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Android User Root & Custom-Rom (Vorschau)

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02/2013 • Februar 2013 • www.android–user.de<br />

Ingress<br />

Das Google-Spiel wird<br />

Ihr Leben verändern!<br />

<strong>Root</strong> &<br />

<strong>Custom</strong>-ROM<br />

<strong>Root</strong>-Anleitungen für das Galaxy Nexus, Nexus 4 und 7,<br />

Galaxy S2, S3 und viele <strong>Android</strong>-4.0-Geräte S.17-27<br />

Alle Informationen zum Thema <strong>Root</strong> und Superuser S.14<br />

Anleitung: Cyanogenmod 10 auf dem Galaxy S installieren S.32<br />

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SERVICE<br />

<strong>Root</strong>en und die Garantie<br />

Christoph Langner<br />

Editorial: <strong>Root</strong>, <strong>Custom</strong>-ROMs und das liebe Recht<br />

Garantiert<br />

gerootet<br />

Bei so gut wie jeder <strong>Root</strong>- oder Modding-Anleitung finden Sie „rechtliche<br />

Hinweise“ dahingehend, dass Sie durch das <strong>Custom</strong>-ROM Ihre<br />

Garantie und somit den Anspruch auf eine kostenlose Reparatur<br />

verlieren. Stimmt das wirklich? Christoph Langner<br />

Nach dem Kauf hütet man sein<br />

neues Handy wie den eigenen<br />

Augapfel. Kein Kratzer soll den<br />

Anblick trüben, kein Makel soll<br />

den Stolz auf das neue Gerät beeinträchtigen.<br />

Und sollte doch einmal etwas – trotz<br />

sorgfältigen Umgangs – am teuren <strong>Android</strong>en<br />

kaputtgehen, dann gibt es ja immer<br />

noch die Gewährleistungsansprüche im<br />

Rahmen des Kaufvertrags gegenüber dem<br />

Verkäufer. Wurde der Schaden nicht von<br />

Ihnen durch unsachgemäßen Umgang verursacht,<br />

dann haben Sie zwei Jahre lang<br />

Anspruch auf Reparatur oder gar das Recht<br />

auf ein Austauschgerät.<br />

Doch was ist eigentlich unsachgemäßer<br />

Gebrauch? Und in welchem Fall müssen<br />

Sie die Reparatur aus eigener Tasche bezahlen?<br />

Zweifelsfrei müssen Sie den Schaden<br />

tragen, wenn Sie Ihr Handy fallen lassen<br />

und das Display in tausend Splitter zerbricht.<br />

Ein Wackelkontakt der Kopfhörerbuchse<br />

kann durchaus auch von Ihnen verursacht<br />

worden sein, eventuell war aber<br />

auch eine Lötstelle von Anfang an blind<br />

und das Versagen nur eine Frage der Zeit.<br />

Aber was ist mit dem <strong>Root</strong>en des Handys<br />

oder dem Einsatz eines <strong>Custom</strong>-ROMs wie<br />

z.B. CyanogenMod? Geht hier Ihr Gewährleistungsanspruch<br />

verloren, so wie es viele<br />

<strong>Root</strong>-Anleitungen immer wieder behaupten?<br />

Wir versuchen, etwas Licht in die<br />

Sache zu bringen.<br />

Gewährleistung<br />

Der Gesetzgeber teilt die Gewährleistung<br />

[LINK 1] in zwei Phasen auf. Tritt ein Fehler<br />

oder Schaden in den ersten sechs Monaten<br />

nach dem Kauf auf, dann geht das Gesetz<br />

davon aus, dass der Schaden von Anfang<br />

an vorhanden ist. Der Verkäufer – und nicht<br />

direkt der Hersteller – muss die notwendigen<br />

Maßnahmen tragen, das Gerät zu reparieren.<br />

Will der Verkäufer die kostenlose<br />

Reparatur ablehnen, dann muss er Ihnen<br />

nachweisen, dass Sie für den Schaden<br />

ursächlich verantwortlich sind.<br />

Ist das Display durch einen Sturz<br />

vom Schreibtisch gebrochen,<br />

dann wird ihm das ohne Weiteres<br />

gelingen. Hat die Kopfhörerbuchse<br />

einen Wackelkontakt,<br />

dann muss der Verkäufer<br />

beweisen, dass Sie<br />

den Schaden durch etwa<br />

übermäßiges Ziehen am Stecker<br />

verursacht haben. Geht<br />

das Display des Handys nicht<br />

mehr an, ohne dass man von<br />

außen etwas sieht, wird nur etwa ein<br />

THesIMPLIFY, Fotolia<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 3


SERVICE<br />

<strong>Root</strong>en und die Garantie<br />

Abb. 1: Für diesen Sturzschaden am Display unseres Redaktionsgerätes werden wir wohl kaum<br />

den Hersteller oder Händler des <strong>Android</strong>-Tablets zur Verantwortung ziehen können.<br />

nachweisbarer Wasserschaden die erfolgreiche<br />

Reklamation infrage stellen.<br />

Nach Ablauf der sechs Monate dreht sich<br />

die Beweislast um. Lehnt der Verkäufer die<br />

kostenlose Reparatur ab, müssen nun Sie<br />

selbst beweisen, dass der Fehler am Gerät<br />

von Anfang an bestand. Da dies dem Konsumenten<br />

nur schwer gelingt, nehmen Gerichte<br />

hier den Verbraucher bei einem<br />

Rechtsstreit meistens in Schutz und entscheiden<br />

im Zweifel für den Käufer. Wieder<br />

müsste aber auch der Verkäufer nachweisen,<br />

dass Sie am Schaden schuld sind.<br />

Garantien<br />

Abseits der gesetzlichen Gewährleistung<br />

bieten manche Hersteller zusätzliche Garantien<br />

an. So gibt es Verlängerungen der<br />

Gewährleistung auf<br />

drei oder fünf Jahre.<br />

Oder der Hersteller<br />

garantiert, dass das<br />

Handy Spritzwasser<br />

verträgt oder gar wasserdicht<br />

ist. Diese Garantien<br />

sind ein freiwilliges Angebot des<br />

Herstellers und Schränken die gesetzliche<br />

Gewährleistung in keiner Weise ein.<br />

Für diese Garantien geben die Hersteller<br />

immer wieder verschiedene Fristen an. So<br />

beschränkt eigentlich jeder Handy-Produzent<br />

seine Garantie auf Verschleißteile wie<br />

Akkus oder Kopfhörer auf nur sechs Monate<br />

[LINK 2]. Dadurch entsteht oft der Glauben,<br />

dass Sie auf Akkus kein Recht auf Gewährleistung<br />

hätten. Ganz egal, was in den<br />

Bestimmungen steht: Verfügt der Akku<br />

nach weniger als zwei Jahren nur noch<br />

über einen Bruchteil seiner ursprünglichen<br />

Kapazität, dann haben Sie Anspruch auf<br />

Gewährleistung. Was der Hersteller in seinen<br />

Garantiebestimmungen dazu schreibt,<br />

ist absolut nebensächlich.<br />

Viele Hersteller – wie zum Beispiel auch<br />

Motorola – behaupten [LINK 3] zudem auf<br />

ihren Webseiten und Garantieschreiben,<br />

dass durch das <strong>Root</strong>en oder Einspielen<br />

eines <strong>Custom</strong>-<strong>Rom</strong>s die Garantie verloren<br />

geht. Die Behauptung ist durchaus rechtlich<br />

korrekt, aber wiederum nur zum Teil<br />

richtig. Die Aussage bezieht sich lediglich<br />

auf die freiwillige Herstellergarantie, aber<br />

nicht auf die gesetzliche Gewährleistung<br />

über die zwei Jahre nach dem Kauf.<br />

<strong>Root</strong>en und <strong>Custom</strong>-ROMs<br />

Wenn Sie also Ihr Handy rooten, einen alternativen<br />

Kernel oder gar eine neue Aftermarket-Firmware<br />

einspielen, dann verlieren<br />

Sie zwar Ihre Ansprüche auf die freiwilligen<br />

Garantien des Herstellers, nicht aber<br />

Ihr gesetzlich verbrieftes Recht auf Ge-<br />

Abb. 2: Die Hersteller machen es dem Käufer durch solche Bleiwüsten<br />

möglichst schwer, die Garantiebestimmungen zu lesen.<br />

Abb. 3: Die Installation eines <strong>Custom</strong>-ROMs<br />

alleine beeinträchtigt die<br />

Gewährleistung in keinem Fall.<br />

Abb. 4: Der ROM Manager warnt Sie<br />

beim ersten Start davor, dass Sie Ihre<br />

Garantieansprüche verlieren.<br />

4<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


SERVICE<br />

<strong>Root</strong>en und die Garantie<br />

Abb. 5: Ein modifizierter Lockscreen<br />

wird die Gewährleistungsansprüche<br />

nicht beeinträchtigen.<br />

währleistung gegenüber dem Verkäufer.<br />

Tritt ein Fehler am <strong>Android</strong>-Handy auf,<br />

dann müssen Sie sich im Normalfall keine<br />

Sorgen machen, dass Sie das Handy<br />

gerootet und geflasht haben. Der Verkäufer<br />

darf die Gewährleistung nur dann ablehnen,<br />

wenn er Ihnen nachweisen kann, dass<br />

der Schaden auf das <strong>Root</strong>en oder die <strong>Custom</strong>-Firmware<br />

zurückzuführen ist.<br />

Um sicherzugehen, dass das Problem nicht<br />

auf Ihrem <strong>Custom</strong>-ROM beruht, sollten Sie<br />

aber auf jeden Fall die Original-Firmware<br />

einspielen – falls es denn noch überhaupt<br />

möglich ist. So schließen<br />

Sie aus, dass der<br />

Fehler an der aktuell<br />

installierten Software<br />

liegt (zum Beispiel<br />

keine Tonausgabe) und<br />

den Hersteller eigentlich<br />

keine Schuld trifft.<br />

Ein Freibrief zum <strong>Root</strong>en<br />

ist dieser Beitrag<br />

dennoch nicht. Schäden<br />

am Handy lassen<br />

sich sehr wohl auch<br />

durch Software hervorrufen.<br />

So können die<br />

Lautsprecher des Handys<br />

zu Bruch gehen,<br />

weil das <strong>Custom</strong>-ROM<br />

die Beschränkung der<br />

Lautstärke aufhebt.<br />

Oder die Blitzlicht-LED<br />

versagt, weil Sie die<br />

Leuchte im Dauerbetrieb<br />

als extra helle Taschenlampe missbrauchen,<br />

dann kann der Verkäufer die Gewährleistung<br />

durchaus auch erfolgreich<br />

ablehnen.<br />

Ebenso können Sie sich nicht auf die Gewährleistung<br />

berufen, wenn beim Einspielen<br />

eines <strong>Custom</strong>-ROMs etwas schiefgeht,<br />

und Sie das Handy in einen nutzlosen<br />

Briefbeschwerer verwandeln, der sich<br />

nicht mehr booten lässt. Das „gebrickte“<br />

Handy ist eindeutig Ihre Schuld, von daher<br />

sind die auch von uns immer wieder zitierten<br />

Warnungen durchaus berechtigt. ● ● ●<br />

Abb. 6: Das Übertakten des Handy-<br />

Prozessors ist schon mit mehr Vorsicht<br />

zu genießen.<br />

Abb. 7: Moderne CPUs brennen nicht<br />

mehr so schnell durch, doch hier<br />

drohen reale Schäden.<br />

Warnung!<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong> lehnt explizit jede Verantwortung für die <strong>Root</strong>-<br />

Anleitungen in diesem Heft ab! Das <strong>Root</strong>en und Einspielen<br />

von <strong>Custom</strong>-ROMs ist eine kompli zierte und aufwendige<br />

Operation am offenen Herzen Ihres Handys/Tablets. Geht<br />

etwas schief, dann taugt Ihr liebgewonnener <strong>Android</strong>e eventuell<br />

nur noch als Briefbeschwerer. Die gesetzliche Gewährleistung<br />

greift hier nicht, schließlich haben Sie den Schaden<br />

verursacht. Neben der Gefahr, das Handy während des<br />

Flash-Vorgangs unwiderruflich zu schrotten, gehen Ihnen<br />

zudem zusätzliche Garantien des Herstellers verloren (siehe<br />

Artikel). Sichern Sie vor dem Flashen eines neuen ROMs<br />

immer Ihre wichtigsten Daten. Ihre Kontakte und Mails lagern<br />

zwar meist in der Google-Cloud und werden nach Anlegen<br />

eines Google-Kontos auf dem Handy synchronisiert,<br />

doch wichtige Kurznachrichten, App-Daten oder die Ruflisten<br />

der Telefon-App gehen verloren, da <strong>Root</strong>- und <strong>Custom</strong>-<br />

ROM-Anleitungen sehr oft einen kompletten Factory-Reset<br />

empfehlen bzw. durchführen, damit<br />

das neue System nicht durch alte Einstellungen<br />

aus dem Rhythmus kommt.<br />

<strong>Custom</strong>-ROMs bergen auch immer das Risiko, Malware zu<br />

verbreiten. Oft agieren die ROM-Köche nur unter dem Decknamen<br />

eines Forums. Wer garantiert Ihnen, dass der Koch<br />

keinen Trojaner eingebaut hat, der im Hintergrund private<br />

Daten überträgt? Schauen Sie sich daher die Community<br />

eines ROMs prüfend an. Gibt es tausende Kommentare,<br />

dann deutet dies auf eine große Fan-Basis und viele wachsame<br />

Augen hin, die Unregelmäßigkeiten entdecken könnten.<br />

Wir warnen daher auch in <strong>Android</strong> <strong>User</strong> immer deutlich<br />

vor den Risiken. Überlegen Sie bitte genau, ob die Freiheit<br />

eines gerooteten Handys die Gefahr das Handy zu „bricken“<br />

wert ist. <strong>Root</strong>en und Flashen Sie <strong>Custom</strong>-ROMs nur dann,<br />

wenn Ihnen die Eingriffe echte und handfeste Vorteile bringen<br />

und nicht nur um der Individualität willen.<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 5


SERVICE<br />

Inhalt<br />

News<br />

8 News<br />

Service<br />

3 Editorial: <strong>Root</strong>en<br />

und die Garantie<br />

6 Inhalt<br />

12 Social <strong>Android</strong><br />

114 Impressum<br />

QR-Code scannen<br />

und Gratis-Artikel<br />

online lesen!<br />

14 Superuser<br />

Was Sie schon immer<br />

zu <strong>Root</strong> wissen wollten<br />

Fokus<br />

14 Superuser<br />

Die Grundlagen zum <strong>Root</strong>en<br />

im Überblick<br />

18 <strong>Root</strong>-Rechte auf Nexus-<br />

Geräten erlangen<br />

Toolkits zum <strong>Root</strong>en von Google-<br />

Handys und Tablets<br />

22 Galaxy S2 und S3 rooten<br />

<strong>Root</strong> für Samsungs Topmodelle<br />

26 Universal <strong>Root</strong><br />

Universalschlüssel für diverse<br />

<strong>Android</strong>en ab Version 4.0<br />

28 ICS auf dem HTC Desire<br />

<strong>Android</strong> 4.0 auf HTCs einstigem<br />

Topmodell<br />

32 Galaxy S und CyanogenMod 10<br />

Jelly Bean auf dem ersten Galaxy<br />

38<br />

S3 mini<br />

Das Kleine von<br />

Samsung im Test<br />

Hardware<br />

36 Sony Xperia U<br />

Sonys kompakter Schönling<br />

38 Galaxy S3 mini<br />

Samsung schrumpft sein<br />

Top-Handy<br />

40 Nikon Coolpix S800c<br />

Kompakt-Kamera mit <strong>Android</strong>-<br />

Basis<br />

42 TrekStor SurfTab ventos 9.7<br />

10-Zoll-Tablet für wenig Geld<br />

44 CMX Aquila<br />

Einsteiger-Tablet mit Schwächen<br />

46 TV-Sticks<br />

Rüsten Sie Ihr TV-Gerät mit diesen<br />

HDMI-Sticks auf<br />

6 FEBRUAR 2013 ANDROID-USER.DE


SERVICE<br />

Inhalt<br />

Einsteiger<br />

86 Google Music<br />

Googles neuer Plattenladen<br />

Tipps & Tricks<br />

90 Audio-Tipps<br />

Futter für die Ohren<br />

92 Tipps & Tricks<br />

Nützliche Tipps der Redaktion<br />

94 Direktimport aus China<br />

Gadgets in eigener Regie<br />

importieren<br />

98 Prepaid-Kreditkarten<br />

Bei Google Play ohne Risiko<br />

einkaufen<br />

Power<strong>User</strong><br />

100 Galaxy Nexus Induktion<br />

Laden Sie Ihr Nexus kabellos auf<br />

102 Firewalls<br />

So schonen Sie Ihr Download-<br />

Volumen<br />

104 ROM-Küche<br />

News und Tipps zu <strong>Custom</strong>-ROMs<br />

106 Windows-8-Treiber<br />

<strong>Android</strong>-Treiber für Windows 8<br />

54 iTunes<br />

Wie <strong>Android</strong> und iTunes<br />

harmonisch kooperieren<br />

SPIELE<br />

74 Neue Spiele<br />

Unsere Spielevorstellungen<br />

78 Rollenspiele<br />

Vier klassische Rollenspiele für<br />

jeden Geschmack im Test<br />

DevCorner<br />

108 Monkey Coder<br />

<strong>Android</strong>-Spiele mit Monkey<br />

entwickeln<br />

82 Ingress<br />

Google macht die Welt zum<br />

Spielfeld<br />

APPS<br />

60 Lookout Mobile Security<br />

50 App-Empfehlungen<br />

Die Favoriten der Redaktion<br />

52 App-Neuheiten<br />

Die besten neuen Apps bei<br />

Google Play<br />

54 iTunes unter <strong>Android</strong><br />

iPod, iPhones und <strong>Android</strong><br />

kommen sich näher<br />

Geräteortung trotz leerem Akku<br />

62 Alben Cover<br />

So erhalten Ihre Songs bunte<br />

Plattenhüllen<br />

65 TuneIn-Radio<br />

Komfort-Radio aus dem<br />

Internet<br />

66 Appseits des Mainstreams<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong> sucht nach<br />

verborgenen App-Perlen<br />

69 SyPressure Pro<br />

Ein Barometer im Handy<br />

70 Winter-Apps<br />

Nützliche Apps für die<br />

Winterzeit<br />

QR-Code lesen: so geht's...<br />

Installieren Sie die App „Barcode<br />

1. Scanner“ vom ZXing Team.<br />

Starten Sie die App, und halten Sie<br />

2. den Scanner über den QR-Code.<br />

Der Barcode Scanner zeigt einen<br />

3. Link auf android-user.de an.<br />

Tippen Sie auf den Link, oder<br />

4. wählen Sie Browser öffnen.<br />

JULI 2012


NEWS<br />

<strong>Android</strong>-News<br />

<strong>Android</strong>-News<br />

ZTE bringt Octacore-<br />

Smartphone<br />

Laut Angaben der China Times arbeitet ZTE<br />

an einem Smartphone mit einem achtkernigen<br />

Prozessor, das 2013 auf den Markt kommen<br />

soll. Unter dem Codenamen „Apache“<br />

entwickelt ZTE einen leistungsstarken <strong>Android</strong>en<br />

mit einer Mediatek ARM15 MT6599-CPU,<br />

die über acht Rechenkerne verfügt. Schenkt<br />

man den Berichten aus China Glauben, verpasst<br />

ZTE dem Boliden ein HD-Display mit<br />

1080p-Auflösung, dazu gibt es eine an Sony-<br />

Smartphones erinnernde Hauptkamera mit<br />

13 Megapixel Auflösung. Auch an der Konnektivität<br />

wird nicht gespart, das Gerät kann<br />

unter anderem via WCDMA, 4G LTE und TD-<br />

SCDMA Daten austauschen.<br />

Neuer Marketing-Chef bei HTC<br />

Ab Januar 2013 wird Benjamin Ho bei HTC das<br />

Marketing lenken. Nach Informationen des Wall<br />

Street Journal bekleidete Ho bereits den Posten<br />

als CMO (Chief Marketing Officer) bei Motorola,<br />

derzeit ist er noch für das Marketing beim taiwanesischen<br />

Mobilfunk-Anbieter FarEasTone verantwortlich.<br />

Ho wird direkt CEO Peter Chou unterstellt<br />

und wird eng mit ihm zusammenarbeiten.<br />

HTC will seine Kräfte bündeln und ganzheitliches<br />

Marketing betreiben, speziell Massenmärkte<br />

sollen geschickter angesprochen werden.<br />

Grund für den Personalwechsel ist, dass HTC in<br />

den vergangenen Quartalen Marktanteile an<br />

Samsung und Apple verloren hat, das Ergebnis<br />

waren herbe finanzielle Einbußen. So sank innerhalb<br />

eines Jahres der HTC-Marktanteil von 10,3<br />

Prozent im dritten Quartal 2011 auf 4 Prozent im<br />

Q3 2012. Mit dem neuen Mann an der Spitze will HTC der Konkurrenz<br />

Anteile abluchsen – und den eigenen Gerätepark attraktiver machen.<br />

„HTCs Produktdesign ist zwar innovativ, dem Unternehmen gelang es jedoch<br />

nicht, die Einzigartigkeit seiner Produktpalette zu kommunizieren“,<br />

so ein Analyst des Schweizer Bankhauses UBS. Im vierten und letzten<br />

Quartal 2012 ging der Umsatz nach Angaben des Unternehmens um 41<br />

Prozent auf knapp über 2 Milliarden US-Dollar zurück.<br />

HTC<br />

Samsung<br />

Amazon verdoppelt Kindle-Absatz<br />

5 Millionen Galaxy Note 2 verkauft<br />

Nur einen Monat nach seinem Marktstart meldete Samsung bereits 3 Millionen verkaufte<br />

Note 2 weltweit, Ende November 2012 waren es bereits 5 Millionen. Während<br />

und nach der Weihnachtssaison rechnet der Hersteller mit einem weiteren steilen<br />

Verkaufsanstieg. Samsung gibt an, dass das Note 2 seinen Vorgänger bereits<br />

jetzt abgehängt hat, insgesamt wollen die Südkoreaner rund 20 Millionen<br />

Geräte verkaufen. Es gibt jedoch eine weitere gute Nachricht aus Seoul:<br />

Samsung hat im vierten Quartal 2012 rund 63 Millionen Smartphones<br />

verkauft, allein 15 Millionen Exemplare des Flaggschiffs Galaxy S3. Das Galaxy<br />

Note 2 wurde bis Ende Dezember rund 7 Millionen Mal verkauft.<br />

Am letzten November-Wochenende, an das in den USA der besonders umsatzstarke<br />

Black Friday angegliedert war, konnte Amazon neue Verkaufsrekorde verzeichnen:<br />

Im Vergleich zum letzten Novemberwochenende im Vorjahr verdoppelten sich die<br />

Absatzzahlen. Amazon nutzte den Kundenandrang, um den Käufern seine Kindle-<br />

Palette zu besonders günstigen Preisen schmackhaft zu machen. Wie die Zahlen<br />

genau aussehen, wollte Amazon allerdings nicht bekannt geben. So viel ist jedoch<br />

klar: Im Zeitraum zwischen dem 6. September und Ende November 2012 kamen<br />

neun der zehn bestverkauften Amazon-Produkte aus der Kindle-Produktpalette –<br />

und das weltweit. Dazu zählen allerdings auch Kindle-Zubehör und digitale Inhalte.<br />

Amazon<br />

8<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


NEWS<br />

<strong>Android</strong>-News<br />

Meizu MX 2, der Quad Core-Bolide<br />

Mit dem MX2 präsentiert Meizu einen Jelly-Bean-<strong>Android</strong>en mit Vierkern-Prozessor und 2<br />

GByte RAM, der der Smartphone-Szene in Fernost zu neuen Impulsen verhelfen dürfte.<br />

Das Gerät mit dem Namen MX2 ist der Nachfolger des ebenfalls recht ansehnlichen MX,<br />

das wie der Neuankömmling mit vier Rechenkernen aufwarten konnte. Im Inneren des<br />

MX2 tut ein auf 1,6 GHz getakteter Samsung-Prozessor mit 2 GByte RAM seinen Dienst,<br />

dazu verbaut Meizu einen 4,4-Zoll-Bildschirm mit 800x1280 Pixel Auflösung, das entspricht<br />

347 Pixel per Inch. Für Schnappschüsse steht eine 8-Megapixel-Kamera bereit.<br />

Meizu hat die <strong>Android</strong>-4.1-Jelly-Bean-Benutzeroberfläche stark angepasst, was Stock-<br />

And roid-Fans etwas enttäuschen dürfte – das Ergebnis von Meizus Bemühungen ähnelt<br />

ein wenig der MIUI <strong>Custom</strong>-ROM. Das Meizu MX2 ist in China ab Dezember in Versionen<br />

mit wahlweise 16, 32 oder 64 GByte internem Speicher für 399, 479 respektive 639 US-<br />

Dollar erhältlich. Ob es auch Europäer einmal kaufen können, ist (leider) ungewiss.<br />

Meizu<br />

Smartphone mit Riesen-<br />

Akku: Lenovo P770<br />

Lenovo hat in seinem Heimatland China einen energiegeladenen<br />

<strong>Android</strong>en präsentiert: das P770. In dem 4,5<br />

Zöller tut ein 1,2 GHz schneller Dual-Core-Prozessor mit<br />

1 GByte RAM seinen Dienst, das Display des mit <strong>Android</strong><br />

4.1 Jelly Bean ausgestatteten Smartphones löst<br />

mit 540x960 Pixeln auf. Dazu serviert Lenovo 3G, Wi-Fi,<br />

GPS und einen 4 GByte großen internen Speicher. Die<br />

Flexible Displays bis Mitte 2013<br />

Samsung soll im ersten Halbjahr 2013 mit der Massenproduktion<br />

von flexiblen OLED-Displays starten, Mitte 2013 könnten<br />

bereits die ersten Geräte mit den innovativen Bildschirmen auf<br />

den Markt kommen. Offizielle Informationen zum Marktstart<br />

gibt es allerdings noch keine. Samsung hatte den Termin schon<br />

einmal verschoben, entsprechende Prototypen zeigte der Hersteller<br />

aber schon 2011 und auf mehreren Messen 2012. Trotz<br />

der mehrfachen Verzögerung kann fest damit gerechnet werden,<br />

dass 2013 erste Handys und eventuell auch kleine Tablets<br />

mit flexiblen Displays auf den Markt kommen. Dabei wird anstelle<br />

von hartem Glas eine Kunststoff-Abdeckung für das Display<br />

benutzt. Die Technologie ermöglicht nicht nur komplett<br />

neue Bauweisen, sie macht die Displays auch bruchsicher.<br />

lenovo<br />

Chinesen haben darüber hinaus eine 5 Megapixel-<br />

Hauptkamera mit LED-Blitz und eine kleine VGA-Frontkamera<br />

für Videochats verbaut, zu einem echten Dauerläufer<br />

wird das Lenovo durch seinen leistungsstarken<br />

3500mAh-Akku. Mit dieser Leistung mausert es sich zur<br />

direkten Konkurrenz für das Motorola Droid RAZR<br />

Maxx, das auch in China beliebt ist – die Batterie des<br />

Maxx verfügt aber lediglich über 3300 mAh. Laut<br />

Lenovo ermöglicht der Riesen-Akku 29 Stunden<br />

Gesprächszeit und 644 Stunden Standby, das sind rund<br />

27 Tage. Das Gewicht des Smartphones liegt bei 161<br />

Gramm, mit einer Größe von 133x67x11,9 Millimetern<br />

zählt es nicht gerade zu den schlanksten <strong>Android</strong>en.<br />

Sony taucht Xperia P in Gold<br />

Das japanische Unternehmen bringt eine Version des <strong>Android</strong>-<br />

Smartphones Xperia P mit einer Beschichtung aus 24-karätigem<br />

Gold in einer Kleinstauflage heraus. Eine gewisse Eleganz<br />

kann man dem Luxus-Sony nicht absprechen – in solch einer<br />

exklusiven Farbgebung hat wohl noch kein Smartphone des<br />

Herstellers aus Fernost geschillert. Verwunderlich ist hingegen,<br />

warum Sony ausgerechnet dem 1 GHz-Phone Xperia P zu Gold-<br />

Status verhilft, ist doch das Gerät bestenfalls der Mittelklasse<br />

zuzurechnen. Immerhin hat der verbaute Prozessor zwei Kerne,<br />

dazu kommen 1 GByte RAM und 16 GByte interner Speicher.<br />

Laut Sony will man in dem Goldstück auch gar nicht aktuelle<br />

Technik verbauen, sondern lediglich das typische Unibody-<br />

Design der Xperia-Serie ins rechte Licht rücken. Aus diesem<br />

Grund wird das güldene<br />

Xperia P zunächst<br />

nur in einer<br />

Kleinstserie hergestellt,<br />

von nur 15 Exemplaren<br />

ist die Rede.<br />

Sony<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 9


NEWS<br />

<strong>Android</strong>-News<br />

ZTE<br />

ZTE bringt erstes <strong>Android</strong>-<br />

4.2-Update<br />

ZTE brachte bereits Ende November 2012 ein Jelly Bean<br />

4.2-Update für eines seiner Mittelklassegeräte im Reich<br />

der Mitte heraus, gerade einmal zwei Wochen vorher<br />

veröffentlichte Google die Jelly Bean-Quelldateien – so<br />

sieht eine nutzerfreundliche Update-Politik aus. Das<br />

auf diese Weise begünstigte Smartphone mit der<br />

Typenbezeichnung N880E wird bis dato nur in China<br />

vertrieben, es hat einen 4 Zoll-WVGA-Bildschirm,<br />

einen 1 GHz-Prozessor und 512 MByte RAM. Dabei<br />

ist zu bemerken, dass das N880E eines der ersten<br />

Geräte weltweit war, das bereits ab Werk mit <strong>Android</strong><br />

4.1 Jelly Bean ausgeliefert wurde, ZTE änderte<br />

das Stock-<strong>Android</strong> erfreulicherweise kaum ab. Mit<br />

dem wieselflinken Jelly Bean-Update macht ZTE<br />

anderen Hardware-Herstellern vor, wie schnell die<br />

neuesten <strong>Android</strong>-Versionen auf Endgeräten landen können.<br />

Hoffentlich nimmt sich der ein oder andere Hersteller ein Beispiel daran und<br />

bringt Updates künftig etwas zügiger heraus.<br />

Samsung-Prozessor<br />

mit acht Kernen<br />

2012 konnte Samsung die Fachwelt mit<br />

seinem im Galaxy S3 verbauten Exynos 4<br />

Quad Core- und mit den Exynos 5 Dual<br />

Core-Prozessoren begeistern. 2013 will der<br />

Hersteller einen Achtkern-Prozessor präsentieren.<br />

Das Bauteil besteht genau genommen<br />

aus zwei Prozessoren und beruht<br />

auf dem von ARM entwickelten Konzept<br />

des big.LITTLE-Computing. Das bedeutet,<br />

dass eine 1,8 GHz schnelle Cortex A15<br />

Quad Core-CPU die Schwerstarbeit verrichtet,<br />

dieser steht jedoch eine ebenfalls<br />

vierkernige Cortex A7-CPU mit 1,2 GHz zur<br />

Seite, die bei weniger Auslastung einspringt.<br />

Auf diese Weise soll der Prozessor<br />

bei Spitzenbelastungen auch Spitzenleistungen<br />

bringen und bei geringer Auslastung<br />

besonders stromsparend arbeiten.<br />

Archos: 13,3-Zöller für 300 Euro<br />

Zwar ist das Family Pad mit seinen 1300 Gramm nicht gerade leicht<br />

– das Tablet wurde aber auch nicht für die Aktentasche, sondern für<br />

den Einsatz in der Familie konzipiert. Das ab Werk mit <strong>Android</strong> 4.0<br />

Ice Cream Sandwich ausgestattete Gerät macht bei Alltags-Anwendungen<br />

mit seinem 1280x800 Pixel-Bildschirm und dem ARM Cortex<br />

A8-Prozessor mit 1 GHz Taktrate eine gute Figur. Dem Prozessor<br />

stehen 1 GByte RAM und ein 8 GByte großer interner Speicher<br />

zur Seite, dieser kann via microSD-Kartenschacht um bis zu<br />

32 GByte vergrößert werden. Weitere Features des Familien-<br />

<strong>Android</strong>en umfassen WLAN-Konnektivität, miniHDMI und USB<br />

2.0-Anschlüsse und zwei 2 Megapixel-Kameras. Das Archos Arnova<br />

Family Pad hat etwa 10 Stunden Video-Laufzeit und hält 5 Tage im Standby<br />

durch. Das Gerät kostet je nach Anbieter rund 300 Euro, um einen optimalen<br />

Blickwinkel auf Tischen zu ermöglichen, wird ein Ständer mitgeliefert.<br />

Archos<br />

Toshiba<br />

Toshiba präsentiert neues<br />

Jelly-Bean-Tablet<br />

Der japanische Hersteller Toshiba hat einen 10-Zöller mit<br />

Nvidia-Tegra-3-Prozessor herausgebracht, auf dem<br />

<strong>Android</strong> 4.1 vorinstalliert ist. Das 10,1-Zoll-Display des<br />

AT300SE löst mit 1280x800 Pixeln auf, im Inneren tut<br />

ein Nvidia Tegra 3 Quad Core-Prozessor mit 1 GByte<br />

RAM seinen Dienst. Dazu gibt es 16 GByte internen<br />

Speicher, der via microSD-Kartenslot erweitert werden<br />

kann. Um vielseitige Datentransfers zu gewährleisten,<br />

baut Toshiba einen microUSB-Port,<br />

Bluetooth 3.0, WLAN und GPS ein. Für die gelegentliche<br />

Fotopirsch hat das AT300SE eine 3<br />

Megapixel große Hauptkamera, eine kleine 1,2<br />

Megapixel-Frontkamera steht für Videochats<br />

zur Verfügung. Das 625 Gramm schwere<br />

Gerät verfügt über eine Laufzeit von rund 10<br />

Stunden und kostet rund 375 Euro.<br />

FEBRUAR 2013<br />

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Liegt Ihnen etwas auf dem Herzen? Möchten Sie sich über <strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

beschweren oder die Redaktion loben? Dann schreiben Sie uns eine<br />

E-Mail oder hinterlassen einen Kommentar auf Facebook oder<br />

Google+. redaktion@android-user.de<br />

Kommentare bei Google Play<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong>: Seit Neuestem werden die<br />

Kommentare bei Google Play mit Eurem Profil<br />

bei Google+ verknüpft. Findet Ihr das ein cooles<br />

Feature oder unnötigen Zwang?<br />

Ich finde so etwas mehr als unnötig.<br />

Reicht doch, wenn man die Kommentare<br />

auf Google Play lesen kann.<br />

Enrico S. via Google+<br />

Eigentlich finde ich die Idee recht<br />

gut… es gibt zu viele sinnlose Kommentare,<br />

die den Leuten und auch<br />

den Entwicklern kein Stück weiterhelfen…,<br />

und es werden immer mehr. Ich denke mal,<br />

dass dies weniger wird, wenn den Verfassern<br />

klar wird, dass sie sich vorher ein G+-<br />

Profil anlegen müssen.<br />

Tyrone G. via Google+<br />

Abb. 1: Wer ein Google+-Profil<br />

Da bin ich nicht begeistert von, genauso<br />

wenig wie bei Maps, wenn nur noch darüber abgeben.<br />

besitzt, kann nun Kommentare<br />

man ein Hotel bewerten will. Auch<br />

mit Foto und Konto-Verknüpfung. Sven J. via Google+<br />

Google wird doch ohnehin jeden seiner Dienste mit dem<br />

anderen verknüpfen. Über kurz oder lang. War da jetzt jemand<br />

überrascht? Ich finde die Entwicklung konsequent<br />

und gut. Gläsern bin ich mit meinem Profil und den Google-Now-<br />

Daten für meinen Lieblingsdiensteprovider eh schon. Es ist ja nicht<br />

so, als wären meine Zahnarzttermine oder das Foto meines Katers<br />

irgendwie relevant für die Geheimdienste.<br />

Benjamin G. via Google+<br />

<strong>Android</strong> 5.0?<br />

Hallo, habe gerade auf<br />

nena.se gesehen, dass ein<br />

Gerät mit <strong>Android</strong> 5 gelistet<br />

ist. Kann das sein??<br />

Benjamin K. via E-Mail<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong>: Die Geräteangaben<br />

und Informationen zur genutzten<br />

<strong>Android</strong>-Version zu fälschen, ist auf<br />

einem gerooteten Smartphone oder<br />

Tablet ein Kinderspiel. Das angebliche<br />

Tablet von Acer verfügt zudem<br />

nur über eine durchschnittliche<br />

Hardware. Es dürfte somit kaum das<br />

erste Tablet mit <strong>Android</strong> 5.0 sein. Wir<br />

halten die Resultate für eine plumpe<br />

Fälschung.<br />

Abb. 2: Solche Benchmark-Resultate<br />

sind nicht ernst zu nehmen,<br />

vor allem, wenn es nur ein Einziges<br />

davon gibt.<br />

E-Mail-Icon: Djordje Radivojevic, 123RF<br />

12<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


SERVICE<br />

Social <strong>Android</strong><br />

WhatsApp — einmal mehr...<br />

Angenommen, ich benutze<br />

WhatsApp. Diese App verwendet<br />

angeblich eine sehr schlechte<br />

oder sogar kaum Verschlüsselung. Wenn<br />

ein Angreifer nun versucht, über Whats-<br />

App einen Man-in-the-middle-Angriff<br />

durchzuführen und damit auch Erfolg hat,<br />

wird er dann nur die spezifischen Daten<br />

aus WhatsApp auslesen können? Also<br />

Kontaktdaten, Passwörter von WhatsApp,<br />

Texte? Oder kann er dann sogar Passwörter<br />

aus anderen Apps auslesen oder sogar<br />

die Kreditkartennummer auslesen, die ich<br />

verwende, um im Google Play Store zu<br />

kaufen?<br />

Maximilan S. via E-Mail<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong>: Ein Angreifer, der es<br />

auf WhatsApp abgesehen hat, würde versuchen,<br />

den Datenverkehr, den die Whats-<br />

App-App generiert, über einen Zwischenserver<br />

zu leiten (Eben der klassische Manin-the-middle-Angriff).<br />

Durch gefälschte<br />

Zertifikate oder eine manipulierte App würden<br />

Sie als <strong>User</strong> davon nichts mitbekommen.<br />

Dadurch könnte der Angreifer mitverfolgen,<br />

was Sie über WhatsApp alles machen.<br />

Er könnte Ihre Account-Daten auslesen,<br />

mitschneiden, mit wem Sie über was<br />

sprechen, oder er könnte Nachrichten<br />

unter Ihrem Namen absenden. Auf den<br />

Play Store oder Ihre Kreditkartendaten<br />

hätte der Angreifer jedoch keinen Zugriff.<br />

Abb. 3: WhatsApp hat Sicherheitsprobleme,<br />

aber keine gravierenden.<br />

Kommentare zu AdBlock Plus<br />

Ohne komme ich mir<br />

beim Surfen irgendwie<br />

nackt vor. Das<br />

geht gar nicht! Auf dem Mobiltelefon<br />

ist für mich allerdings<br />

der Kauf einer App die erste<br />

Wahl, um vor Werbung verschont<br />

zu bleiben. Das kann ich<br />

nur jedem, der die Möglichkeit<br />

hat, empfehlen. Der wichtigste<br />

Aspekt für den Einsatz von Ad-<br />

Blockern ist für mich, zu verhindern,<br />

dass ein unabsichtliches<br />

Klicken/ Berühren eines<br />

Werbebanners im schlimmsten<br />

Fall unangenehme Konsequenzen<br />

für mich haben kann. Man<br />

hört ja gelegentlich von Klickfallen<br />

etc.<br />

Alexander W. via Google+<br />

Ich nutze bis dato<br />

AdAway und bekomme<br />

eigentlich so<br />

gut wie jede Werbung geblockt.<br />

Ich finde Apps dieser<br />

Art sehr sinnvoll – auch wenn<br />

da jetzt jeder Entwickler, der an<br />

Free Apps Geld verdienen will<br />

schreien wird. Aber die AdBlocker<br />

bleiben sowieso nur<br />

gerooteten Geräten vorbehalten,<br />

und das dürfte einer Minderheit<br />

entsprechen.<br />

Danny T. via Facebook<br />

Wenn man kostenlose<br />

Spiele haben will,<br />

sollte man schon Werbung<br />

in Kauf nehmen.<br />

Tobias H. via Facebook<br />

Ich habe da ein etwas<br />

gespaltenes Verhältnis.<br />

Auf der einen Seite<br />

empfinde ich viele Werbungen<br />

im Web extrem störend und<br />

aufdringlich. Auf der anderen<br />

Seite bin ich auch gerne bereit,<br />

meinen Beitrag zu leisten und<br />

mir Werbung anzutun, um<br />

damit den freien Zugang zu professionellen<br />

Inhalten zu erhalten.<br />

AdBlock Plus (im Browser,<br />

die App kenne ich noch nicht) ist<br />

zum Glück gut konfigurierbar,<br />

und ich kann ganz gut selbst<br />

einstellen, auf welchen Seiten<br />

ich die Funktion abschalte und<br />

für den Rest einfach generell<br />

eingeschaltet lasse.<br />

Martin F. via Google+<br />

Octacore von<br />

Samsung<br />

Ich denke, dass Samsung nur etwas<br />

beweisen will. Denn einen Sinn ergibt<br />

das nicht. Genauso wie die<br />

super tollen 5“-Displays mit einer Auflösung<br />

von 1980x1020 Pixeln. Es frisst Akku, ist zu<br />

groß und erzeugt Wärme. Aber in einem Jahr<br />

rennt wohl jeder mit einem Octacore-Handy<br />

herum, dessen Bildschirm 7-Zoll misst.<br />

Felix K. via Google+<br />

Sinnvoller als die acht Kerne wäre<br />

eher das, was Asus in die Transformer<br />

eingebaut hat (Nvidia, Anmerkung<br />

der Redaktion): 4 Kerne mit 1 GHz +<br />

fünfter Kern mit nur 500 MHz, der den ganzen<br />

Kleinkram erledigt.<br />

Richard R. via Google+<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de<br />

www.androiduser.de/facebook<br />

www.androiduser.de/google+<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 13


FOKUS<br />

Superuser<br />

<strong>Root</strong>-Zugriff unter <strong>Android</strong> erklärt<br />

ROOT<br />

Vermutlich haben Sie<br />

schon davon gehört –<br />

von <strong>Root</strong> und vom <strong>Root</strong>en.<br />

Dieser Artikel erklärt<br />

Ihnen, was die Begriffe<br />

bedeuten, woher sie<br />

stammen, und wozu<br />

das <strong>Root</strong>en gut ist<br />

Oliver Nitzschke, Marcel Hilzinger<br />

<strong>Root</strong> kann eine Person oder ein Objekt<br />

sein. Der Begriff stammt aus<br />

dem Englischen und bedeutet<br />

schlicht „Wurzel“. Eingeführt<br />

wurde er vor über 40 Jahren mit den ersten<br />

Unix-Computersystemen. Im Unterschied zu<br />

Windows benutzte man hier für Laufwerke<br />

keine Buchstaben, sondern eine hierarchische<br />

Struktur, bei der jedes Laufwerk und<br />

jede Partition ein eigenes Verzeichnis besaß.<br />

Diese Struktur nannte man Verzeichnisbaum<br />

und das erste aller Verzeichnisse nannte man<br />

die Wurzel, also <strong>Root</strong>. Es wird durch einen<br />

einfachen Schrägstrich dargestellt (/).<br />

Neben der Wurzel des Verzeichnisses wanderte<br />

der Begriff<br />

<strong>Root</strong> auch<br />

auf den Benutzer<br />

über, der<br />

die Rechte an<br />

diesem Verzeichnis<br />

besitzt<br />

und somit<br />

auch über alle<br />

Unterverzeichnisse verfügt. Er ist (der) <strong>Root</strong>,<br />

wird aber oft auch Superuser oder einfach<br />

nur Administrator genannt. Bei Unix- und Linux-Systemen<br />

ist das heute noch so, und da<br />

<strong>Android</strong> ein Linux-System ist, hat sich diese<br />

Terminologie auch bei <strong>Android</strong> gehalten.<br />

Die Ähnlichkeiten zu Linux-/ Unix-Systemen<br />

bestehen bis heute. Schauen Sie sich<br />

dazu einfach einmal in einem Dateimanager<br />

die Namen der Verzeichnisse an, und vergleichen<br />

Sie diese mit der offiziellen File System<br />

Hierarchie von Unix-Systemen [LINK 1].<br />

<strong>Root</strong>en<br />

Mit <strong>Root</strong>en bezeichnet man den Vorgang auf<br />

einem <strong>Android</strong>-Gerät, die Rechte des Benutzers<br />

<strong>Root</strong> zu erlangen. In der Grundeinstellung<br />

sind sämtliche <strong>Android</strong>en so eingestellt,<br />

dass das nicht möglich ist. Für das <strong>Root</strong>en<br />

wird daher eine Schwachstelle im System gesucht,<br />

durch die sich die <strong>Root</strong>-Rechte ergattern<br />

lassen. Ein Gerät, das sich nicht rooten<br />

lässt, ist somit in gewisser Hinsicht sehr sicher.<br />

Ein gerootetes Gerät bedeutet aber<br />

nicht gleichzeitig, dass es weniger sicher ist.<br />

Sämtliche aktuell<br />

bekannten Lücken<br />

für das <strong>Root</strong>en<br />

setzen darauf auf,<br />

dass sich das<br />

Gerät im Debugging-Modus<br />

befindet<br />

und man<br />

direkten Zugriff<br />

darauf über einen Computer hat. Sie müssen<br />

also keine Angst haben, dass ein Angreifer<br />

aus dem Internet Ihr Smartphone einfach so<br />

rooten könnte.<br />

Ist das Handy erst einmal gerootet (siehe<br />

dazu unsere Anleitungen auf den folgenden<br />

Seiten), dann haben Sie durch die <strong>Root</strong>-<br />

Rechte die volle Kontrolle über das System<br />

und können nach Lust und Laune alles ändern,<br />

aber auch löschen. Sie haben die<br />

14<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


FOKUS<br />

Superuser<br />

Macht, das System zu<br />

verbessern oder kaputt<br />

zu machen. Dazu müssen<br />

Sie aber über Linux-Kenntnisse<br />

verfügen<br />

und über die Kommandozeile<br />

Befehle<br />

eingeben. Da das nicht<br />

jedermanns Sache ist,<br />

gibt es für dieses Problem<br />

<strong>Android</strong>-Lösungen<br />

in App-Form. Die wichtigste<br />

App ist Superuser<br />

[LINK 2]. Ohne diese können<br />

andere Apps keine<br />

<strong>Root</strong>-Rechte erlangen.<br />

Die Installation der<br />

Superuser-App gehört<br />

daher beim <strong>Root</strong>en<br />

immer dazu. Sie können<br />

die App auch so<br />

aus Neugierde ohne<br />

<strong>Root</strong>-Rechte installieren,<br />

dann funktioniert sie allerdings nicht.<br />

Finden Sie hingegen die Superuser-App nach<br />

einem <strong>Root</strong>-Versuch unter den Apps (ohne<br />

manuelle Installation), dann ist das ein gutes<br />

Indiz dafür, dass alles geklappt hat.<br />

Abb. 1: Linux-Nutzern vertraut: In diesen<br />

Verzeichnissen dürfen Sie nur als<br />

Benutzer „<strong>Root</strong>“ Dateien ändern.<br />

Macht das <strong>Root</strong>en mein<br />

Handy angreifbar?<br />

<strong>Android</strong> basiert auf dem Linux-Kernel, welcher<br />

als relativ sicher gilt. Das hängt in erster<br />

Linie damit zusammen, dass es ein komplett<br />

anderes Rechte-System benutzt als Windows.<br />

<strong>Android</strong> geht zudem noch einen Schritt weiter.<br />

Es gibt zwar seit <strong>Android</strong> 4.2 auch verschiedene<br />

Benutzerkonten, die dann unterschiedliche<br />

Verzeichnisse besitzen, aber der<br />

Benutzer wechselt quasi von App-Aufruf zu<br />

App-Aufruf und übernimmt dabei die Rechte,<br />

die die App bei der Installation bekommen<br />

hat. Etwas einfacher formuliert legt <strong>Android</strong><br />

für jede App einen separaten Nutzer an. Deshalb<br />

können Apps auch nicht auf die Daten<br />

Abb. 2: Hier sehen Sie, welche Apps<br />

bereits Superuser-Rechte gewährt<br />

bekommen haben.<br />

anderer Programme zugreifen. Eine Notiz-<br />

App kann also nicht wissen, wie viele Punkte<br />

Sie beim letzten Durchgang von Granny<br />

Smith erreicht haben. Unter Linux und Windows<br />

wäre dies möglich, solange die Daten<br />

zum gleichen Benutzer gehören, unter <strong>Android</strong><br />

braucht eine App dazu <strong>Root</strong>-Rechte.<br />

Doch wie bekommt sie diese?<br />

Um eine App zu installieren, müssen Sie<br />

dieser vor dem Herunterladen aus Google<br />

Play bestimmte Rechte gewähren. Einmal<br />

installiert, kann die App diese Rechte nicht<br />

einfach ändern oder erweitern, da der Programmierer<br />

die gewünschten Berechtigungen<br />

in der Datei <strong>Android</strong>Manifest.xml eintragen<br />

muss. Aus dieser Datei übernehmen <strong>Android</strong><br />

und der Google Play Store dann die Berechtigungen,<br />

die der Benutzer bestätigen muss.<br />

Damit ein Programmierer von Schadsoftware<br />

Zugriff auf das Senden und Empfangen von<br />

SMS bekommt, muss er dieses Recht also in<br />

die Datei <strong>Android</strong>Manifest.xml eintragen.<br />

Abb. 3: Jede App, die mit den Rechten<br />

des Superusers arbeiten will,<br />

muss um Erlaubnis bitten.<br />

GUT ZU WISSEN…<br />

Im Gegensatz zur oft verbreiteten Behauptung<br />

bedeutet das <strong>Root</strong>en nicht automatisch, dass<br />

Sie sämtliche Garantieansprüche verlieren,<br />

schließlich wird die Hardware nicht verändert.<br />

In vielen Fällen lässt es auch die Software praktisch<br />

unangetastet. Gibt also etwa der interne<br />

Lautsprecher seinen Geist auf, dann müssen<br />

Sie innerhalb der ersten 24 Monate keine Angst<br />

haben, dass Sie dafür aufkommen müssen. Es<br />

sei denn, Sie haben mit den <strong>Root</strong>-Rechten die<br />

Lautsprecher-Einstellungen so verändert, dass<br />

die Hardware dadurch zu Schaden kam.<br />

Auch wenn das <strong>Root</strong>en in den meisten Fällen<br />

keine komplizierte Angelegenheit ist, besteht<br />

dennoch bei den meisten Anleitungen die Gefahr,<br />

dass Sie einen Schritt überlesen oder<br />

falsch ausführen. Dadurch kann Ihr Smartphone/<br />

Tablet im schlimmsten Fall so kaputt<br />

gehen, dass es nicht mehr startet. In einem solchen<br />

Fall wäre der Händler von den Gewährleistungsansprüchen<br />

befreit, Sie müssten die<br />

Reparatur (sofern überhaupt möglich) selbst<br />

bezahlen. Lesen Sie dazu auch unseren ausführlichen<br />

Beitrag im Editorial.<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 15


FOKUS<br />

Superuser<br />

Abb. 4: Mit Titanium Backup erstellen<br />

Sie komplette Sicherungen von Apps<br />

und sämtlichen Daten.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/28010<br />

WOZU ROOT-RECHTE?<br />

Abb. 5: CPU Tuner hilft dabei, bessere<br />

Akkulaufzeiten zu erreichen. Dazu<br />

sind <strong>Root</strong>-Rechte nötig.<br />

Mit einem gerooteten System kann man sämtliche Aufgaben erledigen, die man auch<br />

mit einem Linux-System bewerkstelligen kann. Dazu gehören bei vielen Nutzern Spielereien<br />

wie das Übertackten der CPU (Overclocking) oder das Absenken der Spannung<br />

(Undervolting), um längere Akkulaufzeiten zu erreichen. Ebenfalls <strong>Root</strong>-Rechte<br />

am System benötigen Sie, wenn Sie alternative Firmware-Dateien installieren möchten.<br />

Das ist aber nur eine Seite der Medaille, es gibt auch wirklich viele nützliche Apps,<br />

wie Reklame-Blocker, Firewall-Anwendungen oder Backup-Apps. Mit Titanium Backup<br />

können Sie zum Beispiel Apps und sämtliche Daten speichern. So gehen Spielstände<br />

nicht verloren, wenn Sie das Gerät zurücksetzen müssen. Zudem haben Sie mit <strong>Root</strong>-<br />

Rechten auch vollen Zugriff auf die Berechtigungen von Apps. So können Sie zum<br />

Beispiel einem Messenger verbieten, auf die Kontakte zuzugreifen. Ob dieser dann<br />

noch funktioniert, steht natürlich auf einem anderen Blatt.<br />

Was aber, wenn ein Entwickler in der App<br />

angibt, dass er gerne <strong>Root</strong>-Rechte haben<br />

möchte? Die erwähnte Datei <strong>Android</strong>Manifest.xml<br />

sieht einen solchen <strong>Root</strong>-Zugriff<br />

nicht vor, und es gibt auch keinen Befehl,<br />

den man dort eintragen könnte. Sie müssen<br />

also keine Angst haben, dass eine App nach<br />

der Installation gleich mit <strong>Root</strong>-Rechten arbeitet,<br />

nur weil Sie dummerweise vergessen<br />

haben, die Berechtigungen durchzulesen.<br />

Dazu gibt es die Superuser-App. Will eine<br />

App <strong>Root</strong>-Rechte, startet automatisch die Superuser-App,<br />

und Sie werden gefragt, ob Sie<br />

<strong>Root</strong>-Rechte gewähren möchten (Abbildung<br />

3). Dieses Recht lässt sich temporär oder<br />

dauerhaft erteilen (standardmäßig gilt es permanent).<br />

In den Einstellungen der Superuser-App<br />

können Sie die <strong>Root</strong>-Rechte aber jederzeit<br />

auch wieder entziehen. Alle Apps,<br />

die mit <strong>Root</strong>-Rechten arbeiten möchten, sind<br />

also gezwungen, bei der Superuser-App<br />

nachzufragen. Somit haben Sie die volle Kontrolle<br />

über <strong>Root</strong>-Apps,<br />

ein ungewolltes Ausführen<br />

im Hintergrund<br />

ist ausgeschlossen. Sie<br />

sollten aber bei jeder<br />

App, die <strong>Root</strong>-Rechte<br />

erhalten möchte, Herkunft<br />

und Funktion<br />

prüfen (und schon gar<br />

nicht Apps aus unbekannten<br />

Quellen installieren,<br />

die <strong>Root</strong>-Rechte<br />

möchten). So halten<br />

Sie das System sauber.<br />

Superuser selbst<br />

lässt sich in der Kauf-<br />

Version „Elite“ [LINK 3]<br />

via PIN-Code zusätzlich<br />

absichern. Der<br />

Code wird dann zusätzlich<br />

benötigt, um<br />

einer App-Superuser-<br />

Rechte zu gewähren<br />

oder die Einstellungen zu ändern. Die Elite-<br />

Version kostet 2,40 Euro.<br />

Abb. 6: Mit Mobile Odin Pro spielen<br />

Sie neue Firmware-Dateien ohne<br />

Umweg über den PC ein.<br />

Kein Weg zurück?<br />

Aktuelle <strong>Android</strong>-Versionen und -Smartphones<br />

weisen immer weniger Sicherheitslücken<br />

auf. In vielen Fällen ist es daher gar nicht<br />

mehr so einfach, das System zu rooten.<br />

Zudem erhalten Sie durch <strong>Custom</strong>-ROMs<br />

oder spezielle Kernel oft keine Updates mehr<br />

vom Hersteller. Sein Handy zu rooten, lohnt<br />

sich also nicht immer. Die meisten <strong>Root</strong>-<br />

Tools bieten aber immer auch einen Weg zurück<br />

zur ursprünglichen Firmware ohne<br />

<strong>Root</strong>. Erkundigen Sie sich aber unbedingt vor<br />

dem <strong>Root</strong>en, ob dieser Weg besteht.<br />

In Zukunft wird das <strong>Root</strong>en von <strong>Android</strong>-<br />

Geräten noch schwieriger werden, da <strong>Android</strong><br />

von Linux gerade ein Sicherheitskonzept<br />

übernimmt, das die Rechte von <strong>Root</strong> einschränkt<br />

(SELinux [LINK 4]). Der Benutzer<br />

<strong>Root</strong> ist dann zwar immer noch im System<br />

vorhanden, aber er darf nicht mehr alles tun.<br />

Fazit<br />

Wenn von <strong>Root</strong> und <strong>Root</strong>en die Rede ist,<br />

müssen Sie sich vier Dinge merken: Den Vorgang,<br />

der dazu notwendig ist, um an <strong>Root</strong>-<br />

Rechte zu gelangen, nennt man das <strong>Root</strong>en.<br />

<strong>Root</strong> stammt aus dem Unix/ Linux-Umfeld<br />

und steht für das Stamm- bzw. Wurzelverzeichnis.<br />

<strong>Root</strong> ist ein Benutzer, der über<br />

sämtliche Rechte verfügt und alles darf. Unter<br />

<strong>Android</strong> wacht die App Superuser da rüber,<br />

welche anderen Apps mit <strong>Root</strong>-Rechten agieren<br />

dürfen. Viel Spaß beim <strong>Root</strong>en!<br />

● ● ●<br />

16<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


FOKUS<br />

Nexus 4, 7, Galaxy rooten<br />

<strong>Root</strong>-Anleitung für Nexus 4, Nexus 7 und Galaxy Nexus<br />

Nexus <strong>Root</strong>kits<br />

Die Nexus-Geräte von Google gehören zu den Smartphones, die sich am einfachsten und sichersten<br />

rooten lassen. Wir zeigen Ihnen, wie. Samuel Groesch, Marcel Hilzinger<br />

Nexus-Geräte lassen sich dank des Nexus <strong>Root</strong> Toolkits [LINK 1] von Rug Fresh und<br />

der speziellen Toolkits für das Nexus 4, Nexus 7 und Nexus 10 sowie das Galaxy<br />

Nexus von Mark Skippen relativ einfach rooten. Dennoch gilt es gerade für Anfänger,<br />

ein paar wichtige Schritte zu beachten. Der wichtigste Schritt ist das Entsperren<br />

des Bootloaders. Dieser kann bei allen Nexus-Geräten recht einfach über die Kommandozeile<br />

oder mit den hier vorgestellten Tools erfolgen. Dabei wird das Gerät in jedem Fall auf die<br />

Werkseinstellungen zurückgesetzt, und somit werden alle Daten gelöscht. Beachten Sie diesen<br />

Umstand bei unseren Anleitungen unbedingt! Für sämtliche Anleitungen muss in den<br />

Einstellungen unter den Entwickleroptionen das USB-Debugging aktiviert sein.<br />

Galaxy Nexus rooten<br />

Als Universallösung für alle Nexus-Geräte bis und mit <strong>Android</strong> 4.2 gilt das Nexus <strong>Root</strong> Toolkit.<br />

Wir beschreiben das Tool hier für das Galaxy Nexus. Sie können es aber auch mit dem<br />

Nexus 4, Nexus 7 und Nexus 10 nutzen. Die aktuelle Version 1.6.1 lädt die benötigten Dateien<br />

aus dem Internet nach, sodass man – im besten Fall – immer die aktuellste Software hat. Das<br />

Nexus <strong>Root</strong> Toolkit gibt es nur für Windows. Arbeiten Sie mit Mac OS X oder mit Linux, dann<br />

weichen Sie am besten auf das Galaxy Nexus Toolkit aus [LINK 2]. Hier finden Sie die Linux-<br />

Version normalerweise im Thread verknüpft.<br />

Das Nexus <strong>Root</strong> Toolkit ist<br />

ein gewöhnliches Windows-<br />

Programm, das nicht viel Fachwissen<br />

benötigt. Sie müssen<br />

lediglich in der richtigen Reihenfolge<br />

auf die richtigen<br />

WARNUNG<br />

Halten Sie sich strikt an die Anleitungen.<br />

Beim Unlocken des<br />

Bootloaders sowie beim Zurücksetzen<br />

des Gerätes werden alle<br />

auf dem Smartphone gespeicherten<br />

Daten gelöscht! <strong>Android</strong><br />

<strong>User</strong> übernimmt keine Verantwortung<br />

für gelöschte Daten<br />

oder defekte Smartphones.<br />

Google<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 17


FOKUS<br />

Nexus 4, 7, Galaxy rooten<br />

Abb. 2: Hier wählen Sie am besten die dritte<br />

Methode aus. Das ist die sauberste.<br />

Knöpfe drücken. Laden Sie sich von [LINK 1]<br />

die Datei NRT_1.6.1.sfx.exe herunter (48,8<br />

MByte), und starten Sie die Datei per Doppelklick.<br />

Windows wird einen Warnhinweis<br />

anzeigen, dass die Datei aus dem Internet<br />

heruntergeladen wurde. Diesen Hinweis können<br />

Sie ignorieren. Im ersten Dialog fragt Sie<br />

das Tool, welche Version des Galaxy Nexus<br />

mit welchem Software-Build Sie benutzen.<br />

Hier wählen Sie Galaxy Nexus (GSM/<br />

HSPA+) in der oberen Liste und in der unteren<br />

TAKJU-MAGURO: <strong>Android</strong> 4.2.1 - Build:<br />

JOP40D für die aktuelle Version. Sind Sie sich<br />

nicht sicher, wählen Sie hier JAKJU/ TAKJU-<br />

MAGURO: <strong>Android</strong> *.*.* - Any Build. Anschließend<br />

bestätigen Sie mit OK. Das Tool<br />

weist Sie daraufhin, dass USB-Debugging<br />

eingeschaltet werden muss. Unter <strong>Android</strong><br />

4.2 müssen Sie dazu siebenmal auf die Buildnummer<br />

unter Einstellungen | Über das Telefon<br />

klicken. Schalten Sie das Debugging ein,<br />

und klicken Sie auf OK. Nun sehen Sie das<br />

Hauptfenster des Tools.<br />

Hier klicken Sie nun auf Full Driver Installation<br />

Guide - Automatic + Manual. Falls Ihr<br />

Galaxy Nexus schon entsperrt ist, und Sie<br />

Fastboot und Adb schon auf Ihrem Rechner<br />

haben, dann können Sie auch gleich auf den<br />

Button <strong>Root</strong> klicken. Es empfiehlt sich, via<br />

Backup/ Restore eine Sicherung vom Handy<br />

zu erstellen, da beim Entsperren des Bootloaders<br />

sämtliche Daten verlorengehen.<br />

Im ersten Schritt müssen Sie sämtliche vorhandenen<br />

Treiber deinstallieren und neue<br />

installieren. Für das Löschen klicken Sie auf<br />

Launch USBDeview und markieren Sie dann<br />

sämtliche Einträge mit Galaxy oder Nexus.<br />

Per Rechtsklick deinstallieren Sie die Treiber.<br />

Hat alles geklappt, wechseln Sie zu Step 2.<br />

Hier stehen nun drei Treiber-Pakete zur Auswahl.<br />

Wählen Sie die vom Toolkit empfohlene<br />

Version (in unserem Fall Lösung 3). Nun<br />

müssen Sie mit dem entsprechenden Windows-Tool<br />

die vom Toolkit mitgebrachten<br />

Treiber installieren.<br />

Das sieht nach viel Arbeit aus<br />

(12 Reiter), ist aber schnell erledigt.<br />

Sie finden Sie nötigen Treiber<br />

unter C:\Programme\WugFresh<br />

Development\data\Drivers. Beim<br />

Warnhinweis wählen Sie Treibersoftware<br />

trotzdem installieren.<br />

Die Anleitung ist komplett in<br />

Englisch aber schön bebildert,<br />

sodass Sie eigentlich nichts<br />

falsch machen können. Hat alles<br />

geklappt, erkennt Windows das<br />

Abb. 1: Die Schaltzentrale des Nexus <strong>Root</strong> Toolkits Galaxy Nexus als ADB Interface.<br />

lässt kaum Wünsche offen.<br />

Nun müssen Sie in den Bootloader<br />

booten. Dazu klicken Sie auf Reboot Bootloader<br />

auf Reiter 6. Das Galaxy Nexus startet<br />

neu, und Sie sehen den <strong>Android</strong>-Roboter mit<br />

geöffneter Türe und der Überschrift Start<br />

(Abbildung 3).<br />

Das Toolkit prüft nun, ob sich Ihr Gerät im<br />

Fastboot-Modus befindet. Tut es das nicht,<br />

dann ist etwas schiefgelaufen, oder Sie verwenden<br />

nicht das Original-USB-Kabel des<br />

Galaxy Nexus. Wechseln Sie das Kabel aus,<br />

und versuchen Sie es noch einmal. Im Fastboot-Modus<br />

müssen Sie die Treiber nun noch<br />

einmal installieren mit dem gleichen Pfad.<br />

Anschließend booten Sie das Galaxy Nexus<br />

neu und schließen das Fenster.<br />

Falls Ihr Gerät noch einen gesperrten Bootloader<br />

hat, klicken Sie auf Unlock. Dabei<br />

gehen sämtliche Dateien auf dem Smartphone<br />

verloren. Erstellen Sie also zunächst<br />

ein Backup!<br />

Nun gelangen Sie wieder ins Hauptmenü<br />

des Toolkits. Hier klicken Sie jetzt auf den<br />

Button <strong>Root</strong>. Im ersten Schritt lädt das Programm<br />

das TWRP Recovery herunter. Es ersetzt<br />

das aktuelle Bootmenü, um <strong>Custom</strong>-<br />

ROMs zu installieren. Diesen Schritt können<br />

Sie nicht überspringen, aber Sie können sich<br />

für ein anderes Recovery entscheiden (nicht<br />

empfohlen). Anschließend folgt der Download<br />

der SuperSU-App, einer Alternative zu<br />

Superuser. Im letzten Schritt holt sich das<br />

Toolkit einen geänderten Bootloader passend<br />

zur Firmware. Klicken Sie auch hier auf OK.<br />

Nun sind alle drei Bausteine auf Ihrem Rechner,<br />

und das Toolkit bootet den neuen Boot-<br />

18<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


FOKUS<br />

Nexus 4, 7, Galaxy rooten<br />

loader, lädt die zwei Dateien (SuperSU und<br />

TWRP auf das Galaxy Nexus und führt damit<br />

quasi auf dem Gerät den <strong>Root</strong>-Vorgang<br />

durch. Für diesen Vorgang startet das Galaxy<br />

Nexus zweimal neu, geben Sie also beim ersten<br />

Start gar nicht erst den PIN-Code ein,<br />

sondern warten Sie, bis Sie auf dem Display<br />

kurz das Logo des Team Win Recovery Projects<br />

und ein paar Statusmeldungen sehen.<br />

Nach dem zweiten Neustart ist das Galaxy<br />

Nexus gerootet, und Sie finden die App<br />

SuperSu auf Ihrem Smartphone.<br />

Nexus 7 rooten<br />

Das Nexus 7 lässt sich ebenfalls via Nexus<br />

<strong>Root</strong> Toolkit rooten. Dazu gehen Sie wie bei<br />

der Anleitung für das Galaxy Nexus vor. Hier<br />

beschreiben wir die Methode via Nexus 7<br />

<strong>Root</strong>kit [LINK 3] in der Version 3.20. Nach dem<br />

Download der rund 40 MByte großen Datei<br />

entpacken Sie das ZIP-Archiv und starten die<br />

Datei Toolkit.exe. Falls Sie gefragt werden,<br />

ob Sie nach Updates suchen möchten, dann<br />

antworten Sie mit yes. Im Hauptmenü wählen<br />

Sie zuerst die Option 1, um die benötigten<br />

Treiber zu installieren. Geben Sie also<br />

eine 1 ein, und bestätigen Sie mit der Eingabetaste.<br />

Als Nächstes wählen<br />

Sie Ihr Betriebssystem<br />

aus, also für Windows 7<br />

die Taste [2] drücken und<br />

dann bestätigen.<br />

Für die Installation müssen<br />

Sie erneut 1 wählen<br />

und darauf folgend kurz<br />

warten. Windows fragt<br />

eventuell nach, ob Sie die<br />

Treiber wirklich installieren<br />

möchten, bejahen Sie<br />

dieses Popup. Navigieren<br />

Sie anschließend an Ihrem<br />

Nexus 7 in die Einstellungen<br />

und aktivieren unter<br />

Entwickleroptionen das<br />

USB-Debugging. Unter<br />

And roid 4.2 sind die Entwickleroptionen<br />

versteckt.<br />

Um diese sichtbar zu machen,<br />

müssen Sie siebenmal<br />

auf die Buildnummer Abb. 3: So sieht das Galaxy Nexus im Bootloader-Modus aus.<br />

unter Einstellungen | Über<br />

das Tablet klicken. Daraufhin schließen Sie<br />

das Nexus 7 per USB-Kabel an den Computer<br />

an. Führen Sie danach im Hauptmenü des<br />

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FOKUS<br />

Nexus 4, 7, Galaxy rooten<br />

das Nexus 7 automatisch neu, und das Programm<br />

zeigt an, dass alles erfolgreich abgeschlossen<br />

ist. Ab diesem Punkt ist Ihr Nexus<br />

7 gerootet. Des Weiteren wurde das Stock<br />

Recovery durch das Clockwork Mod Recovery<br />

ersetzt, welches Ihnen unter anderem<br />

erlaubt, alternative Firmware-Dateien oder<br />

Kernel einzuspielen.<br />

Abb. 4: Das Nexus <strong>Root</strong> Toolkit setzt<br />

auf SuperSU als <strong>Root</strong>-App.<br />

Abb. 5: Das Nexus 7 Toolkit bringt alles für das<br />

<strong>Root</strong>en des Tablets mit.<br />

Toolkits die Option 8 aus. Tippen Sie im<br />

nächsten Schritt no ein, sodass das Toolkit<br />

Ihr Nexus 7 automatisch in den Fastboot-Modus<br />

bootet. Gegebenenfalls müssen Sie beim<br />

Entsperren des Bootloaders eine Sicherheitsabfrage<br />

bestätigen. Sie müssen damit einverstanden<br />

sein, dass dieser entlockt wird.<br />

Dabei werden sämtliche Daten gelöscht!<br />

Diese Abfrage bestätigen Sie mit der<br />

[Lauter]-Taste an Ihrem Nexus 7.<br />

Das Toolkit führt jetzt im Hintergrund einige<br />

Prozesse und Abläufe durch. Wenn<br />

diese Vorgänge abgeschlossen sind, startet<br />

Abb. 6: Drücken Sie einfach die gewünschte Zahl und anschließend [Enter].<br />

Nexus 4 rooten<br />

Seit Kurzem ist das Nexus 4 auch in Deutschland<br />

erhältlich. Wenn Sie das gute Stück<br />

gleich rooten möchten, stehen zwei Methoden<br />

zur Wahl. Am einfachsten lässt sich das<br />

bereits beschriebene Nexus <strong>Root</strong> Toolkit benutzen,<br />

alternativ setzen Sie das für das<br />

Nexus 7 beschriebene Toolkit in der Version<br />

für das Nexus 4 [LINK 4] ein. Dazu gehen Sie<br />

nach dem Download nach der Anleitung für<br />

das Nexus 7 vor. Nach dem Anschließen des<br />

USB-Kabels an den Rechner und der Auswahl<br />

von Option 8 wird Sie das Toolkit fragen, ob<br />

Sie Superuser oder SuperSU verwenden<br />

möchten. Entscheiden Sie sich hier für SuperSU.<br />

Die restlichen Schritte sind identisch.<br />

Nexus 4 rooten (manuelle<br />

Methode)<br />

Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten,<br />

was bei einem <strong>Root</strong>-Vorgang so vor sich<br />

geht, dann empfehlen wir Ihnen die manuelle<br />

Methode. Dazu müssen Sie sich zunächst<br />

das „Isecure Boot Image“ aus dem<br />

XDA Developer Thread [LINK 5], sowie die<br />

<strong>Root</strong> Dateien unter [LINK 6] herunterladen.<br />

Entpacken Sie dann die <strong>Root</strong>-Dateien in ein<br />

beliebiges Verzeichnis, und navigieren Sie an<br />

Ihrem Nexus 4 unter den Einstellungen zum<br />

Menü Über das Telefon, und klicken Sie siebenmal<br />

auf die Buildnummer. Aktivieren Sie<br />

nun in den eben freigeschalteten Entwickleroptionen<br />

den Punkt USB-Debugging.<br />

Als Nächstes verbinden Sie das Nexus 4<br />

über ein USB-Kabel mit dem Computer. Falls<br />

noch nicht geschehen, installieren Sie die<br />

passenden Treiber von [LINK 7]. Laden Sie sich<br />

danach die adb- und fastboot-Dateien von<br />

[LINK 8] herunter und entpacken das Archiv.<br />

Anschließend geben Sie in der Windows-Suche<br />

im Startmenü cmd.exe ein und machen<br />

einen Rechtsklick auf den Eintrag. Wählen<br />

Sie Als Administrator ausführen. Im erscheinenden<br />

Konsolenfenster geben Sie den Befehl<br />

cd [Pfad zu den extrahierten Dateien]<br />

ein und bestätigen Ihre Eingabe mit [Enter].<br />

Schalten Sie jetzt Ihr Nexus aus und starten<br />

es mit der Kombination [Power]+[Leiser] in<br />

den Bootloader-Modus (alternativ über den<br />

Befehl adb reboot bootloader). Um den<br />

20<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


FOKUS<br />

Nexus 4, 7, Galaxy rooten<br />

LISTING 1: Manuelles <strong>Root</strong>en<br />

adb shell mount -o remount,rw /system<br />

adb push su /system/bin/<br />

adb push Superuser.apk /system/app/<br />

adb push busybox /system/xbin/<br />

adb shell<br />

chmod 06755 /system/bin/su<br />

chmod 0644 /system/app/Superuser.apk<br />

chmod 04755 /system/xbin/busybox<br />

cd /system/xbin<br />

busybox -install /system/xbin/<br />

exit<br />

exit<br />

Bootloader zu entsperren, geben Sie in der<br />

Windows Konsole fastboot oem unlock ein.<br />

Mit diesem Schritt wird das Gerät komplett<br />

resettet. Alle auf dem Gerät vorhandenen Dateien<br />

werden gelöscht!<br />

Am Nexus 4 wird eine Sicherheitswarnung<br />

erscheinen, die Sie bejahen müssen. Kehren<br />

Sie danach wieder in den Bootloader zurück.<br />

Legen Sie die heruntergeladene Datei boot.<br />

img sowie die Dateien aus der <strong>Root</strong>_Files.<br />

zip in das Verzeichnis, das beim Entpacken<br />

der Fastboot bzw. ADB-Dateien entstanden<br />

ist. Booten Sie als Nächstes mit dem Befehl<br />

fastboot boot boot.img provisorisch das heruntergeladene<br />

Boot-Abbild boot.img. Hat<br />

das geklappt, geben Sie der Reihe nach die<br />

Befehle aus Listing 1 ein, und warten Sie jeweils,<br />

bis der vorangegangene Befehl abgearbeitet<br />

wurde. Nach dem letzten Exit-Befehl<br />

startet das Nexus 4 neu, und Sie finden die<br />

App Superuser unter den Anwendungen.<br />

Original-Firmware einspielen<br />

Bei allen Nexus-Geräten können Sie jederzeit<br />

die Original-Firmware von Google wieder<br />

einspielen. Die passenden Firmware-Dateien<br />

finden Sie auf den Google-Entwicklerseiten<br />

zum Download [LINK 9]. Unter Windows benötigen<br />

Sie zudem die passenden Plattform-<br />

Tools (ADB und Fastboot), die Sie unter<br />

[LINK 7] herunterladen. Alternativ installieren<br />

Sie das komplette SDK, das ist auch die beste<br />

Vorgehensweise unter Linux und Mac OS X.<br />

Beachten Sie, dass der Bootloader für diesen<br />

Vorgang entsperrt sein muss! Versuchen Sie<br />

also nicht, eine Nexus-Firmware von Hand<br />

zu installieren, wenn der Bootloader noch<br />

gesperrt ist. Auch bei diesem Vorgang werden<br />

sämtliche Daten auf dem Gerät gelöscht.<br />

Bevor Sie mit dem Flashen beginnen, überprüfen<br />

Sie am besten, ob fastboot und adb<br />

richtig funktionieren. Der Aufruf von fastboot<br />

devices auf der Kommandozeile muss<br />

Abb. 7: Die Befehle geben Sie auf der (Windows-)Kommandozeile ein.<br />

Ihr Gerät anzeigen, und mit adb reboot<br />

bootloader starten Sie direkt den Bootloader-<br />

Modus auf Ihrem Nexus-Gerät. Dazu muss<br />

das Nexus-Gerät per USB-Kabel mit Ihrem<br />

Rechner verbunden sein, und die Debugging-<br />

Option muss in den Entwicklereinstellungen<br />

aktiviert worden sein.<br />

Laden Sie sich von der Google-Seite [LINK 9]<br />

die passende Firmware herunter. Für sämtliche<br />

hier beschriebenen Nexus-Geräte ist das<br />

aktuell (Stand Anfang Dezember 2012) Version<br />

<strong>Android</strong> 4.2.1 (JOP40D). Beachten Sie,<br />

dass die 3G-Version des Nexus 7 eine separate<br />

Firmware benötigt (nakasig statt nakasi).<br />

Entpacken Sie diese Datei, bis Sie ein Verzeichnis<br />

mit der Bezeichnung Ihres Gerätes<br />

(siehe Tabelle) und der Firmware-Version erhalten.<br />

Für das Galaxy Nexus also<br />

yakju-job40d. Wechseln Sie in dieses Verzeichnis,<br />

und führen Sie unter Windows die<br />

Datei flash-all.bat aus. Linux- und Mac-<br />

Nutzer rufen das Script flash-all.sh auf.<br />

Das Skript erledigt nun sämtliche Arbeit für<br />

Sie, und nach rund einer Minute startet das<br />

Nexus-Gerät mit der Original-Firmware neu.<br />

Möchten Sie nun den Bootloader wieder<br />

sperren, dann rufen Sie einfach noch den Befehl<br />

fastboot oem lock auf (wiederum mit<br />

USB Debugging aktiviert). Ihr Nexus-Gerät<br />

befindet sich nun quasi wieder im Auslieferungszustand.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/28119<br />

Fazit<br />

Obwohl Einsteiger das <strong>Root</strong>en auf den ersten<br />

Blick für sehr kompliziert halten, ist es dank<br />

Toolkits auch noch weniger fortgeschrittenen<br />

<strong>User</strong>n möglich, in den Genuss von <strong>Root</strong>-Features<br />

zu kommen. Dennoch sollten Sie Vorsicht<br />

walten lassen, denn wenn Sie bösartigen<br />

Apps <strong>Root</strong>-Zugriff gewähren,<br />

können diese erheblichen<br />

Schaden an<br />

GERÄTEBEZEICHNUNGEN<br />

Gerät Codename Aktuelle Firmware<br />

Ihrem Gerät verursachen.<br />

Galaxy Nexus yakju JOP40D<br />

Informieren Sie sich also<br />

vorher gewissenhaft, welche<br />

<strong>Root</strong> App Sie installie-<br />

Nexus 7 nakasi JOP40D<br />

Nexus 4 occam JOP40D<br />

ren, und meiden Sie dabei<br />

Nexus 7 3G nakasig JOP40D<br />

Quellen außerhalb von<br />

Nexus 10 mantaray JOP40C<br />

Google Play.<br />

● ● ●<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 21


FOKUS<br />

Galaxy S2 und S3 rooten<br />

<strong>Root</strong>-Anleitung: Samsung Galaxy S2 und S3<br />

Meine Galaxie<br />

Das <strong>Root</strong>en eines<br />

Smartphones ist für<br />

viele <strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

Pflicht. Wie Sie das<br />

Galaxy S2 und das S3<br />

von seinen Banden<br />

befreien, erklärt unser<br />

Artikel. Samuel Groesch<br />

WARNUNG<br />

Das <strong>Root</strong>en eines Smartphones<br />

ist immer mit einem gewissen<br />

Risiko verbunden und geschieht<br />

auf eigene Gefahr! Bitte lesen<br />

Sie dazu auch unseren Grundlagen-Artikel<br />

auf Seite 3.<br />

Wenn Sie tiefer in die Materie<br />

Ihres <strong>Android</strong>-Smartphones<br />

eintauchen möchten, kommen<br />

Sie am <strong>Root</strong>en des Gerätes<br />

nicht vorbei. Beim <strong>Root</strong>en erhalten Sie vollen<br />

Zugriff auf das System, welcher Ihnen sonst<br />

verwehrt bleibt. Durch <strong>Root</strong>-Rechte können<br />

Sie verschiedenste Apps nutzen, die stark in<br />

das System eingreifen; Titanium Backup<br />

etwa, das dazu dient, Backups Ihrer Apps zu<br />

machen. <strong>Root</strong>-Rechte sind auch eine Grundvoraussetzung,<br />

um <strong>Custom</strong>-ROMs, also alternative<br />

Firmware-Dateien zu installieren.<br />

Trotz all dieser positiven Aspekte sollten<br />

Sie nicht vergessen, dass mit großer Macht<br />

auch große Verantwortung einhergeht. Aus<br />

diesem Grund kann in einigen Fällen die<br />

vom Hersteller gegebene Garantie erlischen,<br />

wenn das Gerät gerootet ist bzw. war (siehe<br />

dazu auch unseren Grundlagenartikel). Dieser<br />

Artikel zeigt, wie Sie Ihr Galaxy S2/ S3<br />

rooten und das Clockwork Mod Recovery<br />

aufspielen, und wie Sie diese Schritte wieder<br />

rückgängig machen. Die OTA-Updates von<br />

Samsung bleiben bei dieser Art des <strong>Root</strong>ens<br />

erhalten.<br />

Galaxy S3 rooten<br />

Die folgende <strong>Root</strong>-Anleitung bezieht sich auf<br />

die europäische Version des Samsung Galaxy<br />

S3 unter Windows. Wenn Sie eine andere<br />

Version des S3 oder ein anderes Samsung-<br />

Smartphone besitzen, dann befolgen Sie<br />

diese Anleitung bitte nicht. Über die Download-Seite<br />

von Odin erreichen Sie auch<br />

Tipps, wie das <strong>Root</strong>en unter Mac OS X und<br />

unter Linux funktioniert. Der Akku des Galaxy<br />

S3 sollte für den <strong>Root</strong>-Vorgang vollständig<br />

aufgeladen sein.<br />

Zunächst müssen Sie auf der Download-<br />

Seite von Chainfire [LINK 1] die aktuelle Version<br />

von CF <strong>Root</strong> für das Galaxy S3 herunterladen<br />

[LINK 2]. Entpacken Sie das Archiv einmal,<br />

sodass Sie eine Datei mit der Endung<br />

.tar erhalten. Laden Sie sich dann von<br />

[LINK 3] die aktuelle Version des Flash-Tools<br />

Samsung<br />

22<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


FOKUS<br />

Galaxy S2 und S3 rooten<br />

Abb. 1: Mit dem Flashtool Odin rooten Sie Ihr S3 deutlich komfortabler als<br />

über die Kommandozeile von Windows.<br />

Odin herunter, entpacken Sie die 7z-Datei,<br />

und starten Sie anschließend die darin enthaltene<br />

EXE als Administrator (Rechtsklick<br />

auf die EXE-Datei und Auswahl von Als<br />

Administrator ausführen).<br />

Nach dem Start von Odin klicken Sie auf<br />

PDA und wählen anschließend die Tar-Datei<br />

aus, die Sie von Chainfire heruntergeladen<br />

und einmal entpackt haben. Aktuell ist das<br />

die Datei CF-<strong>Root</strong>-SGS3-v6.4.tar.<br />

Nun müssen Sie Ihr S3 in den Download-<br />

Modus versetzen (Abbildung 3). Dazu schalten<br />

Sie es aus und halten die Leiser-. die<br />

Home- und die Einschalttaste gedrückt<br />

[Leiser]+[Home]+[Power], bis ein Menü erscheint.<br />

Hier bestätigen Sie die Sicherheitsabfrage<br />

mit der Taste [Lauter]. Schließen Sie<br />

das Handy noch nicht an den PC an.<br />

In diesem Zustand müssen Sie nun die<br />

passenden Treiber installieren, damit Ihr<br />

Computer das S3 erkennt. Laden Sie hierzu<br />

die Samsung USB Driver Exe [LINK 4] herunter,<br />

und installieren Sie dieses Paket. Überprüfen<br />

Sie dabei mit dem Taskmanager, ob eventuell<br />

Samsung KIES im Hintergrund läuft, und beenden<br />

Sie es gegebenenfalls.<br />

Nun können Sie Ihr Galaxy S3 mit dem<br />

Computer verbinden. Odin sollte das Gerät<br />

erkennen, und im Odin-Fenster sollte der<br />

Eintrag ID:COM aufleuchten. Ist dies nicht der<br />

Fall, dann läuft im Hintergrund ziemlich sicher<br />

noch Samsung Kies. Falls in Odin ein<br />

Haken bei Re-Partition gesetzt ist, entfernen<br />

Sie ihn. Die restlichen Standardeinstellungen<br />

können Sie belassen.<br />

Klicken Sie jetzt auf Start, und warten Sie,<br />

bis der <strong>Root</strong>-Vorgang vollständig abgeschlossen<br />

ist. Normalerweise dauert das 30 Sekunden.<br />

Das Ende des Vorgangs erkennen Sie<br />

zum einen an der Fortschrittsanzeige in<br />

Abb. 2: Trennen Sie auf keinen Fall das Gerät vom Computer ab, während<br />

es sich aktiv im Download-Modus befindet.<br />

Odin, zum anderen auch<br />

daran, dass das S3 neu<br />

startet, und die PIN-Abfrage erscheint.<br />

Hat alles geklappt, ist Ihr Galaxy S3 nun<br />

gerootet und die Superuser-App sowie das<br />

Clockwork Mod Recovery installiert. Mit dem<br />

Clockwork Mod Recovery können Sie später<br />

weiter reichende Änderungen wie zum Beispiel<br />

das Flashen eines <strong>Custom</strong>-ROMs vornehmen.<br />

Zur Superuser-App finden Sie einen<br />

Artikel am Anfang der Fokus-Strecke.<br />

<strong>Root</strong> entfernen<br />

Das Entfernen des <strong>Root</strong>-Zugangs ist bei<br />

Samsung-Smartphones im Vergleich zu anderen<br />

Geräten recht schwierig, da Samsung<br />

einen sogenannten <strong>Custom</strong> Binary Counter<br />

in seine Geräte verbaut, der zählt, ob und<br />

wie oft ein Gerät modifiziert wurde. Um diesen<br />

Zählmechanismus wieder zurückzusetzen,<br />

gibt es eine von Chainfire entwickelte<br />

Abb. 3: Über das Drücken der Kombination von<br />

Volume Up-, der Power- sowie der Home-Taste gelangen<br />

Sie in den Download-Modus Ihres Gerätes.<br />

WICHTIG!<br />

Trennen Sie die Verbindung erst,<br />

wenn der Vorgang wirklich vollständig<br />

abgeschlossen ist, Odin<br />

PASS angezeigt hat, und Sie zur<br />

PIN-Abfrage gelangen, sonst<br />

können Sie Ihr Smartphone irreparabel<br />

beschädigen!<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 23


FOKUS<br />

Galaxy S2 und S3 rooten<br />

Abb. 4: Via ClockworkMod Recovery können Sie alternative Firmware-Dateien installieren.<br />

WARNUNG<br />

Beachten Sie, dass beim Entfernen<br />

der <strong>Root</strong>-Rechte Ihr Gerät<br />

auf den Werkszustand zurückgesetzt<br />

wird und somit alle Daten<br />

verloren gehen!<br />

KEIN RECOVERY-MODUS?<br />

Wenn auch mehrfaches Flashen von CF-<strong>Root</strong><br />

nicht den gewünschten Erfolg bringt, entfernen<br />

Sie in Odin die Checkbox vor Auto Reboot<br />

und flashen erneut. Diesmal entfernen Sie allerdings<br />

nach dem Flash-Vorgang (wenn Odin<br />

PASS oder FAIL angezeigt hat) die Batterie, setzen<br />

Sie wieder ein und booten manuell mit der<br />

Kombination aus [Lauter]+[Home]+[Power] in<br />

den Recovery-Modus. Dadurch beginnt der<br />

<strong>Root</strong>-Vorgang ebenfalls, und Ihr S3 sollte wie<br />

gewünscht die Superuser-App sowie das<br />

Clockwork Mod Recovery an Bord haben.<br />

App names TriangleAway [LINK 5]. Lesen Sie<br />

die Anleitung zuerst komplett durch, bevor<br />

Sie sie ausführen.<br />

Zunächst müssen Sie das S3 in den Recovery-Modus<br />

versetzen. Schalten Sie es dazu<br />

aus, und drücken Sie die [Lauter]+[Home]+<br />

[Power], bis Sie in das beim <strong>Root</strong>en installierte<br />

Clockwork Mod Recovery gelangen.<br />

Führen Sie nun einen Data/ Factory Reset<br />

durch. Dabei gehen sämtliche Daten verloren!<br />

Mit den Lautstärke-Tasten können Sie<br />

durch das Menü navigieren, mit dem Powerbutton<br />

bestätigen Sie Ihre Auswahl.<br />

Wenn das Gerät neu starten möchte, entnehmen<br />

Sie sofort den Akku, um es am Neustart<br />

zu hindern. Laden Sie sich von<br />

Samsung die Stock Firmware für Deutschland<br />

herunter [LINK 6], und entpacken Sie das<br />

Archiv, sodass Sie eine Datei mit der Endung<br />

.tar.md5 erhalten. Starten Sie nun Odin, und<br />

wählen Sie diese Datei als PDA-Datei aus.<br />

Jetzt müssen Sie das S3 in den Download-<br />

Modus versetzen. Setzen Sie die Batterie wieder<br />

ein, und betätigen Sie zum Einschalten<br />

die Tastenkombination [Leiser]+[Home]+<br />

[Power], bis eine Sicherheitsabfrage erscheint,<br />

welche Sie mit [Lauter] bestätigen.<br />

Sie sehen jetzt eine grüne <strong>Android</strong>-Figur und<br />

den Text Downloading…. Hat es soweit geklappt,<br />

schließen Sie als Nächstes das Gerät<br />

über USB an den Computer an und überprüfen,<br />

dass die Checkbox Re-Partition in Odin<br />

nicht markiert ist (falls ja, Haken entfernen).<br />

Wurden beim <strong>Root</strong>en alle Treiber korrekt installiert,<br />

dann leuchtet nun links oben in Odin<br />

der Eintrag ID:COM blau. Falls das nicht der<br />

Fall ist, stellen Sie sicher, dass Kies nicht im<br />

Hintergrund läuft.<br />

Klicken Sie in Odin auf Start, und warten<br />

Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Ziehen<br />

Sie auf keinen Fall während des Prozesses<br />

das USB-Kabel heraus! Nachdem das<br />

Flashen vollständig beendet ist und die PIN-<br />

Abfrage erscheint, können Sie Ihr S3 vom<br />

Computer trennen.<br />

Starten Sie das Gerät nach der ersten Einrichtung<br />

neu, und lassen Sie das S3 für mindestens<br />

10 Minuten ohne weiteren Befehl arbeiten.<br />

Laden Sie nun die TriangleAway App<br />

kostenpflichtig aus dem Play Store oder gratis<br />

aus dem XDA Developers Thread [LINK 7]<br />

herunter. Installieren Sie die App, und starten<br />

Sie sie. Falls die App Superuser fragt, ob<br />

Sie der App <strong>Root</strong>-Rechte erlauben möchten,<br />

bejahen Sie dies.<br />

Klicken Sie in der TriangleAway-App auf<br />

Reset Flash Counter. Damit wird der Flash<br />

Counter zurückgesetzt, sodass keine Änderungen<br />

mehr sichtbar sind. Zum Abschluss<br />

sollten Sie jetzt noch einmal das Smartphone<br />

über die Einstellungen | Sichern und zurücksetzen<br />

per Klick auf Auf Werkzustand zurückzurücksetzen.<br />

Galaxy S2 rooten<br />

Die grundlegende Anleitung unterscheidet<br />

sich nicht vom Galaxy S2, allerdings brauchen<br />

Sie andere Software-Pakete. Von Odin<br />

kommt hier Odin3 in der Version 1.85 zum<br />

Einsatz, das Sie von [LINK 8] herunterladen.<br />

Für die passende <strong>Root</strong>-Firmware müssen Sie<br />

zunächst wissen, welche Version des Galaxy<br />

S2 Sie einsetzen. Navigieren Sie dazu in den<br />

Einstellungen auf Telefoninfo, und scrollen<br />

Sie bis zum Eintrag Buildnummer. Die Kombination<br />

der Buchstaben und Zahlen nach<br />

dem Punkt ist wichtig, um den richtigen CF-<br />

Kernel herunterzuladen. Anschließend navigieren<br />

Sie zum XDA Thread unter [LINK 9] und<br />

suchen bei den unteren Beiträgen von Chainfire<br />

nach dem Download-Eintrag, der Ihrer<br />

Buildnummer entspricht. Für die Buildnummer<br />

IML74K.XXLPQ benötigen Sie<br />

die Datei CF-<strong>Root</strong>-SGS2_XX_XEO_ LPQ<br />

- v5.3-CWM5.zip. Laden Sie sich den<br />

entsprechenden Kernel herunter und entpacken<br />

das Zip-Archiv nur einmal, sodass Sie<br />

eine Datei mit der Endung .tar erhalten.<br />

Laden Sie sich nun von der Samsung Webseite<br />

[LINK 10] unter Software die passende<br />

24<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


FOKUS<br />

Galaxy S2 und S3 rooten<br />

Abb. 5: Die Buildnummer entscheidet,<br />

welchen Kernel Sie für das Roo-<br />

Kies-Version herunter, und<br />

installieren Sie via Kies die<br />

USB-Treiber für Ihr Galaxy<br />

S2. Anschließend müssen Sie<br />

den Kies-Prozess über den<br />

Windows Task-Manager beenden.<br />

Starten Sie nun Odin, und<br />

drücken Sie auf PDA. Wählen<br />

Sie die heruntergeladene<br />

Tar-Datei aus, und stellen Sie<br />

sicher, dass die Checkbox Re-<br />

Partition nicht aktiv ist und<br />

alles wie auf Abbildung 6<br />

aussieht (bis auf die Pfadangabe<br />

hinter PDA). Fahren Sie<br />

nun Ihr S2 herunter, und<br />

starten Sie es neu, indem Sie<br />

die Tastenkombination [Leiser]+<br />

[Home]+[Power] gedrückt<br />

halten, bis das S2 in ten brauchen.<br />

den Download-Modus wechselt.<br />

Die Sicherheitsabfrage bestätigen Sie mit<br />

[Lauter]. Jetzt können Sie das Smartphone<br />

per USB-Kabel mit dem Computer verbinden.<br />

Hat alles geklappt, leuchtet der Eintrag<br />

ID:COM links oben gelb auf. Klicken Sie auf<br />

Start, damit Odin mit dem Einspielen des<br />

Kernels beginnt.<br />

Nach dem erfolgreichen Flash-Vorgang erscheint<br />

im Odin-Fenster die Meldung PASS.<br />

Ab sofort ist Ihr Galaxy S2 gerootet!<br />

Galaxy S2 zurücksetzen<br />

(unroot)<br />

Um das Gerät zurückzusetzen, ist ein sogenannter<br />

USB Jig erforderlich. Dieses Hardware<br />

Tool ist für vier bis zehn Euro auf Amazon<br />

oder Ebay erhältlich.<br />

An erster Stelle laden Sie sich den originalen<br />

Bootloader herunter [LINK 11]. Sie müssen<br />

hier einen älteren Bootloader flashen, da<br />

Samsung in neueren Versionen es unmöglich<br />

gemacht hat, den <strong>Custom</strong> Binary Counter zu<br />

resetten. Anschließend laden Sie die passende<br />

Firmware für Ihr SGS2 herunter<br />

[LINK 12]. Falls Sie ein Provider-unabhängiges<br />

Gerät haben, dann finden Sie unter [LINK 13]<br />

die passende Firmware. Achten Sie darauf,<br />

dass Sie als Region DBT wählen.<br />

Nun müssen Sie Ihr Galaxy S2 in den<br />

Download-Modus versetzen. Das geschieht<br />

wie beim <strong>Root</strong>en via Gedrückthalten der Tastenkombination<br />

[Leiser]+[Home]+[Power].<br />

Die Sicherheitsabfrage beantworten Sie über<br />

die Taste [Lauter].<br />

Darauffolgend starten Sie Odin und schließen<br />

das Galaxy S2 via USB an den Computer<br />

an. Im Odin-Fenster sollte nun ID:COM gelb<br />

aufleuchten. Entpacken<br />

Sie die Bootloader-Datei,<br />

und wählen Sie die Tar-<br />

Datei in Odin als PDA<br />

aus. Bestätigen Sie nun<br />

mit Start und warten, bis<br />

das Gerät wieder neu<br />

startet. Anschließend<br />

schalten Sie das S2 wieder<br />

aus und stecken den<br />

USB Jig [LINK 14] in den<br />

Micro USB Port. Das S2<br />

bootet jetzt in den Download-Modus.<br />

Wenn alles<br />

funktioniert hat, sollte<br />

nun unter <strong>Custom</strong>Binary-<br />

Download der Eintrag NO<br />

stehen. Entfernen Sie nun<br />

den USB Jig, und starten<br />

Sie das Smartphone neu.<br />

Öffnen Sie Odin und<br />

booten Sie das Gerät<br />

abermals wie oben beschrieben in den<br />

Download-Modus. Dann verbinden Sie es<br />

mit dem Computer, sodass ID:COM in Odin<br />

aufleuchtet. Nun entpacken Sie die heruntergeladene<br />

Firmware-Datei (einmal). Wählen<br />

Sie in Odin bei PIT die .pit-Datei, bei PDA<br />

die CODE?-Datei, bei PHONE die MODEM?-Datei<br />

und bei CSC die ?MULTI-CSC?-Datei. Es kann<br />

sein, dass Ihre Firmware nicht alle vier Dateien<br />

erhält. Ordnen Sie einfach die vorhandene<br />

Dateien entsprechend zu.<br />

Nun starten Sie den Flash-Vorgang mit<br />

einem Klick auf Start und warten bis dieser<br />

mit PASS beendet ist. Ihr Galaxy S2 befindet<br />

sich nun wieder im Originalzustand. ● ● ●<br />

WICHTIG!<br />

Trennen Sie die Verbindung zum<br />

PC erst, wenn der Boot-Prozess<br />

beendet ist und die PIN Abfrage<br />

erscheint!<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/28036<br />

Abb. 6: Stellen Sie Odin bitte genauso ein, wie auf dem Screenshot gezeigt. Ansonsten kann es<br />

zu Komplikationen kommen.<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 25


<strong>Root</strong>-Anleitung für diverse Geräte mit <strong>Android</strong> 4.0 und 4.1<br />

Many <strong>Root</strong><br />

Für viele populäre Handys gibt es <strong>Root</strong>-Anleitungen. Doch was tun, wenn man<br />

ein Noname-Gerät hat oder eines, für das es kein bekanntes Tool gibt, wie zum<br />

Beispiel das Xperia S? Dann hilft <strong>Root</strong> with Restore von Bin4ry. Marcel Hilzinger<br />

Karola Kallai, 123RF<br />

Neben den in der Fokus-Strecke beschriebenen<br />

Geräten gibt es noch<br />

sehr viele <strong>Android</strong>-Tablets und<br />

Smartphones. Vor allem bei den<br />

Tablets ist das <strong>Root</strong>en manchmal recht<br />

schwierig, es sei denn, man hat eine generelle<br />

Sicherheitslücke in <strong>Android</strong> entdeckt,<br />

die fast überall vorkommt. Eine solche nutzt<br />

auch das hier beschriebene Toolkit aus. Besitzen<br />

Sie ein Telefon oder Tablet mit <strong>Android</strong><br />

4.0 oder 4.1, und es gibt keine spezielle<br />

<strong>Root</strong>-Anleitung dafür, dann lohnt sich eine<br />

Abb. 1: Nach dem ersten Start müssen Sie sich für eine der zwei Methoden<br />

entscheiden.<br />

Abb. 2: Hat alles geklappt, dann spielt das Skript auf Ihrem Gerät ein paar<br />

Programme ein.<br />

26<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


FOKUS<br />

Universal root<br />

Probe. Das Tool ist auch für eine Handvoll<br />

Sony-Smartphones die beste Wahl, und es<br />

funktioniert auch unter Linux.<br />

Vorbereitungen<br />

Die <strong>Root</strong>-Checkliste als Vorbereitung ist eigentlich<br />

ganz einfach und sollte deshalb<br />

immer beachtet werden:<br />

• Erstellen Sie ein Backup. Man kann nie<br />

wissen, was passiert, und für manche Vorgänge<br />

muss das <strong>Android</strong>-Gerät komplett<br />

zurückgesetzt werden.<br />

• Legen Sie das Original-USB-Kabel zum<br />

Gerät bereit, und laden Sie den Akku zu<br />

mindestens 70 Prozent voll (das gilt auch<br />

für Ihr Notebook, falls Sie via Notebook<br />

ohne Netzteil arbeiten).<br />

• Stellen Sie sicher, dass die <strong>Root</strong>-Anleitung<br />

auf Ihr Smartphone passt, und dass Sie die<br />

Anleitung verstanden haben.<br />

• Lesen Sie die Anleitung immer zuerst<br />

durch, bis Sie sie verstanden haben – und<br />

erstellen Sie ein Backup.<br />

Für diesen Artikel haben wir die Version 17<br />

von <strong>Root</strong> Many ANDROID verwendet. Den<br />

Download finden Sie wie üblich bei xdadevelopers.com<br />

[LINK 1]. Entpacken Sie die<br />

Zip-Datei, und klicken Sie doppelt auf die<br />

Datei RunMe. Linux-Nutzer führen das Skript<br />

RunMe.sh aus. Das Tool bietet zwei Methoden<br />

an. Der Normal-Modus ist praktisch gefahrenlos<br />

und funktioniert mit einigen Geräten.<br />

Für gewisse Sony-Smartphones, und beim<br />

Medion Lifetab funktioniert nur die Special-<br />

Methode. Dabei kann es aber zu Problemen<br />

kommen. Wenden Sie die Special-Methode<br />

also nur an, wenn Sie sich ganz sicher sind,<br />

was Sie tun, und lesen Sie zunächst den<br />

kompletten Thread unter [LINK 1]!<br />

Tippen Sie also hier eine Eins oder eine<br />

Zwei ein, je nachdem, welche Methode das<br />

Skript anwenden soll. Sind Sie sich nicht sicher,<br />

wählen Sie 1 und bestätigen mit<br />

[Enter]. Schließen Sie jetzt Ihr Smartphone/<br />

Tablet an den Rechner an, damit das Skript<br />

das Smartphone/ Tablet<br />

richtig erkennen kann.<br />

Dazu muss das USB-Debugging<br />

eingeschaltet sein.<br />

Das Skript versucht nun<br />

zu erkennen, ob ein <strong>Android</strong>-Gerät<br />

angeschlossen<br />

ist, und überträgt daraufhin<br />

ein paar Dateien via<br />

ADB auf das Gerät. Da es<br />

dazu eine Lücke in der mit<br />

<strong>Android</strong> 4 eingeführten<br />

Backup/ Restore-Funktion<br />

nutzt, erscheint nun auf<br />

Abb. 3: Während des <strong>Root</strong>-Vorgangs müssen Sie auf dem <strong>Android</strong>-Gerät den Wieder -<br />

herstellungsantrag akzeptieren.<br />

dem Smartphone/ Tablet ein Hinweis, ob Sie<br />

die Wiederherstellung einspielen möchten.<br />

Wählen Sie hier Meine Daten wiederherstellen.<br />

Dabei wird das Gerät nicht zurückgesetzt,<br />

(aber Sie haben ja eh ein Backup gemacht,<br />

richtig?).<br />

Hat alles geklappt, spielt das Tool Busybox,<br />

das su-Programm und die Superuser-App<br />

ein. Anschließend startet das Gerät neu, und<br />

Sie erhalten die Meldung After reboot all is<br />

done! Have fun!. In unserem Fall hat es<br />

jedoch nicht ganz geklappt. Die Superuser-<br />

App wurde zwar installiert, aber das nötige<br />

Binary anscheinend nicht (Abbildung 4).<br />

Fazit<br />

<strong>Root</strong> Many ANDROID ist die beste Lösung,<br />

wenn Sie über ein Sony-Smartphone mit<br />

And roid 4.0 oder über ein anderes <strong>Android</strong>-4.0/<br />

4.1-Gerät verfügen, für das es keine<br />

bekannte <strong>Root</strong>-Methode gibt. Die Sicherheitslücke<br />

wurde mit <strong>Android</strong> 4.2 geschlossen,<br />

und unter <strong>Android</strong> 2.3 gibt es die Funktion<br />

noch nicht. Insofern lässt sich das Tool nur<br />

auf wenigen Geräten nutzen.<br />

● ● ●<br />

Abb. 4: Fast geklappt. Auf unserem Transformer TF101 klappte die Installation<br />

nicht wie gewünscht.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/28039<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 27


FOKUS<br />

ICS auf dem HTC Desire<br />

Ice Cream Sandwich für das HTC Desire<br />

Eisbombe<br />

Das HTC Desire ist mehr als zwei Jahre alt und wurde schon lange vom<br />

Hersteller im Stich gelassen. Wir rooten das nicht mehr taufrische<br />

Top-Handy und installieren <strong>Android</strong> 4.0 „Ice Cream Sandwich“ auf<br />

dem Desire. Christoph Langner<br />

HTC<br />

PERFORMANCE<br />

Firmware Vellamo1 Vellamo2<br />

HTML5<br />

Als HTC Ende März 2010 das erste<br />

Desire [LINK 1] vorstellte, war es ein<br />

absolutes Top-Modell. Der 1-GHz-<br />

Snapdragon-Prozessor war aktueller<br />

Stand der Technik, das 3,7 Zoll große<br />

AMOLED-Display (später wurde es gegen ein<br />

Super-LCD getauscht) für damalige Verhältnisse<br />

sehr groß, und mit einer 5,0-Megapixel-<br />

Kamera lag das Desire auch gut im Rennen.<br />

Für viele <strong>Android</strong>-<strong>User</strong> reicht das Desire<br />

auch heute noch eigentlich gut aus, allerdings<br />

spüren Besitzer des Ur-Desire zwei große<br />

Mängel: HTC gab den Support des Handys<br />

sehr früh auf, offiziell läuft gerade einmal<br />

<strong>Android</strong> 2.2 „Froyo“ auf dem Desire. Die beliebte<br />

alternative Firmware CyanogenMod<br />

wird ebenfalls für das Desire nicht mehr weiterentwickelt<br />

[LINK 2], CM 7.2 mit <strong>Android</strong><br />

2.3.7 als Basis bleibt die letzte Ausgabe.<br />

Zudem verfügt das Desire lediglich über<br />

147 MByte internen Speicher. Die Google-<br />

Apps belegen von diesem geringen Platz<br />

schnell 70 bis 80 MByte, für eigene Programme<br />

bleibt dann nur wenig übrig. In Anbetracht<br />

dessen, dass beliebte Apps wie<br />

Skype oder Facebook bis zu 30 MByte schlucken,<br />

ist das ein gravierendes Problem, das<br />

die Freude am Desire schnell trübt.<br />

Vellamo<br />

METAL<br />

AnTuTu<br />

HTC <strong>Android</strong> 2.2 528 - - 2571<br />

HTC <strong>Android</strong> 2.2.2 536 - - 2670<br />

ICS for Desire 880 773 239 2564<br />

ICS for Desire Overclock 927 801 260 2849<br />

ICS for Desire<br />

Beide Probleme lassen sich mit der Firmware<br />

„ICS for Desire“ [LINK 3] beheben. Sie bringt<br />

<strong>Android</strong> 4.0.4 „Ice Cream Sandwich“ (Stand<br />

Oktober 2012) auf das Desire und beseitigt<br />

zudem das Speicherlimit. Dazu wird der interne<br />

Speicher vollständig auf die SD-Karte<br />

ausgelagert, entsprechende Routinen wurden<br />

dazu direkt in das ROM integriert. Sie sollten<br />

daher die Firmware mit einer schnellen<br />

Class-10-MicroSD-Karte nutzen.<br />

Das ROM funktionierte in unseren Tests<br />

auf zwei Desires sehr gut. Es treibt die Performance<br />

des Urgesteins zwar nicht in ungeahnte<br />

Höhen, doch die Leistungsdaten sind<br />

durch die Bank besser. Spontane Abstürze,<br />

Einbußen bei der Sprachqualität oder fehlende<br />

Funktionen konnten wir bis auf den<br />

Radioempfang keine ausmachen.<br />

Desire rooten<br />

Bevor Sie mit der Installation der alternativen<br />

Firmware starten, müssen Sie Ihr Handy rooten.<br />

Nutzer, die zuvor bereits andere ROMs<br />

probiert haben, können diesen Schritt überspringen<br />

und gleich zur Installation des ICSfor-Desire-ROMs<br />

oder zur Vorbereitung der<br />

MicroSD-Speicherkarte übergehen.<br />

Mit Unrevoked [LINK 4] und Revolutionary<br />

[LINK 5] gibt es gleich zwei <strong>Root</strong>-Tools für das<br />

Desire. Revolutionary lautet die aktuelle<br />

Empfehlung der Entwickler, daher nutzen<br />

wir dieses Tool auch in diesem Beitrag.<br />

Downloads stehen nur für Windows und<br />

Linux zur Verfügung, Mac-<strong>User</strong> müssen<br />

daher auf Unrevoked zurückgreifen. Unter<br />

Windows müssen Sie zudem einen extra<br />

Treiber [LINK 6] auf dem System installieren.<br />

28<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


FOKUS<br />

ICS auf dem HTC Desire<br />

Zum <strong>Root</strong>en müssen Sie unter Einstellungen<br />

| Anwendungen | Entwicklung die Option<br />

USB-Debugging aktivieren. Danach entpacken<br />

Sie Revolutionary und starten die Anwendung<br />

mit einem Rechtsklick und der Option<br />

Als Administrator ausführen mit erweiterten<br />

Rechten. Unter XP reicht es, als <strong>User</strong><br />

mit Admin-Rechten angemeldet zu sein.<br />

Das Programm wartet nun auf Ihr Smartphone.<br />

Schließen Sie es daher jetzt per USB-<br />

Kabel an Ihren PC an und warten Sie einen<br />

kurzen Augenblick, es sollte nach wenigen<br />

Sekunden erkannt werden. Achten Sie nun<br />

auf die Zeile Found Your Device, dort finden<br />

Sie alle nötigen Informationen zum Erzeugen<br />

eines Beta-Schlüssels, ohne den der <strong>Root</strong>-<br />

Prozess nicht weiter ausgeführt wird.<br />

Übertragen Sie dazu Ihr Betriebssystem,<br />

den Gerätenamen, die HBOOT-Version und<br />

die vom System ermittelte Seriennummer des<br />

Handys in das Webformular auf der Revolutionary-Homepage<br />

[LINK 5]. Kopieren Sie dann<br />

den automatisch generierten Beta-Schlüssel<br />

zurück in die <strong>Root</strong>-App. Danach spielt das<br />

Tool automatisch das angepasste Recovery-<br />

Image zum Einspielen alternativer Firmwares<br />

und Patches ein.<br />

Der Bootloader wurde von Revolutionary<br />

geöffnet, doch damit haben Sie noch keine<br />

<strong>Root</strong>-Rechte. Laden Sie daher jetzt den aktuellen<br />

<strong>Root</strong>-Patch aus dem Netz [LINK 7] (aktuell<br />

wäre dies die Datei Superuser-3.0.7-<br />

efgh-signed.zip [LINK 8]), und kopieren Sie<br />

das ZIP-Archiv unausgepackt auf die SD-<br />

Speicherkarte des Handys.<br />

Schalten Sie das Handy aus, und starten<br />

Sie es mit der Tastenkombination [An/<br />

Aus]+ [Leiser] (Lautstärke-Wippe nach<br />

unten) in den Fastboot-Modus. Dort wählen<br />

Sie über die Lautstärke-Wippe den grünen<br />

Eintrag RECOVERY aus, ein Druck auf die<br />

[An/Aus]-Taste lädt den Recovery-Modus. Sie<br />

navigieren in diesen Menüs über den Trackpoint<br />

des Handys, ein Klick auf diesen wählt<br />

die entsprechende Option aus.<br />

Abb. 2: Den Fastboot-Modus erreichen Sie durch<br />

gleichzeitiges Drücken von [An/ Aus] und [Leiser]<br />

während des Starts.<br />

Abb. 1: Revolutionary verlangt einen über die Homepage generierten Beta-Schlüssel zum<br />

<strong>Root</strong>en des Handys.<br />

Im Recovery-Mode installieren Sie nun den<br />

<strong>Root</strong>-Patch über die Option Install zip from<br />

sdcard | Choose zip from sdcard. Wählen Sie<br />

hier die auf Speicherkarte kopierte Datei<br />

Superuser-3.0.7-efgh-signed.zip aus,<br />

und bestätigen Sie die Auswahl. Nach einem<br />

Neustart finden Sie die App Superuser auf<br />

dem Handy.<br />

SD-Karte partitionieren<br />

Damit Sie später den internen Speicher auf<br />

die SD-Karte auslagern können, müssen Sie<br />

diese für den Einsatz als Aushilfsspeicher<br />

vorbereiten. Da bei diesem Schritt sämtliche<br />

Daten verloren gehen, sichern Sie bitte Ihre<br />

mit dem Handy geschossenen Bilder und die<br />

gespeicherte Musik auf dem PC.<br />

Ein Weg, die Speicherkarte zu partitionieren,<br />

führt über den Recovery-Modus, erfahrene<br />

Computer-<strong>User</strong> können die SD-Karte<br />

jedoch auch mit einem Partitions-Tool umpartitionieren<br />

und somit die Daten erhalten.<br />

Wir empfehlen die Partitionierung über den<br />

Recovery-Modus und die Option Advanced |<br />

Partition SD Card | Ext Size x MB | Swap Size<br />

y MB. Je nach Größe der Speicherkarte sollten<br />

Sie geeignete Werte für die Größe des<br />

externen Speichers und für die Cache-Partition<br />

(Swap) wählen. 512 MByte für Ext und<br />

32 MByte für Swap sind Größen, die Ihnen<br />

genügend Platz für Apps lassen, der Speicherkarte<br />

aber nicht zu viel Speicher für<br />

Musik und Videos klauen.<br />

Abb. 3: Um das HTC Desire zu rooten,<br />

müssen Sie im Revolutionary-Recovery<br />

den <strong>Root</strong>-Patch einspielen.<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 29


FOKUS<br />

ICS auf dem HTC Desire<br />

Abb. 4: Nach dem Patchen finden<br />

Sie die Superuser-App zum Gewähren<br />

von <strong>Root</strong>-Rechten.<br />

Abb. 5: Partitionieren Sie den Speicherplatz<br />

der SD-Karte direkt aus<br />

dem Recovery-Mode heraus.<br />

Firmware einspielen<br />

Nun geht es an das Installieren des ROMs ICS<br />

for Desire. Laden Sie sich dazu das Image der<br />

Firmware von der Homepage [LINK 9] herunter.<br />

Kopieren Sie die Datei Beta_0.18.2.1.zip<br />

auf die MicroSD-Karte des Handys. Für die<br />

Installation booten Sie erneut in das Recovery-Image<br />

(Handy abschalten, Neustart mit<br />

[An/Aus]+ [Volumen-Leiser] drücken).<br />

Um später mit einem sauberen System zu<br />

arbeiten, raten wir dringend dazu, sämtliche<br />

Daten über Wipe data/ factory reset und Wipe<br />

cache partition zu löschen. Anschließend öffnen<br />

Sie via Install zip from sdcard | Choose<br />

zip from sdcard | Beta_0.18.2.1.zip die Installationsroutine<br />

der Firmware.<br />

Das Setup bietet nun diverse<br />

Optionen, um die<br />

Firmware an Ihre Wünsche<br />

anzupassen: alternative<br />

Launcher, diverse<br />

Mods, um den internen<br />

Speicher auf die<br />

Speicherkarte auszulagern,<br />

oder weitere Kernel<br />

mit zusätzlichen<br />

Anpassungen.<br />

Einsteigern raten wir<br />

zur Installation über<br />

Typical, da die Vorauswahl<br />

durchaus sinnvoll<br />

ist und auch wichtige<br />

Features – wie das Auslagern<br />

des Speichers –<br />

direkt in der Firmware<br />

eingebaut sind.<br />

Nach dem abschließenden<br />

Neustart sollte<br />

Sie Ihr HTC Desire mit dem Einrichtungsassistenten<br />

von <strong>Android</strong> 4.0 „Ice Cream<br />

Sandwich“ begrüßen. Bevor Sie damit beginnen,<br />

das Handy aufwendig einzurichten,<br />

sollten Sie den Speicher auf die bereits vorbereitete<br />

SD-Karte auslagern.<br />

Abb. 6: Die Firmware besitzt eine GUI,<br />

über die Sie diverse Modifikationen<br />

am Setup durchführen.<br />

Speicher auslagern<br />

Wenn Sie unserem Rat gefolgt sind und ICS<br />

for Desire in den Standardeinstellungen installiert<br />

haben, dann ist die Unterstützung für<br />

das Auslagern des Speichers zwar vorhanden,<br />

aber noch nicht aktiviert. Bevor Sie Apps installieren,<br />

sollten Sie diese Option einschalten.<br />

Dazu öffnen Sie den Terminal Emulator<br />

aus dem App-Drawer heraus und geben die<br />

Befehle aus Listing 1 in<br />

das Terminal-Fenster<br />

ein. Nach der Eingabe<br />

von su müssen Sie dem<br />

Terminal das Ausführen<br />

von <strong>Root</strong>-Befehlen erlauben.<br />

Die Fragen des<br />

Skripts beantworten Sie<br />

mit y. Nach dem abschließenden<br />

Neustart<br />

optimiert das <strong>Android</strong>-<br />

System die nun ausgelagerten<br />

Apps, knapper<br />

Speicher gehört der Vergangenheit<br />

an.<br />

Abb. 7: Mit ICS for Desire erwartet Sie<br />

ein weitestgehend unmodifiziertes<br />

<strong>Android</strong> 4.0 auf Ihrem HTC Desire.<br />

Abb. 8: Auf dem 3,7 Zoll kleinen Display<br />

ist natürlich nicht ganz so viel<br />

Platz wie auf heutigen <strong>Android</strong>en.<br />

Abb. 9: Das Auslagern von Apps auf<br />

die Speicherkarte muss mit einem<br />

Skript aktiviert werden.<br />

Bootschleife<br />

korrigieren<br />

Damit ist nun Ihr ICS-<br />

Desire eigentlich einsatzbereit,<br />

gäbe es nicht<br />

30<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


FOKUS<br />

ICS auf dem HTC Desire<br />

LISTING 1: Speicher auslagern<br />

$ su<br />

$ a2sd install<br />

LISTING 2: Market austauschen<br />

Abb. 10: Egal, wie viele Apps Sie nun<br />

installieren, der verfügbare Speicher<br />

von 146 MByte sinkt nicht mehr.<br />

$ adb push Vending-3.8.16.noupdate.<br />

nosig-aligned.apk /sd-ext/app/Vending.apk<br />

$ adb shell<br />

$ cd /sd-ext/app<br />

$ rm com.android.vending*.apk<br />

$ chmod 644 Vending.apk<br />

$ exit<br />

Abb. 11: Evervolv bringt eine Toolbox<br />

mit, über die sich diverse Änderungen<br />

vornehmen lassen.<br />

noch im Zusammenhang<br />

mit einem aktuellen<br />

Update des Google<br />

Play Store ein Problem.<br />

Das Update wird automatisch<br />

auf dem Handy<br />

eingespielt und verhindert<br />

das Booten. Wenn<br />

das ICS-Desire mit dem<br />

Evervolv-Logo des Entwicklerteams<br />

auf dem<br />

Display beim Starten<br />

hängt, dann ist dieses<br />

Problem nach wie vor<br />

aktuell.<br />

Abhilfe lässt sich nur<br />

über die Installation des<br />

<strong>Android</strong>-SDKs [LINK 10]<br />

schaffen. Sobald das<br />

Handy beim Booten<br />

hängt, nehmen Sie die<br />

Batterie heraus, um es<br />

abzuschalten. Legen Sie den Akku wieder<br />

ein, und gehen Sie abermals in den schon<br />

bekannten Recovery-Modus. Dort hängen Sie<br />

über die Option Mounts and storage | Mount<br />

/sd-ext den ausgelagerten Speicher ein.<br />

Laden Sie nun aus dem Forum der XDA-<br />

Developers eine gepatchte Version des<br />

Google Play Store herunter [LINK 11], und speichern<br />

Sie dann die Datei Vending-3.8.16.<br />

noupdate.nosig-aligned.apk in Ihrem<br />

Download-Verzeichnis. Öffnen Sie das Anwendungsmenü<br />

von Windows und geben Sie<br />

in das Feld Programme/ Dateien durchsuchen<br />

das Kommando cmd ein. In diesem Terminal-<br />

Fenster führen Sie dann im Verzeichnis des<br />

SDKs die Befehle aus Listing 2 aus, eventuell<br />

müssen Sie noch den Pfad zur APK-Datei<br />

vollständig angeben. Alternativ legen Sie die<br />

Datei im Verzeichnis des SDKs ab oder schieben<br />

die Datei am PC auf die SD-Karte. Nach<br />

dem Austauschen des Markets sollte Ihr<br />

Handy wieder starten. Apps lassen sich weiterhin<br />

installieren, allerdings entgehen Ihnen<br />

Updates des Markets, was sich durchaus verschmerzen<br />

lässt.<br />

Übertakten<br />

Ihr Desire fährt nun endgültig <strong>Android</strong> 4.0,<br />

und auch der knappe interne Speicher des<br />

Telefons gehört ab jetzt der Vergangenheit<br />

an. Um das System noch ein bisschen flüssiger<br />

zu bekommen, bietet es sich an, das<br />

Desire zu übertakten, die entsprechenden<br />

Einstellungen dafür finden Sie unter Einstellungen<br />

| Evervolv | Toolbox | Performance.<br />

Dort haben Sie die Möglichkeit, unter Processor<br />

| CPU Governor den Taktgeber zu ändern.<br />

SMARTASSV2 oder Interactive gehen<br />

aggressiver zu Werke und takten die CPU<br />

schneller als die Standardeinstellungen Ondemand<br />

hoch, letztendlich kann dies jedoch<br />

zu verminderter Laufzeit führen. Zudem<br />

lässt sich unter Maximum CPU frequency die<br />

CPU bis auf 1113 MHz übertakten, negative<br />

Auswirkungen konnten wir dabei nicht feststellen.<br />

Die Option Set on boot sollten Sie allerdings<br />

erst dann aktivieren, wenn sich das<br />

Übertakten in der Praxis bewährt hat.<br />

Fazit<br />

Das HTC Desire und die ROM-Köche zeigen,<br />

wie leistungsfähig und flexibel die <strong>Android</strong>-<br />

Plattform ist. Das Desire wurde vom Hersteller<br />

schon lange aufgegeben, und dennoch<br />

findet die Community einen Weg, die (fast)<br />

aktuelle <strong>Android</strong>-Version auf dem Handy zu<br />

betreiben. Dabei nehmen Sie praktisch keine<br />

Nachteile in Kauf, das Handy ist nach wie<br />

vor schnell, stabil und aktuell.<br />

● ● ●<br />

Abb. 12: Selbst bei einer maximalen<br />

Taktrate von 1113 MHz verhielt sich<br />

unser Test-Desire absolut stabil.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/27712<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 31


FOKUS<br />

CyanogenMod<br />

CyanogenMod 10 auf dem Samsung Galaxy S<br />

Abgestaubt<br />

Auch wenn das Samsung Galaxy S schon mehr als zwei Jahre auf dem<br />

Buckel hat, den Zugriffsstatistiken auf android-user.de zufolge ist das<br />

Handy nach wie vor sehr beliebt. Zeit, sich dem Handy etwas genauer<br />

zu widmen! Mit CyanogenMod 10 locken Sie deutlich mehr Power aus<br />

dem alten Knochen. Christoph Langner<br />

Als Samsung das erste Galaxy S [LINK 1] im Juli<br />

2010 vorstellte, war es „das“ <strong>Android</strong>-Handy<br />

auf dem Markt. Zum Zeitpunkt der Präsentation<br />

hatte es dank seiner GPU von PowerVR<br />

den schnellsten Grafikchip und war mit knapp 9,9 mm<br />

Dicke das dünnste Smartphone der Welt. Die vom Galaxy<br />

S gesetzten Rekorde gelten natürlich schon lange nicht<br />

mehr, die Nachfolger aus Samsungs S-Reihe toppen Jahr<br />

für Jahr die Rekorde. Für Besitzer eines Galaxy S der ersten<br />

Generation sollte das aber dennoch kein Grund sein,<br />

das Handy zum alten Eisen zu geben. Mit ein bisschen<br />

Tuning holt man deutlich mehr aus dem Galaxy S, als es<br />

das Alter des Handys vermuten lässt.<br />

Auch wenn Samsung den Support des Handys mit dem<br />

Erscheinen von <strong>Android</strong> „Gingerbread“ 2.3 aufgegeben<br />

hat, entwickelt die <strong>Android</strong>-Community rund um das<br />

Handy munter weiter. Das alte Galaxy S stellt praktisch<br />

die untere Grenze von <strong>Android</strong>-Handys dar, auf welchen<br />

die derzeit intensiv entwickelte CyanogenMod-Aftermarket-Firmware<br />

installiert werden kann. Damit kommt auch<br />

das Galaxy S – wenn auch nicht offiziell – in den Genuss<br />

von <strong>Android</strong> „Jelly Bean“ 4.1.<br />

Die Installation des aktuellen CyanogenMod-Meilensteins<br />

ist im Zusammenspiel mit einem Windows-PC (ab<br />

Samsung<br />

32<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


FOKUS<br />

CyanogenMod<br />

Windows XP) gar nicht so schwer. Belohnt<br />

wird die Arbeit mit einem top-aktuellen <strong>Android</strong>-System<br />

und einem deutlichen Leistungsschub,<br />

der sich nicht nur in Benchmarks,<br />

sondern auch im <strong>Android</strong>-Alltag durchaus<br />

bemerkbar macht.<br />

Flashen vorbereiten<br />

Bevor Sie die ersten Schritte auf dem Weg<br />

hin zu Jelly Bean unternehmen, gilt es, wie<br />

immer bei Operationen am offenen Herzen,<br />

ein Backup des Systems zu machen. Ihre<br />

Mails und Kontakte sind üblicherweise sicher<br />

in der Google-Cloud verstaut, doch wichtige<br />

SMS oder Bilder von der SD-Speicherkarte<br />

können durchaus auch einmal verloren<br />

gehen. Nicht unüblich ist es zudem, nach<br />

dem Einspielen eines neuen ROMs einen<br />

Werksreset zu machen, ein Backup schadet<br />

daher nie. Um eine gute Basis zum Flashen<br />

von CyanogenMod 10 mit Jelly Bean aufzubauen,<br />

sollten Sie in einem ersten Schritt das<br />

System zurücksetzen und die letzte offizielle<br />

Firmware von Samsung mit <strong>Android</strong> 2.3.6<br />

einspielen. Im Netz finden Sie dazu das<br />

Flash-Tool Odin 3 und die Firmware inklusive<br />

<strong>Root</strong>-Patch in einem großen Download-<br />

Paket [LINK 2]. Laden Sie das Archiv<br />

I9000XXJVU_I9000OXAJVU_OXA.zip auf Ihren<br />

PC herunter und entpacken die enthaltenen<br />

Dateien mit einem geeigneten Tool.<br />

Um die Firmware einzuspielen, müssen Sie<br />

Ihr Galaxy S nun in einem speziellen „Download<br />

Modus“ starten. Schalten Sie das Handy<br />

dazu aus und ziehen das USB-Kabel vom PC<br />

ab. Drücken Sie danach gleichzeitig die<br />

Knöpfe Lautstärke-Runter | Home | An-/ Aus<br />

auf den Seitenkanten. Das Handy startet<br />

daraufhin mit einem gelben Baustellen-<strong>Android</strong>en<br />

auf dem Display und dem Text<br />

SAMSUNG GALAXY S I9000<br />

„Downloading… Do not turn off<br />

Target!!!“.<br />

<strong>Root</strong>en mit Odin<br />

Führen Sie nun die Datei Odin3<br />

v1.85.exe aus dem Archiv aus und<br />

verbinden das Handy wieder per<br />

USB mit dem Rechner. Odin sollte<br />

nun etwas wie <br />

Added!! im Nachrichtenbereich<br />

melden und der Kasten oben<br />

links unter „ID:COM“ gelb<br />

aufleuchten. Zeigt Odin<br />

keine Reaktion an dieser<br />

Stelle, fehlt Ihnen vermutlich<br />

der nötige Treiber für<br />

Windows. Installieren<br />

Sie diesen bitte entweder<br />

durch die vollständige<br />

Installation von<br />

Samsungs megabyte-starker<br />

Verwaltungssuite Kies<br />

[LINK 3] oder gezielt als einzelnes<br />

Setup [LINK 4][LINK 5].<br />

Meldet Odin erfolgreich das Galaxy S im<br />

Download-Modus, setzen Sie den Haken bei<br />

Re-Partition und wählen unter PIT die Datei<br />

s1_odin_20100512.pit. Im weiteren Verlauf<br />

unter PDA die CODE_I9000XXJVU_CL851880_<br />

REV03_user_low_ship.tar.md5, für PHONE<br />

die Datei MODEM_I9000XXJVU_REV_00_<br />

CL1092175.tar.md5 und unter CSC letztendlich<br />

das Archiv GT-I9000-CSC-MULTI-OXAJVU.<br />

tar.md5. Ein Klick auf Start weißt Odin abschließend<br />

an, die ausgewählte Firmware zu<br />

installieren, am Ende des Prozesses startet<br />

das Handy mit der neuen Firmware durch.<br />

Auf Ihrem Galaxy läuft nun die letzte Origi-<br />

Abb. 1: Das Samsung Galaxy S im<br />

Download-Modus vor dem Flashen<br />

des Original-Images mit Odin 3.<br />

Benchmark<br />

Ergebnis<br />

<strong>Android</strong> 2.2, FROYO.XXJPO<br />

AnTuTu 3066<br />

Vellamo 1.0.6 566<br />

<strong>Android</strong> 2.3.6, GINGERBREAD.XXJVU<br />

AnTuTu 3034<br />

Vellamo 1.0.6 606<br />

Vellamo HTML5 521<br />

Vellamo METAL 217<br />

<strong>Android</strong> 4.1.2, CyanogenMod 10 M2<br />

AnTuTu 3200<br />

Vellamo 1.0.6 1140<br />

Vellamo HTML5 1012<br />

Vellamo METAL 225<br />

Abb. 2: Mit Odin 3 flashen Sie die letzte offizielle Firmware auf Ihr Samsung Galaxy S.<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 33


FOKUS<br />

CyanogenMod<br />

Abb. 3: Nach dem <strong>Root</strong>en des Handys<br />

finden Sie die Superuser-App<br />

im App-Drawer.<br />

nal-Firmware mit <strong>Android</strong><br />

2.3.6, ohne <strong>Root</strong> oder andere<br />

Modifikationen.<br />

Den nötigen <strong>Root</strong>-Patch<br />

finden Sie ebenfalls im<br />

Odin-Archiv. Starten Sie<br />

dazu erneut das Handy im<br />

Download-Modus, stecken<br />

es wieder an den Rechner<br />

an und gehen abermals in<br />

das Odin-Tool. Setzen Sie<br />

dieses mit Reset zurück<br />

und wählen unter PDA<br />

diesmal lediglich die Datei<br />

CF-<strong>Root</strong>-XX_OXA_<br />

JVU_2.3.6-v4.3-CWM3RFS.<br />

tar aus. Achten Sie darauf,<br />

dass die Option Re-Partition<br />

nicht aktiviert ist, sie<br />

würde wieder Daten auf<br />

dem Handy löschen.<br />

Auch hier startet das Handy wieder automatisch<br />

neu in das <strong>Android</strong>-System. Nach<br />

dem Flashen des <strong>Root</strong>-Zugangs finden Sie<br />

nun Einträge wie CWM, Superuser oder<br />

Tweaks auf Ihrem Handy. Verschwenden Sie<br />

aber an dieser Stelle nicht viel Zeit mit dem<br />

Einrichten, wir gehen gleich über zur Installation<br />

von CyanogenMod 10.<br />

Abb. 4: Sie regelt den Zugriff von<br />

Apps auf Funktionen, die erweiterte<br />

<strong>Root</strong>-Rechte benötigen.<br />

CyanogenMod flashen<br />

Die Entwickler von CyanogenMod haben das<br />

Galaxy S bereits in die Liste der für CM10 unterstützten<br />

Geräte aufgenommen. Für Besitzer<br />

eines SGS heißt dies, dass es täglich<br />

Nightly Builds und in regelmäßigen Abständen<br />

Milestones, also geprüfte Zwischenstände,<br />

zum Download gibt. Zum Zeitpunkt<br />

dieses Artikels ist CM10 M2<br />

[LINK 6] aktuell, das wir auch<br />

für diesen Bericht nutzen.<br />

Laden Sie sich zum<br />

Flashen der Firmware das aktuelle<br />

Milestone-Archiv<br />

cm-10-20121011-EXPERIMEN-<br />

TAL-galaxysmtd-M2.zip<br />

[LINK 7] herunter und verschieben<br />

es nach dem Download<br />

auf den internen Speicher des<br />

Handys. Um sicherzugehen,<br />

ob der Download der Datei<br />

störungsfrei funktioniert hat,<br />

prüfen Sie bitte die MD5-<br />

Summe der Datei mit etwa<br />

WinMD5Free [LINK 8].<br />

Schalten Sie jetzt wieder<br />

das Handy aus, und starten<br />

Sie es diesmal mit der Tastenkombination<br />

Lautstärke-Hoch<br />

| Home | An-/ Aus in den Recovery-Modus.<br />

Dort initiieren Sie die Installation des CyanogenMod-ROMs<br />

über Install zip from sdcard<br />

und setzen anschließend noch mit den beiden<br />

Optionen Wipe data/ factory reset und<br />

Wipe cache partition den Speicher des Handys<br />

vollständig zurück. Reboot system now<br />

startet dann abschließend Ihr Handy mit<br />

CM10 und Jelly Bean neu.<br />

Google Apps installieren<br />

Nach dem Reboot empfängt Sie Cyanogen-<br />

Mod mit einem ziemlich nacktem <strong>Android</strong>.<br />

Aus rechtlichen Gründen enthält das <strong>Custom</strong>-ROM<br />

von Haus aus keine Google Apps<br />

wie z.B. Gmail oder den Play Store, die Sie<br />

normalerweise auf einem <strong>Android</strong>en finden.<br />

Sie müssen jedoch nicht auf diese gewohnten<br />

Tools – und vor allem den Play Store – verzichten,<br />

die Apps lassen sich ebenfalls über<br />

den Recovery Modus flashen.<br />

Sie finden den zu CyanogenMod 10 passenden<br />

Download auf Goo.im [LINK 9]. Die<br />

Datei gapps-jb-20121011-signed.zip kopieren<br />

Sie – wie das Image von CyanogenMod<br />

zuvor – auf den internen Speicher des Handys<br />

und flashen die Datei erneut über den<br />

Recovery Modus. Nach dem nächsten Neustart<br />

finden Sie den Play Store unter den installierten<br />

Apps. Weitere Google-Anwendungen<br />

wie etwa Gmail [LINK 10], Maps oder<br />

Google+ installieren Sie danach ganz normal<br />

über den Store.<br />

Abb. 5: Danach kopieren Sie den passenden <strong>Root</strong>-Patch und das Recovery auf das Handy.<br />

Jelly Bean auf dem Galaxy S<br />

Trotz des noch andauernden Entwicklungsprozesses<br />

von CyanogenMod 10 können wir<br />

keine negativen Auswirkungen auf unser Ga-<br />

34<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


FOKUS<br />

CyanogenMod<br />

Abb. 6: CyanogenMod schraubt<br />

nicht an der Optik, Sie bekommen<br />

original Jelly Bean auf das SGS.<br />

Abb. 7: Die Google Apps wie<br />

Gmail oder der wichtige Play Store<br />

müssen nachgerüstet werden.<br />

Abb. 8: Der DSPManager optimiert<br />

auf Wunsch den Klang der Audio-<br />

Ausgabe Ihres Galaxys.<br />

Abb. 9: CyanogenMod integriert<br />

diverse Tweaks zur Konfiguration<br />

des Smartphones.<br />

AKTUELL<br />

Kurz vor Fertigstellung dieser Ausgabe haben<br />

auch die CyanogenMod-Entwickler die Arbeit<br />

an der neusten Ausgabe CM10 abgeschlossen.<br />

Sie müssen daher nicht mehr auf die Nightlyoder<br />

Milestone-Builds zurückgreifen. Auf den<br />

Downloadseiten des Projekts finden Sie ganz<br />

offiziell fertige Builds des Stable-Zweigs mit<br />

CM10 für das Galaxy S. Am Vorgehen zur Installation<br />

und den Ergebnissen der Performance-Tests<br />

ändert sich dadurch nichts. Mit<br />

CM10 ist das Ende der Fahnenstange wahrscheinlich<br />

nicht erreicht. Die Entwickler haben<br />

schon mit der Arbeit am Nachfolger CM10.1<br />

begonnen, es ist nicht unwahrscheinlich, dass<br />

das erste Galaxy S weiterhin gepflegt wird.<br />

laxy S feststellen. Ganz im Gegenteil, die<br />

Benchmarks zeigen einen deutlichen Leistungsanstieg<br />

bei Benchmarks und aber auch<br />

bei der alltäglichen Nutzung des Handys.<br />

Dieser Performance-Schub wirkt sich besonders<br />

im Browser oder auch in der Oberfläche<br />

aus. Wie von aktuellen Jelly-Bean-<strong>Android</strong>en<br />

gewohnt, ruckelt in der Oberfläche kaum<br />

etwas, und auch aufwendige Webseiten<br />

bauen sich zügig auf.<br />

CyanogenMod liefert Ihnen nicht ein blankes<br />

<strong>Android</strong>, so wie es direkt von Google<br />

kommt. Die eigenständige <strong>Android</strong>-Distribution<br />

baut verschiedene Modifikationen und<br />

auch eigene Entwicklungen in Ihr <strong>Custom</strong>-<br />

ROM ein. So finden Sie mit Apollo oder dem<br />

DSPManager einen eigenen Musik-Player<br />

bzw. Audio-Effekte zur verbesserten Ausgabe<br />

von Musik und Sprache in der Firmware fest<br />

verdrahtet vor. Exklusive Features von Jelly<br />

Bean – wie zum Beispiel Google Now – finden<br />

Sie natürlich auch in CyanogenMod 10<br />

wieder. Da dem Galaxy S jedoch virtuelle<br />

Tasten wie auf dem Galaxy Nexus fehlen, aktivieren<br />

Sie den persönlichen Assistenten<br />

Googles über einen längeren Druck auf die<br />

linke Menütaste anstatt eines Wischs über<br />

den Home-Button. Zum App-Switcher gelangen<br />

Sie über einen längeren Druck auf den<br />

Home-Button.<br />

Fazit<br />

Für <strong>Android</strong>-Fans mit schmalem Geldbeutel<br />

lohnt es sich auf jeden Fall, das Samsung Galaxy<br />

S zu rooten und CyanogenMod zu installieren.<br />

Sie bekommen so ein Handy mit<br />

ALLE<br />

aktueller Software und unzähligen Tuning-<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/27677<br />

Möglichkeiten.<br />

Allerdings hat der Wechsel zu CyanogenMod<br />

auch seine Schattenseite. Samsung hat bislang<br />

die Quellcodes der Treiber für das GPRS-<br />

Modem wie auch den GPS-Empfänger nicht<br />

veröffentlicht. Um dennoch die Hardware<br />

des Handys komplett unterstützen zu können,<br />

mussten die Entwickler<br />

von Cyanogen-<br />

Mod tief in die Trickkiste<br />

greifen. Die Folge: Die<br />

Akkulaufzeit ist bei aktivierter<br />

Datenverbindung<br />

nicht gerade optimal.<br />

Um mit einer Ladung<br />

ohne Zwischentanken<br />

über einen Arbeitstag zu<br />

kommen, heißt es, die<br />

Datenleitung bei Nichtgebrauch<br />

am besten<br />

gleich komplett zu trennen<br />

[LINK 11].<br />

● ● ● cherkarte direkt über den Recovery-Modus des<br />

Abb. 10: CyanogenMod 10 installieren Sie von der SD-Spei-<br />

Handys.<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 35


HARDWARE<br />

Sony Xperia U<br />

Im Test: Sony Xperia U ST25i<br />

Schickes<br />

Kleines<br />

Es ist klein und dennoch kaum zu übersehen: Das Xperia U<br />

von Sony mit seiner sehr hellen Benachrichtigungsleiste. Wir<br />

haben das schicke Kleine getestet. Marcel Hilzinger<br />

Sony<br />

‚„PLUSMINUS<br />

‚ Schönes Display<br />

‚ Günstiger Preis<br />

‚ Benachrichtigungs-LED<br />

‚ FM-Radio<br />

„ Zu wenig Speicher<br />

„ Akkuleistung<br />

Abb. 1: Das Xperia U hat bereits ein<br />

offizielles Update auf <strong>Android</strong> 4.0.4<br />

bekommen.<br />

Das Xperia U von Sony ist etwas<br />

ganz Besonderes. Das fängt schon<br />

bei der Verpackung an, die sich<br />

von den üblichen Einheitsboxen<br />

positiv abhebt und eher wie eine Schachtel<br />

Pralinen aussieht. Auch der Inhalt kann sich<br />

sehen lassen. So erhalten Sie nicht nur das<br />

Ladegerät inklusive USB-Kabel und ein hochwertiges<br />

Headset, sondern Sony legt gleich<br />

auch eine zweite Abdeckung für die Geräteunterseite<br />

und einen speziellen Adapter für<br />

MicroSIM-Karten bei.<br />

Gute Hardware<br />

Überdurchschnittlich gut ist auch die für den<br />

Preis gebotene Hardware. Während Sie bei<br />

anderen Herstellern mit 320x480 Pixeln vorliebnehmen<br />

müssen, hat Sony ein wirklich<br />

scharfes Display mit<br />

480x854 Pixeln verbaut.<br />

Auch CPU und GPU sind<br />

nicht von schlechten Eltern,<br />

wie unsere Benchmark-Resultate<br />

von An-<br />

TuTu und Vellamo zeigen.<br />

Einzig beim Speicher hat<br />

Sony gespart – unverständlicherweise<br />

gleich<br />

doppelt: So bringt das<br />

Xperia U lediglich 4<br />

GByte internen Speicher<br />

mit und verzichtet zudem<br />

auch auf einen MicroSD-<br />

Kartenslot. Sie müssen<br />

also mit den rund 3,6<br />

GByte an freiem Speicher<br />

auskommen.<br />

Abb. 2: Das Xperia U verfügt über<br />

wenig internen Speicher und keine<br />

Erweiterungsmöglichkeit.<br />

Das Speicherlimit können<br />

Sie zur Not mit<br />

Cloud-Lösungen überbrücken.<br />

Bis Ende 2012 bietet Box.net zum<br />

Xperia U 50 GByte freien Speicher an. Einen<br />

Film bei Google Play herunterzuladen, um ihn<br />

offline anzuschauen, ist aber nicht möglich.<br />

Wie bei praktisch allen Sony-Smartphones<br />

finden Sie auch am Xperia U einen guten<br />

Lautsprecher und eine passable Kamera, die<br />

zudem auch einen kleinen LED-Blitz besitzt.<br />

Auch eine Front-Kamera für Videotelefonie<br />

hat Sony dem Xperia U spendiert.<br />

Eine weitere Hardware-Besonderheit des<br />

Xperia U ist die durchsichtige Leiste unterhalb<br />

des Displays. Hier befindet sich die<br />

mehrfarbige Benachrichtigungs-LED, die für<br />

das gewisse Etwas des Smartphones sorgt.<br />

Leider setzt Sony diese relativ zufällig ein<br />

und nicht wirklich als Benachrichtungstool.<br />

Über die App Illumination Bar Notification,<br />

die es kostenlos bei Google<br />

Play gibt, können Sie die Farben<br />

aber sehr genau Ihren<br />

persönlichen Wünschen anpassen,<br />

sodass die LED wirklich<br />

nützlich ist. Da der Balken<br />

zudem rundum sichtbar<br />

ist, gehört das kleine Sony-<br />

Smartphone zu den Geräten<br />

mit der besten Benachrichtungsfunktion<br />

überhaupt.<br />

Gute Software<br />

Wie von Sony gewohnt<br />

bringt auch das Xperia U<br />

eine recht umfangreiche Software-Sammlung<br />

mit. Unser<br />

Testgerät wurde mit <strong>Android</strong><br />

2.3 ausgeliefert, für diesen<br />

Artikel benutzten wir das<br />

Smartphone aber mit <strong>Android</strong><br />

4.0.4 „Ice Cream Sand-<br />

36<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


HARDWARE<br />

Sony Xperia U<br />

Abb. 3: Mit der App Illumination Bar<br />

Notification nutzen Sie die Möglich-<br />

wich“. Beachten Sie,<br />

dass das Update auf<br />

die neue <strong>Android</strong>-Version<br />

nur mit der Windows-Software<br />

PC<br />

Companion möglich ist<br />

und Sie dazu eine aktive<br />

Internetverbindung<br />

benötigen.<br />

Zudem warnt Sony<br />

beim Update, dass<br />

<strong>Android</strong> 4 ressourcenhungriger<br />

sei als <strong>Android</strong><br />

2.3. In unseren<br />

Tests konnten wir aber<br />

keine Performance-<br />

Probleme feststellen.<br />

Zu den vorinstallierten<br />

Apps gehören<br />

neben den Sony-typischen<br />

Musik- und keiten der LED optimal.<br />

Video-Diensten auch<br />

Facebook und WhatsApp. Im Unterschied zu<br />

früheren Version ist Facebook aber nicht<br />

gleich in die Sony-Oberfläche Timescape<br />

integriert. Sie müssen die Koppelung selbst<br />

vornehmen, wenn Sie das Feature nutzen<br />

möchten. Das Sony-Telefon enthält zudem<br />

auch eine App, um die wichtigsten Dateien<br />

komplett auf dem internen Speicher zu sichern.<br />

Diese Backup-Datei lässt sich dann<br />

via USB-Kabel auf einen Rechner übertragen<br />

und im Notfall wieder auf das Handy zurückspielen.<br />

Diese Lösung funktioniert im Gegensatz<br />

zu PC Companion auch mit Mac OS<br />

oder Linux, allerdings nur über MTP. Einen<br />

Kamera-Modus (PTP) gibt es beim Xperia U<br />

mit <strong>Android</strong> 4.0 nicht.<br />

Ebenfalls mit an Bord sind Chrome als<br />

Browser, die OfficeSuite 6 von Mobi Systems,<br />

die Navigations-Software Wisepilot und<br />

McAfee Security. Damit verfügt das Sony-<br />

Smartphone über ein sehr umfangreiches<br />

Software-Repertoire.<br />

Schwachstellen<br />

Die Kamera macht zwar recht gute Videos,<br />

die Bilder sind aber höchstens Mittelmaß.<br />

Das Xperia U besitzt zudem noch eine separate<br />

Kamerataste. Die Auslösezeiten und die<br />

Reaktionsgeschwindigkeit der Kamera-App<br />

lassen aber dennoch oft zu wünschen übrig.<br />

Als Schwachstelle muss leider auch das Display<br />

bezeichnet werden, da die Oberfläche<br />

extrem anfällig für Schmieren ist. Aus diesem<br />

Grund und weil das Display nicht kratzfest<br />

ist, liegt dem Handy auch eine Display-<br />

Schutzfolie bei. Zudem ist der Bildschirm<br />

wie bei vielen anderen Herstellern mit der<br />

Abb. 4: Das Sony-Smartphone kennt<br />

sehr viele Konto-Arten, Facebook<br />

gibt es in zwei Versionen.<br />

Einstellung An Lichtverhältnisse anpassen zu<br />

dunkel. Als Kritikpunkt müssen wir hier<br />

noch erwähnen, dass das Xperia U keine<br />

weiteren <strong>Android</strong>-Updates mehr von Sony<br />

bekommen wird. Das Gerät bleibt somit bei<br />

<strong>Android</strong> 4.0.4 stehen.<br />

Fazit<br />

Wenn Sie kleine Smartphones mögen, dann<br />

ist das Xperia U von Sony zum aktuellen Internetpreis<br />

von rund 170 Euro eine sehr gute<br />

Wahl. Es sieht nicht nur schick aus, sondern<br />

ist dank der wirklich sehr gut sichtbaren Benachrichtigungsleiste<br />

auch äußerst praktisch.<br />

Für alle Nutzer, die gelegentlich auch spielen<br />

und gerne Apps testen oder etwas Musik auf<br />

dem Gerät speichern möchten, dürfte der interne<br />

Speicher aber definitiv schon nach wenigen<br />

Monaten zu klein sein.<br />

● ● ●<br />

SONY XPERIA U ST25I<br />

Abb. 5: Ein klarer Pluspunkt für Sony:<br />

Das Angebot an vorinstallierten<br />

Apps fällt sehr umfangreich aus.<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Sony<br />

Formfaktor<br />

3,5-Zoll-Smartphone<br />

Auflösung<br />

480x854 Pixel<br />

Prozessor<br />

1,0 GHz, Dual-Core<br />

<strong>Android</strong>-Version 4.0.4<br />

Akku<br />

1290 mAh<br />

Gewicht<br />

110 g<br />

Preis (Internet)<br />

170 Euro<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// www. android-user. de/ lp/ 12315/<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

5579 Punkte<br />

Vellamo (HTML5/ Metal)<br />

1304/ 335 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung<br />

3,1 Punkte<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 37


HARDWARE<br />

Galaxy S3 Mini<br />

Samsung Galaxy S3 mini GT-I8190 im Kurztest<br />

Kleines<br />

Juwel<br />

Samsung<br />

Wie ein Ei dem anderen gleicht das Samsung Galaxy S3 mini<br />

dem großen Bruder, es ist halt nur etwas kleiner. Doch stimmen<br />

auch die inneren Werte? Wir haben es getestet. Thomas Leichtenstern<br />

‚„PLUSMINUS<br />

‚ Schönes Design<br />

‚ Formfaktor<br />

‚ Samsung-Software<br />

„ Durchschnittliche Leistung<br />

„ Preis<br />

Im Oktober stellte Samsung sein neuestes<br />

Smartphone, das Samsung Galaxy S3<br />

mini, vor – und sorgte erst mal für lange<br />

Gesichter. Zu teuer und zu wenig Leistung,<br />

so lautete beinahe einhellig das Credo<br />

der Blogs und Fachzeitschriften. Doch bis<br />

dahin hatten es die wenigsten der Kritiker<br />

aus der Nähe gesehen. Hält man das Gerät<br />

nämlich in der Hand, macht es eine überaus<br />

gute Figur. Das Smartphone lässt speziell<br />

Frauenherzen höherschlagen, die keinen<br />

4,8-Zoll-Klotz in der Handtasche mitschleppen<br />

wollen. Aber auch fürs männliche Publikum<br />

ist das S3 mini alles andere als uninteressant,<br />

wie wir im Kurztest<br />

feststellen konnten.<br />

Abb. 1: Die grafische Oberfläche des<br />

S3 mini unterscheidet sich nicht vom<br />

großen Galaxy S3.<br />

Klein und fein<br />

Wie eingangs erwähnt, unterscheidet<br />

sich das S3 mini<br />

optisch lediglich durch<br />

seine Größe vom großen<br />

Galaxy S3. Zugegeben, die<br />

unverbindliche Preisempfehlung<br />

von 439 Euro ist in<br />

der Tat happig – allerdings<br />

beläuft sich der Straßenpreis<br />

derzeit auf moderatere<br />

300 Euro. Bei 1&1 –<br />

hier stammt auch unser<br />

Testgerät her – bekommen<br />

Sie das Mini je nach Tarif<br />

sogar für null Euro. Moderat<br />

sind auch die Außenmaße<br />

von 122x63x9,9 Millimetern,<br />

das Gewicht liegt bei 116 Gramm.<br />

Damit ist das Gerät etwa 20 Gramm leichter<br />

als das große S3. Die Akku-Kapazität beträgt<br />

1500 mAh, was angesichts der geringeren<br />

Auflösung und des schwächeren Prozessors<br />

in etwa der Batterielebensdauer des großen<br />

Bruders entspricht, der mit einem 2100-mAh-<br />

Akku ausgestattet ist.<br />

Beim Innenleben setzte Samsung allerdings<br />

den Rotstift an. Hier entschied sich der<br />

Hersteller für einen 1-GHz-Dual-Core-Prozessor,<br />

womit das Smartphone nominell deutlich<br />

schwächer ist als der große Kollege. Allerdings<br />

attestiert ihm der AnTuTu-Benchmark<br />

mit 6700 Zählern<br />

durchaus gute Werte, die<br />

im Bereich des Samsung<br />

Galaxy Nexus liegen – das<br />

Galaxy S3 mini braucht<br />

sich also nicht verstecken.<br />

Auch im Vellamo-Benchmark<br />

hinterließ der Winzling<br />

einen guten Eindruck:<br />

Er erreicht 1211 Zähler<br />

beim HTML-5-Test und 337<br />

Punkte im Metal-Benchmark.<br />

Zwar liegen diese Werte<br />

deutlich unter denen des<br />

großen Bruders, im Gebrauch<br />

ist davon allerdings<br />

kaum etwas zu spüren.<br />

Apps starten praktisch<br />

ohne Verzögerung, Webseiten<br />

laden zügig. Ruckler<br />

38<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


HARDWARE<br />

Galaxy S3 Mini<br />

Abb. 2: Neben Google Play ist auf<br />

dem Smartphone auch der<br />

Samsung-eigene AppStore installiert.<br />

oder Verzögerungen bei der Bedienung konnten<br />

wir im Kurztest nicht feststellen. Auch<br />

das Abspielen von High Definition-Videos<br />

(1080p) bereitete dem Gerät keinerlei Probleme.<br />

Als Hauptspeicher stehen dem Smartphone<br />

1 GByte zur Verfügung, die im Normalfall<br />

in allen Lebenslagen ausreichen. An<br />

Flash-ROM spendierte Samsung dem Gerät<br />

nicht unbedingt üppige 8 GByte. Diesen Speicher<br />

können Sie jedoch bei Bedarf um bis zu<br />

32 GByte mit einer Micro-SD-Karte erweitern.<br />

Jelly Bean an Bord<br />

Als Betriebssystem kommt <strong>Android</strong> 4.1.1<br />

zum Einsatz, die Softwareausstattung entspricht<br />

im Wesentlichen der des S3. Lobend<br />

zu erwähnen ist an dieser Stelle, dass<br />

Samsung – abgesehen von Touchwiz – ein<br />

weitgehend unverändertes <strong>Android</strong> verwendet,<br />

was sich unter anderem auf schnelle Update-Zyklen<br />

positiv auswirkt. Das trifft auch<br />

auf unser Testgerät von 1&1 zu, auf dem keinerlei<br />

zusätzliche Apps vorinstalliert waren.<br />

Eine Aktualisierung für das S3 Mini auf Jelly<br />

Bean 4.2 ist so gut wie sicher und wird nicht<br />

allzu lange auf sich warten lassen.<br />

Abstriche im Vergleich zum großen Bruder<br />

muss der Käufer bei der integrierten Digitalkamera<br />

in Kauf nehmen. Hier verrichtet ein<br />

5-MPixel-Sensor seinen Dienst, der Videos<br />

mit einer Auflösung von bis zu 1280x720<br />

aufnimmt, auf Full-HD-Aufnahmen müssen<br />

Sie also beim Mini verzichten.<br />

Die unterstützten Anruf- und Datenübertragungsarten<br />

entsprechen dem des S3. Dazu<br />

zählen unter anderem Bluetooth 4.0, WLAN<br />

a/ b/ n, EDGE, HSUPA und HSPA+. Das<br />

schnelle 4G LTE steht<br />

derzeit allerdings noch<br />

nicht zur Verfügung,<br />

was derzeit wegen der<br />

geringen Abdeckung in<br />

Deutschland aber noch<br />

keine allzu große Rolle<br />

spielen dürfte.<br />

Ähnlich verhält es<br />

sich mit S-Beam respektive<br />

NFC, welches<br />

das Handy ebenfalls<br />

nicht unterstützt. Zwar<br />

beschreibt Samsung<br />

das Feature auf seiner<br />

Webseite als optional,<br />

ein entsprechendes<br />

Gerät bietet der Hersteller<br />

jedoch nicht an.<br />

Als Display verbaut<br />

Samsung ein 800x480<br />

Pixel großes Super-<br />

AMOLED mit einer Diagonale von 4 Zoll. Angesichts<br />

der geringeren Größe fallen die „fehlenden“<br />

Pixel zum 4,8-Zöller des S3 allerdings<br />

kaum ins Gewicht.<br />

Abb. 3: Die Benchmark-Resultate bei<br />

Vellamo und AnTuTu sind für die verbaute<br />

CPU absolut in Ordnung.<br />

Fazit<br />

Auf kaum ein anderes Handy trifft der Begriff<br />

Smartphone so sehr zu wie das Galaxy S3<br />

mini. Es sieht nicht nur toll aus, sondern<br />

dürfte nicht zuletzt wegen seines Formfaktors<br />

schnell zum Frauenschwarm avancieren.<br />

Die von Samsung veranschlagte unverbindliche<br />

Preisempfehlung von 439 Euro ist allerdings<br />

angesichts dessen, dass das große S3<br />

inzwischen für wenig mehr (ab 450 Euro) erhältlich<br />

ist, schlicht indiskutabel. Für den<br />

Straßenpreis von 319 Euro ist das S3 mini<br />

zwar immer noch kein Schnäppchen, aber<br />

durchaus sein Geld wert.<br />

● ● ●<br />

SAMSUNG GALAXY S3 MINI<br />

Abb. 4: Schöne Ausstattung: Die<br />

Memo-App von Samsung ist beim<br />

Galaxy S3 mini mit an Bord.<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Formfaktor<br />

34-Zoll-Smartphone<br />

Auflösung<br />

480x800<br />

Prozessor<br />

1,0 GHz, Dual-Core<br />

<strong>Android</strong>-Version 4.1.1<br />

Akku<br />

1500 mAh<br />

Gewicht<br />

116 g<br />

Preis (Internet)<br />

320 Euro<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// www. android-user. de/ lp/ 12932/<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark (v3)<br />

6700 Punkte<br />

Vellamo (HTML5/ Metal)<br />

1211/ 337 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung<br />

4,0 Punkte<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 39


HARDWARE<br />

Nikon Coolpix S800c<br />

Nikon<br />

Im Test: Nikon Coolpix S800c mit <strong>Android</strong><br />

<strong>Android</strong>-Knipser<br />

Auch Nikon erkennt das<br />

Potenzial von <strong>Android</strong>en<br />

und bringt eine<br />

Kamera mit dem<br />

beliebten Betriebssystem<br />

auf den Markt. Ob<br />

sich die Investition von<br />

etwa 380 Euro für Sie<br />

lohnt, zeigt der Test.<br />

Thomas Leichtenstern<br />

Langsam aber sicher gehen den Herstellern<br />

im gesättigten Digitalkameramarkt<br />

die Verkaufsargumente für<br />

ihre neuesten Geräte aus: Megapixel<br />

ziehen immer weniger, echte Innovationen<br />

sind selten. Jetzt ist die Kreativität der Produktstrategen<br />

gefragt – die mit der Hochzeit<br />

von <strong>Android</strong> und Kompaktkamera auch<br />

prompt eine echte Innovation aus dem Hut<br />

zauberten. Den Anfang machte Samsung mit<br />

der Galaxy Camera [LINK 1] [LINK 2], dicht gefolgt<br />

von Nikon mit der Coolpix S800c.<br />

Wer bin ich<br />

Vergleicht man die Optik und technischen<br />

Daten zwischen der Coolpix S6400 [LINK 3]<br />

und der S800c [LINK 4], wird schnell klar, welches<br />

Modell Pate stand. Abgesehen vom um<br />

zwei Stufen geringeren Zoomfaktor (10- statt<br />

12-fach) und dem größeren Display (3,5 Zoll<br />

anstelle von 3) sind sie weitgehend<br />

baugleich. Preislich<br />

trennen sie jedoch kleine<br />

Welten: Während das Modell<br />

S6400 rund 200 Euro kostet,<br />

schlägt das S800c mit ca. 350<br />

Euro zu Buche.<br />

Zur Bildaufzeichnung<br />

kommt ein 16-MPixel-CMOS-<br />

Sensor mit einem 1/ 2.3-Zoll<br />

Formfaktor (entspricht 11<br />

Millimeter Diagonale) zum<br />

Einsatz. Das Nikkor-Objektiv<br />

besitzt eine Brennweite von<br />

4,5- bis 45 Millimeter, was einem Kleinbild-<br />

Equivalänt von 25- bis 250 Millimetern entspricht.<br />

Die Anfangsöffnung beträgt akzeptable<br />

3,2 Blenden und verkleinert sich bis auf<br />

5,8 im Telebereich. Ein integrierter GPS-Empfänger<br />

versieht die Bilder auf Wunsch mit Positionsdaten,<br />

WiFi und Bluetooth sorgen für<br />

den Kontakt zur Außenwelt. Auf ein UMTS-<br />

Modul verzichtete Nikon jedoch. Der <strong>Android</strong>-Kamera<br />

legt Nikon einen Akku mit einer<br />

Kapazität von relativ mageren 1050 mAh bei.<br />

Als System kommt <strong>Android</strong> 2.3 zum Einsatz.<br />

Ein Grund für die relativ alte Version<br />

dürften die mickrigen 256 MByte Hauptspeicher.<br />

An Flash-Speicher weist Nikon 2,4<br />

GByte aus, das Testgerät wartete jedoch lediglich<br />

mit 811 MByte auf, wovon etwa 790<br />

für Bilder und Filme zur Verfügung stehen.<br />

Da die Kamera jedoch einen SD-Karten-Slot<br />

mitbringt, spielt das keine entscheidende<br />

Abb. 1: Der Homescreen der Kamera lässt das schon etwas betagte<br />

<strong>Android</strong> 2.3 erkennen.<br />

Nikon<br />

40<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


HARDWARE<br />

Nikon Coolpix S800c<br />

Rolle. Das 3,5"-OLED-Touchscreen-Display<br />

besitzt eine Auflösung von 854x480 Pixeln.<br />

Wie Nikon auf die beworbenen 819.000 Pixel<br />

kommt, bleibt ein Rätsel. Tatsächlich sind es<br />

nur etwa die Hälfte. Die Blickwinkelstabilität<br />

ist gut, dank der Anti-Reflex-Beschichtung<br />

lässt sich das Display auch bei ungünstigen<br />

Lichtverhältnissen gut ablesen. Für die nötige<br />

Rechenpower sorgt eine auf 1,6 GHz getaktete<br />

ARMv7-CPU. Im AnTuTu-Benchmark<br />

erreichte das System respektable 3600 Zähler.<br />

In der Praxis<br />

Beim ersten Anfassen fühlt sich die Kamera<br />

vergleichsweise billig an. Abgesehen von der<br />

Metallfront, die nicht bündig mit dem Gehäuse<br />

abschließt, besteht sie aus Kunststoff.<br />

Da die Kamera in erster Linie über den<br />

Touchscreen bedient wird, sieht sie schon<br />

nach kurzer Benutzung ziemlich verschmiert<br />

aus. Etwas unglücklich positioniert Nikon<br />

den Blitz links oben an der Front, genau<br />

dort, wo viele die Kamera festhalten. Daran<br />

kann man sich aber gewöhnen.<br />

Beim ersten Einschalten fällt die lange<br />

Startzeit von knapp 30 Sekunden auf, die die<br />

Kamera braucht, bis sie voll einsatzfähig ist.<br />

Das ist allerdings nur dann der Fall, wenn sie<br />

längere Zeit nicht benutzt wurde, andernfalls<br />

schaltet das System in den Standby-Modus<br />

und ist in etwa genau so schnell einsatzbereit,<br />

wie andere Kompaktkameras. Die Auslöseverzögerung<br />

fällt dafür erfreulich kurz aus:<br />

Es gibt praktisch keine Verzögerung.<br />

Obwohl die Kamera mit einem Wechselakku<br />

aufwartet, legt Nikon nur einen USB-<br />

Netzadapter bei. Sie müssen also den Akku<br />

in der Kamera laden. Warum der Hersteller<br />

den USB-Eingang mit einer proprietären<br />

Buchse versah, die zu nichts kompatibel ist<br />

außer der eigenen Strippe, bleibt unklar.<br />

Eine der Kernfunktionen, welche den Einsatz<br />

von <strong>Android</strong> in Kameras rechtfertigt, ist<br />

das Hochladen der Bilder ins Internet. In der<br />

Grundeinstellung erlaubt die Nikon den Upload<br />

zu Google-Diensten wie Picasa oder<br />

Google+. Über die Installation weiterer Apps<br />

können Sie diese Auswahl in bekannter <strong>Android</strong>-Manier<br />

erweitern.<br />

Anders als viele Kameras dieser Preisklasse<br />

unterstützt die Coolpix lediglich das JPEG-<br />

Format in verschiedenen Auflösungen. Das<br />

deutlich bessere Rohdatenformat (bei Nikon<br />

NEF) fehlt. Videos zeichnet die Cam als MOV<br />

mit H.264/ MPEG-4-komprimiert in einer Auflösung<br />

von bis zu 1080p (Full HD) auf.<br />

Die Einstellmöglichkeiten der enthaltenen<br />

Foto-App beschränken sich aufs Wesentliche<br />

und bilden ungefähr den Funktionsumfang<br />

einer durchschnittlichen<br />

kompakten<br />

Digicam ab. Fortschrittliche<br />

Funktionen,<br />

etwa das manuelle<br />

Ansteuern<br />

der Blende, der Belichtungszeit<br />

oder<br />

des Autofokus bietet<br />

sie nicht an.<br />

Zusätzliche Funktionen,<br />

etwa die Einstellung<br />

der Lichtempfindlichkeit,<br />

erreichen Sie<br />

etwas umständlich über die<br />

<strong>Android</strong>-Menütaste. Dort gelangen Sie auch<br />

zu weiteren Parametern wie dem Weißabgleich<br />

und zur Anzahl der Bildfolgen. Hier<br />

wartet die Nikon tatsächlich mit einer Besonderheit<br />

auf: Nämlich der Serienbildaufnahme<br />

von bis zu 120 Bildern in der Sekunde. Allerdings<br />

verringert sich dann die Größe der Bilder<br />

auf 640x480 Pixel.<br />

Wem diese Ausstattung nicht reicht, der<br />

kann sich über den Play-Store beliebige Kamera-Apps<br />

nachinstallieren, deren Funktionsumfang<br />

teilweise erheblich höher ist. Das<br />

Rauschverhalten der Coolpix ist bis etwa 400<br />

ISO zufriedenstellend, bei Werten darüber<br />

verlieren die Bilder aber deutlich an Zeichnung.<br />

Zwar lässt sich die Empfindlichkeit bis<br />

3200 ISO hochschrauben, allerdings taugen<br />

dann die Bilder auch für den Hausgebrauch<br />

nicht mehr wirklich.<br />

Fazit<br />

<strong>Android</strong> als alleiniges Verkaufsargument<br />

reicht nicht aus, wenn das Potenzial nicht<br />

genutzt wird. Und genau das ist bei der<br />

Nikon der Fall. Angesichts der mageren Ausstattung<br />

ist der Preis von rund 350 Euro zu<br />

teuer. Den einzig echten Mehrwert, den die<br />

Knipse gegenüber der 150 Euro billigeren<br />

S6400 mitbringt, ist die Upload-Funktion via<br />

WLAN oder Bluetooth.<br />

● ● ●<br />

NIKON COOLPIX S800C<br />

Abb. 2: Der Funktionsumfang der<br />

Kamerapp unterscheidet sich nicht<br />

von einer herkömmlichen Kompaktkamera.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/27714<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Nikon<br />

Formfaktor<br />

3,5-Zoll-Digitalkamera<br />

Preis<br />

399 Euro (UVP), 350 Euro (Internet)<br />

Auflösung<br />

854x480 Pixel<br />

Sensor<br />

16 MPixel, 1/ 2.3-Zoll<br />

Zoom<br />

10-fach<br />

Prozessor<br />

1,6-GHz ARMv7<br />

<strong>Android</strong>-Version 2.3<br />

Akku<br />

1050 mAh<br />

Gewicht<br />

165 g<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 41


HARDWARE<br />

TrekStor SurfTab ventos 9.7<br />

Im Test: TrekStor SurfTab ventos 9.7<br />

Zum<br />

Surfen<br />

Treckstor<br />

Spätestens seit der Veröffentlichung des großen Google-<br />

Tablets Nexus 10 im November 2012 ist der Druck auf Hersteller<br />

anderer 10-Zoll-Tablets deutlich gestiegen. Im Test<br />

musste das SurfTab ventos 9.7 von TrekStor zeigen, wie viel<br />

Tablet es für 230 Euro bietet. Arnold Zimprich<br />

‚„PLUSMINUS<br />

‚ Lange Laufzeit<br />

‚ Schnelle Bedienung<br />

‚ Robustes Gehäuse<br />

„ Kein Google Play<br />

„ Empfindliche Rückseite<br />

„ Wenig App-Auswahl<br />

Bei einem Preis von 399 Euro für das<br />

Nexus 10 in der 16 GByte-Version<br />

müssen sich andere Tablet-Hersteller<br />

warm anziehen, bietet das<br />

Google-Tablet doch die Crème de la Crème der<br />

derzeitigen <strong>Android</strong>-Technik zu einem äußerst<br />

attraktiven Preis. Noch dazu werden die<br />

Nexus-Geräte mit der Garantie ausgeliefert,<br />

dass das Betriebssystem über mehrere Jahre<br />

hinweg auf dem neuesten Stand gehalten<br />

wird. TrekStor hingegen hat mit den SurfTabs,<br />

die es im 7-, 8-, 9,7- und 10,1-Zoll-Format gibt,<br />

gleich eine ganze Palette von <strong>Android</strong>-4.0-Ice-<br />

Cream-Sandwich- und<br />

4.1-Jelly-Bean- Tablets<br />

im Programm, mit der<br />

der Hersteller im Preiskampf<br />

bestehen will.<br />

Abb. 1: Das 1024x768-Pixel-Display des SurfTab<br />

ventos 9.7 reicht für Basisanwendungen aus.<br />

Die Hardware<br />

Das SurfTab macht optisch<br />

auf den ersten<br />

Blick einen vertrauenserweckenden<br />

Eindruck,<br />

beim Gehäuse<br />

wechselt sich griffiges<br />

Plastik mit einer Rückabdeckung<br />

aus Aluminium<br />

ab. 1024x768<br />

Pixel sehen auf 10 Zoll<br />

zwar nicht unbedingt<br />

wie ein Samtkissen<br />

aus, reichen jedoch für<br />

nicht allzu anspruchsvolle<br />

Nutzer und Anwendungsmöglichkeiten<br />

aus. Der 16 GByte große interne Speicher<br />

kann via MicroSD-Kartenslot um bis zu 32<br />

GByte erweitert werden, eine Micro-USB-<br />

Buchse, ein 3,5mm-Klinkenstecker und ein<br />

Mini-HDMI-Ausgang vervollständigen das<br />

Angebot.<br />

TrekStor hat seinem 10-Zöller darüber<br />

hinaus eine 2-Megapixel-Hauptkamera spendiert,<br />

die für die gelegentliche Fotopirsch<br />

ausreicht, dazu gibt es eine 0,3 Megapixel<br />

große Kamera für gelegentliche Videochats.<br />

Die Lautstärkewippe und der Power-Button<br />

sind zwar klein, sprechen<br />

aber gut auf alle<br />

Eingaben an. Am Zubehör<br />

hat TrekStor ein<br />

wenig gespart – bei<br />

einem Verkaufspreis<br />

von rund 230 Euro ein<br />

Paar Kopfhörer beizulegen,<br />

ist aber auch<br />

(fast) zu viel verlangt.<br />

Ein Blick unter<br />

die Haube<br />

Ein erster Blick auf die<br />

App-Auswahl des<br />

SurfTab fiel enttäuschend<br />

aus. Zwar sind<br />

Standard-App wie ein<br />

Stock-Browser, ein Dateimanager,<br />

Radiound<br />

Musikplayer<br />

42<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


HARDWARE<br />

TrekStor SurfTab ventos 9.7<br />

Abb. 2: Die App-Auswahl auf dem TrekStor löst<br />

keine Begeisterungsstürme aus, Alltags-Anwendungen<br />

sind jedoch vertreten.<br />

Abb. 3: Der <strong>Android</strong>PIT-Appstore kann es in<br />

Sachen Auswahl bei Weitem nicht mit dem<br />

Google-Play-Angebot aufnehmen.<br />

Abb. 4: Bei Surf-Ausflügen im Internet macht das<br />

ventos 9.7 mit seinem 1,6-Ghz-Dual-Core-Prozessor<br />

mit 1 GByte RAM eine gute Figur.<br />

sowie eine Kamera-App enthalten, sonst hat<br />

man bei TrekStor aber gespart. Immerhin hat<br />

der Hersteller das Tablet mit „Video Studio“,<br />

einer App zum Schneiden von Videos, ausgestattet.<br />

Besonders enttäuschend: Statt Google<br />

Play findet sich auf dem Gerät nur das <strong>Android</strong>PIT<br />

App Center, das bei Weitem nicht mit<br />

Google Play mithalten kann. Zum einen ist<br />

das Design des kleinen Anwendungs-Ladens<br />

nicht mit der Nutzerfreundlichkeit und dem<br />

logischen Aufbau des großen Vorbilds vergleichbar,<br />

zum anderen ist die App-Auswahl<br />

im Vergleich sehr mager.<br />

Nischendasein<br />

„Wie man aussieht, so wird man angesehen“<br />

lautet ein Sprichwort, das sich durchaus<br />

auch auf Tablets, Smartphones und andere<br />

Elektronik-Hardware anwenden lässt. Kleine<br />

Hersteller wie TrekStor, die nur lokale Märkte<br />

bedienen und nicht so nahe am <strong>Android</strong>-Ball<br />

sind wie Googles Nexus-Partner ASUS oder<br />

LG, müssen sich inzwischen viel einfallen<br />

lassen, um in einer Nische bestehen zu können<br />

und Kunden ein attraktives Gesamtpaket<br />

zu bieten. Im Falle des SurfTab ventos 9.7 ist<br />

diese Nische zwar eng, aber es gibt sie noch:<br />

In Sachen Rechengeschwindikgeit und Hardware<br />

hat uns das Tablet gut gefallen, für<br />

preisbewusste Nutzer, die auf die Vorteile<br />

einer Google-Anbindung verzichten können,<br />

ist das Tablet eine gute Wahl. Auch für Surf-<br />

Ausflüge ins Internet können wir es unumwunden<br />

empfehlen. In wenigen Monaten<br />

dürfte jedoch auch Googles Nexus 10 für<br />

unter 400 Euro zu haben sein. Viele Kaufargumente,<br />

die bis jetzt noch für Low-Budget-<br />

Tablets sprechen, brechen dann weg.<br />

Fazit<br />

Auch wenn das Tablet noch so günstig ist:<br />

Für das Nichtvorhandensein von Google Play<br />

gibt es einen Punkt Abzug. Auch das Display<br />

konnte mit der gebotenen Auflösung nicht<br />

vollends überzeugen. Unser Tipp: Anstatt<br />

rund 230 Euro in ein Tablet zu investieren,<br />

dessen Funktion und Ausstattung zwar nicht<br />

schlecht ist, aber trotzdem Anlass zur Kritik<br />

bietet, sollte man zusätzliche 165 Euro auf<br />

die Seite legen, und das Nexus 10 erwerben.<br />

Mit der Gewissheit, ein rundum schlüssiges<br />

Gesamtpaket in den Händen zu halten. ● ● ●<br />

TREKSTOR SURFTAB VENTOS 9.7<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Formfaktor<br />

Auflösung<br />

Prozessor<br />

<strong>Android</strong>-Version<br />

Akku<br />

Laufzeit (WiFi/ Standby)<br />

Gewicht<br />

Preis (Internet)<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// www. android-user. de/ lp/ 12274<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark (Version 3.0)<br />

Vellamo (HTML5/ Metal)<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung<br />

TrekStor<br />

9,7-Zoll-Tablet<br />

1024x768 Pixel<br />

1,6 GHz, Rockchip Cortex A9 Dual-Core<br />

4.0.4 Ice Cream Sandwich<br />

8000 mAh<br />

10 h/ 120h<br />

620 g<br />

230 Euro<br />

12138 Punkte<br />

1466/ 515 Punkte<br />

3,1 Punkte<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 43


HARDWARE<br />

cmx MID Aquila 097-1016<br />

cmx<br />

Im Test: cmx MID Aquila 097-1016<br />

Rechenschieber<br />

Die österreichische Marke cmx ist ein neuer Mitstreiter auf dem Tablet-<br />

Markt. Das Topmodell MID Aquila 097-1016 bietet für 260 Euro einen IPS-<br />

Bildschirm, <strong>Android</strong> 4.0.3 und einen Dual-Core-Prozessor. Kann sich das<br />

Gerät damit behaupten? Arnold Zimprich<br />

‚„PLUSMINUS<br />

‚ Google-Zertifizierung<br />

‚ Gute Verarbeitung<br />

‚ Speicher erweiterbar<br />

„ Schwacher Akku<br />

„ Mangelnde Performance<br />

CMX AQUILA 097-1016<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Formfaktor<br />

Auflösung<br />

Prozessor<br />

<strong>Android</strong>-Version<br />

Akku<br />

Laufzeit<br />

Gewicht<br />

Preis (Internet)<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// www. android-user. de/ lp/ 12329<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

Vellamo (HTML5/ Metal)<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung<br />

Der Markt rund um 7- und 10-Zoll-<br />

Tablets floriert, und viele Hersteller<br />

bemühen sich redlich, einen<br />

nennenswerten Beitrag zum Wettbewerb<br />

beizusteuern. Im Falle des cmx MID<br />

Aquila 097-1016 ist das auf den ersten Blick<br />

gelungen, rein optisch macht das Gerät einen<br />

guten Eindruck. Die Rückabdeckung ist komplett<br />

aus Aluminium gefertigt, was das exklusive<br />

Image des Tablets noch verstärkt.<br />

Schöne Zusammenstellung<br />

Zwar kommt die Verarbeitungsqualität des<br />

9,7-Zöllers nicht an ein Nexus 7 oder ein<br />

cmx<br />

9,7-Zoll-Tablet<br />

1024x768 Pixel<br />

1.5 GHz Amlogic 8726-MX Dual-Core<br />

4.0.3 Ice Cream Sandwich<br />

5900 mAh<br />

5h<br />

580g<br />

260 Euro (8 GByte-Version)<br />

10189 Punkte<br />

835/ 393 Punkte<br />

3,0 Punkte<br />

Acer Iconia heran, trotzdem sollte es <strong>User</strong>n,<br />

die nicht mehr als 300 Euro für ein Tablet<br />

ausgeben wollen, gut zur Seite stehen. Auffallend<br />

ist das Fehlen einer Lautstärkewippe<br />

– den Sound des Tablets kann man nur via<br />

Bildschirm-Buttons verstellen. Die am Gerät<br />

angebrachten Power- und Home-Buttons<br />

sind jedoch gut zu treffen und reagieren zuverlässig<br />

auf Befehle.<br />

Die weitere Ausstattung des gut in der<br />

Hand liegenden Geräts umfasst einen<br />

MicroSD-Schacht für Speicherkarten bis zu<br />

32 GByte, mit denen der 8-32 GByte große interne<br />

Speicher erweitert werden kann, dazu<br />

gibt es einen MicroUSB-Anschluss, eine<br />

Kopfhörerbuchse, WLAN-Konnektivität und<br />

einen MiniHDMI-Ausgang. Das Tablet verfügt<br />

darüber hinaus über eine Front- und eine<br />

Rückkamera, beide lösen mit 2 Megapixel<br />

auf und reichen für Schnappschüsse aus.<br />

Durchschnittsleistung<br />

Nach den ersten Lorbeeren erfolgte jedoch<br />

ein wenig Ernüchterung. Trotz des Dual-<br />

Core-Prozessors mit 1,5 GHz gibt es schnellere<br />

Tablets auf dem Markt, die noch dazu<br />

weniger kosten – der TrekStor-Artikel in diesem<br />

Heft beweist es. Bei einigen Anwendungen<br />

und Befehlseingaben benötigte das Tablet<br />

überdurchschnittlich viel Zeit, auch die<br />

Display-Auflösung mit ihren 1024x768 Pixeln<br />

lässt nicht jede Anwendung in der ihr gebührenden<br />

Brillanz erstrahlen. Ein großes Plus<br />

44<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


HARDWARE<br />

cmx MID Aquila 097-1016<br />

Abb. 1: Google-Zertifikation inklusive: Auf dem<br />

Aquila 097-1016 haben Sie Zugriff auf Mountain<br />

Views komplettes App-Angebot.<br />

Abb. 2: Bei AnTuTu schneidet das Tablet vergleichsweise<br />

gut ab, in den Vellamo-Benchmarks<br />

ordnet es sich weiter unten ein.<br />

Abb. 3: Der IPS-Bildschirm bietet brillante Farben,<br />

ein Brillanzwunder darf man bei 1024x768 Pixeln<br />

allerdings nicht erwarten.<br />

hat das Aquila jedoch noch in Petto: Die<br />

Google-Zertifizierung. Im Gegensatz zu vielen<br />

anderen günstigen Tablets ist Google Play<br />

und viele andere nützliche Google-Apps wie<br />

Mail oder die Google-Suche vorinstalliert.<br />

Cmx hat seinem Zögling darüber hinaus einige<br />

Spiele wie Angry Birds und Fruit Ninja<br />

spendiert, auch Twitter und ein Dokumentenbetrachter<br />

sind mit an Bord.<br />

Fazit<br />

Im Falle des cmx MID Aquila 097-1016 ist es<br />

wie bei vielen anderen Geräten seiner Preisklasse<br />

schwierig, angesichts des Preisbrechers<br />

Nexus 10 noch stichhaltige Argumente für<br />

den Kauf zu finden. Bei der 16 GByte-Version<br />

des Google-Tablets lässt sich der Speicher<br />

zwar nicht erweitern, trotzdem bietet das<br />

Gerät – angefangen beim Betriebssystem<br />

<strong>Android</strong> 4.2 Jelly Bean bis zum großen 9000<br />

mAh-Akku – für aktuell 400 Euro alles, was<br />

das <strong>Android</strong>-Herz begehrt. Tablets, die nur<br />

wenig unter dem Preis des Nexus liegen,<br />

müssen ein gewisses Etwas mitbringen, um<br />

Kunden anzulocken. Das cmx MID Aquila<br />

097-1016 tut sich hier schwer. Allein die<br />

Google-Zertifizierung und die damit verbundenen<br />

Nutzungsmöglichkeiten sprechen für<br />

das Tablet, bei der Performance müssen Sie<br />

jedoch Abstriche in Kauf nehmen.<br />

● ● ●<br />

Kongress und Messe für<br />

mobile Solutions und Technologies<br />

5. – 6. Februar 2013<br />

Messegelände Frankfurt<br />

Die zentralen Themenfelder:<br />

Mobile Strategy<br />

Mobile Marketing<br />

Mobile Media<br />

Mobile Commerce<br />

Mobile Enterprise<br />

Kostenlosen Messe-<br />

Gutschein anfordern!<br />

Content- und Marketingpartner:


HARDWARE<br />

TV-Sticks<br />

Im Test: Zwei HDMI-Sticks mit <strong>Android</strong> 4<br />

TV-Sticks<br />

<strong>Android</strong> gibt es nicht<br />

nur in Tablets und<br />

Smartphones, sondern<br />

in vielen weiteren Geräten.<br />

Für diesen Artikel<br />

haben wir zwei Sticks<br />

mit HDMI-Anschluss und<br />

<strong>Android</strong> 4 getestet.<br />

Marcel Hilzinger<br />

Sie besitzen einen Monitor oder<br />

ein TV-Gerät mit HDMI-Eingang<br />

und möchten so eine<br />

Multimedia-Zentrale erstellen.<br />

Dann sind die hier vorgestellten Sticks<br />

genau das Richtige. Sie erhalten damit ein<br />

<strong>Android</strong>-System auf Ihrem TV, wobei bei beiden<br />

Sticks eine alternative Oberfläche zum<br />

Einsatz kommt, die die Bedienung von der<br />

Couch aus deutlich angenehmer macht.<br />

Beide Sticks verfügen dank einer Dual-Core-<br />

CPU und 1 GByte RAM über genügend Rechenleistung,<br />

um auch Full-HD-Videos abzuspielen<br />

und praktisch sämtliche Spiele flüssig<br />

wiederzugeben.<br />

Nova UG802<br />

Bei diesem Stick handelt es sich um einen<br />

angepassten Mini-PC der Firma Motioncoding<br />

aus Freiburg. Im Dongle von der Größe<br />

von etwa zwei Streichholzschachteln werkelt<br />

ein Rockchip 3066 Multi-Core-Prozessor.<br />

Dabei handelt es sich um einen Dual Core<br />

Cortex A9 kombiniert mit der Vierkern-GPU<br />

Mali400. Zusammen mit 1 GByte RAM,4<br />

GByte internem Speicher und <strong>Android</strong> 4.0.4<br />

sorgt das für mehr als genug Power. Der Stick<br />

[LINK 1] wird direkt aus Deutschland verkauft<br />

und kostet 79 Euro. Im Lieferumfang befindet<br />

sich neben dem Mini-PC und einem USB-<br />

Netzteil auch noch ein HDMI-Verlängerungskabel.<br />

Somit lässt sich der Adapter auch nutzen,<br />

wenn am TV-Gerät zu wenig Platz für<br />

den Stick vorhanden ist.<br />

Als grafische Oberfläche<br />

setzt der Nova-Stick das Moui<br />

Media Center ein. Dabei handelt es sich um<br />

eine stark vereinfachte Oberfläche mit Kacheln,<br />

die leicht an Windows Phone bzw.<br />

Windows 8 erinnert. Die Menüpunkte sind<br />

recht schlicht gehalten, und auch der Audiound<br />

der Video-Player glänzen eher mit einfachen<br />

Funktionen anstelle von viel Schnickschnack.<br />

Auf dem <strong>Android</strong>-4.0.4-System ist<br />

auch Google Play vorinstalliert. Sie können<br />

also Apps und Spiele aus dem offiziellen<br />

Google-Store herunterladen. Zur Steuerung<br />

des Systems benutzen Sie am besten eine<br />

Bluetooth-Maus/ -Tastatur. Da der Stick nur<br />

einen USB-Port frei hat, lohnt sich der Einsatz<br />

eines USB-Hubs mit eigener Stromversorgung.<br />

So können Sie auch externe Festplatten<br />

und weiteres Zubehör anschließen.<br />

Abb. 1: Die grafische Oberfläche des Nova-Sticks erinnert etwas an Windows Phone.<br />

Abb. 2: Über die zugehörige Remote App streamen<br />

Sie Fotos, Videos und Musik auf den Mini-PC.<br />

46<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


HARDWARE<br />

TV-Sticks<br />

myhdplayer.de<br />

Die Besonderheit des Nova-Sticks besteht in<br />

der zugehörigen <strong>Android</strong>-Streaming-App, die<br />

Sie nach dem Kauf des Dongle herunterladen<br />

können. Damit streamen Sie vom Handy aus<br />

Musikdateien und Videos auf den Mini-PC<br />

bzw. an den Fernseher. Das Handy wird also<br />

nicht nur zur Fernbedienung, sondern dient<br />

auch gleich als Mediapool. Die zugehörige<br />

App befindet sich aber noch im Entwicklungsstadium<br />

und zeigt sich bei den Routern<br />

recht wählerisch. Zudem muss auf dem Router<br />

auch die Firewall deaktiviert sein. Auch<br />

bei der App gilt das für den Mini-PC bereits<br />

Gesagte: Die Funktionalität geht über das Design.<br />

Es gibt weder eine Sortierung nach<br />

Album und Interpreten bei der Musik noch<br />

<strong>Vorschau</strong>bilder bei den Fotos oder Videos.<br />

Hier müssen die Programmierer noch viel<br />

verbessern. Sehr gut gefallen hat uns auch<br />

die Performance: Ruckler oder gar Aussetzer<br />

traten keine auf.<br />

Minix Neo 4G<br />

Von der Hardware her ist der Minix-Stick mit<br />

dem Nova-Stick praktisch identisch. Einzig<br />

den Anschluss an das TV-Gerät hat man hier<br />

anders gelöst. Der Neo 4G verfügt über einen<br />

Female-Anschluss, in der Verpackung liegt<br />

deshalb ein kurzer HDMI-Adapter „Male auf<br />

Male“ bei. Bei dieser Lösung gibt es auch<br />

den einzigen großen Kritikpunkt: Da die<br />

Montage ohne weiteres Zubehör also gegeben<br />

ist, lässt sich der Stick nur in Ausnahmefällen<br />

so anbringen, dass auch die beliegende<br />

Fernbedienung funktioniert.<br />

Beim Mini-Stick müssen Sie zunächst den<br />

Launcher wählen. Zur Auswahl stehen der<br />

traditionelle Launcher von <strong>Android</strong> 4 und<br />

eine Media-Center-Lösung. Diese hat uns in<br />

den Tests sehr gut gefallen, da sie sich perfekt<br />

mit der im Lieferumfang befindlichen<br />

Fernbedienung nutzen lässt und zudem auch<br />

sehr flott arbeitet. Full-HD-Filme meistert<br />

auch der Minix-Stick dank der starken GPU<br />

problemlos. Mit einem empfohlenen Verkaufspreis<br />

von 84,90 Euro ist die Minix-Lösung<br />

zwar leicht teurer als die Nova-Lösung,<br />

dafür bekommen Sie aber 8 GByte internen<br />

Speicher und die Fernbedienung.<br />

Bei beiden Sticks negativ aufgefallen ist<br />

das Problem mit der Verkabelung. So brauchen<br />

Sie einen Netzadapter, damit der Stick<br />

Abb. 3: Die Media-Center-Oberfläche des Minix-Sticks.<br />

genügend Strom bekommt, und wenn Sie<br />

keine Bluetooth-Geräte zur Hand haben,<br />

dann müssen Sie auch noch einen USB-Hub<br />

für Maus, Tastatur und eventuelle externe<br />

Festplatten anschließen. Je nachdem, wo Ihr<br />

TV-Gerät steht und wie es eingebaut ist,<br />

kann das zu einem echten Problem werden.<br />

Theoretisch lassen sich die Sticks auch über<br />

den USB-Port des TV-Geräts mit Strom versorgen,<br />

das wird von den Herstellern aber<br />

nicht empfohlen und führte auch in den<br />

Tests zu Problemen.<br />

Fazit<br />

Beim Minix-Stick hat uns die Lösung mit der<br />

Fernbedienung besser gefallen. Der Vorteil<br />

des Nova-Sticks besteht darin, dass Sie über<br />

die zugehörige App vom Smartphone aus Inhalte<br />

auf den Stick streamen können. Allerdings<br />

zeigte sich der Stick recht wählerisch,<br />

was die Router anbelangt, und die <strong>Android</strong>-<br />

App ist noch nicht ausgereift. Empfehlen<br />

können wir zu dem Preis beide. Dank Versand<br />

und Support in Deutschland gibt es<br />

auch keine bösen Überraschungen.<br />

● ● ●<br />

Abb. 4: Die Einstellungen sind bei beiden Sticks identisch.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/28005<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 47


APPS<br />

App-Empfehlungen<br />

In dieser Rubrik stellt Ihnen<br />

die Redaktion jeden Monat<br />

zehn Apps vor, die wir für<br />

besonders gelungen halten.<br />

Arnold Zimprich<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-App-Empfehlungen<br />

Unsere Favoriten<br />

PONS Online-Wörterbuch<br />

kostenlos<br />

Darauf hat die <strong>Android</strong>-Community schon lange gewartet: ein gänzlich kostenloses<br />

Wörterbuch von einem renommierten Anbieter. Mit dieser App bekommen<br />

Sie direkten Zugriff auf die Übersetzungen des kostenlosen Online-Wörterbuches<br />

von PONS. Über 30 Wörterbücher in bisher zwölf verschiedenen Sprachen stehen<br />

Ihnen damit auf dem Smartphone zur Verfügung.<br />

In der PONS-Datenbank sind mehr als zwölf Millionen Wörter und Wen-<br />

dungen in zwölf Sprachen hinterlegt. Auch neue Einträge<br />

und Nutzerfeedbacks werden bearbeitet<br />

und in die Datenbank aufgenommen. Die<br />

Anwendung ist besonders für den Einsatz<br />

an Schulen, Hochschulen oder Sprachenschulen<br />

sowie in gleichem Maße für das<br />

Büro und den privaten Gebrauch geeignet.<br />

Die Sprachen Deutsch, Englisch,<br />

Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch,<br />

Griechisch, Latein, Russisch,<br />

Türkisch, Slowenisch und Polnisch stehen<br />

Ihnen in allen möglichen Kombinationen<br />

zur Verfügung.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Empfehlung<br />

der Redaktion<br />

★★★★★<br />

Fancy<br />

kostenlos<br />

Legen Sie auf Ihren guten Geschmack besonders viel Wert? Kaufen<br />

Sie nur hochwertige Produkte, die Sie gerne anderen ans Herz<br />

legen? Dann ist Fancy möglicherweise eine sinnvolle Anwendung<br />

für Sie. Die App ist ein Ideenfundus für Style-Liebhaber und dabei<br />

eine Mischung aus Blog, Zeitschrift und Schaufenster oder kurz gesagt<br />

ein Ort, um tolle Dinge zu entdecken und anderen mitzuteilen,<br />

was man gerade toll findet. Mit der Zeit entwickelt sich auf der App<br />

eine regelrechte Style-Chronologie. Bewertung: ★★★★★<br />

Fab<br />

kostenlos<br />

Im Internet eröffnen sich – auch was die Wohnungseinrichtung angeht – ganz neue<br />

Dimensionen. Auf seiner Homepage bietet das Team von Fab schon seit geraumer<br />

Zeit eine illustre Mischung von Designereinrichtung, -mode und Accessoires an,<br />

nun haben die Amerikaner ihren Service endlich auch in App-Form gegossen und<br />

auf Google Play verfügbar gemacht. Nicht nur für Fashion Victims und Innenarchitekten<br />

ist der Service den Download wert.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

50 ANDROID-USER.DE


APPS<br />

App-Empfehlungen<br />

ADWLauncher EX<br />

2,78 Euro<br />

Der ADWLauncher EX ist zwar kein brandneuer Vertreter seiner<br />

Art auf Google Play, wurde aber im November letzten Jahres<br />

gründlich überarbeitet und funktioniert nun speziell auf neueren<br />

<strong>Android</strong>en bis Version 4.1 Jelly Bean reibungslos – sehr zur Genugtuung<br />

seiner großen Fangemeinde. Wie sein Vorgänger ist<br />

der Launcher auf vielerlei Weise den eigenen Vorlieben anpassbar<br />

und bringt ein tolles Layout mit. Bewertung: ★★★★★<br />

Kullect<br />

kostenlos<br />

Teilen Sie Ihre Welt mit anderen. Kullect ist eine einfache Möglichkeit, die eigenen<br />

Interessen und Erfahrungen aus der „realen Welt“ anderen mitzuteilen<br />

und dabei der menschlichen Neigung nachzukommen, Postkarten, Kunstwerke,<br />

Briefmarken oder andere Gegenstände zu sammeln, die man gerne mag. Dazu<br />

braucht man in diesem Fall nicht einmal einen Karton oder ein anderes Behältnis,<br />

sondern lediglich das Smartphone.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Adblock Plus<br />

kostenlos<br />

Kostenfreier Werbeblocker für <strong>Android</strong>-Smartphones<br />

und -Tablets.<br />

Weder blinkende Banner noch nervende<br />

Displayanzeigen oder störende<br />

Werbespots werden in den<br />

Lieblings-Apps oder im mobilen<br />

Browser angezeigt. Der Datenverbrauch<br />

der Geräte reduziert sich<br />

zudem bis zu 40 Prozent – dementsprechend<br />

schneller surfen mobile<br />

Nutzer. Bewertung: ★★★★★<br />

Tasks<br />

0,99 Euro<br />

Testversion kostenlos<br />

Wollen Sie Ihren Terminkalender im<br />

Blick behalten und suchen nach<br />

einem funktionalen Task-Manager?<br />

Die Entwickler von Tasks haben es<br />

sich zum Ziel gesetzt, die Funktionalität<br />

der Online-Version von Google<br />

Tasks auf <strong>Android</strong>-Geräten umzusetzen.<br />

Tasks verwendet das mit <strong>Android</strong><br />

4.0 eingeführte Holo-Design.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Mobile Odin<br />

Pro<br />

4,75 Euro<br />

Passend zu unserem Fokus-Thema<br />

hier noch eine Power-App-Empfehlung<br />

für Samsung-Nutzer: Mit Mobile<br />

Odin Pro gehört das Firmware-<br />

Einspielen via PC der Vergangenheit<br />

an. Jetzt flashen Sie direkt auf Ihrem<br />

Gerät mit dieser App. Dabei sorgt<br />

Mobile Odin Pro auch dafür, dass<br />

die <strong>Root</strong>-Rechte erhalten bleiben.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Battery Stats Plus Pro kostenlos<br />

Wenn Sie oft unterwegs sind, werden Sie festgestellt haben, dass die Batterielaufzeit von<br />

<strong>Android</strong>en alles andere als unendlich ist – besonders dann, wenn man sich nicht in Steckdosen-Nähe<br />

befindet. Diese App erkennt Stromfresser und meldet dem Smartphone-Besitzer,<br />

welche Apps er besser meiden sollte. Battery Stats Plus Pro ist ein Cloud-basierter Dienst,<br />

der die Leistung des eigenen Gerätes mit der anderer vergleicht. Bewertung: ★★★★★<br />

Beautiful Clock Widgets<br />

kostenlos<br />

Ist Ihnen die Standard-Uhr auf Ihrem <strong>Android</strong>-Gerät zu lang-<br />

weilig? Dann laden Sie sich Beautiful Clock Widgets herun-<br />

ter. Hier haben Sie die Möglichkeit, 45 verschiedene The-<br />

mes auszuwählen und Farbe und Hintergrund Ihrer neuen<br />

Smartphone-Uhr ganz Ihrem Geschmack anzupassen. Auf<br />

einigen (kostenpflichtigen) Uhrenwidgets kann man sich<br />

auch das Wetter und den Ladestand des Akkus anzeigen<br />

lassen.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/27970<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 51


APPS<br />

Neuheiten<br />

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play<br />

In dieser Rubrik stellen wir<br />

Ihnen besonders beliebte Apps<br />

vor, die neu auf Google Play<br />

sind oder ein Update erhalten<br />

haben. Arnold Zimprich<br />

Neuheiten<br />

LEDBlinker Pro<br />

0,99 Euro<br />

Woher kommt<br />

das?<br />

0,89 Euro<br />

Wer auf dem Smartphone oder Tablet bei einge-<br />

henden Anrufen, SMS, E-Mails, WhatsApp-<br />

Nachrichten und anderen Meldungen auf individuelle<br />

Weise durch einen Blink-Hinweis benachrichtigt<br />

werden will, wird am LEDBlinker<br />

Pro seine bunte, Pardon, helle Freude haben.<br />

Im Gegensatz zu anderen Anwendungen dieser<br />

Art benötigt man zur Verwendung keine<br />

<strong>Root</strong>-Rechte. Bewertung: ★★★★★<br />

Der Alltag wartet mit vielerlei Rätseln auf.<br />

Gut, dass es Apps wie „Woher kommt<br />

das?“ gibt, die ein wenig Licht ins Dunkel<br />

bringen. Wenn Sie also nicht wissen, wie<br />

die Beatles zu ihrem Bandnamen kamen,<br />

dass Berlin nichts mit Bären zu tun hat,<br />

oder dass der so oft verwendete Begriff<br />

„08/ 15“ keinen allzu friedlichen Ursprung<br />

hat, dann gehört die Anwendung auf Ihr<br />

Smartphone. Bewertung: ★★★★★<br />

Recipe Search<br />

kostenlos<br />

Sind Sie auf der Suche nach herzhaften Rezep-<br />

ten und suchen nach einem Koch-Ratgeber?<br />

Recipe Search bietet einen Rundumschlag<br />

durch die US-amerikanische Rezeptewelt an.<br />

Auch versierten Köchen sollte es nicht so<br />

schnell langweilig werden: Nach Angaben der<br />

Entwickler befinden sich auf der App mehr als<br />

150.000 Rezepte. Viel Spaß beim Kochen!<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Falcon Pro<br />

(for Twitter)<br />

0,99 Euro<br />

Twitter Clients gibt es<br />

viele auf Google Play,<br />

Falcon Pro sticht<br />

durch sein hübsches<br />

Holo-Design und seinen<br />

funktionalen bau aus der Masse<br />

Aufgriff<br />

auf die Unterfunktionen<br />

heraus. Die Anwendung<br />

verfügt über<br />

einen recht schnellen<br />

integrierten<br />

Browser, extra-weiches<br />

Scrolling und<br />

ein beidseitiges<br />

Sliding-Menü,<br />

welches den Zu-<br />

der App deutlich einfacher und übersichtlicher<br />

macht. Falcon Pro (for Twitter) funktioniert ab<br />

<strong>Android</strong> 2.2 Froyo. Bewertung: ★★★★★<br />

InstaMessage<br />

kostenlos<br />

Die Anwendung ermöglicht es zum einen,<br />

direkt mit seinen Instagram-Freunden per Mes-<br />

senger in Kontakt zu treten,<br />

zum anderen beinhaltet sie<br />

auch eine Ortungs-Funktion,<br />

um Nutzer des Foto-Services,<br />

die sich in der Nähe<br />

aufhalten, ausfindig zu machen<br />

und zu kontaktieren.<br />

Natürlich verfügt die App<br />

auch über eine Block-<br />

Funktion, um einzelne<br />

Nutzer von der Kontaktaufnahme<br />

abzuhalten.<br />

Bewertung: ★★★★★★<br />

52<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


APPS<br />

Neuheiten<br />

Schaden Laden.de<br />

kostenlos<br />

Winterzeit ist Unfallzeit – da<br />

kommt eine App wie Scha-<br />

denLaden gerade recht.<br />

Steht eine Autoreparatur an,<br />

müssen Sie einfach nur ein<br />

möglichst aussagekräftiges<br />

Foto des Schadens machen<br />

und via App in die Daten-<br />

bank laden. Kooperierende<br />

Werkstätten in der Nähe<br />

sehen sich Ihren Schaden-<br />

fall an und machen Ihnen<br />

anschließend einen Kostenvoranschlag.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Pixlr<br />

Express<br />

kostenlos<br />

Wollen Sie Ihre Smartphone-<br />

oder Tablet-Bilder nachbearbei-<br />

ten, verschönern oder auch ver-<br />

unstalten? Pixlr Express bietet<br />

über 600 verschiedene Effekte<br />

an, um aus Ihren Schnappschüssen<br />

echte Kunstwerke zu machen.<br />

Wer keine Zeit hat, eine<br />

Fotografie bei günstigeren Verhältnissen<br />

erneut aufzunehmen,<br />

kann auf die Auto Fix-<br />

Funktion zurückgreifen, die<br />

jedes Bild automatisch nachbessert<br />

und aufwertet.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

[root] Stick Mount<br />

Pro<br />

2,49 Euro<br />

Mit <strong>Root</strong> Stickmount Pro<br />

können Sie USB-Sticks<br />

unter Verwendung eines<br />

OTG-Adapterkabels mit Ne-<br />

xus-Geräten (außer Nexus<br />

4) auslesen. Die kosten-<br />

pflichtige Pro-Variante be-<br />

inhaltet unter anderem<br />

einen Media-Scanner, der<br />

den USB-Stick nach Mu-<br />

sikdateien und Videos<br />

durchsucht. Um die App<br />

nutzen zu können, benötigen<br />

Sie zum einen die<br />

kostenlose Version von StickMount und zum<br />

anderen <strong>Root</strong>-Rechte. Bewertung: ★★★★★<br />

ForeverMap 2 –<br />

Offline Maps<br />

0,79 Euro<br />

ForeverMap 2 bietet die Nutzung weltweiter<br />

Online- und Offlinekarten an. Mit<br />

dem Kauf der App bekommt der Nutzer<br />

das Kartenmaterial eines Landes gratis<br />

mitgeliefert, jedes weitere schlägt mit<br />

2,99 Euro zu Buche. Die App greift<br />

dabei auf die skobblers NGx Map Engine<br />

zurück. Manko: Das Kartenmaterial<br />

kann nicht auf die SD-Karte gelegt<br />

werden, die App ist also nur für <strong>Android</strong>-Smartphones<br />

mit einem großen<br />

internen Speicher geeignet.<br />

Bewertung: ★★★★★ ★<br />

GyroSpace 3D Live<br />

Wallpaper<br />

1,25 Euro<br />

GyroSpace 3D wird auch Smartphone- und Tabletnutzer<br />

begeistern, die nur sehr wenig mit Astronomie zu<br />

tun haben. Wollen Sie also, wie die Entwickler ben, „Schöne farbige Nebel und detaillierte Plane-<br />

schreiten“<br />

über Ihren Bildschirm schweben sehen, ist die<br />

App das Mittel der Wahl. Sie funktioniert übrigens<br />

nur auf <strong>Android</strong>en, in denen ein Gyro-Sensor eingebaut<br />

ist.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/27969<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 53


APPS<br />

iTunes und <strong>Android</strong><br />

So nutzen Sie iTunes mit <strong>Android</strong> zusammen<br />

<strong>Android</strong> Tunes<br />

rahultiwari3190, 123RF<br />

Sie verfügen über eine<br />

umfangreiche Auswahl an<br />

Musik und Videos bei iTunes<br />

und möchten diese auf Ihrem<br />

<strong>Android</strong>en abspielen?<br />

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre<br />

iTunes-Sammlung mit <strong>Android</strong><br />

synchronisieren, streamen<br />

oder fernsteuern, auch wenn<br />

Apple das nicht gefällt.<br />

Jasmin Bauer<br />

Es könnte so einfach sein: Sie schließen<br />

Ihr <strong>Android</strong>-Smartphone an<br />

den Computer an und ziehen die<br />

Songs rüber. Sobald Sie aber versuchen,<br />

iTunes-Musik von Ihrem Mac oder<br />

Windows-PC auf Ihren <strong>Android</strong>en zu kopieren,<br />

werden Sie feststellen, dass dies nicht<br />

ohne Weiteres funktioniert. Wir stellen Ihnen<br />

ein paar Apps vor, mit denen es klappt.<br />

SYNCHRONISIEREN VIA USB UND WLAN<br />

Das Synchronisieren besteht aus zwei Komponenten: der <strong>Android</strong>-App und einem<br />

Setup auf dem Rechner, auf dem sich Ihre iTunes Bibliothek befindet. Die Installationsdatei<br />

finden Sie auf der Webseite des jeweiligen Entwicklers. Die meisten Anwendungen<br />

sind mit Windows und Mac kompatibel.<br />

Ihren <strong>Android</strong>en können Sie entweder über USB oder WLAN mit dem Computer verbinden.<br />

Dies ist abhängig von der jeweiligen App und Ihren Möglichkeiten. In der<br />

Regel erkennt der Windows-Computer Ihr Smartphone automatisch, nachdem Sie es<br />

über USB-Kabel angeschlossen haben. Bei der ersten Verbindung installiert der Rechner<br />

dafür automatisch den passenden Treiber. Voraussetzung dafür ist eine Internetverbindung.<br />

Lediglich unter Windows 8 könnte es noch zu Problemen kommen, bis<br />

für alle Geräte die entsprechenden Treiber zur Verfügung stehen. Manche Anwendungen<br />

bieten Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, Daten per MTP-Übertragung (Media<br />

Transfer Protocol) ohne weiteren Gerätetreiber zwischen Computer und Endgerät zu<br />

synchronisieren.<br />

iSyncr<br />

Mit iSyncr [LINK 1] können Sie Ihre<br />

iTunes-Sammlung per USB, MTP<br />

oder WLAN von einem Computer<br />

auf Ihr <strong>Android</strong>gerät übertragen. Möchten<br />

Sie nur eine Wiedergabeliste mit maximal 20<br />

Songs auf einmal kopieren, genügt die kostenlose<br />

Lite-Version. Mit der Vollversion für<br />

2,99 Euro können Sie mehrere Bibliotheken<br />

KOPIERSCHUTZ (DRM)<br />

Mit vielen Anwendungen aus dem Playstore<br />

lassen sich sowohl Musik als auch Videos aus<br />

iTunes auf Ihren <strong>Android</strong>en übertragen. Doch<br />

es gibt einen kleinen Haken. Viele Videos, die<br />

Sie bei iTunes erwerben, haben einen besonderen<br />

Schutz, den sogenannten Digital Right<br />

Management Schutz (DRM). Dies bedeutet,<br />

dass nur autorisierte Geräte, dazu gehören nur<br />

die Geräte von Apple, diese abspielen können.<br />

Da es gesetzlich verboten ist, diesen Kopierschutz<br />

zu umgehen, können Sie mit den vorgestellten<br />

Anwendungen leider nur die Filme auf<br />

andere Geräte übertragen, die keinen DRM-<br />

Schutz haben.<br />

54<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


APPS<br />

iTunes und <strong>Android</strong><br />

synchronisieren, verschiedene<br />

Wiedergabelisten erstellen<br />

und den Spielstand<br />

Ihrer Musik und Podcasts<br />

zwischen den Geräten abgleichen.<br />

Vor der ersten Nutzung<br />

installieren Sie auf dem<br />

Computer die entsprechende<br />

Installationsdatei<br />

[LINK 2]. Im oberen Menüfeld<br />

der Anwendung haben Sie<br />

drei Optionen zur Verfügung:<br />

Verbindung via USB<br />

und WiFi sowie zusätzliche<br />

Features, die Sie unter Tools<br />

finden. Dazu gehören das<br />

Exportieren Ihrer Playlisten,<br />

die Einstellungen zur Synchronisation<br />

und der Medienscanner<br />

für Aktualisierungen<br />

und Bereinigen alter<br />

eine Export-Funktion.<br />

Listen. Wohin die Anwendung die Daten<br />

speichern soll, legen Sie in den Einstellungen<br />

fest. Haben Sie eine Speicherkarte, können<br />

Sie sich im Gegensatz zu vielen Apple-Besitzern<br />

über viel Platz für Musik und Videos<br />

freuen. Die Synchronisation ist in beide Richtungen<br />

möglich. iSyncr selbst ist kein Musikplayer,<br />

dafür können Sie innerhalb der Anwendung<br />

den kostenlosen Rocket Music<br />

Player [LINK 3] herunterladen. Dieser spielt allerdings<br />

nur Audio-Dateien ab.<br />

iSyncr per WLAN nutzen<br />

Entscheiden Sie sich für die Übertragung per<br />

WLAN, erhalten Sie vom Smartphone aus<br />

Zugriff auf Ihren Computer und können die<br />

gewünschten Dateien übertragen. Haben Sie<br />

Abb. 1: Die umfangreiche Tool-<br />

Sammlung von iSyncr enthält auch<br />

Ihr Gerät via USB an den<br />

Computer angeschlossen,<br />

öffnet sich auf dem Desktop<br />

ein Fenster mit Ihrer Sammlung.<br />

Sie wählen aus, was<br />

Sie auf Ihrem Gerät haben<br />

möchten und bestätigen mit<br />

Sync. Das Laden der Musik<br />

verläuft sowohl über WLAN<br />

als auch über USB reibungslos<br />

und recht zügig. Die<br />

Musik finden Sie anschließend<br />

in Ihrem Player wieder.<br />

Nur bei den Video-Podcasts<br />

gibt es möglicherweise<br />

Probleme. Zwar lädt iSyncr<br />

diese ebenfalls, legt Videos<br />

jedoch gerne bei den Musikalben<br />

statt unter Podcasts<br />

ab, sodass Sie erst danach<br />

suchen müssen.<br />

Double Twist Player und<br />

Double Twist Air Sync<br />

Die kostenlose Anwendung<br />

Double Twist [LINK 4]<br />

synchronisiert Ihnen<br />

ebenfalls Ihre iTunes-Bibliothek mit <strong>Android</strong>.<br />

Im Gegensatz zu iSyncr ist gleich ein Player<br />

mit an Bord, der sogar Videos korrekt wiedergibt.<br />

Zunächst müssen Sie wieder das entsprechende<br />

Setup auf Ihrem Computer installieren<br />

[LINK 5]. Verbinden Sie dann Ihr Gerät<br />

über USB mit dem Computer. Mit der Anwendung<br />

Air Sync von Double Twist [LINK 6]<br />

ist es möglich, Musik und Videos über<br />

WLAN auf Ihren <strong>Android</strong>en zu übertragen.<br />

Diese Zusatzfunktion schlägt allerdings mit<br />

4,99 Euro zu Buche. Um Ihre Geräte über<br />

WLAN miteinander zu verbinden, erhalten<br />

Sie in der App einen Code, den Sie zunächst<br />

im Computer eingeben (Abbildung 4). Den<br />

Code finden Sie jederzeit in den Anwendungseinstellungen.<br />

Nun können Sie entweder<br />

die komplette Bibliothek abgleichen oder<br />

einzelne Musikstücke auf Ihr Gerät kopieren<br />

Abb. 2: DRM-Probleme: Nicht alle<br />

Dateien lassen sich auf Nicht-<br />

Apple-Geräte übertragen.<br />

Abb. 3: Synchronisieren der Bibliothek über USB.<br />

Wählen Sie am Computer die entsprechenden Verzeichnisse<br />

aus und klicken auf Sync.<br />

Abb. 4: Möchten Sie eine WLAN-Verbindung zwischen<br />

<strong>Android</strong>gerät und Computer herstellen,<br />

geben Sie den Code hier ein.<br />

Abb. 5: Die Übersichtsseite von<br />

Double Twist. Per Wischgeste<br />

gelangen Sie zu den Einstellungen.<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 55


APPS<br />

iTunes und <strong>Android</strong><br />

Winamp<br />

Mit Winamp haben Sie auf Ihrem<br />

<strong>Android</strong>en [LINK 7] wie auf dem<br />

Computer [LINK 8] einen umfangreichen<br />

Player, den Sie unter anderem mit<br />

iTunes synchronisieren können. Die Grundversion<br />

ist kostenlos. Um die WLAN-Synchronisierung<br />

zu starten, müssen Sie in den<br />

App-Einstellungen das entsprechende Häkchen<br />

setzen. Alternativ können Sie Ihr Gerät<br />

über USB anschließen. Um Ihre Musiksammlung<br />

zu übertragen, müssen Sie am Computer<br />

nur den entsprechenden Ordner auf das<br />

Smartphone-Icon ziehen. Winamp für <strong>Android</strong><br />

bietet Ihnen eine übersichtliche Startseite<br />

und die Möglichkeit, nach kostenloser<br />

Musik zu suchen. Weitere Funktionen können<br />

Sie über In-App-Käufe hinzufügen, beispielsweise<br />

das Anzeigen von Songtexten<br />

und eine verbesserte Audiowiedergabe.<br />

Abb. 6: Suchen Sie links Ihr Mobilgerät, und wählen Sie danach rechts die Musikauswahl aus,<br />

die Sie mit Double Twist auf das Gerät übertragen möchten.<br />

TIPP<br />

Die vorgestellten Apps nutzen<br />

meistens Hintertüren in<br />

iTunes, die oft durch ein<br />

Update wegfallen. Spielen<br />

Sie deshalb nicht gleich<br />

jedes iTunes-Update ein!<br />

(Abbildung 6). Sogar ein Streaming über<br />

Apple TV oder Xbox ist möglich. Dafür wählen<br />

Sie in den Einstellungen den Menüpunkt<br />

AirTwist&AirPlay und aktivieren den Stream.<br />

Die Anwendungen von Double Twist fallen<br />

durch die aufgeräumte und iTunes ähnliche<br />

Oberfläche auf (Abbildung 5). Falls Sie eine<br />

Speicherkarte haben, können Sie diese als<br />

Zielort für Ihre Dateien angeben. Für den<br />

Aufpreis von 4,99 Euro per In-App-Kauf können<br />

Sie Podcasts künftig direkt von der App<br />

aus abonnieren.<br />

Abb. 7: Synchronisieren Sie Winamp mit iTunes, dann haben Sie alles in einer Sammlung vereinigt.<br />

Retune<br />

Ihr PC oder Mac steht am anderen<br />

Ende des Raumes, Sie sitzen aber<br />

gerade so bequem und wollen nicht<br />

ständig aufstehen, um die Musik zu ändern?<br />

Das ist kein Problem, denn mit der App<br />

Retune [LINK 12] können Sie Ihr Smartphone<br />

zu einer Fernbedienung umfunktionieren.<br />

Die einzige Voraussetzung dafür ist, dass Sie<br />

Ihren Computer und das Mobilgerät im gleichen<br />

WLAN angemeldet haben. Öffnen Sie<br />

iTunes auf Ihrem Computer. In der linken<br />

Menüliste können Sie Ihr Gerät auswählen<br />

TuneSync und Tune Sync<br />

Home Stream<br />

Die App Tune Sync<br />

[LINK 9] synchronisiert<br />

Ihre iTunes-Bibliothek<br />

für 4,68 Euro. Zum Testen gibt es eine<br />

kostenlose Lite-Version, die auf 20<br />

Songs und nur eine Wiedergabeliste beschränkt<br />

ist. Das Vorgehen unterscheidet<br />

sich nicht von den vorherigen Anwendungen.<br />

Sie installieren von der<br />

Entwicklerseite eine Datei auf dem PC<br />

[LINK 10] und die Anwendung auf Ihrem<br />

<strong>Android</strong>en. Anschließend sehen Sie auf<br />

dem <strong>Android</strong>en Ihre iTunes-Bibliothek<br />

und geben an, welche Dateien Sie kopieren<br />

möchten.<br />

Möchten Sie die Musik nicht auf dem<br />

Gerät speichern, sondern nur streamen,<br />

weil sich Ihr PC eventuell gerade im Nebenraum<br />

befindet oder die Boxen Ihres<br />

<strong>Android</strong>en besser klingen, funktioniert<br />

dies problemlos über die App TuneSync<br />

Home Stream [LINK 11]. Um den Stream<br />

einzurichten, nehmen Sie über WLAN<br />

Verbindung zu Ihrem Rechner auf und<br />

wählen die entsprechenden Songs auf.<br />

Schon hören Sie diese statt auf dem<br />

Computer über Ihr Smartphone oder<br />

Tablet. Der Stream funktioniert leider<br />

nur bei Tondateien.<br />

56<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


APPS<br />

iTunes und <strong>Android</strong><br />

Abb. 10: Verbinden Sie den <strong>Android</strong>en mit dem Computer und streamen<br />

Ihre Sammlung vom Smartphone oder Tablet aus.<br />

Abb. 8: Winamp versteht sich auf<br />

die Synchronisation mit mehreren<br />

Diensten via WiFi.<br />

und einen vierstelligen Code eingeben, den<br />

Sie in der App auf dem Smartphone sehen.<br />

Nun können Sie Musik, Videos und Podcasts<br />

problemlos abspielen und müssen dafür<br />

nicht noch einmal aufstehen.<br />

Fazit<br />

Ein paar Songs auf dem PC, welche auf dem<br />

iPod und der Rest auf Ihrem <strong>Android</strong>phone?<br />

Dieses Chaos gehört nun der Vergangenheit<br />

an. Künftig können Sie Ihre Musik synchronisieren<br />

und haben Ihre Sammlung immer<br />

dabei. Da mittlerweile Google Musik am<br />

Start ist, hat es Vorteile,<br />

wenn Sie durch diese<br />

Abb. 9: Die Übersichtsseite von<br />

Tune Sync fällt recht spartanisch<br />

aus, dafür arbeitet die App gut.<br />

Empfehlung<br />

der Redaktion<br />

★★★★★<br />

Anwendungen gleich mehrere<br />

Musikbibliotheken<br />

miteinander kombinieren<br />

können. Sind Sie auf der<br />

Suche nach einem kostenlosen<br />

Programm, mit dem Sie Ihre iTunes<br />

Bibliothek unter <strong>Android</strong> hören können, ist<br />

Double Twist Player die beste Wahl. Wenn<br />

Sie auf eine kabellose Übertragung Wert<br />

legen, ist es hingegen eine reine Geschmacksfrage,<br />

welche Anwendung Sie vorziehen.<br />

AirSync bietet die meisten Funktionen<br />

und erinnert durch seine Optik stark an<br />

iTunes, ist jedoch recht teuer. Auch die günstigeren<br />

Programme erledigen Ihre Aufgabe<br />

zuverlässig und schnell.<br />

Für ein reines Mediencenter zu Hause nutzen<br />

Sie am besten die Streaming-Möglichkeiten<br />

via Tune Sync oder Ihr Smartphone als<br />

Fernbedienung mit Retune. Dadurch belegen<br />

Sie keinen Speicherplatz<br />

auf Ihrem <strong>Android</strong>en und<br />

sparen an Zeit, aber nicht<br />

an Musikgenuss. ● ● ●<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/28032<br />

Abb. 11: In Retune erfahren Sie den<br />

Code für die iTunes-Fernsteuerung,<br />

den Sie für iTunes brauchen.<br />

Abb. 12: Die übersichtliche Fernbedienung<br />

von Retune im schönen<br />

Holo-Design.<br />

Abb. 13 : Wählen Sie bei iTunes links Ihr Mobilgerät aus, und geben Sie<br />

danach den Code ein.<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 57


APPS<br />

Updates bei Sicherheits-Tools<br />

Michael McDonald, 123RF<br />

Neues bei Lookout Mobile Security<br />

Sicherheitsupdate<br />

Mit Lookout Mobile Security orten Sie Ihr Handy, wenn Sie es verloren<br />

haben. Die aktuelle Version räumt Ihnen nun auch die Chance ein,<br />

das Handy trotz leeren Akkus zu finden. Christoph Langner<br />

VIRENSCANNER UND ANDROID?<br />

Verschiedene Apps im Play Store<br />

bieten Ihnen an, Ihr Smartphone<br />

aus dem Web-Browser heraus zu<br />

orten. So können Sie es bei Verlust<br />

oder Diebstahl wiederfinden, oder auch die<br />

Daten auf dem <strong>Android</strong>en über das Internet<br />

komplett löschen. Einen Haken hat die Sache<br />

allerdings: Was macht man, wenn man den<br />

Verlust erst spät bemerkt, und dem Handy<br />

bereits der Saft ausgegangen ist? Das aktuelle<br />

Lookout-Update schießt zum Glück eine<br />

Leuchtrakete ab, sobald auf dem Smartphone<br />

der Strom knapp wird. Lookout Security &<br />

Antivirus [LINK 1] hatten wir in <strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

03/ 2012 [LINK 2] bereits ausführlich getestet,<br />

Wir bekommen in der Redaktion oft die Frage gestellt, ob es denn wirklich nötig sei,<br />

eine Virenscanner-App unter <strong>Android</strong> zu installieren. Unsere Antwort dazu ist ein klares<br />

Jein! Sie brauchen für Ihren <strong>Android</strong>en keinen klassischen Virenscanner, wie Sie<br />

ihn von Ihrem Windows-PC kennen. Allerdings schadet es nicht, das Handy mit einer<br />

Sicherheits-App wie eben Lookout auszustatten, da diese Apps deutlich über den<br />

Funktionsumfang eines üblichen Virenscanners hinausgehen.<br />

Mit Apps wie Lookout haben Sie zum Beispiel die Möglichkeit, das Handy bei Verlust<br />

zu orten, es zu sperren oder gar komplett zu löschen. So sind Ihre persönlichen Daten<br />

in Sicherheit, selbst wenn ein Dieb Ihnen Ihr Handy klaut. Allerdings müssen Sie sich<br />

vor dem Ernstfall vorbereiten und auch schnell reagieren. Solange der Akku des Handys<br />

noch läuft, die SIM-Karte im Handy steckt und der Finder/ Dieb das Gerät nicht zurücksetzt,<br />

haben Sie gute Chancen, das Handy wiederzubekommen.<br />

den vollständigen Bericht zum Test von Lookout<br />

aus dem Heft können Sie online auf unserer<br />

Homepage lesen. Ein vor Kurzem veröffentlichtes<br />

Update verpasst der App einen<br />

komplett neuen Look im aktuellen Holo-Stil<br />

von <strong>Android</strong> 4.0. Und auch die Ortungsfunktion<br />

hat eine wichtige Neuerung erfahren<br />

und macht den Download der App fast schon<br />

zum Muss für sicherheitsbewusste Smartphone-Besitzer.<br />

Scan nach Malware<br />

Nach wie vor überprüft Lookout das Handy-<br />

System nach bekannter Malware und Apps,<br />

die bekannt dafür sind, die Privatsphäre des<br />

<strong>User</strong>s zu verletzen. Der App-Berater erklärt<br />

Ihnen anschließend in einer Übersicht, welche<br />

Anwendungen auf Ihre Positionsdaten,<br />

welche auf persönliche Daten wie die eigene<br />

Handy-Nummer und welche auf Ihre Kontakte<br />

zugreifen dürfen.<br />

Lookout läuft dabei nicht permanent wie<br />

ein Virenscanner auf dem PC im Hintergrund,<br />

sondern prüft nur bei der Installation<br />

oder einem Update einer App, ob diese bei<br />

Lookout schon verdächtig aufgeschlagen ist.<br />

Dadurch vergeudet Lookout nicht unnütz<br />

wertvolle Akkulaufzeit für permanente Hintergrundscans,<br />

was einem bei der weiteren<br />

Suche zugutekommt.<br />

60<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


APPS<br />

Updates bei Sicherheits-Tools<br />

Abb. 1: Lookout hat das Look&Feel<br />

seiner App komplett überarbeitet<br />

– es kommt nun im Holo-Design.<br />

Geräteortung trotz leeren<br />

Akkus<br />

Bei Verlust oder Diebstahl des Handys bietet<br />

Ihnen Lookout an, über das Web-Portal<br />

www.lookout.com das Handy zu lokalisieren<br />

oder sogar zu sperren. Sollte es sich überhaupt<br />

nicht wiederfinden lassen, so bietet<br />

Lookout auch das komplette Löschen der<br />

Handy-Daten an. Damit kommt der unehrlicher<br />

Finder oder der Dieb wenigstens nicht<br />

an Ihre persönlichen Daten und kann damit<br />

keinen Schabernack treiben.<br />

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass<br />

das Handy noch in Betrieb ist. Geht der Akku<br />

aus, so laufen sämtliche Aktionen – darunter<br />

auch das Orten – ins Leere.<br />

Damit Lookout wenigstens<br />

die letzte Position des Handys<br />

vor dem Versagen des Akkus<br />

verraten kann, sendet das<br />

neue Update jetzt kurz vor<br />

dem Abschalten die aktuelle<br />

Position zu Lookout. So<br />

haben Sie wenigstens noch<br />

eine kleine aber realistische<br />

Chance, Ihr geliebtes Smartphone<br />

wiederzufinden.<br />

Handy fernlöschen<br />

Nicht immer lässt sich das<br />

Handy wiederfinden, im<br />

schlimmsten Fall müssen Sie<br />

sich mit dem Verlust des Handys<br />

abfinden und sich einen<br />

neuen <strong>Android</strong>en zulegen.<br />

Aber müssen auch gleich Ihre<br />

Daten, Ihre Bilder und Logins<br />

Abb. 2: Der App-Berater zeigt<br />

Ihnen in einer Übersicht, was welche<br />

Anwendung darf.<br />

Abb. 3: Die Geräteortung hilft<br />

Ihnen, Ihr Handy bei Verlust oder<br />

Diebstahl wiederzufinden.<br />

einem möglichen unehrlichen Finder in die<br />

Hände fallen? Sorgen Sie für diesen durchaus<br />

realistischen Fall lieber vor und definieren innerhalb<br />

von Lookout unter Einstellungen |<br />

Erweiterter Schutz | Aktivieren die App als<br />

Geräteadministrator.<br />

Erst dann erlaubt das <strong>Android</strong>-System der<br />

Lookout-App auch tiefgreifende Modifikationen<br />

am laufenden System. So kann Lookout<br />

als Administrator das Display komplett sperren,<br />

Ihr Handy-Passwort ändern, neue Passwortregeln<br />

festlegen oder eben im Fall des<br />

drohenden endgültigen Verlusts sämtliche<br />

gespeicherten Daten auf dem Handy löschen.<br />

Diese Aktionen lassen sich nur dann durchführen,<br />

wenn Sie Lookout<br />

vor dem Verlust installiert<br />

und konfiguriert haben.<br />

Lookout können Sie kostenlos<br />

aus dem Google Play<br />

Store herunterladen und<br />

installieren. Premium-<br />

Funktionen wie der Privatsphärenschutz<br />

oder das automatisierte<br />

Backup von<br />

Fotos und Anrufhistorie zu<br />

Lookout sind nur gegen<br />

eine Monatsgebühr von<br />

2,99 US-Dollar bzw. 29,99<br />

USD pro Jahr zu bekommen.<br />

Das neue und äußerst<br />

praktische Signal-Flare-<br />

Feature ist allerdings bereits<br />

in der kostenlosen Variante<br />

enthalten – und wird<br />

einige Smartphone-Besitzer<br />

glücklich machen. ● ● ●<br />

Abb. 5: Um das Handy komplett<br />

löschen zu können, muss Lookout<br />

Geräteadministrator sein.<br />

Abb. 4: Leert sich der Akku,<br />

schmeißt Signal Flare die Ortung<br />

kurz an, und das Handy erscheint.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/27705<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 61


APPS<br />

Alben-Cover<br />

theromb, 123RF<br />

Musik-Cover am Smartphone bearbeiten<br />

Bunte<br />

Musik<br />

Musik ist nicht nur etwas<br />

für die Ohren – auch<br />

das Auge hört mit. Und<br />

da stört es je nach<br />

Sammlung ziemlich heftig,<br />

wenn zum Lieblingssong<br />

das passende<br />

Cover fehlt. Wir stellen<br />

vier Apps vor, die für<br />

Abhilfe sorgen.<br />

Samuel Groesch<br />

Fehlende Cover in der Musiksammlung<br />

– wer kennt das Problem<br />

nicht?! In Zeiten von Web 2.0, USB-<br />

Sticks und File Sharing ist es nahezu<br />

ein Kinderspiel, einen Song oder eine<br />

CD unter Freunden und Bekannten auszutauschen.<br />

Leider fehlen dann<br />

aber meistens die passenden<br />

Cover und/ oder Meta-<br />

Angaben wie etwa das zugehörige<br />

Album. In diesem<br />

Artikel stellen wir Ihnen<br />

vier Apps vor, mit denen<br />

Sie einfach und schnell<br />

das Cover oder — im Falle<br />

von iTag — weitere Informationen<br />

zu Ihren vorhandenen<br />

Alben und Songs<br />

hinzufügen.<br />

Abb. 1: Das Hauptmenü der Cover<br />

Art Grabber App ist übersichtlich,<br />

aber leider kein großer Hingucker.<br />

Cover Art<br />

Grabber<br />

Der Cover Art<br />

Grabber bietet<br />

eine sehr einfache<br />

und effiziente Methode,<br />

um die Cover-Lücken<br />

in Ihrer Musiksammlung<br />

auszubessern. Allerdings müssen Informationen<br />

zu Album, Interpret und Titel<br />

schon vorhanden sein, damit die App Ihrer<br />

Aufgabe nachkommen kann. Ist das nicht der<br />

Fall, dann springen Sie jetzt am besten zum<br />

Abschnitt zu iTag. Die App stammt vom glei-<br />

Abb. 2: Über eine Liste navigieren<br />

Sie in Ihrer Musiksammlung und<br />

wählen das gewünschte Album.<br />

62<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


APPS<br />

Alben-Cover<br />

APOLLO<br />

Der Musikplayer Apollo des CyanogenMod-<br />

Projekts [LINK 5] macht den Download zusätzlicher<br />

Albencover meist überflüssig, da die App<br />

die benötigten Fotos automatisch aus dem Internet<br />

herunterlädt. Leider hat Google den<br />

Player aktuell (Stand Anfang Dezember 2012)<br />

aus dem Play Store entfernen lassen.<br />

chen Entwickler und kümmert sich um sämtliche<br />

Metadaten, Cover Art Grabber füllt nur<br />

die Bilder-Lücke. Je nach Problemstellung<br />

greifen Sie also besser gleich zu iTag Pro.<br />

Cover Art Grabber [LINK 1] benötigt Musikdateien<br />

mit Meta-Daten, um im Internet automatisiert<br />

nach Covern zu suchen. Nach<br />

dem Öffnen der App haben Sie die Wahl, ob<br />

Sie manuell das mit einem Cover zu versehende<br />

Album auswählen wollen, oder ob<br />

Cover Art Grabber Ihre Musiksammlung<br />

durchsuchen und nicht vorhandene Cover<br />

automatisch einfügen soll. Die Albenbilder<br />

speichert die App dann in den Meta-Daten<br />

der Musik-Dateien. So bleiben diese auch<br />

beim Teilen mit Freunden erhalten. In unseren<br />

Tests arbeitete die App schnell und problemlos,<br />

fand aber nicht zu allen Alben das<br />

passende Coverbild. Besonders bei Alben, in<br />

denen mehrere Interpreten mitgewirkt<br />

haben, zeigte sie Schwächen.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.07 |626 KByte<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

iTag Pro<br />

iTag Pro [LINK 2] ist ein wahrer Allrounder,<br />

denn als einzige vorgestellte<br />

App kann das Tool nicht nur<br />

Cover bearbeiten, sondern auch gleich die<br />

Informationen zu Künstler, Album, Titel etc.<br />

editieren. Die App setzt dabei auf das mit<br />

<strong>Android</strong> 4.0 eingeführte Holo-Design und<br />

sieht deshalb recht gut aus und lässt sich gut<br />

bedienen.<br />

Im Hauptmenü wählen Sie nach dem Start<br />

von iTag, ob Sie einzelne Songs oder Alben<br />

bearbeiten möchten. Daraufhin kommt eine<br />

Liste mit allen Alben bzw. Songs, die auf<br />

dem Gerät verfügbar sind. Klicken Sie auf<br />

den zu bearbeitenden Eintrag. Nun können<br />

Sie Informationen wie Interpret, das Jahr,<br />

aber auch Album und Titel bearbeiten. Im<br />

Abb. 3: Das iTag-Bearbeitungsfenster<br />

bietet viele Einstellungsmöglichkeiten<br />

für den Import.<br />

MIRA-2<br />

10,1” - TABLET COMPUTER<br />

LC10TAB-A10 - MIRA-2<br />

ANDROID 4.0<br />

CPU: 1,2 GHZ A10<br />

RAM: 1GB DDR3<br />

MEMORY: 8GB NAND-FLASH<br />

10,1“ (26,65cm) KAPAZITIVER touchscreen<br />

TF CARDEADER, Zwei KAMERAs, WLAN, HDMI, FULL HD / 3D VIDEO PLAYBACK<br />

LC-Power-Produkte erhalten Sie im gut sortierten Fachhandel! www.lc-power.com Find us on Facebook


APPS<br />

Alben-Cover<br />

Abb. 4: Das minimalistische Design<br />

von Album Art Grabber ist funktional<br />

und schön zugleich.<br />

oberen Bereich passen Sie<br />

das Cover an. Hier wählen<br />

Sie entweder ein Bild von<br />

Ihrer lokalen SD-Karte<br />

oder suchen im Internet<br />

das passende Bild. In unseren<br />

Tests listete die App<br />

fast immer das Original-<br />

Cover unter den Suchergebnissen.<br />

In der kostenfreien<br />

Version sind Werbeeinblendungen<br />

vorhanden,<br />

welche sich aber durch<br />

den Kauf der 3,99 Euro<br />

teuren Pro Variante im<br />

Play Store ausblenden lassen.<br />

Auch iTag speichert<br />

die kleinen Bildchen direkt<br />

in den Musikdateien als<br />

Meta-Daten. Die Arbeit<br />

lohnt sich also langfristig.<br />

Abb. 5: Über die Einstellungen nehmen<br />

Sie das Upgrade zur Pro-Version<br />

ohne Reklame vor.<br />

Abb. 6: Album Cover Finder sucht<br />

auch lokal nach passenden Bilddateien.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/28028<br />

3,99 Euro / mit Werbung<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.48 |600 KByte<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Album Art Grabber<br />

In edler minimalistischer Optik gehalten,<br />

lässt sich die kostenfreie<br />

App Album Art Grabber [LINK 3] gut<br />

und schnell bedienen. Ähnlich wie bei Cover<br />

Art Grabber können Sie einen gesamten<br />

Durchlauf Ihrer Musiksammlung starten oder<br />

manuell in der Albenliste einen Eintrag auswählen.<br />

Ein Vorteil gegenüber den anderen<br />

beiden Kandidaten besteht darin, dass die<br />

App ihre Bilddaten aus den Datenbanken<br />

von LastFM und MusicBrainz bezieht. So besteht<br />

eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass in<br />

einer der Datenbanken eine passende, hochauflösende<br />

Bilddatei gefunden wird.<br />

Anhand des Titels des Albums oder des<br />

Künstlernamens werden dann die Datenbanken<br />

durchforstet. Über das Menü am unteren<br />

Bildschirmrand gelangen Sie über den Button<br />

Prefs in die Einstellungen und können dort<br />

weitere nützliche Features der <strong>Android</strong>-App<br />

ansteuern. So ist es möglich, dass die App<br />

automatisch nach einem Album Cover sucht,<br />

wenn neue Musik auf das Gerät kopiert wird<br />

und es auf Wunsch auch gleich setzt. Dabei<br />

werden die Bilder direkt in den Musikdateien<br />

verankert. Des Weiteren können Sie in den<br />

Einstellungen aktivieren, dass die App alle<br />

Suchergebnisse ignoriert, die nicht explizit<br />

den Meta-Daten des Albums entsprechen. So<br />

lässt sich die Wahrscheinlichkeit eines falschen<br />

Covers stark reduzieren. Genau wie<br />

bei iTag Pro können Sie Album Art Grabber<br />

von Werbung befreien, allerdings beläuft sich<br />

der Preis hier nur auf 1,50 Euro.<br />

3,99 Euro / mit Werbung kostenlos<br />

englisch|Version 5.2 |500 KByte<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Album Cover Finder<br />

Wenn Sie ähnliche Funktionen wie<br />

die der Album Art Grabber App suchen,<br />

aber lieber Ihre Cover aus<br />

den Datenbanken von amazon.com oder<br />

über discogs.com beziehen möchten und<br />

dafür bereit sind, ein paar Abstriche in Sachen<br />

Design und weiteren Funktionen zu<br />

machen, dann ist Album Cover Finder [LINK 4]<br />

eine sehr gute Lösung. Die kostenfreie Version<br />

finanziert sich durch Werbung, selbstverständlich<br />

lässt sich diese aber auch entfernen,<br />

für ein Entgelt von 1,99 Euro.<br />

1,99 Euro / mit Werbung kostenlos<br />

englisch|Version 1.3.0 |480 KByte<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Fazit<br />

Fehlen Ihnen wirklich nur ein paar Album-<br />

Fotos, dann eignen sich die Apps Album<br />

Cover Finder, Cover Art Grabber und Album<br />

Art Grabber praktisch gleichermaßen gut. Sobald<br />

aber auch die Metadaten Lücken aufweisen,<br />

dann lohnt sich der Einsatz einer<br />

komplexeren Lösung. Hier empfehlen wir, zu<br />

iTag Pro zu greifen. Durch die unterschiedlichen<br />

Datenbanken lohnt sich oft ein kombinierter<br />

Einsatz der vorgestellten Tools. ● ● ●<br />

64<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


APPS<br />

TuneIn Radio<br />

Internetradio mit TuneIn hören<br />

TuneIn<br />

Sind Sie umgezogen, sind im Urlaub und möchten<br />

coliap, 123RF<br />

ein Stück Heimat genießen, oder möchten Sie einfach<br />

einen Radiosender aus einem anderen Bundesland<br />

oder Land hören? Die App TuneIn macht es<br />

möglich. Tristan Steinhage<br />

Sie möchten über 70.000 Radiostationen<br />

mit rund 2 Millionen On-<br />

Demand-Programmen aus aller<br />

Welt auf Ihrem <strong>Android</strong>-fähigen<br />

Smartphone per Stream abspielen? Dann ist<br />

TuneIn [LINK 1] die ideale Wahl. So können Sie<br />

Ihren Alltag überall mit Ihrer Lieblingsmusik<br />

von Dubstep bis Schlager genießen, egal, ob<br />

Sie gerade Bus, Bahn oder Auto fahren.<br />

Nach dem Start sehen Sie die Reiter Favoriten<br />

und Suche. Unter den Favoriten finden<br />

Sie die von Ihnen als Favoriten gekennzeichneten<br />

Programme oder Songs. Um einen Sender<br />

zu den Favoriten hinzuzufügen, müssen<br />

Sie in der oberen Hauptliste das Herz antippen.<br />

Im neuen Fenster entscheiden Sie dann,<br />

ob Sie den Sender oder den Song in Ihre Favoritenliste<br />

aufnehmen wollen. Die Suche<br />

enthält Unterpunkte für Lokales Radio, Kürzlich<br />

gehört und Empfohlen. Außerdem werden<br />

hier die Radiostationen nach Genre sortiert<br />

aufgelistet. Zudem<br />

können Sie Orte, Sprachen<br />

und Podcasts auswählen.<br />

In der Pro-Version können<br />

Sie einfach einen Sender anhalten<br />

oder zurückspulen,<br />

wenn Sie zum Beispiel<br />

Ihren Lieblings-Songs oder<br />

eine Sendung, für die Sie<br />

live keine Zeit hatten, aufnehmen<br />

möchten. Songs<br />

lassen sich auch direkt auf<br />

Amazon als MP3-Datei kaufen.<br />

Außerdem finden Sie<br />

Vorschläge für Ihren Musikgeschmack,<br />

wenn Sie bis zu<br />

dem Punkt Ähnliches nach<br />

rechts scrollen. Auch wenn<br />

die Sender nicht immer 100 Abb. 1: Der Player zeigt das passende<br />

Alben-Cover und die Bitrate<br />

Prozent passen, ist es ein<br />

gutes Feature um neue, zu des Streams an.<br />

Ihnen passende Sender zu finden. TuneIn<br />

bietet auch eine Integration mit Facebook<br />

und Twitter.<br />

Weitere Features<br />

Zu den Zusatz-Funktionen von TuneIn gehört<br />

der Wecker. Mit diesem Feature können Sie<br />

sich von Ihrem Lieblings-Radiosender wecken<br />

lassen, wenn Sie unter Optionen den<br />

Eintrag Wecker stellen auswählen. Achten Sie<br />

darauf, dass das nur bei eingeschaltetem<br />

Smartphone funktioniert. Auch das Dösen<br />

klappt mit TuneIn: Dazu hat die App einen<br />

Menüpunkt Einschlaf-Timer einstellen integriert.<br />

Dieses erlaubt es Ihnen, einen Timer zu<br />

stellen, wann Sie einschlafen wollen, so hört<br />

die Applikation auf zu spielen, wenn der<br />

Timer abgelaufen ist. Zudem bietet die App<br />

noch einen Auto-Modus. Mit dieser Einstellung<br />

erscheinen die Hauptpunkte Meine Favoriten,<br />

Suche, Kürzlich gehört und Empfohlen<br />

ganz groß, was die App<br />

autogerecht macht und die<br />

Bedienung extrem erleichtert.<br />

Fazit<br />

TuneIn streamt Radiosender<br />

perfekt auf Ihr <strong>Android</strong>-<br />

Smartphone. Auf keinem der<br />

getesteten Sender entstanden<br />

Ruckler in der Übertragung<br />

oder andere Zwischenfälle,<br />

die das Hörvergnügen<br />

beeinflussen würden. Die<br />

App ist klar strukturiert und<br />

intuitiv zu bedienen. TuneIn<br />

verdient klar fünf Sterne.<br />

0,70 Euro , gratis Testversion<br />

deutsch|Version 6,7|6,9 MByte<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

PRO ODER GRATIS?<br />

Die Auswahl der Sender ist bei<br />

der Gratisversion und der Pro-<br />

Variante identisch. Aber nur,<br />

wenn Sie die Pro Version besitzen,<br />

können Sie Radiosender<br />

anhalten, zurückspulen und aufnehmen.<br />

Abb. 2: Über die Suchfunktion finden<br />

Sie schnell den passenden<br />

Sender.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/28027<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 65


APPS<br />

Appseits des Mainstreams<br />

Appseits des Mainstreams<br />

Gewusst<br />

wie…<br />

Iulia Brovchenko, 123RF<br />

In den Untiefen des Google Play Stores tummeln sich<br />

unzählige praktische Helferlein-Apps. Man muss sie<br />

nur mal finden. Wir haben für Sie wieder appseits des<br />

Mainstreams gefischt und stellen ein paar besondere<br />

App-Perlen vor… Carsten Müller<br />

Abb. 1: Einfach einschalten, und<br />

Perfect Ringtone sorgt automatisch<br />

für die passende Lautstärke.<br />

Perfect Ringtone Volume<br />

Wer kennt das nicht: Die Lautstärke<br />

des Klingeltons ist irgendwie immer<br />

falsch. In der lauten U-Bahn ist das<br />

Smartphone nicht zu hören, weil es zu leise<br />

eingestellt ist. Im Meeting im Büro kippen<br />

die Kollegen vom Stuhl, weil das Handy klingelt<br />

– viel zu laut. Perfect Ringtone Volume<br />

[LINK 1] widmet sich der Aufgabe, die optimale<br />

Lautstärke des Klingeltons automatisch einzustellen.<br />

Dabei richtet sich<br />

die App nach den Umgebungsgeräuschen<br />

zum Zeitpunkt<br />

des eingehenden Anrufes<br />

und passt die Klingeltonlautstärke<br />

daran an. In der<br />

Disco gibt das Handy dann<br />

künftig Vollgas, im sonntäglichen<br />

Gottesdienst hält sich<br />

das Gerät vornehm zurück,<br />

sofern Sie vergessen haben,<br />

es ganz stumm zu schalten.<br />

Klasse Sache!<br />

Abb. 2: Einmal die gewünschte<br />

Größe eingestellt, sorgt Image<br />

Shrink für das rasche Verkleinern.<br />

Image Shrink<br />

Irgendwie ein Dilemma:<br />

Für perfekte<br />

Fotos braucht man<br />

eine hohe Bildauflösung, die<br />

zu entsprechend große Dateien<br />

führt. Zum Versenden per E-Mail wiederum<br />

bräuchte man eher schlanke Formate.<br />

Image Shrink [LINK 2] widmet sich diesem<br />

Thema. Die App hängt sich in das Teilen-<br />

Menü von Bildern. Wenn Sie ein Foto nun zu<br />

dieser App teilen, legen Sie die Zielgröße<br />

fest, und die App verkleinert das Foto umgehend.<br />

Anschließend leitet Sie die Image<br />

Shrink erneut zu einem Teilen-Menü, über<br />

das Sie das verkleinerte Bild dann etwa zur<br />

E-Mail-App teilen. Das ursprüngliche<br />

Foto bleibt<br />

dabei übrigens unverändert:<br />

Die verkleinerte Version<br />

wird als neue Datei<br />

zwischengespeichert.<br />

Scan to PDF<br />

Auch wenn alle<br />

Welt davon<br />

träumt: Von<br />

einem papierlosen Büro<br />

sind wir noch immer weit<br />

entfernt. Also brauchen<br />

wir allerorten Schnittstellen<br />

zwischen der Papierwelt<br />

und der digitalen<br />

Welt. Digitale Dokumente<br />

müssen ab und an mal gedruckt<br />

werden, und Pa-<br />

66<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


APPS<br />

Appseits des Mainstreams<br />

Abb. 3: Scan to PDF macht aus<br />

dem Smartphone einen leistungsstarken<br />

Scanner.<br />

Abb. 4: Active Clock erlaubt die<br />

Gestaltung einer ganz persönlichen<br />

Dauer-Uhr.<br />

Abb. 5: Mit Batification legen Sie<br />

beliebige Apps mit einem Fledermaus-Symbol<br />

in die Statusleiste.<br />

Abb. 6: Batification ist gleichsam<br />

App-Starter und Foto-Notiz für die<br />

Benachrichtigungsleiste.<br />

piere müssen gelegentlich mal digitalisiert<br />

werden. Wenn dafür gerade kein Scanner in<br />

der Nähe ist: Das <strong>Android</strong>-Smartphone hilft.<br />

Die App Scan to PDF [LINK 3] übernimmt den<br />

Job. Einfach mit der App das Dokument fotografieren<br />

– anschließend gestattet die App<br />

das Drehen und Zuschneiden, ehe das Ergebnis<br />

dann im PDF Format gespeichert wird.<br />

Dabei verzichtet diese App auch in der kostenfreien<br />

Version auf lästige Wasserzeichen<br />

im PDF – sehr schön!<br />

Active Clock<br />

Die Uhrzeit immer im Blick: Normalerweise<br />

kein Problem, denn das<br />

<strong>Android</strong>-Smartphone zeigt stets die<br />

aktuelle Zeit oben rechts in der Statuszeile.<br />

Aufgeschmissen ist man jedoch, wenn Apps<br />

– zum Beispiel Spiele – das gesamte Bildschirmformat<br />

füllen und die Statuszeile überlagern.<br />

Um auch in solchen Situationen stets<br />

über die Uhrzeit informiert zu bleiben, installieren<br />

Sie sich einfach die App Active<br />

Clock [LINK 4]. Sie sorgt für die ständige Präsenz<br />

des Zeiteisens auf dem Bildschirm.<br />

Batification<br />

Die kleine App Batification [LINK 5]<br />

vom <strong>Android</strong>pit-Team ist ein typisches<br />

Beispiel einer App, die ein<br />

Problem löst, von dessen Existenz man<br />

zuvor noch gar nichts ahnte. Umso verblüffender<br />

ist die Nützlichkeit einer solchen App.<br />

Batification könnte man auch als Statusleisten-Launcher<br />

bezeichnet. Die App erlaubt es,<br />

beliebige installierte Apps in die Statusleiste<br />

SoMaker<br />

Office 2012<br />

Mobile für <strong>Android</strong><br />

Das einzige <strong>Android</strong>-Office,<br />

das Microsoſt-Office-Dateien korrekt darstellt<br />

‹‰›<br />

www.soſtmaker.de<br />

Das erste wirklich überzeugende mobile Office-Paket.<br />

Klein, kompakt, leistungsstark und kompatibel mit Microsoſt Office.<br />

Die perfekte Lösung für alle, die unterwegs professionell mit Office-Dokumenten arbeiten.


APPS<br />

Appseits des Mainstreams<br />

Abb. 7: Symbols gewährt Zugriff<br />

auf hunderte von praktischen Sonderzeichen<br />

und Symbolen.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/28031<br />

zu legen – also dorthin,<br />

wo auch Benachrichtigungen<br />

angezeigt werden. Wer<br />

etwa sehr intensiv und<br />

immer wieder dieselben<br />

Apps nutzt, der kann diese<br />

Apps nun in die Statusleiste<br />

legen und so ganz<br />

leicht zwischen geöffneten<br />

Apps hin- und herwechseln.<br />

Für die Darstellung in<br />

der Statusleiste selbst verwendet<br />

die App Batman-<br />

Symbole und den <strong>Android</strong><br />

Roboter. Zieht man die<br />

Leiste herunter, so können<br />

dort die Apps mit ihrem<br />

Icon oder einem frei definierbaren<br />

Foto dargestellt<br />

werden. Auf diese Weise<br />

eignet sich Batification sogar für Foto-Notizen<br />

in der Statusleiste.<br />

Abb. 8: Copy your Smiley macht<br />

Foren bunt und hilft beim Aufbau<br />

der eigenen Smiley-Sammlung.<br />

Symbols<br />

Für die Darstellung von Texten verwendet<br />

<strong>Android</strong> Unicode-Zeichensätze.<br />

Diese enthalten hunderttausende<br />

von Zeichen, darunter auch viele Symbole.<br />

Über die herkömmlichen <strong>Android</strong> Tastaturen<br />

sind diese Zeichen jedoch nicht zugänglich.<br />

Die App Symbols [LINK 6] hilft hier<br />

aus und gewährt Zugriff auf zahllose Symbole,<br />

Pfeile und sonstige Sonderzeichen. Einfach<br />

ein oder mehrere Zeichen auswählen<br />

und in die Zwischenablage legen – am gewünschten<br />

Zielort fügen Sie dann die Zeichen<br />

aus der Zwischenablage in Ihren Text<br />

ein (im Textfeld länger drücken und Einfügen<br />

wählen). Sehr praktisch, wenn man gerne in<br />

Zeichen spricht.<br />

Copy your Smiley<br />

Ähnlich wie Symbols ist auch Copy<br />

your Smiley [LINK 7] eine App für den<br />

Austausch von Inhalten über die<br />

Zwischenablage. Hier geht es allerdings nicht<br />

um Zeichen, sondern um Grafiken. Genauer<br />

gesagt um Smileys, die oft auch als animierte<br />

GIFs vorliegen. Mit dieser App lässt sich eine<br />

persönliche Smiley-Datenbank anlegen.<br />

Smileys von einer beliebigen Webseite können<br />

mit Ihrer Web-Adresse gespeichert werden.<br />

Kategorien ermöglichen die komfortable<br />

Sortierung der Smileys. Um die gesammelten<br />

Smileys zu nutzen, kopiert die App die Adress-URL<br />

des jeweiligen Smileys in die Zwischenablage.<br />

Für die Nutzung der Smileys in<br />

Online-Foren oder Apps wie Tapatalk umschließt<br />

die App die URL automatisch mit<br />

Abb. 9: Clipper verwaltet Textbausteine<br />

und stellt sie schnell und einfach<br />

zur Verfügung.<br />

[img] Tags, wie sie in den meisten Foren unterstützt<br />

werden. Auf diese Weise macht<br />

Copy your Smiley die Foren bunter. Übrigens,<br />

das Ganze funktioniert natürlich auch mit<br />

beliebigen anderen Grafiken, nicht nur mit<br />

Smileys.<br />

Clipper<br />

Bleiben wir zum Schluss noch beim<br />

Thema Zwischenablage. Die App<br />

Clipper [LINK 8] bohrt die <strong>Android</strong><br />

Zwischenablage mächtig auf und macht aus<br />

ihr die universelle Schaltzentrale für Textbausteine<br />

jeder Art. Clipper klinkt sich auf<br />

Wunsch in die Statusleiste ein und ist so jederzeit<br />

und schnell erreichbar. Die Textbausteine<br />

lassen sich thematisch gruppieren und<br />

jederzeit ergänzen. Neue Textbausteine können<br />

manuell oder über die Zwischenablage<br />

angelegt werden. Clipper ist damit das ideale<br />

Werkzeug für Menschen, die viel in Foren<br />

kommunizieren und hier auf immer wiederkehrende<br />

Antworten ganz leicht zurückgreifen<br />

möchten. Auch als Sammelort für SMSund<br />

E-Mail-Textvorlagen eignet sich Clipper<br />

bestens, etwas Persönliches sollte dabei aber<br />

nicht fehlen.<br />

Fortsetzung folgt…<br />

Mit Dokumentenscanner, Bildverkleinerer,<br />

Dauer-Uhr, einem Lautstärkeanpasser, einem<br />

App-Starter für die Statusleiste und Erweiterungen<br />

für die Zwischenablage haben wir<br />

hoffentlich auch dieses Mal ein paar pfiffige<br />

kleine App-Perlen für Sie geborgen. Sollen<br />

wir weiter für Sie suchen? Haben Sie selbst<br />

ein tolles Helferlein entdeckt? Schreiben Sie<br />

uns doch, wir freuen uns auf weitere Apps<br />

appseits des Mainstreams.<br />

● ● ●<br />

68<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


APPS<br />

SyPressure Pro<br />

Barometer im Handy: SyPressure<br />

Wetterstation<br />

Ein Barometer im Handy? Wozu denn das? Ganz<br />

sinnlos ist der Sensor nicht, er verschafft dem<br />

GPS einen Startvorteil und macht das Handy<br />

zur mobilen Wetterstation. Christoph Langner<br />

Jozsef Bagota, 123RF<br />

Als die Welt noch analog war, war<br />

das Barometer ein wichtiges Messinstrument<br />

für Meteorologen.<br />

Heutzutage dienen Barometer<br />

höchstens als Dekoration. Aufgrund von<br />

Wettervorhersagen im Fernsehen und Internet<br />

haben sie ausgedient, in Smartphones erleben<br />

sie jedoch eine Renaissance und dienen<br />

als Starthilfe für den GPS-Empfänger zur<br />

Bestimmung der Höhe. Zusammen mit den<br />

Mobilfunk- und WLAN-Daten wird die Position<br />

hinreichend genau bestimmt, um den<br />

exakten Ort über GPS zu ermitteln.<br />

SyPressure Barometer<br />

Der versteckte Sensor wird mittlerweile von<br />

diversen Apps genutzt, die Ihren <strong>Android</strong>en<br />

in ein Barometer verwandeln.<br />

Ein besonders<br />

hübsches Exemplar ist<br />

SyPressure, das Sie als<br />

kostenlose aber werbefinanzierte,<br />

App [LINK 1]<br />

oder auch als Kaufprogramm<br />

[LINK 2] für 1 Euro<br />

im Play Store finden.<br />

Um zu testen, ob Ihr<br />

Handy über den nötigen<br />

Sensor verfügt, sollten<br />

Sie zuerst die kostenlose<br />

App installieren.<br />

Die Pro-Version von<br />

SyPressure bietet Ihnen<br />

neben einem Widget für<br />

den Homescreen, das<br />

im Hintergrund permanent<br />

den Luftdruck ermittelt<br />

und auf Wetter-<br />

Abb. 1: SyPressure zeigt den aktuellen<br />

Luftdruck und die Vorhersage.<br />

Änderungen hinweist, auch die Möglichkeit,<br />

die aktuelle Höhe Ihres Aufenthaltsortes über<br />

den Luftdruck zu ermitteln.<br />

Fazit<br />

Die Wettervorhersage per Barometer ist keine<br />

genaue Wissenschaft. Demzufolge arbeitet<br />

auch SyPressure nicht wirklich exakt. Der<br />

Luftdruck-Verlauf zeigte aber sehr wohl den<br />

Einzug eines Tiefs mit Regen und Sturm zuverlässig<br />

an. Die App ist ein nettes und gut<br />

gemachtes Gimmick, das auf <strong>Android</strong>en mit<br />

Luftdruckmesser nicht fehlen sollte.<br />

1,00 Euro<br />

englisch|Version 1.13.1|1,6 MByte<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Abb. 2: Das von SyPressure angezeigte<br />

Tief brachte zeitgleich Regen.<br />

STROMSCHLUCKER<br />

In der Standardeinstellung ermittelt<br />

SyPressure jede Minute<br />

den aktuellen Luftdruck. Verbrauchsstatistiken<br />

zufolge verursacht<br />

SyPressure durch den permanenten<br />

Einsatz des Barometers<br />

bis zu 10% des Stromverbrauchs.<br />

In den Einstellungen<br />

der App finden Sie daher die<br />

Option, die Abfrage auf Every X<br />

minutes zu beschränken, was<br />

den Stromhunger der Anwendung<br />

deutlich reduziert, allerdings<br />

die Genauigkeit der Messung<br />

beeinträchtigt. Dieses Feature<br />

gibt es nur in der Pro-Version.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/27694<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 69


APPS<br />

Winter-Apps<br />

Egal, ob Sport-Information,<br />

Spielspaß oder Lawinenwarnung:<br />

Diese 7 Apps sind<br />

während der kalten Jahreszeit<br />

gute Begleiter auf dem<br />

Smartphone. Arnold Zimprich<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/28030<br />

DEL<br />

Willkommen auf <strong>Android</strong>,<br />

DEL! Bis vor Kurzem<br />

herrschte auf Google-Smartphones<br />

Ebbe, was die Eis hockey-<br />

Informationslage anbetraf. Nun hat<br />

sich das zum Glück geändert, und<br />

auch Freunde von Puck und schnellen<br />

Kufen kommen auf dem Smartphone<br />

voll auf ihre Kosten.<br />

Es gibt viele Wintersportarten, die sich<br />

auch auf dem <strong>Android</strong>en beobachten<br />

lassen, und auch Eishockey gehört inzwischen<br />

dazu. Die offizielle App der<br />

Deutschen Eishockey Liga (DEL) ist ein<br />

relativ neuer Zugang auf Google Play,<br />

bis vor Kurzem war Sie iOS-<strong>User</strong>n vorbehalten.<br />

Seit Ende Oktober ist Sie jedoch<br />

auch auf <strong>Android</strong> gelandet – und<br />

lässt sich durchaus sehen.<br />

Die App<br />

stellt einen Rundumschlag<br />

in Sachen Eishockey-Information<br />

dar. Sie bietet Aktuelles<br />

zu allen 14 DEL-Mannschaften von<br />

A wie Adler Mannheim bis T wie Thomas<br />

Sabo Ice Tigers. Neben dem aktuellen<br />

Spielplan und Informationen zu<br />

den einzelnen Mannschaften darf auch<br />

eine eigene Nachrichtenseite nicht feh-<br />

Ski Safari<br />

Auch für Smartphone-Besitzer,<br />

die fernab jeglicher Skigebiete<br />

und Bergregionen wohnen<br />

und für die Skisport ein Fremdwort<br />

ist, bieten sich auf Google Play allerlei<br />

Möglichkeiten, im Schnee Spaß zu<br />

haben. Das Spiel Ski Safari ist ein actiongeladenes<br />

Skirennen, bei dem Sie<br />

von einer gewaltigen Lawine aus dem<br />

Bett geworfen werden und anschließend<br />

spannende Abenteuer auf zwei<br />

Latten oder auch auf dem Rücken von<br />

Pinguinen, Yetis und Adlern erleben.<br />

Dabei gibt es vielerlei Power-Ups und<br />

Zusatzlevel zu entdecken. Am Schluss<br />

zählt jedoch nur der Highscore. In diesem<br />

Sinne: Hals- und Beinbruch!<br />

0,78 Euro<br />

englisch|Version 1.3.3|38 MByte<br />

★★★★★<br />

SnowSafe<br />

SnowSafe ist die offizielle App<br />

der österreichischen Lawinenwarndienste.<br />

In der Anwendung<br />

werden sämtliche inneralpinen<br />

Bundesländer Österreichs abgedeckt,<br />

dazu liefert sie Schnee-Informationen<br />

aus Bayern. Auf der Startseite kann<br />

man über den „Ändern“-Button sämtliche<br />

Warn-Regionen anklicken – im Nu<br />

wird auf dem Display die Lawinenwarnstufe<br />

angezeigt. Als Zugabe gibt<br />

es noch einen Neigungsmesser, der im<br />

Gelände zur Ermittlung der Lawinengefahr<br />

dient. Die App ersetzt jedoch keinesfalls<br />

die Expertise eines Profis.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.4|483 KByte<br />

★★★★★<br />

Winter Live<br />

Wallpaper<br />

Der Jahreswechsel ist zwar<br />

schon vorbei, bei Ihnen zeigt<br />

sich die Natur aber immer<br />

noch grün in grün oder zumindest in<br />

tristen Grautönen? Dann holen Sie sich<br />

doch ein wenig Winterstimmung auf<br />

das Smartphones. Diese App, die es in<br />

einer Gratis-Version und einer kostenpflichtigen<br />

werbefreien Variante gibt,<br />

zaubert Ihnen eine märchenhafte Berglandschaft<br />

mit einer einsamen Almütte<br />

auf den Bildschirm. Auf diese Weise<br />

gibt es in diesem Winter doch noch<br />

Schnee, und das ganz ohne ihn wegschaufeln<br />

zu müssen!<br />

0,84 Euro / kostenlos (Testversion)<br />

deutsch|Version variiert|3,36 MByte<br />

★★★★★<br />

70<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


APPS<br />

Winter-Apps<br />

len, daneben gibt es Listen zu den<br />

Top- Scorern und Top-Torhütern. Die<br />

Tabelle darf natürlich nicht fehlen.<br />

Trotz der gefälligen Aufmachung gibt<br />

es noch Raum für Verbesserungen:<br />

Die Anpassung an Tablets ist nicht<br />

optimal, zudem wünschen wir uns<br />

mehr Spielerbilder und Schnappschüsse<br />

aus den einzelnen Begegnungen.<br />

Darüber hinaus kommt die<br />

App fast ohne Links und Bewegtbilder<br />

aus – für eine offizielle Liga-Anwendung<br />

ist das etwas mager. Natürlich<br />

lässt sich die DEL schlecht mit<br />

dem DFB vergleichen, trotzdem könnten<br />

die App-Macher noch ein wenig mehr<br />

Grips in die Anwendung stecken, um die<br />

sonst gefällige App noch anwenderfreundlicher<br />

zu machen.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.1|9,4 MByte.<br />

★★★★★<br />

USMC Winter<br />

Survival Handbook<br />

Diese App ist so simpel gestrickt<br />

wie ein Marine – doch<br />

nicht abschrecken lassen,<br />

denn der Inhalt ist umso interessanter.<br />

Ob Sie nun mit dem Auto liegen bleiben<br />

und sich eine Schneehöhle graben<br />

müssen oder bei eisigen Minustemperaturen<br />

kein Wasser mehr zur Verfügung<br />

haben, für alles gibt es im USMC-<br />

Handbuch eine Lösung. Die Tipps sind<br />

umfangreich erläutert und bebildert<br />

und machen gleich Lust, das warme<br />

Federbett gegen ein Winterbiwak auszutauschen.<br />

Der optimale Winter-Survival-Guide<br />

für das Smartphone!<br />

bergfex/ Ski Pro<br />

Wenn Sie sich nicht ganz sicher<br />

sind, in welcher Alpenregion<br />

Sie Ihren Winterurlaub<br />

verbringen möchten, kann diese App<br />

ein wertvoller Ideengeber und eine optimale<br />

Ergänzung zum Ski-Reiseführer<br />

sein. Sie liefert nicht nur Informationen<br />

zu drei beliebig auswählbaren Favoriten-Skigebieten,<br />

sondern verlinkt auch<br />

auf unzählige Webcams und stellt stets<br />

den aktuellen Schneebericht für alle Alpenregionen<br />

zur Verfügung. Dazu gibt<br />

es Pistenpläne in hoher Auflösung,<br />

einen Navigationsassistenten für die<br />

Anreise und natürlich die Wettervorhersage.<br />

Leider wurde die App noch<br />

nicht auf Tablets optimiert.<br />

FIS-Ski<br />

Die FIS-Ski-App ist der ideale<br />

Begleiter für alle Freunde des<br />

Skisports. Sie bietet zum<br />

einen einen informativen Nachrichtenteil<br />

mit Wissenswertem rund um den<br />

Skizirkus, daneben gibt es Informationen<br />

zu den Disziplinen Langlauf, Skispringen,<br />

Nordische Kombination, Alpinskilauf,<br />

Freestyle und Snowboard.<br />

Auch exotischere Skisportarten wie<br />

Speed Skiing und Telemark werden abgedeckt.<br />

Je Kategorie gibt es aktuelle<br />

Ergebnisse, einen Turnierplan und die<br />

jeweiligen Tabellenstände, zudem kann<br />

man zu jedem Ski-Athleten Hintergrundinformationen<br />

einholen.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 2.0 |5,5 MByte<br />

★★★★★<br />

0,79 Euro<br />

deutsch|Version 1.34 |1,4 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

englisch|1.3 Version |Kbyte<br />

★★★★★<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 71


SPIELE<br />

Neue Spiele<br />

In dieser Rubrik stellen wir<br />

Ihnen jeden Monat ein paar<br />

neue oder aktualisierte<br />

Spiele aus dem Google Play<br />

Store vor, die uns besonders<br />

gut gefallen. Patrick Neef<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/27971<br />

Waking Mars<br />

Waking Mars ist eines dieser<br />

seltenen Spiele, die sich kaum<br />

einem Genre zuordnen lassen,<br />

sondern ihre ganz eigene Geschichte<br />

erzählen und dabei die Touch-<br />

Eingabe des Displays perfekt nutzen.<br />

Waking Mars darf sich selbst als Juwel<br />

bezeichnen, auch wenn das Spiel kein<br />

Geheimtipp mehr ist. Es ist ein Spiel,<br />

bei dem die Erkundung und die Ge-<br />

schichte wichtiger sind als Highscores<br />

und Achievements. Das heißt<br />

aber auch, dass Waking Mars<br />

nur etwas für Geduldige ist. Das<br />

Spiel kommt nur langsam in<br />

Fahrt, und die Spielelemente,<br />

die Sie erlernen, erstrecken sich<br />

über die ersten Spielstunden.<br />

Worum geht’s? Als Wissenschaftler<br />

im Jahre 2097 erkunden<br />

NEU!<br />

bei Google Play<br />

Sie die unterirdischen Höhlen des<br />

Mars. Ständig in Kommunikation mit<br />

der Leiterin der Expedition, Amani, und<br />

einer Künstlichen Intelligenz namens<br />

A.R.T. versuchen Sie, die Lebensformen<br />

in der fremden Welt zu deuten.<br />

Wer jetzt an grüne Marsmännchen<br />

oder böse Aliens denkt, der liegt völlig<br />

falsch. Stattdessen dreht sich alles um<br />

die Botanik. Während Sie mit<br />

Arcane Legends<br />

Ein MMORPG in einem Kurztest<br />

zu packen, das wird dem<br />

Genre eigentlich nicht gerecht.<br />

Es lässt sich aber nach einigen<br />

Stunden so viel sagen: Arcane Legends<br />

ist ein tolles Spiel mit einem<br />

leichten Einstieg, putziger Grafik und<br />

guter Steuerung. Das Spiel hat einen<br />

Mix aus World of Warcraft und Diablo<br />

zum Vorbild. Die komplexen Elemente<br />

eines MMOs sind hervorragend für<br />

den kleinen Bildschirm umgesetzt, und<br />

viele Vereinfachungen machen Ihnen<br />

das Questen leicht. Zwar zahlt man<br />

eine Menge Zeugs mit Ingame-<br />

Münzen, die man natürlich kaufen<br />

kann, aber zum Zwang wird das nie.<br />

Expendable<br />

Rearmed<br />

Expendable Rearmed ist ein<br />

Remake des gleichnamigen<br />

Spieles aus dem Jahre 1999.<br />

In einer fernen Zukunft steuern Sie<br />

einen Soldaten im Kampf gegen feindliche<br />

Aliens. In einem wahren Feuerwerk<br />

ballern Sie einfach auf alles, was<br />

sich bewegt. Die Steuerung geht gut<br />

von der Hand, nur das Zielen mit dem<br />

rechten Analog-Stick könnte präziser<br />

sein. Ein umfangreiches Waffenarsenal<br />

und abwechslungsreiche Gegner sorgen<br />

für prächtige Baller-Stimmung.<br />

Schade nur, dass das Spiel trotz der<br />

grafischen Generalüberholung immer<br />

noch kein optischer Leckerbissen ist.<br />

Gravity Guy<br />

Gravity Guy ist ein Endless<br />

Runner, bei dem Sie jederzeit<br />

die Gravitation komplett umkehren<br />

können. Die Spielfigur schwebt<br />

also auf Ihren Befehl hin ständig nach<br />

oben oder nach unten. Und das müssen<br />

Sie auch tun, denn ansonsten bleiben<br />

Sie an Hindernissen hängen oder<br />

fallen in Abgründe. Das Ziel ist es, einfach<br />

so weit wie möglich zu kommen,<br />

und das Spiel kommt Ihnen mit vielen<br />

Checkpoints sehr entgegen. Leider<br />

kann sich Gravity Guy weder durch viel<br />

Abwechslung noch durch das Design<br />

auszeichnen. Dafür ist der Umfang mit<br />

mehreren Spielmodi und einem Multiplayer-Modus<br />

sehr großzügig.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.0.3|6,1 MByte + Download<br />

★★★★★<br />

2,49 Euro<br />

englisch|Version 1.0.3 |46 MByte<br />

★★★★★<br />

1,16 Euro<br />

englisch|Version 1.4.5 |16 MByte<br />

★★★★★<br />

74<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


SPIELE<br />

Neue Spiele<br />

einem Jetpack, das sich<br />

übrigens wunderbar einfach<br />

mit einem Fingertipp<br />

steuern lässt, durch die<br />

Höhlen schweben, lernen<br />

Sie, wie man die Samen<br />

der fremden Pflanzen setzt, Wasserpflanzen<br />

erschafft und andere fremde<br />

Wesen füttert. Dadurch erhöht sich die<br />

Menge an Botanik, die Sie für bestimmte<br />

Checkpoints brauchen.<br />

Zu Beginn ist alles noch geradliniges<br />

Erkunden, aber nach einer Weile,<br />

wenn die Steuerung sitzt, haben Sie<br />

mehr Bewegungsfreiheit. Das Spiel,<br />

zusammen mit der herausragenden<br />

Soundkulisse, kreiert so eine wunderbar-mystische<br />

und jederzeit spannende<br />

Atmosphäre, die man von solchen<br />

Spielen nur selten kennt. Hinzu<br />

kommt, dass selbst die Interaktion mit<br />

den beiden Expeditionskollegen, die<br />

sich auf reine Dialoge beschränkt, kein<br />

bisschen aufgesetzt, sondern sehr humorvoll<br />

und originell rüberkommt.<br />

Einzig die Steuerung<br />

des Jetpacks, die zwar<br />

leicht von der Hand geht,<br />

führt ganz selten zu kleinen<br />

Aussetzern in der Form,<br />

dass man an Felsen hängen<br />

bleibt oder versehentlich Tasten<br />

auf dem Bildschirm berührt und<br />

so ungewollt ein Menü öffnet. Fazit:<br />

Der ganze Ausflug mit unterschiedlichen<br />

Enden dauert einige Stunden<br />

und ist jeden Cent wert.<br />

3,91 Euro<br />

englisch|Version 1.3.3|223 MByte<br />

★★★★★<br />

Jellyflop!<br />

In diesem niedlichen Physik-<br />

Puzzle-Spiel zeichnen Sie mit<br />

dem Finger rote Linien, die<br />

mit ihrer weichen Oberfläche der<br />

Qualle helfen, durch die Level zu hüpfen.<br />

Sie sollen die Linien so zeichnen,<br />

dass die Qualle möglichst viele Sterne<br />

mitnimmt und am Ende die Feder erreicht.<br />

Die Spielmechanik ist einfach,<br />

und das Zeichnen funktioniert einwandfrei.<br />

Lauter Elemente wie Teleporter<br />

und putzige Tiere sowie der mit 100<br />

Leveln große Umfang des Spieles sorgen<br />

für Abwechslung und viel Spielzeit.<br />

Als kostenloser Titel mit dezenter<br />

Werbeeinblendung ist das ein sehr<br />

guter Deal.<br />

Heritage<br />

Heritage ist eine schamlose<br />

Kopie der Infinity-Blade Reihe<br />

auf iOS-Geräten. In dieser Art<br />

Spiel gelangen Sie per Cutscenes von<br />

Gegner zu Gegner und bekämpfen<br />

diese in Schulterperspektive. Bei den<br />

folgenden Attacken, die Sie per Wischgesten<br />

ausführen, ist gutes Timing gefragt<br />

– einfach nur Draufkloppen bringt<br />

gar nichts. Sie blocken Angriffe, führen<br />

Kombos aus oder reagieren mit<br />

schnellen Gegenangriffen auf Zauberattacken<br />

des Gegners. Die Kämpfe sind<br />

gelungen, alles andere kann mit Infinity<br />

Blade oder dem in der letzten Ausgabe<br />

getesteten Death Dome nicht ansatzweise<br />

mithalten.<br />

PUZZLE PRISM<br />

Puzzle Prism hätte eines dieser<br />

Spiele sein können, bei<br />

denen der Kopf raucht, um die<br />

Rätsel des Spieles zu knacken. Ihre<br />

Aufgabe ist es, die geometrischen Formen<br />

so zu arrangieren, dass sie, wenn<br />

man sie auf den Turm fallen lässt, eine<br />

Fläche mit anderen Steinen bilden und<br />

diese dann auflösen (Tetris lässt grüßen).<br />

Sie können die Formen wie wild<br />

drehen, doch leider ist man die meiste<br />

Zeit damit beschäftigt, sich zu orientieren,<br />

während sich der Turm weiter drohend<br />

nach oben bewegt, was für<br />

Stress anstatt Spaß sorgt.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.0.14|34 MByte<br />

★★★★★<br />

1,50 Euro<br />

englisch|1.0.6 |37 MByte<br />

★★★★★<br />

0,99 Euro<br />

englisch|Version 1.3.1|9 MByte<br />

★★★★★<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 75


SPIELE<br />

Neue Spiele<br />

NEU!<br />

bei Google Play<br />

Devil’s Attorney<br />

Eines gleich vorweg: Für dieses<br />

Spiel ist es mehr als hilfreich,<br />

wenn Sie die englische<br />

Sprache sehr gut beherrschen. Denn<br />

nur dann verstehen Sie den grandiosen<br />

Humor und die verbalen Angriffe,<br />

die Sie als aufstrebender Anwalt gegen<br />

die Ankläger ins Feld führen. Es genügt<br />

natürlich, wenn Sie<br />

die grundlegenden Begriffe<br />

der Attacken und<br />

der Gegnernamen verstehen,<br />

doch entgehen Ihnen<br />

dann viele lustige Sprüche<br />

und ironische Anspielungen<br />

der Protagonisten.<br />

Der eine oder andere mag<br />

vom Spielinhalt enttäuscht<br />

sein. Das liegt aber nur<br />

daran, dass das grandiose<br />

Artwork sich so stark von<br />

anderen Spielen abhebt,<br />

dass man hinter diesem Titel ein<br />

waschechtes Adventure-Spiel erwartet.<br />

Solche Erwartungen werden enttäuscht,<br />

denn Devil’s Attorney ist ein<br />

rundenbasiertes Spiel, das sich fast<br />

ausschließlich im Gerichtssaal abspielt.<br />

Dort haben Sie als aufstre-<br />

bender überheblicher Anwalt<br />

pro Runde eine bestimmte Zahl Aktionspunkte<br />

zur Verfügung. Diese setzen<br />

Sie ein, um Ankläger oder Zeugen auszuschalten,<br />

Beweise zu entkräften oder<br />

die Wirkung der Ankläger zu mildern.<br />

Ist die gegnerische Seite an der Reihe,<br />

zeigt sich, wie gut Sie Ihre Punkte ein-<br />

Beach Buggy Blitz<br />

Beach Buggy Blitz ist ein<br />

Highscore-Racer. Das bedeutet,<br />

dass Sie weder mehrere<br />

Strecken noch eine ganze Kampagne<br />

fahren. Das ist aber nicht schlimm,<br />

denn das Spiel macht trotzdem Spaß.<br />

Die Steuerung ist in beiden Varianten<br />

sehr präzise. Sie müssen versuchen,<br />

immer wieder die Checkpoints zu erreichen,<br />

bevor die Zeit ausläuft. Das Spiel<br />

wird schnell fordernd, aber dank vieler<br />

Upgrades wird man immer besser. Nur<br />

in den dunklen Höhlen fällt es manchmal<br />

schwer, den genauen Verlauf der<br />

Strecke zu sehen. Ein gutes Rennspiel,<br />

das aber dank mangelnder Abwechslung<br />

schnell langweilig wird.<br />

Beat Hazard Ultra<br />

Beat Hazard Ultra sorgt für ein<br />

wahres Feuerwerk auf Ihrem<br />

Bildschirm. Sie steuern ein<br />

Raumschiff, das automatisch auf herannahende<br />

Feinde feuert. Das Geschehen<br />

wird durch den Musiktitel gesteuert,<br />

den Sie zu Beginn des Spieles angeben.<br />

Wird die Musik schneller und<br />

lauter, geht es auch auf dem Bildschirm<br />

deutlich mehr ab. Die Waffen des<br />

Raumschiffs steigern sich sehr schnell,<br />

sodass es nach zwei, drei Minuten so<br />

bunt und flackernd auf dem Bildschirm<br />

zugeht, dass sensible Personen schnell<br />

genug von dem Spiel haben. Beat Hazard<br />

ist fetzig, testen Sie vor dem Kauf<br />

unbedingt die kostenlose Demo.<br />

Don Quixote<br />

Stellen Sie sich Don Quixote<br />

als eine Mischung aus Carcassonne<br />

und Solitaire vor. Denn<br />

es ist ein Legespiel, das Sie mit sich alleine<br />

spielen und das eher durch Glück<br />

als durch Strategie bestimmt ist. Ähnlich<br />

wie bei Carcassonne werden am<br />

Ende die Punkte errechnet, die Sie<br />

durch geschicktes Legen der Karten erreicht<br />

haben. Anders bei Don Quixote<br />

ist aber, dass das Feld, auf das Sie eine<br />

Karte legen sollen, vorgegeben ist, und<br />

Sie dann aus den vorhandenen die<br />

beste Karte aussuchen. Sehr schöne<br />

Umsetzung und guter Zeitvertreib.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.1.2|43 MByte<br />

★★★★★<br />

2,49 Euro<br />

deutsch|Version 1.4|20 MByte<br />

★★★★★<br />

0,76 Euro<br />

deutsch|Version 1.0.3|12 MByte<br />

★★★★★<br />

76<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


SPIELE<br />

Neue Spiele<br />

gesetzt haben. Im schlimmsten<br />

Fall richten die Beweise und Personen<br />

so viel Schaden an, dass<br />

Sie den Fall verlieren. Aber<br />

keine Sorge, ein „Game Over“<br />

gibt es nicht: Versuchen Sie den<br />

Fall einfach nochmal.<br />

Außerhalb des Gerichtssaals<br />

wechseln Sie zwischen zwei Gebäuden<br />

hin und her. In Ihrer Anwaltskanzlei<br />

suchen Sie sich die Fälle aus.<br />

Spannender ist es zu Hause, denn dort<br />

geben Sie das bei den Fällen gewonnene<br />

Geld für Upgrades der Wohnung<br />

aus, also bessere Möbel, Tapeten, eine<br />

Stereoanlage oder Teppiche. Jetzt wird<br />

es interessant: Die Einrichtungsgegenstände<br />

lassen sich den drei Kategorien<br />

Materialismus, Dekadenz und Eitelkeit<br />

zuordnen. Jeder entsprechende Einkauf<br />

erhöht Ihre Punkte in dieser Kategorie,<br />

und eine Art Talentbaum, in dem<br />

die Punkte angezeigt werden, schaltet<br />

neue Fähigkeiten frei, die Sie dann wieder<br />

im Gerichtssaal einsetzen<br />

können.<br />

Das Spiel ist zu Beginn fast<br />

schon zu leicht, aber nach<br />

ein, zwei verlorenen Fällen<br />

merken Sie, mit welchen taktischen<br />

Überlegungen Sie an<br />

die Fälle herangehen müssen.<br />

Über 50 Fälle bieten genug Umfang<br />

für diesen wirklich außergewöhnlichen<br />

Titel.<br />

2,86 Euro<br />

Sprache|Version 1.0.3|358 MByte<br />

★★★★★<br />

Royal Revolt<br />

Hach, endlich mal wieder eine<br />

erfrischende Spielidee: Royal<br />

Revolt dreht das Konzept der<br />

Tower Defense Spiele um und schickt<br />

Sie als Angreifer ins Rennen. Sie steuern<br />

einen Held, der eine Armee an Soldaten,<br />

Bogenschützen, Magier und Belagerungswaffen<br />

befehligt. Spielheld,<br />

Truppen und Fähigkeiten lassen sich<br />

durch erworbenes Gold aufbessern. In<br />

jedem Level legen Sie eine kurze Strecke<br />

zur Burg zurück, beseitigen Gegner<br />

und Fallen und greifen dann die Burg<br />

an. Ab dem achten Level zieht der<br />

Schwierigkeitsgrad merklich an, aber<br />

dennoch ist alles ohne In-App-Käufe<br />

machbar. Unbedingt ausprobieren!<br />

Hyperwave<br />

Schade, von diesem Titel<br />

haben wir uns mehr versprochen.<br />

Die Grafik ist wirklich<br />

ansehnlich, doch das Gameplay ist einfach<br />

nicht spannend genug. Sie schieben<br />

ein Raumschiff von links nach<br />

rechts mit einem etwas zu kleinen<br />

Schieberegler. Das Raumschiff feuert<br />

automatisch, Sie können aber mit dem<br />

rechten Schieberegler die Schussbahn<br />

lenken, was noch unpräziser ist als der<br />

linke Schieberegler. Zum Glück gibt es<br />

immerhin im Waffenarsenal und im<br />

Gegneraufkommen genug Abwechslung.<br />

Für einen kostenpflichtigen Titel<br />

sind die Werbebenachrichtigungen<br />

kein gutes Aushängeschild.<br />

BattleFriends at<br />

Sea<br />

BattleFriends at Sea ist Schiffe<br />

versenken, bei dem nur<br />

Freude aufkommt, wenn man<br />

es mit seinen Facebook-Freunden<br />

spielt. Das Spielprinzip ist bekannt, die<br />

Grafik ordentlich. Doch wenn man es<br />

gegen fremde Spieler spielt, ähnelt das<br />

rundenbasierte Abwechseln dem Brief-<br />

Schach, da man ständig auf seine Gegner<br />

wartet. Außerdem sind kaufbare<br />

Optionen wie Sonar und mehrere Raketen<br />

auf einmal an der Grenze zum<br />

Unfairen. Dann lieber das klassische<br />

Schiffe versenken auf dem Papier.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.2.1|218 MByte<br />

★★★★★<br />

0,79 Euro<br />

englisch|Version 1.0.2|24 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.0.1|24 MByte<br />

★★★★★<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 77


SPIELE<br />

Vier Rollenspiele<br />

Für jeden Geschmack ein Rollenspiel<br />

Rollenvielfalt<br />

Die hier vorgestellten<br />

Apps sind vollkommen<br />

unterschiedlich – trotzdem<br />

gehören sie alle<br />

dem Rollenspiel-Genre<br />

an. Was ist Ihnen am<br />

wichtigsten? Strategie,<br />

Action, Story oder<br />

Optik? Drachenhöhlen<br />

oder Hightech-Metropolen?<br />

Marko Dragicevic<br />

Order & Chaos Online<br />

Wer im Play-Store 5,99 Euro ausgibt,<br />

erwirbt Order & Chaos Online<br />

[LINK 1]. Anschließend lässt sich das<br />

Spiel drei Monate lang nutzen. Möchte man<br />

auch danach seine Abenteuer fortsetzen,<br />

muss ein Dollar pro Monat investiert werden.<br />

Darüber hinaus ist es theoretisch möglich,<br />

spezielle Ausrüstungsgegenstände gegen<br />

echtes Geld zu erwerben. Im Gegensatz zu<br />

vielen Freemium-Spielen stört dies jedoch<br />

kaum: Auch ohne diese Zusatzinvestitionen<br />

erreicht der gespielte Charakter zügig Fortschritte,<br />

die Spielbalance wird nicht gestört.<br />

Order & Chaos Online ist ein ausgereiftes<br />

3D-MMORPG, das sehr stark an World of<br />

Warcraft erinnert: Sowohl Optik und Bedienung<br />

als auch die Abläufe der beiden Spiele<br />

sind verblüffend ähnlich. Mit der Wahl des<br />

Volkes entscheidet sich der Spieler gleichzeitig<br />

für eine von zwei verfeindeten Parteien:<br />

Menschen und Elfen stehen für Ordnung,<br />

Orks und Untote empfinden demgegenüber<br />

Chaos als anziehend. Nachdem der Charakter<br />

erschaffen wurde, geht es gleich mit den<br />

ersten, motivierenden Tutorial-Quests los.<br />

Sowohl auf dem Nexus 7-Tablet als auch einhändig<br />

auf einem Galaxy-Note-Smartphone<br />

funktionierte die Touch-Steuerung im Test erstaunlich<br />

gut. Selbst unterwegs lässt es sich<br />

spielen: Entgegen veralteten Angaben im Internet<br />

funktioniert das Spiel im 3G-Netz auch<br />

dann, wenn nur GPRS-Geschwindigkeit verfügbar<br />

ist. Der Datenverbrauch liegt bei ca.<br />

10-15 MB pro Stunde. Jedoch sollte der Nutzer<br />

einen Ersatzakku dabeihaben: Die aufwendige<br />

Grafik fordert in puncto Energieverbrauch<br />

ihren Tribut. Alles in allem gilt für<br />

dieses RPG eine klare Kaufempfehlung, auch<br />

wenn später 12 Euro/Jahr anfallen.<br />

78<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


SPIELE<br />

Vier Rollenspiele<br />

Abb. 1: Order & Chaos wartet mit den üblichen Fantasy-Völkern auf.<br />

Abb. 3: Die Optik von Andor’s Trail ist<br />

Geschmackssache.<br />

Andor’s Trail<br />

In diesem Draufsicht-RPG muss der<br />

Held seinen Bruder namens<br />

„Andor“ finden. Eingebettet in die<br />

Rahmengeschichte finden haufenweise Unterquests<br />

statt. Da viele Leute an der Erstellung<br />

des Spieles mitgewirkt haben, ist es<br />

sehr umfangreich: Es handelt sich um eine<br />

Open-Source-App, sie ist also kostenlos und<br />

jeder darf an ihrer Weiterentwicklung mitarbeiten.<br />

Allerdings fallen dem Spieler nach<br />

einer gewissen Zeit auch unfertige Stellen<br />

auf: Dringt man in fortgeschrittene Gebiete<br />

vor, können auf einmal englische Texte auftauchen,<br />

weil diese neu eingepflegt wurden,<br />

und die ehrenamtlichen Übersetzer sie noch<br />

nicht in das Deutsche übertragen haben.<br />

Solche Begebenheiten können sich jedoch<br />

immer schon mit dem nächsten Update ändern<br />

– schließlich entwickelt sich das Projekt<br />

stets weiter. Anfangs zieht sich das Sammeln<br />

von Erfahrung zum Erreichen der nächsten<br />

Stufe etwas hin und wirkt langwierig. Doch<br />

wenn der Spieler erst mal in die Abenteuerhereingefunden<br />

hat, entfesselt sich schnell<br />

Langzeitmotivation. So ist es dann auch kein<br />

Problem, wenn der Nutzer seinen Helden auf<br />

einer langen Zugfahrt hochlevelt: Der Akkuverbrauch<br />

ist erstaunlich gering. Dies liegt<br />

vermutlich auch an der simplen Grafik. Die<br />

spartanisch anmutende Vogelperspektive erinnert<br />

an Konsolenspiele der frühen 90er-<br />

Jahre. Je nach Sehgewohnheiten kann dies<br />

Charme haben oder ein Malus sein. Die erzählte<br />

Geschichte ist jedoch ein Anspielen<br />

von Andor’s Trail [LINK 2] auf jeden Fall wert.<br />

Legends Arcana<br />

Bei Legends Arcana [LINK 3] hat<br />

unser Held Schulden bei einem<br />

Duke. Um die abzuarbeiten, muss<br />

er Dungeons durchkreuzen und Gegenstände<br />

beschaffen. Klingt nach dünner Story? Ist<br />

auch so. Aber das macht nichts – vorausgesetzt,<br />

der Spieler ist kein Anhänger von einer<br />

sorgsam erzählten Geschichte, die sich langsam<br />

entfaltet. Die Fans von Action-Rollenspielen<br />

erhalten hier hingegen ein durch und<br />

durch solides<br />

Hack&Slay-Abenteuer,<br />

das Laune macht. Die<br />

Grundstruktur des<br />

Spieles ist zwar nicht<br />

gerade neu: In einer<br />

Kneipe wird der erste<br />

Auftrag abgegriffen,<br />

dann im nächsten Dungeon<br />

Erfahrung und<br />

Gold gesammelt.<br />

Davon kann der Charakter<br />

seine Fähigkeiten<br />

steigern und leistungsfähigere<br />

Ausrüstungsgegenstände<br />

kaufen.<br />

Oder sich ein<br />

Haustier verschaffen,<br />

Abb. 4: Das Automapping zeigt, welche<br />

Gebiete der Held schon kennt.<br />

Abb. 2: Nicht nur die Optik von Order & Chaos erinnert stark an WoW.<br />

welches ihm im Kampf<br />

hilft. Trotzdem ist die<br />

Abb. 5: Auch besiegte Ameisen hinterlassen<br />

Beute, wie man sieht.<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 79


SPIELE<br />

Vier Rollenspiele<br />

Abb. 6: In der Stadt gibt es das Übliche: Ausrüstung und Aufträge.<br />

Abb. 7: Action im Dungeon, hier geht schon mal was ab.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/28033<br />

App gerade für Fans der Diablo-typischen<br />

Ansicht einen Download wert: Spieldesign,<br />

-aufbau und -balance wirken durchdacht.<br />

Die Steuerung kann jeder Neuling mithilfe<br />

des Tutorials fix lernen: Mit der linken Hand<br />

wird gesteuert, die rechte wählt zwischen<br />

verschiedenen Kampfmodi und -fertigkeiten.<br />

Bei Letzteren handelt es sich nicht nur um<br />

rudimentäres Angreifen und Blocken, sondern<br />

auch um mit der Zeit erworbene Spezialfähigkeiten<br />

(wie beispielsweise schnelles<br />

Wegrennen, wenn eine Übermacht an<br />

Gegnern im Anrollen ist). Natürlich sind<br />

Grafik und Animationen nicht von derselben<br />

Güte wie bei einem Diablo III. Doch wer ein<br />

nettes Smartphone-RPG für zwischendurch<br />

sucht, ist hier richtig. Neben der kostenlosen<br />

Variante existiert auch eine Version zum<br />

Preis von 2,28 Euro.<br />

Cyberlords-Arcology<br />

Bei diesem Spiel hüpfen keine anmutigen<br />

Feen durch einen Zauberwald.<br />

Stattdessen laufen Menschen<br />

mit Pistolen herum und verbessern ihre Fähigkeiten<br />

über Nano-Chips, die ihnen Ärzte<br />

gegen Bezahlung in den Körper implantiert<br />

haben. Sie ahnen es schon: Cyberlords-Arcology<br />

[LINK 4] ist keine Fantasy-Abenteuerwelt.<br />

Vielmehr skizziert es eine Dark-Future-Dystopie<br />

mit starken Anleihen beim Cyberpunk-<br />

Subgenre: 200 Jahre in der Zukunft liegt jegliche<br />

Macht bei egoistischen Großkonzernen,<br />

während alle Regierungen bedeutungslos geworden<br />

sind. Der Spielerheld ahnt, dass Erstere<br />

Böses im Schilde führen, als er in einer<br />

Konzern-Klinik aufwacht und nicht weiß,<br />

wie er dahinkam, und was ihm passiert ist.<br />

Auf der Flucht trifft er ein paar virtuelle<br />

Mitstreiter, die mehr herausfinden möchten.<br />

Um sich zu finanzieren, muss die Gruppe<br />

dabei anderweitige Aufträge erledigen. Die<br />

für die Belohnung gekaufte Ausrüstung ist<br />

stets High-Tech – niemand käme hier auf die<br />

Idee, mit einer Steinschleuder zu kämpfen.<br />

Bei Cyberlords Arcology ziehen Sie nicht als<br />

einsamer Wolf durch die Gegend. Stattdessen<br />

kann der Spieler im Kampf mehrere virtuelle<br />

Figuren taktisch positionieren, was auch<br />

während des Aktivierens der Pause-Funktion<br />

möglich ist. Strategie und Story spielen hier<br />

also eine größere Rolle als Action. Die Grafik<br />

ist einfach gehalten – aber Fans von SciFi-<br />

Rollenspielen sollte das nicht stören. Die<br />

Spieltexte sind durchgängig auf Deutsch. Wer<br />

auf die (dezenten) Werbeeinblendungen der<br />

kostenlosen Version verzichten will, kann<br />

dies gegen Zahlung von 1,18 Euro tun. ● ● ●<br />

Abb. 8: Düstere Vorkommnisse in einer dunklen Zukunft.<br />

Abb. 9: Das Cyber-Implantat nutzt nicht den Kartendienst von Apple...<br />

80<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


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www.ingress.com<br />

NGRESS<br />

Die Welt um uns herum<br />

ist nicht, wonach sie<br />

aussieht. Dunkle Gestalten<br />

haben Sie in ihrer<br />

Macht und führen<br />

Böses im Schilde.<br />

Marcel Hilzinger<br />

Abb. 1: Absolvieren Sie zunächst das<br />

Training komplett. Sonst werden Sie<br />

nicht lange leben.<br />

Wenn man Ingress möglichst<br />

kurz beschreiben muss, dann<br />

ist es eine Mischung aus Geocaching<br />

und der Matrix-Trilogie<br />

gewürzt mit einem Schuss Verschwörungstheorie.<br />

Für viele Fans ist es längst kein<br />

Spiel mehr, sondern schon ein Stück ihres<br />

Lebens geworden.<br />

Das Niantic Project<br />

Wie man Ingress spielt, lernen Sie recht<br />

schnell, wenn Sie die App [LINK 1] heruntergeladen<br />

und einen Activation Code bekommen<br />

haben. Wir beschränken uns deshalb in diesem<br />

Artikel auf ein paar<br />

zentrale Fragen und<br />

geben Tipps für ein besseres<br />

Spielerlebnis. Führen<br />

Sie in jedem Fall das<br />

Training zu Ende, das Sie<br />

jederzeit aus der App<br />

über OPS | MISSION erreichen.<br />

Es bringt Ihnen die<br />

grundlegenden Begriffe<br />

und das Spielprinzip bei.<br />

Am Anfang von Ingress<br />

steht das Niantic Project.<br />

Es veröffentlicht auf seiner<br />

Homepage [LINK 2]<br />

stückweise Informationen<br />

zu einer Untersuchung.<br />

Worum es genau geht,<br />

können wir zum aktuellen<br />

Zeitpunkt nicht sagen,<br />

es fehlen schlicht noch zu<br />

viele Stücke des Puzzles.<br />

Abb. 2: Hier sehen Sie, wie viele Mind<br />

Units von den Blauen und wie viele<br />

von den Grünen kontrolliert werden.<br />

Natürlich hängt die Untersuchung mit Ingress<br />

zusammen, denn die Menschheit ist in<br />

großer Gefahr, und Sie müssen sie retten.<br />

Dazu dient die Ingress-App. Hier müssen Sie<br />

sich nach dem Training entscheiden, ob Sie<br />

im Lager der Erleuchteten (Enlightened,<br />

grün) oder auf Seite des Widerstands (Resistance,<br />

blau) spielen. Ein Wechsel ist später<br />

nur über Umwege möglich [LINK 3].<br />

Exotische Materie<br />

Das Spielfeld von Ingress ist Google Maps in<br />

einer Schwarz-Blau-Ansicht. Beim genauen<br />

Hinschauen fallen kleine weiße Punkte auf.<br />

Dabei handelt es sich um<br />

eine am CERN entdeckte Materie:<br />

XM, Exotic Matter. XM<br />

ist quasi Ihr tägliches Brot.<br />

Laufen Sie herum, um möglichst<br />

viel XM einzusammeln.<br />

Wie viel XM Sie einsammeln<br />

können, hängt von<br />

Ihrem Level ab. Eine Übersicht<br />

gibt die Tabelle „XM<br />

und AP“. Im Laufe Ihrer Karriere<br />

hacken Sie Portale,<br />

stehlen Schlüssel, feuern<br />

XMPs ab und geraten selbst<br />

unter Beschuss. Dabei verbrauchen<br />

Sie Ihren XM-Vorrat.<br />

Ziehen Sie deshalb bei<br />

Level 1 gar nicht erst in Erwägung,<br />

ein Level-4- oder<br />

Level-5-Portal zu hacken. Sie<br />

würden Ihre Energie vergebens<br />

verbrauchen.<br />

82<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


SPIELE<br />

Ingress<br />

Abb. 3: Dieses Portal ist noch unbesetzt<br />

(neutral). Laufen Sie hin, und<br />

hacken Sie es!<br />

Als erste Aufgabe sollten Sie sich ein Ziel in<br />

Ihrer Nähe suchen. Diesen Job erledigen Sie<br />

am besten zu Hause am PC. Rufen Sie die<br />

Adresse http:// www. ingress. com/ intel auf,<br />

und zoomen Sie in Ihrer Umgebung so weit<br />

in die Karte rein, bis unten rechts die Meldung<br />

Showing all Portals erscheint. Suchen<br />

Sie nun nach weißen Sechsecken oder<br />

blauen/ grünen Sechsecken mit weniger als<br />

acht Resonatoren. Haben Sie ein solches Portal<br />

gefunden, dann packen Sie Ihr (voll aufgeladenes)<br />

Smartphone am besten zusammen<br />

mit einem externen Battery Pack ein<br />

und machen sich auf den Weg zum Portal.<br />

Gehört es noch zu keiner Fraktion (weißes<br />

Sechseck), dann lässt es sich ziemlich einfach<br />

hacken. Kein Portal gefunden? Dann<br />

lesen Sie den Kasten „Portal erstellen“.<br />

Action Points<br />

Wie man XM einsammelt und verbraucht,<br />

merken Sie sehr schnell. Etwas schwieriger<br />

ist es mit den Action Points. Diese sammeln<br />

XM UND AP<br />

Level Action Points XM-Vorrat<br />

1 0 3000<br />

2 10,000 4,000<br />

3 30,000 5,000<br />

4 70,000 6,000<br />

5 150,000 7,000<br />

6 300,000 8,000<br />

7 600,000 9,000<br />

8 1,200,000 10,000<br />

Sie nicht einfach so<br />

ein, sondern es gibt<br />

nur APs, wenn Sie ein<br />

Portal hacken, es angreifen<br />

oder mit anderen<br />

Portalen verlinken.<br />

Am meisten Action<br />

Points können Sie sammeln,<br />

wenn Sie ein<br />

Kontrollfeld erstellen<br />

(drei Portale verknüpfen).<br />

Dafür erhalten Sie<br />

1250 APs. Die brauchen<br />

Sie auch, um zum<br />

nächsten Level zu gelangen<br />

und besser hacken<br />

zu können. Ab<br />

10000 APs geht’s los.<br />

Für einen Portal Hack<br />

bekommen Sie zum<br />

Beispiel 100 APs. Sind<br />

Sie der Erste, der ein<br />

Portal hackt, dann gibt es 500 Punkte. Für<br />

den ersten gesetzten Resonator erhalten Sie<br />

500 APs und für den achten gibt es 250.<br />

Abb. 4: Je nachdem, welches Level<br />

Sie erreicht haben, können Sie Portale<br />

auch upgraden.<br />

Mind Control<br />

Jedes Portal besteht aus acht Resonatoren.<br />

Voll bestückte Portale lassen sich mit anderen<br />

Portalen verlinken. Sind drei Portale verlinkt,<br />

dann entsteht ein Dreieck. Diese Dreiecke<br />

sind auf der Ingress-Karte sehr schön zu<br />

sehen. Jedes Mal, wenn ein Dreieck entsteht,<br />

dann kontrollieren Sie die Gedanken der in<br />

dieser Fläche lebenden Mind Units, das<br />

nennt sich Mind Control. Die Enlightenment-<br />

Fraktion setzt sich dabei für eine neue Weltordnung<br />

ein, der Widerstand möchte hingegen<br />

bei der aktuellen Ordnung bleiben,<br />

wobei da auch die Shapers noch ein Wörtchen<br />

mitzureden haben. Wie viele Personen<br />

aktuell unter der Kontrolle der jeweiligen<br />

Fraktion stehen, sehen Sie beim Start von<br />

Ingress auf dem Reiter INTEL.<br />

Raus ins Freie!<br />

Ingress ist kein Spiel für Stubenhocker. Sie<br />

müssen viel unterwegs sein und für das Hacken<br />

eines Portals schon mal ein paar Minuten<br />

einplanen. Denn im Unterschied zum<br />

Training verhält sich ein echtes Portal anders.<br />

Schnell ist der Generator überhitzt, und dann<br />

lässt er sich für eine Weile nicht mehr hacken.<br />

Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ingress<br />

bietet, um in Ihrer Umgebung neue<br />

Schätze zu erkunden und sich mit realen<br />

Menschen zu treffen, die es zum gleichen<br />

Portal getrieben hat. Ingress findet in Echtzeit<br />

statt. Es ist definitiv kein Spiel.<br />

● ● ●<br />

Abb. 5: Je länger Sie spielen, desto<br />

mächtiger werden auch Ihre destruktiven<br />

Kräfte.<br />

PORTAL ERSTELLEN<br />

Ingress macht nur mit Portalen<br />

Spaß. Um ein neues Portal in<br />

Ihrer Nähe zu erstellen, machen<br />

Sie mit aktivierten GEO-Daten<br />

Ihrer <strong>Android</strong>-Kamera ein Foto<br />

eines öffentlichen Gebäudes<br />

oder einer Statue und teilen anschließend<br />

dieses Foto über den<br />

Eintrag NIA Super Ops aus dem<br />

gewöhnlichen <strong>Android</strong>-Teilen-<br />

Menü. Geben Sie dem Portal<br />

einen Namen, und schicken Sie<br />

das Foto dann per Gmail los.<br />

Vorschläge zu Portalen können<br />

Sie auch dann einreichen, wenn<br />

Sie noch keine Einladung bekommen<br />

haben und nur die App<br />

installiert ist.<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 83


EINSTEIGER<br />

Google Music<br />

David Sandonato, 123RF<br />

Die Musiksammlung überall dabei: Google Play Music<br />

Let the Music Play!<br />

Was iTunes in der iPhone-Welt, ist Google Play auf <strong>Android</strong>: Der zentrale Marktplatz für Apps,<br />

Bücher, Filme – und seit Kurzem auch Musik. Google Play Music versorgt Sie jedoch nicht nur mit<br />

frischen Songs, sondern speichert die Musik auch in der Cloud. Carsten Müller<br />

Der Plattenladen war gestern. Neue<br />

Alben oder einzelne Songs kauft<br />

man bequem über den Google<br />

Play Store, seit November 2012<br />

auch in Deutschland. Die Rubrik Musik in<br />

der Play Store App sowie auf der Website des<br />

Stores führen direkt zu den mit tausenden<br />

Songs üppig gefüllten Plattenregalen. Der<br />

Musikeinkauf geht so simpel vonstatten wie<br />

der Kauf einer App. Einfach auf die Schaltfläche<br />

mit dem Kaufpreis drücken und Kreditkarte<br />

zur Zahlung auswählen. Die Möglichkeit,<br />

über die Mobilfunkrechnung zu zahlen,<br />

gibt es bisher nur für o2-Kunden. Wer sich<br />

mit klassischen Kreditkarten partout nicht<br />

anfreunden möchte, dem empfiehlt sich eine<br />

Prepaid-Kreditkarte mit Kostenkontrolle.<br />

Einen Artikel zu Prepaid-Karten finden Sie<br />

auf Seite 98.<br />

Im Dutzend billiger<br />

Die Kosten für die Musik im Play Store orientieren<br />

sich größtenteils an den auch bei<br />

iTunes oder Amazon üblichen Preisen. Für<br />

einzelne Titel verlangt Google in der Regel<br />

NUR IN DEUTSCHLAND<br />

Abb. 1: Der Play Store erfreut Musik-Fans mit einer riesigen Auswahl.<br />

Aktuell – Stand Mitte Dezember 2012 – funktioniert<br />

Google Play Music nur in Deutschland. In<br />

der Schweiz und in Österreich kann man noch<br />

keine Songs kaufen.<br />

86<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


EINSTEIGER<br />

Google Music<br />

zwischen 99 Cent und 1,30 Euro, aktuelle<br />

Alben kosten meist zwischen 7 und 9 Euro.<br />

Die Alben sind dabei generell deutlich günstiger<br />

als die Summe der Einzelsongs (und oft<br />

auch günstiger als bei der Konkurrenz). Insbesondere<br />

die Preise älterer Alben sind sehr<br />

günstig: David Bowies „The Rise and Fall of<br />

Ziggy Stardust“ etwa geht für 3,49 Euro über<br />

die Theke. Im Vergleich zum Kauf der elf einzelnen<br />

Titel eine Ersparnis von über 10 Euro.<br />

Die eingekauften Lieder im MP3-Format<br />

sind direkt nach Kauf abspielbar und mit<br />

dem eigenen Google-Konto verknüpft.<br />

Das ist sehr praktisch, denn auf diese<br />

Weise stehen die Titel auf jedem Smartphone,<br />

Tablet oder PC zur Verfügung, welche<br />

mit Ihrem Google-Konto verknüpft sind. Zum<br />

Abspielen der eigenen Musiksammlung genügt<br />

am PC der Web-Browser. Über die<br />

Adresse http:// play. google. com/ music greifen<br />

Sie auf die Alben und Songs bequem zu. Und<br />

nicht nur das: Google hat in diese Web-Oberfläche<br />

auch gleich einen Player integriert. Ein<br />

Doppelklick auf einen Song spielt diesen ab.<br />

Je nach Internetverbindung kann es beim<br />

ersten Lied einen kurzen Moment dauern, da<br />

der Song zunächst komplett heruntergeladen<br />

wird, bevor die Wiedergabe beginnt. Bei weiteren<br />

Liedern innerhalb der gewählten Playlist<br />

oder des Albums treten keine Verzögerungen<br />

mehr auf, denn der Play Store lädt<br />

den jeweils nächsten Song bereits im Voraus.<br />

Abb. 2: Ganze Alben kosten wesentlich weniger als die einzelnen Titel.<br />

Abb. 3: Der Music Player von Google Play stellt die eigene Musiksammlung übersichtlich dar.<br />

Jukebox<br />

Auch Smartphone und Tablet werden zur<br />

Jukebox – und zwar mit der Google Play<br />

Music App, die Sie im Play Store zum Download<br />

finden [LINK 1]. Nach ihrer Installation<br />

stellt die App einen komfortablen Zugang zur<br />

eigenen Musiksammlung bereit. Oben links<br />

in der App können Sie wählen, ob Alle Musiktitel<br />

angezeigt werden sollen oder nur Nur<br />

auf Gerät befindliche, also die lokale Musiksammlung.<br />

Mittels horizontalem Wischen<br />

wechseln Sie zwischen den Ansichten Playlists,<br />

Neueste, Interpreten, Alben, Titel und<br />

Genres. Drei Playlists legt die App dabei in<br />

der Regel automatisch an: Meine Favoriten<br />

mit den am häufigsten abgespielten Tracks,<br />

GRATIS FÜR IHRE FREUNDE<br />

Sind Sie bei Google+ aktiv und kaufen oft<br />

Musik? Dann lassen Sie es Ihre Freunde wissen.<br />

Denn bei Google Music gekaufte Musik<br />

können Sie via Google+ teilen. Alle Personen<br />

in Deutschland, die zu Ihren Kreisen gehören,<br />

können dann das gekaufte Album bzw. den gekauften<br />

Song einmal komplett gratis anhören.<br />

Zuletzt hinzugefügt mit den neuesten Uploads<br />

sowie Kostenlos und gekauft mit den<br />

über den Play Store erworbenen Titel. Über<br />

das Menü und die Auswahl von Neue Playlist<br />

können Sie weitere eigene Playlists erstellen.<br />

Die App enthält einen eigenen Player, um<br />

die Musik sofort abzuspielen. Lokal gespeicherte<br />

Titel starten sofort, bei Online-Tracks<br />

dauert es mitunter wie bei der Web-Seite<br />

einen kurzen Moment, ehe die Musik ertönt.<br />

Songs lokal speichern<br />

Zum Glück bietet Play Music auch die Möglichkeit,<br />

die Songs lokal zu speichern. Dazu<br />

drücken Sie in der App etwas länger auf ein<br />

Album-Cover und wählen Auf Gerät belassen.<br />

Ein kleines blaues Icon mit einer Pinnwand-Nadel<br />

kennzeichnet die auf diese Art<br />

lokal gespeicherte Musik. Die auf dem Gerät<br />

zwischengespeicherten Titel versteckt<br />

Google vor anderen Playern und die MP3-Dateien<br />

sind gänzlich ohne MP3-Tags abgelegt,<br />

auch lässt der Dateiname keine Rückschlüsse<br />

zu, um welches Lied es sich handelt. Das<br />

Feature ist offensichtlich ausschließlich dazu<br />

gedacht, mit der Play Music App im Store ge-<br />

Abb. 4: Die Music App kombiniert<br />

Ihre lokale Sammlung automatisch<br />

mit Google Play Music.<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 87


EINSTEIGER<br />

Google Music<br />

Abb. 5: Die App informiert über die<br />

zuletzt zu Play Music hinzugefügten<br />

Songs.<br />

Abb. 6: Play Music erzeugt automatisch<br />

passende „Schnellmixes“<br />

auf Basis der eigenen Sammlung.<br />

Abb. 7: Die blaue Pinwand-Nadel<br />

signalisiert, dass dieser Titel auch<br />

lokal gespeichert ist.<br />

Abb. 8: Auf dem Gerät gespeicherte<br />

Titel werden in einem tief<br />

versteckten Verzeichnis abgelegt.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/28012<br />

Abb. 9: Der Music Manager kümmert sich um das Hochund<br />

Herunterladen der eigenen Musiksammlung.<br />

kaufte Musik auch offline abzuspielen. Etwas<br />

komfortabler lassen sich die Titel am PC<br />

speichern. Dazu benutzen Sie den Music Manager,<br />

eine Software, die Ihnen der Play<br />

Music beim erstmaligen Nutzen zum Download<br />

anbietet. Diese Anwendung ermöglicht<br />

Ihnen über den Reiter Herunterladen, Ihre<br />

Musiksammlung vollständig herunterzuladen<br />

oder auch nur die im Store gekauften<br />

Titel lokal zu speichern. Dabei ist der Speicherort<br />

frei wählbar. Und nach dem Download<br />

können Sie die MP3-Dateien natürlich<br />

auch an einen gewünschten Speicherort auf<br />

Ihrem <strong>Android</strong>-Gerät übertragen. Ein kleiner<br />

Umweg zwar, aber im Ergebnis die bessere<br />

Lösung, um Ihre Musiksammlung auch offline<br />

sinnvoll zu organisieren.<br />

Was ist mit meinen<br />

existierenden MP3-Dateien?<br />

Der Music Manager ist auch das Werkzeug<br />

der Wahl, um Ihre bereits vorhandenen MP3-<br />

Songs zu Google Play Music hinzuzufügen.<br />

Dazu wählen Sie den Reiter Upload und definieren<br />

über Ordner hinzufügen die Verzeichnisse,<br />

in denen Sie auf Ihre Musik gespeichert<br />

haben. Dabei genügt die Angabe des<br />

Hauptverzeichnisses – Unterverzeichnisse<br />

werden<br />

automatisch berücksichtigt.<br />

Der Music Manager geht<br />

beim Klick auf Hochladen<br />

sofort an seine Arbeit.<br />

Dabei prüft er die gefundenen<br />

Titel und gleicht sie<br />

mit der Google Play Store<br />

Datenbank ab. Ist ihm ein<br />

Song bekannt, dann wird<br />

dieser Titel ohne Upload<br />

Ihrer Musiksammlung hinzugefügt. Dieses<br />

sogenannte Matching funktionierte bei unseren<br />

Tests jedoch meist nicht zuverlässig. Der<br />

Großteil der Musiksammlung wurde nicht<br />

automatisch erkannt und deshalb jeder einzelne<br />

Titel hochgeladen. Und dieses Hochladen<br />

kann je nach Serverauslastung und Internetverbindung<br />

ganz schön die Geduld beanspruchen.<br />

Immerhin: Wenn Sie zwischendurch<br />

den Upload abbrechen, wird er problemlos<br />

beim nächsten Start des Music Manager<br />

fortgesetzt. Und ist die Sammlung erstmal<br />

in der Cloud, zeigt sich der Vorteil des<br />

Google Play Music Dienstes: Egal wo, egal<br />

wann, egal mit welchem Gerät: Ihre persönliche<br />

Musiksammlung ist immer dabei. ● ● ●<br />

BACKUP ERSTELLEN<br />

Auch wenn Google Music Ihre Musik in der<br />

Wolke speichert, müssen Sie keine Angst<br />

haben, dass Sie zum Beispiel bei der Beendigung<br />

des Dienstes die Dateien nicht mehr abspielen<br />

könnten. Denn im Unterschied zu Apple<br />

erlaubt Ihnen Google den kostenlosen Download<br />

der gekauften Musik im MP3-Format mit<br />

einer Bitrate von 320 KByte/s. Für den Download<br />

öffnen Sie die Google-Music-Webseite<br />

[LINK 2], melden sich mit Ihrem Google-Account<br />

an und klicken dann links auf Kostenlos und gekauft.<br />

Sie sehen nun eine Übersicht über Ihre<br />

Songs und können einzelne Titel oder mehrere<br />

Stücke (mit gedrückter [Strg]-Taste) markieren.<br />

Anschließend wählen Sie oben rechts den Eintrag<br />

Herunterladen. Jedes Stück lässt sich<br />

höchstens zwei Mal herunterladen. Überlegen<br />

Sie sich also gut, wo Sie die MP3-Dateien speichern.<br />

Über diesen Umweg können Sie die<br />

Musik auch aufs Smartphone kopieren, falls Sie<br />

einen anderen Player bevorzugen<br />

88<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


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TIPPS & TRICKS<br />

Audio-Tipps<br />

Audio-Tipps für Audible und Google Play<br />

Audio-Tipps<br />

In dieser Rubrik stellen wir<br />

Ihnen in regelmäßigen<br />

Abständen neue und<br />

besonders gute Hörbücher<br />

von Audible und Alben bei<br />

Google Play vor.<br />

Martin Lennertz, Marcel Hilzinger<br />

Kirschblut<br />

In dieser erotischen Geschichte<br />

[LINK 1] geht es heiß her! Sie erzählt<br />

von Joey, einem jungen<br />

Studenten, der sich für hetero<br />

hielt aber eigentlich homosexuell ist. Ein<br />

Quickie mit seinem Vorgesetzten im Büro<br />

führt zu einer leidenschaftlichen Beziehung,<br />

und sie heiraten, was Joey seinem<br />

besten Freund jedoch verheimlicht. Ein Geständnis,<br />

Eifersucht und ein Seitensprung<br />

führen schließlich zu einem jähen Ende.<br />

Racheklingen<br />

Joe Abercrombie liefert nach<br />

der „The first law“-Trilogie mit<br />

diesem Werk eine neue, mit<br />

Spannung, Action und Humor<br />

geladene Story aus seiner Fantasywelt<br />

[LINK 2]. Es geht um blutige Rache. Die zu<br />

hohem Ansehen gelangte Söldnerin<br />

Monza Murcatto und ihr Bruder sollten eigentlich<br />

beseitigt werden. Monza überlebt<br />

jedoch, verkrüppelt, und sucht Verbündete,<br />

um die sieben Drahtzieher zu ermorden.<br />

LINKS><br />

ALLE<br />

www.android- user.de/qr/28106<br />

9,95 Euro<br />

Autor: Kim J. Langley<br />

Sprecher: Raffaela Otto<br />

Dauer: 02 Std. 19 Min. (ungekürzt)<br />

Genre: Erotik<br />

Bloodman<br />

Ein düsterer, packender Thriller,<br />

in dem FBI-Sonderermittler<br />

Jack Cole gleich mit mehreren<br />

Problemen zu kämpfen hat:<br />

Sein alzheimerkranker Vater, ein berühmter<br />

Maler, ist brennend in einen Pool gestürzt<br />

und bei ihm zu Hause finden sich seltsame<br />

Malereien. Brutale Morde mit gehäuteten<br />

Opfern ähneln dem an Coles Mutter vor<br />

vielen Jahren, und dann rast da noch ein<br />

gewaltiger Hurrikan heran, der alles durcheinanderwirbelt<br />

[LINK 3].<br />

14,95 Euro<br />

Autor: Robert Pobi<br />

Sprecher: Martin Keßler<br />

Dauer: 11 Std. 17 Min. (ungekürzt)<br />

Genre: Thriller<br />

34,95 Euro<br />

Autor: Joe Abercrombie<br />

Sprecher: David Nathan<br />

Dauer: 29 Std. 32 Min. (ungekürzt)<br />

Genre: Fantasy<br />

Mission erfüllt<br />

Wir alle kennen das Ende dieser<br />

Geschichte: Osama bin<br />

Laden, einer der am meisten<br />

gesuchten Terroristen der Welt,<br />

ist tot – in Pakistan wurde er durch Spezialeinheiten<br />

der U. S. Navy Seals erschossen.<br />

So haben wir es zumindest durch die<br />

Medien erfahren. In diesem Hörbuch [LINK 4]<br />

wird berichtet, wie die Mission tatsächlich<br />

abgelaufen ist. Ein Soldat der vor Ort eingesetzten<br />

Spezialeinheit erzählt die „Wahrheit“<br />

aus erster Hand.<br />

20,95 Euro<br />

Autor: Mark Owen, Kevin Maurer<br />

Sprecher: Frank Arnold<br />

Dauer: 07 Std. 41 Min. (ungekürzt)<br />

Genre: Politik & Zeitgeschehen<br />

90<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


TIPPS & TRICKS<br />

Audio-Tipps<br />

Future Trance Vol. 62<br />

Mit diesem Dance-Album ist<br />

Partystimmung garaniert. Über<br />

40 Songs von diversen DJs und<br />

zahlreiche Mix-Compilations<br />

sorgen nicht nur für saftige Bässe, sondern<br />

auch für den nötigen Kick. Mit dabei auch<br />

der Basslovers United Continuous DJ Mastermix,<br />

der schon alleine über eine Stunde<br />

füllt. Und natürlich darf auch Psy mit seinem<br />

Gangnam Style nicht fehlen. Eine<br />

ganz klare Kaufempfehlung für alle, die auf<br />

Dance stehen [LINK 5].<br />

Beyond Magnetic<br />

Heavy Metal ist keine Musik,<br />

die man besonders gut via<br />

Smartphone hören kann, aber<br />

mit dem richtigen Kopfhörer<br />

macht das schon Spaß. Rechtzeitig zum<br />

Weihnachtsgeschäft brachten auch die<br />

nicht mehr so jungen Jungs von Metallica<br />

ein neues Mini-Album [LINK 8] heraus, das in<br />

guter alter Metallica-Manier sowohl melodiösen<br />

Rock als auch typische Hardrocksequenzen<br />

enthält. Uns hat die Single „Hell<br />

and Back“ am besten gefallen.<br />

11,99 Euro<br />

Interpret: Diverse<br />

Tracks: 41<br />

Dauer: 3 Stunden 46 Minuten<br />

Genre: Dance/ elektronische Musik<br />

Girl On Fire<br />

Sie kennen Alicia Keys noch<br />

nicht? Dann ist ihr neuestes<br />

Album bei Google Play [LINK 6]<br />

genau das Richtige für den Einstieg.<br />

Es ist nicht so typisch „Alicia Keys“<br />

wie die bisherigen Alben aber dennoch<br />

sehr schön gesungen und einfach unterhaltend.<br />

Sie kennen Alicia Keys bereits? Je<br />

nachdem, welche Seite der Sängerin sie<br />

am meisten mögen, werden Sie dieses<br />

Album einfach schön oder genial finden.<br />

3,99 Euro<br />

Interpret: Metallica<br />

Tracks: 4<br />

Dauer: 29 Minuten<br />

Genre: Heavy Metal<br />

Bravo The Hits 2012<br />

Über die Zeitschrift mag man<br />

geteilter Meinung sein, aber<br />

mit seinen CDs hat Bravo eigentlich<br />

immer alles richtig gemacht.<br />

Das gilt auch für das Best-of-2012-<br />

Album [LINK 9], das eine bunte Mischung aus<br />

Pop, Rock und Dance enthält und mit deutschen<br />

und internationalen Klassikern von<br />

Lena über die Toten Hosen bis hin zu Psy<br />

aufwartet. Viele davon sind längst bekannt,<br />

aber so ist das nun mal mit echten Hits.<br />

6,99 Euro<br />

Interpret: Alicia Keys<br />

Tracks: 13<br />

Dauer: 53 Minuten<br />

Genre: Pop, R&B<br />

Fire It Up<br />

Das beste Album von Joe Cocker<br />

gibt es nicht, denn jedes<br />

seiner Alben ist auf seine Art<br />

genial. Auch bei Fire It Up<br />

[LINK 7] zeigt Cocker, dass er und seine<br />

Stimme noch lange nicht zum alten Eisen<br />

gehören und bringt feinste Popmusik für<br />

praktisch jeden Geschmack mit durchaus<br />

modernen Elementen. Sind Sie auf der<br />

Suche nach einem guten Album für Ihre<br />

Eltern, dann können Sie damit eigentlich<br />

nichts falsch machen.<br />

14,49 Euro<br />

Interpret: Diverse<br />

Tracks: 42<br />

Dauer: 2 Stunden 37 Minuten<br />

Genre: Pop, Rock, Diverse<br />

The 50 Greatest Pieces...<br />

Unser letzter Musik-Tipp ist ein<br />

wahrer Klassiker, gespielt vom<br />

London Philharmonic Orchestra<br />

[LINK 10]. Die 50 besten Stücke<br />

der klassischen Musik übertreffen die<br />

meisten anderen Alben bei Google Play<br />

Music nicht nur mit einer Spielzeit von<br />

über vier Stunden, sondern auch mit qualitativ<br />

sehr hochwertigen Aufnahmen zu<br />

einem sehr guten Preis. Wer zur Abwechslung<br />

mal etwas traditionelle Musik hören<br />

möchte, kann hier nichts falsch machen.<br />

6,99 Euro<br />

Interpret: Joe Cocker<br />

Tracks: 11<br />

Dauer: 42 Minuten<br />

Genre: Pop<br />

5,99 Euro<br />

Interpret: London Philharmonic Orchestra<br />

Tracks: 50<br />

Dauer: 4 Stunden 22 Minuten4:22:49<br />

Genre: Klassische Musik<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 91


TIPPS & TRICKS<br />

Tipps & Tricks<br />

Kleine Tipps mit großer Wirkung<br />

Tipps für<br />

alle Fälle<br />

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks, die das<br />

Arbeiten und Spielen mit Ihrem <strong>Android</strong>-Gerät einfacher<br />

und angenehmer machen oder einfach nur<br />

tele52, 123RF<br />

cool sind. Marcel Hilzinger<br />

Abb. 1: Zuschneiden erhält die volle Qualität des Ausgangsbildes.<br />

Bilder zuschneiden<br />

In der Galerie haben Sie die Möglichkeit,<br />

mit dem Handy aufgenommene<br />

Photos zurechtzuschneiden.<br />

Dazu finden Sie im Menü der Galerie-App<br />

gleich zwei Einträge. Sowohl mit Bearbeiten<br />

als auch mit Zuschneiden kommen Sie zum<br />

Ziel. Beachten Sie aber an dieser Stelle, dass<br />

nur die extra Zuschneiden-Funktion die<br />

Bildqualität nicht nachteilig beeinflusst.<br />

Der Bearbeitungs-Modus bietet Ihnen zwar<br />

mit einem Rote-Augen-Filter, einem Weichzeichner<br />

oder auch der Möglichkeit, das Bild<br />

zu drehen, deutlich mehr Funktionen, doch<br />

die App verkleinert das Bild schon vor der<br />

Bearbeitung auf eine Breite von 1280 Pixeln.<br />

Das zugeschnittene Bild fällt dann nochmals<br />

kleiner aus. Dadurch verliert Ihr Bildausschnitt<br />

ganz unnötig an Qualität. Wählen Sie<br />

deshalb zum einfachen Zuschneiden ohne<br />

weitere Bearbeitung stets den Eintrag Zuschneiden<br />

direkt aus dem Kontextmenü und<br />

nicht zuerst den Eintrag Bearbeiten.<br />

Entwickleroptionen<br />

freischalten<br />

Google hat den <strong>Android</strong>-Entwicklerfunktionen<br />

mit der neuen Version<br />

4.2.1 „Jelly Bean“ ein Update<br />

verpasst – und dabei die komplette Funktionalität<br />

für Otto Normalbenutzer versteckt.<br />

Um ab <strong>Android</strong> 4.2 an die Entwickleroptionen<br />

zu gelangen, müssen Sie deshalb siebenmal<br />

auf die Buildnummer unter Einstellungen<br />

| Über das Telefon klicken. Es erscheint<br />

darauf ein Hinweis „Herzlichen Glückwunsch,<br />

Sie sind jetzt ein Entwickler“. Die<br />

Entwickler-Optionen benötigen Sie auch,<br />

wenn Sie Ihr Gerät rooten möchten. Schalten<br />

Sie dazu das USB-Debugging ein, und vergessen<br />

Sie nicht, es nach dem <strong>Root</strong>en wieder<br />

auszuschalten, da die Funktion lokalen Angreifern<br />

den praktisch vollen Zugriff auf das<br />

Smartphone gewährt.<br />

Widgets auf dem Lockscreen<br />

Seit <strong>Android</strong> 4.2 lässt sich auch der<br />

Lock-Screen mit Widgets bereichern.<br />

Über den Sinn dieser Funktion<br />

lässt sich streiten. Sie eignet sich vor<br />

allem dann, wenn man ein schwieriges Entsperrmuster<br />

hat und zum Beispiel nur mal<br />

kurz nachsehen möchte, wer eine E-Mail geschickt<br />

hat. Auf dem Homescreen zur rechten<br />

Seite befindet sich in der Grundeinstellung<br />

die Kamera. So hat man auch einen<br />

Schnellzugriff auf die Kamera, wenn das<br />

92<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


TIPPS & TRICKS<br />

Tipps & Tricks<br />

Handy per PIN-Code<br />

oder Muster geschützt<br />

ist. Zur linken Seite<br />

lassen sich beliebige<br />

Widgets anlegen,<br />

wenn diese die neue<br />

Funktion unterstützen.<br />

In der Zwischenzeit<br />

gibt es aber schon<br />

recht viele Apps mit<br />

angepassten Widgets.<br />

Nexus 7 3G: SMS<br />

verschicken<br />

Das Nexus 7<br />

mit UMTS gehört<br />

ohne<br />

Zweifel zu den besten<br />

7-Zoll-Tablets überhaupt.<br />

Im direkten<br />

Vergleich zum schon Homescreen ablegen.<br />

in die Jahre gekommenen<br />

Galaxy Tab 7.0 von Samsung bringt es<br />

jedoch einen großen Nachteil mit: Man kann<br />

damit trotz SIM-Kartenslot weder telefonieren<br />

noch SMS schicken oder empfangen. Zumindest<br />

das SMS-Problem lässt sich umgehen.<br />

Entweder durch die kostenlose App Go<br />

SMS Pro [LINK 1] vom Go Launcher Team oder<br />

über die Standard-App von <strong>Android</strong>, wenn<br />

man das Tablet gerootet hat [LINK 2]. An einer<br />

Anruf-Funktion arbeiten aktuell noch die Hacker<br />

bei xda-developers.com. Dafür muss<br />

man das Tablet aber mit Sicherheit rooten,<br />

wenn es denn soweit ist. Für den SMS-Versand<br />

mit Go SMS Pro benötigen Sie hingegen<br />

keine <strong>Root</strong>-Rechte.<br />

Abb. 2: Ab <strong>Android</strong> 4.2 lassen sich<br />

bestimmte Widgets auch auf dem<br />

Updates nur über WLAN<br />

Haben Sie Mühe, mit dem zur Verfügung<br />

stehenden Datentarif problemlos<br />

über den Monat zu kommen?<br />

Dann lohnt es sich, den automatischen<br />

Download von Updates auszuschalten und<br />

Google Play so einzurichten, dass Updates<br />

generell nur über WLAN heruntergeladen<br />

werden. Mal ehrlich: Brauchen Sie das<br />

neueste Update von Angry Birds, WhatsApp<br />

oder Facebook wirklich gleich sofort? In den<br />

meisten Fällen wohl kaum. Öffnen Sie deshalb<br />

die Google Play App, klicken Sie rechts<br />

oben auf das Kontextmenü, und wählen Sie<br />

die Einstellungen. Hier entfernen Sie nun die<br />

Checkbox bei Autom. App-Updates (falls gesetzt)<br />

und setzen dafür ein Häkchen beim<br />

Eintrag Updates nur über WLAN. So bleibt<br />

Ihr Inklusivvolumen für die Daten, die wirklich<br />

wichtig sind, und Sie spielen die Updates<br />

ein, wenn es WLAN gibt.<br />

Abb. 3: Über die App Go SMS Pro lassen<br />

sich auf dem Nexus 7 3G Kurznachrichten<br />

empfangen und verschicken.<br />

<strong>Android</strong>-Backups öffnen<br />

Seit Version 4.0 kann man unter<br />

<strong>Android</strong> mit ADB komplette Backups<br />

erstellen. Doch die Dateien sind<br />

in einem Format, das sich kaum mit einer<br />

Software öffnen lässt. Abhilfe schaffen aktuell<br />

zwei Tools. Mit dem Droid Explorer [LINK 3]<br />

lassen sich die Dateien unter Windows öffnen.<br />

Das Werkzeug erlaubt auch noch zahlreiche<br />

weitere Arbeiten auf dem <strong>Android</strong>-Gerät.<br />

Alternativ setzen Sie das Java-Tool <strong>Android</strong><br />

Backup Extractor [LINK 4] ein. Es ist mehr<br />

für Power<strong>User</strong> und Linux-Anwender gedacht.<br />

Sind die Backup-Dateien nicht mit einem<br />

Kennwort geschützt, können Sie diese unter<br />

Linux auch mit dem Befehl dd if=backup.ab<br />

bs=1 skip=24|openssl zlib -d > backup.tar<br />

in ein gewöhnliches Tar-Archiv umwandeln,<br />

das sich mit vielen Programmen öffnen lässt.<br />

Der Vorgang dauert aber sehr (!) lange. ● ● ●<br />

Abb. 5: Der Droid Explorer öffnet unter Windows die<br />

Backup-Dateien von <strong>Android</strong>.<br />

Abb. 4: Spielen Sie Updates nur per<br />

WLAN ein, um nicht unnötig das<br />

Datenvolumen zu belasten.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/27673<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 93


TIPPS & TRICKS<br />

Direktimport aus China<br />

<strong>Android</strong>-Gadgets aus China importieren<br />

Peking<br />

Express<br />

deadzebra<br />

Die gängigsten Smartphone-Marken kann der deutsche Einzelhandel<br />

zu guten Konditionen liefern. Doch was ist, wenn es mal etwas Spezielleres<br />

sein soll? Unter Umständen lohnt sich ein Direktimport aus Fernost.<br />

Marko Dragicevic<br />

Möchten Sie sich ein Samsung Galaxy<br />

Tab oder ein HTC One X zulegen?<br />

Dann ist der Elektronik-<br />

Discounter um die Ecke eine<br />

gute Wahl. Ebenso der inländische Internet-<br />

Händler Ihres Vertrauens. Denn oft erhalten<br />

Sie diese Topseller dort zu einem guten Preis-<br />

Leistungs-Verhältnis und ohne jegliches<br />

Risiko. In anderen Fällen lohnt sich jedoch<br />

nicht selten ein Blick über die virtuelle<br />

Grenze: Sie benötigen ein Dual-SIM-Handy<br />

mit einer bestimmten Ausstattung, die hierzulande<br />

nicht zu haben ist? Oder einen via<br />

Smartphone steuerbaren Modellhubschrauber,<br />

der aber auch günstig sein soll? Oder<br />

wollen Sie an Ihrem Hometrainer als Medienplayer<br />

ein einfaches <strong>Android</strong>-Tablet anbringen<br />

– welches deswegen nur schwache Hardware<br />

benötigt und maximal 50 Euro des Budgets<br />

aufzehren soll? All das können legitime<br />

Gründe sein, um einen privaten Eigenimport<br />

aus China durchzuführen. Doch bei so einer<br />

Abb. 1: Aliexpress – ein chinesischer Online-Basar für das heimische Wohnzimmer.<br />

Bestellung erwarten den gutgläubigen Käufer<br />

auch Gefahren. Unser Artikel zeigt Ihnen,<br />

worauf Sie beim Direktimport achten sollten<br />

an einem Beispiel mit Aliexpress. Es gibt jedoch<br />

diverse (teils deutsche) Webseiten, hinter<br />

denen sich Direktimporte aus China verbergen,<br />

zum Beispiel efox-shop.de oder dealextreme.com.<br />

Bei wem kaufen?<br />

Peking liegt 7760 Kilometer Luftlinie von<br />

München entfernt. Außerdem unterscheiden<br />

sich China und Deutschland recht stark in<br />

den Punkten Rechtsnormen und Sprache –<br />

selbst dann, wenn als Vergleichsgröße nicht<br />

der bayerische Dialekt, sondern das Hochdeutsche<br />

herangezogen wird. Dementsprechend<br />

dürfte es Käufern schwerfallen, im<br />

Falle von Streitigkeiten (beispielsweise darüber,<br />

ob die gelieferte Ware wirklich defekt<br />

ist) ihre Rechte durchzusetzen. Dieses Risiko<br />

minimiert sich in den meisten Fällen dadurch,<br />

dass der chinesische Handelspartner<br />

einen guten Ruf hat, den er potenziell verlieren<br />

könnte. In diversen deutschen Foren diskutieren<br />

Teilnehmer darüber, mit welchem<br />

fernöstlichen Händler gute Erfahrungen gemacht<br />

wurden, und wen man besser meiden<br />

sollte. Natürlich kann es dem geneigten Käufer<br />

helfen, wenn er in die Untiefen dieser<br />

Threads eintaucht. Möchte er jedoch zeitsparender<br />

zu seinem Ziel kommen, empfiehlt<br />

sich ein Blick auf die Verkaufsplattform Aliexpress<br />

[LINK 1]. Diese lässt sich am Einfachsten<br />

als eine Art chinesisches eBay für Neuwaren<br />

beschreiben. Als Erstes betritt der<br />

Kaufinteressent die englischsprachige Startseite<br />

(Abbildung 1). Die ebenfalls existente,<br />

94<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


TIPPS & TRICKS<br />

Direktimport aus China<br />

jedoch eigenwillig übersetzte deutschsprachige<br />

Unterseite sollten Sie zur Vermeidung<br />

von Verständnisproblemen hingegen meiden.<br />

Nun findet sich oben ein Suchfeld, wo Sie<br />

ähnlich wie bei Amazon Marketplace oder<br />

eBay nach einer bestimmten Ware (wie zum<br />

Beispiel „<strong>Android</strong> Tablet“) suchen können.<br />

Die resultierende Ergebnisliste liefert verschiedenste<br />

chinesische Händler, welche<br />

über die Aliexpress-Plattform ihre Waren feilbieten.<br />

Die Spannbreite bei der Seriösität variiert<br />

genauso stark wie in anderen Ländern.<br />

Dementsprechend sollte ein Kaufinteressent<br />

ein interessantes Angebot erstmal auf Herz<br />

und Nieren prüfen: Ist der Händler schon<br />

ausreichend lange auf der Plattform aktiv?<br />

Hat er viele Bewertungen? Sind negative<br />

dabei? Wenn ja, was steht dann in dem Bewertungs-Kommentartext<br />

drin? Sind auch<br />

Käufer aus der EU dabei?<br />

Ist die Entscheidung für einen Anbieter gefallen,<br />

wird die Bestellung getätigt und per<br />

Kreditkarte bezahlt. Aliexpress behält das<br />

Geld erstmal ein und leitet es erst an den Verkäufer<br />

weiter, wenn der Besteller den Empfang<br />

des Pakets bestätigt hat. Falls der Anbieter<br />

per Privatnachricht nachfragt, ob man<br />

Abb. 2: Die Lieferung unserer TV-Box dauerte über fünf Wochen — das ist normal.<br />

Zahlung und Lieferung nicht außerhalb der<br />

Plattform abwickeln solle, ist er – aus naheliegenden<br />

Gründen – höchstwahrscheinlich<br />

nicht seriös also zu meiden.<br />

Eine Testbestellung<br />

Der Autor dieses Artikels war auf der Suche<br />

nach einer <strong>Android</strong>-TV-Box, welche sowohl<br />

einen HDMI- als auch einen analogen Composite-Ausgang<br />

aufweist. So lässt sich mit<br />

Die heute führenden Spezialisten stammen oft aus der "Freie Software-Szene" und schulen seit<br />

Jahren im Linuxhotel. Das erklärt die Breite und Qualität unseres Schulungsangebotes:<br />

AJAX * Amavis * <strong>Android</strong> * Angriffstechniken * Apache * Asterisk * BaseX * BayesianAnalysis * Bind * C/C++ * Cassandra *<br />

CiviCRM * Cloud * Cluster * ClusterFS * CouchDB * CSS3 * CUPS * Debian * DHCP * DNS * DNSSEC * Echtzeit Linux *<br />

Embedded Linux * eXist-db * Faces * FAI * Firewall * Forensik * FreeBSD * FreeRADIUS * GeoExt * Git * Grails * GRASS *<br />

Groovy * hadoop * Hochverfügbarkeit * HTML5 * Hudson * iSCSI * IPv6 * ITSM * Java * JavaScript * Jenkins * Kernel * KVM<br />

* LDAP * LibreOffice * Linux * LPI * m23 * MacOSX * MapFish * Mapserver * Maven * Mikrocontroller * MVS/380 * MySQL *<br />

Nagios * Node.js * OpenBSD * OpenLayers * OpenOffice * openQRM * OpenVPN * OPSI * OSGi * OTRS * Perl * PHP *<br />

Postfix * PostgreSQL * Puppet * Python * QuantumGIS * R * Rails * RedHat * Routing * Request-Tracker RT * Ruby * Samba<br />

* SAN * Scala * Scribus * Shell * Sicherheit * SNMP * Spacewalk * Spamfilter * SQL * Struts * Subversion * SuSE * TCP/IP *<br />

Tomcat * Treiber * TYPO3 * Ubuntu * UML * Unix * Univention * Virenfilter * Virtualisierung * VoIP * WebGIS * Webservices *<br />

Windows Autoinstall * Windowsintegration * x2go * xen * XML * Xpath * Xquery * z/OS * Zabbix * Zend<br />

Fast 100% der Teilnehmer empfehlen uns weiter. Siehe www.linuxhotel.de<br />

Ja, wir geben es zu und haben überhaupt kein schlechtes Gewissen dabei: Unsere Schulungen machen auch Spaß ;-)


TIPPS & TRICKS<br />

Direktimport aus China<br />

mögen. Aufgrund des Zahlungsbelegs berechnet<br />

das Zollamt die Höhe der zu zahlenden<br />

Einfuhrumsatzsteuer von 19%, außer<br />

das Paket unterschreitet den Wert von 22<br />

Euro (dann ist die Einfuhr sozusagen kostenlos).<br />

Im geschilderten Fall waren also noch<br />

knapp 9 Euro nachzuzahlen. Außerdem<br />

wichtig zu wissen: Überschreitet eine Sendung<br />

den Wert von 150 Euro, fallen je nach<br />

Produktgattung gegegebenenfalls zusätzliche<br />

Zollgebühren an.<br />

Abb. 3: Wegen häufiger Falschdeklarationen will der Zoll oft einen Zahlungsbeleg sehen.<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/27356<br />

Freunden eine Runde Angry Birds auf dem<br />

großen Flatscreen-TV zocken. Oder die App<br />

TuneIn-Radio beschallt über die Fernsehlautsprecher<br />

den Raum. Unsere Box sollte zudem<br />

einen gewöhnlichen Coax-Ausgang haben.<br />

Da kein deutscher Händler eine <strong>Android</strong>-<br />

Box mit den gewünschten Eigenschaften liefern<br />

konnte, erfolgte die Bestellung via Aliexpress.<br />

Darüber hinaus erschien der Preis von<br />

58$ (umgerechnet 45 Euro) für Gerät, alle<br />

Kabel und Netzteil schnäppchenhaft günstig.<br />

Durch Wahl der Versandmethode „China Post<br />

Air Mail“ entfielen die Versandkosten. Danach<br />

fing das Warten erst einmal an. Wie wir<br />

später erfuhren, fiel unsere Bestellung auf<br />

den ersten Tag einer landesweiten chinesischen<br />

Ferienwoche. Die Box wurde also erst<br />

eine Woche nach Bezahlung losgeschickt.<br />

Tracking Number<br />

Unsere Box war laut Tracking zwei Wochen<br />

von Südchina nach Nordchina unterwegs,<br />

wo das Paket schließlich in ein Flugzeug geladen<br />

wurde. Zwei Tage später registrierte<br />

der deutsche Zoll am Frankfurter Flughafen<br />

den Eingang des Pakets, um es erst einmal<br />

zwei Wochen lang festzusetzen (es gab bei<br />

den Kontrollen wohl noch einen Rückstau an<br />

anderen Paketen). Schließlich wurde die Sendung<br />

an ein lokales Zollamt weitergeleitet.<br />

Dieses benachrichtigte uns, dass wir das<br />

Paket mit einem Zahlungsbeleg (in diesem<br />

Fall die Kreditkartenabrechnung) abholen<br />

Wissenswertes<br />

Die lange Lieferzeit des Beispielfalls wäre<br />

vermeidbar gewesen. Viele Händler bieten<br />

an, gegen 20$ – 30$ Aufpreis statt China Post<br />

einen Kurier wie DHL Express oder UPS zu<br />

nutzen. Das lange Festsetzen beim Zoll hing<br />

hingegen damit zusammen, dass dieser Anbieter<br />

scheinbar noch keine Erfahrungen mit<br />

deutschen Bestellern und den hiesigen Vorschriften<br />

hatte: Wenn eine (glaubwürdige)<br />

Rechnung außen am Paket befestigt gewesen<br />

wäre, hätte eventuell (aber auch dann nur<br />

mit etwas Glück) eine fixe Weitergabe stattgefunden:<br />

Dann hätte der Postbote die 19%<br />

Steuer kassiert und das Paket an der Haustüre<br />

des Adressaten übergeben. So musste es<br />

beim Zollamt abgeholt werden. Weisen Sie<br />

den Absender deshalb darauf hin, die Rechnung<br />

außen am Paket anzubringen.<br />

Trotzdem ist es in jedem Fall möglich, dass<br />

der deutsche Zoll das Paket zur Durchführung<br />

einer Stichprobe festhält und öffnet, um<br />

dieses auf verbotene Waren oder Produktfälschungen<br />

zu kontrollieren. Aus diesem<br />

Grunde sollte auch jeder Kaufinteressent von<br />

unglaubwürdigen Angeboten für Markenware<br />

Abstand nehmen: Ein Galaxy S3 für 100<br />

Euro kann nur eine plumpe Fälschung sein.<br />

Fazit<br />

Wer seinen gesunden Menschenverstand einschaltet<br />

und sich vor der Auswahl des Händlers<br />

kritisch informiert, kann durchaus ein<br />

günstiges Gadget ergattern, oder eines, das<br />

hierzulande nicht zu haben ist. Falls das gute<br />

Stück jedoch nach nur zwei Monaten das<br />

Zeitliche segnen sollte, wird es schwer, Gewährleistungsansprüche<br />

durchzusetzen.<br />

Auch sollte man bei den Ansprüchen realistisch<br />

bleiben: Unsere <strong>Android</strong>-TV-Box ist für<br />

45+9 Euro akzeptabel. Allerdings werkelt<br />

der Single-Core-Prozessor sehr gemächlich,<br />

und beim Composite-Out sieht das Bild<br />

selbst für analoge Verhältnisse arg matschig<br />

aus. Darauf angesprochen erließ der Verkäufer<br />

nachträglich einen Teil des Preises – er<br />

fürchtete eine negative Bewertung.<br />

● ● ●<br />

96<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


TIPPS & TRICKS<br />

Prepaid-Kreditkarten<br />

Prepaid-Kreditkarten für Google Play<br />

Kreditkarten<br />

coliap, 123RF<br />

In Amerika ist es üblich,<br />

dass man auch die<br />

Brötchen beim Bäcker<br />

mit der Kreditkarte zahlt.<br />

Hierzulande tun sich<br />

hingegen viele noch<br />

schwer mit dem Plastikgeld.<br />

Zu Unrecht, wie<br />

unser Artikel zeigt.<br />

Mirko Mahlberg<br />

AB 12 JAHREN<br />

Prepaid-Kreditkarten eignen sich<br />

hervorragend dazu, um auch<br />

Minderjährigen das Kaufen bei<br />

Google Play zu ermöglichen.<br />

Das Mindestalter beträgt dabei<br />

12 Jahre. In den meisten Fällen<br />

ist zur Erstellung die Unterschrift<br />

der Eltern nötig. Es gibt jedoch<br />

auch ein paar (ausländische) Anbieter,<br />

die schon aufgrund einer<br />

gültigen E-Mail-Adresse eine<br />

Prepaid-Karte ausstellen.<br />

Google Play verfügt über ein sehr<br />

umfangreiches und tolles Angebot.<br />

Wer jedoch Apps, Musik, Bücher<br />

oder Filme im Play Store<br />

kaufen möchte, muss in den meisten Fällen<br />

über eine Kreditkarte verfügen. Über die Mobilfunkrechnung<br />

kann man bis jetzt nur bei<br />

den großen Providern (T-Mobile, Vodafone<br />

und o2 bezahlen). Mit Ausnahme von o2<br />

kann man per Telefonrechnung aber nur<br />

Apps kaufen, keine Bücher, Filme oder<br />

Musik. Sie brauchen also eine Kreditkarte.<br />

Sind Sie über 18 Jahre alt und verfügen über<br />

ein regelmäßiges Einkommen, dann setzen<br />

Sie sich dazu am besten mit der Bank Ihres<br />

Vertrauens in Verbindung. Falls Sie noch<br />

keine 18 Jahre alt sind oder über kein regelmäßiges<br />

Einkommen verfügen, dann empfiehlt<br />

sich eine Prepaid-Kreditkarte. Diese<br />

funktioniert ebenso wie die üblichen Kreditkarten,<br />

muss aber immer wieder mal aufgeladen<br />

werden. Auch die Kosten fallen in den<br />

meisten Fällen nicht höher aus. Im Folgenden<br />

stellen wir Ihnen vier Typen vor.<br />

Kalixa Card<br />

Die Kalixa Card [LINK 1] wird<br />

von einer englischen Bank ausgegeben<br />

und ist für diejenigen<br />

interessant, die fast nichts für die Nutzung<br />

der Kreditkarte ausgeben möchten. Es fällt<br />

nur eine einmalige Ausstellungsgebühr von<br />

4,95 Euro an. Die Grundgebühr, das Aufladen<br />

und die Nutzung dieser Kreditkarte sind<br />

kostenlos. Der Fremdwährungseinsatz beträgt<br />

ebenfalls 0 Prozent. Wenn Sie mit der<br />

Kalixa Card am Automaten Geld abheben<br />

möchten, berechnet die Firma hinter der<br />

Karte zwischen 1,75 und 2,25 Euro. Beim Bezahlen<br />

entstehen keine Kosten. Die Karte ist<br />

einfach zu beantragen. Sie benötigen für den<br />

Bestellprozess keinen Personalausweis. Es<br />

findet somit auch keine Schufaprüfung statt.<br />

Die Nachteile der Kalixa Card liegen bei der<br />

Nicht-Nutzung: Ab dem sechsten Monat fällt<br />

eine Nichtnutzungsgebühr von 0,99 Euro pro<br />

Monat an, wenn Sie die Karte nicht nutzen.<br />

Zudem müssen Sie bei der Beantragung volljährig<br />

sein. Die Kalixa Card ist drei Jahre<br />

lang gültig, dann brauchen Sie eine neue.<br />

Wirecard<br />

Die wohl bekannteste Prepaid<br />

Kreditkarte ist die Wirecard<br />

[LINK 2], eine komplett virtuelle<br />

Kreditkarte. Pro Aufladung fallen hier 1 Euro<br />

Gebühren an. Die Karte selbst und die Nutzung<br />

sind kostenlos, der Fremdwährungseinsatz<br />

beträgt 1,5%. Zur Schnäppchenjagd ist<br />

die Wirecard allerdings nicht gedacht, denn<br />

es gibt keine Möglichkeit, die (virtuelle)<br />

Karte sofort aufzuladen. Einmal aufgeladen<br />

eignet sich die Wirecard aber perfekt für das<br />

Einkaufen bei Google Play und in anderen<br />

Internetshops.<br />

PayandgoCard<br />

Die PayangoCard richtet sich<br />

speziell an Jugendliche und<br />

Kinder ab 12 Jahren. Vor allem<br />

Jugendliche besitzen größtenteils <strong>Android</strong>-<br />

Smartphones und können durch den Kreditkarten-Zwang<br />

von Google meistens keine<br />

Apps kaufen. Die PayangoCard bietet hier die<br />

perfekte Karte für Kinder und Jugendliche.<br />

Ein großer Vorteil der Karte besteht darin,<br />

dass es 1% Guthabenverzinsung gibt, und<br />

Sie sich das Motiv auf der Karte frei auswählen<br />

können (Premium-Motive kosten allerdings<br />

5 Euro extra). Da diese Kreditkarte<br />

98<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


TIPPS & TRICKS<br />

Prepaid-Kreditkarten<br />

auch auf Prepaid basiert, können Sie sich<br />

nicht verschulden. Als Nachteil muss man<br />

hier die Jahresgebühren von 20,00 Euro (Erwachsene<br />

25 Euro) sowie die Kosten von 2%<br />

bei Bargeldabhebung an Automaten nennen.<br />

Das Aufladelimit bei Jugendlichen beträgt<br />

500 Euro. Zur Beantragung der PayangoCard<br />

besuchen Sie die offizielle Website [LINK 3].<br />

MasterCard Neteller<br />

Die MasterCard Neteller Kreditkarte<br />

[LINK 4] ist besonders für<br />

Sicherheitsfanatiker interessant.<br />

Denn neben der Plastikkarte gibt es<br />

auch noch eine virtuelle Version, die es in<br />

sich hat. Für jede Zahlung können Sie eine<br />

neue Kreditkartennummer generieren lassen.<br />

Diese ist dann für einen Monat gültig. Es gibt<br />

keine Grundgebühr, und die Plastikkarte und<br />

die virtuelle Version sind kostenlos. Geld<br />

können Sie kostenlos per Sofortüberweisung,<br />

EC-Karte, Giropay und weiteren Diensten auf<br />

die Karte verschieben. Mit sofortüberweiung.<br />

de wird das Geld beispielsweise direkt auf<br />

Ihrer Neteller-Karte gutgeschrieben. Die Nutzung<br />

ist ebenfalls kostenlos. Der Fremdwährungseinsatz<br />

beträgt 2,95% vom Umsatz,<br />

und pro Abhebung an einem Geldautomaten<br />

werden 4 Euro fällig. Bei Verlust der Karte<br />

oder wenn Sie das Konto schließen möchten,<br />

müssen Sie 15 Euro bezahlen. Auch bei<br />

Nachforschungsaufträgen oder Unterlagenauskunft<br />

schlägt die Neteller Karte mit 15<br />

Euro zu Buche. Eine Nichtnutzungsgebühr<br />

gibt es auch. Diese beträgt bis zu 30 US Dollar<br />

pro Jahr, wenn die Karte 14 Monate lang<br />

nicht genutzt wurde. Zur Beantragung der<br />

Neteller-Karte müssen Sie 18 Jahre alt sein.<br />

Fazit<br />

Wie Sie sehen, gibt es viele Kreditkarten zu<br />

unterschiedlichen Preisen und mit unterschiedlichen<br />

Fixkosten. Da es sich bei sämtlichen<br />

aufgeführten Karten um PrePaid-Kreditkarten<br />

handelt, müssen Sie auch keine Angst<br />

haben, dass Sie (oder Ihre Kinder) sich verschulden.<br />

Es gibt also kaum Risiken, abgesehen<br />

davon, dass eine aufgeladene aber nicht<br />

genutzte Karte in den meisten Fällen Geld<br />

kostet. Auch Bargeld abheben sollten Sie mit<br />

diesen PrePaidkarten nach Möglichkeit nicht.<br />

Für den Einkauf bei Google Play und den generellen<br />

Einkauf im Internet eignen sie sich<br />

aber hervorragend.<br />

● ● ●<br />

Abb. 1: Bei den großen Providern<br />

kann man auch ohne Kreditkarte<br />

Apps kaufen.<br />

Europe’s biggest apps industry event comes to<br />

San Francisco in February<br />

Free to attend developer workshops<br />

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7-8 February 2013, Moscone Center West, San Francisco<br />

www.apps-world.net/northamerica<br />

+44 (0) 117 973 2353<br />

Chris Dury,<br />

CEO, GetJar<br />

Ben Galbraith,<br />

Vice President,<br />

Mobile Engineering,<br />

Walmart<br />

Mitch Feinman,<br />

Strategic Partnerships,<br />

Platforms & Devices,<br />

YouTube/Google<br />

Andreas Lieber,<br />

Head of Mobile Business<br />

Development & Partnerships,<br />

Groupon<br />

Kiran Prasad,<br />

Director of Engineering<br />

Mobile, LinkedIn


POWERUSER<br />

Galaxy Nexus Induktion<br />

02<br />

Schritt<br />

01<br />

Schritt<br />

Galaxy Nexus – kabelloses Aufladen selbst gemacht<br />

Induktion<br />

Mit etwas Handarbeit,<br />

dem passenden Zubehör<br />

und dieser Anleitung<br />

machen Sie Ihr<br />

Galaxy Nexus zu einem<br />

Unikat, das sich drahtlos<br />

aufladen lässt.<br />

Mirko Mahlberg<br />

WARNUNG<br />

Durch die in diesem Artikel beschriebenen<br />

Änderungen verlieren<br />

Sie jegliche Herstellergarantie<br />

und die Gewährleistung am<br />

Smartphone, da Sie Änderungen<br />

an der Hardware vornehmen.<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong> übernimmt<br />

keine Verantwortung für eventuelle<br />

Schäden am Gerät. Sie handeln<br />

auf eigene Gefahr!<br />

Immer mehr Smartphones lassen sich<br />

induktiv also ohne Kabel aufladen.<br />

Man legt das Handy dabei nur mit der<br />

Rückseite auf das entsprechende Zubehör<br />

– ähnlich wie bei einer Dockingstation.<br />

Zum ersten Mal vorgeführt hat diese<br />

Lademethode Palm mit dem Palm Pre<br />

und dem zugehörigen Touchstone-Ladegerät.<br />

Palm ist seither an HP verkauft<br />

worden, und die Pre-Geräte wurden eingestellt.<br />

Bei eBay gibt es aber noch recht<br />

viel Zubehör, darunter auch die für diese<br />

Anleitung benötigte Rückabdeckung und<br />

den Touchstone im Kombipack für rund 5<br />

Euro [LINK 1].<br />

Diese Art der Energieübertragung via Induktion<br />

lässt sich auf vielen Smartphones<br />

rüsten. Allerdings muss man dazu bei<br />

den meisten Smartphones etwas rumbasteln,<br />

was je nach Know-how mal einfacher,<br />

mal schwieriger ist. Das Galaxy<br />

Nexus ist hier ein Glücksfall. An der rechten<br />

Seite des Nexus sind drei Pins angebracht,<br />

welche eigentlich für eine Dockingstation<br />

dienen sollen. An diese Pins<br />

kommt man recht einfach heran, und falls<br />

etwas kaputtgehen sollte, steht weiterhin<br />

der normale Micro-USB Anschluss zum<br />

Laden zur Verfügung. Im folgenden Artikel<br />

zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Galaxy<br />

Nexus zu einem Unikat machen.<br />

Zubehör<br />

Sie brauchen für diese Anleitung einen<br />

Lötkolben, ein Multimeter um sicherheitshalber<br />

immer wieder einmal die Verbindung<br />

zu testen, den Palm Pre Touchstone<br />

(zu finden bei eBay) und die Palm Pre<br />

Rückschale (ebenfalls bei eBay zu finden).<br />

Dazu benötigen Sie noch den Akkudeckel<br />

des Galaxy Nexus aus dem Extended Battery<br />

Pack (rund 36 Euro bei Amazon inklusive<br />

Akku [LINK 2]). Mit Kupferfolie anstelle<br />

von Drähten können Sie eventuell auch<br />

die Original-Abdeckung benutzen, unsere<br />

Anleitung bezieht sich aber auf den speziellen<br />

Akkudeckel.<br />

01<br />

Schritt<br />

Schalten Sie Ihr Galaxy Nexus<br />

aus, und entfernen Sie Akkudeckel<br />

sowie den Akku. Nehmen<br />

Sie die Induktionsfolie des Palm Akkudeckels<br />

sorgfältig ab Die Induktionsfolie<br />

100<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


POWERUSER<br />

Galaxy Nexus Induktion<br />

03<br />

Schritt<br />

lösen Sie am besten mithilfe eines Messers, während Sie den<br />

Palm-Akkudeckel leicht nach außen biegen. Passen Sie dabei aber<br />

gut auf, dass die Elektroden nicht kaputtgehen.<br />

02<br />

Schritt<br />

Befestigen Sie die Induktionsfolie in der Rückschale Ihres<br />

Galaxy Nexus wie auf Abbildung 2 zu sehen. Falls die<br />

Folie nicht mehr richtig klebt, nutzen Sie am besten etwas<br />

Sekundenkleber.<br />

03<br />

Lösen Sie alle Schrauben im Nexus, und drücken Sie das<br />

Gehäuse vom Display (nicht zu fest,<br />

Schritt<br />

aber so fest, dass es sich öffnen<br />

lässt). Legen Sie den Gehäuserahmen beiseite.<br />

Nun sehen Sie auf der linken Seite die<br />

drei Pogo-Pins. Uns interessiert nur der obere<br />

und untere Pin. Der obere steht für „Masse“<br />

und der untere für „+5V“.<br />

04<br />

Bohren Sie ein kleines Loch in das<br />

Gehäuse, das Sie in Schritt 3 beiseitegelegt<br />

haben. Als Ort für die Boh-<br />

Schritt<br />

rung wählen Sie die kleine kreisrunde Vertiefung,<br />

die schon im Gehäuse vorhanden ist.<br />

05<br />

Schritt<br />

Löten Sie an den unteren und oberen<br />

Pin jeweils ein Drahtkabel von ca. 4<br />

cm bis 5 cm Länge an, und führen Sie<br />

die zwei Drähte durch das in Schritt 4 gebohrte<br />

Loch im Gehäuserahmen. Schrauben<br />

Sie den Gehäuserahmen wieder an.<br />

04<br />

Schritt<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/28100<br />

05<br />

Schritt<br />

06<br />

Schritt<br />

Kürzen Sie die Kabel auf die richtige Länge,<br />

und löten Sie anschließend die Kabel an die<br />

Induktionsfolie des Akkudeckels an (auch<br />

hier gilt wieder: Oben ist Masse, unten ist +5V). Jetzt<br />

sind Sie schon fast fertig und können den Akkudeckel<br />

wieder am Galaxy Nexus befestigen. Achten Sie darauf,<br />

dass die Drähte nicht klemmen. Nun können Sie<br />

den Palm Touchstone mittels USB-Kabel an die Steck-<br />

dose anschließen und Ihr Galaxy Nexus auf die Induktionsfläche<br />

legen. Hat alles geklappt, dann genießen Sie<br />

von nun an kabelloses Aufladen mit Ihrem Galaxy<br />

Nexus und die Bewunderung Ihrer Freunde.<br />

● ● ●<br />

06<br />

Schritt<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 101


POWERUSER<br />

Firewall<br />

Sergey Konyakin, 123RF<br />

Datenverbrauch mit Firewall einschränken<br />

Volle<br />

Kontrolle<br />

Datenhungrige Apps führen immer wieder dazu, dass das vom Provider<br />

vorgegebene Datenlimit schon nach wenigen Tagen überschritten<br />

wird. Dann wird das Internet unerträglich langsam. Doch Sie können<br />

etwas dagegen tun. Wolfgang Niemann<br />

Abb. 1: <strong>Android</strong> zeigt ab Version 4<br />

den Datenverbrauch unter den Einstellungen<br />

an.<br />

Sven ist überglücklich, dass er nun<br />

auch endlich ein Smartphone hat<br />

und zudem noch mit einem sehr<br />

günstigen Datentarif. Doch schon<br />

am zweiten Tag lässt seine Freude nach, als<br />

er von seinem Provider eine SMS bekommt,<br />

dass sein Datenvolumen für diesen Monat<br />

bereits aufgebraucht sei. Sven surft nun die<br />

restlichen 28 Tage statt mit 7,2 Mbit/ s mit 64<br />

Kbit/ s, das macht nicht<br />

wirklich Spaß. So wie<br />

Sven geht es vielen Smartphone-Nutzern<br />

jeden<br />

Monat aufs Neue. Dieser<br />

Artikel zeigt, wie Sie Ihren<br />

Datenverbrauch kontrollieren<br />

und über Firewall-<br />

Apps gezielt den Apps<br />

Bandbreite zugestehen,<br />

die für Sie wichtig sind. So<br />

ganz nebenbei hält dadurch<br />

auch der Akku wesentlich<br />

länger.<br />

Abb. 2: Mobile Counter zählt den<br />

Datenverkehr. Das Ergebnis gibt es<br />

auch als Widget.<br />

Jede App zählt<br />

Viele Nutzer sind sich gar<br />

nicht bewusst, dass praktisch<br />

jede App eine Internetverbindung<br />

herstellt,<br />

und sei es nur, um zu prüfen,<br />

ob ein Update angeboten wird oder um<br />

Werbung zu schalten. Und wenn man den<br />

Haken bei Automatische Updates zulassen<br />

gemacht hat, fangen die Apps auch gleich<br />

mit dem Download an. Für den Nutzer ist es<br />

mitunter schwer, zu begreifen, warum das<br />

Datenlimit schon nach so kurzer Zeit aufgebraucht<br />

ist. Filme über YouTube, Navigation<br />

im Fußgängermodus und weitere Datenhungrige<br />

Apps schaffen es, innerhalb<br />

von Stunden die 200<br />

MByte-Marke zu knacken. Ab<br />

<strong>Android</strong> 4 können Sie zwar<br />

eine Warnschwelle einrichten<br />

und den Datenverbrauch ab<br />

einem bestimmten Volumen<br />

komplett blockieren, aber<br />

nicht pro App. Eine solche<br />

Funktion bieten auch ohne<br />

<strong>Android</strong> 4 zum Beispiel<br />

DroidStats [LINK 1], Mobile<br />

Counter [LINK 2] oder Avast<br />

Mobile Security [LINK 3]. Avast<br />

misst neben dem WLAN und<br />

den mobilen Daten auch die<br />

mobilen Roaming-Daten.<br />

Die einfachste Lösung liegt<br />

auf der Hand: Um den mobilen<br />

Datenfluss zu reduzieren,<br />

sollte man größere Datenmen-<br />

102<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


POWERUSER<br />

Firewall<br />

Abb. 3: Avast zählt den Datenverbrauch<br />

unterteilt nach 3G (Mobil),<br />

WiFi (WLAN) und Roaming.<br />

Abb. 4: Die Firewall DroidWall ist<br />

übersichtlich und steuert den Internet-Verkehr<br />

zuverlässig.<br />

Abb. 5: <strong>Root</strong> Firewall und noch ein<br />

paar andere Apps haben ähnliche<br />

Eigenschaften wie DroidWall.<br />

Abb. 6: Avast schützt nicht nur vor<br />

Viren, sondern verfügt über eine<br />

Firewall und einen Datenzähler.<br />

gen immer über WLAN beziehen. In der<br />

Google-Play-App gibt es im Menü die Möglichkeit,<br />

Updates nur im WLAN-Betrieb zu<br />

erlauben. Hier sollte man auf jeden Fall die<br />

Checkbox markieren.<br />

Zugriff beschränken<br />

Um den Datenverbrauch in den Griff zu bekommen,<br />

muss man ihn kontrollieren. Die<br />

Auswahl an entsprechenden Apps ist groß.<br />

Wenn bekannt ist, welche der Apps am meisten<br />

Daten verbraucht, besteht logischerweise<br />

der nächste Schritt darin, datenhungrige<br />

Apps so zu steuern, dass sie – wenn möglich<br />

– nur über WLAN eine Datenverbindung bekommen.<br />

Das ideale Tool, um den Datenverbrauch<br />

zu steuern, ist eine Firewall. Leider<br />

kann systembedingt eine Firewall nur bei<br />

gerooteten Geräten funktionieren. Wer also<br />

für sich bisher keine Notwendigkeit zum<br />

<strong>Root</strong>en gesehen hat, sollte an dieser Stelle<br />

noch einmal überlegen.<br />

Auch das Angebot an Firewall-Apps im<br />

Play Store ist groß. Wir empfehlen DroidWall<br />

[LINK 4], die <strong>Root</strong>-Firewall [LINK 5] oder auch<br />

hier Avast [LINK 3] als Rundum-Sorglos-Lösung.<br />

Generell gibt es zwei Wege, die Firewall<br />

einzustellen:<br />

• Whitelist-Modus: In diesem Modus dürfen<br />

nur markierte Apps das Internet benutzen.<br />

Prüfen Sie einfach, welche Apps ohne Internet<br />

nicht funktionieren, und fügen Sie<br />

dann die benötigten zur Whitelist hinzu.<br />

• Blacklist-Modus: Zunächst dürfen alle<br />

Apps auf das Internet zugreifen. Dann<br />

markieren Sie die Apps, die aus Ihrer Sicht<br />

auch ohne Internet auskommen sollten.<br />

In beiden Fällen sollten Sie einen deutlichen<br />

Unterschied zwischen den Daten, die über<br />

das Mobilfunknetz übertragen werden und<br />

dem WLAN- Betrieb machen. So erlauben<br />

Sie für wenige Apps den unbeschränkten Zugriff<br />

durch Mobilfunk und WLAN, bei vielen<br />

den Zugriff ausschließlich über WLAN, und<br />

die restlichen dürfen gar keine Internetverbindung<br />

mehr aufbauen. Wenn Sie dann später<br />

feststellen, dass die eine oder andere App<br />

ohne Internetzugriff nicht mehr funktioniert,<br />

ändern Sie einfach die Berechtigungen.<br />

Den Internetverkehr haben Sie durch die<br />

oben genannten Maßnahmen künftig unter<br />

Kontrolle. Und das Ganze hat noch mehr<br />

Vorteile: So schonen Sie mit weniger Internetzugriffen<br />

nicht nur das Datenvolumen<br />

sondern auch Ihren Akku, da jetzt nicht<br />

mehr alle möglichen Apps im Hintergrund<br />

mit irgendwelchen Servern Daten austauschen.<br />

Mit einer Whiteliste machen Sie<br />

zudem auch Viren und Trojanern schwerer,<br />

in Ihr System zu kommen, da nicht mehr<br />

jedes Programm eine Verbindung ins Internet<br />

aufbauen darf.<br />

Fazit<br />

Wenn Sie Ihr Handy schon gerootet haben,<br />

dann lohnt sich die Installation von Avast<br />

oder einer alternativen Firewall-App, um den<br />

Datenverbrauch auch auf App-Level zu kontrollieren.<br />

Für welche Lösung Sie sich entscheiden,<br />

ist dabei Nebensache. Der Vorteil<br />

von Avast besteht darin, dass Sie nur eine<br />

App installieren müssen, die zudem Malware<br />

blockt und einen Diebstahlschutz beinhaltet.<br />

Auch Sven hat sich dafür entschieden. ● ● ●<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/28009<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 103


POWERUSER<br />

ROM-Küche<br />

News und Tipps zu <strong>Custom</strong>-ROMs<br />

ROM-Küche<br />

Die <strong>Android</strong>-Community ist riesig. Für so gut wie jedes <strong>Android</strong>-Gerät<br />

gibt es im Netz zahlreiche <strong>Custom</strong>-ROMs. Die<br />

ROM-Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und<br />

Tipps zu guten ROMs geben. Christoph Langner<br />

Abb. 1: CyanogenMod blendet auf<br />

Wunsch die Soft-Buttons aus, sodass<br />

Sie ungestört zocken können.<br />

Fullscreen für CyanogenMod<br />

Seit <strong>Android</strong> 4.0 zeigt das System<br />

bei Handys ohne „echte“ Tasten –<br />

wie etwa dem Samsung Galaxy<br />

Nexus – permanent die Menü-Buttons Home,<br />

Zurück oder den Taskswitcher an. Im Normalfall<br />

stören diese virtuellen Buttons kaum,<br />

doch bei reaktionsschnellen Spielen wie zum<br />

Beispiel Fruit Ninja drückt man im Eifer des<br />

Gefechts nicht allzu selten aus Versehen auf<br />

einen der Touch-Buttons und unterbricht den<br />

rekordverdächtigen Lauf.<br />

In den aktuellen Nightly Builds zur Version<br />

10.1 des CyanogenMod-ROMs finden Sie eine<br />

neue Funktion, die sich die CyanogenMod-<br />

Entwickler von den Machern des Paranoid-<br />

<strong>Android</strong>-ROMs [LINK 1] abgeschaut haben. Im<br />

Ausschalt-Menü findet sich jetzt der Eintrag<br />

Expand Desktop, dieser erweitert den Desktop<br />

auf das komplette Display und entfernt<br />

die Buttons. Über das Menü machen Sie die<br />

Änderung wieder rückgängig.<br />

Replicant 4.0<br />

Der <strong>Android</strong>-Kern basiert zu großen<br />

Teilen auf dem Linux-Kernel, und<br />

auch <strong>Android</strong> selbst ist komplett<br />

freie Software [LINK 2]. Doch die Firmware<br />

eines <strong>Android</strong>-Handys enthält viele proprietäre<br />

Komponenten. Neben den Google-Apps<br />

wie Maps, Gmail oder dem Play Store, finden<br />

sich besonders unter der Haube zahlreiche<br />

geschlossene Komponenten wie etwa Treiber<br />

für das UMTS-Modem oder die Kameras.<br />

Für ROM-Entwickler wie CyanogenMod ist<br />

es daher nicht möglich, eine wirklich komplett<br />

freie Firmware anzubieten, selbst wenn<br />

auf die Integration der Google-Apps verzichten<br />

wird. Um die Hardware komplett zu unterstützen,<br />

müssen Sie die Treiber der Hersteller<br />

in das <strong>Custom</strong>-ROM integrieren. Open-<br />

Source-Enthusiasten wünschen sich daher<br />

schon lange ein wirklich freies <strong>Android</strong>,<br />

ohne proprietäre Elemente.<br />

Mit Replicant [LINK 3] gibt es ein Projekt, das<br />

diesen Wunsch erfüllen möchte. Replicant<br />

2.3 basierte auf dem freien Quellcode des<br />

AOSP, verzichtete aber auf jegliche proprietäre<br />

Komponenten. Allerdings machen die<br />

Hersteller es den Open-Source-Entwicklern<br />

nicht leicht, die Firmware auf realer Hardware<br />

laufen zu lassen, freie Hardware-Treiber<br />

gibt es oft nicht, und Informationen seitens<br />

der Hersteller sind karg. Daher lief Replicant<br />

bislang nur auf den älteren Geräten Nexus S<br />

und Samsung Galaxy S.<br />

Mit Replicant 4.0 bekommt die Firmware<br />

nun aber endlich Zuwachs. Das auf <strong>Android</strong><br />

Samsung<br />

104<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


POWERUSER<br />

ROM-Küche<br />

Acer<br />

4.0 basierende ROM gibt es jetzt auch für das<br />

Galaxy Nexus wie das Galaxy S2 [LINK 4], weiterhin<br />

unterstützt werden das Nexus S und<br />

das Galaxy S. Allerdings kommt auch Replicant<br />

bei den aktuellen Handys nicht ohne<br />

proprietäre Teile aus, das Replicant-Wiki<br />

[LINK 5] gibt etwa für das Galaxy Nexus einen<br />

geschlossenen Bootloader und proprietäre<br />

Treiber für das Modem, WiFi, Bluetooth und<br />

die Kamera an. Gänzlich mit freier Software<br />

geht es somit nach wie vor nicht.<br />

<strong>Android</strong> Revolution HD<br />

<strong>Android</strong> Revolution HD für das Galaxy<br />

Nexus hatten wir Ihnen in der<br />

ROM-Küche 01/ 2012 etwas näher<br />

vorgestellt. Das ROM bewirkt eine deutliche<br />

Verbesserung der Performance des Nexus,<br />

ohne dabei die Optik der Oberfläche zu ändern.<br />

Mit dem Release von <strong>Android</strong> 4.2 spendierten<br />

die Entwickler auch <strong>Android</strong> Revolution<br />

HD ein Update, Sie finden die Downloads<br />

zur neuen Version 8.0 des ROMs nun<br />

im <strong>Root</strong>zWiki [LINK 6].<br />

CyanogenMod 10 für neue<br />

Nexus-Geräte<br />

Kaum sind das neue Nexus-Handy<br />

und das 10-Zoll-Tablet von Google<br />

mit dem Traum-Display (Auflösung<br />

von 2560x1600) auf dem Markt, stürzen sich<br />

schon die ROM-Köche auf die neuen Nexus-<br />

Geräte. Google macht es den <strong>Android</strong>-Fans<br />

zudem sehr leicht, eigene Firmwares zu installieren,<br />

dank des offenen Boot-Loaders<br />

müssen bei den Nexus-<strong>Android</strong>en keine<br />

Klimmzüge vollzogen werden.<br />

Das Team hinter CyanogenMod gehört zu<br />

den ersten, die ROMs für das Nexus 4 und<br />

das Nexus-10-Tablet anbieten können. Die<br />

ROMs für das „Mako“ [LINK 7] (Nexus 4) und<br />

„Manta“ [LINK 8] (Nexus 10) finden Sie wie gewohnt<br />

im Downloadbereich des Cyanogen-<br />

Mod-Projekts. Aufgrund des frühen Entwicklungsstadiums<br />

von CyanogenMod 10.1 auf<br />

Basis von <strong>Android</strong> 4.2.1 gibt es bislang jedoch<br />

nur Nightly-Builds, die allerdings in der<br />

Vergangenheit wenig Probleme aufwiesen.<br />

JB auf Acer Iconia Tab<br />

A500<br />

Das Acer Iconia Tab A500 war kein<br />

schlechtes Tablet, allerdings hat Acer<br />

schon länger verlauten lassen, dass<br />

es keine weiteren System-Updates<br />

für dieses <strong>Android</strong>-Tablet mehr<br />

geben wird. Damit bleibt das<br />

Tablet bei <strong>Android</strong> „Ice Cream<br />

Sandwich “ 4.0 stehen, Updates<br />

auf Jelly Bean oder weitere Nachfolger stehen<br />

nicht mehr zur Debatte.<br />

Wenn vom Hersteller nichts kommt, kann<br />

die <strong>Android</strong>-Community zeigen, was in ihr<br />

steckt. Diese lässt sich auch nicht lange bitten<br />

und liefert erste Betas für das aktuelle<br />

<strong>Android</strong> „Jelly Bean“ 4.2 für das Acer Iconia<br />

Tab A500 auf Basis des <strong>Android</strong> Open Source<br />

Projects (AOSP) aus.<br />

Aktuell steht die Entwicklung der Firmware<br />

bei der ersten öffentlichen Beta [LINK 9].<br />

Diese läuft schon sehr passabel, und die<br />

wichtigsten Hardware-Komponenten wie<br />

WLAN-Funk und die Audio-Ausgabe funktionieren,<br />

allerdings unterstützt das ROM bislang<br />

weder die Kamera, noch den Bluetooth-<br />

Adapter oder den Zugriff auf die interne SD-<br />

Speicherkarte.<br />

Kernel für das HP Touchpad<br />

Als HP seine Handy- und Tabletsparte auflöste<br />

und die Experimente mit WebOS<br />

stoppte, sahen viele <strong>Android</strong> <strong>User</strong> in dem für<br />

wenig Geld abverkauftem HP Touchpad ein<br />

Schnäppchen, schließlich gab es schon vorher<br />

erste Bemühungen, <strong>Android</strong> auf dem<br />

WebOS-Tablet zum Laufen zu bekommen.<br />

Die Community rund um das Gerät wurde<br />

nicht enttäuscht, mittlerweile läuft CyanogenMod<br />

9 [LINK 10] sehr gut auf dem Gerät,<br />

nur die Kamera konnte man bislang noch<br />

nicht endgültig zum Laufen bewegen.<br />

Wer das Touchpad bereits unter <strong>Android</strong><br />

betreibt, sollte sich<br />

den GamerZ Kernel<br />

ansehen [LINK 11]. Er<br />

bietet deutlich mehr<br />

Möglichkeiten, CPU<br />

und GPU zu übertackten<br />

und so mehr Leistung<br />

aus dem Tablet<br />

herauszukitzeln. Es<br />

stehen fertige Builds<br />

für CyanogenMod<br />

oder auch das <strong>Android</strong><br />

Open Kang Project online<br />

im XDA-Developers-Forum<br />

zum<br />

Download bereit. ● ● ●<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/27698<br />

HP<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 105


POWERUSER<br />

Windows 8 Treiber<br />

<strong>Android</strong> mit Windows 8 zusammen benutzen<br />

Neue Kacheln<br />

Windows 8 ist da, und vielleicht haben Sie<br />

schon mit dem Gedanken gespielt, auf die<br />

neue Version aufzufrischen. Doch was passiert<br />

dann mit den Treibern und Anwendungen<br />

für Ihr <strong>Android</strong>-Smartphone?<br />

Stefan Telfner, Marcel Hilzinger<br />

Abb. 1: Das Galaxy-Nexus-Toolkit verrichtet auch<br />

unter Windows 8 problemlos seinen Dienst.<br />

Die wichtigste Information vorweg: In unseren Tests<br />

mit Samsung Kies, HTC Sync und PC Companion<br />

und weiteren Windows-Programmen traten unter<br />

Windows 8 keinerlei Probleme auf, die auf die<br />

neue Windows-Version zurückzuführen wären. Wenn Sie also<br />

lediglich Anwender sind und die vom Hersteller bereitgestellte<br />

Software für das Synchronisieren oder für andere Aufgaben<br />

benutzen, dann können Sie getrost auf Windows 8<br />

wechseln. Bei HTC gibt es zwar aktuell keine 64-Bit-Version<br />

von HTC-Sync, doch die 32-Bit-Variante lässt sich problemlos<br />

auch unter der 64-Bit-Version von Windows 8 einsetzen. Die benötigten Treiber laden die<br />

Tools selbstständig aus dem Internet herunter. Doch dieser Artikel ist nicht ganz zufällig in<br />

der Rubrik Power<strong>User</strong> gelandet.<br />

Signierte Treiber<br />

Dass Windows aus Sicherheitsgründen auf signierte Treiber setzt, ist keine Neuheit. Unter<br />

Windows 8 ist es jedoch nicht mehr so einfach möglich, unsignierte Treiber zu installieren.<br />

Mit diesem Problem konfrontiert werden in erster Linie Power-Nutzer, die mehrere Geräte benutzen<br />

und deshalb nicht auf die Treiber/ Tools des Herstellers setzen, sondern auf alternative,<br />

generische Treiber. Weitverbreitet ist der Universal Naked Driver von xda-developers.com<br />

[1], auch APX-Treiber genannt. Dieser Windows-Treiber unterstützt sehr viele Smartphones.<br />

Sie müssen also nicht bei jedem Handy einen neuen Treiber installieren, sondern können einfach<br />

den generischen APX-Treiber nutzen.<br />

Bis Windows 7 war die Installation dieses<br />

Treiberpakets problemlos möglich,<br />

indem man beim Start via<br />

[F8] in die Einstellungen gelangte.<br />

Ab Windows 8 müssen<br />

Sie jedoch einen Umweg gehen,<br />

um die Treiberprüfung auszuschalten.<br />

Dazu wählen Sie auf<br />

dem Windows-8-Startbildschirm<br />

oben rechts die Einstellungen<br />

(Zahnrad-Symbol) und suchen<br />

hier den Eintrag Weitere PC-Einstellungen<br />

(More PC Settings).<br />

Hier wählen Sie Allgemein und<br />

anschließend ganz unten bei den<br />

Fortgeschrittenen Einstellungen<br />

Abb. 2: Damit Windows 8 auch mit den APX-Treibern<br />

zurechtkommt, müssen Sie selbst Hand anlegen.<br />

106<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


POWERUSER<br />

Windows 8 Treiber<br />

Abb. 3: Auch Samsung Kies stört sich in keiner Weise an der neuen Windows-<br />

Version und bietet den gewohnten Funktionsumfang.<br />

Abb. 4: Für den Neustart wählen Sie den Eintrag Erweiterter Start.<br />

den Eintrag Jetzt neustarten. Bevorzugen Sie<br />

die Kommandozeile, dann drücken Sie auf<br />

dem Metro-Startbildschirm [Win]+[R] für<br />

die Befehlseingabe und geben den Befehl cmd<br />

ein. In der Shell startet anschließend<br />

folgender Befehl das System im erweiterten<br />

Modus:<br />

shutdown.exe /r /o /f /t 00<br />

In beiden Fällen startet Windows 8 neu. Im<br />

neuen Dialog wählen Sie Problembehandlung<br />

| Erweiterte Optionen | Starteinstellungen<br />

und legen anschließend das gewünschte<br />

Startprofil fest, für die unsignierten Treiber<br />

also [F7]. Nach einem Neustart akzeptiert<br />

Windows 8 auch die APX-Treiber und andere<br />

unsignierte Pakete. Das Hacking kann in gewohnter<br />

Manier weitergehen.<br />

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DEVCORNER<br />

Monkey Coder<br />

<strong>Android</strong>-Spiele mit Monkey entwickeln<br />

Auf den Affen<br />

gekommen<br />

In Ausgabe 11/ 2012 zeigten wir Ihnen, wie Sie mit dem App Game Kit<br />

unkompliziert ein <strong>Android</strong>-Spiel erstellen. Zu diesem Kit existiert<br />

jedoch auch ein Konkurrenzprodukt: Monkey Coder. Wir stellen den<br />

Monkey vor. Marko Dragicevic<br />

Christos Georghiou, 123Rf<br />

Die hier beschriebene App inklusive<br />

Quellcode gibt es auf der <strong>Android</strong>-<br />

<strong>User</strong>-Homepage zum Download.<br />

Den passenden Link [LINK 5] finden<br />

Sie über den QR-Code „Alle Links“<br />

am Ende des Artikels.<br />

Während auf der einen Seite<br />

das App Game Kit sehr beliebt<br />

ist, hat auf der anderen<br />

Seite auch die Programmiersprache<br />

Monkey unter Smartphone-<br />

Spieleentwicklern eine treue Anhängerschaft<br />

gefunden. Doch welche der beiden Sprachen<br />

ist besser für den persönlichen Geschmack<br />

geeignet? Welche für Anfänger, welche für<br />

Fortgeschrittene? Dies werden wir im folgenden<br />

Artikel untersuchen, indem wir das<br />

Spiel vom letzten Mal („Apple Shooter“)<br />

erneut entwickeln – diesmal in<br />

der Programmiersprache Monkey. Optimalerweise<br />

haben Sie hierfür bereits<br />

den Workshop zum App Game Kit aus<br />

der Ausgabe 11/ 2012 durchgearbeitet.<br />

Dort wurde besprochen, wie Spiele im<br />

Allgemeinen aufgebaut sind, und<br />

wie diese mit dem App Game Kit<br />

im Speziellen ihre Umsetzung finden.<br />

Geübt wurde dies anhand eines Spieles,<br />

Abb. 1: Das Startbild unseres selbst entworfenen Spieles Apple Shooter.<br />

bei dem Äpfel durch Touch-Bewegungen auf<br />

dem Bildschirm abgeschossen werden – unserem<br />

„Apple Shooter“ (Abbildung 1 und 2).<br />

Wir werden nun diese Spielidee ebenfalls mit<br />

Monkey umsetzen – auf diese Weise sehen<br />

Sie die Unterschiede zu der internen Konzeption<br />

des App Game Kits.<br />

Installation und Vorarbeiten<br />

Zunächst einmal muss die Demo-Version von<br />

Monkey heruntergeladen und auf einem<br />

Windows-PC entpackt werden [LINK 1]. Deren<br />

Einschränkung besteht darin, dass sie ausschließlich<br />

HTML5-Spiele für den Browser<br />

generieren kann. Für Testzwecke und zum<br />

Durcharbeiten dieses Workshops ist dies<br />

vollkommen ausreichend. Wer die Vollversion<br />

besitzt (Kostenpunkt: 99 Euro), kann<br />

mit Monkey zusätzlich das eigene Spiel –<br />

unter anderem – als <strong>Android</strong>-APK-Datei exportieren.<br />

Die HTML5 und <strong>Android</strong>-Variante<br />

sehen dabei exakt gleich aus und verhalten<br />

sich auch identisch, obwohl für sie derselbe<br />

Programmcode geschrieben wurde (das App<br />

Game Kit ist übrigens ebenfalls in der Lage,<br />

ein identisches Spiel ohne Mehraufwand für<br />

verschiedene Betriebssystem-Plattformen zu<br />

generieren).<br />

Während das App Game Kit über viele eingebaute,<br />

vom Hersteller mitgelieferte Funktionen<br />

verfügt, ist das Konzept von Monkey<br />

ein anderes: Dieses verfügt zwar über eine<br />

ausgeklügelte Sprache, doch die Anzahl der<br />

bereits enthaltenen Befehle ist eher überschaubar.<br />

Doch in diese Nische sind ein paar<br />

Fans der Sprache gesprungen: Dritte Entwickler,<br />

die nicht zum Hersteller gehören,<br />

haben den Sprachumfang durch selbst geschriebene<br />

externe Bibliotheken (sogenannte<br />

Module) erweitert. Für unser Apple-Shooter-<br />

108<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


DEVCORNER<br />

Monkey Coder<br />

Spiel ist es daher nötig, dass wir diese zusätzlichen<br />

Module installieren.<br />

Laden Sie hierzu die erforderlichen ZIP-<br />

Dateien ([LINK 2], [LINK 3], [LINK 4]) herunter. Entpacken<br />

Sie die Datei autofit.zip in das modules-Unterverzeichnis<br />

von Monkey. Das<br />

hierbei automatisch erstellte Verzeichnis autofit2<br />

benennen Sie danach in autofit um.<br />

Aus diddy.zip ist nur der Ordner \diddy\<br />

src\diddy nach \modules zu entpacken, nicht<br />

die Verzeichnishierarchien oberhalb – ansonsten<br />

findet Monkey später dieses Modul<br />

nicht. Für Fontmachine erstellen Sie den Unterordner<br />

fontmachine und entpacken das zugehörige<br />

ZIP dort hinein. Nun sollten Sie im<br />

Verzeichnis \modules die folgenden, neuen<br />

Unterverzeichnisse vorfinden (zusätzlich zu<br />

den vom Hersteller bereits mitgelieferten Modulen):<br />

autofit, diddy und fontmachine.<br />

In dem Ordner bananas Ihrer Monkey-Installation<br />

werden die Quellcodes selbst entwickelter<br />

Spiele (wie auch die vom Hersteller<br />

mitgelieferten Beispiele) abgelegt. Erstellen<br />

Sie dort für unser Spiel das Unterverzeichnis<br />

AppleShooter. Innerhalb von diesem ist<br />

nochmal der Ordner AppleShooter.data anzulegen.<br />

Dort wird unsere App später nach<br />

Spielegrafiken, Sounds und Schriftarten suchen.<br />

Die Spielegrafiken und Sounds (welche<br />

bereits beim Workshop zum App Game Kit<br />

zu ihrem Einsatz kamen) kopieren Sie von<br />

der <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Homepage in das Apple-<br />

Shooter.data-Unterverzeichnis. Nun fehlt<br />

uns noch eine Schriftart, um später die erreichten<br />

Punkte und verbleibende Anzahl in<br />

Sekunden anzuzeigen. Hierfür ist aus modules\fontmachine\sample<br />

program\sample02.<br />

data\ das Unterverzeichnis SportsFont als<br />

Ganzes nach bananas\AppleShooter\Apple-<br />

Shooter.data zu kopieren.<br />

Die Umsetzung in Monkey<br />

Die eigentliche Programmierumgebung (Abbildung<br />

3) startet nach einem Doppelklick<br />

auf monkey.exe. Mit File | New legen Sie ein<br />

neues Projekt an. Wählen Sie hier als Zielverzeichnis<br />

bananas\Apple Shooter aus, der<br />

zu vergebende Dateiname für unser Programm<br />

lautete AppleShooter.monkey. Nun<br />

kopieren Sie den Quellcode am besten aus<br />

dem Download [5] oder schauen sich Listing<br />

1 an. Doch was bedeuten all diese Zeilen?<br />

Hierfür wollen wir uns erstmal den Grundaufbau<br />

eines Monkey-Spieles anschauen<br />

(Abbildung 4 auf Seite 112).<br />

Beim Start der App wird der Methodenblock<br />

OnCreate() aufgerufen. Dieser kümmert<br />

sich um alle einmaligen Aktionen, die<br />

als Initialisierung des Programms nötig sind<br />

Abb. 2: Anders als bei der Umsetzung mit dem App Game Kit nutzen wir diesmal eine<br />

verspieltere Schriftart.<br />

– in der Regel also das Laden von Spielgrafiken<br />

und -sounds in den Speicher. Danach<br />

wird von nun an in einem bestimmten, vom<br />

Programmierer festgelegten Intervall (zum<br />

Beispiel 10 Mal pro Sekunde) das Unterprogramm<br />

OnUpdate() aufgerufen. Dort legt der<br />

Entwickler alle Befehle ab, welche die eigentliche<br />

Spielsteuerung übernehmen. Das Spiel<br />

wertet hier beispielsweise Benutzerinteraktionen<br />

(wie das Berühren des Bildschirms)<br />

aus oder prüft, ob eine Änderung des Spielzustands<br />

eingetreten ist. Wenn noch genug<br />

Prozessorzeit vorhanden ist, ruft die App<br />

nach OnUpdate() automatisch OnRender()<br />

auf. Dieses Unterprogramm ist für das Neuzeichnen<br />

des Bildschirms verantwortlich. Es<br />

werden also die (gegebenenfalls zuvor von<br />

OnUpdate veränderten) Spielvariablen wie die<br />

aktuelle Punktzahl, der derzeitige Spielzustand<br />

oder die Position der Spielfigur ausgelesen,<br />

und anhand dieser die dazu passenden<br />

Zeichenbefehle aufgerufen. Falls Sie ein<br />

Abb. 3: Die Entwicklungsumgebung von Monkey nach dem Starten.<br />

ANDROID-USER.DE FEBRUAR 2013 109


DEVCORNER<br />

Monkey Coder<br />

rasantes Action-Spiel geschrieben haben,<br />

welches 60 Mal pro Sekunde OnUpdate aufruft,<br />

kann es auf langsamen Smartphones<br />

der preiswerteren Klasse nun passieren, dass<br />

diese zu langsam sind, um jedesmal OnRender()<br />

im Anschluss zu starten. Das ergibt in<br />

diesem Fall, dass Ihr Spiel auf solch einem<br />

Handy mit einer niedrigeren Framerate als<br />

den angestrebten 60 Herz ausgegeben wird.<br />

Monkey strebt dann aber trotzdem an, zumindest<br />

OnUpdate() 60 Mal pro Sekunde zu<br />

durchlaufen, damit zumindest der Spielablauf<br />

nicht unter den Beschränkungen des Gerätes<br />

leidet. Hinter dieser Konstruktion steckt<br />

auch der moderne Ansatz, Spiellogik und<br />

grafische Ausgabe voneinander zu trennen.<br />

Dies erleichtert unter anderem ebenfalls eine<br />

spätere Wartung des Programmcodes. Werfen<br />

wir nun einen Blick darauf, wie die konkrete<br />

Umsetzung der Apple-Shooter-Spielidee<br />

aus Heft 11/ 2012 in Monkey aussieht. Den<br />

Quellcode (Ausschnitt) zeigt Listing 1.<br />

Mit einem Druck auf F5 können Sie das Spiel<br />

nun als HTML5-Version in einem Internet-<br />

Browser testen. Mit der Vollversion ist es<br />

möglich, das eigene Smartphone per USB-Kabel<br />

an den Computer anzuschließen, und<br />

nach Drücken von Run das Spiel auszuprobieren.<br />

Ebenfalls kann sie eine komplette<br />

APK-Datei generieren, um die eigene Kreation<br />

an Dritte weiterzugeben. Für einen Test<br />

reichen jedoch im Prinzip die Demoversion<br />

und ein Internet-Browser. Das Spiel läuft also<br />

nun – doch was hat es mit den Inhalten der<br />

Codezeilen auf sich?<br />

Zeile 1-3 legt <strong>Android</strong>-spezifische Angaben<br />

fest, wie beispielsweise den Namen des<br />

Spiels in der App-Übersicht, oder dass es im<br />

Landscape-Modus dargestellt wird. Anschließend<br />

werden alle benötigten Module (Zeile<br />

5-8) importiert, damit uns auch die Befehle<br />

zur Verfügung stehen, die wir brauchen. Die<br />

Funktion Main() markiert nun den eigentlichen<br />

Beginn des Programms – diese startet<br />

LISTING 1: Der Quellcode<br />

#ANDROID_APP_LABEL="Apple Shooter"<br />

#ANDROID_APP_PACKAGE="com.AppleShooter"<br />

#ANDROID_SCREEN_ORIENTATION="landscape"<br />

SetVirtualDisplay (800, 480)<br />

Seed = RealMillisecs()<br />

SetChannelVolume(1,1)<br />

Import mojo<br />

Import autofit<br />

Import diddy<br />

Import fontmachine<br />

Hintergrundbild = LoadImage("hintergrundbild.png")<br />

GameOverSchriftzug = LoadImage("gameover.png")<br />

KnopfNeuesSpiel = LoadImage("knopfNeuesSpiel.png")<br />

ApfelBild = LoadImage("apfel.png")<br />

TitelLogo = LoadImage("titellogo.png")<br />

Function Main ()<br />

New AppleShooter()<br />

End<br />

Class AppleShooter Extends App<br />

Field Spielstatus:String<br />

Field ApfelPositionX, ApfelPositionY:Int<br />

Field SpielerHatZeitBis, Punkte, SekundenUebrig:Int<br />

Field PunkteSchriftart:BitmapFont<br />

Field Hintergrundbild:Image<br />

Field GameOverSchriftzug:Image<br />

Field KnopfNeuesSpiel:Image<br />

Field ApfelBild:Image<br />

Field TitelLogo:Image<br />

Field Schuss:Sound<br />

Field Explosion:Sound<br />

Field DrueckenTon:Sound<br />

Field GameOverSFX:Sound<br />

Method OnCreate ()<br />

SetUpdateRate(10)<br />

PunkteSchriftart = New BitmapFont("SportsFont/SportsFont.<br />

txt", True)<br />

Schuss = LoadSound ("schuss.wav")<br />

Explosion = LoadSound ("explosion.wav")<br />

DrueckenTon = LoadSound ("knopfGedrueckt.wav")<br />

GameOverSFX = LoadSound ("gameover.wav")<br />

PlayMusic("hintergrundmusik.mp3")<br />

Spielstatus = "Anfangsbildschirm"<br />

StartwerteFuerSpielSetzen ()<br />

End<br />

Method StartwerteFuerSpielSetzen ()<br />

ApfelPositionX = 300<br />

ApfelPositionY = 70<br />

SpielerHatZeitBis = RealMillisecs()/1000 + 20<br />

Punkte = 0<br />

End<br />

Method OnUpdate ()<br />

If Spielstatus="Anfangsbildschirm" Or Spielstatus="Game<br />

110<br />

FEBRUAR 2013<br />

ANDROID-USER.DE


DEVCORNER<br />

Monkey Coder<br />

unseren Programmkern, indem das Objekt<br />

AppleShooter erschaffen wird (Zeile 11).<br />

Doch was beinhaltet dieses überhaupt? Dies<br />

wird ab Zeile 14 definiert: Hier deklariert der<br />

Ausdruck extends App, dass für unseren<br />

„Apple Shooter“ der Aufbau der Klasse App<br />

Pate stand – und diese schreibt unter anderem<br />

die Methoden OnCreate(), OnUpdate()<br />

und OnRender() vor.<br />

In den Zeilen 15 bis 29 werden alle benötigten<br />

Variablen definiert und ihr Typ festgelegt<br />

(also beispielsweise, ob es sich um eine<br />

Zeichenkette oder eine Zahl handelt). Die<br />

nun folgende Methode OnCreate() definiert,<br />

dass zehnmal pro Sekunde OnUpdate() und<br />

anschließend OnRender() aufgerufen werden<br />

(SetUpdateRate), initialisiert den Zufallsgenerator,<br />

und lädt Spielegrafiken sowie -sounds.<br />

Abschließend ruft es das Unterprogramm<br />

StartwerteFuerSpielSetzen() auf, welches<br />

wir zwischen den Zeilen 54 und 59 definieren.<br />

Dieses setzt die Startwerte eines Spieles<br />

(Punkte=0). Das Auslagern in ein eigenes<br />

Unterprogramm hat den Vorteil, dass wir<br />

auch zu einem späteren Zeitpunkt im Programm<br />

ein neues Spiel starten können,<br />

indem StartwerteFuerSpielSetzen() aufgerufen<br />

wird.<br />

Die in Intervallen automatisch gestartete<br />

Methode OnUpdate() erstreckt sich anschließend<br />

von Zeile 62 bis 94: Die Logik ist hierbei<br />

im Groben dieselbe wie bei der Umsetzung<br />

für das App Game Kit aus dem letzten<br />

Heft – abhängig vom Spielstatus wird entweder<br />

auf das Drücken der Schaltfläche „Neues<br />

Spiel starten“ getestet (Zeile 64-71), oder es<br />

wird während eines laufenden Spiels reagiert<br />

(Zeile 73-92): Wenn die Zeit abgelaufen ist,<br />

dann beende das Spiel (Zeile 74-77). Läuft<br />

das Spiel hingegen noch, und der Spieler hat<br />

einen Apfel abgeschossen, dann belohne ihn<br />

mit 50 Punkten (Zeile 78-85). Hat er danebengetippt?<br />

Dann sind 50 Strafpunkte abzuziehen<br />

(Zeile 86-87). Besonders beachtens-<br />

LISTING 1: Der Quellcode (Fortsetzung)<br />

Over"<br />

If ( (TouchHit() > 0) And (VTouchX() >= 250) And<br />

(VTouchY() >= 350) And (VTouchX() = ApfelPositionX) And (VTouchY() >=<br />

ApfelPositionY) And (VTouchX()


DEVCORNER<br />

Monkey Coder<br />

ALLE<br />

LINKS><br />

www.android- user.de/qr/27350<br />

wert sind bei dieser Methode die<br />

Zeilen 65 und 81: Anders als beim<br />

App Game Kit lässt sich nicht vereinfacht<br />

abfragen, ob ein bestimmte<br />

Sprite berührt wurde –<br />

stattdessen ist es in Monkey vonnöten,<br />

etwas umständlicher zu<br />

testen, ob eine Bildschirmberührung<br />

innerhalb des Quadrates lag,<br />

an der sich die entsprechende<br />

Grafik befindet. Allerdings ließe<br />

sich theoretisch auch für Monkey<br />

ein eigenes Unterprogramm<br />

schreiben, welches dieses Vorgehen<br />

vereinfacht.<br />

App Game Kit oder<br />

Monkey?<br />

Beide Produkte erlauben, mit ein<br />

und demselben Code ein Spiel für<br />

unterschiedliche Plattformen zu<br />

entwickeln. Ferner gestaltet sich<br />

bei beiden der Entwicklungsprozess<br />

oft kürzer, als dies etwa in<br />

Java der Fall wäre. Für Anfänger<br />

scheint das App Game Kit die<br />

bessere Wahl zu sein. Es ist einfach<br />

zu installieren, gut und anschaulich<br />

dokumentiert und ohne Schema.<br />

Fachsprache zu nutzen. Die Foren<br />

des Herstellers bieten ebenfalls<br />

Menschen mit wenigen Vorkenntnissen unkomplizierte<br />

Hilfe an. Anders sieht dies bei<br />

Monkey aus: Dieses bietet unter der Haube<br />

viel Potenzial, bringt aber wenig eingebaute<br />

Funktionen mit. Dies wird zwar durch die<br />

von Dritten programmierten Module mehr<br />

als kompensiert, doch dürfte es nicht jedem<br />

Anfänger liegen, bei der Installation zuerst<br />

einmal alle benötigten Erweiterungen im Internet<br />

zusammenzusuchen.<br />

Abb. 5: Ein Teil des Codes unseres Apple Shooters im Quelltext-Editor.<br />

Abb. 4: Nach dem Start folgen mit Monkey erstellte Apps diesem<br />

Der Aufbau von Monkey-Apps wirkt auf Fortgeschrittene<br />

sauberer und professioneller,<br />

auch lässt sich die Programmiersprache intern<br />

besser erweitern. In den Monkey-Foren<br />

wird tendenziell auf einem höheren technischen<br />

Niveau diskutiert – für den Durchschnittsmenschen,<br />

der einfach nur schnell<br />

und unkompliziert sein erstes eigenes Spiel<br />

fertigstellen möchte, ist das eher hinderlich.<br />

Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass<br />

es beim App Game Kit neben der anfängerfreundlichen,<br />

einfachen Basic-Sprache auch<br />

eine sogenannte Tier 2 gibt: Dort werden<br />

Spiele in C++ entwickelt und die App-Game-Kit-Befehle<br />

als externes Framework zur<br />

Verfügung gestellt. Überhaupt versuchen die<br />

beiden Produkte auf Grund ihrer gegenseitigen<br />

Konkurrenzsituation, mit jeder neuen<br />

Version die eigenen Schwächen auszubügeln:<br />

So wird Monkey zunehmend übersichtlicher,<br />

und das App Game Kit lässt mehr<br />

Komplexität zu. Dennoch lautet unsere Empfehlung:<br />

Einsteiger greifen lieber zum App<br />

Game Kit, Fortgeschrittene eher zu Monkey.<br />

Vor einem Kauf ist es unabhängig davon ratsam,<br />

zuerst einmal von beiden die jeweiligen<br />

Demoversionen ausprobiert zu haben. Nur<br />

so können Sie feststellen, was Ihrem persönlichen<br />

Geschmack entspricht.<br />

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Chefredakteur (v. i. S. d. P.)<br />

Marcel Hilzinger <br />

Redaktion<br />

Arnold Zimprich, Christoph Langner,<br />

Marcel Hilzinger, Thomas Leichtenstern<br />

Autoren dieser Ausgabe<br />

Arnold Zimprich , Carsten Müller, Christoph<br />

Langner, Harald Willhelm, Jasmin Bauer, Marko<br />

Dragicevic, Marcel Hilzinger, Martin Lennertz,<br />

Martin Messerschmidt, Mirko Mahlberg, Patrick<br />

Neef, Peer Kintrup, Ricarda Riechert, Thomas<br />

Raukamp, Thomas Leichtenstern, Tim Fuhrländer,<br />

Wolfgang Niemann<br />

Grafik<br />

Judith Erb (Design und Layout)<br />

Titelgestaltung<br />

Judith Erb, Ausgangsgrafik: cowpland, 123RF<br />

Bildnachweis<br />

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere<br />

Sprachlektorat<br />

Elke Knitter<br />

Übersetzungen<br />

Anne Lodyga, Ákos Tóth<br />

Produktionsleitung<br />

Christian Ullrich <br />

Druck<br />

Vogel Druck und Medienservice GmbH & Co. KG,<br />

97204 Höchberg<br />

Geschäftsleitung<br />

Brian Osborn (Vorstand)<br />

<br />

Hermann Plank (Vorstand)<br />

<br />

Marketing und Vertrieb<br />

Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 23<br />

Anzeigenverkauf<br />

D / A / CH<br />

Petra Jaser <br />

Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 24 • Fax: +49 (0)89 / 99 34 11 99<br />

USA und weitere Länder<br />

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Tel.: +1 785 841 8834<br />

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Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 01.01.2012.<br />

Abonnentenservice<br />

Veronika Kramer <br />

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Schüler- und Studentenermäßigung: 20 Prozent<br />

gegen Vorlage eines Schülerausweises oder<br />

einer aktuellen Immatrikulationsbescheinigung.<br />

Eine Haftung für die Richtigkeit von Veröffentli chungen<br />

kann – trotz sorgfältiger Prüfung durch die Redaktion –<br />

vom Verlag nicht übernommen werden. Mit der Einsendung<br />

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des Verlags in irgendeiner Form vervielfältigt<br />

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Copyright © 1999 - 2012 Medialinx AG<br />

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