang“. Treffpunkt am<br />

ANDECHS<br />

Rathaus. Kosten: 8 €. Online-Anmeldung<br />

erforderlich unter www.<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Anmeldung DI 15.09.<br />

unter www.bowling-islands.de<br />

54 | <strong>tassilo</strong><br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MURNAU<br />

18.00 Uhr<br />

Schauspielführung „Blaue Pferde<br />

im Blauen Land – ein Theaterspaziergang<br />

zu Münter, Kandinsky<br />

<strong>und</strong> Co.“. Treffpunkt am Kultu<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Eintritt: 10 €.<br />

Anmeldung unter 08846 / 9139516<br />

DIESSEN<br />

MI 16.09.<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Viktualienmarkt in der<br />

Von-Eichendorff-Straße 1<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Forsteranger<br />

Parkplatz<br />

17.00 bis 18.30 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Kosten: 8 €. Online-Anmeldung<br />

erforderlich unter www.murnau.de/<br />

de/erlebnisse.html<br />

WEILHEIM<br />

DO 17.09.<br />

14.00 bis 15.30 Uhr<br />

Spazieren <strong>und</strong> Parlieren. Treffpunkt<br />

am Wohnmobilstellplatz an<br />

der Ammerschule. Anmeldung bis<br />

16.9. unter 0881 / 9095900<br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspenden im BRK-Haus<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MURNAU<br />

9.30 bis 12.00 Uhr<br />

Moosführung „Geschichte <strong>und</strong><br />

Geschichten vom Murnauer Moos“<br />

mit Traudl oder Stefan Bergmeister.<br />

Kosten: 10 €. Online-Anmeldung<br />

erforderlich unter www.murnau.de/<br />

de/erlebnisse.html<br />

FR 18.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspenden im BRK-Haus<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Um Anmeldung<br />

wird gebeten. Weitere Infos unter<br />

www.bowling-islands.de<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt an der Kirche<br />

St. Ulrich<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

SA 19.09.<br />

WEILHEIM<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „SEDIE – vom Sitzen<br />

<strong>und</strong> Bleiben“ von Sabine Jakobs<br />

im Stadtmuse<strong>um</strong>. Bis 1.11. Siehe<br />

Anzeige Seite 22<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz<br />

20.00 Uhr<br />

Saitenschinder Hoagartn – traditionelles<br />

Musikantentreffen im<br />

Gasthof Unterbräu. Reservierung<br />

unter 08807 / 5499<br />

MURNAU<br />

9.30 Uhr bis 13.00 Uhr<br />

Leichte Mooswanderung mit<br />

Reinhard Klein. Treffpunkt: Wanderparkplatz<br />

am Ähndl. Kosten:<br />

12 €. Online-Anmeldung erforderlich<br />

unter www.murnau.de/de/<br />

erlebnisse.html<br />

IFFELDORF<br />

16.00 <strong>und</strong> 19.00 Uhr<br />

Meisterkonzert mit Hana<br />

Blažíková <strong>und</strong> Bruce Dickey im<br />

Gemeindezentr<strong>um</strong>. Karten unter<br />

www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de<br />

<strong>und</strong> 08856 / 3695


ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Anmeldung <strong>und</strong><br />

Infos unter www.bowling-islands.de<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathausplatz<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Bewegung. Entspannung, Tanz im<br />

Tanzstudio, Bräuhausstraße 1a.<br />

Infos <strong>und</strong> Anmeldung unter www.<br />

kreativitaet-in-bewegung.de oder<br />

0160 / 90151168<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Weißwurst- <strong>und</strong> Käswurstessen<br />

auf der Schönegger Käse-Alm.<br />

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489<br />

SO 20.09.<br />

MURNAU<br />

11.00 Uhr<br />

Themenführung „Auf den literarischen<br />

<strong>und</strong> biografischen Spuren<br />

Ödön von Horváths“ mit Dr.<br />

Fritz Wambsganz. Treffpunkt am<br />

Rathaus. Kosten: 8 €. Online-Anmeldung<br />

erforderlich unter www.<br />

murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

10.30 bis 12.00 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau. Treffpunkt<br />

am Rathaus. Kosten: 8 €.<br />

Anmeldung erforderlich unter www.<br />

murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

WESSOBRUNN<br />

10.00 bis 16.00 Uhr<br />

Haider Flohmarkt im ganzen Ort<br />

SCHONGAU<br />

OKTOBER <strong>2020</strong><br />

14.00 <strong>und</strong> 16.00 Uhr<br />

Erlebnis Lechflößerei — mit dem<br />

historischen Fernhandelsfloß auf<br />

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.<br />

Siehe Anzeige Seite 13<br />

MO 21.09.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 Uhr<br />

Obstpresse geöffnet in der<br />

Bachstraße 32. Anmeldung am Tag<br />

vorher unter 08803 / 4899009<br />

DI 22.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MI 23.09.<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Viktualienmarkt in der<br />

Von-Eichendorff-Straße 1<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 18 Uhr<br />

Ausstellung „Camera Obscura“<br />

10 Jahre „DieFotoWilden“ im<br />

Schlossgarten. Führungen auf Anfrage<br />

unter 08151 / 744961. Bis 7.10.<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Forsteranger<br />

Parkplatz<br />

17.00 bis 18.30 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Kosten: 8 €. Online-Anmeldung<br />

erforderlich unter www.murnau.de/<br />

de/erlebnisse.html<br />

DO 24.09.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MURNAU<br />

9.30 bis 12.00 Uhr<br />

Moosführung „Geschichte <strong>und</strong><br />

Geschichten vom Murnauer Moos“<br />

mit Traudl oder Stefan Bergmeister.<br />

Kosten: 10 €. Online-Anmeldung<br />

erforderlich unter www.murnau.de/<br />

de/erlebnisse.html<br />

FR 25.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

PENZBERG<br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspenden im Pfarrzentr<strong>um</strong><br />

Christkönig<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Um Anmeldung<br />

wird gebeten. Weitere Infos unter<br />

www.bowling-islands.de<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt an der Kirche<br />

St. Ulrich<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

SA 26.09.<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz<br />

MURNAU<br />

11.00 Uhr<br />

Schauspielführung „Hexen, Henker<br />

<strong>und</strong> Hausdrachen – unheimliche<br />

Begebenheiten“. Treffpunkt<br />

an der Tourist-Info. Eintritt: 10 €.<br />

Anmeldung unter 08846 / 9139516<br />

EBERFING<br />

20.30 Uhr<br />

Führung „Mond mit seinen<br />

Meeren, Kratern <strong>und</strong> Bergen.<br />

Verdeutlichung der Entstehung.“<br />

in der Sternwarte. Nur bei klarem<br />

Himmel. Eintritt frei. Weitere Infos<br />

unter www.sternwarte-eberfing.de.<br />

IFFELDORF<br />

16.00 <strong>und</strong> 19.00 Uhr<br />

Meisterkonzert „Das Kammerorchester<br />

4.0“ im Gemeindezentr<strong>um</strong>.<br />

Karten unter www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de<br />

<strong>und</strong> 08856 / 3695<br />

ODERDING<br />

19.30 Uhr<br />

Festgottes<strong>die</strong>nst zu Erntedank in<br />

der St. Martinskirche<br />

POLLING<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Mein Fre<strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

Giraffe“ im Feuerwehrhaus<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Um Anmeldung<br />

wird gebeten. Weitere Infos unter<br />

www.bowling-islands.de<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathausplatz<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Weißwurst- <strong>und</strong> Käswurstessen<br />

auf der Schönegger Käse-Alm.<br />

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489<br />

SO 27.09.<br />

WEILHEIM<br />

11.00 bis 14.00 Uhr<br />

Seniorenstammtisch im Gasthaus<br />

z<strong>um</strong> Neuner. Anmeldung unter<br />

0881 / 92793424<br />

MURNAU<br />

10.30 bis 12.00 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau.<br />

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:<br />

8 €. Online-Anmeldung erforderlich<br />

unter www.murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

BERNRIED<br />

19.00 Uhr<br />

Konzert der Fördergemeinschaft<br />

Musikkreis Bernried e.V. mit<br />

Ahmed El-Salamouny „Brazilian<br />

Guitar Project“ im Barocksaal des<br />

Klosters<br />

11.00 Uhr<br />

Führung „Auf den Spuren Thomas<br />

Manns <strong>und</strong> seines Doktor Faustus<br />

in Polling“ mit Dr. Friedrich<br />

Wambsganz. Treffpunkt vor der<br />

Stiftskirche<br />

SCHONGAU<br />

14.00 <strong>und</strong> 16.00 Uhr<br />

Erlebnis Lechflößerei — mit dem<br />

historischen Fernhandelsfloß auf<br />

Fahrt. Treffpunkt am Bootshaus.<br />

Siehe Anzeige Seite 13<br />

PEISSENBERG<br />

MO 28.09.<br />

7.00 Uhr<br />

Obstpresse geöffnet in der<br />

Bachstraße 32. Anmeldung am Tag<br />

vorher unter 08803 / 4899009<br />

MURNAU<br />

10.00 Uhr<br />

Guglhörwanderung – mit allen<br />

Sinnen neu erfahren. Treffpunkt<br />

am Rathaus. Kosten: 15 €. Onlineseptember<br />

/ oktober <strong>2020</strong> | 55


Anmeldung erforderlich unter<br />

www.murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

DI 29.09.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MI 30.09.<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Viktualienmarkt in der<br />

Von-Eichendorff-Straße 1<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Forsteranger<br />

Parkplatz<br />

17.00 bis 18.30 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Kosten: 8 €. Online-Anmeldung<br />

erforderlich unter www.murnau.de/<br />

de/erlebnisse.html<br />

DO 01.10.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

PENZBERG<br />

14.00 bis 21.00 Uhr<br />

Stadtlesen <strong>2020</strong> am Stadtplatz.<br />

Sitzsäcke, Hängematten <strong>und</strong> mehr<br />

als 3000 Bücher verwandeln den<br />

Stadtplatz in ein großes Lese-<br />

Wohnzimmer. Eintritt frei<br />

MURNAU<br />

9.30 bis 12.00 Uhr<br />

Moosführung „Geschichte <strong>und</strong><br />

Geschichten vom Murnauer Moos“<br />

56 | <strong>tassilo</strong><br />

mit Traudl oder Stefan Bergmeister.<br />

Kosten: 10 €. Online-Anmeldung<br />

erforderlich unter www.murnau.de/<br />

de/erlebnisse.html<br />

RAISTING<br />

19.00 Uhr<br />

Offener Stammtisch für Künstler &<br />

Interessierte im Gasthof Drexl<br />

FORST<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Mein Fre<strong>und</strong> <strong>die</strong><br />

Giraffe“ in der G<strong>r<strong>und</strong></strong>schule. Für<br />

Kinder ab 6 Jahre. Eintritt: 1 €<br />

FR 02.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

PEISSENBERG<br />

19.00 Uhr<br />

Lesung aus dem Heimatkrimi<br />

„Flüsternde Wälder“ mit Michaela<br />

May <strong>und</strong> Nicola Förg in der<br />

Tiefstollenhalle. Einlass 18.15 Uhr.<br />

Kosten: VVK 15 €, AK 17 €. Siehe<br />

Anzeige Seite 46<br />

PENZBERG<br />

9.00 bis 20.00 Uhr<br />

Stadtlesen <strong>2020</strong> am Stadtplatz.<br />

Sitzsäcke, Hängematten <strong>und</strong> mehr<br />

als 3000 Bücher verwandeln den<br />

Stadtplatz in ein großes Lese-<br />

Wohnzimmer. Eintritt frei<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Um Anmeldung<br />

wird gebeten. Weitere Infos unter<br />

www.bowling-islands.de<br />

SEPTEMBER/<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt an der Kirche<br />

St. Ulrich<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

SA 03.10.<br />

Tag der Dt. Einheit<br />

PENZBERG<br />

9.00 bis 20.00 Uhr<br />

Stadtlesen <strong>2020</strong> am Stadtplatz.<br />

Sitzsäcke, Hängematten <strong>und</strong> mehr<br />

als 3000 Bücher verwandeln den<br />

Stadtplatz in ein großes Lese-<br />

Wohnzimmer. Eintritt frei<br />

MURNAU<br />

9.30 Uhr bis 13.00 Uhr<br />

Leichte Mooswanderung mit<br />

Reinhard Klein. Treffpunkt: Wanderparkplatz<br />

am Ähndl. Kosten:<br />

12 €. Online-Anmeldung erforderlich<br />

unter www.murnau.de/de/<br />

erlebnisse.html<br />

PÄHL<br />

14.00 bis 17.00 Uhr<br />

European BirdWatch <strong>2020</strong> –<br />

Vogelk<strong>und</strong>liche Exkursion am<br />

europäischen Zugvogel-Wochenende.<br />

Treffpunkt am Parkplatz der<br />

Ammerbrücke zwischen Fischen<br />

<strong>und</strong> Dießen. Anmeldung unter<br />

08152 / 4250<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Um Anmeldung<br />

wird gebeten. Weitere Infos unter<br />

www.bowling-islands.de<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Weißwurst- <strong>und</strong> Käswurstessen<br />

auf der Schönegger Käse-Alm.<br />

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489<br />

SO 04.10.<br />

MO 05.10.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 Uhr<br />

Obstpresse geöffnet in der<br />

Bachstraße 32. Anmeldung am Tag<br />

vorher unter 08803 / 4899009<br />

19.00 bis 21.30 Uhr<br />

Tauschabend der Sammlerfre<strong>und</strong>e<br />

Peiting <strong>und</strong> Umgebung e.V. in<br />

der Bücherei<br />

DI 06.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MI 07.10.<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Viktualienmarkt in der<br />

Von-Eichendorff-Straße 1<br />

MURNAU<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

14.00 bis 15.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Forsteranger<br />

Lachtreff „Ammer-Lachen mit Parkplatz<br />

Heiner“, Treffpunkt am <strong>r<strong>und</strong></strong>en<br />

17.00 bis 18.30 Uhr<br />

Pavillon südlich der kleinen Ammerbrücke.<br />

Kostenlos, Anmeldung<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Kosten: 8 €. Anmeld. unter<br />

unter heiner.putzier@t-online.de<br />

www.murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

PENZBERG<br />

POLLING<br />

10.00 bis 16.00 Uhr<br />

14.00 bis 16.30 Uhr<br />

Stadtlesen <strong>2020</strong> am Stadtplatz.<br />

Seniorennachmittag im Pfarrsaal<br />

Sitzsäcke, Hängematten <strong>und</strong> mehr<br />

als 3000 Bücher verwandeln den<br />

Stadtplatz in ein großes Lese- DO 08.10.<br />

Wohnzimmer. Eintritt frei<br />

PEISSENBERG<br />

MURNAU<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

10.30 bis 12.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

Ortsführung durch Murnau.<br />

20.00 Uhr<br />

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:<br />

Konzert „Wiener Melange“ mit<br />

8 €. Anmeldung erforderlich unter<br />

dem Instr<strong>um</strong>entaltrio Cobario in<br />

www.murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

der Tiefstollenhalle. Einlass 19.15<br />

Uhr. Kosten: VVK 20 €, AK 22 €.<br />

Siehe Anzeige Seite 46<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MURNAU<br />

9.30 bis 12.00 Uhr<br />

Moosführung „Geschichte <strong>und</strong><br />

Geschichten vom Murnauer Moos“<br />

mit Traudl oder Stefan Bergmeister.<br />

Kosten: 10 €. Anmeldung unter<br />

www.murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

FR 09.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz


WESSOBRUNN<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Reparaturcafé im Wessobrunner<br />

Klostergut<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Anmeldung <strong>und</strong><br />

Infos unter www.bowling-islands.de<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchpatz<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt an der Kirche<br />

St. Ulrich<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

SA 10.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Hallenflohmarkt in der Kleinen<br />

Hochlandhalle. Platzbezug<br />

ab 7 Uhr. Anmeldung unter<br />

0881 / 4179225<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz<br />

MURNAU<br />

21.00 Uhr<br />

Schauspielführung „Drachenstich<br />

<strong>und</strong> Seejungfrau – Sagen <strong>und</strong><br />

Legenden aus dem Blauen Land“<br />

im Schloßmuse<strong>um</strong>. Eintritt: 10 €.<br />

Anmeldung unter 08846 / 9139516<br />

EBERFING<br />

20.00 Uhr<br />

Führung „Saturn Ringplanet – ein<br />

typischer Vertreter der äußeren<br />

Planeten mit seinem Unterschied<br />

zu den erdähnlichen inneren<br />

Planeten.“ in der Sternwarte. Nur<br />

bei klarem Himmel. Eintritt frei.<br />

www.sternwarte-eberfing.de.<br />

HUGLFING<br />

14.00 Uhr<br />

Pflanzen-Schenk- <strong>und</strong> Tauschmarkt<br />

mit Kaffee <strong>und</strong> Kuchen gegenüber<br />

dem Rathaus<br />

POLLING<br />

9.00 bis 12.00 Uhr<br />

Bauernmarkt auf dem Kirchplatz<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Um Anmeldung<br />

wird gebeten. Weitere Infos unter<br />

www.bowling-islands.de<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathausplatz<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Weißwurst- <strong>und</strong> Käswurstessen<br />

auf der Schönegger Käse-Alm.<br />

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489<br />

19.00 bis 21.00 Uhr<br />

Weltmusikfestival „Songs from<br />

the Wood“ mit Anja Lechner &<br />

OKTOBER<br />

Francois Couturier im Kultur-<br />

<strong>2020</strong><br />

<strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>. Eintritt:<br />

34 €. Weitere Infos unter www.<br />

weltmusikfestival-grenzenlos.de<br />

SO 11.10.<br />

WEILHEIM<br />

17.00 Uhr<br />

Theater „DIE EDDA“ mit Schauspieler<br />

<strong>und</strong> Regisseur Olaf Rauschenbach<br />

an der Weidenbühne.<br />

Eintritt frei. Anmeldung unter<br />

www.neuermensch.com<br />

MURNAU<br />

11.30 bis 14.00 Uhr<br />

10-<strong>Seen</strong>-Classic-Rallye am Griesbräu<br />

zu Murnau. Eintritt frei<br />

10.30 bis 12.00 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau. Treffpunkt<br />

am Rathaus. Kosten: 8 €.<br />

Anmeldung erforderlich unter www.<br />

murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

19.00 bis 22.00 Uhr<br />

Weltmusikfestival „Songs from<br />

the Wood“ mit Dieter ILG Trio im<br />

Kultur- <strong>und</strong> Tagungszentr<strong>um</strong>. Eintritt:<br />

34 €. Weitere Infos unter www.<br />

weltmusikfestival-grenzenlos.de<br />

MO 12.10.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 Uhr<br />

Obstpresse geöffnet in der<br />

Bachstraße 32. Anmeldung am Tag<br />

vorher unter 08803 / 4899009<br />

MURNAU<br />

10.00 Uhr<br />

Guglhörwanderung – mit allen<br />

Sinnen neu erfahren. Treffpunkt<br />

am Rathaus. Kosten: 15 €. Online-<br />

Anmeldung erforderlich unter www.<br />

murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

17.00 bis 18.30 Uhr<br />

Themenführung „Kunsthistorischer<br />

Spaziergang“. Treffpunkt am<br />

Rathaus. Kosten: 8 €. Online-Anmeldung<br />

erforderlich unter www.<br />

murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

SDI 13.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MI 14.10.<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Viktualienmarkt in der<br />

Von-Eichendorff-Straße 1<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Forsteranger<br />

Parkplatz<br />

17.00 bis 18.30 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Kosten: 8 €. Online-Anmeldung<br />

unter www.murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

POLLING<br />

19.30 Uhr<br />

Dämmerschoppen im Weinkeller<br />

des Rathauses<br />

DO 15.10.<br />

WEILHEIM<br />

20.00 Uhr<br />

Benefizkonzert mit dem Polizeiorchester<br />

Bayern in der Stadthalle.<br />

Der Erlös geht an <strong>die</strong> Caritas-<br />

Schuldnerberatung<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MURNAU<br />

9.30 bis 12.00 Uhr<br />

Moosführung „Geschichte <strong>und</strong><br />

Geschichten vom Murnauer Moos“<br />

mit Traudl oder Stefan Bergmeister.<br />

Kosten: 10 €. Online-Anmeldung<br />

erforderlich unter www.murnau.de/<br />

de/erlebnisse.html<br />

FR 16.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

MURNAU<br />

10.00 bis 12.30 Uhr<br />

Themenführung „Der Königsweg –<br />

majestätische Aus- <strong>und</strong> Einblicke“.<br />

Treffpunkt am Eingang Hotel Post.<br />

Kosten: 10 €. Online-Anmeldung<br />

erforderlich unter www.murnau.de/<br />

de/erlebnisse.html<br />

ETTING<br />

20.00 Uhr<br />

Weinfest mit Pflanzenschätzspiel<br />

in der Alten Schule<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Um Anmeldung<br />

wird gebeten. Weitere Infos unter<br />

www.bowling-islands.de<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt an der Kirche<br />

St. Ulrich<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

DIESSEN<br />

SA 17.10.<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 57


PENZBERG<br />

10.00 bis 17.00 Uhr<br />

Ausstellung „Niemals wieder!“<br />

300 „Mahnbl<strong>um</strong>en“ für Penzberg<br />

z<strong>um</strong> 75. Gedenkjahr der Mordnacht<br />

am Stadtplatz, am Platz „An<br />

der Freiheit“, auf dem Friedhof<br />

sowie am Muse<strong>um</strong> als Kunst im<br />

öffentlichen Ra<strong>um</strong>. Bis 6.12.<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Um Anmeldung<br />

wird gebeten. Weitere Infos unter<br />

www.bowling-islands.de<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathausplatz<br />

14.00 bis 16.00 Uhr<br />

Bewegung. Entspannung, Tanz im<br />

Tanzstudio, Bräuhausstraße 1a.<br />

Infos <strong>und</strong> Anmeldung unter www.<br />

kreativitaet-in-bewegung.de oder<br />

0160 / 90151168<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Weißwurst- <strong>und</strong> Käswurstessen<br />

auf der Schönegger Käse-Alm.<br />

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489<br />

SO 18.10.<br />

DIESSEN<br />

14.00 Uhr<br />

Kirta – Kirchweihfeier mit den<br />

Blasmusikfre<strong>und</strong>en Utting <strong>um</strong>s<br />

Vereinsheim am Vogelherd.<br />

MURNAU<br />

10.30 bis 12.00 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau.<br />

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:<br />

8 €. Online-Anmeldung erforderlich<br />

unter www.murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

58 | <strong>tassilo</strong><br />

FELDAFING<br />

11.00 bis 14.00 Uhr<br />

Wasservogelbeobachtung an der<br />

Roseninsel<br />

MO 19.10.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 Uhr<br />

Obstpresse geöffnet in der<br />

Bachstraße 32. Anmeldung am Tag<br />

vorher unter 08803 / 4899009<br />

MURNAU<br />

16.00 bis 20.00 Uhr<br />

Blutspenden im Kultur- <strong>und</strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong><br />

DI 20.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MI 21.10.<br />

PEISSENBERG<br />

14.00 bis 18.00 Uhr<br />

Ausbildungsmesse „Das Job-Event<br />

– arbeiten in der Region“ in der<br />

Tiefstollenhalle. Weitere Infos<br />

unter www.Das-Job-Event.de<br />

18.00 bis 21.00 Uhr<br />

Jobmesse „Das Job-Event – arbeiten<br />

in der Region“ in der Tiefstollenhalle.<br />

Weitere Infos unter www.<br />

Das-Job-Event.de<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Viktualienmarkt in der<br />

Von-Eichendorff-Straße 1<br />

MURNAU<br />

SEPTEMBER/<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Forsteranger<br />

Parkplatz<br />

17.00 bis 18.30 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Kosten: 8 €. Anmeldung unter www.<br />

murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

20.00 Uhr<br />

Kabarett „Mamma Mia Bavaria“<br />

mit Luise Kinseher im Kultu<strong>r<strong>und</strong></strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong>. Kosten:<br />

25 €. VVK: Stroblwirt, Kultur- <strong>und</strong><br />

Tagungszentr<strong>um</strong><br />

DO 22.10.<br />

WEILHEIM<br />

14.00 bis 15.30 Uhr<br />

Spazieren <strong>und</strong> Parlieren. Treffpunkt<br />

am Wohnmobilstellplatz an<br />

der Ammerschule. Anmeldung bis<br />

21.10. unter 0881 / 9095900<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MURNAU<br />

9.30 bis 12.00 Uhr<br />

Moosführung „Geschichte <strong>und</strong><br />

Geschichten vom Murnauer<br />

Moos“ mit Traudl oder Stefan<br />

Bergmeister. Kosten: 10 €. Online-<br />

Anmeldung erforderlich unter<br />

www.murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

WEILHEIM<br />

FR 23.10.<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

PEISSENBERG<br />

19.30 Uhr<br />

Vortrag „Das Insektensterben“ mit<br />

Referent Dr. Andreas Fleischmann<br />

im Gasthof „Zur Post“.<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Anmeldung<br />

unter www.bowling-islands.de<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt an der Kirche<br />

St. Ulrich<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

SA 24.10.<br />

WEILHEIM<br />

20.00 bis 22.00 Uhr<br />

Herbstkonzert mit dem Kammerorchester<br />

<strong>Weilheim</strong> in der<br />

Stadthalle. Siehe Seite 20<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz<br />

MURNAU<br />

11.00 Uhr<br />

Schauspielführung „Hexen, Henker<br />

<strong>und</strong> Hausdrachen – unheimliche<br />

Begebenheiten“. Treffpunkt<br />

an der Tourist-Info. Eintritt: 10 €.<br />

Anmeldung unter 08846 / 9139516<br />

EBERFING<br />

20.00 Uhr<br />

Führung „Mond – bei erstem<br />

Viertel sind <strong>die</strong> Einzelheiten<br />

besonders gut zu beobachten“<br />

in der Sternwarte. Nur bei klarem<br />

Himmel. Eintritt frei. Weitere Infos<br />

unter www.sternwarte-eberfing.de.<br />

IFFELDORF<br />

16.00 <strong>und</strong> 19.00 Uhr<br />

Jubilä<strong>um</strong>skonzert im Gemeindezentr<strong>um</strong>.<br />

Infos <strong>und</strong> Karten unter<br />

www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de<br />

<strong>und</strong> 08856 / 3695<br />

POLLING<br />

15.00 Uhr<br />

Kinderkino „Michel bringt <strong>die</strong><br />

Welt in Ordnung“ im Feuerwehrhaus<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Um Anmeldung<br />

wird gebeten. Weitere Infos unter<br />

www.bowling-islands.de<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathausplatz<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Weißwurst- <strong>und</strong> Käswurstessen<br />

auf der Schönegger Käse-Alm.<br />

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489<br />

SO 25.10.<br />

WEILHEIM<br />

11.00 bis 14.00 Uhr<br />

Seniorenstammtisch im Gasthaus<br />

z<strong>um</strong> Neuner. Anmeldung unter<br />

0881 / 92793424<br />

MURNAU<br />

10.30 bis 12.00 Uhr<br />

Ortsführung durch Murnau.<br />

Treffpunkt am Rathaus. Kosten:<br />

8 €. Online-Anmeldung erforderlich<br />

unter www.murnau.de/de/erlebnisse.html


MO 26.10.<br />

PEISSENBERG<br />

7.00 Uhr<br />

Obstpresse geöffnet in der<br />

Bachstraße 32. Anmeldung am Tag<br />

vorher unter 08803 / 4899009<br />

MURNAU<br />

10.00 Uhr<br />

Guglhörwanderung – mit allen<br />

Sinnen neu erfahren. Treffpunkt<br />

am Rathaus. Kosten: 15 €. Online-<br />

Anmeldung erforderlich unter www.<br />

murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

DI 27.10.<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MI 28.10.<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 14.00 Uhr<br />

Viktualienmarkt in der<br />

Von-Eichendorff-Straße 1<br />

MURNAU<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Forsteranger<br />

Parkplatz<br />

17.00 bis 18.30 Uhr<br />

Abendliche Ortsführung durch<br />

Murnau. Treffpunkt am Rathaus.<br />

Kosten: 8 €. Anmeldung unter www.<br />

murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

DO 29.10.<br />

PEISSENBERG<br />

OKTOBER <strong>2020</strong><br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Glückauf-Platz<br />

STARNBERG<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

MURNAU<br />

9.30 bis 12.00 Uhr<br />

Moosführung „Geschichte <strong>und</strong><br />

Geschichten vom Murnauer Moos“<br />

mit Traudl oder Stefan Bergmeister.<br />

Kosten: 10 €. Anmeldung unter<br />

www.murnau.de/de/erlebnisse.html<br />

FORST<br />

15.30 Uhr<br />

Kinderkino „Michel bringt <strong>die</strong> Welt<br />

in Ordnung“ in der G<strong>r<strong>und</strong></strong>schule.<br />

Für Kinder ab 6 Jahre. Eintritt: 1 €<br />

FR 30.10.<br />

HEUTE ERSCHEINT<br />

DER NEUE TASSILO<br />

WEILHEIM<br />

8.00 bis 13.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Marienplatz<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Anmeldung <strong>und</strong><br />

Infos unter www.bowling-islands.de<br />

FELDAFING<br />

8.00 bis 12.30 Uhr<br />

Wochenmarkt am Kirchplatz<br />

SÖCKING<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Biowochenmarkt an der Kirche<br />

St. Ulrich<br />

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Anschrift<br />

„<strong>tassilo</strong>“<br />

Birkland 40<br />

86971 Peiting<br />

Tel.: 08869 / 91 22-26<br />

Fax: 08869 / 91 22-20<br />

www.<strong>tassilo</strong>.de<br />

Email<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Kässpatzenessen auf der Schönegger<br />

Käse-Alm. Auf Vorbestellung<br />

unter 08867 / 489<br />

SA 31.10.<br />

DIESSEN<br />

8.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Bahnhofsplatz<br />

ANDECHS<br />

20.00 bis 24.00 Uhr<br />

Party Bowling mit DJ <strong>und</strong> Animation<br />

im Bowling Islands. Uhrzeiten<br />

können abweichen. Um Anmeldung<br />

wird gebeten. Weitere Infos unter<br />

www.bowling-islands.de<br />

PÖCKING<br />

19.00 bis 23.00 Uhr<br />

Konzert zur Reformation in der<br />

Evangelischen Heiliggeistkirche<br />

TUTZING<br />

7.00 bis 13.00 Uhr<br />

Wochenmarkt am Rathausplatz<br />

ROTTENBUCH<br />

11.00 bis 15.00 Uhr<br />

Weißwurst- <strong>und</strong> Käswurstessen<br />

auf der Schönegger Käse-Alm.<br />

Auf Vorbestellung unter 08867 / 489<br />

Änderungen <strong>und</strong> Fehler<br />

vorbehalten<br />

Redaktion: redaktion@<strong>tassilo</strong>.de<br />

Termine: veranstaltungen@<strong>tassilo</strong>.de<br />

Anzeigen: anzeigen@<strong>tassilo</strong>.de<br />

Anregungen / Kritik: info@<strong>tassilo</strong>.de<br />

Das Impress<strong>um</strong> finden Sie auf Seite 32.<br />

september / oktober <strong>2020</strong> | 59


60 | <strong>tassilo</strong><br />

SEPTEMBER/

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