Android User Das große Nexus-Special (Vorschau)

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Smartphones | Tablets | Apps | Tipps & Tricks | Tests

USER

11/2013 • November 2013 • www.android–user.de

Das große

NEXUS

SPECIAL

Die Vorteile der Google-Geräte auf einen Blick

Die 20 besten Apps im Holo-Stil von Google

IM TEST

Die neuesten Top-handys

Sony Xperia Z1, LG G2, Galaxy Note 3

Über 10 Seiten Tipps & Tricks

n Direkten Zugriff via ADB vom PC

n USB-Geräte anschließen

Google Now

So nutzen Sie sämtliche

Tricks von Google Now

EyeEm statt instagram

Deutschlands schönste Foto-Community

n Musiktipps für Google Play

n Eigenes Handy via Google Maps finden

Drahtlos Laden

Qi-Ladegeräte im Test:

Das günstigste ist das

beste für 25 Euro!

IM TEST

10 Speicherkarten

Auf diese Faktoren müssen Sie beim

n App-Benachrichtigungen im Griff

n Tastentöne ausschalten und anpassen

n Zoom-Funktion nutzen

Kauf unbedingt achten!

n Play Music im Heimnetz streamen

EUR 5,90*

* Deutschland

4 192368 905908 11

A EUR 6,70 - BeNeLux EUR 6,95

CH sfr 11,80 - E / I EUR 7,95


Service

Editorial

Willkommen bei Android User

Die Luft

wird dünner

Marcel Hilzinger,

Chefredakteur

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

Full-HD-Display, Achtkern-Prozessor, 3

GByte RAM: Aktuelle Topmodelle von Android

sind besser ausgestattet als ein durchschnittliches

Notebook. Und zum ersten

Mal in der noch jungen Android-Geschichte

stellt sich die Frage: „Braucht man

das überhaupt?“ Diese Frage ist für den

technischen Fortschritt tabu, denn gemacht

wird, was möglich ist. Doch warum

stellt sich die Frage genau jetzt? Android ist

dort, wo die Macher einmal hinwollten,

und wer sich heute ein Android-Smartphone

oder ‐Tablet kaufen will, hat die freie

Wahl von 3 bis 13 Zoll und von 70 bis 700

Euro. Selbst Einsteigergeräte legen aktuell

eine so gute Performance an den Tag, dass

sich der Käufer praktisch nicht mehr zwischen

gut und günstig entscheiden muss.

Das zwingt die Hersteller dazu, sich neue

Alleinstellungsmerkmale auszudenken.

Android stagniert?

In den vergangenen Monaten war oft die

Rede davon, wie schnell sich die mobile

Landschaft verschieben kann, wie Black-

Berry und Symbian von der Bühne verschwanden

und wie Android Marktanteile

gewonnen hat. Kritische Stimmen meinen

aber auch, dass Android keinen festen

Platz in der Smartphone-Welt hat und genauso

gut von Windows Phone oder von

einem anderen mobilen Betriebssystem

(Firefox OS, Tizen) ersetzt werden könnte.

Diese Stimmen vergessen aber meistens,

dass es keinen Grund gibt, Android zu ersetzen.

Android ist weder ein Hochpreis-

System noch ein businessorientiertes,

noch ist es ein Low-Cost-System wie etwa

Firefox OS. Android ist überhaupt kein Betriebssystem,

sondern ein Ökosystem, und

jeder Hersteller macht, was er gerne

möchte. Sechs Jahre haben Google und

die Hersteller dazu gebraucht, um Topgeräte

auf den Markt zu bringen. Jetzt geht es

an den Feinschliff: Design, Ausstattung,

Zubehör, Sicherheit.

Das bringt uns die Zukunft

Auch 2014 werden bessere Handys auf den

Markt kommen, ohne Zweifel. Aber das

Wörtchen „besser“ bezieht sich hier nicht

in erster Linie auf die technischen Spezifikationen,

sondern auf coole Features, tolles

Zubehör oder Topdesign. Der typische

Nutzer kauft sich kein neues Handy mehr,

weil es ein besseres gibt, sondern weil das

alte kaputtging. Genauso gibt es auch

immer mehr Android-Nutzer, die sich ein

neues Handy kaufen, weil sie zum Beispiel

ein blaues Modell möchten oder eines mit

20-Megapixel-Kamera. Die großen Hersteller

haben diesen Trend schon längst erkannt.

Nicht umsonst war die Vorstellung

des Galaxy S4 im wahrsten Sinn des Wortes

ein Theater. Und deshalb dürfen wir

uns auf viele neue „Vorstellungen“ freuen.

Mit wie viel RAM? Wen interessiert’s!?!

Marcel Hilzinger

„Die Frage

,Braucht es das?‘

ist in der Welt

der Technik

tabu.“

Alle

Links>

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Android-user.de november 2013 3


Service

Inhalt

Das große

NEXUS

SPECIAL

Service

3 Editorial

4 Inhalt

6 IFA-News

114 Impressum

QR-Code scannen

und Gratis-Artikel

online lesen!

Fokus

10 Warum Nexus?

Darum sind die Nexus-Geräte

von Google so genial!

14 Holo-Apps

20 klasse Apps im aktuellen

Holo-Design

22 Nexus 7 vs. Galaxy Tab 3

Welches ist das bessere Kompakt-

Tablet?

24 Qi-Ladestationen

Handys und Tablets einfach

kabellos laden

28 Nexus-Cases

Schutz und Schick für Nexus-

Geräte

32 Custom-ROMs fürs Nexus 4

Alternative Firmwares für das

Google-Handy

36 Custom-ROMs fürs Nexus 7

Brandaktuelle ROMs für das neue

Nexus 7

Hardware

40 LG Optimus G Pro

Das letzte Optimus-Handy im Test

42 Kurztest: Xperia Z1

18-Megapixel-Kamera für

knackscharfe Aufnahmen

46 Kurztest: LG G2

LGs nächstes Flaggschiff

der Oberklasse

48 Kurztest: Galaxy Note 3

Die dritte Generation des Stift-

Handys

50 Weltbild-Tablet PC Junior+

Günstig, aber keineswegs billig

52 MicroSD-Karten im Test

Zehn SD-Speicherkarten im

Vergleich

4 November 2013 Android-User.de


Service

Inhalt

Einsteiger

80 Google Now –

Sprach eingaben

Verständlich erklärt:

der persönliche

Assistent bei Google

Tipps & Tricks

84 Musik + Spotify

Neue Musik von Placebo und

Kings Of Leon

88 Tipps & Tricks

Praktische Tipps aus

unserer Redaktion

91 Cast To UPnP/​DLNA

Google Music auf DLNA-Receiver

streamen

92 Android-Gerätemanager

Das Handy orten und im

Notfall löschen

94 ADB für Anwender

So starten Sie mit der Android

Debug Bridge

SPIELE

78 Breach & Clear

72 Neue Spiele

Unsere Spielevorstellungen

74 Tegra-News

Neue Spiele aus der

Tegrazone von Nvidia

PowerUser

98 ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-

ROMs und Root-Apps

100 XPrivacy

Apps ohne Abstürze Rechte

entziehen

Viel Action, viel Strategie,

viel Spannung

104 Genymotion

Android als VM auf dem

PC-Desktop

107 Action Launcher Pro

Der Launcher mit dem

gewissen Extra

110 Synology Cloud Station

Homecloud ohne externe

Dienste

110 Synology

DS cloud

Die sichere Cloud-

Alternative für die

eigenen vier Wände

APPS

62 TickTick-Aufgabenliste

54 App-Empfehlungen

Die Favoriten der Redaktion

58 App-Neuheiten

Die besten neuen Apps bei

Google Play

60 Timely Alarm Clock

Der wahrscheinlich schönste

Wecker aus dem Play Store

Aufgaben und To-dos mit

TickTick organisieren

64 Lovoo

Mit Lovoo auf Partnersuche

67 EyeEm

Die Instagram-Alternative

aus Berlin

70 NeroKwik

Online-Bildergalerie mit

Schwächen

QR-Code lesen: So geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App, und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode-Scanner zeigt einen

3. Link auf android-user.de an.

Tippen Sie auf den Link, oder

4. wählen Sie Browser öffnen.

Juli 2012


News

IFA-News

-News

Acer

5,7 Zoll von Acer zum Kampfpreis

Acer präsentiert mit einem attraktiven UVP von 349 Euro das Liquid S1. Mit seinen

5,7 Zoll ist das Gerät schon fast als Smartlet zu bezeichnen und spielt, zumindest

was die Größe angeht, in Richtung Galaxy Note 3. Denn abgesehen vom

großen Display bietet das Liquid S1 nur Mittelklasse: Acer verbaut 1 GByte RAM

zusammen mit einem 1,5 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor. Leider ist nur eine

Version mit 8 GByte Speicher verfügbar, der Flash-Riegel lässt sich jedoch per

MicroSD -Karte erweitern. Die 8-Megapixel-Hauptkamera macht mäßige Bilder,

eine Frontkamera mit 2 Megapixel ist auch vorhanden. Ein weiteres interessantes

Merkmal des Geräts ist die Möglichkeit, zwei SIM-Karten zu benutzen. Das

5,7-Zoll-Display löst mit 1280 x 720 Pixeln auf. Acer hat dem S1 zudem einen 2400

mAh starken Akku spendiert. Zum empfohlenen UVP von 349 Euro ist das Liquid

S1 durchaus interessant und besitzt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ausgeliefert

wird das Gerät mit Android 4.2.2 Jelly Bean.

Acers 4K Gigant

Mit dem Acer Liquid S2 bringt Acer eines der ersten Smartphones heraus,

das die Aufnahme von 4K-Videos unterstützt. Die Kamera löst im normalen

Fotomodus mit 13 Megapixeln auf, bei Panoramen kommen Bilder jedoch

bis auf eine Größe von 27 Megapixeln. Auch sonst lassen sich die

technischen Daten des S2 sehen: Das verbaute 6-Zoll-IPS-Display zeigt

1920 x 1080 Pixel an. Der 2,2 GHz starke Qualcomm-Prozessor „Snapdragon

800“ sorgt in Kombination mit 2 GByte RAM für ordentlich Power

unter der Haube. Acer gibt die Verfügbarkeit mit Herbst 2013 an, dann werden

wir wohl auch genauere Informationen zum Preis erfahren.

Acer

Nachfolger des

Sony Z

Sony hat auf der IFA mit dem Sony

Z1 den Nachfolger des Sony Z vorgestellt.

Das 5-Zoll-Smartphone verfügt

über ein Full-HD-Display und 2 GByte

RAM. Der Quad-Core-Prozessor

Snapdragon 800 von Qualcomm ist

mit 2,3 GHz getaktet, und die Kamera

löst mit 20,7 Megapixeln auf. Wie bereits

sein Vorgänger ist das Z1 resistent

gegen Staub und Wasser. Einen

ausführlichen ersten Eindruck vom

Z1 lesen Sie in der Hardwarestrecke.

Sony

Big-Dual-SIM von Huawei

Huawei stellte auf der IFA mit dem Huawei Ascend G700

sein neues 5-Zoll-Smartphone vor. Angetrieben wird das

Gerät von einem 1,2 GHz starken Quad-Core-Prozessor

sowie 2 GByte Arbeitsspeicher. Huawei verbaut eine

8-Megapixel-Kamera, die Videos in Full-HD aufnimmt.

Die Besonderheit des Ascend G700 stellt die mögliche

Benutzung von zwei SIM-Karten gleichzeitig dar. Beispielsweise

müssen Sie so nicht ein privates und ein berufliches

Smartphone herumtragen, sondern können

beide Karten in das G700 stecken. Um nach dem Dienst

abzuschalten, hat Huawei eine Funktion integriert, die es

erlaubt, eine SIM-Karte temporär zu deaktivieren.

6

November 2013

Android-User.de


Modellpflege bei Samsung

Wie erwartet hat Samsung die nächste Generation der Note-Reihe, das Samsung

Note 3, herausgebracht. Das Display ist bei fast gleichbleibenden Abmessungen

im Vergleich zum Note 2 auf 5,7 Zoll gewachsen und löst mit 1920 x 1080 Pixeln

auf. Beim Design geht Samsung nun neue, frische Wege und versieht

die Rückseite mit einer Lederoptik aus Plastik. Je nach Markt und Modell

kommt ein 2,3-GHz-Quad-Core- oder ein 1,9-GHz-Octa-Core-Prozessor

zum Einsatz. Als eines der ersten Smartphones bietet auch das Note 3

die Aufnahme von 4K-Videos durch die 13-Megapixel-Kamera an. Die

Verfügbarkeit gibt Samsung mit Ende September an. Lesen Sie

auch unseren ersten Eindruck in der Hardwarestrecke.

Auch das Galaxy Note 10.1 hat pünktlich zur IFA ein Update

spendiert bekommen. Die sogenannte 2014-Edition verfügt

über ein WQXGA-LCD-Display, welches mit 2560 x 1600 Pixeln

auflöst. Das Tablet besitzt gigantische 3 GByte Arbeitsspeicher

(RAM). Je nach Version und Markt kommt

das Tablet entweder mit einem der neuen Exynos-5420-

Octa-Core-Prozessoren oder einem Snapdragon 800

mit 2,3 GHz daher. Vom Design her ist das Galaxy Note

10.1 Tablet an das Galaxy Note 3 angepasst. Die Geräte sehen

sich relativ ähnlich, auch die neuartige Rückseite hat Samsung vom Note 3

übernommen. Durch den riesigen 8220-mAh-Akku ermöglicht Samsung auch eine längere

Nutzung des Tablets denn je.

Samsung

Lenovo


News

IFA-News

ASUS stellt Note-Konkurrenten vor

ASUS war auf der diesjährigen Internationalen

Funkausstellung zwar nicht als Aussteller

vertreten, dennoch gab es eine ganze

Reihe neuer Geräte. Eines davon ist das

ASUS FonePad Note 6. Es verfügt über ein

6 Zoll großes IPS+-Display mit einer Auflösung

von 1920 x 1080 Pixeln. Als Prozessor

kommt ein Intel Atom Z2580 zum Einsatz,

der über zwei Kerne mit je 2 GHz Taktung

verfügt. Zwei GByte Arbeitsspeicher, 16

GByte interner Speicher (per MicroSD-Karte

erweiterbar) sowie eine 8-Megapixel-Kamera

gehören ebenfalls zur technischen

Ausstattung. Der Preis ist aktuell noch nicht bekannt, das ASUS FonePad

Note 6 soll allerdings noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Asus

LG

LG zeigt G2 und das G Pad 8.3

Das neue Handy-Flaggschiff von LG heißt schlicht G2. Der

mit einem 5,2 Zoll großen IPS-Panel ausgestattete Bolide besitzt

eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln und den momentan

stärksten mobilen Prozessor, den Qualcomm Snapdragon

800. Unterstützt wird dieser von der Adreno-330-

Grafikeinheit und 2 GByte Arbeitsspeicher. Die Rückkamera

löst mit 13 Megapixeln auf, die Frontkamera bietet 2,1 Megapixel.

Das LG G2 ist ab Ende September in Schwarz und

Weiß erhältlich. Diverse Internetseiten führen es bereits

für 499 Euro.

Das G Pad besitzt ein 8,3 Zoll großes Full-HD-Display und

den Snapdragon 600 von Qualcomm mit einer Taktfrequenz

von 1,7 GHz und 2GByte RAM. LG hat dem G Pad

einen 4600-mAh-Akku spendiert. Android ist in Version 4.2.2 vorinstalliert. Das LG-Tablet

wiegt 338 g und ist 8,3 mm dick. Es soll in Europa im vierten Quartal erhältlich sein.

LG

Samsung

Galaxy Gear

Smartwatch

Als erster großer Hersteller steigt

Samsung in das Smartwatch-Business ein. Man möchte

mit der Uhr eine Erweiterung zu allen Samsung-Smartphones schaffen,

das Gerät ist jedoch aktuell nur mit dem Note 3 und dem Note 10.1 kompatibel.

Durch die im 1,6 Zoll großen Touchdisplay verbaute AMOLED-Technik verbraucht die

Uhr möglichst wenig Strom, kommt aber laut Samsung dennoch nur auf einen Tag Laufzeit.

Als nettes Feature hat Samsung eine 1,9-Megapixel-Kamera in das Armband integriert. Die Bilder

wirken erstaunlich farbenfroh und scharf. Auf der Smartwatch können eigene Apps installiert

werden, die extra für das Gerät angepasst wurden. Ab dem 25. September 2013 können Sie das

Gerät zum UVP von 299 Euro kaufen.

8

November 2013

Android-User.de


Alcatel

Alcatel One Touch Hero

Alcatel präsentierte auf der IFA das One Touch Hero: ein

6-Zoll-Smartphone mit Full-HD-Auflösung und einem

blickwinkelstarken IPS-Panel. Wie bei dieser Größe üblich,

besitzt auch das One Touch Hero einen Stylus, allerdings

ohne Digitizer. Im Inneren werkelt ein unbekannter Quad-

Core-Prozessor mit 1,5 GHz Taktung, der von 2 GByte Arbeitsspeicher

unterstützt wird. Auf der Rückseite befindet

sich eine 13-Megapixel-Kamera. Auf der Vorderseite wurde

eine 2-Megapixel-Kamera verbaut. Der interne Speicher

beträgt 8 beziehungsweise 16 GByte und kann durch eine

MicroSD-Karte erweitert werden. Ein interessantes Zubehör

hat Alcatel entwickelt: das E-Ink-Cover. Damit lassen

sich beispielsweise Webseiten oder Texte auf separaten

E-Ink-Display abbilden. Mit dem LED-Cover lassen sich

Zusatzinformationen anzeigen wie die Uhrzeit oder verpasste

Nachrichten. Unbekannt ist, ob, wann und zu welchem

Preis das One Touch Hero in Deutschland erhältlich

sein wird.

Qualcomm

Qualcomm mit

Smartwatch „Toq“

Qualcomm möchte sich dem Trend anschließen und hat

auf der IFA 2013 eine eigene Smartwatch namens Toq vorgestellt.

Schon im Juli hat sich der Chiphersteller den

Namen Toq sichern lassen. Die Smartwatch verwendet ein

stromsparendes Mirasol-Display (eine Art E-Ink-Display in

Farbe). Laut einer Qualcomm-Sprecherin hält der Akku

rund zwei Tage durch. Die digitale Qualcomm-Uhr koppelt

sich via Bluetooth mit dem Smartphone, um Kalender,

Kontakte und SMS zu synchronisieren. Ein Vibrationsmotor

macht auf eingehende Anrufe aufmerksam. Die Smartwatch

soll mit allen Android-Geräten ab Version 4.0.3 funktionieren.

Die Uhr selbst läuft allerdings mit einem proprietären

Betriebssystem.


Fokus

Warum Nexus?

Die Vorteile von Nexus-Geräten

Nur noch

Einmal Nexus – immer

Nexus. Dieses Statement

werden Sie von

vielen Nexus-Nutzern zu

hören bekommen. Wir

erklären Ihnen, was hinter

dem Google-Brand

steckt und was das

Besondere an Nexus-

Smartphones und

‐Tablets ist. Marcel Hilzinger

Mit dem Nexus One wurde Google

am 5. Januar 2010 mit einem

Schlag von der Software- zur

Hardware-Company. Produziert

wurde das erste Nexus-Gerät von HTC, und

es wurde – ein Flop. Das „Google-Handy“,

wie das erste Nexus-Gerät in den Medien genannt

wurde, verkaufte sich nur schleppend,

und bereits wenige Monate später stellte

Google seinen Shop für das Nexus One ein.

Die letzten Geräte verkaufte Google ab Juli

2010 nur noch an Entwickler [LINK 1].

Das Entwickler-Handy

Die Nexus-Geräte waren von Beginn an so

konzipiert, dass sie den Entwicklern den

Einstieg in die Android-Welt so einfach wie

möglich machen sollten. Google erklärte

Nexus Q – Motorola Xoom

Etwas weniger bekannt, weil in Deutschland

offiziell nicht oder erst später verfügbar, sind

das erste Nexus-Tablet, das Motorola Xoom

und der Medienplayer Nexus Q. Das Xoom

hat es später auch nach Deutschland geschafft,

es war aber nie ein richtiges Nexus-Gerät

und hat hierzulande auch keine Updates von

Google erhalten. Der Tablet-Durchbruch

gelang Google erst mit dem Nexus 7. Der

Nexus Q wurde ein Flop: Wohl kaum jemand

war bereit, rund 400 Dollar für einen Audioverstärker

in Kugelform zu bezahlen, der nur

Songs und Videos aus dem Internet streamen

kann, aber keine lokalen Medien abspielt.

denn auch die Nexus-Smartphones offiziell

zu Entwickler-Smartphones, und das blieb

auch so bis zum Nexus 7 und zum Nexus 4,

mit denen Google zum ersten Mal so richtig

groß ins Hardwaregeschäft einstieg. Dabei

war das Nexus One alias HTC Passion im

Jahr 2010 zwar schon das dritte Entwicklerhandy

von Google [LINK 2] (nach dem HTC

Magic und dem HTC Dream), aber das erste

richtige Nexus-Gerät. Heute kann man die

Geräte nicht nur direkt von Google kaufen,

sondern auch über diverse Online-Versandhändler

und den Einzelhandel. Einen Entwickleraccount

benötigt man dazu nicht

mehr. Die Vorteile der Nexus-Serie sind dabei

gleich geblieben und wurden im Laufe der

Zeit sogar noch erweitert:

Nexus-Geräte sind stets SIM-Lock-frei und

lassen sich mit jedem Provider nutzen.

Abb. 1: Zu teuer und zu wenig flexibel war der Nexus

Q. Deshalb wurde er der dritte Nexus-Flop.

10

November 2013

Android-User.de


Fokus

Warum Nexus?

Nexus-Geräte erhalten die Android-Version,

die Google für die aktuell beste hält,

mit den Features, die Google dafür vorgesehen

hat.

Nexus-Geräte erhalten Android direkt von

Google und nicht über den Mobilfunkanbieter.

Da die Software direkt von Google

stammt, dauert es üblicherweise nicht

lange, bis nach der Veröffentlichung einer

neuen Version ein Update verfügbar ist.

Nexus-Geräte werden üblicherweise

über rund 24 Monate aktiv mit Software-

Updates versorgt.

• Google bietet für die Nexus-Geräte einen

einfachen und auf jedem Gerät gleichen

Weg, den Bootloader zu entsperren und

so auch andere Android-Versionen oder

jede beliebige Software auf den Nexus-

Geräten zu installieren.

Die Nexus-Geräte verfügen

zudem in der aktuellen Generation

über das beste Preis-

Leistungs-Verhältnis. Das ist

jedoch kein zentrales Nexus-

Feature, und dieser Umstand

kann sich jederzeit ändern.

Die Vorteile für

Entwickler

Die Benefits für Programmierer

liegen auf der Hand: Während

sonst jeder Hersteller

sein eigenes Android-Süppchen

kocht und man sich

um diverse Modifikationen

kümmern muss, kommt bei

Nexus-Handys und -Tablets

immer die aktuelle Android-

Version zum Einsatz. Wer seine App also auf

ein Nexus-Gerät anpasst, deckt damit sämtliche

Nexus-Geräte [LINK 3] ab. Zudem stehen

die Chancen recht gut, dass die App auf allen

anderen Android-Geräten ebenfalls problemlos

arbeitet, da diese auf der Android-Version

von Google basieren.

Ein weiterer zentraler Vorteil besteht darin,

dass der Quellcode für die von Google benutzte

Android-Version üblicherweise komplett

zur Verfügung steht. Man kann seine

Apps also sehr stark am System anpassen,

was vor allem bei der nativen Entwicklung

(ohne Dalvik) von zentraler Bedeutung ist.

Bei den Android-Versionen der einzelnen

Hersteller sind jedoch oft bestimmte Bereiche

nicht unter einer freien Lizenz. Mit diesem

Problem kämpfen in erster Linie die Entwickler

von alternativen Firmware-Dateien

(siehe dazu

auch die entsprechenden

Artikel in dieser Ausgabe).

So ist es deutlich einfacher,

eine neue Android-

Firmware für das Nexus 4

zu entwickeln als zum

Beispiel für das Galaxy S4

von Samsung oder für das

Optimus G, das Pate für

das Nexus 4 stand.

Sollten Sie die Software

des Handys aus Versehen

beschädigt haben, können

Sie auf der Entwicklerwebseite

von Google [LINK 4]

jederzeit die Original-Firmware

wieder herunterladen,

auch für ältere Versio-

Abb. 2: Die Nexus-Geräte erhalten

Software-Updates immer als erste.

Abb. 3: Die Software von Nexus-

Geräten lässt sich nach Belieben

anpassen.


Fokus

Warum Nexus?

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30626

nen. Auf diesen Entwicklerseiten finden Sie

auch genaue Informationen dazu, wie man

den Bootloader entsperrt.

Die Vorteile für den Nutzer

Nexus-Geräte bieten in der Regel ein unschlagbares

Preis-Leistungs-Verhältnis.

Schon zum Preis von 299 Euro war die

8-GByte-Version des Nexus 4 Ende 2012 das

mit Abstand beste Android-Handy auf dem

Markt. Mit der Preissenkung auf 199 Euro

wurde es zum echten Schnäppchen und war

schon innerhalb kurzer Zeit ausverkauft.

Auch das neue Nexus 7 bietet für 229 Euro in

der WiFi-Version die beste Hardware bei den

7-Zoll-Tablets zu diesem Preis.

Da sich der Bootloader einfach entsperren

lässt, ist es auch ein leichtes, eine alternative

Firmware zu installieren, falls man gerne ein

bestimmtes Feature hätte oder einfach Lust

auf etwas Abwechslung. Wie oben erwähnt,

gibt es für die Nexus-Geräte auch recht viele

alternative Firmware-Dateien zur Auswahl,

da der Quellcode frei verfügbar und somit

das Entwickeln recht einfach ist.

Die Nachteile

Da die Nexus-Geräte direkt von Google vertrieben

werden, gibt es die Smartphones und

Tablets üblicherweise nur dort zu kaufen, wo

man sie auch über den Play Store erwerben

kann. So gibt es die Geräte zum Beispiel

nicht offiziell in der Schweiz und nicht in

Österreich, sodass man hier über einen zusätzlichen

Händler gehen muss und eventuell

einen Zuschlag auf den Preis im Google

Play Store bezahlen muss.

Nexus-Geräte verfügen seit dem Nexus S

über keinen MicroSD-Kartenslot mehr. Der

Speicher des Handys lässt sich somit nicht

erweitern. Gründe dafür gibt es mehrere: So

kam es immer wieder einmal zu Problemen,

wenn Nutzer das Handy via USB mit dem

Rechner verbunden hatten und nicht mehr

auf den internen Speicher zugreifen konnten.

Der Hauptgrund zur Verbannung dürfte aber

sein, dass Microsoft ein Patent auf das Dateisystem

FAT hält. Da die meisten MicroSD-

Karten mit FAT formatiert sind, müssten die

Nexus-Geräte also Unterstützung für dieses

Dateisystem mitbringen und Google müsste

Lizenzgebühren an Microsoft bezahlen.

Zudem ist ein Gerät ohne MicroSD-Karte bei

Verlust sicherer, da ein Dieb auf die intern

gespeicherten Daten nicht so einfach zugreifen

kann wie auf die Inhalte einer MicroSD-

Karte. Das ist aber nur ein Nebenaspekt.

Nexus-Geräte sind zwar in den meisten

Fällen technisch top, aber selten (oder nur

für kurze Zeit) die besten auf dem Markt.

So haben das Galaxy Note 3 oder das neue

Xperia Z1 natürlich deutlich mehr zu bieten

als das Nexus 4. Allerdings sind diese Vorteile

je nach Einsatzszenario den deutlichen

Mehrpreis bei Samsung und Sony oft nicht

wert. Einzig das Nexus 10 gehört weiterhin

zu den besten Android-Tablets. Für 399 Euro

in der 16-GByte-Version ist es allerdings auch

kein Schnäppchen.

Fazit

Wenn Sie sich ein Nexus-Gerät kaufen, können

Sie eigentlich nichts falsch machen. Sie

erhalten stets die neueste Android-Version,

und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist überdurchschnittlich

gut. Allerdings gibt es pro

Jahr nur ein neues Nexus-Smartphone und

ein neues Tablet. Suchen Sie zudem etwas

Spezielles, dann lohnt sich auch ein Blick auf

die vielen anderen Android-Geräte. ● ● ●

Nexus-Handys im Überblick

Nexus One Nexus S Galaxy Nexus Nexus 4 Nexus 5*

Veröffentlichung Januar 2010 Dezember 2010 Oktober 2011 Oktober 2012 Oktober 2013*

Android-Version 2.1 2.3 4.0 4.1 4.4*

Letztes Update 2.3.3 4.1 nicht bekannt nicht bekannt nicht bekannt

Display 3,7 Zoll 4 Zoll 4,65 Zoll 4,7 Zoll 5 Zoll*

Neupreis 530 Dollar 530 Dollar 530 Euro 399 Euro nicht bekannt

*Stand: Mitte September 2013. Das Gerät ist noch nicht offiziell!

12

November 2013

Android-User.de


Fokus

Die besten 20 Holo-Apps

Die 20 coolsten Holo-Apps für Nexus-Geräte

Nexus-

Apps

Auch wenn es so etwas wie Nexus-Apps nicht gibt: Apps, die

sich an die Google-Designrichtlinien halten, sehen auf Nexus-

Geräten besonders schick aus. Wir haben für Sie die besten 20

Holo-Apps zusammengestellt. Mirko Mahlberg

Manche Leute stören

sich am Design einer

App nicht, solange die

Funktionalität gegeben

ist. Doch warum sollten Sie Kompromisse

eingehen, wo es doch bei

Google Play zu praktisch jeder App

auch eine (noch) bessere Alternative

gibt, die dazu auch noch gut aussieht? Wie

zum Beispiel die hier vorgestellten Apps, die

sich alle an die Google-Designrichtlinien halten

und deshalb umgangsprachlich Holo-

Apps genannt werden. Wir haben die besten

20 für Sie zusammengestellt. Die meisten

davon lassen sich auch auf Tablets nutzen,

einige aber nur im Hochformat.

Timer

Mit Timer [LINK 1] bieten die Entwickler

von Opoloo eine sehr hübsche

Countdown-Anwendung an.

Vor allem in der Küche sind die Funktionen

dieser App sehr nützlich. Wenn Sie keine

Eieruhr parat haben, starten Sie einfach den

Timer, tippen das Plus-Icon auf der Startseite

an und stellen mithilfe des Punkts oben am

Kreis die gewünschte Zeit ein. Die Buchstaben

H, M und S lassen sich auswählen, und

so können Sie einzeln die Stunden, Minuten

und Sekunden einstellen. Timer gibt es für

0,77 Euro im Play Store.

Bewertung: ★★★★★

Abb. 1: Timer ist zwar nur eine Eieruhr,

dafür aber eine sehr hübsch

gemachte und praktische.

Abb. 2: ConvertIt ist die ideale App

für Schüler und alle, die oft Einheiten

umrechnen müssen.

Abb. 3: Mit F1ELD lernen Sie neue

Leute in der Umgebung kennen.

Dabei geht es nicht nur ums Flirten.

ConvertIt! Einheitenumrechner

Mit ConvertIt [LINK 2]

können Sie über

1400 Einheiten umrechnen.

Dabei stehen Ihnen

weit über 150 Wechselskurse

zur Verfügung. Bei ConvertIt

sticht vor allem die schicke

Optik ins Auge, welche im

Holo-Style aufgebaut ist.

Funktionen wie Konvertierung

in Echtzeit, eine Suche,

Favoritenliste oder die Auflistung

der meistgenutzten Umrechnungskurse

gehören auch

dazu. Die App eignet sich für

Handys und Tablets.

Bewertung: ★★★★★

14

November 2013

Android-User.de


Fokus

Die besten 20 Holo-Apps

F1ELD

F1ELD ist ein

Forum, ein

schwarzes Brett,

ein Marktplatz (für Ideen),

ein Freunde-Finder und

eine Endeckungsreise. So

beschreiben die Entwickler

ihre App im Play Store

[LINK 3]. Und sie haben

Recht. Beim ersten Start

können Sie sich mit Ihrem

Facebook-Account oder

ganz normal per E-Mail

registrieren. Anschließend

sehen Sie die Übersicht

„Themen“. Hier können

Sie und andere Mitglieder

wie in einem Forum ein

Thema eröffnen und darüber

diskutieren. Dabei

werden Ihre GPS-Daten ermittelt und in das

Konzept der App integriert. Beispiel: Man

startet einen Fußball-Chat und unterhält sich

mit Personen, die in der Umgebung wohnen.

Wenn man sich gut mit ihnen versteht, kann

man sich auch mal treffen. Kurz: F1ELD ist

ein lokales Forum für alles. Der Dienst sowie

die App sind kostenlos und ohne Werbung.

F1ELD speichert nach eigenen Angaben

keine Bewegungsprofile und gibt Daten niemals

ungefragt an Dritte weiter.

Bewertung: ★★★★★

Nine for Android

9Gag dürfte jedem bekannt sein. Es

gibt für 9Gag auch eine offizielle

App. Nine for Android [LINK 4] ist im

Aussehen und von den Funktionen etwas

besser. Und so bietet der Entwickler einen

Stream, in dem die Bilder in voller Größe

dargestellt werden. Die Bilder laden alle äußerst

flott, und kommentieren und liken geht

auch schnell vonstatten. Aus der App heraus

kann man auch das entsprechende Bild herunterladen

oder im Browser öffnen, sowie

den Link kopieren.

Bewertung: ★★★★★

Abb. 4: Nine ist die inoffizielle

Version von 9Gag für Android. Sie

ist besser als das Original.

Wallbase HD Wallpapers

Die Webseite www.wallbase.cc ist

eine der größten Wallpaper-Seiten

im Netz. Passend dazu gibt es auch

eine App von Tim Clark (Entwickler von Eye

in Sky Weather). Falls das aktuelle Hintergrundbild

des Smartphones nicht mehr gefällt,

kann man sich mit der Wallbase-App

aus mehr als einer Million HD-Wallpaper ein

neues suchen [LINK 5] . Man kann nach

Schlagworten suchen oder sich einfach die

populärsten Hintergrundbilder ansehen. Alle

Wallpaper kann man auf die SD-Karte speichern

oder direkt als Hintergrundbild setzen.

Bewertung: ★★★★★

LoboWiki – Wikipedia

Reader

Die originalen Apps von

verschiedenen Diensten

sind nicht immer die

schönsten und besten. So auch bei

Wikipedia. Zum Glück setzen sich

aber noch andere Entwickler hin und

entwickeln sogenannte „3rd-Party-

Apps“. LoboWiki [LINK 6] ist eine

dieser Apps. Sie zeigt Wikipedia-

Einträge sehr schön und komfortabel

an. Die Schriftart lässt sich genauso

ändern wie die Sprache der

Einträge. LoboWiki funktioniert erst

ab Android 4.0 und ist nur 550

KByte klein.

Bewertung: ★★★★★

Abb. 5: Lust auf eine neue Tapete?

Dann holen Sie sich die Holo-App

Wallbase.

iLiga – Die Fussball

App

Fußball-Apps gibt es wie

Sand am Meer. Aber nur

wenige bieten guten

Funktionsumfang und noch weniger

ein ansprechendes Design.

iLiga [LINK 7] hat beide Eigenschaften

und ist schon lange eine meiner

Abb. 6: Mit Wallbase sehen die

schönsten Hintergrundbilder noch

besser aus.

Android-user.de November 2013 15


Fokus

Die besten 20 Holo-Apps

On Air – TV

Programm

TV-Programm-Apps gibt

es viele. Die meisten

kommen von den großen

Verlagen und sind lediglich

schnell programmierte iOS-Ports.

Entsprechend schrecklich laufen

diese dann auch auf den Androiden.

On Air [LINK 8] ist eine App

die ansprechend aussieht, gut

läuft und genau das macht, was

eine TV-Programm-App machen

soll: Das Programm anzeigen.

Die App basiert auf HTML 5

(eine native Version kommt

bald), dies fällt aber ab Version 1

nicht wirklich auf. On Air bietet

das Fernsehprogramm von über

200 Sendern für die bevorstehenden

sieben Tage, eine Erinnerungsfunktion

und umfangreiche

Beschreibungen der

aktuell laufenden Sendungen

runden das Angebot ab.

Bewertung: ★★★★★

Abb. 7: Es gibt zahlreiche Wikipedia-Apps,

der LoboWiki Wikipedia-

Reader gehört zu den schönsten.

Abb. 10: On Air sieht nicht nur schick

aus, sondern zeigt auch das Fernsehprogramm

von über 200 Sendern an.

Abb. 8: Mit iLiga behalten Sie

den Überblick über das Fußballgeschehen

für alle Teams!

Abb. 9: On Air präsentiert das TV-

Programm im Holo-Stil auf Ihrem

Smartphone oder Tablet.

Lieblingsapps. iLiga deckt über 50 internationale

Fußballligen mit Liveticker, News,

Videos, Tabellen, Kaderlisten, Statistiken und

Spielerinfos ab. Es gibt pro Tag bis zu 100 internationale

News. Eigene Lieblingsligen

(wie Bundesliga, CL, DFB-Pokal) kann man

bequem zu den Favoriten hinzufügen

und hat immer einen Schnellzugriff.

Push-Benachrichtigung bei verschiedenen

Ereignissen (Tore von

vorher ausgewählten Mannschaften,

Erinnerung für ein startendes

Match, Halbzeit etc.) bietet die

App ebenfalls.

Bewertung: ★★★★★

Timetable

Timetable [LINK 9] ist

vielleicht die beste

kostenlose App vom

besten Entwickler. Wie der

Name „Timetable“ schon

sagt, ist es eine Stundenplan-

App, entwickelt von Gabriel

Ittner. Völlig kostenlos und

ohne Werbung können Nutzer

im schönsten Holo-Design

Stunden, Aufgaben und

Ferien eintragen. Funktionen

wie ein Zweiwochenmodus

mit A- und B-Woche, Benachrichtigungen für

Stunden und Autostummschaltung während

des Unterrichts sind hier schon lange dabei.

Es gibt verschiedene Widgets für den Homescreen

und den Lockscreen sowie eine Dashclock-Erweiterung.

Timetable ist für Smartphones

und Tablets optimiert und bietet ein

helles und ein dunkles Theme.

Bewertung: ★★★★★

Scan

Scan [LINK 10] ist eine einfache und

zuverlässige QR-Code- und Barcode-Scanner-App.

Direkt nachdem

Scan geöffnet ist, können Sie einen QR-Code,

Barcode, EAN-, UPC- oder ISBN-Code vor die

Kamera halten. Nach erfolgreichem Scannen

des Produkts leitet Scan Sie zu einer Internetseite,

auf der Sie Informationen wie Preis,

Kalorien, Gewicht etc. einsehen können.

Falls in der Datenbank von Scan keine Informationen

vorliegen, können Sie durch einen

Tipp auf „Google“ oder „Amazon“ auf den

entsprechenden Plattformen nach Informationen

suchen. Die Scan-App bietet auch einen

Verlauf an. Benutzen Sie lieber das Original

von ZXing? Kein Problem: Auch diese App

[LINK 11] zeigt sich seit dem letzten Update in

schönstem Holo-Design.

Bewertung: ★★★★★

Ausgaben Manager

Mit dem Ausgaben Manager [LINK 12]

verwalten Sie Ihre finanziellen Ausgaben.

Die App bietet ein schickes,

helles Holo-Design ohne Werbung, ein

16

November 2013

Android-User.de


Fokus

Die besten 20 Holo-Apps

Abb. 11: Scan liest nicht nur normale

Barcodes, sondern kommt

auch mit QR-Codes klar.

Abb. 12: Mit dem Ausgaben Manager

behalten Sie Ihre Kosten im

Überblick.

Abb. 13: Calculator: Einfacher

kann man einen Taschenrechner

im Holo-Stil nicht programmieren.

Abb. 14: LockIt hilft Ihnen dabei,

einzelne Apps mit einer Passwort-

Sperre zu versehen.

schnelles Aufzeichnen von Ausgaben, Kategorien

wie monatliche Fixkosten (Miete,

Abzahlungen etc.), DashClock-Integration,

Excel-Export und auch einen Verlauf der

Ausgaben. Das Design basiert auf der neuen

Karten-Optik (wie in Google Now). Ein Sidemenü

öffnet sich, wenn Sie von links nach

rechts wischen. Einmalige Ausgaben lassen

sich über das „+“ oben in der Leiste hinzufügen,

Fixkosten hingegen fügt man in den

Einstellungen hinzu.

Bewertung: ★★★★★

Clean Calculator Beta

Clean Calculator Beta [LINK 13] ist

eine einfache Taschenrechner-App.

Die App kann

ausschließlich einfache

Rechenaufgaben wie Plus

und Minus, Sinus und

Cosinus lösen. Allerdings

kommt die Rechner-App

im schicken Holo-Design.

Ihr Erscheinungsbild lässt

sich ändern (es stehen

fünf Themes zur Auswahl),

und es ist an Tablets

angepasst. Clean

Calculator ist noch in der

Betaphase und kommt

komplett werbefrei daher.

Wir finden, dass die App

der mit Abstand schönste

Taschenrechner für Android

ist.

Bewertung: ★★★★★

Abb. 15: Shazam muss man wohl

kaum noch vorstellen. Die App

erkennt praktisch jeden Song.

LockIt

Vom Paranoid-Android-Team

stammt diese App, über die Sie einzelne

Apps sperren können. Beim

ersten Start von LockIt [LINK 14] wählen Sie die

gewünschte Art der Sperre (Code oder Pattern-Muster)

aus, geben den Code oder das

Muster ein und wählen aus Ihren installierten

Apps diejenigen aus, die Sie mit einer

Sperre versehen wollen (durch das Antippen

des Schlüssel-Icons oben rechts). Bei einem

Diebstahl des Handys ist LockIt allerdings

nicht nützlich, da der Dieb die App ganz einfach

deinstallieren kann. Gegen neugierige

Freunde hilft sie aber allemal.

Bewertung: ★★★★★

Abb. 16: Die aktuelle Version von

Shazam hält sich an die Google-

Stilrichtlinien.

Android-user.de November 2013 17


Fokus

Die besten 20 Holo-Apps

Explorer ohne Probleme.

Zudem lassen sich Lesezeichen

zu verschiedenen

Verzeichnissen erstellen.

Eine Suchfunktion sowie

die Möglichkeit, verschiedene

Tabs offen zu halten,

sind zusammen mit dem

Holo-Design-Update erschienen.

Der Root Explorer

kostet 3,59 Euro.

Bewertung: ★★★★★

Abb. 19: Die Uhr von Jelly Bean ist

zwar schon sehr schön, Timely setzt

aber noch einen oben drauf.

Abb. 17: Den Root Explorer können

Sie auch nutzen, wenn Ihr Handy

nicht gerootet ist.

Shazam

Die Musikerkennungs-App Shazam

[LINK 15] dürfte jedem etwas sagen:

App starten, auf das runde Icon

tippen, und schon erkennt Shazam die gerade

laufende Musik. Abseits der Hauptaufgabe

von Shazam gibt es allerdings noch

weitere nützliche Funktionen. So

kann man den Song auch gleich

auf Amazon MP3 kaufen oder das

YouTube-Video anschauen.

Shazam kommt auch mit Google+

und Facebook klar und zeigt an,

welchen Song die Freunde getaggt

haben. Einen Verlauf der bisher

gescannten Songs sowie eine

Chart-Ansicht gehören ebenfalls

zur Ausstattung der App. Mit Version

4.0 haben die Entwickler

hinter Shazam der App auch ein

neues Gewand verpasst.

Bewertung: ★★★★★

Root Explorer

Der Root Explorer

[LINK 16] ist ein alter Hase

unter den Dateimanagern

im Android Store. Sobald

Sie der App Root-Rechte erteilen,

erhalten Sie Zugriff auf das ganze

System und können Dateien beliebig

verändern. Natürlich sollte

man dabei wissen, was man tut.

Aber auch andere Funktionen,

wie den Zugriff auf Google

Drive, Box, Dropbox oder ein

SMB-Netzwerk meistert der Root

Valet – Car

Locator

Mit Valet [LINK 17]

vergessen Sie nie

wieder, wo Sie

Ihr Auto geparkt haben.

Damit die App weiß, wo

sich Ihr Wagen befindet, tippen Sie entweder

„Mein Auto Parken“ an oder aktivieren den

Parksensor. Dieser erkennt automatisch,

wann und wo Sie das Auto abgestellt haben.

Sie können mit Valet auch die Parkuhr einstellen,

und die App schlägt Alarm, sobald

die Zeit vorüber ist. Mit der Funktion „Find

My Car“ finden Sie immer zu Ihrem Auto

zurück. Sie erhalten dann eine ausführliche

Wegbeschreibung zu Ihrem Fahrzeug. Valet

nutzt die Location API von Google Play Services.

Natürlich lassen sich mit dem Car

Locator auch andere Standorte, wie die Position

des Hotels oder des Campingplatzes

speichern. Valet – Car Locator gibt es im

Google Play Store für 0,99 Euro.

Abb. 18: Mit der App Valet finden

Sie Ihr Auto oder Fahrrad garantiert

auch wieder.

Bewertung: ★★★★★

Timely – Wecker

Timely [LINK 18] ist grundsätzlich

eine wunderschöne Wecker-App.

Sie bietet aber auch eine Stoppuhrsowie

Countdown-Funktion an. Oben im Reiter

der App gibt es drei Kategorien. Ganz

links (durch Wischen oder Antippen erreichbar)

befindet sich der Wecker, in der Mitte

die Uhrzeit mit Sekundenangabe und rechts

der Countdown beziehungsweise die Stoppuhr.

Um eine Uhrzeit einzustellen, wischen

Sie vom linken Bildschirmrand in die Mitte

und nehmen dabei den Finger nicht vom Display.

Nun können Sie hoch- und runterwischen,

um die Uhrzeit zu verändern. Haben

Sie zum Beispiel 12:00 Uhr eingestellt, wollen

aber um 12:10 Uhr geweckt werden, dann

tippen Sie jeweils einmal unter- oder oberhalb

der Displaymitte. Dies verändert die

18

November 2013

Android-User.de


Fokus

Die besten 20 Holo-Apps

Abb. 20: Die PayPal-App macht

nicht nur optisch etwas her, sie

hat auch praktischen Nutzen.

Abb. 21: Nutzen Sie mehr als ein

Forum aktiv? Dann holen Sie sich

Tapatalk 4!

Abb. 22: Now Playing sieht fast

wie Play Music aus, bringt aber

ein paar feine Extras mit.

Uhrzeit dann um fünf Minuten. Das Design

der App ist sehr harmonisch und beruhigend.

Farben lassen sich ändern, und jede

der drei Spalten hat einen Live-Hintergrund.

Bewertung: ★★★★★

PayPal

Die offizielle PayPal-App für Android

[LINK 19] wurde mit Version 5.0

an das aktuelle Android-Holo-

Design angepasst – inlusive neuer Sidebar.

Mit der PayPal-App können Sie Zahlungen

anfordern, Geld senden und empfangen, das

Konto verwalten und alle Transaktionen im

Blick behalten. Sie können auch ein neues

Bankkonto oder eine neue Kreditkarte zu

PayPal hinzufügen. Wenn Sie von links

außen in die Mitte wischen, öffnet sich das

neue Sidemenü. Dort finden Sie die verschiedenen

Kategorien E-Börse (die Startseite),

Übersicht (alle Transaktionsdetails), Senden

(Guthaben senden oder Geld anfordern)

sowie Einstellungen. Unten links können Sie

sich ausloggen. Die PayPal-App ist kostenlos.

Bewertung: ★★★★★

Tapatalk 4 – Community

Reader

Tapatalk [LINK 20] ist ein Dienst, der

viele Zehntausende von Internetforen

in einer schönen App aufbereitet.

Es ist schwer vorstellbar, wenn man

für jede Community, in der man angemeldet

ist, eine eigene App auf dem Smartphone installiert

hätte. Tapatalk gibt es schon über

vier Jahre, und die App bietet mit Version 4.0

nun auch das Holo-Design an. Mit der integrierten

Suche lassen sich spezielle Foren

ganz einfach finden. Sobald Sie sich in einem

der Foren über Tapatalk angemelden haben,

listet es die App auf der Startseite. In jedem

Forum gibt es ein Sidemenü, welches Sie mit

einem Wisch von links außen in die Mitte

öffnen. Dort befinden sich verschiedene

Kategorien wie Benachrichtigungen oder

abonnierte Themen. Alle Themen in einem

Forum werden im Kartendesign angezeigt

(bekannt aus Google Now, Google+ und

weiteren Google-Apps).

Bewertung: ★★★★★

Now Playing

Mit Now Playing [LINK 21] gibt es eine

Musik-App ähnlich der aus

Cyanogenmod bekannten Apollo-

App. Now Playing ist im Holo-Design gehalten

und bietet ein helles und ein dunkles

Theme. In den Einstellungen lässt sich außerdem

das Tablet UI aktivieren. Now Playing

ist DashClock-kompatibel und kann sich

mit Ihrem Last.FM-Account verbinden. Des

weiteren lädt die Musik-App fehlende Cover

und Bilder von Künstlern automatisch herunter.

Auf der Startseite von Now Playing gibt

es sieben Kategorien, die Sie durch Wischen

nach rechts und links aufrufen können: Playlists,

Kürzlich wiedergegeben, Künstler,

Alben, Lieder, Genres, Suche. Songs lassen

sich auf Twitter, Facebook, Google+ & Co.

mit einem Fingertipp teilen. Now Playing

gibt es für 0,80 Euro im Google Play Store.

Bewertung: ★★★★★

Abb. 23: Mit Now Playing lassen

sich Musikstücke komplett teilen,

nicht nur der Link dazu.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30632

Android-user.de November 2013 19


7 vs. Galaxy Tab 3

FokusNexus 7 und Galaxy Tab 3 im Vergleich

7 oder 8?

Das günstigste Nexus 7 kostet gerade einmal 229 Euro. Lohnt sich da

überhaupt noch ein Blick auf andere, teurere Tablets? Wir haben das

Nexus 7 mit dem Galaxy Tab 3 verglichen. Patrick Neef

iarada, 123RF

Das neue Nexus 7 macht einen

kompakten und edlen Eindruck.

Die ganze Front ist aus Glas, es

sind keine Hardwaretasten zu

sehen. Der Rand oben und unten ist recht

groß, der an den Seiten wurde im Vergleich

zum Vorgänger verkleinert, wodurch das

Gerät wie eine längliche Tafel Schokolade

wirkt. Anders das Galaxy Tab 3: Es hat das

typische Galaxy-Design mit abgerundeten

Ecken und einem schmalen Home-Button

unterhalb des Displays. Auf den ersten Blick

erkennt man nicht, ob es ein Galaxy S4, ein

Galaxy Note oder ein Galaxy Tab ist. Zwei

Tablets also, die unterschiedlicher nicht sein

könnten. Doch welches wählen?

Der zweite Eindruck

Beide Tablets liegen gut in der Hand. Das

Nexus 7 ist leichter als das Galaxy Tab, wirkt

aber aufgrund seiner Kompaktheit

schwerer als das

größere Galaxy Tab. Beim

neuen Nexus hat sich Asus

von der weichen Gummirückseite

verabschiedet.

Die Rückseite ist nun mit

einer harten Gummierung

versehen, die gerade noch

rutschfest ist. Das Galaxy

Tab besitzt die übliche

Klavierlackoptik der Reihe.

Das fasst sich zwar gut an,

zieht aber Fingerabdrücke

magisch an, und das Tablet

wirkt auch etwas rutschiger.

Weiß ist in dieser Hinsicht

die bessere Wahl.

Die Tasten des Galaxy

Tab sind sehr angenehm:

Abb. 1: Dank Android 4.3 können Sie

beim Nexus 7 Profile für verschiedene

Nutzer anlegen.

Sie haben einen guten Druckpunkt und sind

trotzdem leise. Das Nexus 7 lässt sich mit

seinen leicht nach hinten verschobenen Tasten

nicht so bequem bedienen. In der Praxis

ist der Home-Button klar von Vorteil: Das

Galaxy Tab aktiviert man fix mit dem Home-

Button, wenn das Tablet auf dem Tisch liegt.

Das Nexus 7 muss man hingegen in die Hand

nehmen, um den Ein/​Aus-Schalter zu betätigen.

Ein klarer Pluspunkt für das Galaxy Tab.

Nervig sind die beiden Softkeys des Galaxy

Tab links und rechts vom Home-Button.

Wenn man das Tablet zur Abwechslung im

Widescreen-Modus benutzt, berührt man

ständig unabsichtlich die Tasten und beendet

dabei mit der Zurücktaste die Anwendung.

Spätestens dann wird klar, warum Google

bei Android-Tablets auf Softwarebuttons

setzt, auch wenn diese ein wenig von der

Auflösung abzwacken.

Display

Das Display des Nexus 7 fegt

das des Galaxy Tab vom

Tisch. Die Auflösung ist mit

1920 x 1200 höher, die Farben

satter, auch in punkto

Helligkeit und Kontrast

schneidet das Nexus besser

ab. Das Galaxy Tab wirkt

bei hoher Helligkeit grell

und verliert an Kontrast,

während das Nexus 7 auch

in heller Umgebung farbecht

bleibt. Diese Runde gewinnt

das Nexus 7 eindeutig.

Eine andere Sache ist der

Formfaktor: Das Nexus 7 ist

deutlich schlanker als das

Galaxy Tab 3, daher wirken

22

November 2013

Android-User.de


Fokus

Nexus 7 vs. Galaxy Tab 3

manche Webseiten trotz der hohen Auflösung

gestaucht. Das Galaxy Tab 3 hingegen

ist in der 8-Zoll-Variante etwas größer als

das Nexus 7 und stellt daher Webseiten im

Hochformat besser dar. Je nach persönlicher

Präferenz (mehr Browsen, mehr Filme anschauen)

ist also das Nexus 7 besser geeignet

oder das Galaxy Tab 3.

Performance

Auch bei der Performance schlägt das Nexus 7

das Galaxy Tab um Längen. Hier ruckelt

nichts, das Scrollen ist butterweich, Apps

starten innerhalb von Millisekunden. Beim

Spielen gab es ebenfalls keine Performance-

Einbrüche, egal welches Spiel wir getestet

haben. Das Galaxy Tab 3 hingegen kommt

bei flinker Navigation durch das Android OS

manchmal ins Stottern. Auch gab es beim

Galaxy Tab hin und wieder Performance-

Einbrüche, die die Grenze zum Akzeptablen

überschreiten. Beim Aufrufen der Tastatur

zum Beispiel war es gelegentlich unmöglich,

ein paar Buchstaben zu tippen, weil die Tastatur

einfach nicht reagieren wollte. Lässt

sich nur hoffen, dass Samsung noch ein paar

Updates in der Pipeline hat. Auch diesen

Punkt gewinnt das Nexus 7.

Batterielaufzeit

Bei der Akkulaufzeit schenken sich die beiden

Tablets nichts. Das Nexus 7 kommt auf

gut 9 Stunden, auch wenn die ersten Ladezyklen

eine deutlich kürzere Laufzeit vermitteln.

Der Akku muss sich erst einmal einspielen.

Das Galaxy Tab liegt mit rund 8 Stunden

ebenfalls in einem guten Bereich.

Software

In dieser Hinsicht könnte der Unterschied

nicht größer sein: Das Nexus 7 läuft mit

Android 4.3 in der Originalversion von

Google (siehe auch unseren Artikel zu den

Nexus-Vorteilen). Das Galaxy Tab 3 kommt

mit Samsungs TouchWiz daher, das dem

Gerät nicht nur einen neuen Look verpasst,

sondern es auch um viele Funktionen bereichert.

Smart Stay sorgt dafür, dass das Gerät

erkennt, wenn man den Blick abwendet und

erst dann den Bildschirm abschaltet. Leider

funktionierte das im Test nicht zuverlässig.

Toll hingegen ist die Möglichkeit, zwei Fenster

nebeneinander zu positionieren.

Beim Nexus hingegen herrscht eher Optionsarmut.

Wer also einige Funktionen oder

Anpassungsmöglichkeiten vermisst, der

muss mit Apps aus dem Play Store nachhelfen.

Dafür besitzt das Nexus 7 aber bereits

Android 4.3, was mit einigen Tweaks unter

Abb. 2: Die Möglichkeit, zwei Fenster nebeneinander zu platzieren ist sehr praktisch.

der Haube glänzt wie etwa Bluetooth Smart

(Low-Energy-Bluetooth), OpenGL ES 3.0 für

verbesserte Grafikperformance und eingeschränkten

Benutzerprofilen. Insofern geht

auch diese Runde unentschieden aus, mit

einem leichten Vorteil für das Nexus 7, da

man die meisten Software-Features über

Apps nachrüsten kann, wenn man das will.

Fazit

Sind Sie ein Purist und legen Wert auf ein

fantastisches Display, hohe Performance, zügige

Updates und unaufdringliches Design?

Oder schauen Sie gerne Videos auf dem

Tablet? Dann holen Sie sich das Nexus 7.

Möchten Sie ein möglichst vielfältiges Tablet,

und ist es Ihnen egal, welche Software darauf

installiert ist und ob das Tablet jemals ein

Software-Update bekommen wird, dann ist

auch das Galaxy Tab 8.0 zum Preis von rund

300 Euro eine gute, aber zweite Wahl. ● ● ●

Direktvergleich

Nexus 7 Galaxy Tab 3 8.0

Auflösung 1920 x 1200 (323 ppi) 1280 x 800 (189 ppi)

RAM 2 GByte 1,5 GByte

Prozessor

Snapdragon S4 Quad-Core

1,5 GHz

Gewicht 290 g (Wi-Fi), 299 g (LTE) 314 g

Exynos 4212 Dual-Core

1,5 GHz

Abmessungen 114 x 200 x 8,65 mm 124 x 210 x 7,4 mm

Preis (16 GByte) 229 Euro 310 Euro

Android-user.de November 2013 23


Fokus

Qi-Ladestationen

Sergey Kandakov, 123RF

Qi-Ladestationen für das Nexus 4 und das Nexus 7 im Test

Magischer

Strom

Eine Besonderheit des Nexus 4 und des neuen Nexus 7 ist die drahtlose

Ladefunktion über den Qi-Standard. Wir haben vier Qi-Ladestationen

ausgiebig getestet, hier unser Testbericht. Marcel Hilzinger

Qi – Das müssen Sie wissen

Mit einer guten Ladestation lädt Ihr Nexus 4 oder Nexus 7 genauso gut und genauso

zuverlässig wie mit dem üblichen Ladegerät über ein USB-Kabel. Die Ladestationen

sind mit einem Überladungsschutz versehen und stoppen die Stromzufuhr automatisch,

sobald der Akku voll ist. Allerdings sollten Sie einige Punkte beachten. Nicht

jedes Case eignet sich für eine Qi-Ladestation. Bumper aus Plastik sind normalerweise

kein Problem, verwenden Sie jedoch eine Lederhülle oder eine andere Hülle, die das

Handy um mehr als 2 bis 3 mm von der Ladestation abhebt, dann lädt das Nexus 4

entweder überhaupt nicht mehr oder nur noch unzuverlässig.

Die erste Charge des Nexus 4 (Revision 1.0) arbeitet nicht mit allen Qi-Ladestationen

zusammen. Vor allem bei der Nokia-Ladestation gibt es massive Probleme. Dafür

empfehlen wir Ihnen unbedingt die PowerQI am Ende des Artikels. Achten Sie bei

allen Ladestationen darauf, dass das Handy an der richtigen Stelle liegt. Hinweise

dazu finden Sie in der Dokumentation des Ladegeräts. Bei rund einem von zehn

Ladevorgängen stoppte der Ladevorgang bereits bei 80 Prozent, unabhängig davon,

auf welcher Ladestation. Das kann damit zusammenhängen, dass unser Nexus 4 aus

der ersten Charge stammt. Das Handy/​Tablet darf beim Aufladen warm werden (das

ist normal), aber nicht heiß!

Strom ohne Kabel zu übertragen,

hätten unsere Eltern vermutlich

noch für unmöglich gehalten.

Inzwischen ist die Technologie,

die mit der Induktionstechnologie bei Kochherden

eng verwandt ist, allerdings marktreif

und auch bezahlbar. Das Nexus 4 hat den

Reigen der Qi-Androiden letztes Jahr eröffnet,

nun zieht auch Google mit dem Nexus 7

nach. Grund genug, sich nach einer Qi-Ladestation

umzusehen. Wir haben den Test gemacht.

Das Original

In Deutschland nach wie vor nicht erhältlich

ist die Ladestation WCP-400, das Original-

Accessoire für das Nexus 4 von LG [LINK 1].

Doch beim aktuellen Preis von 200 Euro für

die 8-GByte-Version des Nexus 4 sollte man

24

November 2013

Android-User.de


Fokus

Nokia

Qi-Ladestationen

Abb. 1: Im Fatboy-

Kissen von Nokia sieht

das Nexus 4 nicht nur cool

aus, es liegt darin auch sicher.

dann doch zweimal überlegen, ob man dazu

bereit ist, in Deutschland den Amazon-Preis

von knapp 100 Euro zu bezahlen. Da das

Nexus 4 bereits als Auslaufmodell gilt, wird

es der offizielle Orb für 60 Dollar wohl auch

nie mehr in den Play Store schaffen.

Das ist aber nicht weiter tragisch, denn die

Ladestation sieht zwar zugegebenermaßen

recht hübsch aus, hat sich jedoch bei uns in

der Praxis nicht bewährt. Das Nexus 4 bleibt

darauf zu selten in genau der Position, die es

zum Laden benötigt, und der Ladespaß ist

vor allem dann schnell vorbei, wenn noch

der Vibrationsalam an ist. Da wir für diesen

Artikel auch ein paar Schutzhüllen für das

Nexus 4 getestet haben, können wir allerdings

die Kombination mit (inoffiziellem)

Gummi-Bumper und Nexus 4 Orb empfehlen,

allerdings gab es auch damit ab und zu

Probleme. Da wir den Orb wieder zurückschickten,

bevor das neue Nexus 7 eintraf,

können wir hier keine Empfehlung abgeben,

aber unsere Erfahrung sagt uns, dass die

beiden wohl ebenso schlecht kooperieren

wie das Nexus 4 und die LG-Ladestation. Wir

empfehlen das Modell WCP-400 von LG deshalb

nur für wirklich eingefleischte Nexus-

Fans und raten Google beziehungsweise LG

dringend, beim nächsten Nexus Magnete zur

Fixierung einzubauen und nicht auf eine

simple Gummierung zu vertrauen. Dann

klappt das auch mit dem Schrägstellen.

Nokia mit Fatboy

Nokia gehört zu den Pionieren beim drahtlosen

Laden via Qi-Standard. Die Finnen

bieten mit dem DT-900 beziehungsweise

DT-901 inklusive Kissen eine recht gute Ladestation

in diversen Farben an, die bei Amazon

aktuell zwischen 40 und 50 Euro kostet.

Doch auch bei dieser Qi-Ladestation sind ein

paar Details zu beachten. Da die Rückseite

des Nexus 4 aus Glas und unheimlich glatt

ist, hat sich das Gerät in unseren Tests mehrfach

aus dem Staub gemacht, sodass wir es

nach ein paar Stunden nicht voll geladen

sondern neben der Qi-Ladestation

liegend und mit leerem

Akku gefunden haben. Die

Nexus-4-Geräte der

ersten Charge (Revision

1.0) sind zudem

mit der Ladestation nicht voll

kompatibel. Um beide Probleme auf

einen Schlag zu lösen, bindet man einfach

ein möglichst breites Gummiband mit rund

2 mm Dicke um die Nokia-Ladestation, sodass

das Nexus 4 hinten auf dem Gummiband

aufliegt und vorne das Ende der Ladestation

gerade so berührt. Wer ein neueres

Nexus 4 besitzt, sollte mit der Nokia-Ladestation

keine Probleme haben. Wir empfehlen,

den Fatboy-Sack mitzukaufen, da das

Nexus 4 darin am besten liegt und garantiert

nicht davon rutscht. Die Version mit Kissen

kostet aktuell 60 Euro [LINK 2], und die Kombination

sieht auch noch schön aus. Allerdings

sieht man durch das Kissen hindurch die

LED bei Tag nicht immer gut, gerade nachts

ist diese Kombination aber am besten.

Das Kissen eignet sich hingegen wiederum

nicht, um das Nexus 7 aufzuladen, weil es

dann zu hoch über der Ladestation liegt. Wer

also ein neues Nexus 7 besitzt oder sich in

naher Zukunft eines anschaffen möchte,

setzt am besten auf eine alternative Lösung,

die wir weiter unten beschreiben.

Oregon Scientific QW201

Die Qi-Ladestation von Oregon Scientific

[LINK 3] kostet bei Amazon rund 120 Euro, bei

anderen Internetanbietern bekommen Sie

das Produkt schon für 85 Euro. Es ist aber in

jedem Fall die teuerste im Testfeld. Sie bietet

nicht nur das drahtlose Laden an, sondern

Abb. 2: Die offizielle

Ladestation sieht zwar

hübsch aus, ist aber

nicht sehr praktisch.

Google

Android-user.de November 2013 25


Fokus

Qi-Ladestationen

Abb. 3: Die Qi-Ladestation von

Oregon Scientific ist ein wahrer Allrounder,

kostet aber auch recht viel.

PowerQi

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30627

Abb. 4: Die PowerQi-Ladestation ist

nicht nur die günstigste, sondern

funktioniert auch am besten.

zeigt

auch Temperatur

und Zeit an und hat

einen Wecker integriert. Zudem liegt

ein Funksensor für die Außentemperatur bei,

sodass man an der Ladestation ablesen kann,

wie kalt es draußen ist.

Doch auch mit dieser Station waren wir

bei unseren Tests nicht rundum zufrieden.

Das hat mehrere Gründe: Als Nachtuhr eignet

sich das Modell QW201 nur bedingt,

außer Sie schlafen gerne bei Blaulicht. Denn

selbst auf der niedrigsten Helligkeitstufe

leuchtet das Display noch so hell, dass es in

den Augen schmerzt, wenn man nachts die

Zeit ablesen will. Zudem gibt die QW 201

permanent ein zwar leises, aber nicht sehr

angenehmes Fiepen von sich, wenn gerade

nicht geladen wird. Das ist üblicherweise

kein Problem, weil das Nexus 4 ja über

Nacht geladen wird und die Station dabei

komplett ruhig ist. Rutscht das Handy aber

herunter, fängt prompt das Fiepen an.

Auch dieses Ladegerät verfügt über eine

sehr glatte Oberfläche, sodass das Nexus 4

sich ohne Bumper gerne mal den Weg nach

nebenan sucht. Immerhin

ist auf dem Ladegerät

mehr als genügend

Platz, und Sie

müssen das Nexus 4

nicht so exakt platzieren

wie auf der Ladestation

von Nokia. Mit

einem Bumper sind Sie

hier aber auf der sicheren

Seite. Auch dieses

Testgerät musste wieder

zurück, bevor wir

das neue Nexus 7 erhielten,

sodass wir

nicht mit Sicherheit behaupten

können, dass

sich die Ladestation

auch für das neue

Nexus 7 eignet.

PowerQI T-100

Auf unserer Suche

nach der perfekten

Qi-Ladestation, die

Oregon Scientific

auch bezahlbar sein soll, sind wir schließlich

bei Ali Express gelandet und haben mit einer

Mindestbestellmenge von fünf Stück die Qi-

Ladestation PowerQI von Shenzhen Horizone

Technology Ltd. [LINK 4] zum Preis von rund

30 Dollar gekauft. Versand und Verpackung

verliefen bestens, auch der Zoll machte keinerlei

Probleme, sodass wir die neuen Ladestationen

nach rund zehn Tagen ausprobieren

konnten. Auch diese hat einen kleinen

Schönheitsfehler: Sie piepst recht laut, wenn

Sie das Handy zum Laden darauflegen. Das

ist suboptimal, wenn Sie das Handy auf die

Qi-Station im Schlafzimmer legen wollen,

wenn Ihr Partner schon im Bett ist.

Ist die Ladestation in Betrieb, zeigt eine

blaue LED den Ladevorgang an. Sobald das

Handy oder Tablet voll geladen ist, schaltet

sich die Station aus, und die LED wird grün.

Im Unterschied zu den anderen getesteten

Stationen schaltet sich die Ladestation auch

nicht mehr automatisch ein, wenn die Akkuladung

zum Beispiel unter 90 Prozent fällt.

Das empfinden wir als Vorteil. Auch diese

Ladestation verfügt über eine recht glatte

Oberfläche, die sich aber erstaunlich gut

mit dem Nexus 4 verträgt. Achten Sie beim

alten Nexus 4 (Revision 1.0) darauf, dass

der komplette Schriftzug „Wireless Charger“

sichtbar ist. Dann lädt die Station am besten.

Auch das neue Nexus 7 können Sie mit diesem

Ladegerät problemlos aufladen. Das

klappt sogar, wenn der Akku bereits so leer

ist, dass sich das Gerät bereits von alleine

ausgeschaltet hat. Aktuell gibt es dieses

Qi-Ladegerät bei E-Bay für 24,50 Euro zum

Sofortkauf [LINK 5].

Fazit

Das perfekte Qi-Ladegerät haben wir noch

nicht gefunden. Wenn Sie es nicht eilig

haben, lohnt sich also eventuell das Warten

auf günstige neue Modelle. Viel billiger dürften

die Qi-Stationen aber kurzfristig nicht

werden. Dazu gibt es schlicht noch zu wenig

Geräte mit Qi-Support.

● ● ●

26

November 2013

Android-User.de


Fokus

Nexus-Cases

Die besten Schutzhüllen für Nexus-Geräte

Schick &

sicher

Wer sein Handy liebt, schenkt ihm ein Case. Damit lässt sich jedes

Nexus-Gerät nicht nur verschönern und personalisieren, sondern

die Hüllen schützen das Gerät auch bei Stürzen. Marcel Hilzinger

Mumbi

Abb. 1: Der offizielle Bumper schützt

bei Stürzen, aber nicht vor Kratzern.

Es gibt drei Arten von Nexus-

Nutzern: Die einen würden

ihr geliebtes Handy nie in ein

Case stecken, weil es dafür

einfach zu schön ist. Die zweite Gruppe

kauft das Case gleich mit dem Handy und

der Displayfolie zusammen, damit es ja keinen

Kratzer bekommt. Die dritte Gruppe lässt

sich Zeit mit der Auswahl des passenden

Accessoires , um eine möglichst individuelle

Schutzhülle zu finden. Gehören Sie zur dritten

Gruppe, dann ist dieser Artikel für Sie!

Gummiüberzieher

Eine Suche nach Schutzhüllen für das Nexus

4 auf Amazon bringt über 5000 Treffer. Für

diesen Artikel haben wir uns deshalb entschlossen,

je drei Cases von der Sorte

Gummi-Bumper und je drei

von der Sorte Full-Extra zu

testen. Dazu haben wir die

Hüllen abwechselnd über

mehr als drei Monate im Praxistest

benutzt.

Echte Nexus-Fans holen

sich den offiziellen Bumper

zum Nexus 4 [LINK 1] für 20

Euro. Das Gummiband ist

zwar recht teuer, passt aber

wirklich genau zum Nexus 4.

Es schützt das Nexus 4 wirkungsvoll

bei Stürzen aus

mittlerer Höhe. Der Vorteil

des offiziellen Bumpers besteht

darin, dass die Glasrückseite

nicht verdeckt

wird. Das Nexus 4 sieht also

weiterhin top aus, ist aber bei

Stürzen sicherer.

Eine genauso gute, aber deutlich günstigere

Schutzfunktion erreichen Sie mit den Plastikhüllen

von Mumbi, Tinxi und zahlreichen

weiteren Anbietern um 5 Euro herum. Lassen

Sie sich von den unterschiedlichen Namen

und Mustern nicht täuschen: Die Cases werden

ziemlich sicher alle in der gleichen Fabrik

in China hergestellt. Die Qualität ist denn

auch bei sämtlichen Cases identisch (gut).

Was Sie bei diesen Gummischutzhüllen beachten

sollten: Die Aussparungen für die

Kopfhörerbuchse unterscheiden sich zwar

nur minimal, aber manchmal passt ein größerer

Stecker gerade noch rein, manchmal

aber auch nicht mehr. Das hängt nicht vom

Typ ab, sondern es sind lediglich produktionsbedingte

Abweichungen unter den Geräten.

Das gilt auch für die Verarbeitung der

Schweißnähte. Achten Sie beim Einsetzen

des Nexus 4 in eine Gummihülle unbedingt

darauf, dass Case und das Nexus 4 komplett

sauber sind. Bei unserem ersten Case gelang

es ein paar Mikrokieseln, sich zwischen

Nexus 4 und die Schutzhülle zu drängen, so-

Gummi oder Leder?

Die Entscheidung zwischen diesen zwei Materialien

ist normalerweise eine Preisfrage. Einfache

Schutzhüllen aus Plastik bekommen Sie

bereits für 5 Euro. Bei Kunstleder müssen Sie

um die 10 Euro einplanen, bei echtem Leder

über 20 Euro. Beim Nexus 4 und dem neuen

Nexus 7 spielt das Material auch aus einem anderen

Grund eine wichtige Rolle: Möchten Sie

das Handy drahtlos laden, dann sollten Sie zu

einer dünnen Schutzhülle greifen, die mit nicht

mehr als 2 bis 3 Millimetern aufträgt. Sonst

funktioniert die Induktion nicht mehr.

28

November 2013

Android-User.de


Fokus

Nexus-Cases

Abb. 2: Das Supreme-Case für

das alte Nexus 7 ist mit

knapp 10 Euro besonders

günstig.

Amazon

dass unser Testgerät Kratzer auf der Rückseite

abbekam. Ironischerweise hatte es vor

den Tests noch keine einzige Schramme.

Vom Lautsprecher auf der Rückseite müssen

Sie sich verabschieden, wenn Sie das

Nexus 4 in einer Gummischutzhülle auf eine

flache Oberfläche legen. Der Ton wird

schlicht absorbiert. Dafür eignen sich die

Gummihüllen sehr gut für das Aufladen mit

einer Qi-Ladestation, da das Nexus 4 nicht

davonrutscht. Last but not least sammeln

sich an den Rändern auf der Vorderseite stets

Schmutzpartikel an. Auch diese können den

Weg zwischen Schutzhülle und Nexus 4

schaffen, was für Kratzer sorgen kann. Für

diesen Artikel kauften wir bei Amazon folgende

Produkte: Alternate Cases X-Line Silikon

schwarz [LINK 2] für 3,99 Euro, Tinxi-Silikon-Schutzhülle

mit S Linie blau für 5,69

Euro [LINK 3] und Mumbi S-TPU-Schutzhülle

für 5,99 Euro [LINK 4]. Einen qualitativen Unterschied

konnten wir in den vergangenen

vier Monaten nicht feststellen.

Möchten Sie Ihr Nexus 4 zum Outdoor-

Handy umbauen, dann lohnt sich ein Blick

auf den Tough-Rugged-Kickstand von Mpero

[LINK 5]. Das Case bietet zum Preis von knapp

7 Euro eine dicke Gummihülle und einen

praktischen Standfuß.

Edlere Nexus-4-Cases

Um zu testen, was teurere Schutzhüllen zu

bieten haben, bestellten wir auch eine Mako-

Ledertasche für das Nexus 4 im Wert von

knapp 30 Euro (aktuell kostet das Case nur

noch 20 Euro) [LINK 6]. Diese Tasche erfüllt

recht viele Zwecke, aber telefonieren kann

man damit nicht, ohne dass das Handy fast

zu Boden fällt. Die Innenseite mit drei Einschüben

für Kreditkarten ist aus billigem,

gummierten Kunststoff, die Außenseite aus

Leder. Das Handy selbst klemmt in einer

Hartkunststoffschale. Allerdings sind die

Aussparungen für die Lautstärkewippe und

den Powerbutton

etwas

arg klein ausgefallen,

sodass

man an die Knöpfe fast nicht

herankommt. Positiv erwähnen müssen wir

noch, dass sich das Case auch für das Laden

via Qi eignet, zumindest mit der von uns genutzten

PowerQi-Station (siehe Artikel zu

den Qi-Ladegeräten).

Mit einem Preis von 8,95 Euro deutlich

günstiger ist die Lederbrieftasche von Terrapin

[LINK 7], die allerdings komplett aus Kunstleder

ist. Auch bei diesem Case lässt sich das

Handy nur sehr umständlich in der Hand

halten. Zum Telefonieren müssen Sie den Deckel

komplett nach hinten klappen, was die

ganze Gerätschaft extrem dick macht. Im Unterschied

zur teureren Mako-Hülle gibt es

hier keine separate Aussparung für die Micro-SIM,

aber Sie stehen vor dem gleichen

Problem, dass die Laustärketasten nur

schwer erreichbar sind. Auf eine Ständerfunktion

müssen Sie verzichten. Auch das

Aufladen via Qi ist mit dieser Hülle nicht

möglich, da sich die Schnalle zum Schließen

auf der Rückseite befindet. Alles in allem ist

dieses Case deutlich weniger durchdacht,

auch wenn es auf den ersten Blick besser

aussieht als die Mako-Tasche.

Die teuerste Tasche im Test ist die Lederschutzhülle

von Noreve [LINK 8] für 46 Euro

(Grundausstattung) aus echtem Leder, die

sich nach unten aufklappen

lässt. Noreve hat dabei der

Front auch ein kleines Loch

für die LED verpasst. Sehr

gut gefallen hat uns, dass

die Aussperrung für den

Lautspre-

Abb. 3: Mit dem Rugged Kickstand

von Mpero holen Sie sich noch etwas

Bruchsicherheit herein.

Tipp

Sie möchten Ihrem Nexus 4

einen individuellen Touch verschaffen,

es aber nicht in ein

Case zwängen? Dann lohnt sich

ein Blick auf die zahlreichen Folien

von Dbrand [LINK 9]oder Skinit

[LINK 10]. Die Folien gibt es

zwar nur in den USA, aber selbst

mit Versandkosten bleiben sie

unter 20 Euro.

Abb. 4: Nur zum Teil aus Leder: Die

Mako-Tasche für 20 Euro hält in etwa,

was sie verspricht.

Amazon

Mpero

Android-User.de November 2013 29


Fokus

Nexus-Cases

Abb. 5: Mit einer passgenauen Folie für die

Rückseite verschaffen Sie dem Nexus 4 einen

individuellen Touch.

5 Euro geschenkt

Die Schutzhüllen von Caseable.

de sind zwar nicht ganz billig,

aber dafür auch keine Ware von

der Stange. Die Cases werden

zudem in den USA aus wiederverwendbaren

Materialien hergestellt.

Android-User-Leserinnen

und ‐Leser erhalten bis

Ende Oktober einen Rabatt von

5 Euro auf die Bestellung bei

Case able. Dazu einfach beim

Einkaufen vor der Kasse den

Gutscheincode androiduser5 in

das Feld Gutschein, Coupon

oder Rabatt eingeben.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30676

cher durch ein feines Drahtgitter

geschützt ist. Der Noreve-Knopf

auf der Rückseite dient zur Befestigung

eines Gürtelclips. Die

dicke Schraube verhindert dabei,

dass sich das Nexus 4 via Qi aufladen

lässt. Sie lässt sich aber

einfach herausdrehen.

Nexus-7-Cover

Von Asus selbst gibt es das

Nexus 7 Travel Cover [LINK 11].

Die Plastikhülle ist allerdings

alles andere als hochwertig und

die 20 Euro nicht wert. Suchen

Sie einfach eine günstige Schutzhülle

ohne besondere Zusatzfunktion,

dann empfehlen wir Ihnen die

Mumbi-Silikonschutzhülle für 7 Euro [LINK 12].

Sie sitzt perfekt und schützt das Tablet bei

Stürzen, ohne zu stören.

Das Ultra-Slim-Case von Supremery bekommen

Sie für das alte Nexus 7 aktuell zum

Sparpreis von 9,95 Euro [LINK 13]. Für das

neue Nexus 7 kostet das Case hingegen 24,95

Euro [LINK 14]. Soll es noch etwas edler sein,

empfehlen wir das Ultra-Slim-Case von

Boenso Design [LINK 15] (39,90 Euro). „Ultra

Slim“ ist allerdings irreführend: Die Schutzhülle

ist nicht besonders dünn, dafür unterstützt

sie die Sleep-Funktion des Nexus 7.

Möchten Sie lieber ein Case, das nicht von

der Stange ist, dann lohnt sich ein Blick auf

die Webseite von Caseable [LINK 16]. Hier gibt

es zahlreiche fertige Schutzhüllen von Designern

für das Nexus 7 für 39,90 Euro (44,90

Euro für das Nexus 10). Das Besondere an

Caseable ist aber der Onlinedesigner. Hier

kann man sich einfach eine eigene Schutzhülle

zusammenstellen und dafür aus sehr

Abb. 6: Bei Caseable.de können Sie sich Ihre Nexus-Schutzhülle

individuell gestalten.

Abb. 7: Die US-Firma Portenzo bietet sieben unterschiedliche Schutzhüllen

für das Nexus 7 von 35 bis 100 US-Dollar an.

vielen Farben auswählen oder ein eigenes

Foto hochladen. Mit dem Code androiduser5

gibt es auf diesen Preis noch fünf Euro Rabatt

(siehe Kasten).

Praktisch den gleichen Service wie Caseable,

aber mit einer größeren Auswahl an

Typen, bietet Portenzo [LINK 17]. Auch diese

Firma stellt sämtliche Cases individuell in

den USA her. Allerdings sind hier die Versandkosten

mit rund 20 Euro teurer. Das

günstigste Case von Portenzo für das Nexus

7 kostet 34,95 US-Dollar, die Preise für das

Nexus 10 beginnen bei 59,95 US-Dollar.

Nexus 10

Viele Schutzhüllen für das Nexus 7 gibt es

auch in einer Version für das Nexus 10. Allerdings

dürften beim Nexus 10 etwas andere

Gesichtspunkte eine Rolle spielen, da man

das 10-Zoll-Tablet erfahrungsgemäß zu

Hause auf dem Sofa einsetzt. Wer sein Nexus

10 auch unterwegs nutzt, dem können wir

die offizielle Schutzhülle empfehlen, die es

bei Google Play zu kaufen

gibt [LINK 18]. Sie ist zwar

mit 30 Euro nicht gerade

billig, ist aber die mit Abstand

dünnste Hülle auf

dem Markt und unterstützt

zudem die Aufwachfunktion

via Aufklappen des

Covers. Die Hülle bietet

aber keinen Rundumschutz,

sollte das Tablet

mal auf den Boden fallen.

Als günstige Alternative

bietet sich auch hier das

Case von Supremery an

[LINK 19]. Es kostet nur 10

Euro und funktioniert auch

als Ständer. Jedoch ist es

auch deutlich schwerer. ● ●


30

November 2013

Android-User.de


Fokus

Custom-ROMs fürs Nexus 4

Alternative Firmware-Dateien für das Nexus 4

Custom 4

Wer sich ein Nexus 4 gekauft hat, weiß in der Regel das unveränderte

Android zu schätzen und verzichtet gerne auf den

üblichen Schnickschnack der Hersteller. Es gibt allerdings auch

ein paar interessante Custom-ROMs für das Google-Handy.

Wir stellen sie hier vor. Samuel Groesch

Abb. 1: Die CyanogenMod-Kamera

Focal macht auch ambitionierte

Fotografen glücklich.

Der Genuss von purem

Android gehört zu den

klaren Vorteilen von

Nexus-Geräten. Trotzdem

können alternative Firmware-Dateien,

sogenannte Custom-ROMs,

nicht nur Spaß machen,

sondern auch nützlich sein:

Oft kommen so interessante, neue

Funktionen auf Ihr Handy, durch

die Sie es besser an Ihre Gewohnheiten

anpassen können.

In diesem Artikel stellen wir

Ihnen die – unserer Meinung

nach – drei besten Custom-ROMs

für das aktuelle Google-Handy Nexus 4

vor und erklären Ihnen, wie Sie diese auf

Ihrem Gerät installieren.

CyanogenMod

CyanogenMod ist wohl eindeutig das bekannteste

und meisteingesetzte Android-

ROM. Zum einen ist es für sehr viele Geräte

erhältlich, und zum anderen erweitert es das

Android-System von Google um viele nützliche

Funktionen. Oft wird das ROM außerdem

als Update auf eine höhere Android-Version

genutzt, wenn es von offizieller Seite keine

Aktualisierung mehr gibt.

Aktuell gibt es für das Nexus 4 die

„Stable“-Version basierend auf Android 4.2.2

sowie eine „Nightly“-Version. Diese kommt

schon mit Android 4.3 daher. Es kann jedoch

sein, dass im System Bugs auftreten oder

dass Features noch nicht vollständig funktionieren.

Wir haben für diesen Artikel CM in

der Nightly Version getestet und konnten

keine negativen Auswirkungen feststellen.

Wie bereits erwähnt, glänzt CyanogenMod

mit einer Vielzahl an Einstellungsoptionen

und Features. An die vom ROM bereitgestellten

Optionen gelangen Sie, indem Sie die Android-eigenen

Einstellungen aufrufen. Von

dort aus können Sie auf die neuen Menüpunkte

zugreifen und Einstellungen vornehmen.

Im Vergleich zum AOKP-ROM (Open

Kang), welches auch extrem viele Einstellungen

mitbringt, liegt ein großer Vorteil von CyanogenMod

in der Geschwindigkeit und Performance

des gesamten Systems. Das Nexus

4 lässt sich sehr flüssig bedienen, und durch

die Animationen macht das Arbeiten noch

mehr Spaß. Außer der umfangreichen Konfiguration

bietet das CyanogenMod-ROM einige

eigene Apps. So sind ein sehr guter

Equalizer, ein systemeigener Dateiexplorer

sowie die neue Kamera-App „Focal“ an Bord.

Mit Letzterer sind Sie in der Lage, mit Ihrer

Smartphone-Kamera viele Profifunktionen zu

nutzen, beispielsweise den ISO-Wert selbst

festzulegen. Zudem gibt es nun auch einen

separaten Log-in-Dienst von CyanogenMod,

um das Handy zu finden oder es zurückzusetzen.

Die Installation ist nach dem Entsperren

des Bootloaders via Custom Recovery recht

einfach: Sie benötigen nur das ROM sowie

die aktuellen Google Apps für das Nexus 4.

Das ROM können Sie sich unter get.cm [LINK 2]

von den offiziellen Servern herunterladen,

die Google Apps unter goo.im/​gapps [LINK 3].

Anschließend verschieben Sie die zwei Da-

Voraussetzungen

Um eine der hier vorgestellten Firmware-Dateien

installieren zu können, muss Ihr Nexus 4

über einen entsperrten Bootloader und ein

Custom Recovery verfügen. Hierzu haben wir

bereits einen Artikel in Android User 02/​2013

veröffentlicht, der nach wie vor aktuell ist und

auf unserer Webseite frei online steht [LINK 1].

Mit gesperrtem Bootloader ist die Installation

eines Custom-ROMs unmöglich. Beachten Sie,

dass beim Entsperren des Bootloaders alle

Daten auf dem Nexus 4 gelöscht werden!

32

November 2013

Android-User.de


Fokus

Custom-ROMs fürs Nexus 4

teien auf Ihr Nexus 4. Beim

Wechsel auf CyanogenMod ist

ein sogenannter „Full Wipe“

vonnöten. Er sorgt dafür, dass

all Ihre persönlichen Daten

wie Apps gelöscht werden

und das Gerät auf den Auslieferungszustand

zurückgesetzt

wird. Führen Sie den Full

Wipe vor dem Flashen durch,

denken Sie aber daran, gegebenenfalls

Daten und Apps

zuvor mit einer Back-up-Software

zu sichern.

Den Wipe erreichen Sie beispielsweise

im Team Win Recovery

unter dem Menüpunkt

Wipe. In dem Fall, dass Sie

bereits eine alte Version des

CyanogenMod-ROMs installiert

haben, reicht ein Wipen

des Dalvik Cache und des Caches aus. Nach

dem erfolgreichen Wipen sind Sie nun bereit,

das ROM sowie die Google Apps zu flashen.

Wählen Sie im Flash-Menü Ihres Custom Recovery

System zunächst das ROM aus und

erst danach die Google Apps. Diese Reihenfolge

ist wichtig, andernfalls werden die

Google Apps vom ROM wieder entfernt.

Nach dem zweimaligen Flashen starten Sie

Ihr Nexus 4 einfach neu, schon begrüßt Sie

CyanogenMod.

Paranoid-ROM

Bunt, innovativ und anpassbar: Dies sind einige

der Merkmale des Paranoid-ROMs. Es

erweitert Ihr Gerät zwar nicht um so viele

Einstellungsmöglichkeiten wie das CyanogenMod-ROM,

dafür bietet es aber mit den

„Hybrid Properties“ die einzigartige Option,

zwischen verschiedenen UI-Typen zu wechseln.

Konkret heißt das, dass Sie auf dem

4,7-Zoll-Bildschirm des Nexus 4 die Tablet-

Oberfläche aktivieren können. Ob für das

komplette System oder nur für einzelne

Apps, bleibt Ihnen freigestellt. Dies führt

dazu, dass Sie den vorhandenen Platz auf

Ihrem Display viel besser ausnutzen können

und mehr Informationen auf einmal auf das

Display passen. Generell legen die Entwickler

beim Paranoid-ROM viel Wert auf Optik.

Sie können mit der Einstellungs-App des

ROMs die Farben Ihres Systems, der Navigationsleiste,

Statusleiste und so weiter anpassen

und diese Parameter sogar bei jeder einzelnen

App anders einstellen.

Trotzdem kommen auch die Features nicht

zu kurz: Das Paranoid-ROM enthält eine neuartige

Benachrichtigungszentrale namens

Abb. 2: Übersichtlich trotz der vielen

Funktionen: Das hebt CyanogenMod

von anderen ROMs ab.

HALO, welche an die Facebook

Chatheads erinnert,

jedoch mit jeder beliebigen

App zusammen funktioniert.

Dabei ist es möglich,

während eines Spiels

auf eine eingehende Benachrichtigung

über ein

Pop-up zu reagieren, ohne

das Spiel verlassen zu

müssen! Von diesem innovativen

Feature machen

Sie sich am besten ein eigenes

Bild [LINK 4].

Die Installation verläuft

ähnlich wie bei Cyanogen-

Mod: Ein Full Wipe benötigen

Sie bei der ersten

Ins tallation des ROMs, den

Dalvik Cache und den

Cache zu leeren reicht bei

einem Update. Sie benötigen wieder zwei

Dateien, das ROM und die Google Apps.

Diesmal sind es allerdings spezielle GApps,

von den Paranoid-ROM-Entwicklern für Ihr

ROM angepasst. Herunterladen können Sie

sich das Nexus-4-ROM auf der Projekt-Webseite

[LINK 5], die Paranoid-ROM-Google-Apps

finden Sie unter goo.im [LINK 6].

Chameleon-OS-ROM

Der Name ist Programm! Das Chameleon-

OS-ROM kommt exotisch daher und bringt

frisches Grün in die sonst so blaue Android-

Landschaft. Ähnlich wie beim Miui-ROM besitzt

das Chameleon-OS-ROM einen umfangreichen

Theme Manager. Hier erhalten Sie

online Themes, die Sie nach Lust und Laune

anpassen und miteinander kombinieren können.

Von Haus aus sind die Google Apps umgestylt

und dem grünen Chameleon-OS-Look

Abb. 4: Durch HALO können Sie viel freier mit Ihrem Smartphone arbeiten.

Abb. 3: Mit dem Equalizer holen Sie

mehr aus Ihren Kopfhörern und

Lautsprechern heraus.

Android-user.de November 2013 33


Fokus

Custom-ROMs fürs Nexus 4

Abb. 5: Alle Einstellungen sind

übersichtlich in Kategorien geordnet

und aufrufbar.

Abb. 6: In den Hybrid Properties

können Sie Einstellungen zum

Interface machen.

Abb. 7: Der grüne Look bringt neue

Frische auf Ihr Nexus 4, auf Wunsch

lassen sich die Themes anpassen.

Abb. 8: Auch beim Chameleon OS

ROM finden Sie sämtliche Einstellungen

an der gewohnten Stelle.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30630

angepasst. Außerdem haben die Entwickler

an einigen Stellen Verbesserungen vorgenommen.

In den Einstellungen wischen Sie

beispielsweise das Menü von links in den

Bildschirm hinein und müssen nicht immer

eine Ebene höher wechseln, um in eine andere

Kategorie zu gelangen.

Ungeachtet dieser optischen Features läuft

das Chameleon-OS-ROM sehr flüssig und angenehm

schnell. In Sachen Geschwindigkeit

können Sie als Poweruser auch selbst Hand

anlegen und in den Einstellungen unter Performance

entscheidende Paramter anpassen.

Ein Übertakten des Prozessors oder das Ändern

des I/​O Schedulers ist von hier aus kein

Problem: Achten Sie aber darauf, dass Sie Ihr

Gerät nicht mit übertriebenen Werten zum

Absturz bringen oder gar beschädigen. Zusätzlich

zu den Performance-Einstellungen

können

Sie in der Kategorie System

weitere Einstellungen

zum ROM vornehmen. Etwa

besteht die Möglichkeit,

unter Quick Settings Panel

die Belegung der Schnellstartkacheln

zu verändern.

Eine andere interessante

Funktion des ROMs finden

Sie in den ROM-Einstellungen

unter Appbar. Die sogenannte

Appbar kann nach

der Aktivierung durch einen

Wisch vom linken Displayrand

aus eingeblendet werden

und bietet schnellen

Zugriff auf vorher definierte

Apps. Das Prinzip ist in der wichtigsten Apps.

Abb. 9: Durch die Seitenleiste

haben Sie schnellen Zugriff auf Ihre

Art von Ubuntu Phone bekannt, verrichtet

dank Chameleon OS allerdings schon jetzt

seinen Dienst und hilft beim schnellen Starten

und Zugriff auf Apps.

Die Installation von Chameleon OS läuft in

etwa wie auch bei CyanogenMod oder dem

Paranoid ab. Unter [LINK 7] sind die ROM-Dateien

verfügbar und unter [LINK 8] die passenden

Google Apps. Wir empfehlen Ihnen allerdings,

beim Chameleon OS jedes Mal einen

Full Wipe zu machen, auch beim Updaten

von einer ROM-Version zur nächsten.

Fazit

Mittlerweile sind sehr viele ROMs für das

Nexus 4 verfügbar. Nicht alle sind gut, dennoch

lohnt es sich, einen Blick auf die Custom-ROM-Szene

zu werfen. So schwierig ist

die Installation nicht, und

der Aufwand macht sich für

die Features, die Sie bekommen,

auf jeden Fall bezahlt.

Zu welchem der vielen Kandidaten

Sie greifen, bleibt

Ihre Entscheidung. Der eine

mag es lieber optisch minimalistisch,

der andere

möchte einfach nur möglichst

viele Funktionen und

Features. Wir sehen diese

Freiheit auch als großen

Pluspunkt bei Android:

Denn wenn es Ihnen mit

dem aktuellen ROM einmal

langweilig wird, können Sie

einfach ein neues ausprobieren,

experimentieren und

Erfahrungen sammeln. ● ● ●

34

November 2013

Android-User.de


Fokus

Nexus-7-Custom-ROM

Custom-ROMs für das neue Nexus 7

Mein

Nexus 7

Mit dem neuen Nexus 7

bietet Google ein qualitativ

hochwertiges Tablet

zu einem sehr guten

Preis an. Wie bei allen

Nexus-Geräten erhalten

Sie immer die neuste

Software von Google.

Es gibt aber auch gute

Alternativen.

Samuel Groesch

Wer sich schon das neue Nexus 7

gekauft hat, wird sicherlich

von den Funktionen und der

Geschwindigkeit des Tablets

begeistert sein. Trotzdem lohnt es sich, einen

Blick auf sogenannte Custom-ROMs zu werfen.

Dies sind alternative Firmware-Dateien,

die frei erhältlich sind und von unabhängigen

Entwickler(teams) um viele Features erweitert

wurden. Wir stellen Ihnen in diesem

Artikel einige Custom-ROMs für das neue

Nexus 7 vor, wobei wir gleich an dieser Stelle

erwähnen möchten, dass die neuen Custom-

ROMs für das Tablet fast wie Pilze aus dem

Boden schießen.

Voraussetzung, um sich mit dem Thema

Custom-ROMs auseinanderzusetzen, ist das

aktuelle Nexus 7 (2013) mit entsperrtem

Bootloader und einem Custom Recovery. Die

Google

Vorbereitungen dazu haben wir in Android

User 02/​2013 für das alte Nexus 7 detailliert

veröffentlicht. Der Artikel ist online frei verfügbar

[LINK 1]. Die Installation eines Custom-

ROMs ist immer mit einem gewissen Risiko

verbunden. Befolgen Sie die Anleitung also

nur, wenn Sie sich bei jedem Schritt sicher

sind. Bei Fragen erreichen Sie die Redaktion

via E-Mail oder über unsere Social-Media-

Kanäle auf Google+ und Facebook.

Carbon ROM

Das Carbon ROM ist ein eher unbekannter

Kandidat in der ROM-Szene. Dennoch ist es

sehr interessant, da es einen Mix aus verschiedenen

anderen ROMs darstellt. Viele

Funktionen aus Cyanogen Mod, AOKP oder

Paranoid haben die Entwickler übernommen

und ein sehr schnelles, flüssiges ROM geschaffen,

das reich an Funktionen ist.

Alle Einstellungen und neuen Features, die

das ROM mit sich bringt, rufen Sie über die

normalen Android-Systemeinstellungen auf.

Hierzu klicken Sie auf Carbon Fibres. Es öffnet

sich eine eigenständige App, in der Sie

nun alle Konfigurationsmöglichkeiten vorfinden.

Mit einem Wisch vom linken Displayrand

nach rechts navigieren Sie in den verschiedenen

Kategorien. Die Einstellungs-App

ist vorbildlich programmiert, alles ist ordentlich

sortiert, und man findet das, was man

sucht, genau da, wo man es vermutet.

Zu den interessanten Features zählt auf

jeden Fall HALO. Dies ist ein kleiner Kreis,

der vom Paranoid ROM übernommen wurde

und eine vollkommen neue Art der Nutzung

von Benachrichtigungen ermöglicht. Wenn

Sie HALO aktiviert haben, poppt bei einer

Notification der Kreis auf, und Sie können

die entsprechende App in einem Pop-up aufrufen.

Das ganze ist in dieser Art vom Facebook

Messenger bekannt, HALO ermöglicht

das allerdings für jede beliebige App auf

Ihrem Tablet. Bei Bedarf können Sie auch

unter Statusbar toggles die Umschalter in der

36

November 2013

Android-User.de


Fokus

Nexus-7-Custom-ROM

Benachrichtigungsleiste

anpassen, Kacheln hinzufügen,

entfernen oder umsortieren.

Auch das Anpassen

der Systemfarben ist

mit der Carbon-Fibres-App

möglich: einfach in der

entsprechenden Kategorie

nachsehen und den Farbwert

nach Wunsch ändern.

Die Installation eines

ROMs auf dem Nexus 7

funktioniert relativ einfach.

Sie brauchen lediglich

die ROM-Datei sowie

die neusten Google-Apps.

Das Carbon ROM können

Sie unter [LINK 2] für das

neue Nexus 7 (Gerätename

flo) herunterladen. Zusätzlich

benötigen Sie die

für das Carbon ROM.

eben angesprochenen Google-Apps, welche

Google Play etc. beinhalten. Die entsprechende

Datei finden Sie unter [LINK 3]. Bei

jeder Installation eines Custom-ROMs – auch

beim Installieren einer neueren Version –

empfehlen wir die Durchführung eines sogenannten

„Full Wipes“. Dieser Wipe sorgt

dafür, dass all Ihre persönlichen Daten, wie

Apps und Systemeinstellungen, gelöscht werden

und Ihr Nexus 7 in den Auslieferungszustand

zurückversetzt wird. Diese Prozedur

ist wichtig, damit bei der Installation des

neuen ROMs keine Fehler auftreten und das

ROM ein komplett reines, frisches System

vorfindet.

Erstellen Sie deshalb vor der Installation

eines Custom ROMs ein Back-up. Den Wipe

erreichen Sie zum Beispiel im Team Win

Recovery unter dem Menüpunkt Wipe. Nach

dem erfolgreichen Wipen sind Sie nun bereit,

das Custom-ROM sowie die Google-Apps zu

flashen. Wählen Sie im Flash-Menü Ihres

Custom Recovery Systems zunächst das ROM

aus und erst danach die Google-Apps. Diese

Reihenfolge ist wichtig, andernfalls werden

die Google-Apps vom ROM wieder entfernt

Warnhinweis

Abb. 1: In Carbon Fibres treffen

Sie alle relevanten Einstellungen

Um eine alternative Firmware installieren zu

können, muss der Bootloader Ihres Nexus 7

entsperrt sein. Das ist nicht weiter schwierig

(siehe Anleitung in diesem Artikel), führt aber

dazu, dass sämtliche Dateien auf dem Nexus 7

gelöscht werden. Diese Anleitung bezieht sich

nur auf das neue Nexus 7 (2013). ACHTUNG:

Die verlinkten Firmware-Dateien sind nicht

mit dem alten Nexus 7 kompatibel.

und sind somit im System

nicht vorhanden. Abschließend

starten Sie Ihr

Nexus 7 einfach neu:

Schon beim Starten begrüßt

Sie Ihr Nexus 7 mit

der neuen Carbon-ROM-

Boot-Animation. Nun richten

Sie Ihr Tablet einfach

erneut ein, wie Sie es nach

dem Kauf taten, und spielen

eventuell gemachte

App-Back-ups zurück.

Illusion ROM

Basierend auf Cyanogen-

Mod kommt das optisch

ansprechende Illusion

ROM daher. Aktuell sind

noch nicht sonderlich viele

Funktionen integriert, dafür

kann das Custom-ROM mit hübschen

Animationen und Tweaks aufwarten. Jede

Eingabe wird von einer schönen Animation

begleitet, so macht das ROM die Bedienung

des Nexus 7 zu einem völlig neuen Erlebnis.

Die Funktionen, die bisher an Bord sind,

haben sich in die Android-Systemeinstellungen

integriert und können von dort aus nach

Kategorien sortiert aufgerufen werden. Standardmäßig

sind in Android alle Hintergründe

von Systemdialogen und

System-Apps mit einem schwarzen

Verlauf versehen. Möchten Sie lieber

ein Schwarz ohne Verlauf, müssen

Sie lediglich in den Einstellungen

den Switch bei DarkUI umlegen.

Unter dem Switch gibt es die

drei relevanten Menüpunkte General,

Interface sowie Navigation.

General bezieht sich auf Optionen

wie vordefinierte Profile zur Automatisierung

Ihres Tablets oder auf

Themes. Vielleicht fällt es Ihnen

gar nicht auf: Das ROM hat standardmäßig

RoundR aktiviert, dies

ist eine App, die alle Ecken im

Android Interface abrundet. Auch

hierzu können Sie unter General

die Konfiguration festlegen. Ansonsten

besteht unter Interface

die Möglichkeit zur Konfiguration

von Elementen wie der

RAM-Bar der Multitaskingliste

oder der Benachrichtigungsleiste.

Selbstverständlich können Sie

– wie fast in jedem ROM – auch

die Navigationsleiste anpassen,

Abb. 2: Der vorinstallierte Launcher

lässt sich hervorragend an die

eigenen Bedürfnisse anpassen.

Abb. 3: Selbst den Lockscreen können

Sie bei Carbon ROM komplett

frei gestalten.

Android-user.de November 2013 37


Fokus

Nexus-7-Custom-ROM

Abb. 4: Das Illusion ROM kommt

nicht mit extrem vielen Features,

punktet aber über die Optik.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30631

Abb. 7: Das Paranoid ROM erkennen

Sie daran, dass sich die Benachrichtigungsleiste

unten befindet.

Abb. 5: Die RAM-Bar des Illusion

ROMs hilft, den Überblick über den

freien Arbeitsspeicher zu behalten.

Abb. 6: Die eigene Einstellungs-

App kann das System bis ins

kleinste Detail konfigurieren.

hierzu einfach auf den letzten der drei Menüpunkte

klicken. Dort finden Sie die entsprechenden

Einstellungen. Illusion ROM unterstützt

zum Beispiel auch die Nutzung via

PIE-Steuerung. Falls Sie sich schon besser

mit dem Android-System und Custom-ROMs

auskennen, können Sie in den Advanced

Options auch Dinge wie die CPU-Frequenz

oder den Scheduler festlegen.

Genau wie beim Carbon ROM benötigen

Sie zur Installation die passende ROM-Datei

und die Google-Apps. Erstere laden Sie von

[LINK 4] herunter, die Google-Apps sind dieselben

wie beim Carbon ROM. Der Installationsweg

ist ebenfalls gleich.

Paranoid ROM

Durch das Paranoid ROM gelangen Sie zu

echtem Tablet-Feeling auf Ihrem Nexus 7.

Das ROM ermöglicht es, die grafische Oberfläche

so zu verändern, als ob

Sie auf einem 10-Zoll-Tablet

arbeiten würden. In den sogenannten

Hybrid properties

können Sie entweder für Ihr

komplettes System oder für

jede einzelne App die Konfiguration

zum Layout vornehmen.

Dabei ist auch ein Mittelweg

zwischen dem Telefonmodus

und dem Tablet-

Modus möglich: Der Phablet-

Mode vereint die Vorteile des

Tablets mit den großen

Schaltflächen eines Handys.

Der Vorteil des Tablet-

Modus besteht darin, dass

das 7 Zoll große Display bestmöglich

Verwendung findet

und der zur Verfügung stehende

Platz komplett genutzt

wird. Zudem besitzt das Paranoid ROM eine

sehr aktive und ideenreiche Entwickler-Community.

In letzter Zeit sind immer wieder

innovative und interessante neue Funktionen

zum ROM hinzugekommen. Wie auch bei

den anderen vorgestellten ROMs haben Sie

durch die Android-Systemeinstellungen

Zugriff auf die zusätzlichen ROM-Optionen.

Diese sind über die Android-Einstellungen

verteilt und in Kategorien unterteilt. Das in

Zusammenhang mit dem Carbon ROM vorgestellte

HALO-Feature ist auch im Paranoid

ROM verfügbar. HALO macht es zum Beispiel

möglich, während eines Spiels auf eine

eingehende Benachrichtigung zu reagieren,

ohne das Spiel verlassen zu müssen. Von diesem

coolen Feature machen Sie sich am besten

ein eigenes Bild auf YouTube [LINK 5].

Mit Version 4.3 hat Google in Android die

Möglichkeit integriert, Berechtigungen von

Apps einzuschränken und deren Nutzung zu

überwachen. Dieses Feature ist zwar in allen

Android-Versionen mit 4.3 vorhanden, lässt

sich aber nicht direkt aufrufen, weil noch

nicht final. Das Paranoid ROM schafft hier

Abhilfe und gibt Zugriff über den Reiter App

privacy in den Einstellungen. Dort können

Sie sehen, welche Apps in letzter Zeit welche

Berechtigungen benutzt haben, und diesen

Apps den erneuten Zugriff auf die Berechtigung

verwehren.

Im Vergleich zu den anderen beiden vorgestellten

ROMs verwenden Sie nicht die normalen

Google-Apps, sondern eine spezielle,

für das Paranoid ROM angepasste Version.

Diese können Sie sich unter [LINK 6] herunterladen,

die passenden ROM-Versionen bekommen

Sie unter [LINK 7].

● ● ●

38

November 2013

Android-User.de


Hardware

LG Optimus G Pro

LG

Im Test: LG Optimus G Pro

Powerriegel

Das LG Optimus G Pro

kommt im Vergleich zur

direkten Konkurrenz

sehr spät auf den Markt.

Die Zeit kam LG jedoch

gut gelegen, das Optimus

G Pro punktet dank

guter Abstimmung mit

extra langer Laufzeit. Ist

es aber für das Handy

nicht vielleicht zu spät?

Christoph Langner

‚„Plusminus

‚ Sehr gutes Display

‚ Sehr gute Akkulaufzeit

im Stand-by

‚ Kabelloses Laden (Qi)

‚ Infrarotsender

‚ Schneller LTE-Funk

‚ Status-LED um Homebutton

„ Nur Mono-Lautsprecher

„ Hohes Gewicht

LGs Top-Handy-Reihe verabschiedet

sich vom Begriff „Optimus“. In Zukunft

trägt LGs Topmodell – wie

etwa das bereits Anfang August gezeigte

LG G2 – einfach nur noch ein „G“ im

Namen. Bis dahin aber gibt es mit dem Optimus

G Pro noch ein letztes Optimus. Ein

Handy, das diesen Namen durchaus verdient

trägt, das aber vielleicht ein wenig zu spät

auf den Markt kommt.

Mittlere Oberklasse

Von der Leistung her braucht sich das LG

Optimus G Pro nicht vor seiner Konkurrenz

zu verstecken, wenn es auch nicht die High

Scores in den Benchmarks knackt. Ein

Samsung Galaxy S4 oder ein HTC One liefern

im AnTuTu-Benchmark etwa Werte um die

25.000 Punkte, das Optimus G Pro muss sich

„nur“ mit knapp 20.000 begnügen. Bei Vellamo

liegt das Optimus G Pro jedoch näher

an seinen Konkurrenten.

Im Alltag spüren Sie von diesen leicht

schlechteren Leistungswerten jedoch kaum

etwas. Die Oberfläche des Optimus G Pro arbeitet

in jeder Situation flüssig, ohne Ruckler

oder Stotterer. Auch aktuelle Action-Titel wie

Riptide GP2 spielt das G Pro in (fast) höchster

Detailstufe – nur Handys mit dem brandneuen

Tegra 4 könnten mehr.

In puncto Display spielt LG in einer Liga

mit den Topmodellen von Samsung, HTC

oder Sony. Der hell leuchtende 5,5-Zoll-Bildschirm

mit 1920 x 1080 Pixeln und Full-HD-

Auflösung überzeugt mit tiefen Kontrasten,

kräftigen Farben und sehr guter Lesbarkeit

bei Einfall von starkem Sonnenlicht. Bei

einer Pixeldichte von knapp 400 ppi sind die

Pixel so klein, dass selbst kleinste Schriften

wie gedruckt wirken.

Einfaches Gehäuse

Bei der Gestaltung des Gehäuses setzt LG

rückseitig wie auch schon beim alten Optimus

G oder beim Nexus 4 auf eine glitzernde

Matrix aus kleinen Quadraten. Beim Optimus

G Pro verzichtet LG jedoch auf teures – und

empfindliches Glas – und verbaut einen Deckel

aus flexiblem Kunststoff. Unter diesem

finden MicroSD- und Micro-SIM-Karte wie

auch der 3140 mAh starke, austauschbare

Akku ihren Platz.

Bei den Buttons folgt LG dem üblichen

Layout. Links finden Sie die Lautstärkewippe,

rechts auf Daumenhöhe den An/​Aus-

Button. Links oben spendiert LG dem Optimus

G Pro jedoch noch einen „Quick Button“,

der in der Grundeinstellung die Notiz-

App „Quick Memo“ startet, aber auch frei

konfiguriert werden kann. An der Oberkante

hat LG Platz für die Kopfhörerbuchse und

einen Infrarotsender zum Steuern von TV

und Co. gefunden.

Bei der Kamerasoftware erinnert eine

Reihe von Features an die Konkurrenz. Die

„Dual-Kamera“ blendet etwa die Frontkamera

während der Aufnahme in das Bild der

Hauptkamera ein. „Time Catch“ speichert

beim Fotografieren automatisch Bilder vor

dem eigentlichen Auslösen der Kamera ab,

sodass Sie sich die am besten gelungene Aufnahme

aussuchen können. Das Kamerabild

leidet jedoch unter der Optik, wir haben

schon schärfere und bei Nacht weniger verrauschte

Bilder gesehen.

Das an sich positive Bild trübt auch der

magere Sound. Ein nach hinten gerichteter

Mono-Lautsprecher ist nicht mehr auf der

Höhe der Zeit, gerade weil sich ein so großes

Handy auch für mehr eignet als nur zum Telefonieren.

Gegen ein HTC One tönt das Optimus

G Pro blass. Immerhin wird der Sound

nicht komplett abgedämpft, wenn das Handy

flach auf dem Tisch liegt.

Gute Software

Das von LG auf dem Handy installierte Android

basiert auf Version 4.1.2, darüber legt

40

November 2013

Android-User.de


Hardware

LG Optimus G Pro

Abb. 1: Mit dem Quick Button links

oben erstellen Sie im Handumdrehen

Screenshot-Notizen.

Abb. 2: Etwas mehr Eleganz und

Schlichtheit täte dem Design der

Optimus-UI-GUI sehr gut.

Abb. 3: Die QSlide-Mini-Apps lassen

sich jederzeit transparent über

den Bildschirm legen.

Abb. 4: LG Backup sichert alle Einstellungen,

Apps und deren Daten

auf die Speicherkarte.

LG seine Benutzeroberfläche Optimus UI. Informationen

zu Updates gibt es noch keine.

Wie bei allen Android-GUIs bietet LGs eigene

Oberfläche Vor- und Nachteile, zudem

ist der bunte Look gewöhnungsbedürftig.

Das Aussehen lässt sich jedoch über vier vorinstallierte

Themes in gewissen Grenzen

schnell abändern.

Von den Funktionen her erinnert Optimus

UI stark an Samsungs TouchWiz. QSlide-

Mini-Apps können Sie wie bei Samsung über

den Bildschirm legen, und der „intelligente

Bildschirm“ überwacht per Kamera, ob Sie

gerade auf das Display sehen. So dunkelt das

Handy das Display beim Schmökern in längeren

Texten nicht mehr automatisch ab oder

stoppt Videos, wenn Sie den Blick vom Display

wandern lassen.

Neben diesen eher versteckten Features

baut LG jedoch auch noch eine Reihe von

praktischen Anwendungen in seine Firmware

ein. Mit dem „Video Editor“ oder „Video

Viz“ schneiden und vertonen Sie Videos, mit

dem „Task Manager“ beenden Sie nervige

Apps. Besonders nützlich ist „LG Backup“,

die App sichert das komplette Handy. Bei Bedarf

spielen Sie Ihre Sicherung inklusive aller

Apps und Daten auf einem anderen LG-Androiden

wieder ein.

Fazit

Das LG Optimus G Pro kommt zu einem ungünstigen

Zeitpunkt auf den Markt. Die Konkurrenz

hat sich mit den direkten Konkurrenten

One, dem Xperia Z oder dem S4 bereits

erfolgreich positioniert. Die Alternativen sind

schicker, teils wasserdicht und auch schneller.

Und auch aus dem eigenen Haus ist der

Nachfolger schon in Sichtweite, das LG G2

ist bereits (Stand Anfang September 2013)

vorbestellbar – und nicht viel teurer.

Wo das Optimus G Pro jedoch eindeutig

punkten kann, ist seine Akkulaufzeit. Während

unseres Tests mit eingelegter UMTS-

SIM-Karte und aktivem Google-Konto hielt

das Handy mehrfach mehr als sieben Tage

im Stand-by durch. Dabei wurde das Handy

durchaus auch ab und an in die Hand genommen

und benutzt. Das Optimus G Pro

mag ein dicker Schokoriegel sein, die nötige

Energie hat es auf jeden Fall an Bord! ● ● ●

LG Optimus G Pro

Kerndaten

Hersteller

LG

Formfaktor

5,5-Zoll-Smartphone

Auflösung

1920 x 1080 Pixel

Prozessor 1,7 GHz Quad Core (Qualcomm Snapdragon 600)

Speicher

16 GByte (10 GByte verfügbar), MicroSD vorhanden

Kameras

13 MP (hinten), 2,1 MP (vorne)

Android-Version Android 4.1.2

Akku

3140 mAh

Laufzeit (Stand-by/​Gespräch) 550 Stunden/​21 Stunden

Gewicht

172 Gramm

Preis (Internet)

460 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// android‐user. de/ lp/ 23034

Performance

AnTuTu-Benchmark

19.762 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal) 2237/​614 Punkte

Android-User-Bewertung 4,3 Punkte

Android-user.de November 2013 41


Hardware

Kurztest: Xperia Z1

SONY Xperia Z1 – erster Eindruck

20-MP-

Kamera

Eine Kamera mit 20 Megapixeln, Full-HD-Display,

Snapdragon-800-CPU. Etwas Besseres kann man

aktuell nicht in ein Smartphone einbauen. Doch

stimmt das Gesamtpaket? Wir haben das Z1 für Sie

getestet, hier unser erster Eindruck. Marcel Hilzinger

Sony

‚„Plusminus

‚ Design & Verarbeitung

‚ Wasser- und staubfest

‚ vorinstallierte Apps

‚ 3000-mAh-Akku

„ Preis

Abb. 1: Das neue Z1 ist massiver als sein Vorgänger, das sieht man auch an den Abdeckungen.

Auf den ersten Blick sieht das neue

Z1 wie das Xperia Z aus, nur noch

schöner und imposanter. Es wirkt

massiver als sein Vorgänger und

trägt mit einer Dicke von 8,5 mm auch tatsächlich

etwas stärker auf, was vermutlich

seinem 3000-mAh-Akku geschuldet ist, der

die Laufzeitprobleme des Xperia Z vergessen

machen soll. Zu den Neuerungen des Z1 gehört

auch der 2,2 GHz schnelle Snapdragon-

800-Prozessor, der zusammen mit dem Tegra

4 als aktuell schnellster mobiler Prozessor

auf dem Markt gilt. Ebenfalls neue Maßstäbe

setzt Sony mit der Hauptkamera, die mit 20

Megapixeln auflöst und dank der schnellen

GPU auch Videos in Ultra-HD (4k) aufnimmt.

Praktisch alles beim Alten geblieben ist beim

Display. Darin kommt auch weiterhin ein

5-Zoll-Screen mit Full-HD-Auflösung zum

Einsatz, Sony betont allerdings die Bildverbesserung

dank Bravia und X-Reality-Engine.

Zudem ist auch das neue Xperia Z1 wasserdicht

bis zu 1,5 m Tiefe und gegen Staub

geschützt.

Viel Software

Das Z1 [LINK 1] verfügt über zahlreiche neue

Software-Features, die zum Teil schon von

der Konkurrenz bekannt sind. So gibt es

einen Multishot-Modus für die Kamera, der

gleich 60 Bilder speichert und das beste zur

Auswahl anbietet. Das coole an der Funktion:

Die restlichen Bilder werden ebenfalls

gespeichert, sodass man später eventuell

auch eine andere Aufnahme als beste auswählen

kann. Daneben stehen zahlreiche

lustige Effekte zur Auswahl. Ob man diese

wirklich braucht, sei mal dahingestellt. Die

Kamera macht gute Fotos, soweit wir das innerhalb

der IFA-Hallen beurteilen konnten,

und löst recht schnell aus.

An der Geschwindigkeit des auf Android

4.2 basierenden Systems gibt es nichts auszusetzen.

Alles andere hätte uns aber auch

überrascht, bringt doch der auf 2,2 GHz getaktete

Snapdragon 800 mehr als genügend

Power mit. In unseren Benchmarks mit

Vellamo erreichte das Z1 2878 Punkte im

HTML5-Test und 1085 Punkte beim Metal-

Benchmark. Die Benchmark-Ergebnisse

spiegeln sich auch in der normalen Nutzung

wider: Die Apps starten schnell, und beim

Wechseln zwischen einzelnen Tasks gibt es

keinerlei Hänger, Ruckler oder Wartezeiten.

42

November 2013

Android-User.de


Hardware

Kurztest: Xperia Z1

Abb. 2: Die AR Effect genannten Zusatzmöglichkeiten der Kamera sind nette Spielereien aber nicht mehr.

Wie üblich sind auf dem Xperia-Smartphone

zahlreiche Apps von Sony installiert, die dem

Anwender das Multimedia-Angebot des Entertainmentgiganten

schmackhaft machen

sollen. Ob Sie Musik und Filme bei Sony kaufen

oder über Google Play bleibt Ihnen aber

selbst überlassen. Sie können die entsprechenden

Apps von Google problemlos nachinstallieren.

Gut gefallen hat uns die App

Sony Select, die Android-Apps und ‐Spiele

zur Installation vorschlägt. Die Apps hostet

Sony aber nicht etwa in einem eigenen Store,

sondern verlinkt einfach auf

die entsprechenden Anwendungen

bei Google Play.

Bei den Zusatzfunktionen

der Kamera können wir

Social Live für Social-Network-Fans

und Info Eye für

Live-Informationen zum

Motiv empfehlen.

Mit smarten

Objektiven

Bei unseren Tests am Sony-

Stand nutzten wir das Z1

auch zusammen mit den

neuen Aufsteckobjektiven

XQ10 und XQ100, die wir

später noch ausgiebig testen

werden. So viel vorweg: Das

XQ100 ist viel zu schwer, um

es angenehm und sinnvoll

Abb. 3: Sony Select versteht sich

als Schmöker-App mit vielen

Spiele- und App-Tipps.

am Z1 oder auf jedem anderen Android-

Smartphone montiert zu nutzen. Das XQ10

lässt sich schon eher einsetzen. Allerdings

muss man sich hier wirklich fragen, ob es

etwas bringt, die 20-Megapixel-Kamera des

Z1 durch die 18-Megapixel des XQ10 zu ersetzen,

sofern man das optische Zoom nicht

benötigt. Den Einsatzzweck der mobilen

Objektive von Sony sehen wir denn auch in

erster Linie nicht am Handy montiert sondern

auf einem Stativ.

Fazit

Das neue Xperia Z1 von

Sony macht einen rundum

gelungenen Eindruck.

Allerdings ist der UVP von

649 Euro nicht gerade

günstig. Wer also die Power

des Snapdragon 800 und

die 20-Megapixel-Kamera

nicht braucht, kann genauso

gut zum Xperia Z

greifen, das aktuell für

unter 500 Euro erhältlich

und sogar etwas schlanker

ist, dafür aber weniger lang

durchhält. Für eine abschließende

Bewertung

und konkrete Angaben zur

Akkulaufzeit des Xperia Z1

von Sony warten wir auf

unser Testgerät.

● ● ●

Abb. 4: Dank des Snapdragon 800

gehört das Z1 von Sony zu den

schnellsten Handys auf dem Markt.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30716

Android-user.de November 2013 43


Hardware

Kurztest: LG G2

LG G2: Erster Eindruck vom neuen LG-Flaggschiff

Rückenspielerei

LG

Anfang September

stellte LG auf der IFA

sein neues Android-

Flaggschiff vor, das den

schlichten Namen G2

trägt. Wir haben uns

das 5,2 Zoll große

Handy genau angeschaut.

Mirko Mahlberg

‚„Plusminus

‚ Schnelle CPU

‚ Coole Software-Features

‚ Akkulaufzeit

„ Rückabdeckung

„ Kein MicroSD-Slot

Als LG am 7. September

das neue

Flaggschiff G2 vorstellte,

waren die

technischen Daten schon

weitgehend bekannt:

5,2-Zoll-IPS-Display mit

1920 x 1080 Pixeln kombiniert

mit dem auf 2,3

GHz getakteten Snapdragon

800 von Qualcomm.

LG hat somit den momentan

stärksten Prozessor am Markt ins

G2 verbaut. Unterstützt wird dieser von

einer Adreno 330 GPU (Grafikeinheit). Dem

LG G2 stehen 2 GByte Arbeitsspeicher und

16 GByte oder 32 GByte interner Speicher zur

Verfügung. Einen MicroSD-Slot gibt es nicht,

für uns ein klarer Minuspunkt.

Auf der Rückseite befindet sich eine

13-Megapixel-Kamera, die Videos in Full HD

(1920 x 1080 Pixel) mit 60 Bildern pro Sekunde

aufnimmt. Die Kamera auf der Vorderseite

schießt Bilder mit 2,1 Megapixeln. Ein

3000-mAh-Akku sorgt für eine ordentliche

Laufzeit. LTE (800/​1800/​2600 MHz) ist

neben HSPA+ (bis 42 MBit/​s) ebenfalls mit

an Bord. Das LG G2 ist 9,14 mm dick, 138,5

mm lang und 70,9 mm breit und bringt 140

Gramm auf die Waage. Wie die neuen Topmodelle

von Samsung und HTC verfügt auch

das G2 über einen Infrarotsender, sodass es

sich als Universalfernbedienung nutzen lässt.

Design und Verarbeitung

Der Powerknopf sowie die Lautstärkewippe

befinden sich auf der Rückseite unterhalb

der Kamera, sodass man bequem mit dem

Zeigefinger dran kommt. Am Anfang ist dies

ein wenig ungewohnt, wir konnten uns

damit aber recht schnell anfreunden. Das LG

G2 unterstützt MHL durch den Micro-USB-

Anschluss, der sich auf der Unterseite des

Geräts befindet. Bluetooth steht in Version 4

zur Verfügung. Das komplette Gehäuse ist

aus Kunststoff und fühlt sich nicht wirklich

hochwertig an. Abgesehen vom Hochglanz-

Plastikrücken sieht das G2 aber dennoch edel

aus, vor allem in der weißen Version. Der Bolide

liegt durch den Powerbutton auf der

Rückseite nicht flach auf. Die Lautsprecher

sind nicht wie bei den meisten Geräten auf

der Rückseite, sondern auf der Unterseite des

G2. Hier finden sich auch der Micro-USB-Anschluss

und die 3,5-mm-Klinkenbuchse.

Kamera

Die 13-Megapixel-Kamera des LG G2 schießt

gute Bilder und wird in dunkler Umgebung

von einem LED-Blitz unterstützt. Die Full-

HD-Videos, die die Kamera mit 60 Bildern

pro Sekunde aufnimmt, sind ebenfalls überdurchschnittlich

gut. So kann man auch

schnelle Szenen wie ein Formel-1-Rennen ruckelfrei

aufnehmen. Die Farben unserer Testbilder

waren kontrastreich und dynamisch.

Durch den Autofokus ist auch immer das

scharf gestellt, was scharf sein soll.

Die Kamera wird von einem optischen

Bildstabilisator unterstützt, sodass Bilder weniger

verwackeln und kürzere Verschlusszeiten

möglich sind. Obwohl der verbaute Snapdragon

800 Ultra-HD-Videoaufnahme unterstützt,

nimmt das LG G2 keine Videos in 4K

(3840 x 2160 Pixel) auf. Hier haben Samsung

mit dem Note 3 und Sony mit dem Z1 mehr

zu bieten. Am LG-Stand wurde uns gesagt,

dass dieses Feature eventuell in einem der

nächsten Updates mit hineinkommt. Die Kamera

bringt auch ein paar nette Zusatzfunktionen

mit: So lässt sich ein Foto mit beiden

Kameras schießen (vom Galaxy S4 her schon

bekannt). Einen HDR-Modus und eine

Sprachauslösefunktion gehören ebenfalls zu

den Kamera-Features.

Display

Das IPS-Display des LG-Smartphones hat

eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln und

deckt fast die ganze Front ab. Obwohl das G2

46

November 2013

Android-User.de


Hardware

Kurztest: LG G2

5,2 Zoll groß ist, ist es nicht viel länger als

ein Nexus 4. Das ist dem kleinen Bezel zu

verdanken. In der Praxis ist das G2-Display

sehr angenehm anzusehen. Es ist sehr scharf

und kontrastreich. Keine verwaschenen oder

übersättigten Farben. In voller Helligkeit

leuchtet das Display äußerst hell und könnte

im Dunkeln als Taschenlampe herhalten. Besonders

praktisch: Um das Display zu aktivieren,

reicht schon ein leichtes Klopfen. Um

das G2 wieder in den Ruhemodus zu bringen,

tippt man das Display einfach erneut

zweimal an.

Abb. 2: Das Vellamo-Benchmark-

Ergebnis des LG G2 gehört zu den

besten überhaupt.

Abb. 3: Auch das AnTuTu-Benchmark-Ergebnis

des neuen LG-Handys

kann sich sehen lassen!

Viele Softwareneuerungen

Auf dem G2 ist Android 4.2 vorinstalliert.

Wir gehen davon aus, dass das G2 mindestens

ein größeres Android-Update erhalten

wird. Ob das 4.3 oder 4.4 sein wird, steht aktuell

noch nicht fest. Eine LG-eigene Softwareanpassung

ist das sogenannte „Answer

Me“. Bei einem eingehenden Anruf können

Sie einfach das Smartphone an das Ohr halten,

und der Anruf wird angenommen. Ein

anderes cooles Feature nennt sich „Zoom to

Track“. Sobald Sie ein Video abspielen, können

Sie in dieses mittels Pinch-to-Zoom

hineinzoomen . Bei niedrig auflösenden

Videos verschlechtert sich die Qualität beim

Hineinzoomen besonders. Das Zoomen funktioniert

erstaunlicherweise sehr gut und ohne

Ruckler. Das laufende Video kann man auch

verkleinern und währenddessen andere

Dinge erledigen, ohne das Video anhalten zu

müssen. Auch hier waren Samsung und andere

Hersteller Vorbild.

Jeder kennt das: Ein Freund, Kollege oder

Bekannter möchte sich mal das Handy angucken.

Aus Höflichkeit stimmt man zu.

Damit die Person keinen Unsinn damit

macht oder auf persönliche Daten zugreift,

hat LG einen Gastmodus integriert,

der ein zweites Profil am G2 zulässt.

Den Guest Mode aktiviert man

einmalig in den Einstellungen und legt

zusätzlich ein alternatives Entsperrmuster

oder ein zweites Passwort an.

Wenn im Entsperrbildschirm das

Muster des Zweitprofils eingegeben

wird, ist automatisch der Gastmodus

aktiv. Mit einer anderen einfachen,

aber genialen Funktion („Capture

Plus“) können Sie im LG-eigenen

Browser eine komplette Website als

ein Bild speichern. Selbst auf dem

Desktop-PC ist es nicht leicht, eine

Erweiterung zu finden, die so etwas

Einfaches kann. LG zeigt hier mit dem

G2, dass durchaus noch viel Spielraum

bei der Software besteht.

Benchmark-Test

Im Benchmark-Test schneidet das LG G2 sehr

gut ab. Im AnTuTu-Benchmark erreicht es

33.722 Punkte. Zum Vergleich: Das HTC One

erreicht 22.296 Punkte, das Galaxy S4 25.000,

das neue Samsung Galaxy Note 3 kam bei uns

nur auf 25.918 Zähler. Auch im Vellamo-

Benchmark kommt das LG G2 im HTML5-Test

auf 2783 Punkte und im Metal-Test auf 986

Zähler. Zum Vergleich: Das HTC One erreichte

im Mai 2013 2449 Punkte im HTML5-Test und

781 im Metal-Test, das Samsung Galaxy S4

bringt es im HTML5-Test auf 2028 Zähler und

beim Metal-Benchmark auf 1073 Punkte, das

Galaxy Note 3 hat auf der IFA 2545 Punkte im

HTLM5-Test und 1175

Punkte im Metal-Test erreicht.

Fazit

Das LG-Flaggschiff [LINK 1]

ist ab Ende September verfügbar.

Einige Internetseiten

listen es bereits für 499

Euro in der 16-GByte-Version.

Die fehlende Micro-

SD-Karte bedauern wir,

schließlich sind selbst 32

GByte nicht zu viel Speicher.

Hier hätte LG ruhig 64

GByte verbauen dürfen.

Sehr gut gefallen haben

uns die neuen Software-

Features. Beim Design

bleibt aber das HTC One

ungeschlagen.

● ● ●

Abb. 1: Das LG G2 sieht durch die

große Display-Front von vorne sehr

edel aus.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30717

Android-user.de November 2013 47


Hardware

Kurztest Galaxy Note 3

Samsung Galaxy Note 3 – Ein erster Eindruck

Das dritte

Galaxy Note

Seit Samsung das erste

Note veröffentlicht hat,

gibt es in regelmäßigen

Abständen neue Generationen.

Mittlerweile ist

man bei Version 3

angelangt. Wir haben

uns das neue Note vor

dem Verkaufsstart für

Sie angesehen: hier

unser erster Eindruck.

Samuel Groesch

‚„Plusminus

‚ Verarbeitung & Design

‚ Performance

‚ Softwarefunktionen

„ Preis

Samsung

Im Vergleich zum Vorgänger bleibt das

Note 3 von den Geräteabmessungen

etwa gleich groß, kommt aber mit einem

größeren Display daher: 5,7 Zoll misst

das Full-HD-Display (1920 x 1080 Pixel). Wie

von Samsung gewohnt, basiert es auf der Super-AMOLED-Technik,

die für echtes

Schwarz und knackige Farben sorgt.

Das Galaxy Note 3 [LINK 1] besitzt auf der

Rückseite eine 13-Megapixel-Kamera und auf

der Vorderseite eine 2-Megapixel-Kamera.

Die ersten Bilder, die wir machen konnten,

sahen alle scharf und kontrastreich aus und

lassen Gutes ahnen. Mit dem Note 3 besteht

auch die Möglichkeit, 4K-Videos

aufzunehmen, allerdings

hat Samsung dieses Feature

noch nicht für

jeden Markt

bestätigt,

da es vom verbauten Prozessor abhängt

(Snapdragon 800 oder Samsung Exynos). Dadurch

könnte es passieren, dass der asiatische

Markt dank des Snapdragon 800 4K-Videos

aufnehmen kann, wir in Europa mit

dem Exynos-Prozessor aber außen vor bleiben

(oder umgekehrt).

Design und Verarbeitung

Als große Kritikpunkte werden bei Samsung

immer die billige Verarbeitung und das Design

angeführt. Beim Galaxy Note 3 hat sich

Samsung wohl dazu entschlossen, das

Feedback zu berücksichtigen, und dem

Note 3 nun eine Rückseite in Lederoptik

verpasst. Das Material besteht weiterhin

aus Polycarbonat, das neue Note wirkt

aber dennoch hochwertiger als früher.

Die Imitation des Naturleders ist so gut,

dass optisch nur schwer zu sehen ist,

dass es sich nicht um Leder handelt.

Selbst die Nähte hat Samsung bedacht

und in das Produktdesgin integriert. Insgesamt

ist das Note 3 ein

wenig kantiger und zeigt

weniger Rundungen als

sein Vorgänger. Alles in

allem hat Samsung bei

Design und Verarbeitung

vieles besser gemacht als

beim Note 2. Das Design

wirkt deutlich eleganter und

hochwertiger. Auch die Verarbeitung

ist besser, wenn auch nicht

vergleichbar mit einem Gerät wie

dem HTC One.

Hardware

Aus technischer Sicht spielt das Galaxy

Note 3 auf jeden Fall in der

Oberliga. Samsung verbaut gigantische

drei GByte Arbeitsspeicher.

Je nach dem Markt und

Modell kommt als Prozessor

ein Snapdragon 800 (Quad

48

November 2013

Android-User.de


Hardware

Kurztest Galaxy Note 3

Core) mit 2,3 GHz Taktfrequenz

oder ein Exynos Octa 5

(Achtkern) mit einer Taktfrequenz

von 1,9 GHz zum Einsatz.

Diese Komponenten sind

alle High End und machen

das Gerät zukunftstauglich.

Abb. 1: Im AnTuTu-Benchmark

kommt das Note 3 auf recht gute

Abb. 2: Im HTML5-Test des Vellamo-

Benchmarks schneidet das Galaxy

Note 3 sehr gut ab.

Note-Funktionen

Bei einem Note-Gerät sollte

natürlich auch die Notizfunktion

gut sein: Beim Note und

Note 2 hatte die eingesetzte

Software jedoch so ihre Probleme

und wurde von vielen

Seiten als unausgereift kritisiert.

Hier hat Samsung nachgelegt,

einige neue Features

eingebaut und alte verbessert.

Der Stift, der zur Nutzung

dieser Funktionalitäten benötigt

wird, steckt nach wie vor

25.918 Punkte.

unten im Gerät. Mit ihm lässt sich das Gerät

ganz normal bedienen oder aber die Note-

Funktion nutzen.

Wenn Sie im normalen Betrieb den Stift

über das Display halten und zweimal den

Knopf am Stift drücken, erscheint das sogenannte

„Air Command“-Menü. Das ist ein

kleiner Kreis, von dem aus Sie alle wichtigen

Note-Funktionen ansteuern. Hier ist zum

einen das Action Memo zu erwähnen – im

Grunde ein Notizblock, der versucht, einer

Notiz eine Aktion zuzuordnen. Schreiben Sie

zum Beispiel „Papa 0176 123456789“ auf den

Block, bietet das Note 3 Ihnen anschließend

an, einen Kontakt mit dem Namen „Papa“

und der passenden Mobilfunknummer zu erstellen.

Dieses Feature funktioniert genauso

mit E-Mail-Adressen und vielen weiteren

Daten. Je nachdem, wie gut Sie mit dem Stift

umgehen können, fallen so Notizen deutlich

leichter als über die Android-Tastatur.

Eine weitere coole Funktion ist das S-Pen-

Fenster. Es ermöglicht Multitasking mit beliebigen

Apps. Sie bestimmen durch Zeichnen

eines Rechtecks die Größe des Pop-ups. Anschließend

legt sich die zweite App einfach

über die Haupt-App, und Sie können Ihr

Gerät weiterbenutzen. Lästiges Hin- und Herwechseln

zwischen dem Rechner und einer

E-Mail fällt somit weg. Zusätzlich zum normalen

Notizblock gibt es das Scrapbook.

Damit können Sie Screenshots und beliebige

Bilder speichern und kategorisieren. Auch

das Scrapbook rufen Sie via Air-Command-

Menü auf. Markieren Sie einfach per Stift den

gewünschten Bereich, und schon speichert

das Gerät die Auswahl. Mit den neuen Softwarefeatures

basierend auf Android 4.3 rundet

Samsung das Paket ab und gibt dem Note

noch mehr Note-Funktionalitäten.

Zubehör

Wie schon beim Galaxy S4 stellt Samsung

ein Smart Cover bereit, das ähnlich wie herkömmliche

Klapp-Cover arbeitet, jedoch eine

Aussparung auf dem Display besitzt. Darin

zeigt das Gerät dann Benachrichtigungen,

entgangene Anrufe und weitere Informationen

an, und es lässt sich von dort aus auch

steuern. Schnell den Song wechseln oder auf

eine eingehende Nachricht antworten ist

somit problemlos möglich, ohne das Cover

aufzuklappen. Hierbei kommt Samsung der

Umstand entgegen, dass die genutzte

AMOLED-Displaytechnik den Akku schont,

da nicht das komplette Display mit bunten

Farben versorgt werden muss, sondern nur

der im Smart Cover sichtbare Bereich.

Fazit

Insgesamt hat Samsung mit dem Galaxy

Note 3 einen würdigen Nachfolger für das

Note 2 geschaffen. An vielen Kritikpunkten

wurde gearbeitet, darunter die Wertigkeit,

das Design, aber auch Softwarefeatures, die

auf dem Android-Markt immer wichtiger

werden, um sich von der Konkurrenz zu

unterscheiden . Ab dem 25. September ist das

Note 3 zu kaufen. Es wird zunächst in den

Farben Schwarz, Weiß und Rosa erhältlich

sein. Der UVP beträgt zwar knapp 700 Euro,

der Internetpreis wird sich allerdings erfahrungsgemäß

recht schnell bei 600 Euro einpendeln.


● ● ●

Samsung

Alle

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www.android- user.de/qr/30718

Android-user.de November 2013 49


Hardware

Weltbild Tablet PC Junior+

Im Test: Weltbild Tablet PC Junior+

Spielzeug

Weltbild

Viele User scheuen sich, viel Geld für ein reines Kindertablet

auszugeben. Mit dem PC Junior+ liefert Weltbild

jedoch ein recht günstiges Gerät ab, das Kindern und

Jugendlichen bei pfleglicher Behandlung bis ins Teenageralter

zur Seite steht. Arnold Zimprich

‚„Plusminus

‚ Schneller Prozessor

‚ Großer Einsatzbereich

‚ Gutes Preis-Leistungs-

Ver hältnis

„ Rutschiges Gehäuse

„ Schwache Auflösung

Kindertablets

unterscheiden

sich vom Einsatzbereich

deutlich von Modellen

für Erwachsene. Zum einen sind die Ansprüche

an die Stabilität der Geräte recht hoch,

zum anderen muss die Software kindgerecht

sein. Darüber hinaus müssen Eltern Einfluss

nehmen können, auf welche Inhalte der

Nachwuchs, speziell wenn er noch jünger

ist, zugreifen kann. Auf den folgenden zwei

Seiten erfahren Sie, ob das

Weltbild-Tablet tatsächlich

für das Kinderzimmer geeignet

ist.

Abb. 1: Die Tablet-Apps sind auf

Kinder abgestimmt, mehr Lernsoftware

wäre wünschenswert.

Mehrere

Altersklassen

Das mit Android 4.2 ausgestattete

Weltbild-Tablet

ist kein reines Kindergerät,

sondern wird auch

Teenagern dank seines

flinken 1,2-GHz-Dual-

Core-Prozessors bei anspruchsvolleren

Aufgaben

gerecht. Es macht allein

schon vom Gehäuse her

einen erwachsenen Eindruck.

Das vom Tabletspezialisten

Odys hergestellte

Gerät ist hochwertig

verarbeitet. Wir hätten uns gewünscht,

dass Weltbild dem Gerät eine weniger rutschige

Rückabdeckung verpasst. Plant man,

es jüngeren Kindern zu schenken, sollte eine

Schutzhülle mitgekauft werden. Weltbild legt

zwar ein Neopren-Schutzcover bei, das allerdings

nur zum Transport geeignet ist.

Kindersoftware

Auf dem Weltbild Tablet PC Junior+ können

Eltern exakt festlegen, auf welche Inhalte der

Nachwuchs Zugriff hat und auf welche nicht.

Über das Widget „Kids Place“,

das sich vor den Home-Bildschirm

legen lässt und nur mit

einer PIN entsperrt werden

kann, wird Kindern der Zugriff

auf allgemeine Inhalte

verweigert. Eltern können

exakt festlegen, auf welche

Apps und Spiele der Nachwuchs

Zugriff hat. Eine sehr

effektive Methode, die nicht

so schnell umgangen werden

kann, es sei denn, die PIN ist

– auf welchem Wege auch

immer – bekannt geworden.

Die Spieleauswahl auf dem

Weltbild-Tablet ist umfangreich.

Neben dem Ballspiel

„Ballance“ haben Kinder Zugriff

auf die Tetris-Abkömmlinge

„Pentas“, „Quadris“,

50

November 2013

Android-User.de


Hardware

Weltbild Tablet PC Junior+

„Up 2 Match“ und „Cloon“.

Beim Mathespielchen

„SumX“ wird das Addieren

eingeübt. Darüber hinaus findet

sich auf dem Tablet die

Videoschnitt-App „Video Studio“,

die Kidoh-App bietet

Zugriff auf den Onlineshop

des Versenders gleichen Namens.

Auch an einen Stundenplan

wurde gedacht, für

dessen Verwendung allerdings

ein Account angelegt

werden muss.

Das Tablet hat zudem reichlich

E-Books und Audiobooks

im Angebot, es finden sich

beispielsweise Märchen von

Aschenputtel über die Bremer

Stadtmusikanten bis zu den

Sieben Raben. Die Audiobooks

lassen sich direkt aus der entsprechenden

App starten. Um Zugriff auf die mehr als

50 E-Books zu erhalten, muss man über die

App „eBook Reader“ die neueste Version von

Weltbilds E-Book-App installieren.

Der vorinstallierte acht GByte große Flash-

Speicher sollte für Basisanwendungen ausreichen,

er kann zudem via SD-Kartenslot um

bis zu 32 GByte erweitert werden. Neben

dem Micro-USB-Anschluss verbaut Weltbild

noch eine Kleinstkamera für Videochats, eine

Hauptkamera ist nicht an Bord. Dafür sind

dank WLAN b/​g/​n Ausflüge ins Internet mit

bis zu 600 MBit/​s möglich. Weltbild legt dem

Gerät recht hochwertige Grundig-Kopfhörer

in einer „Zufallsfarbe“ bei.

Ein Tablet für Teenager und

Erwachsene?

Neben Kindern eignet sich das Tablet in begrenztem

Umfang auch für Teenager und

Erwachsene . Will man es zum Beispiel als E-

Book-Reader verwenden, lohnt ein Klick auf

das Weltbild-E-Books-Widget, wo es im

hauseigenen Store einiges zu kaufen gibt.

Googles Play Store lädt ebenfalls zum Einkauf

ein. Weltbild hat daran gedacht, mit

Google Chrome einen der derzeit leistungsfähigsten

Browser auf das Tablet zu packen.

Die Formelsammlungs-App „Mathe Experte“

steht allen zur Seite, die in Mathe, Physik, E-

Technik und Chemie Hilfe benötigen. Das Tablet

stößt allein dann an seine Grenzen, wenn

man Anwendungen einsetzen will, die eine

Menge Rechenkapazität erfordern. Es ist nur

1 GByte RAM an Bord. Auch die Auflösung

von 1024 x 600 Pixeln wird nicht jeden Filmoder

Gaming-Gourmet dauerhaft begeistern.

Abb. 2: Literaturprogramm: Auf

dem Tablet sind insgesamt rund 70

E- und Audiobooks installiert.

Abb. 3: Um Zugriff auf E-Books zu

erhalten, muss man den Weltbild-

E-Book-Reader herunterladen.

Fazit

Weltbild liefert mit dem knapp 150 Euro

teuren Tablet PC Junior+ ein gelungenes

Gesamtpaket für Kinder und Jugendliche ab,

die erste Schritte im Android-Kosmos unternehmen

wollen. Wir hätten uns allerdings

ein wenig mehr kindgerechte Lernsoftware

gewünscht – die Spieleauswahl erschien uns

zu uninspiriert und ideenlos. Richtig ärgerlich

ist die Tatsache, dass die Anleitung in

vielen Spielen in geradezu dilettantischem

Deutsch verfasst ist – für ein Tablet mit

„ Bildungsauftrag“ ein absoluter Fauxpas.

Auf der anderen Seite: Für findige Eltern

wird es kein Problem darstellen, auf Google

Play für den Nachwuchs geeignete Spiele

und Programme herunterzuladen. Daher gibt

es für das Gerät von unserer Seite eine Kaufempfehlung.

● ● ●

Weltbild Tablet PC Junior+

Abb. 4: Mit „Kids Place“ lässt sich

der Zugriff auf Apps mit wenigen

Handgriffen einschränken.

Kerndaten

Hersteller

Weltbild

Formfaktor

7-Zoll-Tablet

Auflösung

1024 x 600 Pixel

Prozessor

1,2 GHz, Rockchip-Dual-Core

Android-Version Android 4.2.2

Akku k. A.

Laufzeit (Display On)

5 Stunden

Gewicht

340 Gramm

Preis (Internet)

149,99 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 23058

Performance

AnTuTu-Benchmark

11.113 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

1426/​355 Punkte

Android-User-Bewertung

4,0 Punkte

Android-user.de November 2013 51


Hardware

Test: MicroSD-Karten

10 MicroSD-Karten im Test

Mikro-

Speicher

Mihaly Pal Fazakas, 123RF

Eine flotte MicroSD-

Karte kann wesentlich

dazu beitragen, dass

das Android-Handy

schneller arbeitet, lautet

eine weit verbreitete

Meinung. Stimmt gar

nicht, zeigt unser Testbericht.

Marcel Hilzinger

MicroSD-Karten gibt es in allen

möglichen Variationen und

Preislagen: Class 2/4/​6/​10, SD,

HC, SDXC, Ultra und zahlreiche

weitere zum Teil kryptische Abkürzungen

finden sich auf den Verpackungen. Einige

Anbieter werben auch damit, dass ihre MicroSD-Karte

besonders schnell ist. Also welche

soll man wählen: lieber eine schnellere,

dafür nur 8 statt 32 GByte oder doch lieber

eine 16 GByte große Karte, dafür eine etwas

langsamere, die nicht so teuer ist? Das hängt

vom benutzten Handy ab. Denn auf den Verpackungen

beworbene Werte von bis zu 50

MByte/​s erreichen lediglich die aktuellen

Top-Handys mit Snapdragon-800-Prozessor.

Benutzen Sie hingegen ein (älteres) Handy

mit einer langsameren CPU, dann reicht

ziemlich sicher bereits eine günstigere Karte,

um das System auszureizen.

Zehn Karten im Intensivtest

Für diesen Artikel haben wir acht neu gekaufte

MicroSD-Karten und zwei No-Name-

Karten, die wir hier in der Redaktion herumliegen

hatten, mit bis zu vier verschiedenen

Smartphones getestet. Als Haupttestgerät

kam das Optimus G Pro von LG zum Einsatz,

als Handy mit schwächerer CPU das HTC

Desire 500. Kurz vor Redaktionsschluss erreichte

uns auch noch das Sony Xperia Z1.

Mit diesem Handy stellten wir noch einmal

neue Bestwerte für die Samsung-Karte auf.

Die in der Tabelle angegebenen Zahlen sind

somit mit dem LG Optimus G Pro und dem

HTC Desire 500 gemessene Richtwerte. Bei

Ihrem eigenen Handy werden die Schreibund

Leseraten entsprechend abweichen.

Für die Tests benutzten wir die App SD

Card Tester [LINK 1] und verifizierten die ersten

paar Ergebnisse mit der App A1 SD Bench

[LINK 2]. Anschließend arbeiteten wir nur noch

mit dem SD Card Tester. Als Dateigröße

wählten wir stets die doppelte RAM-Größe

des Handys. Kleinere Dateien verfälschen

das Ergebnis deutlich.

Klasse oder Masse?

Bei den Lese- und Schreibgeschwindigkeiten

der MicroSD-Karten zählt alleine der Hinweis,

ob es sich dabei um eine Class-4-,

Class-6- oder Class-10-Karte handelt. Alle anderen

Zusätze können Sie getrost vergessen.

Eine wichtige Information betrifft MicroSD-

Karten mit dem Zusatz XC. Diese setzen üblicherweise

nicht das gewohnte FAT-Dateisystem

ein, sondern das neuere exFAT. Möchten

Sie also möglichst lange Videofilme auf der

Karte speichern, dann kommen Sie um eine

Karte mit exFAT nicht herum. Es lassen sich

aber auch ältere MicroSD-Karten mit dem

exFAT-System formatieren.

Testergebnisse im Überblick

Hersteller Transcend PNY Samsung SanDisk Ultra Sony

Modell TS16GUSDU1 SDU8G10AND-EF MB-MGCGB QUA-0008G-U46A SR8UYA/​T1

Kapazität 16 GByte 32 GByte 64 GByte 8 GByte 8 GByte

Klasse Class 10 Class 10 Class 10 Class 10 Class 10

Preis 13 Euro 25 Euro 50 Euro 12 Euro 8 Euro

G Pro (read/​write) 27,9/​9,4 MB/​s 24,5/​17,7 MB/​s 26,1/​18,2 MB/​s 26,4/​12,5 MB/​s 23,2/​12,6 MB/​s

Desire 500 (read/​write) 15,4/​9,1 MB/​s 15,3/​15,1 MB/​s 16,4/​15,4 MB/​s 12,6/​13,2 MB/​s 16,1/​11,9 MB/​s

52

November 2013

Android-User.de


Hardware

Test: MicroSD-Karten

Das UHS-Logo ist die dritte wichtige Information

auf der MicroSD-Karte. Sie finden es nur

auf Class-10-Karten, und es ist ein sehr kleines

U mit einer Zahl darin. UHS-I unterstützt

Geschwindigkeiten bis zu 104 MByte/​s, UHS-

II sogar bis zu 300 MByte/​s. Auf diese Zusätze

können Sie jedoch bei aktuellen Handys

getrost verzichten: Mehr als 42 MByte/​s

Lesegeschwindigkeit sind aktuell nicht drin.

Das Handy ist dabei die Bremse, nicht die

MicroSD-Karte. Die UHS-Information ist also

höchstens dann interessant, wenn Sie die

Karte oft via Adapter auch an einem Notebook

oder PC benutzen wollen.

Dummerweise tun die Hersteller alles, um

die Class-Information möglichst klein abzudrucken

(von einigen positiven Ausnahmen

abgesehen). Schauen Sie sich deshalb die

MicroSD-Karte genau an. Es befindet sich darauf

immer ein kleines C-Logo mit einer Zahl

in der Mitte. Diese Zahl gibt die Klasse an.

Achten Sie nicht auf die Angaben des beiliegenden

SD-Adapters. Denn einige Hersteller

schreiben zum Beispiel darauf groß MicroS-

DXC, weil der Adapter auch den XC-Standard

beherrscht. Der eigentliche Speicher ist aber

nur eine übliche MicroSD-

HD-Karte.

Handy als Bremse

Bei Class-4-Karten können

Sie mit Schreibraten von

rund 5 MByte/​s rechnen

(siehe Tabelle), die Lesegeschwindigkeit

beträgt üblicherweise

15 MByte/​s.

Dies trifft auf alle Handys

zu, da selbst ältere Androiden

mit dieser Geschwindigkeit

klar kommen. Bei

einer Class-10-Karte beträgt

die von uns im Sony Xperia

Z1 gemessene Höchstgeschwindigkeit

18,9 MByte/​

s beim Schreiben und 41,7

MByte beim Lesen. Theoretisch

könnte die Karte jedoch

Geschwindigkeiten

Abb. 1: Für unsere Tests benutzten wir

die App SD Card Tester mit einer 4

GByte großen Datei.

von bis zu 100 MByte/​s und sogar noch darüber

erreichen [LINK 3]. Dazu braucht es

aber spezielle Lesegeräte und einen

schnellen PC bzw. eine Ultra-Highspeed-Karte.

Neben der CPU gibt es aber

noch weitere Spaßbremsen für

MicroSD-Karten: So arbeiteten unsere

zehn Karten in den Tests mit

dem Samsung Galaxy S4 Activ

deutlich langsamer als im LG Optimus

G Pro. Dabei ist in beiden

Handys ein Snapdragon 600 als Prozessor

verbaut. Für die schnellste

Karte im Test (Samsung MB-MGCGB) erreichten

wir auf dem Optimus G Pro Lesewerte

von über 28 MByte/​s (die Tabelle zeigt

die Durchschnittswerte an), mit dem Galaxy

S4 Activ schafften wir nur 18 MByte/​s. Besitzer

eines Galaxy S4 Activ können sich also

den Aufpreis für eine Class-10-Karte sparen

und zu einer Class-6-Karte greifen.

The Winner is…

Die schnellste Karte im Test war die 64 GByte

große MicroSD-XC-Karte von Samsung. Allerdings

kam dieser Vorteil

nur auf dem Z1 voll zum

Zug. Die Class-10-Karte von

PNY schreibt und liest

praktisch gleich schnell.

Suchen Sie eine kleine, aber

schnelle Karte, dann empfehlen

wir Ihnen die

8-GByte-Karte von Sony für

8 Euro. Abraten möchten

wir Ihnen an dieser Stelle

von den Transcend-Karten:

Beide von uns getesteten

Karten fielen bei der

Schreibperformance klar

durch, und die Class-10-

Karte war kaum schneller

als das Class-6-Modell.

Komplett meiden sollten Sie

auch Class-2-Karten, die es

bei Discountern manchmal

„im Angebot“ gibt. ● ● ●

Abb. 2: Achten Sie auf dieses Symbol,

das ganz klein auf den Karten

abgedruckt ist.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30675

Testergebnisse im Überblick

Hersteller Platinum Transcend No-Name 1 SanDisk No-Name 2

Modell Bestmedia 177326 TS8GUSDHC6-2 QM-008G-B35

Kapazität 8 GByte 8 GByte 16 GByte 8 GByte 8 GByte

Klasse Class 10 Class 6 Class 6 Class 4 Class 4

Preis 7 Euro 12 Euro unbekannt 10 Euro unbekannt

G Pro (read/​write) 19,9/​11,6 MB/​s 15,9/​8,8 MB/​s 25,1/​17,5 MB/​s 13,9/​4,8 MB/​s 14,2/​5,1 MB/​s

Desire 500 (read/​write) 14,9/​11,5 MB/​s 14,4/​9,1 MB/​s 15,5/​11,9 MB/​s 16/​4,8 MB/​s 14,4/​5,1 MB/​s

Android-user.de November 2013 53


Apps

App-Empfehlungen

In dieser Rubrik stellt Ihnen

die Redaktion jeden Monat

zehn Apps vor, die wir für

besonders gelungen halten.

Arnold Zimprich

Android-User-App-Empfehlungen

Unsere Favoriten

AVG PrivacyFix

kostenlos

Empfehlung

der Redaktion

★★★★★

AVG Privacy Fix ist ein einfaches und nützliches Werkzeug, um via

Smartphone, Tablet oder PC die Online-Privatsphäre zu kontrollieren.

Hat man die App heruntergeladen, liefert sie schnell Überblick,

mit wem und in welchem Umfang man auf Facebook, Google+ und LinkedIn

Inhalte teilt. Mit dem Smartphone und Tablet ist das Teilen von Informationen

sehr viel einfacher geworden. Gab es früher nur das berühmt-berüchtigte

E-Mail-Attachment, das so manchen Posteingang ächzen ließ, sind nun Dokumente,

Fotos und andere Webschnipsel viel schneller für

andere zugänglich gemacht. Das hat Vorteile, doch bei aller

Teilerei übersieht man schnell, wer alles Zugriff auf die freigegebenen

Inhalte hat. So offenbart die App laut AVG allein

bei Facebook zehn Sicherheitseinstellungen, von denen man

als Facebook-User womöglich noch gar nichts gehört hat!

Mit dem jüngsten Kind der AVG-Familie kann man im Nu

einschränken, wer Zugriff auf welche Inhalte erhält, Sicherheitseinstellungen

ändern Sie mit wenigen Handgriffen. Die App

alarmiert darüber hinaus bei Gefahren im Web und wenn sich Sicherheitsbestimmungen

bei sozialen Netzwerken verändert haben.

Die App ist sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Tablet

und dem PC einsetzbar.

Bewertung: ★★★★★

AppGratis

kostenlos

Sind Sie Schnäppchenjäger und wollen auch in Sachen Apps

den ein oder anderen Glücksgriff machen? AppGratis liefert

jeden Tag eine normalerweise kostenpflichtige App kostenlos

oder mit einer Preissenkung um bis zu 90 Prozent. Der Entwickler

gibt an, dass alle Apps ausgiebig getestet wurden. Jeden

Morgen um 10 Uhr gibt es eine Benachrichtigung, wenn ein

neues Angebot verfügbar ist. Bewertung: ★★★★★

Schrittzähler-App BG Verkehr

kostenlos

Die BG Verkehr möchte im Rahmen der Kampagne „Denk an mich. Dein Rücken“ zu mehr

Bewegung motivieren. Die Schrittzähler-App soll dabei helfen, das Tagesziel von 10.000

Schritten zu erreichen. Die App wertet Daten des Smartphone-Bewegungssensors aus und

ermittelt aus den Beschleunigungswerten, wann ein Schritt erfolgt ist. Hierbei werden die

Schritte des gesamten Tages aufsummiert und auf der Hauptseite angezeigt. Jeweils um

Mitternacht setzt sich der Schrittzähler auf Null zurück. Bewertung: ★★★★★

54

November 2013

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

Smart TV

Remote

kostenlos

Smart TV Remote ist eine Fernbedienung, mit der man Samsung-Fernsehgeräte

bequem über WLAN-Netzwerke steuern kann. Dazu bietet sie

die Möglichkeit, Kanäle individuell zu definieren, um dann mit einem

Klick – unabhängig von ihrer Position in der Kanalliste – umzuschalten.

Die Fernbedienung bietet außerdem die Möglichkeit, die Smart-Funktion

des Fernsehers zu nutzen. Da es keine offizielle Samsung-App ist,

werden nicht alle Geräte unterstützt. Bewertung: ★★★★★

Stern -

atlas

kostenlos

Mit dem Sternatlas haben Sie Ihre ganz persönliche virtuelle Sternkarte immer in

der Jackentasche. Nutzen Sie Ihr Android-Gerät als virtuelles Fenster, durch das Sie

das gesamte sichtbare Universum überschauen können: Zeigen Sie einfach mit Ihrem

Android-Gerät in den Himmel, und Sternatlas berechnet mittels GPS-Ortung die aktuelle

Position aller von der Erde aus sichtbaren Sterne und Planeten und zeigt Ihnen

genau, wo sie sich befinden. Bewertung: ★★★★★

Fixie GIF

kostenlos

Werden Sie zum Smartphone-GIF-

Regisseur! Fixie GIF bietet Smartphone-Nutzern

die Möglichkeit, im

Handumdrehen kleine, aber feine

GIFs via Handykamera zu erstellen.

Einfach GIF mit dem Smartphone

aufnehmen, mit witzigen Fonts,

Doodles und Umrahmungen verzieren

und anschließend auf Facebook,

Twitter, Google+ oder Tumblr teilen.

Bewertung: ★★★★★

Hashnote

kostenlos

Notiz-Apps gibt es inzwischen wie

Pixel auf einem qHD-Bildschirm –

gefühlte Millionen. Hashnote hebt

sich dabei von den anderen ab.

Wie gewohnt, teilt man der App die

Aufgaben mit. Der Clou: Schlüsselbegriffe

werden mit Hashtags versehen.

Geben Sie nun einen Schlüsselbegriff

ein, dann erscheinen die dazugehörigen

Notizen.

Bewertung: ★★★★★

DBB

kostenlos

Mit DBB bekommen Sie alle Informationen

rund um den Deutschen

Basketball Bund aus erster Hand.

Die offizielle App des Verbandes

bietet Ihnen die Möglichkeit, Ergebnisse

und Tabellen, nach Ligen sortiert,

und News zu den Nationalmannschaften

mobil abzurufen. Zusätzlich

zur Mediathek gibt es einen

Live Score von den Länderspielen.

Bewertung: ★★★★★

TankenApp von T-Online.de

kostenlos 3,59 Euro (Werbefrei)

Über fast nichts wird so häufig geschimpft wie über den Benzinpreis. Mit der TankenApp von

T-Online.de soll es für Sie nun einfacher sein, die günstigste Tankstelle auf Ihrer Route zu finden.

Die von der Telekom-App angezeigten Echtzeitpreise beruhen auf den Daten der Markttransparenzstelle

des Bundeskartellamtes. Dorthin müssen seit dem 12.9.2013 sämtliche Tankstellenbetreiber

ihre Preise für E5, E10 und Diesel im Fünf-Minuten-Rhythmus melden. Bewertung: ★★★★★

Hipmunk Flights&Hotels

kostenlos

Hipmunk ist eine schnelle, einfache und übersichtliche Art, seine Reise zu organisieren

und stets alle Einzelheiten im Blick zu behalten. Mit der App lässt sich sehr

viel Zeit sparen, im Handumdrehen vergleicht sie viele Reiseanbieter hinsichtlich

ihrer Konditionen. Sowohl Hotel- als auch Flugbuchungen lassen sich direkt aus

der App heraus durchführen. Das Design der App begeistert bei ihrer Informationsvielfalt

durch seine Übersichtlichkeit. Noch ist die App auf den amerikanischen

Markt fokussiert, wir hoffen jedoch, dass die Entwickler auch das europäische

Angebot bald mit mehr Inhalten versorgen. Bewertung: ★★★★★

Android-user.de November 2013 55


Apps

App-Empfehlungen

doo Dokumenten&Scanner App

kostenlos

Mit doo, der Dokumenten&Scanner App, haben Nutzer stets Zugriff auf all ihre lokalen und in

der Cloud untergebrachten Dokumente. So findet man jedes Dokument mit Hilfe automatisch

erstellter intelligenter Schlagwörter innerhalb von Sekunden. Halten Sie Ihren Androiden

über ein Schriftstück oder über einen Beleg, nimmt der Scan-Assistent selbstständig ein

Bild mit dem bestmöglichen Ergebnis auf. Neben der automatischen Verschlagwortung

enthält die App eine optische Zeichenerkennung. Außerdem importiert sie Dokumente von

E-Mail-Konten und synchronisiert Ihre Geräte miteinander. Bewertung: ★★★★★

Audible

kostenlos

Wenn Sie gerne Audiobooks hören, dann ist Audible die angesagte

Quelle im Internet und ein echter Dauerbrenner. Das Update auf die

Version 1.5 hat im Juli frischen Wind in die App gebracht, das Lauschen

von Hörbüchern macht seit der Umstellung auf Holo-Design

noch mehr Spaß. Außerdem ist es jetzt auch möglich, die zuletzt gehörte

Stelle in der Cloud zu speichern. Bewertung: ★★★★★

Pocket Nanny Eltern GPS

kostenlos (Kind) 1,99 Euro (Eltern)

Eltern wissen gerne, wo sich ihre Sprösslinge gerade aufhalten. Mit Pocket Nanny Eltern

GPS gibt es dafür eine gute Lösung. Die App ermöglicht eine hochpräzise Positionsbestimmung

Ihrer Kinder sowie die Definition von „Spielzonen“, die das Kind nicht verlassen darf.

Diese App wandelt das Telefon Ihres Kindes in einen GPS-Tracker um. Um die App zu nutzen,

einfach die Eltern-App auf Ihrem Gerät und die Kinder-App auf dem Kinder-Smartphone

(Android 2.3+) installieren, und schon kann es losgehen. Bewertung: ★★★★★

Vergiftungsunfälle bei Kindern

kostenlos

Die App informiert über Vergiftungsrisiken, Erste-Hilfe-Maßnahmen und verbindet

schnell mit dem zuständigen Giftnotrufzentrum. Dabei fungiert

sie als Berater und Helfer. Sie vermittelt Kenntnisse, um Säuglinge

und Kleinkinder vor Vergiftungen zu schützen. Die App

enthält Tipps zur kindersicheren Aufbewahrung

von Medikamenten, Haushaltschemikalien

sowie anderen gefährlichen Produkten.

Sie gibt wichtige Hinweise, die im Notfall

Leben retten können: Für alle Vergiftungsunfälle

werden Maßnahmen zur Ersten Hilfe erklärt,

das Vergiftungsbild detailliert beschrieben

und die Vorstellung bei einem Kinderarzt/​

Kinderklinik geklärt. Direkt aus der App kann

zudem das zuständige Giftinformationszentrum

Ihres Bundeslandes angerufen werden.

Bewertung: ★★★★★

56

November 2013

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

König der

Mathematik

kostenlos

Mit dieser unterhaltsamen Mathe-App macht Mathe auch denjenigen

Spaß, die in der Schule angesichts von Algebra&Co. schnell die Scheuklappen

aufgesetzt haben. In über zehn Kapiteln mit je zehn Leveln, die

von leicht nach anspruchsvoll gestaffelt sind, kann man zeigen und entdecken,

was Mathe-mäßig wirklich in einem steckt, egal ob bei Additionen,

Subtraktionen, Multiplikationen, Divisionen, Potenzen&Wurzeln,

Gleichungen oder Brüchen. Wenn man den vorgeschlagenen Plan

durchzieht, wird man besser Kopfrechnen können als je zuvor. Darauf

gibt der Entwickler sein Ehrenwort! Bewertung: ★★★★★

Notification

Toggle

kostenlos

Vermissen Sie in der Pulldown-

Statusbar auf der Startseite Ihres

Androiden eine Energiesteuerungsleiste,

oder wollen Sie diese um

Funktionen erweitern? Dann ist Notification

Toggle für Sie ein nützliches

Tool. Über die Energiesteuerungsleiste

können Sie Netzwerk- oder

Systemeinstellungen wie WLAN,

Bluetooth, Flugmodus oder GPS

konfigurieren oder ein- und ausschalten.

Je mehr Toggles dazukommen,

desto kleiner wird die Darstellung.

Um Ihnen die Bedienung der

Toggles nicht unnötig zu erschweren,

können Sie die Symbole auch

auf zwei Menüreihen verteilen.

Bewertung: ★★★★★

Akku &

Batterie HD

kostenlos 2,68 Euro (Werbefrei)

Viele Smartphones haben eine

Schwäche: die Akkuleistung. Akku &

Batterie HD ermöglicht es Ihnen,

den Energieverbrauch Ihres Handys

oder Tablets im Auge zu behalten.

Mit Hilfe der App sehen Sie, wie viel

Zeit Sie für bestimmte Aktionen wie

Musik hören, im Internet surfen oder

telefonieren noch haben. Die App

bringt Widgets in verschiedenen

Größen mit, die Sie, sofern Platz

vorhanden ist, auf Ihrem Homescreen

platzieren. Zudem können

Sie sich den Energieverbrauch in

der Benachrichtigungsleiste anzeigen

lassen. Ist diese App Ihr Begleiter,

geht Ihnen nie mehr der Saft

aus. Bewertung: ★★★★★

OpenMensa

(Beta)

kostenlos

OpenMensa zeigt hungrigen Studenten,

was es aktuell in der Mensa

zu Essen gibt. Momentan werden

rund 150 Mensen im deutschsprachigen

Raum unterstützt – wer

möchte, kann sich den Speiseplan

von mehreren Mensen anzeigen

lassen. Die App funktioniert auch

dann, wenn man gerade nicht mit

dem Internet verbunden ist. Mit

einer Berührung des Touchscreens

navigiert man zur Mensa seiner

Wahl und bekommt das aktuelle

Menü auf den Bildschirm serviert.

Von A wie Aalen über J wie Jena bis

hin zu Z wie Zittau wissen Sie, was

auf dem Speiseplan Ihrer Mensa

steht. Bewertung: ★★★★★

Schweizer Taschenmesser

kostenlos

Wer kennt es nicht, das Schweizer Taschenmesser. Dass es ein echter Allrounder ist, wussten wir

ja schon lange. Jetzt erobert es auch die Welt der Smartphones: Die App Schweizer Taschenmesser

enthält eine Auswahl von kleinen Werkzeugen: Lupe (Android 2.2+ benötigt), Wasserwaage, Kompass,

Einheitenkonverter und Spiegel (dazu wird ebenfalls Android 2.2+ und eine Frontkamera

benötigt) sind unter anderem dabei. Mit der App, die genau das macht, was sie verspricht, haben

Sie immer eine Sammlung kleiner Helfer dabei. Bewertung: ★★★★★

On Vista

kostenlos

Wenn Sie wissen möchten, ob es mit Ihren Aktien steil bergauf geht

oder sie sich gerade im freien Fall befinden, dann sind Sie mit der

kostenlosen OnVista App bestens bedient. Umfassende Börsenund

Finanzinformationen rund um die wichtigsten Märkte sowie

Top- und Flop-Listen für Aktien und Fonds haben Sie damit

immer und überall parat. Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30668

Android-user.de November 2013 57


APPS

Neuheiten

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play

Neuheiten

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen besonders beliebte Apps

vor, die neu auf Google Play

sind oder ein Update erhalten

haben. Diana Hahn

Hintergrund

kostenlos

InstaMessage

kostenlos

Wenn Sie kein Fan davon sind, dass all Ihre Kommentare

öffentlich auf Instagram zu sehen sind,

dann ist InstaMessage perfekt für Sie. Die App macht

private Unterhaltungen mit Instagram-Freunden

und anderen Usern möglich. Außerdem können Sie

Profile von Usern, die Sie interessieren, durchsuchen

oder direkt mit der Kontaktaufnahme starten.

Bewertung: ★★★★★

Die App Hintergrund bringt eine riesige

Auswahl an Wallpapern mit. Tausende

unterschiedliche Motive aus über 30 Kategorien

stehen zur Verfügung. Von Blumen

für den Naturfreund über Gemälde

für den Kunstliebhaber bis hin

zu Zitaten für den Literaturkenner ist in

der App an alle gedacht. Einfach das

Bild herunterladen und auf dem gewünschten

Bildschirm speichern.

Bewertung: ★★★★★

Music Maker Jam

kostenlos

Wer schon immer eigene Tracks erstellen wollte, der ist bei

Music Maker Jam richtig. Da das Hip-Hop-Paket nach der Installation

bereits einsatzbereit ist, können auch Neulinge sofort loslegen.

Sie wollen einen anderen Style?

Kein Problem! Die Pakete Rock,

Dance und Electric Jazz stehen

zum kostenlosen Download bereit.

Weitere Styles gibt es für je

1,99 Euro. Arrangieren Sie Ihren

Track auf bis zu acht Spuren.

Bewertung: ★★★★★

Frauen Bundesliga

2013/​14

0,99 Euro

Frauen Bundesliga 2013/​14 ist die erste App,

bei der sich alles nur um den Frauenfußball

dreht. Die ganze Saison über werden Sie mit

Informationen zu Aufstellungen und Kadern

sowie mit Statistiken und Transfermeldungen

versorgt. Die App gibt

außerdem Auskunft darüber,

wann die Begegnungen

terminiert sind.

Mit der integrierten Live-

Tabelle sind Sie an Spieltagen

immer auf dem

aktuellen Stand. Zusätzliche

Features wie die

Fairnesstabelle oder die

Sünderkartei runden das

Angebot dieser App ab.

Bewertung: ★★★★★

WC-Finder

Deutschland

kostenlos

Was tun, wenn’s drückt? Genau diese Frage

haben sich die Macher von WC-Finder Deutschland

gestellt. Mit dieser App ist es möglich, fast

jede öffentlich zugängliche

Toilette in der Umgebung

zu finden. Auch Toiletten-

Merkmale wie Barrierefreiheit,

Euro-WC-Schlüssel

und Wickeltisch werden

angeführt. Zudem

teilt die App mit, wie die

Toilette bewertet wurde,

und ob die Benutzung

kostenpflichtig ist.

Bewertung:

★★★★★

58

November 2013

Android-User.de


Apps

Neuheiten

Pilzsuche

kostenlos

Herbstzeit ist Pilzzeit: Die

App „Pilzsuche“ macht das

Smartphone zum Helfer für

alle fleißigen Pilzsammler. In

der Datenbank der kostenlosen Basisversion

finden Sie 163 heimische Pilzsorten. Die sehr

einfache Handhabung bietet viele Möglichkeiten,

die verschiedenen Pilze zu identifizieren,

und dient so als Ergänzung zu Ihren Pilzbüchern.

Die Einsteigerversion ist für die schnelle

Erstbestimmung der Pilze gedacht. Wem die

Auswahl zu klein ist, kann die Pro- (0,50 Euro)

oder gar die Ultra-Version mit mehr als 1000

Pilzbeschreibungen für 2,99 Euro erwerben.

Bewertung: ★★★★★

Bills Reminder

2,99 Euro (30 Tage kostenlos testen)

Eigentlich war die Rechnung schon hoch

genug. Doch leider haben Sie es verpasst, sie

auch rechtzeitig zu begleichen? Die Folge:

Mahngebühren kommen dazu, und der Rechnungsbetrag

steigt weiter in

ungeahnte Höhen. Gehören

solche Szenarien bei Ihnen

zum Alltag, verspricht Bills

Reminder schnelle Abhilfe.

Sie müssen nur Ihre offenen

Rechnungen zusammen

mit der Information,

wann der Betrag fällig ist,

in die App eintragen. Fünf

Tage, bevor die Rechnung

bezahlt werden muss, werden

Sie daran erinnert.

Bewertung: ★★★★★

Runtastic Mountain

Bike

kostenlos

Runtastic Mountain Bike wurde speziell für

Mountainbiker entwickelt und bietet alles, was

sich Hobby-Biker oder BMX-Artisten wünschen.

Die App verwandelt Ihr Smartphone in

einen Offroad-Fahrradcomputer mit über 50

MTB-Funktionen. Die Anwendung ist der perfekte

Begleiter, egal ob Sie im Gebirge oder

auf der Hausstrecke unterwegs sind. Auch

ohne GSM-Abdeckung können Karten durch

die Offline-Kartenfunktion verwendet werden

– so verlieren Sie nie die Orientierung.

Bewertung: ★★★★★

SleepBot – Schlafphasen-

Wecker

kostenlos

Es ist früh am Morgen, und Sie werden unsanft

aus dem Schlaf gerissen, weil Ihr Wecker

genau während einer Ihrer Tiefschlafphasen

klingelt. Einen weniger nervenaufreibenden

Weckruf verspricht SleepBot,

der Schlafphasen-Wecker. Während Sie

schlafen, zeichnet die App detailliert Ihre

Geräusche und Bewegungen in Diagrammen

auf und analysiert so Ihre Schlafphasen.

Mithilfe der Analyse entscheidet der

schlaue Wecker, wann Sie sich in einer

Phase mit leichtem Schlaf befinden und

weckt Sie dann sanft auf. Da die App Ihre

nächtlichen Aktivitäten speichert, können

Sie sich anhören, was los ist, während Sie

vermeintlich tief und fest schlafen.

Bewertung: ★★★★★

Magisto – Magischer Video Editor

kostenlos

Unvergessliche Minifilme erstellen ist mit Magisto kinderleicht. Im Nu

haben Sie mit Magisto ein Video mit Ihrem Smartphone aufgenommen

und hochgeladen. Wählen Sie noch ein passendes Genre und einen

Soundtrack aus – entweder aus eigenen oder den von der App bereitgestellten

Dateien –, und fertig ist Ihr kleines Kunstwerk. Diese App ist Ihr privater

Video-Editor, der Ihre Daten analysiert und die Sequenzen zu einem

professionell wirkenden Film zusammenbaut. Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30667

Android-user.de November 2013 59


Apps

Timely Alarm Clock

Timely Alarm Clock: Die wohl beste Uhr im Play Store

Zeitgemäß

Google Play

Was ist die meistgenutzte Handy-App? Klar, E-Mail, Facebook und Co.

liegen weit vorn, doch auch die Uhr ist oft in Gebrauch. Mit Timely holen

Sie sich die wohl beste Uhren-App aufs Smartphone. Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30581

Abb. 1: Die Oberfläche von Timely ist

für eine Android-Anwendung außergewöhnlich

gestaltet.

Was lässt sich eigentlich an

einer trivialen Uhren- oder

Wecker-App noch verbessern?

Sie soll angeben, wie spät es

ist, und pünktlich Alarm schlagen. Auch

Countdown und Stoppuhr wären nicht

schlecht, schließlich mögen wir unsere Eier

cremig, da braucht es eine Eieruhr!

Android hat mit der Jelly-Bean-Uhr endlich

von Haus aus eine hübsche und vor allem

funktionale Uhr spendiert bekommen. Sie

verfügt nun über eben diese Funktionen.

Was uns aber die Timely Alarm Clock [LINK 1]

zeigt, ist einfach nur noch wow!

Timely Alarm Clock

Timely verpackt die Grundfunktionen Uhr,

Wecker, Countdown und Stoppuhr in ein aufwendig

gestaltetes Kleid, das nicht nur toll

aussieht, sondern auch gut zu bedienen

ist und mit tollen Funktionen glänzt.

Die Weckzeit stellen Sie etwa mit einem

Wisch über die Zeitleiste am linken

Bildschirmrand ein.

Die Funktion

„Smart Rise“ spielt

Ihnen eine halbe

Stunde vor dem Wecken

sanfte Musik

ab oder Sie müssen

ein kleines Rätsel

lösen, um den Wecker

zu beenden.

Auf Wunsch synchronisiert

Timely

Ihre Weckzeiten

auch über das Internet.

Clever

schlummern

Über die Einstellungen

wählen Sie

einen anderen

Look für Timely

Abb. 2: Zum Beenden des Weckers

müssen Sie auf eigenen Wunsch

kleine Aufgaben absolvieren.

oder konfigurieren den Wecker nach Ihren

Wünschen. So lässt sich etwa der Schlummer-Modus

immer weiter verkürzen. Während

der Wecker Langschläfer am Anfang

alle zehn Minuten erneut aus den Träumen

reißt, verkürzt sich das Weck-Intervall der

Schlummer-Funktion immer weiter.

Doch nicht nur bei der Optik haben die

Macher von Timely auf Details geachtet,

auch bei der Technik ist alles dabei, die App

integriert sich etwa in Google Now. Sprechen

Sie dort mit „Wecke mich um 10 Uhr“ eine

Weckzeit ein, leitet Google Now diese auf

Ihren Wunsch hin zu Timely weiter.

Die Entwickler geben Ihnen fünf Tage Zeit,

die App mit allen Funktionen und ohne Werbung

zu genießen, nach Ablauf dieser Frist

können Sie entweder einzelne Premium-

Funktionen oder gleich die komplette App

für 2,49 Euro freischalten. Alternativ empfehlen

Sie die App per Google+ oder E-Mail

weiter, mit genug Empfehlungen aktivieren

Sie die Extra-Features, auch ohne Geld ausgeben

zu müssen.

● ● ●

Abb. 3: Timely deckt mit Uhr,

Wecker, Countdown und Stoppuhr

alle Zeitfunktionen ab.

60

November 2013

Android-User.de


Apps

TickTick-Aufgabenliste

Aufgaben mit der TickTick-Aufgabenliste meistern

Checkliste

Christos Georghiou, 123RF

Bei vielen Terminen und

Aufgaben passiert es

schon mal, dass der

Überblick verloren geht.

Zum Glück gibt es Apps,

die beim Organisieren

des Alltags helfen, wie

etwa TickTick. Diana Hahn

TickTick [LINK 1] gehört zu den kleinen

Helfern, mit denen Sie Ihre Aufgaben

managen. Sowohl auf dem

Smartphone als auch am Desktop

ermöglicht es diese App, auf Termine und Todo-Listen

zuzugreifen, diese zu sichern und

zu synchronisieren.

Nach Fälligkeit sortieren

TickTick ist nicht nur eine Aufgabenliste,

sondern auch ein Notizblock. In der App tragen

Sie Aufgaben, Ereignisse und Termine

ein und sortieren diese nach Fälligkeit.

Beim Speichern von Ereignissen oder Aufgaben

besteht die Möglichkeit, das Ereignis

als wiederkehrend oder an bestimmten Tagen

stattfindend zu markieren. Darüber hinaus

Abb. 1: TickTick synchronisiert Ihre To-dos über das Netz mit dem Web-Frontend.

lassen sich beliebig viele Listen für unterschiedliche

Zwecke und Bereiche erstellen.

Längere Listen, zum Beispiel Einkaufslisten,

speichern Sie als Checkliste und haken

die Einträge dann Punkt für Punkt ab.

Die Statusbar gibt Ihnen einen Überblick

über die nicht erledigten Aufgaben, und die

vorhandene Audio-Erinnerung ist eine hilfreiche

Gedächtnisstütze. Außerdem besteht

die Möglichkeit, die vorhandenen Listen individuell

mit Farben zu markieren, um diese

besser zu organisieren.

Listen einfach versenden

Der Austausch mit der Familie, Freunden

oder Kollegen erfolgt über verschiedene Kanäle.

Zur Auswahl stehen unter anderem das

Versenden per E-Mail, Google+, SMS, Bluetooth,

Twitter, WhatsApp, je nachdem, welche

Apps Sie installiert haben. Auch das Verschieben

von Elementen, das Zusammenfassen

von Einträgen in Ordnern und das Archivieren

erledigter Aufgaben funktionieren.

TickTick verfügt über weitere Fähigkeiten,

in der kostenlosen Version sind diese jedoch

nur limitiert oder gar nicht zu nutzen. Nur

die Pro-Version ermöglicht eine Mitarbeit an

Listen durch Kollegen, Freunde und Bekannte.

Die experimentellen Lab-Funktionen

gibt es nur in der kostenpflichtigen Version.

Die Grundversion der App gibt es kostenlos

im Play Store. Wenn Sie jedoch die erweiterten

Funktionen nutzen möchten, fallen Kosten

in Höhe von 20 US-Dollar pro Jahr an.

Alternativen

Nicht nur TickTick erleichtert das Organisieren

des Alltags. Es gibt auch andere Apps,

die beim Bewältigen der Aufgabenflut helfen,

zum Beispiel GTasks [LINK 2],[LINK 3]. Die

Grundversion der App gibt es gratis im Play

Store. Sie bietet Benachrichtigungstöne, zwei

Schlummerfunktionen und Erinnerungs-Popups.

Für einmalig 3,99 Euro erhalten Sie zu-

62

November 2013

Android-User.de


Apps

TickTick-Aufgabenliste

Abb. 2: Aufgaben und Termine

können in TickTick auch nach Fälligkeitsdatum

sortiert werden.

Abb. 3: Einkaufslisten in Form von

Checklisten machen das Abarbeiten

in TickTick einfacher.

Abb. 4: Lassen Sie Termine und

Aufgaben in GTasks automatisch

wiederholen.

Abb. 5: Mit den Vorschlägen von

Any.Do erleichtert sich das Erstellen

von Notizen.

sätzlich die Funktionen Stapelverarbeitung,

Autosynchronisierung und Enable Lock.

Es besteht die Möglichkeit, die Symbolleisten

individuell zu gestalten sowie Einträge

nach den Kriterien Reihenfolge, Datum,

Name oder Priorität zu sortieren und farbig

zu markieren. Zum einfachen Datenabgleich

nutzt GTasks Google Tasks aus dem Gmail-

Webfrontend.

Any.Do [LINK 4],[LINK 5] ist die Dritte im

Bunde. Im Unterschied zu TickTick und

GTasks können Sie sich hier mit Ihrem Facebook-Account

anmelden, oder Sie registrieren

sich mit Ihrer Mailadresse direkt bei

Any.Do. Neben den üblichen Funktionen

einer To-do-App wartet Any.Do mit zusätzlichen

Funktionen wie einer Sprachsteuerung

und dem direkten Zugriff auf die Kontaktliste

des Smartphones auf.

Sobald Sie einen Namen eingeben, bietet

die App Kontaktvorschläge aus dem Adressbuch

an. Die Kontaktaufnahme bei einem Ereignis

ist so direkt aus der App heraus möglich.

Zusätzliche Funktionen von Any.Do in

der kostenlosen Version sind das farbige Hervorheben

von Terminen, die Websuche und

die Erinnerungsfunktion. Any.Do synchronisiert

Ereignisse und Termine über ein Browser-Plug-in.

Dazu ist jedoch eine aktuelle

Version von Chrome erforderlich.

Fazit

Bei TickTick, GTasks und Any.Do handelt es

sich um drei To-do-Apps, die sich in Bezug

auf die grundlegenden Funktionen mehr

oder weniger auf gleicher Augenhöhe begegnen.

Jede der drei Apps verfügt aber auch

über Stärken und Schwächen. Die Stärken

von GTasks liegen ganz klar darin, dass sich

die kostenlose Version nur in drei Funktionen

von der kostenpflichtigen unterscheidet. Der

Nachteil ist, dass es keine Desktopversion

gibt, das Synchronisieren deshalb nur über

Google Tasks möglich ist.

Der Vorteil von Any.Do Todo liegt darin,

dass es eine komplett kostenlose Lösung ist.

Der Nachteil: Um die App mit dem PC zu

syncen, müssen Chrome und das passende

Plug-in installiert sein.

TickTick [LINK 6] überzeugt aufgrund der

Desktopversion, die Sie bequem über die

Website aufrufen. Nachteile bei dieser App

sind die Kosten der Pro-Version (1,99 US-Dollar/Monat

oder 20 US-Dollar/​Jahr) sowie die

generell kleine Auswahl an Funktionen. ● ● ●

To-Do-Apps im Vergleich

TickTick

GTasks: To-Do List

& Task List

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30683

Any.Do

Kosten App kostenlos 3,99 Euro kostenlos

Kosten Dienst 1,99 US-Dollar/​ kostenlos

kostenlos

Monat

Android-App ja ja ja

Web-Frontend ja nein nein

Browser-Plug-in nein nein ja

Google Tasks nein ja nein

Funktionen gut sehr gut gut

Autosync nein ja [Pro-Version] nein

Android-user.de November 2013 63


Apps

Lovoo

Mit Lovoo auf Partnersuche

Alles ist

möglich

Inserieren war gestern: Heute sucht man den Partner (fürs

Leben) via App, zum Beispiel mit Lovoo. Wir zeigen Ihnen,

was die App taugt und ob man damit auch wirklich die

richtigen Personen findet. Marcel Hilzinger

Flirt-Apps sind stark

im Trend. Eine relativ

neue App für

Android ist Lovoo.

Der Flirtdienst mit dem Slogan

„Alles ist möglich“

stammt aus Dresden und

Berlin und ist deshalb auch

hierzulande recht weit verbreitet.

Die aktive Nutzerbasis

beträgt laut Webseite

[LINK 1] rund 1,4 Millionen Nutzer

bei etwas mehr als 4 Millionen registrierten

Nutzern. Die Android-App [LINK 2]

wurde bereits über eine Million Mal aus dem

Google Play Store heruntergeladen.

Alles so rosa hier

Lovoo macht schon beim

ersten Start auf Kuscheln

und erscheint im rosafarbenen

Design. Nachdem

Sie sich einen Account angelegt

oder via Facebook

eingeloggt haben, erscheint

das Radarbild. Es

zeigt Ihnen Lovoo-Nutzer

in der Umgebung an. Wie

groß die Umgebung ist,

hängt von den aktiven Lovoo-Nutzern

ab. In einer

Großstadt mit vielen Nutzern

erscheint also eventuell

ein Umkreis von 20 Kilometern,

auf dem Land

sind es eventuell auch 50

oder 100 Kilometer. Tippen

Abb. 1: Das Radar ist das besondere

Merkmal von Lovoo. So sehen

Sie gleich, wo etwas los ist.

Sie einen der farbigen Punkte an (Hellblau

steht für einen Mann, Rosa für eine Frau,

Gelb für VIP-Mitglieder), dann sehen Sie

unten eine Vorschau auf das entsprechende

Profil inklusive Name und Entfernung. Sobald

Sie auf eines dieser Minibilder tippen,

zählt das als Profilbesuch, und die entsprechende

Person bekommt eine Benachrichtigung.

Über die Einstellungen des Radars

legen Sie fest, ob Sie sich für Männer, Frauen

oder beide interessieren und für welche Altersgruppe.

In unseren Tests waren alle Altersgruppen

von 18 bis 68 recht gut vertreten.

In der detaillierten Ansicht sehen Sie das

Foto in Großaufnahme und können unten

zur Fotogalerie (rechts) oder zu den Profilin-

Abb. 2: In dieser Übersicht sehen

Sie, wer wann Ihr Profil besucht hat,

allerdings ohne scharfes Bild.

64

November 2013

Android-User.de


Apps

Lovoo

fos wechseln. Hier erhalten

Sie Infos zur Größe, Haarund

Augenfarbe und zum Gewicht

der betreffenden Person,

aber auch zur sexuellen

Ausrichtung und Punkten wie

Treue, Nichtraucher oder Raucher

oder religiösen Ansichten,

sofern diese Infos im Profil

vorhanden sind.

Um mit jemandem Kontakt

aufzunehmen, klicken Sie auf

den Plus-Button. Sie haben

nun fünf Möglichkeiten: Über

das grüne Nachrichtensymbol

verschicken Sie eine Nachricht

über den Dienst. Dabei

können Sie nur eine Meldung

kostenlos verschicken und

müssen anschließend auf eine

Antwort warten. Gegen 50

Coins können Sie die Nachricht prominent

platzieren, das klappt aber nur, wenn die

entsprechende Person Fremden überhaupt

erlaubt hat, Nachrichten zu schicken. Als

VIP-Mitglied gelten allerdings diese Schranken

nicht oder nur bedingt. Über das Icon für

Beschenken können Sie virtuelle Geschenke

vergeben. Vor dem Senden können Sie sich

für eines der verfügbaren Geschenke entscheiden,

die ab 20 Cent verfügbar sind

(wobei ein Creditpoint auch für einen Cent

steht). Mit Mag ich und Küssen verschicken

Sie virtuelle Grüße, Merken speichert das

Profil für einen späteren Besuch.

Die vielleicht wichtigsten Infos finden Sie

im Menü MEHR. Hier können Sie unbeliebte

Besucher sperren oder Personen als Freunde

oder Favorit hinzufügen. Über den Homebutton

oben links oder die Zurück-Taste Ihres

Handys landen Sie im Hauptmenü der App.

Unten in der Mitte finden Sie einen Slider mit

einem Herzchen. Ziehen Sie diesen nach

oben, sehen Sie die aktuellen Nachrichten.

Über den Profilnamen unten rechts laden Sie

ein Foto hoch, falls noch nicht geschehen.

Das ist in jedem Fall nötig, um die Fotos anderer

Personen sehen zu können.

Sie können Ihr Foto zusätzlich noch verifizieren

lassen. Dazu schickt Ihnen das Lovoo-

Team eine Nachricht mit einem Code. Diesen

Code müssen Sie dann auf einen Zettel

schreiben und mit dem Zettel zusammen ein

neues Selbstporträt ans Lovoo-Team schicken.

Wir sind der Meinung, dass die so eingeschickten

Fotos von Hand überprüft werden.

Sie können also davon ausgehen, dass

die verifizierten Profile bei Lovoo auch tatsächlich

echt sind.

Abb. 3: Beim Match-Spiel von

Lovoo geht es darum, sich gegenseitig

(cool) zu finden.

Abb. 4: Über die Profilansicht nehmen

Sie Kontakt auf. Die Verpixelung

stammt von uns.

Wie bei allen Flirt-Apps gibt es auch bei

Lovoo ein Match-Spiel. Dabei erhalten Sie

zufällige Bilder Ihrer Zielgruppe unverpixelt

zur Ansicht und können dann entscheiden,

ob Sie die Person mögen, vielleicht mögen

oder gar nicht mögen. Bei einem Treffer (gegenseitiger

Match) erhalten beide Personen

eine Benachrichtigung. Ebenfalls eine Benachrichtigung

erhalten Sie, wenn jemand

auf Ihrem Profilbild auf Mag ich geklickt hat.

Beim Match-Spiel gibt es sonst keine gegenseitigen

Benachrichtigungen, außer Sie klicken

auf Profil anzeigen.

Ohne Credits geht fast nichts

Für bestimmte Funktionen in Lovoo benötigen

Sie Credits. An jedem Tag, an dem Sie

aktiv sind, erhalten Sie 5 Credits gutgeschrieben.

Ohne Credits geht also nach einer Weile

fast nichts mehr, außer sich die Profile anzuschauen

und für eine gewisse Zeit lang

Match zu spielen. An weitere Coins zu gelangen

ist aber nicht allzu schwer. So kann man

sich Spiele oder Apps herunterladen oder für

100 Credits das Profil verifizieren lassen.

Irgendwann ist aber auch diese Quelle

erschöpft , und man kommt um ein kostenpflichtiges

Abo nicht herum. Wer den Dienst

also aktiv für die Partnersuche nutzt, muss

früher oder später in die Tasche greifen und

die VIP-Mitgliedschaft beantragen. Diese ist

mit einer Jahresgebühr von rund 50 Euro

zwar kein Schnäppchen, aber auch nicht

wirklich teurer als traditionelle Partnerschaftsvermittlungen.

Achten Sie darauf,

dass die Gebühren in Wochenpreisen angegeben

sind, das Schnupperabo für einen Monat

kostet also nicht zwei Euro, sondern acht.

Abb. 5: Eine gut zu konfigurierbare

Filterfunktion erleichtert Ihnen die

Suche nach Partnern.

Android-user.de November 2013 65


Apps

Lovoo

Abb. 6: Über Werbung verdienen

Sie Credits, die Sie für Geschenke

nutzen können.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30719

Abb. 7: Mit den täglichen fünf Gratiscredits

kommen Sie nicht weit,

mit Tapjoy schon eher.

Die Bezahlung erfolgt via In-App-Kauf bei

Google Play, als Alternative steht auch Paypal

bereit. Auch für VIP-Mitglieder sind nicht

sämtliche Dienste gratis, sondern man bekommt

wöchentlich 100 Freicredits. Zudem

kann man grenzenlos Match spielen und

dabei auch etwas schummeln (Profilbesuch

vor dem Match-Button). Last but not least

schaltet die VIP-Mitgliedschaft auch die Anzeigen

komplett aus.

Unterschiede zu Badoo

Die populärste Android-App zur Partnersuche

ist aktuell immer noch Badoo. Der Dienst

hat zudem den Vorteil, dass er international

ist und man somit auch mit Leuten ins Gespräch

kommt, die nicht ums Eck wohnen.

Das erschwert natürlich die Suche nach

einem festen Partner, erleichtert

aber die Kontaktaufnahme

mit Personen, mit

denen man einfach mal

chatten möchte und nicht

gleich ins Bett steigen will.

Lovoo kommt hier schneller

auf den Punkt. Sobald man

ein Profil aufruft, erscheint

dieses bei der entsprechenden

Person als Vermerk.

Zudem benötigt man bei

Lovoo bereits Credits, um

sich die Profilbilder anzuschauen.

Das kommerzielle

Modell kommt also bei

Lovoo früher zum Tragen.

Das kann je nach Nutzungsszenario

von Vorteil oder

Nachteil sein. Bei Lovoo

Abb. 8: Um das Profil zu verifizieren,

müssen Sie ein Selbstporträt mit

einem bestimmten Code machen.

Abb. 9: Über diesen Filter legen Sie

fest, für welche Alters- und Zielgruppe

Sie sich interessieren.

können Sie Meldungen von

unbekannten Personen schon

in der Grundeinstellung blockieren.

Das erspart so manche

unerwünschte Anmache.

Dafür ist es aber auch

etwas schwieriger, mit Leuten

ins Gespräch zu kommen.

Lovoo ist relativ eng mit

Facebook verzahnt (wenn

man diese Option nutzen

möchte), aber Badoo ist ja

auch mit Facebook groß geworden.

Bei unseren Tests in

München, Berlin und Budapest

haben wir in München

und Berlin sehr gute Erfahrungen

mit Lovoo gemacht.

In Budapest (immerhin

knapp zwei Millionen Einwohner)

wird die App jedoch

noch kaum benutzt. Bei Badoo gibt es in

allen drei Städten in etwa gleich viele

Freunde zu finden.

Ein großer Vorteil von Lovoo gegenüber

Badoo ist der deutsche Firmensitz: Sie finden

im Netz die Kontaktdaten für die zuständige

Jugendschutzbeamtin und können das Profil

von Minderjährigen löschen lassen. Auch andere

Beschwerden lassen sich bei einer Firma

in Deutschland deutlich einfacher regeln als

bei einem Dienst mit Sitz im Ausland.

Fazit

Für alle, die auf der Suche nach einem neuen

Partner sind, eignet sich Lovoo sehr gut. Die

Android-App ist sehr schön gemacht, und

technisch gibt es an der App praktisch nichts

zu bemängeln. Lovoo lässt sich die Premium-

Mitgliedschaft aber recht

teuer bezahlen, hier würden

wir uns noch ein paar

mehr Gratis-Features wünschen

oder mindestens

zehn Credits pro Tag fürs

Anmelden.

Wer lediglich auf der

Suche nach einem netten

Chat-Partner ist, findet bei

Badoo schneller Anschluss,

da dafür keine kostenpflichtigen

Credits benötigt werden.

Das gilt auch für die

Partnersuche außerhalb

Deutschlands. Sehr witzig

gelöst hat Lovoo die Verifizierung

der Profile. So kann

man echte von Fake-Profilen

recht gut trennen. ● ● ●

66

November 2013

Android-User.de


Apps

EyeEm

EyeEm – die Instagram-Alternative aus Berlin

Foto-

Freunde

Eigentlich gibt es ja schon genug Kamera-Apps

bei Google Play, wozu

also noch „EyeEm – Foto Filter Kamera

App“ (so der komplette

Name der App) [LINK 1] installieren? Die Antwort

ist einfach: EyeEm ist nicht nur eine Kamera-App,

sondern Ihr Android-Zugang zur

Foto-Community von EyeEm.

Instagram aus Berlin

Auch wenn es die Überschrift etwas zu stark

vereinfacht, ist EyeEm zunächst mal ein normaler

Instagram-Klon. Sie schießen ein Foto,

jagen es durch beliebige Filter, laden es hoch,

und andere Nutzer können das Bild bewerten

und Ihnen folgen. So finden Sie neue

Freunde, die die gleichen Fotos mögen. Um

Fotos hochzuladen, müssen Sie sich entweder

über eine E-Mail-Adresse registrieren

oder via Facebook-Log-in anmelden.

Sie können aber auch nur etwas in den

Fotos schmökern, um sich einen ersten Eindruck

zu verschaffen.

Einen wirklich großen Unterschied zu Instagram

gibt es auf den ersten Blick nicht, es

sind aber viele Kleinigkeiten, die das Besondere

an EyeEm [LINK 2] ausmachen. Das fängt

bereits bei der Registrierung an. Klicken Sie

hier auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen,

dann erscheint zwar das übliche Kleingedruckte,

es gibt aber nach jedem Absatz

eine Zusammenfassung für Nicht-Juristen.

So versteht man auch als einfacher Nutzer,

welchen Bedingungen man gerade zugestimmt

hat (vorausgesetzt, man versteht

Englisch). Ein weiterer Vorteil gegenüber Instagram

liegt an der noch recht jungen Community.

So zählt EyeEm bei Weitem nicht so

viele Mitglieder, was es einfacher macht,

neue Leute und gute Fotos zu finden.

Wohin mit all den Fotos,

die man jeden Tag mit

dem Handy macht?

Wenn sich Freunde und

Familie nicht (mehr)

dafür interessieren, lädt

man sie halt ins Internet

hoch. Zum Beispiel mit

EyeEm. Marcel Hilzinger

Alexey Zaitsev, 123RF

Android-user.de november 2013 67


Apps

EyeEm

entstehen Themenbereiche,

die in der App Alben genannt

werden. Laden Sie zum Beispiel

ein Porträt hoch und

taggen das Foto entsprechend,

landet es quasi automatisch

im Porträt-Album.

Genauso bei anderen Motiven,

die oft vorkommen. Eine

Auswahl an Alben finden Sie

über den Eintrag Entdecken in

der Sidebar.

Abb. 1: Die Nutzungsbedingungen

sind zwar auf Englisch, aber mit

praktischer Zusammenfassung.

Abb. 4: Die knapp 20 Filter machen

aus jedem noch so banalen Foto ein

Kunstwerk.

Abb. 2: Bereit für die Mission? Von

Zeit zu Zeit veranstaltet das EyeEm-

Team coole Foto-Wettbewerbe.

Die App

Die Android-App hält sich weitgehend an die

Google-Designrichtlinien, sodass Sie oben

rechts das Kontextmenü finden und über die

drei Striche oben links zur Sidebar mit den

wichtigsten Menüpunkten wechseln. Hier

finden Sie die Suche, Ihre Freunde, Fotos aus

der Umgebung und besondere Alben (Entdecken),

die beliebtesten Fotos und vieles

mehr. Ein Klick auf ein Fotos öffnet dieses in

einer Großansicht. Über das Herzsymbol

liken Sie ein Foto, mit der Sprechblase hinterlassen

Sie einen Kommentar.

Möchten Sie das Foto als nicht angemessen

melden oder den Link dazu teilen, dann

wählen Sie das Symbol mit

dem kleinen Dreieck. Hier

hätten wir uns eine Trennung

dieser zwei Menüpunkte

gewünscht, da sie

eigentlich nicht zusammenpassen.

Bei Ihren eigenen

Fotos erreichen Sie über

dieses Symbol das Bearbeitungsmenü.

Im Kontextmenü

von Android finden

Sie hingegen die Funktionen

für das Teilen oder Verbergen

eines Albums.

Eine Spezialität von

EyeEm sind die Missionen,

Foto-Wettbewerbe zu gewissen

Themen, die es

recht oft gibt.

EyeEm sortiert sämtliche

Fotos nach Fotograf, Standort

und Tags. Aus den Tags

Abb. 3: Über Ihr Profil finden Sie

auch Ihre favorisierten Alben und

Lieblingsfotos.

Abb. 5: Über passende Tags finden

andere Nutzer Ihre Fotos schneller,

weil Sie in Alben landen.

Die Kamera

In der ganzen App ist unten

stets der Halbkreis mit dem

Kamera-Icon präsent. Über

einen Klick darauf schießen

Sie ein neues Foto oder öffnen

die Galerie, um ein bestehendes

Foto hochzuladen.

EyeEm benutzt für die eigentlichen

Fotos die Android-Kamera-App. Sobald

Sie auf den Auslöser drücken, landet

das Original im Ordner EyeEm auf dem internen

Speicher. Sie müssen es also nicht zu

EyeEm schicken, falls Sie sich verdrückt

haben, aber das Foto dennoch behalten

möchten.

Haben Sie sich für ein Foto entschieden,

dann landen Sie im Editor. Hier gibt es knapp

20 Filter zur Auswahl, die auf Namen wie

Boost, Capa, Vanilla oder Dani hören. Klicken

Sie sich einfach einmal durch, um das

Ergebnis gleich auf dem Bildschirm zu betrachten.

Sind Sie mit dem Ergebnis des Filters

zufrieden, klicken Sie auf den grünen

Haken. Möchten Sie allerdings

dem Foto noch einen

Rahmen verpassen oder es

zuschneiden, dann benutzen

Sie dazu zuerst die entsprechenden

Icons neben

der Schere.

Im nächsten Schritt legen

Sie den Standort fest. Die

meisten Kamera-Apps speichern

den GPS-Standort

beim Fotografieren, sodass

EyeEm gleich erkennt, wo

Sie das Foto geschossen

haben. Wählen Sie einfach

aus der Liste der vorgeschlagenen

Standorte den

zutreffenden aus oder tippen

Sie auf das Standort-

Icon von Google Maps, um

Ihren aktuellen Standort als

Aufnahmestandort festzule-

68

November 2013

Android-User.de


Apps

EyeEm

gen. Möchten Sie überhaupt

keine Standortangabe

zum Bild speichern,

dann tippen Sie oben rechts

auf Überspringen.

Im letzten Schritt schreiben

Sie einen Kommentar

zum Foto. Die meisten

EyeEm-Nutzer schreiben

auf Englisch, Sie können

aber Ihre Anmerkung auch

auf Deutsch oder in jeder

beliebigen Sprache verfassen.

Hier kommen nun

auch die Keywords ins

Spiel. Klicken Sie dazu auf

den lila Button Zu Album

hinzufügen, und fangen Sie

einfach an zu tippen. Sie

sehen nun links Vorschläge

für bereits vorhandene Keywords.

Wählen Sie eines

Brief-Symbol.

aus oder erstellen Sie ein neues, indem Sie

auf Done tippen. So können Sie dem Foto beliebig

viele Keywords zuteilen. Das hilft den

anderen Nutzern bei der Suche nach interessanten

Bildern. Sind Sie mit dem Kommentar

und dem Taggen fertig, gibt es noch zwei

Möglichkeiten, um das Bild zu teilen. Möchten

Sie das Foto mit einer bestimmten Person

bei EyeEm, Facebook oder Twitter teilen,

dann tippen Sie auf das Icon mit der Büste

und dem Plus-Symbol. Soll das Foto ganz

normal bei Facebook, Tumbler, Twitter, Picasa

oder Foursquare erscheinen, wählen Sie

das entsprechende Logo aus.

Haben Sie alle Einstellungen getroffen, veröffentlichen

Sie das Foto mit einem Fingertipp

auf Hochladen bei EyeEm. Haben Sie es

sich in diesem letzten Moment noch einmal

anders überlegt, nutzen Sie die Zurück-Taste

des Handys, um wieder zur App zu gelangen.

Die Filtereinstellungen und Tags sind

dann zwar weg, aber das Foto bleibt wie

oben erwähnt im EyeEm-Ordner erhalten.

Nach der Veröffentlichung – und das ist

ein cooles Feature von EyeEm – sehen Sie

eine Auswahl an Fotos, die mit den gleichen

Stichworten getaggt wurden. Je nach Thema

finden Sie also sehr viele Fotos oder kaum

welche im Album. Möchten Sie noch mehr

Fotos sehen, scrollen Sie einfach nach unten.

Abb. 6: Die News erreichen Sie aus

praktisch allen Dialogen über das

der Bilder etwas länger. Gestört

hat uns auch, dass das

Zeichen für die Benachrichtigungen

meistens auch

dann noch erhalten bleibt,

wenn man die eigentliche

Meldung bereits über die

Benachrichtigung von Android

gelesen hat. Schön

wäre auch noch eine Kartenansicht

wie bei Instagram,

aber das Album „In

der Nähe“ erfüllt diese

Funktion eigentlich auch.

Etwas schade fanden wir,

dass EyeEm auf einem Tablet

praktisch gleich aussieht

wie auf einem Handy. Hier

hätte man den Platz auf

dem Tablet noch etwas

besser ausnutzen können

und zum Beispiel die Sidebar

permanent einblenden können oder zwei

Fotostreams nebeneinander. Aber immerhin:

Die Ansicht im Querformat gibt es nur für

Tablets .

Fazit

„Ich werde gesehen, also bin ich.“ So in etwa

könnte man den aktuellen Trend auf praktisch

allen sozialen Netzwerken beschreiben.

Bei EyeEm sind Ihre schönsten Momente

bestens aufgehoben. Die Community ist sehr

freundlich, und wenn Ihr Foto auch nur halbwegs

gut aussieht, wird es bestimmt nach

kurzer Zeit jemandem gefallen. Lassen Sie

Ihre guten Fotos nicht auf dem Handy oder

im Facebook-Stream vergammeln, sondern

laden Sie sie zu EyeEm hoch! Uns hat der

Test der App Spaß gemacht.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30303

Kritikpunkte

EyeEm wächst von Tag zu Tag, und es kommen

quasi im Sekundentakt neue Fotos

dazu. Das merkt man ab und zu auch an der

Performance beim Laden von älteren Fotos

oder größerer Alben. Dann dauert das Laden

Abb. 7: Die EyeEm-App sieht auf Tablets genauso aus wie auf dem Handy.

Android-user.de november 2013 69


Apps

NeroKwik

Die Online-Bilddatenbank NeroKwik im Test

Bildersammler

9657545, 123RF

Nie ist das Foto zur

Hand, das man zeigen

möchte. Die Fotosammlung

wird auch immer

unübersichtlicher.

NeroKwik verspricht

Abhilfe, zeigt aber deutliche

technische Schwächen.

Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30680

Abb. 1: Laut PowerTutor verursacht

NeroKwik im Stand-by fast 50 Prozent

des Energieverbrauchs.

Wer gerne Bilder schießt, kennt

das Problem: Einige der Fotos

liegen auf dem PC zu Hause,

wieder andere auf dem Android-Tablet,

und ein paar hat man auf seinem

Smartphone. Wieder andere sind auf diversen

Cloud-Speicherdiensten und in Social

Networks verteilt.

NeroKwik für Android

Wenn Sie dem Fotochaos entgehen möchten,

bietet sich die App NeroKwik [LINK 1] an. Die

App und der damit zusammenhängende

Cloud-Dienst vereinen die Fotos von mehreren

Geräten und Services unter einem Dach.

Unter anderem können die Fotos von Cloud-

Speicherdiensten und Social Networks eingebunden

werden. Sie als Nutzer profitieren

davon, weil Sie nun alle Fotos an einem Ort

sammeln und somit immer dabeihaben.

Nach der Installation der kostenlosen App

müssen Sie einen Account einrichten. Sobald

Sie NeroKwik starten, greift die App auf Ihre

Handy-Bilder zu und lädt 1-Megapixel-

Thumbnails Ihrer Handy-Fotos in die Fotobibliothek

der NeroKwik-Cloud. Die Thumbnails

sind klein genug, um

Traffic-Verbrauch und Upload-Zeit

zu minimieren,

jedoch groß genug, um

selbst auf einem großen

Bildschirm noch ausreichend

gut auszusehen.

Für den Zugriff ohne aktive

Internetverbindung

oder das Betrachten der

Bilder unterwegs, hält NeroKwik

jedoch nur die kleinen

Thumbnails aus der

Übersicht und gecachte Bilder

vor. Jedes groß darzustellende

Bild muss daher

über die Mobilfunk- oder

WLAN-Verbindung nachgeladen

werden.

Die Fotobibliothek zeigt

Ihre Aufnahmen in Form

Abb. 2: Selbst bei Inaktivität verursacht

NeroKwik etwa 50 MByte Traffic

pro Stunde.

einer Zeitleiste an. Scrollen Sie durch die

Sammlung, zeigt ein Schieber das Datum der

aktuell dargestellten Aufnahmen an. Auch

große Fotobibliotheken lassen sich so schnell

und einfach durchsuchen.

Bilder, die Sie häufig aufrufen oder mit Lesezeichen

markieren, werden von NeroKwik

automatisch als besonders große Thumbnails

angezeigt. So ergibt sich ein locker gerasteter

Fotostream mit all Ihren Aufnahmen.

Bilder aus sozialen Netzen

Als Bildquelle dienen nicht nur Handys oder

Rechner, NeroKwik lädt auf Wunsch auch

Bilder aus Ihren sozialen Netzen und Cloud-

Speichern in seine Datenbank. Neben Facebook,

Google+ und SugarSync sollen in Zukunft

weitere Dienste unterstützt werden.

Beliebte Cloud-Speicher wie Dropbox oder

Box fehlen. Es lässt sich immer nur ein Account

pro Onlinedienst nutzen.

Fotos aus Ihrer Fotobibliothek lassen sich

etwa via E-Mail, SMS, Facebook, Twitter oder

Google+ teilen. Dazu markieren Sie nach

und nach die gewünschten Bilder und erstellen

anhand Ihrer Auswahl eine Fotowand

oder „Tapestry“, die Sie dann

freigeben können. In der Button-Leiste

finden Sie die dazu

nötigen Optionen To Tapestry

oder Add to New Tapestry, alternativ

wird beim Teilen automatisch

eine Fotowand erstellt.

Dann versenden Sie den

Link zu dieser Tapestry.

Nicht nur für Android

NeroKwik wird für mehrere

Plattformen angeboten. Die

App steht neben Android

auch für Geräte mit iOS und

Windows Phone 8 zur Verfügung.

Für den PC gibt es eine

Windows-8-Anwendung. Weitere

Clients für Windows 7,

Windows Vista und Mac OS X

sollen später folgen.

70

November 2013

Android-User.de


Derzeit können Sie mit NeroKwik zwei beliebige

mobile Geräte verbinden, um Fotos zu

teilen und Ihre Sammlung zu organisieren.

Die App soll jedoch auch als kostenpflichtige

Premium-App in verschiedenen Versionen

vorgestellt werden. Je nach Variante unterstützt

diese dann den Abgleich über weitere

Geräte und Computer hinweg. In der teuersten

Version sollen sich eine unbegrenzte Anzahl

an Geräten miteinander verbinden können.

Nutzer der Premium-Version können

dann auch Videoclips teilen.

In Zukunft mit Premium-App

Der Vorteil von NeroKwik ist, dass Sie Ihre

Fotos nicht mehr manuell synchronisieren,

hochladen, verschieben oder kopieren müssen,

um immer und überall zumindest herunterskalierte

Versionen Ihrer Aufnahmen

zur Hand zu haben. Die Originale bleiben jedoch

weiterhin wild verteilt auf allen Geräten

und Onlinespeichern. NeroKwik hilft Ihnen

nicht dabei, die Quelle des Bilds zu finden.

Mit Einführung der Premium-Versionen soll

später jedoch auch eine Back-up-Funktion

zum NeroKwik-Dienst hinzugefügt werden,

die die zum Dienst hochgeladenen Bilder

gleich in der Originalauflösung sichert. Diese

Funktion soll jedoch nur für die teuerste aller

Abo-Varianten zur Verfügung stehen.

Fazit: Technische Mängel

NeroKwik zeichnet aus, dass alle Bilder in

einem adretten Stream angezeigt werden. Wer

mit mehreren Handy-/Tablet-Kameras arbeitet

und auch Bilder zu mehreren Onlinediensten

hin sichert, kann von der App profitieren.

Dennoch wäre es wahrscheinlich einfacher –

und später auch günstiger –, von Anfang an

ein wenig Ordnung ins Bilderchaos zu bringen

und nur einen Cloud-Speicher zu nutzen.

Kritikwürdig zeigt sich auch der mangelhafte

technische Stand der App: Mit Power-

Tutor [LINK 2] und Bytes Insight [LINK 3] konnten

wir nachweisen, dass die App selbst nach

abgeschlossener Synchronisation und Entfernen

aus der App-Liste über das WLAN-Netz

im Hintergrund jede Minute etwa 750 KByte

an Daten verschickt – wohl um zu prüfen, ob

es neue Bilder gibt. Dabei verursachte NeroKwik

auf dem von uns genutzten Samsung

Galaxy S4 Active etwa 15 Prozent des Stromverbrauchs

während des Betriebs und über

50 Prozent im Stand-by. ● ● ●

Abb. 3: Die Bilddatenbank von

NeroKwik sammelt Bilder aus verschiedenen

Quellen ein.


Spiele

Neue Spiele

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen ein paar neue Spiele

oder aktualisierte Spiele aus

Google Play vor, die uns

besonders gut gefallen.

Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30669

Die Entwickler von Sei mein Held kennen

wohl alle Belohnungszentren des Gehirns,

denn das Spiel macht süchtiger als Diablo

und World of Warcraft zusammen! Dabei ist der

Kern des Spiels simpel. Man zieht mit dem Finger

gleichfarbige Symbole zu einer möglichst langen

Linie zusammen und füllt den Energiebalken des

Helden. Kombiniert man spezielle Zauberbücher

mit den Symbolen, gibt es besonders viel Power.

Ist der Energiebalken voll, greift der Held an.

Fast immer kann er zwischen drei Angriffen wählen,

von denen einer kostenlos ist, die anderen

jedoch Ressourcen verbrauchen. Der Gegner ist

auch nicht untätig. Sein Energiebalken wächst stetig,

weshalb die Zeit knapp ist. Denn auch er greift

an, wenn sein Lebensbalken voll ist. Zum Glück

sind die ersten Kämpfe leicht, erst wenn man

bereits besiegten Gegnern für weitere Sterne in

höheren Leveln wiederbegegnet, wird es härter.

NEU!

bei Google Play

Sei mein Held

Skylanders Cloud

Patrol

Skylanders Cloud Patrol beweist,

dass ein Spiel auch mit

simplem Gameplay Spaß

macht, solange die Präsentation gelungen

ist. In diesem Spiel sitzen Sie an

der Kanone eines Flugschiffes, sausen

von Plattform zu Plattform und müssen

Trolle abschießen. Das ist spielerisch

nicht mehr als Moorhuhn, macht aber

dank der abwechselnden Szenarien,

Kombos und Boni viel Spaß. So muss

man nämlich immer höllisch aufpassen,

nicht eine der Bomben zu treffen,

sonst ist das Spiel aus. Motivierend ist

auch das Sammeln der 30 Charaktere,

die man für Diamanten bekommt.

Little Galaxy

Little Galaxy ist ein putziges

Spiel, das für Zeitvertreib

sorgt. Die Spielfigur dreht sich

um den Planeten, auf dem sie steht,

und durch Tippen hüpft sie los. Jetzt

soll man natürlich genau dann springen,

dass sie zu einem anderen Planeten

hüpft und nicht etwa aus dem Bildschirm.

Man kann Sterne einsammeln

und muss später heißen Sonnen und

anderen Hindernissen ausweichen. Ein

harmloser, aber wirklich liebevoll gestalteter

Spaß. Lediglich etwas mehr

Physikspielereien mit der Gravitation

hätten dem Spiel gut getan.

Delta-V Racing

Delta-V Racing ist eine tolle

Kreuzung aus Side-Scroller

und Rennspiel. Das eigene

Auto steuert man nämlich, indem man

es auf der Bahn nach oben und unten

schickt und so möglichst über Powerups

und andere Boni lenkt, die das

Auto beschleunigen oder ihm Schüsse

nach vorne oder hinten ermöglichen.

Das ist gewöhnungsbedürftig, macht

aber nach einer Eingewöhnungsphase

irre viel Vergnügen. Auch im Multiplayer

sind die Gefechte oft ein Riesenspaß.

Schade nur, dass die Karren anfangs

so schwach beschleunigen, denn

dadurch wirft jeder Fauxpas um viele

Sekunden zurück.

1,50 Euro

Deutsch|Version 1.8.0|105 MByte

★★★★★

0,79 Euro

Englisch|Version 1.1.0|27 MByte

★★★★★

0,80 Euro

Englisch|Version 1.0.3|46 MByte

★★★★★

72

NOVEMBER 2013

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

Da die Gegner immer stärker werden,

muss sich der Held weiterentwickeln.

Ein Schild, bessere Schwerter, das

alles kostet Ressourcen. Diese erhält

er durch Kämpfe oder auf bestimmten

Knoten der Karte, wo er in speziellen

Partien Ressourcen ergattert. Sterne

stellen ebenfalls eine Hürde dar, denn

erst ab einer bestimmten Zahl gibt es

bessere Ausrüstung. Hat man alles zusammen,

muss man beim Herstellen

der Ausrüstung warten oder dies

durch Einsatz von Kristallen beschleunigen.

Gleiches gilt für die bereits erwähnten

speziellen Knotenpunkte. Sie

haben eine Abklingzeit und können

nicht mehrmals hintereinander besucht

werden. Selbstverständlich

kann der Ressourcenknappheit durch

In-App-Käufe entgegengewirkt werden,

aber wirklich nötig ist das nie.

Das Verhältnis von Währung, Ressourcen

und In-App-Käufen erinnert sehr

stark an Ice Age: Die Siedlung, nur

dass man hier nicht wie ein

Roboter Auftrag um Auftrag

ausführen muss, sondern

wirklich gut inszenierte

Macht-3-Partien

spielen darf. Man merkt,

dass sich die Entwickler

Mühe gegeben haben,

denn Humor, Animationen

und Spieltiefe sind auf

einem sehr hohen Niveau.

Besonders cool: Das

Cloudsave-Feature funktionierte

reibungslos, es war

möglich, einen Spielstand

auf dem Smartphone fortzusetzen,

der vom Spielen

auf dem Tablet am Vormittag

stammte.

kostenlos

Deutsch|Version 1.1.117.4|30 MByte

★★★★★

Link the Slug

Dieses Spiel kopiert schamlos

Cut the Rope und Pudding

Monsters, und zwar bei genau

diesen beiden Spielen. Sogar Menüs

und Musik ähneln sich. Wer darüber

hinwegsehen kann, den erwartet dennoch

ein unterhaltsames Spiel, bei

dem man auf einem Spielfeld Paare

gleichfarbiger Monster antippt. Gibt es

zwischen beiden eine freie Bahn mit

nur einem „Knick“, lösen sie sich auf

und machen die Bahn für andere

Monster frei. Wer gut ist, verbindet die

Monster so, dass die Linien zwischen

ihnen die Sterne einsammeln.

Flip Kick Field Goal

Die Spiele von Flip Kick gibt es

in unzähligen Varianten, und

doch wird das simple Gameplay

– die Schussbahn des Balls mit

dem Finger wischen – nie langweilig.

Für Flip Kick Field Goal sollte man sich

allerdings bei Facebook anmelden,

um alle Features genießen zu können.

Das Spiel lebt stark davon, dass man

sich auf die Seite eines Teams schlägt

und in Wettbewerben versucht, das eigene

Team nach oben zu bringen. Nur

dann kann man besondere Boni erhalten

und Freunde rekrutieren. Etwas

störend: die aufdringliche Werbung.

Dots

Jeder Moment in Dots wäre

als Aufnahme für ein Wallpaper

geeignet. Das Spiel ist

vom Design her unglaublich beeindruckend.

Das Spiel ist simpel: Einfach mit

dem Finger so viele Kugeln einer Farbe

verbinden wie möglich. Es gibt zwei

Modi: Entweder spielt man auf Zeit,

oder man versucht, in nur 30 Zügen so

viele Punkte wie möglich zu bekommen.

Trotz des einfachen Gameplays

motiviert Dots immer wieder, seinen

eigenen Rekord zu knacken. Besonders

cool: Die Entwickler sorgen mit Updates

für immer neue Motivation!

0,99 Euro

Deutsch|Version 1.0|31 MByte

★★★★★

kostenlos

Englisch|Version 1.0.3|19 MByte

★★★★★

kostenlos

Deutsch|Version 1.9|14 MByte

★★★★★

Android-user.de NOVEMBER 2013 73


Spiele

Tegra-News

Neue Spiele aus der Tegrazone

Tegra-

Parade

Der vergangene Sommer hat uns auch einige neue Spiele aus der

Tegrazone von Nvidia beschert. Wir stellen die Titel Choplifter HD,

Bounty Arms, Skiing Fred und Chuck’s Challenge vor. Marcel Hilzinger

In der Tegrazone finden Sie Spiele, die

speziell für Smartphones und Tablets mit

einem Chipsatz von Nvidia entwickelt

wurden. Die meisten Tegra-Spiele gibt

es früher oder später aber auch für Android-

Geräte ohne Tegra-Chipsatz. Das trifft auch

auf drei der vier hier vorgestellten Spiele zu.

Es lohnt sich also in jedem Fall, sich die

Spiele anzuschauen.

Abb. 1: In den ersten Missionen lernen Sie, wie Sie den Hubschrauber am besten steuern.

Choplifter HD

Dieses Spiel müssen Sie unbedingt

mit Ton spielen, denn ohne Sound

macht Choplifter HD nur halb so

viel oder gar keinen Spaß. In diesem Game

[LINK 1], das es aktuell nur für Tegra-Geräte

gibt, schlüpfen Sie in die Rolle eines Helipiloten

und müssen Zivilisten aus Krisensituationen

retten. Dabei stehen Ihnen je nach

Level und Erfahrung andere Hubschrauber

mit unterschiedlicher Kapazität oder Anzahl

an Waffen zur Verfügung. Je nach Mission

müssen Sie dabei auch tanken und viele

Feinde erledigen, nicht selten klappt das Unternehmen

deshalb erst im zweiten Anlauf.

Zunächst starten Sie mit einem simplen

Tutorial, das Sie in die Steuerung des Hubschraubers

einführt. Leider wird dabei mit

keinem Wort erwähnt, wie man den Heli

dreht. Also fliegen Sie einfach vorwärts und

rückwärts, die Nase des Helis stets in die

gleiche Richtung und den Infos auf dem

oberen blauen Balken folgend. Das macht

natürlich keinen Spaß und wirkt auch alles

andere als realistisch. Sobald Sie aber auf

der rechten Seite das helle Symbol für die

drei Richtungen des Hubschraubers für sich

entdeckt haben, wird das Spiel interessant.

Denn nur, indem Sie den Kampfhubschrauber

in die passende Position bringen, können

Sie auch alle Gegner loswerden.

Wie eingangs erwähnt, ist das Gameplay

alleine nicht besonders spannend, zudem

hätte man die Steuerung des Hubschraubers

viel eleganter mit dem Gyroskop lösen können.

Das tut aber kaum etwas zur Sache,

weil Choplifter HD in erster Linie von den

witzigen Kommentaren des Piloten lebt, der

sich bei den erledigten Gegnern quasi persönlich

dafür entschuldigt, dass er sie gerade

ins Jenseits befördert hat. In praktisch jeder

Mission gibt es zudem versteckte Aufgaben.

Diese sind zwar nach einiger Zeit wirklich

74

November 2013

Android-User.de


Spiele

Tegra-News

leicht zu durchschauen, aber da die Missionen

sowieso immer schwieriger werden,

bilden sie quasi dennoch das gewisse Etwas.

Last but not least können Sie auch TV-Antennen,

weidende Tiere und zahlreiche weitere

Ziele abschießen. Auch dabei ist manchmal

etwas Fantasie gefragt.

Gefehlt hat uns etwas der strategische Teil.

Zumindest die ersten paar Missionen, die wir

für diesen Testbericht durchgespielt haben,

funktionierten nach dem Schema: ballern,

was das Zeug hält. Hier wäre es toll, wenn

man gewisse Ziele umfliegen oder überfliegen

könnte. Auch eine Auswahl an verschiedenen

Helikoptern mit mehr Kapazität oder

größerer Waffenauswahl wäre wünschenswert.

So spielt man quasi von Anfang an mit

dem vorgegebenen Hubschrauber.

Choplifter HD ist kein ernstzunehmendes

Spiel: Weder entspricht die Steuerung des

Hubschraubers in irgendeiner Weise der

Realität, noch tun dies die Aufgaben. Sie erschießen

immer nur die Feinde, aber nie per

Zufall die zu rettenden Personen. Aber gerade

deshalb macht es Spaß. Viel Liebe zum

Detail haben die Entwickler auch den diversen

Szenarien in den abgelegensten Teilen

der Welt gewidmet. Der Preis von 3,83 Euro

geht für das Gebotene absolut in Ordnung.

Die über 30 Missionen halten Sie für ein paar

Stunden in Schach. Zudem lässt sich jede

Mission auch mit einem höheren Schwierigkeitsgrad

noch einmal spielen.

3,83 Euro

englisch|Version 1.0|812 MByte

★★★★★

Bounty Arms

Gäbe es einen Preis für das Spiel mit

dem schlechtesten Splash-Screen,

dann würden wir ihn an Bounty

Arms vergeben. Das Plattformer-Spiel ist so

viel besser als sein Startbildschirm, dass man

das in Worten kaum ausdrücken kann. Es erwartet

Sie kein Shooter im klassischen Sinn,

sondern eigentlich haben Sie es bei Bounty

Arms mit einem klassischen Plattformer zu

tun, quasi Super Mario in 3D mit freier Bewegung.

Und weil Bounty Arms richtig gut

ist, gibt es nicht nur Super Mario zur Auswahl,

sondern gleich drei Kreaturen: Drake

Mass, Goober und Flux Helix.

Am Anfang von Bounty Arms [LINK 2] haben

Sie also keine Ahnung, was Sie erwartet,

doch sobald die ersten Goldmünzen auf dem

Bildschirm erscheinen, sollte klar sein,

worum es hier geht: herumlaufen, Gold einsammeln

und dabei allen möglichen Feinden

Abb. 2: Da freut sich die Presse, wenn Sie es schaffen, auch Scoop Sanderson zu retten.

trotzen. Das ist gar nicht so einfach, wie es

auf den ersten Blick scheint, denn nach den

anfänglich sehr leicht besiegbaren Gegnern

erscheinen schon bald fliegende Viecher und

allerlei Roboter, die schon etwas mehr Gewalteinsatz

und vor allem auch Geschicklichkeit

erfordern.

Während Sie also so drauflos hüpfen,

Münzen einsammeln und die Gegner plattmachen,

erscheinen die ersten Elemente, die

Bounty Arms von einem simplen Plattformer

unterscheiden. Denn hier gibt es Verzweigungen,

an denen Sie die Richtung frei wählen

können, und Schatzkisten sowie verschlossene

Türen, die man öffnen kann.

Dabei liegt es in Ihrer Hand, ob Sie weiterlaufen,

um das Level möglichst schnell zu

beenden, oder es wagen, die Tür für ein paar

Coins aufzuschließen. Denn vielleicht gibt es

ja dahinter einen der begehrten Edelsteine.

Damit können Sie sich wertvolle Begleiter

kaufen, die sich beim Kampf in aussichtloser

Lage dazuschalten lassen. Doch die roten

Klunker sind Mangelware und erscheinen

nur in den ersten paar Leveln vermehrt.

Abb. 3: Drei Spielfiguren stehen Ihnen beim Start von Bounty Arms zur Wahl.

Android-user.de November 2013 75


Spiele

Tegra-News

Abb. 4: Je länger Bounty Arms dauert, desto mehr Abwechslung bieten die einzelnen Level.

Neben den Goldmünzen und Edelsteinen

gibt es zwei weitere wichtige Objekte zum

Einsammeln: Medipacks (symbolisiert durch

grüne Kreuze) und eine Art Zauberenergie in

Blau. Haben Sie von dieser Energie genügend

gehortet, lässt sich der Protagonist für kurze

Zeit in einen unverwundbaren Helden mit

Zauberkräften verwandeln. In unseren Tests

hatten wir damit jedoch kein Glück und wurden

meistens dann besiegt, wenn wir die

Zauberkraft ausprobiert hatten.

Last but not least gibt es noch einen Story-

Modus, der meistens zu Beginn des Levels

erscheint und die „Geschichte“ hinter dem

Game vorantreiben soll. Wir fanden Sie aber

nicht sehr unterhaltsam und wählten nach

dem dritten Level immer den Skip-Button.

Bounty Arms kostet 3,76 Euro. Das Spiel

gibt es nicht nur für Tegra-Geräte, sondern

für praktisch alle aktuellen Androiden. Von

den in den Play-Kommentaren gemeldeten

Abstürzen konnten wir in unseren Tests

Abb. 5: Bei Skiing Fred müssen Sie eine Snowboardpiste meistern, ohne gegen die vielen

Hindernisse auf der Strecke zu fahren.

nichts feststellen. Im Gegenteil: Bounty Arms

gab sich selbst nach 60 Minuten Dauerzocken

keine Blöße. Nicht gefallen hat uns hingegen

das fehlende Multitasking. Wechseln Sie von

der App zum Beispiel zum Mailprogramm

oder geht ein Anruf ein, geht das aktuelle

Level verloren. Es gibt zwar Checkpoints innerhalb

des Spiels, aber diese treten nur

dann in Aktion, wenn Sie innerhalb eines

Levels sterben und neu erwachen. Sie können

also nicht bis zu einem bestimmten

Punkt eines Levels spielen und dann eine

Pause einlegen, ohne das Spiel zu beenden.

Bounty Arms macht jede Menge Spaß und

heizt dem Android-Smartphone ganz schön

ein. Die Level sind grafisch top und kommen

auf Tegra-Geräten so richtig gut zur Geltung.

Einzig den Splash-Screen sollten die Macher

überarbeiten. Er passt nicht wirklich zum

Rest des Spiels.

3,76 Euro

englisch|Version und Größe: je nach Gerät

★★★★★

Skiing Fred

Wenn sich ein Entwicklerstudio

CreepyChunk Games nennt, dann

darf man davon wohl nicht allzu

viel erwarten, oder man hat einen besonderen

Sinn für Humor. Je nachdem, was auf

Sie zutrifft, werden Sie den Snowboard fahrenden

Fred lieben oder das Spiel nach kurzer

Zeit wieder löschen. Doch worum geht’s?

Skiing Fred [LINK 3] ist ein krasser Snowboardfahrer

und sucht sich die besten Pisten aus.

Auf diesen laufen massenweise Pinguine

herum, und es gibt zudem auch zahlreiche

Hindernisse zu umfahren. Die Kunst des

Spiels besteht darin, möglichst viel herumliegendes

Gold einzusammeln, ohne allzu

viele Pinguine zu überfahren und ohne an

einem Hindernis zu crashen.

Bis zu diesem Punkt hört sich das Spiel

noch ganz nett an, aber je länger Skiing Fred

dauert, desto makabrer werden die Hindernisse

(desto prickelnder allerdings auch die

Skipisten). Sie dürfen sich also nicht daran

stören, dass sich Fred eventuell aufspießt

oder sein Kopf blutig auf die schneeweiße

Piste rollt. Das scheint bei CreepyChunk

Games ganz normal zu sein.

Wenn Sie sich nicht gleich komplett das

Leben nehmen, sondern nur ein wenig, dann

kommt noch ein weiteres spannendes Element

hinzu: Sobald Fred gegen ein größeres

Hindernis fährt, tritt Grimmy in Aktion. Der

fliegende Sensenmann in lila Kleidung will

Ihnen ans Eingemachte, jetzt gilt es also

76

November 2013

Android-User.de


Spiele

Tegra-News

umso mehr, sich nicht erwischen zu lassen.

Dabei nimmt Skiing Fred klare Züge eines

Endless Runners wie Temple Run an.

Wer den makabren Humor der Spielemacher

mag und sich an der simplen Grafik und

dem umfangreichen In-App-Angebot nicht

stört, findet mit Skiing Fred ein unterhaltsames

Spiel für Zwischendurch. Mit klassischen

Endless-Runner-Spielen wie Temple

Run, Rail Rush oder dem Snowboard-Spiel

iStunt 2 kann es Skiing Fred aber nicht aufnehmen.

Dafür haben die Entwickler bereits

die Unterstützung für den Log-in via Google-

Account eingebaut, sodass Sie Ihre Forschritte

via Google Play Games teilen können.

Skiing Fred ist gratis und außer für Tegra-

Geräte auch für fast alle Androiden verfügbar.

Das Spiel finanziert sich über diverse In-App-

Käufe. Die Besonderheiten der Tegra-Version

sind uns nicht wirklich aufgefallen. Falls

Ihnen Fred gefällt: Es gibt noch mehr Spiele

des Entwicklers mit Fred als Hauptdarsteller.

kostenlos

englisch|1.0.4| 34 MByte

★★★★★

Chuck’s Challenge

Chuck’s Challenge [LINK 4] hat eine

Gemeinsamkeit mit Bounty Arms:

Das Spiel sieht auf den ersten Blick

deutlich schlechter aus, als es in Wirklichkeit

ist. Denn Chuck’s Challenge ist genial! Das

liegt dieses Mal nicht an der Grafik, die eher

für Ablenkung als für ein besseres Spielerlebnis

sorgt, sondern einfach am Spielprinzip.

Chuck’s Challenge (stören Sie sich nicht am

Apostroph) kombiniert Elemente aus Sokoban

(Kisten schieben, bis man den Ausgang

findet) mit anderen Geschicklichkeitsspielen.

Generell geht es darum, auf einem immer

wieder anders gestalteten Spielfeld von

Punkt A zu Punkt B zu gelangen. Wie man

das schafft, hängt vom jeweiligen Level ab.

Manchmal sind es einfach Klötze, die man

ins Wasser schieben muss, um eine Brücke

zu bauen. Ein anderes Mal gilt es, Schlüssel

zu erlangen, um Türen freizuschalten oder

Magnete, um spezielle Kräfte freizusetzen.

Für eine besondere Herausforderung sorgen

spezielle Steine, die sich selbst zerstören,

wenn man darauftritt oder Eis, auf dem der

Protagonist nicht bremsen kann (genauer

gesagt: nur an bestimmten Punkten). Das

sind alles Elemente, die man aus anderen

Geschicklichkeitsspielen vermutlich bereits

kennt. Chuck’s Challenge verbindet diese

Elemente aber gekonnt und macht so jedes

Level zur echten Herausforderung.

Abb. 6: Im ersten Level von Chuck's Challenge lernen Sie, wie man die Hilfe benutzt.

Für ein Gratisspiel, das nur dezent Werbung

anzeigt, kann sich der Spielumfang durchaus

sehen lassen: Über 100 Level erwarten Sie,

die zunächst alle sehr einfach zu meistern

sind, sich dann aber zu echten Knacknüssen

entwickeln. Nachschub gibt es gegen Bezahlung

im Store. Lassen Sie sich also von der

etwas eigenwilligen Grafik des Spiels nicht

irritieren, und stürzen Sie sich einfach in den

Rätselspaß mit Chuck und seinem Level-

Designer. Englischkenntnisse sind dazu nicht

wirklich nötig. Die Spiele lassen sich auch

ohne die sehr einfallsreich umgesetzte Hilfe

lösen. Chuck’s Challenge gibt es für Tegraund

Nicht-Tegra-Geräte. Die speziellen grafischen

Effekte mit Echtzeitspiegelung sind

momentan dem Tegra 4 vorenthalten.

kostenlos

englisch|Version und Größe: je nach Gerät

★★★★★

Abb. 7: Auf den Eisplatten können Sie nicht einfach so anhalten.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30677

Android-user.de November 2013 77


Gun Media

In Breach & Clear führen Sie eine Eliteeinheit in den Kampf gegen Terroristen. Viel Action ist daher

programmiert, doch auch die Taktik kommt dabei nicht zu kurz. Sie müssen geschickt planen,

damit all Ihre Soldaten überleben! Patrick Neef

Manchmal muss ein Spiel nicht

perfekt sein, um Spaß zu machen.

An Breach & Clear lässt

sich so einiges kritisieren, wenn

man denn möchte. Da wären zum einen die

wenig abwechslungsreichen Schauplätze.

Oder etwa die fehlende Hintergrundgeschichte.

Auch die Kameraperspektive ist

nicht immer ideal. Und in

Sachen Umfang konzentriert

sich das Spiel viel zu

stark auf Waffenmodifikationen

und ‐modelle und

zu wenig auf spielerische

Inhalte.

Grundzüge des Spiels zu vermitteln. Es geht

nämlich so los, dass man eines von mehreren

Teams wählen muss und den einzelnen

Teammitgliedern danach Rollen zuweist –

warum, wieso und welche Entscheidung

klüger wäre als die andere, das bleibt alles

im Dunkeln. Danach geht es aber endlich ans

Eingemachte.

Viel Taktik und

Action

Dabei ist Breach & Clear

ein hervorragender Taktikshooter.

Zugegeben, der

Einstieg ist nicht besonders

gut darin, dem Spieler die

Abb. 1: In Breach & Clear räumen Sie als Spezialeinheit ein Gebäude.

78

November 2013

Android-User.de


Spiele

Breach & Clear

Abb. 2: Achten Sie darauf, dass Ihre Soldaten den Einsatz überleben.

Abb. 3: Die allzu große Sammlung an Waffen und Ausstattung verwirrt.

Nacheinander müssen Sie jedem der vier

Mitglieder eine Position zuordnen. Gleichzeitig

bestimmen Sie dabei, in welche Richtung

jeder Soldat schaut, und zwar sowohl während

der Bewegung als auch in seiner Zielposition.

Haben Sie allen vier Einheiten ihre

Positionen und eventuell den Einsatz von

Spezialfähigkeiten wie Granaten oder Streufeuer

zugeordnet, tippen Sie auf „Breach“,

und Ihre Truppe legt los. Erst danach zeigt

sich, ob Angreifer Ihren Raum stürmen oder

ob sich welche in dem Zimmer befinden, in

das Sie Ihre Einheiten schicken. Denn selbstverständlich

können Sie nur die Räume einsehen,

in denen sich mindestens eine Ihrer

Einheiten befindet.

Breach & Clear ist also rundenbasiert, und

genau deshalb ist das Spiel eher Strategie- als

Actionspiel. Die Herausforderung besteht

darin, Ihre Einheiten zu schützen, mögliche

Angriffe zu vereiteln und die Truppe am

Leben zu halten. Sie müssen Punkte mit

guter Deckung finden, dürfen aber gleichzeitig

nicht zu passiv agieren, schließlich sollen

Sie die Gegner ausschalten und nicht darauf

warten, dass etwas passiert.

Die Qual der Wahl

Das Spiel ist grundsolide,

und wer Spiele wie XCOM,

Frozen Synapse oder Rainbox

Six mag, der wird seine

Freude an Breach & Clear

haben, vor allem für den

Preis von 1,50 Euro! Wo

Breach & Clear etwas übertreibt,

das ist im Bereich

Customization. Hier kann

man sich richtig austoben,

doch nicht immer ist klar,

welche Entscheidung die

richtige ist. Und zwar

genau deshalb, weil das

Gameplay nicht verrät, ob der Schalldämpfer,

das Schrotgewehr mit mehr Streuung oder

die paar Extrakugeln im Lauf des Sturmgewehrs

einen entscheidenden Unterschied

gemacht haben. Wer jedoch einfach gerne

verbessert, ausprobiert und sein Team mit

der besten Ausrüstung ausstatten will, für

den ist Breach & Clear eine wahre Spielwiese.

Grafisch kann der Titel übrigens voll überzeugen:

Ein größerer Bildschirm ist klar von

Vorteil, vor allem beim Setzen der Weg- und

Zielpunkte. Wenn man dann aber nah heranzoomt,

sind die Texturen immer noch knackscharf.

Fazit

Breach & Clear ist eine ganz klare Empfehlung

für Strategen. Es ist in Sachen Spielinhalt

ein wenig zu dünn, aber bisher haben

sich die Entwickler mit Updates nicht zurückgehalten.

Die 15 Missionen sollten genügen,

um zum Preis einer Tafel Schokolade

einige unterhaltsame Spielstunden zu füllen.

1,50 Euro

Englisch|Version 1.03a|304 MByte

★★★★★

Abb. 4: Für die actionreichen Szenen ist ein großes Display von Vorteil.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30746

Android-user.de November 2013 79


Einsteiger

Google Now: Teil 2

Der Android-Assistent Google Now erklärt: Teil 2

Google-

Butler

Seit Android 4.1 haben Sie mit Google Now Ihren Assistenten

immer dabei. Er erinnert Sie an Geburtstage, verrät, wann

die nächste Bahn fährt und wie die Bayern spielen. Wir erklären

Ihnen Google Now, Teil 2: Der Assistent hört aufs Wort!

Christoph Langner

Abb. 1: Den in geschriebene Worte

übersetzten Text zeigt die Spracherkennung

umgehend an.

Im ersten Teil unseres

Guides zu Google Now

haben wir Ihnen in Android

User 10/​2013 [LINK 1]

gezeigt, was Sie mit dem

And roid-Assistenten alles

anstellen können. Der Dienst

erinnert Sie an Termine, gibt

bei Stau auf dem Weg zum Treffen rechtzeitig

Bescheid, zeigt Ihnen, was es in der Nähe

alles Interessantes zu sehen gibt, oder sagt,

wann die nächste U-Bahn kommt, wenn Sie

in der Nähe einer Haltestelle stehen.

Dies alles geschieht mehr oder minder automatisch:

Aufgrund Ihrer Suchen,

Ihrer Mails, Kalendereinträge und

Ihres aktuellen Orts weiß Google

Now, welche Informationen für Sie

in diesem Moment gerade interessant

sein könnten. Doch der

Google-Now-Assistent liefert nicht

nur die aktuell passenden Infos

und Ratschläge, sondern hört Ihnen

auch aufmerksam zu. Darüber handelt

der zweite Teil der Einleitung

zu Google Now.

Google Now hört zu

Die Spracherkennung rufen Sie auf

Handys und Tablets mit Android

4.0 aufwärts über die omnipräsente

Google-Leiste am Kopfende des

Homescreens auf. Ein Tipp auf das

kleine Mikrofon-Icon öffnet den

entsprechenden Dialog. Dort symbolisiert der

rote, pulsierende Kreis Ihre gesprochene Eingabe.

Die in Klartext umgesetzten gesprochenen

Worte schreibt das System in Echtzeit an

das Ende der weißen Box, so kontrollieren

Sie, ob die Spracherkennung Sie auch richtig

verstanden hat.

Die Spracherkennung nagelt Sie nicht auf

bestimmte Schlagwörter fest. Sie müssen

auch nicht im Stakkato mit langen Pausen

zwischen den Wörtern sprechen, reden Sie

mit Google Now wie mit einem menschlichen

Gegenüber. Versuchen Sie dennoch,

sich ein wenig klarer zu artikulieren und auf

Google Now – Sprachsuchen

Wie weit ist es von München nach Hamburg?

Wie viele Einwohner hat München?

Wie lang ist der Rhein?

Wer ist Angela Merkel?

Wie wird das Wetter am Samstag?

Wann geht morgen die Sonne auf?

Regnet es morgen?

Wo ist die nächste Apotheke?

Zeige mir Bilder vom Viktualienmarkt

Wo steht heute die BMW-Aktie?

Drei plus drei mal neun

Zehn Dollar in Euro umrechnen

Uhrzeit in New York

Definition Demokratie

80

November 2013

Android-User.de


Einsteiger

Google Now: Teil 2

Ihren Dialekt zu verzichten,

die Ergebnisse der Erkennung

können davon nur profitieren.

Suchen und

befehlen

Google Now reagiert nun zum

einen auf Suchen und zum

anderen auf Befehle. Fällt

dem Assistenten zu Ihrer

Spracheingabe rein gar nichts

ein, dann übergibt Now die

erkannten Begriffe einfach der

Google-Suche. Richtig interessant

wird die Spracherkennung

jedoch erst dann, wenn

Google Now in Ihrer gesprochenen

Eingabe gewisse

Schlüsselwörter erkennt.

Die Frage „Wie weit ist es

von München nach Hamburg?“

beantwortet Ihnen

Google Now umgehend nicht nur mit einer

gesprochenen Ausgabe der zu fahrenden Kilometer,

sondern zeigt Ihnen auch automatisch

eine Karte mit der Route und der Fahrtdauer

zwischen den beiden Städten an. Ein

Klick auf das Navi-Icon übergibt das Ziel

Google Maps, von wo aus Sie die Navigation

starten können.

Genau so funktionieren auch zahlreiche

andere Suchen. Die Frage „Regnet es am

Samstag in Berlin“ beantwortet Ihnen Now

mit der Ansage „Am Samstag wird in Berlin

Regen erwartet“ zusammen mit der Wettervorhersage

des erkannten Orts über die kommenden

Tage. Lassen Sie den Ort weg,

nimmt Google automatisch den aktuellen

Standort. Auch zu Fragen über den Sonnenauf-

und -untergang kennt Google eine entsprechende

Antwort.

Google Now – Sprachbefehle

Hilfe

Ruf das Handy von David an

Stelle Wecker auf sieben Uhr

Wecker Einstellen in 15 Minuten Label Pizza ist fertig

Kalendertermin erstellen Abendessen in München am

Samstag um 19 Uhr

Gehe zu www android user de

Zum Marienplatz in München navigieren

Sende E-Mail an Christoph Langner Betreff Komme etwas

später Nachricht Ich stehe noch im Stau

Sende SMS an Christoph Verspäte mich um 15 Minuten

Notiz morgen Kinokarten reservieren

Spiele Sportfreunde Stiller New York Rio Rosenheim

Ebenso auf Fragen zu Personen,

Orten oder Aktien

weiß Google Now zu reagieren

– besonders dann,

wenn es etwa einen entsprechenden

Wikipedia-

Eintrag gibt. Im Kasten

„Google Now – Sprachsuchen“

finden Sie eine

Reihe von Beispielen, die

im Allgemeinen sehr gut

mit der Spracheingabe

funktionieren.

Mach mal!

Neben Google-Suchen erkennt

Google Now auch

eine Reihe von Befehlen.

Im Gegensatz zu den Suchen

dürfen Sie diese

nicht ganz so frei formulieren,

Sie müssen sich

stärker an die Syntax des Befehls halten.

Kennen Sie diese, schreiben Sie E-Mails oder

SMS, stellen den Wecker oder lassen ein Musikstück

abspielen, ohne dass Sie auch nur

einen Buchstaben eintippen müssen.

Die Eingabe von „Stelle Wecker auf halb

acht“ setzt umgehend den Wecker des Handys

– na, was wohl? – auf sieben Uhr dreißig

morgens. „Erinnere mich in 15 Minuten

Label Pizza ist fertig“ lässt den Wecker in

einer Viertelstunde, mit dem Hinweis, die

dampfende Pizza aus dem Ofen zu nehmen,

schellen. Die Befehle lassen sich in gewissen

Grenzen abändern, zu sehr von den Vorgaben

dürfen Sie jedoch nicht abweichen.

Ähnlich funktioniert auch das Öffnen

von Webseiten im Browser, das Erstellen

von Notizen mit Google Keep [LINK 2] oder

das Versenden von kurzen E-Mails oder

SMS. Sind Sie etwa im Auto

Abb. 2: Google Now nennt die Entfernung

und Fahrtdauer zwischen

den erkannten Orten.

unterwegs zu einem Termin,

den Sie aufgrund eines

Staus nicht halten können,

reicht ein Aufruf von

Google Now und „Sende

SMS an Marcel Stehe im

Stau verspäte mich etwas“,

um Ihren Kontakt über die

Verspätung zu informieren.

Sollten Sie mit einem

Sprachkommando einmal

nicht weiterwissen, dann

lassen Sie sich über das

Kommando „Hilfe“ beraten.

Es zeigt zahlreiche

Befehle, deren Syntax

und Beispiele dazu an.

Abb. 3: Auf die Frage, ob es denn

morgen regnen würde, kennt

Google umgehend die Antwort.

Abb. 4: Google Now verrät Ihnen,

wie sich Ihre Aktien heute im Verlauf

des Tages machen.

Android-user.de


Einsteiger

Google Now: Teil 2

Abb. 5: Webseiten öffnen Sie via

Spracheingabe in Google Now

ohne die Adresse zu tippen.

Abb. 6: Mit Google Now versenden

Sie E-Mails mit allem Drum und

Dran, ohne ein Wort zu schreiben.

Abb. 7: Per Spracheingabe haben

Sie die Wunschmusik deutlich

schneller herausgesucht.

Abb. 8: Installieren Sie Sprachpakete,

damit die Spracheingabe

auch offline funktioniert.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30437

Neben den im Kasten „Google Now – Sprachbefehle“

erwähnten Beispielen kennt Google

Now entsprechend der Onlinehilfe [LINK 3]

noch weitere Sprachkommandos.

Aus unserer Erfahrung heraus funktionieren

diese jedoch nicht. „Öffnen App-Name“

sollte eigentlich Anwendungen öffnen, selbst

auf einem Nexus 4 mit Android 4.3 startet

dies jedoch nur die Google-Suche. Auch

Kommandos wie „Auf Google Plus posten

Ich bin dann mal weg“ oder „Welcher Song

ist das“ schlagen generell im Deutschen fehl.

Spracherkennung auch

offline

Die Spracherkennung von Google Now arbeitet

nicht nur lokal, Teile der „Intelligenz“ sitzen

auf Google-Servern. Now überträgt

daher Teile der erkannten Sprachdaten über

die Datenleitung ins Netz, als Antwort bekommt

die App zurück, was nun zu tun ist.

Inzwischen hat Google jedoch die Spracherkennung

auch für den Offlinebetrieb fit gemacht,

ein deutschsprachiges Wörterbuch

gilt es jedoch noch zu installieren.

Öffnen Sie dazu die Einstellungen von

Google Now und navigieren über Sprache |

Offline-Spracherkennung | Alle zu einer

Übersicht über alle verfügbaren Sprachen.

Ein Tipper auf Deutsch (Deutschland) reicht,

um das deutsche Sprachpaket herunterzuladen,

machen Sie das aber aufgrund der

Größe am besten über das heimische WLAN.

Fazit

Google Now kann Ihnen ein zuverlässiger

Begleiter sein. Besonders User, die öfters mit

dem Pkw zu Terminen fahren müssen und

diese über den Google Kalender organisieren,

profitieren vom Dienst. Google Now bezieht

die Verkehrsinformationen in die Terminerinnerung

ein, so gibt Now bei Stau auf der

Strecke rechtzeitig Bescheid, dass Sie sich

auf den Weg machen müssen.

In Deutschland hinkt Google Now jedoch

seinen Fähigkeiten weit hinterher. Funktionen

wie das Erkennen von TV-Sendungen,

die Anzeige von Fluginformationen, den Lieferstatus

von Paketen, das Anzeigen von Tickets

für Veranstaltungen und vieles mehr

funktioniert nur in den USA. Zum Teil lassen

sich diese zusätzlichen Karten auch in

Deutschland nutzen, doch dafür müssen Sie

Ihr Handy komplett auf Englisch umstellen.

Die Spracheingaben sind ein Nice-to-have-

Feature – das in der Praxis wohl nur selten

zum Einsatz kommt. Während der Fahrt in

der vollen U-Bahn wird wohl kaum jemand

für alle Mitpendler hörbar monoton in sein

Handy sprechen wollen. Und da es beim Diktieren

von SMS oder E-Mails kein Audio-

Feedback gibt, bringt das Feature auch beim

Autofahren wenig, trotz Spracheingabe müssen

Sie zu oft auf das Display schauen.

Ganz unnütz ist die Spracheingabe jedoch

auch im Alltag nicht: Vielleicht geht es Ihnen

so wie mir – ohne Brille muss ich mich sehr

anstrengen, das Handy-Display abzulesen.

Allzu oft vergesse ich jedoch, meinen Wecker

zu stellen, sodass ich noch vom Bett aus halb

blind das Handy vom Nachtisch angeln

muss. Per Spracheingabe ist der Wecker

schnell programmiert, inklusive Audio-Feedback,

wann er denn läutet.

● ● ●

82

November 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Musik-Tipps

Audio-Tipps

In dieser Rubrik stellen wir euch jeden Monat neue Musik und kostenlose Downloads vor. Auf android-user.de

feiern wir jeden Freitag ein Album der Woche. Es gibt tolle Verlosungen und weitere Spotify-Playlisten. Watch Out!

Christian Ullrich

Janelle Monáe: The Electric Lady

19 Lieder, 19 Volltreffer. „The Electric Lady“

bringt in 1 Stunde 7 Minuten und 45 Sekunden

ein Feuerwerk an klassischem Soul und Old-

School-Hip-Hop. Die Musik ist funky ohne Ende

und auf die positivste Weise überladen, die nur

vorstellbar ist. Mehr noch, hier werden Streicher,

Orchester, Gitarrenriffs, Bläser, Beats und Rap originell

gemixt und kombiniert. Der Soul, der dadurch

entsteht, klingt so erfrischend, als würde

das Genre gerade erst erfunden werden! Kurzum, „The Electric Lady“

ist ein Blockbuster-Movie, in dem Janelle Monáe den Oscar für die weibliche

Hauptrolle, das beste Drehbuch und die Regie bekommt. Diese

Frau kann alles. Ganz ehrlich, mehr geht nicht. Was für eine fantastische

Show! Video unter [LINK 1]

Genre: Soul / Hip-Hop

Für Fans von: Santigold, Erykah Badu

Label: Warner

Adrew zaeh

Placebo: Loud Like Love

Placebo wissen Menschenmassen zu

unterhalten. Über die Jahre hat sich

das Verständnis dafür jedoch gewandelt.

Wo früher introvertierte Zerbrechlichkeit

den Ton bestimmte, steht heute

die breite Brust der Liebe. „Loud Like

Love“ singt darüber zehn Lieder, die

perfekt inszeniert jedes Stadion zum

Klatschen bringen. Lieder, die große

Melodien ohne Ende und druckvolle

Hymnen an den Tag legen, die zwischen

Rockepos und Balladenromantik

eine extrovertierte Selbstverständlichkeit

ausdrücken, die im Musikzirkus ihresgleichen

sucht. Placebo kennen ihr

Talent, gute Musik zu spielen, die trotz

allem Bombast mit zarter Feder geschrieben

ist. Sie wissen das wie kaum

eine andere Band. Und der Hörer weiß

es spätestens, nachdem er „Loud Like

Love“ gehört hat.

Unter [LINK 2] findet

sich eine TV-Show,

die eigens für das

neue Album ausgestrahlt

wurde.

Genre: Rock

Für Fans von: Muse

Label: Vertigo

Joseph Llanes


Musik

Kings Of Leon: Mechanical

War der Vorgänger „Come Around Sundown“ ein

Fingerzeig, in welche Richtung die Zukunft der Band

gehen wird, sind die Kings Of Leon nun bei sich angekommen.

„Mechanical Bull“ vereint die Gesten

des Rocks mit zerbrechlichen Balladen, die eindringlich

besungen keine Angst vor der Offenbarung

haben. Chöre und Background-Gesang gehören

dabei ebenso dazu wie Gitarren, die in den Sonnenuntergang

entschwinden. Die Fokussierung liegt

aber auf Liedern, die sich sehnsuchtsvoll verzehren.

Und während in der Ferne der Stern des Countrys die

Einsamkeit der Musik erhellt,

spielen sich die Gitarren zaghaft

in den Vordergrund und

zeigen eine Band, die der ruhigen

Seele des Rocks eine

Schönheit von einem Album

schenkt. Video unter [LINK 3]

Genre: Rock

Für Fans von: Rolling Stones / Pearl Jam

Label: RCA

HiGHLight

Dan Winters

Bill Callahan:

Dream River

Wer Bill Callahan kennt,

wird sich freuen, dass

der Meister mit „Dream

River“ ein neues Album

aufgenommen hat.

Allen anderen sei gesagt:

Jetzt ist der richtige

Zeitpunkt, um

einen der besten Songwriter

unserer Zeit kennenzulernen. Bill Callahan

gelingt mit seinem 15. Album ein zartes

Meisterwerk, das seinen Schwerpunkt

im Schönklang findet. Gitarre, Flöte und Klarinette

betten sich zwischen den warmen

Gesang. Sein tiefer, unverwechselbarer Bariton

hält die Musik im Gleichgewicht und

im Fluss und bringt ein Album, das sein bestes

ist. Das bleibt es, zumindest so lange, bis

er sein nächstes geschrieben hat. Als Beweis

für sein Können dient das intime Konzert

unter [LINK 4].

Nine inch Nails:

Hesitation Marks!

Nach dem Oscar und dem Golden Globe - für

den Soundtrack zu The Social Network - kehrt

Mastermind Trent Reznor zu seiner Band zurück.

Diese führt er zu den Wurzeln ihrer Musik. Dort, in den Tiefen der Beats,

wo die Geister der Vergangenheit spuken, findet er zu einer Stärke, die allen

Fans eine Gänsehaut über den Rücken jagt und allen neuen Hörern eine

Welt offenbart, die wie ein brüchiges Haus stets vom Einsturz bedroht ist.

Mit weniger Gitarre, mehr Synthesizern und Beats, weit ab von Raum und

Zeit, ist „Hesitation Marks“ konkurrenzlos. Reinhören unter [LINK 5]

Universal Music

Genre: Songwriter

Für Fans von: Nick Drake, Lou Reed

Label: Drag City

Genre: Alternativ

Für Fans von: Trent Reznor + Atticus Ross

Label: Polydor

Android-user.de

85


Eliot Lee Hazel

Jack Johnson:

From Here To Now To You

Auf Jack Johnson ist Verlass. Ganz

nah dran an der Lagerfeuer-Gitarren-Romantik

schickt er seine Musik

von den Stränden Hawaiis ins

herbstliche Deutschland. Kein Wunder

also, dass auf „From Here To

Now To You“ die Sonne scheint. Bestimmt

wird das Album dennoch

von melancholischen wie nachdenklichen

Liedern, in denen der stets

positive Vibe des surfenden Umweltschützers

mitschwingt, der mit

einem Lächeln und einem Song all

das Unrecht dieser Welt besiegen

will. Auch wenn er keine Kriege gewinnt,

gewinnt er doch die Herzen

seiner Hörer. Und mit jedem lachenden

Herz wird die Welt ein bisschen

besser! [LINK 6]

Genre: Lagerfeuer-Pop

Für Fans von: José González / Donovan

Label: Brushfire Records

Universal Musik

Zackery Michael

Arctic Monkeys: AM

„AM“ ist eine fulminante Gratwanderung zwischen amerikanischem

Wüstenrock, britischem Pop sowie der souligen Seele

von James Brown. In diesem Rahmen machen es sich die Arctic

Monkeys bequem, paaren treibende Ohrwürmer mit sexy Gitarrenriffs

zu einem epischen Rockalbum, das Konzerthallen aus

den Angeln heben wird. Wer noch einen allerletzten Beweis

brauchte, dass die Arctic Monkeys bereits zu Lebzeiten

unsterblich sind, der bekommt ihn mit

„AM“. Videobeweis findet sich unter [LINK 7].

Genre: Indie

Für Fans von: Franz Ferdinand

Label: Domino Records

ALLE

Links>

www.android- user.de/qr/30726

Birdy

Mit zarten 17 Jahren ist Birdy ein

tiefgehendes Album gelungen,

dessen Oberfläche so still wie wunderschön

ist. Unter [LINK 8] gibt es

den Song „All You Never Say“ kostenlos.

Genre: Pop

Download

TIPPs

Rue Royal

Rue Royal bezaubern

mit „Set Out To Discover“

[LINK 9], dessen intime

Zweisamkeit in

jedem Ton erklingt.

Das Album „Remedies Ahead“ knüpft daran an.

Genre: Songwriter

86

November 2013

Android-User.de


Musik

01 To The Middle Of Nowhere

Westbam

02 I Feel Love

Donna Summer

03 I 1 m his Girl

Friends

04 Blurred Lines

Robin Thicke

05 Giorgio by Moroder

Daft Punk

06 Carnival

Cardigans

07 Lose Yourself to Dance

Daft Punk

08 What did we do?

The Chap

09 Everything is Everything

Phoenix

10 DRew

Goldfrapp

PlayList

Was für ein tolles Comeback für 2raumwohnung.

Mit „ACHTUNG FERTIG“ ist dem

Duo ein fantastisches neues Album

gelungen, das wir euch hiermit herzlich

empfehlen möchten. Bedanken möchten

wir uns bei Inga und Tommi für den

Spotify Mix, den sie für uns erstellt

haben. Unter [LINK 1] kommt ihr zur Musik.

Gewinnen Sie

3 x Drei Monate

Premium Codes

Senden Sie eine E-Mail mit

dem Betreff "Spotify" an

musik@android-user.de

Kowalski Kommitee

Google Play Store

Album-Empfehlungen

1. Justin Timberlake

Zum 2ten und wieder herausragend gut

2. Casper

deutscher Rap mit Aussage

3. Sebadoh

Old School Indie at its best

4. Ivy Quainoo

The Voice in Hochform

5. múm

verträumter Pop aus Island

Android-user.de november 2013 87


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps für

alle Fälle

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks, die das

Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-Gerät einfacher

und angenehmer machen oder einfach nur

tele52, 123RF

cool sind. Patrick Neef, Christoph Langner

Abb. 1: Wählen Sie in den Einstellungen

der Kontakte-App, welche Daten

angezeigt werden sollen.

Maus/Keyboard-Steuerung

Fast alle Android-Geräte besitzen

standardmäßig einen

Micro-USB-Anschluss. Dieser

eignet sich nicht nur zum Aufladen des

Handys oder um das Smartphone mit dem

Computer zu verbinden: Mit einem entsprechenden

Adapter lassen sich praktisch alle

USB-Geräte an Ihr Smartphone oder Tablet

anschließen. Die Adapterkabel kosten bei

Amazon teilweise weniger als einen Euro.

Voraussetzung ist jedoch, dass Ihr Handy

oder Tablet USB On-The-Go (OTG) unterstützt.

Die Anleitung oder das entsprechende

Logo auf der Verpackung des Handys sollten

darüber Aufschluss geben.

Dann brauchen Sie nur noch das Gerät

Ihrer Wahl anzuschließen, und schon haben

Sie Ihr Handy oder Tablet um eine bedeutende

Funktionalität erweitert. So können Sie

zum Beispiel Gamepads anschließen, müssen

aber darauf achten, ob das entsprechende

Spiel auch unterstützt wird. Oder Sie

schließen eine PC-Maus an, gerne auch eine

Maus-Tastatur-Kombi, mit der Sie Ihr Android-Gerät

steuern. Eine externe Tastatur ist

dann sinnvoll, wenn Sie lange Texte auf dem

Android-Gerät verfassen wollen.

Mit einer PC-Maus können Sie recht leicht

durch das Android-OS navigieren – überall,

wo Sie mit dem Mauszeiger hinklicken, wird

die Aktion ausgeführt, als hätten Sie mit dem

Finger dorthin getippt. Zugegeben, etwas

Einfallsreichtum müssen Sie schon an den

Tag legen, um den Einsatz einer Maus zu

rechtfertigen, doch ganz abwegig ist das

Ganze nicht. Wenn vorhanden, können Sie

die entsprechenden Eingabegeräte auch per

Bluetooth mit Ihrem Android-Tablet koppeln.

Das funktioniert gerade bei Tastaturen reibungslos

und erleichtert das Tippen enorm.

Kontakte einblenden

Sicher ist Ihnen das auch schon mal

passiert: Sie fügen einen neuen

Kontakt im Handy ein, können später

den Kontakt aber auf Teufel komm raus

nicht mehr finden. Dann kann das daran liegen,

dass nicht alle Kontakte angezeigt werden.

Die Kontaktliste besitzt nämlich eine

Filterfunktion, damit bei sozialen Netzwerken

nicht plötzlich viele Hunderte Einträge

das Adressbuch überfluten.

Schauen Sie doch mal in der Kontakte-App

in den Einstellungen nach, dort gibt es je

nach Hersteller einen Menüpunkt namens

Anzuzeigende Kontakte oder Kontakte zum

Anzeigen. Stellen Sie dort, wenn nicht bereits

der Fall, die Einstellung auf Alle Kontakte,

und schauen Sie dann nach, ob der Kontakt

nun vorhanden ist.

Den Bildschirm abdunkeln

In der Sonne können die Displays

nicht hell genug sein, im Dunkeln

sind die meisten aber noch zu hell

und sehr anstrengend für das Auge. Abhilfe

schaffen Apps, die einen Filter über das Bild

legen, der das Bild abdunkelt. Dieser Filter

kann in den meisten Fällen mehr oder weniger

transparent gemacht werden, sodass Sie

den Bildschirm auch richtig dunkel machen

können. Das ist, wenn man abends im Bett

noch ein paar Zeilen im E-Book lesen will,

deutlich angenehmer. Die Apps Screen Dimmer

[LINK 1], Screen Filter [LINK 2] oder Night

88

November 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Mode [LINK 3] sind sehr

empfehlenswert. Das

Dimmen hat bei

AMOLED-Bildschirmen

zusätzlich den

Vorteil, dass Strom gespart

wird.

Zwei Dinge sollten

Sie aber beachten: Der

Filter bleibt auch bei

Screenshots weiterhin

aktiv und verfälscht

die Bilder also – im

Gegensatz zur Helligkeitseinstellung

des

Geräts, die keinen Einfluss

auf die Helligkeit

der Screenshots hat.

Und zweitens: Wenn

Sie die Helligkeit sehr

stark herunterregeln,

sollten Sie sie nach Benutzung

möglichst

Statusleiste anzuzeigen.

noch im Dunkeln wieder deaktivieren. Ansonsten

sehen Sie bei der nächsten Benutzung

Ihres Smartphones bei Tageslicht überhaupt

nichts auf dem Bildschirm.

Abb. 2: Verbieten Sie es nervigen

Apps, Benachrichtigungen in der

Benachrichtigungen

abschalten

Nicht jede Benachrichtigung ist

willkommen: Natürlich wollen Sie

über jede wichtige E-Mail informiert

werden, aber was, wenn ein Spiel Sie

täglich auffordert, doch wieder einzusteigen?

Glücklicherweise bieten die meisten Apps

eine Option, Benachrichtigungen auszuschalten.

Wenn das aber nicht der Fall ist, müssen

Sie selber Hand anlegen.

Erscheint gerade eine nervige Benachrichtigung,

so tippen Sie einfach ein wenig länger

auf den Eintrag und wählen aus dem

Menü heraus den Punkt App-Details aus. Alternativ

starten Sie die Einstellungen und

gehen zu den Apps oder zum Anwendungsmanager.

Bei jeder App können Sie direkt

unter dem Button Beenden erzwingen den

Haken für Benachrichtigungen zeigen entfernen,

und schon haben Sie Ruhe vor der allzu

lästigen Benachrichtigung.

Ton bei Tastendruck

Haptisches Feedback beim Tippen

ist kein Gimmick, sondern vermittelt

Ihnen, ob eine Taste angetippt

wurde oder nicht. Bei Tablets – die im Gegensatz

zu Smartphones meist nicht vibrieren

können – wird das Feedback über einen

kurzen Ton ausgegeben. Das kann aber

Abb. 3: Reduzieren Sie in den Keyboard-Einstellungen

die Lautstärke

des Tastenbeeps.

schon nach wenigen Minuten gehörig stören,

weshalb viele User diesen Tastenton deaktivieren.

Die entsprechende Option dazu finden

Sie unter Einstellungen | Sprache & Eingabe.

Dort tippen Sie hinter dem von Ihnen

genutzten Keyboard auf das Regler-Icon. Bei

der Google-Tastatur stellen Sie den Tastenton

unter dem Punkt Ton bei Tastendruck ab.

Alternativ setzen Sie einfach die Lautstärke

des Tons etwas herab, so müssen Sie

nicht ganz auf das Audio-Feedback verzichten.

Diese regeln Sie ebenso in den

Einstellungen Ihres Keyboards. Im

Google-Keyboard öffnen Sie die Erweiterten

Einstellungen und setzen den

Wert bei Tonlautstärke bei Tastendruck

herunter. Ein ganz schwacher Ton genügt

bereits und strapaziert Ihre Nerven

nicht so sehr.

Google Maps

Google Maps hat ab der Version

7.2 einen neuen Eintrag

namens Tipps und

Tricks spendiert bekommen. Dieser

führt Sie zwar aus der App heraus

und öffnet eine Webseite, die Übersicht

der Tipps ist dort aber gelungen.

So erfahren Sie, wie Sie Geschäfte

erkunden, Kartenausschnitte

für die Offlinebenutzung

speichern oder Markierungen setzen.

Die Supportseiten von Google

sind auf mobile Geräte zugeschnitten

und mit anschaulich animierten

Bildern unterlegt.

Abb. 4: Google fasst selber die wichtigsten

Tipps und Tricks rund um

Google Maps zusammen.

Abb. 5: Tippen Sie in Google Maps

länger auf das Auto-Icon, um direkt

die Navigation zu starten.

Android-user.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 6: Die App-Infos erklären Ihnen

auf Wunsch die Android-Rechte

etwas ausführlicher.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30673

Für Vielfahrer ebenso

wichtig ist die Möglichkeit,

die Navigation mit

ein paar Klicks weniger

zu starten. Haben Sie sich

Ihr Ziel herausgesucht, so

reicht ein längerer Klick

auf das blaue Auto-Icon

mit der Fahrtzeit zum

Zielpunkt. Auf diesem

Weg überspringt Google

Maps den Dialog mit den

Routenoptionen sowie

den Alternativrouten und

beginnt umgehend mit

der Navigation.

Berechtigungen

verstehen

Wenn Sie eine

App im Anwendungsmanager

beziehungsweise via Einstellungen

| Apps öffnen, sehen Sie ganz

unten die Berechtigungen, die Sie der App

bei der Installation erteilt haben. Es ist leider

nicht ganz leicht, sich durch den Rechtedschungel

von Android zu kämpfen. Was

aber viele User nicht wissen: Sie können die

einzelnen Berechtigungen antippen und erfahren

dann ein wenig detaillierter, was es

mit der entsprechenden Android-Berechtigung

denn nun auf sich hat.

Abb. 7: Wer viele Apps installiert hat,

der findet mit dem AppDialer schneller

zur App der Wahl.

Abb. 8: Sind Ihnen die Bildschirm-Icons zu klein,

erleichtert der Bildschirmzoom das Lesen.

AppDialer

Gehören Sie zu den App-Junkies,

die Hunderte Apps auf Ihrem Androiden

installiert haben? Dann wird

das Auffinden des gerade gewünschten Programms

immer schwieriger. Ihre Lieblingsanwendungen

liegen zwar auf dem Homescreen,

doch für selten genutzte Apps müssen

Sie sich durch den App-Drawer von Seite

zu Seite graben, eine Suchfunktion oder Filter

bietet dieser meist nicht. Mit dem AppDialer

[LINK 4] finden Sie die gewünschte App

dagegen im Handumdrehen.

Beim Start der Anwendung erscheint eine

herkömmliche Handy-Tastatur mit der bekannten

T9-Tastenbelegung. Fangen Sie dort

an zu tippen, erscheint nach und nach eine

Auswahl an Treffern, in der Sie per Wischgeste

auch navigieren können. Ein Fingerzeig

auf eine der Apps startet diese und lässt den

AppDialer wieder im Hintergrund verschwinden.

In der kostenpflichtigen

Pro-Version [LINK 5] verankern

Sie den AppDialer fest im Benachrichtigungsfeld.

Bereiche

heranzoomen

Tablets wie das

neue Nexus 7 oder

der große Bruder

Nexus 10 verfügen über extrem

hochauflösende Displays.

Der Nachteil: Manche

Elemente auf dem Bildschirm

erscheinen dadurch etwas

arg klein geraten. Wer Probleme

mit solchen Elementen

hat, weil er sie nicht gut

genug erkennen kann, kann

die Zoom-Funktion in den

Bedienungshilfen aktivieren.

Aktivieren Sie dazu einfach

unter Einstellungen | Bedienungshilfen

die Option Vergrößerungsbewegungen.

Danach können Sie mit einem

dreimaligen schnellen Tippen die Zoom-

Funktion aktivieren, mit zwei Fingern auf

dem Display den Bildausschnitt hin- und herschieben

und mit der Pinch-to-Zoom-Geste

noch weiter heranzoomen.

● ● ●

90

November 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Cast To UPnP/​DLNA macht Google Music DLNA-tauglich

Gestreamt

Sie nutzen Google Music? Sie möchten Ihre Musik auf DLNA-

Receivern oder Sonos-Boxen abspielen? Cast To UPnP/​DLNA

macht Google Music DLNA-kompatibel! Christoph Langner

Cast To UPnP/​DLNA

Mit Chromecast hat Google eine

Lösung vorgestellt, mit der Sie

Google Music aus den Fängen

des Handys befreien können.

Der kleine Funk-Schlüssel ermöglicht das

Streamen von Musik – und anderen Inhalten

– auf den Fernseher oder anderen Geräten

mit HDMI-Eingang. Bis Chromecast jedoch

auch in Deutschland zu erhalten ist, können

Sie die Zeit mit Cast To UPnP/​DLNA for

GMusic [LINK 1] überbrücken.

Cast To UPnP/​DLNA

Die App mit dem kryptischen Namen stammt

vom selben Entwickler wie BubbleUPnP

[LINK 2]. Eine App, die sich auch schon bei der

Android User einen guten Ruf erarbeitet hat.

Auch mit BubbleUPnP ist es bereits möglich,

Google Music auf DLNA-fähige Geräte wie

eben moderne TVs oder auch Hi-Fi-Receiver

zu streamen, doch Cast To UPnP/​DLNA erlaubt

dies nun direkt aus der Google-Music-

App heraus .

Nach dem Start der App erscheint in

Google Music das Chromecast-Icon in der

Abb. 1: Cast To UPnP/​DLNA ist selber

eher unscheinbar, die App

arbeitet im Hintergrund.

Abb. 2: Ein Klick auf das Cast-Icon

streamt Google Music auf UPnPoder

AirPlay-Receiver.

Button-Leiste. Tippen Sie auf das

Icon, erscheint eine Liste mit allen

Geräten, zu denen Sie Ihre Musik

streamen können. Dazu gehören

zum Beispiel XBMC-Installation

etwa auf Rasp berry PIs, DLNA-fähige

Fernseher oder Receiver,

WDTV-Live-Boxen, Xbox-360-

Spielekonsolen oder auch Sonos-

Netzwerkboxen. Alternativ wäre

auch das Streamen zu anderen

Android-Geräten mit BubbleU-

PnP als Server möglich.

Ist Cast To UPnP/​DLNA for

GMusic auf einem Gerät aktiv,

können Sie auch von anderen

Handys oder Tablets in Ihrem

Netzwerk Musik auf Ihre Anlage

senden. Diese muss jedoch in

der Google Cloud liegen, lokal

gespeicherte Musik zu streamen

ist bisher nicht möglich.

Unterstützt wird jedoch bereits

Googles Musik-Flatrate Google

Music All Access – wenn diese

in Deutschland

denn starten würde.

Google Music zu

DLNA

Cast To UPnP/​DLNA for

GMusic können Sie kostenlos

aus dem Google Play

Store installieren. In dieser

Gratis-Version streamt die

App jedoch nur Musik für

20 Minuten am Stück, danach

muss die Anwendung

neu gestartet werden.

Möchten Sie durchgängig

Musik auf Ihre DLNA-Stereoanlage

streamen, müssen

Sie per In-App-Kauf für

1,49 Euro auf die Vollversion

der Anwendung umsteigen.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30678

Android-user.de November 2013 91


Tipps & Tricks

Android-Gerätemanager

Mit dem Android-Gerätemanager das Handy orten und löschen

Handy-Manager

Schnell ist das Handy aus der Tasche gerutscht oder im Lokal auf

dem Tisch liegen geblieben. Mit dem Android-Gerätemanager orten

Sie Ihr Handy oder löschen es gar aus der Ferne. Christoph Langner

Shen_En-Min, 123RF

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30583

Die größte Gefahr, die einem Smartphone-User

droht, ist nicht, fieser

Malware zum Opfer zu fallen.

Den größten Schaden richtet der

Verlust – ob durch Diebstahl oder eigene

Schusseligkeit – des Handys an.

Im Play Store tummeln sich daher zahlreiche

Finde-mein-Handy-Apps. Nun hat auch

Google eine Lösung an den Start gebracht.

Mit dem Android-Gerätemanager orten oder

fernlöschen Sie Ihr Handy über das Netz.

Für die neue Funktion

müssen Sie keine zusätzliche

Software installieren.

Damit diese aber ihre Aufgabe

erfüllen kann, müssen

Sie vor dem Fall der

Fälle aktiv werden und

eine Reihe von Einstellungen

vornehmen. Ist das

Handy erst einmal verloren

gegangen, ist es dafür zu

spät. Sorgen Sie daher lieber

jetzt sofort vor!

Android-

Gerätemanager

Voraussetzung für den

neuen Dienst ist eine aktuelle

Installation der

Google-Play-Dienste [LINK 1]

auf dem Handy oder Tablet. In den Einstellungen

finden Sie dann unter den Punkten

Sicherheit und Geräteadministratoren die Option,

den Android-Gerätemanager als Geräteadministrator

zu aktivieren. Erst dann verfügt

der Dienst über die Rechte, das GPS aus

der Ferne zu aktivieren und das Handy zu

orten, ganz zu schweigen von der Möglichkeit,

das Handy zurückzusetzen.

Unter der URL https://www.google.com/

android/devicemanager [LINK 2] loggen Sie sich

nun über Ihren Google-Account ein. Die URL

wird Ihnen natürlich nicht bis zum Ernstfall

im Gedächtnis bleiben, daher finden Sie

einen Link zu dieser Seite auch direkt im

Menü des Google Play Stores.

Handy-Ortung

Erlauben Sie es nun der Web-App, die GPS-

Daten Ihres Handys abzurufen, leitet Sie die

Karte umgehend zu dem aktuellen Standort

Ihres Handys oder Android-Tablets. Die Genauigkeit

hängt natürlich stark von den Empfangsbedingungen

ab. Sollten Sie Ihr Handy

auf dem Radweg nach Hause in freier Land-

Abb. 1: Zum Android-Gerätemanager gelangen Sie am besten direkt

über den Google Play Store.

92

November 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Android-Gerätemanager

Abb. 2: Das Web-Frontend des Android-Gerätemanagers zeigt Ihnen die

Position des Handys an.

Abb. 3: Liegt Ihr Handy unauffindbar in der Wohnung, hilft ein Anruf, um es

kurzerhand zu orten.

schaft verloren haben, arbeitet die Ortung so

präzise wie möglich. In unserem Fall konnte

die Position des Geräts bis auf etwa 20 Meter

genau bestimmt werden.

Ist das Handy geortet, bietet Ihnen der Android-Gerätemanager

an, das Handy klingeln

zu lassen. In unserem Test tönte das Handy

umgehend, sobald wir auf den Button getippt

hatten. Sollte Ihre Suche durch das Läuten

erfolgreich gewesen sein, reicht ein Druck

auf eine beliebige Taste, um das Gerät wieder

zum Schweigen zu bringen.

Die Option, das Telefon auf seine Werkseinstellungen

zurückzusetzen, haben wir bei

unserem Privathandy lieber nicht ausprobiert.

Sehen Sie keine Chance, das Handy

wiederzubekommen, so sollten Sie diese nutzen,

sodass der Dieb oder unehrliche Finder

wenigstens nicht an Ihre Daten kommt.

Besser spät als nie!

Wer bisher Sicherheits-Apps wie Lookout

[LINK 3], Avast [LINK 4] oder Cerberus [LINK 5] nur

wegen der Handy-Ortung und Fernlöschung

installiert hatte, kann nun wieder auf eine

zusätzliche App verzichten. Der Android-Gerätemanager

macht seinen Job sehr gut.

Die Spezial-Apps glänzen jedoch mit zusätzlichen

Funktionen. So schicken sie etwa

Bilder der Kameras zu Ihnen oder verankern

sich so tief im System, dass selbst ein Reset

den Sicherheitsfunktionen nichts ausmacht.

Egal für welche Anti-Diebstahl-Lösung Sie

sich entscheiden, achten Sie darauf, rechtzeitig

eine entsprechende Lösung einzurichten.

Ist das Handy erst einmal weg und vielleicht

sogar der Akku leer, dann sind meist Hopfen

und Malz verloren und das wertvolle Smartphone

und seine Daten für immer weg. ● ● ●

So aktivieren Sie den Gerätemanager!

So geht's

Android-user.de November 2013 93


Tipps & Tricks

ADB für Anwender

Erste Schritte mit USB-Debugging und ADB

Überbrückt

ADB und der USB-Debugging-Modus sind vor allem Powerusern

ein Begriff. Die Android Debug Bridge ist aber auch im Android-

Alltag ein praktisches Tool. So gelingen Ihnen die ersten Schritte

mit ADB. Andreas Itzchak Rehberg, Christoph Langner

Abb. 1: Die Entwickleroptionen sind

auf aktuellen Android-Geräten

nicht von Haus aus sichtbar.

Wer Apps für Android

entwickelt, kommt

an der ADB (Android

Debug Bridge

[LINK 1]) nicht vorbei. Doch auch

für „normale“ Anwender kann sie

sich als nützlich erweisen, wie

dieser Artikel aufzeigen soll.

Dafür muss man nicht gleich das

komplette Android-SDK (Software

Development Kit [LINK 2]) installieren, wenige

Dateien sind völlig ausreichend.

Dass Android-Entwickler ohne diese Tools

nicht auskommen, leuchtet ein. Doch wozu

sollten Sie sich damit herumschlagen? Auch

wenn das „D“ in „ADB“ nicht für „Developer“

(Entwickler), sondern

für „Debug“ (Fehlersuche)

steht: Welcher Anwender beschäftigt

sich schon mit der

Fehlersuche in Apps?

Damit aufgrund dieses

Vorurteils niemand diesen

Artikel überspringt, gleich

vorab: Mit ADB lässt sich

weit mehr bewerkstelligen.

Etwa das Anlegen (oder

Wiederherstellen) eines vollständigen

Back-ups des Android-Geräts

ab Android 4.0

ganz ohne „Root“. Aber auch

weitere Möglichkeiten zur

Verwaltung des Androiden

sind hier gegeben: ADB und

der USB-Debugging-Modus Abb. 2: Tippen Sie zum Freischalten

von Android dienen Powerusern

zum Beispiel als uni-

auf die

der Entwickleroptionen sieben Mal

Build-Nummer.

verselles Werkzeug beim Rooten und Flashen

von Handys. Damit können Sie Dateien in

Bereiche des Systems schmuggeln, auf die

Sie sonst keinen Zugriff haben.

Damit Sie über ADB jedoch Zugriff auf Ihr

Handy erlangen, müssen Sie in den Einstellungen

unter den Entwickleroptionen das

USB-Debugging aktivieren. In aktuellen Android-Versionen

sind die Entwickleroptionen

jedoch versteckt, sodass Sie USB-Debugging

nicht auf Anhieb finden. Die Entwickleroptionen

müssen erst aktiviert werden.

USB-Debugging aktivieren

Wer auf seinem Androiden schon ein aktuelles

Android ab Version „Jelly Bean“ 4.2 hat,

der findet in den Einstellungen

die Entwickleroptionen

erst einmal gar nicht. Aus

Sicherheitsgründen hat

Google diese tief ins Android-System

eingreifenden

Funktionen inzwischen versteckt.

Doch das Versteck

ist bewusst nicht allzu

sicher gewählt, Bastlern

und Entwicklern sollen

keine Stöcke zwischen die

Beine geworfen werden.

Zum Freischalten der

Entwickleroptionen öffnen

Sie die Einstellungen und

gehen in den Abschnitt

„Über das Telefon“ beziehungsweise

„Über das Tablet“.

Dort tippen Sie sieben

(oder ruhig auch mehr) Mal

94

November 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

ADB für Anwender

auf die Build-Nummer, ein

kleiner Countdown zeigt an,

wann es soweit ist. Sobald Sie

die Tipperei hinter sich gebracht

haben, gehen Sie in

den Einstellungen einen

Schritt zurück und finden am

Ende der Liste die freigeschalteten

Entwickleroptionen.

Die Optionen sind auf den

meisten Androiden und auch

nach dem Freischalten noch

nicht aktiv. Das müssen Sie

abschließend über den Schieberegler

auf der rechten oberen

Ecke noch von Hand

übernehmen. Eine kurze Warnung

gibt Ihnen noch einmal

zu verstehen, dass die Entwickleroptionen

durchaus

nur für User gedacht sind, die Android 4.2.

verstehen, was sie tun.

Auch USB-Debugging möchte noch einmal

extra aktiviert werden, den entsprechenden

Punkt finden Sie wieder in den Entwickleroptionen.

Besonders auf Geräten mit Android

4.1 oder jünger sollten Sie darauf achten,

dass Sie USB-Debugging nur dann aktivieren,

wenn Sie die Funktion auch wirklich benötigen.

Theoretisch denkbar ist ein Angriff Ihres

Handys über manipulierte öffentliche Ladestationen.

Das System warnt Sie nicht, wenn

ein Rechner auf die erweiterten Funktionen

zugreifen möchte.

Aus diesem Grund wurden ab Android

4.2.2 RSA-Schlüssel zur Authentifizierung

eingebaut. Dieser individuelle Schlüssel wird

bei der Installation des SDKs jeweils individuell

generiert. So kann ein

Rechner sich nur dann per

USB-Debugging verbinden,

wenn Sie den Zugriff explizit

erlauben. Sollten Sie öfter das

USB-Debugging mit diesem

Rechner benötigen, dann setzen

Sie den Haken bei Von

diesem Computer immer zulassen.

Haben Sie das Android-SDK

auf Ihrem PC installiert, können

Sie nun via adb devices

überprüfen, ob Ihr Androide

erfolgreich gefunden werden

kann. Eventuell müssen Sie

auch noch einen ADB-Treiber

des Handyherstellers einspielen.

Alternativ gibt es einen

universellen ADB-Treiber,

der besonders Handybastlern aktivieren.

viel Arbeit ersparen kann,

durch deren Hände immer

wieder andere Androiden

gehen.

ADB installieren

Wie bereits eingangs erwähnt:

Um die ADB nutzen

zu können, müssen

Sie nicht gleich das vollständige

Android-SDK

herunterladen (ca. 100

MByte) und installieren.

Einige wenige Dateien genügen

vollauf. So finden

sich beispielsweise bei

Minimal ADB & Fastboot

[LINK 3] Pakete für eine

Minimalinstallation, deren

Downloadgröße weniger

als 2 MByte (installiert:

weniger als 15 MByte)

beträgt. Windows-Anwender benötigen zusätzlich

noch einen für ihr Android-Gerät

passenden Treiber: Hier hat glücklicherweise

Koushik Dutta, der Entwickler von ClockworkMod

und Helium Backup, einen für

nahezu alle Android-Geräte passenden universellen

Treiber erstellt [LINK 4].

Zur Installation entpacken Sie einfach die

im ZIP-Archiv enthaltenen Dateien in ein

Verzeichnis Ihrer Wahl, das dann empfohlenerweise

auch dem Suchpfad hinzugefügt

wird – und schon ist ADB einsatzbereit. Ob

alles geklappt hat, lässt sich nun über den

Befehl adb devices prüfen, sobald Sie Ihr

Android-Gerät per USB-Kabel mit dem Computer

verbunden haben. War die Installation

erfolgreich, sollte die Ausgabe

etwa folgendermaßen

aussehen:

Abb. 3: Erst danach finden Sie die

Entwickleroptionen bei Handys mit

Abb. 5: Das USB-Debugging

müssen Sie noch extra von Hand

$ adb devices

List of devices attached

015ECFC703028007

device

Sollte dieser Befehl fehlschlagen

und die Ausgabe

leer bleiben, finden sich in

einem Artikel bei StackExchange

[LINK 5] zahlreiche

weitere Tipps, ADB zum

Laufen zu bekommen.

Back-up erstellen

Ein vollständiges Back-up

des Android-Gerätes lässt

sich ab Android 4.0 mit

Abb. 4: Wenn Sie die Entwicklungseinstellungen

aktivieren, werden

Sie vor Missbrauch gewarnt.

Abb. 6: Zur Sicherheit muss bei

aktuellen Androiden ein RSA-

Fingerprint akzeptiert werden.

Android-user.de November 2013 95


Tipps & Tricks

ADB für Anwender

adb restore /Pfad/zur/backup.ab stellt das

komplette Back-up wieder her, eine Auswahl

einzelner Elemente ist nicht möglich.

Wer es lieber grafisch mag, kann auch zu

Holo Backup [LINK 6] greifen. Diese Android-

App steht als Frontend zu adb backup sowie

adb restore für Windows und Linux zur Verfügung.

Für unterwegs – wenn gerade einmal

kein PC zur Hand ist – bietet sich überdies

Helium App Sync and Backup [LINK 7] an.

Auch diese App setzt auf adb backup auf,

läuft jedoch direkt auf dem Handy.

Abb. 7: Über die ADB greifen Sie zum Beispiel direkt auf die Eingabeshell des Handys zu.

Hilfe der ADB erstellen. Von der Kommandozeile

aus erledigt dies der Befehl adb backup

‐apk ‐shared ‐all ‐f /Pfad/zur/backup.ab.

Wird der Parameter ‐f nicht angegeben,

landet das Back-up in der Datei backup.ab

im aktuellen Verzeichnis. Nach Absetzen des

Befehls muss die Erstellung des Back-ups

noch auf dem Gerät selbst bestätigt werden

(damit nicht irgendein Missetäter sich einfach

eine Kopie verschaffen kann). Dabei

kann auch ein Passwort zur Verschlüsselung

des Back-ups angegeben werden.

Zahlreiche weitere Parameter stehen für

adb backup zur Verfügung: So lassen sich

auch einzelne Apps sichern oder nur die

Daten einer Anwendung. Sie können festlegen,

ob Daten von der SD-Karte mit gesichert

werden sollen (‐shared) und mehr. Für eine

vollständige Übersicht, ruft man einfach adb

backup ohne Parameter auf.

Anders sieht es bei der Wiederherstellung

aus. Hier gilt: „Alles oder Nichts“. Der Befehl

Apps installieren und löschen

Hin und wieder möchte sich eine App nicht

deinstallieren lassen; hier kann die Kommandozeile

mit adb shell pm uninstall gute Dienste leisten. Sollen die Daten

bei der Deinstallation erhalten bleiben, setzen

Sie zusätzlich den Schalter ‐k (für

„keep“ = „behalten“) ein, also etwa adb

shell pm uninstall ‐k com.facebook.katana

zur Deinstallation der Facebook-App unter

Beibehaltung Ihrer Daten. Nach einer Neuinstallation

der App stehen die Daten somit

wieder zur Verfügung.

Auch das Installieren einer App aus einer

APK-Datei ist auf diese Weise möglich: adb

shell pm install wäre der entsprechende

Befehl. Die .apk-Datei muss sich

dazu bereits auf dem Gerät befinden (wie

sie dort hin gelangt, steht im nächsten Abschnitt).

Für diesen Befehl stehen ebenfalls

zusätzliche Optionen zur Verfügung, die sich

unter [LINK 8] finden. Wer sich den Zwischenschritt

sparen möchte: adb install MyApp.

apk stößt die Installation direkt an, wenn sich

MyApp.apk im aktuellen Verzeichnis befindet.

Abb. 8: Über ADB lässt sich ein

vollständiges Back-up eines nicht

gerooteten Handys erstellen.

Abb. 9: Holo Backup ist ein grafisches

Frontend zu adb backup und

adb restore.

Abb. 10: Helium App Sync and

Backup erstellt kompatible Backups

direkt auf dem Android-Gerät.

Daten kopieren

Mal eben eine Datei oder ein

ganzes Verzeichnis vom Androiden

auf den PC kopieren?

Kein Problem: Mit adb pull

ist dies im

Handumdrehen erledigt. In

der Gegenrichtung geht es

genauso einfach mit adb push

. In beiden

Fällen ist „“ durch

den Pfad auf dem PC, und

„“ durch den Pfad

auf dem Android-Gerät zu ersetzen.

Will man also beispielsweise

die Datei MyApp.apk aus

dem aktuellen Verzeichnis

zur späteren Installation auf

die SD-Karte befördern, ließe

96

November 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

ADB für Anwender

sich dies mit adb push MyApp.apk /sdcard erledigen

(und selbige gleich anschließend per

adb shell pm install /sdcard/MyApp.apk installieren,

siehe oben).

Shell-Befehle auf dem

Androiden absetzen

Mittels adb shell begeben Sie sich auf die

Kommandozeile des Androiden. Shell-geübte

Linuxianer werden sich hier gleich ganz zu

Hause fühlen, handelt es sich doch um einen

Linux-Shell-Prompt. Und so lässt sich hier

auch mit den gewohnen Befehlen navigieren:

• ls: Anzeigen des Inhalts des aktuellen

oder eines anderen Verzeichnisses mit ls /

pfad/zum/verzeichnis

• cd: in ein Verzeichnis wechseln

• cp : eine Datei kopieren

• pwd: das aktuelle Verzeichnis ausgeben

(wo bin ich?)

Dies sind nur einige Beispiele. Eine ganze

Reihe weiterer Unix-Befehle finden sich unter

anderem bei Wikipedia [LINK 9], wobei nicht

alles dort Aufgeführte auch unter Android

zur Verfügung steht. Wer wissen möchte,

was sich damit noch alles anstellen lässt,

mag einen Blick auf den Artikel Android

from the command-line [LINK 10] werfen.

Fehlerprotokolle einsehen

Dank adb logcat lassen sich die System-Logs

an der Kommandozeile ausgeben. Das ist besonders

praktisch bei der Fehlersuche: Warum

stürzt die App immer ab, wenn man diesen

Button drückt? Oder: Warum will sich mein

Gerät nicht mit dem WLAN verbinden?

Um von der Informationsflut nicht erschlagen

zu werden, leitet man die Ausgabe am

besten via adb logcat > logcat.log oder adb

logcat ‐f logcat.log in eine Datei um. Auf

spezielle Bereiche lässt sich die Ausgabe

auch zuschneiden, indem man den Parameter

‐b angibt. Als „buffer“ stehen

hier „event“, „radio“, und „main“ (default)

zur Verfügung. Weitere Details zur Syntax

(u. a. auch zur Option ‐v, mit der sich das

Ausgabeformat festlegen lässt), finden sich

auf der Entwicklerseite [LINK 11].

Geht es um einen Fehlerbericht für den

Entwickler, kann darüber hinaus der Befehl

adb bugreport interessant sein – den Sie allerdings

auf jeden Fall mit adb bugreport >

bugreport.txt immer in eine Datei umleiten

sollten, da die Ausgabe mehrere Megabyte

umfassen kann.

Darin ist dann aber auch alles enthalten,

was man dem Entwickler an Systeminformationen

zur Verfügung stellen kann. Zur Sicherheit

sollten Sie die erzeugte Datei noch

Abb. 11: QtADB ist unter anderem ein plattformunabhängiger Dateimanager für Ihr Handy.

auf vertrauliche Informationen (etwa auf

Account-Namen oder andere Log-ins) durchsuchen,

bevor Sie eine Mail mit dieser Datei

als Attachment verschicken.

Grafische Helferlein

Alles obige lässt sich auch bequem mit einer

grafischen Oberfläche realisieren. QtADB

[LINK 12] ist für Windows, Linux, und MacOS X

verfügbar. Diese Anwendung bietet einen

Dateimanager, App-Manager, SMS-Manager,

Shell-Zugriff, Logcat, Geräteinfo und mehr.

Die meisten Features stehen auch für nichtgerootete

Geräte zur Verfügung.

Mit Droid Explorer [LINK 13] steht eine weitere

grafische Alternative bereit (mutige

Linuxianer sollten diese Anwendung auch

unter Linux ans Laufen bekommen – auch

wenn hier nicht die volle Funktionalität zur

Verfügung steht). Droid Explorer stellt auch

gleichzeitig ein FrontEnd für adb backup und

adb restore dar, und lässt sich darüber hinaus

mit Plugins erweitern.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30431

Abb. 12: Auch der Droid Explorer bietet eine grafische Oberfläche für viele ADB-Funktionen.

Android-user.de November 2013 97


Poweruser

ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs und Root-Apps

ROM-Küche

Die Android-Community ist riesig. Für so gut wie jedes Android-Gerät

gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die

ROM-Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und

Tipps zu ROMs und neuen Root-Apps geben. Christoph Langner

CyanogenMod-Account

Mit dem Project Nemesis

hat CyanogenMod vor einigen

Monaten angekündigt,

sich immer weiter vom Grund-

Android emanzipieren zu wollen.

Nicht durch rein kosmetische Änderungen

wie andere Icons oder

Launcher – wobei CyanogenMod

hier schon lange auf seine eigene

Entwicklung Trebuchet setzt –, sondern

durch eigene Entwicklungen.

So enthalten aktuelle Nightly Builds

von CM 10.2 etwa schon die in

eigener Regie entwickelte Kamera-App

Focal. Das Ziel ist,

CyanogenMod zu einer umfassenden

Alternative zu einem Android

inklusive Google-Apps zu entwickeln.

Mit dem CyanogenMod-Account

[LINK 1] kommt das Projekt diesem Ziel

nun wieder einen Schritt näher. Ähnlich

wie der neue Android-Gerätemanager

(den wir Ihnen in diesem Heft vorstellen)

bietet das neue Account-System

von CyanogenMod ebenso an, das

Handy über ein Web-Frontend über

das Internet zu orten und im Falle

eines endgültigen Verlusts das Gerät

zu löschen – solange das Handy eine

Datenverbindung hat und der Akku

noch ausreichend geladen ist.

In den aktuellen Nightly Builds zu

CyanogenMod 10.2 ist das Account-

System bereits von Haus aus eingebaut.

Spielen Sie ein entsprechendes

Image auf dem Handy ein, empfängt

Abb. 1: Der CyanogenMod-Account ist in

den aktuellen Nightly Builds von CM 10.2

bereits aktiv.

Abb. 2: Über das Web-Frontend von CyanogenMod orten oder

löschen Sie Ihr CM-Handy über das Netz.

Sie beim ersten Start nun ein Einrichtungsassistent,

der Ihnen beim Set-up hilft. Der CyanogenMod-Account

ist jedoch nicht Pflicht,

die Einrichtung des Accounts lässt sich auch

überspringen.

MaximusHD 12.1.0 für HTC One

Rund um das aktuelle Top-

Handy von HTC gibt es eine sehr

aktive Community, die für konstanten

Nachschub an interessanten Custom-

ROMs sorgt. Eines der bekannteren ROMs für

eine Reihe von HTC-Handys ist MaximusHD

[LINK 2] vom schon mehrfach durch umfangreiches

Insiderwissen aufgefallenen ROM-

Koch LlabTooFeR. Mit MaximusHD 12.1.0

[LINK 3] hat er als einer der ersten Entwickler

ein ROM auf Basis von Android 4.3 für das

HTC One im Programm.

Bei dieser Version handelt es sich nicht um

die Google-Edition mit einem unveränderten

Android, sondern um ein ROM mit aktuellem

HTC Sense 5.0, ideal also für Besitzer eines

One, die ein topaktuelles Android wollen,

aber nicht auf die HTC-Oberfläche verzichten

98

November 2013

Android-User.de


Poweruser

ROM-Küche

Abb. 3: MaximusHD rüstet das HTC One auf

Android 4.3 auf, integriert aber auch die

HTC-Oberfläche.

HTC

umgesetzt werden kann, sammelt

das komplett deutschsprachige

Team Spenden ein [LINK 6]. Das

finale Ziel sind 2000 Euro, mit

denen sich das Projekt in allen

Aspekten umsetzen lassen

könnte.

möchten. Basis des ROMs ist eine geleakte

Firmware mit der Versionsnummer

3.09.401.1, es kann also nicht mehr lange

dauern, bis HTC selber ein entsprechendes

Update für das Gerät veröffentlicht.

Andromirror sucht Spenden

Wer sich öfters mal auf den Foren

von XDA-Developers [LINK 4] umsieht,

findet unzählige interessante

Hacks und ROMs, die sich lohnen, einmal

ausprobiert zu werden. Allerdings scheitert

es oft am Download der doch oft sehr großen

Dateien. Entweder liegen sie auf einem

privaten Webspace und sind irgendwann offline,

weil das Projekt eingeschlafen ist. Oder

sie liegen bei Sharehostern mit all den negativen

Folgen. Beim Download müssen Sie

Werbebannern ausweichen, Captchas ausfüllen,

x Sekunden warten, bevor der Download

„fertig“ oder der Link down ist, weil er zu oft

oder zu wenig heruntergeladen wurde. Komfortabel,

sicher und zuverlässig geht anders.

Andromirror 2.0 [LINK 5] möchte nun Android-Usern

und ‐Developern ein neues Zuhause

geben. Der Dienst will ROMs, Apps,

Hacks und Themes beherbergen und viele

Dinge richtig machen, die bisher mit den

existierenden Lösungen etwas im Argen liegen.

So wird es in Zukunft möglich sein, via

Terminal Dateien hochzuladen, es soll eine

JSON-API geben, und zentrale Changelogs

oder ein Bugtracker sollen die Entwicklungsarbeit

und Kommunikation zwischen Usern

und ROM-Köchen erleichtern.

Auch für User wird es interessant. Anstatt

sich durch Foren nach interessanten ROMs

graben zu müssen, wird man nach seinem

Handy-Modell suchen können und so schnell

zu passenden ROMs finden. Und natürlich

soll es auch eine Android-App geben, über

die man seine Firmware dann „over the air“

aktualisieren kann, ohne noch mal ROMs

über den Recovery-Modus oder andere Tools

einspielen zu müssen. Damit das Ganze auch

Nexus Root Toolkit

Mit dem überarbeiteten Nexus-7-Tablet wird

Google auch dieses Mal wieder viel Erfolg

haben. Das Gerät verfügt über ein kontrastreiches

und lichtstarkes Display

mit 1920 x 1200 Pixeln

Auflösung und viel Grafikpower.

Einen ausführlichen

Testbericht zu dem Gerät lesen

Sie in diesem Heft. Für Poweruser

ist es allerdings viel wichtiger,

dass sich auch das neue

Nexus 7 mit Android 4.3

wieder sehr einfach rooten

lässt.

Das Nexus Root Toolkit

[LINK 7] bringt in der Version

1.7.2 zum Rooten und Flashen

des Geräts alles Nötige – in

einer übersichtlichen Oberfläche

verpackt – mit. Das 2013er-

Modell des Nexus 7 wird

bereits unterstützt. Sollten Sie

gleich ein Custom-ROM suchen , so werden

Sie – wie fast immer – bei CyanogenMod

fündig. Allerdings müssen Sie in diesem Fall

zu den Night Builds [LINK 8] der Entwicklungsversion

greifen. Diese arbeiten jedoch ohne

Probleme und bringen gleich viele neue

Funktionen mit.

● ● ●

Abb. 4: Mit dem Nexus Root Toolkit rooten und flashen

Sie unter Windows das neue Nexus 7.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30666

Google

Android-user.de November 2013 99


PowerUser

XPrivacy

Android-Apps mit XPrivacy Rechte entziehen

XPrivacy

Apps, die Rechte verlangen, für die es gar keine Erklärung gibt, sollten

eigentlich gar nicht auf Ihrem Handy laufen. Doch ab und an

gibt es keine Alternative. Mit XPrivacy entziehen Sie zu forschen

Apps gezielt Rechte. Patrick Grete, Christoph Langner

Michael Brown, 123RF

Haben Sie

sich nicht

auch

schon einmal

über ausufernde

Rechte-Wünsche von

Apps geärgert? Wozu

muss ein Live-Wallpaper

auf Ihre Kontakte

zugreifen? Im Artikel zu PDroid aus Android

User 10/​2013 [LINK 1] schilderten wir Ihnen

bereits, dass sich die Rechte von Apps hart

blockieren lassen, dass dann aber viele Apps

den Dienst quittieren. Lauffähig bleiben

Apps nur, wenn sie gar nicht merken, dass

ihre Rechte beschnitten wurden, wie dies

etwa mit PDroid möglich ist.

Allerdings braucht es für PDroid nicht nur

Root-Rechte, sondern es muss auch noch ein

passendes Custom-ROM auf dem Handy laufen,

für das dann extra Anpassungen zu erstellen

sind. Vom Rooten

über die Installation eines

neuen ROMs wie Cyanogen-

Mod (siehe Fokus in Android

User 8/​2013 [LINK 2])

und Patchen für PDroid ist

das jedoch ein großer

Schritt. Dabei kann viel

schiefgehen, und es ist nur

allzu verständlich, dass

viele Anwender diesen Weg

nicht gehen wollen.

Mit XPrivacy [LINK 3] stellen

wir Ihnen eine Root-App

vor, die genauso wie PDroid

Apps die gwünschten Zugriffsrechte

sanft entzieht,

anstatt die Zugriffe hart zu

blockieren. Dabei kommt

XPrivacy ohne eigene Patches

aus. Es braucht auch

kein eigenes Custom-ROM,

Abb. 1: XPrivacy müssen Sie nach

der Installation als Modul im

XPosed Framework aktivieren.

ein „normales“, gerootetes Android-Smartphone

oder ‐Tablet reicht aus.

Installation

Bei XPrivacy handelt es sich um ein zusätzliches

Modul für das XPosed Framework

[LINK 4], was zuvor auf Ihrem gerooteten

Smartphone installiert werden muss. Dazu

folgen Sie am besten unserem ausführlichen

Artikel aus Android User 8/​2013. Der Artikel

ist komplett online und kostenlos auf unserer

Homepage abrufbar [LINK 5].

Danach laden Sie die neueste XPrivacy-

APK vom Entwickler aus dem Netz [LINK 6]

und installieren das Android-Paket manuell

wie eine herkömmliche App. Anschließend

rufen Sie erneut den „Xposed Installer“ auf

und aktivieren unter Modules das dort nun

aufgelistete „XPrivacy“-Modul. Ein abermaliger

Neustart schließt die Installation an. Ein

zusätzlicher Patch für XPosed ist nicht mehr

nötig, mit der Version 2.2

des XPosed Framework

funktioniert XPrivacy ohne

zusätzliche Arbeit.

Beim Start erstellt XPrivacy

eine Liste aller auf dem

Handy installierten Anwendungen.

Root-Rechte fordert

XPrivacy selber nicht an,

alle nötigen Routinen arbeiten

über das Xposed Framework.

Im Kopf der App-Liste

lassen sich die auf dem

Handy installierten Apps

sortieren und filtern – etwa

nur alle Apps mit dem

Recht, auf das Adressbuch

zugreifen zu dürfen.

Die Symbole neben dem

App-Icon zeigen Ihnen, dass

die jeweilige Anwendung

generell bei der Installation

100

November 2013

Android-User.de


PowerUser

XPrivacy

Rechte angefordert hat (grüner Schlüssel),

diese auch nutzt (orangefarbenes Warndreieck)

oder ins Internet will (blaue Erdkugel).

Hier ist vor allem der Unterschied zwischen

Warndreieck und Schlüssel interessant. So

sehen Sie, auf welche Berechtigungen eine

App theoretisch Zugriff hat und welche es in

der Praxis auch wirklich nutzt.

Die Rechte konfigurieren Sie entweder für

jede App einzeln oder über ein frei definierbares

Template, so sparen Sie viel Zeit beim

Konfigurieren mehrerer Apps. Dieses Template

lässt sich direkt vom Hauptbildschirm

aus auf die Apps anwenden, indem Sie am

Ende der Zeile die Checkbox setzen. Jedes

Mal bei jeder neuen App die Zugriffsrechte

immer wieder neu zu setzen entfällt. Nur für

Details ist es nun noch nötig, individuell

Rechte zu prüfen, etwa um einer Navi-App

doch den Zugriff auf das GPS zu erlauben.

Konfiguration

Zu der detaillierten Konfiguration pro App

gelangen Sie, wenn Sie im Hauptbildschirm

auf das jeweilige App-Icon tippen. Dort erscheinen

alle von der App angeforderten

Rechte im Detail. Können Sie sich unter

Abb. 2: Nach dem Start zeigt XPrivacy eine Übersicht

über alle auf dem Handy installierten Apps.

einem bestimmten Recht nichts vorstellen,

rufen Sie über einen Klick auf das

eingekreiste „i“ eine Hilfe auf. Rot hinterlegte

Rechte sollten Sie nicht unbedingt

sofort einschränken, da die Anwendung

sonst nicht mehr funktionieren könnte.

Wenn eine App ein Recht bereits tatsächlich

abgerufen hat, blendet XPrivacy

an dieser Stelle zusätzlich ein Warndreieck

ein. Die einzelnen Rechte wie „Identität“

lassen sich über den Pfeil nach

unten noch feiner konfigurieren, was

aber nur für Experten verständlich ist.

Im Zweifel sollten Sie von diesen detaillierten

Rechten die Finger lassen.

Ausgehend von der Startseite erreichen

Sie über das Menü die Einstellungen

von XPrivacy. Dort vergeben Sie eigene

Werte für verschiedene grundlegende

Gerätedaten wie etwa die MAC-

Adresse, IMEI-Nummer oder Android-

ID. Für das GPS lassen sich an dieser

Stelle ebenfalls Fake-Daten vorgeben,


PowerUser

XPrivacy

Abb. 3: Die Hilfe zeigt Ihnen eine

Legende mit Erklärungen zu den

genutzten Symbolen an.

Abb. 4: Über ein Template entziehen

Sie Apps im Handumdrehen

die wichtigsten Rechte.

Abb. 5: Kritische Rechte, ohne die

die App nicht mehr gut funktioniert,

sind rot hinterlegt.

Abb. 6: Jedes Recht kann mit

XPrivacy feingranular entzogen

oder gewährt werden.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30623

eine Suchfunktion erleichtert die Bestimmung

der entsprechenden Koordinaten.

Aktivieren Sie über den XPrivacy Pro Enabler

[LINK 7] die Pro-Version, erlaubt es XPrivacy,

die Einstellungen auf die Speicherkarte

zu exportieren beziehungsweise wieder zu

laden. So übertragen Sie alle Ihre mühsam

zusammengestellten XPosed-Regeln auf andere

Android-Geräte.

Alternativ können Sie über die Spenden-

Seite [LINK 8] der App zahlen, lassen Sie den

Entwicklern mehr als 4,50 Euro zukommen,

erhalten Sie Zugriff auf die Pro-Funktionen

wie auch auf die Crowd Sourced Restrictions

[LINK 9]. Über diese tauscht die XPrivacy-Community

fertige Voreinstellungen

für neue Apps aus.

XPrivacy contra

PDroid

Für XPrivacy gelten die

gleichen Warnungen wie

für PDroid: Sehr schnell

lassen sich Apps unbrauchbar

machen. Der Kamera-

App den Zugriff auf das

Mikrofon zu untersagen

führt zu Stummfilmen,

und ohne GPS-Zugriff arbeitet

keine Navi-App. Jedoch

lassen sich fehlerhafte

Einstellungen genauso

wie bei PDroid mit

wenigen Klicks abändern.

Grundsätzlich bieten

PDroid und XPrivacy die

gleichen Funktionen, nur

Abb. 7: In den Einstellungen überschreiben

Sie zentrale Gerätedaten

mit beliebigen Werten.

dass XPrivacy die Rechte noch feiner aufdröselt

und zusätzlich auch noch den Zugriff auf

den Speicher entziehen kann. Die Übersicht

behält man aber leichter bei XPrivacy, da kritische

Rechte rot hinterlegt werden.

Ein schöner Vorteil von XPrivacy ist

zudem, dass es mit Templates arbeitet und

so der Aufwand für die Rechteverwaltung im

Vergleich zu PDroid deutlich geringer ausfallen

kann. PDroid und XPrivacy laufen ansonsten

problemlos und verhalten sich ähnlich,

sollten aber nicht zusammen zum Einsatz

kommen. Mit jeder neuen App fordert

Sie XPrivacy auf, die Rechte zu konfigurieren.

Bis dies geschieht, darf die App erst einmal

gar nichts – dies ist bei

PDroid auch möglich, aber

nicht voreingestellt.

Im Gegensatz zu PDroid arbeitet

XPrivacy auf jedem

gerooteten Androiden. User,

die Apps in Ihren Rechten beschneiden

möchten, aber nur

ungern eine andere Firmware

einspielen, kommen daher an

XPrivacy kaum vorbei. Nutzer,

die ein gerootetes Gerät

besitzen und sich nicht mehr

über ausufernde Rechte einzelner

Apps ärgern wollen,

sind mit XPrivacy daher sehr

gut beraten. Nutzer ohne

gerootetes Gerät mögen sich

durch die Möglichkeiten von

XPrivacy mehr als sonst dazu

veranlasst sehen, den Schritt

zum Rooten zu wagen. ● ● ●

102

November 2013

Android-User.de


Poweruser

Genymotion

Android mit Genymotion und VirtualBox virtualisieren

Android

in a Box

Nicht nur für Entwickler ist es nützlich, Android aus

dem Gefängnis realer Hardware zu befreien. Ein

virtuelles Android erlaubt, gefahrlos zu testen und

zu experimentieren. Genymotion liefert Ihnen fertige Android-VMs

mitsamt Play Store frei Haus. Christoph Langner

piko72, 123RF

Abb. 1: Der Android Emulator eignet sich aufgrund

seiner Trägheit nur bedingt für Experimente.

Jeder App-Entwickler ist darauf angewiesen,

seine Apps möglichst breit

zu testen. Da es für kleine Entwickler

praktisch unmöglich ist, Androiden

in unzähligen Formen und Versionen

vorrätig zu halten, liefert Google daher im

Android-SDK einen Emulator [LINK 1] für den

PC mit, der verschiedene Android-Versionen,

Architekturen und Displays abbilden kann.

Doch nicht nur Entwickler profitieren von

einem virtuellen Android. Auch Anwender

suchen immer wieder einen Weg, Android in

ein Fenster zu bannen. So testen Sie Apps,

spielen das Lieblings-Game auch

mal auf dem PC oder prüfen vor

dem Kauf, welche App sich denn

besser auf dem Tablet macht.

Android Emulator

Der offizielle Emulator leidet

allerdings unter einer Reihe von

Einschränkungen. Zum einen

arbeitet die Emulation nicht

wirklich flott – selbst nachdem

es inzwischen möglich ist, die

GPU des Hosts mitarbeiten zu

lassen –, zum anderen enthält

das emulierte Android nie das

Google-Framework. Google

Maps, Chrome oder natürlich

auch der Play Store lassen sich

daher nicht so einfach in dem

emulierten System benutzen,

das Nachinstallieren von Apps

über den Google-Market ist

unmöglich .

Als Alternative bot sich längere Zeit das

Open-Source-Projekt AndroVM [LINK 2] an.

Auf Basis von Android x86 [LINK 3], das Android

auch auf herkömmlicher PC-Architektur

lauffähig macht, verfrachtete AndroVM mithilfe

von VMware oder VirtualBox Android

in eine virtuelle Maschine. Das virtualisierte

Android arbeitete schon damals deutlich

schneller als der Emulator aus dem SDK.

Inzwischen ist aus AndroVM ein kommerzielles

Projekt geworden, als Genymotion

[LINK 4] lässt sich die Android-VM jedoch weiterhin

kostenlos benutzen. Später sollen einmal

zusätzliche Features für Entwickler hinzukommen,

die nur nach dem Kauf einer Lizenz

freigeschaltet werden.

Aufgrund des Supports von OpenGL läuft

das virtualisierte Genymotion-Android praktisch

genauso schnell, wie Sie das von aktuellen

Android-Handys kennen. Die Voraussetzungen

dafür sind entsprechend des Kastens

„Systemvoraussetzungen“ ein halbwegs

aktueller PC und eine OpenGL-fähige Grafikkarte

mit entsprechenden Treibern.

Genymotion einrichten

Das virtuelle Android in Form von Genymotion

bekommen Sie nach einer kostenlosen

Registrierung auf der Homepage des Pro-

Systemvoraussetzungen

• OpenGL-2.0-fähige Grafikkarte

• VT-x- oder AMD-V-fähige CPU mit 2 GHz+

• Mindestens 2 GByte RAM

• Mindestens 2 GByte Speicherplatz

104

November 2013

Android-User.de


Poweruser

Genymotion

jekts. Downloads stehen generell für Windows,

MacOS X und Linux bereit. Für Windows-User

gibt es zudem eine Variante, die

das ansonsten getrennt zu installierende VirtualBox

[LINK 5] – eine Software zum Betrieb

von virtuellen Maschinen ähnlich wie etwa

VMWare, allerdings kostenlos und Open

Source – gleich mitbringt. Auf anderen Betriebssystemen

müssen Sie VirtualBox vor

dem Start von Genymotion eigenständig installieren

und grundlegend einrichten.

Nach dem ersten Start führt Genymotion

noch keine virtuellen Maschinen. Über Add

gelangen Sie in das Menü Create a new virtual

device. Dort loggen Sie Sich in Ihren

Genymotion -Account ein. In diesem Dialog

finden Sie nun eine große Auswahl an fertigen

Android-VMs, die Sie abermals über Add

herunterladen und im System ablegen.

Genymotion bietet Maschinen im von VirtualBox

unterstützten Format Open Virtualization

Archive (kurz OVA) mit Android 4.1

und neuer an. Verschiedene Gerätetypen stehen

zur Wahl. In mit „with Google Apps“ gekennzeichneten

VMs ist das Google-Framework

mit Play Store bereits vorinstalliert.

Damit Sie später über die Android-Debug-

Bridge – kurz adb – auf das virtualisierte System

zugreifen können, müssen Sie noch

unter Menu und Settings den Path to Android

SDK, also den Pfad zu Ihrer Installation des

Android-SDKs [LINK 6], eintragen. Geben Sie

an dieser Stelle nicht den vollständigen Pfad

zur adb.exe beziehungsweise adb-Binary ein,

sondern nur den Pfad zum SDK selber. Also

ohne ein platform‐tools\adb.exe oder platform‐tools\adb.

Android-VM starten

Liegen nun eine oder mehr Android-VMs auf

Ihrer Festplatte, starten Sie das virtualisierte

Android über einen

Klick auf Play. Je nach

Rechenpower Ihres

Systems – empfehlenswert

sind Rechner ab

der ersten Core-Generation

Intels – startet

die VM in nur wenigen

Augenblicken.

Wie bei Android üblich

gilt es, anfangs das

System einzurichten

und etwa die Sprache

auszuwählen. Nutzen Abb. 2: Genymotion inklusive bereits installierten und startbereiten

Android-Systemen.

Sie eine VM mit vorinstalliertem

Google-

Framework, fragt Sie der Einrichtungsassistent

auch nach Ihrem Google-Account. Legen

Sie sich am besten für Ihren virtuellen Test-

Androiden ein eigenes Google-Konto an.

Das virtuelle Android bedienen Sie nun genauso,

wie Sie es vom Handy gewohnt sind.

Die Maus ersetzt Ihren Zeigefinger. Zur Eingabe

von Texten nutzen Sie jedoch die Tastatur

Ihres PCs, ein virtuelles Keyboard erscheint

bei Genymotion nicht. In den Einstellungen

der VM – erreichbar über das kleine

Icon mit dem Schraubenschlüssel – oder

über die App „Genymotion Configurator“

ließe sich das virtuelle Keyboard jedoch auf

Wunsch nachträglich auch aktivieren.

Rechts neben dem Android-Screen finden

Sie virtuelle Gerätetasten wie Lauter/​Leiser,

An/​Aus oder auch die Android-Buttons

Menü, Zurück und Home. Über das Batteriesymbol

lässt sich dem virtuellen Android

vorgaukeln, dass ihm der Strom ausgeht. Das

GPS-Icon öffnet ein Fenster, das dem virtuellen

Handy beliebige GPS-Koordinaten unter-

Abb. 3: Die unterschiedlichen Android-Images lädt

sich Genymotion aus dem Internet.

Abb. 4: Der Pfad zum Android-SDK muss korrekt in

Genymotion eingetragen werden.

Android-user.de November 2013 105


Poweruser

Genymotion

Abb. 5: Das mit VirtualBox virtualisierte Android mit den Zusatztasten von

Genymotion.

Abb. 6: Genymotion bringt im Gegensatz zum Android Emulator des SDKs

den Play Store mit.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30587

Abb. 7: Bequem gaukeln Sie dem virtuellen Android-

System eine beliebige GPS-Position vor.

Genymotion unter Linux

jubelt. Eine durchsuchbare Karte erleichtert

Ihnen die Wahl Ihres simulierten Standorts.

Viel Power und Play Store

Entwicklern und erfahrenen Usern muss der

Nutzen von virtuellen Maschinen nicht erklärt

werden. Android-User profitieren besonders

von der Integration des Play Stores

und von den Handy-Buttons in der Oberfläche.

In der virtuellen Maschine experimentieren

Sie gefahrlos mit unbekannten oder verdächtigen

Apps, ohne Ihr eigenes Handy zuzumüllen

oder zu gefährden.

Genymotion bietet in seiner Oberfläche

zwar keine Option, Snapshots einer aktiven

Abb. 8: VirtualBox listet die Android-VMs auf, dort lassen sie

sich ausführlich konfigurieren.

VM zu erstellen, doch über das VirtualBox-

Backend ist dies – wie bei „normalen“ VMs

mit Desktop- oder Serversystemen – kein

Problem. So sichern Sie eine vorkonfigurierte

VM und kehren mit wenigen Mausklicks zu

einem älteren Zustand zurück. In VirtualBox

selbst haben Sie auch die Möglichkeit, die

VM mit Ihrer Demo-App zu archivieren und

an Interessenten weiterzugeben.

Die Performance des virtualisierten Androids

hängt natürlich stark vom eingesetzten

Host-System ab. Für das Schreiben dieses Artikels

wurde ein etwas angestaubtes Debian-

System auf einem System mit einem drei

GHz schnellen Intel Core2Duo E84000 und

vier GByte RAM genutzt.

Hier lief das virtuelle Android

deutlich schneller

und flüssiger als Googles

hauseigener Android-

Emulator, wenn auch das

System ansonsten gut

ausgelastet war.

Entwickler finden

zudem mit der Genymotion-API

eine Möglichkeit,

interaktiv auf die

laufende Android-VM zuzugreifen

und so etwa

Features wie NFC per Software

zu emulieren. ● ● ●

Um Genymotion unter Linux zu betreiben, bietet der Entwickler diverse

Linux-Downloads an. Für 32- oder 64-Bit-Ubuntus, -Fedoras

oder -RedHats gibt es jeweils ein einheitliches Binary-Paket. Für

64-Bit-Debians wird ein Extrapaket offeriert, zudem sollte auf diesen

Systemen noch das Paket libpng3 eingespielt werden.

Zur Installation setzen Sie mit chmod das Execute-Bit und rufen das

sich selbst extrahierende Archiv auf. Alle Daten werden daraufhin

in das Verzeichnis genymotion im aktuellen Ordner entpackt. Im

nachstehenden Listing finden Sie die nötigen Befehle anhand der

Installation auf einem 64-Bit-System ausgeführt.

$ chmod +x genymotion‐1.2.1_x64.bin

$ ./genymotion‐1.2.1_x64.bina

$ genymotion/genymotion

Seine Daten, also heruntergeladene OVA-Images und die aktiven

virtuellen Maschinen, legt Genymotion im Ordner ~/.Genymotion

ab. Die aktiven VMs werden automatisch mit Ihrer VirtualBox-Installation

verknüpft, sodass Sie die Android-VMs auch direkt in VirtualBox

sehen und Sie hier auch tiefgreifende Änderungen an den

VMs vornehmen können. Starten Sie eine Android-VM aus Virtual-

Box, fehlt jedoch das Genymotion-Menü an der Seite.

106

November 2013

Android-User.de


PowerUser

Action Launcher Pro

Der Action Launcher Pro mit dem gewissen Extra

Action

Launcher Pro

Der Hype um Custom-Launcher ist ein wenig abgeebt, doch ab und

an erscheint doch noch eine Launcher-Perle im Play Store. Der Action

Launcher Pro ist umfassend konfigurierbar und bringt eine Reihe von

Features mit, die ihn von der Konkurrenz abheben. Martin Lennertz

Launcher gibt es wie Sand am Meer.

Neben Vertretern, die mit coolen 3D-

Features glänzen, gibt es jede Menge

Weiterentwicklungen des klassischen

Standard-Launchers von Android, die

ähnlich funktionieren, jedoch mehr Funktionalitäten

mitbringen. Haben Sie kein Nexus-

Gerät, so ist Ihr Smartphone oder Tablet in

der Regel vom Hersteller mit einer eigenen,

angepassten Benutzeroberfläche ausgestattet,

welche auch einen Launcher beinhaltet.

Falls Sie mit der Werksausstattung Ihres

Androiden jedoch nicht ganz zufrieden sind

oder einfach mal ein anderes Bedienungskonzept

ausprobieren wollen, bietet der Play

Store viele Alternativen an. Der Action Launcher

[LINK 1] versucht dabei, mit Alleinstellungsmerkmalen

wie Cover und Shutter zu

punkten. Wir zeigen Ihnen, was es damit auf

sich hat und wie Sie sich den Launcher auf

Ihrem Gerät einrichten.

Action Launcher Pro

Nach einer kurzen Einführung müssen Sie

sich entscheiden, ob Sie das Layout Ihres

vorherigen Launchers importieren oder ob

Sie mit einer leeren Oberfläche beginnen

möchten. Bitte beachten Sie, dass Widgets

generell nicht übernommen werden können.

Übertragen lassen sich aber beispielsweise

App-Verknüpfungen und Ordner von den

Homescreens oder aus der Dock-Leiste.

In unserem Test verlief der Import auf den

von uns genutzten Testgeräten mit verschiedenen

Launchern jedoch nicht zufriedenstellend.

Wir empfehlen daher, mit einer leeren

Oberfläche zu beginnen. Hierbei lernen Sie

gleichzeitig die Bedienung des Launchers

kennen. Wählen Sie also None (blank canvas)

und tippen auf Import.

Homescreen

Der Homescreen ist beim Action

Launcher so aufgebaut, dass Sie

am oberen Rand eine Leiste (Action

Bar) und am unteren das

Dock vorfinden. Dazwischen ist

Platz für Widgets oder App-Verknüpfungen.

Die Einstellungen

(Settings) erreichen Sie über die

Menütaste beziehungsweise

über den Menübutton ganz

rechts in der Action Bar.

Unter Display | HOME

Screens legen Sie fest, wie groß

das Raster für App-Symbole

auf Ihrem Homescreen sein

soll, ob die Icon-Größe skaliert

und die App-Namen angezeigt

werden sollen, wie

viele Homescreen-Seiten Sie

verwenden möchten und welche

davon die Standardseite

ist. Den Abstand der Widgets

und App-Icons vom Bildschirmrand

konfigurieren Sie

über Display | General |

Screen padding. Zur Nutzung

des Action Launchers

im Querformat müssen Sie

unter Labs den Landscape

mode aktivieren.

Quickdrawer

Während bei den meisten

Launchern im Dock ein Button

Android-user.de november 2013 107


PowerUser

Action Launcher Pro

Abb. 1: Ihre Apps finden Sie in dem

am rechten Bildschirmrand versteckten

Quickdrawer.

Abb. 2: Wie gewohnt sind dort

auch alle zur Verfügung stehenden

Widgets aufgeführt.

zum Anzeigen des App-Drawers zu finden

ist, öffnen Sie diesen beim Action Launcher

über das Symbol ganz links in der Action Bar

oder durch eine Wischgeste vom linken Bildschirmrand

nach rechts. Der App-Drawer erscheint

als eine breite Leiste am linken Rand

und nennt sich aus gutem Grund Quickdrawer:

Die Apps sind alphabetisch in einer

Liste angeordnet, durch welche Sie mit vertikalen

Wischgesten scrollen können.

Bewegen Sie Ihren Finger über das eingeblendete

Alphabet am Rande des Quickdrawers,

so springt die Liste direkt zu den Apps,

deren Namen mit dem angezeigten Buchstaben

beginnen. Damit lassen sich Ihre Apps

wirklich sehr schnell finden und gezielt starten.

Zum Verstecken einzelner Apps im App-

Drawer wählen Sie diese in den Einstellungen

unter Quickdrawer |

Hidden apps aus.

Damit sich Ihr Handy

auch im Look von anderen

unterscheidet, können Sie

aus dem Play Store eines

der zahlreichen Icon-Packs

installieren. Diese aktivieren

Sie dann in den Einstellungen

unter Display |

General | Icon pack. Auch

die Symbole einzelner

App-Verknüpfungen auf

dem Homescreen oder im

Dock lassen sich manuell

ändern, indem Sie länger

auf das entsprechende

Icon drücken, wieder loslassen

und dann Change

icon antippen.

Action Bar und Dock

Die Action Bar am oberen Rand des Bildschirms

beinhaltet eine praktische Suchbox

(Quicksearch), mit der Sie Apps, Kontakte

und Musik auf Ihrem Gerät finden können.

In den Einstellungen unter Shortcuts | Action

Bar Search lässt sich die Funktion der Suchleiste

auf Google Suche/​Now oder auf

Google Sprachsuche umstellen.

Für einen schnellen Zugriff auf den Play

Store finden Sie in der Action Bar ebenfalls

eine fest installierte Verknüpfung. Über die

Menütaste Ihres Handys erreichen Sie weitere

wichtige Funktionen des Handy-Systems:

die Desktopsperre (Lock/​Unlock desktop),

das Hintergrundbild, die Android-Systemeinstellungen,

die App-Verwaltung und

die Action-Launcher-Einstellungen (Settings).

Das Dock bietet Platz für Ihre

App-Verknüpfungen oder Ordner

und ist auf allen Homescreens

zu sehen. In den Einstellungen

können Sie es

unter Display | Dock komplett

deaktivieren, seine Breite (die

Anzahl der anzuzeigenden

Icons) festlegen, die Trennlinie

oberhalb des Docks ausschalten

und den farbigen Indikator

zur Markierung der

aktuellen Homescreen-Seite

permanent sichtbar machen.

Abb. 3: Über die Action Bar starten

Sie App, Google-Suche oder öffnen

einen Ihrer Kontakte.

Abb. 4: Ordner auf dem Homescreen

verwandelt der Action

Launcher Pro auf Wunsch in Cover.

Abb. 5: Das kleine Quadrat rechts

unten in der Ecke des Icons zeigt

Ihnen den Cover-Ordner an.

Cover, Shutter und

Shortcuts

Cover sind eine natürliche

Weiterentwicklung von Ordnern.

Anstelle des sonst übli-

108

November 2013

Android-User.de


PowerUser

Action Launcher Pro

chen Ordnersymbols sehen Sie bei einem

Cover nur das Symbol der ersten App aus

dem Ordner, welches den dahinter verborgenen

Ordner sozusagen überdeckt. Sie erkennen

ein Cover an dem kleinen grauen Quadrat

in der rechten unteren Ecke des Icons,

und es ist folgendermaßen zu bedienen: Zum

Starten der Cover-App tippen Sie das Symbol

an, zum Öffnen des Ordners wischen Sie vertikal

darüber.

Möchten Sie ein Cover erstellen, benötigen

Sie zunächst einen Ordner. Diesen legen Sie

an, indem Sie einfach eine App-Verknüpfung

auf eine andere ziehen. Als Nächstes öffnen

Sie den Ordner und tippen auf den Button

mit den drei Punkten in der rechten unteren

Ecke neben dem Namen des Ordners. Im angezeigten

Aktionsmenü wählen Sie Make

cover. Genau so machen Sie aus einem Cover

wieder einen Ordner, nur dass Sie dann auf

Make folder tippen.

Shutter funktionieren ähnlich wie Cover,

jedoch geht es hier um das kurzfristige Einblenden

von Widgets. Diese weitere, einzigartige

Funktion des Action Launchers ist allerdings

erst ab Android 4.1 verwendbar. Erkennen

lässt sich ein Shutter an den drei

kleinen grauen Balken in der rechten unteren

Ecke des App-Symbols, welche an einen

Fensterladen erinnern. Diese erscheinen automatisch

bei allen Apps, die Widgets haben.

Durch Tippen auf das Icon starten Sie die

App, durch vertikales Wischen öffnen Sie das

Widget. Sie können Ihre Widgets also nur bei

Bedarf über einen Shutter einblenden und

müssen dafür nicht permanent Platz auf dem

Homescreen belegen. Möchten Sie das anzuzeigende

Widget eines Shutters ändern oder

Abb. 6: Die drei Streifen des Shutter-Icons sagen

Ihnen, dass Sie hier Widgets öffnen können.

entfernen, tippen Sie auf den Aktionsbutton

in der rechten unteren Ecke des

Shutter-Widgets und wählen Change

widget zum Ändern beziehungsweise

Remove widget zum Entfernen.

Mit Shortcuts passen Sie das Verhalten

des Action Launchers weiter Ihren

Gewohnheiten an und führen damit

bestimmte Aktionen noch schneller

aus. In den Einstellungen finden Sie

unter Shortcuts die folgenden Funktionen:

Quickdrawer über die Hometaste

ein- und ausblenden, Anzeigen oder

Verbergen der Action Bar durch Tippen

auf eine freie Stelle auf dem

Homescreen, Öffnen des Benachrichtigungscenters

durch Wischen nach

unten sowie Anzeigen der zuletzt verwendeten

Apps durch Wischen nach

oben von einer beliebigen Stelle.

Fazit

Der Action Launcher bietet tolle, einzigartige

Features und verfolgt dabei

das Ziel, möglichst einfach zu bedienen

und einzustellen zu sein und

einen schnellen Zugriff auf alles Wichtige

anzubieten, was ihm gut gelingt. Nehmen

Sie sich die Zeit, und probieren Sie die

weiteren Einstellungsmöglichkeiten aus, die

wir Ihnen hier nicht vorstellen konnten. Die

App ist noch relativ jung, wird jedoch regelmäßig

mit Updates versorgt und macht Lust

auf mehr. Wir sind auf jeden Fall gespannt,

wie es mit der Entwicklung weitergeht. ● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30426


Poweruser

Synology Cloud Station mit Android

Mit der Synology Cloud Station Dropbox ersetzen

Privatwolke

alexmillos, 123RF

Für digitale Schlapphüte

sind Cloud-Dienste

ein Schnüfflerparadies.

Wirklich private Daten

und Geschäftsunterlagen

gehören nicht in

einen kommerziellen

Cloud-Speicherdienst.

Mit einer Synology

Cloud Station hosten

Sie Ihre eigene Cloud

zu Hause oder im Büro.

Christoph Langner

Noch vor wenigen Monaten konnte

es eigentlich nicht genug „Cloud“

sein. Unzählige Cloud-Dienste

konkurrierten um die Gunst des

Kunden. Daran hat sich wenig geändert,

doch der User ist zumindest in Grenzen aufgewacht.

Die Spionageaffäre rund um die

Enthüllungen von Edward Snowden macht

klar, dass Skepsis im Umgang mit solchen

Diensten angesagt ist. Viele Daten gehören

nicht in die Cloud. Zumindest nicht in die

Wolken, die Sie nicht selber kontrollieren.

Der Trend geht daher weg von der Cloud:

Analysten sind der Meinung, dass den amerikanischen

Cloud-Anbietern wie Dropbox,

Box und natürlich auch Google aufgrund der

gewachsenen Skepsis in den nächsten drei

Jahren zwischen 22 und 35 Milliarden Dollar

Umsatz entgehen könnten [LINK 1].

Im Kommen sind dagegen Lösungen, die

Ihnen selber das Einrichten Ihrer eigenen

Cloud ermöglichen. Dazu reichen eine

schnelle DSL-Leitung und ein NAS-Speicher

– kurz für Network Attached Storage – aus.

Mit den DiskStations von Synology [LINK 2]

lässt sich eine Home-Cloud sehr einfach aufsetzen,

inklusive App für das Handy.

Synology QuickConnect

Ist Ihre DiskStation installiert und eingerichtet,

aktivieren Sie die Cloud Station über das

Paket-Zentrum. Sollten Sie Ihr NAS hinter

einem Router betreiben

und auch

von Ihrem Internetanbieter

regelmäßig

eine

neue Internet-IP

zugewiesen bekommen,

sollten Sie zudem QuickConnect

über die Systemsteuerung konfigurieren.

QuickConnect erlaubt es, Ihr NAS über

eine ID aufzurufen, sodass Sie sich nicht eine

kryptische IP merken müssen, die sich im

Falle einer dynamischen Internet-IP sowieso

regelmäßig ändert. Zudem werden dann

ebenso Portweiterleitungen von einem Router

auf Ihr NAS hinfällig, diese übernimmt

ebenfalls QuickConnect. Der Service erleichtert

besonders Einsteigern die Nutzung der

NAS-Dienste über das Internet.

Synology Cloud Station

In den Einstellungen zur Cloud Station aktivieren

Sie den Dienst auf Ihrem Synology-

NAS, setzen anschließend die Berechtigungen

und bestimmen, welche Ordner in Zukunft

über die Cloud Station zu erreichen

sein sollen. Die dafür benötigten Konfigurationen

sollten sich auch ohne tiefgreifendes

Fachwissen in wenigen Minuten zusammenklicken

lassen.

Wie bei Dropbox und anderen Cloud-Speicherdiensten

macht die eigene Daten-Cloud

110

November 2013

Android-User.de


Poweruser

Synology Cloud Station mit Android

Abb. 1: QuickConnect erlaubt Ihnen den Einsatz der Cloud Station hinter

einem DSL-Router.

Abb. 2: Die Cloud Station ist in der Lage, Dropbox und andere Cloud-Speicherdienste

zu ersetzen.

natürlich erst dann Sinn, wenn Ihre Computer

ausgewählte Daten automatisch mit dem

Cloud-Speicher abgleichen. Auch bei der Synology

Cloud Station übernimmt ein Client-

Programm diese Aufgabe. Sie finden es für

Windows, MaxOS X und Linux im Download-Bereich

[LINK 3] bei Synology. Bei der Installation

des recht neuen Linux-Clients ist

noch etwas Handarbeit angesagt [LINK 4], da

bisher keine Pakete für die Paketverwaltung

angeboten werden.

Der Installationsaufwand für den Cloud-

Station-Client beschränkt sich darauf, die

Serveradresse als IP oder QuickConnect-ID

einzugeben sowie die Zugangsdaten einzutragen.

Anschließend wählen Sie, welche

über die Cloud Station freigegebenen Ordner

wohin gesichert werden sollen. Ist Ihre Cloud

Station korrekt eingerichtet, wird der Client

umgehend mit der Synchronisation der gespeicherten

Daten beginnen.

Installieren Sie den Client auf allen Ihren

Rechnern, gleicht das System die von Ihnen

ausgewählten Daten über das Heimnetzwerk

und auch das Internet – wenn Sie Ihre Quick-

Connect-ID zum Log-in nutzen – über den

Speicher Ihres NAS ab. Genauso wie Sie es

von Dropbox gewohnt sind, allerdings bleiben

externe Serverdienste komplett außen

vor. In der Grundeinstellung nutzt Cloud Station

zudem eine verschlüsselte SSL-Verbindung

über ein selbst generiertes Zertifikat.

DS cloud für Android

Damit Sie von unterwegs Zugriff auf Ihre

Cloud-Daten haben, bietet Synology für seine

– beziehungsweise Ihre – Cloud Station auch

Apps für mobile Geräte an. Das kostenlose

DS cloud [LINK 5] synchronisiert wie der Desktop-Client

für den PC Ihre Daten zwischen

Handy/​Tablet und Ihrem Synology-NAS.

Auch wenn die Funktionalität auf den ersten

Blick an den Dropbox-Client erinnert,

beide Apps unterscheiden sich grundlegend.

DS cloud synchronisiert die von Ihnen ausgewählten

Ordner komplett zwischen Handy

und NAS. Was in der Cloud abgespeichert

wird, lädt die App auch automatisch auf Ihr

Abb. 3: Im Desktop-Client der Cloud Station legen Sie fest, welche Daten

synchronisiert werden sollen.

Abb. 4: Wie bei Dropbox signalisiert Ihnen ein kleiner Haken, dass die

Daten abgeglichen wurden.

Android-user.de November 2013 111


Poweruser

Synology Cloud Station mit Android

Abb. 5: Auch die Cloud-Station-

App erlaubt es Ihnen, die zu synchronisierenden

Ordner zu wählen.

Abb. 6: Im Gegensatz zu Dropbox

gleicht die Cloud-Station-App die

Daten direkt ab.

Abb. 7: Beim Einrichten können Sie

genau festlegen, welche Daten

abgeglichen werden sollen.

Abb. 8: Deaktivieren Sie den Verbindungsstatus,

um das Icon in der

Kopfleiste abzuschalten.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/30464

Handy, sodass Sie die ausgewählten Cloud-

Daten auch immer offline mit sich führen.

Dropbox für Android schreibt im Gegensatz

dazu erst dann etwas auf Ihr Handy (beziehungsweise

in den Zwischenspeicher der

App), wenn Sie eine Datei in der Dropbox-

App explizit antippen. Ohne einen schnellen

und günstigen Internetzugang bleiben die

meisten Ihrer Cloud-Daten daher bei Dropbox

außer Reichweite.

Die Konfiguration des DS-cloud-Clients für

Android ist nicht aufwendiger als die des

Desktop-Clients. Wieder tragen Sie IP oder

DirectConnect-ID Ihrer DiskStation ein. Anschließend

wählen Sie einen Ordner aus, den

es zu synchronisieren gilt, und entscheiden,

wohin die Daten geschrieben werden sollen.

Beachten Sie bitte erneut, dass DS cloud die

Daten umgehend auf dem Handy speichert,

wählen Sie daher keine Ordner aus, die

große Datensammlungen enthalten.

Damit sich das abzugleichende Datenvolumen

auf Ihrem mobilen Gerät in Grenzen

hält, bietet Ihnen der Einrichtungsassistent

am Ende noch diverse Optionen an. So können

Sie etwa Unterordner vom Daten-Sync

ausklammern, die maximale Dateigröße beschränken

(in der Grundeinstellung werden

nur Daten bis zu 10 MByte gesichert) oder

auch diverse Dateiformate von der Synchronisation

ausklammern.

Von Haus aus arbeitet DS cloud nur, wenn

Sie via WLAN im Internet hängen, in den

Einstellungen lässt sich dies jedoch ändern.

Deaktivieren Sie Nur WLAN-Sync, jedoch nur

wenn Sie ein großes Inklusivvolumen für Ihr

Handy gebucht haben.

Nicht schön ist, und auch oft von den Usern

über Kommentare im Play Store moniert,

dass die App über ein Icon in der Benachrichtigungsleiste

permanent darüber informiert,

aktiv zu sein. Diese Benachrichtigung

lässt sich jedoch über die Einstellungen unter

dem Punkt Verbindungsstatus deaktivieren.

Fazit

Eine Synology-NAS und die entsprechenden

Anwendungen für PC und Handy stellen eine

ernsthafte Alternative zu Dropbox dar –

wenn Sie bereit sind, die Kosten zu tragen

und den Aufwand zu leisten. Die Apps unterscheiden

sich nur in Details von denen der

kommerziellen Cloud-Anbieter. Ist alles einmal

eingerichtet, arbeitet die Synology Cloud

Station reibungslos. Zudem bietet Synology

weitere Handy-Apps an [LINK 6], mit denen

sich das NAS-Gerät komfortabel nutzen lässt.

Die Preise für eine einfache DiskStation

wie die DS213J [LINK 7] liegen im Internet bei

etwa 180 Euro. Dazu kommen noch eine

oder mehr Harddisks. Zusätzlich würde der

24/​7-Betrieb bei 28 Cent/​kWh teurem

Ökostrom im Jahr etwa 50 Euro kosten.

Ob sich die Kosten und Mühen lohnen? Es

hängt von Ihrem Nutzungsverhalten ab: Wer

Dropbox, Google Drive und Co. nur für ausgewählte

Daten benutzt, braucht sich keine

eigene Home-Cloud einzurichten. Wer aber

größere Datenmengen, vielleicht auch vertrauliche

Unterlagen und Daten, synchronisieren

möchte, dem bleibt heutzutage eigentlich

gar nichts mehr anderes übrig, als sich

selber in eigener Regie einen Home-Cloud-

Dienst aufzusetzen.

● ● ●

112

November 2013

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Marcel Hilzinger, Mirko Mahlberg, Patrick Neef,

Samuel Groesch, Christoph Langner, Diana Hahn,

Arnold Zimprich , Christian Ullrich, Andreas Itzchak

Rehberg, Patrick Grete, Martin Lennertz

Grafik

Judith Erb (Design und Layout), Kristina Fleischer

Titelgestaltung

Judith Erb

Bildnachweis

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere

Schlussredaktion

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Geschäftsleitung

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