akzent Modensee Herbst 2020

akzent.Verlag

Die Sonderstrecke zu Mode & Lifestyle – zu Herstellern, Kreativen und News aus der Modelandschaft am Bodensee.

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MODENSEE

Alexander Kupprion,

Geschäftsführer bei Sport Müller in Singen


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MODENSEE

Der On-Shop bei Sport Müller mit allen Modellen

LÄUFT!

„On“ hat in kürzester Zeit einen rasanten Aufstieg hingelegt: Das Zürcher

Start-up wollte 2010 die Welt des Laufsports verändern – heute schwören

über sieben Millionen Läufer in 50 Ländern auf die Schweizer Performance-

Laufschuhe. Das junge Unternehmen ist laut Handelszeitung bereits vor drei

Jahren an Branchengiganten wie Nike und Adidas vorbeigezogen, was die

Verkaufszahlen in Sachen Laufschuhe in der Schweiz angeht. On ist dabei vor

allem händlerorientiert; hier in der Großstadt Bodensee haben die Zürcher

mit Sport Müller in Singen einen perfekten Partner gefunden – auch dort

steht man im Markenranking ganz oben.

VON TANJA HORLACHER

Cloud Terry Black

„Sport Müller hat eine unglaubliche

Mischung aus Sport- und Beratungskompetenz.

Wir arbeiten seit 2013 zusammen,

woraus eine sehr enge Partnerschaft

geworden ist“, so On-Gründer

Caspar Coppetti. Bei Sport Müller, im

Herzen der Singener

Innenstadt,

ist mittlerweile uneingeschränkt das

ganze On-Sortiment zu haben. Das ist

einmalig. „Wir wollen spezielle Marken

vorantreiben – was On geschafft hat, ist

eine große Leistung“, erklärt Sport Müller-Geschäftsführer

Alexander Kupprion.

In den vergangenen Jahren hat

Sport Müller in der engen Kooperation

mit On Erfahrungen aus dem Kundengeschäft

eingebracht und so auch bei

der Markenentwicklung geholfen. Der

Laufschuhhersteller dankt es: „Die

On-Mitbegründer Caspar Coppetti


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Cloudflyer Men

Bendict Winzer analysiert die Kunden im Lauflabor

Sport Müller-Kunden sind ambitionierte

Sportler und auch Menschen, die einen

gehobenen Geschmack haben. Für

uns ein ‚match made in heaven‘. Daher

hat Müller auch exklusiven Zugriff auf

Schuhe, die anderen Händlern gar nicht

zur Verfügung stehen“, so Caspar Coppetti.

Doch was macht den Schuh mit

seiner auf den ersten Blick etwas seltsam

anmutenden Sohle denn eigentlich

so besonders?

Wie auf Wolken

Der dreifache Duathlon-Weltmeister

und mehrfache Ironman-Gewinner

Olivier Bernhard wollte nach dem

Ende seiner Profikarriere einfach einen

„Laufschuh für das perfekte Laufgefühl“

kreieren. Mit einem Ingenieur hatte er

zahlreiche Prototypen entwickelt, darunter

ein Modell mit abgeschnittenen

Gartenschläuchen an den Sohlen, wobei

der Fokus immer auf gedämpfter

Landung und kraftvollem Abstoß stand.

2010 stiegen dann seine Freunde Caspar

Coppetti und David Allemann mit

ein – und On wurde geboren. Nur einen

Monat später gewannen sie den „ISPO

BrandNew Award“: Start geglückt. 2011

bescheinigte dann die Eidgenössische

Technische Hochschule (ETH) in Zürich,

dass Testläufer mit On-Schuhen einen

deutlich niedrigeren Puls und einen

geringeren Blutlaktatspiegel aufweisen.

Das Geheimnis für das Gefühl „wie auf

Wolken“ sind Cloud-Elemente (Cloud-

Tec), die nur bei der Landung dämpfen.

Sobald der Läufer auf den Boden aufkommt,

sind sie Basis für einen natürlichen,

kraftvollen Abstoß. On-Schuhe

haben keine starre Sohle; vielmehr

reagieren die Cloud-Elemente auf die

individuelle Laufbewegung. Doch nicht

nur im Training oder Wettkampf tun sie

gute Dienste. „On-Schuhe sind zeitlose

Klassiker – vollwertige Laufschuhe, die

auch in der Freizeit top sind“, so Alexander

Kupprion.

Das Modell „On-Cloud“ ist der Kassenschlager

bei Sport Müller. Weiterer

Vorteil: On arbeitet in Zwei-Jahres-Zyklen

im Gegensatz zu den Mitbewerbern,

die teilweise schon nach wenigen

Monaten neue Modelle auf den Markt

bringen, was zum Preisverfall der Vorgänger

führt. „Durch den längeren Zyklus

haben die On-Schuhe eine bessere

Werthaltigkeit und Preisstabilität – das

ist auch sehr wichtig für die Kunden“,

so Alexander Kupprion. Denn nichts sei

ärgerlicher, als wenn man ein Produkt

nur wenige Wochen nach dem Kauf

deutlich reduziert sieht.

Erlebniswelt

Damit niemand die sprichwörtliche

Katze im Sack kaufen muss, bietet Sport

Müller eine ausführliche Beratung an

– wie übrigens in allen Spezialabteilungen

auf der rund 4.000 Quadratmeter

großen Einkaufsfläche. Egal ob Ski,

Wandern, Outdoor, Fashion und eben

Laufen. Neben On sind noch weitere

Laufschuhmarken im Angebot. Insgesamt

zwölf, was

nahezu einzigartig in

Deutschland ist, darunter auch vegane

Schuhe der deutschen Manufaktur

Lunge. Um den perfekten Laufschuh zu

finden, nimmt sich das Verkaufsteam

Zeit, um den Fuß zu vermessen. „Der

Kunde soll bei uns einen Mehrwert haben.

Dazu gehört das Produkt genauso

wie die Emotion beim Kauf, vor allem

aber auch die Dienstleistung, die uns

extrem wichtig ist“, sagt Alexander

Kupprion. So gibt Sport Müller auch auf

alle Schuhe, die nach einer Beratung

gekauft werden, eine Passformgarantie.

Drückt also nach ein paar Wochen doch

etwas, dann ist der Umtausch kein Problem.

Einzigartig in der Region ist zudem

das hauseigene Lauflabor, in dem

der IHK-zertifizierter Laufexperte Benedict

Winzer den Laufstil auswertet.

Die Analyse mit Fußabdruckmessung

und Videoaufnahmen von vier Kameras

auf der Currex Runningstation mit anschließender

Körperwinkelvermessung

ist ab 59 Euro nach Voranmeldung zu

haben. Das Ergebnis ist nicht nur für

den Kauf eines neuen Laufschuhs gut,

sondern gibt vor allem Rückschlüsse auf

den Laufstil und eventuelle Fehlbelastungen.

Sport Müller

Sport- und Trendhaus

Im Gambrinus 2

D-78224 Singen

+49 (0)7731 8720-0

www.sport-mueller.de


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MODENSEE

PYJAMA-REVOLUTION

Mikromodal aus Buchenholz, Lyocell aus Eukalyptus und Wolle vom Merinoschaf

– das sind neuerdings die Stoffe, aus denen Träume sind. Zumindest wenn es nach

dem Start-up Dagsmejan aus St. Gallen geht. Die Mission: das Schlafproblem lösen.

Die Idee: den Pyjama zu revolutionieren. Geht das?


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Catharina Dahlin und Andreas Lenzhofer

hatten vor rund drei Jahren eine

Marktlücke aufgespürt. Getrieben

von ihrer Leidenschaft für ein gesundes

und aktives Leben war klar, dass

Erholung die Basis dafür ist – und die

wiederum setzt einen guten Schlaf voraus.

Doch viele Menschen klagen über

Schlafmangel oder eben schlechten

Schlaf. Catharina Dahlin und Andreas

Lenzhofer wollten also das Übel an

der Wurzel packen. Sie erkannten, dass

sich in Sachen Schlafbekleidung in den

vergangenen Jahrzehnten nichts getan

hatte – im Gegensatz zu funktioneller

Sportbekleidung: „Mit intelligenten

Textilien und innovativen Faserkonstruktionen

kann sich die Funktionsbekleidung

an die Physiologie des Trägers

anpassen und ermöglicht dadurch

Höchstleistungen. Warum verbringen

wir aber rund ein Drittel unseres Lebens

in einem der am wenigsten innovativen

Kleidungsstücke überhaupt?“


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MODENSEE

MIT KRAFT IN DEN TAG

Dagsmejan ist ein schwedisches Wort, das sich

aus „Dag“ (Tag) und „Meja“ (Stärke und Kraft)

zusammensetzt. Es bezieht sich auf die letzten

Tage des Winters, wenn die Sonnenstrahlen den

Schnee zum Schmelzen bringen, die Zeit, in der

die Natur nach einer kalten und dunklen Periode

wiedererwacht.

Schlaf ist alles

Um den Menschen auf nachhaltige

und natürliche Weise zu besserem

Schlaf zu verhelfen, haben sie sich mit

Experten aus ganz Europa zusammengetan.

Vor allem die Textilingenieure

der Eidgenössischen Materialprüfungsund

Forschungsanstalt (EMPA) in St.

Gallen waren bereits in der Startphase

ein wichtiger Entwicklungspartner.

So gründeten Catharina Dahlin und

Andreas Lenzhofer auch ihr Start-up

Dagsmejan in St. Gallen. Mit im Boot

waren Schlafforscher der Universität

Stockholm und Textildesigner der

Hochschule Luzern sowie Produktionspartner

aus dem ganzen Bodenseeraum.

Entwickelt wurde ein aus

Buchenholz gewonnenes Mikromodal

(Nattwell), das die vom Körper abgegebene

Wärme und Feuchtigkeit

absorbieren, also vom Körper wegleiten,

und so die Körpertemperatur über

den ganzen Schlaf im Idealbereich

halten soll. Dazu kommt ein spezielles

Strickverfahren, mit dem sich

schlafoptimierte Ventilationszonen

nahtlos in die Kleidungsstücke integrieren

lassen. Die Verarbeitung wurde

dahingehend optimiert, dass Nähte,

wo möglich, vermieden oder an nicht

störenden Stellen gesetzt werden. Das

schlaf-ergonomische Design sorgt zudem

für Bewegungsfreiheit – und sieht

dennoch nicht unförmig aus. Dafür hat

Dagsmejan direkt nach der ersten Kollektion

im Frühjahr 2018 den Silber-

Award von A’Design erhalten.

Nach dem gelungenen Start ist das

Unternehmen inzwischen auf zwölf

Mitarbeiter angewachsen – Tendenz

steigend. „Mittlerweile haben wir

unseren Entwicklungs- & Produktions-

Footprint deutlich erweitert. Im Zuge

dieser Internationalisierung haben wir

unser Office nach Zürich verlegt – unsere

Wurzeln sind und bleiben aber in

der Ostschweiz“, so Catharina Dahlin.

Heute, keine drei Jahre nach der ersten

Kollektion, verkauft Dagsmejan seine

Produkte weltweit. „Wir haben Kunden

in über 60 Ländern, die wir mit unseren

Produkten beliefern. Das Bedürfnis

nach gutem Schlaf betrifft jeden

Mann und jede Frau, insofern zählen

alle zu unseren potenziellen Kunden“,

so die Geschäftsführerin. Nach wie vor

wird jeder Herstellungsprozess überwacht

und ist Oekotex-zertifiziert. „Je

nach Kollektion arbeiten wir mit unterschiedlichen

Produktionspartnern. Die

wichtigsten Produktionsschritte finden

in der Schweiz, in Vorarlberg und im

süddeutschen Raum statt“, erklärt die

gebürtige Schwedin.

Hightech aus der Natur

Hinzu kamen zwischenzeitlich zwei

weitere Fasern: Lyocell und Merinowolle.

Dagsmejan gewinnt den Zellstoff

für sein Lyocell aus Eukalyptus.


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Die Struktur von Lyocell sorgt für eine 50% bessere

Feuchtigkeitsregulierung gegenüber Baumwolle

und umfließt die Haut wie Seide. Nattcool, wie

Dagsmejan die Faser nennt, soll gar achtmal atmungsaktiver

sein als Baumwolle und der perfekte

Stoff für sommerliche Nächte. Die schnelle Trocknung

des Stoffes tut ein Übriges – was zudem auch

nach der Wäsche sehr praktisch ist. In Kombination

mit Wolle vom Merinoschaf ist außerdem für den

Winter Nattwarm entstanden: atmungsaktive

Stoffe, die dennoch kuschelig warm halten und dabei

nur halb so schwer sind wie gleichwarme Stoffe.

Das New York Magazine hat Dagsmejan im vergangenen

Jahr dafür sogar als „besten Weihnachtspyjama“

empfohlen, der beispiellos sei. Überwacht wird

das Ganze übrigens weiter durch einen wissenschaftlichen

Beirat, das Expertenpanel von Dagsmejan,

darunter Schlafwissenschaftler verschiedener

Hochschulen sowie Sportmediziner.

Zukunft im Blick

Aber nützen denn die hochentwickelten Pyjamas

überhaupt etwas, wenn etwa die Matratze alt oder

die Federbettdecke zu schwer ist? „Letztlich muss

das gesamte Bettsystem in sich stimmig sein“, ist

auch Catharina Dahlin bewusst. „Nach unserem

ersten Forschungsprojekt, mit welchem wir funktionelle

Lösungen für die erste Schicht, also für den

Pyjama, entwickelt hatten, sind wir nun mit einem

zweiten Forschungsprojekt gestartet, mit welchem

wir das Zusammenspiel zwischen erster und zweiter

Schicht untersuchen. Auch hier werden wir in

den nächsten Jahren innovative Lösungen auf den

Markt bringen.“

Weitere Infos zu den Forschungen sowie einen

Schlafblog gibt es auf www.dagsmejan.com.

Marienplatz 32 • 88212 Ravensburg

0751.25284 • www.optik-steinert.de

diekleidermacher

diekleidermacher

STOFFWECHSEL

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MODENSEE

„Ich bin endlich da,

wo ich sein möchte.“

ALFONSO PATERMO

ELEGANZ &

NACHHALTIGKEIT

Ein schlichtes weißes T-Shirt von „Patermo“ kostet stolze 160 CHF, und die

ganze Kollektion besteht bislang aus nur zwei Farben. Dennoch wird das

junge Label des Kreuzlingers Alfonso Patermo von Influencern gehypt und in

Fachzeitschriften bereits jetzt als „Label to watch“ gelistet.

Was ist sein Erfolgsrezept?

VON TANJA HORLACHER, FOTOS VON NELLI SCHMIDT (WWW.NELLISCHMIDT.COM),

LAURETTA SUTER (WWW.LAURETTASUTER.CH) UND NICOLE RÖTHELI (WWW.NICOLEROETHELI.COM)


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„Jeder, der es anfasst, ist begeistert“,

erklärt der 37-Jährige, „wir haben

lange am perfekten T-Shirt und Sweatshirt

gearbeitet.“ Wir, das sind neben

Modedesigner Alfonso Patermo noch

Anna Ganje, die ihn als selbständige

Schnitttechnikerin in Friedrichshafen

unterstützt, und Elke Otto, Diplom-

Ingenieurin der Bekleidungstechnik,

die in ihrer Nähwerkstatt in Markdorf

Kleinserien für regionale Designer produziert.

„Patermo“ ist also ein echtes

Produkt der Großstadt Bodensee.

Welches Potenzial in der Region

steckt, hatte Alfonso während seines

Masterstudiums in Kommunikationsdesign

an der Hochschule für Technik

und Wirtschaft (HTWG) in Konstanz

realisiert: „Der Bodensee bietet sich

an. Egal ob auf deutscher Seite oder

Vorarlberg oder St. Gallen. Es gibt

rundherum in der Bekleidungsbranche

viele gute Leute und Manufakturen.

Und es gibt hier top Läden, die deutschlandweit

zu den Trendsettern zählen.“

Verkaufsunterstützung bekommt er

derzeit von einer Modeagentur in Zürich

sowie in Belgien. „Ich brauche

einfach Leute, die an mich glauben“,

weiß Alfonso. Neben dem Angebot im

eigenen Online-Shop sind seine Produkte

bislang bei „Roseco“ im schweizerischen

Wil zu haben sowie bei „not

the same“ in Mannheim. Dort war

auch 2013, während seiner Bachelorarbeit

für einen Modekonzern, die Idee

zur eigenen Kollektion entstanden.

„Bekleidung ist ein globaler Markt mit


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MODENSEE

„Ich möchte ein

Produkt haben,

zu dem ich mit

meinem Namen

stehen kann.“

ALFONSO PATERMO

weltweiten Mitbewerbern. Es gibt große

Unterschiede. Ein T-Shirt etwa hat

durch die Billigangebote mittlerweile

einfach an Wert verloren.“ Für Alfonso

war klar, dass er ein Produkt kreieren

möchte, „zu dem ich mit meinem Namen

stehen kann“ – und der ist in der

Modebranche nicht unbekannt. Der

ausgebildete Modedesigner hat unter

anderem für Joop! einen Anzug-Guide

entworfen und war zuletzt Art Director

bei Akris in St. Gallen – die Marke,

die auch Amal Clooney und Michelle

Obama tragen. Jetzt jedoch, mit seinem

eigenen nachhaltigen Label, sei er

endlich da, wo er sein wolle.

Das perfekte T-Shirt

Die Balance finden zwischen anspruchsvollem

Design und verantwortungsvollem

Handeln – nicht weniger

ist sein Anspruch. So versteht es sich

für ihn von selbst, dass er alle Produktionsstätten

persönlich besucht, um zu

sehen, ob mit den Menschen vor Ort

fair umgegangen wird. Zudem sind

alle eingesetzten Materialien aus biologisch

angebauten Naturfasern. Grundsätzlich

möchte er so regional wie

möglich produzieren. Sollten die verkauften

Stückzahlen irgendwann Elke

Ottos Kapazitäten in Markdorf übersteigen,

wird bei weiteren Partnern in

Deutschland gefertigt. Asien ist keine

Option – der ökologische Fußabdruck

soll möglichst klein bleiben. Doch

damit nicht genug: „Das T-Shirt muss

an verschiedenen Frauen in verschiedenen

Größen gut sitzen.“ Denn die

Passform ist Umfragen zufolge nach

wie vor mit das wichtigste Kriterium

beim Kleidungskauf. In einem langwierigen

Prozess haben Alfonso, Anna

und Elke offensichtlich genau das geschafft.

„Verschiedene Influencerinnen

tragen mittlerweile unsere Teile.

Der etwas andere

NähmaschinenLaden!

wir unterstützen Sie in der Umsetzung all Ihrer

Wünsche rund um das Nähen, Sticken und

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Einfach reinschnuppern und sich RICHTIG

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Neuigkeiten von brother, Juki und

babylock. Jubiläumsaktion von elna

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Kursprogrammes

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für Sie da! Beratung, Verkauf & Service Näh-Kurse der

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das „schönste Hobby der Welt“ bereits

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Und eine Kundin aus Monaco beispielsweise

bestellt alle zwei Wochen

das gleiche T-Shirt. Verrückt! Auf ihren

Bildern sieht man, wie sie es mit Teilen

von Chanel oder Dior kombiniert“, erzählt

Alfonso stolz.

Das Herz hüpft

Die Kollektion besteht derzeit aus etwa

30 Artikeln in 120 Varianten mit dem

Fokus auf Oberteilen aus Jersey. Alles

klassisch Schwarz oder Weiß. Auch das

gehört für Alfonso zu einem nachhaltigen

Kreislauf: dass die Teile zeitlos

sind. Fair, langlebig und stilprägend,

so sein Credo. Wie man durchaus verschiedene

Looks mit nur einem neuen

Kleidungsstück in die bereits vorhandene

Garderobe zaubern kann, hatte

der Sohn sizilianischer Eltern bereits

als Kind bei seiner modebegeisterten

HARBOUR

COUTURE

Jacke?


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MODENSEE

„Bei jeder

Bestellung

hüpft mein

Herz.“

ALFONSO PATERMO

Mutter gesehen. Langfristig soll Alfonsos

Kollektion zwar erweitert werden

– Töne wie Elfenbein, Anthrazit oder

Rosenholz kommen dazu – doch am

lässig eleganten Stil und ohne die übliche

Einteilung in Frühjahr/Sommer

und Herbst/Winter soll sich nichts

ändern. Auch Oberteile aus extrem

leichter Wolle hat das Team ausgetüftelt,

„die die Frau wie eine Wolke sanft

umhüllen“, schwärmt Alfonso. Als

Hommage an seine Mutter und seine

Familie tragen übrigens alle Kleidungsstücke

Frauennamen aus dem persönlichen

Umfeld des Designers.

An den Start ging der Onlineshop

vor wenigen Wochen mit rund 200 Teilen,

bis Jahresende sollen es 2000 sein.

„Leider ist es noch ein Luxusprodukt.

Ich wünsche mir jedoch, dass es sich

jeder leisten kann.“ Doch auch, wenn

an manchen Tagen nur ein T-Shirt das

Lager verlässt, freut sich Alfonso: „Bei

jeder Bestellung hüpft das Herz!“

Patermo

CH-8280 Kreuzlingen

www.patermo-boutique.com


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MODENSEE 53

NADINE

VERSTEHT‘S

Nadine hat als ein „Eigengewächs“

ihre Ausbildung bei individuell

OPTIC absolviert. Als Augenoptikerin

kümmert sie sich in Konstanz

mit feinem Händchen und

gutem Geschmack um alles,

was zu einer perfekten Brille

gehört. Sie findet die Sehlösung,

die den Ansprüchen

ihrer Kunden voll und ganz

gerecht wird. Schließlich ist

eine Brille immer auch Ausdruck

des individuellen Stils.

Die beiden Pieper-Brüder Patrick und Derrick haben ein Faible

für besondere Uhren. In ihrem Laden in der Konstanzer Innenstadt

haben sie sich auf seltene hochwertige Vintage-Uhren spezialisiert,

wie etwa Patek oder Vacheron Konstantin. Von Omega

und Rolex haben sie gar ständig über 100 Stück im Angebot. Patrick

(gelernter Uhrmacher) und Derrick (gelernter Goldschmied)

haben bereits über 15 Jahre Erfahrung in diesem Geschäft. Die

beiden stammen aus einer deutsch-peruanischen Familie, und

auch die Eltern sind mit Juweliergeschäften in Peru auf hochwertige

Uhren und Unikatschmuck spezialisiert. Geballtes Familien-

Know-how also. Die Brüder kaufen alte Uhren an, um

diese dann revidiert mit Ein-Jahr-Garantie anzubieten.

„Wir restaurieren auch alle Vintage-Uhren und

haben einen großen Lagerbestand an Ersatzteilen“,

so die beiden Fachleute, die zudem als Uhrengutachter

tätig sind. Außerdem stellen sie selbst

Unikatschmuck her. Mit ihrem Angebot und

der eigenen Werkstatt sind sie mittlerweile

bei Sammlern auch über die Grenzen hinaus

bekannt. (th)

Casa Pieper

Hussenstraße 50

D-78464 Konstanz

www.vintageuhren.net

Mo.-Sa. 11-18 Uhr

VINTAGE

TIME

Foto: Wöhrstein

Scheffelstraße 1

D - 78224 Singen

T + 49 - (0)7731 - 67 57 2

Aktuell trägt Nadine am

Liebsten das Modell

Barbarella von

Einstoffen aus der

Ostschweiz. Eine

Brille für Indi-

vidualisten, aus

transparentem

Kunststoff mit

Holzbügeln.

DER OPTIKER FÜR

HÖCHSTE ANSPRÜCHE

IN KONSTANZ UND SINGEN!

Salmannsweilergasse 10

D - 78462 Konstanz

T + 49 - (0)7531 - 91 96 56

WWW.INDIVIDUELLOPTIC.DE


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MODENSEE

Foto: dreamrealizer

Das MAC Museum Art & Cars holt die „Gianni Versace

Retrospective“ nach Singen. Die Ausstellung, in Zusammenarbeit

mit Swiss Textile Collection, zeigt die ikonografischen

Kreationen des legendären italienischen Modedesigners

Gianni Versace (1946-1997). Neun Themengruppen geben

einen Einblick in das opulente Schaffen Versaces. Gezeigt

werden ausschließlich Originale aus privaten internationalen

Sammlungen. Typisch MAC Museum Art & Cars werden

thematisch passende historische Fahrzeuge das Werk Gianni

Versaces begleiten.

19.9. 2020–21.4.2021

www.museum-art-cars.com

MODENSEE

GEFLÜSTER

Wenn das älteste Supermodel der Welt Geburtstag feiert, kann

man auch mal leicht über den Rand des Modensees schauen:

Mode- und Stilikone Iris Apfel wurde am 29. August 99 Jahre

alt! Die lebende Legende ist gewitzt wie eh und je und Vorbild

für Millionen Frauen weltweit. Die Lebensweisheiten und Anekdoten

der New Yorkerin sind unter dem Titel „Stil ist keine

Frage des Alters“ im Zürcher Midas Verlag erschienen.

www.midas.ch

Der Stockacher Damenmode-Hersteller Kenny S. bringt im September

mit der Kollektion „Nature Glam“ auch gleichzeitig frischen

Herbstwind ins weltweite Netz, wenn der Onlineshop in neuem

Design an den Start geht. Jeden Monat gibt es neue Styles, auch in

den Stores rund um den Boddensee. Wie gewohnt sind alle Teile

nachhaltig, umweltschonend in Europa produziert.

www.kennys.de


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MODENSEE 55

Am 19. November wird eines der größten Einkaufscenter in der Region seine Türen öffnen: gegenüber

dem Bahnhof und am Beginn der Haupteinkaufsachse August-Ruf-Straße gelegen, empfängt das

Cano die Besucher zum Einkaufsbummel in Singen. Rund 85 Fachgeschäfte, Restaurants, Cafés und

Lebensmittelmärkte sollen auf 16.000 Quadratmetern die Stadt bereichern und zum Erlebnistreffpunkt

werden. Mehr als die Hälfte der Shops sind neue Konzepte in der Stadt am Hohentwiel.

www.cano-singen.de

Vom kleinen Dorf Braunau im Thurgau hinaus in

die Welt – das ist dank Social Media heute kein

Problem. Vor zehn Jahren heimlich, wenn die Eltern

aus dem Haus waren, mit dem bloggen angefangen,

ist Michèle Krüsi heute eine erfolgreiche

Influencerin. Eine halbe Million Menschen weltweit

folgen ihr auf Instagram, wo sie täglich Neues in

Sachen Mode und Lifestyle postet. Derzeit lanciert

sie eine eigene Wäschekollektion.

www.thefashionfraction.com

Foto: The Fashion Fraction

KREATIV

HOCH 2

Seit Juli ist der Horgenzeller Nähmaschinenladen

Nadelstich auch in Friedrichshafen

vertreten. Persönliche Beratung

wird bei Andrea von Lepel und ihrem

Team großgeschrieben. Vor und erst recht

nach dem Kauf. Damit grenzt sich Nadelstich

von Online-Shops ab und ist eine

kompetente Anlaufstelle für alle Freunde

kreativen Schaffens: Unterstützung beim

Hobby sowie verstehen und nutzen aller

Möglichkeiten der Nähmaschine. Hierzu

gehört auch das Kursprogramm sowie ein

vielfältiges Angebot an Näh- und Overlockmaschinen

namhafter Hersteller,

Zubehör und Kurzwaren. Und sollte die

Maschine mal zu stark strapaziert sein:

Reparaturen werden auch in Friedrichshafen

entgegen genommen und in der hauseigenen

Werkstatt in Horgenzell rasch

und kompetent durchgeführt.

Nadelstich

Eugenstraße 55

D-88045 Friedrichshafen

+49 (0)7504 97 18 64

www.nadelstich.de​

Not macht erfinderisch. Und weil der Weg vom

BH zum Mund-Nasenschutz nicht weit ist, sowohl

was die Form angeht als auch die Bestandteile,

sind auch beim Wäschehersteller Mey in

Albstadt-Lautlingen Stoffmasken entstanden.

Mey war einer der ersten und hat die Aktion #wirsindhier

ins Leben gerufen. Ihre 60°C waschbaren

und wasserabweisenden Masken haben gar eine

Sonderzulassung für institutionelle Einrichtungen

vom Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte (BfArM). Für modebewusste

Endverbraucher gibt’s ebenfalls Stoffmasken in

verschiedenen Formen und Größen.

www.mey.com

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