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Thermenland_03-2022

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Thermenland

hermenland

MAGAZIN

Ausgabe 125 März 2022

Neuer Rottal-Radweg:

Radeln bis

zur Quelle

Bierkulturregion:

Pandemie

als Booster

Medien-Faktencheck:

Fake News

erkennen


WÄSCHE- UND BADEMODEN

FÜR DAMEN UND HERREN

Seit 1982 sind wir Ihr Ansprechpartner, wenn es um

das Besondere geht: ob Tag- und Nachtwäsche sowie

Bademoden für Damen + Herren oder anspruchsvolle

Entlastungs-Mieder und BHs. Für kurvenreiche

Traumfiguren gibt es exklusive Dessous

auch in Spezialgrößen.

Wir würden uns freuen, Sie in unserem Geschäft in der

Lindenstraße 2 in Bad Füssing begrüßen zu dürfen.

Tägl.geöffnet von 9-18 Uhr, Sa 9-16 Uhr·Tel.08531-218 85


EDITORIAL

Martin Semmler M.A. | Chefredakteur

Wir alle wollen

verstehen, warum unser Leben in Sicherheit

und Wohlstand plötzlich von einem

politischen Potentaten im fernen Russland

beendet sein soll. Es ist doch erst

wenige Tage her, dass Wladimir Putin

seinen Soldaten befohlen hat, die Grenze

zur Ukraine zu überschreiten. Politiker

müssen sich vorhalten lassen, sie hätten

in den Gesprächen immer nur ihre eigene,

westliche Sicht in die Aussagen des

russischen Herrschers hineininterpretiert,

um in einer Kosten-Nutzen-Rechnung

den kleinsten Schaden für die deutsche

Wirtschaft abzuwägen. Nun wird uns

allen die Rechnung dafür präsentiert: Die

Kurse an den Börsen waren die ersten

Verluste, die vor allem diejenigen von uns

bezahlen mussten, die ihre Altervorsorge

über Fonds abgesichert haben. Wenige

Tage später schossen die Preise an den

Zapfsäulen in die Höhe. Das nächste,

was uns an diesem Krieg teuer zu stehen

kommt, sind die unabsehbaren Folgen

unserer Abhängigkeit von russischer

Kohle und Gas.

Nach dem Zusammenbruch des Sowjetreiches

1991 standen dem Aufbau eines

gemeinsamen „Europäischen Hauses“

alle Möglichkeiten offen. Selbst Wladimir

Putin, damals bereits Präsident Russlands,

konnte sich in einem Interview mit

der BBC noch im Jahr 2000 vorstellen,

dass sein Land Mitglied der Nato werden

könnte. „Ich kann mir die Nato nur

schwerlich als einen Feind vorstellen“,

sagte er damals.

Was ist passiert? Es sei ein Fehler gewesen,

dass Europa nach dem Ende der

Wende 1989/91 keine eigene, moderne

Sicherheitsarchitektur geschaffen habe,

sagte Gorbatschow den Funke-Zeitungen

2019. „Stattdessen erklärte der Westen, er

habe den Kalten Krieg gewonnen. Dieses

Siegergehabe war ein großer Fehler des

Westens.“ Putin hatte in einer seiner

Bürgerfragestunden bereits im April 2015

vom Westen mehr Respekt für die Interessen

Russlands gefordert. „Was Putin wirklich

will, ist Respekt“, erklärte auch der

deutsche Marine-Chef, Vizeadmiral Kay-

Achim Schönbach, wenige Tage vor dem

russischen Überfall auf die Ukraine. Statt

auf den hochrangigen Militär zu hören,

musste er seinen Hut nehmen, weil der

Gedanke an so etwas Abstraktes wie

„Respekt“ nicht ins Konzept marktorientierter

Politik passt.

Doch schaut man in die Geschichte, wird

schnell klar, dass vor der Gründung der

Kiewer Rus durch Wikinger im Mittelalter

über das Zarenreich bis in die Sowjetzeit

im russischen Reich immer die Herrscher

erfolgreich waren, die ihrem Streben nach

persönlicher Macht alles untergeordnet

haben. Welche Völker und Stämme ihnen

dabei untertan waren, war ihnen immer

herzlich egal und der Einzelne zählte

ohnehin nichts in ihrer Welt. Konkurrenten

wurden aus dem Weg geräumt,

Ergebenheit durch Pfründe belohnt.

Geherrscht wurde bis zum Tod. Eine

Gesellschaft, geprägt von Überlegenheit

und Respekt. Westliche Werte wie Selbstbestimmungsrecht,

Menschenrechte und

Demokratie kommen hier nicht vor. Sie

bedrohen die mittelalterliche Machtstruktur.

Darum musste die westliche Diplomatie

auch scheitern. Man stelle sich nur

Olaf Scholz mit nacktem Oberkörper auf

einem Pferd bei der Jagd vor. Sein Volk

liebt Putin in solcher Pose.

Einem gewählten Wikinger-Fürsten kann

man Respekt zollen, indem man das Knie

beugt und den Kopf senkt – oder ihm sich

fest gegenüber stellt und auf gleicher

Augenhöhe die Stirn bietet. Putin rechnet

damit, dass sich nach seinem Ukraine-

Coup die wirtschaftsorientierte Politik

des Westen bald wieder durchsetzt und

für den Profit Gras über die Sache wachsen

lässt. Er vertraut darauf, dass die

deutschen Konzerne wieder billiges Gas

beziehen und den Oligarchen teure

Luxusgüter liefern wollen. Es liegt an uns,

dem Herrn des Russischen Reiches die

Stirn zu bieten, unablässig Sand in sein

Machtgetriebe zu schaufeln, auch wenn

es uns „Mühsal, Tränen und Schweiß“

abfordern wird. Was wäre uns der Frieden

wert, wenn er uns nichts kostet? Es ist

schließlich unser Ziel, dass wir in unserem

europäischen Haus

in Frieden leben.

DO SCHAU HER ...

Was mit dem einfachen Maskennähen

begann, hat sich zu einem kreativen

Hilfsprojekt weiterentwickelt. Der Verein

„Nähen hilft!“ aus dem Landkreis

Dingolfing-Landau besteht aus rund

50 ehrenamtlichen Näherinnen, die

vorwiegend Produkte für krankenhausnahe

Einrichtungen und Menschen mit

Behinderungen erstellen. So werden

beispielsweise Brustkrebskissen, Krankenhauströster,

Produkte zur Unterstützung

der kindlichen Gehirntumorforschung,

wärmende Kleidungsstücke

für Obdachlose, Katheter-Beutel für die

Kinderonkologie und viele weitere Produkte

erstellt und gespendet –hier bei

der Übergabe von Therapiematerialien

an das Bezirksklinikum Mainkofen.

Foto: Bezirksklinikum

3 www.thermenland-magazin.de


INHALT

Aktuell

Editorial: Wir alle wollen in Frieden leben 3

Do schau her: Nähen hilft! 3

Krieg in den Medien: Welchen News & Videos trauen? 5

Klimawandel: Gravierende Folgen für den Tourismus 6

Kriegsflüchtlinge: Landrat beruft Krisenstab ein 7

Digitalisierung: Online-Termine bei Zulassungsstelle 7

Machtwechsel: Neue Windbeutelkönigin gesucht 8

Fit & Gesund

Apotheker-Tipp: Eine kleine Impfstoff-Kunde 18

Retinopathie: Regelmäßige Vorsorge entscheidend 20

Kräuterlexikon: Zuviel Petersilie ist schädlich 21

Jugendprojekt: Orientierungshilfe durch Ehrenamt 10

Immobilienmarkt: Passauer Land bleibt gefragt 10

Krötenwanderung: BN-Helfer sichern Straßen ab 11

Reparaturkoffer: Grenzübergreifend nachhaltig 11

Zahl des Monats: Warum der Kaffee immer teurer wird 29

Kultur & Freizeit

Nerud-Ausstellung: Das Rottal im Licht von Ibiza 22

Burgenführer für die Donau-Moldau-Region 22

Wohlfühl-Therme: Neue Bilder von Ursula Piper 23

Wieder da: Ostereier-Markt in der Stadthalle Pocking 23

Rat & Tat

CyberTipp: Kostenlos online spielen im Spielecafé 9

UmweltTipp: Igel-Hilfe sucht neues Domizil 24

Erleben & Genießen

Genussführer: Regiothek-Genießerfibel neu aufgelegt 8

Neue Runde für Rottaler Bäderdreieck Golfwoche 12

VerbraucherTipp: Telefonsex-Falle aus Tschechien 26

Verkehrssicherheit: Sommerreifen selbst montieren 27

Bierkulturregion: Pandemie wirkt wie Ideen-Booster 14

Genießerregion: Rezeptideen mit Bierkultur 16

Rottal Terme: Eintauchen, wohlfühlen & genießen 17

Rottal-Radweg: Jetzt bis zur Quelle ausgebaut radeln 20

Service

Thermenland-Horoskop 28

Wetterprophet 29

Impressum 29

Notrufnummern 30

Apotheken-Notdienst 30

www.thermenland-magazin.de

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AKTUELL

Ukraine-Krieg in den Medien und Netzwerken:

Welchen Nachrichten und Videos kann man trauen?

Während Russland die Ukraine angreift,

verbreiten sich unzählige Fotos und Videos

in den sozialen Netzwerken. Der „Faktenfuchs“

des Bayerischen Rundfunks (BR)

gibt ein paar Hinweise, wie solches Material

einzuordnen ist und beantwortet Fragen,

wie man Inhalte überprüfen kann.

Der Krieg in den Köpfen

Die Situation in der Ukraine ist eskaliert.

Die russische Armee greift Ziele im ganzen

Land an. Doch der moderne Krieg findet

nicht nur mit Waffen statt sondern vor allen

auch in den Köpfen der Menschen. Über

die sozialen Netzwerke verbreiten sich unzählige

Bilder und Videos von flüchtenden

Menschen, anrollenden Panzern, Raketenangriffen

und Kampfjets im Tiefflug. Vieles

davon ist nicht verifiziert, das heißt: Ob das

Material tatsächlich zeigt, was es vorgibt zu

zeigen, wo, wann und von wem es aufgenommen

wurde - all das ist häufig nicht auf

den ersten Blick nachvollziehbar. Deshalb

sollte unverifiziertes Material aus dem Netz

nicht einfach übernommen und geteilt werden.

Damit läuft man Gefahr, manipulierte

und falsche Nachrichten und Bilder weiterzugeben

und damit selbst Teil des Krieges

zu werden.

Doch wie lässt sich erkennen, welche Quellen

zuverlässig oder welche Videos authentisch

sind? Und wie kann man herausfinden,

ob Fotos das zeigen, was sie vorgeben

zu zeigen? Antworten auf diese Fragen

liefert der #Faktenfuchs des BR.

Grundsätzliche Tipps vorweg:

• Fotos und Videos von Quellen, die man

nicht einschätzen kann, mit Skepsis betrachten.

• Sich gut überlegen, was und ob man etwas

selbst weiterverbreitet.

• Inhalte von glaubwürdigen, unabhängigen

Medien zu Rate ziehen.

• Quellen überprüfen: Wer hat das gepostet

–und warum?

Da auf Social-Media-Plattformen jede und

jeder etwas veröffentlichen kann, lohnt es

sich genau hinzuschauen, wer hinter einem

Profil steckt. Dabei kann es sinnvoll sein,

sich folgende Fragen zu stellen:

Ist der Inhaber des Profils bekannt?

Wenn eine Person mit Klarnamen etwas

postet und nachvollziehbar vor Ort ist,

kann dies ein Indiz für Authentizität sein.

Ein Auslandskorrespondent einer seriösen

Zeitung, eine Reporterin einer Nachrichtenagentur

oder ein Lokaljournalist kommunizieren

meist transparent und nachvollziehbar

auf den sozialen Netzwerken.

In der aktuellen Lage sind auch Journalisten

von unabhängigen, internationalen Medien

in der Ukraine und berichten von dort.

Ist der Profilbetreiber auch der Urheber

des Materials?

In einer sich schnell verändernden, unübersichtlichen

Situation, wie momentan in der

Ukraine, entstehen viele Fotos und Videomaterial.

Manche Menschen teilen gerade

solche dramatischen Bilder auf ihren

Accounts, ohne anzugeben, woher das

Material stammt. Das macht eine Nachvollziehbarkeit

schwierig. Wenn klar ist,

wer das Material aufgenommen hat, lässt

sich auch besser einschätzen, wie es zu

bewerten ist.

Verfolgt die Quelle eine politische

Agenda?

Gerade im Krieg verfolgen die beteiligten

Parteien sehr unterschiedliche Interessen

und versuchen möglicherweise, durch bestimmte

Veröffentlichungen und das Verbreiten

bestimmter Inhalte, ihre eigene

Agenda zu bestärken. Daher sollte man

genau schauen, wer die Person hinter der

Quelle ist und ob sie womöglich politische

Absichten verfolgt.

Hilfen zum Faktencheck

Wie man grundsätzlich eine seriöse Quelle

erkennt, hat der #Faktenfuchs in einem

Video zusammengefasst:

https://tinyurl.com/TLM-Video-zum-Quellencheck

Wer mit Foto- oder Videomaterial des

Ukraine-Kriegs konfrontiert ist und dabei

unsicher, ob das Material authentisch ist,

kann sich diese Fragen zu stellen:

Ist das Foto tatsächlich aktuell?

Mit veralteten Fotos wird im Netz häufig

versucht, zu täuschen und falsche Tatsachen

vorzugaukeln - solche Fälle gab es

auch schon in der Russland-Ukraine-Krise.

Es gibt aber Möglichkeiten herauszufinden,

ob es sich um ein veraltetes Foto handelt.

Mit einer Bilderrückwärtssuche lässt sich

ein veraltetes Foto häufig als solches entlarven.

Viele Suchmaschinen können nicht

nur nach Begriffen suchen, sie können auch

anhand eines Fotos nach dem gleichen oder

ähnlichen Bildern suchen. Ist ein Bild

schon älter und kursiert bereits im Netz, hat

man so gute Chancen, darauf zu stoßen.

Dafür eignen sich z.B. die Bildersuchmaschinen

von Google, Yandex, Bing oder

Tineye.

Wurde das Material verändert?

Auch bei dieser Frage kann eine Bilderrückwärtssuche

weiterhelfen. Wurde ein Foto

verfremdet, kann man unter den Suchergebnissen

nach dem Original suchen - welches

wichtige Hinweise auf eine mögliche

Bildmanipulation geben kann.

Zusätzlich kann ein genauer Blick auf das

Material helfen: Gibt es Hinweise, die auf

eine Bearbeitung des Bildes hindeuten?

Stimmen zum Beispiel die Schatten und

Proportionen? Diese Tipps können auch

bei der Verifikation von Videomaterial helfen

- auch hier können Schnitte, falsche

Schatten und verzerrte Bewegungen auf

einen Fake hindeuten.

Was, wenn ich mir immer noch nicht sicher

bin?

Wer unsicher ist, ob das Video authentisch

ist, sollte prüfen, ob Faktenchecker, Geolocation-Experten

oder Recherche-Kollektive

das Material bereits untersucht haben. Das

Recherche-Kollektiv Bellingcat zum Beispiel

sammelt in einer öffentlichen Datenbank

fragwürdige Aufnahmen aus dem

Ukrainekrieg, inklusive Links zu Faktenchecks:

https://tinyurl.com/TLM-Bellingcat – Seite

ist auf Englisch!

Das gemeinnützige Journalistenteam Correctiv

sammelt in einem eigenen Artikel

Falschbehauptungen und auch manipulierte

Fotos zum Konflikt zwischen Russland

und der Ukraine:

https://tinyurl.com/TLM-Correktiv-Ukrainekrieg

Außerdem gibt eine Karte im Internet einen

Überblick über Video- und Fotomaterial.

Neben den Tweets, von denen das Material

stammt, sind hier auch Einschätzungen von

Korrespondenten oder Geolocation-Experten

verlinkt. Auch das kann bei der Einschätzung

helfen. Man findet die Karte hier:

https://liveuamap.com

Gibt es zu einem Video oder Foto genauere

Ortsangaben, lässt sich mit Kartendiensten

wie Google Maps herausfinden, ob die Angaben

stimmen können. Mehr Hintergrund

dazu gibt es in diesem Artikel der Tagesschau:

https://tinyurl.com/TLM-falsche-Videos

Jana Heigl, Max Gilbert, Julia Ley/BR/sam

5

www.thermenland-magazin.de


AKTUELL

Fachleute diskutierten den Klimawandel und die Rolle des Tourismus

„Es wird zu gravierenden Auswirkungen

für den Tourismus kommen“

Um die regionalen Aspekte des

globalen Klimawandels ging es

bei einer virtuellen Konferenz

des Bayerischen Zentrums für

Tourismus. Prof. Dr. Ralf Ludwig

vom Geographischen Institut

Ludwig-Maximilians-Universität

München stellte hier als Diskussionsbasis

unter anderem

Ergebnisse des 6. Weltklimarat-

Berichts vom 9. August 2021

vor. Ihm zufolge wirkt sich der

Klimawandel bereits auf viele

Wetter- und Klima-Extreme in

allen Regionen weltweit aus.

Mit Messdaten zu Hitzeextremen sei

beispielsweise ein Rückschluss auf die

menschliche Einwirkung speziell auf

Gesamteuropa nachzuweisen, betonte

Prof. Dr. Ludwig. Ob Waldbrände in

Griechenland, die letztjährige Hitzewelle

in Kanada, der Tornado in der Tschechischen

Republik, der Gletscherrückgang

in den Bayerischen Alpen oder die

Ahrweiler Sturzflut – Prof. Dr. Ralf Ludwig

hob hervor, dass „die Häufung und

Intensität der Extremereignisse ohne

einen anthropogen bedingten Klimawandel

nicht mehr erklärbar ist” – sprich mit

von Menschen verursachten Einflüssen.

Seit Februar/März 2018 sei eine Erwärmung

des Weltklimas um 1,5 °C bereits

erreicht, 2020 das wärmste Jahr seit Beginn

der Aufzeichnungen.

Extreme Hochwässer

Der Wissenschaftler schlug zudem die

Brücke zur regionalen Ebene und projizierte

anhand der ClimEx-Studien, dass in

Bayern in den kommenden Jahrzehnten

eine Temperaturzunahme in allen Monaten,

vor allem im Sommer, und eine

deutliche Niederschlagszunahme in den

Wintermonaten zu erwarten seien. Dazu

kämen Trockenheit im Sommer sowie

verstärkt Starkniederschläge. Ein weiteres

Studienergebnis: „Es wird auch mehr extreme

Hochwässer in bayerischen Flussgebieten

geben.“ Dabei fallen die Veränderungen

umso stärker aus, je weniger

wirksam die Umsetzung globaler Klimapolitik

ist. Das Fazit von Prof. Dr. Ludwig:

„Es wird in Bayern im 21. Jahrhundert zu

gravierenden Auswirkungen für alle Wirtschafts-

und Versorgungsbereiche kommen,

auch für den Tourismus.“

Zentrale Rolle der Kommunen

Lara Möllney vom Bayerischen Landesamt

für Umwelt (LfU) unterstrich, dass

durch den Klimawandel unterschiedliche

Auswirkungen für einzelne bayerischen

Regionen zu erwarten seien. Bei Klimaanpassung

spielten nicht nur Kommunen

eine zentrale Rolle, sondern auch wirtschaftliche

Akteure. Um dabei systematisch

Strategien zu entwickeln, bilde

das im Vorjahr veröffentlichte Handbuch

für die Klimaanpassung in Bayern eine

sehr gute Grundlage, das auf der Homepage

des LfU abrufbar ist (Link siehe

unten).

Pandemie-Risiko alle 5 Jahre

Einen Bogen zum globalen Tourismus

im Jahr 2030 schlug Dr. Dirk Glaeßer

von der Welt-Tourismus-Organisation der

UNO. Er zeigte die aktuellen und für das

Jahr 2030 modellierten transportbedingten

CO 2 Emissionen des Tourismus auf.

Er wies deutlich auf den Zusammenhang

von Klimawandel und Häufigkeit von

Pandemien hin und darauf, dass der Tourismus

erheblich unter diesen Pandemien

zu leiden habe. „Wenn wir diesen Zusammenhang

verstanden haben, müssen wir

ein ganz starkes Augenmerk darauf richten,

dass wir Pandemien vermeiden,

bevor sie entstehen. Wenn wir die Ursachen

nicht angehen, müssen wir alle

5 Jahre mit einem Pandemie-Risiko rechnen“,

so Glaeßner. „Das ist für jeden Touristiker

ein ganz wesentliches mahnendes

Argument, dass sich unser menschliches

Handeln ändern muss – auch wenn es

schwer ist, dies zu erklären.“

Tourismus lebt von der Natur

Wolfgang Wagner vom Bayern Tourismus

Marketing zufolge sei das Thema des Klimawandels

noch nicht in der Breite der

bayerischen Tourismuswirtschaft angekommen.

Er sprach sich für eine nachhaltige

Destinationsentwicklung aus. „Uns

muss klar sein, dass für Bayern die Naturlandschaft,

die regionalen landwirtschaftlichen

Erzeugnisse im Tourismus eine

zentrale Rolle spielen“, so Wagner. „Es

reichen nur kleine klimatische Veränderungen

und das, von dem wir alle im

Tourismus leben, wird so nicht mehr

funktionieren.“

sam

Die Zukunft des Tourismus diskutierten Touristik- und Klima-Fachleute wie Prof. Ralf Ludwig

(unten) moderiert von Prof. Jürgen Schmude, wissenschaftlicher Leiter des Bayerischen Zentrums

für Tourismus (oben).

Screenshot: Semmler

Das Handbuch zur Klimaanpassung

und weitere kostenlose Veröffentlichungen

zum Thema gibt es als PDF-

Download hier:

www.lfu.bayern.de/klima/klimaanpassung_bayern/index.htm

www.thermenland-magazin.de

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AKTUELL

Landkreis trifft Vorbereitungen für Versorgung von Ukraine-Flüchtlingen

Landrat Raimund Kneidinger beruft Krisenstab ein

Angesichts der aktuellen Entwicklungen

in der Ukraine könnten in

nächster Zeit auch in Deutschland

viele ukrainische Kriegsflüchtlinge

ankommen. Welche Routen und

Wege die Ukrainer dabei nutzen, ist

derzeit noch nicht absehbar. Dennoch

trifft der Landkreis Passau bereits

jetzt Vorbereitungen, um im

Notfall gerüstet zu sein.

Jetzt die Zeit nutzen

Gut ein Dutzend Kameraden der Feuerwehren Salzweg, Straßkirchen und Ruhstorf a.d. Rott haben

am Samstag zusammen mit dem örtlichen Einsatzleiter und Kreisbrandrat Josef Ascher (8.v.l.)

sowie Alois Fischl (vorne r.) von der Katastrophenschutzbehörde Decken und Betten in die Niederbayernhalle

in Ruhstorf a.d. Rott gebracht. Landrat Raimund Kneidinger (l.) dankte den Hilfskräften

für deren Einsatz.

Foto: Landratsamt

Landrat Raimund Kneidinger hat dazu

am Freitag einen Krisenstab mit Vertretern

aller relevanten Behörden und

Organisationen einberufen, um einen

Notfallplan vorzubereiten. Es ist nicht

auszuschließen, dass Flüchtlinge auch

über die bayerisch-österreichische Grenze

nach Deutschland kommen. „Wir müssen

daher jetzt die Zeit nutzen, um im

Bedarfsfall eine schnelle humanitäre Erstversorgung

leisten zu können“, so Landrat

Kneidinger. Es sei selbstverständlich,

dass auch der Landkreis Passau seinen

Beitrag leiste, um von Krieg und Gewalt

bedrohten Menschen Schutz und Hilfe zu

bieten, erklärt der Landrat. „Dazu brauchen

wir aber auch die Unterstützung

von Bund und Land, um möglichst

schnell und unbürokratisch handeln

zu können“, betont Kneidinger weiter.

Mehrere große Hallen stehen im Landkreis

Passau bereit, um dort in kurzer

Zeit vorübergehende Unterbringungsund

Versorgungsmöglichkeiten schaffen

zu können.

Notlager Niederbayernhalle

In der Niederbayernhalle in Ruhstorf a.d.

Rott wurden bereits am Samstag nach der

Invasion erste Vorbereitungen getroffen.

Unter anderem wurden dort durch gut ein

Dutzend Kameraden der Feuerwehren

Salzweg, Straßkirchen und Ruhstorf a.d.

Rott sowie vom Katastrophenschutz

Feldbetten und Decken angeliefert, um

diese im Bedarfsfall kurzfristig aufbauen

zu können. „Wichtig ist, dass wir frühzeitig

handeln, um auf verschiedene Szenarien

vorbereitet zu sein und schnell

reagieren zu können,“ so Landrat Kneidinger.

LRA

Online-Terminbuchung für Zulassungsstellen wird eingeführt

Termine bequem vom Sofa aus buchen

Bequem vom Sofa aus über PC oder

Smartphone einen Termin zur Fahrzeugzulassung,

Ab- oder Ummeldung

buchen? Das geht ab 1. März

für die Zulassungsstelle Pocking.

Der Landkreis Passau führt diese

Möglichkeit schrittweise an allen

seinen Zulassungsstellen ein.

„Wir wollen Behördengänge noch bürgerfreundlicher

mit möglichst geringen Wartezeiten

gestalten“, erklärt Landrat

Raimund Kneidinger. „Deshalb bieten wir

künftig in unseren Zulassungsstellen die

Möglichkeit einer Online-Terminvereinbarung

an. Wartezeiten können so auf ein

Minimum reduziert werden. Es ist genau

festgelegt, wer zu welcher Zeit drankommt,

Stoßzeiten werden entzerrt.“

Einzige Voraussetzung ist ein Internetzugang.

Ziel: Keine Wartezeiten mehr

Über das Bürgerserviceportal des Landkreises

Passau – erreichbar entweder über

die Startseite des Internetauftritts des

Landkreises Passau www.landkreis-passau.de

oder mit dem Direktlink

www.landkreis-passau.de/buergerserviceportal

- gelangt man zur „Terminvereinbarung

Zulassung“. Dort besteht dann

die Möglichkeit, einen freien Termin für

das jeweilige Anliegen zu buchen. Zunächst

steht dieser Service für die Zulassungsstelle

Pocking zur Verfügung. Die

weiteren Zulassungsstellen des Landkreises

Passau werden schrittweise an das

System angeschlossen.

Weiterhin sind auch Zulassungen, Aboder

Ummeldungen von Fahrzeugen

ohne Terminvereinbarung möglich. Dafür

bleiben eigene Schalter eingerichtet. Hier

kann es aber wie bisher bei Stoßzeiten zu

Wartezeiten kommen.

LRA

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www.thermenland-magazin.de


AKTUELL

Bewerbungs-Countdown läuft

Bad Füssing sucht neue Windbeutelkönigin

Seit September 2019 gibt es in der Brasserie

Le Pastis im Johannesbad Thermalhotel

Ludwig Thoma eine Einzigartigkeit

in Bad Füssing: süße und deftig gefüllte

Windbeutel.

Die Idee dazu entstand bei der Überlegung,

etwas Besonderes in Bad Füssing

zu schaffen. Dabei machte Johanna Pauli,

Mitarbeiterin des Thermalhotels Ludwig

Thoma, mit ihrer Leidenschaft rund um

die Kreation von Windbeuteln die Anregung,

eine Windbeutelkönigin zu küren.

Die Idee fand direkt Anklang und so hat

man sich mit dem damaligen Küchenchef

der Brasserie Le Pastis, Herrn Schock,

zusammengesetzt, um schnellstmöglich

sowohl süße als auch herzhafte Windbeutel-Kreationen

zu entwickeln und auf die

Speisekarte zu bringen.

Überraschende Kreationen

Die Hotelgäste und auch die Mitarbeiter*innen

waren so begeistert vom Konzept

Windbeutel, dass beschlossen

wurde, Johanna Pauli als die erste Windbeutelkönigin

Bad Füssings zu ernennen.

Und so ist sie nun seit 2019 als Windbeutelkönigin

im Amt. 2020 und 2021 hat

sich auf Grund der Pandemie leider alles

etwas kompliziert dargestellt und eine

Neuwahl der Windbeutelkönigin war

nicht möglich. Aber für Juli 2022 planen

die Johannesbad Hotels eine Veranstaltung,

um eine Nachfolgerin für Frau

Pauli, die amtierende Windbeutelkönigin,

zu küren.

Aufgaben der Königin

Als Windbeutelkönigin hat Johanna Pauli

hauptsächlich repräsentative Aufgaben

und tritt somit immer im Namen der

Brasserie auf. Jeden 2. Donnerstag findet

zum Beispiel das „Windbeutel-Dessertbuffet“

statt, an dem die Königin bisher

immer teilgenommen hat und im Restaurant

vor Ort war. Hier berät sie unter

anderem die Gäste bei ihrer Windbeutelauswahl

und durch den Austausch mit

den Gästen entstehen auch neue Ideen

für weitere Kreationen, die dann zusammen

mit dem Küchenchef besprochen

werden. Und natürlich ist die amtierende

Windbeutelkönigin automatisch bei der

nächsten Königinnenwahl als Jurymitglied

geladen.

Was Bewerberinnen ausmacht

Bewerben kann sich jede Frau ab 18

Jahre mit Begeisterung für Windbeutel

und Kulinarik im Allgemeinen. Eine Bewerberin

sollte kontakt- und kommunikationsfreudig

sein und flexibel in der

persönlichen Zeiteinteilung. Bei öffentlich

Auftritten muss bereit sein, die Brasserie

Le Pastis zu vertreten. Eine

Bewerbung für die Amtszeit 2022/23 ist

bis 15. Mai 2022 möglich.

1. Windbeutelkönigin Johanna Pauli

2019-2021. Foto: Johannesbad Hotels

Und so kann man sich bewerben:

Anschreiben mit Infos zur Person sowie

die Antworten auf die Fragen „Warum

möchtest du die nächste Windbeutelkönigin

von Bad Füssing werden?“ und „Was

ist dein Lieblings-Windbeutel-Rezept, egal

ob süß oder herzhaft?“

JBH

Bewerbungsadresse:

E-Mail: info@johannesbad-hotels.com

Post: Johannesbad Thermalhotel Ludwig

Thoma, Ludwig Thoma Weg 23,

94072 Bad Füssing

Regiothek präsentiert Genießerfibel

Kulinarischer Reiseführer für Niederbayern

Für Liebhaberinnen und Liebhaber von

hochwertigem Essen aus der Region ist sie

inzwischen zu einer Pflichtlektüre geworden:

die „Genießerfibel“ der Regiothek.

Der „kulinarische Reiseführer durch Niederbayern“

ist nun in seiner bereits vierten

Ausgabe erschienen. Zusammen mit Bezirkstagspräsident

Dr. Olaf Heinrich wurde

die Genießerfibel im Gründerzentrum

Inn.Kubator in Passau vorgestellt.

„Dem Bezirk Niederbayern ist regionaler

Genuss ein wichtiges Anliegen“, so der Bezirkstagspräsident.

„Und die Regiothek

leistet hier wichtige Arbeit.“ Die Regiothek

informiert auf ihrer Online-Plattform über

regionale Lebensmittelbetriebe. Das Alleinstellungsmerkmal:

Die Lieferketten der

Betriebe werden auf einer interaktiven

Landkarte offengelegt, um die Regionalität

www.thermenland-magazin.de

von Produkten auch wirklich nachvollziehbar

zu machen. Darüber hinaus veröffentlicht

das junge Unternehmen einmal

jährlich die „Genießerfibel“. Darin werden

die Mitgliedsbetriebe portraitiert und in

der Schreibart eines kulinarischen Reiseführers

beschrieben. Erzeuger, Manufakturen,

Läden und Gastronomien aus dem

Raum Niederbayern sind dort zu finden.

Die Fibel präsentiert in ihrer aktuellen

Ausgabe 126 Betriebe auf 220 Seiten. Mit

enthalten ist ein Gewinnspiel in Form

einer Schnitzeljagd. Dazu gibt es Gastbeiträge

verschiedener Autorinnen und

Autoren zu bestimmten aktuellen Themenbereichen.

Neu in der Ausgabe 2021/22 ist

das Gebiet Oberösterreich mit einer Spezialrubrik

der Bierregion Innviertel. Die

neue Ausgabe ist bereits an verschiedenen

8

Präsentierten den nachhaltigen Genußführer

für Niederbayern und Innviertel: Regiothekgründer

und Mitstreiter Lukas Kleemann, Alexander

Treml, Daniel Gschwendner, Anton

Kohlbauer, Simon Nestmeier mit Bezirkstagspräsident

Olaf Heinrich (Mitte).

Foto: Bezirk Niederbayern / Dörner

Auslagestellen sowie bei den Mitgliedsbetrieben der

Regiothek erhältlich.

Nähere Infos unter: www.regiothek.de NDB


AKTUELL

Spielecafé und Kommunale Jugendarbeit bieten kostenlose Online-Spiele

Spielerisch durch Quarantäne und Lockdown

Die Isolation durch die Pandemie macht vor allem Kindern,

Jugendlichen, Singles und Senioren zu schaffen. Vor allem die

jüngeren ziehen sich in PC-, Konsolen- und Handywelten

zurück. Echte soziale Kontakte verkümmern. Dem will der Verein

Spielecafé der Generationen – Jung und Alt spielt e.V. aus

Pfarrkirchen entgegenwirken. In der Kolpingstraße 14 unterhält

er zwar eine Begegnungsstätte, die jedoch seit Beginn der Pandemie

mehr oder weniger verwaist ist. Die Aktivität des Vereins

hat sich ins Internet verlagert.

Begegnungsraum für Jung und Alt

Unter www.jungundaltspielt.de gibt es dafür über die Online-

Konferenzplattform zoom.com angeleitete Spielenachmittage,

Bastelrunden und mehr speziell für Kinder und Jugendliche,

aber auch Spielerunden für unterschiedliche Altersgruppen ab

8 Jahren bis hin zum Seniorentreff, bei dem per Video-Konferenz

gespielt wird. Für jedes Spiel gibt es Erklärvideos und

das benötigte Spielmaterial zum Download. Die Angebote finden

im März vor allem Montag und Donnerstag abends ab

19.30 Uhr statt. Anmelden kann man sich auf der jeweiligen

Veranstaltungsseite oder bei Anne Hackner +49-177-9295784,

anne.hackner@jungundaltspielt.de

Der Zoom-Link wird bei Anmeldung per E-Mail versendet,

ebenso wie eine Anleitung für Zoom. Das Spielecafé hat eine

Liste von Gesellschaftsspielen zusammengestellt, die man mit

Hilfe von Videokonferenzen spielen kann.

Diese findet man hier:

https://tinyurl.com/TLM-Onlinespiele

Online-Game lädt zum Ausflug

Gemeinsam hat die Kommunale Jugendarbeit Rottal-Inn (KoJa)

mit dem Spielecafé der Generationen und dem Jugendzentrum

Pfarrkirchen ein Online-Escape-Spiel für Kinder, Jugendliche

und Familien entwickelt. Dabei erleben Familien, Kinder und

Jugendliche ein spannendes Online-Abenteuer rund um die

Zwergerlhöhle in Pettenau bei Ering am Inn. Die Spieler haben

die Aufgabe, den Weg aus der virtuellen Zwergerlhöhle zu finden,

indem sie viele kleine Rätsel lösen. Wer Schwierigkeiten

hat, kann auch auf Hinweise zurückgreifen.

Kostenloses Spielangebot

„Das Besondere an dem Escape-Spiel ist der unmittelbare

Bezug zum Landkreis, da es die Zwergerlhöhle ja wirklich gibt.

So besteht für Familien auch jederzeit die Möglichkeit, die

kleine Höhle bei Ering ‚live‘ zu besuchen“, so Isabella Maier

von der Kommunalen Jugendarbeit. Dazu gibt es am Ende des

Rätsels eine Wegbeschreibung und nützliche Informationen

zur Höhle. Maier weist auch besonders darauf hin, dass Kinder,

die noch nicht lesen können, auf Unterstützung von ihren

Eltern oder älteren Geschwistern angewiesen sind. Beim Start

unter www.zauber-pettenau.de wird man zwar dazu aufgefordert,

dass man sich einen Zugangs-Code kaufen müsse – dieser

ist aber kostenlos und dient nur der Vorbeugung gegen Missbrauch.

sam

Kontrastreich. Brillant. Eindrucksvoll.

PASSAVIA verwendet mineralölfreie Bio-Farben aus nachwachsenden

Rohstoffen aus bayerischer Herstellung.

Die Farben ermöglichen durch ihre starke Pigmentierung

einen optisch höheren Kontrastumfang. Wir verwenden

spezielle Farbprofile, die Ergebnisse weit über dem

PSO-Standard erlauben. Unsere Kunden loben uns immer

wieder für die vergleichsweise „brillanten“, „scharfen“ und

„farbigen“ Bilder und Motive – sowohl auf gestrichenen,

als auch auf Naturpapieren.

Aufgrund der möglichen Anwendung des PAN4C®-Verfahrens

erreichen wir eine fotorealistische Druckwiedergabe

mit hoher Tiefenschärfe.

DIE KRAFT

DER FARBE

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AKTUELL

Jugendorganisation „Gemeinsam aktiv” mit neuem Projekt

„Finde Deinen Weg durch freiwillige Hilfe“

Kaum ist die Schule oder das Studium

vorbei, stehen viele junge Menschen vor

einer großen Herausforderung: Aus einer

schier unendlichen Zahl von Möglichkeiten

gilt es nun, “die” richtige zu wählen.

Was eigentlich eine riesige Chance ist,

kann schnell zur Belastung werden - zur

“Qual der Wahl”.

In dieser kritischen Phase wollen die Ehrenamtlichen

der Jugendorganisation

“Gemeinsam aktiv”, die Teil des Passauer

Vereins “Gemeinsam leben und lernen in

Europa” ist, helfen: “Wir wollen jungen

Menschen zeigen, dass es keine Schande

ist, einen einmal eingeschlagenen Weg zu

verändern”, betont Andreas Schrank, der

“Gemeinsam aktiv” zusammen mit Sabrina

Kanski leitet.

Projekt „Take Heart!“

Dabei soll im Projekt “Take heart! Create

your own story of your life” eine Kampagne

in verschiedenen sozialen Netzwerken

jungen Menschen Raum geben, die

Fragen anzusprechen, die sie bewegen.

Lebenswege sind nicht immer geradlinig:

Das sollen Persönlichkeiten zum Ausdruck

bringen, die viel ausprobiert haben

und trotzdem - oder gerade deshalb -

schließlich “ihren” Weg gefunden haben.

“Wir wollen junge Menschen darin unterstützen,

ihre Stärken zu entdecken und

sie ermutigen, auch mal was zu wagen”,

sagt Sabrina Kanski.

Social Media Volunteer

Freiwillig engagierten: Hier beim Workshop zur

Bundestagswahl in der Berufsschule Passau.

Foto: Matthias Winterer/Gemeinsam Leben

“Take heart” ist ein Projekt von Freiwilligen

für Freiwillige: Nur mit viel Engagement

kann es gelingen, relevante

Informationen zur Berufs- und Lebensorientierung

zu recherchieren und aufzubereiten,

eine erfolgreiche Social-

Media-Kampagne umzusetzen, Gäste mit

einer Botschaft einzuladen und weitere

Aktivitäten umzusetzen. “Eurer Fantasie

und Kreativität sind dabei keine Grenzen

gesetzt”, heben Sabrina Kanski und Andreas

Schrank hervor. Egal ob Organisationstalente,

Social-Media-Profis, Schreiberlinge,

Finanzmenschen oder Interviewer

– alle werden gebraucht und bestimmten

mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit

den Erfolg des Projekts. Die beiden Vorsitzenden

sind sich einig: “Wir brauchen

euch - helft mit, damit andere junge Leute

ihren Weg finden!”

eB

Weitere Infos gibt es per E-Mail an gemeinsam-aktiv@gemeinsam-in-europa.de

oder via Direktnachricht auf Instagram

@gemeinsam.aktiv.

Immobilienmarktbericht 2020 für Landkreis Passau:

Mehr als eine halbe Milliarde Euro Umsatz

534 Millionen Euro, also mehr als 1,4 Millionen Euro pro Tag

wurden im Landkreis Passau 2020 für Immobilien ausgegeben.

Das ist nur eine beeindruckende Kennzahl aus dem neuen Immobilienmarktbericht

2020 für den Landkreis Passau, den Immobilienwirtschaftler

und Diplomgeograph Andreas Dötter

sowie Abteilungsleiterin für rechtliches Bauwesen am Landratsamt

Passau, Petra Harant bei Landrat Raimund Kneidinger vorstellten.

Das umfangreiche Zahlenwerk enthält übersichtlich zusammengestellte

Informationen zu Grundstückskäufen und -Preisen.

Der gut 40-seitige Bericht wurde federführend von Andreas

Dötter erstellt. „Er soll für Laien einen Überblick und Anhaltspunkt

über angemessene Grundstückspreise im Passauer Land

bieten.“ Zielgruppe seien aber auch Immobilienhändler oder

Makler, sagte Dötter.

Passauer Land bleibt attraktiv

„Der Landkreis Passau ist ein Zukunfts-Landkreis. Jungen Menschen

und Familien, die sich im Passauer Land niederlassen

wollen, können wir mit dem Immobilienmarktbericht

eine Hilfestellung bei der Immobiliensuche an die Hand geben“,

unterstrich Landrat Kneidinger. Doch auch Gewerbetreibende,

Unternehmen und Landwirte kann dieser Bericht bei ihren

Planungen unterstützen.

Der Leiter des Gutachterausschusses für den Landkreis Passau, Andreas

Dötter (Mitte) zusammen mit der Bauamtsleiterin Petra Harant (l.) und

Landrat Raimund Kneidinger bei der Vorstellung des Immobilienmarktberichts

2020 für den Landkreis Passau. Foto: Landratsamt

Der Immobilienmarktbericht kann über die Geschäftsstelle des

Gutachterausschusses am Landratsamt Passau, Domplatz 11,

94032 Passau, E-Mail: gutachterausschuss@landkreis-passau.de

bezogen werden. Zum Preis von 35,- € kann ein Exemplar entweder

als gedruckte oder digitale Version erworben werden. LRA

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AKTUELL

Achtung Amphibien wandern wieder

So queren Kröten und Frösche sicher die Straße

Sobald der Nachtfrost nachlässt und die

Niederschläge wärmer werden, finden sich

auf der Staatsstraße 2319 bei Kellberg jedes

Jahr ganz besondere Verkehrsteilnehmer

ein: Kröten und Frösche machen sich auf

den Weg zu den unterhalb der Staatsstraße

liegenden Weihern, um dort zu laichen.

Damit sie gefahrlos über die Straße kommen,

haben Mitarbeiter der Straßenmeisterei

Hauzenberg einen Amphibienschutzzaun

errichtet.

Auf einer Länge von rund 150 m schlagen

die Straßenwärter in regelmäßigen Abständen

Erdnägel in den Boden und befestigen

die grüne Schutzplane daran. Diese stoppt

die Kröten bei ihrer Wanderung und leitet

sie zu großen Eimern, die im Abstand von

25 Metern im Boden vergraben sind. „Die

Kröten fallen rein und werden dann von

freiwilligen Helfern über die Straße getragen“,

erklärt Matthias Plankl von der Straßenmeisterei

Hauzenberg.

BN organisiert Helfer

Der Krötenzaun bei Kellberg ist natürlich

nicht der einzige, den das Staatliche Bauamt

Passau über seine Straßenmeistereien

betreut. Auch im Thermenland gibt es viele

Straßen, die den Amphibien auf ihrem Weg

zu ihren Laichplätzen im Weg sind. Überall

dort sind auch die freiwilligen Helfer im

Einsatz. Den Einsatz dieser Helfer organisiert

die Kreisgruppe Passau des Bund Naturschutz.

Der Kreisgruppen-Vorsitzende,

Karl Haberzettl, ist froh, dass sich immer

wieder Freiwillige finden, um die Amphibien

über die Straße zu tragen. Einmal am

Tag muss das erledigt werden, dann können

die Tiere in den Weihern ihre Eier ablegen.

Im Moment gibt es genügend Helfer, doch:

„Wenn sich noch jemand beteiligen

möchte, sagen wir nicht Nein“, erklärt Haberzettl:

Wer Interesse hat, kann sich unter

Mitarbeiter der Straßenmeisterei haben Amphibienschutzzäune

errichtet. Matthias Plankl

zieht die Schutzplane straff, entlang der die

Kröten zu den im Boden vergrabenen Eimern

geleitet werden.

Foto: Sabine Süß / Staatliches Bauamt Passau

+49-160-7819190 bei ihm melden.

StBaPa/Süß

Weitere Informationen zu Straßensperrungen

/ Umleitungen / Projekten usw. unter:

www.stbapa.bayern.de

Reparieren statt Wegwerfen:

Mit grenzenlosen Werkzeugkoffern geht‘s einfach

Reparaturinitiativen und Repair Cafés erfreuen

sich in Österreich und in Bayern

immer größerer Beliebtheit. Die Gründung

einer Reparaturinitiative ist dabei oft

mit großem Kostenaufwand z.B. für Werkzeug

verbunden. Dafür haben der Landkreis

Passau und der oberösterreichische

Landesabfallverband und das Klimabündnis

Oberösterreich gemeinsam einen

Werkzeugkoffer entwickelt. Die grenzüberschreitende

Initiative „Reparieren

statt Wegwerfen“ leistet damit einen

enorm wichtigen Beitrag zur Abfallvermeidung

und somit auch zum Klimaschutz.

Ziel ist es, in der Anfangsphase mit einer

Auswahl von geeignetem Werkzeug Reparaturaktivitäten

zu unterstützen und dadurch

in weiterer Folge die Gründung von

Repair-Cafés zu forcieren. Auch ein Vernetzungstreffen

im vergangenen Jahr lieferte

Informationen für die Entwicklung

des Koffers.

Hilfe für Reparaturinitiativen

„Immer mehr Menschen wollen den Elektroschrottberg

verkleinern und lassen ihre

defekten Geräte reparieren, anstatt sich

neue zu kaufen. Dabei wird nicht nur

sinnloser Elektroschrott reduziert, es profitieren

dadurch regionale Reparaturbetriebe.

Reparaturinitiativen und Repair

Cafes sensibilisieren die Bevölkerung auf

das Thema und geben jenen die Möglichkeit

und Unterstützung, sich selber am Reparieren

versuchen wollen“, so Klima--

Landesrat Stefan Kaineder. Die Reparaturkoffer

sollen in Form von Reparatur-Aktionstagen

in ausgewählten Pilotregionen in

Oberösterreich und dem Landkreis Passau

zum Einsatz kommen. Auch über das Projektende

hinaus werden die Koffer kostenlos

zum Verleih zur Verfügung stehen, um

das Reparieren von Produkten attraktiv zu

halten. Der Reparaturkoffer wurde bereits

letztes Jahr offiziell von OÖ-Landesrat

Stefan Kaineder und Roland Wohlmuth

(Vorsitzender OÖ-Landesabfallverband)

an Landrat Raimund Kneidinger und Bürgermeister

Stephan Dorn (Neuhaus a. Inn)

übergeben.

Handeln statt Reden

Die grenzüberschreitende Initiative präsentierten

auf der Innbrücke zwischen Neuhaus und

Schärding (v.l.): Bürgermeister Stephan Dorn

(Neuhaus a. Inn), OÖ-Landesrat Stefan Kaineder,

Landrat Raimund Kneidinger und und Roland

Wohlmuth (Vorsitzender OÖ-Landesabfallverband).

Foto: Landratsamt

„Mit den Reparaturinitiativen bieten wir

den Bürgern die Möglichkeit alte Geräte

reparieren zu lassen und somit die Wiederverwendung

von Produkten voranzutreiben.

Grenzüberschreitende Vernetzung

und Initiierung von Reparaturinitiativen in

Oberösterreich und dem Landkreis Passau

sind daher zentrale und wichtige Schritte“,

so Roland Wohlmuth. Für Landrat Raimund

Kneidinger ist die Initiative ein

gutes Beispiel für „Handeln statt Reden“.

Gerade im Bereich der Ressourcen-Schonung

werde viel angekündigt und viel appelliert,

„aber was wirklich nötig ist, sind

konkrete Schritte, um im Alltag mit ganz

praktischen Angeboten Abfall zu vermeiden

und Rohstoffe zu sparen“. Die Initiative

„Reparieren statt Wegwerfen“ sei nach

Überzeugung des Landrats ein solches Angebot

und die Werkzeugkoffer das Mittel

zur Umsetzung.

Der Werkzeugkoffer kann beim Landratsamt

Passau, Klimaschutz und Umweltberatung,

ausgeliehen werden. Kontakt:

klimaschutz@landkreis-passau.de, Telefon

0851-397795 LRA

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GENIESSEN & ERLEBEN

Die Anmeldefrist läuft bereits

Neue Runde für Rottaler Bäderdreieck Golfwoche

Die erste „Rottaler Bäderdreieck

Golfwoche“ 2021 war ein voller

Erfolg. 140 Golfer lieferten sich auf

vier verschiedenen Plätzen einen

spannenden Kampf. 2022 gibt es

eine Neuauflage von 11. bis 15.

Juli des Turniers. „Wir haben jetzt

schon viele Voranmeldungen“,

sagte der Bad Birnbacher Golfmanager

Robert Sammereier bei

einem Treffen aller Golfclubs und

Kurverwaltungen der beteiligten

Orte Bad Griesbach, Bad Füssing,

Bad Birnbach und Kirchham.

Die Resonanz auf das erste Turnier

war hervorragend, und daher

gibt es auch nur wenige Veränderungen.

Startgeschenke für Golfer

Für Golf-Fans gerät das Turnier wohl zu

einem Pflichttermin, denn es geht wieder

vier Mal über 18 Löcher, und zwar auf

Bad Griesbacher Seite sowohl über den

Porsche Golf Course, als auch über den

Platz des Golfclubs Sagmühle, den Bella

Vista Golfpark in Bad Birnbach und den

Thermengolfplatz Bad Füssing (Kirchham).

Bei den vier Einzelwettspielen wird

stets nach Stableford gespielt. Auf die Sieger

warten attraktive Preise, die garniert

werden mit Eintrittskarten in die Thermen

der Kurorte. Auch die Startgeschenke

können sich sehen lassen – darin

befinden sich regionale Produkte, aber

auch Partnergutscheine für Veranstaltungen

in den drei Orten der „Rottaler Waterkant“

und vieles mehr.

Die Region präsentieren

Erklärtes Ziel ist es, den Teilnehmern die

ganze Region näher zu bringen – mit all

ihren Möglichkeiten, vom Golfsport über

das gesunde Heilwasser der Thermen bis

hin zu viel Kultur und Kulinarischem,

was sich etwa im Angebot der vielen

Direktvermarkter widerspiegelt. Apropos

Kulinarik: Natürlich ist auch für eine

exzellente Halfway-Verpflegung gesorgt.

Der Start erfolgt am Montag, 11. Juli 2022

auf dem Thermengolfplatz Bad Füssing-

Kirchham. Geplant ist – wie auch an allen

anderen Turniertagen – ein Zeitstart ab

8.30 Uhr. Tags darauf geht es zum Golfclub

Sagmühle und nach einem Tag

Pause wird am 14. Juli auf dem Bella

Vista Golfpark gespielt.

Golfparty in der Spielbank

Voller Vorfreude blicken die Freunde des Golfsports

auf die zweite Ausgabe der „Rottaler

Bäderdreieck Golfwoche“. Anmeldungen sind

ab sofort möglich.

Das Finale findet im kommenden Jahr auf

dem Porsche Golf Course am Freitag, 15.

Juli statt. Dort findet im Gutshof Penning

auch die gemeinsame Abschlussveranstaltung

mit 3-Gänge-Menü und Siegerehrung

statt.

Auch für ein „Come together“ ist vorgesorgt,

allerdings als zusätzlich buchbare

Leistung. Am Montag, 11. Juli sind ab 19

Uhr in der Spielbank Bad Füssing 100

Sitzplätze reserviert.

Alle Informationen zum Turnier gibt es

unter www.badbirnbach.de, www.badgriesbach.de

und www.badfuessing.de

sowie bei den jeweiligen Golfplätzen. Anmelden

kann man sich über die Meldelisten

in den Clubs oder über den Bella

Vista Golfpark:

info@bellavista-golfpark.de,

Telefon +49-8563-977400.

eB

PORSCHE

GOLF COURSE

Das Design des Par 71-Kurses stammt von Deutschlands Weltklassegolfer Bernhard Langer. Das Gelände ist flach, die 18 Bahnen führen in einer

Mischung aus kurzen und längeren Löchern durch die Auenlandschaft des Flüsschens Rott, die an einigen Stellen integriert werden konnte. Der

Porsche Golf Course besticht mit seinen sanft ondulierten Fairways und durch den gewachsenen alten Baumbestand.

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Es gibt einen guten Grund, warum der Bad Birnbacher Golfpark „Bella Vista“ heißt. Nur an ganz wenigen Stellen offenbart das Rottal das ganze

Ausmaß seiner Naturschönheit wie hier. Im Süden mäandert die Rott durch die Landschaft. Im Norden wird sie von sanften Hügeln geprägt. Von

nahezu jedem Punkt des Golfplatzes genießt man herrliche Ausblicke über das weite Rottal - eine Wohltat für Geist und Seele und eine Bereicherung

für das Golferherz. Der Platz wurde von Designer Georg Boehm geplant.

Der 18-Loch-Meisterschaftsplatz, gegründet 1984 und 1987 auf 18 Bahnen fertig gestellt, liegt auf vollkommen ebenem Gelände, unmittelbar an

der Rott. Für die Planung und Gestaltung war der renommierte Golfplatzarchitekt Kurt Rossknecht verantwortlich. Alter Baumbestand, Büsche,

Zierpflanzungen und natürliche Wasserhindernisse begleiten und begrenzen die großzügig angelegten Spielbahnen und Greens.

THERMENGOLFCLUB

BAD FÜSSING-KIRCHHAM

GOLFCLUB SAGMÜHLE

BAD GRIESBACH

GOLFPARK BELLA VISTA

BAD BIRNBACH

Der Golfplatz des ThermenGolfClub Bad Füssing-Kirchham e.V. erstreckt sich auf 90 Hektar zwischen Bad Füssing und Kirchham. Das Design

stammt von den Golf- und Landschaftsarchitekten Götz Mecklenburg und Stefan Längst. Alter Baumbestand und Junganpflanzungen bieten ein

reizvolles Panorama und Schutz für Fasane und Rehe. Natur und Golf treffen sehr harmonisch aufeinander. Der Platz ist sehr flexibel und bringt

viele Herausforderungen mit.

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GENIESSEN & ERLEBEN

Bierkulturregion Niederbayern machte

Pandemie wirkt wie ein Boos

Anfang März 2020 ist die Welt in der

Bierkulturregion Niederbayern noch in

Ordnung. Die junge Kooperation gewinnt

immer mehr Freunde, kann zu Jahresbeginn

noch zwei neue Partner aufnehmen

und eine grenzüberschreitende

Zusammenarbeit mit der Erzeuger- und

Vermarktungsgemeinschaft der Sauwald

Erdäpfel in Sankt Ägidi im Innviertel

begründen. Noch nicht ahnend, was da

auf sie zurollt.

Genuss-Region im Lockdown

Drei Wochen später zwingt die Pandemie

das öffentliche Leben im ganzen Land in

die Knie. Vom Bayerischen Wald bis zum

Thermenland müssen alle Tourismusbetriebe

schließen. Alle Hotel- und

Gastronomiepartner, die Brauereien und

Manufakturbetriebe der Bierkulturregion

blicken in eine ungewisse Zukunft. „In

dieser beispiellosen Situation werden Zuversicht

und Willenskraft zu entscheidenden

Antriebskräften“, berichtet Bernhard

Sitter, Vorsitzender des Initiatorenkreises

der Bierkulturregion. „Nach einer kurzen

Orientierungsphase krempeln die

Betriebe die Ärmel hoch und nutzen die

verordnete Auszeit für Innovationen und

Investitionen. Bis heute werden in der

Bierkulturregion über 50 Millionen Euro

investiert und beim Bierbrauen aus der

Not eine Tugend gemacht.“ Ein Betrieb

etwa hat die Pandemie genutzt und für

500.000 Euro Mitarbeiterwohnungen

errichtet.

Aufbruch statt Resignation

Die drei ersten Biersommeliers der Bierkulturregion: Initiator Bernhard Sitter mit der eigens

kreierten Hopfenklang-Flasche (Mitte), Sohn Bernhard (rechts) und Schwiegersohn Marco.

Foto: Bierkulturregion

Viele Beherbergungsbetriebe investieren

in ihre Ausstattung, modernisieren, erweitern.

Aber auch die Angebote für

Genuss-Ausflügler aus der Region werden

aufgewertet. So erfüllt sich Familie

Hirz vom Apostelbräu in Hauzenberg

den lang gehegten Traum von einer Biererlebniswelt,

die alle Sinne erfasst und die

Besucher ins Staunen versetzt. Er nennt

sie Brauliebe. Der Name ist Programm

und die Eröffnung steht kurz bevor.

„Holmern’s Rausch“ heißt die erste hausgebraute

Bierspezialität, die es in Kürze

im Campingresort Holmernhof in Bad

Griesbach zum Verkosten geben wird.

Dessen Inhaber Annalena Meier-Köck

und Hans Köck sind vom Brauen beseelt.

Beide sind erst seit Kurzem Biersommeliers

und wagen sich jetzt in die Praxis.

Dazu gönnen sie sich eine nagelneue

Schaubrauerei.

Attraktionen für Genussausflüge

Lohnend ist auch der Besuch in der

neuen musealen Welt von „Bier & wir“

der Brauerei Aldersbach, die anschaulich

von der jahrhundertealten Brau- und

Wirtshauskultur in Niederbayern und

Südböhmen erzählt. Nach dem Besuch

lohnt sich ein Abstecher ins Bräustüberl,

wo sich jeder einer alten Bierkellerkultur

folgend sein Essen selbst mitbringen darf.

Aus der Perspektive des Spitzenkochs

blickt Andreas Haugeneder auf die Bierkultur.

Im Lockdown führt er ganz im

Sinne der neuen Genussallianz mit dem

Sauwald Erdäpfel und Bier in wunderbaren

Rezepturen zu Gaumenfreuden zu-

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GENIESSEN & ERLEBEN

sich im Lockdown fit für die neue Zeit

ter für das Genuss-Netzwerk

sammen, die Rezepte gut gehütet als Betriebsgeheimnis

für seine Stammgäste im

Edlgütl. Nur eins ist Teil der Auswahl der

Bierkultur-Genussrezepte in diesem Heft.

Whiskybock als Hopfenklang

Und gebraut wird natürlich auch. Bewusster

und emotionaler vielleicht als

je zuvor. „Im Angesicht des Lockdown

machen die Brauereien aus der Not eine

Tugend, lagern die gemeinschaftlich

gebraute Premium-Bierspezialität, den

Hopfenklang, kurzerhand in Eichenfässern

und geben ihm viel Zeit zum Reifen“,

erzählt Bernhard Sittner. Nach

einem Jahr ist er nun in seine typische

Flasche abgefüllt und geht als Hopfenklang,

Partitur V, Whiskybock, Fassgärung,

biozertifiziert an die Betriebe.

„Die Flaschen verkaufen wir alle selber“

unterstreicht der Bierkultur-Initiator, „da

gibt es keine Flasche im offenen Verkauf“.

Interessierte Biergenießer müssen sich

schon in Mitgliedsbetrieben versorgen.

Glas bringt Bier zum Klingen

„Wir wollen was in der Wahrnehmung

von Bier verändern“, erklärt Markenberater

Alois Dorfner aus Haarbach.

„Darum ist das eigens von der Glasmanufaktur

Eisch entwickelte Glas das wichtigste

Element, das Instrument, das den

Hopfenklang zum Schwingen bringt. Wer

genau hinschmeckt, wird ganz neue Genusswelten

entdecken.“ In der Pandemie

entstehen in der Glasmanufaktur eine

Menge neuer Designlinien für Trinkgläser.

Das wahrscheinlich stilvollste Bierverkostungsglas

der Branche ist hier

entstanden und markiert damit die besondere

Zuwendung der Manufaktur zur

Bierkultur. „Der edle schwarze Kelch-

Stiel und -Fuß macht es unverwechselbar“,

schwärmt Bernhard Sitter. „Die

schwarze Hydroglasur in Steinoptik erweitert

Riechen und Schmecken um die

Haptik, die beim Halten und Trinken

fühlbar wird.“

Neues Biergenusserlebnis mit Stil: Das Sommelier-Glas der Bierkulturregion eröffnet dem Genießer

neue Geschmackswelten.

Foto: Bierkulturregion

Spitzenprodukt: Vom Gemeinschaftswerk aller Braumeister, dem Hopfenklang, erklang mit einem

saftigen Plopp heuer die Partitur V, „Whiskybock“.

Foto: Bierkulturregion

Neu: Online-Bierverkostung

Die Pandemie wirkt wie ein Booster auf

das Angebot der Bierkulturregion und

stellt aber auch die Unternehmenskultur

der Betriebe auf die Probe. Vielfach müssen

alle Mitarbeiter mehrmals in den

Lockdown. Flexibilität und Vertrauen

werden zu zentralen Werten, die dafür

sorgen, dass bis heute kein Betrieb in

der Bierkulturregion Mitarbeiter verliert.

Auch betriebsübergreifend bleiben die

Betriebe im Austausch. In freitäglichen

digitalen „Espresso-Talkrunden“ kreieren

sie neue Ideen. Hier entsteht auch der

Gedanke einer Online-Bierverkostung.

Ein erster Test findet mit zehn Teilnehmern

statt, obwohl sich spontan mehr

als 100 auf die Einladung hin gemeldet

haben. Aber man ist vorsichtig und will

lernen. Inzwischen buchen monatlich

über 100 Teilnehmer die Veranstaltungen.

Die Termine bis Ostern sind so gut wie

ausgebucht und die Online-Bierproben

haben sich längst vom Lockdown gelöst

und werden unter anderem als originelle

Geschenkidee für Jubiläen und Geburtstage

gebucht.

Die Bierkulturregion Niederbayern ist

inzwischen die führende branchenübergreifende

Kooperation beim Thema Bier

mit 27 Brauereien, Gastgebern und Genusshandwerkern,

einer Glasmanufaktur

und zwei Landkreisen. Gemeinsam folgen

sie der Vorstellung, das bierkulturelle

Erbe Niederbayerns weiterzuentwickeln

und dafür weiterhin Grenzen zu überschreiten.

sam

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GENIESSEN & ERLEBEN

Passend zur neuen Hopfenklang-Partitur:

Genuss-Sinfonie aus der Bierkulturregion

Ouvertüre:

Bayerische Bier-Brot-Suppe

Das braucht man dafür:

Altes Bauernbrot, dunkles Bier, kräftige

Rindssuppe, Butter, Zwiebel, Ei

So wird’s gemacht:

Das Brot 5 bis 10 Minuten in das Bier einlegen,

dann das Brot in Butter backen.

Rest vom Bier in die Rindssuppe geben.

In die heiße Suppe das Brot legen und

Röstzwiebel dazu geben. Weich gekochtes

Ei mit dem Teelöffel ausstechen und

obendrauf anrichten. Mit „Grünzeug“

bestreuen.

Komposition:

Wolfgang Aulinger,

Gasthof zum Sonnenwald, Schöfweg

Foto: Jana Liebenstein

Menuett:

Kleiner Kartoffel-Topfen-Auflauf

Nutzte den Lockdown für neue Kartoffel-Kompositionen:

Andreas Haugeneder an seinem

Dirigentenpult in der Küche des Edlgütls.

Bild: Bierkulturregion

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Das braucht man dafür:

250 g Topfen ausgepresst, möglichst trocken,

250 g Sauwalderdäpfel, vorwiegend

festkochend, 3 Eier, 2 Stück Petersilienwurzel

mittelgroß, ½ Stück Lauch mittelgroß,

3 EL Parmesan, frisch gerieben,

0,1 l Sahne (20%), 1 EL weiche Butter,

Pfeffer aus der Mühle, Koriander gemahlen,

Salz

Erstmal vorbereiten:

Sauwalderdäpfel in der Schale kochen,

schälen und auf ein Blech zum Ausdampfen

pressen.

Eier trennen & Parmesan reiben, Petersilienwurzel

schälen, Lauch waschen.

Etwa 30 Minuten vor der Zubereitung

Gemüse getrennt schneiden und leicht

salzen, Eiweiß aufschlagen.

Förmchen (z.B. Muffinformen) mit Butterschmalz

einfetten und zum Backen

nicht vergessen: Förmchen müssen auf

ein tiefes Blech gesetzt werden.

Kleinen Topf mit Wasser (ca. 3 l) aufkochen,

Backofen auf 150°C vorheizen.

Und los geht’s:

Topfen, ausgekühlte Kartoffeln, Eigelb

und geriebenen Parmesan mit einer Messerspitze

geriebenen Koriander und frisch

gemahlenen Pfeffer vermengen (Achtung

beim Würzen: Der Parmesan verleiht dem

Auflauf bereits eine salzige Note!).

Geschlagenes Eiweiß vorsichtig unter die

Masse heben, Masse in gefettete Förmchen

abfüllen (maximal zu ²/³ gefüllt),

Förmchen in tiefes Blech setzen. Das

Blech mit kochendem Wasser befüllen

(so dass die Förmchen nicht beginnen zu

schwimmen).

Bei 150°C/Umluft etwa 30 Minuten

backen.

Jetzt kommt das Gemüse dran:

Petersilienwurzel in Butter bei niedriger

Temperatur etwa 2-3 Minuten in einem

Topf anschwenken, Lauch zugeben, pfeffern

und etwa 1 weitere Minute mitschwenken.

Sahne zugeben und einköcheln

lassen bis sich eine samtige Konsistenz

ergibt.

Komposition:

Andreas Haugeneder,

Edlgütl, Breitenberg

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Rondo:

Holunderblüten im Bierteig

Das braucht man dafür:

8 Holunder-Blüten-Dolden (möglichst

frisch aufgeblüht), 200g Mehl, 1 EL Öl,

0,15 l Bier, 2 Eier, Prise Salz

So wird’s gemacht:

Die Holunder-Dolden ganz vorsichtig

abwaschen und abtrocknen (starkes Waschen

beeinträchtigt das Aroma!). Die

Eier trennen. Das Mehl mit dem Öl, dem

Bier und dem Eigelb verrühren. Das

Eiweiß aufschlagen und anschließend

vorsichtig unter die Mehlmasse heben.

Die Holunderdolden durch den Bierteig

ziehen und in heißem Fett ausbacken.

Nach dem Backen, zum Abtropfen kurz

auf ein Tuch (Haushaltspapier) legen. Auf

einen Teller anrichten und mit Puderzucker

bestreuen.

Komposition:

Trad., Familie Koch,

Haus Waldeck, Philippsreut

Foto: tasteoftravel.at

Weitere leckere Rezeptideen rund ums

Bier gibt’s unter

https://bierkulturregion.de/kueche

sam


GENIESSEN & ERLEBEN

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FIT & GESUND

Marien-Apotheker Gerald Kunz gibt Einblick in das Thema, das uns seit Monaten in Atem hält:

Eine kleine Impfstoff-Kunde

Impfstoffe werden verabreicht, um vor

einer übertragbaren Krankheit zu schützen.

Dabei soll das körpereigene Immunsystem

befähigt werden, auf eine Infektion mit

einem Erreger so rasch und wirksam zu

reagieren, dass daraus keine oder nur

eine abgeschwächte Infektionskrankheit

resultiert. Keine Impfung schützt hundertprozentig

vor der jeweiligen Erkrankung.

Impfungen senken aber die Erkrankungswahrscheinlichkeit

deutlich. Die Schutzwirkung

unterscheidet sich je nach Impfung

und nach der Stärke der Immunantwort.

Die jeweilige Schutzwirkung lässt sich labortechnisch

mit der Messung der gegen

den Erreger oder dessen Bestandteile gebildeten

Antikörperkonzentration, den Antikörpertiter,

abschätzen. Entscheidend ist

aber die Wirksamkeit im Rahmen von klinischen

Studien. Hierbei werden Studienteilnehmer

zufällig in zwei Gruppen

eingeteilt. Man vergleicht dabei bestimmte

Laborwerte oder die Häufigkeit und

Schwere der Infektionskrankheit in der

Gruppe, die den Impfstoff erhalten hat, mit

derjenigen in der Kontrollgruppe, welche

keinen oder einen bereits bekannten Impfstoff

erhalten hat. Die Zulassung von Impfstoffen

erfolgt in Europa nach den

Richtlinien der Europäischen Arzneimittelagentur

EMA und der entsprechenden

staatlichen Behörden. Sie setzt präklinische

und klinische Prüfungen voraus und

verlangt weitere Kontrollen nach Markteinführung.

In Deutschland prüft und

überwacht das Paul-Ehrlich-Institut die

Zulassung von Impfstoffen. Die Empfehlungen

staatlicher Stellen haben kassen-,

haftungs- und arztrechtliche Folgen. Umso

wichtiger ist daher die Unabhängigkeit dieser

Institutionen von Politik und Pharmaindustrie.

Es stehen Impfstoffe gegen eine Vielzahl

von viralen und bakteriellen Infektionskrankheiten

zur Verfügung. Entscheidend

für den Schutz bei einer späteren Infektion

ist, dass für den Körper die Antigene des

Impfstoffs denen des Erregers der Infektionskrankheit

weitgehend gleichen.

Überblick und Unterschiede

Bei der aktiven Impfung können Lebendimpfstoffe

oder Totimpfstoffe verabreicht

werden. Dagegen handelt es sich bei der

passiven Impfung lediglich um die Gabe

von Antikörpern.

Ein Lebendimpfstoff besteht aus sehr geringen

Mengen funktionsfähiger Keime. Sie

sind so abgeschwächt, dass sie sich zwar

noch vermehren, die Krankheit aber bei

Impflingen mit funktionsfähigem Immunsystem

nicht mehr auslösen können. Diese

Abschwächung kann natürlicherweise erfolgen

oder durch gentechnische Veränderung.

Verabreicht wird ein Lebendimpfstoff

als Injektion oder als Schluckimpfung.

Unterschiedliche Lebendimpfstoffe können

entweder simultan oder im Abstand

von mindestens vier Wochen verabreicht

werden. Ein tragfähiger Schutz baut

sich bei Lebendimpfstoffen nach wenigen

Tagen auf.

Lebend- oder Tot-Impfstoff?

Lebendimpfungen imitieren eine natürliche

Infektion und trainieren unser Immunsystem

so gut, dass der Schutz nach einer

Grundimmunisierung lange oder auch lebenslang

anhält. Für immungeschwächte

Personen sind sie allerdings nicht geeignet,

Grafik: vfa

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18


FIT & GESUND

da bei einer Immunschwäche die Impferreger

sich zu stark ausbreiten können. Ein

weiterer Nachteil ist, dass die Impfung ähnliche

Beschwerden wie die Krankheit selbst

hervorrufen könnte, allerdings geschieht

das nur sehr selten und schwächer, als

bei einer echten Infektion. Die in Europa

aufgegebene Polio-Schluckimpfung hatte

in extremen Einzelfällen sogar dauerhafte

Lähmungen verursacht. Außerdem könnten

die noch vermehrungsfähigen Impfviren

Rückmutationen erfahren und dadurch

wieder gefährlich werden.

Ein Totimpfstoff besteht nicht aus vermehrungsfähigen

Erregern, sondern aus abgetöteten

Pathogenen oder einzelnen

Bestandteilen, welche auch künstlich erzeugt

sein können. Unterschiedliche Totimpfstoffe

können simultan oder nacheinander

verabreicht werden.

Totimpfstoffe werden normalerweise

schnell abgebaut, so dass zur Vermittlung

einer starken Immunreaktion mehrfach

geimpft werden muss. Daher impft man

nach der Erstimpfung wiederholt und in

bestimmten Abständen (Auffrischungsimpfungen).

Als Totimpfstoffe werden inaktivierte

Pathogene (Ganzpartikel-Impfstoffe), Konjugat-Impfstoffe,

Spalt-Impfstoffe, Untereinheiten-Impfstoffe

und Toxoide verwendet.

Inaktivierte Pathogene

Ganzpartikel-Impfstoffe, die klassischen

Totimpfstoffe, werden durch Inaktivierung

gereinigter Pathogene erzeugt. Beispiele für

inaktivierte Impfstoffe sind der Hepatitis-

A-Impfstoff, der Tollwutimpfstoff oder der

Polioimpfstoff. Bei der Inaktivierung und

Auflösung der Erreger mit Tensiden oder

Lösungsmitteln werden die sogenannten

Spaltimpfstoffe erzeugt. Der Impfstoff

besteht dann aus einer Mischung viraler

Proteine, die eine hohe Immunogenität

besitzen. Die meisten fettlöslichen Virusbestandteile

werden im Laufe der Herstellung

eliminiert. Beispiele für Spaltimpfstoffe

sind einige Grippeimpfstoffe.

Untereinheiten-Impfstoffe

Untereinheiten-Impfstoffe bestehen aus

Teilen von Erregern, die zum Teil gentechnisch

erzeugt werden. Beispiele dafür sind

manche Grippeimpfstoffe, der HPV-Impfstoff

und der Hepatitis-B-Impfstoff. Eine

Unterart dieser Gruppe sind die Konjugat-

Impfstoffe. Bei diesen werden die Antigene

an ein weiteres Trägermolekül gekoppelt,

um die Wirksamkeit zu verstärken. Ein Beispiel

für eine Impfung mit einem Konjugat-

Impfstoff ist die HIB-Impfung, manche

Pneumokokken- und Meningokokkenimpfungen.

Skepsis, Polemik und Ablehnung gab es erstmals gegen die Kuhpockenimpfung Mitte der 1850er Jahre.

Peptid-Impfstoffe

Peptid-Impfstoffe bestehen aus synthetisch

erzeugten kurzen Eiweißmolekülen. Dadurch

sollen keine Antikörper gebildet

werden, sondern gezielt die Immunantwort

des Körpers gegen ein bestimmtes Pathogen

stimuliert werden.

Toxoid-Impfstoffe

Diese werden durch Inaktivierung von Toxinen,

also Giftstoffen, erzeugt. Das Toxin

verliert dabei seine Giftigkeit, jedoch ist die

Veränderung gering genug, damit eine Immunantwort

erzeugt wird, die auch gegen

das Toxin einer späteren Infektion wirkt.

Beispiele für Toxoid-Impfstoffe sind der

Diphtherie- , der Keuchhusten- und der

Tetanusimpfstoff. Toxoidimpfstoffe vermindern

nicht die Vermehrung der Erreger

im Körper. Bei Infektionen, die übertragbar

sind, unterbrechen sie also nicht die

Infektionskette, verhindern aber die Krankheitssymtome

bei den Geimpften, da bei

ihnen die Toxine der Erreger nicht wirksam

werden.

Ausblick und Abgrenzung

Im Zuge der Impfstoffforschung werden

unter anderem genbasierte Impfstoffe entwickelt.

Dazu gehören DNA-Impfstoffe,

RNA-Impfstoffe und virale Vektoren.

DNA-Impfstoffe bestehen meistens aus

Plasmiden, also kleinen, ringförmigen

DNA-Molekülen, die das Antigen codieren

und somit als Bauanleitung fungieren. Um

wirksam zu werden, muss die Information

dieser DNA also im Körper gelesen und in

Eiweißmoleküle übersetzt werden.

Fast nach dem gleichen Prinzip funktionieren

auch die mRNA-Impfstoffe gegen

COVID-19. Allerdings liegt hier die Information

schon in lesbarer Form vor und

kann, sobald die mRNA in eine Körperzelle

gelangt, direkt die Produktion der

Antigene auslösen.

Biochemie für Anfänger

Virale Vektoren basieren auf viralen Partikeln,

die das Gen des Impfstoffs in eine

Zelle einschleusen. Man verwendet dazu

zum Beispiel bei Affen vorkommende

Viren, die den Menschen nicht krank machen,

und verändert diese gentechnisch so,

dass sie schließlich Bestandteile des Erregers

beinhalten, gegen den man impfen

möchte.

Das RKI gibt an, dass die COVID-19-

Impfstoffe (mRNA- oder Vektorimpfstoffe)

mit Totimpfstoffen insofern gleichgesetzt

werden können, als sie keine Lebendimpfstoffe

sind, da sie keine vermehrungsfähigen

Viren enthalten.

Diese Aussage bedeutet allerdings nicht,

dass diese neuartigen Arzneistoffe ähnlich

gut erforscht sind wie die seit Jahren oder

sogar Jahrzehnten bekannten klassischen

Impfstoffe. Die Zulassungsbehörden haben

nur über einen sehr begrenzten Zeitraum

Daten sammeln können, bezüglich Wirksamkeit

und Verträglichkeit der Corona-

Impfstoffe und der darin enthaltenen

Hilfsstoffe.

Folglich sind diese Impfstoffe bisher auch

nur „bedingt zugelassen“, und die zuständigen

Firmen müssen die fehlenden Daten

innerhalb bestimmter Fristen nachreichen.

Ihr Arzt oder Apotheker informiert und

berät Sie gerne bei all Ihren Fragen rund

um Impfstoffe und deren Indikation. Besonders

wichtig für Ihre Impfentscheidungen

im Laufe der Jahre ist immer auch

die Berücksichtigung Ihrer persönlichen

gesundheitlichen Vorgeschichte!

Genießen Sie die Vorboten des beginnenden

Frühlings und tanken Sie Sonne und

Optimismus!

Mit besten Grüßen

Ihr Marien-Apotheker Gerald Kunz

Bild: BR

19

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FIT & GESUND

Rottal-Radweg um 26 Kilometer verlängert

Radwegenetz führt jetzt bis zur Quelle

Der Rottal-Radweg führt in seiner Gesamtlänge

von 113 km von Velden an der

Vils bis nach Neuhaus am Inn. Er erschließt

das Rottaler Bäderdreieck mit

Bad Birnbach, Bad Füssing und Bad

Grießbach mit seinen fünf Thermen. Der

Verlauf entlang der landschaftlich reizvollen

Rott führt über ausgebaute Radwege

und verkehrsarme Nebenstraßen vorbei

an zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die

einen Abstecher lohnen. Der Rottal-Radweg

weist nur wenige kleinere Steigungen

auf und ist daher ein idealer Radweg für

Familien.

Der Rottal-Radweg ist in letzter Zeit um

26 Kilometer verlängert worden. Er hat

entscheidend an Attraktivität dazugewonnen,

denn man ihn kann nun bis zur

Quelle der Rott im Landkreis Landshut

fahren. Und weiter bis zum Anschluss an

den Vilstal-Radweg in Velden. Ein gut

verzweigtes Netz an Radwegen ermöglicht

den Radlern somit, ganz Niederbayern

vom Rottal-Radweg aus zu erkunden.

Drei natürliche Quellen

Die Rott ist einer der größten Flüsse Niederbayerns.

Von der Quelle bis zur Mündung

in den Inn legt die Rott ca. 108 km

zurück. Der Höhenunterschied zwischen

Quelle und Mündung beträgt etwa 185

Meter. Bei Müllerthann in der Gemeinde

Wurmsham entspringen ganz nah beieinander

drei Gewässer: Die Bina, die Rott

und der Zellbach - eine ökologische und

heimatkundliche Besonderheit. Die Gemeinde

hat die Wege zu den drei Quellen

gut ausgeschildert: zur Rottquelle in Müllerthann,

zur Binaquelle bei Kamhub im

Wald und zur Quelle des Zellbachs bei

Niederalting. Die drei Quellen sind leicht

zu finden. Die Wege dorthin sind gut ausgeschildert

und so ist der Beginn des jeweiligen

Flusses gut auffindbar.

Bestens ausgeschildert

Nicht nur Wegweiser führen dort hin,

auch Landkarten sind aufgestellt, die die

Flüsse vom Quellverlauf bis zu ihrer

Mündung aufzeigen. Zusätzlich sind

Pflanzen, Tiere und Insekten um die

Quellen aufgezeigt, die typisch in diesen

Gebieten anzutreffen sind. Entstanden

sind die Beschilderungen mit Hilfe des

Bund Naturschutzes, welcher die Karten

entworfen und ausgearbeitet hat, des

Amtes für Ländliche Entwicklung, des

Vermessungsamtes und des Landratsamtes.

Durch die Ausarbeitung der Tafeln

durch den Bund Naturschutz ist auf den

Tafeln das Einzugsgebiet von Vils und

Rott vermerkt. So beträgt die Fließstrecke

Die Rottquelle ähnelt einem verwunschenen

Ort, der einem Märchen entsprungen zu sein

scheint. Hier gedeihen die seltenen Pflanzenarten

Haselwurz und Knabenkraut.

Foto: Gemeinde Wurmsham

von Bina und Rott 125 Kilometer bis zur

Mündung in Schärding und 135 Kilometer

die Strecke des Zellbachs über die Vils

zur Donau in Vilshofen. Das Wassereinzugsgebiet

beträgt eine Fläche von 1.200

Quadratkilometer (Rott) und 1.500 der

Vils. Da die Vils in die Donau und die

Rott in den Inn mündet,

kann die Anhöhe nördlich

Müllerthann als

Wasserscheide zwischen

Donau und Inn angesehen

werden. sam

Näheres zum Radweg gibt es unter:

https://s.et4.de/bbZP oder via QR-Code.

Blinden- und Sehbehinderten-Infostammtisch warnt:

Regelmäßige Vorsorge ist bei diabetischer Retinopathie entscheidend

Die diabetische Retinopathie ist eine

Augenerkrankung, die durch Diabetes

entstehen kann. Dabei löst die hohe Zuckerkonzentration

im Blut unter anderem

Veränderungen an den Gefäßen der Netzhaut

des Auges aus. Die Schädigung kann

dazu führen, dass sich Gefäße verschließen,

die Sauerstoffversorgung der Netzhaut

gestört wird oder dass übermäßig

Flüssigkeit in das benachbarte Netzhautgewebe

austritt. Dies wiederum kann eine

Netzhautschwellung mit sich bringen und

das Sehvermögen reduzieren. Überschreitet

die verminderte Durchblutung der

Netzhaut ein gewisses Ausmaß, so kann

es zum Auswachsen krankhafter Gefäße

kommen, die Proliferationen genannt

werden. Diese können Blutungen im

Auge verursachen und eine Netzhautablösung

hervorrufen. Sobald das Wachstum

kranker Blutgefäße zu erkennen ist,

spricht man von einer proliferativen diabetischen

Retinopathie. „In diesem Stadium

ist unbedingt eine rasche

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Behandlung geboten, da die Folgen sonst

bis zur Erblindung führen können“, erläutert

Dr. med. Georg Spital, Augenarzt am

Augenzentrum am St. Franziskus-Hospital

Münster. Aber auch in den frühen Stadien,

die auch als nicht-proliferative

diabetische Retinopathie bezeichnet werden,

kann es durch die Netzhautschwellung

im Bereich der Stelle des schärfsten

Sehens, der Makula, zu einer Sehminderung

kommen. Bei einer solchen Schwellung

in der Makula spricht man von

einem Makulaödem. Dieses erfordert eine

entsprechende Behandlung.

Besonders tückisch bei der diabetischen

Retinopathie sei, dass die Erkrankung oft

lange symptomlos verläuft. So können

schleichend bereits Netzhautschäden und

sogar Proliferationen vorliegen, ohne dass

der Patient oder die Patientin dies bemerkt.

„Grundsätzlich gilt, dass die Behandlungschancen

einer diabetischen

Retinopathie umso besser sind, je eher

20

diese entdeckt wird

und je regelmäßiger

dann Kontrolluntersuchungen

erfolgen.

Deshalb ist es

wichtig, dass sich

alle Menschen, bei

denen eine Diabetes-Erkrankung

diagnostiziert

wurde,

regelmäßig augenärztlich

untersuchen lassen“, mahnt

Spital.

eB

Ausführliche Informationen dazu gibt es

als PDF-Download unter:

https://tinyurl.com/TLM-Retinopathie

Ansprechpartner beim Stammtisch für

blinde und sehbehinderte Bürger*innen

am Montag 7. März, 13–17 Uhr im Gasthaus

Pfaffinger, Oberindling

Foto: augenzentrum-euregio.de


FIT & GESUND

Kräuterlexikon

PETROSELINUM CRISPUM

Petersilie

„Allzu viel ist ungesund“ heißt da ein

Sprichwort. Diese Weisheit lässt sich in

allen Lebenslagen anwenden und in allen

Dingen hat sie ihre Richtigkeit. Egal ob

es ums Rauchen, einseitige Ernährung,

Stress, Arbeit, sportliche Leistungen oder

sonst etwas geht. Auch in der Medizin

und der Naturheilkunde gilt dasselbe. Der

berühmte Paracelsus sagte seinerzeit: Die

Dosis macht, ob ein Ding Gift sei oder

Arznei. Dieser Satz sagt für mich genau

dasselbe aus. Denken Sie ab und an daran,

wenn Sie von etwas schier nicht genug

bekommen können.

Insbesondere für die Anwendung von

Petersilie ist dieses Sprichwort auch wichtig,

denn bei Überdosierung kann dieses

Kraut schädlich sein. Vor allem in den

Wurzeln und den Samen befinden sich

Stoffe, die stark austreibend und stark

anregend auf die Uterusmuskulatur wirken.

Deshalb sollten besonders Schwangere

Frauen sparsam damit umgehen.

Petersilie ist das wohl bekannteste und beliebteste

Küchenkraut zum Würzen von

verschiedensten herzhaften Speisen. Sie

passt in fast alle Fleisch-, Geflügel-, Fisch-

, Eier- und Gemüsegerichte, zu Beilagen

wie Nudeln und Knödel, in Eintöpfe, Suppen

und Soßen und wird sehr häufig als

essbare Dekoration verwendet. Petersilie

ist sehr vitaminreich und in kleinen Mengen,

z. B. in einen Smoothie gemixt, hilft

sie den täglichen Vitaminbedarf zu decken

und die Verdauung sowie den gesamten

Stoffwechsel anzuregen.

Petersilie ist ein typisches Gartenkraut,

das man nur äußerst selten in der freien

Natur finden wird. Außerdem gibt es einen

giftigen Doppelgänger, die Hundspetersilie.

Diese ist optisch kaum von der echten

Petersilie zu unterscheiden, jedoch

fehlt ihr das typische Aroma und die Blätter

sind beim Zerreiben geruchlos. Der

Anbau im Garten gelingt am besten bei

gut wüchsigem Wetter. Wenn Sonne und

Regen sich abwechseln und gute Bedingungen

herrschen, kann das Kraut mit

etwas Glück innerhalb von 2 Wochen aufgehen.

Ein altes Sprichwort sagt: Wenn

Petersilie gesät wird, muss sie erst nach

Rom reisen um vom heiligen Petrus die

Erlaubnis zum Aufgehen zu holen. Sind

VON HOLLASTAUDN UND KRONAWITTN

die Keimbedingungen ungünstig, zu trocken

oder zu kalt, keimt sie oft erst nach

mehreren Wochen oder gar nicht. Petersilie

ist 2-jährig, das heißt, dass sie im Jahr

nach der Keimung ihren Blütenstand ausbildet

und mit der Abreifung der Samen

abstirbt.

In der Volksheilkunde ist Petersilie schon

immer gerne und oft verwendet worden.

Sie wirkt appetitanregend, krampflösend,

harntreibend und austreibend.

Man bereitet Tee aus der ganzen zerkleinerten

Pflanze, sowohl frisch als auch

getrocknet, indem man 1 Teelöffel davon

mit ¼ Liter kaltem Wasser zusetzt und aufkochen

lässt, dann noch 2 Minuten ziehen

lassen und abseihen.

Bei Nieren- und Blasenleiden wie Blasenentzündung

oder Nierengrieß, bei Wassereinlagerungen

sowie zu einer Frühjahrskur

sollte man täglich 2-3 Tassen dieses

Tees trinken und zusätzlich noch ausreichend

Wasser (½ Liter pro Tasse Tee)

um eine gute „Durchspülung“ zu erreichen.

Auch Stoffwechselerkrankungen

wie Rheuma und Gicht, oder eine leichte

Schilddrüsenüberfunktion können sich

durch die Anwendung von Petersilientee

bessern. Schwangere dürfen diesen Tee

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keinesfalls anwenden! Man kann durch

Petersilie, die stark Uteruswirksam ist,

eine verzögerte Menstruation auslösen.

Bei Schwangeren könnte so eine Teekur

jedoch Wehen auslösen und schlimmstenfalls

sogar zu einer Fehlgeburt führen,

wobei schwere Komplikationen zu befürchten

wären. Das enthaltene ätherische

Öl bewirkt aber auch eine gewisse sexuelle

Stimulierung. Auf diesen beiden Tatsachen

beruht wohl das alte Sprichwort: Petersilie

hilft den Männern aufs Pferd und den

Frauen unter die Erd.

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KULTUR & FREIZEIT

Landschaftsmalerei an Rott und Inn

Wo das Rottal im Licht von Ibiza leuchtet

Die Verbundausstellung „Landschaftsmalerei

an Rott und Inn“ geht in die Schlussphase.

Ab März zeigt der Markt Bad

Birnbach im Artrium die Ausstellung

„Josef Karl Nerud – Ferne“. „Josef Karl

Nerud brachte malerische Impressionen

von leuchtendem Weiß in klaren Formen

aus Ibiza mit und übertrug sie auf die

Landschaften der Rottal-Inn-Region“,

schreibt Kuratorin Dr. Andrea Schilz in

der zur Ausstellungsserie erschienenen

Broschüre.

Neue Sicht auf die Heimat

Der in Simbach am Inn geborene Maler

Josef Karl Nerud (1900 – 1982) fand in

den 1950er-Jahren internationale Anerkennung.

Ein langer Aufenthalt auf Ibiza

wird für Nerud wegweisend. „Er machte

intensive Studien zu Landschaft, Architektur

und Kultur. Die Eindrücke des

Südens, die er hier erfasste, sollten sein

Werk bis in die späten 1960er-Jahre nachhaltig

beeinflussen: Die Farbe Weiß, mitunter

pastos aufgetragen, flächige

Abstraktion und filigraner Strich“,

schreibt Christian Hornig in seinem 1997

erschienenen Buch „Josef Karl Nerud“.

So darf man es gewissermaßen als Fügung

sehen, dass sich auf den grau durchfärbten

Betonwänden des Artriums Bilder

und Reproduktionen aus der Ibiza-Serie

ebenso finden wie solche, mit denen der

Künstler die Landschaft an Rott und Inn

verewigt hat, denn seine niederbayerische

Heimat vergaß er trotz der erreichten Bekanntheit

nie. So schreibt sein Biograph

Josef Egginger: „…galt es doch nun, den

Themen, die ihm zeitlebens am meisten

am Herzen gelegen sind, endgültig Ausdruck

zu geben. Die Landschaft zwischen

Inn und Rott, das sanft geschwungene

Hügelland mit fruchtbaren Ackerbreiten,

dunklen Waldparzellen, Kirchdörfern

und Einödbauern in neuer Sicht zu zeigen,

schien ihm vordringliche Aufgabe

gewesen zu sein“.

Bad Birnbach & der Süden

Bad Birnbach und der Süden – da war

doch etwas? In der Tat sieht sich der Kurort

als der „beginnende Süden“, die italienisch

ohne „h“ geschriebene Rottal

Terme deutet ebenso darauf hin wie der

Neue Marktplatz, der einer südländischen

Piazza nachempfunden ist. Und

noch etwas ist bemerkenswert: Alleine

aus dem Fundus des Marktes Bad Birnbach

werden zehn Originale von Josef

Nerud gezeigt. Sie wurden 1978 zur Eröffnung

des Rathauses am Neuen Marktplatz

vom damaligen, leider kürzlich

verstorbenen Bürgermeister Hans Putz

angeschafft und werden seither in Ehren

Nerud tauchte das sanft geschwungene Hügelland

seiner Heimat ins Licht einer südlichen

Kulturlandschaft. Repro: LRA Rottal-Inn

gehalten. Die Ausstellung im Artrium

dauert bis zum 30. Juni.

Das Artrium hat täglich von 10.00 – 17.00

Uhr geöffnet.

BB

Unter der Rubrik „Stoff und Gedanke |

Beschaffenheit und Intellekt, Transformation“

ist bis 22. März im Glasbau in

Pfarrkirchen die Ausstellung „Die Rott,

10 x 1 Landschaft“ zu sehen.

Online gibt es zum Thema „Nähe und

Ferne | Nah-Aufnahmen, Einflüsse von

Fern, Innensicht“ noch die Ausstellung

mit Bildern des Malers Benedikt Marnier,

der seinen Lebensabend auf einem Vierseithof

in Ering am Inn verbrachte, zu

sehen hier:

https://tinyurl.com/TLM-Benedikt-Marnier

Ausflugsführer zu 28 Schlössern und Burgen

Märchenhafte Kulturschätze entdecken

Die Europaregion Donau-Moldau einen

neuen Reiseführer mit 28 ausgewählten

und besonders schönen Burgen, Schlössern,

Ruinen oder Wasserburgen in der

Region veröffentlicht.

Die Partnerländer Bayern, Österreich und

Tschechien haben für Entdecker einiges

zu bieten!

Die lange Geschichte Deutschlands,

Österreichs und der Tschechischen Republik

hat eine Vielfalt an Sehenswürdigkeiten

und Kulturschätzen hervorgebracht.

Ein kleiner Einblick in die Burgen und

Schlösser in der Europaregion Donau-

Moldau (EDM) gibt einen Vorgeschmack:

So kann man

• beim Besuch im märchenhaften Schloss

Egg zum Ritter werden,

• auf der Burg Falkenstein und seinem

Wahrzeichen vom Weitblick in der Region

Oberpfalz bezaubern lassen,

• Aschenputtel auf der Burg Schwihau

(Švihov) in der Region Pilsen besuchen,

• dem Geheimnis der Weißen Frau in der

Burg Rosenberg (Rožmberk) in der Region

Südböhmen nachspüren oder

• bei einem Ausflug nach Schloss Teltsch

(Telč) in der Region Vysočina die Perle

der mährischen Renaissance bewundern.

Auch der Vorsitzende der EDM in Niederbayern,

Dr. Olaf Heinrich, geht gern

auf Erkundung:„Burgen und Schlösser

sind gebaute Zeugnisse der reichen Geschichte

der Europaregion“, betont der

Bezirkstagspräsident. „Sie bieten inhaltlich

als auch optisch eine Vielzahl von

Anregungen, die für alle Generationen inspirierend

sein können. Ganz nach dem

Motto: ,Warum in der Ferne schweifen,

wenn das Gute liegt so nah' lohnt sich ein

Tagesausflug zu diesen Orten jederzeit“,

so Heinrich.

Jede Sehenswürdigkeit kann auch über

einen QR-Code bequem auf das

Smartphone heruntergeladen werden.

Der gesamte Burgen- und Schlösserführer

steht kostenlos zur Verfügung: Als PDF-

Download unter www.europaregion.org

oder bestellbar per Telefon unter

0043-732-772014845 und per E-Mail

edm.post@ooe.gv.at

sam

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22


KULTUR & FREIZEIT

Neue Ausstellung in der Wohlfühl-Therme

Malerei wirkt als

Jungbrunnen

Ursula Piper malt auf Leinwand mit Acrylfarben und arbeitet

sehr gerne mit kräftigen Tönen und verschiedenen Techniken.

Alle Werke sind Unikate. Malerei ist für sie Ausgleich, Jungbrunnen

und Lebensfreude in einem. Dieses Gefühl möchte

sie gerne teilen. Bis zum 4. April stellt die Künstlerin ihre Bilder

im Eingangsbereich der Wohlfühl-Therme Bad Griesbach aus.

Die Werke können gerne direkt in der Wohlfühl-Therme

gekauft und mitgenommen werden. Infos gibt es an der Kasse.

Die Ausstellung ist täglich von 8 -19 Uhr frei zugänglich.

Maria Schmid, Foto: Wohlfühl-Therme

Herzlich willkommen zum

27. Internationalen Ostereier-Markt

Rund 75 Aussteller

präsentieren ihre kunstvoll

gestalteten Ostereier.

Außerdem finden Sie

edles Kunsthandwerk,

Osterbrauchtum,

Klosterarbeiten u.v.m.

23

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RAT & TAT

Seit 47 Jahren pflegt Monika Lüdtke Igel gesund

Igelhilfe Passauer Land sucht neues Winterquartier

Eine junge Frau geht in Übersee am

Chiemsee vom Schwimmbad nachhause

und stolpert dabei über einen kranken

Igel. Sie nimmt ihn mit zu sich, pflegt ihn

unter fachkundiger Anleitung gesund –

und da ist es um die 20-Jährige geschehen.

Verletzte, kranke und unterernährte

Igel zu retten, wird zu ihrer Lebensaufgabe.

Immer mehr der vom Aussterben

bedrohten, stacheligen Gesellen werden

ihr gebracht. Mit viel Liebe päppelt sie die

Igel auf. Was fehlt einem Igel, wenn er

hustet? Wie kann man ihn von Ungeziefer

befreien? Wie bringt man verwaiste

Igelbabys durch? Und wie hilft man

ihnen bei ihrer Toilette? Alles, was es

über kleine und große Igel zu wissen gibt,

saugt die Frau auf wie ein Schwamm. In

Zusammenarbeit mit kooperativen Tierärzten

hilft sie Tausenden Tieren, zu überleben.

Heute, 47 Jahre später, ist das noch

immer so.

Krankenstation für 30 Igel

Leidet auch unter dem Klimawandel: Das Insektensterben macht es für Igel immer schwerer, ihr

Überwinterungsgewicht zu erreichen.

Foto: Alice Freund

Monika Lüdtke heißt die junge Frau von

damals, mittlerweile ist sie 67 Jahre alt.

Sie lebt mit ihrem Mann, einem Polizisten

im Ruhestand, in einem Haus in Reutern

bei Bad Griesbach, wo sie im Erdgeschoss

eine „Krankenstation“ für bis zu

30 Igel leitet. Dauerhaft gehandicapte Igel

dürfen in einem Extra-Gehege in ihrem

Garten bleiben – einer ist blind, einem

anderen fehlt ein Vorderfuß, um nur zwei

dieser Schützlinge zu nennen. Und da

sind noch 30 weitere Igel, die im Sternenhof

in Pocking ein Quartier gefunden

haben. Sie befinden sich zwar gerade im

Winterschlaf, aber Monika Lüdtke sieht

dennoch regelmäßig nach dem Rechten.

Insgesamt ist das ein unentgeltlicher Vollzeit-Job.

Und wenn es Igel-Säuglinge zu

versorgen gibt, werden zusätzlich Nachtschichten

fällig. Dann füttert Monika

Lüdtke die Babys alle vier Stunden mit

der Pipette – und massiert sie vorsichtig

wie eine Igel-Mama am Bauch, um ihren

Stuhlgang zu fördern.

Hingabe für stachelige Freunde

Nicht nur Menschen sind in Bad Griesbach zur „Kur“ – „Igel-Mama“ Monika Lüdtke betreibt in

Reutern eine Krankenstation für bis zu 30 Igel.

Foto: Alice Freund

Wer selbst einmal einen verletzten Igel

fand und ihn zu Monika Lüdtke brachte,

hat gemerkt, mit welch großer Hingabe

sie ihre Arbeit verrichtet. Aber auch, wie

sehr sie und ihre Mitstreiterinnen von der

Igelhilfe Passauer Land e.V. auf Unterstützung

angewiesen sind. Der Verein um

die beiden Vorsitzenden Monika Lüdtke

und Sandra Nowack (43) aus Passau

kann gleichzeitig nur die 30 vom Veterinäramt

genehmigten Igel erstversorgen –

das waren allein im vergangenen Jahr 320

Tiere. Diesen Igeln auf der Krankenstation

hilft mal eine private Spende weiter,

mal der Sternenhof Pocking, mal die

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24


Berufsschule Vilshofen mit dem Bau von

Igelkästen. Zum Jahreswechsel erhielt die

Igelhilfe eine großzügige Spende von der

Schatzkiste Hofkirchen bei Vilshofen.

LAG unterstützt Überlebenshilfe

Jetzt reicht die LEADER-Aktionsgruppe

(LAG) Passauer Land der Igelhilfe eine

helfende Hand: Aus ihrem Budget für

Bürger-Engagement finanziert die LAG,

die mit EU-Geldern ansonsten Großprojekte

wie Dorfgemeinschaftshäuser

fördert, den Bau von 20 Überwinterungskästen.

„Wir sind wirklich froh um

die Kisten. Eine Schuhschachtel reicht als

Igel-Behausung nicht“, erklärt Karin

Creydt (70) aus Ruhstorf a.d. Rott, die

den Förderantrag eingereicht hat. Die

Ärztin im Ruhestand kümmert sich um

die Öffentlichkeitsarbeit der Igelhilfe, hat

bei der Vereinsgründung mitgewirkt und

sich um die Genehmigungen des Veterinäramts

gekümmert. Auch hält sie immer

wieder Vorträge an Schulen. „Was die

Damen hier im Passauer Land selbstlos

leisten, ist herzerwärmend, und der

Artenschutz ist uns sehr wichtig“, sagt

LAG-Vorsitzende Anni Regner. Der positive

Beschluss für die Igelkästen sei in der

LAG-Vorstandschaft schnell und einstimmig

gefallen.

RAT & TAT

Künftig Igelkästen-Verleih

Die neuen Überwinterungsboxen, die von

den Caritas-Werkstätten Pocking gebaut

werden sollen, sind für den Verleih gedacht.

„So können wir es den Igelfindern

erleichtern, die Igel, die vor dem Winter

nicht mehr in die Natur entlassen werden

können, bei sich zu Hause zu beherbergen“,

erklärt 2. Vorsitzende Sandra Nowack.

Es sei wichtig, dass noch mehr

Finder ihren Igel nach der Erstversorgung

abholen, selbst weiterpäppeln und überwintern.

Dies sei auch gut in Familien mit

Kindern, Hunden und Katzen möglich,

räumt die Passauerin etwaige Bedenken

aus. „Man braucht für die Überwinterungsbox

lediglich einen Platz im Freien,

möglichst geschützt vor Regen und

Sonne, zum Beispiel auf einer schattigen

Terrasse, auf dem Balkon oder in einem

Gartenhaus.“

Erste Infos für Igel-Finder

Wann ein Igel Hilfe braucht, wie man ihn

beherbergt und füttert, ist auf der Website

www.igelhilfe-passauerland.de nachzulesen.

„Grundsätzlich gilt: Igel sind Insektenfresser.

Normalerweise fressen sie

Käfer und Engerlinge, doch sie mögen

auch Katzenfutter. Vom Aufwachen im

April bis Ende Mai und im Herbst bis

Ende November sollte man zufüttern“,

erklärt Sandra Nowack. Wer für die Igelhilfe

spenden oder eine Igel-Patenschaft

übernehmen möchte, meldet sich bei

Monika Lüdtke unter Telefon +49-8532-

9268333 oder überweist an Igelhilfe Passauer

Land e.V., VR Bank Vilshofen,

IBAN: DE30 7406 2490 0007 5273 65;

BIC: GENODEF1VIR;

PayPal: igelhilfepassau@gmx.de

Simone Kuhnt/sam

So sehen die praktischen Überwinterungskisten

zum Verleihen aus: 85 x 80 x 60 Zentimeter.

Man braucht dafür lediglich einen vor

Sonne und Regen geschützten Platz im Freien.

Foto: Alice Freund

Haben ein Herz für kranke Igel: Monika Lüdtke (Bad Griesbach) und Sandra Nowack (Passau),

die beiden Vorsitzenden der Igelhilfe Passauer Land sowie Schriftführerin Susanna Liß aus

Haarbach.

Foto: Alice Freund

Ungenutzte Scheune oder

Stall im Raum Bad Griesbach

gesucht

Bis vor Kurzem konnte die Igelhilfe etliche

Igel in einem unbewohnten Haus

in der Nähe von Bad Griesbach unterbringen.

Doch dieses Quartier steht

unwetterbedingt nicht mehr zur Verfügung.

Dringend gesucht wird ein Stadel,

eine Scheune oder auch nur ein

kalter Raum, in den es nicht hineinregnet

und der vom Veterinäramt besucht

werden kann. Wichtig: Das Quartier

muss in der Nähe von Bad Griesbach

sein. Wer eine Möglichkeit hat, Igel

unterzubringen, kann sich melden bei

Monika Lüdtke.

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RAT & TAT

Europäische Verbraucherzentrum warnt vor Telefonsex-Falle:

Falsche Rechnung von tschechischer Sex-Hotline

Die Isolation in Folge der Pandemie-Reglementierungen

treibt inzwischen seltsame

Blüten. Vermehrt wenden sich

nämlich Verbraucher an das Europäische

Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland,

die sich über hohe Rechnungen und

Mahnungen für angeblichen Telefonsex

beschweren. Betroffen sind Minderjährige

genauso wie 80- bis 90-Jährige, so die

EVZ-Juristin Sabine Blanke und betont:

„Auch Frauen und auch in jeder Altersklasse.“

Mindestens 90 Euro für nichts

Den Betroffenen flattern die Schreiben in

der Regel per Brief ins Haus. Für einen

angeblich in Anspruch genommenen

„Service für Erwachsene“ sollen 90 Euro

gezahlt werden. Datum und Uhrzeit, zu

der der exklusive Service in Anspruch genommen

sein soll, sind laut EVZ in der

Regel gefälscht. Verschickt werden soll

das Geld per Einschreiben an ein Postfach

in Tschechien oder per SEPA-Überweisung

auf ein tschechisches Konto.

Wer nicht zahlt, erhält schnell Mahnungen

mit höheren Beträgen. Da werden

aus den 90 Euro auch schnell mal 400

Euro. Mit „Letzte Mahnung“ und „Vermeiden

Sie weitere Maßnahmen“ wie

etwa einen Schufa-Eintrag wird gezielt

Angst geschürt. Manche Verbraucher

wurden ein Jahr lang per SMS und Brief

mit falschen Rechnungen und Mahnschreiben

verfolgt.

Bekannte Masche, neue Namen

Die Masche ist nicht neu, scheint aktuell

aber wieder verstärkt aufzutreten. Hinter

der Betrugsmasche stecken vermeintliche

Firmen aus Tschechien mit dem Sitz in

der Nähe von Prag. Sobald ein Firmenname

auf eine Warnliste gesetzt werde,

tauche ein neuer Firmenname auf.

Bekannt sind unter anderem: Arvex,

Comera, Kawora, Madaco, Mediascape,

Mexcom, Phonemex, Telesmart, Telestar,

Telpay, Tework, Werso und Innova

Inkasso.

„Bei den Firmen Mediascape und Phonemex

wissen wir, dass bereits für wenige

Sekunden 90 Euro berechnet werden“,

sagt Blanke. „So etwas ist eindeutig

rechtswidrig.“ Sei keine Telefonsex-Hotline

angerufen worden, handele es sich

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Sicherer Spaß mit Telefonsex: Gisela Schneeberger, Rosalie Thomas und Bettina Mittendorfer im

Film „Eine heiße Nummer“.

ohnehin um Betrug. Das sei strafrechtlich

relevant.

An Telefonnummer und Anschrift der

Opfer gelangen die Hinterleute wohl

durch simple Tricks wie Lockanrufe, die

zum Rückruf veranlassen, oder Anrufe, in

denen nach der Adresse der Verbraucher

gefragt wird, weil angeblich ein Paket

nicht zugestellt werden konnte, so die

EVZ.

Das können Betroffene tun

Die Betrüger nutzen dabei auch aus, dass

sich manche Verbraucher aus Scham

nicht wehren. Darum ist die Dunkelziffer

der Fälle laut Verbraucherschützer wohl

auch sehr hoch. „Wir gehen davon aus,

dass viele Verbraucher aus Scham dann

doch zahlen, weil sie das einfach vom

Tisch haben wollen.“ Die Rechnungen zu

bezahlen sei aber genau der falsche Weg,

genauso, wie die Mahnschreiben einfach

in den Papierkorb zu werfen.

26

Verbraucher sollten sich nicht einschüchtern

lassen, so die EVZ. „Wer keinen

Telefonsex in Anspruch genommen hat,

muss auch nicht zahlen“, betont die Verbraucher-Juristin.

Dies gelte genauso,

wenn eine Sex-Hotline versehentlich angewählt

wurde, es aber nur geklingelt hat.

„Und selbst wenn eine Telefonsex-Dienstleistung

genutzt wurde, müssen erst einmal

nur die reinen Verbindungskosten

bezahlt werden.“

Höhere Kosten dürfen nur berechnet

werden, wenn zuvor ein Vertrag mit festgelegten

Preisen abgeschlossen wurde.

Unternehmen müssen dies belegen können,

was bei besagten Rechnungen in der

Regel nicht der Fall ist.

Kostenlose Hilfe vom EVZ

Betroffene sollten sich schriftlich beschweren

und den Absender auffordern,

die Forderung fallen zu lassen und weitere

Schreiben zu unterlassen, Mahnungen

in jedem Fall widersprochen werden.

Auch die Polizei sollte über den Vorgang

informiert werden. Wer alleine nicht weiterkommt

oder Fragen hat, erhält beim

EVZ Deutschland kostenlose Hilfe. „Mit

dem Mahnschreiben und dem eigenen

Schreiben sollte sich der Verbraucher

dann bitte an das EVZ Deutschland wenden.

Wir haben auf unseren Internetseiten

auch ein Musterschreiben dazu

vorbereitet“, so Sabine Blanke. „Das

schicken Sie an das Unternehmen –per

E-Mail reich – und wir kümmern uns

dann um den Rest.“

sam

Kontakt zum EVZ im Internet:

www.evz.de/fragen-beschwerden.html


RAT & TAT

GTÜ empfiehlt den Selberwechslern:

Sommerreifen vor der Montage gründlich prüfen

Eine verbreitete Regel besagt zwar von „O

bis O“, also von Oktober bis Ostern sollte

man die Winterbereifung auf den Achsen

belassen, doch angesichts der Klimaveränderungen

ist es vielleicht an der Zeit,

dass man sie abgewandelt in von „A bis

A“, also von „Advent bis Aschermittwoch“.

Wie auch immer: Das Frühjahr

kommt und somit die Zeit, die Sommerreifen

aufzuziehen. Viele Autofahrer greifen

dabei selbst zu Radkreuz und

Wagenheber. Damit der Reifenwechsel

gelingt, gibt die Gesellschaft für Technische

Überwachung mbH (GTÜ) Tipps.

Check vor der Montage

„Bitte achten Sie beim Montieren der

Sommerreifen auf Profil, Luftdruck,

Alter, Beschädigungen und das richtige

Drehmoment beim Anziehen der Radmuttern“,

empfiehlt Marco Oehler, stellvertretender

Technischer Leiter der GTÜ,

allen Autofahrern, die beim Wechseln

der Pneus selbst Hand anlegen. In vielen

Fällen gelingt der Reifenwechsel in Eigenregie

ohne Probleme. Doch nicht immer,

wie die GTÜ-Experten wissen. Nicht

mehr verkehrstaugliche oder unsachgemäß

montierte Reifen haben schon zu

manchem Unfall geführt. Ein gründlicher

Blick auf die im Herbst in Garage oder

Keller gelagerten Reifen lohnt sich daher

in jedem Fall.

Mindestprofiltiefe 3 mm

Beim Profil schreibt der Gesetzgeber für

Winterreifen eine Mindestprofiltiefe von

vier Millimetern vor, für Sommerreifen

dagegen nur 1,6 Millimeter. Werden sie

eingehalten, gibt es bei Verkehrskontrollen

nichts zu beanstanden. Ein geringeres

Profil kann jedoch beispielsweise bei

Starkregenfällen dennoch kritisch werden.

„Mit der Abnahme des Profils steigt

die Aquaplaning-Gefahr. Deswegen empfiehlt

die GTÜ für Sommerreifen eine

Mindestprofiltiefe von 3 Millimetern“, betont

Oehler.

Profil falsch abgefahren?

Binnen weniger Minuten lässt sich noch

viel mehr erkennen: Womöglich hat sich

ein Nagel im Gummi versteckt, der im

schlimmsten Fall zum Platzen des Pneus

führen kann. Ist das Profil ungleichmäßig

abgefahren, empfiehlt sich die Fahrt zur

Fachwerkstatt. Diese sieht sofort, ob die

Unregelmäßigkeiten auf eine falsch eingestellte

Fahrwerkgeometrie oder auf

nicht mehr korrekt arbeitende Stoßdämpfer

zurückzuführen sind.

Gibt es Haarrisse im Gummi?

Zudem sollten die Reifen nicht überaltert

sein. Feine Risse im Gummi sind eindeutige

Hinweise darauf. Eine exaktere Angabe

bietet der auf der Reifenflanke

hinterlegte Herstellungsmonat: Die letzten

vier Ziffern der DOT-Nummer geben

Auskunft. Steht dort beispielsweise

„4216“, wurde der Reifen in der 42. Kalenderwoche

des Jahres 2016 produziert.

Genügend Profil vorausgesetzt, wäre in

diesem Fall alles in Ordnung. Doch auch

ohne gesetzliche Vorschriften wird empfohlen,

Reifen nach acht bis zehn Jahren

auszutauschen. Denn mit der Zeit härtet

der Gummi aus, und die Reifen verlieren

an Haftung.

Gefahr bei zu festen Muttern

Ist alles in Ordnung, steht der Montage

nichts mehr im Wege. „Bitte beim letzten

Anziehen der Radmuttern einen Drehmomentschlüssel

benutzen“, rät Marco

Oehler. Denn zu locker oder zu fest angezogene

Muttern können in beiden Fällen

dazu führen, dass sie sich lösen. Nun

fehlt noch eines: das Überprüfen des Reifendrucks.

Stimmt er nicht, wirkt es sich

auf Fahrverhalten, Bremsweg, Abnutzung

der Reifen und auch auf den Benzinverbrauch

aus. Mancher Hobby-Schrauber

ist mit Reifendruckmesser und Luftpumpe

ausgestattet. Sonst bleibt der Weg

zur Tankstelle. Ob ein Reifen eine Unwucht

hat, bemerkt man oft schon während

dieser Fahrt – und der Besuch einer

Fachwerkstatt ist ratsam. Weil der richtige

Reifendruck generell wichtig ist, sollte er

alle zwei Wochen überprüft werden.

Sind Reifen nicht in Ordnung?

Neben der Profiltiefe ist der richtige Reifendruck für die Fahr-Sicherheit ausschlaggebend.

Foto: GTÜ

Die GTÜ gibt gut begründete Tipps für

den Reifenkauf mit ihren Tests, die die

Prüforganisation regelmäßig mit dem

ACE Auto Club Europa durchführt. Ganz

aktuell wurden Sommerreifen der großen

Zweitmarken unter die Lupe genommen:

Unter anderem Namen versuchen die bekannten

Reifenhersteller, ihre Erfahrungen

und ihr Know-how ein zweites Mal

zu vermarkten. Getestet wurden neun

Reifen der verbreiteten Größe 215/55

R17, die etwa auf kompakte SUV

und Mittelklassekombis passen. Der Test

ist auf der GTÜ-Homepage zu finden:

www.gtue.de.

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SERVICE

Ihr Thermenland Horoskop für den Frühling

Nur im Thermenland-Magazin · Exklusiv von Siegi Lilith

Widder (21.3.-20.4.)

Liebe: Der Widder braucht in jeder Situation Abwechslung.

Ob es nun in der Küche oder im Schlafzimmer

ist, mit „Fastfood“ hat er nicht viel am Hut.

Wenn schon, dann muss es ein „Mehrgängemenü“

sein und er genießt das Essen und die Liebe wie kein

anderer.

Körper: Ihre Planung, alles jetzt im März noch zu beginnen,

kann nicht aufgehen. Den Körper mit Heilfas-

ten zu entschlacken ist in Ordnung, aber nicht, um die

Traumfigur für die Bikini- bzw. Badehosensaison zu

bekommen. Und nicht ohne professionelle Anleitung!

Beruf: : Ihr Misstrauen ist überflüssig, da die Kollegen

vom Erfolg genauso profitieren wie Sie. Schon alleine

deshalb werden Sie nicht gegen Sie, sondern hundertprozentig

am selben Ende ziehen. Aber Vorsicht, das-

selbe kann man nicht von Ihrem Vorgesetzten

behaupten!

Stier (21.4.-20.5.)

Liebe: An manchen Tage können Sie von Liebesbezeugungen

gar nicht genug bekommen und dann ver-

mitteln Sie das Gefühl, man könnte die Zeit auch mit

Sinnvollerem verbringen. Lesen Sie lieber Bücher

über Liebesstellungen, statt Liebesromane phantasie-

reicher Autoren.

Körper: Sie fühlen sich gesund und fit und trotzdem

ist da ein kleines „aber“. Es ist sowieso die Zeit, in der

Sie Ihren jährlichen Gesundheitscheck machen lassen.

Nach dem ärztlichen Okay können Sie sich weiter an

die Umsetzung der sportlichen Vorsätze machen.

Beruf: Monotonie und zu wenig geistige Herausfor-

derung macht die Arbeit für Sie zum Horrortrip. Sie

sollten nicht darauf warten, dass es von alleine inte-

ressanter wird oder andere für mehr Action sorgen.

Öffnen Sie Augen und Ohren und Ihnen wird schon

bald eine Lösung einfallen.

Zwillinge (21.5.-21.6.)

Liebe: Sie haben es nicht nötig, Entscheidungen über-

mäßig lange hinauszuzögern. Es fällt Ihnen bestimmt

leichter, wenn Sie sich nicht zu sehr an Vergangenes

klammern. Ihr Partner hat dies erkannt, was für Sie

noch lange kein Grund sein sollte, so unkontrolliert

auszurasten.

Körper: Der März bringt Ihnen einen Energieschub,

den Sie gleich in sportliche Aktionen umsetzen wol-

len. Teilen Sie sich diese Kraft gut ein, weil in nächster

Zukunft in jeder Lebenslage Veränderungen auf Sie

zukommen werden. Wirken Sie auch alltäglichen

Stresssituationen mit Entspannungsübungen entgegen.

Beruf: Jetzt lassen Sie Taten auf Ihre lang gehegten

Pläne und Wünsche folgen. Sie haben viele Kollegen

auf Ihrer Seite. Gelesenes und Gehörtes verinnerlichen

Sie ohne große Mühe. So können Sie bei Dis-

kussionen mit gutem Wissen und Gewissen beharrlich

Ihre Meinung vertreten.

Krebs (22.6.-22.7.)

Liebe: Um sich manche Wünsche erfüllen zu können,

sollten Sie sich in Feingefühl und Selbstbeherrschung

üben. Provozieren Sie keine Streitereien, ohne sich im

Klaren zu sein, dass das eine bisher gut funktionie-

rende Beziehung zerstören kann. Ist es das wert?

Körper: Sie sollten den Frühling irgendwo genießen,

wo Sie sich viel an der frischen Luft aufhalten können.

Je wärmer, desto mehr Flüssigkeit benötigen Sie. Trinken

Sie nicht einfach ein x-beliebiges Wasser, es gibt

Unterschiede. In der Küche droht Verbrennungsgefahr!

Beruf: Mit Ihren Mitmenschen zu kommunizieren ist

doch sonst kein Problem. Warum schaffen Sie es im

Beruf nicht, durch Gespräche Anregungen zu sammeln,

die die Arbeit erleichtern. Lassen Sie sich vom

Chef nicht erwischen, wie Sie am PC die Urlaubsangebote

studieren!

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Löwe (23.7.-23.8.)

Liebe: Entweder planen Sie eine Wanderung durch

Wald und Wiesen oder Sie machen eine Erkundungstour

im heimischen Bett bei Ihrer/m Liebsten. Die

Wirkung kann noch vertieft werden, wenn die erotische

Expedition in einem nach Rosen duftenden Bad

beginnt.

Körper: Sie können auch an Ihrem Arbeitsplatz für

eine wechselnde Körperhaltung sorgen. Kleinere körperliche

Probleme bekommen Sie diesen Monat in

den Griff, weil Ihre Selbstheilungskräfte gerade sehr

agil sind. Gegen Verdauungsprobleme hilft das nicht.

Da bräuchte es ein bisschen mehr Bewegung und

g esunde Ernährung.

Beruf: Sollten Sie eine Selbstständigkeit geplant

haben oder einen Schritt auf der Karriereleiter nach

oben erwarten – die Chancen stehen gut. Wenn Sie

Ihr Projekt einem Vorgesetzten oder Geschäftspartner

schmackhaft machen, können Sie auch die letzten

Zweifel zerstreuen.

Jungfrau (24.8.-23.9.)

Liebe: Wenn Sie sich in einer festen, soliden Partnerschaft

befinden, dann ist der Partner Ihre Zickerei ja

schon gewohnt. Steht sie auf der Kippe oder ist sie erst

im Anfangsstadium, werden Sie wohl bald wieder dem

Single-Markt zur Verfügung stehen. Wollen Sie das

nicht, gehen Sie vom Gas!

Körper: Sie brauchen keinen Extremsport. Regelmäßigkeit

steht bei Ihnen im Vordergrund. Außerdem

macht Ihnen Sport mit Freunden mehr Spaß, als stures

Geräteturnen. Spielen Sie mit ihnen Volley-, Völker-

oder Basketball.

Beruf: Sie haben das Gefühl, dass Sie eine andere

Sprache, als Ihre Kollegen sprechen. Auf jeden Fall

verstehen diese nur Bahnhof und von den Vorgesetzten

erhalten Sie auch keine Unterstützung. Halten Sie

Ihre Emotionen zurück und benützen Sie stattdessen

Ihr Köpfchen.

Waage (24.9.-23.10.)

Liebe: Sie halten sich aufdringliche Menschen mit

Sprüchen vom Leib. Die Frühsommer-Hormone

scheinen nämlich auf das andere Geschlecht wie Nektar

auf die Bienen zu wirken. Doch Sie sind entweder

in festen Händen oder ein freiheitsliebender Single.

Körper: Beim Sport sollten Sie sich doppelt konzentrieren.

Die Verletzungsgefahr ist sonst sehr hoch.

Auch beim Einkauf von Lebensmitteln sollten Sie

wieder mehr auf die Inhaltsstoffe achten. Allergische

Reaktionen sind sonst die Quittung dafür.

Beruf: Haben Sie schon mal gehört, dass jemandem

der Traumjob zuhause angeboten wurde? Dass der

Chef Sie an der Tür abzuholt? Erheben Sie sich aus

Ihrem Dornröschenschlaf und werden Sie endlich

aktiv! Sie werden sehen, es klappt schneller, als Sie

sich denken.

Skorpion (24.10.-22.11.)

Liebe: Holen Sie sich Rat bei einem guten Freund, der

gewandter und erfahrener in Sachen Flirt und erstes

Date ist. Nicht jede Frau steht auf Blumen, nicht jeder

Mann auf Liebesgerichte. Es wäre doch zu schade,

wenn die Flirtchancen ungenutzt an Ihnen vorbei

gingen.

Körper: Je mehr Action um Sie herum, desto besser

geht es Ihnen. Sie suchen aber rechtzeitig einen ruhigen

Ort, an den Sie sich auch einmal zurückziehen können.

Bei der Auswahl Ihrer Freizeitaktivitäten sind Sie nicht

wählerisch. Je ausgefallener, desto besser.

Beruf: Es fällt Ihnen leicht, an Ihrer Karriere zu basteln.

Mit den Chancen, die sich Ihnen bieten, steht

Ihnen die Welt offen. Bevor Sie den Koffer packen,

müssen Sie aber erstmal wissen, wohin Sie eigentlich

wollen. Machen Sie einen Plan. Der führt Sie schneller

ans Ziel.

28

Schütze (23.11.-21.12.)

Liebe: Im März stehen Sie voll in der Schusslinie von

Amor. Die Pfeile verhelfen nicht nur zu einer neuen

Liebe, sondern auch bestehende Beziehungen erleben

einen Höhenflug. Zwischen 10. und 16. März sollten

Sie alle Sinne auf Empfang geschalten haben.

Körper: Ausgewogene Ernährung mit den nötigen Ballaststoffen

gehört auf Ihren Speiseplan. Um Ihre Energie

sportlich einzusetzen, sollten Sie es mit Boxen versuchen.

Schon die Aufwärmübungen sorgen für Bergwanderkondition,

was eines Ihrer Hobbys ist.

Beruf: Ihr Chef ist sehr zufrieden. Sie bekommen die

Chance, sich auf Reisen zu beweisen. Solange Sie wis-

sen, wo Ihre Grenzen sind, werden Sie in jeder Hinsicht

davon profitieren. Es könnte sogar sein, dass Sie nicht

nur beruflich ein Erfolgserlebnis verbuchen können!

Steinbock (22.12.-20.1.)

Liebe: Wo sind Ihre offenen Ohren, wenn es vonnö-

ten ist, oder Ihre Schulter zum Anlehnen? Ihr Partner

ist etwas verwirrt, weil er/sie den Fehler bei sich

sucht. Sagen Sie es offen, dass auch Sie hin und wie-

der jemanden brauchen oder schwach sein wollen.

Körper: Schultern und Nacken sind die Körperstellen,

mit denen Sie heuer öfter Probleme haben wer-

den. Daher sollten Sie sich eine Jahreskarte für das

Schwimmbad zulegen. Auch wenn Ihnen ruhige

Sportarten nicht liegen, sollten Sie es mit Meditation

und Yoga versuchen.

Beruf: Aus Langeweile wird schon mal über Kollegen

gelästert. Doch seien Sie vorsichtig, dass es am

Schluss nicht Sie sind, dem man die Schuld zuschiebt.

Aus Zorn verdächtigen Sie dann noch den Falschen

und das Betriebsklima rutscht auf den Tiefstpunkt.

Wassermann (21.1.-19.2.)

Liebe: Ihre fröhliche Ausstrahlung macht Sie unwi-

derstehlich. Wie weit Sie gehen wollen, das liegt ganz

in Ihrer Hand. Sie würden sich am liebsten nur verwöhnen

lassen. Doch sollten Sie auch mal den Part-

ner verwöhnen. In Ihnen schlummern ungeahnte

Leidenschaften.

Körper: Der schon lang herbeigesehnte Urlaub beflü-

gelt Sie, sich endlich wieder mehr um sich selbst zu

kümmern. Also auf in einen Wellness-Urlaub mit allen

Schikanen. Sie wollen alles ausprobieren, was das An-

gebot hergibt, um das Beste für sich herauszufinden.

Beruf: Bevor Sie in der Gerüchteküche mitmischen,

vergewissern Sie sich, ob das, was Ihnen zugetragen

wurde, auch zutrifft. Konzentrieren Sie sich auf das

Wichtige und mithilfe fleißiger Kollegen werden Sie

das vorgegebene Pensum mit Leichtigkeit schaffen.

Fische (20.2.-20.3.)

Liebe: Zu wenig Hartnäckigkeit, die Schuld immer

beim anderen suchen und Meinungsverschiedenhei-

ten durch Rückzug beenden - das sind Fehler, die

Fische gerne dem Partner ankreiden, aber nie sich

selbst. Ändern Sie das, sonst sucht sich der Partner

woanders Trost.

Körper: Beschwerden im Rückenbereich, insbeson-

dere der Wirbelsäule, lassen Sie die nötigen Schritte

unternehmen. Gehen Sie zum Arzt, um eine Krankheit

auszuschließen. Der kann Ihnen auch den richti-

gen Rat geben, denn eine Behandlung in Eigenregie

kann eine gegenteilige Wirkung haben.

Beruf: Wägen Sie die Vor- und Nachteile ab und trennen

Sie sich von Überflüssigem. Damit werden Sie

sich die Arbeit erleichtern. Den Rest erledigt dann Ihr

zuvorkommendes und charmantes Wesen. Sie sehen

es noch nicht, aber Sie befinden sich auf einem

Erfolgskurs.

Genießen Sie jetzt noch die Ruhe der Fastenzeit und

schöpfen Sie die Kraft des beginnenden Frühlings

Ihre Siegi Lilith


die die Schönwetterstunden zum Sonnetanken

genutzt haben.

Nach diesen Erfahrungen, ist es fraglich,

wie verlässlich die Vorausberechnungen

Knauers weiterhin sein werden, denn für

ihn ist „der Frühling bis in den Mai kalt

und feucht“. Schon der Auftakt am 1.

März ist recht unwirtlich: „starke Winde,

es fällt morgens Schnee, abends Regen

und Schnee, es ist kalt“, dokumentiert

Knauer. Nach zwei Tagen mit „schönem

Sonnenschein“ regnet es bis übers Wochenende

und auch danach bleibt es trüb

und feucht. Übers zweite März-Wochen-

die 100-jährige Wettervorhersage für den März

SERVICE

Klimaerwärmung verhindert frostige Zeiten

Viel Schnee und vor allem einen Frost

„kälter als jemals“ hat uns Abt Mauritius

Knauer aufgrund seiner Berechnungen

vor 350 Jahren für den Februar vorhergesagt.

Was wir bekommen haben, war ein

Monat, der uns einen etwas unterkühlten

Frühling vorgegaukelt hat. Zum Glück

kam der versprochene Schnee bei uns als

segensreicher Regen vom Himmel und

die Stürme, die im Norden wüteten, hielten

sich im Thermenland auch noch in

Grenzen. Vor allem das Faschingswochenende

wäre ideal für die Umzüge gewesen.

Das war aber sicher all jenen egal,

ende ist es dann wieder überwiegend klar

und kalt mit gelegentlichen Schauern.

Vom 18. März bis zum Monatsende ist es

wieder sehr kalt. Die ersten Tage „gibt es

viel Schnee“, der gegen Monatsende hin

tagsüber abtaut. Rechnet man hier nun

die Klimaerwärmung rein, kann der März

ja doch ganz angenehm werden – und die

Heizkosten schonen.

sam

Diese Wettervorhersage basiert auf der

Langzeitstudie von Mauritius Knauer,

1649 bis 1664 Abt des fränkischen

Klosters Langheim, bekannt als „100-

jähriger Kalender“.

Zahl dES MonatS

Gut 250 US-Cent

kostete im Dezember 1 Pfund der bei Deutschen sehr beliebten

Kaffee-Sorte Arabica. „Anfang 2021 kostete Arabica noch rund

120 US-Cent je Pfund“, berichtet Commerzbank-Rohstoffanalyst

Carsten Fritsch dem ZDF. Damit hat sich der Preis mehr als verdoppelt

und erreichte das höchste Niveau seit mehr als zehn Jahren.

Der führende deutsche Kaffeeröster Tchibo reagiert auf die unablässig

steigenden Einkaufspreise und stimmte seine Kundschaft im

Februar zum zweiten Mal binnen neun Monaten auf Preiserhöhungen

ein: „Wir haben lange gezögert, aber seit vergangenem Sommer

sind die Rohkaffeepreise um 50 Prozent gestiegen. Dieser Entwicklung

tragen wir Rechnung und passen nun unsere Verkaufspreise

an“, sagte Tchibo-Sprecher Arnd Liedtke.

Preiserhöhung an Verbraucher weitergegeben

„Ende Februar sollen die Verkaufspreise des Kaffeerösters, je nach

Sorte und Herkunftsland, zwischen 50 und 130 Cent je Pfund steigen

– eine ähnliche Erhöhung wie im Vorjahr“, heißt es beim ZDF.

Hintergrund seien schon damals höhere Einkaufspreise auf den

Weltmärkten gewesen.

Mitten in der Rekord-Inflation müssen die Konsumenten in

Deutschland wohl auch bei ihrem liebsten Getränk abermals tiefer

in die Tasche greifen. Immerhin trank 2020 jeder Deutsche durchschnittlich

168 Liter Kaffee pro Jahr.

2 Jahres-Ernten verloren

Verantwortlich für den Preisanstieg ist vor allem die anhaltend

ungünstige Erntesituation in Brasilien, dem mit Abstand größten

Kaffeeerzeuger weltweit. Die gesamte Ernte des Landes ist von 2020

auf 2021 um 25% zurückgegangen. 2021 spielte hier das Klima verrückt,

so Reporterin Anne Hellberg im Deutschlandfunk (DLF).

Durch extreme Trockenheit und Frost sind auf vielen Plantagen die

Sträucher abgestorben und die Ernten 2021 und 2022 verloren gegangen.

Die Pflanzen müssen soweit zurückgeschnitten werden,

dass sie erst 2024 wieder Bohnen tragen werden. „So etwas haben

wir hier noch nie erlebt“, sagte ein Farmer im DLF, „es war schrecklich

und ich weiß nicht, was wir jetzt tun sollen.“

sam

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Sorgentelefon (D) Kinder & Jugend: 116 111

Sorgentelefon (A) Kinder & Jugend: 147

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Frau für Frau (A): +43-7722-64650

Erste Hilfe in seelischer Not (BY): 0800-655-3000

Apothekennotdienst – März 2022

Die Apotheken aus Pocking und Umgebung wechseln sich ab. Der Notdienst wird von 8.00 Uhr morgens des

angegebenen Tages bis um 8.00 Uhr morgens des folgenden Tages von der Apotheke versehen.

Apotheke Telefon Adresse März 2022

Marien-Apotheke 08531-4801 Kirchplatz, 94060 Pocking 03./13./23.

Apotheke St. Georg 8531-249020 Passauer Str. 23, 94060 Pocking 01./11./21./31.

St. Ulrich-Apotheke 08531-7602 Simbacher Str. 6, 94060 Pocking 08./18./28.

Alte Apotheke 08531-4982 Simbacher Str. 12, 94060 Pocking 02./12./22.

Marien-Apotheke 08503-922025 Passauer Str. 10, 94152 Neuhaus 09./19./29.

Marien-Apotheke 08531-31210 Hauptstr. 30, 94099 Ruhstorf 10./20./30.

Thermen-Apotheke 08531-21203 Sonnenstr. 4, 94072 Bad Füssing 05./15./25.

Löwen-Apotheke 08531-29279 Thermalbadstr. 9, 94072 Bad Füssing 09./19./29.

Kurpark-Apotheke 08531-2022 Kurallee 18, 94072 Bad Füssing 07./17./27.

Rottal-Apotheke 08533-7221 Marktplatz 23, 94094 Rotthalmünster 04./14./24.

Neue Markt-Apotheke 08536-9192330 Marktplatz 18, 94149 Kößlarn 06./16./26.

Landgerichts-Apotheke 08532-1334 Stadtplatz 7, 94086 Bad Griesbach 07./17./27.

St. Konrad-Apotheke 08531-8866 Hauptstr. 16, 94086 Bad Griesbach 09./19./29.

Kur-Apotheke 08563-91140 Neuer Markt 2, 84364 Bad Birnbach 10./20./30.

Hofmark-Apotheke 08563-3935 Hofmark 20, 84364 Bad Birnbach 02./12./22.

Apotheke am Rathaus 08542-8982131 Marktplatz 7, 94496 Ortenburg 05./15./25.

Schloss-Apotheke 08542-91116 Marktplatz 25, 94496 Ortenburg 08./18./28.

Engel-Apotheke 08562-1201 Oberer Markt 5, 84371 Triftern 03./13./23.

Markt-Apotheke 08562-2687 Unterer Markt 11, 84371 Triftern 08./18./28.

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