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28. September 2022

- Stadt Graz präsentierte neue Plattform für Blackout-Vorsorge - Corona-Kurzarbeit: Firmenchef vor Gericht - Steirischer Zentralraum startet gemeinsam in klimafitte Zukunft

- Stadt Graz präsentierte neue Plattform für Blackout-Vorsorge
- Corona-Kurzarbeit: Firmenchef vor Gericht
- Steirischer Zentralraum startet gemeinsam in klimafitte Zukunft

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28. SEPTEMBER 2022, E-PAPER AUSGABE

Getty

Quelle: ZAMG

12°

Trüb und kühl

verläuft der

morgige Donnerstag

in Graz.

Die Sonne zeigt

sich vermutlich kaum, dafür

umso mehr Regenwolken.

Neuer Job

Die WKÖ hat Ex-Bürgermeister Siegfried

Nagl mit der Koordination eines

Energiemasterplans beauftragt. 6

Neue Initiative

Eine Grazer Gemeinderätin startet eine

Petition für die Entkriminalisierung von

Abtreibung in Österreich. 7

Vorsorge für den Ernstfall:

Stadt liefert den

Grazern eine

Einkaufsliste

fürs Blackout

GETTY, SCHERIAU, PRASSL

Wichtig. Sollte es zu einem langfristigen Stromausfall oder einer anderen Krisensituation kommen, ist jeder Grazer gut beraten, Vorräte für

zumindest zwei Wochen auf Lager zu haben. Die Stadt Graz präsentierte heute eine neue Website, auf der es Tipps zur Vorbereitung gibt. SEITE 2


2 graz

www.grazer.at 28. SEPTEMBER 2022

Die AGES verzeichnet einen massiven

Anstieg der Corona Zahlen.

GETTY

Corona in Graz

und Umgebung

■ Die Corona-Infektionszahlen

in Graz und Umgebung steigen

sprunghaft an. Die Sieben-

Tage-Inzidenz beträgt in Graz

nun 674,3 (gestern: 577,0). In

Graz-Umgebung liegt der Wert

bei 858,3 (gestern: 767,1). Im

Durchschnitt sind es in der Steiermark

momentan 633,8 Fälle

pro 100.000 Einwohner. Die

AGES vermeldet 172 Fälle auf

steirischen Normal- und 14 auf

Intensivstationen. 546 Grazer

sind bisher mit Corona verstorben,

419 in GU.

Stadt präsentierte

neue Plattform für

Blackout-Vorsorge

Jeder sollte genügend Nahrungsmittel zuhause haben, um sich im Notfall zwei Wochen versorgen zu können. GETTY

ICH HAB WAS AUF LAGER. Die Bevölkerung soll mithelfen. Wie viele und welche

Lebensmittel sollte man für den Ernstfall zuhause haben? Diese und weitere

Fragen werden von der Stadt Graz auf einer neuen Website beantwortet.

Walter Mayer, Bernhard Hass, H. Seitinger,

Rudolf Elsenwenger (v.l.). UAW/SCHERIAU

KAGes gegen

Lebensmittelmüll

■ Krankenhäuse stehen bei der

Lebensmittelabfallvermeidung

vor großen Herausforderungen,

das größte Reduktionspotenzial

besteht bei der Außer-Haus-

Verpflegung, hier betragen die

Abfallmengen im Schnitt 31 Prozent.

Nun will die KAGes dem

Abfall den Kampf ansagen, wie

heute mit Landesrat Hans Seitinger

und United Against Waste

zum Welttag gegen Lebensmittelverschwendung

informiert

wurde. Künftig sollen Patienten

etwa vermehrt zwischen Portionsgrößen

wählen können.

Von Verena Leitold

verena.leitold@grazer.at

Die Wahrscheinlichkeit eines

Blackouts, also eines überregionalen,

längerfristigen

Stromausfalls verbunden mit dem

Wegfall der wichtigsten Infrastruktur,

bewerten verschiedene Experten

in den nächsten Jahren bei

fast hundert Prozent. Der ständig

wachsende Strombedarf, Cyberangriffe,

Extremwetterlagen und

nicht zuletzt natürlich die unsichere

Lage am Energiemarkt tun ihren

Teil. Die Stadt Graz beschäftigt sich

deshalb intensiv mit der Vorsorge

für den Krisenfall. Heute präsentierten

Bürgermeisterin Elke

Kahr, Magistratsdirektor Martin

Haidvogl und Sicherheitsmanager

Gilbert Sandner den neuen

Webauftritt www.sicherheit.graz.

at – dort werden ab sofort alle relevanten

Informationen rund um

die Blackout-Vorsorge gebündelt.

Vorratsliste

Auf der Homepage findet man

etwa ein Beispiel für einen 14-Tage-Lebensmittelvorrat

für eine

Person: 4,5 Kilo Getreideprodukte

in Form von Nudeln, Zweiback

oder vakuumverpacktem Vollkornbrot,

zwei Kilo Fleisch oder

Fisch in Dosen oder geräuchert,

4,5 Kilo Milchprodukte wie Haltbarmilch,

Milchpulver oder Hartkäse,

sechs Kilo Obst und Gemüse

in Konserven oder in Form von

trockenen Hülsenfrüchten oder

Nüssen sowie zwei Kilo Fertiggerichte.

Außerdem sollte man

gewisse Grundnahrungsmittel

wie Mehl, Reis, Kartoffeln, Haferflocken,

Zucker, Gewürze, Essig,

Speiseöl, Butter und Margarine

immer im Haus haben. Nach Bedarf

kommen Babynahrung, Allergiker-

bzw. Diätkost, Tierfutter,

Schokolade, Kaffee und ähnliches

dazu. Mit ungefähr 70 Euro muss

man für diesen Vorrat rechnen

(wenn man Eigenmarken kauft).

Pro Person und Tag sind außerdem

mindestens 1,5 Liter Wasser

einzulagern. Dabei sollte man

beachten, dass man das Wasser

nicht nur zum Trinken, sondern

auch zum Kochen, Abwaschen

und zur Körperpflege braucht.

Einige Geschäfte bieten auch

spezielle Notfallvorräte an, die

zehn bis 15 Jahre haltbar sind.

Hilfreiche Tipps

„Auf einen Blackout kann sich die

Stadtverwaltung nur gemeinsam

mit den Grazerinnen und Grazern

vorbereiten. Wir können dafür

sorgen, dass die notwendigste Basisinfrastruktur,

wie die Wasserversorgung

und der öffentliche Verkehr,

ausreichend funktionieren“,

so Haidvogl. „Die Grazer müssen

die notwendige Vorsorge in der Familie

und im Haushalt treffen. Gemeinsam

kommen wir sicher gut

durch Krisensituationen.“

Auf der neu eingerichteten

Website findet man auch eine

Checkliste für die Eigenvorsorge,

einen Leitfaden zur Erstellung

eines persönlichen Sicherheitskonzepts

sowie Tipps und Tricks

für die Zusammenstellung einer

Dokumentenmappe und eines

Notfall-Rucksacks. Von der Stadt

werden im Kooperation mit der

Diözese Blackout-Leuchtrüme

eingerichtet, die fußläufig zu erreichen

sind. Dort gibt es im Ernstfall

dann Informationen und Hilfe.


28. SEPTEMBER 2022 www.grazer.at

graz 3

Ultimativer Vegan-Test

Blog

achtnull

www.grazer.at

/achtnull

Bloggerin

Melanie

konnte bei

der veganen

Monà-Mur-Tour

schlemmen.

■ Bloggerin Melanie Köppel

testet jede Woche ein neues Lokal

in Graz und Umgebung und

verrät ihre Meinung dazu – wie

schmeckt es, wie ist der Preis

und wie ist das Ambiente? All

das kann man stets mittwochs

nachlesen. Diese Woche gab es

für Melanie gleich zehn Lokale

auf einmal zu testen – nämlich

im Rahmen der Gusto Guerilla,

einer kulinarischen Tour durch

die Stadt. Im siebenten Himmel

schwebte unsere Bloggerin

vor allem auch deshalb, weil es

sich dieses Mal ausschließlich

um vegane Gerichte handelte.

Sie kam da etwa im Mangolds,

Café Moses, Ceylon Curry, Limes

Café, der Loge oder im Parks

vorbei. Hungrig musste sie also

definitiv nicht nach Hause gehen.

Mehr dazu und wie es Melanie

geschmeckt hat, gibt es im

Blog Achtnull nachzulesen unter

www.grazer.at/achtnull.

KK

Ein Zuhause

zwei Kätzchen Grazer

Pfoten

Lisa und Josephina sind verspielt und neugierig aber noch etwas scheu. KK

Beide sind noch etwas skeptisch

und brauchen Zeit Katzendamen nur gemeinsam.

Vergeben werden die beiden

zum Auftauen. Doch mit ihren

drei Monaten sind Lisa und Josephina

noch recht jung – sie

werden sicher noch selbstbewusster.

- 3 Monate, weiblich

- noch etwas skeptisch

- nur gemeinsame Vergabe

Verspielt, neugierig

und freundlich sind beide, für

einen Haushalt mit kleinen

Kindern aber weniger geeignet.

Kontakt: Arche Noah

www.aktivertierschutz.at

Tel. 0676/84 24 17 434


4 graz

www.grazer.at 28. SEPTEMBER 2022

Der Angeklagte in einem Betrugsfall bleibt weiter unbescholten: Im Grazer

Straflandesgericht wurde ein Opfer-Täter-Ausgleich vereinbart.

KK

Corona-Kurzarbeit:

Firmenchef vor Gericht

DIVERSION. Im Fall eines angeblichen schweren

Betruges erhielt der Angeklagte eine Geldbuße.

Von Mirella Kuchling

mirella.kuchling@grazer.at

Ereignet hat sich alles bereits

im Jahr 2020, als die

Coronawelle auch hierzulande

die Arbeitswelt veränderte.

Der Geschäftsführer

einer Grazer Firma sollte sich

laut Aussage eines ehemaligen

Mitarbeiters von März bis September

des genannten Jahres

an unrechtmäßig bezogener

Covid-19-Kurzzeitarbeitshilfe

bereichert haben. Dieser Mitarbeiter

wurde nicht einvernommen,

da der Angeklagte die Verantwortung

übernahm und das

Verschulden, so Richterin Julia

Noack, in Summe nicht so groß

war, genaugenommen ging es

um rund 10.600 Euro.

Der Verteidiger des Angeklagten

betonte in seinem Eröffnungsplädoyer

heute am Straflandesgericht

in Graz, dass er

seinen Mandanten schon lange

kenne und ihm den ihm angelasteten

Sachverhalt keineswes

zutraue. Außerdem handle es

sich bei dem Ankläger um einen

ehemaligen, gekündigten Mitarbeiter,

der als einziger von allen

Mitarbeitern des Unternehmens

nichts von Kurzarbeit gewusst

haben wollte. In den Akten liege

auch kein Beweis dafür vor, dass

sein Mandant Urkunden oder

Beweismittel gefälscht habe.

16.000 Euro

Der Angeklagte, so sein Verteidiger,

habe sich trotzdem

entschieden, diese Beträge zurückzuzahlen,

„damit nicht der

Verdacht aufkommt, er könnte

sich bereichert haben.“ Er sei

auch dazu bereit, die Verantwortung

zu übernehmen.

Das Arbeitsmarktservice versprach

zurückzuziehen, so die

ausständige Summe bereits zurücküberwiesen

worden sei, was

mittels Anruf bestätigt werden

konnte. Richterin Noack sprach

eine Diversion aus, die Geldbuße

beträgt 16.000 Euro oder 160

Tagessätze zu jeweils 100 Euro.

Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

Für eine klimangepasste Zukunft: Bei der Pressekonferenz in Gössendorf

wurden essenzielle Themen erläutert. REGIONALMANAGEMENT STEIRISCHER ZENTRALRAUM GMBH

Gemeinsam stark für

eine klimafitte Region

ZUKUNFT. Das Regionalmanagement informierte

über Pläne zur Klimawandelanpassung.

Von Lia Remschnig

lia.remschnig@grazer.at

Trockene Böden, starker

Regen, Knappheit von Ressourcen

– die gravierenden

Auswirkungen des Klimawandels

beeinflussen allerorts und

stellen Bewohner vor neue Herausforderungen.

Diesem Problem

wollen die Gemeinden des

steirischen Zentralraums (Graz,

GU und Voitsberg) nachgehen.

Die Gemeinden und das Regionalmanagement

sehen der

Zukunft mit einem Budget von

insgesamt rund 3,5 Millionen

Euro für Maßnahmen zu einem

klimawandelangepassten Dasein

optimistisch entgegen.

Stimmen

Ein nachhaltiger Umgang mit

den vorhandenen Ressourcen

werde von vermehrter Wichtigkeit

sein, gibt Landesrätin Ursula

Lackner, Ressortverantwortliche

des Landes Steiermark

für Umwelt, Klimaschutz und

Regionalentwicklung zu beden-

ken. Barbara Eibinger-Miedl,

Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus,

Regionen, Wissenschaft

und Forschung, ergänzt: „Um

dem Klimawandel und seinen

Auswirkungen begegnen zu

können, sind wir auf allen Ebenen

gefordert, wirksame Maßnahmen

zu ergreifen. Denn nur

gemeinsam können wir diese

große Herausforderung unserer

Zeit meistern und die Lebensgrundlage

für künftige Generationen

sichern.“

Eine gute Basis für eine Fülle

von Umsetzungsmöglichkeiten

zur resilienten Entwicklung der

Region sei geschaffen worden,

verspricht Anna Lampl, bereichsleitende

Regionalmanagerin

im Steirischen Zentralraum.

Nächstes Jahr sollen diese Möglichkeiten

fortgeführt werden

– nicht nur mit der Anpassung,

sondern vor allem auch der Begrünung

von stark bebauten Gebieten.

Auch der Bürgermeister

von Gössendorf Gerald Wonner

befürwortet eine Vernetzung,

vor allem zum Wasserschutz.

derGrazer

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10 |

GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | ASSISTENZ & MARKETING: Silvia Pfeifer (0664/80 66666 41) | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Fabian Kleindienst (CvD

Print, 0664/80 666 6538), Verena Leitold (CvD Digital, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/80 666 6694), Lia Remschnig (0664/80 666 6490), Redaktions-Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at | ANZEIGENANNAHME: Fax

0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/80 666 6897), Mag. Eva Semmler

(0664/80 666 6895) | Victoria Purkarthofer (0664 / 80 666 6528) | OFFICE MANAGEMENT & PR-REDAKTION: Pia Ebert (0664/ 80 666 6642) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 176.193 (Der

Grazer, wö, ÖAK 1.HJ 2021). | OFFENLEGUNG: Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


28. SEPTEMBER 2022 www.grazer.at

graz 5

C H R O N I K

Blaulicht

Report

✏ lia.remschnig@grazer.at

Karton fing Feuer

auf Herdplatte

■ Die Freiwillige Feuerwehr

in Kalsdorf bei Graz wurde am

gestrigen Abend zu einem Einsatz

gerufen, der hätte weitaus

schlimmer ausgehen können:

Ein auf einer heißen Herdplatte

abgestellter Karton fing nämlich

Feuer. Etwa gegen 19.30 Uhr löste

eine dadadurch entstandene

Rauchentwicklung die Brandmeldeanlage

eines Betriebes

aus. Die Belegschaft hatte den

Karton allerdings bereits vor

dem Eintreffen der Freiwilligen

Feuerwehr Kalsdorf aus der Küche

entfernt. Die Einsatzkräfte

führten mit der Wärmebildkamera

zuletzt noch Kontrollen auf

etwaige Glutnester durch und

konnten dann wieder einrücken.

Die Kontrolle der Wärmebildkamera bei dem Einsatz der FF Kalsdorf in Graz-

Umgebung zeigte gestern lediglich erhöhte Temperaturen an. FF KALSDORF BEI GRAZ

Mehr Transparenz soll künftig gegeben

sein bei Besetzungen. LUEF

Besetzungen nun

transparenter

■ Ein neues Besetzungsverfahren

bei Führungskräften der

Holding Graz soll nun für mehr

Fairness sorgen. Ein heute präsentiertes

Vier-Ebenen-Modell

garantiert bei Top-Besetzungen

ein Maximum an Objektivität. So

sollen etwa politisch motivierte

Besetzungen von Stellen vermieden

werden. Aktuell wird das

neue System bereits bei den Ausschreibungen

der Energie Graz,

GEA, Bestattung und Ankünder,

sowie im Managementbereich

Finanzen und Facility der Holding

genützt.

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6 graz

www.grazer.at 28. SEPTEMBER 2022

Green Tech-CEOs von morgen

INNOVATIV. Beim heurigen Green Tech Summer konnten Studierende in Graz wieder mit ihren nachhaltigen

Start-up-Ideen aufzeigen. Spannende Konzepte wurden nun im Lendhafen präsentiert.

Von Fabian Kleindienst

fabian.kleindienst@grazer.at

Im Rahmen des „Green Tech

Summers“ lernten Studierende

aus ganz Österreich gemeinsam

mit Experten von Stadt

Graz, SFG, Green Tech Cluster,

Gründungsgarage und Science

Park Graz, in Workshops, was es

für ein funktionierendes Start-up

braucht. Businessplanung, Pitch-

Trainings und aktive Vernetzung

mit Businesskontakten standen

am Programm. „Wir wollen junge,

innovative Menschen mit guten

Geschäftsideen unterstützen,

um Unternehmensgründungen

in diesem Bereich zum Erfolg zu

verhelfen“, erklärt Stadtrat Günter

Riegler (ÖVP). Jetzt werden

bis zu 6000 Euro pro Team vergeben.

Die Jungunternehmer in spe

können außerdem Büroäumlich-

Der Kraftwerkskessel in Gratkorn wurde modernisiert.

keiten im Green Tech Hub in der

Smart City nutzen.

Spannende Ideen

Beim Abschlussevent im Lendhafen

am Mariahilferplatz konnten

die Studierenden ihre grünen Geschäftsideen

einer Jury präsentieren.

Mit spannenden Ideen:

☞ Scan4Good von der FH Joanneum

will mit einem smarten

Kühlschrank gegen Lebensmittelverschwendung

vorgehen.

☞ ProjectLIB punktete mit der

Zerkleinerung und dem Recycling

von End-of-Life-Lithium-Ionen-

Batterien.

☞ Ebenfalls präsentiert wurden

ein veganer und glutenfreier Sushi-Burger

und ein neues Verfahren

zur Erzeugung von Biogas.

In der Vergangenheit entstanden

schon einige nachhaltige Unternehmen

aus dem Programm,

Sappi: Neue Energieära

SAPPI GRATKORN

■ Die vollständige Modernisierung

des Kraftwerkskessels bei

Sappi Gratkorn ist abgeschlossen.

Statt Kohle werden nun

nachhaltigere Brennstoffe eingesetzt,

um die Papiermaschinen

des Werks zu betreiben.

Der neue Kessel wird in einer

Übergangsphase mit Erdgas

und Biomasse befeuert werden,

künftig soll vorwiegend

Biomasse eingesetzt werden.

„Unser Ziel ist es, letztendlich

nur noch nachhaltige und erneuerbare

Brennstoffe zu verwenden.

Damit machen wir

uns, gerade in Zeiten von Gasknappheit

und Unsicherheit

am Energiemarkt, in Zukunft

unabhängiger“, erklärt Sappi

Gratkorn-Geschäftsführer Max

Oberhumer. Mit dem Ausstieg

aus Kohle reduziert das Werk in

Gratkorn seinen CO 2

-Ausstoß

um etwa 30 Prozent, dafür wurden

35 Millionen Euro investiert

– was auch ein Zeichen für

den Standort ist.

etwa die „Wardy-App“, einer digitalen

Stempelkarte für Kaffeeliebhaber.

Insgesamt zeigt sich das

Green Tech Valley als fruchtbarer

Nährboden für grüne Start-Ups,

Green Tech Summer 2022 Abschlussevent im Grazer Lendhafen.NIKI POMMER/GREN TECH CLUSTER

WKÖ holt sich Nagl

■ Angesichts der aktuellen Preisentwicklungen

auf den Energiemärkten

hat das Präsidium der

Wirtschaftskammer Österreich

heute bekannt gegeben, einen

Energie-Sonderbeauftragten zu

berufen. Und vor allem für Grazer

ist das kein Unbekannter: Ex-

Bürgermeister Siegfried Nagl,

auch ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender

der Grazer Stadtwerke

und aktueller Präsident

des Ökosozialen Forums Steiermark,

wird ab 1. Oktober mit

die Steiermark verzeichnet die

derzeit höchste dichte Österreichs.

Dementsprechend soll der Green

Tech Summer auch 2023 wieder

stattfinden.

der Koordinierung eines umfassenden

Energiemasterplans für

Österreichs Wirtschaft beauftragt.

Dazu soll er sich in einen

strukturierten Austausch mit

Stakeholdern im In- und Ausland

begeben. Entstehen soll ein

konkreter Umsetzungsplan, der

die erforderliche Technologieoffenheit

ebenso berücksichtigt,

wie die infrastrukturellen Notwendigkeiten

und die Möglichkeiten

internationaler Energiepartnerschaften.

Alt-Bürgermeister Siegfried Nagl übernimmt in der österreichischen Wirtschaftskammer

ab Oktober die Funktion des Energie-Sonderbeauftragten. SCHERIAU


28. SEPTEMBER 2022 www.grazer.at

Grazer Gemeinderätin startet Abtreibungspetition:

graz 7

„Mein Körper gehört mir“

ABTREIBUNG. Zum heutigen International Safe Abortion Day nimmt die Stadt Graz eine liberale Stellung

ein. Nicht überall auf der Welt wird Frauen ein sicherer Zugang zum Schwangerschaftsabbruch gewährt.

Von Lia Remschnig

lia.remschnig@grazer.at

Bereits seit 1990 findet der

heutige Aktionstag für die

Möglichkeit zur sicheren

Abtreibung statt. In Österreich

gibt es zwar kein Recht auf Abtreibung,

dennoch ist ein sicherer

und professioneller Schwangerschaftsabbruch

bis zur 12.

Schwangerschaftswoche straffrei.

„Um den Schwangerschaftsabbruch

endgültig zu entkriminalisieren

ist es notwendig, ihn außerhalb

des Strafrechts zu stellen“,

sagt KPÖ-Gemeinderätin Miriam

Herlicska. Sie wird dazu eine Petition

an die Bundesregierung

einbringen. Des Weiteren ist eine

Abtreibung mit hohen Kosten verbunden

und wird auch nicht in

allen Bundesländern bzw. auch

nicht in allen öffentlichen Krankenhäusern

durchgeführt. Dennoch

ist die Situation im internationalen

Vergleich weitaus positiver

als beispielsweise in Polen, Ungarn

oder Malta. Zuletzt wurde

im Juni diesen Jahres auch in den

USA das Recht auf Abtreibung gekippt.

So werden Frauen vielerorts

praktisch dazu genötigt, sich unsicheren

Methoden zu unterziehen.

Maßnahmen

„Frauen haben selbst das Recht,

über ihren Körper zu entscheiden.

Gesellschaft und Staat haben diese

schwerwiegende und alles andere

als einfache Entscheidung zu respektieren“,

ist sich Gesundheitsstadtrat

Robert Krotzer (KPÖ)

sicher. Die Stadt und das Gesundheitsamt

möchten Frauen durch

Beratung unterstützen.

Der Zugang zu sicheren, legalen und kostenlosen Abtreibungsdiensten kann

weltweit das Leben vieler Frauen retten“, meint Miriam Herlicska. GETTY/PRASSL


8 graz

www.grazer.at 28. SEPTEMBER 2022

Jetzt

mitdiskutieren

www.facebook.com/derGrazer

Erzürnt

Autobahnen wurden gebaut,

um schnell große Distanzen zu

überwinden, das hat viel Geld

gekostet und jetzt kommen ein

paar Umweltidioten und wollen,

dass alles umsonst war.

Kurt Nosko

* * *

Raserei-Stop

Es wird Zeit, endlich mit dem

Rasen Schluss zu machen!

Schnell fahren ist weder sexy

noch intelligent.

Andrea Haffner

* * *

Sinnlos

Tempo 100 auf Autobahnen ist

doch sinnbefreit. Da sollte es andere

Lösungen für die Menschen

dort geben.

Harald Mocnik

* * *

Bedingung

Alle Bewohner, die dort in der

Umgebung wohnen und für 100

sind, weil es zu laut ist, haben

zuerst auf ihr eigenes Auto zu

verzichten.

Heinz Heinrich Huter

* * *

Spaß

Man könnte dieses Kaff auch

umsiedeln …

Michael Pomberger

* * *

Bessere Idee

Besser wäre die fehlende

300-Meter-Lärmschutzwand

fertig zu stellen!

Helmut Gmeindl

* * *

Analyse

Zuerst Grund kaufen, danach

beschweren wegen des Autobahnlärms.

Christoph Vuko Vic

* * *

Schwerverkehr

Die Pkw sind nicht das Problem

– es ist der Schwerverkehr.

Aber es ist wunderbar,

dass jeder eine Meinung

dazu hat, obwohl kein einziger

Poster hier wohnt.

Thomas Berghold

* * *

Antwort

Also stören Sie die Lkw? Dann

bauen Sie Ihr Essen selbst an

und kaufen nichts mehr in Geschäften.

Bauen dürfen Sie auch

nichts, wird auch mit dem LKW

geliefert. Erwarten Sie dann

bloß keine Post mehr, denn auch

die kommt mit dem Lkw zum

Verteilen in die Zentrale.

Natascha Stoni

Meistkommentierte

Geschichte

des Tages

Tempo

100 auf

Autobahn

Ein Bürgerforum sammelt in

Deutschfeistritz Stimmen für

eine 100er-Beschränkung auf der

Autobahn und der Schnellstraße

durch den Ort. Die Initiative

„Stopp für Lärm“ fordert eine

regional begrenzte Temporeduktion

auf der A9 und der S35 will

man im Gemeindegebiet Tempo

100 und durchgehende Lärmschutzwände.

Die „Grazer“-Leser

diskutieren auf Facebook.

REAKTIONEN & KOMMENTARE

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28. SEPTEMBER 2022 www.grazer.at

Ausblick

graz 9

Was am Donnerstag in Graz wichtig ist

■ Es ist wieder Messezeit! Morgen Donnerstag wird die Grazer

Herbstmesse, die bis 3. Oktober dauert, eröffnet: Mit Vergnügungspark,

Jobbörse, Schlagerbühne und Klassiker-Themenwelten wie Kulinarik,

Mode und Interior-Design.

■ Um noch mehr Menschen für eine Karriere mit Lehre zu begeistern,

wird es in Graz morgen erstmals einen „Tag der Lehrberufe“ geben.

Morgen werden die Details dazu präsentiert.

■ Die allmonatliche Demo gegen Gewalt an Frauen startet um 17.30

Uhr am Griesplatz und bremst auch die Öffis und Autofahrer aus.

■ Volle Frauenpower gibt‘s beim Female Future Festival in die Seifenfabrik.

Mit dabei sind mehr als 25 Speakerinnen, unter anderem

Magdalena Rogl von Microsoft, 360 Business Planner Geschäftsführerin

Christiane Holzinger und Autorin Tijen Onaran.

■ In der Helmut-List-Halle werden bei der „Galanacht des Sports“

die steirischen Sportler des Jahres geehrt – für 2021 und 2022.

■ Von Fashion-Trends über Beauty-Produkte bis hin zu ausgefallenen

Wohnaccessoires und Geschenkideen: Morgen eröffnet im Murpark

der erste TK Maxx der Stadt.

■ Im Center West sperrt Pepco morgen seinen neuen Store auf.

■ Das Kosmetikunternehmen L‘Occitane feiert in der Schmiedgasse

seinen 25. Geburtstag.

Am morgigen Donnerstag startet die Grazer Herbstmesse. Bis inkl. Montag

werden täglich im Durchschnitt 70.000 Besucher erwartet.

KK

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Restaurant Schlossberg

Am Schlossberg 7, 8010 Graz

+43 316 840000 | office@schlossberggraz.at

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