Hebammen im Auslandeinsatz Les sages-femmes en mission à l ...

hebamme.ch

Hebammen im Auslandeinsatz Les sages-femmes en mission à l ...

Hebammen

im Auslandeinsatz

Les sages-femmes

en mission à l’étranger


Alle Kleinen brauchen ein Nest.

Boppy. Das erste Nest in Form einer Umarmung.

My love nest.


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Offizielle Zeitschrift des

Schweizerischen Hebammenverbandes

Journal officiel de la Fédération suisse

des sages-femmes

Giornale ufficiale della Federazione

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Revista uffiziala da la Federaziun svizra

da las spendreras

109. Jahrgang/109e année

Erscheinungsweise: 11 Mal im Jahr

(Juli/August Doppelausgabe)

Parution: 11 éditions par année

(numero double juillet/août)

Impressum

Herausgeberin/éditeur

Schweizerischer Hebammenverband (SHV)

Fédération suisse des sages-femmes (FSSF)

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht

unbedingt die Meinung des SHV wieder.

Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion.

Les articles signés ne reflètent pas forcément

l’opinion de la FSSF. Toute reproduction est soumise

à autorisation de la rédaction.

Redaktion/rédaction

Deutschsprachige Redaktion und

verantwortlicher Redaktor:

Wolfgang Wettstein, Geschäftsstelle SHV,

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Tel. +41 (0)31 331 35 20, Fax +41 (0)31 332 76 19

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Rédaction de langue française

Josianne Bodart Senn, Chemin du Bochet 4a,

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Redaktioneller Beirat

Inge Loos (il), Sue Brailey (sb), Zuzka Hofstetter (zh),

Lisa Mees-Liechti (lml), Lorraine Gagnaux (lg)

Josée Bernard Delorme (jbd), Edith de Bock-Antonier (ea)

Beraterin Hebammenforschung

Prof. Dr. Ans Luyben, Chur

Titelbild: Aisha aus Mali, Foto: SRK/CRS, Josef Kaspar

Layout/graphisme

Tygraline AG, Bern, Rosmarie Kerschbaumer

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Nichtmitglieder/Non-membres Fr. 109.–

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WEMF-beglaubigt

ISSN 1662-5862

Inhalt

Contenu

Ausgabe 12 Hebammen im Auslandeinsatz

2 Aktuell

4 Editorial

Wolfgang Wettstein und Josianne Bodart Senn, Bern/Gland

4 Gesundheit ist der Anfang

Katharina Schindler, Karl Schuler, SRK,Bern

9 Schon als kleines Mädchen wusste ich, dass ich eines

Tages in Afrika arbeiten würde ...

Maria Liselotte Katulu-Badertscher, Swasiland

13 Tausende warteten auf unsere Hilfe ...

Marlies Vincenz, Vella

16 Am schlimmsten waren die Schüsse in der Nacht ...

Martina Gisin, Basel

17 Irland, eine andere Welt

Simone Schärer, Basel

19 Als Hebamme im Herz von Afrika

Sabrina Schipani, Uster

20 Leserinnenbrief

25 Verband

31 Sektionen

34 Fortbildung SHV

50 Stellenangebote

Thema der Ausgabe 1/2012:

Infektionen und Schwangerschaft

Erscheint Anfang Januar 2012

Édition 12 Les sages-femmes en mission à l’étranger

38 Actualité

40 Editorial

Michelle Pichon, Genève

40 Sous le regard des autres membres de l’équipe

Lise-Martine Paul Dantes et Tatiana Kourline, Mission MSF à Léogâne (Haiti)

42 Une 1ère mission MSF se termine pour Marie

Entretien avec Marie, de retour du Tchad

44 Après une 4ème mission MSF, Chika pense déjà à repartir

Portrait de Chika, de retour de Lybie

45 Une mission au cœur de l’Afrique

Sabrina Schipani, Uster

46 M’engager à MSF? Tout commence par

une candidature spontanée

Entretien avec Nelly Staderini, MSF, Genève

48 Mosaïque

25 Fédération

31 Sections

35 Formation FSSF

50 Offres d’emploi

Thème de l’édition 1/2012:

Infections et grossesse

Parution: début janvier 2012

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011

1


Aktuell

Hebamme.ch –

die Themen 2012

1 Januar Schwangerschaft und Infektionen

2 Februar Kinder- und Jugendgynäkologie

3 März Implantation/Leihmütter

4 April Recht und Geburt

5 Mai Perinatale Gesundheit/Ernährung

während der Schwangerschaft

6 Juni Die Zukunft des Hebammenberufs

7/8 Juli/August SHV-Jahreskongress in Schwyz

9 September Patientinnenkontrollierte Analgesie

10 Oktober Hebammeversorgung/Gesundheit

von Migrantinnen

11 November Hebammenforschung

12 Dezember Zwillinge

Das Schweizerische Kompetenzzentrum

für Menschenrechte

wurde auf Initiative des

Eidgenössischen Departements

für auswärtige Angelegenheiten

(EDA) und des Eidgenössischen

Justiz- und Polizeidepartements

(EJPD) gegründet, ist

ein Dienstleistungszentrum und

ist seit April dieses Jahres operativ

tätig. Es soll den Prozess

2 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

der Umsetzung internationalerMenschenrechtsverpflichtungen

der Schweiz auf allen

Stufen unseres Staatswesens

fördern und erleichtern. Das

SKMR verfügt über ausgewieseneMenschenrechtskompetenzen,

v.a. in den sechs Bereichen

Migration, Polizei und

Justiz, Geschlechterpolitik, Kinder-

und Jugendpolitik, insti-

EKF fordert bezahlte Elternzeit

für Mütter und Väter

Die Eidgenössische Kommission

für Frauenfragen (EKF)

fordert Bundesrat und Parlament

auf, eine gesetzlich geregelte

bezahlte Elternzeit zu

schaffen. In einem Positionspapier

begrüsst sie den aktuellen

Vorstoss der EidgenössischenKoordinationskommission

für Familienfragen (EKFF)

zur Schaffung einer Elternzeit

in der Schweiz.

Das Modell der EKFF sieht für

die Elternzeit eine maximale

Bezugsdauer von 24 Wochen

vor. Je vier Wochen davon entsprechen

einem individuellen

Anspruch von Mutter oder Vater

und können nur von dieser

Person bezogen werden. Die

EKF betrachtet eine Bezugsdauer

von 24 Wochen als (absolutes)

Minimum. Aus gleich-

Unter dem Titel «Optimal vorsorgen

und optimal versorgen

zu tragbaren Kosten» soll das

Potenzial des schweizerischen

Gesundheitssystems noch besser

ausgeschöpft werden. Ziel

ist, die Qualität, aber auch die

Transparenz weiter zu erhöhen,

sowie die Effizienz zu

steigern und somit auch die

Kosten zu dämpfen. Deshalb

setzt der Bundesrat in der Ge-

Schweizer Engagement für die Menschenrechte

stellungspolitischer Sicht ist es

wichtig, dass diese 24 Wochen

Elternzeit je hälftig von

Mutter und Vater bezogen

werden. Im Unterschied zum

Vorschlag der EKFF hält es

die EKF für notwendig, einen

paritätischen Anspruch der

Eltern vorzuschreiben. Wie die

Erfahrungen mit den verschiedenen

Elternurlaubsregelungen

in anderen Ländern zeigen,

braucht es einen verbindlichen

Anspruch und einen starken

Anreiz, damit sich Väter tatsächlich

stärker an der Kinderbetreuung

beteiligen und die

Arbeitgeber bereit sind, (auch)

ihren männlichen Mitarbeitern

Elternurlaub zu gewähren.

Das Positionspapier der EKF ist zu finden

unter: www.frauenkommission.ch

Gesundheitspolitische

Prioritäten des Bundesrates

tutionelle Fragen und Wirtschaft

und Menschenrechte.

Das SKMR trägt mit Studien,

Tagungen, Informationsarbeit

und Ausbildung praxisorientiert

zur Stärkung der Kompetenzen

von Behörden aller Stufen,

der Zivilgesellschaft und

der Wirtschaft im Bereich des

Schutzes und der Förderung

der Menschenrechte in der

sundheitspolitik seine Prioritäten

wie folgt: Er will erstens

die Aufsicht über die soziale

Krankenversicherung verstärken.

Zweitens hat er kurzfristige

Sparmassnahmen eingeleitet

und drittens will er das

Gesundheitssystem mittel- und

langfristig reformieren.

Weitere Informationen unter:

www.bag.admin.ch > aktuell

Schweiz bei und fördert die

öffentliche Diskussion über

Menschenrechte.

Das SKMR bearbeitet Aufträge

der öffentlichen Hand,

der Zivilgesellschaft und der

Wirtschaft.

Weitere Informationen unter:

www.skmr.ch


Kantone konzentrieren

hochspezialisierte

Kindermedizin

Das Beschlussorgan der GDK,

bestehend aus den Gesundheitsdirektorinnen

und -direktoren

von 10 Kantonen, hat

wichtige Entscheide zur Konzentration

der hochspezialisierten

Medizin gefällt. In sieben

Bereichen der Kindermedizin

und Kinderchirurgie wurden

wichtige Meilensteine

gesetzt. Damit haben die Kantone

ihren Willen zur Konzentration

der Spitzenmedizin erneut

deutlich zum Ausdruck

gebracht. Zudem unterstützen

sie die bereits von den Kinderärztinnen

und -ärzten initiierte

Schaffung von wenigen

Kompetenzzentren in unserem

Land.

Eine optimale Versorgung

von extremen Frühgeborenen

In der Schweiz benötigen jährlich

rund 800 Frühgeborene

eine hochspezialisierte intensivmedizinische

Betreuung. Insbesondere

die Versorgung von

extremen Frühgeborenen, d.h.

von Frühchen, welche vor der

28. Schwangerschaftswoche geboren

werden, stellt höchste

Ansprüche an Ärzte und Pflegende.

Die Behandlung und Pflege

dieser Risikopatienten soll zukünftig

auf neun Perinatalzentren

konzentriert werden. Es

sind dies die Perinatalzentren

der Universitätsspitäler Genf,

Lausanne, Bern und Zürich sowie

der universitären Kinderspitäler

beider Basel (UKBB)

und Zürich als auch der Kantonsspitäler

Luzern, Aarau, Chur

und St.Gallen (gemeinsam mit

dem Ostschweizer Kinderspital).

Diese Neonatologien der

höchsten Versorgungsstufe verfügen

über die notwendige Erfahrung

und Infrastruktur, um

die optimale Betreuung dieser

Neugeborenen zu gewährleisten

und ihnen dadurch einen

optimalen Start ins Leben zu

ermöglichen.

Weitere Informationen unter:

www.gdk-cds.ch > Aktuelles > Medienmitteilungen

Bericht von OECD und WHO

über das schweizerische

Gesundheitssystem

Der diesjährige Bericht ist der

zweite nach dem Jahr 2006. Er

ist sowohl eine Aktualisierung

als auch eine Vertiefung dreier

wichtiger Themen: Die allgemeine

Gouvernanz des Systems,

die Krankenversicherung

und das Gesundheitspersonal.

Die OECD und die WHO

sprechen eine Anzahl von

Empfehlungen aus, die in der

Zusammenfassung des Berichts

enthalten sind.

Weitere Informationen unter:

www.bag.admin.ch > themen > internationales

Osteoporose ist eine Frauenkrankheit

und nur Männer

sterben an Herzinfarkten

Dies sind zwei weit verbreitete

Irrtümer. Neu erschienen sind

zwei Factsheets, die sich – fokussierend

auf die Frau – mit

Herz- und Knochengesundheit

auseinandersetzen. Die

Factsheets wurden im Auftrag

der Teilnehmenden und ExpertInnen

des Frauengesundheitsgipfels

2010 zusammengestellt.

Der Frauengesundheitsgipfel

ist ein jährlich stattfindender

Fachkongress rund um

medizinische, gesellschaftliche

und politische Aspekte der

Frauengesundheit.

Gewerbliche Induktionskochherde: erhöhtes Risiko

für schwangere Köchinnen

Eine gemeinsame Studie des

Staatssekretariates für Wirtschaft

SECO und des Bundesamtes

für Gesundheit (BAG)

zeigt, dass Köchinnen und

Köche beim Arbeiten an gewerblichenInduktionskochherdenMagnetfeldbelastungen

ausgesetzt sind, die teil-

weise über dem aktuellen

Grenzwert liegen.

Besonderes Augenmerk hat

die Studie auf schwangere

Köchinnen gerichtet. Ihre Belastung

wurde mit dem strengeren

Grenzwert für die Allgemeinbevölkerung

verglichen,

da nebst der Köchin auch das

ungeborene Kind zu schützen

sind. Die Studie untersuchte

allfällige Grenzwertüberschreitungen

bei der Mutter und

beim ungeborenen Kind im

dritten, siebten und neunten

Monat. Dabei zeigte sich, dass

sowohl bei der Mutter wie auch

beim ungeborenen Kind im

Sein Ziel ist es, möglichst viele

Menschen für die Bedürfnisse

der Frau in der Gesundheitsversorgung

zu sensibilisieren.

Weitere Informationen unter:

www.womenshealth.ch

siebten und neunten Monat

teilweise beträchtliche Grenzwertüberschreitungenauftreten.

Weitere Informationen unter:

www.bag.admin.ch > dokumentation >

medieninformationen

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011

3


Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Als wir diese Ausgabe planten, war uns

die Bedeutung des Mottos des Internationalen

Hebammentages «Die Welt

braucht Hebammen, mehr denn je!»

zwar wohl bekannt. Aber in den Gesprächen

mit den Hebammen, die im

Auftrag des Schweizerischen Roten

Kreuzes (SRK) und von Médecins sans

Frontières (MSF) an Katastrophen- und

Auslandeinsätzen teilnehmen, wurde

uns die Aktualität des Mottos fast

schmerzlich bewusst.

Die Welt braucht Hebammen, die bereit

sind, mit Mut und Kraft in die Welt

hinauszugehen und Frauen und Kindern

in Momenten der Verzweiflung und der

Hoffnungslosigkeit zu helfen. Sie braucht

Hebammen, die Frauen helfen, verstärkt

für sich und ihre Kinder einzustehen

und sich gegen ihre schlechten

Lebensbedingungen zu wehren.

Sie braucht aber auch Hebammen, die

mithelfen in Entwicklungs- und Schwellenländern

am Aufbau von Strukturen

mitzuarbeiten, die es Frauen ermöglichen

in Sicherheit ihre Kinder zu gebären

und diese aufwachsen zu sehen.

Das Wissen der Hebammen wird

gebraucht – draussen in der Welt –

und in unserem Land.

Wir danken allen herzlich, die zum

Gelingen dieser Ausgabe beigetragen

haben.

Wir wünschen Ihnen einen schönen

Advent, ein fröhliches Weihnachtsfest

und alles Gute für das kommende Jahr.

Wolfgang Wettstein

Josianne Bodart Senn

4 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

Katharina Schindler, Redaktorin,

Karl Schuler, Leiter Kommunikation,

Internationale Zusammenarbeit,

Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK), Bern,

Das SRK setzt sich deshalb weltweit für

die Verbesserung der Gesundheitsversorgung

der ärmeren Bevölkerungsgruppen

ein. Es fördert vor allem den Aufbau der

medizinischen Grundversorgung in abgelegenen

Gebieten. Dazu engagiert sich

das SRK langfristig in rund 20 Ländern

Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas.

Der Prävention von HIV und der

Behandlung von Aids und weiteren Krankheiten

sowie der Bekämpfung von Armutsblindheit

kommen eine besondere Bedeutung

zu. Das SRK setzt sich besonders für

bessere Lebenschancen von Müttern und

Kindern ein.

Für eine bessere Basisversorgung im

Gesundheitsbereich fördert das SRK den

Bau und die Einrichtung von Gesundheitsstationen,

schult freiwillige Helfer/

innen, bildet Fachleute aus und unterstützt

benachteiligte Menschen dabei,

ihre Rechte einzufordern. Ein zentrales

Anliegen ist die Prävention, damit sich

möglichst viele Menschen vor Krankheiten

schützen können.

Mütter und Kinder sind

besonders verletzlich

In Afrika stirbt jedes sechste Kind bevor

es fünfjährig ist, in Südasien jedes

zwölfte. Weltweit verlieren jedes Jahr

Dossier

Gesundheit ist

Eine Virusinfektion, eine Lungenentzündung, ein schwerer Durchfall: Solch

alltägliche Krankheiten werden rasch zur tödlichen Gefahr, wenn eine geeignete

Behandlung fehlt. Für Millionen Menschen ist dies bittere Realität. Sie leben

in verarmten Gebieten, in Dörfern ohne sauberes Trinkwasser, ohne ein Gesund-

heitszentrum, ohne Moskitonetze oder ohne Antibiotika. Oft fehlt auch das

Wissen, wie man sich vor Krankheiten schützen kann.

rund 10 Millionen Kinder das Leben,

noch bevor sie ihren fünften Geburtstag

feiern können. Sie sterben an Durchfallund

Atemwegserkrankungen, Masern,

Diphtherie oder Tuberkulose – Krankheiten,

die mit einfachen Mitteln zu verhindern

wären.

Eng verbunden mit diesen traurigen

Fakten ist das Schicksal der Mütter. In vielen

Regionen sind Schwangerschaft und

Geburt nach wie vor mit besonderen Risiken

verbunden. Gemäss der Weltgesundheitsorganisation

(WHO) sterben jährlich

500 000 Mütter bei der Geburt eines Kindes.

99 Prozent dieser Todesfälle ereignen

sich in Entwicklungsländern. Selbst

in Teilen Osteuropas ist die Müttersterblichkeit

noch zehnmal höher als in der

Schweiz.

Solch alarmierende Zahlen haben die

WHO bereits 1987 bewogen, die Initiative

«Risikofreie Mutterschaft» (Safe Motherhood)

zu lancieren. Im Jahr 2000

nahm die UNO die deutliche Senkung der

Mütter- und der Kindersterblichkeit in die

Liste ihrer Millenniumsziele auf.

Hebammen wirken Wunder

In den ländlichen Regionen armer Länder,

in denen die medizinische Versorgung

prekär ist, sind Mütter- und Säuglingssterblichkeit

besonders hoch. Der

grösste Teil dieser Todesfälle ereignet sich

bei der Geburt oder unmittelbar danach:

wenn es zu Komplikationen kommt und

keine professionelle Hilfe greifbar ist.

Häufig wird auch zu spät erkannt, dass

sich ein Notfall anbahnt.

Erhebungen zeigen, dass die Betreuung

durch eine Hebamme das Sterberisiko

bei der Geburt halbiert – doch nur bei

jeder zweiten Entbindung ist in Entwicklungsländern

eine ausgebildete Geburtshelferin

anwesend. Zudem fehlt es oft an

Fahrzeugen oder sogar Strassen, um Gebärende

und Neugeborene bei Notfällen


der Anfang

Eine Hebamme mit traditionellen Geburtshelferinnen in einem Gesundheitsposten. Foto: SRK, Fabian Biasio

rechtzeitig ins Spital zu bringen – wenn

denn überhaupt eines in der Nähe ist.

Muttermilch ist unersetzlich

Kleinkinder in den ersten Lebenswochen

sind am meisten gefährdet. Jährlich

sterben vier Millionen Kinder bevor sie

einen Monat alt sind. Malaria und Dengue

rauben vielen Kindern das Leben.

Am meisten Todesfälle fordern Durchfallund

Atemwegserkrankungen.

In diesem harschen Umfeld ist gesunde

Ernährung besonders wichtig. Den besten

Start ins Leben haben Kinder, die gestillt

werden. Würden alle Babys in den

ersten sechs Monaten ausschliesslich mit

Muttermilch ernährt, könnte die Kindersterblichkeit

laut dem UNO-Kinderhilfswerk

Unicef um 13 Prozent gesenkt werden.

Doch eine falsch verstandene

Modernisierung hat in vielen Ländern dazu

geführt, dass Kinder statt mit Muttermilch

schon sehr früh mit nährstoff- und

vitaminarmen Getreidebreien verpflegt

werden. Erst allmählich wächst das Be-

wusstsein dafür, dass der natürliche Weg

in diesem Fall klar der bessere ist.

Abhängigkeit kann

tödlich sein

In vielen Gegenden der Welt haben

Frauen wenig Entscheidungsfreiheiten

und verfügen kaum über finanzielle Mittel.

Wenn es darum geht professionelle,

kostenpflichtige medizinische Hilfe für

sich oder die Kinder in Anspruch zu nehmen,

sind sie auf die Zustimmung des

Ehepartners angewiesen. Ist dieser nicht

da, weil er zum Beispiel auswärts arbeitet,

liegt die Entscheidungsmacht oft bei

den Schwiegereltern.

Auch bei der Familienplanung und der

HIV-Prävention sind Frauen von ihren Männern

abhängig. Aus Tradition oder religiösen

Gründen werden Verhütungsmittel,

obwohl bekannt und vielerorts verfügbar,

noch immer nicht überall akzeptiert.

Dies führt zu zahllosen ungewollten

Schwangerschaften – aber auch zu Abtreibungen.

Trotz hoher gesundheitlicher

Risiken entscheiden sich weltweit jährlich

18 Millionen Frauen zu einem Schwangerschaftsabbruch

ohne medizinische Begleitung.

Viele verlieren dabei ihr Leben.

Aids bremst den Fortschritt

Trotz weltweiter Bemühungen und

punktueller Erfolge sind die Sterblichkeitsraten

von Müttern und Kindern

noch immer hoch. Nebst regional unterschiedlichen

Faktoren hat vor allem in

Afrika und in Südasien die Ausbreitung

von HIV/Aids einen Grossteil der Fortschritte

gebremst. Wohl werden bei der

HIV-Prävention insgesamt Fortschritte erzielt.

Doch für Frauen ist es nach wie vor

schwierig, die Verwendung von Präservativen

durchzusetzen. Um sich vor Aids

und anderen sexuell übertragbaren Infektionen

zu schützen, sind sie auf das verantwortungsvolle

Verhalten der Männer

angewiesen. Südlich der Sahara sind über

60 Prozent der HIV-Infizierten Frauen.

Weltweit nehmen Neuinfektionen von

Frauen überproportional zu.

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011

5


SRK-Einsatzgebiete

Angestellte des SRK gehen in die Mütterklubs der Dörfer und klären

über HIV/Aids auf. Foto: SRK/CRS

Das SRK in Afrika:

Mütterklubs und

Aids-Therapie

In Togo, Ghana, Mali und Sudan

unterstützen vom SRK geschulte Rotkreuz-Freiwillige

Familien bei der Gesundheitsversorgung,

der Schwangerschaftsbetreuung

und der Prävention

von Krankheiten. Sie informieren über

die Möglichkeiten, auch unter schwierigen

Verhältnissen die Hygiene zu verbessern,

was vor allem der Gesundheit

von Kleinkindern zugute kommt. Vom

Roten Kreuz initiierte Mütterklubs bewähren

sich als Foren für Wissensaustausch

und Selbsthilfe und garantieren

die Nachhaltigkeit der SRK-Programme.

In den Programmen zur Bekämpfung

der Armutsblindheit in Togo, Ghana

und Mali wird darauf geachtet, dass

auch Frauen vom augenmedizinischen

Angebot profitieren. Um Kinder mit

Augenproblemen frühzeitig zu erfassen,

werden Dorflehrerinnen in Rotkreuz-

Kursen geschult. Dadurch konnten hunderte

Kinder behandelt und mit Brillen

versorgt werden, was nicht nur ihrer

Gesundheit dient, sondern auch ihre

Bildungschancen deutlich verbessert.

Ein Schwerpunkt des SRK-Programms

in Swasiland ist die Aids-Therapie. Im

Rotkreuz-Spital von Sigombeni werden

Schwangere systematisch getestet.

6 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

HIV-positive Frauen werden medizinisch

betreut, die Übertragung des Virus auf

das Kind kann durch medikamentöse

Behandlung verhindert werden. Viele

Kinder wurden dadurch in den letzten

Jahren vor einer Infektion bewahrt.

Dank der Therapie aidskranker Mütter

stieg die Zahl der Waisen weniger stark

an.

Foto: SRK/CRS

Medizinische

Katastropheneinsätze

Nach Katastrophen setzt das Schweizerische

Rote Kreuz (SRK) nebst seiner

mobilen Logistik-Einheit auch medizinisches

Fachpersonal ein. Dies erfolgt in

enger Zusammenarbeit mit anderen

Rotkreuzgesellschaften. Nach Erdbeben,

Überschwemmungen oder bei Ausbruch

von Cholera-Epidemien baut das

Rote Kreuz im Rahmen der Katastrophenhilfe

einen Basisgesundheitsdienst

auf, der sowohl kurative wie präventive

Aufgaben übernimmt. Einem solchen

Team gehören fünf bis acht Fachleute

an wie z.B. Ärzte/innen, Pflegefachpersonen,

Hebammen und Laborpersonal.

Die medizinische Hilfe nach Katastrophen

erfolgt sowohl in eigens eingerichteten

Feldspitälern wie auch mit

mobilen Kliniken, welche die betroffenen

Dörfer und Stadtquartiere aufsuchen.

Nebst der Behandlung von Verletzten

und Kranken werden auch Geburten

begleitet sowie Impfungen und

Labortests durchgeführt. Das SRK verfügt

über einen Personalpool von Fachleuten,

die einen Grundkurs absolviert

haben und auf Abruf zur Verfügung

stehen.

Nach dem schweren Erdbeben von Anfang

2010 auf Haiti und dem darauffolgenden

Ausbruch der Cholera setzte

das SRK während mehreren Monaten

über 30 medizinische Fachleute ein: Die

Teams waren jeweils während drei bis

vier Wochen im Einsatz.


Das SRK in Asien:

Gesundheit ist auch eine

Vertrauensfrage

In Kambodscha gebären Frauen meist

zuhause, ohne medizinische Begleitung.

Bei Komplikationen kommt es oft zu

Todesfällen. Mangelnde Qualität und Korruption

haben das Vertrauen ins öffentliche

Gesundheitswesen untergraben,

ein Grossteil der Bevölkerung sucht daher

im Krankheitsfall Naturheiler auf. Um das

Angebot zu verbessern, unterstützt das

SRK die Regierung in mehreren Distrikten

bei der gesamten Gesundheitsversorgung

– von der Prävention bis zur Behandlung

in den Spitälern. Müttern und

Kindern kommt dabei oberste Priorität

zu. Bereits ist es gelungen, deutlich mehr

Frauen zu Spitalgeburten zu bewegen.

Um Kindern einen guten Start ins Leben

Foto: SRK, Josef Kaspar

Aisha, 27, Mali: «Ich bin selbstsicherer geworden

Von den sieben Kindern, die Aisha

(auf Bild rechts) geboren hat, leben

nur noch fünf. Zu hart ist das Leben

am Rand der Sahara im Norden Mali.

Im nächst grösseren Dorf, eine

Stunde Fussmarsch entfernt, ist der

Gesundheitsposten verwaist. Es ist

schwierig Fachleute zu finden, die

in dieser kargen Gegend arbeiten

wollen. «Doch vieles ist besser geworden»,

stellt Aisha fest. Sie ist eine

von zehn Frauen, die seit einiger

Zeit als Rotkreuz-Freiwillige in ihrem

Dorf die anderen Bewohnerinnen

und Bewohner bei der Verbesse-

rung der Gesundheitsvorsorge und

Hygiene unterweisen. Den Kurs des

SRK, den Aisha dafür besuchte, hat

ihr auch persönlich viel gebracht.

«Ich bin selbstsicherer geworden

und kann jetzt vor eine Gruppe

stehen und reden», sagt sie. «Vor

allem aber weiss ich, wie man mit

einfachen Mitteln leichtere Krankheiten

behandeln kann.» So habe

sich ihr jüngster Sohn, der kürzlich

an Durchfall litt, dank einer Kochsalzlösung,

die sie selber herstellen

konnte, rasch wieder erholt.

zu ermöglichen, werden Mütter ermuntert,

vermehrt zu stillen – vom ersten Tag

an für mindestens ein halbes Jahr. Auch

hier wurden klare Fortschritte erzielt.

In Kambodscha, Laos, Tibet und Nepal

schult das SRK Gesundheitspersonal und

bildet Rotkreuzfreiwillige aus, die in den

Dörfern über Hygiene, gesunde Ernährung,

HIV/Aids und Schwangerschaftsrisiken

informieren. Ein wichtiges Ziel ist,

Durchfallerkrankungen zu verhindern und

Dengue-Epidemien einzudämmen, die für

Kleinkinder oft tödlich verlaufen.

Auslandeinsätze

mit dem SRK

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK)

setzt in seinen internationalen Hilfsprogrammen

Berufsleute mit folgenden

Profilen ein:

– Ärzte/Ärztinnen, Krankenpflegepersonal

(mit Zusatzausbildung/

Spezialisierung)

– Koordinatoren mit breitem Berufsspektrum

und Managementfähigkeiten

– Finanzfachleute

– Logistiker/innen, Bauingenieure/

Bauführer/Architekten

– Wasser-/Sanitär-Ingenieure

Grundsätzlich braucht es eine abgeschlossene

Berufsausbildung – eidg.

anerkanntes Arztdiplom, dipl. Pflegefachfrau/mann

HF, vorzugsweise mit

Spezialausbildung in Public Health sowie

als Hebamme – oder einen Studienabschluss

(z.B. Ökonomie, Ethnologie,

Soziologie, Public Health).

Berufliche Auslanderfahrung in Ländern

des Südens oder in Katastrophengebieten,

sehr gute Sprachkenntnisse

in Englisch und Französisch, Erfahrung

in der Ausbildung von lokalen Fachkräften

sowie die Fähigkeit zur Organisation

und Improvisation sind grundlegende

Voraussetzungen. Das Einfühlungsvermögen

und die Offenheit für

fremde Kulturen, eine gute physische

und psychische Kondition sowie eine

hohe Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit

an schwierige Situationen

sind weitere Herausforderungen.

Das SRK bietet den Delegierten nebst

einer angemessenen Entlöhnung die

Möglichkeit eines vollumfassenden

Versicherungsschutzes sowie berufliche

Vorsorge.

Die Einsätze in der Katastrophenhilfe

dauern zwischen 1 und 12 Monaten,

im Wiederaufbau und in der Entwicklungszusammenarbeit

sind sie längerfristig.

Anfragen und Bewerbungen richten

Sie an folgende Adresse:

Schweizerisches Rotes Kreuz SRK

Personal Ausland

Rainmattstrasse 10

CH-3001 Bern

Tel. +41 (0)31 387 71 11

Fax +41 (0)31 387 73 73

iz@redcross.ch

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011

7


Die Hebamme übernimmt im Dorf auch die

Versorgung und die Kontrolle der Säuglinge.

Das SRK in Lateinamerika:

Selbsthilfe der Frauen

In den ärmeren Ländern Lateinamerikas

ist es um die öffentliche Gesundheitsversorgung

meist schlecht bestellt.

Vor allem Mütter und Kleinkinder tragen

die Folgen. Wenn etwa nationale Impfkampagnen

mangels finanzieller Mittel

unterbrochen werden, wirkt sich dies

direkt auf die Kindersterblichkeit aus. Einseitige

Ernährung und schlechte hygienische

Bedingungen als Folge der Armut

tragen ebenfalls zur Ausbreitung von

Krankheiten bei.

Die langfristigen SRK-Gesundheitsprogramme

in den ländlichen Regionen von

Honduras, El Salvador, Ecuador, Bolivien

und Paraguay stärken das Selbsthilfepotenzial

der Frauen und messen der Präven-

Das Schweizerische Rote Kreuz SRK

Das SRK ist die wichtigste humanitäre

Organisation der Schweiz. Es zählt 72 000

Freiwillige, von denen die Mehrzahl beim

Schweizerischen Samariterbund und in

der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft

engagiert sind. Im Rettungswesen

ergänzt das SRK das staatliche

Angebot durch zahlreiche freiwillig und

beruflich erbrachte Leistungen. Die Rettungsorganisationen

des SRK befähigen

Laien, für Mitmenschen rasch und richtig

Nothilfe zu leisten und einfache Massnahmen

der ersten Hilfe zu ergreifen.

Die 24 Kantonalverbände des SRK bieten

der Bevölkerung Dienstleistungen im

Gesundheits- und Sozialbereich an. Dazu

gehören beispielsweise der Fahrdienst,

das Notrufsystem, Kinderbetreuung zu

8 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

Foto: SRK/CRS

Eine traditionelle Hebamme untersucht im Dorf Kichwa eine junge schwangere Frau.

Eine kleine Gruppe Erwachsener und Kinder schauen interessiert zu. Foto: SRK, Luis Vera

tion grosses Gewicht bei. Dabei werden

die Frauen aktiv in die Gesundheitsarbeit

einbezogen. In Ecuador konnten traditionelle

Hebammen und Heiler/innen ihr

wertvolles Wissen mit wichtigen Aspekten

der Schulmedizin ergänzen. Im Tiefland

Boliviens ist die Kindersterblichkeit

markant gesunken, weil die Mütter besser

organisiert und zu Themen der

Ernährung und Kleinkinderpflege ausgebildet

wurden. In Honduras werden vor

allem weibliche Rotkreuz-Freiwillige auf

Dorfebene geschult, damit sie als erste

Anlaufstelle für Fragen der ausgewogenen

Ernährung, Hygiene, HIV/Aids und

Malaria verantwortlich sind.

Hause und Kurse zur Gesundheitsförderung.

Im Ausland ist das SRK in 30 Ländern in der

Katastrophenhilfe, im Wiederaufbau und

in der längerfristigen Entwicklungszusammenarbeit

mit einem Schwerpunkt im

Gesundheitsbereich tätig. Das SRK ist vom

Bund anerkannt und ist die einzige nationale

Rotkreuzgesellschaft der Schweiz und

Teil der internationalen Rotkreuzbewegung.

Spenden

Das SRK nimmt Spenden dankend

entgegen.

Postkonto SRK 30-4200-3,

Vermerk: Mutter und Kind

www.redcross.ch

Das SRK in Osteuropa:

Wer seine Rechte kennt,

lebt besser

Im medizinisch unterversorgten Nordosten

Rumäniens setzt sich das SRK für

die Verbesserung der schwierigen Lage

von armen Müttern und Kindern ein.

Schwerpunkt bildet die Schulung von Gesundheitsschwestern

und -pflegern, die

in den Gemeinden erste Ansprechpersonen

bei gesundheitlichen Problemen sind.

Sie betreuen Schwangere und Familien

mit Kleinkindern, beraten sie in Familienplanung

und bei der Geburtsvorbereitung.

Rund 200 Pflegefachfrauen hat das

SRK in Zusammenarbeit mit den staatlichen

Gesundheitsbehörden bereits ausgebildet.

Oft geht es auch darum, den Frauen zu

ihrem Recht zu verhelfen. Die staatliche

Gesetzgebung sieht kostenlose Schwangerschafts-Kontrollen

vor. Aus Unwissen,

Ärztemangel und weil das Geld für Transportmittel

fehlt, nehmen viele Frauen

dieses Recht nicht wahr. In vom Roten

Kreuz initiierten Selbsthilfegruppen finden

Frauen gegenseitige Unterstützung.

In Moldawien und Kirgistan, wo die gesellschaftliche

Situation ähnlich ist, engagiert

sich das SRK nach dem gleichen

Modell.


Schon als kleines Mädchen wusste ich, dass

ich eines Tages in Afrika arbeiten würde…

– ein Interview mit Maria Liselotte Katulu-Badertscher

Maria Liselotte

Katulu-Badertscher,

geboren 1941, stammt aus

dem Kanton Bern, ist Hebamme

und Pflegefachfrau

und hat eine Ausbildung

und Erfahrung im Management

von Projekten.

Seit 2004 leitet sie im

Königreich Swasiland ein

ganzheitliches HIV- und

Aids-Programm.

Wolfgang Wettstein: Frau Katulu, Sie

leben und arbeiten in Swasiland und

leiten dort – mit Unterstützung des SRK

und dem Roten Kreuz Swasiland – ein

HIV- und Aids-Programm. Aus welchen

Gründen sind Sie nach Swasiland ausgewandert

und seit wann leben Sie dort?

Maria Liselotte Katulu: Ich lebe seit

siebeneinhalb Jahren in Swasiland. Dass

ich in Afrika arbeite, ist kein Zufall, denn

schon als kleines Mädchen wusste ich,

dass ich eines Tages in Afrika arbeiten

würde. Ich arbeitete 1976 mit dem IKRK

im Angolakrieg. Ich erlernte den Hebammenberuf,

weil ich nach dem Einsatz in

Angola wieder aus der Schweiz weg wollte.

Die damaligen persönlichen Umstände

liessen aber weitere Einsätze nicht zu. Als

mein Mann 60 wurde – er stammte aus

dem Kongo – äusserte er den Wunsch

nach Afrika zurückzukehren. Die Zeit war

reif, auch ich war gerne dazu bereit.

Dass es Swasiland wurde, ist jedoch

eher Zufall. Am Tag nachdem ich einem

Bekannten gegenüber beiläufig erwähnte,

dass ich eine Arbeit in Afrika suche,

rief mich eine Mitarbeiterin des SRK an

und fragte nach, ob ich Interesse hätte als

Hebamme in Swasiland zu arbeiten. Mein

Bekannter hatte einem Arzt, der fürs SRK

tätig war, von mir erzählt. Meine erste

Reaktion war ein Nein, ich sei seit langem

im Management tätig und mir fehle die

Hebammenpraxis, argumentierte ich. Als

sich jedoch herausstellte, dass der Auf-

trag die Projektleitung beinhaltete und

nicht die praktische Geburtshilfe, entschied

ich mich, das auszuprobieren.

Drei Monate nachdem ich in Swasiland

zu arbeiten begonnen hatte, kehrte ich

kurz in die Schweiz zurück, um mit dem

SRK das weitere Vorgehen festzulegen.

Mein Mann besuchte in dieser Zeit seinen

Bruder in Zimbabwe. Bereits nach zwei

Tagen telefonierte mir mein Schwager,

ich solle sofort kommen, mein Mann sei

sehr schwer krank. Als unsere Tochter

und ich in Harare ankamen, lebte er

noch, wir konnten Abschied nehmen,

zwei Tage später starb er. Er wollte immer

in Afrika beerdigt werden – war das der

Grund, warum er plötzlich zurück wollte?

Nun, ich kehrte trotzdem nach Swasiland

zurück. Eine schwierige Zeit folgte, der

Aufbau des Projekts nahm mich sehr in

Anspruch und es war gut, dass ich

zurückkehrte, nicht nur für die Arbeit,

auch für mich.

Die Sigombeni-Klinik in Swasiland. Foto: SRK, Lukas Sallmann

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011

9


Maria Katulu besucht die 53-jährige Grossmutter Ndlazi, sowie ihren zweijährigen

Enkel Sinokubonga Mngometulu. Sie bringt ihm seine Tuberkulose-Medikamente.

Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer

Arbeit?

Das Programm (zwei Kliniken und ein

Jugendprogramm) hat unter anderem

zum Ziel, die HIV-Übertragung von der

Mutter auf das Kind zu vermeiden, die

HIV-Infektionsrate in der Bevölkerung und

besonders bei Jugendlichen zu reduzieren,

Erkrankten Tuberkulose- und antiretrovirale

HIV-Therapien anzubieten und sie

während Krankheitsphasen mit Lebensmitteln

zu unterstützen, sowie Aids-Waisen,

nebst psychosozialer Unterstützung,

den Besuch der Schule zu ermöglichen. 1

Das SRK ist bereits seit den 1990er Jahren

in Swasiland tätig. Zuerst mit einem Projekt

zur Sicherheit von Blutspenden und

dann in der Heimpflege. Freiwillige pflegten

Patientinnen und Patienten zu Hause

bis sie starben, da die Medikamente unbezahlbar

waren. Als dann im Jahr 2002

endlich Generika verfügbar waren, stand

der Prävention der Mutter-Kind-Übertragung

nichts mehr im Weg. Gleichzeitig

konnten Aids-Patientinnen und -patienten

mit antiretroviralen Therapien versorgt

werden.

Das SRK startete mit dem Roten Kreuz

Swasiland (BSRCS) ein Programm das folgende

Aspekte enthält:

• Prävention: Reduktion/Verhinderung der

Mutter-Kind-Übertragung, Prävention

und Information in den Dörfern, durchführen

von HIV-Tests verbunden mit intensiver

Beratung, und ein HIV-Präventionsprogramm,

das sich vor allem an

Jugendliche richtet

• Therapie: Behandlung von Infektionen,

durchführen von Tuberkulose- und anti-

10 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

Foto: Letti Ferreira

retroviralen HIV-Therapie inkl. Unterstützung

in der «Compliance» also der Therapietreue

• Information der Bevölkerung, um das

Stigma und die Diskriminierung von

HIV-Infizierten und Aidskranken zu reduzieren

• Linderung von Aids-Folgeerscheinungen:

Unterstützung von Waisen und

Unterstützung von Kranken mit Essen,

sowie Aufbau von Hausgärten usw.

Von wem erhalten Sie finanzielle

Unterstützung?

Das SRK finanziert das Programm. Hier

in Swasiland werden Tuberkulose- und

antiretrovirale HIV-Medikamente sowie

Laboruntersuchungen vom Gesundheitsministerium

bezahlt, das die Mittel vom

«Global Fund To Fight AIDS, Tuberculosis

and Malaria» erhält.

Wie ist Ihre Arbeit in der Bevölkerung

verankert?

Das Rote Kreuz Swasiland ist in der Bevölkerung

sehr tief verankert und seit

langem in den Dörfern und Städten

tätig. Das war eine grosse Hilfe beim

Start des Projekts. Es erntete nationale

und internationale Anerkennung, da es

unter anderem bewiesen hat, dass eine

professionelle antiretrovirale Therapie

mit enorm hoher «drug adhearence»

(Therapietreue) auch in einer sehr abgelegenen

Gegend möglich ist.

Mit wem arbeiten Sie vor Ort zusammen?

Das SRK arbeitet nur über die nationale

Rotkreuzgesellschaft des entsprechenden

Landes. So arbeite ich zum Beispiel mit einer

einheimischen Hebamme, die für die

Umsetzung zuständig ist. Gemeinsam

haben wir das Programm aufgebaut und

begleiten es. Wir arbeiten mit verschiedenen

Fachleuten wie Pflegefachfrauen/

Krankenschwestern und Hebammen, einem

Leiter für das Jugendprogramm und einem

Verantwortlichen für den Aufbau und

technischen Teil der Gärten. Ärzte des

Gesundheitsministeriums stehen einmal

wöchentlich für komplizierte medizinische

Fälle zur Verfügung. Mitarbeiter der

Administration und Finanzen sind ebenfalls

sehr wichtige Personen, und nicht zu

vergessen sind die Fahrer und das Reinigungspersonal.

Ausserhalb des Programms arbeiten

wir vor allem mit Personen in Schlüsselstellen

des Gesundheitsministeriums, dann

«Traditonal Leaders» (Gemeindevorsteher

des traditionellen Systems), «Traditionelle

Heiler», UN-Organisationen und

anderen Nichtregierungsorganisationen.

Nicht vergessen möchte ich aber an dieser

Stelle die Architekten und Bauleute,

die vor allem in den ersten fünf Jahren so

wichtig waren.

Wie ist Ihre Arbeit organisiert und

wie viele Mitarbeitende sind im

Programm angestellt?

Das Rote Kreuz Swasiland koordiniert

die Arbeit. So gibt es jemanden, der für

den Bereich Gesundheit verantwortlich

ist. Diese Hebamme/Pflegefachfrau ist

auch für die Implementierung unseres

Programms zuständig.

Beide Kliniken haben jeweils eine

«Head Nurse», die für die Leitung der Klinik,

wie auch für die Kontakte mit den

Gemeindevorstehern und Schulen verantwortlich

ist. Sie erhält Unterstützung

von Fachpersonen des Hauptsitzes im

nicht-medizinischen Bereich, wie z.B. in

Landwirtschaft.

Die Rotkreuz-Freiwilligen, die für die

Betreuung von Kranken zuhause zuständig

sind, arbeiten mit der in der Klinik

integrierten «Gemeindeschwester». Insgesamt

sind 35 Personen, also bezahlte

Mitarbeitende, voll tätig. Davon sind elf

Hebammen/Pflegefachfrauen – alle Hebammen

in Swasiland müssen zuerst ein

Diplom in Krankenpflege erlangen. Sechs

weitere Personen, meist vom Hauptsitz,

sind unterstützend für uns da und arbeiten

Teilzeit im Programm. Im weitern sind

110 Freiwillige in der Heimpflege tätig.

1 Das Programm findet in der Klinik Sigombeni und den

umliegenden, ländlichen und oft abgelegenen Gemeinden

statt; im weiteren in der Klinik Mahwalala in den

meist illegal erbauten Vorstadtsiedlungen. Das Jugendpräventionsprogramm

ist in einem Jugendzentrum in

einer kleinen Stadt und darüber hinaus im ganzen Land

aktiv.


Das Jugendprogramm arbeitet im

ganzen Land. Die Jugendlichen sind den

fünf Rotkreuzsektionen des Landes angegliedert.

Sie sind in Schulen und einigen

Gemeinden als freiwillige «Peer Educators»

unterwegs. Der Leiter des Jugendprogramms

ist zugleich der Ausbildner in

der Peer Education und in Theater. Theater

ist nebst der Peer Education ein wichtiges

Kommunikationsmedium für die Prävention

von HIV-Infektionen, aber auch Tuberkulose

und Geschlechtskrankheiten. Zudem

werden auch Themen wie Sucht,

Kindsmissbrauch, Kinderhandel etc. aufgenommen.

Das Jugendprogramm hat

insgesamt 250 freiwillige Jugendliche.

HIV und Aids sind nach wie vor eine

der grossen gesundheitspolitischen und

gesellschaftlichen Herausforderungen

für viele afrikanische Länder. Gibt es

in Swasiland eine nationale HIV-Präventionsstrategie,

und wenn ja, welche

Rolle spielt Ihr Programm in dieser

Strategie?

Ja, Swasiland hat eine klare nationale

Präventionsstrategie, und auch eine klare

Strategie wie HIV und Aids therapiert

und wie die Strategie ins Gesundheitswesen

integriert werden kann. Wir arbeiten

eng mit dem Gesundheitsministerium

zusammen und befolgen die Strategie

und Richtlinien des Landes. Wir hoffen,

dass die nächsten Erhebungen eine

Senkung der Neuinfektionen zeigen wird.

Wie ist die Situation von schwangeren

Frauen in Swasiland, haben sie Zugang

zu regelmässigen medizinischen Untersuchungen?

Die Schwangerschaftsvorsorge ist gut

organisiert, nebst den grösseren Spitälern

gibt es viele Kliniken wie unsere, die eine

professionelle Schwangerschaftskontrolle

durch Hebammen anbietet. Das grösste

Problem für die Frauen sind die oft die

sehr weiten Wege, da es auf dem Land

keine eigentlichen Dörfer, sondern nur

weit verstreute Häuser oder Hütten gibt.

Der Weg zur nächsten Klinik ist oft weit,

der öffentliche Verkehr konzentriert sich

meist auf dicht bewohnte Gegenden,

viele Strassen sind nicht asphaltiert und deshalb

während der Regenzeit oft schlecht

passierbar. Oder es fehlt einfach an Geld

für den Bus.

Wie ist die Versorgung der schwangeren

und jungen Mütter auf dem Land

organisiert? Findet sie vor allem in der

Familie statt oder gibt es auch andere

Angebote, die Frauen nutzen können?

Die Angebote sind vorhanden und die

meisten Frauen versuchen etwa im fünften

Schwangerschaftsmonat zur Kontrol-

le zu kommen – trotz der weiten Wege.

Swasiland will Spitalgeburten fördern,

eigentlich sollten schwangere Frauen in

abgelegenen ländlichen Gegenden zwei

Wochen vor dem Termin ins nächste Spital

gehen und dort die Geburt abwarten.

Das wollen sie jedoch meistens nicht, sie

gebären dann meist zuhause oder

manchmal in unseren Kliniken, wenn es

nicht bis ins nächste Spital reicht. Zeichnen

sich aber Komplikationen ab, empfehlen

wir sehr ins Spital zu gehen und

meistens nehmen sie das ernst.

Was bietet Ihr Programm an spezifischen

Mutter-Kind-Dienstleistungen an?

Gesundheitsberatung in Gruppen, Familienplanung,

Schwangerschaftstests,

Schwangerschaftsvorsorge, Tests für Geschlechtskrankheiten,

HIV-Tests mit Beratung,

TB-Screening falls die Person

HIV-positiv ist oder ein anderweitiger Verdacht

besteht. Mindestens 80 Prozent

der TB-Fälle haben eine HIV-Koinfektion.

Wir bieten Sprechstunden in «Child Welfare»

an, die Wachstumskontrollen, Beratung

in Säuglings- und Kinderernährung

und Impfprogramme, aber auch die

Behandlung von Krankheiten beinhaltet.

Frauen, die HIV-negativ sind, fordern

wir drei Monate später nochmals zum

Test auf. Sie erhalten eine intensive Beratung

wie sie sich in Zukunft vor einer

Infekton schützen können. HIV-positive

Schwangere werden ins PMTCT-Programm

(Preventing Mother-to-Child-Transmission of HIV,

Anm. d.R.) aufgenommen. Sie erhalten eine

Foto: David Chancellor

intensive Beratung, in der auch der HIV-

Status des Partners erfragt wird. Wir ermutigen

sie, ihren HIV-Status dem Partner

offenzulegen und unterstützen Gespräche.

Wenn immer möglich, sollte der

Partner mit zur Paar-Beratung kommen.

Da wird die Viruslast im Blut der Mutter

bestimmt und je nach Resultat wird im

zweiten Trimenon mit der Prophylaxe für

die Mutter-Kind-Übertragung oder gleich

mit der antiretroviralen Therapie begonnen.

Ein zentraler Punkt ist dann die Beratung

und Überwachung der regelmässigen

Medikamenteneinnahme. Das Neugeborene

erhält nach der Geburt so

schnell wie möglich, allerspätestens nach

72 Stunden, Prophylaxemittel.

Nach fünf bis sechs Wochen erfolgt

beim Baby der erste HIV-Test über Fersenblut-Dryspot.

Je nach Resultat werden

die nächsten Schritte festgelegt. Ist das

Kind negativ, wird es nach sechs Monaten

nochmals getestet und zum letzten

Mal zwei Monate nach dem Ende der

Stillperiode. Ein zentraler Punkt ist die

Ernährung des Kindes. Sechs Monate

werden die Kinder voll gestillt, danach

wird langsam Zusatznahrung gegeben.

Alle Hebammen wurden letztes Jahr

während eines sechstägigen Kurses in

Säuglingsernährung und spezifisch für

Babys mit HIV-infizierten Müttern intensiv

geschult. Wir beachten dabei die

UNICEF- und WHO-Richtlinien.

Eine schwangere HIV-positive Frau kommt in die Sigombeni-Klinik zur Kontrolle.

Hier erhält sie auch Medikamente zur Prävention der Mutter-Kind-Übertragung.

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011 11


Königreich Swasiland

Absolute Monarchie (im Commonwealth)

Staatsoberhaupt: König Mswati III

Fläche: 17363 km2 Einwohner: 1'185'000

Hauptstadt: Mbabane

Bruttonationaleinkommen 2009 je Einw.:

2470 US-Dollar

Quelle: Der neue Fischer Weltalmanach 2012

Swasiland gehört zu den ärmsten Staaten

der Welt. Ein Grossteil der Bevölkerung lebt

von weniger als einem Euro pro Tag. Etwa

200 000 Menschen (was etwa grob ein Fünftel

der Gesamtbevölkerung entspricht) waren

2005 auf Lebensmittelhilfe internationaler

Organisationen angewiesen. Schätzungsweise

66 Prozent der Bewohner Swazilands

sind (vor allem protestantische) Christen. 60

Prozent der Bevölkerung betreiben Subsistenzwirtschaft,

das heisst sie produzieren

nur für sich und ihre Familien und nicht für

den Verkauf auf dem Markt oder den Export.

Zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnissen

gehören: Zuckerrohr, Baumwolle,

Mais, Tabak, Reis, Zitrusfrüchte, Hirse und

Erdnüsse. Ausserdem werden Rinder, Schafe

und Ziegen gezüchtet. Im Bergbau werden

heute Steinkohle und Kaolin gefördert.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Swasiland

The Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis

and Malaria

www.theglobalfund.org

Wie viele Schwangere, Mütter und

Kinder betreuen Sie?

Pro Woche betreuen wir etwa 30

schwangere Frauen und etwa 60 Kinder.

Ihre Arbeit ist mit vielen Strapazen und

Schwierigkeiten verbunden. Woher

schöpfen Sie Kraft für Ihre tägliche

Arbeit?

Einen grossen Teil der Kraft finde ich im

Sinn meiner Arbeit und den wunderbaren

Resultaten, in der Liebe zu Afrika und

den Menschen, aber auch in der Unterstützung

der im Programm tätigen Mitarbeiter/innen

und Freiwilligen. Am Abend

lese ich oft oder sortiere und bearbeite

Fotos. Die Telefonate mit meiner Tochter

sind immer wieder eine Quelle der Freude.

Ich gehe zweimal wöchentlich ins Yoga.

Die wunderschöne Landschaft Swasilands,

wo es von Bergen bis zum typischen

afrikanischen Gras- und Buschland

alles gibt, ist eine wahre Quelle der Erholung.

Ein- bis zweimal pro Monat gehe

ich in einen der Tierparks. Oft streifen wir

zu Fuss mit einem Guide durch den

Busch, lernen viel über Pflanzen und

Bäume, beobachten die Vögel und halten

Ausschau nach Tieren. Antilopen gibt

es überall und nicht selten sind Zebras,

Giraffen, Elefanten oder Nashörner zu

sehen. Bei der ersten Begegnung zu Fuss

12 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

mit Nashörnern war mir etwas mulmig,

aber inzwischen habe ich Vertrauen in

das Wissen und die Erfahrung der Guides

gewonnen und habe mir selbst schon ein

ansehnliches Wissen angeeignet.

Da ist noch so etwas wie die Gewissheit,

dass es eine höhere Macht gibt, der

man vertrauen kann..., dass eben nach

einer schwierigen und dunklen Phase

wieder Licht kommt, und dass man nicht

alles selber richten oder ändern kann –

diesbezüglich habe ich viel gelernt hier in

Afrika: Afrika ist ein genialer «Lehrer» zu

akzeptieren was ist.

Wenn Sie auf die vergangenen Jahre

zurückschauen, welches war Ihr grösster

Erfolg, und welche Niederlage oder

welches Scheitern bedauern Sie?

Erfolge gibt es viele, wobei das nicht

meine sind, sondern die der Zusammenarbeit

mit dem SRK und dem Swasiland

Red Cross mit all den engagierten Menschen,

die im Programm arbeiten. Ihnen

und sicher auch den Spendern gebührt

Dank und Anerkennung. Etwas Wunderschönes

ist, dass in den vergangenen

neun Monaten kein einziges Baby, das

von einer HIV-positiven Mutter geboren

wurde, mit dem Virus infiziert wurde. Alle

Babies wurden voll gestillt und kommen

in der Regel ohne Kaiserschnitt zur Welt,

dies bedeutet, dass die Hebammen eine

wundervolle Arbeit leisten und die Frauen

mit entsprechender Beratung die Medikamente

einnehmen.

Dann ist es schön zu wissen, dass unzählige

Kinder durch die HIV-Therapie

ihrer Eltern nicht mehr zu Waisen werden.

Zu Beginn des Projekts war fast niemand

bereit, einen HIV-Test machen zu

lassen. In der Zwischenzeit kennen in der

Gegend auf dem Land, in der wir tätig

sind, schätzungsweise etwa 70 Prozent

der Erwachsenen ihren HIV-Status. Ich

weiss von mindestens 10 Mitarbeitern,

die ohne HIV-Therapie nicht mehr leben

würden. Das ist doch toll.

Die Niederlagen – ja auch davon gibt es

wahrscheinlich einige – jedoch sind es

eher Herausforderungen, an denen wir

immer noch zu arbeiten versuchen.

Ein Problem ist, dass wider besseren

Wissens immer noch relativ viele Männer

ihren HIV-Status nicht wissen wollen

oder sie, wenn die Frau positiv ist, ihr die

ganze Schuld zuweisen. Etwas anderes

ärgert uns immer wieder besonders,

nämlich, dass verschiedene Aspekte des

Aberglaubens, die einen negativen Einfluss

auf die HIV-Prävention haben, so

schwierig auszumerzen sind. So zum Beispiel:

«Sex haben mit einer Jungfrau heilt

Aids», oder «HIV-positiv wird man, weil

der Nachbar einen verhext hat», usw.

Oft wird die Geduld auf die Probe gestellt,

weil etwas viel zu lange dauert oder

US-amerikanische NGOs uns die besten

Hebammen wegschnappen, weil sie doppelt

soviel Lohn zahlen wie landesüblich.

Das ärgert mich immer wieder sehr, denn

das heisst wieder zusätzlich neue Mitarbeitende

auszubilden.

Welche Zukunftspläne haben Sie?

In den ersten Jahren überlegte ich mir

oft, ob ich nach der Pensionierung in Afrika

bleiben sollte. Der Entscheid steht

jedoch fest: Ende März komme ich definitiv

in die Schweiz zurück. Ich werde

Afrika wohl vermissen und mit einigen

Dingen zuhause meine liebe Mühe haben.

Trotzdem freue ich mich sehr, wieder

näher bei Familie und Freunden zu

sein, mit ihnen Zeit zu verbringen, in der

eigenen Sprache zu diskutieren und mich

wieder im eigenen Haus niederzulassen

und den Garten neu zu gestalten. Was

ich auch geniessen werde: lange Sommerabende

– hier ist es um 18 Uhr dunkel

–, ohne Angst abends das Haus zu

verlassen, an kulturellen Veranstaltungen

teilzunehmen, in wenig Zeit in Mailand

oder Paris zu sein und vieles mehr. Ausruhen?

Ja sicher etwas mehr, aber irgendwie

und irgendwo werde ich mich nützlich

machen in der Freiwilligen-Arbeit. Ich

mache mir noch nicht viele Gedanken.

Ich habe gelernt, dass ich wohl eine Vorstellung

habe, was ich ungefähr tun

möchte. Ich bin sicher, dass, das was ich

brauche, auch auf mich zukommt.

Das Interview führte Wolfgang Wettstein,

Redaktor Hebamme.ch


Tausende warteten auf unsere Hilfe…

– ein Interview mit Marlies Vincenz, Vella

Haiti wurde im Januar 2010 von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht. 250 000 Menschen starben,

Zehntausende waren verschüttet, wurden zu spät oder nie gefunden und Zehntausende von Menschen

waren verletzt.

Marlies Vincenz,

geb. 1957, ist dipl. Hebamme

und dipl. Pflegefachfrau.

Sie arbeitet als frei

praktizierende Hebamme

und steht in einem 60%-

Arbeitsverhältnis als Einsatzleiterin

der «Spitex Cadi».

Sie ist verheiratet und

Mutter von vier Kindern im

Alter von 18 bis 23 Jahren. Seit 2004 ist sie beim

Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) immer wieder

als Freiwillige in Kriseneinsätzen tätig. Im Januar

2010 und im Januar 2011 war sie während mehrerer

Wochen auf Haiti und arbeitete als Hebamme

in einem Kriseneinsatzteam mit.

Wolfgang Wettstein: Frau Vincenz, wie

war die Situation als Sie mit Ihren Kolleginnen

und Kollegen im Januar 2010 auf

Haiti eintrafen?

Marlis Vincenz: Es war apokalyptisch,

die Hölle. Alles was man sich vorstellen

kann, wurde von der Realität übertroffen.

Die Bilder, die man bei uns in den Medien

gesehen hat, waren kleine Momentaufnahmen.

Alles lag in Trümmern, alles war

zerstört. Ich hatte so etwas in meinem

Leben noch nie gesehen.

Unser Team – wir waren rund 70 Personen

– war eines der ersten, das auf Haiti

eintraf. Und wenn ich von «unserem

Team» rede, dann waren das Logistiker,

Pflegefachkräfte, Ärztinnen und Ärzte,

und ich als einzige Hebamme.

Wer hatte Ihren Einsatz auf Haiti geplant?

In solch einer Krisensituation sind jeweils

ein bis zwei Länder federführend. In diesem

Falle waren es das Finnische und das

Deutsche Rote Kreuz, die europaweit die

Hilfseinsätze auf Haiti planten und durchführten.

Die Rotkreuz-Gesellschaften der

anderen europäischen Länder stellten dabei

Personal zur Verfügung. Aus der

Schweiz waren wir zu Dritt.

Keiner weiss im voraus mit wem er zusammenarbeitet.

Das ist anspruchsvoll und

immer wieder eine Herausforderung – aber

in vielerlei Hinsicht auch sehr bereichernd.

Wann trafen Sie auf Haiti ein und welche

Aufgaben hatte das Team?

Drei Tage nach dem Erdbeben flogen wir

in Berlin ab. Wir hatten uns alle dort versammelt

– ich war eben aus den Ferien

zurückgekehrt, hatte einen Tag Zeit, um

mich vorzubereiten und mich von meiner

Familie zu verabschieden. Wir wurden in

Berlin über die Lage auf Haiti informiert,

wurden eingeteilt und dann ging es los.

Wir waren im Anflug auf Port-au-Prince

als wir plötzlich die Richtung änderten.

Man könne auf Haiti nicht landen – nur die

Dominikanische Republik verfüge über

einen funktionierenden Flughafen. Also

ging der Flug weiter, bis wir kurz vor der

Landung die Information erhielten, dass

Landen auf Haiti nun doch möglich sei.

Nach der Landung halfen uns US-amerikanische

Soldaten das Flugzeug zu entladen,

und dann standen wir da – alle miteinander

– und warteten.

Und wie ging es dann weiter?

Der Leiter der Gruppe, also in diesem Fall

der Klinikleiter – wir hatten ja die Aufgabe

ein Zeltspital aufzubauen und zu betreiben

–, nahm mit dem Kanadischen Roten Kreuz

Nach der Landung auf dem Flughafen von Port-au-Prince.

Kontakt auf und wir erhielten die Erlaubnis

auf ihrem Gelände zu campieren.

Die Reise durch die Stadt begann. Uns

bot sich ein Bild des Grauens, alles war zerstört,

überall lagen Leichen, verzweifelte

Menschen irrten durch die Strassen, Leintücher

mit Hilferufen waren auf den Trümmern

ausgelegt. Wir fuhren über die wenigen

Strassen, die man inzwischen behelfsmässig

freigeräumt hatte – es war grauenhaft.

Welches waren dann die wichtigsten

Arbeiten vor Ort?

Wir hatten den Auftrag ein Feldspital mit

einer Geburtenabteilung aufzubauen. Die

Logistiker mussten die Grundlagen für den

Bau schaffen – und wir improvisierten uns

als Erstes eine Toilette, dann die Waschmöglichkeiten

usw. – wir fingen bei Null

an. Nichts war da.

Was waren Ihre Aufgaben, Frau Vincenz?

Unser Team – mit dabei waren eine

Gynäkologin, ein Kinderarzt und Pflegefachkräfte

– war für die Betreuung der

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011 13


Ein erster Eindruck der zerstörten Stadt.

schwangeren Frauen und für die Geburten

zuständig.

Meine Aufgabe war es, die Frauen, die

bei uns eintrafen, zu untersuchen und sie

nach Gruppen – je nach Beschwerden oder

dem Stand ihrer Schwangerschaft – zu behandeln

oder sie auf die Geburt vorzubereiten.

40 Geburten habe ich in diesen vier

Wochen betreut, zum Glück waren wir

auch für chirurgische Eingriffe ausgerüstet

– Kaiserschnitte konnten wir zur Not auch

machen.

Bei meiner Arbeit wurde ich von Helferinnen

unterstützt, die uns vom Haitianischen

Roten Kreuz vermittelt wurden

eine Traditional Birth Attendant war auch

mit dabei.

Wir haben vier Wochen sozusagen Tag

und Nacht gearbeitet. Morgens, wenn wir

die «Türen» des Zeltspitals öffneten, standen

da nicht nur ein paar Hundert Menschen

– nein, Tausende waren da, alte und

junge Menschen, Mütter, Väter, Kinder –

verletzt, und hofften auf unsere Hilfe.

14 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

Eine Krankenstation im Zeltspital in Carrefour.

Woher nehmen Sie die Kraft für Ihre

Arbeit, in der Sie immer wieder mit viel

Elend und viel Traurigem konfrontiert

werden?

Meine Familie unterstützt mich sehr, obwohl

mein Mann Erwin und meine Kinder

nicht immer begeistert sind, wenn ich mal

wieder so kurzfristig abreisen muss. Unsicherheit

und auch etwas Angst sind immer

zu spüren. Wenn immer möglich, versuche

ich daher während eines Einsatzes den

Kontakt zu meinem Mann und meinen

Kindern aufrechtzuerhalten.

Wenn ich für einen Einsatz in ein Krisengebiet

aufgeboten werde, muss alles innert

zwei bis drei Tagen erledigt sein. Die Tage

sind dann von Hochspannung erfüllt –

Telefonate mit dem SRK, Mails beantworten,

die Reise, das Visum und den Arztbesuch

organisieren, Informationen über das

Land sammeln, über die Religion, die politische

Situation und die Katastrophe, die

uns dort erwartet.

Nach diesen Vorbereitung kommt immer

eine sehr schnelle Übergabe an meine

Stellvertreterin bei der Spitex. Ohne sie und

ihre Bereitschaft, meine Aufgaben von

einem Tag auf den anderen zu übernehmen,

wären diese Einsätze für mich nicht

möglich.

Dann kommen noch die Telefonate mit

meinen Kindern. Sie studieren alle auswärts

und wenn immer möglich versuche

ich, sie vor meiner Abreise noch zu sehen

irgendwo an einem Bahnhof oder noch

kurz vor dem Abflug in der Halle des Flug-


Im Operationssaal des Zeltspitals.

hafens. Mein Mann macht mir Mut, fängt

den grössten Druck auf – die Anspannung

ist riesig. Wieso tu ich mir und meiner

Familie das nur an, frage ich mich dann.

Leiden Sie während Ihren Einsätzen nicht

an Heimweh?

Doch, und gegen Ende des Einsatzes

wird es auch immer stärker. Ich fange an,

die Tage zu zählen. Dabei habe ich aber

auch ein schlechtes Gewissen, weil ich die

Menschen im Katastrophengebiet zurücklassen

muss. Bis zum letzten Tag ist es ein

Wechselbad der Gefühle.

Aber entspannt durchatmen kann ich

erst wieder, wenn wir in der Schweiz gelandet

sind. Die Erleichterung, es geschafft

zu haben, ist so gross, dass ich am

liebsten weinen möchte. Warum bin ich

hier, in diesem reichen und sicheren Land

geboren und andere Menschen leben in

soviel Armut, geplagt von Krankheiten

und Naturkatastrophen?

Ich habe keine Antwort darauf.

In der ersten Zeit nach meiner Rückkehr

fühle ich mich immer wie in einem Vakuum.

Keine schwangeren und gebärenden

Frauen, kein Wasser mit dem Eimer holen,

kein Durchfall mehr, ich muss nachts nicht

mehr aufstehen und das Klima ist wieder

erträglich.

Diese Zeit dauert meistens eine Woche bis

ich mich soweit erholt fühle, dass ich mich

wieder an meinem Arbeitsplatz melde.

Nach zwei, drei Monaten habe ich mich

dann wieder ganz eingelebt. Die Gedanken

normalisieren sich, meine Seele hat

sich wieder beruhigt und das innere

Gleichgewicht ist wieder hergestellt. Langsam

aber sicher kommen wieder Gedanken

auf wie: «Wann wird wohl der nächste

Einsatz sein?» «An welchen Ort auf der

Welt wird mich eine Katastrophe führen

Auch darauf habe ich keine Antwort.

Gehen aber, werde ich!

Das Interview führte Wolfgang Wettstein,

Redaktor Hebamme.ch

Republik Haiti

Staatspräsident: Michel Martelly

Fläche: 27 750 km2 Hauptstadt: Port-au-Prince

Bruttonationaleinkommen 2009:

keine Angaben

Bevölkerung (letzte Zählung 2003): 8,7

Mio. Haitianer, überwiegend afrikanischer

oder afrikanisch-europäischer Herkunft

Sprachen: Französisch und Kreolisch

Religion: 55% Katholiken, 13% Baptisten

u.a. Religionsgemeinschaften. Der Voodoo-

Kult ist stark verbreitet.

Laut UN-Angaben lebten Mitte 2011 noch

rund 810 000 Menschen in 1150 Lagern.

Der Wiederaufbau geht nur schleppend voran

und ein Grossteil der zerstörten Häuser

liegt immer noch in Trümmern. Im Oktober

2010 brach eine Choleraepidemie aus. Ihr

fielen Tausende von Menschen zum Opfer.

Bis Mai 2011 waren rund 300 000 Menschen

an Cholera erkrankt.

Quelle: Der neue Fischer Weltalmanach 2012

Fotos: Marlies Vincenz

Marlies Vincenz erzählte mir bei unserem Interview von einer ganz besonderen

Tradition im Kamerun. Die Hebammen dürfen die Namen der

Neugeborenen bestimmen. Und so kommt es, dass im fernen Afrika vier

Kinder Schweizer Vornamen tragen, die Namen von Marlies und Erwin

Vincenz’ Kindern: Fadri, Daniel, Gian Luca und Annaletta! Die vier Kinder

auf dem Bild kamen während des 4-wöchigen Einsatzes in Kamerun

zur Welt.

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011 15


Am schlimmsten waren die Schüsse

in der Nacht ...

– ein Interview mit Martina Gisin, Basel

Martina Gisin

ist Hebammenfachverantwortliche

MSc und arbeitet

in der Geburts- und Schwangerenabteilung

am Universitätsspital

Basel. Sie nahm

in den vergangenen 10 Jahren

als Hebamme bei Entwicklungshilfeeinsätzen

in

Afghanistan (Mai 2000 bis

Dezember 2000 zur Zeit der Talibanregierung), in

Somalia (Mai 2011 bis Februar 2002), in Sierra Leone

(Oktober 2002 bis März 2003) teil. Im Oktober

2010 war sie im Auftrag der DEZA (Direktion für

Entwicklung und Zusammenarbeit) und dem

Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut

für einen einwöchigen Kurzeinsatz in Moldawien.

Wolfgang Wettstein: Frau Gisin, Sie

waren an verschiedenen Orten der Welt

als Hebamme tätig. Für welche Organisationen

waren Sie im Ausland tätig?

Martina Gisin: In Afghanistan, in Somalia

und in Sierra Leone arbeitete ich im

Auftrag von Médecins Sans Frontières. In

Moldawien war ich mit Prof. Irene Hösli,

im Auftrag der DEZA und dem Tropenund

Public Health-Institut der Universität

Basel. Der Einsatz dauerte eine Woche

und wir waren im Rahmen des «Moldova

Swiss Perinatology Project» in der Frauenklinik

des Spitals in Chis¸ inău, der Hauptstadt

Moldawiens.

Welche Aufgaben hatten Sie jeweils

während Ihren Auslandeinsätzen?

In Afghanistan, Somalia und Sierra

Leone habe ich Laienhebammen und

Hebammen ausgebildet, sowie Geburten-

und Schwangerenabteilungen aufgebaut

– und in Somalia war ich ganz besonders

mit der Beschneidung der Frauen

und den gesundheitlichen und psychischen

Problemen, die daraus entstehen,

konfrontiert. Im Projekt in Moldawien

steht die klinische Qualitätsverbesserung

in der Klinik im Zentrum, mit dem

Schwerpunkt auf die Geburtshilfe sowie

die Förderung der Rolle der Hebamme.

Denken Sie daran, Moldawien ist das

ärmste Land Europas, die Zustände sind

im Gegensatz zur Schweiz sehr einfach

und dürftig. Die empfohlenen, aufgeführten

Medikamente fehlen oft, die Betten

sind sehr veraltet, sanitäre Anlagen

und bestehende Stromanschlüsse funk-

16 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

tionieren nur teilweise und es gibt kaum

Desinfektionsmittel.

Wie haben sich die Einsätze in den

verschiedenen Ländern voneinander

unterschieden? Welcher Einsatz war

der schwierigste?

Afghanistan, Somalia und Sierra Leone

sind Kriegs- und Konfliktgebiete. Alle Länder

sind sehr arm, von jahrelangem Bürgerkrieg

geprägt, in denen kaum Rechtssicherheit

besteht. Eine funktionierende

Zivilgesellschaft gibt es nach unserem Verständnis

nicht. Die Rolle, die Situation der

Frauen ist geprägt von Unterdrückung,

Gewalt und Ohnmacht. Sie haben kaum

Aussichten auf ein selbstbestimmtes

Leben – und ich versuche dabei nicht mit

einer «europäischen Brille» auf diese Länder

zu schauen. Aber die Situation der

Frauen und der Mädchen hat mich immer

wieder sehr beschäftigt, ja, trotz all dem

Schönen, das ich mit ihnen erleben durfte,

auch immer wieder beelendet.

In all diesen Ländern muss man unter

einfachsten Bedingungen leben. Oft ohne

Strom, ohne fliessendes Wasser ...

Der Einsatz in Somalia war der schwierigste

und gefährlichste von allen. Wir

hatten einen bewaffneten Leibwächter,

der uns 24 Stunden begleitete. Diese absolute

Willkür, dieser Raum ohne Recht,

die Gewalt, die Angst vor dem Anderen

am schlimmsten waren die Schüsse in der

Nacht, jede Nacht, keine Nacht in der man

in Ruhe schlafen konnte... auch jetzt,

Jahre danach, sind Tage wie der 1. August

und der 1. Januar mit den Feuerwerken

keine schönen Tage mehr – ich gehe ins

Bett und verstopfe mir die Ohren.

In Afghanistan, zur Zeit der Talibanregierung,

war das Leben der Frauen auch

geprägt von Unterdrückung und Hoffnungslosigkeit.

Ich musste mit einem

Kopftuch auf die Strasse, mit einem Mann

durfte ich nur über einen Übersetzer sprechen,

einen Mann anschauen durfte ich

nicht, aber es herrschte nicht so eine

unmittelbare Willkür und Angst wie in

Somalia. Nachdem ich der Frau eines

Oberhaupts der Taliban bei der Geburt geholfen

hatte, genoss ich auch einen gewissen

Respekt und Schutz.

In Sierra Leone, das Land ist ja von

einem jahrelangen Bürgerkrieg zerrüttet,

schockierte mich ganz besonders die

Gleichgültigkeit bzw. das völlige Fehlen

des Zusammenhalts unter den Menschen,

kein «füreinander einstehen». Ich

weiss, nach Jahren des Krieges sind die

Menschen geprägt von all dem Schlimmen,

das sie sehen und erleben mussten,

die Zivilgesellschaft in Sierre Leone war

dadurch aufgelöst. Mein Auftrag war es,

eine Geburtsabteilung aufzubauen. Das

war sehr schwierig, denn die Menschen

sahen nicht ein, wozu das denn gut sei,

denn Aufgebautes konnte am nächsten

Tag bereits wieder zerstört sein.

In Moldawien war ich, trotz der Armut

und der wenigen Zukunftschancen, die

die Menschen haben, überrascht. Die

Gastfreundschaft war gross und wir

wurden herzlich empfangen. Die Männer

sind bei den Geburten oft dabei, Stillen

wird sehr gefördert, aus der grossen

Not werden oft Tugenden – das heisst,

man improvisiert, schaut zueinander, die

Frauen sind tapfer und versuchen, das

Beste aus der jeweiligen Situation zu

machen.

Welche Tipps und Ratschläge können

Sie Hebammen geben, die sich für einen

Auslandeinsatz interessieren?

Wichtig ist, dass man über mehrere

Jahre Berufserfahrung verfügt, um

schwierige Situationen fachlich und persönlich

besser zu meistern, vor allem bei

Einsätzen in Krisen- und Konfliktgebieten.

Die Einsätze sind zwar eine grosse

Chance, einen etwas anderen Blick auf

die Welt zu finden, den Horizont zu erweitern,

aber man sollte sich der harten

Arbeits- und Lebensumstände bewusst

sein.

Welche persönlichen Fähigkeiten sollte

man mitbringen?

Über Fremdsprachenkenntnisse muss

man verfügen, vorzugsweise Englisch

und Französisch oder Spanisch. Zudem

braucht es viel Idealismus und eine grosse

Bereitschaft zu persönlichem Engagement,

denn die Arbeit vor Ort ist zwar

faszinierend, aber eben auch sehr anstrengend.

Respekt, Toleranz, Bescheidenheit

und Interesse an fremden Kulturen

muss man mitbringen, und offen

sein, Neues zu lernen. Man sollte sich der

Risiken für die eigene Gesundheit und die

eigene Sicherheit bewusst sein.


Welches sind die häufigsten Schwierigkeiten,

die bei Auslandeinsätzen entstehen?

Die Arbeitsbedingungen vor Ort werden

immer komplexer, die Anforderungen

an die Freiwilligen auch. Gewalt, Leid

und Tod gehören oft zum Alltag – damit

muss man umgehen können. Ich habe

versucht, vor Ort zu helfen, die Frauen zu

stärken, ihnen zu zeigen, dass es Wege

und Möglichkeiten gibt, ihre Schwangerschaft

und die Geburt und das Leben

ihrer Kinder zu schützen und zu verbessern

– oft nur mit wenigen Dingen, die ihr

Leben aber deutlich verbessern können.

Welches sind die schönsten Erinnerungen

an Ihre Einsätze?

Schöne Erinnerungen habe ich unendlich

viele mitgenommen. Es sind die strahlenden

Augen der Hebammen, wenn wir

schwierige Situationen gemeinsam meisterten.

Momente der Zufriedenheit, wenn

ich spürte, dass Erlerntes umgesetzt wurde

und ich die Menschen dadurch unterstützten

konnte.

Im Gedächtnis bleiben mir auch die vielen

Gespräche und das Lachen mit den

Frauen. Unvergesslich bleibt das Entdecken

fremder Bräuche rund um die Geburt,

wie zum Beispiel in Afghanistan das

Benützen von Schnupftabak für die Plazentarperiode.

Dann waren die Tee-Einladungen

bei einheimischen Familien, vor

Irland, eine andere Welt

– ein Interview mit Simone Schärer, Basel

Simone Schärer

ist in Basel geboren und

arbeitet als Hebamme im

Gebärsaal der Frauenklinik

des Universitätsspitals Basel.

Sie war von 2008 bis

2009 im «Coombe Women

and Infants University Hospital»

im irischen Dublin

tätig.

Wolfgang Wettstein: Frau Schärer,

aus welchen Gründen hatten Sie sich

für Irland entschieden und wo waren

Sie tätig?

Simone Schärer: Vor meinem Entschluss

ins Ausland zu gehen, arbeitete

ich zu 100 Prozent als Hebamme im Gebärsaal

des Bruderholzspitals. Ich spürte

Fotos: David Nydegger, Bern

allem in Afghanistan, stets ein grosses Ereignis.

Unvergesslich bleiben auch die

Freude und der Spass der moldawischen

Hebammen und Ärzte, als wir mit ihnen

am Model die Schulterdystokie übten. Es

wurde sehr viel gelacht, während ich

doch sonst in Moldawien viele ernste Ge-

aber, dass es an der Zeit war, etwas Neues

kennenzulernen, einen neuen Aspekt des

Hebammenseins zu erleben. Ich war seit

drei Jahren diplomiert und wusste, dass

ich noch nicht erfahren genug war, um

an einem Einsatz in einem Entwicklungsland

teilzunehmen. Deshalb fiel der Entscheid

auf ein englischsprachiges Land in

Europa. Irland suchte Hebammen und so

begann mein Projekt «Arbeiten in Irland».

Welche Aufgaben hatten Sie im

«Coombe Women and Infants University

Hospital»?

Am Anfang arbeitete ich ein paar Monate

auf der öffentlichen Wochenbettabteilung.

Danach folgten drei Monate

Schwangerenabteilung, bis ich dann in

den Gebärsaal durfte. Zwischendurch

sichter gesehen habe. Die schönen Erinnerungen

überwiegen und bleiben unvergesslich!


Das Interview führte Wolfgang Wettstein,

Redaktor Hebamme.ch

konnte ich auch im Ultraschalldepartment,

dem Notfall und dem Ambulatorium

arbeiten.

Und wie war die Arbeit vor Ort

organisiert?

Klare und auch sehr strikte Hierarchien

sind in den irischen Spitälern wichtig. Das

gilt auch für Hebammen. Bereits an der

Kleidung kann man erkennen, wer für

welche Arbeiten zuständig ist. Es gibt die

«arbeitenden Hebammen» an der Front,

dann die Leitungshebammen für die einzelnen

Departments, dann die Hebammen,

die nur für Studien, für die Qualitätssicherung

und die Ausbildung usw.

verantwortlich sind. Aber wegen des Personalmangels

gab es immer wieder auch

organisatorische Schwierigkeiten – Hierarchie

hin oder her.

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011 17


Welche Situation präsentierte sich Ihnen

vor Ort und wie war Ihr beruflicher Alltag?

Eine andere Welt! ((lacht!)) 13 Stunden-

Schichten, unglaublich viele Patientinnen

und riesiger Arbeitsaufwand. Ich arbeitete

drei bis vier Tage die Woche oder dann sieben

Nächte am Stück und danach hatte ich

eine Woche frei, bei der Arbeit hatte ich

meist geregelte Pausen und im Spital gab’s

eine Kantine, die zu allen Zeiten Essen für

die Mitarbeitenden anbot.

Wie ist die Gesundheitsversorgung für

schwangere Frauen und Mütter in Irland

organisiert und finanziert?

Der irische Staat bezahlt für die Mutterschaft:

die Frauen müssen für die Betreuung

nichts bezahlen. Ausser sie sind privatoder

halbprivat versichert – da wird es dann

etwas teurer. Üblicherweise registriert sich

eine schwangere Frau früh in einem der

drei Krankenhäuser in Dublin und wird von

da an durch das Krankenhaus betreut. Es

gibt aber inzwischen immer mehr von Hebammen

geführte «Clinics» ausserhalb des

Krankenhauses, welche die Schwangerschaftskontrollen

in Zusammenarbeit mit

den Krankenhäusern durchführen und auch

postpartal die Familien betreuen können.

In den drei Frauenkliniken in Dublin kommen

jährlich – pro Spital wohlgemerkt –

5000 bis 9000 Kinder zur Welt. Der Personalmangel

im irischen Gesundheitssystem

wird zum Teil durch deutsche und indische

Pflegefachfrauen und Hebammen gemildert

– aber es ist eine grosse Zahl von Kindern,

die in Irland auf die Welt kommen!

((lacht))

Mit welchen Angeboten dürfen

schwangere Frauen und Gebärende

in Irland rechnen?

Mir fiel der sehr grosse Unterschied zwischen

den allgemein- und privat versicherten

Frauen auf. Als stationäre und allgemeinversicherte

Patientin ist es in einem

irischen Spital nicht immer nur angenehm.

Sechsbettenzimmer sind Standard, ewige

Wartezeiten, manchmal kein Arzt, der für

die Frau Zeit hat, wenn es nicht ein absoluter

Notfall ist ...

Welche Unterschiede – positive als auch

negative – fielen Ihnen im Vergleich zum

schweizerischen Gesundheitssystem am

stärksten auf?

In der Schweiz verfügen wir über eine

Spitzenmedizin, geben den Frauen alles,

was wir können – vor allem in materieller

Hinsicht. Es ist für uns normal, eine riesige

Menüauswahl zu haben, es gibt Aromatherapie,

Akupunktur, schön gestaltete

Gebärsäle, Licht zum dimmen usw. – Luxus

pur!

18 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

Fotos: David Nydegger, Bern

Das alles gibt es in den öffentlichen Spitälern

in Dublin so nicht. Dafür wird in

Irland «study evidence based» gearbeitet,

was breite Qualitätssicherung bietet. In

Schweizer Spitälern gelten oft noch sehr

unterschiedliche Standards.

Einen grossen Unterschied sah ich auch

bei den Patientinnen. Es gab eher zwei soziale

Schichten in der irischen Gesellschaft –

eine kleine und reiche Oberschicht und

viele Frauen, die in einem eher schwierigen

sozialen Umfeld leben. In «meinem» Spital

gab es viele substanzabhängige Frauen, die

ich in der Schweiz so kaum sehen würde.

Nebst den Drogen ist auch der Alkohol ein

Problem. Vor allem an den Wochenenden

wurden immer wieder Hochschwangere in

den Notfall gebracht, die betrunken waren.

Das muss man aushalten können.

Ich glaube, dass für uns in der Schweiz

der Luxus-Standard inzwischen selbstverständlich

geworden ist, aber wenn man

nur mal über die Grenze schaut, würde

man merken, wie verwöhnt wir doch alle

sind. Aber wenn man es nicht anders

kennt...

Wie wurden Sie von den irischen

Kolleginnen und Kollegen empfangen

und wie lebten Sie sich auf der Insel ein?

Einerseits waren sie sehr froh, dass man

als Arbeitskraft zur Verfügung stand, jedoch

wurde man klar als «die Ausländerin»

angesehen. Und eine Fremde muss man

zuerst ganz lange kennen, um ihr richtig zu

vertrauen. Aber je besser ich Englisch verstand,

umso herzlicher wurde ich aufgenommen

...

Republik Irland

Staatspräsidentin: Michael D. Higgins

Fläche: 70 273 km 2

Einwohner: 4 450 000

Hauptstadt: Dublin

Amtssprachen: Irisch und Englisch

Bruttonationaleinkommen 2009 je Einw.:

44 280 US-Dollar

Arbeitslosigkeit 2010: 13,7%

Quelle: Der neue Fischer Weltalmanach 2012

Was hat Sie während Ihres Aufenthaltes

am meisten beeindruckt?

Die Zahl der gebärenden Frauen, also

die Menge, und ihre Dankbarkeit für

kleinste Dinge, die man für sie tut. Da

wenige Frauen stillen, ist mir dieses Erlebnis

noch besonders in Erinnerung. Einmal

habe ich einer Australierin fünf Minuten

eine Brustmassage erklärt – beim Austritt

bekam ich ein Geschenk von ihr und eine

Karte, auf der stand, dass diese Minuten,

in der ich ihr die Massage erklärt hatte, die

wertvollsten Minuten während des Aufenthaltes

waren. Das hat mich sehr beeindruckt

und berührt.

«Coombe Women and Infants University Hospital»

www.coombe.ie/

Das Interview führte Wolfgang Wettstein,

Redaktor Hebamme.ch


Als Hebamme im Herz von Afrika

Sabrina Schipani ist

Hebamme und arbeitet

seit 2008 in Uster als

stellvertretende Leiterin

des Gebärsaals. Seit 2009

vertritt sie im SHV-Zentralvorstand

die Anliegen der

Spitalhebammen.

Mein sechsmonatiger Einsatz für Médecins

Sans Frontières (MSF) führte mich im

November 2010 in die Demokratische Republik

Kongo. Genauer gesagt nach Gety,

einem Dorf mit rund 10 000 Einwohnerinnen

und Einwohnern – ohne geteerte

Strassen, ohne Strom und ohne fliessendes

Wasser. Gety liegt in der Provinz Ituri,

im Nordosten des Landes, an der Grenze

zu Uganda. Immer wieder kommt es dort

zu Kämpfen zwischen der kongolesischen

Armee und Rebellen, was die Vertreibung

der Zivilbevölkerung zur Folge hat. Während

den Kämpfen oder der Flucht werden

Frauen und Mädchen sehr oft Opfer

von sexuellen Gewalttaten.

Der seit Jahren dauernde Bürgerkrieg

veranlasste MSF, sich vermehrt in der Region

zu engagieren – vor allem für Frauen

und Kinder. Mit diesem Fokus wurde das

Spital in Gety 2009 zum eigenständigen

Projekt erklärt. Das bestehende Regionalspital

wurde zum Teil baulich saniert, fehlendes

Material geliefert, altes Material ersetzt

(z.B. Betten, Möbel usw.), die Apotheke

mit Medikamenten kontinuierlich

versorgt sowie das pflegerische Knowhow

verbessert. Im Juni 2010 wurden vier

regionale Gesundheitszentren in das MSF-

Versorgungs- und Weiterbildungsprogramm

aufgenommen.

Meine Aufgabe war es, den kongolesischen

Hebammen durch kontinuierliche

Weiterbildung und intensive Zusammenarbeit

neuere Techniken zu vermitteln und

ihr Wissen zu vertiefen – wie beispielsweise

in Bezug auf Reanimation, Infant

Handling, Kangaroo oder Bonding. Mein

Ziel war es, ihnen Wissen zu vermitteln,

das sie mit den doch recht eingeschränkten

Mitteln vor Ort auch umsetzen können.

Im Gegenzug konnte ich sehr viel von

ihrem traditionellen Wissen profitieren.

Wissen, das mir auch bei uns von Nutzen

sein wird.

Da ich vier verschiedene Gesundheitszentren

besuchte, wurde ich zusätzlich

von einer kongolesischen Hebamme unterstützt.

So besuchte jede von uns jeden Tag

ein anderes Gesundheitszentrum oder

Spital und gab eine Weiterbildung oder

arbeitete mit den Hebammen aktiv mit.

Besonders in den abgelegenen Gesundheitszentren

gab es Tage, an denen wir bis

zu 100 Frauen zur Schwangerschaftskontrolle

sahen. Da war dann sehr gute Teamarbeit

gefordert.

Nebst den vielen schönen Momenten

gab es natürlich auch sehr viel Trauriges.

Es sterben immer noch sehr viele Kinder

unter der Geburt. Die Frauen kommen oft

erst spät zur ersten Schwangerschaftskontrolle,

das macht die «genaue»

Zu Besuch bei einer stillenden Mutter im Regionalspital von Gety.

Foto: Sabrina Schipani

Demokratische Republik Kongo

(Präsidialrepublik)

Staatspräsident: Josef Kabila

Fläche: 2 344 885 km 2

Einwohner (2009): 66 020 000

Hauptstadt: Kinshasa

Amtssprache: Französisch

Bruttonationaleinkommen 2009 je Einw.:

160 US-Dollar

Quelle: Der neue Fischer Weltalmanach 2012

Der Vielvölkerstaat hat etwa 70 Millionen

Einwohner, die rund 200 Volksgruppen angehören,

die jeweils unterschiedliche Sprachen

bzw. Dialekte sprechen. Etwa die Hälfte

der Einwohner bekennt sich zur katholischen

Kirche, die andere Hälfte verteilt sich

auf Kimbanguisten, andere christliche Kirchen,

traditionelle Religionen und den Islam.

Die medizinische Lage in der Demokratischen

Republik Kongo ist sehr schlecht. Ein

öffentliches Gesundheitssystem ist kaum

vorhanden, viele der ohnehin kaum ausgebauten

Einrichtungen wurden infolge des

Krieges zerstört. So gibt es nur einen Arzt

pro 10 000 Menschen, in anderen Staaten

ist dieser Wert teilweise 40-mal so hoch.

2005 betrugen die Gesundheitsausgaben

der Zentralregierung weniger als eine Million

US-Dollar.

Trotz seines Rohstoffreichtums zählt der

Staat, bedingt durch jahrzehntelange Ausbeutung

und jahrelange Kriege, heute zu

den ärmsten Ländern der Welt. Im Human

Development Index der Vereinten Nationen

nimmt die Demokratische Republik Kongo

im Jahr 2010 den vorletzten (168.) Platz ein.

Quelle: www.wikipedia.org

Berechnung des Geburtstermins schwierig.

Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen

sind für die Hebammen mit

den sehr limitierten Mitteln (kein Ultraschall,

kein CTG, fehlende Medikamente,

keine Laboruntersuchungen) schwierig

frühzeitig zu erkennen, korrekt zu diagnostizieren

und zu therapieren. Die Distanzen

zwischen den Gesundheitszentren

und dem Spital betragen zwischen 30 bis

90 Minuten mit dem Töff, müssen aber

oft zu Fuss zurückgelegt werden.

Trotz Bürgerkrieg, jahrzehntelanger

Unterdrückung und grosser Armut sind

die Kongolesen dennoch sehr freundlich

und offen. Sie lachen sehr oft und behalten

auch in schwierigen Situationen die

bekannte «afrikanische Gelassenheit».

Wie gerne hätte ich ein bisschen davon in

mich aufgesogen und mit nach Hause

genommen! Zurück in der Schweiz fehlt

mir die Abgeschiedenheit des Ortes, das

Lachen der Menschen, das Strahlen in den

Augen der Kinder, aber auch die kongolesische

Musik, die uns immer wieder zum

Tanzen animiert hat.

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011 19


Stellungnahme zum Artikel «Schmerzlinderung bei Neugeborenen:

Zuckerwasser ohne Wirkung» (Hebamme.ch, Ausgabe: 10/2011, S. 2)

20 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

Leserinnenbrief

Dr. Eva Cignacco

Hebamme und

Pflegewissenschafterin,

Leiterin Forschungsprogramm

«Pain Management

in Neontes»

(PAMINA), Institut für

Pflegewissenschaft,

Medizinische Fakultät,

Universität Basel

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr

berichtet die Zeitschrift «Hebamme.ch»

und offensichtlich auch die Österreichische

Hebammenzeitschrift über die Studie

von Slater et al. (2010), und der angeblichen

Wirkungslosigkeit einer Zuckerlösung

zur Linderung prozeduraler

Schmerzen bei Neugeborenen. Die Berichte

replizieren vorbehaltlos und etwas

unbedacht die Schlussfolgerungen dieser

ForscherInnengruppe nämlich, dass Zuckerlösungen

nicht länger als Schmerzmittel

bei Neugeborenen eingesetzt werden

sollten.

Die Studie von Slater et al., (2010) hatte

im Wesentlichen festgestellt, dass

Neugeborene, die eine orale Zuckerlösung

erhielten, zwar eine weniger ausgeprägte

Gesichtsmimik beim schmerzhaften

Fersenstich zeigten als Neugeborene,

denen lediglich steriles Wasser verabreicht

wurde. Allerdings liessen sich die

durch den Schmerz ausgelösten Hirn-

(kortikale Aktivität) und Rückenmarksaktivitäten

(subkortikale Aktivität) in den

beiden Gruppen nicht unterscheiden.

Diese Aktivitäten wurden mittels Electroencepahlogramm

(EEG) gemessen. Daraus

schliesst diese ForscherInnengruppe, dass

die orale Zuckerlösung unwirksam ist, da

sie die Wahrnehmung eines nozizeptiven

Impulses nicht zu beeinflussen vermag.

Dieser etwas voreiligen Schlussfolgerung

ist Folgendes entgegenzusetzen:

• Seit den 1990er Jahren wurde in unzähligen

randomisiert kontrollierte Studien,

sowie in Meta-Analysen (Stevens

et al., 2010), die bekanntlich den höchsten

Evidenzgrad aufweisen, die Wirksamkeit

einer oralen Zuckerlösung zur

Linderung prozeduraler Schmerzen bei

Neugeborenen beschrieben. All diese

Studien verwendeten validierte Schmerzmessinstrumente,

die auf eine indirekte

Beobachtung des Schmerzverhaltens

(z.B. Gesichtsmimik, Dauer des Weinens

usw.) beruhen.

• Schmerz ist bei allen Menschen Ausdruck

einer Empfindung/einer Emotion.

Bei Neugeborenen ist die Schmerzerkennung

ausschliesslich durch die indirekte

Beobachtung ihres Verhaltens

möglich. Die Messung der kortikalen

Aktivität mittels EEG zur Schmerzerfassung

ist ein Surrogatmarker, der sich

der blossen Beobachtung durch das

Auge völlig entzieht. Neugeborene geben

aber insbesondere durch ihr Verhalten

einem Unbehagen Ausdruck.

Diese beobachtbaren Schmerzreaktionen

werden nun durch die Slater-Studie

in die Bedeutungslosigkeit verdrängt.

Es wird behauptet dass, obwohl auch

diese Studienkinder beobachtbares

Schmerzverhalten zeigten (in der Gruppe

mit sterilem Wasser deutlich mehr

Gesichtsmimik), der Schmerz in den

beiden Gruppen kortikal nicht unterschiedlich

wahrgenommen wurde. Es

stellt sich hier also die Frage, welchem

«Medium» wir mehr Glauben schenken:

Dem ausgedrückten und beobachtbaren

Schmerzverhalten des Kindes

oder der EEG-Messung.

• Die Stichprobengrösse der Studie von

Slater et al. (2010) war sehr klein (n= 59;

29 in der Saccharose-Gruppe und 30 in

der Gruppe mit sterilem Wasser). Generalisierungen

sind aufgrund solch

kleiner Stichproben nicht zulässig, zumal

sich Ergebnisse aus kleinen Stichproben

häufig nicht mit grösseren

Stichproben replizieren lassen.

• Die Dosis von 0,5ml 24%-Saccharose,

die in der Slater-Studie verwendet wurde,

ist für Termingeborene im unteren

Bereich. International wird bei Termingeborenen

die Verabreichung einer

Saccharose Dosis zwischen 0,5ml bis

2ml pro Intervention empfohlen.

• Das EEG-Monitoring war in dieser Studie

auf den spatialen und temporalen

Bereich des Gehirns limitiert. Die neuronale

Verarbeitung eines schmerzhaften

Impulses ist aber deutlich umfassender

und komplexer zu betrachten.

• Die Studie gefährdet die nun in vielen

Jahren mühsam implementierten Richtlinien

zur Schmerzprävention und -linderung

bei Neu- insbesondere bei Frühgeborenen.

Wiederholte unbehandelte

prozedurale Schmerzen haben nachweislich

negative Effekte auf die motorische

und kognitive Entwicklung dieser

Kinder. Diese Kinder nun allein aufgrund

dieser einen Studie unbehandelten

Schmerzen auszusetzen ist ethisch

höchst fragwürdig. KlinikerInnen und

ForscherInnen haben hier eine ethische

Verantwortung «massvoll» mit den

Ergebnissen dieser einen Studie umzugehen

und keine voreiligen Schlüsse

zu ziehen, welche die kurzfristige und

langfristige Lebensqualität betroffener

Kinder negativ beeinflussen könnte.

Aus der Studie von Slater et al. (2010)

allein darauf zu schliessen, dass die

Zuckerlösung keine Wirksamkeit erzielt,

erachte ich als wissenschaftlich nicht

haltbar und für die Gewährleistung der

Patientensicherheit in der Pflege der vulnerablen

Gruppe von Termin- und Frühgeborenen

als eine fahrlässige praktische

Empfehlung.

Die Literaturliste kann bei der Autorin eingesehen

werden.

Die Redaktion bedauert die Unachtsamkeit

und bedankt sich bei Dr. Eva Cignacco für ihre

Stellungnahme.


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nach der Geburt wird diese Fettsäure in

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Nervensystems und in die Fotorezeptoren

der Retina eingelagert 1 .

Juckreiz und folglich Schmerzen

auslösen. Der italienische

Pharmakonzern MEDEL hat

speziell für diesen Hauttyp

einen anschmiegsamen Body

entwickelt der gute bakteriostatische,

hypoallergene

und antimykotische Eigenschaften

besitzt. Dank Silberionen

im Textil und frei von

seitlichen Nähten wirkt dieser

Body besonders bei Neurodermitis

schmerzlindernd. Ein

weiterer Vorteil von BodyUp

ist die aussergewöhnliche Elas-

tizität, weshalb er für Babys

ab Geburt bis zu einem Alter

von 3 Jahren geeignet ist.

Diese Kombination aus hautverträglichem

und elastischem

Stoff macht aus BodyUp ein

für Eltern sparsames und loh-

Omega-3-Fettsäuren in Schwangerschaft und Stillzeit

DHA – für die Entwicklung von Augen und Gehirn beim

werdenden Kind

22 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

Bei der Versorgung mit DHA ist der Fötus

auf eine ausreichende Aufnahme des Stoffes

durch seine Mutter angewiesen. In der

Stillzeit gilt Muttermilch als alleinige DHA-

Quelle für den Säugling.

Ausreichend versorgt?

Um die empfohlene DHA-Menge von 200

mg täglich zur erreichen, müsste jede Frau

eine bis zwei Portionen fettreichen Meeresfisch

wie Makrele, Hering, Lachs oder Heilbutt

pro Woche verzehren. Doch gehören

diese in der Schweiz selten zum normalen

nenswertes Produkt, welches

auch für weitere Kinder verwendet

werden kann.

BodyUp ist für Fr. 34.50 online

bei www.innobaby.ch/bodyup.

html oder im Babyfachhandel

erhältlich.

Speiseplan 2 . Entsprechen Meeresfische allgemein

nicht dem Geschmack jeder Frau,

so haben viele Schwangere aufgrund ihrer

erhöhten Sensibilität erst recht kaum Lust

auf solche Speisen. Um dennoch eine ausreichende

Versorgung mit langkettigen

Omega-3-Fettsäuren zu gewährleisten,

stellen Nahrungsergänzungsmittel mit

Fischöl in Kapselform eine beliebte Form

der Zufuhr dar. Die Kapseln haben den Vorteil,

dass sie geschmacksneutral und leicht

einnehmbar sind.

Literatur:

1 Martinez M. Docosahexaenic acid (DHA) and arachidonic

acid (AA) concentrations in the brain and the

retina according to gestational age. J Pediatr, 1992,

120: s129–38.

2 Schweizerische Gesundheitsbefragung 2007, Bundesamt

für Statistik.


Rundum versorgt

in der Stillzeit



















The Innovation

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Schweizerischer Hebammenverband SHV / Fédération suisse des sages-femmes FSSF / Federazione svizzera delle levatrici FSL / Federaziun svizra da las spendreras FSS

Präsidentin/Présidente

Liliane Maury Pasquier, SHV,

Rosenweg 25 C, Postfach,

CH-3000 Bern 23

Sektionen/Sections

Aargau-Solothurn

Priska Meier-Steffen, Ausserrainstr. 22,

4703 Kestenholz, Tel. 062 396 17 28

hexenzauber@windowslive.com

Daniela Freiermuth-Hari,

Solothurnerstr. 53, 4702 Oensingen,

Tel. 078 625 54 43

danielahari@hotmail.com

Bas-Valais

Daniela Sintado, Rue de Lausanne 24,

1950 Sion, tél. 079 471 41 60

dsintado@bluewin.ch

Beide Basel (BL/BS)

Sandra Aeby, Hechtweg 31,

4052 Basel, Tel. 061 693 31 71

sandra_aeby@yahoo.com

Regina Burkhardt, Ostenbergstr. 3,

4410 Liestal, Tel. 061 322 33 64

gina99ch@yahoo.de

Bern

Marianne Haueter, Gotthelfstr. 14,

3013 Bern, Tel. 031 333 58 73

shv-sektionbern@bluewin.ch

Fribourg

Daniela Vetter, Rte des Muguets 3,

1484 Aumont, tél. 026 660 12 34

fssf_fr@hotmail.com

Genève

Béatrice Van der Schueren,

13, chemin du Signal, 1233 Bernex

tél. 022 757 29 10, 079 328 86 77

beavds@bluewin.ch ou

fssf.ge@bluewin.ch

Oberwallis

Ruth Karlen, Mühlackerstr. 26a,

3930 Visp, Tel. 027 945 15 56

ruthkarlen@gmx.ch

Priska Andenmatten, Weingartenweg 4,

3930 Visp, Tel. 027 946 29 88

u.hildbrand@bluewin.ch

Ostschweiz

(SG/TG/AR/AI/GR)

Madeleine Grüninger, Weidenhofstr. 3,

9323 Steinach, Tel. 071 440 18 88,

079 238 40 78

grueninger.madeleine@bluemail.ch

Schwyz

Christine Fässler-Kamm, Chappelihof 26,

8863 Buttikon, Tel. 055 445 21 54,

079 733 18 48

christinessler@bluewin.ch

Marie-Gabrielle von Weber, Urenmatt,

6432 Rickenbach, Tel. 041 811 13 26,

079 516 08 59

mgvonweber@pop.agri.ch

Ticino

Federazione Svizzera delle Levatrici

Sezione Ticino c/o Claudia Berta,

6746 Lavorgo

fsl.ti@hotmail.com

Vaud-Neuchâtel-Jura (VD/NE/JU)

Fabienne Rime, Route du Martoret 5,

1870 Monthey, tél. 079 654 64 71

f.rime@bluemail.ch

Zentralschweiz

(LU/NW/OW/UR/ZG)

Esther Waser-Christen, Melchtalerstr. 31,

Postfach 438, 6064 Kern

Tel. 041 661 09 93

ester-waser@gmx.ch

Susanne Leu, Untere Gründlistrasse 20,

6055 Alpnach, Tel. 071 440 25 14

susanne.leu@swissonline.ch

Zürich und Umgebung (ZH/GL/SH)

Claudia Putscher, Tösstalstr. 10,

8492 Wila, Tel. 052 385 55 67

claudia@putscher.ch

Nancy Bellwald-Pedegai, Katharina Sulzer,

Platz 10, 8400 Winterthur

Tel. 052 203 26 11

nancy.bellwald@bluewin.ch

SHV/FSSF

Verbandsnachrichten/Nouvelles de la Fédération

Und schon wieder liegt ein Jahr hinter uns...

Mit der Verabschiedung der revidierten

Statuten und des Leitbilds

an der Delegiertenversammlung

im Mai, konnten dieses

Jahr zwei wichtige Projekte

abgeschlossen werden. Das Projekt

«Broschüre Kaiserschnitt» ist

unter Beteiligung der Fachgesellschaften

Gynäkologie, Neonatologie

und Pädiatrie erfolgreich

gestartet. Die Informationsbroschüre

für Frauen und Paare soll

aktualisiert im nächsten Jahre er-

scheinen. Der Entscheid der Delegiertenversammlung,

eine Kriseninterventionsstelle

für Hebammen

einzurichten, wurde umgesetzt

und die neue Dienstleistung

wird ab Anfang 2012 für

die Mitglieder angeboten. Die

entsprechenden Informationen

werden in der Januarausgabe der

Hebamme.ch mitgeteilt.

Wir danken an dieser Stelle

allen herzlich, die den SHV auch

im 2011 unterstützt haben.

Wir wünschen Ihnen eine leuchtende

Advents- und Weihnachtszeit

und einen erfolgreichen Start

ins Neue Jahr.

Liliane Maury Pasquier,

SHV-Präsidentin

Doris Güttinger,

SHV-Geschäftsführerin

Die SHV-Geschäftsstelle ist vom

24. Dezember 2011 bis und mit

2. Januar 2012 geschlossen.

Encore une année qui arrive à son terme…

Avec l’approbation des statuts

révisés et de la Charte lors de

l’assemblée des déléguées du

mois de mai, deux projets d’importance

ont été menés à terme

en 2011. Le projet de brochure

sur la césarienne a démarré

comme prévu, en collaboration

avec les associations professionnelles

de gynécologie, de néonatologie

et de pédiatrie. Quant

à la brochure d’information réactualisée

à l’intention des femmes

et des couples, elle paraîtra

dans le courant de l’an prochain.

Enfin, la décision de l’assemblée

des déléguées de créer

une cellule de crise pour les

sages-femmes a été concrétisée

et cette prestation sera à disposition

des membres dès le début

2012. Les informations correspondantes

seront communiquées

dans le numéro de janvier

de Sage-femme.ch.

Nous remercions très cordialement

toutes celles et ceux qui

ont apporté leur soutien à la

FSSF en 2011. Nous vous souhaitons

un temps de l’Avent

lumineux, un joyeux Noël de

même qu’un départ réussi dans

la nouvelle année!

Liliane Maury Pasquier,

présidente

Doris Güttinger,

secrétaire générale

Le secrétariat sera fermé du

24 décembre 2011 au 2 janvier

2012.

An der Sitzung vom 30. September 2011 hat der

SHV-Zentralvorstand…

– erfreut zur Kenntnis genommen,

dass die Konferenz der

leitenden Hebammen vom

30. August 2011 – eingeladen

hatte der SHV – von den Teilnehmenden

sehr positiv aufgenommen

wurde. Der SHV

wird die Veranstaltung voraussichtlich

2012 wiederholen.

– Ginette Rüdy, Sektion Zürich

und Umgebung, und Yvonne

Engler, Sektion Beide Basel, in

die Arbeitsgruppe «Pikettentschädigung

frei praktizierenden

Hebammen (fpH)» mandatiert.

– Elsbeth Ballarini, Sektion Zürich

und Umgebung, in den

Beirat Qualität fpH gewählt.

– die SHV-Stellungnahme zur

Änderung von Art. 119 Fortpflanzungsmedizin

und Gentechnologie

im Humanbereich

und des Fortpflanzungsmedizingesetzes

(Zulassung der

Präimplantationsdiagnostik)

verabschiedet.

entschieden, sich an die Empfehlung

der International Confederation

of Midwives (ICM)

zu halten und für den internationalen

Hebammentag, der

jeweils am 5. Mai stattfindet,

bis im Jahre 2015 den Slogan

«The World needs midwives

now more than ever!» zu verwenden.

– mit Freude zur Kenntnis genommen,

dass das Studien-

Projekt «Entscheidungsprozess

bei Verlegungen von Hausund

Geburtshausgeburten aus

Sicht der Hebamme und der

Gebärenden», welches die

HESAV und die ZHAW (Fachhochschulen

Lausanne und

Winterthur) beim Schweizerischen

Nationalfonds (SNF) eingereicht

haben, angenommen

wurde. Der SHV ist Partner dieser

Studie.

Liliane Maury Pasquier,

Präsidentin SHV

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011

25


SHV/FSSF

Verbandsnachrichten/Nouvelles de la Fédération

Lors de sa séance du 30 septembre 2011, le Comité central

de la FSSF a

– appris avec plaisir que la

Conférence des sages-femmes

cheffes du 30 août 2011

– sur invitation de la FSSF – a

trouvé un écho très positif

auprès des participantes. La

FSSF renouvellera vraisemblablement

la manifestation en

2012.

– délégué Ginette Rüdy, section

Zurich et environs, et Yvonne

Engler, section des deux Bâle,

Der SHV empfiehlt allen frei

praktizierenden Hebammen

eine Berufshaftpflichtversicherung

abzuschliessen, auch

dann, wenn sie zum Beispiel nur

im Kurswesen tätig sind – sowie

unabhängig von der Höhe des

Pensums ihrer freiberuflichen

Tätigkeit. Die Höhe der Versicherungssumme

liegt zwar im

Ermessen jeder einzelnen Hebamme,

es ist dabei aber zu bedenken,

dass die Schadenssumme

schnell in die Millionenhöhe

26 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

au groupe de travail «Indemnité

de garde des sagesfemmes

indépendantes (SFI)».

– élu Elsbeth Ballarini, section

Zurich et environs, au conseil

consultatif Qualité SFI.

– approuvé la prise de position

de la FSSF sur l’autorisation du

diagnostic préimplantatoire.

– décidé de suivre la recommandation

de l’ICM (International

Confederation of Midwives)

gehen kann, sobald Gesundheit

oder Leben einer Person betroffen

sind. Übersteigt die Schadenssumme

die durch die Berufshaftpflicht

versicherte Summe,

so haftet die Hebamme mit

ihrem Privatvermögen.

Der SHV empfiehlt allen frei

praktizierenden Hebammen eine

Mindestdeckung von CHF 5 Mio.

Denjenigen Hebammen, welche

Haus- oder Geburtshausgeburten

durchführen und/oder als

Beleghebamme arbeiten, emp-

et d’utiliser jusqu’en 2015,

pour la Journée internationale

de la sage-femme (le 5 mai de

chaque année), le slogan «Le

monde a besoin de sagesfemmes,

aujourd’hui plus que

jamais!»

– pris connaissance avec satisfaction

du fait que le projet

d’étude «La prise de décision

lors de complications d’accouchement

à domicile ou en

fiehlt der SHV eine Deckung von

CHF 10 Mio.

Zusätzlich zur Berufshaftpflichtversicherung

empfiehlt der SHV

den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung.

Bei der

«Zurich Business Medic» ist der

Rechtsschutz in einem eventuellen

Strafverfahren eingeschlossen.

Der SHV hat mit der «Zurich

Business Medic» ein günstiges

Angebot für seine Mitglieder erarbeitet.

maison de naissance: perspectives

de sages-femmes et de

femmes impliquées» soumis

au Fonds national suisse par

l’HESAV et la ZHAW (hautes

écoles spécialisées de Lausanne

et de Winterthur) a été

accepté. La FSSF est partenaire

de cette étude.

Liliane Maury Pasquier,

présidente FSSF

Berufshaftpflichtversicherung für frei praktizierende Hebammen

Assurance responsabilité civile professionnelle pour les

sages-femmes indépendantes

La Fédération suisse des sagesfemmes

(FSSF) recommande à

toutes les sages-femmes indépendantes,

quel que soit leur

taux d’activité et même si l’activité

consiste seulement en des

cours, de conclure une assurance

responsabilité civile (RC) professionnelle.

Le montant de la

somme assurée est laissé à l’appréciation

de chaque sage-femme;

il faut cependant prendre en

compte le fait que, dès que la vie

ou la santé d’une personne est

touchée, le montant des dommages

peut rapidement se

compter en millions. Si le montant

des dommages dépasse la

somme assurée par son assurance

RC professionnelle, c’est

avec ses avoirs personnels que la

sage-femme doit combler la différence.

La FSSF recommande une couverture

de CHF 5 millions à

toutes les sages-femmes indépendantes.

Une couverture de

CHF 10 millions est recommandée

aux sages-femmes qui effectuent

des accouchements à

domicile ou des accouchements

en maison de naissance et/ou

qui travaillent en tant que

sages-femmes agréées.

En plus de l’assurance responsabilité

civile professionnelle, la

FSSF recommande également

la conclusion d’une assurance

de protection juridique. Chez

«Zurich Business Medic», la protection

juridique en cas d’une

éventuelle procédure pénale est

incluse.

Avec Zurich Business Medic, la

FSSF bénéficie d’une offre avantageuse

pour ses membres.

Vous trouverez des informations

à ce sujet dans le domaine pour

Informationen dazu finden Sie

im Mitgliederbereich unter

www.hebamme.ch > Rubrik

Dienstleistungen.

Das Passwort erhalten Sie bei

der SHV-Geschäftsstelle unter

Tel. 031 332 63 40 oder per

Mail an info@hebamme.ch.

SHV-Geschäftsstelle

les membres sur notre site

www.sage-femme.ch> rubrique

Offres.

Pour y accéder, vous avez besoin

du mot de passe que vous pouvez

obtenir auprès du Secrétariat

général de la FSSF, au n° de

téléphone 031 332 63 40 ou

par courriel à

info@sage-femme.ch

Secrétariat central de la FSSF


SHV/FSSF

Verbandsnachrichten/Nouvelles de la Fédération

Mitteilung des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT), Fachhochschulen,

an den Schweizerischen Hebammenverband (SHV), November 2011

Nachträglicher Erwerb des Fachhochschultitels/

Praxisänderung Weiterbildung

Ausgangslage

Mit der Änderung der Verordnung

des EVD über den nachträglichen

Erwerb des Fachhochschultitels

vom 4. Juli 2000 (SR

414.711.5) wurde am 1. Mai

2009 das Verfahren des NTE-FH

im Fachbereich Gesundheit

(Physiotherapie, Ernährung und

Diätetik, Ergotherapie und Hebamme)

gestartet. Die Voraussetzungen

für den NTE-FH im Fachbereich

Gesundheit sind:

a) ein entsprechendes Diplom

einer vom SRK anerkannten

Schweizer Schule;

b) eine anerkannte Berufspraxis

von mindestens zwei Jahren;

und

c) ein Nachdiplomkurs auf Hochschulstufe

von mindestens 200

Lektionen oder 10 ECTS im

Fachbereich Gesundheit oder

eine andere gleichwertige

Weiterbildung.

Zum Zeitpunkt der Änderung der

Verordnung des EVD über den

nachträglichen Erwerb des Fach-

hochschultitels bestanden in der

Schweiz im Gesundheitsbereich

erst seit kurzem Aus- und Weiterbildungen

auf Hochschulstufe

(Universität, ETH, Fachhochschule).

Weiterbildungen wurden

hauptsächlich von Fachschulen,

Berufsverbänden oder bereichsspezifischenWeiterbildungsinstitutionen

entwickelt und angeboten.

Deshalb hat der Gesetzgeber

die Bestimmung aufgenommen,

dass auch eine nicht an einer

Hochschule erworbene Weiterbildung

angerechnet werden

kann, wenn sie die qualitativen

Vorgaben (Anzahl Unterrichtsbzw.

Lernstunden) erfüllt und in

Bezug auf Lernziele, Lehr- und

Lernorganisation sowie Fachkompetenz

der Dozierenden mit

einer Weiterbildung auf Hochschulstufe

vergleichbar ist.

Weiterbildungsangebot

auf Hochschulstufe

Schon heute besteht jedoch im

Fachbereich Gesundheit, namentlich

bei den Fachhochschulen, ein

Praxisänderung

Personen, die den Fachhochschultitel nachträglich über das Verfahren

NTE-FH erwerben wollen und noch keine qualifizierende

Weiterbildung im Fachbereich Gesundheit absolviert oder begonnen

haben, müssen ab 1. Januar 2013 die entsprechende

Weiterbildung nach Art. 1 Abs. 3 Bst. c der Verordnung des EVD

über den NTE-FH vom 4. Juli 2000 (SR 414.711.5) zwingend auf

Hochschulstufe absolvieren.

Weiterbildungen, die nicht an einer Hochschule absolviert und

als gleichwertig beurteilt wurden (Positivliste), werden mit Blick

auf den NTE-FH nur noch angerechnet, wenn die Aufnahme der

Weiterbildung vor dem 1. Januar 2013 erfolgt.

breites Weiterbildungsangebot

auf Hochschulstufe. Dieses Angebot

wird laufend mit neuen

Angeboten ergänzt und erweitert.

Das Bundesamt für Berufsbildung

und Technologie hat

aufgrund der Veränderung des

Weiterbildungsangebotes seit der

Einführung des NTE-FH im Gesundheitsbereich

folgende Praxisänderung

auf den 1. Januar 2013

beschlossen:

Communication de l’Office fédéral de la formation professionnelle et de la technologie (OFFT),

hautes écoles spécialisées, à la Fédération suisse des sages-femmes (FSSF), novembre 2011

Hinweis zum NDK NTE bzw.

zum Modul «reflektierte

Praxis – Wissenschaft

verstehen»

Die Möglichkeit, eine fachliche

Weiterbildung (kleine Positivliste)

im Zusammenhang mit dem Modul

«reflektierte Praxis- Wissenschaft

verstehen» von der Fachhochschule

anrechnen zu lassen,

besteht weiterhin.

Bern, November 2011, Bruno Spicher,

BBT, Fachhochschulen, Leiter

Ressort Privatkunden

Obtention a posteriori du titre d’une haute école spécialisée

(OPT-HES)/changement de pratique dans la formation continue

Contexte

Parallèlement à la modification

de l’ordonnance du DFE du 4

juillet 2000 sur l’obtention a

posteriori du titre d’une haute

école spécialisée (RS 414.711.5),

la procédure de l’OPT-HES a été

lancée dans le domaine d’études

de la santé (physiothérapie,

ergothérapie, nutrition et diététique

ainsi que pour les sagesfemme).

Les conditions d’obtention

a posteriori d’un titre

HES dans le domaine d’études

de la santé sont les suivantes:

a) être titulaire d’un diplôme

correspondant d’une école

suisse reconnue par la Croix-

Rouge suisse (CRS);

b) justifier d’une expérience professionnelle

reconnue sur une

durée minimale de 2 ans; et

c) avoir suivi un cours postgrade

de niveau haute école

comprenant au moins 200

périodes d’enseignement ou

10 crédits ECTS dans le domaine

de la santé ou une

autre formation continue

équivalente.

Changement de pratique

Les personnes désirant obtenir a posteriori le titre d’une haute

école spécialisée par le biais de la procédure de l’OPT-HES sans

avoir suivi ou commencé de formation continue qualifiante dans

le domaine de la santé doivent, dès le 1 er janvier 2013, obligatoirement

suivre la formation continue en question au niveau

haute école, conformément à l’art. 1, al. 3, let. c de l’ordonnance

du DFE du 4 juillet 2000 sur l’OPT-HES (SR 414.711.5).

Les formations continues n’ayant pas été suivies dans une haute

école et qui sont jugées équivalentes (liste positive), seront

uniquement prises en compte si la personne intègre la formation

continue avant le 1 er janvier 2013.

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011

27


SHV/FSSF

Verbandsnachrichten/Nouvelles de la Fédération

Lors de la modification de l’ordonnance

du DFE sur l’obtention

a posteriori du titre d’une

haute école spécialisée, les formations

et les formations continues

de niveau haute école

(universités, EPF, HES) dans le

domaine de la santé n’existaient

que depuis peu en Suisse. Auparavant,

les formations continues

étaient essentiellement

disponibles auprès des écoles

spécialisées, des associations

professionnelles ou des institutions

de formation continue

spécifiques à un domaine. C’est

pourquoi, le législateur a accepté

la disposition selon laquelle

une formation n’ayant pas été

suivie dans une haute école

Comunicazione dell’Ufficio federale della formazione professionale et della tecnologia (UFFT),

Scuole universitarie professionali, alla Federazione svizzera delle levatrici (FSL), novembre 2011

Ottenimento retroattivo del titolo SUP/

Modifica della prassi sul perfezionamento

Situazione iniziale

Il 1° maggio 2009, con la modifica

dell’ordinanza del DFE del

4 luglio 2000 sull’ottenimento

retroattivo del titolo di una scuola

universitaria professionale

(RS 414.711.5), è stata avviata

la procedura di ottenimento retroattivo

del titolo (ORT SUP) nel

campo specifico della sanità

(fisioterapia, alimentazione e

dietetica, ergoterapia e ostetricia).

I presupposti dell’ORT SUP

nel campo specifico della sanità

sono:

a) un diploma corrispondente di

una scuola svizzera riconosciuta

dalla CRS;

b) una pratica professionale riconosciuta

di almeno due

anni; e

c) la frequentazione di un corso

postdiploma di livello universitario

da almeno 200 lezioni

o 10 crediti ECTS nel campo

della sanità o un altro perfezionamento

equivalente.

Al momento della modifica dell’ordinanza

del DFE sull’ottenimento

retroattivo del titolo di

una scuola universitaria professionale,

erano stati da poco in-

28 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

peut être prise en compte à

condition de remplir les critères

qualitatifs requis (nombre d’heures

d’enseignement et d’heures

de formation) et d’être comparable

à une formation continue

de niveau haute école en ce qui

concerne tant les objectifs de

formation, et l’organisation de

l’enseignement et de la formation

que les compétences professionnelles

des enseignants.

Offre de formations continues

de niveau haute école

Une large offre de formations

continues est actuellement proposée

dans le domaine d’études

de la santé, notamment dans les

hautes écoles spécialisées. Cel-

trodotti in Svizzera corsi di formazione

e perfezionamento a

livello universitario (università,

PF e SUP) nel settore della sanità.

I corsi di perfezionamento

sono stati sviluppati e offerti

principalmente da scuole specializzate,

associazioni professionali

e istituti di perfezionamento

specifici del campo. Per questo,

il legislatore ha accolto la

disposizione in base alla quale è

possibile riconoscere anche un

perfezionamento non conseguito

presso una scuola universitaria,

purché soddisfi i requisiti

qualitativi (numero di lezioni/ore

di studio) e sia paragonabile alla

formazione continua di livello

universitario per quanto concerne

gli obiettivi d’apprendimento,

l’organizzazione dell’insegnamento

e dell’apprendimento

e le competenze professionali

dei docenti.

Corsi di perfezionamento

a livello universitario

L’offerta di perfezionamento nel

campo della sanità è già oggi

molto articolata, soprattutto presso

le scuole universitarie profes-

le-ci est régulièrement complétée

et élargie. Compte tenu des

modifications intervenues dans

ladite offre de formations continues

depuis l’introduction de

l’OPT-HES dans le domaine de la

santé, l’Office fédéral de la formation

professionnelle et de la

technologie (OFFT) a décidé de

procéder, au changement de

pratique suivant dès le 1 er janvier

2013:

Modifica della prassi

A partire dal 1° gennaio 2013, coloro che desiderano ottenere

retroattivamente il titolo di una scuola universitaria professionale

mediante la procedura ORT SUP e non hanno ancora svolto

né iniziato un corso di perfezionamento qualificante nel campo

specifico della sanità devono assolvere obbligatoriamente tale

perfezionamento a livello universitario secondo l’articolo 1 capoverso

3 lettera c dell’ordinanza del DFE del 4 luglio 2000 sull’ORT

SUP (RS 414.711.5).

Per quanto riguarda l’ORT SUP, i corsi di perfezionamento non

conseguiti presso una scuola universitaria e giudicati equivalenti

(lista positiva) sono riconosciuti solo se il corso è stato iniziato

prima del 1° gennaio 2013.

sionali, e viene costantemente

integrata con nuovi corsi. Dato

lo sviluppo dell’offerta di perfezionamento

in seguito all’introduzione

dell’ORT SUP in ambito

sanitario, l’Ufficio federale della

formazione professionale e della

tecnologia ha deciso la seguente

modifica della prassi a partire

dal 1° gennaio 2013:

Information sur l’OPT à la

suite d’un cours postgrade

(CPG) et sur le module

«reflektierte Praxis –

Wissenschaft verstehen»

La possibilité de faire valider une

formation continue de type

«professionnel» (petite liste positive)

en lien avec le module

«reflektierte Praxis- Wissenschaft

verstehen» est maintenue.

Berne, novembre 2011, Bruno Spicher,

OFFT, Hautes écoles spécialisées,

responsable du secteur Clients

privés.

Indicazioni sui corsi postdiploma

per l’ORT e sul

modulo «reflektierte Praxis –

Wissenschaft verstehen»

Resta valida la possibilità di far

riconoscere un perfezionamento

specialistico (breve lista positiva)

relativo al modulo «reflektierte

Praxis – Wissenschaft verstehen»

offerto da una scuola

universitaria professionale.

Berna, novembre 2011, Bruno Spicher,

UFFT, Scuole universitarie professionali,

responsabile del settore

Clienti privati.


Syntocinon ® solution injectable: modifications

En accord avec Swissmedic, Novartis

a adressé une lettre d’information

aux gynécologues,

en été 2010, pour les informer

de modifications récentes dans

l’utilisation du Syntocinon ® Solution

injectable.

Les modifications importantes

suivantes concernant le Syntocinon

® Solution injectable ont été

introduites:

1. L’ocytocine doit être utilisée

dans toutes les indications

uniquement sous forme de

perfusion administrée à la vitesse

recommandée et non

en tant qu’injection i/v.

2. Particulièrement lors de l’utilisation

du produit pour provoquer

ou stimuler les contractions

utérines, mais aussi

dans les autres indications, il

est recommandé d’administrer

la solution de préférence

à l’aide d’une pompe à perfusion

de vitesse variable.

Il n’y a aucun changement concernant

les doses recomman-

dées pour les différentes indications.

La FSSF n’a été informée que

très récemment de l’existence

de cette lettre envoyée aux médecins.

Nous prions nos membres

de prendre connaissance

attentivement de ce courrier

puisque des modifications importantes

du mode d’administration

du Syntocinon y sont

signalées. La lettre est publiée

sur le site www.sage-femme.ch,

dans le domaine des membres,

SHV/FSSF

Verbandsnachrichten/Nouvelles de la Fédération

Syntocinon ® Infusionslösung: Änderung in der Fachinformation

In Absprache mit Swissmedic

machte Novartis im Sommer

2010 in einem Schreiben an die

Gynäkologinnen und Gynäkologen

auf die neuesten Änderungen

in der Fachinformation

von Syntocinon ® Infusionslösung

aufmerksam, welche insbesondere

die Art der Anwendung

betreffen.

Folgende relevante Änderungen

der Fachinformation von Syntocinon

® Infusionslösung wurden

vorgenommen:

1. Oxytocin soll in allen Indikationen

ausschliesslich als intra-

venöse Infusion mit der jeweils

empfohlenen Infusionsgeschwindigkeit

und nicht

als Bolus-Injektion verabreicht

werden.

2. Insbesondere bei der Anwendung

zur Geburtseinleitung

oder Wehenverstärkung, aber

auch in den übrigen Indikationen

wird empfohlen, die

Infusion vorzugsweise mit

einer Infusionspumpe mit variabler

Geschwindigkeit vorzunehmen.

Keine Veränderungen ergeben

sich bezüglich der Dosierung in

den verschiedenen Indikationen.

Der SHV wurde erst vor Kurzem

auf das eingangs erwähnte

Schreiben aufmerksam gemacht.

Da darin wichtige Änderungen

zur Art der Anwendung

von Syntocinon kommuniziert

werden, bitten wir unsere Mitglieder,

den gesamten Inhalt

dieses Schreibens zur Kenntnis

zu nehmen. Es ist auf der Website

www.hebamme.ch im Bereich

für Mitglieder unter der

Rubrik Fachmedizin aufgeschaltet.

Der SHV hat mit Novartis vereinbart,

dass solche Informationen

zukünftig auch dem SHV zugestellt

werden, damit die Mitglieder

umgehend informiert werden

können.

sous la rubrique médecine professionnelle.

La FSSF a convenu avec Novartis

que de telles informations seraient

à l’avenir signalées également

à la FSSF, afin que ses

membres puissent en être dûment

informées.

Doris Güttinger,

secrétaire générale de la FSSF

Reservieren Sie sich das Datum!

selbstbewusste Hebamme – selbstbewusste Frau

Schweizerischer Hebammenkongress 2012

Mittwoch/Donnerstag, 23./24. Mai in Schwyz

Réservez dès maintenant les dates!

sage-femme sûre d’elle – femme sûre d’elle

Congrès suisse des sages-femmes 2012

Mercredi 23 et jeudi 24 mai à Schwyz

Doris Güttinger,

SHV-Geschäftsführerin

Der detaillierte Kongressführer liegt der Februar-Ausgabe der Hebamme.ch bei. Die Online-Anmeldung ist ab 1. Februar 2012 möglich

unter: www.hebamme.ch/de/heb/kongr/

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011

29


Geburtsvorbereitung aktiv mitgestalten

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Sektionen

Sections

Sektionsnachrichten/Communications des sections

Aargau–

Solothurn

078 625 54 43

062 396 17 28

Neumitglieder:

Fehrmann Nicole, Niederlenz,

Studentin an der BFH; Paprotta

Rae, Muri, 2001, London UK

Bern

031 333 58 73

Neumitglied:

Rauchwerger Stephanie, Unterseen,

Studentin an der BFH

Sitzungen 2012 der

fpH Sektion Bern

5. März, 19.30 bis 21.30

15. Juni, 9.00 bis 11.30

23. Oktober, 19.30 bis 21.30 Uhr

Myrim Barbara Rösch

Konolfingenstrasse 9

3510 Häutligen

info@myrim.ch

Fribourg

026 660 12 34

Nouveau membre:

Rusca Viola, Mendrisio, 2010,

Varese IT

Genève

022 733 51 12

Nouveau membre:

Brionne Marie, FR Thonon

Les Bains, 2004, Besançon

Ostschweiz

071 440 18 88

Neumitglieder:

Battaglia Jasmin, Feldis, Studentin

an der BFH; Schönholzer

Angela, Kreuzlingen, 2008,

St. Gallen; Wissmann Lea,

Münchwilen, 2011, St. Gallen

Zürich

und Umgebung

052 385 55 67

052 203 26 11

Neumitglieder:

De Barros Abreu Sandra, Zürich,

1999, München DE; Gämperle-

Salle Espie Amor, Zuzwil, 1992,

Manila Philippinen; Goos Felicitas,

Winterthur, 2011, Lahr DE;

Zsindely Piroska, Rüti, Studentin

an der ZHAW

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011

31


master of science in advanced practice midwifery

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34 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

Fortbildung SHV

Formation FSSF

Kursorganisation

Bildungsbeauftragte Deutschschweiz: Marianne Luder-Jufer, Huttwilstrasse 55, 4932 Lotzwil

Telefon 062 922 15 45, E-Mail: m.luder@hebamme.ch

Anmeldungen für SHV-Kurse: Schriftlich an die SHV-Geschäftsstelle in Bern.

Sie finden das Kursprogramm unter: www.hebamme.ch

Weiterbildung 1/2012

Das kranke Neugeborene

Donnerstag,

19. Januar 2012

Olten

Zurzeit sind in diesem Tagesseminar

noch einige Plätze frei.

Ziel des Seminars: Sie vertiefen

und ergänzen vorhandenes

Wissen zu möglichen Erkrankungen

des Neugeborenen, erkennen

Risiken, Ursachen und

Symptome und setzen sich mit

prophylaktischen und thera-

peutischen Massnahmen auseinander.

Sie erhalten wichtige

Inputs, die Sie in der Begleitung

und Beratung von betroffenen

Eltern einsetzen können. Die

Dozentin verfügt nebst grossem

theoretischem Wissen

über eine lange praktische Erfahrung

in der Betreuung von

kranken Neugeborenen.

Marianne Luder,

Bildungsbeauftragte SHV

Fortbildungsangebot 2012

Weiterbildung 9/2012

Elternschaft und Sexualität

Hebammen am Puls eines sensiblen Themas

Dienstag/Mittwoch

13./14.März 2012

Gais im Appenzell

Sexualität in der Zeit der Elternschaft

ist nach wie vor ein Tabuthema.

Die Zeit von Schwangerschaft

und Geburt ist geprägt

von Veränderungen und

setzt die Sexualität eines Paares

auf den Prüfstand. Dabei ist zu

berücksichtigen, dass Sexualität

etwas sehr Persönliches darstellt,

da jedes Paar eine andere

Lebensgeschichte mitbringt, die

sexuelle Entwicklung anders erlebt

und Sexualität in der Beziehung

unterschiedlich gelebt

wird. Da das sexuelle Erleben

für das gute Gelingen einer

Partnerschaft wichtig ist, muss

das Paar darüber informiert

sein, was sich während und

nach der Schwangerschaft verändern

kann, um besser damit

umgehen zu können. Da die

Kursnummer und -themen Datum/Kursort DozentIn

1 Das kranke Neugeborene Do, 19.01.2012 Andrea Bösiger Hosner

Olten dipl. Pflegefachfrau, Ausbildnerin

2 Beckenboden und Geburt – Do, 26.01.2012 Dr. med. Martin Hermstrüwer

ein vermeidbarer Konflikt? Olten Gynäkologe und Geburtshelfer

3 Selbstständigkeit heute – Di, 31.01.2012 Sabine Graf

eine Herausforderung? Olten frei berufliche Hebamme

4 Dammnaht post partum Do, 02.02.2012 Dr. med. R. Lüchinger

Affoltern am Albis Gynäkologe und Geburtshelfer

5 Wiedereinstieg für Hebammen Mo/Di, 05./06.03.2012 Dr. Gundula Hebisch

Modul 1 Olten Leitende Ärztin GZO Wetzikon

6 Homöopathie Schwangerschaft, Geburt, Mo–Mi, 05.–07.03.2012 Heidi Grollmann, Homöopathin, Ausbildnerin

Wochenbett und Säugling, Modul 3 Zürich Regula Bucher, Hebamme, Homöopathin

7 Screening in der Schwangerschaft – neue Evidenzen Di, 06.03.2012 Dr. Gundula Hebisch

Olten Leitende Ärztin GZO Wetzikon

straffe Einteilung von Arztbesuchen

eine umfassende Beratung

oft gar nicht zulässt, ist es

umso wichtiger, dass sich Hebammen

dieser Thematik annehmen.

Die Hebamme ist bei vielen

Frauen die Einzige, die bei

Gesprächen in punkto Sexualität

und Intimität so nahe

kommt, da die ganze Schwangerschaft

und Geburt mit dem

Thema Sexualität eng verknüpft

ist. In diesem Seminar

erfahren Sie, wie der Aspekt

Sexualität sensibel angesprochen

und begleitet werden

kann. Sie erhalten Fachwissen

zu Reaktionsmustern und häufigen

Problemen und stärken

ihre Beratungskompetenz in

Fragen der Sexualität.

Marianne Luder,

Bildungsbeauftragte SHV


Fortbildung SHV

Formation FSSF

Organisation des cours de la FSSF:

Chargée de la formation Suisse romande et Tessin, Valentine Jaquier-Roduner, En Champ Didon 134,

1740 Neyruz, tél. 026 477 07 44, e-mail: v.jaquier@sage-femme.ch

Inscriptions aux cours de la FSSF: Secrétariat central de la FSSF à Berne, par écrit

Vous trouverez le programme complet des cours sur www.sage-femme.ch

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011

35


Arzneimittel für Kinder

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Actualité

«Sage-femme.ch» en 2012

Avez-vous des suggestions?

Vous êtes inspirée par un des thèmes: faites-nous signe dès

à présent ... Vous connaissez un expert, une expérience originale,

un projet précis: faites-le-nous savoir immédiatement

... Ainsi, vous assurez la qualité de nos dossiers!

1 Janvier Infections et grossesse

2 Février Gynécologie pour l’enfant et

l’adolescente

3 Mars Implantation/La gestation pour autrui

4 Avril Droit et naissance

5 Mai Santé périnatale/Alimentation durant

la grossesse

6 Juin L’avenir de la profession de sage-femme

7/8 Juillet/août Congrès FSSF de Schwyz

9 Septembre Analgésie contrôlée par la patiente

10 Octobre Prise en charge par la sage-femme/

La santé des migrantes

11 Novembre La recherche par les sages-femmes

12 Décembre Les jumeaux

Nouvelle édition du guide pratique

La génétique dans la médecine

au quotidien

Le développement de la génétique

moléculaire et de ses

outils technologiques est fulgurant.

Un nouveau guide

pratique de l’Académie suisse

des sciences médicales (ASSM)

en donne quelques repères

utiles.

L’ASSM avait publié en 2004

un guide pratique «Analyses

génétiques dans la médecine

au quotidien». Cette année,

elle l’a réédité sous le même

titre. Cette fois, plusieurs auteurs

et une équipe de rédaction

l’ont entièrement révisé

en le complétant avec divers

thèmes actuels tels que l’épigénétique,

la médecine personnalisée,

les maladies

psychiques et l’éthique. Cette

brochure se veut une source

d’informations utiles et un

soutien à la réflexion concrète

sur des questions médicales,

éthiques, juridiques et psy-

38 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

chosociales liées à la génétique

moderne.

Versions 2011 possibles: sous forme de

brochure (89 pages) à commander

auprès de l’ASSM ou comme PDF à télécharger

depuis le site internet

www.assm.ch.

Troubles psychiques

Nouvel Atlas de santé mentale

2011

Après une édition en 2001 et une autre en 2005, le rapport

de l’OMS sur la santé psychique mondiale présente –

pour la troisième fois – un état des lieux de ce secteur des

soins qui représentent 13% des causes de maladie dans le

monde.

Les données récoltées dans

184 pays (98% de la population

mondiale) montrent clairement

que les ressources à

disposition dans les différentes

régions du monde sont inégalement

réparties.

• Globalement, les dépenses

de santé mentale représentent

moins de 2 dollars par

personne et par année mais,

dans les pays aux plus faibles

revenus, elles ne dépensent

pas les 25 cents.

• Presque la moitié de la population

mondiale vit dans

un pays où il y a – tout au

plus – un psychiatre pour

200 000 habitants.

• Globalement, 67% des ressources

financières sont directement

allouées aux hôpitaux

psychiatriques.

• 77% des patients admis

dans un hôpital psychiatrique

y sont restés pendant

moins d’une année.

Nouvelle édition entièrement remaniée

Guide «Mère et enfant»

Durant la grossesse, la période

de l’allaitement et les premiers

mois de vie du nouveau-né,

l’alimentation est source de

nombreuses questions. Que

manger pour couvrir mes besoins

nutritionnels et ceux de

mon bébé en gestation? Doisje

éviter certains aliments durant

l’allaitement? Quand et

par quel aliment commencer

l’alimentation à la cuillère?

La nouvelle édition entièrement

remaniée du guide «Mère

et enfant» de la Société

Suisse de Nutrition (SSN) s’efforce

de répondre, de façon

• Le nombre de lits en psychiatrie

a légèrement baissé

entre 2005 et 2011, surtout

dans les pays à faibles revenus.

• Seuls 32% des pays assurent

un suivi à la sortie de l’hôpital

psychiatrique (soit: 7%

pour faibles revenus, 29%

pour revenus moyens, 39%

pour revenus moyens supérieurs

et 45% pour hauts

revenus).

• Seuls 44% des pays offrent

des interventions psychosociales

(soit: 14% pour faibles

revenus, 34% pour revenus

moyens, 61% pour revenus

moyens supérieurs et 59%

pour hauts revenus)

Le rapport (uniquement en anglais) peut

être téléchargé depuis le site:

www.who.int/mental_health/

publications/mental_health_

atlas_2011/en/index.html

«Mental Health Atlas 2011», OMS,

Genève, octobre 2011, 82 p.

ISBN: 9799241564359.

aussi concrète et pratique que

possible, à toutes ces questions.

Elle se base sur ses

propres recommandations, de

même que celles de l’Office

fédéral de la santé publique

(OFSP) et de la Société Suisse

de Pédiatrie (SSP).

«Mère et enfant», SSN, en format A5,

illustré, en couleur, env. 112 pages.

Prix membre SSN: CHF 19.90

Prix non-membre: CHF 24.90

Commande possible depuis le site:

www.sge-ssn.ch/fr/shop


Registre des allocations familiales

Repérer et empêcher les

perceptions à double

Depuis le 1 er janvier 2011, le registre national des allocations

familiales a pour but d’empêcher la perception de

plusieurs allocations pour un même enfant.

Au cours des six premiers mois

de fonctionnement, plus de

7600 allocations payées à

double – sur un total de 1,64

million d’allocations en cours –

ont été repérées. La restitution

du trop-perçu est exigée. Le

registre a également permis

d’empêcher le versement indu

de quelque 5000 allocations.

Le premier bilan tiré est donc

positif.

Depuis janvier 2009, la Loi fédérale

sur les allocations familiales

(LAFam) régit au niveau

national le droit à des allocations

pour enfant et à des allocations

de formation professionnelle,

ainsi que le montant

minimal de celles-ci. Elle définit

aussi clairement lequel des

deux parents a droit aux allo-

cations lorsque tous deux

exercent une activité lucrative.

A fin juin 2011, 1,64 million

d’allocations en cours étaient

enregistrées. Grâce au registre,

les organes d’exécution

ont pu repérer, de janvier à juin

2011, 7677 allocations payées

à double et en stopper le versement.

Cela représente moins

de 0,5% des allocations en

cours. Le montant des prestations

ainsi payées indument

atteint 4,85 millions de francs,

soit environ 1‰ du montant

total versé annuellement au

titre des allocations familiales

(4,7 milliards de francs).

Source: Communiqué de presse OFAS

25.10.2011.

Exposition multimédia à Genève

MSF a 40 ans et sa section suisse 30 ans

Nouvelle brochure disponible en français

«Education sexuelle durant la

petite enfance et prévention

des abus sexuels»

La façon d’aborder la sexualité

s’accompagne de beaucoup

d’incertitudes, en 2011 aussi,

surtout lorsqu’il s’agit de la

sexualité enfantine. Résultat: les

enfants qui ne peuvent pas satisfaire

leur curiosité et explorer leur

corps, source de précieuses découvertes,

sont entravés dans

leur développement naturel.

C’est ce qui a poussé la Fondation

suisse pour la protection de

l’enfant et l’Association suisse

des consultations parents-enfants

(ASCPE) à publier la brochure

«Education sexuelle durant

la petite enfance et prévention

des abus sexuels». Cette brochure

d’une centaine de pages a

pour but d’apporter un appui aux

parents d’enfants de 0 à 6 ans et

aux professionnels du domaine

de la petite enfance. Elle vise

aussi à protéger les enfants con-

tre les abus sexuels. Après le succès

obtenu par l’édition en allemand,

cette brochure paraît cet

automne 2011 en français. Une

édition en italien est attendue

dans quelques semaines.

Les parents reçoivent gratuitement

cette brochure par les services

de puériculture de leur région.

D’autres commandes peuvent

être adressées directement à

la Fondation Suisse pour la Protection

de l’Enfant:

info@kinderschutz.ch

Voir aussi: www.kinderschutz.ch

L’année 2011 marque les quarante ans de Médecins sans Frontières (MSF) ainsi que les trente ans de la section suisse.

A cette occasion, une exposition «Des actes à la parole» revient sur les deux piliers du travail de MSF: le témoignage et

l’action médicale.

Afin d’améliorer les conditions

de vie des populations les plus

défavorisées, les équipes de MSF

dénoncent les situations de violences

inacceptables dont elles

sont directement témoins. Dans

plus de 80 pays, elles apportent

aussi une assistance médicale

d’urgence à ceux qui n’ont

qu’un accès limité aux soins.

D’abord un sentiment

de révolte

L’histoire de MSF commence en

1971 par un sentiment de révolte,

celui de médecins témoins du

drame silencieux du Biafra. Dès

lors, l’organisation n’aura de

cesse de s’exprimer publiquement.

En 1980, MSF révèle les

détournements de l’aide internationale

par l’armée vietna-

mienne au Cambodge. En 1999,

recevant le Prix Nobel de la paix,

le président de MSF James Orbinski

s’insurge – devant les caméras

du monde entier – contre

les bombardements indiscriminés

des forces russes sur la ville

tchétchène de Grozny. Cette

année encore, MSF a dénoncé

publiquement les conditions insoutenables

des réfugiés dans le

camp de Dadaab, à la frontière

entre la Somalie et le Kenya. Le

témoignage a pour objectif de

dénoncer des situations humanitaires

extrêmes et d’améliorer

l’accès aux soins des populations

en détresse. Cette prise de

parole s’accompagne d’une aide

médicale concrète. Ainsi, plus

de 1,2 million de consultations

ont été réalisées en 2010 et

63500 personnes ont été admises

dans des hôpitaux MSF.

A Genève aussi

Le 3 juillet 1981, la section suisse

a été créée à Genève. Dans un

premier temps, il s’agissait de

récolter des fonds et de recruter

du personnel médical pour les

missions gérées depuis Paris.

Mais, en 1984, MSF-Suisse lance

sa première mission au Cameroun.

Trente ans après sa fondation,

l’organisation compte plus

de 140 salariés à son siège genevois

et envoie chaque année

des centaines d’expatriés sur le

terrain.

Grâce au soutien de Swatch

Group, MSF a travaillé sur un

projet d’installation vidéo et

photos originales: par le biais

d’un montage d’images et de

films d’archives, quatre décennies

d’histoire défilent sous les

yeux des visiteurs. Une partie de

l’exposition «Des actes à la

parole» présente également

l’actualité de l’association, avec

un accent mis sur les projets à

Dadaab (Kenya) et en Somalie.

Une manière de se souvenir des

victimes silencieuses de certaines

tragédies, mais aussi de

rendre hommage à ceux qui, à

l’instar de MSF, ont agi et pris la

parole pour venir en aide aux

plus vulnérables.

Lieu: à la Cité du Temps, sur le Pont de la

Machine, en plein cœur de Genève.

Dates: du 3 décembre 2011 au 8 janvier

2012 de 9 à 18 heures.

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011 39


Editorial

Les motivations à devenir soignants

sont portées par une envie d’être au

service des autres, à venir en aide aux

plus vulnérables. La sagefemme

est préoccupée par

la cause des femmes, mais

pas seulement au niveau

national. Elle est intéressée

par la santé de toutes

femmes dans le monde et

par la maternité au sens

universel. C’est donc tout

naturellement que certaines de nos

collègues vont tenter, au cours de leur

carrière, l’expérience d’une mission

auprès d’une ONG ou du CICR pour rencontrer

leurs sœurs lointaines, qu’elles

soient femmes ou sages-femmes. Car

les femmes dans le reste du monde ont

besoin d’être aidées!

Ce qui est fascinant dans les aventures

que les sages-femmes relatent à leur

retour, c’est de constater tant d’écarts

de ressources matérielles entre notre

contexte d’opulence et celui de là-bas,

mais aussi tant de points communs

dans nos expériences humaines et la

connaissance de l’obstétrique. Ce qui

fait que deux sages-femmes formées

d’un bout du monde à l’autre pourront

travailler ensemble et échanger. De

même, lors d’une naissance, les échanges

de regards entre une sage-femme et

une femme suffiront à communiquer

les émotions, bien au-delà de la parole.

Les récits des voyageuses qui partent

avec MSF captivent par leur intensité et

souvent leurs détails rocambolesques.

Elles nous racontent aussi une réalité révoltante

faite de pénurie ou, pire encore,

d’excès de matériel importé mal utilisé,

d’absurdités et de violences. Mais elles

révèlent également la richesse des

échanges avec l’équipe locale, la rencontre

avec les familles, la possibilité de

créer à partir de rien, de prendre le

risque d’apprendre sur le tas ce que l’on

a jamais appris, de dépasser ses propres

limites parce que la situation l’impose.

Cette manière «d’avancer sur un fil» fait

supporter bon nombre de difficultés.

On y apprend la patience, la diplomatie,

la simplicité, d’autres priorités, tant au

niveau personnel que professionnel.

Michelle Pichon, responsable de

la filière sage-femme HES Genève

40 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

Mission MSF à Léogâne (Haïti)

Sous le regard des autres

membres de l’équipe

En réponse au séisme qui frappe Haïti, le 12 Janvier 2010, MSF-Suisse

déploie une mission d’urgence pour apporter son assistance médicale à la

population de Léogâne, qui a été détruite à près de 80% et compte parmi

les communes les plus frappées du pays. Chirurgie, accouchements, cliniques

mobiles, santé mentale, les équipes de MSF répondent, jour et nuit, aux

besoins médicaux des victimes de la catastrophe. L’engagement des sages-

femmes est présenté ici sous le regard de deux autres membres de l’équipe.

Lise-Martine Paul Dantes, haïtienne, psychologue,

superviseuse du Service de la Santé Mentale,

Tatiana Kourline, expatriée, coordinatrice IEC.

Les nombreux problèmes de santé de la

femme rencontrés, dès l’arrivée de la mission

MSF-Suisse à Léogâne, confirment la

préoccupation sanitaire majeure de la société

haïtienne pour la santé maternelle.

Près d’un tiers des grossesses ont des

complications. Plus de 20% des femmes

enceintes souffrent de pré-éclampsie.

Les résultats d’une enquête du ministère

de la Santé Publique et de la Population

d’Haïti (MSPP) et du Fonds des Nations

Unies pour la population (FNUAP)

révèlent que le taux de grossesse a triplé

après le séisme. L’hôpital MSF-CH de Léogâne

est lui aussi concerné et se trouve

confronté à cette montée vertigineuse de

grossesses, ce qui est régulièrement observé

au lendemain des psycho-traumatismes

collectifs.

Dossier

Aujourd’hui, la maternité réalise entre

400 et 600 accouchements par mois. Elle

constitue ainsi l’une des activités les

plus importantes de l’hôpital Chatuley

MSF, à Léogâne. Pour des populations

déplacées ou sinistrées, vivant dans des

conditions précaires, l’accès à des soins

gratuits et de qualité permet à ses

membres les plus vulnérables, comme le

sont les femmes enceintes, de bénéficier

de l’accompagnement médical et psychologique

que leur grossesse nécessite.

L’équipe des sages-femmes constitue la

force motrice de la maternité de l’hôpital

Chatuley. Dans les consultations prénatales

assurant un suivi de la mère et du

bébé, les sages-femmes jouent un rôle

socio-éducatif important. En donnant

des conseils sur l’hygiène, l’allaitement, la

relation mère-enfant, elles participent au

développement de l’éducation pour la

santé maternelle et infantile.


Entre tradition et médecine

contemporaine

Dans un contexte où les soins de santé

maternelle – aussi bien en zone urbaine

qu’en zone rurale – restent très liés à la médecine

traditionnelle créole, les sagesfemmes

de l’hôpital MSF assurent la transition

entre connaissances et pratiques haïtiennes

et biomédicales. Bien qu’il puisse y

avoir continuité entre tradition et médecine

contemporaine (par exemple, la «formation

de la tête» de l’enfant à la naissance), les

Haïti en chiffres

Capitale Port-au-Prince

Nombre de médecins pour 1000 habitants 0,25

Mortalité infantile 54,05 ‰

Espérance de vie des femmes 63 ans

Espérance de vie des hommes 60 ans

Source: Brockaus

sages-femmes sensibilisent les futures

mères à des pratiques réduisant les risques

inhérents à la grossesse.

Si les accouchements sont encore réalisés

par des matrones recevant leur charge

par transmission héréditaire, par élection

spirituelle ou de manière onirique, les

sages-femmes informent de leur côté des

risques de l’accouchement à domicile. Là

où les fanm saj des communautés recommandent

la claustration, afin de se protéger

du frèdi (refroidissement), elles conseillent

des consultations post-natales. A

Population 10 millions, dont 52%

en zones urbaines

Enfants par femme 3,5

Nombre de sages-femmes pour

1000 naissances vivantes

1

Complications obstétricales et néonatales 113, dont 54

attendues par jour en zones rurales

Risque de décès maternel au cours de la vie 1 sur 93

Taux de mortinatalité intrapartum

Source: La pratique de la sage-femme dans le monde 2011,

Rapport du Fonds des Nations Unies pour la population

4‰

côté des préparations médicinales des

doktè fey, elles informent de la toxicité de

certains purgatifs pour les bébés.

Dans les services de l’hôpital Chatuley,

les sages-femmes sont connues pour leur

tempérament. Dans la salle d’accouchement

où les femmes en travail se succèdent

au point de la faire ressembler à une

«usine à faire naître», l’assurance des

sages-femmes vient de l’accumulation de

leurs expériences, car elles doivent faire

face quotidiennement à des complications

d’accouchement. En collaboration étroite

avec les médecins gynécologues, les chirurgiens

et l’équipe de néonatologie, leur

attention constante et leur réactivité sauvent

bien souvent des vies.

Dynamisme, patience

et courage

Ainsi, les sages-femmes MSF-CH apportent

une contribution remarquable dans

l’exercice de leur fonction. Grâce à leur apport,

la maternité répond à ses différentes

obligations. À côté de leur qualification en

tant que sages-femmes, elles font preuve

de dynamisme, de patience et de courage

leur permettant de répondre aux besoins

Les photos de ce dossier nous ont été

aimablement transmises par MSF-CH.

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011

41


spécifiques liés au contexte actuel d’Haïti.

Avec professionnalisme et en collaboration

au sein de l’équipe, les sages-femmes

arrivent à apporter une réponse adéquate

à des besoins en santé maternelle. Elles

tiennent compte de tous les aspects de la

sante, c’est-à-dire qu’en plus des soins

physiques, elles accordent une importance

particulière aux facteurs psycho-sociaux en

écoutant les personnes et en les orientant

vers les services appropriés.

En toute impartialité et sans discrimination,

les sages-femmes donnent la priorité

aux soins en fonction de la gravité des cas

et en bonne collaboration avec les médecins.

Tout en respectant la dignité des personnes

et la confidentialité, elles fournissent

un traitement efficace aux patientes

victimes de violence sexuelle. C’est du

moins l’avis de certaines patientes vues en

santé mentale dans le cadre des prises en

charge médicale et psychologique.

L’expérience de porter et de mettre au

monde un enfant est souvent semée d’embûches

et, dans l’hôpital, nombreuses sont

les femmes en souffrance morale. Les

sages-femmes de la maternité identifient

les patientes et parents, qui ont besoin

d’un support psychologique, et les réfèrent

auprès de notre service de santé mentale.

Les sages-femmes démontrent ainsi

qu’elles travaillent très bien en équipe. Cela

se fait particulièrement sentir lors de leur

passation à chaque changement d’équipe

et par les présentations de cas au médecin.

Leur collaboration avec les autres départements

est remarquable: citons, par

exemple, le laboratoire, la néonatologie et

surtout leur coopération avec la santé mentale.

Bien avant le séisme, les soins de santé

représentaient déjà une des plus grandes

préoccupations de la population haïtienne.

Aujourd’hui, l’apport de MSF-CH à Léo-

42 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

gâne est considérable. Elle est d’autant

plus importante qu’il y a davantage

de demandes. La maternité est

ainsi l’un des services qui reçoit de

plus en plus de patientes par jour.

Témoignage

«Elle ne voulait

pas accoucher

à l’hôpital»

Un homme reçu en consultation

avait des problèmes relationnels

avec sa femme qui ne

voulait pas accoucher à l’hôpital.

En Haïti, la maladie et la santé

sont traditionnellement affaires

familiales et c’est encore

très souvent au sein des communautés

que se décident les

stratégies de soins. Il était donc

très difficile pour cet homme de

s’opposer aux proches qui soutenaient

sa femme. Plusieurs

membres de la famille étaient

en colère en arrivant à l’hôpital

où finalement l’épouse a accouché.

Une fois l’enfant né, l’ensemble

de la famille a cependant

été touchée par la qualité

des soins reçus à la maternité et

a fini par admettre la justesse de

la démarche du mari. Le contenu

de leur témoignage peutêtre

résumé en ces termes: bon

accueil des patientes à la maternité,

hygiène, qualité des soins

des sages-femmes, maîtrise du

travail, impartialité.

Tchad

Une 1 ère missi

Au lendemain de son retour,

Marie, sage-femme française âgée

de 27 ans, nous a confié quelques

impressions sur la première mission

qu’elle vient d’accomplir durant

presque sept mois au Tchad.

Pourquoi partir en mission?

Partir, c’était un objectif que j’ai eu dès

le début de mes études (2002–2007). Je

les ai faites en Bretagne et j’ai travaillé à

Lorient, puis à Vienne. Cela m’a finalement

pris quatre ans pour être prête … à

partir.

Quelle a été votre première impression à

votre arrivée à Abéché fin mars 2011?

C’était le bazar! Il était impossible de

cerner l’organisation. Le personnel manquait

de manière dramatique. C’était lamentable

au niveau de la propreté et de

l’hygiène!

Mon premier réflexe fût de vouloir arranger

tout cela tout de suite: au début,

je courais partout et je restais insatisfaite.

J’ai donc dû apprendre à me calmer, à

collaborer avec les gens, à leur faire

prendre les décisions au lieu de décider à

leur place, à discuter d’abord et à faire

preuve de patience. Là-bas, il faut beaucoup

de temps pour changer la moindre

des choses. Et si l’on veut aller trop vite,

cela ne marche pas du tout.

Fin mars 2011, je suis arrivée seule à la

maternité d’Abéché. Il y avait bien une

équipe nationale mais pas d’expatrié

dans le service même qui soit en mesure

de me guider dans ce nouveau poste.

Après un mois et demi, une deuxième

sage-femme, plus expérimentée, est venue

me rejoindre pour deux mois. Entretemps,

c’est un gynécologue qui est venu

et il nous a beaucoup soutenues pour la

prise en charge des cas compliqués et la

formation du personnel. Une autre sagefemme

expatriée était présente jusqu’à la

fin de ma mission, à la mi-octobre 2011.

Elle m’a beaucoup appris. C’était mes

premiers pas en matière de management.

Cette expérience m’a vraiment enrichie,

mais j’ai encore bien des progrès

à faire …


on MSF se termine pour Marie

Quel est à présent votre meilleur

souvenir?

La reconnaissance des gens à la fin de

cette mission. Même si tous mes objectifs

n’étaient pas atteints, j’ai été agréablement

surprise par le discours d’adieu du

chef de service et par l’expression sincère

de sa reconnaissance et de celle de l’équipe.

J’ai tout de même réussi à améliorer

certaines choses: par exemple, j’ai mis en

place un système d’hygiène qui fonctionne

avec une répartition horaire des tâches

et des fiches d’autocontrôle, j’ai aussi

clarifié la répartition des tâches et guidé la

superviseuse locale de la maternité dans

l’exercice de ses nouvelles fonctions.

Quelle a été votre première impression

à votre retour à Genève à la mi-octobre

2011?

Il fait froid et je suis très fatiguée. Je

viens de passer subitement d’un monde à

un autre, mais je suis très positive. J’ai envie

de repartir, peut-être assez rapidement

pour une mission plus courte, afin de travailler

sur certains aspects que j’avais juste

eu le temps d’aborder à Abéché, puis

peut-être pour une toute autre mission

ailleurs dans le monde.

Comment avez-vous vécu le choc

culturel?

Une grande partie du personnel de l´hôpital

est francophone. Avec les patientes,

c’est surtout la barrière de la langue qui

Le Tchad en chiffres

Capitale N’Djamena

Nombre de médecins pour 1000 habitants 0,04

Mortalité infantile 95,31‰

Espérance de vie des femmes 49 ans

Espérance de vie des hommes 47 ans

Source: Brockaus

gêne, parce qu’elles ne parlent pas du

tout français ou si peu. Leurs conditions

de vie et la manière de les traiter m’ont

souvent choquée. Il est difficile de ne pas

se laisser emporter par ses sentiments devant

le peu de choix qu’on leur laisse.

C’est le mari (ou son frère ou un homme

de la famille) qui prend les décisions

(par exemple, en cas de césarienne d’urgence)

et c’est son avis qui prime. Mais, je

ne peux pas changer la culture des gens.

Population 11 millions, dont 28%

en zones urbaines

Enfants par femme 6,2

Nombre de sages-femmes pour

1000 naissances vivantes

0,4

Complications obstétricales et néonatales 217, dont 157

attendues par jour en zones rurales

Risque de décès maternel au cours de la vie 1 sur 14

Taux de mortinatalité intrapartum

Source: La pratique de la sage-femme dans le monde 2011,

Rapport du Fonds des Nations Unies pour la population

14‰

Marie (à droite) en compagnie d'une collègue tchadienne.

Je peux seulement essayer d’améliorer la

communication soignant-soigné et soignant-accompagnant,

entre autres afin

de faciliter le consentement de la famille

pour une intervention urgente.

Ce qui m’a frappée, c’est à quel point

les Tchadiens sont doués pour «scanner»

quelqu’un. Cela veut dire que, si l’on reste

franc et correct, si on a un bon fond, si

l’on ne se montre ni impudique dans ses

attitudes et ses paroles ni arrogant, les petites

gaffes que j’ai pu faire de manière

involontaire (par exemple, oublier le nom

de quelqu’un, ne pas saluer quand on est

trop pressé) sont facilement pardonnées.

Que retenez-vous de cette première

mission?

Il faut savoir que le respect est essentiel:

le respect de la Personne, le respect de

l’âge, le respect des différences. Au niveau

humain, j’ai appris énormément.

En conclusion, je dirais qu’il faut beaucoup

observer, beaucoup écouter, avant

de parler soi-même. Il faut aussi prendre le

temps – même si l’on ne dispose pas de

beaucoup de temps en fait – mais c’est

primordial pour arriver à quelque chose.

Propos recueillis par

Josianne Bodart Senn

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011 43


Lybie

Après une 4 ème mission MSF,

Chika pense déjà à repartir

Pour une Japonaise, ce n’est pas du tout évident de comprendre et de parler le français, ou l’anglais, ou encore l’arabe.

Chika est une sage-femme de 43 ans qui a beaucoup d’expérience, de maturité et de recul. Elle marque donc souvent

un temps de pause avant de se lancer dans une réponse quand on lui pose une question. Depuis sa 1 ère mission en Côte

d’Ivoire, elle a fait de grands progrès dans le maniement des langues et dans la connaissance de la condition humaine.

Une réelle soif de connaissances et de savoir-faire.

Jusque dans les années 1990, l’association

internationale Médecins sans Frontières

n’était pas très connue au Japon.

Des reportages vus à la télévision ont attiré

l’attention de Chika qui a demandé un

congé sans solde à l’hôpital qui l’employait,

mais cela n’a pas été possible et

elle a dû donner se démission. Entre deux

missions, elle se contente donc de faire

des gardes et des remplacements.

Après avoir passé plus d’une année à

Haïti dans l’hôpital MSF de Léogâne qui

faisait 500 accouchements par mois, Chika

est partie en urgence, en Lybie, pour

venir en aide à la maternité de l’hôpital de

Zintan. Elle a dû faire appel, très rapidement,

à sa mémoire et retrouver les bases

d’arabe qu’elle avait apprises lors d’une

précédente mission au Maroc, pour communiquer

avec le personnel et avec les pa-

44 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

tientes. «C’est surprenant, sur le moment

de partir si vite, mais j’étais très contente

et la mission s’est très bien passée. Je pensais

que ce pays manquait de personnel et

de matériel, mais j’ai tout de suite vu que

ce n’était pas le cas. Là où j’étais, c’était

relativement calme.»

Pour Chika, ce fut une mission très différente

de ce que l’on demande généralement

à une sage-femme. Par manque

de personnel, elle dû prendre des gardes

et gérer, seule, de jour comme de nuit,

des urgences obstétricales. En six semaines

de mission, elle a fait une quarantaine

d’accouchements, sans grandes complications.

Elle en est elle-même encore un

peu surprise.

Cette nouvelle rencontre avec la culture

arabe a provoqué un choc pour Chika:

«Par exemple, j’ai été choquée de voir une

femme qui en était à sa 5 ème césarienne et

qui refusait une ligature des trombes, parce

que son mari en avait décidé ainsi. J’ai

aussi vu les hommes arabes rester à l’extérieur

de l’hôpital. C’est pourtant eux –

et eux seuls – qui donnent leur accord

dans les cas sévères, par exemple quand il

faut se résoudre à faire une césarienne.

Les femmes n’ont alors pas d’autres solutions

que de suivre leur décision.»

Pour cette Japonaise particulièrement

expérimentée, chaque mission apporte de

nouvelles découvertes: «Je suis prête à

repartir pour une autre mission … Tant

que je pourrai bouger, je serai prête.»

Propos recueillis par

Josianne Bodart Senn


Une mission au cœur de l’Afrique

En novembre 2010, Sabrina Schipani est partie pour une mission Médecins sans Frontières (MSF) de six

mois en République démocratique du Congo (RDC). Plus précisément, elle a travaillé à Getty, un village

d’environ 10000 habitants – sans routes goudronnées ni électricité ni eau courante.

Getty se trouve dans la province d’Ituri,

au nord-est du pays, à la frontière avec

l’Ouganda. Des combats entre l’armée

congolaise et les rebelles y sont fréquents,

ce qui provoque un déplacement

de la population civile. Pendant les combats

ou durant l’exode, les femmes et les

fillettes sont souvent victimes de violences

sexuelles.

La guerre civile qui dure maintenant

depuis des années amène MSF à s’engager

de plus en plus dans la région – avant

tout en faveur des femmes et des enfants.

Depuis 2009, la région de Getty

fait l’objet d’un projet indépendant. L’hôpital

régional existant a été en partie reconstruit.

Le matériel manquant y a été

acheminé et le matériel défectueux remplacé.

La pharmacie est continuellement

réassortie. Le savoir-faire sanitaire est

constamment amélioré. En juin 2011,

La RDC en chiffres

Capitale Kinshasaa

Nombre de médecins pour 1000 habitants 0,11

Mortalité infantile 78,43‰

Espérance de vie des femmes 56 ans

Espérance de vie des hommes 53 ans

Source: Brockaus

Sabrina Schipani

sage-femme,

membre du Comité central

de la FSSF

quatre centres de soins régionaux ont été

repris dans le programme.

Ma tâche consistait à transmettre de

nouvelles techniques aux sages-femmes

congolaises par des formations continues

et par une collaboration intensive, mais

aussi à approfondir leurs connaissances –

par exemple en matière de réanimation,

Population 67 millions, dont 35%

en zones urbaines

Enfants par femme 6

Nombre de sages-femmes pour

1000 naissances vivantes

2

Complications obstétricales et néonatales 1313, dont 854

attendues par jour en zones rurales

Risque de décès maternel au cours de la vie 1 sur 24

Taux de mortinatalité intrapartum

Source: La pratique de la sage-femme dans le monde 2011,

Rapport du Fonds des Nations Unies pour la population

15‰

En visite auprès d'une mère allaitante à l'hôpital régional de Getty. Photo: Sabrina Schipani

Infant Handling, méthode Kangourou ou

Bonding. Mon objectif était de leur transmettre

des connaissances qui pourraient

être appliquées sur place, même avec des

moyens plutôt limités. En retour, je pourrais

profiter personnellement de beaucoup

de leurs connaissances traditionnelles,

qui me seraient ensuite également

utiles chez nous.

Lors de mes visites aux quatre centres

de soins, j’étais secondée par une sagefemme

congolaise. Tous les jours, chacune

d’entre nous visitait une institution et

y donnait une formation continue ou travaillait

avec les sages-femmes. Dans les

centres de soins plus éloignés, il y avait

des jours où nous rencontrions jusqu’à

100 femmes pour des contrôles de grossesse.

Ce qui exigeait un travail d’équipe

de très bonne qualité.

Aux nombreux moments rassurants se

sont mêlés beaucoup d’autres moments

tristes. De nombreux enfants meurent

encore au moment de la naissance ou

après. Les femmes viennent encore souvent

trop tard pour les premiers contrôles

de grossesse, ce qui rend difficile l’appréciation

«exacte» des délais. Des complications

telles que la gestose, le diabète de

grossesse et/ou le placenta praevia sont

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011

45


difficilement détectables pour les

sages-femmes et conduisent parfois à

la mort de la mère et de l’enfant. Une

des raisons en est l’infrastructure limitée

des centres de soins et de l’hôpital,

ce qui fait que les possibilités thérapeutiques

sont également très limitées

(pas d’électricité, pas d’oxygène,

peu de médicaments, de longs trajets

souvent en moto ou à pied).

Malgré la guerre civile, l’oppression

qui dure depuis des années et la grande

pauvreté, les Congolais restent très

amicaux et ouverts. Ils rient très souvent

et, dans les situations difficiles, ils

manifestent une «sérénité africaine»

bien connue. Comme j’aurais bien aimé

en emporter un peu avec moi! De retour

en Suisse, l’exotisme du lieu, le

rire des gens, la lumière dans le regard

des enfants – mais aussi la musique

congolaise qui invite toujours à la

danse – me manquent beaucoup.

Traduction: Josianne Bodart Senn

46 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

Photo: MSF-CH

Comment m’engager comme sagefemme

à l’étranger?

Les annonces publiées par MSF dans la

presse sont rares. Elles pourraient faire

penser que nous recrutons comme n’importe

quel organisme de santé. Ce n’est

pas du tout le cas, sauf de manière exceptionnelle

dans les cas d’extrême urgence

(lorsqu’en cas de séisme, notre

pool est déjà entièrement engagé).

MSF attend que vous ayez fait vousmême

toute une démarche intellectuelle

pour cerner ce que vous voulez faire,

pourquoi vous voulez le faire, ce qui vous

pensez qu’une mission à l’étranger pourrait

vous apporter, etc.

Cette réflexion personnelle nous

semble indispensable. Sur le terrain, vous

allez parfois vous retrouver seule devant

vos doutes et découragements. Avec

cette démarche de réflexion préliminaire,

vous faites la preuve que vous disposez,

en vous-même, de cette ressource intellectuelle

qui vous sera bien utile dans ces

moments-là.

En outre, MSF vous demandera un an

minimum de disponibilité, mais cela ne

signifie pas nécessairement que vous partirez

immédiatement. Et cela aussi n’est

pas toujours facile à vivre...

Existe-t-il plusieurs manières de

s’engager?

Non, il n’existe qu’une seule manière.

C’est la démarche de candidature spontanée

que je viens de vous décrire. Elle sera

accompagnée d’un CV. Puis, il faudra attendre

que nous vous invitions à un entretien

et à un processus de validation.

Une grille technique permettra de faire

l’évaluation de vos compétences. Vous

avez alors tout intérêt à être franche et à

signaler les compétences que vous n’avez

pas encore pu pleinement atteindre, simplement

parce qu’en Occident, vous avez

très peu d’occasions de les exercer.

Focus

M’engager à MSF?

Tout commence par une ca

En principe, Médecins sans Frontières (MSF) ne recrute pas par petites annon-

ces. L’association internationale valorise plutôt une démarche personnelle de

motivation et ne prend en compte que les candidatures spontanées.

Entretien avec Nelly Staderini, Référente Santé de

la reproduction, Médecins sans Frontières, Genève.

Quels critères faut-il remplir en tant que

sage-femme?

Les trois critères obligatoires sont: un diplôme,

au minimum deux ans d’exercice

professionnel et la maîtrise du français.

Des connaissances de l’anglais ou d’une

autre langue constituent «un plus».

D’autres critères optionnels peuvent entrer

en ligne de compte, à savoir le fait

d’avoir déjà voyagé, d’avoir fait une école

de médecine tropicale ou d’avoir acquis de

solides connaissances en épidémiologie.

Pour une sage-femme, les qualités déterminantes

sont:

– de la patience (et surtout une capacité

à faire des compromis)

– du sang-froid

– une grande motivation

– un savoir vivre en équipe (durant des

mois, on mange ensemble, on dort

ensemble, on circule ensemble)

En mission, le métier de sage-femme

n’est pas du tout le même qu’ici, en

Occident. Dans nos missions, il faut, par

exemple, savoir:

– accepter les contraintes de sécurité

– maîtriser des activités obstétricales

d’urgence

– gérer une pharmacie

– collecter des informations

– mener à bien un plan d’action, etc.

MSF-Suisse dispose d’un pool de 20

sages-femmes environ ayant déjà réalisé

des missions. Chaque année, nous n’envoyons

en première mission que de trois

à cinq sages-femmes. D’une manière

générale, 50% seulement repartiront

pour une autre mission.

Est-ce que je bénéficierai d’une formation

avant de partir en mission?

Non, pas vraiment. Il existe des séances

d’information, tous les deux mois, en alternance,

à Genève et à Zurich, de 18 à

19 heures 30. Vous trouverez tous les détails

nécessaires, sur notre site:

www.msf.ch > Agenda > Séance

d’information


didature spontanée

Si votre candidature est retenue, vous

aurez une «Préparation Pré Départ» (PPD)

en compagnie de tous les autres corps de

métiers. Nous organisons aussi des formations

internes qui se font soit sur le

terrain, soit entre deux missions.

En règle générale, quelle est la durée

des missions à l’étranger?

Avant tout, MSF demande un engagement

moral d’une année minimum. Ce

qui signifie que, durant cette période, il

faut «être prêt» à partir. La première mission

dure en général six mois. Notre philosophie

est de diversifier les terrains

d’action et de proposer des missions dans

plusieurs pays.

Est-ce que ce travail est rémunéré?

Aujourd’hui, oui. Nous sommes en effet

passés du statut de volontaire à celui

de salarié. Des cotisations sociales sont

donc payées régulièrement. Mais ce salaire

(CHF 1648.–/mois) reste très bas,

parce que tous les frais de déplacement

sont pris en charge par MSF et que vous

n’avez pas de dépenses sur place durant

la mission.

Comment est organisé le travail sur place?

Comment sont formées les équipes?

Nous fonctionnons toujours en équipes

pluridisciplinaires mixtes, avec environ un

expatrié pour neuf nationaux. La hiérarchie

permet une structuration par projets

dans le cadre des missions, mais chacun(e)

(surtout la sage-femme) est responsable

dans son domaine.

Avec quels autres professionnels vais-je

travailler? Combien de sages-femmes

compte une équipe en mission?

Nous avons actuellement dix projets en

chantier, dont deux avec des sagesfemmes.

Elles sont souvent les seules référentes

là où elles se trouvent (sauf lorsqu’elles

sont en première mission). Par

exemple, en Haïti, la sage-femme est responsable

d’une équipe de 50 personnes.

Y a-t-il un suivi après une mission?

Au retour en Suisse, non. Entre deux

missions, il est vrai que la sage-femme se

retrouvera seule. C’est pourquoi la démarche

préliminaire est si importante

pour nourrir ses motivations et, au besoin,

pour gérer les répercussions – émo-

tionnelles surtout – des missions accomplies.

Selon son profil et ses expériences

passées, nous nous permettons de la relancer

dès que l’occasion s’en présente.

Existe-t-il des projets fixes pour lesquels

des sages-femmes pourraient s’engager

à plus long terme auprès de Médecins

sans Frontières?

Pas vraiment. Notre philosophie est de

faire en sorte que «les experts tournent»:

nous pensons que l’on finit par s’habituer

à un contexte et par ne plus se poser les

«bonnes» questions …

Comment puis-je m’informer au sujet

des expériences personnelles des sagesfemmes?

Nous publions de temps en temps des

témoignages dans les journaux ainsi que

sur notre site www.msf.ch.

Ainsi, «Soigner et Témoigner» reste

notre devise depuis quarante ans…

Propos recueillis par

Josianne Bodart Senn

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011 47


Question de société

Tous dopés … Et après?

48 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

Mosaïque

L’absorption de substances améliorant la performance est un phénomène connu depuis longtemps dans le domaine du sport.

«Plus haut, plus vite, plus loin»: cette obsession de la performance s’observe aussi – de plus en plus souvent – au travail et

dans le monde professionnel. Le débat public sur l’utilisation de méthodes visant à stimuler les performances n’en est toutefois

qu’à ses débuts. C’est que qu’a démontré le congrès national organisé par Addiction Info Suisse le 8 novembre 2011

à Berne sur le thème «Dopage au quotidien: effet (secondaire) d’une société axée sur la compétitivité?».

Au sens strict, le dopage est la

consommation de substances interdites

par les sportifs. Le Dr.

Patrick Laure, chercheur à l’université

de Metz (France), le distingue

des «conduites dopantes»

qui désignent «la consommation

de substances pour affronter un

obstacle, réel ou ressenti par

l’usager ou par son entourage,

aux fins de performance». Telle

cette maman de deux enfants

(4 et 5 ans) qui prend un demitranquillisant,

parce qu’elle doit

préparer une fête d’anniversaire

et veut être sûre de bien gérer la

situation, de faire face de manière

exemplaire … Et après? Faut-il

intervenir? Qui cela dérange-t-il?

Qui met-elle ainsi en danger?

Un terrain si peu connu

Aucune étude n’a mesuré sérieusement

les répercussions

économiques de ce phénomène

que l’on nomme aujourd’hui

«dopage au quotidien». Le public

est scandalisé par les «affaires»

de dopage des cyclistes

professionnels du Tour de France,

mais il réagit plutôt positivement

à la banalisation du Viagra ® .

Pour ce qui concerne le monde

sportif, le Dr. Patric Laure rappelle

que nous ne disposons

d’aucune donnée épidémiologique,

tout au plus de quelques

études très ciblées et d’observations

de cas de décès. Par les

contrôles, nous savons que le

dopage concerne de 1 à 2% des

sportifs d’élite, mais tous ne

sont pas contrôlés et il existe des

faux négatifs. Chez les enfants

et adolescents, des enquêtes indiquent

que 3 à 5% d’entre eux

ont utilisé au moins un produit

interdit au cours de leur carrière

sportive et que l’âge de la première

prise se situe vers 8 ans.

Chez les adultes, ce taux se situe

entre 5 et 15%, voire 18% pour

les culturistes. Quant aux nonsportifs,

les rares enquêtes sug-

Une alimentation saine, est-ce déjà du dopage?

gèrent un taux de 24%. Autre

élément relevé par le Dr. Patrick

Laure: les adolescents sportifs

qui se dopent (5%) sont aussi

ceux qui manquent de confiance

en eux et d’estime, qui sont

anxieux, pas heureux et qui ont

des problèmes de santé. Aucun

lien de cause à effet, dans un

sens comme dans l’autre, n’est

toutefois démontré.

Par ailleurs, le milieu scolaire incite

de plus en plus de parents à

consulter et à faire consommer

la Ritaline ® à leurs enfants turbulents

ou simplement distraits.

La psychologue et psychothérapeute

bernoise Renate Bichsel

Bernet a constaté que, dans certaines

classes, 25% des enfants

en consommaient régulièrement,

alors qu’on évalue les troubles

du déficit de l’attention et hyperactivité

(TDA/H) entre 1 et 5%.

Elle s’alarme devant un système

scolaire de plus en plus exigeant,

qui se limite à n’être

qu’une «machine à produire du

savoir-faire» et qui attend de

tous les enfants une concentra-

tion maximale sur des sujets

qu’elle impose et une absence

de comportements qui viendraint

troubler l’ensemble de la

classe.

Et la personnalité

dans tout cela?

Avec l’exemple de la Ritaline ® ,

on voit bien que l’école ne

s’adapte plus aux enfants. C’est

à eux – et à leurs parents – de

«rentrer dans le cadre» à tout

prix, au besoin par la consommation

d’un produit. Là encore,

le développement de la personnalité

est totalement négligé, de

même que la confiance en soi,

les relations sociales et le réseau

des appuis. Dans un proche avenir,

ne va-t-on pas mettre tous

les enfants sous Ritaline ® pour

pouvoir gonfler les effectifs des

classes sans surcharger les enseignants?

Tout au long de ce Congrès

national, il a été rappelé que le

«dopage au quotidien» est un

marché en pleine expansion et

qu’il est particulièrement «ju-

teux» grâce à un marketing incessant

vantant l’espoir de performances

maximales sans effort.

Le Dr. Bengt Kayser de l’université

de Genève parle même

d’une «société de la triche» qui

incite à ne plus respecter les

règles du jeu. Faudra-t-il pour

autant faire passer des tests

d’urine aux étudiants en médecine

juste avant – ou juste après

– leurs examens, ou aux chômeurs

qui se présentent à un

entretien d’embauche, pour assurer

une utopique «égalité des

chances»?

Si la lutte anti-dopage est probablement

efficace au niveau

des sports d’élite, elle ne l’est

pas au niveau des sports de

masse et elle l’est encore moins

au sein de la société en général.

Les produits vantés sont en général

peu efficaces et ils peuvent

être dangereux. Seule reste une

croyance en leur efficacité. Cette

croyance rassure, elle augmente

l’estime de soi et c’est ainsi

qu’au final, elle peut repousser

les limites de la performance.

La performance … C’est en son

nom que se modèlent les nouvelles

normes. Afin d’augmenter

leurs capacités physiques et

intellectuelles, de plus en plus

de personnes en bonne santé

absorbent des substances stimulantes

ou prennent des médicaments

développés à l’intention

de personnes malades. Le

Viagra ® en est un bel exemple.

D’un côté, il est de plus en plus

réclamé par des hommes plutôt

jeunes, un peu anxieux ou juste

un peu timides. D’un autre côté,

il est supposé améliorer les performances

pulmonaires des

sportifs. Mais, où se situe la

limite entre le «normal» et l’excès?

Pour Lars Stark, directeur

médical du centre zurichois

ARUD, le sentiment que «tout

est possible» est un mythe,

comme celui de l’auto-respon-


sabilité. Mais, si la tendance à se

perfectionner sans cesse est innée

chez l’être humain, quoi de

plus légitime que d’en chercher

les moyens? Y aurait-il de «bons»

moyens et de «mauvais»?

Toujours mieux!

Est-ce humain?

Le café nous rend plus alerte et

plus productif. Les lunettes ou

les lentilles de contact améliorent

notre vue. La vitamine C

prévient les rhumes. L’ordinateur

ou le simple agenda nous

déchargent d’une mémorisation

systématique. Jusqu’où

peuvent aller nos exigences?

Jusqu’où sont-elles légitimes?

Jusqu’où nous mènera l’obsession

de beauté, de jeunesse et

de productivité qui s’impose

aujourd’hui?

Rester «cool» peut aider à se

concentrer, à se souvenir, à résoudre

des problèmes logiques

simples. Mais qu’en est-il de nos

émotions et de nos états d’âme?

Et puis, se demande le Dr. Bernard

Baertschi de l’université de

Genève, «Qu’est-ce que réussir

sa vie?» Etre humain, c’est

s’améliorer: on parle de plus en

plus de «neurologie cosmétique»

et de «human enhancement».

Mais, se contenter de

prendre un produit plutôt que

d’affronter les aléas de la vie,

est-ce un progrès? Garder une

humeur égale, quoi qu’il arrive,

est-ce un idéal?

Le débat est lancé. Prenons

conscience de la complexité du

phénomène du dopage dans

nos vies quotidiennes et discu-

Au-delà des stéréotypes

L’infarctus du myocarde concerne aussi les femmes

Les femmes souffrent d’ostéoporose

tandis que les hommes

meurent de maladies cardiaques…

Ce sont là deux erreurs

largement répandues. En fait,

l’ostéoporose concerne aussi

un cinquième des hommes et

l’infarctus du myocarde est la

cause de décès la plus fréquente

chez les femmes.

Le personnel médical le sait trop

rarement. Comme les symptômes

sont différents selon les

sexes, la femme et l’homme ne

peuvent pas bénéficier du même

diagnostic ni du même traitement.

C’est ce qui avait été mis

en évidence lors du deuxième

sommet sur la santé des femmes

qui avait réuni quelque 80

Ostéoporose

Expliquer pour mieux prévenir

Une femme sur trois atteignant la cinquantaine doit s'attendre

à présenter un jour ou l'autre une fracture osseuse

due à l'ostéoporose. Ce qui a changé ces dernières années,

c'est que cette affection n'est plus considérée comme une

fatalité.

L'Association suisse contre l'ostéoporose

(ASCO) assure depuis

1989 l'échange d'informations

entre professionnels de la

santé, mais elle se livre aussi à

des campagnes de sensibilisation

pour le grand public. Ainsi,

l'ASCO a mené une campagne

destinée à informer tout autant

qu'à rassurer le public sur l'incidence

et les conséquences de

l'ostéoporose.

Les «Recommandations 2010»

pour les professionnels de la

santé – de même qu'une brochure

destinée au grand public,

intitulée «La maladie des os fra-

giles» et agréablement illustrée

par André-Paul Perret – peuvent

être téléchargées depuis le site

de l'association. Alors que par

le passé, l'ostéoporose était

généralement acceptée comme

une fatalité, on reconnaît aujourd'hui

qu'il s'agit d'une maladie

digne d'intérêt et susceptible

d'être traitée. Un diagnostic et

un traitement précoces sont

essentiels aussi bien du point de

vue médical qu'économique.

Grâce à l'introduction de l'ostéodensitométrie,

l'image de l'ostéoporose

a beaucoup changé.

Nous avons maintenant la pos-

spécialistes en novembre 2010

à Zurich. Se focalisant sur la

santé des femmes, deux feuillets

d’information – «Une affaire

de cœur» & «Des os solides, un

futur solide» – ont été publiés à

la suite de ce deuxième sommet

par Womenshealth.ch. Leur site

est exploité par Merck Sharp &

Dohme-Chibret SA (MSD), lea-

sibilité de diagnostiquer une

ostéoporose bien avant qu'une

fracture ne survienne, c'està-dire

avant l'apparition des

complications de la maladie. Le

développement rapide des connaissances

des maladies du

métabolisme osseux a conduit à

un élargissement des possibilités

diagnostiques, préventives

et thérapeutiques.

Etant donné les progrès effectués

et la multitude d'informations

concernant le diagnostic

et le traitement de l'ostéoporose,

l'ASCO s'est donné pour

but de fournir une synthèse de

ces informations à l'intention

des médecins traitants en cabinet

privé ou en milieu hospitalier.

Vu le nombre croissant de

cas d'ostéoporose auquel est

quotidiennement confronté le

tons-en autour de nous. Parce

qu’il est urgent de fixer de nouvelles

règles de vie en société et

peut-être de définir de nouveaux

idéaux …

Josianne Bodart Senn

Les documents concernant ce congrès

peuvent être téléchargés à partir

du site: www.addiction-info.ch

der dans le développement de

thérapies dans le domaine de la

santé des femmes.

A télécharger:

www.womenshealth.ch > La santé

des femmes > Thèmes sur la santé

praticien, le comité interdisciplinaire

de l'ASCO a également

développé un ensemble de directives

pour faciliter le diagnostic,

la prévention et le traitement

de l'ostéoporose.

A télécharger:

www.svgo.ch > Brochures

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011 49


Stellenangebote Offres d’emploi Offerte d’impiego

Das Spital Davos ist ein Akutspital der Grundversorgung mit integrierter

Langzeitpflegeabteilung und Spitex. Wir verfügen über insgesamt

75 Akut- und 32 Pflegebetten für die Spitalregion Davos.

Unsere Geburtenabteilung steht unter fachärztlicher Leitung und

betreut ca. 100 Geburten pro Jahr. Wir suchen für unseren Gebärsaal

nach Vereinbarung eine engagierte und erfahrene

Dipl. Hebamme 50%–100%

Ihre Aufgaben:

• Individuelle, respektvolle und ganzheitliche Betreuung und

Pflege der werdenden Eltern vor, während und nach der Geburt

in Zusammenarbeit mit den Fachärzten

• Mitarbeit auf der Wochenbettabteilung

Unsere Anforderungen:

• Erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zur Hebamme

• Mindestens zwei Jahre Berufserfahrung als Hebamme

• Engagierte, belastbare und offene Persönlichkeit mit hoher

Sozialkompetenz

• Selbstständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise sowie

Freude an interdisziplinärer Zusammenarbeit

• Bereitschaft zu Pikettdiensten

Unser Angebot:

• Anspruchsvolle Aufgaben in einem motivierten Team und

einem spannenden Umfeld

• Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten

• Moderner Arbeitsplatz

• Günstige, schöne Personalappartements

• Vielseitiges Freizeitangebot in einer herrlichen Umgebung

Sind Sie an dieser vielseitigen Tätigkeit in unserem Hause interessiert?

Dann zögern Sie nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen. Wir

freuen uns auf Sie.

Für nähere Auskünfte steht Ihnen Frau Beatrice Heeb,

Bereichsleitung Pflege, unter der Nummer 081 414 82 50 oder

bheeb@spitaldavos.ch gerne zur Verfügung.

Ihre vollständigen, schriftlichen Bewerbungsunterlagen senden Sie

bitte an:

SPITAL DAVOS

Philipp Müller

Leiter Personalwesen

Promenade 4

7270 Davos Platz

www.spitaldavos.ch

50 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

Kantonsspital

Nidwalden

HERZLICH – INDIVIDUELL – PROFESSIONELL

Das Kantonsspital Nidwalden ist ein modernes 100 Betten-

Akutspital, beschäftigt über 420 engagierte Mitarbeitende und

ist für die erweiterte Grundversorgung im Kanton Nidwalden und

Engelberg verantwortlich.

Wir suchen per 01.03.2012 oder nach Vereinbarung eine

Dipl. Hebamme HF/FH 100 %

Detaillierte Angaben zur Stelle und zum Unternehmen finden Sie

unter www.ksnw.ch

Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann freuen wir uns, Sie persönlich

kennenzulernen. Fragen beantwortet Ihnen gerne Herr Norbert

Jenny, Leiter Pflegedienst, unter der Telefonnummer 041 618 10 30

oder Frau Marianne Illi, Leitende Hebamme, Telefon Nr. 041 618 17 20.

Ihre schriftliche Bewerbung senden Sie bitte an Frau Christine

Siegrist, Personalabteilung, Kantonsspital Nidwalden, 6370 Stans.

Als Schwerpunktspital mit 150 Betten und einem Personalbestand

von rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind

wir für die Akutversorgung der Bevölkerung im Einzugsgebiet

des rechten Zürichseeufers verantwortlich.

Wir sind ein UNICEF-anerkanntes «Babyfriendly Hospital» mit

rund 450 Geburten im Jahr. Die Teams der Gebär-, Geburtshilfe-

und Gynäkologiestation arbeiten sehr eng zusammen. Die

Geburtshilfe wird jetzt verstärkt, ausgebaut, modernisiert und

neu aufgestellt. Für unseren Neuanfang suchen wir per sofort

oder nach Vereinbarung

diplomierte Hebammen 60%–100%

diplomiertes Pflegefachpersonal

80%–100%

Wir betreuen unsere Wöchnerinnen und Patientinnen im

Bezugspflegesystem und legen Wert auf kompetente, professionelle

Fachpersonen, welche auf eine kontinuierliche

Weiterentwicklung ihres Wissens bauen.

Sie bringen nach Möglichkeit einige Jahre Berufserfahrung

mit und sind es gewohnt, mit komplexen, schnell wechselnden

Situationen umzugehen. Auch in hektischen Zeiten

behalten Sie den Überblick und können Prioritäten setzen. Sie

arbeiten selbstständig und teamorientiert. Ihre kommunikativen

Fähigkeiten und der kooperative Umgang mit verschiedenen

Partnern können Sie dabei optimal einbringen. Der

Einsatz der Hebammen erfolgt sowohl in der Gebärabteilung

als auch auf der Bettenstation Geburtshilfe/Gynäkologie. Gute

EDV-Anwenderkenntnisse runden ihr Profil ab.

Es erwartet Sie ein vielseitiger, anspruchsvoller Arbeitsplatz

in einer Aufbausituation. Das gute interne Fortbildungs- und

Beratungsangebot unterstützt Sie in Ihrer Aufgabe. Die Weiterentwicklung

der Gynäkologie und Geburtshilfe liegt uns

am Herzen.Wir haben die Mittel und die Kraft, gemeinsam mit

Ihnen Neues zu realisieren.

Das Spital Männedorf steht an attraktiver Lage, direkt am

Zürichsee und ist vom Bahnhof her gut zu erreichen.

Frau Helene Sedlacek,Bereichsleiterin Pflegedienst Bettenstationen,gibt

Ihnen gerne weitere Auskünfte,Telefon 044 922 28 15.

Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen

senden Sie bitte an: Spital Männedorf, Personaldienst,

Postfach, 8708 Männedorf.

www.spitalmaennedorf.ch


Spital Leuggern – die sympathische Geburtenklinik

Wir Hebammen freuen uns über unseren positiven Ruf in der Bevölkerung

und begleiten ca. 500 Geburten pro Jahr.

Frauen wählen unsere Geburtsabteilung, weil sie hier individuell durch die

Hebamme begleitet und von ihrem Arzt/Ärztin betreut werden. Sie können

die Geburtart sowie zwischen komplementär- und schulmedizinischen

Therapien wählen. Geschätzt wird nebst diesen Aspekten die persönliche

und familiäre Atmosphäre unseres Hauses.

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir auf den 1. Januar 2012 oder

nach Vereinbarung eine

Dipl. Hebamme (40%),

die gerne selbstständig arbeitet und eine natürliche Art der Geburtsbegleitung

schätzt. Sie koordinieren und organisieren alle Aufgaben im

Gebärsaal und sorgen für eine ganzheitliche, respektvolle Betreuung

der schwangeren und gebärenden Frauen und deren Partner.

Wir sind ein kleines Team, das offen und flexibel zusammenarbeitet,

sich gegenseitig unterstützt und die freundliche Atmosphäre in unserem

modernen Spital in ländlicher Umgebung schätzt.

Haben wir Sie neugierig gemacht? Gerne geben wir Ihnen telefonisch

Auskunft oder zeigen Ihnen unser Haus persönlich. Wir freuen uns auf Sie!

Ihre Ansprechpartner sind Frau Yvonne Neff Lüthy, Leitung Pflege + MTT,

Tel. 056 269 41 00, und Frau Tina Speicher, Leitung Hebammen,

tina.speicher@spitalleuggern.ch.

Ihre schriftliche Bewerbung senden Sie bitte an:

Asana Gruppe AG, Spital Leuggern, Frau Nicole Monn, Personalverantwortliche,

5316 Leuggern.

Das Kantonsspital Aarau ist das wichtigste Gesundheitszentrum der

Region. In über 30 Behandlungszentren und Diagnoseinstituten erbringen

die Mitarbeitenden täglich Topleistungen. Als moderner Arbeitgeber

bietet das KSA viele Vorteile: Anspruchsvolle und vielseitige

Tätigkeiten, fortschrittliche Arbeitsbedingungen, ein angenehmes

Umfeld, umfassende Fort- und Weiterbildungen sowie die zentrale Lage

(7 Min. vom Bahnhof Aarau).

Für die Frauenklinik suchen wir per sofort oder nach Vereinbarung eine

Dipl. Hebamme 80–100% (m/w)

Ihre Aufgaben

Auf der Geburtenabteilung des Kantonsspitals Aarau erwartet Sie ein breites

geburtshilfliches Spektrum. Als A-Klinik mit einer neonatologischen

Abteilung betreuen Sie neben physiologischen Geburten auch Frauen in

geburtshilflich komplexen Situationen. Uns ist es ein wichtiges Anliegen, den

werdenden Müttern und ihren Partnern durch Einfühlungsvermögen,

Fachkompetenz und Kenntnisse in komplementären Methoden, ein ruhiges

und geborgenes Umfeld zu bieten. Es besteht die Möglichkeit, in unserem

vielfältigen Kurswesen mitzuarbeiten (Bsp. Geburtsvorbereitung).

Ihr Profil

Sie haben ein Diplom als Hebamme HF/FH, verfügen idealerweise über ein

paar Jahre Berufserfahrung und schätzen die Arbeit im Team. Schnell wechselnde

Situationen und Arbeitsbelastungen finden Sie eine spannende

Herausforderung und Sie behalten auch in hektischen Situationen einen

kühlen Kopf. Sie begleiten gerne Hebammen in Ausbildung.

Ihre Zukunft

Als moderne Arbeitgeberin wenden wir Führungsgrundsätze an, welche

Leistung, Transparenz, Vertrauen, Verantwortung und Dynamik fördern.

Weiter wartet auf Sie ein vielseitiges und anspruchsvolles Arbeitsumfeld, in

dem Sie Ihr Fachwissen vertiefen und erweitern können. Für unsere fortschrittliche

Personalpolitik zu Gunsten der Vereinbarkeit von Beruf und

Familie/Privatleben hat unsere Klinik das Prädikat «Familie UND Beruf»

erhalten.

Ihr Ansprechpartner

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Frau Claudia Spielmann, Leitende

Hebamme Geburtenabteilung, Tel. 062 838 50 68, gibt Ihnen gerne weitere

Auskünfte. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt mit uns auf. Ihre schriftliche

Bewerbung richten Sie bitte an die Kantonsspital Aarau AG, Frau C. Lüthi,

Assistentin BL Pflege Frauen/Kinder, Haus 9, 5001 Aarau.

www.ksa.ch

Als Mitglied der Swiss Leading Hospitals ist die Klinik Linde

ein im Belegarztsystem geführtes Privatspital mit einer medizinischen

Infrastruktur auf höchstem Niveau

Für unsere Gebärzimmer und unsere Wöchnerinnen-Abteilung

suchen wir nach Vereinbarung eine kompetente

Hebamme

als Stationsleiterin

80–100%

Sie sind eine engagierte, fl exible und mitdenkende Persönlichkeit

und bringen mehrjährige Berufs- und Führungserfahrung. Mit hoher

Fachkompetenz und einer Prise Humor führen Sie die Mitarbeiterinnen

nach Grundsätzen des MbO. Als Abteilungsleiterin können

Sie Ihre Erfahrung im Umstrukturieren der Abteilung «Frauen und

Neugeborene» einbringen und sind massgeblich an der Neuorganisation

beteiligt.

In einem berufl ichen Umfeld, das sich umfassend auf die Bedürfnisse

der Menschen fokussiert, sind Sie für die personellen und

organisatorischen Belange Ihrer Abteilung verantwortlich und Sie

sind Ansprechperson unserer Belegärztinnen und -ärzte. Als Mitglied

des Kaders sind Sie an der Entwicklung der Pfl ege interessiert

und sind verantwortlich für eine hohe Pfl egequalität in Ihrem

Bereich.

Unsere Klinik ist dabei das KIS einzuführen. Wir setzen deshalb gute

PC-Kenntnisse voraus. Ihre Muttersprache ist Deutsch und Sie

verfügen über Französischkenntnisse oder sind bereit, sich diese

anzueignen.

Im angenehmen Arbeitsklima unseres Privatspitals bieten wir Ihnen

moderne Arbeits- und Anstellungsbedingungen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Frau Heidi Weibel, Leiterin Pfl egedienst, Telefon 032 366 43 40 oder

Frau Karin Nideröst, Stv. Leiterin Pfl egedienst, Telefon 032 366 43 21

erteilen Ihnen gerne weitere Auskünfte.

Ihre schriftliche Bewerbung mit Foto senden Sie bitte an:

Klinik Linde AG, Personalwesen, Blumenrain 105, Postfach, 2501 Biel

oder als vollständige E-Mail-Bewerbung an

personalwesen@kliniklinde.ch

www.kliniklinde.ch

Der Zukunft einen Schritt voraus.

Hebamme.ch

Sage-femme.ch 12/2011 51


www.spital-biel.ch

Das Spitalzentrum Biel betreibt das führende medizinische

Zentrum der zweisprachigen Region Biel-Seeland-südlicher

Berner Jura.

Wir suchen per 1. Januar 2012 oder nach Vereinbarung für die

Station Mutter und Kind (18 Betten/1000 Geburten pro Jahr)

eine

Dipl. Pflegefachfrau als Fachverantwortliche

Pflege (80–100 %)

• Mitverantwortung für die fachliche Entwicklung eines

engagierten und motivierten Pflegeteams.

• Umsetzung der UNICEF-Richtlinien für eine kinderfreundliche

Geburtsklinik.

• Interessante, vielseitige Aufgabe in einem sich weiterentwickelnden

Arbeitsumfeld.

Weitere Informationen und die Bewerbungsadresse finden Sie

auf unserer Homepage: www.spital-biel.ch (Stellenangebot/

Pflegeberufe).

Für Auskünfte steht Ihnen Frau D. Hafner, Leiterin Pflege,

Tel. 032 324 23 41* gerne zur Verfügung.

52 Hebamme.ch

12/2011 Sage-femme.ch

Wir suchen per 1. Februar 2012 oder nach Vereinbarung

für unsere Geburtenabteilung eine

Dipl. Hebamme 90%

Ihre Aufgabe Sie beraten, betreuen und unterstützen

werdende Eltern vor während und nach der Geburt.

Sie bieten individuelle Geburtshilfe nach neuesten

wissenschaftlichen Erkenntnissen und nützen komplementärmedizinische

Angebote. Ebenfalls führen

Sie Geburtsvorbereitungskurse, Informationsabende

und Hebammensprechstunden durch.

Ihr Profil Sie verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung

als Dipl. Hebamme und haben Freude am

selbständigen Arbeiten. Sie pflegen eine offene Kommunikationsart

und arbeiten gerne im Team. Ihr Organisationstalent

sowie Ihr individuelles, qualifiziertes

Engagement für Eltern und deren Kinder runden Ihr

Profil ab.

Wir bieten Ein interessantes und abwechslungsreiches

Aufgabengebiet mit Eigenverantwortung in einem

fortschrittlichen Umfeld. Sie können Ihre Fähigkeiten

gezielt einsetzen und werden dabei von einem motivierten

Team unterstützt.

Sind Sie interessiert? Wir freuen uns auf Ihre vollständigen

Bewerbungsunterlagen. Für Fragen stehen

Ihnen Frau Jeanette Gröbli, Leitende Hebamme,

061 925 22 81 oder Frau Sabine Eglin, Leiterin Zentrale

Funktionen, 061 925 23 24, gerne zur Verfügung.

www.ksli.ch

Kantonsspital Liestal, Ref.Nr. 70-2011, z. Hd. Marion

Flatscher, Rheinstrasse 26, 4410 Liestal,

marion.flatscher@ksli.ch

www.hopital-bienne.ch

Le Centre hospitalier Bienne est le centre de compétences

médicales public de la région bilingue Bienne-Seeland-Sud du

Jura bernois.

Nous cherchons pour le 1 er janvier 2012 ou date à convenir

pour notre maternité (18 lits/1000 naissances par année) une

Infirmière clinicienne mère et enfant

(80–100%)

• Coresponsabilité pour le développement professionnel d’un

team des soins engagé et motivé

• Mise en pratique des directives UNICEF pour une maternité

adaptée aux enfants

• Tâches intéressantes et variées dans un environnement en

constant développement

Vous trouverez de plus amples informations concernant ce

poste et l’adresse d’envoi des dossiers de candidature sur notre

site internet www.hopital-bienne.ch (offres d’emplois/professions

de la santé).

M me D. Hafner, responsable des soins, tél. 032 324 23 41* se

tient volontiers à votre disposition pour tous renseignements

complémentaires.

Die Spital Netz Bern AG sucht am Standort Münsingen für den Gebärsaal

(ca. 500 Geburten jährlich), per 1. Januar 2012 oder nach Vereinbarung eine

Dipl. Hebamme 80%

Ihre Aufgaben

• Ganzheitliche und professionelle Betreuung der werdenden Eltern

von der Schwangerschaft bis ins Wochenbett

• Mitwirken bei den Geburtsvorbereitungskursen und öffentlichen

Informationsabenden

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abwechslungsreiche Tätigkeit

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Kontakt

Bei Fragen steht Ihnen Frau Jeannine Streiff, Leitende Hebamme, Telefon

031 682 81 60 oder per E-Mail: jeannine.streiff@spitalnetzbern.ch, gerne zur

Verfügung.

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an: Spital Netz

Bern AG, Personal Nr. 4/21, Morillonstrasse 77, Postfach 8965, 3001 Bern.


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1659586 Floradix Calcium / Calcium 250 ml 12.15 19.50 2.4

1660572 Floradix Magnesium / Magnésium 250 ml 12.15 19.50 2.4

2181661 Floradix Eisen Kapseln / capsules avec du fer 40 Kps 19.13 31.60 2.4

3998418 Monatspack. Floradix A Allergie Kräuter+ Eisen / Floradix A allergie herbes + fer 500 ml 27.55 45.00 2.4

1379148 Monatspack. Floradix Kräuter- und Eisen / herbes et fer 700 ml 27.92 45.00 2.4

1379131 Floradix Kräuter- und Eisen / herbes et fer 500 ml 22.52 36.00 2.4

1379125 Floradix Kräuter- und Eisen / herbes et fer 250 ml 13.98 22.60 2.4

1924278 Floradix Kindervital Salusino / Vitamines pour enfants 250 ml 12.15 19.50 2.4

Promomaterial, Literatur und Muster - littèrature, èchantillons et matériel de promotion

Muster échantillon Floradix Calcium 10 ml kostenlos / solange Vorrat

Muster échantillon Floradix Magnesium 10 ml kostenlos / solange Vorrat

Muster échantillon Floradix Kindervital Salusino 10 ml kostenlos / solange Vorrat

Muster échantillon Floradix A (gluten-+laktosefrei) Kräuter- und Eisen flüssig / Floradix herbes&fer liquide 10 ml kostenlos / solange Vorrat

Muster échantillon Floradix Kräuter- und Eisen flüssig / Floradix herbes&fer liquide 10 ml kostenlos / solange Vorrat

Muster échantillon Floradix Kräuter- und Eisen Kapseln / Floradix herbes&fer caps. 1 Kps kostenlos / solange Vorrat

Prospekte prospectus Flyer A 4 Baby à50 kostenlos / solange Vorrat

Prospekte prospectus Flyer A 4 Eisenmangel / carence en fer à50 kostenlos / solange Vorrat

Promo Schwangerschaftsscheibe 1 Stk kostenlos / solange Vorrat

Plakate affiches Auf Anfrage / selon demande

Die aufgeführten Ankaufspreise basieren auf einer Bestellmenge von 6 Stück.

Sie bestellen 6+1 Stück einer Sorte und erhalten 1 Stück Gratis

Sie bestellen 12+2 Stück einer Sorte und erhalten 2 Stück Gratis + zusätzlich 3% Rabatt

Portofrei ab CHF 200.-

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Sans frais de port dès CHF 200.-

Fax 041 854 61 04

www.floradix.ch

Stempel / timbre

Absender / client


für den optimalen Start ins Leben 1

Vitamine, Mineralstoffe und

Spurenelemente –

vor und während der Schwangerschaft

sowie in der Stillzeit

Arzneimittel

Omega 3 Fettsäuren

speziell für Schwangerschaft und Stillzeit

elevit ® Pronatal deckt den erhöhten Bedarf

in der Schwangerschaft und Stillzeit.

elevit ® Pronatal kann, wenn frühzeitig einge

nommen, das Risiko für schwere Fehlbildungen

(z.B. Spina bifida, «offener Rücken») senken.

elevit ® Pronatal - Z: Vitamine A, B1, B2, B6, B12, C, D3, E, Biotin, Calciumpantothenat, Folsäure, Nicotinamid, Calcium, Magnesium,

Phosphor, Eisen, Kupfer, Mangan und Zink. I: Erhöhter Bedarf an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen vor, während und nach

der Schwangerschaft. Prophylaxe einer Eisen und Folsäuremangelanämie während der Schwangerschaft. Prophylaxe von embryonalen

Neuralrohrdefekten. D: 1 Tablette pro Tag, mit dem Frühstück einzunehmen. KI: Bei vorbestehender Hypervitaminose A und/oder D,

Niereninsuffizienz, Eisenkumulation und Eisenverwertungsstörungen, Hyperkalzämie, Hyperkalzurie sowie bei Überempfindlichkeit gegen

einen oder mehrere der Inhaltsstoffe. UW: In seltenen Fällen gastrointestinale Störungen. P: Tabletten (mit Bruchrille): 30, 100. Liste C.

Ausführliche Angaben entnehmen Sie bitte dem Arzneimittel Kompendium der Schweiz.

Die Omega 3 Fettsäuren DHA und EPA leisten einen

Beitrag für die Gesundheit der Mutter und des Kindes.

DHA ist wichtig für die Entwicklung und Funktion von

Augen und Gehirn.

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Nahrungsergänzungsmittel

(1 Kapsel pro Tag)

elevit ® Omega3 ersetzt nicht die Einnahme eines Multivitaminpräparates, sondern sollte zusätzlich zu diesem ein

genommen werden. Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise

sind wichtig für die Gesundheit.

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