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AUDIO TEST Faszination Stereo (Vorschau)

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NR. 6 NOVEMBER/DEZEMBER 2012 www.audio-test.at<br />

Deutschland: 4,99 Österreich: 5,75 Schweiz: SFR 10,00 BeNeLux: 5,90<br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

Ihr Ratgeber für guten Ton<br />

<strong>Faszination</strong> <strong>Stereo</strong><br />

Standlautsprecherpaare von<br />

Audium und PIOSound<br />

MP3 vs. WAV:<br />

Klangurteil im<br />

Selbstversuch!<br />

Noch mehr Tests: Colorfl y C3, Sony NWZ-F805,<br />

Samsung Galaxy S WiFi 4.2, Philips GoGear Ariaz<br />

MP4 player, Pioneer NS-50, PIOSound Eagle<br />

Heimkinoschaltzentralen<br />

4 AV-Receiver der gehobenen Mittelklasse:<br />

Denon, Marantz, Onkyo und Sony im Test<br />

Bose Videowave II<br />

Klangwunder! Endlich wieder<br />

ein Fernseher mit sattem Sound<br />

4 x EDLE D/A-WANDLER<br />

Audiolab, Arcam, Burmester, T+A<br />

KEF LS50 IM <strong>TEST</strong><br />

Eine Legende kehrt zurück<br />

SURROUND-ENDSTUFE<br />

NAD T977 brilliert im Testlabor


VELODYNE SPL-800 ULTRA<br />

71%<br />

MicroVee: ab 950 Euro UVP<br />

ÜBERRAGEND<br />

WiConnect 10 (Sender, Empfänger<br />

und Subwoofer): 645 Euro UVP<br />

WiConnect System (1 Sender und<br />

1 Empfänger): 235 Euro UVP<br />

*Velodyne EQ-Max. Unverbindlicher<br />

VK ab 540 Euro.<br />

SUBWOOFER, JA – LANGE<br />

KABEL, NEIN!<br />

WiConnect heißt die Lösung für all diejenigen,<br />

die zwar schon immer mit einem Subwoofer<br />

geliebäugelt haben, sich aber keine langen<br />

Kabel durch den Raum legen wollten, um<br />

den oder die Subwoofer an seinem idealen<br />

Aufstellungsort anzuschließen. Ein Velodyne<br />

WiConnect Sender versorgt bis zu vier<br />

Empfänger in einem Umkreis von bis zu 15<br />

Metern mit den Musiksignalen. Nur Strom<br />

muss am Aufstellungsort des Subwoofers<br />

vorhanden sein.<br />

Impact Mini: 650 Euro UVP<br />

SPL-Ultra (inkl. Raumeinmessung):<br />

ab 1.600 Euro UVP<br />

<br />

velodyne@audio-reference.de<br />

DD+ High End Subwoofer:<br />

ab 3.500 Euro UVP<br />

Audio Reference


Was Lanz und Gottschalk<br />

nicht schaffen<br />

Auch wenn Moderatoren mit einem TV-Event noch<br />

kurzzeitig Millionen Zuschauer vor dem Fernseher<br />

fesseln, verliert dieses Medium nach anfänglicher<br />

<strong>Faszination</strong> doch mehr und mehr seine Bedeutung<br />

als modernes Lagerfeuer im Wohnzimmer. Der heimelige<br />

Versammlungsort der Familie weicht einzelnen<br />

Feuerchen, die an vielen Orten zu Hause brennen.<br />

Hier das i-phone, dort das Radio, vor allem die<br />

<strong>Stereo</strong>anlage oder auch mal der Zweitfernseher für<br />

den Fußball – aber irgendwo auf dem Weg des Fernsehers<br />

zum megaflachen und breiten Display ist das<br />

Zusammengehörigkeitsgefühl vor den Bildschirmen verloren gegangen. Warum?<br />

Weil Fernsehen immer komplizierter wird. Auch wenn viele Hersteller<br />

anderes versprechen. Jeder packt in die dünnen Scheiben so viel rein, dass es<br />

einem schwindelig wird. Und flacher und flacher sollen sie auch noch werden,<br />

die mittlerweile jährlich neuen Geräte. Mit den flachen Fernsehern kam<br />

auch der dünne Klang. Was will man auch erwarten, wenn das Volumen<br />

für konventionelle Schallwandler fehlt? Also heißt es, den Fernseher mit der<br />

heimischen Anlage zu betreiben, will man zum großen Bild auch großen Ton<br />

erleben. Nicht jeder kann das und nicht jeder will das. Und so verkommt<br />

ein grandioser Soundtrack von Inception häufig zu einem launigen Gepiepse<br />

aus den Möchtegern-Lautsprechern der teuren Stücke. Da kommt die Rückbesinnung<br />

auf das Wesentliche jetzt genau richtig: Ein Fernseher mit einem<br />

guten Bild und einem tollen Klang, ein Fernseher, mit dem man sogar seine<br />

Lieblingsmusik hören kann. Boses Videowave-Technik muss für andere TV-<br />

Hersteller ein Ärgernis sein – liefert Bose als Quasi „Immer noch Neuling“ ein<br />

Paket ab, das wirklich funktioniert: einfach zu bedienen, das Bild auf hohem<br />

Niveau und im Klang ganz weit vor allen anderen. Ein echtes Lagerfeuer eben.<br />

Wie früher.<br />

Wir haben die zweite Version des Videowave ausführlich testen können und<br />

waren begeistert. Lassen Sie sich anstecken und folgen Sie uns auch in dieser<br />

Ausgabe in eine Welt aus Klang und Gloria. Denn was Lanz und Gottschalk<br />

nicht schaffen, meistert die Musik jeden Tag. Sie verbindet täglich Millionen<br />

Menschen. Und wir haben wieder die aus unserer Sicht besten Produkte für<br />

diese zweifelsfrei schönste Liaison der Welt für Sie zusammengestellt.<br />

High End<br />

erschwinglich:<br />

nuVero<br />

nuVero setzt Maßtäbe:<br />

wahre Klangperfektion<br />

vollendete Technik<br />

profi liertes Design<br />

nuVero 14<br />

›Boxenskulptur<br />

der Superlative...<br />

High-End-Klasse‹<br />

1/09<br />

Testsieger<br />

›Referenzklasse‹<br />

3/10<br />

›Absolute Spitzenklasse‹<br />

10/08<br />

›Masterpiece‹<br />

1/10<br />

600/440 W, 52 kg,<br />

142 cm. 1940,- €/Box<br />

Made in Germany.<br />

Mocca, Perlweiß,<br />

Anthrazit.<br />

inkl. 19% MwSt<br />

zzgl. Versand<br />

Ich wünsche Ihnen einen klangvollendeten Herbst.<br />

STEFAN GOEDECKE,<br />

HERAUSGEBER/CHEFREDAKTEUR<br />

Machen Sie Ihren<br />

nuVero Klangtest!<br />

Ich freue mich über Ihre Anregungen. Schreiben Sie mir:<br />

leserbriefe@audio-test.de.<br />

Vielen Dank!<br />

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Editorial 3<br />

Ehrliche Lautsprecher<br />

Günstig, weil direkt vom Hersteller 4 Wochen Rückgaberecht<br />

Direktverkauf und HiFi-/Heimkino-Studios: D-73525<br />

Schwäbisch Gmünd und D-73430 Aalen Bestell-Hotline mit<br />

Profi-Beratung kostenlos in Deutschland 0800-6823780


54 I Bezahlbares Heimkino<br />

Die gehobene AV-Mittelklasse von Denon, Marantz, Sony und Onkyo gibt sich die Ehre<br />

70 I Schlank und schön<br />

PIOSound Eagle: stattliche Elektrostaten<br />

42 I Wandlungskünstler<br />

Vier brandneue D/A-Wandler im Test<br />

16 I Hi-Fi to go<br />

Neuheiten aus der Welt der MP3-Player<br />

NEWS<br />

06 // Techniktrends & -neuigkeiten<br />

Hintergründe, Trends und<br />

Technik für den Herbst<br />

10 // Ausgepackt und angehört<br />

Aktuelle Hi-Fi-Produkte im Kurztest,<br />

u. a. mit den Audio Pro LV3<br />

11 // Themennews<br />

Spannendes und Wissenswertes<br />

rund um die Audiowelt<br />

13 // Händlertermine<br />

Die wichtigsten Hi-Fi-Vorführungen<br />

des Monats in Ihrer Nähe<br />

14 // Frage des Monats<br />

Branchenkenner sprechen über<br />

Trends im Heimkino<br />

WISSEN<br />

16 // Mobile High-End-Player<br />

Was die aktuellen portablen<br />

Geräte leisten<br />

20 // Klangtuning II<br />

Im zweiten Teil nehmen wir Gerätefüße<br />

genauer unter die Lupe<br />

24 // Kabelloses Heimkino<br />

Wir zeigen leistungsfähige Alterna -<br />

tiven für Ihre Kabel<br />

28 // Computer im Hörraum<br />

Mit diesen PCs ersetzen Sie den<br />

kompletten Gerätepark<br />

33 // Joint <strong>Stereo</strong><br />

Hintergründe zur Konvertierung von<br />

Audiofiles erklärt<br />

34 // Der eigene Hörtest<br />

Wir geben Ihnen praktische Hinweise<br />

für einen objektiven Hörvergleich<br />

36 // Dr. Sound<br />

Mit dem Klangdoktor auf Wissensreise:<br />

Kammfiltereffekte und Hörposition<br />

<strong>TEST</strong><br />

39 // Testnotizen<br />

Ein Testalltag in der Redaktion der<br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

40 // Netzwerkplayer<br />

Pioneers erster reiner Netzwerkplayer<br />

im Einzeltest<br />

42 // D/A-Wandler I<br />

Musikalische Freude mit Arcams D/A-<br />

Konverter D33 FMJ<br />

45 // D/A-Wandler II<br />

Britische Ingenieurskunst in Audiolabs<br />

neuem M-DAC<br />

48 // D/A-Wandler III<br />

Burmester kombiniert Wandler mit<br />

Bluetooth und setzt sich damit ab<br />

51 // D/A-Wandler IV<br />

Schafft es T+A, den Titel des besten<br />

Wandlers Deutschlands zu verteidigen?<br />

54 // AV-Receiver I<br />

Denon schafft den lückenlosen<br />

Einstieg mit Gapless Playback<br />

4 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at<br />

Titelbild: Auerbach Verlag, Bose, Burmester, Denon, KEF, Onkyo, NAD, PIOSound, Stock.xchng


76 I Zukunftsweisend<br />

Fernseher mit 16 Lautsprechern: Bose präsentiert die TV-Zukunft<br />

78 I Musik-Blu-rays<br />

Audiophil bis durchgedreht: Die Blu-ray-Highlights im Herbst<br />

56 // AV-Receiver II<br />

Marantz speckt mit dem SR6007 ab<br />

und bewahrt sein Klangideal<br />

58 // AV-Receiver III<br />

Audio-, Video-, Netzwerkkombi mit<br />

dem Onkyo TX-NR818<br />

60 // AV-Receiver IV<br />

Der Philharmoniker unter den Receivern:<br />

Sonys STR-DA3700ES<br />

62 // Surround-Endstufe<br />

Sieben Kanäle reine Klanggewalt:<br />

NAD T 977<br />

64 // Kompaktlautsprecher<br />

Ein Studioklassiker neu aufgelegt:<br />

KEF LS50<br />

66 // Aktivlautsprecher<br />

Ein Lautsprecherchassis pro Säule –<br />

Wie das funktioniert, zeigt Audium<br />

70 // Standlautsprecher<br />

PIOSound Eagle: elektrostatische<br />

Lautsprecher im Hörraum<br />

76 // Audio-TV<br />

Wie ein moderner Fernseher zu<br />

klingen hat, zeigt Bose<br />

STANDARDS<br />

03 // Editorial<br />

82 // Lexikon<br />

83 // Leserbriefe<br />

84 // Fachhandelsverzeichnis<br />

90 // Testübersicht<br />

98 // <strong>Vorschau</strong>/Impressum<br />

28 | Audio-PC<br />

Lautlos im Wohnzimmer<br />

MUSIK<br />

78 // Musik-Blu-rays<br />

- Swell Season – Die Liebesgeschichte<br />

nach Once<br />

- Beatles – Magical Mystery Tour<br />

- Gary Moore – Blues For Jimi<br />

- Steven Wilson – Get All You Deserve<br />

Inhalt: Bose, Burmester, Denon, EMI, PIOSound, Shuttle In dieser Ausgabe 5


Trends & Neuigkeiten November<br />

Der erste Bodenfrost setzt ein und das Wetter wird ungemütlich. Die Zeit eignet sich<br />

bestens, um sich mit einem heißen Tee in das warme Wohnzimmer zu setzen und sich<br />

mit der einen oder anderen Produktneuheit und Audiosoftware zu beschäftigen.<br />

Interessante Neuigkeiten aus allen Bereichen der Musik finden sie außerdem auf<br />

unseren Themenseiten.<br />

Bose SoundLink: Zwei kabellose Musiklösungen<br />

Ab sofort sind die Systeme SoundLink Air<br />

Digital Music System und SoundLink Bluetooth<br />

Mobile Speaker II von Bose erhältlich.<br />

Mit dem SoundLink Air System bringt Bose<br />

sein erstes Apple-AirPlay-kompatibles Produkt<br />

auf den Markt. Dank der Verbindung<br />

per WLAN und AirPlay ist es dem Benutzer<br />

möglich, sein mobiles Zuspielgerät beim<br />

Musikhören weiterhin in vollem Umfang zu<br />

nutzen. Entwicklungen wie die patentierte<br />

Bose Acoustic Waveguide Speaker Technologie<br />

und das Bose Digital Signal Processing<br />

sorgen für kristallklaren und unverzerrt natürlichen<br />

Klang. Ein optionaler Akku ist für<br />

knapp 100 Euro erhältlich. Der Bluetooth<br />

Mobile Speaker II stellt den direkten Nachfolger<br />

des 2011 eingeführten Mobile Speakers<br />

dar. An der Klangschraube wurde gedreht,<br />

indem verbesserte digitale Algorithmen und<br />

neue Neodym-Treiber zum Einsatz kommen.<br />

Für Tiefbass sorgen gegenüber angelegte<br />

Passivstrahler. Damit beim mobilen Einsatz<br />

das Gerät nicht beschädigt wird, ist eine<br />

faltbare Schutzabdeckung aus Nylon oder<br />

Leder integriert, die zur Standfläche für den<br />

Lautsprecher umfunktioniert werden kann.<br />

Nach Kundenwunsch sind verschiedene optische<br />

Ausführungen erhältlich.<br />

Gerätename:Bose SoundLink Air Digital Music System; SoundLink Bluetooth<br />

Mobile Speaker II<br />

Air System: 350 Euro; Mobile Speaker II:<br />

100 Euro (Standardausführung)<br />

Internet: www.bose.de<br />

Musical Fidelity mit Hi-Fi-Kopfhörern<br />

Einen besonderen Hintergrund haben die<br />

Kopfhörer EB-50 von Musical Fidelity: Der<br />

Solo-Klarinettist und In-Ear-Liebhaber Antony<br />

Michaelson verwirklichte hier seine Klangund<br />

Designvorstellungen eines Ohrhörers.<br />

Das klangliche Ziel ist Studio-Monitor-Qualität<br />

mit sehr geringen Verzerrungen und einer<br />

exzellenten Dynamik. Um dies zu erreichen,<br />

wurden vorhandene Techniken mit Sorgfalt<br />

und Liebe zum Detail umgesetzt. Beim Treiber<br />

kommt die Balanced Armature Technologie<br />

zum Einsatz, welche eine hohe Effizienz<br />

und niedrige Verzerrungen ermöglicht. Dabei<br />

kommen viele hauseigene Optimierungen<br />

zum Einsatz, um den Muscial-Fidelity-Standard<br />

zu erreichen. Das Gehäuse ist mehrschichtig<br />

konstruiert. Gehäuseresonanzen<br />

sollen so minimiert werden, damit der Treiber<br />

sein volles Potential entfalten kann. Musical<br />

Fidelity sieht die EB-50 als ersten Schritt, ein<br />

neues Marktfeld außerhalb der Hardcore-<br />

Audiophilen zu erschließen.<br />

Gerätename: Musical Fidelity EB-50 Preis: 199 Euro Internet: www.reichmannaudiosysteme.de<br />

Nubert kündigt an, in naher Zukunft seine nuLine-Serie zu erweitern. Dabei handelt es sich um die Modelle AW-600, CS-44, AW-1100 und CS-174 (von<br />

links nach rechts). Voraussichtlich sollen die Lautsprecher im Januar erscheinen, genauere Infos und technische Details folgen vor dem Produktstart.<br />

Bilder: Marshall, Mssarati, Stock.xchng<br />

6 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Teufel und Culcha Candela präsentieren neue Standlautsprecher<br />

Ab sofort sind bei Teufel die Nachfolger<br />

der Ultima 40 Standlautsprecher erhältlich:<br />

die Ultima 40 MK2. Sie wurden gründlich<br />

überarbeitet, um die erkannten Stärken<br />

weiter herauszuarbeiten. Dabei wurden<br />

zum Beispiel neue, hochwertigere Hochtöner<br />

eingebaut, die Gewebemembranen bei<br />

Mittel- und Tieftönern vereinheitlicht und<br />

die Chassis optimiert. Der neue Waveguide<br />

des Hochtöners soll das Abstrahlverhalten<br />

verbessern, während der Tiefgang des<br />

Basses in hörbar tiefere Bereiche vordringen<br />

möchte. Auch optisch setzt sich der neue<br />

Lautsprecher vom Vorgänger in einigen Details<br />

ab. Die Präsentation der Lautsprecher<br />

erfolgte zusammen mit der Berliner Band<br />

Culcha Candela. Die Kooperation entstand<br />

aus der Famous-Kampagne von Teufel, bei<br />

der Stars aus Musik und Film auf Stars von<br />

Teufel-Produkten treffen.<br />

Gerätename: Teufel Ultima 40 MK2 Preis: 450 Euro Internet: www.teufel.de<br />

Der Opera Consonance Cyber 880i ist ein Röhrenvollverstärker mit vier KT88 Röhren pro Kanal in<br />

Push-Pull-Anordnung und erreicht so eine Leistung von jeweils 100 Watt. Der einfache Röhrenaustausch<br />

und eine Metallfernbedienung erhöhen den Bedienkomfort. Der Cyber 880i ist für 3150 Euro<br />

erhältlich. Weitere Infos unter www.opera-online.de<br />

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KURZ NOTIERT<br />

Denon: Mehr Ceol<br />

Denon bietet gleich zwei Neuerungen für<br />

seine <strong>Stereo</strong>kompaktanlage Ceol. Einmal<br />

erscheint die Ceol als optimierte Version.<br />

Im Funktionsumfang sind nun auch WLAN,<br />

AirPlay, Spotify und der Codec ALAC enthalten.<br />

Der Preis der Ceol 2012 beläuft sich<br />

auf 799 Euro. Außerdem erschien die Ceol<br />

Piccolo als kleine Schwester. Diese verzichtet<br />

auf ein CD-Laufwerk, besitzt kleinere<br />

Lautsprecher und kommt mit einem Preis<br />

von 599 Euro daher.<br />

Uptade für Sooloos<br />

Audio Reference und Meridian Audio haben<br />

ein neues Update ihrer Sooloos-Software<br />

veröffentlicht. Version 2.1 enthält<br />

folgende Verbesserungen:<br />

Boston Acoustics erweitert M-Serie zum Surround-Set<br />

Die M-Serie aus dem Hause Boston<br />

Acoustics besteht bereits aus den Standlautsprechern<br />

M350, M340 sowie dem<br />

Regallautsprecher M25. Diese werden um<br />

vier Neuzugänge erweitert, um ein komplettes<br />

Surround-Set zu ermöglichen. Der<br />

Standlautsprecher M250 ist ein 2,5-Wege-System<br />

mit einer 13,3-cm-Mittel-/<br />

Tieftönerkombination sowie einem ebensogroßen<br />

Tieftöner. Der Mcenter besitzt<br />

duale 11,4-Zentimeter-Tieftöner. Die MSurround-Lautsprecher<br />

bestechen durch ihre<br />

flache Ausführung, durch welche sie leicht<br />

ins Wohnzimmer zu integrieren sind. Die<br />

Lautsprecher sind allesamt mit dem eigens<br />

entwickelten „Lo-Q Cabinet“ ausgestattet,<br />

einem schwingungsarmen Gehäuse aus<br />

zwei mit einem akustisch dämpfenden Bindemittel<br />

zusammengehaltenen MDF-Platten.<br />

Eine weitere Schlüsseltechnologie ist<br />

der „Balanced Mode Radiator“, der durch<br />

einzigartige Schwingungseigenschaften<br />

eine breite Streuung und exakte akustische<br />

Bühne schaffen soll. Der letzte Neuzugang<br />

ist der MSubwoofer, der mit einem<br />

500-Watt-getriebenen (1000 W Spitze)<br />

25,4-cm-Tieftöner arbeitet und dabei zwei<br />

passive 20,3-cm-Treiber antreibt.<br />

· verbesserte Signalverarbeitung von<br />

High-Resolution-Inhalten<br />

· Unterstützung zum Update der MS200-<br />

Firmware<br />

· Firmware-Update für ID40 und MS600<br />

· iTunes Export in Control PC wurde<br />

weiter optimiert<br />

· Verschiedene Hintergrundoperationen<br />

und die Stabilität wurden verbessert<br />

Die Geräte weisen bei Verfügbarkeit auf<br />

das neue Update hin.<br />

MBL erweitert Produktionsflächen<br />

Die High-End-Audiofirma MBL baut derzeit<br />

an einer neuen Produktionshalle, um<br />

der steigenden Nachfrage nachkommen<br />

zu können und den Herstellungsprozess<br />

weiter zu optimieren. Dadurch wird die<br />

Kapazität der Lautsprecher- und Elektronikfertigung<br />

deutlich erhöht. Außerdem<br />

werden neue, hochmoderne Arbeitsplätze<br />

geschaffen, um die hohen Qualitätsstandards<br />

weiterhin sicherzustellen. Die Halle<br />

soll voraussichtlich noch Ende dieses Jahres<br />

fertiggestellt werden.<br />

Produktname: Boston Acoustics<br />

M250; Mcenter; Msurround;<br />

MSubwoofer<br />

Preis: M250: 799 Euro; Mcenter:<br />

599 Euro; Msurround: 349 Euro;<br />

MSubwoofer: 999 Euro<br />

Internet: www.bostona.eu<br />

AVM: Digital und analog vereint<br />

Die CD war der große Start der digitalen Musik,<br />

die Elektronenröhre ist der Inbegriff der<br />

Analogtechnik. AVM vereint beide Technologien<br />

in dem CD-Spieler Evolution CD5.2.<br />

Die symmetrischen Hochpegelausgänge sind<br />

bestückt mit Röhren des Typs ECC83. Doch<br />

auch vorher wurde großer technischer Aufwand<br />

betrieben: So bearbeiten pro Kanal<br />

Gerätename: AVM Evolution CD5.2 Preis: 3 990 Euro Internet: www.avm-audio.com<br />

zwei D/A-Wandler die digitalen Signale,<br />

wodurch der Signalweg von der Wandlung<br />

an symmetrisch verläuft. Das Upsampling<br />

ist auf bis zu 192 kHz einstellbar und erlaubt<br />

zwei umschaltbare Filtercharakteristiken.<br />

Der Takt des Datensignals von CD wird vollkommen<br />

neu generiert, womit man den<br />

Jitter beim Auslesen praktisch komplett<br />

entfernen möchte. Das PureCD-Laufwerk<br />

in Slot-In-Ausführung ist mittels Federaufhängung<br />

vor Vibrationen geschützt. An digitalen<br />

Eingängen stehen jeweils zwei optische<br />

und koaxiale S/PDIF-Anschlüsse und<br />

eine AES/EBU-Schnittstelle zur Verfügung.<br />

Auch die Verbindung zum Cumputer ist per<br />

USB möglich – einmal asynchron (192/24)<br />

und einmal treiberlos (48/24). Die XLR- und<br />

Cinch-Ausgänge sind voneinander entkoppelt<br />

und können parallel betrieben werden.<br />

Bilder: AVM, Boston Acoustics, Denon, Marantz<br />

8 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Marantz: Firmengeschichte neu belebt<br />

Hinter der Consolette steht eine lange<br />

Geschichte: „Audio Consolette“ hieß das<br />

erste Gerät, das Firmengründer Saul P. Marantz<br />

entwickelte, um den bestmöglichen<br />

Klang aus einer Mono-LP zu gewinnen. Die<br />

neue Consolette fungiert als Docking-Station<br />

und Streaming-Client und soll hier die<br />

gleiche Wirkung erzielen. Die ausgefallene<br />

Form ist nicht nur optisches Design, sondern<br />

auch akustisch funktionell, indem es<br />

Vibrationen minimiert. Im Inneren befindet<br />

sich ein Zwei-Wege-System aus Balanced-<br />

Mode-Radiator-Treibern, welche ein sehr<br />

weites Klangbild von 180 Grad ermöglichen<br />

und somit den Sweetspot erweitern<br />

sollen. Der Tiefton wird von zwei 11-cm-<br />

Chassis übernommen. Die Consolette kann<br />

alle aktuellen tragbaren Apple-Geräte andocken<br />

und außerdem Musik per AirPlay<br />

und UPnP streamen. Sie richtet sich an<br />

audiophile Hörer und ist ab November in<br />

Deutschland erhältlich.<br />

Service-Direktverkauf 030 300 9 300<br />

Da stehen 449<br />

echt gute<br />

Gründe und<br />

jeder ist froh,<br />

dass es nicht<br />

mehr sind.<br />

Stimmt‘s?<br />

Stimmt´s<br />

Gerätename: Marantz Consolette Preis: 999 Euro Internet: www.marantz.de<br />

NEU<br />

Wir können sie teurer machen, aber<br />

nicht besser.<br />

Ultima 40 Mk 2 € 449,99<br />

Schon der Vorgänger, die Ultima 40 - ohne<br />

Mk 2 -, hatte in seiner Klasse die größte<br />

Fangemeinde. Böse Zungen behaupten,<br />

es läge nur am Preis. Aber in Fachkreisen<br />

munkelt man, es läge am Preis, aber<br />

in direkter Verbindung mit unglaublichen<br />

Wiedergabequalitäten, welche man<br />

unter normalen Umständen erst antrifft,<br />

wenn die Lautsprecher das Doppelte<br />

bis Dreifache kosten. Tun sie aber nicht.<br />

www.teufel.de<br />

Denon erweitert seine <strong>Stereo</strong>-Produktpalette um den Vollverstärker PMA-2020AE und den SACD-<br />

Player DCD-2020AE. Der PMA bietet eine Push-Pull-Schaltung und Hochleistungstransistoren mit<br />

einer Leistung von 160 Watt pro Kanal. Die diskrete Phono-MM/MC-Vorstufe erfreut Vinylfreunde.<br />

Der DCD besticht durch 192-kHz-Wandler bei 32 Bit und das hauseigene AL32 Processing. Beide<br />

Geräte sind für jeweils 2 299 Euro erhältlich<br />

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Lautsprecher Teufel GmbH<br />

Bülowstraße 66<br />

10783 Berlin


Ausgepackt und angehört<br />

Philips Fidelio A5<br />

Kabelloser Lautsprecher fürs Smartphone<br />

Der Fidelio A5 von Philips fällt mit seinem<br />

rautenförmigen Grundriss angenehm ins<br />

Auge. Die schwarze Front und die Teile aus<br />

gebürstetem Aluminium wirken hochwertig.<br />

Ein kleines Manko ist jedoch die Verarbeitung<br />

des Lautstärketasters, der Druckpunkt<br />

zum Verringern des Pegels bedarf<br />

einer Verbesserung. Einrichtung und Bedienung<br />

erfolgen über eine eigens entwickelte<br />

App fürs Smartphone. Diese ist kompatibel<br />

zu iOS und Android, besitzt jedoch ein eigenes<br />

Design und unterstützt unter An droid<br />

nicht die Standardfunktionen der<br />

Gerätetasten. Nach der Einrichtung<br />

dient die App als Streaming-Client.<br />

Wem die etwas träge Bedienung nicht zusagt,<br />

der kann jedoch auch einen beliebigen<br />

anderen Klienten für das Smartphone verwenden.<br />

Außerdem bietet der Lautsprecher<br />

noch Internetradio und ermöglicht per Achtel-Zoll-Klinke<br />

den Anschluss eines externen<br />

Players. Der Zugang ins Netzwerk erfolgt<br />

per Ethernet-Schnittstelle oder integriertem<br />

WLAN-Adapter. Akustisch wird der Hörer<br />

mit einem vollen, war-<br />

men Klang verwöhnt.<br />

Bass und Höhen können<br />

über die Philips-AirStudio-App dem individuellen<br />

Geschmack angepasst werden.<br />

Preis: 350 Euro<br />

Kontakt: www.philips.de<br />

Dank großer Lautstärke auch für außen<br />

geeignet<br />

Nur Streaming von MP3 und WMA<br />

Audio Pro Living LV3<br />

Universell kabellos<br />

Wie muss ein Lautsprecher heutzutage<br />

aussehen, damit er der ganzen<br />

Familie gefällt? Stylisch, nicht zu<br />

groß und natürlich kabellos. Alle<br />

drei Eigenschaften wissen Audio<br />

Pros LV3 miteinander zu vereinen.<br />

Das Komplettpaket besteht aus<br />

zwei 75-Zentimeter-Standlautsprechern<br />

und einen hosentaschengroßen<br />

USB-Transmitter. Auf der<br />

Rückseite befindet sich ein überschaubares<br />

Terminal zur Links-,<br />

Rechts- oder Monobetriebskonfiguration.<br />

Auf der Unterseite der LV3 befindet sich<br />

jeweils ein Tieftöner, der nach dem Downfire-Prinzip<br />

arbeitet. Wie es sich für einen<br />

Funklautsprecher mit Anspruch auf Perfektion<br />

gehört, nehmen auch die LV3 jedwede<br />

Quelle entgegen. Dazu bedient man sich<br />

des beiliegenden Funktransmitters TX100.<br />

Beeindruckend war der Bassanteil, den die<br />

nicht einmal einen Meter messenden Standlautsprecher<br />

von sich gaben. Da sich der<br />

tieffrequente Eindruck auch bei bassarmer<br />

Musik einstellt, eignen sich die Lautsprecher<br />

für jegliche Art von moderner Musik. Bei aller<br />

Liebe zum technischen Detail, sehen wir<br />

in den Lautsprechern keinen Ersatz für eine<br />

audiophile High-End-Anlage, sondern einen<br />

modernen Alltagsbegleiter.<br />

Preis: 1 700 Euro<br />

Kontakt: www.tad-audiovertrieb.de<br />

sitzplatzunabhängiges Hörvergnügen<br />

maximale Auflösung 48 kHz bei 16 Bit<br />

Unison Research Unicon Primo<br />

Hybrid vollverstärkt<br />

Kurze Schaltungswege müssen in der Audiotechnik<br />

nicht unbedingt mit einem geringen<br />

Bauteilaufwand einhergehen. Der<br />

Vollverstärker Unico Primo des italienischen<br />

Herstellers Unison Research, geht dabei einen<br />

ganz eigenen Weg. Von außen betrachtet<br />

erscheint der Primo in einem schwarzen,<br />

leicht gebürsteten<br />

Aluminiumgehäuse mit Stahlchassis und einer<br />

15 Millimeter starken Frontplatte. Unser<br />

Modell ist bereits mit einer Phonovorstufe<br />

für MM- und MC-System, die unmittelbar<br />

am Eingang platziert wurde, bestückt. Sie<br />

verfügt über Verstärkungsanpassungen sowie<br />

eine RIAA-Entzerrung, die für den Bass<br />

aktiv und für den Hochtonbereich passiv<br />

arbeitet. Klanglich zeigt der Unico Primo<br />

Charakter. Der Höreindruck, der bei uns<br />

blieb, ist geprägt von einer entspannten<br />

und ruhigen Darstellung musikalischer Vorgänge.<br />

Es wird keine überzogene Euphorie<br />

erzeugt, die häufig mit Esprit betitelt wird<br />

und schnell zu Überzeichnungen im Präsenz-<br />

und Hochtonbereich führt.<br />

Preis: ab 1 600 Euro, Phonovorstufe<br />

150 Euro<br />

Kontakt: www.unison-research.de<br />

entspanntes Hörvergnügen mit reichlich<br />

Leistungsreserven<br />

kein symmetrischer Eingang<br />

Development & Design Resonator 1 000 Hz<br />

Vibrationsschlucker<br />

Bekommt man den Resonator 1000 Hz ohne<br />

Vorwissen und Namen in die Hand, weiß<br />

man zunächst nicht, was er ist und was damit<br />

eigentlich zu tun sein soll. Wesentlich<br />

informativer ist da schon ein Blick in das Innere<br />

des Rundlings: Dort befinden sich zwei<br />

sternförmige Resonanzfederkonstruktionen.<br />

Daran wird auch offensichtlich, dass es sich<br />

um eine neue Version des Resonators handelt,<br />

denn im Vorgänger befand sich nur<br />

ein Resonanzvernichter. Angewendet wird<br />

der Vibrationsschlucker, indem man ihn auf<br />

dem Gehäuse eines Gerätes platziert. Dabei<br />

wurde in Laborexperimenten herausgefunden,<br />

dass die Auswirkung in ihrer Intensität<br />

schwankt, wenn man den Resonator an verschiedenen<br />

Stellen des Gehäuses anbringt.<br />

Das Verringern von Gehäuseschwingungen<br />

soll zu einer Klangverbesserung führen. Leider<br />

konnten wir bei unserem Testsetup keinen<br />

Klangunterschied herbeiführen, was jedoch<br />

keinesfalls gegen die Funktionalität des<br />

Gerätes spricht, sondern eher für die bereits<br />

sehr gute Konstruktion unserer Geräte.<br />

Preis: 333 Euro<br />

Kontakt: www.finite-elemente.de<br />

elegante, interessante Optik<br />

keiner<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Audio Pro, Philips<br />

10 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Hörer-finanziertes Musikprojekt überholt Coldplay in den Charts<br />

In Großbritannien gelang es einem über Crowdfunding<br />

finanziertes Album, Größen wie Rihanna<br />

und Coldplay in den Charts den Rang abzulaufen.<br />

Crowdfunding ist ein Prinzip, bei<br />

dem der Initiator eines Projektes seine<br />

Idee möglichst ansprechend (online)<br />

präsentiert und die Gesellschaft dazu<br />

aufruft, bei Interesse an dem Ergebnis<br />

Geld zu spenden, um das Ziel<br />

erreichen zu können. Bestimmte<br />

Portale sammeln für derartige Crowdfunding-Projekte.<br />

So wurde auch in<br />

diesem Fall die Idee auf dem Internetportal<br />

PledgeMusic veröffentlicht, wodurch<br />

innerhalb weniger Stunden eine<br />

Geldsumme von über 200 000 Britischen<br />

Pfund (etwa eine Viertelmillion Euro) zusammengekommen<br />

ist. Zusätzlichen Anreiz<br />

schuf Ginger Wildheart dadurch, den Spendern<br />

ein weiteres Album mit 30 Songs zukommen zu lassen.<br />

Zudem durften die Geldgeber bestimmen,<br />

welche zwölf Songs am Ende auf der Scheibe<br />

landeten. Überschüssiges Geld soll als<br />

Spende an den Verein „Save The Children“<br />

überwiesen werden. Ein Zeichen<br />

wollte Ginger Wildheart vor allem<br />

gegen die Marketing-Methoden der<br />

Label setzen, welche die Künstler seiner<br />

Meinung nach nicht ausreichend<br />

berücksichtigen, sondern nur „wie<br />

Futter“ benutzen. Auf diese Art und<br />

Weise wollte er einen neuen Weg aufzeigen,<br />

wie Musik durch Künstler und<br />

Fans populär werden kann, sodass die<br />

Musiker sogar von ihrer Kunst leben können<br />

– ein Anreiz auch für Newcomer. Das<br />

Album trägt den Titel „100 Percent“, nebenstehend<br />

ist das Cover abgebildet.<br />

Microsoft startet Musikservice<br />

Microsoft präsentierte kürzlich den Musikservice<br />

„Xbox Music“. Dabei legt der Softwareentwickler<br />

vor allem Wert auf die Multifunktionalität<br />

seines Angebotes. So sollen<br />

kostenloses Streaming eigener Playlisten,<br />

der Zugriff auf über 30 Millionen Lieder<br />

sowie der Kauf von Musiktiteln möglich<br />

sein. Der Service ist seit Ende Oktober für<br />

Xbox 360, Windows-8-PCs, Smartphones<br />

und Tablets verfügbar und agiert vollkommen<br />

cloudbasiert. Später sollen noch weitere<br />

Plattformen unterstützt werden. Unter<br />

Windows 8 kann sogar kostenlos gestreamt<br />

werden, allerdings wird nach 6 Monaten<br />

eine Zeiteinschränkung vorgenommen. Ansonsten<br />

soll der Streaming-Service 9,99 Euro<br />

pro Monat kosten. Musik soll in Zukunft<br />

auch mit Freunden und Familienmitgliedern<br />

geteilt werden. Die Funktion Smart DJ hilft<br />

dem Benutzer beim Entdecken neuer Musik.<br />

Anzeige<br />

<br />

Eingänge: 4 x Cinch, 1 x XLR, 1 x USB; Ausgänge:<br />

1 x Lautsprecher, Tape-Out, Pre-Out; Leistung 200 Watt/Kanal, silber<br />

oder schwarz, 17Kg, 2.549,-€<br />

MEHR PRODUKTE UND HÄNDLER:<br />

TELEFON 077 28 - 10 64 · WWW.REICHMANN-<strong>AUDIO</strong>SYSTEME.DE


Akustikmassage für das Gehirn<br />

Brain Shift Radio heißt ein neuer Online-<br />

Radiosender, der behauptet, mit seinem<br />

Musikprogramm die Psyche seiner Hörer gezielt<br />

beeinflussen zu können. Das geschieht<br />

durch individuell zusammengestellte Musikpools.<br />

So sollen beispielsweise Konzentration,<br />

Entspannung oder Schläfrigkeit<br />

angeregt werden können. Ob<br />

diese Wirkungen allerdings<br />

tatsächlich eintreten, wird<br />

bisher angezweifelt.<br />

Mitgründer Jeff Strong<br />

möchte die Erkenntnisse<br />

aus eigener jahrzehntelanger<br />

Musikwirkungsforschung<br />

erhalten<br />

haben und baut auf<br />

diesen die Funktionsweise<br />

des Radioprogramms<br />

auf. Kritiker entgegnen,<br />

dass sich ein lang<br />

anhaltender therapeutischer<br />

Effekt nur dann einstellt, wenn<br />

Menschen aktiv Musik machen,<br />

nicht aber, wenn sie sich nur passiv „berieseln“<br />

lassen. Dem wird entgegengesetzt,<br />

dass Musikhören natürlich trotzdem oftmals<br />

einen Einfluss auf die persönliche Stimmungslage<br />

hat. Die Musikstücke des Brain<br />

Shift Radios sind vorwiegend Rhythmus-<br />

und Ambient-Tracks, die beliebig zusammengestellt<br />

werden können. Dabei sollte<br />

die Lautstärke so gewählt werden, dass die<br />

Musik sich in die Hintergrundgeräusche einfügt,<br />

also nicht vordergründig wahrnehmbar<br />

ist. Dabei geht das Programm nach<br />

zwei Methoden vor: Im Standard-<br />

Modus wählt der Benutzer eine<br />

Stimmung und bekommt<br />

passende Musik gespielt,<br />

zum Beispiel aufbauende<br />

Musik in der Kategorie<br />

„Ich fühle mich stumpf<br />

und leer“. Im manuellen<br />

Modus dagegen stellen<br />

die Hörer sich eigene<br />

Lieder zusammen,<br />

die einer bestimmten<br />

Stimmung dienlich sind.<br />

Die Server lernen dabei<br />

langsam die Präferenzen<br />

des einzelnen Anwenders<br />

und berücksichtigen diese bei<br />

zukünftigen Hörsitzungen. Das sei<br />

wichtig, da nicht jede Musik auf jeden Menschen<br />

gleich wirke. Je nach Umfang kostet<br />

der Service 9,99 Dollar oder 19,99 Dollar im<br />

Monat, ein kostenloses Probeabo kann eine<br />

Woche lang unter http://brainshiftradio.com<br />

getestet werden.<br />

KURZ NOTIERT<br />

EU genehmigt Übernahme von<br />

EMI durch Universal mit Auflagen<br />

Die Europäische Kommission prüfte<br />

die Übernahme des Musikgeschäftes<br />

von EMI durch Universal und hat dem<br />

Vorhaben nach der EU-Fusionskontrollverordnung<br />

grünes Licht gegeben. Um<br />

wettbewerbsrechtliche Bedenken auszuräumen,<br />

muss EMI mehrere wichtige<br />

Vermögenswerte veräußern. Dazu gehören<br />

beispielsweise die Labels Parlophone<br />

(Coldplay, Pink Floyd, Tina Turner) und<br />

Mute (Depeche Mode, Moby, Nick Cave<br />

& The Bad Seeds). Universal hat noch<br />

knapp vier Monate Zeit, um die Auflagen<br />

zu erfüllen. Nach dem Zusammenschluss<br />

würden nur noch drei Major-Labels den<br />

Markt beherrschen: Sony Music Entertainment,<br />

Warner Music Group und die<br />

Universal Music Group.<br />

Sportlich-elegante Partnerschaft: Maserati und Bowers & Wilkins<br />

Eine besondere Partnerschaft haben der<br />

italienische Sportwagenbauer Maserati und<br />

der britische Lautsprecherhersteller Bowers<br />

& Wilkins bekannt gegeben. Diese entwickeln<br />

in einer langfristigen Kooperation ein<br />

neues High-End-Soundsystem, das in Maseratis<br />

Sportwagenmodellen ab dem Jahre<br />

2013 zum Einsatz kommen soll. Zwar sind<br />

derzeit noch keine technischen Details bekannt,<br />

es soll jedoch ein besonderes Klangerlebnis<br />

entstehen, welches das Fahrgefühl<br />

verändern wird. Im Rahmen der Werbekampagne<br />

ist die Microsite www.sevennotes.<br />

com entstanden, wo es nicht nur optische<br />

Eindrücke, sondern auch etwas zum Hören<br />

gibt: Der Musiker und Produzent Howie B<br />

(U2, Björk) hat sieben Töne von Maserati-<br />

Motoren verwendet, um mit ihnen eine<br />

atmosphärische Musik zu kreieren – aufgenommen<br />

in den Abbey Road Studios in<br />

London. Auf der Seite können zwei der entstandenen<br />

Musikstücke in hochauflösenden<br />

Formaten kostenlos nach einer Registrierung<br />

heruntergeladen werden.<br />

Zum Geburtstag: Marshall goes Hi-Fi<br />

Marshall, der wohl bekannteste Hersteller<br />

für Gitarrenverstärker, beging diese Jahr<br />

seinen fünfzigsten Geburtstag und feiert<br />

diesen mit einem ganz besonderen Produkt:<br />

Der Mini-Marshall-Verstärker Hanwell<br />

ist das erste Hi-Fi-Produkt des Herstellers<br />

und richtet sich vor allem an Freunde<br />

von portablen Abspielgeräten. Über einen<br />

Achtelzoll-Klinkeneingang kann der Player<br />

angeschlossen werden, Lautstärke, Höhen<br />

und Bass werden getreu dem altbewährten<br />

Marshall-Design über goldene Drehpotis<br />

geregelt. Auch äußerlich ist der kleine<br />

Marshall sofort an seinen Markenzeichen<br />

zu erkennen: Die Vinylummantelung und<br />

der Logo-Stick auf der Front dürften nicht<br />

nur Gitarrenfreunden ein wohlbekannter<br />

Anblick sein. Ziel des Minis ist es, den typischen<br />

Marshall-Sound auch der Generation<br />

iPod näherzubringen.<br />

Bilder: Marshall, Mssarati, Stock.xchng<br />

12 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


„Übertragung per Funk wäre wünschenswert“<br />

Steht eine Übertragung per Funk für<br />

ein modernes Heimkino?<br />

Übertragung per Funk (wie zum Beispiel<br />

bei der Dynaudio Xeo oder KEF Universal<br />

Wireless System) wäre wünschenswert,<br />

funktioniert aber nur ab einem gewissen<br />

finanziellen Aufwand. In der Vernunftklasse<br />

gibt es zum Kabel nach wie vor keine<br />

Alternative.<br />

Haben Sie Tipps um Kabelsalat vorzubeugen<br />

oder zu verstecken?<br />

Kabelsalat bei Lautsprecherkabeln vermeidet<br />

man mit der passenden Länge, und<br />

indem man das Kabel über Nacht „ausliegen“<br />

lässt. Gerade ausgelegt lässt es sich<br />

dann in der Regel gut verlegen. Eine tolle<br />

Lösung für etwas mehr Geld sind von INA-<br />

KUSTIK die Kabelkanäle Ambient Track.<br />

Welche Zubehör- und Tuningprodukte<br />

bessern den Klang so richtig auf?<br />

Zubehör und Tuning gibt es wie Sand am<br />

Meer. Ich empfehle stichpunktartig die<br />

V-Modelle von Musical Fidelity. Der V-DAC<br />

Digital-Analog-Wandler sucht klanglich in<br />

seiner Klasse seinesgleichen, der V-Can<br />

ist ein toller Kopfhörerverstärker zum<br />

Dumping-Preis und die V-LPS ist schlicht<br />

die beste Phonostufe Ihrer Preisklasse (und<br />

zum Teil weit darüber hinaus). Und mit<br />

dem V-PSU Zusatznetzteil kann man diese<br />

Geräte nochmal hörbar weiter bringen.<br />

hifisound<br />

Lautsprecher Vertrieb<br />

Jüdefelderstraße 35/52<br />

48143 Münster<br />

Tetje Ewert<br />

Tel.: +49-251 – 47828<br />

E-Mail: infos@hifisound.de<br />

Internet: www.hifisound.de<br />

Sie wollen auch <strong>AUDIO</strong>-<strong>TEST</strong>-Partnerfachhändler<br />

werden? Bewerben Sie sich per<br />

E-Mail: fachhandel@audio-test.at<br />

Hi-Fi-Termine<br />

3.–4.11.2012: Analog Forum Krefeld<br />

Hotel Mercure Krefeld, 47802 Krefeld<br />

Internet: www.aaanalog.de<br />

Vom 03. bis 04. November findet im Mercure Hotel Krefeld-Traar<br />

das diesjährige Analog Forum statt. Auf der<br />

Hotelmesse präsentieren sich verschiedenste Aussteller,<br />

vom Hersteller über Vertrieb bis zum Händler. Mit dabei<br />

sind u.a. Audionext, Axxis, Friends of Audio, PSB und viele<br />

weitere. Das Hifistudio Hifi -Zeile Bremen wird, wie schon<br />

vor zwei Jahren, einen Messplatz für Ihre Geräte aufbauen.<br />

Uli Apel wird darüber hinaus einen Messplatz für Ihren<br />

Tuner einrichten sowie Röhrenmesstechnik mitbringen. Im<br />

Händlerdorf werden gebrauchte LPs, Phono- und Tuningzubehör,<br />

Sammlerstücke und gebrauchte Geräte angeboten.<br />

Darüber hinaus gibt es verschiedene Räume mit<br />

Workshops, Hi-Fi-Klassikern sowie eine Analog-Lounge.<br />

17.–18.11.2012: High End on Tour<br />

Commundo Tagungshotel, 21033 Hamburg<br />

Internet: www.highendsociety.de<br />

Zwei Tage lang dreht sich im Commundo Tagungshotel alles<br />

um die Musik und deren optimale Wiedergabe in den heimischen<br />

vier Wänden. Die Besucher können sich auf ein<br />

breites Spektrum unterschiedlicher Anlagen und Komponenten<br />

aller Preisklassen freuen, sowie auf alle aktuellen<br />

Technologien, von der Vinylschallplatte bis zu modernen<br />

Netzwerk- und Streaminglösungen. Selbstverstandlich werden<br />

auch die jungen MP3-Nutzer und ihre Wü nsche nach<br />

Docking-Mö glichkeiten berücksichtigt. In Hamburg stehen<br />

insgesamt 29 Vorführräume für Musikpräsentationen zur<br />

Verfü gung. Neben den Vorführungen sind die Vertreter der<br />

Hersteller mit Informationsständen vor Ort und beantworten<br />

alle Fragen.<br />

Quantum 757<br />

3.11.2012: Lange Nacht der Ohren<br />

Berlin Zentrum<br />

Internet: www.lange-nacht-der-ohren.de<br />

Die musikalische Reise durch Berlins Hi-Fi-Fachgeschä fte:<br />

Erleben Sie spannende Audiotechnik bis Mitternacht. Bereits<br />

zum fünften Mal veranstalten die Berliner Hi-Fi-Studios<br />

eine gemeinsame Abendveranstaltung und zeigen Ihnen<br />

beste Hi-Fi- und Video-Technik. Stattfinden wird sie<br />

am Samstag, 3. November 2012 von 17-24 Uhr.<br />

Nutzen Sie diese Gelegenheit zum Besuch der zahlreichen<br />

Vorträge oder zu Hörtests in entspannter Atmosphäre.<br />

Ein kostenloser Shuttle-Bus verkehrt zwischen den Händlern.<br />

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website!<br />

17.11.2012: The Blues Company<br />

Commundo Tagungshotel, 21033 Hamburg<br />

Internet: www.phonosophie.de<br />

Am Samstag, dem 17. November 2012, gibt die 6-Köpfi ge-<br />

Blues-Company, ein 3-Stunden-Konzert mit anschließendem<br />

Meet & Greet. Die Veranstaltung wird zusammen von der<br />

High End Society, dem HiFi Studio Bramfeld und Phonosophie<br />

präsentiert. Der Auftritt beginnt um 19:00 und ist Teil<br />

der Messe High End on Tour. Die Eintrittskarten kosten 30<br />

Euro pro Person und sind im HiFi Studio Bramfeld oder bei<br />

Phonosophie erhaltlich. Einen Verkauf am Samstag, auf der<br />

High End on Tour, wird es ebenfalls geben.<br />

Jetzt kommt’s dicke!<br />

16.11.–18.11.2012: Klangbilder<br />

Hotel Hilton Vienna Plaza, 1010 Wien<br />

Internet: www.klangbilder.eu<br />

Auch dieses Jahr öffnen sich die Tore zur Klangbilder-<br />

Messe wieder, Österreichs Messe fur hochwertige Unterhaltungselektronik<br />

im Hilton Vienna Plaza. Vom 16. bis<br />

zum 18. November 2012 werden hi-fi dele Hörer sowie audiophile<br />

Enthusiasten wieder in den Bann der Messehighlights<br />

gezogen. Neben der Messe bietet der Veranstalter<br />

auch dieses Jahr wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm,<br />

bei dem man internationale Künstler persönlich<br />

kennenlernen kann, sich Hintergründe über Aufführungen<br />

und CD-Aufnahmen erfahren lassen und verschiedene<br />

Klangvergleiche durchgeführt werden. Auf einer Livebühne<br />

im Erdgeschoss begeistern darüber hinaus zahlreiche<br />

Künstler mit ihren Konzerten.<br />

23.11.2012: Tag des Hörens<br />

Deutschlandweit<br />

Internet: www.ear-fidelity.de<br />

Nach dem Erfolg im letzten Jahr ruft der Bundesverband der<br />

Hörgeräte-Industrie wieder zu bundesweiten Aktionen anlässlich<br />

des „Tag des Hörens“ auf, um damit das Bewusstsein<br />

für die Themen Hören, Hörminderung und Hörtechnologie<br />

in der Öffentlichkeit und den Medien zu stärken sowie<br />

die aktive Auseinandersetzung mit dem eigenen Hörsinn zu<br />

fördern. Unterstützung erhielt der Verband von der Berliner<br />

Lautsprecher Teufel GmbH bereits im Vorfeld. Der Verband<br />

wirbt mit dieser Aktion für die Bedeutung eines guten Gehörs,<br />

ein Interesse, das der Audiohersteller Teufel teilt. Neben<br />

speziellen Aktionen in den Hörakustikerfi lialen in<br />

Deutschland, wie kostenlosen Hörtests, wird das Angebot<br />

am „Tag des Hörens“ um Plakat- und Mitmachaktionen für<br />

Jedermann und für jedes Alter erweitert.<br />

Anzeige<br />

Blickfang der brandneuen Lautsprecherserie<br />

Quantum 750 von MAGNAT ist die 45 mm<br />

dicke MDF-Schallwand im edlen Pianolack-<br />

Finish. Diese auf den hinteren Korpusteil<br />

aufgesetzte Schallwand bietet nicht nur<br />

hervorragende Arbeitsbedingungen für<br />

die neuen 750er Hochleistungs-Tieftöner,<br />

sondern verleiht dieser Boxenserie ein<br />

einzigartiges und ausdrucksstarkes Design.<br />

Den Hörer erwartet zudem ein klares und<br />

breitbandiges Klangbild, ohne Bevorzugung<br />

eines einzelnen Frequenzbereiches, und<br />

das bei hoher Dynamik und Impulstreue.<br />

Versprochen!<br />

Mehr Informationen erhalten Sie unter:<br />

www.magnat.de.


„Möglichst viel Anlage auf<br />

Seit jeher gilt der AV-Receiver als Heimkinomittelpunkt und daran wird sich auch in<br />

absehbarer Zeit nichts ändern. Während andere Geräteklassen immer schlanker werden,<br />

setzen die Receiver auf Kontinuität. Detaillösungen werden regelmäßig hinzuaddiert<br />

und die Funktionsliste von Modell zu Modell erweitert. Dabei stießen vor allem Einsteiger<br />

in der Vergangenheit immer wieder auf Stolpersteine, die mitunter zu einem wahren<br />

Bedienkollaps führten. Wie die Hersteller versuchen, solche Hürden zu beseitigen, während<br />

sie ungehindert weitere Technologien verbauen, wollten wir von den beiden AVR-<br />

Urgesteinen Denon und Onkyo wissen.<br />

TORSTEN PLESS<br />

Denon – Henning Juknat - Marketing Communication Officer<br />

Der Einrichtungsassistent wird stets<br />

vereinfacht und das Menüdesign überarbeitet,<br />

kommt der Kunde nicht mehr<br />

mit den Funktionen zurecht?<br />

Die technologischen Entwicklungen schreiten<br />

auch im Kontext der Unterhaltungselektronik<br />

rasant voran. Heimkinoprodukte<br />

werden komplizierter, mehr Funktionen<br />

bedeuten ferner mehr Steuerungsumfang.<br />

Aus diesen Gründen ist eine möglichst<br />

einfache und intuitive Bedienung für Verbraucher<br />

gemäß unserer Umfragen eine<br />

der wesentlichen Eigenschaften moderner<br />

A/V-Produkte. Einrichtungsassistenten<br />

schaffen die Grundvoraussetzungen für ein<br />

optimales A/V-Erlebnis. Der Kunde soll sich<br />

im Vorfeld schon sicher sein, dass er ohne<br />

fremde Hilfe das Gerät schnell und nach<br />

seinen individuellen Wünschen anschließen<br />

kann. Wir bei Denon sind davon<br />

überzeugt, dass man in Bezug auf das<br />

Menüdesign auch in Zukunft noch einiges<br />

erreichen/optimieren kann. Daher kümmert<br />

sich intern sogar eine eigene User-<br />

Experience-Abteilung um dieses Thema.<br />

Wann können wir bei AV-Receivern<br />

mit Mehrkanalstreaming rechnen?<br />

Mehrkanalstreaming ist bereits in unseren<br />

BD-Playern verfügbar. Aus lizenztechnischen<br />

Gründen lassen sich bestimmte<br />

Funktionen (z. B. AirPlay) und Mehrkanalstreaming<br />

aber zum heutigen Zeitpunkt<br />

nicht durch den Einsatz eines einzigen<br />

Chips in einem Gerät vereinbaren. Daher<br />

haben wir uns dazu entschlossen, hochwertiges<br />

2-Kanalstreaming mit Gapless-<br />

Wiedergabe, FLAC, WAV und ALAC sowie<br />

AirPlay in unsere AV-Receiver zu integrieren.<br />

Wer mehrkanalig hochwertiges Material<br />

streamen möchte, der findet unter<br />

unseren Playern die besten Komponenten.<br />

Warum werden bei der Vernetzung<br />

keine WLAN-Funkmodule verbaut?<br />

Bei unseren Vorgänger-Modellen AVR-<br />

4308 und AVR-4810 waren diese Module<br />

noch integriert, ebenso sind sie das bei<br />

aktuellen <strong>Stereo</strong>- und Lifestyle-Produkten<br />

aus unserem Hause (z. B. Cocoon, D-F019,<br />

CEOL Piccolo), bei denen möglichst „viel<br />

Anlage auf wenig Raum“ untergebracht<br />

werden muss. Bei AV-Receivern wird dies<br />

in der Tat nicht (mehr) getan – denn ein<br />

AV-Receiver ist an sich ein sehr komplexes<br />

High-Tech-Produkt und externe<br />

Lösungen, also WLAN-Bridges oder Strom-<br />

Netzwerkadapter, stellen heute je nach<br />

Einsatzort eine sehr gute bzw. zum Teil<br />

sogar bessere Alternative zu integrierten<br />

WLAN-Modulen dar.<br />

Was unterscheidet Ihr Receiver-Spitzenmodell<br />

von dem der Konkurrenz?<br />

Unser aktuelles Spitzenmodell AVR-4520<br />

bietet schon jetzt einen kleinen Ausblick<br />

auf die Modelle der kommenden Jahre:<br />

Menü und Einrichtungsassistent sind noch<br />

einmal überarbeitet worden, Animationen<br />

veranschaulichen hier unter anderem<br />

wichtige Schritte beim Anschluss. Die<br />

Nutzerfreundlichkeit steht also erneut im<br />

Mittelpunkt. Darüber hinaus bietet das<br />

Flaggschiff der Denon-AV-Receiver selbstverständlich<br />

sämtliche Komfortfunktionen<br />

wie InstaPrevue und MHL-Kompatibilität,<br />

vollständige 4K-Unterstützung und HDMI<br />

für Zone 2. Gapless-Wiedergabe und<br />

AirPlay sind bei Denon auch in kleineren<br />

Modellen bereits obligatorisch. Der große<br />

AVR-4520 bringt die volle 11.2-Vorverstärkerunterstützung<br />

für DTS-Neo:X und<br />

Audyssey DSX mit. Neben technischen<br />

Innovationen wie der kompletten 32-Bit-<br />

Digital-Signalverarbeitung trägt auch die<br />

neu gestaltete, noch kraftvollere und<br />

audiophil abgestimmte Endstufe zu einem<br />

natürlichen Klangbild bei. Für Spezialfälle<br />

bietet der AVR-4520 zudem gänzlich neue<br />

Lösungen, etwa das so genannte Audyssey<br />

LFC (Low Frequency Containment), mit<br />

welchem die Bässe im Hörraum klar und<br />

knackig bleiben, im Nachbarraum aber<br />

auch bei höheren Lautstärken nicht stören.<br />

Dies wird mittels modernster psychoakustischer<br />

Algorithmen gewährleistet.<br />

Das neue Flagschiff aus dem Hause Denon<br />

hört auf den Namen AVR-4520 und weiß<br />

mit zahlreichen Neuerungen zu gefallen.<br />

Eine 9-Kanal-Endstufe mit 190 Watt<br />

pro Kanal, drei HDMI-Ausgänge und 4K-<br />

Upsampling stehen genauso auf der Habenseite<br />

wie Airplay, DLNA, Gapless oder<br />

Spotify. Android- und iOS-Apps runden die<br />

grafische Benutzerführung ansprechend ab.<br />

www.denon.de<br />

14 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at<br />

Bilder: Denon, Onkyo


wenig Raum“<br />

Henning Juknat,<br />

Denon<br />

Annette Rupp,<br />

Onkyo<br />

Onkyo – Annette Rupp - Marketing Administration Coordinator<br />

Der Einrichtungsassistent wird stets<br />

vereinfacht und das Menüdesign<br />

überarbeitet, kommt der Kunde nicht<br />

mehr mit den Funktionen zurecht?<br />

In der Tat verfügen unsere heutigen AV-<br />

Receiver über deutlich mehr Funktionen<br />

als noch vor wenigen Jahren. Die einfache<br />

Bedienbarkeit unserer Produkte lag uns<br />

immer am Herzen – und darf nicht unter<br />

dem gestiegenen Funktionsumfang leiden.<br />

Einrichtungsassistenten ermöglichen<br />

die schnelle und einfache Inbetriebnahme,<br />

während tiefergreifende Funktionen<br />

fortgeschrittenen Anwendern weiterhin<br />

zugänglich bleiben.<br />

Die Netzwerkfähigkeiten aktueller<br />

AV-Receiver nehmen immer weiter<br />

zu – wann können wir mit Mehrkanalstreaming<br />

rechnen?<br />

Aktuell gibt es keine Pläne zur Unterstützung<br />

von Mehrkanalstreaming, da<br />

die meisten Streaminginhalte im Audiobereich<br />

weiterhin in 2-Kanal-Formaten<br />

vorliegen. Wir beobachten jedoch die<br />

Nachfrage und werden diese Funktion<br />

ggf. zu einem späteren Zeitpunkt berücksichtigen.<br />

Warum werden bei der Vernetzung<br />

keine WLAN-Funkmodule verbaut?<br />

Jedes zusätzliche Feature in einem Gerät<br />

ist in der Regel mit höheren Produktionskosten<br />

verbunden, erst Recht, wenn dafür<br />

zusätzliche Hardwarebauteile benötigt<br />

werden. Jedoch möchte nicht jeder Käufer<br />

eines Netzwerkreceivers diesen auch<br />

per WLAN anschließen (und somit für<br />

eine Funktion bezahlen, die nicht genutzt<br />

wird). Nach unserer Erfahrung werden<br />

viele Netzwerk-Heimkinoreceiver stationär<br />

und noch an einem Ethernetanschluss<br />

betrieben – während das lokale WLAN<br />

vom Streaming entlastet und zum Surfen<br />

bzw. für mobile Geräte genutzt wird.<br />

Mit dem optionalen USB-WLAN-Adapter<br />

UWF-1 können unsere Kunden ihren<br />

Netzwerkreceiver (ab Modellgeneration<br />

2011) schnell und einfach in ihr drahtloses<br />

Heimnetzwerk einbinden. Durch<br />

die Trennung von Receiver und WLAN-<br />

USB-Stick können ggf. auch zukünftige,<br />

schnellere WLAN-Standards zugänglich<br />

gemacht werden – was im Falle eines fest<br />

verbauten WLAN-Chipsets fast unmöglich<br />

ist.<br />

Gibt es bereits Pläne zukünftig<br />

HDMI-Streaming per WHDI/WiHD zu<br />

integrieren?<br />

Derzeit ist die Integration von HDMI-<br />

Streaming nicht geplant. Zum einen ist<br />

die Anzahl WHDI/WiHD-unterstützender<br />

Geräte noch sehr gering, zum anderen<br />

befinden sich alle Komponenten (TV,<br />

Heimkinoreceiver, Blu-ray-Player etc.)<br />

meist am selben Aufstellungsort. Wir<br />

beobachten jedoch auch hier sehr genau<br />

die Nachfrage und werden ggf. zu einem<br />

späteren Zeitpunkt die Integration von<br />

WHDI/WiHD berücksichtigen.<br />

Was unterscheidet Ihr Receiver-Spitzenmodell<br />

von dem der Konkurrenz?<br />

Erstens: Bestmögliche Klangqualität für<br />

Filme und Musik – dank kurzer Signalwege,<br />

separater Stromversorgungen für<br />

die Audio-/Video-/Verstärkerschaltkreise<br />

und eine breite Zahl von Audiotechnologien,<br />

die unseren bewährten Hi-Fi-<br />

Produkten entliehen sind. Zweitens: Konkurrenzlose<br />

Bildverarbeitung durch die<br />

Integration von gleich drei branchenführenden<br />

Bildverarbeitungstechnologien/-<br />

prozessoren: HQV Vida VHD1900, Marvell<br />

Qdeo und ISF- Videokalibrierung (Imaging<br />

Science Foundation). Drittens: Breite<br />

Netzwerk- und Streamingunterstützung –<br />

nicht nur für die Netzwerkwiedergabe<br />

von NAS/PC und Internetradio, sondern<br />

auch einer Vielzahl von beliebten Musikdiensten<br />

(Spotify, AUPEO, Simfy, Last.<br />

fm). Aber auch lokales Streaming von<br />

Smartphone, Notebook oder Tablet per<br />

Bluetooth ist dank optionalem UBT-1-Bluetooth-Adapter<br />

jederzeit möglich.<br />

Der Onkyo TX-NR5010 setzt bei seinem<br />

leistungsstärksten Modell auf das THX-Ultra-2-Plus-Zertifikat,<br />

das dem AVR höchste<br />

AV-Performance besagt. Mit 11.4-Vorverstärkerausgängen<br />

macht dem 9.2-Kanal-<br />

AVR so schnell keiner etwas vor. App-Bedienung,<br />

4K-Skalierung, Cloud-Streaming und<br />

24-Bit/192-kHz-DLNA-Signalverarbeitung<br />

zählen zu seinen weiteren Features.<br />

www.de.onkyo.com<br />

News 15


Portable Unterhaltung<br />

Sie sind klein, elegant und leicht und haben einst die Musikindustrie komplett auf<br />

den Kopf gestellt. Was von dem großen Hype der MP3-Player heute noch übrig geblieben<br />

ist und was die aktuellen Spitzenmodelle bieten, haben wir analysiert.<br />

Mors certa, hora incerta – der Tod ist<br />

sicher, die Stunde ungewiss. Der<br />

Sinnspruch der Vergänglichkeit ist nicht<br />

nur am Neuen Rathaus in Leipzig zu finden,<br />

sondern trifft wie kaum ein anderer auf die<br />

Unterhaltungselektronikbranche zu. Einst<br />

revolutionierten die MP3-Player den Musikmarkt<br />

und machten Musik hören wieder<br />

modern und mobil. Heute findet man<br />

die Player nur noch in den hintersten Regalen<br />

der großen Fachmärkte, weit abgedrängt<br />

von einer neuen Geräteklasse: dem<br />

Smartphone. Während heute bereits jedes<br />

zweite verkaufte Handy ein Smartphone<br />

ist, rechnen die Analysten in den kommenden<br />

drei Jahren mit einem Marktanteil von<br />

95 Prozent. Der Verkauf an MP3-Playern<br />

geht dabei proportional in die umgekehrte<br />

Richtung. Doch es gibt auch weiterhin<br />

noch Gründe, die für einen separaten<br />

Multimediaplayer sprechen.<br />

Smartphone oder nicht?<br />

Vor dem Kauf sollte man sich die Frage<br />

nach dem Einsatzzweck, den gewünschten<br />

Funktionen und dem Budget, das für<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

den neuen Player zur Verfügung steht,<br />

stellen. Will man wirklich 700 Euro für einen<br />

Telefon-Musikhybriden ausgeben und<br />

muss man ständig online sein? Wer sich<br />

für ein günstiges Mobiltelefon entscheidet<br />

und dazu einen mobilen Medienplayer<br />

kauft, spart viel Geld. Unsere Testkandidaten<br />

decken die komplette Bandbreite<br />

ab, von gut und günstig bis zu portablem<br />

High-End. Der Philips GoGear Ariaz ist bereits<br />

ab 95 Euro (€) erhältlich, während die<br />

Player von Sony, Samsung und Colorfly mit<br />

ca. 200 Euro etwa doppelt so teuer zu Bu-<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Bose, Sony<br />

16 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


che schlagen. Hat man sich erst einmal auf<br />

einen Preis festgelegt, gilt es die Anforderungen<br />

an das Gerät zu überdenken, die<br />

je nach Anwendung einen unterschiedlichen<br />

Akkuverbrauch haben. Moderne<br />

Smartphones reichen bei moderater Bedienung<br />

gerade einmal aus, um über den<br />

Tag zu kommen.<br />

Das Samsung Galaxy S WiFi 4.2 liegt mit<br />

einer 40-Stunden-Dauerwiedergabe in<br />

einer ganz anderen Größenordnung. Und<br />

nichts ist ärgerlicher als ein Telefon, das<br />

sich vor einem wichtigen Anruf abschaltet,<br />

aufgrund des zu hohen Energieverbrauchs.<br />

Zusatzfunktionen wie Audiostreaming<br />

über Musikportale oder das Abspielen von<br />

Videos beanspruchen die Akkuleistung<br />

obendrein. Setzt man hier auf zwei voneinander<br />

losgelöste Geräte, liegt man damit<br />

klar im Vorteil. Wer zudem sportlich aktiv<br />

ist und dabei lieber Musik hört als zu telefonieren,<br />

wird an einem kompakten und<br />

leichten MP3-Player womöglich eher Gefallen<br />

finden.<br />

Eine Frage der Ausstattung<br />

Egal ob mit oder ohne Telefonfunktion, die<br />

Ausstattungsliste hört an dieser Stelle bei<br />

weitem noch nicht auf. Soll es ein reiner<br />

Audioplayer mit audiophilem Anspruch<br />

wie der Colorfly C3 sein oder möchte man<br />

darüber hinaus Albencover anzeigen und<br />

Videos unterwegs sehen, wie etwa mit<br />

Sonys NWZ-F805? Die Modelle Samsung<br />

Galaxy S WiFi 4.2 und Sony NWT-F805<br />

eignen sich darüber hinaus für mobiles<br />

Datenstreaming sowie die Wiedergabe<br />

von Onlineradios.<br />

Als Benutzeroberfläche greifen die beiden<br />

auf das Android-Betriebssystem zurück, in<br />

den Versionen 4.2 und 4.0. Moderne Hi-<br />

Fi-Anwender können die Geräte mithilfe<br />

spezieller Apps zu einer ebenso modernen<br />

Fernbedienung umfunktionieren. Diese<br />

reichen von der reinen Gerätesteuerung<br />

bis hin zu Control-Point-Funktionen, die<br />

eine Schnittstelle zwischen Netzwerkfestplatte<br />

und Audiorenderer bieten. Eine<br />

übersichtliche Auflistung und Erklärung<br />

der Apps finden Sie in der <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

Ausgabe 4/2012. Philips und Colorfly setzen<br />

derweil auf eigenständig programmierte<br />

Benutzerführungen.<br />

Eine Frage des Platzbedarfs<br />

Wir haben bei der Auswahl der portablen<br />

Audioplayer ebenfalls auf eine bunte<br />

optische Mischung geachtet, wie sich<br />

bereits unschwer an ihrem äußeren Gewand<br />

erkennen lässt. Eine Gemeinsamkeit<br />

war uns bei der Vorauswahl jedoch<br />

besonders wichtig: die Wiedergabe des<br />

verlustfrei komprimierten FLAC-Formats.<br />

MP3s sind zwar auch weiterhin deutlich<br />

platzsparender, allerdings wird sich kaum<br />

jemand die Mühe machen und sein FLAC-<br />

Musikarchiv vor dem Verlassen des Hauses<br />

neu konvertieren. Vergleicht man die<br />

Kompressionsraten gegeneinander, geht<br />

der Punkt klar an die MP3. Während eine<br />

30 Megabyte (MB) große WAV-Datei je<br />

nach Komprimierung in FLAC immer noch<br />

ca. 15 MB beträgt, erreicht man mit einer<br />

192 kbps MP3 etwa 3 MB. Damit bietet<br />

das MP3-Format Platz für ca. 2 700 Songs,<br />

während FLAC mit 550 Liedern deutlich<br />

das Nachsehen hat. Beide Werte liegen allerdings<br />

in Größenordnungen die man mit<br />

einem einzigen Hördurchlauf eher nicht<br />

erreicht und so kann man auch mit einem<br />

täglichen Playlisten-Wechsel für langandauerende<br />

musikalische Abwechslung<br />

sorgen.<br />

Fazit: Steht der Kauf eines neuen Smartphones<br />

unmittelbar bevor, wäre eine<br />

Kombination aus Telefon und MP3-Player<br />

der wohl logischste Schritt. Wenn man<br />

jedoch auf eine handliche Größe zum<br />

Joggen, einen reinen Audioplayer für die<br />

Kinder oder den Einstieg in die mobile<br />

High-End-Hi-Fi-Welt sucht, sind die reinen<br />

Audioplayer genau die richtige Wahl. Wir<br />

zeigen Ihnen mit unserer folgenden aktuellen<br />

Playerauswahl, für welche Geräte Sie<br />

sich entscheiden können.<br />

Sony NWZ-F805<br />

Der Sony Walkman setzt mit dem Model<br />

NWZ-F805 verstärkt auf Onlineentertainment<br />

und bietet neben einem Android-<br />

Betriebssystem den Zugang zu Sonys<br />

Musikplattform Music Unlimited. Mit USB-<br />

Anschluss und UKW-Tuner ist der Player<br />

bestens ausgestattet, ein etwas größeres<br />

Display hätte die besonders flüssige<br />

Bedienbarkeit noch unterstützt. Auffällig<br />

ist der durchsichtige Klang, der verlustfreie<br />

FLAC- und WAV-Dateien ausgezeichnet zur<br />

Geltung kommen lässt.<br />

Informationen<br />

Preis: 220 Euro<br />

Speicher: 16 GB<br />

Audioformate: AAC, FLAC, MP3,<br />

WAV, WMA<br />

Klangregelung: 5-Band-Equalizer<br />

Displayauflösung: 8 00 × 480<br />

WLAN/Bluetooth: +/–<br />

Musikspielzeit mit Akku<br />

(Herstellerangabe): ca. 20 Stunden<br />

Kontakt: www.philips.de<br />

Vorteile/Nachteile<br />

+ Android-Betriebssystem<br />

+ sehr gute Verarbeitung<br />

+ flüssige Bedienbarkeit<br />

+ durchsichtiges Klangbild<br />

– recht hoher Anschaffungspreis<br />

114,5 mm<br />

8,9 mm<br />

Wissen 17


Philips GoGear Ariaz MP4 player<br />

Philips GoGear Ariaz MP4 Player ist eine gelungene<br />

Mischung aus portabler Größe und<br />

übersichtlichem Farbdisplay. Trotz fehlender<br />

Touch-Oberfläche bietet der Player eine einfache<br />

Bedienung zu einem guten Preis. Die<br />

Klangqualität ist für den mobilen Einsatz<br />

mehr als ausreichend – selbst Videos spielt<br />

der Porti ruckelfrei ab. Die mitgelieferten<br />

Kopfhörer wurden geräuschisolierend entwickelt<br />

und schirmen akustische Einflüsse ab.<br />

Informationen<br />

Preis: 95 Euro<br />

Speicher: 4 GB Flash/8 GB Flash<br />

Audioformate: APE, FLAC, MP3,<br />

WAV, WMA<br />

Klangregelung: Presets + FullSound<br />

Displayauflösung: 3 20 × 240 P ixel<br />

WLAN/Bluetooth: –/–<br />

Musikspielzeit mit Akku<br />

(Herstellerangabe): bis zu 45 Stunden<br />

Kontakt: www.sony.de<br />

90 mm<br />

Vorteile/Nachteile<br />

+ einfache Bedienbarkeit<br />

+ gute Klangqualität<br />

+ integrierter Videoplayer<br />

+ günstiger Preis<br />

+ geringe Größe<br />

– Displaygröße Geschmackssache<br />

– keine Touch-Bedienung<br />

10 mm<br />

Samsung Galaxy S WiFi 4.2<br />

Das Samsung Galaxy S WiFi i 4.2 sieht einem<br />

Smartphone zum Verwechseln ähnlich und<br />

liefert mit einem Audio-/Videoplayer, mera und WLAN die kompletteste Ausstat-<br />

Katung.<br />

Auf den bis zu 32 GB erweiterbaren<br />

Speicher passen alle gängigen gen Formate, per<br />

DLNA greift man auf zusätzlichen Netzwerkspeicher<br />

zu. Ein kontrastreiches Display<br />

und ausgezeichneter Klang über Kopfhörer<br />

lassen den integrierten Lautsprecher sen, die lange Akkulaufzeit spricht für sich.<br />

verges-<br />

Informationen<br />

Preis: 189 Euro<br />

Speicher: 8 GB/mit MicroSD bis 32 GB<br />

Audioformate: AAC, FLAC, MP3, OGG,<br />

WAV, WMA<br />

Klangregelung: EQ + Klangoptimierung<br />

Displayauflösung: 4 80 × 800<br />

WLAN/Bluetooth: +/+<br />

Musikspielzeit mit Akku<br />

(Herstellerangabe): bis zu 40 Stunden<br />

Kontakt: www.samsung.de<br />

124 mm<br />

Vorteile/Nachteile<br />

+ Ausgezeichneter Klang<br />

+ kontrastreiches Display<br />

+ gute Kamera<br />

+ hohe Audioformatsvielfalt<br />

– nur 1-GHz-Singlecore-Prozessor<br />

– großes Gehäuse<br />

8,99 mm<br />

18 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at<br />

at


Colorfly C3<br />

Der Colorfly C3 zählt zu den anspruchsvollsten<br />

Mobilplayern auf dem Markt. Auf bis zu<br />

32-GB-Speicherplatz passen sowohl FLACs<br />

(16/44,1) als auch WAV-Dateien (24/44,1).<br />

Mit einem wertigen Aluminiumchassis, der<br />

praktischen Hosentaschengröße und einer<br />

berührungsempfindlichen Steuerung ist der<br />

C3 der perfekte High-End-Player für unterwegs.<br />

Im Klang stets durchsichtig und ausgeglichen<br />

eignet er sich für jede Art musikalischer<br />

Genres.<br />

Colorfly C3<br />

HIGHLIGHT<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Informationen<br />

Preis: 200 Euro<br />

Speicher: 8 GB Flash/mit MicroSD bis 32 GB<br />

Audioformate: APE, FLAC, MP3, WAV<br />

(24/48), WMA<br />

Klangregelung: –<br />

Displayauflösung: 3-zeiliges-OLED-Screen<br />

WLAN/Bluetooth: –/–<br />

Musikspielzeit mit Akku<br />

(Herstellerangabe): bis zu 15 Stunden<br />

Kontakt: www.hoerzone.de<br />

80 mm<br />

Vorteile/Nachteile<br />

+ WAV bis 24/48<br />

+ ausgezeichneter Klang<br />

+ berührungsempfindliche Bedienung<br />

+ sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

– kleines Display<br />

– keine Zusatzdienste<br />

10 mm<br />

Anzeige<br />

Klingt irre gut.<br />

Wahnsinnsauflösung. Wahnsinnskomfort. Wahnsinnsklang.<br />

Wahnsinnskombi.<br />

Gibt es das perfekte Doppel? Der neue C 546BEE mit Jog-Wheel, Nachfolger des vielfach ausgezeichneten C 545BEE, klingt<br />

jetzt dank neuem Platinenlayout und optimal integriertem 24 Bit Wolfson D/A-Wandler noch freier und musikalischer. Sein idealer<br />

Spielpartner C 356BEE mit modularer MDC(Modular Design Construction)-Schnittstelle verbindet hoch musikalischen Klang<br />

mit allerhöchster Betriebssicherheit. Die PowerDrive-Schaltung reagiert auf sprunghafte Abfragen mit mehr als der doppelten<br />

Leistung. Diese Wahnsinnskombi im Geist unserer Preis-Klangverhältnis-verrückten Gründer (1973) eröffnet für ihre Preisklasse<br />

gleich eine doppelte Neue Akustische Dimension. Was würde unsere Entwicklerlegende Björn Erik Edvardsen wohl dazu sagen?<br />

BegNADet. Genau. www.nad.de


Audiozubehör Teil 2: Stoßdämpfer<br />

zum Höherlegen<br />

Nachdem wir Ihnen in der letzten Ausgabe mehrere Gerätebasen vorgestellt haben,<br />

möchten wir unsere Aufmerksamkeit dieses Mal einer anderen Produktkategorie<br />

widmen: Absorbern. Was diese bringen und warum sie manchmal einer Basis vorzuziehen<br />

sind, lesen sie auf den nächsten Seiten.<br />

Ein kurzer Rückblick: In der letzten Ausgabe<br />

(<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 5/2012) haben wir<br />

Ihnen vier Gerätebasen vorgestellt. Deren<br />

Zweck ist hauptsächlich die Dämpfung<br />

von Schwingungen, um den Geräten einen<br />

optimalen Stand zu geben. Während der<br />

störende Einfluss von Vibrationen bei Platten-<br />

und CD-Spielern schnell erklärt waren,<br />

mussten wir bei Verstärkern, D/A-Wandlern<br />

und sonstiger Elektronik schon etwas tiefer<br />

in die Physik gehen. Wem unklar ist, warum<br />

die Hersteller von Tuning-Zubehör einen<br />

solchen Aufwand betreiben, dem sei der<br />

erste Teil unserer kleinen Serie noch einmal<br />

ans Herz gelegt. Diesmal verabschieden<br />

wir uns von den Basen und widmen<br />

uns Absorberfüßen.<br />

Basis oder Absorber?<br />

Die erste offensichtliche Frage ist, warum<br />

man plötzlich Füßchen verwenden sollte,<br />

wenn es die Base auch tut (oder umgekehrt).<br />

Während die Funktionalität zunächst<br />

grundlegend die gleiche ist, finden sich<br />

deutliche Unterschiede in der Handhabung.<br />

Einige Beispiele sollen das verdeutlichen.<br />

VON MARTIN HELLER<br />

Wichtig wird die Wahl zum Beispiel, wenn<br />

Sie zwei Geräte direkt aufeinander platzieren.<br />

Mit einer ganzflächig aufliegenden<br />

Base unter der oberen Komponente kann es<br />

nun dazu kommen, dass sie die Lüftungsschlitze<br />

desr unteren verdecken. Es besteht<br />

die Gefahr der Überhitzung, ihre geschätzten<br />

Geräte können Schaden nehmen. Mit<br />

Füßen bleibt der Abstand gewahrt, er wird<br />

sogar noch vergrößert und sorgt damit für<br />

eine bessere Wärmeabgabe. Nützlich sind<br />

kleine Dämpfer auch bei ganzflächig aufliegenden<br />

Geräten. Je nach Untergrund<br />

Bilder: Development & Design, Oehlbach, Auerbach Verlag<br />

20 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Development & Design begründet, warum Gerätefüße nützlich sind: Entscheidend sind für ihre Technologie sowohl Dämpfung und Ableitung. Diese sollen<br />

im richtigen Maße erfolgen. Während die Dämpfung bei Gerätefüßen meist zu hoch ist, bieten Spikes keinerlei Schwingungsreduzierung. Ableitung<br />

von Schwingungen wird laut dem Hersteller generell kaum beachtet<br />

führen hier schon kleinste Bewegungen zu<br />

ärgerlichen Kratzern in einer empfindlichen<br />

Lackierung, der erhöhte Stand durch Absorber<br />

schützt davor. Auch auf sehr glatten<br />

Stellflächen kann besonders durch gummierte<br />

Untersteller die Sicherheit erhöht<br />

werden, denn eine unsachte Bewegung mit<br />

dem Ellbogen soll nicht gleich den teuren<br />

Netzwerk-Player aus dem Regal befördern.<br />

Insbesondere bei Regallautsprechern sind<br />

Füße gegenüber Basen meistens zu bevorzugen.<br />

Der Grund liegt hier schlicht in der<br />

Größe des Untergrundes: Wird der Lautsprecher<br />

zentral auf der Basis platziert, steht<br />

diese vorne ein Stück über. Dadurch kommt<br />

es zu Kammfiltereffekten, denn der Schall<br />

wird an dem überstehenden Untergrund<br />

reflektiert und mischt sich laufzeitverzögert<br />

mit den geradlinig abgestrahlten Anteilen.<br />

Insgesamt sechs Absorber haben den Weg<br />

in unser Testlabor gefunden. Rein optische<br />

Unterschiede sind offensichtlich, doch wir<br />

interessieren uns auch für die inneren Werte<br />

– und natürlich wurde auch hier wieder<br />

der Hörtest gewagt.<br />

Oehlbach – XL Air Absorb<br />

Der Air Absorb von Oehlbach trägt als Set<br />

bis zu 70 Kilogramm (kg) schwere Geräte.<br />

Der Vollmetallkorpus sorgt für die nötige<br />

Stabilität. Ober- und Unterseite sind gummiert,<br />

es werden also sowohl der Untergrund<br />

als auch das Gerät effektiv vor Kratzern<br />

geschützt. Daran merkt man auch die<br />

dämpfende Wirkung: Auf beiden Seiten<br />

lässt sich die Gummierung durch leichten<br />

Druck mit einem Finger eindrücken. Zur optischen<br />

Abstimmung stehen die Air Absorb<br />

in den Farbvarianten Chrom und Gold zur<br />

Verfügung. Aufgrund ihrer Höhe von 29<br />

Millimetern (mm) sind sie für große Geräte<br />

und Lautsprecher eher geeignet. Bei kleineren<br />

Komponenten kann der einfach Air Absorb<br />

(ohne „XL“) mit einer Höhe von 16 mm<br />

Abhilfe schaffen. Auch deren Tragfähigkeit<br />

beträgt 70 kg. Der Name Air Absorb rührt<br />

von der Funktionsweise her. Oehlbach setzt<br />

auf ein eigens entwickeltes System von<br />

Luft-Dämpfung.<br />

Oehlbach – XXL Air Cylinder Stand<br />

Ebenfalls aus dem Hause Oehlbach kommen<br />

die XXL Air Cylinder Stands. Auch hier<br />

wird entsprechend des Namens auf eine<br />

Luft-Dämpfung gesetzt, auf mechanische<br />

Federungselemente wird vollends verzichtet.<br />

Der zylindrische Fuß besteht aus zwei<br />

Teilen, die passgenau ineinander gesteckt<br />

werden. Zwei Silikonringe sorgen dabei für<br />

den luftdichten Verschluss. Die beide Teile<br />

lassen sich nun geringfügig zusammendrücken<br />

und nehmen nach Ende der Krafteinwirkung<br />

wieder ihr ursprüngliche Position<br />

ein. Die Kompression der eingeschlossenen<br />

Luft wird so zum absorbierenden Element.<br />

Die Tragkraft beträgt hier jedoch nur 20 kg,<br />

für einige Geräte fallen die Air Cylinder<br />

Stands also von vornherein aus. Sowohl<br />

auf Ober- und Unterseite sind dünne Gummischichten<br />

angebracht, die effektiv für<br />

einen rutschfesten Stand sorgen. Auch<br />

hier besteht die Farbauswahl aus Chrom<br />

und Gold.<br />

Viablue – Tri Absorber<br />

Einen anderen Weg geht Viablue mit seinen<br />

Tri Absorbern. Diese fallen durch ihre<br />

geringe Größe in Kombination mit ihrem<br />

hohen Gewicht auf. Das ist auch keineswegs<br />

Zufall: Das Gewicht soll helfen,<br />

Schwingungen zu eliminieren, indem Druck<br />

auf den Untergrund aufgebaut wird. Doch<br />

der Reihe nach: Die Tri Absorber nehmen<br />

Schwingungen vom Gerät auf. Die integrierte<br />

Masterplatte bündelt die Schwingungen<br />

und überträgt sie auf die drei speziell<br />

gehärteten Spikes. An den Spitzen soll so<br />

ein Überdruck entstehen und die Schwingungen<br />

eliminiert werden. Da die Pucks<br />

die Schwingungen des Gerätes aufnehmen,<br />

erschließt sich als Einsatzgebiet die Aufstellung<br />

unter Lautsprechern und Geräten<br />

mit beweglichen Teilen am ehesten. Als<br />

Farbvarianten stehen mit Schwarz und Silber<br />

die Varianten zur Verfügung, die wohl<br />

bei Geräten am weitesten verbreitet sind.<br />

Beachtlich ist die Tragkraft der kleinen Füßchen:<br />

200 kg pro Set sollten wohl auch die<br />

schwersten Verstärker und größten Lautsprecher<br />

nicht überschreiten, weshalb hier<br />

auch der Einsatz unter Regalen und Racks<br />

möglich ist. Praktisch ist auch das Drehge-<br />

Oehlbachs Air Absorb ist in den Farbvarianten Gold und Chrom erhältlich.<br />

Die schwarzen Gummiflächen schützen Effektiv vor Verrutschen auf<br />

glatten Unterflächen und vermeiden Kratzer am Gehäuse<br />

Der Air Cylinder Stand von Oehlbach fällt durch seine Höhe auf. Bei einigen<br />

Geräten sollte das aus Optikgründen beachtet werden. Der Name verrät,<br />

dass eingeschlossene Luftmasse das absorbierende Medium darstellt<br />

Wissen 21


Die Netpoint von SSC gibt es in mehreren Ausführungen. Hier ist der<br />

chromfarbene Aufsatz für Gewinde angefertigt. Alternativ gibt es diesen<br />

auch gepolstert oder mit Fassung für Spikes<br />

Der Exzellenz Bolide von Inakustik macht seinem Namen alle Ehre: Er ist<br />

mit Abstand der größte Absorberfuß in unserem Test. Bei kleinen Geräten<br />

ist er optisch oft unpassend<br />

winde eines Pucks. Mit diesem können Unebenheiten<br />

ausgeglichen und ein Kippeln<br />

des Gerätes verhindert werden.<br />

Inakustik – Exzellenz Bolide<br />

Die mit Abstand größten Füße im Produktfeld<br />

stammen von Inakustik. Die mit 50 kg<br />

belastbaren Exzellenz Bolide entsprechen<br />

nach der hauseigenen Einstufung dem<br />

zweithöchsten Qualitätsstandard. Mit<br />

einem maximalen Durchmesser von 8,4 cm<br />

und einer Höhe von 30 mm sollte man sich<br />

zumindest bei kleinen Geräten überlegen,<br />

ob diese Variante nicht überdimensioniert<br />

wirkt. Während die gummierte Basis stets<br />

schwarz ist, besteht bei der Metallkappe<br />

die Auswahl zwischen den Farben Chrom<br />

und Gold. Darauf befindet sich wiederum<br />

ein dünnes Kunststoffpolster, sodass die<br />

Geräte weich stehen und der Lack keine<br />

Beschädigungen erleidet. Im Inneren<br />

befinden sich ein spezielles Kunststoffgemisch<br />

sowie eine Lamellenkonstruktion,<br />

welche für die Absorption der störenden<br />

Schwingungen sorgen.<br />

Millennium Audio – M-Puck<br />

Eine recht komplexe Konstruktion sind die<br />

M-Pucks von Millennium Audio. Aus Edelstahl<br />

gefertigt und mit einer Carbon-Oberfläche<br />

versehen geben sie einen wertigen<br />

Anblick ab. Einer der Dämpfer ist mittels<br />

Schraubgewinde höhenverstellbar und<br />

kann so einen unegalen unebenen Untergrund<br />

so ausgleichen. Die Puckhälften<br />

sind antimagnetisch und durch eine hochbelastbare<br />

Kugel miteinander verbunden.<br />

Zusätzlich ist ein Gewinde eingelassen.<br />

Mit den im Umfang enthaltenen Gewindestangen-Adaptern<br />

lassen sch so vorhandene<br />

Gerätefüße ersetzen und die neuen<br />

ebenfalls fest und dauerhaft mit dem Gerät<br />

verbinden. Vorsicht: Auf rutschigen<br />

Untergründen bringt der M-Puck nur eine<br />

bedingte Verbesserung – hier sollten Sie<br />

in jedem Fall vorab prüfen, ob diese Konstruktion<br />

für Sie in Frage kommt.<br />

Development & Design – Ceraone<br />

Development & Design, ehemals Finite<br />

Elemente, ist auch als Hersteller von Hi-Fi-<br />

Möbeln bekannt. Ihre Erfahrung in Sachen<br />

Schwingungsdämpfung bringen sie jedoch<br />

auch in einer Auswahl von Gerätefüßchen<br />

unterein. Wir haben die Ceraone genauer<br />

betrachtet und stellen zunächst fest, dass<br />

sie für ihre geringe Größe (2,4 cm Durchmesser)<br />

eine außerordentliche Tragfähigkeit<br />

von 120 kg aufweisen. Die kleinsten<br />

Füße im Test sind in den Farben schwarz<br />

und silber erhältlich und haben einen ganz<br />

eigenen Konstruktionsansatz. Im Inneren<br />

befindet sich als einzige Kontaktfläche<br />

zwischen zwei Teilen eine ultraharte Keramikkugel.<br />

Diese soll im Zusammenspiel mit<br />

dem Rest des Füßchens für eine Balance<br />

zwischen Dämpfung und Ableitung sorgen.<br />

Development & Design ist somit der<br />

einzige Hersteller, der neben der Dämpfung<br />

auch den Faktor der Ableitung von<br />

Schwingungen in den Untergrund mit thematisiert.<br />

Die resultierende Kompaktheit<br />

ermöglicht es auf jeden Fall, die Füßchen<br />

auch bei kleinen Geräten optisch dezent<br />

einzusetzen.<br />

SSC – Netpoint 200<br />

Bei SSC ist der Name Programm: „String<br />

Suspension Concept“ ist ein eigens entwickeltes<br />

System zur mechanischen Entkopplung.<br />

Zuerst eingeführt mit einer<br />

Gerätebasis, deren Inneres mittels einer<br />

Federaufhängung entkoppelt war, hat<br />

SSC die Technologie mittlerweile weiterentwickelt.<br />

In den Netpoint-Gerätefüßen<br />

kommt ein spezielles Gewebe zum Einsatz,<br />

das der mechanischen Entkopplung<br />

dient. Dabei ist das Innere des Pucks über<br />

nur vier Verbindungsstellen mit dem Äußeren<br />

verbunden, also fast eine schwebende<br />

Konstruktion. Diese Technologie<br />

kam übrigens genau so auch bei der SSC<br />

Twinbase (siehe <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 5/2012)<br />

zum Einsatz. Dreht man die Pucks herum,<br />

wird das verwendete Gewebe sichtbar.<br />

In der Auflagefläche ist ein Gewinde<br />

Millennium Audios M-Pucks sind echte Hingucker: Der schöne Effekt der<br />

schwarzen Oberfläche lässt sich im Bild nur schwer einfangen. Leider<br />

verschwindet diese Fläche jedoch bei der Aufstellung<br />

Der Name Ceraone von Development & Designs Gerätefüßen kommt von<br />

der kleinen Kugel im Inneren: Sie besteht aus einer High-Tech-Keramik<br />

und soll für optimale Ableitung sorgen<br />

Bilder: Development & Design, SSC, Millennium Audio, Auerbach Verlag<br />

22 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


SOUND FOR GENERATIONS<br />

Sound 100<br />

DAB+ / UKW / CD<br />

iPod-Dock<br />

Fernbedienung<br />

Viablues Tri Absorber bestechen durch ihr edles Design. Trotz ihrer zierlichen Größe sind sie für<br />

Gewichte bis zu 200 Kilogramm (Pro Set) ausgelegt. Ein kleines Gewinde sorgt für Flexibilität in der<br />

Höhe, wodurch kleine Unebenheiten ausgeglichen werden können<br />

vorhanden. Dort können die in vier Größen<br />

mitgelieferten Gewindestangen mit<br />

dem Gerät verbunden werden. An der<br />

Auflagefläche befindet sich ein dünner<br />

Filzteppich. Dieser schützt den Untergrund<br />

vor Kratzern, hilft gegen Verrutschen<br />

auf glatten Oberflächen jedoch<br />

nur bedingt.<br />

Was im Ohr bleibt<br />

Zunächst mussten unser Verstärker und<br />

der CD-Player jeweils auf allen Füßchen<br />

Platz nehmen. Die Testsequenzen wurden<br />

abwechselnd mit den Geräten auf den Absorbern<br />

und dem Fußboden oder der Glasplatte<br />

des Regals gehört. So viel Mühe wir<br />

uns auch gaben, ein hörbarer Unterschied<br />

wollte sich nicht einstellen. Doch hier gilt:<br />

Nicht jeder Gerätepark ist gleich, und vielleicht<br />

stellt sich bei Ihnen ein Unterschied<br />

ein. Probieren Sie es aus!<br />

Die Absorberfüße mussten sich auch unter<br />

einem Paar Regallautsprechern beweisen.<br />

Diese wurden einmal direkt auf<br />

die Stative gestellt und einmal auf jedem<br />

Absorber-Set gehört. Hier machte sich bei<br />

jedem Absorber-Set ein positiver Effekt<br />

bemerkbar. Tiefbass wurde konturreicher<br />

und direkter dargestellt, auch die Höhenwiedergabe<br />

wirkte etwas differenzierter<br />

und durchhörbarer. Der Eindruck ähnelte<br />

sich bei den meisten Absorberfüßen,<br />

vereinzelt stachen jedoch Kandidaten<br />

heraus. So führten die Oehlbach XL Air<br />

Absorber bei unseren Lautsprechern zu<br />

der größten Klangverbesserung. Effektlos<br />

blieb aber keiner der Kandidaten. Auch<br />

hier ist jedoch wieder wichtig: Je nach<br />

Material des Untergrundes, des Absorbers<br />

und den Eigenschaften der Lautsprecher<br />

ergeben sich unterschiedliche Wechselwirkungen.<br />

So können verschiedene<br />

Frequenzbereiche bei bestimmten Setups<br />

stärker beeinflusst werden als andere.<br />

Man kann es nicht oft genug sagen: Mit<br />

den gewohnten Geräten im heimischen<br />

Raum und den eigenen Ohren lässt sich<br />

hier die sicherste Aussage treffen. Also<br />

nichts wie ausprobieren, Ihre Geräte freuen<br />

sich sicher, auf neuen Füßen unterwegs<br />

zu sein!<br />

Die Absorber-Sets im Test<br />

Development & Design Ceraone<br />

Inakustik Exzellenz Bolide<br />

Millennium Audio M-Puck<br />

Oehlbach XL Air Absorb<br />

Oehlbach XXL Air Cylinder Stand<br />

SSC Netpoint 200<br />

Viablue Tri Absorber<br />

99 Euro<br />

65 Euro<br />

199 Euro<br />

75 Euro<br />

169 Euro<br />

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dann das Gewicht<br />

Development & Design möchte durch die<br />

Keramikkugeln die Schwingungen gleichmäßig<br />

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Kabelloses Heimkino<br />

Kabel – kaum ein anderes Thema spaltet die Hi-Fi-Gemeinde so wie die Dickhäuter,<br />

die das Tonsystem zusammenhalten. Während die einen über Querschnitte und Materialien<br />

philosophieren, tauschen die anderen die alten Kabel gegen unsichtbare<br />

Lösungen. Wir prüfen die neuen Helferlein für ein (fast) kabelloses Heimkino.<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

Folgendes Szenario findet man immer<br />

wieder in den verschiedensten Heimkinos<br />

vor: Direkt vor dem Fernseher steht<br />

ein AV-Receiver, um den sich Blu-ray-Player,<br />

Playstation, Sat-Empfänger und weitere<br />

Geräte reihen. Die Couch umkreisen<br />

mehrere Lautsprecher, die sich auf den<br />

Frontal,- Horizontal- und Medianebenen<br />

Denons AVR-3313 kombiniert Heimkino mit Netzwerkfähigkeiten. 24-Bit/192-kHz-Datenstreaming<br />

per DLNA, Bild- und Tonübertragung via Airplay und Gapless Playback sind seine kabellosen Stärken<br />

verteilen. Da ein beschallter Nebenraum<br />

ebenso reizvoll ist, gehen weitere Lautsprecher<br />

in eine zweite Heimkinozone ab.<br />

Zu guter Letzt möchte man die Onlinemöglichkeiten<br />

nicht missen und verlegt<br />

ein Kabel vom Router im Keller bis in den<br />

ersten Stock. Um dem Kabelwahnsinn<br />

Herr zu werden, haben wir uns nach Alternativen<br />

umgesehen, die bei all ihrer Unsichtbarkeit<br />

dennoch Qualität bewahren.<br />

Kabellos im Netzwerk<br />

Ein Netzwerkkabel zu verlegen klingt zunächst<br />

erstmal ganz leicht, auch wenn sich<br />

Router und Empfangsgerät nicht den gleichen<br />

Raum teilen. Wenn aber auch Bluray-Player,<br />

Playstation und Sat-Receiver ins<br />

Netzwerk sollen, ist der erste Kabelsalat vorprogrammiert.<br />

Damit möglichst viele Kabel<br />

verschwinden, ist die einfachste Maßnahme,<br />

auf Wireless-LAN (WLAN) umzusteigen. Die<br />

meisten Router setzen bereits seit Jahren auf<br />

kabellose Übertragungsmöglichkeiten. Viele<br />

moderne Zuspieler haben bereits WLAN integriert,<br />

die meisten Netzwerkaudioplayer<br />

setzen parallel auf diesen Standard. Andere<br />

Hersteller bieten für ihre Geräte optionale<br />

WIFI-Dongles an, wie etwa Onkyo bei<br />

seiner aktuellen AV-Receiver-Reihe. Ist für<br />

ein Gerät einmal keine Erweiterung vorge-<br />

Bilder: AVM, Belkin, Bose, Denon, Devolo, Teufel<br />

24 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Das Sender-Empfänger-Set RearStation 4 von Teufel ersetzt die Kabel zw. den Lautsprechern. Damit<br />

lassen sich eine drahtlose Rückraumbeschallung sowie raumübergreifende Wiedergabe einrichten<br />

Boses SoundLink Bluetooth MobilSpeaker II<br />

eignet sich zur Funkübertragung unterwegs<br />

sehen, findet man in der IT-Branche unabhängige<br />

LAN-auf-WLAN-Übersetzer. Bei<br />

einer solchen Lösung verbindet man den<br />

Netzwerkanschluss des Hi-Fi-Gerätes mit<br />

dem Adapter, der per WLAN an den Router<br />

funkt. Aktuelle Geräte sind Netgears Universal<br />

Dual Band Wireless Internet Adapter<br />

(WNCE3001) oder der Belkin Smart TV Link.<br />

Wird aufgrund unzureichender Nähe keine<br />

optimale Verbindung zwischen Empfänger<br />

und Router erreicht, kann ein WLAN-Repeater<br />

wie der AVM FRITZ!WLAN Repeater<br />

300E weiterhelfen. Er stabilisiert die<br />

Funkstrecke und erhöht die Reichweite des<br />

WLAN-Netzes. Mit dem integrierten Verbindungsstandard<br />

WLAN 802.11n erhält<br />

man den kabellosen Hochgeschwindigkeitszugang<br />

obendrein. Damit sind theoretisch<br />

Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu<br />

300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich.<br />

Im direkten Vergleich bietet der weitverbreitete<br />

Funkstandard WLAN 802.11g Übertragungsraten<br />

bis 54 Mbit/s. Möchte man nun<br />

mit High Speed funken, müssen Router<br />

und Empfänger den modernen Übertragungsweg<br />

unterstützen. Weicht eines der<br />

Geräte ab, gibt es als zweite Alternative die<br />

Übertragungsmethode per Powerline LAN.<br />

Dabei werden entsprechende Adapter in<br />

der Nähe der Funk- und Empfangsgeräte installiert<br />

und die Signale über das Hausnetz<br />

übertragen. Damit sind theoretisch Übertragungsraten<br />

bis zu 500 Mbit/s möglich,<br />

genauere Informationen erhalten Sie in der<br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 4/12.<br />

Fazit: Auch über alternative Übertragungswege<br />

erhält man eine gleichbleibende Qualität<br />

und lagert laute Netzwerkgeräte einfach<br />

aus dem Hörraum aus.<br />

Datenfunk statt HDMI<br />

Für den Filmgenuss besonders wichtig, für<br />

unser Auge jedoch nicht so schön, ist der<br />

Übertragungsweg per HDMI. Besonders bei<br />

der Kombination aus AV-Receiver und Projektor<br />

hört die Kreativität beim Verstecken des<br />

XXL-Kabels auf. Eine passende Lösung bieten<br />

sogenannte HDMI-Transmitter, die wir unter<br />

anderem beim Unternehmen CM3-Computer<br />

fanden. Das Nischendasein solcher Sendegeräte<br />

ist auf verschiedene Industriestandards<br />

und Kooperationen zurückzuführen. Eine<br />

globale Festlegung in Form einer Spezifikation<br />

der HDMI Licensing LLC ist bislang nicht in<br />

Sicht. Das vorliegende Sender-Empfängerset<br />

von CM3-Computer setzt auf das Wireless<br />

Home Digital Interface, kurz WHDI. Es schickt<br />

HD-Bilder per Funk an bis zu 30 Meter (m)<br />

entfernte Flachbildfernseher oder Beamer.<br />

Dabei wird eine Übertragung von 3D- und<br />

ab WHDI 2.0 von 4K-Inhalten (4 096 × 2 160<br />

Bildpunkte) garantiert. Der Transfer findet im<br />

5-Gigahertz-Frequenzband (GHz) statt, in<br />

dem sich auch der WLAN-802.11n-Standard<br />

ansiedelt. In der Praxis kommen sich beide<br />

Signale dennoch nicht in die Quere und die<br />

WLAN-Repeater erhöhen die Funkreichweite<br />

und stabilisieren ausgesendete Signale<br />

Powerline-LAN-Adapter senden Datensignale innerhalb des Hausnetzes per Steckdose. Je nach Ausführung<br />

werden höhere Geschwindigkeiten als mit WLAN erreicht, und das über mehrere Etagen<br />

Wissen 25


Mit den WF-100-Dongles verbindet<br />

man verschiedene Hi-Fi-Geräte für<br />

eine kabellose Musikübertragung<br />

kabellose Übertragung wird zu keiner<br />

Zeit unterbrochen. Einzig bei der<br />

Tonübertragung müssen Sie bei WHDI-<br />

Geräten Abstriche machen. Die hochauflösenden<br />

Mehrkanaltonformate der Blu-ray<br />

Disc werden heruntergerechnet, sodass nur<br />

der DTS- respektive Dolby-Digital-Kern übertragen<br />

wird.<br />

Ein zweiter Übertragungsstandard löst eben<br />

jenes Problem und nennt sich bezeichnenderweise<br />

WirelessHD (WiHD). Im Gegensatz<br />

zu WHDI geht die Übertragung mit maximaler<br />

Bandbreite mit Einschränkungen in der<br />

Reichweite einher. Die Datenübertragung<br />

gelingt im 60-GHz-Frequenzband mit maximalen<br />

Raten bis 28 Gigabit pro Sekunde. Damit<br />

erlaubt die hochfrequente Sendeleistung<br />

eine unkomprimierte Datenübertragung von<br />

Audio- und Videomaterial bis maximal zehn<br />

Meter innerhalb eines Raumes.<br />

Fazit: Mit 3D, HD und 4K werden die wichtigsten<br />

Bildstandards völlig kabelfrei übertragen.<br />

Einige neue Fernseher und Projektoren<br />

haben entsprechende Empfänger bereits integriert.<br />

Für unkomprimierten Tongenuss gilt<br />

es, auf WiHD-Kompatibilität zu achten.<br />

Kabellose Lautsprecher<br />

Lautsprecherkabel gelten gemeinhin als<br />

die größten Stolperfallen im Heimkino. Bereits<br />

vorkonfigurierte Surround-Sets bieten<br />

Mit Belkins Smart TV Link wird djedes Netzwerk-<br />

erk<br />

AV-Gerät zum WLAN-Funkempfänger<br />

häufig die Möglichkeit, die Rear-Lautsprecher<br />

per Funk anzusteuern. Das dazu benötigte<br />

Drahtlosmodul hat neben dem<br />

Empfänger einen eigenen Kompaktverstärker<br />

integriert. Eine adäquate Lösung bietet<br />

Teufel mit der RearStation 4. Die<br />

Transmitter-Receivereinheit interagiert<br />

dabei mit bis zu 20-m-weit<br />

entfernten Lautsprechern sowie<br />

über die Grenzen des Heimkinos<br />

hinaus. Bei eingehenden<br />

Signalen aktiviert eine Auto-On-Schaltung<br />

die RearStation<br />

4 automatisch,<br />

die im 2,4-GHz-Frequenzband<br />

funkt. Haben Player,<br />

<strong>Stereo</strong>verstärker oder<br />

AV-Receiver keine Vorverstärkerausgänge<br />

verbaut, bietet sich<br />

Teufels zusätzliche<br />

Konverterbox an.<br />

Die Level Converter<br />

AC 5011<br />

AP konvertiert<br />

hochpegelige<br />

Lautsprechersignale in das Cinch-Format,<br />

um anschließend über das Drahtlosmodul<br />

versendet zu werden. Auch Audio Pro bietet<br />

in seiner Living-Serie geeignete Funkmodule<br />

wie das Pro Living WF100. Beide Hersteller<br />

haben darüber hinaus eigene Funklautsprecher<br />

im Programm.<br />

Im mobilen Einsatzbereich und für die Anwendung<br />

in Nebenräumen hat sich die Bluetoothverbindung<br />

etabliert. Bei der Übertragung<br />

kommt das Bluetoothprofil A2DP<br />

(Advanced Audio Distribution Profil) zum<br />

Einsatz. Zur Sicherung der Audioqualität ist<br />

hingegen lediglich eine unzureichende Mindestanforderung<br />

formuliert. So muss ein<br />

Bluetoothgerät – egal ob Quelle oder Senke<br />

– mindestens den lizenzfreien SBC-Audiocodec<br />

(Low Complexity Subband Codec)<br />

unterstützen. Mit einer Bitrate von 128 kbit/s<br />

ist dieser jedoch fern jeglichen audiophilen<br />

Anspruchs. Das Aussenden und Empfangen<br />

der lizenzgebührenpflichtigen Formate AAC<br />

und MP3 ist darüber hinaus optional.<br />

Was sich bei geschicktem Umgang<br />

mit der Technik aus dem SBC-Codec<br />

herausholen lässt, zeigt Bose<br />

mit dem SoundLink Mobile Speaker<br />

II. Bereits dem Vorgängermodel<br />

konnten wir im Innen- und Außeneinsatz<br />

hervorragende Klangeigenschaften<br />

zusprechen.<br />

Alternativ dazu hat Bose mit dem<br />

SoundLink Air Digital Music System<br />

einen Mobillautsprecher auf<br />

Airplay-Basis im Programm. Apples<br />

Wiedergabeprotokoll erlaubt<br />

das Musikstreaming via iPod<br />

touch, iPhone und iPad ab iOS<br />

4.3 sowie direkt aus iTunes (10.1)<br />

heraus. Für die Datenübertragung<br />

greift das System auf das WLAN-<br />

Netz zurück, wodurch der Einsatz<br />

im Freien nur bedingt möglich ist. Mit dem<br />

Apple-Lossless-Codec wird eine Audioübertragungsqualität<br />

in 16 Bit/44,1 Kilohertz<br />

(kHz) erreicht, das entspricht dem Niveau der<br />

Audio-CD. Moderne AV-Receiver wie Denons<br />

AVR-3313 unterstützen darüber hinaus,<br />

die Möglichkeit Bild- und Videomaterial via<br />

Airplay zu empfangen.<br />

Für hochauflösendes Audiostreaming führt<br />

jedoch kein Weg am UPnP/DLNA-Protokoll<br />

vorbei. Der Standard überträgt je nach Hersteller<br />

verlustfreie Audiocodecs wie Apple<br />

Lossless, FLAC und WAV in einer Qualität<br />

bis zu 24 Bit und 192 kHz. Vorraussetzung<br />

dafür ist lediglich ein Server in Form eines<br />

Netzwerkspeichers oder Computers. Darüber<br />

hinaus sind im DLNA-Protokoll ebenfalls<br />

Bild- und Videostreaming verankert. Während<br />

UPnP/DLNA mit seiner HD-Qualität<br />

überzeugt, punktet Airplay vor allem durch<br />

seine einfache Einrichtung und Bedienung.<br />

Entsprechende UPnP-Empfangsgeräte findet<br />

man in fast allen modernen Fernsehern,<br />

Blu-ray-Playern und AV-Receivern. Reine<br />

Netzwerkaudioplayer stellen wir Ihnen in der<br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> regelmäßig vor.<br />

Fazit: Setzt man zuhause auf WLAN und<br />

unterwegs auf Bluetooth, erhält man das<br />

Höchstmaß an mobiler Qualität. Funkübertragungsmodule<br />

dienen als platzsparende<br />

Lösungen, können aber noch nicht für den<br />

audiophilen Musikgenuss herhalten.<br />

Für fast jeden Einsatzzweck gibt es eine kabellose<br />

Alternative, um Ihr Heimkino zu entschlacken<br />

und aufzuräumen. Die Qualität der<br />

Funkübertragungen ist in vielen Bereichen<br />

schon sehr weit ausgebaut, Andere werden<br />

mit kommenden Produktzyklen weiter nachlegen.<br />

Sollten Sie auf perfekte Qualität nicht<br />

verzichten wollen und sehen eine Kabelverbindung<br />

vielmehr als Klangbaustein den als<br />

notwendiges Übel, kann ein Blick auf die<br />

versteckten Kabellösungen von Spectral und<br />

in-akustik sicher weiterhelfen.<br />

Die HD-Transmitter/Receiver<br />

von CM3-Computer senden<br />

HDMI-Bild- und Tonsignale bis<br />

zu 30 m in Full HD<br />

Bilder: Audio Pro, Belkin<br />

26 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


10Jahre<br />

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2002<br />

2004<br />

2007<br />

2008<br />

2009<br />

2009<br />

2010<br />

2011<br />

2012<br />

2004<br />

2005<br />

2008<br />

2009<br />

2009<br />

2010<br />

2012<br />

2012 2012<br />

* Flyer fehlt? Schreiben Sie uns – abo@av.de – oder rufen Sie uns an – 0341/1 49 55-13


Der lautlose Couch-PC<br />

Blu-ray, HDTV, 3D, 4K, High-Definition-Surround-Sound: alles in einem Gehäuse, noch<br />

dazu modular nachrüstbar. Der Computer ist der Inbegriff von Multimedia und mittlerweile<br />

bereit, seine Stärken auch im Wohnzimmer auszuspielen – auch im Bereich Audio.<br />

Um den Genuss aller aktuellen Medien<br />

zu ermöglichen, tummeln sich<br />

meistens mehrere Geräte im Regal: TV-<br />

Receiver, Blu-ray-Player, Streaming-Player,<br />

CD-Ripper, Radio. Diese müssen einzeln<br />

erstanden und schließlich auch noch mit<br />

dem Fernseher oder AV-Receiver verkabelt<br />

werden. Das ist nicht nur aufwendig,<br />

sondern auch kostenintensiv. Ein halbwegs<br />

moderner Computer könnte mit dem richtigen<br />

Zubehör alle diese Aufgaben alleine<br />

übernehmen. Dennoch gibt es entscheidende<br />

Argumente, die gegen den PC im<br />

Wohnzimmer sprechen: Betriebsgeräusche,<br />

Leistungsaufnahme, Optik und vor allem<br />

Bedienung sowie Ausfallsicherheit.<br />

Die Gattung HTPC<br />

Home Theater PC (HTPC) sind die Antwort<br />

der Computerhändler und -Hersteller auf die<br />

genannten Problempunkte. Die Redaktion<br />

hat zwei lautlose PC ausprobiert. Unser Ziel<br />

war es, alle wichtigen Medien einzurichten<br />

und auszuprobieren. CD-, MP3- und Blu-ray-<br />

Wiedergabe sind bei modernen Geräten kein<br />

Problem. Sollen aber zusätzliche Features<br />

wie Zwischenbildinterpolation erfolgen, bedarf<br />

es schon leistungsfähigerer Hardware.<br />

Wenn wir schon einmal den Computer am<br />

großen Flachbildschirm haben – warum<br />

nicht Hochleistung abverlangen und auch<br />

in die virtuelle Welt der Spiele abtauchen?<br />

Schließlich widmeten wir uns auch der derzeitigen<br />

Königsdisziplin im Videobereich: der<br />

Darstellung von 3D-Inhalten.<br />

Der gute Ton<br />

Gerade seit der Einführung von HDMI ist<br />

es problemlos möglich, den Computer<br />

über den AV-Receiver hörbar zu machen.<br />

VON MARTIN HELLER, JAN STOLL<br />

Es ist sogar nur ein Kabel nötig. Wenn es<br />

aber darum geht, das richtige Tonformat<br />

auszugeben, wird es schon etwas komplizierter.<br />

Um stets die richtige Samplingrate<br />

der Quelle auszugeben, muss diese in den<br />

globalen Windows-Toneinstellungen angepasst<br />

werden. Die Umschaltung wäre bei<br />

jedem Wechsel zwischen CD (44,1 kHz),<br />

DVD (meist 48 kHz) und Blu-ray Disc (zwischen<br />

48 und 192 kHz) manuell nötig. Eine<br />

Allround-Lösung: Die Ausgabe global auf<br />

192 Kilohertz (kHz) belassen. Bei ganzzahligen<br />

Teilern wie 48 und 96 kHz bringt dieses<br />

Oversampling keinen Klangunterschied.<br />

Ob Sie den Unterschied bei einer CD, wo<br />

es zu Rundungsfehlern (44,1 auf 192 kHz)<br />

kommt, unter den heimischen Umständen<br />

hören, sollte am besten einfach ausprobiert<br />

werden. Die zweite Unbequemlichkeit ist<br />

die Einstellung der Lautsprecherkonfigu-<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Deltatronic , Stock.xchng<br />

28 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


ation. Wird diese auf 7.1 belassen, aber<br />

nur 5.1-Material abgespielt, werden die<br />

rückwärtigen Kanäle stets über die Back-<br />

Surround-Lautsprecher wiedergegeben.<br />

Ein Umstellen der Konfiguration auf 5.1 mit<br />

normalen Surround-Lautsprechern behebt<br />

das Problem. Eine weitere Besonderheit ist<br />

uns beim Testen aufgefallen: Bei einem älteren<br />

AV-Receiver wird der Mehrkanalton<br />

nicht bei allen HDMI-Anschlüssen erkannt.<br />

Eine denkbare Ursache ist die Bildwiederholfrequenz<br />

von 60 Hz, statt der sonst 24<br />

von Blu-ray-Playern. Nur bei dem Anschluss<br />

„Game“ wurden alle sieben Kanäle auf Anhieb<br />

erkannt. Auch hier gilt: ausprobieren,<br />

was der AV-Receiver hergibt. Bei aktuellen<br />

Modellen dagegen traten keinerlei Probleme<br />

auf.<br />

Noch komplizierter wird es, wenn ein betagterer<br />

AV-Receiver ohne HDMI zum Einsatz<br />

kommen soll. Dann besteht die Auswahl<br />

zwischen analoger Übertragung oder<br />

S/PDIF. Da die meisten AV-Receiver eine<br />

bessere Qualität bei der Wandlung erzielen<br />

als eine einfache Soundkarte, wäre der digitale<br />

Weg zu bevorzugen. Da S/PDIF aufgrund<br />

seiner geringen Datenrate jedoch<br />

auf <strong>Stereo</strong> oder datenreduzierten Mehrkanalton<br />

beschränkt ist, muss auf die HD-<br />

Tonformate der Blu-ray verzichtet werden.<br />

Leider wird durch diesen Umstand jedoch<br />

auch die korrekte Ausgabe der Formate etwas<br />

komplizierter, da ein S/PDIF-Ausgang<br />

durch Software-Player standardmäßig als<br />

<strong>Stereo</strong>-Ausgang erkannt wird – zumindest<br />

bei Freeware. Während also Kaufsoftware<br />

wie WinDVD, Arcsoft TotalMedia Theatre<br />

oder PowerDVD die Formate DTS und AC3<br />

korrekt über S/PDIF ausgeben, muss bei ko-<br />

Bei Spielen und HD-Formaten muss der Mehrkanalton<br />

rekodiert werden, um per S/PDIF<br />

übertragen werden zu können<br />

Bei hochwertigen Soundkarten kann für die<br />

analogen Ausgänge das Bass Management<br />

samt Übernahmefrequenz konfiguriert werden<br />

stenloser Software fast immer ein weiteres<br />

Programm zugeschaltet werden, welches<br />

im Hintergrund arbeitet. Die bekanntesten<br />

Beispiele dafür sind die Freewares „AC3Filter“<br />

und „Spdifer“. Bis die Ausgabe beider<br />

Formate jedoch mit dem gewünschten Player<br />

tatsächlich funktioniert, kann je nach<br />

Erfahrung und Kompatibilität der Softwares<br />

viel Zeit ins Land streichen. Soll dennoch<br />

unkodierter Mehrkanalton irgendwie übertragen<br />

werden, zum Beispiel bei PC-Spielen,<br />

bedarf es einer Live-Kodierung vom Ausgangsformat<br />

zu AC3 oder DTS. Dieser Vorgang<br />

wird direkt vom DSP einiger Soundkarten<br />

unterstützt (z. B. Theatron DD) oder<br />

muss ebenfalls durch Software wie den<br />

AC3Filter übernommen werden.<br />

Doch bei aller Mühe, die man mit der Einrichtung<br />

des Ausgangs hat, gibt es auch<br />

noch eine gute Seite: Es werden auch gleich<br />

einige nützliche Funktionen mitgeliefert.<br />

Bei der HDMI-Ausgabe bietet Windows 7<br />

gleich mehrere Optimierungen an. Sind<br />

bei der Lautsprecherkonfiguration einige<br />

Kanäle nicht als Vollbereichslautsprecher<br />

markiert, steht für die Ausgabe ein Bass-<br />

Management zur Verfügung. Dort lässt sich<br />

die Übernahmefrequenz in Zehnerschritten<br />

zwischen 20 und 200 Hz regeln. Außerdem<br />

kann die Phasenlage des Subwoofers invertiert<br />

werden. Weiterhin bietet Windows<br />

eine Loudness-Funktion, die bei niedrigen<br />

Lautstärken das Tonmaterial gehörrichtig<br />

optimiert. Interessant ist die Funktion, eine<br />

Raumkorrektur durchzuführen. Mithilfe<br />

eines beliebigen Mikrofons auf Position des<br />

Hörplatzes kann eine komplette Einmessung<br />

durchgeführt werden.<br />

Auf zum Bild!<br />

Die Bildübertragung per HDMI ist zunächst<br />

problemlos. Die Auflösung wird automatisch<br />

an den Fernseher angepasst, Optimierungen<br />

erfolgen am besten über den<br />

Grafiktreiber. Die ersten Einschränkungen<br />

machen sich beim Abspielen einer Blu-ray<br />

bemerkbar. Es entsteht ein Konflikt zwischen<br />

den Bildwiederholfrequenzen e e des<br />

Monitors (60 Hz) und des Filmmaterials (24<br />

oder 25 Hz), der sich in einem ungleichmäbar<br />

macht.<br />

ßigen, leichten Ruckeln bemerkbar<br />

Das Anpassen der Bildfrequenz schafft hilfe, der Softwareplayer PowerDVD kann<br />

Abdas<br />

sogar automatisch übernehmen. Bei<br />

Grafikkarten des Herstellers nVidia gibt es<br />

die Besonderheit, dass die Bildwiederholfrequenz<br />

von 24 Hertz zum Wechsel in den<br />

3D-Modus zwingt, solange der pie-Modus global aktiviert ist.<br />

<strong>Stereo</strong>sko-<br />

3D ist das nächste wichtige Stichwort,<br />

wenn es ums Bild geht. Die entschei-<br />

denden (und einschränkenden) Faktoren<br />

sind dabei die HDMI-1.4-Eingän-nge<br />

am Fernseher. Diese sind<br />

auf eine maximale Bildwiederholfrequenz<br />

von 60 Hertz<br />

bei maximaler HD-Auflösung<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Deltatronic<br />

Modell<br />

Silentium! I5<br />

Preis (UVP)<br />

3 213 Euro (1 490 – 7 026 Euro)<br />

Maße (B/H/T)<br />

21 × 54 × 48 cm<br />

Gewicht<br />

26 kg<br />

Farben<br />

Silber, Schwarz<br />

Informationen<br />

www.deltatronic.de<br />

Wichtige Komponenten<br />

Hauptprozessor<br />

Intel Core i7-3770K<br />

Grafikprozessor<br />

nVidia GTX 670 2 GB<br />

Arbeitsspeicher<br />

16 GB DDR3 1 333 MHz<br />

Leistungsaufnahme<br />

Stand-by<br />

0,8 W<br />

Idle<br />

57 W<br />

Blu-ray-Wiedergabe<br />

61 W<br />

Gaming<br />

210 W<br />

Volllast<br />

243 W<br />

Benchmark<br />

Unigine Heaven, 1 920 × 1 080, 16 × Anisotropische<br />

Filterung, 8 × Anti Aliasing (Kantenglättung),<br />

Tesselation Extreme, Shader high,<br />

53,8 fps/1 354<br />

Punkte<br />

<strong>Stereo</strong> 3D aus<br />

beschränkt. Für das Bild von 3D-Blu-rays<br />

ist das zunächst ausreichend: Diese werden<br />

mit einer Frequenz von 24 Bildern pro<br />

Auge wiedergegeben, also insgesamt 48<br />

Hertz. Sollen jedoch auch PC-Spiele und<br />

andere 3D-Anwendungen den Einzug ins<br />

Heimkino finden, müssen Kompromisse<br />

gemacht werden: Volle HD-Auflösung mit<br />

60 Bildern für beide Augen überfordern die<br />

Fernsehgeräte bzw. deren HDMI-Eingänge.<br />

Diese Technologie steht bisher nur an speziellen<br />

PC-Monitoren mit 120 Hz zur Verfü-<br />

Lüfterlos, 1 Liter Volumen und praktisch hinter<br />

dem Fernseher installierbar: Der Shuttle XS<br />

3520M2. Ab 538 Euro mit Blu-ray-Laufwerk<br />

Wissen 29


gung, welche wiederum oftmals zu klein<br />

(und ausstattungsarm) sind, um den Fernseher<br />

zu ersetzen. Alternativ besteht jedoch<br />

die Möglichkeit, 60 Bilder pro Auge bei der<br />

Auflösung von 720p auszugeben. Wenn<br />

der Verlust einiger Bildpunkte für Sie nicht<br />

so wichtig ist, sind so auch fließende Bewegungen<br />

in 3D darstellbar.<br />

Ist das 3D-Ausgabeformat nicht kompatibel<br />

zum Standard des Fernsehers, sind Bildfehler<br />

oder sogar ein komplett schwarzes Bild<br />

die Folge. Getestet wurde die Wiedergabe<br />

einer Blu-ray 3D sowohl mit einer nVidia-<br />

Grafikkarte als auch der integrierten Grafiklösung<br />

von Intels Ivy-Bridge-Prozessoren.<br />

Während die Umschaltung mit nVidia problemlos<br />

verlief, musste der Tester bei der<br />

Intel-GPU mehrmals ein schwarzes Bild in<br />

Kauf nehmen, welches sich nur durch einen<br />

Neustart beheben ließ. Das passierte<br />

entweder beim Aktivieren des 3D-Modus<br />

oder beim Verlassen des Vollbildmodus im<br />

laufenden Film. Der bleibende Eindruck ist<br />

am Ende, dass die 3D-Technologie seitens<br />

nVidia bereits ausgereifter ist.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

ichbinleise.de<br />

Modell<br />

ichbinleise HFX M27<br />

Preis (UVP)<br />

1 787 Euro (1 499 – 2 347 Euro)<br />

Maße (B/H/T)<br />

43 × 9 × 38 cm<br />

Gewicht<br />

8,7 kg<br />

Farben<br />

Silber, Schwarz<br />

Informationen<br />

www.ichbinleise.de<br />

Wichtige Komponenten<br />

Hauptprozessor<br />

Intel Core i5-3450S<br />

Grafikprozessor Intel HD Graphics 2500<br />

Arbeitsspeicher<br />

8 GB DDR3 1 333 MHz<br />

Leistungsaufnahme<br />

Stand-by<br />

3,3 W<br />

Idle<br />

30,4 W<br />

Blu-ray-Wiedergabe<br />

39,5 W<br />

Gaming<br />

52,0 W<br />

Volllast<br />

81,8 W<br />

Benchmark<br />

Unigine Heaven, 1 920 × 1 080, 16 × Anisotropische<br />

Filterung, 8 × (Kantenglättung), Tesselation<br />

2,6 fps/66 Punkte<br />

Extreme, Shader high, <strong>Stereo</strong> 3D<br />

aus<br />

Auf einen Blick: Was der Computer im Wohnzimmer mit sich bringt<br />

Vorteile des HTPC<br />

Nachteile des HTPC<br />

· Modulare Bauweise: einzelne Komponenten lassen sich kostengünstig · Größere Anfälligkeit für Softwarefehler<br />

auf den neuesten Stand der Technik bringen<br />

· Umfangreiche Personalisierung erfordert einmaligen Zeitaufwand<br />

· Einsparung vieler Kabel<br />

· Vergleichsweise hohe Leistungsaufnahme (BD-Player: etwa 10 Watt)<br />

· Multimedia grenzenlos: Jedes Format kann irgendwie abgespielt/ · Kompatibilität zwischen Komponenten ist nicht immer sicher<br />

angezeigt werden<br />

· Anfälligkeit für Computerviren<br />

· Maximale individuelle Anpassung möglich<br />

· Organisation des eigenen Medienarchivs bequem ohne Zusatzgeräte<br />

· Teilweise kürzere Ladezeiten (BD)<br />

· Bereits heute Ausgabe von 4K-Auflösungen mit aktuellen Grafikchips<br />

· Verschieben von Untertiteln in den Bereich der schwarzen Balken<br />

· Individualität bei der Wahl der Software<br />

Eine Frage der Software<br />

Die Funktion, Zwischenbilder zu interpolieren,<br />

funktioniert mit PowerDVD bei DVDs<br />

hervorragend. Blu-rays werden jedoch nur<br />

hardwarebeschleunigt decodiert, weshalb<br />

diese Funktion nicht zur Verfügung steht.<br />

Mit Videos in Full-HD-Auflösung (als einzelne<br />

Datei vorliegend) wiederum funktioniert<br />

die Softwaredekodierung mit Zwischenbildinterpolation.<br />

Das ist schade, und gerade<br />

die Vertreter von illegalen Kopien im<br />

MKV-Format entwickeln hieraus sicher ein<br />

Argument gegen das Original. Gerade bei<br />

Fernsehern mit Motion Judder Problemen<br />

macht sich die verbesserte Bewegungsschärfe<br />

deutlich bemerkbar. Audioseitig<br />

bietet PowerDVD auch einige Optionen<br />

an. Bei der HDMI-Ausgabe kann festgelegt<br />

werden, ob die Daten als Bitstream<br />

oder bereits dekodiert in Form von PCM<br />

ausgegeben werden sollen. Für Audiogeräte<br />

ohne internen Decoder ist diese Wahl<br />

essentiell. Bei der Wiedergabe über Kopfhörer<br />

kann die HRTF-basierte Surround-<br />

Simulation Dolby Headphone (siehe <strong>AUDIO</strong><br />

<strong>TEST</strong> 05/2012) zugeschaltet werden. Auch<br />

weitere Funktionen wie TrueTheater Surround,<br />

Dolby Pro Logic IIx und eine Dynamikkompression<br />

stehen zur Verfügung.<br />

Bei der Verwendung einer hochwertigen<br />

Soundkarte mit analogen Ausgängen und<br />

aktiven Lautsprechern könnte sogar auf einen<br />

AV-Receiver verzichtet werden.<br />

Zum Abspielen von kopiergeschützten Blurays<br />

ist Kaufsoftware erforderlich. Zwar<br />

bietet der beliebte VLC-Player neuerdings<br />

die Möglichkeit BDs abzuspielen, jedoch<br />

erzeugte unsere Testscheibe lediglich eine<br />

Fehlermeldung. Generell ist zu empfehlen,<br />

sich mehrere Testversionen zu installieren,<br />

um die bequemste und funktionellste Software<br />

für die eigenen Ansprüche zu finden.<br />

Auch das verfolgen der Neuerungen von<br />

Freeware-Playern ist ratsam. Einige davon<br />

sind der VLC-Player, der KMPlayer, XBMC<br />

oder WinAmp und Foobar. Insbesondere<br />

XBMC erweist sich als multifunktionelle<br />

Multimediazentrale und unterstützt auch<br />

Streaming vieler Formate – als Klient und<br />

auch Server.<br />

Bequem bedient<br />

Hi-Fi-Geräte lassen sich mit einer Fernbedienung<br />

oder teilweise sogar am Gehäuse<br />

direkt bedienen. Beim Computer wird<br />

es aufgrund des Funktionsumfangs etwas<br />

komplizierter, und eine Maus und Tastatur<br />

auf dem Wohnzimmertisch ist nicht der<br />

ästhetischste Anblick. Dennoch ist für die<br />

bequeme und schnelle Eingabe von Texten<br />

eine kompakte Tastatur mit integriertem<br />

Touch-Pad nicht unpraktisch. Per Bluetooth<br />

kann auf lästige Kabel verzichtet werden<br />

und die Tastatur schnell wieder aus dem<br />

Blickfeld verschwinden. Doch mittlerweile<br />

gibt es auch alternative Lösungen. Im Testlabor<br />

kam beispielsweise die iMon Ultra<br />

Bay von Soundgraph zum Einsatz. Dabei<br />

handelt es sich um einen Media-Controller<br />

samt Display für 5,25-Zoll-Slots. Die mitgelieferte<br />

Fernbedienung beherrscht alle<br />

nötigen Multimediafunktionen und kann<br />

sogar den Mauszeiger steuern. Die Texteingabe<br />

erfolgt mittels Nummerntasten,<br />

wie vom Handy bekannt. Damit sollten Sie<br />

keine E-Mail schreiben, für die Eingabe in<br />

ein Suchfeld reicht es jedoch vollkommen<br />

aus. Informationen zum Medium, System<br />

oder Wetter und Nachrichten können auf<br />

dem Display angezeigt werden. Die Einstellungen<br />

dafür befinden sich in der mitgelieferten<br />

Software. Auch die Schnellstarttaste<br />

ist hier mit einem beliebigen Programm,<br />

zum Beispiel ihrem Lieblings-Media-Player,<br />

belegbar. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase<br />

ist die Fernbedienung für den<br />

Multimedia-PC eine echt Alternative. Der<br />

Hersteller OrigenAE bietet dagegen kleine<br />

Touch-Displays zur Steuerung des HTPC an.<br />

Diese sind zwar kabelgebunden, lassen sich<br />

aber zum Beispiel an der Wand montieren.<br />

Die Bedienung erfolgt dann schnell und<br />

komfortabel, Fernbedienung oder Tastatur<br />

und Maus werden komplett überflüssig.<br />

Die Minimalkonfiguration<br />

Der Raspberry Pi ist ein Micro-Computer,<br />

der für das Abspielen von HD-Material<br />

konzipiert wurde. Auf der Größe einer<br />

Chipkarte kommen die Schnittstellen USB,<br />

Ethernet, HDMI, RCA Video, Audio (<strong>Stereo</strong>)<br />

und ein SD-Slot unter. Für gerade mal 25<br />

US-Dollar ist der Linux-basierte Multimediazwerg<br />

bestellbar und wird weltweit ausgeliefert.<br />

Mehr braucht es nicht, um Multimedia<br />

zu erleben!<br />

Der Raspberry Pi ist für 25 US-Dollar erhältlich,<br />

hat die Größe einer Chipkarte und reicht aus,<br />

um HD-Filme anzusehen<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Deltatronic, Raspberry Pi Foundation, Stock.xchng<br />

30 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Audioeinstellungen:<br />

Das kann der PC<br />

Der schnellste Weg zu den Audioeinstellungen<br />

ist ein Rechtsklick auf das Lautsprechersymbol<br />

rechts unten in der Taskleiste<br />

Die Eigenschaften von digitalen Audiogeräten<br />

verschaffen einen Überblick über die<br />

dekodierbaren Formate<br />

Zudem können Optimierungen vorgenommen<br />

werden, wie zum Beispiel ein Kompressor<br />

für Lautheit bei niedrigen Pegeln<br />

Sogar eine Raumkorrektur durch Einmessung<br />

ist möglich. Ein beliebiges Mikrofon, auch ein<br />

professionelles, kann verwendet werden<br />

Danach wird die Positionierung des Mikrofons<br />

für das beste Ergebnis erklärt und der<br />

Einmessvorgang kann beginnen<br />

Schließlich findet sich im Tab „Erweitert“<br />

noch die Einstellung der Ausgabeauflösung.<br />

Leider muss diese manuell angepasst werden<br />

In der Konfiguration eines Audiogerätes lässt<br />

sich die Kanalzahl wählen. Werden zudem<br />

wie im Bild kleine Lautsprecher ausgewählt...<br />

...erscheint in den Eigenschaften das Bass-<br />

Management. Gerade bei Aktivlautsprechern<br />

ohne vorgeschaltetem AVR ist dies nützlich<br />

Einige Soundkarten bieten eine Raumkorrektur<br />

per DSP an. Auch die Pegel einzelner<br />

Kanäle können korrigiert werden<br />

Oftmals können auch DSP-Effekte zugeschaltet<br />

werden, um den Klang an Geschmack und<br />

Hörumgebung anzupassen<br />

Sollen Filme auch unter Kopfhörern Raumklang<br />

besitzen, hilft PowerDVD mit Dolby<br />

Headphone nach<br />

PowerDVD lässt Ihnen auch die Wahl, ob die<br />

Dekodierung von HD-Audio durch den PC<br />

oder AVR erfolgen soll<br />

Wissen 31


Ganz leise bitte!<br />

Hocheffiziente Komponenten sind die Basis für einen<br />

leistungsfähigen, doch flüsterleisen PC. Große Kühler<br />

und Lüfter sind aber weiterhin unverzichtbar.<br />

Paradeexemplarisch für die benötigte<br />

Größe von Kühler und Lüfter sind Prozessorkühler<br />

zu erwähnen. Ein kleiner Aluminiumkühler<br />

samt 80 Millimeter (mm)<br />

„großem“ Lüfter hat keine Chance gegen<br />

einen sogenannten Tower-Kühler, der mehrere<br />

Heatpipes aufweist, rund ein Kilogramm<br />

auf die Waage bringt und ein oder zwei Lüfter<br />

im Format 120 oder 140 mm beherbergt.<br />

Ist im Gehäuse nicht ausreichend Platz, z. B.<br />

im HTPC, muss ein „Top-Blow“-Kühler her –<br />

bei weitem nicht so leistungsstark, aber immer<br />

noch um Längen besser als die Standardmodelle<br />

(sogenannte Boxed-Kühler).<br />

Für HD-Filme reichen die integrierten Grafikchips<br />

moderner CPUs hier locker aus. Spielernaturen<br />

brauchen aber eine potente Grafikkarte,<br />

deren Referenzkühler verfügen aber<br />

über kleine, hochtourige Lüfter. Die meisten<br />

Sonderanfertigungen der Grafikkartenhersteller<br />

sind zwar „Ok“, genügen aber hohen<br />

Ansprüchen kaum. Ein Alternativkühler muss<br />

Noiseblockers<br />

neuste Lüfterserie<br />

namens<br />

„eLoop“ geht<br />

designtechnisch<br />

eigene Wege,<br />

weist ein nebengeräuschfreies<br />

Gleitlager und<br />

speziell gestaltete,<br />

bionische<br />

Rotorblätter auf<br />

also her, doch nicht jeder Kühler passt auf<br />

jede Karte. Man muss also die Kompatibilitätslisten<br />

der Hersteller beachten. Garantieund<br />

Gewährleistungsansprüche verliert man<br />

durch den Umbau leider.<br />

Die Auswahl an Gehäuselüftern ist groß,<br />

das Risiko, einen zu lauten zu kaufen leider<br />

auch. 120-mm-Lüfter sind quasi ein Muss,<br />

je nach Gehäuse können mehrere verbaut<br />

werden, wenn es passt natürlich auch<br />

140er. Empfehlenswerte Lüfter gibt es in<br />

verschiedenen Versionen und Größen, mal<br />

stärker, mal leiser. Das Drehzahlziel liegt bei<br />

300 bis 600 U/Min, hier ist der Luftdurchsatz<br />

noch wirkungsvoll.<br />

Eine Solid-State-Disk ist nicht nur energiesparender<br />

und deutlich schneller als eine<br />

klassische Festplatte, sondern vor allem<br />

eines: lautlos. Als Systemlaufwerk auf jeden<br />

Fall sinnvoll, mittlerweile auch preislich attraktiv.<br />

Die Terabyte-HDDs sind im NAS am<br />

besten aufgehoben.<br />

Ist das System „auf leise getrimmt“, fällt oft<br />

das Netzteil unschön auf. Die richtig guten<br />

Netzteile lassen den Lüfter aus, wenn nur<br />

eine geringe Last anliegt oder aber lassen ihn<br />

im Bereich von 300 bis 500 U/Min drehen –<br />

das hört man nur, wenn man das Ohr an den<br />

PC hält. Dank „80 Plus“-Zertifizierung ist die<br />

Effizienz so hoch, dass die Wärmeverlustleistung<br />

keinerlei Problem mehr darstellt.<br />

Für das Feintuning ist eine Lüftersteuerung<br />

erforderlich, mir ihr kann man mehrere Lüf-<br />

ter auch unabhängig von einander auf die<br />

optimale Drehzahl einstellen. Wichtig ist eine<br />

analoge Spannungsteuerung, ein großer Regelbereich<br />

sowie eine Drehzahlanzeige wie<br />

z. B. bei Bit Fenix Recon, Lamptron FC5 V2<br />

und Scythe Kaze Master. Den Lüfter des Prozessorkühlers<br />

kann man im BIOS oft lastabhängig<br />

steuern, das klappt aber nicht immer<br />

optimal und erfordert etwas Testaufwand.<br />

Den Kampf ums letzte Dezibel gewinnt man<br />

dann mit Schalldämmatten, vorgefertige<br />

Sets gibt es u. a. von „King Mod“.<br />

Wie sich die Drehzahl eines Lüfters auf<br />

das Betriebsgeräusch auswirkt, zeigt das<br />

folgende Diagramm am Beispiel eines Noiseblocker<br />

eLoop B12. Bemerkenswert: Bis<br />

1000 Touren konnte ein Lautstärkeanstieg<br />

auf eine Distanz von 10 cm nicht einmal im<br />

Hörraum gemessen werden, selbst empfindlichste<br />

Ohren werden also geschont. Der<br />

Vergleichslüfter, ein Martech DF1202512<br />

BIMI, ist hingegen deutlich hörbar.<br />

Während der Martech zügig lauter wird, ist der<br />

eLoop bis hin zu 1000 U/min kaum zu hören<br />

Produktempfehlungen<br />

Prozessorkühler<br />

(Tower)<br />

· Alpenföhn K2<br />

· be Quiet! Dark Rock<br />

Pro 2<br />

· Phanteks PH-TC14PE<br />

· Prolimatech Genesis<br />

· Silverstone HE02<br />

· Thermalright HR-02<br />

Macho<br />

Gehäuselüfter<br />

· Arctic Cooling F12<br />

· Alpenföhn Wingboost<br />

· be quiet! Silent Wings<br />

· Enermax T.B.Silence<br />

· Noiseblocker eLoop<br />

· Noiseblocker M12<br />

· Scythe Slipstream 500<br />

· Silverstone AP121<br />

Prozessorkühler<br />

(Top-Blow)<br />

· Alpenföhn Panorama<br />

· Cooler Master<br />

GeminII M4<br />

· Cooltek CoolForce 2<br />

· Prolimatech Samuel 17<br />

· Scythe Big Shuriken 2<br />

· Xigmatek Praeton<br />

VGA-Kühler<br />

· Alpenföhn Peter<br />

· Arctic Accelero S1 Plus<br />

· Arctic Accelero Twin<br />

Turbo II<br />

· Deepcool V400<br />

· Prolimatech MK-26<br />

· Scythe Setsugen 2<br />

SSD-Laufwerke<br />

· Corsair Neutron<br />

· Crucial M4<br />

· Intel 520<br />

· Plextor M5<br />

· Samsung 830<br />

Netzteile<br />

· be quiet! Pure Power<br />

L8-CM<br />

· Enermax Platimax<br />

· Enermax Triathlor 385<br />

· Seasonic X-560<br />

· Super Flower SF-<br />

500P14FG<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Bitfenix, Caseking, Enermax, Noiseblocker, Prolimatech<br />

32 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Was ist eigentlich<br />

Joint <strong>Stereo</strong>?<br />

Jeder, der schon einmal eine CD in die Formate MP3 oder FLAC kodiert hat, ist dabei<br />

sicher über den Begriff „Joint <strong>Stereo</strong>“ in den Einstellungen der Codecs gestolpert.<br />

Mit Bewusstseinserweiterung hat das allerdings nichts zu tun. Audio Test klärt auf.<br />

Das Häkchen vor „Joint <strong>Stereo</strong>“ ist im<br />

Optionsmenü des MP3-Codecs schnell<br />

gesetzt. Doch ob diese Häkchen jetzt einen<br />

Vor- oder Nachteil bedeutet, ist schon etwas<br />

schwieriger zu sagen. Und tatsächlich kann<br />

es, je nach Version des Codecs, sowohl als<br />

auch sein. Um das zu verstehen, muss man<br />

zunächst die Idee dahinter erklären.<br />

Bei einem <strong>Stereo</strong>-Signal treten in fast allen<br />

Fällen Ähnlichkeiten zwischen beiden Kanälen<br />

auf. Befindet sich beispielsweise eine<br />

Gesangsstimme im Panorama genau mittig,<br />

so müssen beide Lautsprecher das gleiche<br />

(bzw. sehr ähnliche) Signal wiedergeben<br />

(Siehe auch den Artikel „Lokalisation“ in<br />

Ausgabe 05/2012). Das heißt, sowohl der<br />

Datenstrom des rechten als auch des linken<br />

Kanals enthalten die gleichen Informationen.<br />

Nun erschien es unsinnig, diese<br />

Daten tatsächlich auch zweimal in aller<br />

Ausführlichkeit zu speichern. Daraus wurde<br />

die Grundidee des Joint (englisch für „zusammengefügt“)<br />

<strong>Stereo</strong>: Die Kanäle sollen<br />

nicht separat gespeichert werden, sondern<br />

Gemeinsamkeiten werden nur noch einmal<br />

gespeichert, sozusagen aber mit dem Vermerk,<br />

dass diese beim Decodieren wieder<br />

dupliziert werden müssen. Dafür gibt es<br />

zwei Methoden.<br />

IS Joint <strong>Stereo</strong><br />

IS steht für Intensitätsstereofonie. Dieses<br />

Verfahren kommt nicht nur als Aufnahmeverfahren<br />

zum Einsatz, sondern spielt auch<br />

bei der Lokalisation eine wichtige Rolle. Bei<br />

tiefen Frequenzen kann unser Gehör die<br />

seitliche Auslenkung einer Schallquelle anhand<br />

der Phasenlage bestimmen. Zu dieser<br />

Phasenverschiebung kommt es durch den<br />

abstandsbedingten zeitlichen Unterschied<br />

zwischen rechtem und linkem Ohr. Bei<br />

Frequenzen ab etwa 1600 Hertz dagegen<br />

können wir besser anhand der Lautstärke<br />

(Intensität) lokalisieren. Diesen Effekt macht<br />

sich der Codec zunutze, indem höhere Frequenzen<br />

nicht mehr als zwei Kanäle, sondern<br />

als einer plus Richtungsinformation<br />

(mit Grad der Auslenkung) gespeichert werden<br />

können. Dabei wird der geringe Phasenunterschied<br />

zwischen beiden Kanälen<br />

gelöscht. An einigen Stellen des Materials<br />

kann so Platz gespart werden. Dabei kommt<br />

es jedoch teilweise zu hörbaren Artefakten<br />

und Veränderungen im Panorama, weshalb<br />

Joint <strong>Stereo</strong> einen schlechten Ruf erhielt.<br />

MS Joint <strong>Stereo</strong><br />

Doch auch verlustfreie Codecs wie FLAC<br />

verwenden Joint <strong>Stereo</strong>. Damit diese sich<br />

auch wirklich verlustfrei nennen können,<br />

greifen sie auf eine zweite Variante des<br />

Verfahrens zurück. Die Mitte-Seite-<strong>Stereo</strong>fonie,<br />

auch aus dem Rundfunk bekannt,<br />

ist hier die Lösung. Gemeinsame Anteile<br />

der Signale werden hier in einem neuen<br />

Mittensignal gespeichert, Unterschiede in<br />

dem Seitensignal. Sobald ein Signal nun<br />

in der Mitte liegt, also auf beiden Kanälen<br />

stark korreliert, kann Speicherplatz gespart<br />

werden. Der FLAC-Codec verwendet dieses<br />

Verfahren, der aktuelle Lame-MP3-Codec<br />

jedoch auch. Das war nicht immer so. In<br />

früheren Versionen kam IS Joint <strong>Stereo</strong><br />

oder eine Mischung aus beiden Verfahren<br />

zum Einsatz. Wenn sich also mal wieder<br />

jemand über einen Qualitätsverlust durch<br />

Joint <strong>Stereo</strong> beschwert, wäre ein Update<br />

des Codecs der nötige Rat.<br />

VON MARTIN HELLER<br />

Die <strong>Stereo</strong>-Modi des MP3-Codecs<br />

Mono<br />

Es wird nur ein Kanal gespeichert. Sollte<br />

das Ausgangsmaterial zwei Kanäle besitzen,<br />

erfolgt ein Downmix.<br />

Dual-Channel<br />

Beide Kanäle werden gespeichert. Dabei<br />

bekommt jeder Kanal das gleiche<br />

Datenvolumen.<br />

<strong>Stereo</strong><br />

Beide Kanäle werden gespeichert, das<br />

Datenvolumen kann jedoch unterschiedlich<br />

ausfallen. Dadurch kann dem<br />

komplexeren Kanal zum Beispiel mehr<br />

Bandbreite zur Verfügung gestellt werden,<br />

als dem einfacher zu kodierenden.<br />

Joint <strong>Stereo</strong><br />

Die Kanäle werden nach den im Text<br />

genannten Mechanismen gespeichert.<br />

Bei FLAC und der aktuellen Version des<br />

Lame-MP3-Codecs kommt nur noch MS-<br />

Joint-<strong>Stereo</strong> zum Einsatz.<br />

Qualität und Dateigröße<br />

Entgegen des geläufigen Irrglaubens, dass<br />

Platzsparen durch Joint <strong>Stereo</strong> gleich eine<br />

kleinere Datei bedeutet, ist diese im Vergleich<br />

zur normalen <strong>Stereo</strong>datei konstant.<br />

Schließlich wird durch die gewählte Bitrate<br />

die Dateigröße vorbestimmt: 192 Kilobit<br />

pro Sekunde bleiben auch mit Joint <strong>Stereo</strong><br />

192 Kilobit pro Sekunde. Die Platzersparnis<br />

durch Joint <strong>Stereo</strong> kommt stattdessen<br />

anderen Daten zugute, die so im Vergleich<br />

zum Original nicht wegreduziert werden<br />

müssen. Es bleibt also mehr Platz für unsere<br />

geliebte Musik.<br />

Bilder: morguefile<br />

Beim FLAC Encoder wird Joint <strong>Stereo</strong> bei der<br />

stärksten Kompression immer aktiviert<br />

Bei MP3 dagegen ist der Einsatz optional und<br />

ur bei aktuellen Codec-Versionen zu empfehlen<br />

Die Ähnlichkeiten zwischen den <strong>Stereo</strong>kanälen<br />

sind offensichtlich. Joint <strong>Stereo</strong> nutzt diese aus<br />

Wissen 33


ABX-Test selbstgemacht:<br />

Höre ich Voodoo?<br />

Mp3 hat die Qualität einer CD. Oder doch nicht? Oder hat AAC sie überholt? Und<br />

warum wird OGG Vorbis als audiophiler Codec bezeichnet? Alles Esoterik? Testen<br />

Sie sich selbst! Wir geben Ihnen die Anleitung dazu.<br />

VON MARTIN HELLER<br />

Welches Format klingt besser? Jeder<br />

weiß es, und am besten scheinen es<br />

Forennutzer im Internet zu wissen – zu jeder<br />

Gelegenheit und vollkommen ungefragt. So<br />

kommen auch in den Amazon-Foren interessante<br />

Kommentare zustande, wie zum<br />

Beispiel vom User „starseeed“:<br />

„Schon schön zu wissen, dass Ihr meint,<br />

Dinge zu hören, die sonst Walen und Fledermäusen<br />

vorbehalten sind. Ehrlich, ich<br />

bewundere das. Andere hören Stimmen<br />

aus der Geisterwelt. Auch ‚ne Gabe…<br />

Mir scheint, die Priester von einst haben<br />

ein neues Betätigungsfeld gefunden. […]<br />

Wer behauptet, es gäbe einen hörbaren<br />

Qualitätsunterschied, hat übersinnliche<br />

Fähigkeiten – oder einfach ne Meise.“ Na<br />

toll. Wenn Sie nach dieser Provokation nun<br />

wissen möchten, ob Sie tatsächlich einen<br />

Draht zu Gott haben, gut hören oder sich<br />

doch nur etwas vormachen, soll folgender<br />

Workshop dabei helfen, die Wahrheit zu<br />

Tage zu fördern.<br />

Die Vorgehensweise<br />

In diesem Artikel stellen wir den ABX-Test<br />

vor. Der Grund für die Wahl dieser Testform<br />

ist, dass man sie mit relativ wenig<br />

Aufwand durchführen kann: Um zwei digitale<br />

Formate mithilfe des Computers zu<br />

vergleichen, ist nicht einmal eine zweite<br />

Person nötig. Ziel des Tests ist es, eine subjektive<br />

Aussage darüber zu erhalten, ob<br />

die Versuchsperson Unterschiede zwischen<br />

zwei Proben (also hier Musikdateien) wahrnimmt.<br />

Als Beispiel im Artikel verwenden<br />

wir den klassischen Vergleich zwischen<br />

WAV und MP3. Ein ABX-Text kann jedoch<br />

auch mit beliebigen anderen Formaten<br />

durchgeführt werden, beispielsweise OGG<br />

und WAV, WAV und FLAC oder WAV-Files<br />

in zwei unterschiedlichen Qualitätsstufen.<br />

Sogar der Klang zweier Geräte oder Komponenten<br />

wie Kabel kann auf diesem Wege<br />

miteinander verglichen werden – allerdings<br />

bedarf es dann wieder eines größeren Aufwandes<br />

und der Hilfe einer zweiten Person.<br />

Der Grund dafür liegt in der Beeinflussbar-<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Stock.xchng<br />

34 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


keit des Menschen: Wenn wir wissen, dass<br />

wir eine MP3 hören, haben wir eventuell<br />

schon alleine dadurch das Gefühl, nur minderwertigen<br />

Klang zu erreichen, der Placebo-Effekt<br />

setzt ein. Deshalb ist es wichtig,<br />

dass der Hörer absolut keine Ahnung hat,<br />

welche Probe gerade abgespielt wird, es<br />

handelt sich also umsozusagen von einem<br />

Blindtest geforderdert wird. Vor Beginn<br />

des Experiments hat er jedoch beide Originale<br />

gehört, und kann dies auf Wunsch<br />

auch während des Tests immer wieder tun.<br />

Die Aufgabe während des Tests ist nun die<br />

Zuordnung der Proben zu den beiden originalen<br />

Varianten. Gezählt wird nun, wie oft<br />

die Zuordnung richtig erfolgt.<br />

Die Aussage des Tests kann maximal sein:<br />

Der Proband hört einen Unterschied. Mit<br />

einem ABX-Test kann man dagegen jedoch<br />

keinen Vergleich mehrerer Codecs machen,<br />

denn es wird keine quantitative Aussage<br />

über den Unterschied gemacht. Er ist hörbar<br />

oder nicht, aber niemals „schwach“ oder<br />

„deutlich“ hörbar. Dafür bedürfte es anderer<br />

Testverfahren (z. B. ABC), die jedoch mit<br />

einem größeren Aufwand verbunden sind.<br />

Außerdem lässt sich kein allgemeingültiger<br />

Beweis herbeiführen.<br />

Foobar macht’s einfach<br />

Nun ist ersichtlich, warum dieser Test mit<br />

Geräten einen sehr großen Aufwand bedeutet.<br />

Auch mit zwei Dateien scheint es<br />

zunächst nicht besser zu sein, denn wenn<br />

der Proband nicht wissen darf, welche Version<br />

er gerade hört, kann er selber sie nicht<br />

starten. Die Lösung des Problems ist ein Plugin<br />

für den Software-Player Foobar2000,<br />

und dieses ist sogar kostenlos. Die einzige<br />

Einschränkung ist die alleinige Kompatibilität<br />

zum Betriebssystem Windows.<br />

Mit dem Plugin „ABX Comparator“ lassen<br />

sich nun zwei beliebige Dateien aus der<br />

Foobar-Playlist miteinander vergleichen.<br />

Sinnigerweise verwendet man das gleiche<br />

Lied in zwei Qualitätsstufen, damit während<br />

des Hörtests lückenlos zwischen den<br />

beiden Varianten umgeschaltet werden<br />

kann. Das Plugin decodiert reduzierte Formate<br />

zudem ins WAVE-Format, damit keine<br />

hörbaren Komplikationen durch die Live-<br />

Decodierung beim Umschalten auftreten.<br />

Nun kann der Test begonnen werden. Jederzeit<br />

kann der Nutzer sich durch Klicken<br />

auf die Schaltflächen A und B die beiden<br />

Originale anhören, ohne zu wissen, welche<br />

Version welche ist. Nun muss er diese vergleichen<br />

mit den Proben X und Y. Die Aufgabe<br />

besteht darin, X und Y den Varianten<br />

A und B zuzuordnen. Ist dies geschehen,<br />

wird der Versuch vom Programm hinsichtlich<br />

der korrekten Zuordnung ausgewertet<br />

und ein neuer Durchlauf beginnt – mehr ist<br />

nicht zu tun. Hört der Proband keinen Unterschied,<br />

ist er gezwungen, die Zuordnung<br />

zu erraten. Sind Unterschiede hörbar, wird<br />

sich das in der Auswertung der richtigen<br />

Zuordnungen zeigen.<br />

Die Auswertung<br />

Nach dem Hören kommt die Mathematik,<br />

genauer gesagt die Statistik, ins Spiel.<br />

Durch die möglichst große Zahl an Versuchen<br />

kommt man zwar nicht zu einem eindeutigen,<br />

allgemeingültigen Ergebnis, sondern<br />

vielmehr zu einer Wahrscheinlichkeit.<br />

An einem Beispiel lässt sich diese Aussage<br />

besser verdeutlichen:<br />

Angenommen, Sie haben in fünf von zehn<br />

Versuchen korrekt entschieden, welche<br />

Datei die MP3 und welche die WAV war.<br />

Statistisch heißt dieser Wert, dass sie den<br />

Unterschied mit einer Wahrscheinlichkeit<br />

von 50 % hören. Im ersten Moment klingt<br />

das gut – ist es aber nicht. Ganz im Gegenteil:<br />

Stehen zwei Möglichkeiten zur<br />

Auswahl, und Sie müssen sich wiederholt<br />

für eine entscheiden, könnten Sie dies sogar<br />

blind (oder eben taub) tun – sie würden<br />

statistisch gesehen in der Hälfte der<br />

Fälle richtig liegen. Oder kurz gesagt: Ein<br />

Wert von 50 % entspricht also reinem Zufall.<br />

Liegt der Wert sogar noch darunter,<br />

hören sie nicht nur keinen Unterschied,<br />

sondern haben zusätzlich auch noch Pech<br />

beim Raten. Daraus ergeben sich zwei Erkenntnisse:<br />

Bis auf ein eventuell schlechtes<br />

Gefühl im Bauch, kann es Ihnen egal sein,<br />

ob Sie WAV oder MP3 hören. Außerdem<br />

sollten Sie Casinos meiden.<br />

Im zweiten Beispiel nehmen wir nun an, dass<br />

sie mehr als die Hälfte der Durchgänge richtig<br />

geraten/gewählt haben, nämlich sieben<br />

von zehn. Nun sagt die Statistik also, dass<br />

Sie den Unterschied mit einer Wahrscheinlichkeit<br />

von 70 % heraushören können. Nun<br />

müssen Sie sich die Frage stellen, ob dieser<br />

Wert für Gewissensberuhigung ausreicht.<br />

Einerseits könnte man sagen, dass Sie nicht<br />

willkürlich geraten, sondern der Musik tatsächlich<br />

ein aufmerksames Ohr geschenkt<br />

und Unterschiede wahrgenommen haben.<br />

Andererseits könnten Sie auch einfach nur<br />

ein gewisses Maß an Glück beim Raten haben.<br />

Unser anfangs zitierter Forennutzer<br />

„starseeed“ würde sie nun vielleicht als<br />

glücklichen Priester bezeichnen, vermutlich<br />

aber nicht davon überzeugt sein, dass hier<br />

tatsächlich ein Unterschied gehört wird.<br />

Höre ich nun Voodoo?<br />

Letztendlich bleibt die Entscheidung nun<br />

bei Ihnen hängen, ob der erreichte Wert für<br />

eine überzeugende Aussage ausreicht. Eine<br />

absolute Sicherheit gibt es nicht. Allerdings<br />

sollte man hier Vernunft walten lassen: Natürlich<br />

ist theoretisch auch ein Wert von<br />

100 % richtigen Unterscheidungen durch<br />

pures (großes) Glück möglich. Das ist allerdings<br />

nicht Sinn der Sache, denn schließlich<br />

möchten Sie zu einer Aussage kommen.<br />

Reicht es Ihnen beispielsweise aus, eine<br />

„Trefferquote“ von 70 % zu haben, können<br />

Sie ruhigen Gewissens die MP3-Downloads<br />

bei Amazon einstellen und stattdessen CDs<br />

kaufen oder Alternativen im WAV-Format<br />

suchen. Halten Sie das Ergebnis für vom<br />

Zufall beeinflusst, macht es wohl für Sie keinen<br />

Unterschied: Greifen Sie ruhig zur MP3.<br />

Allerdings würde ich persönlich niemals<br />

diese Stimme im Hinterkopf loswerden, die<br />

sagt: „Da könnte mehr sein... Vielleicht hört<br />

man es beim nächsten Lied ja doch...“ Viel<br />

Spaß beim Selbsttest!<br />

Die zu vergleichenden Dateien müssen markiert werden. Nach einem<br />

Rechtsklick wählt man dann unter „Utilities“ die markierte Option<br />

Das Tool ermöglicht eine doppelt blinde Zuordnung der Dateien. In diesem<br />

Beispiel hat der Redakteur offenbar keinen Unterschied gehört<br />

Wissen 35


Dr. Sound klärt auf<br />

Es gibt immer Meinungsverschiedenheiten darüber, wie wichtig das gleichseitige<br />

<strong>Stereo</strong>dreieck ist. Was kann geschehen, wenn ich es einhalte, und was, wenn nicht?<br />

Welche Faktoren können außerdem die <strong>Stereo</strong>abbildung stören?<br />

VON JENS VOIGT<br />

Vielleicht ist es Ihnen als aufmerksamer<br />

Hi-Fi-Hörer, der sich gern auf seiner Hörposition<br />

des gleichseitigen Dreiecks aufhält,<br />

schon einmal aufgefallen? „Was?“, werden<br />

Sie sich jetzt fragen. Es entstehen Klangverfärbungen,<br />

wenn Sie diesen Platz verlassen<br />

und an einer anderen Stelle weiterhören.<br />

Diese klanglichen Veränderungen können<br />

genauso auftreten, wenn Ihre Lautsprecher<br />

nicht den gleichen Abstand oder Winkel in<br />

Bezug auf Ihren Hörplatz einnehmen. Zugegeben,<br />

nicht für jede Person wird dieser Effekt<br />

sofort erkennbar sein. Zu groß sind die<br />

alltägliche Reizüberflutung und die Verdrängung<br />

ins Unterbewusste. Aber mit unseren<br />

beiden Ohren und der Auswertung des Gehörten<br />

im Gehirn, können wir sehr kritische<br />

Bewertungen treffen. Den Effekt, den wir<br />

meinen, nennt der Messtechniker Kammfiltereffekt.<br />

So mancher Hi-Fi-Freund nennt<br />

es „phaseln“, wir nennen es klangliche Veränderungen<br />

durch Laufzeitdifferenzen von<br />

akustischen Signalen. Diese Veränderungen<br />

entstehen durch viele Faktoren. Einen angeborenen<br />

Faktor blenden wir unterbewusst<br />

aus. Wir hören bei allgemeiner Gesundheit<br />

mit unseren beiden Ohren. Versuchen wir<br />

es von der menschlichen Physiognomie her<br />

zu Betrachten. Der durchschnittliche Abstand<br />

zwischen unseren Ohren beträgt ca.<br />

17,5 Zentimeter. Für den Schall bedeutet<br />

dieser Weg eine zeitliche Laufzeit von 0,5<br />

Millisekunden bei einer mittleren Schallgeschwindigkeit<br />

von 344 Metern pro Sekunde.<br />

Hinzu kommen noch Beugungseffekte<br />

verschiedener Schallwellenlängen am Kopf,<br />

Absorptionen durch Haare, Haut, Weichteile<br />

und Bekleidung der Schultern. Vernachlässigen<br />

wir einmal Beschaffenheit des äußeren<br />

Ohres und die Resonanzfrequenz des<br />

Innenohrkanals. Wie Sie sehen können, ist<br />

das schon ziemlich komplex. Wenn man<br />

sich nun vorstellt, dass Sie den Kopf während<br />

des Hörens bewegen, dann fangen die<br />

Dinge plötzlich an, zu interagieren. Womit?<br />

Mit den Wiedergabeeigenschaften der Lautsprecher<br />

und der Raumakustik. Es ist nicht<br />

zu bestreiten, dass die Art und Weise der<br />

Musikaufnahmen, die wir hören, ebenfalls<br />

einen Beitrag zur Entstehung und Wahrnehmung<br />

von Kammfiltereffekten hat.<br />

Pegel in dB<br />

Der Kammfiltereffekt in der Theorie<br />

Frequenz in Hz<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

36 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Das ideale gleichseitige <strong>Stereo</strong>dreieck.<br />

wird undeutlicher<br />

Abweichende Hörposition<br />

a=b=c<br />

α = 60°<br />

a<br />

90°<br />

a=b=c<br />

α = 60°<br />

30°<br />

a<br />

30°<br />

α<br />

Mitte<br />

α<br />

90°<br />

α<br />

Mitte<br />

α<br />

Phantomschallquelle<br />

Phantomschallquelle<br />

wandert aus, klangliche<br />

Verfärbung<br />

b<br />

c<br />

Schallweg<br />

kürzer<br />

b<br />

c<br />

Schallweg<br />

länger<br />

α<br />

α<br />

1.<br />

Ideal<br />

Das gleichseitige <strong>Stereo</strong>dreieck erfordert gleiche Winkel und gleiche<br />

Abstände zwischen den Lautsprechern und dem Zuhörer. Das besagt<br />

die Theorie. Viele stereofone Mikrofonaufnahmen können auch nur so<br />

richtig rezipiert werden. Es kann aber auch Ausnahmen geben<br />

2.<br />

Nicht ideal, weil Laufzeitunterschied<br />

Wenn nicht der gleiche Abstand zu den Lautsprechern eingehalten wird,<br />

kommt es zu unterschiedlich langen Wegen für den Schall (Laufzeitunterschiede)<br />

bis zum Zuhörer - mit dem Effekt, dass die Phantomschallquelle<br />

auswandert und klangliche Änderungen eintreten<br />

0 dB<br />

0 dB<br />

–12 dB<br />

–12 dB<br />

–24 dB<br />

L + R in der Summe<br />

Hz<br />

–24 dB<br />

L + R in der Summe<br />

L+R i. d. Summe mit Kammfiltereffekt<br />

Hz<br />

Die Wiedergabe findet idealtypisch statt. Der Eindruck kann nur durch<br />

das „zweiohrige“ Hören gegenüber dem Messmikrofon verfälscht sein<br />

Die Summe der beiden Lautsprechersignale, die mit Laufzeitunterschieden<br />

gehört wird, ist durch Kammfiltereffekte verzerrt<br />

Ideal und Fehler<br />

Als Erstes gehen wir davon aus: Alles sei<br />

Ideal. Die Raumakustik spielt keine Rolle<br />

und die Lautsprecher sind auf den Millimeter<br />

genau im <strong>Stereo</strong>dreieck ausgerichtet. Im<br />

weiteren sind alle Chassis der Lautsprecherkonstruktion<br />

auf der zeitlichen Ebene zueinander<br />

korrekt justiert. Jetzt hören wir uns<br />

ein monofones Signal an, das von beiden<br />

Lautsprechern idealerweise in allen Parametern<br />

(gleicher Schallpegel und akustische<br />

Phasenlage) gleich ausgesandt wird. Dieses<br />

Signal sollte direkt aus der Mitte zwischen<br />

den beiden Lautsprechern, der sogenannten<br />

<strong>Stereo</strong>lautsprecherbasis (Basisbreite,<br />

Lautsprecherbasis) zu hören sein (Bild u.<br />

Messung 1). Da sich hier kein Lautsprecher<br />

befindet und der Schall hier wie von einer<br />

virtuellen Schallquelle gebildet wird, spricht<br />

man von einer Phantomschallquelle. Solange<br />

wir wie festgenagelt auf unserer Idealposition<br />

sitzen, bleibt das auch so. Wir hören<br />

das Signal aus der Mitte. Nun Bewegen wir<br />

den Kopf ca. 20 bis 30 Zentimeter zur linken<br />

Seite und können feststellen, dass die Phantomschallquelle<br />

aus ihrer Position in der Mitte<br />

der Lautsprecherbasis ebenfalls ein wenig<br />

mit nach links wandert. Bei der Bewegung<br />

können wir eine geringfügige Klangveränderung<br />

wahrnehmen. Bei echten stereofonen<br />

Mikrofonaufnahmen, die von beiden<br />

Lautsprechern gleich laut wiedergegeben<br />

werden, können solche Laufzeitänderungen<br />

deutliche Klangänderungen hervorrufen.<br />

Bei der seitlichen Verlagerung unseres<br />

Kopfes entsteht ein Laufzeitunterschied für<br />

den Schall, der von unseren Ohren aufgenommen<br />

wird (Ideal wäre es, nur mit einem<br />

Ohr zu hören, denn schon von beiden Ohren<br />

wird der Schall mit Laufzeitversatz wahrgenommen).<br />

Die beiden Schallsignale sind<br />

dann nicht mehr absolut deckungsgleich in<br />

der Abfolge ihrer Wellenberge und Täler.<br />

Es besteht ein räumlicher Versatz zwischen<br />

ihnen, der auch als zeitlicher zu werten ist<br />

(Phasenverschiebung). Fakt ist, dass diese<br />

Verschiebung in der Addition der Schallsignale,<br />

die auch in unserem Gehirn stattfindet,<br />

eine andere Summe entstehen lässt, als<br />

die Ausgangslage sie bietet. Der Frequenzgang<br />

in der Ausgangslage bildet im Betrag<br />

eine durchgängige Linie als Ausdruck einer<br />

ungetrübten Wiedergabe. Im Fall der Seitwärtsbewegung<br />

oder bei falscher Aufstellung<br />

(Änderung der Laufzeit für den Schall)<br />

bekommt diese Linie aber in bestimmten<br />

Abständen tiefe Einbrüche (Bild u. Messung<br />

2). Da diese aussehen wie die Zähne eines<br />

Kammes, nennt man diesen Effekt Kammfiltereffekt.<br />

Bei einer falschen Aufstellung<br />

oder Zeitfehler am Lautsprecher ist der Effekt<br />

vergleichbar (Bild u. Messung 3). Was<br />

geschieht? Die Laufzeitverschiebungen der<br />

sich überlagernden Schallwellen führen zu<br />

Interferenzen. Es kommt bekanntlich zu Verstärkungen<br />

und Auslöschungen. Die Auslöschungen<br />

machen sich als tiefe Einbrüche<br />

im Übertragungsfrequenzgang bemerkbar,<br />

und genau das gibt dem Klang diese Verfärbung.<br />

Da der Mensch weniger auf schmalbandige<br />

Absenkungen als auf gleichartige<br />

Anhebungen im Übertragsbereich reagiert,<br />

gilt es hier, die Gesamtheit zu betrachten.<br />

Der Klang kann härter werden, weil einzelne<br />

Frequenzbereiche von Instrumenten oder<br />

der Musik stark leiden. Es kann sich auch ein<br />

dumpfer, unausgewogener Eindruck ergeben.<br />

Sprechen Sie einen Satz und halten dabei<br />

zeitweise die Hand vor den Mund. Was<br />

Sie dabei wahrnehmen können, kann auch<br />

bei Laufzeitunterschieden zwischen den<br />

Lautsprechern auftreten.<br />

Wissen 37


wird undeutlicher<br />

Falsche Aufstellung oder<br />

Zeitfehler am Lautsprecher<br />

α = 60° a=b=c<br />

a<br />

Unterschiedlich laute Lautsprecher.<br />

a=b=c<br />

α = 60°<br />

a<br />

α<br />

Mitte<br />

α<br />

α<br />

Mitte<br />

α<br />

Phantomschallquelle<br />

wandert aus, klangliche<br />

Verfärbung<br />

Leiser<br />

Phantomschallquelle<br />

Lauter<br />

Schallweg<br />

kürzer<br />

b<br />

c<br />

Schallweg<br />

länger<br />

b<br />

c<br />

α<br />

α<br />

3.<br />

Nicht ideal, weil Laufzeitunterschied<br />

In dem Fall, dass die Lautsprecher nicht den gleichen Abstand zum Zuhörer<br />

aufweisen, aufgrund der Aufstellung oder durch Fehler am Lautsprecher<br />

selbst (abweichender Phasengang zwischen den Chassis, Gruppenlaufzeit),<br />

kommt es zu Lokalisationsunschärfen bzw. Klangverfärbungen<br />

4.<br />

Pegelunterschied<br />

Die Aufstellung ist in allen Parametern ideal ausgeführt und trotzdem<br />

wird die Phantomschallquelle nicht in der Mitte, sondern nach rechts verschoben<br />

lokalisiert. Gründe dafür sind: Der rechte Lautsprecher ist etwas<br />

lauter als der linke, oder er steht sehr nah an einer schallharten Wand<br />

0 dB<br />

0 dB<br />

–12 dB<br />

–12 dB<br />

–24 dB<br />

L + R in der Summe<br />

L+R i. d. Summe mit Kammfiltereffekt<br />

Hz<br />

–24 dB<br />

Die Summe aus L+R<br />

ist etwas kleiner<br />

L + R in der Summe<br />

Hz<br />

Das Resultat der o. g. Abweichungen sind mehr oder weniger stark ausgeprägte<br />

Kammfiltereffekte<br />

Bei einem reinen Pegelunterschied zwischen den Lautsprechern kommt<br />

es nicht zu Klangunterschieden, aber durch wandnahe Aufstellung<br />

Bei Pegelunterschieden<br />

Eine weitere Fehlerquelle, die zur Verschiebung<br />

der Lokalisation einer Phantomschallquelle<br />

auf der <strong>Stereo</strong>lautsprecherbasis<br />

führen kann, ist ein Pegelunterschied zwischen<br />

Lautsprechern. Die Gründe dafür<br />

können vielfältig sein. Als Erstes sollte die<br />

Wiedergabekette vor den Lautsprechern<br />

abgesichert sein. Eine korrekte Verkabelung<br />

zwischen den Geräten ist die Hauptvoraussetzung.<br />

Es darf an keiner Stelle<br />

der Verkabelung eine Falschpolung der<br />

Signaladern vorkommen.<br />

Das gilt für alle unsymmetrischen, wie auch<br />

für die symmetrischen Verbindungen. Der<br />

Verstärker muss zwingend den gleichen<br />

Verstärkungsfaktor für die beiden Kanäle<br />

aufweisen. Ein unzureichender analoger<br />

<strong>Stereo</strong>lautstärkeregler kann, je nach seiner<br />

Einstellposition, zu Abweichungen zwischen<br />

den Kanälen führen. Hierbei kann<br />

die Abbildung der Phantommitte je nach<br />

Stellung des Reglers leicht zu der einen<br />

oder andern Seite auswandern. Für eine<br />

korrekte Abbildung gilt: Der linke Lautsprecher<br />

sollte genauso laut in der Wiedergabe<br />

sein, wie der rechte. Das ist eines<br />

der häufigsten Probleme bei der Lautsprecherwiedergabe,<br />

denn es ist nicht immer<br />

gewährleistet, dass beide Lautsprecher<br />

ein Signal mit dem exakt gleichen Schalldruck<br />

wiedergeben. Die exakte Abbildung<br />

eines klanglichen Geschehens ist dadurch<br />

immer nach dem Maß der Ungleichheit<br />

zum lauteren Lautsprecher hin verschoben<br />

(Bild u. Messung 4). Auch klangliche Unterschiede<br />

in der Serienstreuung der Lautsprecher<br />

können dazu führen. Gemeint<br />

ist damit, dass die einzelnen Chassis einer<br />

Lautsprecherkonstruktion Abweichungen<br />

aufweisen können oder das die eventuell<br />

eingesetzten Dämpfungswiderstände der<br />

Frequenzweiche eine zu große Toleranz<br />

aufweisen. Untersucht werden kann dies,<br />

wenn ein monofones Signal abwechselnd<br />

auf der linken wie der rechten Seite wiedergegeben<br />

wird. Sollte es hier klangliche<br />

Unterschiede geben, kann dieses auf Abweichungen<br />

im Übertragungsbereich<br />

hinweisen. Stellt sich dabei heraus, dass<br />

diese klanglichen Abweichungen immer<br />

am gleichen Aufstellungsort auftreten (unabhängig<br />

vom Lautsprecher), liegt hier der<br />

Einfluss von „Erstreflexionen“ vor. Diese<br />

unmittelbaren Reflexionen an den Begrenzungsflächen<br />

des Raumes erzeugen immer<br />

einen eigenen Klangeindruck. Hervorgerufen<br />

wird dieser durch die Vermischung von<br />

Direktschall des Lautsprechers und den<br />

Wandreflexionen in seiner unmittelbaren<br />

Nähe. Auch an dieser Stelle bilden sich<br />

Überlagerungseffekte durch Laufzeitunterschiede<br />

von Schallwellen aus. Es kommt<br />

damit für einen Lautsprecher zu Klangbeeinflussungen<br />

durch Kammfiltereffekte,<br />

die nichts mit der stereofonen Wiedergabe<br />

zu tun haben. Entfernt man den entsprechenden<br />

Lautsprecher von den Begrenzungsflächen<br />

des Raumes, nimmt dieser<br />

Effekt ab. Zur Beurteilung einer korrekten<br />

<strong>Stereo</strong>abbildung ist es nicht zwingend notwendig,<br />

ein gleichseitiges Dreieck für die<br />

Lautsprecheraufstellung zu wählen. Viel<br />

wichtiger ist es, einen gleichen Abstand<br />

zu den Lautsprechern einzuhalten und<br />

sich dabei auf einer mittleren Position zwischen<br />

ihnen zu befinden. Dabei kann man<br />

je nach gewähltem Abstand weniger oder<br />

mehr am <strong>Stereo</strong>geschehen teilhaben.<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

38 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Produkt Bewertung Seite<br />

Netzwerkplayer<br />

Pioneer<br />

N-50<br />

Sehr gut<br />

86<br />

40<br />

D/A-Wandler<br />

Notizen aus dem Testlabor<br />

Ein Computer im Hörraum – für den einen Fluch, für<br />

den anderen Segen. Wir teilen mit Ihnen unsere Erfahrungen<br />

und zeigen, warum es Zeit für eine Veränderung<br />

der Hörgewohnheiten ist.<br />

Die Zeiten ändern sich, das merken wir<br />

nicht nur im Alltag, sondern auch bei<br />

unseren täglichen Tests. Geräte entwickeln<br />

sich ständig weiter, neue Techniken werden<br />

eingeführt und was früher rein analog war<br />

gibt es heute nur noch digital. Doch Veränderungen<br />

bedeuten auch Fortschritt, oder wer<br />

will heute wirklich noch auf eine Entwicklung<br />

wie den Computer verzichten? Wir lernen mit<br />

neuen Technologien umzugehen, mit ihnen<br />

zu leben und haben sie andauernd um uns.<br />

Reichten früher ein paar geschulte Ohren,<br />

ein akustisch optimierter Hörraum und ein<br />

Schalldruckpegelmessgerät für eine anständige<br />

Lautsprecherbeurteilung aus, führt heute<br />

kein Weg mehr am Computer vorbei.<br />

Burmester zeigt mit seinem D/A-Konverter<br />

113 ein zukunftsweisendes Gerät, das wie<br />

kaum ein anderes den Bluetoothstandard<br />

apt-X erfüllt. Die Vorteile gegenüber dem<br />

A2DP-Profil liegen auf der Hand, doch wie<br />

soll man eine Funktion überprüfen, wenn<br />

nicht einmal die neuesten Zuspieler wie<br />

das iPhone 5 das Protokoll erfüllen? Die<br />

Lösung fanden wir in unseren Redaktions-<br />

computern mit Mac OSX Lion als Betriebssystem.<br />

Selbst in die Königsdisziplin eines<br />

Hi-Fi-Testmagazins – dem Lautsprechertest –<br />

hat der Computer unlängst Einzug gehalten.<br />

Warum liegt den Audio Comp 5 eine CD bei<br />

und warum befinden sich darauf weder Musik<br />

noch ein gewöhnliches Benutzerhandbuch?<br />

In Verbindung mit einer Computersoundkarte<br />

und einigen Rauschsignalen erhielten wir<br />

einen komfortablen Einrichtungsassistenten.<br />

Ähnlich Verblüffendes bekamen wir auch von<br />

Audiolabs M-DAC vorgesetzt, der zusammen<br />

mit einem Computer nicht nur als D/A-Wandler,<br />

sondern gleich als eigenständiges Human<br />

User Interface interagiert. Mit seiner beiliegenden<br />

Fernbedienung steuerten wir mithilfe<br />

des Konverters unsere Abspielsoftware auf<br />

dem PC.<br />

Obwohl der Computer im Hörraum eine ungewollte<br />

Schallquelle ist, haben wir uns bewusst<br />

für ihn entschieden. Dessen optimale<br />

akustische Bedämpfung stellen wir Ihnen zusammen<br />

mit den angesprochenen Geräten in<br />

dieser Ausgabe ausführlichst vor!<br />

TORSTEN PLESS<br />

Arcam<br />

D33<br />

Audiolab<br />

M-DAC<br />

Burmester<br />

113<br />

T+A<br />

DAC8<br />

AV-Receiver<br />

Denon<br />

AVR-3313<br />

Marantz<br />

SR6007<br />

Onkyo<br />

TX-NR818<br />

Sony<br />

STR-DA3700ES<br />

Surround-Endstufe<br />

NAD<br />

T 977<br />

Kompaktlautsprecher<br />

KEF<br />

LS50<br />

Aktivlautsprecher<br />

Audium<br />

Comp 5 Active<br />

Standlautsprecher<br />

Pio Sound<br />

Eagle<br />

Fernseher<br />

Bose<br />

Videowave II<br />

Ausgezeichnet<br />

94<br />

Ausgezeichnet<br />

91,5<br />

Ausgezeichnet<br />

94<br />

Referenzklasse<br />

97,5<br />

Sehr gut<br />

88<br />

Sehr gut<br />

86<br />

Sehr gut<br />

88<br />

Sehr gut<br />

85,5<br />

Ausgezeichnet<br />

94<br />

Sehr gut<br />

86,5<br />

Ausgezeichnet<br />

90,5<br />

Ausgezeichnet<br />

94<br />

Ausgezeichnet<br />

94<br />

42<br />

45<br />

48<br />

51<br />

54<br />

56<br />

58<br />

60<br />

62<br />

64<br />

66<br />

70<br />

74<br />

Praxisrelevante Messwerte<br />

Die ermittelten Messwerte beziehen sich<br />

auf eine praxisrelevante Signalaussteuerung<br />

der elektronischen Baugruppen, die<br />

sich an die Vorgaben der von der EBU und<br />

der SMPTE festgelegten Empfehlungen<br />

zur Programmaussteuerung von audiophiler<br />

Musik und Filmproduktionen anlehnen.<br />

Der Grund für den Unterschied zwischen<br />

unseren Messwerten und den Herstellerangaben<br />

liegt in der Anerkennung dieser<br />

Praxis. Angaben wie Signal-Rauschverhältnis<br />

(SNR), Dynamik AES 17 und THD+N-<br />

Level können bei Vollaussteuerung der<br />

Baugruppen nach Herstellerangaben 20<br />

Dezibel (dB) besser sein als unsere. Beispiel:<br />

Unser Messwert 83 dB plus 20 dB ergibt<br />

103 dB und trifft damit im besten Fall<br />

die Angaben des Herstellers.<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft Test 39


Pioneer N-50<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Moderner Minimalist<br />

Pioneer N-50<br />

Pioneer zeigt im Rennen der japanischen Hi-Fi-Schmieden seiner Konkurrenz, wo der<br />

Hase lang läuft. Während die Mitbewerber auf marginale Updates setzen, überarbeitet<br />

Pioneer seine Produkte komplett neu. Hinzugekommen sind zwei Netzwerkplayer<br />

für den gehobenen Anspruch.<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

Pioneer scheint sich beim Audiostreamer<br />

N-50 weit oben orientiert zu haben.<br />

Anstatt vorhandene Technologien einzukaufen,<br />

setzen die Japaner auf eigene Softwareentwicklungen.<br />

Das bedeutet Unabhängigkeit<br />

und reaktionsschnelles Handeln<br />

bei neuen Marktentwicklungen. Umfangreiche<br />

Softwareupdates darf man hier mit<br />

aller Sicherheit erwarten.<br />

Mit der Entscheidung für den UPnP-Standard<br />

öffnet der N-50 den bekanntesten<br />

Servern die Türen. Bei der verlustfreien<br />

Formatauswahl greift er auf FLAC und<br />

WAV zu – ALAC-Dateien bleiben außen<br />

vor. Entschädigung erhalten wir mit Auflösungen<br />

bis zu 24 Bit und 192 Kilohertz (kHz)<br />

– einer ungewöhnlich hohen Rate in diesem<br />

Preissegment. Mit angesteckter CAT5-<br />

Verbindung stieß der Datendurchsatz auf<br />

keine Probleme, für WLAN- und Bluetoothübertragung<br />

benötigten wir jeweils einen<br />

zusätzlichen Adapter. Mit Airplay steht ein<br />

weiterer Streamingstandard zur Wahl. Dieser<br />

ist mit 16 Bit und 44,1 kHz nicht gerade<br />

audiophil, dafür bequem aus iTunes nutzbar.<br />

Dabei ist es egal ob sich das Programm<br />

auf einem PC/Mac oder einem mobilen<br />

Apple-Player befindet. Vorraussetzung ist<br />

lediglich die Versionsnummer iTunes 10.2<br />

bzw. iOS 4.2.<br />

Das Farbdisplay stellt Albencover, Metadaten<br />

und die Bitauflösung während der<br />

Wiedergabe dar. Die Anschaulichkeit des<br />

2,5-Zoll-Displays (320 × 240) wird bei größerem<br />

Sitzabstand getrübt. Für Couch-<br />

Potatoes empfehlen wir daher die Gerätesteuerung<br />

via kostenfreier App für iOS und<br />

Android. Für diese Zielgruppe steht mit Air-<br />

Jam zudem eine besondere Applikation bereit.<br />

Damit können mehrere Benutzer eine<br />

gemeinsame Wiedergabeliste erstellen, die<br />

Airplay am Stück abspielt.<br />

Für die reine Gerätesteuerung sieht Pioneer<br />

eine weitere kostenfreie App für iOS und<br />

Android vor. Apple-Player werden am vorderseitigen<br />

USB-Anschluss geladen, sodass<br />

eine separate Docking-Station entfällt.<br />

Radioprogramme empfängt der Netzwerkplayer<br />

über die unzählbare Stationsliste<br />

der vTuner-Datenbank, geordnet<br />

nach unseren Präferenzen.<br />

Auf ein DAB-Plus-<br />

Modul wie etwa im NAD<br />

C 446 integriert, verzichtet<br />

der N-50. Als Aushilfslösung<br />

haben wir einen externen<br />

Empfänger mit einem freien<br />

So gut wie alles dran: Neben den Standards überzeugen vor allem die digitalen Eingänge auf der Rückseite. Über den USB-Port wird der N-50 zum<br />

externen Computer-DAC mit asynchronem Arbeitsmodus. Bluetooth und WIFI-Übertragung sind optional<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Pioneer<br />

40 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Mit dem optionalen Adapter ergänzt der Netzwerkplayer<br />

Airplay und UPnP um Bluetooth<br />

Ausstattung<br />

Links digital – rechts analog: In der Mitte befindet sich die digitale Audiosektion. Oben rechts ist<br />

die analoge Ausgangsplatine. Nahe am Verbraucher befinden sich die Digital- und Analognetzteile<br />

Digitaleingang verbunden. Auch personalisierte<br />

Musikdienste wie Spotify oder<br />

Last.fm hat der N-50 nicht im Aufgebot.<br />

Hier haben wir uns wiederum mit einer<br />

Smartphoneübertragung per Airplay und<br />

Bluetooth beholfen.<br />

Der integrierte D/A-Wandler ist nicht bloß<br />

als eine Dreingabe zu verstehen und macht<br />

den Streamer zu einem ernstzunehmenden<br />

D/A-Konverter. Der Wandlerchip ist mit<br />

seiner Clock für eine asynchrone Datenübertragung<br />

bis 32 Bit und 192 kHz ausgelegt.<br />

Die passenden Treiber für Windows -Nutzer<br />

lagen dem Gerät bei, unsere Test-Macs kamen<br />

wie immer treiberlos aus. Während die<br />

eingehenden Signale vom AKM-AK4480-<br />

Chip gewandelt werden, schaltet der N-50<br />

seine digitalen Ausgänge stumm.<br />

Im Hörvergleich mit Testtiteln unserer Audioserver<br />

vermissten wir die Möglichkeit der<br />

lückenlosen Wiedergabe. Zusammenhängende<br />

DJ-Sets oder Livemitschnitte wurden<br />

zwischen jedem Titel aus dem Konzept<br />

geworfen – ein Umstand der mittlerweile<br />

nicht mehr sein muss. Die Wiedergabemöglichkeiten<br />

halten sich dafür etwas zu strikt<br />

an den UPnP-Standard: auf Spulen und Pausieren<br />

muss man verzichten.<br />

Mit Auto Sound Retriever, Sound Retriever<br />

Air, Hallo-Bit-32 und Pure Audio hat der<br />

N-50 vier Wiedergabemodi im Programm.<br />

Der Auto Sound Retriever verhalf schlecht<br />

komprimierten Dateien mittels DSP wieder<br />

Ausgeglichene Verzerrungswerte auf niedrigem<br />

Niveau bilden das Klangbild des N-50<br />

zu mehr Leben, der Sound Retreiver Air tat<br />

dies für Bluetoothstreams. Besonders der<br />

Hochtonbereich profitierte von den beiden<br />

Aufpolierern. Der Hallo-32-Bit-Mode skalierte<br />

sämtliche eingehenden Signale auf<br />

32 Bit. Beim Test mit 24-Bit-Flac-Dateien<br />

bevorzugten wir jedoch die Originalauflösungen,<br />

die uns noch plastischer erschienen.<br />

Nach ausgiebigen Tests zeichnete sich<br />

eine Präferenz für den Pure-Audio-Modus<br />

heraus, der das Signal am DSP vorbei direkt<br />

zu den analogen Ausgängen leitet. Dabei<br />

wurden komplexe Orchesterstrukturen sauber<br />

aufgelöst dargestellt, ohne dabei zu<br />

aufdringlich zu wirken. Dominante Vokalaufnahmen<br />

mit Sibilantenüberbetonungen<br />

hielten sich ebenfalls zurück. Der impulshafte<br />

Tieftonbereich überzeugte uns bei<br />

der Darbietung großer Kesselpauken. Bassgitarren<br />

wurden mit ausreichend Tiefgang<br />

und knorrigen Mitten dargestellt – klangliche<br />

Eigenschaften, die dem N-50 sehr<br />

gut zu Gesicht stehen. Ob es sich bei der<br />

Gerätebeschreibung um einen Netzwerkplayer<br />

mit DAC oder umgekehrt handelt, ist<br />

dem N-50 egal. Er kombiniert beide Eigenschaften<br />

mit hochauflösender Wiedergabe<br />

und asynchroner Datenübertragung. Die<br />

fehlende DAB-Unterstützung macht er mit<br />

Airplay wett, und das zu einem verbraucher -<br />

freundlichen Preis. Unser Fazit: Das Gerät<br />

macht Spaß, bietet Platz für Updates und ist<br />

günstig zu haben. Ausprobieren!<br />

Das Übersprechen zwischen den Kanälen liegt<br />

auf einem guten Niveau<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Pioneer<br />

Modell N-50<br />

Preis (UVP)<br />

600 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

43,5 × 97,5 × 33 cm<br />

Gewicht<br />

7,3 kg<br />

Informationen<br />

www.pioneer.eu<br />

Farben<br />

Schwarz, Silber<br />

Leistungsaufnahme<br />

31 W/0,3 W<br />

Stand-by/Betrieb<br />

Anschlüsse<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Kopf<br />

hörer<br />

Eingänge 1 1 – – –<br />

Ausgänge 1 1 1 – –<br />

Sonstige Anschlüsse Adapter-Port, Bluetooth/WLAN-Adapter,<br />

LAN, USB (A/B)<br />

Technische Daten<br />

Netzwerkplayer<br />

Streaming-Protokoll<br />

Airplay, UPnP/DLNA<br />

Gapless –<br />

LAN/WLAN +/(+)<br />

Freies Onlineradio +<br />

Musikdienste –<br />

Audioformate AAC, FLAC, MP3, Ogg, WAV (24<br />

Bit/192 kHz), WMA, WMV<br />

Messdaten ermittelt mit: 24-Bit/96-kHz-Signal bei –20 dBFs<br />

Signal-Rauschabstand<br />

(SNR)<br />

88 dB (108 dB@0 dBFs)<br />

Übersprechen<br />

–88 dB<br />

bei 10 kHz<br />

THD+N Ratio 0,003 %<br />

THD+N Pegel<br />

–103 dBV<br />

max. Ausgangspegel<br />

+6,6 dBV<br />

analog bei 0 dBFs<br />

Frequenzgangabweichung<br />

(20 Hz–20 kHz)<br />

+/–0,01 dB<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· asynchrone USB-Schnittstelle<br />

· Airplay<br />

· 32-Bit-Audiosignalverarbeitung<br />

· eigene Controller-App<br />

Nachteile<br />

· keine Musikdienste<br />

· kein Gapless-Playback<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 18/20<br />

Basswiedergabe 6,5/8<br />

Mittenwiedergabe 7/8<br />

Höhenwiedergabe 6,5/8<br />

Neutralität 6,5/8<br />

Dynamik 6/8<br />

Wiedergabequalität<br />

50,5/60<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

17,5/20<br />

Gesamt<br />

86 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Sehr gut 86/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 41


Arcam D33<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Super solider DAC<br />

Arcam D33<br />

Wir haben es bestimmt schon mehrmals erwähnt, FMJ bedeutet in unserer freien<br />

Übersetzung „Für die musikalische Freude“. Was kann man eigentlich noch alles mit<br />

einem D/A-Wandler anfangen?<br />

VON JENS VOIGT<br />

In der Zeit, wo jeder Audiohersteller mit<br />

mindestens einem netzwerkfähigen Gerät<br />

oder einem D/A-Wandler in den Markt<br />

drängt, braucht es etwas Eigenständiges.<br />

Im Fall des Arcam D33 sind das gleich mehrere<br />

Dinge: Rein von außen betrachtet, erscheint<br />

hier schon eine große Anzahl von<br />

Anschlussmöglichkeiten in einer sehr stabilen<br />

und EMV-konformen Gehäusekonstruktion.<br />

Neben doppelten optischen und<br />

koaxialen Digitaleingängen sowie einem<br />

AES/EBU-Anschluss wird noch mehr angeboten.<br />

Für die Integration in das eigene<br />

Unterhaltungssystem, das dank allgemein<br />

üblichen 12-Volt-Triggereingang und Remote-Anschluss<br />

erscheint, wird auch noch eine<br />

RS-232-Schnittstelle bereitgestellt. Die Interessierten<br />

wissen jetzt schon längst, dass<br />

dazu nicht zwingend auf Geräte der Arcam-<br />

Familie zurückgegriffen werden muss. Die<br />

Anbindung an die Computerwelt wird hier<br />

vorbildlich über zwei USB-Anschlüsse angeboten.<br />

Der Class1-USB-Eingang bietet<br />

bekanntermaßen eine Unterstützung von<br />

Audioformaten bis 96 Kilohertz (kHz) an.<br />

Für die meisten Computer stellt dies keine<br />

Hürde dar. Im Inneren des D33 wird der<br />

Eingang von einem spezialisierten USB-<br />

Isolator von Analog Devices, ADUM3160,<br />

gegen Störungen aus der Computerperipherie<br />

entgegen genommen. Von hier aus<br />

werden die Daten an den mittlerweile bekanntesten<br />

XMOS-Chipsatz weitergeleitet.<br />

Dieser Chipsatz steht auch gleichzeitig dem<br />

zweiten USB-Eingang zur Verfügung. Der<br />

sogenannte Class2-Input besitzt zumindest<br />

keine erkennbare galvanische Trennung, um<br />

computerinduzierte Störungen abzuhalten.<br />

Dieser Eingang wird dank einer mitgelieferten<br />

Treiber-CD auch den PC-basierten Betriebssystemen<br />

für einen Audiofiletransfer<br />

bis 192 kHz zugänglich gemacht. Am Macintosh<br />

ist das nicht nötig, dafür wird aber die<br />

interne Datenverarbeitung in Fachkreisen<br />

etwas kritisch betrachtet, wegen der fehlenden<br />

Transparenz der Treiberarchitektur.<br />

Besitzer von iPhone/iPod ab der 4. Generation<br />

bzw. iPad werden mit einem eigenen<br />

USB-Zugang bedient. Hier steht dem Nutzer<br />

die digitale Übertragung seiner Musik,<br />

direkt an den D33 zur Verfügung. Das ist<br />

Anschlussvielfalt pur. Die Fernbedienung bietet den Zugriff auf die Eingänge und die Filter. Eine Lautstärkeregelung überlässt der D33 dem Verstärker<br />

Bilder: Arcam, Auerbach Verlag<br />

42 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Bei dem Filter 2 beginnt der Frequenzgang<br />

etwas früher, die strikte Linearität zu verlassen<br />

Eine ausgezeichnete akustische Bühne verspricht<br />

dieses geringe Übersprechen<br />

Die Anteile der Verzerrungsprodukte bleiben<br />

bei Vollaussteuerung und Filter 2 unbedeutend<br />

schon etwas Besonderes. Der weitere Aufwand<br />

im Inneren bringt deutliche Vorteile in<br />

den technischen Daten mit sich. Wir haben<br />

es hier mit einer getrennten Energieversorgung<br />

zu tun, die jeweils für den digitalen<br />

und für den analogen Schaltungsabschnitt<br />

einen Ringkerntransformator vorsieht. Dem<br />

Ganzen geht schon eine passive Netzfilterung<br />

voraus. Zusätzlich<br />

steht ein kleines<br />

Stand-by-Netzteil für<br />

die Fernsteuerungsannahme<br />

bereit. Der<br />

Aufwand für die sauberen<br />

Betriebsspannungen<br />

unterstützt<br />

die Bemühungen im<br />

digitalen Schaltungsteil.<br />

Dieser wird hier<br />

mit einem erwähnenswerten<br />

Aufwand<br />

vom Eingang bis zum<br />

Wandler betrieben.<br />

Das verraten vier<br />

Quarzoszillatoren im<br />

Bereich der Signaleingänge,<br />

die sich hier<br />

mit einem Spezialisten<br />

aus dem Studiobereich<br />

vereinen. Der<br />

„dice“-Chipsatz von<br />

TC-Applied Technologies<br />

wird gern dort<br />

eingesetzt, wo Audiodaten<br />

und Sample-<br />

Taktraten unmissverständlich eine Einheit bilden<br />

sollen. Der Grund ist die Unterdrückung<br />

von Jitter-Artefakten, denn nur so sollten die<br />

digitalen Datenwörter in die analoge Welt<br />

mittels Wandler übersetzt werden. Es ist an<br />

dieser Stelle erwähnenswert, dass keiner der<br />

heute üblichen Abtastratenwandler eingesetzt<br />

wurde. Die beiden D/A-Wandler vom<br />

Typ Burr-Brown PCM1792 werden jeweils<br />

in der leistungsfähigsten Betriebsart, dem<br />

Monomode mit symmetrischen Ausgang,<br />

betrieben. Sie bieten neben ihrer Audioperformance<br />

mit einer Auflösung von bis zu 24<br />

Bit auch Abtastraten bis 192 kHz und einige<br />

weitere Features an. So erlauben sie neben<br />

der eigenen Umschaltung der digitalen<br />

Ein sauber strukturiertes Schaltungsdesign und getrennte Netzteile für die analogen und digtalen<br />

Bereiche werden hier geboten. Oben rechts: Ein Detailbild vom „dice“- Chipsatz gegen Jitter<br />

Rekonstruktionsfilter von Sharp auf Slow<br />

auch eine externe Steuerung. Das erklärt<br />

somit schon das Vorhandensein des FPGA<br />

von Xilinx aus der Spartan-3-Reihe. Denn<br />

der D33 verfügt über durch den Benutzer<br />

umschaltbare, digitale Rekonstruktionsfilter.<br />

Eigentlich sind hier zwei auswählbar,<br />

aber wenn keine Auswahl getroffen wurde,<br />

greift ein dritter Filter. Dieser ist der Industriestandard<br />

Sharp-Filter. Während sich Auswahl<br />

1 als eine Art Apodizing-Filter ohne<br />

Vorschwinger zeigt, scheint die Variante 2<br />

einem Slow-Filter ähnlich zu sein. Denn dieser<br />

zeigt wenige Vorschwinger und ein sanft<br />

beginnendes Sperrverhalten am oberen<br />

Ende des Frequenzbereiches. Damit all das<br />

zu den Audioausgängen<br />

gelangen kann,<br />

werden die symmetrischen,<br />

„stromverstärkenden“<br />

Wandlerausgänge<br />

in der<br />

Analogfiltersektion<br />

sowie in den Ausgangstreiberstufen<br />

weiter so behandelt.<br />

Das erklärt auch die<br />

Ladekondensatoren<br />

und die mit Kühlkörpern<br />

bewehrten<br />

Spannungswandler in<br />

unmittelbarer Nähe.<br />

Denn zwei Wandler<br />

und elf Operationsverstärker<br />

benötigen<br />

konstanten Strom bei<br />

stabiler Spannung.<br />

Nur so kommen die<br />

ausgezeichneten Audioleistungen<br />

(siehe<br />

Tabelle) zustande. Die<br />

Anteile von nichtlinearen<br />

Verzerrungen<br />

spielen keine Rolle. Der Signal-Rauschabstand<br />

und die dargebotene Dynamikfähigkeit<br />

nach AES 17 erfüllen höhere Voraussetzungen,<br />

als die wiedergegebene Musik es<br />

selbst zu reproduzieren vermag. Für die Hörsession<br />

haben wir uns für den Filter 2 entschieden.<br />

Der D33 verleiht jedem Quellsignal<br />

unabhängig von der Abtastrate einen ru-<br />

Das Impulsverhalten vom Industriestandard-<br />

Filter weist Vor- wie Nachschwinger auf<br />

Der Filter 1, den Arcam hier vorgibt, ist in vielen<br />

Parametern dem Apodizing-Filter ähnlich<br />

Die Impulsantwort von Filter 2 weist geringste<br />

Vor- und Nachschwinger auf<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 43


higen Gesamtausdruck, der von einem nicht<br />

übersteigerten tieferen Bassanteil getragen<br />

wird – ein Eindruck, der sich bis in die Tiefmitten<br />

hinein erstreckt. Es entsteht dadurch<br />

eine sehr angenehme Form von klanglicher<br />

Wärme, ohne hier schon von der Beeinträchtigung<br />

der Neutralität zu sprechen. Ein<br />

sehr dynamisch gespielter Steinway-Flügel<br />

oder ein Cembalo erklingen im Grundton<br />

sauber, ohne die Ansätze von klanglicher<br />

Härte oder Analytik. Das „Mitklingen“ der<br />

benachbarten Saiten dieser beiden Instrumente<br />

und die Obertöne der gespielten<br />

Noten ergeben eine organische, nicht künstlich<br />

wirkende Einheit. Im Allgemeinen bildet<br />

sich ein direkter Anspruch beim Zuhören<br />

heraus, weil die Musik sehr detailfreudig<br />

dargestellt wird. Bei Rockmusik haben uns<br />

die E-Gitarren sehr gut gefallen, denn sie<br />

wirkten ausdrucksstark und kernig, das Gleiche<br />

gilt für die Abbildung des Schlagzeugs.<br />

Auch die deutlich stark in der Dynamik<br />

eingeschränkten Gesangsstimmen wurden<br />

nicht mit überzeichneten Sibilanten oder zu<br />

knalligen Konsonanten wiedergegeben. Der<br />

breite und sensible menschliche Hörbereich<br />

der Mitten wurde weder bei hohen Gesangsstimmen<br />

noch von Instrumenten, die<br />

ihre Hauptformanten hier ausbilden, durch<br />

Verzerrungen gereizt. Der Höreindruck war<br />

immer sehr harmonisch und konsonant, sogar<br />

bis zu den höchsten Tönen. Tendenziell<br />

könnte in diesem Frequenzbereich sogar ein<br />

klein wenig mehr Luftigkeit oder Frische vorherrschen.<br />

Ein Umschalten auf die anderen<br />

Filter kann an dieser Stelle einen anderen<br />

Eindruck erzeugen. Die ausgezeichnete Abbildung<br />

der akustischen Bühne in Tiefe und<br />

Breite stört das aber nicht (bei Filter 2). Bei<br />

sehr komplexen sinfonischen Arrangements<br />

kann es je nach Lautsprecher zu Einschränkungen<br />

in der Durchhörbarkeit kommen.<br />

Wer keine penible analytische Musikanalyse<br />

betreiben will und stattdessen auf höchstem<br />

Niveau seine Musik in die analoge Welt wandeln<br />

möchte, der liegt mit dem Arcam D33<br />

genau richtig.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis (UVP)<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

Arcam<br />

FMJ D33<br />

2 499 Euro<br />

43,3 × 11 × 36 cm<br />

6,2 kg<br />

www.arcam.de<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

dig.<br />

Audio<br />

XLR<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Eingänge 2 2 1 – –<br />

Da der Arcam D33 über einen Apple-kombatiblen USB-Anschluss verfügt, wird er auch demnächst<br />

Musik von iPod/iPhone der vierten Generation und dem iPad(2) direkt entgegennehmen können<br />

USB Installation<br />

Es gibtsienoch:dieTreiber-CDfürdieInsta<br />

Installation<br />

des USB-Audio-Class-2-Treibers<br />

Bei MAC-Rechnern erfolgt die Einstellung<br />

wie immer über Systemeinstellung/Sound<br />

Ausgänge – – – 2 1<br />

Sonstige Anschlüsse 2 × USB, RS-232, IR-Remote-In, Trigger-In<br />

iPod-USB (Apple-Geräte 4. Generation<br />

und iPad)<br />

Technische Daten<br />

Messdaten ermittelt: 24 Bit/96 kHz, –20 dBFs Coax In, XLR<br />

Out, Filter 2<br />

Signal-Rausch -<br />

90 dB(110 dB@0 dBFs)<br />

abstand (SNR)<br />

Dynamik nach AES 17<br />

88 dB (108 dB@0 dBFs<br />

Übersprechen<br />

–115 dB<br />

bei 10 kHz<br />

THD+N Ratio<br />

0,003 % (0,0008 %@0 dBFs)<br />

THD+N Pegel<br />

–96 dBV<br />

Ausgangspegel<br />

–4,2 dBu<br />

bei –20 dBFs<br />

max. Ausgangspegel<br />

analog bei 0 dBFs<br />

Frequenzgangabweichung<br />

(20 Hz–20 kHz)<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

Nachteile<br />

15,7 dBu<br />

(7,9 dBV, 2,37 Vrms, RCA)<br />

+/– 0,18 dB<br />

· druckvoller, warmer Klang<br />

· ausgezeichnete akustische Bühne<br />

· umschaltbare digitale Rekonstrukt<br />

i o n s fi l t e r<br />

· Fernbedienung, USB-PC-Treiber für<br />

192-kHz-Betrieb<br />

· keine<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 18,5/20<br />

Basswiedergabe 9,5/10<br />

Mittenwiedergabe 9,5/10<br />

Höhenwiedergabe 9/10<br />

Neutralität 9/10<br />

Räumlichkeit 10/10<br />

Impulstreue 9,5/10<br />

Windows Vista/7: Systemsteuerung/Hardware<br />

und Sound/Audiogeräte verwalten<br />

WinXP Einstellung: über Systemsteuerung/<br />

Eigenschaften von Sounds und Audiogeräte<br />

Wiedergabequalität<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

Gesamt<br />

Preis/Leistung<br />

Ergebnis<br />

75/80<br />

9,5/10<br />

9,5/10<br />

94 von 100 Punkten<br />

Sehr gut<br />

Ausgezeichnet 94/100<br />

Bilder: Arcam, Apple, Auerbach Verlag<br />

44 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Audiolab M-DAC<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Computeraudio neu definiert<br />

Audiolab M-DAC<br />

Die Produkte von Audiolab werden von englischen Ingenieuren entwickelt und genießen<br />

einen guten Ruf. Der verbaute Sabre32-D/A-Wandler dagegen polarisiert die<br />

Liga der Entwickler. Was macht der M-DAC aus diesen Anlagen?<br />

VON JENS VOIGT<br />

Der M-DAC stellt eine logische Weiterentwicklung<br />

der erfolgreichen 8200er<br />

Serie von Audiolab dar. Bisher waren die<br />

D/A-Wandler-Fähigkeiten des ESS-Sabre32<br />

9018-Hybridwandlers den CD-Playern vorbehalten.<br />

Diese verfügen auch über digitale<br />

Eingänge und sind somit auch als DAC<br />

zu verwenden. (siehe <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 1/2012).<br />

So ist es nicht verwunderlich, dass der<br />

M-DAC die Tugenden der bewährten Geräte<br />

in sich trägt und ebenfalls mit sieben<br />

umschaltbaren sowie updatefähigen Rekonstruktionsfiltern<br />

aufwartet. Wenn man<br />

die Geräte vergleicht, stellt man beim inneren<br />

Aufbau fest, dass das Platinenlayout<br />

in den wichtigsten Punkten übereinstimmt.<br />

Interessant sind die zusätzlichen Features,<br />

die dem Wandler mit auf den Weg zu den<br />

Hi-Fi-Anlagen gegeben wurden. Das sehr<br />

flüssig reagierende Monochromdisplay<br />

kann bei Bedarf eine hohe Informationsbandbreite<br />

darstellen. Es bietet Pegelanzeigen<br />

oder die Anzeige aktueller Abtastraten<br />

des Eingangssignals auf drei Stellen nach<br />

dem Komma genau. Auch die Übertragung<br />

von Titelnummer und Zeit sind über<br />

S/PDIF möglich, wenn das Wiedergabegerät<br />

dies unterstützt. Weiter geht es in<br />

der Ausstattung bei der Aufwertung und<br />

Verarbeitung der USB-Daten am Eingang,<br />

Bilder: Audiolab, Auerbach Verlag<br />

Die Anteile von Verzerrungsprodukten sind bei<br />

–20 dBFs und 192 kHz kaum klangbeeinflussend<br />

Das Übersprechen der Kanäle ist so gering,<br />

dass die Grenze der Messbarkeit erreicht ist<br />

Der Frequenzverlauf bei der Nutzung des<br />

Optimal-Transient-Filters im 192-kHz-Betrieb<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 45


Ein Blick auf die Platine des M-DAC offenbart den technischen Aufwand in der Spannungsstabilisierung,<br />

oben und links unten. Rechts oben: umringt von Kondensatoren der ESS-Sabre-Wandler<br />

der treiberfrei bis 96 kHz funktioniert. Ein<br />

umfangreiches Softwarepaket isoliert die<br />

Audiodaten von der Taktrate und stellt<br />

somit eine Neusynchronisation zur Verfügung.<br />

Zusätzlich bietet der M-DAC weitere<br />

Möglichkeiten, Störkomponenten für die<br />

verschiedenen Bereiche der Schaltungstechnik<br />

zu unterdrücken.<br />

Dazu gehören die dreifache Aussiebung<br />

von Aliasingprodukten, die 15 Spannungsregler<br />

und die hohe Anzahl an Siebkondensatoren<br />

für die Versorgung der einzelnen<br />

Schaltungsabschnitte. Dieser Aufwand ist<br />

uns bis dato für einen D/A-Wandler noch<br />

nicht untergekommen. Rein messtechnisch<br />

betrachtet hat diese Ausstattung Sinn,<br />

wie auch unsere Messergebnisse belegen.<br />

Der M-DAC erreicht, wenn wir genau sein<br />

wollen, im Durchschnitt an die 2 dB abweichende<br />

Werte im Vergleich zum 8200 CD<br />

(Test 01/2012) bei 96 kHz. Dies bezieht<br />

sich auf den Signalrauschabstand und die<br />

Dynamik nach AES17. Bei den Anteilen<br />

von harmonischen Verzerrungen sind die<br />

Werte im Promille-Bereich etwas höher.<br />

Im Unterschied zum Player sind als OPVs<br />

im Analogfilter vier LSK389 von Linear Systems<br />

anstatt der AD744K von Analog Devices<br />

verbaut wurden. Ob dies den geringfügigen<br />

Unterschied in den Messwerten<br />

ausmacht, ist schwer zu sagen. Dem<br />

M-DAC kann man zu Gute halten, dass er<br />

mit einem externen Trafo geliefert wird.<br />

Die Gleichrichtung findet danach gleich am<br />

Geräteeingang statt und 23 500-Mikrofarad-Kondensatorkapazitäten<br />

übernehmen<br />

die erste Siebungsstufe. Über den Sabre<br />

Wandler haben wir schon beim 8200 CD<br />

berichtet, beim M-DAC gibt es noch weitere<br />

interessante Dinge, wie die galvanisch<br />

entkoppelten koaxialen Digitaleingänge<br />

und einen konfigurierbaren digitalen Ausgang.<br />

Dieser kann auch nur ein Wordclocksignal,<br />

also Taktsignal, ausgeben um<br />

CD-Laufwerke oder andere Peripherie zu<br />

synchronisieren. Die Fernbedienung übernimmt<br />

nicht nur das Menü, die Filterumschaltung<br />

und die bei Bedarf abschaltbare<br />

Lautstärkesteuerung, sondern auch die<br />

Laufwerksfunktionen eines computerbasierten<br />

Mediaplayers. Dabei wird die<br />

automatische Erkennung als Human User<br />

Interface (HUI) bei USB-Betrieb genutzt.<br />

Der M-DAC wird also als D/A-Wandler und<br />

HUI erkannt. Die Funktionen können auch<br />

getrennt Nutzen bringen, d. h. der Rechner<br />

kann via S/PDIF Audiodaten ausgeben<br />

während mittels Fernbedienung der Mediaplayer<br />

gesteuert wird. Weiterhin kann im<br />

USB-Signal die Bitstruktur von Windows-<br />

XP-Audiodaten korrigiert bzw. mit einem<br />

ASIO4ALL Treiber die „Bit Perfect“-Funktion<br />

von einzelnen Mediaplayern unterstützt<br />

werden. Audiophiler Klang per Computer<br />

wird hier bestens unterstützt.<br />

Wir sind sicher, dass der Wandler aufgrund<br />

seiner Zusatzausstattung seine Liebhaber<br />

finden wird. Und im Klang? Der M-DAC<br />

teilte sogar im direkten Vergleich mit<br />

dem CD-Player die gleichen klanglichen<br />

Eigenschaften. Die zeigen sich in einer tadellosen<br />

akustischen Bühne in der Breite<br />

und der Tiefe. Der Abbildungsfokus lässt<br />

sich für das geübte Ohr über die Wahl der<br />

Die Rückansicht offenbart im Inneren ein symmetrisches Schaltungsdesign. Über eine geringe Anzahl<br />

von Anschlüssen dürfte bei dieser Ausstattung niemand klagen<br />

impulsoptimierten Filtermodelle steigern,<br />

außer für stark dynamikkomprimierte<br />

Musik. Die Wiedergabe der Klangfarben<br />

ist durchweg gleichbleibend ohne jegliche<br />

Aufdringlichkeiten. Es gab nie Präsenzübersteigerungen<br />

bei Sprache oder<br />

Gesang. Der M-DAC ist vielleicht sogar<br />

ein wenig unauffälliger ohne deutlichen<br />

Charakter und damit ehrlicher als andere<br />

Hi-Fi-Thronhüter. Der Stabilität der Abbildung<br />

von musikalischen Solisten kann er<br />

gegenüber seinen Vorfahren nach unserer<br />

Einschätzung nicht ganz gerecht werden.<br />

Doch das ist im Direktvergleich sehr minimal!<br />

Bei der Bass-Tiefmittendynamik sind<br />

dem M-DAC die Konkurrenten der kondensatorlosen<br />

Ausgangsstufen etwas voraus,<br />

auch wenn das hier Gebotene bereits<br />

ausgezeichnet ist.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Audiolab<br />

Modell<br />

M-DAC<br />

Preis (UVP)<br />

799 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

25 × 6 × 25,2 cm<br />

Gewicht k. A.<br />

Informationen<br />

www.iad-audio.de<br />

Anschlüsse<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

dig.<br />

Audio<br />

XLR<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Eingänge 2 2 – – –<br />

Ausgänge 1 1 – 1 1<br />

Sonstige Anschlüsse USB 24 Bit/ 96 kHz, IR-In,Out, Wordclock<br />

Technische Daten<br />

Messdaten ermittelt: 24 Bit/96 kHz, Coax In@ –20 dBFS,Filter:<br />

Optimal Transient DD, Messwerte @192 kHz noch besser<br />

Signal-Rausch -<br />

92 dB (111,5 dB@0 dBFS)<br />

abstand (SNR)<br />

Dynamik nach AES 17<br />

90 dB (110 dB@0 dBFS)<br />

Übersprechen<br />

–121 dB<br />

bei 10 kHz<br />

THD+N Ratio<br />

0,003 % (0,001 %@0 dBFS)<br />

THD+N Pegel<br />

–95 dBV<br />

Ausgangspegel<br />

–4,5 dBu<br />

bei –20 dBFs<br />

max. Ausgangspegel<br />

15,5 dBu<br />

analog bei 0 dBFs<br />

Frequenzgangabweichung<br />

(20 Hz–20 kHz)<br />

+/– 0,35 dB (+/– 0,05 dB Standardfilter)<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· klanglich kaum nennenswerte Einschränkungen,<br />

schöne akustische Bühne<br />

· interessanteste Computerintegration<br />

· 7 schaltbare Rekonstruktionsfi lter<br />

Nachteile<br />

· keine<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 19/20<br />

Basswiedergabe 9/10<br />

Mittenwiedergabe 8,5/10<br />

Höhenwiedergabe 9/10<br />

Neutralität 8,5/10<br />

Räumlichkeit 9,5/10<br />

Impulstreue 9,5/10<br />

Wiedergabequalität<br />

73/80<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

9/10<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

9,5/10<br />

Gesamt<br />

91,5 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Ausgezeichnet<br />

Ergebnis<br />

Ausgezeichnet 91,5/100<br />

46 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Praxistipp: Audiolabs M-DAC und 8200CD als Steuergerät<br />

Einzigartiges Feature: Die beiden Audiolab-Geräte können per USB-Kabel mit<br />

einem Computer verbunden werden und dann sogar Abspielsoftware steuern.<br />

VON MARTIN HELLER<br />

Der M-DAC wird problemlos ohne zusätzliche<br />

Treiber erkannt und installiert.<br />

Sowohl unter Windows als auch MacOS<br />

lässt er sich als Audiogerät auswählen<br />

und hinsichtlich Bittiefe und Samplingrate<br />

konfigurieren. Bis hierher ist das<br />

auch die Standardprozedur für jedes<br />

USB-fähige Audiogeräte am Computer.<br />

Bei der Windows-Installation sieht<br />

man jedoch, dass die Geräte nicht nur<br />

als Audiokomponente, sondern auch<br />

als Human Interface Device (HID), also<br />

Steuergerät erkannt werden. Neben<br />

den Audiodaten können also auch noch<br />

Steuersignale übertragen werden. Diese<br />

Funktion findet man bei vergleichbaren<br />

Geräten kaum.<br />

Die praktische Folge dieses Umstandes<br />

ist, dass sich Software-Player auf dem<br />

PC nun mit der Fernbedienung des Gerätes<br />

steuern lassen. Dabei stehen die<br />

grundlegenden Transportbefehle (Play,<br />

Pause, Stopp, nächster/vorheriger Track)<br />

zur Verfügung. Die Funktion Vor- und<br />

Zurückspulen muss auch vom Software-<br />

Player unterstützt werden. Im Bildbeispiel<br />

links hat der Redakteur gerade die<br />

Wiedergabe von foobar2000 pausiert,<br />

wie an dem Pausezeichen vor dem Liedtitel<br />

zu erkennen ist.<br />

Test 47


Ein Burmester in Klein<br />

Burmester 113<br />

Burmester 113<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Das Angebot an D/A-Wandlern ist in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Die<br />

Geräte, die dabei in den Hi-Fi-Markt gedrückt werden, weisen kaum Alleinstellungsmerkmale<br />

auf. Anders ist es beim Burmester Wandler.<br />

Auf welchem Wege begeistert man die<br />

Jugend für anspruchsvolle, audiophile<br />

Technik? Nein, das war bestimmt nicht die<br />

Frage, die Dieter Burmester sich stellte. Aber<br />

wo genau liegt eigentlich der Missing Link?<br />

Viele von uns, jung wie auch älter, besitzen<br />

ein Mobiltelefon, welches meist auch mit<br />

einer Bluetooth-Übertragung ausgestattet<br />

ist. Nun gut, aber wieso soll ich meine Musik<br />

vom Telefon aus hören? Vielleicht machen<br />

nicht Sie es, aber Ihre Tochter oder Ihr Sohn<br />

an Ihrer Hi-Fi-Anlage. Denn diese Zielgruppe<br />

trägt mehr neue Musiktitel in ihren Telefonen<br />

umher, als Sie aus dem Programm Ihres Lieblingsradiosenders<br />

kennen. Der 113er ist aber<br />

auch für den etablierten Musikfreund interessant,<br />

bietet er doch noch ganz andere<br />

Möglichkeiten. Mit den bekannten Digitalaudioschnittstellen<br />

im optischen und im koaxialen<br />

Format sowie der neueren Lösung USB<br />

stehen noch mehr Anwendungen bereit. Die<br />

USB-Übertragung bietet zwei Modi an: Die<br />

Audio-Class-1-Übertragung bis 24 Bit/96 Kilohertz<br />

(kHz), die sehr sicher von allen Computerbetriebssystemen<br />

beherrscht wird und<br />

der Audio-Class-2-Modus bis 24 Bit/192 kHz.<br />

Macintosh-Rechner bieten für Audio-Class-2<br />

einen Standard-Gerätetreiber, PC-Systeme<br />

benötigen einen angepassten Gerätetreiber.<br />

Sehr schön ist, dass Sie für die Bedienung<br />

an dem kleinen handlichen Gerät jeweils<br />

eine Taste finden, genau wie auf der Fernbedienung.<br />

Und noch etwas ist nennenswert:<br />

Neben den beiden XLR-symmetrischen<br />

Ausgängen gibt es bei Burmester nun auch<br />

unsymmetrische RCA-Buchsen - eine Anpassung<br />

an den Massenbedarf, wie wir meinen.<br />

Beim Blick in das Innere stellt der Technikbegeisterte<br />

fest: „Oh, die haben sich die<br />

Mühe gemacht, sämtliche Beschriftungen<br />

von den Chips zu schleifen!“ Die Produktpiraterie<br />

bringt ihre eigene Gegenbewegung<br />

mit sich. Es ist beachtlich, was die Berliner<br />

Firma mit ihren eigenen Bestückungsautomaten<br />

an Subminiatur SMDs auf die Leiterplatten<br />

bringt. Dabei werden klang- und<br />

leistungsintensive Bauteile noch „Through<br />

The Hole“ gelötet. In dem handlichen, mit<br />

VON JENS VOIGT<br />

einem Aluminium-Panzer versehenen Gerät<br />

stecken ein passiver Netzfilter, ein Miniatur-<br />

Schaltnetzteil sowie unterschiedliche Stationen<br />

der Betriebsspannungsaufbereitung<br />

für die einzelnen Schaltungsabschnitte. Zu<br />

den schätzenswerten Eigenschaften bei<br />

den Burmester-Geräten zählen die jeweils<br />

getrennten Massesysteme für digitale und<br />

analoge Schaltungen. Das hält grundsätzliche,<br />

gegenseitige Beeinflussungen fern. Da<br />

sich die USB-Kommunikation zwischen den<br />

beiden Modi umschalten lässt und die Größe<br />

des Chipsatzes zu groß für einen XMOS<br />

ist, bietet der Markt zurzeit nur eine weitere<br />

Variante von Tenor an. An welcher Stelle<br />

nun die Verarbeitung der beiden möglichen<br />

Blue tooth-Audiocodecs stattfindet, lässt sich<br />

auch schwer bestimmen. Sicher ist aber, dass<br />

Burmester beide Varianten implementiert<br />

hat und auch per Tastendruck zur Auswahl<br />

stellt. Neben dem stärker verlustbehafteten<br />

SBC-Codec, der ähnlich der Übertragung<br />

eines Internetradiostream ist, kommt auch<br />

der weniger verlustbehaftete aptX-Codec<br />

Die Fernbedienung ist natürlich viel größer, als sie hier abgebildet ist. Die Rückansicht des 113 verrät,<br />

woher er kommt – mit XLR- und RCA-Anschlüssen wird nichts begrenzt<br />

Der Frequenzgang scheint mit dem Lineal gezeichnet<br />

zu sein. Bei ca. 80 kHz/–6 dB ist Schluss<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Burmester<br />

48 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Die Elektronik ist im dicken Aluminium-Panzer gut geschützt.<br />

Die Bestückung findet bei Burmester statt<br />

zur Auswahl. Er lässt Datenraten zu, die bei<br />

einer Übertragung von CD-Inhalten kaum<br />

einen Unterschied hörbar machen. Zur Kontrolle<br />

der Kommunikation leuchtet ein in die<br />

Aluminium-Front gefräster Zahn auf, eine<br />

tolle optische Persiflage für Bluetooth, genauso<br />

wie die persönliche farbliche Auswahl<br />

für das Leuchten. Typisch für Burmester, stecken<br />

die Dinge im Detail verborgen: So lässt<br />

sich die absolute Polarität des Audiosignals<br />

umschalten und für jeden Audioeingang<br />

können andere Einstellungen gespeichert<br />

bleiben. Ein Reset ist auch möglich. Die Aufbereitung<br />

der Wiedergabe erfolgt auf einem<br />

pragmatischen Weg. Bevor die beiden D/A-<br />

Wandler ein Digitalsignal erhalten, übernimmt<br />

ein Abtastratenwandler die Neutaktung<br />

zur Jitterminimierung. Das verraten die<br />

beiden Quarzoszillatoren, welche die dafür<br />

üblichen Taktfrequenzen bereitstellen. So<br />

ist es möglich, per Knopfdruck aus einem<br />

44,1-kHz-Audiofile die Wiedergabe mit einer<br />

Abtastrate von 96 oder 192 kHz durchzuführen.<br />

Ganz nebenbei steht die gewählte<br />

Rate auch am digitalen Ausgang zur Verfügung.<br />

Die D/A-Wandler arbeiten im Monomode<br />

und geben ein symmetrisches Signal<br />

aus, welches genauso im Analogfilter und in<br />

der Ausgangstreiberstufe weiterbehandelt<br />

wird. Dafür scheinen insgesamt zwölf Operationsverstärker<br />

beschäftigt zu werden. Zur<br />

Vermeidung von Engpässen im Energiehaushalt<br />

umgibt hier eine große Anzahl von Elektrolytkondensatoren<br />

die Wandlersektion.<br />

Mit den Messwerten, die der 113 bei uns<br />

vorlegt, braucht er sich nicht zu verstecken<br />

Ein symmetrisches Schaltungsdesign ermöglicht<br />

eine ausgezeichnete akustische Bühne<br />

(siehe Tabelle). Die<br />

nichtlinearen Verzerrungen,<br />

der Signal-<br />

Rauschabstand und<br />

die Dynamikfähig-<br />

keit nach AES17 sind<br />

weitaus über dem<br />

Niveau, welches die<br />

wiedergegebene<br />

Musik in ihrer technischen<br />

Qualität<br />

leisten kann.<br />

Der 113er erzeugt<br />

nicht mit den Geschmacksnoten<br />

von<br />

umschaltbaren<br />

Filtern<br />

seinen Charme,<br />

sondern auf den<br />

ersten Höreindruck mit der akustischen<br />

Bühne. Sie beeindruckt auch bei sehr komplexen<br />

musikalischen Strukturen, mit einer<br />

ausgezeichneten Durchhörbarkeit in der<br />

Breite und der Tiefe. Sehr hilfreich zeigen<br />

sich dabei der nicht zu voluminös wirkende<br />

Bassbereich und die straffen Tiefmitten. Dadurch<br />

formt sich ein sehr gut konturierter<br />

Gesamtbasseindruck aus. Die deutliche Klarheit<br />

des 113 hat sehr viele Vorteile. Sie bildet<br />

sich ein wenig zur leichten Unebenheit aus,<br />

wenn Musik der neuesten Generation, die<br />

sehr stark in der Dynamik komprimiert ist,<br />

zu Gehör kommt. Es kommt zwar nicht zu<br />

klanglichen Härten oder Schärfen, aber es<br />

entsteht der Reiz, leiser zu hören. Erstaunlicherweise<br />

hilft an dieser Stelle ein Hochschalten<br />

in der Abtastratenwandlung. Sie<br />

rückt das Klangbild scheinbar ein wenig in<br />

die Tiefe – zwischen die Lautsprecher. Die<br />

Auflösung von musikalischen Details nimmt<br />

dabei nicht zu, das darf man aber auch<br />

nicht erwarten, weil keine verborgenen<br />

Aufnahmeinformationen ausgewertet werden<br />

können. Auch wenn einige E-Gitarren<br />

etwas mehr Tiefmitten vertragen könnten,<br />

so erklingen dagegen die Gesangsstimmen<br />

immer sehr gut und ohne eine Neigung zum<br />

Verzerren. Ein plastischer Höreindruck kann<br />

sich je nach Lautsprecherwiedergabe mehr<br />

oder weniger stark einstellen. Wer bei kleinen<br />

Lausprechern den emotionalen Hauch<br />

einer Stimme in der Nahaufnahme vermisst,<br />

hört ihn plötzlich bei Standlautsprechern. Es<br />

ist bemerkenswert, wie neutral angeschlagene<br />

oder angerissene Saiten reproduziert<br />

Selbst bei Vollaussteuerung bleiben die Anteile<br />

der Verzerrungsprodukte bedeutungslos<br />

werden. Egal ob großer Konzertflügel, ein<br />

intimes Cembalo oder das zackige Spiel einer<br />

Flamencogitarre, alle drei profitieren von<br />

der sauberen Grundtonwiedergabe und den<br />

Obertönen. Bei den typischen Instrumentalklangfarben<br />

sinfonischer Werke sieht es<br />

genauso aus. Die Blechbläser profitieren von<br />

einem deutlichen Glanz im Klang und die<br />

Streicher bleiben feingliedrig, ohne zu einem<br />

Klangteppich zu verkleben. Wir möchten<br />

den 113er nicht unbedingt für auf „Radiotauglichkeit“<br />

getrimmte Rock- und Popmusik<br />

ohne Dynamik empfehlen, weil ihm mehr<br />

liegt als das Durchschnittliche. Wofür Sie ihn<br />

einsetzen, entscheiden Sie selber.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis (UVP)<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

Burmester Audiosysteme<br />

113 D/A Converter<br />

2 490 Euro<br />

20 × 6 × 16,5 cm<br />

1,5 kg<br />

www.burmester.de<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

dig.<br />

Audio<br />

XLR<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Eingänge 1 1 – – –<br />

Ausgänge 1 1 – 1 1<br />

Sonstige Anschlüsse Bluetooth-Antenne, USB-Eingang (PC bis<br />

96 kHz, MAC: Class2Audio bis 192 kHz)<br />

Technische Daten<br />

Messdaten ermittelt: 24 Bit/96 kHz, –20 dBFs Coax-In, XLR-Out<br />

Signal-Rausch -<br />

94 dB (114 dB@0 dBFs)<br />

abstand (SNR)<br />

Dynamik nach AES 17<br />

93 dB (112,5 dB@0 dBFs)<br />

Übersprechen<br />

–117 dB<br />

bei 10 kHz<br />

THD+N Ratio<br />

0,002 % (0,001 %@0 dBFs)<br />

THD+N Pegel<br />

–102 dBV<br />

Ausgangspegel<br />

–5,8 dBu<br />

bei –20 dBFs<br />

max. Ausgangspegel<br />

analog bei 0 dBFs<br />

Frequenzgangabweichung<br />

(20 Hz–20 kHz)<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

Nachteile<br />

Bewertung<br />

14,2 dBu<br />

(RCA, 6 dBV, 2Vrms)<br />

+/– 0,02 dB<br />

· hervorragende akustische Bühne<br />

· klar durchhörbarer Klang dank DCgekoppelter<br />

Signalweg für straffe Bässe<br />

und Tiefmitten<br />

· Bluetooth mit Unterstützung des neuesten<br />

Codecs mit deutlich besseren Klang<br />

· unkomplizierte Bedienbarkeit<br />

· im Moment kein eigener USB-Treiber für<br />

Class-2-Audio für PC<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 19/20<br />

Basswiedergabe 9,5/10<br />

Mittenwiedergabe 9/10<br />

Höhenwiedergabe 9/10<br />

Neutralität 9/10<br />

Räumlichkeit 9,5/10<br />

Impulstreue 9,5/10<br />

Wiedergabequalität<br />

74,5/80<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

10/10<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

9,5/10<br />

Gesamt<br />

94 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Ausgezeichnet 94/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 49


Praxistipp: Die Audiocodecs SBC und apt-X bei Bluetooth<br />

1. 2. 3.<br />

Bei Android befindet sich die Bluetooth-Option<br />

in den allgemeinen Einstellungen unter<br />

dem Punkt „Drahtlos & Netzwerke“<br />

4.<br />

Nach dem Einschalten der Bluetooth-Funktion<br />

werden Geräte gesucht. Der Burmester<br />

113 wird durch Antippen ausgewählt<br />

Bei erfolgreich aufgebauter Verbindung wird<br />

dies in der Übersicht entsprechend signalisiert.<br />

Alles ist bereit zum Musikhören<br />

Wenn Sie alles richtig gemacht haben, leuchtet bei der Musikwiedergabe wie im Bild die apt-X-<br />

LED am Burmester DAC auf, sofern der Zuspieler den Codec ebenfalls unterstützt<br />

Bluetooth hat sich schon seit Langem als<br />

bequeme Verbindung zwischen Geräten<br />

etabliert. Zwar fällt die Übertragungsrate<br />

wesentlich geringer als beispielsweise<br />

bei einer WLAN-Verbindung aus, dafür<br />

entfällt aber der Konfigurationsaufwand.<br />

Das liegt zum Teil in der Natur<br />

der Bluetooth-Verbindung: Im Gegensatz<br />

zu einem herkömmlichen Netzwerk<br />

zwischen Router und Computern bzw.<br />

anderen netzwerkfähigen Geräten ist<br />

Bluetooth eine Direktverbindung. Das<br />

bedeutet, dass sich zwei Geräte miteinander<br />

verbinden können, sich aber kein<br />

drittes dem Netzwerk anschließen kann.<br />

Auch kann eine bestehende Verbindung<br />

zwischen zwei Teilnehmern nicht durch<br />

einen dritten unterbrochen werden.<br />

Während die Dateiübertragung nun<br />

problemlos funktioniert und beispielsweise<br />

Bilder vom Smartphone oder Musikdateien<br />

kopiert werden können, gibt<br />

es jedoch einige Einschränkungen beim<br />

kontinuierlichen Streamen von Audiodaten.<br />

Das Profil A2DP<br />

Bluetooth-Geräte kommunizieren über<br />

sogenannte Profile miteinander. Nur<br />

wenn beide Geräte ein Protokoll verstehen,<br />

stehen die darin festgelegten<br />

Funktionen zur Verfügung. Um Musik zu<br />

hören, kommt das Advanced Audio Distribution<br />

Profile (A2DP) zum Einsatz. Darin<br />

vorgeschrieben ist die Fähigkeit, die<br />

Audiodaten in Form des SBC-Codecs zu<br />

rekodieren. Optional sind auch andere<br />

Codecs möglich, im Falle von MP3 oder<br />

AAC würden jedoch Lizenzgebühren anfallen,<br />

die bei SBC gespart werden. Somit<br />

fungiert SBC als Standard, befriedigt<br />

jedoch nicht alle Musikhörer hinsichtlich<br />

der Audioqualität. Besonders auffallend<br />

kann der Qualitätsverlust dabei<br />

durch die zweimalige Datenreduzierung<br />

werden: Liegt eine Datei z. B. auf dem<br />

Smartphone als MP3 vor, wurden bereits<br />

Daten entfernt. Bei der Rekodierung ins<br />

SBC-Format erfolgt nun erneut eine verlustbehaftete<br />

Reduktion. Burmester vergleicht<br />

die höchstmögliche Qualität des<br />

SBC-Codecs übrigens mit einer MP3 bei<br />

128 kBit/s.<br />

Die Option: apt-X<br />

Eine Alternative stellt der Codec apt-X<br />

dar. Ursprünglich wurde dieser von Stephen<br />

Smyth entwickelt, der ebenfalls die<br />

Grundlagen für DTS und SVS (im Smyth<br />

Realiser A8, siehe <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 05/2012)<br />

legte und die Firma APT überhaupt erst<br />

gründete. Audiodaten werden hier mit<br />

einer Bandbreite von 352 kBit/s übertragen,<br />

womit Quasi-CD-Qualität erreicht<br />

Auch das aktuelle MacOS verbindet problemlos<br />

und nutzt apt-X als Standard.<br />

werden soll. Ein weiterer Vorteil liegt in<br />

der Vorgehensweise des Codecs: Sollten<br />

wie oben beschrieben MP3 oder andere<br />

bereits reduzierte Formate vorliegen,<br />

unterlässt der apt-X-Codec das erneute<br />

Entfernen von Daten. Dabei kommt keine<br />

psychoakustische Maskierung zum<br />

Einsatz, sondern das ADPCM-Prinzip<br />

(Adaptive Differential Pulse Code Modulation),<br />

welches die Unterschiede<br />

zwischen einer vorhergesagten und der<br />

tatsächlichen Wellenform speichert und<br />

somit Platz einspart. So soll sich die Qualität<br />

nicht erneut verringern. Auch die<br />

Abwärtskompatibilität ist gewährleistet:<br />

Sollte ein Empfänger den Codec nicht<br />

unterstützen, wird automatisch auf SBC<br />

umgeschaltet.<br />

apt-X in der Praxis<br />

Derzeit unterstützen nur wenige Geräte<br />

den Codec. Burmesters 113 DAC ist einer<br />

der wenigen Empfänger, Samsungs Galaxy<br />

S3 oder das HTC One X sind mögliche<br />

Zuspieler. Wir haben probiert, die<br />

Verbindung mit dem HTC-Smartphone<br />

herzustellen. Unser Testergebnis: Die<br />

Verbindung lässt sich einfach herstellen<br />

und am 113 DAC kommt ohne weitere<br />

Einstellungen am Smartphone die Musik<br />

im apt-X-Format an – leichter könnte es<br />

nicht sein! (MaH)<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

50 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Mit Mathematik die Details geschärft<br />

T+A DAC8<br />

T+A Elektroakustik DAC8<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Den Anspruch auf den besten Hi-Fi-D/A-Wandler Deutschlands zu verteidigen, ist in<br />

den letzten Jahren sehr schwer geworden. Wie hat sich T+A dieser nicht einfachen<br />

Aufgabe gestellt und was können Sie vom DAC8 erwarten?<br />

Im Vergleich zum Vorgänger ist das äußere<br />

Erscheinungsbild einer neueren Designlinie<br />

bei T+A zugeordnet worden. Massives Aluminium,<br />

ohne Ecken in Schwarz und Silber,<br />

so sieht das Gehäuse aus. Ein vierstelliges<br />

Punkt-Matrix-Display informiert immer über<br />

die anliegende Abtastrate der gewählten<br />

Digitalquelle. Sie sind selten geworden, die<br />

Piktogramme, aber am DAC8 geben sie wieder<br />

schnell eine Auskunft über Gültigkeit<br />

und Synchronität des anliegenden Signals.<br />

Eine Reihe von kleinen, runden Tasten reagiert<br />

auf das Antippen mit dem Finger, und<br />

eine darüber positionierte LED quittiert den<br />

Funktionsaufruf. Mit der kleinen handlichen<br />

Fernbedienung ist natürlich auch alles steuerbar,<br />

auch die besondere analoge Lautstärkesteuerung,<br />

die für den Kopfhörer wie die<br />

Ausgänge wirksam sein kann. Der gewichtige<br />

Eindruck des DAC8 täuscht nicht, denn<br />

im Inneren steckt jede Menge Technik. Das<br />

lässt auch ein Blick auf die Rückseite erahnen,<br />

die eine hohe Anzahl von Anschlüssen<br />

bietet: AES/EBU, S/PDIF über BNC und<br />

RCA-koaxial neben einer optischen Toslink-<br />

Schnittstelle sowie nicht zu vergessen USB.<br />

Für die Anbindung an die analoge Welt sind<br />

symmetrische XLR-Ausgänge neben den<br />

üblichen RCA-Buchsen vorhanden. Möglich<br />

wird dies alles, weil der innere Aufbau<br />

VON JENS VOIGT<br />

neben einigen konventionellen Bauteilen<br />

für viele Schaltungsabschnitte mit SMDs<br />

bestückt wurde. Da eine ausgezeichnete<br />

Wiedergabe auch von einer sauberen Netzspannung<br />

abhängt, wurde ein passiver<br />

Netzfilter integriert. Danach bereiten die<br />

beiden Netzteile die Betriebsspannungen<br />

für den analogen und den digitalen Bereich<br />

auf. Der analoge Bereich wird linear<br />

mittels Ringkerntrafo, größeren Siebkapazitäten<br />

und mehreren Spannungswandlern<br />

gespeist. Für den Digitalbereich bildet ein<br />

kleines Schaltnetzteil den Ausgangspunkt<br />

für verschiedene Betriebsspannungen. Ein<br />

sehr wichtiges Schaltungskonzept bei T+A<br />

Bilder: Auerbach Verlag, T+A Elektroakustik<br />

Der Bezier-2-Interpolator ermöglicht für 96 kHz<br />

und 192 kHz diese Frequenzgänge<br />

Ein Übersprechen ist kaum noch messbar. Die<br />

akustische Bühne wird ohne Tadel ausgegeben<br />

Bei Vollaussteuerung ergeben sich minimale<br />

Verzerrungsprodukte, wie bei analoger Technik<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 51


Die Bezier-Interpolatoren als digitale Rekonstruktionsfilter<br />

gestatten beste Impulse<br />

ist die strikte Trennung der Energieversorgung.<br />

Das geht sogar soweit, dass die<br />

digitalen Datenleitungen, bevor sie den<br />

D/A-Wandler ansteuern, nochmals galvanisch<br />

getrennt werden. Somit wird im<br />

hohen Maße die Einstreuung von hochfrequenten<br />

Störungen aus allen digitalen<br />

Bereichen verhindert. Es lassen sich sehr<br />

effektiv die größten Störpotenziale, die<br />

von Computern über die USB-Anbindung<br />

eingeschleust werden, unterdrücken. Denn<br />

die USB-Andindung des DAC8 ist sowohl zu<br />

Audio-Class-1 als auch Audio-Class-2 kompatibel.<br />

Für die USB-Audio-Class-2 steht ein<br />

spezieller Gerätetreiber für PCs und Macintosh-Computer<br />

zum Download auf der T+A<br />

Internetseite bereit. Er gestattet, den im<br />

DAC8 verbauten neuesten Tenor-Chipsatz<br />

Audiodaten mit bis zu 192 kHz Abtastrate<br />

und 24 Bit Auflösung entgegenzunehmen.<br />

Für den Abspielbetrieb bis 96 kHz wird wie<br />

überall kein Gerätetreiber benötigt. Die<br />

sehr anschaulich gestaltete Installationsanleitung<br />

erteilt auch noch weitere wertvolle<br />

Tipps zum jeweiligen Betriebssystem.<br />

Ein häufiges Thema im Zusammenhang mit<br />

digitaler Audioübertragung und Schnittstellen<br />

sind die Synchronisationsschwankungen<br />

zwischen Audiodaten und ihrer eigentlichen<br />

Abtastrate. Bei der Entwicklung des DAC8<br />

hat sich T+A für eigene Wege entschieden<br />

und ein mehrstufiges Jitter-Reduktionsverfahren<br />

implementiert. So gibt es für jede<br />

Die Gruppenlaufzeit ist im gesamten hörbaren<br />

Übertragungsbereich konstant<br />

Auch der Phasenverlauf bleibt nahezu idealtypisch<br />

konstant über den Frequenzbereich<br />

Eingangsquelle eine Trennung von Daten<br />

und Taktrate. Eine in der Hochfrequenztechnik<br />

beliebte Schaltung namens PLL (Phase<br />

Lock Loop) wird zur groben Entfernung von<br />

Schwankungen der Abtastrate eingesetzt.<br />

Die nun verbleibende externe Taktrate wird<br />

von einem Prozessor im DAC8 untersucht<br />

und unter bestimmten Kriterien zur Synchronisation<br />

des eigenen, hochstabilen Mastertaktgebers<br />

verwendet. Er selbst besteht aus<br />

geeigneten Quarzoszillatoren, die mit ihrem<br />

Takt die D/A-Wandler steuern. Sollte das<br />

Quellgerät keinen brauchbaren Takt liefern<br />

um die Oszillatoren zu steuern, kommt noch<br />

eine zweite PLL-Stufe zum Einsatz. Erst dann<br />

dürfen die Quarze die Steuerung übernehmen.<br />

Dadurch entsteht die völlige Loslösung<br />

von Störungen des Quellgerätes. Die Wandler<br />

erhalten nun auf kürzestem Wege ihren<br />

Takt. Womit wir schon beim nächsten Highlight<br />

angekommen sind. Vier Mal kommen<br />

die Topp-<strong>Stereo</strong>-D/A-Wandler PCM1795<br />

von Burr-Brown zum Einsatz. Macht also in<br />

der Summe acht = DAC8. Einer der Wandlerchips<br />

bietet schon für <strong>Stereo</strong>signale Spitzenwerte,<br />

bei einer Leistungsfähigkeit von<br />

bis zu 32 Bit und 192 kHz. Jeweils zwei von<br />

davon pro <strong>Stereo</strong>kanal, macht also vier<br />

Wandler pro Kanal! Durch ihre zum Teil invertierte<br />

Verschaltung und die dementsprechende<br />

Ausgangsverschaltung ihrer symmetrischen<br />

Ausgänge werden Wandlungsfehler<br />

kompensiert. Das sowieso schon nicht wahrnehmbare<br />

Grundrauschen halbiert sich nun<br />

nahezu zusätzlich. Und es geht noch weiter.<br />

Die eingehenden Quellsignale werden auf<br />

bis zu 384 kHz hoch gerechnet. Dazu bedient<br />

man sich bei T+A des Oversampling-<br />

Verfahrens – und das sehr erfolgreich schon<br />

seit vielen Jahren. So ein ähnliches Verfahren<br />

haben aktuell alle Wandler implementiert,<br />

aber mit einigen Nachteilen. Diese Verfahren<br />

benötigten aus klanglichen Gründen<br />

Oversamplingfilter, die auch digitale Rekonstruktionsfilter<br />

genannt werden. Oft erzeugen<br />

sie Vor- und Nachschwinger zu einem<br />

impulshaften Musiksignal.<br />

T+A steuert dieses Verhalten mit eigenen<br />

mathematischen Modellen selbst. Es werden<br />

vier Varianten zur Auswahl gestellt,<br />

neben den Etablierten kommen zwei Bezier-Algorithmen<br />

zum Einsatz. Dank eines<br />

DSPs mit großer Rechentiefe erfolgt die<br />

Filter-Impulsmodellierung äußerst präzise<br />

auch für ankommende 24 Bit/192 kHz Audiodateien.<br />

Vielleicht ahnen Sie es, das war<br />

noch nicht alles für einen Hightech-Wandler.<br />

Die Herforder stellen Ihnen auch noch die<br />

Möglichkeit bereit, den analogen Ausgangsfilter<br />

von 60 kHz (Standard) auf 120 kHz zu<br />

erweitern. Dabei verzichten sie auch noch<br />

auf Operationsverstärker und lösen das<br />

Schaltungsdesign vom Wandlerausgang bis<br />

zur XLR-Buchse diskret und vollsymmetrisch<br />

mit Transistoren. Na gut, zwei Burr-Brown<br />

OPA2134 scheinen wohl doch noch die<br />

Mit dieser Vielfalt an analogen und digitalen Anschlüssen wird es sicherlich nie zu Engpässen kommen. Typisch T+A ist die Netzphasenmarkierung<br />

Bilder: Auerbach Verlag, T+A Elektroakustik<br />

52 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


letzte Impedanzanpassung vorzunehmen.<br />

Zusätzlich gibt es auch noch eine über audiophile<br />

Relais zuschaltbare, rein analoge<br />

Lautstärkeregelung. Sie wird über ein Netzwerk<br />

von Widerständen verwirklicht und<br />

determiniert nicht die Wandlerdynamik oder<br />

setzt gar das Verzerrungsverhalten hoch.<br />

Denn Letzteres kann bei einer rein digitalen<br />

Ausführung über den D/A-Wandler schnell<br />

auftreten, wenn man sehr leise hören muss<br />

und das Pegel-zu-Gain-Verhältnis der miteinander<br />

verbundenen Geräte nicht optimal<br />

aufeinander abgestimmt ist.<br />

Die beiden Bezier-Interpolatoren als Filtermodelle<br />

haben ihren klanglichen Reiz. Sie<br />

eröffnen dem aufmerksamen Zuhörer eine<br />

interessante räumliche Abbildung, Detailschärfe<br />

und klangliche Intimität, die dem<br />

Standard-Oversampling-Verfahren fehlt. So<br />

war es eine Freude, selbst in stark dynamikkomprimierter<br />

Musik eine gewisse Plastizität<br />

zu entdecken. E-Gitarren, die sonst flach und<br />

schrill klingen, wurden griffig. Gesangstimmen,<br />

die wie festgenagelt wirkten, bekamen<br />

plötzlich räumlichen Abstand zur Band. Das<br />

Schlagzeug solcher Aufnahmen hat mitunter<br />

den Charme von rhythmisch moduliertem<br />

Rauschen, aber Becken, Hi-Hat und Snare<br />

müssen nicht im Ohr schmerzen. Manchmal<br />

ist es schwer, einzelnen Bassnoten zu folgen,<br />

mit dem DAC8 wurde dies deutlich einfacher.<br />

Die Darstellung der Tiefenstaffelung auf der<br />

akustischen Bühne ist beeindruckend, genauso<br />

wie in der Breite. Die deutlich höhere<br />

Lokalisationsschärfe zwischen den Lautsprechern<br />

veranlasste uns mehrmals zum Gegentest<br />

mit einem anderen Wandler. Scheinbar<br />

kann man aus den Audiodaten doch noch<br />

mehr rausholen! Bei hohen Abtastraten<br />

wirkte der analoge Wide-Filter so, als ob sich<br />

der Raum noch mehr öffnete, obwohl er vorher<br />

schon weit war. Auch die Detailauflösung<br />

und Lokalisationsschärfe steigerten sich und<br />

das nicht nur bei sinfonischen Werken. Dabei<br />

wird dieses nicht mit einem flachen Bass-<br />

Tiefmittenbereich oder einem gesteigerten<br />

Pegel im Präsenz-Hochtonbereich erkauft.<br />

Die kraftvollen Impulse, die hier möglich<br />

waren, geben Auskunft über die allgemeinen<br />

dynamischen Fähigkeiten des DAC8.<br />

Mit konturierten Bässen und sehr knackigen<br />

Bassdrums, die trotzdem noch ihren Tiefbass<br />

offenbarten, wurden wir beeindruckt. Zum<br />

Vergleich zogen wir Kesselpaukenaufnahme<br />

heran. Auch hier waren die Anschlaggeräusche<br />

real, ohne Überspitzung und der<br />

Ausklang entsprach der Größe der Kessel.<br />

Eine ebenfalls sehr plastische Wiedergabe<br />

konnten wir an einigen Gesangsstimmen<br />

nachvollziehen. Sibilanten und Konsonanten<br />

hatten einen echten und der Aufnahmesituation<br />

entsprechenden Ausdruck, ohne eine<br />

kühle Aufprägung vorzuweisen. Eine unterschwellige<br />

Wärme im Klang hörten wir auch<br />

bei verschiedenen Saiteninstrumenten und<br />

das unabhängig von den gespielten Dynamikstufen.<br />

Egal ob kleine Jazzbesetzung,<br />

knallige Popmusik oder klangfarbengewaltige<br />

sinfonische Werke, dass Erstaunen hat<br />

uns nicht verlassen. Selbst beim Einsatz der<br />

Lautstärkeregelung muss man keine Abstriche<br />

hinnehmen, ein Vorteil für Freunde<br />

von Aktivlautsprechern. Das ist uns eine<br />

Referenz wert. Achtung, ein Probe hören<br />

stärkt unbedingt den Kaufwillen. Risiken<br />

und Nebenwirkungen für Ihr Portemonnaie<br />

sind nicht ausgeschlossen!<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis (UVP)<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

T+A Elektroakustik<br />

DAC8<br />

1 990 Euro<br />

27 × 9,5 × 27 cm<br />

6 kg<br />

www.ta-hifi.com<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

dig.<br />

Audio<br />

XLR<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Eingänge 4 1 1 – –<br />

Ausgänge 1 – – 1 1<br />

Sonstige Anschlüsse BNC-S/P-DIF, USB bis 192 kHz (mit asynchron<br />

Mode-Treiber)<br />

Technische Daten<br />

Messdaten ermittelt: 24 Bit/96 kHz, –20 dBFs, Coax-In,<br />

Bezier 2 Filter, XLR-Out<br />

Signal-Rausch -<br />

96,5 dB (116,5 dB@0 dBFs)<br />

abstand (SNR)<br />

Dynamik nach AES 17<br />

95,5 dB (115 dB@0 dBFs)<br />

Übersprechen<br />

–116 dB<br />

bei 10 kHz<br />

THD+N Ratio<br />

0,001 % (0,0008 %@0 dBFs)<br />

THD+N Pegel<br />

–103 dBV<br />

Ausgangspegel<br />

–4,3 dBu<br />

bei –20 dBFs<br />

max. Ausgangspegel<br />

analog bei 0 dBFs<br />

Frequenzgangabweichung<br />

(20 Hz–20 kHz)<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

Nachteile<br />

Bewertung<br />

15,7 dBu<br />

(RCA, 7,9 dBV, 2,37 Vrms)<br />

+/– 0,2 dB<br />

Hightech auf engstem Raum lässt wenig übrig für das Auge. Die Kupferplättchen auf den Wandlerchips<br />

sollen die Wärme ableiten, damit es zu weniger thermischen Gehäuseverspannungen kommt<br />

· sauberster Klang, hervorragende<br />

akustische Bühne<br />

· beste Impuls-/Detailabbildung dank<br />

umschaltbarer Filter<br />

· ausgezeichnete Digitalsignal-„Neutaktung“<br />

gegen Jitterprobleme<br />

· vorbildliche USB-Treiber<br />

· analoge Lautstärkesteuerung, Kopfhörerverstärker<br />

· keine<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 20/20<br />

Basswiedergabe 9,5/10<br />

Mittenwiedergabe 9,5/10<br />

Höhenwiedergabe 10/10<br />

Neutralität 9,5/10<br />

Räumlichkeit 10/10<br />

Impulstreue 10/10<br />

Wiedergabequalität<br />

78,5/80<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

10/10<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

9/10<br />

Gesamt<br />

97,5 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Ausgezeichnet<br />

Ergebnis<br />

Referenzklasse 97,5/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 53


Denon AVR-3313<br />

Der bessere Netzwerkplayer?<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Denon AVR-3313<br />

Was reine Netzwerkplayer nicht imstande sind zu leisten, integriert Denon in seine<br />

neuen AV-Receiver. Wie lückenlos dem AVR-3313 der Einstieg wirklich gelingt, haben<br />

wir herausgefunden.<br />

Quellen-, Zonen- und Surround-Modi-Auswahl<br />

mit der Denon Remote App<br />

Die 33er-Modellreihe aus dem Hause<br />

Denon galt bisher als Garant für einen<br />

AV-Receiver der gehobenen Mittelklasse. In<br />

den vergangenen beiden Jahren gab es sogar<br />

nur ein Modell, das diese übertraf. Mit<br />

einem jährlichen Produktupgrade werden<br />

die Receiver immer wieder um neue Funktionen<br />

ergänzt und damit neue Kaufanreize<br />

gesetzt. Nachdem sein Vorgänger sein<br />

Glück mit einem einfachen Gehäusedesign<br />

und vielen Anschlüssen probierte, dreht das<br />

aktuelle Modell den Spieß herum. Der zuletzt<br />

kritisierte Plastikmantel weicht einem<br />

Vollaluminium-Korpus – generell wirkt<br />

das Gesamtauftreten deutlich frischer. Die<br />

Frontbekleidung besteht auf den ersten<br />

Blick lediglich aus zwei Drehreglern, die das<br />

große Display umgeben. Weitere Bedienfelder<br />

verbergen sich hinter der wieder eingeführten,<br />

dafür recht einfach gehaltenen<br />

Frontblende, die gleichzeitig die Schnellanschlüsse<br />

für HDMI und USB bedeckt. Der<br />

Aufräumwahn zieht sich bis zur Fernbedienung<br />

durch, die mittlerweile deutlich übersichtlicher<br />

wirkt. Alternativ bietet Denon<br />

seinen Kunden eine kostenfreie Steuer-App<br />

für Android- und iOS-Geräte.<br />

Die Rückseite des AVR lässt keine Wünsche<br />

offen und gibt auf Wunsch AV-Signale über<br />

HDMI – neben dem separaten Betrieb von<br />

Beamer und Fernseher – in einem weiteren<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

Raum aus. Die drei Schnittstellen unterstützen<br />

dabei zeitgemäß den Audio-Return-<br />

Channel sowie die Wiedergabe von 3D- und<br />

4K-Signalen. Damit hebt sich der AVR-3313<br />

abermals von seinem Vorgänger ab und<br />

bringt selbst analog zugeführte Videos in<br />

die langsam marktreife Zielauflösung von<br />

4 096 × 2 160 Bildpunkten.<br />

Gleichfalls interessant ist der AVR-3313 für<br />

all diejenigen, die einen Mehrkanalreceiver<br />

mit gehobenen Streamingmöglichkeiten<br />

kombinieren wollen. Mit der Möglichkeit<br />

Konzept- und Livealben unterbrechungsfrei<br />

wiederzugeben, ist der Receiver so manchem<br />

reinen Netzwerkaudioplayer einen<br />

Schritt voraus. Addiert man die weiteren<br />

Möglichkeiten wie Airplay, UPnP (24/192)<br />

und Spotify (Firmware-Update notwendig)<br />

hinzu, erhält man einen AV-Receiver, der<br />

Spaß verbreitet, anstatt mit nüchterner<br />

Funktionsanhäufung zu verwirren.<br />

Die Verjüngungskur zieht sich ebenso durch<br />

alle Teilbereiche der Bedienung durch und<br />

macht auch vor der selbsterklärenden Einrichtautomatik<br />

keinen Halt. Die Raumeinmessung<br />

Audyssey MultEQ XT überzeugte<br />

dieses Mal mit einer schnellen Berechnung<br />

und sehr guten Ermittlungsergebnissen mit<br />

nur geringen Abweichungen. Die Menügestaltung<br />

gefällt mit transparentem User-<br />

Interface, großen Icons und dem typischen<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Denon<br />

54 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Niedrige und sehr ausgeglichene Verzerrungswerte<br />

sorgen für den ansprechenden Klang<br />

Die Rückseite des AVRs wirkt aufgeräumter und übersichtlicher als seine Modelle davor. Die analogen<br />

Videoverbindungen bleiben erhalten und werden mit HDMI-Schnittstellen ergänzt<br />

Das Übersprechen der einzelnen Kanäle ineinander<br />

liegt auf sehr gutem Niveau<br />

Denon-blau. Wer sein Heimkino komplett<br />

neu ausstatten will, sollte den Blu-ray-Player<br />

DBT-3313UD etwas genauer unter die Lupe<br />

nehmen. Über die Denon-Link-HD-Schnittstelle<br />

werden Taktsignale der HDMI-Verbindung<br />

ausgelagert und erstmals über eine<br />

Koax-Leitung übertragen . Der AVR-3313<br />

ruft die Bit-Signale mit eigenem Wandlertakt<br />

ab, was die Jitter-Belastung nochmals<br />

senken soll. Der neu- programmierte Clock-<br />

Jitter-Reducer greift die Signale an den digitalen<br />

Eingängen ab und taktet diese zwischen<br />

Sharc-DSP und 24-Bit/192kHz-DAC<br />

neu. Einen Praxisbericht des DBT-3313UD<br />

liefern wir Ihnen in der nächsten Ausgabe.<br />

Denon schaffte es, während unseres<br />

Hörtests mit seinem diesjährigen Klangtuning<br />

vollends zu gefallen. Der Gesamteindruck<br />

war sehr harmonisch und ausgeglichen,<br />

ohne in bestimmten Bereichen zu<br />

dominieren. Kräftige Mitten verleihen dem<br />

Receiver einen eigenständigen Charakter,<br />

der den Gesamteindruck positiv ergänzt und<br />

sich in besonders imposanten Filmszenen<br />

bemerkbar macht. Die dynamischen Qualitäten<br />

konnten wir bei Sprüngen zwischen<br />

feinsten Details und weit aufgehenden<br />

Klangbildern ausmachen. Auch in der räumlichen<br />

Wiedergabe zeigte sich der AVR auf<br />

hervorragendem Niveau, was nicht zuletzt<br />

an den guten Übersprechungswerten der<br />

Endstufen liegt. Einzelne Klangdetails waren<br />

zu jeder Zeit lokalisierbar, selbst wenn<br />

sich diese zwischen den Lautsprechern bewegten<br />

und in Höhe und Breite verteilten.<br />

Mit dem AVR-3313 ist Denon ein unaufgeregter<br />

Receiver gelungen, der den Zeitgeist<br />

perfekt trifft: ein aufgeräumtes Erscheinungsbild<br />

mit tiefgreifender Essenz trifft<br />

auf ausgewogenes Klangdesign.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis (UVP)<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

Denon<br />

AVR-3313<br />

1 300 Euro<br />

43,4 × 16,7 × 37,9 cm<br />

12 kg<br />

www.denon.de<br />

HDMI<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Eingänge 2 2 7 7 –<br />

Ausgänge – – 9 3 –<br />

Sonstige Anschlüsse Component-Video, S-Video, UKW-FM-Antenne<br />

Datenschnittstellen<br />

Denon Link HD, LAN<br />

Technische Daten<br />

AV-Receiver<br />

Klangregelung +<br />

Lautsprechersetup +<br />

Einmessautomatik +<br />

Audyssey DSX/<br />

+/+<br />

Pro Logic IIz<br />

LAN/WLAN +/–<br />

Onlineradio/<br />

+/+<br />

Musikdienste<br />

Airplay/UPnP-AV +/+<br />

Streamingformate<br />

WAV, WMA, MP3, FLAC, AAC, JPEG<br />

Messdaten ermittelt: 8 Kanal HDMI@-20dBFs, 24 Bit/96 kHz<br />

Signal-Rausch abstand<br />

83 dB<br />

Dynamik nach AES 17<br />

84 dB<br />

Übersprechen<br />

– 55 dB<br />

bei 10 kHz<br />

Frequenzabweichung<br />

+/– 0,1 dB<br />

Mehrkanalausgangsleistung<br />

(1 kHz Sinus, 1 % THD)<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

Nachteile<br />

Bewertung<br />

· Gapless Playback<br />

· Airplay-Wiedergabe<br />

· Front-USB und -HDMI<br />

· sehr gute Messergebnisse<br />

· unterste Impedanz 6 Ohm<br />

· einfache Frontabdeckung<br />

83 W an 8 Ohm<br />

alle 7 Kanäle gleichzeitig<br />

Die Platinen sind im Inneren des AVR auf mehreren Etagen verteilt. An unterster Stelle sitzt der<br />

Audioteil, über dem sich das Videoboard befindet. Obenauf ist die HDMI- und Netzwerkplatine<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 16/20<br />

Basswiedergabe 7,5/8<br />

Mittenwiedergabe 7,5/8<br />

Höhenwiedergabe 7/8<br />

Dynamik 7/8<br />

Neutralität 7/8<br />

Wiedergabequalität<br />

52/60<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

19/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

18/20<br />

Gesamt<br />

88 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Sehr gut 88/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 55


Notwendiger Minimalismus<br />

Marantz SR6007<br />

AUSGABE<br />

Marantz SR6007<br />

6.2012<br />

Steigende Seriennummern bedeuten seit jeher wachsenden Funktionsumfang und<br />

überbordende Bedienelemente. Nun bricht Marantz mit dem SR6007 den Bann der<br />

Funktionsflut und zeigt, dass Aufräumarbeiten auch einem AV-Receiver stehen.<br />

Die Marantz Remote App bietet anschaulich<br />

Zugriff auf die vers. Dienste und Zonen<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

Marantz verzichtet bei der diesjährigen<br />

AVR-Serie auf großartige äußerliche<br />

Veränderung und schlägt den Weg des positiven<br />

Minimalismus ein. Je nach Anwendungsgebiet<br />

ist der SR6007 wahlweise im<br />

wohnraumfreundlichen Silber oder Heimkinoschwarz<br />

erhältlich. Die klassische Front<br />

besteht aus einem Aluminiumkern, der von<br />

zwei Plastikteilen ummantelt wird. Unter<br />

dem Marantz-Bulls-Eye befindet sich eine<br />

übersichtliche Anzahl an Tasten, neu hinzugekommen<br />

ist der Front-HDMI-Port für vorübergehende<br />

Verbindungen. Die Rückseite<br />

bietet fünf weitere HDMI-Eingänge und zwei<br />

-Ausgänge, die parallel einen Projektor und<br />

Fernseher betreiben können. Für die Preisklasse<br />

ist der Erhalt analoger Videoschnittstellen<br />

genauso ungewöhnlich wie die vergoldeten<br />

Mehrkanalein- und -ausgänge.<br />

Die neue Fernbedienung überzeugt mit<br />

ihrem aufgeräumten Layout und der logischen<br />

Anordnung der auf 40 Stück zusammengekürzten<br />

Tasten. Diese sind deutlich<br />

größer ausgefallen und die Beschriftung ist<br />

logischer aufgebaut, wodurch das allgemeine<br />

Handling fühlbar erleichtert wird. Noch<br />

komfortabler ist allerdings die Marantz-App,<br />

die es mittlerweile sowohl in die iOS- als auch<br />

Android-Märkte geschafft hat. Damit lassen<br />

sich Quellen direkt ansteuern, Wiedergabefunktionen<br />

abrufen und Schnellwahltasten<br />

individuell belegen. Mit einer Berührung des<br />

Netzwerkbuttons gelangt man in ein entsprechendes<br />

Menü, das Internetradio sowie die<br />

Netzwerkdienste flickr, Last.fm und Spotify<br />

auf den Bildschirm bringt. Netzwerkfestplatten<br />

wurden während des Tests sofort erkannt<br />

und verlustfreie FLAC- und WAV-Dateien bis<br />

24 Bit bei 192 Kilohertz gestreamt. Neu an<br />

Board ist das Gapless Playback, womit sich<br />

Konzertaufnahmen und Livemusik unterbrechungsfrei<br />

wiedergeben lassen. Audio-, Video-<br />

und Fotodateien überträgt man derweil<br />

am einfachsten von diversen iTunes-fähigen<br />

Geräten via Airplay an den AVR.<br />

In der Einmessroutine erwies sich der<br />

SR6007 ebenfalls als entschlackt. Beim<br />

Verbinden des mitgelieferten Audyssey-<br />

Mikrofons startet die Einmessautomatik<br />

von selbst und beginnt nach fünf einfachen<br />

Fragen bereits mit der Akustikmessung. Je<br />

nach gewünschter Konfiguration entscheidet<br />

man sich für einen 7.1-Surround-Aufbau<br />

oder für klassisches 5.1 mit einer unabhängigen<br />

<strong>Stereo</strong>zone. Die Ermittlungsergebnisse<br />

waren weitestgehend korrekt und die Abweichungen<br />

lagen innerhalb des Toleranzbereiches.<br />

Nur die automatisch eingestellte<br />

Dynamic-Volume- Schaltung empfehlen wir<br />

nach dem Messdurchlauf zu deaktivieren.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Marantz<br />

56 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Die Verzerrungswerte liegen so gering, dass sie<br />

den Klang des AVRs kaum beeinflussen<br />

Die Aufräumarbeiten gingen nicht gänzlich am Rotstift vorbei: fünf statt sechs HDMI-Eingänge, die<br />

Anzahl der Composite-Anschlüsse wurde gekürzt, genauso wie die Unterstützung für Zone 3<br />

Der SR6007 überzeugt im Messlabor mit sehr<br />

guten Übersprechungswerten der Kanäle<br />

Auf der Bildebene hat sich Marantz nun<br />

ebenfalls für ein neues Videoboard entschieden,<br />

dass auf Wunsch HD-Inhalte viermal<br />

hochauflösender darstellt. Die 4k-Durchschleiffunktion<br />

wird nach den vielen TV- und<br />

Projektorankündigungen auf der IFA immer<br />

interessanter. Ein Overlay-Menü mit transparentem<br />

Lautstärkebalken rundet die Bildfunktionen<br />

beispielgebend ab.<br />

Auch im Mittelklassemodell SR6007 bleibt<br />

Marantz seinen Klangidealen treu und verzichtet<br />

nicht auf die gewohnten Eigenschaften.<br />

Der AV-Receiver glänzt mit seiner hohen<br />

Detailauflösung, die besonders ruhige<br />

Filmszenen wiederbelebt. Bilder wie ein knisterndes<br />

Lagerfeuer erhalten dadurch eine<br />

Realitätsnähe, die spürbar Wärme in den<br />

Hörraum bringt. Auch die Sprachverständlichkeit<br />

profitierte von der leichten Betonung<br />

des oberen Mittenbereichs – Dialogszenen<br />

waren deutlich verständlich ohne Hang zu<br />

Überzeichnungen im kritischen Sibilantenbereich.<br />

Tiefmittige Schallereignisse wurden<br />

sauber dargestellt, was wiederum für den hohen<br />

Realitätsanspruch des Receivers spricht.<br />

Auch der Bassbereich, der im Heimkino für<br />

markerschütternde Effekte sorgt, zeigte sich<br />

ohne Hang zur Übertreibung. Ein gesetzter<br />

Klang wird hier dem Bombastsound vorgezogen.<br />

Die <strong>Stereo</strong>leistung des Receivers, die<br />

selbst in komplexen, orchestralen Strukturen<br />

durchsichtig und brillant erklang, ist ebenso<br />

positiv zu Werten.<br />

Eine aufgeräumte Benutzerführung, vereinfachtes<br />

Set-up und App statt komplizierter<br />

Fernbedienung: das Prinzip Entschlackung<br />

statt Wettrüsten steht dem SR6007 sehr gut<br />

zu Gesicht.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis (UVP)<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

Marantz<br />

SR6007<br />

1 000 Euro<br />

44 × 16,1 × 38,9 cm<br />

11,4 kg<br />

www.marantz.de<br />

HDMI<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Eingänge 2 2 11 6 –<br />

Ausgänge – – 8 2 –<br />

Sonstige Anschlüsse Component, S-Video, UKW-FM-Antenne<br />

Datenschnittstellen<br />

LAN, USB<br />

Technische Daten<br />

AV-Receiver<br />

Klangregelung +<br />

Lautsprechersetup +<br />

Einmessautomatik +<br />

Audyssey DSX/<br />

+/+<br />

Pro Logic IIz<br />

LAN/WLAN +/–<br />

Onlineradio/<br />

+/+<br />

Musikdienste<br />

Airplay/UPnP-AV +/+<br />

Streamingformate<br />

WAV, WMA, MP3, FLAC, AAC<br />

Messdaten ermittelt: 8 Kanal HDMI@–20 dBFs, 24 Bit/96 kHz<br />

Signal-Rausch abstand<br />

82 dB<br />

Dynamik nach AES 17<br />

84 dB<br />

Übersprechen<br />

–54 dB<br />

bei 10 kHz<br />

Frequenzabweichung<br />

+/–0,1 dB<br />

Mehrkanalausgangsleistung<br />

(1 kHz Sinus, 1 % THD)<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

Nachteile<br />

Bewertung<br />

73 W an 8 Ohm<br />

alle 7 Kanäle gleichzeitig<br />

· Airplay-Wiedergabe<br />

· Gapless Playback<br />

· Spotify<br />

· schicke Menüführung<br />

· unterste Impedanz 6 Ohm<br />

· Bedienelemente könnten massiver sein<br />

Das Innenleben des SR6007 ist übersichtlich gestaltet mit vernünftiger Materialqualität. Möchte<br />

man die Funktionen noch erweitern, bietet Marantz einen optionalen Bluetooth-Adapter RX 101<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 15/20<br />

Basswiedergabe 7/8<br />

Mittenwiedergabe 7/8<br />

Höhenwiedergabe 7/8<br />

Dynamik 7/8<br />

Neutralität 7/8<br />

Wiedergabequalität<br />

50/60<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

18/20<br />

Gesamt<br />

86 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Sehr gut 86/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 57


Prall gefüllt<br />

Onkyo TX-NR818<br />

Onkyo TX-NR818<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Onkyo will mit dem TX-NR818 atemberaubende Videoperformance, herausragende<br />

Klangqualität und vielfältige Netzwerkmöglichkeiten vereinen. Ob der Receiver hält,<br />

was der Hersteller verspricht?<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

Die Onkyo-Remote-2-App besticht durch volle<br />

ARV-Kontrolle und ihr ansprechendes Design<br />

Onkyo ist einer der Anbieter, der sein<br />

Angebot regelmäßig erweitert und<br />

so eingefleischte Fans bei Stange hält. So<br />

befinden sich bereits auf der Aluminium-<br />

Frontblende des TX-NR818 die wichtigsten<br />

Eigenschaften des Receivers: THX-Zertifizierung<br />

und High-Quality-Videoverarbeitung.<br />

Auch die Anschlussvielfalt des sehr sauber<br />

und hochwertig verarbeiteten AVRs scheut<br />

keinen Vergleich. Der Front-HDMI-Port unterstützt<br />

das Mobile-High-Definition-Link-<br />

Protokoll (MHDL) für eine direkte Anbindung<br />

eines kompatiblen Smartphones an den<br />

AVR. Mit einem Micro-USB-auf-HDMI-Kabel<br />

werden Videos in 1080p-Bildauflösung und<br />

7.1-Surround übertragen. Auf Wunsch steuert<br />

man auch das Handy direkt von der Fernbedienung<br />

des Receivers aus. Andersherum<br />

lässt sich der AVR aber auch von Androidund<br />

Apple-Smartphones bedienen, und<br />

das völlig kabellos mit Onkyos kostenfreier<br />

Remote-2-App.<br />

Zwei USB-Anschlüsse erlauben den direkten<br />

Kontakt mit Apples iPhone sowie einem<br />

WLAN-Adapter zum Datenstreaming vom<br />

Computer aus. Dank seiner Windows-7-Unterstützung<br />

wird Musik vom PC direkt an<br />

den AVR gestreamt. Auf das Airplay-Protokol<br />

muss man bei den Onkyo-Receivern allerdings<br />

(noch) verzichten. Auch Videostreaming<br />

per DLNA behält sich der TX-NR818<br />

für spätere Produktupgrades vor. Audioseitig<br />

werden die verlustfreien Formate ALAC,<br />

FLAC und WAV vorbildlich mit 24 Bit und<br />

192 Kilohertz gestreamt. Ebenso sind Cloudbasierte<br />

Musikanwendungen wie Aupeo<br />

und Simfy sowie die Internetradiodienste<br />

von vTuner und Last.fm fest integriert.<br />

Zur raumakustischen Ersteinmessung nutzt<br />

der TX-NR818 Audysseys größte Ausbaustufe<br />

MultEQ XT32 – eine detaillierte Betrachtung<br />

der Messroutine finden Sie in der<br />

<strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 5/12. Der Einmessvorgang lieferte<br />

uns hervorragende Ergebnisse mit einer<br />

gleichmäßigen Abstandsermittlung und<br />

korrekter Subwooferauswertung. Das ansehnlich<br />

gezeichnete Benutzermenü bietet<br />

allerhand Möglichkeiten der Feinjustage und<br />

hat – im Gegensatz zu den Konkurrenten<br />

Denon und Marantz – noch eine echte Impedanzanpassung.<br />

Mit dem Select2-Plus-<br />

Zertifikat ließ Onkyo seinen Receiver letztlich<br />

noch von THX abnicken, die dem AVR beste<br />

Voraussetzungen bei einem Sitzabstand von<br />

3–4 Metern und einem Raumvolumen von<br />

ca. 56 Kubikmetern bescheinigen.<br />

Wie bereits im vergangenen Jahr eingeführt,<br />

unterstützt auch die neue Receiver-Generation<br />

das 4K-Videoupscaling (4 096 × 2 160).<br />

Auch wenn die passenden Bildausgabege-<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Onkyo<br />

58 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Das Verzerrungsverhältnis liegt im nichtklangrelevanten<br />

Bereich<br />

Der TX-NR818 beherbergt insgesamt acht HDMI-Eingänge - weit mehr als die Konkurrenz. An Ausgängen<br />

vertraut er auf die klassischen zwei, um Fernseher und Projektor parallel zu betreiben<br />

Das Übersprechen zwischen den einzelnen<br />

Kanälen liegt auf sehr gutem Niveau<br />

räte der breiten Maße bislang noch verborgen<br />

bleiben, investiert man mit einem Kauf<br />

bereits in die Zukunft. An Klangaufbereitern<br />

hat der Onkyo die Erweiterungssysteme<br />

Audyssey DSX, Dolby Pro Logic IIz und DTS<br />

Neo:X mit an Bord. Damit lassen sich zu den<br />

sieben Endstufen weitere Höhen- und Weitenkanäle<br />

generieren oder alternativ zwei<br />

weitere Raumzonen beschallen. Aber auch<br />

im normalen Surround-Betrieb zeigt der<br />

Onkyo TX-NR818, was in ihm steckt. Beson-<br />

ders der dynamische, druckvolle Bassbereich<br />

unterstütze Action-geladene Filmszenen, die<br />

immer wieder für ein positives Aufschrecken<br />

sorgten. Dies ist nicht zuletzt auf die Endstufenleistung<br />

zurückzuführen, die für einen<br />

Mittelklasse-Receiver sehr kräftig ausgelegt<br />

ist. Der Gesamteindruck ist sehr ausgeglichen<br />

und lässt den Receiver die verschiedensten<br />

Genres bis zur reinen Musikwiedergabe<br />

bedienen. Lediglich in der räumlichen<br />

Darstellung hätten wir uns noch etwas<br />

mehr Offenheit gewünscht. Dies macht der<br />

Receiver aber mit seiner dynamischen Wiedergabe<br />

und seiner ausgezeichneten Raumkorrektur<br />

wieder wett. Mit dem TX-NR818<br />

präsentiert Onkyo einen voll ausgestatteten<br />

Mittelklasse-Receiver, der mit Blick auf den<br />

Funktionsumfang selbst höherpreisigen Modellen<br />

das Wasser reicht. Mit klanglich kräftigem<br />

Antrieb ist er ein idealer Receiver für<br />

ganz großes Kino.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis (UVP)<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

Onkyo<br />

TX-NR818<br />

1 200 Euro<br />

58,7 × 19,9 × 43,6 cm<br />

22 kg<br />

www.onkyo.de<br />

HDMI<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Eingänge 3 2 8 8 –<br />

Ausgänge – – 9 2 –<br />

Sonstige Anschlüsse Component, S-Video, AM- und FM-Antenne<br />

Datenschnittstellen<br />

Ethernet, USB<br />

Technische Daten<br />

AV-Receiver<br />

Klangregelung +<br />

Lautsprechersetup +<br />

Einmessautomatik +<br />

Audyssey DSX/<br />

+/+<br />

Pro Logic IIz<br />

LAN/WLAN<br />

+/+ (per Adapter)<br />

Onlineradio/<br />

+/+<br />

Musikdienste<br />

Airplay/UPnP-AV –/+<br />

Streamingformate<br />

WAV, WMA, MP3, FLAC, AAC<br />

Messdaten ermittelt: 8 Kanal HDMI@–20 dBFs, 24 Bit/96 kHz<br />

Signal-Rausch abstand<br />

85 dB<br />

Dynamik nach AES 17<br />

84 dB<br />

Übersprechen<br />

–48 dB<br />

bei 10 kHz<br />

Frequenzabweichung<br />

+/– 0,04 dB<br />

Mehrkanalausgangsleistung<br />

(1 kHz Sinus, 1 % THD)<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

Nachteile<br />

Bewertung<br />

· sehr stabiler Klangeindruck<br />

· THX-zertifi ziert<br />

· viele Musikdienste<br />

· unterste Impedanz 4 Ohm<br />

· kein Gapless Playback<br />

· kein Airplay<br />

84 W an 8 Ohm<br />

alle 7 Kanäle gleichzeitig<br />

Der Innenaufbau bescheinigt ebenso wie von außen eine hochwertige Qualität. Der Videochip<br />

unterstützt die 4K-Auflösung und ist in der Lage, analoge Zuspieler auf 1 080p hochzuskalieren<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 16/20<br />

Basswiedergabe 7,5/8<br />

Mittenwiedergabe 7,5/8<br />

Höhenwiedergabe 7/8<br />

Dynamik 6/8<br />

Neutralität 7/8<br />

Wiedergabequalität<br />

51/60<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

19/20<br />

Gesamt<br />

88 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Sehr gut 88/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 59


STR-DA3700<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Zuhause in der Philharmonie<br />

Sony STR-DA3700ES<br />

Für seine aktuelle Receivergeneration hat Sony die Berliner Philharmonie als digitalen<br />

Fingerabdruck in den STR-DA3700 verpflanzt. Wer seine Lieblingsmusik aus dem<br />

großen Konzertsaal hören möchte, hat jetzt die einmalige Gelegenheit dazu.<br />

Die Sony App ES Remote stellt das Menü und<br />

die Auswahlmöglichkeiten ansprechend dar<br />

Die Netzwerkfähigkeiten eines AV-Receivers<br />

sind heute maßgebend für das<br />

Kaufinteresse des Kunden, und da ist Sony<br />

ganz vorn mit dabei. Dies beschränkt sich<br />

nicht nur auf eine ellenlange Ausstattungsliste,<br />

sondern beginnt ganz pragmatisch am<br />

Anschlussterminal. Sonys STR-DA3700 bietet<br />

einen vierfach Hub, der die digitalen Datenströme<br />

aus dem Netzwerk an weitere Geräte<br />

verteilt. Die wenigsten werden ihren Router<br />

mit Telefonanschluss im Heimkinoraum aufbauen.<br />

Auf der Habenseite steht weiterhin<br />

das Audiodatenstreaming in Form von WAV<br />

und FLAC (24 Bit/192 kHz) sowie den verlustbehafteten<br />

Codecs MP3 und AAC. Mit dem<br />

Sony Entertainment Network hält der Receiver<br />

einen weiteren Trumpf in der Hand, der<br />

den Benutzer in Sonys eigenen Onlineshop<br />

führt. In den Kategorien Music und Video<br />

Unlimited stehen zahlreiche Songs und Videos<br />

zum Verkauf oder Verleih. Einziger Haken:<br />

während man sich bei Filmen zwischen<br />

SD- und HD-Auflösung entscheiden kann,<br />

beschränken sich die Musikdownloads auf<br />

das einfach komprimierte AAC-Format. Mit<br />

dem Zugriff auf Online-Videoplattformen<br />

wie von Pro Sieben Sat. 1, Youtube oder<br />

VON TORSTEN PLESS<br />

Sevenload legt der STR-DA3700 dafür im<br />

Bildbereich nach. Sein Medienübergreifendes<br />

Engagement beweist Sony mit der Zusammenarbeit<br />

mit dem Berliner Philharmonie<br />

Orchester. Im Abokanal der Digital Concert<br />

Hall können Livekonzerte über den Receiver<br />

verfolgt oder im Nachhinein angesehen werden<br />

– bislang allerdings nur in <strong>Stereo</strong> (AAC<br />

320 kb/s) anstatt in Surround.<br />

Nachdem Sony erst einmal seinen Fuß in der<br />

Tür zur Philharmonie hatte, hat der Hersteller<br />

gleich die Gelegenheit genutzt und den<br />

Raum akustisch ausgemessen. Das Ergebnis<br />

erhält man in Form eines DSP-Klangprogramms,<br />

das die von Hi-Fi-Enthusiasten<br />

meist unbeachteten Klangräume wie „Jazz<br />

Club“ und „Stadion“ übersteigt. Mit einem<br />

natürlichen Klangeindruck überzeugten uns<br />

die Konzertaufnahmen, die nach der DSP-<br />

Bearbeitung über alle sieben Endstufen<br />

wiedergegeben wurden. Die Erweiterung<br />

auf 7.2 gelingt über Dolby Pro Logic IIz<br />

und die beiden Subwooferausgänge. Die<br />

berechneten Front-High-Kanäle ersetzen<br />

dann allerdings die Surround Backs, die der<br />

Receiver in Form von Mehrkanalausgängen<br />

nicht zur Verfügung stellt. Über die HDMI-<br />

Bilder: Auerbach Verlag<br />

60 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Die leicht erhöhten ungeradzahligen Verzerrungen<br />

geben dem Sony seinen Klang<br />

Der STR-DA3700ES verzichtet auf die altbewährten analogen Mehrkanalanschlüsse. Mit seinem<br />

Netzwerkswitch verteilt der Receiver Signale an weitere Web-basierte Geräte<br />

Der Crosstalk bei 10 Kilohertz ist für einen AV-<br />

Receiver der Mittelklasse sehr gut<br />

Schnittstellen im Verhältnis 5 : 1 nimmt der<br />

STR-DA3700 nicht nur die HD-Datenformate<br />

der Blu-ray Disc entgegen, sondern versteht<br />

sich auch mit DSD-Datenstreams von SACD-<br />

Playern. Der Audio-Return-Channel wird dabei<br />

genauso unterstützt wie die Wiedergabe<br />

in 3D, nur auf die zukünftige 4K-Wiedergabe<br />

verzichtet Sony bei diesem Modell bewusst.<br />

Neben der Ausstattung hebt sich Sonys AVR<br />

auch im Klangdesign von seinen namhaften<br />

Konkurrenten ab. Der Center-Kanal überzeugt<br />

mit einem frischen, hellen Klang, der<br />

bei Dialogen und Sprecherstimmen nicht<br />

zu Überbetonungen oder zu scharfen S-<br />

Lauten neigte. Dass der Receiver nicht nur<br />

für Filme mit hohem Sprachanteil geschaffen<br />

ist, bewies er mit seiner sehr straffen<br />

Impulswiedergabe, die nicht zuletzt auf die<br />

4-Ohm-Wiedergabemöglichkeit und den<br />

höheren Stromfluss zurückzuführen ist. Sich<br />

filmisch bewegende Elemente spielten sich<br />

innerhalb des Surround-Kreises und stets<br />

dem richtigen Lautsprecher zuweisbar ab.<br />

Die klangliche Bühne hätte für unseren Geschmack<br />

noch etwas weitläufiger sein können.<br />

Insgesamt lieferte der AVR einen sehr<br />

angenehmen Klang, den man auch nach<br />

längeren Hörsessions und Filmabenden<br />

nicht müde wird.<br />

Es gibt nicht viel, was der Sony STR-DA3700<br />

nicht kann: Ein sehr unkompliziertes Gerät<br />

trifft hier auf ausgewogenen Klang und<br />

vielfältige Streamingoptionen. Mit eigenem<br />

Onlinestore , den Streamingmöglichkeiten<br />

für Video und der Digital Concert Hall hebt<br />

sich der Receiver zudem aus der Masse ab.<br />

Welcome back, Sony!<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Modell<br />

Preis (UVP)<br />

Maße (B/H/T)<br />

Gewicht<br />

Informationen<br />

Anschlüsse<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

Sony<br />

STR-DA3700ES<br />

1 200 Euro<br />

43 × 16 × 38,8 cm<br />

13,2 kg<br />

www.sony.de<br />

HDMI<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Eingänge 1 3 10 5 –<br />

Ausgänge – – 3 1 –<br />

Sonstige Anschlüsse<br />

Component, S-Video, UKW<br />

Datenschnittstellen<br />

4 × Ethernet, USB<br />

Technische Daten<br />

AV-Receiver<br />

Klangregelung +<br />

Lautsprechersetup +<br />

Einmessautomatik +<br />

Audyssey DSX/<br />

+/+<br />

Pro Logic IIz<br />

LAN/WLAN +/–<br />

Onlineradio/<br />

+/+<br />

Musikdienste<br />

Airplay/UPnP-AV –/+<br />

Streamingformate WAV, WMA, MP3, FLAC, Ogg Vorbis, AAC<br />

Messdaten ermittelt: 8 Kanal HDMI@–20 dBFs, 24 Bit/96 kHz<br />

Signal-Rausch abstand<br />

81 dB<br />

Dynamik nach AES 17<br />

80 dB<br />

Übersprechen<br />

– 48 dB<br />

bei 10 kHz<br />

Frequenzabweichung<br />

+/– 0,1 dB<br />

Mehrkanalausgangsleistung<br />

(1 kHz Sinus, 1 % THD)<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

Nachteile<br />

Bewertung<br />

73 W an 8 Ohm<br />

alle 7 Kanäle gleichzeitig<br />

· Zugriff auf Berliner-Philharmonie<br />

· Sony Entertainment Network<br />

· Audio- und Videostreaming<br />

· Impedanzanpassung bis 4 Ohm<br />

· nur ein HDMI-Ausgang<br />

· keine Mehrkanaleingänge/-ausgänge<br />

DasInneredesSTR STR-DA3700 DA3700istbisaufdenletztenWinkelausgefüllt ausgefüllt, wassichunschwerander<br />

sich an losen Kabelverbindung erkennen lässt. Der vermeintliche Kabelsalat hat jedoch System<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 15/20<br />

Basswiedergabe 7/8<br />

Mittenwiedergabe 7,5/8<br />

Höhenwiedergabe 7/8<br />

Dynamik 6/8<br />

Neutralität 7/8<br />

Wiedergabequalität<br />

49,5/60<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

17/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

19/20<br />

Gesamt<br />

85,5 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Sehr gut 85,5/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 61


Volle Kraft voraus<br />

NAD T 977<br />

NAD T 977<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Der interessierte Leser hat in der vorangegangenen Ausgabe die Vorstellung des<br />

NAD-T187-AV-Surround-Prozessors verfolgen können. In dieser Ausgabe können wir<br />

Ihnen den dazu passenden Verstärker mit sieben Kanälen empfehlen, den T 977.<br />

Der Nachfolger des Modells T 975 hört<br />

auf den Namen T 977 und ist ein<br />

massives Stück Hi-Fi-Elektronik mit einem<br />

vollmodularen Aufbau im Inneren. Die Vorteile<br />

liegen vor allem im Servicefall auf der<br />

Hand. Ein starkes Stahlblech bildet die Gehäuseverkleidung<br />

für einen sehr massiven<br />

Grundrahmen, denn einige Teile sind mehr<br />

als einen Millimeter stark. Im Inneren des<br />

T 977 ist kaum noch Platz übrig. Der riesige,<br />

abgeschirmte Holmgren-Ringkerntransformator<br />

scheint für eine Dauerleistung<br />

von gut 1100 Watt (W) ausgelegt zu sein.<br />

Die Geräteabsicherung mit 10 Ampere (A)<br />

würde demnach bis 2300 W Leistungsaufnahme<br />

gestatten. Das ist auch notwendig,<br />

wenn die NAD-PowerDrive-Technologie<br />

zuverlässig greifen soll, denn sie sorgt für<br />

eine gleichmäßige Leistungsbereitstellung<br />

für den angeschlossenen Lautsprecher –<br />

vor allem dann, wenn der Impedanzverlauf<br />

des Lautsprechers höhere Ströme von<br />

der Endstufe fordert. PowerDrive erkennt<br />

die Änderung in der Impedanz und passt<br />

die Betriebsspannung für die Endstufe daran<br />

an. Im Endeffekt kann sie dann einen<br />

höheren Strom „liefern“. Wenn es also im<br />

Film dynamisch sehr anspruchsvolle Szenen<br />

gibt, kontrolliert das Schaltungsdesign den<br />

Lautsprecher und nicht der Lautsprecher die<br />

Endstufe. Der Ausdruck der Dynamik bleibt<br />

erhalten und die üblichen Verzerrungen<br />

bleiben gering. Im technischen Aufbau des<br />

Netzteils bedeutet das unglaublich hohen<br />

Selbst unter stärkerer Belastung bleiben die<br />

Verzerrungsprodukte sehr musikalisch<br />

VON JENS VOIGT<br />

Aufwand: vier Brückengleichrichter und vier<br />

Thyristoren an Kühlkörpern, zusammen mit<br />

vier mal 20 000 Mikrofarad Siebkapazitäten.<br />

Die Übertragung der Betriebsspannung zu<br />

den Endstufenmodulen erfolgt über massive<br />

Kupferschienen, die den richtigen Querschnitt<br />

für einen großen Strom bieten. Dabei<br />

wird die Versorgung der Endstufenmodule<br />

auf der rechten Seite getrennt von denen<br />

der linken Seite vorgenommen. Der Grund<br />

dafür ist schon in der rückseitigen Beschriftung<br />

zu finden. Jeweils ganz außen werden<br />

die Frontkanäle angeschlossen, der Center<br />

bildet genau die Mitte. Sehr innovativ ist<br />

die aktive Masse-Isolierung der unsymmetrischen<br />

RCA-Eingänge. Damit lassen sich<br />

auftretende Brummprobleme effektiv unterdrücken<br />

und die technische Performance ist<br />

weniger abhängig vom Nachbarmodul. Die<br />

sich daran anschließende Eingangschaltung<br />

erfolgt als Class-A-Schaltung mittels Feldeffekttransistor.<br />

Die darauffolgende Treiberstufe<br />

wird ebenfalls in Class-A ausgeführt.<br />

Der T 977 verfügt zudem über eine manuelle,<br />

stufenlose Eingangssignalabschwächung<br />

gegen zu hohe Pegel am Eingang.<br />

Die Empfindlichkeit ist bei voll geöffnetem<br />

Pegelsteller so ausgelegt, dass ein Eingangssignal<br />

von –20 dBV an einer Last von 8 Ohm<br />

zu einer Leistungsbereitstellung von 1 W<br />

führt. Auch schwache Lautsprecher werden<br />

hier absolut zuverlässig bedient. Wenn<br />

man die im Labor ermittelten Messwerte<br />

betrachtet (siehe Tabelle) wird dies deutlich.<br />

Die technische Leistungsfähigkeit, die<br />

alle sieben Kanäle gleichzeitig bereitstellen,<br />

kann als Vorbild für andere Mitbewerber<br />

gelten. Die Verzerrungsarmut, die Unterdrückung<br />

von Differenzton-Intermodulationen<br />

(DFD) und das sagenhaft geringe Übersprechen<br />

der Kanäle ineinander sind echte<br />

Garanten für ungetrübten Heimkinoklang.<br />

Dass ganz nebenbei extreme Leistungen<br />

für die Lautsprecher vorhanden sind, zeigt<br />

Hochachtung! Bei der Schaltungsdichte eine so<br />

hohe Dämpfung des Übersprechens<br />

Bilder: Auerbach Verlag, NAD<br />

62 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


sich alle positiven Qualitäten bestätigen.<br />

An dieser Stelle fehlen nur noch symmetrische<br />

Eingänge, um eine neue Referenz<br />

in dieser Geräteart zu begründen. Das Anwendungsspektrum<br />

des T 977 ist groß, wir<br />

empfehlen ihn für das Heimkino. Er kann<br />

aber auch in der Mehrzonenbeschallung<br />

eingesetzt werden. Seine Flexibilität ist dabei<br />

nahezu unbegrenzt. Klanglich gehört<br />

er zu den besten Mehrkanal-Verstärkern,<br />

die wir jemals gehört haben. Wir möchten<br />

ihn fast mit den Möglichkeiten des<br />

NAD M3e gleichstellen.<br />

Die Lautsprecherterminals sind massiv und kurzschlusssicher, auch für offene Kabelenden. Die RCA-<br />

Buchsen haben eine elektronische Masse-Isolierung und der Eingangspegel lässt sich trimmen<br />

der Burst-Test nach CEA-2006 mit 218 W<br />

an 8 Ohm bei 1 Prozent THD+N für alle<br />

sieben Kanäle gleichzeitig. Hier greifen die<br />

PowerDrive-Technologie und die Stärke<br />

des Netzteils!<br />

Damit dies alles reibungslos funktioniert,<br />

kontrolliert die Elektronik vielfältige<br />

Schutzeinrichtungen für die Endstufen<br />

und die angeschlossenen Lautsprecher.<br />

Dazu gehört auch die auswählbare Soft-<br />

Clipping-Schaltung. Sie sorgt vor dem Einsetzen<br />

von unangenehm klingenden Verzerrungen<br />

dafür, dass die Leistungsspitzen<br />

reduziert werden. Das ist gut für den Klang<br />

und die Hochtöner. Es stellt zwar eine Art<br />

schaltbare Gegenkopplung dar, die aber<br />

jeder selbst auswählen kann. Die Lüftersteuerung<br />

des T 977 funktioniert je nach<br />

Leistungsanspruch an die Endstufen. Sie ist<br />

temperaturgeregelt und passt sich bei leisen<br />

Tonpassagen selbst an. Dadurch fällt<br />

sie wirklich kaum störend auf. Im Hörtest<br />

bewies dieser Verstärker zusammen mit der<br />

Prozessor-Vorstufe T 187 eine ausgezeichnete<br />

Klanggüte. Die Umsetzung von dynamischen<br />

Ereignissen erfolgte absolut ungebremst.<br />

Einen angenehmen hellen und<br />

damit detailfreudigen Klangcharakter können<br />

wir diesem Mehrkanalverstärker bestätigen.<br />

Aufgrund des geringen Übersprechens<br />

waren hervorragende Abbildungen<br />

von Surround-Abmischungen möglich.<br />

Das klangliche Geschehen fand nicht nur<br />

auf den einzelnen Surround-Lautsprechern<br />

statt, sondern auch als deutlich lokalisierbare,<br />

bewegte Phantomschallquellen<br />

zwischen ihnen. Dabei war die akustische<br />

Darstellung der räumlichen Tiefe sehr beeindruckend.<br />

Das Verhalten im Tiefbass<br />

ist ebenfalls sehr gut, die Gruppenlaufzeit<br />

der Verstärkerschaltung ermöglicht sehr<br />

trockene Impulse. Das Ganze wird von den<br />

straffen und verfärbungsarmen Tiefmitten<br />

und Mitten unterstützt. Es war nicht möglich,<br />

deutlich wahrnehmbare Verzerrungen<br />

zu erzeugen, und das ohne aktiviertem<br />

Soft Clipping. Auch in Verbindung mit einer<br />

anderen Surround-Vorstufe konnten<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

NAD<br />

Modell T 977<br />

Preis (UVP)<br />

2 499 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

43,5 × 19,4 × 47,3 cm<br />

Gewicht<br />

32,3 kg<br />

Informationen<br />

www.nad.de<br />

Anschlüsse<br />

dig.<br />

Audio<br />

koaxial<br />

dig.<br />

Audio<br />

optisch<br />

analog<br />

Audio<br />

Cinch<br />

analog<br />

Audio<br />

XLR<br />

Eingänge – – 7 –<br />

Ausgänge – – – –<br />

Sonstige Anschlüsse kurzschlusssichere Lautsprecherterminals<br />

für Bananas und Kabelschuhe,<br />

12 Volt Trigger In<br />

Technische Daten<br />

Einstellung<br />

Soft Clipping global, Eingangspegel je<br />

Kanal<br />

Messdaten ermittelt: @ 1 W an 8 Ohm mit Eingangspegel –20 dBV<br />

Signal-Rauschabstand<br />

(SNR)<br />

94 dB (104 dB@10 W/–10 dBV)<br />

Dynamik nach AES 17<br />

93,5 dB(103 dB@10W/–10 dBV)<br />

Übersprechen<br />

–86 dB<br />

bei 10 kHz<br />

THD+N Ratio<br />

0,002 % (auch bei –10 dBV)<br />

THD+N Pegel<br />

–84 dBV (–72 dBV@–10 dBV)<br />

DFD (IMD)-Distortion<br />

–95 dB (auch bei –10 dBV)<br />

(IEC60118/IEC60268<br />

Frequenzgangabweichung<br />

(20 Hz–20<br />

+/– 0,035 dB<br />

kHz)<br />

Leistung (1 kHz<br />

Sinus bei 1 % THD)<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

Nachteile<br />

181 W an 8 Ohm<br />

alle sieben Kanäle gleichzeitig<br />

· straffer und verzerrungsarmer Klang<br />

ohne Präferenzen<br />

· hervorragend geringes Übersprechen<br />

der Kanäle<br />

· deutlich hohe Impulsfreudigkeit und<br />

Detailaufl ösung<br />

· die Kühlung hält, was sie verspricht und<br />

bleibt leise<br />

· Endstufen bis 2 Ohm stabil, gut für<br />

4-Ohm-Lautsprecher<br />

· 138 W Leistungsaufnahme im Leerlauf,<br />

aber nach 30 Minuten erfolgt<br />

automatische Stand-by-Umschaltung<br />

Bewertung<br />

Im Inneren ist kaum noch Platz übrig. Die sieben Endstufenmodule d sind auf großen Kühlkörpern<br />

montiert. Zusätzlich sorgen drei intelligent gesteuerte Lüfter für Kühlung im Inneren<br />

Audio<br />

Audiomesswerte 19/20<br />

Basswiedergabe 7,5/8<br />

Mittenwiedergabe 8/8<br />

Höhenwiedergabe 7,5/8<br />

Neutralität 7,5/8<br />

Dynamik 7,5/8<br />

Wiedergabequalität<br />

57/60<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

18,5/20<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

18,5/20<br />

Gesamt<br />

94 von 100 Punkten<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Ausgezeichnet 94/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 63


Mit viel Liebe zum Detail<br />

KEF LS50<br />

50 Jahre KEF heißt 50 Jahre<br />

Innovation: synthetische<br />

Membranmaterialien, die<br />

Punktschalquelle Uni-<br />

Q oder das eiförmige<br />

Surround-Set KHT gehen<br />

auf sein Konto.<br />

Mit einem Nachfolger<br />

des BBC-Lautsprechers<br />

LS3/5a lässt KEF<br />

einen Klassiker neu<br />

aufleben.<br />

KEF LS50<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Abstand: 1 Meter, SPL: 74 dB(C)<br />

Z<br />

TORSTEN PLESS<br />

um 50sten Firmenjubiläum<br />

hat sich KEF etwas ganz Besonderes<br />

einfallen lassen und<br />

stellte auf der diesjährigen High<br />

End den LS50, eine Neuauflage<br />

des BBC-Klassikers LS3/5a,<br />

zur Schau. Der vor allem im<br />

Studioalltag sowie im Übertragungswagen<br />

verwendete Lautsprecher<br />

soll nun in optisch<br />

angepasster Form die Wohnzimmer<br />

neu beflügeln. KEF ist dabei<br />

der optische Aspekt besonders<br />

gut gelungen – weg von harten<br />

Gehäusekanten und sichtbar<br />

eingeschraubten Membranen,<br />

hin zu weichen Übergängen<br />

und nahtloser Chassiseinpassung.<br />

Das Jubiläumsmodell<br />

verzichtet auf verschiedene<br />

Furnierausführungen sowie Farben<br />

und gibt sich edel bedeckt in<br />

seiner schwarzen Klavierlackummantelung.<br />

Die fest installierte<br />

Frontabdeckung ist für eine verfärbungsfreie<br />

Wiedergabe sichtbar geschwungen<br />

– sie zieht die Rundungen<br />

jedoch nicht konsequent um das<br />

Aufstellungsempfehlung<br />

12 dB<br />

3 dB<br />

0 dB<br />

–3 dB<br />

–12 dB<br />

30 40 50 70 100 Hz<br />

200 300 400 500 700 1 kHz 2 3 4 5 7 10 kHz 20 kHz<br />

Der Frequenzgang verläuft über 20 kHz hinaus und sorgt damit für einen sehr detailreichen Klang<br />

0,5–1 m<br />

Wandabstand<br />

0,5–1 m<br />

einwinkeln<br />

auf den<br />

Hörplatz<br />

Empfohlen für Raumgrößen: 15 m 2 –25 m 2<br />

Bilder: Auerbach Verlag, KEF<br />

64 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Die LS50 nutzen den gleichen Uni-Q-Treiber wie die KEF-Blade-Lautsprecher.<br />

Den hohen Aufwand erfährt man am sehr räumlichen Klang<br />

Gehäuse herum. Kantendispersionen treten<br />

durch die abgerundeten Kanten allerdings<br />

gar nicht erst auf. Die geriffelte Oberfläche<br />

der nicht sichtbaren Frontrückseite soll unterdessen<br />

Hohlraumresonanzen des Treibers<br />

vermeiden. KEF unterdrückt Gehäuseresonanzen<br />

mit einem verstärkten Chassisaufbau<br />

sowie zusätzlichen Verstrebungen<br />

und setzt bei den CLD-Versteifungen auf<br />

schichtweise gepresste Dämmpaneele. Darüber<br />

hinaus halten ein zusätzlicher Dämpfungsmechanismus<br />

zwischen den Wänden<br />

und verschiedene Versteifungen die Gehäusevibrationen<br />

im Zaum.<br />

Die technische Qualitätssicherung erfolgt<br />

auf Basis modernster Messverfahren wie<br />

der Finite-Element-Analyse. Verschiedene<br />

mechanische Vibrationen und deren<br />

Schallausbreitung werden dabei simuliert,<br />

um anschließend darauf reagieren zu<br />

können. Diese Technik kommt auch bei<br />

der Reflexport- und Terminalkonstruktion<br />

zum Einsatz. Im Gegensatz zur allgemein<br />

gängigen, kreisrunden Bassreflexöffnung<br />

setzen die LS50-Lautsprecher auf eine<br />

Ellipsenform . Die gerichtete Schalllenkung<br />

gelingt durch die eigenwillige Formung,<br />

die weder unkontrolliert ausbricht noch<br />

akustisch überschlägt.<br />

KEF setzt bei den LS50 auf Eigenständigkeit<br />

und hebt sie mit roségold-farbenen Membranen<br />

vom Vorgängermodel ab. Dabei fand<br />

man in der Blade-Serie ein neues Vorbild,<br />

deren neuentwickelte Uni-Q-Treiber in die<br />

Jubiläumslautsprecher übernommen wurden.<br />

Der 25-Millimeter-Aluminiumtreiber<br />

befindet sich getreu dem koaxialen Prinzip<br />

direkt auf dem 130-mm-Tiefmitteltöner.<br />

Der Konus besteht aus einer Aluminium-<br />

Magnesiumlegierung, die äußerst leicht,<br />

stabil und glatt wirkt. Der gesamte Arbeitsbereich<br />

dient mit seiner optimieren Kuppelform<br />

und der verstärkten Kalottentechnologie<br />

als einziger Kolben. Der ausgesetzte<br />

Tangerine-Waveguide erhöht die Abstrahlcharakteristik<br />

des Hochtöners und liefert<br />

gleichermaßen den erwünschten Effekt der<br />

Punktschallquelle. Dieser ist für eine gleichmäßige<br />

Ausrichtung optimiert, wodurch ein<br />

größerer Abstrahlwinkel und erweiterter<br />

Sweet Spot erreicht werden.<br />

Mit der LS3/5a im Nacken will auch der<br />

LS50 seine Studioqualitäten unter Beweis<br />

stellen und überzeugte uns mit seiner hohen<br />

Liebe zum Detail. Selbst in komplex<br />

strukturierten Arrangements schafften es<br />

feinste Delays, stets nachvollziehbar über<br />

Einzelinstrumente hinweg zu wandern.<br />

Die Detailversessenheit war auch in Wagners<br />

Ouvertüre „Der fliegende Holländer“<br />

zu erleben, die mit feinfühligen Streichern,<br />

schmetternden Blechbläsern und spürbarer<br />

Durchhörbarkeit auffiel. Generell erfuhren<br />

wir einen sehr obertonreichen Gesamtcharakter,<br />

der sich je nach Wahl des Verstärkers<br />

noch vermehrte und zu mehr Offenheit und<br />

Luftigkeit beitrug. Mit den Trigon Endstufen<br />

Monolog (vgl. <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 4/2012) nahmen<br />

wir den LS50 Obertonverzerrungen<br />

und verbesserten die Impulstreue zu einem<br />

strafferen, wuchtigeren Klangbild. Dieses<br />

wurde von einem ausgezeichneten räumlichen<br />

Abbild in Breite und Tiefe untermalt,<br />

was durch besonders räumliche Aufnahmen<br />

äußerst plastisch darstellt wurde.<br />

Wer einen Studioklassiker sucht und sich<br />

nicht mit den Gebrauchtmarktpreisen<br />

und überholtem Gehäusedesign zufrieden<br />

gibt, liegt mit den KEF LS50 genau<br />

richtig. Mit ihrer Detailverliebtheit und<br />

dem nahezu idealen Wiedergabeprinzip,<br />

eignen sie sich als kompaktes Hauptlautsprecherpaar<br />

genauso wie im Set für eine<br />

mehrkanalige Wiedergabe.<br />

Bei der Uni-Q-Treiberanordnung sitzt der<br />

Hochtöner vor dem Tiefmitteltonchassis<br />

Eignungsempfehlung<br />

Rock und Pop:<br />

Instrumental und Gesang:<br />

Heimkino:<br />

Anstelle einer kreisrunden Öffnung setzen die<br />

LS50 auf einen ellipsenförmigen Reflexport<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

KEF<br />

Modell<br />

LS50<br />

Paarpreis (UVP)<br />

1 000 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

20 × 30 × 28 cm<br />

Gewicht<br />

7,2 kg<br />

Informationen<br />

www.kef.com/de<br />

Farben<br />

Hochglanz Schwarz<br />

Anzahl Lautsprecher 2<br />

Technische Daten<br />

Arbeitsweise<br />

2-Wege, passiv<br />

Bauform<br />

Bassreflex mit Öffnung auf der Rückseite<br />

Impedanz<br />

8 Ohm<br />

Frequenzgang nach<br />

79–28 000 Hz +/–3 dB<br />

Herstellerangaben<br />

Empf. Verstärkerleistung<br />

25–100 W<br />

des Herstellers<br />

Kennschalldruck nach 85 dB/85 dB@8 Ohm/2,83 Vrms (1 W/1 m)<br />

Angabe/gemessen<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· sehr detailreicher Klang<br />

· hohe räumliche Aufl ösung<br />

· ansprechende Optik<br />

· sehr gute Verarbeitung<br />

Nachteile<br />

· Lautsprecher passen nicht zu jedem<br />

Verstärker<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Basswiedergabe 9/12<br />

Mittenwiedergabe 9,5/12<br />

Höhenwiedergabe 10/12<br />

Räumlichkeit 10,5/12<br />

Neutralität 9,5/12<br />

Lebendigkeit/Impulstreue<br />

10/11<br />

Dynamikverhalten 9,5/11<br />

Wiedergabequalität<br />

68/82<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

5,5/9<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

9/9<br />

Zwischenergebnis<br />

82,5 von 100 Punkten<br />

Konstruktions-/<br />

Materialaufwand<br />

+4<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Sehr gut 86,5/100<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 65


Vollaktiver Breitbänder für entspanntes Hören<br />

Audium Comp 5 Active<br />

Es gibt Standlautsprecher, die wie eine vertikale Anordnung aus Lautsprechern wirken.<br />

Das klangliche Erlebnis kann dabei beeindruckend sein. Wie sieht es aber bei<br />

einem einzelnen Lautsprecherchassis aus?<br />

VON JENS VOIGT<br />

Wir freuen uns immer<br />

besonders, wenn wir<br />

unseren Lesern etwas wirklich<br />

Neues präsentieren können.<br />

„Na gut“ werden Sie sagen,<br />

„was ist an einem Breitbandlautsprecher<br />

‚neu‘?“ – Schließlich<br />

gehört dieser elektrodynamische<br />

Lautsprecher schon zu<br />

den ersten Modellen, die jemals<br />

entwickelten wurden. Er<br />

verfügt bei einer spezialisierten<br />

Fertigungsqualität heute<br />

über unschlagbare akustische<br />

Eigenschaften. So überzeugt<br />

ein <strong>Stereo</strong>paar mit einer sehr<br />

guten räumlichen Wiedergabe,<br />

weil keine Frequenzweiche<br />

in das elektrische und<br />

akustische Laufzeitverhalten<br />

eingreift. Zudem wird der<br />

Schallentstehungsort nicht auf<br />

mehrere Lautsprecher aufgeteilt<br />

und das Abstrahlverhalten<br />

erfolgt ohne plötzliche Sprünge<br />

im Übertragungsbereich.<br />

Aus diesen Eigenschaften ergibt<br />

sich ein besseres Impulsreproduktionsverhalten<br />

und der<br />

Klang scheint wie von einem<br />

Punkt auszugehen. Es ergeben<br />

sich nebenbei auch sehr günstige<br />

Interaktionen mit der<br />

Raumakustik, weil das Abstrahlverhalten<br />

(auch Rundstrahlverhalten<br />

genannt)<br />

Audium Comp 5 Active<br />

AUSGABE 6.2012<br />

des Breitbandchassis nicht zu<br />

ungünstigen Reflexionen von<br />

Schallanteilen führt. Am Beispiel<br />

eines Mehrweglautsprechers<br />

bedeutet das: Häufig<br />

nimmt das Rundstrahlverhalten<br />

des Mitteltonchassis schon<br />

vor dem akustischen Übergang<br />

zum Hochtöner hin ab. Damit<br />

trifft weniger Schallenergie aus<br />

diesem Frequenzbereich auf die<br />

Begrenzungsflächen. Der Hochtöner<br />

beginnt nun aber seinerseits<br />

wieder sehr breit abzustrahlen<br />

somit treffen von ihm<br />

mehr energiereiche Schallanteile<br />

auf die Wände. Die Folge<br />

ist, dass die Gesamtsumme der<br />

Wandreflexionen sehr unterschiedliche<br />

Pegel der einzelnen<br />

Frequenzanteile enthält. Am<br />

Hörplatz kann diese Mischung<br />

aus Diffusschall mit dem Direktschall<br />

der Lautsprecher für<br />

eine deutlich schlechtere Wahrnehmung<br />

der akustischen Bühne<br />

verantwortlich sein. Wie ist<br />

also dieses Chassis aufgebaut?<br />

Die relativ kleine Membran<br />

des „Breitbänders“ benötigt<br />

keinen besonders starken Antrieb,<br />

um die Membranmasse<br />

zu kontrollieren. Der kleine<br />

Membrandurchmesser von<br />

ca. 70 Millimetern (mm) des<br />

Lautsprechers, der im Fall<br />

Audium liefert einen Einrichtungsassistenten<br />

in Form eines Programmes auf CD mit<br />

Der Assistent gibt nützliche Tipps für die beste<br />

Aufstellung der Lautsprecher<br />

Damit beim Anschluss nichts schiefgeht, werden<br />

Ihnen sogar die Verbindungen beschrieben<br />

Bilder: Audium, Auerbach Verlag<br />

66 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Ein Blick auf die Elektronik im Inneren des<br />

Comp 5 Active: Steuerelektronik und Verstärker<br />

des Comp-5-Standlautsprechers eingesetzt<br />

wird. Er unterstützt seinerseits mit<br />

seinem kleinen Durchmesser eine räumliche<br />

Wiedergabe. Die Grundlage für das<br />

Membran material ist eine Zellulose aus<br />

Bambus, welche im vorliegenden Falle in<br />

einer weiterverarbeiteten Form, nämlich in<br />

einer stärkeren Papiermembran, eingesetzt<br />

wird. Zum Lautsprecherkorb hin betrachtet<br />

wurde die Membran mit einer nach innen<br />

hin verstärkten Gummisicke verklebt. Den<br />

Antrieb der Membran übernimmt ein vergleichsweise<br />

kleiner Neodymmagnet, der<br />

das magnetische Feld für die Schwingspule<br />

bereitstellt. Hinter dem Breitbandchassis<br />

befindet sich ein abgeschlossenes Gehäusevolumen.<br />

Dieser Rauminhalt ist in Form<br />

einer Röhre ausgeführt, die mit viel Dämmmaterial<br />

aufgefüllt wurde. Damit werden<br />

die rückwertigen Schallanteile des „Breitbänders“<br />

reflexionsarm und sicher absorbiert<br />

und eine Beeinträchtigung des nach<br />

außen abgestrahlten Klangergebnisses wird<br />

verringert. So schön, wie das klingt, hört<br />

sich ein kleiner „Breitbänder“ im akustischen<br />

Sinne doch etwas dünn an. Deshalb<br />

Der Breitbandlautsprecher außerhalb seiner<br />

sehr gut bedämpften Kammer<br />

unterstützt ihn hier der ovale Tieftonlautsprecher,<br />

der im Fuß des Korpus eingelassen<br />

ist. Diese Form unterstützt die Steifheit der<br />

Membran, welche aus dem gleichen luftgetrockneten<br />

Zellulosematerial gefertigt ist<br />

wie das Breitbandchassis. Zusätzlich verfügt<br />

der Tieftöner über eine weit auslenkbare<br />

Sicke, einen strömungsoptimierten Aluminiumdruckgusskorb<br />

und eine belüftete<br />

Schwingspule. Er nutzt das restliche Gehäusevolumen<br />

des Comp 5 als Helmholtz–Resonator<br />

und entlässt auf der Rückseite die<br />

Luftsäule über eine strömungsoptimierte<br />

Bassreflexöffnung. Das Gehäusedesign bewirkt<br />

mit seiner ovalen Querschnittsfläche<br />

eine Verminderung von stehenden Wellen.<br />

Eine zusätzliche Unterstützung bietet das<br />

auf die inneren Seitenflächen aufgeklebte<br />

Dämmmaterial. Zur Verhinderung von Resonanzeffekten<br />

auf den Seitenflächen wird<br />

die fast einen Meter große Säule im Inneren<br />

von drei Ringversteifungen stabilisiert. In<br />

der Tat traten auch im Test keine deutlich<br />

wahrnehmbaren Schwingungseffekte auf.<br />

Zur Reduktion der Kantendispersionen von<br />

Schallwellen tragen beim Comp 5 die Gestaltung<br />

der Frontplatte und die Korpusgestaltung<br />

bei.<br />

Da die vorliegende Version vom Comp-<br />

5-Standlautsprecher vollaktiv ist, befindet<br />

sich im unteren Teil des Gehäuses eine<br />

2-kanalige-Class-D-Endstufe. Sie wird angesteuert<br />

von einer aktiven Frequenzweiche<br />

und einer Klangregelungselektronik<br />

und versorgt den Breitband- und den Tieftonlautsprecher<br />

mit der nötigen elektrischen<br />

Leistung. Dabei kann in jedem Kanal<br />

die Leistungsfähigkeit bis auf 130 Watt (W)<br />

ansteigen, je nachdem wo mehr für eine<br />

dynamische Wiedergabe benötigt wird.<br />

Das Netzteil wurde ausgelagert und als<br />

Schaltnetzteil im eigenen Gehäuse untergebracht.<br />

Einen Schalter, der eine Trennung<br />

von der Energieversorgung sicherstellt, gibt<br />

es nicht. Am sichersten ist es, eine Steckdosenverteilerleiste<br />

mit einem Schalter zu verwenden<br />

oder den Netzstecker zu ziehen!<br />

Eine große Energieverschwendung braucht<br />

aber niemand zu befürchten, denn wenn<br />

kein Audiosignal am Eingang anliegt, schaltet<br />

sich die Elektronik in den Stand-by. Die<br />

elektrische Leistungsaufnahme beträgt im<br />

Stand-by ca. 1,6 W (je nach Höhe der anliegender<br />

Netzspannung) pro Modell. Neben<br />

dem RCA-Eingang für den Anschluss an<br />

den Vorverstärkerausgang, fallen beim Blick<br />

auf das Anschlussfeld ein kleiner Taster und<br />

fünf rote LEDs auf. An dieser Stelle kann für<br />

jeden Comp 5 eine dreifache Optimierung<br />

der klanglichen Performance ausgewählt<br />

werden, dazu gehören: die Auswahl der<br />

Raum-Dämpfungseigenschaften, die Position<br />

des Lautsprechers im Raum und eine Intensitätsregelung<br />

der Basswiedergabe. Eine<br />

beigelegte Konfigurations-CD führt den<br />

Anwender sicher durch die Einstellmöglichkeiten.<br />

Die Auswirkungen der Beeinflussungen<br />

können je nach den akustischen<br />

Grundbedingungen des Raumes als sehr<br />

wirkungsvoll bezeichnet werden. Für uns<br />

waren die hörbaren Veränderungen durch<br />

eine Änderung der Positions- bzw. der Basswiedergabe<br />

am wertvollsten.<br />

Die anschließende Hörsession erfolgte ohne<br />

eine Veränderungen am Grundzustand der<br />

Comp 5 Lautsprecher. Die für uns am Be-<br />

Bei der Auswahl an Möglichkeiten gibt es auch<br />

eine Einweisung in die Funktionen<br />

Es stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Auswahl,<br />

die Konfiguration durchzuführen<br />

Die Konfiguration beginnt und wird von Ihrem<br />

Rechner aus unterstützt<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 67


Abstand: 1 Meter, SPL: 74 dB(C)<br />

12 dB<br />

3 dB<br />

0 dB<br />

–3 dB<br />

–12 dB<br />

30 40 50 70 100 Hz<br />

200 300 400 500 700 1 kHz 2 3 4 5 7 10 kHz 20 kHz<br />

Ein erstaunlich weitreichender und ausgeglichener Übertragungsbereich war bei uns messbar<br />

sten repräsentierten Wiedergabeeigenschaften<br />

waren dabei die Abbildung der<br />

akustischen Bühne in den Dimensionen Tiefe<br />

und Breite, wobei die hohe Impulstreue<br />

der Comp 5 einen deutlichen Anteil daran<br />

einnimmt. Wir waren schon etwas erstaunt,<br />

wie realitätsnah die Illusion von den beiden<br />

Kesselpauken zwischen den Lautsprechern<br />

auftauchte: Das Anschlaggeräusch wirkte<br />

nicht überspitzt und der tonale Ausklang<br />

vermittelte einen großen, runden „Körper“.<br />

In einem der höchsten Testansprüche, der<br />

Wiedergabe sehr dicht arrangierter sinfonischer<br />

Orchesterwerke, wurde eine sehr<br />

gute Durchhörbarkeit dargeboten.<br />

Die Lokalisierbarkeit einzelner Instrumente,<br />

soweit die Aufnahme es zuließ, war ausgezeichnet.<br />

Absolut sauber wirkten die Klangfarben<br />

von Instrumentengruppen, die gern<br />

zu Schärfen oder Härten neigen. Es wäre<br />

eine Lüge zu behaupten, der „Breitbänder“<br />

stünde dem strahlenden Glanz, den<br />

so mancher Hochtöner beisteuert, in nichts<br />

nach. Und genau diese zum Teil durch Verzerrungen<br />

erzeugten Eigenheiten wird der<br />

Zuhörer auch nicht vermissen! Denn, wenn<br />

ihn erst einmal die schmerzfreien, obersten<br />

Gesangslagen unserer Sopranistin mit Orgelbegleitung<br />

erstaunt haben, so wird der<br />

Zuhörer den Wohlklang erkennen.<br />

Die Abbildung der Aufnahmeraumgröße<br />

gelingt diesem Lautsprecherpaar ebenfalls<br />

sehr gut. Im Allgemeinen erhalten Klänge<br />

im Präsenz- und Hochtonbereich, die zudem<br />

noch ein starkes Obertonspektrum<br />

Eignungsempfehlung<br />

Rock und Pop:<br />

Instrumental und Gesang:<br />

Heimkino:<br />

Aufstellungsempfehlung<br />

0,5–1 m<br />

Wandabstand<br />

0,5–1 m<br />

Einwinkeln<br />

auf den<br />

Hörplatz,<br />

<strong>Stereo</strong>dreieck<br />

nicht<br />

zwingend<br />

nötig<br />

Empfohlen für Raumgrößen: 20 m 2 – 45 m 2<br />

aufweisen, einen besonders angenehmen,<br />

runden Schliff. So ist es auch nicht erstaunlich,<br />

dass selbst Sibilanten bei stark in der<br />

Dynamik begrenzten Rock oder Popmusiktiteln<br />

ohne Auffälligkeiten blieben.<br />

Der Comp 5 Active ist selbst sehr dynamisch<br />

in seiner Wiedergabe, es fällt ihm<br />

leicht, feine Details in der Musik aufzuzeigen.<br />

Diese Eigenschaft wird aber nicht<br />

strapaziert. Dadurch wirkte auch unsere<br />

Cembalo-Aufnahme warm und plastisch<br />

und weniger analytisch, weil das Anreißgeräusch<br />

der Federkiele nicht seziererisch<br />

herausgearbeitet wurde. Selbst die Leistungsfähigkeit<br />

bei der Auflösung grober<br />

Dynamiksprünge ist größer als erwartet.<br />

Ein Steinway-Konzertflügel wurde uns<br />

dadurch sehr emotional dargeboten, genauso<br />

wie kleine und große konzertante<br />

Besetzungen. Es ist erstaunlich, welche<br />

Basisbreite ein Paar der Comp 5 Active<br />

abdecken kann. Natürlich ist diese abhängig<br />

von der jeweiligen Raumakustik. Die<br />

Lautsprecher selbst werden nach einiger<br />

Zeit gar nicht mehr als die Aussender der<br />

Schallwellen wahrgenommen. Trotzdem<br />

bildet sich zwischen ihnen ein sehr gut<br />

lokalisierbares Klangeschehen aus, ohne<br />

dass es diffus ineinander verschwimmt.<br />

Dabei ist es nicht zwingend nötig, ein<br />

strenges <strong>Stereo</strong>dreieck zu forcieren. Wer<br />

seine Sinne nicht überlasten möchte und<br />

einfach nur entspannt der Musik lauschen<br />

will, der sollte sich diesen Lautsprechertyp<br />

genauer anhören.<br />

Ein exklusiver Blick auf den ovalen Tieftöner im<br />

Fuß des Comp 5 Active<br />

Anschlüsse, Raumanpassung und Bassreflexöffnung<br />

befinden sich auf der Rückseite<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Audium<br />

Modell<br />

Comp 5 Active<br />

Preis (UVP)<br />

3 000 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

210 × 930 × 290 cm<br />

Gewicht<br />

20 kg<br />

Informationen<br />

www.audium.com<br />

Farben<br />

Hochglanz Schwarz, Weiß, Furniere: Zebrano,<br />

Wildkirsche, Makassar<br />

Anzahl Lautsprecher 2<br />

Technische Daten<br />

Arbeitsweise<br />

2-Wege, aktiv<br />

Bauform<br />

Bassreflex mit Öffnung auf der Rückseite<br />

Anschlüsse<br />

Cinch (RCA)<br />

Frequenzgang nach<br />

38−22 000 Hz (+/−3 dB)<br />

Herstellerangaben<br />

Verstärkerleistung<br />

30 W/100 W<br />

Hoch-/Mittel-/Tiefton<br />

Leistungsaufnahme<br />

ca. 5 W<br />

ohne Wiedergabe<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· ausgezeichnete akustische Bühne durch<br />

Impulswiedergabe und gleichmäßiges<br />

Rundstrahlverhalten ohne Sprünge<br />

· sehr gute Eignung auch bei schwieriger<br />

Raumakustik<br />

· klanglich sehr hohe Transparenz – absolut<br />

stressfrei beim Hören<br />

Nachteile<br />

· keine<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Basswiedergabe 9,5/12<br />

Mittenwiedergabe 10/12<br />

Höhenwiedergabe 10/12<br />

Räumlichkeit 11,5/12<br />

Neutralität 10/12<br />

Lebendigkeit/Impulstreue<br />

10,5/11<br />

Dynamikverhalten 9,5/11<br />

Wiedergabequalität<br />

71/82<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

8/9<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

8/9<br />

Gesamt<br />

87 von 100 Punkten<br />

Konstruktions-/<br />

Materialaufwand<br />

+3,5<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Ausgezeichnet 90,5/100<br />

68 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


NR. 6 NOVEMBER/DEZEMBER 2012 www.audio-test.at<br />

MP3 vs. WAV:<br />

Audiolab, Arcam, Burmester, T+A Eine Legende kehrt zurück<br />

T+A<br />

Burmester,<br />

Arcam,<br />

Audiolab, r, Eine Legende zurück<br />

kehrt<br />

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Denon, Marantz, Onkyo und Sony im Test<br />

NAD T977 brilliert im Testlabor<br />

7 Testlabor<br />

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l<br />

Die Freiheit in Raum und Klang<br />

PIOSound Eagle<br />

Wenn es darum geht, die geliebte Wohnumgebung<br />

so einzurichten, dass auch der Musikgenuss nicht mit<br />

Kompromissen behaftet ist, braucht es manchmal<br />

etwas Besonderes. Zum Beispiel einen farblich anpassbaren<br />

Elektrostaten.<br />

Ein elektrostatischer Lautsprecher ist etwas<br />

Besonderes. Das Prinzip ist schon<br />

lange bekannt und es gab auch viele serienreife<br />

Produkte, aber vielfach überzeugten<br />

die Produkte die Musikliebhaber nicht. An<br />

dieser Stelle die Kinderkrankheiten aufzuzählen,<br />

ist eine vergebliche Mühe. Viel<br />

interessanter ist das klangliche Ergebnis,<br />

welches die Elektrostaten von PIOSound<br />

heute erreichen. Wir haben uns auf der<br />

diesjährigen High-End-Messe in München<br />

das mittlere Modell namens Eagle angehört.<br />

Es verstrich eine kleine Weile, bis der<br />

Adler auch in unserem Hörraum landete.<br />

Dass der Vertrieb die Aufmerksamkeit für<br />

das Produkt auf das Design lenkt, ist völlig<br />

legitim, denn die mannshohe Konstruktion<br />

beeindruckt auch optisch. Was jeden Innenarchitekten<br />

positiv berühren wird, ist,<br />

dass die farblichen Anpassungen an den<br />

Wohnraum kaum begrenzt sind. Auf der<br />

anderen Seite braucht der Elektrostat auch<br />

im Hintergrund seines Aufstellungsortes<br />

etwas Platz, d. h. direkt an die Wand stellen<br />

können Sie ihn nicht, aber dazu später<br />

mehr. Und trotzdem ist die Konstruktion<br />

beeindruckend, denn in der Tiefe erscheint<br />

sie gerade einmal zwei Finger breit. Somit<br />

wird dem Wohnraum kaum etwas von<br />

seiner optischen Freiheit entzogen. Im Gegenteil<br />

– Sie gewinnen sogar eine neue<br />

klangliche Freiheit hinzu, die Ihnen die Illusion<br />

vom Panoramafenster zum Konzertsaal<br />

ein Stück näher bringt. Wie erreicht<br />

man das technologisch? Der Eagle darf<br />

sich zu Recht als Vollbereichslautsprecher<br />

bezeichnen, denn als Elektrostat verfügt er<br />

über getrennte Wiedergabeeinheiten für<br />

die hohen und tiefen Töne des gesamten<br />

Musikfrequenzbereiches. Dabei stellten<br />

wir fest, dass die höheren Frequenzen aus<br />

dem mittleren Segment ausgesandt werden.<br />

Die darüber und darunterliegenden<br />

Einheiten strahlen die tiefen Töne ab. Das<br />

ist schon bemerkenswert, waren doch die<br />

ersten Elektrostaten durchgängig für den<br />

gesamten Frequenzbereich angefertigt<br />

worden, mit dem Effekt, dass die tiefen<br />

Frequenzen wie Bässe schwer mit ausreichend<br />

Schallenergie übertragbar waren.<br />

VON<br />

JENS<br />

VOIGT<br />

Dazu braucht es eine größere Membranfläche,<br />

um die Luft in Schwingungen zu<br />

versetzen, über die der PIOSound Eagle<br />

verfügt. Zudem bietet er auch noch mehrere<br />

Segmente, die sich flexibler ansteuern<br />

lassen. Sein großer Vorteil ist die Kontrolle<br />

der Phasenverschiebungen für die elektrischen<br />

Signale der einzelnen Elemente. Erst<br />

dies ermöglicht eine saubere Reproduktion<br />

einer akustischen Bühne.<br />

Ein Lautsprecher dieser Bauart strahlt seine<br />

Schallwellen mit der gleichen Intensität in<br />

Richtung Zuhörer und genau dem entgegengesetzt<br />

nach hinten ab. Die Richtwirkung<br />

der Schallwellenabstrahlung nimmt<br />

dabei mit steigender Frequenz zu. Bei dem<br />

Eagle dagegen wurde das elektrostatische<br />

Element für die hohen Tonfrequenzen, auf<br />

eine breite Schallverteilung angepasst. Die<br />

Schallwellen der tieferen Frequenzen dagegen<br />

breiten sich so aus, dass sie auch die<br />

Rückseite des Elektrostaten erreichen. Das<br />

liegt in der Physik der Schallwellenlängen<br />

begründet. Somit kommt es hier zu Interferenzen<br />

aus vorderseitigen und rückseitigen<br />

Schallanteilen. Dabei finden zum größten<br />

Teil bei allen Elektrostatenkonstruktionen<br />

Auslöschungen im Bereich der Bassfrequenzen<br />

statt und der Wirkungsgrad in<br />

diesem Übertragungsbereich nimmt stark<br />

ab. Steht ein Elektrostat sehr nah mit seiner<br />

Rückseite an einer Wand, die nicht die<br />

Schallenergie absorbiert, sondern reflektiert,<br />

kommt es ebenfalls zu Interferenzen<br />

mit unterschiedlichen Folgen. Diese reichen<br />

bis zu den der mittleren Frequenzen<br />

Aufstellungsempfehlung<br />

0,5–1 m<br />

Wandabstand<br />

mind.–1 m<br />

einwinkeln<br />

auf den<br />

Hörplatz,<br />

<strong>Stereo</strong>dreieck<br />

Empfohlen für Raumgrößen: 20 m 2 –45 m 2<br />

Bilder: PIOSound<br />

70 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


PIOSound Eagle<br />

AUSGABE 6.2012<br />

des Übertragungsbereiches und führen zu<br />

hörbaren Klangbeeinflussungen. Der Elektrostat<br />

braucht und liebt seine freie Aufstellung.<br />

Das Modell Eagle von PIOSound kann<br />

trotz aller bisherigen physikalischen Einschränkungen<br />

in der Kategorie Bassübertragung<br />

laut Hersteller erstaunlich tief bis 45<br />

Hertz (Hz) bei –3 Dezibel (dB) übertragen.<br />

Das Thema Hightech haben wir dabei noch<br />

gar nicht angesprochen. Die gesamte Konstruktion<br />

steht unter einer gezielten Prozessorkontrolle.<br />

Dazu gehören die Kontrolle<br />

der Hochspannungsaufbereitung und deren<br />

gezielte Abschaltung, wenn keine Wiedergabe<br />

erfolgt. Damit wird dem Verstauben<br />

der Membran vorgebeugt, die Wiedergabequalität<br />

sowie die Lebensdauer erhöht. Die<br />

eigentliche, schallemittierende Membran<br />

entspricht nur dem Bruchteil einer Haaresbreite.<br />

Auf ihr sind Kohlenstoff-Nanofasern<br />

als elektrisch leitende Schicht aufgedruckt,<br />

sie bieten gleichmäßigere Eigenschaften für<br />

die Ladungsträger. So wird die eigentlich<br />

zu bewegende Masse der Membran klein<br />

gehalten und deren Impulsverhalten verbessert.<br />

Ein Novum ist eine spezielle Faser,<br />

die auf die Rückseiten der Lochbleche, welche<br />

die Membran einschließen, aufgebracht<br />

wurde. Sie soll die harmonischen Verzerrungen<br />

des von der Membran entsandten<br />

Schalls bedämpfen. Ebenfalls dämpfende<br />

Eigenschaften weist die Rahmenkonstruktion<br />

auf. Die elektrostatischen Elemente<br />

sind erschütterungsbedämpft in ein Gummiprofil<br />

der Aluminium-Rahmenkonstruktion<br />

eingebaut. Resonanzarmut und eine<br />

hohe Masse geben der Konstruktion die<br />

besten Voraussetzungen, damit von dieser<br />

Seite dem Klang keine weiteren Deformationen<br />

zugefügt werden. Auch auf der<br />

elektrischen Seite, dort wo spezialisierte<br />

Transformatoren die Übertragung des Endstufenausgangssignals<br />

an die einzelnen<br />

en<br />

elektrostatischen Elemente übernehmen, en,<br />

wurde ebenfalls Wert auf die Reduktion von<br />

linearen und nichtlinearen Verzerrungen en<br />

gelegt. Die Übertragungseigenschaften dieser<br />

Tonfrequenz-Trafos werden oft unterschätzt.<br />

Ihr frequenzabhängiger induktiver<br />

Widerstand, das Sättigungsverhalten des<br />

Übertragerkerns, die Art der Wicklungen<br />

und die damit verbundenen nichtlinearen en<br />

Verzerrungen wurden auf ein Mindestmaß<br />

reduziert. Das Entwicklungskonzept ist<br />

eines der am weitesten durchdachten für<br />

einen Elektrostaten.<br />

Wenn ein Lautsprecher einen entspannten<br />

Hörgenuss bietet und dabei den Aufmerkein<br />

gutes Zeichen. Das Klangbild profitierte von<br />

der hohen Klarheit und Impulsfreudigkeit, eit,<br />

samkeitsreiz stimuliert, ist das immer<br />

die von einem Paar dieser Elektrostaten en<br />

wiedergeben wird. Die ausgezeichnete ete<br />

Auflösung der vorhandenen Instrument-<br />

ntaldetails<br />

bekommt allen komplexen musikalischen<br />

Arrangements. Es traten dabei<br />

keinerlei Überzeichnungen in den kritischen<br />

Frequenzen von z. B. Blechblasinstrumenten<br />

en<br />

auf. Sehr schön wurde auch das tonale<br />

Obertonspektrum von Streichern wieder-ergegeben.<br />

Hier zeigt sich eine Eigenschaft<br />

auf, welche sich ebenfalls in den von uns<br />

Abstand: 1 Meter, SPL: 74 dB(C)<br />

12 dB<br />

3 dB<br />

0 dB<br />

–3 dB<br />

–12 dB<br />

30 40 50 70 100 Hz<br />

200 300 400 500 700 1 kHz 2 3 4 5 7 10 kHz 20 kHz<br />

Bassreproduktion und der weitere Übertragungsbereich zeigten sich sehr gut in unserem Hörraum<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 71


3,5 cm<br />

Die Anschlüsse sind wie bei anderen Lautsprechern,<br />

plus eine zusätzliche Netzteilbuchse<br />

Ein Blick hinter die Abdeckung: Die dämpfende<br />

Folie auf dem Lochblech des Elektrostaten<br />

177 cm<br />

36 cm<br />

Von der Seite betrachtet<br />

zeigt der<br />

Elektrostat seinen<br />

schlankesten Anblick<br />

gehörten en<br />

Cembalo- und Konzertflügelauf-<br />

la f<br />

nahmen wiederfindet. Der Grundtonbereich<br />

stellte sich in einer sehr neutralen Art<br />

und Weise dar, ohne dabei die angenehme<br />

Note einer instrumentalen Emotionalität<br />

zu verlieren. Es fehlte uns nie an der nötigen<br />

klanglichen Wärme. Diese wurde aber<br />

zu keinem Zeitpunkt der Hörsession übermäßig<br />

strapaziert. Für Gesangsstimmen<br />

bedeutet dies: Ein deutlicher und klarer<br />

Ausdruck der Formanten ohne überspitzte<br />

S-Laute oder harte Konsonanten. Somit<br />

wurde die erreichbare klare Darstellung der<br />

menschlichen Stimme oder von Soloinstrumenten<br />

sehr bemerkenswert ausgeführt. Es<br />

war egal, ob gezupfte oder „gestrichene“<br />

Saiteninstrumente erklangen, der positive<br />

Eindruck stellte sich immer wieder ein.<br />

Wenn man einmal dazu den Gegensatz<br />

prüft, den zwei in der Nahaufnahme dynamisch<br />

gespielte Kesselpauken erzeugen,<br />

dann fällt Folgendes auf: Die Anschlaggeräusche<br />

waren sauber und der tonale<br />

Ausklang formte eine plastische Illusion<br />

aus. Auf der anderen Seite stellte sich hier<br />

eine leichte Gebremstheit bei der Ausführung<br />

der dynamischen Kraft ein. So ähnlich<br />

stellte sich die Expressivität eines Konzertflügels<br />

oder eines plötzlich einsetzenden<br />

Orchestertuttis dar. Bei der üblichen Rock<br />

und Popmusik, die uns heute oft umgibt, ist<br />

dieser Effekt weniger ausgeprägt. In diesen<br />

Genres beeindruckten uns sehr gut konturierte<br />

Bassläufe und trockene Bassdrums.<br />

Im Allgemeinen wurden Schlagzeugaufnahmen<br />

ohne Aggressivität wiedergegeben,<br />

genauso wie E-Gitarren einen kräftigen<br />

und griffigen Eindruck hinterließen. Mit den<br />

Elektrostaten von PIOSound gibt es keine<br />

wirklichen Einschränkungen für das musikalische<br />

Repertoire Ihrer Sammlung. Es kann<br />

bei einer unachtsamen Aufstellung, aufgrund<br />

einer stärkeren Diffusschallanregung<br />

zu Schwächen in der Lokalisationsschärfe<br />

für einzelne Instrumente kommen. An dieser<br />

Stelle helfen die Optimierung der Aufstellungsbedingungen<br />

und notfalls der Einsatz<br />

von akustischen Breitbandabsorbern<br />

mit etwas räumlichen Abstand direkt hinter<br />

den Elektrostaten. Denn dann werden auch<br />

Sie die wirklich ausgezeichnet dargebotene<br />

akustische Bühne erfahren. Für einen elektrostatisch<br />

arbeitenden Vollbereichslautsprecher<br />

er<br />

ist selbst die Basswiedergabe er<br />

gegenüber<br />

manchem Konkurrenten sehr gut.<br />

Alles in allem, sind diese Elektrostaten die<br />

Besten, die wir bisher kennenlernten.<br />

Eignungsempfehlung<br />

Rock und Pop:<br />

Instrumental und Gesang:<br />

Heimkino:<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

PIOSound<br />

Modell<br />

Eagle<br />

Paarpreis (UVP)<br />

8 000 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

177 × 36 × 3,5 cm<br />

Gewicht<br />

32 kg<br />

Informationen<br />

www.audioreference.de<br />

Farben<br />

Rahmen Silber, Abdeckungen Schwarz,<br />

Rot, Blau, Gelb<br />

Anzahl Lautsprecher 3<br />

Technische Daten<br />

Arbeitsweise<br />

2-Wege, Elektrostat, passiv<br />

Bauform<br />

Vollbereichslautsprecher<br />

Impedanz<br />

4 Ohm<br />

Frequenzgang nach<br />

45–22 000 Hz +/–3 dB<br />

Herstellerangaben<br />

Empf. Verstärkerleistung<br />

75–150 W<br />

des<br />

Herstellers<br />

Kennschalldruck nach<br />

Angabe/gemessen<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

Nachteile<br />

Bewertung<br />

86 dB/83 dB@8 Ohm/2,83 Vrms (1 W/1 m)<br />

80 dB@4 Ohm/2 Vrms (1 W/1 m)<br />

· ausgezeichnete akustische Bühne<br />

· sehr neutrale Klangwiedergabe ohne<br />

langweilige Nüchternheit<br />

· sehr transparentes Klangbild<br />

· keine Aufstellung direkt vor der Wand<br />

Audio<br />

Basswiedergabe 10/12<br />

Mittenwiedergabe 11/12<br />

Höhenwiedergabe 11/12<br />

Räumlichkeit 11,5/12<br />

Neutralität 11/12<br />

Lebendigkeit/Impulstreue<br />

10/11<br />

Dynamikverhalten 9/11<br />

Wiedergabequalität<br />

73,5/82<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

9/9<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

8/9<br />

Zwischenergebnis<br />

90,5 von 100 Punkten<br />

Konstruktions-/<br />

Materialaufwand<br />

+3,5<br />

Preis/Leistung<br />

Sehr gut<br />

Ergebnis<br />

Ausgezeichnet 94/100<br />

Bilder: Auerbach Verlag, PIOSound<br />

72 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

T | 62<br />

6.2012 2 | www.audio-test.at


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Aufstellungsempfehlung<br />

Bose Videowave II<br />

AUSGABE 6.2012<br />

Empfohlen für Räume mit<br />

schallharten Seitenwänden<br />

Unsichtbare Lautsprecher<br />

Bose VideoWave II<br />

In den vergangenen Jahren haben Fernseher eine extreme Magerkur durchlebt, getreu<br />

dem Motto Flach-TV statt Klangvergnügen. Bose besinnt sich mit dem Videowave<br />

II auf das Wesentliche und zeigt, dass ein Fernseher noch immer gut klingen kann.<br />

Es ist noch nicht allzu lange her, da hatten<br />

Fernseher einen analogen Tuner und<br />

keinerlei Ausstattungsextras, die Bedienung<br />

war schnell erklärt und neben dem Bild<br />

überzeugte auch der Klang der integrierten<br />

Lautsprecher, weil einfach noch genug Volumen<br />

da war. Im Zuge des Flach-TV-Trends<br />

hat sich die Gewichtung verlagert: Fernseher<br />

werden immer schmaler, im Design wie<br />

im Klang, und bieten immer mehr Zusatzextras,<br />

jedoch oft zulasten des Benutzerkomforts.<br />

Dabei achten Fernsehzuschauer<br />

VON TORSTEN PLESS UND STEFAN GOEDECKE<br />

nicht nur auf Design und das Bild, sondern<br />

auch auf den Klang des edlen Stückes.<br />

Boses Videowave II ist zuallererst ein Statement<br />

für eine möglichst einfache Bedienung.<br />

Dieser Fernseher ist im Kern kein<br />

Fernseher im klassischen Sinne, sondern<br />

Dem Fernseher liegt ein Einmessmikrofon bei,<br />

das wie ein Kopfhörer getragen wird. Verkabeln<br />

Sie es zunächst mit den Audioschnittstellen<br />

des Media-receivers, damit die späteren<br />

Testtöne registriert werden können<br />

Anhand fünf verschiedener Sitzpositionen ermittelt<br />

das System die Raumakustik und optimiert<br />

den Frequenzgang. Sollten Sie sich während<br />

einer Messung zu nah am vorherigen Messpunkt<br />

befinden, weist Sie das System darauf hin<br />

Trotz automatischer Raumklanganpassung<br />

sollten Sie die nachträglichen Möglichkeiten<br />

zur Klangoptimierung nutzen. In unserem<br />

Raum reduzierten wir den Basspegel um 9 Stufen<br />

und erhöhten leicht den Hochtonpegel<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Bose<br />

74 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Ein Blick ins Innere zeigt den enormen technischen Aufwand, der im neuen Videowave steckt. Das siebenteilige Speakerarray sorgt zusammen mit dem<br />

DSP für die plastische Surround-Kulisse. Dem Subwoofer mit sechs Einzelchassis ist ein gefalteter Waveguide für die extrem tiefen Bässe nachgestellt<br />

ein exakt auf die Kundenbedürfnisse abgestimmtes<br />

Gerät, um Bild und Ton originalgetreu<br />

wiederzugeben. Sie finden deshalb<br />

keinen zusätzlichen Schnickschnack wie<br />

integrierte Tuner, Netzwerkschnittstellen<br />

oder Internetfunktionen. Was auf den ersten<br />

Blick etwas unzeitgemäß wirkt, erscheint<br />

auf den zweiten Blick regelrecht<br />

erholsam, denn das, worauf es im Kern ankommt,<br />

beherrscht Boses Videowave II perfekt<br />

– und alles andere können die kleinen<br />

Helferlein, die per HDMI Zugang in jedes TV<br />

Gerät finden ohnehin meist besser. Dabei<br />

trennt Bose die lästigen Anschlüsse gänzlich<br />

vom Display – ein genialer Schachzug.<br />

So stellen Sie das Display frei von jeglichem<br />

Kabelsalat auf und die externe Anschlussbox<br />

verschwindet im Schrank – die Funkübertragung<br />

der Fernbedienung macht es<br />

möglich. Am Mediacenter finden bis zu vier<br />

HDMI-Geräte oder jeweils zwei optische<br />

und koaxiale Anschluss. Sobald eine Quelle<br />

ein Signal liefert, fordert Boses Software<br />

Sie auf, diese einzurichten. Im Idealfall entscheiden<br />

Sie sich dafür, die Fernbedienung<br />

des externen Zuspielers auf das Bose-<br />

System zu übertragen – nach wenigen Tastenklicks<br />

registriert Boses Unify-Software<br />

Ihren Player, Rekorder oder Receiver. Die<br />

Fernbedienung des Zuspielers verstauen Sie<br />

nun im Schrank, denn die brauchen Sie nun<br />

nicht mehr. Die mitgelieferte Klickpad-Fernbedienung<br />

besitzt kaum Tasten, weshalb<br />

ein Fingerwisch auf dem Touchpad das laufende<br />

Bild verkleinert und einen Funktionsrahmen<br />

einblendet, in dem die wichtigsten<br />

Steuerbefehle abgebildet sind. Sie müssen<br />

nur an die benötigte Stelle navigieren, z. B.<br />

Programmnummer, Teletext- oder Aufnahmetaste<br />

und schon wird am externen Gerät<br />

der Eingabebefehl umgesetzt.<br />

Im Test haben wir Boses Videowave II durch<br />

einen Blu-ray-Rekorder ergänzt, der die benötigten<br />

Tuner, Festplatte und das Blu-ray-<br />

Laufwerk integriert hat. Nach nur wenigen<br />

Tastenabfragen, bei denen wir die Fernbedienung<br />

des Zuspielers auf das Bose-System<br />

richten mussten, registrierte Unify den<br />

kompletten Funktionsumfang, sodass wir<br />

mittels Bose-Fernbedienung und den Softwaretasten<br />

den Blu-ray-Rekorder perfekt<br />

steuern konnten. Die Infrarotbefehle übermittelt<br />

dabei nicht die Funkfernbedienung,<br />

sondern das Mediacenter. Wer dieses zu<br />

weit vom externen Zuspieler entfernt aufstellt,<br />

findet in der Infrarotverlängerung das<br />

passend mitgelieferte Zubehör.<br />

Im Gegensatz zum Vorgängermodell setzt<br />

Bose mit dem Videowave II auf die Energie<br />

sparende LED-Beleuchtung. Im Schnitt verbraucht<br />

der 55-Zoll-Fernseher nicht mehr<br />

als 100 Watt (W), drosseln Sie die Helligkeit<br />

in den Abendstunden, sinkt der Verbrauch<br />

nochmals. Falls Sie Boses Videowave II ausschließlich<br />

zum Musikhören nutzen möchten<br />

(was im Gegensatz zu allen anderen uns<br />

bekannten Fernsehern ein musikalisches<br />

Highlight ist), reicht es aus, die Power-Taste<br />

der Fernbedienung gedrückt zu halten: Da-<br />

Mangels interner Tuner ist Boses Videowave II<br />

auf externe Quellen angewiesen. Als idealer<br />

Spielpartner erweist sich zum Beispiel ein<br />

Blu-ray-Rekorder. Anhand einer Liste wählen<br />

Sie das passende Gerät, das Sie anschließen<br />

möchten<br />

Der große Trumpf des Bose-Systems ist das<br />

sogenannte Unify-System, das externe Geräte<br />

aller Art in die Bedienstruktur des Videowave<br />

II einbindet. Alles, was Sie hierzu benötigen, ist<br />

neben der externen Quelle die dazugehörige<br />

Fernbedienung<br />

Richten Sie die Fernbedienung zum Mediareceiver<br />

und betätigen Sie die eingeblendeten<br />

Tasten. Im Gegensatz zu vielen All-in-One-<br />

Fernbedienungen müssen Sie nur die Grundbedienelemente<br />

einrichten, den Rest ermittelt<br />

das System automatisch<br />

Bewertungsschlüssel: 100–95: Referenzklasse, 94–90: ausgezeichnet, 89–85: sehr gut, 84–70: gut, 69–55: befriedigend, 54–40: ausreichend, 39–0: mangelhaft<br />

Test 75


aufhin deaktiviert der Fernseher die LED-<br />

Beleuchtung und der Verbrauch sinkt auf<br />

45 W. Dank des mitgelieferten iPod-Docks<br />

gelingt die Musikzuspielung via Apple-Player<br />

kinderleicht.<br />

Mit einem Gewicht von knapp 60 Kilogramm<br />

und einer Bautiefe von 14 Zentimetern<br />

ist Boses Videowave II bereits von<br />

außen ein beeindruckendes Gerät. Diese<br />

Dimensionen sind aber nicht reiner Selbstzweck,<br />

sondern fördern die Klangqualität<br />

des Fernsehers. Gleich sieben Lautsprecherchassis<br />

an der Bildoberkante, drei links<br />

und rechts sowie eines in der Mitte, sorgen<br />

für ein breites <strong>Stereo</strong>panorama sowie<br />

eine stabile Stimmwiedergabe in der Mitte.<br />

Mehrkanalaudiodecoder für Dolby Digital<br />

und DTS sind in Boses Videowave II bereits<br />

integriert, sodass Mehrkanalaudiospuren<br />

bestmöglich ausgereizt werden können. Im<br />

Vergleich zu externen Audiolösungen verschmelzen<br />

das Bild und der Ton der unsichtbar<br />

integrierten Lautsprecher vollständig zu<br />

einer Einheit und das System spielt herrlich<br />

direkt: Eine schwammige und nur schwer zu<br />

lokalisierende Tonwiedergabe, wie sie viele<br />

Flachbildfernseher leider heutzutage dem<br />

Kunden zumuten, bleibt Ihnen mit dem Videowave<br />

II erspart. Unüberhörbar kommen<br />

im Inneren aber noch weitere Lautsprecher<br />

zum Einsatz, die sich ausschließlich um den<br />

Bassbereich kümmern. Wenn Hans Zimmers<br />

Soundtrack in „Inception“ oder „The Dark<br />

Knight“ die Gehörgänge stimuliert, können<br />

Sie den Klangteppich förmlich spüren –<br />

ein zusätzlicher Subwoofer ist mit diesem<br />

Fernseher unnötig. Dabei verkommt die<br />

Wiedergabe nicht zu einem Klangbrei, sondern<br />

Dialoge grenzen sich klar von der Hintergrundmusik<br />

und den Effekten ab, ganz<br />

so, als wäre eine hochwertige 5.1-Anlage<br />

samt großen Subwoofer am Werk. Selbst<br />

bei hohen Lautstärkepegeln blieb der Videowave<br />

II stets verzerrungsfrei und brachte<br />

Sprachaufnahmen nicht aus der Balance.<br />

Surroundkanäle bzw. Effekte von hinten<br />

erklingen räumlich, sind jedoch maßgeblich<br />

von Ihrer Raumbeschaffenheit abhängig.<br />

Erfüllt der Heimkinoraum die akustischen<br />

Eigenschaften können Sie sich auf eine weit<br />

ausgebreitete Klangkulisse einstellen, die<br />

Sie mitten ins Geschehen zieht, anstatt unnötigen<br />

Abstand aufzubauen. So fühlt man<br />

sich bei Landschaftaufnahmen mitten in die<br />

Natur versetzt, bei Konzertaufnahmen von<br />

johlenden Fans umgeben und ertappt sich<br />

beim Ducken vor herbeifliegenden Gegenständen.<br />

Die klangliche Losgelöstheit vom<br />

festen Medium Fernseher erreicht Bose<br />

mit sechs Subwoofern, die perfekt auf den<br />

Waveguide im Inneren abgestimmt sind.<br />

Das 7-teilige Lautsprecherarray sorgt mit<br />

Phaseguides und einem DSP für den einhüllenden<br />

Klang, der Geräusche dort lokalisieren<br />

lässt wo keine Lautsprecher stehen.<br />

Überraschend ist, dass Bose bis auf eine<br />

Dynamikkomprimierung kaum Eingriffe in<br />

die Tonwiedergabe zulässt. Um den Klang<br />

dennoch auf Ihren Raum bzw. Sitzposition<br />

anzupassen, greift Bose auf eine Autoeinmessung<br />

mittels Messmikrofon zurück, das<br />

Sie sich wie einen Kopfhörer aufsetzen.<br />

Nach fünf Sitzplatzwechseln samt Testtönen<br />

gleicht der Fernseher die Tonbalance<br />

an. Nach diesem Eingriff klang der Fernseher<br />

luftig, klar und dennoch bassstark, sodass<br />

selbst Actionfilme zum echten Erlebnis<br />

wurden und Gänsehautmomente ihre volle<br />

Wirkung entfalten konnten.<br />

Auch ohne Bild macht der Bose Videowave II<br />

eine gute Figur. So können Sie den Fernseher<br />

mit abgeschaltetem Display ruhigen Gewissens<br />

auch zum klassischen Musikhören nutzen.<br />

Dabei sind den integrierten Lautsprechern<br />

keine Grenzen gesetzt - von Pop bis<br />

Klassik gefällt die Wiedergabe. So reduziert<br />

sich der Bose Videowave II nicht nur auf den<br />

perfekten Tongeber beim Fernsehen, sondern<br />

setzt auch im Höralltag Akzente. Nach<br />

wie vor ist für uns überraschend, wie aus<br />

solch geringen Bautiefen ein solch klarer,<br />

prägnanter Klang gezaubert werden kann.<br />

Schließlich hat auch die Technik ihre Grenzen.<br />

Doch die Physik scheint Amar G. Bose<br />

mit dem Videowave II neu zu interpretieren.<br />

Fazit: Boses Videowave II kann alles, was<br />

ein Fernseher können sollte: Die Bedienung<br />

ist so einfach, dass auch Einsteiger mit dem<br />

TV zurechtkommen und die Einbindung externer<br />

Geräte gelingt mit wenigen Tastenklicks.<br />

Die Tonwiedergabe ist so beeindruckend,<br />

dass man keinen Gedanken an ein<br />

externes Lautsprechersystem verschwendet.<br />

All diese Faktoren sorgen dafür, dass<br />

der Spaß am Fernsehen wieder in den Vordergrund<br />

rückt: Die einfachsten Ideen sind<br />

eben immer noch die besten.<br />

Ausstattung<br />

Allgemein<br />

Hersteller<br />

Bose<br />

Modell Videowave II 55“<br />

Paarpreis (UVP)<br />

6 499 Euro<br />

Maße (B/H/T)<br />

130 × 77 × 14 cm<br />

Gewicht<br />

60 kg<br />

Informationen<br />

www.bose.de<br />

Farben<br />

schwarz<br />

Technische Daten<br />

Bildtechnologie<br />

Edge-LED-LCD (100 Hz)<br />

Bilddiagonale<br />

55 Zoll (140 cm)<br />

Auflösung<br />

1 920 × 1 080 Pixel<br />

Eingabeverzögerung<br />

150 ms (hoch)<br />

Formatanpassung 4:3<br />

fehlerfrei<br />

Anzahl Mittel-/<br />

sieben<br />

Hochtöner<br />

Anzahl Tieftöner<br />

sechs<br />

Multimediaformate<br />

JPEG<br />

Leistungsaufnahme<br />

Min: 75 – 150 W, Stand-by: 0,7 W<br />

Vorteile/Nachteile<br />

Vorteile<br />

· Surround-Klang ohne Lautsprecher<br />

· innovative Bedienung<br />

· ausgelagerter Receiver<br />

· hervorragendes Einmesssystem<br />

Nachteile<br />

· keine<br />

Bewertung<br />

Audio<br />

Basswiedergabe 10,5/12<br />

Mittenwiedergabe 10,5/12<br />

Höhenwiedergabe 11/12<br />

Wiedergabequalität<br />

75/80<br />

Ausstattung/<br />

Verarbeitung<br />

9/10<br />

Benutzerfreundlichkeit<br />

10/10<br />

Preis/Leistung<br />

Ausgezeichnet<br />

Ergebnis<br />

Ausgezeichnet 94/100<br />

Ist das externe Gerät installiert, erscheinen auf<br />

Druck des Touchpads Softwaretasten, die rund<br />

um das verkleinerte Bild eingeblendet werden.<br />

Je nach installiertem Gerät unterscheidet sich<br />

die Anordnung und Anzahl der anwählbaren<br />

Funktionen<br />

Wollen Sie die Anzahl der eingeblendeten<br />

Symbole reduzieren, können Sie im Installationsmenü<br />

die gewünschten Anpassungen<br />

vornehmen. Sämtliche Installationseinträge<br />

erreichen Sie ausschließlich über die Setup-<br />

Taste des Mediareceivers<br />

Blick für Details: In der Voreinstellung beträgt<br />

die Länge der Kanalnummer drei Ziffern - wer<br />

weniger oder mehr Favoritensender angelegt<br />

hat, kann in den Voreinstellungen die maximale<br />

Kanalnummerlänge entsprechend seinen<br />

Wünschen anpassen<br />

Bilder: Auerbach Verlag, Bose


Klangtuning mit Bose<br />

Nahezu unsichtbare Lautsprecher sind Boses Spezialität, dennoch sorgen die Soundsysteme<br />

für druckvolleren Klang, als es mit vielen integrierten TV-Lautsprechern möglich<br />

ist. Unsere Übersicht zeigt, wie unscheinbar sich Boses Soundlösungen integrieren lassen.<br />

Klang aus einer Box:<br />

Boses Solo-TV-Soundsystem (399 Euro) ist für<br />

kleinere Fernseher von 26 bis 42 Zoll geeignet.<br />

Der Fernseher wird einfach auf den Lautsprecher<br />

gestellt, die Verbindung erfolgt mittels<br />

Digitalkabel (optisch, koaxial) bzw. alternativ<br />

über eine analoge Audioverbindung. HDMI-<br />

CEC ist bei dem System nicht vorgesehen, Sie<br />

können das Solo-TV mittels Universalfernbedienungen<br />

steuern (gilt auch für andere Bose-<br />

Anlagen). Maximal sollten Sie den Lautsprecher<br />

mit 18 Kilogramm belasten, die Stellfläche<br />

beträgt 52,5 × 7 × 31 cm (B × H × T). Jeweils zwei<br />

Breitbandlautsprecher für den linken und rechten<br />

Kanal sorgen für das <strong>Stereo</strong>bild, dank Bassreflexöffnungen<br />

auf der Rückseite ermöglicht<br />

das System mehr Tiefgang, als es mit flachen<br />

TV-Lautsprechern möglich wäre.<br />

Soundbar für druckvollen Klang:<br />

Boses Soundbar Cinemate 1 SR (1 499 Euro) verfügt<br />

über getrennte <strong>Stereo</strong>- und Centerkanäle sowie einen<br />

mitgelieferten Subwoofer. Die Soundbar kann vor,<br />

unter oder über dem Fernseher platziert und auch hängend<br />

installiert werden. Da das Bassmodul drahtlos mit<br />

der Soundbar kommuniziert, entfällt zusätzlicher Verkabelungsaufwand.<br />

Das beiliegende Einmessmikrofon<br />

und die Audiosoftware ermitteln den Frequenzgang<br />

Ihrer Hörumgebung und gleichen diese dem Ideal an.<br />

Das System hat keine nachträglichen Klangkorrekturen<br />

vorgesehen, sodass sich die Soundbar primär für die<br />

Tonwiedergabe eines angeschlossenen Fernsehers eignet.<br />

Eine Umschaltung zwischen den Signaleingängen<br />

geschieht manuell. Mit einer Breite von knapp 91 cm ist<br />

die Soundbar für Fernseher ab 37 Zoll Bilddiagonale zu<br />

empfehlen.<br />

Breites <strong>Stereo</strong>panorama:<br />

Boses Soundsystem Lifestyle 235 (2 699 Euro)<br />

gehört mittlerweile zu den Klassikern moderner<br />

2.1-Anlagen. Wie beim Videowave II sorgt<br />

ein externer Mediareceiver für die einfache<br />

Verkabelung externer Quellen, das Unify-<br />

System bindet diese binnen weniger Minuten<br />

ein und Sie steuern Ihre Geräte mit nur einer<br />

Funkfernbedienung. Die winzigen Satellitenlautsprecher<br />

erzeugen zusammen mit dem<br />

Bassmodul einen druckvollen Klang. Nach dem<br />

automatischen Einmessverfahren sollten Sie<br />

die Hochton- und Basspegelsteuerung nutzen,<br />

um das Optimum aus dem System herauszuholen.<br />

Eine Docking-Station für Ihr iPhone sowie<br />

Tuner für den Radioempfang liefert das System<br />

ebenso wie alle benötigten Anschlusskabel.<br />

Nach einem Softwareupdate ist das Mediacenter<br />

sogar zu 3D-Signalen kompatibel.


Aus Liebe zur Musik<br />

Das musikalische Kinomärchen „Once“ wird real und<br />

geht als „The Swell Season“ auf Welttournee<br />

MUSIK<br />

Steven Wilson – Get All You Deserve<br />

Wenn es nach uns geht, verdient das Solo-Projekt des<br />

Porcupine-Tree-Frontmanns die Höchstwertung<br />

Falko Theuner<br />

Redakteur<br />

Filmsoundtracks<br />

sind schon etwas<br />

Feines. Über sie finden<br />

Filmfreaks wie<br />

ich einen leichteren<br />

Zugang zu neuer<br />

Musik oder entdecken<br />

schon längst<br />

vergessene Klassiker<br />

wieder von Neuem.<br />

Am liebsten erinnere ich mich an die<br />

ausgetüftelten Soundtracks der früheren<br />

Cameron-Crowe-Filme, wie etwa<br />

„Vanilla Sky“ (über den ich „Radiohead“<br />

lieben gelernt habe), „Elizabethtown“<br />

(der mir den genialen Ryan<br />

Adams näherbrachte) oder gar<br />

„Almost Famous“ (hier kommen<br />

Crowes Wurzeln als ehemaliger Schreiber<br />

des „Rolling Stone Magazine“ am<br />

deutlichsten zum Vorschein). Eine ähnliche<br />

Schiene schlägt der Film „Once“<br />

ein, der aus dem irischen Gitarristen<br />

und Sänger Glen Hansard sowie aus<br />

der tschechischen Pianistin Markéta<br />

Irglová Oscar ® -prämierte Superstars<br />

machte. Hier lief es also genau anders<br />

herum, da die Film-Musik dem Streifen<br />

zu seinem Ruhm verhalf. Fazit: Es gibt<br />

nichts Besseres als die kreative Verschmelzung<br />

von Bild und Ton. Daher<br />

bin ich auch wirklich froh darüber, in<br />

einer solch multimedialen Zeit zu leben,<br />

in der es so unendlich viele Möglichkeiten<br />

der Musik-Rezeption gibt.<br />

The Beatles – Magical Mystery Tour<br />

Die beste Band der Welt begibt sich auf eine magische<br />

Bustour – der Kultfilm ist endlich auf Blu-ray zu haben<br />

Gary Moore – Blues For Jimi<br />

Das Gedächtniskonzert für Jimi Hendrix mit Gary Moore<br />

in Bestform ist ein echtes Rock- und Blues-Fest<br />

CD-Tipp des Monats:<br />

Ellie Goulding – Halcyon<br />

Das britische Fräuleinwunder<br />

des<br />

Elektropop legt<br />

zweieinhalb Jahre<br />

nach ihrem äußerst<br />

gelungenen<br />

und extrem erfolgreichen Debüt endlich<br />

nach. „Halcyon“ ist dabei weitaus<br />

sperriger und komplexer geraten als<br />

erwartet, und offenbart seine volle<br />

Schönheit erst nach und nach.<br />

Bilder: Auerbach Verlag, EMI, Eagle Rock, Studiocanal, Universal Music<br />

78 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


The Swell Season – Die Liebesgeschichte nach Once<br />

Vor vier Jahren schlug die unscheinbare<br />

irische Independent-Produktion „Once“ ungeahnte<br />

Wellen. Für nicht einmal 100 000<br />

Dollar realisierten Regisseur John Carney und<br />

sein magisches Hauptdarstellerpärchen Glen<br />

Hansard und Markéta Irglová eine denkbar<br />

simple, nichtsdestotrotz aber ungemein anziehende<br />

musikalische Liebesgeschichte zwischen<br />

zwei verlorenen Seelen, die sich durch<br />

die alles verbindende Kraft der Musik kennen<br />

und lieben lernen. Der Film entwickelte<br />

sich vorwiegend durch Mundpropaganda<br />

und als Internet-Phänomen zum Dauerbrenner<br />

in Arthaus-Kinos und auf Festivals. Er erreichte<br />

so mit der Zeit ein erstaunlich großes<br />

Publikum und scharte eine leidenschaftliche<br />

Fanbase um sich, die ihn schon beinahe<br />

kultisch verehrte und eifrig weiterempfahl.<br />

Höhepunkt dieser unglaublichen Erfolgs-<br />

Story war dann der Abend des 20. Februar<br />

2008: John Travolta verlas bei den 80. Academy<br />

Awards die Kandidaten für die besten<br />

Songs des Jahres – und „Falling Slowly“, die<br />

schönste und herzerweichendste Ballade aus<br />

„Once“, gewann.<br />

Wenn das Leben die Fiktion imitiert und<br />

aus der Realität wiederum Kunst entsteht,<br />

dann riecht das eher nach theoretischem<br />

Deutungsballast als nach tiefempfundener<br />

Emotionalität. Doch falscher könnte man<br />

in Sachen „The Swell Season“ kaum liegen.<br />

Von den ersten Bildern, den ersten zarten<br />

Tönen an stellt sich ein ähnlich intimes<br />

und ungefiltertes Gefühl ein, wie es schon<br />

„Once“ auszeichnete. Aus der fiktiven Liebesgeschichte<br />

wurde Realität und aus den<br />

Liedern des Soundtracks wuchs die Projektband<br />

„The Swell Season“. Über zwei Jahre<br />

tourten die Musiker um die ganze Welt. Sie<br />

spielten in ausverkauften Hallen vor enthusiastischen<br />

Fans die bekannten Lieder aus<br />

dem Film und auch immer mehr neues Material<br />

– sie feierten regelrechte Triumphe in<br />

solch renommierten Locations wie der Radio<br />

City Music Hall in New York. Stets begleitet<br />

von einem Team aus erfahrenen Dokumentarfilmern<br />

entstanden Aufnahmen, die eine<br />

große Nähe zwischen den Musikern und<br />

eine außergewöhnliche<br />

Verbindung mit<br />

dem Konzert-Publikum<br />

ausstrahlen. Immer im<br />

Zentrum des Geschehens<br />

steht natürlich die<br />

Beziehung zwischen<br />

Lead-Sänger und Gitarrist<br />

Glen Hansard und der weiblichen<br />

Stimme und Pianistin des Projekts, Markéta<br />

Irglová. In fühlbar ehrlichen Interview-Sequenzen<br />

(durch scheinbar alltägliche und<br />

doch sehr intensive Momente zwischen den<br />

beiden, die die Kamera fast spielerisch und<br />

beiläufig einfängt) entsteht ein greifbares<br />

Bild einer tiefen und innigen Liebe. Von den<br />

bezaubernd-unschuldigen Anfängen während<br />

der Dreharbeiten zu „Once“ bis zu den<br />

letzten Tagen der Tour, als beide schließlich<br />

einsehen müssen, dass sie sich weiter- und<br />

auseinanderentwickelt haben und nun eigene<br />

Wege gehen müssen, entfaltet sich<br />

ein sehenswertes und facettenreiches Panorama<br />

vom Entstehen und Vergehen einer<br />

tatsächlich drehbuchreifen Romanze. Auch<br />

wenn sich die Liebe der beiden „nur“ als<br />

wunderschöne Episode auf Zeit entpuppte:<br />

Die alles überstrahlende Passion für die Musik<br />

und für das Leben, die in den Liedern zu<br />

spüren ist, bleibt.<br />

Die Tourimpressionen rund um die Welt<br />

(mit Stimmen von der Crew, den Fans, den<br />

Veranstaltern und natürlich den Musikern<br />

selbst) werden komplett als Original mit<br />

Untertiteln präsentiert, was sicherlich die<br />

richtige Wahl war, um die Authentizität<br />

des Projekts zu bewahren. Dabei ist es Geschmackssache,<br />

ob man den ganz unmittelbaren<br />

<strong>Stereo</strong>-Klang oder doch die dezente<br />

Surroundvariante bevorzugt – beide Tonspuren<br />

können mit schöner Dynamik und<br />

vollem Klangumfang überzeugen und transportieren<br />

die tollen Performances direkt und<br />

ansprechend ins heimische Wohnzimmer.<br />

Die Entscheidung, das komplette Material<br />

in stylish-kunstvollen und markant-körnigen<br />

Schwarzweiß-Bildern aufzunehmen, kann<br />

man als mutig ansehen – doch das Ergebnis<br />

spricht für sich und sammelt durch die<br />

bewusste ästhetische Abgrenzung von einer<br />

rein dokumentarischen Abbildung der Realität<br />

nur umso mehr Sympathiepunkte und<br />

Glaubwürdigkeit.<br />

TW<br />

TREUE-<br />

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Bildqualität<br />

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Musik-Verleih Studiocanal<br />

Genre Musikfilm<br />

Preis<br />

16 Euro<br />

Bild MPEG-4, 1.78 : 1<br />

Ton DTS-HD MA 5.1, DTS 2.0<br />

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Anzahl der Blu-ray Discs<br />

AVM GmbH, Daimlerstr. 8, 76316 Malsch<br />

Telefon 07246 4285


The Beatles – Magical Mystery Tour<br />

1967, auf dem musikalischen Höhepunkt<br />

ihrer Karriere, entwickelten und schrieben<br />

die Beatles ihren dritten Film, bei dem sie<br />

erstmals auch selbst Regie führten. „Magical<br />

Mystery Tour“ ist die Geschichte einer<br />

verträumten und einigermaßen verrückten<br />

Busreise ans Meer. Mit echten Fans an Bord<br />

und einem nur grob ausgearbeiteten Drehbuch<br />

ist das Ganze allerdings kein Spielfilm<br />

im klassischen Sinne, sondern eher eine<br />

Aneinanderreihung von kreativen und verrückten<br />

Vorläufern der späteren Videoclip-<br />

Kultur. Das größte Plus dieser bunten Kuriosität<br />

sind eindeutig<br />

die sechs tollen Songs,<br />

die hier ihre Premiere<br />

feierten: „Magical<br />

Mystery Tour“, „The<br />

Fool On The Hill“, „I<br />

Am The Walrus“, „Flying“,<br />

„Blue Jay Way“<br />

und „Your Mother Should Know“. Der rare<br />

und gesuchte Musikfilmklassiker wurde<br />

nun komplett restauriert, mit einem generalüberholten<br />

Soundtrack ausgestattet<br />

und durch zahlreiche Extras für alle Beatles-<br />

Freunde aufgewertet. Die Restaurierung<br />

wurde von Paul Rutan Jr. betreut, der bereits<br />

die gelungene Auffrischung von „Yellow<br />

Submarine“ oder Klassikern wie „Spiel<br />

mir das Lied vom Tod“ übernommen hatte.<br />

Akustisch bietet sich eine erstaunlich breit<br />

gefächerte Klangpalette bei allen Songs,<br />

die als immens erweiterte <strong>Stereo</strong>-Versionen<br />

mit gelegentlichen Rear-Effekten durchgehen<br />

und in diesem neuen Soundgewand<br />

richtig Spaß machen. Die Special Features,<br />

die u. a. unveröffentlichtes Filmmaterial<br />

versammeln, wissen vor allem durch neue<br />

Interviews mit den Pilzköpfen sowie einen<br />

Audiokommentar von Sir Paul McCartney<br />

himself zu gefallen.<br />

TW<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Musik-Verleih EMI<br />

Genre Pop<br />

Preis<br />

21 Euro<br />

Bild MPEG-4, 1.33 : 1<br />

Ton DTS-HD MA 5.1, DD 5.1, PCM 2.0<br />

Release-Datum erhältlich<br />

Gary Moore – Blues For Jimi<br />

Gary Moore hat nicht zuletzt durch seinen<br />

radikalen Wechsel vom straighten Hardrock<br />

und Heavy Metal der 1980er Jahre zum<br />

gefühlvollen Blues seiner zweiten Karrierehälfte<br />

enorme Wandlungsfähigkeit und<br />

eine große musikalische Bandbreite bewiesen.<br />

Im Herbst 2007 erwies er Jimi Hendrix,<br />

einem seiner wichtigsten Vorbilder und<br />

absoluten Helden, in London die Ehre, als<br />

er einige von Hendrix‘ Klassikern mit Original-Mitgliedern<br />

der „Jimi Hendrix Experience“<br />

zum Besten gab. In gewisser Weise<br />

verband er damit kurz vor seinem viel zu<br />

frühen Tod noch einmal<br />

die zwei Stilrichtungen,<br />

die sein musikalisches<br />

Schaffen<br />

am meisten geprägt<br />

haben. Die Songs sind<br />

nämlich ziemlich heavy,<br />

gehen aggressiv<br />

nach vorne und geizen auch nicht mit dem<br />

einen oder anderen schnellen Solo. Gary<br />

Moore hatte seine Rock-Wurzeln also beileibe<br />

nicht vergessen und sein Handwerk<br />

nicht im Mindesten verlernt! Gleichzeitig<br />

ist das Simple, Urwüchsige und unbändig<br />

Kraftvolle des Blues stets präsent: Einfach<br />

starke Songs und eine starke Performance!<br />

Beides verschmilzt, auch dank der klasse<br />

Klangqualität und des enthusiastischen Publikums,<br />

zu einem gelungenen Live-Erlebnis.<br />

Die hallige Surround-Variante kann dabei<br />

der unmittelbaren und direkten Kraft<br />

des PCM-Mix nicht standhalten, weshalb<br />

wir uns beim ausführlichen Probehören<br />

bald für letzteren entschieden haben. Im<br />

Vergleich mit der überzeugenden Akustik<br />

schneidet das Bild leider weniger gut ab:<br />

Es wirkt durchgängig rotstichig durch die<br />

Beleuchtung und hat mit einem deutlichen<br />

Rauschen zu kämpfen.<br />

TW<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Musik-Verleih Eagle Rock<br />

Genre Rock/Blues<br />

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Bild MPEG-4, 1.85 : 1<br />

Ton DTS-HD MA 5.1, PCM 2.0<br />

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Bilder: Eagle Rock, EMI, Kscope<br />

80 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Steven Wilson – Get All You Deserve<br />

Die beste Musik-Blu-ray 2012: Es fällt nicht<br />

schwer, den vorliegenden Titel zumindest<br />

auf die Liste der diesjährigen Anwärter zu<br />

setzen. Porcupine-Tree-Front-Mann Steven<br />

Wilson schmeißt bei diesem Konzert in Mexiko<br />

City den musikalischen Defibrillator an,<br />

um dem nahezu toten Rock elektrisierende<br />

Stromstöße zu geben. Mit purer Freude an<br />

der Musik gibt er sich den Melodien seiner<br />

Band hin, die zwar seine Kompositionen<br />

spielt, aber dennoch streckenweise zu<br />

improvisieren scheint. Seine Körperbewegungen<br />

wirken wie die eines Dirigenten,<br />

der den melodischen<br />

Fluss tänzelnd vorantreibt.<br />

Plötzlich<br />

kommt der magische<br />

Moment, in dem er<br />

selbst die Saiten berührt,<br />

von Null auf 100<br />

springt und unglaublich<br />

harte Klänge produziert, begleitet vom<br />

Lichtgewitter der Scheinwerfer sowie dem<br />

Jubel der frenetischen Fans. Anders als bei<br />

„Porcupine Tree“ ist die Musik 100-prozentig<br />

von Wilson selber konzipiert und<br />

in Szene gesetzt. Am besten lässt sie sich<br />

als Mischung aus Rock, Jazz, Postrock und<br />

teilweise sogar Klassik (insbesondere was<br />

die Dynamik-Range angeht) beschreiben,<br />

wobei sich Wilson keinen Deut um Genre-<br />

Grenzen schert. Stattdessen erforscht er die<br />

Übergangsgebiete und kombiniert bekannte<br />

Strukturen zu etwas völlig Neuem. Die<br />

glasklaren Klänge der PCM-<strong>Stereo</strong>-Tonspur<br />

oder auch der luftigen 5.1-Abmischung in<br />

DTS-HD MA bringen das Zuhörer-Herz zum<br />

springen. Hinzu kommen die weite Bandbreite<br />

des Frequenzspektrums sowie die<br />

kreative Räumlichkeit, die viele Spielarten<br />

durchprobiert und das Konzerterlebnis hierdurch<br />

lebendiger macht.<br />

FT<br />

Bildqualität<br />

Tonqualität<br />

Musik-Verleih Kscope<br />

Genre Progressive Rock<br />

Preis<br />

14 Euro<br />

Bild MPEG-4, 1.78 : 1<br />

Ton DTS-HD MA 5.1, PCM 2.0<br />

Release-Datum erhältlich<br />

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Lexikon<br />

In den Hintergrund-, Wissens- und Testartikeln der <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> finden Sie immer<br />

wieder Fachbegriffe, die durch kursive und fette Schriftart hervorgehoben sind.<br />

An dieser Stelle möchten wir diese erklären und mit Hintergrundinformationen zum<br />

besseren Verständnis der Themen beitragen.<br />

Bitauflösung<br />

Die Bitauflösung beschreibt bei der<br />

Analog-zu-Digital-Wandlung, mit wie<br />

vielen binären Zahlenstellen die Amplitude<br />

eines analogen Signals digitalisiert<br />

werden soll. Das heißt, dass das analoge<br />

Signal zu bestimmten Zeitabständen<br />

abgetastet wird, wonach der dabei<br />

gemessene Pegel in Zahlenwerten<br />

abgespeichert werden kann. In der<br />

Hi-Fi-Branche begegnen wir meist Auflösungen<br />

mit 16 oder 24 Bit. Die 16-Bit-<br />

Auflösung ist der festgelegte Standard<br />

der CD-Audio. Weil die Digitalisierung<br />

in Form von binären Zahlen erfolgt, hat<br />

die Konvertierung immer eine Anzahl<br />

möglicher Werte, die einer Potenz von<br />

Zwei entspricht. Demnach ergeben sich<br />

bei 16 Bit 2 16 = 65 536 unterschiedliche,<br />

diskrete Zahlenwerte. Bei einem 24-Bit-<br />

Signal sind dies bereits 2 24 = 16 777 216<br />

Werte, also rund 16,8 Millionen Stufen.<br />

Ethernet-LAN<br />

Ethernet-LAN (Local Area Network)<br />

steht für ein kabelgebundenes Netzwerk.<br />

Dieses ist weitestgehend störungsfrei,<br />

bedeutet allerdings immer<br />

das Verlegen eines Netzwerkkabels.<br />

Codec<br />

Codec ist ein Kunstwort aus codieren<br />

und decodieren. Ein Codec ist also ein<br />

bestimmtes Verfahren dass beispielsweise<br />

ein Audiosignal codieren kann,<br />

um Speicherplatz zu sparen. Dabei wird<br />

zwischen verlustbehafteten (Reduktion)<br />

und verlustfreien (Komprimierung)<br />

Codecs unterschieden. In beiden Fällen<br />

kommen mathematische Methoden<br />

zum Einsatz, die Speicherung der<br />

Daten in kürzerer Form ermöglichen.<br />

Bei verlustbehafteten Codecs werden<br />

zusätzlich psychoakustische Effekte<br />

ausgenutzt, um nicht hörbare Anteile<br />

komplett entfernen zu können.<br />

Kompressor<br />

Ein Kompressor schränkt die Dynamik<br />

eines Signals ein. Vereinfacht läuft der<br />

Vorgang so ab, dass der Signalanteil,<br />

der einen festgelegten Pegel überschreitet,<br />

um ein bestimmtes Verhältnis<br />

abgeschwächt wird. Dadurch werden<br />

Pegelspitzen abgeschwächt. Da umgekehrt<br />

im Vergleich zu der abgeschwächten<br />

Spitze der Rest des Signals nicht<br />

mehr so leise wirkt, führen Kompressoren<br />

zu einer Lautheitszunahme, ohne<br />

tatsächlich den Pegel zu erhöhen. Dies<br />

wird zum Beispiel beim Nachtmodus einiger<br />

Geräte ausgenutzt, damit der Ton<br />

trotz geringem Pegel ausreichend laut<br />

erscheint und keine plötzlichen Pegelspitzen<br />

den Nachbarn verärgern.<br />

DSP<br />

DSP steht für Digital Signal Processor.<br />

Es handelt sich hierbei um einen Prozessor,<br />

der speziell für die Ausführung<br />

audiorelevanter Vorgänge konstruiert<br />

wurde. Im Gegensatz zu einem Hauptprozessor<br />

in einem Computer, ist der<br />

DSP nicht dafür gedacht, alle Arten von<br />

Berechnungen zu übernehmen. Die optimierte<br />

Konstruktion und Arbeitsweise<br />

führt zu einer viel höheren Effizienz.<br />

Leistungsaufnahme und Wärmeabgabe<br />

sind dadurch minimiert.<br />

Streaming<br />

Streaming steht für die Übertragung<br />

von Audio- und Videodaten innerhalb<br />

eines Netzwerkes. Dabei bleiben die<br />

Daten auf dem Server liegen und werden<br />

lediglich vom Client empfangen<br />

und aufbereitet bzw. decodiert.<br />

Server<br />

Ein Server ist ein Netzwerkgerät, das<br />

Daten und Dienste für weitere Geräte<br />

innerhalb des eigenen Netzwerkes bereitstellt.<br />

Dies können beispielsweise<br />

NAS-Festplatten, Medienserver oder<br />

Computer sein. Sogenannte DLNA- und<br />

UPnP-Server speichern Audio- und Videodaten<br />

und stellen diese den Streaming-Clients<br />

zur Verfügung.<br />

FPGA<br />

Ein Field Programmable Gate Array ist<br />

eine integrierte Schaltung, die durch<br />

Umprogrammierbarkeit wiederverwendbar<br />

ist. So kann der Zweck des<br />

Mikrochips durch ein Update oder erfahrene<br />

Benutzer auch im Nachhinein<br />

geändert werden, ohne mit dem Lötkolben<br />

hantieren zu müssen. Gerade<br />

für anwenderspezifische Chips stellt<br />

diese Technologie einen Fortschritt<br />

dar. Nun muss nicht für jedes Gerät<br />

ein eigener Chip entworfen werden,<br />

sondern mehrere Hersteller können<br />

aus (in großen Mengen produzierten)<br />

FPGAs die Chips für ihren jeweiligen<br />

Zweck anpassen.<br />

UPnP<br />

„Universal Plug and Play“ ist ein Netzwerkstandard,<br />

der als herstellerübergreifende<br />

Kommunikationsschnittstelle<br />

für Geräte innerhalb eines Netzwerkes<br />

dient und diesen Medieninhalte zugänglich<br />

macht. Dazu muss auf dem<br />

Computer oder NAS eine UPnP-Server-<br />

Software installiert sein. Die Spezifizierung<br />

UPnP-AV steht für den Austausch<br />

von Audio- und Videodaten innerhalb<br />

eines Netzwerkes.<br />

82 <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> | 6.2012 | www.audio-test.at


Sie fragen – wir antworten<br />

Immer wieder erreichen uns Leserbriefe mit Problemstellungen und Fragen, die oft<br />

auch allgemeingültig sind. Wir möchten an dieser Stelle Ihre Fragen beantworten.<br />

Verständnis von Radialstrahlern<br />

In der Zeitschrift <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> 3/2012, Seite<br />

73 erschien eine Abhandlung mit dem<br />

Titel „Zum Verständnis des Radialstrahlers“.<br />

Ich möchte dies zum Anlass nehmen,<br />

darauf hinzuweisen, dass das Prinzip des<br />

Radialstrahlers nach meiner Überzeugung<br />

auf einem fundamentalen Irrtum, einem<br />

offensichtlichen Denkfehler beruht. Dies ist<br />

also meine Argumentationskette: Dass ein<br />

musikalisches Ereignis, z. B. bei einem Livekonzert,<br />

uns in Form von direkten und indirekten<br />

Schallwellen erreicht, ist unbestritten.<br />

Dass der entscheidend wichtige Raumklang<br />

im Konzertsaal durch die indirekten Schallanteile<br />

zustande kommt, ist ebenfalls unbestritten.<br />

Dass eine Musikaufnahme im Konzertsaal<br />

durch die bewusste Aufnahme des<br />

indirekten Schalls ihre ganz charakteristische<br />

Prägung, das heißt den Raumklang eben<br />

dieses Konzertsaales wiedergeben muss, ist<br />

sicher auch Konsens. High Fidelity, ist nur<br />

dann möglich, wenn der direkte Schall und<br />

der indirekte Konzertsaalklang weitgehend<br />

unverfälscht über die Lautsprechermembrane<br />

zum Ohr des Hörers im Wohnzimmer gelangen.<br />

Dies ist jedoch nur möglich, wenn es<br />

im Wohnzimmer des Musikfreundes so wenig<br />

wie möglich Beimischungen von zusätzlichem<br />

Indirektschall gibt. Denn der Indirektschall<br />

des Wohnzimmers ist naturgemäß ein<br />

ganz anderer als der Indirektschall des Konzertsaales,<br />

das heißt aber, die entstandene<br />

Klangmischung hat nur noch wenig mit dem<br />

Originalklang des Konzertsaales zu tun. Sie<br />

ist zu einer Chimäre aus beiden Raumklängen<br />

geworden, dem des Konzertsaales und<br />

dem des Wohnzimmers. Wer diese Mischung<br />

sogar für einen Klanggewinn hält und dies<br />

noch durch Radialstrahler unterstützt, der<br />

hat meines Erachtens wenig von dem verstanden,<br />

was mit High Fidelity wirklich gemeint<br />

ist. Der Raumklang des Konzertsaales<br />

ist viel faszinierender, als der Raumklang des<br />

heimischen Wohnzimmers. Deshalb können<br />

Radialstrahler den Klang nicht qualitativ,<br />

sondern nur quantitativ verschlimmbessern.<br />

Der volle Raumklang kann jedoch nur dann<br />

wiedergegeben werden, wenn auch die bis<br />

an die Hörgrenze reichenden tiefsten Frequenzen<br />

nicht unterschlagen werden. Dies<br />

geschieht am effektivsten durch zwei hochwertige,<br />

direkt abstrahlende, in der Nähe der<br />

Hauptlautsprecher im <strong>Stereo</strong>modus angeschlossene<br />

Subwoofer. Wer auf billigere Weise<br />

an authentischen Raumklang herankommen<br />

will, wird damit nicht zum Ziel kommen.<br />

Auf dem Hintergrund ist es, so denke ich,<br />

deutlich geworden, dass allen Lautsprechern,<br />

die mit Wandreflexionen arbeiten, der Status<br />

„High Fidelity“ aberkannt werden müsste.<br />

Verfälschte Bässe verhindern ebenso die Originalklang-<strong>Faszination</strong><br />

wie fehlende Bässe.<br />

HORST LEKSZAS<br />

Die Ausführung Ihrer Gedanken zur Räumlichkeit<br />

und deren Aufnahme und Wiedergabe<br />

sind grundlegend natürlich richtig. Wie Sie<br />

jedoch selbst auch festgestellt haben, sind für<br />

die Abbildung der Räumlichkeit vor allem die<br />

Tiefen und Tiefmitten wichtig. Bei dem von<br />

uns vorgestellten System, MBL Akustik Corona<br />

Line mbl 120 in der Ausgabe 3/12, sind<br />

jedoch nur die Treiber für Mitten und Höhen<br />

als Radialstrahler ausgeführt. Die Basstreiber<br />

sind, wie bei Ihren Subwoofern, beide direkt<br />

nach vorne ausgerichtet. Die Abbildung der<br />

aufgenommenen Räumlichkeit erfolgt also<br />

wie gewohnt und ohne zusätzliche Einflüsse.<br />

Sortierung von Medienservern<br />

In der <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> haben Sie u.a. NAS-Server<br />

getestet. Ich habe mir aufgrund dieses Testes<br />

ein Western Digital MyBookLive Duo mit 6<br />

Terabyte angeschafft. Leider scheint keinem<br />

Ihrer Tester aufgefallen zu sein, dass der installierte<br />

DLNA-Medienserver einen gravierenden<br />

Mangel aufweist. Er ist nicht in der<br />

Lage Musiktitel nach den jeweiligen Titelnummern<br />

zu streamen, sondern streamt sie<br />

nur alphabetisch nach dem Musiknamen. Das<br />

ist bei klassischer Musik, die ich fast nur höre,<br />

natürlich nicht annehmbar; ich will nicht den<br />

2. Satz der Pathétique von Beethoven vor<br />

dem ersten hören, nur weil der zweite Satz<br />

„Adagio“ überschrieben ist, was alphabetisch<br />

vor dem ersten „Grave“ kommt. Zudem<br />

musste ich bemerken, dass er auch nicht in<br />

der Lage zu sein scheint, Fotos auf entsprechende<br />

Clients - Samsung LED-Fernseher - zu<br />

streamen, aber das nur nebenbei. Da auch<br />

der Support von Western Digital nicht erreichbar<br />

war, trotz mehrerer Versuche, per<br />

Mail Kontakt aufzunehmen, habe ich mich<br />

entschlossen, das Gerät zurückzusenden.<br />

BERND ALBERT<br />

DasTestgerätistleidernichtmehrim<br />

im<br />

Haus, dennoch möchten wir Ihnen einige<br />

allgemeingültige Hinweise zu Ihrem Problem<br />

geben:<br />

Einige Dateien (z. B. Wave) unterstützen<br />

keine Tags, wie die Titelnummer, die ausgelesen<br />

werden können. In diesem Fall<br />

kann nur nach Dateinamen sortiert werden.<br />

Generell hilft es, die Titelnummer an<br />

den Anfang des Dateinamens zu setzen.<br />

Das kann beim Rippen geschehen oder<br />

auch im Nachhinein erfolgen. Es ist ebenso<br />

möglich, dass das Problem nicht am Server,<br />

sondern beim Klienten liegt. Eventuell<br />

tritt der Fehler dann auch bei anderen<br />

NAS-Servern auf. An und für sich handelt<br />

es sich dabei um eine Softwarefunktion,<br />

stellen Sie deshalb bitte sicher, dass Sie sowohl<br />

auf dem Server als auch dem Klienten<br />

die neuesten Softwareversionen installiert<br />

haben. Wie im Artikel erwähnt, haben wir<br />

das Streaming von Bildern und Videos in<br />

unserem Vergleich der <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> außen<br />

vor gelassen und uns rein auf deren Audiokompatibilität<br />

konzentriert. Wenn es sich<br />

um eine Inkompatibilität zwischen diesen<br />

zwei konkreten Geräten oder Firmen handeln<br />

könnte, fragen Sie auch beim Support<br />

des Fernsehherstellers an. Vielleicht ist diesem<br />

das Problem bekannt.<br />

Schreiben Sie uns!<br />

Bei Anregungen, Fragen oder Kritik<br />

erreichen Sie uns per Post an:<br />

Auerbach Verlag<br />

Redaktion <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong><br />

Lauchstädter Straße 20<br />

04229 Leipzig<br />

Per E-Mail an leserbriefe@audio-test.at oder<br />

diskutieren Sie in unserem Forum unter<br />

www.audio-test.at.<br />

Bei veröffentlichten Leserbriefen behalten<br />

wir uns Kürzungen vor.<br />

Test 83


06<br />

12<br />

Händlermarkt<br />

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Die <strong>AUDIO</strong> <strong>TEST</strong> stellt an dieser Stelle ihre beliebtesten Fachhändler vor. Hier werden<br />

Sie bestens beraten. Dieses mal sind wir zu Besuch bei Roland Jäger.<br />

Warum sollten audiophile Kunden zum<br />

Fachhändler gehen?<br />

Nur dort gibt es gute Beratung, vorausgesetzt<br />

der Händler ist selbst Überzeugungstäter.<br />

Ich verkaufe meinen Kunden gerne analoge<br />

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50667 Köln (Altstadt)<br />

Tel.: (0221) 30180300<br />

Fax: (0221) 92570222<br />

Internet: www.euphonia-hifi.de<br />

E-Mail: info@euphonia-hifi.de<br />

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52064 Aachen, Tel.: (02 41 ) 3 52 06<br />

Hifi Studio Gärtner, Eulenbrücher Straße 6,<br />

32791 Lage, T el.: (0 52 32) 9 78 88<br />

Lothar Wegner High-End HiFi, Buchenstr. 147,<br />

46535 Dinslaken, Tel.: (0 20 64) 4 04 00<br />

Haus der Musik & Technik, Wenzelgasse 13,<br />

53111 Bonn, Tel.: (02 28) 63 55 95<br />

Wohnraum-Studio für Musik-Kultur, Kaiserstraße<br />

71, 53113 Bonn, Tel.: (02 28) 22 27 19<br />

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Humboldtstraße 23<br />

38106 Braunschweig<br />

Tel.: (05 31) 233 5090<br />

Internet: www.wyrwas.de<br />

E-Mail: hifi@wyrwas.de<br />

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Straße 11, 47495 Rheinberg, Tel.: (0 28 43) 25 70<br />

HiFi Kohr + Roensch, Jüdemerstraße 28–32,<br />

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79098 Freiburg, Tel.: (07 61) 2 22 02<br />

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Hörzone GmbH, Balanstraße 34,<br />

81669 München, Tel.: (0 89) 7 21 10 06<br />

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Kunden: „… vielen herzlichen Dank für die schöne Schirmung der Silenzio<br />

Base, die ich heute erhalten habe. Positiv überrascht hat mich dabei<br />

die Tatsache, dass der Klang aktiv verbessert wird, obwohl ich davor gedacht<br />

habe, ich tue etwas für die Defensive. Insgesamt bin ich nicht nur<br />

überrascht, sondern fast überwältigt von dem Zugewinn an Klarheit und<br />

Straffheit. Weiter so:-)!“<br />

Presse: hifi & records 3/2011: „Mit der Silenzio Base zwischen Quelle<br />

und Glasboden öffnet sich das tonale Spektrum wieder, das atemberaubende<br />

Timing und die sich oft an der Grenze des Hörbaren bewegende<br />

Feindynamik kehren zurück. Eine dramatische Verbesserung.<br />

– die HMS Silenzio Base verdient eine klare Empfehlung!“<br />

<strong>Stereo</strong> 11/2011: „Die „Silenzio“ dämpft sowohl Schwingungen als auch<br />

HF-Einstreuung/Resonanzen nachvollziehbar enorm.“<br />

Hifi Stars 10/2011: „– der Test hat den Autor restlos überzeugt und die<br />

HMS Silenzio-Basen sind seither unverzichtbares Hilfsmittel in den unterschiedlich<br />

ausgestatten Anlagen geworden.“<br />

i-fidelity.net: „– Daher ist es keine Frage, dass die HMS Silenzio Base für<br />

mich ein Highlight darstellt.“<br />

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<strong>Stereo</strong>vollverstärker mit hervorragender Verarbeitungsqualität und<br />

Haptik. Wahrer Meister der Abbildung komplexer Strukturen.<br />

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Master-Serie M3e<br />

1/2012 3 499 Euro www.nad.de<br />

Ausgezeichnet<br />

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Vollverstärker besticht durch eigenen Charakter bei<br />

dynamischer Spiel freude. Hervorragende Räumlichkeit.<br />

Marantz<br />

PM-15S2 Limited Edition<br />

4/2012 1 999 Euro www.marantz.de<br />

Ausgezeichnet<br />

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Technisch und klanglich auf sehr hohem Niveau. Umschaltbarer<br />

MM/MC-Phono-Eingang und direkter zugriff auf die Endstufen.<br />

Quadral<br />

Aurum A5<br />

3/2012 2 850 Euro www.aurumspeakers.com<br />

Ausgezeichnet<br />

92,5<br />

Sehr gute feindynamische Aufl ösung und ausgezeichnete Unterstützung<br />

der akustischen Bühne. Auch elektronisch einwandfrei.<br />

AVM<br />

Evolution A3.2<br />

3/2012 2 990 Euro www.avm-audio.com<br />

Ausgezeichnet<br />

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Verstärker mit dynamischem, neutralem <strong>Stereo</strong>bild.<br />

Erweiterbar um Tuner-, Phono- und D/A-Wandler-Platinen.<br />

Yamaha<br />

A-S1000<br />

1/2010 1 000 Euro www.yamaha-online.de<br />

Ausgezeichnet<br />

92<br />

<strong>Stereo</strong>vollverstärker mit Transistorklang. Vollsymmetrisches<br />

Schaltungsdesign. Gute Übersprechungswerte.<br />

Marantz<br />

PM-15S2<br />

1/2011 1 799 Euro www.marantz.de<br />

Ausgezeichnet<br />

91,5<br />

Exzellente Ausstattung mit farbenfrohem,<br />

plastischem Klang und ex quisiter Phonoplatine.<br />

Creek<br />

Evolution<br />

3/2012 1 475 Euro www.inputaudio.de<br />

Ausgezeichnet<br />

91<br />

Hohe klangliche Güte mit sehr guter räumlicher Abbildung.<br />

Auch an den Messinstrumenten mit sehr guten Ergebnissen.<br />

B.M.C. Audio<br />

AMP C1<br />

3/2011 3 998 Euro www.bmc-audio.de<br />

Ausgezeichnet<br />

91<br />

Sauberer, unbeeinfl usster Klang auch im Grenzlastbereich<br />

und eine ausgezeichnete räumliche Abbildung.<br />

Denon<br />

PMA-2010AE<br />

1/2010 1 999 Euro www.denon.de<br />

Ausgezeichnet<br />

91<br />

Ausgezeichneter Klang gepaart mit anspruchsvollen<br />

Audiodaten und besonderer Ausstattung.<br />

Gato Audio<br />

AMP-150<br />

3/2012 5 990 Euro www.adagio-music.de<br />

Ausgezeichnet<br />

91<br />

Sehr gelungenes Gesamtkonzept aus Klang, Technik und<br />

Design. Komfortable Einrichtung per Fernbedienung möglich.<br />

Vincent<br />

SV-234<br />

1/2010 1 900 Euro www.vincent-tac.de<br />

Ausgezeichnet<br />

91<br />

<strong>Stereo</strong>vollverstärker mit sechs vergoldeten <strong>Stereo</strong>eingängen.<br />

Voll symmetrisches Schaltungsdesign. Meister der Dynamik.<br />

Harman Kardon<br />

HK 990<br />

2/2011 1 699 Euro www.harmankardon.de<br />

Ausgezeichnet<br />

90<br />

Große Leistungsausbeute für anspruchsvolle Lautsprecher<br />

bei sehr gutem Klang. Enormer Ausstattungsvorteil.<br />

AVM<br />

Evolution A3NG<br />

2/2011 2 990 Euro www.avm-audio.com/de<br />

Sehr gut<br />

89<br />

Sehr guter Klang, sehr gute Bedienung<br />

und modulares Erweiterungskonzept.<br />

T+A<br />

Power Plant MKII<br />

1/2010 1 600 Euro www.taelektroakustik.de<br />

Sehr gut<br />

88<br />

Vollverstärker mit Class-D-Digitalendstufe. Loudness-Funktion.<br />

Leben diger Klang. Besonders für moderne Musik geeignet.<br />

Densen<br />

Beat 130<br />

1/2012 2 800 Euro www.connectaudio.de<br />

Sehr gut<br />

86<br />

Vollverstärker mit zwei Tape-Schleifen, besonders<br />

praktisch ist die Lautstärkespeicheru