09.11.2021 Aufrufe

Spengler Cup Davos - Jahrbuch 2021 (60-er Jahre)

Turnier musste aufgrund der COVID-Situation am 25.12.2021 abgesagt werden! Im 5. Jahrbuch des Spengler Cup Davos schauen wir aber trotzdem zurück auf die 1960er-Jahre. Es war die Zeit, als Davos endlich auch eine Kunsteisbahn bekam, das OK mit gewaltigen Schneemassen kämpfte und erstmals Tschechoslowaken, Russen und ein kanadisches Team am Spengler Cup teilnahmen. Auch die politische Lage in Europa hatte in den 60ern grosse Auswirkungen auf das Turnier. So wurde Vorjahressieger Lokomotive Moskau aus politischen Gründen 1968 nicht mehr eingeladen, sechs Jahre zuvor verhalf der Davoser Landammann einem Spieler aus Prag sogar zum Absprung in den Westen.

Turnier musste aufgrund der COVID-Situation am 25.12.2021 abgesagt werden!
Im 5. Jahrbuch des Spengler Cup Davos schauen wir aber trotzdem zurück auf die 1960er-Jahre. Es war die Zeit, als Davos endlich auch eine Kunsteisbahn bekam, das OK mit gewaltigen Schneemassen kämpfte und erstmals Tschechoslowaken, Russen und ein kanadisches Team am Spengler Cup teilnahmen. Auch die politische Lage in Europa hatte in den 60ern grosse Auswirkungen auf das Turnier. So wurde Vorjahressieger Lokomotive Moskau aus politischen Gründen 1968 nicht mehr eingeladen, sechs Jahre zuvor verhalf der Davoser Landammann einem Spieler aus Prag sogar zum Absprung in den Westen.

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94.

SPENGLER CUP DAVOS

JAHRBUCH 2021


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: Inhaltsverzeichnis

5

OK-Präsident

7

Bundesrätin

9

Weltverbandspräsident

10

26

Marc Gianola

44

Glanz und Gloria

Viola Amherd

62

Sieger von damals

Luc Tardif

1960 – 1969:

Zeit des Umbruchs

2021: Das sind die Teams

69

Das Goldene Buch

72 Aufblühen

PRESENTING PARTNER GOLD PARTNER OFFICIAL BROADCASTER

Impressum

Herausgeber des Jahrbuchs 2021

Hockey Club Davos AG

Spengler Cup Davos

Herbert Batliner Haus

Eisbahnstrasse 2

7270 Davos Platz, Schweiz

Redaktion

Lüchinger Est., Kommunikation mit Stil

www.luechinger.li

Grafik und Gestaltung

Leone Ming Est., Markenagentur

www.leoneming.com

Titelbild

KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Hans Krebs

(Spielerbank vom EV Füssen beim Finalspiel 1962

gegen Sparta Prag.)

Bilder

Keystone/SDA

VBS/DDPS/André Scheidegger (S. 7)

Christina Korovnikova/IIHF (S. 9)

Havelka Zdeněk/multimedia.ctk (S. 19 unten)

Privatarchive (S. 22, 62, 67)

Maurice Parrée (S. 25 unten, 44, 52, 61, 74)

Matteo Parisi/Hockey Club Ambrì-Piotta SA

(S. 39 unten)

Wille Markkanen (S. 29, 30 links)

Atte Rissanen (S. 30 oben, 30 unten)

Vladimír Koča und Jan Beneš/HC Sparta Praha

(S. 33, 35)

Inserate

Hockey Club Davos AG

Spengler Cup Davos

www.spenglercup.ch

Auflage

6000 Exemplare

© Spengler Cup Jahrbuch 2021

Hockey Club Davos AG

Spengler Cup Davos

Herbert Batliner Haus / Eisbahnstrasse 2

7270 Davos Platz, Schweiz

Die in diesem Buch veröffentlichten

Beiträge, Daten, Bilder, Grafiken und Layout

sind urheberrechtlich geschützt.

Die Vervielfältigung bedarf der ausdrücklichen

Genehmigung der Redaktion und des Verlags.


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: Marc Gianola

OK-Präsident Spengler Cup Davos

« Es ist nicht selbstverständlich, Gäste aus aller Welt zu Besuch

zu haben. Das hat uns die Corona-Pandemie vor Augen

geführt. Umso mehr freue ich mich, nach einem Jahr Unterbruch

wieder Gäste beim Spengler Cup begrüssen zu

dürfen. Das Organisationskomitee und bestimmt auch alle Eishockeyfreunde

fiebern 15 Jahre nach der letzten Teilnahme

eines schwedischen Teams den Auftritten des Frölunda HC entgegen.

Der HC Sparta Prag hat das Turnier in den 1960er-

Jahren, von denen dieses Jahrbuch handelt, zweimal für sich

entschieden. Gerne erinnere ich mich an das packende

Finale 2018 zwischen dem Titelver teidiger Team Canada und

KalPa Kuopio, unserem finnischen Gast, zurück. Beide

zeigen bestimmt auch dieses Jahr wieder hochklassiges Eishockey,

ebenso wie unsere Schweizer Teams HC Ambrì-Piotta

und der Gastgeber Hockey Club Davos. Freuen Sie sich mit

uns auf dieses starke Teilnehmerfeld im umgebauten Stadion! »


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: Viola Amherd

Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für

Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS)

« Der Spengler Cup ist in der Altjahrswoche das Highlight für die eingefleischten

Eishockeyfans aus aller Welt. Die einen verfolgen das Traditionsturnier

in der schmucken Arena in Davos, die anderen am Bildschirm.

Sogar in das Eishockeymutterland Kanada werden die Spiele übertragen.

Nach dem pandemiebedingten Ausfall im Vorjahr freue ich mich mit

Ihnen auf spannende und attraktive Begegnungen. Der 1923 ins Leben

gerufene Anlass ist jedes Jahr die beste Werbung für die Schweiz.

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: Luc Tardif

Präsident der Internationalen Eishockey-Föderation ( IIHF )

« Nach einer für unseren Eishockeysport harten Zeit kann

das Turnier wieder gespielt werden. Dies erfolgt zur grossen

Freude der Spieler, Organisatoren und vor allem der Fans,

die uns so sehr gefehlt haben. Auch mich freut es ausserordentlich,

dass der Spengler Cup im Jahr 2021 wieder über

die Bühne gehen kann. Das Davoser Traditionsturnier wird

mit einer guten Mischung an Teams aus verschiedenen

Ländern und einem festlichen Umfeld wie ein Weihnachtsgeschenk

zum Jahresende wahrgenommen. Nach einer

Zeit der Eintönigkeit wird der Spengler Cup noch höher geschätzt

und bei den Fans wie immer für Unterhaltung und

viele Emotionen sorgen. Viel Glück an alle Teilnehmer


1960 – 1969

: Zeit des Umbruchs


Verantwortungsvoll geniessen.

Calanda.

Immer ein Volltreffer.


1960 – 1969: ZEIT DES UMBRUCHS

13

: Endlich eine Kunsteisbahn

Als letzter Club der Nationalliga A – die erste Schweizer Kunsteisbahn war 30 Jahre

zuvor in Zürich entstanden – erhielt der Hockey Club Davos 1960 innerhalb von

sieben Monaten eine Kunsteisbahn. Besondere Herausforderungen waren die Technik,

die Finanzen und das Grundwasser.

Wo trainieren? Das war in der Saisonvorbereitung

der 1950er-Jahre die

grosse Frage beim Hockey Club Davos.

Die Natureisbahn war immer erst Ende

November bereit. Deshalb fuhr die

Mannschaft zuvor oft zum Training auf

den Flüelapass und befreite einen zugefrorenen

See vom Schnee, um auf

dem Eis trainieren zu können. Fehlende

Spielpraxis und somit Anlaufschwierigkeiten

waren die Folge in der Meisterschaft.

Zudem liessen Wärmeeinbrüche

das Eis oft schmelzen. 1957 stiess

Landammann Christian Jost das Projekt

Kunsteisbahn im Freudentaumel

des Spengler Cup-Siegs des Hockey

Club Davos an.

: Die Kunsteisbahn wird am Stephanstag 1960 mit dem Spiel gegen den Zürcher SC eingeweiht.

Davos siegt 5 : 3.

Kritische Stimmen schnell verstummt

Der Bau der Kunsteisbahn ausserhalb

des Sportzentrums wurde diskutiert,

aber aus betrieblichen und wirtschaftlichen

Gründen als untragbar erachtet.

Wegen des schwachen Baugrunds mussten

sieben bis neun Meter lange Betonpfähle

in den Grund getrieben werden.

Insgesamt 314 an der Zahl. Grosse

Schwierigkeiten bereiteten auch die

übrigen Fundierungs- und Wasserabdichtungsarbeiten.

Für den Betrieb der

Anlage waren grosse Mengen Kühlwasser

(40 Liter pro Sekunde) erforderlich,

die dank des vorhandenen Grundwassers

in der südöstlichen Ecke des Kurparks

mit einer Pumpanlage gewonnen

werden konnten. Nach anfänglich kritischen

Stimmen verfolgten die Einwohnerinnen

und Einwohner mit zunehmender

Anerkennung den 1,8 Millionen

Franken teuren Bau. Die Kunsteisbahn

und die neue Tribüne, die die von 1926

ersetzte, waren einfach konzipiert,

aber nach den neuesten technischen

und organisatorischen Grundsätzen

erstellt worden. Neben den 750 überdachten

Sitzplätzen gab es 5500 Stehplätze,

2000 davon auf provisorischen

Schneerampen gegenüber der Haupttribüne.

Für die Medien wurden Kabinen

verglast und im Inneren entstanden

Garderoben.

Der hohe Stahlpreis als Aus

für das Projekt

Einige Jahre später sah das Überdachungsprojekt

von Ernst Gisel und Ingenieur

Heinz Hossdorf ein festes Dach

aus Stahl vor, das an vier hohen Pfeilern

aufgehängt werden sollte. Die Arbeiten

verliefen bis zur Fertigstellung der vier

Betonfundamente planmässig. Der Kurvereinsvorstand

ebenso wie die Baukommission

war der Auffassung, dass

im budgetierten Betrag Planungs-,

Architekten- und Ingenieurshonorare

sowie eine Teuerungsreserve enthalten

seien. Durch die Stahlpreisaufschläge –

je nach Qualität zwischen 67 und 86

Prozent – musste mit einer Kostenüberschreitung

von 440 000 Franken

gerechnet werden. Bauführer Georges

Häsler stellte den Antrag, entweder

das Projekt zurückzustellen oder einen

Nachtragskredit anzufordern. In der

Folge stellte man zudem fest, dass das

Ingenieurshonorar von rund 200 000

Franken wohl nicht im Budget enthalten

war. Einen Nachtragskredit von 235 000

Franken lehnte der Grosse Landrat ab.

Die vier Betonpfeiler bildeten zehn Jahre

später die Basis für die Halle aus

Holz.


94.

Spengler Cup Davos 2021

: Peter Kradolfer (Nummer 6) beobachtet den Davoser Goalie Peter Leitz, wie sich dieser – ohne Helm und sonstigen Kopfschutz – mutig in die Schussbahn eines

Angriffs wirft. Peter Kradolfer lacht noch im Jahr 2020 über dieses Stichwort: «Ich trug Helm, mir war meine Frisur nicht so wichtig.» Dukla Jihlava gewann das

Spengler Cup-Eröffnungsspiel am 26. Dezember 1966 mit 10 : 1.

: Begleiter am Schwarzhorn

stehen gelassen

Peter Kradolfer erlebte ihn mit, den Wechsel von Natur- auf Kunsteis. Er erinnert sich:

«Je nach Witterung war das Eis der Natureisbahn weich oder ganz spröde, während

später auf der Kunsteisbahn auf immer ähnlichen Verhältnissen gespielt wurde.» Speziell

seien jeweils die Bedingungen beim Spiel beim Zürcher SC gewesen: «Dort war das

Eis wegen der Wärme im Hallenstadion und unter dem Dunst der rauchenden Zuschauer

aufgeweicht.»


1960 – 1969: ZEIT DES UMBRUCHS

15

Als 15-Jähriger absolvierte Kradolfer

seine ersten Juniorenspiele und kam

vier Jahre später, 1960, zu seiner Premiere

in der ersten Mannschaft des

Hockey Club Davos. Diese bestritt er

mit einer Schulterverletzung, die er

seinem Trainer verschwieg, da er seinen

Einsatz auf keinen Fall verpassen wollte.

Zusammen mit Stu Robertson spielte

er in der Verteidigung. Obwohl er

kaum schiessen konnte, gelang ihm das

3 : 5, was in einer Zeitung mit folgenden

Worten beschrieben wurde: «Kradolfer

wühlte weiter, und durch seinen Treffer

gab er der Mannschaft derart Schwung,

dass innert fünf Minuten der Gleichstand

erzielt wurde.» Damit sicherte

sich Kradolfer einen Stammplatz in der

ersten Mannschaft, den er bis zu seinem

Rücktritt behielt.

Leben wie die Profis

Die 1960er-Jahre waren eine Durststrecke

für den Hockey Club Davos.

Beim Spengler Cup schaffte es das

Team letztmals 1960 bis ins Finale. Mit

dem Hockey Club Davos und der Nationalmannschaft

spielte Kradolfer insgesamt

neun Mal bei diesem Traditionsturnier.

Er hatte Freude am Eishockey

und versuchte seine Leistung stets zu

verbessern. Für die Freizeitsportler

gehörten die Trainingslager bei Dukla

Jihlava zu den schönsten Erlebnissen:

«Während dieser zwei Wochen lebten

wir wie Profis mit zwei Trainings pro Tag

und Spielen gegen starke Gegner.» Die

Davoser konnten von den tschechoslowakischen

Spielern lernen und sich auch

gedanklich optimal auf die Saison vorbereiten:

«Wir wohnten in den besten

Hotels und wurden vorzüglich bekocht.»

Als sie ein Geschäft sahen, das Fischköpfe

verkaufte, staunten sie: «Unsere

tschechischen Kollegen erklärten uns,

dass diese nicht wie bei uns weggeworfen

werden, sondern dass daraus Suppe

gekocht werde.» Es entstanden gute

Kontakte. Zum Beispiel zu den Brüdern

Jaroslav und Jiří Holík und zu Jan Suchý.

Immer unter Beobachtung

Allein unterhalten konnten sich die

Spieler aber nie, sie standen immer

unter Beobachtung des Militärs. Mit

einer Ausnahme. Peter Kradolfer erinnert

sich, als wäre es gestern gewesen:

«Jaroslav Holík und ich verabredeten

uns an einem Sommertag zu einem

Marsch vom Flüelapass auf das Flüela

Schwarzhorn. Wir liefen zügig. Unser

Begleiter konnte nicht lange mithalten.»

Die Tour wurde ausgedehnt. Die

beiden Captains genossen schliesslich

die Aussicht vom Schwarzhorn, dem mit

3146 Metern höchsten Berggipfel über

Davos. Gemeinsam genossen die Kollegen

die Natur. Das Ganze hatte nur

einen Haken. «Jaroslav war so gut trainiert,

dass ihm diese Wanderung nichts

ausmachte. Bei mir aber war die Kraft

beim Freundschaftsspiel am Abend

weg», erzählt Kradolfer.

Auch ein weiteres Erlebnis in Tschechien

bleibt unvergessen: «Marco Torriani

und ich mussten früher aus einem

Trainingslager abreisen.» Der Zug, der

die Schweizer nach Prag brachte, war

überfüllt und blieb unerwartet einige

Stunden stehen. Als sie in Prag ankamen,

war das Flugzeug bereits weg.

Schliesslich brachte ein Kleinflugzeug

Peter Kradolfer, der mit der Nationalmannschaft

in ein Trainingslager nach

Schweden reisen sollte, nach Zürich.

Marco Torriani, der ins Militär einrücken

musste, wartete unterdessen auf den

nächsten Linienflug.

1000 Franken Jahreslohn,

Nachtruhe um 23 Uhr

Es waren Erlebnisse wie diese, die den

Reiz am Eishockey ausmachten. Reich

wurden die Spieler damals nicht. «Wir

erhielten 1000 Franken, minus Sozialleistungen

und Bussen – schliesslich

blieben pro Saison 600 bis 700 Franken

übrig.» Die Verträge beinhalteten viele

Vorgaben. Zum Beispiel war die Nachtruhe

um 23 Uhr vorgeschrieben. Ob sich

die Spieler auch daran hielten? «Äh,

nein. Es ist doch sportwissenschaftlich

erwiesen, dass man nach sportlichen

Leistungen am Abend einige Stunden

benötigt, um den Durst zu löschen und

um herunterzufahren, bevor man schlafen

kann», lächelt Kradolfer.

Nach dem Eishockey in die Berge

Im Anschluss an seine Karriere trainierte

Peter Kradolfer die Davoser Novizen.

Obwohl sein Training hart war, vergrösserte

sich die Anzahl seiner Spieler

ständig. Als Peter Kradolfer 1975 dieses

Amt abgab und sich vom Eishockeysport

zurückziehen wollte, kamen die

Verantwortlichen mit der Bitte auf ihn

zu, das Coaching der ersten Mannschaft

zu übernehmen. Kradolfer konnte

nicht Nein sagen. Aus familiären

Gründen dauerte diese Aufgabe aber

nur eine halbe Saison. Als er sich definitiv

vom Eishockey zurückgezogen hatte,

widmete er sich dem Laufsport. Er finishte

fünfmal beim Swissalpine Marathon

Davos und 18-mal beim Engadin

Skimarathon. Kradolfer wandert oft, ist

Mitglied des SAC, macht Skitouren sowie

Aquafit und spielt Badminton: «Der

Sport gibt und hilft mir viel.» Im Eisstadion

Davos trifft man ihn, der 13 Jahre

in der ersten Mannschaft spielte, nicht

mehr an: «Doch ich erhalte oft Grüsse,

worüber ich mich sehr freue.»


94.

Spengler Cup Davos 2021

: Kristall, Kaviar und spezielle

Siegesfeiern

In den 1960er-Jahren nahmen erstmals Tschechoslowaken, Russen und ein kanadisches

Team am Spengler Cup teil. Damit wurde das Turnier auch politisch. Landammann

Christian Jost half dem Tschechoslowaken Jiří Kren bei der Flucht und im Schatten

des Turniers blühte der Schwarzmarkt. Die Spieler besserten mit dem Verkauf

von Kristall (Tschechoslowaken) oder Kaviar (Russen) das Taschengeld auf.

Am Tag nach der Einweihung der Kunsteisbahn

begann der Spengler Cup 1960.

Alles sah nach einem Sieg des Hockey

Club Davos aus. Doch der Athletic Club

de Boulogne-Billancourt aus Paris

(ACBB) glich beim entscheidenden Spiel

gegen den Gastgeber vor 4500 Zuschauerinnen

und Zuschauern noch zum

5 : 5 aus und wiederholte dank der Siege

gegen die Schweizer vom EHC Visp (7 : 4),

die Schweden aus Hammarby (6 : 2) und

die Italiener von Diavoli Milano (7 : 2) den

Gesamtsieg aus dem Vorjahr. Damit

hatte das aus spielerischer Sicht beste

Team das Turnier gewonnen. Einen

guten Eindruck hinterliess auch der

EHC Visp. Sehr zufrieden zeigte sich

der Organisator mit dem finanziellen

Erfolg. Noch nie zuvor hatten so viele

Zuschauerinnen und Zuschauer das

Turnier besucht.

Harry Lindner (EV Füssen). In der Verteidigung

stachen der Deutsche Leonhard

«Hartl» Waitl und Paul Ambros,

sein Partner in der EV-Füssen-Verteidigung,

Carlo Longarini (Diavoli Milano),

Stu Cruikshank (ACBB Paris) sowie die

Davoser Stu Robertson und Hans Pappa

heraus. Als Stürmer überzeugten

Nils Nilsson (Forshaga) und der elegante

Gaston Pelletier (ACBB Paris). Beeindrucken

konnten aber auch die Mailänder

Ernesto Crotti und Dino Leggio.

Grosses Publikumsinteresse

Im Turnier von 1961 war der grösste Widersacher

des ACBB Paris der deutsche

Verein EV Füssen. Doch der ACBB

Paris gewann das Turnier dank Siegen

gegen Diavoli Milano (11 : 5) und Davos

(2 : 1) und der Unentschieden gegen den

schwedischen Verein Forshaga (4 : 4)

und Füssen (1 : 1) zum dritten Mal in Serie.

Das Publikums interesse vor Ort war

grösser als je zuvor. Ohne die Kunsteisbahn

hätte das Programm nicht zu

Ende gespielt werden können, denn der

Föhneinbruch führte zu Temperaturen

von bis zu sieben Grad über dem

Gefrierpunkt und zeitweise auch zu

Regen. Das Turnier wurde von Einzelspielern

geprägt. Unter anderem begeisterten

die Torhüter Werner Bassani

(Davos), Jean Ayer (ACBB Paris) und

: Die Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgen gespannt das Finalspiel 1962 zwischen

Spartak Prag und dem EV Füssen.


1960 – 1969: ZEIT DES UMBRUCHS

17

Sparta ČKD Prag kontrolliert

das Turnier

«Gesucht freiwillige Buben und Mädchen

zum Stehrampenstampfen», hiess

es vor dem Spengler Cup-Start 1962.

Die Organisatoren hatten Mühe, der

gewaltigen Schneemassen Herr zu werden.

Mit Sonnenschein und blauem Himmel

bot sich Postkartenwetter. Die

Nächte waren sternenklar bei Temperaturen

von bis zu minus 30 Grad und

auf den Pisten herrschten Pulverschneeverhältnisse

wie seit den 1940er-

Jahren nicht mehr. Sparta ČKD Prag

kontrollierte das Turnier, das in einem

neuen Modus in zwei Gruppen ausgetragen

wurde. Das Team gewann gegen

Visp (11 : 2) und Klagenfurt (7 : 1), im

Halbfinale gegen Forshaga (12 : 3) und

schliesslich im Finale gegen Füssen mit

11 : 1. Die Tschechoslowaken waren prominent

besetzt. Das Verteidigerpaar

Karel Gut und František Tikal galt als

bestes seiner Zeit und auch Stürmer

Luděk Bukač begeisterte. Beobachtet

wurde auch Lawrence James «Larry»

Palmer. Der US-amerikanische Eishockeytorwart,

der bei den Olympischen

Winterspielen 1960 in Squaw Valley Gold

gewonnen hatte, stand in den Diensten

von Klagenfurt, das das Turnier auf

Rang drei beendete.

1963 – Sparta Prag doppelt nach

Die Popularität des Turniers zeigte sich

an der Tatsache, dass im Vorverkauf

zum Spengler Cup 1963 Dauerkarten im

Wert von über 9000 Franken verkauft

wurden. Sparta ČKD Prag verteidigte

den Titel, der verdient war, auch wenn

das Team einen weniger überzeugenden

Eindruck hinterliess als im Jahr zuvor.

Das tschechoslowakische Eishockey war

für die Zuschauer das schönste. Die

Mannschaft spielte geschlossen und

war in der Lauftechnik, in der Scheibenführung,

im Umgang mit dem Stock und

in der Spielorganisation überlegen. Die

Prager brachten auch ein eindrückliches

Powerplay mit bestechend schönen

Spielzügen aufs Eis. Sie gewannen

gegen Krefeld (10 : 4), Davos (13 : 0) wie

auch Wifsta Östrand (4 : 1) und spielten

4 : 4 gegen Klagenfurt, das mit starken

Einzelspielern brillierte. Das Team der

Tschechoslowakei wurde vor allem von

Luděk Bukač und Stanislav Neveselý geprägt.

1964 – Füssen mit Feier in der Ferne

Zum zweiten Mal nach 1952 gewann

1964 der EV Füssen dank seines enormen

Kampfwillens das Turnier. Nachdem

die Deutschen gegen MoDo Alfredshem

(2 : 1) und die Schweizer Nationalmannschaft

(7 : 2) gesiegt und gegen Sparta

Prag (5 : 5) unentschieden gespielt hatten,

mussten sie im letzten Spiel auch

dem Hockey Club Davos ein 7 : 7-Unentschieden

zugestehen. Also reisten sie

ab. In Bregenz (Österreich) machten sie

Halt und schauten sich in einem Restaurant

das letzte Drittel des Spiels

MoDo gegen Prag an. Als MoDo diese

Partie 8 : 4 gewann, stand Füssen als

Sieger fest. Der Club triumphierte dank

zweier ausgezeichneter Verteidigungsblöcke

und zweier auch läuferisch und

technisch guter erster Sturmlinien.

Entscheidend für den Turniersieg aber

: 1964: Die Spieler des EV Füssen waren bereits

abgereist – ein Betreuer übernahm den Siegespokal.

war das plötzliche Aufkommen der dritten

Angriffslinie beim Unentschieden

gegen Prag.

MoDo, der Sieger der Herzen

Der Sieger der Herzen aber war MoDo

Alfredshem. So wurde das Team nach

dem Sieg gegen Prag mit minutenlangen

«Heja»-Rufen gefeiert. Erwähnenswert

am Sieg der Schweden gegen

Sparta Prag war der Einsatz von Spielführer

Nils Johansson, der 58 Minuten

auf dem Eis stand. Der schwedische

Goalgetter war auf dem Höhepunkt

Die erste Eisaufarbeitungsmaschine Zamboni in der Schweiz

Als das Eis unter der Zamboni schmolz

Villars und Davos waren die Ersten, die eine Zamboni anschafften. Beide Maschinen

waren zuvor bei den Olympischen Winterspielen von Squaw Valley im Einsatz gewesen.

Sie leisteten gute Arbeit, auch wenn im Finalspiel des ersten Spengler

Cup-Einsatzes das Benzin ausging. Und während Eismeister Paul Berri den Schlüssel

des Benzintanks unter lauten «Hopp-Berri, Hopp-Berri»-Rufen organisierte,

schmolz das Eis unter der Zamboni. Im Sommer wurde das Eisfeld mit einem Kunststoffnetz

überdeckt, sodass Sommerspiele ausgetragen werden konnten. Diese

waren so beliebt, dass die Davoser Eintritt verlangen konnten (20 Prozent gingen

an den Kurverein als Besitzer der Eisbahn).


94.

Spengler Cup Davos 2021

seiner Karriere und gewann im selben

Jahr auch den Guldpucken (schwedisch

für goldener Puck) für den besten Spieler

des Jahres in Schweden. Das Kürzel

MoDo übrigens stand für Mo och Domsjö

AB (ab 2000 Holmen AB), in den

1960er-Jahren die zweitgrösste Zellulosefabrik

Schwedens. Alfredshem ist

ein Stadtteil von Örnsköldsvik und hatte

1964 rund 14 000 Einwohner und eine

überdachte Kunsteisbahn, die 10 000

Zuschauer fasste.

Premiere der Schweizer

Nationalmannschaft

1964 war auch die Schweizer Nationalmannschaft

unter Trainer Richard

«Bibi» Torriani erstmals im Aufgebot

des Spengler Cup, allerdings mit wenig

Erfolg: Die Schweiz und Davos belegten

punktgleich die letzten Plätze.

Überlegenes Dukla Jihlava

im Jahr 1965

Die Armeemannschaft Dukla Jihlava aus

der Tschechoslowakei feierte 1965

Davospremiere. In der ersten Spengler

Cup-Partie wurden die Grasshoppers

mit 7 : 2 vom Eis geschickt. Das Spiel

blieb aber auch deshalb in Erinnerung,

weil es zu einem Unterbruch kam, als

einer der 2300 Zuschauer einen Beutel

mit roter Ölfarbe aufs Eisfeld warf, der

zerplatzte. Der Hintergrund dafür war,

dass die Davoser einer ostdeutschen

Autofirma ein Reklamefeld vermietet

hatten. Es war eine der seltenen politischen

Demonstrationen beim Spengler

Cup. Dem 7 : 2 folgten ein 8 : 1 gegen

Davos, ein 9 : 5 gegen Kitzbühel und im

eigentlichen Endspiel gegen Västerås

ein 5 : 2. Dukla war die technisch beste

Mannschaft des Turniers, mit dem

besten Zusammenspiel innerhalb der

Mannschaft und dem modernsten Spiel.

Die Tschechoslowaken konnten sowohl

auf die beste Verteidigung (Miroslav

Beránek, František Panchártek) als

auch auf den besten Sturm (Stanislav

Neveselý, Jan Balun, Oldřich Válek) zählen.

Zum Finalspiel kamen mit 5000 Fans

so viele wie noch nie zu einer Spengler

Cup-Paarung – ein Wert, der nur bei

den Meisterschaftsspielen Davos gegen

Arosa übertroffen wurde. Das Juniorenteam

des Hockey Club Davos mit

Fredi Pargätzi und Walter «Wädel»

Dürst siegte im erstmals ausgetragenen

«Kleinen Spengler Cup».

Viel Schnee zum 40. Geburtstag 1966

Zum Jubiläum versuchten die Organisatoren

erstmals, ein Team aus Kanada zu

verpflichten. Dies hätte 60 000 Franken

gekostet. Um dies zu finanzieren, hätten

über zehn weitere Spiele in Europa

organisiert werden müssen. Daraufhin

verzichteten die Davoser schweren

Herzens auf die Gäste aus Nordamerika.

Dukla Jihlava gewann alle vier Spiele

deutlich, und zwar mit 10 : 1 (Davos),

10 : 0 (Bad Tölz), 5 : 2 (MoDo Alfredshem)

und 7 : 2 (Lüttich), und konnte seinen Titel

unangefochten verteidigen. Weniger

gut war das Wetter – das Turnier war

von starkem Schneefall geprägt.

1967 erstmals mit Russen

und Kanadiern

1967 feierten zwei Vereine Premiere –

das russische Team Lokomotive Moskau

und das kanadische Team Kingston

Aces. Das Feld wurde mit den Nationalteams

Finnlands und der Schweiz komplettiert.

Dafür blieb der Gastgeber

dem Turnier erstmals fern. Trotzdem

war das Interesse gross. So waren

50 Medienleute vor Ort. Der Vergleich

zwischen den Vertretern der beiden

«Grossmächte» konnte die Erwartungen

nicht erfüllen. Lokomotive Moskau

dominierte die bescheidenen Amateure

aus Ontario im Eröffnungsspiel und im

Finale (2 : 0 beziehungsweise 8 : 4), gewann

gegen die Schweiz (5 : 3) und spielte

gegen Finnland 4 : 4. Die Schweizer

Nationalmannschaft begeisterte mit

ihrem guten Spiel und dem Sieg gegen

die Finnen und auch bei der knappen

Niederlage gegen die Russen, gegen die

sie im ersten Drittel sensationell in Führung

gegangen war. Sie konnte durch die

Teilnahme am Spengler Cup nicht nur

viele Erfahrungen sammeln, sondern

auch grosse Fortschritte machen.

1968 – grosse Diskussion um

das Traditionsturnier

Die Organisatoren verzichteten 1968

aufgrund der politischen Situation auf

eine Einladung von Lokomotive Moskau.

Dukla Jihlava gewann das Turnier zum

dritten Mal in vier Jahren nach Siegen

gegen die Schweiz (6 : 1) und Finnland

(5 : 2) und dem Unentschieden gegen

das schwedische Team aus Rögle (1 : 1).

Das Finalspiel gegen Rögle dominierten

die Tschechen dann deutlich – sie

siegten mit 6 : 0. Dukla Jihlava beeindruckte

(ohne seine sechs Nationalspieler)

mit guter Schlittschuhtechnik,

überzeugender Spielorganisation, klarer

Spielanlage, gutem Passspiel und

Eurovision und Entschädigung für Übertragungsrechte

Fernsehen im Aufschwung

1961 strahlte die Eurovision das Turnier erstmals in sechs Ländern aus. Vier Jahre

später wurden die Bilder vom Schweizer Fernsehen erstmals nach Österreich,

nach Holland und in die Tschechoslowakei übertragen. Das Fernsehen verdoppelte

die Entschädigung an die Turnierleitung gegenüber dem Vorjahr auf 10 000 Franken.

1967 wurde diese nochmals um 2000 Franken erhöht. 1968 zahlte das Schweizer

Fernsehen den Veranstaltern für die Übertragungen gar 23 000 Franken. 5000

davon musste der Hockey Club Davos – nebst weiteren 10 000 Franken – an die

Schweizer Nationalmannschaft zahlen.


1960 – 1969: ZEIT DES UMBRUCHS

19

: Der Hockey Club Davos ist im Tief – das Schweizer Nationalteam übernimmt in den 1960er-Jahren mit der Premiere 1964 und den Teilnahmen 1967 und 1968.

Hier wehrt Rögle-Goalie Jansson einen Angriff der Schweizer Nationalmannschaft ab.

ansehnlicher Stocktechnik. Allgemein

liess das Niveau aber zu wünschen übrig,

was zu grossen Diskussionen in

der ganzen Schweiz sorgte. Die «Neue

Bündner Zeitung» schrieb von einer der

schwächeren Austragungen im letzten

Jahrzehnt. Kritisiert wurden das System

«jeder gegen jeden» und auch die

Leistung der Schweizer Nationalmannschaft.

Schnell war die Spannung weg

und bereits am dritten Spieltag standen

Dukla und Rögle als Finalisten fest.

Dies schlug sich auf das Interesse der

Zuschauer nieder. Der Berichterstatter

der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ)

forderte: «Aus diesem Turnier müssen

die Konsequenzen gezogen werden.

Durch die Verpflichtung von fünf oder

sechs Teams könnte dem Turnier wieder

auf die Beine geholfen werden.»

Die Verantwortlichen um OK-Präsident

Jürg Frei entschieden schnell: 1969

wurden fünf Teams verpflichtet.

1969 – positiver Entscheid

für das Turnier

1969 erkämpfte sich Lokomotive Moskau

den Pokal mit einer schon ziemlich überalterten

Mannschaft und viel Routine

zurück. Das Team gewann gegen Füssen

(4 : 1) und Davos (11 : 0) und spielte gegen

Finnland 2 : 2. Im Finale erzwang es mit

seinem harten Zweckeishockey gegen

das feine Spiel von Dukla den 2 : 1-Sieg.

Neuer Modus erweist sich als richtig

Die Idee, fünf Teams einzuladen, erwies

sich als richtig. Der Hockey Club Davos

entschied nach dem Turnier 1969, den

Spengler Cup auch weiterhin zu organisieren,

was OK-Präsident Toni Morosani

und Pressechef Karl Erb bei einem Mitternachtsimbiss

für die Medienvertreter

im Hotel Belvedere bekanntgaben.

Wichtig sei aber auch, dass das Turnier

mit fünf Mannschaften gespielt werde,

die hochklassiges Eishockey spielen und

somit die Zuschauer begeistern können.

Jaroslav Holík und Jan Suchý

Mit und ohne Helm

Während die Schweizer Peter Kradolfer, Reto Flury und Albert Henderson zu den

ersten gehörten, die einen Helm trugen, war Jaroslav Holík einer der letzten, der

noch auf einen Kopfschutz verzichtete, bis das Helmtragen 1969 obligatorisch

wurde. Der Tschechoslowake gab sein Können dem Nachwuchs ausserhalb und innerhalb

der Familie weiter. Sein Sohn Bobby gewann in der NHL mit den New Jersey

Devils 1995 und 2000 den Stanley Cup, sein Enkel David Musil spielte 2019 mit dem

HC Oceláři Třinec beim Spengler Cup. Ein Favorit der Zuschauerinnen und Zuschauer

war zudem Verteidiger Jan Suchý mit der Nummer 17, seinem gelben Helm und

seiner generösen Spielweise. Suchý war zusammen mit den Holík-Brüdern Jiří und

Jaroslav (Bild) in Havlíčkův Brod, einem Ort 22 Kilometer von Jihlava entfernt, aufgewachsen.


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1960 – 1969: ZEIT DES UMBRUCHS

21

: Die dritte Trophäe für den ACBB Paris

Der dritte Spengler Cup, 1950 von der Landschaft Davos gestiftet, ging 1961 an den

Pariser ACBB, der das Turnier zum dritten Mal in Serie für sich entschied. Mit

dem ACBB gewann in den Jahren 1959 bis 1961 die stärkste Mannschaft respektive

die Mannschaft mit den besten Einzelspielern den Spengler Cup.

Die Zeit der Spengler Cup-Siege war

auch die erfolgreichste Zeit des französischen

Clubs, der in seiner Geschichte

dreimal (1957, 1960 und 1962) Landesmeister

wurde. Zum einen war der

Erfolg den Kanadiern im Team zu verdanken,

zum anderen der Mäzenin

Janine Potin. Sie war Besitzerin der

ehemaligen französischen Detailhandelskette

Félix Potin und Erbin der Ölfirma

Desmarais Frères, die 1965 mit

dem Ölunternehmen Total fusionierte.

So wurde zum Beispiel 1960 bekannt,

dass Madame Potin den Spielern für

den Finalsieg eine Barprämie von 300

Franken versprach und ihnen bereits

beim Sieg über Diavoli Mailand eine

Spezialprämie von je 150 Franken übergeben

worden war. Dementsprechend

überschwänglich freuten sich die Pariser

über ihre Erfolge.

Starke Einzelspieler

Im Team stachen vor allem die Einzelspieler

hervor: Camil Gélinas, der erste

kanadische Spieler überhaupt, der in

Frankreich spielte und nach einer Saison

bei Chamonix zum ACBB Paris stiess.

Gaëtan «Pete» Laliberté, der später

massgeblich an der Gründung des Eishockeyclubs

in Grenoble beteiligt und

bei seinen Durchbrüchen am Flügel

kaum zu halten war. Kein Wunder, war er

doch der Liebling der Pariser Fans. Stu

Stewart Cruikshanks war der wirkungsvollste

Verteidiger, kaum zu überspielen,

gut im Aufbau, hervorragend im

Stellungsspiel. Gaston Pelletier präsentierte

sich als schnellster und elegantester

Eisläufer des Turniers. Er

überzeugte mit perfekter Scheibenkontrolle

auch bei hohem Tempo und

immenser Kaltblütigkeit im Abschluss.

Diese Spieler konnten ein Match allein

entscheiden, aber sie pflegten kein so

schönes Mannschaftsspiel wie etwa

Diavoli Mailand. Die Pariser lebten von

: Der Athlétique Club Boulogne-Billancourt Paris gewann den Spengler Cup in den Jahren 1959 bis 1961.

Einer- oder Zweierangriffen, von der

überragenden Schnelligkeit, speziell im

Antritt, und von der Stock- und Schusstechnik.

Und sie überzeugten mit einer

starken Spielübersicht.

Glückliche Pariser

Vor allem das 1960er-Turnier war von

der Spannung her kaum zu übertreffen.

Im zwar nicht sehr hochklassigen, dafür

aber bis zur letzten Sekunde spannungsgeladenen

Endspiel lagen die Pariser

gegen den Hockey Club Davos zehn

Minuten vor Schluss 3 : 4 und vier Minuten

vor Ende noch 4 : 5 zurück. Der

Spengler Cup-Gastgeber hätte das

Spiel gewinnen müssen, da er im ersten

Match gegen Mailand einen Punkt eingebüsst

hatte. Das Glück war allerdings

auf der Seite der Pariser: Die Franzosen

glichen in der viertletzten Minute

durch Pelletier aus. Das 5 : 5 genügte

zum Spengler Cup-Sieg. Zwar hatten

sie noch zwei bange Schlussminuten zu

überstehen, da Laliberté auf die Strafbank

geschickt wurde, doch Goalie Jean

Ayer sicherte den Sieg mit zwei fantastischen

Paraden. Dementsprechend

bedankten sich seine Kameraden nach

dem Schlusspfiff beim Schweizer

ACBB-Verstärkungsspieler. Auch das

1961er-Turnier hatte in der Mehrzahl

hochstehendes und vor allem hart umkämpftes

Eishockey zu bieten. Im

eigentlichen Finalspiel gewann Paris

gegen einen starken Hockey Club Davos

mit 2 : 1. Über das gesamte Turnier gesehen,

hatten die Pariser aber zu beissen.

Vor allem die Spieler des EV Füssen

flössten den Parisern mit ihrem körperbetonten

Spiel Respekt ein (1 : 1) und

gegen Forshaga gelang den Parisern

erst 18 Sekunden vor Spielende der

Ausgleich zum 4 : 4, nachdem die Schweden

nach zwei Dritteln 3 : 1 in Führung

gelegen hatten.

Der ACBB Paris verteidigte den Titel

nach dem endgültigen Gewinn des

Pokals nicht mehr. Der HC Villars veranstaltete

1962 erstmals ein internationales

Clubturnier, das zeitgleich mit

dem Spengler Cup stattfand. Da der

ACBB Paris und der EHC Villars mit Janine

Potin dieselbe Mäzenin hatten,

traten die Franzosen in Villars an.


94.

Spengler Cup Davos 2021

: Der Start ins freie Leben

Jiří Kren, Spieler von Sparta Prag, nutzte 1962 die Reise zum Spengler Cup für die

Flucht in den Westen. Nach dem letzten Spiel tauchte er unter und sorgte damit für

einen politischen Skandal. Heute lebt der 83-Jährige zufrieden in der Südschweiz.

«Das war mein Start ins freie Leben»,

erzählt Jiří Kren, wenn er sich an den

Spengler Cup 1962 erinnert. Es war keine

spontane Entscheidung, die zum Absprung

führte. «Schon als 15-Jähriger

begann ich, das tschechoslowakische

System zu hinterfragen. Ich war kein

Mitläufer und habe oft gesagt, was ich

dachte. Und häufig traf ich auch auf

gleichdenkende Lehrer.» Das Eishockey

ermöglichte ihm schliesslich die Flucht.

In der Tschechoslowakei wusste nur

eine Person von seinen Plänen: seine

Mutter.

Der Landammann als Fluchthelfer

Unterstützt wurde Jiří Kren von zwei

Herren namens Müller. Der eine war

Paul, Präsident des Hockey Club Davos,

der andere der Polizeichef. Weitere Helfer

waren Landammann Christian Jost

und der damalige Gemeindezahnarzt

Dr. Uhl. Diese erwarteten Jiří Kren am

31. Dezember nach dem Spengler Cup-

Finale in einem Davoser Hotel. Christian

Jost bot Jiří Kren an, sich in seinem

Haus zu verstecken. «Mit dieser Geste

zeigte Christian Jost grosse Menschlichkeit.

Einfach einen Unbekannten

mit nach Hause zu nehmen, zumal seine

Frau auch noch ein Kind erwartete,

war für mich schier unglaublich», ist Jiří

Kren noch heute dankbar. «Ja, das war

eine Räubergeschichte damals», lacht

Annemarie Jost im Spätsommer 2020.

Kren sei sehr angenehm und unkompliziert

gewesen.

«Fremde Gestalten» schlichen

ums Haus

Am Tag habe man versucht, mit Händen

und Füssen miteinander zu kommunizieren,

und Fernsehen geschaut. «Oft sind

fremde Gestalten, vermutlich Agenten,

um das Haus geschlichen. Wenn die Türglocke

klingelte, wäre Jiří am liebsten in

einem Schrank verschwunden. Seine

Angst war sehr gross», erinnert sich

: Jiří Kren (zweiter von links) 1962 mit Sparta Prag gegen Dukla Jihlava.

Annemarie Jost. In der Nacht seien sie

gemeinsam spazieren gegangen. Der

Gast blieb fünf Nächte, erinnerte sich

Jost, die heute Witwe ist. Dann sei Kren

von Fluchthelfern über die Grenze nach

Deutschland gebracht worden. «Das

passierte alles in der Nacht», erzählt

die damalige Gastgeberin weiter. Probleme

habe es bei der Familie Jost durch

diese Geschichte nie gegeben. Im März

1963 konnte Jiří Kren seine Familie über

einen Sportfreund informieren, dass

die Flucht gelungen war. Fünf weitere

Jahre vergingen, bis er 1968 seine Mutter

endlich wieder in die Arme schliessen

konnte. 1983, 20 Jahre nach der gelungenen

Umsetzung des Plans, erfolgte

dann sein erster Gegenbesuch.

Die Schweiz wurde zur Heimat

Nach seiner Flucht kam Kren beim SC

Kaufbeuren im deutschen Bayern unter

Vertrag. Seit 1965 ist die in der Südschweiz

gelegene Leventina seine Heimat.

«Die Menschen hier sind offen und

sagen, was sie denken, ohne etwas

schön zu malen. Das passt zu mir», lacht

er, um dann zu ergänzen: «So, wie ich die

Menschen in Graubünden kenne, hätte

ich mich bestimmt auch dort wohl gefühlt.»

Davos, Spengler Cup und Morandi

Verbunden ist er mit Davos vor allem

durch den Spengler Cup: «Diesen schaue

ich mir jedes Jahr im Fernsehen an.»

1992, 30 Jahre nach seiner Flucht, besuchte

er den Spengler Cup erstmals

wieder – und natürlich seinen Davoser

Freund Danilo Morandi. Kren war von

1965 bis 1977 (mit Unterbrüchen) und

von 1978 bis 1983 Trainer des HC Ambrì-

Piotta. Dazwischen trainierte er eine

Saison den HC Lugano. «Der gebürtige

Davoser Torhüter Danilo Morandi war

bei Ambrì in den 1960-Jahren unser

Retter – das Tessin hat gute Feldspieler.

Aber mit Ausnahme des Luganesers

Alfio Molina gab es da keine guten Torhüter»,

erzählte Kren.


KISUAHELI DONK WOBU GOFELLA

23

: Mathias Flückiger

Silber im Mountainbike-Rennen bei den Olympischen Spielen 2020,

dreifacher Silbermedaillengewinner bei Weltmeisterschaften

« Sportler wie auch Organisatoren arbeiten Tag für Tag auf ein hohes Ziel hin.

Auf dem langen Weg heisst es, sich zu fokussieren, neue Impulse einzubauen und

besser als andere zu arbeiten, um ein einmaliges Ergebnis feiern zu können. Ich

wünsche den Organisatoren des Spengler Cup Davos, dass sie ihre Ziele erreichen

und im modern renovierten Eisstadion ein tolles Eishockeyfest feiern können. »


94.

Spengler Cup Davos 2021

: Dukla spielt sich in die Herzen

der Zuschauer

Dukla Jihlava spielte sich in den 1960er-Jahren mit drei Siegen (1965, 1966 und 1968) in

die Herzen der Zuschauer und ist bis heute eines der populärsten Spengler Cup-Teams.

Die violett-gelben Trikots waren legendär und die Spieler wurden durch den Spengler

Cup in der ganzen Welt bekannt.

Dukla Jihlava kam, sah und siegte in den

Jahren 1965 und 1966 und bestätigte

diese Siege 1968 mit dem dritten

Triumph. Dukla war 1956 als Armeesportclub

gegründet worden und war

so erfolgreich, weil die besten tschechoslowakischen

Spieler im Rahmen

ihres Armeedienstes für die Mannschaft

spielen mussten. Der Verein

hiess «Dukla» als Hommage an die

tschechoslowakischen Soldaten, die an

der Seite der Roten Armee gegen

(Nazi-)Deutschland am Duklapass gekämpft

hatten, einem der Karpatenpässe,

die die Slowakei mit Polen verbinden.

Trainer Jaroslav Pitner, der Baumeister

des Erfolgs, leitete die Mannschaft von

der Saison 1958/59 bis 1982. Er verlangte

seinen Spielern alles ab, war

streng, aber auch sehr menschlich. Er

förderte viele junge Talente, zum Beispiel

die Brüder Jaroslav und Jiří Holík

und Jan Suchý. Jaroslav Holík reiste wie

auch Ladislav Šmíd und Jan Klapáč im

ersten Jahr nicht nach Davos. Sie waren

in der Nationalmannschaft im Einsatz.

Deutlicher Sieger 1966 und 1968

1966 konnten die Tschechoslowaken

den Titel diskussionslos verteidigen. Sie

waren druckvoller vor dem Tor und weniger

verspielt als noch ein Jahr zuvor.

Aber auch im Kampf gegen den Schnee

im Endspiel gegen MoDo Alfredshem

konnten sie sich besser einstellen, hatten

mehr Kraft als die Schweden und

gewannen vor 4600 Zuschauerinnen

und Zuschauern 5 : 2. Betreut wurde

Dukla Jihlava von Stanislav Neveselý.

Der Assistenztrainer von Dukla war zuvor

bereits mit Sparta Prag beim

: Tor – oder doch nicht? Dukla-Goalie und Spieler richten ihre Blicke gebannt auf den

Puck bei der Finalniederlage 1969 gegen Lokomotive Moskau.

Spengler Cup und lobte in Davos vor allem

den Effekt des Höhentrainings. In

den Reihen von Dukla spielte 1966 zudem

Josef Augusta, der spätere Coach

der tschechoslowakischen Eishockeynationalmannschaft

und Vater von Patrik

Augusta, der seit Mai 2019 Headcoach

von Bílí Tygři Liberec ist.

Zwei Jahre darauf – 1967 verzichtete

der Verein auf eine Teilnahme – beeindruckte

Dukla ohne seine sieben Nationalspieler

mit einer hervorragenden

Spielorganisation, klarer Spielanlage,

gutem Passspiel, guter Stocktechnik

und erstklassigem Schlittschuhlaufen.

Die amtierenden tschechoslowakischen

Meister schlugen die Schweizer Nationalmannschaft,

gewannen gegen Finnland

und spielten gegen das schwedische

Team Rögle unentschieden. In

einem der beiden Finalspiele gewannen

sie bei minus 22 Grad vor 5000 Fans 6 : 0

gegen Rögle und gewannen das Turnier

erneut. Nur wenig fehlte 1969 zur

erfolgreichen Titelverteidigung. Den

Tschechoslowaken hätte im Finale ein

Remis genügt, doch sie wirkten desinteressiert.

So erzielte Aleksandrs Safronovs

(Lokomotive Moskau) 30 Sekunden

nach dem 1 : 1-Ausgleich das Siegtor.

Historischer 17 : 0-Sieg im Jahr 1970

1970 ging vor allem das unglaubliche

Resultat von Jihlava gegen den damaligen

B-Club Hockey Club Davos in die

Geschichtsbücher ein. Die Tschechoslowaken

gewannen 17 : 0. Die Techniker,

die zuweilen auch brotlose Kunst boten,

verloren das Finale gegen den SKA

Leningrad dann allerdings 1 : 3. Dukla

spielte bisher 13-mal am Spengler Cup,

gewann ihn noch zweimal, 1978 und

1982.


1960 – 1969: ZEIT DES UMBRUCHS

25

: Die russische Sensation aus Moskau

1967 kam Lokomotive Moskau zum Spengler Cup. Der erste Auftritt einer russischen

Mannschaft war eine Sensation. Die Sympathien der Fans waren zwar auf der Seite der

Tschechoslowaken – doch die Fans waren auch fasziniert vom spielerischen Können der

Russen. Allen voran begeisterte Starspieler Wiktor Prochorowitsch.

Lokomotive Moskau hinterliess bei seinem

ersten Spengler Cup-Auftritt

einen imposanten Eindruck bezüglich

Schnelligkeit, Kondition und Technik.

Lokomotive war all seinen Gegnern

überlegen. Die Russen dominierten

auch die Kingston Aces, das erste kanadische

Team beim Spengler Cup, und

zwar im Eröffnungsspiel (2 : 0) wie auch

im Finale (8 : 4-Sieg). Das Duell lockte

eine Rekordzahl an Zuschauern auf die

Anlage. 5800 waren es am ersten Tag,

und auch die Zahlen im Verlauf des

weiteren Turniers konnten sich sehen

lassen.

Ein Olympiasieger als Magnet

Gegen die Schweizer Nationalmannschaft

gewann Lokomotive Moskau 5 : 3

und spielte gegen Finnland 4 : 4. Die russischen

Spieler erlebten das Davoser

Traditionsturnier unter einem harten

Regime. Sie trainierten, spielten, assen

und schliefen. Ausgehen kam für sie

nicht infrage, und das Leben im Westen

war für sie ohnehin unerschwinglich.

«Für uns waren sie Spieler wie von einem

anderen Planeten», erinnert sich Fredi

Pargätzi, heute verantwortlich für die

Teams am Spengler Cup. Auch Alfred

Putz Gfeller, der den Spengler Cup in

den 1960er-Jahren selbst viermal mit

dem Hockey Club Davos bestritt und

dem Verein später als Präsident vorstand,

erinnert sich: «Alle wollten Wiktor

Prochorowitsch sehen, den vierfachen

russischen Weltmeister und

Olympiasieger von 1964.» Was niemand

wusste: Als Wiktor Prochorowitsch mit

Lokomotive Moskau nach Davos kam,

näherte sich seine Karriere bereits

dem Ende. Er gewann mit Lokomotive

Moskau den Spengler Cup – einen Monat

später, am 24. Januar 1968, bestritt

er sein letztes Länderspiel.

Turniersieg mit überalterter

Mannschaft 1969

1969, beim zweiten Turniersieg, trat die

«Lokomotive» mit einer überalterten

Mannschaft, dafür aber mit umso mehr

Routine an. Das Team von Trainer Anatoli

Wladimirowitsch Tarassow spielte

gegen Finnland 2 : 2 und gewann die Partie

gegen das deutsche Team aus Füssen

4 : 1. Im Finale gegen Dukla Jihlava

musste unbedingt ein Sieg her, wohingegen

den Tschechoslowaken ein Remis

zum Turniersieg genügt hätte. Doch

30 Sekunden nach dem 1 : 1-Ausgleich

: Der russische Goalie von Lokomotive Moskau

lässt den Puck im Spiel gegen die Kingston Aces aus

Kanada nicht an sich vorbei.

machte Lokomotive Moskau alles klar.

Aleksandrs Safronovs und der Altinternationale

Wiktor Zyplakow, die erfolgreichsten

Spieler des Teams, zeichneten

für das Siegtor verantwortlich und

damit auch für den zweiten und letzten

Spengler Cup-Erfolg von Lokomotive

Moskau. Zum Ende der Saison 1982/83

wurde deren Eishockeyabteilung aufgrund

sinkender Popularität und geringer

Besucherzahlen aufgelöst.

Vom Kabinenjunge zum Sportchef

Ein Schmunzeln für Fredi Pargätzi

1967, beim Debüt von Lokomotive Moskau, war Fredi Pargätzi, der heutige Sportchef

des Spengler Cup, Kabinenjunge der Russen. Zwei Jahre später, bei seinem

ersten Spengler Cup, lief er als Flügel zum Bully: «Mir vis-à-vis stand ein Russe in

der Blütezeit des Kommunismus, mit dem grimmigsten Gesicht, das man sich vorstellen

kann. Er schaute auf, dann wieder aufs Eis und dann wieder zu mir. Da huschte

kurz ein Schmunzeln über sein Gesicht und er brummelte etwas, bevor sich seine

Miene erneut verdüsterte.» Vermutlich hatte er da bemerkt, dass sein Gegenüber

der Jüngling war, der zwei Jahre zuvor die Kabine seines Teams gereinigt hatte.


2021

: Das sind die Teams


2021: DAS SIND DIE TEAMS

27

: Durch den eisfreien Seehafen konnte sich Göteborg gegenüber anderen Städten einen bedeutenden Wirtschaftsvorteil verschaffen.

: Frölunda – Erfolg auf Stein gebaut

Beim Betrachten der Palmarès des Frölunda Hockey Club läuft jedem Eishockeyfan

das Wasser im Mund zusammen. Fünf nationale Meistertitel sowie vier Erfolge in der

Champions Hockey League schreiben sich die Schweden auf die Fahne.

Nur wenige Teams können

auf der europäischen

Bühne ein derart konstantes

Niveau an den Tag

legen wie Frölunda. Erst einmal ging in

der Champions Hockey League kein Endspiel

ohne den Club aus Westschweden

über die Bühne, in vier der fünf Teilnahmen

jubelte Frölunda im Finale. Das Gedeihen

des Clubs, der in den 1980er-

Jahren auch eine schwierige Zeit

durch lebte, ist kein Zufallsprodukt.

Eisfreier Seehafen bedeutete

Wirtschaftsvorteil

Der im schwedischen Göteborg beheimatete

Stadtteil Frölunda ist Namenspate

für einen der stärksten Eishockeyclubs

in Europa. Die Stadt an der

Westküste ist nach Stockholm die

zweitgrösste Stadt Schwedens. Schon

in der Steinzeit siedelten sich Menschen

dort an, wo sich die Stadt Göteborg

später durch ihren eisfreien

Seehafen gegenüber anderen Städten

einen bedeutenden Wirtschaftsvorteil

verschaffen konnte. Die Universitätsstadt

zählt eine halbe Million Einwohner

und ist vom Göteborger Schärengarten

mit zum Teil bewohnten felsigen Inseln

umgeben. Der Kontrast der Grossstadtatmosphäre

zum ländlich geprägten

Umland macht den Reiz von Göteborg

aus. Als Relikt der historischen

Festungsanlage befinden sich im Zentrum

zahlreiche alte Bauwerke und

kleine befahrbare Kanäle. Das älteste

erhaltene Gebäude der Stadt ist das

Kronhuset. Es wurde Mitte des 17. Jahrhunderts

erbaut.

Spengler Cup-Fans sowie Organisatoren

fiebern gleichermassen den Auftritten

der Schweden im Davoser Eisstadion

entgegen. Die letzte Teilnahme

einer schwedischen Mannschaft beim

Traditionsturnier liegt 15 Jahre zurück,

die letzte Teilnahmen im Finale 24 und

der letzte Titelgewinn gar 27 Jahre.

Damals, 1994 und 1993, stemmte der

Färjestad BK als bislang einziger schwedischer

Club die Spengler Cup-Trophäe

in die Höhe. Die Zeit ist im Jahr 2021

also gekommen, um wieder eine Mannschaft

aus Skandinavien auf dem Eisparkett

des Spengler Cup begrüssen zu

dürfen.

Ausbildung mit hohem Stellenwert

Eine schwedische Ausbildung zum Eishockeyprofi

sucht in Zentraleuropa

ihresgleichen. Die Rahmenbedingungen

und das Investment in den Sport sind

unvergleichbar gross. Neben den Eishockeyanern

ist in Göteborg mit dem

IFK Göteborg auch der erfolgreichste


94.

Spengler Cup Davos 2021

: Weihnachten in Göteborg: letzte Besorgungen für Heiligabend in der Stadt und dann ab vor den

Fernseher für Micky Maus und Spengler Cup.

: Frölunda konnte bisher fünfmal den schwedischen

Meistertitel bejubeln. Zuletzt im Jahr 2019.

schwedische Männerfussballverein zu

Hause. Am grössten Handballturnier

der Welt, dem Partille Cup, nehmen

jährlich etwa 10 000 Nachwuchsspieler

aller Altersklassen teil. Ebenso viele

teilnehmende Jugendliche verzeichnet

der Gothia Cup im Fussballsommer.

Sportartenübergreifend gilt in Skandinavien

der Nachwuchs als Grundstein

für langfristigen Erfolg. Der Sport ist

tief im Leben der jungen schwedischen

Bevölkerung verankert.

Begegnung in der Champions

Hockey League (CHL)

Mehr als fünf Jahre liegt der 12. Januar

2016 zurück, und doch erinnern sich in

Göteborg und Davos noch viele an die-

sen Tag. Der Frölunda Hockey Club, damals

auf dem Weg, sich mit dem ersten

Champions Hockey League-Titel als

europäisches Spitzenteam zu festigen,

gastierte im Halbfinale beim Hockey

Club Davos. Die deutliche 5 : 0-Machtdemonstration

der Schweden von damals

sorgt im Vorfeld des 94. Spengler

Cup für Rivalität mit dem Gastgeber

Davos. Die damalige Präsenz im Halbfinale

war zugleich der bislang grösste

Erfolg der Davoser in der CHL.

Göteborg feiert 400-Jahr-Jubiläum

Gegen den zweiten Turnierteilnehmer

aus der Schweiz, den HC Ambrì-Piotta,

beginnt für die Cracks aus Göteborg

am Stephanstag das Spektakel Spengler

Cup. Zum 400-Jahr-Jubiläum, das

die Stadt Göteborg aufgrund der Corona-Pandemie

dieses Jahr kleiner, dafür

aber bis 2023 feiert, wäre ein Erfolg

auf internationalem Parkett das i-Tüpfelchen.

Micky Maus und Spengler Cup

Still wird es in Schweden auf jeden Fall

bereits am 24. Dezember: Traditionell

sitzt die schwedische Bevölkerung zu

Weihnachten vor den Fernsehgeräten.

Und Jahr für Jahr stimmt aufs Neue

Micky Maus auf das Weihnachtsfest

ein. Aber in diesem Jahr sind die leergefegten

Strassen auch dem Spengler

Cup geschuldet, dem die Göteborger

ebenso entgegenfiebern.

Von Göteborg in die NHL

Erfolg der Lundqvist-Zwillinge

Die Karriere von Henrik Lundqvist, einem der besten Torhüter der NHL-Historie,

begann beim Frölunda Hockey Club. Im Jahr 2000 wurde der Schwede von den New

York Rangers gedraftet, spielte jedoch bis 2005 weiterhin für den Spengler Cup-

Teilnehmer aus Göteborg. In der stärksten Liga der Welt verzeichneten nur fünf

Torhüter mehr Siege als der modeaffine Eishockeystar. Henrik Lundqvists Zwillingsbruder

Joel kehrte nach drei NHL-Saisons bei den Dallas Stars 2009 zurück zu

seinem Stammclub Göteborg. Seither führt der 39-jährige Mittelstürmer als dreifacher

schwedischer Weltmeister die Mannschaft als Kapitän an.


2021: DAS SIND DIE TEAMS

29

: Zu den ältesten unverwechselbaren Merkmalen der Stadt Kuopio zählt die 1902 gebaute, zart rosafarbene Markthalle.

: Späte Möglichkeit der

Titelverteidigung

Kalevan Pallo oder kurz KalPa vertritt Finnland beim 94. Spengler Cup. Der Club ist

in Kuopio zu Hause und bestreitet die Meisterschaft in der Liiga. Als bisher einziges

finnisches Team gewann KalPa 2018 den Spengler Cup.

Kuopio ist eine Stadt in der

ostfinnischen Landschaft

Nordsavo. Sie befindet sich

390 Kilometer nördlich von

Helsinki. Die Kernstadt von Kuopio liegt

auf einer Halbinsel im Kallavesi-See im

Schatten der 232 Meter hohen Puijo-

Anhöhe. Der See befindet sich 82 Meter

über dem Meeresspiegel. Die eigentliche

Stadt nimmt mit einer Fläche von

45 Quadratkilometern nur einen Bruchteil

des administrativen Stadtgebiets

von Kuopio ein. Letzteres umfasst eine

Fläche von 3740 Quadratkilometern. Ein

Grossteil ist ländlich strukturiert.

Mehr als ein Viertel des Gebiets besteht

aus Binnengewässern. Der mit

Abstand grösste See ist der Kallavesi

mit 478 Quadratkilometern.

Mit 120 000 Einwohnern ist Kuopio die

neuntgrösste Stadt Finnlands. Es ist

eine Universitätsstadt, ein Wintersportort,

aber auch im Sommer ein beliebtes

Ferienziel mit vielen Freizeitmöglichkeiten

und Sitz eines orthodoxen

Erzbischofs sowie eines evangelischlutherischen

Bischofs. In Kuopio sind

3529 Betriebe ansässig, darunter der

Siilinjärvi-Karbonatikkomplex. Geprägt

wird die Wirtschaft des ostfinnischen

Handelszentrums von der Lebensmittelund

Metallindustrie sowie der Holzverarbeitung.

Viele Sehenswürdigkeiten

für Touristen

Touristen erhalten in Kuopio ein breit

gefächertes Angebot an Sehenswürdigkeiten,

Museen und Kirchen. Zu den

beliebtesten Treffpunkten gehört im

Sommer der Marktplatz unmittelbar

vor dem Rathaus, wo frische finnische

Produkte wie Pilze und Beeren angeboten

werden. Auf dem Marktplatz gehen

jeweils auch das weltbekannte Tanzfestival

und das beliebte Weinfest über die

Bühne. Die Markthalle ist ein idealer

Ort, um frischen Fisch, Fleisch, Brot

oder Gemüse einzukaufen oder die typisch

finnischen Produkte wie zum Beispiel

Sauna-Utensilien zu erwerben. Als

Kuopios verborgener Schatz gilt die

Marktstrasse Pikku-Pietari.

Eine der sommerlichen Hauptattraktionen

ist der Passagierhafen für

Rundfahrten durch die Seenlandschaft.


94.

Spengler Cup Davos 2021

: Der Puijo-Turm mit seinem Drehrestaurant wird als «beste Aussicht in Finnland» gepriesen und

gilt als geeigneter Ausgangspunkt für Trekkingausflüge im Sommer und Skitouren im Winter.

: Der bisher einzige finnische Spengler Cup-Sieger

KalPa feierte den Sieg in Davos und anschliessend

in Kuopio.

Während der Hauptsaison legen täglich

zahlreiche Schiffe und Fähren ab, die

durch die Weiten des Kallavesi-Sees

schippern. Kuopios Hafen hat auch im

Winter seinen Reiz. Die wenigen Schiffe,

die dann noch im Hafenbecken liegen,

sind im Eis eingefroren; einige werden

als Winter-Cafés betrieben. Am gefrorenen

See ist der Hafen Ausgangspunkt

zum Schlittschuhlaufen auf einer Natureisbahn

um die vielen kleinen Inselchen.

Es bestehen Strecken mit bis zu

acht Kilometern Länge.

Eine einmalige Aussicht auf die umliegende

Seenlandschaft bietet der Puijo-

Turm mit seinem Drehrestaurant. Er

wird als «beste Aussicht in Finnland»

gepriesen. In unmittelbarer Nähe des

Puijo-Turms befindet sich die Puijo-

Skisprungschanze, wo verschiedentlich

Weltcup-Wettbewerbe und auch schon

Junioren-Weltmeisterschaften durchgeführt

wurden. 2015 sprang der

Schweizer Simon Ammann Schanzenrekord,

der jedoch zwischenzeitlich

wieder überboten wurde.

Grösster Erfolg am Spengler Cup

Zu den beliebtesten Sportclubs von

Kuopio gehört der Eishockeyclub KalPa

(Kalevan Pallo). Er spielt in der Liiga, der

obersten finnischen Spielklasse. KalPa

bestreitet seine Heimspiele in der Olvi

Areena. Sie gehört der Stadt Kuopio,

wurde zwischen 2018 und 2020 umfassend

renoviert und weist jetzt eine Kapazität

für 5300 Zuschauer auf. Seinen

grössten Erfolg feierte KalPa am

31. Dezember 2018 mit dem Gewinn des

Spengler Cup.

Es war in der langen Geschichte des

Traditionsturniers der erste Triumph

einer finnischen Mannschaft überhaupt.

Das Endspiel zwischen KalPa und dem

Titelverteidiger Team Canada war an

Spannung und Dramatik nicht zu überbieten

und wurde erst mit dem 16. Versuch

im Penalty-Schiessen entschieden.

Weil aus der Liiga jeweils das beste nicht

für die Champions Hockey League qualifizierte

Team beim Spengler Cup antreten

darf, konnte KalPa 2019 nicht zur

Titelverteidigung antreten. In diesem

Jahr erhält der Club aus Kuopio nun eine

verspätete Gelegenheit dazu.

Kim Nousiainen

Der Edeldiamant im Talentschuppen

KalPa ist eine typisch finnische Talentschmiede. 2017/18 gewann der Club die U20-

Landesmeisterschaft. Zu den Leistungsträgern zählte der erst 17-jährige Kim

Nousiainen. Im April beendete er jene Saison mit Gold bei der U18-Weltmeisterschaft.

Acht Monate später fiel der Verteidiger bereits im Erwachsenen-Eishockey

derart auf, dass er bei KalPas Turniersieg ins All-Star-Team des Spengler Cup

gewählt wurde. Im Juni 2019 zogen die Los Angeles Kings den talentierten Finnen in

der vierten Runde des NHL-Drafts. Als 20-Jähriger gab Nousiainen 2021 sein WM-

Debüt bei den Aktiven im finnischen Silber-Team.


2021: DAS SIND DIE TEAMS

31

: Sparta Prag hat auch in Davos Grund zum Feiern, zelebriert der Club doch seine zehnte Spengler Cup-Teilnahme.

: Jubiläum für Sparta Prag

Prag näher vorzustellen würde bedeuten, Wasser in den Rhein bzw. in die Moldau

zu tragen. Die Stadt zählt zu den beliebtesten Touristenmagneten Europas.

Mit dem HC Sparta Prag tritt einer der populärsten Clubs aus Tschechien am

94. Spengler Cup an.

Prag ist die Hauptstadt

Tschechiens. Die Metropole

mit ihren mehr als 1,3 Millionen

Einwohnern liegt an der

Moldau. Die «Stadt der hundert Türme»

ist bekannt für den Altstädter Ring mit

bunten Barockgebäuden, gotischen

Kirchen und der mittelalterlichen astronomischen

Uhr, an der zu jeder

Stunde ein animiertes Glockenspiel zu

sehen ist. Die 1402 fertiggestellte

Karlsbrücke mit Statuen katholischer

Heiliger, ein Touristenmagnet, ist für

den Autoverkehr gesperrt. Das historische

Zentrum Prags ist von der

UNESCO zu einer der 14 Welterbestätten

Tschechiens ernannt worden. Die

«Goldene Stadt» zeigt ein geschlossenes,

von Gotik und Barock geprägtes

Stadtbild. Die Bezeichnung «Goldene

Stadt» bezieht sich auf die Sandsteintürme,

die im Sonnenlicht in Goldtönen

schimmern. Eine weitere Erklärung für

diesen Titel ist, dass Kaiser Karl IV. die

Türme der Prager Burg vergolden liess.

Ausserdem war die Stadt zur Zeit Rudolfs

II. ein Anziehungspunkt für Alchemisten.

Auch der Beiname «Stadt der hundert

Türme» ist schon seit mehreren Jahrhunderten

bekannt und verweist auf

die zahlreichen Türme, die das historische

Stadtbild prägen. Sehenswürdigkeiten

wie die Burg, die Karlsbrücke, die

mittelalterliche Rathausuhr, der jüdische

Friedhof oder die älteste Synagoge

der Welt machen die Stadt zu einem

beliebten touristischen Ziel. Mit rund

sechs Millionen ausländischen Touristen

im Jahr zählt Prag zu den zehn meistbesuchten

Städten Europas.

Attraktiv für Studenten

Die tschechische Metropole gilt auch

als internationaler Anziehungspunkt

für Studenten. Mit der Karls-Universität

wurde in Prag 1348 die erste Universität

in Mitteleuropa gegründet.

Auch das Konservatorium und die Technische

Universität gehören zu den ältesten

ihrer Art auf dem Kontinent.

Eishockey und Fussball sind die beliebtesten

Sportarten in Prag. 1903 wurde

im Sportverein Sparta Prag eine Bandyabteilung

gegründet, aus der 1909 ein

Eishockeyclub hervorging. Der HC Sparta

Prag gehörte häufig zu den Aushängeschildern

in der Eishockeyhochburg.


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2021: DAS SIND DIE TEAMS

33

Bis 1993 spielten die Prager in der

höchsten tschechoslowakischen Spielklasse,

mit Ausnahme der Saison

1950/51. Dabei gewann Sparta Prag vier

tschechoslowakische Meisterschaften,

zwei Mitte der 1950er-Jahre und zwei

Anfang der 1990er-Jahre. Nach dem

politischen Zerfall der Tschechoslowakei

wurde in der Saison 1993/94 die Extraliga

eingeführt, die oberste Spielklasse

Tschechiens. In dieser wurde der HC

Sparta Prag in den Jahren 2000, 2002,

2006 und 2007 Landesmeister. In der

letzten Saison führte er am Ende der

Regular Season die Tabellen an. Im Playoff-Halbfinale

scheiterte Sparta Prag

jedoch an Liberec. Die Prager verloren

das alles entscheidende siebte Spiel zu

Hause mit 1 : 2.

Gemischte Gefühle

Gemischte Gefühle hat der HC Sparta

Prag, wenn es um die vergangene

Spengler Cup-Turniere geht. 1962 und

1963 gewann er das Turnier. 2004 verlor

der Club hingegen das Endspiel gegen

den Hockey Club Davos mit 0 : 2. Den

internationalen Wert des Spengler Cup

zeigte schon damals die Tatsache, dass

das Finale im tschechischen Fernsehen

live übertragen wurde. NHL-Star Rick

Nash, der in jener Saison aufgrund des

NHL-Lockouts für den Hockey Club Davos

stürmte, betonte nach dem Finale:

«Ich denke, dass nur der Stanley Cup

und die Weltmeisterschaft ein höheres

Rating haben als der Spengler Cup

Zuletzt trat Sparta Prag 2010 beim

Spengler Cup an. Nun folgt seine zehnte

Teilnahme.

: Prag, die Stadt der hundert Türme, gehört mit über 1,3 Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen

in die Top 15 der grössten Städte der Europäischen Union.

: Hier in der O 2 -Arena trägt Sparta Prag seine Heimspiele aus. Die Multifunktionshalle wurde

für die Eishockeyweltmeisterschaft 2004 gebaut und bietet über 17 000 Sitzplätze.

Vladimír Sobotka

Der weit gereiste Routinier

Unter einem neuen Investor unternimmt der HC Sparta Prag seit 2019 alles, um

wieder die Nummer eins in Tschechien zu werden und beim Spengler Cup zu glänzen.

Ein Garant dafür soll der 34-jährige Vladimír Sobotka sein. Der Center ist der älteste

und erfahrenste Spieler im Team. In elf Jahren bestritt er für die Boston

Bruins, die St. Louis Blues und die Buffalo Sabres 599 Partien in der NHL. Dazwischen

stürmte Sobotka von 2014 bis 2017 für den russischen Spitzenclub Avangard

Omsk in der KHL. Er gilt als laufstarker, hart einsteigender Mittelstürmer mit

feinem Spielgefühl und guter Übersicht, was ihn auch im Powerplay und Boxplay

besonders wertvoll macht.


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2021: DAS SIND DIE TEAMS

35

: Das Team Canada feiert den Sieg beim Spengler Cup 2019 nach einem Triumph im Finale gegen den HC Oceláři Třinec.

: Titelverteidiger und Rekordhalter

Team Canada kürte sich in der letzten Auflage des Spengler Cup mit seinem 16. Turniersieg

zum alleinigen Rekordhalter. Seit 1984 schickt das Mutterland des Eishockeys

jeweils eine Auswahl an grösstenteils in Europa engagierten Spielern zum Spengler Cup

nach Davos. Und auch 2021 bringen die Kanadier das Potenzial für den Turniersieg

mit ins Landwassertal.

Positive Eishockeyerfahrungen

zu entwickeln und zu

fördern, lautet die Mission,

der sich Hockey Canada verschrieben

hat. Dass der Spengler Cup

eine solche Erfahrung darstellt, hat sich

längst bestätigt. Die Mannschaft bringt

den ganzen Stolz Kanadas auf das Davoser

Eisparkett und entpuppte sich früh

als feste Grösse und Publikumsmagnet.

In den ersten fünf Teilnahmen erreichten

die Kanadier jeweils das Finale und

konnten dieses in den Anfängen dreimal

für sich entscheiden. Seither reist das

Team Canada in der Altjahrswoche als

Publikumsliebling, Turnierfavorit und

Erzrivale von Gastgeber Hockey Club

Davos in die Bündner Bergwelt. Bei den

36 Teilnahmen wurde das Finale 24-mal

erreicht. 16-mal endete das Jahr mit

der Spengler Cup-Trophäe im Gepäck.

Ein makelloser Auftritt machte Team

Canada zuletzt zum alleinigen Spengler

Cup-Rekordhalter. Die bisherige Rekordmarke

hatte sich Team Canada zuvor

mit dem Hockey Club Davos teilen

müssen. Mit den jüngsten Ergebnissen

untermauerten die Athleten aus Übersee

ihre Klasse – 4 : 1 und 5 : 1 in der Vorrunde

(gegen Třinec und Davos) sowie

6 : 0 im Halb finale (gegen Turku) und eine

4 : 0-Finalgala gegen den Vorjahreszweiten

Třinec aus Tschechien.

Eine Mission für die Nation

Eine beeindruckende Kulisse erwartet

die kanadischen Eishockeyprofis im Davoser

«Winter Wonderland». Sportlich

wird den Cracks vom international

stark besetzten Teilnehmerfeld einiges

abverlangt. Wer das Ahornblatt auf der

Brust trägt, geht immer mit dem Anspruch

zu gewinnen aufs Eis. Dieser

Grundsatz ist den Spielern in die Wiege

gelegt und macht beim Spengler Cup

auch einen grossen Nachteil wett. Während

die Clubmannschaften das ganze

Jahr eingespielt zusammen agieren, ist

die Spengler Cup-Equipe von Team Canada

nur für das Turnier vereint. Spieler,

die sich während der Saison zum Teil

als Kontrahenten auf dem Eis gegenüberstehen,

versammeln sich in der

Altjahrswoche in derselben Mannschaftskabine.

Die charakteristische

Blattform des Zuckerahorns zeichnet

und verbindet seit dem 19. Jahrhundert


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2021: DAS SIND DIE TEAMS

37

die Nation. Das «Maple Leaf» gilt als ältestes

und bekanntestes Nationalsymbol.

Die damit verbundenen Farben Rot

und Weiss sind dagegen erst im Jahr

1921 – also zwei Jahre vor der Geburtsstunde

des Spengler Cup – dazugekommen.

Für die Spieler wird daher jeder

Einsatz beim Spengler Cup zur Mission

für die Nation. Das Traditionsturnier

gilt in Kanada seit knapp 20 Jahren als

Quotenbringer im TV-Programm.

Kanada – der amtierende Weltmeister

Im Welteishockey konnte das kanadische

Team 2021 bereits glänzen, am 6. Juni,

als in Riga der 27. Weltmeister ermittelt

wurde. Ohne Zweifel eine Grosstat für

den Nationalstolz, nicht nur für Eishockeyaner.

Neben dem zweitgrössten Nationalsport,

dem Lacrosse, trägt der

Eis hockeydachver band die wahrscheinlich

grösste Verantwortung für sein

Land. Die Menschen in Kanada gelten generell

als sehr freundlich und höflich.

Aufwachsen mit einer kleinen Eisfläche

im hinteren Garten gehört zum Alltag.

Dementsprechend eishockeybegeistert

sind die jungen Kanadier. Der seit 1994

in dieser Form agierende Dachverband

Hockey Canada mit seinem Hauptsitz in

Calgary sowie einer Zweigstelle in Ottawa

kümmert sich neben den Agenden

der Nationalmannschaften hauptsächlich

um diverse Nachwuchsligen.

: Nach dem Turniersieg 2019 hat das Team Canada im ewigen Klassement die alleinige Führung von Davos

übernommen. Hier auf dem Bild Andrew MacDonald vor den Augen des Davoser Luca Hischier (links).

Den Rekord als Turniersieger festigen

Auch beim 94. Spengler Cup werden

die Kanadier von zahlreichen Fans und

«neutralen» Besuchern auf ihrer Mission,

den Rekord als Turniersieger zu

festigen, unterstützt.

: Ben Maxwell feiert den Sieg mit seinem jüngsten Fan.

Goldene Hände

Andy Hüppi – der Schweizer im Team Canada

16-mal gewann das Team Canada bisher den Spengler Cup. Bei acht Siegen war der

Schweizer Andy Hüppi dabei. Zudem gewann das Team Canada mit ihm als Masseur

sechs Weltmeisterschaften, die Olympischen Spiele 2014 und den World Cup 2016.

Die Tage sind lang und die Momente, in denen Hüppi auf dem Massagetisch sitzt, die

Beine baumeln lässt und nichts tut, sind rar: «Es ist wie bei anderen Jobs. Wer die

Arbeit sieht, hat immer etwas zu tun.» Mehrheitlich erledigt Hüppi diese mit Leidenschaft

und nur nach mehrmaligem Nachhaken verrät er: «Nähen kann ich nicht

so gut und nach dem Visiere-an-die-Helme-Schrauben schmerzen meine Finger


94.

Spengler Cup Davos 2021

: Gänsehautgefühl: So wie hier Dominic Zwerger nach dem Gewinn des Spengler Cup-Spiels gegen TPS Turku werden Siege beim HC Ambrì-Piotta zelebriert.

: Der Mythos Ambrì

Ambrì-Piotta darf sein Eishockey zum zweiten Mal beim Spengler Cup präsentieren.

Bei der Feuertaufe 2019 entpuppten sich die Tessiner als perfektes zweites

Schweizer Team und bereicherten das Traditionsturnier auf und neben dem Eis.

Das emotionale Feuerwerk der Tessiner soll auch nach der Corona-bedingten

Absage 2020 weiter brennen.

Seit 1985 hält sich der als

ewiger «Underdog» bekannte

Ambrì-Piotta, der

noch nie die Schweizer

Meisterschaft gewinnen konnte, in der

höchsten Liga. Und obwohl es für den

grossen Wurf auch beim Spengler Cup

noch nicht reichte, haben die Tessiner

im Landwassertal doch ein deutliches

Zeichen gesetzt. Die Vorfreude und die

damit verbundene Erwartungshaltung

auf den 94. Spengler Cup ist sowohl bei

den Spielern und dem Verein, wie auch

bei den treuen Anhängern sehr gross.

Die letzten und einzigen Triumphe einer

zweiten Schweizer Mannschaft beim

Spengler Cup feierte Genève-Servette

in den Jahren 2013 und 2014.

Hoch oben im Tessin kann man das Eishockeyherz

deutlich schlagen hören.

Die Dörfer Ambrì und Piotta liegen am

oberen Ende der Leventina auf rund

1000 Metern Höhe, wo die Ruhe während

der Eishockeysaison dem Mythos

Ambrì Platz machen muss. Der Club gilt

als grösster Arbeitgeber, das Eishockeystadion

bietet Platz für 6775 Zuschauer.

Das ist um ein Vielfaches mehr,

als die zwei Dörfer Einwohner haben –

hat aber durchaus seine Berechtigung,

denn die alpine, dörfliche Atmosphäre

gepaart mit einzigartigen Emotionen

für den Sport bringt Eishockeyfans aus

der ganzen Schweiz und dem Ausland

dazu, Anhänger des HC Ambrì-Piotta zu

sein. In Italien und der Schweiz zählt der

Club insgesamt 20 Fanclubs, die den

Cracks regelmässig auf die Kufen

schauen. Vorzugsweise beim «Tessiner

Derby» gegen den Kantonsrivalen HC

Lugano. Und für das Fortbestehen des

Mythos Ambrì greifen die Fans auch

tief in ihre Taschen. Zweimal half eine

Spendenaktion von jeweils über 2,5 Millionen

Schweizer Franken dem Club aus

finanziellen Nöten, der drohende Abstieg

wurde gemeinsam abgewandt.

Aus dem Schatten ins Rampenlicht

Im Winter bleibt das Dorf Ambrì mehrere

Monate ohne Sonne. Entsprechend

lässt sich der Dorfname auf das Wort

«ombra» (Schatten) zurückführen. Einziger

Lichtblick im tiefalpinen Winter:


2021: DAS SIND DIE TEAMS

39

das Eishockey des HCAP. Der 1937 gegründete

Club ist Aushängeschild der

der politischen Gemeinde Quinto mit

den Dörfern Ambrì, Piotta, Scruengo,

Varenzo, Ronco, Deggio, Catto, Lurengo

und Altanca, die zusammen knapp über

1000 Einwohner zählen. Das Eishockey

gilt als wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die wenigen Restaurants und Hotels,

die ihre Pforten an der durch das Dorf

führenden Hauptstrasse Via San Gottardo

noch nicht geschlossen haben,

sind auf die bei jedem Heimspiel wiederkehrenden

Fans angewiesen. Der

Grossteil des Verkehrs rollt auf der

nahe gelegenen Gotthard-Autobahn an

den Dörfern vorbei und bringt Wirtschaftsgüter

und Touristen vom Norden

in den Süden und umgekehrt. Die

unberührte Natur animiert im Sommer

den einen oder anderen Feriengast zu

einem Zwischenstopp in einem der beschaulichen

Leventiner Dörfer.

: Ein Feeling ähnlich dem des Team Canada am Family Day: Head Coach Luca Cereda mit Jade Matte und

Samuele Cereda (von links).

Die Siegeshymne des Clubs «La Montanara»

wurde vor zwei Jahren zum Ohrwurm

beim Spengler Cup. Als zweites

Schweizer Team neben Gastgeber Davos

eroberte Ambrì-Piotta wie kaum

eine andere Gastmannschaft die Herzen

der Fans im Sturm. Und «Das Lied

der Berge», wie die Melodie im deutschen

Sprachraum heisst, soll 2021

noch lauter erklingen. Clubpräsident

Filippo Lombardi möchte vor allem

sportlich eine Schippe drauflegen: «Wir

hoffen, weniger Verletzte zu haben und

damit mit einer besseren Zusammensetzung

als 2019 nach Davos zu kommen

sowie mindestens so viele Emotio-

: Die Ambrì-Fans leben für ihren Club.

nen zu entfachen wie damals.» Bei der

Spengler Cup-Premiere seines Teams

bei der letzten Auflage des Traditionsturniers

war nach einem spektakulären

Halbfinale Schluss. Ambrìs Spengler

Cup-Märchen wurde vom Vertreter aus

dem tschechischen Třinec mit einem

Treffer in der Overtime bitter beendet.

Die Geschichte wird nicht von Mauern geschrieben

6775 Ambrì

6775 Plätze fasst die «Nuova Valascia», das neue Stadion von Ambrì-Piotta. Dies in

Anlehnung an die Postleitzahl von Ambrì. Natürlich ist es der ganzen Ambrì-Familie

schwergefallen, die Kultstätte Valascia hinter sich zu lassen. Doch die Geschichte

werde nicht von Mauern geschrieben, sondern von Menschen, so Ambrìs Präsident

Filippo Lombardi, der überzeugt ist, dass diese den alten «Valascia-Geist» mitnehmen.

Auch das neue, rund 51 Millionen Schweizer Franken teure Multifunktionsstadion

mit sechs Umkleideräumen, drei Geschäften, einem Konferenzraum und mehreren

Büros hat schon eine Geschichte, wurde es doch von Stararchitekt Mario

Botta entworfen.


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2021: DAS SIND DIE TEAMS

41

: Davos mit beeindruckender Kulisse inmitten der Schweizer Bergwelt.

: Hungriger Gastgeber

Vor zehn Jahren stemmte Gastgeber Hockey Club Davos zum letzten Mal die Spengler

Cup-Trophäe in die Höhe. Mit der Gastgeberrolle allein wollen sich die Bündner aber

nicht mehr abfinden. Ein Sieg bei der 94. Auflage des Spengler Cup würde Davos wieder

im Wettstreit um die historische Vorherrschaft des Turniers mitmischen lassen.

Seitdem der Spengler Cup

als ältestes internationales

Eishockeyturnier auf Clubbasis

1923 zum ersten Mal

ausgetragen wurde, gelang Gastgeber

Hockey Club Davos 15-mal der Turniersieg.

Neben der hochkarätigen Besetzung

von Spitzenteams stellt seit 1984

auch Hockey Canada jeweils eine Abordnung

von in Europa engagierten Kanadiern.

Diese machte zuletzt das Rennen

gegen Hausherr Davos und darf sich

nach 16 Turniersiegen das Prädikat

Rekordsieger auf die Fahne schreiben.

Nach der Corona-bedingten Absage

des Turniers im letzten Jahr könnten

die Davoser zwei Jahre nach dem Verlust

des begehrten Titels mit dem

Turniersieg in diesem Jahr wieder mit

den Kanadiern gleichziehen. Zehn Jahre

nach dem letzten Titel, wäre es vor

allem aus Sicht der Fans höchste Zeit

dafür.

Eishockeysport gelebt und zelebriert

Tradition und Kult begleiten jedes Jahr

die Eishockeyfesttage im Landwassertal.

Dass Davos in der Altjahrswoche

zum Mekka des Eishockeys wird und für

internationales Aufsehen sorgt, hat

viele Gründe. Das Flair in der auf 1560

Metern liegenden Stadt schafft es mühelos,

der Welt für ein paar Tage den

Atem zu rauben. Neben dem Liga-Alltag

laden die Davoser zu einem Eishockeyturnier,

bei dem die sportliche Komponente

sehr wohl von Bedeutung, jedoch

nicht der alleinige Erfolgsfaktor ist.

Der Eishockeysport wird seit beinahe

100 Jahren in der Altjahrswoche wahrlich

zelebriert, wie alle Beteiligten einmütig

bestätigen.

Schweizer Rekordmeister

In der Schweiz ist Davos tief mit dem

Wintersport und Eishockey im Speziellen

verbunden. Ein Streifzug durch die

nationalen Meistertitel des Hockey Club

Davos wird zu einer langen Aufzählung.

Nach dem Premierenerfolg dominierte

Davos das Eishockey in der Schweiz,

entschied bis 1950 bereits 21 Meisterschaften

für sich. Nach der goldenen

Zeit von damals folgte der Abstieg in

die Zweitklassigkeit, ehe die Mannschaft

aus Graubünden Mitte der

1980er-Jahre zu alter Stärke zurückfand.

Seit der Jahrtausendwende wagt

sich der Hockey Club Davos immer wieder

an die Spitze heran und stemmte in


94.

Spengler Cup Davos 2021

den Jahren 2002, 2005, 2007, 2009,

2011 und 2015 die goldene NLA-Trophäe

in die Höhe.

Seinen Ruhm hat Davos aber auch der

Medizin zu verdanken. Die Tatsache,

dass das Davoser Höhenklima wohl tuend

und gesundheitsfördernd ist, stellten

Alexander Spengler und später Willem

Jan Holsboer bereits im 19. Jahrhundert

fest. Die schadstoffarme Luft wurde

zum Erfolgsgeheimnis des Bauerndorfs,

das seit dem Mittelalter besteht. Wenig

später entpuppte sich der bereits damals

international anerkannte Kurort

als Wintersportdestination. Im Jahr

1883 machte das erste Schlittenrennen

den Auftakt, Skifahren und der Eissport

folgten. Die Inbetriebnahme des weltweit

ersten Bügelskilifts durch die Davoser

Skischule im Jahre 1934 war der

nächste logische Schritt. Der Lift beförderte

die Skifahrer über eine damalige

Rekordlänge von knapp 300 Metern.

: Der Eishockeysport hat Tradition in Davos. Besonders schön ist es, wenn dazu auch die Kulisse stimmt.

Die schneebedeckte Stadtpromenade

lädt vor jedem Eishockeymatch zum

Verweilen ein. Bestandteil der Popularität

ist der sportliche Erfolg. Umso

wichtiger erscheint es, dass die Mannschaft

ein weiteres Mal zu glorreichen

Zeiten zurückfindet. Der nationale Titel

aus dem Jahr 2015 und der Spengler

Cup-Erfolg von 2011 liegen bereits lange

zurück. Der Hunger des Gastgebers

ist dementsprechend gross.

Die volle Unterstützung der Fans ist

dem Hockey Club Davos gewiss, denn die

gelb-blaue Passion ist in der gesamten

Schweiz verbreitet.

: Mitreissende Spiele sind beim Spengler Cup garantiert – da kann es schon mal zu Engpässen kommen.

Optimale und zeitgemässe Bedingungen

Das schönste Stadion erstrahlt

in neuem Glanz

2021 jährt sich der offizielle Gründungsakt des Hockey Club Davos zum 100. Mal.

Die Davoser Erfolgsgeschichte lancierte damals Dr. Paul Müller. Bereits drei Jahre

vor der Gründung, im Jahr 1918, entstand der Gäste- und Mittelschulclub, der

durch Müller 1921 in den heutigen Hockey Club Davos umgewandelt wurde. Zum

Jubiläum wurde auch die Renovierung des Eisstadions Davos fertiggestellt. Das

Holzbauwerk begeistert Fans und Architekten gleichermassen und gilt als

Schmuckkästchen. Das schönste Stadion der Welt erstrahlt in neuem Glanz.


2021: DAS SIND DIE TEAMS

43

: Ein unvergessliches Erlebnis mit den Liebsten teilen und Erinnerungen davontragen, die über die 60 Spielminuten hinausgehen.

: Weil Familien auch mal eine

Auszeit brauchen

Presenting Partner UBS schenkt Familien gemeinsame Erlebnisse – und unterstützt

den Family-Sektor am Spengler Cup Davos.

Kostbare Familienzeit

am Spengler Cup

Familienzeit ist kostbar und kommt im

Alltag oft zu kurz – sei es durch Arbeit,

Termine, Wünsche oder unterschiedliche

Interessen. Deshalb sind gemeinsame

Erlebnisse besonders wichtig, um

den Familienzusammenhalt zu stärken.

Eine Gelegenheit dazu bietet das inspirierende

Engagement Family-Sektor

am Spengler Cup.

Der Family-Sektor ist ein Bereich im

Eisstadion Davos, der ausschliesslich

Familien mit Kindern bis zu 15 Jahren

vorbehalten ist. Jede Familie ist willkommen:

Die Unternehmensfamilie,

die Patchworkfamilie, die Familie mit

Grosseltern oder auch die Wahlfamilie

mit Götti und Gotti kann ein bis vier Kinder

zum Spengler Cup-Spiel mitbringen

und dabei von einem speziellen Angebot

profitieren – denn die Plätze der Kinder

werden von UBS offeriert. Das alles

gibt es zu einem Preis von 222 Franken

für zwei Erwachsene mit Kindern. Für

eine einzelne Begleitperson mit einem

Kind werden 168 Franken berechnet.

Zum Vergleich: Einzeltickets in dieser

Kategorie kosten im regulären Verkauf

112 Franken.

Mit Eishockey-Idolen auf Tuchfühlung

Der Family-Sektor ist eine Erweiterung

der Engagements von UBS für Familien

und Kinder am Spengler Cup Davos. UBS

unterstützt traditionell junge Eishockey-Talente

durch das «Jugend trainiert

mit Spengler Cup-Stars»-Angebot

am 28. Dezember. Kinder von acht

bis zwölf Jahren er halten dabei die

Möglichkeit, mit ihren Eishockey-Idolen

aus nationalen und internationalen Topmannschaften

zu trainieren. Von den

Spielern aller sechs teilnehmenden

Teams erhalten die Kinder Tipps und

Tricks sowie Autogramme am Ende

eines unvergesslichen Vormittags.

Darüber hinaus unterstützt UBS ebenfalls

die gemeinnützige Stiftung Greenhope

– Sport against Cancer, die sich

für krebskranke Kinder und ihre Familien

engagiert und junge Athleten in der

Schweiz fördert. Dieses Jahr gestalten

die betroffenen Kinder einen speziellen

Goalie-Helm für den Spengler Cup Davos.

Tickets im UBS

Family-Sektor buchen.


Glanz und Gloria

: Er weiss, wie sich Spengler

Cup-Siege anfühlen


GLANZ UND GLORIA

45

: Die Arbeit mit einem Titel krönen

Jan Alston weiss, wie sich Spengler Cup-Siege anfühlen: Mit dem Team Canada gewann

er zweimal die Trophäe. Jetzt ist er für die sportlichen Belange des Hockey Club Davos

verantwortlich und will vor allem eines: siegen.

Es war beim Spengler Cup 2002, als Jan

Alston vor ausverkaufter Kulisse das

Team Canada mit zwei Toren zum

3 : 2-Sieg im Finale gegen den Hockey

Club Davos schoss. Ein Jahr später

bei derselben Paarung – verteidigte

das Team Canada mit Alston den Titel

mit einem 7 : 4-Sieg. Insgesamt sechsmal

spielte der kanadisch-schweizerische

Doppelbürger am Spengler Cup

mit dem Team Canada (viermal), Adler

Mannheim und dem Hockey Club Davos.

Wieder mit den ehemaligen

Teamkollegen arbeiten

Auch in dieser Saison wird der Spengler

Cup wieder eines der Highlights werden.

Jan Alston ist seit dem 1. Mai 2021

General Manager (Sportchef) des Traditionsclubs.

Für ihn war es eine Rückkehr

in vertraute Gefilde: In der Saison

1995/96 lief er in 35 Spielen für den Hockey

Club Davos auf, erzielte 29 Treffer

und gab 21 Assists. Nando Wieser, Beat

Equilino, René Müller, Marc Gianola und

Reto von Arx in seiner allerersten

Nationalliga-A-Saison standen damals

unter anderem für die Davoser auf dem

Eis. «Ich finde es sehr bereichernd und

bin froh, dass ich heute mit CEO Marc

Gianola und Nachwuchschef René Müller

und damit mit zwei ehemaligen

Teamkollegen zusammenarbeiten kann»,

erzählt Jan Alston.

Er lacht und erwähnt im selben Atemzug:

«Wir haben sehr viel zu tun.» Nach

neun Jahren als Sportchef beim HC

Lausanne ist Jan Alston nach Davos gekommen,

um zu siegen: «Egal ob in der

Meisterschaft oder im Spengler Cup.

Wir sind eine sehr junge, dynamische

Mannschaft, wollen jeden Tag und in jedem

Spiel unsere beste Leistung bringen.

Dann kommt es gut.» Wohl kommen

Ziele wie Spengler Cup-Sieg oder Meistertitel

noch zu früh, sind aber in Zukunft

unbedingt wieder anzustreben.

Weltmeister und Champions

Hockey League-Sieger

Sein Blick nach vorne und sein Bestreben,

das Beste aus sich herauszuholen,

waren auch die Eigenschaften, die Jan

Alston in seinem Leben immer weiterbrachten.

Als Sohn von Baseball-Profi

Matt Alston wuchs er in Québec auf. Im

Sommer spielte er Baseball, im Winter

Eishockey. Als 16-Jähriger entschied er

sich für das Eishockey, als 20-Jähriger

dafür, seine Karriere in Europa fortzusetzen:

«Damals, als es noch kein Internet

gab, um regelmässig mit der Familie

in Kontakt zu sein, kam ich in ein neues

Leben voller Überraschungen.» Dieses

ein bis zwei Jahre auszukosten war sein

Ziel.

Die Schweiz ist zum Lebensmittelpunkt

geworden

32 Jahre später ist Europa, respektive

die Schweiz, zu seinem Lebensmittelpunkt

geworden. Er heiratete 2002

eine Schweizerin, sein Sohn und seine

drei Töchter sind bereits erwachsen.

Nach dem Start in der zweithöchsten

Liga Italiens spielte er in Deutschland

und der Schweiz. Er feierte mit Adler

Mannheim zweimal den deutschen Titel

(1999 und 2001), wurde mit Kanada

Weltmeister 2003, den ZSC Lions

Schweizer Meister 2008 und gewann

mit den ZSC Lions 2009 auch die Champions

Hockey League. 15 Stationen

umfasste seine Karriere als aktiver

Sportler. «Ich bin froh darüber, wie sie

verlaufen ist, denn ich konnte von

jedem Ort etwas mitnehmen: die Sprache,

verschiedene kulinarische Spezialitäten

– und vor allem viele Freundschaften.

Für mich ist es ein Geschenk,

dass ich diese Erfahrungen machen

konnte.»

Eishockey stand für Jan Alston immer

im Mittelpunkt – ob damals als Dreikäsehoch

in Québec oder später in Italien,

Deutschland und der Schweiz. Eishockey

bedeutet für ihn Spass und Leidenschaft.

Auch heute trainiert er für

sich selber noch regelmässig. «Ich

brauche den Sport für meine Fitness

und meine mentale Stabilität», erzählt

er. Auf dem Golfplatz zählen für ihn

nicht nur die perfekte Technik oder das

Verbessern des Handicaps. Hier kann er

auch das Eishockey ausblenden und vom

Alltag abschalten.

Ein Fest in Kanada und der Schweiz

In seiner Karriere nicht wegweisend,

aber doch in bester Erinnerung, ist die

Spengler Cup-Zeit: «Weihnachten zusammen

mit Familie und Mannschaftskollegen

in der kaum zu übertreffbaren

Atmoshäre erleben zu dürfen ist einmalig.»

Dazu kam die wunderschöne

Bergwelt mit Schnee, die fantastische

Stimmung im Stadion und die Möglichkeit,

viele Menschen kennenzulernen:

«Es war immer eine Freude, hier zu

spielen und damit ein Teil der Spengler

Cup-Familie zu sein.» Ein Fest sei der

Spengler Cup aber auch stets für seine

Familie in Kanada gewesen: «Da das Turnier

live nach Kanada übertragen wird,

hatte sie die Möglichkeit, mich spielen

zu sehen.» Das Niveau war und ist unvermindert

hoch: «Deshalb ist es sehr

schwierig, den Titel dieses Traditionsturniers

zu gewinnen.

Unsere Arbeit eines Tages

mit einem Titel krönen

Dennoch bin ich zuversichtlich, dass

dies dem Hockey Club Davos mit der

entsprechenden Einstellung nach zehn

Jahren Unterbruch in naher Zukunft

bald wieder einmal gelingen wird», sagt

er und schiebt gleich nach: «Auch der

letzte Meistertitel aus der Saison

2014/15 ist schon einige Zeit her. Hoffentlich

können wir unsere Arbeit eines

Tages wieder einmal mit dem Schweizer

Meistertitel krönen.»


Foto by Maurice Parrée

Greenhope ist eine Stiftung, welche Events für krebskranke Kinder

organisiert. Unser Ziel ist es, dass diese Kinder von der Krankheit

unbelastete Momente gemeinsam mit ihresgleichen und ihren

Familien erleben und so gemeinsame Erfahrungen sammeln können.

Engagierte Spitzen- und Breitensportler unterstützen uns und

sensibilisieren damit ein immer breiteres Publikum für unsere Idee.

Zusätzlich ermöglicht die Stiftung die finanzielle Förderung von

ausgewählten, jungen, talentierten Leistungssportler. Das Ziel der

Stiftung ist es, den Sport und die Solidarität miteinander zu vereinigen;

der Zusammenschluss dieser beiden Elemente bildet das Fundament

eines Projekts, welches dank grossen Engagements von

Freiwilligen stetig lebt und wächst.

Mehr Infos: greenhope.ch

Main partner Greenhope Foundation


: Sanna Lüdi

Skicrosserin

« Schon als kleines Mädchen hat mich Hockey fasziniert, egal ob

auf dem Eis bei den Moskitos des SC Langenthal oder auf den

Rollerblades auf dem Schulhausplatz. So war es mir eine grosse

Ehre, dass ich gemeinsam mit den Familien von Greenhope den

Spengler Cup Davos live erleben durfte. Es gibt nichts Schöneres,

als die Euphorie des Sports mit anderen zu teilen. »


94.

Spengler Cup Davos 2021

Die 1960er-Jahre: Moonshot!

Die 1960er-Jahre waren das Jahrzehnt der Kubakrise, des Vietnamkriegs, der Kulturrevolution

in China, der Desintegration der europäischen Kolonialreiche. Es war

das Jahrzehnt der ersten Mondlandung und einer ganzen Reihe von wichtigen Innovationen

– und ein Jahrzehnt (in der Schweiz wie in vielen anderen Ländern) des wirtschaftlichen

Erfolgs, sozialen Fortschritts und niedriger Arbeitslosigkeit.

In den 1960er-Jahren

hielt die Hochkonjunktur,

welche die Schweiz bereits seit den

1950er-Jahren erlebt hatte, an. Dies

zeigt sich auf verschiedenste Art und

Weise, ob durch wachsenden Wohlstand

und Konsum der Bevölkerung, wachsenden

Energiebedarf, verstärkte Bautätigkeit

oder den Ausbau des Strassennetzes.

Zum Wachstum trug auch immer deutlicher

der Dienstleistungssektor bei,

der in den 1960er-Jahren deutlich expandierte.

Dies zeigte sich nachdrücklich

bei den Vorgängerbanken der heutigen

UBS. So wuchsen entsprechend die

Beschäftigtenzahlen beim Schweizerischen

Bankverein (SBV) und bei

der Schweizerischen Bankgesellschaft

(SBG). Von Ende des Jahres 1962 bis

Ende 1972 stellte der SBV fast 4000

neue Mitarbeiter ein, wodurch sich die

Gesamtbeschäftigtenzahl auf knapp

9400 erhöhte. Bei der SBG wuchs die

Belegschaft von knapp unter 4000 Mitarbeitern

im Jahr 1960 auf fast 10 000

(von denen fast die Hälfte jünger als 25

waren) im Jahr 1970.

In vielerlei Weise erwiesen sich die

1960er-Jahre als eine entscheidende

Periode für beide Vorgängerbanken von

UBS – eine Phase, die von Expansion und

Innovation im In- und Ausland geprägt

war und durch die Feierlichkeiten zum

einhundertjährigen Bestehen der SBG

im Jahr 1962 sowie des SBV zehn Jahre

danach in gebührender Weise umrahmt

wurde.

und auch technologisch noch in einer

Entwicklungsphase. Wie sich ein pensionierter

Bankangestellter erinnerte,

«bot die SBG noch 1964 als Geschäftsbank

keinerlei Hypotheken, Spar- und

Gehaltskonten an. Die Datenverarbeitungstechnologie

steckte noch in den

Kinderschuhen. Obwohl Gehalts- und

Depotauszüge per Datenverarbeitung

erstellt wurden, mussten diese in jedem

Quartal von Hand verschickt werden,

wofür eine Armee von Mitarbeitern benötigt

wurde.»

Bis zum Ende des Jahrzehnts waren

jedoch beide Banken mit grossem Enthusiasmus

im Privatkundengeschäft

engagiert. Und der technologische

Fortschritt war unverkennbar und von

direkter Relevanz für Kunden. Ein wichtiges

Beispiel hierfür war der Aufbau

eines Bankautomatennetzes. Im November

1967 installierte die SBG als

erste Bank des Landes einen Geldautomaten

am Hauptsitz der Bank in Zürich.

Im Anschluss an diese erste Erprobung

erfolgte 1968 die Einführung eines einheitlichen

Systems von Bancomat-Geräten.

Im selben Jahr wurden von der

SBG die ersten Sparkonten im Publikumsgeschäft

angeboten; zwei Jahre

später wurden Girokonten und dann

auch Kontenkarten eingeführt. 1969

ergab sich ein weiterer Fortschritt für

Bankkunden mit der Einführung der

Schweizer Scheckkarte, die es dem Inhaber

ermöglichte, Schecks bis zu einem

Wert von 300 Franken einzulösen.

Der grosse Schritt für die Menschheit

Zurück zur ersten Mondlandung – denn

wohl kaum ein anderes Ereignis der

1960er-Jahre ist symbolischer für den

technologischen Fortschritt wie auch

für das Gefühl des «can-do» – oder, in

Abwandlung der berühmten Worte Neil

Armstrongs, der grossen Schritte für

die Menschheit!

Erster Geldautomat im 1967

Zu Beginn der 1960er-Jahre waren die

Schweizer Grossbanken im Wesentlichen

immer noch Geschäftsbanken –

Univac UCT: 1959 bis 1972 im Einsatz bei SBG. Die UCT arbeitet mit Transistoren und Ferritkernen anstatt

Röhren, im Gegensatz zum Vorgängermodel U 120 und erhält Magnetbandeinheiten als Massenspeicher.

Foto: Michael Wolgensinger, Zürich


PRESENTING PARTNER UBS

49

Der Geldautomat 1967 zuerst Pionierprojekt der

SBG und anschliessend 1968 Gemeinschaftsprojekt

mehrerer Schweizer Grossbanken.

1964 eröffnete der SBV die Filiale Davos.

Um diese Schritte zu gehen, wurden

Ideen entwickelt, ausprobiert, manche

dann permanent umgesetzt, andere

wieder verworfen. In der Schweiz, wie in

vielen anderen Ländern, ist die Digitalisierung

heute zu einem Allerweltsthema

geworden, jeder spricht darüber,

jeder nimmt an ihr – ob im Berufs- oder

Privatleben – teil. Man kann sich kaum

noch vorstellen, was für eine Aufregung

geherrscht haben musste, wenn – wie in

den 1960er-Jahren – ein Grossraum-

Computer bei einer Bank wie SBG oder

SBV eintraf und dann in vielen Publikationen,

einschliesslich Mitarbeitermagazinen,

darüber ausführlich berichtet

wurde!

Dass die Mondlandung von über 500

Millionen Fernsehzuschauern weltweit

verfolgt wurde, ist auch bezeichnend

für eine enorme (kulturgeschichtliche)

Entwicklung, die sich in den 1960er-

Jahren deutlich beschleunigte. In der

Schweiz hatte ein regulärer Sendebetrieb

Ende der 1950er-Jahre eingesetzt;

zu einem weitverbreiteten Medium

wurde das Fernsehen dann in den

1960er-Jahren. Und es war Mitte des

Jahrzehnts, als auch die TV-Werbung

eingeführt wurde. Die ersten Fernsehwerbespots

des Landes wurden am

1. Februar 1965 um 19.25 Uhr gesendet.

Führende Rolle bei der Einführung

der Fernsehwerbung

1964 hatte dies einige Diskussionen bei

der SBG ausgelöst. Da waren auf der

einen Seite diejenigen, die überzeugt

waren, dass die SBG eine führende Rolle

bei der Einführung der Fernsehwerbung

spielen sollte. Ihren Worten nach

«war es auf alle Fälle wichtig, am Anfang

‹dabei zu sein›, und damit unsere

Fortschrittlichkeit einmal mehr unter

Beweis zu stellen». Andere vertraten

jedoch die Meinung, dass dieses neue

Medium schlecht mit «der Position und

dem Renommee einer Grossbank» vereinbar

wäre. Die Befürworter setzten

sich schliesslich durch – und die SBG

wurde eines der allerersten Unternehmen,

die ihre Marke im Schweizer Fernsehen

präsentieren konnten.

Die Marke der SBG wie auch die des SBV

erreichten in den 1960er-Jahren einen

deutlich höheren Bekanntheitsgrad –

national wie auch international. Über

die ganze Schweiz hinweg hatten beide

Banken ihre Filialnetze deutlich ausgebaut.

So auch in Graubünden: 1963

eröffnete der SBV eine Agentur in

St. Moritz, 1964 eine Agentur in Davos-

Platz, 1967 eine Niederlassung in Chur.

Die SBG hatte bereits 1962 eine Niederlassung

in Chur und Agenturen in

Davos-Platz, Klosters, St. Moritz und

Arosa eröffnet, Arosa Obersee folgte

1964 und Flims-Dorf, Lenzerheide-Lai

und Thusis 1968.

Zwar konzentrierten sich das Geschäft

und die geografische Ausrichtung von

SBV und SBG überwiegend auf das Inland,

jedoch spiegelte sich die rasante

Entwicklung der beiden Banken auch in

deren internationaler Expansion wider.

Mit der grösseren Öffnung der globalen

Wirtschaft liessen sich auch beide Banken

in immer mehr Ländern der Welt

nieder. In den frühen 1970er-Jahren

waren die Vorgängerbanken der UBS

dann auf allen Kontinenten vertreten,

von Australien bis Ost- und Südostasien,

Südafrika sowie Nord- und Südamerika.


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: Noè Ponti

Medaglia di bronzo nel nuoto nei

100 m Delfino alle Olimpiadi di Tokyo 2020

« Lo sport offre sempre momenti magici. Li vivo in ogni sessione di allenamento,

quando riprendo fiato per la prima volta dopo la fase di immersione nel mio

stile di nuoto preferito, il delfino, e comincio a nuotare. O nella finale olimpica,

quando ho capito di essere giunto terzo e sono stato ripagato con il bronzo

per i miei innumerevoli anni di allenamenti. Come ticinese, sono convinto che

l’HC Ambri Piotta contribuirà a creare una magica atmosfera alla Coppa

Spengler ed emozionerà il pubblico. »


94.

Spengler Cup Davos 2021

: Pandemie zwingt Turnier in die Knie

Erst fünfmal konnte der Spengler Cup in seiner bald 100-jährigen Geschichte nicht in

gewohnter Form durchgeführt werden. Gründe dafür waren Kriege oder finanzielle

Schwierigkeiten. Ganz still war es auf Davoser Eis aber nur einmal: Im Jahr 2020 konnte

der Spengler Cup aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Es war eine schwierige Entscheidung,

als das Organisationskomitee des

Spengler Cup das Traditionsturnier am

29. September 2020 für die Altjahrswoche

desselben Jahres absagen

musste. Die Verantwortlichen wogen

ab: Sie diskutierten innerhalb der eigenen

Reihen und mit externen Experten,

dem Spengler Cup-Beirat, dem Verwaltungsrat

des Hockey Club Davos und

den Partnern. Im Mittelpunkt der Gespräche

standen die Risiken und die

Unsicherheiten aufgrund von COVID-19.

Dies erfolgte zu einem Zeitpunkt, als

die all gemeine Lage nach der ersten

Welle relativ stabil schien. Auf dem

Spiel stand die gesellschaftliche,

sportliche und wirtschaftliche Reputation

des Turniers. Im Rückblick war der

Entscheid, das Turnier nicht durchzuführen,

zu 100 Prozent richtig. Aus

wirtschaftlicher Sicht bedeutete die

Absage des Spengler Cup und der Meisterschaft

für den Hockey Club Davos als

Organisator jedoch ein Defizit von 3,8

Millionen Schweizer Franken. Und damit

ist der Traditionsverein noch glimpflich

davongekommen. Möglich war dies nur

mit einem harten Sparkurs – mit Lohnverzichten

der ganzen Organisation

(Sport und Geschäftsstelle), grosszügigen

Spenden und dem Verzicht von

Sponsoren, die ihre Leistungen in anderer

Form zugesprochen bekamen.

Durchführung mit Schutzkonzept

Auch 2021 ist die Corona-Pandemie

noch nicht ausgestanden. Der Bund und

die Kantone unterstützen die Veranstalter

mit einem finanziellen Schutzschirm

für Veranstaltungen. Für die

Durchführung des Spengler Cup war die

Bewilligung von Kanton und Gemeinde

nötig. Schliesslich gelten die unterdessen

zur Normalität gewordenen

Schutzkonzepte, die es den Gästen und

Sportlern erlauben, am Spengler Cup

teilzunehmen.

Coupe de Davos statt Spengler Cup

Der Grundgedanke des Spengler Cup im

Jahre 1923 war, «die Jugend der durch

den Ersten Weltkrieg verfeindeten Nationen

in sportlichen Kontakten wieder

zusammenzuführen». Ein Grundsatz,

der schon ab 1934 flexibel ausgelegt

werden musste. Nach dem Ausbruch

des Zweiten Weltkriegs wurde die Jugend

definitiv wieder getrennt. Durch

die Generalmobilmachung der Schweiz

im Jahr 1939 fiel die Nationalliga-Saison

aus. Mit Müh und Not war es damals

noch möglich gewesen, das Turnier in

: Kein Spengler Cup – nur Geister wirbelten unter dem Dach des Davoser Eisstadions im Jahr 2020. Das Traditionsturnier musste wegen der

Corona-Pandemie abgesagt werden.


GLANZ UND GLORIA

53

beschränktem Rahmen durchzuführen,

aber nicht als Spengler Cup, sondern

als Coupe de Davos. Dies war darauf

zurückzuführen, dass mit Basel, ZSC,

Arosa/Bern (kombiniert) und Davos

ausschliesslich Schweizer Teams spielten.

Zudem wurde das Turnier von fünf

auf drei Tage verkürzt.

Auch 1940 konnte noch nicht an die

Wiederaufnahme des internationalen

Sports gedacht werden. So hiess es erneut

Coupe de Davos anstelle Spengler

Cup. Davos I gewann – wie schon im Jahr

zuvor – das Turnier, das mit Basel, ZSC

sowie Davos I und Davos II ausgespielt

wurde.

: Auch während der Pandemie hautnah dabei: dank dem Autokino.

Internationale Eishockeywoche 1949

1949 gaben der Beginn des Kalten Krieges

und organisatorische Gründe den

Ausschlag dafür, dass anstelle des

Spengler Cup eine internationale Eishockeywoche

ausgetragen wurde. Daran

teilgenommen hatten die Harringay Racers

aus Grossbritannien, der IK Göta

Stockholm, der EV Füssen, der HC Milano,

der SC Bern und der Hockey Club

Davos. Im Finale spielten die Harringay

Racers und der Hockey Club Davos 3 : 3

remis, und beide Teams wurden zu Co-

Turniersiegern ausgerufen.

Alarmsignal 1956

Finanzielle Sorgen des Davoser Kurvereins

und des Hockey Club Davos in Kombination

mit Schwierigkeiten bei der

Unterbringung der Teams sorgten 1956

für eine Absage. Die Defizite des Clubs

waren vorwiegend auf den grossen

finanziellen Aufwand zurückzuführen,

den die Organisation des Spengler Cup

mit sich brachte.

Für den damaligen Landammann Christian

Jost war der Ausfall 1956 ein

Alarmsignal, waren für ihn doch der

Hockey Club Davos und der Spengler

Cup Davos wichtige Werbeträger im

Unterland für die Sportregion Davos.

Jost übernahm kurzerhand das Präsidium

des Spengler Cup und gründete

ein Initiativkomitee zum Bau einer

Kunsteisbahn. Um die Defizite des

Spengler Cup und anderer Sportveranstaltungen

zu decken, wurde zudem

1958 die Sporttaxe eingeführt – der

das Stimmvolk mit 86 Prozent klar zugestimmt

hatte.

Der Entdecker und Begründer der Immuntherapie

Dr. Carl Spengler, der Entdecker

der Immuntherapie

1923 gründete Dr. Carl Spengler zusammen mit dem Zahnarzt Paul Müller den

Spengler Cup und stiftete dafür eine Trophäe. Doch war er vor allem Wissenschaftler

und Arzt. Dr. Carl Spengler starb 1937, seine Immuntherapie und damit

die aktive und passive Immunisierung mit ausgewählten Viren und Bakterien ist

heute gefragter denn je. 1918, zur Zeit der Spanischen Grippe, entwickelte er das

Virus influencae A comp. Das Präparat wird in der Prophylaxe eingesetzt, soll aber

auch den Krankheitsverlauf wesentlich verkürzen und den Heilungsprozess erleichtern.

Über den Erfolg der Therapie liegen laut der Homöopharm AG von der

Asiatischen Grippe (1957), der Hongkong-Grippe (1968/69) und der Pandemie H1N1

2009/10, umgangssprachlich als «Schweinegrippe» bezeichnet, verlässliche Daten

vor. Sie wurde zudem 2002/2003 bei SARS-CoV-1 erfolgreich eingesetzt. Grosse

Hoffnungen werden auch bei COVID-19 in das mikrobiologische Arzneimittel gesetzt.

«Das von Dr. Carl Spengler entwickelte Arzneimittel Virus influencae A comp.

ist dank seiner Zusammensetzung ein Booster mit einem breiten Spektrum», so

André Ackermann, Inhaber der Homöopharm AG, die das Arzneimittel nach dem

Homöopathischen Arzneibuch herstellt und vertreibt.


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: Christian «Chrigu» Stucki

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« Ein Schlussgang bei einem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest und

das Finale des Spengler Cup haben eines gemeinsam: Beide Momente

sind magisch, beide werden in einer unvergleichlichen Arena ausgetragen

und beide haben ein einmaliges Ambiente aufgrund des fantastischen

Publikums. Ich geniesse es, Teil solch toller Sportmomente zu sein, und

verfolge deshalb den Spengler Cup mit grossem Interesse.»


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: Jason Joseph

Goldmedaillengewinner der U23- und der

U20-Europameisterschaften über 110 Meter Hürden,

Schweizer Rekordhalter, UBS Kids Cup Generation

« 2019 durfte ich die spezielle Atmosphäre des Spengler Cup Davos als

Zuschauer erstmals live miterleben. Ich war absolut begeistert von

der Intensivität und Schnelligkeit der Spiele und der aussergewöhnlichen

Atmosphäre im Eisstadion Davos. Ein wirklich grossartiges Turnier, bei

dem ich auch in Zukunft gerne vor Ort dabei sein werde.»


NERVENKITZEL AUS

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OFFICIAL BROADCASTER SRG

59

«Wenn es schneite, sahen wir

den Puck sogar besser»

Die Liveübertragung des Spengler Cup am TV hatte anfangs seine Tücken. Inzwischen

produziert die SRG das Traditionsturnier mit viel Erfahrung und Innovationsgeist.

Anfang der 1960er-Jahre ist der Spengler

Cup auch am TV zu einem der jährlichen

Sporthighlights geworden, das

nicht nur Schweizer Eishockeyfans vor

den Bildschirmen verfolgen konnten.

1961 strahlte die Eurovision das Turnier

erstmals in sechs Länder aus. Vier Jahre

später wurden die Bilder vom damaligen

Schweizer Fernsehen auch nach

Österreich, Holland und die Tschechoslowakei

übertragen.

Wie lange eine Partie dauerte,

konnte niemand abschätzen

Mit dem Bau eines neuen Reportagewagens

in den 1960er-Jahren gelangen

wichtige Fortschritte in der Übertragungstechnik.

Realisiert wurde die Liveberichterstattung

auf der offenen Eisbahn

mit vier fixinstallierten Kameras.

Scheinwerfer, Kameratürme und Reporterkabinen

brachte die TV-Crew ebenfalls

mit nach Davos. Die Natur bestimmte

in der Bergregion das Tempo.

Spielunterbrüche wegen Schneegestöber

oder schlechten Lichtverhältnissen

gab es häufig. Otto Dietrich, damals

Leiter Carproduktion beim Schweizer

Fernsehen, erzählt: «Verzögerungen

waren ganz normal. Wie lange eine Partie

dauern würde, konnte niemand abschätzen.

Für das TV-Publikum war es

zudem anspruchsvoll in schwarz-weiss

und ohne Zeitlupen dem schnellen Geschehen

auf dem Spielfeld zu folgen.

Und wenn’s dazu noch schneite, war am

Fernsehbildschirm kaum noch etwas zu

sehen. Wenigstens sahen wir den Puck

dann sogar besser, weil er Spuren im

Schnee hinterliess.»

Entwicklungssprünge und

bewährte Routine

«Glücklicherweise sind wir heute nicht

mehr abhängig vom Wetter», sagt Etienne

Huter, Projektleiter Spengler Cup

bei SRF Operationen, «der zweitägige

Musste die TV-Crew die Bilder bei Schneegestöber aufnehmen, halfen die Spuren im Schnee, den Puck

zu verfolgen. Am Fernsehbildschirm war aber kaum noch etwas zu sehen. Foto: SRF

Aufbau, das Turnierprogramm, der zügige

Abbau – alles ist durchgetaktet

und muss zeitlich passen. Kreativ und

innovativ tüftelt unser Team zudem

ständig an neuen Ideen, die unsere

Liveübertragung noch besser machen

könnten.» Mit rund 15 Kameras produziert

die SRG mittlerweile das Traditionsturnier

und stellt die Signale für

nationale und internationale Sender

bereit. SRF, RTS und RSI ergänzen die

Livebilder mit eigenen Kommentaren

sowie Begleitprogramm rund um die

Spiele.

In den Übertragungswagen vor dem

Eisstadion Davos befindet sich seit jeher

das Herzstück der Produktion. Auf

engstem Raum sitzen Regisseur, Produzent,

Bild- und Tontechniker sowie Slow-

Motion-Operateure und sorgen beim

Publikum zuhause für ein ausgezeichnetes

Live-Erlebnis. Die Erfahrungen und

das Know-how der Mitarbeitenden, die

hochkonzentrierte Arbeitsatmosphäre

aber doch lockere Stimmung bei allen

Beteiligten – Otto Dietrich und Etienne

Huter sind sich einig, dass der Einsatz

am Spengler Cup schon immer etwas

Besonderes war und bleiben wird.

Live miterleben

Der Spengler Cup

2021 live bei

SRF, RTS und RSI

Als Official Broadcaster berichten die

Sender der SRG auch dieses Jahr umfassend

über den Spengler Cup und zeigen

alle Spiele live im Fernsehen. Alle

Partien können zudem auf den Online-

Plattformen und in den Sport-Apps von

SRF, RTS und RSI mitverfolgt werden.


Hauswartung - Unsere Leidenschaft

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: Philipp Wilhelm

Landammann von Davos

« In Davos gibt Eishockey allen Generationen Zusammenhalt und

Hoffnung. Unser Hockey Club trägt den Namen unserer Alpenstadt

in die Welt hinaus, und beim Spengler Cup ist diese bei uns

zu Gast. Herzlich willkommen in der frisch renovierten Eiskathedrale

– dem schönsten Eishockeystadion der Welt. Lasst die

Spiele beginnen! »


Sieger von damals

: Zeitzeugen und ihre

Nachkommen erzählen


SIEGER VON DAMALS

63

: Ein Leben für und mit dem Eishockey

Luděk Bukač war eine der Teamstützen im Team von Sparta Prag, das 1962 und 1963

den Spengler Cup gewann. Er war nicht nur einer der besten Spieler, sondern auch

einer der besten Trainer seiner Zeit. 1986 liebäugelte er gar damit, den Spengler Cup-

Ausrichter Hockey Club Davos zu trainieren.

Sein Sohn Luděk Bukač jun. denkt oft an

die Zeit mit seinem Vater zurück: «Bei

uns drehte sich alles ums Eishockey.»

Gemeinsam gründeten sie 1991 eine

Eishockeyschule und entwickelten das

Konzept des Bukahockey-Trainings –

Förderung der individuellen Skills, verbunden

mit spielerischem Denken. «Das

Lesen des Spiels und die individuelle

kreative Reaktion auf eine Spielsituation

sowie seine technischen Fähigkeiten

sind Faktoren, die einen Spieler

ausmachen», erzählt Luděk Bukač jun.

Er konnte viel von den Erfahrungen seines

Vaters profitieren, der mehrere

wissenschaftliche Abhandlungen und

methodische Handbücher über Eishockey

geschrieben hatte.

Das Potenzial zu siegen

Luděk Bukač jun. blickt dieses Jahr zwischen

Weihnachten und Neujahr besonders

gespannt nach Davos. Denn erstmals

seit 39 Jahren könnte Sparta Prag

die Spengler Cup-Trophäe wieder mit

nach Tschechien nehmen. Dies hätte

seinen Vater ganz besonders gefreut.

Luděk Bukač gewann zusammen mit

Spielern wie Karel Gut, František Tikal

und Stanislav Neveselý das Turnier mit

Sparta Prag in den Jahren 1962 und

1963. Später gemeinsam vor dem Fernseher

sitzend hätten sie weniger über

Vaters Eishockeyerfolge gesprochen,

sondern vielmehr das Eishockey analysiert,

auch die Entwicklung des schnellen

Sports auf Eis, so Luděk Bukač jun.

Anfang der 1960er-Jahre gehörte Sparta

Prag zu den besten Clubs überhaupt

und war allen anderen Teams überlegen

– von der Scheibenführung über die

Lauftechnik bis hin zum Umgang mit

dem Stock und der Spielorganisation.

Das heutige tschechische Eishockey ist

nicht mehr so dominierend. «Andere

Länder haben sich ihre Trainingsmethoden

von uns abgeschaut und wie die Gesellschaft

haben sich auch die tschechischen

Eishockeyspieler verändert.

Die Disziplin ist weniger hart und konsequent

wie früher», analysiert Luděk

Bukač jun. kritisch. Dennoch traut er

Sparta Prag am Spengler Cup einiges

zu: «Es hat das Potenzial das Turnier

für sich zu entscheiden.»

Als Spieler selbst verwirklicht

Sein Vater führte, ab dem Moment, als

er als Elfjähriger erstmals für Sparta

Prag auf dem Eis stand, ein Leben für

das Eishockey. Für seine Verdienste

wurde er 2007 auch in die Hall of Fame

aufgenommen. Bukač sen. absolvierte

330 Ligaspiele für drei tschechische

Vereine und schoss 153 Tore. Das Trikot

der ČSSR-Auswahl trug er 30-mal. Dabei

erzielte er elf Treffer und gewann

Silber und Bronze an Weltmeisterschaften.

Im Vergleich zu späteren

tschechischen Eishockeystars ist das

eine eher bescheidene Ausbeute. Für

ihn war es aber nicht ausschlaggebend,

möglichst viele Titel gewonnen zu haben.

«Entscheidend war, nach der Karriere

sagen zu können, dass ich mich

stets durchgesetzt habe und der

Mannschaft helfen konnte. Ich habe

mich als Spieler selbst verwirklicht.»

Der studierende Eishockeyspieler

Während einer Feier anlässlich seines

80. Geburtstags erinnerte sich Luděk

Bukač sen. an die grossen Zeiten der

Eishockeynation Tschechien bzw. Tschechoslowakei:

«Wir waren die Einzigen,

die mit den übermächtigen UDSSR

Schritt halten konnten.» Noch als aktiver

Spieler begann Bukač sein Philosophie-Studium.

Dies war dem damaligen

Generalsekretär des kanadischen

Eishockey-Amateurverbandes zu Ohren

gekommen, der ihn zu einem halbjährigen

Praktikum nach Nordamerika einlud.

So war er nebenbei als Spielertrainer

bei den Oklahoma City Blazers

(Farmteam der Boston Bruins) tätig.

Wieder zurück lud ihn Anatoli Tarassow,

der Coach von ZSKA Moskau und der

russischen Nationalmannschaft, ein.

«Er wollte ganz genau wissen, wie in Kanada

trainiert wird», so Bukač. Schon

als 32-Jähriger war Bukač Head Coach

bei Sparta Prag. Er trainierte Košice

und České Budějovice und ab 1981 auch

die tschechoslowakische Nationalmannschaft.

1985 krönte er diesen Abschnitt

seiner Trainerlaufbahn mit dem WM-

Sieg in Prag.

Österreich statt Davos

Trotz der Erfolge verliess er Tschechien.

Unter anderem verhandelte er

mit dem Hockey Club Davos. Doch

schliesslich entschied er sich für das

Nationalteam Österreichs, das er von

1985 bis 1991 trainierte, bevor er für

drei Jahre die deutsche Auswahl übernahm.

Nach dieser Zeit zog es Bukač

wieder zurück in seine Heimat. Er übernahm

ein zweites Mal die Nationalmannschaft,

nun in der inzwischen selbstständigen

Tschechischen Republik. Mit

diesem Team feierte er 1996 seinen

zweiten WM-Triumph. Später arbeitete

er über viele Jahre als Dozent an Hochschulen.

«Ich bin froh über alles, was mir

das Leben gegeben hat. Ich weiss, dass

mich die Leute schätzen und dass sie in

mir einen Experten wie auch fairen

Menschen sehen. Dafür bin ich dankbar»,

blickte er im hohen Alter auf sein

Leben zurück und sein Sohn ergänzt:

«Mein Vater strebte immer nach vorne,

versuchte sich stetig weiterzuentwickeln.

Das war sein Erfolgsrezept als

Spieler und Trainer.» Luděk Bukač sen.

starb am Karsamstag 2019 im Alter von

83 Jahren.


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SIEGER VON DAMALS

65

: Gut gelebt, gegessen und gewonnen

«Ich spürte eine gute Form von Glück, als ich den Spengler Cup-Pokal entgegennehmen

konnte», erinnert sich Wiktor Wassiljewitsch Zyplakow an das Finalspiel 1967, bei dem

Lokomotive Moskau gegen Kingston Aces 8 : 4 gewonnen hatte. Zwei Jahre später konnten

die Russen den Triumph am Spengler Cup wiederholen. Es waren die einzigen zwei

Erfolge der «Lokomotive» beim Traditionsturnier. Der Verein wurde 1983 aufgelöst.

Heute ist Wiktor Wassiljewitsch Zyplakow

84 Jahre alt und erinnert sich noch

immer gerne an seine Zeit als aktiver

Spieler zurück. Er spielte ab 1955 für

den HK Lokomotive Moskau in der

höchsten Spielklasse der Sowjetunion.

Zwischen 1960 und 1964 bestritt er elf

Länderspiele für die sowjetische Nationalmannschaft

und gewann 1961

Bronze bei der Eishockey-Weltmeisterschaft.

«Wir haben gut gelebt»

1967 war er zum ersten Mal beim Spengler

Cup, zum ersten Mal in der Schweiz.

«Das war ausschliesslich positiv und

hat mir gefallen», erinnert er sich. Das

Team sei sehr herzlich empfangen worden:

«Wir haben gut gelebt und gut gegessen.

Und wenn man dann auch noch

gewinnt, ist es natürlich immer super

So sei es damals gewesen. Das sei lange

her und er habe sicher vieles vergessen:

«Aber ich weiss noch, dass es uns damals

als jungen Sportlern sehr grossen

Spass gemacht hat.»

«Eine gute Form von Glück»

Mit dem Spass kam auch der Erfolg. Als

Kapitän durfte Wiktor Wassiljewitsch

Zyplakow den Pokal des Spengler Cup-

Siegers entgegennehmen. «Ooh … was

für ein Gefühl das war. Man kann nicht

sagen, dass ich stolz war. Aber es war

eine gute Form von Glück. Als Vertreter

unseres Landes haben wir den Cup gewonnen.

Wir hatten also unsere Arbeit

getan.»

«Das Resultat hat gezeigt, dass wir

besser waren»

Dabei sei ihnen im Vorfeld gar nicht bewusst

gewesen, was für ein prestigeträchtiges

Turnier sie in der Schweiz

: Ein Bild aus dem Jahr 1967: Wiktor Wassiljewitsch Zyplakow, der Kapitän von Lokomotive

Moskau, freut sich über den Sieg beim Spengler Cup.

erwartet: «Ich habe damals gar nicht

verstanden, was der Spengler Cup

überhaupt ist.» Beim zweiten Mal habe

ich mich dann sehr darauf gefreut», erinnert

sich Zyplakow.

In seinen Augen sei Lokomotive Mos kau

gar nicht so überlegen gewesen, wie es

den Anschein machte: «Es gab damals

viele gute Mannschaften. Aber gekannt

haben wir unsere Gegner nicht.» Und

den gegnerischen Teams ist es natürlich

ähnlich ergangen. «Ehrlich gesagt,

bin ich zu bescheiden, um zu sagen, dass

wir überlegen gewesen wären. Aber das

Resultat hat dann halt gezeigt, dass wir

besser waren. Unsere Mannschaft hat

sich als die stärkere herausgestellt.

Gott hat uns dabei geholfen.»

Dem Spengler Cup soll es gut gehen.

Noch heute informiert sich Zyplakow

über den Spengler Cup: «Ich halte den

Spengler Cup für ein sehr gutes Turnier

und hoffe, dass weiterhin solide und attraktive

Mannschaften daran teilnehmen,

dass es dem Turnier gut geht und

es erblüht. Die besten Mannschaften

sollen nach Davos reisen und Eishockey

spielen!»


94.

Spengler Cup Davos 2021

: Jean Ayer – ruhig, genial

und erfolgreich

Jean Ayer, am Dreikönigstag 1930 geboren, war einer der grössten und genialsten

Torhüter der Schweiz. Bei zehn Spengler Cup-Teilnahmen gewann er viermal.

1951 mit dem Hockey Club Davos und von 1959 bis 1961 dreimal mit dem Pariser

Athletic Club de Boulogne-Billancourt, dem ACBB. Anderthalb Jahrzehnte

hütete er zudem das Tor der Schweizer Nationalmannschaft (1949 bis 1964) und

absolvierte in seiner 23-jährigen Karriere nach eigenen Aussagen 600 Spiele.

Entdeckt wurde Jean Ayer, der seine

Karriere im Club Montchoisi III in Lausanne

begann, von Hans Cattini und

Othmar Delnon. Mit 16 Jahren gab er

sein Debüt in der ersten Mannschaft

gegen Arosa und damit gegen den Club

aus dem Bergort im Kanton Graubünden,

der die 1950er-Jahre prägen sollte

und wo Jean Ayers Sohn Alain heute

lebt.

Seiner Zeit voraus

Blickt Alain Ayer auf die Karriere seines

Vaters zurück, kann er fast ausschliesslich

von Erzählungen berichten.

Denn als sein Vater seine Karriere 1969

beendete, waren Alain und sein Zwillingsbruder

Oliver gerade zwei Jahre

alt, sein Bruder Nicolas ein Jahr älter.

Denkt Alain heute an seinen Vater, sind

es vor allem die Bescheidenheit sowie

die Ruhe und die Gelassenheit, die ihm in

Erinnerung sind: «Diese Eigenschaften

hat er auch als Goalie ausgestrahlt.»

Ayer gehörte zu seiner Zeit mit 186

Zentimeter Körpergrösse zu den grösseren

Goalies.

Originelles Spielsystem

Als einer der Ersten spielte der sehr

bewegliche Sportler mit einem Greifhandschuh

und fiel durch sein originelles

Spielsystem auf. Er wischte mit dem

Stock den Schnee vor dem Tor weg und

häufte ihn seitlich neben den Pfosten

auf, um so von «Buebetrickliversuchen»

verschont zu bleiben. Die Knie legte der

sehr bewegliche Torwart nicht auf den

Boden und den Puck packte er mit dem

Greifhandschuh der linken Hand. 1951

gewann Jean Ayer als 21-Jähriger mit

dem Hockey Club Davos seinen ersten

Spengler Cup. Dann wechselte er zum

Young Sprinters HC (1952 bis 1958).

Während eines Sprachaufenthaltes in

London im Jahr 1953 kam er gar zu sieben

englischen Profi ligaspielen mit dem

Wembley-Lions-Team.

Liebhaber des Sports

Jean Ayer fiel nicht nur in der Schweiz

auf, sondern auch der kanadisch-französischen

Mannschaft ACBB Paris, bei

der er 1958 unterschrieb. Mit ihr gewann

Ayer von 1959 bis 1961 dreimal

den Spengler Cup. Auch bei dieser Serie

half ihm vor allem seine unglaubliche

Ruhe. 1960 wechselte er zwar zum HC

Villars, leistete aber dem ACBB weiterhin

gelegentlich Hilfe. Von 1961 bis 1966

stand Ayer bei Genève-Servette im Tor,

bevor er 1969 zu Villars in die Erstliga

zurückkehrte. Während seiner ganzen

Karriere galt er als einer der intelligentesten

Schweizer Torhüter aller Zeiten.

«Er hat den Sport geliebt», erzählt

sein Sohn: «Er rechnete immer wieder

aus, wie er den Winkel verkürzen konnte,

und versuchte mit Meditationsübungen,

die meist bereits 24 Stunden

vor einem Spiel begannen, den Puck zu

verlangsamen. Auch sammelte er alle

Informationen über die Stürmer und

Gaston Pelletier

Die Nummer 17 von La Chaux-de-Fonds

Mit der ACBB Paris faszinierte Gaston Pelletier am Spengler Cup, später prägte er

den HC La Chaux-de-Fonds. Seine Nummer 17 hängt noch heute unter dem Dach

der Pati noire des Mélèzes, der Eishalle von La Chaux-de-Fonds. Mit dieser Rückennummer

gewann er von 1968 bis 1973 sechs Mal in Serie den Schweizer Meistertitel.

Gaston Pelletier war nicht nur ein exzellenter Spieler, sondern auch ein hervorragender

Trainer, einer, der den Sport vorlebte, forderte, aber schliesslich auch

feiern konnte. 1969 bis 1972 war er Schweizer Nationaltrainer. Zusammen mit Stu

Stewart Cruikshanks gründete er 1974 die Juniorenabteilung des HC La Chaux-de-

Fonds.


SIEGER VON DAMALS

67

: Jean Ayer – einer der genialsten Torhüter seiner Zeit liebte den Eishockeysport. : Eine der vier Goldmedaillen, die Jean Ayer für

seine Siege am Spengler Cup erhielt.

kannte bald die Tricks der grossen

Scorer, die er regelmässig zur Verzweiflung

brachte.» Auch tüftelte er

an seiner Ausrüstung, bastelte eine

besonders leichte Brustpanzerung und

schliesslich war er einer der Ersten,

der eine Fiberglasmaske konzipierte.

Doch setzte er trotz 17 Narben im

Gesicht meist weiterhin auf sein Markenzeichen,

seine Dächlikappe. Ayer

erreichte viel, nur ein Schweizer Meistertitel

blieb ihm verwehrt. Sechsmal

verpasste er diese Auszeichnung um

einen Punkt.

Seine 23-jährige Karriere beendete er

in Villars im Alter von 39 Jahren nach

dem Aufstieg in die Nationalliga B. Als

er die gewonnene Erstliga-Meisterschaftsmedaille

betrachtete, sah er

darauf einen Goalie mit einer Dächlikappe.

Sein eigenes Porträt. Jean Ayer

war bereits zu Lebzeiten zur Legende

geworden.

Der Kreis schliesst sich

Jean Ayer war ein Sporttalent. Er spielte

auch Tennis (Nummer acht der

Schweiz als beste Klassierung) und

frönte dem damals sehr beliebten Rollhockey

ebenso wie Basketball und Fussball.

Ihm war die Vielseitigkeit wichtig –

und so sind auch seine Söhne aufgewachsen.

«Unser Vater hat versucht,

uns jeden Sport näherzubringen», erzählt

Alain. Er selbst begann als Sechsjähriger

mit Judo, war im Turnverein und

spielte Eishockey, Badminton, Fussball

und Tennis.

Nach dem Karriereende von Jean Ayer

wohnte die Familie in Bachenbülach: «Er

hat entschieden, dass es für uns Kinder

besser ist, zweisprachig aufzuwachsen.»

Jean Ayer arbeitete als Prokurist

und als Tennislehrer. «Er hat diesen

Sport bis ins hohe Alter geliebt», erinnert

sich sein Sohn. Nach der Pension

lebte Jean Ayer wieder in Lausanne und

starb am 15. Juni 2012 in dem Ort, in

dem er auch geboren wurde. Heute gehört

sein Sohn Alain bereits zu den Idolen

schlechthin – so wollte es jedenfalls

das legendäre Spiel des EHC Arosa vom

Dezember 2019, in dem unter anderen

Mario Patt (Schweizer Meister mit dem

EHC Arosa 1982 und mit Lugano 1988),

Beni Neininger und Reto Dekumbis (beide

Meister mit dem EHC Arosa 1980

und 1982) oder Renato Tosio (vierfacher

Schweizer Meister mit dem

SC Bern) auf dem Eis standen. Alain

Ayer spielte in seiner Karriere für den

EHC Kloten und den HC La Chaux-de-

Fonds in der Nationalliga A sowie für

den EHC Bülach, Grasshopper Club Zürich,

HC Ajoie, Hockey Club Davos und

EHC Olten in der NLB. Ayer vermisste in

seiner Eishockeylaufbahn das Skifahren:

«Deshalb wechselte ich in der letzten

Station meiner Karriere zum EHC

Arosa, wo ich 2006 in der Erstliga zurücktrat.»


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: Das Goldene Buch 30 Sieger in 94 Jahren

Oxford University hiess der erste Sieger des Spengler Cup im Jahr 1923.

Seither reihten sich 29 verschiedene Teams in die Preisträgerliste ein. Das Team

Canada führt die Liste mit 16 Titeln an, der Hockey Club Davos folgt mit 15.

Jahr

Sieger

Jahr

Sieger

2020 Infolge Corona-Pandemie abgesagt

2019 Team Canada (CAN)

2018 Kalpa Kuopio ( FIN )

2017 Team Canada ( CAN )

2016 Team Canada ( CAN )

2015 Team Canada ( CAN )

2014 Genève-Servette HC ( SUI )

2013 Genève-Servette HC ( SUI )

2012 Team Canada ( CAN )

2011 HC Davos ( SUI )

2010 SKA Sankt Petersburg ( RUS )

2009 HK Dinamo Minsk ( BLR )

2008 HK Dynamo Moskau ( RUS )

2007 Team Canada ( CAN )

2006 HC Davos ( SUI )

2005 Metallurg Magnitogorsk ( RUS )

2004 HC Davos ( SUI )

2003 Team Canada ( CAN )

2002 Team Canada ( CAN )

2001 HC Davos ( SUI )

2000 HC Davos ( SUI )

1999 Kölner Haie ( GER )

1998 Team Canada ( CAN )

1997 Team Canada ( CAN )

1996 Team Canada ( CAN )

1995 Team Canada ( CAN )

1994 Färjestads BK ( SWE )

1993 Färjestads BK ( SWE )

1992 Team Canada ( CAN )

1991 HK ZSKA Moskau ( RUS )

1990 HK Spartak Moskau ( RUS )

1989 HK Spartak Moskau ( RUS )

1988 USA Selects ( USA )

1987 Team Canada ( CAN )

1986 Team Canada ( CAN )

1985 HK Spartak Moskau ( RUS )

1984 Team Canada ( CAN )

1983 HK Dynamo Moskau ( RUS )

1982 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1981 HK Spartak Moskau ( RUS )

1980 HK Spartak Moskau ( RUS )

1979 Krylja Sowetow Moskau ( RUS )

1978 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1977 SKA Leningrad ( RUS )

1976 Sowjetunion B-Nationalteam UdSSR

1975 Olympiateam Tschechoslowakei

1974 Slovan ChZJD Bratislava ( CZE )

1973 Slovan ChZJD Bratislava ( CZE )

1972 Slovan ChZJD Bratislava ( CZE )

1971 SKA Leningrad ( RUS )

1970 SKA Leningrad ( RUS )

1969 HK Lokomotive Moskau ( RUS )

1968 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1967 HK Lokomotive Moskau ( RUS )

1966 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1965 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1964 EV Füssen ( GER )

1963 TJ Sparta CKD Prag ( CZE )

1962 TJ Sparta CKD Prag ( CZE )

1961 ACBB Paris ( FRA )

1960 ACBB Paris ( FRA )

1959 ACBB Paris ( FRA )

1958 HC Davos ( SUI )

1957 HC Davos ( SUI )

1956 nicht ausgetragen

1955 Rudá hvezda Brno ( CZE )

1954 HC Milano Inter ( ITA )

1953 HC Milano Inter ( ITA )

1952 EV Füssen ( GER )

1951 HC Davos ( SUI )

1950 Diavoli Rossoneri Mailand ( ITA )

1949 nicht ausgetragen

1948 LTC Prag ( CZE )

1947 LTC Prag ( CZE )

1946 LTC Prag ( CZE )

1945 ZSC ( SUI )

1944 ZSC ( SUI )

1943 HC Davos ( SUI )

1942 HC Davos ( SUI )

1941 HC Davos ( SUI )

1940 nicht ausgetragen

1939 nicht ausgetragen

1938 HC Davos ( SUI )

1937 LTC Prag ( CZE )

1936 HC Davos ( SUI )

1935 Diavoli Rossoneri Mailand ( ITA )

1934 Diavoli Rossoneri Mailand ( ITA )

1933 HC Davos ( SUI )

1932 Oxford University ( GBR ) und LTC Prag ( CZE )

Gemeinsame Sieger nach 0 : 0 nach Verlängerung

1931 Oxford University ( GBR )

1930 LTC Prag ( CZE )

1929 LTC Prag ( CZE )

1928 Berliner SC ( GER )

1927 HC Davos ( SUI )

1926 Berliner SC ( GER )

1925 Oxford University ( GBR )

1924 Berliner SC ( GER )

1923 Oxford University ( GBR )


94.

Spengler Cup Davos 2021

: Spielplan/TV-Programm

Datum Partien Spielbeginn

Sonntag Spiel 1: HC Ambrì-Piotta – Frölunda HC 15.10 Uhr 15.00 Uhr 15.05 Uhr 15.00 Uhr

26.12.2021 Spiel 2: HC Sparta Praha – Team Canada 20.15 Uhr 20.05 Uhr 20.05 Uhr 20.10 Uhr

Montag Spiel 3: Kalpa Kuopio – Verlierer Spiel 1 15.10 Uhr 15.00 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr

27.12.2021 Spiel 4: HC Davos – Verlierer Spiel 2 20.15 Uhr 20.10 Uhr 20.05 Uhr 20.10 Uhr

Dienstag Spiel 5: Sieger Spiel 1 – Kalpa Kuopio 15.10 Uhr 15.00 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr

28.12.2021 Spiel 6: Sieger Spiel 2 – HC Davos 20.15 Uhr 20.10 Uhr 20.05 Uhr 20.10 Uhr

Mittwoch Spiel 7: 2. Gruppe Torriani – 3. Gruppe Cattini 15.10 Uhr 15.00 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr

29.12.2021 Spiel 8: 2. Gruppe Cattini – 3. Gruppe Torriani 20.15 Uhr 20.10 Uhr 20.05 Uhr 20.10 Uhr

Donnerstag Spiel 9: 1. Gruppe Cattini – Sieger Spiel 7 15.10 Uhr 15.00 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr

30.12.2021 Spiel 10: 1. Gruppe Torriani – Sieger Spiel 8 20.15 Uhr 20.10 Uhr 20.05 Uhr 20.10 Uhr

Freitag Spiel 11: Finalspiel 12.10 Uhr 11.55 Uhr 12.00 Uhr 12.05 Uhr

31.12.2021 anschliessend Siegerehrung

Gruppe Torriani

Gruppe Cattini

SRF-Moderatorin: Annette Fetscherin

SRF-Kommentatoren: Claude Jaggi, Reto Müller

RTS-Commentateur: Marc André Berset, Steve Roth

RSI-Commentatore: Alessandro Tamburini, Giampaolo Giannoni

: Die von der SRG (Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft) aufwendig produzierten Bilder werden von den sprachregionalen TV-Sendern RSI, RTS, SRF

sowie den internationalen TV-Stationen übernommen und weltweit übertragen.


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Aufblühen

: Erfolg, dank Spass – Jörgen Jönsson

ist überzeugt, dass Lachen Energie gibt


AUFBLÜHEN

73

: Auf dem Weg zum Erfolg darf auch

der Spass nicht zu kurz kommen

Jörgen Jönsson befindet sich als Assistenztrainer des Hockey Club Davos inmitten eines

neuen Abenteuers. Der schwedische Rekordinternationale (285 Länderspiele), Olympiasieger

und Weltmeister, der 1998 mit Färjestad auch am Spengler Cup teilnahm, möchte

neue Erfahrungen sammeln: «Ich will eine neue Kultur, aber auch verschiedene Spiel -

systeme kennenlernen.» Dabei darf der Spass nicht zu kurz kommen: «Die Spieler können

am meisten Energie einbringen, wenn sie ein Lächeln auf dem Gesicht haben.»

Jörgen Jönsson war einer der erfolgreichsten

Spieler seiner Zeit. Schon als

46-Jähriger wurde er 2019 in die IIHF

Hall of Fame aufgenommen. Dies aus

gutem Grund: Er führte das schwedische

Team Färjestad als Kapitän zu

sechs Meistertiteln, errang mit der

schwedischen Nationalmannschaft zwei

Olympiasiege, zwei Weltmeistertitel,

drei WM-Silbermedaillen und vier WM-

Bronzemedaillen. Während einer Saison

spielte er zudem in der NHL bei den New

York Islanders. Jetzt will er den Hockey

Club Davos zu grossen Erfolgen führen.

Doch zuerst ein Blick zurück auf eine

Zeit, in der er als Spieler in Davos weilte.

: Jörgen Jönsson, es ist bald ein

Vierteljahrhundert her, seit Sie 1998

mit Färjestad am Spengler Cup

teilnahmen. Was ist Ihnen in Erinnerung

geblieben?

Jönsson: (lacht) Das ist schon lange her.

Es war eine tolle Zeit! Das Publikum war

grossartig. Die Stimmung in der Stadt

ausgelassen. Ich habe aber auch die

Spiele genossen. Diese waren intensiv

und mit hohem Tempo geführt. Die Offensive

stand immer wieder im Mittelpunkt.

Es war eine Symbiose aus Spass

haben und dennoch dem Erwartungsdruck

mit guten Spielen Stand halten.

: Färjestad gewann den Spengler Cup

kurz vor Ihrer Zeit – 1993 und 1994.

Wurde danach noch öfter über diese

Siege gesprochen?

Jönsson: Es war über all die Jahre dieselbe

Ausgangslage: Die Spieler reisten

nach Davos, um den Spengler Cup zu

gewinnen. Das galt auch zu meiner Zeit.

Wir haben nicht im Speziellen über diese

Siege gesprochen. Wir wollten jedoch

die Erfolge wiederholen, einen guten

Eindruck hinterlassen und so Werbung

für unseren Verein machen.

: Welche Bedeutung hatte der

Spengler Cup für Sie als zweifacher

Olympiasieger und Weltmeister?

Jönsson: Es ist klar, dass Olympische

Spiele oder Weltmeisterschaften einen

höheren sportlichen Stellenwert haben.

Dennoch erinnere ich mich, dass

der Spengler Cup für uns ein wichtiges

Turnier war. Wir wollten nicht nur teilnehmen,

wir wollten gewinnen. Auch

wenn es gegen die starken Gegner nicht

einfach war.

: 2021 ist für den Spengler Cup kein

einfaches Jahr.

Jönsson: Trotz der schwierigen Situation

aufgrund von COVID-19 hoffe ich,

wieder die enthusiastischen und lautstarken

Fans sowie die einmalige Atmosphäre

erleben zu können. Ich werde sicher

einmal durch die Strassen von

Davos schlendern, um die «hohe Eishockeytemperatur»

zu spüren. In der Zeit

zwischen Weihnachten und Neujahr liegt

eine ganz spezielle Energie in der Luft.

: Eine Energie, mit welcher der

Spengler Cup auch weiterhin attraktiv

bleiben kann?

Jönsson: Ich habe den Spengler Cup

seit meinen Teilnahmen als Spieler nicht

mehr vor Ort verfolgt. Daher bin ich in

erster Linie gespannt, wie sich das Turnier

dieses Jahr präsentiert. Ich hoffe,

dass die Fans in grösstmöglicher Zahl

zurückkehren können. Die Reputation

des Turniers in der Eishockeywelt ist

hervorragend. Diese sollte dazu führen,

dass Teams unbedingt daran teilnehmen

möchten. Dieses Jahr ist beispielsweise

mit dem Frölunda HC das schwedische

Eishockey wieder vertreten. Das

freut mich sehr.

: Was macht das schwedische

Eishockey aus?

Jönsson: In der schwedischen Liga wird

heute mit enger Manndeckung und hohem

Druck gespielt. Die Spieler haben

wenig Zeit und Platz auf dem Eis, um

den Puck zu führen. Sie müssen schnelle

Entscheidungen treffen und mit diesem

Druck umgehen können. In Summe

ist das schwedische Eishockey sehr gut

strukturiert.

: Wie unterscheidet es sich vom

Eishockey in der Schweiz oder vom

Spengler Cup-Titelverteidiger

Team Canada?

Jönsson: Die Teams arbeiten generell

gut strukturiert. In Schweden legt man

grossen Wert auf eine solide Defensivarbeit.

In anderen Ländern ist dies auch

wichtig. Vielleicht wird aber zuerst über

die Offensive nachgedacht.

: Wie schätzen Sie das Spengler

Cup-Feld 2021 ein?

Jönsson: Das Teilnehmerfeld ist sehr

stark und weist eine hohe Qualität auf.

Interessant ist zudem, dass die Teams

verschiedene Spielsysteme pflegen.

Diese Mischung macht es auch für mich

als Coach interessant. Ich bin gespannt,

wie sich die Spiele entwickeln.


A

94.

Spengler Cup Davos 2021

Das Umschalten in die Offensive funktioniert

bereits sehr gut.

Während Ihrer Karriere sagten Sie

immer wieder, dass Sie Eishockey

spielen, um Spass zu haben. Wie kann

man als Trainer den Spassfaktor

bei den Spielern beeinflussen?

Jönsson: Ich werde so sein, wie ich bin.

Ich will unbedingt gewinnen. Diesen unbändigen

Willen müssen alle Spieler

aufbringen, sie müssen fokussiert sein

und hart arbeiten. Dann stellen sich Erfolge

ein und es macht Spass. Die Spieler

können am meisten Energie einbringen,

wenn sie ein Lächeln auf dem

Gesicht haben. Und: Auf dem Weg zum

Erfolg muss man auch Spass haben.

Dies trotz Fehlern oder auch in der

Spielvorbereitung. Ich strebe eine

Gruppendynamik an, die geprägt ist von

Energie-Spendern.

: Ich möchte meine Erfahrung in das Coaching Team einbringen, um gemeinsam mit den Spielern

des Hockey Club Davos erfolgreich zu sein.

: Sie sprechen von der guten Mischung

des Teilnehmerfeldes. Gibt es trotzdem

eine Eishockeyphilosophie, die aus

Ihrer Sicht beim Spengler Cup fehlt?

Jönsson: Das Teilnehmerfeld ist international

und deckt eine grosse Bandbreite

an Spielsystemen mit herausragenden

Spielern ab. Aus Sicht der

sogenannten grossen Ligen wäre es sicherlich

unterhaltsam, auch ein KHL-

Team dabei zu haben.

: Was würde es Ihrer Meinung nach

bedeuten, wenn der Hockey Club

Davos zehn Jahre nach dem letzten

Finalsieg (2011 gegen Dinamo Riga)

den Spengler Cup-Pokal wieder

in die Höhe stemmen könnte?

Jönsson: Es wäre grossartig, nach so

langer Zeit wieder zu gewinnen. Das

wäre ein starkes Zeichen für den Verein,

die Fans, aber auch die National

League.

: Sie sind Offensivtrainer. Was versuchen

Sie ins Training des Hockey Club

Davos einzubringen, sodass die Fans

des Hockey Club Davos beim Spengler

Cup noch mehr Torerfolge bejubeln

können?

Jönsson: Wir müssen im gegnerischen

Torraum stärker werden, auch mehr

sogenannte «dreckige» Tore erzielen.

Mit mehr Präsenz bei Abprallern und

Ablenkern können wir uns verbessern

und enge Matches für uns entscheiden.

: Was möchten Sie in Davos erreichen?

Jönsson: Ich möchte meine Erfahrung

in das Coaching Team einbringen, um

gemeinsam mit den Spielern des Hockey

Club Davos erfolgreich zu sein. Und ich

will möglichst viel von Head Coach

Christian Wohlwend lernen, mein Wissen

erweitern und weiterwachsen.

: Verraten Sie uns, wie Sie in Davos

leben und Ihre Freizeit verbringen?

Jönsson: Ich wohne in einem schönen

Apartment nahe dem Eisstadion. In der

Anfangszeit liegt der Fokus natürlich

auf dem Eishockey und die Freizeitaktivitäten

müssen hintenanstehen. Ich betreibe

nicht so viele unterschiedliche

Sportarten. Ich versuche, jeden Tag ein

Work-out zu machen. Dazu gehört auch

der Hometrainer. Ich bin aber gerne in

der Natur unterwegs, mag es zu wandern

und die Berge in der Umgebung zu

erkunden. Und jetzt im Winter versuche

ich, ab und an Ski zu fahren und Langlauf

zu machen.

E

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Athletissima Lausanne

CHI de Genève

Engadin Skimarathon

FIS Langlauf Weltcup Davos Nordic

FIS Ski World Cup Adelboden

FIS Skisprung Weltcup Engelberg

Grand-Prix von Bern

Int. Lauberhornrennen Wengen

Jungfrau-Marathon

Longines CSIO St. Gallen

LUCERNE REGATTA

Omega European Masters

Spengler Cup Davos

Swatch Beach Volleyball Major Gstaad

Swiss Cup Zürich

Swiss Indoors Basel

Swiss Open Gstaad

Tour de Suisse

MOTIONS VICTORY Weltklasse Zürich CHEERING SOCIETY ATHMOSPHERE JOY

RIENDSHIP YONEX Badminton SUPPORT Swiss OpenSOLIDARITY ECONOMY PASSION OFFS

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AGE FASCINATION HIGHLIGHTS SwissTopSport vereinigt STARS 20 der grössten YOUTH Sport-Veranstaltungen, TOURISM welche AT

jährlich in der Schweiz stattfinden und in ihren Sportarten zu den Besten der

TMOSPHERE JOY EMOTIONS Welt gehören – VICTORY dazu zählt auch der CHEERING Spengler Cup in Davos. Finden SOCIETY Sie sämtliche

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AGE 08. FASCINATION und 09. Januar 2022, Adelboden HIGHLIGHTS STARS YOUTH TOURISM AT

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Weitsprung nicht gewonnen.

Dafür Selbstvertrauen.

Hier startet Grosses. ubs.com/kidscup

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