„Mein kleiner Bruder ist todkrank“ „Studien an Kindern sind Studien ...

kinderkrebshilfe.at

„Mein kleiner Bruder ist todkrank“ „Studien an Kindern sind Studien ...

sonne

DIE ZEITSCHRIF T DER KINDER-KREBS -HILFE _w w w.kinderkrebshilfe.at 1/08

„Mein kleiner Bruder ist todkrank“

Die Trauer der Geschwister

Studien an Kindern sind Studien für Kinder“

Warum es nicht reicht, Medikamente an Erwachsenen zu testen

Neue Erfahrungen und Träume im Gepäck

Hilfe zur Selbsthilfe


Kinder - Krebs - Hilfe

www.kinderkrebshilfe.at

Editorial

sonne

Das Redaktionsteam (v.l.n.r.): Anita Kienesberger,

Otto Havelka, Monika Vali, Monika Kehrer

Liebe Leserin, lieber Leser!

Verstirbt ein Kind an Krebs, sind Eltern

vor Schmerz und Trauer meist wie gelähmt

und fühlen sich oft nicht in der Lage, den

Bedürfnissen ihrer anderen Kinder gerecht

zu werden. Diese fühlen sich oft einsam,

emotional vernachlässigt, ungeliebt, unbeachtet,

überflüssig und in ihrer Trauer nur

wenig beachtet. Das macht sie zu „Schattenkindern“,

die sich ausgerechnet von den

Menschen im Stich gelassen fühlen, die

ihnen am nächsten stehen und die sie am

dringendsten brauchen: den Eltern.

Mit der Trauer von Kindern, die ihre

Schwester oder ihren Bruder durch eine

Krebserkrankung verloren haben, beschäftigt

sich die Dipl.-Sozialpädagogin und

Pädagogische Fachreferentin Margit Franz

im Hauptartikel dieses Heftes.

Eindringlich beschreibt sie darin die

Notwendigkeit einer begleiteten und einfühlsamen

Trauerarbeit für Geschwister

von an Krebs verstorbenen Kindern, damit

sie diese krisenhafte Lebenssituation unbeschadet

überstehen. Dafür gibt Margit

Franz Eltern und Bezugspersonen konkrete

Ratschläge.

Im Jänner 2007 trat die europäische Verordnung

für Kinderarzneimittel in Kraft. Sie

schreibt unter anderem vor, dass Medikamente,

bevor sie zugelassen werden, auch

an Kindern überprüft werden müssen. Über

Vorteile, Schwierigkeiten und Zukunftsaussichten

bezüglich Studien an Kindern lesen

Sie auf den Seiten 10 und 11.

Seit September 2007 absolviert die

ukrainische Oberärztin Liana Nykytenko

ein Fortbildungsprogramm im St. Anna

Kinderspital in Wien. Mit der SONNE

sprach sie über den Alltag auf ihrer Kinderkrebsstation

in der Ukraine und ihre

Eindrücke und Erfahrungen in Österreich

(Seite 8 bis 9).

Die Redaktion

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Inhalt

Leben & Familie

„Mein kleiner Bruder ist todkrank“ 3

Die Trauer der Geschwister

International

Neue Erfahrungen und Träume im Gepäck 8

Hilfe zur Selbsthilfe

Gemeinsam gegen Krebs bei Kindern 9

15. Februar – Internationaler Kinderkrebstag

Politik

Studien an Kindern sind Studien für Kinder“ 10

Warum es nicht reicht, Medikamente an Erwachsenen zu testen

Platz 1 bei Gesundheitspreis 11

Intern

Nachsorge-Projekte 12

Der neue Folder 2008 ist da!

Survivors-Treff 12

Erfolgversprechendes Konzept für neuen Stammtisch in Wien

„Ins normale Leben zurückkehren“ 13

Kinder-Krebs-Hilfe Salzburg begeht 20-jähriges Jubiläum

Eigenes Spezial-Gebäck für Kinder-Krebs-Hilfe 13

Porträt

Marketing für krebskranke Kinder 14

Geoff Thaxter, Vorsitzender der ICCCPO

Kultur & Freizeit 15

Aktion & Engagement 17

Spendentelegramm 21

Informationen & Termine 23

Nachsorge-Projekte der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe 24

Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe_1090 Wien, Borschkegasse 1/7, Tel.: 01/402 88 99, Fax 01/402 88 99-10,

dachverband@kinderkrebshilfe.at, Spendenkonto: PSK, Kto. Nr.: 7 631 111, BLZ 60000.

Kinder-Krebs-Hilfe für Wien, Niederösterreich und Burgenland – Elterninitiative St. Anna Kinderspital,

AKH-Kinderklinik_1090 Wien, Kinderspitalgasse 7, Tel.: 01/408 50 90, Fax: 01/409 95 25, elterninitiative@kinderkrebshilfe.at,

Spendenkonto: PSK, Kto. Nr.: 7 260 410, BLZ 60000.

Oberösterreichische Kinder-Krebs-Hilfe_4020 Linz, Kinderspitalstraße 1, Tel.: 0732/60 00 99, Fax: 0732/60 00 69,

ooe.kinder-krebs-hilfe@aon.at, Spendenkonto: Raiffeisen Landesbank OÖ, Kto. Nr.: 1 094 069, BLZ 34000.

Salzburger Kinder-Krebs-Hilfe_5020 Salzburg, L.v. Keutschachstraße 4, Tel.: 0662/43 19 17, Fax: 0662/42 11 48,

office@kinderkrebshilfe.com, Spendenkonto: Salzburger Sparkasse, Kto. Nr.: 2 444, BLZ 20404.

Kinder-Krebs-Hilfe für Tirol und Vorarlberg_6020 Innsbruck, Schmerlingstraße 6, Tel.: 0512/57 10 85, Fax: 0512/58 66 06,

kinderkrebshilfe-tirol@utanet.at, Spendenkonto: Hypo Bank Innsbruck, Kto. Nr.: 210 080 701, BLZ 57000.

Steirische Kinder-Krebs-Hilfe_8047 Graz, Dr. Hanischweg 4, Familienzentrum, Tel.: 0316/30 21 42, Fax: 0316/30 46 07,

stkkh@aon.at, Spendenkonto: Steir. Raiffeisenbank Graz, Kto. Nr.: 4 426 300, BLZ 38000.

Kärntner Kinder-Krebs-Hilfe_9020 Klagenfurt, Lastenstraße 34H, Tel. & Fax: 0463/33 90 90, kkkh@aon.at,

Spendenkonto: Kärntner Sparkasse, Kto. Nr.: 5 000 034 800, BLZ 20706.


„Mein kleiner Bruder ist todkrank“

Die Trauer der Geschwister. Von Margit Franz*

Die Diagnose, dass eines ihrer Kinder

lebensbedrohlich erkrankt ist, verändert

schlagartig das Leben der ganzen

Familie. Die Ungewissheit, das unentwegte

Bangen und angstvolle Hoffen,

Schuldgefühle, unbeschreibliche

Ohnmacht und Wut, Schmerz, Trauer,

tiefste Verzweiflung, Ausgeliefertsein,

Erschöpfung, zu alledem der familiäre

Alltag, die beruflichen Verpflichtungen

und schulischen Anforderungen der

Kinder. Alles das muss irgendwie bewältigt

werden, nicht nur von den Eltern,

auch von den Geschwistern des

erkrankten Kindes.

Verstirbt das Kind, bricht eine Welt

zusammen. Grenzerfahrungen einer

Familie, die unbedingt einer unterstützenden

Begleitung auf verschiedenen

Ebenen bedarf.

Eltern erleben den Tod ihres Kindes

Der Tod des eigenen Kindes ist für Eltern

der schrecklichste aller Verluste. Die Trauer

um ein verstorbenes Kind ist ein fortwährender,

lebenslanger Prozess. Die Trauer

hört niemals auf, sie wandelt sich und ist

letztlich der Versuch, mit der Trauer um das

tote Kind zu leben, dessen Tod eine tiefe

Lücke im Familiengefüge hinterlässt.

*) Margit Franz, Dipl.-Sozialpädagogin,

Pädagogische Fachreferentin, Autorin,

Herausgeberin „Die Kindergartenzeitschrift“

www.kitakonzept.de

Die noch lebenden Geschwister sind für

verwaiste Eltern zunächst kein wirklicher

Trost. Im familiären Trauerchaos werden sie

meist nicht ausreichend wahrgenommen.

Die Kinder fühlen sich einsam, emotional

vernachlässigt, ungeliebt, unbeachtet,

überflüssig, alleine gelassen und in ihrer

Trauer nur wenig beachtet. Es macht sie zu

„Schattenkindern“, die ausgerechnet von

den Menschen im Stich gelassen werden,

die ihnen am nächsten stehen und die sie

am dringendsten brauchten, um die Krise

zu bewältigen: den Eltern.

Kinder erleben den Tod eines

Geschwisters

Wenn Kinder erfahren, dass der Bruder

oder die Schwester unheilbar erkrankt ist,

und deren Tod erleben, so ist es ein Verlust,

der auf dreierlei Ebenen schmerzt. Er geht

mit dem Verlust des Geschwisters und damit

einer Beziehung einher, die ja eine ganz

besondere und einmalige Bindung ist. Das

Kind verliert einen Freund, Spielkameraden,

aber auch einen geschwisterlichen Rivalen.

Gleichzeitig müssen die Kinder den Verlust

der Eltern ertragen, die in ihrer Trauer um

das verstorbene Kind meist unerreichbar

für sie sind. Zudem bricht die vertraute,

familiäre Welt mit allen ihren Ritualen,

Rollen und Strukturen auseinander – das

Leben gerät gänzlich aus den Fugen.

Verwaiste Eltern sind oft nicht in der Lage,

den (Trauer-) Bedürfnissen ihrer Kinder

gerecht zu werden. Sie benötigen nicht

nur für sich selbst, auch für ihre Kinder

begleitende Hilfe und Unterstützung, beispielsweise

eine familienbegleitende Trauerbegleitung

ambulanter Hospizdienste,

Selbsthilfegruppen, seelsorgerische oder

therapeutische Unterstützung, aber auch

vorübergehende Familienhilfe über das

zuständige Jugendamt, um den Alltag zu

bewältigen.

Die Zeit mit dem sterbenskranken Kind

War das verstorbene Kind über einen

längeren Zeitraum unheilbar erkrankt, so

brauchte es die ganze Aufmerksamkeit

und Fürsorge der Eltern. Abwechselnd

verbringen die Eltern jede freie Minute im

Krankenhaus oder Hospiz, um bei ihrem

Kind zu sein. Die Geschwisterkinder erfahren

häufig, dass sie ständig Rücksicht nehmen,

vernünftig sein und funktionieren, vielleicht

auch Dankbarkeit empfinden müssen, dass

sie gesund sind und somit nicht unter der

schlimmen Krankheit zu leiden haben. Nicht

selten wünscht sich das gesunde Kind auch

krank zu werden, um ebensoviel liebevolle

Aufmerksamkeit von seinen Eltern zu

bekommen. Psychosomatische Störungen

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Leben & Familie


Leben & Familie

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(z.B. Hautausschläge, Asthma), regressive

(z.B. Einnässen, Einkoten) oder auffällige

Verhaltensweisen (z.B. Zerstörungswut)

können ein Hilferuf sein, um das „Privileg

der Zuwendung“ auf sich zu lenken.

Die Zeit nach dem Tod eines Kindes

Stirbt ein Kind nach langer Krankheit,

reagieren die Geschwister meist mit großer

Bestürzung. Kleinere Kinder plagt der Gedanke:

„Muss ich auch sterben, wenn ich

krank bin?“ Hinzu mischen sich oftmals

Gewissenskonflikte und Schuldgefühle.

Nicht selten wünschen Kinder ihren sterbenskranken

Geschwistern heimlich den

Tod, weil sie immer wieder die kränkende

Erfahrung machen mussten, nicht nur auf

die Zuwendung ihrer Eltern sondern auch

auf vieles andere verzichten zu müssen.

Hinter dem Todeswunsch verbirgt sich der

Wunsch, endlich wieder zu dem vertrauten,

früheren Leben zurückzukehren.

Die Hoffnung der Kinder, dass nach dem

Tod des Geschwisters endlich alles wieder

so sein wird, wie es war, zerplatzt wie eine

Seifenblase. Die Realität holt die Kinder

schnell ein. Sie erleben die tiefe Trauer der

Eltern und Familienangehörigen. Die Illusion,

die Eltern hätten dann wieder Zeit für sie,

nachdem der/die DauerpatientIn, um den

sich alles drehte, der verwöhnt wurde und

so manche „Sonderbehandlung“ bekam,

nun nicht mehr da ist, zerschlägt sich.

Das Kind quält sich mit dem Gedanken,

ob es sich auch ausreichend und liebevoll

genug um das Geschwister gekümmert

oder es gar im Stich gelassen habe.

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Überlebensschuld

„Warum musste mein Bruder sterben?“

Nicht selten haben die Kinder ein schlechtes

Gewissen, weil sie leben, während das

Geschwister leiden und sterben musste.

Das Gefühl, „zu Unrecht auf der Welt zu

sein“, wird verstärkt, wenn die Eltern die

Fürsorge ihrer lebenden Kinder allzu sehr

vernachlässigen. Die Kinder stellen die Liebe

der Eltern in Frage: „Wäre es Mama lieber

gewesen, wenn ich gestorben wäre?“

Der Wunsch selbst sterben zu wollen

In besonders gravierenden Fällen entwickeln

Kinder den Wunsch sterben zu wollen,

um sich der ganzen Liebe ihrer Eltern sicher

sein zu können. In ihrer Fantasie malen

sie sich oft bis ins kleinste Detail aus, wie

bestürzt und betroffen Mama und Papa

wären, wenn sie feststellen müssten, dass

auch sie tot wären. Ihre Gedanken haben

dabei oft einen strafenden Charakter:

„Das würde Mama recht geschehen ...!“

oder „Das haben sie dann davon!“ Die

als Ungerechtigkeit erlebte „Bestrafung“

durch Nichtbeachtung oder Schweigen der

Eltern wird vom Kind verkehrt, indem es

nun seine Eltern – wenn auch nur gedanklich

– „bestraft“.

Manche Kinder neigen zu besonders

waghalsigen Unternehmungen (z.B. „Mutproben“,

wie auf Bahngleisen oder Brückengeländern

balancieren), um durch

die Provokation die Aufmerksamkeit der

Erwachsenen auf sich zu lenken. Besteht

der dringende Verdacht, dass ein Kind

(heimlich) Suizidgedanken hegt, ist dieser

unbedingt ernst zu nehmen und äußerste

Aufmerksamkeit geboten. In solchen

Fällen muss unverzüglich professionelle

bzw. therapeutische Hilfe eingeschaltet

werden. Alle beschriebenen Verhaltensweisen

sind letztlich mehr oder weniger

starke „SOS-Rufe“.

Idealisierung des verstorbenen

Geschwisters

Unbewusst neigen Eltern dazu, ihr verstorbenes

Kind zu idealisieren, zu verherrlichen

oder auf ein „Podest zu stellen“ – eine

(unbewusste) Variante des Festhaltens:

„Steffi war unser ganzer Sonnenschein!“

oder „Mario konnte einfach alles – es gab

nichts, was Mario nicht konnte.“ Derartige

Aussagen gegenüber Geschwistern können

auch eine vorwurfsvolle Komponente haben:

„Steffi hat sich nie beklagt, so schlecht es

ihr auch ging!“ oder „Habt ihr vielleicht

schon einmal darüber nachgedacht, was

Mario alles ertragen musste ...!?“

Durch solche Botschaften fühlen sich die

Kinder in ihrem Selbstwertgefühl erheblich

verletzt und gekränkt. Drehte sich während

der Krankheitsphase alles um das sterbenskranke

Geschwister, steht es nun wieder im

Mittelpunkt aller Aufmerksamkeit.

Eine derartige Situation ist für die Kinder

nur schwer auszuhalten und kann letztlich

zu einer ernsthaften Gefährdung ihrer

Gesundheit führen.

Geschwisterersatz

Manche Geschwister können es nicht

ertragen, ihre eigenen Eltern derart traurig

und leidend zu sehen. Sie lösen ihren inneren

Konflikt, indem sie unbewusst in die

Rolle des verstorbenen Kindes schlüpfen,

um ihre Eltern zu trösten. Sie bieten sich

als Ersatzkind an, ahmen das Verhalten

des verstorbenen Geschwisters nach,

übernehmen dieselben Aufgaben, bilden

die gleichen Interessen und Fähigkeiten

heraus. Das Kind entwickelt sich in eine

Richtung, die nicht in Übereinstimmung

mit seiner eigenen Identität ist und lebt

somit ein „imitiertes Leben.“ Es versteht

sich von selbst, dass sich diese vermeintliche

Konfliktlösungsstrategie nicht nur

auf den Trauerprozess des Geschwisters,

sondern auch auf den aller anderen Familienmitglieder

negativ auswirkt. Wenn das

verstorbene Kind in einem anderen Kind

„weiterlebt“, wird der Verlust langanhaltend

verleugnet und somit die Akzeptanz des

Todes erheblich beeinträchtigt.

Der Platz eines verstorbenen Geschwisters

sollte leer bleiben und darf nicht durch ein

anderes oder gar neues Kind besetzt bzw.

ersetzt werden. Die im Familiensystem

entstandene Lücke muss empfunden werden.

Auf diese Weise kann der Tod als das

begriffen und später akzeptiert werden, was

er ist: Ein unendlich schmerzvoller Verlust,

für den es keinen Ersatz gibt.


Kinder haben eigene Vorstellungen

vom Tod

Wenn Kinder das Sterben eines Geschwisters

erfahren, brauchen sie eine

ihrem Entwicklungsstand angemessene

Vorbereitung und Begleitung. Erwachsene

sollten deshalb ein Wissen darüber

haben, welche Vorstellungen Kinder vom

Tod entwickeln, um sich in die kindliche

Gedanken- und Gefühlswelt einfühlen zu

können.

Je stärker Erwachsene bemüht sind, das

Thema Tod von Kindern fernzuhalten, zu

tabuisieren, umso schwieriger ist es für

Kinder, die Tatsache des Todes verstehen

zu lernen.

Weil es Kindern noch enorme Schwierigkeiten

bereitet, den Tod zu begreifen,

brauchen sie das Vorbild der Erwachsenen.

Mit deren Hilfe und Unterstützung können

sie lernen, zwischen einer fantasierten, virtuellen

und realen Welt zu unterscheiden.

Hierfür bedarf es immer wieder einfühlsamer

Gespräche und Möglichkeiten, sich dem

Thema zu nähern, beispielsweise durch

regelmäßige Krankenhaus- und spätere

Friedhofsbesuche, aber auch durch Bilder-

und Geschichtenbücher, Märchen oder

Bildmaterialien.

Mit Kindern über den Tod sprechen

An dieser Stelle sei kurz erwähnt, dass

wir Kindern nur solche Antworten geben

sollten, die unserer eigenen, inneren Glaubensüberzeugung

entsprechen. Auf die

Frage nach dem Wohin? im Tod könnte

die Antwort „Ich weiß es nicht genau. Aber

ich hoffe und vertraue darauf, dass es gut

sein wird“, weitaus hilfreicher sein, als der

Versuch, über einen „Himmel voller Engel“

zu sprechen, an den man doch eigentlich

selbst nicht so recht glauben mag.

Grundsätzlich sollten wir die Fragen der

Kinder (gleich welchen Alters) nur so weit

beantworten, wie die Kinder auch gefragt

haben. Wir sollten eben gerade nicht weit

ausholen, sondern den Kindern kurz und

knapp bestimmte Sachverhalte erklären,

dafür die Gefühlsebene jedoch ausreichend

beachten. Die Informationen müssen sich

beim Kind zunächst „setzen“, damit es

diese verarbeiten kann. Wir können uns

getrost darauf verlassen, dass das Kind

gegebenenfalls ein zweites oder drittes Mal

nachfragen wird, wenn es die Antwort noch

nicht zufrieden gestellt hat. Es gilt also: So

wenig wie möglich erzählen, dafür umso

besser hinhören, was Kinder eigentlich von

uns wissen wollen.

Wir sollten dem Kind nichts erzäh len,

was wir später in irgendeiner Form zurücknehmen

müssen. Der Bruder ist weder

verreist noch eingeschlafen, noch ist er

verloren oder von uns gegangen. Gott hat

ihn auch nicht zu sich genommen. Er ist

gestorben und nun ist er tot. Weder die

Ärzte noch das Krankenhaus sind am Tod

des Geschwisters schuldig, es ist vielmehr

an den Folgen einer unheilbaren Er krankung

gestorben.

Kinder betrauern den Tod ihres

Geschwisters

Kinder haben eine natürliche

Fähigkeit zur Trauer

Jedes Kind verfügt in seiner „Grundausstattung

für das Leben“ über angeborene

Fähigkeiten, hierzu gehört auch die

Fähigkeit zur Trauer. Je intensiver ein Kind

trauert, umso besser verarbeitet es den

Verlust. Wir dürfen Kinder nicht schnell

vom Schmerz wegführen. Wir sollten sie

besser behutsam zum Schmerz hinführen

und sie auf ihrem Weg durch die Trauer

behutsam begleiten. Bei alledem können

wir uns darauf verlassen, dass Kinder selbst

ihren Weg, ihre Zeit und ihr Tempo der

Trauer bestimmen.

Trauer ist ein gesunder Prozess

Der Verlust eines Geschwisters ist derart

schmerzvoll und prägend, dass er eine

Entwicklungskrise auslösen kann. Jede

Krise ist ein Prozess, der Anfang und Ende

hat – so auch der Trauerprozess. Wenn ich

vom Ende der Trauer spreche, dann meine

ich, dass die aktive Zeit der Trauer ein Ende

hat. Es ist der Versuch des Kindes mit dem

Verlust zu leben. Immer wieder wird es Situationen

geben, beispielsweise eine erneute

Verlusterfahrung, das Weihnachtsfest, der

pixelio.de

Todes- oder Geburtstag des verstorbenen

Geschwisters, welche schmerzvoll an das

erinnern, was das Kind verloren hat.

Die erste Phase der Trauer:

Die Realität anerkennen

In der Anfangsphase muss das Kind die

Geschehnisse begreifen und akzeptieren.

Dazu ist es auf unsere Hilfe angewiesen,

indem wir ihm möglichst zeitnah erklären,

was passiert ist. Die Art und Weise, wie das

Kind von der traurigen Wahrheit erfährt, hat

entscheidenden Einfl uss auf den weiteren

Verlauf der Trauer. Die Nachricht sollte

ihm behutsam, schonend – jedoch nicht

verschonend – in einfachen, eindeutigen

und klaren Sätzen mitgeteilt werden. Am

besten von den Eltern oder einer Person,

zu der das Kind eine tragfähige Beziehung

und vertrauensvolle Bindung hat. Es ist

wichtig, dass sich das Kind auf körperlicher

wie auf emotionaler Ebene verlässlich gehalten

fühlt. Insbesondere kleinere Kinder

sollten auf den Schoß oder in den Arm

genommen werden. Die Eltern sollten sich

keinesfalls scheuen, dem Kind ihre eigenen

Gefühle und somit ihre Tränen zu zeigen.

Wenn Erwachsene mit ihrer Trauer offen

umgehen, sind sie nicht nur Vorbild für

Kinder, die Kinder können dann auch die

Situation und ihr eigenes Verhalten besser

einschätzen.

Die Akzeptanz der Realität ist die wichtigste

Voraussetzung zur Trauer und somit

der erste Schritt in der Verlustverarbeitung.

Typisch in dieser Anfangsphase sind Verleugnung

„Mein Bruder ist nicht tot, er

lebt!“ – und Verdrängung: „Ich geh’ jetzt

zum Fuß ballspielen.“

Manche Kinder tun so, als ob nichts

geschehen wäre. Sie spielen, lachen und

sind fröhlich, obwohl ihr Geschwisterchen

gestorben ist. Unbewusst versuchen sie

das Geschehen ungeschehen zu machen:

Wenn ich mich so verhalte wie immer, dann

ist auch alles so wie immer!

Andere Kinder reagieren wie im Schockzustand.

Fast könnte man glauben, dass

sie die Tatsache des Todes überhaupt nicht

berührt oder betroffen macht: „Fahren wir

trotzdem in den Urlaub?“ Die Eltern denken

dann womöglich, unser Kind steckt die

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Leben & Familie


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Si tuation gut weg! Das Gegenteil ist jedoch

der Fall: Das Kind bleibt in seiner Trauer

stecken. Nach außen scheinen diese Kinder

gut zu funktionieren, psychisch jedoch geht

es ihnen oft sehr schlecht.

Die zweite Phase der Trauer:

Den Abschiedsschmerz durchleben

Das Kind verlässt nach der anfänglichen

Gefühlslähmung sein „selbstschützendes

Vakuum“. Verschiedenste, einander widersprechende

Gefühle brechen aus ihm

hervor: Wut, Zorn, Trauer, Angst, Hass,

Schmerz, Ohnmacht, Enttäuschung, Sehnsucht.

So ungeordnet und überwältigend

diese Gefühlsausbrüche auch erscheinen

mögen, sind sie dennoch gesunde Zeichen,

dass die Kraft nun nicht mehr ausschließlich

dafür verwendet wird, die Gefühle

zurückzudrängen. Das Kind gesteht sich

seine Betroffenheiten nun ein und kann

den Verlust deshalb nicht länger vor sich

und anderen verleugnen: „Mein Bruder

ist gestorben und das macht mich ganz

traurig.“

Während dieser Phase ist damit zu rechnen,

dass sich das Kind äußerst aggressiv,

auch gegen das verstorbene Geschwister,

verhalten kann: „Ich hasse meinen Bruder,

weil er einfach gestorben ist.“ Noch immer

investiert das Kind seine Gefühle in eine

nun nicht mehr vorhandene Beziehung, so

dass diese keine Resonanz erfahren und

somit unerwidert bleiben.

Die dritte Phase der Trauer:

Die sehnsuchtsvolle Suche

In der dritten Phase setzt sich das Kind

intensiv mit der Situation auseinander.

Es verspürt den tiefen Wunsch, mit dem

verstorbenen Geschwister in Verbindung

zu treten. Diese sehnsuchtsvolle Suche

scheint oftmals sehr real zu sein. Sie lässt

den verstorbenen Bruder oder die verstorbene

Schwester manchmal lebensnahe

und lebensecht erscheinen. So ist es

nicht verwunderlich, wenn Kinder voller

Überzeugung berichten, dass sie ihr totes

Geschwisterchen „... wiedergesehen, mit

ihm gesprochen oder gespielt haben ...“

Keinesfalls darf ein Kind für solche Tagträumereien

oder Fantasien getadelt werden,

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die ja Ausdruck einer emotional äußerst

intensiven Beschäftigung mit dem verstorbenen

Geschwister sind. Besser ist

es, dem Kind auch hier den verborgenen

Wunsch mitzuteilen: „Es wäre schön, wenn

du Stefanie nochmals sehen oder mit ihr

spielen könntest ...“

Nicht nur Erwachsene, auch Kinder

reagieren nach einer Zeit emotionaler Anspannung

mit Erschöpfung oder Rückzug.

Viele Kinder ziehen sich in eine innere,

stille Welt zurück. Sie reduzieren ihre

Kontakte, entwickeln sich zu regelrechten

„Stubenhockern“ und verlassen das Haus

nur um den notwendigsten Verpfl ichtungen

nachzukommen. Sie vernachlässigen

ihre Freundschaften und fi nden selbst

an ihren Lieblingsbeschäftigungen kaum

noch Freude.

Bei manchen Kindern kommt es zum

Rückfall in frühere Entwicklungsstufen.

Sie machen wieder ins Bett, lutschen am

Daumen, weigern sich in den Kindergarten

zu gehen, lassen den Wunsch nach dem

längst ausrangierten Schnuffeltuch oder

Schnuller verlauten, möchten wieder aus

dem Fläschchen trinken oder bei Mama

und Papa im Bett schlafen. Bei älteren

Kindern können die schulischen Leistungen

stagnieren oder sich erheblich verschlechtern.

Diese „Rückschritte“ sind durchaus

sinnvoll, wenn sie nur vorübergehend sind

und dem Kind helfen sich zu stabilisieren.

Zeigen sich dann wieder „Fortschritte“

ist davon auszugehen, dass sich das Kind

gesund weiterentwickelt. Bei länger anhaltenden

Phasen der Regression sollte

jedoch überlegt werden, was das Kind in

seinem Trauerprozess behindert und ob

es professioneller Hilfe bedarf.

Die vierte Phase der Trauer:

Eine neue Identität entwickeln

In der vierten Phase kommt das Kind

allmählich dahin, den Tod und damit die

Realität zu akzeptieren, wobei es durchaus

Unterschiede zwischen dem kognitiven

und dem emotionalen Begreifen geben

kann. Das Kind hat sich regelrecht satt

gesehnt. Es hat erlebt, dass seine Gefühle

unerwidert bleiben und ihm die Beziehung

zum verstorbenen Geschwister keine

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dauerhafte, ausreichende Befriedigung

verschafft. Damit wächst die Sehnsucht

nach echter, lebendiger Zuwendung. Hat

sich das Kind insoweit verändert, dass es

anderen Menschen sein Vertrauen schenken

kann, ist ein Ende der aktiven Trauerarbeit

absehbar.

Das Kind spürt Vertrauen in sich und

in die Welt. Es empfi ndet wieder Lebensfreude.

Die Erinnerungen an den/die Verstorbene/n

fügen sich in den Lebensalltag

ein und sind zu einem bedeutsamen Teil

des Lebens geworden: „Meine Schwester

wohnt jetzt in mir drin!“ oder „Mein Bruder

ist in meinem Herzen.“ Dies ist jedoch

keine Garantie dafür, dass das Kind den

Trauerprozess endgültig abgeschlossen

hat. Es können immer wieder Phasen auftreten,

in denen die alte Trauer aufbricht

und die das Kind in ein früheres Stadium

zurückfallen lassen.

Begleitende Unterstützung in

der Trauer

Bild des trauernden Kindes

In der modernen Entwicklungspsy chologie

gehen wir heute von einem Bild vom Kind

aus, das es als aktiven Konstrukteur seiner

eigenen Entwick lung kennzeichnet. Aussagen

wie „Dafür bist du noch zu klein!“

oder „Tanja soll ihren Bruder lieber so in

Erinnerung behalten, wie er zu Lebzeiten

war!“ entmündigen Kinder, sprechen ihnen

eigene Kompetenzen ab und tragen nicht

zu ihrer entwicklungsfördernden Erziehung

bei. Wir können Kinder vor den Schattenseiten

des Lebens weder bewahren noch

verschonen, wir müssen ihnen das Leben

in allen seinen Facetten, somit auch das

Sterben Erfahren, zumuten.

Zumutung braucht Halt

Diese Zumutung kann jedoch nur gelingen,

wenn Kinder ausreichenden Halt spüren.

Hierzu bedarf es einfühlsamer Erwachsener,

die sich ganz und gar auf das Kind, seine

Fragen, Ängste und Hoffnungen, einlassen

können. Letztlich kommt es nicht darauf an,

auf wen sich das Kind bezieht und wen es

als Bezugsperson wählt. Wichtig ist, dass


es solche Menschen im Leben des Kindes

überhaupt gibt, die ihm in der Krise nicht

nur Halt, sondern auch Hoffnung geben.

Menschen innerhalb und außerhalb der

Familie, wie Erzieher, Lehrer, Freunde, die

gegenüber den Fragen und der Trauer des

Kindes eine offene Haltung haben.

Kinder spüren unmittelbar, wem sie sich

anvertrauen können oder aber auch nicht.

Sie nehmen die Haltung der Erwachsenen

an ihrem Verhalten wahr und entscheiden

intuitiv, von wem sie sich angenommen

und emotional gehalten fühlen. Dahinter

steht für das Kind immer die (unbewusste)

Frage: „Kann die Erzieherin (oder Lehrerin)

mit mir gemeinsam diese schreckliche Situation

aushalten?“ Aushalten ist dabei im

doppelten Sinne zu verstehen. Zum einen

meint es nicht nur Kummer, Schmerz und

Trauer, sondern auch die Wut des Kindes zuzulassen

und damit die eigene Betroffenheit

aushalten können. Zum anderen ist damit

auch gemeint, dem Kind ausreichenden

emotionalen Halt zu geben.

Das resiliente Kind

Ob ein trauerndes Kind jemals wieder

glücklich werden und vertrauensvolle,

neue Beziehungen eingehen kann, hängt

weitaus mehr davon ab, was es während

der Situation und dem großen Schmerz

erlebte, als davon, wie schlimm das Ereignis

war. Die neuesten Ergebnisse der

Resilienzforschung belegen, dass Kinder

durchaus die Fähigkeit haben, die Wunden

der eigenen Seele zu heilen. Resilienz

bedeutet soviel wie Unverletzlichkeit. Sie

beschreibt die kindliche Fähigkeit mit belastenden

Lebenssituationen erfolgreich

umgehen zu können, sich trotz massiver,

psychischer Belastungen und widrigster

Lebensumstände zu gesunden Erwachsenen

zu entwickeln.

Diese relativ junge Forschungsrichtung

beschreibt, dass viele Kinder und Jugendliche

krisenhafte Lebenssituationen nicht

nur unbeschadet überstehen, sondern aus

diesen später auch gestärkt hervorgehen

können, indem sie die Erfahrung machen:

Ich kann den schrecklichen Verlust meines

Geschwisters mit Unterstützung und Begleitung

anderer Menschen bewältigen.

Einfühlsame Bezugsperson

Kinder werden nicht resilient geboren,

sie werden es auch nicht aus eigener Kraft.

Resilienz ist vielmehr ein Beziehungskonstrukt

und das Ergebnis eines Prozesses

zwischen dem Kind und seinen Bezugspersonen.

Der entscheidende Faktor für die

Entstehung dieser besonderen emotionalen

Widerstandskraft ist deshalb das Vorhandensein

wenigstens einer liebevollen,

zugewandten, einfühlsamen und verlässlichen

Bezugsperson. Dieser Mensch wird

für das Kind zum Bezugspunkt in der Krise.

An diese Bindungsperson stellt das Kind

seine Fragen. An ihr richtet es seine Gefühle

aus. Durch sie schöpft das Kind immer

wieder Kraft und Hoffnung.

Vorbildliche Dialogpartner

Immer wieder erlebe ich, dass sich trauernde

Kinder äußerst wortkarg verhalten.

Es fällt bekanntlich ja nicht nur Kindern,

auch Erwachsenen schwer, die eigenen

Gefühle in Worten und Sätzen auszudrücken.

Wenn Kinder von sich aus nicht so

recht mit der Sprache heraus wollen oder

können, sollten wir vorsichtig bei ihnen

antippen“. Ein solcher „Antipper“ könnte

beispielsweise ein der Situation angemessenes

Bilderbuch, ein Märchen oder eine

Geschichte sein. Wir können aber auch einfach

von uns und unseren Gefühlen erzählen

und somit das Kind an dem, was in uns

selbst vorgeht, teilhaben lassen.

Vorweggenommene Trauerarbeit

Abschließend möchte ich nochmals erwähnen,

wie außerordentlich wichtig es für

Kinder ist, im Kontakt mit ihrem erkrankten

Geschwister sein zu dürfen, um nicht

außen vor, sondern selbst in den Prozess

des Abschiednehmens integriert zu sein.

Sie erleben, wie der Bruder beispielsweise

schwächer wird, vielleicht nur noch wenig

spricht oder reagiert und somit die Lebenskraft

sukzessive zurückgeht. Und dennoch

kann das Geschwister vieles tun, um in

Beziehung zu seinem Geschwister zu sein:

Streicheln, die Stirn kühlen, Geschichten

erzählen, Fotos von zu Hause zeigen, ein

Bild malen ... Alle diese Erfahrungen, die

wir Kindern am Kranken- oder Sterbebett

des Geschwisters ermöglichen und somit

zulassen, haben auf die spätere Trauerverarbeitung

einen positiven Einfluss. Im

Grunde genommen sind sie bereits ein wesentlicher

Teil der Trauerarbeit, der vorweg

geleistet wird.

Die Annahme und Bewältigung des

Verlustes verändern das Selbstverständnis

zum Leben. Die dadurch gewonnene Sensibilität

lässt die bislang selbstverständlichen

Bezüge in einem anderen Licht, das Leben

wertvoller und die Beziehungen kostbarer

erscheinen. π

Gekürzt übernommen mit freundlicher Genehmigung

der Autorin und der Redaktion der

deutschen Zeitschrift „Kinderkrankenschwester“

Die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe

(ÖKKH) bietet innerhalb ihres Nachsorgeangebotes

auch Projekte für Kinder und

Jugendliche, deren Bruder oder Schwester

an Krebs erkrankt ist/war oder daran

gestorben ist.

In erlebnisorientierten Camps mit psychotherapeutischer

Begleitung erfahren TeilnehmerInnen

die oft so nötige ungeteilte

Aufmerksamkeit und eine Stärkung ihres

Selbstwertes.

Buchtipp:

Margit Franz (2002)

Tabuthema Trauerarbeit

Erzieherinnen begleiten Kinder

bei Abschied, Verlust und Tod

München: Don Bosco, 18,50 Euro

1/08 7

sonne

Leben & Familie


International

sonne

Neue Erfahrungen und Träume im Gepäck

Hilfe zur Selbsthilfe – Das Ukraine-Projekt der ÖKKH geht in die nächste Phase

Seit September 2007 absolviert die

ukrainische Oberärztin Liana Nykytenko

ein von der GIGAX-Stiftung1 fi nanziertes

Fortbildungsprogramm im St. Anna

Kinderspital in Wien. Mit der SONNE

sprach sie über den Alltag auf ihrer

Kinderkrebsstation in der Ukraine und

ihre Eindrücke und Erfahrungen in

Österreich.

Als Liana Nykytenko zum ersten Mal

die onkologische Abteilung des

St. Anna Kinderspitals in Wien betrat,

fühlte sie sich wie in einer anderen

Welt: „Ich hatte zuvor überhaupt keine

Vorstellung, wie modern eine onkologische

Abteilung ausgestattet sein kann“, erzählt

die leitende Ärztin der Krebsstation am

Kinderkrankenhaus von Sumy.

225 000 Kinder und Jugendliche leben

in der Region Sumy im Nordosten der

Ukraine, 25 bis 30 erkranken jedes Jahr an

Krebs. Bei 12 bis 15 von ihnen wird Leukämie

oder ein Lymphom diagnostiziert.

Oberärztin Dr. Liana Nykytenko auf Besuch im Büro der ÖKKH

8 1/08

Kinder, die an einer onkologischen Erkrankung

leiden, werden seit 2001 im 20

Betten umfassenden hämatologischen

Department des regionalen Kinderkrankenhauses

Sumy behandelt. Vorher gab

es nicht einmal eine eigene Abteilung

für junge Krebspatient Innen. Leukämiekranke

Kinder werden seit 1991 mit der

Chemotherapie nach dem so genannten

BFM-Protokoll, wie es auch in Österreich

Standard ist, behandelt. In diesem Bereich

hat das Department auch durchwegs gute

Erfolge: Im Zeitraum von 1996 bis 2006

überlebten 70 Prozent der Kinder mit akuter

lymphatischer Leukämie. Dieser Erfolg

geht nicht zuletzt auf die Unterstützung

der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe

(ÖKKH) zurück: Seit 2001 bekommt das

Department 50.000,– Euro jährlich, um

Medikamente anschaffen zu können.

Von der ukrainischen Regierung kommen

– allerdings erst seit 2004 – ebenfalls

50. 000,– Euro pro Jahr. So können 25 bis

30 Prozent des Bedarfs an Medikamenten

gedeckt werden. Vor 2001 mussten die Eltern

für die gesamten Kosten aufkommen.

„Ich erinnere mich an viele Fälle, wo Familien

ihr gesamtes Hab und Gut verkauften,

um das Leben des Kindes retten zu können“,

erzählt Dr. Nykytenko.

Begrenzte Möglichkeiten

Obwohl sich in den letzten Jahren einiges

gebessert hat, kann Liana Nykytenko

von einer modernen Ausstattung und

Organisation, wie sie hierzulande Standard

ist, nur träumen. So gebe es an ihrer

Station in Sumy erst seit kurzer Zeit genügend

Infusomaten, sodass die Eltern nun

nicht mehr Tag und Nacht über Wochen

die Infusionstropfen zählen müssten. Erst

vor kurzem bekam die Abteilung von der

Caritas Trier ein Isolierzimmer sowie zwei

Monitore und Inhalatoren fi nanziert. „Aber

es fehlt immer noch viel an wichtiger Ausstattung“,

sagt Nykytenko.

Ein Wunsch der Ärztin sind Einzelzimmer

für ihre PatientInnen. Heute müssen pro

Zimmer oft vier Kinder und ihre Mütter

untergebracht werden, was gerade bei

KrebspatientInnen nicht ideal ist.

Auch für die Diagnose stehen dem Team

von Liana Nykytenko nur begrenzte Möglichkeiten

zur Verfügung: „In Sumy können

wir eigentlich nur Routinemessungen

machen“, erzählt die Ärztin. Komplexere

Analysen seien nur in Kiew möglich. Meist

machen sich dann die Eltern mit den Proben

des Kindes im Gepäck in die 300 km

entfernte Hauptstadt auf.

Andere Dimensionen

Besonders beeindruckt ist Liana Nykytenko

von der Professionalität des Personals im

St. Anna Kinderspital: „Die Pfl egerInnen

hier sind bestens geschult und kennen sich

genau mit den speziellen Bedürfnissen von

KrebspatientInnen aus.“ Und viele ÄrztInnen

hier seien nicht nur PraktikerInnen,

sondern auch ForscherInnen. In „ihrem“

Eine Mutter am Bett ihres krebskranken Kindes im Kinderkrankenhaus Sumy

1 Die GIGAX-Stiftung wurde im Mai 1990 gegründet und gibt ÄrztInnen, Schwestern und LaborantInnen aus dem

osteuropäischen Raum die Möglichkeit, im St. Anna Kinderspital in Wien ihren Wissensstand bezüglich der Behandlung

kindlicher Krebserkrankungen auf westliches Niveau zu heben.


Krankenhaus ist Nykytenko häufi g mit zwei

oder drei Schwestern allein mit 20 bis 30

schwerkranken Kindern. Dazu kommt die

psychologische Betreuung der PatientInnen

und der Eltern und oft kümmert sie sich

auch um Soziales. „Wenn ich zu Hause

erzähle, dass es hier ein eigenes PsychologInnenteam

gibt, wird man mir das gar

nicht glauben“, sagt sie.

Natürlich fehlt die Zeit, in denen die

Ärztin diese Zusatzaufgaben übernimmt,

hinten und vorn. Sie kompensiert das mit

langen Arbeitszeiten, oft bis spät am Abend.

Rund 200,– Euro pro Monat bekommt sie

für ihren Totaleinsatz, was auch für ukrainische

Verhältnisse ein niedriges Gehalt

ist. „Manchmal bin ich so ausgelaugt,

dass ich mir am liebsten einen anderen

Job suchen würde“, sagt sie mit einem

nachdenklichen Gesichtsausdruck. Aber

schon im nächsten Augenblick wird klar,

dass sie diesen Gedanken nicht in die Tat

umsetzen wird. Mit leuchtenden Augen

erzählt die leidenschaftliche Ärztin dann,

wie viel von den Erfahrungen in Wien sie

zu Hause anwenden kann: „Ich lerne hier

praktisch jede Minute etwas Neues.“ Besonders

im Bereich der soliden Tumoren,

worin ihre Abteilung kaum Erfahrung hat,

betont die Ärztin.

Positive Erfahrungen

„Dieser Aufenthalt ist für mich, meine

Station und meine PatientInnen ein großer

Gewinn.“

Noch eine interessante Erfahrung hat

sie gemacht. „Wir in der Ukraine glaubten

immer, europäische ÄrztInnen und Pfl egerInnen

seien zwar professionell und hätten

viel mehr Möglichkeiten als wir, seien aber

dafür im Umgang mit den PatientInnen nicht

so liebevoll.“ Sie sei geradezu überrascht

gewesen, mit welcher Wärme auch hier die

PatientInnen behandelt würden. „Dieses

Vorurteil ist wohl in gewisser Weise eine

Strategie, damit fertig zu werden, dass wir

in der Behandlung unserer PatientInnen oft

sehr eingeschränkte Möglichkeiten haben“,

sagt sie nachdenklich.

Im Februar geht das Fortbildungsprogramm

zu Ende. Dann wird Liana Nykytenko

wieder zu „ihren Kindernans Krankenhaus

in Sumy zurückkehren. Mit neuen Ideen

im Gepäck will sie sich noch stärker dafür

einsetzen, dass auch die krebskranken

Kinder in der Ukraine die bestmöglichen

Behandlungen bekommen, um wieder

gesund zu werden. π

Sabina Auckenthaler

v.r.n.l.: Anita Kienesberger (ÖKKH-Geschäftsführerin) bei ihrem Ukraine Besuch im Sommer 2006

mit Liana Nykytenko und ihren beiden Kolleginnen

Gemeinsam gegen

Krebs bei Kindern

Am 15. Februar 2008 wird zum sechsten

Mal der Internationale Kinderkrebstag

begangen.

Weltweit erkranken pro Jahr etwa

250 000 Kinder an Krebs. In den

Industrieländern geht diese bösartige

Erkrankung inzwischen für 75 Pro -

zent der PatientInnen gut aus, in den

Entwicklungsländern sterben ca. 80 Prozent

der an Krebs erkrankten Kinder und

Jugendlichen. Grund dafür sind zu späte

oder fehlende Diagnosen und das Fehlen

fi nanzieller Ressourcen für eine angemessene

Behandlung.

Am 15. Februar 2008 wird von der ICCCPO

(International Confederation of Childhood

Cancer Parent Organisations) bereits zum

sechsten Mal der Internationale Kinderkrebstag

ausgerufen. Die ICCCPO ist der

internationale Dachverband der Kinder-

Krebs-Hilfe-Organisationen, die mittlerweile

aus über sechzig Ländern kommen.

Damit internationale Hilfsprojekte besser

unterstützt werden können, wurde

bei der ICCCPO-Tagung 2007 in Genf

die Gründung einer „World Child Cancer

Foundation“ (WCCF) beschlossen. Fortan

sollen die Planung und Abwicklung

von internationalen Hilfsprojekten in der

WCCF weltweit gebündelt und koordiniert

werden. Finanziert wird die WCCF durch

die einzelnen Länder-Organisationen.

Zudem sollen auch international tätige

SponsorInnen gefunden werden.

Nähere Informationen: www.icccpo.org π

Sabina Auckenthaler

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sonne

International


Politik

sonne

Studien an Kindern sind Studien für Kinder“

Warum es nicht reicht, Medikamente an Erwachsenen zu testen

Im Jänner 2007 trat die europäische

Verordnung für Kinderarzneimittel in

Kraft. Sie schreibt unter anderem vor,

dass Medikamente, bevor sie zugelassen

werden, auch an Kindern getestet

werden müssen. Dadurch soll eine

sicherere und effektivere Behandlung

von Kindern erreicht werden.

Wenn Kinder krank sind, brauchen

sie, genauso wie Erwachsene, oft

Medikamente. Bei chronischen

Entzündungen verschreiben KinderärztInnen

ein Antibiotikum, wenn eine Operation

notwendig ist, muss ein Narkotikum

verabreicht werden. Und Kinder, die an

Krebs erkranken, bekommen eine ganze

Reihe spezieller Medikamente.

Univ.-Doz. Dr. Christina Peters Univ.-Prof. Dr. Lothar-Bernd

Zimmerhackl

Dabei ist rund die Hälfte aller Arzneimittel,

mit denen kleine PatientInnen in

der EU behandelt werden, nicht speziell

an Kindern getestet worden. Am (relativ)

geringsten ist das Problem noch bei gängigen

Kinderkrankheiten, wo doch deutlich

über die Hälfte der verschriebenen Mittel

für Kinder zugelassen sind. Hingegen bei

Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter,

die einer intensiveren medikamentösen

Behandlung bedürfen, ist der Off-Label-Use,

wie die Verabreichung von Medikamenten

außerhalb der Zulassung im Fachjargon

heißt, schon deutlich höher. Auf Intensivstationen

liegt er schließlich bei über drei

Viertel. „Bei der Behandlung von Krebs bei

Kindern sind es sogar um die 80 Prozent“,

10 1/08

weiß Christina Peters, leitende Oberärztin

der Stammzelltransplantationseinheit im

Wiener St. Anna Kinderspital. Das bedeutet,

dass die Wirkung, die geeignete

Dosierung sowie Nebenwirkungen dieser

Medikamente nie systematisch an Kindern

erprobt und dokumentiert wurden. Und

weiter: durch die fehlende Zulassung ist

auch keine Produkthaftung durch den

Hersteller gegeben.

Auf die Verabreichung von Medikamenten

bei schwerkranken Kindern kann natürlich

trotzdem nicht verzichtet werden. „Die

ÄrztInnen“, sagt Peters, „müssen oft auf

ihre Erfahrungen zurückgreifen und nach

Ermessen handeln.“ Kinder sind keine

kleinen Erwachsenen.

Ein großes Problem liegt in der Dosierung

der Arzneimittel: „Das einfache Herunterrechnen

der Dosis von Erwachsenen

auf Kinder im Verhältnis zum geringeren

Gewicht ist nicht immer ausreichend“,

erklärt Peters. Denn besonders junge

Kinder haben einen völlig anderen Stoffwechsel.

So bauen sie Medikamente nicht

mit derselben Geschwindigkeit ab wie

Erwachsene. Zudem können bei Kindern

Nebenwirkungen auftreten, die die Entwicklung

von Organen oder Geweben betreffen.

Bei Erwachsenen sind diese bereits fertig

ausgebildet und daher weniger gefährdet.

Erschwerend kommt hinzu, dass es innerhalb

der Gruppe der Kinder – dazu zählt

man in der Medizin alle PatientInnen bis

18 Jahre – noch einmal große Differenzen

gibt: So kann man bei einem Säugling und

einem Jugendlichen nicht die gleichen

Nebenwirkungen erwarten.

Falsch verstandener Schutz

Natürlich müssen Kinder ganz besonders

geschützt werden. Viele befürchten aber,

bei Studien an Kindern würden die kleinen

PatientInnen als Versuchskaninchen missbraucht.

„In Wirklichkeit ist das Gegenteil

der Fall“, sagt Lothar-Bernd Zimmerhackl,

Leiter des neuen Innsbrucker Kompetenzzentrums

für pädiatrische Studien.

„Versuchskaninchen sind kranke Kinder

heute – aufgrund der fehlenden Studien.“

Gerade bei seltenen Krankheiten fehlten

oft verlässliche Standards.

Neben ethischen Bedenken gibt es

weitere Schwierigkeiten, die Studien an

Kindern schwieriger machen als solche an

Erwachsenen: Weil für manche Krankheiten

in einem einzigen Land nicht genügend

PatientInnen vorhanden sind, müssen

Studien länderübergreifend passieren, was

das Ganze noch komplizierter und teurer

macht. Zudem befinden sich die kindlichen

Organe und Gewebe, wie bereits erwähnt,

erst in Entwicklung, weshalb besonders auf

Langzeiteffekte geachtet werden muss. Und

während im Erwachsenenbereich bereits

Infrastrukturen und geschultes Personal für

Studien zur Verfügung stehen, fehlen diese

in der Pädiatrie in vielen Bereichen.

All diese Hürden und das oft zahlenmäßig

kleine Zielpublikum für Medikamente haben

auch zur Folge, dass Studien an Kindern

für die Pharmaindustrie nur von geringem

wirtschaftlichem Interesse sind und bisher

oft darauf verzichtet wurde.

Lösungsansätze

ÄrztInnen machen schon seit langem

auf diesen Mangelzustand in der Kindermedizin

aufmerksam und forderten immer

wieder politische Maßnahmen, die zu

Medikamententests an Kindern verpflichten.

In den USA hat man daher bereits

1997 ein Gesetz erlassen, das Firmen für

pixelio.de


die Zulassung von neuen Medikamenten

auch Studien an Kindern vorschreibt. Im

Gegenzug erhalten sie eine Verlängerung

des Patentes für das Medikament um ein

halbes Jahr.

Der Erfolg dieses Gesetzes ist aber bis

heute nur sehr mäßig. Wie eine Studie der

niederländischen Leiden-Universität aus

dem Jahr 2006 ergab, betrafen die Anträge

um Studienzulassungen bei Kindern

seit Einführung der neuen Regelung vor

allem Medikamente, die eigentlich auf den

Erwachsenenmarkt abzielten, etwa Antidepressiva,

Fettaufnahme-Hemmer oder

blutdrucksenkende Mittel. Der Grund ist klar:

Durch die zusätzlichen Studien an Kindern

wollen sich die Firmen die „Belohnung“

der sechsmonatigen Patentverlängerung

– die im Falle dieser Blockbuster besonders

lukrativ ist – sichern.

Mit Jänner 2007 trat dann nach mehrjährigen

Verhandlungen auch in der EU eine

Verordnung in Kraft, die Pharmaunternehmen

dazu verpfl ichtet, alle in der Entwicklung

befi ndlichen Arzneimittel extra für Kinder

und Jugendliche zu prüfen und zur Zulassung

zu bringen. Dafür verlängert sich auch in

Europa der Patentschutz der Medikamente

um sechs Monate. Medikamente, die

Krankheiten behandeln, welche Kinder

nicht betreffen – etwa Alzheimer, Parkin-

son, Brust- und Prostatakrebs – müssen

auch weiterhin nicht an Kindern getestet

werden. Dieser Verzicht muss aber jeweils

beim Pädiatrieausschuss der EMEA, der

Europäischen Arzneimittelagentur, beantragt

werden.

Christina Peters glaubt, dass das EU-

Gesetz besser greifen wird als die amerika-

nische Vorlage von 1997. Denn die europäische

Forderung geht weiter: Nicht nur

für eine Neuzulassung von Medikamenten,

sondern auch für jede Zulassungserweiterung

und -veränderung von bereits eingeführten

Medikamenten sind die Studien an Kindern

zu erbringen, wodurch eine größere Anzahl

an Medikamenten betroffen sein wird.

Abseits der Pharmainteressen

Ein ganz spezielles Problem stellen all

jene Medikamente dar, deren Patente längst

abgelaufen sind. Hier über teure Studien

eine Zulassung an Kindern zu erzielen, ist

für die Pharmaindustrie nicht interessant.

Trotzdem betrifft dies viele Medikamente,

die in der Kindermedizin eingesetzt werden.

Derzeit werden daher gerade EU-weit von

verschiedenen ExpertInnengruppen Prioritäten-Listen

erstellt, für welche Medikamente

Studien besonders wichtig wären. Allerdings

ist noch nicht geklärt, wie diese fi nanziert

werden sollen. „Wir müssen uns auf jeden

Fall bewusst sein, dass noch etliche Jahre

vergehen werden, bevor wir eine deutliche

Verbesserung der Situation in der Pädiatrie

bemerken werden“, resümiert Peters. Auf

jeden Fall aber seien die aktuellen Bemühungen

– längst überfällige – Schritte in

die richtige Richtung.

In Österreich wurde hierfür eine Projektarbeitsgruppe

vom Bundesministerium für

Gesundheit, Familie und Jugend gegründet,

die derzeit einen Plan für die Umsetzung

der neuen Richtlinien erarbeitet. Es sei zu

hoffen, dass die Erfahrung, die im Bereich

der pädiatrischen Hämato-Onkologie in den

letzten 20 Jahren zu einer fl ächendeckenden

Versorgung mit hochqualitativen Studien

geführt hat, auch für andere Kinder genützt

werden kann, sagt Peters. „Denn Studien

an Kindern sind Studien für Kinder.“ π

Sabina Auckenthaler

Platz 1 bei

Gesundheitspreis

Sowohl in Wien als auch in Klagenfurt

räumte die KKH Wien, NÖ, Bgld. bzw.

die Kinder-Krebs-Hilfe Kärnten den

1. Platz ab.

Der Gesundheitspreis der Stadt Wien

wurde heuer bereits zum 12. Mal

ausgeschrieben. Aus 75 Projekten

in fünf Preiskategorien ging die KKH Wien,

NÖ, Bgld. mit dem Buch „Hannah, du

schaffst es!“ in der Kategorie „stationär“

als Sieger hervor. Das Bilder-Handbuch

zur Leukämie-Therapie dient betroffenen

Kindern als Wegweiser durch die schweren

Etappen des Krankheitsverlaufs.

Ω Das Buch ist gegen eine Spende von

20,– Euro im Büro der KKH Wien, NÖ, Bgld.

erhältlich (www.elterninitiative.at/shop).

Im Bereich „Innovative Projekte für

Kinder und Erwachsene“ schaffte es die

KKH Kärnten mit dem Projekt „Ambulante

psychologische Betreuung von an Krebs

erkrankten Kindern und Jugendlichen und

deren Angehörigen“ auf den Siegerpodest

des 7. Gesundheitspreises der Stadt

Klagenfurt. Den Preis nahm Obfrau Mag.

Gudrun Petritsch (Bild rechts) gemeinsam

mit Evelyne Ferra (Bild Mitte) und der

Psychologin Mag. Sigrid Pemberger (Bild

links) entgegen. π Monika Kehrer

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sonne

Politik


Intern

sonne

Nachsorge-Projekte

Der neue Folder 2008 ist da!

Seit vielen Jahren bietet die Österrei

chische Kinder-Krebs-Hilfe (ÖKKH)

krebskranken Kindern, ihren Geschwistern

und Eltern mit maßgeschneiderten

Nachsorge-Projekten Hilfe für die Zeit

nach Therapie und Krankenhaus. Das

Nachsorge-Programm 2008 wartet mit

einigen Neuheiten auf.

In fünf verschiedenen Projekten für betroffene

Kinder und Jugendliche werden

das Selbstwertgefühl der ehemaligen

PatientInnen gestärkt sowie Erfahrungen

untereinander ausgetauscht. Die Krebserkrankung

und ihre Folgen werden dabei auf

unterschiedliche Weise thematisiert – von

psychotherapeutisch begleiteten Spielen

und Gesprächen, outdoorpädagogischen

Übungen bis hin zu Kreativgruppen und

Refl exionsrunden.

Erstmals gibt es heuer auch ein Angebot

für ehemals krebskranke junge Erwachsene

mit körperlichen und/oder geistigen

Beeinträchtigungen.

Volle Aufmerksamkeit für Geschwister

Geschwister von krebskranken Kindern

und Jugendlichen fühlen sich oft an den

Rand gedrängt. In sechs verschiedenen

Projekten erfahren die TeilnehmerInnen

ungeteilte Aufmerksamkeit und Stärkung

durch andere, die Ähnliches erlebt haben.

2008 veranstaltet die ÖKKH erstmals das

„Geschwister Camp Schnee“ in Kolm Saigurn

(Sbg.), wo sich den TeilnehmerInnen

auf 1600 m Seehöhe der Winter in seiner

vollen Pracht erschließt.

Der neue Nachsorgefolder 2008 „Leben

mit und nach dem Krebs“ und eine Informations-DVD

liegen bei den Landesverbänden

der Kinder-Krebs-Hilfe, den PsychologInnen

der Behandlungszentren sowie der

Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe auf.

Ω Folder und DVD können bestellt werden.

Per Telefon: 01/402 88 99 oder E-Mail:

dachverband@kinderkrebshilfe.at π

12 1/08

Monika Kehrer

Survivors-Treff

Erfolgversprechendes Konzept für neuen Stammtisch in Wien

Seit November 2007 treffen sich

Wiener Survivors jeden ersten Freitag

im Monat in den Räumlichkeiten der

Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe,

um – mit Unterstützung einer Moderatorin

– über ihr Leben und ihre Erfahrungen

als ehemalige Krebs-Patient Innen

zu sprechen.

Uns ist aufgefallen, dass zu unseren

Stammtischen immer die gleichen

drei bis fünf Leute gekommen sind,

wo sich die Gespräche in einem Lokal eher

um alltägliche Dinge gedreht haben. Unsere

Erkrankung ist dabei kaum thematisiert worden“,

erklärt Sabine Karner, Organisatorin

und Survivorin, den Anstoß für ein neues

Survivors-Stammtisch-Konzept.

Beim Survivors-Treff, so der neue Name

des Stammtisches, geht es vor allem um

Erfahrungsaustausch, um gemeinsames

Verbringen von Zeit und darum, sich eigene

Stärken wieder bewusst zu machen. Dabei

steht jedes Treffen unter einem bestimmten

Thema, das von Moderatorin Maria Brandl

spielerisch aufbereitet wird. Ging es beim

ersten Mal vor allem darum, sich besser

kennenzulernen, stehen nächstens die Erfahrungen

der Survivors mit den Themen

„Ende der Therapie – Einstieg ins Alltagsleben“

oder „Nachsorge – Anspannung

TeilnehmerInnen des neuen Survivors-Treffs

und Angst vor der nächsten Kontroll-Untersuchung“

am Programm.

Den größten Vorteil im neuen Konzept

sieht Karner darin, dass „durch die Moderation

darauf geachtet wird, dass sich jeder

einbringen kann und die Zeit der Erkrankung

nun stärker zur Sprache kommt“. Außerdem

werden durch das breitere Angebot

mehr Leute angesprochen, denen zugleich

auch eine größere Auswahlmöglichkeit zur

Verfügung steht.

Und der Erfolg gibt ihnen Recht: „Unser

Angebot wurde super angenommen. Bei

den ersten beiden Treffen kamen 15 bzw.

10 betroffene Jugendliche – davon fünf

ganz neue Leute“, freut sich Organisatorin

Karner.

Gemeinsam Freizeit verbringen

Zusätzlich zum Survivors-Treff gibt es das

Angebot von Survivors-Aktiv: Dabei treffen

sich Interessierte jeden dritten Samstag im

Monat zu gemeinsamen Freizeit-Aktivitäten

(ohne Moderation). Geplant sind hier u.a.

Mal-Nachmittage, Trommel-Workshops,

Teilnahme am Frauenlauf, Picknicks oder

einfach ein gemeinsamer Kinobesuch.

Auch in Oberösterreich und in Tirol gibt

es aktive und engagierte Survivors-Gruppen,

die einander regelmäßig treffen.

Nähere Infos unter: www. survivors.at. π

Monika Kehrer


„Ins normale Leben zurückkehren“

Kinder-Krebs-Hilfe Salzburg begeht 20-jähriges Jubiläum

340 geladene Gäste – SpenderInnen

und WegbegleiterInnen – feierten am

9. November 2007 im großartigen

Ambiente des Salzburger Hangar 7 die

Kinder-Krebs-Hilfe Salzburg und ihr

20-jähriges Bestehen. Erinnerungen an

die Anfangsjahre der Organisation und

Ankündigungen von couragierten

Projekten standen an diesem Abend im

Vordergrund.

Der Abend gab Anlass genug, Bilanz

zu ziehen und die großartige Pionierarbeit

der Salzburger Kinder-

Krebs-Hilfe zu würdigen: Von der Eröffnung

der kinderonkologischen Station

„Sonnenschein“ 1994, dem ins Leben

gerufenen mobilen Regenbogenteam,

das seit 2001 die jungen PatientInnen zu

Hause betreut, bis zur Errichtung eines

eigenständigen Forschungslabors reichen

die Meilensteine der Arbeit. Seit nunmehr

zwei Jahren werden auch betroffene Kinder

und Jugendliche in der Fortbildung durch

den Europäischen Computerführerschein

(ECDL) unterstützt.

Ehrengast Landeshauptfrau Gabi Burgstaller

würdigte die Kinder-Krebs-Hilfe in

Salzburg als „Verein, der die Qualität für die

Patienten immer in den Mittelpunkt stellt,

als echte Stütze für Eltern und Kinder, und

zwar sowohl während des Klinikaufent haltes

als auch in der Betreuung zu Hause“.

Nachsorge-Haus für Betroffene

Trotz vieler Verbesserungen, die in den

letzten 20 Jahren für betroffene Kinder

und Jugendliche sowie deren Eltern erzielt

worden sind, gibt es für Heide Janik,

v.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Wolgang Sperl,

Heide Janik und LH Gabi Burgstaller

Obfrau der Salzburger Kinder-Krebs-Hilfe,

keinen Grund, sich auf den Lorbeeren

auszuruhen. Mit dem Bau eines eigenen

Nachsorge-Hauses für die österreichweiten

Camps der Kinder-Krebs-Hilfe soll allen

Betroffenen die Chance gegeben werden,

vom so wichtigen Nachsorge-Angebot zu

profi tieren. Immerhin sind rund 200 bis

250 Kinder und Jugendliche jährlich von

einer Neuerkrankung betroffen.

„Kinder, aber auch Eltern, die diesen

schweren Leidensweg gegangen sind,

bedürfen besonderer Hilfe, wieder in das

‚normale Leben’ zurückzukehren. Wir wissen

aber, wie wichtig es ist, betroffenen Kindern

in Camps wieder Lebensmut zu geben“,

erläutert Heide Janik die Beweggründe für

das neue Großprojekt, das ausschließlich

aus Spendengeldern fi nanziert werden

muss.

Höhepunkte des Abends

Eva Klampfer – 23-jähriges musikalisches

Nachwuchstalent aus Salzburg – sowie die

A-cappella-Gruppe „Stimmlos“ und die

„First Line Band“ setzten sich an diesem

Abend mit einem abwechslungsreichen

Musikprogramm gekonnt in Szene. Viele

Lacher waren Joesi Prokopetz mit seinem

Programm „Prokobest – alle Highlights

aus 10 Jahren!“ sicher.

Weiteres Highlight an diesem Abend:

die Auszeichnung von 15 Jugendlichen mit

dem Europäischen Computerführerschein

durch Landeshauptfrau Gabi Burgstaller.

Der ECDL ist ein ein Gemeinschaftsprojekt

der Kinder-Krebs-Hilfe mit der Österreichischen

Computergesellschaft und dem

Consulting-Unternehmen dieBerater ® . π

Monika Kehrer

LH Burgstaller überreicht Vanessa Bründler ihr

ECDL-Zertifi kat

Spezial-Gebäck für

Kinder-Krebs-Hilfe

Mit seinen „vorgegarten Tiefkühlteiglingen“

machte der Petzenkirchner

Bäckermeister Anton Haubenberger

Furore. Nun wurde ein spezielles Gebäck

entwickelt, durch dessen Verkauf

die Kinder-Krebs-Hilfe unterstützt wird.

Fünf Cent pro verkauftem Gebäck gehen

direkt an die KKH Wien, NÖ und Bgld,

die den Erlös – gemäß den Verkäufen

Intern

je Bundesland – an die betreffenden Landesverbände

der Kinder-Krebs-Hilfe in

ganz Österreich weiterleitet. Bei dem

Gebäck handelt es sich einerseits um den

„Sonnenigel“, ein laut Anton Haubenberger

„herrlich weiches Weckerl mit Amaranth,

Sonnenblumenkernen, Karotten und Sesam

– alles „BIO“ aus kontrolliertem Anbau“.

Dazu die „Kindersonne“ – ein süßes Backwerk

mit Pfi rsichstücken, aus Naturtopfen

und Butter dunkelblond gebacken.

Ein weiterer Höhepunkt im Zusammenhang

mit dieser Produktlinie: Ein eigener

SOL-Song und sogar ein Musical, die am

17. November 2007 im Event-Vierkanter

„Ramsauerhof“ rund 200 begeisterten

Gästen präsentiert wurden.

Ω Die CD kann im Onlineshop der KKH Wien,

NÖ, Bgld (www.elterninitiative.at/shop) um

7,– Euro erworben werden. π

Monika Kehrer

Harald Affengruber (links) und Anton Haubenberger (rechts)

von Haubis mit Obfrau der KKH Wien, NÖ, Bgld., Ingeborg Köstldorfer

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sonne


Porträt

sonne

Marketing für krebskranke Kinder

Geoff Thaxter, Vorsitzender der ICCCPO *

Geoff Thaxter ist kein Freund von halben

Sachen. Der 1949 in London geborene

Marketing-Experte kletterte bei international

gewichtigen Unternehmen wie

Philips oder Britsh Gas die berufliche

Karriereleiter hoch. Vor 14 Jahren begann

sich sein Leben entscheidend zu

verändern.

1994 erkrankte eine seiner beiden

Töchter im Alter von zehn Jahren an

Krebs. Zwei Jahre lang kämpfte die

Familie Thaxter um das Leben ihres Kindes.

Vergeblich.

Eine der Konsequenzen, die Geoff

Thaxter zog, war, sich bei karitativen Organisationen

für krebskranke Kinder zu

engagieren. Anfangs ein paar Stunden pro

Woche, dann auf Teilzeit-Basis. Vor vier

Jahren ist es ein Fulltime-Job geworden:

Geoff Thaxter ist Direktor der größten britischen

Kinder-Krebs-Hilfe-Organisation

„CLIC Sargent“, Vorsitzender der ICCCPO

und Vorstandsmitglied der World Child

Cancer Foundation (WCCF). Letztere ist

eine jüngst gegründete Suborganisation

der ICCCPO, speziell für Kinder-Krebs-

Hilfe-Projekte in Entwicklungsländern.

Damit verfügt die ICCCPO erstmals über

eine Organisation, die selber Spendenund

Sponsorengelder lukriert.

Klare Ziele, klare Strukturen, hohe Effizienz

– das ist nach dem Geschmack des

Marketing-Profis. Mit einem Startkapital

von 1,5 Mio. Euro soll die WCCF loslegen.

Bislang wurde ein Drittel der Summe aufgebracht.

Noch heuer sollen die ersten beiden

Projekte fixiert werden, voraussichtlich in

Afrika und Lateinamerika. „Es ist wichtig,

dass die ersten Projekte erfolgreich sind“,

so Stratege Thaxter, dann sollte es leichter

werden, internationale Organisationen

und Geldgeber für die WCCF zu gewinnen.

Bis zum Jahr 2020, lautet das hehre Ziel

des Briten, soll die Überlebensrate von

krebskranken Kindern in der Dritten Welt

von derzeit 20 auf 50 Prozent gehoben

werden.

Vorausgesetzt, das WCCF-Projekt gelingt,

schwebt Thaxter schon die Gründung

einer weiteren Organisation unter der

Schirmherrschaft der ICCCPO vor – eine,

14 1/08

die sich ausschließlich um Belange in hoch

entwickelten Ländern kümmert und Geld für

internationale Forschungsprojekte, „Best

Practice“-Pflegemodelle oder Förderungsprojekte

für Survivors (Männer und Frauen,

die in ihrer Kindheit eine Krebserkrankung

hatten) auftreibt. Auch dafür steckt sich

Thaxter klare (und hohe) Ziele: Die Überlebensrate

soll an der 90-Prozent-Marke

kratzen (derzeit rund 75 bis 80 Prozent),

Nebenwirkungen und Spätfolgen durch

die Krebstherapie sollen deutlich verringert

werden. In Zusammenarbeit mit der

SIOP („Société Internationale d´Oncologie

Pédiatrique“ – einer Vereinigung von auf

Kinderkrebs spezialisierten ÄrztInnen) soll

dazu auf EU-Ebene die Entwicklung verbesserter

Medikamente für krebskranke Kinder

durchgesetzt werden. Für das notwendige

Lobbying auf EU-Ebene hat sich Stratege

Thaxter schon die Zusammenarbeit mit

dem neuen SIOP-Präsidenten Maarten

Egeler gesichert.

Auch innerhalb der ICCCPO setzt Fußball-Fan

Thaxter auf Team-Bildung. In einer

Organisation, die mittlerweile weltweit mehr

als hundert Mitgliedsorganisationen hat

ist es wichtig, regionale Plattformen zu

haben“. Das erleichtert den Mitgliedern,

einander zu treffen (weniger Reiseaufwand)

und „über die Dinge zu diskutieren, die

für sie in ihrer Region am relevantesten

sind“. So sollen beispielsweise innerhalb

Europas etwa eine mitteleuropäische, eine

skandinavische oder eine russische Gruppe

entstehen. „Damit haben wir vielleicht auch

bessere Chancen, mehr Menschen für eine

Mitarbeit zu gewinnen“, hofft Thaxter.

Geoff Thaxter ist dafür als Vorbild gut

geeignet. Was den durchaus selbstironischen

Engländer so sympathisch macht: Er hat

trotz allem den Sinn für seine Lebensfreude

nicht verloren. Befragt nach seiner

Lieblingsbeschäftigung sagt Thaxter: „Den

Urlaub mit meiner Frau Gill in der Sonne

Floridas genießen.“ π Otto Havelka

*) Die ICCCPO (International Confederation of

Childhood Cancer Parent Organisations) wurde

1994 in Spanien gegründet und ist eine

Internationale Vereinigung von mittlerweile

mehr als hundert Kinder-Krebs-Hilfe Organisationen,

darunter ist auch die Österreichische

Kinder-Krebs-Hilfe.

S T E C K B R I E F

Geoff Thaxter

Lieblingsbuch: The Road Less Traveled

von M. Scott Peck

Lieblingsmusik: The Beatles und

Mozart

Lieblingsmaler: Rembrandt

Lieblingsort: Florida – ein Platz für

unsere Familie zum Erholen

Lieblingsblume: Freesien

Lieblingsspeise: Currygerichte oder ein

einfaches Steak

Lieblingssport: Fußball – obwohl die

englische Nationalmannschaft nicht

so gut ist

Meine größte Stärke: Strategisches

Denken – ein Ziel haben und darauf

hinarbeiten

Meine größte Schwäche: Zu hohe

Erwartungen an andere und an mich

zu stellen

Mein größter Erfolg: In der Kinder-

Krebs-Hilfe tätig zu sein. Das hat mein

Leben verändert und gibt mir das

Gefühl, etwas Wertvolles zu tun

Meine schwerste Niederlage: Meine

Tochter durch eine Krebserkrankung

verloren zu haben

Was mich ärgert: Menschen, die nichts

versuchen

Worüber ich am meisten lachen kann:

Comedy Shows im TV. Ich bin süchtig

danach!

Mein Lebensmotto: Versuche zu unterscheiden

und mach das Beste aus dem

was du tust

Was ich als Kind besonders gern hatte:

Lange Sommerferien


Markt mit Tradition

Seit vielen Jahren veranstaltet die KKH

Wien, NÖ, Bgld. in den Räumlichkeiten

des St. Anna Kinderspitals ihren traditionellen

Weihnachtsmarkt.

Adventkränze, Weihnachtsgeschenke,

handbemalte Keramik, Kerzen, Kinderspielzeug,

köstliche Kekse und vieles mehr

wurden zum Teil schon in den Sommermonaten

von engagierten HelferInnen

für den Adventmarkt vorbereitet. Von

30. November bis 1. Dezember 2007 ging

der erfolgreiche Verkauf in der Bibliothek

im St. Anna Kinderspital über die Bühne.

Der Verein durfte sich über die großartige

Summe von 18.205,– Euro freuen.

Kinderfl ugtag

Am 8.Dezember 2007 fand am Flugplatz

Hohenems (Vbg.) bereits zum

dritten Mal der Weihnachtskinderfl ugtag

statt.

Die Wild West Crew ermöglichte krebskranken

Kindern aus Vorarlberg heuer

wieder Freifl üge mit dem Hubschrauber.

„Die Welt von oben“ zeigte sich den eingeladenen

Kindern nach anfänglichen

Wolkenfeldern von ihrer schönsten Seite

und auch das Rahmenprogramm des anschließenden

Kindertages hatte einiges

zu bieten: Vorarlbergs Weltklasse-Clown

Galetti sorgte mit seiner Weihnachts-Show

bei den jungen Gästen für viele Lacher und

der Weihnachtsmann brachte für jedes Kind

ein prallgefülltes Säckchen mit.

Von Bratapfel bis Vanillekipferl

… gab es bei den traditionellen Weihnachtsmärkten

der KKH Salzburg auf

dem Alten Markt und im Landeskrankenhaus

wieder genug.

In idyllischer Atmosphäre konnten die

BesucherInnen neben allerlei Köstlichkeiten,

Adventkränzen und Glühwein auch

nach geeigneten Weihnachtsgeschenken

Ausschau halten. Offenbar gefi el das Angebot,

denn die SalzburgerInnen zeigten sich

auch heuer wieder von ihrer großzügigsten

Seite und erleichterten ihre Geldbörsel um

insgesamt 11.000,– Euro. Der Reinerlös

kommt krebskranken Kindern und ihren

Familien in Salzburg zu.

Kärntner Backaktion

Am 30. November und 1. Dezember 2007

lud die KKH Kärnten wieder zu ihrem

traditionellen Weihnachtsbasar im Euro

Center Wolfsberg.

Außerdem war der Verein auch beim

Reichenfelser Advent und beim Perchtenlauf

in Bad St. Leonhard mit Köstlichkeiten

und Weihnachtsdeko vertreten. Tatkräftige

Unterstützung beim Kekse backen bekam

die Kinder-Krebs-Hilfe von Schulen in

Wolfsberg, St. Marein und Buchhof sowie

von engagierten Frauen aus der Umgebung.

Der Reinerlös aus dem Verkauf diverser

Basteleien und Schleckereien kommt auch

dieses Jahr betroffenen Familien zugute.

Weihnachten in OÖ

Am 16. Dezember 2007 feierte die

KKH OÖ mit krebskranken Kindern und

ihren Familien im Festsaal des Neuen

Linzer Rathauses Weihnachten.

Nach einem gemeinsamen Gottesdienst

in der Martin Luther Kirche erwartete die

Gäste im Rathaus das Kellertheater mit der

Aufführung des Märchens „Die Bremer

Stadtmusikanten“. Nach einem köstlichen

Mittagessen durften Engel und Weihnachtsmann

für die Hauptattraktion des Tages

sorgen: die Bescherung der Kinder. Alle

Geschenke wurden von Ingrid Kepplinger

(Bild Mitte) für jedes einzelne Kind liebevoll

ausgesucht und fanden dementsprechend

großen Anklang.

Freudige Gesichter bei beschenkten Kindern

sowie Agnes Stark (Obfrau KKH OÖ) und Ingrid

Kepplinger (Vorstand KKH OÖ)

1/08 15

sonne

Kultur & Freizeit


Aktion & Engagement

sonne

Pedalritter

Am 16. November 2007 lud das Innsbrucker

Fitness-Center „Happy Fitness“ wieder

zahlreiche HobbysportlerInnen zum karitativen

Strampeln.

„Gute Laune trifft guten Zweck“ war das

Motto des 24-Stunden-Marathons zugunsten

der KKH Tirol und Vorarlberg. Dabei

setzten sich Sportbegeisterte mit extremem

Durchhaltevermögen neben einer

Schwimm- und Laufeinheit noch 24 Stunden

aufs Rad. Für den Promiaufputz sorgten

Musiker Klaus Schubert und Verena Pötzl

sowie Ex-Rodler Markus Prock.

Ursula Mattersberger (KKH Tirol und Vbg.)

freut sich mit Teilnehmer Christian Schaar und

Veranstalterin Stephanie Holzer über den

Spendenerlös von 5.500,– Euro

„Tannenduft …

und Engelhaar“ nannte sich der Weihnachts-

und Kunsthandwerksmarkt vom 13. bis

16. Dezember 2007 im Palais Lobkowitz

im 1. Bezirk in Wien.

Helfen der besonderen Art hat sich Familie

Kreinig zur Aufgabe gemacht. Seit drei

Jahren organisiert sie in Kooperation mit

dem Direktor des Theatermuseums einen

Kunsthandwerks-Weihnachtsmarkt,

der BesucherInnen auch heuer wieder ein

reichhaltiges Programm bot: Neben allerlei

Köstlichkeiten gab es ein Kostümspiel, das

„Wiener Papiertheater“ gab „Zu Bethlehem

geboren“ zum Besten und kleine Gäste

konnten Sterne und Hexenhäuschen bemalen.

Ein Teil der Standmieten der AusstellerInnen

und die Eintritte kommen immer

Sozialprojekten zugute. Heuer wurden ein

16 1/08

Junge mit Down-Syndrom sowie die KKH

Wien, NÖ, Bgld. ausgewählt und so konnten

am Ende der Ausstellung 1.400,– Euro

überreicht werden.

Am 29. November fand auch heuer wieder

der Punschabend der VAMED-KMB

Krankenhausmanagement und Betriebsführungsges.m.b.H

zugunsten der KKH

Wien, NÖ, Bgld. statt. Beim gemütlichen

Beisammensein stärkten sich BesucherInnen

mit Aufstrichen, Kümmelbratenbroten

und natürlich – Punsch!

Die VeranstalterInnen des vorweihnachtlichen

Punschabends

Begehrte Tickets

Bei seinem legendären Sommerfest versteigerte

Stefan Patscheider 20 Tickets

und VIP-Packages für das ausverkaufte

Länderspiel Österreich : Elfenbeinküste.

Der Harleys Coffee Bar-Besitzer (links im

Bild) wurde bei der Aktion von Michael

Bielowski, Tirols Chef-Koordinator für die

Euro 2008, unterstützt. Ursula Mattersberger

(im Bild mit Ball) von der KKH Tirol

und Vorarlberg nahm in Anwesenheit von

Initiatorin Bettina Regensburger (im Bild

hinten), und der beiden Herren im Tivoli

Stadion einen Scheck über 2.000,– Euro

entgegen.

Lebenslicht

Am 22. November 2007 lud die RIRI-Group

International zur Kunst & Charity Vernissage

der Künstlerin Renate Hagenhofer.

Im wunderschönen Ambiente des Wasserschlosses

Kottingbrunn präsentierte

die Künstlerin eine Auswahl ihrer Ölbilder,

die sie mithilfe einer speziellen Pinsel- und

Spachteltechnik anfertigt. Die Verbundenheit

zur Natur und ihre unkomplizierte

Lebenseinstellung fi nden sich in vielen

Werken der niederösterreichischen Malerin

wieder. Am Vernissage-Abend wurde

zugunsten der ÖKKH das Ölbild „Lebens- Come to Lechvalley

licht“ versteigert und der Erlös von rund

Letzten Sommer lud der betroffene Vater

4.800,– Euro überwiesen.

Frankie Ennemoser wieder zum traditionellen

Bikertreffen der „Lechvalley Country

Friends“.

Jede Menge heiße Eisen und Country

Musik erwarteten die BesucherInnen der

legendären Country Night im Lechtal. Mit

Hilfe der SpenderInnen und Musikgruppen

kamen heuer 1.533,– Euro zusammen, die

der Organisator kürzlich an Ursula Mattersberger

von der KKH Tirol und Vorarlberg

überreichte.


Kultiger Straßenfeger

Dem Fiat 500, einem beliebten Stadtflitzer

der 60er Jahre, wurde neues Leben eingehaucht.

Auch die KKH Tirol und Vorarlberg

durfte sich darüber freuen.

Seit kurzem steht der Fiat 500 neu gestylt

und in der Länge gewachsen wieder in den

Verkaufsräumen. Im Rahmen der 500er-

Party des Autohauses Lüftner in Innsbruck

nahm Kunde René Benkó den ersten nagelneuen

500er Fiat in Besitz. Vor Freude

spendete er 500,– Euro für die KKH Tirol

und Vorarlberg, worauf sich Roman Lüftner

mit 1.500,– Euro der spontanen Aktion

anschloss. Somit konnte Geschäftsführer

Harald Nössig einer begeisterten Ursula

Mattersberger von der KKH Tirol und

Vorarlberg 2.000,– Euro überreichen.

(v.l.n.r.) René Benkó, Ursula Mattersberger mit

Harald Nössig und Alexander Plalkner von Fiat

Tag der Benefizkonzerte

Am 9. November 2007 fanden gleich zwei

Benefizkonzerte der Sonderklasse zugunsten

der KKH Kärnten statt.

Im Rathausfestsaal Wolfsberg organisierte

Brigitta Rabensteiner bereits zum 20. Mal

ein Benefizkonzert zugunsten krebskranker

Kinder im Lavanttal. Für ein buntes

Musikprogramm sorgten diesmal u.a. der

AGV Frantschach, das BORG Wolfsberg

und das Quintett der Brüder Smrtnik. Der

Abend brachte die tolle Summe von rund

4.750,– Euro ein.

Am gleichen Tag wurde auch in St. Veit/Glan

im Rathaushof zugunsten der KKH Kärnten

musiziert. Anlässlich „20 Jahre Kärntner

Kinder-Krebs-Hilfe“ organisierte die engagierte

KKH-Mitarbeiterin Margit Binder

das Benefizkonzert „Kraft und Hoffnung

geben – Überleben“. Mit musikalischer

Unterstützung des „Singkreis Seltenheim“,

dem „Gattersdorfer Viergesang“ und der

„Althofener Volksmusikanten“ konnte der

Reinerlös von 5.855,– Euro eingenommen

werden.

(v.l.n.r.) Brigitta Rabensteiner, BSI Thomas

Haudej, Mag. Gudrun Petritsch, Moderatorin

Sonja Kleindienst und zwei junge Konzertbesucherinnen

im Rathausfestsaal Wolfsberg

Konzert auf „pinzgauerisch“

Am 28. Dezember 2007 wartete die Gruppe

„Göko & Co“ in der Stiegl-Brauwelt mit einem

Konzert der besonderen Art auf.

BesucherInnen wurde ein abwechslungsreiches

Programm mit Liedern und Texten

im Pinzgauer Dialekt geboten – allesamt

komponiert und geschrieben vom Bandleader

Hans Gögele aus Saalfelden. Auf der

Tournee-Liste der seit 1993 bestehenden

Band stehen 300 Live-Konzerte in ganz

Österreich und Bayern. Das Konzert in

Salzburg war der Salzburger KKH gewidmet,

die sich über einen Betrag von rund

900,– Euro freuen durfte.

Die Bandmitglieder der Gruppe „Göko & Co“

Besinnliche Adventmärkte 2007

Am ersten Dezemberwochenende wurden

zugunsten der KKH Steiermark zwei besonders

schöne Adventmärkte veranstaltet.

In Weißkirchen wurden in den Weihnachtshütten

am Firmengelände der Firma „Edelstein

Krampl“ ausschließlich traditionelle

und handgemachte Geschenkideen angeboten.

Zum Erlebnis für die ganze Familie wurde

der Adventmarkt durch die einzigartige

Krippenausstellung, eine Nostalgiefahrt mit

der Dampflok nach Bad St. Leonhard und

jede Menge musikalischer Darbietungen

und Lesungen.

Auch am Christkindlmarkt in Limbach

verstand man es bestens, die zahlreichen

BesucherInnen mit Glühwein, gebratenen

Äpfeln und Lebkuchen zu verwöhnen und in

weihnachtliche Stimmung zu versetzen.

SchülerInnen der HS Weißkirchen beim

Adventsingen

Weihnachtliches AMS-Projekt

Im Rahmen eines AMS-Projektes des Unternehmens

dieBerater ® engagierten sich

arbeitslose Jugendliche für krebskranke

Kinder.

dieBerater ® -Mitarbeiterin Gabriele Jesacher

leitet das größte AMS-Projekt für das Bundesland

Wien: „Perspektiven für Jugendliche

und junge Erwachsene bis 30.“

Darin wird den Jugendlichen neben

verschiedensten Qualifizierungskursen

(Sprachkurse, Gastronomiekurse, EDV,

Büromanagement, Verkaufstraining, etc.),

Unterstützung bei der schriftlichen und

mündlichen Bewerbung sowie bei der aktiven

Arbeitssuche geboten. Da das Unternehmen

ein langjähriger Kooperations-

1/08 17

sonne

Aktion & Engagement


Aktion & Engagement

sonne

partner der Kinder-Krebs-Hilfe ist, hatte

Frau Jesacher die Idee, gemeinsam mit den

Jugendlichen einen Stand beim Weihnachtsmarkt

in Gaaden (NÖ) zu gestalten: Am

1. und 2. Dezember wurden die selbstgemachten

weihnachtlichen Dekoartikel, Kerzen,

Schmuck, Gewürzöle, etc. zugunsten

der ÖKKH verkauft.

ZVG

Gabriele Jesacher mit engagierten Jugendlichen

Lackners Adventlounge

Ende November eröffnete die Lackner

Adventlounge in der Salzburger Altstadt

ihre Pforten.

Hausgemachter Orangenpunsch, Kinderpunsch

und Schmalzbrote wurden am

Eröffnungstag der Lackner Adventlounge

zugunsten der KKH Salzburg verkauft, die

sich über eine Spende von 1.000,– Euro

freuen durfte. „Es ist ein gutes Gefühl,

wenn man sich sicher sein kann, dass die

Spenden gut aufgehoben sind. Bei der

Salzburger Kinder-Krebs-Hilfe weiß man,

dass der Erlös den krebskranken Kindern

im St. Johanns-Spital zu Gute kommt“, so

Veranstalter Johannes Lackner.

Familie Lackner und Gäste in ihrer Adventlounge

18 1/08

Aktive Eltern

Betroffene Eltern aus OÖ legten sich in

der Adventzeit für die KKH ordentlich ins

Zeug.

So konnten SchülerInnen der VS Prambachkirchen

am Hof von Muna Fiedler ihre

eigenen Kerzen ziehen; der Reinerlös von

700,– Euro wurde an die KKH übergeben.

Außerdem verkauften Peter Holzinger und

Kurt Schölnberger am Weihnachtsmarkt in

Prambachkirchen selbst gedrechselte Birkenholzkerzen.

In Seewalchen organisierte

Familie Moser bereits zum zweiten Mal eine

jazzige, literarisch lustige Adventlesung

und in Ried im Innkreis waren Gudrun

Gittmaier und Dunja Boubenicek am Adventmarkt

höchst erfolgreich mit einem

Stand vertreten: 1.000,– Euro wurden an

KKH OÖ-Obfrau Agnes Stark überreicht.

Auch Hanni Hauder und Ulli Reschenhofer

verkauften beim Martinimarkt in Hofkirchen

an der Trattnach bzw. beim Adventmarkt

in Ranshofen selbst Gebasteltes und selbst

Gemachtes zugunsten der KKH OÖ.

Kerzenziehen in Prambachkirchen

964 Lebkuchenprofi s

964 Kinder aus der Steiermark und Kärnten

entwickelten sich in der Adventzeit zu

wahren Lebkuchen-Backmeistern.

Lebkuchenteig, Küche und Personal wurden

den Kindern vom Chef der Oldtimer

Raststation in Pack, Franz Hochetlinger,

und seiner engagierten Mitarbeiterin Evelin

Swersina zur Verfügung gestellt. Durch den

Verkauf ihrer produzierten Lebkuchen an

BesucherInnen der Raststation sammelten

die begeisterten Lebkuchen-BäckerInnen

einen Reinerlös von 846,50 Euro zugunsten

der KKH Kärnten. Außerdem wurden

die 24 Kalenderfenster des Packer Lebkuchen-Eingangstores

an heimische Firmen

verkauft, was nochmals rund 10.000,– Euro

einbrachte. KKKH-Obfrau Gudrun Petrisch

zeigte sich ob der originellen Aktion begeistert.

(v.l.n.r) Restaurantleiterin Evelin Swersina,

Franz Hochetlinger, Mag. Gudrun Petritsch und

Brigitta Rabensteiner und Kinder

„All you can hear“

lautete das Maturaprojekt von fünf MaturantInnen

der HAK Ried im Innkreis.

Im Rahmen des Projektes wurde zugunsten

der KKH OÖ ein Festival organisiert. Am

14. November 2007 fand im Elternzentrum

der KKH OÖ in Linz die Übergabe statt:

Stolze 1.000,– Euro konnten die engagierten

MaturantInnen für krebskranke Kinder

und ihre Angehörigen sammeln.

Die Projektgruppe mit Sieglinde Spiegl (KKH

OÖ) zu Besuch im Elternzentrum


Alles muss raus

Vorweihnachtliche Geschenke Hilfe backen

Der Salzburger Traditionsbetrieb Schmidt Eine besondere Überraschung ließ sich die Bereits zum vierten Mal führte das Bun-

veranstaltete am 24. November 2007 einen Firma Alpine Bau GmbH anlässlich ihres desheer in der Steiermark während der

Lampen-Abverkauf zugunsten der KKH Informationstages der Zweigniederlassung Vorweihnachtszeit die Aktion „Soldaten

Salzburg.

Salzburg einfallen.

und Kinder backen Hilfe“ durch.

Das Beleuchtungshaus Schmidt in der Statt Weihnachtsgeschenke gab es von Dabei backten Kinder aus der Region in

Sigmund-Haffner-Gasse schloss mit En- Seiten des international erfolgreichen Bau- fünf verschiedenen Kasernen gemeinsam

de November sein Geschäft. Kein Nachunternehmens eine Spende in der Höhe von mit Soldaten Weihnachtskekse, die dann

folger und die schlechte Erreichbarkeit in 10.000,– Euro für die KKH Salzburg. Mit gegen freiwillige Spenden auf Weihnachts-

der Altstadt machten den Schritt notwen- dieser großzügigen Spende wird die mobile märkten zugunsten der KKH Steiermark

dig. Seit 1858 gab es das Unternehmen in Betreuung der jungen KrebspatientInnen im angeboten wurden. In den vergangenen

der Salzburger Altstadt, seit 1922 wurden gesamten Bundesland unterstützt. Zusätz- Jahren konnte so ein Gesamtspendenbetrag

dort nur Lampen hergestellt und verkauft. lich bekam die Kinder-Krebs-Hilfe noch eine von rund 21.000,– Euro eingenommen

Minus 75 Prozent gab es beim Lampen- wunderschöne Holz-Krippe überreicht. werden. Unterstützt wurde die Aktion von

Abverkauf auf alle Kristallluster & Co. Der

der „Rössl Mühle“, die das Mehl lieferte, die

Erlös von beachtlichen 6.000,– Euro geht

Eier sponserte „Toni’s Freilandeier“ und die

an die jungen KrebspatientInnen des

Butter steuerte „Stainzer Milch“ bei. Neben

St. Johanns-Spitals.

der Unterstützung für die Kinder-Krebs-

Hilfe wollte das Bundesheer den Kindern

Fröhliches Christbaum schmücken

zeigen, wie mit geringen Mitteln und unter

persönlichem Einsatz benachteiligten Mit-

Am 29. November 2007 fand im Casineum

des Casinos Austria in Linz die sechste

Manfred Laux

menschen geholfen werden kann.

Christbaumvernissage der KKH OÖ statt.

15 Christbäume, bereitgestellt von Herrn

Direktor Wolfgang Schneider von Spitz

Spendable Alpine-Mitarbeiter mit Heide Janik,

Obfrau der SKKH

Event Catering, wurden von namhaften

VertreterInnen aus der regionalen Wirtschaft

innerhalb von 30 Minuten mit selbst

mitgebrachtem Christbaumschmuck aufgeputzt.

Die zum Teil sehr kreativ dekorierten

Bäume wurden anschließend zum

Mindestwert von 250,– Euro unter den

anwesenden Gästen zur Versteigerung

ausgerufen. Die KKH OÖ durfte sich an

diesem Abend über einen Erlös von 9.000,–

Euro freuen, der in neue Projekte wie den

Externen Onkologischen Pflegedienst oder

in die Zahnprophylaxe fließt.

Gedächtnisrennen

Zum dritten Mal fuhren die Piloten des

BSG Kart der Firma Bosch aus Hallein in

Gedenken an ihren verstorbenen Freund

und Kollegen Johann Hager.

Und zum dritten Mal wurde die soziale

Aktion zugunsten krebskranker Kinder und

Jugendlicher in Salzburg veranstaltet. Die

Salzburger KKH durfte sich über eine stolze

Spendensumme von rund 4.000,– Euro

freuen.

Bundesheer/MACHER

Musikantenparade

Am 11. November 2007 fand in Peilstein

(OÖ) die „Peilsteiner Musikantenparade“

statt.

Dr. Paul Sonnleitner (Stv. Obmann der KKH

OÖ) im Interview mit dem bewährten

ModeratorInnen-Team Michaela Roithmayr und

Josef Alexander Winklmayr

Die glücklichen Gewinner des 3. Johann-Hager-

Gedächtnisrennens

Sieben mitwirkende Gruppen sorgten für

ausgelassene Stimmung und Spendierlaune:

Der Erlös von 2.200,– Euro wurde noch

am selben Tag an Dr. Paul Sonnleitner von

der KKH OÖ übergeben.

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Aktion & Engagement


Aktion & Engagement

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Weihnacht in den Bergen

Im Rahmen seiner Tournee „Weihnacht in

den Bergen“ spielte das Alpentrio Tirol am

20. Dezember 2007 in der ausverkauften

St. Paulus Kirche in Innsbruck.

Seit 2005 zählt das beliebte Weihnachts-

und Kirchenkonzert zum Advent-Fixpunkt

im Innsbrucker Eventkalender. Der bekannte

Schauspieler Ludwig Dornauer trug

mit seiner markanten Stimme passende

Weihnachtsgedichte und Geschichten vor.

Der Erlös von rund 6.500,– Euro fl ießt im

Rahmen der Aktion „Licht ins Dunkel“ der

Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe zu.

Die Organisatorin Martina Astenwald (rechts

im Bild) und Ursula Mattersberger von der

KKH Tirol und Vorarlberg

Familien-Chor

Manfred und Claudia Kepp und ihre sechs

Kinder bestritten im Advent gleich zwei

Konzerte zugunsten der KKH Tirol und

Vorarlberg.

Das musikalische „Wintergefl üster“, so

der Name der beiden Konzerte, bescherte

den begeisterten BesucherInnen heiter

besinnliche Adventabende. Acht Stimmen

vereinten sich zu wunderschönen Balladen,

fetzigen Popsongs, klassischen Oldies, traditionellen

Volksliedern und melodiösem

Gospelsound. Gespickt mit Theater- und

Musical-Elementen sowie harmonischem

mehrstimmigem Gesang verlieh die

20 1/08

musikalische Familie jedem Song ein neues

erfrischendes Outfi t. Ein Fest für die ganze

Familie, dessen Erlös betroffenen Familien

mit krebskranken Kindern zugute kam.

Farbenprächtig

Der Künstler Ewald Tatschl malte zugunsten

der KKH OÖ einen farbenprächtigen

Wandkalender für das Jahr 2008.

Der Maler, der sich bereits mehrmals für die

KKH engagierte, liebt kräftige Farben und

fröhliche Motive. Diese Vorlieben spiegeln

sich auch in seinem Kalender wieder, dessen

Verkauf rund 2.000,– Euro einbrachte.

Darüber hinaus präsentierte der Maler am

16. und 17. November 2007 über 200 BesucherInnen

weitere Gemälde im Auracher

Kulturhaus. Den Ausstellungserlös von

700,– Euro spendete der Künstler ebenfalls

an die KKH OÖ.

Ewald Tatschl mit einem seiner Werke

Freude am Singen

In der Freude am Singen sieht der Singkreis

Seltschach-Agoritschach seine Hauptaufgabe.

Grund zur Freude gab der Chor nun

auch der KKH Kärnten.

Auf einem Hochplateau, direkt unter der

Dreiländerecke Slowenien-Italien-Österreich,

liegen die beiden Orte Seltschach

und Agoritschach, die 1998 durch die

Gründung eines gemeinsamen Chors noch

enger zusammenrückten. Der Chor zählt

mittlerweile 46 aktive Mitglieder im Alter

von 12 bis 70 Jahren und machte nun mit

einer großen Spendenaktion auf sich aufmerksam:

Durch den Verkauf von 1.100 CDs

durch die Chormitglieder und allgemeine

Spenden aus der Region kam die großartige

Summe von 12.640,– Euro zusammen, die

an die KKH Kärnten ging.

Singkreis Seltschach-Agoritschach mit KKKH-

Obfrau Mag. Gudrun Petritsch

Musikalische Gemeinde

Am 3. November 2007 fand in der musikalischen

Gemeinde Rohrbach an der Lafnitz

(Stmk.) ein Benefi zkonzert zugunsten der

KKH Steiermark statt.

Unter der Gesamtleitung von Johann Hutz

spielten der Musikverein Rohrbach, die

Rohrbacher Stubnmusi, 7 Xang, Franz

Schreier und die Rohrbacher Sängerknaben

für das begeisterte Publikum auf. U.a.

durch die unentgeltliche Mitwirkung der

MusikerInnen konnte ein Reinerlös von

4.100,– an die KKH Steiermark übergeben

werden.

Mitwirkende „Rohrbacher Stubnmusi“

Kinderkalender 2008

Maria Stöger aus Oberösterreich unterstützt

seit Jahren den Verkauf des Kinderkalenders

der Kinder-Krebs-Hilfe.

Dieses Jahr übertraf sie ihren bisherigen

Rekord: Rund 80 Stück des künstlerisch

gestalteten Kalenders brachte die umtriebige

Oberösterreicherin unter die Leute!

Die 13 Kalenderbilder stammen von krebskranken

Kindern und Jugendlichen und


sind während ihrer Mal- und Kunsttherapie

beim Spitalsaufenthalt sowie während der

Nachsorge-Camps der Österreichischen

Kinder-Krebs-Hilfe (ÖKKH) entstanden. Der

Kalender ist gegen eine Spende bei allen

sechs Landesverbänden der KKH sowie im

Büro der ÖKKH erhältlich.

März 2008

KW Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

9 1 Bernadette 2 Frisee; „Paradies“

10 3 4 5 6 7 8 9

11 10 11 12 13 14 15 16

gemalt von krebskranken Kindern und Jugendlichen

12 17 18 19 20 21 22 23

13 24 25 26 27 28 29 30

14 31

Engelsgesang

Kinderkalender 2008

Kinder - Krebs - Hilfe

www.kinderkrebshilfe.at

Traditionelle Volksmusik und besinnliche

Adventweisen erklangen am 15. Dezember

2007 wieder in der Pfarrkirche Piber

(Stmk.)

Seit 1989 organisiert Isabella Pusch zugunsten

der KKH Steiermark das besinnliche

Benefizkonzert im Advent. Gemäß

dem diesjährigen Motto „Losts zua, die

Engel singan schon“ gaben die „Köflacher

Streich“, das „trio con brio graz“ und

der „chor pro musica graz“ ihr musikalisches

Können zum Besten. Und Gottfried

Hofmann-Wellenhof, durch seine Sonntags-

Kolumne in der Kleinen Zeitung einem breiten

Publikum bekannt, trug stimmungsvolle

Texte vor. Um auch bedürftigen Menschen

den Besuch eines vorweihnachtlichen Konzertabends

zu ermöglichen, wurde auch

dieses Jahr anstelle eines Kartenverkaufes

um freiwillige Spenden gebeten.

Konzert-Mitwirkende seit 18 Jahren:

die Köflacher Streich

SPENDENtelegramm

Österreich

Hobbyschwimmer Karl Bauer veranstaltete

am 9. November 07 in der Parktherme

Bad Radkersburg ein Schätzspiel zugunsten

der ÖKKH: Der- oder diejenige der/die

Zahl seiner tatsächlich geschwommenen

Längen am besten schätzte, ging als GewinnerIn

eines tollen Preises hervor. Die

Bilanz: eine Gesamtdistanz von hervorragenden

30 km, 600 Längen und eine

Spendensumme von 550,– Euro.

Österreich

Mit Grünkohl, Grog und frischen Krapfen

wurden die Gäste von Gabriele Gahmel

und ihrem „Liquid Sunshine Team“ in

Kapellen an der Mürz (Stmk.) bewirtet.

Zweck der Grog-Grühnkohlparty: Spenden

sammeln für die ÖKKH. Am Ende

des Tages konnten 1.470,– Euro übergeben

werden.

Wien

Christian Schmidt und das Team der DVS

(Donau Versicherung Vermittlungs- und

Service Ges.m.b.H.) haben ihr Werbebudget

zugunsten krebskranker Kinder halbiert.

Im Rahmen einer weihnachtlichen Feier

wurden Sissi Ederer von der KKH Wien,

NÖ, Bgld. 1.000,– Euro überreicht.

Wien

Die KKH Wien, NÖ, Bgld. erhielt vom

Buchklub Bücher im Gesamtwert von

700,– Euro für die Kinder und Jugendlichen

in den onkologischen Kinderstationen

des St. Anna Kinderspitals und der

AKH Kinderklinik.

Linz

Bereits zum achten Mal veranstaltete

Wolfgang Kerschbaumer am 2. Dezember

2007 den Waldingerstraßen-Advent.

Der Erlös von 1.403,– Euro durch den

Verkauf von Bratwürsteln, Glühwein und

Glühmost kam auch dieses Jahr der OÖ

KKH zugute.

Wels (OÖ)

Eine dreidimensionale Musikvisualiserung

in Echtzeit des Linzer Medienkünstler-

Duos „InOut“ fand am 19. Oktober 07

im Panoptikum Wels statt. Der Erlös

von 1.000,– Euro wurde an die KKH OÖ

übergeben.

Reichersberg (OÖ)

Zum Erntedankfest 07 starteten Marlene

Öttl und ihre HelferInnen einen groß

angelegten Kürbis-Verkauf. Im Vorfeld

mussten natürlich die Kürbisse geerntet,

heimgebracht und gewaschen werden.

Der Erlös von 800,– Euro wurde an die

KKH OÖ übergeben.

Hofkirchen a. d. Trattnach (OÖ)

Elisabeth Berndorfer und Hanni Hauder

organisieren seit Jahren gemeinsam mit

dem Sparverein „Feucht & Fröhlich“ eine

Nikolaus-Aktion, in dessen Rahmen ein

Nikolaus prall gefüllte Säckchen an die

Kinder verteilt. Der Erlös wurde abermals

an die KKH OÖ gespendet.

Marbach/Donau (OÖ)

Zum zweiten Mal veranstaltete die Gruppe

um Christoph Nendwich ein energiegeladenes

Benefizkonzert zugunsten der KKH

OÖ. Vier Bands und eine anschließende

Aftershow-Party heizten dem vorwiegend

jungen Publikum ordentlich ein und die

KKH durfte sich über eine Spende in der

Höhe von rund 4.000,– Euro freuen.

Andorf (OÖ)

Am 2. Dezember 07 veranstaltete die

Marktmusikkapelle Andorf ein Kirchenkonzert

zugunsten krebskranker Kinder in

OÖ. Der Spendenerlös in Höhe von 500,–

Euro wurde an Dr. Paul Sonnleitner (Stv.-

Obmann der KKH OÖ) übergeben.

Innsbruck

Beim zweiten Admiral Sportwetten Hallenmaster

spielten 28 Mannschaften in zwei

Tagen um den Turniersieg. Zu gewinnen

gab es als Hauptpreis eine Garnitur Fußballdressen,

einen Wanderpokal und Pokale

für die Plätze 1 – 6. Ein Scheck in der

Höhe von 1.000,– Euro wurde an Ursula

Mattersberger von der KKH Tirol und

Vorarlberg übergeben.

1/08 21

sonne

Spendentelegramm


Spendentelegramm

sonne

Gaissau (V)

Die Kinder der VS Gaissau haben auf Initiative

des Elternvereins ihre Lieblingsspeisen

aufgeschrieben und ein Kochbuch

damit gestaltet. 100 Exemplare des Buches

wurden verkauft und der Erlös von

500,– Euro an Brigitte Wilfl ing von der

KKH Tirol und Vorarlberg übergeben.

Althofen (K)

Unter dem Motto „Musik, die hilft“ veranstaltete

die Musikschule Althofen am

16. November 2007 ein Konzert. Im vollen

Kulturhaus freuten sich die ZuhörerInnen

über die abwechslungsreichen Darbietungen.

Organisator und Musikschulleiter

Willi Krupka konnte die großartige Summe

von 1.800,– Euro an die KKH Kärnten

übergeben.

Kappl/Krappfeld (K)

Am 23. November 2007 gab der MGV

Kappl/Krappfeld das Abschlusskonzert

für das 20-jährige Jubiläum der Kärntner

KKH. Unter der Leitung von Herrn Gerald

Riesser und mit den Harfi nistinnen

Christine und Marion Riesser wurde das

Konzert zum großen Erfolg: Der sensationelle

Reinerlös von 3.444,– Euro wurde

an die KKH überwiesen.

Sittersdorf (K)

Anlässlich des Sittersdorfer Weinfestes,

bei dem Traditionen aus dem Mittelalter

neu aufl eben, wurde auch der Kärntner

KKH gedacht. Die Familie Nortschitz hatte

zugunsten der KKKH zu bodenständiger,

selbsthergestellter Kost eingeladen. Auf

diese Weise konnte ein Reinerlös von

1.090,– Euro erwirtschaftet werden.

St. Veit/Glan (K)

Im Rahmen des Unterrichtsgegenstandes

„Büroorganisation“ stellten die SchülerInnen

der Berufsschule St.Veit/Glan ein

Projekt zugunsten der KKH Kärnten auf

die Beine: Am 10. November 07 wurden

gemeinsam hausgemachte Köstlichkeiten,

Cremen, Schulsachen, etc. an die Frau bzw.

an den Mann gebracht. Der KKH Kärnten

konnte ein beeindruckender Betrag von

rund 1.400,– Euro übergeben werden.

22 1/08

SPENDENtelegramm

Graz

Der betroffene Vater Thomas Daum veranstaltete

am 8. Dezember 07 bereits zum

zweiten Mal im Country und Western

Lokal „American-Roadhouse“ ein Benefi z-

Event zugunsten der KKH Steiermark. Um

14.00 Uhr ging es bereits los mit Kinder-

animation und einer Verlosung, und ab

17.00 Uhr gab es tolle Bühnenperformances,

u.a. von den Gruppen „The Uptown

Monotones“, „Buffaloes“, „Rising Girl“,

„Jimmy Cogan“, uvm.

Bad Waltersdorf (ST)

Am 30. November fand unter der Organisationsleitung

von Harald Gutmann

in der Heiltherme Bad Waltersdorf eine

Benefi zgala-Nacht zugunsten der KKH

Steiermark statt. Ein Großaufgebot an

Bands sowie Galabuffet und Aftershow-

Party sorgten für einen abwechslungsreichen

Abend. Und die Kinder-Krebs-Hilfe

durfte sich über einen Reinerlös von rund

2.000,– Euro freuen.

Salzburg

Am 24. Dezember 2007 lud die Eisarena

im Salzburger Volksgarten wieder alle

SalzburgerInnen zum Gratis-Eislaufen.

Ermöglicht wird diese Aktion durch die

Salzburger Sparkasse. Für das Verleihen

der Schlittschuhe wurde jeweils ein symbolischer

Beitrag von 2,– Euro eingehoben,

der zur Gänze der Salzburger KKH

zugute kam.

Saalfelden (S)

Die „Stoabock Pass Lenzing“ hat vor

Weihnachten zugunsten der Salzburger

KKH wieder viele Kilometer quer durch

den Pinzgau zurückgelegt. Außerdem

hatten die „Stoabock Pass“ in diesem

Jahr zum ersten Mal einen Stand beim

Adventmarkt in Saalfelden. Heide Janik,

Obfrau der SKKH, durfte sich über einen

Spendenscheck in der Höhe von 1.000,–

Euro freuen.

Seekirchen (S)

Hunderte LäuferInnen ließen beim

3. Leimüller Silvesterlauf das Jahr 2007

sportlich ausklingen. Getreu dem Motto

„Laufend Gutes Tun“ kam dabei pro startender/m

LäuferIn 1,– Euro der SKKH

zugute. Die 5,8 Kilometer lange, wunderschön

gelegene Strecke führt in zwei

Runden vom Rupertiplatz in Seekirchen

zum Strandbad. Auch dieses Mal gingen

wieder Lauffreudige aus Salzburg, Oberösterreich

und dem bayrischen Raum

an den Start.

pixelio.de

L E S E R I N N E N B R I E F

Sehr geehrte Redaktion!

Bezugnehmend auf Ihren Bericht über

Christian Lukacs in der SONNE 4/07 möchten

wir Folgendes anmerken: Wie alle schulpfl

ichtigen Onkologie-Patient Innen erhielt

auch Christian während der gesamten Dauer

seines Aufenthalts regelmäßig Unterricht

durch eine Hauslehrerin der Heilstättenschule.

Sie hat dafür gesorgt, dass der

Kontakt mit der Herkunftsschule lebendig

blieb, und dass Christian über den in

der Klasse durchgenommenen Stoff auf

dem Laufenden gehalten wurde. Da es aber

Christians Wunsch war, vom Neusprachlichen

Gymnasium ins Realgymnasium zu

wechseln, erwies sich, nach Rücksprache

mit der Schulleitung, eine Wiederholung der

3. Klasse als unumgänglich.

Es ist uns sehr wichtig, dass die Onkologie-

PatientInnen und deren Eltern darüber informiert

werden, dass mit Hilfe des Hausunterrichts

die Schullaufbahn in der Regel,

trotz Krankheit und der damit verbundenen

langen Abwesenheit von der Herkunftsschule,

ohne Unterbrechung fortgesetzt

werden kann.

Das Hauslehrerinnenteam im

St. Anna Kinderspital


Informationen & Termine

Österreich

80 m 2 Ferienwohnung in

Bad Kleinkirchheim

Für betroffene Familien

Lage: Zentral

Kapazität: Maximal 2 Erwachsene

+ 4 Kinder

Turnus: Von Samstag bis Samstag

Saison: Ganzjährig

Aktivitäten: Schifahren, Langlaufen,

Wandern, Thermalbäder, Tennis, Golf.

Neuer Preis: Selbstbehalt/Woche 199,–

Euro (unabhängig von Personenanzahl).

Bei Bedarf Kostenübernahme durch

den jeweiligen Landesverband der KKH

möglich.

Information u. Buchung: Daniela Velecky,

Büro der KKKH, Tel/Fax: 0463/33 90 90

Wien

Elterngesprächsrunden/ St. Anna

Kinderspital

mit Gertraud Strohmer und

Mag. Eva Morent-Gran.

Ort: St. Anna Kinderspital, Station 2A

Zeit: Jeden Mittwoch 10.00 – 11.00 Uhr.

Ort: St. Anna Kinderspital, Station 2B

Zeit: Jeden Mittwoch 9.00 – 10.00 Uhr.

Elterngesprächsrunden /AKH-

Kinderklinik

mit Elisabeth Ederer.

Ort: AKH Kinderklinik, Ebene 9

Zeit: Jeden 2. Dienstag ab 12.00 Uhr.

ECDL-Schulungstermine

Ort: Kommunikationsraum der KKH

Wien, NÖ und Bgld.,

Kinderspitalgasse 7, 1090 Wien

Termine: Mi. 20.2.2008, Mi. 5.3.2008,

Mi. 19.3.2008, Mi. 2.4.2008,

Mi. 16.4.2008, Mi. 30.4.2008,

Mi. 7.5.2008, Mi. 21.5.2008,

jeweils von 14.00 – 17.00 Uhr.

Geschwistergruppe „Jetzt komme ich!“

Gruppe für sechs- bis elfjährige Geschwister

von krebskranken Kindern mit

Barbara Eichinger (Kunsttherapeutin)

und Mag. Stephanie Häfele (Klinische

Psychologin).

Ort: Cafeteria St. Anna Kinderspital

Termine: Di. 4.3.2008, Di. 1.4.2008,

Di. 6.5.2008,

jeweils von 15.30 – 16.45 Uhr.

Riesenflohmarkt

zugunsten der KKH Wien, NÖ, Bgld.

Ort: Postgebäude

Erzherzog-Karl-Straße 135, 1220 Wien

Termine: Sa. 1.3.2008, Sa. 5.4.2008,

Sa. 3.5.2008,

jeweils von 8.00 – 13.00 Uhr.

Survivors-Treff

Zeit: Jeden 1. Freitag im Monat von

18.00 – 20.30 Uhr, mit Themenschwerpunkt

und Moderation.

Survivors-Aktiv

Zeit: Jeden 3. Samstag im Monat, mit

unterschiedlichen Aktivitäten und

Schwerpunkten.

Nähere Infos betreffend Survivors:

E-Mail: survivors_wien@gmx.at

Niederösterreich

Selbsthilfegruppe NÖ Mitte

„Leben mit dem Tod eines Kindes“

Leitung: Heidemarie Wiener

Ort: Beratungszentrum Rat & Hilfe,

3100 St. Pölten, Heitzlergasse 2

Termine: Do. 14.2.2008, Do. 6.3.2008,

Do. 3.4.2008, Do. 8.5.2008,

Do. 5.6.2008,

Beginn 18.00 Uhr.

Begleitung: Mag. Johann Steiner,

Psychotherapeut & Gesundheitspsychologe.

Information: Heidemarie Wiener,

Tel: 02742/366 224

Neuorientierung nach dem Tod

eines Kindes

Folgegruppe für betroffene Eltern, die

sich nach erfolgter Trauerarbeit neu

orientieren wollen.

Ort: Beratungszentrum Rat & Hilfe,

3100 St. Pölten, Heitzlergasse 2

Termine: Do. 28.2.2008, Do. 27.3.2008,

Do. 24.4.2008, Do. 29.5.2008,

Do. 26.6.2008,

Beginn 19.00 Uhr.

Begleitung: Mag. Johann Steiner,

Psychotherapeut & Gesundheitspsychologe.

Information: Heidemarie Wiener,

Tel: 02742/366 224

Telefon von Rat & Hilfe: 02742/353 510

Tirol

Elterngesprächsrunden

Die Kinder-Krebs-Hilfe für Tirol und

Vorarlberg lädt einmal im Monat zum

Erfahrungsaustausch. Ursula Mattersberger

informiert über Projekte,

Aktivitäten und Hilfestellungen seitens

der KKH für Tirol und Vorarlberg.

Ort: Café in der Chirurgie

Zeit: Mi. 20.2.2008, 14.00 – 15.30 Uhr,

Mi. 19.3.2008, 14.00 – 15.30 Uhr,

Mi. 16.4.2008, 14.00 – 15.30 Uhr,

Mi. 14.5.2008, 14.00 – 15.30 Uhr.

Information: Sabine Mair,

Tel: 0664/113 36 23,

(Montag – Freitag

15.00 – 17.00 Uhr).

Eltern Jour Fixe auf der Station

Für Fragen, Anregungen und Wünsche

zum Behandlungs- und Stationsalltag.

TeilnehmerInnen: Eltern, Oberarzt,

Stationsschwester, Psychologe und

Sozialarbeiterin.

Ort: Stationsküche der onkologischen

Station Innsbruck.

Zeit: Mi. 5.3. 2008, Mi. 2.4. 2008,

Mi. 7.5. 2008,

jeweils von 14.30 – 15.30 Uhr.

Impressum:

Herausgeber, Medieninhaber und Verleger:

Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe –

Verband der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe-Organisationen,

Borschkegasse 1/7, 1090 Wien

Telefon: 01/402 88 99,

e-mail: dachverband@kinderkrebshilfe.at

www.kinderkrebshilfe.at

Redaktion:

MMag. Monika Kehrer (Chefred.), Sabina Auckenthaler,

Otto Havelka, Anita Kienesberger

Gestaltung: Monika Vali, Druck: REMAprint, 1160 Wien

ZVR-Nr: 667740113

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sonne

Informationen & Termine


Onki Camp

Friendship Camp 1

Friendship Camp 2

Wochenenden für junge

Erwachsene

Winter Camp

Geschwister Camp

Kreativwerkstatt

Geschwister Camp Theater

Geschwister Camp

Klangwelten

Geschwister Camp Seil

Geschwister Camp Kanu

Geschwister Camp Schnee

Nachsorge-Projekte der

Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe

Über 200 Kinder und Jugendliche, die an Krebs erkrankt sind/

waren sowie deren Geschwister werden jährlich in den

Nachsorge-Projekten der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe

nachbetreut. Denn auch wenn die Krankheit ausgestanden ist, bleiben

die Auswirkungen Bestandteil des Lebens aller Familien mitglieder.

Gemäß dem Leitsatz „Kraft und Hoffnung geben – Überleben!“ lernen

die TeilnehmerInnen in den Nachsorge-Camps ihr Leben wieder selber

in die Hand zu nehmen, mit ihren Ängsten umzugehen und Selbstvertrauen

aufzubauen.

Unterstützen Sie die Nachsorge-Projekte der

Kinder-Krebs-Hilfe mit Ihrer Spende!

Spendenkonto: PSK 7.631.111, Blz 60.000

SONNE 1/08 P. b. b. Verlagspostamt 1090 Wien Zulassungsnummer GZ 02Z033369M

Ω DVD und Broschüre über

Nachsorge-Camps

DVD und Broschüre geben einen umfassenden

Einblick in das Nach sorge-

Programm der Kinder-Krebs-Hilfe für

betroffene Kinder und Jugendliche,

deren Eltern und Geschwister.

Die DVD und die Broschüre sind

kostenlos zu bestellen bei:

ÖKKH, Telefon: 01/402 88 99

dachverband@kinderkrebshilfe.at

Kinder - Krebs - Hilfe

www.kinderkrebshilfe.at

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