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PROMAGAZIN April 2022

Unsere Themen der April-Ausgabe: Große Arbeitgeber, 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

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für die Region Heilbronn-Franken.<br />

04 I 22<br />

22. Jahrgang | 3,20 Euro | 52856<br />

BEWERBUNG ERWÜNSCHT<br />

initiative<br />

ZUKUNFT<br />

ab Seite 82<br />

Thomas Bornheim<br />

hebt Bildung auf ein<br />

neues Niveau<br />

Große Arbeitgeber I 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

Spielerisch Coding lernen:<br />

Die Programmierschule 42 Heilbronn<br />

bildet mit einem innovativen<br />

Konzept IT-Experten aus.<br />

Mehr lesen Sie ab<br />

Seite 74.


Nimm dein Leben in die Hand.<br />

EDITORIAL<br />

L E S E N SIE AUCH<br />

Frühjahr <strong>2022</strong><br />

DAS ORIGINAL<br />

KARRIERE<br />

STUDIUM<br />

AUSBILDUNG<br />

Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />

Schule<br />

geschafft!<br />

Und jetzt?<br />

Warum Würth?<br />

Weil mir Gestaltungsfreiraum<br />

genauso wichtig<br />

ist wie ein kollegiales<br />

Arbeitsumfeld.<br />

Willkommen in der<br />

Familie<br />

wuerth.de/karriere<br />

Gunther Holz,<br />

Bildung ist der Schlüssel für die Zukunft. Das haben auch die<br />

Gründer der Innovations region Hohenlohe e. V. erkannt. Das<br />

Industrienetzwerk setzt sich seit mehr als 20 Jahren dafür ein,<br />

die Region als Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken und<br />

weiterzuentwickeln. Aktuell 28 Unternehmen engagieren sich<br />

gemeinsam dafür, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken<br />

und durch Bildungsinitiativen mehr junge Menschen für<br />

naturwissenschaftlich-technische Themen zu begeistern.<br />

Wie sie dabei vorgehen, erfahren Sie in unserer großen<br />

Sonderstrecke ab Seite 46.<br />

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.<br />

Dirk Täuber<br />

Redaktionsleiter<br />

dirk.taeuber@pro-vs.de<br />

Geschäftsführer<br />

E.L. Immobilien Holding GmbH<br />

R ATG E B E R Z U K U N F T<br />

Schulabgänger in Heilbronn-<br />

Franken machen bald den ersten<br />

Schritt in ihre berufliche<br />

Zukunft: Unser Ratgeber, der<br />

jetzt in den Schulen verteilt<br />

wird, informiert über Ausbildungsplätze<br />

und Studiengänge<br />

in der Region und klärt<br />

darüber auf, was es derzeit zu<br />

beachten gibt. Weitere Infos<br />

finden Sie auf:<br />

www.pro-magazin.de/<br />

ratgeber-zukunftfruehjahr-<strong>2022</strong>/<br />

„Wir arbeiten gerne mit Schneider Bau<br />

zusammen, das ist ein starker regionaler<br />

Partner, bei dem die Logistik des Bauens<br />

einfach stimmt: Schnelle, effektive und<br />

kurze Wege. Schneider Bau hält nichts<br />

hinterm Berg, die Karten werden offen<br />

auf den Tisch gelegt.“<br />

Danke für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit!<br />

Wir Wegbereiter schaffen Verbindungen in der Region<br />

Heilbronn-Hohenlohe-Franken. Tief- & Straßenbau<br />

Besuchen Sie uns<br />

auf der MESSE<br />

IM PARK, der<br />

8. messeÖHRINGEN!<br />

19.– 22.05.<strong>2022</strong><br />

ZEIT FÜR DEINE ZUKUNFT. ZEIT FÜR WÜRTH.<br />

SCHNEIDER<br />

GmbH & Co. KG<br />

Steinsfeldle 16<br />

74613 Öhringen<br />

Tel. 07941 9126 - 0<br />

KONRAD BAU<br />

GmbH & Co. KG<br />

Waldstr. 29<br />

97922 Lauda-Königsh.<br />

Tel. 09343 6200 - 0<br />

SCHNEIDER BAU<br />

GmbH & Co. KG<br />

Hans-Rießer-Str. 18<br />

74076 Heilbronn<br />

Tel. 07131 9443 - 0<br />

IhrWegbereiter.de<br />

Einfach informiert sein! IhrWegbereiter.de/newsletter


INHALT<br />

IN DIESER AUSGABE<br />

Große Arbeitgeber<br />

14 Die Situation genau beobachten<br />

Weltmarktführer sind in unterschiedlichem Ausmaß<br />

vom Krieg in der Ukraine betroffen<br />

16 Ideen für die Zukunft<br />

Regionale Unternehmen investieren in erfolgversprechende<br />

Innovationen und Zukunftsprojekte<br />

22 Firmenkultur, die rockt<br />

Unternehmen, die in ihre Kultur investieren, haben<br />

wirtschaftliche Vorteile.<br />

10<br />

Fotos: DHBW, Google Maps, Innovationsregion Hohenlohe<br />

54 Meilensteine für die Region<br />

20 Jahre, viele Errungenschaften: Seit seiner Gründung hat<br />

der Verein Innovationsregion Hohenlohe zahlreiche wichtige<br />

Projekte angestoßen – von Ausbildungskonzepten über<br />

Qualifizierungsmaßnahmen bis zum Digital Hub.<br />

TOP-ARBEITGEBER<br />

STELLEN SICH VOR<br />

Eine Übersicht der Arbeitgeber auf<br />

jobstimme.de/firmenverzeichnis<br />

Heilbronn<br />

Landkreis Heilbronn<br />

10 „Grüße von Wolke sieben“<br />

26 „An Herausforderungen fehlt es uns aktuell nicht“<br />

Landrat Norbert Heuser, seit Ende 2021 im Amt, hat<br />

eine lange To-do-Liste<br />

32 Bald wieder ausgelastet<br />

Die Rappsodie in Bad Rappenau freut sich über hohe<br />

Besucherzahlen und plant einen Neubau<br />

Industrieautomation<br />

40 Industrie 4.0 ganz praktisch<br />

In Heilbronn findet erstmals eine Fachmesse zum<br />

Thema Industrieautomation statt<br />

42 So werden Fabriken smarter<br />

Dr.-Ing. Olaf Sauer vom Fraunhofer IOSB in Karlsruhe<br />

stellt die Trends zu Industrie 4.0 vor<br />

Prof. Dr. Martina Klärle fühlt sich in ihrem neuen Amt als<br />

DHBW-Präsidentin rundum wohl – und hat große Pläne.<br />

Unter anderem sollen mehr Master-Studiengänge und<br />

mehr Weiterbildungsangebote entstehen.<br />

30 Antrieb für die Zukunft<br />

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat am<br />

Standort Lampoldshausen zwei Wasserstoffprojekte am<br />

Laufen. Diese sollen nicht nur den Weg zum nachhaltigen<br />

Raketentreibstoff ebnen. Auch die regionale und überregionale<br />

Industrie kann von den Forschungsprojekten im<br />

Harthäuser Wald profitieren.<br />

62<br />

62 Großes entsteht schon bei den Kleinsten<br />

Damit Wirtschaft und Industrie langfristig prosperieren<br />

können, will die Innovationsregion Hohenlohe junge<br />

Menschen von Kindesbeinen an für Naturwissenschaft und<br />

Technik begeistern.<br />

■<br />

■<br />

■<br />

■<br />

■<br />

Innovationsregion Hohenlohe<br />

46 „Stillstand kann nichts bewegen“<br />

Die Innovationsregion Hohenlohe setzt sich seit zwei<br />

Jahrzehnten für den Wirtschaftsstandort ein<br />

48 „Wir sind Netzwerkpartner“<br />

Die Vorstände des Vereins wollen das erfolgreiche<br />

Engagement auch in der Zukunft fortführen<br />

58 „Ein Beitrag zur Zukunftsfähigeit“<br />

Landrat Matthias Neth würdigt die Aktivitäten der<br />

Innovationsregion Hohenlohe<br />

Bildung<br />

74 Das Raumschiff ist gelandet<br />

Die 42 Heilbronn wurde offiziell eröffnet<br />

76 Auf direktem Weg<br />

Die Bildungsmesse Heilbronn geht wieder live<br />

78 Richtig entschieden<br />

Drei Azubis zeigen große Leidenschaft für ihren Beruf<br />

36 „Der Mittelstandsmix<br />

hat sich bewährt“<br />

Das Gewerbegebiet „Am<br />

Autobahnkreuz“ zwischen<br />

Weinsberg und Ellhofen besteht<br />

seit 30 Jahren. Stefan Thoma,<br />

Bürgermeister von Weinsberg,<br />

erläutert die Erfolgsgeschichte.<br />

44 „Gärten sind unverzichtbar“<br />

Andreas Dürr, einst Geschäftsführer der Touristikgemeinschaft<br />

Hohenlohe, leitet inzwischen das<br />

Hohenloher Gartennetzwerk. Im Interview erläutert er,<br />

warum Gärten für unsere Region nicht nur eine kulturelle,<br />

sondern auch eine wirtschaftliche Rolle spielen. Das Thema<br />

Biodiversität liegt ihm zudem besonders am Herzen.<br />

Rubriken<br />

03 Editorial<br />

06 Regioskop<br />

89 Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken<br />

92 Veranstaltungskalender<br />

94 Ausblick & Impressum<br />

Zum Titelbild<br />

Spielerisch lernen, wie man codet und programmiert: Das<br />

ist an der 42 Heilbronn möglich. Thomas Bornheim, CEO der<br />

privaten, kostenfreien Programmierschule, denkt Bildung<br />

ganz neu und ganz anders. Die Studierenden müssen im<br />

Curriculum der Schule praxisnahe Aufgaben lösen und steigen<br />

dabei wie in einem Computerspiel in höhere Level auf.<br />

Es gibt keine Dozenten, keine Lehrer – das Lernen erfolgt<br />

eigenständig und projektbasiert.<br />

Foto: Wolfgang Reiher; Hintergrund: Adobe Stock/robu_s<br />

4<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

5


REGIOSKOP<br />

1 Heilbronn<br />

Spatenstich für neues CampusLab<br />

5 Schwäbisch Hall<br />

Gerd Nefzer bekommt zweiten Oscar<br />

Am Heilbronner Bildungscampus wurde im Februar<br />

ein Neubau begonnen: das Innovationszentrum<br />

CampusLab. Es soll als neues Zuhause für Gründer<br />

und Innovatoren der Campus Founders dienen.<br />

Und als Leuchtturmprojekt zur Förderung einer<br />

sich stark entwickelnden Startup-Landschaft in<br />

Heilbronn-Franken. Viel Glas und Durchsicht soll<br />

im entstehenden Gebäude zu einem offenen Austausch<br />

einladen. Die Eröffnung des Gebäudes<br />

ist für 2024 geplant. Finanziert wird das CampusLab<br />

von der Dieter Schwarz Stiftung.<br />

Foto: Campus Founders<br />

Landkreis<br />

Heilbronn<br />

1<br />

7<br />

2<br />

Main-Tauber-Kreis<br />

Hohenlohekreis<br />

4 6<br />

5<br />

Landkreis<br />

Schwäbisch-Hall<br />

3<br />

Der Schwäbisch Haller Gerd Nefzer wurde in der<br />

Kategorie „Visuelle Effekte“ für den Science-Fiction-Film<br />

„Dune“ mit einem Oscar ausgezeichnet.<br />

Oberbürgermeister Daniel Bullinger sagte gegenüber<br />

dem SWR: „Er steht einfach für die Kultur-<br />

Stadt: sympathisch und bodenständig.“<br />

Foto: Gerd Nefzer<br />

6 Künzelsau<br />

Campus Künzelsau eröffnet Medienlabor<br />

Die Hochschule Heilbronn eröffnete im März am<br />

Campus Künzelsau das erste hochschuleigene Medienlabor<br />

Es beinhaltet ein stationäres Filmstudio<br />

mit hochwertiger Kamera, professionellem Lichtund<br />

Tonequipment, verschiedenen Hintergründen,<br />

einem Green Screen, Teleprompter sowie<br />

Schnittplätzen. Auch mobiles Equipment für Drehs<br />

außerhalb des Studios ist vorhanden.<br />

7 Heilbronn<br />

Neuer Baubürgermeister gewählt<br />

Andreas Ringle (li.) wurde zum neuen Baubürgermeister<br />

der Stadt Heilbronn gewählt. Der Architekt<br />

tritt damit die Nachfolge von Wilfrid Hajek an. Ab<br />

Juli wird Ringle sein Amt antreten und dem Oberbürgermeister<br />

Harry Mergel zur Seite stehen.<br />

Foto: Hochschule Heilbronn<br />

Foto: Stadt Heilbronn<br />

3 Crailsheim<br />

Ausgezeichnete Bewältigung der Krise<br />

Der Crailsheimer Personaldienstleister Franz &<br />

Wach wurde vom Magazin Focus Money zum Unternehmen<br />

des Jahres in der Kategorie Zeitarbeit<br />

und Personaldienstleistungen ausgezeichnet.<br />

Grund dafür sei die gute Bewältigung der Corona-<br />

Zeit. Das Unternehmen aus der Region steuere nun<br />

mit mehr Mitarbeitern und Kunden auf das Ende<br />

der Pandemie zu.<br />

Foto: Franz & Wach<br />

2 Lauda-Königshofen<br />

Probebetrieb der Frankenbahn verlängert<br />

Der dreijährige Streckenbetrieb der Frankenbahn,<br />

der den Main-Tauber-Kreis von Lauda aus mit dem<br />

Neckar-Odenwald-Kreis verbindet, wird um ein<br />

Jahr bis Dezember 2023 verlängert. Verkehrsminister<br />

Winfried Hermann unterzeichnete den Vertrag.<br />

4 Künzelsau<br />

Ziehl-Abegg mit Rekordumsatz<br />

Der Hohenloher Elektromotoren- und Ventilatiorenhersteller<br />

Ziehl-Abegg hat 2021 einen Umsatzzuwachs<br />

von 11,9 Prozent und einen globalen Mitarbeiterzuwachs<br />

von 4300 auf 4700 erzielt. Laut<br />

Vorstandschef Peter Fenkl sei aber die Ertragslage<br />

aufgrund gestörter Lieferketten eher schwierig.<br />

Foto: Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis<br />

Foto: Ziehl-Abegg<br />

6<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

7


WIRTSCHAFT | Große Arbeitgeber<br />

Den Motor am<br />

Laufen halten<br />

Unsere Wirtschaftsregion ist<br />

für große Namen bekannt:<br />

Angefangen bei A wie Audi<br />

bis hin zu Z wie Ziehl-Abegg – dazwischen<br />

zahlreiche weitere namhafte<br />

Unternehmen, wie die Würthund<br />

die Schwarz-Gruppe. Als große<br />

Arbeitgeber beschäftigen sie in<br />

Heilbronn-Franken zigtausende<br />

Menschen. Doch nicht nur Industrie<br />

und Handel bieten vielfältige<br />

Karriereoptionen, auch Finanzdienstleistungen<br />

und der Gesundheitssektor<br />

sind in unserer Region<br />

stark vertreten.<br />

Alle stehen vor derselben Herausforderung:<br />

dem Fachkräftemangel.<br />

Durch den demografischen<br />

Wandel dürfte es in den<br />

kommenden Jahren schwieriger<br />

werden, geeignete Fachleute zu<br />

finden. Mehr Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen<br />

werden erforderlich<br />

sein, um den Bedarf zu<br />

decken und die Motoren der Wirtschaft<br />

am Laufen zu halten. Red.<br />

Foto: Audi<br />

8<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong> 9


vrbank-hsh.de<br />

Die neue Präsidentin der<br />

Dualen Hochschule Baden-<br />

Württemberg (DHBW):<br />

Prof. Dr. Martina Klärle bei<br />

ihrer Antrittsrede.<br />

Foto: DHBW<br />

„Grüße von Wolke sieben“<br />

Prof. Dr. Martina Klärle ist glücklich in ihrer neuen Rolle als DHBW-<br />

Präsidentin. Ihr Plan für die größte Hochschule des Landes: mehr<br />

Master-Studiengänge und mehr Weiterbildung für die regionale<br />

Wirtschaft. Als Umweltwissenschaftlerin und Gründerin mehrerer<br />

Unternehmen weiß sie, wie das geht.<br />

Frau Prof. Klärle, Sie sind Unternehmensgründerin<br />

und Wissenschaftlerin<br />

– kommt Ihnen diese Doppelrolle als<br />

neue DHBW-Präsidentin zugute?<br />

Martina Klärle: Das ist der Grund, warum<br />

ich mich auf diese Stelle beworben<br />

habe. Ich bin seit vielen Jahren<br />

immer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft<br />

hin- und hergewechselt, war<br />

immer an deren Schnittstelle tätig. Das<br />

heißt, ich kenne beide Seiten, spreche<br />

beide Sprachen, kenne beide Kulturen.<br />

Jetzt bin ich an der Dualen Hochschule,<br />

die diese Schnittstelle verkörpert<br />

wie keine andere. Daher bin ich dankbar,<br />

fühle mich hier unheimlich wohl –<br />

und schreibe auch deshalb manchmal<br />

unter meine Mails „Schöne Grüße von<br />

Wolke sieben”.<br />

Was wird Ihre Aufgabe an der Spitze<br />

der Hochschule sein, um Wissenschaft<br />

und Wirtschaft zueinander finden zu<br />

lassen?<br />

Klärle: Wir befinden uns in einer Welt<br />

der Transformationen. Unsere Aufgabe<br />

muss sein, vorauszuschauen, um<br />

die richtigen Bildungsangebote frühzeitig<br />

bereitzustellen. Damit versuchen<br />

wir, den Fachkräftebedarf an<br />

Wissen und Fähigkeiten in direkter Zusammenarbeit<br />

mit Unternehmen vorausschauend<br />

zu decken. Dies geschieht<br />

nicht nur im Studium, sondern<br />

auch in der Weiterbildung. Meine persönliche<br />

Aufgabe ist es, Ermöglicherin<br />

zu sein für diese Bildungsangebote im<br />

Hinblick auf die nächsten fünf bis zehn<br />

Jahre. Ich möchte nicht nur Mittel einwerben,<br />

sondern mit Unternehmen,<br />

Verbänden und der Politik gemeinsam<br />

überlegen, was wir in fünf bis zehn Jahren<br />

an Bildung brauchen, um dem<br />

Markt voraus zu sein.<br />

Wie schnell können Sie neue Studiengänge<br />

entwickeln?<br />

Klärle: Der schnellste Fall, der Studiengang<br />

Embedded Systems, brauchte<br />

bis zum offiziellen Start weniger als ein<br />

Jahr. Mein Wunsch ist es, dass wir maximal<br />

ein bis zwei Jahre an einem Studiengang<br />

entwickeln. Derzeit entstehen<br />

neue Studiengänge im ganzen<br />

Bundesland. Dabei probieren wir auch<br />

didaktische Formen aus; derzeit pilotieren<br />

wir zum Beispiel einen reinen<br />

Online-Kurs Informatik. Unsere<br />

Wir fördern die Region!<br />

Die VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall eG gehört zu den Banken, die von<br />

ihren Mitgliedern getragen wird. Als Genossenschaftsbank fühlen wir uns<br />

unseren Mitgliedern und Kunden sowie Menschen der Region besonders<br />

verbunden. Deshalb engagieren wir uns für die Region und unterstützen<br />

soziale, kulturelle und sportliche Einrichtungen.<br />

10 <strong>April</strong> <strong>2022</strong>


WIRTSCHAFT | Große Arbeitgeber<br />

Weiterbildungszertifikate, die wir auch<br />

teilweise in Unternehmen selbst anbieten,<br />

entstehen noch rascher.<br />

Ändern sich durch die Transformation<br />

auch die Ansprüche der Unternehmen<br />

an die Bildung?<br />

Klärle: Vor 20 bis 30 Jahren wollten<br />

Unternehmen reine Spezialisten. Heute<br />

wächst der Bedarf an Spezialisten,<br />

die einen hohen Grad an vernetztem<br />

Denken mit Querschnittsthemen aufweisen.<br />

Es gibt beispielsweise heute<br />

weniger Interesse an reinen Programmierern,<br />

stattdessen wächst der<br />

Bedarf an Informationsmanagern –<br />

sprich zum Beispiel Menschen, die in<br />

der Beschäftigung mit Informationen<br />

oder Daten auch Softwareverträge verhandeln,<br />

abschließen und ihre Konsequenzen<br />

verstehen können. Zweitens<br />

ändern sich Themen heute schneller.<br />

Batterietechnologie war natürlich auch<br />

vor 20 Jahren ein Thema, allerdings wenig<br />

prominent, weil sie wenig nachgefragt<br />

wurden. Heute aber werden politisch<br />

schneller Weichen gestellt, die<br />

diese Technologie voranbringen. Das<br />

bedeutet auch für uns, wir müssen uns<br />

schneller anpassen. Das können wir,<br />

weil die Wirtschaft ständig mit uns an<br />

einem Tisch sitzt und ihren Bedarf mit<br />

uns teilt.<br />

Welche konkreten Beispiele gibt es für<br />

diese Kooperation mit der Wirtschaft?<br />

Klärle: Sehr viele an unseren zwölf<br />

Standorten, aber, um einige herauszugreifen:<br />

In Mosbach beispielsweise ist<br />

es das Thema nachhaltiges Bauen. Vor<br />

Jahren entwickelt und angeboten, wird<br />

es aktuell in einem Master-Studiengang<br />

Bauingenieurwesen nachgefragt.<br />

Dort soll auch ein landesweit relevantes<br />

wissenschaftliches Baukompetenzzentrum<br />

angesiedelt werden. In kurzer<br />

Zeit wurde auch der Studiengang<br />

Nachhaltige Agrarwirtschaft entwickelt.<br />

In Heilbronn ist unser Schwerpunkt<br />

Handel und Lebensmittel, nun<br />

gestärkt durch den Innovationscampus<br />

Künstliche Intelligenz. Neue Bausteine<br />

hier sind die ressourcenschonende Lebensmittelproduktion,<br />

Recycling, individualisierte<br />

Ernährung und KI-gestützte<br />

Lebensmitteltechnologie sowie<br />

unser Forschungsprojekt „Weinnova“<br />

zu alkoholreduzierten Weinen.<br />

Welche Entwicklung wünschen Sie sich<br />

in der DHBW in den nächsten Jahren?<br />

Klärle: Ich muss den Erfindern der<br />

DHBW danken, denn sie ist die zeitgemäße<br />

Antwort: Man wird die DHBW in<br />

fünf Jahren mehr brauchen als heute,<br />

um Studienangebote flexibel zu entwickeln.<br />

Ich wünsche mir ein starkes<br />

Wachstum vor allem im Master-Bereich<br />

und ein noch stärkeres Wachstum<br />

im Weiterbildungsbereich. Diese<br />

Bereiche werden wir brauchen, um<br />

auch in Zukunft unseren Beitrag zu einem<br />

innovativen und wettbewerbsfähigen<br />

Baden-Württemberg zu leisten.<br />

Interview: Falk Enderle<br />

Zur Person<br />

Prof. Dr. Martina<br />

Klärle ist Präsidentin<br />

der Dualen Hochschule Baden-Württemberg<br />

(DHBW).<br />

Fotos: DHBW<br />

DAS NEUE SAISONPROGRAMM<br />

<strong>2022</strong>/2023 VON KULTUR BEI<br />

WÜRTH IST DA!<br />

Es erwarten Sie Highlights aus den Bereichen Kunst, Literatur<br />

und Musik.<br />

Freuen Sie sich auf bekannte Klassik-Gäste wie Rudolf Buchbinder,<br />

Christian Tetzlaff, Thomas Hampson, Fazıl Say und Veronika Eberle.<br />

Auch zu Gast in der kommenden Saison sind das Luzerner Sinfonieorchester<br />

und die Internationale Bachakademie Stuttgart.<br />

Besonders freuen wir uns auf das Sommerkonzert der Würth Philharmoniker<br />

ganz im Zeichen italienischer Filmmusiken sowie auf<br />

das 21. Würth Open Air mit Silbermond und Wincent Weiss.<br />

Aber auch die aktuell noch laufende Saison bietet den ein oder<br />

anderen Höhepunkt: Neben grandiosen Klassik-Gästen im Carmen<br />

Würth Forum, gastieren die Würth Philharmoniker zusammen mit<br />

Veronika Eberle und Claudio Vandelli im Mai in der Liederhalle<br />

Stuttgart.<br />

Alle Veranstaltungen finden Sie unter www.kultur.wuerth.com<br />

Wir freuen uns auf Sie bei unseren Veranstaltungen<br />

sowie in unseren Häusern!<br />

Laufende Ausstellungen<br />

bis 19.06.<strong>2022</strong> | Mi – So, 11–17 Uhr*<br />

HIRSCHWIRTSCHEUER | SOREAL. Bernhard Betz - Andreas Ilg.<br />

bis 03.07.<strong>2022</strong> | täglich 11–18 Uhr*<br />

MUSEUM WÜRTH | Ugo Dossi. Zeichen.<br />

Moderne Lernumgebung: Die DHBW Heilbronn ist das jüngste Mitglied im Netzwerk der Dualen Hochschulen. Insgesamt<br />

gibt es in Baden-Württemberg zwölf Standorte, darunter Stuttgart und Karlsruhe.<br />

SAISON <strong>2022</strong>/2023<br />

Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie unter<br />

www.kultur.wuerth.com, T 07940 15-6200 oder kultur@wuerth.com.<br />

Karten erhalten Sie in unserem Webshop<br />

unter www.kultur.wuerth.com, in den Shops<br />

der Museen Würth in Künzelsau-Gaisbach,<br />

unter www.eventim.de, bei allen eventim-<br />

Vorverkaufsstellen sowie ggf. an der Abendkasse.<br />

bis 26.02.2023 | täglich 10–18 Uhr*<br />

KUNSTHALLE WÜRTH | Sport, Spaß und Spiel in der Sammlung Würth.<br />

Dauerausstellung | Di – So, 11–17 Uhr*<br />

JOHANNITERKIRCHE | Alte Meister in der Sammlung Würth mit<br />

Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen von Hans<br />

Holbein d. J. und Falkensteiner Altar des Meisters von Meßkirch im<br />

Kontext der Sammlung Würth.<br />

Dauerausstellung<br />

<strong>April</strong> – September täglich 11–19 Uhr*<br />

Oktober – März täglich 11–18 Uhr*<br />

MUSEUM WÜRTH 2 | Weitblick. Reinhold Würth und seine Kunst.<br />

12<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

*Sonderöffnungszeiten an Feiertagen.<br />

Nähere Informationen unter www.kunst.wuerth.com


Große Arbeitgeber | WIRTSCHAFT<br />

Produktion bei Weber-Hydraulik: Steigende Stahlpreise und Materialknappheit stellen den Güglinger Weltmarktführer vor<br />

Herausforderungen.<br />

Die Situation genau<br />

beobachten<br />

Die Bilder der Verwüstung aus ukrainischen Städten erschüttern.<br />

Der Krieg und die Sanktionen gegenüber Russland hinterlassen auch<br />

Spuren in der deutschen Wirtschaft. Unternehmen aus Heilbronn-<br />

Franken sind in unterschiedlichem Ausmaß betroffen.<br />

Die Auswirkungen des Krieges<br />

zwischen Russland und der Ukraine<br />

sind bei Weltmarktführern<br />

in Heilbronn-Franken spürbar – in unterschiedlichem<br />

Ausmaß. Die Würth-<br />

Gruppe beispielsweise beschäftigt in<br />

der Ukraine 118 Mitarbeitende. „Es<br />

handelt sich dabei um eine Gesellschaft<br />

der Würth-Linie, die im klassischen<br />

Kerngeschäft der Herstellung<br />

und dem Vertrieb von Montage- und<br />

Befestigungsmaterial tätig ist“, erläutert<br />

Sigrid Schneider, Pressesprecherin<br />

der Würth-Gruppe. Auch in Russland<br />

sind rund 780 Mitarbeitende in<br />

sechs Gesellschaften für den Konzern<br />

tätig. „Dazu zählen neben den drei<br />

Würth-Linie-Gesellschaften auch Unternehmen<br />

aus dem Bereich der Allied<br />

Companies zum Beispiel der Würth<br />

Elektronik Gruppe“, ergänzt sie.<br />

Die Geschäftstätigkeit in der Ukraine,<br />

in Russland und Belarus ist bis<br />

auf Weiteres eingestellt. „Wir tragen als<br />

Familienunternehmen die Verantwortung<br />

für unsere Mitarbeitenden weltweit.<br />

Die Kolleginnen und Kollegen in<br />

der Ukraine als auch in Belarus und<br />

Russland erhalten finanzielle Unterstützung“,<br />

sagt Schneider.<br />

Die Auswirkungen des Krieges<br />

auf die wirtschaftliche Situation der<br />

Würth-Gruppe in Deutschland seien<br />

bislang überschaubar. „Die Würth-<br />

Gruppe bezieht nur einen sehr geringen<br />

Anteil ihrer Produkte aus der Ukraine,<br />

aus Russland oder Belarus“, sagt<br />

Schneider. Der Krieg habe daher keine<br />

unmittelbare Auswirkungen auf Lieferfähigkeit<br />

und Versorgungssicherheit.<br />

Im Übrigen sei durch konzerneigene<br />

Produktionsbetriebe in Deutschland<br />

und Europa eine gewisse Unabhängigkeit<br />

von globalen Lieferketten<br />

gewährleistet. „Die indirekten Auswirkungen<br />

der Ukraine-Krise auf Rohstoff-<br />

oder Energielieferungen an unsere<br />

Vorlieferanten lassen sich im<br />

Augenblick nicht final bewerten. Wir<br />

beobachten die Situation sehr genau“,<br />

sagt Schneider.<br />

Foto: Mario Berger<br />

Der Ventilatorenspezialist Ziehl-<br />

Abegg unterhält ein Vertriebsbüro mit<br />

vier Mitarbeitenden in Kiew sowie eine<br />

Niederlassung mit 30 Mitarbeitenden<br />

in Moskau. „Die Geschäfte sind in beiden<br />

Ländern zum Erliegen gekommen“,<br />

berichtet Unternehmenssprecher<br />

Rainer Grill. Das sei mit<br />

Umsatzverlusten verbunden, wenngleich<br />

diese oft indirekt zum Tragen<br />

kommen. „Wir beliefern internationale<br />

Kunden, die ebenfalls Geschäfte mit<br />

Russland oder der Ukraine machen.<br />

Brechen diesen die Aufträge weg, brechen<br />

sie auch uns weg“, sagt Grill.<br />

Diese Erfahrung habe Ziehl-<br />

Abegg bereits 2014 nach der Annexion<br />

der Krim und dem darauf folgenden<br />

Embargo gemacht. Ein japanisches<br />

Bahnprojekt in Russland, bei dem Ventilatoren<br />

geliefert werden sollten,<br />

musste seither auf Eis gelegt werden.<br />

Gleiches habe das Hohenloher Unternehmen<br />

bei deutschen Viehstallausrüstern<br />

erlebt, die ihre Geschäfte mit<br />

Macht Ihre Arbeit Sinn bei und uns<br />

Spaß:<br />

Macht Sinn und Spaß:<br />

Ihre Arbeit bei uns<br />

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und mehr.<br />

Foto: Ziehl-Abegg<br />

Ventilatorenproduktion bei Ziehl-<br />

Abegg: Das Unternehmen hat Erfahrung<br />

mit Embargos. Wegen der<br />

Annexion der Krim mussten Projekte<br />

in Russland auf Eis gelegt werden.<br />

Russland ebenfalls nicht mehr fortsetzen<br />

konnten.<br />

Eher indirekt ist Weber-Hydraulik<br />

in Güglingen betroffen. „Wir haben<br />

keine direkten Kunden oder Lieferanten<br />

in der Ukraine oder Russland. Allerdings<br />

kommt ein hoher Anteil des<br />

in Europa weiterverarbeiteten Stahls<br />

aus diesen Ländern“, sagt Christine<br />

Grotz, geschäftsführende Gesellschafterin<br />

von Weber-Hydraulik. Die Auswirkungen<br />

des Krieges bekomme ihr<br />

Unternehmen aber auf dem Beschaffungsmarkt<br />

zu spüren. „Die aktuelle<br />

Herausforderung ist, den hohen Auftragsbestand<br />

mit reduzierter Materialverfügbarkeit<br />

abzuarbeiten. Von<br />

Produktionsausfällen oder gar Schließungen<br />

sind wir jedoch nicht betroffen“,<br />

sagt Grotz.<br />

Diese Beispiele zeigen, dass regionale<br />

Weltmarktführer die derzeitige<br />

Situation trotz der bestehenden Herausforderungen<br />

verkraften können. Es<br />

gibt bislang keine existenzbedrohenden<br />

Auswirkungen auf die genannten<br />

Unternehmen. Was die Zukunft bringt,<br />

bleibt ungewiss – vor allem hinsichtlich<br />

der Energieabhängigkeit von Russland.<br />

<br />

Dirk Täuber<br />

27. Mai & 2. September<br />

14 <strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

15


WIRTSCHAFT | Große Arbeitgeber<br />

Große Arbeitgeber | WIRTSCHAFT<br />

Ideen für die Zukunft<br />

Unternehmerische Innovationen haben Heilbronn-Franken zu einem<br />

der wirtschaftlich bedeutendsten Hotspots Deutschlands gemacht.<br />

Aber welche Ideen verfolgen Unternehmen aus der Region derzeit?<br />

Der entscheidende Faktor, mit<br />

dem der deutsche Mittelstand<br />

im internationalen Wettbewerb<br />

punkten kann, ist Innovation. Die Zyklen,<br />

die „Time to Market“, werden immer<br />

kürzer. Umso wichtiger ist, dass<br />

die Unternehmen gute Bedingungen<br />

dafür vorfinden: Fachkräfte, Infrastruktur<br />

– und Ideen. Welche Ideen<br />

Unternehmen aus der Region derzeit<br />

verfolgen, bestimmt ihren Erfolg in<br />

den kommenden Jahren.<br />

Um auch in Zukunft ihre Stellung<br />

als Weltmarktführer in Sachen Handwerk,<br />

Befestigungen und Montage zu<br />

behaupten, investiert beispielsweise<br />

die Würth-Gruppe derzeit in ein eigenes<br />

Innovationszentrum. Dort sollen<br />

Ideen und Innovationen gebündelt<br />

werden, und zwar über Fachgrenzen<br />

hinweg. „Das Innovationszentrum ist<br />

nicht nur klares Bekenntnis des Unternehmens<br />

und der Familie Würth zum<br />

Standort Hohenlohe, sondern hat eine<br />

starke Signalwirkung für die Leistungsfähigkeit<br />

und damit die Zukunft der<br />

Marke Würth“, ist Thomas Klenk, Geschäftsführer<br />

für Einkauf, Produkt,<br />

Marketing und Divisionen, überzeugt.<br />

Das Innovationszentrum, das in<br />

direkter Nähe zur Unternehmenszentrale<br />

entsteht, biete mit seinen Laboren<br />

und Werkstätten ganz neue Möglichkeiten<br />

– die es bisher so nicht gab.<br />

VERNETZT ARBEITEN<br />

Auf rund 15.000 Quadratmetern entsteht<br />

Raum für kreative Ideen sowie<br />

zukunftsweisende Projekte. Das Investitionsvolumen<br />

beläuft sich auf rund<br />

70 Millionen Euro. „Wir wollen damit<br />

die interne Forschung bei Würth stärken,<br />

aber auch die Zusammenarbeit<br />

mit unseren eigenen Herstellerfirmen<br />

im Konzern sowie die partnerschaftliche<br />

Kooperation mit unseren Kunden,<br />

die wir ebenfalls stark in die Produktentstehung<br />

integrieren“, sagt Klenk.<br />

Vernetzt zu arbeiten sowie verschiedene<br />

Disziplinen und Menschen zusammenzubringen<br />

sei das Ziel.<br />

Auch Gemü, Entwickler und Hersteller<br />

von Ventil-, Mess- und Regelsystemen,<br />

investiert kontinuierlich in Zukunftsprojekte,<br />

„und zwar sowohl auf technischer<br />

als auch auf organisatorischer<br />

Ebene. Dazu zählen Digitalisierungsprojekte<br />

genauso wie Nachhaltigkeitsinitiativen<br />

oder auch Projekte im Bereich<br />

Elektrifizierung“, erklärt Gert<br />

Müller, geschäftsführender Gesellschafter<br />

von Gemü.<br />

PROJEKTE VON MORGEN<br />

Foto: Peter Petter/Würth<br />

Ein Innovationszentrum entsteht: Rund 70 Millionen Euro investiert Würth in den<br />

Neubau bei der Unternehmenszentrale in Künzelsau-Gaisbach.<br />

Bei der Elektrifizierung denken viele in<br />

diesen Zeiten zunächst an den Automobilbereich.<br />

„Aber auch in unserer<br />

Branche ist das ein Thema. Daher haben<br />

wir konsequent an der Umsetzung<br />

einer Plattform elektrischer Ventile gearbeitet<br />

und uns als Vorreiter der Elektrifizierung<br />

in der Prozesstechnik positioniert“,<br />

sagt Müller.<br />

Aktuell werde an der Weiterentwicklung<br />

der Elektrifizierung von Ventilen<br />

geforscht, die heute noch mehrheitlich<br />

über Druckluft angesteuert<br />

werden. „Wir sind überzeugt, dass die<br />

Vorteile wie zum Beispiel ein geringerer<br />

Gesamtenergieverbrauch, eine präzise<br />

Regelbarkeit sowie bessere Analyse-<br />

und Diagnosefunktionalitäten zu<br />

einer weiteren Elektrifizierung in unserer<br />

Branche führen werden“, sagt<br />

Müller. Ziel sei es, Kunden bei der Gesamtelektrifizierung<br />

ihrer Anlagen zu<br />

unterstützen und ihnen mittelfristig<br />

intelligente und eventuell sogar autonome<br />

Ventile anzubieten, die in vernetzte<br />

Systeme und Prozesse integriert<br />

werden können.<br />

DIE ZUKUNFT KOMMT<br />

AUS DEM JAGSTTAL<br />

Mit unserem Know-how und Erfahrung in<br />

der Blechtechnik schaffen wir zusammen mit<br />

unseren Kunden Großes – und unterstützen<br />

bei der Energiewende!<br />

Innovativ.<br />

Nachhaltig.<br />

Gemeinsam.<br />

Werde Teil unserer Zukunft.<br />

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© Siemens AG, 2021<br />

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Viele Benefits für Mitarbeiter<br />

Das Crailsheimer Unternehmen groninger legt viel Wert auf Work-Life-Balance.<br />

International gehört groninger zu den<br />

führenden Herstellern von Füll- und<br />

Verschließmaschinen für die Consumer<br />

Healthcare-, Pharma-, und Kosmetikindustrie.<br />

In der Branche häufig als „Hidden<br />

Champion“ betitelt, ist groninger<br />

Im Familienunternehmen groninger<br />

geht es noch um den Menschen.<br />

Foto: groninger<br />

rund um den Hauptstandort in Crailsheim<br />

jedoch als einer der Top-Arbeitgeber<br />

der Region bekannt.<br />

Und das nicht ohne Grund: Im Familienunternehmen<br />

wird sich noch um<br />

den Menschen hinter dem Mitarbeiter<br />

gekümmert. Erst kürzlich wurde die<br />

37,5-Stunden-Woche eingeführt, um<br />

die Work-Life-Balance der Mitarbeiter<br />

weiter zu fördern. Flexible Arbeits- und<br />

Urlaubszeiten sowie die Möglichkeit<br />

zur mobilen Arbeit gehören bereits zur<br />

Tagesordnung. Weitere Benefits, die<br />

groninger seinen Mitarbeitern bietet,<br />

sind unter anderem diverse Sonderzahlungen,<br />

ein Fahrtkostenzuschuss und<br />

betriebliche Altersvorsorge.<br />

Das Motto „groninger begeistert“<br />

wird aktiv gelebt – das beweisen auch<br />

die 1300 Mitarbeiter, die bereits Teil<br />

der groninger-Familie sind. Werte wie<br />

Respekt, Wertschätzung und Vertrauen<br />

sind Teil der Unternehmensphilosophie.<br />

„Bringen Sie Farbe in Ihr Leben“ –<br />

werden Sie Teil der groninger Familie<br />

und begeben Sie sich mit uns auf<br />

Wachstumskurs.<br />

Info<br />

KONTAKT<br />

groninger & co. gmbh<br />

Hofäckerstraße 9<br />

74564 Crailsheim<br />

www.groninger-group.com<br />

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17


WIRTSCHAFT | Große Arbeitgeber<br />

Große Arbeitgeber | WIRTSCHAFT<br />

Montage-, Produktions- und Logistikzentrum des Ventilspezialisten Gemü: Jetzt<br />

soll die Elektrifizierung von Ventilen vorangetrieben werden.<br />

Foto: Gemü<br />

Der Maschinenbauspezialist Groninger<br />

in Schnelldorf arbeitet derzeit an<br />

einem neuen Maschinenkonzept – der<br />

„Robocell“, einer neuen Generation<br />

aseptischer Anlagen. „Das größte Risiko<br />

bei der Verarbeitung pharmazeutischer<br />

Produkte birgt seit jeher der<br />

Mensch: Verunreinigungen und Kontaminationen<br />

von Produkten sind in<br />

über 70 Prozent der Fälle auf menschliches<br />

Eingreifen zurückzuführen“, sagt<br />

Thorsten Häfner, Director Business Development<br />

& Product Management<br />

von Groninger.<br />

ROBOTER IM EINSATZ<br />

Um menschliche Fehler möglichst auszuschließen<br />

und den aktuellen Anforderungen<br />

der Pharmabranche Rechnung<br />

zu tragen, sollen beim „Robocell“<br />

nahezu alle bisher durch das Bedienpersonal<br />

durchgeführten Arbeitsschritte<br />

durch eigens gefertigte Roboter<br />

ersetzt werden. Handschuheingriffe<br />

gehören damit der Vergangenheit an.<br />

Auch Transportbänder oder konventionelle<br />

Antriebe werden nicht mehr<br />

verbaut, da deren Reinigung aufwändig<br />

ist und die Gefahr einer möglichen<br />

Produktverunreinigung entsprechend<br />

erhöht sein könnte.<br />

Der Transport von wahlweise<br />

vorsterilisierten Spritzen, Vials oder<br />

Zylinderampullen werde stattdessen<br />

von Robotern übernommen. Sie sollen<br />

den Verarbeitungsprozess nicht nur effizienter,<br />

sondern auch sicherer machen<br />

und den Ausschuss verringern.<br />

„Die Robocell eignet sich sowohl für<br />

klinische Studien als auch zur kommerziellen<br />

Abfüllung“, sagt Häfner. Die<br />

Entwicklungskosten belaufen sich auf<br />

mehrere Millionen Euro.<br />

Um für die Zukunft auch logistisch<br />

gerüstet zu sein, investiert Groninger<br />

derzeit in ein neues Lager-Logistik-Zentrum<br />

in Crailsheim, das sich<br />

bereits im Bau befindet und noch in<br />

diesem Jahr fertiggestellt werden soll.<br />

Falk Enderle<br />

Foto: groninger<br />

Neuentwicklung von Groninger: Die „Robocell“ soll durch eigens konstruierte<br />

Roboter mögliche Verunreinigungen von Pharmaprodukten ausschließen.<br />

Volksbank Hohenlohe eG<br />

THE BÄNK<br />

WIR LIEBEN HOHENLOHE:<br />

HOHENLOHE #MehrAlsNurEinWeisserFleck<br />

Inspiriert durch das Land Baden-Württemberg<br />

Inspiriert durch das Land<br />

Baden-Württemberg<br />

Harald Braun<br />

Vorstandsmitglied<br />

Dieter Karle<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

Tradition und Moderne – gepaart mit Leidenschaft<br />

und Emotionen, macht aus einem „weißen Fleck“<br />

eine Region mit der wir als Volksbank Hohenlohe eG<br />

viele persönliche Erlebnisse verbinden. Uns geht es<br />

um die Menschen in Hohenlohe.<br />

vb-hohenlohe.de/thebaenk<br />

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Ein starkes Team in Bulgarien<br />

Würth Elektronik hat eine neue Tochtergesellschaft in Sofia gegründet.<br />

Das neue Team von Würth Elektronik<br />

in der Hauptstadt Bulgariens.<br />

Foto: Würth Elektronik<br />

Wie bei Würth Elektronik nicht anders<br />

zu erwarten, stützt sich auch<br />

der Erfolg in Bulgarien auf eine kompetente<br />

individuelle Kundenbetreuung.<br />

Dafür hat die neugegründete Tochtergesellschaft<br />

die besten Voraussetzungen:<br />

Mit drei Ingenieuren im Außendienst<br />

und einer Ingenieurin im<br />

Innendienst bringt es das kleine Team<br />

auf zusammen 60 Jahre Berufserfahrung<br />

in der Elektronik.<br />

„Die Vorbereitung zur Gründung<br />

von Würth Elektronik Bulgaria waren<br />

nicht einfach. Die Erweiterung unseres<br />

Teams fiel in die Zeit der Corona-Beschränkungen.<br />

Umso mehr freut es uns,<br />

dass wir jetzt durchstarten können. Ein<br />

großer Dank gilt meinem starken Team<br />

und den Kollegen in Deutschland, die<br />

uns hervorragend unterstützt haben“,<br />

sagt Dimitar Vasilev, Geschäftsführer<br />

Würth Elektronik Bulgaria EOOD.<br />

Der Firmensitz der neuen Würth-<br />

Elektronik-Tochter befindet sich in einem<br />

Business Park mit einer hervorragenden<br />

Infrastruktur im südöstlichen<br />

Teil von Sofia. Das bulgarische Würth-<br />

Elektronik-Team profitiert von optimaler<br />

Straßenanbindung und hat zudem<br />

ein beliebtes Naherholungsgebiet der<br />

Hauptstadtregion in unmittelbarer<br />

Nachbarschaft.<br />

Info<br />

WÜRTH ELEKTRONIK EISOS<br />

GMBH & CO. KG<br />

Max-Eyth-Str. 1<br />

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Tel.: +49 7942 945 - 0<br />

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19


WIRTSCHAFT | Große Arbeitgeber<br />

Zurück ins Büro!?<br />

Die verpflichtende Homeoffice-Regelung wurde Ende März aufgehoben.<br />

Wie gehen Unternehmen in Heilbronn-Franken damit um?<br />

Vor der Pandemie hatten viele<br />

Unternehmen das Arbeiten von<br />

zu Hause aus noch weitestgehend<br />

abgelehnt. Doch seit der Corona-<br />

Pandemie wurde Homeoffice überall<br />

dort eingeführt, wo es ging. Am 20.<br />

März endete jedoch die Homeoffice-<br />

Pflicht. Unternehmen sollen von nun<br />

an selbst entscheiden, welche Möglichkeiten<br />

es in Zukunft für das mobile<br />

Arbeiten gibt. Wir haben bei großen<br />

Arbeitgebern der Region nachgefragt,<br />

wie sie es künftig handhaben wollen.<br />

Bei der Bausparkasse Schwäbisch<br />

Hall wurde mobiles Arbeiten<br />

schon vor der Pandemie genutzt. Zum<br />

Schutz der Mitarbeitenden wurde dies<br />

mit Start der Pandemie innerhalb kürzester<br />

Zeit vorübergehend zum Regelfall.<br />

GUTE MISCHUNG<br />

Die Bausparkasse hat dabei einige Vorteile<br />

der Homeoffice-Lösungen festgestellt.<br />

So habe die Corona-Phase einen<br />

deutlichen Schub in Richtung Digitalisierung<br />

gebracht – sowohl bei den<br />

Mitarbeitenden als auch bei den Kunden.<br />

„Auf Kundenseite stieg zum Beispiel<br />

die Akzeptanz für die Videoberatung<br />

deutlich. Ein Beispiel: Von 25<br />

Webkonferenzen pro Tag vor Corona<br />

stieg die Zahl zur Höchstzeit auf mehr<br />

als 2500 täglich“, erklärt Kommunikationsmanagerin<br />

Stefanie Weigl. „Die Erfahrungen,<br />

die wir während der Pandemie<br />

gemacht haben und weiterhin<br />

machen, bestätigen uns, dass wir mit<br />

diesem Zielbild auf dem richtigen Weg<br />

sind: Es wird nach der Pandemie eine<br />

Mischform von mobilem Arbeiten und<br />

Arbeiten im Büro geben“, ist sie überzeugt.<br />

Doch im mobilen Arbeiten sieht<br />

das Unternehmen nicht nur Vorteile.<br />

So bestätige sich immer mehr, wie<br />

wichtig der persönliche Austausch mit<br />

Kollegen sei und welchen Wert etwa<br />

die schnelle, direkte Information am<br />

Arbeitsplatz oder am Kaffeeauto maten<br />

habe. Darüber hinaus seien Führungskräfte<br />

im mobilen Arbeiten noch stärker<br />

als bisher gefragt, wenn es zum<br />

Beispiel darum gehe, neue Mitarbeitende<br />

einzulernen und sie mit dem<br />

Team zu vernetzen.<br />

WIEDER MEHR PRÄSENZ<br />

Eine Herausforderung, die Wünsche<br />

nach Homeoffice oder Präsenz zu regeln,<br />

sieht auch Bernd Kaufmann, Vorstandsvorsitzender<br />

der Sparkasse Hohenlohekreis.<br />

„Mitarbeitende und<br />

Führungskräfte sind in besonderer<br />

Weise für das Gelingen von Homeoffice-Regelungen<br />

verantwortlich. Es sind<br />

klare Absprachen zwischen den Beteiligten<br />

notwendig“, ist er überzeugt.<br />

Insgesamt habe die Sparkasse jedoch<br />

gute Erfahrungen mit dem mobilen<br />

Arbeiten gemacht. Die Erfahrung<br />

zeige aber auch, dass der direkte persönliche<br />

Austausch mit den Kollegen<br />

einen hohen Stellenwert hat und Nutzen<br />

stiftet. „Insofern wird der Anteil an<br />

Präsenztagen künftig wieder steigen”,<br />

ist sich Kaufmann sicher.<br />

Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall<br />

Hat im Homeoffice gefehlt: Der direkte persönliche Austausch im Kollegenkreis<br />

genießt wieder einen hohen Stellenwert und bietet großen Nutzen.<br />

Bei der Schwarz-Gruppe in Heilbronn<br />

war mobiles Arbeiten ebenfalls<br />

bereits vor Corona ein Bestandteil der<br />

Arbeitswelt. „Vor allem durch unsere<br />

sehr gute technische Infrastruktur war<br />

es uns möglich, vom Beginn der Pandemie<br />

an sehr schnell und flexibel auf die<br />

Situation zu reagieren. Die künftigen<br />

Rahmenbedingungen des mobilen Arbeitens<br />

werden wir unter anderem<br />

auch abhängig vom Infektionsgeschehen<br />

gestalten“, erklärt Jo-Lukas Hoffmann<br />

von der Schwarz Unternehmenskommunikation.<br />

Auch die Würth-<br />

Gruppe orientiert sich weiterhin an<br />

den aktuellen Fallzahlen. Das Unternehmen<br />

bietet aktuell den Mitarbeitenden<br />

zwei mobile Office-Tage pro<br />

Woche.<br />

Eine Homeoffice-Pflicht mag es<br />

nicht mehr geben, doch die Unternehmen<br />

haben die Vorteile des mobilen<br />

Arbeitens erkannt und wollen sie weiter<br />

flexibel nutzen. Teresa Zwirner<br />

International verpackt.<br />

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dem SMILE<br />

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der Verpackungstechnik<br />

in Crailsheim.<br />

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Crailsheim intelligente Lösungen für die Abfüllung<br />

und Verpackung lebenserhaltender Medikamente.<br />

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30 Standorten in fast 20 Ländern wollen wir unsere<br />

Ideen und Visionen in nachhaltige Maschinen und<br />

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20<br />

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<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

Als global tätiges Familienunternehmen setzen wir auf innovative<br />

Lösungen und modernste Technologien. Neben unseren Innovationen<br />

sind es unsere engagierten Mitarbeitenden, die uns erfolgreich<br />

machen. Zu unserem wirtschaftlichen Erfolg trägt auch eine aktiv<br />

gelebte und familiäre Unternehmenskultur bei, die bereits mehrfach<br />

ausgezeichnet wurde.<br />

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WIRTSCHAFT | Große Arbeitgeber<br />

Große Arbeitgeber | WIRTSCHAFT<br />

genmerk auf Kultur. Getreu des Mottos<br />

„der Mensch lebt nicht vom Brot allein“<br />

hat er den Anspruch, Kunst und<br />

Kultur bestmöglich an den Arbeitsplatz<br />

seiner Mitarbeitenden zu bringen. Arbeitswelt,<br />

Kulturwelt und Freizeitwelt<br />

werden dabei auf inspirierende Weise<br />

verflochten. Kunst und Kultur sind untrennbar<br />

mit der Unternehmensgruppe<br />

Würth verbunden.<br />

Von Reinhold Würths Engagement<br />

als Kunstsammler und Kulturförderer<br />

profitiert nicht nur sein Unternehmen,<br />

sondern die gesamte Region.<br />

Werke aus der Sammlung Würth, die<br />

mit mehr als 18.500 Gemälden, Plastiken<br />

und Skulpturen eine der größten<br />

Privatsammlungen Deutschlands ist,<br />

werden in fünf Museen Würth in<br />

Schwäbisch Hall und Künzelsau und<br />

zehn Kunstdependancen in Europa<br />

kostenfrei der Öffentlichkeit zugänglich<br />

gemacht. Mit dem neuen Saisonprogramm<br />

<strong>2022</strong>/23 führt das Unternehmen<br />

Würth sein umfangreiches<br />

Kulturangebot fort.<br />

Fotos: Jens Koch<br />

Silbermond ist einer der Top-Acts beim<br />

Würth Open Air am 24. Juni <strong>2022</strong>.<br />

Fast 70 Konzerte, Lesungen und<br />

Gespräche, darunter etliche Formate<br />

für Kinder, sind von Frühjahr <strong>2022</strong> bis<br />

Frühjahr 2023 in Schwäbisch Hall und<br />

Künzelsau geplant. Das Kulturhaus<br />

Würth mit Bibliothek Frau Holle in der<br />

Altstadt von Künzelsau, das die Handschrift<br />

Carmen Würths trägt, begeht<br />

den Mai über mit einem bunten Festprogramm<br />

aus Vorträgen und Kindertheater<br />

seinen fünften Geburtstag.<br />

Ebenfalls vor fünf Jahren, im<br />

Sommer 2017, wurde das Carmen<br />

Würth Forum eröffnet. Dort kommen<br />

am 24. Juni Pop- und Festivalfans beim<br />

21. Würth Open Air vor der besonderen<br />

Kulisse der Chipperfield-Architektur<br />

mit Silbermond und Wincent Weiss auf<br />

ihre Kosten. Die Würth Philharmoniker<br />

starten in ihre sechste Saison. Unter<br />

anderem werden mit Rudolf Buchbinder<br />

am Klavier und als Dirigent alle<br />

fünf Beethoven-Klavierkonzerte zu hören<br />

sein.<br />

Kunst und Kultur sind nicht nur<br />

schmückendes Beiwerk – das hat Reinhold<br />

Würth vor Jahrzehnten mit Weitblick<br />

erkannt. Die Beschäftigung damit<br />

sorgt für Ideen, Impulse und Inspirationen,<br />

die sich auch ökonomisch auszahlen.<br />

Der unternehmerische Erfolg<br />

gibt ihm jedenfalls recht. Dirk Täuber<br />

Partystimmung beim Würth Open Air 2019: Für das diesjährige Musikfestival sind wieder angesagte Pop- und Rockstars<br />

angekündigt – unter anderem Wincent Weiss.<br />

Firmenkultur, die rockt<br />

Gemeinsame Werte, Normen und Ziele: Sie sind das Fundament<br />

einer Unternehmenskultur. Bei der Würth-Gruppe spielt zudem die<br />

Präsenz von Kunst, Musik und Literatur eine bedeutsame Rolle im<br />

Geschäftsalltag – und entfaltet Strahlkraft in die gesamte Region.<br />

Unternehmenskultur ist ein vieldiskutiertes<br />

Thema: In ihr spiegelt<br />

sich die Identität von Firmen,<br />

sowohl nach innen, wie auch nach außen.<br />

Sie bestimmt zu großen Teilen,<br />

wie Führungsverantwortliche und Mitarbeitende<br />

denken, fühlen und handeln.<br />

Ihre Ausprägungen können unterschiedlich<br />

sein – von streng<br />

hierarchischen Strukturen über eine<br />

familiäre Atmosphäre bis hin zu agiler<br />

Start-up-Mentalität.<br />

„Culture eats strategy for breakfast.“<br />

Dieser Satz von Peter Drucker verdeutlicht<br />

den Einfluss von Unternehmenskultur<br />

auf den wirtschaftlichen<br />

Erfolg. Die Strategie mag noch so gut<br />

sein – ohne die passende Kultur werden<br />

sich die gesteckten Ziele nicht erreichen<br />

lassen. Denn ihr Einfluss auf<br />

Motivation und Engagement der Mitarbeitenden<br />

ist enorm. Sie sorgt dafür,<br />

dass alle im Unternehmen an einem<br />

Strang ziehen.<br />

Reinhold Würth, einer der erfolgreichsten<br />

Unternehmer in Heilbronn-<br />

Franken, legt ein ganz besonderes Au-<br />

ein Unternehmen<br />

der KURZ Gruppe<br />

Richtig entsorgen mit KURZ:<br />

Kompetenz bei Abfällen während der Corona-Pandemie<br />

Aktuell steht der eigene Schutz sowie die<br />

Vermeidung einer weiteren Ausbreitung der<br />

Erreger im Fokus. Schön, wenn man sich gerade<br />

jetzt aufeinander verlassen kann. KURZ steht<br />

Ihnen weiterhin als kompetenter Entsorgungspartner<br />

zur Verfügung:<br />

Containervielfalt 1-40 m³,<br />

Gewerbeabfall-Entsorgung,<br />

Wertstoff-Recycling,<br />

Sonderabfall-Entsorgung.<br />

Besondere Dienstleistungen während<br />

Corona-Pandemie:<br />

Entsorgung gebrauchter Schutzkleidung,<br />

Entsorgung aller Arten von Pandemie-Abfällen.<br />

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KURZ Recycling GmbH<br />

Austraße 167<br />

74076 Heilbronn<br />

Tel. 07131 745502-0<br />

vertrieb@kurz-recycling.de<br />

22<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

23


WIRTSCHAFT | Große Arbeitgeber<br />

Große Arbeitgeber | WIRTSCHAFT<br />

Das Tagungsgeschäft zieht an<br />

Volle Fahrt voraus<br />

Seminare, Firmenevents, Incentives: Vieles, was in Corona-Zeiten in<br />

die virtuelle Welt gewandert ist, findet jetzt wieder in Präsenz statt.<br />

Davon profitieren Hotels mit speziellen Tagungsangeboten, etwa das<br />

Schloss Döttingen mit seinem historischen Ambiente.<br />

Einst ein Wasserschloss, heute ein<br />

Wellness- und Tagungshotel mit<br />

historischem Flair: Das Schloss<br />

Döttingen bei Braunsbach im Landkreis<br />

Schwäbisch Hall, erstmals im<br />

Jahr 1225 urkundlich erwähnt, hat sich<br />

im Laufe der Jahrhunderte gewandelt.<br />

Wo einst Hohenloher Adel residierte,<br />

gehen heute Business- und Urlaubsgäste<br />

ein und aus.<br />

Wie so viele Betriebe in der Branche<br />

hat das familiengeführte Hotel in<br />

den zurückliegenden zwei Jahren der<br />

Pandemie gelitten, insbesondere im<br />

Tagungsbereich – doch die Zeichen<br />

stehen auf Besserung. „Das Tagungsgeschäft<br />

zieht wieder deutlich an. Seit<br />

Präsenzveranstaltungen wieder möglich<br />

sind, steigt die Nachfrage zunehmend.<br />

Wir haben auch viele kurzfristige<br />

Anfragen“, sagt Viktoria Dumler, die<br />

gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer<br />

Schwester den Familienbetrieb in dritter<br />

Generation managt und sich um<br />

das Marketing sowie die Auszubildenden<br />

kümmert.<br />

Egal ob große oder kleine Tagungsgruppe<br />

– den Gästen sei anzumerken,<br />

dass der persönliche Kontakt und Austausch<br />

wieder sehr wertgeschätzt wird.<br />

Virtuelle Kommunikation könne auf<br />

Dauer Meetings in Präsenz eben nicht<br />

ersetzen.<br />

„Sehr gefragt sind jetzt auch wieder<br />

Team-Events und Incentives für<br />

Mitarbeitende von Unternehmen. Wir<br />

organisieren da verschiedenste Aktivitäten<br />

– von Bogenschießen über Wandertouren<br />

bis hin zu Kanutouren“, berichtet<br />

Dumler. „In den vergangenen<br />

beiden Jahren gab es aufgrund der<br />

Pandemie in diesem Bereich kaum<br />

Nachfrage, da die Unternehmen sehr<br />

darauf bedacht waren, Kontakte möglichst<br />

zu reduzieren, damit sich Corona<br />

nicht unter den Mitarbeitenden<br />

ausbreitet.“ Inzwischen werde das von<br />

einigen Unternehmen lockerer gehandhabt,<br />

da deren Mitarbeitende in<br />

aller Regel vollständig geimpft seien.<br />

Für die Sicherheit der Gäste sorge zudem<br />

ein erprobtes Hygienekonzept.<br />

Auch mehrere parallele Veranstaltungen<br />

seien problemlos und ohne<br />

Risiko möglich. „Unsere sechs Tagungsräume<br />

sind so angelegt, dass die<br />

Gruppen während den Veranstaltungen<br />

ganz unter sich bleiben können,<br />

mit eigenen Bereichen für Essensoder<br />

Kaffeepausen“, sagt Dumler.<br />

Der Austausch in den Pausen<br />

und das gemeinsame Essen sind ein<br />

wichtiger Pluspunkt von Tagungen in<br />

Präsenz. „Zur Verköstigung bieten wir<br />

verschiedene Arrangements – vom<br />

Lunch-Buffet bis zum abendlichen<br />

Vier-Gänge-Menü, bei dem wir hausgemachtes<br />

Sauerteigbrot reichen.“ Die<br />

Küche setzt auf regionale Zutaten von<br />

Erzeugern aus der Umgebung und ist<br />

saisonal ausgerichtet.<br />

Wichtig für Mitarbeitermotivation<br />

und Teambuilding sind zudem angenehme<br />

Aktivitäten nach einem Veranstaltungstag.<br />

„Schloss Döttingen hat<br />

ein hauseigenes Spa mit Indoor-Pool<br />

und Natur-Schwimmbad. Unsere Wellness-Angebote<br />

werden je nach Event<br />

und Gruppenkonstellation auch von<br />

Businesskunden gerne genutzt. Im Spa<br />

lassen sich meist Frauen mit Treatments<br />

verwöhnen. Männer hingegen<br />

bevorzugen oft ein kühles Bier im<br />

Schlosshof“, stellt Dumler fest. dt<br />

Veranstaltungsort mit besonderem<br />

Flair: Schloss Döttingen organisiert<br />

wieder verstärkt Tagungen und<br />

Team-Events für Unternehmen.<br />

Foto: Schloss Döttingen<br />

Der Erlebnispark Tripsdrill hat wieder geöffnet – jetzt ohne Corona-<br />

Einschränkungen. Geschäftsführer Helmut Fischer erläutert, was er<br />

sich von der neuen – „normalen“ – Saison erhofft.<br />

Die Achterbahnen „Hals-über-Kopf“ und „Volldampf“ bilden eine Doppelanlage.<br />

Mit dem Saisonstart sind zugleich die<br />

meisten Corona-Einschränkungen gefallen.<br />

Behalten Sie dennoch ein Hygienekonzept<br />

bei?<br />

Helmut Fischer: Grundsätzlich befürworten<br />

wir alle zielführenden Maßnahmen<br />

zur Eindämmung des Corona-<br />

Virus. Dass die 3G-Regelung hinfällig<br />

ist, begrüßen wir allerdings sehr. Diese<br />

Maßnahme hat uns viel Personaleinsatz<br />

und Zeit gekostet. Ihren Sinn und<br />

Zweck haben wir bei unserem Angebot,<br />

das sich größtenteils unter freiem<br />

Himmel befindet, nie nachvollziehen<br />

können. Die bisher in gewissen Bereichen<br />

geltende Masken- und Abstandspflicht<br />

entfällt nun. Dennoch empfehlen<br />

wir unseren Besuchern, freiwillig<br />

eine Maske zu tragen, wenn Mindestabstände<br />

unterschritten werden – ganz<br />

besonders in Innenräumen. Für unser<br />

Personal gilt als betriebliche Regelung,<br />

dass eine Maske bei Kontakt zu Besuchern<br />

und anderen Mitarbeitern zu<br />

tragen ist.<br />

Einen Freizeitpark aus der Winterpause<br />

zu holen, ist sicher mit einigem Aufwand<br />

verbunden?<br />

Fischer: Nach der Saison ist bei uns<br />

vor der Saison! Ab November beginnt<br />

für die Mitarbeiter in der Werkstatt die<br />

arbeitsreichste Zeit des Jahres. Alle Attraktionen<br />

werden auf Herz und Nieren<br />

geprüft, damit ein reibungsloser<br />

Saisonstart gewährleistet ist. Selbstverständlich<br />

erfolgen auch alle Bauarbeiten<br />

und Infrastrukturmaßnahmen im<br />

Winter, damit das Besuchererlebnis<br />

nicht beeinträchtigt wird. Unsere Gärtner<br />

nutzen die Zeit, in welcher der Erlebnispark<br />

geschlossen hat, um über<br />

30.000 Blumen- und Blumenzwiebeln<br />

für den Frühjahrsflor zu pflanzen.<br />

Fotos: Erlebnispark Tripsdrill<br />

Welche Attraktionen haben Sie verbessert<br />

oder ergänzt?<br />

Fischer: 2020 wurden unsere neuen<br />

Achterbahnen „Hals-über-Kopf“ und<br />

„Volldampf“ eröffnet – eine weltweit<br />

einzigartige und preisgekrönte Doppelanlage.<br />

Seither haben wir die Thematisierung<br />

dieses Areals vervollständigt.<br />

Direkt neben dem im Stil eines<br />

historischen Wirtshauses gehaltenen<br />

Stationsgebäude von „Hals-über-<br />

Kopf“ haben wir nun einen kleinen<br />

Kinderspielplatz sowie einen Gastronomiebereich<br />

eröffnet. Aktueller Fokus<br />

unserer Investitionen ist allerdings<br />

das Natur-Resort, welches schon seit<br />

dem vergangenen Jahr in einer ersten<br />

Bauphase sukzessive um 20 neue<br />

Baumhäuser erweitert wird.<br />

Welche Erwartungen haben Sie – nach<br />

den vergangenen Pandemiejahren – an<br />

die diesjährige Saison?<br />

Fischer: Für <strong>2022</strong> wünschen wir uns<br />

vor allem eins: Normalität – und natürlich<br />

glückliche Besucher, die unsere<br />

über 100 originellen Attraktionen im<br />

Erlebnispark in entspannter Atmosphäre<br />

genießen. Das Wildparadies<br />

feiert zudem sein 50-jähriges Jubiläum:<br />

Am 7. und 8. Mai gibt es dort unter<br />

dem Motto „Bärenstarke 50 Jahre – das<br />

große Jubiläumswochenende“ ein<br />

buntes Programm mit abwechslungsreichen<br />

Mitmachaktionen und Sonderführungen.<br />

Interview: Dirk Täuber<br />

Zur Person<br />

Helmut Fischer ist,<br />

gemeinsam mit seinem<br />

Bruder Roland,<br />

Geschäftsführer des<br />

Erlebnisparks Tripsdrill.<br />

24 <strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

25


Landkreis Heilbronn | WIRTSCHAFT<br />

„<br />

Um als Landkreis für<br />

Unternehmen interessant<br />

zu bleiben, wird<br />

die künftige Energieversorgung<br />

immer<br />

bedeutender.<br />

Norbert Heuser<br />

“<br />

Will die Themen der Zukunft<br />

anpacken: Norbert Heuser, Landrat<br />

des Landkreises Heilbronn<br />

Foto: Landratsamt Heilbronn<br />

„An Herausforderungen<br />

fehlt es uns aktuell nicht“<br />

Pandemie, Flüchtlinge, Energiepreise, Klimawandel: Die To-do-Liste<br />

des neuen Landrats Norbert Heuser ist lang. Welche Aufgaben im<br />

Landkreis Heilbronn ganz oben stehen und worauf sich die Wirtschaft<br />

einstellen sollte, erläutert er im Interview.<br />

Vor Ihrer Wahl zum Landrat waren Sie<br />

19 Jahre lang Bürgermeister von Neuenstadt.<br />

Wie ist es für Sie, nicht mehr<br />

nur die Verantwortung für eine Kommune<br />

zu tragen, sondern für einen<br />

ganzen Landkreis?<br />

Norbert Heuser: Meine Kandidatur<br />

und mein Wechsel in das Amt des<br />

Landrates habe ich noch keinen Tag<br />

bereut. Meine Aufgabe als Bürgermeister<br />

in Neuenstadt habe ich 19 Jahre<br />

lang mit sehr viel Freude und Herzblut<br />

ausgeübt. Mir war und ist es jedoch<br />

auch wichtig, diese Chance zu nutzen<br />

und wichtige Themen über kommunale<br />

Grenzen hinweg, mit allen Akteuren<br />

der Region, voranzutreiben.<br />

Sie sind in einer Zeit Landrat geworden,<br />

die an Herausforderungen nicht<br />

gerade arm ist. Welche Themen und<br />

Aufgaben stehen aktuell ganz oben auf<br />

Ihrer To-do-Liste?<br />

Heuser: An Herausforderungen und<br />

Aufgaben fehlt es uns aktuell wirklich<br />

nicht. Die Unterbringung von Geflüchteten<br />

– nicht nur aus der Ukraine – sowie<br />

die Coronapandemie und ihre<br />

Auswirkungen binden viel personelle<br />

Kapazitäten im Landratsamt. Wir beschäftigen<br />

uns darüber hinaus aber<br />

auch noch mit weiteren wichtigen Themen.<br />

Im Bereich der Abfallwirtschaft<br />

und der Bildung stehen wegweisende<br />

Entscheidungen für den Landkreis an.<br />

Die Sanierung oder der Neubau unseres<br />

Kreisberufsschulzentrums wird eines<br />

der größten Investitionsprojekte in<br />

den kommenden Jahren sein. Auch<br />

der Klimaschutz und der Ausbau einer<br />

nachhaltigen und flächendeckenden<br />

Mobilität sind mir wichtige Anliegen<br />

und müssen neben den aktuell dringlichen<br />

Themen auch im Blick behalten<br />

werden.<br />

Wie bereitet sich der Landkreis auf<br />

einen verstärkten Zustrom von Flüchtlingen<br />

aus der Ukraine vor?<br />

Heuser: Bereits seit Ende 2021 kommen<br />

wieder mehr Geflüchtete aus<br />

ganz unterschiedlichen Ländern zu<br />

uns in den Landkreis. Wir haben daher<br />

schon im letzten Jahr damit begonnen,<br />

die Unterbringungskapazitäten zu erhöhen<br />

und sind auch momentan stetig<br />

dabei, weitere zu schaffen. Welche<br />

Auswirkungen der Krieg in der Ukraine<br />

auf unser Leben und unsere Gesellschaft<br />

in den kommenden Wochen<br />

und Monaten haben wird, können wir<br />

noch nicht abschätzen. Mit der entsprechenden<br />

Solidarität werden wir<br />

aber auch diese Herausforderung<br />

meistern.<br />

Wie bewerten Sie das Engagement der<br />

Kommunen im Landkreis Heilbronn in<br />

dieser Frage?<br />

Heuser: Ich bin sehr dankbar für das<br />

große Engagement in der Bevölkerung<br />

und die vielen Wohnraumangebote<br />

aus den Kommunen. Gemeinsam mit<br />

den Städten und Gemeinden im Landkreis<br />

Heilbronn ist es unser oberstes<br />

Ziel, den ankommenden Geflüchteten<br />

einen sicheren Zufluchtsort anbieten<br />

zu können.<br />

Flüchtlinge müssen auch medizinisch<br />

versorgt werden. Wie kann das Gesundheitswesen<br />

im Kreis, das bereits<br />

durch Corona belastet ist, diesen zusätzlichen<br />

Aufwand bewältigen?<br />

Heuser: Die Mitarbeitenden sowohl in<br />

den Kliniken als auch bei den niedergelassenen<br />

Ärzten arbeiten seit über<br />

zwei Jahren oft am Limit. Ich bin sehr<br />

dankbar für das große Engagement jedes<br />

Einzelnen. Im Klinikbereich haben<br />

wir uns durch die Strukturreformen<br />

zukunftssicher aufgestellt, was<br />

uns nun hilft. Bei den niedergelassenen<br />

Haus- und Fachärzten kommt es<br />

allerdings aktuell schon zu Versorgungsschwierigkeiten,<br />

weshalb die Sicherstellung<br />

einer guten medizinischen<br />

Behandlung hier nicht einfach<br />

sein wird.<br />

Eine weitere Herausforderung ist, sich<br />

für die Folgen des Klimawandels zu<br />

wappnen. Was plant der Landkreis in<br />

Sachen Klimaanpassung und Ausbau<br />

erneuerbarer Energien?<br />

Heuser: Der Klimawandel und dessen<br />

Folgen sind weltweit spürbar. Ein zeitnaher<br />

Wandel weg von fossilen Brennstoffen,<br />

hin zu erneuerbaren Energien<br />

ist daher unabdingbar. In Anbetracht<br />

der momentanen Situation gilt es jedoch<br />

vorrangig, die Energieversorgung<br />

der Bevölkerung sicherzustellen. Ein<br />

möglichst breites Spektrum an unterschiedlichen<br />

Energiequellen hilft dabei,<br />

die Abhängigkeit von einzelnen<br />

Ländern und Energiequellen zu reduzieren.<br />

Mit den wichtigsten Zukunftsfragen<br />

rund um das Thema Klimaerwärmung<br />

und Energieversorgung im<br />

Landkreis setzen wir uns bereits heute<br />

auseinander. Zur Stärkung der landkreisweiten<br />

Klimaschutzmaßnahmen<br />

wird ein Klimaschutzkonzept er-<br />

26<br />

27


WIRTSCHAFT | Landkreis Heilbronn<br />

Landkreis Heilbronn | WIRTSCHAFT<br />

Die Tage des Kohlekraftwerks bei Heilbronn sind gezählt: Die Dekarbonisierung<br />

soll in den kommenden Jahren weiter vorangetrieben werden.<br />

stellt, in dem die Handlungsfelder erneuerbare<br />

Energien und Anpassung<br />

an den Klimawandel berücksichtigt<br />

werden. Als Kernpartner beim Photovoltaik-Netzwerk<br />

Heilbronn-Franken<br />

engagieren wir uns zudem beim landesweiten<br />

Photovoltaikausbau. Um für<br />

das Thema zu sensibilisieren, zu werben<br />

und den Ausbau zu beschleunigen,<br />

veranstalten wir jährlich mehrere<br />

Informationsveranstaltungen und betreiben<br />

umfangreiche Netzwerk- und<br />

Kommunikationsarbeit zur Förderung<br />

von Photovoltaik.<br />

Fotos: Adobe Stock/Smileus, Eberhard<br />

Ist es vor dem Hintergrund des Klimaschutzes<br />

noch zeitgemäß, neue Industriegebiete<br />

für Unternehmensansiedlungen<br />

auszuweisen und damit die<br />

Flächenversiegelung voranzutreiben?<br />

Heuser: Aus meiner Sicht gilt es hier,<br />

eine gute Balance zwischen einem<br />

möglichst geringen Flächenverbrauch<br />

und der Aufrechterhaltung einer zukunftsfähigen<br />

Wirtschaft zu finden.<br />

Denn eine vollständige Vermeidung<br />

von Flächenversiegelungen führt zu einer<br />

Stagnation der Wirtschaft und deren<br />

Unternehmen. Und es gibt ja auch<br />

Unternehmen, die wir für die künftige<br />

Energiewende brauchen, gerade im<br />

Bereich der Zukunftstechnologien und<br />

Energiegewinnung. Hier müssen wir<br />

manchmal einen Schritt zurück machen,<br />

um zwei nach vorn gehen zu<br />

können.<br />

Gestörte Lieferketten und steigende<br />

Energiepreise bereiten Unternehmen<br />

Probleme. Wie bewerten Sie aus Ihrer<br />

Sicht die aktuelle Lage?<br />

Heuser: Die momentane Situation<br />

zeigt, wie empfindlich und anfällig unsere<br />

Lieferketten sind. Die Lieferengpässe<br />

stellen Unternehmen vor eine<br />

große Herausforderung und schmälern<br />

das durch die Corona-Pandemie ohnehin<br />

schon geschwächte Wirtschaftswachstum.<br />

Hinzu kommen steigende<br />

Energiepreise sowie Rohstoffknappheit.<br />

Wie sich unsere Wirtschaft in naher<br />

Zukunft entwickeln wird, kann keiner<br />

von uns bei der derzeitigen Lage in<br />

Europa vorhersehen. Es muss alles unternommen<br />

werden, damit es möglichst<br />

nicht zu einer „Zwangsabschaltung“<br />

in der Industrie kommt.<br />

Raum Heilbronn GmbH (WFG) und<br />

die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken<br />

GmbH (WHF) sind die Gesellschaften,<br />

die im Auftrag des Landkreises<br />

für Wirtschaftsförderung und<br />

Standortmarketing zuständig sind. Beide<br />

werden voraussichtlich im Juli das<br />

Projekt „Transformotive“ starten, das<br />

die Transformation in der Region entscheidend<br />

vorantreiben wird. Diesen<br />

Kraftakt wollen wir gemeinsam mit den<br />

regionalen Akteuren stemmen. Aktuell<br />

warten wir auf den Bewilligungsbescheid,<br />

damit diese wertvolle Unterstützung<br />

für die Unternehmen in der<br />

Region beginnen kann.<br />

Wie sehen Ihre Pläne aus, um die<br />

Standortqualität und Attraktivität des<br />

Landkreises für Unternehmen auch in<br />

Zukunft zu gewährleisten?<br />

nur<br />

9,90 €<br />

Heuser: Um Firmen und Weltmarktführer<br />

in der Region halten zu können<br />

und als Landkreis auch für Unternehmen<br />

interessant zu bleiben, wird unter<br />

anderem die künftige Energieversorgung<br />

immer bedeutender. Mir persönlich<br />

liegt das Thema grüner Wasserstoff<br />

als eine mögliche alternative Energiequelle<br />

sehr am Herzen, denn es gilt,<br />

gleichzeitig die Versorgung sicherzustellen<br />

und die Unternehmen bei der<br />

notwendigen Dekarbonisierung ihrer<br />

Produktionsprozesse zu unterstützen.<br />

Daran arbeiten in verschiedenen Projekten,<br />

insbesondere das DLR in Lampoldshausen,<br />

die WFG und ganz viele<br />

Unternehmen und Forschungsinstitutionen<br />

der Region. Zudem wird auch<br />

der weiter zunehmende Fachkräftemangel<br />

im privaten wie öffentlichen<br />

Wirtschaftssektor immer problematischer.<br />

Als Landrat sehe ich daher unsere<br />

Aufgabe darin, dem Fachkräftemangel,<br />

auch bedingt durch den<br />

demographischen Wandel, mit attraktiven<br />

Bildungs- und Studienangeboten<br />

entgegenzuwirken. Auch der Ausbau<br />

eines flächendeckenden Glasfasernetzes<br />

ist für eine zukunftsfähige Wirtschaft<br />

unerlässlich. Um diesen Ausbau<br />

und den Betrieb des lückenlosen Glasfasernetzes<br />

zu realisieren, werbe ich<br />

eindringlich dafür, diese einmalige<br />

Chance zu ergreifen. Ich kann nur an<br />

alle Unternehmen sowie an die Bürgerinnen<br />

und Bürger appellieren: Nutzen<br />

Sie diese Gelegenheit, um Ihr Unternehmen<br />

und Ihr Zuhause fit für die Zukunft<br />

zu machen. Interview: dt<br />

Zur Person<br />

Norbert Heuser (parteilos)<br />

ist seit 2021<br />

Landrat des Landkreises<br />

Heilbronn. Zuvor war er 19 Jahre lang<br />

Bürgermeister von Neuenstadt.<br />

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oder in Ihrer Buchhandlung<br />

vor Ort!<br />

Was kann der Landkreis tun, um Unternehmen<br />

in der aktuellen Situation<br />

zu unterstützen?<br />

Erneuerbarer Strom aus Sonnenlicht: Der Landkreis Heilbronn ist Kernpartner im<br />

Photovoltaik-Netzwerk Heilbronn Franken.<br />

Heuser: Eine unmittelbare finanzielle<br />

Unterstützung der Unternehmen dürfen<br />

wir rechtlich gar nicht durchführen.<br />

Dies geschieht im Wesentlichen über<br />

Instrumente des Landes und des Bundes.<br />

So hat die Bundesregierung jüngst<br />

zwei milliardenschwere Hilfspakete für<br />

Unternehmen in Deutschland beschlossen.<br />

Die Wirtschaftsförderung<br />

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28<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

29


WIRTSCHAFT | Landkreis Heilbronn<br />

Landkreis Heilbronn | WIRTSCHAFT<br />

Antrieb für die Zukunft<br />

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betreibt am<br />

Standort Lampoldshausen im Harthäuser Wald Wasserstoffforschung.<br />

Die beiden aktuellen Projekte „H2ORIZON“ und „Zero Emission“<br />

kommen nicht nur dem DLR zugute, sondern der gesamten Region.<br />

Am Standort Lampoldshausen<br />

testet das DLR Raketentriebwerke<br />

für die Raumfahrt. Als Treibstoff<br />

dient Wasserstoff – und dieser soll<br />

künftig möglichst umweltfreundlich<br />

vor Ort erzeugt werden, denn das Forschungszentrum<br />

des DLR zählt zu den<br />

größten Wasserstoffverbauchern Europas.<br />

Der Vorteil von Wasserstoff: Bei<br />

seiner Verbrennung entsteht kein umweltschädliches<br />

CO2, sondern nur<br />

Wasser.<br />

Die aktuellen Forschungsprojekte<br />

„H2ORIZON“ und „Zero Emission“<br />

dienen dazu, Wasserstofftechnologien<br />

und -verfahren in der Praxis zu erproben,<br />

insbesondere mit Blick auf Klimaneutralität<br />

der Anwendungen.<br />

Die „H2ORIZON“-Anlage auf dem<br />

Gelände des DLR in Lampoldshausen:<br />

Dort wird erprobt, wie<br />

mit erneuerbaren Energien grüner<br />

Wasserstoff produziert werden<br />

kann<br />

WINDKRAFT AUS DER REGION<br />

FÜR „H2ORIZON“<br />

2020 in Betrieb genommen, geht das<br />

Projekt „H2ORIZON“ derzeit in seine<br />

Endphase. Es soll aufzeigen, wie man<br />

Sektoren koppelt, sprich Infrastrukturen<br />

miteinander verbindet – konkret<br />

Windpark und Raketenprüfstände.<br />

Aus dem erneuerbaren Strom, den der<br />

Windpark des Heilbronner Unternehmens<br />

ZEAG im Harthäuser Wald liefert,<br />

soll mit innovativen Technologien<br />

Wasserstoff erzeugt werden. Ein Teil<br />

des Windstroms wird über eine Direktanbindung<br />

an den DLR-Standort geleitet.<br />

Dort dient er dazu, Wasser per<br />

Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff<br />

aufzuspalten. Das Ergebnis: emissionsfreier,<br />

grüner Wasserstoff, der zu<br />

100 Prozent klimaneutral ist.<br />

Für die beteiligten Akteure ist das<br />

Projekt „H2ORIZON“ ein wichtiger<br />

Beitrag zur Energiewende. Es zeigt, wie<br />

Sektorenkopplung in der Praxis aussehen<br />

kann. In Lampoldshausen werden<br />

die Sektoren Erneuerbare Energien,<br />

Wasserstoff, Raumfahrt und Wärmeerzeugung<br />

miteinander verknüpft. Der<br />

Wasserstoff ist dabei zugleich Energieträger-<br />

und Energiespeichermedium.<br />

Dr.-Ing. Daniela Lindner, Abteilungsleiterin<br />

für Angewandte Wasserstofftechnologien<br />

beim DLR, sagt: „Es<br />

funktioniert. Grüner Wasserstoff hat<br />

einen hohen Wirkungsgrad und wird<br />

neuerdings an den Prüfständen eingesetzt.“<br />

Der Wasserstoff diene aber nicht<br />

nur als Raketentreibstoff, sondern werde<br />

auch als Alternative zu Erdgas für<br />

die Energie- und Wärmeversorgung<br />

des DLR-Standorts eingesetzt.<br />

Foto: DLR<br />

AUF DEM WEG ZUR<br />

KLIMANEUTRALITÄT<br />

Das Projekt „Zero Emission“ erforscht<br />

das Einsatzpotenzial von regenerativ<br />

erzeugtem Wasserstoff in der Breite.<br />

Das energieintensive Testgelände in<br />

Lampoldshausen sei der erste DLR-<br />

Standort, der nachhaltig auf der Basis<br />

von grünem Wasserstoff mit Energie<br />

versorgt werde. „Zero Emission“ will<br />

auch dazu beitragen, die Marktfähigkeit<br />

von grünen Wasserstofftechnologien<br />

zu verbessern. Vor zwei Jahren<br />

wurde das DLR mit 16 Millionen Euro<br />

vom baden-württembergischen Ministerium<br />

für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau<br />

für „Zero Emission“ bezuschusst.<br />

Das Projekt wurde kürzlich<br />

verlängert.<br />

„Erste Erfolge sind schon sichtbar.<br />

Wir haben einen Fahrplan erarbeitet<br />

und konnten mittels einer Studie<br />

herausfinden, wie wir den Standort<br />

CO2-neutraler bekommen“, sagt Lindner.<br />

Dabei gehe es um Maßnahmen an<br />

Gebäude und Infrastruktur, die man in<br />

den nächsten Jahren umsetzen wolle.<br />

Im Mittelpunkt stehen die nachhaltige<br />

Versorgung mit Strom und Wärme sowie<br />

der Einsatz von Brennstoffzellenfahrzeugen,<br />

die mit Wasserstoff betankt<br />

werden. „Die Baumaßnahmen<br />

für das Teilprojekt Wasserstofftechnikum<br />

beginnen jetzt“, erklärt Lindner.<br />

Auch die sogenannte „grüne<br />

Raumfahrt“ spielt eine Rolle bei „Zero<br />

Emission“. Ziel sei der Ausbau von höheren<br />

Erzeugungskapazitäten für grünen<br />

Wasserstoff, der in erster Linie an<br />

den Raketenprüfständen des DLR genutzt<br />

werden soll.<br />

Grüner Wasserstoff ist ein Medium,<br />

dass CO2-neutral ist und in vielen<br />

Bereichen eingesetzt werden kann.<br />

Man kann per Brennstoffzelle Strom<br />

produzieren, ihn direkt verbrennen<br />

oder als energetischen Zwischenspeicher<br />

nutzen. „Der besonders große<br />

Vorteil, zumindest im bodengebundenen<br />

Bereich, ist, dass der Wasserstoff<br />

eine sehr hohe Energiedichte pro Masse<br />

hat und universell einsetzbar ist“, erläutert<br />

Lindner. Seine Zukunft sehe sie<br />

in energieintensiven Anwendungen.<br />

Foto: DLR/Thomas Ernsting<br />

Als Technologie- und Entwicklungspartner<br />

für kleine und mittlere<br />

Unternehmen möchte das DLR in Zukunft<br />

auch mit Unternehmen aus Heilbronn-Franken<br />

stärker kooperieren,<br />

besonders auch im Hinblick auf die<br />

Umsetzung von Testreihen mit Demonstratoren.<br />

Bisher seien erste Testreihen<br />

im Wasserstofftechnikum von<br />

Entwicklungen regionaler Partnern an<br />

deren Finanzierung gescheitert. Ein assoziierter<br />

Projektpartner von „Zero<br />

Emission“, ein Brennstoffzellenhersteller,<br />

der von außerhalb der Region<br />

kommt, wird aber voraussichtlich nach<br />

Fertigstellung des Wasserstofftechnikums<br />

im nächsten Jahr testen.<br />

LUFTFAHRT PROFITIERT VON<br />

INDUSTRIE UND RAUMFAHRT<br />

Momentan läuft ein Projekt mit einem<br />

finnischen Microgasturbinenhersteller,<br />

der einen vom DLR entwickelten Wasserstoff-Verbrenner<br />

nutzt. Der Demonstrator<br />

soll im Wasserstofftechnikum<br />

Lampoldshausen getestet werden.<br />

Dieser Microgasturbinendemonstrator<br />

arbeitet mit einer Mischung aus Erdgas<br />

und Wasserstoff, kann aber auch reinen<br />

Wasserstoff verbrennen. Nach erfolgreicher<br />

Testung soll das System in<br />

das Standortnetz integriert und unter<br />

Realbedingungen weiter getestet werden.<br />

„Die tiefgehenden Kenntnisse für<br />

den Einsatz von Wasserstoff in den Industriezweigen<br />

können auf die Luftfahrt<br />

übertragen werden“, meint Lindner.<br />

Das liege daran, dass die Luftfahrt<br />

ein Sektor sei, der in der Entwicklung<br />

von Wasserstofftechnologien noch hinterherhinke.<br />

Die Sicherheitsanforderungen<br />

seien hoch angesetzt. Dennoch<br />

versuche die Forschung die Erkenntnisse,<br />

die bezüglich der Anwendung<br />

von Wasserstoff in diversen Industriezweigen<br />

und der Raumfahrt vorliegen,<br />

auf die Luftfahrt zu übertragen.<br />

Innerhalb des DLR-Verbunds gibt<br />

es weitere Projekte, die mit Wasserstoff<br />

in Verbindung stehen. „Wir unterstützen<br />

mit unserer Expertise in allen Bereichen,<br />

wo es geht. Im DLR sind wir<br />

vernetzt, gerade in Bezug auf Wasserstoff“,<br />

sagt Lindner.<br />

Vor zwei Jahren wurde begonnen,<br />

ein Wasserstoffnetzwerk aufzubauen,<br />

um die Synergien und Kompetenzen<br />

der jeweiligen Institute optimal einzusetzen.<br />

Querschnittsprojekte des DLR<br />

befassen sich zum Beispiel auch mit<br />

der Zertifizierbarkeit von Flüssigwasserstofftanks<br />

für die Luftfahrt.yg<br />

Wasserstoffproduktion per Elektrolyse: Unter Einsatz von Strom aus erneuerbaren<br />

Energien wird am DLR Wasser in seine Bestandteile aufgespalten.<br />

30 <strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

31


WIRTSCHAFT | Landkreis Heilbronn<br />

Bald wieder ausgelastet<br />

Sole, Sauna, Badespaß: Die Rappsodie in Bad Rappenau bietet nach<br />

zwei Pandemie jahren und phasenweisen Schließungen wieder ihr<br />

komplettes Angebot. Nächstes Projekt: Ein Neubau des Hallenbads<br />

steht an.<br />

Der Wegfall der meisten Corona-<br />

Beschränkungen bedeutet einen<br />

lang ersehnten Schub für das<br />

Sauna- und Solebad Rappsodie in Bad<br />

Rappenau. „Endlich wieder Normalbetrieb“,<br />

freut sich Betriebsleiter Timo<br />

Künzel. Die Besucherzahlen seien wieder<br />

deutlich gestiegen, seit das Komplettangebot<br />

des Bads ohne Einschränkungen<br />

möglich ist.<br />

„Die vergangenen Pandemiejahre<br />

mit ihren unzähligen Verordnungen<br />

waren eine schwierige Zeit“, berichtet<br />

Künzel. „Vieles war lange Zeit nicht erlaubt,<br />

etwa Aufgüsse in der Sauna oder<br />

Zeremonien in Warmlufträumen und<br />

Dampfbädern.“ Aufgrund der Abstandsregeln<br />

konnte zudem die Kapazität<br />

der Saunalandschaft nicht voll<br />

ausgeschöpft werden. „Wo normalerweise<br />

40 Personen in die Sauna passen,<br />

durften nur noch 12 bis 14 hinein,“<br />

berichtet Künzel. Events und Specials<br />

mussten abgesagt werden. Zwischenzeitlich<br />

war das Bad auch komplett geschlossen.<br />

All das habe sich entsprechend<br />

negativ auf die Wirtschaftlichkeit<br />

des Bäderbetriebs ausgewirkt.<br />

Jetzt blickt Künzel optimistisch in<br />

die Zukunft. „Wir dürfen endlich wieder<br />

aufgießen, verwedeln, diverse Zeremonien<br />

anbieten – alles so wie früher.“<br />

Er gehe davon aus, dass im<br />

Sommer auch das Freibad mit Wellenbecken<br />

und Massagebrunnen – einer<br />

Bad Rappenauer Erfindung – wieder<br />

voll ausgelastet werde.<br />

WOHLTUENDES WASSER<br />

Die Becken der Rappsodie sind mit<br />

zweiprozentiger Sole gefüllt. Basis ist<br />

die Bad Rappenauer Sole, die mit einem<br />

Salzgehalt von 27 Prozent aus<br />

dem Brunnen kommt und anschließend<br />

verdünnt wird. Zudem werden<br />

Mineralien wie Magnesium, Lithium,<br />

Selen und Zink beigemengt. „Das Salz<br />

und die Mineralien, die über die Haut<br />

aufgenommen werden können, haben<br />

eine gesundheitsfördernde Wirkung“,<br />

erläutert Künzel. „Sie können beispielsweise<br />

zur Linderung von Hautkrankheiten<br />

beitragen oder diesen vorbeugen.“<br />

Eine Zeit lang war die Rappsodie<br />

auch in das Therapieangebot der Kurstadt<br />

Bad Rappenau eingebunden, inzwischen<br />

haben die Kliniken aber eigene<br />

Becken, daher stehe jetzt der<br />

Freizeit- und Wellness-Aspekt im Vordergrund.<br />

NEUGESTALTUNG GEPLANT<br />

Das einstige Therapiebecken im Hallenbad<br />

ist seit einiger Zeit geschlossen,<br />

denn die Sole hatte das Außenbecken<br />

im Stockwerk darüber angegriffen.<br />

„Das Becken war nicht mehr dicht. Wir<br />

mussten das Wasser ablassen, auch um<br />

das Gebäude zu entlasten“, sagt Künzel.<br />

„Die Beeinträchtigungen für Besucher<br />

Foto: Rappsodie<br />

Das Hallenbad der Rappsodie in Bad Rappenau soll in den kommenden Jahren<br />

neu gestaltet werden.<br />

sind aber gering, da wir über zwei große<br />

weitere Becken verfügen. Außerdem<br />

haben wir zum Ausgleich unsere Preise<br />

reduziert.“<br />

Eine Sanierung des Hallenbads<br />

wäre unwirtschaftlich, daher hat sich<br />

der Gemeinderat von Bad Rappenau<br />

für einen Abriss und Neubau an gleicher<br />

Stelle entschieden. Doch bis es soweit<br />

ist, dürften nach Einschätzung von<br />

Timo Künzel noch mehr als zwei Jahre<br />

ins Land gehen.<br />

Bis zur Wiedereröffnung rechne<br />

er mit vier bis fünf Jahren. Erste Ideen<br />

für die Neugestaltung gibt es bereits.<br />

„Die Entscheidung für einen Neubau<br />

des Hallenbads ist ein positiver Schritt,<br />

um das Bad zukunftsfähig zu machen.<br />

Ich freue mich schon unheimlich auf<br />

dieses spannende Projekt“, erklärt Künzel.<br />

„Es soll ein Drei-Sparten-Bad werden<br />

mit 25-Meter-Becken für sportliches<br />

Schwimmen, einem Kinder- und<br />

Familienbereich mit Wasserattraktionen<br />

sowie einem wertigen Solebadbereich<br />

mit Außenbecken und vielleicht<br />

mehreren kleinen Becken. Eventuell<br />

wird ein Schwebebecken mit zwölf Prozent<br />

Sole kommen, ähnlich wie im Toten<br />

Meer.“ <br />

Dirk Täuber<br />

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<strong>April</strong> <strong>2022</strong>


WIRTSCHAFT | Landkreis Heilbronn<br />

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Luxusgüter sind gefragt<br />

Sachwerte haben in Krisenzeiten Zulauf. Das gilt nicht nur für Immobilien,<br />

sondern auch für Edelmetalle und Edelsteine. Während der<br />

Pandemie ist zudem das Interesse an luxuriösen Schmuckstücken<br />

gestiegen, wie Goldschmied und Juwelier Sven Hofmann berichtet.<br />

Die vergangenen beiden Pandemiejahre,<br />

die anhaltende Null-<br />

Zins-Phase und auch die steigende<br />

Inflation haben Sven Hofmann<br />

wirtschaftlich in die Karten gespielt. Er<br />

führt in zweiter Generation die Goldschmiede<br />

Hofmann in Heilbronn und<br />

hat von einem spürbar veränderten<br />

Kaufverhalten profitiert. „Wir haben<br />

festgestellt, dass vermögende Kunden<br />

deutlich mehr in Schmuck und Edelsteine<br />

investiert haben“, berichtet er.<br />

„Bevor das Geld auf der Bank einfach<br />

nur an Wert verliert, haben sie sich lieber<br />

schöne Schmuckstücke gekauft.“<br />

Seit mehreren Jahren beschäftigt<br />

sich der gelernte Goldschmied nicht<br />

nur mit der Herstellung und dem Verkauf<br />

von Schmuckstücken, sondern<br />

auch mit Edelsteinen als Wertanlage.<br />

Für Goldbarren sei er der falsche Ansprechpartner,<br />

da bei ihm als Juwelier<br />

19 Prozent Mehrwertsteuer fällig werden.<br />

Doch Diamanten und Farbedelsteine<br />

seien ein großes Thema.<br />

Insbesondere der Diamant stehe<br />

auf der Beliebtheitsskala weit oben,<br />

unter anderem weil hohe Markttransparenz<br />

herrsche. „Via Internet können<br />

sich Kunden sehr einfach über den<br />

Marktwert von Diamanten informieren“,<br />

sagt Hofmann. „Natürlich sind<br />

dabei Unterschiede in Reinheit, Schliff<br />

und Proportion sowie die Zertifikate<br />

der Steine zu beachten. Aber auch als<br />

Laie kann man in kurzer Zeit eine gute<br />

Einschätzung erhalten, wieviel zum<br />

Beispiel ein einkarätiger Brillant kosten<br />

darf.“ Das mache Diamanten auch<br />

als Anlageobjekt interessant.<br />

In der persönlichen Beratung legt<br />

Hofmann seinen Kunden aber immer<br />

öfter Farbedelsteine ans Herz. Langfristig<br />

seien damit unter Umständen<br />

größere Gewinne zu erzielen. „Doch<br />

dazu ist Expertise notwendig. Die<br />

Preisentwicklung hängt stark davon<br />

ab, wie selten die Steine sind und wie<br />

viele künftig noch gefördert werden“,<br />

sagt Hofmann.<br />

DIE GROSSEN DREI<br />

Smaragd, Rubin und Saphir: Das sind<br />

die bekanntesten Farbedelsteine, die<br />

auch eine hohe Werthaltigkeit besitzen.<br />

Für Investments gebe es jedoch<br />

noch eine ganze Reihe an interessanten<br />

Alternativen. Hofmanns Geheimtipp:<br />

Tsavorit, ein exotischer, grüner<br />

Granatstein aus Ostafrika. „Die Steine<br />

sind sehr selten. Wer hier ein schönes<br />

Exemplar mit Zertifikat findet, kann es<br />

praktisch blind kaufen.“<br />

KEINE „BLUTDIAMANTEN“<br />

Zertifikate spielen eine wichtige Rolle<br />

im Edelsteinhandel. Sie belegen die<br />

Echtheit. Großen Wert legt Sven Hofmann<br />

darauf, dass seine Ware ethisch<br />

einwandfrei ist. Er verarbeite nur konfliktfreie<br />

Diamanten. „An Blutdiamanten<br />

würde ich gar nicht herankommen.<br />

Der Markt ist sehr streng reguliert<br />

durch den Kimberley Process, einem<br />

internationalen Abkommen zwischen<br />

Minen und Händlern“, sagt er.<br />

So können sich seine Kunden guten<br />

Gewissens an schönem Schmuck<br />

erfreuen. „Das ist der Vorteil von Edelsteinen:<br />

Sie können als Geldanlage<br />

dienen, aber auch gefasst und getragen<br />

werden, ohne dass sich ihr Wert dadurch<br />

schmälert.“ Dirk Täuber<br />

Foto: Goldschmiede Hofmann<br />

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Gerade Linien und klare Formen lassen ebenso zeitgemäße<br />

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WIRTSCHAFT | 30 Jahre Gewerbegebiet „Am Autobahnkreuz“<br />

30 Jahre Gewerbegebiet „Am Autobahnkreuz“ | WIRTSCHAFT<br />

Zur Person<br />

Stefan Thoma ist Bürgermeister<br />

von Weinsberg und<br />

Vorsitzender des Verbands, der sich<br />

um die Belange des Gewerbegebiets<br />

„Am Autobahnkreuz“ kümmert.<br />

„Der gesunde<br />

Mittelstandsmix<br />

hat sich bewährt“<br />

Das Gewerbegebiet „Am Autobahnkreuz“ von Weinsberg und<br />

Ellhofen ist 30 Jahre alt – oder besser jung. Stefan Thoma,<br />

Verbands vorsitzender und Weinsberger Bürgermeister, über<br />

eine interkommunale Erfolgsgeschichte.<br />

Weinsberg und Ellhofen haben das<br />

Gewerbegebiet „Am Autobahnkreuz“<br />

gemeinsam entwickelt. Wieso hat man<br />

sich damals für eine interkommunale<br />

Zusammenarbeit entschieden?<br />

Stefan Thoma: Die Gedanken basierten<br />

auf der Idee, bei gleichermaßen<br />

knappen Flächen beiden Kommunen<br />

in verkehrsgünstiger Lage eine Gewerbeentwicklungsmöglichkeit<br />

zu bieten.<br />

Die optimale Anbindung an die B 39,<br />

die B 39a und das Autobahnkreuz gibt<br />

es nur einmal in der Region: ein Mehrwert<br />

also für beide Partner – und die<br />

sich dort ansiedelnden Unternehmen.<br />

Wie ist die Zusammenarbeit zwischen<br />

Weinsberg und Ellhofen organisiert?<br />

Thoma: Auch wenn der größere Flächenanteil<br />

auf Gemarkung Ellhofen<br />

liegt, ist die Verwaltung des gemeinsamen<br />

Gewerbegebietes im Rathaus der<br />

Stadt Weinsberg angesiedelt und wird<br />

auch primär von deren Mitarbeitern<br />

erledigt. Die Verbandsversammlung<br />

besteht zu gleichen Teilen aus Mitgliedern<br />

der Gemeinderatsgremien beider<br />

Kommunen. Der Ertrag aus dem Gebiet,<br />

der sich in den letzten Jahren<br />

deutlich erhöht hat, wird zwischen den<br />

Kommunen aufgeteilt. 1,3 Millionen<br />

Euro Gewerbesteuer hat das Gebiet im<br />

Jahr 2021 abgeworfen. Der Verband ist<br />

seit Jahren schuldenfrei, was ebenfalls<br />

zur Erfolgsgeschichte zählt.<br />

Wie hat sich das Gewerbegebiet in drei<br />

Jahrzehnten entwickelt? Welche Bedeutung<br />

hat es für den lokalen Arbeitsmarkt<br />

oder auch den Zuzug neuer Einwohner<br />

entfaltet?<br />

Foto: Anja Krezer<br />

Handel und Dienstleistungen: Ein bunter Branchenmix prägt das seit 30 Jahren<br />

bestehende Gewerbegebiet „Am Autobahnkreuz“.<br />

Thoma: Nach einem zähen Start hat<br />

sich das Gebiet in den 2010er Jahren<br />

prächtig entwickelt und wurde hinsichtlich<br />

seiner Fläche optimiert. Derzeit<br />

gibt es nur noch eine einzige Entwicklungsmöglichkeit<br />

oben an der<br />

Autobahn, die sich aber voraussichtlich<br />

frühestens in fünf Jahren nutzen<br />

lässt. Die Vorarbeiten hierfür sind nicht<br />

zuletzt wegen der dort schwierigen Topographie<br />

langwierig. Das Gebiet mit<br />

Anschluss an die Stadtbahnlinie<br />

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37


WIRTSCHAFT | 30 Jahre Gewerbegebiet „Am Autobahnkreuz“<br />

30 Jahre Gewerbegebiet „Am Autobahnkreuz“ | WIRTSCHAFT<br />

Richtung Öhringen und Heilbronn sowie<br />

an das überregionale Straßennetz<br />

bietet rund 1000 Arbeitsplätze in einer<br />

bunt gemischten Firmenstruktur. Dass<br />

sich dies auch einwohnermäßig auf die<br />

beiden „Mutterkommunen“ Weinsberg<br />

und Ellhofen auswirkt, liegt auf der<br />

Hand.<br />

Auf welchen Branchen liegt der Fokus?<br />

Thoma: Der Besatz des Gebietes ist<br />

bunt gemischt. Ausschlaggebend für<br />

die Ansiedelungszusagen waren eher<br />

Ausschlusskriterien: So bestand eine<br />

breite Einigkeit in den Gremien, dort<br />

keine Speditionen, Logistiker oder<br />

Spielhallen anzusiedeln. Der gesunde<br />

Mittelstandsmix hat sich bewährt.<br />

Welche Unternehmen sind bereits seit<br />

den Anfängen vor Ort?<br />

Luftaufnahme des Gewerbegebiets<br />

„Am Autobahnkreuz“ zwischen Weinsberg<br />

und Ellhofen.<br />

Foto: Google Maps, <strong>2022</strong> GeoBasis-DE/BKG, GeoContent, Maxar Technologies<br />

Thoma: Zu den Unternehmen der ersten<br />

Stunde zählen unter anderem die<br />

Funkoase, die Filiale des Schnellrestaurants<br />

sowie der Baumarkt mit Gartencenter,<br />

Büroflächen und dem Natursteinwerk.<br />

Diese Pionierunternehmen<br />

des Gewerbegebiets „Am Autobahnkreuz“<br />

sind heute noch erfolgreich aktiv,<br />

wobei der Baumarkt inzwischen einen<br />

anderen Firmennamen hat.<br />

Was planen Sie für die Zukunft des<br />

Gewerbegebiets?<br />

Thoma: Das Gewerbegebiet, wie es<br />

derzeit mit den ansässigen Unternehmen<br />

besiedelt ist, kann als abgeschlossen<br />

betrachtet werden. Die bauliche<br />

Entwicklungsmöglichkeit in der Nähe<br />

des Autobahnanschlusses an der B 39a<br />

wird noch einige Zeit bis zur Umsetzung<br />

benötigen. Derzeit laufen die<br />

Überlegungen für den Verkehrsanschluss<br />

über einen Kreisverkehr an der<br />

Kreuzung B 39a und der Querspange<br />

nach Ellhofen/Lehrensteinsfeld, um<br />

diesen Knoten zu entlasten und die Zufahrt<br />

in den künftigen Gewerbegebietsbauabschitt<br />

1b zu ermöglichen.<br />

Das Autobahnkreuz Weinsberg ist<br />

durch die vielen Staumeldungen weit<br />

über die Region hinaus bekannt. Ist die<br />

Lage mehr Fluch oder mehr Segen?<br />

Thoma: Der Bekanntheitsgrad des Autobahnkreuzes<br />

Weinsberg hängt natürlich<br />

mit der bislang vorhandenen Stauanfälligkeit<br />

der A 6 zusammen, die<br />

zumindest Richtung Westen durch die<br />

Fertigstellung des Ausbaus der Autobahn<br />

abnimmt. Der bereits seit vielen<br />

Jahren angedachte Ausbau Richtung<br />

Osten lässt wohl noch einige Jahre auf<br />

sich warten, bis es hier zu Entlastungen<br />

kommen kann. Das Kreuz selber ist in<br />

der Regel staufrei sowie in Nord-Süd-<br />

Richtung generell unproblematisch.<br />

Alles in allem ist das Autobahnkreuz<br />

Weinsberg viel leistungsfähiger als sein<br />

Ruf es erwarten lässt, was sich inzwischen<br />

auch herumgesprochen hat. Die<br />

verkehrsgünstige Lage des Gewerbegebiets<br />

ist also eindeutig mehr Segen.<br />

<br />

Interview: Dirk Täuber<br />

Foto: Stadt Weinsberg<br />

Eine der größten Ansiedlungen des<br />

Gewerbegebiets: Der Baumarkt mit<br />

Gartencenter und Natursteinwerk ist<br />

von Beginn an vor Ort – heute unter<br />

neuem Namen.<br />

Attraktive und<br />

hochwertige<br />

Flächen in<br />

verkehrsgünstiger<br />

Lage<br />

gemeinsam<br />

entwickelt durch den<br />

Zweckverband<br />

„Weinsberg / Ellhofen<br />

am Autobahnkreuz“<br />

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<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

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Auf der Messe kommen regionale Unternehmen mit Kunden ins Gespräch.<br />

Industrie 4.0 ganz praktisch<br />

Vernetzt, digitalisiert, automatisiert: Technische Weiterentwicklungen<br />

heben Produktionsprozesse auf ein neues Level. Die Messepremiere<br />

der „all about automation“ in Heilbronn liefert Einblicke.<br />

Foto: Easyfairs<br />

ma Digitalisierung. „Deshalb stellen<br />

sich Unternehmen die Frage: Wie gehe<br />

ich Digitalisierungsprojekte in der Produktionstechnologie<br />

konkret an?“, sagt<br />

Waglöhner. Es gehe nicht um Theorie<br />

und Zukunftsvision, sondern um die<br />

praktische Umsetzung von Industrie<br />

4.0 in Betrieben.<br />

ROBOTER REAGIEREN<br />

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Im Fokus stehe dabei zurzeit der Einsatz<br />

kollaborativer Roboter (Cobots),<br />

die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten.<br />

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und Kameras, die dafür sorgen,<br />

dass auch ohne Schutzvorkehrungen<br />

ein sicheres Arbeiten möglich ist. Den<br />

Menschen werden damit monotone<br />

und sich wiederholende Arbeiten abgenommen.<br />

Die Roboter reagieren intelligent<br />

auf ihr Umfeld und können<br />

sich selbstständig im Raum fortbewegen.<br />

„Die Messe beschäftigt sich unter<br />

anderem damit, wann ein Cobot effizient<br />

und somit mit überschaubarem<br />

Aufwand einsetzbar ist“, erläutert Waglöhner.<br />

Die technische Weiterentwicklung<br />

in Sachen Industrie 4.0 verlaufe<br />

sehr dynamisch. „Die Produkte und<br />

das Know-how sind da. Jetzt geht es<br />

darum, das auch im Betrieb umzuset-<br />

zen.“ Die fortschreitende Digitalisierung<br />

bringe aber nicht nur Vorteile,<br />

sondern auch Risiken mit sich, etwa<br />

die Gefahr von Cyberattacken auf Unternehmen.<br />

Daher werde dieses Top-<br />

Thema auf der „all about automation“<br />

ebenfalls beleuchtet. Es werden unter<br />

anderem die Fragen beantwortet, wie<br />

Unternehmen mit möglichen Cyberattacken<br />

umgehen und in welche Sicherheitsaspekte<br />

sie investieren sollen.<br />

Themen, die jedes Unternehmen auf<br />

seine Agenda nehmen sollte.<br />

„Es ist inzwischen eine Notwendigkeit,<br />

auch als kleines oder mittleres<br />

Unternehmen in die Automatisierung<br />

zu investieren, um auch künftig am<br />

Markt bestehen zu können“, ist Waglöhner<br />

überzeugt. Auch dem Mangel<br />

an Fachkräften könne durch Industrieautomation<br />

entgegengewirkt werden.<br />

Egal ob großer Weltmarktführer oder<br />

kleiner Zulieferbetrieb – alle können<br />

nach Ansicht der Messeveranstalterin<br />

von der industriellen Automation profitieren.<br />

<br />

Yannis Gaukel<br />

Info<br />

Die Automatisierungsmesse „all about<br />

automation“ findet am 18. und 19. Mai<br />

in der Redblue Messehalle in Heilbronn<br />

statt.<br />

Mit dem Begriff Industrie 4.0<br />

konnte vor zehn Jahren noch<br />

kaum jemand etwas anfangen.<br />

2013 wurde dann auf Betreiben des<br />

Bundesforschungsministeriums eine<br />

Agenda dazu ausgearbeitet. Heute ist<br />

Industrie 4.0 ein großes Thema in den<br />

Unternehmen. Digitalisierung verknüpft<br />

die reale mit der virtuellen Welt.<br />

Maschinen und Prozesse werden mit<br />

Hilfe moderner Technologien immer<br />

stärker vernetzt. Arbeitsprozesse laufen<br />

dadurch schneller, effizienter und<br />

flexibler ab. Große Erwartungen gibt es<br />

auch mit Blick auf den Einsatz von<br />

künstlicher Intelligenz.<br />

Die Industrieautomation hat für<br />

die wachstumsstarke Wirtschaftsregion<br />

Heilbronn-Franken einen hohen<br />

Stellenwert. Mit der „all about automation“<br />

kommt im Mai nun erstmals eine<br />

Fachmesse zu diesem Thema nach<br />

Heilbronn.<br />

REGIONALES MESSEKONZEPT<br />

Tanja Waglöhner, Geschäftsführerin<br />

der Easyfairs Group und Veranstalterin<br />

der Messe, ist zuversichtlich, die Region<br />

dauerhaft mit einer Messe zum<br />

Thema Automatisierung belegen zu<br />

können. Von Ausstellerseite werde die<br />

Veranstaltung jedenfalls gut angenommen.<br />

„Das zeigt sich schon darin, dass<br />

wir die zur Verfügung stehende Messefläche<br />

schon seit Monaten ausverkauft<br />

haben“, sagt sie. Über 130 Aussteller<br />

werden vor Ort sein.<br />

Die Fachmesse für Automatisierung<br />

ist an verschiedenen Standorten<br />

in ganz Deutschland vertreten. Das<br />

Messekonzept ist regional ausgerichtet.<br />

Den Fachbesuchern soll ermöglicht<br />

werden, direkt mit den Ansprechpartnern<br />

in ihrem regionalen Umfeld<br />

in Kontakt zu treten, persönliche Gespräche<br />

zu führen und sich untereinander<br />

zu vernetzen. Die Aussteller<br />

können sich auf der „all about automation“<br />

laut Waglöhner in ein „regionales<br />

Schaufenster“ stellen.<br />

Die Trends in der Industrieautomation<br />

kreisen vor allem um das The-<br />

Cobots stehen im Fokus der Automatisierungstrends. Sie arbeiten sozusagen<br />

Hand in Hand mit Menschen.<br />

40 <strong>April</strong> <strong>2022</strong>


WIRTSCHAFT | Industrieautomation<br />

Industrieautomation | WIRTSCHAFT<br />

Smarte Testumgebung: Die Karlsruher Forschungsfabrik.<br />

So werden<br />

Fabriken smarter<br />

Mit Industrie 4.0 verfügt Deutschland über einen Exportschlager –<br />

aber die Möglichkeiten moderner Produktionsprozesse sind noch<br />

lange nicht ausgeschöpft. Olaf Sauer skizziert die Trends.<br />

Die Digitalisierung von Produkten,<br />

Produktionsprozessen und<br />

deren Ausrüstung sowie die zugehörigen<br />

IT-Systeme und -Infrastrukturen<br />

sind als integrale Bestandteile zu<br />

betrachten. Das gilt beispielsweise in<br />

Bezug auf das Beherrschen innovativer<br />

Fertigungsverfahren, dem zielgerichteten<br />

Einsatz von Künstlicher Intelligenz<br />

und neuer Modelle zur Abwicklung<br />

von Fertigungsaufträgen.<br />

Einer der Anwendungsfälle von<br />

Industrie 4.0 ist die „Selbstorganisierende<br />

Produktion“. Schon in den ersten<br />

Dokumenten zu Industrie 4.0 findet<br />

sich die Vision, dass intelligente<br />

Produkte durch ihre Ad-hoc-Vernetzungsfähigkeit<br />

sowie durch Mitführung<br />

einer digitalen Produktbeschreibung<br />

dazu befähigt sind, sich<br />

eigenständig durch die Produktion zu<br />

steuern. In einigen Fabriken sind erste<br />

Anwendungsbeispiele zu sehen, wenn<br />

zum Beispiel fahrerlose Transportsysteme<br />

(FTS) Werkstücke zum nächsten<br />

freien Montageplatz transportieren.<br />

Die aktuellen Krisen verdeutlichen,<br />

dass die installierte Basis an Produktionstechnik<br />

und Steuerungsprinzipien<br />

bei schwankendem Absatz zu<br />

einem Problem bei der Deckung der<br />

Fixkosten führen kann. Vor allem die<br />

derzeit eingesetzten automatisierten<br />

Betriebsmittel sind dafür die Ursache:<br />

Sie sind auf spezielle Baureihen, Produktvarianten<br />

oder Montageumfänge<br />

ausgelegt und zu unflexibel, um bei<br />

ausbleibender Auslastung anderweitig<br />

genutzt werden zu können.<br />

Hohe Variantenvielfalt und sich<br />

schnell ändernde Kapazitätsanforderungen<br />

zwingen dazu, hochspezialisierte<br />

und –produktive durch universelle<br />

Ausrüstungen zu ersetzen.<br />

Fabriken mit mobilen Ausrüstungen<br />

(Maschinen oder Materialflusssysteme)<br />

verzichten auf feste Einbauten im<br />

Hallenboden oder einer fest installierten<br />

Materialflussebene, erfordern jedoch<br />

Lokalisierung und Verfolgung<br />

von Werkstücken, Ausrüstungen und<br />

Transportsystemen.<br />

Modularität benötigt Auto-Identifikation,<br />

-Konfiguration und -Aktualisierung<br />

von Produktionsanlagen nach<br />

dem „PLUGandWORK“-Prinzip. Damit<br />

können Module schnell umgebaut,<br />

neu angeordnet oder auch skaliert<br />

werden, entsprechend den sich ändernden<br />

Fertigungsaufgaben.<br />

KI-EINSATZ FÜR „UNREIFE“<br />

PROZESSE<br />

Heute setzen Fertigungsunternehmen<br />

Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles<br />

Lernen (ML) ein, um unerwartetes<br />

Verhalten von Maschinen<br />

oder Komponenten in der Produktion<br />

vorausschauend zu erkennen und so<br />

Produktionsstillstände zu vermeiden.<br />

Manche entwickeln bereits Modelle<br />

zur Vorhersage der Qualität und nutzen<br />

sie, um Prozessparameter zur<br />

Laufzeit zu verbessern. Über die Optimierung<br />

bestehender Prozesse hinaus<br />

kann die KI aber auch dabei unterstüt-<br />

Quelle: wbk / IOSB / ICT<br />

zen, neue Fertigungsverfahren schnell<br />

zur industriellen Reife zu bringen. Angesichts<br />

der aktuell bestehenden Herausforderungen,<br />

zum Beispiel Marktschwankungen<br />

oder einer immer<br />

höheren Zahl von Produktvarianten,<br />

können Ingenieure Produktionsprozesse<br />

kaum noch vorab vollständig<br />

ausspezifizieren. Früher haben sie diese<br />

Prozesse aufwändig entwickelt und<br />

daraus Anlagen abgeleitet, diese Anlagen<br />

ausgeplant, konfiguriert, zusammengebaut<br />

und in Betrieb genommen.<br />

Heute laufen diese Schritte teilweise<br />

parallel ab.<br />

Als „unreife Prozesse“ bezeichnen<br />

wir Fertigungsprozesse, die noch<br />

nicht vollständig optimiert sind, weil<br />

sie entweder neue Verfahren einsetzen,<br />

neue Werkstoffe verarbeiten oder<br />

komplexe Wechselwirkungen zwischen<br />

Eingangsmaterial, Prozesszustand<br />

und externen Einflussgrößen<br />

auftreten. Die Idee hinter der KI-basierten<br />

schnellen Reifmachung ist es,<br />

den Prozess schon in einem sehr frühen<br />

Stadium in einem industriellen<br />

Maßstab umzusetzen und Produkte zu<br />

fertigen. Eingangs höhere Ausschussraten<br />

werden in Kauf genommen,<br />

wenn dadurch schnell ausreichende<br />

Daten für die nachfolgende Prozessoptimierung<br />

entstehen. Mittels (Über-)<br />

Instrumentierung durch erweiterte<br />

Sensorik und Aktuatorik wird der Prozess<br />

zunächst für maschinelle Lernverfahren<br />

zugänglich gemacht. Die mit<br />

den Daten trainierten KI-Modelle ermöglichen<br />

es Ingenieuren und Data<br />

Scientists, die Produktion zu beobachten<br />

und darauf aufbauend eine adaptive<br />

Prozessregelung zu entwickeln.<br />

So kann der Markt schon viel früher<br />

mit den neuen Produkten bedient<br />

werden. Mit der erheblich kürzeren Time-to-Market<br />

können die Zielmärkte<br />

neuer Produkte schon erobert werden,<br />

bevor die Fertigungsprozesse bezüglich<br />

Herstellkosten optimiert sind,<br />

etwa in der Fertigung von Batteriezellen<br />

oder -modulen, der automatisierten<br />

Elektromotorenfertigung oder bei<br />

der Herstellung von Brennstoffzellen.<br />

Ein Angebot dafür ist die langfristige<br />

und zielgerichtete Kooperation<br />

von Industriepartnern mit der Karlsruher<br />

Forschungsfabrik. Auf 5000 m²<br />

Produktionsfläche mit modernster<br />

Infrastruktur setzen wir gemeinsam<br />

mit Industriepartnern industrienahe<br />

KI-Projekte um.<br />

PLATTFORMÖKONOMIE<br />

Bei den F&E-Arbeiten zu unserem<br />

„SmartFactoryWeb“ (SFW), einer industriellen<br />

Plattform für smarte Fabriken,<br />

das gleichzeitig offizielles Testbed<br />

des Industrial Internet Consortiums<br />

(IIC) ist, sind die Entwickler des Fraunhofer<br />

IOSB zu dem Schluss gekommen,<br />

dass diese Plattformen tatsächlich<br />

disruptive Wirkungen für die<br />

Fertigungsindustrie haben können.<br />

SFW zielt darauf, Verbesserungen<br />

in der Wertschöpfung durch flexiblen<br />

Ausgleich von Kapazitäten zwischen<br />

den Smart Factories der<br />

Plattform zu erzielen. Dazu registrieren<br />

sich die Fabriken im SFW-Portal<br />

und eröffnen somit Kunden eine Suche<br />

nach geeigneten Produktionskapazitäten.<br />

Inzwischen verfügt SFW auch<br />

über Funktionen zur Verwaltung von<br />

Lieferketten und –netzwerken. Da Produktionsunternehmen<br />

meist auf Zulieferer<br />

angewiesen und über mehrere<br />

Standorte verteilt sind, ist diese Funktionalität<br />

erforderlich, um Verbesserungen<br />

und Verhandlungen über Unternehmensgrenzen<br />

hinweg zu<br />

erreichen.<br />

Inzwischen haben sich am Markt<br />

diverse Manufacturing-as-a-Service-<br />

(MaaS-)Plattformen etabliert, die die<br />

Herstellung von Teilen – aktuell meist<br />

noch NC-Bearbeitung, 3D-Druck oder<br />

Herstellung von Blechteilen – anbieten.<br />

Fertigungsunternehmen werden<br />

Teil solcher Plattformen, indem sie<br />

ihre Ressourcen und damit die Fertigungskapazitäten<br />

zur Verfügung stellen;<br />

die Plattform übernimmt alle administrativen<br />

Tätigkeiten: Auf Basis<br />

der vom Kunden bereitgestellten 3D-<br />

Daten kalkuliert die Software automatisch<br />

den Preis sowie den Liefertermin<br />

und vergibt den Fertigungsauftrag an<br />

Foto: wbk<br />

Prozessentwicklung unter Realbedingungen<br />

in der Forschungsfabrik.<br />

eine seiner angeschlossenen Fabriken.<br />

Der Endkunde hat somit keinen<br />

direkten Kontakt mehr mit dem Fertigungsunternehmen,<br />

sondern lediglich<br />

mit der Plattform. Die Plattform übernimmt<br />

außerdem die komplette Logistik<br />

und – falls bei einem Fertiger Investitionen<br />

in Kapazitätserweiterungen<br />

erforderlich sind – auch deren Finanzierung.<br />

Mit eingebetteter KI hat die<br />

Plattform die Möglichkeit des Lernens<br />

aus den Geometrien bis hin zur Verbesserung<br />

der NC-Programme.<br />

Aus unserer Sicht ist es jedoch<br />

entscheidend, dass Daten aus Produktionsanlagen<br />

und Fabriken nur in<br />

spezifischen Anwendungsfällen an<br />

Dritte weitergegeben werden. Die Nutzungskontrolle<br />

über die Daten muss<br />

beim Eigentümer der Geometrien beziehungsweise<br />

beim jeweiligen Fertigungsunternehmen<br />

erhalten bleiben.<br />

Darum unterstützt das IOSB die<br />

Bestrebungen der International Data<br />

Spaces Association (IDSA), die mit<br />

dem Industrial Data Space (IDS) ein sicheres<br />

und souveränes Netzwerk zum<br />

Datenaustausch aufbaut. Datenschutz<br />

ist in diesem Zusammenhang ein essenzielles<br />

Erfordernis. Olaf Sauer<br />

Zur Person<br />

Dr.-Ing. Olaf Sauer ist<br />

stellvertretender Institutsleiter<br />

des Fraunhofer<br />

IOSB in Karlsruhe.<br />

42<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

43


FREIZEIT | Gartennetzwerk<br />

„Gärten sind unverzichtbar“<br />

Ob groß, ob klein – Gärten und Parks sind beliebte Erholungsorte.<br />

Sie sind zudem ein wichtiger Lebensraum für Pflanzen-, Insektenund<br />

Tierarten sowie ein Wirtschaftsfaktor, wie der neue Geschäftsführer<br />

des Hohenloher Gartennetzwerks Andreas Dürr betont<br />

Sie haben Ende des vergangenen Jahres<br />

die Leitung der Touristikgemeinschaft<br />

Hohenlohe abgegeben und sind nun<br />

Geschäftsführer des Hohenloher Gartennetzwerks.<br />

Welche Ziele verfolgen<br />

Sie in Ihrer neuen Rolle?<br />

Andreas Dürr: Wie zuvor auch, möchte<br />

ich interessierte Gäste für die herrlichen<br />

Naturlandschaften unserer Region<br />

begeistern, insbesondere für die<br />

Parks und Gärten Hohenlohes. Hinzukommt,<br />

dass wir uns im Hohenloher<br />

Gartennetzwerk ganz stark des Themas<br />

Biodiversität, sprich dem Erhalt<br />

der Artenvielfalt annehmen. Mit Lehr-,<br />

Schau- und Nutzgärten wollen wir<br />

hierbei die Wissensvermittlung fördnern.<br />

Und ich möchte unser Netzwerk<br />

durch neue Mitglieder erweitern. Das<br />

können auch Privatpersonen mit schönen<br />

Gärten sein. Wichtig ist, dass die<br />

Gärten, zumindest nach Anmeldung,<br />

der Öffentlichkeit zugänglich gemacht<br />

werden. Gartentourismus ist ein Thema<br />

mit viel Potenzial.<br />

Ist Biodiversität nur von ökologischem<br />

Interesse oder hat es auch ökonomische<br />

Relevanz?<br />

Dürr: Der Schutz der Artenvielfalt ist<br />

lebensnotwendig. Gärten sind unverzichtbar,<br />

um die Biodiversität zu erhalten.<br />

Parks und Gärten haben aber auch<br />

einen wirtschaftlichen Aspekt. Sie sind<br />

ein wichtiger Bestandteil der touristischen<br />

Infrastruktur. Urlauber und Tagesgäste<br />

besuchen nicht nur Gärten<br />

und Parks, sondern auch Schlösser,<br />

Museen und Theater, kehren in der<br />

Gastronomie ein, buchen Übernachtungen<br />

und geben gerne Geld in unserer<br />

Genießerregion aus.<br />

Garten des Jahres 2021/22: der<br />

Archäologiegarten mit altem Pfarrhaus<br />

in Langenburg- Unterregenbach.<br />

Mit welchen Mitteln möchten Sie die<br />

Bedeutung der Hohenloher Parks und<br />

Gärten künftig noch stärker ins Bewusstsein<br />

der Öffentlichkeit rücken?<br />

Dürr: Wir bringen jährlich die Broschüre<br />

„Hohenloher Gartenparadies“<br />

heraus. Neu wird künftig sein, dass wir<br />

online verschiedene Themenrouten<br />

durch die Region anbieten. Zudem soll<br />

es die Möglichkeit geben, sich digital<br />

individuelle Routen zusammenzustellen,<br />

sei es zu Fuß, per Rad oder mit<br />

dem Auto. Aufnehmen wollen wir auch<br />

Naturschätze, beispielsweise Bäume,<br />

die mehrere hundert Jahre alt sind.<br />

Denn diese sind ein Hort der Biodiversität<br />

und bieten zahlreichen Lebewesen<br />

eine Heimat. Darüber hinaus wollen<br />

wir Messen und Ausstellungen<br />

wieder verstärkt angehen. Zum Beispiel<br />

werden wir beim Regionaltag in<br />

Fotos: Hohenloher Gartennetzwerk<br />

Crailsheim präsent sein. Das ist für uns<br />

von der Lage ideal, da unser Netzwerk<br />

grenzüberschreitend aktiv ist und wir<br />

auch Mitglieder in Dinkelsbühl, Schillingsfürst,<br />

Dennenlohe und Rothenburg<br />

ob der Tauber haben.<br />

Jedes Jahr kürt das Hohenloher Gartennetzwerk<br />

einen „Garten des Jahres“.<br />

Können Sie einen Ausblick geben?<br />

Dürr: Alle Mitglieder des Hohenloher<br />

Gartennetzwerks sind eingeladen, sich<br />

zu bewerben. Wir wählen jedes Jahr einen<br />

Themenschwerpunkt, diesmal ist<br />

es „Artenvielfalt in Park und Garten“.<br />

Der neu gekürte „Garten des Jahres“<br />

wird dann Anfang September im Rahmen<br />

der Fürstlichen Gartentage auf<br />

Schloss Langenburg bekannt gegeben.<br />

Welcher Garten oder Park ist Ihr persönlicher<br />

Lieblingsort?<br />

Dürr: Es fällt mir wirklich schwer, da<br />

einen Lieblingsort hervorzuheben,<br />

denn alle unserer bunten und blühenden<br />

Sehenswürdigkeiten haben einen<br />

besonderen Charme und Charakter,<br />

egal ob es sich um die großen Publikumsmagnete<br />

oder die versteckten<br />

Kleinode handelt. Viel Zeit verbringe<br />

ich gerne mit meiner Frau in unserem<br />

eigenen Garten. Und als Jäger bin ich<br />

auch sehr gerne im großen Garten der<br />

Natur unterwegs.<br />

Zur Person<br />

Interview: Dirk Täuber<br />

Andreas Dürr ist<br />

Geschäftsführer des<br />

Hohenloher Gartennetzwerks.<br />

TOP-Unternehmen<br />

der Region<br />

www.asb-heilbronn.de<br />

www.kurz-entsorgung.de<br />

www.regiomail.de<br />

Klinikum am Weissenhof<br />

44<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

WIR sind Heilbronn-Franken<br />

Ihre Ansprechpartnerin: Darja Schiz-Salov | Sales Managerin | Tel. 0791 95061-8331 | darja.schiz-salov@pro-vs.de


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

„Stillstand kann<br />

nichts bewegen“<br />

Seit zwei Jahrzehnten setzt sich<br />

die Innovations region Hohenlohe<br />

e. V. dafür ein, Bedingungen<br />

zu schaffen, die es ermöglichen,<br />

dass Arbeit und Wohlstand<br />

in der Region auch in Zukunft erhalten<br />

bleiben. Dabei nimmt sie<br />

eine zentrale Herausforderung in<br />

den Fokus: den Fachkräftemangel.<br />

28 Mitgliedsunternehmen, größtenteils<br />

aus der produzierenden<br />

Industrie, engagieren sich aktuell<br />

mit Bildungsprojekten und weiteren<br />

Aktivitäten für Arbeitskräftenachwuchs<br />

in technischen Berufen.<br />

Das gemeinsame Ziel ist, den<br />

Wirtschaftsstandort Hohenlohe als<br />

den besten aller möglichen zu bewahren.<br />

Macher der ersten Stunde<br />

(rechts) und Unterstützer der Innovationsregion<br />

berichten in dieser<br />

Sonderstrecke, warum ihnen<br />

das Engagement für die Zukunft<br />

unserer Region eine echte Herzensangelegenheit<br />

ist. Red.<br />

Thomas Philippiak,<br />

Vorstandsvorsitzender der Innovationsregion Hohenlohe<br />

bis 2021<br />

Die Innovationsregion Hohenlohe e. V.<br />

ist ein gemeinnütziger Verein. Ihre Bedeutung<br />

liegt in der Verfolgung von gemeinsamen<br />

Zielen der Mitglieder, zu<br />

denen unter anderem die größten Industrieunternehmen<br />

der Region gehören.<br />

Bei allen Unterschieden eint sie<br />

die Sorge um die zukünftige Verfügbarkeit<br />

von qualifizierten Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeitern. Dafür ist eine erweiterte<br />

Bildungsstruktur und ein attraktiver<br />

Lebensraum Voraussetzung. Beides<br />

lässt sich leichter erreichen, wenn die<br />

Wirtschaft gemeinschaftlich auftritt. Mit<br />

zum Teil bundesweit beachteten Projekten<br />

hat sich die Innovationsregion in<br />

den vergangenen 20 Jahren eindrucksvoll<br />

Aufmerksamkeit verschafft.<br />

Gerhard Hettinger<br />

Stv. Vorsitzender der Innovationsregion Hohenlohe<br />

bis 2017<br />

Bildung war schon immer mein Steckenpferd.<br />

Es war mir daher immer ein Herzensanliegen,<br />

Grundlagen zu schaffen,<br />

die jungen Menschen ermöglichen, eine<br />

höhere Ausbildung zu erlangen. Wichtig<br />

war mir immer, das Potenzial junger<br />

Menschen herauszukristallisieren – und<br />

dieses Potenzial ein Leben lang zu fördern.<br />

Neben rein fachlichen Inhalten<br />

sind aber auch die Aspekte Menschlichkeit<br />

und soziales Verhalten von enormer<br />

Bedeutung.<br />

Kurt Finkenberger,<br />

Geschäftsführer der Innovationsregion Hohenlohe<br />

von 2005 - 2017<br />

46<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

Durch die Initiative der Innovationsregion<br />

Hohenlohe und die große Unterstützung<br />

ihrer Mitgliedsunternehmen ist der<br />

Hohenlohekreis zu einer vielbeachteten<br />

Modellregion für naturwissenschaftlichtechnische<br />

Bildung geworden. Dies ist<br />

ein wesentlicher Beitrag für eine nachhaltige<br />

Bildungs- und Wirtschaftsstruktur<br />

dieses Raumes zum Wohle der Menschen,<br />

die in dieser schönen, erfolgreichen<br />

und vielfältigen Wirtschaftsregion<br />

leben.<br />

47<br />

Fotos: Dirk Täuber; privat


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

vb-hohenlohe.de/thebaenk<br />

Volksbank Hohenlohe eG<br />

THE BÄNK<br />

Der Vorstand der Innovationsregion Hohenlohe (v. l.): Harald Unkelbach (Stv. Vorsitzender), Norbert Schuster (Strategie), Elmar<br />

Zeitler (Innovation), Stefanie Leenen (Vorsitzende), Guido Rebstock (Geschäftsführer), Bernd Kaufmann (Schatzmeister).<br />

WIR LIEBEN HOHENLOHE:<br />

HOHENLOHE #MehrAlsNurEinWeisserFleck<br />

„Wir sind Netzwerkpartner“<br />

Seit zwei Jahrzehnten ist die Innovationsregion Hohenlohe e. V.<br />

aktiv. Das Industrienetzwerk will die Region voranbringen und fit für<br />

die Zukunft machen. Ein Round-Table-Gespräch mit den Vorständen<br />

über Förderprojekte, Finanzierung und Fachkräftemangel.<br />

Der Verein trägt Innovation bereits im<br />

Namen: Inwiefern ist Innovationsfähigkeit<br />

zentral für die Zukunft des<br />

Wirtschaftsstandorts Hohenlohe?<br />

Harald Unkelbach: Innovation ist eine<br />

Geisteshaltung. Man muss bereit sein,<br />

nach Verbesserungen zu suchen, neue<br />

Produkte zu kreieren, neue Prozesse<br />

aufzubauen. Das müssen keine grundlegend<br />

neuen Erfindungen sein – auch<br />

kleine Verbesserungen an Produkten<br />

können einen großen Unterschied bei<br />

den Kunden machen. Unser Verein hat<br />

das Ziel, Innovation zu ermöglichen –<br />

und das von Kindesbeinen an. Oft verbindet<br />

man Innovation mit Erwachsenen,<br />

mit Erfahrung. Kinder jedoch<br />

sind ständig innovativ, stecken voller<br />

Ideen. Ihnen fällt immer etwas Neues<br />

ein. Deshalb setzen wir mit unseren<br />

Förderprojekten bereits im Kindergarten<br />

an, um diese Innovationsfähigkeit<br />

zu wecken und weiterzuentwickeln –<br />

als Investition in die Zukunft. Darüber<br />

hinaus gilt es auch, neue Technologien<br />

im Auge zu behalten, die eine zunehmende<br />

Relevanz in der Region haben,<br />

beispielsweise künstliche Intelligenz.<br />

Ist die regionale Wirtschaft derzeit innovativ<br />

genug, um langfristig zu prosperieren?<br />

Harald Unkelbach: Innovativ genug<br />

ist man nie. Das wäre schön – dann wären<br />

wir an der Weltspitze. Aber was die<br />

Fähigkeit anbetrifft, innovativ zu denken,<br />

Innovationen umzusetzen und<br />

sich mit Neuem auseinanderzusetzen,<br />

da sind wir gut aufgestellt.<br />

Aktuell engagieren sich 28 Mitgliedsunternehmen<br />

im Netzwerk. Was sind die<br />

gemeinsamen Ziele?<br />

Stefanie Leenen: Die Gründer der Innovationsregion<br />

haben bereits vor<br />

zwei Jahrzehnten erkannt, dass wir<br />

nicht genug Fachkräfte in der Region<br />

haben und dass Unternehmen, die<br />

wachsen wollen, einen steigenden Bedarf<br />

an Fachkräften haben werden.<br />

Gerade in den MINT-Berufen – und<br />

das gilt heute mehr denn je – fehlen<br />

qualifizierte Menschen. Angesichts<br />

des Fachkräftemangels befinden sich<br />

unsere Mitgliedsunternehmen in der<br />

gleichen Situation und sehen, dass sie<br />

selbst etwas dafür tun müssen, um<br />

junge Menschen für MINT-Themen zu<br />

begeistern. Je mehr einen technischen<br />

Berufsweg einschlagen, desto besser<br />

ist es für die Unternehmen und damit<br />

für den Wohlstand in der Region. Darum<br />

ziehen alle an einem Strang. Das ist<br />

das Außergewöhnliche an der Innovationsregion:<br />

Unternehmen, die mit<br />

harten Bandagen auf den Märkten<br />

kämpfen, arbeiten in unserem Verein<br />

zusammen. Das ist etwas wirklich Einzigartiges.<br />

Warum halten Sie es für wichtig, schon<br />

in sehr jungen Jahren Begeisterung für<br />

Technik zu wecken?<br />

Elmar Zeitler: Der Wettbewerb um<br />

Fachkräfte ist groß. Daher ist es sinnvoll,<br />

frühzeitig auf sich aufmerksam zu<br />

machen. Wir haben uns das Thema<br />

Technik auf die Fahnen geschrieben,<br />

weil wir technischen Nachwuchs brauchen.<br />

Auch den Frauenanteil in<br />

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.<br />

Harald Braun<br />

Vorstandsmitglied<br />

Dieter Karle<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

Mitglieder<br />

Vorteil!<br />

Das Beste für unsere<br />

Mitglieder!<br />

Jetzt mehr Anteile und hohe<br />

Dividende sichern. Bis 31.12.<br />

zweiten Anteil zeichnen.<br />

Termin vereinbaren und<br />

profitieren: 07941 933-0<br />

kontakt@vb-hohenlohe.de<br />

48 <strong>April</strong> <strong>2022</strong>


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe | WIRTSCHAFT<br />

technischen Berufen wollen wir erhöhen.<br />

Daher gehen wir frühzeitig in die<br />

Kindergärten und Schulen, um das Interesse<br />

für Technik zu wecken und dadurch<br />

bessere Chancen für die Zukunft<br />

zu generieren.<br />

Wie sind die bisherigen Erfahrungen<br />

mit der Bildungsoffensive für junge<br />

Menschen? Trägt sie bereits die erwarteten<br />

Früchte für die Industrieunternehmen<br />

der Region?<br />

Norbert Schuster: Eindeutig ja: Alle<br />

beteiligten Unternehmen, egal ob groß<br />

oder klein, haben bereits sehr gute Erfahrungen<br />

gemacht. Fachkräftemangel<br />

trifft alle, daher eint es auch alle. Mit<br />

unseren MINTec-Aktivitäten setzen wir<br />

genau an diesem Punkt an, denn der<br />

Fachkräftemangel ist insbesondere im<br />

technischen Bereich gravierend. Wir<br />

schaffen mit unseren Aktivitäten eine<br />

Brücke zwischen Schule, Studium und<br />

den Partnerfirmen – das zeichnet die<br />

Innovationsregion aus. Viele unserer<br />

Angebote finden in den Lehrabteilungen<br />

der Unternehmen statt. Dort bauen<br />

Kinder kleine solarbetriebene Autos<br />

und vieles mehr. Je nach Altersklasse<br />

gibt es unterschiedliche Angebote. Der<br />

Clou ist, dass nicht Erwachsene etwas<br />

vortragen, sondern die Auszubildenden<br />

den Kindern und Jugendlichen<br />

spielerisch etwas beibringen. Das<br />

schafft eine viel größere Nähe. Oft wird<br />

in höherem Alter auch über Ausbildungsmöglichkeiten<br />

in den Unternehmen<br />

gesprochen. Die jungen Menschen<br />

sind hochmotiviert, weil sie die<br />

Firmen bereits kennenlernen konnten.<br />

Das ist eine enorme Chance, von der<br />

beide Seiten profitieren.<br />

Mitarbeiterqualifizierung wird ebenfalls<br />

von Ihrem Netzwerk gefördert.<br />

Wieso ist es auch hierbei von Vorteil,<br />

wenn verschiedene Unternehmen der<br />

Region kooperieren?<br />

Norbert Schuster: Die berufsbegleitende<br />

Aus- und Weiterbildung kann in<br />

Großunternehmen relativ leicht umgesetzt<br />

werden. Aber in Betrieben mit weniger<br />

als 100 Mitarbeitern ist es nicht<br />

ganz so einfach. In Zulieferbetrieben,<br />

die in unserer Region für die Großbetriebe<br />

arbeiten, ist es oft eine Herausforderung,<br />

Weiterbildung in allen relevanten<br />

Berufsfeldern darzustellen.<br />

Wenn wir kleine Unternehmen bei der<br />

Qualifizierung und Weiterbildung ihrer<br />

Mitarbeitenden unterstützen, profitieren<br />

letztlich alle davon – auch die großen<br />

Betriebe. Mit einem kooperativen<br />

Studienmodell, das die Innovationsregion<br />

stark fördert, können auch kleine<br />

Betriebe ihre Mitarbeitenden an ein<br />

Studium heranführen, falls sie Ingenieure<br />

für die Zukunft brauchen. Das ist<br />

auch von Vorteil für die Reinhold<br />

Würth Hochschule. Der Campus Künzelsau<br />

könnte nicht bestehen, wenn<br />

die Unternehmen diese enge Kooperation<br />

nicht führen würden. Die kooperativen<br />

Studiengänge in den technischen<br />

Fächern bestehen eigentlich nur aus<br />

angehenden Ingenieuren, die aus den<br />

Unternehmen kommen. So schließt<br />

sich der Kreis, von dem alle profitieren.<br />

Am Campus Künzelsau befindet sich<br />

auch der Digital Hub Heilbronn-Franken,<br />

der mit Unterstützung der Innovationsregion<br />

realisiert wurde. Welche<br />

Impulse sind bisher aus diesem Projekt<br />

hervorgegangen?<br />

Guido Rebstock: Wir haben 2019 sowohl<br />

bei der Antragstellung als auch<br />

bei der Konzeption der Aufgaben des<br />

Digital Hub mitgewirkt. Nach drei Jahren<br />

kann ich sagen, dass er sich zu einem<br />

der erfolgreichsten Digital Hubs<br />

in Baden-Württemberg entwickelt hat.<br />

Das liegt auch ein Stück weit an der<br />

Struktur. Unser Digital Hub ist der einzige,<br />

an dem vier Unternehmen direkt<br />

beteiligt sind: Optima, EBM-Papst,<br />

Gemeinsam für die Region<br />

Seit 1994 ist die Kratschmayer Gruppe ein starker Partner in<br />

den Bereichen Kälte-, Klima-, Lüftungs- und Wärmetechnik<br />

sowie in der Gebäudeautomation für die Unternehmen in<br />

Hohenlohe und darüber hinaus.<br />

Nachhaltig und kostensparend<br />

Auf Verfügbarkeit, Effizienz und Umweltfreundlichkeit legen<br />

wir bei unseren Projekten besonders viel Wert. Insbesondere<br />

mit CO2- und Propan-Kaltwassersätzen sorgen wir bei<br />

bester Leistung für eine sehr gute Umweltbilanz.<br />

Gewerkeübergreifend und Up-to-Date<br />

An der Schnittstelle zwischen Handwerk und Technik<br />

sind unsere über 250 Mitarbeiter*innen zuverlässige Ansprechpartner.<br />

Sowohl lokale Gewerbe als auch die Weltmarktführer<br />

an Kocher und Jagst profitieren von unserem<br />

gewerksübergreifendem Know-How. Auch Visualisierungen<br />

und Fernwartung werden von uns optional eingerichtet<br />

und ermöglichen eine vorausschauende Instandhaltung.<br />

Mit unseren Kälte- und Klima-Mietgeräten können zudem<br />

auch saisonale Bedarfe kurzfristig abdeckt werden.<br />

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.<br />

Innovativ<br />

Kratschmayer Gruppe | Hohebuch 13<br />

74638 Waldenburg | Tel. 07942 94610-0<br />

Nachhaltig<br />

Teamstark<br />

info@kratschmayer.de<br />

www.kratschmayer.de<br />

Selber löten und einfache Schaltkreise bauen: Schon die Jüngsten sollen Technikerfahrung sammeln können.<br />

50<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong> 51


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

Würth Industries und Adolf Würth.<br />

Würth Elektronik hat zudem dort Labore<br />

gemietet. 2021 hat der Digital Hub<br />

Heilbronn-Franken connected, kurz<br />

„hfcon“, bereits Überschüsse erwirtschaftet.<br />

Das halte ich für eine Besonderheit.<br />

Was die inhaltliche Arbeit anbelangt,<br />

wurde beispielsweise ein<br />

Aus- und Weiterbildungsprogramm zu<br />

den Themen Industrie 4.0 und künstliche<br />

Intelligenz für alle Unternehmen in<br />

Heilbronn-Franken geschaffen. Bis<br />

2025 soll in Heilbronn der Innovationspark<br />

Künstliche Intelligenz entstehen,<br />

bereits jetzt finden Schulungen im Digital<br />

Hub statt, um Unternehmen auf<br />

diese Themen vorbereiten. Der Digital<br />

Hub unterstützt zudem konzeptionell<br />

die beiden Lernfabriken Industrie 4.0<br />

in Künzelsau und Öhringen. Er bietet<br />

auch eine Fördermittelberatung für<br />

Unternehmen, die sich gern an Ausschreibungen<br />

beteiligen würden, aber<br />

den Aufwand scheuen. Daraus hat<br />

Hfcon ein eigenes Geschäftsfeld entwickelt,<br />

um Firmen bei Fördermittelantragstellungen<br />

zu beraten. Gleichzeitig<br />

gibt es die Möglichkeit für Startups, Büroräume<br />

tage- oder monatsweise zu<br />

mieten. Ein paar Startups sind bereits<br />

im Digital Hub entstanden. Unsere<br />

Hoffnung, dass sich eine Startup-Kultur<br />

entwickelt, hat sich somit erfüllt. Die<br />

bisherige Zwischenbilanz ist positiv.<br />

Die Finanzierung der Projekte erfolgt<br />

durch die Mitgliedsunternehmen. Diese<br />

stehen durch die aktuellen Krisen sicher<br />

unter erhöhtem Druck. Wirkt sich das<br />

auf die Investitionsbereitschaft aus?<br />

Bernd Kaufmann: Als Schatzmeister<br />

habe ich dafür zu sorgen, dass die Kassenlage<br />

stimmt. Im Hauptberuf bin ich<br />

Vorstand bei der Sparkasse und kann<br />

daher nur bestätigen: Der Druck ist<br />

richtig hoch. Unser Budget ist mit rund<br />

150.000 Euro überschaubar. Doch da<br />

wir oft nur der Makler und Mittler sind,<br />

können wir damit viel bewegen. Wir<br />

nutzen die Kapazitäten der Firmen<br />

oder auch teilweise Leistungen vom<br />

Land, etwa Deputatsstunden von Lehrkräften.<br />

Die Höhe der Jahresbeiträge<br />

unserer Mitgliedsfirmen ist sicher nicht<br />

der entscheidende Faktor, ob man weiter<br />

fördert oder nicht. Die Unternehmen<br />

erkennen den Mehrwert des Netzwerks.<br />

Sie sind bereit, ihren Beitrag<br />

auch in schwierigen Zeiten zu leisten.<br />

Krisen werden auch als Chance gesehen.<br />

Manche wollen sogar noch mehr<br />

tun, um die Region weiter zu stärken.<br />

Wie sieht die Strategie der Innovationsregion<br />

für die kommenden Jahre aus?<br />

Stefanie Leenen: Was sich die Gründer<br />

der Innovationsregion vor 20 Jahren<br />

vorgenommen haben, funktioniert<br />

gut und hat sich bewährt. Wir werden<br />

Auszubildende der Mitgliedsfirmen<br />

geben Kindern Einblicke in ihren Beruf<br />

und wecken Interesse für Technik.<br />

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.<br />

diese Themen fortsetzen, angefangen<br />

von MINTec in Kindergärten und Schulen<br />

bis zur Brücke Richtung Studium,<br />

denn wir wollen die technischen Studiengänge<br />

an der Hochschule sichern.<br />

Die Schülerzahlen gehen zurück, wodurch<br />

künftig potenziell auch die Studierendenzahlen<br />

sinken. Uns ist es ein<br />

großes Anliegen, dass wir die Hochschule<br />

in Zukunft weiter mit Leben füllen<br />

können. Was wir in den vergangenen<br />

Jahren geleistet haben, wollen wir<br />

fortführen: als Vermittler und als Netzwerkpartner.<br />

Vieles können wir nicht<br />

selber oder alleine leisten, da unsere<br />

Ressourcen begrenzt sind. Aber mit<br />

unserem ehrenamtlichen Engagement<br />

tragen wir dazu bei, das Optimale zum<br />

Wohle der Region herauszuholen. Mit<br />

Blick auf unsere Mitgliedsunternehmen<br />

wollen wir den Netzwerkgedanken<br />

noch mehr stärken und gemeinsam<br />

eine Plattform bilden, auf der sich<br />

Geschäftsführer vertrauensvoll untereinander<br />

austauschen können. Ich erkenne<br />

hier einen Bedarf – das gibt es im<br />

Moment in der Form noch nicht. Es ist<br />

wichtig, dass die Unternehmen einen<br />

direkten Draht haben und kommunizieren.<br />

Kirchturmdenken liegt uns fern,<br />

daher wollen wir auch Brücken bauen<br />

in die gesamte Region Heilbronn-Franken,<br />

beispielsweise in Richtung Heilbronn,<br />

wo extrem viel in Bildungsthemen<br />

investiert wird. Das verspricht<br />

Win-Win für alle, denn als Industrieplattform<br />

vor den Toren von Heilbronn<br />

sind wir prädestiniert dafür, den Studierenden<br />

der dortigen Hochschulen,<br />

der TUM, der Programmierschule 42<br />

Praktikumsplätze zu bieten oder später<br />

den Berufseinstieg zu ermöglichen.<br />

Das ist sowohl für die Institutionen interessant<br />

als auch für unsere Mitgliedsunternehmen.<br />

Das sind die neuen Aspekte:<br />

mehr Brücken bauen und den<br />

Netzwerkgedanken intensiver leben.<br />

Haben Sie angesichts des 20-jährigen<br />

Bestehens etwas Besonderes geplant?<br />

Elmar Zeitler: Wir leisten in unserem<br />

außergewöhnlichen Netzwerk jeden<br />

Tag viel Besonderes. Seit 20 Jahren bewegen<br />

wir mit begrenzten Ressourcen<br />

sehr viel und haben auch in Zukunft<br />

viel vor. Wir wollen das Jubiläumsjahr<br />

daher nutzen, um die Plattform weiter<br />

zu stärken und ihre Mitglieder noch<br />

enger zusammenzubringen. Nach außen<br />

hin wollen wir die Aufmerksamkeit<br />

auf unsere laufenden Projekte lenken<br />

und zeigen, dass unsere Aktivitäten<br />

sehr sinnvoll sind. Wir leben vom Ehrenamt,<br />

daher wollen wir auch Interesse<br />

dafür wecken, sich gemeinsam mit<br />

uns zu engagieren: für das Wohl unserer<br />

Region. Interview: Dirk Täuber<br />

Lust, mit uns<br />

aufzudrehen?<br />

Sie möchten mit Ihren Ideen die Zukunft gestalten? Den Fortschritt weiterbringen – und dabei<br />

selbst erfolgreich weiterkommen? Dann sind Sie reif für ARNOLD. Unser Unternehmen, Teil der<br />

Würth-Gruppe, ist globaler Top-Player in der Entwicklung und Herstellung von Verbindungselementen<br />

und kompletten Verbindungssystemen. Zu unseren Kunden gehören die großen<br />

Automobilmarken der Welt, die mit unseren Konzepten ehrgeizige Pläne in der Elektromobilität<br />

umsetzen können. Schrauben Sie Ihre Erwartungen also gerne ganz nach oben, wenn Sie eine<br />

neue berufliche Herausforderung suchen. Wir eröffnen Ihnen auf regende Chancen, richtig<br />

aufzudrehen!<br />

Hohe Ansprüche? Hier sind Sie richtig!<br />

ARNOLD Produkte sind nicht einfach nur „Schrauben“. Viele<br />

ARNOLD ist durch Mitarbeitende, die aufgedreht haben, groß<br />

Innovationen der führenden Fahrzeugmarken werden von<br />

geworden. So haben wir uns innerhalb von nur 20 Jahren fest<br />

ARNOLD Produkten erst möglich gemacht!<br />

unter den internationalen Top 5 der Branche etabliert.<br />

Bei ARNOLD können Sie alle Fähigkeiten in die Waagschale<br />

Hinter allem, was ARNOLD tut, steht eine ganzheitliche<br />

werfen. Kreative, auch unkonventionelle Ideen sind immer<br />

Strate gie. Das Ziel: nachhaltiges Handeln auf ökonomischer,<br />

willkommen.<br />

öko logischer und sozialer Ebene. Alle Mitarbeitenden sind Teil<br />

ARNOLD bietet umfassende Unterstützung, wenn es darum<br />

dieser Transformation.<br />

geht, aufzudrehen: Teamwork statt Ellbogenmentalität, pro-<br />

Zusätzliche Stärke erhält ARNOLD durch den Konzernverbund<br />

duktive Vernetzung statt Silodenken, Eigenverantwortung<br />

mit Würth, der die Möglichkeiten unseres Unternehmens –<br />

statt Hierarchiegläubigkeit – das zeichnet ARNOLD aus.<br />

und die aller Mitarbeitenden – nochmals erheblich erweitert.<br />

ARNOLD fördert auch die Entwicklung der Persönlichkeit –<br />

über Talentprogramme auf den unterschiedlichsten Ebenen.<br />

Sie haben Lust, außerhalb des Arbeitsumfelds aufzudrehen?<br />

ARNOLD unterstützt Sie in Ihrem sozialen Engagement.<br />

Klingt das spannend? Dann entdecken Sie gleich<br />

Ihre persönliche Karrierechance bei ARNOLD – unter<br />

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52<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

ARNOLD UMFORMTECHNIK GmbH & Co. KG | Personal- und Organisationsentwicklung<br />

Carl-Arnold-Straße 25 | 74670 Forchtenberg-Ernsbach | Telefon +49 7947 821-0 | personal@arnold-fastening.com


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

Erfinderwochen bei Kriwan, einem Mitgliedsunternehmen der Innovationsregion Hohenlohe.<br />

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.<br />

Meilensteine für die Region<br />

Bildung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu fördern,<br />

ist eines der zentralen Anliegen der Innovations region Hohenlohe.<br />

Durch ihr Engagement konnten in den vergangenen Jahren viele<br />

Bildungsprojekte realisiert werden. Ein Überblick.<br />

1999<br />

Sieben Unternehmen und Institutionen<br />

aus dem Kocher- und Jagsttal treten als<br />

Initiative gemeinsam bei der Hohenloher<br />

Wirtschaftsmesse in Künzelsau auf.<br />

Sie bilden die Keimzelle der späteren<br />

Innovationsregion Hohenlohe.<br />

2000<br />

Die Innovationsregion Kocher & Jagst<br />

e. V. wird im Oktober als gemeinnütziger<br />

Verein eingetragen. Der Verein<br />

engagiert sich für zweijährige Ausbildungsangebote<br />

und Qualifizierungsmaßnahmen<br />

für Maschinen- und Anlagenführer.<br />

2001<br />

Um die technischen Studiengänge<br />

auszubauen und den Hochschulstandort<br />

Künzelsau zu sichern, erhalten Studierende<br />

der Elektrotechnik, Antriebstechnik<br />

und Mechatronik Stipendien<br />

in Höhe von insgesamt 700.000 Euro<br />

sowie zusätzlich Laptops.<br />

2003<br />

An der Gewerblichen Schule in Künzelsau<br />

wird eine Technische Oberschule<br />

eingerichtet. Mitgliedsunternehmen<br />

des Vereins bieten Erfinderwochen<br />

an, bei denen Azubis<br />

der Firmen Kindern als Lernpartner<br />

zur Seite stehen. Auch eine Bildungsinitiative<br />

im Grundschul- und Elementarbereich<br />

startet.<br />

2004 - 2007<br />

Das Projekt „Diversity als Innovationskultur“<br />

mit der Innovationsregion<br />

Starker Partner<br />

für Hohenlohe<br />

Leistungsstark und verlässlich:<br />

Weil unsere Experten die Region mit der<br />

richtigen Finanzierung voranbringen.<br />

Innovationsregion Hohenlohe e.V.<br />

Herzlichen Glückwunsch!<br />

54<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

spk-hohenlohekreis.de


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe | WIRTSCHAFT<br />

Auch mal selber bohren: Kinder dürfen<br />

in den Unternehmen viel ausprobieren.<br />

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.<br />

als Verbundpartner soll Wertschöpfung<br />

durch Wertschätzung fördern und<br />

einen Kulturwandel in mittelständischen<br />

Unternehmen der Spitzentechnik<br />

anregen. Das Projekt wird vom<br />

Bundesministerium für Bildung und<br />

Forschung unterstützt.<br />

2005<br />

Die „Gemeinsame AusBildungsInitiative“,<br />

kurz GABI, startet. Mitgliedsunternehmen<br />

der Innovationsregion gehen<br />

in der technischen Ausbildung neue<br />

innovative Wege. Räumlichkeiten, Maschinen<br />

und Anlagen sowie die Fachausbilder<br />

der beteiligten Firmen werden<br />

gemeinsam genutzt, um die<br />

Auszubildenden zu schulen.<br />

2007<br />

Das „Kompetenzzentrum für Elementarpädagogik“<br />

wird an der Fachschule<br />

für Sozialpädagogik in Öhringen eröffnet.<br />

Dieses MINT-Zentrum ist Anlaufstelle<br />

für die Umsetzung von „MINTec-<br />

Werkstätten“ in Kindergärten und<br />

Grundschulen. Durch diese Initiative<br />

und das Engagement der Fachschule<br />

hat der Stellenwert der frühkindlichen<br />

Bildung bei Eltern und Pädagogen an<br />

Bedeutung gewonnen.<br />

2007 - 2010<br />

Das Modellprojekt „MINTecHohenlohe“<br />

mit der Innovationsregion als Projektträger<br />

und finanzieller Unterstützung<br />

der Baden-Württemberg Stiftung<br />

führt an Kindergärten und Schulen<br />

„MINTecWerkstätten“ durch. Azubis<br />

und Ausbilder der Mitgliedsunternehmen<br />

engagieren sich dabei als Lernpartner<br />

für Kinder und Jugendliche. Als<br />

Handreichung für die Unterrichtsgestaltung<br />

an Grundschulen werden zudem<br />

CD-ROMs „Lehrer für Lehrer“ von<br />

der Innovationsregion herausgegeben.<br />

2010<br />

Mit Unterstützung der Innovationsregion<br />

wird eine berufsbegleitende<br />

vierjährige Qualifizierungsmaßnahme<br />

zum Kunststofftechniker an der Gewerblichen<br />

Schule Künzelsau eingeführt.<br />

Und an der Kaufmännischen Berufsschule<br />

Künzelsau wird gemeinsam<br />

eine zweijährige Qualifizierungsmaßnahme<br />

zum Fachlageristen realisiert.<br />

2011<br />

In Mitgliedsunternehmen der Innovationsregion<br />

Hohenlohe werden zweijährige<br />

Ausbildungsverhältnisse zum<br />

Industrieelektriker der Fachrichtungen<br />

Betriebstechnik sowie Geräte und Systeme<br />

geschaffen. Parallel dazu wird<br />

eine berufsbegleitende zweijährige<br />

Qualifizierungsmaßnahme zum Industrieelektriker<br />

der selben Fachrichtungen<br />

an der Gewerblichen Schule<br />

Künzelsau realisiert.<br />

2013<br />

Das Schüler-Forschungs- und Technikzentrum<br />

SFT Hohenlohe wird unter<br />

der Trägerschaft der Innovationsregion<br />

Hohenlohe an der Gewerblichen<br />

Schule Künzelsau gegründet. Ebenso<br />

werden in Künzelsau ein Technisches<br />

Gymnasium mit dem Profil Technik<br />

und Management sowie eine zweijährige<br />

Berufsfachschule mit dem Profil<br />

MINTec an der Gewerblichen Schule<br />

Künzelsau eingerichtet.<br />

2015<br />

Das „MINTecMobil“ der Innovationsregion<br />

Hohenlohe wird angeschafft.<br />

Der Kleinbus beinhaltet Materialien<br />

und Werkzeug. Ehrenamtliche Pädagogen<br />

besuchen damit Grundschulen im<br />

gesamten Hohenlohekreis, um MINT-<br />

Themen zu vermitteln. Des Weiteren<br />

werden die ersten programmierbaren<br />

NAO-Roboter angeschafft.<br />

2019<br />

Der Digital Hub Heilbronn-Franken<br />

„hfcon“ wird an der Hochschule in<br />

Künzelsau eingerichtet. Er unterstützt<br />

alle Unternehmen der Region in Fragen<br />

rund um Digitalisierung. Darüber<br />

hinaus bietet er Co-Working-Spaces<br />

und Labore.<br />

2020<br />

Die Lernfabriken 4.0 werden mit Unterstützung<br />

der Innovationsregion an<br />

den Gewerblichen Schulen in Künzelsau<br />

und Öhringen eingerichtet.<br />

2021<br />

Mit Unterstützung der Kriwan-Stiftung<br />

werden programmierbare NAO-Roboter<br />

für das Bildungszentrum Niedernhall<br />

sowie ein E-Auto für die Gewerbliche<br />

Schule Öhringen angeschafft. red.


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken: Die Bildungsangebote der Innovationsregion Hohenlohe sollen für technischen<br />

Nachwuchs sorgen.<br />

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.<br />

Unschlagbare Effizienz<br />

Innovationen für ein Höchstmaß an<br />

Klimaschutz<br />

„Ein Beitrag zur<br />

Zukunftsfähigkeit“<br />

Seit zwei Jahrzehnten setzt sich die Innovationsregion Hohenlohe<br />

für Bildung und Qualifizierung ein. Landrat Dr. Matthias Neth weiß<br />

das Engagement für den Hohenlohekreis zu würdigen.<br />

Zur Person<br />

Dr. Matthias Neth (CDU)<br />

ist seit 2013 Landrat des<br />

Hohenlohekreises.<br />

Seit zwei Jahrzehnten ist die Innovationsregion<br />

Hohenlohe mit diversen Projekten<br />

aktiv. Wie beurteilen Sie den bisherigen<br />

Beitrag für die Entwicklung der<br />

Region und ihrer Wirtschaft?<br />

Matthias Neth: Die Liste der bisherigen<br />

Meilensteine, die die Innovationsregion<br />

Hohenlohe als Träger, Kooperationspartner,<br />

Initiator beziehungsweise<br />

Unterstützer erreichte, ist lang. Lassen<br />

Sie mich als wenige Beispiele die berufsbegleitenden<br />

Qualifizierungsmaßnahmen<br />

zum Maschinen- und Anlagenführer,<br />

Stipendien, die Einrichtung<br />

der Technischen Oberschule an der<br />

Gewerblichen Schule Künzelsau, die<br />

Handreichungen für die Unterrichtsgestaltung<br />

in Grundschulen sowie die<br />

Einrichtung des Digital Hub „hfcon“<br />

nennen. Die Innovationsregion hat auf<br />

diese Weise einen beachtlichen Beitrag<br />

dazu geleistet, dass in der Region<br />

die gewünschten Kompetenzen für<br />

eine zukunftsfähige, innovative Wirtschaft<br />

vorhanden sind. Ohne die Projekte<br />

der Innovationsregion würde der<br />

Fachkräftemangel in unserer Wirtschaft<br />

gravierender ausfallen. Toll ist,<br />

dass die Projekte teilweise bereits bei<br />

den ganz kleinen Hohenlohern ansetzen,<br />

um ihr Interesse für MINT-Berufe<br />

zu wecken.<br />

Der Hohenlohekreis ist selbst Mitglied.<br />

Inwieweit erleichtert der direkte Draht<br />

die Zusammenarbeit von Politik und<br />

Wirtschaft?<br />

Neth: Die Mitgliedschaft und den damit<br />

verbundenen direkten Draht zu<br />

Unternehmen, die gemeinsam einen<br />

Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des<br />

Standorts leisten möchten, schät-<br />

Die Königsklasse in Lufttechnik, Regeltechnik und Antriebstechnik<br />

58 <strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

Bewegung durch Perfektion


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

ze ich sehr. Daraus ergeben sich wichtige<br />

Impulse für Maßnahmen des<br />

Landratsamts in den Bereichen Wirtschaftsförderung<br />

und Bildung. Beispielsweise<br />

soll die Arbeitgeberplattform<br />

„Hohenlohe.Business“ der<br />

kreiseigenen W.I.H.-Wirtschaftsinitiative<br />

Hohenlohe GmbH flankierend<br />

dazu beitragen, dass das Interesse für<br />

eine Tätigkeit in den Unternehmen im<br />

Kreis geweckt wird. Als Träger der Beruflichen<br />

Schulen in Künzelsau und<br />

Öhringen muss der Hohenlohekreis im<br />

Blick haben, welche Kompetenzen in<br />

der Wirtschaft benötigt werden, und ist<br />

auch deswegen auf einen engen Austausch<br />

und Kooperation angewiesen.<br />

Die Beschaffung der 800.000 Euro teuren<br />

Anlagen für die Lernfabriken 4.0 an<br />

den Gewerblichen Schulen in Künzelsau<br />

und Öhringen wäre ohne den Zuschuss<br />

der Innovationsregion Hohenlohe<br />

in Höhe von knapp 75.000 Euro<br />

zusätzlich zu den Landes- und Kreismitteln<br />

nicht möglich gewesen.<br />

Wie innovativ ist der Hohenlohekreis<br />

aus Ihrer Sicht?<br />

Neth: Blickt man in den Innovationsindex<br />

2020 für die Stadt- und Landkreise<br />

Baden-Württembergs, könnte man<br />

schnell zum Schluss kommen, dass der<br />

Hohenlohekreis in Sachen Innovation<br />

noch einiges aufzuholen hat. Dort rangiert<br />

er auf Rang 30 von 44. Ich kann jedoch<br />

Entwarnung geben: Der Index ist<br />

mit Blick auf seine starke Input-Orientierung,<br />

das heißt, die Berücksichtigung,<br />

wie viele Mittel für Hochschulforschung<br />

bereitstehen, nur bedingt<br />

aussagekräftig. Viel aufschlussreicher<br />

ist der Blick auf die zahlreichen Innovationsauszeichnungen<br />

unserer Unternehmen.<br />

So ist R. Stahl 2021 gemeinsam<br />

mit der Ernst-Abbe Hochschule in<br />

Jena mit dem IHK-Forschungstransferpreis<br />

in Gold ausgezeichnet worden.<br />

Exemplarisch darf ich auch anführen,<br />

dass EBM-Papst und die Rüdinger Spedition<br />

zu den Top 100 Innovatoren 2021<br />

und die Akademie Würth zu den Top<br />

100 Innovatoren 2020 zählen. Die Top<br />

100 Wettbewerbe sind seit über 25 Jahren<br />

ein Benchmarking für den Mittelstand.<br />

Stolz sein dürfen wir auf das innovationsfreundliche<br />

Umfeld, etwa mit<br />

ausgeprägten Clusterstrukturen, dem<br />

Campus Künzelsau oder dem Digital<br />

Hub Heilbronn-Franken. Der Hohenlohekreis<br />

kann im Bereich der Industrie<br />

eine beachtliche Innovationskraft<br />

vorweisen – aber nicht nur in diesem<br />

Bereich. Als relativ kleiner Landkreis<br />

mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern<br />

eignet er sich bestens als Reallabor<br />

für kreative neue Lösungen. Beispielsweise<br />

hat die Abfallwirtschaft des<br />

Kreativität fördern: Schon die Jüngsten<br />

strotzen vor Ideen – sie sind der<br />

Schlüssel zu Innovationsfähigkeit.<br />

Hohenlohekreises gemeinsam mit dem<br />

Öhringer Brennstoffhändler Edi Energie-Direkt<br />

und einer bayerischen Firma<br />

das Projekt „Jeder Tropfen zählt“<br />

ins Leben gerufen. Dabei sammeln private<br />

Haushalte ihre Reste von Speisefetten<br />

und -ölen und liefern sie an Automaten<br />

ab, sodass diese zu<br />

synthetischem Biokraftstoff verarbeitet<br />

werden. Viele innovative Projektideen<br />

zeigen sich derzeit auch bei den Bürgerbeteiligungsveranstaltungen<br />

im<br />

Zuge unserer LEADER-Bewerbungen:<br />

Die Limesregion Hohenlohe-Heilbronn<br />

und das Aktionsgebiet Hohenlohe-Tauber<br />

sind dabei, regionale Entwicklungskonzepte<br />

zu erarbeiten, um<br />

ab 2023 EU-Fördermittel für die Entwicklung<br />

des ländlichen Raums zu erhalten.<br />

Tüftler, Erfinder und Macher haben Hohenloher<br />

Unternehmen großgemacht.<br />

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.<br />

Was kann die Politik tun, um auch in<br />

Zukunft ein innovationsfreundliches<br />

Klima zu gewährleisten?<br />

Neth: Politik und Verwaltung können<br />

einen wichtigen Beitrag dazu leisten,<br />

dass es den Unternehmen weder<br />

an notwendigen Informationen,<br />

noch an Platz, Anbindung oder innovationsfreudigen<br />

Mitarbeitern mangelt.<br />

Wichtige Aufgabenstellungen ergeben<br />

sich dadurch insbesondere in<br />

den Bereichen Förderberatung, Vernetzung,<br />

Flächenmanagement, Verfahrenserleichterung,<br />

Breitband- und<br />

Mobilfunkausbau, Mobilität, Versorgung,<br />

Bildung und Standortmarketing.<br />

Dafür sind nicht nur klassische Ämter<br />

des Landratsamtes im Einsatz. Der Hohenlohekreis<br />

ist darüber hinaus Gesellschafter<br />

der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken<br />

GmbH wie auch der<br />

W.I.H.-Wirtschaftsinitiative Hohenlohe<br />

GmbH. In all diesen Feldern zeigt<br />

sich, dass für den Erfolg eine gute Kommunikation<br />

zwischen der Wirtschaft<br />

und der Politik essenziell ist. Das bringt<br />

uns auch wieder zu den Vorzügen der<br />

Innovationsregion Hohenlohe.<br />

Gibt es vielleicht ein Wunschprojekt,<br />

das Sie mit Hilfe der Innovationsregion<br />

künftig gerne umsetzen würden?<br />

Neth: Zuerst einmal gilt es Danke zu<br />

sagen. Viele Projekte im Hohenlohekreis<br />

wären ohne die Innovationsregion<br />

nicht möglich gewesen. Diese gelebte<br />

Partnerschaft ist einzigartig und<br />

beispielgebend. Den persönlichen<br />

Austausch erlebe ich als großen Gewinn.<br />

Es gibt gerade angesichts des<br />

Transformationsprozesses, in dem sich<br />

weite Teile Wirtschaft befinden, eine<br />

große Menge an Ideen für die Zukunft.<br />

Vor allem wünsche ich mir, dass wir mit<br />

dem weiteren Ausbau der Lernfabriken<br />

4.0 an unseren beruflichen Schulen in<br />

Künzelsau und Öhringen und der Vernetzung<br />

zum Digital Hub viele junge<br />

Menschen begeistern. Ohne die Wirtschaft<br />

und ohne die Innovationsregion<br />

wird das nicht gelingen. Daher freue<br />

ich mich auf dieses Projekt und auf viele<br />

weitere! Interview: Dirk Täuber<br />

60<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong>


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

Für MINT begeistern<br />

„MINTecHohenlohe“ ist die Bildungsinitiative<br />

der Innovationsregion Hohenlohe<br />

e. V. zur Förderung technisch-naturwissenschaftlicher<br />

Inhalte für<br />

Kinder und Jugendliche. Das von der<br />

Baden-Württemberg Stiftung von<br />

2007 bis 2011 geförderte Projekt<br />

„MINTecHohenlohe“ wurde als Modell<br />

anerkannt und bildet seither die Basis<br />

für den weiteren Aufbau von MINTec in<br />

Kindergärten, Grundschulen, Hauptschulen,<br />

Realschulen und an Gymnasien<br />

im Hohenlohekreis.<br />

Großes entsteht<br />

schon bei den<br />

Kleinsten<br />

Ob Kindergartenkind, Grundschüler oder Schülerinnen und Schüler<br />

weiterführender Schulen: Die Innovationsregion Hohenlohe schnürt<br />

seit Jahren ein stark nachgefragtes Bildungspaket, um die Jugend für<br />

naturwissenschaftlich-technische Themen zu begeistern. Damit sollen<br />

gut ausgebildete junge Menschen im Kreis gehalten werden.<br />

Es sind die Wissenschaften, die den<br />

Hohenlohekreis zu einem erfolgreichen<br />

Wirtschaftsstandort machen:<br />

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften<br />

und Technik, kurz<br />

MINT. Um Schülerinnen und Schülern<br />

in der Praxis damit vertraut zu machen,<br />

haben die Innovationsregion Hohenlohe<br />

und deren Mitgliedsunternehmen<br />

eine ganze Reihe von sogenannten<br />

MINTec-Projekten für Kinder und<br />

Jugendliche, vom Kindergarten- bis<br />

zum Teenageralter, aus der Taufe gehoben.<br />

Mittlerweile arbeiten Landkreis,<br />

Wirtschaft, Schulverwaltung, Kindergärten<br />

und Schulen Hand in Hand.<br />

Das Ziel: junge Menschen für MINT-<br />

Fächer begeistern, sie als Fachkräfte<br />

in der Region halten und dadurch den<br />

Wirtschaftsstandort stärken.<br />

BEGEISTERUNG WECKEN<br />

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.<br />

Begeisterung für Technik wecken: Bei Aktionstagen können Kinder spielerisch naturwissenschaftliche<br />

Zusammenhänge erfahren.<br />

Beispiel Kindergarten: Bettina Reichert-Steinle<br />

und Edith Waffenschmidt<br />

vom „MINTec-Zentrum“ der Richardvon-Weizsäcker-Schule<br />

Öhringen<br />

(RWS) bilden Erzieherinnen und Erzieher<br />

für den Elementarbereich weiter.<br />

Dabei lernen diese, erste grundlegende<br />

Erfahrungen in den MINT-<br />

Bereichen schon an die Kleinsten mit<br />

viel Freude zu vermitteln.<br />

Schon die PISA-Studien seit dem<br />

Jahr 2000 haben gezeigt, dass deutsche<br />

Kinder naturwissenschaftlich nur im<br />

mittleren Bereich zu finden sind. „Daher<br />

ist es wichtig, schon im Kindergartenalter<br />

eine Begeisterung für Naturwissenschaften<br />

und Technik zu<br />

wecken“, sagt Reichert-Steinle. So können<br />

die Kleinsten an Aktionstagen<br />

zum Beispiel Wasser fühlen, schmecken,<br />

sehen und hören. Sie lernen, was<br />

schwimmt und sinkt. Ein erster Kontakt<br />

mit Physik findet statt, wenn Kindergartenkinder<br />

lernen, was magnetisch<br />

ist; mit Biologie, wenn sie Kresse<br />

einsäen, ihre Sinne erkunden oder den<br />

menschlichen Torso kennenlernen.<br />

„Auf Grundlage dieser Alltagserfahrungen<br />

wird exploratives Lernen<br />

ermöglicht“, erklärt Edith Waffenschmidt.<br />

„Wenn man die gesamten Inhalte<br />

des MINTec-Themenbereichs auf<br />

kindgerechte, spielerische Art und<br />

Weise mit den Kindern gemeinsam<br />

20 JAHRE<br />

INNOVATIONSREGION HOHENLOHE<br />

Wir gratulieren dem einzigartigen<br />

Verbund ganz herzlich und bedanken<br />

uns für die langjährige Zusammenarbeit!<br />

Über unsere Leistungen oder Ihre einzigartigen<br />

Karrierechancen erzählen wir Ihnen gerne mehr!<br />

Rufen Sie uns an: 0 79 40-10-0.<br />

Oder besuchen Sie uns auf www.buerkert.de.<br />

Als Familienunternehmen mit starken Wurzeln und Werten<br />

ist es uns ein besonderes Anliegen, junge Menschen für<br />

Natur wissenschaft und Technik zu begeistern und zu fördern.<br />

Wie die Innovationsregion Hohenlohe sind auch wir ständig auf<br />

der Suche nach einzigartigen wie wegweisenden Lösungen für<br />

unsere Kunden – denn alles was fließt, fasziniert uns.<br />

20 Jahre Treiber der Wirtschaft<br />

Das Bessere ist der Feind des Guten. Gut, das waren wir in Hohenlohe schon immer. Doch in den letzten 20 Jahren hat<br />

die regionale Wirtschaft auch durch Aktivitäten und Beiträge des Industrie-Netzwerks Innovationsregion Hohenlohe<br />

e.V. weitere Sprünge nach vorne gemacht. Als Mitglied der ersten Stunde danken wir für die aktive und konstruktive<br />

Zusammenarbeit. Gemeinsam wurden viele Ideen und Projekte umgesetzt: z.B. MINTec an Schulen und Kindergärten,<br />

Lernfabrik 4.0 an der gewerblichen Schule Künzelsau oder neue Modelle der berufsbegleitenden Ausbildung und<br />

Weiterbildung. Auch für die nächsten 20 Jahre gilt: Gemeinsam gestalten wir Zukunft.<br />

Konrad Hornschuch AG | Salinenstr. 1 | 74679 Weißbach | Tel. 07947 81-0 | www.continental-industry.com


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

entdeckt, sind diese voller Neugier, Interesse<br />

und Begeisterung mit dabei.“ In<br />

den Projekten und an den Aktionstagen<br />

arbeiten Azubis der Mitgliedsunternehmen<br />

der Innovationsregion mit.<br />

Dabei gehe es um Spaß und Freude,<br />

selbstentdeckendes Lernen, Fragen<br />

stellen und Antworten suchen – die Basis<br />

allen wissenschaftlichen Arbeitens.<br />

Wenn Erzieherinnen und Erzieher<br />

in der Region Interesse an einer<br />

MINTec-Weiterbildung haben, koordiniert<br />

die Innovationsregion diese mit<br />

dem MINTec-Zentrum. Innerhalb eines<br />

Kindergartenjahres finden zehn<br />

Module statt, welche durch die RWS<br />

begleitet werden.<br />

„Jede Einrichtung bekommt ein<br />

Kooperationsunternehmen zur Seite<br />

gestellt, mit dem mindestens einmal<br />

im Jahr Aktionstage zusammen mit<br />

den Kindergartenkindern durchgeführt<br />

werden. Azubis zeigen den<br />

Kleinsten ihr Unternehmen, besuchen<br />

auch den Kindergarten und führen verschiedene<br />

Projekte gemeinsam durch.<br />

Zusätzlich gibt es für jeden Kindergarten<br />

ein Startkapital in Höhe von 1000<br />

Euro von Seiten der Innovationsregion<br />

für Werkzeuge und Materialien“, sagt<br />

Mirjam Rammhofer, Geschäftsstellenleiterin<br />

der Innovationsregion.<br />

10.000 KILOMETER<br />

IM MINTEC-MOBIL<br />

Peter Lippold und Matthias Maier sitzen<br />

abwechselnd am Steuer des MIN-<br />

Tec-Mobils, das seit mehr als sechs Jahren<br />

im Hohenlohekreis unterwegs ist.<br />

Über das Jahr gerechnet kommen dabei<br />

knapp 10.000 Kilometer zusammen.<br />

Die beiden Pädagogen bringen<br />

mithilfe von Auszubildenden der Mitgliedsunternehmen<br />

der Innovationsregion<br />

jährlich 800 Grundschulkindern<br />

der dritten und vierten Klassen MINT-<br />

Wissen näher – pädagogisch qualifiziert,<br />

handwerklich kompetent, mit<br />

Spaß und großem Erfolg. „Es kommt<br />

vor, dass sie die Zeit vergessen und gar<br />

nicht in die Pause wollen, um weiter an<br />

ihren Projekten zu tüfteln“, erzählt Matthias<br />

Maier.<br />

Das MINTec-Mobil ist Teil der<br />

MINTec-Bildungsinitiative, einer Zusammenarbeit<br />

zwischen der Innovationsregion<br />

Hohenlohe und ihrer Mitgliedsunternehmen<br />

mit dem Schulamt<br />

und den jeweiligen Schulen. Im Curriculum:<br />

Arbeiten mit Holz, Fischer-<br />

Technik und Experimente mit Strom.<br />

Die Motivation sei hoch, „gut erreichen<br />

wir beispielsweise verhaltensauffällige<br />

Schüler, weil sie sich haptisch<br />

betätigen und dabei gut konzentrieren“,<br />

berichtet Maier. Weil „Grundschultechnik“<br />

an immer mehr Schulen<br />

in den vergangenen Jahren nachgefragt<br />

wurde, ist die Initiative seit 2015 mit<br />

dem MINTec-Mobil unterwegs, der die<br />

Materialien für den Unterricht mitbringt.<br />

Und die Nachfrage steigt weiter.<br />

„Perspektivisch sollen alle Grundschulen<br />

im Kreis an dieses Angebot angeschlossen<br />

werden“, sagt Peter Lippold.<br />

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.<br />

Unterwegs im Hohenlohekreis: Peter Lippold (links) und Matthias Maier.<br />

Insgesamt 28 Grundschulen würde die<br />

MINTec-Bildungsinitiative dann umfassen<br />

– weshalb nun ein zweites Fahrzeug<br />

angeschafft werden soll. Neben<br />

den beiden Lehrern, die mit dem MIN-<br />

Tec-Mobil unterwegs sind, arbeiten<br />

viele weitere Lehrkräfte an Grundschulen<br />

im Hohenlohekreis mit, unterstützen<br />

das Fach „Grundschultechnik“ und<br />

sorgen dafür, dass der Nachwuchs im<br />

Sinne des MINTec-Gedankens bestens<br />

betreut wird.<br />

Zusätzlich gibt es auch Erfinderwochen<br />

für Acht- bis Zehnjährige, die<br />

in den Schulferien in einzelnen Mitgliedsfirmen<br />

stattfinden. Sie sollen<br />

frühzeitig das Interesse der Kinder an<br />

technischen Vorgängen wecken, ausbauen<br />

und erhalten.<br />

Gebaut werden zum Beispiel Marionetten,<br />

Gabelstapler, Fadenbilder,<br />

Bumerangs, Segelflieger, Sirenen und<br />

vieles andere mehr. Neben dem Umgang<br />

mit verschiedenen Werkzeugen<br />

Freie Stühle.<br />

Tolle Jobs.<br />

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64<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong>


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe | WIRTSCHAFT<br />

erhalten die Kinder auch einen Einblick<br />

in die Firmen und deren Arbeitsweise<br />

und sehen teilweise zum ersten<br />

Mal Produktionsanlagen live. „Das Interesse<br />

an diesen Erfinderwochen ist<br />

jedes Mal so groß, dass wir leider auch<br />

Absagen erteilen müssen, weil die Kapazitäten<br />

nicht ausreichen. In den letzten<br />

Jahren konnten etwa 600 Kinder an<br />

über 25 Erfinderwochen teilnehmen“,<br />

ergänzt Mirjam Rammhofer.<br />

PLÄNE EXAKT UMSETZEN<br />

Beim Solartracker-Projekt werden in<br />

höheren Klassenstufen Solarmodule<br />

gebaut, die als Powerbank dienen.<br />

Foto:Innovantionsregion Hohenlohe e. V.<br />

Aber auch in höheren Klassenstufen<br />

arbeiten Innovationsregion, Unternehmen<br />

und Schulen gemeinsam an Projekten.<br />

Thomas Matscheko von der Gewerblichen<br />

Schule Öhringen betreut<br />

etwa das Solartracker-Projekt. „Dabei<br />

geht es darum, Solarmodule nach dem<br />

Sonnenstand auszurichten, damit sie<br />

effizienter arbeiten.“ Hervorgegangen<br />

ist das Projekt vor acht Jahren aus der<br />

Arbeit einer Schülerin, die an der Reinhold-Würth-Hochschule<br />

in Künzelsau<br />

bereits mit Mikrocontrollern experimentierte.<br />

Die Solarenergie treibt einen<br />

von Schülerinnen und Schülern<br />

gebauten Ventilator-Motor an, der wiederum<br />

mittels Akkus und einem USB-<br />

Stecker wie eine Powerbank als Ladestation<br />

für Smartphones aufgewertet<br />

wird. Zusätzlich programmieren sie<br />

den Controller, der die Solarpanele<br />

ausrichtet.<br />

Das Ziel ist die Vermittlung von<br />

Wissen in Elektronik, Programmierung<br />

und Fertigungsverfahren in Holz und<br />

Metall. „Das fordert den Schülerinnen<br />

und Schülern manchmal einiges an<br />

Frustrationstoleranz ab, fördert aber<br />

ihr haptisches Geschick und ihre Konzentrationsfähigkeit“,<br />

erläutert Matscheko.<br />

Außerdem lernen sie dabei<br />

Pläne zu studieren und sie eins zu eins<br />

umzusetzen.<br />

Des Weiteren unterstützt das<br />

Schüler-, Forschungs- und Technikzentrum<br />

Hohenlohe, dessen Träger die<br />

Innovationsregion Hohenlohe ist,<br />

Schulen in der Fortbildung ihrer Lehrkräfte<br />

für naturwissenschaftlich-technische<br />

Projektarbeit. Auch die an den<br />

Projekten beteiligten Azubis werden in<br />

einem eintägigen Workshop vorberei-<br />

tet. Zudem finden „Jugend forscht“-<br />

Projekte statt. Inhaltlich sind alle MIN-<br />

Tec-Angebote an den Bildungsplan<br />

gekoppelt. Es gilt, die schulischen Angebote<br />

zu ergänzen, zu optimieren und<br />

Interesse für zusätzliches freies, forschendes<br />

Arbeiten zu wecken. Dabei<br />

will die Innovationsregion Hohenlohe<br />

tatkräftig unterstützen.<br />

Die Schulen setzen bei den Projekten<br />

jedoch ihre eigenen Schwerpunkte:<br />

Im Technikunterricht MIN-<br />

Tec5 und MINTec6 für die Klassen 5<br />

und 6 geht es beispielsweise darum,<br />

Skizzen zu erstellen, Modelle zu löten<br />

oder Fotovoltaik zu planen und zu<br />

konstruieren. Im Robotikunterricht<br />

werden Lego Mindstorm sowie NAO-<br />

Robotmodelle programmiert und teilweise<br />

selbst gebaut und vieles mehr.<br />

Damit können die Schülerinnen und<br />

Schüler bereits früh ihre Begeisterung<br />

für die MINT-Fächer entdecken und<br />

sich so auf eine Berufsausbildung vorbereiten<br />

– als Fachkräftenachwuchs für<br />

die Unternehmen. Falk Enderle<br />

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.<br />

Spielerisch lernen, wie Roboter programmiert werden: Diese NAO-Roboter erhielt<br />

das Bildungszentrum Niedernhall von der Kriwan-Stiftung.<br />

Sa, 21. und<br />

So, 22. Mai<br />

11 bis 17 Uhr<br />

500 Jahre Altes Rathaus<br />

mit Büchereifest<br />

Altes Rathaus<br />

Fr, 3. Juni<br />

19.30 Uhr<br />

23. Juni bis<br />

8. September<br />

immer donnerstags<br />

Fr, 22. bis<br />

So, 24. Juli<br />

Jubiläumskonzert<br />

50 Jahre Jugendmusikschule<br />

CARMEN WÜRTH FORUM<br />

Sommer in der Stadt<br />

Innenstadt<br />

Landeskinderturnfest<br />

Stadtgebiet<br />

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH<br />

ZU 20 JAHRE INNOVATIONS-<br />

REGION HOHENLOHE<br />

Junge Menschen für Technik zu begeistern, vereint<br />

uns und lässt uns zusammen Positives bewirken.<br />

Wir sagen Danke für die jahrelange gute<br />

Zusammenarbeit und gratulieren herzlich<br />

zum 20-jährigen Jubiläum!<br />

Fr, 8. bis<br />

Sa, 9. Oktober<br />

Wert-Wies‘n<br />

Wertwiesen<br />

Immer aktuell informiert sein:<br />

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www.kuenzelsau.de und<br />

Künzelsau – meine Stadt<br />

Ausbildung bei<br />

den LTI-Youngsters<br />

lti-youngsters.de<br />

LTI-Metalltechnik GmbH ∙ Im Flürlein 25 ∙ 74214 Schöntal-Berlichingen ∙ www.lti-metalltechnik.de


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe | WIRTSCHAFT<br />

Aus Überzeugung<br />

unterstützen<br />

Gemeinsam mehr erreichen – das wollen die Mitgliedsunternehmen<br />

der Innovationsregion Hohenlohe. Deshalb<br />

engagieren sie sich in partnerschaftlicher Zusammenarbeit<br />

in diesem Industrienetzwerk, um die Standortqualität der Region<br />

für die Zukunft zu sichern.<br />

Vorausdenken und nachhaltige<br />

Strategien verfolgen: Das steckt<br />

in der DNA der erfolgreichen<br />

Hohenloher Unternehmen. Dabei<br />

haben sie nicht nur den eigenen Betrieb,<br />

sondern auch das große Ganze<br />

im Blick. Aus Überzeugung engagieren<br />

sie sich daher in der Innovationsregion<br />

Hohenlohe – teils bereits seit<br />

den Anfängen des Netzwerks. Red.<br />

Dirk Döllner,<br />

Geschäftsführer<br />

Arnold Umformtechnik<br />

„Als ein Unternehmen, das als Ursprung<br />

der Industrialisierung in Hohenlohe<br />

gilt, wollen wir auch die<br />

Zukunft der Region aktiv mitgestalten.<br />

Die Innovationsregion Hohenlohe<br />

ist dafür ein idealer Partner.<br />

Die Zukunft und Attraktivität unseres<br />

Standorts hängen entscheidend<br />

von unserer Fähigkeit ab, unser<br />

Know-how weiterzuentwickeln und<br />

in Form von Bildungsprojekten weiterzugeben.“<br />

Fotos: Arnold Umformtechnik, Volksbank Hohenlohe, Kratschmayer, Hohenloher Spezialmöbelwerk<br />

Dieter Karle,<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

Volksbank Hohenlohe<br />

„Uns als Volksbank Hohenlohe eG<br />

ist es wichtig, unsere Heimat und<br />

ihre Menschen zu fördern. Genau<br />

deshalb sind wir Mitglied der Innovationsregion.<br />

Durch die Zusammenarbeit<br />

vieler großer Unternehmen<br />

in der Innovationsregion<br />

Hohenlohe schaffen wir ein gutes<br />

Fundament für die Zukunftsfähigkeit<br />

der Region. Wir sind stolz, Mitglied<br />

in einem so erfolgreichen und<br />

beständigen Verein zu sein.“<br />

Hans Kratschmayer,<br />

Geschäftsführer<br />

Kratschmayer<br />

„Schon bei der Gründung der Innovationsregion<br />

ging es darum, Menschen<br />

für Technik zu begeistern. Ich<br />

bin froh, dass dieses Engagement so<br />

früh begonnen und in all den Jahren<br />

aufrechterhalten wurde. Ob Elektroniker,<br />

Mechatroniker oder Wirtschaftsingenieure:<br />

Wir sind davon<br />

überzeugt, dass die Innovationsregion<br />

durch ihre Arbeit junge Leute<br />

für technische Berufe gewinnen<br />

konnte. Danke dafür!“<br />

Dirk Jägers,<br />

Geschäftsführer<br />

Hohenloher Spezialmöbelwerk<br />

„Unternehmerischer Erfolg hängt<br />

nicht zuletzt von einer guten Infrastruktur<br />

und positiven Entwicklung<br />

der Region Hohenlohe ab. Neue<br />

Produkte, Verfahren oder Geschäftsmodelle<br />

entstehen durch kreative<br />

Menschen. Dazu brauchen wir fähige<br />

und motivierte Mitarbeiter, die<br />

von einem attraktiven Umfeld angezogen<br />

und begeistert werden. Deshalb<br />

engagieren wir uns gerne in der<br />

Innovationsregion Hohenlohe.“<br />

CREATING<br />

TOGETHER<br />

Die Würth Elektronik Gruppe gratuliert<br />

der Innovationsregion Hohenlohe herzlich<br />

zum 20-jährigen Jubiläum!<br />

ebm-papst gratuliert:<br />

Innovationsregion Hohenlohe e.V.<br />

zum 20-jährigen Bestehen.<br />

Unsere Region hat viel zu bieten. Vor allem: einzigartige Menschen<br />

– geradlinig, voller Tatkraft und Ideen. Eigenschaften, die uns zum Weltmarktführer<br />

für Luft- und Antriebstechnik machten. Vielleicht spüren wir deshalb eine<br />

besondere Verbindung zu unserer Heimat. Und unterstützen mit Leidenschaft,<br />

was sie noch schöner macht, wie die Innovationsregion Hohenlohe e.V.<br />

Wir gratulieren ganz herzlich zum 20- jährigen Bestehen!<br />

www.ebmpapst.com<br />

www.we-online.com/karriere


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe | WIRTSCHAFT<br />

Andreas Siebert,<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

Raiffeisenbank Hohenloher Land<br />

„Die Innovationsregion ist eine bedeutende<br />

Initiative für uns als regionale<br />

Bank. Mit den Mitgliedsunternehmen<br />

fühlen wir uns verbunden,<br />

da uns die Menschen, das soziale<br />

Gefüge und das kulturelle Angebot<br />

in Hohenlohe gleichermaßen<br />

berühren. Dank des Impulses des<br />

Vereins konnte unter anderem der<br />

Gründerfonds Hohenlohe4Talents<br />

eingerichtet werden, der Gründern<br />

ein Stipendium bereitstellt.“<br />

Prof. Elmar Zeitler,<br />

Geschäftsführer<br />

KRIWAN Testzentrum<br />

„Die Innovationsregion bündelt neben<br />

anderem die Aktivitäten ihrer<br />

Unternehmen zur Sicherstellung<br />

des beruflichen Nachwuchses in der<br />

Region. Kriwan war von Anfang an<br />

dabei und ist dankbar für dieses Engagement.<br />

Projekte wie die Erfinderwerkstatt<br />

oder die Realisierung<br />

des Digital Hub helfen uns Mitarbeiter<br />

zu finden, durch Weiterqualifizierung<br />

zu halten und den Wandel<br />

der Digitalisierung zu gestalten.“<br />

Jürgen Frank,<br />

Geschäftsführer<br />

PVS-Kunststofftechnik<br />

„Die Innovationsregion leistet einen<br />

wichtigen Beitrag zur Steigerung<br />

der Attraktivität unserer Region. Sie<br />

fördert das Schul- und Hochschulangebot.<br />

Das ist für die Unternehmen<br />

immens wichtig, um qualifizierte<br />

Fachkräfte zu gewinnen und<br />

an die Region zu binden. Hohenlohe<br />

ist zu Recht Region der Weltmarktführer.<br />

Die Innovationsregion<br />

Hohenlohe ist dabei ein wichtiger<br />

Baustein.“<br />

Fotos: Raiffeisenbank Hohenloher Land, KRIWAN Testzentrum, PVS-Kunststofftechnik, SWG Schraubenwerk<br />

Gaisbach, Konrad Hornschuch/Continental, ebm-papst Mulfingen<br />

Tobias Schneider,<br />

Geschäftsführer<br />

SWG Schraubenwerk Gaisbach<br />

„SWG ist stolz, Teil der Innovationsregion<br />

Hohenlohe zu sein – gemeinsam<br />

für die Region, gemeinsam für<br />

die Zukunft. Wenn ich an die Zukunft<br />

denke, fallen mir zwei große<br />

Themen ein: Bildung und Nachhaltigkeit.<br />

Bildung ist für junge Menschen<br />

besonders wichtig. Denn diese<br />

jungen Menschen sind unsere<br />

Mitarbeitenden der Zukunft. Deshalb<br />

müssen wir schon heute gemeinsam<br />

nachhaltig handeln.“<br />

Matthias Welp,<br />

Standortleiter Weißbach<br />

Konrad Hornschuch/Continental<br />

„Die Innovationsregion ist ein Aushängeschild<br />

für einen Landkreis,<br />

dessen Unternehmen für Ideenreichtum<br />

und Weitblick stehen. Als<br />

Innovationsführer bei Oberflächen<br />

aus Folien und Kunstleder sind wir<br />

Gründungsmitglied. In den letzten<br />

20 Jahren ist die Bedeutung des<br />

Netzwerks enorm gestiegen. Als<br />

Einheit im Konzern führen wir unser<br />

Engagement fort, um weiter Zukunft<br />

gemeinsam zu gestalten.“<br />

Dr. Sonja Fleischer,<br />

Geschäftsführerin Personal (CHRO)<br />

ebm-papst Mulfingen<br />

„Gemeinsam die Zukunft gestalten:<br />

Das ist nicht nur seit 20 Jahren die<br />

Mission der Innovationsregion Hohenlohe,<br />

sondern auch die von<br />

ebm-papst. Wir sind als Unternehmen<br />

in der Region fest verankert,<br />

möchten diese weiter stärken und<br />

deren Attraktivität fördern. Hierbei<br />

ist uns eine enge Zusammenarbeit<br />

zwischen Bildungslandschaft, Politik<br />

und Wirtschaft ein besonderes<br />

Anliegen.“<br />

Gesichter hinter<br />

dem SMILE<br />

20<br />

DIE ZUVERLÄSSIGE<br />

VERBINDUNG.<br />

SEIT ÜBER 100 JAHREN IM LÄNDLE.<br />

Herzlichen Glückwunsch!<br />

Wir gratulieren der Innovationsregion Hohenlohe e.V. zu 20 Jahren<br />

wertvoller Arbeit und sagen DANKE für die tolle Unterstützung.<br />

Gemeinsam steigern wir kontinuierlich die Attraktivität unserer<br />

Region für Unternehmen und Arbeit nehmende.<br />

70<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

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WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe<br />

20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe | WIRTSCHAFT<br />

Jann Hendrik Swyter,<br />

CEO<br />

Veigel<br />

„Die Regionen Hohenlohe und<br />

Heilbronn-Franken sind etwas ganz<br />

besonderes, jedoch im gesamtdeutschen<br />

Kontext nicht ganz so bekannt<br />

wie andere Regionen. Uns ist<br />

es wichtig, dass die Region auch in<br />

Zukunft eine starke Ausstrahlungskraft<br />

hat. Eine gute Struktur ist für<br />

Unternehmen sehr wichtig, um erfolgreich<br />

zu sein. Zusammen mit<br />

der Innovationsregion möchten wir<br />

die Zukunft Hohenlohes gestalten.“<br />

Bernd Kaufmann,<br />

Vorsitzender des Vorstands<br />

Sparkasse Hohenlohekreis<br />

„Als Sparkasse Hohenlohekreis fördern<br />

wir mit hohem Engagement<br />

die Wirtschaftskraft vor Ort und<br />

treiben so die Entwicklung der Region<br />

Hohenlohe weiter voran. Die Innovationsregion<br />

Hohenlohe sehen<br />

wir dabei als ein hervorragendes<br />

Netzwerk, das die Zusammenarbeit<br />

der Unternehmen vor Ort unterstützt<br />

und gleichzeitig die Wirtschaftsstruktur<br />

in unserer Region<br />

stärkt.“<br />

Dr. Sascha Klett,<br />

Vorstand Technik<br />

Ziehl-Abegg<br />

„Kinder sind neugierig – so kann<br />

früh das Interesse an technischen<br />

Zusammenhängen geweckt werden.<br />

Als Technologie-Unternehmen<br />

sind wir darauf angewiesen, dass<br />

junge Menschen Lust auf technische<br />

Berufe entwickeln. Die Innovationsregion<br />

ergänzt Kooperationen<br />

mit Kindergärten und Schulen ideal.<br />

Gerade der Schulterschluss über<br />

Wettbewerbsgrenzen zeichnet die<br />

Innovationsregion aus.“<br />

Fotos: Veigel, Sparkasse Hohenlohekreis, Ziehl-Abegg, GEMÜ Apparatebau, Stadt Künzelsau, Reisser<br />

Stephan Müller,<br />

Geschäftsführer<br />

GEMÜ Apparatebau<br />

„Trotz großer Wirtschaftskraft wird<br />

unsere Region von der Politik oft als<br />

ländlicher Raum wahrgenommen.<br />

Die Innovationsregion Hohenlohe<br />

vertritt unsere Interessen wie den<br />

Ausbau des öffentlichen Nah- und<br />

Fernverkehrs oder der Bildungsangebote<br />

gegenüber der Politik. Wir<br />

sind dankbar, dass sie dazu beiträgt,<br />

die Attraktivität unserer Region für<br />

Unternehmen und Arbeitnehmende<br />

zu steigern.“<br />

Stefan Neumann,<br />

Bürgermeister<br />

Stadt Künzelsau<br />

„Die Innovationsregion Hohenlohe<br />

bringt Unternehmen, Kommunen<br />

und den Landkreis zusammen,<br />

bündelt deren Engagement und ist<br />

ein wichtiger Faktor bei den bedeutenden<br />

Themen Bildung und Nachwuchskräfteförderung.<br />

Mit den Geschäftsräumen<br />

auf dem Campus<br />

Künzelsau der Reinhold-Würth-<br />

Hochschule wird auch der Standort<br />

Künzelsau insgesamt gestärkt. Ich<br />

gratuliere herzlich zum Jubiläum.“<br />

Michael Dartsch,<br />

Geschäftsführer<br />

Reisser<br />

„Die Innovationsregion bietet unserem<br />

Unternehmen die Möglichkeit<br />

des gegenseitigen Austauschs.<br />

Durch die Zusammenarbeit entsteht<br />

ein leistungsfähiges Ausbildungsspektrum<br />

in der Region. Wir<br />

führen die Jugend an die Technik<br />

heran und wirken so dem Fachkräftemangel<br />

entgegen. Davon profitiert<br />

natürlich auch die Reisser-Schraubentechnik<br />

und kann weiterhin den<br />

Standort Hohenlohe stärken.“<br />

Rechtsanwälte<br />

von Klitzing - Prof. Dr. Frink<br />

Es genügt nicht, das Recht an seiner Seite zu haben,<br />

es ist entscheidend, sich für es einzusetzen.<br />

Wir sind von Anfang an Mitglied der Innovationsregion Hohenlohe e.V.<br />

Wir identifizieren uns mit deren satzungsmäßigen Zielen:<br />

Schaffung und Förderung der Rahmenbedingungen<br />

für die Standortqualität und Innovationsfähigkeit<br />

unseres liebenswerten HOHENLOHE<br />

Dazu leisten wir gerne unsere Beiträge, mit innovativen Ansätzen<br />

und Lösungen, kreativen Ideen bei rechtlichen Themen und<br />

Aufgabenstellungen. Dabei unterstützen wir Sie gerne, sprechen<br />

Sie uns einfach an.<br />

Rechtsanwälte<br />

von Klitzing- Prof. Dr. Frink GbR<br />

Stuttgarter Straße 5 74653 Künzelsau<br />

Tel.: 07940 – 91230 mail@vonklitzing-frink.de


Bildung | TITEL<br />

Thomas Bornheim (r.), CEO der Programmierschule 42 Heilbronn, führt bei der Eröffnung Besucher durch die Räume.<br />

Das Raumschiff ist gelandet<br />

„Space Ship“, so wird liebevoll das Gebäude genannt, in dem sich<br />

die Programmierschule 42 Heilbronn befindet. Ziemlich „spacig“ ist<br />

auch, was im Inneren abgeht.<br />

Was haben Thomas Bornheim,<br />

CEO der Heilbronner Programmierschule,<br />

und Douglas<br />

Adams, Autor des kultigen Science-<br />

Fiction-Romans „Per Anhalter durch<br />

die Galaxis“ gemeinsam? Für beide ist<br />

42 die Antwort auf die Frage nach dem<br />

Leben, dem Universum und dem ganzen<br />

Rest. Im Roman hat der Supercomputer<br />

„Deep Thought“ immerhin ein<br />

paar Millionen Jahre lang gerechnet,<br />

um am Ende diese Zahl auszuspucken.<br />

Im realen Leben hat Thomas Bornheim<br />

deutlich schneller erkannt, dass<br />

die 42 für ihn die Antwort auf die ganz<br />

großen Fragen ist – allen voran: Wie<br />

lässt sich Bildung ganz neu und ganz<br />

anders denken? Darum hat er Google<br />

und dem Silicon Valley den Rücken<br />

gekehrt und ist nach Heilbronn gekommen,<br />

um eine private, kostenfreie<br />

Bildungsinstitution für Coding aufzubauen.<br />

Seit Mitte 2021 bereichert die<br />

Programmierschule 42 Heilbronn das<br />

Bildungsangebot. Über 200 Studierende<br />

sind an Bord des „Space Ship“ in der<br />

Weipertstraße. Die offizielle Eröffnung<br />

– wegen Corona verschoben – fand am<br />

4. <strong>April</strong> <strong>2022</strong> statt. Mit dabei: Dr. Nicole<br />

Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft,<br />

Arbeit und Tourismus in Baden-Württemberg.<br />

In ihrer Rede bei<br />

der Opening Gala sagte sie: „Wachstum,<br />

Beschäftigung und Wohlstand<br />

der Zukunft hängen an der Frage, welche<br />

Länder bei Softwareprodukten<br />

und speziell dem Einsatz künstlicher<br />

Intelligenz die Nase vorne haben werden.“<br />

Auch in dieser Frage soll die 42<br />

eine zentrale Rolle spielen.<br />

Hoffmeister-Kraut ist sich sicher,<br />

dass sich die 42 Heilbronn und der Innovationspark<br />

KI Baden-Württemberg,<br />

der als Herzstück von „KI made in BW“<br />

in Heilbronn entsteht, hervorragend<br />

ergänzen und vielfältige Synergieeffekte<br />

hervorbringen werden. Auch Prof.<br />

Reinhold R. Geilsdörfer, Geschäftsführer<br />

der Dieter Schwarz Stiftung, ist von<br />

der Wichtigkeit für die Region Heilbronn-Franken<br />

überzeugt: „Um unsere<br />

Gesellschaft und Wirtschaft von<br />

morgen zu stärken, brauchen wir mutige<br />

Konzepte und außergewöhnliche<br />

Innovationen im Bereich der Informatik,<br />

die unsere zukünftige Arbeitswelt<br />

grundlegend verändern werden. Genau<br />

diese Eigenschaften – anders, in-<br />

Foto: Mario Berger<br />

novativ, revolutionär – finden sich in<br />

der DNA von 42, deren besonderes didaktisches<br />

Konzept Heilbronn und die<br />

Region bereichern wird.“<br />

LEVEL UP<br />

Im Curriculum der 42 Heilbronn zählt<br />

nur, ob der Programmiercode funktioniert<br />

oder nicht. „Unsere Studierenden<br />

lernen selbstständig und projektbasiert“,<br />

sagt Thomas Bornheim. „Wir setzen<br />

auf Peer-Learning, das heißt, die<br />

Studierenden lernen von- und miteinander.“<br />

Dozenten sucht man an der<br />

Schule daher vergeblich. Es gibt nur<br />

Aufgaben, die es zu lösen gilt. Durch<br />

„Gamification“ werden Belohnungsanreize<br />

gesetzt. „Mit jeder gelösten<br />

Aufgabe steigen die Studierenden in<br />

ihrer Erfahrung von Level zu Level auf,<br />

wie in einem Computerspiel“, erläutert<br />

Bornheim.<br />

Das unkonventionelle Lernmodell<br />

der französischen Ecole 42, die<br />

2013 als gebührenfreie, private Coding-Schule<br />

von Xavier Niel in Paris<br />

gegründet wurde, hat sich zum Exportschlager<br />

entwickelt. Das 42-Netzwerk<br />

verfügt heute über 42 Standorte rund<br />

um die Welt. „Und in Heilbronn haben<br />

wir aktuell Studierende aus 42 Nationen“,<br />

merkt Bornheim an. Die Zahl<br />

zieht sich in vielen Bereichen durch.<br />

Wer an der 42 Heilbronn lernen<br />

will, wie man codet, muss lediglich 18<br />

Jahre alt sein und sein Talent in einem<br />

Auswahlverfahren, „Piscine“ genannt,<br />

unter Beweis stellen. Zeugnisnoten<br />

sind ohne Belang. Diese werden auch<br />

nicht an der Programmierschule vergeben:<br />

einen offiziellen Abschluss gibt<br />

es nicht. „Bei uns kann man nur exzellente<br />

Kompetenz im Coding erwerben“,<br />

sagt Bornheim. Und dieses Können<br />

sei gefragt. Studierende aus dem<br />

42-Netzwerk würden von Unternehmen<br />

oft im Rahmen von Projekten<br />

oder Praktika direkt abgeworben, ohne<br />

die Schule komplett zu durchlaufen.<br />

Das Heilbronner Raumschiff bereite<br />

sich bereits auf neue Besatzungsmitglieder<br />

vor. „Die nächste Piscine ist<br />

für Juni angesetzt. Das ist die nächste<br />

Foto: Mario Berger<br />

Möglichkeit, an Bord zu kommen“, sagt<br />

Bornheim. „Unsere derzeitige Kapazität<br />

erlaubt uns, ungefähr hundert weitere<br />

Studierende aufzunehmen.“<br />

Voraussichtlich Ende 2023 soll<br />

die nächste Ausbaustufe der Programmierschule<br />

fertig werden. „Der erste<br />

Gebäudeteil ist fertig. Nun sollen in einem<br />

zweiten Gebäudeteil weitere Arbeitsplätze<br />

entstehen. Dann haben wir<br />

in Heilbronn Platz für rund 400 Studierende“,<br />

gibt Bornheim einen Ausblick.<br />

Auch ein großer Co-Working-<br />

Space soll entstehen – unter dem Arbeitstitel<br />

„KI-Salon“. Das Interesse der<br />

regionalen Unternehmen an einer Zusammenarbeit<br />

mit der 42 Heilbronn<br />

und an künstlicher Intelligenz als<br />

Schlüsseltechnologie für die Zukunft<br />

sei sehr groß. „Wir bekommen zahlreiche<br />

Anfragen von Firmen, die gerne<br />

gemeinsam mit uns Innovationsarbeit<br />

machen möchten“, berichtet Bornheim.<br />

„Es gibt offenbar einen Bedarf<br />

an Orten, an Kreativräumen, wo sich<br />

Businessleute und Wissenschaftler<br />

professionell treffen und austauschen<br />

können. Daher wollen wir dafür künftig<br />

eine Plattform bieten, auf der sich<br />

Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen<br />

begegnen können.“<br />

Auch die TUM werde mit einigen<br />

Forschungsprofessuren als Nachbar<br />

einziehen. „All das ist auch die Idee<br />

des Bildungscampus in Heilbronn: Angebote<br />

schaffen, die neu und innovativ<br />

sind“, sagt Bornheim. „Hieraus werden<br />

sich fantastische Synergien ergeben.“<br />

KI ERFAHRBAR MACHEN<br />

Sich mit den Chancen und Möglichkeiten<br />

künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen,<br />

ist einer der Schwerpunkte<br />

der 42 Heilbronn. „Nur wenige<br />

Menschen haben das Internet wirklich<br />

verstanden. Bei künstlicher Intelligenz<br />

sind es noch deutlich weniger“, meint<br />

Bornheim. Der KI-Salon soll Berührungspunkte<br />

ermöglichen und KI für<br />

Menschen erfahrbar und greifbar machen.<br />

„Eine besondere Möglichkeit,<br />

mit Technologie in Kontakt zu treten,<br />

ist, wenn man sie künstlerisch einsetzt<br />

und kreativ benutzt“, sagt Bornheim.<br />

Bei der Opening Gala habe daher die<br />

Künstlergruppe Lunar Ring ihre Installation<br />

„Deep See“ – in Anlehnung an<br />

„Deep Thought“ – vorgestellt, bei der<br />

eine KI künstlerisch anmutende Bilder<br />

selbst erschafft. <br />

Dirk Täuber<br />

Peer-Learning ist Lernen von- und miteinander: Studierende der 42 Heilbronn<br />

tauschen sich darüber aus, wie die Aufgabenstellungen gelöst werden können.<br />

74 <strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

75


WIRTSCHAFT | Bildung<br />

Auf direktem Weg<br />

Nach zwei Jahren voller Online-Messeveranstaltungen finden<br />

zahlreiche Ausstellungen nun wieder in Präsenz statt.<br />

Veranstalter Frank Hartmann freut sich, dass sich Besucher und<br />

Austeller der Bildungsmesse Heilbronn <strong>2022</strong> wieder live treffen.<br />

lem im technologischen Bereich große<br />

Chancen für junge Menschen. „Berufe<br />

in diesem Bereich sind extrem gefragt,<br />

weil da wahnsinnig viel passiert. Es<br />

spielt sich immer mehr im Internet ab,<br />

und Automatisierung ist in vielen Unternehmen<br />

ein großes Thema.“ Zudem<br />

handle es sich dabei um meist sehr gut<br />

bezahlte Jobs.<br />

Ausbildungs - und Jobsuchende können mit potenziellen Arbeitgebern wieder<br />

unmittelbar ins Gespräch kommen.<br />

Homeschooling, Onlinevorlesungen<br />

und dazu Freunde fast ausschließlich<br />

virtuell treffen – junge<br />

Menschen verbrachten in der<br />

Corona-Pandemie viel Zeit zu Hause<br />

vor dem Rechner. Messen zur Berufsorientierung<br />

konnten in dieser Zeit nur<br />

eingeschränkt über Videoplattformen<br />

stattfinden.<br />

Auch die Heilbronner Bildungsmesse<br />

wurde in den vergangenen beiden<br />

Jahren coronabedingt nur virtuell<br />

durchgeführt. Jetzt geht sie wieder live.<br />

Frank Hartmann, Geschäftsführer der<br />

Bildungsmesse, freut sich, dass es endlich<br />

wieder vor Ort losgeht. Zum einen<br />

sei der Aufwand für eine Onlinemesse<br />

der gleiche wie der für eine Messe in<br />

Präsenz. Zum anderen sei es einfach<br />

wichtig, dass die Menschen wieder<br />

ganz unmittelbar Kontakte knüpfen<br />

können. Und zwar sowohl die Besucher<br />

als auch die Aussteller. Denn: „Es<br />

herrscht zurzeit ein wahnsinniger<br />

Nachfragemarkt. Im letzter Zeit findet<br />

man mehr Stellenausschreibungen als<br />

Bewerber und das ist im Endeffekt natürlich<br />

positiv für die Jobsuchenden<br />

oder Ausbildungssuchenden. Diese<br />

haben mehr Möglichkeiten, eine Stelle<br />

zu bekommen“, beschreibt Hartmann<br />

die Situation.<br />

GEFRAGTES BERUFSFELD<br />

Dieser Nachfragemarkt ist eine Folge<br />

des branchenübergreifenden Fachkräftemangels,<br />

der bekanntlich auch<br />

vor der wirtschaftsstarken Region Heilbronn-Franken<br />

nicht Halt macht. „Das<br />

wird mit Sicherheit die nächsten Jahre<br />

so weitergehen“, ist sich der Messeveranstalter<br />

sicher. Hartmann sieht vor al-<br />

Foto: Bildungsmesse Heilbronn<br />

STUDIUM WIRD BELIEBTER<br />

Ob Schulabgänger sich eher für den<br />

Ausbildungsweg oder für ein Studium<br />

entscheiden, sei typabhängig. Allerdings:<br />

„Immer mehr junge Menschen<br />

wollen studieren“, sagt Hartmann. Da<br />

gerade auch in vielen Firmen beispielsweise<br />

„normale“ Sachbearbeiterjobs<br />

an studierte Betriebswirte vergeben<br />

würden, sei ein Studium<br />

mittlerweile genauso beliebt wie ein<br />

Ausbildungsplatz. Das sei auch auf<br />

dem Messegelände zu spüren. Von<br />

Jahr zu Jahr seien mehr Hochschulen<br />

und Universitäten mit ihren Infoständen<br />

vertreten.<br />

Über beide Messetage verteilt<br />

werden viele Vorträge rund um Bildung<br />

und Beruf gehalten. Besucher erhalten<br />

außerdem Tipps, wie eine gute<br />

Bewerbungsmappe aussehen soll. Das<br />

genaue Programm an den Ständen ist<br />

noch in Planung und steht erst kurz vor<br />

Messebeginn fest. Yannis Gaukel<br />

Info<br />

Die Bildungsmesse findet am<br />

6. und 7. Mai statt. Weitere Infos unter<br />

www.max-events.de/bildungsmesse.<br />

76<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong>


WIRTSCHAFT | Bildung<br />

Bildung | WIRTSCHAFT<br />

Richtig entschieden<br />

Runa Butscher, Manuel Stutz und Maximilian Schreier absolvieren<br />

derzeit Ausbildungen in regionalen Unternehmen. Die angehende<br />

Mechatronikerin, der künftige Medientechnologe und der Berufskraftfahrer-Azubi<br />

sind glücklich mit ihrer Berufswahl.<br />

Nach ihrer zweijährigen Elektroberufsfachschule<br />

in Öhringen<br />

war sich Runa Butscher lange<br />

unschlüssig, was sie machen sollte. Als<br />

ihr dann ein ehemaliger Klassenkamerad<br />

von seiner Ausbildung als Mechatroniker<br />

erzählte, war sie sofort begeistert.<br />

Runa Butscher ist glücklich über<br />

die Entscheidung, die sie vergangenes<br />

Jahr getroffen hat. Jetzt befindet sie<br />

sich in ihrem ersten Ausbildungsjahr.<br />

Zurzeit arbeitet sie in der Instandhaltung<br />

bei Arnold am Standort<br />

in Dörzbach. Dort repariert sie sowohl<br />

die Mechanik als auch die Elektrik von<br />

Maschinen. Als Mechatronikerin muss<br />

sie sich nämlich in beiden Bereichen<br />

auskennen– was von Vorteil ist. „Es ist<br />

einfacher, eine Mechatronikerin oder<br />

einen Mechatroniker zur Instandhaltung<br />

zu schicken, als wenn man jeweils<br />

einzelne Fachkräfte aus der Elektrik<br />

und der Mechanik anfordern müsste“,<br />

erläutert Butscher.<br />

Der Arbeitstag der Auszubildenden<br />

beginnt täglich zwischen sechs<br />

und sieben Uhr morgens. Wenn sie fertig<br />

umgezogen ist, bekommt sie entweder<br />

Arbeit zugeteilt oder unterstützt<br />

die Kollegen. „Dabei bekommen wir<br />

Azubis immer wieder neue Dinge erklärt“,<br />

erzählt sie. An zwei festen Wochentagen<br />

besucht sie die Berufsschule.<br />

Dort hat sie an einem Tag<br />

Elektrounterricht im Labor. Am anderen<br />

Tag findet der theoretische Unterricht<br />

statt. Alle acht Wochen haben die<br />

Auszubildenden Werkstattunterricht<br />

für Metall. Runa Butscher hat ein Faible<br />

für Technik. Einzig die Fehlererkennung<br />

bei Maschinen bereite ihr noch<br />

ein wenig Sorgen. Das werde aber mit<br />

jeder Wiederholung besser.<br />

FARBENFROH ARBEITEN<br />

Seit seinem Praktikum bei Schweikert<br />

Druck vor fünf Jahren gibt es für Manuel<br />

Stutz aus Obersulm keine berufliche<br />

Alternative mehr. Der 19-jährige<br />

Foto: Arnold Umformtechnik<br />

Runa Butscher (re.) bekommt während ihrer Ausbildung viel von ihrer Ausbilderin Annika Wolz erklärt.<br />

möchte Medientechnologe werden.<br />

Deshalb macht er jetzt die entsprechende<br />

Ausbildung in seinem Praktikumsbetrieb.<br />

Er ist dieses Jahr der einzige<br />

Azubi bei Schweikert – und kann<br />

deshalb sehr intensiv betreut werden.<br />

Die familiäre Atmosphäre im Betrieb<br />

gefällt Manuel besonders gut.<br />

Wenn er gefragt wird, was er beruflich<br />

macht, bezeichnet er sich meist<br />

selbst als „der Drucker“. Ein Medientechnologe<br />

braucht Kenntnisse über<br />

Papier, den Druck an sich und die Maschinenbetreuung.<br />

Auch kleine Wartungsvorgänge<br />

gehören dazu. Hauptsächlich<br />

findet die Arbeit des Azubis<br />

bei Schweikert an Maschinen statt.<br />

„Das ist der größte Bestandteil in der<br />

Ausbildung eines Medientechnologen“,<br />

meint er. Dazu gehören die Überwachung<br />

der Maschine, die Auswertung<br />

des Druckbildes und die Kenntnis<br />

über die Farben. „Wenn man Lust hat,<br />

etwas mit Farben zu machen, ist<br />

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78<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

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WIRTSCHAFT | Bildung<br />

Manuel Stutz geht voll auf in seiner Ausbildung als Medientechnologe bei Schweikert<br />

Druck in Obersulm. Er hat schon Pläne für die Zukunft.<br />

die Ausbildung zum Medientechnologen<br />

absolut das Richtige, da die Arbeit<br />

immer farbenfroh ist“, meint der<br />

19-jährige.<br />

Die Arbeit läuft im Schichtmodell.<br />

Morgens um sechs Uhr startet die<br />

Frühschicht die Maschinen und befüllt<br />

diese mit Farben. Anschließend geht<br />

man immer zu zweit an eine Maschine,<br />

bespricht die Reihenfolge und fängt<br />

mit dem Drucken an. Gegen halb zwei<br />

am Nachmittag kommt die Spätschicht<br />

zur Übernahme. In der arbeitet der<br />

Auszubildende am liebsten, weil die<br />

Foto: Schweikert Druck<br />

Kollegen im Anschluss noch ein bisschen<br />

zusammensitzen und er dadurch<br />

viel über den Beruf erfahren kann. Einmal<br />

pro Woche ist Manuel Stutz in der<br />

Berufsschule. Das meiste lerne er aber<br />

im Betrieb, sagt er, da ihm das praktische<br />

Lernen liege.<br />

Da Manuel Stutz als Medientechnologe<br />

Aufträge von Kunden bearbeitet,<br />

müssen Liefertermine strikt eingehalten<br />

werden. „Wenn man schneller<br />

sein soll, als man tatsächlich ist, wird<br />

man ganz schön gefordert“, sagt er. Im<br />

Team sei aber vieles einfacher. „Das<br />

Wichtigste, was man mitbringen muss,<br />

um Medientechnologe zu werden, ist<br />

Teamfähigkeit“, ist Manuel überzeugt.<br />

STÄNDIG AUF ACHSE<br />

Viel sitzen und lange Arbeitstage? Kein<br />

Problem für Maximilian Schreier. Während<br />

seiner Ausbildung zum Berufskraftfahrer<br />

bei Schmitt Logistik kommt<br />

er viel herum auf Deutschlands Stra-<br />

ßen. Um zu erkennen, woher seine Leidenschaft<br />

für Lkws stammt, braucht<br />

man bei ihm nicht lange suchen. Sein<br />

Vater ist ebenfalls Berufskraftfahrer<br />

und nahm Maximilian Schreier oft mit<br />

auf seine Touren. So kam schnell das<br />

Interesse, selbst in einem Lkw zu sitzen.<br />

Inzwischen ist er im dritten Lehrjahr<br />

und hat immer noch genauso viel<br />

Spaß an seiner Ausbildungsstelle wie<br />

am ersten Tag. „Man ist viel unterwegs<br />

und deshalb sieht man auch einiges auf<br />

seinen Touren“, schwärmt er.<br />

Jeden Monat besucht er eine Woche<br />

lang die Berufsschule. Dort hat er<br />

neben den Fächern Deutsch, Mathe<br />

und Gemeinschaftskunde viel Werkstattunterricht<br />

und Berufstheorie. In<br />

den Praxisphasen darf er an zwei Tagen<br />

in der Woche Fahrer auf ihren Touren<br />

begleiten.<br />

Auf diese Tage freut sich Maximilian<br />

Schreier besonders. „Im Fernverkehr<br />

sieht man viel, es ist abwechslungsreich<br />

und man hat hier im Betrieb<br />

immer andere Touren“, berichtet er.<br />

Foto: privat<br />

Maximilian Schreier ist viel unterwegs. Er macht eine Ausbildung zum<br />

Berufskraftfahrer in Vellberg.<br />

Beim Be- und Entladen ist er immer<br />

mit Freude dabei. Dabei hat er immer<br />

viel Kontakt mit Kunden. Das ist etwas,<br />

das ihm wegen seiner kommunikativen<br />

Art liege. Nur spezielle Transportgüter<br />

können für den Berufskraftfahrer-Azubi<br />

noch zur Herausforderung werden.<br />

Doch das stecke er immer lockerer weg.<br />

„Da spart man sich schon das Fitnesstudio“,<br />

witzelt er.<br />

Alle drei Auszubildenden möchten<br />

gerne nach erfolgreicher Ausbildung<br />

in ihrem jeweiligen Beruf und Betrieb<br />

bleiben. Die Chancen stehen gut.<br />

Manuel Stutz versteht sich super mit<br />

seinen Kollegen und hatte bereits ein<br />

erfolgreiches Übernahmegespräch.<br />

Ähnliches erhoffen sich auch Runa<br />

Butscher und Maximilian Schreier.<br />

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Auf dem Arbeitsmarkt gibt es derzeit mehr Nachfrage als Bewerber.<br />

Die Aussicht, den Wunsch-Ausbildungsplatz zu finden, ist daher für<br />

Schulabgänger so gut wie nie.<br />

Der Mangel an Arbeitskräften<br />

führt dazu, dass Unternehmen<br />

branchenübergreifend Azubi-<br />

Nachwuchs suchen. Besonderers betroffen<br />

sind laut dem Bundesministerium<br />

für Wirtschaft Berufe in den<br />

Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik,<br />

IT- und Softwareentwicklung<br />

und Programmierung.<br />

Auch im Handwerk wird nach<br />

Nachwuchs gesucht. Trotz Fachkräftemangel<br />

und anhaltender Corona-Pandemie<br />

ist laut der Handwerkskammer<br />

Heilbronn-Franken (HWK) die Zahl<br />

der Handwerksbetriebe in der Region<br />

stabil geblieben. Insgesamt sind es sogar<br />

sieben Betriebe mehr im Vergleich<br />

zum Vorjahr (12.625). „Handwerker<br />

sind wichtige Ausbilder vor Ort und<br />

halten Städte und Gemeinden attraktiv<br />

und lebenswert“, sagt Ralf Schnörr,<br />

Hauptgeschäftsführer der HWK. Es<br />

lohnt sich also, freie Ausbildungsplätze<br />

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Kunden der Kosmetik-, Pharma- und<br />

Süßwarenindustrie<br />

Wir suchen zum nächstmöglichen Eintritt einen<br />

Maschinenführer (m/w/d)<br />

Ihre Aufgaben:<br />

• Bedienen von Stanz-, Klebe- und Kaschiermaschinen<br />

• Durchführen aller relevanten Qualitätsprüfungen<br />

Ihr Profil:<br />

Sie verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung zum Verpackungs mittelmechaniker<br />

oder Packmitteltechnologen oder über eine vergleichbare technische<br />

Ausbildung und bringen die Bereitschaft zur Schichtarbeit mit.<br />

Kenntnisse im Umgang mit Stanz- oder Klebemaschinen wären von Vorteil.<br />

Wir bieten:<br />

In den Unternehmen der Region gibt es zahlreiche Möglichkeiten, einen neuen Job zu bekommen.<br />

Foto: Adobe Stock/fizkes<br />

A. Landerer GmbH & Co. KG<br />

Kontaktperson: Franz Wach<br />

Heinz-Landerer-Straße 1<br />

74196 Neuenstadt a. K.<br />

Tel.: +49 (0) 7139 9373-277<br />

E-Mail: franz_wach@landerer.de<br />

• Die Mitarbeit in einer erfolgreichen und international ausgerichteten<br />

Unternehmensgruppe mit flachen Hierarchien und einer interessanten<br />

und abwechslungsreichen Arbeit.<br />

• Urlaubsanspruch nach Tarifvertag<br />

• Tarifliches Urlaubs- und Weihnachtsgeld<br />

Wir freuen uns über Ihre aussagekräftige Bewerbungsunterlagen mit Angabe des<br />

frühestmöglichen Eintrittstermins.<br />

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne vorab zur Verfügung.<br />

Talente für das Team finden<br />

Zum Frühlingsanfang ziehen die Arbeitsagenturen der Region Heilbronn-Franken<br />

positive Bilanz. Firmen suchen intensiv nach neuen<br />

Mitarbeitenden, es gibt viele offene Stellen.<br />

Die Zahl der Arbeitslosen ist im<br />

ersten Drittel des Jahres <strong>2022</strong> stetig<br />

gesunken. Dieser Trend hat<br />

sich auch im März bestätigt. „Die positive<br />

Entwicklung auf unserem Arbeitsmarkt<br />

setzt sich fort. Die Arbeitslosigkeit<br />

ist in den letzten vier Wochen<br />

erneut zurückgegangen und liegt deutlich<br />

unter dem Vorjahresniveau“, sagt<br />

Manfred Grab, Leiter der Heilbronner<br />

Agentur für Arbeit, zur aktuellen Lage<br />

auf dem Arbeitsmarkt.<br />

Für diejenigen, die sich beruflich<br />

neu orientieren möchten oder den<br />

nächsten Schritt in der Karriere wagen<br />

wollen, sind die Bedingungen auf dem<br />

Arbeitsmarkt bestens. Unternehmen<br />

suchen intensiv nach neuen Mitarbeitenden.<br />

Viele interessante Stellen sind<br />

offen. Angesichts des Fachkräftemangels<br />

konkurrieren Firmen um Talente<br />

für ihr Team. Das spiegelt sich unter<br />

anderem auch in einem Rückgang der<br />

Arbeitslosenzahlen in der Region Heilbronn-Franken.<br />

WENIGER ARBEITSLOSIGKEIT<br />

Die aktuellen Arbeitsmarktdaten sind<br />

positiv. Nach Angaben der Heilbronner<br />

Arbeitsagentur ist im März die Zahl der<br />

Arbeitslosen im Bezirk Heilbronn um<br />

185 auf 9261 zurückgegangen. Das sind<br />

mehr als 3000 weniger als vor einem<br />

Jahr. Die Arbeitslosenquote im Heilbronner<br />

Bezirk ist gegenüber dem Vormonat<br />

um 0,1 Prozent gesunken.<br />

Im Landkreis Schwäbisch Hall<br />

waren im März 56 Personen weniger<br />

arbeitlos gemeldet als im Februar, 3331<br />

an der Zahl. Das berichtet die Agentur<br />

für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.<br />

Zu ihrem Einzugsgebiet<br />

gehören die Landkreise Schwäbisch<br />

Hall, Hohenlohekreis und der Main-<br />

Tauber-Kreis. Im Hohenlohekreis liegt<br />

die Zahl der Arbeitslosen im gleichen<br />

Zeitfenster bei 1824. Hier lag der Rückgang<br />

bei 53 Personen. Die deutlichste<br />

Minderung im Bezirk der Arbeitsagentur<br />

Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim<br />

verzeichnete der Main-Tauber-<br />

Kreis. Dort wurden 106 Menschen<br />

weniger als arbeitslos gemeldet als im<br />

Vormonat. red.<br />

Unsere Unternehmensgruppe mit 4.500<br />

Beschäftigten in Europa, China und den<br />

USA genießt in der Verpackungs- und<br />

Etikettenbranche einen ausgezeichneten<br />

Ruf und ist bekannt für ihre qualitativ<br />

hochwertigen Produkte.<br />

Am Standort Neuenstadt produzieren<br />

wir in unserem modern ausgerüsteten<br />

Betrieb Faltschachteln für anspruchsvolle<br />

Kunden der Kosmetik-, Pharma- und<br />

Süßwarenindustrie.<br />

A. Landerer GmbH & Co. KG<br />

Kontaktperson: Helmut Krebs<br />

Heinz-Landerer-Straße 1<br />

74196 Neuenstadt a. K.<br />

Tel.: +49(0)7139 9373-119<br />

E-Mail: helmut_krebs@landerer.de<br />

Wir suchen zum nächstmöglichen Eintritt einen<br />

Mechatroniker (m/w/d)<br />

Ihre Aufgaben:<br />

• Instandhaltungs-, Wartungs- und Inspektionsarbeiten an den Produktionsanlagen<br />

• Schichtbegleitung sowie Störungsbehebung an den Produktionslinien<br />

• Instandhaltung und Wartung der Gebäudetechnik<br />

• Inbetriebnahme und Instandhaltung von elektrischen Anlagen<br />

• Anschließen und Einstellen von Maschinen und Anlagen<br />

• Einrichten und Prüfen von Schutzeinrichtungen und Meldesystemen<br />

• Dokumentation von Instandhaltungsmaßnahmen, Installationen und<br />

Inbetriebnahme<br />

Ihr Profil:<br />

Sie verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung als Mechatroniker (m/w/d), Elektroniker<br />

(m/w/d) oder einem vergleichbaren Beruf, idealerweise mit Berufserfahrung.<br />

Sie haben gutes technisches Verständnis und Organisationsvermögen. Zuverlässigkeit<br />

und Einsatzbereitschaft sind für Sie selbstverständlich.<br />

Wir bieten:<br />

Die Mitarbeit in einer erfolgreichen und international ausgerichteten Unternehmensgruppe<br />

mit flachen Hierarchien und einer interessanten und abwechslungsreichen<br />

Arbeit. Wir freuen uns über Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen unter<br />

www.autajon.com mit Angabe des frühestmöglichen Eintrittstermins.<br />

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne vorab zur Verfügung.<br />

86 <strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

87


SPEZIAL | Ratgeber Karriere<br />

Anzeige<br />

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. informiert<br />

Unser Industriekonzern mit 4.500 Beschäftigten in Europa, China und den<br />

USA genießt in der Verpackungs- und Etikettenbranche einen ausgezeichneten<br />

Ruf und ist bekannt für seine qualitativ hochwertigen Produkte.<br />

Am Standort Neuenstadt produzieren wir in unserem modern ausgerüsteten<br />

Betrieb Faltschachteln für anspruchsvolle Kunden der Kosmetik-, Pharmaund<br />

Süßwarenindustrie<br />

Wir suchen zum nächstmöglichen Eintritt einen<br />

Mitarbeiter Rechnungswesen<br />

und Controlling (m/w/d)<br />

Ihre Aufgaben:<br />

• Die eigenständige Kontierung/Verbuchung von Kreditoren- und<br />

Debitorenrechnungen<br />

• Die Kontenabstimmung der Finanzbuchhaltung und Kontenpflege<br />

• Die Kontrolle und Verbuchung der Kassen- und Bankbelege<br />

• Die unterstützenden Tätigkeiten bei der Erstellung der Monatsund<br />

Jahresabschlüsse<br />

• Erstellung und Verbuchung der Kosten- und Leistungsrechnung<br />

inklusive des dazugehörigen Berichtswesens<br />

• Betreuung der Kostenrechnung und Erstellen des<br />

Betriebsabrechnungsbogens<br />

• Mitwirkung bei Planungs- und Forecast-Prozessen<br />

• Übernahme des Standard-Reporting auf Wochen- und<br />

Monatsebene<br />

• Durchführung von Ad-hoc-Analysen und Kommentierungen<br />

• Erstellen des Jahresbudgets<br />

• Erstellung der Nachkalkulation<br />

OHNE TÜREN GEHT‘S NICHT! –<br />

OHNE SIE AUCH NICHT!<br />

› Finanzbuchhalter m/w/d<br />

› Personalbuchhalter m/w/d<br />

› Vertriebsmitarbeiter m/w/d<br />

(für Innendienst oder Außendienst)<br />

Treten Sie ein in die Köhnlein Türenwelt...<br />

Für unsere Standorte in<br />

74597 Stimpfach und<br />

91555 Feuchtwangen suchen wir<br />

› Versand (Disponent / Speditionskaufmann/-frau) m/w/d<br />

› Schreiner bzw. Holzmechaniker m/w/d<br />

› Lackierer / Maler m/w/d<br />

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Ihr Profil:<br />

(Disponent / Speditionskaufmann/-frau) m/w/d<br />

m/w/d<br />

(Webprogrammierung / Softwareentwicklung / TYPO3 / Delphi)<br />

Sie verfügen über eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung mit<br />

entsprechenden Fortbildungen. Ihre Stärken liegen in der Kommunikationsfähigkeit<br />

und Organisation. Sie besitzen ein ausgeprägtes Zahlenverständnis<br />

und verfügen über ein unternehmerisches Denken. Solide Englischkenntnisse<br />

in Wort und Schrift setzen wir voraus. Französischkenntnisse<br />

sind von Vorteil.<br />

Wir bieten:<br />

Die Mitarbeit in einer erfolgreichen und international ausgerichteten Unternehmensgruppe<br />

mit flachen Hierarchien und einer interessanten und<br />

abwechslungsreichen Arbeit. Sie arbeiten in direktem Kontakt mit der Geschäftsleitung.<br />

Wir freuen uns über Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen unter<br />

www.autajon.com mit Angabe des frühestmöglichen Eintrittstermins.<br />

WEITERE STELLENANGEBOTE ONLINE!<br />

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne vorab zur Verfügung.<br />

m/w/d<br />

INTERESSE? Bewerben Sie sich jetzt per E-Mail<br />

oder online über unser Bewerbungsformular.<br />

A. Landerer GmbH & Co. KG<br />

Kontaktperson: Helmut Krebs<br />

Heinz-Landerer-Str. 1<br />

74196 Neuenstadt a. K.<br />

Tel.: +49 (0) 7139 9373-119<br />

E-Mail: helmut_krebs@landerer.de<br />

AUCH AZUBIS<br />

GESUCHT!<br />

Ausbildungsberufe<br />

online!<br />

Köhnlein GmbH<br />

Heribert-Unfried-Str. 8-10<br />

74597 Stimpfach<br />

bewerbung@koehnlein-tueren.de<br />

www.koehnlein-tueren.de<br />

Nachhaltigkeit kennt keine Grenzen<br />

Pro Region setzt einen Impuls gegen die Lebensmittelverschwendung.<br />

Ja, zur Region<br />

Heilbronn-Franken<br />

Werden Sie jetzt Mitglied in der „Bürgerinitiative<br />

pro Region Heilbronn-Franken<br />

e. V.“.<br />

Fördern Sie das „Wir-Gefühl“ in der Region<br />

Heilbronn-Franken und setzen Sie sich für<br />

ihre Belange ein. Nutzen Sie unseren Verein<br />

als Plattform für den Meinungsaustausch von<br />

Bürgern und Gremien.<br />

Als Dankeschön lesen Sie das PROMagazin<br />

ein halbes Jahr kostenlos.<br />

Ihre Staatssekretärin a.D.<br />

Friedlinde Gurr-Hirsch<br />

Klimaschutz und Lebensmittelverschwendung<br />

gehören zu den Megathemen,<br />

auf die unsere Gesellschaft<br />

Antworten finden muss. Schon im Bericht<br />

des Club of Rome „Grenzen des<br />

Wachstums“ von 1972 wird darauf hingewiesen,<br />

dass es in dem endlichen<br />

System Erde kein unbegrenztes Wachstum<br />

geben kann.<br />

Ein Teil der Lösung liegt sicherlich<br />

auch im Thema Ernährung. Ziel<br />

muss es sein, bei der Ernährung nachhaltig<br />

zu wirtschaften. Wir müssen davon<br />

wegkommen, dass Nahrungsmittel<br />

billig sein müssen und deshalb mit<br />

leichter Hand weggeworfen werden.<br />

Allein in Deutschland sind das jährlich<br />

rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel!<br />

Schon durch planvolleres Einkaufen<br />

ließe sich hier gegensteuern.<br />

Zudem: Nicht jedes Produkt, das über<br />

dem Verfallsdatum liegt, ist reif für die<br />

Tonne. Wir müssen prüfen, wo wir Lebensmittel<br />

aus regionaler Produktion<br />

einsetzen können.<br />

Friedlinde Gurr-Hirsch, Vorsitzende<br />

von pro Region, sieht neben den<br />

Verbrauchern vor allen Dingen auch<br />

die Betriebskantinen oder die Gastronomie<br />

in der Pflicht. „Wir müssen das<br />

Tierwohl achten und die Biodiversität<br />

erhalten. Übrigens, für Biodiversität<br />

kann man schon im eigenen Garten sorgen<br />

– mehr Wiese und weniger Steine<br />

sind schon ein guter Anfang“, findet<br />

Friedlinde Gurr-Hirsch.<br />

Darüber hinaus können Ernährung<br />

und Landwirtschaft aber auch einen<br />

Zusatznutzen bringen. Die Themen<br />

Ernährung, Landschaftspflege und<br />

Nachhaltigkeit spielen in der touristischen<br />

Vermarktung eine immer bedeutendere<br />

Rolle. Ein weiteres Pfund, mit<br />

dem wir wuchern können, sind unsere<br />

regionalen Bio-Musterregionen, die<br />

das Thema Nachhaltigkeit, den Bioanbau<br />

und die regionalen Lieferketten<br />

mit Leben erfüllen.<br />

Pro Region hat sich gemeinsam<br />

mit den Bio-Musterregionen das Thema<br />

auf die Fahnen geschrieben. Ziel ist es,<br />

Kommunalpolitik, Verwaltung und Gesellschaft<br />

für Nachhaltigkeit und gegen<br />

Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren<br />

und bestenfalls eine Bewegung<br />

in Gang zu setzen. Gleichzeitig ist<br />

das Ziel, die Bio-Musterregionen noch<br />

stärker zu vernetzen.<br />

Beitrittserklärung<br />

Hiermit erkläre ich ab sofort meinen Beitritt zur „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“.<br />

Als Dankeschön lese ich das PROMagazin sechs Monate lang kostenlos. Der Mitgliedsbeitrag ist steuerlich<br />

absetzbar.<br />

Formular bitte ausfüllen, ausschneiden und an folgende Adresse senden oder faxen:<br />

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. | c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Postfach 74650 Künzelsau | Fax 07940 15-4669 | info@pro-region.de | www.pro-region.de<br />

Ich/Wir ermächtige/n den Verein „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“ den Jahresbeitrag<br />

in Höhe von<br />

10 Euro (Nicht Erwerbstätige) 30 Euro (Erwerbstätige) ______ Euro (juristische Pers., mind. 100 Euro)<br />

von meinem/unseren Konto abzubuchen. Die Abbuchungsermächtigung ist widerruflich.<br />

Firma/Name, Vorname<br />

PLZ, Ort<br />

Verbinden will die Bürgerinitiative<br />

pro Region das Thema mit dem bereits<br />

bestehenden Projekt „grenzenlos<br />

nachhaltig“, ein Aufruf, grenzüberschreitend<br />

und gemeinsam tätig zu<br />

werden. Gerade auch in der Region<br />

Heilbronn-Franken gibt es eine Vielzahl<br />

partnerschaftlicher Kommunalverbindungen<br />

nach Frankreich, aber auch<br />

in andere Länder. Dies hat ferner den<br />

Vorteil, dass der Gedanke der Städtepartnerschaften<br />

unterstützt und belebt<br />

wird.<br />

Übrigens gibt es bei diesem Thema<br />

auch zeitgemäße digitale Elemente:<br />

Mit der App „too good to go“ etwa kann<br />

Essen gerettet und die Verschwendung<br />

von Lebensmitteln bekämpft werden.<br />

„Ich möchte alle Menschen auffordern,<br />

gegen die Lebensmittelverschwendung<br />

etwas zu tun“, sagt Friedlinde<br />

Gurr-Hirsch.<br />

Eine Aktion der Bürgerinitiative<br />

pro Region Heilbronn-Franken e.V.<br />

www.pro-region.de<br />

Straße<br />

Geburtsdatum<br />

E-Mail (für Vereinspost)<br />

Bankinstitut<br />

Konto-Nr.<br />

Bankleitzahl<br />

88<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

Ort/Datum<br />

Unterschrift


NEUES AUS DER REGION<br />

NEUES AUS DER REGION<br />

Verschiedene Wege in die berufliche Zukunft<br />

Solarproduzent sucht Freiflächen<br />

Nostalgisches Bustreffen<br />

Nach der Schule ist es schwierig,<br />

den richtigen Weg für die Zukunft<br />

zu finden. Die Vion Crailsheim<br />

GmbH bietet daher Orientierung<br />

per Talentmanagement.<br />

Jährlich werden zehn Stellen in<br />

verschiedenen Ausbildungsberufen<br />

und Dualen Studiengängen<br />

neu besetzt.<br />

Das Ausbildungsprogramm<br />

von Vion startet jährlich mit einem<br />

Willkommenstag, wo alle<br />

Auszubildenden und Studenten<br />

zusammenkommen und sich<br />

kennenlernen. Jeder neue Azubi<br />

oder Student bekommt einen<br />

Paten, einen „Buddy“ zugeteilt.<br />

Mit dem Patenprogramm<br />

„Buddy“ entsteht laut Unternehmen<br />

ein tolles Teamgefüge und<br />

Wir-Gefühl. „Die Vion Crailsheim<br />

GmbH zeichnet eine familiäre<br />

Atmosphäre, ein ausgewogenes<br />

Weiterbildungsangebot<br />

und hilfsbereite Kollegen aus.<br />

Uns ist wichtig, dass sich jede<br />

und jeder Einzelne entwickeln<br />

kann und sich im Unternehmen<br />

wohlfühlt“, sagt Isabella Zarowny,<br />

Talentmanagerin des Crailsheimer<br />

Unternehmens. Da die<br />

Vion Crailsheim GmbH zum internationalen<br />

Lebensmittelkonzern<br />

Vion Food Group gehört,<br />

sind verschiedene Karrierewege<br />

möglich: vom Fleischer zum Abteilungsleiter<br />

der Produktion<br />

oder vom kaufmännischen Azubi<br />

zum Verkäufer. „Durch persönliche,<br />

individuelle Gespräche<br />

mit dem Ausbilder hat jeder<br />

die Chance zu wachsen und die<br />

Karriereleiter hochzuklettern<br />

oder sein Fachwissen zu vertiefen“,<br />

erklärt die Talentmanagerin.<br />

Die letzten Plätze für eine<br />

Ausbildung <strong>2022</strong> sind nach Angaben<br />

von Vion noch offen. Bewerbungen<br />

für eine Ausbildung<br />

oder ein Duales Studium nimmt<br />

das Unternehmen unter crailsheim@jobs.vion-karriere.de<br />

entgegen.<br />

@ www.vion-karriere.de<br />

Isabella Zarowny gibt an einem Messestand Auskunft über<br />

die verschiedenen Ausbildungsberufe bei der Vion Food<br />

Group.<br />

Foto: Vion Crailsheim GmbH<br />

Die Energiegenossenschaft EnerGeno<br />

Heilbronn-Franken eG<br />

blickt optimistisch in die Zukunft<br />

– nach ihrem laut eigenen<br />

Angaben erfolgreichsten Jahr in<br />

der elfjährigen Geschichte. „Mit<br />

unserer Expertise und Erfahrung<br />

als großer Solarproduzent der<br />

Region und unterstützt durch<br />

die politischen Rahmenbedingungen<br />

werden wir auch im Jahr<br />

<strong>2022</strong> viele Bürgerenergie-Projekte<br />

in der Region umsetzen“, ist<br />

Vorstand Georg Dukiewicz überzeugt.<br />

Hinter der EnerGeno eG<br />

stehen mehr als 1500 Genossenschaftsmitglieder.<br />

Insgesamt<br />

produziert die Energiegenossenschaft<br />

mit den über 70 Solaranlagen<br />

Solarstrom für mehr als<br />

25.000 Menschen. „Im Jahr 2021<br />

konnte mit einem solaren Zubau<br />

von über 7000 kWp verteilt auf<br />

20 Projekte ein neues Rekordergebnis<br />

erzielt werden“, so Dukiewicz.<br />

Immer mehr Unternehmen<br />

und Kommunen möchten momentan<br />

etwas für die Energieunabhängigkeit<br />

und den Klimaschutz<br />

tun. Dafür können bisher<br />

brach liegenden Potentiale auf<br />

den eigenen Dächern oder auch<br />

in der Freifläche für Solarenergie<br />

genutzt werden. „Hier bietet sich<br />

die EnerGeno als umsetzungsstarker<br />

und erfahrener Partner<br />

mit einer Rundum-sorglos-Variante<br />

an. Das Unternehmen<br />

plant, baut, versichert, betreibt<br />

und überwacht die Anlage“, sagt<br />

Dukiewicz.<br />

@ www.eghf.de<br />

Foto: Stadt Bad Mergentheim<br />

Vom 13. bis 15. Mai findet in Bad<br />

Mergentheim bereits zum achten<br />

Mal das Internationale Oldtimerbus-Treffen<br />

statt. Nostalgische<br />

Reisegefährte aus ganz<br />

Europa versammeln sich dann<br />

auf dem Marktplatz der Kurstadt<br />

und lassen die Besucherinnen<br />

und Besucher in vergangene<br />

Zeiten und spannende Geschichten<br />

eintauchen. Die Bus-<br />

Historie basiert auf der Gründung<br />

der „Kraftpostlinie“ 1898.<br />

Die Fahrt von Mergentheim<br />

nach Künzelsau galt seinerzeit<br />

als technische Revolution.<br />

@ www.bad-mergentheim.de<br />

Einer der besten Arbeitgeber<br />

Ein aktuelles Ranking der besten<br />

1000 Arbeitgeber, das Focus-Business<br />

kürzlich veröffentlicht<br />

hat, zeichnete unter anderem<br />

das Hohenloher Technologieunternehmen<br />

Gemü aus. „Gemü-<br />

Mitarbeitende sind besonders<br />

zufrieden mit ihrem Arbeitgeber“,<br />

sagt Gert Müller, geschäftsführender<br />

Gesellschafter der<br />

Gemü-Gruppe.<br />

Im Auftrag des Wirtschaftsmagazins<br />

hat das Rechercheinstitut<br />

FactField eine deutschlandweite<br />

Online-Befragung<br />

durchgeführt und mehr als<br />

550.000 Online-Bewertungen<br />

von über 38.000 Arbeitgebern<br />

analysiert. Das Ergebnis: Mit seinen<br />

rund 1200 Beschäftigten an<br />

drei Standorten im Hohelohekreis<br />

und insgesamt über 2200<br />

Beschäftigten weltweit ist Gemü<br />

erneut einer der besten Arbeitgeber<br />

in der Branche Industrie<br />

und damit Top Nationaler Arbeitgeber<br />

<strong>2022</strong>.<br />

„Wir freuen uns, dass Gemü<br />

erneut als Top Nationaler Arbeitgeber<br />

ausgezeichnet wurde. Das<br />

bestärkt uns darin, unsere familiäre<br />

Unternehmenskultur stetig<br />

weiterzuentwickeln. Dabei ist es<br />

uns wichtig, dass Mitarbeitende<br />

sich erfolgreich einbringen können<br />

und wir zum Wohl unserer<br />

Kunden ein gemeinsames Ziel<br />

verfolgen“, sagt Müller.<br />

Die Gemü-Gruppe bietet am<br />

6. Mai <strong>2022</strong> ein Bewerber-Speed-<br />

Dating an. Das findet sowohl bei<br />

Gemü vor Ort als auch digital<br />

statt. Mehr Infos sind auf der<br />

Webseite des Technologieunternehmens<br />

aus Ingelfingen zu<br />

finden.<br />

@ www.gemu-group.com<br />

Öhringen wird wieder Messestadt<br />

Die „8. messeÖhringen“ ist als<br />

Messe im Park konzipiert und<br />

findet vom 19.-22. Mai <strong>2022</strong> statt.<br />

Durch die weiten Grün- und Außenflächen<br />

können die empfohlenen<br />

Abstands- und Hygieneregeln<br />

nach Veranstalterangaben<br />

sehr gut umgesetzt und im Messebetrieb<br />

eingehalten werden.<br />

Die Messe wird sich von der<br />

Kultura entlang der Ohrn über<br />

den Hofgarten und den Schlosshof<br />

bis zum Marktplatz erstrecken.<br />

Das bisherige Messekonzept<br />

wurde weiterentwickelt und<br />

ein neues, luftiges Park-Konzept<br />

erarbeitet. Die Besucherinnen<br />

und Besucher sollen im Ambiente<br />

des barocken Hofgarten<br />

eine Fülle an Fachinformationen<br />

bekommen.<br />

„Wir können es kaum erwarten,<br />

endlich wieder Aussteller<br />

und Besucher auf einer Messe zu<br />

begrüßen – denn das ist unsere<br />

Leidenschaft“, so Marco Koenitz,<br />

verantwortlicher Projektleiter<br />

der D. Koenitz GmbH.<br />

„Nach der langen Corona-<br />

Durststrecke, und den vielen<br />

Monaten ohne Veranstaltungen<br />

findet mit der Öhringer Messe<br />

endlich wieder ein größerer und<br />

zugleich sicherer Publikumsmagnet<br />

statt“, freut sich Anastasia<br />

Fahrenbruch von der städtischen<br />

Wirtschaftsförderung.<br />

Der Messe-Sonntag, 22. Mai<br />

<strong>2022</strong>, wird in Öhringen ein verkaufsoffener<br />

Sonntag sein. Geschäfte<br />

des Einzelhandels öffnen<br />

von 13-18 Uhr ihre Türen. Das<br />

ein oder andere Messeschnäppchen<br />

dürfte den Bummel durch<br />

Öhringen zusätzlich interessant<br />

machen.<br />

@ www.oehringen.de<br />

Ein Erfolgskonzept: „On-the-Job-Projekte“<br />

im berufsbegleitenden Studium<br />

Die berufsbegleitenden Bachelorund<br />

MBA-Studiengänge am Heilbronner<br />

Institut für Lebenslanges<br />

Lernen (HILL), der Weiterbildungseinrichtung<br />

der Hochschule<br />

Heilbronn, haben zum<br />

Ziel, die beruflichen Tätigkeiten<br />

der Studierenden und das parallel<br />

dazu laufende Studium optimal<br />

miteinander zu verbinden.<br />

Ein wichtiges Element für<br />

dieses Zusammenspiel von Theorie<br />

und Praxis sind die On-the-<br />

Job-Projekte, bei denen die Studierenden<br />

aktuelle Themen und<br />

Problemstellungen aus ihrem<br />

Unternehmen im Rahmen einer<br />

Projektarbeit bearbeiten. Die<br />

Abstimmung der Themen erfolgt<br />

direkt mit dem Unternehmen<br />

und dem jeweils zugeordneten<br />

Unternehmensbetreuer. Abhängig<br />

vom Studiengang werden die<br />

On-the-Job-Projekte semesterweise<br />

bearbeitet, ein Thema<br />

kann aber auch semesterübergreifend<br />

über mehrere Projektarbeiten<br />

weitergeführt werden.<br />

Der direkte Transfer von theoretisch-fachlichem<br />

Wissen in<br />

konkrete betriebswirtschaftliche<br />

Problemstellungen aus dem Unternehmensalltag<br />

festigt das erlernte<br />

Wissen der Studierenden<br />

und gibt ihnen die Möglichkeit,<br />

Themen wissenschaftlich zu bearbeiten<br />

und daraus neue Erkenntnisse<br />

zu erlangen. Dabei<br />

werden sie laut der Hochschule<br />

Heilbronn fachlich von Expertinnen<br />

und Experten aus der<br />

Hochschule beratend unterstützt.<br />

Für die Bearbeitung der<br />

On-the-Job-Projekte ist oft ein<br />

schnittstellenübergreifendes Arbeiten<br />

und das Einbeziehen von<br />

Foto: Hochschule Heilbronn<br />

mehreren Ansprechpersonen<br />

gefordert, sodass die Studierenden<br />

im Laufe ihrer Projektarbeit<br />

ihr firmeninternes Netzwerk erweitern.<br />

Die Unternehmen können<br />

wiederum davon profitieren,<br />

dass sie ihre Mitarbeiter<br />

praxisnah weiterentwickeln und<br />

Input zu neuen Sichtweisen und<br />

Lösungsansätzen durch den Dialog<br />

mit der Hochschule bekommen.<br />

@ www.hs-heilbronn.de/hill<br />

Im Rahmen einer Projektarbeit bearbeiten die Studierenden<br />

aktuelle Themen und Problemstellungen aus ihrem Unternehmen.<br />

90<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

91


VERANSTALTUNGSKALENDER<br />

VERANSTALTUNGSKALENDER<br />

Ausstellungen<br />

06.05. – Sept. <strong>2022</strong> Bad Wimpfen<br />

400 Jahre Schlacht bei Wimpfen<br />

Reichsstädtisches Museum<br />

06.05. – 22.07. Schwäbisch Hall<br />

Farbspiele: Arbeiten aus der<br />

Druckwerkstatt<br />

Volkshochschule<br />

07.05. Nordheim<br />

Johanna Mangold<br />

Nordheimer Scheune<br />

08.05. – 29.05. Ilshofen<br />

Solveig Kunz und Yvonne Karger:<br />

Impressionen in Schwarzweiß gepaart<br />

mit Farbenfreude<br />

Pfarrscheuer<br />

08.05. – 06.06. Bad Rappenau<br />

Horst Strümann: Retrospektive<br />

Wasserschloss<br />

17.05. – 07.08. Wertheim<br />

Die Kuh im Kühlschrank<br />

Grafschaftsmuseum<br />

20.05. – 02.10. Eppingen<br />

Gartenschau<br />

21.05. – 17.07. Schwäbisch Hall<br />

Anja Schwörer/Anke Volk<br />

Feste<br />

01.05. Satteldorf-Gröningen<br />

Aktionstag Hammerschmiede<br />

Hammerschmiede<br />

07.05. – 08.05. Eberstadt<br />

Weinfest<br />

Weinhaus<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

EVENTS UND VERANSTALTUNGEN IM MAI<br />

Ein Service der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V.<br />

Weitere Termine unter www.pro-region.de<br />

Alle Angaben ohne Gewähr.<br />

07.05. Bad Wimpfen<br />

Lange KunstNacht<br />

Altstadt<br />

13.05. – 15.05. Bad Mergentheim<br />

Internationales Oldtimer Bustreffen<br />

Marktplatz<br />

14.05. – 15.05. Ingelfingen-<br />

Dörrenzimmern<br />

777 Jahre Dörrenzimmern<br />

14.05. Heilbronn<br />

Aktionstag Heilbronn erleben<br />

14.05. Neckarsulm<br />

Shop‘in Neckarsulm – Genuss und<br />

Musik in der City<br />

Marktplatz<br />

15.05. Lauda-Königshofen<br />

Maimarkt – Verkaufsoffener Sonntag<br />

Innenstadt von Lauda<br />

21.05. Eppingen<br />

Zunftbaumfest<br />

21.05. – 22.05. Pfedelbach<br />

Frühlingsmarkt<br />

Rund ums Schloss<br />

22.05. Eppingen<br />

Frühlingsfest mit<br />

verkaufsoffenem Sonntag<br />

29.05. Schrozberg<br />

Schrozberger Sommer<br />

Stadtgebiet<br />

Märkte<br />

07.05. – 08.05. Schwäbisch Hall-<br />

Wackershofen<br />

Süddeutscher Käsemarkt Tipp<br />

Freilandmuseum<br />

25.05. Fichtenberg<br />

Markttag<br />

Marktplatz<br />

Kleinkunst<br />

06.05. Ilshofen<br />

Wer ist eigentlich „WIR“? – mit<br />

Frederic Hormuth<br />

Rathausfoyer<br />

08.05. Tauberbischofsheim<br />

Politkabarett: Christian Ehring –<br />

Antikörper<br />

Engelsaal<br />

12.05. Brackenheim<br />

Eure Mütter<br />

13.05. Igersheim<br />

Klavierkabarett mit Anne Folger:<br />

Fußnoten sind keine Reflexzonen<br />

Kulturkeller<br />

14.05. Weikersheim<br />

Sarah Bosetti: Mit Liebe gegen<br />

Hasskommentare<br />

Evangelisches Gemeindehaus<br />

14.05. Pfedelbach<br />

Dui do on de Sell: Das Zauberwort<br />

heißt BITTE<br />

Gemeinde- und Festhalle Nobelgusch<br />

Vorträge/Lesungen<br />

03.05. Künzelsau<br />

Von Frau Holle: Prof. Dr. Sabine<br />

Wienker-Piepho: – Den guten und<br />

bösen Mädchen<br />

Kulturhaus Würth<br />

13.05. Weinsberg<br />

Lesung zum 100. Geburtstag<br />

von Sophie Scholl<br />

Baukelter<br />

26.05. Kirchberg<br />

Lesung mit der Autorin<br />

Alena Schröder<br />

30.05. Bad Mergentheim<br />

Literatur im Schloss:<br />

Katerina Poladjan<br />

Residenzschloss Mergentheim<br />

Musik<br />

06.05. Weikersheim<br />

Janácek Philharmonic Ostrava<br />

Evangelisches Gemeindehaus<br />

07.05. Künzelsau<br />

Auf Flügeln des Belcanto<br />

Carmen Würth Forum<br />

07.05. Gaildorf<br />

Wendrsonn<br />

Limpurghalle<br />

07.05. Wertheim<br />

A Classic Jazz Night auf der Burg<br />

08.05. Heilbronn<br />

HSO Filmmusik<br />

Harmonie, Theodor-Heuss-Saal<br />

12.05. Künzelsau<br />

30 Jahre Würth Band -<br />

Jubiläumskonzert<br />

Carmen Würth Forum<br />

13.05. Weikersheim<br />

Salut Salon<br />

Evangelisches Gemeindehaus<br />

Tipp<br />

14.05. Tauberbischofsheim<br />

Schlosskonzert: Jana Baumeister und<br />

Irina Skhirtladze<br />

Rathaussaal<br />

15.05. Künzelsau<br />

Familienkonzert - Die Zauberflöte<br />

Carmen Würth Forum<br />

15.05. Wertheim<br />

Meisterkonzert im Schlösschen<br />

Schlösschen im Hofgarten<br />

Tipp<br />

15.05. Kirchberg<br />

Penalpsa Ensemble<br />

Rittersaal des Schlosses<br />

19.05. Tauberbischofsheim-<br />

Distelhausen<br />

Herbert & Schnipsi: Best of – Zeitreise<br />

mit Schlaglöchern<br />

Alte Füllerei<br />

20.05. Vellberg-Großaltdorf<br />

Füenf<br />

Festhalle<br />

21.05. Künzelsau<br />

Vater & Sohn<br />

Carmen Würth Forum<br />

21.05. Lauffen<br />

Hölder-Rock-Musical<br />

Stadthalle<br />

21.05. Wertheim<br />

Klaus Kohler – der beflügelte Mann<br />

Convenartiskeller<br />

26.05. Schwäbisch Hall<br />

Musik im Biergarten mit der<br />

Würth Band<br />

Kunsthalle Würth<br />

26.05. – 28.05. Heilbronn<br />

Klassik Open Air<br />

Kiliansplatz<br />

28.05. Künzelsau<br />

Französische Inspirationen<br />

Carmen Würth Forum<br />

28.05. Neuenstein<br />

Eröffnungskonzert <strong>2022</strong>:<br />

Welche Wonne, welche Lust<br />

Schloss, Rittersaal<br />

Theater<br />

08.05. Schwäbisch Hall<br />

Premiere: Die Schöne und das Biest<br />

Neues Globe-Theater<br />

08.05. Crailsheim<br />

Duo Pyr<br />

Ratssaal<br />

14.05. Schwäbisch Hall<br />

Geschichten ohne Worte<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

Marionettenspiel von Marlene Gmelin<br />

und Detlef Schmelz<br />

Kunsthalle Würth<br />

15.05. Crailsheim<br />

Hohenloher Streichquartett<br />

Ratssaal<br />

Mix<br />

07.05. – 08.05. Heilbronn<br />

20. Trollinger Marathon<br />

Frankenstadion<br />

07.05. Künzelsau<br />

11. Künzelsauer Stadtlauf<br />

Stadt<br />

14.05. – 15.05. Dörzbach<br />

Jagsttal-Wiesen-Wanderung<br />

15.05. Schwäbisch Hall<br />

Internationaler Museumstag<br />

Kunsthalle Würth<br />

21.05. Wertheim-Bronnbach<br />

Touristische VIP-Radtour mit Vortrag<br />

im Kloster<br />

Kloster Bronnbach<br />

25.05. Schwäbisch Hall<br />

Kinderfest<br />

Innenstadt<br />

28.05. – 29.05. Rot am See-Musdorf<br />

HOHPE Biathlon<br />

Muswiesengelände<br />

29.05. Schwäbisch Hall<br />

Dreikönigslauf<br />

Innenstadt<br />

Kontakt<br />

Bürgerinitiative pro Region<br />

Heilbronn-Franken e.V.<br />

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Postfach, 74650 Künzelsau<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

Ansprechpartner für Termine:<br />

Ralph Wachter, Telefon 07940 152329<br />

www.pro-region.de<br />

92<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong><br />

93


AUSBLICK<br />

Hackern keine Chance geben<br />

Mit der Digitalisierung steigt auch die Gefahr von Cyber-Attacken. Kaum eine<br />

Woche vergeht ohne eine Meldung über einen groß angelegten Hackerangriff<br />

auf Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen. In unserer nächsten Ausgabe<br />

nehmen wir das Thema „Cyber-Security“ in den Fokus.<br />

Vielfalt leben<br />

Das Thema „Diversity“ spielt eine immer<br />

bedeutendere Rolle in unserer<br />

Wirtschaft und Gesellschaft.<br />

„Diversity“ bedeutet „Vielfalt“ - und<br />

für Unternehmen entscheidend ist der<br />

bewusste Umgang mit personeller und<br />

sozialer Vielfalt im Berufsalltag. Aus<br />

klugem Diversity Management können<br />

ökonomische Vorteile erwachsen.<br />

Mehr erfahren Sie im nächsten Heft.<br />

Die nächste<br />

Ausgabe<br />

erscheint ab<br />

25. Mai<br />

Urlaub vor der Haustür<br />

Der Sommer steht in den Startlöchern.<br />

Und wir haben in Heilbronn-Franken<br />

das Glück, in einer sehr attraktiven<br />

Urlaubsregion zu leben. Es ist also gar<br />

nicht notwendig, in die Ferne zu<br />

schweifen, um herrliche Natur zu erleben,<br />

kulturelle Highlights zu genießen<br />

oder sich einfach nur zu entspannen.<br />

Tipps gibt es in der nächsten Ausgabe.<br />

Fotos: Adobe Stock/sarayut_sy, Adobe Stock/Kzenon, Dirk Täuber<br />

Impressum<br />

Offizielles Organ der Bürgerinitiative<br />

pro Region Heilbronn-Franken e. V.;<br />

www.pro-region.de<br />

Herausgeber<br />

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG<br />

Ein Unternehmen der<br />

Stimme Mediengruppe<br />

Geschäftsführer<br />

Marcus Baumann, Marc Becker,<br />

Tilmann Distelbarth<br />

Verlagsleitung<br />

Beate Semmler (V. i. S. d. P.)<br />

Leitung Produktmanagement Print & Digital<br />

Lisa Hofmann-Vorbach<br />

Redaktionsleitung<br />

Dirk Täuber<br />

Redaktion<br />

Hannah Henrici (Volo.), Yannis Gaukel (Volo.)<br />

Layout und Grafik<br />

Heilbronner Stimme Medienproduktion<br />

Leitung Sales Management<br />

Rainer Paschke<br />

Telefon 0791 95061-8323<br />

rainer.paschke@pro-vs.de<br />

Sales Management<br />

Heike Bischoff, Darja Schiz-Salov<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste<br />

Nr. 22 vom 1.1.<strong>2022</strong><br />

Vertrieb<br />

Natalie Toth<br />

Telefon 0791 95061-8300<br />

Erscheinungsweise: monatlich<br />

Bezugsbedingungen<br />

Das Jahresabo beträgt 38,16 Euro.<br />

Nachdruck und Vervielfältigung – auch<br />

auszugsweise – nur mit Genehmigung<br />

des Verlages.<br />

Verlags- und Redaktionsanschrift<br />

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG<br />

Stauffenbergstraße 18<br />

74523 Schwäbisch Hall<br />

Telefon 0791 95061-8300<br />

info@pro-vs.de<br />

Druck und Herstellung<br />

Möller Pro Media GmbH<br />

Zeppelinstraße 6, 16356 Ahrensfelde<br />

Telefon 030 41909-0, Fax 030 41909-299<br />

Gedruckt auf umweltfreundlichem UltraMag<br />

Plus Silk-Recyclingpapier aus 100% Altpapier,<br />

zertifiziert mit den Umweltsiegeln „Der Blaue<br />

Engel“, „EU-Ecolabel“ sowie FSC- und PEFC-<br />

Siegel.<br />

ISSN 2509-5528<br />

www.pro-magazin.de<br />

PIONIERGEIST MADE IN CRAILSHEIM.<br />

MIT WEITSICHT UND AUSDAUER.<br />

Wer eine ganze Branche verändern möchte, braucht nicht nur eine Vision.<br />

Sondern auch den Mut und die Ausdauer, sie umzusetzen. So wie<br />

Gerhard Schubert, der 1966 begann, die Verpackungsmaschinenbranche<br />

zu revolutionieren. Dieser Pioniergeist prägt unser Handeln bis heute.<br />

Seit vielen Jahren gehört die Schubert Gruppe zu den weltweit führenden<br />

Unternehmen für Verpackungsmaschinen, 2018 wurde unser Werk<br />

Crailsheim als Fabrik des Jahres ausgezeichnet. Wir hören nicht auf,<br />

die Zukunft weiterzuentwickeln. Mit Visionen, Mut und Ausdauer.<br />

www.schubert.group<br />

94<br />

<strong>April</strong> <strong>2022</strong>


KARRIERE<br />

BEI ROMMELAG<br />

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