27.04.2022 Aufrufe

PROMAGAZIN April 2022

Unsere Themen der April-Ausgabe: Große Arbeitgeber, 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

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für die Region Heilbronn-Franken.

04 I 22

22. Jahrgang | 3,20 Euro | 52856

BEWERBUNG ERWÜNSCHT

initiative

ZUKUNFT

ab Seite 82

Thomas Bornheim

hebt Bildung auf ein

neues Niveau

Große Arbeitgeber I 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

Spielerisch Coding lernen:

Die Programmierschule 42 Heilbronn

bildet mit einem innovativen

Konzept IT-Experten aus.

Mehr lesen Sie ab

Seite 74.


Nimm dein Leben in die Hand.

EDITORIAL

L E S E N SIE AUCH

Frühjahr 2022

DAS ORIGINAL

KARRIERE

STUDIUM

AUSBILDUNG

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Schule

geschafft!

Und jetzt?

Warum Würth?

Weil mir Gestaltungsfreiraum

genauso wichtig

ist wie ein kollegiales

Arbeitsumfeld.

Willkommen in der

Familie

wuerth.de/karriere

Gunther Holz,

Bildung ist der Schlüssel für die Zukunft. Das haben auch die

Gründer der Innovations region Hohenlohe e. V. erkannt. Das

Industrienetzwerk setzt sich seit mehr als 20 Jahren dafür ein,

die Region als Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken und

weiterzuentwickeln. Aktuell 28 Unternehmen engagieren sich

gemeinsam dafür, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken

und durch Bildungsinitiativen mehr junge Menschen für

naturwissenschaftlich-technische Themen zu begeistern.

Wie sie dabei vorgehen, erfahren Sie in unserer großen

Sonderstrecke ab Seite 46.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Dirk Täuber

Redaktionsleiter

dirk.taeuber@pro-vs.de

Geschäftsführer

E.L. Immobilien Holding GmbH

R ATG E B E R Z U K U N F T

Schulabgänger in Heilbronn-

Franken machen bald den ersten

Schritt in ihre berufliche

Zukunft: Unser Ratgeber, der

jetzt in den Schulen verteilt

wird, informiert über Ausbildungsplätze

und Studiengänge

in der Region und klärt

darüber auf, was es derzeit zu

beachten gibt. Weitere Infos

finden Sie auf:

www.pro-magazin.de/

ratgeber-zukunftfruehjahr-2022/

„Wir arbeiten gerne mit Schneider Bau

zusammen, das ist ein starker regionaler

Partner, bei dem die Logistik des Bauens

einfach stimmt: Schnelle, effektive und

kurze Wege. Schneider Bau hält nichts

hinterm Berg, die Karten werden offen

auf den Tisch gelegt.“

Danke für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit!

Wir Wegbereiter schaffen Verbindungen in der Region

Heilbronn-Hohenlohe-Franken. Tief- & Straßenbau

Besuchen Sie uns

auf der MESSE

IM PARK, der

8. messeÖHRINGEN!

19.– 22.05.2022

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Steinsfeldle 16

74613 Öhringen

Tel. 07941 9126 - 0

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97922 Lauda-Königsh.

Tel. 09343 6200 - 0

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74076 Heilbronn

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INHALT

IN DIESER AUSGABE

Große Arbeitgeber

14 Die Situation genau beobachten

Weltmarktführer sind in unterschiedlichem Ausmaß

vom Krieg in der Ukraine betroffen

16 Ideen für die Zukunft

Regionale Unternehmen investieren in erfolgversprechende

Innovationen und Zukunftsprojekte

22 Firmenkultur, die rockt

Unternehmen, die in ihre Kultur investieren, haben

wirtschaftliche Vorteile.

10

Fotos: DHBW, Google Maps, Innovationsregion Hohenlohe

54 Meilensteine für die Region

20 Jahre, viele Errungenschaften: Seit seiner Gründung hat

der Verein Innovationsregion Hohenlohe zahlreiche wichtige

Projekte angestoßen – von Ausbildungskonzepten über

Qualifizierungsmaßnahmen bis zum Digital Hub.

TOP-ARBEITGEBER

STELLEN SICH VOR

Eine Übersicht der Arbeitgeber auf

jobstimme.de/firmenverzeichnis

Heilbronn

Landkreis Heilbronn

10 „Grüße von Wolke sieben“

26 „An Herausforderungen fehlt es uns aktuell nicht“

Landrat Norbert Heuser, seit Ende 2021 im Amt, hat

eine lange To-do-Liste

32 Bald wieder ausgelastet

Die Rappsodie in Bad Rappenau freut sich über hohe

Besucherzahlen und plant einen Neubau

Industrieautomation

40 Industrie 4.0 ganz praktisch

In Heilbronn findet erstmals eine Fachmesse zum

Thema Industrieautomation statt

42 So werden Fabriken smarter

Dr.-Ing. Olaf Sauer vom Fraunhofer IOSB in Karlsruhe

stellt die Trends zu Industrie 4.0 vor

Prof. Dr. Martina Klärle fühlt sich in ihrem neuen Amt als

DHBW-Präsidentin rundum wohl – und hat große Pläne.

Unter anderem sollen mehr Master-Studiengänge und

mehr Weiterbildungsangebote entstehen.

30 Antrieb für die Zukunft

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat am

Standort Lampoldshausen zwei Wasserstoffprojekte am

Laufen. Diese sollen nicht nur den Weg zum nachhaltigen

Raketentreibstoff ebnen. Auch die regionale und überregionale

Industrie kann von den Forschungsprojekten im

Harthäuser Wald profitieren.

62

62 Großes entsteht schon bei den Kleinsten

Damit Wirtschaft und Industrie langfristig prosperieren

können, will die Innovationsregion Hohenlohe junge

Menschen von Kindesbeinen an für Naturwissenschaft und

Technik begeistern.






Innovationsregion Hohenlohe

46 „Stillstand kann nichts bewegen“

Die Innovationsregion Hohenlohe setzt sich seit zwei

Jahrzehnten für den Wirtschaftsstandort ein

48 „Wir sind Netzwerkpartner“

Die Vorstände des Vereins wollen das erfolgreiche

Engagement auch in der Zukunft fortführen

58 „Ein Beitrag zur Zukunftsfähigeit“

Landrat Matthias Neth würdigt die Aktivitäten der

Innovationsregion Hohenlohe

Bildung

74 Das Raumschiff ist gelandet

Die 42 Heilbronn wurde offiziell eröffnet

76 Auf direktem Weg

Die Bildungsmesse Heilbronn geht wieder live

78 Richtig entschieden

Drei Azubis zeigen große Leidenschaft für ihren Beruf

36 „Der Mittelstandsmix

hat sich bewährt“

Das Gewerbegebiet „Am

Autobahnkreuz“ zwischen

Weinsberg und Ellhofen besteht

seit 30 Jahren. Stefan Thoma,

Bürgermeister von Weinsberg,

erläutert die Erfolgsgeschichte.

44 „Gärten sind unverzichtbar“

Andreas Dürr, einst Geschäftsführer der Touristikgemeinschaft

Hohenlohe, leitet inzwischen das

Hohenloher Gartennetzwerk. Im Interview erläutert er,

warum Gärten für unsere Region nicht nur eine kulturelle,

sondern auch eine wirtschaftliche Rolle spielen. Das Thema

Biodiversität liegt ihm zudem besonders am Herzen.

Rubriken

03 Editorial

06 Regioskop

89 Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken

92 Veranstaltungskalender

94 Ausblick & Impressum

Zum Titelbild

Spielerisch lernen, wie man codet und programmiert: Das

ist an der 42 Heilbronn möglich. Thomas Bornheim, CEO der

privaten, kostenfreien Programmierschule, denkt Bildung

ganz neu und ganz anders. Die Studierenden müssen im

Curriculum der Schule praxisnahe Aufgaben lösen und steigen

dabei wie in einem Computerspiel in höhere Level auf.

Es gibt keine Dozenten, keine Lehrer – das Lernen erfolgt

eigenständig und projektbasiert.

Foto: Wolfgang Reiher; Hintergrund: Adobe Stock/robu_s

4

April 2022

5


REGIOSKOP

1 Heilbronn

Spatenstich für neues CampusLab

5 Schwäbisch Hall

Gerd Nefzer bekommt zweiten Oscar

Am Heilbronner Bildungscampus wurde im Februar

ein Neubau begonnen: das Innovationszentrum

CampusLab. Es soll als neues Zuhause für Gründer

und Innovatoren der Campus Founders dienen.

Und als Leuchtturmprojekt zur Förderung einer

sich stark entwickelnden Startup-Landschaft in

Heilbronn-Franken. Viel Glas und Durchsicht soll

im entstehenden Gebäude zu einem offenen Austausch

einladen. Die Eröffnung des Gebäudes

ist für 2024 geplant. Finanziert wird das CampusLab

von der Dieter Schwarz Stiftung.

Foto: Campus Founders

Landkreis

Heilbronn

1

7

2

Main-Tauber-Kreis

Hohenlohekreis

4 6

5

Landkreis

Schwäbisch-Hall

3

Der Schwäbisch Haller Gerd Nefzer wurde in der

Kategorie „Visuelle Effekte“ für den Science-Fiction-Film

„Dune“ mit einem Oscar ausgezeichnet.

Oberbürgermeister Daniel Bullinger sagte gegenüber

dem SWR: „Er steht einfach für die Kultur-

Stadt: sympathisch und bodenständig.“

Foto: Gerd Nefzer

6 Künzelsau

Campus Künzelsau eröffnet Medienlabor

Die Hochschule Heilbronn eröffnete im März am

Campus Künzelsau das erste hochschuleigene Medienlabor

Es beinhaltet ein stationäres Filmstudio

mit hochwertiger Kamera, professionellem Lichtund

Tonequipment, verschiedenen Hintergründen,

einem Green Screen, Teleprompter sowie

Schnittplätzen. Auch mobiles Equipment für Drehs

außerhalb des Studios ist vorhanden.

7 Heilbronn

Neuer Baubürgermeister gewählt

Andreas Ringle (li.) wurde zum neuen Baubürgermeister

der Stadt Heilbronn gewählt. Der Architekt

tritt damit die Nachfolge von Wilfrid Hajek an. Ab

Juli wird Ringle sein Amt antreten und dem Oberbürgermeister

Harry Mergel zur Seite stehen.

Foto: Hochschule Heilbronn

Foto: Stadt Heilbronn

3 Crailsheim

Ausgezeichnete Bewältigung der Krise

Der Crailsheimer Personaldienstleister Franz &

Wach wurde vom Magazin Focus Money zum Unternehmen

des Jahres in der Kategorie Zeitarbeit

und Personaldienstleistungen ausgezeichnet.

Grund dafür sei die gute Bewältigung der Corona-

Zeit. Das Unternehmen aus der Region steuere nun

mit mehr Mitarbeitern und Kunden auf das Ende

der Pandemie zu.

Foto: Franz & Wach

2 Lauda-Königshofen

Probebetrieb der Frankenbahn verlängert

Der dreijährige Streckenbetrieb der Frankenbahn,

der den Main-Tauber-Kreis von Lauda aus mit dem

Neckar-Odenwald-Kreis verbindet, wird um ein

Jahr bis Dezember 2023 verlängert. Verkehrsminister

Winfried Hermann unterzeichnete den Vertrag.

4 Künzelsau

Ziehl-Abegg mit Rekordumsatz

Der Hohenloher Elektromotoren- und Ventilatiorenhersteller

Ziehl-Abegg hat 2021 einen Umsatzzuwachs

von 11,9 Prozent und einen globalen Mitarbeiterzuwachs

von 4300 auf 4700 erzielt. Laut

Vorstandschef Peter Fenkl sei aber die Ertragslage

aufgrund gestörter Lieferketten eher schwierig.

Foto: Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis

Foto: Ziehl-Abegg

6

April 2022

7


WIRTSCHAFT | Große Arbeitgeber

Den Motor am

Laufen halten

Unsere Wirtschaftsregion ist

für große Namen bekannt:

Angefangen bei A wie Audi

bis hin zu Z wie Ziehl-Abegg – dazwischen

zahlreiche weitere namhafte

Unternehmen, wie die Würthund

die Schwarz-Gruppe. Als große

Arbeitgeber beschäftigen sie in

Heilbronn-Franken zigtausende

Menschen. Doch nicht nur Industrie

und Handel bieten vielfältige

Karriereoptionen, auch Finanzdienstleistungen

und der Gesundheitssektor

sind in unserer Region

stark vertreten.

Alle stehen vor derselben Herausforderung:

dem Fachkräftemangel.

Durch den demografischen

Wandel dürfte es in den

kommenden Jahren schwieriger

werden, geeignete Fachleute zu

finden. Mehr Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen

werden erforderlich

sein, um den Bedarf zu

decken und die Motoren der Wirtschaft

am Laufen zu halten. Red.

Foto: Audi

8

April 2022 9


vrbank-hsh.de

Die neue Präsidentin der

Dualen Hochschule Baden-

Württemberg (DHBW):

Prof. Dr. Martina Klärle bei

ihrer Antrittsrede.

Foto: DHBW

„Grüße von Wolke sieben“

Prof. Dr. Martina Klärle ist glücklich in ihrer neuen Rolle als DHBW-

Präsidentin. Ihr Plan für die größte Hochschule des Landes: mehr

Master-Studiengänge und mehr Weiterbildung für die regionale

Wirtschaft. Als Umweltwissenschaftlerin und Gründerin mehrerer

Unternehmen weiß sie, wie das geht.

Frau Prof. Klärle, Sie sind Unternehmensgründerin

und Wissenschaftlerin

– kommt Ihnen diese Doppelrolle als

neue DHBW-Präsidentin zugute?

Martina Klärle: Das ist der Grund, warum

ich mich auf diese Stelle beworben

habe. Ich bin seit vielen Jahren

immer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

hin- und hergewechselt, war

immer an deren Schnittstelle tätig. Das

heißt, ich kenne beide Seiten, spreche

beide Sprachen, kenne beide Kulturen.

Jetzt bin ich an der Dualen Hochschule,

die diese Schnittstelle verkörpert

wie keine andere. Daher bin ich dankbar,

fühle mich hier unheimlich wohl –

und schreibe auch deshalb manchmal

unter meine Mails „Schöne Grüße von

Wolke sieben”.

Was wird Ihre Aufgabe an der Spitze

der Hochschule sein, um Wissenschaft

und Wirtschaft zueinander finden zu

lassen?

Klärle: Wir befinden uns in einer Welt

der Transformationen. Unsere Aufgabe

muss sein, vorauszuschauen, um

die richtigen Bildungsangebote frühzeitig

bereitzustellen. Damit versuchen

wir, den Fachkräftebedarf an

Wissen und Fähigkeiten in direkter Zusammenarbeit

mit Unternehmen vorausschauend

zu decken. Dies geschieht

nicht nur im Studium, sondern

auch in der Weiterbildung. Meine persönliche

Aufgabe ist es, Ermöglicherin

zu sein für diese Bildungsangebote im

Hinblick auf die nächsten fünf bis zehn

Jahre. Ich möchte nicht nur Mittel einwerben,

sondern mit Unternehmen,

Verbänden und der Politik gemeinsam

überlegen, was wir in fünf bis zehn Jahren

an Bildung brauchen, um dem

Markt voraus zu sein.

Wie schnell können Sie neue Studiengänge

entwickeln?

Klärle: Der schnellste Fall, der Studiengang

Embedded Systems, brauchte

bis zum offiziellen Start weniger als ein

Jahr. Mein Wunsch ist es, dass wir maximal

ein bis zwei Jahre an einem Studiengang

entwickeln. Derzeit entstehen

neue Studiengänge im ganzen

Bundesland. Dabei probieren wir auch

didaktische Formen aus; derzeit pilotieren

wir zum Beispiel einen reinen

Online-Kurs Informatik. Unsere

Wir fördern die Region!

Die VR Bank Heilbronn Schwäbisch Hall eG gehört zu den Banken, die von

ihren Mitgliedern getragen wird. Als Genossenschaftsbank fühlen wir uns

unseren Mitgliedern und Kunden sowie Menschen der Region besonders

verbunden. Deshalb engagieren wir uns für die Region und unterstützen

soziale, kulturelle und sportliche Einrichtungen.

10 April 2022


WIRTSCHAFT | Große Arbeitgeber

Weiterbildungszertifikate, die wir auch

teilweise in Unternehmen selbst anbieten,

entstehen noch rascher.

Ändern sich durch die Transformation

auch die Ansprüche der Unternehmen

an die Bildung?

Klärle: Vor 20 bis 30 Jahren wollten

Unternehmen reine Spezialisten. Heute

wächst der Bedarf an Spezialisten,

die einen hohen Grad an vernetztem

Denken mit Querschnittsthemen aufweisen.

Es gibt beispielsweise heute

weniger Interesse an reinen Programmierern,

stattdessen wächst der

Bedarf an Informationsmanagern –

sprich zum Beispiel Menschen, die in

der Beschäftigung mit Informationen

oder Daten auch Softwareverträge verhandeln,

abschließen und ihre Konsequenzen

verstehen können. Zweitens

ändern sich Themen heute schneller.

Batterietechnologie war natürlich auch

vor 20 Jahren ein Thema, allerdings wenig

prominent, weil sie wenig nachgefragt

wurden. Heute aber werden politisch

schneller Weichen gestellt, die

diese Technologie voranbringen. Das

bedeutet auch für uns, wir müssen uns

schneller anpassen. Das können wir,

weil die Wirtschaft ständig mit uns an

einem Tisch sitzt und ihren Bedarf mit

uns teilt.

Welche konkreten Beispiele gibt es für

diese Kooperation mit der Wirtschaft?

Klärle: Sehr viele an unseren zwölf

Standorten, aber, um einige herauszugreifen:

In Mosbach beispielsweise ist

es das Thema nachhaltiges Bauen. Vor

Jahren entwickelt und angeboten, wird

es aktuell in einem Master-Studiengang

Bauingenieurwesen nachgefragt.

Dort soll auch ein landesweit relevantes

wissenschaftliches Baukompetenzzentrum

angesiedelt werden. In kurzer

Zeit wurde auch der Studiengang

Nachhaltige Agrarwirtschaft entwickelt.

In Heilbronn ist unser Schwerpunkt

Handel und Lebensmittel, nun

gestärkt durch den Innovationscampus

Künstliche Intelligenz. Neue Bausteine

hier sind die ressourcenschonende Lebensmittelproduktion,

Recycling, individualisierte

Ernährung und KI-gestützte

Lebensmitteltechnologie sowie

unser Forschungsprojekt „Weinnova“

zu alkoholreduzierten Weinen.

Welche Entwicklung wünschen Sie sich

in der DHBW in den nächsten Jahren?

Klärle: Ich muss den Erfindern der

DHBW danken, denn sie ist die zeitgemäße

Antwort: Man wird die DHBW in

fünf Jahren mehr brauchen als heute,

um Studienangebote flexibel zu entwickeln.

Ich wünsche mir ein starkes

Wachstum vor allem im Master-Bereich

und ein noch stärkeres Wachstum

im Weiterbildungsbereich. Diese

Bereiche werden wir brauchen, um

auch in Zukunft unseren Beitrag zu einem

innovativen und wettbewerbsfähigen

Baden-Württemberg zu leisten.

Interview: Falk Enderle

Zur Person

Prof. Dr. Martina

Klärle ist Präsidentin

der Dualen Hochschule Baden-Württemberg

(DHBW).

Fotos: DHBW

DAS NEUE SAISONPROGRAMM

2022/2023 VON KULTUR BEI

WÜRTH IST DA!

Es erwarten Sie Highlights aus den Bereichen Kunst, Literatur

und Musik.

Freuen Sie sich auf bekannte Klassik-Gäste wie Rudolf Buchbinder,

Christian Tetzlaff, Thomas Hampson, Fazıl Say und Veronika Eberle.

Auch zu Gast in der kommenden Saison sind das Luzerner Sinfonieorchester

und die Internationale Bachakademie Stuttgart.

Besonders freuen wir uns auf das Sommerkonzert der Würth Philharmoniker

ganz im Zeichen italienischer Filmmusiken sowie auf

das 21. Würth Open Air mit Silbermond und Wincent Weiss.

Aber auch die aktuell noch laufende Saison bietet den ein oder

anderen Höhepunkt: Neben grandiosen Klassik-Gästen im Carmen

Würth Forum, gastieren die Würth Philharmoniker zusammen mit

Veronika Eberle und Claudio Vandelli im Mai in der Liederhalle

Stuttgart.

Alle Veranstaltungen finden Sie unter www.kultur.wuerth.com

Wir freuen uns auf Sie bei unseren Veranstaltungen

sowie in unseren Häusern!

Laufende Ausstellungen

bis 19.06.2022 | Mi – So, 11–17 Uhr*

HIRSCHWIRTSCHEUER | SOREAL. Bernhard Betz - Andreas Ilg.

bis 03.07.2022 | täglich 11–18 Uhr*

MUSEUM WÜRTH | Ugo Dossi. Zeichen.

Moderne Lernumgebung: Die DHBW Heilbronn ist das jüngste Mitglied im Netzwerk der Dualen Hochschulen. Insgesamt

gibt es in Baden-Württemberg zwölf Standorte, darunter Stuttgart und Karlsruhe.

SAISON 2022/2023

Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie unter

www.kultur.wuerth.com, T 07940 15-6200 oder kultur@wuerth.com.

Karten erhalten Sie in unserem Webshop

unter www.kultur.wuerth.com, in den Shops

der Museen Würth in Künzelsau-Gaisbach,

unter www.eventim.de, bei allen eventim-

Vorverkaufsstellen sowie ggf. an der Abendkasse.

bis 26.02.2023 | täglich 10–18 Uhr*

KUNSTHALLE WÜRTH | Sport, Spaß und Spiel in der Sammlung Würth.

Dauerausstellung | Di – So, 11–17 Uhr*

JOHANNITERKIRCHE | Alte Meister in der Sammlung Würth mit

Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen von Hans

Holbein d. J. und Falkensteiner Altar des Meisters von Meßkirch im

Kontext der Sammlung Würth.

Dauerausstellung

April – September täglich 11–19 Uhr*

Oktober – März täglich 11–18 Uhr*

MUSEUM WÜRTH 2 | Weitblick. Reinhold Würth und seine Kunst.

12

April 2022

*Sonderöffnungszeiten an Feiertagen.

Nähere Informationen unter www.kunst.wuerth.com


Große Arbeitgeber | WIRTSCHAFT

Produktion bei Weber-Hydraulik: Steigende Stahlpreise und Materialknappheit stellen den Güglinger Weltmarktführer vor

Herausforderungen.

Die Situation genau

beobachten

Die Bilder der Verwüstung aus ukrainischen Städten erschüttern.

Der Krieg und die Sanktionen gegenüber Russland hinterlassen auch

Spuren in der deutschen Wirtschaft. Unternehmen aus Heilbronn-

Franken sind in unterschiedlichem Ausmaß betroffen.

Die Auswirkungen des Krieges

zwischen Russland und der Ukraine

sind bei Weltmarktführern

in Heilbronn-Franken spürbar – in unterschiedlichem

Ausmaß. Die Würth-

Gruppe beispielsweise beschäftigt in

der Ukraine 118 Mitarbeitende. „Es

handelt sich dabei um eine Gesellschaft

der Würth-Linie, die im klassischen

Kerngeschäft der Herstellung

und dem Vertrieb von Montage- und

Befestigungsmaterial tätig ist“, erläutert

Sigrid Schneider, Pressesprecherin

der Würth-Gruppe. Auch in Russland

sind rund 780 Mitarbeitende in

sechs Gesellschaften für den Konzern

tätig. „Dazu zählen neben den drei

Würth-Linie-Gesellschaften auch Unternehmen

aus dem Bereich der Allied

Companies zum Beispiel der Würth

Elektronik Gruppe“, ergänzt sie.

Die Geschäftstätigkeit in der Ukraine,

in Russland und Belarus ist bis

auf Weiteres eingestellt. „Wir tragen als

Familienunternehmen die Verantwortung

für unsere Mitarbeitenden weltweit.

Die Kolleginnen und Kollegen in

der Ukraine als auch in Belarus und

Russland erhalten finanzielle Unterstützung“,

sagt Schneider.

Die Auswirkungen des Krieges

auf die wirtschaftliche Situation der

Würth-Gruppe in Deutschland seien

bislang überschaubar. „Die Würth-

Gruppe bezieht nur einen sehr geringen

Anteil ihrer Produkte aus der Ukraine,

aus Russland oder Belarus“, sagt

Schneider. Der Krieg habe daher keine

unmittelbare Auswirkungen auf Lieferfähigkeit

und Versorgungssicherheit.

Im Übrigen sei durch konzerneigene

Produktionsbetriebe in Deutschland

und Europa eine gewisse Unabhängigkeit

von globalen Lieferketten

gewährleistet. „Die indirekten Auswirkungen

der Ukraine-Krise auf Rohstoff-

oder Energielieferungen an unsere

Vorlieferanten lassen sich im

Augenblick nicht final bewerten. Wir

beobachten die Situation sehr genau“,

sagt Schneider.

Foto: Mario Berger

Der Ventilatorenspezialist Ziehl-

Abegg unterhält ein Vertriebsbüro mit

vier Mitarbeitenden in Kiew sowie eine

Niederlassung mit 30 Mitarbeitenden

in Moskau. „Die Geschäfte sind in beiden

Ländern zum Erliegen gekommen“,

berichtet Unternehmenssprecher

Rainer Grill. Das sei mit

Umsatzverlusten verbunden, wenngleich

diese oft indirekt zum Tragen

kommen. „Wir beliefern internationale

Kunden, die ebenfalls Geschäfte mit

Russland oder der Ukraine machen.

Brechen diesen die Aufträge weg, brechen

sie auch uns weg“, sagt Grill.

Diese Erfahrung habe Ziehl-

Abegg bereits 2014 nach der Annexion

der Krim und dem darauf folgenden

Embargo gemacht. Ein japanisches

Bahnprojekt in Russland, bei dem Ventilatoren

geliefert werden sollten,

musste seither auf Eis gelegt werden.

Gleiches habe das Hohenloher Unternehmen

bei deutschen Viehstallausrüstern

erlebt, die ihre Geschäfte mit

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Foto: Ziehl-Abegg

Ventilatorenproduktion bei Ziehl-

Abegg: Das Unternehmen hat Erfahrung

mit Embargos. Wegen der

Annexion der Krim mussten Projekte

in Russland auf Eis gelegt werden.

Russland ebenfalls nicht mehr fortsetzen

konnten.

Eher indirekt ist Weber-Hydraulik

in Güglingen betroffen. „Wir haben

keine direkten Kunden oder Lieferanten

in der Ukraine oder Russland. Allerdings

kommt ein hoher Anteil des

in Europa weiterverarbeiteten Stahls

aus diesen Ländern“, sagt Christine

Grotz, geschäftsführende Gesellschafterin

von Weber-Hydraulik. Die Auswirkungen

des Krieges bekomme ihr

Unternehmen aber auf dem Beschaffungsmarkt

zu spüren. „Die aktuelle

Herausforderung ist, den hohen Auftragsbestand

mit reduzierter Materialverfügbarkeit

abzuarbeiten. Von

Produktionsausfällen oder gar Schließungen

sind wir jedoch nicht betroffen“,

sagt Grotz.

Diese Beispiele zeigen, dass regionale

Weltmarktführer die derzeitige

Situation trotz der bestehenden Herausforderungen

verkraften können. Es

gibt bislang keine existenzbedrohenden

Auswirkungen auf die genannten

Unternehmen. Was die Zukunft bringt,

bleibt ungewiss – vor allem hinsichtlich

der Energieabhängigkeit von Russland.


Dirk Täuber

27. Mai & 2. September

14 April 2022

15


WIRTSCHAFT | Große Arbeitgeber

Große Arbeitgeber | WIRTSCHAFT

Ideen für die Zukunft

Unternehmerische Innovationen haben Heilbronn-Franken zu einem

der wirtschaftlich bedeutendsten Hotspots Deutschlands gemacht.

Aber welche Ideen verfolgen Unternehmen aus der Region derzeit?

Der entscheidende Faktor, mit

dem der deutsche Mittelstand

im internationalen Wettbewerb

punkten kann, ist Innovation. Die Zyklen,

die „Time to Market“, werden immer

kürzer. Umso wichtiger ist, dass

die Unternehmen gute Bedingungen

dafür vorfinden: Fachkräfte, Infrastruktur

– und Ideen. Welche Ideen

Unternehmen aus der Region derzeit

verfolgen, bestimmt ihren Erfolg in

den kommenden Jahren.

Um auch in Zukunft ihre Stellung

als Weltmarktführer in Sachen Handwerk,

Befestigungen und Montage zu

behaupten, investiert beispielsweise

die Würth-Gruppe derzeit in ein eigenes

Innovationszentrum. Dort sollen

Ideen und Innovationen gebündelt

werden, und zwar über Fachgrenzen

hinweg. „Das Innovationszentrum ist

nicht nur klares Bekenntnis des Unternehmens

und der Familie Würth zum

Standort Hohenlohe, sondern hat eine

starke Signalwirkung für die Leistungsfähigkeit

und damit die Zukunft der

Marke Würth“, ist Thomas Klenk, Geschäftsführer

für Einkauf, Produkt,

Marketing und Divisionen, überzeugt.

Das Innovationszentrum, das in

direkter Nähe zur Unternehmenszentrale

entsteht, biete mit seinen Laboren

und Werkstätten ganz neue Möglichkeiten

– die es bisher so nicht gab.

VERNETZT ARBEITEN

Auf rund 15.000 Quadratmetern entsteht

Raum für kreative Ideen sowie

zukunftsweisende Projekte. Das Investitionsvolumen

beläuft sich auf rund

70 Millionen Euro. „Wir wollen damit

die interne Forschung bei Würth stärken,

aber auch die Zusammenarbeit

mit unseren eigenen Herstellerfirmen

im Konzern sowie die partnerschaftliche

Kooperation mit unseren Kunden,

die wir ebenfalls stark in die Produktentstehung

integrieren“, sagt Klenk.

Vernetzt zu arbeiten sowie verschiedene

Disziplinen und Menschen zusammenzubringen

sei das Ziel.

Auch Gemü, Entwickler und Hersteller

von Ventil-, Mess- und Regelsystemen,

investiert kontinuierlich in Zukunftsprojekte,

„und zwar sowohl auf technischer

als auch auf organisatorischer

Ebene. Dazu zählen Digitalisierungsprojekte

genauso wie Nachhaltigkeitsinitiativen

oder auch Projekte im Bereich

Elektrifizierung“, erklärt Gert

Müller, geschäftsführender Gesellschafter

von Gemü.

PROJEKTE VON MORGEN

Foto: Peter Petter/Würth

Ein Innovationszentrum entsteht: Rund 70 Millionen Euro investiert Würth in den

Neubau bei der Unternehmenszentrale in Künzelsau-Gaisbach.

Bei der Elektrifizierung denken viele in

diesen Zeiten zunächst an den Automobilbereich.

„Aber auch in unserer

Branche ist das ein Thema. Daher haben

wir konsequent an der Umsetzung

einer Plattform elektrischer Ventile gearbeitet

und uns als Vorreiter der Elektrifizierung

in der Prozesstechnik positioniert“,

sagt Müller.

Aktuell werde an der Weiterentwicklung

der Elektrifizierung von Ventilen

geforscht, die heute noch mehrheitlich

über Druckluft angesteuert

werden. „Wir sind überzeugt, dass die

Vorteile wie zum Beispiel ein geringerer

Gesamtenergieverbrauch, eine präzise

Regelbarkeit sowie bessere Analyse-

und Diagnosefunktionalitäten zu

einer weiteren Elektrifizierung in unserer

Branche führen werden“, sagt

Müller. Ziel sei es, Kunden bei der Gesamtelektrifizierung

ihrer Anlagen zu

unterstützen und ihnen mittelfristig

intelligente und eventuell sogar autonome

Ventile anzubieten, die in vernetzte

Systeme und Prozesse integriert

werden können.

DIE ZUKUNFT KOMMT

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Das Crailsheimer Unternehmen groninger legt viel Wert auf Work-Life-Balance.

International gehört groninger zu den

führenden Herstellern von Füll- und

Verschließmaschinen für die Consumer

Healthcare-, Pharma-, und Kosmetikindustrie.

In der Branche häufig als „Hidden

Champion“ betitelt, ist groninger

Im Familienunternehmen groninger

geht es noch um den Menschen.

Foto: groninger

rund um den Hauptstandort in Crailsheim

jedoch als einer der Top-Arbeitgeber

der Region bekannt.

Und das nicht ohne Grund: Im Familienunternehmen

wird sich noch um

den Menschen hinter dem Mitarbeiter

gekümmert. Erst kürzlich wurde die

37,5-Stunden-Woche eingeführt, um

die Work-Life-Balance der Mitarbeiter

weiter zu fördern. Flexible Arbeits- und

Urlaubszeiten sowie die Möglichkeit

zur mobilen Arbeit gehören bereits zur

Tagesordnung. Weitere Benefits, die

groninger seinen Mitarbeitern bietet,

sind unter anderem diverse Sonderzahlungen,

ein Fahrtkostenzuschuss und

betriebliche Altersvorsorge.

Das Motto „groninger begeistert“

wird aktiv gelebt – das beweisen auch

die 1300 Mitarbeiter, die bereits Teil

der groninger-Familie sind. Werte wie

Respekt, Wertschätzung und Vertrauen

sind Teil der Unternehmensphilosophie.

„Bringen Sie Farbe in Ihr Leben“ –

werden Sie Teil der groninger Familie

und begeben Sie sich mit uns auf

Wachstumskurs.

Info

KONTAKT

groninger & co. gmbh

Hofäckerstraße 9

74564 Crailsheim

www.groninger-group.com

www.groninger-begeistert.de

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LTI-Metalltechnik GmbH ∙ Im Flürlein 25 ∙ 74214 Schöntal-Berlichingen ∙ www.lti-metalltechnik.de

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WIRTSCHAFT | Große Arbeitgeber

Große Arbeitgeber | WIRTSCHAFT

Montage-, Produktions- und Logistikzentrum des Ventilspezialisten Gemü: Jetzt

soll die Elektrifizierung von Ventilen vorangetrieben werden.

Foto: Gemü

Der Maschinenbauspezialist Groninger

in Schnelldorf arbeitet derzeit an

einem neuen Maschinenkonzept – der

„Robocell“, einer neuen Generation

aseptischer Anlagen. „Das größte Risiko

bei der Verarbeitung pharmazeutischer

Produkte birgt seit jeher der

Mensch: Verunreinigungen und Kontaminationen

von Produkten sind in

über 70 Prozent der Fälle auf menschliches

Eingreifen zurückzuführen“, sagt

Thorsten Häfner, Director Business Development

& Product Management

von Groninger.

ROBOTER IM EINSATZ

Um menschliche Fehler möglichst auszuschließen

und den aktuellen Anforderungen

der Pharmabranche Rechnung

zu tragen, sollen beim „Robocell“

nahezu alle bisher durch das Bedienpersonal

durchgeführten Arbeitsschritte

durch eigens gefertigte Roboter

ersetzt werden. Handschuheingriffe

gehören damit der Vergangenheit an.

Auch Transportbänder oder konventionelle

Antriebe werden nicht mehr

verbaut, da deren Reinigung aufwändig

ist und die Gefahr einer möglichen

Produktverunreinigung entsprechend

erhöht sein könnte.

Der Transport von wahlweise

vorsterilisierten Spritzen, Vials oder

Zylinderampullen werde stattdessen

von Robotern übernommen. Sie sollen

den Verarbeitungsprozess nicht nur effizienter,

sondern auch sicherer machen

und den Ausschuss verringern.

„Die Robocell eignet sich sowohl für

klinische Studien als auch zur kommerziellen

Abfüllung“, sagt Häfner. Die

Entwicklungskosten belaufen sich auf

mehrere Millionen Euro.

Um für die Zukunft auch logistisch

gerüstet zu sein, investiert Groninger

derzeit in ein neues Lager-Logistik-Zentrum

in Crailsheim, das sich

bereits im Bau befindet und noch in

diesem Jahr fertiggestellt werden soll.

Falk Enderle

Foto: groninger

Neuentwicklung von Groninger: Die „Robocell“ soll durch eigens konstruierte

Roboter mögliche Verunreinigungen von Pharmaprodukten ausschließen.

Volksbank Hohenlohe eG

THE BÄNK

WIR LIEBEN HOHENLOHE:

HOHENLOHE #MehrAlsNurEinWeisserFleck

Inspiriert durch das Land Baden-Württemberg

Inspiriert durch das Land

Baden-Württemberg

Harald Braun

Vorstandsmitglied

Dieter Karle

Vorstandsvorsitzender

Tradition und Moderne – gepaart mit Leidenschaft

und Emotionen, macht aus einem „weißen Fleck“

eine Region mit der wir als Volksbank Hohenlohe eG

viele persönliche Erlebnisse verbinden. Uns geht es

um die Menschen in Hohenlohe.

vb-hohenlohe.de/thebaenk

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Ein starkes Team in Bulgarien

Würth Elektronik hat eine neue Tochtergesellschaft in Sofia gegründet.

Das neue Team von Würth Elektronik

in der Hauptstadt Bulgariens.

Foto: Würth Elektronik

Wie bei Würth Elektronik nicht anders

zu erwarten, stützt sich auch

der Erfolg in Bulgarien auf eine kompetente

individuelle Kundenbetreuung.

Dafür hat die neugegründete Tochtergesellschaft

die besten Voraussetzungen:

Mit drei Ingenieuren im Außendienst

und einer Ingenieurin im

Innendienst bringt es das kleine Team

auf zusammen 60 Jahre Berufserfahrung

in der Elektronik.

„Die Vorbereitung zur Gründung

von Würth Elektronik Bulgaria waren

nicht einfach. Die Erweiterung unseres

Teams fiel in die Zeit der Corona-Beschränkungen.

Umso mehr freut es uns,

dass wir jetzt durchstarten können. Ein

großer Dank gilt meinem starken Team

und den Kollegen in Deutschland, die

uns hervorragend unterstützt haben“,

sagt Dimitar Vasilev, Geschäftsführer

Würth Elektronik Bulgaria EOOD.

Der Firmensitz der neuen Würth-

Elektronik-Tochter befindet sich in einem

Business Park mit einer hervorragenden

Infrastruktur im südöstlichen

Teil von Sofia. Das bulgarische Würth-

Elektronik-Team profitiert von optimaler

Straßenanbindung und hat zudem

ein beliebtes Naherholungsgebiet der

Hauptstadtregion in unmittelbarer

Nachbarschaft.

Info

WÜRTH ELEKTRONIK EISOS

GMBH & CO. KG

Max-Eyth-Str. 1

74638 Waldenburg

Tel.: +49 7942 945 - 0

E-Mail: eiSos@we-online.de

www.we-online.com

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19


WIRTSCHAFT | Große Arbeitgeber

Zurück ins Büro!?

Die verpflichtende Homeoffice-Regelung wurde Ende März aufgehoben.

Wie gehen Unternehmen in Heilbronn-Franken damit um?

Vor der Pandemie hatten viele

Unternehmen das Arbeiten von

zu Hause aus noch weitestgehend

abgelehnt. Doch seit der Corona-

Pandemie wurde Homeoffice überall

dort eingeführt, wo es ging. Am 20.

März endete jedoch die Homeoffice-

Pflicht. Unternehmen sollen von nun

an selbst entscheiden, welche Möglichkeiten

es in Zukunft für das mobile

Arbeiten gibt. Wir haben bei großen

Arbeitgebern der Region nachgefragt,

wie sie es künftig handhaben wollen.

Bei der Bausparkasse Schwäbisch

Hall wurde mobiles Arbeiten

schon vor der Pandemie genutzt. Zum

Schutz der Mitarbeitenden wurde dies

mit Start der Pandemie innerhalb kürzester

Zeit vorübergehend zum Regelfall.

GUTE MISCHUNG

Die Bausparkasse hat dabei einige Vorteile

der Homeoffice-Lösungen festgestellt.

So habe die Corona-Phase einen

deutlichen Schub in Richtung Digitalisierung

gebracht – sowohl bei den

Mitarbeitenden als auch bei den Kunden.

„Auf Kundenseite stieg zum Beispiel

die Akzeptanz für die Videoberatung

deutlich. Ein Beispiel: Von 25

Webkonferenzen pro Tag vor Corona

stieg die Zahl zur Höchstzeit auf mehr

als 2500 täglich“, erklärt Kommunikationsmanagerin

Stefanie Weigl. „Die Erfahrungen,

die wir während der Pandemie

gemacht haben und weiterhin

machen, bestätigen uns, dass wir mit

diesem Zielbild auf dem richtigen Weg

sind: Es wird nach der Pandemie eine

Mischform von mobilem Arbeiten und

Arbeiten im Büro geben“, ist sie überzeugt.

Doch im mobilen Arbeiten sieht

das Unternehmen nicht nur Vorteile.

So bestätige sich immer mehr, wie

wichtig der persönliche Austausch mit

Kollegen sei und welchen Wert etwa

die schnelle, direkte Information am

Arbeitsplatz oder am Kaffeeauto maten

habe. Darüber hinaus seien Führungskräfte

im mobilen Arbeiten noch stärker

als bisher gefragt, wenn es zum

Beispiel darum gehe, neue Mitarbeitende

einzulernen und sie mit dem

Team zu vernetzen.

WIEDER MEHR PRÄSENZ

Eine Herausforderung, die Wünsche

nach Homeoffice oder Präsenz zu regeln,

sieht auch Bernd Kaufmann, Vorstandsvorsitzender

der Sparkasse Hohenlohekreis.

„Mitarbeitende und

Führungskräfte sind in besonderer

Weise für das Gelingen von Homeoffice-Regelungen

verantwortlich. Es sind

klare Absprachen zwischen den Beteiligten

notwendig“, ist er überzeugt.

Insgesamt habe die Sparkasse jedoch

gute Erfahrungen mit dem mobilen

Arbeiten gemacht. Die Erfahrung

zeige aber auch, dass der direkte persönliche

Austausch mit den Kollegen

einen hohen Stellenwert hat und Nutzen

stiftet. „Insofern wird der Anteil an

Präsenztagen künftig wieder steigen”,

ist sich Kaufmann sicher.

Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall

Hat im Homeoffice gefehlt: Der direkte persönliche Austausch im Kollegenkreis

genießt wieder einen hohen Stellenwert und bietet großen Nutzen.

Bei der Schwarz-Gruppe in Heilbronn

war mobiles Arbeiten ebenfalls

bereits vor Corona ein Bestandteil der

Arbeitswelt. „Vor allem durch unsere

sehr gute technische Infrastruktur war

es uns möglich, vom Beginn der Pandemie

an sehr schnell und flexibel auf die

Situation zu reagieren. Die künftigen

Rahmenbedingungen des mobilen Arbeitens

werden wir unter anderem

auch abhängig vom Infektionsgeschehen

gestalten“, erklärt Jo-Lukas Hoffmann

von der Schwarz Unternehmenskommunikation.

Auch die Würth-

Gruppe orientiert sich weiterhin an

den aktuellen Fallzahlen. Das Unternehmen

bietet aktuell den Mitarbeitenden

zwei mobile Office-Tage pro

Woche.

Eine Homeoffice-Pflicht mag es

nicht mehr geben, doch die Unternehmen

haben die Vorteile des mobilen

Arbeitens erkannt und wollen sie weiter

flexibel nutzen. Teresa Zwirner

International verpackt.

Gesichter hinter

dem SMILE

Erster Arbeitgeber

der Verpackungstechnik

in Crailsheim.

Als weltweit führender Anbieter von Prozess-

und Verpackungstechnik entwickelt Syntegon in

Crailsheim intelligente Lösungen für die Abfüllung

und Verpackung lebenserhaltender Medikamente.

Gemeinsam mit mehr als 5800 Mitarbeitern an über

30 Standorten in fast 20 Ländern wollen wir unsere

Ideen und Visionen in nachhaltige Maschinen und

Dienstleistungen umsetzen.

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20

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zu Syntegon.

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April 2022

Als global tätiges Familienunternehmen setzen wir auf innovative

Lösungen und modernste Technologien. Neben unseren Innovationen

sind es unsere engagierten Mitarbeitenden, die uns erfolgreich

machen. Zu unserem wirtschaftlichen Erfolg trägt auch eine aktiv

gelebte und familiäre Unternehmenskultur bei, die bereits mehrfach

ausgezeichnet wurde.

www.gemu-group.com


WIRTSCHAFT | Große Arbeitgeber

Große Arbeitgeber | WIRTSCHAFT

genmerk auf Kultur. Getreu des Mottos

„der Mensch lebt nicht vom Brot allein“

hat er den Anspruch, Kunst und

Kultur bestmöglich an den Arbeitsplatz

seiner Mitarbeitenden zu bringen. Arbeitswelt,

Kulturwelt und Freizeitwelt

werden dabei auf inspirierende Weise

verflochten. Kunst und Kultur sind untrennbar

mit der Unternehmensgruppe

Würth verbunden.

Von Reinhold Würths Engagement

als Kunstsammler und Kulturförderer

profitiert nicht nur sein Unternehmen,

sondern die gesamte Region.

Werke aus der Sammlung Würth, die

mit mehr als 18.500 Gemälden, Plastiken

und Skulpturen eine der größten

Privatsammlungen Deutschlands ist,

werden in fünf Museen Würth in

Schwäbisch Hall und Künzelsau und

zehn Kunstdependancen in Europa

kostenfrei der Öffentlichkeit zugänglich

gemacht. Mit dem neuen Saisonprogramm

2022/23 führt das Unternehmen

Würth sein umfangreiches

Kulturangebot fort.

Fotos: Jens Koch

Silbermond ist einer der Top-Acts beim

Würth Open Air am 24. Juni 2022.

Fast 70 Konzerte, Lesungen und

Gespräche, darunter etliche Formate

für Kinder, sind von Frühjahr 2022 bis

Frühjahr 2023 in Schwäbisch Hall und

Künzelsau geplant. Das Kulturhaus

Würth mit Bibliothek Frau Holle in der

Altstadt von Künzelsau, das die Handschrift

Carmen Würths trägt, begeht

den Mai über mit einem bunten Festprogramm

aus Vorträgen und Kindertheater

seinen fünften Geburtstag.

Ebenfalls vor fünf Jahren, im

Sommer 2017, wurde das Carmen

Würth Forum eröffnet. Dort kommen

am 24. Juni Pop- und Festivalfans beim

21. Würth Open Air vor der besonderen

Kulisse der Chipperfield-Architektur

mit Silbermond und Wincent Weiss auf

ihre Kosten. Die Würth Philharmoniker

starten in ihre sechste Saison. Unter

anderem werden mit Rudolf Buchbinder

am Klavier und als Dirigent alle

fünf Beethoven-Klavierkonzerte zu hören

sein.

Kunst und Kultur sind nicht nur

schmückendes Beiwerk – das hat Reinhold

Würth vor Jahrzehnten mit Weitblick

erkannt. Die Beschäftigung damit

sorgt für Ideen, Impulse und Inspirationen,

die sich auch ökonomisch auszahlen.

Der unternehmerische Erfolg

gibt ihm jedenfalls recht. Dirk Täuber

Partystimmung beim Würth Open Air 2019: Für das diesjährige Musikfestival sind wieder angesagte Pop- und Rockstars

angekündigt – unter anderem Wincent Weiss.

Firmenkultur, die rockt

Gemeinsame Werte, Normen und Ziele: Sie sind das Fundament

einer Unternehmenskultur. Bei der Würth-Gruppe spielt zudem die

Präsenz von Kunst, Musik und Literatur eine bedeutsame Rolle im

Geschäftsalltag – und entfaltet Strahlkraft in die gesamte Region.

Unternehmenskultur ist ein vieldiskutiertes

Thema: In ihr spiegelt

sich die Identität von Firmen,

sowohl nach innen, wie auch nach außen.

Sie bestimmt zu großen Teilen,

wie Führungsverantwortliche und Mitarbeitende

denken, fühlen und handeln.

Ihre Ausprägungen können unterschiedlich

sein – von streng

hierarchischen Strukturen über eine

familiäre Atmosphäre bis hin zu agiler

Start-up-Mentalität.

„Culture eats strategy for breakfast.“

Dieser Satz von Peter Drucker verdeutlicht

den Einfluss von Unternehmenskultur

auf den wirtschaftlichen

Erfolg. Die Strategie mag noch so gut

sein – ohne die passende Kultur werden

sich die gesteckten Ziele nicht erreichen

lassen. Denn ihr Einfluss auf

Motivation und Engagement der Mitarbeitenden

ist enorm. Sie sorgt dafür,

dass alle im Unternehmen an einem

Strang ziehen.

Reinhold Würth, einer der erfolgreichsten

Unternehmer in Heilbronn-

Franken, legt ein ganz besonderes Au-

ein Unternehmen

der KURZ Gruppe

Richtig entsorgen mit KURZ:

Kompetenz bei Abfällen während der Corona-Pandemie

Aktuell steht der eigene Schutz sowie die

Vermeidung einer weiteren Ausbreitung der

Erreger im Fokus. Schön, wenn man sich gerade

jetzt aufeinander verlassen kann. KURZ steht

Ihnen weiterhin als kompetenter Entsorgungspartner

zur Verfügung:

Containervielfalt 1-40 m³,

Gewerbeabfall-Entsorgung,

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22

April 2022

23


WIRTSCHAFT | Große Arbeitgeber

Große Arbeitgeber | WIRTSCHAFT

Das Tagungsgeschäft zieht an

Volle Fahrt voraus

Seminare, Firmenevents, Incentives: Vieles, was in Corona-Zeiten in

die virtuelle Welt gewandert ist, findet jetzt wieder in Präsenz statt.

Davon profitieren Hotels mit speziellen Tagungsangeboten, etwa das

Schloss Döttingen mit seinem historischen Ambiente.

Einst ein Wasserschloss, heute ein

Wellness- und Tagungshotel mit

historischem Flair: Das Schloss

Döttingen bei Braunsbach im Landkreis

Schwäbisch Hall, erstmals im

Jahr 1225 urkundlich erwähnt, hat sich

im Laufe der Jahrhunderte gewandelt.

Wo einst Hohenloher Adel residierte,

gehen heute Business- und Urlaubsgäste

ein und aus.

Wie so viele Betriebe in der Branche

hat das familiengeführte Hotel in

den zurückliegenden zwei Jahren der

Pandemie gelitten, insbesondere im

Tagungsbereich – doch die Zeichen

stehen auf Besserung. „Das Tagungsgeschäft

zieht wieder deutlich an. Seit

Präsenzveranstaltungen wieder möglich

sind, steigt die Nachfrage zunehmend.

Wir haben auch viele kurzfristige

Anfragen“, sagt Viktoria Dumler, die

gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer

Schwester den Familienbetrieb in dritter

Generation managt und sich um

das Marketing sowie die Auszubildenden

kümmert.

Egal ob große oder kleine Tagungsgruppe

– den Gästen sei anzumerken,

dass der persönliche Kontakt und Austausch

wieder sehr wertgeschätzt wird.

Virtuelle Kommunikation könne auf

Dauer Meetings in Präsenz eben nicht

ersetzen.

„Sehr gefragt sind jetzt auch wieder

Team-Events und Incentives für

Mitarbeitende von Unternehmen. Wir

organisieren da verschiedenste Aktivitäten

– von Bogenschießen über Wandertouren

bis hin zu Kanutouren“, berichtet

Dumler. „In den vergangenen

beiden Jahren gab es aufgrund der

Pandemie in diesem Bereich kaum

Nachfrage, da die Unternehmen sehr

darauf bedacht waren, Kontakte möglichst

zu reduzieren, damit sich Corona

nicht unter den Mitarbeitenden

ausbreitet.“ Inzwischen werde das von

einigen Unternehmen lockerer gehandhabt,

da deren Mitarbeitende in

aller Regel vollständig geimpft seien.

Für die Sicherheit der Gäste sorge zudem

ein erprobtes Hygienekonzept.

Auch mehrere parallele Veranstaltungen

seien problemlos und ohne

Risiko möglich. „Unsere sechs Tagungsräume

sind so angelegt, dass die

Gruppen während den Veranstaltungen

ganz unter sich bleiben können,

mit eigenen Bereichen für Essensoder

Kaffeepausen“, sagt Dumler.

Der Austausch in den Pausen

und das gemeinsame Essen sind ein

wichtiger Pluspunkt von Tagungen in

Präsenz. „Zur Verköstigung bieten wir

verschiedene Arrangements – vom

Lunch-Buffet bis zum abendlichen

Vier-Gänge-Menü, bei dem wir hausgemachtes

Sauerteigbrot reichen.“ Die

Küche setzt auf regionale Zutaten von

Erzeugern aus der Umgebung und ist

saisonal ausgerichtet.

Wichtig für Mitarbeitermotivation

und Teambuilding sind zudem angenehme

Aktivitäten nach einem Veranstaltungstag.

„Schloss Döttingen hat

ein hauseigenes Spa mit Indoor-Pool

und Natur-Schwimmbad. Unsere Wellness-Angebote

werden je nach Event

und Gruppenkonstellation auch von

Businesskunden gerne genutzt. Im Spa

lassen sich meist Frauen mit Treatments

verwöhnen. Männer hingegen

bevorzugen oft ein kühles Bier im

Schlosshof“, stellt Dumler fest. dt

Veranstaltungsort mit besonderem

Flair: Schloss Döttingen organisiert

wieder verstärkt Tagungen und

Team-Events für Unternehmen.

Foto: Schloss Döttingen

Der Erlebnispark Tripsdrill hat wieder geöffnet – jetzt ohne Corona-

Einschränkungen. Geschäftsführer Helmut Fischer erläutert, was er

sich von der neuen – „normalen“ – Saison erhofft.

Die Achterbahnen „Hals-über-Kopf“ und „Volldampf“ bilden eine Doppelanlage.

Mit dem Saisonstart sind zugleich die

meisten Corona-Einschränkungen gefallen.

Behalten Sie dennoch ein Hygienekonzept

bei?

Helmut Fischer: Grundsätzlich befürworten

wir alle zielführenden Maßnahmen

zur Eindämmung des Corona-

Virus. Dass die 3G-Regelung hinfällig

ist, begrüßen wir allerdings sehr. Diese

Maßnahme hat uns viel Personaleinsatz

und Zeit gekostet. Ihren Sinn und

Zweck haben wir bei unserem Angebot,

das sich größtenteils unter freiem

Himmel befindet, nie nachvollziehen

können. Die bisher in gewissen Bereichen

geltende Masken- und Abstandspflicht

entfällt nun. Dennoch empfehlen

wir unseren Besuchern, freiwillig

eine Maske zu tragen, wenn Mindestabstände

unterschritten werden – ganz

besonders in Innenräumen. Für unser

Personal gilt als betriebliche Regelung,

dass eine Maske bei Kontakt zu Besuchern

und anderen Mitarbeitern zu

tragen ist.

Einen Freizeitpark aus der Winterpause

zu holen, ist sicher mit einigem Aufwand

verbunden?

Fischer: Nach der Saison ist bei uns

vor der Saison! Ab November beginnt

für die Mitarbeiter in der Werkstatt die

arbeitsreichste Zeit des Jahres. Alle Attraktionen

werden auf Herz und Nieren

geprüft, damit ein reibungsloser

Saisonstart gewährleistet ist. Selbstverständlich

erfolgen auch alle Bauarbeiten

und Infrastrukturmaßnahmen im

Winter, damit das Besuchererlebnis

nicht beeinträchtigt wird. Unsere Gärtner

nutzen die Zeit, in welcher der Erlebnispark

geschlossen hat, um über

30.000 Blumen- und Blumenzwiebeln

für den Frühjahrsflor zu pflanzen.

Fotos: Erlebnispark Tripsdrill

Welche Attraktionen haben Sie verbessert

oder ergänzt?

Fischer: 2020 wurden unsere neuen

Achterbahnen „Hals-über-Kopf“ und

„Volldampf“ eröffnet – eine weltweit

einzigartige und preisgekrönte Doppelanlage.

Seither haben wir die Thematisierung

dieses Areals vervollständigt.

Direkt neben dem im Stil eines

historischen Wirtshauses gehaltenen

Stationsgebäude von „Hals-über-

Kopf“ haben wir nun einen kleinen

Kinderspielplatz sowie einen Gastronomiebereich

eröffnet. Aktueller Fokus

unserer Investitionen ist allerdings

das Natur-Resort, welches schon seit

dem vergangenen Jahr in einer ersten

Bauphase sukzessive um 20 neue

Baumhäuser erweitert wird.

Welche Erwartungen haben Sie – nach

den vergangenen Pandemiejahren – an

die diesjährige Saison?

Fischer: Für 2022 wünschen wir uns

vor allem eins: Normalität – und natürlich

glückliche Besucher, die unsere

über 100 originellen Attraktionen im

Erlebnispark in entspannter Atmosphäre

genießen. Das Wildparadies

feiert zudem sein 50-jähriges Jubiläum:

Am 7. und 8. Mai gibt es dort unter

dem Motto „Bärenstarke 50 Jahre – das

große Jubiläumswochenende“ ein

buntes Programm mit abwechslungsreichen

Mitmachaktionen und Sonderführungen.

Interview: Dirk Täuber

Zur Person

Helmut Fischer ist,

gemeinsam mit seinem

Bruder Roland,

Geschäftsführer des

Erlebnisparks Tripsdrill.

24 April 2022

25


Landkreis Heilbronn | WIRTSCHAFT


Um als Landkreis für

Unternehmen interessant

zu bleiben, wird

die künftige Energieversorgung

immer

bedeutender.

Norbert Heuser


Will die Themen der Zukunft

anpacken: Norbert Heuser, Landrat

des Landkreises Heilbronn

Foto: Landratsamt Heilbronn

„An Herausforderungen

fehlt es uns aktuell nicht“

Pandemie, Flüchtlinge, Energiepreise, Klimawandel: Die To-do-Liste

des neuen Landrats Norbert Heuser ist lang. Welche Aufgaben im

Landkreis Heilbronn ganz oben stehen und worauf sich die Wirtschaft

einstellen sollte, erläutert er im Interview.

Vor Ihrer Wahl zum Landrat waren Sie

19 Jahre lang Bürgermeister von Neuenstadt.

Wie ist es für Sie, nicht mehr

nur die Verantwortung für eine Kommune

zu tragen, sondern für einen

ganzen Landkreis?

Norbert Heuser: Meine Kandidatur

und mein Wechsel in das Amt des

Landrates habe ich noch keinen Tag

bereut. Meine Aufgabe als Bürgermeister

in Neuenstadt habe ich 19 Jahre

lang mit sehr viel Freude und Herzblut

ausgeübt. Mir war und ist es jedoch

auch wichtig, diese Chance zu nutzen

und wichtige Themen über kommunale

Grenzen hinweg, mit allen Akteuren

der Region, voranzutreiben.

Sie sind in einer Zeit Landrat geworden,

die an Herausforderungen nicht

gerade arm ist. Welche Themen und

Aufgaben stehen aktuell ganz oben auf

Ihrer To-do-Liste?

Heuser: An Herausforderungen und

Aufgaben fehlt es uns aktuell wirklich

nicht. Die Unterbringung von Geflüchteten

– nicht nur aus der Ukraine – sowie

die Coronapandemie und ihre

Auswirkungen binden viel personelle

Kapazitäten im Landratsamt. Wir beschäftigen

uns darüber hinaus aber

auch noch mit weiteren wichtigen Themen.

Im Bereich der Abfallwirtschaft

und der Bildung stehen wegweisende

Entscheidungen für den Landkreis an.

Die Sanierung oder der Neubau unseres

Kreisberufsschulzentrums wird eines

der größten Investitionsprojekte in

den kommenden Jahren sein. Auch

der Klimaschutz und der Ausbau einer

nachhaltigen und flächendeckenden

Mobilität sind mir wichtige Anliegen

und müssen neben den aktuell dringlichen

Themen auch im Blick behalten

werden.

Wie bereitet sich der Landkreis auf

einen verstärkten Zustrom von Flüchtlingen

aus der Ukraine vor?

Heuser: Bereits seit Ende 2021 kommen

wieder mehr Geflüchtete aus

ganz unterschiedlichen Ländern zu

uns in den Landkreis. Wir haben daher

schon im letzten Jahr damit begonnen,

die Unterbringungskapazitäten zu erhöhen

und sind auch momentan stetig

dabei, weitere zu schaffen. Welche

Auswirkungen der Krieg in der Ukraine

auf unser Leben und unsere Gesellschaft

in den kommenden Wochen

und Monaten haben wird, können wir

noch nicht abschätzen. Mit der entsprechenden

Solidarität werden wir

aber auch diese Herausforderung

meistern.

Wie bewerten Sie das Engagement der

Kommunen im Landkreis Heilbronn in

dieser Frage?

Heuser: Ich bin sehr dankbar für das

große Engagement in der Bevölkerung

und die vielen Wohnraumangebote

aus den Kommunen. Gemeinsam mit

den Städten und Gemeinden im Landkreis

Heilbronn ist es unser oberstes

Ziel, den ankommenden Geflüchteten

einen sicheren Zufluchtsort anbieten

zu können.

Flüchtlinge müssen auch medizinisch

versorgt werden. Wie kann das Gesundheitswesen

im Kreis, das bereits

durch Corona belastet ist, diesen zusätzlichen

Aufwand bewältigen?

Heuser: Die Mitarbeitenden sowohl in

den Kliniken als auch bei den niedergelassenen

Ärzten arbeiten seit über

zwei Jahren oft am Limit. Ich bin sehr

dankbar für das große Engagement jedes

Einzelnen. Im Klinikbereich haben

wir uns durch die Strukturreformen

zukunftssicher aufgestellt, was

uns nun hilft. Bei den niedergelassenen

Haus- und Fachärzten kommt es

allerdings aktuell schon zu Versorgungsschwierigkeiten,

weshalb die Sicherstellung

einer guten medizinischen

Behandlung hier nicht einfach

sein wird.

Eine weitere Herausforderung ist, sich

für die Folgen des Klimawandels zu

wappnen. Was plant der Landkreis in

Sachen Klimaanpassung und Ausbau

erneuerbarer Energien?

Heuser: Der Klimawandel und dessen

Folgen sind weltweit spürbar. Ein zeitnaher

Wandel weg von fossilen Brennstoffen,

hin zu erneuerbaren Energien

ist daher unabdingbar. In Anbetracht

der momentanen Situation gilt es jedoch

vorrangig, die Energieversorgung

der Bevölkerung sicherzustellen. Ein

möglichst breites Spektrum an unterschiedlichen

Energiequellen hilft dabei,

die Abhängigkeit von einzelnen

Ländern und Energiequellen zu reduzieren.

Mit den wichtigsten Zukunftsfragen

rund um das Thema Klimaerwärmung

und Energieversorgung im

Landkreis setzen wir uns bereits heute

auseinander. Zur Stärkung der landkreisweiten

Klimaschutzmaßnahmen

wird ein Klimaschutzkonzept er-

26

27


WIRTSCHAFT | Landkreis Heilbronn

Landkreis Heilbronn | WIRTSCHAFT

Die Tage des Kohlekraftwerks bei Heilbronn sind gezählt: Die Dekarbonisierung

soll in den kommenden Jahren weiter vorangetrieben werden.

stellt, in dem die Handlungsfelder erneuerbare

Energien und Anpassung

an den Klimawandel berücksichtigt

werden. Als Kernpartner beim Photovoltaik-Netzwerk

Heilbronn-Franken

engagieren wir uns zudem beim landesweiten

Photovoltaikausbau. Um für

das Thema zu sensibilisieren, zu werben

und den Ausbau zu beschleunigen,

veranstalten wir jährlich mehrere

Informationsveranstaltungen und betreiben

umfangreiche Netzwerk- und

Kommunikationsarbeit zur Förderung

von Photovoltaik.

Fotos: Adobe Stock/Smileus, Eberhard

Ist es vor dem Hintergrund des Klimaschutzes

noch zeitgemäß, neue Industriegebiete

für Unternehmensansiedlungen

auszuweisen und damit die

Flächenversiegelung voranzutreiben?

Heuser: Aus meiner Sicht gilt es hier,

eine gute Balance zwischen einem

möglichst geringen Flächenverbrauch

und der Aufrechterhaltung einer zukunftsfähigen

Wirtschaft zu finden.

Denn eine vollständige Vermeidung

von Flächenversiegelungen führt zu einer

Stagnation der Wirtschaft und deren

Unternehmen. Und es gibt ja auch

Unternehmen, die wir für die künftige

Energiewende brauchen, gerade im

Bereich der Zukunftstechnologien und

Energiegewinnung. Hier müssen wir

manchmal einen Schritt zurück machen,

um zwei nach vorn gehen zu

können.

Gestörte Lieferketten und steigende

Energiepreise bereiten Unternehmen

Probleme. Wie bewerten Sie aus Ihrer

Sicht die aktuelle Lage?

Heuser: Die momentane Situation

zeigt, wie empfindlich und anfällig unsere

Lieferketten sind. Die Lieferengpässe

stellen Unternehmen vor eine

große Herausforderung und schmälern

das durch die Corona-Pandemie ohnehin

schon geschwächte Wirtschaftswachstum.

Hinzu kommen steigende

Energiepreise sowie Rohstoffknappheit.

Wie sich unsere Wirtschaft in naher

Zukunft entwickeln wird, kann keiner

von uns bei der derzeitigen Lage in

Europa vorhersehen. Es muss alles unternommen

werden, damit es möglichst

nicht zu einer „Zwangsabschaltung“

in der Industrie kommt.

Raum Heilbronn GmbH (WFG) und

die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken

GmbH (WHF) sind die Gesellschaften,

die im Auftrag des Landkreises

für Wirtschaftsförderung und

Standortmarketing zuständig sind. Beide

werden voraussichtlich im Juli das

Projekt „Transformotive“ starten, das

die Transformation in der Region entscheidend

vorantreiben wird. Diesen

Kraftakt wollen wir gemeinsam mit den

regionalen Akteuren stemmen. Aktuell

warten wir auf den Bewilligungsbescheid,

damit diese wertvolle Unterstützung

für die Unternehmen in der

Region beginnen kann.

Wie sehen Ihre Pläne aus, um die

Standortqualität und Attraktivität des

Landkreises für Unternehmen auch in

Zukunft zu gewährleisten?

nur

9,90 €

Heuser: Um Firmen und Weltmarktführer

in der Region halten zu können

und als Landkreis auch für Unternehmen

interessant zu bleiben, wird unter

anderem die künftige Energieversorgung

immer bedeutender. Mir persönlich

liegt das Thema grüner Wasserstoff

als eine mögliche alternative Energiequelle

sehr am Herzen, denn es gilt,

gleichzeitig die Versorgung sicherzustellen

und die Unternehmen bei der

notwendigen Dekarbonisierung ihrer

Produktionsprozesse zu unterstützen.

Daran arbeiten in verschiedenen Projekten,

insbesondere das DLR in Lampoldshausen,

die WFG und ganz viele

Unternehmen und Forschungsinstitutionen

der Region. Zudem wird auch

der weiter zunehmende Fachkräftemangel

im privaten wie öffentlichen

Wirtschaftssektor immer problematischer.

Als Landrat sehe ich daher unsere

Aufgabe darin, dem Fachkräftemangel,

auch bedingt durch den

demographischen Wandel, mit attraktiven

Bildungs- und Studienangeboten

entgegenzuwirken. Auch der Ausbau

eines flächendeckenden Glasfasernetzes

ist für eine zukunftsfähige Wirtschaft

unerlässlich. Um diesen Ausbau

und den Betrieb des lückenlosen Glasfasernetzes

zu realisieren, werbe ich

eindringlich dafür, diese einmalige

Chance zu ergreifen. Ich kann nur an

alle Unternehmen sowie an die Bürgerinnen

und Bürger appellieren: Nutzen

Sie diese Gelegenheit, um Ihr Unternehmen

und Ihr Zuhause fit für die Zukunft

zu machen. Interview: dt

Zur Person

Norbert Heuser (parteilos)

ist seit 2021

Landrat des Landkreises

Heilbronn. Zuvor war er 19 Jahre lang

Bürgermeister von Neuenstadt.

Bestellungen unter

info@pro-vs.de, auf

www.pro-magazin.de/produkte

oder in Ihrer Buchhandlung

vor Ort!

Was kann der Landkreis tun, um Unternehmen

in der aktuellen Situation

zu unterstützen?

Erneuerbarer Strom aus Sonnenlicht: Der Landkreis Heilbronn ist Kernpartner im

Photovoltaik-Netzwerk Heilbronn Franken.

Heuser: Eine unmittelbare finanzielle

Unterstützung der Unternehmen dürfen

wir rechtlich gar nicht durchführen.

Dies geschieht im Wesentlichen über

Instrumente des Landes und des Bundes.

So hat die Bundesregierung jüngst

zwei milliardenschwere Hilfspakete für

Unternehmen in Deutschland beschlossen.

Die Wirtschaftsförderung

HEILBRONN-FRANKEN

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28

April 2022

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WIRTSCHAFT | Landkreis Heilbronn

Landkreis Heilbronn | WIRTSCHAFT

Antrieb für die Zukunft

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betreibt am

Standort Lampoldshausen im Harthäuser Wald Wasserstoffforschung.

Die beiden aktuellen Projekte „H2ORIZON“ und „Zero Emission“

kommen nicht nur dem DLR zugute, sondern der gesamten Region.

Am Standort Lampoldshausen

testet das DLR Raketentriebwerke

für die Raumfahrt. Als Treibstoff

dient Wasserstoff – und dieser soll

künftig möglichst umweltfreundlich

vor Ort erzeugt werden, denn das Forschungszentrum

des DLR zählt zu den

größten Wasserstoffverbauchern Europas.

Der Vorteil von Wasserstoff: Bei

seiner Verbrennung entsteht kein umweltschädliches

CO2, sondern nur

Wasser.

Die aktuellen Forschungsprojekte

„H2ORIZON“ und „Zero Emission“

dienen dazu, Wasserstofftechnologien

und -verfahren in der Praxis zu erproben,

insbesondere mit Blick auf Klimaneutralität

der Anwendungen.

Die „H2ORIZON“-Anlage auf dem

Gelände des DLR in Lampoldshausen:

Dort wird erprobt, wie

mit erneuerbaren Energien grüner

Wasserstoff produziert werden

kann

WINDKRAFT AUS DER REGION

FÜR „H2ORIZON“

2020 in Betrieb genommen, geht das

Projekt „H2ORIZON“ derzeit in seine

Endphase. Es soll aufzeigen, wie man

Sektoren koppelt, sprich Infrastrukturen

miteinander verbindet – konkret

Windpark und Raketenprüfstände.

Aus dem erneuerbaren Strom, den der

Windpark des Heilbronner Unternehmens

ZEAG im Harthäuser Wald liefert,

soll mit innovativen Technologien

Wasserstoff erzeugt werden. Ein Teil

des Windstroms wird über eine Direktanbindung

an den DLR-Standort geleitet.

Dort dient er dazu, Wasser per

Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff

aufzuspalten. Das Ergebnis: emissionsfreier,

grüner Wasserstoff, der zu

100 Prozent klimaneutral ist.

Für die beteiligten Akteure ist das

Projekt „H2ORIZON“ ein wichtiger

Beitrag zur Energiewende. Es zeigt, wie

Sektorenkopplung in der Praxis aussehen

kann. In Lampoldshausen werden

die Sektoren Erneuerbare Energien,

Wasserstoff, Raumfahrt und Wärmeerzeugung

miteinander verknüpft. Der

Wasserstoff ist dabei zugleich Energieträger-

und Energiespeichermedium.

Dr.-Ing. Daniela Lindner, Abteilungsleiterin

für Angewandte Wasserstofftechnologien

beim DLR, sagt: „Es

funktioniert. Grüner Wasserstoff hat

einen hohen Wirkungsgrad und wird

neuerdings an den Prüfständen eingesetzt.“

Der Wasserstoff diene aber nicht

nur als Raketentreibstoff, sondern werde

auch als Alternative zu Erdgas für

die Energie- und Wärmeversorgung

des DLR-Standorts eingesetzt.

Foto: DLR

AUF DEM WEG ZUR

KLIMANEUTRALITÄT

Das Projekt „Zero Emission“ erforscht

das Einsatzpotenzial von regenerativ

erzeugtem Wasserstoff in der Breite.

Das energieintensive Testgelände in

Lampoldshausen sei der erste DLR-

Standort, der nachhaltig auf der Basis

von grünem Wasserstoff mit Energie

versorgt werde. „Zero Emission“ will

auch dazu beitragen, die Marktfähigkeit

von grünen Wasserstofftechnologien

zu verbessern. Vor zwei Jahren

wurde das DLR mit 16 Millionen Euro

vom baden-württembergischen Ministerium

für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau

für „Zero Emission“ bezuschusst.

Das Projekt wurde kürzlich

verlängert.

„Erste Erfolge sind schon sichtbar.

Wir haben einen Fahrplan erarbeitet

und konnten mittels einer Studie

herausfinden, wie wir den Standort

CO2-neutraler bekommen“, sagt Lindner.

Dabei gehe es um Maßnahmen an

Gebäude und Infrastruktur, die man in

den nächsten Jahren umsetzen wolle.

Im Mittelpunkt stehen die nachhaltige

Versorgung mit Strom und Wärme sowie

der Einsatz von Brennstoffzellenfahrzeugen,

die mit Wasserstoff betankt

werden. „Die Baumaßnahmen

für das Teilprojekt Wasserstofftechnikum

beginnen jetzt“, erklärt Lindner.

Auch die sogenannte „grüne

Raumfahrt“ spielt eine Rolle bei „Zero

Emission“. Ziel sei der Ausbau von höheren

Erzeugungskapazitäten für grünen

Wasserstoff, der in erster Linie an

den Raketenprüfständen des DLR genutzt

werden soll.

Grüner Wasserstoff ist ein Medium,

dass CO2-neutral ist und in vielen

Bereichen eingesetzt werden kann.

Man kann per Brennstoffzelle Strom

produzieren, ihn direkt verbrennen

oder als energetischen Zwischenspeicher

nutzen. „Der besonders große

Vorteil, zumindest im bodengebundenen

Bereich, ist, dass der Wasserstoff

eine sehr hohe Energiedichte pro Masse

hat und universell einsetzbar ist“, erläutert

Lindner. Seine Zukunft sehe sie

in energieintensiven Anwendungen.

Foto: DLR/Thomas Ernsting

Als Technologie- und Entwicklungspartner

für kleine und mittlere

Unternehmen möchte das DLR in Zukunft

auch mit Unternehmen aus Heilbronn-Franken

stärker kooperieren,

besonders auch im Hinblick auf die

Umsetzung von Testreihen mit Demonstratoren.

Bisher seien erste Testreihen

im Wasserstofftechnikum von

Entwicklungen regionaler Partnern an

deren Finanzierung gescheitert. Ein assoziierter

Projektpartner von „Zero

Emission“, ein Brennstoffzellenhersteller,

der von außerhalb der Region

kommt, wird aber voraussichtlich nach

Fertigstellung des Wasserstofftechnikums

im nächsten Jahr testen.

LUFTFAHRT PROFITIERT VON

INDUSTRIE UND RAUMFAHRT

Momentan läuft ein Projekt mit einem

finnischen Microgasturbinenhersteller,

der einen vom DLR entwickelten Wasserstoff-Verbrenner

nutzt. Der Demonstrator

soll im Wasserstofftechnikum

Lampoldshausen getestet werden.

Dieser Microgasturbinendemonstrator

arbeitet mit einer Mischung aus Erdgas

und Wasserstoff, kann aber auch reinen

Wasserstoff verbrennen. Nach erfolgreicher

Testung soll das System in

das Standortnetz integriert und unter

Realbedingungen weiter getestet werden.

„Die tiefgehenden Kenntnisse für

den Einsatz von Wasserstoff in den Industriezweigen

können auf die Luftfahrt

übertragen werden“, meint Lindner.

Das liege daran, dass die Luftfahrt

ein Sektor sei, der in der Entwicklung

von Wasserstofftechnologien noch hinterherhinke.

Die Sicherheitsanforderungen

seien hoch angesetzt. Dennoch

versuche die Forschung die Erkenntnisse,

die bezüglich der Anwendung

von Wasserstoff in diversen Industriezweigen

und der Raumfahrt vorliegen,

auf die Luftfahrt zu übertragen.

Innerhalb des DLR-Verbunds gibt

es weitere Projekte, die mit Wasserstoff

in Verbindung stehen. „Wir unterstützen

mit unserer Expertise in allen Bereichen,

wo es geht. Im DLR sind wir

vernetzt, gerade in Bezug auf Wasserstoff“,

sagt Lindner.

Vor zwei Jahren wurde begonnen,

ein Wasserstoffnetzwerk aufzubauen,

um die Synergien und Kompetenzen

der jeweiligen Institute optimal einzusetzen.

Querschnittsprojekte des DLR

befassen sich zum Beispiel auch mit

der Zertifizierbarkeit von Flüssigwasserstofftanks

für die Luftfahrt.yg

Wasserstoffproduktion per Elektrolyse: Unter Einsatz von Strom aus erneuerbaren

Energien wird am DLR Wasser in seine Bestandteile aufgespalten.

30 April 2022

31


WIRTSCHAFT | Landkreis Heilbronn

Bald wieder ausgelastet

Sole, Sauna, Badespaß: Die Rappsodie in Bad Rappenau bietet nach

zwei Pandemie jahren und phasenweisen Schließungen wieder ihr

komplettes Angebot. Nächstes Projekt: Ein Neubau des Hallenbads

steht an.

Der Wegfall der meisten Corona-

Beschränkungen bedeutet einen

lang ersehnten Schub für das

Sauna- und Solebad Rappsodie in Bad

Rappenau. „Endlich wieder Normalbetrieb“,

freut sich Betriebsleiter Timo

Künzel. Die Besucherzahlen seien wieder

deutlich gestiegen, seit das Komplettangebot

des Bads ohne Einschränkungen

möglich ist.

„Die vergangenen Pandemiejahre

mit ihren unzähligen Verordnungen

waren eine schwierige Zeit“, berichtet

Künzel. „Vieles war lange Zeit nicht erlaubt,

etwa Aufgüsse in der Sauna oder

Zeremonien in Warmlufträumen und

Dampfbädern.“ Aufgrund der Abstandsregeln

konnte zudem die Kapazität

der Saunalandschaft nicht voll

ausgeschöpft werden. „Wo normalerweise

40 Personen in die Sauna passen,

durften nur noch 12 bis 14 hinein,“

berichtet Künzel. Events und Specials

mussten abgesagt werden. Zwischenzeitlich

war das Bad auch komplett geschlossen.

All das habe sich entsprechend

negativ auf die Wirtschaftlichkeit

des Bäderbetriebs ausgewirkt.

Jetzt blickt Künzel optimistisch in

die Zukunft. „Wir dürfen endlich wieder

aufgießen, verwedeln, diverse Zeremonien

anbieten – alles so wie früher.“

Er gehe davon aus, dass im

Sommer auch das Freibad mit Wellenbecken

und Massagebrunnen – einer

Bad Rappenauer Erfindung – wieder

voll ausgelastet werde.

WOHLTUENDES WASSER

Die Becken der Rappsodie sind mit

zweiprozentiger Sole gefüllt. Basis ist

die Bad Rappenauer Sole, die mit einem

Salzgehalt von 27 Prozent aus

dem Brunnen kommt und anschließend

verdünnt wird. Zudem werden

Mineralien wie Magnesium, Lithium,

Selen und Zink beigemengt. „Das Salz

und die Mineralien, die über die Haut

aufgenommen werden können, haben

eine gesundheitsfördernde Wirkung“,

erläutert Künzel. „Sie können beispielsweise

zur Linderung von Hautkrankheiten

beitragen oder diesen vorbeugen.“

Eine Zeit lang war die Rappsodie

auch in das Therapieangebot der Kurstadt

Bad Rappenau eingebunden, inzwischen

haben die Kliniken aber eigene

Becken, daher stehe jetzt der

Freizeit- und Wellness-Aspekt im Vordergrund.

NEUGESTALTUNG GEPLANT

Das einstige Therapiebecken im Hallenbad

ist seit einiger Zeit geschlossen,

denn die Sole hatte das Außenbecken

im Stockwerk darüber angegriffen.

„Das Becken war nicht mehr dicht. Wir

mussten das Wasser ablassen, auch um

das Gebäude zu entlasten“, sagt Künzel.

„Die Beeinträchtigungen für Besucher

Foto: Rappsodie

Das Hallenbad der Rappsodie in Bad Rappenau soll in den kommenden Jahren

neu gestaltet werden.

sind aber gering, da wir über zwei große

weitere Becken verfügen. Außerdem

haben wir zum Ausgleich unsere Preise

reduziert.“

Eine Sanierung des Hallenbads

wäre unwirtschaftlich, daher hat sich

der Gemeinderat von Bad Rappenau

für einen Abriss und Neubau an gleicher

Stelle entschieden. Doch bis es soweit

ist, dürften nach Einschätzung von

Timo Künzel noch mehr als zwei Jahre

ins Land gehen.

Bis zur Wiedereröffnung rechne

er mit vier bis fünf Jahren. Erste Ideen

für die Neugestaltung gibt es bereits.

„Die Entscheidung für einen Neubau

des Hallenbads ist ein positiver Schritt,

um das Bad zukunftsfähig zu machen.

Ich freue mich schon unheimlich auf

dieses spannende Projekt“, erklärt Künzel.

„Es soll ein Drei-Sparten-Bad werden

mit 25-Meter-Becken für sportliches

Schwimmen, einem Kinder- und

Familienbereich mit Wasserattraktionen

sowie einem wertigen Solebadbereich

mit Außenbecken und vielleicht

mehreren kleinen Becken. Eventuell

wird ein Schwebebecken mit zwölf Prozent

Sole kommen, ähnlich wie im Toten

Meer.“

Dirk Täuber

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32

April 2022


WIRTSCHAFT | Landkreis Heilbronn

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Luxusgüter sind gefragt

Sachwerte haben in Krisenzeiten Zulauf. Das gilt nicht nur für Immobilien,

sondern auch für Edelmetalle und Edelsteine. Während der

Pandemie ist zudem das Interesse an luxuriösen Schmuckstücken

gestiegen, wie Goldschmied und Juwelier Sven Hofmann berichtet.

Die vergangenen beiden Pandemiejahre,

die anhaltende Null-

Zins-Phase und auch die steigende

Inflation haben Sven Hofmann

wirtschaftlich in die Karten gespielt. Er

führt in zweiter Generation die Goldschmiede

Hofmann in Heilbronn und

hat von einem spürbar veränderten

Kaufverhalten profitiert. „Wir haben

festgestellt, dass vermögende Kunden

deutlich mehr in Schmuck und Edelsteine

investiert haben“, berichtet er.

„Bevor das Geld auf der Bank einfach

nur an Wert verliert, haben sie sich lieber

schöne Schmuckstücke gekauft.“

Seit mehreren Jahren beschäftigt

sich der gelernte Goldschmied nicht

nur mit der Herstellung und dem Verkauf

von Schmuckstücken, sondern

auch mit Edelsteinen als Wertanlage.

Für Goldbarren sei er der falsche Ansprechpartner,

da bei ihm als Juwelier

19 Prozent Mehrwertsteuer fällig werden.

Doch Diamanten und Farbedelsteine

seien ein großes Thema.

Insbesondere der Diamant stehe

auf der Beliebtheitsskala weit oben,

unter anderem weil hohe Markttransparenz

herrsche. „Via Internet können

sich Kunden sehr einfach über den

Marktwert von Diamanten informieren“,

sagt Hofmann. „Natürlich sind

dabei Unterschiede in Reinheit, Schliff

und Proportion sowie die Zertifikate

der Steine zu beachten. Aber auch als

Laie kann man in kurzer Zeit eine gute

Einschätzung erhalten, wieviel zum

Beispiel ein einkarätiger Brillant kosten

darf.“ Das mache Diamanten auch

als Anlageobjekt interessant.

In der persönlichen Beratung legt

Hofmann seinen Kunden aber immer

öfter Farbedelsteine ans Herz. Langfristig

seien damit unter Umständen

größere Gewinne zu erzielen. „Doch

dazu ist Expertise notwendig. Die

Preisentwicklung hängt stark davon

ab, wie selten die Steine sind und wie

viele künftig noch gefördert werden“,

sagt Hofmann.

DIE GROSSEN DREI

Smaragd, Rubin und Saphir: Das sind

die bekanntesten Farbedelsteine, die

auch eine hohe Werthaltigkeit besitzen.

Für Investments gebe es jedoch

noch eine ganze Reihe an interessanten

Alternativen. Hofmanns Geheimtipp:

Tsavorit, ein exotischer, grüner

Granatstein aus Ostafrika. „Die Steine

sind sehr selten. Wer hier ein schönes

Exemplar mit Zertifikat findet, kann es

praktisch blind kaufen.“

KEINE „BLUTDIAMANTEN“

Zertifikate spielen eine wichtige Rolle

im Edelsteinhandel. Sie belegen die

Echtheit. Großen Wert legt Sven Hofmann

darauf, dass seine Ware ethisch

einwandfrei ist. Er verarbeite nur konfliktfreie

Diamanten. „An Blutdiamanten

würde ich gar nicht herankommen.

Der Markt ist sehr streng reguliert

durch den Kimberley Process, einem

internationalen Abkommen zwischen

Minen und Händlern“, sagt er.

So können sich seine Kunden guten

Gewissens an schönem Schmuck

erfreuen. „Das ist der Vorteil von Edelsteinen:

Sie können als Geldanlage

dienen, aber auch gefasst und getragen

werden, ohne dass sich ihr Wert dadurch

schmälert.“ Dirk Täuber

Foto: Goldschmiede Hofmann

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WIRTSCHAFT | 30 Jahre Gewerbegebiet „Am Autobahnkreuz“

30 Jahre Gewerbegebiet „Am Autobahnkreuz“ | WIRTSCHAFT

Zur Person

Stefan Thoma ist Bürgermeister

von Weinsberg und

Vorsitzender des Verbands, der sich

um die Belange des Gewerbegebiets

„Am Autobahnkreuz“ kümmert.

„Der gesunde

Mittelstandsmix

hat sich bewährt“

Das Gewerbegebiet „Am Autobahnkreuz“ von Weinsberg und

Ellhofen ist 30 Jahre alt – oder besser jung. Stefan Thoma,

Verbands vorsitzender und Weinsberger Bürgermeister, über

eine interkommunale Erfolgsgeschichte.

Weinsberg und Ellhofen haben das

Gewerbegebiet „Am Autobahnkreuz“

gemeinsam entwickelt. Wieso hat man

sich damals für eine interkommunale

Zusammenarbeit entschieden?

Stefan Thoma: Die Gedanken basierten

auf der Idee, bei gleichermaßen

knappen Flächen beiden Kommunen

in verkehrsgünstiger Lage eine Gewerbeentwicklungsmöglichkeit

zu bieten.

Die optimale Anbindung an die B 39,

die B 39a und das Autobahnkreuz gibt

es nur einmal in der Region: ein Mehrwert

also für beide Partner – und die

sich dort ansiedelnden Unternehmen.

Wie ist die Zusammenarbeit zwischen

Weinsberg und Ellhofen organisiert?

Thoma: Auch wenn der größere Flächenanteil

auf Gemarkung Ellhofen

liegt, ist die Verwaltung des gemeinsamen

Gewerbegebietes im Rathaus der

Stadt Weinsberg angesiedelt und wird

auch primär von deren Mitarbeitern

erledigt. Die Verbandsversammlung

besteht zu gleichen Teilen aus Mitgliedern

der Gemeinderatsgremien beider

Kommunen. Der Ertrag aus dem Gebiet,

der sich in den letzten Jahren

deutlich erhöht hat, wird zwischen den

Kommunen aufgeteilt. 1,3 Millionen

Euro Gewerbesteuer hat das Gebiet im

Jahr 2021 abgeworfen. Der Verband ist

seit Jahren schuldenfrei, was ebenfalls

zur Erfolgsgeschichte zählt.

Wie hat sich das Gewerbegebiet in drei

Jahrzehnten entwickelt? Welche Bedeutung

hat es für den lokalen Arbeitsmarkt

oder auch den Zuzug neuer Einwohner

entfaltet?

Foto: Anja Krezer

Handel und Dienstleistungen: Ein bunter Branchenmix prägt das seit 30 Jahren

bestehende Gewerbegebiet „Am Autobahnkreuz“.

Thoma: Nach einem zähen Start hat

sich das Gebiet in den 2010er Jahren

prächtig entwickelt und wurde hinsichtlich

seiner Fläche optimiert. Derzeit

gibt es nur noch eine einzige Entwicklungsmöglichkeit

oben an der

Autobahn, die sich aber voraussichtlich

frühestens in fünf Jahren nutzen

lässt. Die Vorarbeiten hierfür sind nicht

zuletzt wegen der dort schwierigen Topographie

langwierig. Das Gebiet mit

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WIRTSCHAFT | 30 Jahre Gewerbegebiet „Am Autobahnkreuz“

30 Jahre Gewerbegebiet „Am Autobahnkreuz“ | WIRTSCHAFT

Richtung Öhringen und Heilbronn sowie

an das überregionale Straßennetz

bietet rund 1000 Arbeitsplätze in einer

bunt gemischten Firmenstruktur. Dass

sich dies auch einwohnermäßig auf die

beiden „Mutterkommunen“ Weinsberg

und Ellhofen auswirkt, liegt auf der

Hand.

Auf welchen Branchen liegt der Fokus?

Thoma: Der Besatz des Gebietes ist

bunt gemischt. Ausschlaggebend für

die Ansiedelungszusagen waren eher

Ausschlusskriterien: So bestand eine

breite Einigkeit in den Gremien, dort

keine Speditionen, Logistiker oder

Spielhallen anzusiedeln. Der gesunde

Mittelstandsmix hat sich bewährt.

Welche Unternehmen sind bereits seit

den Anfängen vor Ort?

Luftaufnahme des Gewerbegebiets

„Am Autobahnkreuz“ zwischen Weinsberg

und Ellhofen.

Foto: Google Maps, 2022 GeoBasis-DE/BKG, GeoContent, Maxar Technologies

Thoma: Zu den Unternehmen der ersten

Stunde zählen unter anderem die

Funkoase, die Filiale des Schnellrestaurants

sowie der Baumarkt mit Gartencenter,

Büroflächen und dem Natursteinwerk.

Diese Pionierunternehmen

des Gewerbegebiets „Am Autobahnkreuz“

sind heute noch erfolgreich aktiv,

wobei der Baumarkt inzwischen einen

anderen Firmennamen hat.

Was planen Sie für die Zukunft des

Gewerbegebiets?

Thoma: Das Gewerbegebiet, wie es

derzeit mit den ansässigen Unternehmen

besiedelt ist, kann als abgeschlossen

betrachtet werden. Die bauliche

Entwicklungsmöglichkeit in der Nähe

des Autobahnanschlusses an der B 39a

wird noch einige Zeit bis zur Umsetzung

benötigen. Derzeit laufen die

Überlegungen für den Verkehrsanschluss

über einen Kreisverkehr an der

Kreuzung B 39a und der Querspange

nach Ellhofen/Lehrensteinsfeld, um

diesen Knoten zu entlasten und die Zufahrt

in den künftigen Gewerbegebietsbauabschitt

1b zu ermöglichen.

Das Autobahnkreuz Weinsberg ist

durch die vielen Staumeldungen weit

über die Region hinaus bekannt. Ist die

Lage mehr Fluch oder mehr Segen?

Thoma: Der Bekanntheitsgrad des Autobahnkreuzes

Weinsberg hängt natürlich

mit der bislang vorhandenen Stauanfälligkeit

der A 6 zusammen, die

zumindest Richtung Westen durch die

Fertigstellung des Ausbaus der Autobahn

abnimmt. Der bereits seit vielen

Jahren angedachte Ausbau Richtung

Osten lässt wohl noch einige Jahre auf

sich warten, bis es hier zu Entlastungen

kommen kann. Das Kreuz selber ist in

der Regel staufrei sowie in Nord-Süd-

Richtung generell unproblematisch.

Alles in allem ist das Autobahnkreuz

Weinsberg viel leistungsfähiger als sein

Ruf es erwarten lässt, was sich inzwischen

auch herumgesprochen hat. Die

verkehrsgünstige Lage des Gewerbegebiets

ist also eindeutig mehr Segen.


Interview: Dirk Täuber

Foto: Stadt Weinsberg

Eine der größten Ansiedlungen des

Gewerbegebiets: Der Baumarkt mit

Gartencenter und Natursteinwerk ist

von Beginn an vor Ort – heute unter

neuem Namen.

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April 2022

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Auf der Messe kommen regionale Unternehmen mit Kunden ins Gespräch.

Industrie 4.0 ganz praktisch

Vernetzt, digitalisiert, automatisiert: Technische Weiterentwicklungen

heben Produktionsprozesse auf ein neues Level. Die Messepremiere

der „all about automation“ in Heilbronn liefert Einblicke.

Foto: Easyfairs

ma Digitalisierung. „Deshalb stellen

sich Unternehmen die Frage: Wie gehe

ich Digitalisierungsprojekte in der Produktionstechnologie

konkret an?“, sagt

Waglöhner. Es gehe nicht um Theorie

und Zukunftsvision, sondern um die

praktische Umsetzung von Industrie

4.0 in Betrieben.

ROBOTER REAGIEREN

INTELLIGENT

Im Fokus stehe dabei zurzeit der Einsatz

kollaborativer Roboter (Cobots),

die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten.

Sie besitzen Sensoren

und Kameras, die dafür sorgen,

dass auch ohne Schutzvorkehrungen

ein sicheres Arbeiten möglich ist. Den

Menschen werden damit monotone

und sich wiederholende Arbeiten abgenommen.

Die Roboter reagieren intelligent

auf ihr Umfeld und können

sich selbstständig im Raum fortbewegen.

„Die Messe beschäftigt sich unter

anderem damit, wann ein Cobot effizient

und somit mit überschaubarem

Aufwand einsetzbar ist“, erläutert Waglöhner.

Die technische Weiterentwicklung

in Sachen Industrie 4.0 verlaufe

sehr dynamisch. „Die Produkte und

das Know-how sind da. Jetzt geht es

darum, das auch im Betrieb umzuset-

zen.“ Die fortschreitende Digitalisierung

bringe aber nicht nur Vorteile,

sondern auch Risiken mit sich, etwa

die Gefahr von Cyberattacken auf Unternehmen.

Daher werde dieses Top-

Thema auf der „all about automation“

ebenfalls beleuchtet. Es werden unter

anderem die Fragen beantwortet, wie

Unternehmen mit möglichen Cyberattacken

umgehen und in welche Sicherheitsaspekte

sie investieren sollen.

Themen, die jedes Unternehmen auf

seine Agenda nehmen sollte.

„Es ist inzwischen eine Notwendigkeit,

auch als kleines oder mittleres

Unternehmen in die Automatisierung

zu investieren, um auch künftig am

Markt bestehen zu können“, ist Waglöhner

überzeugt. Auch dem Mangel

an Fachkräften könne durch Industrieautomation

entgegengewirkt werden.

Egal ob großer Weltmarktführer oder

kleiner Zulieferbetrieb – alle können

nach Ansicht der Messeveranstalterin

von der industriellen Automation profitieren.


Yannis Gaukel

Info

Die Automatisierungsmesse „all about

automation“ findet am 18. und 19. Mai

in der Redblue Messehalle in Heilbronn

statt.

Mit dem Begriff Industrie 4.0

konnte vor zehn Jahren noch

kaum jemand etwas anfangen.

2013 wurde dann auf Betreiben des

Bundesforschungsministeriums eine

Agenda dazu ausgearbeitet. Heute ist

Industrie 4.0 ein großes Thema in den

Unternehmen. Digitalisierung verknüpft

die reale mit der virtuellen Welt.

Maschinen und Prozesse werden mit

Hilfe moderner Technologien immer

stärker vernetzt. Arbeitsprozesse laufen

dadurch schneller, effizienter und

flexibler ab. Große Erwartungen gibt es

auch mit Blick auf den Einsatz von

künstlicher Intelligenz.

Die Industrieautomation hat für

die wachstumsstarke Wirtschaftsregion

Heilbronn-Franken einen hohen

Stellenwert. Mit der „all about automation“

kommt im Mai nun erstmals eine

Fachmesse zu diesem Thema nach

Heilbronn.

REGIONALES MESSEKONZEPT

Tanja Waglöhner, Geschäftsführerin

der Easyfairs Group und Veranstalterin

der Messe, ist zuversichtlich, die Region

dauerhaft mit einer Messe zum

Thema Automatisierung belegen zu

können. Von Ausstellerseite werde die

Veranstaltung jedenfalls gut angenommen.

„Das zeigt sich schon darin, dass

wir die zur Verfügung stehende Messefläche

schon seit Monaten ausverkauft

haben“, sagt sie. Über 130 Aussteller

werden vor Ort sein.

Die Fachmesse für Automatisierung

ist an verschiedenen Standorten

in ganz Deutschland vertreten. Das

Messekonzept ist regional ausgerichtet.

Den Fachbesuchern soll ermöglicht

werden, direkt mit den Ansprechpartnern

in ihrem regionalen Umfeld

in Kontakt zu treten, persönliche Gespräche

zu führen und sich untereinander

zu vernetzen. Die Aussteller

können sich auf der „all about automation“

laut Waglöhner in ein „regionales

Schaufenster“ stellen.

Die Trends in der Industrieautomation

kreisen vor allem um das The-

Cobots stehen im Fokus der Automatisierungstrends. Sie arbeiten sozusagen

Hand in Hand mit Menschen.

40 April 2022


WIRTSCHAFT | Industrieautomation

Industrieautomation | WIRTSCHAFT

Smarte Testumgebung: Die Karlsruher Forschungsfabrik.

So werden

Fabriken smarter

Mit Industrie 4.0 verfügt Deutschland über einen Exportschlager –

aber die Möglichkeiten moderner Produktionsprozesse sind noch

lange nicht ausgeschöpft. Olaf Sauer skizziert die Trends.

Die Digitalisierung von Produkten,

Produktionsprozessen und

deren Ausrüstung sowie die zugehörigen

IT-Systeme und -Infrastrukturen

sind als integrale Bestandteile zu

betrachten. Das gilt beispielsweise in

Bezug auf das Beherrschen innovativer

Fertigungsverfahren, dem zielgerichteten

Einsatz von Künstlicher Intelligenz

und neuer Modelle zur Abwicklung

von Fertigungsaufträgen.

Einer der Anwendungsfälle von

Industrie 4.0 ist die „Selbstorganisierende

Produktion“. Schon in den ersten

Dokumenten zu Industrie 4.0 findet

sich die Vision, dass intelligente

Produkte durch ihre Ad-hoc-Vernetzungsfähigkeit

sowie durch Mitführung

einer digitalen Produktbeschreibung

dazu befähigt sind, sich

eigenständig durch die Produktion zu

steuern. In einigen Fabriken sind erste

Anwendungsbeispiele zu sehen, wenn

zum Beispiel fahrerlose Transportsysteme

(FTS) Werkstücke zum nächsten

freien Montageplatz transportieren.

Die aktuellen Krisen verdeutlichen,

dass die installierte Basis an Produktionstechnik

und Steuerungsprinzipien

bei schwankendem Absatz zu

einem Problem bei der Deckung der

Fixkosten führen kann. Vor allem die

derzeit eingesetzten automatisierten

Betriebsmittel sind dafür die Ursache:

Sie sind auf spezielle Baureihen, Produktvarianten

oder Montageumfänge

ausgelegt und zu unflexibel, um bei

ausbleibender Auslastung anderweitig

genutzt werden zu können.

Hohe Variantenvielfalt und sich

schnell ändernde Kapazitätsanforderungen

zwingen dazu, hochspezialisierte

und –produktive durch universelle

Ausrüstungen zu ersetzen.

Fabriken mit mobilen Ausrüstungen

(Maschinen oder Materialflusssysteme)

verzichten auf feste Einbauten im

Hallenboden oder einer fest installierten

Materialflussebene, erfordern jedoch

Lokalisierung und Verfolgung

von Werkstücken, Ausrüstungen und

Transportsystemen.

Modularität benötigt Auto-Identifikation,

-Konfiguration und -Aktualisierung

von Produktionsanlagen nach

dem „PLUGandWORK“-Prinzip. Damit

können Module schnell umgebaut,

neu angeordnet oder auch skaliert

werden, entsprechend den sich ändernden

Fertigungsaufgaben.

KI-EINSATZ FÜR „UNREIFE“

PROZESSE

Heute setzen Fertigungsunternehmen

Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles

Lernen (ML) ein, um unerwartetes

Verhalten von Maschinen

oder Komponenten in der Produktion

vorausschauend zu erkennen und so

Produktionsstillstände zu vermeiden.

Manche entwickeln bereits Modelle

zur Vorhersage der Qualität und nutzen

sie, um Prozessparameter zur

Laufzeit zu verbessern. Über die Optimierung

bestehender Prozesse hinaus

kann die KI aber auch dabei unterstüt-

Quelle: wbk / IOSB / ICT

zen, neue Fertigungsverfahren schnell

zur industriellen Reife zu bringen. Angesichts

der aktuell bestehenden Herausforderungen,

zum Beispiel Marktschwankungen

oder einer immer

höheren Zahl von Produktvarianten,

können Ingenieure Produktionsprozesse

kaum noch vorab vollständig

ausspezifizieren. Früher haben sie diese

Prozesse aufwändig entwickelt und

daraus Anlagen abgeleitet, diese Anlagen

ausgeplant, konfiguriert, zusammengebaut

und in Betrieb genommen.

Heute laufen diese Schritte teilweise

parallel ab.

Als „unreife Prozesse“ bezeichnen

wir Fertigungsprozesse, die noch

nicht vollständig optimiert sind, weil

sie entweder neue Verfahren einsetzen,

neue Werkstoffe verarbeiten oder

komplexe Wechselwirkungen zwischen

Eingangsmaterial, Prozesszustand

und externen Einflussgrößen

auftreten. Die Idee hinter der KI-basierten

schnellen Reifmachung ist es,

den Prozess schon in einem sehr frühen

Stadium in einem industriellen

Maßstab umzusetzen und Produkte zu

fertigen. Eingangs höhere Ausschussraten

werden in Kauf genommen,

wenn dadurch schnell ausreichende

Daten für die nachfolgende Prozessoptimierung

entstehen. Mittels (Über-)

Instrumentierung durch erweiterte

Sensorik und Aktuatorik wird der Prozess

zunächst für maschinelle Lernverfahren

zugänglich gemacht. Die mit

den Daten trainierten KI-Modelle ermöglichen

es Ingenieuren und Data

Scientists, die Produktion zu beobachten

und darauf aufbauend eine adaptive

Prozessregelung zu entwickeln.

So kann der Markt schon viel früher

mit den neuen Produkten bedient

werden. Mit der erheblich kürzeren Time-to-Market

können die Zielmärkte

neuer Produkte schon erobert werden,

bevor die Fertigungsprozesse bezüglich

Herstellkosten optimiert sind,

etwa in der Fertigung von Batteriezellen

oder -modulen, der automatisierten

Elektromotorenfertigung oder bei

der Herstellung von Brennstoffzellen.

Ein Angebot dafür ist die langfristige

und zielgerichtete Kooperation

von Industriepartnern mit der Karlsruher

Forschungsfabrik. Auf 5000 m²

Produktionsfläche mit modernster

Infrastruktur setzen wir gemeinsam

mit Industriepartnern industrienahe

KI-Projekte um.

PLATTFORMÖKONOMIE

Bei den F&E-Arbeiten zu unserem

„SmartFactoryWeb“ (SFW), einer industriellen

Plattform für smarte Fabriken,

das gleichzeitig offizielles Testbed

des Industrial Internet Consortiums

(IIC) ist, sind die Entwickler des Fraunhofer

IOSB zu dem Schluss gekommen,

dass diese Plattformen tatsächlich

disruptive Wirkungen für die

Fertigungsindustrie haben können.

SFW zielt darauf, Verbesserungen

in der Wertschöpfung durch flexiblen

Ausgleich von Kapazitäten zwischen

den Smart Factories der

Plattform zu erzielen. Dazu registrieren

sich die Fabriken im SFW-Portal

und eröffnen somit Kunden eine Suche

nach geeigneten Produktionskapazitäten.

Inzwischen verfügt SFW auch

über Funktionen zur Verwaltung von

Lieferketten und –netzwerken. Da Produktionsunternehmen

meist auf Zulieferer

angewiesen und über mehrere

Standorte verteilt sind, ist diese Funktionalität

erforderlich, um Verbesserungen

und Verhandlungen über Unternehmensgrenzen

hinweg zu

erreichen.

Inzwischen haben sich am Markt

diverse Manufacturing-as-a-Service-

(MaaS-)Plattformen etabliert, die die

Herstellung von Teilen – aktuell meist

noch NC-Bearbeitung, 3D-Druck oder

Herstellung von Blechteilen – anbieten.

Fertigungsunternehmen werden

Teil solcher Plattformen, indem sie

ihre Ressourcen und damit die Fertigungskapazitäten

zur Verfügung stellen;

die Plattform übernimmt alle administrativen

Tätigkeiten: Auf Basis

der vom Kunden bereitgestellten 3D-

Daten kalkuliert die Software automatisch

den Preis sowie den Liefertermin

und vergibt den Fertigungsauftrag an

Foto: wbk

Prozessentwicklung unter Realbedingungen

in der Forschungsfabrik.

eine seiner angeschlossenen Fabriken.

Der Endkunde hat somit keinen

direkten Kontakt mehr mit dem Fertigungsunternehmen,

sondern lediglich

mit der Plattform. Die Plattform übernimmt

außerdem die komplette Logistik

und – falls bei einem Fertiger Investitionen

in Kapazitätserweiterungen

erforderlich sind – auch deren Finanzierung.

Mit eingebetteter KI hat die

Plattform die Möglichkeit des Lernens

aus den Geometrien bis hin zur Verbesserung

der NC-Programme.

Aus unserer Sicht ist es jedoch

entscheidend, dass Daten aus Produktionsanlagen

und Fabriken nur in

spezifischen Anwendungsfällen an

Dritte weitergegeben werden. Die Nutzungskontrolle

über die Daten muss

beim Eigentümer der Geometrien beziehungsweise

beim jeweiligen Fertigungsunternehmen

erhalten bleiben.

Darum unterstützt das IOSB die

Bestrebungen der International Data

Spaces Association (IDSA), die mit

dem Industrial Data Space (IDS) ein sicheres

und souveränes Netzwerk zum

Datenaustausch aufbaut. Datenschutz

ist in diesem Zusammenhang ein essenzielles

Erfordernis. Olaf Sauer

Zur Person

Dr.-Ing. Olaf Sauer ist

stellvertretender Institutsleiter

des Fraunhofer

IOSB in Karlsruhe.

42

April 2022

43


FREIZEIT | Gartennetzwerk

„Gärten sind unverzichtbar“

Ob groß, ob klein – Gärten und Parks sind beliebte Erholungsorte.

Sie sind zudem ein wichtiger Lebensraum für Pflanzen-, Insektenund

Tierarten sowie ein Wirtschaftsfaktor, wie der neue Geschäftsführer

des Hohenloher Gartennetzwerks Andreas Dürr betont

Sie haben Ende des vergangenen Jahres

die Leitung der Touristikgemeinschaft

Hohenlohe abgegeben und sind nun

Geschäftsführer des Hohenloher Gartennetzwerks.

Welche Ziele verfolgen

Sie in Ihrer neuen Rolle?

Andreas Dürr: Wie zuvor auch, möchte

ich interessierte Gäste für die herrlichen

Naturlandschaften unserer Region

begeistern, insbesondere für die

Parks und Gärten Hohenlohes. Hinzukommt,

dass wir uns im Hohenloher

Gartennetzwerk ganz stark des Themas

Biodiversität, sprich dem Erhalt

der Artenvielfalt annehmen. Mit Lehr-,

Schau- und Nutzgärten wollen wir

hierbei die Wissensvermittlung fördnern.

Und ich möchte unser Netzwerk

durch neue Mitglieder erweitern. Das

können auch Privatpersonen mit schönen

Gärten sein. Wichtig ist, dass die

Gärten, zumindest nach Anmeldung,

der Öffentlichkeit zugänglich gemacht

werden. Gartentourismus ist ein Thema

mit viel Potenzial.

Ist Biodiversität nur von ökologischem

Interesse oder hat es auch ökonomische

Relevanz?

Dürr: Der Schutz der Artenvielfalt ist

lebensnotwendig. Gärten sind unverzichtbar,

um die Biodiversität zu erhalten.

Parks und Gärten haben aber auch

einen wirtschaftlichen Aspekt. Sie sind

ein wichtiger Bestandteil der touristischen

Infrastruktur. Urlauber und Tagesgäste

besuchen nicht nur Gärten

und Parks, sondern auch Schlösser,

Museen und Theater, kehren in der

Gastronomie ein, buchen Übernachtungen

und geben gerne Geld in unserer

Genießerregion aus.

Garten des Jahres 2021/22: der

Archäologiegarten mit altem Pfarrhaus

in Langenburg- Unterregenbach.

Mit welchen Mitteln möchten Sie die

Bedeutung der Hohenloher Parks und

Gärten künftig noch stärker ins Bewusstsein

der Öffentlichkeit rücken?

Dürr: Wir bringen jährlich die Broschüre

„Hohenloher Gartenparadies“

heraus. Neu wird künftig sein, dass wir

online verschiedene Themenrouten

durch die Region anbieten. Zudem soll

es die Möglichkeit geben, sich digital

individuelle Routen zusammenzustellen,

sei es zu Fuß, per Rad oder mit

dem Auto. Aufnehmen wollen wir auch

Naturschätze, beispielsweise Bäume,

die mehrere hundert Jahre alt sind.

Denn diese sind ein Hort der Biodiversität

und bieten zahlreichen Lebewesen

eine Heimat. Darüber hinaus wollen

wir Messen und Ausstellungen

wieder verstärkt angehen. Zum Beispiel

werden wir beim Regionaltag in

Fotos: Hohenloher Gartennetzwerk

Crailsheim präsent sein. Das ist für uns

von der Lage ideal, da unser Netzwerk

grenzüberschreitend aktiv ist und wir

auch Mitglieder in Dinkelsbühl, Schillingsfürst,

Dennenlohe und Rothenburg

ob der Tauber haben.

Jedes Jahr kürt das Hohenloher Gartennetzwerk

einen „Garten des Jahres“.

Können Sie einen Ausblick geben?

Dürr: Alle Mitglieder des Hohenloher

Gartennetzwerks sind eingeladen, sich

zu bewerben. Wir wählen jedes Jahr einen

Themenschwerpunkt, diesmal ist

es „Artenvielfalt in Park und Garten“.

Der neu gekürte „Garten des Jahres“

wird dann Anfang September im Rahmen

der Fürstlichen Gartentage auf

Schloss Langenburg bekannt gegeben.

Welcher Garten oder Park ist Ihr persönlicher

Lieblingsort?

Dürr: Es fällt mir wirklich schwer, da

einen Lieblingsort hervorzuheben,

denn alle unserer bunten und blühenden

Sehenswürdigkeiten haben einen

besonderen Charme und Charakter,

egal ob es sich um die großen Publikumsmagnete

oder die versteckten

Kleinode handelt. Viel Zeit verbringe

ich gerne mit meiner Frau in unserem

eigenen Garten. Und als Jäger bin ich

auch sehr gerne im großen Garten der

Natur unterwegs.

Zur Person

Interview: Dirk Täuber

Andreas Dürr ist

Geschäftsführer des

Hohenloher Gartennetzwerks.

TOP-Unternehmen

der Region

www.asb-heilbronn.de

www.kurz-entsorgung.de

www.regiomail.de

Klinikum am Weissenhof

44

April 2022

WIR sind Heilbronn-Franken

Ihre Ansprechpartnerin: Darja Schiz-Salov | Sales Managerin | Tel. 0791 95061-8331 | darja.schiz-salov@pro-vs.de


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

„Stillstand kann

nichts bewegen“

Seit zwei Jahrzehnten setzt sich

die Innovations region Hohenlohe

e. V. dafür ein, Bedingungen

zu schaffen, die es ermöglichen,

dass Arbeit und Wohlstand

in der Region auch in Zukunft erhalten

bleiben. Dabei nimmt sie

eine zentrale Herausforderung in

den Fokus: den Fachkräftemangel.

28 Mitgliedsunternehmen, größtenteils

aus der produzierenden

Industrie, engagieren sich aktuell

mit Bildungsprojekten und weiteren

Aktivitäten für Arbeitskräftenachwuchs

in technischen Berufen.

Das gemeinsame Ziel ist, den

Wirtschaftsstandort Hohenlohe als

den besten aller möglichen zu bewahren.

Macher der ersten Stunde

(rechts) und Unterstützer der Innovationsregion

berichten in dieser

Sonderstrecke, warum ihnen

das Engagement für die Zukunft

unserer Region eine echte Herzensangelegenheit

ist. Red.

Thomas Philippiak,

Vorstandsvorsitzender der Innovationsregion Hohenlohe

bis 2021

Die Innovationsregion Hohenlohe e. V.

ist ein gemeinnütziger Verein. Ihre Bedeutung

liegt in der Verfolgung von gemeinsamen

Zielen der Mitglieder, zu

denen unter anderem die größten Industrieunternehmen

der Region gehören.

Bei allen Unterschieden eint sie

die Sorge um die zukünftige Verfügbarkeit

von qualifizierten Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern. Dafür ist eine erweiterte

Bildungsstruktur und ein attraktiver

Lebensraum Voraussetzung. Beides

lässt sich leichter erreichen, wenn die

Wirtschaft gemeinschaftlich auftritt. Mit

zum Teil bundesweit beachteten Projekten

hat sich die Innovationsregion in

den vergangenen 20 Jahren eindrucksvoll

Aufmerksamkeit verschafft.

Gerhard Hettinger

Stv. Vorsitzender der Innovationsregion Hohenlohe

bis 2017

Bildung war schon immer mein Steckenpferd.

Es war mir daher immer ein Herzensanliegen,

Grundlagen zu schaffen,

die jungen Menschen ermöglichen, eine

höhere Ausbildung zu erlangen. Wichtig

war mir immer, das Potenzial junger

Menschen herauszukristallisieren – und

dieses Potenzial ein Leben lang zu fördern.

Neben rein fachlichen Inhalten

sind aber auch die Aspekte Menschlichkeit

und soziales Verhalten von enormer

Bedeutung.

Kurt Finkenberger,

Geschäftsführer der Innovationsregion Hohenlohe

von 2005 - 2017

46

April 2022

Durch die Initiative der Innovationsregion

Hohenlohe und die große Unterstützung

ihrer Mitgliedsunternehmen ist der

Hohenlohekreis zu einer vielbeachteten

Modellregion für naturwissenschaftlichtechnische

Bildung geworden. Dies ist

ein wesentlicher Beitrag für eine nachhaltige

Bildungs- und Wirtschaftsstruktur

dieses Raumes zum Wohle der Menschen,

die in dieser schönen, erfolgreichen

und vielfältigen Wirtschaftsregion

leben.

47

Fotos: Dirk Täuber; privat


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

vb-hohenlohe.de/thebaenk

Volksbank Hohenlohe eG

THE BÄNK

Der Vorstand der Innovationsregion Hohenlohe (v. l.): Harald Unkelbach (Stv. Vorsitzender), Norbert Schuster (Strategie), Elmar

Zeitler (Innovation), Stefanie Leenen (Vorsitzende), Guido Rebstock (Geschäftsführer), Bernd Kaufmann (Schatzmeister).

WIR LIEBEN HOHENLOHE:

HOHENLOHE #MehrAlsNurEinWeisserFleck

„Wir sind Netzwerkpartner“

Seit zwei Jahrzehnten ist die Innovationsregion Hohenlohe e. V.

aktiv. Das Industrienetzwerk will die Region voranbringen und fit für

die Zukunft machen. Ein Round-Table-Gespräch mit den Vorständen

über Förderprojekte, Finanzierung und Fachkräftemangel.

Der Verein trägt Innovation bereits im

Namen: Inwiefern ist Innovationsfähigkeit

zentral für die Zukunft des

Wirtschaftsstandorts Hohenlohe?

Harald Unkelbach: Innovation ist eine

Geisteshaltung. Man muss bereit sein,

nach Verbesserungen zu suchen, neue

Produkte zu kreieren, neue Prozesse

aufzubauen. Das müssen keine grundlegend

neuen Erfindungen sein – auch

kleine Verbesserungen an Produkten

können einen großen Unterschied bei

den Kunden machen. Unser Verein hat

das Ziel, Innovation zu ermöglichen –

und das von Kindesbeinen an. Oft verbindet

man Innovation mit Erwachsenen,

mit Erfahrung. Kinder jedoch

sind ständig innovativ, stecken voller

Ideen. Ihnen fällt immer etwas Neues

ein. Deshalb setzen wir mit unseren

Förderprojekten bereits im Kindergarten

an, um diese Innovationsfähigkeit

zu wecken und weiterzuentwickeln –

als Investition in die Zukunft. Darüber

hinaus gilt es auch, neue Technologien

im Auge zu behalten, die eine zunehmende

Relevanz in der Region haben,

beispielsweise künstliche Intelligenz.

Ist die regionale Wirtschaft derzeit innovativ

genug, um langfristig zu prosperieren?

Harald Unkelbach: Innovativ genug

ist man nie. Das wäre schön – dann wären

wir an der Weltspitze. Aber was die

Fähigkeit anbetrifft, innovativ zu denken,

Innovationen umzusetzen und

sich mit Neuem auseinanderzusetzen,

da sind wir gut aufgestellt.

Aktuell engagieren sich 28 Mitgliedsunternehmen

im Netzwerk. Was sind die

gemeinsamen Ziele?

Stefanie Leenen: Die Gründer der Innovationsregion

haben bereits vor

zwei Jahrzehnten erkannt, dass wir

nicht genug Fachkräfte in der Region

haben und dass Unternehmen, die

wachsen wollen, einen steigenden Bedarf

an Fachkräften haben werden.

Gerade in den MINT-Berufen – und

das gilt heute mehr denn je – fehlen

qualifizierte Menschen. Angesichts

des Fachkräftemangels befinden sich

unsere Mitgliedsunternehmen in der

gleichen Situation und sehen, dass sie

selbst etwas dafür tun müssen, um

junge Menschen für MINT-Themen zu

begeistern. Je mehr einen technischen

Berufsweg einschlagen, desto besser

ist es für die Unternehmen und damit

für den Wohlstand in der Region. Darum

ziehen alle an einem Strang. Das ist

das Außergewöhnliche an der Innovationsregion:

Unternehmen, die mit

harten Bandagen auf den Märkten

kämpfen, arbeiten in unserem Verein

zusammen. Das ist etwas wirklich Einzigartiges.

Warum halten Sie es für wichtig, schon

in sehr jungen Jahren Begeisterung für

Technik zu wecken?

Elmar Zeitler: Der Wettbewerb um

Fachkräfte ist groß. Daher ist es sinnvoll,

frühzeitig auf sich aufmerksam zu

machen. Wir haben uns das Thema

Technik auf die Fahnen geschrieben,

weil wir technischen Nachwuchs brauchen.

Auch den Frauenanteil in

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.

Harald Braun

Vorstandsmitglied

Dieter Karle

Vorstandsvorsitzender

Mitglieder

Vorteil!

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48 April 2022


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe | WIRTSCHAFT

technischen Berufen wollen wir erhöhen.

Daher gehen wir frühzeitig in die

Kindergärten und Schulen, um das Interesse

für Technik zu wecken und dadurch

bessere Chancen für die Zukunft

zu generieren.

Wie sind die bisherigen Erfahrungen

mit der Bildungsoffensive für junge

Menschen? Trägt sie bereits die erwarteten

Früchte für die Industrieunternehmen

der Region?

Norbert Schuster: Eindeutig ja: Alle

beteiligten Unternehmen, egal ob groß

oder klein, haben bereits sehr gute Erfahrungen

gemacht. Fachkräftemangel

trifft alle, daher eint es auch alle. Mit

unseren MINTec-Aktivitäten setzen wir

genau an diesem Punkt an, denn der

Fachkräftemangel ist insbesondere im

technischen Bereich gravierend. Wir

schaffen mit unseren Aktivitäten eine

Brücke zwischen Schule, Studium und

den Partnerfirmen – das zeichnet die

Innovationsregion aus. Viele unserer

Angebote finden in den Lehrabteilungen

der Unternehmen statt. Dort bauen

Kinder kleine solarbetriebene Autos

und vieles mehr. Je nach Altersklasse

gibt es unterschiedliche Angebote. Der

Clou ist, dass nicht Erwachsene etwas

vortragen, sondern die Auszubildenden

den Kindern und Jugendlichen

spielerisch etwas beibringen. Das

schafft eine viel größere Nähe. Oft wird

in höherem Alter auch über Ausbildungsmöglichkeiten

in den Unternehmen

gesprochen. Die jungen Menschen

sind hochmotiviert, weil sie die

Firmen bereits kennenlernen konnten.

Das ist eine enorme Chance, von der

beide Seiten profitieren.

Mitarbeiterqualifizierung wird ebenfalls

von Ihrem Netzwerk gefördert.

Wieso ist es auch hierbei von Vorteil,

wenn verschiedene Unternehmen der

Region kooperieren?

Norbert Schuster: Die berufsbegleitende

Aus- und Weiterbildung kann in

Großunternehmen relativ leicht umgesetzt

werden. Aber in Betrieben mit weniger

als 100 Mitarbeitern ist es nicht

ganz so einfach. In Zulieferbetrieben,

die in unserer Region für die Großbetriebe

arbeiten, ist es oft eine Herausforderung,

Weiterbildung in allen relevanten

Berufsfeldern darzustellen.

Wenn wir kleine Unternehmen bei der

Qualifizierung und Weiterbildung ihrer

Mitarbeitenden unterstützen, profitieren

letztlich alle davon – auch die großen

Betriebe. Mit einem kooperativen

Studienmodell, das die Innovationsregion

stark fördert, können auch kleine

Betriebe ihre Mitarbeitenden an ein

Studium heranführen, falls sie Ingenieure

für die Zukunft brauchen. Das ist

auch von Vorteil für die Reinhold

Würth Hochschule. Der Campus Künzelsau

könnte nicht bestehen, wenn

die Unternehmen diese enge Kooperation

nicht führen würden. Die kooperativen

Studiengänge in den technischen

Fächern bestehen eigentlich nur aus

angehenden Ingenieuren, die aus den

Unternehmen kommen. So schließt

sich der Kreis, von dem alle profitieren.

Am Campus Künzelsau befindet sich

auch der Digital Hub Heilbronn-Franken,

der mit Unterstützung der Innovationsregion

realisiert wurde. Welche

Impulse sind bisher aus diesem Projekt

hervorgegangen?

Guido Rebstock: Wir haben 2019 sowohl

bei der Antragstellung als auch

bei der Konzeption der Aufgaben des

Digital Hub mitgewirkt. Nach drei Jahren

kann ich sagen, dass er sich zu einem

der erfolgreichsten Digital Hubs

in Baden-Württemberg entwickelt hat.

Das liegt auch ein Stück weit an der

Struktur. Unser Digital Hub ist der einzige,

an dem vier Unternehmen direkt

beteiligt sind: Optima, EBM-Papst,

Gemeinsam für die Region

Seit 1994 ist die Kratschmayer Gruppe ein starker Partner in

den Bereichen Kälte-, Klima-, Lüftungs- und Wärmetechnik

sowie in der Gebäudeautomation für die Unternehmen in

Hohenlohe und darüber hinaus.

Nachhaltig und kostensparend

Auf Verfügbarkeit, Effizienz und Umweltfreundlichkeit legen

wir bei unseren Projekten besonders viel Wert. Insbesondere

mit CO2- und Propan-Kaltwassersätzen sorgen wir bei

bester Leistung für eine sehr gute Umweltbilanz.

Gewerkeübergreifend und Up-to-Date

An der Schnittstelle zwischen Handwerk und Technik

sind unsere über 250 Mitarbeiter*innen zuverlässige Ansprechpartner.

Sowohl lokale Gewerbe als auch die Weltmarktführer

an Kocher und Jagst profitieren von unserem

gewerksübergreifendem Know-How. Auch Visualisierungen

und Fernwartung werden von uns optional eingerichtet

und ermöglichen eine vorausschauende Instandhaltung.

Mit unseren Kälte- und Klima-Mietgeräten können zudem

auch saisonale Bedarfe kurzfristig abdeckt werden.

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.

Innovativ

Kratschmayer Gruppe | Hohebuch 13

74638 Waldenburg | Tel. 07942 94610-0

Nachhaltig

Teamstark

info@kratschmayer.de

www.kratschmayer.de

Selber löten und einfache Schaltkreise bauen: Schon die Jüngsten sollen Technikerfahrung sammeln können.

50

April 2022 51


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

Würth Industries und Adolf Würth.

Würth Elektronik hat zudem dort Labore

gemietet. 2021 hat der Digital Hub

Heilbronn-Franken connected, kurz

„hfcon“, bereits Überschüsse erwirtschaftet.

Das halte ich für eine Besonderheit.

Was die inhaltliche Arbeit anbelangt,

wurde beispielsweise ein

Aus- und Weiterbildungsprogramm zu

den Themen Industrie 4.0 und künstliche

Intelligenz für alle Unternehmen in

Heilbronn-Franken geschaffen. Bis

2025 soll in Heilbronn der Innovationspark

Künstliche Intelligenz entstehen,

bereits jetzt finden Schulungen im Digital

Hub statt, um Unternehmen auf

diese Themen vorbereiten. Der Digital

Hub unterstützt zudem konzeptionell

die beiden Lernfabriken Industrie 4.0

in Künzelsau und Öhringen. Er bietet

auch eine Fördermittelberatung für

Unternehmen, die sich gern an Ausschreibungen

beteiligen würden, aber

den Aufwand scheuen. Daraus hat

Hfcon ein eigenes Geschäftsfeld entwickelt,

um Firmen bei Fördermittelantragstellungen

zu beraten. Gleichzeitig

gibt es die Möglichkeit für Startups, Büroräume

tage- oder monatsweise zu

mieten. Ein paar Startups sind bereits

im Digital Hub entstanden. Unsere

Hoffnung, dass sich eine Startup-Kultur

entwickelt, hat sich somit erfüllt. Die

bisherige Zwischenbilanz ist positiv.

Die Finanzierung der Projekte erfolgt

durch die Mitgliedsunternehmen. Diese

stehen durch die aktuellen Krisen sicher

unter erhöhtem Druck. Wirkt sich das

auf die Investitionsbereitschaft aus?

Bernd Kaufmann: Als Schatzmeister

habe ich dafür zu sorgen, dass die Kassenlage

stimmt. Im Hauptberuf bin ich

Vorstand bei der Sparkasse und kann

daher nur bestätigen: Der Druck ist

richtig hoch. Unser Budget ist mit rund

150.000 Euro überschaubar. Doch da

wir oft nur der Makler und Mittler sind,

können wir damit viel bewegen. Wir

nutzen die Kapazitäten der Firmen

oder auch teilweise Leistungen vom

Land, etwa Deputatsstunden von Lehrkräften.

Die Höhe der Jahresbeiträge

unserer Mitgliedsfirmen ist sicher nicht

der entscheidende Faktor, ob man weiter

fördert oder nicht. Die Unternehmen

erkennen den Mehrwert des Netzwerks.

Sie sind bereit, ihren Beitrag

auch in schwierigen Zeiten zu leisten.

Krisen werden auch als Chance gesehen.

Manche wollen sogar noch mehr

tun, um die Region weiter zu stärken.

Wie sieht die Strategie der Innovationsregion

für die kommenden Jahre aus?

Stefanie Leenen: Was sich die Gründer

der Innovationsregion vor 20 Jahren

vorgenommen haben, funktioniert

gut und hat sich bewährt. Wir werden

Auszubildende der Mitgliedsfirmen

geben Kindern Einblicke in ihren Beruf

und wecken Interesse für Technik.

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.

diese Themen fortsetzen, angefangen

von MINTec in Kindergärten und Schulen

bis zur Brücke Richtung Studium,

denn wir wollen die technischen Studiengänge

an der Hochschule sichern.

Die Schülerzahlen gehen zurück, wodurch

künftig potenziell auch die Studierendenzahlen

sinken. Uns ist es ein

großes Anliegen, dass wir die Hochschule

in Zukunft weiter mit Leben füllen

können. Was wir in den vergangenen

Jahren geleistet haben, wollen wir

fortführen: als Vermittler und als Netzwerkpartner.

Vieles können wir nicht

selber oder alleine leisten, da unsere

Ressourcen begrenzt sind. Aber mit

unserem ehrenamtlichen Engagement

tragen wir dazu bei, das Optimale zum

Wohle der Region herauszuholen. Mit

Blick auf unsere Mitgliedsunternehmen

wollen wir den Netzwerkgedanken

noch mehr stärken und gemeinsam

eine Plattform bilden, auf der sich

Geschäftsführer vertrauensvoll untereinander

austauschen können. Ich erkenne

hier einen Bedarf – das gibt es im

Moment in der Form noch nicht. Es ist

wichtig, dass die Unternehmen einen

direkten Draht haben und kommunizieren.

Kirchturmdenken liegt uns fern,

daher wollen wir auch Brücken bauen

in die gesamte Region Heilbronn-Franken,

beispielsweise in Richtung Heilbronn,

wo extrem viel in Bildungsthemen

investiert wird. Das verspricht

Win-Win für alle, denn als Industrieplattform

vor den Toren von Heilbronn

sind wir prädestiniert dafür, den Studierenden

der dortigen Hochschulen,

der TUM, der Programmierschule 42

Praktikumsplätze zu bieten oder später

den Berufseinstieg zu ermöglichen.

Das ist sowohl für die Institutionen interessant

als auch für unsere Mitgliedsunternehmen.

Das sind die neuen Aspekte:

mehr Brücken bauen und den

Netzwerkgedanken intensiver leben.

Haben Sie angesichts des 20-jährigen

Bestehens etwas Besonderes geplant?

Elmar Zeitler: Wir leisten in unserem

außergewöhnlichen Netzwerk jeden

Tag viel Besonderes. Seit 20 Jahren bewegen

wir mit begrenzten Ressourcen

sehr viel und haben auch in Zukunft

viel vor. Wir wollen das Jubiläumsjahr

daher nutzen, um die Plattform weiter

zu stärken und ihre Mitglieder noch

enger zusammenzubringen. Nach außen

hin wollen wir die Aufmerksamkeit

auf unsere laufenden Projekte lenken

und zeigen, dass unsere Aktivitäten

sehr sinnvoll sind. Wir leben vom Ehrenamt,

daher wollen wir auch Interesse

dafür wecken, sich gemeinsam mit

uns zu engagieren: für das Wohl unserer

Region. Interview: Dirk Täuber

Lust, mit uns

aufzudrehen?

Sie möchten mit Ihren Ideen die Zukunft gestalten? Den Fortschritt weiterbringen – und dabei

selbst erfolgreich weiterkommen? Dann sind Sie reif für ARNOLD. Unser Unternehmen, Teil der

Würth-Gruppe, ist globaler Top-Player in der Entwicklung und Herstellung von Verbindungselementen

und kompletten Verbindungssystemen. Zu unseren Kunden gehören die großen

Automobilmarken der Welt, die mit unseren Konzepten ehrgeizige Pläne in der Elektromobilität

umsetzen können. Schrauben Sie Ihre Erwartungen also gerne ganz nach oben, wenn Sie eine

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WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

Erfinderwochen bei Kriwan, einem Mitgliedsunternehmen der Innovationsregion Hohenlohe.

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.

Meilensteine für die Region

Bildung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu fördern,

ist eines der zentralen Anliegen der Innovations region Hohenlohe.

Durch ihr Engagement konnten in den vergangenen Jahren viele

Bildungsprojekte realisiert werden. Ein Überblick.

1999

Sieben Unternehmen und Institutionen

aus dem Kocher- und Jagsttal treten als

Initiative gemeinsam bei der Hohenloher

Wirtschaftsmesse in Künzelsau auf.

Sie bilden die Keimzelle der späteren

Innovationsregion Hohenlohe.

2000

Die Innovationsregion Kocher & Jagst

e. V. wird im Oktober als gemeinnütziger

Verein eingetragen. Der Verein

engagiert sich für zweijährige Ausbildungsangebote

und Qualifizierungsmaßnahmen

für Maschinen- und Anlagenführer.

2001

Um die technischen Studiengänge

auszubauen und den Hochschulstandort

Künzelsau zu sichern, erhalten Studierende

der Elektrotechnik, Antriebstechnik

und Mechatronik Stipendien

in Höhe von insgesamt 700.000 Euro

sowie zusätzlich Laptops.

2003

An der Gewerblichen Schule in Künzelsau

wird eine Technische Oberschule

eingerichtet. Mitgliedsunternehmen

des Vereins bieten Erfinderwochen

an, bei denen Azubis

der Firmen Kindern als Lernpartner

zur Seite stehen. Auch eine Bildungsinitiative

im Grundschul- und Elementarbereich

startet.

2004 - 2007

Das Projekt „Diversity als Innovationskultur“

mit der Innovationsregion

Starker Partner

für Hohenlohe

Leistungsstark und verlässlich:

Weil unsere Experten die Region mit der

richtigen Finanzierung voranbringen.

Innovationsregion Hohenlohe e.V.

Herzlichen Glückwunsch!

54

April 2022

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WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe | WIRTSCHAFT

Auch mal selber bohren: Kinder dürfen

in den Unternehmen viel ausprobieren.

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.

als Verbundpartner soll Wertschöpfung

durch Wertschätzung fördern und

einen Kulturwandel in mittelständischen

Unternehmen der Spitzentechnik

anregen. Das Projekt wird vom

Bundesministerium für Bildung und

Forschung unterstützt.

2005

Die „Gemeinsame AusBildungsInitiative“,

kurz GABI, startet. Mitgliedsunternehmen

der Innovationsregion gehen

in der technischen Ausbildung neue

innovative Wege. Räumlichkeiten, Maschinen

und Anlagen sowie die Fachausbilder

der beteiligten Firmen werden

gemeinsam genutzt, um die

Auszubildenden zu schulen.

2007

Das „Kompetenzzentrum für Elementarpädagogik“

wird an der Fachschule

für Sozialpädagogik in Öhringen eröffnet.

Dieses MINT-Zentrum ist Anlaufstelle

für die Umsetzung von „MINTec-

Werkstätten“ in Kindergärten und

Grundschulen. Durch diese Initiative

und das Engagement der Fachschule

hat der Stellenwert der frühkindlichen

Bildung bei Eltern und Pädagogen an

Bedeutung gewonnen.

2007 - 2010

Das Modellprojekt „MINTecHohenlohe“

mit der Innovationsregion als Projektträger

und finanzieller Unterstützung

der Baden-Württemberg Stiftung

führt an Kindergärten und Schulen

„MINTecWerkstätten“ durch. Azubis

und Ausbilder der Mitgliedsunternehmen

engagieren sich dabei als Lernpartner

für Kinder und Jugendliche. Als

Handreichung für die Unterrichtsgestaltung

an Grundschulen werden zudem

CD-ROMs „Lehrer für Lehrer“ von

der Innovationsregion herausgegeben.

2010

Mit Unterstützung der Innovationsregion

wird eine berufsbegleitende

vierjährige Qualifizierungsmaßnahme

zum Kunststofftechniker an der Gewerblichen

Schule Künzelsau eingeführt.

Und an der Kaufmännischen Berufsschule

Künzelsau wird gemeinsam

eine zweijährige Qualifizierungsmaßnahme

zum Fachlageristen realisiert.

2011

In Mitgliedsunternehmen der Innovationsregion

Hohenlohe werden zweijährige

Ausbildungsverhältnisse zum

Industrieelektriker der Fachrichtungen

Betriebstechnik sowie Geräte und Systeme

geschaffen. Parallel dazu wird

eine berufsbegleitende zweijährige

Qualifizierungsmaßnahme zum Industrieelektriker

der selben Fachrichtungen

an der Gewerblichen Schule

Künzelsau realisiert.

2013

Das Schüler-Forschungs- und Technikzentrum

SFT Hohenlohe wird unter

der Trägerschaft der Innovationsregion

Hohenlohe an der Gewerblichen

Schule Künzelsau gegründet. Ebenso

werden in Künzelsau ein Technisches

Gymnasium mit dem Profil Technik

und Management sowie eine zweijährige

Berufsfachschule mit dem Profil

MINTec an der Gewerblichen Schule

Künzelsau eingerichtet.

2015

Das „MINTecMobil“ der Innovationsregion

Hohenlohe wird angeschafft.

Der Kleinbus beinhaltet Materialien

und Werkzeug. Ehrenamtliche Pädagogen

besuchen damit Grundschulen im

gesamten Hohenlohekreis, um MINT-

Themen zu vermitteln. Des Weiteren

werden die ersten programmierbaren

NAO-Roboter angeschafft.

2019

Der Digital Hub Heilbronn-Franken

„hfcon“ wird an der Hochschule in

Künzelsau eingerichtet. Er unterstützt

alle Unternehmen der Region in Fragen

rund um Digitalisierung. Darüber

hinaus bietet er Co-Working-Spaces

und Labore.

2020

Die Lernfabriken 4.0 werden mit Unterstützung

der Innovationsregion an

den Gewerblichen Schulen in Künzelsau

und Öhringen eingerichtet.

2021

Mit Unterstützung der Kriwan-Stiftung

werden programmierbare NAO-Roboter

für das Bildungszentrum Niedernhall

sowie ein E-Auto für die Gewerbliche

Schule Öhringen angeschafft. red.


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken: Die Bildungsangebote der Innovationsregion Hohenlohe sollen für technischen

Nachwuchs sorgen.

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.

Unschlagbare Effizienz

Innovationen für ein Höchstmaß an

Klimaschutz

„Ein Beitrag zur

Zukunftsfähigkeit“

Seit zwei Jahrzehnten setzt sich die Innovationsregion Hohenlohe

für Bildung und Qualifizierung ein. Landrat Dr. Matthias Neth weiß

das Engagement für den Hohenlohekreis zu würdigen.

Zur Person

Dr. Matthias Neth (CDU)

ist seit 2013 Landrat des

Hohenlohekreises.

Seit zwei Jahrzehnten ist die Innovationsregion

Hohenlohe mit diversen Projekten

aktiv. Wie beurteilen Sie den bisherigen

Beitrag für die Entwicklung der

Region und ihrer Wirtschaft?

Matthias Neth: Die Liste der bisherigen

Meilensteine, die die Innovationsregion

Hohenlohe als Träger, Kooperationspartner,

Initiator beziehungsweise

Unterstützer erreichte, ist lang. Lassen

Sie mich als wenige Beispiele die berufsbegleitenden

Qualifizierungsmaßnahmen

zum Maschinen- und Anlagenführer,

Stipendien, die Einrichtung

der Technischen Oberschule an der

Gewerblichen Schule Künzelsau, die

Handreichungen für die Unterrichtsgestaltung

in Grundschulen sowie die

Einrichtung des Digital Hub „hfcon“

nennen. Die Innovationsregion hat auf

diese Weise einen beachtlichen Beitrag

dazu geleistet, dass in der Region

die gewünschten Kompetenzen für

eine zukunftsfähige, innovative Wirtschaft

vorhanden sind. Ohne die Projekte

der Innovationsregion würde der

Fachkräftemangel in unserer Wirtschaft

gravierender ausfallen. Toll ist,

dass die Projekte teilweise bereits bei

den ganz kleinen Hohenlohern ansetzen,

um ihr Interesse für MINT-Berufe

zu wecken.

Der Hohenlohekreis ist selbst Mitglied.

Inwieweit erleichtert der direkte Draht

die Zusammenarbeit von Politik und

Wirtschaft?

Neth: Die Mitgliedschaft und den damit

verbundenen direkten Draht zu

Unternehmen, die gemeinsam einen

Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des

Standorts leisten möchten, schät-

Die Königsklasse in Lufttechnik, Regeltechnik und Antriebstechnik

58 April 2022

Bewegung durch Perfektion


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

ze ich sehr. Daraus ergeben sich wichtige

Impulse für Maßnahmen des

Landratsamts in den Bereichen Wirtschaftsförderung

und Bildung. Beispielsweise

soll die Arbeitgeberplattform

„Hohenlohe.Business“ der

kreiseigenen W.I.H.-Wirtschaftsinitiative

Hohenlohe GmbH flankierend

dazu beitragen, dass das Interesse für

eine Tätigkeit in den Unternehmen im

Kreis geweckt wird. Als Träger der Beruflichen

Schulen in Künzelsau und

Öhringen muss der Hohenlohekreis im

Blick haben, welche Kompetenzen in

der Wirtschaft benötigt werden, und ist

auch deswegen auf einen engen Austausch

und Kooperation angewiesen.

Die Beschaffung der 800.000 Euro teuren

Anlagen für die Lernfabriken 4.0 an

den Gewerblichen Schulen in Künzelsau

und Öhringen wäre ohne den Zuschuss

der Innovationsregion Hohenlohe

in Höhe von knapp 75.000 Euro

zusätzlich zu den Landes- und Kreismitteln

nicht möglich gewesen.

Wie innovativ ist der Hohenlohekreis

aus Ihrer Sicht?

Neth: Blickt man in den Innovationsindex

2020 für die Stadt- und Landkreise

Baden-Württembergs, könnte man

schnell zum Schluss kommen, dass der

Hohenlohekreis in Sachen Innovation

noch einiges aufzuholen hat. Dort rangiert

er auf Rang 30 von 44. Ich kann jedoch

Entwarnung geben: Der Index ist

mit Blick auf seine starke Input-Orientierung,

das heißt, die Berücksichtigung,

wie viele Mittel für Hochschulforschung

bereitstehen, nur bedingt

aussagekräftig. Viel aufschlussreicher

ist der Blick auf die zahlreichen Innovationsauszeichnungen

unserer Unternehmen.

So ist R. Stahl 2021 gemeinsam

mit der Ernst-Abbe Hochschule in

Jena mit dem IHK-Forschungstransferpreis

in Gold ausgezeichnet worden.

Exemplarisch darf ich auch anführen,

dass EBM-Papst und die Rüdinger Spedition

zu den Top 100 Innovatoren 2021

und die Akademie Würth zu den Top

100 Innovatoren 2020 zählen. Die Top

100 Wettbewerbe sind seit über 25 Jahren

ein Benchmarking für den Mittelstand.

Stolz sein dürfen wir auf das innovationsfreundliche

Umfeld, etwa mit

ausgeprägten Clusterstrukturen, dem

Campus Künzelsau oder dem Digital

Hub Heilbronn-Franken. Der Hohenlohekreis

kann im Bereich der Industrie

eine beachtliche Innovationskraft

vorweisen – aber nicht nur in diesem

Bereich. Als relativ kleiner Landkreis

mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern

eignet er sich bestens als Reallabor

für kreative neue Lösungen. Beispielsweise

hat die Abfallwirtschaft des

Kreativität fördern: Schon die Jüngsten

strotzen vor Ideen – sie sind der

Schlüssel zu Innovationsfähigkeit.

Hohenlohekreises gemeinsam mit dem

Öhringer Brennstoffhändler Edi Energie-Direkt

und einer bayerischen Firma

das Projekt „Jeder Tropfen zählt“

ins Leben gerufen. Dabei sammeln private

Haushalte ihre Reste von Speisefetten

und -ölen und liefern sie an Automaten

ab, sodass diese zu

synthetischem Biokraftstoff verarbeitet

werden. Viele innovative Projektideen

zeigen sich derzeit auch bei den Bürgerbeteiligungsveranstaltungen

im

Zuge unserer LEADER-Bewerbungen:

Die Limesregion Hohenlohe-Heilbronn

und das Aktionsgebiet Hohenlohe-Tauber

sind dabei, regionale Entwicklungskonzepte

zu erarbeiten, um

ab 2023 EU-Fördermittel für die Entwicklung

des ländlichen Raums zu erhalten.

Tüftler, Erfinder und Macher haben Hohenloher

Unternehmen großgemacht.

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.

Was kann die Politik tun, um auch in

Zukunft ein innovationsfreundliches

Klima zu gewährleisten?

Neth: Politik und Verwaltung können

einen wichtigen Beitrag dazu leisten,

dass es den Unternehmen weder

an notwendigen Informationen,

noch an Platz, Anbindung oder innovationsfreudigen

Mitarbeitern mangelt.

Wichtige Aufgabenstellungen ergeben

sich dadurch insbesondere in

den Bereichen Förderberatung, Vernetzung,

Flächenmanagement, Verfahrenserleichterung,

Breitband- und

Mobilfunkausbau, Mobilität, Versorgung,

Bildung und Standortmarketing.

Dafür sind nicht nur klassische Ämter

des Landratsamtes im Einsatz. Der Hohenlohekreis

ist darüber hinaus Gesellschafter

der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken

GmbH wie auch der

W.I.H.-Wirtschaftsinitiative Hohenlohe

GmbH. In all diesen Feldern zeigt

sich, dass für den Erfolg eine gute Kommunikation

zwischen der Wirtschaft

und der Politik essenziell ist. Das bringt

uns auch wieder zu den Vorzügen der

Innovationsregion Hohenlohe.

Gibt es vielleicht ein Wunschprojekt,

das Sie mit Hilfe der Innovationsregion

künftig gerne umsetzen würden?

Neth: Zuerst einmal gilt es Danke zu

sagen. Viele Projekte im Hohenlohekreis

wären ohne die Innovationsregion

nicht möglich gewesen. Diese gelebte

Partnerschaft ist einzigartig und

beispielgebend. Den persönlichen

Austausch erlebe ich als großen Gewinn.

Es gibt gerade angesichts des

Transformationsprozesses, in dem sich

weite Teile Wirtschaft befinden, eine

große Menge an Ideen für die Zukunft.

Vor allem wünsche ich mir, dass wir mit

dem weiteren Ausbau der Lernfabriken

4.0 an unseren beruflichen Schulen in

Künzelsau und Öhringen und der Vernetzung

zum Digital Hub viele junge

Menschen begeistern. Ohne die Wirtschaft

und ohne die Innovationsregion

wird das nicht gelingen. Daher freue

ich mich auf dieses Projekt und auf viele

weitere! Interview: Dirk Täuber

60

April 2022


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

Für MINT begeistern

„MINTecHohenlohe“ ist die Bildungsinitiative

der Innovationsregion Hohenlohe

e. V. zur Förderung technisch-naturwissenschaftlicher

Inhalte für

Kinder und Jugendliche. Das von der

Baden-Württemberg Stiftung von

2007 bis 2011 geförderte Projekt

„MINTecHohenlohe“ wurde als Modell

anerkannt und bildet seither die Basis

für den weiteren Aufbau von MINTec in

Kindergärten, Grundschulen, Hauptschulen,

Realschulen und an Gymnasien

im Hohenlohekreis.

Großes entsteht

schon bei den

Kleinsten

Ob Kindergartenkind, Grundschüler oder Schülerinnen und Schüler

weiterführender Schulen: Die Innovationsregion Hohenlohe schnürt

seit Jahren ein stark nachgefragtes Bildungspaket, um die Jugend für

naturwissenschaftlich-technische Themen zu begeistern. Damit sollen

gut ausgebildete junge Menschen im Kreis gehalten werden.

Es sind die Wissenschaften, die den

Hohenlohekreis zu einem erfolgreichen

Wirtschaftsstandort machen:

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften

und Technik, kurz

MINT. Um Schülerinnen und Schülern

in der Praxis damit vertraut zu machen,

haben die Innovationsregion Hohenlohe

und deren Mitgliedsunternehmen

eine ganze Reihe von sogenannten

MINTec-Projekten für Kinder und

Jugendliche, vom Kindergarten- bis

zum Teenageralter, aus der Taufe gehoben.

Mittlerweile arbeiten Landkreis,

Wirtschaft, Schulverwaltung, Kindergärten

und Schulen Hand in Hand.

Das Ziel: junge Menschen für MINT-

Fächer begeistern, sie als Fachkräfte

in der Region halten und dadurch den

Wirtschaftsstandort stärken.

BEGEISTERUNG WECKEN

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.

Begeisterung für Technik wecken: Bei Aktionstagen können Kinder spielerisch naturwissenschaftliche

Zusammenhänge erfahren.

Beispiel Kindergarten: Bettina Reichert-Steinle

und Edith Waffenschmidt

vom „MINTec-Zentrum“ der Richardvon-Weizsäcker-Schule

Öhringen

(RWS) bilden Erzieherinnen und Erzieher

für den Elementarbereich weiter.

Dabei lernen diese, erste grundlegende

Erfahrungen in den MINT-

Bereichen schon an die Kleinsten mit

viel Freude zu vermitteln.

Schon die PISA-Studien seit dem

Jahr 2000 haben gezeigt, dass deutsche

Kinder naturwissenschaftlich nur im

mittleren Bereich zu finden sind. „Daher

ist es wichtig, schon im Kindergartenalter

eine Begeisterung für Naturwissenschaften

und Technik zu

wecken“, sagt Reichert-Steinle. So können

die Kleinsten an Aktionstagen

zum Beispiel Wasser fühlen, schmecken,

sehen und hören. Sie lernen, was

schwimmt und sinkt. Ein erster Kontakt

mit Physik findet statt, wenn Kindergartenkinder

lernen, was magnetisch

ist; mit Biologie, wenn sie Kresse

einsäen, ihre Sinne erkunden oder den

menschlichen Torso kennenlernen.

„Auf Grundlage dieser Alltagserfahrungen

wird exploratives Lernen

ermöglicht“, erklärt Edith Waffenschmidt.

„Wenn man die gesamten Inhalte

des MINTec-Themenbereichs auf

kindgerechte, spielerische Art und

Weise mit den Kindern gemeinsam

20 JAHRE

INNOVATIONSREGION HOHENLOHE

Wir gratulieren dem einzigartigen

Verbund ganz herzlich und bedanken

uns für die langjährige Zusammenarbeit!

Über unsere Leistungen oder Ihre einzigartigen

Karrierechancen erzählen wir Ihnen gerne mehr!

Rufen Sie uns an: 0 79 40-10-0.

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Als Familienunternehmen mit starken Wurzeln und Werten

ist es uns ein besonderes Anliegen, junge Menschen für

Natur wissenschaft und Technik zu begeistern und zu fördern.

Wie die Innovationsregion Hohenlohe sind auch wir ständig auf

der Suche nach einzigartigen wie wegweisenden Lösungen für

unsere Kunden – denn alles was fließt, fasziniert uns.

20 Jahre Treiber der Wirtschaft

Das Bessere ist der Feind des Guten. Gut, das waren wir in Hohenlohe schon immer. Doch in den letzten 20 Jahren hat

die regionale Wirtschaft auch durch Aktivitäten und Beiträge des Industrie-Netzwerks Innovationsregion Hohenlohe

e.V. weitere Sprünge nach vorne gemacht. Als Mitglied der ersten Stunde danken wir für die aktive und konstruktive

Zusammenarbeit. Gemeinsam wurden viele Ideen und Projekte umgesetzt: z.B. MINTec an Schulen und Kindergärten,

Lernfabrik 4.0 an der gewerblichen Schule Künzelsau oder neue Modelle der berufsbegleitenden Ausbildung und

Weiterbildung. Auch für die nächsten 20 Jahre gilt: Gemeinsam gestalten wir Zukunft.

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WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

entdeckt, sind diese voller Neugier, Interesse

und Begeisterung mit dabei.“ In

den Projekten und an den Aktionstagen

arbeiten Azubis der Mitgliedsunternehmen

der Innovationsregion mit.

Dabei gehe es um Spaß und Freude,

selbstentdeckendes Lernen, Fragen

stellen und Antworten suchen – die Basis

allen wissenschaftlichen Arbeitens.

Wenn Erzieherinnen und Erzieher

in der Region Interesse an einer

MINTec-Weiterbildung haben, koordiniert

die Innovationsregion diese mit

dem MINTec-Zentrum. Innerhalb eines

Kindergartenjahres finden zehn

Module statt, welche durch die RWS

begleitet werden.

„Jede Einrichtung bekommt ein

Kooperationsunternehmen zur Seite

gestellt, mit dem mindestens einmal

im Jahr Aktionstage zusammen mit

den Kindergartenkindern durchgeführt

werden. Azubis zeigen den

Kleinsten ihr Unternehmen, besuchen

auch den Kindergarten und führen verschiedene

Projekte gemeinsam durch.

Zusätzlich gibt es für jeden Kindergarten

ein Startkapital in Höhe von 1000

Euro von Seiten der Innovationsregion

für Werkzeuge und Materialien“, sagt

Mirjam Rammhofer, Geschäftsstellenleiterin

der Innovationsregion.

10.000 KILOMETER

IM MINTEC-MOBIL

Peter Lippold und Matthias Maier sitzen

abwechselnd am Steuer des MIN-

Tec-Mobils, das seit mehr als sechs Jahren

im Hohenlohekreis unterwegs ist.

Über das Jahr gerechnet kommen dabei

knapp 10.000 Kilometer zusammen.

Die beiden Pädagogen bringen

mithilfe von Auszubildenden der Mitgliedsunternehmen

der Innovationsregion

jährlich 800 Grundschulkindern

der dritten und vierten Klassen MINT-

Wissen näher – pädagogisch qualifiziert,

handwerklich kompetent, mit

Spaß und großem Erfolg. „Es kommt

vor, dass sie die Zeit vergessen und gar

nicht in die Pause wollen, um weiter an

ihren Projekten zu tüfteln“, erzählt Matthias

Maier.

Das MINTec-Mobil ist Teil der

MINTec-Bildungsinitiative, einer Zusammenarbeit

zwischen der Innovationsregion

Hohenlohe und ihrer Mitgliedsunternehmen

mit dem Schulamt

und den jeweiligen Schulen. Im Curriculum:

Arbeiten mit Holz, Fischer-

Technik und Experimente mit Strom.

Die Motivation sei hoch, „gut erreichen

wir beispielsweise verhaltensauffällige

Schüler, weil sie sich haptisch

betätigen und dabei gut konzentrieren“,

berichtet Maier. Weil „Grundschultechnik“

an immer mehr Schulen

in den vergangenen Jahren nachgefragt

wurde, ist die Initiative seit 2015 mit

dem MINTec-Mobil unterwegs, der die

Materialien für den Unterricht mitbringt.

Und die Nachfrage steigt weiter.

„Perspektivisch sollen alle Grundschulen

im Kreis an dieses Angebot angeschlossen

werden“, sagt Peter Lippold.

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.

Unterwegs im Hohenlohekreis: Peter Lippold (links) und Matthias Maier.

Insgesamt 28 Grundschulen würde die

MINTec-Bildungsinitiative dann umfassen

– weshalb nun ein zweites Fahrzeug

angeschafft werden soll. Neben

den beiden Lehrern, die mit dem MIN-

Tec-Mobil unterwegs sind, arbeiten

viele weitere Lehrkräfte an Grundschulen

im Hohenlohekreis mit, unterstützen

das Fach „Grundschultechnik“ und

sorgen dafür, dass der Nachwuchs im

Sinne des MINTec-Gedankens bestens

betreut wird.

Zusätzlich gibt es auch Erfinderwochen

für Acht- bis Zehnjährige, die

in den Schulferien in einzelnen Mitgliedsfirmen

stattfinden. Sie sollen

frühzeitig das Interesse der Kinder an

technischen Vorgängen wecken, ausbauen

und erhalten.

Gebaut werden zum Beispiel Marionetten,

Gabelstapler, Fadenbilder,

Bumerangs, Segelflieger, Sirenen und

vieles andere mehr. Neben dem Umgang

mit verschiedenen Werkzeugen

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April 2022


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe | WIRTSCHAFT

erhalten die Kinder auch einen Einblick

in die Firmen und deren Arbeitsweise

und sehen teilweise zum ersten

Mal Produktionsanlagen live. „Das Interesse

an diesen Erfinderwochen ist

jedes Mal so groß, dass wir leider auch

Absagen erteilen müssen, weil die Kapazitäten

nicht ausreichen. In den letzten

Jahren konnten etwa 600 Kinder an

über 25 Erfinderwochen teilnehmen“,

ergänzt Mirjam Rammhofer.

PLÄNE EXAKT UMSETZEN

Beim Solartracker-Projekt werden in

höheren Klassenstufen Solarmodule

gebaut, die als Powerbank dienen.

Foto:Innovantionsregion Hohenlohe e. V.

Aber auch in höheren Klassenstufen

arbeiten Innovationsregion, Unternehmen

und Schulen gemeinsam an Projekten.

Thomas Matscheko von der Gewerblichen

Schule Öhringen betreut

etwa das Solartracker-Projekt. „Dabei

geht es darum, Solarmodule nach dem

Sonnenstand auszurichten, damit sie

effizienter arbeiten.“ Hervorgegangen

ist das Projekt vor acht Jahren aus der

Arbeit einer Schülerin, die an der Reinhold-Würth-Hochschule

in Künzelsau

bereits mit Mikrocontrollern experimentierte.

Die Solarenergie treibt einen

von Schülerinnen und Schülern

gebauten Ventilator-Motor an, der wiederum

mittels Akkus und einem USB-

Stecker wie eine Powerbank als Ladestation

für Smartphones aufgewertet

wird. Zusätzlich programmieren sie

den Controller, der die Solarpanele

ausrichtet.

Das Ziel ist die Vermittlung von

Wissen in Elektronik, Programmierung

und Fertigungsverfahren in Holz und

Metall. „Das fordert den Schülerinnen

und Schülern manchmal einiges an

Frustrationstoleranz ab, fördert aber

ihr haptisches Geschick und ihre Konzentrationsfähigkeit“,

erläutert Matscheko.

Außerdem lernen sie dabei

Pläne zu studieren und sie eins zu eins

umzusetzen.

Des Weiteren unterstützt das

Schüler-, Forschungs- und Technikzentrum

Hohenlohe, dessen Träger die

Innovationsregion Hohenlohe ist,

Schulen in der Fortbildung ihrer Lehrkräfte

für naturwissenschaftlich-technische

Projektarbeit. Auch die an den

Projekten beteiligten Azubis werden in

einem eintägigen Workshop vorberei-

tet. Zudem finden „Jugend forscht“-

Projekte statt. Inhaltlich sind alle MIN-

Tec-Angebote an den Bildungsplan

gekoppelt. Es gilt, die schulischen Angebote

zu ergänzen, zu optimieren und

Interesse für zusätzliches freies, forschendes

Arbeiten zu wecken. Dabei

will die Innovationsregion Hohenlohe

tatkräftig unterstützen.

Die Schulen setzen bei den Projekten

jedoch ihre eigenen Schwerpunkte:

Im Technikunterricht MIN-

Tec5 und MINTec6 für die Klassen 5

und 6 geht es beispielsweise darum,

Skizzen zu erstellen, Modelle zu löten

oder Fotovoltaik zu planen und zu

konstruieren. Im Robotikunterricht

werden Lego Mindstorm sowie NAO-

Robotmodelle programmiert und teilweise

selbst gebaut und vieles mehr.

Damit können die Schülerinnen und

Schüler bereits früh ihre Begeisterung

für die MINT-Fächer entdecken und

sich so auf eine Berufsausbildung vorbereiten

– als Fachkräftenachwuchs für

die Unternehmen. Falk Enderle

Foto: Innovationsregion Hohenlohe e. V.

Spielerisch lernen, wie Roboter programmiert werden: Diese NAO-Roboter erhielt

das Bildungszentrum Niedernhall von der Kriwan-Stiftung.

Sa, 21. und

So, 22. Mai

11 bis 17 Uhr

500 Jahre Altes Rathaus

mit Büchereifest

Altes Rathaus

Fr, 3. Juni

19.30 Uhr

23. Juni bis

8. September

immer donnerstags

Fr, 22. bis

So, 24. Juli

Jubiläumskonzert

50 Jahre Jugendmusikschule

CARMEN WÜRTH FORUM

Sommer in der Stadt

Innenstadt

Landeskinderturnfest

Stadtgebiet

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

ZU 20 JAHRE INNOVATIONS-

REGION HOHENLOHE

Junge Menschen für Technik zu begeistern, vereint

uns und lässt uns zusammen Positives bewirken.

Wir sagen Danke für die jahrelange gute

Zusammenarbeit und gratulieren herzlich

zum 20-jährigen Jubiläum!

Fr, 8. bis

Sa, 9. Oktober

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Immer aktuell informiert sein:


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Künzelsau – meine Stadt

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den LTI-Youngsters

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WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe | WIRTSCHAFT

Aus Überzeugung

unterstützen

Gemeinsam mehr erreichen – das wollen die Mitgliedsunternehmen

der Innovationsregion Hohenlohe. Deshalb

engagieren sie sich in partnerschaftlicher Zusammenarbeit

in diesem Industrienetzwerk, um die Standortqualität der Region

für die Zukunft zu sichern.

Vorausdenken und nachhaltige

Strategien verfolgen: Das steckt

in der DNA der erfolgreichen

Hohenloher Unternehmen. Dabei

haben sie nicht nur den eigenen Betrieb,

sondern auch das große Ganze

im Blick. Aus Überzeugung engagieren

sie sich daher in der Innovationsregion

Hohenlohe – teils bereits seit

den Anfängen des Netzwerks. Red.

Dirk Döllner,

Geschäftsführer

Arnold Umformtechnik

„Als ein Unternehmen, das als Ursprung

der Industrialisierung in Hohenlohe

gilt, wollen wir auch die

Zukunft der Region aktiv mitgestalten.

Die Innovationsregion Hohenlohe

ist dafür ein idealer Partner.

Die Zukunft und Attraktivität unseres

Standorts hängen entscheidend

von unserer Fähigkeit ab, unser

Know-how weiterzuentwickeln und

in Form von Bildungsprojekten weiterzugeben.“

Fotos: Arnold Umformtechnik, Volksbank Hohenlohe, Kratschmayer, Hohenloher Spezialmöbelwerk

Dieter Karle,

Vorstandsvorsitzender

Volksbank Hohenlohe

„Uns als Volksbank Hohenlohe eG

ist es wichtig, unsere Heimat und

ihre Menschen zu fördern. Genau

deshalb sind wir Mitglied der Innovationsregion.

Durch die Zusammenarbeit

vieler großer Unternehmen

in der Innovationsregion

Hohenlohe schaffen wir ein gutes

Fundament für die Zukunftsfähigkeit

der Region. Wir sind stolz, Mitglied

in einem so erfolgreichen und

beständigen Verein zu sein.“

Hans Kratschmayer,

Geschäftsführer

Kratschmayer

„Schon bei der Gründung der Innovationsregion

ging es darum, Menschen

für Technik zu begeistern. Ich

bin froh, dass dieses Engagement so

früh begonnen und in all den Jahren

aufrechterhalten wurde. Ob Elektroniker,

Mechatroniker oder Wirtschaftsingenieure:

Wir sind davon

überzeugt, dass die Innovationsregion

durch ihre Arbeit junge Leute

für technische Berufe gewinnen

konnte. Danke dafür!“

Dirk Jägers,

Geschäftsführer

Hohenloher Spezialmöbelwerk

„Unternehmerischer Erfolg hängt

nicht zuletzt von einer guten Infrastruktur

und positiven Entwicklung

der Region Hohenlohe ab. Neue

Produkte, Verfahren oder Geschäftsmodelle

entstehen durch kreative

Menschen. Dazu brauchen wir fähige

und motivierte Mitarbeiter, die

von einem attraktiven Umfeld angezogen

und begeistert werden. Deshalb

engagieren wir uns gerne in der

Innovationsregion Hohenlohe.“

CREATING

TOGETHER

Die Würth Elektronik Gruppe gratuliert

der Innovationsregion Hohenlohe herzlich

zum 20-jährigen Jubiläum!

ebm-papst gratuliert:

Innovationsregion Hohenlohe e.V.

zum 20-jährigen Bestehen.

Unsere Region hat viel zu bieten. Vor allem: einzigartige Menschen

– geradlinig, voller Tatkraft und Ideen. Eigenschaften, die uns zum Weltmarktführer

für Luft- und Antriebstechnik machten. Vielleicht spüren wir deshalb eine

besondere Verbindung zu unserer Heimat. Und unterstützen mit Leidenschaft,

was sie noch schöner macht, wie die Innovationsregion Hohenlohe e.V.

Wir gratulieren ganz herzlich zum 20- jährigen Bestehen!

www.ebmpapst.com

www.we-online.com/karriere


WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe | WIRTSCHAFT

Andreas Siebert,

Vorstandsvorsitzender

Raiffeisenbank Hohenloher Land

„Die Innovationsregion ist eine bedeutende

Initiative für uns als regionale

Bank. Mit den Mitgliedsunternehmen

fühlen wir uns verbunden,

da uns die Menschen, das soziale

Gefüge und das kulturelle Angebot

in Hohenlohe gleichermaßen

berühren. Dank des Impulses des

Vereins konnte unter anderem der

Gründerfonds Hohenlohe4Talents

eingerichtet werden, der Gründern

ein Stipendium bereitstellt.“

Prof. Elmar Zeitler,

Geschäftsführer

KRIWAN Testzentrum

„Die Innovationsregion bündelt neben

anderem die Aktivitäten ihrer

Unternehmen zur Sicherstellung

des beruflichen Nachwuchses in der

Region. Kriwan war von Anfang an

dabei und ist dankbar für dieses Engagement.

Projekte wie die Erfinderwerkstatt

oder die Realisierung

des Digital Hub helfen uns Mitarbeiter

zu finden, durch Weiterqualifizierung

zu halten und den Wandel

der Digitalisierung zu gestalten.“

Jürgen Frank,

Geschäftsführer

PVS-Kunststofftechnik

„Die Innovationsregion leistet einen

wichtigen Beitrag zur Steigerung

der Attraktivität unserer Region. Sie

fördert das Schul- und Hochschulangebot.

Das ist für die Unternehmen

immens wichtig, um qualifizierte

Fachkräfte zu gewinnen und

an die Region zu binden. Hohenlohe

ist zu Recht Region der Weltmarktführer.

Die Innovationsregion

Hohenlohe ist dabei ein wichtiger

Baustein.“

Fotos: Raiffeisenbank Hohenloher Land, KRIWAN Testzentrum, PVS-Kunststofftechnik, SWG Schraubenwerk

Gaisbach, Konrad Hornschuch/Continental, ebm-papst Mulfingen

Tobias Schneider,

Geschäftsführer

SWG Schraubenwerk Gaisbach

„SWG ist stolz, Teil der Innovationsregion

Hohenlohe zu sein – gemeinsam

für die Region, gemeinsam für

die Zukunft. Wenn ich an die Zukunft

denke, fallen mir zwei große

Themen ein: Bildung und Nachhaltigkeit.

Bildung ist für junge Menschen

besonders wichtig. Denn diese

jungen Menschen sind unsere

Mitarbeitenden der Zukunft. Deshalb

müssen wir schon heute gemeinsam

nachhaltig handeln.“

Matthias Welp,

Standortleiter Weißbach

Konrad Hornschuch/Continental

„Die Innovationsregion ist ein Aushängeschild

für einen Landkreis,

dessen Unternehmen für Ideenreichtum

und Weitblick stehen. Als

Innovationsführer bei Oberflächen

aus Folien und Kunstleder sind wir

Gründungsmitglied. In den letzten

20 Jahren ist die Bedeutung des

Netzwerks enorm gestiegen. Als

Einheit im Konzern führen wir unser

Engagement fort, um weiter Zukunft

gemeinsam zu gestalten.“

Dr. Sonja Fleischer,

Geschäftsführerin Personal (CHRO)

ebm-papst Mulfingen

„Gemeinsam die Zukunft gestalten:

Das ist nicht nur seit 20 Jahren die

Mission der Innovationsregion Hohenlohe,

sondern auch die von

ebm-papst. Wir sind als Unternehmen

in der Region fest verankert,

möchten diese weiter stärken und

deren Attraktivität fördern. Hierbei

ist uns eine enge Zusammenarbeit

zwischen Bildungslandschaft, Politik

und Wirtschaft ein besonderes

Anliegen.“

Gesichter hinter

dem SMILE

20

DIE ZUVERLÄSSIGE

VERBINDUNG.

SEIT ÜBER 100 JAHREN IM LÄNDLE.

Herzlichen Glückwunsch!

Wir gratulieren der Innovationsregion Hohenlohe e.V. zu 20 Jahren

wertvoller Arbeit und sagen DANKE für die tolle Unterstützung.

Gemeinsam steigern wir kontinuierlich die Attraktivität unserer

Region für Unternehmen und Arbeit nehmende.

70

April 2022

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WIRTSCHAFT | 20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe

20 Jahre Innovationsregion Hohenlohe | WIRTSCHAFT

Jann Hendrik Swyter,

CEO

Veigel

„Die Regionen Hohenlohe und

Heilbronn-Franken sind etwas ganz

besonderes, jedoch im gesamtdeutschen

Kontext nicht ganz so bekannt

wie andere Regionen. Uns ist

es wichtig, dass die Region auch in

Zukunft eine starke Ausstrahlungskraft

hat. Eine gute Struktur ist für

Unternehmen sehr wichtig, um erfolgreich

zu sein. Zusammen mit

der Innovationsregion möchten wir

die Zukunft Hohenlohes gestalten.“

Bernd Kaufmann,

Vorsitzender des Vorstands

Sparkasse Hohenlohekreis

„Als Sparkasse Hohenlohekreis fördern

wir mit hohem Engagement

die Wirtschaftskraft vor Ort und

treiben so die Entwicklung der Region

Hohenlohe weiter voran. Die Innovationsregion

Hohenlohe sehen

wir dabei als ein hervorragendes

Netzwerk, das die Zusammenarbeit

der Unternehmen vor Ort unterstützt

und gleichzeitig die Wirtschaftsstruktur

in unserer Region

stärkt.“

Dr. Sascha Klett,

Vorstand Technik

Ziehl-Abegg

„Kinder sind neugierig – so kann

früh das Interesse an technischen

Zusammenhängen geweckt werden.

Als Technologie-Unternehmen

sind wir darauf angewiesen, dass

junge Menschen Lust auf technische

Berufe entwickeln. Die Innovationsregion

ergänzt Kooperationen

mit Kindergärten und Schulen ideal.

Gerade der Schulterschluss über

Wettbewerbsgrenzen zeichnet die

Innovationsregion aus.“

Fotos: Veigel, Sparkasse Hohenlohekreis, Ziehl-Abegg, GEMÜ Apparatebau, Stadt Künzelsau, Reisser

Stephan Müller,

Geschäftsführer

GEMÜ Apparatebau

„Trotz großer Wirtschaftskraft wird

unsere Region von der Politik oft als

ländlicher Raum wahrgenommen.

Die Innovationsregion Hohenlohe

vertritt unsere Interessen wie den

Ausbau des öffentlichen Nah- und

Fernverkehrs oder der Bildungsangebote

gegenüber der Politik. Wir

sind dankbar, dass sie dazu beiträgt,

die Attraktivität unserer Region für

Unternehmen und Arbeitnehmende

zu steigern.“

Stefan Neumann,

Bürgermeister

Stadt Künzelsau

„Die Innovationsregion Hohenlohe

bringt Unternehmen, Kommunen

und den Landkreis zusammen,

bündelt deren Engagement und ist

ein wichtiger Faktor bei den bedeutenden

Themen Bildung und Nachwuchskräfteförderung.

Mit den Geschäftsräumen

auf dem Campus

Künzelsau der Reinhold-Würth-

Hochschule wird auch der Standort

Künzelsau insgesamt gestärkt. Ich

gratuliere herzlich zum Jubiläum.“

Michael Dartsch,

Geschäftsführer

Reisser

„Die Innovationsregion bietet unserem

Unternehmen die Möglichkeit

des gegenseitigen Austauschs.

Durch die Zusammenarbeit entsteht

ein leistungsfähiges Ausbildungsspektrum

in der Region. Wir

führen die Jugend an die Technik

heran und wirken so dem Fachkräftemangel

entgegen. Davon profitiert

natürlich auch die Reisser-Schraubentechnik

und kann weiterhin den

Standort Hohenlohe stärken.“

Rechtsanwälte

von Klitzing - Prof. Dr. Frink

Es genügt nicht, das Recht an seiner Seite zu haben,

es ist entscheidend, sich für es einzusetzen.

Wir sind von Anfang an Mitglied der Innovationsregion Hohenlohe e.V.

Wir identifizieren uns mit deren satzungsmäßigen Zielen:

Schaffung und Förderung der Rahmenbedingungen

für die Standortqualität und Innovationsfähigkeit

unseres liebenswerten HOHENLOHE

Dazu leisten wir gerne unsere Beiträge, mit innovativen Ansätzen

und Lösungen, kreativen Ideen bei rechtlichen Themen und

Aufgabenstellungen. Dabei unterstützen wir Sie gerne, sprechen

Sie uns einfach an.

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von Klitzing- Prof. Dr. Frink GbR

Stuttgarter Straße 5 74653 Künzelsau

Tel.: 07940 – 91230 mail@vonklitzing-frink.de


Bildung | TITEL

Thomas Bornheim (r.), CEO der Programmierschule 42 Heilbronn, führt bei der Eröffnung Besucher durch die Räume.

Das Raumschiff ist gelandet

„Space Ship“, so wird liebevoll das Gebäude genannt, in dem sich

die Programmierschule 42 Heilbronn befindet. Ziemlich „spacig“ ist

auch, was im Inneren abgeht.

Was haben Thomas Bornheim,

CEO der Heilbronner Programmierschule,

und Douglas

Adams, Autor des kultigen Science-

Fiction-Romans „Per Anhalter durch

die Galaxis“ gemeinsam? Für beide ist

42 die Antwort auf die Frage nach dem

Leben, dem Universum und dem ganzen

Rest. Im Roman hat der Supercomputer

„Deep Thought“ immerhin ein

paar Millionen Jahre lang gerechnet,

um am Ende diese Zahl auszuspucken.

Im realen Leben hat Thomas Bornheim

deutlich schneller erkannt, dass

die 42 für ihn die Antwort auf die ganz

großen Fragen ist – allen voran: Wie

lässt sich Bildung ganz neu und ganz

anders denken? Darum hat er Google

und dem Silicon Valley den Rücken

gekehrt und ist nach Heilbronn gekommen,

um eine private, kostenfreie

Bildungsinstitution für Coding aufzubauen.

Seit Mitte 2021 bereichert die

Programmierschule 42 Heilbronn das

Bildungsangebot. Über 200 Studierende

sind an Bord des „Space Ship“ in der

Weipertstraße. Die offizielle Eröffnung

– wegen Corona verschoben – fand am

4. April 2022 statt. Mit dabei: Dr. Nicole

Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft,

Arbeit und Tourismus in Baden-Württemberg.

In ihrer Rede bei

der Opening Gala sagte sie: „Wachstum,

Beschäftigung und Wohlstand

der Zukunft hängen an der Frage, welche

Länder bei Softwareprodukten

und speziell dem Einsatz künstlicher

Intelligenz die Nase vorne haben werden.“

Auch in dieser Frage soll die 42

eine zentrale Rolle spielen.

Hoffmeister-Kraut ist sich sicher,

dass sich die 42 Heilbronn und der Innovationspark

KI Baden-Württemberg,

der als Herzstück von „KI made in BW“

in Heilbronn entsteht, hervorragend

ergänzen und vielfältige Synergieeffekte

hervorbringen werden. Auch Prof.

Reinhold R. Geilsdörfer, Geschäftsführer

der Dieter Schwarz Stiftung, ist von

der Wichtigkeit für die Region Heilbronn-Franken

überzeugt: „Um unsere

Gesellschaft und Wirtschaft von

morgen zu stärken, brauchen wir mutige

Konzepte und außergewöhnliche

Innovationen im Bereich der Informatik,

die unsere zukünftige Arbeitswelt

grundlegend verändern werden. Genau

diese Eigenschaften – anders, in-

Foto: Mario Berger

novativ, revolutionär – finden sich in

der DNA von 42, deren besonderes didaktisches

Konzept Heilbronn und die

Region bereichern wird.“

LEVEL UP

Im Curriculum der 42 Heilbronn zählt

nur, ob der Programmiercode funktioniert

oder nicht. „Unsere Studierenden

lernen selbstständig und projektbasiert“,

sagt Thomas Bornheim. „Wir setzen

auf Peer-Learning, das heißt, die

Studierenden lernen von- und miteinander.“

Dozenten sucht man an der

Schule daher vergeblich. Es gibt nur

Aufgaben, die es zu lösen gilt. Durch

„Gamification“ werden Belohnungsanreize

gesetzt. „Mit jeder gelösten

Aufgabe steigen die Studierenden in

ihrer Erfahrung von Level zu Level auf,

wie in einem Computerspiel“, erläutert

Bornheim.

Das unkonventionelle Lernmodell

der französischen Ecole 42, die

2013 als gebührenfreie, private Coding-Schule

von Xavier Niel in Paris

gegründet wurde, hat sich zum Exportschlager

entwickelt. Das 42-Netzwerk

verfügt heute über 42 Standorte rund

um die Welt. „Und in Heilbronn haben

wir aktuell Studierende aus 42 Nationen“,

merkt Bornheim an. Die Zahl

zieht sich in vielen Bereichen durch.

Wer an der 42 Heilbronn lernen

will, wie man codet, muss lediglich 18

Jahre alt sein und sein Talent in einem

Auswahlverfahren, „Piscine“ genannt,

unter Beweis stellen. Zeugnisnoten

sind ohne Belang. Diese werden auch

nicht an der Programmierschule vergeben:

einen offiziellen Abschluss gibt

es nicht. „Bei uns kann man nur exzellente

Kompetenz im Coding erwerben“,

sagt Bornheim. Und dieses Können

sei gefragt. Studierende aus dem

42-Netzwerk würden von Unternehmen

oft im Rahmen von Projekten

oder Praktika direkt abgeworben, ohne

die Schule komplett zu durchlaufen.

Das Heilbronner Raumschiff bereite

sich bereits auf neue Besatzungsmitglieder

vor. „Die nächste Piscine ist

für Juni angesetzt. Das ist die nächste

Foto: Mario Berger

Möglichkeit, an Bord zu kommen“, sagt

Bornheim. „Unsere derzeitige Kapazität

erlaubt uns, ungefähr hundert weitere

Studierende aufzunehmen.“

Voraussichtlich Ende 2023 soll

die nächste Ausbaustufe der Programmierschule

fertig werden. „Der erste

Gebäudeteil ist fertig. Nun sollen in einem

zweiten Gebäudeteil weitere Arbeitsplätze

entstehen. Dann haben wir

in Heilbronn Platz für rund 400 Studierende“,

gibt Bornheim einen Ausblick.

Auch ein großer Co-Working-

Space soll entstehen – unter dem Arbeitstitel

„KI-Salon“. Das Interesse der

regionalen Unternehmen an einer Zusammenarbeit

mit der 42 Heilbronn

und an künstlicher Intelligenz als

Schlüsseltechnologie für die Zukunft

sei sehr groß. „Wir bekommen zahlreiche

Anfragen von Firmen, die gerne

gemeinsam mit uns Innovationsarbeit

machen möchten“, berichtet Bornheim.

„Es gibt offenbar einen Bedarf

an Orten, an Kreativräumen, wo sich

Businessleute und Wissenschaftler

professionell treffen und austauschen

können. Daher wollen wir dafür künftig

eine Plattform bieten, auf der sich

Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen

begegnen können.“

Auch die TUM werde mit einigen

Forschungsprofessuren als Nachbar

einziehen. „All das ist auch die Idee

des Bildungscampus in Heilbronn: Angebote

schaffen, die neu und innovativ

sind“, sagt Bornheim. „Hieraus werden

sich fantastische Synergien ergeben.“

KI ERFAHRBAR MACHEN

Sich mit den Chancen und Möglichkeiten

künstlicher Intelligenz auseinanderzusetzen,

ist einer der Schwerpunkte

der 42 Heilbronn. „Nur wenige

Menschen haben das Internet wirklich

verstanden. Bei künstlicher Intelligenz

sind es noch deutlich weniger“, meint

Bornheim. Der KI-Salon soll Berührungspunkte

ermöglichen und KI für

Menschen erfahrbar und greifbar machen.

„Eine besondere Möglichkeit,

mit Technologie in Kontakt zu treten,

ist, wenn man sie künstlerisch einsetzt

und kreativ benutzt“, sagt Bornheim.

Bei der Opening Gala habe daher die

Künstlergruppe Lunar Ring ihre Installation

„Deep See“ – in Anlehnung an

„Deep Thought“ – vorgestellt, bei der

eine KI künstlerisch anmutende Bilder

selbst erschafft.

Dirk Täuber

Peer-Learning ist Lernen von- und miteinander: Studierende der 42 Heilbronn

tauschen sich darüber aus, wie die Aufgabenstellungen gelöst werden können.

74 April 2022

75


WIRTSCHAFT | Bildung

Auf direktem Weg

Nach zwei Jahren voller Online-Messeveranstaltungen finden

zahlreiche Ausstellungen nun wieder in Präsenz statt.

Veranstalter Frank Hartmann freut sich, dass sich Besucher und

Austeller der Bildungsmesse Heilbronn 2022 wieder live treffen.

lem im technologischen Bereich große

Chancen für junge Menschen. „Berufe

in diesem Bereich sind extrem gefragt,

weil da wahnsinnig viel passiert. Es

spielt sich immer mehr im Internet ab,

und Automatisierung ist in vielen Unternehmen

ein großes Thema.“ Zudem

handle es sich dabei um meist sehr gut

bezahlte Jobs.

Ausbildungs - und Jobsuchende können mit potenziellen Arbeitgebern wieder

unmittelbar ins Gespräch kommen.

Homeschooling, Onlinevorlesungen

und dazu Freunde fast ausschließlich

virtuell treffen – junge

Menschen verbrachten in der

Corona-Pandemie viel Zeit zu Hause

vor dem Rechner. Messen zur Berufsorientierung

konnten in dieser Zeit nur

eingeschränkt über Videoplattformen

stattfinden.

Auch die Heilbronner Bildungsmesse

wurde in den vergangenen beiden

Jahren coronabedingt nur virtuell

durchgeführt. Jetzt geht sie wieder live.

Frank Hartmann, Geschäftsführer der

Bildungsmesse, freut sich, dass es endlich

wieder vor Ort losgeht. Zum einen

sei der Aufwand für eine Onlinemesse

der gleiche wie der für eine Messe in

Präsenz. Zum anderen sei es einfach

wichtig, dass die Menschen wieder

ganz unmittelbar Kontakte knüpfen

können. Und zwar sowohl die Besucher

als auch die Aussteller. Denn: „Es

herrscht zurzeit ein wahnsinniger

Nachfragemarkt. Im letzter Zeit findet

man mehr Stellenausschreibungen als

Bewerber und das ist im Endeffekt natürlich

positiv für die Jobsuchenden

oder Ausbildungssuchenden. Diese

haben mehr Möglichkeiten, eine Stelle

zu bekommen“, beschreibt Hartmann

die Situation.

GEFRAGTES BERUFSFELD

Dieser Nachfragemarkt ist eine Folge

des branchenübergreifenden Fachkräftemangels,

der bekanntlich auch

vor der wirtschaftsstarken Region Heilbronn-Franken

nicht Halt macht. „Das

wird mit Sicherheit die nächsten Jahre

so weitergehen“, ist sich der Messeveranstalter

sicher. Hartmann sieht vor al-

Foto: Bildungsmesse Heilbronn

STUDIUM WIRD BELIEBTER

Ob Schulabgänger sich eher für den

Ausbildungsweg oder für ein Studium

entscheiden, sei typabhängig. Allerdings:

„Immer mehr junge Menschen

wollen studieren“, sagt Hartmann. Da

gerade auch in vielen Firmen beispielsweise

„normale“ Sachbearbeiterjobs

an studierte Betriebswirte vergeben

würden, sei ein Studium

mittlerweile genauso beliebt wie ein

Ausbildungsplatz. Das sei auch auf

dem Messegelände zu spüren. Von

Jahr zu Jahr seien mehr Hochschulen

und Universitäten mit ihren Infoständen

vertreten.

Über beide Messetage verteilt

werden viele Vorträge rund um Bildung

und Beruf gehalten. Besucher erhalten

außerdem Tipps, wie eine gute

Bewerbungsmappe aussehen soll. Das

genaue Programm an den Ständen ist

noch in Planung und steht erst kurz vor

Messebeginn fest. Yannis Gaukel

Info

Die Bildungsmesse findet am

6. und 7. Mai statt. Weitere Infos unter

www.max-events.de/bildungsmesse.

76

April 2022


WIRTSCHAFT | Bildung

Bildung | WIRTSCHAFT

Richtig entschieden

Runa Butscher, Manuel Stutz und Maximilian Schreier absolvieren

derzeit Ausbildungen in regionalen Unternehmen. Die angehende

Mechatronikerin, der künftige Medientechnologe und der Berufskraftfahrer-Azubi

sind glücklich mit ihrer Berufswahl.

Nach ihrer zweijährigen Elektroberufsfachschule

in Öhringen

war sich Runa Butscher lange

unschlüssig, was sie machen sollte. Als

ihr dann ein ehemaliger Klassenkamerad

von seiner Ausbildung als Mechatroniker

erzählte, war sie sofort begeistert.

Runa Butscher ist glücklich über

die Entscheidung, die sie vergangenes

Jahr getroffen hat. Jetzt befindet sie

sich in ihrem ersten Ausbildungsjahr.

Zurzeit arbeitet sie in der Instandhaltung

bei Arnold am Standort

in Dörzbach. Dort repariert sie sowohl

die Mechanik als auch die Elektrik von

Maschinen. Als Mechatronikerin muss

sie sich nämlich in beiden Bereichen

auskennen– was von Vorteil ist. „Es ist

einfacher, eine Mechatronikerin oder

einen Mechatroniker zur Instandhaltung

zu schicken, als wenn man jeweils

einzelne Fachkräfte aus der Elektrik

und der Mechanik anfordern müsste“,

erläutert Butscher.

Der Arbeitstag der Auszubildenden

beginnt täglich zwischen sechs

und sieben Uhr morgens. Wenn sie fertig

umgezogen ist, bekommt sie entweder

Arbeit zugeteilt oder unterstützt

die Kollegen. „Dabei bekommen wir

Azubis immer wieder neue Dinge erklärt“,

erzählt sie. An zwei festen Wochentagen

besucht sie die Berufsschule.

Dort hat sie an einem Tag

Elektrounterricht im Labor. Am anderen

Tag findet der theoretische Unterricht

statt. Alle acht Wochen haben die

Auszubildenden Werkstattunterricht

für Metall. Runa Butscher hat ein Faible

für Technik. Einzig die Fehlererkennung

bei Maschinen bereite ihr noch

ein wenig Sorgen. Das werde aber mit

jeder Wiederholung besser.

FARBENFROH ARBEITEN

Seit seinem Praktikum bei Schweikert

Druck vor fünf Jahren gibt es für Manuel

Stutz aus Obersulm keine berufliche

Alternative mehr. Der 19-jährige

Foto: Arnold Umformtechnik

Runa Butscher (re.) bekommt während ihrer Ausbildung viel von ihrer Ausbilderin Annika Wolz erklärt.

möchte Medientechnologe werden.

Deshalb macht er jetzt die entsprechende

Ausbildung in seinem Praktikumsbetrieb.

Er ist dieses Jahr der einzige

Azubi bei Schweikert – und kann

deshalb sehr intensiv betreut werden.

Die familiäre Atmosphäre im Betrieb

gefällt Manuel besonders gut.

Wenn er gefragt wird, was er beruflich

macht, bezeichnet er sich meist

selbst als „der Drucker“. Ein Medientechnologe

braucht Kenntnisse über

Papier, den Druck an sich und die Maschinenbetreuung.

Auch kleine Wartungsvorgänge

gehören dazu. Hauptsächlich

findet die Arbeit des Azubis

bei Schweikert an Maschinen statt.

„Das ist der größte Bestandteil in der

Ausbildung eines Medientechnologen“,

meint er. Dazu gehören die Überwachung

der Maschine, die Auswertung

des Druckbildes und die Kenntnis

über die Farben. „Wenn man Lust hat,

etwas mit Farben zu machen, ist

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78

April 2022

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WIRTSCHAFT | Bildung

Manuel Stutz geht voll auf in seiner Ausbildung als Medientechnologe bei Schweikert

Druck in Obersulm. Er hat schon Pläne für die Zukunft.

die Ausbildung zum Medientechnologen

absolut das Richtige, da die Arbeit

immer farbenfroh ist“, meint der

19-jährige.

Die Arbeit läuft im Schichtmodell.

Morgens um sechs Uhr startet die

Frühschicht die Maschinen und befüllt

diese mit Farben. Anschließend geht

man immer zu zweit an eine Maschine,

bespricht die Reihenfolge und fängt

mit dem Drucken an. Gegen halb zwei

am Nachmittag kommt die Spätschicht

zur Übernahme. In der arbeitet der

Auszubildende am liebsten, weil die

Foto: Schweikert Druck

Kollegen im Anschluss noch ein bisschen

zusammensitzen und er dadurch

viel über den Beruf erfahren kann. Einmal

pro Woche ist Manuel Stutz in der

Berufsschule. Das meiste lerne er aber

im Betrieb, sagt er, da ihm das praktische

Lernen liege.

Da Manuel Stutz als Medientechnologe

Aufträge von Kunden bearbeitet,

müssen Liefertermine strikt eingehalten

werden. „Wenn man schneller

sein soll, als man tatsächlich ist, wird

man ganz schön gefordert“, sagt er. Im

Team sei aber vieles einfacher. „Das

Wichtigste, was man mitbringen muss,

um Medientechnologe zu werden, ist

Teamfähigkeit“, ist Manuel überzeugt.

STÄNDIG AUF ACHSE

Viel sitzen und lange Arbeitstage? Kein

Problem für Maximilian Schreier. Während

seiner Ausbildung zum Berufskraftfahrer

bei Schmitt Logistik kommt

er viel herum auf Deutschlands Stra-

ßen. Um zu erkennen, woher seine Leidenschaft

für Lkws stammt, braucht

man bei ihm nicht lange suchen. Sein

Vater ist ebenfalls Berufskraftfahrer

und nahm Maximilian Schreier oft mit

auf seine Touren. So kam schnell das

Interesse, selbst in einem Lkw zu sitzen.

Inzwischen ist er im dritten Lehrjahr

und hat immer noch genauso viel

Spaß an seiner Ausbildungsstelle wie

am ersten Tag. „Man ist viel unterwegs

und deshalb sieht man auch einiges auf

seinen Touren“, schwärmt er.

Jeden Monat besucht er eine Woche

lang die Berufsschule. Dort hat er

neben den Fächern Deutsch, Mathe

und Gemeinschaftskunde viel Werkstattunterricht

und Berufstheorie. In

den Praxisphasen darf er an zwei Tagen

in der Woche Fahrer auf ihren Touren

begleiten.

Auf diese Tage freut sich Maximilian

Schreier besonders. „Im Fernverkehr

sieht man viel, es ist abwechslungsreich

und man hat hier im Betrieb

immer andere Touren“, berichtet er.

Foto: privat

Maximilian Schreier ist viel unterwegs. Er macht eine Ausbildung zum

Berufskraftfahrer in Vellberg.

Beim Be- und Entladen ist er immer

mit Freude dabei. Dabei hat er immer

viel Kontakt mit Kunden. Das ist etwas,

das ihm wegen seiner kommunikativen

Art liege. Nur spezielle Transportgüter

können für den Berufskraftfahrer-Azubi

noch zur Herausforderung werden.

Doch das stecke er immer lockerer weg.

„Da spart man sich schon das Fitnesstudio“,

witzelt er.

Alle drei Auszubildenden möchten

gerne nach erfolgreicher Ausbildung

in ihrem jeweiligen Beruf und Betrieb

bleiben. Die Chancen stehen gut.

Manuel Stutz versteht sich super mit

seinen Kollegen und hatte bereits ein

erfolgreiches Übernahmegespräch.

Ähnliches erhoffen sich auch Runa

Butscher und Maximilian Schreier.


Yannis Gaukel

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ZUKUNFT

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DAS

EIGENE

DING

UND

TEAMSPIRIT

#ausbildung2023

#dualesstudium2023

International ausgerichtet und

doch regional verwurzelt. Erste

Wahl für Handwerk und Industrie,

aber bodenständig im Kern:

In der Verbindung dieser Kontraste

liegt unsere Stärke.

Deine Ideen sind gefragt. Mach

dein Ding bei uns und bewirb

dich für eine Ausbildung oder ein

Duales Studium.

Gute Chancen

für Bewerber

Auf dem Arbeitsmarkt gibt es derzeit mehr Nachfrage als Bewerber.

Die Aussicht, den Wunsch-Ausbildungsplatz zu finden, ist daher für

Schulabgänger so gut wie nie.

Der Mangel an Arbeitskräften

führt dazu, dass Unternehmen

branchenübergreifend Azubi-

Nachwuchs suchen. Besonderers betroffen

sind laut dem Bundesministerium

für Wirtschaft Berufe in den

Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik,

IT- und Softwareentwicklung

und Programmierung.

Auch im Handwerk wird nach

Nachwuchs gesucht. Trotz Fachkräftemangel

und anhaltender Corona-Pandemie

ist laut der Handwerkskammer

Heilbronn-Franken (HWK) die Zahl

der Handwerksbetriebe in der Region

stabil geblieben. Insgesamt sind es sogar

sieben Betriebe mehr im Vergleich

zum Vorjahr (12.625). „Handwerker

sind wichtige Ausbilder vor Ort und

halten Städte und Gemeinden attraktiv

und lebenswert“, sagt Ralf Schnörr,

Hauptgeschäftsführer der HWK. Es

lohnt sich also, freie Ausbildungsplätze

zu sichten und sich zu bewerben. red.

Mit aktuellen Ausbildungsplätzen

der folgenden Firmen:

· DHL Paket GmbH

· pro Verlag und Service

GmbH & Co. KG

· Theo Förch GmbH & Co. KG

· Vion Crailsheim GmbH

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Wir suchen Verstärkung! Die Stimme Mediengruppe ist mit aktuell über 650 Mitarbeitenden und sieben Unternehmen eine breit aufgestellte

und moderne Mediengruppe. pVS – pro Verlag und Service ist Spezialist für Agenturdienstleistungen und Fachmagazine, darunter PROMAGAZIN,

das führende Wirtschaftsmagazin der Region Heilbronn-Franken, und „der gemeinderat“, der wichtigste Ratgeber für kommunale Fach- und

Führungskräfte in Deutschland. Zielgruppenstarke Digitalkonzepte ergänzen das Portfolio.

IHRE AUFGABEN:

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unseres umfangreichen Portfolios – Print und

Digital. Dabei repräsentieren Sie unsere

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telefonate, Beratung und Angebotserstellung.

• Sie verantworten Ihre eigenen Projekte und

Umsätze.

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arbeiten Sie engagiert an der Weiterentwicklung

des Bereichs und der optimalen Ausschöpfung

des Marktpotenzials.

IHR PROFIL:

• Sie haben verkäuferisches Herzblut

und können begeistern.

• Der Kontakt mit Kunden bereitet

Ihnen Freude.

• Sie arbeiten zielorientiert, zuverlässig

und selbstständig.

• Eine verkaufsorientierte Ausbildung

ist von Vorteil.

UNSERE BENEFITS:

• Sie übernehmen Verantwortung im Team

und treiben Ihre eigenen Ideen voran.

• Wir bieten flexible Arbeitszeiten und

individuelle Homeoffice-Regelungen mit

Firmen-Laptop.

• Ihr Bereich bietet Ihnen vielfältige Chancen

zur persönlichen und beruflichen

Weiterentwicklung.

• Wertschätzung ist bei uns selbstverständlich.

Sie erhalten ein attraktives Gehalt mit

leistungsorientierter Zusatzvergütung.

82

April 2022

Wenn Sie diese vielseitige und

herausfordernde Aufgabe reizt, freuen

wir uns auf Ihre Bewerbung!

*Ein Unternehmen der Stimme Mediengruppe

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG*

Marcus Baumann, Geschäftsführer

Stauffenbergstr. 18 | 74523 Schwäbisch Hall

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Fleischer (m/w/d)

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Fleischer (m/w/d) (m/w/d)

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management (m/w/d)

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Die Ausbildung:

Die Voraussetzungen:

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Bewerbung:

Kontakt:

Kaufmann/Kauffrau

für Spedition und

Logistikdienstleistung

Kaufmann/Kauffrau

für Büromanagement

Während Ihrer Ausbildungszeit lernen Sie, unsere Kunden über die

schnellsten und preisgünstigsten Wege und Verkehrsmittel zu informieren

und ihnen die gesamte Abwicklung des Tranportes abzunehmen. In Ihren

Arbeitsbereich fallen Lagergeschäfte, das Abschließen von Versiche-

rungsverträgen und das Erstellen der im internationalen Verkehr nötigen

Frachtdokumente. Sie werden schon frühzeitig mit der Entwicklung

logistischer Lösungen betraut. Die Anforderungen an Fremdsprachen-

kenntnisse sind enorm gewachsen.

– Mittlerer Bildungsabschluss oder Abitur

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Ratgeber KARRIERE | Bewerbung erwünscht

Bewerbung erwünscht | Ratgeber KARRIERE

Unser Industriekonzern mit 4.500

Beschäftigten in Europa, China und den

USA genießt in der Verpackungs- und

Etikettenbranche einen ausgezeichneten

Ruf und ist bekannt für seine qualitativ

hochwertigen Produkte.

Am Standort Neuenstadt produzieren

wir in unserem modern ausgerüsteten

Betrieb Faltschachteln für anspruchsvolle

Kunden der Kosmetik-, Pharma- und

Süßwarenindustrie

Wir suchen zum nächstmöglichen Eintritt einen

Maschinenführer (m/w/d)

Ihre Aufgaben:

• Bedienen von Stanz-, Klebe- und Kaschiermaschinen

• Durchführen aller relevanten Qualitätsprüfungen

Ihr Profil:

Sie verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung zum Verpackungs mittelmechaniker

oder Packmitteltechnologen oder über eine vergleichbare technische

Ausbildung und bringen die Bereitschaft zur Schichtarbeit mit.

Kenntnisse im Umgang mit Stanz- oder Klebemaschinen wären von Vorteil.

Wir bieten:

In den Unternehmen der Region gibt es zahlreiche Möglichkeiten, einen neuen Job zu bekommen.

Foto: Adobe Stock/fizkes

A. Landerer GmbH & Co. KG

Kontaktperson: Franz Wach

Heinz-Landerer-Straße 1

74196 Neuenstadt a. K.

Tel.: +49 (0) 7139 9373-277

E-Mail: franz_wach@landerer.de

• Die Mitarbeit in einer erfolgreichen und international ausgerichteten

Unternehmensgruppe mit flachen Hierarchien und einer interessanten

und abwechslungsreichen Arbeit.

• Urlaubsanspruch nach Tarifvertag

• Tarifliches Urlaubs- und Weihnachtsgeld

Wir freuen uns über Ihre aussagekräftige Bewerbungsunterlagen mit Angabe des

frühestmöglichen Eintrittstermins.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne vorab zur Verfügung.

Talente für das Team finden

Zum Frühlingsanfang ziehen die Arbeitsagenturen der Region Heilbronn-Franken

positive Bilanz. Firmen suchen intensiv nach neuen

Mitarbeitenden, es gibt viele offene Stellen.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im

ersten Drittel des Jahres 2022 stetig

gesunken. Dieser Trend hat

sich auch im März bestätigt. „Die positive

Entwicklung auf unserem Arbeitsmarkt

setzt sich fort. Die Arbeitslosigkeit

ist in den letzten vier Wochen

erneut zurückgegangen und liegt deutlich

unter dem Vorjahresniveau“, sagt

Manfred Grab, Leiter der Heilbronner

Agentur für Arbeit, zur aktuellen Lage

auf dem Arbeitsmarkt.

Für diejenigen, die sich beruflich

neu orientieren möchten oder den

nächsten Schritt in der Karriere wagen

wollen, sind die Bedingungen auf dem

Arbeitsmarkt bestens. Unternehmen

suchen intensiv nach neuen Mitarbeitenden.

Viele interessante Stellen sind

offen. Angesichts des Fachkräftemangels

konkurrieren Firmen um Talente

für ihr Team. Das spiegelt sich unter

anderem auch in einem Rückgang der

Arbeitslosenzahlen in der Region Heilbronn-Franken.

WENIGER ARBEITSLOSIGKEIT

Die aktuellen Arbeitsmarktdaten sind

positiv. Nach Angaben der Heilbronner

Arbeitsagentur ist im März die Zahl der

Arbeitslosen im Bezirk Heilbronn um

185 auf 9261 zurückgegangen. Das sind

mehr als 3000 weniger als vor einem

Jahr. Die Arbeitslosenquote im Heilbronner

Bezirk ist gegenüber dem Vormonat

um 0,1 Prozent gesunken.

Im Landkreis Schwäbisch Hall

waren im März 56 Personen weniger

arbeitlos gemeldet als im Februar, 3331

an der Zahl. Das berichtet die Agentur

für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.

Zu ihrem Einzugsgebiet

gehören die Landkreise Schwäbisch

Hall, Hohenlohekreis und der Main-

Tauber-Kreis. Im Hohenlohekreis liegt

die Zahl der Arbeitslosen im gleichen

Zeitfenster bei 1824. Hier lag der Rückgang

bei 53 Personen. Die deutlichste

Minderung im Bezirk der Arbeitsagentur

Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim

verzeichnete der Main-Tauber-

Kreis. Dort wurden 106 Menschen

weniger als arbeitslos gemeldet als im

Vormonat. red.

Unsere Unternehmensgruppe mit 4.500

Beschäftigten in Europa, China und den

USA genießt in der Verpackungs- und

Etikettenbranche einen ausgezeichneten

Ruf und ist bekannt für ihre qualitativ

hochwertigen Produkte.

Am Standort Neuenstadt produzieren

wir in unserem modern ausgerüsteten

Betrieb Faltschachteln für anspruchsvolle

Kunden der Kosmetik-, Pharma- und

Süßwarenindustrie.

A. Landerer GmbH & Co. KG

Kontaktperson: Helmut Krebs

Heinz-Landerer-Straße 1

74196 Neuenstadt a. K.

Tel.: +49(0)7139 9373-119

E-Mail: helmut_krebs@landerer.de

Wir suchen zum nächstmöglichen Eintritt einen

Mechatroniker (m/w/d)

Ihre Aufgaben:

• Instandhaltungs-, Wartungs- und Inspektionsarbeiten an den Produktionsanlagen

• Schichtbegleitung sowie Störungsbehebung an den Produktionslinien

• Instandhaltung und Wartung der Gebäudetechnik

• Inbetriebnahme und Instandhaltung von elektrischen Anlagen

• Anschließen und Einstellen von Maschinen und Anlagen

• Einrichten und Prüfen von Schutzeinrichtungen und Meldesystemen

• Dokumentation von Instandhaltungsmaßnahmen, Installationen und

Inbetriebnahme

Ihr Profil:

Sie verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung als Mechatroniker (m/w/d), Elektroniker

(m/w/d) oder einem vergleichbaren Beruf, idealerweise mit Berufserfahrung.

Sie haben gutes technisches Verständnis und Organisationsvermögen. Zuverlässigkeit

und Einsatzbereitschaft sind für Sie selbstverständlich.

Wir bieten:

Die Mitarbeit in einer erfolgreichen und international ausgerichteten Unternehmensgruppe

mit flachen Hierarchien und einer interessanten und abwechslungsreichen

Arbeit. Wir freuen uns über Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen unter

www.autajon.com mit Angabe des frühestmöglichen Eintrittstermins.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne vorab zur Verfügung.

86 April 2022

87


SPEZIAL | Ratgeber Karriere

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Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. informiert

Unser Industriekonzern mit 4.500 Beschäftigten in Europa, China und den

USA genießt in der Verpackungs- und Etikettenbranche einen ausgezeichneten

Ruf und ist bekannt für seine qualitativ hochwertigen Produkte.

Am Standort Neuenstadt produzieren wir in unserem modern ausgerüsteten

Betrieb Faltschachteln für anspruchsvolle Kunden der Kosmetik-, Pharmaund

Süßwarenindustrie

Wir suchen zum nächstmöglichen Eintritt einen

Mitarbeiter Rechnungswesen

und Controlling (m/w/d)

Ihre Aufgaben:

• Die eigenständige Kontierung/Verbuchung von Kreditoren- und

Debitorenrechnungen

• Die Kontenabstimmung der Finanzbuchhaltung und Kontenpflege

• Die Kontrolle und Verbuchung der Kassen- und Bankbelege

• Die unterstützenden Tätigkeiten bei der Erstellung der Monatsund

Jahresabschlüsse

• Erstellung und Verbuchung der Kosten- und Leistungsrechnung

inklusive des dazugehörigen Berichtswesens

• Betreuung der Kostenrechnung und Erstellen des

Betriebsabrechnungsbogens

• Mitwirkung bei Planungs- und Forecast-Prozessen

• Übernahme des Standard-Reporting auf Wochen- und

Monatsebene

• Durchführung von Ad-hoc-Analysen und Kommentierungen

• Erstellen des Jahresbudgets

• Erstellung der Nachkalkulation

OHNE TÜREN GEHT‘S NICHT! –

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Sie verfügen über eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung mit

entsprechenden Fortbildungen. Ihre Stärken liegen in der Kommunikationsfähigkeit

und Organisation. Sie besitzen ein ausgeprägtes Zahlenverständnis

und verfügen über ein unternehmerisches Denken. Solide Englischkenntnisse

in Wort und Schrift setzen wir voraus. Französischkenntnisse

sind von Vorteil.

Wir bieten:

Die Mitarbeit in einer erfolgreichen und international ausgerichteten Unternehmensgruppe

mit flachen Hierarchien und einer interessanten und

abwechslungsreichen Arbeit. Sie arbeiten in direktem Kontakt mit der Geschäftsleitung.

Wir freuen uns über Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen unter

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WEITERE STELLENANGEBOTE ONLINE!

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne vorab zur Verfügung.

m/w/d

INTERESSE? Bewerben Sie sich jetzt per E-Mail

oder online über unser Bewerbungsformular.

A. Landerer GmbH & Co. KG

Kontaktperson: Helmut Krebs

Heinz-Landerer-Str. 1

74196 Neuenstadt a. K.

Tel.: +49 (0) 7139 9373-119

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Nachhaltigkeit kennt keine Grenzen

Pro Region setzt einen Impuls gegen die Lebensmittelverschwendung.

Ja, zur Region

Heilbronn-Franken

Werden Sie jetzt Mitglied in der „Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken

e. V.“.

Fördern Sie das „Wir-Gefühl“ in der Region

Heilbronn-Franken und setzen Sie sich für

ihre Belange ein. Nutzen Sie unseren Verein

als Plattform für den Meinungsaustausch von

Bürgern und Gremien.

Als Dankeschön lesen Sie das PROMagazin

ein halbes Jahr kostenlos.

Ihre Staatssekretärin a.D.

Friedlinde Gurr-Hirsch

Klimaschutz und Lebensmittelverschwendung

gehören zu den Megathemen,

auf die unsere Gesellschaft

Antworten finden muss. Schon im Bericht

des Club of Rome „Grenzen des

Wachstums“ von 1972 wird darauf hingewiesen,

dass es in dem endlichen

System Erde kein unbegrenztes Wachstum

geben kann.

Ein Teil der Lösung liegt sicherlich

auch im Thema Ernährung. Ziel

muss es sein, bei der Ernährung nachhaltig

zu wirtschaften. Wir müssen davon

wegkommen, dass Nahrungsmittel

billig sein müssen und deshalb mit

leichter Hand weggeworfen werden.

Allein in Deutschland sind das jährlich

rund zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel!

Schon durch planvolleres Einkaufen

ließe sich hier gegensteuern.

Zudem: Nicht jedes Produkt, das über

dem Verfallsdatum liegt, ist reif für die

Tonne. Wir müssen prüfen, wo wir Lebensmittel

aus regionaler Produktion

einsetzen können.

Friedlinde Gurr-Hirsch, Vorsitzende

von pro Region, sieht neben den

Verbrauchern vor allen Dingen auch

die Betriebskantinen oder die Gastronomie

in der Pflicht. „Wir müssen das

Tierwohl achten und die Biodiversität

erhalten. Übrigens, für Biodiversität

kann man schon im eigenen Garten sorgen

– mehr Wiese und weniger Steine

sind schon ein guter Anfang“, findet

Friedlinde Gurr-Hirsch.

Darüber hinaus können Ernährung

und Landwirtschaft aber auch einen

Zusatznutzen bringen. Die Themen

Ernährung, Landschaftspflege und

Nachhaltigkeit spielen in der touristischen

Vermarktung eine immer bedeutendere

Rolle. Ein weiteres Pfund, mit

dem wir wuchern können, sind unsere

regionalen Bio-Musterregionen, die

das Thema Nachhaltigkeit, den Bioanbau

und die regionalen Lieferketten

mit Leben erfüllen.

Pro Region hat sich gemeinsam

mit den Bio-Musterregionen das Thema

auf die Fahnen geschrieben. Ziel ist es,

Kommunalpolitik, Verwaltung und Gesellschaft

für Nachhaltigkeit und gegen

Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren

und bestenfalls eine Bewegung

in Gang zu setzen. Gleichzeitig ist

das Ziel, die Bio-Musterregionen noch

stärker zu vernetzen.

Beitrittserklärung

Hiermit erkläre ich ab sofort meinen Beitritt zur „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“.

Als Dankeschön lese ich das PROMagazin sechs Monate lang kostenlos. Der Mitgliedsbeitrag ist steuerlich

absetzbar.

Formular bitte ausfüllen, ausschneiden und an folgende Adresse senden oder faxen:

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. | c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG

Postfach 74650 Künzelsau | Fax 07940 15-4669 | info@pro-region.de | www.pro-region.de

Ich/Wir ermächtige/n den Verein „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“ den Jahresbeitrag

in Höhe von

10 Euro (Nicht Erwerbstätige) 30 Euro (Erwerbstätige) ______ Euro (juristische Pers., mind. 100 Euro)

von meinem/unseren Konto abzubuchen. Die Abbuchungsermächtigung ist widerruflich.

Firma/Name, Vorname

PLZ, Ort

Verbinden will die Bürgerinitiative

pro Region das Thema mit dem bereits

bestehenden Projekt „grenzenlos

nachhaltig“, ein Aufruf, grenzüberschreitend

und gemeinsam tätig zu

werden. Gerade auch in der Region

Heilbronn-Franken gibt es eine Vielzahl

partnerschaftlicher Kommunalverbindungen

nach Frankreich, aber auch

in andere Länder. Dies hat ferner den

Vorteil, dass der Gedanke der Städtepartnerschaften

unterstützt und belebt

wird.

Übrigens gibt es bei diesem Thema

auch zeitgemäße digitale Elemente:

Mit der App „too good to go“ etwa kann

Essen gerettet und die Verschwendung

von Lebensmitteln bekämpft werden.

„Ich möchte alle Menschen auffordern,

gegen die Lebensmittelverschwendung

etwas zu tun“, sagt Friedlinde

Gurr-Hirsch.

Eine Aktion der Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken e.V.

www.pro-region.de

Straße

Geburtsdatum

E-Mail (für Vereinspost)

Bankinstitut

Konto-Nr.

Bankleitzahl

88

April 2022

Ort/Datum

Unterschrift


NEUES AUS DER REGION

NEUES AUS DER REGION

Verschiedene Wege in die berufliche Zukunft

Solarproduzent sucht Freiflächen

Nostalgisches Bustreffen

Nach der Schule ist es schwierig,

den richtigen Weg für die Zukunft

zu finden. Die Vion Crailsheim

GmbH bietet daher Orientierung

per Talentmanagement.

Jährlich werden zehn Stellen in

verschiedenen Ausbildungsberufen

und Dualen Studiengängen

neu besetzt.

Das Ausbildungsprogramm

von Vion startet jährlich mit einem

Willkommenstag, wo alle

Auszubildenden und Studenten

zusammenkommen und sich

kennenlernen. Jeder neue Azubi

oder Student bekommt einen

Paten, einen „Buddy“ zugeteilt.

Mit dem Patenprogramm

„Buddy“ entsteht laut Unternehmen

ein tolles Teamgefüge und

Wir-Gefühl. „Die Vion Crailsheim

GmbH zeichnet eine familiäre

Atmosphäre, ein ausgewogenes

Weiterbildungsangebot

und hilfsbereite Kollegen aus.

Uns ist wichtig, dass sich jede

und jeder Einzelne entwickeln

kann und sich im Unternehmen

wohlfühlt“, sagt Isabella Zarowny,

Talentmanagerin des Crailsheimer

Unternehmens. Da die

Vion Crailsheim GmbH zum internationalen

Lebensmittelkonzern

Vion Food Group gehört,

sind verschiedene Karrierewege

möglich: vom Fleischer zum Abteilungsleiter

der Produktion

oder vom kaufmännischen Azubi

zum Verkäufer. „Durch persönliche,

individuelle Gespräche

mit dem Ausbilder hat jeder

die Chance zu wachsen und die

Karriereleiter hochzuklettern

oder sein Fachwissen zu vertiefen“,

erklärt die Talentmanagerin.

Die letzten Plätze für eine

Ausbildung 2022 sind nach Angaben

von Vion noch offen. Bewerbungen

für eine Ausbildung

oder ein Duales Studium nimmt

das Unternehmen unter crailsheim@jobs.vion-karriere.de

entgegen.

@ www.vion-karriere.de

Isabella Zarowny gibt an einem Messestand Auskunft über

die verschiedenen Ausbildungsberufe bei der Vion Food

Group.

Foto: Vion Crailsheim GmbH

Die Energiegenossenschaft EnerGeno

Heilbronn-Franken eG

blickt optimistisch in die Zukunft

– nach ihrem laut eigenen

Angaben erfolgreichsten Jahr in

der elfjährigen Geschichte. „Mit

unserer Expertise und Erfahrung

als großer Solarproduzent der

Region und unterstützt durch

die politischen Rahmenbedingungen

werden wir auch im Jahr

2022 viele Bürgerenergie-Projekte

in der Region umsetzen“, ist

Vorstand Georg Dukiewicz überzeugt.

Hinter der EnerGeno eG

stehen mehr als 1500 Genossenschaftsmitglieder.

Insgesamt

produziert die Energiegenossenschaft

mit den über 70 Solaranlagen

Solarstrom für mehr als

25.000 Menschen. „Im Jahr 2021

konnte mit einem solaren Zubau

von über 7000 kWp verteilt auf

20 Projekte ein neues Rekordergebnis

erzielt werden“, so Dukiewicz.

Immer mehr Unternehmen

und Kommunen möchten momentan

etwas für die Energieunabhängigkeit

und den Klimaschutz

tun. Dafür können bisher

brach liegenden Potentiale auf

den eigenen Dächern oder auch

in der Freifläche für Solarenergie

genutzt werden. „Hier bietet sich

die EnerGeno als umsetzungsstarker

und erfahrener Partner

mit einer Rundum-sorglos-Variante

an. Das Unternehmen

plant, baut, versichert, betreibt

und überwacht die Anlage“, sagt

Dukiewicz.

@ www.eghf.de

Foto: Stadt Bad Mergentheim

Vom 13. bis 15. Mai findet in Bad

Mergentheim bereits zum achten

Mal das Internationale Oldtimerbus-Treffen

statt. Nostalgische

Reisegefährte aus ganz

Europa versammeln sich dann

auf dem Marktplatz der Kurstadt

und lassen die Besucherinnen

und Besucher in vergangene

Zeiten und spannende Geschichten

eintauchen. Die Bus-

Historie basiert auf der Gründung

der „Kraftpostlinie“ 1898.

Die Fahrt von Mergentheim

nach Künzelsau galt seinerzeit

als technische Revolution.

@ www.bad-mergentheim.de

Einer der besten Arbeitgeber

Ein aktuelles Ranking der besten

1000 Arbeitgeber, das Focus-Business

kürzlich veröffentlicht

hat, zeichnete unter anderem

das Hohenloher Technologieunternehmen

Gemü aus. „Gemü-

Mitarbeitende sind besonders

zufrieden mit ihrem Arbeitgeber“,

sagt Gert Müller, geschäftsführender

Gesellschafter der

Gemü-Gruppe.

Im Auftrag des Wirtschaftsmagazins

hat das Rechercheinstitut

FactField eine deutschlandweite

Online-Befragung

durchgeführt und mehr als

550.000 Online-Bewertungen

von über 38.000 Arbeitgebern

analysiert. Das Ergebnis: Mit seinen

rund 1200 Beschäftigten an

drei Standorten im Hohelohekreis

und insgesamt über 2200

Beschäftigten weltweit ist Gemü

erneut einer der besten Arbeitgeber

in der Branche Industrie

und damit Top Nationaler Arbeitgeber

2022.

„Wir freuen uns, dass Gemü

erneut als Top Nationaler Arbeitgeber

ausgezeichnet wurde. Das

bestärkt uns darin, unsere familiäre

Unternehmenskultur stetig

weiterzuentwickeln. Dabei ist es

uns wichtig, dass Mitarbeitende

sich erfolgreich einbringen können

und wir zum Wohl unserer

Kunden ein gemeinsames Ziel

verfolgen“, sagt Müller.

Die Gemü-Gruppe bietet am

6. Mai 2022 ein Bewerber-Speed-

Dating an. Das findet sowohl bei

Gemü vor Ort als auch digital

statt. Mehr Infos sind auf der

Webseite des Technologieunternehmens

aus Ingelfingen zu

finden.

@ www.gemu-group.com

Öhringen wird wieder Messestadt

Die „8. messeÖhringen“ ist als

Messe im Park konzipiert und

findet vom 19.-22. Mai 2022 statt.

Durch die weiten Grün- und Außenflächen

können die empfohlenen

Abstands- und Hygieneregeln

nach Veranstalterangaben

sehr gut umgesetzt und im Messebetrieb

eingehalten werden.

Die Messe wird sich von der

Kultura entlang der Ohrn über

den Hofgarten und den Schlosshof

bis zum Marktplatz erstrecken.

Das bisherige Messekonzept

wurde weiterentwickelt und

ein neues, luftiges Park-Konzept

erarbeitet. Die Besucherinnen

und Besucher sollen im Ambiente

des barocken Hofgarten

eine Fülle an Fachinformationen

bekommen.

„Wir können es kaum erwarten,

endlich wieder Aussteller

und Besucher auf einer Messe zu

begrüßen – denn das ist unsere

Leidenschaft“, so Marco Koenitz,

verantwortlicher Projektleiter

der D. Koenitz GmbH.

„Nach der langen Corona-

Durststrecke, und den vielen

Monaten ohne Veranstaltungen

findet mit der Öhringer Messe

endlich wieder ein größerer und

zugleich sicherer Publikumsmagnet

statt“, freut sich Anastasia

Fahrenbruch von der städtischen

Wirtschaftsförderung.

Der Messe-Sonntag, 22. Mai

2022, wird in Öhringen ein verkaufsoffener

Sonntag sein. Geschäfte

des Einzelhandels öffnen

von 13-18 Uhr ihre Türen. Das

ein oder andere Messeschnäppchen

dürfte den Bummel durch

Öhringen zusätzlich interessant

machen.

@ www.oehringen.de

Ein Erfolgskonzept: „On-the-Job-Projekte“

im berufsbegleitenden Studium

Die berufsbegleitenden Bachelorund

MBA-Studiengänge am Heilbronner

Institut für Lebenslanges

Lernen (HILL), der Weiterbildungseinrichtung

der Hochschule

Heilbronn, haben zum

Ziel, die beruflichen Tätigkeiten

der Studierenden und das parallel

dazu laufende Studium optimal

miteinander zu verbinden.

Ein wichtiges Element für

dieses Zusammenspiel von Theorie

und Praxis sind die On-the-

Job-Projekte, bei denen die Studierenden

aktuelle Themen und

Problemstellungen aus ihrem

Unternehmen im Rahmen einer

Projektarbeit bearbeiten. Die

Abstimmung der Themen erfolgt

direkt mit dem Unternehmen

und dem jeweils zugeordneten

Unternehmensbetreuer. Abhängig

vom Studiengang werden die

On-the-Job-Projekte semesterweise

bearbeitet, ein Thema

kann aber auch semesterübergreifend

über mehrere Projektarbeiten

weitergeführt werden.

Der direkte Transfer von theoretisch-fachlichem

Wissen in

konkrete betriebswirtschaftliche

Problemstellungen aus dem Unternehmensalltag

festigt das erlernte

Wissen der Studierenden

und gibt ihnen die Möglichkeit,

Themen wissenschaftlich zu bearbeiten

und daraus neue Erkenntnisse

zu erlangen. Dabei

werden sie laut der Hochschule

Heilbronn fachlich von Expertinnen

und Experten aus der

Hochschule beratend unterstützt.

Für die Bearbeitung der

On-the-Job-Projekte ist oft ein

schnittstellenübergreifendes Arbeiten

und das Einbeziehen von

Foto: Hochschule Heilbronn

mehreren Ansprechpersonen

gefordert, sodass die Studierenden

im Laufe ihrer Projektarbeit

ihr firmeninternes Netzwerk erweitern.

Die Unternehmen können

wiederum davon profitieren,

dass sie ihre Mitarbeiter

praxisnah weiterentwickeln und

Input zu neuen Sichtweisen und

Lösungsansätzen durch den Dialog

mit der Hochschule bekommen.

@ www.hs-heilbronn.de/hill

Im Rahmen einer Projektarbeit bearbeiten die Studierenden

aktuelle Themen und Problemstellungen aus ihrem Unternehmen.

90

April 2022

91


VERANSTALTUNGSKALENDER

VERANSTALTUNGSKALENDER

Ausstellungen

06.05. – Sept. 2022 Bad Wimpfen

400 Jahre Schlacht bei Wimpfen

Reichsstädtisches Museum

06.05. – 22.07. Schwäbisch Hall

Farbspiele: Arbeiten aus der

Druckwerkstatt

Volkshochschule

07.05. Nordheim

Johanna Mangold

Nordheimer Scheune

08.05. – 29.05. Ilshofen

Solveig Kunz und Yvonne Karger:

Impressionen in Schwarzweiß gepaart

mit Farbenfreude

Pfarrscheuer

08.05. – 06.06. Bad Rappenau

Horst Strümann: Retrospektive

Wasserschloss

17.05. – 07.08. Wertheim

Die Kuh im Kühlschrank

Grafschaftsmuseum

20.05. – 02.10. Eppingen

Gartenschau

21.05. – 17.07. Schwäbisch Hall

Anja Schwörer/Anke Volk

Feste

01.05. Satteldorf-Gröningen

Aktionstag Hammerschmiede

Hammerschmiede

07.05. – 08.05. Eberstadt

Weinfest

Weinhaus

Tipp

Tipp

EVENTS UND VERANSTALTUNGEN IM MAI

Ein Service der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V.

Weitere Termine unter www.pro-region.de

Alle Angaben ohne Gewähr.

07.05. Bad Wimpfen

Lange KunstNacht

Altstadt

13.05. – 15.05. Bad Mergentheim

Internationales Oldtimer Bustreffen

Marktplatz

14.05. – 15.05. Ingelfingen-

Dörrenzimmern

777 Jahre Dörrenzimmern

14.05. Heilbronn

Aktionstag Heilbronn erleben

14.05. Neckarsulm

Shop‘in Neckarsulm – Genuss und

Musik in der City

Marktplatz

15.05. Lauda-Königshofen

Maimarkt – Verkaufsoffener Sonntag

Innenstadt von Lauda

21.05. Eppingen

Zunftbaumfest

21.05. – 22.05. Pfedelbach

Frühlingsmarkt

Rund ums Schloss

22.05. Eppingen

Frühlingsfest mit

verkaufsoffenem Sonntag

29.05. Schrozberg

Schrozberger Sommer

Stadtgebiet

Märkte

07.05. – 08.05. Schwäbisch Hall-

Wackershofen

Süddeutscher Käsemarkt Tipp

Freilandmuseum

25.05. Fichtenberg

Markttag

Marktplatz

Kleinkunst

06.05. Ilshofen

Wer ist eigentlich „WIR“? – mit

Frederic Hormuth

Rathausfoyer

08.05. Tauberbischofsheim

Politkabarett: Christian Ehring –

Antikörper

Engelsaal

12.05. Brackenheim

Eure Mütter

13.05. Igersheim

Klavierkabarett mit Anne Folger:

Fußnoten sind keine Reflexzonen

Kulturkeller

14.05. Weikersheim

Sarah Bosetti: Mit Liebe gegen

Hasskommentare

Evangelisches Gemeindehaus

14.05. Pfedelbach

Dui do on de Sell: Das Zauberwort

heißt BITTE

Gemeinde- und Festhalle Nobelgusch

Vorträge/Lesungen

03.05. Künzelsau

Von Frau Holle: Prof. Dr. Sabine

Wienker-Piepho: – Den guten und

bösen Mädchen

Kulturhaus Würth

13.05. Weinsberg

Lesung zum 100. Geburtstag

von Sophie Scholl

Baukelter

26.05. Kirchberg

Lesung mit der Autorin

Alena Schröder

30.05. Bad Mergentheim

Literatur im Schloss:

Katerina Poladjan

Residenzschloss Mergentheim

Musik

06.05. Weikersheim

Janácek Philharmonic Ostrava

Evangelisches Gemeindehaus

07.05. Künzelsau

Auf Flügeln des Belcanto

Carmen Würth Forum

07.05. Gaildorf

Wendrsonn

Limpurghalle

07.05. Wertheim

A Classic Jazz Night auf der Burg

08.05. Heilbronn

HSO Filmmusik

Harmonie, Theodor-Heuss-Saal

12.05. Künzelsau

30 Jahre Würth Band -

Jubiläumskonzert

Carmen Würth Forum

13.05. Weikersheim

Salut Salon

Evangelisches Gemeindehaus

Tipp

14.05. Tauberbischofsheim

Schlosskonzert: Jana Baumeister und

Irina Skhirtladze

Rathaussaal

15.05. Künzelsau

Familienkonzert - Die Zauberflöte

Carmen Würth Forum

15.05. Wertheim

Meisterkonzert im Schlösschen

Schlösschen im Hofgarten

Tipp

15.05. Kirchberg

Penalpsa Ensemble

Rittersaal des Schlosses

19.05. Tauberbischofsheim-

Distelhausen

Herbert & Schnipsi: Best of – Zeitreise

mit Schlaglöchern

Alte Füllerei

20.05. Vellberg-Großaltdorf

Füenf

Festhalle

21.05. Künzelsau

Vater & Sohn

Carmen Würth Forum

21.05. Lauffen

Hölder-Rock-Musical

Stadthalle

21.05. Wertheim

Klaus Kohler – der beflügelte Mann

Convenartiskeller

26.05. Schwäbisch Hall

Musik im Biergarten mit der

Würth Band

Kunsthalle Würth

26.05. – 28.05. Heilbronn

Klassik Open Air

Kiliansplatz

28.05. Künzelsau

Französische Inspirationen

Carmen Würth Forum

28.05. Neuenstein

Eröffnungskonzert 2022:

Welche Wonne, welche Lust

Schloss, Rittersaal

Theater

08.05. Schwäbisch Hall

Premiere: Die Schöne und das Biest

Neues Globe-Theater

08.05. Crailsheim

Duo Pyr

Ratssaal

14.05. Schwäbisch Hall

Geschichten ohne Worte

Tipp

Tipp

Marionettenspiel von Marlene Gmelin

und Detlef Schmelz

Kunsthalle Würth

15.05. Crailsheim

Hohenloher Streichquartett

Ratssaal

Mix

07.05. – 08.05. Heilbronn

20. Trollinger Marathon

Frankenstadion

07.05. Künzelsau

11. Künzelsauer Stadtlauf

Stadt

14.05. – 15.05. Dörzbach

Jagsttal-Wiesen-Wanderung

15.05. Schwäbisch Hall

Internationaler Museumstag

Kunsthalle Würth

21.05. Wertheim-Bronnbach

Touristische VIP-Radtour mit Vortrag

im Kloster

Kloster Bronnbach

25.05. Schwäbisch Hall

Kinderfest

Innenstadt

28.05. – 29.05. Rot am See-Musdorf

HOHPE Biathlon

Muswiesengelände

29.05. Schwäbisch Hall

Dreikönigslauf

Innenstadt

Kontakt

Bürgerinitiative pro Region

Heilbronn-Franken e.V.

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG

Postfach, 74650 Künzelsau

Tipp

Tipp

Tipp

Ansprechpartner für Termine:

Ralph Wachter, Telefon 07940 152329

www.pro-region.de

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April 2022

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AUSBLICK

Hackern keine Chance geben

Mit der Digitalisierung steigt auch die Gefahr von Cyber-Attacken. Kaum eine

Woche vergeht ohne eine Meldung über einen groß angelegten Hackerangriff

auf Unternehmen oder öffentliche Einrichtungen. In unserer nächsten Ausgabe

nehmen wir das Thema „Cyber-Security“ in den Fokus.

Vielfalt leben

Das Thema „Diversity“ spielt eine immer

bedeutendere Rolle in unserer

Wirtschaft und Gesellschaft.

„Diversity“ bedeutet „Vielfalt“ - und

für Unternehmen entscheidend ist der

bewusste Umgang mit personeller und

sozialer Vielfalt im Berufsalltag. Aus

klugem Diversity Management können

ökonomische Vorteile erwachsen.

Mehr erfahren Sie im nächsten Heft.

Die nächste

Ausgabe

erscheint ab

25. Mai

Urlaub vor der Haustür

Der Sommer steht in den Startlöchern.

Und wir haben in Heilbronn-Franken

das Glück, in einer sehr attraktiven

Urlaubsregion zu leben. Es ist also gar

nicht notwendig, in die Ferne zu

schweifen, um herrliche Natur zu erleben,

kulturelle Highlights zu genießen

oder sich einfach nur zu entspannen.

Tipps gibt es in der nächsten Ausgabe.

Fotos: Adobe Stock/sarayut_sy, Adobe Stock/Kzenon, Dirk Täuber

Impressum

Offizielles Organ der Bürgerinitiative

pro Region Heilbronn-Franken e. V.;

www.pro-region.de

Herausgeber

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG

Ein Unternehmen der

Stimme Mediengruppe

Geschäftsführer

Marcus Baumann, Marc Becker,

Tilmann Distelbarth

Verlagsleitung

Beate Semmler (V. i. S. d. P.)

Leitung Produktmanagement Print & Digital

Lisa Hofmann-Vorbach

Redaktionsleitung

Dirk Täuber

Redaktion

Hannah Henrici (Volo.), Yannis Gaukel (Volo.)

Layout und Grafik

Heilbronner Stimme Medienproduktion

Leitung Sales Management

Rainer Paschke

Telefon 0791 95061-8323

rainer.paschke@pro-vs.de

Sales Management

Heike Bischoff, Darja Schiz-Salov

Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 22 vom 1.1.2022

Vertrieb

Natalie Toth

Telefon 0791 95061-8300

Erscheinungsweise: monatlich

Bezugsbedingungen

Das Jahresabo beträgt 38,16 Euro.

Nachdruck und Vervielfältigung – auch

auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Verlages.

Verlags- und Redaktionsanschrift

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG

Stauffenbergstraße 18

74523 Schwäbisch Hall

Telefon 0791 95061-8300

info@pro-vs.de

Druck und Herstellung

Möller Pro Media GmbH

Zeppelinstraße 6, 16356 Ahrensfelde

Telefon 030 41909-0, Fax 030 41909-299

Gedruckt auf umweltfreundlichem UltraMag

Plus Silk-Recyclingpapier aus 100% Altpapier,

zertifiziert mit den Umweltsiegeln „Der Blaue

Engel“, „EU-Ecolabel“ sowie FSC- und PEFC-

Siegel.

ISSN 2509-5528

www.pro-magazin.de

PIONIERGEIST MADE IN CRAILSHEIM.

MIT WEITSICHT UND AUSDAUER.

Wer eine ganze Branche verändern möchte, braucht nicht nur eine Vision.

Sondern auch den Mut und die Ausdauer, sie umzusetzen. So wie

Gerhard Schubert, der 1966 begann, die Verpackungsmaschinenbranche

zu revolutionieren. Dieser Pioniergeist prägt unser Handeln bis heute.

Seit vielen Jahren gehört die Schubert Gruppe zu den weltweit führenden

Unternehmen für Verpackungsmaschinen, 2018 wurde unser Werk

Crailsheim als Fabrik des Jahres ausgezeichnet. Wir hören nicht auf,

die Zukunft weiterzuentwickeln. Mit Visionen, Mut und Ausdauer.

www.schubert.group

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April 2022


KARRIERE

BEI ROMMELAG

Mehr von uns online:

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www.rommelag.com/karriere

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