Apr 02 - Pfadi Säuliamt

pfadi.sa.ch

Apr 02 - Pfadi Säuliamt

Fährte

Pfadi-News aus dem Säuliamt

www.pfadi.ch/saeuliamt

Führer Skilager

Reisebericht von igel

Op-Lager

Apr 02


Inhaltsverzeichnis

Redaktionswort 1

AL-Wort 2

Post 3

Schlüsselfamilie 4

Pfadiheim Vermietung 5

Heimbau 6 / 7

Impressionen Heim 8 / 9

Neues Heim 10

Abschied 11

Fähnli Panther / Rethap 12 / 13

Obfilda 14 / 15

Fähnli Panther / Schotten 16

OP - Lager 17 / 18 / 19 / 20

Sola 2002 (Meitli) 21

Igels Wanderbericht 22 / 23 / 24 / 25 / 26 / 27 / 28 / 29

Spanferkel 30

Fähnli Büffel 30

Pfadi Geschichte 31

Meute Akela/Chuchundra 32

Bölimann 33

Fähnli Gepard 34

Führerskilager 35

Altpapiersammlung Buebe 36

Titelbild: Svelia, Nijma, Baghira und Sierva beim Streichen des Pfadiheims


Redaktion

Nachdem uns die Amerikaner erst gerade

heute Morgen versichert hatten, dass sie

keine Mini-Atombombe auf unser Pfadiheim

und Terroristennest Mettenholz werfen

würden, können wir uns vollständig auf den

morgigen Tag freuen, denn morgen ist es

endlich soweit: Die NZZ wird ihre erste

Sonntagsausgabe drucken und unsere intellektuellen

Bedürfnisse können nun auch am

Sonntag vollständig gedeckt werden. Natürlich

wird es die NZZ auch mit ihrer neuen

„NZZ am Sonntag“ kaum schaffen, das

Niveau der Fährte zu erreichen, notabene

der einzigen Zeitung, welche sich bis anhin

völlig groundingfrei gezeigt hat und ihre

L eser auch in Zukunft mit hochstehenden

und wichtigen Informationen versorgen

wird.

Allerdings gehen die Meinungen der Redaktion

momentan sehr auseinander, nachdem

der Designer Tyler Brûle uns für das Honorar

von 1.- Fr geraten hat, unseren Namen

zu ändern, und zwar in „Fähr der Pfadi

Sau“. Es wird momentan mit schon fast

handgreiflichen Argumenten für oder gegen

den neuen Namen gekämpft, denn mit dem

neuenNamenwärennatürlichschwerwiegende

Konsequenzen verbunden: Wir müssten

alle unsere Firmenflugzeuge umspritzen (

siehe S. 36), und dies würde wohl noch bis

Ende April dauern. Da Ihr

aber wohl nicht so lange auf

diese Ausgabe warten wollt,

haben wir uns entschlossen,

dies bleiben zu lassen.

Dennoch wartet die Fährte

auch diesmal wieder mit

hoffentlich spannenden

Berichten auf euer Interesse.

So schickte uns zum Beispiel

Igel einen Bericht aus der

Mongolei, den wir für euch

in mühseligster Arbeit entziffert

haben. Trotz diesem Bericht besteht

jedoch keineswegs die Gefahr, wir könnten

unsere Neutralität verlieren, indem wir uns

zu sehr gegenüber der restlichen Welt öffnen.

Es reicht ja wohl, dass schon die

Schweiz ihre Neutralität aufgegeben hat und

somit dem Untergang geweiht ist, jawohl,

nämli.

Aber jetzt zu einem ganz anderen Thema:

unser Redaktions-Team hat Zuwachs bekommen!

Picolo wird uns ab sofort beim

lesen, korrigieren, organisieren und den

sonstigen Aufgaben unterstützen. Wir wünschenIhmvielAusdauer,dennaucherwird

bald feststellen, dass die Berichte nur sehr

harzig in den Briefkasten flattern.

Jetzt bleibt uns nur noch, Euch viel Spass

beim L esen dieses und anderer Berichte zu

garantieren und wünschen Euch eine gute

Zeit, bis bald wieder mal.

1


AL-Wort

LiebePfadis,Wölfe und Bienlis

In den L etzten drei Monaten war bei den

Pfadis im Säuliamt nicht so viel los. Zu

einem war während eines Monates Ferienpause,

zum andern herrschte allgemeine

Frühlingsmüdigkeit. Aber von einigem müssen

wir euch doch noch berichten:

Nicht vergessen dürfen wir natürlich das

OP-Lager über Neujahr. Die OP-

Kandidaten/ innen verbrachten eine Woche

im Jura und feierten dort auch den Jahreswechsel.

Aber davon findet ihr auch noch so

einiges in dieser Fährte.

Schon ganz früh im Jahr sammelte die Meitlipfadi

in Obfelden fleissig Zeitungsbündel

ein. Der E rlös dieses Nachmittags (2500.-)

ging an unser neues Heim. Merci vielmals

für euren grossen Einsatz.

UnddannstandenauchschondieSportferien

vor der Tür: Etwa zwölf Führerinnen

und Führer machten während einer Woche

die Pisten im Skigebiet Pizol unsicher. Einige

Seiten umblättern und ihr erfahrt weitere

packende Insider-Details.

Schon eine Woche später machten sich die

Abteilungsleiter der beiden Abteilungen auf,

um ein entspannendes Skiweekend in Rueras

zu geniessen. Es kommt jedoch meistens

anders als man denkt...........Nach einem

lustigen Abend am 24-Stunden-Rennen,

machten wir uns auf den Heimweg. Bei

tiefem Schneegestöber wanderten wir friedlich

und nichtsahnend die kaum befahrene

Strasse entlang. Man glaubt es kaum es gibt

L eute, die drei Wanderer auf der Strasse

übersehen können. Und dann so tun, als ob

es sie erstaunen würde, dass sie diese Drei

erst auf der Motorhaube, anschliessend in

der Frontscheibe und schlussendlich im

Schnee wiederfinden. Zum Glück ist uns

ausser Prellungen, blauen Flecken und einigen

Beulen nichts passiert!!! Aber aus den

Skifahren wurde bei einigen von uns leider

nichts. Am Sonntag machten wir uns dann

wieder auf den Heimweg und mussten feststellen,

dass ein tiefergelegtes Auto manchmal

nicht so bequem ist, da man jede Unebenheit

der Strasse bemerkt (gäll Surri).

Aber genug von „lächerlichen Kleinigkeiten“,wendenwirunsdenwichtigenDingen

im L eben zu. Pigeon geniesst im Moment

grüne Ferien in Gossau und bekommt natürlich

gerne Post (Adresse: Rekr. Hug Bernie,

Inf. RS 7, KP 2, Zug 3, Kaserne, 9000 St.

Gallen). Aber nicht nur Pigeon ist zur Zeit

im Militär, auch unser Küde geniesst eine

entspannende Zeit beim Club Mediteranee

(Adresse: Rekr. Ebnöther Kurt, VSG RS 73,

KP 3, Zug Neuenschwander, Kaserne 3766,

Boltigen)

Wir bedanken uns schon jetzt für allfällige,

grosszügige Postspenden (bis 2,5 kg ist der

Versand gratis!!!!)

Bei Nitro raucht im Moment der Kopf, da

sie mitten in ihren Abschlussprüfungen im

Lehrersemi steckt. Wir wünschen ihr natürlich

viel Glück und drücken die Daumen.

Ganz zum Schluss möchten wir uns ganz

herzlich bei den vielen Händen (bzw. Führer/

innen und sonstige Helfer) bedanken für

euren Einsatz beim Bau des neuen Pfadiheims.

Wer in letzter Zeit mal dort war wird

festgestellt haben, dass der Bau schon fast

fertig ist und wir schon bald die Einweihung

feiern können. D A N K E !!!!

Allzeit Bereit und E uses Bescht

2


Post

3


Schwandi

!! GESUCHT:SCHLÜSSELFAMILIEN !!

Für das neue Pfadiheim Schwandenhölzli sucht der

Heimverein Schlüsselfamilien (Heimgöttis), die dem

H eimverwalter bei der Übergabe und Abnahme des

Pfadiheim Schwandenhölzli zur Seite stehen.

Die Aufgabe einer Schlüsselfamilie umfasst folgendes:

• N ach Vorabsprache mit dem Heimverwalter übergibt eine

Schlüsselfamilie das Pfadiheim dem Mieter

• Die Heimabgabe durch den Mieter wird durch eine Schlüsselfamilie

begleitet. E ventuelle Mängel/ Reperaturen werden auf einer

Liste aufgeführt und diese Aufstellung an den Heimverwalter

weitergeleitet.

• Die Schlüsselfamilien arbeiten mit dem Heimverwalter zusammen.

• Schlüsselfamilie zu sein ist eine verantwortungsvolle Aufgabe.

Die Schlüsselfamilien stellen sicher, dass das Pfadiheim in ordentlichem

Zustand ist.

4

Für detailiertere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Thomas Pfister / Spatz

Sophie Täuberstr.2

8050 Zürich

079 373 07 52

tpfister@ access.unizh.ch


Pfadiheim

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ab sofort kann das Pfadiheim

Schwandenhölzli für Lager, Weekends,

Anlässe, Familienfeste oder

Geburtstage gemietet werden.

Damit du das Heim auch ganz alleine für

dich hast, meldest du dich einfach bei

Spatz, der dir gerne sagt, an welchen

Daten noch niemand im Heim feiert.

Spatz, Thomas Pfister

Sophie Täuber-Str. 2

8050 Zürich

Tel.: 079 / 373 07 52

Mail: tpfister@access.unizh.ch

www.heimverein.ch

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

5


Heimbau

FürdasKönnen und Wollen gibt

es nur einen Beweis: Das Tun.

6

E inStück Kunstharz-Philosophie

Erneut tauche ich den feinen Roller in die

intensiv riechende Farbe, rolle in am VerteilersiebabundsetzeanderTürzarge

ob mir

vorsichtig an, um ein weiteres Stück mit der

grauen Deckfarbe zu überziehen. L angsam,

vorsichtig muss das gehen, dass es nirgends

zur Tropfenbildung kommt. In einer Stunde

etwa schaffe ich unterdessen einen solchen

Türrahmen. 13 sind es im ganzen Pfadiheim,

je 2 Anstriche. Seit einer Woche mache ich

nichts anderes hier im Bau. Eigentlich eine

ganz tolle Arbeit. An die schönen Dämpfe

der Farbe und die leicht hämmernde Reaktion

in meinem Kopf habe ich mich gewöhnt.

Wenn ich jeweils mit der Arbeit beginne,

wähle ich mir den Türrahmen so aus, dass in

der Nähe noch andere Pfadis arbeiten, mit

denen ich plaudern kann, dass ich weiter in

der Nähe des Radios bin, der zwischen Sägemehl

und Abfall doch noch eine Hitparade

hervorschnauben vermag. Und schliesslich

muss ich im Bereich eines funktionierenden

Scheinwerfers sein.

Obwohl immer etwa dieselben Leute hier

sind, haben wir noch Gesprächsthemen.

Engagierte L eute wie du und ich, die hunderttausend

Verpflichtungen, Pläne und

Projekte haben. Vor etwa drei Tagen vielleicht

haben sie erfahren, dass uns die Arbeit

wieder zum Hals steht. Diese wenigen sind

gekommen, obwohl etwa 100 davon gewusst

haben. 300 wissen, dass für sie ein neues

Heim gebaut wird. Irgendwo. Irgendwie.

DieTreuensindalsogekommen,wirhaben

uns organisiert um soviel wie’sebengehtan

diesem Abend zu erreichen. Deshalb, weil

wir wissen, dass ein neues Heim nicht von

selbst aus dem Boden schiesst, weil wir mit

euch allen einmal „Ja“ gesagt haben, zu

einem solch ehrgeizigen Projekt.

IchtauchewiederindieFarbe.Kannjazur

Abwechslung mal mit Zahlen spielen. Wir

können etwa folgende Rechnung anstellen:

Gegen1'000Eigenleistungsstundensindbis

heute rapportiert, wovon, sagen wir die

fleissigsten 5 Pfadis allein gegen 400 Stunden

bewältigt haben. Planungs- und Organisationsleistungen

sind hier nicht mitgezählt,

liegen jedoch etwa im selben Bereich. –

Nehmen wir nun der Einfachkeit halber an,

die beiden Pfadiabteilungen und der Heimverein

würden zusammen 333 Mitglieder

zählen. Dann hätte nur gerade jedes Mitglied

3 Stunden auf dem Bau leisten müssen, um

das heutige Pensum zu erreichen. Klar, dass

das so nicht durchführbar. Klar, dass nicht

immer jeder kann und will. Doch wenn ich

bedenke, dass es mir nicht schwer fällt, die

regelmässigenHelferan20Fingern

abzuzählen, dann ist das eine etwas einseitige

Bilanz. Ein grosser Teil der Pfadis wird das

Heim vermutlich das erste Mal betreten,

wenn es fix und fertig gebaut, eingerichtet,

gereinigt ist, wenn es aus Anlass einer Eröffnungsfeier

einen Becher Orangensaft

gratis gibt.

Die 20 bis 30 Treuen sind langsam ausgebrannt.

Verständlicherweise. Obwohl: Einiges

werden sie den andern voraus haben:

Manlerntunderfährt sehr viel dabei. Ich

werde einmal wesentlich zuversichtlicher

daran gehen, mir mein eigenes Haus zu

bauen, einen Dachstock auszubauen, meinen

Briefkasten neu blau anzuschmieren oder in

einem riesigen Haufen grosse Steine von

kleinen zu unterscheiden.


Heimbau

Zuviel Sarkasmus, zuviel Ironie werden die

einen sagen. E s sei schlecht informiert worden,

man hätte doch nicht gewusst, dass da

etwas zu tun sei, werden andere meinen. –

Vielleicht sind es ja tatsächlich die Dämpfe

der Farbe. Die Erfahrung mahnt mich konstruktiv

zu bleiben. Das wollen wir auch tun:

Bitte Eintrag im Gästebuch auf

www.heimverein.ch (Transport und Wartung

kann organisiert werden.)

HERZLICHEN DANK, allen die Energie

umgesetzt haben am neuen Heim, die anderes

dafür in den Hintergrund gestellt haben,

die zuhause stundenlang die Fingernägel

geschrubbt haben, die sich immer wieder

mitverantwortlich fühlen, dass wir unser

Projekt zu einem erfolgreichen Ende führen

können. Man bedenke: E s gibt wenige Vereine,

die sich zutrauen, ein 50-Personen-

Haus zu bauen. Wir haben es beinahe geschafft!!

Beinahe, deshalb, weil es noch eine Menge zu

tun gibt. Noch sicher bis im Juli!! Es ist also

für niemanden zu spät, jetzt noch einzusteigen!!!

- Wir werden euch höchstens dankbar

sein. Nimm mit deinem Pfadiführer, deiner

Pfadiführerin Kontakt auf, frage deine Abteilungsleiterin

oder deinen Abteilungsleiter.

Oder schreibe eine Nachricht in das Gästebuch

auf www.heimverein.ch .

Scharfe Kritik erwünscht (oder bei einem

Becher Farbe gemütlich zu diskutieren)!!

allzeit bereit

Kiwi und Knorrli

P.s.: Hat jemand ein altes, gut erhaltenes,

Klavier, das er loshaben möchte? Im neuen

Heim können wir ein solches gut gebrauchen!

Das ist insbesondere für Klassenlager

attraktiv.

7


Impressionen

8


Impressionen

9


Neues Heim

Pfadiheim Schwandenhölzli

Unser Pfadiheim steht - wenigstens das

Heim und ein Teil der Inneneinrichtung. Es

sind bereits 500'000 sFr. verbaut worden,

davon sind 45'000.- Eigenleistungen der

Pfadis (isolieren, streichen, verkleiden, abdecken,

abdichten, ausbessern, ...).

Das weitere Vorgehen besteht nun darin, die

restliche Inneneinrichtung (Tische, Stühle,

Gestelle, ..) zu besorgen, die Umgebung zu

gestalten (Arena, Feuerstelle, Parkplätze,

Zaun, ..) und erste Mieter zu gewinnen.

Der Heimverein möchte sich an dieser Stelle

bei allen Helfern, die Stunden um Stunden

für das Pfadiheim geopfert haben, ganz

herzlich bedanken. Wir können schon fast

nicht mehr zählen, wieviele Wochenenden,

Abendstunden, Ferien und sonstige Freizeit

für unser Heim eingesetzt wurde.

DANKE, MERCI, THANK Y

OU, GRAÇ I A S, G R A Z I E !!!!

Das Projekt Pfadiheim Schwandenhölzli ist

noch lange nicht abgeschlossen. Bis wir

endgültig von unserem Heim Besitz nehmen

können, muss noch sehr viel Zeit investiert

werden. Neben finanziellen Mitteln mangelt

es auch immer wieder an freiwilligen Händen,

die bereit sind, weitere Eigenleistungen

zu erbringen. Es wird auch in Zukunft nicht

möglich sein, ein Haus zu besitzen und

nichts dafür zu tun! Der Heimverein und

auch die Pfadiabteilungen sind darauf angewiesen,

dass auch nach Fertigstellung des

Heimes sich L eute finden, die z.B. Gartenarbeiten,

kleinere Reparaturen oder einen

halbjährlichen Hausputz mittragen.

10

Dieses Heim gehört dem Heimverein, ist

also nicht wie das Mettenholz durch die

Gemeinde Affoltern getragen. Das Heim

wurde aber nicht primär für denHeimverein,

sondern für die aktiven Pfadis, und die

verschiedenen Rotten gebaut. Das wiederum

bedeutet, dass die Profiteure von diesem

Heim nicht einfach nur passiv zuschauen

und konsumieren sollten, sondern dass sie

sich auch aktiv darum bemühen müssen,

dass das Pfadiheim Schwandenhölzli weitergetragen

wird.

Die verschiedenen Kommissionen (Bau,

Finanzen und Nutzungsgruppe) arbeiten

noch immer auf Hochtouren und sind darauf

angewiesen, dass sie von aussen unterstützt

werden. Deshalb erfolgt an dieser

Stelle zum wiederholten Male der Aufruf an

den werten L eser, sich an den noch bevorstehenden

Arbeiten aktiv zu beteiligen! Der

Heimverein ist schliesslich kein Dienstleistungsbetrieb,

der den Pfadiabteilungen einfach

ein neues Pfadiheim hinstellt, sondern

ein Verein, der dazu gegründet wurde, den

Bau eines neuen Pfadiheimes durch die

Pfadiabteilungen zu unterstützen und zu

erleichtern und dies in Zusammenarbeit mit

den Pfadis!

Sehr erfreulich ist es, dass wir schon jetzt

eine Heimverwaltung für das neue Pfadiheim

gefunden haben. Theo und Astrid

Schmid aus Affoltern übernehmen diese

Aufgabe. Ganz, ganz herzlichen Dank für

EureZusage!!

Weitere Informationen zum Pfadiheim Mettenholz

finden sich ab sofort auf:

www.heimverein.ch. Wer sich entscheidet,

an den Arbeiten im und um das Pfadiheim

mitzuhelfen, soll sich bitte bei einem aktiven

Führer, oder beim Präsidenten des Heimvereins:

Sascha Ullmann / Pinoccio, 01 391

84 87 melden.

Für den Vorstand des Heimvereins


Abschied

und weg

...irgendwänn häts ja mal müesse cho;

au ich säg’ mal tschüss; nach einige

tuusig schtund pfadi – oder andersch:

15 jahr ...

es würd de rahme vo dere spalte wohl

spränge, allne beteiligte vo dere ziit z

danke, oder all ereignis und erinnerige

widerzgäh!

also churz und schmerzlos:

MERCI @ ALL & WEG

und bis irgendeinisch mal wider...

ps: de pfadi chamer ja wohl nume schlächt de

rugge chere, so wird ich sicher no chli am nöie

pfadiheim umebaschtle, mich chli ums

material oder um einigi webuftritt kümmere...

seufz!

...allzeit bereit

11


Fähnli Panther

Bericht aus dem Zeitalter der

Rethaps vom Fähnli Panther

Die Umgebung von Affoltern ist wie verhext,

denn es befinden sich auf einmal

wieder Gestalten aus früheren Zeiten in

diesem Umfeld. Verdeutlicht zum Ausdruck

kam dies vor allem für Mitglieder

des Fähnli Panthers, als sie mittels Quartalsprogramm

dazu aufgefordert wurden,

sich zu treffen, um dem noch mysteriösen

Dr. P. Backwards zuzuhören. Er war es,

den ich während den Sommerferien traf

12

und der mir dabei von einem Volk erzählte,

welches einst in Affoltern und Umgebung

hauste. Er hatte es erreicht, durch die

Zeit zu reisen, um von dort

verschiedene Umstände an

das Tageslicht zu bringen.

Er hat die Entdeckung gemacht,

dass das friedliebende

Volk der Rethaps einst

von einem machtgierigen

und sehr boshaften Volk

vernichtet wurde, damit

zweitere an die wertvollen

Schätze der Rethaps gelangen

konnten. Da Backwards

die Möglichkeit hatte in die

Zeit zu reisen und auch

wusste, dass er das heutige

Affoltern beeinflussen

könnte, wenn er in der

Vergangenheit die Tatsachen

änderte, wollte er dies

auch tun. Es war also zu

verhindern, dass den

Rethaps der Schatz gestohlen

wird und somit die

weitreichenden – das will

heissen bis in die heutige

Zeit – Folgen abzuwenden.

Einer der spannendsten

Serienbausteine in dieser

Reihe ist folglich hier zu

erläutern. Es handelt sich von der Eröffnungsbegegnung

mit Backwards. Er

wünschte von uns, dass wir, um die

Rethaps nicht zu erschrecken, eine ihnen

ähnliche Kleidung anziehen. Wir fertigten

folglich verschmutzte und durchlöcherte

rethapianische Kleidung an. Danach stellte

uns Backwards seine ZM (Zeit-Maschine)

zur Verfügung und gab uns noch eine

„kurze“ Betriebsanleitung. Schliesslich


Fähnli Panther

rauchte und knallte es, es trat aber nicht

wie versprochen ein Rethap zu uns. Doch

da hatten wir uns getäuscht, ein wenig

entfernt hörten wir das kreischen eines

Affen oder war es ein Rethap? Dies war

schnell herausgefunden denn der Rethap

kam auch schon in aggressiver Manier auf

uns zugelaufen, er fühlte sich ziemlich

verunsichert in seiner Umgebung, als ihm

aber der scheinbar bekannte Dr. Backwards

ersichtlich wurde, fühlte er sich

sogleich wieder besser und er akzeptierte

uns schon bald. Er unterzog uns noch einigen

Test, bevor wir mit ihm gemeinsam

das grosse Rethap-Buch von Papreptha

Rethaptis Therapticium fanden. Darin

befand sich eine genaue Anleitung zur

Aufnahme neuer Rethaps in den heiligen

Bund der Rethaps und auch noch die exakte

Anleitung zum komplexen Bau einer

MZM (menschlichen Zeit-Maschine). Mit

dieser sollte es gemäss Bildern möglich

sein, in die Zeit der Rethaps zu reisen.

Wir bauten also diese Zeitmaschine und

einer von uns hatte die Ehre zu den

Rethaps zu reisen, währenddessen alle

anderen neuen Rethaps (NR) im Kreis

um ihn liegend den Namen des Buchautors

riefen. Als er zurückkam, war er

mit reichen Geschenken ausgestattet

und ebenfalls auch um eine Erfahrung

reicher. Die Rethaps baten ihn um die

Hilfe, gegen ihre Feinde anzukämpfen,

sie gaben ihm die Hinweise, wie wir

dies anstellen können und er konnte

einen nächsten Zeitsprungtermin vereinbaren,

zu welchem das ganze Fähnli

zu den Rethaps reisen wird. Schliesslich

hatten wir noch das Ritual zur Aufnahme

in den heiligen Bund der Rethaps zu

vollziehen. Dabei ging es um viele

einzelne Konditionen, nach welchen

das Feuer mit menschlichen Mitteln

gelöscht werden musste. Schliesslich

wurden wir alle in den Bund aufgenommen

und konnten folglich erleichtert

und nun wissend, über das, was uns

im Quartal erwarten wird, nach Hause

zurückkehren.

Viel Spass auch im neuen Quartal wünscht

euch

13


Obfilda

Hugos Wildes Treiben

Gruppe Obfilda

Am Tag des Geschehens, als der Tages

Anzeiger zum erstaunen aller L eser und

L eserinnen leer erschienen war, wurde die

Pfadfindergruppe Obfilda, am Waldrand in

der Nähe von Affoltern am Albis, auf einen

von Druckerschwärze gefärbten Geist aufmerksam.

Um seine Herkunft noch ein

wenig zu verdeutlichen, war er am Zeitunglesen.

Es schien jedoch als hätte er

überhaupt keine Freude daran. Nach kurzer

Show, zog er sich ärgerlich in den Wald

zurück. Die auf solche Zwischenfälle geprüften

Pfadfinder liessen sich nicht aus der

Ruhe bringen und fuhren fort mit ihrer

eigentlich ja nicht so geplanten Übung. Sie

suchten verzweifelt nach einem Thema für

einen Bericht in ihrem angesehen Blatt Fährte.

Aus heiterem Himmel kam ein aufgelöster

Reporter auf sie zugerannt. Er wollte von

den, nun doch ein wenig verwunderten,

Pfadis Auskunft über ihr Ersichtetes. Es gab

einen regen Austausch an Informationen,

wobei auch bekannt wurde, dass der Geist

anscheinend der Hausgeist des Tages Anzeigers

sei. Und dass er die Druckerfarbe entwendet

hätte. Der Reporter konnte sich aber

bisher noch keinen Reim darauf machen.

Die Pfadis waren sofort in ihrem Element.

Sie führten den völlig verstörten Reporter

zum Startpunkt einer seltsamen Spur, welche

ohne Zweifel vom Geist persönlich hinterlassen

wurde. Diese führte die ganze Truppe

durch den Wald und endete bei einem aus

Kerzen ausgelegten H. Nun, da die Pfadis

sehr naturverbunden sind, hatten sie die

ganze Spur aufgelesen. Auf den leeren, weissen

Blättern die sie fanden, ahnten sie schon

wieder einen Hinweiss, also suchten sie mit

Hilfe der Kerzen die L ösung. Und sie fanden

weitere, mehr oder weniger hilfreiche,

14

Informationen. Der Hausgeist habe Hunger

und sei sehr böse. Wie die Pfadis auch ausfindig

machen konnten, heisst der Hausgeist

anscheinend Hugo. Eigentlich wollten die

Pfadis einen mehr oder weniger friedlichen

Nachmittag verbringen, wozu auch ein gemütliches

Beisammensein am Feuer gehört.

Also hatten die Leiterinnen „Schoggi-

Bananen“ dabei und so wollten sie ein Feuer

entzünden. Nun, für diesbrauchtmanbekanntlich

Holz, also gingen die Pfadis wacker

in den Wald und suchten Brennmaterial.

Die Führerinnen hatten eine kleine Diskussion

über die Richtung und einigten sich

dann aber doch auf zwei verschiedene Wege.

Was zum Verhängnis wurde. Die Führerin,

welche nur drei Pfadis bei sich hatte, kam

jedoch unserem Geist Hugo in die Quere.

Er roch den Duft von frischen Früchten

und griff sich kurzerhand die Führerin. Die

unerschrockenen Pfadis wehrten sich, doch

konnten einem Geist in ihrer Minderheit an

Stärke nicht standhalten. Sie rannten los um

Verstärkung zu holen. Nach kurzer Zeit

waren sie alle in einem enormen Kampf

verwickelt. Sie überwältigten Hugo jedoch

bald. Und sie konnten ihn zu einem Vergleich

bewegen. Denn Hugo hatte die Druckerfarbe

geklaut, weil die Zeitung am Tag

vorher einen Bericht über den Modedesigner

Hugo Boss geschrieben hatte und er gemeint

hat, dass dieser Bericht über ihn sei. Durch

die gewaltige Überredenskunst der Pfadis

waren am Ende alle glücklich. Am Feuer

wurden die K östlichkeiten verzehrt und die

Ereignisse des Nachmittags besprochen.

Unter grosser Anstrengung wurde dann


Obfilda

noch dieser Bericht geschrieben und dann

machten wir Abtreten.

Allzeit Bereit

Schlittelweekend Turicum

Auch dieses Jahr zog es den Stamm Turicum

wieder in den Schnee. Mit Sack und Pack

und natürlich dem Schlitten, versammelten

wir uns am Samstag am Bahnhof Affoltern.

Nach dem Antreten bestiegen wir den Zug

nach Chur via Zürich. Auf der Zugfahrt

beschäftigte uns vor allem ein Spielzeug

physikalischer Art, das bei richtigem

Gebrauch eine bemerkenswerte Kraft entwickelt.

Doch bis es wirklich funktioniert

braucht es etwas Übung, was die einen die

ganze Zugfahrt kostete. Andere genossen

sichtlich, dass wir im Spielabteil gelandet

waren und knüpften Kontakt zu anderen,

jüngeren Besuchern dieses Wagons. In Chur

ging es weiter mit dem Postauto in die L enzerheide.

Dort wohnten wir für eineNacht

in einer barackenähnlichen Unterkunft.

Nach einem etwas improvisierten Znacht

gingen wir noch am Samstagabend Schlitteln.

In der Nähe des Hauses gab es leider

keine Schlittelpiste, doch mit kleinen Ansprüchen

lässt sich überall ein Gefälle finden.

Und wer grössere Ansprüche hatte,

schaute in die Sterne am

klaren Nachthimmel.

Richtig los gings dann am Sonntag. Am

Rothhorn machten wir uns auf zur Schlittelpiste,

die leider zugleich auch ein Wanderweg

war. Diesen Wanderweg-Charakter

bekamen wir vor allem im mittleren Teil der

Strecke zu spüren. Dort war die Piste nämlich

so flach, dass wir vom Schlitten und auf

die Füsse mussten, ca. 5 min Fussmarsch,

bevor die Schlussabfahrt folgte. Doch auch

von diesem Flachstück liessen wir uns nicht

beeindrucken und schlittelten wacker den

ganzenTag.DieletzteAbfahrtwurdefür die

einen noch zu einem kleineren Stress, Davoserschlitten

waren schneller als Bobs und so

mussten sich die Bobfahrereinnen etwas

sputen, damit sie das Postauto nicht verpassten.

Schlussendlich aber waren wir alle versorgt

im Bus und fuhren nach Hause. Doch auch

so kamen wir mit einer halben Stunde Verspätung

in Affoltern an ( Achtung, nicht alle

Fahrpläne auf der SBB-Homepage sind

fehlerfrei!!). Trotz kleineren und grösseren

Problemen kehrten wir alle unverletzt und

braungebrannt ins Säuliamt zurück. Wir

haben das Wochenende in Schnee und Sonne

in vollen Zügen genossen.

Auf ein weiteres Mal im 2003!

15


Fähnli Panther

Übung des Fähnli Panther vom 2.

Februar 2002

16

Nach unserem für 8 Uhr abends schon

ziemlich lauten Antreten, kam ein Mann zu

uns, der sich als Schotte ausgab und uns

erzählte, die Engländer seien in der Nähe

und um sie zu bekämpfen, müssten wir uns

in zwei kleinere Gruppen aufteilen, um sie

von zwei Seiten anzugreifen (ja, wir haben

alle in der Geschichte gelernt, dass ein Zweifrontenkrieg

wirksam sein kann (zumindest

war es vor 86 Jahren so)).Wir überreichten

ihm einen Kelch, den wir als Symbol der

Schotten einmal bekommen hatten, und er

nahm ihn an sich. Als wir jedoch anschliessend

zugeben mussten, dass wir gar keine

Bewaffnung bei uns hatten, staunte der

Schotte nicht schlecht, doch dem konnte er

Abhilfe schaffen, wir bauten miteinander

Waffen, die bei Dunkelheit gleichzeitig auch

Wärme und L icht spendeten (zu Deutsch:

Fackeln). Nachdem wir dies getan hatten,

schickte uns unser Mann also in zwei verschiedene

Richtungen, wo wir uns aufstellen

sollten. Nachdem alle ihre Positionen eingenommen

hatten, sollten wir auf sein Kommando

losschlagen. Bis dahin wurde bei der

einen Gruppe noch eine kleine Festung

gebaut und diese mit weiteren Fackeln befestigt.

Als dann endlich der Angriffsbefehl

kam, waren wir bereit, bis aufs äusserste zu

kämpfen. Wir stürmten auf das Schlachtfeld,

unsere Waffen im Anschlag und stürzten

uns mit Gebrüll auf die Feinde, die inzwischen

in Sichtweite waren, was jedoch bei

Nacht nicht allzu viel zu bedeuten hat. Nach

einiger Zeit intensivsten Kampfes wurden

wir bewusst, dass es sich bei den vermeintlichen

Feinden ja um unsere Kammaraden

handelte, wir stellten die Feindseligkeiten

sofort ein und fragten uns, wieso wir eigentlich

gegeneinander gekämpft hatten. Bald

wurde uns klar: Der „Schotte“ hatte uns

verarscht, wir sahen ihn gerade noch fliehen

und rannten ihm schnellstens hinterher. Er

hatte ja zu allem dazu auch noch unseren

Kelchbei sich. Er flüchtete vor uns und

führte uns so ungewollt zu einem Materiallager

der Briten, die ja unsere Feinde waren.

Dort entdeckten wir verschiedenste Dinge,

unter anderem auch ein Rätsel, welches wir

sodann zu lösen versuchten.

Bald erfuhren wir, dass ein Angriffsplan

gegen Schottland bestehe, der bald ausgeführt

werden sollte, und wir entschlossen

uns, zum HQ der Schotten zu gehen, dessen

Koordinaten wir aus dem Rätsel entnehmen

konnten, um dort den Anführer der Schotten

zu warnen. Dort also angekommen,

informierten wir den Häuptling und er zeigte

sich schwer entsetzt über unsere Ausführungen.

Wir sollten ihm helfen gegen die bösen

Briten zu kämpfen, bat er uns und wir legten

ein Gelübde ab, ihm stets zu Diensten zu

sein. Im Anschluss daran gab er uns noch

denverlorengeglaubtenKelchzurück, den

ein Späher seiner Garde gefunden hatte, so

dass auch dieses mystische Gefäss wieder in

unserer Hand war.

Danach begleitete er uns noch zurück zu

unserem Ausgangspunkt, wo wir alsdann ein

Abtreten machten und gegen 11 Uhr wieder

nach Hause gingen.

Allzeit Bereit


OP-Lager

Projekt BM1-2

oder auch

OP-Lager 2001/2002

genannt

Wir befinden uns im Jahre Zwo-Null-Null-

Eins, der Stand der digitalen Errungenschaften

auf der Erde ist auf gutem Weg zu

einem gewaltigen Höhepunkt, das analoge

geht langsam, aber sicher zu Grunde. Hä?

Tja, wärst Du dabei gewesen, wüsstest Du

vielleicht etwas besser Bescheid, aber auch

nur vielleicht. Doch was geschah wirklich?

Irgendeinmal im Herbst wurde eine ausgewählte

Delegation der Pfadi Säuliamt in

ein hochbrisantes Projekt miteinbezogen:

Einerseits wurde sie nämlich von einem

Forscherteam angefragt, bei einem Menschenprojekt

im Weltall mitzuhelfen, nun,

„helfen“ ist etwas untertrieben, vielleicht

ist das Ganze mit dem Begriff „Versuchs

kaninchen“ etwas besser zu definieren....

Auf jeden Fall sagten die meisten Auserwählten

zu, und so traf man sich an einem

ersten Informationsabend, der aber erstaunlicherweise

nicht von den Forschern organisiert

wurde, sondern von Ausserirdischen

(AI), die uns dazu ermutigten, das Projekt

zu zerstören, da sie sich sonst in ihrer Existenz

bedroht sahen. Natürlich versprachen

wir den AI’s, ihnen zu helfen. Alles klar?

So trafen wir uns dann gegen Ende Jahr,

genauer gesagt am 27.12.01 in Affoltern,

um ins Weltall aufzubrechen, auf der Suche

nach der Raumstation. Wo sich diese

befand, musste aber noch zuerst an der

Grenze zur Schwerelosigkeit (in Basel)

herausgefunden werden. Weiter gings

danach via Delémont nach St. Ursanne, wo

wir auch schon bald an die Raumstation

andocken konnten. Leichter gesagt als

getan: Es galt nämlich eine Menge von

17


OP-Lager

Regeln in der Schwerelosigkeit zu

beachten, die auf der Erde nicht existierten.

So mussten sämtliche Räumlichkeiten mit

irdischen Bezeichnungen genannt werden,

es gab diverse Levelstufen, die von den

Raumstationbewohnern erreicht werden

konnten, inklusive Omega-Level... Zu guter

letzt wurde der ganze Datenverkehr vom

analogen ins digitale umgewandelt. Dies

war aber gar nicht so einfach, da sich nicht

die ganze Kommandozentrale darauf

einstellen konnte. Nach etlichen Kleinkriegen,

konnte aber, wie sollte oder könnte es

anders sein, die digitale Welt auch im

Weltall einen prächtigen Sieg vorzeigen

und jegliche analoge Rückbleibsel von der

Weltraumstation verbannen.

Schon bald kamen Informanten zu uns,

welche uns von einem drohenden Meteoriten-

Einschlag in Kenntnis setzten.

Schliesslich ging es in der – dem nicht

wissenden Leser, wollen wir dies nicht

vorenthalten – getarnten Geländeübung

darum, als erste Gruppe die Einschlagsstelle

zu errechnen und den wertvollen Meteoriten

einzusammeln.

Nach einer entspannenden Nacht, hatten

die Teilnehmer die Teststufe „Wieviel

Informationen erträgt ein Mensch?“ zu

absolvieren, bei derer es sich um die strenge

Wissensvermittlung und praktisches

Training handelte. Schliesslich folgte noch

das „Schwerelosigkeitstraining“, damit

auch jeder für Raumspaziergänge ausreichend

trainiert ist. Um dies ausreichend zu

üben, begaben wir uns ins Hallenbad. Am

Abend genossen wir das teils sogar gelungene

Essen, dass durch kleine Gruppen

gekocht wurde. Mitten in der Nacht geschieht

aber etwas Schreckliches, die Ausserirdischen

möchten das Projekt der Menschen

zerstören, damit das Weltall nicht

durch die Menschheit beeinfluss werden

kann. Eigentlich übertraten sie uns diese

Aufgabe beim Informationsanlass, jedoch

waren sie mit unseren Leistungen scheinbar

nicht sehr zufrieden. Sie handelten also

rigoros und entführten sogleich einer unserer

Leut, sogar ohne ihm die Zeit sich an-

18


OP-Lager

zuziehen zu gewähren. Wir konnten ihm

aber nach einer heissen Verfolgungsjagd

zu Hilfe eilen und ihn aus den Fängen der

verrückt gewordenen Ausserirdischen

befreien.

Am nächsten Morgen erst bemerkten wir,

dass der uns gekidnappte Pfadi verseucht

wurde und deswegen die Forscher vom

Menschprojekt unter Alarmgeheul unsere

Raumstation durchkämmten und uns befahlen,

so schnell als möglich die Station

zu verlassen, damit sie eine Generalreinigung

vornehmen können. Doch angeblich

half auch diese nicht weiter, woraufhin die

Teilnehmer beauftragt wurden, neue Lebensräume

im All zu erkunden. Dies war

der Startschuss für den zweitägigen Tippel,

der nun folgte.

In der Zwischenzeit, genoss die Besatzung

der Kommandozentrale mal die Störungsfreiheit!

Als am darauffolgenden Tag die nun um

einige Erfahrungen reicher gewordenen

Raumspaziergänger zurückkehrten, hatten

sieihreLogbücher abzugeben, in welchen

sie halbstündlich über ihre Position, Vorhaben,

Auffinden von Objekten und anderem

genau Buch führen mussten. Schliesslich

wurden noch die Auswirkungen des

Raumspaziergangs mittels eines „Psycho-

Tests“ ermittelt. Leider erreichte keine

Testperson den erforderlichen Level. Am

Abend wurden die Erlebnisse noch den

anderen vorgestellt, ehe sich jegliche Teilnehmer

auf ein warmes Bett freuen durften.

Dass an diesem Abend der irdische

Sylvester stattfinden würde, spielte für die

Projektleiter keine Rolle, es musste sichergestellt

werden können, dass die Teilnehmer

für das nächste Subprojekt in guter

Kondition waren.

Es war dann aus bestimmten Gründen doch

nichts aus einer ungestörten Nacht geworden,

denn den Sylvester schlafend zu

verbringen, wollten wir niemandem antun...

Da viele mit den Folgen zu kämpfen hatten,

war der nächste Tag ausnahmsweise

nicht nach dem vorgesehenen und sehr

harten Programm abgelaufen, es wurden

Spiel- und Spasspausen gewährt und jeder

kam so langsam wieder zu sich. Es war

auch noch die definitive Vernichtung der

Raumstation zu planen, den das Projekt

näherte sich so langsam dem Ende zu und

wir wollten dem Wunsch der Ausserirdischen

zur Vernichtung des Projekts ja

nachkommen.

Um die Station in möglichst kurzem Zeitraum

noch vernichtungsbereit zu machen,

brauchte sie zuvor gereinigt zu werden.

Leider waren Putzlektionen durchzuziehen

und sich Weigernde zurechtzuweisen. Es

folgte für die meisten eine angenehme

Rückreise ohne weitere Komplikationen.

19


OP-Lager

Wir hatten unser Ziel erreicht, die Station

zu vernichten und das Projekt der Menschen

zu untergraben.

Fazit des OP-Lagers: Alle haben ihre Auszeichnung

erhalten, DIGITAL hat durchs

Band durch gesiegt, Pl**on wurde befriedigt

und in die Kunst des Wischens eingeführt,

Tangas als Luftfilter (miss-

)gebraucht, Bürolampen angeschafft,

Rueblis erhielten verschiedene Verwendungszwecke,

gewisse Personen hatten in

abgedunkelten Räumen zu leiden und der

Gruppenzusammenhalt und der Spass

waren übermässig und wir bedanken uns

nochmals für das tolle Lager.

Allzeit DIGITAL

Küde, Geronimo, Pigeon, Juno

Fähnliübung Geier vom 9.März 02

Antreten: 14.30 Uhr Pfadiheim Mettenholz

Abtreten: 16.30 Uhr Pfadiheim Mettenholz

Thema: Amazonas

NachdemAntretengingenwirindenWald,

wo wir eine WC- Papierrolle fanden, Auf

dieser war eine Nachricht. eines Kleinflugzeugpassagiers,

der uns um Hilfe bat. Er

befinde sich auf der Toilette und dies sei die

einzige Möglichkeit, um mit jemandem Kontakt

auf zunehmen. Die L eute, die dieses

Flugzeug entführt hätten, wollten reiche

Schätze des Amazonas ins Ausland schmuggeln,

um viel Geld zu verdienen. E r sei gerade

dabei, die L adungen aus dem Flugzeug zu

werfen. Vorsichtshalber hatte er die Koordinaten

dieser Abwurfplätze gemorst. Er gab

uns drei Punkte wo wir drei L adungen finden

würden. Also machten wir uns auf den

Weg zum ersten Punkt. Dort fanden wir auf

einer Astgabel Äpfel und Birnen. Beim zweiten

Punkt waren Bananen auf einer Holzbeige

gewesen und beim dritten Punkt fanden

wir eine Pfanne mit Schokolade. Da wir uns

jetzt eine Belohnung verdient hatten, bereiteten

wir ein Schoggifondue vor. Pompelmo,

Zazu, Ferao, Eniwuk, David und Mendui

kümmerten sich ums Feuer während Topolino,

Gizmo und Cascado die L ebensmittel

zubereiteten. Nach diesem feinen Zvieri

gingen wir zurück zum Mettenholz, stellten

uns der Reihe nach auf und machten Abtreten.

Allzeit Bereit

20


Meitli Sola 2002

21


Igel auf Walz

Hallo beisammen!

Jetzt bin ich nun schon seit 3 Jahren unterwegs.

Wie doch die Zeit vergeht. Darum

dachte ich, ich lasse wieder einmal etwas von

mir hören. Die Donaufahrt von welcher

22

Mogli und Sooti vor 2 Jahren einen Fährtenbericht

schrieben endete mangels Visum für

Serbien zwischen 50 und 100 Kilometern

vor Budapest. Danach bin ich über Kroatien

nach Griechenland weiter, wo es überall

schlecht mit Arbeit aussah. Deshalb bin ich

von dort aus mit dem letzten Geld nach

Deutschland getrampt. Über den Sommer

arbeitete ich mit einem anderen Wandergesellen

zusammen in Schweden. Auf der

Gesellenherberge in Stockholm erfuhren

wir, dass in Wien ein uns gut bekannter

Kamerad seine 10-jährige Wanderzeit feiern

wird. Also wussten wir, was nach Schweden

zu tun ist, und so bin ich zum 2. Mal beim

dortigen

Schiffsmühleprojekt

(www.schiffmuehle.at) hängengeblieben.

Zum grossen Glück des Schiffmühlebauers

war an dem Fest auch ein holländischer

Wandergeselle anwesend, der den Meisterbrief

besass und längere Zeit auf Windmühlenrestauration

gearbeitet hatte und somit

das nötige Know-How für das Mahlwerk

besass. Ohne ihn wäre es am 1. Mai 2001

nicht wie geplant zum Eröffnungsfest einer

der wenigen noch existierenden Schiffsmühlen

gekommen. Dieser Holländer namens

Peter van Diepen, der Rohrschacher Zimmergeselle

Stefan Schiess, der Uwe aus dem

Schwabeländle und ich beschlossen nach

getaner Arbeit einmal richtig weit wegzukommen

und entschieden uns für eineFahrt

mit der Transibirischen Eisenbahn nach

Peking. Dazu begaben wir uns nach Berlin,

um uns die Visa zu besorgen. Auf dem Weg

dahin, haben wir unseren Schwäbler verloren.

Und Visa zu besorgen, ist so etwas von

unlustig, dass ich dies Ausklammere und

somit 3 Seiten spare. Nach dieser nervenaufreibenden

Papierschlacht, trampten wir nach

WarschauvonwoauswirdenZugnach

Moskau nahmen. Nach einem eintägigen

Aufenthalt in dieser Grossstadt begaben wir

uns auf den Bahnhof auf welchem der langersehnte

Transibirienexpress nach Ulan

Baator der Hauptstadt der Mongolei auf uns

wartete. Das heisst, der Zug war noch nicht

eingefahren, deshalb setzten wir uns in ein

Bahnhofbuffet 3. Klasse, wo wir von trinkfesten

Russen herzlich empfangen wurden,

angeblich weil wir so lustig angezogen seien.

Mit gegenseitig ansteckenden Freundschaftsgesten

guckten beide Parteien das

immer genügend Speck, Bier und Wodka auf

dem Tisch vorhanden war. Schiessli musste

noch mit der Küchengehilfin tanzen, welche

- wenn auch ohne Erfolg - gleich seine Hosen

und Jackentaschen abtastete. Alles in

allem war es ein riesiges Gaudi, und hätte

unser Rohrschacher nicht plötzlich gehetzt,

wäre es mit dem Zug erwischen sauknapp

geworden.

Nun endlich sassen wir für 5 Tage ununterbrochen

in der berühmten Eisenbahn. Eigentlich

wollten wir uns ja für Russland

mehr Zeit nehmen aber wir bekamen bloss

ein Transitvisum. Die eindrückliche Landschaft,

für diewirjetztmehralsgenugZeit


Igel auf Walz

zum betrachten hatten, ist schnell beschrieben:

weite Ebenen mit vereinzelten Birken

und Nadelhölzern, doch meist einfach nur

Wald, Wald, Wald und vereinzelte Siedlungen.

An den Bahnhöfen konnte man sich

immer mit vorzüglichen Fressalien eindecken,z.B.geräucherten

Fisch. Je tiefer wir in

den Osten zogen, desto mehr Mongolen

stiegen zu, die bei jeder Gelegenheit an den

Stationen vorwiegend Kleider kauften und

verkauften. Mit der Zeit änderte sich auch

die L andschaft: Steppe löste die Wälder ab.

Etwa einen Tag bevor wir die russischmongolische

Grenze erreichten brach bei

den Mogolen allgemeine Unruhe aus: Dutzendfach

wurden Schachteln und Kisten mit

allerlei Kram durch die engen Flure hin und

her geschleppt. Wie wir später erfahren, ging

es darum, die Güter des Zolles wegen auf

alle Verwandten und Bekannten gleichmässig

zu verteilen. An der Grenze mussten

dann alle Passagiere in ihre Abteile sitzen.

Das Bahnpersonal zog sämtliche Vorhänge

und dann ging das warten los, bis irgendwelche

Grenzbeamten irgendwelche Zettel

verteilten, die wir irgendwie auszufüllen

hatten. Irgendwann wurden die Zettel und

Pässe eingezogen und irgendwann wieder

zurückgebracht. Zur Krönung kam dann die

Filzerei, wobei vorwiegend die Mongolen

auseinander genommen wurden. Die Beute

musste auf zwei grossen Handwagen zum

Zollhaus gezogen werden (die Vorhänge

waren ein bisschen verrutscht). Grossen

Radau oder Ärgernis gab es nach unserem

Empfinden kaum. Ich glaube, dass die L eute

ihre Verluste ganz einfach einkalkulieren.

Nach dieser ca. 5 stündigen Aktion fahren

wir also auf mongolischem Boden weiter. In

dem L and, das heute mehr als 4 Mal so gross

wie Deutschland ist, in welchem mehr als 2,5

Mio. Einwohner hausen (oder zelten), davon

700'000 allein im Ulan Baator. Aus welchem

einmal Geschichtsgrössen wie Attil und

Chingis Khan gen Westen zogen und den

„L angnasen“ (so nennen uns die „Schlitzaugen“)

dasFürchten lehrten. Das wohl typischste

L andschaftsbild der Mongolei sind

die endlosen, leicht hügeligen Steppen. Im

Norden jedoch findet man auch riesige Seen

und Wälder, im Süden breitet sich die Wüste

Gobi aus. Noch heute leben noch 60% der

Bevölkerung in sogenannten Jurten (eine Art

Zelt) und ziehen mit ihren Tieren (vorwiegend

Schafe, Ziegen, Pferde, evt. Yaks und

je weiter man Richtung Gobi kommt auch

Kamele) als Nomaden umher.

Vormittags in Klaan Baator angekommen,

standen wir zuerst herum wie bestellt und

nicht abgeholt. Mehrere Mongolen wollten

uns in ihre einzig guten Hotels zerren. Zu

unserer Verblüffung fragte uns eine Frau

namens Zitzke auf Englisch, ob wir Wandergesellen

seien. Ihre Familie hätte letztes

Jahr auch welche für mehrere Monate beherbergt.

Na, wenn sie die vom letzten Jahr

aufnehmen konnten, dann wird es für uns

auch die richtige Adresse sein, dachten wir,

undsowaresauchin„Idrés-Guesthouse“:

für $ 3.50 die Nacht ein Zimmer mit drei

Matratzen am Boden, gemeinsame Dusche,

WC, Küche und Aufenthaltsraum. Alles war

immer sauber, und wenn man Fragen bezüglich

irgendwas in der Mongolei hatte, gab es

seitens der Familie stets vernünftige, vertrauenswürdige

Antworten, was in diesem

L and nicht selbstverständlich ist. Wir ent-

23


Igel auf Walz

schlossen uns, einen 10-tägigen Trip durch

die Gobi mitzumachen. Also sassen wir

eines Tages zu elft in einem russischen

„VW-Bus“ und düsten los: der Fahrer, Zitzke

mit ihrem Mann, eine Engländerin, eine

Französisch, drei Ossis und wir drei.

Auf der ganzen Reise gab es vier vorgesehene

Anlaufpunkte zum übernachten: die

ersten beiden in der Gobi, der dritte in der

sogenannten Grüör-Schlucht, der Vierte bei

einem malerischen Wasserfall, dessen Name

mir entfallen ist. An all diesen Orten hatten

die Nomaden eine Gästejurte für die Touris

parat. Die E tappen dazwischen waren reine

Improvisation: fing es an zu dunkeln, fuhr

man auf die erstbeste Jurte zu und fragte

zwecks Koch und Schlafgelegenheit. Ich

weiss zwar nicht, was unsere Reiseführerin

jeweils bezahlte, da alles im Preis inbegriffen

war, jedenfalls wurden wir kein einziges Mal

abgelehnt und die L eute waren sehr gastfreundlich.

Ab und zu zu gastfreundlich: mit

wieviel Beherrschung würgten wir doch so

manchen auf dem Jurtendach getrockneten

Ziegenkäse (oder war es Quark?) herunter

und durften mit gegorener Stutenmilch

(Airak) nachspülen. Man muss mit dem

Zeug aufgewachsen sein, um es zu mögen.

Einer der Höhepunkte kam gewiss gegen

Ende der Reise, als es in einem „Dorf“ (10

Jurten und 2 Ställe) hiess, dass am nächsten

Tag ein Nahdam-Fest stattfinden würde.

Das ist ein Anlass, bei welchem traditionelle

Wettkämpfe – Pferderennen, Ringen und

Bogenschiessen – veranstaltet werden. Mit

Motorrädern, Jeeps, doch vorwiegend mit

Pferden strömten hunderte von L euten aus

dem Nichts ins „Dorf“. Für uns war vor

allem das 20 Kilometer lange Pferderennen

sehr beeindruckend, welches in gestrecktem

Galopp von fünf bis maximal zwölfjährigen

Knirpsen (!) absolviert wird, weil Erwachsene

mehr wiegen. Allgemeines Aufsehen

erregte unser „Hardliner“ und bekennender

Odin-Verehrer (tja....) Steffen aus Weimar,

als er sich beim Ringkampf anmeldete und

in der ersten Runde nur knapp verlor.

Zusammengefasst war diese Reise trotz

langen Autofahrten eines meiner grössten

Erlebnisse auf Wanderschaft.

Nach dieser Tour überlegten wir uns, ob wir

mit den drei Ossis per Zug weiter nach

Peking fahren sollen. Doch ein Kneipenbesuch

in Ulan Baator machte uns einen Strich

durch die Rechnung. Ein hohes Tier der

„Gemeinschaftstechnischen Zusammenarbeit“

Deutschlands (GTZ) mit anderen

Worten eine vom deutschen Staat finanzierte

Entwicklungs-Hilfsorganisation erkannt uns

wegen unserer Kluft als Wandergesellen und

wusste Arbeit für uns.Erdüse morgen zurück

nach Deutschland, gebe uns aber die

Adresse vom GTZ-Chef der Mongolei. So

kam es, dass wir mit jenem kurz zusammensassen

und verabredeten uns auf den Montag,

um den Arbeitsvertrag und Einzelheiten

zu klären. Dabei erfuhren wir auch, dass die

Gesellen, die vor einem Jahr in Ulan Baator

waren, für die selbe Organisation arbeiteten.

Gesagt, getan, am Montag fanden wir uns im

GTZ-Büro ein und uns wurden die Projekte

vorgestellt: Einerseits ging es darum, das

mongolisch-staatliche Holzforschung-

24


Igel auf Walz

sinstitut in eine praktische Ausbildungsstätte

für Tischler umzuwandeln. Als weiteres galt

es, ein Niedrigenergie-Haus in Zusammenarbeit

mit dem Holzinstituts und dem Bauforschungsinstitut

in Elementbauweise zu

bauen, welches später dann von den Mongolen

selbstständig in Serie und für einen

günstigen Preis zu produzieren sein sollte.

Doch beinahe erste Priorität hatten die

Montage von neuen Sockelleisten in Chefs

Wohnung, da die jetzigen „scheusslich“

seien...

Also waren unsere Arbeiten Häuschen und

Hobelbänke zu planen und zu bauen, einen

Stirnholzboden zu verlegen und – Sockelleisten

zu produzieren und montieren. Als

weiteres wurde uns Daschyn Ölsiebajar

(Rufname Ölsi) vorgestellt. Er hatte noch

während der DDR Zeit eine längere Ausbildung

genossen, sprach nahezu perfekt

deutsch und war als Übersetzer angestellt.

Dann fuhren wir zur Betriebsbesichtigung

ins Holzinstitut. Unsere Erwartungen waren

ja nicht allzu gross, aber was wir dort vorfanden

war gelinde gesagt sehr einfach.

Trotz Allem unterschrieben wir den Arbeitsvertrag.

Es hiess, dass wir erst nächsten

Montag den ersten Arbeitstag hätten, da

(jedenfalls bei der GTZ) diese Woche wegen

dem grossen Nahdam-Fest sowieso nichts

mehr läuft. Tatsächlich ist dieses alljährliche

Spektakel ein Anlass, weswegen die Nomaden

mit ihren Jurten und oft sogar mit ihren

Herden an den Stadtrand ziehen, um mit

teilzuhaben. Dieses Jahr sollte es sogar besonders

bombastisch abgehen, weil es 80

Jahre seit der kommunistischen Revolution

her sind. Die Mongolei ist zwar inzwischen

demokratisch, aber die Kommunisten geniessen

einen sehr hohen Machtanteil. Zu

dieser Zeit zieht es die meisten Touristen in

die Mongolei und deshalb war das

Guesthouse zum Bersten voll. Mit Paraden,

Fallschirmspringen und Tralala fand die

Eröffnung im Stadion statt. Danch konnte

man aus weiter Entfernung die Ringkämpfe

beobachten. Fast mehr Aufsehen erregten

für mich die älteren Leute im Publikum, die

ihre traditionellen, langen Gewänder mit

„Held der Arbeit“ und ähnlichen Plaketten

„beschmückt“ hatten. Eindrücklicher wäre

sicher das Pferderennen ein wenig ausserhalb

Ulan Baator gewesen, doch das hatten

wirleiderverpasst.

Am ersten Arbeitstag war unser GTZ-Chef,

der uns noch das eine oder andere zu sagen

gehabt hätte nicht anwesend. Zusammen mit

seiner Frau war er noch nicht vom Wochenendausflug

zurückgekommen... Also sassen

wir ein bisschen mit einem GTZ-

Architekten, der für 4WocheninderMongolei

blieb und die Hälfte davon schon hinter

sich hatte, zusammen und kuckten seine

Häuschenpläne an. Mit Ölsi schauten wir

uns am Nachmittag den Baumarkt an. Das

ist eine Einkaufsmeile mit hunderten von

Ständen mit allerlei Baumaterialien. Das

25


Igel auf Walz

ganze sieht für unsereins einem Ameisenhaufen

ähnlich. Wir entdeckten auch diverse

Handmaschinen mit Markennamen wie

„Bosch“ uned „Makita“. Als wir die Preisschilder

ankuckten bekamen wir schon glänzende

Äuglein. Doch Ölsi holte uns grinsend

wieder auf den Boden der Realität:

„Wo Bosch draufsteht ist noch lange kein

Bosch drin. Das sind alles Kopien aus China

und dementsprechend von der Qualität her

Tschzch.“ Tschzch ist mongolisch und

heisst scheisse.

Am nächsten Tag fingen wir an zu arbeiten,

wobei die Arbeit oft darin bestand Werkzeug

zu suchen oder einzukaufen, Maschinen

wenigstens ein wenig aufzupäppeln (z.B.

hobelte die Dickenhobelmaschine 30 cm

breite Bretter mit 2 mm Dickendifferenz).

Nicht selten war warten angesagt. Wenn

man z.B. ein bestimmtes Werkzeug aus

einem bestimmten Raum haben musste, aber

die Person mit dem dazu bestimmten

Schlüssel nichtauffindbar war. Ein mongolisches

Sprichwort sagt: „ Wereiltderfriert.“

Für unsereins nicht ganz einleuchtend, da

Bewegung ja bekanntlich Wärme erzeugt.

Aber die Mongolen mit ihren sibirischen

Wintern müssen es ja wirklich besser wissen.

Um euch viele nervenzerreissende Geschichten

über den Arbeitsplatz zu ersparen, schildere

ich hier im groben Rahmen, wie dieses

Holzinstitut aufgebaut ist. Offiziell wird dort

nur geforscht. Da laufen viele mit glänzendenTitelnwie„Ingenieur“

herum. Das sind

vorwiegend nette Damen und Herren, aber

wasbringtdas,wenndiedenganzenTag

nichts machen und höchstens alle paar Wochen

einmal mit einer Furnierpresse aus der

Stalinzeit ein Spanplatte pressen, die auseinanderfällt?

Na gut, so lange die Forschungsergebnisse

protokolliert werden,

gibt’s vom Staat auch Geld. Ganz oben im

Privatbüro sitzt der Chef namens Zandarvaa

Purevaragchaa unter uns nannten wir ihn

Pol Pot, weil er jenem ähnelte und uns auch

nicht besonders sympathisch war, der nur

Zeitung liest und ab und zu einen Rundgang

durch den Betrieb macht. Als weiteres sind

da die Arbeiter, die für $ 30 im Monat arbeiten

(was wir am Tag bekommen). Diese

stellen Möbel her, welche angesichts der

Werkstattausrüstung wirklich akzeptabel

sind. Da aber das Holzinstitut keine Konkurrenz

zu anderen Tischlereien (weil staatlich)

sein darf, ist die ganze Produktion

illegal und das Geld wird vermutlich Pol Pot

einstreichen. Zusätzlich wittert er natürlich

Kohle, wenn sich das GTZ noch einnistet.

Als weiteres befindet sich im selben Gebäude

ein Möbelhandel, eine Bäckerei und im

Hinterhof gibt es einen kleinen Schuppen,

darin eine „Schlosserei“ mit einem oft besoffenen

„Fachmann“. In seinen Räuschen

strahlt er wie ein Kleines Kind vor dem

Weihnachtsbaum – man kann ihm einfach

nicht böse sein. Für alle Leute waren wir

einfach „German“, schliesslich waren die

letzten zwei vor einem Jahr ja genau so

angezogen und waren auch Deutsche. Für

den „Schlosser“ aber waren wir Russen, so

wie vielleicht der eine oder andere Europäer

alle Schlitzaugen als Chinesen abstempelt.

26


Igel auf Walz

Ein Wachhäuschen gibt’s übrigens auch

noch. Mit Stolz zeigt mir ein Wächter seinen

uralten Karabiner unter der Bettdecke.

Trotzdem wurde letztes Jahr der ganze Abzugsventilator

(!) geklaut.... Ach ja: Fast hätte

ich noch die wirklich fleissige Putzfrau vergessen,

die weiss nicht wie viel mal am Tag

den selben Flur, die selbe Treppe und die 3

Klo’s reinigt. Sisiphusgeschichten über den

Kommunismus, wie wir sie aus den Medien

kannten, sind hier auch life zu erleben. Mittagessen

konnte man für Fr. 1.20 in der

betriebseigenen Kantine. Gekochtes Schaffleisch

ist das tägliche Brot der Mongolen.

Dazu gibt’s je nach Tag Reis, Nudeln oder

Glasnudeln mit gekochten Karotten und

Kartoffeln, alles klein zerstückelt. Oder man

findet alles zusammen in einer Suppe vor.

Zum trinken bekommt man gesalzenen

Grüntee, ab und zu mit Milch versehen.

Wenn es hochkommt werden sogar Schaffettstückchen

beigemengt, die dann genüsslich

zu Gemüte geschlürft werden. Überhaupt

ist schlürfen und rülpsen durchaus

salonfähig. Zu unserer Verwunderung essen

die Mongolen nicht mit Stäbchen, sondern

wie wir mit Messer und Gabel. Das Arbeiten

nahm so seinen L auf und in der 4. Woche

stiess noch Herbert Fickel vom DED

(Deutschen E ntwicklungsdienst) dazu. E r

hat die Aufgabe, aus dem Holzinstitut ein

L ehrbetrieb zu machen. Er tauchte jedoch

selten auf, weil in seinen ersten 3 Monaten

sein Mongolisch im Sprachunterricht verbesserte.

Sehr vernünftig in meinen Augen,

der GTZ-Chef hingegen spricht kein Wort

mongolisch und hat immer seinen Chauffeur

(!) als Übersetzer um sich. Unserer Meinung

nach hatte Herbert was auf dem Kasten. E r

stellte schon in Papua Neuguinea von Null

auf eine Berufsschule auf. Mit ihm, seiner

Frauundden2und5jährigen Kindern sind

wir am Wochenende oft an ein schönes

Plätzchen ausserhalb der Stadt zum baden

und grillieren gefahren.

Einmal hiess es, dass Pol Pot einen Betriebsausflug

veranstalten werde. Mit einem

Jeep und einem L KW fuhr an einem Donnerstagnachmittag

beinahe die ganze Belegschaft

und ich als einzige L angnase 200 km

in einen abgelegenen Wald um Johannisbeeren

zu pflücken. Also kam ich schon beim

Frühstück jeweils zum Genuss der selben

Mahlzeiten wie sonst beim Mittagessen in

der Kantine. Ein bekannter eines Arbeiters

konnte gut englisch und erzählte mir viel

über die Natur, sowohl vom Wald als auch

von der Gobi. Er zeigte mir fliehende Rebhühner,

Wolfskopf und er fand meist auch

die besten Beerenplätze. Am Abend sass

man ums L agerfeuer, wo der Wodka mit

traditionellen Trink- und Singritualen in

Mengen floss. Die leeren Flaschen werden

27


Igel auf Walz

ordentlich neben dem Feuer aufgereiht, so

dass ein jeder mit Stolz die gemeinsam erreichte

L eistung betrachten kann. Sofern er

noch nicht flachliegt. Weil es allen so gefiel

ging‘s erst am Montag, statt wie vorgesehen

am Sonntag, nach Hause. Wegen den stündigen

Pannen am L KW dauerte die Heimfahrt

24 Stunden –„Wereiltderfriert.“

Irgendwann wurde unsere Arbeit doch noch

fertig und wir hatten noch zwei Wochen, bis

unsere Aufenthaltsgenehmigung verstrichen

war. Das ganze Häuschenprojekt gibt in

unseren Augen wenig Sinn: Zwar waren bei

fast sämtlichen Arbeiten 3 fleissigen Mongolen

mit dabei, aber ob die jetzt selber so ein

Ding bauen können ist mehr als fraglich,

obwohl Peter sämtliche Pläne gezeichnet

und die Arbeitsvorgänge bis ins kleinste

Detail beschrieben hat. Die Jungs haben

einfach sehr sehr wenig Ahnung vom Bauhandwerk

und eine Zimmererlehre dauert

bei uns immerhin 3 Jahre. Hinzu kommt

noch, dass die Mongolei keinerlei Zimmereroder

Tischlertradition hat und nie hatte. Für

Holz, Baum, Latte, Brett und Ast gibt es ein

einziges Wort: „Mot“. Hingegen gibt es

mehr als 20 Fachbegriffe für Schafe. Wie

sollten die das in knapp 4 Monaten kapieren

können? Aber das GTZ kann jetzt in ihrem

Jahresprojekt endlich das Projekt „Häuschen“

war schon zwei (!) Jahre alt, einen

Erfolg vorweisen. Geht beim nächsten Bau

alles schief, sind die Mongolen schuld. Man

hat ihnen ja alles erklärt. Ohne uns dreien

selber auf die Schultern klopfen zu wollen:

Wären wir nicht dagewesen, gäbe es immer

noch jeden Montag eine GTZ-Sitzung über

die neusten Fortschritte beim Häuschenprojekt.

In diesen 2

Wochen

hatten wir

noch Zeit,

unser Versprechen

bei einer

Heimleiterin

einzulösen,

in dem

wir für Kost

und L ogie

bei ihrem

Waisenhaus

eine Garage aufrichten. So hatten wir doch

noch was vernünftiges getan.

Für den Abend bevor unser Zug nach Peking

fuhr, luden die 3 Häuschen Mitarbeiter

noch zu Speis und Trank ins Holzinstitutbüro

ein, wobei man „Speis“ beinahe streichen

kann. Pol Pot war mit anwesend; Undra eine

Sekretärin, Bati der GTZ- Chauffeur; Uni,

eine GTZ-Übersetzerin, dann noch ein paar

Ingenieure und natürlich Ölsi. Der durfte als

erstes gerade mal die zuckersüssen Reden

von Pol Pot an uns übersetzen. Es nahm

seinen Lauf, wie eine mongolische Party

seinen Lauf nimmt. Und als alles weggesoffen

war, fragten wir L angnasen, ob Bedürf-

28


Igel auf Walz

nis für Nachschub vorhanden sei. „Klar!“

Und so gingen wir insgesamt 3 Mal Res, 1

mal Bier und Wodka zu holen. Irgendwann

lallte die ganze Sippe nur noch und mir fiel

auf, dass mein Fotoapparat abhanden gekommen

war. So etwas hätte ich mir in

dieser Runde nicht im Traum vorstellen

können. Das war natürlich der Partykiller,

aber das ganze Fest wäre sowieso nur noch

eine Frage von Minuten, weil alle den Kanal

dermassen voll hatten. Und für grosseRecherchen

war mein Kopf zu diesem Zeitpunkt

auch zu schwer. Zuletzt war nur noch

Undra, Ölsi, Pol Pot und ich anwesend und

wir begaben uns zum Ausgang. Auf dem

Hof brabbelte Pol Pot etwas zusammen, was

mir Ölsi Zähneknirschend übersetzte: „Jetzt

beschuldigt er mich, ich hätte deinen Fotoapparat

gestohlen!“ Ölsi käme dazu wirklich

als letztes in Frage, deshalb entgegnete ich

ihm: „ Sag ihm, er soll nicht so ein Scheiss

erzählen.“ –„Jawohl!“ antwortete Ölsi und

ich weiss nicht, ob er in seinem Zustand

meinen Satz falsch interpretierte. Auf jeden

Fall schubste er Pol Pot derb und schon ging

eine Rauferei los. Zuerst betrachtete ich die

Szene mit Teilnahmslosigkeit, weil Ölsi

sofort Oberhand gewann und dem Pol Pot

ein paar Hiebe nicht schaden können. Hingegen

sind es schlechte Voraussetzungen für

Ölsi’s Arbeitsplatz, wenn er seinen Vorgesetzten

verklopft. Das kapierte jedoch

Undra blitzschnell und sie stellte sich zwischen

die beiden Streithähne. Jetzt half ich

ihr, den Ölsi ins nächste Taxi zu balancieren.

Den Pol Pot liessen wir stehen und jeder

ging seines Weges.

Am nächsten Morgen fuhr uns Herbert mit

der ganzen Familie zum Bahnhof. Ölsi war

auch vor Ort und schenkte uns einen ganzen

Plastiksack voll selbstgemachte Booz. Das

sind fritierte Teigtaschen mit Hackfleischund

Gemüsefüllung. Diese nahmen wir dann

genüsslich während der Zugfahrt als Katerfrühstück

zu uns. Und beim Verdauungsnickerchen

träumte sicher ein jeder von der

inzwischen frostig kalten Mongolei, und das

was wohl im wesentlich wärmeren Peking

alles auf uns wartet...

Zusammengefasst hat es mir in der Mongolei

sehr gut gefallen und ich werde wahrscheinlich

auch wieder einmal vorbeischauen.

Ich kann es auch als Reiseziel für Leute

empfehlen, die auf jeglichen L uxus verzichten

können und sich nicht aus der Ruhe

bringen lassen, denn in der Mongolei läuft

nie alles wie am Schnürchen. Darum würde

ich meines Erachtens nach mindestens drei

Wochen Zeit für das L and nehmen.

E in guter Reiseführer ist bestimmt das Buch

vonFredFokert.DerNameistmirleider

entfallen, jedoch weiss ich noch, dass unter

der Bezugsadresse in der Schweiz Affoltern

a/ A drin stand. Hier wäre die Adresse von

„Idrés Guesthouse“:

IDRÉS GUEST HOUSE,

P.O. BOX-44-405,

ULAAN BAATAR-210644,

Tel. 316749

Ausser der Familie Idre lernten wir dort

noch viele Gäste aus nahezu 20 verschiedenen

L ändern kennen. Für L angeweile war

nicht viel Zeit vorhanden.

29


Spanferkel/Fähnli Büffel

Spanferkel

Spanferkel ist ein Anlass, der für dieFähnliführer

ins L eben gerufen worden ist. E r

sollte eigentlich 4 Mal im Jahr stattfinden.

Der Sinn des Spanferkel-Anlasses ist, dass

man die Verantwortung als Venner kennenlernt,

verschiedene QP (Quartals Programm)

Themen sieht und wie man eine Übung

erfolgreich und spannend gestaltet.

Diese V ersammlung wurde vor ca. 2 Jahren das

letztemal durchgeführt.

Und heute fand sie endlich wieder einmal

statt! Der Anlass wurde wieder neu geboren.

Falter verteilte jedem Fähnli einen Ordner

mit mehreren Dokumenten darin. Auf einer

L iste standen ca. 586 Quartalsprogramm

Themen, auf der 2. L iste fand man ca. 300

TätigkeitendiemanineinerÜbung einbauen

könnte, und im 3. Kapitel eine Bauanleitug

für eineÜbung oder wie sie gestaltet sein

soll. Zum Schluss findet man auch noch

einen Überblick damit alle Venner wissen,

welche Aufgaben die Fähnlis zu erledigen

haben. Nachdem alle diese Blätter im

Schnelltempo überflogen hatten, kam die

Zwischenverpflegung (Guezli und Ice-Tea).

Nach der Pause rief die Arbeit wieder. Wir

bekamen den Auftrag, die sehr hilfreichen

Dokumente gleich mal anzuwenden. Also

teilten wir uns auf und planten zu zweit

innerhalb von 30 Minuten eine Übung.. Jede

Gruppe präsentierte am Schluss ihr Werk

den anwesenden Personen. Kritiken, L ob

oder Verbesserungsvorschläge waren sehr

erwünscht !

Als während der Aufführung noch eine

kleine Gruppe weiblicher L ebewesen der

Spezies Menschen vorbeikamen fragte Falter,

als sich alle nach ihnen umdrehten, ob

wir noch nie Frauen gesehen hätten. Um die

Unwissenden unter uns vollständig aufzuklären,

meinte er: "Frauen sind die mit den

30

langen Haaren, ausser Dulix." Erstaunt über

soviel Weisheit aus seinem Munde nickten

wir nur andächtig mit dem Kopf (oder war

es vor lachen....?) und erzählten unsere Story

zu Ende.

Nach der Auswertung machten wir uns, um

einige Ideen und Weisheiten reicher auf den

Heimweg.

Allzeit Bereit

Übung vom Fähnli Büffel

Die “Chilbi“ war wieder einmal in Affoltern.

Aber dies kümmerte das Fähnli Büffel

nicht und veranstaltete dafür eine, im Gegensatz

zur Chilbi, nicht kommerzielle

Übung.

Nach dem Antreten (13.30 – 16.00 Tannholzbrücke)

fanden wir nichts ahnend einige

Papierzettel auf denen stand, dass der ganze

schweizerische Wurstvorrat verseucht worden

sei. Weiter stand darauf, wie wir uns

heilen können. Nämlich mit einem Elixier,

welches wir selber mixen mussten. Die verschiedenen

Teile fanden wir in der Umgebung

des Vitaparcours. Wir durften dann

auch das Elixier trinken (man kann sich das

etwa wie eine Salatsauce vorstellen...) um

somit wieder geheilt zu sein. Schlussendlich,

nach hunderten von Zetteln und Tränkchen

waren wir wieder bei der Tannholzbrücke,

wo Tipolo, die Zwillinge Fuchur und Vivacio,

und ich, unsere “Guetzlibelohnung“

verspeisten. Wie immer gingen alle mit einem

vollen “Guetzlimagen“ nach Hause.

Allzeit Bereit

Puck


Geschichte

Der Ursprung der Pfadibewegung

Mir fiel auf, dass ich selber lange nicht wusste, wie

der Gründer der Pfadibewegung, Bi-Pi, auf die Idee

der Pfadi kam. Deshalb habe ich mich dafürentschieden,

eine kurze Biographie über denjenigenzu

schreiben. So, dass auch ihr etwas mehr über den

U rsprung der Pfadi erfahrt.

Robert Stephenson

Smyth Baden-Powell

wurde im Jahre 1847 in

L ondon geboren. Schon

als kleiner Junge hielt er

sich am liebsten im

Freien auf und begeisterte

schon damals viele

seiner Kollegen für die

Natur und deren Besonderheiten.

Mit 19

Jahren bewarb er sich

fürs Militär undwurde

schnell „ein hohes

Tier“.Während seiner

militärischen Karriere

musste er unter anderem

die Stadt Mafeking

(Südafrika) vor der

Belagerung gegnerischer

Truppen retten. Dabei

wareraufdieHilfe

einheimischer Jugendlicher angewiesen und

musste feststellen, dass man ihnen grosse

Verantwortung übergeben konnte und die

Aufgaben auch gut gelöst wurden.

Als er dann nach L ondon zurückkehrte,

wollte er das Gelernte den englischen Jugendlichen

weitergeben. Doch nicht nach

den Grundsätzen des Militärs, sondern auf

spielerische Art und lehrreich.

1907 führte Baden-Powell auf der Insel

Bronsea an der Südküste von England mit

26 Knaben das erste Sommerlager durch.

Schon damals wurde Baden-Powell von den

Jungs Bi-Pi genannt. (Auch heute noch sollte

der Name Bi-Pi ein Begriff für unsseinund

uns an den Ursprung der Pfadi erinnern.)

Nach dem grossen Erfolg dieses Lagers

realisierte Bi-Pi, dass die Nachfrage der

Knaben so gross war, dass daraus eine eigentliche

Bewegung wurde, die nicht mehr

aufzuhalten war. Auch die Mädchen interessiertensichfür

diePfadi,

und im Jahre 1909

wurden sie unter dem

Namen „Guides“ in die

Bewegung aufgenommen.

1912 heiratete Bi-Pi

seine grosse Liebe Olave

Saint Clair Soames.

Von 1909 an, leitete die

Schwester Bi-Pi’sdie

Guides, bis 1912 Olave

diese Aufgabe übernahm.

So wurde die

Pfadibewegung immer

grösser. Das Jamboree

im Jahre 1920 brachte

Jugendliche aus 34

Länder zusammen. Und

dies war erst der Anfang.

weltweit zählt die

Pfadibewegung heute 26

Millionen Pfadfinder

und Pfadfinderinnen in 126 L änder.

Wusstest du eigentlich, dass die Meitlipfadi

mit ca. 150 und die Buebepfadi mit ca. 250

Mitglieder aus dem Säuliamt, zusammen die

grösste Abteilung der Schweiz ergibt.

Allzeit Bereit

31


Meute Akela/Chuchundra

Übung der Meute Akela/

Chuchundra

32

Am 9. März trafen wir uns alle um drei Uhr

beim Spital, die meisten kannten einander

schon, doch für Manche, darunter auch zwei

L eiter, war es die erste Übung in dieser Meute.

Nach dem Antreten, machten wir uns aufgrund

eines Briefes auf den Weg zum Bisliker

Weiher. Dort fanden wir einen Zettel, er

riet uns zu einem andern Ort zu gehen. Das

selbe wiederholte sich noch dreimal, und

jedes mal hatten wir das Gefühl: Etwas

wichtiges müsse vorgefallen sein. Endlich

wurde uns mitgeteilt, es befinde sich eine

wichtige Persönlichkeit im Umkreis von

zweihundert Metern. Wir teilten uns und

gingen auf die Suche. Es dauerte lange, doch

schliesslich hatten wir einen Heiligen aufgespürt,

der die erwähnte Persönlichkeit zu

sein schien. Er erklährte uns sein Problem:

„Der Satan treibt sein Unwesen auf der

Erde, und ohne mein magisches „Anti-

Satan-Tool“ (AST) bin ich ihm nicht gewachsen“.

Ergriffen von seinen Worten,

versprachen wir ihm zu helfen. Unglücklicherweise

war sein Tool in einem magischen

Kreis eingesperrt, der nicht betreten werden

durfte. Nur eine Seilbrücke spannte sich

darüber. Dank dem Einsatz der Wölfe war

dieses Tool schnell geborgen und der Kampf

gegen den Satan konnte beginnen. Um den

Teufel endgültig zu besiegen musste sein

Feuer, gelöscht werden. Sein Feuer war

gegen alles resistent, ausser dem Wasser aus

einer gesegneten Quelle, das mit ebensolchem

Papier transportiert wurde. Der Heilige

lenkte den Satan ab, während wir mit

allen Kräften versuchten das Feuer zu löschen.

Endlich, das Feuer war gelöscht und

wir konnten dem Teufel an den Kragen.

Nach dieser schweisstreibenden Arbeit hatten

wir es redlich verdient, uns hinzusetzen

und uns einen E istee zu genemigen, der

zwar nicht ganz so heilig war, jedoch einiges

besser schmeckte.

Nach einem extraleisen Abtreten machten

sich alle glücklichaufdenHeimweg.

Alle? Nein, der Teufel liegt noch immer KO

am Bisliker Weiher und weiss von nichts.

N eue Gesichter bei Akela/

Chuchundra

Im Herbst 2001 wurden die Meuten Akela

und Chuchundra mangels L eiter zusammengelegt.

Diesen Frühling werden daraus wieder

zwei Meuten werden. Die eine wird von

Pulcino und Juno geleitet, die andere von

Dhanus und Platon. Wir möchten uns somit

hier vorstellen:

Mein Name ist Dhanus. Ich bin 20 Jahre alt

und komme aus Mettmenstetten. Bis letzten

Sommer habe ich das Fähnli Anakonda

(Stamm Minnesota) geleitet und es nach vier

fröhlichen Jahren meinem Nachfolger übergeben.

Danach habe ich mich um kleinere

Dinge gekümmert, wie meine Nachfolger

einarbeiten und den Pfadichlaus organisieren.

In dieser Zeit wurde mir jedoch

langweilig und so hab ich mich entschieden

Wolfsleiter zu werden.

Ich heisse Platon, bin 15 Jahre alt, lebe in

Affoltern und bin seit Jahren in der Pfadi.

Vier Jahre lang war ich Mitglied im Fähnli

Panther (Stamm Süddakota). Als Dhanus

mich Fragte, ob ich Wolfsleiter werden

wolle, sagte ich mit Freude zu und freue

mich nun auf meinen neuen Job als Meuteleiter.

EusesBescht

Dhanus, Platon, Juno und Pulcino


Erlebtes

Austauschböölimann

Wir schreiben den neunten März 2002, am

Chrumberg ob Bonstetten versammelte sich

eine Gruppe dubioser Gestalten. Alle ausser

dem einen, der ein Pfadihemd trug, waren

dunkel angezogen und in der Dunkelheit

kaum auszumachen. Sie waren Böölimänner,

im Dienst der Pfadi Felsenegg. Drei waren

Einheimische, doch da waren noch zwei

„Ausländer“ der Pfadi Säuliamt. Nach der

letzten E insatzbesprechung verabschiedeten

sich die Venner, und wir Fünf waren auf uns

allein gestellt. Fieberhafte Tätigkeiten ergriffen

uns, denn der Postenlauf musste vorbereitet

werden.

Zum Thema: wir waren Mitglieder einer

kannibalischen Sekte, die den MMM anbeteten

(unbestätigten Berichten zufolge soll der

Gott „Magic Mega Muh“ heissen, doch wie

in fast allen wichtigen Religionen, wird der

Name des Gottes NICHT ausgesprochen).

Wir verkleideten uns, und bekamen unser

Amulett umgehängt, dann machten wir uns

auf den Weg

Am Anfang des Postenlaufs lag ein Hinweis

mit der Aufforderung, sich zu tarnen, genauer

gesagt sich mit Farbe einzureiben, um die

schädlichen Einflüsse des MMM abzuwehren.

Dann mussten sie einer Spur folgen, die

wir mit Farbe ausgelegt hatten, bis sie auf

einen Knochen stiessen. Durch die eingravierte

Botschaft liessen wir sie wissen, dass

sie uns nicht zu nahe kommen sollten. Doch

es ertönte das Geräusch einer Kettensäge,

dem sie folgten. Direkt in unsere Falle! Unterstützt

von den Scheinwerfern eines Autos

und unserem unbändigen Kriegsgebrüll

entführten wir drei der Pfadis und machten

uns vom Acker bzw. flüchteten in den Wald.

Diese naseweisen Pfadis mussten uns natürlich

folgen. Wir hinterliessen nochmals eine

Warnung mit der dringenden Mahnung, ihre

Pfadis aufzugeben.

Da wir nicht darauf vertrauten, liessen wir

einen der unsrigen mit einer Geisel auf dem

Weg zurück, um notfalls die Pfadis aufzuhalten,

bis die Opferzeremonie beendet war.

Wir anderen beeilten uns, zum Treffpunkt

zu kommen. Aus Sicherheitsgründen teilten

wir uns auf, um nicht beide Geiseln auf

demselben Weg zu führen. Doch diese Pfadis

sind doch einfach zu schnell, als wir uns

wieder trafen, sahen wir die feindliche

Gruppe schon auf dem Weg, unser Vorposten

hatte versagt und eine Geisel war wieder

frei. Wir mussten ein Ablenkungsmanöver

starten, einer von uns spielte den Verletzten

und humpelte laut schreiend den Pfadis

entgegen. Sie fielen darauf rein, doch wie es

sich für ein Mitglied der Bruderschaft gehört,

liess er sich nicht erwischen. Leider

kamen uns diese vermaledeiten Pfadis schon

wieder zuvor (die geben ja nie auf), mitten in

die Zeremonie platzten sie herein, zum

Glück war unser Räucherwerk schon angezündet,

so konnten wir uns im Nebel davonmachen.

MMM wird sehr böse sein, doch wir kommen

wieder. Wenn wir seine Strafe überleben...

Übrigens, die Geiseln wurden anschliessend

getauft.

Allzeit bereit

33


Comic/Fähnli Gepard/Puma

Übung vom Fähnli Gepard und

Puma

Am Samstag standen wir an der Tannholzbrücke

und spielten mit einem Fussball.

Plötzlich kam ein komischer Typ dahergelaufen.

Er sagte, er brauche unsere Hilfe.

Wir dachten, da wir eh nichts zu tun haben

könnten wir ihm doch helfen. Er sagte er

werde von einem Mörder verfolgt. Auf

einmal kam ein Mann in einem schwarzen

Kleid hergerannt. E r warf ein paar von uns

auf den Boden und kidnappte einen von

uns. Wir rannten ihm nach und sahen dann

dass er einen Zettel verloren hatte. E s war

ein Kroki von seinem Standort. Wir gingen

dahin und sahen unseren Pfadi wie er neben

ihm gefesselt war. Dann rannte dieser komische

Typ zum anderen hin und lachte uns

aus. Wir griffen sie dann an und zerhauten

sie, bis sie auf dem Boden lagen. Wir sahen

dann einen Koffer neben einem Baum und

fragten sie, was das sei. Wir fanden dann

raus,dasseseineBombesei.Wirversuchten

sie zu entschärfen, doch es ging nicht. Wir

befiehlen ihnen die Bombe zu entschärfen

und sie taten es dann auch, zumindest dachten

wir das. Wir nahmen ein bisschen Abstand

und plötzlich ging sie in die Luft. Wir

sahendannnurnochKleiderfetzen.Wir

sahen noch einen Zettel mit Koordinaten.

Wir gingen zu dem Punkt und fanden eine

Schatzkiste, die gefüllt war mit Esswaren.

Wir gingen zur Tannholzbrücke zurück und

assen unseren Schatz. Zum Glück haben wir

nie wieder etwas von den beiden gehört.

Allzeit Bereit

34


Skilager

Führer- Skilager am Pizol

Wir, die erlauchten und (vorläufig noch)

zurechnungsfähigen L eiter der Pfadi Säuliamt

haben uns über die Sportferien die

Freiheit genommen, uns eine Woche lang

vom Alltagsstress zu erholen (?), indem wir

uns ein Erholungslager in dem schönen

L ande oberhalb von Sargans, genauer am

Pizol gönnten. Das L agerhaus befand sich

eigentlich an allerbester L age, direkt neben

der Skipiste, was jedoch den einen nicht

allzu viel brachte, da die Lifte einen Tag lang

nicht fuhren, und sie sich demzufolge von

der Bergstation der Seilbahn durch dichtestes

Schneegestöber zum Haus kämpfen

mussten, während einige andere sich in

dieser Zeit im Thermalbad vergnügten und

dieses auch (alle Jahre wieder) um einige

Badetücher erleichterten. Am Abend jedoch

wurden die fast Erfrorenen wieder durch

wohltuende „Medikamente“ ins L eben zurückgeholt.

Am nächsten Tag war das Wetter wie auf

einer Postkarte, was jedoch einen bestimmten,

hier nicht näher genannten Snowboarder

aus Mettmenstetten, der inzwischen

Wölfliführer ist und basler Dialekt spricht

dazu verleitete, seine Fähigkeiten zu überschätzen

und demzufolge stürzte. Dabei

stellte er sich derart geschickt an, dass er sein

Skibillet, für das er am vorigen über 100

Franken gezahlt hatte, verlor. Völlig aufgelöst

telefonierte er nun in der Weltgeschichte

herum, um ein zweites Billet zu bekommen,

worauf er spontan zum Held des Tages

ernannt wurde. Ein anderer wollte auf dem

Sessellift dessen Schubkraft testen und

steckte zu diesem Zwecke seinen Alu-

Skistock zwischen Sessel und Boden, worauf

dieser in 1000 (eigentlich 2) Stücke zerbarst.

Am letzten Tag wollte unser allerweise Lagerleiter

das Haus in optimalen Zustand

zurücklassen um ein noch viel besseres Bild

der Pfadi zu hinterlassen. Dazu bedurfte es

natürlich der angemessen Zeit, folglich hatten

wir in wohl zu ausreichender Frühe

aufzustehen hatten. Als dann am nächsten

morgen ersichtlich wurde, dass es nicht der

vorausgesagten Zeit bedurfte, wurde

schnellst eine Aufteilung in zwei Gruppen

beschlossen, die einen bereiteten die Hausabnahme

weiter vor, die restlichen durften

nochmals die herrlich frischen – erstaunlicherweise

für einmal nicht künstlich beschneiten

– Pisten geniessen. Daraufhin

assenwirnochzumletztenMalgemeinsam

im gemütlichen Restaurant des Gastgebers,

bevor wir mit überladenen Kabinchen wieder

in Richtung Tal segelten. Dort verabschiedeten

wir uns und gingen in verschiedenen

Autos oder teilweise auch per Bahn

wieder nach Hause ins gemütliche Säuliamt.

So, dass wärs dann also gewesen mit der

Rückschau zu dem erlebnisreichen und

erholsamen Skilager.

35


Papiersammlung

Altpapiersammlung

Dieses Jahr führt die Buebepfadi das erste

mal eine Papiersammlung in Affoltern

durch!

Der gesamte Erlös dieser Papiersammelaktion

geht zugunsten des Neuen Pfadiheimes

Schwandenhölzli.

Die Papiersammlung findet am 6. Juli

2002 statt!!!

Dieses Datum sollte man sich schon jetzt

vormerken, denn wir sind auf jeden Bündel

angewiesen.

An diesem Tag sind wir auf die Hilfe jedes

Pfadis (aus Sicherheitsgründen keine Wölfe)

angewiesen. Für jede arbeitende Hand sind

wirdankbar.Auchangewiesensindwirauf

geeignete, mögliche Transporter mit denen

die Altpapierbündel eingesammelt werden

können.

Falls sie im Besitze eines solchen Transporters

sind, oder jemanden kennen, der

einen zur Verfügung stellen würde, so

melden sie sich bitte bei Parbat (Kurt

Ebnöther, 079/ 361’63’86)

Wir danken Ihnen schon im Voraus für ihre

Unterstützung!

Impressum

Mitteilungsblatt der Pfadi Säuliamt

Ausgabe: April 2002

47. Jhg.

Auflage: 500

Erscheint vierteljährlich

36


Agenda

8. Mai DIFF (Leiterinnen Meitli)

11. Mai Märtstand in Affoltern

17. – 20. Mai Pfilas

29. Mai DV Buebepfadi

8. – 9. Juni Tschernobyl-Weekend

8. Juni Spanferkel

15. – 16. Juni Pfadi Aktiv

6. Juli Zeitungssammlung (Buebe)

13. – 21. Juli Führersola (Buebe)

14. – 24. Juli Sola Meitli

nächstes Fährtenweekend:

8. / 9. Juni im Mettenholz

Berichte und Fotos bis am 8. Juni an Spatz schicken

oder am Weekend selber schreiben, abtippen oder

scannen.

Spatz

Swing

Thomas Pfister

Nuala Frei

Sophie Täuber-Str. 2 Sentmattstr. 42

8050 Zürich 8912 Obfelden

Tel. 310 20 55 Tel. 761 93 25

tpfister@access.unizh.ch hot_fire27@hotmail.com


• PP •

8913 Ottenbach

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