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50 Jahre Erdbau 2022

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<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

1<br />

Februar <strong>2022</strong><br />

Insert<br />

1972 bis <strong>2022</strong><br />

<strong>50</strong> jahre erdbau


2<br />

<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

sung<br />

Ihren Ersatzschlauch in einem unserer<br />

In Amerika wurde Präsident Nixon beschlossen worden war, und<br />

13 Stunden im Einsatz. Die Mutter<br />

nhof, im Amt bestätigt; im in Feld, Deutschland im ERDBAU Wald begann am 17. April oder vermietete im Zimmer, Betrieb.<br />

um die Familie<br />

führte Willy Brandt als Bundeskanzler<br />

die Regierung. Die Olympi-<br />

er speziellen<br />

schen Spiele wurden in München Schotterwerk auf Töll und in Anforderungen rund<br />

in die Bank, um<br />

um<br />

die Schulden<br />

die<br />

zu<br />

abgehalten (mit dem tragischen<br />

Anschlag auf die israelische<br />

Mannschaft). Apollo 16 startete<br />

Im <strong>Jahre</strong> 1959 begann Ignaz Auer die<br />

n Süd zur vorletzten - persönlich, Mondlandung, und schnell und zuverlässig.<br />

selbstständige Tätigkeit mit einem<br />

Schotterwerk auf der Töll. Nach der die <strong>Jahre</strong> gekommen und musste<br />

Torino führte in der italienischen<br />

Fußballmeisterschaft.<br />

In Südtirol trat das Zweite Autonomiestatut<br />

am 20. Jänner 1972<br />

in Kraft, welches am 10. November<br />

1971 vom italienischen Parlament<br />

1974 „Abo“ beim Aushub am Völlanerhof<br />

seine Tätigkeit.<br />

Passer-Etsch-Mündung<br />

Übersiedlung nach Meran aufgrund<br />

einer großen Überschwemmung im<br />

<strong>Jahre</strong> 1966 und dem mühevollen Wiederaufbau<br />

wurde in der Passer-Etschmündung<br />

fleißig Kies produziert.<br />

Es gab viel Arbeit, und jeden Tag waren<br />

Vater Natz und „Abo“ zwölf bis<br />

1959 Montage Kieswerk<br />

Das Jahr 1972, der 17. April und die<br />

zu finanzieren. Alles, was vom<br />

Betrieb erwirtschaftet wird, fließt<br />

zahlen. 1971 begann für Albrecht<br />

Auer der Militärdienst. Das Kieswerk<br />

in der Passermündung war in<br />

laut den aktuellen Gesetzesbestimmungen<br />

erneuert werden; auch<br />

der erste Bagger wurde in Mailand<br />

angekauft. Zur Finanzierung des<br />

Ganzen erfolgte die Aufnahme von<br />

einer Hypothek auf das Heimathaus<br />

der Familie Auer.<br />

Systempartner für Öl-Hydraulik<br />

HANSA-FLEX Italia S.r.l.<br />

G.di Vittorio Straße 29/C | 39100 Bozen | Tel.: +39 0471 054423


<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

3<br />

1959 Kieswerk Bauende<br />

1959 Gründer Ignaz Auer<br />

1959 Töll<br />

Vorgeschichte von ERDBAU<br />

Anfang 1972 kam das AUS –<br />

und der Neubeginn<br />

Es kam der Brief von Staatsbauamt<br />

Bozen, und die eben erst erneuerte<br />

Anlage musste aus dem Fluss entfernt<br />

werden! Aus war der Traum; dafür<br />

stand man vor einem Haufen Schulden<br />

samt den drei alten Maschinen<br />

(Bagger, Radlader und ein Lkw).<br />

„Abo“ beendet am 15. April seinen<br />

Militärdienst, und er feierte zwei Tage<br />

hintereinander. Am 17. April morgens<br />

um 7 Uhr kam der Nachbar, um „Abo“<br />

zu wecken und um zu fragen, ob er<br />

einen Aushub machen könnte. Um 8<br />

Uhr begann mit diesem Aushub dann<br />

die Stunde null der heutigen<br />

ERDBAU. Die Mutter übernahm<br />

die Buchhaltung samt<br />

Finanzen, Vater und „Abo“<br />

Bagger und Lkw. Die erste<br />

Rechnung an Herrn Talamoni<br />

hängt heute noch am<br />

Eingang des Büros: Summe<br />

4.<strong>50</strong>0 Lire pro Baggerstunde<br />

plus 4 Prozent IGE-Steuer.<br />

Nach harten <strong>Jahre</strong>n,<br />

verbunden mit viel Fleiß<br />

und Begeisterung, ist<br />

aus dem damaligen<br />

Kleinbetrieb die heutige<br />

ERDBAU entstanden.<br />

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4<br />

<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

Von der IGNAZ<br />

AUER OHG zur ERDBAU<br />

Fritz Ziernhöld ist seit Anfang der<br />

1980er <strong>Jahre</strong> der Wirtschaftsberater<br />

der Firma ERDBAU. Einer jener Kunden,<br />

die er im Endeffekt über seine<br />

wöchentliche „MwSt.-Sendung“ im<br />

Privatsender FSW (Freie Südtiroler<br />

Welle) akquirieren konnte.<br />

Ein Beitrag von Dr. Fritz Ziernhöld<br />

Die IGNAZ AUER OHG war ein<br />

Kleinbetrieb mit zwei Lkw und<br />

einem Bagger. In Zusammenhang mit<br />

einem Konkursverfahren, in dem ich<br />

als Masseverwalter fungierte, habe<br />

ich Albrecht Auer erstmals getroffen.<br />

Die IGNAZ AUER OHG trat dort als<br />

Gläubiger auf und hatte berechtigte<br />

Angst, die ganzen Forderungen zu<br />

verlieren. Nachdem sich das Konkursverfahren<br />

relativ gut für die Gläubiger<br />

entwickelt hatte und Auer meinen Namen<br />

schon vom Radio kannte, haben<br />

wir uns näher kennengelernt, und er<br />

hat den Entschluss gefasst, seinen Steuerberater<br />

zu wechseln.<br />

Die Entwicklung<br />

„Abo“, wie er von Freunden genannt<br />

wurde, bezeichnete sich selbst immer<br />

„nur als Baggerfahrer“. Tatsächlich ist<br />

er ein hochintelligenter und innovativer<br />

Unternehmer, was angesichts der<br />

Konkurrenz auch notwendig war. In<br />

Meran wurde der gesamte Hoch- und<br />

Tiefbau nur von italienischen Firmen<br />

wie dal Farra, Strappazzon, Bortolotti,<br />

Caser & Corona, Calligioni beherrscht.<br />

Seine kleine Firma hatte schon fast<br />

einen Sonderstatus unter den Großen.<br />

Mit herkömmlichen Mitteln konnte er<br />

der Konkurrenz nicht standhalten. So<br />

machte er sich auf, neue Wege zu gehen<br />

und neue Betriebsfelder zu erforschen.<br />

Bauschutt – Recycling –<br />

Ankauf von Grundstücken<br />

Ignaz Auer<br />

Das Problem der Ablagerung des Bauschuttes<br />

ist schon Ende der 1980iger<br />

<strong>Jahre</strong>n politisch diskutiert und im Ausland<br />

insbesondere in Holland bereits gesetzlich<br />

geregelt worden. Der Bauschutt<br />

sollte nicht einfach irgendwo in der<br />

Landschaft abgelagert werden, sondern<br />

nachhaltig recycelt werden. „Abo“ hat<br />

sich also aufgemacht, um in Europa<br />

die bereits bestehenden Recylingcenter<br />

aufzusuchen, da er in Südtirol eine<br />

derartige Anlage errichten wollte.<br />

Um eine solche Anlage zu errichten,<br />

brauchte es eine große Grundfläche und<br />

eine willige Gemeinde, die das Problem<br />

erkannte, um die dementsprechende<br />

Zone auszuweisen. Mit sehr viel Taktgefühl<br />

(und wohl auch aufgrund seiner<br />

blauen Augen) konnte er die damalige<br />

„Bürgermeisterin“ von seiner Idee überzeugen,<br />

die Gewerbezone in Sinich als<br />

Zone für Ablagerung und Recycling von<br />

Bauschutt auszuweisen. Die Grundstücke<br />

wurden dann innerhalb von circa<br />

25 <strong>Jahre</strong>n scheibchenweise erworben,<br />

bis zur heutigen kompakten Zone.<br />

Die strategische Grundausrichtung<br />

Die strategische Grundausrichtung, die<br />

wir beide entwickelt haben, war:<br />

a) die damals horrenden hohen Steuern<br />

auf ein Minimum zu reduzieren;<br />

b) keine Hypothek auf die erworbenen<br />

Grundstücke eintragen zu lassen;<br />

c) die damals neue Finanzierungform<br />

des Leasings voll auszunützen, wobei<br />

sich die Hypo Vorarlberg als sehr<br />

kompetenter Partner erwies;<br />

d) Grundbesitz vom Oberflächenrecht<br />

zu trennen, um auch die Grundstücke<br />

abschreiben zu können.<br />

Alles zusammen hat die heutige ERD-<br />

BAU GmbH mit ihren ganzen Tochterunternehmen<br />

zu dem gemacht, was sie<br />

ist, und wird nun von den drei Söhnen<br />

erfolgreich weitergeführt.<br />

Nachsatz: „Abo“ Auer betont auch<br />

heute noch, dass ohne fundierte Beratung<br />

von Fritz Ziernhöld (speziell der<br />

Punkt b) ERDBAU nie so weit gekommen<br />

wäre, wie es heute der Fall ist.<br />

ENT<br />

BEREGNUNGSANLAGEN BEREGNUNGSANLAGEN IM BURGGRAFENAMT IM BURGGRAFENAMT<br />

BEREGNUNGSANLAGEN<br />

Werkzeuge, IM Eisenwaren, BURGGRAFENAMT<br />

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Motorsägen, Befestigungstechnik.<br />

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<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

5<br />

<strong>50</strong> <strong>Jahre</strong> ERDBAU im Zeitraffer<br />

Der Weg vom Kleinunternehmer bis auf<br />

160 Mitarbeiter; vom ersten Aushub bis<br />

zum Mega-Auftrag von über 240.000 Kubikmeter<br />

beim Benko-Projekt in Bozen;<br />

die Übersiedlung von Algund nach Sinich;<br />

diverse Investitionen in technische<br />

Errungenschaften und Maschinen.<br />

Die Highlights von <strong>50</strong> <strong>Jahre</strong>n<br />

ERDBAU<br />

1972: Am 17. April um 8 Uhr begann<br />

die Stunde null der heutigen ERDBAU<br />

mit ersten Aushub-Arbeiten. Die erste<br />

Rechnung geht an Herrn Talamoni über<br />

den Betrag von 4.<strong>50</strong>0 Lire pro Baggerstunde<br />

zuzüglich 4 Prozent IGE-Steuer.<br />

1973: Anstellung von erstem Mitarbeiter.<br />

1974: Beginn der Arbeiten bei der<br />

MEMC, Dauer bis Dezember 1976.<br />

Super-Auftrag. Ankauf von erstem Hydraulikhammer<br />

in Südtirol<br />

1978: Große Aufräumarbeiten auf der<br />

Haflinger Straße<br />

1979: Ankauf von fünf neuen Mercedes-<br />

Lkw; Kauf des ersten Caterpillar-Baggers<br />

1980: Erster Caterpillar-Radlader (Pala)<br />

wird gekauft; Fritz Ziernhöld wird<br />

Wirtschafsberater.<br />

1982/83: ERDBAU übernimmt den<br />

Schnee-Räumdienst der Gemeinde Meran;<br />

Dauer bis heute.<br />

1984: Gründung der Alpigas. Aufräumarbeiten<br />

bei abgebranntem Hotel im<br />

Eggental.<br />

1985: Besuch der Finanzer im Hause; Laut<br />

„Abo“ war es ein „großes Abenteuer“.<br />

1987: Ankauf von erstem Grundstück<br />

in Sinich über 2.800 Quadratmeter um<br />

10.000 Lire/Quadratmeter<br />

1988: Ankauf des zweiten Grundstückes<br />

über 1.<strong>50</strong>0 Quadratmeter um 25.000<br />

Lire/Quadratmeter. Bau einer semimobilen<br />

Brechanlage – Beginn des mobilen<br />

Recyclings. ERBAU kommt zur Baustelle!<br />

1989: Ankauf der ersten mobilen Siebmaschine<br />

(Sieben von Erde) in Sinich;<br />

1990: Ankauf von weiteren Grundstücken<br />

in Sinich von der Familie Talamoni<br />

1991: Gründung der Transcontainer<br />

mit Josef von Beton Lana & Dal Farra;<br />

Schließung der Falschauer-Deponie;<br />

Beginn von Bauschuttlagerung in Sinich;<br />

erste Mobile Brechanlage REV, Gründung<br />

des Bauschutt Konsortium Südtirol<br />

1992: Ankauf von weiteren Grundstücken<br />

in Sinich – insgesamt 26 notarielle<br />

Verträge bis 2010. Konsortium mit Cav.<br />

Oberosler-Pool. Das Sinich-Areal als erste<br />

„Umwelt-Baustelle“ mit 2<strong>50</strong>.000 Kubikmeter<br />

Aushub, fünf Meter tief über<br />

einen Zeitraum von drei <strong>Jahre</strong>n. Auftrag<br />

über 13 Milliarden Lire; Bau vom Büro<br />

in Algund<br />

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6<br />

<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

Ein Spezialgebiet von ERDBAU: Schächte für Rohre und Kabel anlegen<br />

1993: Gründung des Bauschutt-Konsortiums<br />

Südtirol, Erstellung der Broschüre<br />

„Wie entsorge ich Bauschutt“<br />

durch die ERDBAU – heute noch Basis<br />

für die Abrechnungen in ganz Südtirol<br />

1994: Abriss von Hotel Mirabell in<br />

Meran mit Bagger Fiat 400 und selbst<br />

geplantem und gebautem Verlängerungsarm.<br />

Dokumentarfilm auf Rai –<br />

Sender Bozen<br />

1995: Probleme mit den Nachbarn in<br />

Sinich wegen Lärm und Staub, Bau einer<br />

Mauer: 4<strong>50</strong> Meter lang und sechs Meter<br />

hoch! Ankauf von weiterem Grund;<br />

Planung der neuen Recycling-Anlage<br />

1997: Bau der neuen Recycling-<br />

Anlage mit Absaugung (Papier, Plastik<br />

und Holz werden abgesaugt), die<br />

Maschinen wurden in Berlin gekauft.<br />

Einsatz einer Schneekanone zur<br />

Staubbindung, Umzug mit der Basis<br />

nach Sinich. Ankauf von neuem Abbrucharm<br />

für Gebäude bis 25 Meter<br />

Höhe für einen besonderen Auftrag<br />

in Novara<br />

1998: Eintritt von Sohn Andi in die<br />

Firma, Auftrag in Novara: Abbruch<br />

von 70.000 Kubikmetern mehr als drei<br />

Monate Arbeit.<br />

1999: Im September verliert die<br />

ERDBAU Sergio, er hat 22 <strong>Jahre</strong> beim<br />

Aufbau mitgeholfen – ein guter Freund<br />

mit großem Herz.<br />

2000: Ankauf von Bürogebäude (Ex-<br />

Lanabau), welches anfangs viel zu groß<br />

war; Umzug der Verwaltung nach Sinich<br />

2001: Verabschiedung vom Vater,<br />

bekannt und beliebt als Natz; auch<br />

der Schwager Ubald (dem ERDBAU<br />

unglaublich viel zu verdanken hat) verabschiedet<br />

sich in eine bessere Welt.<br />

2002: Malcesine-Abbruch (Monte Baldo)<br />

und Mobilrecycling vor Ort; Bau<br />

der Galoppstrecke am Pferderennplatz<br />

2003: Baubeginn an der Einsteinstraße<br />

in Bozen, großer Auftrag mit Baufirma<br />

Cossi<br />

2004: Bau der GRAUEN Anlage für<br />

Naturmaterialien und Einbau des großen<br />

Brechers;<br />

Erdbewegung bei den Thermen Meran,<br />

Bau der Kreuzung in Sinich<br />

2005: Michael tritt in die Firma ein.<br />

Abbruch der OGA (Obstgenossenschaft<br />

Algund); Abbruch des Ex-Messegeländes<br />

in Bozen und danach der Aushub<br />

2006: Auftrag beim Gaswerk Meran,<br />

eine neue Zukunft beginnt. 100.000 Kubikmeter<br />

Aushub davon 60.000 Kubikmetern<br />

kontaminiert; Auftrag Brücke auf<br />

der Töll und Tunnel Töll<br />

2007: Beginn der großen Arbeit am<br />

Sandplatz Meran; Abstützung des Ex-Hotels<br />

Esplanade; Arbeit für Holteg (Eggental);<br />

Grundkauf und Eröffnung Recycling<br />

Naturns; Ankauf von <strong>50</strong> Tonnen Bagger<br />

für Felsaushübe; Ankauf von Abbruch-<br />

Bagger mit OILQUICK-Longfront<br />

2008: Partnerschaft mit Gardena-Recycling<br />

für Arbeiten in Gröden; Asbest-<br />

Abbau als neuer Betriebszweig<br />

2009: Bau der Stromleitung von Lana<br />

nach Sinich mit einem Rohr unter der<br />

Etsch; der größte Auftrag in der Geschichte<br />

ERDBAU mit fünf Millionen<br />

Transporte Caregnato KG des Caregnato L. | Stein 38 | 39025 Naturns (BZ)<br />

Tel. +39 345 8247746 PEC: caregnatokg@pec.it | E-Mail: info@caregnato.bz


<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

ZEITRAFFER 7<br />

Anlieferung des Baggers zur Baustelle per Spezialtransport<br />

Euro Gesamtumfang; Abbruch von<br />

Thermoter (Kompostwerk Bozen) mit<br />

Bodensanierung in Bozen – Arbeit für<br />

zwei <strong>Jahre</strong><br />

2010: MEMC: Sanierung von kontaminierten<br />

Böden; Bau der MEBO-Ausfahrt<br />

Algund samt Erdbewegungsarbeiten;<br />

Ankauf Misch- und Dosieranlage für<br />

verschiedene Mischungen; Gründung<br />

der REMTEC und Bau der 3.<strong>50</strong>0 Quadratmeter<br />

großen Halle<br />

2011: Inbetriebnahme der REMTEC –<br />

für Sanierung kontaminierter Böden<br />

2012: Georg tritt in die Firma ein. Beginn<br />

der Krise in der Bauwirtschaft.<br />

2013: Volles Krisenjahr; ERDBAU beginnt<br />

die Ideen vom „Abo“ umzusetzen.<br />

2014: Ende der Krise zeichnet sich<br />

ab – mit interessantem Auftrag zum<br />

BBT – Brennerbasistunnel; Arbeit für<br />

insgesamt sieben <strong>Jahre</strong> übernommen.<br />

2015: Felsaushub bei Reinhold Messner<br />

auf Schloss Juval; Combistone-<br />

Produktion von Beton-Klötzen zum<br />

Bau von mobilen Mauern<br />

2016: Kauf der großen Bohrmaschine;<br />

Abbruch Hotel Rosengarten in Schenna<br />

2017: Felsaushub bei Schenna Resort<br />

30.000 Kubikmeter, davon 17.000 Kubikmeter<br />

durch Sprengung; Einführung<br />

der GPS-Systeme auf Bagger<br />

und Maschinen<br />

2018: Vertiefung und Verbreiterung<br />

der Eisenbahntunnel Töll; sämtliche<br />

Bagger werden mit OILQUICK ausgestattet<br />

(ermöglicht schnelles Wechseln<br />

der Werkzeuge am Baggerarm: manuell<br />

30 Minuten, maschinell: 20 Sekunden).<br />

2019: Bau der Waschanlage für Bauschutt<br />

mit dem Ziel, aus dem Bauschutt<br />

das Grundmaterial für Recyclingbeton<br />

zu bekommen; Beginn der Kreislaufwirtschaft.<br />

Sanierung der Mülldeponie Prad;<br />

Erwerb des Solland-Silicon-Areals mit<br />

der Verpflichtung dieses zu sanieren<br />

2020: Beginn vom Benko-Aushub<br />

in Bozen, 1. Teil: Volumen circa<br />

100.000 Kubikmeter<br />

2021: Projekt Qualitätsbeton aus Altbeton<br />

(brechen, sieben, waschen) UNI<br />

12260. Weiter beim Benko-Aushub<br />

samt Tunnel Südtiroler Straße in<br />

Bozen (Gesamtauftrag 225.000 m³);<br />

Abbruch Verbrennungsofen in Bozen;<br />

Sanierung der Chemikalien Solland-<br />

Silicon-Areal<br />

Technische Daten/<br />

Maschinenpark<br />

Grundflächen in Sinich:<br />

ca. 55.000 Quadratmeter<br />

Grundflächen in Naturns:<br />

ca. 6.000 Quadratmeter<br />

Anlagen: 3 Siebanlagen und<br />

2 Brechanlagen<br />

Maschinenpark:<br />

28 Lkw-Grubenfahrzeuge<br />

35 Bagger von 3–8 Tonnen<br />

15 Bagger von 20–25 Tonnen<br />

7 Bagger von 35 Tonnen<br />

2 Bagger von <strong>50</strong> Tonnen<br />

6 Radbagger<br />

6 Radlader


8<br />

<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

Bauschuttrecycling<br />

Im Mai 1996 hat Walter Huber die<br />

Umweltagentur als neu zu organisierende<br />

Struktur der Landesverwaltung<br />

übernommen, mit all ihren<br />

interessanten Aufgaben und Zuständigkeiten.<br />

Darunter war auch der<br />

Bereich Abfallwirtschaft ein ziemlich<br />

komplexes Thema, in dem vieles neu<br />

zu organisieren war.<br />

Ein Beitrag von Dr. Walter Huber<br />

Unter dieses Thema fiel auch das<br />

Thema Bauschuttrecycling. Südtirol<br />

hatte bis zu dem Zeitpunkt keine<br />

ausgewiesene Deponie für Bauschutt,<br />

es war deshalb zwingend notwendig,<br />

das Thema als Gesamtkonzept zu<br />

sehen und aufzubauen. Im Übrigen<br />

braucht es bis heute keine diesbezügliche<br />

Deponie. Die Firma ERDBAU<br />

hatte zu dem Zeitpunkt auch bereits<br />

eine neue, von der EU mitfinanzierte<br />

Technik in Erprobung, die eine Sortierung<br />

von unterschiedlichen Materialien<br />

ermöglichen sollte.<br />

Die Natur als Vorbild<br />

Vorbild für das Recycling ist die<br />

Natur, die in ihren Abläufen keine<br />

Abfälle kennt, sondern Überbleibsel<br />

aus einer Nutzung oder davon entstehende<br />

Reste nicht als Abfall irgendwo<br />

ablagert, sondern als sogenannter<br />

sekundärer Rohstoff wieder in einem<br />

anderen Prozess Verwendung findet,<br />

man nennt dies Kreislaufwirtschaft.<br />

Dies ist heute mehr denn je das Motto<br />

in allen Technologien: Wir dürfen<br />

keine oder so wenig wie möglich<br />

Substanzen oder Materialien erzeugen,<br />

die nicht mehr am Markt<br />

gebraucht werden.<br />

Bauschutt ist nun nicht ein einheitliches<br />

Produkt, sondern setzt sich<br />

aus einer Vielzahl verschiedenster<br />

Materialien zusammen, dies bedeutet<br />

allerdings:<br />

• Bauschutt muss aufgearbeitet und<br />

in einzelne, möglichst gleichartige<br />

Fraktionen zerlegt werden.<br />

• Einzelne Fraktionen müssen so<br />

definiert werden, dass sie als neu zu<br />

verwendende Materialien für den<br />

Markt interessant werden.<br />

• Die Materialien müssen die Qualitäten<br />

und Kriterien erfüllen, die der<br />

Markt benötigt. Die Qualitätskriterien<br />

sind so festzulegen, dass sie<br />

prüfbar und nachvollziehbar sind.<br />

• Die Qualitätsparameter sind streng<br />

zu setzen, müssen trotzdem wirtschaftlich<br />

machbar sein.<br />

• Für diese Kriterien müssen entsprechende<br />

gesetzliche Verordnungen<br />

festgelegt werden.<br />

ERDBAU als Vorreiter<br />

All dies erforderte eine enge Zusammenarbeit<br />

zwischen dem Amt<br />

für Abfallwirtschaft, dem Bauschuttkonsortium<br />

und vor allem mit der<br />

5 – 30 m 3<br />

3<br />

Wir entsorgen fachgerecht:<br />

• Bauschutt<br />

• Baustellenabfälle<br />

• Bauholz<br />

5 – 30 m 3 Meran · Sinich | T. 0473 499 565 | info@transcontainer.net<br />

Meran · Sinich | T. 0473 499 565 | info@transcontainer.net


<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

9<br />

Firma ERDBAU, die Vorreiterin auf<br />

diesem Gebiet war. Die Kriterien<br />

sollten streng und auch kontrollierbar<br />

sein. Eine ganz besondere<br />

Aufgabe an das Konsortium, aber<br />

man wusste, dass nur entsprechende<br />

Qualität einen Absatz am Markt<br />

möglich macht. Die Methoden<br />

mussten klar definiert und machbar<br />

sein, es mussten Prüfmethoden erstellt<br />

werden, die im Bauschuttsektor<br />

nachvollziehbar und auch durch<br />

offizielle, anerkannte Testlaboratorien<br />

überprüft werden konnten.<br />

Vorsortierung schon beim Abbruch<br />

Schon beim Abbruch ist eine<br />

Vorsortierung und eine getrennte<br />

Anlieferung zu organisieren, was<br />

die weitere Verarbeitung erleichtert.<br />

Die Kosten des angelieferten<br />

Bauschutts in der Recyclinganlage<br />

werden dadurch maßgeblich beeinflusst.<br />

Die Logistik der Abläufe zu<br />

organisieren, war wiederum Aufgabe<br />

der Bauschuttverantwortlichen,<br />

der Gesetzgeber musste die rechtlichen<br />

Regelungen für die Transporte<br />

entsprechend kategorisieren und<br />

gesetzlich festlegen.<br />

Nach der Verarbeitung entstehen<br />

neue Produkte, die der Markt akzeptieren<br />

muss und die erforderlichen<br />

Kriterien auch voll erfüllen können.<br />

Dazu mussten Grenzwerte geschaffen<br />

und kontrollierbar gemacht werden.<br />

Dies war ein Balanceakt, denn<br />

einerseits sind strengere Grenzwerte<br />

schwieriger einzuhalten, andererseits<br />

erhöhten sie die Qualität der<br />

Produkte und damit deren Akzeptanz<br />

am Markt.<br />

Alles fürs Bauen.<br />

Tutto per costruire meglio.<br />

www.bauexpert.it


10<br />

<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

Gute Qualität zu günstigen Preisen<br />

Baumaterialien aus der Wiederverwertung<br />

müssen trotz des Aufwandes<br />

billiger am Markt angeboten werden<br />

und die Akzeptanz erobern. Die günstigeren<br />

Baukosten freut die Bauherren,<br />

aber weniger die Projektanten, deren<br />

Bezahlung ja einen gewissen Prozentsatz<br />

der Baukosten beträgt, auch<br />

hierbei ein Balanceakt.<br />

Dies alles zeigt, dass beim Aufbau<br />

des Systems Bauschuttrecycling viele<br />

unterschiedliche Kriterien zu berücksichtigen<br />

waren. Die sehr enge Zusammenarbeit<br />

im gegenseitigen Vertrauen<br />

zwischen den gesetzlich Verantwortlichen,<br />

den für die Verarbeitung<br />

Zuständigen und den Anwendern ist<br />

Voraussetzung, dass ein gutes, funktionstüchtiges<br />

System entstehen kann.<br />

Nachvollziehbar vom Ursprung<br />

bis zur Anwendung<br />

Dieses System kann heute mit Berechtigung<br />

folgende Kriterien erfüllen: Es<br />

ist nachvollziehbar vom Ursprung bis<br />

zur Anwendung, es ist handelsfähig,<br />

transparent und vertrauenswürdig. Damit<br />

ist es ein unverzichtbares Teil unserer<br />

Gesellschaft geworden. Ein Beispiel<br />

mag die gelungene Aufbauarbeit<br />

zeigen. Wir waren Anfang der 2000er<br />

<strong>Jahre</strong> bei einem Bauschuttkongress<br />

in Travemünde, wo die deutschen<br />

Bauschutt-Recycler dem damaligen<br />

Minister Stolpe eine Petition überbrachten,<br />

er möge die allzu strengen<br />

Regeln mit Grenzwerten lockern, weil<br />

sie nicht so ohne Weiteres zu erfüllen<br />

waren und die Rückführung in konkrete<br />

Verwendungen behindere.<br />

Die Südtiroler waren vorraus<br />

Die Südtiroler Teilnehmer schauten<br />

sich erstaunt an, denn sie sagten stolz,<br />

dies alles ist bei uns kein Problem, die<br />

strengen Regeln haben wir alle schon<br />

in bestem Einvernehmen gelöst, und<br />

hat uns die Rückführung in den Baustoffmarkt<br />

erleichtert. Dies hat uns alle<br />

mit einem gewissen Gefühl von Stolz<br />

und Zufriedenheit erfüllt.<br />

Doch ohne die Vorreiterrolle der<br />

Bauschutt-Recycler, in erster Linie der<br />

Firma ERDBAU, und deren Innovationskraft<br />

und Wille zur ständigen<br />

Weiterentwicklung wäre dies alles<br />

nicht möglich gewesen, was uns heute<br />

als Selbstverständlichkeit scheint.<br />

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<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

11<br />

14 Ideen gegen die Krise<br />

Im Frühjahr 2012 wäre eigentlich das<br />

40-jährige Jubiläum angestanden, aber<br />

zum Feiern war wegen der totalen Krise<br />

am Bau keinem zumute; denn besonders<br />

betroffen war ja der Tiefbau. Bisher<br />

hatte bei ERDBAU noch keiner seinen<br />

Job verloren, aber es wurde, was neue<br />

Aufträge betrifft und damit auch finanziell,<br />

immer schwieriger.<br />

Über fünf Hektar Gewerbegrund ohne<br />

Hypotheken war den Banken Sicherheit<br />

genug, das Geld für die Löhne vorzustrecken,<br />

die bis dato an die 120 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter immer pünktlich<br />

ausbezahlt wurden. Darauf ist Albrecht<br />

auch heute – und das mit Recht – noch<br />

sehr stolz. Wie lange würde diese Krise<br />

noch andauern? Was können wir tun, der<br />

Krise ein Zeichen entgegenzusetzen?<br />

Nichts tun, das war nicht die Sache von<br />

„Abo“, wie er von seinen Freunden<br />

genannt wird. „Meran und Bozen haben<br />

ein Potenzial von 1<strong>50</strong>.000 Einwohnern,<br />

da gibt es immer viel zu tun. Die Arbeit<br />

bzw. Aufträge werden zwar weniger,<br />

gleichzeitig sind aber weniger Firmen<br />

am Markt. Das waren meine Gedanken<br />

von damals“, erinnert sich „Abo“ heute<br />

noch. 14 Punkte (Ideen), um der Krise<br />

entgegenzutreten, hat er sich damals<br />

handschriftlich notiert. Besondere Ideen,<br />

Einsparungspotenzial, bis hin zu möglichen<br />

neuen Geschäftsfeldern.<br />

„Abos“ handschriftlichen Aufzeichnungen<br />

Was wir tun können, um gegen die<br />

Krise Zeichen zu setzen!!!!!<br />

Die Arbeit geht zurück, gleichzeitig<br />

sind aber weniger Firmen am Markt.<br />

Krisen bieten immer auch eine Chance<br />

auf was Neues! Gedanken<br />

zum Sparen<br />

und Vision für<br />

die Zukunft<br />

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12<br />

<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

Welche Ideen wurden realisiert?<br />

1. Die AKQUISE von Aufträgen:<br />

Wie kommt man schneller zu mehr<br />

Aufträgen? Die Mitarbeiter vom Lkwund<br />

Baggerfahrer bis zur Verwaltung<br />

miteinbeziehen war eine super Idee<br />

und ein Riesenerfolg. Mit Begeisterung<br />

waren die Mitarbeiter dabei, und das<br />

„Wir-ERDBAU-Gefühl“ ist dabei ebenso<br />

gewachsen wie die neuen Aufträge.<br />

2. Das Qualitätsmanagement und<br />

Controlling: Nicht Mitarbeiter<br />

entlassen, sondern jemanden einstellen,<br />

der das kann, damit man sich an<br />

Qualitätsausschreibungen beteiligen<br />

konnte. „Wir haben damals ein, zwei<br />

gute Leute gefunden“, erinnert sich<br />

der Chef an die Zeit vor zehn <strong>Jahre</strong>n.<br />

„Sie brachten jugendlichen Elan, eine<br />

gute Ausbildung, eine Menge Berufserfahrung<br />

und viel Know-how mit in<br />

das Team. Der Erfolg ließ nicht lange<br />

auf sich warten. Plötzlich bekamen<br />

wir große Aufträge von der öffentlichen<br />

Hand zu sehr guten Preisen, mit<br />

sicheren Zahlern, und dies tat in dieser<br />

harten Zeit besonders gut.“<br />

3. IPads für Mitarbeiter: Wurde nur<br />

zum Teil umgesetzt, diese Idee wurde<br />

durch die Smartphones überholt.<br />

4. Der ASBEST-Abbau: Diese hoch<br />

spezialisierte Tätigkeit wurde immer aktueller.<br />

Das Ganze ist heute der Bereich<br />

von REMTEC im Bereich der Entsorgung<br />

gefährlicher Abfälle.<br />

5. Transcontainer: Durch die Eingliederung<br />

in die ERDBAU-Gruppe<br />

wurden unglaublich Synergien frei.<br />

Zusammenlegung der Container-<br />

Fahrzeuge, wesentliche Verbesserung<br />

in Logistik und Disposition. Mit elf<br />

Lkws und 600 Containern ist heute<br />

Transcontainer die führende Realität<br />

im Burggrafenament und den umliegenden<br />

Tälern.<br />

6. Die dritte Waage: Wurde erfolgreich<br />

umgesetzt zur Verminderung<br />

von Wartezeiten.<br />

7. Steinbruch in Hafling: Die Idee des<br />

Betreibens eines Steinbruches in Hafling<br />

hat sehr viel gebracht. Durch diese<br />

Quelle konnte der Bedarf an Zyklopensteinen<br />

und der Bedarf an gutem<br />

Porphyr abgedeckt werden.<br />

Zu den geplanten Sparmaßnahmen<br />

Der Treibstoffverbrauch bei Bagger<br />

und Lkw (z.B. im Leerlauf) wurde<br />

überprüft: durch Schulung der Mitarbeiter<br />

in diesem Bereich, GPS-unterstütztes<br />

Controlling (ist nach wie vor<br />

ein aktuelles Thema). Einsparung pro<br />

Jahr bis zu <strong>50</strong>.000 Euro.<br />

Beim Werkstattteam ist ERDBAU<br />

einmal mehr den gegenteiligen Weg<br />

gegangen. Mit zusätzlichen Mitarbeitern<br />

konnten die meisten Reparaturen<br />

des immer größer werdenden Maschinenpsrks<br />

selbst durchgeführt werden.<br />

Die Ideen, die nicht umgesetzt wurden<br />

Eine Firma zur Verlegung von Stromleitungen<br />

tipo Terna für die Energieversorgung.<br />

Die notwendigen Kontakte zu<br />

den italienischen Stellen fehlten.<br />

Für die „Fertigbau-Firma“ als Komplettanbieter<br />

vom Aushub über Keller,<br />

Garagen bis zur ersten Etage fanden<br />

sich keine Partner.<br />

Luftaufnahme vom ERDBAU-Areal in Sinich<br />

Außengestaltungsarbeiten und Hangsicherungen:<br />

Ein neues Geschäftsfeld,<br />

in dem es wenig Mitbewerber gab. Ist<br />

auch heute noch interessant. Wurde<br />

damals aus Mangel an Kapazitäten<br />

nicht umgesetzt.<br />

Interne Mannschaft für Spritzbeton:<br />

Mit dem Ziel, auf Baustellen nahtlos<br />

und schneller operieren zu können und<br />

dadurch gewinnbringender zu werden.<br />

Ein langwieriger Prozess der erst 2021<br />

abgeschlossen wurde.<br />

Der ERDBAU-Chef erwies sich einmal<br />

mehr als ausgezeichneter Motivator.<br />

Er schloss damals die Präsentation der<br />

14 Punkte mit der Bemerkung:<br />

„Was ich mir wünsche, ist<br />

ein Haufen Ideen aus euren<br />

Köpfen, eine gute Zusammenarbeit,<br />

vor allem aber eine<br />

Wertschätzung unter euch<br />

und zwischen den Abteilungen.<br />

Begeisterung im Tun und<br />

den Glauben an eine gemeinsame<br />

Zukunft!“


<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

13<br />

Erfolg durch<br />

Innovation<br />

Ob die Baugrube bis zu 20 Meter tief ist oder das abzureißende<br />

Gebäude 25 Meter hoch ist, das spielt für<br />

ERDBAU keine Rolle. Weit und breit gibt es keine Unternehmen,<br />

welche nur annähernd in der Lage sind, solche<br />

Aufträge in relativ kurzer Zeit abzuwickeln.<br />

Wozu braucht man solche Maschinen überhaupt, wird<br />

sich da so mancher fragen? Na, ganz einfach, beim<br />

Benko-Projekt in Bozen oder beim Abriss eines fünf bis<br />

sechs Stockwerke hohen Gebäudes.<br />

Die (auf dem Bild) abgebildeten Bagger mit den hydraulisch<br />

verstellbaren bis zu 25 Meter langen Armen, sind ein<br />

Novum in der Branche. Dazu „Abo“: „Innovation ist für<br />

mich, dass wir heute, unter Einsatz modernster Technik, die<br />

gleichen Arbeiten in einem Bruchteil der Zeit wie noch vor<br />

einem <strong>Jahre</strong>n erledigen können. Als Beispiel die tiefe Baugrube:<br />

Ein kleiner Bagger musste in die Grube abgeseilt<br />

werden, das Material wurde vom Bagger in die Krankiste<br />

geschaufelt und langsam nach oben gezogen<br />

und anschließend auf dem Lkw entleert. Das heißt<br />

im Klartext, dass wir heute imstande sind, das<br />

Material aus einer bis zu 19 Meter tiefen Grube<br />

mittels Teleskoparm und einer zwei Kubikmeter<br />

fassenden Greif-Schaufel, einen Lkw in zehn<br />

Minuten (!) zu beladen. Ein Arbeitsvorgang,<br />

wo man bis gestern dafür bis zu zwei Stunden<br />

und den Einsatz von drei Maschinen und mehreren<br />

Mitarbeitern gebraucht hatte.“<br />

Das ganze System ist innovativ<br />

Aber nicht nur Bagger, Baggerarme oder Werkzeuge<br />

– das ganze System ist Innovation pur. Dazu<br />

gehört auch der Einbau eines Wiegesystems. Das<br />

Kennzeichen des ERDBAU-Lkw wird eingescannt, und<br />

somit wird täglich genau erfasst, wie oft dieser Fahrer/<br />

Lkw beim Aufladen war bzw. wie viel Material abtransportiert<br />

wurde. Alle diese Daten<br />

werden direkt ins Büro<br />

übermittelt und<br />

aufgezeichnet.<br />

Baugrube bis zu 19 Meter Tiefe<br />

Abbruch von bis zu 26 Meter hohen Gebäuden


14<br />

<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

Display von der Waage<br />

Auch Drohnen gehören zum Equipment.<br />

Die Betonschere öffnet sich 1,40 Meter<br />

mit einem Druck von 135 Tonnen.<br />

Für die Abrechnung danach für den<br />

Kunden, aber auch für ERDBAU zum<br />

Controlling jederzeit abrufbar.<br />

Der Einbau von Wiegesystemen auf<br />

Baumaschinen ist ebenfalls neu. Es<br />

dient zur Ermittlung von zulässigen<br />

Ladegewichten bei Lkw. Dabei werden<br />

die Lkw-Daten wie Kennzeichen,<br />

zulässiges Netto-Ladevolumen und<br />

einige Materialtypen zur Auswahl im<br />

Vorfeld eingegeben. Noch während der<br />

Bewegung der Maschinen wird das in<br />

der Baggerschaufel befindliche Material<br />

gewogen und der Lkw nur mit dem<br />

zulässigen Gewicht beladen. Bisher<br />

wurden insgesamt 14 Baumaschinen<br />

mit diesem System ausgerüstet.<br />

Datenübermittlung per GPS<br />

Der Einsatz der Drohnen<br />

Das aktuelle Highlight bei ERDBAU<br />

kommt vor allem bei Vermessungen<br />

zum Einsatz. Die mühevollen und<br />

zeitraubenden Systeme von gestern<br />

sind Vergangenheit. Mit Begeisterung,<br />

entsprechender Ausbildung<br />

und Wissen führt heute Daniel die<br />

Drohne. Bis auf zwei Zentimeter genau<br />

erfasst die Drohne die Geländebeschaffenheit<br />

und liefert die Daten<br />

schnell und vor allem genau ins Büro.<br />

Dies dient auch als Basis für die GPSgesteuerten<br />

Baumaschinen.<br />

GPS-Ortung mit QUANTEC<br />

Alle Baumaschinen werden durch das<br />

Ortungssystem QUANTEC überwacht.<br />

Damit können nicht nur der Standort/<br />

die Baustelle und die genauen Daten,<br />

sondern auch sehr präzise die geleisteten<br />

Arbeitsstunden, aufgezeichnet werden.<br />

Das System übermittelt zudem<br />

die nächste Wartungsfälligkeit an die<br />

Werkstatt. Neben ERDBAU sind auch<br />

die Leihmaschinen von Terra Rent damit<br />

ausgestattet. Interessierte erhalten<br />

dazu genaue Auskunft bei Terra Rent.<br />

Das System kann um 1,20 Euro pro<br />

Tag/pro Maschine gemietet werden.<br />

Das System von OILQUICK<br />

Damit können hydraulische Zusatzgeräte<br />

wie der Sortiergreifer, Betonschere<br />

oder der Hydraulikhammer<br />

innerhalb von 20 Sekunden (!) ausgewechselt<br />

werden. Auch der Wechsel<br />

der Baggerarme wie Aushub- oder<br />

Abbrucharm können untereinander<br />

innerhalb fünf Minuten getauscht werden<br />

und das ohne Fremdhilfe, ohne<br />

dass der Fahrer die Kabine verlassen<br />

muss. Früher war dieser Wechsel eine<br />

Operation, welche einen vierstündigen<br />

Einsatz von jeweils drei Personen<br />

erforderte. „In unserem Maschinenpark<br />

sind circa 45 Maschinen und<br />

zusätzlich zwei Longfront-Systeme<br />

damit ausgerüstet“, weiß „Abo“ zu<br />

berichten. „So gerüstet, können wir<br />

uns dank dieser Technik und vor allem<br />

durch die erfahrenen Mitarbeiter den<br />

verschiedensten Herausforderungen<br />

stellen.“ So wie letzthin bei einem<br />

Feuerwehreinsatz in Dorf Tirol, drei<br />

Stunden nach dem Anruf war die<br />

ERDBAU mit drei Tiefladern von<br />

Bozen aus gestartet, um mit Hightech<br />

und Vorsicht das unter Flammen stehende<br />

Dach abzutragen.


<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

15<br />

Die Werkstatt offen für Dritte<br />

Vertretung von Schnellanschluss<br />

OILQUICK DE und QUANTEC Ortung-Systeme<br />

für Südtirol. Wer weiß<br />

besser über das notwendige Aufrüsten<br />

und Warten der Bagger und<br />

ähnlichen Maschinen Bescheid als<br />

die Firma ERDBAU selbst.<br />

Schließlich hat man darin jahrelange<br />

Erfahrung, z.B. wenn es um<br />

Schnellkupplungen OILQUICK, oder<br />

um ausgeleierte Büchsen, bei den Baggerarme<br />

und den Bau von speziellen<br />

Schaufeln mit besonderer Form und um<br />

den Austausch von Kipperböden und<br />

verschlissenen Wänden geht.<br />

Unsere Erfahrung seit 2007 und der<br />

Glaube an die Qualität von OILQUICK<br />

motivieren uns, diese Technik auch Dritten<br />

anzubieten.<br />

Der Partner von OILQUICK DE<br />

Mit OILQUICK-Schnellwechslern wird<br />

der Bagger zum multifunktionalen<br />

Geräteträger, und man hat für jede<br />

Baustellensituation das richtige Werkzeug<br />

parat. Als Partner von OILQUICK<br />

bietet ERDBAU mit seinen gesamten<br />

Strukturen Service und Einbau des<br />

kompletten Schnellwechsel-Systems an:<br />

- Reparaturen vor Ort;<br />

- Lagerhaltung von Bestandteilen;<br />

- Umbau von Schaufeln und<br />

Anschlussplatten.<br />

Die Werkstattmannschaft<br />

Erneuerungen von ausgeschlagenen ovalen Bohrungen<br />

Das System OILQUICK<br />

Bau von Schaufeln in<br />

besonderen Formen und Materialien<br />

Austausch von Kipperböden


16<br />

<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

Sie haben Projekte –<br />

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Unser Maschinenpark<br />

reicht von der Bohrmaschine<br />

bis zum Bagger bis hin<br />

zu Lieferwagen und Hebebühnen<br />

damit wir Ihnen<br />

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<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

17<br />

Fünfzig <strong>Jahre</strong> im Einsatz<br />

und kein bisschen müde!<br />

Ein Name, der Programm ist, 210 motivierte<br />

Mitarbeiter, ein moderner<br />

Maschinenpark, Know-how, Kompetenz.<br />

Die ERDBAU-Gruppe – ein halbes<br />

Jahrhundert Erfolgsgeschichte. Vom<br />

kleinen Schotterwerk zum Koloss der<br />

Erdbewegungs- und Abbruchbranche,<br />

zum Recycle-Experten.<br />

Der Mann dahinter ist Albrecht<br />

Auer, seine Nachfolge ist gesichert<br />

durch drei Söhne, Andreas, Michael<br />

und Georg, die den Betrieb gemeinsam<br />

weiterführen. Fünfzig dichte <strong>Jahre</strong>.<br />

Rückblick halten ist nicht einfach, aber<br />

einige Ereignisse haben sich Albrecht<br />

Auer eingeprägt, Geschichten und<br />

Anekdoten. Persönliche Highlights,<br />

auf dem Weg zum Erfolg, begleitet von<br />

Höhenflügen ebenso wie von Tiefgängen<br />

und Momente großer Freude, wie<br />

mit den achtzig Kindergartenkindern<br />

auf einer großen Baustelle. Bagger<br />

fahren und anschließend ein Fest mit<br />

Würstchen, an dessen Ende jedes Kind<br />

stolz einen „Baggerführerschein“ entgegennehmen<br />

konnte. Anlass war eine<br />

Anfrage des Liebeswerks Meran. Wann<br />

genau, daran kann sich Albrecht Auer<br />

gar nicht mehr erinnern. Die spontanen<br />

Erinnerungen kommen nicht in<br />

chronologischer Reihenfolge. Auch im<br />

Zusammenhang mit den Feierlichkeiten<br />

zum fünfzigjährigen Jubiläum ist eine<br />

solche, quirlige Invasion geplant, allerdings<br />

pandemiebedingt erst im Sommer:<br />

ein Tag der offenen Tür für alle Interessierten<br />

und Baggerfahren für Kinder.<br />

Der 108. Tag des Schaltjahres 1972<br />

Warum ausgerechnet der 17. April als<br />

Stichtag? Albrecht Auer hat schließlich<br />

schon während der Schulferien<br />

begonnen, im väterlichen Betrieb<br />

mitzuarbeiten. Nach seiner dreijährigen<br />

Schlosserlehre in München kehrte er<br />

zurück, um aktiv und mit Freude seinen<br />

Vater zu unterstützen. Am 15. April<br />

endete sein Militärdienst und am<br />

17. April 1972, einem Montagmorgen,<br />

saß Albrecht Auer um Punkt 8 Uhr auf<br />

seinem Bagger, auch wenn er sich nach<br />

einer langen und durchzechten Nacht,<br />

in der er gebührend das Ende seiner<br />

Militärzeit gefeiert hat, noch etwas<br />

benommen fühlte. Ein erster Auftrag<br />

für Aushubarbeiten bedeutet das Ende<br />

des Schotterwerks und den Beginn der<br />

Firma ERDBAU.<br />

Hindernisse sind Herausforderungen<br />

25 <strong>Jahre</strong> später. Ein Geschäftsjahr<br />

im Zeichen eines tollen Auftrages.<br />

ERDBAU gewinnt die Ausschreibung,<br />

ein großes Industriegebäude in Novara<br />

abzubrechen. 2009 geht ein ganz<br />

besonderer Auftrag aus Lana ein, der<br />

dem Chef der ERDBAU und seinem<br />

Team einiges Kopfzerbrechen bereiten<br />

soll. Die Arbeiten zum Verlegen eines<br />

Albrecht „Abo“ Auer<br />

Stromkabels vom Umspannwerk der<br />

ENEL in Lana zum Solland-Silicon-<br />

Werk in Sinich über eine Strecke von<br />

fünf Kilometern. Das Problem dabei:<br />

Mittendrin fließt die Etsch. Den Mitarbeitern<br />

von Albrecht Auer gelingt es,<br />

mit eigens angeschafften Spezialmaschinen<br />

ein Rohr mit 80 Zentimeter<br />

Durchmesser unterhalb des Flussbetts<br />

der Etsch zu platzieren.<br />

Und immer wieder der Zufall<br />

Eine auf den ersten Blick fatale Entscheidung<br />

der Landesregierung führt zu<br />

einer neuen Kompetenz. In den 1970er<br />

und 1980er <strong>Jahre</strong>n war das Falschauerdelta,<br />

wo der von Ulten kommende<br />

Falschauerbach in die Etsch mündet,<br />

eine riesige Schottergrube, die sich<br />

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18<br />

<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

Das kann auch dem Chef passieren: Er konnte sich<br />

mit einem Sprung aus dem Bagger selbst retten.<br />

nach und nach mit Wasser füllte und<br />

gleichzeitig als (wilde) Müllhalde für<br />

Abfälle des gesamten Meraner Talkessels,<br />

darunter auch Abbruchmaterial und<br />

Bauschutt, genutzt wurde. Umweltschutz<br />

und Nachhaltigkeit waren damals noch<br />

Fremdwörter. Ein Beschluss der Landesregierung<br />

machte dieser Praxis ein Ende:<br />

1991 wurde die Falschauermündung in<br />

ein Biotop umgewidmet. Auf den ersten<br />

Blick ein doppeltes Problem für Albrecht<br />

Auer und seine Firma: kein Schotter<br />

mehr und wohin mit dem Bauschutt?<br />

Die zündende Idee: Den Bauschutt verarbeiten,<br />

das heißt brechen und sieben<br />

und das dabei anfallende Material –<br />

Steine, Ziegel, Asphalt, alten Beton guter<br />

Qualität – auf 30 bis 100 Millimeter<br />

Layoutvorschlag<br />

zerkleinern und als drainierendes Füllmaterial<br />

für die Baugruben verwenden.<br />

Projekt: Wiederverwendung, Lana<br />

sprich Recycling.<br />

Firma: Elektro Margesin<br />

Entwurf: Sieben 14.09.2021 <strong>Jahre</strong> BBT – Ausweg aus der Krise<br />

Die <strong>Jahre</strong> 2012–2014 sind als Krisenjahre<br />

in die Annalen der Baubranche<br />

eingegangen. Eine Krise, die auch an der<br />

Firma ERDBAU nicht spurlos vorbeigegangen<br />

ist. Die drei Söhne von Albrecht<br />

<strong>50</strong>0 mm<br />

<strong>50</strong>0 mm<br />

Auer sind längst schon aktiv in die Firma<br />

eingestiegen. Einer von ihnen, Michael,<br />

hatte den Mut sich an einer Ausschreibung<br />

für den BBT-Brennerbasistunnel zu<br />

beteiligen, eine Entscheidung, die einiges<br />

an Courage erfordert. Der Vater und die<br />

beiden Brüder unterstützen ihn. Und tun<br />

gut daran: Die ERDBAU-Gruppe erhält<br />

einen Auftrag für Erdarbeiten von der<br />

Dauer von sieben <strong>Jahre</strong>n. „Ein wunderbares<br />

Resultat“, freut sich Albrecht<br />

Auer noch heute: „Wir mussten niemand<br />

entlassen, und die Löhne konnten auch<br />

in diesen schwierigen <strong>Jahre</strong>n pünktlich<br />

zum 15. jeden Monats bezahlt werden!<br />

Gesicherte Arbeit(splätze) für sieben <strong>Jahre</strong>.<br />

In Krisenzeiten ein Lottogewinn!<br />

Immer noch aktiv, aber mehr Freizeit<br />

Fünfzig <strong>Jahre</strong>. Den Bagger fährt Albrecht<br />

Auer schon lange nicht mehr,<br />

auch wenn er sich als Geschäftsführer<br />

nie davor gedrückt hat, mit<br />

anzupacken, wenn es darauf<br />

ankommt. Heute, mit 72<br />

<strong>Jahre</strong>n, ist er nach wie vor<br />

aktiv in das Geschäftsgeschehen<br />

involviert, aber<br />

nicht mehr in erster Linie.<br />

Er hat in den fünfzig <strong>Jahre</strong>n<br />

der ERDBAU viele Erfolgserlebnisse<br />

sammeln können. Er<br />

hat viel Zeit investiert und dies<br />

in seinem Privatleben teuer bezahlt.<br />

Eine zerbrochene Ehe, schwierige<br />

Zeiten und viel Einsatz, um den Kontakt<br />

zu seinen Buben aufrechtzuerhalten.<br />

Hilfreich waren dabei viele gemeinsame<br />

oder auch mit jedem einzelnen individuell<br />

verbrachte Abenteuer und manchmal<br />

auch grenzwertige Unternehmungen.<br />

Dass es sich gelohnt hat, beweist die<br />

Margit und<br />

Victoria<br />

Tatsache, dass er seine Söhne heute<br />

verlässlich an seiner Seite weiß, um<br />

gemeinsam und innovativ sein Lebenswerk<br />

fortzuführen.<br />

Keine Spur von Wehmut<br />

Heute kann Albrecht Auer sich zurücklehnen,<br />

heute ist er frei auszuwählen,<br />

zu entscheiden, um was er<br />

sich noch kümmern möchte. Seine<br />

drei Söhne sind mit großem Einsatz<br />

und Handschlagqualität im Betrieb<br />

tätig, und die vielen, wertvollen<br />

Mitarbeiter kommen als tragende<br />

Säulen noch dazu. Ohne zwingenden<br />

Termindruck kann er mit Freude das<br />

Geschehen aus der zweiten Reihe<br />

heraus beobachten. Heute ist er frei,<br />

um sich dem Sport und den Hobbys –<br />

Innovationen im Bereich Maschinentechnik<br />

und immer auf der Suche<br />

nach besonderen Lösungen und strategischen<br />

Neuigkeiten – zu widmen.<br />

Und es macht immer<br />

noch Spaß! Privat kann<br />

er das Heranwachsen<br />

seiner nun 10-jährigen<br />

Tochter Victoria erfreut<br />

genießen und ihr samt<br />

ihrer Mama – seiner lieben<br />

Partnerin Margit mehr<br />

Zeit schenken. Zeit, welche<br />

er früher – bedingt durch den<br />

Aufbau der Firma, durch die<br />

viele Arbeit in diesem Ausmaße leider<br />

nicht verteilen konnte.<br />

Endlich keinen Termindruck mehr!<br />

„Ich fühle mich getragen“, sagt er.<br />

„Ich fühle mich rundum gut.“ Was<br />

ihm am besten gefallen hat bei seiner<br />

vielseitigen <strong>50</strong>0 mmTätigkeit in all den <strong>Jahre</strong>n?<br />

„Drei Dinge: der Umgang mit Men-<br />

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<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

19<br />

schen, mit Bedacht, positive Spuren<br />

zu hinterlassen, und die Suche nach<br />

neuen Projekten, neuen Ideen, neuen<br />

Möglichkeiten und ihre Umsetzung.“<br />

Von Wehmut über die vergangene<br />

Zeit keine Spur. Und immer noch jede<br />

Menge Energie. Nach erfolgreicher<br />

Rad-Tour von der Donau-Quelle zum<br />

Schwarzen Meer gibt es schon nächste<br />

Projekte: spannende Radtouren (no E-<br />

Bike), wieder mit Zelt on board, durch<br />

unbekannte Länder und inmitten<br />

schöner Natur.<br />

Die Hand unterm Lkw<br />

Und dann fällt ihm zum Schluss noch<br />

eine Anekdote ein. Seine Eltern hatten<br />

zur Erneuerung des Kieswerkes<br />

ihr Heimathaus mit einer Hypothek<br />

von 10.000.000 Lire belastet (nach<br />

heutigem Wert etwa 400.000 Euro).<br />

Der Umbau war gut gelungen, das<br />

Werk lief wie geplant. Der Erfolg<br />

und die Freude darüber ließen den<br />

harten täglichen Einsatz vergessen.<br />

1971 kam für ihn dann der Ruf zum<br />

Militär. Wer sollte jetzt die Anlage<br />

mit Material versorgen? Ohne Material<br />

kein Inkasso! Schwester Monika<br />

mit dem Bagger und der Vater mit<br />

dem Lkw versuchten, die Anlage zu<br />

bedienen, aber Albrecht fehlte an<br />

allen Ecken und Enden. Getragen von<br />

seiner Verantwortung für das väterliche<br />

Unternehmen, fasste Albrecht<br />

Auer in der Verzweiflung einen Beschluss:<br />

Er legte seinen rechten Arm<br />

unter das Vorderrad eines beladenen<br />

Militär-Lkw. Er wurde für drei Monate<br />

krankgeschrieben und nach Hause<br />

<strong>50</strong>0 mmgeschickt <strong>50</strong>0 mm – am nächsten Morgen saß<br />

Layoutvorschlag<br />

er schon auf dem Bagger.<br />

00 mm<br />

Projekt: Lana<br />

Firma: Klotz - Schotterwerk Lana<br />

Entwurf: 15.11.2021<br />

STRAßEN- UND STRAßEN- UND<br />

TIEFBAU TIEFBAU<br />

STRAßEN- UND<br />

LKW-TRANSPORTE LKW-TRANSPORTE<br />

TIEFBAU FÜR DRITTE FÜR DRITTE<br />

RAßEN- UND<br />

<strong>50</strong>0<br />

<strong>50</strong>0<br />

mm<br />

mm<br />

<strong>50</strong>0<br />

<strong>50</strong>0<br />

mm<br />

mm<br />

RAßEN- FBAU FÜR UND DRITTE<br />

FBAU<br />

W-TRANSPORTE<br />

W-TRANSPORTE<br />

R DRITTE<br />

TIEFBAU<br />

TIEFBAU<br />

R DRITTE<br />

LKW-TRANSPORTE<br />

STRAßEN-<br />

STRAßEN-<br />

UND<br />

UND<br />

STRAßEN-<br />

STRAßEN-<br />

UND<br />

UND<br />

TIEFBAU<br />

TIEFBAU<br />

Andreas Auer<br />

und der Abfall<br />

Seine Passion sind seine mexikanische<br />

Frau Artemisa, seine vier Töchter<br />

Araceli, Olin, Malinali und Yoltzin,<br />

Reisen, Kegeln und alles, was mit<br />

Abfall zu tun hat. Andreas Auer ist der<br />

älteste der drei Söhne von Albrecht<br />

Auer. Im Unternehmen ist er verantwortlich<br />

für den Bereich Recycling.<br />

Wenn er beginnt, über Kreislaufwirtschaft,<br />

Ressourcen, Nachhaltigkeit,<br />

Bauschutt und Regelwerke zu<br />

reden, versteht man, dass er nicht nur<br />

kompetent, sondern auch begeistert ist.<br />

Als Präsident des Konsortiums Bauschutt<br />

und Mitglied des Europäischen Recycling-Verbands<br />

ist er an der Quelle für<br />

die neuesten Techniken und Möglichkeiten<br />

der Abfallaufbereitung und stolz<br />

darauf, dass auf dem Firmengelände der<br />

ERDBAU in Sinich eine der modernsten<br />

Recyclinganlagen Europas steht. An<br />

den Wochenenden hat allerdings seine<br />

Familie Priorität.<br />

In ständiger Bewegung<br />

Er ist in seine Aufgabe, in die Geschäftsführung<br />

hineingewachsen,<br />

schätzt die unkomplizierte und auf<br />

Vertrauen beruhende Zusammenarbeit<br />

mit seinen Brüdern Michael und Georg.<br />

Am Recycling begeistert ihn, dass<br />

<strong>50</strong>0 mm<br />

<strong>50</strong>0 mm<br />

es ein Bereich in ständiger Bewegung<br />

ist. Neue Abfälle, neue Regelwerke,<br />

<strong>50</strong>0 mm<br />

neue Techniken und Technologien.<br />

Verantwortung für die kommenden<br />

Generationen. Viele Fragen, für die<br />

STRAßEN-<br />

STRAßEN-<br />

UND<br />

UND<br />

SCHOTTERWERK<br />

TIEFBAU TIEFBAU<br />

SCHOTTERWERK<br />

STRAßEN- UND<br />

SCHOTTERWERK<br />

ERDBEWEGUNGEN ERDBEWEGUNGEN<br />

LKW-TRANSPORTE<br />

LKW-TRANSPORTE<br />

FÜR<br />

FÜR FÜR<br />

DRITTE<br />

DRITTE<br />

SCHOTTERWERK<br />

SCHOTTERWERK<br />

ERDBEWEGUNGEN<br />

ERDBEWEGUNGEN<br />

ERDBEWEGUNGEN<br />

SCHOTTERWERK<br />

SCHOTTERWERK<br />

SCHOTTERWERK<br />

SCHOTTERWERK<br />

es Antworten<br />

zu finden gilt.<br />

Wie zum Beispiel<br />

Andreas Auer auf jene: Fast 100<br />

Prozent der Recyclingreste<br />

kommen aus dem Hochbau,<br />

aber keine einzige Tonne geht dorthin<br />

zurück. Wie kann man das ändern?<br />

Zukunftsängste hat er keine. Frauen<br />

sieht er im Bauwesen am rechten<br />

Platz, und das nicht nur, weil er vier<br />

Töchter hat.<br />

Sanieren von Solland Silicon<br />

Wenn man ihn nach seinen Stärken<br />

und Schwächen fragt, kommen ebenso<br />

klare Antworten, wie wenn er über<br />

seinen Geschäftsbereich spricht. Die<br />

Stärken: Er ist schnell im Zusammenhängeerstellen.<br />

Wenn er eine<br />

Vision vor sich hat, setzt er alles an<br />

deren Umsetzung, und es gelingt ihm<br />

auch. Er ist ein sehr gesellschaftlicher<br />

Mensch. Auch das ist am Bau nur von<br />

Vorteil. Seine Schwächen? Mitunter zu<br />

impulsiv, meint Andreas Auer.<br />

Zusammen mit der Firma Ladurner<br />

Group hat die ERDBAU-Gruppe das<br />

Gelände der ehemaligen Firma Solland<br />

ersteigert. Andreas Auer kann es kaum<br />

erwarten, mit der Sanierung zu beginnen<br />

und ein „richtig tolles Projekt“ daraus<br />

zu entwickeln. Das ist spannend und so<br />

richtig schön kompliziert, sagt er, und<br />

man meint, ihn dabei vor sich zu sehen,<br />

wie er sich vergnügt und mit blitzenden<br />

Augen die Ärmel hochkrempelt.<br />

Schotterwerk Schotterwerk - Klotz - Klotz<br />

Boznerstraße Boznerstraße 69 via Bolzano69 via Bolzano<br />

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FÜR DRITTE<br />

SCHO<br />

ERDBE<br />

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Schotterwerk Boznerstraße 70 69 - Klot via<br />

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10<br />

10<br />

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Tel. 0473 562722 90<br />

20<br />

20<br />

Tel. schotterwerk.lana@<br />

0473 562722 100<br />

Schotterwerk - Schotterwerk Klotz - Klotz<br />

Schotterwerk Schotterwerk Klotz<br />

Klotz<br />

Boznerstraße 69 Boznerstraße via Bolzano 69 via Bolzano<br />

Boznerstraße 69 Boznerstraße via Bolzano 69 via Bolzano<br />

0<br />

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20<br />

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40<br />

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30


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<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

Georg Auer: Einer von allen<br />

Am Anfang war er „der Student“, jetzt<br />

ist er einer von allen, auch für seine<br />

Brüder. Georg Auer ist heute der erste<br />

Ansprechpartner, wenn irgendwo<br />

der Schuh drückt.<br />

Der jüngste Sohn von Albrecht Auer<br />

ist verantwortlich für Personalverwaltung<br />

und Sicherheit am Bau. Was<br />

ihn am Familienbetrieb und an seinem<br />

persönlichen Arbeitsbereich fasziniert,<br />

ist neben Schnelligkeit, Kreativität und<br />

Kompetenz in der Lösungsfindung die<br />

Kommunikation.<br />

„In unserem Bereich braucht es ein<br />

extremes Wissen, viele Köpfe, die zusammen<br />

denken, um die Probleme der<br />

Kunden bestmöglich zu lösen. Dabei<br />

ist die Fähigkeit, Vertrauen zu schenken<br />

und zu vermitteln, grundlegend.“<br />

Als wichtigen Aspekt sieht Georg Auer<br />

etwas, was sein Vater ihm und seinen<br />

Brüdern vorgelebt hat: der menschliche<br />

Umgang, die Tatsache,<br />

dass der Chef einer von<br />

allen ist.<br />

Die Verwaltung war Georg,<br />

der ein abgeschlossenes<br />

Wirtschaftsstudium<br />

in der Tasche hat, zu wenig,<br />

zu einseitig. Mittlerweile leitet<br />

er viele kleine Baustellen,<br />

macht Angebote. Das gibt ein anderes<br />

Blickfeld, nach innen und nach außen<br />

gerichtet. Im Prozess der Übergabe<br />

freut ihn das Vertrauen, das sein Vater<br />

in ihn und seine Brüder setzt. Er ist<br />

gespannt, was sie letztlich daraus machen,<br />

wie sie sich, ergänzen werden.<br />

Sie unterscheiden sich und jeder hat<br />

Raum, sein Potenzial auszuschöpfen.<br />

Verwaltung allein ist nicht genug<br />

Was er an seiner Arbeit besonders<br />

schätzt, ist der Kontakt mit Menschen,<br />

Kunden und Mitarbeitern.<br />

„Man bekommt viel mit<br />

von unserem kleinen<br />

Südtirol“, meint er.<br />

Auch er hat ein Jahr in<br />

Australien verbracht,<br />

was ihm von dort geblieben<br />

ist, ist neben einer<br />

unbestimmten Sehnsucht<br />

Georg Auer<br />

im Herzen ein besonderer<br />

Blick auf Themen wie Immigration<br />

und Einbürgerung. „Dort wird<br />

Immigration als Chance gesehen,<br />

und man hat das Potenzial gerade<br />

für den Arbeitsmarkt erkannt und<br />

gefördert. Auch in Bezug auf die<br />

Work-Life-Balance können wir uns<br />

das eine oder andere abschauen.“ In<br />

der Freizeit heißen seine Prioritäten<br />

Greta (6) und Josephine (2) und<br />

natürlich seine Frau Simone, mit<br />

denen er als Ausgleich viel Zeit und<br />

Bewegung in der Natur und den<br />

Bergen verbringt.<br />

100<br />

95<br />

75<br />

25<br />

Wir bedanken uns für die langjährige Zusammenarbeit und das<br />

entgegengebrachte Vertrauen und wünschen weiterhin viel Erfolg!<br />

5<br />

0


<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

21<br />

Michael Auer: Mit Grenzen umgehen lernen<br />

Der Einstieg in das Familienunternehmen<br />

und in die Geschäftsleitung<br />

war für ihn mitunter auch<br />

steinig. Er ist mit zunehmender<br />

Mitarbeiterzahl an seinen Aufgaben<br />

gewachsen. Als er anfing waren es<br />

rund 60, heute sind es 160 Mitarbeiter.<br />

Michael Auer ist der zweite<br />

Sohn von Albrecht Auer.<br />

Er ist der Verkäufer im Betrieb,<br />

Präsident des Verwaltungsrates,<br />

befasst sich mit Akquise und der<br />

Abwicklung von Großbaustellen. Er<br />

ist in 2. Amtszeit auch Präsident des<br />

Südtiroler Baukollegiums.<br />

Tägliche Herausforderungen bestehen,<br />

das führt an die Grenzen der<br />

psychischen und auch physischen<br />

Belastbarkeit. Mittlerweile sucht<br />

sich Michael Auer die Grenzen<br />

selbst. Als Sportler ist das nichts<br />

Neues für ihn. Er braucht diesen<br />

Ausgleich, um die<br />

Batterien aufzuladen.<br />

Sein Lieblingssport<br />

lehrt, mit Stress und<br />

Grenzen umzugehen:<br />

Triathlon. Sein<br />

Traum ist die Teilnahme<br />

am Iron-Man. Im<br />

Augenblick ist der Sport Michael Auer<br />

allerdings in Pause und<br />

wird von Nora (3 1/2 <strong>Jahre</strong>n) und<br />

Arthur (7 Monate) ersetzt.<br />

Für ein komplettes Universitätsstudium<br />

war er zu ungeduldig, er hat<br />

es bei einem zweijährigen Uni-<br />

Lehrgang belassen und ein Jahr als<br />

Bauleiter in Innsbruck gearbeitet,<br />

bevor er bei der ERDBAU angefangen<br />

hat. In seiner Frau Manuela,<br />

Marketing-Verantwortliche im von<br />

ihrem Großvater Karl „Schaly“<br />

Pichler gegründeten Unternehmen,<br />

hat er ein perfektes Gegenüber.<br />

Sich am Machbaren orientieren<br />

Seine Leidenschaft sind<br />

Fernreisen. Auftakt war<br />

ein Jahr in Australien, es<br />

folgten Reisen nach Bali,<br />

Brasilien, in die USA. In<br />

Zeiten von Corona bleibt<br />

das Fern-Weh. Als Knackpunkt<br />

seiner Tätigkeit sieht er Lösungsorientiertheit<br />

und die Vermittlung<br />

von Werten, in einer Zeit,<br />

die Werten eher entgegenrudert.<br />

Der rote Faden ist für ihn die<br />

sprichwörtliche Handschlagqualität<br />

der ERDBAU-Gruppe. Er<br />

zieht es vor, nicht zu weit nach<br />

vorne zu schauen, sondern sich<br />

am unmittelbar Machbaren<br />

zu orientieren. Als Stärke und<br />

Schwäche sieht er gleiche Eigenschaften<br />

bei sich: Offenheit und<br />

Ehrlichkei. Mitunter kann das<br />

zweischneidig sein.<br />

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22<br />

<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

DANKE … all den Super-Mit<br />

… es sind nicht nur die modernen Maschinen,<br />

die Technik und das Know-how, welche uns von<br />

anderen unterscheidet, es sind die besonderen<br />

Menschen, die das Power-Team bilden und<br />

damit das „WIR ERDBAU“ leben. Einen großen<br />

Dank an Alle, welche uns schon viele <strong>Jahre</strong> das<br />

Vertrauen schenken und durch die großartige<br />

Zusammenarbeit, das starke Power-Team bilden.<br />

v.l.: Georg, Michael, Albrecht und Andreas Auer<br />

Luigi Antonio Fabiano<br />

37 <strong>Jahre</strong><br />

Konrad Wopfner<br />

35 <strong>Jahre</strong><br />

Egon Rechenmacher<br />

30 <strong>Jahre</strong><br />

Mario Caregnato<br />

30 <strong>Jahre</strong><br />

Pius Matzoll<br />

29 <strong>Jahre</strong><br />

Albert Pircher<br />

28 <strong>Jahre</strong><br />

Albert Gruber<br />

25 <strong>Jahre</strong><br />

Konrad Walzl<br />

24 <strong>Jahre</strong><br />

Johann Blaas<br />

24 <strong>Jahre</strong><br />

Alfred Kollmann<br />

23 <strong>Jahre</strong><br />

Germano Parisi<br />

22 <strong>Jahre</strong><br />

Andreas Liensberger<br />

22 <strong>Jahre</strong><br />

Peter Wopfner<br />

21 <strong>Jahre</strong><br />

Hazbi Nasufi<br />

21 <strong>Jahre</strong><br />

Christian Kofler<br />

21 <strong>Jahre</strong><br />

Christoph Pföstl<br />

20 <strong>Jahre</strong><br />

Lorella Lunz<br />

20 <strong>Jahre</strong><br />

Jochen Hölzl Boschetti<br />

20 <strong>Jahre</strong><br />

Ennio Paolo Bonaldo<br />

20 <strong>Jahre</strong><br />

Helmut Staffler<br />

19 <strong>Jahre</strong><br />

Micheler Campanella<br />

19 <strong>Jahre</strong><br />

Rudolf Pöhl<br />

18 <strong>Jahre</strong><br />

Hansjörg Pixner<br />

18 <strong>Jahre</strong><br />

Herta Tappeiner<br />

17 <strong>Jahre</strong><br />

Matthias Margesin<br />

17 <strong>Jahre</strong><br />

Kurti Holzner<br />

17 <strong>Jahre</strong><br />

David Haller<br />

17 <strong>Jahre</strong><br />

Walter Frei<br />

17 <strong>Jahre</strong><br />

Tragende Säulen aus der Vergangenheit:<br />

• Midi, ein Dank gilt der Ex-Frau von „Abo“ und Mutter von Andreas, Michael und Georg, welche sich während des Aufbaus<br />

des Betriebes mit großem Einsatz und Liebe um die Familie gekümmert hat.<br />

• Erika Pföstl, welche als junges Mädchen zur ERDBAU kam und diese 22 <strong>Jahre</strong> lang im Aufbau und der Entwicklung wesentlich<br />

mitgestaltete.<br />

• Sergio Borgatello, welcher im Aufbau große Spuren hinterlassen hat, jedoch allzu früh von uns gegangen ist.<br />

• Toni Fabiano, welcher seit 37 <strong>Jahre</strong>n wie ein starker Fels in der Brandung als Techniker Unglaubliches geleistet hat.<br />

• Willy Rungg, Mario Caregnato und Albert Pircher, alle drei jahrelange Vorarbeiter, welche mit viel Fleiß und oft am Rande<br />

des Machbaren mit allen Mitarbeitern unvergleichliche Leistungen erbrachten haben.<br />

• All die vielen schneidigen Baggerfahrer und mutigen Lkw-Fahrer, welche die ERDBAU über <strong>Jahre</strong> begleitet haben und heute<br />

im wohlverdienten Ruhestand sind.


<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

23<br />

arbeitern im POWER-TEAM<br />

Johann Josef Frei<br />

17 <strong>Jahre</strong><br />

Paul Staffler<br />

16 <strong>Jahre</strong><br />

Massimo Spena<br />

16 <strong>Jahre</strong><br />

Florian Knoll<br />

16 <strong>Jahre</strong><br />

Lukas Marsoner<br />

16 <strong>Jahre</strong><br />

Gregor Mair<br />

15 <strong>Jahre</strong><br />

Marco Gironi<br />

15 <strong>Jahre</strong><br />

Gabriel De Checchi<br />

15 <strong>Jahre</strong><br />

Monica Borgatello<br />

15 <strong>Jahre</strong><br />

Hubert Gruber<br />

15 <strong>Jahre</strong><br />

Pius Schwienbacher<br />

14 <strong>Jahre</strong><br />

Thomas Innerhofer<br />

14 <strong>Jahre</strong><br />

Norbert Holzner<br />

14 <strong>Jahre</strong><br />

Roberto Destefani<br />

14 <strong>Jahre</strong><br />

Valentina Faccioli<br />

13 <strong>Jahre</strong><br />

Eduard Rudolf Targa<br />

12 <strong>Jahre</strong><br />

Johann Pramstrahler<br />

12 <strong>Jahre</strong><br />

Norbert Marsoner<br />

12 <strong>Jahre</strong><br />

Walter Holzner<br />

12 <strong>Jahre</strong><br />

Gerold Mittelberger<br />

12 <strong>Jahre</strong><br />

Radoslav Arambasic<br />

12 <strong>Jahre</strong><br />

Martin Werth<br />

11 <strong>Jahre</strong><br />

Antonio Spena<br />

11 <strong>Jahre</strong><br />

Thomas Kuppelwieser<br />

11 <strong>Jahre</strong><br />

Stefan Hofer<br />

11 <strong>Jahre</strong><br />

Agron Gjunkshi<br />

11 <strong>Jahre</strong><br />

Josef Taber<br />

10 <strong>Jahre</strong><br />

Ermanno Ramazzotti<br />

10 <strong>Jahre</strong><br />

Edmund Lothar Rainer<br />

10 <strong>Jahre</strong><br />

Valeria Platzgummer<br />

10 <strong>Jahre</strong><br />

Luca Musner<br />

10 <strong>Jahre</strong><br />

Rudolf Linter<br />

10 <strong>Jahre</strong><br />

Alberto Fontanari<br />

10 <strong>Jahre</strong><br />

Marco Erlo<br />

10 <strong>Jahre</strong><br />

Thomas Egger<br />

10 <strong>Jahre</strong><br />

Von 5 bis 9 <strong>Jahre</strong>n im Power-Team: Kurti Bonell, Adelina Conrad, Arben Gjonaj, Hannes Gufler, Philipp Kopicl-Kaserer,<br />

Agim Krusa, Manfred Livi, Alex Morocutti, Arnold Franz Oberkalmsteiner, Eddi Piazza, Gregor Premstaller, Abdelhak Touil,<br />

Roland Tschöll, Astrit Alimani, Pietro D'Orlando, Konrad Geiser, Josef Alois, Pajtim Shehu, Stephan Wilhelm, Hubert Gruber,<br />

Giovanni Morello, Michael Schwienbacher, Ringo Martin Wagner, Ihor Bovkun, Astrid Corsalini, Giuseppe Pingitore,<br />

Alois Ladurner, Gerold Mittelberger, Luca Musner, Giuseppe Sirianni, Adriano Spadea, Patrick Windegger, Martha Pizano, El Karuti<br />

Von 1 bis 4 <strong>Jahre</strong>n im Power-Team: Riccardo Alloro, Marco Bortoloso, Fiorenzo Festini, Riziero Gibin, David Gross,<br />

Claudia Kompatscher, David Kuprian, Christof Reiterer, Richard Steinmann, Ibrahima Toure, Alois Unterthiner, Luigi Valt,<br />

Simon Egger, Tobias Fischer, Andrea Galova, Carlos Gomze Pereda, Denis Gross, Andreas Gufler, Andreas Hinteregger, Aaron Kiem,<br />

Lori Longo, Thomas Prossliner, Patrick Schweigkofler, Luca Tognolo, Michele Torcasio, Florian Tratter, Helmuth Weger,<br />

Luca Zanaga, Kassian Engl, Philipp Schwienbacher, Edison Cani, Gabriele Casagrande, Lukas Ganterer, Hannes Holzner,<br />

Julian Holzner, Dominik Höller, Ivan Petris, Roberto Scandola, Gianni De Toni, Joseph Gamper, Oskar Gassebner, Daniel Gurschler,<br />

Gottfried Köllemann, Xhafer Nura, Samuel Pircher, David Puddu, Oswald Schwarz, Petrit Tarashi, Rredjon Velia


24<br />

<strong>50</strong> JAHRE ERDBAU<br />

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