Ärzteblatt Januar 2009 - Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

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Ärzteblatt Januar 2009 - Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

ÄRZTEBLATT

1/2009

MECKLENBURG-VORPOMMERN

Achtung! Fortbildungskatalog 2009 (Heftmitte)

Beschlüsse der 44. Kammerversammlung

Gebührensatzung der Ärztekammer M-V


Inhalt

Leitartikel

Wie lange noch? 4

Aus der Kammer

Beschlüsse der 44. Kammerversammlung 5

Klarstellung zum Artikel

„Vornahme von Schutzimpfungen“ 7

HIV-PEP-Notfalldepots in

Mecklenburg-Vorpommern 7

Aktuelles

Verbrauch von Blutpodukten muß gemeldet

werden 9

Satzungen und Ordnungen

Gebührensatzung der Ärztekammer

Mecklenburg-Vorpommern 10

Kongreßbericht

36. Kongreß der Deutschen Gesellschaft

für Rheumatologie 13

Recht

Aus der Praxis der Norddeutschen

Schlichtungsstelle 15

Fortbildung

Fachtagung „Gewalt in der Familie:

Früh erkennen – Richtig Handeln“ 17

Antrag auf Erteilung des Fortbildungszertifikates 18

Veranstaltungen und Kongresse

Veranstaltungen der Ärztekammer M-V 19

Veranstaltungen in unserem Kammerbereich 19

Veranstaltungen in anderen Kammerbereichen 20

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG

Aus der Kassenärztlichen Vereinigung

Öffentliche Ausschreibung 21

Geschichtliches

Medizingeschichte in Mecklenburg-Vorpommern 22

Die etwas andere Medizin 23

Buchvorstellungen

Für Sie gelesen 24

Service

Risikovorsorge mit Sicherheitsgarantie durch

MedProtect 27

Fortbildung

Jahreshöhepunkt der Fortbildung:

Die 17. Seminar- und Fortbildungswoche

in Kühlungsborn 28

30. Sportweltspiele der Medizin und

Gesundheit 2009 29

Kulturecke

Wir leben im Wechsel der Jahreszeiten 30

Die Bühne als Welt der Bilder 31

Digitale Fotografie von Johann-Philipp Crusius 31

Personalien

Wir beglückwünschen 32

Impressum 32

Achtung ! Der Fortbildungskatalog 2009 ist in der Heftmitte eingeheftet.

Seite 3


LEITARTIKEL

Wie lange noch?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Gesundheitsministerin hat ja wohl einen Sieg davongetragen,

indem die Ärzteschaft, insbesondere die Niedergelassenen, sich

in Fachärzte für Allgemeinmedizin und Fachärzte der übrigen

Fachgebiete – hinsichtlich ihrer Verwaltung durch die Kassenärztlichen

Vereinigung – haben spalten lassen bzw. die Spaltung

selbst vorangetrieben haben. Wir sprechen immer vom Bürokratieabbau

und fordern diesen von der Politik. Künftig wird es aber

einen Bürokratieaufbau geben, indem zum einen die Kassenärztlichen

Vereinigungen für den Arzt zur Abrechnung zur Verfügung

stehen und zum anderen für den hausärztlichen Bereich

eine zusätzliche hausärztliche Vertragsgemeinschaft geschaffen

wird – zumindest in den meisten Bundesländern. Hier muß ausdrücklich

unserer Kassenärztlichen Vereinigung Dank und Anerkennung

gezollt werden, denn Dr. Eckert hat als Vorsitzender

der Kassenärztlichen Vereinigung M-V, eine Abspaltung der Hausärztinnen

und Hausärzte von der Kassenärztlichen Vereinigung

vermieden. Dr. Eckert verhandelt für diese Fachgruppe mit. Mecklenburg-Vorpommern

ist an dieser Stelle wieder Vorreiter, weil

gemeinschaftlich für die niedergelassenen Ärzte die Abrechnung,

die Qualitätssicherung in der Niederlassung und ähnliches geregelt

werden. Anderenfalls hätte Ulla Schmidt auch in unserem

Bundesland gewonnen – nach dem alten cäsarischen Prinzip „divide

et impera“.

Es ist schon merkwürdig, daß die Ärzte, die früher Selektivverträge

verwehrt und den vorauseilenden Gehorsam gerügt haben,

wie z. B. in Bayern und Baden-Württemberg, heute diese Selektivverträge

abschließen und somit zur Spaltung der Ärzteschaft

beigetragen haben. Aber es ist noch viel schlimmer, denn durch

die Selektivverträge und die Disease-Management-Programme

wird den Ärztinnen und Ärzten von den Krankenkassen eine

Schulung auferlegt, die in vielen Fällen von regulärer Fortbildung

zu differenzieren ist. In den Verträgen wird direkt von Schulung

gesprochen und auf Bundesebene ist hinterfragt worden, ob diese

auf die 250 zu erbringenden Punkte auch noch anrechenbar

sein kann. Es werden spezielle Punkte vergeben und in einzelnen

Selektivverträgen wird gefordert, in einer entsprechenden Anzahl

von Stunden die Fortbildung für Palliativmedizin, für Geriatrie,

für Psychosomatik und für Schmerztherapie nachzuweisen.

Die Grenze des Erträglichen ist hier weit überschritten.

Wie lange wollen wir Ärzte uns eigentlich noch von den Krankenkassen

und der Gesundheitsministerin sowie ihren Mitarbeitern

im Ministerium am Nasenring durch die Arena der Gesundheitspolitik

ziehen lassen?

Mindestens acht Prozent der Arbeitszeit widmen die Ärzte in der

Bundesrepublik der Fortbildung. Das ergab eine jüngste Umfrage

unter Ärzten. Welcher andere Berufsstand hat einen so hohen

Fortbildungsanteil? Die Fortbildung für Krankenhausärzte ist

durch den Beschluß des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)

zur arbeitsvertraglichen Pflicht geworden. Was man seitens des

G-BA und des Gesetzgebers unberücksichtigt ließ, ist, daß, wenn

sie zur Dienstaufgabe wird, der Arzt dafür freizustellen ist. Hier

haben die Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen die Zeichen

der Zeit nicht erkannt. Sie haben die Ärztinnen und Ärzte für die

Fortbildung (50 Punkte pro Jahr) freizustellen. Dies sind im Schnitt

mehr als sechs Tage. Was bedeutet, daß die in den meisten Tarifverträgen

abgeschlossenen drei Tage Freistellung im Krankenhaus

contra legem sind. Anstatt die Ärzteschaft zu unterstützten und

den Berufsstand wieder in das Licht zu setzen, das ihm gebührt,

als demjenigen der Krankheiten heilt, Leiden lindert, Sterbende

begleitet und Kinder auf diese Welt holt, läßt die Politik nichts

unversucht, um im sogenannten BKA-Gesetz – das zur Zeit im

Vermittlungsausschuß ist – die Ärzte hinsichtlich des Schutzes

schlechter zu stellen, als zum Beispiel Abgeordnete. Hier sind die

Innen- und Sozialminister der Länder aufgefordert, über den

Bundesrat und im Vermittlungsausschuß die Ärzte und die Geistlichen

gleichzustellen mit den Abgeordneten, nämlich in die Kategorie

„höchste Vertraulichkeit“ einzustufen und somit das Arzt-

Patienten-Verhältnis nicht zu gefährden.

Im neuen Jahr wird der Gesundheitsfond kommen. Zunächst steht

fest, daß eine halbe Milliarde Euro fehlt. Wir werden langfristig

dabei feststellen müssen, daß wir keine schleichende Rationierung

haben, sondern daß die Rationierung an der Tagesordnung

ist, und es zukünftig bei Nichtbezahlung von Mehrleistungen zur

Ausweitung von Wartelisten besonders in der operativen medizinischen

Versorgung kommen wird. Wenn Mehrleistungen nicht

bezahlt werden, ist auch keine Mengenausweitung vom Grunde

her möglich, und letztendlich wird dies der Situation unserer Patienten

nicht zuträglich sein. Wir sind aber nach wie vor der letzte

und einzige Anwalt des Patienten und dürfen es nicht unterlassen,

die Probleme stets bei der Politik anzumahnen. Darüber hinaus

werden wir das Innen- und das Sozialministerium auffordern,

den o. g. Entwürfen, die die Situation der Ärzteschaft im Verhältnis

zu den Patienten nachhaltig verschlechtern, im Bundestag

nicht zuzustimmen. Die Politik sollte eines nicht vergessen:

2009 ist Wahljahr und 330 000 Ärzte und ihre Patienten,

die sie täglich zu betreuen haben, sind ein ungeahntes

Wählerpotential. Ein staatliches Gesundheitswesen á la DDR

hatte Defizite und Unterversorgung, und dieses wollen wir nicht

wieder haben!

Deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen, rufe ich Sie dazu auf,

Ihre Patientinnen und Patienten hinsichtlich der Gesetzgebung

und der politischen Verantwortung auch in dem vor uns liegenden

Jahr aufzuklären, damit wir das noch bestehende deutsche

Gesundheitswesen nicht durch eine Ministerin auch Aachen bzw.

Berlin kaputt machen lassen.

Im Namen des Vorstandes der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

darf ich Ihnen, Ihren Familien und Ihren Mitarbeitern

für das Jahr 2009 beruflich und persönlich alles Gute wünschen.

In diesem Sinne verbleibe ich

collegialiter

Ihr

Dr. med. A. Crusius

Seite 4 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Beschlüsse der 44. Kammerversammlung

Ärzteversorgung

Der Jahresabschluß 2007 wurde einstimmig von den Delegierten

bestätigt und dem Aufsichts- sowie Verwaltungsausschuß

Entlastung erteilt. Für das Jahr 2009 wird der Rentenbemessungsbetrag

auf 89,65 € festgesetzt. Mit fünf Enthaltungen

beschloß das Gremium die laufenden Renten und

aufgeschobenen Rentenanwartschaften zum 01.01.2009 um

0,3 % zu erhöhen.

Dr. Crusius erläuterte die drei Satzungsänderungen: eine

Erhöhung der Einkommensgrenze (§ 23 Waisenrente und

§ 25 Kinderzuschuß) von 409,03 € auf 640,00 € und die

Einfügung eines neuen Absatzes in § 28 Versorgungsausgleich

im Falle der Scheidung, der – aufgrund einer geplanten

Gesetzänderung – die Reform des Versorgungsausgleichs

(u. a. Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenrente)

bei einer Ehescheidung beinhaltet. Diese wurden einstimmig

angenommen.

Nach der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde erfolgt

die vollständige Veröffentlichung.

Weiterbildung

Dr. Mothes, Vorsitzender des Weiterbildungsausschusses,

begründete die Änderungen der Weiterbildungsordnung.

Nach zahlreichen Beratungen in verschiedenen Ausschüssen

wird der Facharzt für Allgemeinmedizin als neues Gebiet

wieder eingeführt, dabei sind auch Weiterbildungsabschnitte

von drei Monaten möglich. Nach kurzer Diskussion wurde

diese Änderung beschlossen. Bei den Allgemeinen Übergangsbestimmungen

wurde als Stichtag für den Abschluß

der Facharzt weiterbildung nach der „alten“ Weiterbildungsordnung

der 31.12.2012 festgelegt und die abgelaufenen

Übergangsregelungen, z. B. Weiterbildung in einem

Schwerpunkt oder einem Bereich, wurden gestrichen.

Für das Gebiet Haut- und Geschlechtskrankheiten besteht

die Möglichkeit, sechs Monate in der Chirurgie und

der Inneren Medizin abzuleisten. Einstimmig votierten die

Delegierten dafür, daß zur Erlangung der Zusatzweiterbildung

Spezielle Unfallchirurgie auch bei den Chirurgen

(entsprechend der Regelung bei den Orthopäden) nur der

Facharzt für Chirurgie vorausgesetzt wird. Im Schwerpunkt

Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin

wurde die Weiterbildungszeit von 24 Monaten im

ambulanten Bereich gestrichen und für das Gebiet Kinder-

und Jugendmedizin von 24 auf 12 Monate reduziert. Die

Ergänzung bei der Fachkunde Ultraschalldiagnostik, daß

die Weiterbildung unter der Leitung der von der Ärztekam-

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG

AUS DER KAMMER

mer befugten Ärzte in einer zugelassenen Weiterbildungsstätte

erfolgt, erhielt auch das einstimmige Votum der Delegierten.

Diese Änderungen treten am 01.01.2009 in Kraft; vorbehaltlich

der Genehmigung durch das Sozialministerium.

PD Dr. Peter erläuterte die Neufassung der „Prüfungsordnung

für die Durchführung von Abschlußprüfungen

im Ausbildungsberuf Medizinische/r Fachangestellte/r“.

Dabei wies er besonders darauf hin, daß der

praktische Teil der Prüfung auf 75 Minuten – einschließlich

15 Minuten für ein Fachgespräch – erhöht wurde. Nach einigen

Diskussionen, vor allem zur Bewertung der Note fünf,

wurde die Prüfungsordnung mit zwei Enthaltungen beschlossen.

Die Prüfungsordnung tritt nach der Genehmigung der Aufsichtsbehörde

und Veröffentlichung in Kraft.

Seite 5


AUS DER KAMMER

Prof. Dommisch äußert sich zur Weiterbildung

Qualitätssicherung

Entsprechend der Geschäftsordnung sind nach vier Jahren

die Mitglieder der Ärztlichen Stelle - Nuklearmedizin

neu zu berufen. Für den ausgeschiedenen Dipl.-Med. Horst

Putzar (Medizin-Physik-Experte / Radiologische Klinik Rostock)

wurde Dr. rer. nat. Hubertus Küstner als neues Mitglied

vorgeschlagen. Die Delegierten beriefen einstimmig

die folgenden Kommissionsmitglieder:

Dr. med. habil. Bernd Streckenbach

(Niederlassung, Greifswald) Vorsitzender

PD Dr. med. habil. Peter Groth (Radiologische Klinik,

Rostock) Stellvertretender Vorsitzender

Dr. med. Bernd Höwner (HELIOS Klinik, Schwerin)

Dr. med. Andreas Zinke (Klinik für Nuklearmedizin,

Greifswald)

Frau Dr. Bitter in der Diskussion

PD Dr. med. habil. Rolf Reincke (Niederlassung, Güstrow)

Dipl.-Med. Wolfgang Endler (Niederlassung, Schwerin)

Dr. med. Petra Bath (Niederlassung, Rostock)

Dr. rer. nat. Peter Zöllner (Greifswald)

Dr. rer. nat. Hubertus Küstner (Radiologische Klinik,

Rostock)

Ebenfalls einstimmig erfolgte die Berufung von PD Dr. med.

Gunther Klautke (Klinik für Strahlentherapie Rostock) als

Nachfolger für Prof. Dr. med. habil. Rainer Fietkau und

stellvertretender Vorsitzender der Ärztlichen Stelle -

Strahlentherapie.

Finanzen

Im Auftrage des Finanzausschusses informierte Herr

Stoklasek, Wirtschaftsprüfer beim Revisionsverband, über

den Jahresabschluß zum 31. Dezember 2007. Die Ärztekammer

erhalte wieder den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Er konnte ein positives Finanzergebnis ermitteln

und lobte die Finanzbuchhaltung für ihre gute Arbeit auch

beim Mahnwesen. Mecklenburg-Vorpommern sei im Vergleich

mit anderen Kammern eine preiswert arbeitende

Kammer. Dementsprechend wurde der Jahresabschluß 2007

einstimmig bestätigt und dem Vorstand Entlastung erteilt.

Auch der Haushaltsvoranschlag 2009 erhielt das einstimmige

Votum des Gremiums.

Dr. Schulze, Vorsitzender des Finanzausschusses, stellte

kurz die wesentlichen Änderungen der Gebührensatzung

vor. Es fällt z. B. die Gebühr von 5,00 € für ein Notfallschild

weg. Bei Röntgeneinrichtungen erfolgte eine Verlängerung

des Prüfintervalls von 1 1 / 2 auf zwei Jahre und dadurch eine

Erhöhung der Gebühr je Röntgenstrahler auf 200 Euro.

Nach einer kleinen Ergänzung wurde die Satzung einstimmig

beschlossen.

Auch die Gebührensatzung tritt am 1. Januar 2009 in Kraft

(s. Seite 10 ff).

Aids-Ausschuß

PD Dr. med. habil. Roswitha Bruns wurde mit einer Enthaltung

als neues Mitglied in den Aids-Ausschuß berufen, da

Dr. med. Christoph Busemann seine Tätigkeit im Ausschuß

beendet.

Umweltmedizinischer Ausschuß

Die Delegierten befürworteten einstimmig die zusätzliche

Aufnahme von Dr. med. Werner Matrisch in den Umweltmedizinischen

Ausschuß.

I. Mumm

Seite 6 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Klarstellung zum Artikel „Vornahme von

Schutzimpfungen“

im Ärzteblatt M-V, Heft 8/2008, S. 271

Der Vorstand der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

weist darauf hin, daß kein neuer Beschluß zur Vornahme

von Schutzimpfungen in Mecklenburg-Vorpommern gefaßt

wurde.

Die Beschlüsse der Kammerversammlung vom 1. April 2000

und 10. November 2007 behalten weiterhin ihre Gültigkeit.

Beschluß vom 1. April 2000:

„Alle Ärzte in Mecklenburg-Vorpommern dürfen mit Ausnahme

der Gelbfieberimpfung alle Schutzimpfungen bei

Personen ab Beginn des 11. Lebensjahres durchführen,

wenn Sie im Besitz eines gültigen Impfzertifikates sind.

Ausnahmen:

1. Kinder- und Jugendärzte (sowie Kinderchirurgen), Fachärzte

für Allgemeinmedizin, Praktische Ärzte sowie Ärzte

im Öffentlichen Gesundheitsdienst können Schutzimpfungen

in allen Altersgruppen vornehmen.

2. Tetanus-/Diphtherie- und Tollwut-Schutzimpfungen dürfen

in allen Altersgruppen von allen Ärzten verabreicht

werden.“

Der AIDS-Ausschuß der Ärztekammer M-V informiert:

HIV-PEP-Notfalldepots

in Mecklenburg-Vorpommern

Postexpositionsprophylaxe (PEP) gegen HIV-Infektionen wurde

auf dem Workshop HIV-Postexpositionsprophylaxe im September

1999 in Hamburg definiert „als die Behandlung von

einer Person, die mit einer anderen tatsächlich (oder möglicherweise)

mit HIV infizierten Person/Sache derart in Kontakt

getreten ist, daß eine Infektion mit HIV zumindest potentiell

möglich ist“. Dabei sind verschiedene Arten von Kontakt, die

zu einer Infektion führen können, zu unterscheiden:

AUS DER KAMMER

Beschluß vom 10. November 2007:

„Die Prävention durch Schutzimpfungen gemäß den Empfehlungen

der Ständigen Impfkommission gehört zum Inhalt

aller Fachgebiete.

Bei Facharztbezeichnungen, die nach den bisher gültigen

Weiterbildungsordnungen der Ärztekammer Mecklenburg-

Vorpommern erworben worden sind, gehört die Prävention

durch die von der Ständigen Impfkommission empfohlenen

Schutzimpfungen zum Fachgebietsinhalt.“

(Allgemeinen Bestimmungen für die Abschnitte B und C der

Weiterbildungsordnung 2005)

Eine neue Festlegung zwischen der Ärztekammer und dem

Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung M-V „…, daß ab

sofort alle Ärzte in M-V Schutzimpfungen gemäß STIKO

(mit Ausnahme der Gelbfieberimpfung) bei allen Personen

unabhängig vom Alter durchführen können, …“ besteht

nicht.

Die anderslautende Meldung zur Durchführung von Impfungen

im Ärzteblatt Heft 8/2008, S. 271, ist damit gegenstandslos.

■ Kontakt von Gesundheitsfürsorgern, Sozialarbeitern und

medizinischem Personal mit dem Blut infizierter Personen

(einschließlich von Nadelstichverletzungen),

■ ungeschützter sexueller Kontakt mit infizierten Personen,

■ gemeinsame Benutzung von Drogenbestecken durch Infizierte

und Nichtinfizierte,

■ möglicher Kontakt bei der Strafverfolgung und im Strafvollzug

und

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG Seite 7


AUS DER KAMMER / AKTUELLES

■ Kontakt des Fötus und des Neugeborenen mit der infizierten

Mutter.

Um im Sinne dieser umfassenden Postexpositionsprophylaxe

rasch, d. h. innerhalb von etwa zwei Stunden nach möglicher

Exposition, wirksam werden zu können, war der Aufbau eines

flächendeckenden Netzwerkes für Mecklenburg-Vorpommern

notwendig.

Jeder niedergelassene Arzt hat die Möglichkeit, Patienten,

bei einer entsprechenden Indikation, zu einer der in der u. a.

HIV-PEP-Notfalldepots in Mecklenburg-Vorpommern

Stand: Januar 2008

Krankenhaus/Klinik Verantwortlicher/

Ansprechpartner

HANSE-KlINIKUM Wismar GmbH Dr. med. D. Thiede Störtebekerstr. 6

23966 Wismar

HELIOS - Kliniken Schwerin Frau Dr. med.

K. Biedermann

Krankenhaus Ludwigslust

Stift Betlehem

Universität Rostock Dr. med. C. Fritzsche

Dr. med. M. Löbermann

Anschrift Telefon-Nr.:

Wismarsche Str. 393-397

19055 Schwerin

Frau Dr. med. A. Wimmer Bahnhofstr. 20

19288 Ludwigslust

Ernst-Heydemann-Str. 6

18057 Rostock

Krankenhaus Güstrow Dr. med. J. Thoß Friedrich-Trendelenburg-Allee 1

18273 Güstrow

SANA-Krankenhaus Bergen J. Dittmer (Vertretung:

Frau Dipl.-Med. M. Ehlers)

Calandastr. 7-8

18528 Bergen / Rügen

Klinikum Stralsund Prof. Dr. med. T.H. Ittel Große Parower Str. 47-53

18435 Stralsund

Universität Greifswald

Zentrum für Kinder- u. Jugendmedizin

Universität Greifswald

Klinik und Poliklinik

für Hautkrankheiten

Dietrich Bonhoeffer Klinikum

Neubrandenburg

Frau PD Dr. med. R. Bruns

Dr. med. A. Arnold

Soldtmannstr. 15

17489 Greifswald

Poliklinik

Fleischmannstr. 42 - 44

17475 Greifswald

Prof. Dr. med. E. Scola Salvador-Allende-Str. 30

17036 Neubrandenburg

ASKLEPIOS Klinik Pasewalk Dipl.-Med. T. Franzen Prenzlauer Chaussee 30

17309 Pasewalk

Müritz-Klinikum Waren Dr. med. K. Schulze Weinbergstr. 19

17192 Waren

Tabelle genannten Einrichtungen als primären Ansprechpartner,

zur Beratung und/oder Erstbehandlung (Kostenübernahme

geklärt) zu überweisen.

Die erforderliche Weiterbehandlung der Patienten erfolgt

dann durch die HIV-Ambulanz der Klinik und Poliklinik für Innere

Medizin der Universität Rostock (Schwerpunktpraxis mit

KV-Ermächtigung).

03841/331907 (Zentrale Notaufnahme)

0385/520-5900

0385/520-2634 (Ambulanz)

0385/520-2595 (Station G11)

03874/433-532

0381/4947515

03843/342500

(Notaufnahme)

03838/390 (Zentrale)

03831/35-0 (Zentrale)

03834/866311

(Station-Allg.Päd.)

03834/867355 (Pförtner)

03834/866738 (Poliklinik)

03834/866755 (Station)

0395/7752600

(Notfallambulanz)

03973/231342

03991/772201

03991/771111 (Notaufnahme)

03991/772241

(Chirurgische Ambulanz)

Seite 8 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Verbrauch von Blutprodukten muß gemeldet

werden

Der Verbrauch von Blutprodukten muß jährlich dem Paul-

Ehrlich-Institut (PEI) als zuständiger Bundesoberbehörde

gemeldet werden. Die Regelungen dafür finden sich im § 21

des Transfusionsgesetztes (TFG). In Zusammenarbeit mit

den Landesärztekammern möchte das PEI alle Anwender

von Blutprodukten auf die darin verankerte Meldepflicht

hinweisen.

Zwischen dem 1. Januar und dem 1. März eines Jahres

müssen alle Einrichtungen der Krankenversorgung, die Blutprodukte

anwenden, dem PEI Angaben zum Umfang des

Verbrauchs im vergangenen Kalenderjahr melden.

Das PEI ruft daher alle Transfusionsbeauftragten und Transfusionsverantwortlichen

auf, bei der vollständigen Erfassung

des Verbrauchs von Blutprodukten mitzuwirken. Die Meldung

erfolgt online auf Formularen im Internet. Auf der Internetseite

www.pei.de/tfg-21 finden Sie neben dem Zugang

zur Online-Meldung weitere Informationen. Sollten Sie

noch keine Zugangsdaten erhalten haben, melden Sie bitte

Ihre Einrichtung auf der Internetseite www.tfg.pei.de an.

Eine solide Datenbasis über den Versorgungsgrad ist als Entscheidungshilfe

bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Erhöhung

der Sicherheit von Blutprodukten unerläßlich.

Die Meldung nach § 21 TFG ist auch Teil der Bewertung eines

funktionierenden Qualitätssiche-rungssystems in der Transfusionsmedizin

durch die Landesärztekammern.

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG

AKTUELLES

Alle melderbezogenen Daten müssen gemäß TFG streng vertraulich

behandelt werden. Die erhobenen Zahlen werden

nur anonymisiert veröffentlicht.

Alle Berichte können Sie auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts

unter www.pei.de/tfg-21 abrufen. Hier finden

Sie z. B. auch Angaben zur durchschnittlichen Verfallsrate

von Blutprodukten beim Anwender und können diese Angaben

mit den Zahlen aus Ihrem Haus vergleichen.

Haben Sie Fragen zur Online-Meldung nach § 21 TFG oder

Probleme bei der Dateneingabe? Rufen Sie unter der Telefonnummer

06103 77-1862 an oder schicken Sie eine E-Mail

an tfg-21@pei.de.

(Mitteilung des Paul-Ehrlich-Institutes

bearbeitet von W. S.)

Seite 9


SATZUNGEN UND ORDNUNGEN

Gebührensatzung

der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

Aufgrund des § 23 Abs. 2 Nr. 4 in Verbindung mit § 12 Abs.

2 des Heilberufsgesetzes vom 22. Januar 1993 (GVOBl. M-V

S. 62), zuletzt geändert durch Gesetz vom 17. März 2008

(GVOBl. M-V 2008 S. 106) hat die Kammerversammlung am

8. November 2008 folgende Neufassung der Gebührensatzung

beschlossen:

§ 1

Erhebung von Gebühren und Auslagen

(1) Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern erhebt

auf der Grundlage von § 12 Absatz 2 Heilberufsgesetz

Mecklenburg-Vorpommern die im Gebührenverzeichnis

bezeichneten Gebühren für Verwaltungshandlungen,

für die Inanspruchnahme von Einrichtungen und

Gegenständen sowie für Leistungen, die die Kammer

auf Veranlassung oder im Interesse einzelner Kammermitglieder

oder Dritter erbringt und läßt sich Auslagen

nach Maßgabe dieser Satzung erstatten.

(2)

Das Gebührenverzeichnis ist Teil dieser Gebührensatzung.

(3) Auslagen sind Aufwendungen, die im Einzelfall im Zusammenhang

mit einer Verwaltungshandlung entstehen.

In der Gebühr für die Verwaltungshandlung sind,

soweit nichts anderes bestimmt ist, die der Ärztekammer

erwachsenden Auslagen inbegriffen. Soweit sie

jedoch das übliche Maß erheblich übersteigen, sind sie

zu ersetzen.

(4) Ergänzend zu dieser Satzung gelten die Bestimmungen

des Verwaltungskostengesetzes des Landes Mecklenburg-Vorpommern

in der jeweiligen Fassung.

§ 2

Gebührenschuldner

Zur Zahlung der Gebühr ist verpflichtet,

1. wer die Verwaltungshandlung veranlaßt hat oder in

wessen Interesse sie vorgenommen wird,

2. wer die Gebührenschuld durch schriftliche Erklärung gegenüber

der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

übernommen hat,

Vom 10. Dezember 2008

wer für die Gebührenschuld eines anderen kraft Gesetzes

haftet.

§ 3

Rahmengebühr

Seite 10 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN

3.

Ist eine Gebühr innerhalb eines Gebührenrahmens zu erheben,

bemißt sich ihre Höhe nach dem Verwaltungsaufwand,

nach der Bedeutung des Gegenstandes sowie nach dem

wirtschaftlichen oder sonstigen Interesse für die Gebührenschuldner.

§ 4

Fälligkeit

(1) Die Gebühr wird mit Bekanntgabe der Gebührenfestsetzung

an den Schuldner fällig, Auslagen werden mit

ihrer Entstehung fällig.

(2)

Ein Widerspruch gegen die Gebührenfestsetzung hat

keine aufschiebende Wirkung.

(3) Schriftstücke oder sonstige Unterlagen können bis zur

Entrichtung der Gebühr zurückbehalten oder an den

Gebührenschuldner auf dessen Kosten unter Nachnahme

der Gebühr übersandt werden.

§ 5

Rückzahlung

(1) Wird ein Antrag auf Vornahme einer Verwaltungshandlung

zurückgenommen, so erfolgt eine Erstattung bereits

gezahlter Gebühren. Die Höhe der Erstattung richtet

sich nach dem Stand der Antragsbearbeitung.

(2) Im Falle eines Rücktritts vor der Prüfung, nachdem hierzu

fristgemäß geladen wurde, besteht kein Anspruch

auf Rückzahlung der Gebühren.

§ 6

Kosten für Fortbildungsveranstaltungen

(1) Die Kosten für von der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

durchgeführte Fortbildungsveranstaltungen

können jeweils auf die Teilnehmer umgelegt werden.


(2)

Die Höhe der Kostenbeteiligung wird durch den Vorstand

festgesetzt.

§ 7

Stundung, Ermäßigung, Erlaß

Bei Vorliegen besonderer Umstände, die die Aufbringung

der Gebühr unbillig erscheinen lassen, kann die Gebühr auf

schriftlichen, begründeten und mit den notwendigen Unterlagen

versehenen Antrag hin gestundet, ermäßigt oder

erlassen werden. Ein Rechtsanspruch hierauf besteht nicht.

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG

§ 8

Mahnung / Beitreibung

(1) Rückständige Gebühren werden mit einer kostenfreien

Zahlungserinnerung und zwei gebührenpflichtigen

Mahnungen angemahnt.

(2) Kommt der Gebührenschuldner nach der zweiten gebührenpflichtigen

Mahnung seiner Zahlungspflicht innerhalb

eines Monats nicht oder nicht vollständig nach,

werden die Gebühren zusammen mit einer Bearbeitungsgebühr

für Vollstreckung nach § 111 des Verwaltungsverfahrensgesetzes

Mecklenburg-Vorpommern

beigetrieben.

§ 9

Entrichtung

Als Tag, an dem eine Zahlung entrichtet worden ist, gilt

1. bei Übergabe des Zahlungsmittels an die Kasse der Ärztekammer

Mecklenburg-Vorpommern der Tag des Eingangs

in der Kasse,

2. bei Überweisung oder Einzahlung auf ein Konto der

Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern der Tag der

3.

(1)

SATZUNGEN UND ORDNUNGEN

Wertstellung auf dem Konto der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern,

bei Übersendung eines Verrechnungsschecks der Tag

des Posteingangs in der Ärztekammer Mecklenburg-

Vorpommern.

§ 10

In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten

Diese Gebührensatzung tritt am 1. Januar 2009 in Kraft.

(2) Gleichzeitig tritt die Gebührensatzung vom 10. Dezember

2001 (AmtsBl. M-V/AAz. 2002 S. 82; Ärztebl. M-V

2002 S. 7), zuletzt geändert durch Satzung vom 7. Juli

2006 (AmtsBl. M-V/AAz. 2006 S.995; Ärztebl. M-V 2006

S. 275), außer Kraft.

Rostock, 13. November 2008

gez. Dr. med. A. Crusius

Präsident

Seite 11


SATZUNGEN UND ORDNUNGEN

1. Allgemeine Gebühren

1.1 Zweitausfertigung von Arztausweisen und

Urkunden

25,00 €

1.2 Mahngebühr 15,00 €

1.3 Bearbeitungsgebühr für Vollstreckung 50,00 €

1.4 Anfertigung von Adreßetiketten pro Stck. 0,15 €

1.5 Durchführung eines Widerspruchsverfahrens

Wird dem Widerspruch ganz oder teilweise

stattgegeben, ermäßigt sich die Gebühr

entsprechend.

100,00 €

1.6 Herstellung und Überlassung von

Ablichtungen

für die ersten 50 Seiten je Seite

für jede weitere Seite

0,50 €

0,15 €

2. Gebühren Weiterbildung

2.1 Verfahren mit Prüfung 150,00 €

2.2 Verfahren ohne Prüfung 75,00 €

2.3 Wiederholungsprüfung 100,00 €

2.4 Bereitstellung eines weiteren Prüfungstermins

nach Absage durch den zu Prüfenden

ohne wichtigen Grund

75,00 €

2.5 Feststellung der Gleichwertigkeit von

Diplomen, Prüfungszeugnissen und sonstigen

Befähigungsnachweisen

100,00 €

2.6 Persönliche Befugnis zur Weiterbildung 50,00 €

2.7 Zulassungsverfahren als Weiterbildungsstätte

250,00 €

3. Gebühren Berufsausbildung Arzthelferinnen/Medizinische

Fachangestellte

3.1 Prüfung in besonderen Fällen gemäß § 45

Berufsbildungsgesetz

50,00 €

3.2 Zwischenprüfung 35,00 €

3.3 Abschlußprüfung 50,00 €

3.4 Wiederholungsprüfung 50,00 €

4. Gebühren Fortbildung

4.1 Zertifizierung von Veranstaltungen mit

einer Teilnahmegebühr

4.2 Zertifizierung von Veranstaltungen mit

Sponsoring oder sonstiger gewerblicher

Unterstützung

5. Gebühren Ethikkommission

5.1 Antrag auf Primärbegutachtung gemäß

§ 17 Medizinproduktegesetz (MPG)

20,00 €

100,00 €

1.250,00 €

6. Gebühren Qualitätssicherung

6.1 Neonatologieerhebung je Datenbogen 5,00 €

6.2 Qualitätssicherung bei Röntgeneinrichtungen

je Röntgenstrahler und Überprüfungsmaßnahme

200,00 €

Gebührenverzeichnis

6.3 Prüfung der Qualitätssicherung bei medizinischer

Strahlenanwendung nach § 83

der Strahlenschutzverordnung

6.3.1 Nuklearmedizin

je Gammakamera 250,00 €

je Untersuchungsverfahren 50,00 €

je Therapieverfahren individuell berechnet 600,00 €

je Therapieverfahren standardisiert 250,00 €

je Aktivimeter und Sondenmeßplatz 100,00 €

6.3.2 Strahlentherapie

je Linearbeschleuniger 1.300,00 €

je Brachytherapie 800,00 €

je Tiefentherapie 700,00 €

je Seeds-Implantation

Telekobaltgeräte werden bei der Berechnung

wie Linearbeschleuniger eingestuft.

500,00 €

6.4 Akkreditierung von Krankenhäusern zur

Behandlung von Diabetikern

300,00 €

6.5 Audit zur Qualitätssicherung Hämotherapie

in ambulanten Einrichtungen 100,00 €

in stationären Einrichtungen 250,00 €

7. Sonstige Gebühren

7.1 Entscheidung der Ärztekammer auf dem

Gebiet der assistierten Reproduktion über

eine Genehmigung nach § 121a SGB V (in

Verbindung mit § 8 HeilBerG)

7.2 Kenntnisstandsprüfung gemäß § 3 Abs. 2

Bundesärzteordnung

Rostock, 13. November 2008

gez. Dr. med. A. Crusius

Präsident

genehmigt:

Schwerin, 8. Dezember 2008

Ministerium für Soziales und Gesundheit

Mecklenburg-Vorpommern

Im Auftrag

gez. Christian Sievers

ausgefertigt:

Rostock, 10. Dezember 2008

gez. Dr. med. A. Crusius

Präsident

500,00 €

200,00 €

Seite 12 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


36. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für

Rheumatologie

gemeinsam mit der Assoziation für Orthopädische Rheumatologie (ARO)

24. bis 27. September 2008 in Berlin

Die gemeinsame Tagung der DGRh und der ARO war erneut

für beide Fachgebiete sehr aufschlußreich. Gegenwärtig leiden

ca. 1,5 Millionen Erwachsene und 15 000 Kinder in

Deutschland an entzündlich rheumatischen Erkrankungen.

Entsprechend bundesweiten Erhebungen wurde in einem

Memorandum festgestellt, daß in Deutschland auf 100 000

Einwohner zwei internistische Rheumatologen kommen sollen.

Insgesamt wären das 1350 Fachärzte. Zum gegenwärtigen

Zeitpunkt sind aber nur 426 internistische und 476

orthopädische Rheumatologen ambulant tätig. Insbesondere

die Patienten in ländlichen Regionen müssen sehr lange

auf einen Termin warten. Nach wie vor ist die Rheumatologie

auch an einigen Universitäten noch unzureichend vertreten.

Die Patienten, die einer qualifizierten Betreuung zugeführt

werden konnten, zeigen eine eindeutige Verbesserung ihrer

persönlichen Aktivitäten. Die Krankenhausaufenthalte haben

sich halbiert, die Zahl der erwerbstätigen Patienten zwischen

18 und 65 Jahren stieg von ca. 30% auf 50%. Das ist

besonders bemerkenswert, da ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitstage

zu Lasten von rheumatischen Erkrankungen

geht.

Was sind nun die Botschaften dieses Kongresses?

Interessante Entwicklungen haben sich in der Grundlagenforschung

ergeben. So wurde erkannt, daß sich unser Immunsystem

vor ca. 450 Millionen Jahren herausgebildet hat.

Erstmals konnte man Thymusgewebe an Kieferhaien nachweisen.

Wahrscheinlich ist aus dem Thymusgewebe auch das

MHC-Peptidmolekül entstanden.

Es kommt im Rahmen der Fortpflanzung immer zu genetischen

Unfällen. Obwohl das Kontrollsystem des menschlichen

Körpers (heute würde man Qualitätskontrolle sagen) sehr

ausgefeilt ist, kommt es doch auch hier zu gelegentlichen

Fehlern.

In der Zukunft könnte die Zusammensetzung unserer Fettzellen

und insbesondere die Adipozytokine für eine Reihe von

Erkrankungen interessant werden. Das gilt für dicke und

dünne Menschen gleichermaßen.

Neueste Forschungsergebnisse zeigen, daß Adipozyten auch

entzündungsfördernde und knorpelabbauende Substanzen

freisetzen. Man hat die Adipozytokine vermehrt in der Gelenkflüssigkeit

von Patienten mit Rheumatoidarthritis nach-

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG

KONGRESSBERICHT

weisen können. Sie sind dem Entzündungsfaktor TNF-Alpha

sehr ähnlich, daher ist die Wirkung von TNF-Alpha-Blockern

hier auch nachweisbar. Weitere Ergebnisse bleiben abzuwarten.

Die Grundlagenforschung bestätigt auch, daß das Immunsystem

von Rheumatikern um ca. 20 bis 30 Jahre vorgealtert

ist. Die hämatopoetischen Stammzellen sind im Rheumatiker

vermindert und ihre Funktionsfähigkeit ist eingeschränkt.

Die Telomere (das sind Endkappen auf Chromosomen,

die sich im Alter verkürzen) sind vorzeitig verkürzt. Die

Produktion von T-Zellen im Thymus ist vermindert und die

peripheren T-Zellen weisen Veränderungen auf. Die Telomere

sind auch in allen anderen Blutzellen verkürzt.

Normalerweise beginnen sich die Telomeren schon zwischen

den 15. und 25. Lebensjahr zu verändern und verkürzen sich

mit zunehmendem Alter. Wir müssen also Therapien entwikkeln,

die unser Immunsystem jung halten oder Rekonstruktionen

in ihm zulassen. Im therapeutischen Bereich wird versucht,

dies durch Stammzelltransplantationen zu korrigieren.

So etwas ist natürlich nur an speziellen Zentren möglich. In

der Charité wurden in den letzten 10 Jahren 17 Patienten

behandelt.

Auch wenn die Methodik ständig besser wird, muß man daran

denken, daß die Mortalität bei autologen Stammzellen

immer noch bei ca. 1% liegt.

Seite 13


KONGRESSBERICHT

Weiterhin wurde in den letzten Jahren intensiv an Biomarkern

gearbeitet, die als Frühwarnsystem für die Erkrankung

gelten können. Hier kommen insbesondere die Anticitrullin-

Antikörper (ACP oder CCP-AK) ins Blickfeld. Sie lassen sich

manchmal bis zu acht Jahre vor dem Ausbruch der Erkrankung

nachweisen, wobei allerdings nicht jeder Patient, der

diese Antikörper hat, auch krank wird.

Neue Labortests sind in der Lage, in der normalen Arztpraxis

aus dem Blut der Fingerbeere in ca. 10-15 Minuten die CCP-

Antikörper und die Rheumafaktoren nachzuweisen. Damit

können schon vom Hausarzt Risikopatienten herausgefiltert

werden. Bei der Entwicklung der Tests war besonders eine

schwedische Arbeitsgruppe federführend.

Nicht unwichtig ist auch unser Lebensstil, wie Prof. Angela

Zink berichtete. Denn 50% des Erkrankungsrisikos sind durch

die genetische Ebene und 50% durch die Umwelt und den

Lebensstil bedingt. So konnte nachgewiesen werden, das

Rauchen dreimal häufiger zur Erkrankung bei seropositiven

Rheumatoidarthritis-Patienten führt; liegt zusätzlich ein

Shared Epitop vor, ist das Risiko auf das 16fache erhöht. Interessanterweise

soll das Risiko um 30 bis 50% sinken, wenn

man regelmäßig geringe Mengen Alkohol zu sich nimmt.

Bezüglich der Ernährung konnte über das Norfolk-Arthritis-

Register nachgewiesen werden, daß bei demjenigen, der zu

wenig Obst zu sich nimmt, das Risiko auf das 2,1fache ansteigt.

Bei Vitamin C-Mangel um das 3,3fache.

Positive Effekte gehen von Omega-3 Fettsäuren aus, also

sollte man sich der mediterranen Kost etwas mehr widmen.

Der Einfluß von Koffein konnte weder im positiven noch im

negativen Sinne belegt werden.

Ein weiterer interessanter Aspekt besteht darin, daß Patientinnen

die mehr als zwei Jahre in ihrem Leben gestillt haben,

ein um 50% reduziertes Risiko für diese Erkrankung haben.

Aber auch schon nach einem Jahr Stillen ist eine deutliche

Verbesserung des Risikos nachweisbar. Ob das Prolaktin eine

Rolle spielt, ist noch nicht bewiesen. Geschützt werden besonders

Patientinnen, die keinen Rheumafaktor haben.

Auch die berufliche Exposition spielt eine Rolle. So konnte

nachgewiesen werden, daß Personen die viel mit Silikon arbeiten,

ein 3fach höheres Risiko aufweisen, und Personen bei

langjährigem Umgang mit Mineralölen ein 1,5fach erhöhtes

Risiko haben, eine seropositive Rheumatoidarthritis zu bekommen.

Der sozialökonomische Status hat ebenfalls Einfluß, so haben

Personen mit einem hohen Bildungsgrad ein deutlich verringertes

Risiko. Es wurde beobachtet, daß bei RA-Kranken ein

erhöhter Anteil sarkopenischer Personen gefunden wird, bei

denen es zu einem übermäßigen Muskelabbau bei gleichzeitig

stark erhöhtem Fettanteil (auch bei Normalgewicht)

kommt. Diese Patienten haben ein deutlich erhöhtes Herz-

Kreislauf-Risiko. Die wichtigste Therapie ist dabei ein präventives

regelmäßiges Muskelaufbautraining, was bisher von

den wenigsten Patienten durchgeführt wird. Deshalb sollte

mehr an Funktionstraining und Motivation zu Eigenaktivitäten

gedacht werden.

Auch bei der medikamentösen Therapie gibt es Neues zu berichten.

So konnte 60 Jahre nach Einführung der Glukokortikoide

in die klinische Medizin erstmals ein Glukokortikoid

vorgestellt werden, das am späten Abend eingenommen und

ca. gegen 2.00 Uhr nachts im Körper freigesetzt wird, so daß

der physiologische Ablauf der Nebennierenrindenaktivität

simuliert werden kann. Dies ist besonders für Patienten mit

Morgensteifigkeit ein deutlicher Schritt nach vorne. Die Einführung

dieses Medikamentes ist für das I. Quartal 2009 avisiert.

Außerdem wurden auch Langzeitdaten der Therapie mit Biologika

und Studien neuer Biologika vorgestellt. Die Angriffspunkte

der Therapie liegen nicht mehr nur bei TNF-Alpha

oder Interleukin 1, sondern auch bei Interleukin 6, der

B-Zelle und B-Zell Kostimulatoren sowie der Beeinflussung

des sogenannten RANKL-Systems.

Für Deutschland wurde festgestellt, daß nur 12% der entzündlich-rheumatischen

Erkrankungen im ersten Jahr der

Erkrankung eine Rehabilitation erhalten. 50% der Betroffenen

hatten noch nie eine Rehabilitation. Da ein Teil der möglichen

Therapie, insbesondere Patientenschulungen im ambulanten

Bereich sehr spärlich durchgeführt werden können,

wird hier der Stellenwert der Rehabilitation, die eventuell

durch neue Modelle zu intensivieren ist, erneut betont.

Aus orthopädischer Sicht gehen die Synovektomien deutlich

zurück, da die medikamentöse Therapie den Patienten oft

diesen Eingriff erspart.

Hauptarbeitsgebiet sind jetzt endoprothetische Operationen,

aber auch Arthrodesen.

Einen weiteren großen Raum nehmen Operationen des Fußes

und Vorfußes ein (z. B. Resektionsarthroplastiken). Hierbei

ist die Zusammenarbeit zwischen internistischen und orthopädischen

Kollegen sehr wichtig, um den richtigen Zeitpunkt

zur Operation zu finden.

In Deutschland werden jährlich mehr als 120 000 künstliche

Hüft- und etwa 100 000 Kniegelenke eingesetzt, natürlich

nicht nur bei Rheumapatienten.

Rheumatologen und Orthopäden sollten in vertretbaren Abständen

Röntgenkontrollen durchführen, da sehr oft die Klinik

unauffällig ist und trotzdem die Erkrankung am Knochen

weitergeht.

Dr. med. R. Bruhn

Seite 14 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Aus der Praxis der Norddeutschen

Schlichtungsstelle

Heute: Inguinales Schmerzsyndrom nach wiederholter Leistenbruchoperation und

operativen Revisionen

Kasuistik:

Einem Mann war im Alter von 25 Jahren eine rechtsseitige

direkte Leistenhernie nach Shouldice operiert worden. Es

entwickelten sich ein Bruchrezidiv und ein postoperatives inguinales

Schmerzsyndrom. Dies hatte zunächst vier weitere

Operationen zur Folge.

1. Nach eineinhalb Jahren Operation des Bruchrezidivs nach

Shouldice und Resektion des N. ilioinguinalis.

2. Zehn Monate danach Operation eines erneuten Bruchrezidivs,

wiederum nach Shouldice.

3. Nach weiteren eineinhalb Jahren laparoskopische Revision

der Leistenregion wegen inguinalen Schmerzsyndroms,

Ausschluß eines Hernienrezidivs, Entfernung von Narbengewebe.

4. Eineinhalb Jahre später offene Revision der Leistenregion,

Resektion von Narbengewebe und eines nicht definierten

Nervenstranges.

Der Patient litt seit der ersten Operation an einem postoperativen

inguinalen Schmerzsyndrom. Es bestand offensichtlich ein

hoher Leidensdruck mit reichlichem Gebrauch von Schmerzmedikamenten

unterschiedlicher Art. Die vier nachfolgenden Operationen

hatten neben der Versorgung des Bruchrezidivs stets

auch die operative Behandlung des Schmerzsyndroms als Indikationsstellung

im Blickfeld. Nachdem auch die vierte Revisionsoperation

keine Besserung erbrachte, überwies der Hausarzt

seinen Patienten nach weiteren 15 Monaten wiederum an einen

bisher nicht an der Behandlung beteiligten klinisch tätigen

Chirurgen. Dieser schloß zunächst sonographisch ein erneutes

Bruchrezidiv aus. Nachdem eine Infiltrationsanästhesie der Leistenregion

vorübergehend Besserung brachte, stellte er die

Diagnose: „Nervus ilioinguinalis-Syndrom“ und führte wiederum

eine operative Revision der Leistenregion aus. Weder der N.

ilioinguinalis noch ein anderer Nerv ließen sich bei der Operation

identifizieren. Die Ursache der Beschwerden deutete der

Operateur als venöse Abflußstörung infolge der Vernarbung

durch die vorangegangenen Operationen.

Auch nach dieser fünften Revisionsoperation blieb die

Schmerzsymptomatik auf Dauer unverändert, zusätzlich trat

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG

RECHT

eine vollständige Atrophie des rechten Hodens ein. Der Patient

führte Beschwerde über diese letzte Operation, die

bezüglich der Schmerzsymptomatik erfolglos geblieben war

und darüber hinaus die Hodenatrophie zur Folge hatte.

Stellungnahme des behandelnden Arztes ...

Der in Anspruch genommene Arzt nahm zum Behandlungsvorgang

wie folgt Stellung: Die Indikation sei in der Annahme

eines Nervus-ilioinguinalis-Syndroms durchgeführt worden.

Aufgrund des Operationsbefundes sei von einer venö-

Seite 15


RECHT

sen Abflußstörung auszugehen. Der rechte Hoden sei postoperativ

unauffällig gewesen.

... und des Gutachters

In dem von der Schlichtungsstelle angeforderten Gutachten

wird der Behandlungsverlauf anhand des Krankenblattes

summarisch dargestellt. Die fünf Berichte der vorangegangenen

Operationen lagen dem Krankenblatt nicht bei, so daß

der Gutachter zunächst ohne genaue Kenntnis der bei diesen

Eingriffen durchgeführten Maßnahmen entschied. Die fünf

Operationsberichte wurden dem Gutachter nach Beschaffung

durch die Schlichtungsstelle nachträglich vorgelegt.

Nach Kenntnisnahme dieser Berichte entschied der Gutachter

abschließend ohne Revision seiner vorab getroffenen Beurteilung

folgendermaßen:

Der fünfte Revisionseingriff sei „nach sorgfältiger Anamneseerhebung

und Analyse des Schmerzcharakters“ indiziert

gewesen. Die Operation sei dem Befund angemessen ausgeführt

worden. Die auf dem Boden einer arteriellen Durchblutungsstörung

eingetretene Hodenatrophie sei als eingriff simmanente,

unverschuldete Komplikation zu beurteilen.

Vermeidbare Behandlungsfehler seien nicht festzustellen.

Die Schlichtungsstelle konnte sich nach eigener Prüfung

der Behandlungsunterlagen und des weiteren

Schriftverkehrs der Argumentation des Gutachters, soweit

diese die Begründung zum Eingriff betraf, nicht

anschließen.

Dokumentationsmängel und -lücken

Das Krankenblatt des Patienten enthielt keine Anamnese,

keinen Aufnahmebefund, insbesondere keine Darstellung

des Lokalbefundes, keine Arztberichte oder Operationsberichte

über die vorangegangenen fünf Operationen, keinen

neurologischen Befund. Die Feststellung des Gutachters, die

Indikation sei nach sorgfältiger Anamneseerhebung und

Analyse des Schmerzcharakters gestellt worden, fand in der

Behandlungsdokumentation keine Entsprechung.

Der Operateur war über die vorangegangenen Operationen

offensichtlich nicht informiert, sonst wäre ihm nicht entgangen,

daß der N. ilioinguinalis bereits bei der ersten Revisionsoperation

und später noch ein weiterer Nerv reseziert worden

waren. Daß hier ein so genanntes verselbständigtes

Schmerzsyndrom im Versorgungsbereich des N. ilioinguinalis

vorgelegen haben könnte, ist zwar möglich, wäre aber nach

bereits erfolgter Resektion dieses Nerven keiner chirurgischen

Behandlung mehr zugänglich gewesen.

Die Schlichtungsstelle entschied entgegen der Aussage

des Gutachtens: Ein neurologischer Untersuchungsbe-

fund war weder aktuell noch in den vergangenen Jahren

erhoben worden. Nach bereits vier vorangegangenen Revisionsoperationen,

hätte vor der Durchführung weiterer, insbesondere

operativer Maßnahmen, zwingend eine neurologisch-psychologische

Untersuchung zur Abklärung der

Schmerzursache erfolgen müssen. Dies wurde fehlerhaft

nicht veranlaßt. Es war mit ausreichender Wahrscheinlichkeit

davon auszugehen, daß eine neurologische Untersuchung

und die Kenntnis der vorherigen operativen Maßnahmen die

Kontraindikation zu einer erneuten operativen Revision ergeben

hätte. Es lag ein seit sieben Jahren bestehendes inguinales

Schmerzsyndrom mit vier vergeblichen operativen Revisionen

einschließlich Nervenresektionen vor. Hier handelte

es sich ohne Zweifel um ein sogenanntes verselbständigtes

Schmerzsyndrom das im vorliegenden Fall keine Operationsindikation

darstellte.

Berechtigte Ansprüche des Patienten

Vor dem Hintergrund der nicht indizierten Operation ergaben

sich Schadenersatzansprüche aus der Operation

selbst, der postoperativen Schmerzsymptomatik infolge der

Hoden ischämie und dem Verlust des Hodens. Das fortbestehende

Schmerzsyndrom war nicht Folge der Operation. Die

Schlichtungsstelle empfahl eine außergerichtliche Regulierung.

Zur Gutachtertätigkeit in Schlichtungsverfahren

Dieser Fall gibt Anlaß, sich einmal grundsätzlich zur Gutachtertätigkeit

zu äußern. Die ärztlichen Mitglieder der Schlichtungsstelle

besitzen Gutachterqualifikation. Sie waren vor

ihrer Berufung in die Schlichtungsstelle als externe Gutachter

für die Schlichtungsstelle tätig. In ca. 15 Prozent aller Fälle

hat sich die Schlichtungsstelle den Entscheidungen des externen

Gutachters teilweise, oder – eher seltener – durchgehend

nicht angeschlossen. Maßgeblich dafür waren medizinische

Plausibilitätsgründe und/oder juristische Erwägungen im Zusammenhang

mit der Beweislast-verteilung zwischen den

Parteien.

In diesen Fällen trifft die Schlichtungsstelle eine teilweise

oder vollständig anderslautende Entscheidung, entweder

durch Diskussion innerhalb der Schlichtungsstelle oder durch

Einholung eines externen Zweitgutachtens.

Im hier dargestellten Fall war dem Gutachter der Vorwurf zu

machen, daß er seine Entscheidungen ohne Kenntnis der

Vorgeschichte getroffen und diese nach Kenntnis der vorangegangenen

Maßnahmen nicht entsprechend revidiert hat.

Der Gutachter hätte die aus der Vorgeschichte stammenden

relevanten Befunde über die Schlichtungsstelle nachfordern

müssen.

Seite 16 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


In der Schlichtungsstelle werden zwar die Krankenunterlagen

vor Versendung des Gutachtenauftrages auf Vollständigkeit

überprüft. Dies schließt jedoch nicht aus, daß der Gutachter

erst bei seiner Bearbeitung auf Lücken stößt, die er

vor seiner Entscheidung schließen muß. Dies betrifft insbesondere

Behandlungsunterlagen und Befunde aus vorangegangenen

Behandlungen an anderer Stelle. Im hier dargestellten

Falle waren die fünf Operationsberichte für die Entscheidungsfindung

unverzichtbar. Das primär erstattete

Gutachten war daher für die Bewertung der Haftungsfrage

wertlos.

Der Ergänzung des Gutachtens konnte sich die Schlichtungsstelle

aus medizinischen und juristischen Gründen nicht an-

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG

RECHT / FORTBILDUNG

schließen. Es lag ein Befunderhebungsmangel vor, der kausal

für einen nicht indizierten Eingriff mit Folgeschaden geworden

war.

Verfasser:

Professor Dr. med. Heinrich Vinz

Ärztliches Mitglied

Rechtsanwalt Johann Neu

Geschäftsführer

Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen

der norddeutschen Ärztekammern

Hans-Böckler-Allee 3

30173 Hannover

Fachtagung „Gewalt in der Familie: Früh

erkennen – Richtig Handeln“

Gewalt gegen Frauen – ob häusliche oder sexualisierte Gewalt

– und auch Mißhandlungen von Kindern sind kriminelles

Unrecht, das tagtäglich in unserer Gesellschaft passiert. Statistiken

von Polizei, Kinderschutzeinrichtungen und Frauenunterstützungseinrichtungen

in unserem Land belegen dies.

In der medizinischen Praxis von Kliniken und Arztpraxen wird

dieses Thema allerdings noch zu selten aufgegriffen. Dem

stellt sich unsere zweite Fachtagung.

Bereits 2008 luden wir Ärztinnen und Ärzte sowie medizinisches

Fachpersonal zu einer Fachtagung mit dem Themenfeld

Gewalt gegen Frauen nach Rostock ein. Die große Resonanz

der Veranstaltung veranlaßte die landesweite Arbeitsgruppe

Gewalt und Gesundheit eine Folgeveranstaltung für das Jahr

2009, am 31.01.2009, anzuregen.

Während 2008 das Thema Gewalt gegen Frauen im Mittelpunkt

stand, wird der Fokus jetzt um Kinder- und Jugendliche,

die Gewalt in der Familie erleben, erweitert.

Das Ziel dieser Fachtagung besteht darin, die Sicherheit der

Medizinerinnen und Mediziner beim Erkennen von Gewalteinwirkungen

auf Frauen und Kinder zu erhöhen.

Fragen über die Dokumentation von Folgen der Gewalt stehen

ebenso auf der Tagesordnung wie Fragen, die viele in

der Praxis bewegen: Wie spreche ich Frauen oder Kinder als

Opfer von Gewalt einfühlsam und trotzdem zielgerichtet an?

Wie gehe ich mit dem Verdacht auf häusliche Gewalt als Ursache

von Verletzungen und Erkrankungen um?

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung an der Fachtagung,

interessante Beiträge und einen nachhaltigen Austausch zwischen

Experten und Praktikern aus dem medizinischen Bereich.

Dr. Margret Seemann

Parlamentarische Staatssekretärin für Frauen u. Gleichstellung

Dr. Dietmar Oesterreich

Präsident der Zahnärztekammer M-V

Dr. Andreas Crusius

Präsident der Ärztekammer M-V

Dr. Volker Möws

Leiter der Techniker Krankenkasse – Landesvertretung M-V

Seite 17


FORTBILDUNG

(Kopiervorlage ➞ neu ab Januar 2009)

Antrag auf Erteilung des Fortbildungszertifikates

nach § 91 Abs. 7 SGB V zur Fortbildung der Fachärzte im Krankenhaus bzw.

nach § 95 Abs. 6 SGB V für Vertragsärzte

Akad. Grad, Name, Vorname:

geb. am: Wohnort:

Datum der Antragstellung: Unterschrift:

Bitte listen Sie Ihre Fortbildungen für einen Zeitraum von 5 Jahren in zeitlicher Reihenfolge auf, und übersenden Sie

uns als Anlage die entsprechenden namentlich ausgefüllten Nachweise im Original.

Die seit 2006 per Barcode erfaßten Veranstaltungen müssen nicht aufgelistet werden, wenn sie im persönlichen Punktekonto

erfaßt sind. (http://www.aek-mv.de) Nach Ausstellung des Fortbildungszertifikates erhalten Sie alle Unterlagen zurück.

Punktbewertung

1. Nachweis von 250 bestätigten Fortbildungseinheiten in 5 Jahren durch Präsenzveranstaltungen wie Kurse,

Seminare, Workshops, Fallkonferenzen, Qualitätszirkel, Balintgruppen, Supervision…

(eine Fortbildungseinheit = 45 Minuten = 1 Punkt)

2. Selbststudium (10 P pro Jahr = 50 P in 5 Jahren, ohne Nachweis)

3. Kongresse oder Veranstaltungen im In- und Ausland (max. 8 P pro Tag)

4. bestätigte Hospitationen (max. 8 P pro Tag)

5. online- und mediengestützte CME-Angebote

6. aktive Referententätigkeit (2 P pro Stunde)

Datum Thema VNR Punkte

Anzahl der Punkte lt. EIV-Punktekonto:

Den Antrag richten Sie bitte an die Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung, August-Bebel-Straße 9a, 18055 Rostock

Seite 18 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Veranstaltungskalender

Ein vollständiges und aktualisiertes Angebot

finden Sie auf der Internetseite:

http://www.aek-mv.de ➝ Fortbidung

➝ Veranstaltungskalender

Veranstaltungen der

Ärztekammer M-V

Grundkurs Impfen

(Erwerb des Impfzertifikates der Ärztekammer M-V)

Termin: 17.01.2009, 09.00 – 15.30 Uhr

Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock

Leitung: Frau Dr. med. M. Littmann

Gebühr: 30,00 € (inkl. Impfmappe)

Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,

Tel.: (0381) 49 28-042 / -043, Fax: (0381) 49 28-040,

E-Mail: fortbildung@aek-mv.de

Gewalt in der Familie:

9 P

Früh erkennen – Richtig Handeln

- Schlag oder Sturz? Zur Differenzierung von Verletzungsmustern

- Verletzungen durch Gewalteinwirkung im orofazialen

Bereich: Möglichkeiten der Dokumentation und Diagnostik

durch den Zahnarzt

- Die Frage nach Gewalt: Unverzichtbar in der

Anamnese?

- Am Rande der Wahrnehmung: Kinder als Zeugen

häuslicher Gewalt

- Workshops: Befunddokumentationen, Wie frage ich

nach Gewalterfahrungen?,

Neue Wege der Beweissicherung

Termin: 31.01.2009, 10.00 – 16.00 Uhr

Ort: Hörsaal, Ärztekammer M-V, August-Bebel-Str. 9 a,

18055 Rostock

Leitung: Frau Dr. M. Seemann, Herr Dr. med.

A. Crusius, Herr Dr. V. Möws, Herr Dr. D. Oesterreich

Anmeldung: Parlamentarische Staatssekretärin für

Frauen und Gleichstellung, Staatskanzlei,

Frau A. Köster, Schloßstr. 2 – 4, 19053 Schwerin,

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG

8 P

Tel.: (0385) 5 88-14 94, Fax: (0385) 5 88-10 89,

E-Mail: frauen.gleichstellung@stk.mv-regierung.de

Refresher-Kurse „Impfen“ je 5 P

(Voraussetzung: Impfzertifikat einer Ärztekammer)

Termine: jeweils 14.00 – 18.00 Uhr

04.02.2009 Konferenzraum,

HANSE-Klinikum Wismar GmbH, Störtebekerstr. 6,

23966 Wismar

25.03.2009 Hörsaal, Ärztekammer M-V,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock

Leitung: Frau Dr. med. M. Littmann

Gebühr: je 30,00 €

Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,

Tel.: (0381) 49 28-042 / -043, Fax: (0381) 49 28-040,

E-Mail: fortbildung@aek-mv.de

Refresher-Kurse

„Der lebensbedrohliche Notfall“

(Herz-Lungen-Wiederbelebung)

je 9 P

(für niedergelassene Ärzte und deren Assistenzpersonal,

jeweils 09.00 – 16.00 Uhr)

28.02.2009 SANA-Krankenhaus Rügen,

Krankenpflegeschule, Calandstr. 7 – 8,

18528 Bergen

Leitung: Frau Prof. Dr. med. habil. T. Jantzen

Gebühr: je 100,00 € Ärzte, 80,00 € Assistenzpersonal

Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,

Tel.: (0381) 49 28-042 / -043, Fax: (0381) 49 28-040,

E-Mail: fortbildung@aek-mv.de

Kurs zum Erwerb der

erforderlichen Kenntnisse im

Strahlenschutz für Ärzte

(einschl. der praktischen Unterweisung an

Röntgenarbeitsplätzen)

Termin: 28.02.2009, 09.00 – 16.30 Uhr

Ort: Hörsaal, August-Bebel-Str. 9 a,

18055 Rostock

Leitung: Herr Dr. med. J.-C. Kröger

Gebühr: 40,00 €

VERANSTALTUNGEN UND KONGRESSE

8 P

Anmeldung: Ärztekammer M-V, Referat Fortbildung,

August-Bebel-Str. 9 a, 18055 Rostock,

Tel.: (0381) 49 28-042 / -043, Fax: (0381) 49 28-040,

E-Mail: fortbildung@aek-mv.de

Veranstaltungen in unserem

Kammerbereich

Die Deutsche Gesellschaft für Manuelle

Medizin bietet Weiterbildungen

zum Erwerb der Zusatzbezeichnung

Chirotherapie für Ärzte an

Ort: Zinnowitz / Bad Sülze

Leitung: Herr Prof. Dr. med. habil. J. Buchmann /

Herr Dr. med. J. Buchmann /

Herr Dr. med. W. Kolp / Herr B. Schulze

Anmeldung: Deutsche Gesellschaft für Manuelle

Medizin, Ärzteseminar Berlin (ÄMM)

e. V., Sekretariat, Frankfurter Allee 263,

10317 Berlin, Tel.: (030) 5 22 79-440,

Fax: (030) 5 22 79-442,

E-Mail: aemm.berlin@t-online.de

Kurs zum Erwerb der Zusatzbezeichnung

„Rehabilitationswesen“

Aufbaukurs II 09. – 18.01.2009

Ort: Klinik „Malchower See“, August-Bebel-Str. 27,

17213 Malchow

Gebühr: 600,00 €

Anmeldung: Akademie für Sozialmedizin M-V,

Frau Lau, Lessingstr. 31, 19059 Schwerin,

Tel.: (0385) 74 40-150, Fax: (0385) 74 40-199,

E-Mail: r.lau@mdk-mv.de

Fortbildungen der Klinik für Psychiatrie

und Psychotherapie und der

Klinik für Forensische Psychiatrie

Termine: jeweils 15.30 – 17.00 Uhr je 2 P

13.01.2009 Die irreale Welt im eigenen Kopf –

Halluzinationen

20.01.2009 Fallseminar: Kurvenvisite zur

Interaktion von Psychopharmaka

(10.00 – 17.00 Uhr)

Seite 19


VERANSTALTUNGEN UND KONGRESSE

27.01.2009 Gedenkveranstaltung für die psychisch

kranken und behinderten Opfer des

Nationalsozialismus

03.02.2009 Suizidprävention und Therapie

Ort: Hörsaal / Konferenzraum, Zentrum für Nervenheilkunde,

Universität Rostock

Leitung: Frau Prof. Dr. med. S. Herpertz,

Herr Prof. Dr. med. habil. D. Schläfke

Anmeldung: Universität Rostock, Zentrum für

Nervenheilkunde, Herr Dr. med. E. Kumbier,

Gehlsheimer Str. 20, 18147 Rostock,

Tel.: (0381) 4 94-95 59, Fax: (0381) 4 94-96 82,

E-Mail: ekkehardt.kumbier@medizin.uni-rostock.de

Sonographie für die Praxis 3 P

Termin: 14.01.2009, 19.00 – 21.30 Uhr

Ort: Ozeaneum Stralsund, Hafenstr. 11,

18439 Stralsund

Leitung / Anmeldung: HANSE-Klinikum Stralsund

GmbH, Medizinische Klinik, Ultraschallabteilung,

Herr Dr. med. J. Spengler,

Große Parower Str. 47 – 53, 18435 Stralsund,

Tel.: (03831) 35-27 66, Fax: (03831) 35-27 06,

E-Mail: joerg.spengler@klinikum-hst.de

„Treffen der interdisziplinären

Arbeitsgruppe des Klinikums

im Rahmen der Initiative schmerzfreies

Krankenhaus“

je 2 P

Termine: 15.01.2009 / 16.04.2009 / 16.07.2009 /

15.10.2009,

jeweils 17.00 – 18.30 Uhr

Ort: Bereich Anästhesie, EMAU Greifswald,

Fr.-Loeffler-Str. 22, 17475 Greifswald

Leitung: Herr Dr. med. A. Jülich

Anmeldung: EMAU Greifswald,

Klinik für Anästhesie, Herr Dr. med. A. Jülich,

F.-Sauerbruch-Str. 1, 17475 Greifswald,

Tel.: (03834) 86 66 96, Fax: (03834) 86 58 44,

E-Mail: an.juelich@web.de

Anteriorer Knieschmerz,

Patellaluxation und Instabilität

Termin: 21.01.2009, 18.00 – 20.00 Uhr 4 P

Ort: Aula, MediClin Krankenhaus Plau am See,

Quetziner Str. 88, 19395 Plau am See

Leitung: Herr Priv.-Doz. Dr. med. habil. M. Witt

Anmeldung: MediClin Krankenhaus Plau am See,

Abt. für Orthopädie und Unfallchirurgie,

Sekretariat Frau S. Heuer, Quetziner Str. 88,

19395 Plau am See,

Tel.: (038735) 8 71 03, Fax: (038735) 8 71 10,

E-Mail: heuer@plau.mediclin.de

Ortho-Trauma-Treffs Schwerin

Termine: jeweils 18.00 – 21.00 Uhr je 4 P

21.01.2009 Ellenbogen

18.03.2009 Bauchtrauma

16.09.2009 Sprunggelenk

18.11.2009 Arthrose

Ort: Raum „Schwerin“, Haus 0 (Ebene 3),

Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie,

HELIOS Kliniken Schwerin GmbH,

Wismarsche Str. 393 – 397, 19055 Schwerin

Leitung: Herr Dr. med. W. Schnorr,

Herr Dr. med. H.-H. Springer

Anmeldung: HELIOS Kliniken Schwerin GmbH,

Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie, Sekretariat,

Wismarsche Str. 393 – 397, 19055 Schwerin,

Tel.: (0385) 5 20-20 59,

E-Mail: traumatologie.schwerin@helios-kliniken.de

Diabetisches Fußsyndrom

für Hausärzte, Internisten, Diabetologen, Chirurgen,

Angiologen und Podologen

Termin: 24.01.2009, 9.00 – 14.30 Uhr

Ort: Radisson SAS Hotel, Lange Str. 40, 18055 Rostock

Leitung: Herr Priv-Doz. Dr. med. habil. H.-C. Schober

Anmeldung: bitte bis 12.01.2009 an

Fax: (030) 67 07 34 22

30 Jahre Jubiläums-Symposium für

Anästhesie, Intensivtherapie, Notfallmedizin

und Schmerztherapie

Termin: 24. – 30.01.2009

49 P

Ort: ARLBERG-well.com, Hannes-Schneider-Weg,

A-6580 St. Anton am Arlberg (Österreich)

Leitung: Frau Prof. Dr. med. G. Nöldge-Schomburg

Anmeldung: Universität Rostock, Klinik und Poliklinik

für Anästhesiologie und Intensivtherapie,

Frau Dr. med. C. Beck / Sekretariat Frau M. Steinfuhrt,

Schillingallee 35, 18057 Rostock,

Tel.: (0381) 4 94-64 14, Fax: (0381) 4 94-64 17,

E-Mail: st-anton@med.uni-rostock.de,

Internet: http://www.anaesthesie.med.uni-rostock.de

6. Rügen-Forum – Symposium für

interdisziplinäre Adiposologie

(Philosophie, Soziologie, Medizin)

Termin: 12. – 13.06.2009

Ort: Landgasthof Kiebitzort, 18569 Lieschow (Rügen)

Leitung: Herr Dr. med. V. Haberkorn,

Herr Dr. phil. C. Peter (Bielefeld)

Anmeldung: Diabetologische Schwerpunktpraxis,

Herr Dr. med. V. Haberkorn,

Stralsunder Str. 16, 18528 Bergen, Tel.: (03838) 2 21 56,

E-Mail: dr.haberkorn@t-online.de

Veranstaltungen in anderen

Kammerbereichen

Wiedereinstieg in die ärztliche

Tätigkeit (120 Stunden)

Gebühr: 1.200,00 €

Ort / Anmeldung: Ärztekammer Hamburg,

Fortbildungsakademie, Lerchenfeld 14,

22081 Hamburg,

Tel.: (040) 22 72-88 14, Fax: (040) 22 72-88 22,

Internet: http://www.aerztekammer-hamburg.de,

E-Mail: akademie@aekhh.de

Berliner Dopplerkurse

nach DEGUM-, DGKN- und KBV-Richtlinien

Leitung: Frau Dr. med. E. Becker (Berlin)

Ort / Anmeldung: Frau C. Kaindlbauer,

Holsteinische Str. 26, 10717 Berlin,

Tel. / Fax: (030) 86 20 75 65,

Internet: http://www.dopplerkurs.de,

E-Mail: info@dopplerkurs.de

Pflege 2009

14. Pflege-Recht-Tag;

Pflegemanagement-Kongreß;

Pflegepraxis aktuell

Termin: 23. – 24.01.2009

Ort: Maritim pro Arte, Friedrichstr. 151, 10117 Berlin

Anmeldung: Urban & Vogel GmbH,

Kongreßorganisation, Frau A. Tauchert,

Ehrenbergstr. 11 – 14, 10245 Berlin,

Tel.: (030) 20 45 60-3, Fax: (030) 20 45 60-42,

Internet: http://www.heilberufe-kongresse.de,

E-Mail: tauchert@urban-vogel.de

Hämatologisch-zytologische

Mikroskopierkurse

04. – 07.02.2009, Bad Saarow

Teil I – Anatomie des Knochenmarkes,

Knochenmarkuntersuchungen,

Myeloproliferative Syndrome

09. – 12.09.2009, Bad Saarow

Teil II – Erkrankungen der Erythropoese,

Myelodysplastische Syndrome, Akute Leukämien,

Erkrankungen des lymphatischen Systems,

Sekundäre Knochenmarksveränderungen

19. – 21.11.2009

Teil 3 – Praktische Hämatologie, Therapiefolgen,

ausgewählte Fallbeispiele (Refresher-Kurs)

Leitung / Anmeldung: HELIOS Klinikum Bad Saarow

GmbH, Ost-Brandenburgisches Tumorzentrum e. V.,

Institut für Pathologie,

Herr Priv.-Doz. Dr. med. habil. S. Koch,

Pieskower Str. 33, 15526 Bad Saarow,

Tel.: (033631) 7-32 10, Fax: (033631) 7-30 10,

Internet: http://www.saarow-zyto.de,

E-Mail: pathologie.badsaarow@helios-kliniken.de

Detailliertere Angaben und weitere

Fortbildungsveranstaltungen finden Sie auf

der Internetseite:

http://www.baek.de ➝

Fortbildungs portal

Seite 20 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Öffentliche Ausschreibung

von Vertragsarztsitzen gemäß §103 Abs. 4 SGB V

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG

AUS DER KASSENÄRZTLICHEN VEREINIGUNG

Die Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern schreibt auf Antrag folgende Vertragsarztsitze zur Übernahme

durch einen Nachfolger aus, da es sich um für weitere Zulassungen gesperrte Gebiete handelt.

Planungsbereich / Fachrichtung Übergabetermin Bewerbungsfrist Ausschreibungsnummer

Schwerin / Wismar / Nordwestmecklenburg

Augenheilkunde nächstmöglich 15. Januar 2009 30/01/08

Haut- und Geschlechtskrankheiten nächstmöglich 15. Januar 2009 11/08/05

Haut- und Geschlechtskrankheiten nächstmöglich 15. Januar 2009 24/01/07

Müritz

Kinder- und Jugendmedizin (Praxisanteil) nächstmöglich 15. Januar 2009 01/04/08

Bad Doberan

Kinder- und Jugendmedizin nächstmöglich 15. Januar 2009 29/05/07

Rügen

Allgemeinmedizin 1. April 2009 15. Januar 2009 18/08/08

Demmin

Allgemeinmedizin nächstmöglich 15. Januar 2009 14/07/08

Allgemeinmedizin nächstmöglich 15. Januar 2009 01/08/08/2

Auf Antrag der Kommune wird folgender Vertragsarztsitz öffentlich ausgeschrieben:

Stadt Demmin

Augenheilkunde 15. Januar 2009 15/08/05

Die Praxisgründung soll zum nächstmöglichen Termin erfolgen.

Die Ausschreibungen erfolgen zunächst anonym.

Bewerbungen sind unter Angabe der Ausschreibungsnummer an die Kassenärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern,

Postfach 16 01 45, 19091 Schwerin, zu richten.

Den Bewerbungsunterlagen sind beizufügen:

• Auszug aus dem Arztregister;

• Nachweise über die seit der Eintragung in das Arztregister

ausgeübten ärztlichen Tätigkeiten;

• Lebenslauf;

• polizeiliches Führungszeugnis im Original.

Seite 21


GESCHICHTLICHES

Medizingeschichte in Mecklenburg-Vorpommern

Wer war Professor Dr. Alfred Lublin?

Auf dem Kongreß der Deutschen Diabetesgesellschaft in Leipzig

(2006) berichtete Dr. Viktor Jörgens, Direktor der Europäischen

Diabetesgesellschaft, darüber, daß die deutsche Medizin infolge

der Rassengesetzgebung der Nationalsozialisten ihre führende

Stellung in der Welt verloren habe, indem die Nazis unter den

Ärzten aller Fachrichtungen, auch hochqualifizierte Stoffwechselforscher,

aus Deutschland vertrieben. So wurden auch fast

alle Schüler von Professor Oskar Minkowski aus Deutschland verjagt.

Dazu gehörte auch Prof. Alfred Lublin.

Als ältester Sohn des Landgerichtsrates Alfred Lublin und seiner

Ehefrau Elise wurde Alfred Lublin am 4. Mai 1895 in Bischofsburg

in Ostpreußen geboren. Sein Abitur bestand er im März

1913 am Königlichen Wilhelmsgymnasium in Königsberg. Es

folgte das Studium der Humanmedizin in Genf, Königsberg und

Halle, unterbrochen von seinem militärischen Einsatz als Kriegsfreiwilliger

auf dem russischen, mazedonischen und westlichen

Kriegsschauplatz. Die medizinische Vorprüfung legte er 1916 in

Königsberg ab, das Staatsexamen im September 1919 in Halle.

Im gleichen Monat promovierte er dort zum Dr. med. Nach anfänglicher

Ausbildung am Pathologischen Institut der Universität

Königsberg wechselte er im Mai 1920 an die Medizinische

Universitätsklinik Breslau zu dem berühmten Internisten Prof.

Oskar Minkowski (1858-1931), der zusammen mit Josef von Mering

(1849-1908) 1889 in Straßburg den Pankreasdiabetes entdeckt

hatte. In der niederschlesischen Metropole wurde sein

Interesse für die Endokrinologie geweckt. Als hochbegabter

Ausbildungs assistent entwickelte er ein Mikroverfahren zur Bestimmung

von Azeton und β-Oxybuttersäure (1922) und befaßte

sich mit der Lehre von der Azidose (1923) und der Gravidität

beim Diabetes mellitus (1924). Außerdem untersuchte er den

Einfluß des oralen Antidiabetikums Synthalin auf den respiratorischen

Quotienten der Diabetiker (1927). Noch unter Minkowski

(1925) hatte er sich mit der Schrift „Beiträge zum Studium

des Stoffwechsels bei der endogenen Fettsucht“ habilitiert.

Nach dem Wechsel zu Professor Gerhardt Katsch (1887-1961) an

die Universität Greifswald hat er sich mit einem Vortrag „Neuere

Gesichtspunkte in der Theorie und Klinik der Zuckerkrankheit“

umhabilitiert. Als Privatdozent bearbeitete er auch Probleme

bei der hypo- und hyperthyreotischen Fettsucht (1931).

Im Alter von 36 Jahren wurde er in Greifswald zum außerplanmäßigen

Professor ernannt.

In seinem gemeinsam mit Dr. Robert Kroner verfaßten Buch

„Produktive Diabetikerfürsorge“ (1932) propagierte er die Lehre

von Professor Katsch über die Notwendigkeit der sozialen

Rehabilitation der diabetischen Patienten, indem er über seine

Erfahrungen und Ziele des ersten deutschen Diabetikerheimes

in Garz auf Rügen berichtete.

Professor Lublin war jüdischer Herkunft. Dennoch erreichte Professor

Katsch noch im April 1933 gegen einen bereits erkennbaren

Widerstand der Nazis die Ernennung zum Oberarzt der

Greifswalder Medizinischen Universitätsklinik. Katsch selbst berichtete

darüber kurz nach dem 2. Weltkrieg: „1933 war ein Jude

mein 1. Assistent (Hintermann des Oberarztes), Professor Lublin.

Er war durch das sogenannte Berufsbeamtengesetz, das die Juden

aus amtlichen Stellen entfernte, als Ausnahme geschützt, da

er Kriegsteilnehmer des ersten Weltkrieges war. Darauf wurde

lebhafter Druck auf mich ausgeübt, Lublin unter Vorwänden zu

entlassen, vom Kreisleiter, auch von dem damals neu ernannten

Dekan. Ich lehnte das ab, weil Professor Lublin tüchtig war und

sich nichts hatte zuschulden kommen lassen. Auf dem Kongreß

für Innere Medizin wurde im Ausschuß der Antrag gestellt, einen

von Lublin angekündigten Vortrag zu unterdrücken. Ich war

damals Ausschußmitglied (später nie wieder) und setzte durch,

daß Lublin dennoch sprach.“

Am 1. Oktober 1935 mußte Lublin gegen seinen Willen aus dem

Lehrkörper der inzwischen in „Ernst-Moritz-Arndt-Universität“

umbenannten Hochschuleinrichtung ausscheiden, obwohl er im

1. Weltkrieg mit dem „Eisernen Kreuz erster Klasse“ ausgezeichnet

worden war. Damit fand seine glänzende wissenschaftliche

Laufbahn in der frühen Nazizeit ihr jähes Ende. Es ist erstaunlich,

daß der oben erwähnte Dekan der Medizinischen Fakultät, der

im vorauseilenden Gehorsam ab 1. Oktober 1935 Professor Lublin

einerseits die Verlängerung der Berufung als Privatdozent

versagt hatte, andererseits ihm aber gleichzeitig (UAG Med. Fak.

I – 83) folgende positive Eigenschaften bestätigte: „Sie haben

sich in der Zeit, wo sie als Dozent, als Assistent und als Oberarzt

an der Medizinischen Klinik und im Lehrkörper der Universität

hier tätig waren, vielfache wissenschaftliche, literarische und

praktische Verdienste um die Medizinische Wissenschaft und die

Ihnen anvertrauten Patienten erworben. Diese Verdienste werden

von der Medizinischen Fakultät dankbar und unter vollster

Würdigung anerkannt. Die Medizinische Fakultät wird Ihnen

deshalb auch stets eine dankbare Erinnerung in Wertschätzung

und Anerkennung bewahren und Ihr weiteres berufliches und

persönliches Leben für Sie und Ihre Familie mit herzlicher Anteilnahme

verfolgen.“

Nachdem sich eine ursprünglich vorgesehene Berufung an die

Universität Ankara im Sommer 1935 zerschlagen hatte, übernahm

Professor Lublin eine internistische Privatpraxis in Königs-

Seite 22 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


erg in Ostpreußen. Über die Länge seines dortigen Aufenthaltes

und seine wahrscheinliche Emigration nach Litauen ist nichts

bekannt. Unter Mithilfe des bolivischen Botschafters in Litauen

ist er am 23. September 1939 nach Bolivien emigriert. Von La Paz

aus teilte er Professor Katsch in einem Brief vom 12. Februar

1946 mit, daß seine 76 Jahre alte Mutter vergast worden sei.

Am 28. August 1956 ist Prof. Alfred Lublin in La Paz an den Folgen

eines Koronarinfarktes verstorben. Er soll sich um eine Re-

Die etwas andere Medizin

Der Fortschritt der modernen Medizin wird einem so richtig bewußt,

blickt man zurück, wie es vor nicht einmal zweihundert

Jahren um die medizinische Behandlung auf der Insel Rügen bestellt

war.

In den Erinnerungen „Aus früherer Zeit“ des in Bergen auf Rügen

geborenen Philosophen und Freiheitskämpfer Arnold Ruge

(1802 bis 1880) kann man lesen, welch abenteuerlichen Prozeduren

so mancher Kranke ausgesetzt war:

„Die Hausmittel der Leute, die mir hier einfallen, waren alle etwas

derber Art. Heißer Essig und Speck wurden in den verzweifelnsten

Fällen bei inneren und äußeren Verletzungen gegeben.

Eine durchschnittene Pulsader mit einer fetten Specklage zu verbinden,

ist ein anderes Hausmittel, das auch auf Schiffen angewandt

wird.

Sehr gepriesen wurde ein Glas Branntwein mit 7 Pfefferkörnern

gegen Bauchgrimmen. Wenn einer sich im allgemeinen unwohl

fühlte und man nicht recht wußte, was es sein möchte, so war

das Treten ein beliebtes Mittel. Der sich unwohl fühlte, hatte

sich platt auf den Boden zu legen, ein anderer zog die Schuhe

aus und trat ihn zurecht.

Das Treten noch mehr als das Schütteln. Mit diesem Hausmittel

bediente einmal ein Arzt seinen Kranken ganz wider Willen. Er

hatte einen Löffeltrunk verschrieben, der starken Bodensatz im

Fläschchen bildete und daher angeordnet: Jedesmal vor dem

Einnehmen tüchtig zu schütteln. Als er sich nun nach der Wirkung

seines Trankes erkundigte, sagte der Kranke: `Der Trank ist

gut genug, Herr Doktor, wenn nur das verwünschte Schütteln

nicht wäre`. Sie hatten nämlich nicht das Fläschchen sondern den

Kranken jedes mal vor dem Einnehmen geschüttelt“.

Die äußere Anwendung von diversen Lebensmitteln, vornehmlich

Mehl und Quark, kenne ich noch aus den ersten Jahren meiner

ärztlichen Tätigkeit. Zur Entfernung von Teer von der Haut

bei Teerverbrennungen wurde generell eine größere Menge

Butter aus der Küche angefordert.

Der Mitbegründer der ersten Kur- und Badeanstalt auf Rügen,

des Gesundbrunnens zu Sagard, Dr. Moritz von Willich, prakti-

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG

GESCHICHTLICHES

partriierung in sein Heimatland – Deutschland – bemüht haben.

Seine Heimkehr hat er jedoch nicht mehr erlebt.

Auf mich wirkt es etwas befremdend, daß in der Festschrift zur

550-Jahrfeier der Universität Greifswald (2006) in dem Kapitel

„Die Medizinische Fakultät Greifswald in den letzten 200 Jahren“

Professor Lublin mit keinem Wort erwähnt wird.

Dr. med. H. Schneider, Mahlow

scher Arzt und Geburtshelfer, Stadt- und Landphysikus und Leiter

des Lazaretts in Bergen, führte die Heilkraft der Heilquelle

auf folgende Bestandteile zurück:

„1. viele Luftsäure (fixe Luft), 2. vermutlich auch Laugensalze,

3. gewiß viele Eisenteile, die in der Luftsäure aufgelöst sind,

4. absorbierende Erden und Selenit, besonders Kalk- und Bittersalzerden,

5. ganz ohnfehlbar salzgesäuerte Mineralsalze.“

Mit seiner Analyse scheute er nicht den Vergleich mit den Quellen

von Brückenau, Hofgeismar und Pyrmont. Nach einem Zeitzeugen

habe das Brunnenwasser „... eine vortreffliche Ausleerung

eines zähen Schleimes durch die Brust bewürkt und danach

gar große Erleichterung verschafft“.

Für den Theologen, Philosophen und Mitbegründer der Berliner

Humboldtuniversität, Friedrich Ernst Daniel Schleiermacher entfaltete

der Gesundbrunnen eine besondere Wirkung: er lernte

hier seine Frau kennen.

Dr. Moritz von Willich kannte sich aber auch in der Heilkunde

aus. Gegen die weit verbreitete Gicht empfahl er:

„Es wird eine Elster mit Eingeweiden und Federn usw. ... in einer

ganzen Menge Wasser und in einem zugedeckten Topfe stark

gekocht und die Suppe warm getrunken“.

Krätze behandelte er äußerlich mit Rhabarber und Kalomel

(Quecksilbernitrat), außerdem ließ er einen Dekokt von Gurken

mit Eibisch- und Grindelwurzeln trinken. Schwindsüchtigen verabreichte

er einen Dekokt aus Hundeblumen. Und „... Würmer

aller Art vorzüglich aber doch Spulwürmer sind am besten und

leichtesten bei abnehmenden Mond abzutreiben, es ist eine mathematische

Wahrheit“.

Zum Glück gibt es die moderne Medizin, auch auf Rügen!

Literatur:

Ruge, Arnold: Aus früherer Zeit. Berlin 1862-1868

Reddemann, Hans: Berühmte und bemerkenswerte Mediziner

in und aus Pommern. Schwerin 2003

Dr. G. Liebling, Stralsund

Seite 23


BUCHVORSTELLUNGEN

Für Sie gelesen

Nephrologie

Pathophysiologie –Klinik – Nierenersatzverfahren

Hrsg.: Ulrich Kuhkmann, Dieter Walb, Joachim Böhler,

Friedrich Luft

5., überarbeitete Auflage, Thieme Verlag Stuttgart 2008

720 Seiten, 365 Abb., 252 Tab., gebunden, € 149,95

ISBN 978-3-13-700205-5

Dieses Buch gibt einen

umfassenden Einblick

in alle gängigen Nierenerkrankungen

im

internistischen Alltag,

wobei zusätzlich der

Anspruch erhoben

wird, die speziellen Probleme

in der Nephrologie

darzustellen. Nach

einer umfangreichen

Änderung des Herausgeber-

und Verlagskonzeptes

in der 4. Auflage

war das Hauptziel der

Autoren nun, unter

dem Aspekt der rasanten

wissenschaftlichen Entwicklung, eine umfassende inhaltliche

Aktualisierung vorzunehmen. Trotz des hohen Anspruchs

wird dabei nicht vergessen zu erwähnen, daß durch

den Leser auch „Online Informationen sowie aktualisierte

Leitlinien benutzt werden müssen“.

Das Buch richtet sich dabei an Nephrologen, Internisten in

der Facharztweiterbildung und Weiterbildung im nephrologischen

Schwerpunkt sowie an nicht nephrologisch tätige

Internisten und Intensivmediziner. Dies um so mehr, da Erkrankungen

der Nieren und viele Themen der Nephrologie

fachübergreifend sind. Genannt seien dabei exemplarisch der

Diabetes mellitus, Systemerkrankungen, die Rheumatologie,

Elektrolytstörungen, die Hypertonie und osteologische Systemerkrankungen.

Die einzelnen Kapitel der nephrologischen Krankheitsbilder

folgen einem sehr gut gegliederten Aufbau, da es zu jedem

erwähnten Krankheitsbild einen informativen Abschnitt über

Definition, Ätiologie, über die Pathologie und konkrete Therapieempfehlungen

sowie Dosierungsschemata gibt. Neben

der nephrologischen Diagnostik und Befundinterpretation

werden erworbene und angeborene Nierenerkrankungen,

Nierenbeteiligung bei Systemerkrankungen sowie sämtliche

Formen und Komplikationen bzw. Begleiterkrankungen der

Niereninsuffizienz beschrieben. Als aktuell neues Kapitel

wurde das Werk mit dem Thema das „Nierenversagen auf

der Intensivstation“ ergänzt. Es folgen Kapitel über Störungen

des Wasser- und Mineralhaushaltes, des Säure-Basen-

Haushaltes, des Vitamin-D-Stoffwechsels. Zusätzlich werden

alle Nierenersatztherapien wie Hämodialyse, Peritonealdialyse

und Nierentransplantation besprochen. Auch diese komplexen

Themen werden anschaulich und verständlich dargestellt.

Ergänzt wird der Text durch zahlreiche Tabellen, Schemazeichnungen

und Flußdiagramme, die auch für den „Nichtnephrologen“

verständlich sind. Abgerundet wird das Bild

durch naturgetreue durchgehend vierfarbige Abbildungen

von Urinsedimenten und histologischen Befunden.

Das Inhaltsverzeichnis ist sehr ausführlich gestaltet und so

geordnet, daß der Leser zu jedem Thema die Hauptseite und

in der Untergliederung die speziellen Krankheitsbilder mit

eigener Seitenangabe findet. Durch die klare Strukturierung

und somit rasche Orientierung eignet sich das Buch auch zum

Nachschlagen während des Klinikalltags, zumal eine Zusammenfassung

der wesentlichen Formeln und Berechnungen

aus der Nephrologie sowie praktische Kommentare zu deren

Anwendung erwähnt werden.

Für die wissenschaftlichen Fragestellungen finden sich umfangreiche

Quellenangaben im Anschluß an jedes Kapitel, so

daß der interessierte Leser auf diese zurückgreifen kann.

Nachdem bereits die Änderungen in der 4. Auflage dieses

Buch unbedingt empfehlenswert machten, wurde nun eine

Aktualisierung sowie der Feinschliff vorgenommen. Alle wesentlichen

Aspekte in der Nephrologie werden erwähnt, so

daß Nephrologen und an nephrologischen Problemen Interessierten

die neue Auflage zu Recht empfohlen werden

kann. Nur wem dieses umfassende deutschsprachige Buch

nicht ausreicht, sollte ergänzend auf ein englischsprachiges

Werk zurückgreifen.

Dr. H. Ritzel, Wismar

Fachwortschatz Medizin – Englisch

Ingrid und Michael Friedbichler

2., überarbeitete Auflage, Georg Thieme Verlag 2007

864 Seiten, 69 Abb., kartoniert, € 59,95

ISBN 978-3-13-117462-8

Englisch als Sprache der globalen Kommunikation ist auch

für den Mediziner unverzichtbar geworden. Der vorliegende

„Fachwortschatz“ ist dafür vor allem ein vorzüglicher Sprachtrainer.

Er setzt Grundkenntnisse der englischen Sprache voraus,

verbessert aber mit seiner Nutzung die Sprachkompetenz

für medizinische Fragestellungen. Das verwendete KWIC

Seite 24 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


– Konzept (Key Words in Context – Web) ist eine zusammenhängende

Vernetzung von medizinischen Termini und gebräuchlichen

Sprachwendungen.

Der Benutzer erkennt bald den Vorteil des in sechs Teile mit 142

Fachbereichen (Units) gegliederten Netzwerkes! Als Ausgangssprache

ist Standard American für die englischen – blau unterlegten

– Schlüsselwörter (Fachwörter) verwendet. Sie werden

durch Synonyme, fast Synonyme und verwandte Ausdrücke ergänzt.

Die „Erklärung“ erfolgt durch sinnvolle und beschreibende

Sätze auf Englisch. Auch durch viele Querverweise wird der

medizinische Fachausdruck umschrieben erläutert. Für die

Schlüsselwörter ist in der Regel die Aussprache in der internationalen

Lautschrift angegeben. In grau unterlegten Modulen

auf der gleichen Seite steht die deutsche Übersetzung der einzelnen

gebräuchlichen Ausdrücke. Einige Abbildungen sind

wohl eher zur Auflockerung des Textes gedacht.

Gewissermaßen als „Wörterbuch“ sind ausführliche Indizes am

Ende des Buches zu nutzen. In beiden Registern (englisch und

deutsch) finden sich nicht die Übersetzungen der einzelnen Wörter,

sondern die Seitenzahlen der Fachbereiche, in welchen sie

erscheinen. Das gilt übrigens auch für den Abkürzungsindex.

Wer das zunächst verwirrende Konzept erfaßt hat, wird schnell

die Vorteile dieses erklärenden Fachwörterbuches erkennen.

Wissenschaftler, Studenten, medizinisches Fachpersonal und

Ärzte, die englische Fachliteratur für die Weiterbildung nutzen

oder sich auf Auslandseinsätze vorbereiten, sollten sich

das in 2. Auflage erschienene Werk zulegen!

Dr. C. Brock, Neubrandenburg

Elsevier´s Wörterbuch Medizin

Englisch – Deutsch / Deutsch – Englisch

1. Auflage, Elsevier GmbH,

Urban & Fischer Verlag München 2007

632 Seiten, 5 Tab. € 19,95

ISBN 978-3-437-15200-9

Trotz ausreichender Englisch-Kenntnisse fehlen auch dem

Mediziner oftmals die speziellen medizinischen Fachausdrükke

der anderen Sprache. Die findet er in diesem handlichen

kleinen Fachwörterbuch. Seltenere Termini und Krankheitsbilder

werden auch eingehender erläutert.

Für den Nichtmediziner ist es in vielen Fällen erforderlich die lateinischen

– also medizinisch-fachlichen – Ausdrücke zu kennen

(z. B. engl. retroperitoneal entspricht deutsch auch retroperitoneal)!

Da hilft dann nur ein “Medizinisches Wörterbuch“!

Hinweise zur Aussprache enthält das Buch nicht. Für zu erarbeitende

Vorträge in englischer Sprache wäre das aber ein

Gewinn.

Wer auf große Sprachwörterbücher verzichten möchte, sollte

diese kleine Ausgabe erwerben.

Dr. C. Brock, Neubrandenburg

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG

Leitlinien der Gynäkologie und

Geburtshilfe

BUCHVORSTELLUNGEN

Hrsg.: Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und

Geburtshilfe e.V. (DGGG)

Leitlinienkoordinator: Rolf Kreienberg

Verlag S. Kramarz Berlin 2008

€ 53,20

ISBN 978-3-941130-00-5

Band I: Allgemeine Gynäkologie

Gynäkologische Onkologie

Urogynäkologie

Gynäkologische Infektiologie

Band II: Gynäkologische Endokrinologie

Fortpflanzungsmedizin

Band III: Pränatalmedizin

Geburtsmedizin

Band IV: Medizinrecht

Qualitätssicherung

In der Erarbeitung von Leitlinien und Empfehlungen zu allen

Gebieten des Faches gehört die Deutsche Gesellschaft für

Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) zu den führenden medizinischen

Fachgesellschaften Deutschlands.

Mit der vierbändigen Taschenbuchausgabe sind über 80 aktuelle

Leitlinien, Empfehlungen und Stellungnahmen der

„Gynäkologie und Geburtshilfe“ seit Herbst 2008 im Buchhandel

erhältlich.

Leitlinien und Empfehlungen sind Hilfen für Ärzte.

Sie gelten für Standardsituationen, dienen der Entscheidungsfindung

in spezifischen Diskussionen und berücksichtigen die

aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und die in der Praxis

bewährten Verfahren zum Zeitpunkt der Publikation.

Leitlinien bringen mehr Sicherheit in die Medizin, berücksichtigen

aber auch wirtschaftliche Aspekte.

Die Methodenfreiheit des Arztes soll nicht eingeschränkt

werden. Allerdings sind Abweichungen sorgfältig zu begründen

und zu dokumentieren.

Leitlinien sind für Ärzte rechtlich nicht bindend und haben

daher weder haftungsbegründende noch haftungsbefreiende

Wirkung (im Gegensatz: „Richtlinien“ = Regelungen des

Handelns oder Unterlassens; von einer rechtlich legitimierten

Institution konsentiert, schriftlich fixiert und veröffentlicht;

für den Rechtsraum dieser Institution verbindlich; bei Nichtbeachtung

definierte Sanktionen).

Jeden Tag aufs Neue bewegen sich Ärzte auf schmalem Grat.

Die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt entscheidet

oft über den Erfolg der Behandlung.

Leitlinien sind dabei ein unverzichtbares Nachschlagewerk

mit Fakten und fundiertem Wissen, ein Alltagshelfer mit praxisnaher

Philosophie.

Seite 25


BUCHVORSTELLUNGEN

Aber nur in der Gemeinsamkeit eines erkennenden Geistes mit

einem mitfühlenden Herzen liegt die Basis ärztlichen Wirkens.

Dabei bleibt das Gespräch zwischen Arzt und Patient das Wesentliche.

Prof. H. H. Büttner, Wismar

Radiologische Diagnostik der Knochen

und Gelenke

Klaus Bohnhof, Herwig Imhof, Wolfang Fischer

2. Auflage, Georg Thieme Verlag Stuttgart New York 2006

408 Seiten, 1463 Abb., € 149,95

ISBN 978-3-13-110982-8

Die von den Autoren

Bohnhof und Imhof

1998 vorgelegte 1. Auflage

hat aufgrund der

hervorragend gelungenen

engen, in aller Regel

auf zwei gegenüberliegenden

Seiten

erfolgten Dar stellung

von knappen, präzisen

Textangaben (links) und

ausgezeichneten Bildmaterialien

(rechts) eine

weite Verbreitung gefunden.

Unter Beibehaltung die ser grundsätzlichen Ge staltung wurden

in der jetzt erschienenen 2. Auflage über 500 Abbildungen

neu aufgenommen sowie Angaben zu Indikationen

und Untersuchungsprotokollen erweitert und aktualisiert.

Entsprechend der in den zurückliegenden Jahren stetigen

Zunahme der Bedeutung der Magnetresonanztomographie

als ausschließliches oder ergänzendes bildgebendes Verfahren

in der Diagnostik und Differentialdiagnostik von Erkrankungen

der Knochen und Gelenke wurde deren Anteil an

Bildmaterial verdoppelt.

Im Ergebnis liegt ein ausgezeichnetes, kurz gefaßtes, hervorragend

gegliedertes Lehrbuch vor, das einerseits alle in

der Weiterbildung im Fachgebiet Radiologie benötigten

Kenntnisse enthält und andererseits Fachärzten für Radiologie,

aber auch Fachärzten anderer Disziplinen (Orthopädie,

Traumatologie, Kinderchirurgie, Rheumatologie) das

schnelle Aufsuchen von Text- und Bildinformationen zu allen

klinisch relevanten Knochen- und Gelenkerkrankungen

ermöglicht.

Eine weite Verbreitung kann dem hervorragend ausgestatteten

und im Preis angemessenen Buch gewünscht und vorausgesagt

werden.

Priv.-Doz. Dr. H. Lange, Neubrandenburg

Iwans Krieg

Die Rote Armee 1939–1945

Catherine Merridale

2. Auflage, S. Fischer Verlag Frankfurt am Main 2006

474 Seiten , Karte und s/w-Fotografien, € 22,90

ISBN 3-10-048450-9

Den Begriff „Великая Отечественная Война“ (deutsch: Großer

Vaterländischer Krieg) konnten wir bereits als Schulkinder

deklinieren. Damals ahnten wir nur vage, in welchem Ausmaß

dieser Krieg heldenmütig und/oder verbrecherisch sowie

vor allem entbehrungsreich geführt worden ist. Mit dem

deutschen Überfall am 22. Juni 1941 begann der „ungeheuerlichste

Eroberungs-, Versklavungs- und Vernichtungskrieg“

der Geschichte, wie der (nicht unumstrittene) Historiker Ernst

Nolte bereits 1963 festgestellt hatte (vgl. Wikipedia-Artikel

„Krieg gegen die Sowjetunion 1941–1945“).

Das vorliegende, vorzüglich recherchierte und glänzend geschriebene

Buch von Catherine Merridale (Professorin für Zeitgeschichte

in London) stellt den grauenhaften Krieg jenseits

aller Mythen und Verurteilungen von offizieller und offiziöser

Seite aus der Sicht betroffener sowjetischer Soldaten dar. Dazu

wurden von der englischen Autorin, die auch an der Universität

Moskau gelehrt hatte, etwa 200 Veteranen der Roten Armee

ausfindig gemacht und persönlich bzgl. ihrer Erinnerungen

und Meinungen befragt. Erstmals wird somit der gleichermaßen

glorifizierte und hinterfragte sow jetische Verteidigungskrieg

betont aus der Sicht des heldenmütigen und/oder leidenden

und/oder auch mißbrauchten einfachen russischen Soldaten

geschildert – eben als Krieg des „Iwans“, der sein Pendant

im deutschen „Fritz“ oder britischen „Tommy“ hatte. Dadurch

ist ein kriegsgeschichtliches Werk entstanden, das den Krieg

aus der Sicht der Kämpfer und der unmittelbar Leidenden schildert

– ähnlich wie Jürgen Thorwald in seinem Buch „Die Patienten“

über die Medizin aus der Sicht der Erkrankten schreibt.

Das Kriegsgeschehen wird in 11 Kapiteln mit Hintergründen,

vielen Einzelschicksalen und gebotenen Zeitbezügen in seinem

Ablauf minutiös dargestellt. Bekanntlich hatten Hitler und seine

Vollstrecker mit irrationalen Motiven das Brandschatzen und

Morden begonnen. Stalin und seine Armee antworteten darauf

mit verständlicher Härte, die jedoch – neben kriegerischem Heldentum

und Leiden auf den Schlachtfeldern – in Mord und Verbrechen

auf deutschem Boden sowie unter den eigenen Leuten

ausartete. Das Kapitel 9 „Schändungen“ schont den Leser nicht.

Seite 26 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Bizarre Grausamkeiten von Rotarmisten werden nicht verschwiegen,

sondern vielmehr in dem verhängnisvollen Zusammenhang

von kriegerischen Tötungen, Mord und Gegenmord

infolge gegenseitiger Verteufelungs- und Rachepropaganda

betrachtet. Angesichts der Abermillionen Kriegstoten beider

Völker, darunter mehr als 12 Millionen gefallener sowjetischer

und deutscher Soldaten sind es besonders die grauenhaften

Übergriffe auf Frauen und die übrige Zivilbevölkerung, die einmal

mehr nach all dem unsinnigen Leid den so verständlichen,

jedoch nur vorübergehend beherzigten Wunsch betonen: Nie

wieder Krieg!

Für die Absicherung von Haftpflichtansprüchen hat die Ärztekammer

Mecklenburg-Vorpommern mit der Deutschen

Ärzteversicherung eine Rahmenvereinbarung zur Berufshaftpflichtversicherung

abgeschlossen. Damit wird exklusiv

den Angehörigen der Ärztekammer ein attraktives und auf

den spezifischen Bedarf des Arztes abgestimmtes Produkt

angeboten.

Der Unterzeichnung des Rahmenvertrages ist ein umfangreiches

Prüfungsverfahren seitens der Ärztekammer vorausgegangen

bei dem insbesondere die positiven Erfahrungen

in der Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Ärzteversicherung

und den bereits involvierten Ärztekammern begutachtet

und bewertet wurden. Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

kann mit dieser Rahmenvereinbarung

ihren Mitgliedern die Gewährleistung geben, mit „MedProtect“

den notwendigen Versicherungsschutz im Bereich

Haftpflicht abgeschlossen zu haben.

Die Ärztekammer sieht in den mit der Deutschen Ärzteversicherung

ausgehandelten Konditionen mit arztspezifischen

Leistungsvorteilen große Vorteile für ihre Mitglieder. So hat

sich die Deutsche Ärzteversicherung verpflichtet, alle Kammerangehörigen

gegen berufliche Haftungsrisiken zu versichern

(Kontrahierungszwang der Versicherungsgesellschaft).

Daneben verzichtet die Deutsche Ärzteversicherung

auf das außerordentliche Kündigungsrecht des Versicherers

im Schadensfall. Weiterhin hat der Arzt im Schadensfall die

Möglichkeit, bei einem Verfahren vor der Gutachter- und/

oder Schlichtungsstelle der Ärztekammer sein Verschulden

anzuerkennen, ohne – wie sonst üblich – den Versicherungsschutz

zu gefährden.

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG

BUCHVORSTELLUNGEN / SERVICE

Catherine Merridale hat ein detailgetreues (Anti)kriegsbuch

verfaßt, das – wie auch die Autobiographie von Lew Kopelew

(Хранить вечно; deutscher Titel: Aufbewahren für alle Zeit!) –

zu einer Kultur des Gedenkens beiträgt. Die erschütternde

Lektüre läßt den Leser die siegreichen Veteranen von Kursk

verstehen: Wenn sich diese zur Erinnerung auf dem größten

russischen Schlachtfeld des unseligen Krieges treffen, reden

sie nicht viel. Manchmal stehen sie nur da und weinen.

Prof. H. Nizze, Rostock

Risikovorsorge mit Sicherheitsgarantie durch

MedProtect

Exklusivprodukt für Angehörige der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

Neben den Leistungsvorteilen garantiert „MedProtect“ für

den Arzt auch eine Beitragsersparnis gegenüber dem Tarifbeitrag

der Gesellschaft in Höhe von 7,5 Prozent. Im ersten

Jahr der Niederlassung kann zudem ein Niederlassungsrabatt

in Höhe von 20 Prozent in Anspruch genommen werden

und Gemeinschaftspraxen wie auch Praxisgemeinschaften

profitieren unter bestimmten Voraussetzungen dauerhaft

von weiteren 15 Prozent Beitragsnachlaß.

Einen zusätzlichen Beitragsvorteil erhalten Ärzte, die über

ein gültiges Fortbildungszertifikat der Ärztekammer verfügen.

Mit weiteren 7,5 Prozent Rabatt honoriert die Deutsche

Ärzteversicherung diese nachgewiesene freiwillige

zertifizierte Fortbildung.

Versichern können sich alle Kammerangehörigen der Ärztekammer

Mecklenburg-Vorpommern und zwar vom angestellten

und niedergelassenen Arzt bis zum Arzt im Ruhestand.

Mit „MedProtect“ ist neben dem Arzt auch das angestellte

Praxispersonal mit einer Versicherungssumme von

mindestens 1,5 Millionen Euro gegen berufliche Haftpflichtrisiken

versichert, wobei individuelle Anpassungen der

Deckungssummen möglich sind. Zu den Vorzugskonditionen

eingeschlossen werden können auch die Privathaftpflichtversicherung

für den Arzt und seine Familie sowie sonstige

private Risiken (z.B. als Haus- und Grundbesitzer).

Weitere Informationen zu „MedProtect“ können über die

Telefonnummer (0221) 148-22700 der Deutschen Ärzteversicherung

angefordert werden.

Unter www.aerzteversicherung.de sind umfassende Hinweise

über die Deutsche Ärzteversicherung abrufbar.

Seite 27


FORTBILDUNG

Jahreshöhepunkt der Fortbildung:

Die 17. Seminar- und Fortbildungswoche in

Kühlungsborn

Wer seinen Beruf verantwortungsvoll ausüben möchte, bildet

sich fort. Im Jahr 2008 konnte jeder Arzt in unserem

Kammerbereich aus mehr als 4000 zertifizierten Fortbildungsveranstaltungen

wählen.

Die kompakte Fortbildungswoche vom 11.-15.11.2008 im

Morada Resort Hotel in Kühlungsborn – ein aufwändiger

Schwerpunkt der von der Ärztekammer gestalteten Fortbildung

– besuchten 433 Teilnehmer. Neben zehn verschiedenen

Fachthemen hatten die anwesenden Ärztinnen und Ärzte

die Gelegenheit sechs verschiedene interdisziplinäre Mittagsvorträge

zu hören. Die Koordination der insgesamt 55

Referenten bedeutete auch im Jahr 2008 das Erstellen von

Handouts, Kursmappen oder auch CD´s – wertvolles Arbeitsmaterial

insbesondere für diejenigen Interessenten, die Zusatzbezeichnungen

oder Fachkunden erwerben wollen.

In der zentralen Eröffnungsveranstaltung informierte Kammerpräsident

Dr. Andreas Crusius die Teilnehmer über Neuigkeiten

zur Gesundheitsreform. Er sprach über die Anforderungen

2009 und speziell zur Fortbildungspflicht teilte er mit, daß

die Kammer bei 250 Punkten im Elektronischen Informationsverteiler

ein Fortbildungszertifikat erstellt, welches dem Nachweis

der Fortbildung gegenüber der KV genügt.

Langfristig waren die traditionellen Themen, wie „Ultraschall-

Grundkurs“, Langzeit- EKG“ und auch die „Palliativmedizinische

Grundversorgung“ ausgebucht, erstmalig aber

Die aktuellsten Informationen von Dr. A. Crusius zur Eröffnung

Gleich beginnt der Impfkurs

auch der „Lungenfunktionskurs“, welcher in Kooperation mit

der Kühlungsborner Ostseeklinik realisiert wurde. Bewährt

hat sich die Teilung des Kurses „Psychosomatische Grundversorgung“

zur Weiterführung der Balintgruppen durch die

erfahrenen Kursleiter in Schwerin und Rostock.

Der zum zweiten Mal in diesem Rahmen installierte Kurs

„Palliativmedizinische Grundversorgung“ wurde wiederum

sehr gut angenommen. Mit 18 Referenten – und damit ein

breites basisnahes Diskussionsforum – gelang eine anschauliche

Wissensvermittlung in steter Interaktion und Gruppendynamik.

In den letzten Jahren konnte der Bedarf für die Interessenten

am „Ultraschall- Grundkurs“ kaum befriedigt werden – entsprechend

hoch war die Akzeptanz. Die anschauliche Vermittlung,

hohe Fachkompetenz der Referenten und Tutoren

sowie deren ausführliche Beantwortung von Fragen und Ausdauer

beim Schallen über den normalen Zeitrahmen hinaus

sind positive Bewertungsergebnisse.

Dank der Fachreferenten erhielten die weiteren Pflichtkurse

wie „Impfen“ oder „Rehabilitation-Verordnungsberechtigung“

gute Noten, denn erfrischende und kurzweilige Vortragsweise

war da gepaart mit Spezialwissen auf dem neuesten

Stand. Auch die Kurse der Notfallmedizin boten zum

praktischen Training das notwendige Equipment vor Ort.

Trotz guter und notwendiger Mischung von Theorie und Praxis,

dargeboten von erfahrenen Referenten, wünschen sich

manche Teilnehmer neben dem Durchspielen von Szenarien

noch mehr Fallbeispiele.

Seite 28 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Ein Experiment für Referenten, Organisatoren und Teilnehmer

gleichermaßen war der „Tag der Kommunikation“. Mit

z. T. weitgereisten Kommunikationswissenschaftlern und

praxiserfahrenen Referenten wurde das schwierige Gespräch,

die Körpersprache, die Kommunikation in Konfliktsituationen

und als Führungsinstrument diskutiert und geübt. Obwohl

der Bedarf zur Verbesserung der kommunikativen Kompetenz

oft signalisiert wurde, entsprach die Resonanz trotz

vielfältiger Werbung nicht den Erwartungen. Eine neue Auflage

wird auf jeden Fall die Arzt-Patientenbeziehung als

Schwerpunkt beinhalten.

Das Angebot der sechs verschiedenen Mittagsvorträge wurde

unterschiedlich aufgenommen, mit „…zu viel, zu breites

Spektrum“ o. ä. wurden auch kritische Stimmen laut. Die

meisten Interessenten wurden mit dem Thema „Zwangseinweisung

in die Psychiatrie“ erreicht.

Wichtige Fortbildungsthemen und neue Fortbildungsmethoden

werden weiterhin neben den bewährten Standardthemen

in der Seminar- und Fortbildungswoche einen festen

Platz haben. Der häufig geäußerte Wunsch, bessere Aufklärung

zu den Weiterbildungsmöglichkeiten zu erhalten, geht

als Auftrag an die Verantwortlichen. Das Referat Fortbildung

wird gemeinsam mit den Referenten der großen Lust nach

mehr Übungsmöglichkeiten und kollegialer Fachdiskussion

Rechnung tragen. Dank der kollegialen Atmosphäre und des

hohen fachlichen Standards haben sehr viele Teilnehmer von

30. Sportweltspiele der Medizin und

Gesundheit 2009

Vom 4. bis 11. Juli 2009 in Alicante

Gastgeber der 30. Sportweltspiele der Medizin und Gesundheit

2009 wird vom 4. bis 11. Juli 2009 die spanische Stadt Alicante

sein. In der beliebten Ferienregion Costa Blanca werden über

2500 Ärzte, Zahnärzte sowie Apotheker und Hobbysportler der

medizinischen und Pflegeberufe aus 50 Nationen erwartet.

Alle Teilnehmer können sich wieder zum Pauschalpreis für mehrere

Wettkämpfe von Tennis und Golf über Leichtathletik und

Schwimmen bis hin zu Radrennen und Fußball anmelden, sofern

sie einen medizinischen Beruf ausüben, ein Studium oder eine

Ausbildung in einem pflegenden Gesundheitsberuf absolvieren

und ein Gesundheitsattest vorweisen können. Familienangehörige

und Freunde dürfen außer Konkurrenz teilnehmen.

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG

Dr. Hammer hielt einen Mittagsvortrag

FORTBILDUNG

den evaluierten Veranstaltungstagen profitiert. Unser Dank

gilt allen wissenschaftlichen Referenten und verantwortlichen

Kursleitern.

Wollen wir hoffen, daß die Freude am Wissenserwerb auch

im Jahr 2009 bleibt und nicht durch das Reizwort Ökonomie

als Triebfeder zum Lernen abgelöst wird!

Dipl.-Päd. Christine Mertink

Referatsleiterin Fortbildung

Neben den sportlichen Wettkämpfen bieten die Sportweltspiele

den anerkannten Kongreß für Sportmedizin. Die

abendlichen Veranstaltungen, das freundschaftliche Zusammenkommen

mit Kollegen aus aller Welt, und ein Rahmenprogramm

runden die Sportweltspiele ab.

Weitere Informationen, Anmeldeunterlagen und Kostenpauschalen

stehen auf der Website

www.sportweltspiele.de zur Verfügung.

(Nach einer Pressemitteilung der mpr, Frankfurt)

Seite 29


KULTURECKE

Wir leben im Wechsel der Jahreszeiten

So beginnt ein Gedicht unserer verehrten

Kollegin Renate Wanitschke und es endet

mit den Worten: „Wir leben im Einklang

und Mißverstehen. Wir leben das

Eine und suchen das Andere – wir brauchen

den Wechsel, um zu verstehen.“

Wo fang ich nur an, nach diesem Jahr

2008 voll von erlebnisreichen Begegnungen.

Der „Tag der Begegnung“ im

Mai, die Frankreichreise im September

– mit 46 Mitreisenden unter der beliebten

Leitung von Dr. Prehn – und letztendlich

die schöne Dreitagesfahrt mit

85 Teilnehmern nach Bautzen, Görlitz

und Löbau.

Stadtführung in Görlitz

Ärzteseniorinnen und -senioren begaben

sich also wieder auf Reisen. Sie ließen

sich ein auf Suchen und Wechsel, der sich besonders bei

Reisen in fremde Länder und beim Kontakt mit anderen Menschen,

Kulturen und Landschaften erschließt.

Die Bildungsreise „Frankreich“ führte uns in die Normandie

und die Bretagne, entlang an der Küste des Ärmelkanals, von

Amiens, der Hauptstadt der Picardie mit seinem gotischen

Dom – der als Vorbild des Kölner Domes diente – weiter nach

Caen, der Stadt des Normannenkönigs Wilhelm des Eroberers.

In der Tapisserie von Bayeux ist die Geschichte der Eroberung

Englands auf einem über 60 m langen Wandteppich dargestellt.

Mit Dinan sahen wir eine mittelalterliche Stadt mit

wehrhafter Befestigung. Quimper ist eine Stadt mit hübschen

Fachwerkhäusern und sehenswerter gotischer Kathedrale. Es

wären noch zahlreiche weiter Orte aufzuzählen, die wir besucht

haben. Erwähnen will ich aber noch Rouen, dem Schauplatz

des Prozesses gegen Jeanne d`Arc. Am Platz ihrer Hinrichtung

und an der Stelle der 1944 zerstörten Pfarrkirche

wurde ein neuer moderner Kirchenbau mit sehenswerten Fenstern

aus dem 16. Jh. errichtet.

Reisen ist für uns heute etwas Alltägliches geworden. Ärztereisen

zeichnet aber ein besonderes kollegiales Miteinander

und Vertrautsein aus, was dazu führte, daß der Bus rasch ausgebucht

war.

Ein freudiges Erlebnis war im Oktober die Fahrt mit 85 Teilnehmern

nach Bautzen, Görlitz und Löbau. Orte, die vielen bekannt

sind. Bei Bautzen denken viele zuerst an das zur DDR-

Zeit berüchtigte Zuchthaus, vielleicht auch an den Bautzener

Senf, der mit unterschiedlichster Geschmacksrichtung zahl-

reich angeboten wird. Es ist eine wunderbare Stadt mit alter

Tradition, die Stadt der Sorben mit ihrer eigenen alten slawischen

Kultur, dem Dom, einer Simultankirche, die seit der Reformation

von evangelischen und katholischen Christen gemeinsam

genutzt wird.

Nach kurzer Stadtführung ging es nach Görlitz, einer sehenswerten

Stadt mit zahlreichen Bürgerhäusern vor allem aus der

Gründerzeit, fast alle Häuser sind liebevoll restauriert. Die Stadt

lebt regelrecht auf, sie ist auf dem Weg eine europäische Stadt

zu werden. Es begegnen sich hier Polen und Deutsche, mir fielen

besonders die vielen polnischen Jugendgruppen auf.

Nach einem Theaterbesuch mit dem Konzert der vorzüglichen

Lausitzer Philharmonie erlebten wir am folgenden Tag eine

sehr engagierte Stadtführung und hatten nach der Besichtigung

des Schlesischen Museums Freizeit für persönliche Unternehmungen.

Die Rückreise führte uns in das sehr schöne kleine Städtchen

Löbau mit einem Abstecher zum interessanten gußeisernen

Aussichtsturm auf dem 448 Meter hohen Hausberg der Stadt,

leider war der Blick über das Lausitzer Bergland eingetrübt.

Für die Fahrt im Juni 2009 nach Burgund sind nach meiner

Kenntnis nur noch wenige Reiseplätze frei.

Alles Schöne und auch mein Bericht haben eine Grenze und

so schließe ich mit freundlichen kollegialen Grüßen und wünsche

Ihnen und mir auch im neuen Jahr viele interessante

Begegnungen.

Priv.-Doz. Dr. Bernhard Scholz

Seite 30 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN


Die Bühne als Welt der Bilder

Die Fotografin Barbara Braun, geb. 1977 in Berlin, begann

1998 mit Theaterfotografie, wohin sie durch die schon frühe

Begeisterung fürs Theater, durch das spätere Studium der

Theaterwissenschaften und die Beschäftigung mit der Fotografie

gelangte.

Angefangen hatte sie zunächst mit Videoaufnahmen von

Konzerten, doch nach und nach verlangte es sie, ausgewählte

Augenblicke im eingefrorenen fotografischen Bild festzuhalten.

Frei von Ton und fortgesetzter Bewegung wollte sie

in ihren Fotografien besondere Momente ausdrücken, um

die Atmosphäre und das Gehörte in festgehaltenen Bildern

spannungsreich zu visualisieren.

Durch die anhaltende intensive Auseinandersetzung mit dem

Geschehen auf den Theaterbühnen kam die zunehmende

Hinwendung zur Theaterfotografie, die sie noch einige Jahre

parallel zur direkten Arbeit am Theater ausübte: Spielzeit

2000/2001 Regiehospitanz am carrousel-Theater („Kabale

und Liebe“, Regie: Manuel Schöbel) und Dramaturgie bei einer

Produktion mit Studenten der Hochschule für Schauspielkunst

Ernst Busch anläßlich der „Brecht-Tage“ („Er treibt einen

Teufel aus“), zuletzt 2004/2005 als Regiehospitantin am

Maxim Gorki Theater („Das Wundermädchen“, Regie: Alexander

Lang). Seit Juni 2005 ist Barbara Braun als freie Fotojournalistin

für die Agentur für Theaterfotografie DRAMA in

Berlin tätig und produzierte u.a. Auftragsarbeiten für Berli-

Johann-Philipp Crusius, geb. 1982, studierte Physik und Chemie

an der Universität Rostock. In seiner Freizeit widmet er

sich seinen großen Leidenschaften, dem Reisen, der Fotografie

und dem Fliegen. Auf zahlreicher Reisen sowie auch vor der

eigenen Haustür entstanden viele fotografische Impressionen.

AUSGABE 1/2009 19. JAHRGANG

KULTURECKE

ner Ensemble, Renaissance Theater, Sophiensæle, Hebbel am

Ufer, Staatsoper, Hans Otto Theater Potsdam.

In ihren Fotografien möchte sie die Magie des Augenblicks

und die Essenz der dramaturgischen Handlung einfangen,

indem sie mit ihrer Kamera gleichsam in das Geschehen auf

der Bühne eindringt, den Bewegungen der Schauspieler folgt

und den Nuancen des Ausdrucks in deren Gesichtern nachspürt.

So schafft sie es, dem Wesen und der Seele des Theaters

in ihren Bildern Ausdruck zu geben.

Gunnar Lüsch

Digitale Fotografie von Johann-Philipp Crusius

Von Landschafts- über Detailaufnahmen bis zu Portraits von

vielen Enden unserer Erde ist so eine vielfältige Sammlung

entstanden.

Johann-Philipp Crusius nutzt vorrangig die digitale Spiegelreflextechnik.

Mit den heutigen technischen Möglichkeiten wird

sein Computer somit zur digitalen Dunkelkammer. Daraus ergibt

sich eine interessante Gestaltungsmöglichkeit: die Erzeugung

sogenannter High Dynamic Range-Aufnahmen. Dies sind

Bilder mit hohem Kontrastumfang, aufgebaut aus mehreren

Einzelaufnahmen. Somit wird eine dem menschlichen Auge

nahekommende Kontrastwahrnehmung erzeugt, welche die

klassische Fotoaufnahme nicht wiederzugeben vermag. Das

resultierende Zusammenspiel von Licht und Schatten erzeugt

dabei teils surreale Szenen.

Die Fotos von Barbara Braun und Johann-Philipp Crusius sind ab

Januar 2009 in der Geschäftsstelle der Ärztekammer zu sehen.

Seite 31


PERSONALIA

Wir beglückwünschen

Veröffentlicht werden nur die Namen der Jubilare,

die mit der Publikation einverstanden sind.

50. Geburtstag im Februar 2009

Dr. med. Jürgen Zunft 4.2.1959 Rostock

Dr. med. Heike Klein 6.2.1959 Neubrandenburg

Dr. med. Liane Hauk-Westerhoff 8.2.1959 Rostock

Dipl.-Med. Doris Hofman 10.2.1959 Bad Doberan /

Kühlungsborn

Priv.-Doz. Dr. med. habil. Detlef Kleemann 10.2.1959 Waren / Rostock

Dr. med. Helfried Gottschalk 11.2.1959 Ziegendorf

Dr. med. Jens-Christian Kröger 12.2.1959 Rostock / Sievershagen

Dr. med. Janette Schäfer 18.2.1959 Neubrandenburg /

Trollenhagen

Dr. med. Michael Druse 22.2.1959 Neubrandenburg /

Burg Stargard

Dipl.-Med. Sybille Schönfeld 22.2.1959 Waren

60. Geburtstag im Februar 2009

Dr. med. Karina Rösler 27.2.1949 Rostock

65. Geburtstag im Februar 2009

Dr. med. Roland Kluge 4.2.1944 Plate

Dr. med. Karin Erdmann 10.2.1944 Neubrandenburg

Dr. med. Gisela Vogel 12.2.1944 Elmenhorst

Dr. med. Udo Bomplitz 13.2.1944 Dalberg

Dr. med. Volkmar Blechschmidt 15.2.1944 Rostock

Prof. Dr. med. habil. Heidrun Schmidt 21.2.1944 Rostock

Dipl.-Med. Walery Pletnjow 22.2.1944 Neubrandenburg

Prof. Dr. med. habil. Günter Köhler 23.2.1944 Greifswald / Lubmin

Dr. med. Edith Framm 27.2.1944 Wismar

70. Geburtstag im Februar 2009

Dr. med. Hans-Joachim Gums 1.2.1939 Baabe

SR Dr. med. Ilse Imlau 3.2.1939 Waren

Dr. med. habil. Hugo Graf von Keyserlingk 4.2.1939 Boddin

Dr. med. Hans-Georg Körber 24.2.1939 Ludwigslust

Dr. med. Waltraud Flamann 25.2.1939 Bergen

Dr. med. Rita Subert 28.2.1939 Schwerin

75. Geburtstag im Februar 2009

Dr. med. Edith Flachsmeyer 2.2.1934 Rostock

SR Dipl.-Med. Horst Padelt 5.2.1934 Greifswald

Dr. med. Martin Bertow 6.2.1934 Malchin

MR Dr. med. Josef Kühnel 10.2.1934 Neustrelitz

Dr. med. Horst Haase 16.2.1934 Zierow

SR Dr. med. Johanna Knabe 21.2.1934 Neustrelitz

Peter Hoffmann 23.2.1934 Burg Stargard

SR Ludmilla Giebel 27.2.1934 Pampow

80. Geburtstag im Februar 2009

SR Ursula Weitendorf 6.2.1929 Rostock

Impressum

HERAUSGEBER Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

August-Bebel-Straße 9a

18055 Rostock

Telefon: 0381 49280-0

Telefax: 0381 49280-80

REDAKTION Dr. med. A. Crusius

(Chefredakteur)

Dr. med. G. Langhans

(stellvertr. Chefredakteur)

Prof. Dr. med. H. Büttner

Dr. med. R. Bruhn

Dr. med. W. Schimanke

Dr. med. C. Brock

ANSCHRIFT DER REDAKTION Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

August-Bebel-Straße 9a

18055 Rostock

Zuschriften redaktioneller Art bitte nur

an diese Anschrift, nicht an ein einzelnes

Mitglied der Redaktion

E-Mail: aerzteblatt@aek-mv.de

VERANTWORTLICH IM SINNE

DES PRESSEGESETZES Dr. med. A. Crusius

Bitte reichen Sie die Manuskripte per E-Mail oder auf Diskette / CD im

Word-for-Windows-Format ein. Vorname, Name und korrekte Anschrift des

Autors sind erforderlich. Die Redaktion freut sich auch über unverlangt

ein gesandte Manuskripte.

Die Beiträge geben die Auffassung der namentlich ge nannten Autoren

wieder, die der Mei nung der Schriftleitung nicht zu entsprechen braucht.

Die Re daktion muß sich natürlich das Recht vorbehalten, über die Veröffentlichung,

aber auch die Ge staltung des Beitra ges einschließlich kleiner

re dak tio neller Änderungen zu entscheiden. Änderungen, die den Sinn des

Beitra ges betreffen, werden mit dem Autor abgestimmt.

Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind

urheberrechtlich ge schützt. Mit Aus nahme der gesetzlich zugelassenen

Fälle ist eine Verwer tung ohne Einwilli gung des Verlages strafbar. Für Angaben

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Seite 32 ÄRZTEBLATT MECKLENBURG-VORPOMMERN

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